PraeGend06-Steyr - Institut Suchtprävention

praevention.at

PraeGend06-Steyr - Institut Suchtprävention

Kommunale Suchtprävention in Steyr

Erste Schritte

ab 1997


Studie Jungsein in Steyr

Ziel:

Entscheidungsgrundlagen

Bedarf für Jugendliche an

Infrastruktur, Maßnahmen

und Angeboten

Zwei Hauptprobleme:

Arbeitslosigkeit

Alkoholmissbrauch


Thesen und Prinzipien „Community based“

Thesen:

‣Suchtprävention geht uns alle an

‣Suchtprävention gelingt am besten zusammen (Schule,

Familie, Arbeit, Freizeit….)

‣Suchtprävention macht wenig Vorschläge was gemacht

werden soll, sondern richtet sich nach dem was

gebraucht wird

‣Im Zentrum der Suchtprävention steht der Mensch und

nicht die Droge

Warnung: Suchtprävention braucht viel Geduld und

Offenheit für Veränderungen!


Ausgangsituation

Jänner 2003 – Informationsgespräch mit Stadtrat Oppl:

Jugendkonzept, Jugendkoordinatorin ,Thema Alkohol

und Drogen PräventionkonzeptProjektbudget

Zusage für Projektentwicklung und Begleitung

„Community Based“, Jahresschwerpunkt 2004

Aufgabe: Steuerkreis bilden


Großer Kreis in Steyr

Bundespolizeidirektion, Magistrat Sozialabteilung,

Magistrat Jugendamt, Büro Vital, HS1 Ennsleite, HS

Münichholz, VS Punzeschule, VS Ennsleite,

Bundesgymnasium, Kinderfreunde Steyr, X-Dream –

Suchtberatung, Streetwork, SJ-Steyr, Freiheitliche

Jugend Steyr, Grüne Alternative Jugend Steyr, Junge

ÖVP, Elternverein, Katholische Jungschar, Kulturhaus

Röda, Jungendzentren, GSS-Steyr, Pfadfinder,

Kulturzentrum AKKU, Kinderschutzzentrum, ….

Ca. 45 Personen waren beim 1. Treffen anwesend


Projektvorlaufphase

15.01.03 1. Treffen (Linz, Oppl, Lagemann)

12.02.03 Information zum Thema, Motivation

03.04.03 Themenfixierung „Jugend & Alkohol“

Ideensammlung

24.04.03 Rohkonzept, Diskussion, Planung

31.05.03 Grobkonzept

03.06.03 Finanzierung – Sozialausschuss

Herbst 03 Detailplanung, Logo, Name, Steuerkreis


Gemeinsames Logo und Motto


Jugend und Alkohol – Daten und Fakten

•2005 waren es 482 Entlassungen von OÖ Jugendlichen (im Alter von

15-19 Jahren) die mit der Diagnose „akuter Alkoholmissbrauch“

erfolgten – das bedeutet, auf 1000 Jugendliche entfallen 5

Einlieferungen

•Jugendliche können schon nach 6-18 Monaten exzessiven Trinkens

abhängig werden

•bei jedem zweiten, von Jugendlichen verursachten tödlichen

Verkehrsunfall, wird Alkoholisierung festgestellt

•Das Alkoholverbot unter 16 Jahren greift nicht, da 29 % der 15-

Jährigen mindestens wöchentlich alkoholische Mischgetränke

(Rüscherl, etc.) konsumieren (32 % der 15-jährigen Mädchen, 26 %

der gleichaltrigen Burschen).

•Aggressive Werbestrategien und neue Produkte der Alkoholindustrie

richten sich vermehrt auf die Zielgruppe Jugendliche (Kinder) z. B.

Alkopops


Konzept basierend auf 3 Säulen

Regelwerk

Einhaltung von Gesetzen

(JSG, StvO…)

Werbebeschränkung

Information

Aufklärung

Sensibilisierung

Bewusstmachung

Alternative Angebote

fördern

Lebensbedingungen verbessern

Kompetenzen fördern


Steuerungsgruppe & Arbeitsgruppen

Projektcoaching

Bausteine

P

Institut

P

Exekutive

P

Partner

Partizipation

Wichtige Institutionen

und Einrichtungen vor

Ort

Allparteilichkeit!

Projektträger (Budget,

Leitung, Ärzte

P

Koordination..)

Stadt

Steyr

Vereine

Projekte

Jugendliche

Schulen

Projekte

P

Wirtschaft

P


Detailprojekt im Überblick

Sensibilisierung/Information

Regelwerk/Kontrolle

•Podiumsdiskussion

•Vorträge

•Seminare/Schulungen

•Elternbroschüre

•Ausstellung

•Fotowettbewerb

•Jugendliche informieren

Erwachsene (Schülerkette,

Saufberg)

•JSG Schwerpunktkontrollen

•Testkäufe

•Stay Legal

Alternative Angebote

•Barfuss Einsätze

•Wirtschaftsgipfel

•Freestyle Card 05


Thema Alkohol – warum Beteiligung Polizei ?

Strafbare Handlungen mit Alkohol-Bezug jährlich etwa:

600 sachbeschädigungen

450 Delikte gegen Leib und Leben

400 Einbruchsdiebstähle

100 Abgängige

20 SM-Versuche

200 Alko-Lenker

40 VU unter Alkoholeinfluss


Teilprojekt der Polizei

• Sensibilisierung / Schulung intern

• Jugendkontrollen und Auswertung

• Angebot: Inputs der Polizei im Rahmen von Projekten


Beiträge vom Institut

•Moderation der Sitzungen in der Vorlaufphase

•Moderation Wirtschaftsgipfel

•Vorträge, Schulungen, Seminare

•Adaptierung der Elternbroschüre für Steyr

•Artikel für Gemeindezeitung

•Vertretung im Projektteam

• Fachliche Beratung während der Umsetzungsphase

Projekt Kontext (Bereich von illegalen Substanzen)


Auftaktveranstaltung - Podiumsdiskussion

11.Februar 03

Kultur-, Freizeit und

Jugendzentrum Ennsleite


Schülerkette

-Jugendliche informieren

Erwachsene

- Beteiligte: Alle Steyrer

Hauptschulen

-1650 Jugendliche

-Ziel aufmerksam machen

-Ablauf


Schülerkette


Saufberg

Projektleiter: Rudi Steininger, HS Münichholz


Ausstellung – Alkohol von Achterl bis Zirrhose

•Projektidee und Durchführung:

• Markus Schürz und Team

•Ort: Jugendzentrum Gewölbe

•In den Fastenzeiten 04 und 05

•Besucher: 2004 Personen

(ab 7. Schulstufe bis Matura)

•Ziel: Risikoarmer Umgang mit

Alkohol fördern

•Sachliche Information über

Wirkung von Alkohol

•Folgen von Alkoholkonsum

erfahrbar machen


Testkäufe

• Jugendliche von vier Steyrer Hauptschulen

• Geschäfte, Imbissläden, Supermärkte, Tankstellen

• Zwei Phasen im Abstand von vier Monaten

• Phase 1: 72 % Phase 2: 50 % der Käufe erfolgreich

• dazwischen Information

• nach Phase 2 Strafen und Auszeichnungen

• Projektleiter Jörg Hofmarcher, Lehrer in Steyr


Aushang Jugendschutzgesetz für Lokale


Wirtschaftsgipfel

Einladung zum Gespräch mit Projektgruppe

Information über Projekt in Steyr

Diskussion über Kooperationsmöglichkeiten

No results!


Your viewture – Fotoprojekt

Projektleitung Streetwork Steyr

•Idee:

Jugendliche zwischen 13 und 23 halten fest, welchen Stellenwert Alkohol in

ihrem Leben einnimmt

•Durchführung:

2 HS, 1 Gym., 1 Handelsschule, 2 Beschäftigungsmaßnahmen (120)

von Sept. 04 bis Juli 05

•Methode: Einwegkameras mit Beipackzettel (Gewinnspiel)

•Ergebnis:

2500 Fotos – heftige Diskussionen in Kleingruppen, Auswahl von 60 Fotos

mit Titel für Vernissage;120 Personen besuchen Vernissage – Jury wählt 3

Siegerfotos - Wanderausstellung


„Your Viewture“ 3 Siegerfotos


„Sicht in der Sucht“

„Perfect Life“

Gerda Riedl (BRG Steyr)

Jennifer Humer (BFI –

Produktionschule)

„Was auch immer -

ich will mehr“

Arlinda Bala (HS1 Tabor)


Freestyle Card 05/06

•Idee: Jugendliche können für bestimmte „Tätigkeiten“

Punkte sammeln. Für diese Punkte können sich dann die

Jugendlichen „Belohnungen“ aussuchen (Kurzkonzept:

Streetwork Steyr, Projektleitung: Jugendkoordinatorin)

•Zielgruppe: Jugendliche aus Steyr zwischen 11 und 16

•Ziele: Alternativen für Jugendliche anbieten, sinnvolle

Freizeitbeschäftigung/Lernfeld, Einbindung in

Gemeinwesen, Stärkung des Selbstbewusstseins und der

Eigenverantwortung…..


Freestyle Card 05/06

Tätigkeiten:

Mithilfe z. B. im Tierheim, in der Bücherei, im Alten- und

Pflegeheimen, bei Streetwork Projekt, Stadtgärtnerei, Kinderfreunde,

Volkshilfe….

Teilnahme an Schulungen und workshops:

X-Dream, Barfuss, Rotes Kreuz, Feuerwehr, Frauenhaus…

Belohnungen:

Eintrittskarten für Stadtbad, Eislaufplatz

Buskarten, Gutscheine für Handywertkarten und Kino,

Erlebnis-Outdoor, Theaterworkshop, Computerworkshop, Ausflug in

Wasserspielpark, Dachstein Rieseneishöhlen, Schnuppertauchkurs..


Öffentlichkeitsarbeit

Plakat

Zeitungsartikel

Broschüre


Kontext 2005

Institut f. Suchtprävention, Drogenberatungsstelle

X-Dream, Streetwork, Integrations- und Fremden-

Vereine

• Jugendliche Heroineinsteiger

Zweite Generation, hochriskanter Mischkonsum, wenig

Wissen, sozial schwache Schicht

• Schwerpunkt Elternbildung, Info-Veranstaltungen,

fremdsprachige Broschüren,

Beteiligung der Polizei, wenn passend

• Veranstaltung f. Ärzte u. Apotheker

• polizeilicher Ansatz vorwiegend repressiv


Nachfolgeprojekt „ f l o w „

• Langfristiges Nachfolgeprojekt 2006-2008

• Beteiligung Stadt Steyr (Budget, Koordination)

• Koordination BÜRO VITAL / Gerald Koller

• Pressearbeit begleitend zu Teilprojekten (Vertrag OÖN)

3 Teilbereiche

• PRÄVENTIONSFORUM HALBJÄHRLICH

• FEST FEIERN

•FLOW AKUT


Teilprojekt „ f l o w a k u t „

• Substitutionsgipfel

• Vernetzung Helfersysteme

• Notfall-Infos (Schlüsselanhänger, Notfall-Karten)

• Flyer-Ständer / fremdsprachige Substanz-Infos

• Workshops für Jugendliche

• Erwachsenenbildung zum Thema Sucht (Lehrer,

Jugendamt)

• Polizei: repressive Schwerpunkte

Ausbildung SMG und Prävention

Inputs auf Anfrage


Vernetzung - Grundsätze

• Eigene Grenzen

• Gegenseitiges Verständnis - Respektieren der

Verschwiegenheitspflicht

• Gemeinsame Ziele / Ideen

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine