„Plötzlich gehört man zu den Erwachsenen“ - Planet Beruf.de

planet.beruf.de

„Plötzlich gehört man zu den Erwachsenen“ - Planet Beruf.de

Ausbildung – so läuft’s

„Plötzlich gehört man zu

den Erwachsenen“

Das Berufsleben ist anfangs ungewohnt. Das wissen Petra, Katrin und Johannes. Neben den

Arbeitszeiten sahen sich die drei Auszubildenden noch weiteren Herausforderungen gegenüber.

Sorgfalt ist in jedem Beruf wichtig. Fachverkäufer/innen

im Lebensmittelhandwerk (Konditorei) brauchen sie

etwa, wenn Pralinen verpackt werden müssen.

Ansprechpartnerin am Verkaufstresen

Petra fiel gleich in den ersten Tagen ihrer Ausbildung vor

allem eines auf: „Ich bin selbst gefragt.“ Die 15-Jährige hat im

September eine Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk

mit dem Schwerpunkt Konditorei begonnen.

Wenn sie hinter dem Verkaufstresen steht, ist jetzt sie

diejenige, die das Fachwissen hat. „Die Kunden fragen mich,

wenn sie Genaueres über eine Praline oder eine Torte wissen

möchten“, sagt sie.

Diese neue Rolle habe sie erwachsener gemacht, meint Petra.

„Ich nehme jetzt viele Dinge ernster. Und ich achte mehr

darauf, ob ich mich richtig verhalte. In der Konditorei bin ich

nicht mehr unter Gleichaltrigen wie in der Schule. Hier im

Betrieb bin ich die Jüngste“, sagt sie. Und da muss sie sich

natürlich entsprechend benehmen. „Zunächst war es eine

Umstellung, immer zu lächeln und freundlich zu sein“, sagt

Petra. Aber es lohnt sich: „Ich gehe sehr gern arbeiten, weil

ich gut mit den anderen im Team auskomme.“

Berufe kennenlernen

Mehr zu den genannten und vielen

weiteren Ausbildungsberufen

erfährst du auf www.planet-beruf.de

» Berufe finden » Berufe von A bis Z.

Im Berufsleben ist auch

für Fachverkäufer/innen

im Lebensmittelhandwerk

(Konditorei) Fachwissen

gefragt.

14


Ausbildung – so läuft’s

Johannes hat sich in seinem

Ausbildungsbetrieb gut eingelebt.

Er wird Feinwerkmechaniker.

Ausdauer auf der

Baustelle

Johannes hat am meisten

erstaunt, dass seine Arbeit

Auswirkungen auf das ganze

Team hat. Der 16-Jährige

arbeitet als Auszubildender

zum Feinwerkmechaniker

in einer Prozesskette. „Das

Werkstück, das ich herstelle,

muss jemand nach mir

weiterverarbeiten“, erklärt

er. „Deshalb muss meine

Arbeit immer genau passen.“

Das erste Ausbildungsjahr war für Johannes eine echte „Lehre“.

Er hat viele Fähigkeiten erlernt und weiterentwickelt, die

für das Berufsleben wichtig sind: „Ich hab gelernt, mit fremden

Menschen zu reden und zusammenzuarbeiten“, erzählt er. „Außerdem

habe ich meine Ausdauer verbessert. Denn in der Arbeit kann man nicht

einfach sagen: ‚Das kann ich nicht!‘ und aufgeben. Man muss seine

Aufgaben erledigen, auch wenn’s schwer fällt. Und ich habe gelernt, mir

Arbeitsvorgänge genau zu merken, damit ich sie immer wieder richtig

ausführen kann.“

Als Auszubildende/r hat

man stets mit Kolleginnen

und Kollegen zu tun.

Kommunikationsfähigkeit

hilft da weiter.

Jeder Millimeter zählt: Genaues

Arbeiten ist die Herausforderung

für Feinwerkmechaniker/innen.

Überblick über Akten und Aufgaben

Katrin musste sich beim Start der Ausbildung vor

allem an den prall gefüllten Tagesablauf gewöhnen.

„Ich habe den ganzen Tag über Aufgaben, die

ich in einer bestimmten Zeit bewältigen muss“,

erzählt sie. Als Auszubildende zur Rechtsanwaltsfachangestellten

hatte sie plötzlich auch

mehr Verantwortung: „Ich bin zum Beispiel dafür

zuständig, meinem Chef Akten zu festen Terminen

selbstständig wiedervorzulegen“, sagt die Ausbildungsanfängerin.

Katrin wird Rechtsanwaltsfachangestellte.

Sie findet:

„In der Ausbildung bin ich

reifer geworden.“

Rechtsanwaltsfachangestellte

müssen genau wissen, wo sich

eine bestimmte Akte befindet.

Große Anforderungen stellt die Ausbildung auch an Katrins Merkfähigkeit.

Sie muss beispielsweise ständig im Blick haben, wo sich

Akten von laufenden Verfahren befinden. „Manche Akten werden erst

diktiert, manche sind zur Prüfung in der Buchhaltung, andere sind

gerade bei einem der Rechtsanwälte. Bei Bedarf muss ich wissen,

wo ich diese Akten finden kann“, sagt sie. Sie selbst sei durch den

Beruf reifer geworden, meint Katrin. „Als Auszubildende werde ich

als Erwachsene angesehen, die ihren Anteil an den Aufgaben in der

Kanzlei leisten muss.“

15

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine