Gewaltprävention Elsenz.pdf - Pädagogische Hochschule Heidelberg

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Gewaltprävention Elsenz.pdf - Pädagogische Hochschule Heidelberg

Gewaltprävention an der

Kraichgauschule

Eppingen-Elsenz

Elsenz

Dienstag, 31.01.2006

_________________________________________

Hauptseminar: Störungspr

rungsprävention in der Schulklasse

Anina Bihn

5. Semester, SPO 2003


Gewaltvorfälle lle an Schulen

6.000

5.000

4.000

3.000

2.000

1.000

0

4.324

4.863

5.053

4.233

3.901

1999 2000 2001 2002 2003

Sonderauswertung der polizeilichen Kriminalstatistik. (Gewaltprävention an Schulen: Aktiv gegen Gewalt; Hrsg. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport; 2005)

• „…Straftaten gegen das Leben und gegen die sexuelle

Selbstbestimmung, Raub, räuberische r

Erpressung,

Körperverletzungsdelikte, Bedrohung, Nötigung N

und

Sachbeschädigung.

digung.“


Geographische Lage der

KGS Eppingen-Elsenz

Elsenz


Kraichgauschule Eppingen-Elsenz

Elsenz


Schulstruktur

• Förderschule

• 130 Schüler

– 43,1 % stammen nicht aus Deutschland

– Aus neun unterschiedlichen Herkunftsländern,

ndern,

ein Schüler ist derzeit staatenlos

• 72 Jungen und 58 MädchenM

• 21 Lehrkräfte

• eine Dipl. Sozialpädagogin, 50% gestufte Stelle


Modelle zur Gewaltprävention

an der KGS Eppingen-Elsenz

Elsenz

• Arizona-Modell

• Ringen und Raufen


Arizona-Modell

(Trainingsraum-Programm)

Basiert auf drei Regeln:

1. Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht

ungestört zu lernen.

2. Jede Lehrerin und jeder Lehrer hat das Recht

ungestört zu unterrichten.

3. Jede/r muss stets die Rechte des anderen/der

anderen respektieren.


Arizona-Modell

(Trainingsraum-Programm)

Ziele

Allgemeine Ziele:

1. Lernbereite Schüler/innen schützen und ihnen ungestörten

und qualitativ guten Unterricht anzubieten.

2. Häufig störenden Schülerinnen und Schülern Hilfen

aufzuzeigen, ihr Sozialverhalten zu verbessern und die

notwendigen sozialen Schlüsselqualifikationen zu erwerben.

Schüler

ler-/Lehrerziele:

• Integration in Klasse

• Selbstvertrauen fördernf

• soziale Kompetenzen erwerben

•Verantwortung

übernehmen

•Fähigkeit zur Selbstreflexion

fördern

• Entlastung

• „mehr“ Unterricht

• weniger Störungen

• Konzentrierte Schüler

•Kommunikationsfähigkeit

entwickeln


Trainingsraum-Programm

Übersicht


Nachteile des Trainingsraum-

Programms

• Trainingsraum muss immer durch eine Lehrkraft

beaufsichtigt werden

• Keine Garantie, dass verhaltensschwierige

Schüler/innen die angebotene Hilfen annehmen

• Fortschritt kann nicht in jedem Einzelfall

erwartet und garantiert werden

• …?


Trainingsraum

Umsetzung an der KGS

• „Light“ -Version

• Von Schulsozialarbeiterin geleitet

• 3x wöchentlich w

Sprechstunde (Trainingsraumzeiten)

• „Zoffzettel“ für r versch. Altersstufen

• Kooperation mit Jugendamt und Polizei


Sein essen beim Herr S. 1 Woche lange hollen.


Ringen und Raufen

• Friedliches Gegeneinander , gleichzeitig aber

auch kämpferisches k

Miteinander

• Regelbetont

• Orientiert sich u.a. an Ritualen und Techniken

bekannter und anerkannter Kampfsportarten

• Zu zweit oder in Gruppen

• Freiwillig


Ringen und Raufen

Pädagogische Perspektiven

• Kooperieren, wettkämpfen und sich verständigen.

• Wahrnehmungsfähigkeit higkeit verbessern,

Bewegungserfahrung erweitern.

• Das Leisten erfahren, verstehen und einschätzen.

• Sich körperlich k

ausdrücken, Bewegungen gestalten.

• Etwas wagen und verantworten.

(vgl. Lehrplan NRW 2000)


Ringen und Raufen

Ziele

• Körper- und Bewegungserfahrung

• Entwickeln sozialer Kompetenzen

• Verantwortung übernehmen

• Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit entwickeln

• Förderung und Stabilisierung des Vertrauens zueinander

und zu sich selbst

• Selbstvertrauen stärken

• Eigene Stärken und Schwächen chen erkennen

• Eigene Grenzen erkennen und erweitern

• Kontrollierter Abbau von Aggressionen – „auspowern“

• Entwicklung konditioneller bzw. koordinativer Fähigkeiten


Ringen und Raufen

Regeln

1. Wir tragen keinen Schmuck.

2. Beim Kampf sitzen alle nicht kämpfenden k

am Mattenrand.

3. Keiner muss Kämpfen, K

wenn er/sie nicht möchte. m

4. Der Kampf beginnt mit Verbeugung und endet auch so.

5. Der Kampf wird unterbrochen

- wenn einer der kämpfenden k

„stopp“ ruft

- durch den Schiedsrichter

- durch 3x auf die Matte klopfen

6. Es ist alles erlaubt, was nicht weh tut.

7. Wir helfen alle mit.

8. …


Ringen und Raufen

Umsetzung an der KGS

• In Form einer AG

• Feste Regeln

• Bestimmter Ablauf

• Auch Kooperation mit der Stadt Eppingen

„gewaltig gewaltlos“


„gewaltig gewaltlos“

• In Zusammenarbeit mit Vereinen, Schulen, Kirchen, Polizei und

Initiativen der Stadt Eppingen

• Laufzeit: 2 Jahre (2005-2006)

2006)

• Sportliche, informelle und kreative Freizeitbeschäftigungen

• Teilweise von Jugendlichen mit entworfen und entwickelt

• Aufklären

über Gefährdungen und Risiken

• Soll zur Stärkung der Persönlichkeit und des Selbstbewusstseins

der Jugendlichen beitragen

• Integration

• Angebote für f r Kinder bis 12 Jahre, für f r Jugendliche bis 16 Jahre,

offen für f r Jedermann


Zeitlich befristete Projekte:

Außerdem

erdem…

• „Holzwerkstatt“:: Thekenbau für f r das Schülercaf

lercafé

– Drei Schüler zusammen mit Schreinermeister

– Laufzeit: 1 Woche, in den Pfingstferien 2005

– Erlernen sozialer und technischer FähigkeitenF

– Individuelle Ziele erreichen

• Graffitiprojekt

– Gemeinsam mit einem gelernten Maler

– Laufzeit: ½ Jahr (je ein Vormittag pro Woche)

– Kleingruppe mit Schülern der 7. und 8. Klasse

– Zeichnerische und malerische Fähigkeiten F

sowie Kreativität t fördernf

– Lernen Theoretischen Hintergrund des Graffitisprühens kennen


Schülercaf

lercafé der KGS

Graffitis der Klassen 7 und 8 für f r das Schülercaf

lercafé


Literatur

Gewaltprävention an Schulen: Aktiv gegen Gewalt;

Hrsg. Ministerium für f r Kultus Jugend und Sport BW, Innenministerium BW, Sozialministerium

BW, 2003 und 2005

• www.baden-wuerttemberg.de/sixcms/media.php/1899/01_Umbr_Aktiv_kompl.pdf

wuerttemberg.de/sixcms/media.php/1899/01_Umbr_Aktiv_kompl.pdf

• Wo rohe Kräfte sinnvoll walten - Handbuch zum Ringen, Rangeln und Raufen in Pädagogik P

und

Therapie; Hrsg. W. Beudels/ / W. Anders; Verlag: borgmann, , 2002.

• Broschüre:

re: „gewaltig gewaltlos“ – Projekt 2005/2006; Stadt Eppingen/Kleingartacher

e.V.

• Selbstvertrauen und soziale Kompetenz; Hrsg. Terri Akin u.a.; .; Verlag an der Ruhr, 2000

• Lehrplan NRW 2000

• Hauen ist doof; Hrsg. Charles A. Smith; Verlag an der Ruhr, 2005 (Neuauflage)

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