Senioren zügeln in den Thurgau - Privera

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Senioren zügeln in den Thurgau - Privera

Datum: 01.06.2012

thurgau lokal

Huber & Co. AG

8501 Frauenfeld

052/ 723 57 57

www.thurgauerzeitung.ch

Medienart: Print

Medientyp: Tages- und Wochenpresse

Auflage: 39'643

Erscheinungsweise: 6x wöchentlich

Themen-Nr.: 230.30

Abo-Nr.: 1082661

Seite: 41

Fläche: 59'993 mm²

Senioren zügeln in den Thurgau

Vermehrt lassen sich ältere Menschen aus anderen Kantonen in Aadorf, Weinfelden, Frauenfeld oder Arbon nieder. Sie wollen ihren Lebensabend

an einem Ort in schöner Lage und guter Infrastruktur verbringen. Neben dem hohen Freizeitwert spielen auch die Immobilienpreise eine Rolle.

Senioren schätzen am Thurgau die schöne Landschaft - deshalb wollen sie gerne hier wohnen.

INGE STAUB

FRAUENFELD. «Uns gefällt es sehr

gut in Weinfelden», sagt Franz H.

Während sie berufstätig waren,

wohnten er und seine Frau in

Zürich, jetzt wollen die beiden

ihren Ruhestand in einer schönen

Umgebung geniessen. Sie haben

sich für Weinfelden entschieden,

weil das Städtchen über eine Vielzahl

von Geschäften, gute ÖV-Verbindungen

und einen hohen Freizeitwert

verfügt.

Einkaufen, Sport, Kultur

Franz H. und seine Frau sind

nicht die einzigen, die im Alter in

den Kanton Thurgau zügeln. «Wir

haben einen relativ hohen Anteil

der Bevölkerung, die im Rentenalter

nach Weinfelden kommt»,

sagt Gemeindeschreiber Martin

Sax. Eine Statistik, woher die Neuzuzüger

stammen, gibt es nicht.

Doch ist Martin Sax aufgefallen,

dass vermehrt Personen aus anderen

Kantonen anzutreffen sind.

Senioren aus anderen Regionen

der Schweiz lassen sich auch

in Aadorf nieder. Wie Gemeindeammann

Bruno Lüscher sagt,

schätzen die neuen Mitbürger

den Halbstundentakt nach Winterthur.

«Auch steuertechnisch

hat sich der Kanton Thurgau verbessert»,

nennt Lüscher einen

weiteren Faktor, der für einen Umzug

in eine Thurgauer Gemeinde

spricht.

Daniel Bauer vom Amt für

Stadtentwicklung und Standortförderung

in Frauenfeld bestätigt

«gefühlsmässig» die Tendenz,

Archivbild: Donato Caspari

Medienbeobachtung

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Rüdigerstrasse 15, Postfach, 8027 Zürich

Tel. 044 388 82 00, Fax 044 388 82 01

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Argus Ref.: 46245062

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dass mehr ältere Menschen aus

dem Raum Zürich in der Thurgauer

Kantonshauptstadt wohnen.

«Die gute Mischung zwischen

städtischem Angebot und

Erholungsräumen» sei für Jüngere

wie für Ältere interessant. Auch sei

Frauenfeld sehr gut an den Raum

Zürich angeschlossen.

«Es gibt gute Gründe, in Arbon

zu leben: Die Altstadt, der Bodensee,

Fachgeschäfte sowie ein abwechslungsreiches

Kulturleben»,

heisst es im Prospekt für die Überbauung

Rosengarten. Felix Helling

von der Privera AG in St. Gallen,

der die 74 Wohnungen vermarktet,

beobachtet, dass «Arbon

für Senioren aus Zürich, Basel und

Bern interessant ist».

In Berlingen mit Seesicht

Mit dem Slogan «Seetraum»

macht die Immobilienfirma Relesta

aus Zuzwil gezielt in Zürcher

Medien Werbung für Eigentumswohnungen

in Berlingen. «Wir

wollten zunächst Kunden aus

dem Raum Konstanz für die Wohnungen

gewinnen», berichtet

Marketingleiterin Susanne Mäder.

«Doch zu unserer Überraschung

interessierten sich hauptsächlich

Personen aus Zürich und

Winterthur für unsere Objekte.»

Die Wohnungen verkaufte Relesta

zumeist an Menschen im Pensionsalter.

«Die Käufer sagen, am

Zürisee könnten sie eine Woh-

nung mit Seesicht nicht bezahlen»,

erklärt Susanne Mäder.

Eine 4,5-Zimmer-Seetraum-

Wohnung kostet in Berlingen ab

575000 Franken. In Zürich muss

man für ein ähnliches Objekt ein

Mehrfaches berappen. Laut Auskunft

von Robert Weinert, Senior

Consultant bei Wüest & Partner in

Zürich, liegen die Immobilienpreise

im Thurgau deutlich unter

dem Schweizer Durchschnitt,

während sie im Kanton Zürich

darüber liegen. «Bei uns stimmt

das Preis-Leistungs-Verhältnis im

Vergleich zu Zürich noch», sagt

auch Immobilienmakler Werner

Fleischmann.

200

Index 1. Quartal 2000=100

180

160 IM Kanton Thurgau

Kanton Zürich

140

Schweiz

120

100

80

2000

Eigentumswohnungen

Transaktionspreisindizes

2002 2004 2006 2008 2010 2012

Grosszügig

wohnen

Der überwiegende Teil

der älteren Menschen wohnt

heute in einem Privathaushalt.

Von den 65- 79-Jährigen

leben nur 2,1 Prozent

und von den 80-Jährigen

und Älteren nur 19,1 Prozent

in einem Alters- und Pflegeheim.

Die Ansprüche der Senioren

ans Wohnen sind in den

letzten Jahren gestiegen. Wie

eine Untersuchung der Universität

Basel ergab, sind

Wohnformen, in denen der

Raum zu klein ist, um mit

dem Partner zu leben, Gäste

zu bewirten und einen eigenen

kleinen Haushalt zu bewirtschaften,

für Seniorinnen

und Senioren inakzeptabel.

Hinzu kommt, dass der

Grossteil der älteren Menschen

über gute finanzielle

Verhältnisse verfügt, so dass

sie sich eine Eigentumswohnung

leisten können. (ist)

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