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Vorwort

Vor einigen Jahren hat der neuseeländische Bildungsforscher

John A.C. Hattie eine Studie veröffentlicht,

die mit etwas Verzögerung auch in deutschsprachigen

Ländern für heftige Diskussionen sorgt. Sie trägt den

Titel „Visible Learning“ 1 und versucht die Wirksamkeit

von Lehren und Lernen sichtbar und beschreibbar

zu machen. Fünfzehn Jahre lang hat Hattie über 800

Metastudien über die Wirksamkeit von Unterricht zusammengetragen

und vergleichend analysiert. Ziel seiner

Bemühungen war es, herauszufinden, was in Bezug auf

die Lernleistung 2 von Schüler/innen die wirkmächtigsten

Einflussgrößen im Unterricht sind.

Die Ergebnisse sind wenig überraschend. Nicht die

Klassengröße, nicht die Ausstattung und Medien, nicht

die Zahl der Hausübungen oder besonders ausgefeilte

Methoden sind es, die den größten Einfluss auf das

Lernen von Schülerinnen und Schülern haben, sondern

Lehrerinnen und Lehrer. Auf ihre Motivation, ihr Engagement,

ihr Können und ihre Kompetenz und nicht

zuletzt auf ihre Persönlichkeit kommt es an, ob Schüler/

innen hohe Lernleistungen erbringen oder nicht.

Es sind vor allem zwei Haltungen von Lehrpersonen, die

den größten Einfluss auf das Lernen von Schüler/innen

haben. Einerseits die Fähigkeit, die Perspektive von

Schüler/innen einnehmen zu können und das Lernen

aus deren Augen wahrzunehmen, und andererseits das

Bestreben Schüler/innen zu helfen, ihre eigenen Lehrpersonen

zu werden und das eigenen Lernen selbstständig

und aktiv zu gestalten.

Um diese Kompetenzen entwickeln zu können, braucht

es nach Hattie gute Unterstützungssysteme für Lehrer/

innen und Fort- und Weiterbildungen, die nachhaltig

wirken. Denn erfolgreiche Lehrstrategien eignet man

sich nicht in einmaligen Informationsveranstaltungen

oder in einem einzigen Nachmittagsseminar an. Nachhaltige

Fortbildung braucht gute Konzepte, kompetente

Lehrbeauftragte und Formate, die über einen längeren

Zeitraum angelegt sind und Auseinandersetzung und

Reflexion ermöglichen.

Die Pädagogische Hochschule Kärnten, Viktor Frankl

Hochschule, hat sich daher bemüht, in enger Zusammenarbeit

mit Qualitäts- und Fachgruppen sowie in

Abstimmung mit der Schulaufsicht und den Schwerpunkten

des Bundesministeriums für Unterricht und

Kunst, ein Fort- und Weiterbildungsprogramm zusammenzustellen,

das diesen Anforderungen genügt.

Vor allem haben wir Formate entwickelt, die höhere

Wirksamkeit versprechen: Lernen in Lehrgängen

und Netzwerken, Modulreihen, maßgeschneiderte

SCHILF- und SCHÜLF-Veranstaltungen, fach- und

organisationsbezogene Schulentwicklung und „Fortbildung

Kompakt“, ein neues Angebot, das Schulen ein

Jahr lang zu einem selbst gewählten Entwicklungsthema

professionell begleitet.

In der vorliegenden Broschüre möchten wir Ihnen unsere

Angebote für das kommende Schuljahr vorstellen. Mit

dem Katalog können Sie sich in Ruhe einen Überblick

verschaffen. Die Details finden Sie unter

https://www.ph-online.ac.at/ph-ktn/webnav.ini

(Menüpunkt „Suche - Fortbildungs-LV“)

Um Lernen sichtbar zu machen, braucht es

Feedback auf allen Ebenen. Auch wir sind an Ihrem

Feedback über unsere Angebote sehr interessiert.

Wenn Sie uns etwas mitteilen wollen, wenden Sie sich

bitte an unsere Qualitätsbeauftragte, Frau Elpis Dirninger

(elpis.dirninger@ph-kaernten.ac.at.). Wir nehmen ihre

Anregungen, Wünsche und Kritik gerne auf!

Namens der Pädagogischen Hochschule Kärnten

wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches Schuljahr 2013/14

und hoffe, Sie bei der einen oder anderen Veranstaltung

begrüßen zu dürfen!

Mag. Dr. Marlies Krainz-Dürr

Rektorin der Pädagogischen Hochschule Kärnten -

Viktor Frankl Hochschule

1 Hattie, J. A. (2009). Visible Learning: A Synthesis of over 800 Meta-Analyses Relating to Achievement. London: Routledge

2 Es wurden allerdings nur jene Lernleistungen erfasst, die über klassische Tests messbar sind.

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