Ausgabe - 40 - 2012 - Produktion

produktion.de

Ausgabe - 40 - 2012 - Produktion

Technik und Wirtschaft für die deutsche Industrie

ProduktionEinzelpreis Euro 2,80

4. Oktober 2012 · Nummer 40 www.produktion.de

Leserservice Produktion 65341 Eltville DPAG PVST 5339 Entgelt bezahlt

Messe-Special

Motek:

Seiten 9 - 17

Absatzmarkt Russland

blüht für Maschinenbauer

China entscheidet Zukunft

der Werkzeugmaschinen

Metall und Kunststoff

problemlos verkleben

Lean: Zu viel Druck

und zu wenig Mensch

4

8

26

35

IM FOKUS

WZM: Es kommt auf die

richtige Abstimmung an

LANDSBERG (SM). Maschine,

Werkzeug und Spannmittel

müssen perfekt aufeinander abgestimmt

sein. Neuentwicklungen

werden häufig über die Forschung

koordiniert. Seite 20

Synchronriemenantrieb

– die Alternative

KARLSRUHE (PD). Optimierte Maschinenantriebe

können den

Energieverbrauch und die laufenden

Betriebskosten der Industrie

deutlich senken. So etwa

durch den Wechsel von Keil- auf

Synchronriemenantrieb. Seite 23

Falsche Partnerwahl

kann teuer werden

HANAU (HI). Die Auswahl des

richtigen Logistikdienstleisters

ist für Unternehmen der verarbeitenden

Industrie sehr wichtig.

Wer ins In- und Ausland liefert,

muss sich auf seinen Spediteur

verlassen können. Seite 37

ZAHL DER WOCHE

57 %...

...Weltmarktanteil besitzen die

deutschen Hersteller von Produktionsanlagen

für die Photovoltaikbranche.

ZITIERT

„Die Politik registriert, welche

Strahlkraft deutsche

Weltmarktführer haben.“

Dr. Walter Döring, Ex-Minister

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ELEKTROMOBILITÄT

Wer bricht asiatische Batterie-Macht?

ROBERT WOUTERS

PRODUKTION NR. 40 , 2012

Ein Leitmarkt Elektromobilität

kann in Deutschland nur entstehen,

wenn leistungsfähige

Batteriesysteme im eigenen Land

produziert werden können. Das

ist derzeit aber nicht der Fall.

LANDSBERG (ILK). Laut Werner Tillmetz,

Leiter des Geschäftsbereiches

Elektrochemische Energietechnologien

am Zentrum für Sonnenenergie-

und Wasserstoffforschung

Baden-Württemberg, haben

Japaner und Koreaner am

Batteriemarkt die Nase vorn. Nach

einer Studie von Roland Berger hat

AESC, ein Gemeinschaftsunternehmen

von Renault-Nissan und

NEC, derzeit mit die stärkste Marktposition.

Doch das soll sich ändern.

Wie dem Fortschrittsbericht

der Nationalen Plattform Elektromobilität

zu entnehmen ist, fördert

die Bundesregierung ‚die Errichtung

einer integrierten Zell- und

Batteriesystemproduktion‘ in erheblichem

Umfang. Das Leuchtturmprojekt

hat ein Volumen von

601 Mio Euro, Wissenschaft und

Industrie schlossen sich zu 21 Konsortien

zusammen. Unter anderem,

„um die kosten- und effizienzoptimierte

Post-Lithium-Ionen-

Technologien zu entwickeln.“

Denn die Energiedichte heutiger

Lithium-Ionen Akkus ist zu gering.

Für den Erfolg der Elektromobilität

ONEX CORP.

Neuer Krauss-Maffei-Eigner kennt die Branche

GUNNAR KNÜPFFER

PRODUKTION NR. 40 , 2012

Die Onex Corp. will vom wachsenden

Geschäft mit Plastikmaschinen

profitieren und erwirbt

Krauss Maffei Technologies.

LANDSBERG. Der künftige Eigner

von Kraus Maffei Technologies, die

kanadische Beteiligungsgesellschaft

Onex Corp., hat durch Kauf

und Verkauf eines Plastikmaschinenherstellers

bereits ein Vermögen

verdient. So konnte Onex die

kanadische Firma Husky nach nur

vier Jahren mit einem Gewinn von

580 Mio Dollar weiterreichen. Nun

greifen die Kanadier, die erst kürzlich

ihre Europa-Dependance in

London eröffneten, nach dem

wäre hier ein Quantensprung gut.

Das sieht auch der Forschungsverbund

Erneuerbare Energien so:

„Für zukünftige Batteriesysteme

kommen zum Beispiel Lithium-

Luft- oder Lithium-Schwefel-Zellen

in Frage.“ Und mit deren Entwicklung

und Produktion könnten

die deutschen Batteriehersteller

die vorherrschende Stellung der

Asiaten brechen. Erste erfolgversprechende

Ansätze gibt es. So hat

zum Beispiel das Bundesministerium

für Bildung und Forschung

Weltmarktführer für Kunststoffund

Gummimaschinen: Krauss

Maffei wolle Umsatz und Gewinn

stärker ausbauen als seine Konkurrenten,

sagte Unternehmenschef

jetzt das Programm ‚ExcellentBattery‘

initiiert. An der TU München

startet ExZellTUM mit dem Ziel,

neue Energiespeichersysteme zu

entwickeln. An dem Projekt sind

auch die Fraunhofer-Gesellschaft,

die BMW AG, die Manz Tübingen

GmbH sowie die TÜV SÜD Battery

Testing GmbH beteiligt. Zudem

haben Bosch und Samsung die SB-

LiMotive gegründet. Das Unternehmen

soll Zellen und Batterien

für die in 2013 auf den Markt kommenden

E-Cars von BMW liefern.

Der Münchner

Kunststoff- und

Gummimaschinenhersteller

Krauss Maffei

Technologies

wird an den

kanadischen

Finanzinvestor

Onex Corp.

weitergereicht.

Bild: Kraus Maffei

Jan Siebert. Dabei profitiert der

Maschinenbauer von einer steigenden

Nachfrage nach Kunststoffmaschinen

in Südostasien

und Lateinamerika. Zum anderen

Batteriefertigung: Bei herkömmlichen

Lithium-Ionen-Akkus haben

Japaner und Koreaner die Nase

vorn. Deutschland setzt deshalb

auf die nächste Batterie-Generation.

Bild: European Batteries

Diese und andere Anstrengungen

werden natürlich auch den Markt

für den Anlagenbau und den für

Produktionseinrichtungen zur Batterieherstellung

größer und interessanter

machen. Davon könnte dann

unter anderem auch die Dürr AG in

Bietigheim-Bissingen oder die

Stuttgarter M+W Group profiteren.

Gute Chancen auch für

Deutschlands Anlagenbauer

Nach Ansicht des Center Automotive

Research der Universität

Duisburg-Essen kann Deutschland

beim Thema Lithium-Ionen-

Batterieentwicklungen trotz der

starken Marktposition von Japan,

China, Korea und den USA in Zukunft

eine gewichtige Rolle spielen.

Denn BASF, Evonik, Merck, JohnsonControls-SAFT,

Bosch und

Continental verfügen über die nötige

Batteriekompetenz. Evonik ist

zudem das einzige europäische

Unternehmen, das mit Ausnahme

des Abbaus der Rohstoffe die gesamte

Wertschöpfungskette der

Batterieproduktion abdeckt.

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

redaktion@produktion.de

ersetzt Plastik immer häufiger Metall

oder Glas. Derzeit verdoppelt

die Kraus-Maffei-Gruppe ihre Produktionskapazitäten

in der Slowakei

und in China.

Die erstmalige Akquisition von

Onex in Europa soll über eine Anleihe

sowie eine auf Sachwerten

basierende pfandbesicherte Finanzierungslösung

ermöglicht

werden. Könne die Anleihe nicht

platziert werden, würde ein Überbrückungsdarlehen

genutzt. Kurioserweise

wird der neuerliche

Verkauf von Kraus Maffei zu einem

Preis von 568 Mio Euro erneut von

der Beratung Latham & Watkins

vermittelt. Ein Hamburger Team

der Kanzlei vermittelte bereits 2006

die Akquisition durch Madison

Capital, berichtet Juve.de.


2 · Nachrichten · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

NEWS-TICKER

Chinesen kaufen

Thyssen Tailored Blanks

DÜSSELDORF (DJ/ILK). Thyssen-

Krupp ist bei der angestrebten

Sanierung weiter voran gekomen:

Käuferder Sparte Tailored

Blanks ist Wuhan Iron and Steel

Corporation. Der chinesische

Stahlproduzent hat mehr als

80 000 Mitarbeiter und verfügt

über eine Kapazität von rund 40

Mio Tonnen. Die Gruppe erzielte

2011 einen Umsatz von umgerechnet

etwa 26 Mrd Euro, produzierte

fast 34 Mio Tonnen und

war damit der viertgrößte Hersteller

in China.

Gute Zahlen: BMW lässt

Autokrise links liegen

MÜNCHEN (DJ/KS). BMW lässt

sich vom schwierigen Wirtschaftsumfeld

nicht beirren. Der

September laufe gut, der Absatz

werde prozentual zweistellig zulegen,

sagte Vertriebsvorstand

Ian Robertson am Rande des

Pariser Automobilsalons. Robertson

sieht BMW auf einem

guten Weg. Die operative Rendite

im Kerngeschäft mit Luxusautos

soll am oberen Rand des anvisierten

Zielkorridors von 8 bis

10% liegen.

Bei uns im Internet

Top geklickt auf www.produktion.de

1. Eklat um Schichtpläne im

Daimler-Werk Sindelfingen

2. Industrie 4.0: Produktioner

schnell überfordert

3. Deutscher Mittelstand im

Fokus der Chinesen

4. Krauss-Maffei wird bei

Investoren durchgereicht

5. Märkte/Asien: China

will Orkan entfachen

6. Opel eröffnet neues

Motorenwerk in Ungarn

7. Vossloh bereitet

Großübernahme vor

8. Siemens streicht 220

Stellen in der Schweiz

9. Richtungswechsel in

der Automatisierung

10. Europas IT-Industrie droht

die Bedeutungslosigkeit

HP automatisiert

Policy-Management

PRODUKTION NR. 40, 2012

BÖBLINGEN (SP). Die HP-Tochter

Autonomy bringt nach eigener

Aussage die weltweit erste Lösung,

die Governance-Richtlinien für

strukturierte und unstrukturierte

Daten kontextbezogen und automatisiert

umsetzt – und zwar unabhängig

vom Format und Speicherort.

Grundlage dafür ist die Records-Management-Lösung

HP

TRIM sowie die Compliance-Plattform

Autonomy ControlPoint. Sie

helfen dabei, automatisiert eine

kontextbezogene Governance Policy

anzuwenden. Die Richtlinien

umfassen Sicherheit, Speicher und

Einstellungen für den Datenerhalt.

Ceratizit mit

Rekord-Umsatz

PRODUKTION NR. 40, 2012

L-MAMER (HI). Der Hartmetallexperte

Ceratizit hat zum zehnjährigen

Jubiläum einen Rekordumsatz

von 800 Mio Euro erwirtschaftet. In

Deutschland, dem wichtigsten

Markt für Ceratizit, ist das Unternehmen

in 2011 im Zerspanungsbereich

um 46% gewachsen. „Mit

neuen Produkten und Aktivitäten

in Asien konnten wir unsere Marktposition

festigen und sind weltweit

viertgrößter Hartmetallherstellen“,

so Vorstand Thierry Wolter.

Fred Gaegauf,

Geschäftsführer

der Fritz Studer

AG (rechts) übergibt

den Preis an

Dr. Josef Mayr

von der ETH

Zürich.

Bild: Studer

RÜCKBLICK

„Kommissionieren in luftiger Höhe“

LANDSBERG (HI). So lautete die

Überschrift zum Artikel in der Produktion

Nummer 8 des Jahres 1972.

Schon damals war klar, wie wichtig

eine korrekte und schnelle Lagerung

von Waren und Ersatzteilen für die

Versorgung von Produktionslinien

PRODUKTION NR. 40, 2012

STUTTGART (HI). Mit dem Thema

‚Beurteilung und Kompensation

des Temperaturgangs von Werkzeugmaschinen‘

hat Dr. Josef Mayr

von der ETH Zürich (Institut für

Werkzeugmaschinen und Fertigung),

den Fritz Studer Award und

damit eine Geldsumme von 10 000

Schweizer Franken gewonnen.

Den Schwerpunkt der Forschungsarbeit

von Dr. Mayr bildet die Be-

Technik und Wirtschaft für die deutsche Industrie

und den Versand waren. Regalbediengeräte

befördern die Mitarbeiter

auch heute noch in luftige Höhen,

um die Produkte ein- und auszulagern.

Allerdings ist der Automatisierungsgrad

in einem modernen

Lager der Gegenwart ungleich höher.

Was die Dame auf dem Bild

händisch erledigte, wird heute von

Shuttles automatisch übernommen.

Damals musste jeder Lagerplatz einzeln

angesteuert werden. Heute

werden die Lagerplätze von einem

zentralen Rechner vorgegeben.

AUSZEICHNUNGEN

Studer Award verliehen

trachtung des Temperaturgangs

von Werkzeugmaschinen. Von ihm

wurde die Finite Differenzen Element

Methode (FDEM) entwickelt.

Sie erlaubt eine effiziente Berechnung

und Auswertung der thermischen

Effekte auf Werkzeugmaschinen.

Der Preis wurde auf der

AMB in Stuttgart verliehen. Die

eingereichten Arbeiten hatten die

Zielsetzung, die Innovationskraft

der Maschinenindustrie zu stärken,

heißt es.

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4. Oktober 2012· Nr. 40 · Produktion · Nachrichten · 3

PRÄZISIONSWERKZEUGE

Bosch bevorzugt Walter

PRODUKTION NR. 40, 2012

TÜBINGEN (HI). Die Robert Bosch

GmbH hat die Walter AG mit Sitz in

Tübingen zu einem ihrer Vorzugslieferanten

ernannt. Damit zählt

Walter zu einem ausgewählten

Kreis von 30 Partnern, mit denen

Bosch bei Werkzeugen für alle Geschäftsbereiche

des Konzerns

künftig bevorzugt zusammenar-

HOFFMANN GROUP

PRODUKTION NR. 40, 2012

MÜNCHEN (HI). Bert Bleicher, geschäftsführender

Gesellschafter

der Hoffmann Holding und Sprecher

der Hoffman Group wurde

von der Unternehmensberatung

Ernest & Young zum besten mittelständischen

Unternehmer

Deutschlands in der Kategorie

Handel ernannt. Gewürdigt wurden

Innovationskraft und Wachstumsraten

des Unternehmens,

aber auch soziales Engagement.

beiten wird. Bosch bezieht von

Walter vor allem Werkzeuge für die

Herstellung von Einspritz- und

Bremssystemen, Hydraulikkomponenten

sowie Steuer- und Regelelementen.

Als Vorzugslieferant

würdigt der weltweit größte Zulieferer

für die Automobilindustrie im

jährlichen Rhythmus Partner, die

sich durch führende Technologie

und Qualität auszeichnen.

Innovationen gewürdigt

Der Unternehmer stieg 1996 bei

der Hoffmann Group ein und forcierte

die Internationalisierung des

Werkzeugspezialisten. Heute vereint

Europas führender Systempartner

für Qualitätswerkzeuge die

Hersteller-, Handels- und Servicekompetenz

und ist in 47 Ländern

vertreten – davon flächendeckend

in 33 europäischen Staaten. Die

Hoffmann Group bietet inklusive

der eigenen Premium-Marke Garant

55 000 Qualitätswerkzeuge der

weltweit führenden Hersteller.

60 Prozent mehr

Umsatz für Smart

Home Systeme

PRODUKTION NR. 40, 2012

MÜNCHEN (SP). Das intelligent gesteuerte

Haus: Außenbeleuchtung,

Hausklima, Stromquellen und

auch die Alarmanlage werden in

Zukunft zum Großteil durch Machine-to-Machine-Lösungen

(M2M) gesteuert. Laut einer Studie

des ABI Research zu ‚Home Automation,

Security and Monitoring‘

wird die Technologie im intelligent

vernetzten Haus bis zum Jahre

2017 um 60 % zunehmen. In einem

internationalen Wettbewerb ruft

die ‚M2M Challenge‘ Entwickler

und Unternehmer aus der ganzen

Welt auf, innovative M2M-Anwendungen

einzureichen.

Ziel von Smart Home Systemen

ist eine Vernetzung der Gebäudeautomation,

Smart Metering,

Haushaltsgeräte-Automation und

der Unterhaltungselektronik durch

direkte Funkanbindung.

In einer breit angelegten Initiative

der Titelsponsoren Swisscom

und Ericsson in Zusammenarbeit

mit m2m apps sowie den Sponsoren

Telit und VARTA Microbattery,

wird 2012 erstmalig die M2M Challenge

durchgeführt.

EDITORIAL

IT-Sturm auf Produktion?

Ist Deutschlands Produktionern das Thema Industrie 4.0

noch zu weit weg oder haben sie Angst vor einer Machtübernahme

durch die IT(ler)? Deutsche Professoren des Produktions-Bereichs

jedenfalls scheinen diesem Thema mit einem gewissen

Misstrauen gegenüberzustehen, so Stimmen auf dem vergangenen

Beirats-Treffen unseres Benchmark-Wettbewerbs ‚Fabrik des

Jahres/GEO‘. Bestätigen Ausnahmen wie Professor

Bauernhansl (Fraunhofer IPA und Uni

Stuttgart) vielleicht nur die Regel? Und verpasst

Deutschlands Produktions-Welt mit

dieser Haltung die Chance, ihren Vorsprung

in Sachen Effizienz und Flexibilität weltweit

zu sichern? So jedenfalls die Warnung der IT-

Automatisierungs-Seite. Und die gibt jetzt

Eduard Altmann

Chefredakteur

Gas: Gerade wurde in Berlin das Ergebnis des

Arbeitskreises vorgestellt, der im Auftrag der

Bundesregierung Strategieempfehlungen in

Sachen Industrie 4.0 ausgearbeitet hat. Motto des Events: „Die

deutsche Industrie hat damit die Chance, das Internet der Dinge

und Dienste für eine 4. industrielle Revolution zu nutzen.“ Mehr

zum IT-Sturm auf die Produktion nächste Woche an dieser Stelle.

eduard.altmann@produktion.de

Die Nr. 1 im Kleinteilehandling.

Schneller im Takt, kräftiger im Greifen

MPG-plus, pneumatischer Miniatur-Parallelgreifer

Die Nr. 1 im Tor. Reaktionsschnell

und sicher im Greifen

Jens Lehmann, deutsche Torwartlegende

Übergabe (v. links): Armin Brüchle, Geschäftsführer Trumpf Maschinen Grüsch

AG, Kunde Bruno Keller und Dr. Mathias Kammüller von Trumpf. Bild: Trumpf

LASERTECHNIK

10 000ste Laser-Maschine

PRODUKTION NR. 40, 2012

CH-GRÜSCH (HI). – Die 10 000ste

Schweizer TruLaser-Maschine hat

die Fließline des Trumpf-Werks im

schweizerischen Grüsch verlassen.

Weltweit hat Trumpf bereits

mehr als 15000 2-D-Lasermaschinen

produziert. In Grüsch fertigt

Trumpf die drei- und vier-Meter

Varianten der TruLaser Serien 3000

und 5000.

Die Jubiläumsmaschine ist eine

TruLaser 3030, das meistverkaufte

Modell unter den Lasermaschinen.

Sie geht in den benachbarten Ort

Trimmis in Graubünden zur Keller

Laser AG. Mathias Kammüller, geschäftsführender

Gesellschafter

der Trumpf GmbH + Co. KG und

Vorsitzender des Geschäftsbereichs

Werkzeugmaschinen, über

das Jubiläum: „Wir freuen uns über

das Vertrauen unserer Kunden und

wir arbeiten hart daran, ihm gerecht

zu werden. Unsere Mitarbeiter

tragen entscheidend dazu bei.

Sie sind gut ausgebildet und geben

jeden Tag ihr Bestes.“ Bruno Keller,

Geschäftsführer der Keller Laser

AG, setzt bereits seit seiner Firmengründung

im August 1995 auf Maschinen

von Trumpf. Daher fiel

Keller die Entscheidung über den

Lieferanten für seine jüngste Investition

nicht schwer. Und dass er das

Jubiläumsmodell bekommt, macht

ihn ein bisschen stolz.

Die neue TruLaser 3030 ersetzt

seine TruLaser 5030, die seit zehn

Jahren in seiner Fertigung steht

und über 50 000 Maschinenstunden

gearbeitet hat. „Sie hat sich für

uns lange und gut bewährt, aber

jetzt kommt sie etwas in die Jahre.

Es ist Zeit, dass unsere jüngste Anschaffung

ihren Platz einnimmt“,

so Keller. Er hält sich dabei an seine

Philosophie. Keller möchte mit

seinen Maschinen immer auf dem

neuesten Stand sein, denn das

schätzen auch seine Kunden an

ihm. Keller bietet seinen Kunden

ein breites Dienstleistungsspektrum

entlang der gesamten Prozesskette

Blech an.

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4 · Unternehmen & Märkte · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

KONJUNKTUR

Absatzmarkt Russland blüht

Russland – als viertgrößter

Exportmarkt hochinteressant

für deutsche Maschinen- und

Anlagenbauer. Bild: Vladitto - Fotolia

THERESA SCHEFFEL, PRODUKTION NR. 40, 2012

Der Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) kann deutschen

Maschinen- und Anlagenbauern vermehrt Exportgeschäfte nach

Russland bescheren. Denn dort wird künftig stark modernisiert.

BERLIN. Der deutsche Maschinenund

Anlagenbau hofft durch den

Beitritt Russlands zur WTO auf

vermehrte Exporte, denn nach Ansicht

von Experten wird es zu einigen

Modernisierungsvorhaben in

der russischen Industrie kommen.

Vor allem die dortige Nachfrage

nach Maschinen und Anlagen ist

sehr hoch, denn das Land baut

seine Infrastruktur nach dem Investitionstief

2009 in allen Bereichen

wieder kräftig aus.

Neben Exportgeschäften wird

zunehmend auch die Fertigung

von Maschinen und Anlagen vor

Ort wichtiger. Deren Produktion

stieg 2011 in Russland um 9,5 %,

das Wachstum im ersten Quartal

2012 lag bei 19,8 %. Besonders die

Werkzeugmaschinenbranche ist

dabei ein Wachstumstreiber, da es

wenige wettbewerbsfähige russische

Maschinenbauer gibt. Ausländische

Hersteller mit Produktionsstätten

vor Ort sorgen in erster

Linie für diese Dynamik, wie bei-

spielsweise Gildemeister. Der

deutsche Werkzeugmaschinenbauer

kündigte jüngst den Bau einer

Fabrik für Bohr- und Fräsmaschinen

in Uljanowsk mit einem

Projektwert von mehr als 20 Mio

Euro an. Dort sollen jährlich bis zu

1 000 kleinere Fräs- und Drehmaschinen

der Ecoline-Baureihe für

die Automobil- sowie Raum- und

Luftfahrtindustrie gefertigt werden.

Nach Angaben der Germany

Trade & Invest (GTAI) wird das

Engagement damit begründet,

dass Russland weltweit unter die

zehn wichtigsten Märkte für Werkzeugmaschinen

vorgerückt ist. Der

Verbrauch in Russland soll in fünf

bis sechs Jahren wachsen, zitierte

Rüdiger Kapitza, Vorstandschef

von Gildemeister, die Prognosen

der russischen Regierung. Die Produktion

von Werkzeugmaschinen

ist in Russland im ersten Quartal

2012 um 2,2 % gestiegen.

Auch die Deutsche Messe AG

und das Ministerium für Industrie

und Handel der Russischen Föderation

haben Russland in ihren

Fokus genommen: Sie gaben vor

kurzem bekannt, dass Russland

Partnerland der Hannover Messe

2013 wird. Für die deutschen Maschinenbauer

ist Russland der

viertgrößte Exportmarkt nach China,

USA und Frankreich. „Die Geschäftschancen

für deutsche Maschinenbauer

in Russland sind

ausgezeichnet. Die Hannover

Messe 2013 wird eine hervorragende

Gelegenheit sein, diese

Chancen in Aufträge umzusetzen“,

so VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph

Wiechers.

‚Geschäftschancen in

Russland sind ausgezeichnet‘

Deutsche Unternehmen dürften

allerdings nicht nur auf den Bedarf

der russischen Industrie hoffen.

Auch in anderen Ländern in Mittelund

Osteuropa steigt die Nachfrage

nach Maschinen und Anlagen.

Nach Angaben der GTAI ist Tschechien

für Maschinenbauer weiterhin

ein wichtiger Absatzmarkt und

Produktionsstandort. Im Inland

stieg die Nachfrage nach Maschinen

und Ausrüstungen. Mit einem

Plus von rund 15 % erreichte das

Marktvolumen 2011 einen Wert

von 15 Mrd Euro. Nach Informationen

des Ministeriums für Industrie

und Handel hat die verarbeitende

Industrie fast 20 % mehr in langlebige

Vermögensgegenstände investiert.

Serbiens Markt für Maschinen

und Anlagen dürfte deutschen

Anbietern auf mittlere Sicht eben-

falls gute Geschäftschancen bieten.

Im Gesamtjahr 2011 nahmen

die Einfuhren gegenüber dem

Vorjahr um über 44 % zu. Der Anteil

von Maschinen und Ausrüstungen

an den gesamten serbischen

Einfuhren stieg von 17,8 %

im Jahr 2010 auf 22,5 % im darauf

folgenden Jahr. Der deutsche Anteil

an Maschinenimporten beträgt

etwa 30 %.






















SOLARBRANCHE

„Die Photovoltaik-

Zuliefererbranche ächzt“


PRODUKTION NR. 40, 2012

Der Umsatz der PV-Zulieferer sinkt

weiter. Noch halten die deutschen

Hersteller einen Weltmarktanteil

von 57 %. Der Grund für die

schwache Nachfrage sei laut

VDMA der Mangel an Investitionen

der Zellhersteller.

FRANKFURT (SP). Der Umsatz der

Hersteller von Komponenten, Maschinen

und Anlagen für die Photovoltaik

in Deutschland sank im

zweiten Quartal 2012 um 50 % gegenüber

dem Vorjahresquartal,

berichtet der VDMA. „Die Photovoltaik-Zuliefererbranche

ächzt

derzeit unter enormen Überkapazitäten.

Im Angesicht der herausfordernden

Situation haben Wafer-,

Zell- und Modulhersteller ihre

Investitionsbereitschaft heruntergefahren.

Gerade neues Equipment

für das kristalline Backend

wurde im zweiten Quartal nur sehr

schwach nachgefragt“, erklärt Dr.

Peter Fath, Technologievorstand

Der deutsche

Photovoltaik-

Maschinenbau

liefert mehr als

die Hälfte der

weltweit benötigten

Maschinen:

Solarzellenfertigung

bei Solar-

World.

Bild: SolarWorld

von centrotherm photovoltaics AG

und Vorsitzender des Vorstands

von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.

Beim Benchmark mit

seinen internationalen Marktbegleitern

braucht sich der deutsche

Photovoltaik-Maschinenbau allerdings

nicht zu verstecken. Mit einem

Weltmarktanteil von knapp

57 % konnten deutsche Unternehmen

ihre Wettbewerbsposition

konsequent ausbauen. Einen Löwenanteil

ihrer Umsätze erwirtschaften

deutscher Photovoltaik-

Zulieferer typischer Weise auf dem

asiatischen Markt. Dort musste die

Branche einen Umsatzrückgang

von 54 % bezogen auf den Vorjahreszeitraum

in Asien hinnehmen.

Um die Wettbewerbsposition

deutscher Photovoltaik-Maschinenbauer

zu wahren, setzten hiesige

Branchenführer auf Kooperationen.

„Gemeinsame Vertriebsstrukturen

und Einkaufsprozesse sowie

konsequente Entwicklungssynergien

können im erheblichen Maße

zu unserer Wttbewerbsfähigkeit

beitragen“, erläutert Fath.


4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · Unternehmen & Märkte · 5

DEUTSCHE ROHSTOFFAGENTUR DERA

Rohstoff-Beschaffung mal anders

PRODUKTION NR. 40, 2012

Rohstoffe werden auf dem Weltmarkt immer knapper. Eine neue Studie der

Deutschen Rohstoffagentur DERA gibt deutschen Unternehmen die Chance,

potenzielle Rohstoffpreis- und Lieferrisiken frühzeitig zu erkennen und

gegebenenfalls neue Ausweichstrategien in der Beschaffung zu definieren.

BONN (MG). Bei Seltenen Erden,

Niob, Antimon, Wolfram, Magnesium

und Platin besteht gegenwärtig

die höchste Angebotskonzentration

auf den internationalen Rohstoffmärkten

- ein Hinweis auf potenzielle

Preis- und Lieferrisiken in

der Rohstoffbeschaffung. Zu diesem

Ergebnis kommt die Deutsche

Rohstoffagentur in einer Studie. Sie

unterstreicht unter anderem die

Marktmacht Chinas als führender

Produzent von zahlreichen wichtigen

Metallen und Industriemineralen

- viele davon entscheidend

für Hochtechnologie-Produkte.

„Die ‚DERA-Rohstoffliste 2012

soll deutsche Unternehmen dabei

unterstützen, potentielle Rohstoffpreis-

und Lieferrisiken von rohstoffintensiven

und sensiblen Produkten

frühzeitig zu erkennen, um gegebenenfalls

neue Ausweichstrategien in

der Beschaffung auszumachen“, erläutert

Dr. Peter Buchholz, Leiter der

Deutschen Rohstoffagentur die Zielrichtung

der Untersuchung.

China kontrolliert die

Produktion Seltener Erden

Mit der Studie stellt die DERA

eine eingehende Analyse zur historischen

und aktuellen regionalen

Konzentration auf den Weltrohstoffmärkten

bereit. Rohstoffe, die

eine hohe Länderkonzentration

der Produktion und ein erhöhtes

Länderrisiko aufweisen, sind besonders

anfällig für Preissteigerungen

oder Lieferausfälle. Nach Einschätzung

der DERA-Experten

sind vor allem Seltene Erden, Antimon

und Wolfram als besonders

kritisch zu betrachten. So besitzen

beispielsweise Seltene Erden eine

sehr hohe Länderkonzentration

und ein erhöhtes Länderrisiko - etwa

97 % der weltweiten Produktion

wird durch die Volksrepublik China

kontrolliert - mit entsprechenden

Auswirkungen auf die Preise

und die Liefersicherheit. China

wird bei dieser Betrachtung wie

eine große Staatsfirma und homogener

Anbieter von seltenen Erden

gewertet. Ähnlich die Situation bei

Antimon und Wolfram, rund 90 %

beziehungsweise 86 % der weltweiten

Förderung stammt aus der

Volksrepublik.

Eine sehr hohe Länderkonzentration

in der Produktion bei

gleichzeitig erhöhtem Länderrisiko

weisen auch Magnesium (China

82 %), Wismut (China 78 %) und

Grafit (China 64 % und Indien 11 %)

auf. Insgesamt unterstreicht die

Studie die aktuelle Marktmacht

Chinas als weltweit führender Produzent

von zahlreichen wichtigen

Metallen und Industriemineralen

- viele davon von entscheidender

Bedeutung für Hochtechnologie-

Produkte.

China ist jedoch bei weitem

nicht der einzige Unsicherheitsfaktor.

Allgemein gilt, dass die führenden

Produzentenländer von Rohstoffen

wie Kobalt (DR Kongo),

Palladium (Russische Föderation),

Platin (Südafrika), Niob (Brasilien)

oder Granat (Indien) zum Teil ähnlich

hohe oder höhere Länderrisiken

wie China aufweisen.

In der Studie wird für insgesamt

35 Metalle und Industrieminerale

die Entwicklung der regionalen

Konzentration der Bergwerksförderung

und bei den Metallrohstoffen

zusätzlich die Raffinadeproduktion

über einen Zeitraum von

Etwa 97 % der

weltweiten Produktion

wird

durch die VR

China kontrolliert

- mit entsprechenden

Auswirkungen

auf die Preise

und die Liefersicherheit.

Bild: XtravaganT

- Fotolia

maximal 50 Jahren dargestellt. Ergänzend

wurde bei einigen, vor allem

den Metallrohstoffen, die Entwicklung

der Firmenkonzentration

über einen Zeitraum von bis zu

25 Jahren untersucht.

Die Rohstofflisten an sich geben

laut DERA einen ersten Hinweis

auf kurz- bis mittelfristige

potenzielle Preis- und Lieferrisiken,

jedoch keinen Hinweis auf

langfristige Trends, schränken

die Experten ein. Für die Analyse

der Versorgungssicherheit spielen

die künftige Stabilität der

Lieferländer, die Angebotskonzentration

oder die Substitutionsund

Recyclingfähigkeit eine zentrale

Rolle.

AMB STUTTGART

Energie-Effizienz immer wichtiger

Schall macht Messen für Märkte

KLAUS HIEMER

PRODUKTION NR. 40, 2012

Nachhaltigkeit und Energie-Effizienz

waren wichtige Themen auf

der AMB in Stuttgart. Unternehmen

und Verbände stellten neue

Konzepte für eine Ressourcen

schonende Produktion vor.

STUTGART Vor dem Hintergrund,

dass Baden-Württemberg Zentrum

des deutschen Werkzeugmaschinen-

und Präzisionswerkzeugbaus

ist, zeigten Unternehmen,

Verbände, Institute und Forschungseinrichtungen

innovative

Konzepte: Unter anderem im Rahmen

der ‚Innovationstour Metallbearbeitung‘

(Fertigung aus der

Sicht der Wissenschaft) und der

Blue Competence-Initiative des

VDMA (Technologien und Verfahren

für geringeren Energie- und

Rohstoffverbrauch).

250 Unternehmen für

mehr Nachhaltigkeit

Gemäß dem Leitsatz ‚Verantwortung

für die Umwelt beginnt in der

Produktion‘ haben sich auf freiwilliger

Basis zahlreiche deutsche und

europäische Unternehmen in der

Initiative ‚Blue Competence‘ zusammengeschlossen.

Unter diesem Label arbeiten

Unternehmen intensiv daran, Produkte

und Prozesse darauf einzurichten,

dass sie energieeffizient

konstruiert, produziert und betrieben

werden können. Eine nachhaltige

Produktionsweise kann beispielsweise

darin bestehen, Werkzeuge

einzusetzen, die Werkstoffe

Innovative Werkzeuge können beispielsweise Werkstoffe schneller bearbeiten

und damit Maschinenlaufzeiten verringern.

Bild: Messe Stuttgart

in einer höheren Geschwindigkeit

bearbeiten können, was die Maschinenlaufzeiten

und damit den

Energieverbrauch verringert.

„Rund 250 Unternehmen sowie

über 30 Fachverbände und Organisationen

beteiligen sich an der Initiative“,

so Detlef Hagemann, Referent

im VDW Forschung und

Technik auf der AMB. In Deutschland

haben sich der Initiative bereits

50 Werkzeugmaschinenhersteller

angeschlossen. Auch namhafte

Hersteller von Präzisionswerkzeugen

engagieren sich in der

Nachhaltigkeitsinitiative des Fachverbands

Präzisionswerkzeuge im

VDMA, hieß es auf der AMB.

„In Europa sind derzeit neben

dem VDW sieben weitere nationale

Werkzeugmaschinenverbände aus

Frankreich, Großbritannien, Portugal,

Schweiz, Spanien, Tschechien

und der Türkei unter der Blue

Competence-Flagge aktiv“, so Dr.

Wilfried Schäfer, Geschäftsführer

des VDW.

„Auf der diesjährigen AMB waren

rund 40 Alliance Members

hauptsächlich aus Deutschland

und der Schweiz vertreten“, schildert

Hagemann. In den nächsten

Jahren rechne man damit, dass sich

noch mehr Mitglieder der Blue

Competence Initiative anschließen.

Mit zunehmender Bedeutung

der Marke Blue Competence könnten

zukünftig auf politischer Ebene

auch inhaltliche Ziele besser

durchgesetzt werden.

Auf der Messe präsentierte die

Gildemeister AG als größter Aussteller

auf rund 2000 Quadratmetern

40 Exponate, darunter nach

eigenen Angaben acht Weltpremieren.

Das Unternehmen zog aus

der AMB eine positive Bilanz. Die

Messe habe ebenso wie die IMTS in

Chicago „eine stabile Werkzeugmaschinen-Nachfrage

gezeigt.“

22. Fakuma – Internationale Fachmesse für

Kunststoffverarbeitung

16. – 20. OKT. 2012

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6 · Unternehmen & Märkte · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

INTERVIEW

DR. WALTER DÖRING, EHEMALIGER WIRTSCHAFTSMINISTER BADEN-WÜRTTEMBERG

Politik registriert ‚Kraft der Weltmarktführer‘

CHRISTIANE SIEMANN, PRODUKTION NR. 40 , 2012

Vom 22. Januar 2013 bis zum 24. Januar 2013 findet der 3. Deutsche

Kongress der Weltmarktführer in Schwäbisch Hall statt. Produktion

sprach mit Dr. Walter Döring, Mitveranstalter und ehemaliger Wirtschaftsminister

Baden Württembergs, über die kommende Veranstaltung.

Zum dritten Mal werden sich

weltmarktführende Unternehmen

in Schwäbisch Hall treffen.

Worin liegt die Bedeutung des

Kongresses?

Der Kongress hat ein großes Gewicht

bekommen – und gleich in

mehrfacher Hinsicht. Die Veranstaltung

‚von und für Weltmarktführer‘

ist nun ein gesetzter Termin,

der weit über die Region des

Veranstaltungsortes hinausstrahlt

und sogar internationale Aufmerksamkeit

gewonnen hat. Die

Teilnehmer des Kongresses wie

Vorstände und Geschäftsführer

der Spitzen-Unternehmen sowie

die Gäste aus Politik und Wissenschaft

wissen, dass sie hier ‚von

den Besten‘ lernen wollen. Der

Kongress strahlt aber auch auf die

Wirtschaft Deutschlands insgesamt

ab. Denn mit dieser Veranstaltung

machen deutsche Wirtschaftsunternehmen

national und

international auf ihre hohe Leistungsfähigkeit,

Kompetenz und

Im kommenden

Januar ist es

wieder soweit:

Deutschlands

Weltmarktführer

treffen sich

in Schwäbisch

Hall.

Bild: Anna McMaster

Innovationsstärke aufmerksam –

und sie senden ihre Impulse ebenfalls

in Richtung Politik. Hier wird

sehr wohl registriert, welche Kraft

in den Weltmarktführern steckt.

Denn es sind vor allem die eigentümergeführten

Unternehmen,

die als Weltmarktführer Deutschlands

Ruf als herausragende Industrienation,

Exportweltmeister

und Innovationstreiber begründen

– und sichere und zukunftsfähige

Arbeitsplätze schaffen.

Was bedeutet die Eurokrise für

die heimischen Weltmarktführer?

Natürlich verfolgen die Weltmarktführer

die Euro-Krise mit großem

und angespanntem Interesse, wobei

allerdings eindeutig die Hoffnung

überwiegt, dass die Eurozone

erhalten bleibt; jedoch nicht um

jeden Preis. Auch wenn Weltmarktführer

naturgemäß in der ganzen

Welt aktiv sind, so ist die Euro-Zone

für viele von ihnen doch noch immer

der Hauptabsatzmarkt - und

der ist eben „vor der Haustür“ oftmals

besonders vorteilhaft. Klar zu

erkennen ist die Erwartung der

Weltmarktführer, dass die Politik

alles dafür tut, dass die wichtigen

Absatzmärkte erhalten bleiben,

aber auch der Grundsatz gewahrt

bleibt ‚keine Leistung ohne Gegenleistung‘.

Sprich: Deutsche Steuergelder

nur dann einzusetzen, wenn

konkrete Einsparleistungen und

Haushaltssanierungen vorgenommen

werden. Mehrheitlich will

man den Euro-Raum sichern, nur

wenige sprechen sich für einen auf

Nordeuropa begrenzten Euro-

Raum aus.

Letztes Jahr Indien, dieses Jahr

China: Täuscht der Eindruck,

dass der Kongress sich internationaler

ausrichtet?

Der 3. Deutschen Kongress der

Weltmarktführer muss natürlich

die ganze Weltwirtschaft im Fokus

haben, denn die Spitzen-Unternehmen

sind rund um den Globus

erfolgreich tätig. Indien bildete im

letzten Jahr einen Schwerpunkt

und im Januar 2013 wird es China

sein. Zusätzlich wird mit dem Botschafter

Russlands auch dieses

wirtschaftlich bedeutende Land

prominent vertreten sein. Damit

zeigen wir, dass die von uns als

WMF-KONGRESS

Terminblocker

Deutschlands Industrieelite trifft

sichvom 22. bis zum 24. Januar in

Schwäbisch Hall. Interessierte können

sich hier anmelden: www.

weltmarktfuehrer-kongress.de/

Unter dieser Webadresse gibt es

auch das komplette Programm als

Download sowie weitere Infos.

Veranstaltern angestrebte und von

vielen Teilnehmern gewünschte

Internationalisierung aufgegriffen

und umgesetzt wird. Aber wir

schauen nicht nur auf internationale

Herausforderungen, sondern

ebenso auf die ‚heimischen‘ Probleme.

Am zweiten Tage werden die

Energiewende und ihre Folgen im

Mittelpunkt stehen. Dabei haben

wir, wie bei den anderen Themen

auch, verstärkt darauf geachtet,

dass unser Programmleitsatz ‚Von

den Besten lernen‘ umgesetzt

wird. Herausragende Unternehmen

zeigen, wie sie Weltmarktführer

wurden, wie sie die Spitze halten

und auf aktuelle Anforderungen

reagieren.

Nicht nur prominente Politiker

wie Philipp Rösler, Dirk Niebel,

Winfried Kretschmann und Jürgen

Trittin zieht es zum Kon-

Er gehört zu den

Initiatoren des

‚Deutschen

Weltmarktführerkongresses‘:

Dr. Walter Döring,

ehemaliger

Wirtschaftsminister

Baden

Württembergs

und Bild: Döring

gress. Welche Spitzenunternehmer

werden als Referenten

vertreten sein?

Wir freuen uns sehr, dass Prof.

Reinhold Würth zugesagt hat,

ebenso wie das Deutsche Bank-

Vorstandsmitglied Jürgen Fitschen,

Kärcher-Vorstand Hartmut

Jenner und Hans-Georg Frey, Vorstandsvorsitzender

von Jungheinrich,

sowie Norbert Scheuch, CEO

von Putzmeister, und der Vorstandsvorsitzender

von Testo Prof.

Burkart Knospe. Am Vorabend des

Kongresses dürfen wir den Vorstandsvorsitzenden

Martin Herrenknecht

begrüßen. Wie bei unserem

Kongress üblich, werden

die Referenten sich nicht bei Unternehmensdarstellungen

aufhalten,

sondern die Teilnehmer an

ihrem Know-how als Weltmarktführer

und ihren Lösungsstrategien

teilhaben lassen.

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Wärmebehandlung, Sintern,

Löten. Banddurchlauföfen

bis 1150 °C.

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AMB STUTTGART

LMT wächst im Ausland

KLAUS HIEMER

PRODUKTION NR. 40 , 2012

Die LMT Group, Herstellerin von

Präzisionswerkzezugen, peilt eine

weitere Internationalisierung

ihres Geschäfts an, teilte das

Unternehmen auf der Fachmesse

AMB in Stuttgart mit.

Auf der AMB in

Stuttgart legte

die LMT Group

ihre Strategie

für den weiteren

Ausbau des Auslandsgeschäfts

dar.

Bild: LMT

Schutzgas /

Vakuumkammeröfen

Glühen, Löten,

Reduzieren unter

Schutzgas / Vakuum,

Oxidieren.

Wärmebehandlung von

Metallen z. B. Federn,

Coils. Schutzgas /

Vakuumkammeröfen mit

und ohne Gasumwälzung

bis 1200 °C, 2000 l mit

hitzebeständiger

gasdichter Muffel.

OBERKOCHEN „Wir haben bei LMT

in drei Kontinenten eigene Produktionsressourcen

aufgebaut. Das ist

die Basis unseres Wachstums“, erklärte

Dr. Michael Heinrich, Vorsitzender

der Geschäftsführung der

LMT Group. „Mittlerweile erzielt

die Werkzeuggruppe nicht nur 68

Prozent des Umsatzes im Ausland,

sondern unsere Auslandsgesellschaften

leisten bereits heute 36

Prozent der Wertschöpfung. Unter

den mittelständischen Werkzeugherstellern

sind wir damit vermutlich

der mit der höchsten Wertschöpfung

außerhalb Deutschlands.“

Um die positive Entwicklung

voranzutreiben, wird die LMT-

Gruppe im laufenden Geschäftsjahr

insgesamt weitere rund 15 Mio

Euro investieren, überwiegend im

Werkzeugbereich. Gebaut wird

zurzeit eine neue Fabrik in Pune,

Indien, für beide Divisionen der

LMT Group. Außerdem plant das

Unternehmen im kommenden

Jahr eine neue Fertigung in Nanjing,

China, zu errichten. „Wir

wollen wachsen, indem wir unsere

Technologie konsequent globalisieren“,

unterstreicht Matthias

Rommel, Geschäftsführer von

LMT Tools. „Dazu wollen wir unser

Entwicklungs- und Produktions-

Know-how nutzen, um LMT-Spezialwerkzeuge

zukünftig weltweit

nah bei unseren Kunden zu produzieren.“

„Ein weiterer Baustein des Erfolgs

von LMT Tools ist die schnelle

Etablierung von Innovationen im

Markt“, sagt Matthias Rommel.

„Unser Ziel ist es, neue Produkte in

kürzester Zeit zu Standards zu machen.

Daher fokussieren wir uns

konsequent auf technisch überlegene

Werkzeuglösungen für anspruchsvolle

Aufgaben.“ Exemplarisch

für diese Strategie seien neue

SpeedCore-Wälzfräser, die LMT

entwickelt hat.


4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · Unternehmen & Märkte · 7

AUS DEN UNTERNEHMEN

DVS: Seit 1995 zeichnet der Abicor-Innovationspreis

im Zweijahresrythmus

wissenschaftliche Arbeiten aus dem

Bereich Forschung und Entwicklung

aus, die zur weiteren Automatisierung

oder Mechanisierung des Lichtbogenschweißens

beitragen. Der Deutsche

Verband für Schweißen und verwandte

Verfahren (DVS) verleiht auch in

diesem Jahr wieder den Abicor-Innovationspreis,

der mit 10 000 Euro dotiert

ist. Der erste Platz ging an die Arbeit

‚DCC - Überwachung und Regelung

des Tropfenübergangs beim

MSG-Impulsschweißprozess‘ der

RWTH Aachen University, Institut für

Schweiß- und Fügetechnik.

Bild: FED

FED: Auf der dreitägigen Jubiläumskonferenz

20 Jahre FED soll ein geöffneter

Regenschirm symbolisch an einen

ESM-Euro-Rettungsschirm erinnern.

Der Fachverband für Elektronik

Design bietet konkret umsetzbares

Fachwissen für fast alle technischen

Abteilungsebenen in Elektronik

firmen. Dies wird über Ausbildungskurse,

Seminaren, Vorträgen und

erarbeiteten Richtlinien umgesetzt.

Höhepunkt der Feier war die Verleihung

des PCB-Design Awards im

deutschsprachigen Raum.

Harting: Die Technologiegruppe Harting

mit Sitz in Espelkamp ist einer

der Vorreiter beim effizienten Einsatz

von Energie in allen Bereichen. Für

Bild: Harting

ihre ganzheitliche Unternehmensstrategie

zur systematischen Senkung

des Energieverbrauchs erhielt die

Technologiegruppe vor kurzem von

der Deutschen Energie-Agentur den

1. Preis des internationalen Energy

Efficiency Award 2012.

RSP: Robot System Products vertreibt

ein umfangreiches Programm an Roboterzubehör,

wie beispielsweise

Werkzeugwechsler. Es gibt ein neues

Team, dass den Vertrieb für den

deutschsprachigen Raum in Österreich

und in der Schweiz übernimmt.

Bild: RSP

Boeing/Airbus: Der

Streit geht weiter

PRODUKTION NR. 40, 2012

FRANKFURT (DJ/KS). Der transatlantische

Streit über unzulässige

staatliche Beihilfen für die beiden

Flugzeugbauer Airbus und Boeing

geht in die nächste Runde. Die Europäische

Kommission ist mit den

Zugeständnissen der USA im Handelsstreit

zwischen dem europäischen

Flugzeughersteller Airbus

und seinem US-Pendant Boeing

nicht zufrieden. Nach Einschätzung

der EU-Kommission haben

die USA die Vorgaben der Welthandelsorganisation

(WTO) zur Abschaffung

der für Airbus nachteiligen

Subventionspolitik nicht erfüllt.

Ein Ausschuss der Welthandelsorganisation

hatte in dem weltweit

kompliziertesten Handelsstreit

Mitte März eine Entscheidung von

Januar 2011 bestätigt, der zufolge

Boeing zwischen 1989 und 2006

mindestens 5,3 Mrd US-Dollar an

illegalen Beihilfen erhalten hat.

Daimler: Eklat um

die Schichtpläne

PRODUKTION NR. 40, 2012

SINDELFINGEN (DJ/KS).Im Daimler-Werk

Sindelfingen ist es laut

einem Pressebericht wegen der

Verschlechterung der Auftragslage

zu einem Eklat gekommen. Werksleitung

und Betriebsrat hätten sich

nicht auf die Schichtpläne für das

vierte Quartal einigen können, berichtet

die Stuttgarter Zeitung.

Deshalb habe das Unternehmen

die für solche Fälle vorgesehene

Einigungsstelle angerufen.

Einen solchen Affront habe es

dem Vernehmen nach seit mehr als

vier Jahrzehnten nicht mehr gegeben.

In Mitarbeiterkreisen sei zu

hören, dass vor allem die S-Klasse

schlecht laufe und dieses Flaggschiff

nur noch in einer Schicht

produziert werden solle.

In der vergangenen Woche hatte

Daimler vor einem Gewinnrückgang

bei der Sparte Mercedes-Benz

gewarnt. Die Rahmenbedingungen

hätten sich verschärft und die

Wettbewerbsintensität in China

und Europa nehme zu, hieß es seinerzeit

zur Begründung.

Auf Nachfrage von Produktion

sagte der Sindelfinger Betriebsratsvorsitzende

Erich Klemm: „Wir

würden gerne wieder an den Verhandlungstisch

zurückkehren um

schnell zu einer Einigung zu gelangen.“

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8 · Unternehmen & Märkte · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

INTERVIEW

JOACHIM STIELER, GESCHÄFTSFÜHRER STIELER TECHNOLOGIE- & MARKETING-BERATUNG

China entscheidet Werkzeugmaschinen-Zukunft

MAREN KALKOWSKY, PRODUKTION NR. 40 , 2012

Der Geschäftsführer der Stieler Technologie- und Marketing-Beratung,

Joachim Stieler, erkennt eine Professionalisierung chinesischer Werkzeugmaschinenhersteller

– mit Folgen für die hiesige Industrie.

Wie stark muss sich die deutsche

Werkzeugmaschinenindustrie

vor China als Wettbewerber

in Acht nehmen?

Zunächst einmal bedeuten die

chinesischen Kapazitätsexpansionspläne

in den Schlüsselabsatzbranchen

für Highend-CNC-Maschinen

eine große Chance für

deutsche Hersteller.

VITA

Joachim Stieler

Joachim Stieler machten 1980 den

Abschluss als Dipl.-Wirtschafts-Ingenieur.

Es folgten Tätigkeiten in

Industrie- und Beratungsunternehmen.

1995 gründete er die Stieler

Technologie- & Marketing-Beratung

mit Industrie-Fokus, die seit

2011 in Schanghai vertreten ist.

Wird sich das ändern?

Mittel- bis langfristig sehen wir im

oberen Marktsegment eine starke

Konkurrenz in China entstehen.

Bereits 2006 hat die Regierung in

Peking Highend-NC-Werkzeugmaschinen

zu einer der 16 Branchen

erklärt, deren Entwicklung

mit der größtmöglichen Unterstützung

gefördert werden soll.

Dazu gehören großzügige Forschungssubventionen,

Steuererleichterungen

und günstige Finanzierungskonditionen

- nicht

zuletzt für die Übernahmen westlicher

Technologieunternehmen.

Unter diesen Bedingungen professionalisieren

sich Staatsunternehmen

wie Shenyang Machine Tools

zunehmend. Ferner sind erfolgreiche

Privatunternehmen wie zum

Beispiel der Baumaschinenhersteller

Sany oder der Weltmarktführer

im Bereich Kunststoffmaschinen

Ningbo Haitian in den

Markt für Werkzeugmaschinen

eingetreten und verfolgen dort

ehrgeizige Ziele.

Ende der 90er Jahre beherrschten

die deutschen Unternehmen

Putzmeister und Schwing

mehr als zwei Drittel des chinesischen

Betonpumpen-Marktes.

Inzwischen wurden beide von

Chinesen übernommen. Droht

in der Werkzeugmaschinenbranche

ähnliches?

So ein Szenario ist durchaus vorstellbar.

Wenn man sich das Beispiel

Putzmeister anschaut, lässt

sich gut veranschaulichen, wie

sich das abspielt: Die schwäbischen

Betonpumpen waren stets

noch erste Wahl, wenn es darum

ging, Höchstleistungen zu erzielen.

Für den Bau von hunderttausenden

Wohnhochhäusern in China

waren die Produkte von Sany,

„Deutsche

Werkzeugmaschinenhersteller

sollten versuchen,

das

Mid-End-

Segment in

China stärker

zu erschließen“,

meint Joachim

Stieler.

Bild: Stieler

XCMG und Zoomlion aber gut genug

– und deutlich günstiger.

Wenn die Chinesen also sagen, sie

möchten mit ihren Werkzeugmaschinen

weltweit die Anwender

bedienen, die nur 90% des Leistungsumfangs

deutscher Highend-Maschinen

nutzen, und ihnen

das gelingt, dann werden

deutsche Werkzeugmaschinenhersteller

unter Druck geraten.

Dies betrifft übrigens auch ausländische

Zulieferunternehmen. Betrachtet

man die Liste der Komponenten,

die chinesische Unternehmen

nach dem 12. Fünf-Jahres-Plan

für die Werkzeugmaschinenindustrie

bis 2020 selbst herstellen

können sollen, zielt dies ins

Herz des deutschen Maschinenbaus.

Derzeit steht die MAG Group

zum Verkauf. Welche Auswirkungen

hätte ein Aufkauf durch

die Chinesen?

Für MAG hätte das wohl zunächst

positive Auswirkungen. Ein starker

chinesischer Investor könnte

helfen, notwendige Investitionen

vorzunehmen und würde wohl

auch die Vertriebsseite in China

stärken. Besonders spannend ist

die Tatsache, dass MAG seit kurzem

Maschinen aus chinesischer

Produktion mit Erfolg nach Europa

importiert. Das macht sonst

noch keiner der renommierten

Werkzeugmaschinenhersteller.

Diese Symbiose aus deutscher Ingenieurskunst

und chinesischen

Kostenvorteilen in der Produktion

könnte richtungsweisend

sein.

Mit welcher Strategie können

deutsche Hersteller auch langfristig

in China bestehen?

Deutsche Unternehmen sollten

zum einen das Highend-Segment

verteidigen, indem sie technologisch

immer voraus sind. Ein weiterer

Ausbau der Service- und Vertriebskapazitäten

ist dringend geboten.

Zudem sollten sie versuchen,

das Midend-Segment mit an

die lokalen Bedürfnisse angepassten

Maschinen – also mit reduziertem

Funktionsumfang und günstigerem

Preis, möglicherweise

durch einen wachsenden Anteil

lokaler Komponenten – zu erschließen.

Bei Maschinenherstellern

wie DMG oder auch bei Herstellern

von Steuerungssystemen

wie Siemens sehen wir hier erfolgversprechende

Ansätze. Auch

Partnerschaften können sinnvoll

sein. So wurde EMAG durch den

Einstieg eines chinesischen Partners

finanziell gestärkt und errichtet

gerade eine Fabrik in Jintan. In

spätestens fünf Jahren sollen dort

jährlich 3 000 Bearbeitungszentren

gebaut werden.

AUTOMOTIVE

Kfz-Markt in China erholt sich

BERND SCHAAF, MAREN KALKOWSKY

PRODUKTION NR. 40 , 2012

Nach einem schwachen Vorjahr

sieht die chinesische Kfz-Branche

2012 wieder optimistisch in die

Zukunft. Der Import boomt und

Deutschland profitiert davon.

SHANGHAI. Nach enormen Zuwachsraten

2009 und 2010 wies die

chinesische Produktion von Kraftfahrzeugen

2011 nur noch ein Plus

von 0,8 % vor. In den ersten beiden

Monaten 2012 ging die Erzeugung

sogar um 1,9 % zurück. Zur Jahresmitte

holte der Ausstoß dann kräftig

auf. Allein im Mai belief sich der

Kfz-Produktion in China

(in 1.000 Einheiten; Veränderung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in %)

Kategorie 2010 2011 2012 *) Veränderung

Insgesamt 18.265 18.419 8.001 3,2

Pkw 13.897 14.485 6.341 7,1

Nutzfz 4.368 3.934 1.660 -9,3

*) Januar bis Mai Quelle: CAAM

Nach einem schwachen Jahr 2011 und enttäuschendem Start im Frühjahr 2012

erholte sich die Kfz-Produktion in China nun deutlich.

Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresmonat

auf +16,2 % auf knapp 1,6

Mio Einheiten. Der Markt zeigt sich

dabei zweigeteilt. Während die

Pkw-Produktion in den ersten fünf

Monaten um 7,1% auf 6,3 Mio.

Fahrzeuge zulegen konnte, lagen

Nutzfahrzeuge (Nfz) mit -9,3 % auf

knapp 1,7 Mio Stück deutlich im

Autoverband erwartet

für 2012 ein Plus von 8 %

Minus. Jedoch verbesserte sich die

Nfz-Situation im Mai spürbar: Die

Busproduktion erhöhte sich im

Vergleich zum Vorjahresmonat um

11,9 % auf 34 000 Einheiten, und

auch bei Lkw scheint mit einem

Plus von 1,1 % auf 210 000 Stück die

Talsohle durchschritten zu sein.

Auch im aktuellsten Monatsvergleich

im August lag der chinesische

Pkw-Markt mit einem Plus

von rund 13 % weiterhin auf Wachstumskurs,

so der VDA. Es wurden

knapp 1,07 Mio Neuwagen abgesetzt.

In den ersten acht Monaten

des laufenden Jahres wurden auf

dem chinesischen Markt 8,47 Mio

Neufahrzeuge verkauft, ein Plus

von mehr als 9 %. Der Verband

„China Association of Automobile

Manufacturers“ (CAAM) erwartet

nach Aussagen seines Vizepräsidenten

für das Jahr 2012 insgesamt

ein Absatzplus von 8 %.

CHINA-CORNER

Messeförderung/Shanghai (kk): Das

aktuelle Messe-Förderprogramm

von Bayern International für das

Jahr 2013 liegt jetzt vor. Es umfasst

im kommenden Jahr 57 Messen in

27 Ländern. Bayerische Firmen erhalten

bei Ihrer Beteiligung am Bayerischen

Gemeinschaftsstand im

Ausland über die Organisation

durch Bayern International eine finanzielle

Förderung. Unternehmen

können aus Messen der Branchen

Bau, Broadcast, Maschinenbau, Medizin,

Umwelt und Energietechnik,

Hotel, Gastronomie und Lebensmittel

wählen. Darunter 20 neue Messen

wie die Maschinenbaumesse

Fabtech in Chicago oder die Baumesse

Sibbuild in Nowosibirsk. Infos:

www.bayern-weltweit.de.

Bild: Bayern International München

Getrag/Shanghai (kk): Kürzlich wurde

der Volvo C30 Electric beim vierten

„China New Energy Mobility Summit”

mit dem „Green Car of the

Year“-Award ausgezeichnet. Zudem

feierte die Shanghai International

Automotive Group (SAIC) das einjährige

Bestehen ihrer eMobilitäts-

Kampagne mit der Übergabe von 15

Volvo C30 Electric an die Stadt

Shanghai. Für

dieses eMobilitäts-Programm

pflegt Volvo eine

langfristige Kooperation

mit

Getrag. Getrag

liefert den im

Volvo C30 Electric

verbauten Antriebsstrang

1eDT240, der eigens hierfür entwickelt

wurde. „Wir sind stolz auf diese

Partnerschaft“, sagt Bernd Eckl,

Executive Vice President Sales, Marketing

und Business Development.

Bild: Kommission Shanxi Bild: Getrag

Energiemesse/Taiyuan (kk): Kürzlich

reiste NRW-Wirtschaftsminister

Garrelt Duin durch die chinesischen

Partnerprovinz Shanxi. Hierzu gehörte

auch ein Besuch der Energiemesse

CIEI – China International

Energy Industry Expo in Taiyuan.

„Shanxi ist als Energieriese Chinas

an modernen Energietechnologien

wie Kohleverflüssigung, Grubengasverwertung

und umweltschonender

Kraftwerkstechnologie sehr interessiert“,

sagte Duin bei einem Treffen

mit dem chinesischen Vize-Handelsminister

Gao Hucheng.


4. Oktober 2012 · Nummer 40

Produktion

Messe-Special

9

Rundtische: 20 %

Energie einsparen

Stimmen zur Messe: „Die Motek

kommt genau zur rechten Zeit“

Sicherheitslichtgitter

ohne ‚Todzone‘

Montagelösung nach Maß

– in nur sechs Wochen

10 12 14

15

MESSE-FACTS

Motek: Alle Neuheiten rund

um Montage, Handhabungstechnik

und Automation.

Veranstaltungsort: Landesmesse

Stuttgart

Termin: 8. bis 11. Oktober 2012

Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag

9:00 bis 17:00

Eintrittspreis: Tageskarte: 25 Euro

2-Tageskarte: 40 Euro

Netto-Ausstellungsfläche: > 30 000 m 2

Aussteller: 921 (Stand: 10.9.2012)

Aussteller-Forum: Täglich finden zahlreiche

Vorträge im Aussteller-Forum in

Halle 9, Stand 9520 statt.

Veranstalter: P.E. Schall

Bild: Messe Motek

Fünf Hallen

ausgebucht

STUTTGART (SP). Die Zahlen sprechen

für sich: der Messeveranstalter

erwartet über 900 Aussteller zur Motek

und über 100 Aussteller zur Bondexpo,

der Internationalen Fachmesse

für Klebtechnologie. Damit sind in

diesem Jahr die Hallen 1, 3, 5 , 7 und 9

der Landesmesse Stuttgart komplett

belegt: Im Herbst 2012 ist die Hightech-Region

im Süden Deutschlands

erneut Gastgeber für die Welt der

Produktions- und Montage-Automatisierung.

Veranstalter Schall rechnet

auf der 31. Motek und der 6. Bondexpo

mit gut 30 000 Fachbesuchern aus

rund 100 Ländern der Erde.

31. MOTEK

Ein Motek-Aussteller der ersten Stunde

PRODUKTION NR. 40 , 2012

Im vergangenen Jahr feierte die Motek ihr 30-jähriges Bestehen. Als

Aussteller der ersten Stunde war auch IEF Werner dabei. Geschäftsführer

Manfred Bär berichtet über die Veränderung der Messe in diesem

Zeitraum.

STUTTGART (PD). Der Automatisierungsspezialist

IEF Werner aus

Furtwangen im Schwarzwald ist

Aussteller der ersten Stunde auf der

Motek und somit zum 31. Mal dabei.

Seit 1982 hat sich nicht nur die

Motek entwickelt, sondern auch

IEF Werner. Geschäftsführer Manfred

Bär erinnert sich:

„Angefangen hat alles in einem

sehr kleinen und beschaulichen

Rahmen“, erzählt Bär. „1982 fand

die erste Motek in Sindelfingen

statt – im Haus der Mode.“ Und die

Ausstellerzahl? „Die lag etwa bei

20“, schmunzelt er. Klein und beschaulich

sah auch sein erster

Messestand aus. Standardausführung

aus Aluminium, und die Farbe:

Orange. „Wir stellten dort den

Prototyp unserer ersten eigenentwickelten

Linearachse aus. Diese

frästen wir damals noch aus dem

Vollen.“ Ausgestellt wurde diese im

laufenden Betrieb – allerdings ohne

Schutzverkleidung. Denn Anfang

der 1980er seien die Bestimmungen

noch nicht so streng gewesen,

sagt der Geschäftsführer.

Für den Automatisierungsspezialisten

waren Messen schon immer

ein wichtiges Marketinginstrument.

„Hier können wir sofort

persönliche Kontakte knüpfen.

Das ist ganz anders als am Telefon“,

sagt Bär. Die Motek war zu Beginn

noch eine kleine Regionalmesse,

deren Aussteller und auch Besucher

überwiegend aus Baden-

Württemberg kamen.

Schnell gewann die Motek an

Größe und Bedeutung. Von Sindelfingen

wechselte sie 1990 auf das

Messegelände nach Sinsheim und

ist seit 2007 als wegweisendes

Branchenereignis auf der Messe

Manfred Bär, Geschäftsführer der IEF

Werner GmbH: „Auf der Motek können

wir die Vorteile und die Alleinstellungsmerkmale

direkt am Produkt

zeigen.“

Bilder: IEF Werner

Stuttgart angesiedelt. Dort hat sie

jetzt 40 % mehr Ausstellungsfläche

und damit knapp 200 Unternehmen

mehr am Start. Die Motek

lockt inzwischen weit mehr als

30 000 Fachbesucher.

Entwickelt haben sich auch die

Ansprüche der Besucher – etwa an

Dynamik, Genauigkeit und Tragfähigkeit

der Produkte. Aber auch

Umweltverträglichkeit, Energie-

Effizienz und After-Sales-Service

sind Themen, die für die Besucher

immer mehr in den Mittelpunkt

gerückt sind. „Die Beratung wird

ebenfalls immer wichtiger“, stellte

auch Bär fest. „Heute haben die

Besucher zum Beispiel auch die

Möglichkeit, CAD-Daten unserer

Linearachsen aus dem Internet

herunterzuladen – das war früher

natürlich nicht möglich.“

Und wenn man schon so lange

wie Manfred Bär auf der Motek

ausstellt, gibt es sicher auch ungewöhnliche

Geschichten, die er im

Lauf der Jahre erlebt hat? „Ja. Das

muss 2008 gewesen sein. Schräg

„Die Fragen der

Messebesucher hatten

einen großen

Einfluss auf die Entwicklungen

und Innovationen

von IEF

Werner“, berichtet

Manfred Bär, Motek-Aussteller

der

ersten Stunde.

gegenüber vom IEF-Stand befand

sich der Messeauftritt eines italienischen

Herstellers. Als wir morgens

zu unserem Stand kamen,

waren bei den Italienern alle Maschinen

und Exponate weg. Nach

panischen Telefonaten stellte sich

heraus, dass die Messebaufirma

den Stand einen Tag zu früh abgeräumt

hatte“, lacht Bär. „Noch befanden

sich die Maschinen und

Exponate auf dem Messegelände.

Schleunigst wurden sie wieder in

die Halle geschafft“, erzählt Bär.

Auf der Motek

Halle 1, Stand 1155

www.weiss-gmbh.de

WISSEN, WAS DRIN STECKT.

Perfekte Automation griffbereit.


10 · Messe-Special Motek · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

NEU! Vision-Sensoren von Keyence

Keyence ließ bei der Neuentwicklung seiner Vision-Sensoren der Modellreihe IV

seine langjährige Erfahrung im Bereich der industriellen Bildverarbeitung einfließen.

Das Ergebnis stellt einen kostengünstigen und benutzerfreundlichen Bildverarbeitungssensor

dar, welcher neue Maßstäbe in der Anwesenheitserkennung setzt.

RUNDTISCH

Optimierte Antriebskurve

spart 20 % Energie

PRODUKTION NR. 40, 2012

Fibro wird alle seine FIBROTOR-Rundtische mit fester Teilung, also

EM, ER und RT, standardmäßig mit hocheffizienten Kurvenantrieben

ausstatten. Dies soll rund 20 % Energie sparen.

Beispiel einer

konventionellen

Anwesenheitserkennung

Einfache, stabile

Erkennung

mit einem einzigen

Bildverarbeitungssensor

Setup in 1 Minute!

WEINSBERG (MG). Im Vergleich

zum bisherigen Antrieb verbrauchen

die elektromechanisch angetriebenen

Rundtische künftig bei

gleicher Massenträgheit und gleicher

Schaltzeit rund 20 % weniger

Energie, so der Hersteller. Möglich

werde dieser Effekt über eine Optimierung

der Antriebskurve nach

dem Energiespargesetz. Die Folgen:

Der Energieverbrauch sinkt,

alternativ können höhere Massen

bewegt, kürzere Schaltzeiten realisiert

oder sogar kleinere Rundtische

eingesetzt werden. Konnte bei

einem FIBROTOR EM.15 mit Viererteilung

und einer Schaltzeit von

1,22 s bisher ein Massenträgheitsmoment

von 76 kgm2 zugeladen

werden, ist aufgrund der neuen

Steuerkurve künftig bei gleicher

Schaltzeit ein Massenträgheitsmo-

ment von bis zu 94 kgm2 möglich.

In Zukunft werden laut Fibro also

oft kleinere und damit kostengünstigere

Baugröße genügen. Die Umstellung

der Antriebskurven erfolgt

ohne Mehrpreis, heißt es. Die Lebensdauer

der Rundtische betrage

20 000 Stunden MTTF (Mean Time

To Failure). Die kurzen Schaltzeiten

der FIBROTOR-Rundtische

sorgen für eine hohe Produktivität

in der Fertigung, heißt es.

www.fibro.de

Halle 1, Stand 1500

EFFIZIENZ-NAVI PREIS ✔

MATERIAL ENERGIE ✔

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT ✔ LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

AUTOFOKUS

STABILE ERKENNUNG

Erfahren Sie mehr:

www.keyence.de

06102 / 36 89-0

info@keyence.de

Fibro optimiert

die Antriebskurve

seiner FIBRO-

TOR-Rundtische.

20 % Energieeinsparung

soll dadurch

möglich

sein.

Bild: Fibro


4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · Motek Messe-Special · 11

GABELLICHTSCHRANKEN

Gabellichtschranke erkennt Stillstand blitzschnell

PRODUKTION NR. 40, 2012

Di-soric bietet ein Gabellichtschrankenprogramm mit verschiedensten

Gabelweiten und Gabeltiefen. Die Empfindlichkeitseinstellung

geschieht mittels Potentiometer oder Auto-Teach.

URBACH (SP). Auf unnötige Einstellelemente

verzichtete Di-soric. Das

kollimierte Sendelicht steht als Infrarot-,

Rotlicht oder Laser-Rotlicht

zur Verfügung. Damit können viele

Applikationsanforderungen gelöst

werden. In der Gabellichtschranke

der Gerätereihe OGUTID ist ein

besonderes Auswerteverfahren integriert.

Aufgrund des dynamischen

Arbeitsprinzips bleibt eine

hohe Auflösung auch bei sich verändernden

Umgebungsbedingungen

lange erhalten. Es werden nur

schnelle Änderungen in der optischen

Achse erfasst – langsame

Veränderungen, wie z.B. der Aufbau

einer Verschmutzung, führen

nicht zu einem Ausgangssignal. So

kann z.B. die Bewegung eines Fadens

auch dann in einem Plexiglasrohr

erkannt werden, wenn die

Wandungsstärke des Rohres variiert.

Eine optimale Anpassung an

die jeweilige Applikation erfolgt

über ein effektives Auto-Teach-

Verfahren, welches per einfachem

Tastendruck den Betriebsmodus

hochauflösend bis schmutzunempfindlich

annimmt. Eine Unterbrechung

des Lichtstrahls erzeugt

am Ausgang einen Schaltimpuls,

dessen Länge zwischen 5 und 150

ms eingestellt werden kann.

www.disoric.de

Halle 1, Stand 1703

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE

HANDHABUNG

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

Die dynamische Gabellichtschranke

von Di-soric kann beispielsweise eingesetzt

werden, um die Zuführung

von Kleinteilen oder oszillierende

Fäden zu erfassen oder um das Einspritzen

von Schmierstoffen zu überwachen.

Bild: Di-soric

KAMERASYSTEM

Einfach wie ein Fotoapparat

PRODUKTION NR. 40, 2012

Das BV-System, das sich selbst

programmiert: Die CV-X Serie von

Keyence ist das erste Kamerasystem

für Applikationsingenieure,

die nicht ausschließlich Kamerasysteme

einrichten, aber doch

oft genug vor dieser Herausforderung

stehen.

Warum gibt es keine Bildverarbeitungssoftware, die jeder versteht? Die neue

CV-X-Serie von Keyence ist so einfach wie ein Fotoapparat.

Bild: Keyence

NEU-ISENBURG (SP). Die Bedienung

der neuen CV-X Serie ist so

einfach wie ein Fotoapparat und

doch handelt es sich um echte Bildverarbeitung.

Laut Keyence existiert

auf dem Markt kein Bildverarbeitungssystem

mit allgemein verständlicher

Software. Keyence hat

sein neues System mit folgenden

Features ausgestattet:

▶ Die Auto-Teach-Funktion kann

in verschiedene Richtungen arbeiten:

Sie ist in der Lage, aus einer

Vielzahl von Bildern ein statistisches

Gutbild so zu erzeugen,

dass Varianzen aus mindestens

30 Bildern bei der Beurteilung

berücksichtigt werden. Auf

der anderen Seite ist es möglich,

Schlechtbilder als Referenzen

einbzuauen. Die Kombination

mit der Retest-Funktion macht

es möglich, dass Sie Schlechtbilder

im Archiv wiederfinden und

als solche markieren. Das bedeutet

für den Anwender eine

sehr große Zeitersparnis, da das

aufwendige Sammeln von

Schlechtteilen wegfällt.

▶ Auto-Manual: alle Funktionen

und Einstellungen werden per

Knopfdruck in eine Worddatei

eingefügt. Eine Dokumentation

der BV-Lösung ist kostenfrei und

in kürzester Zeit realisierbar.

▶ Wiederherstellung des Ursprungsbildes

(camera installation

replication): Ausgehend

vom ursprünglich eingestellten

Bild, gibt Ihnen das Kamerasystem

eine Anleitung, wie Sie die

optimale Erkennungsqualität

wiederherstellen können. Verändern

sie die Beleuchtung oder

die Kamera bis das System Ihnen

ein Okay gibt.

▶ Volle Funktionalität mit weniger

Programmieraufwand als bei

vergleichbaren Systemen.

www.keyence.de

Halle 9, Stand 9416

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

4-ACHSEN KOMPAKTSTEUERUNG

Macht 1,6 Millionen Mikroschritte

PRODUKTION NR. 40, 2012

Die Lang GmbH & Co. KG bietet

Kompaktsteuerungen für zwei

und drei Phasen Schritt- und Servomotoren.

Durch diese Bauweise

wird der Verkabelungsaufwand

auf ein Minimum reduziert.

Driving your automation solutions.

www.staubli.com/robotik

Flexibel. Zuverlässig. Nachhaltig.

Maximale Energieeffi zienz in der gesamten

Ferti gungs kette und eine überdurchschnittliche

Lebensdauer bieten Robotik lösungen

von Stäubli. Gestalten Sie Ihre Produktions

prozesse fl exibler, effi zienter und wirtschaftlicher.

Stäubli – neue Potenziale für eine

umwelt schonende Fertigung.

HÜTTENBERG (SP). Im Schrittmotorbetrieb

arbeitet die Steuerung mit

über 1,6 Millionen Mikroschritten

pro Motorumdrehung bei einem

50-poligen Motor. Die Achsen können

mit jeweils 0,2 - 20 A Nennstrom

(40 A Spitzenstrom) angetrieben

werden. Angepasst an den jeweiligen

Einsatzbereich sind die Steuerungen

als externe Variante im

Tisch- oder Schaltschrankgehäuse

sowie als PC-Einsteckkarte für den

PCI-Express-Bus erhältlich. Eine

Als Anwendungsbeispiel zeigt Lang eine Applikation zum Sortieren von optischen

Linsen.

Bild: Lang

Vielzahl von Optionen ermöglicht

eine optimale Anpassung an unterschiedliche

Systemanforderungen.

Lang entwickelt auf Wunsch kundenspezifische

Lösungen und Komplettsysteme

mit den entsprechenden

Antriebseinheiten. Die Software

WIN-Commander erlaubt eine

einfache Konfiguration und Handling

des Systems. Das Lang API

macht die Integration in eine eigene

Softwareumgebung möglich.

www.lang.de

Halle 9, Stand 9415

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

Stäubli Tec-Systems GmbH, Tel. +49 (0) 921 883 0

Staubli ist eine Marke von Stäubli International AG

und ist in der Schweiz und anderen Ländern registriert. © Stäubli, 2012


12 · Messe-Special Motek · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

STIMMEN & STIMMUNG

„Die Motek kommt genau zur rechten Zeit“

ANNIKA MENTGEN, PRODUKTION NR. 40 , 2012

Die Aussteller der Motek kommen mit viel Optimismus auf die diesjährige Motek. Viele

präsentieren dem Fachpublikum in Stuttgart Neuheiten rund um die Automatisierung,

Montage- und Handhabungstechnik. Und die Motek könnte den ausstellenden Unternehmen

noch gute Investitionsimpulse zum Jahresende liefern.

Manfred Hübschmann, Geschäftsführer

Stäubli Robotics;

Halle 1, Stand 1520

Bodo Hermann, Geschäftsführung

B&R; Halle 7, Stand 7101

Erik C. Felle, Geschäftsführer

Allgemeine Industrie,

Atlas Copco Tools Central Europe

Halle 1, Stand 1610

Norbert Matthes, Produktmanager

Contrinex; Halle 9, Stand 9403

„Die Motek kommt genau zur rechten Zeit. Das Geschäft in

der Automatisierungsbranche brummt, dennoch können

Investitionsimpulse zum Jahresende hin nicht schaden.

Und diese erwarten wir von der Motek. Wir sind gespannt,

ob es dem Veranstalter gelingt, die Besucherzahl von

knapp 37 000 aus dem Vorjahr noch einmal zu toppen.

Noch wichtiger als die Quantität ist uns die Qualität der

Fachbesucher. Wir hoffen auf interessante Gespräche und

neue Kontakte mit Entscheidungsträgern. Außerdem sind

wir gespannt darauf, wie das Motek-Publikum auf die Performance

unseres neuen Fast Picker TP80, der über 200

Picks pro Minute erreicht, reagieren wird.“

„Auf der diesjährigen Motek präsentieren wir Highlights

zum Thema Energie-Monitoring und Condition Monitoring

sowie die Produktpalette der motorintegrierten Achssysteme.

Speziell die IP65-geschützten Wechselrichter ACOPOSmulti65

und ACOPOSmulti65m leisten ihren Beitrag zu einer

wesentlichen Vereinfachung von modularen Architekturen.

Auf der Integrated Safety Technology liegt ein weiterer

Fokus. Nahtlos lässt sich das Sicherheitssystem von B&R

in die funktionale Steuerung einbinden. Modulare Maschinen

profitieren in besonderer Weise von dieser netzwerkbasierenden

Verdrahtung, da sich so die fertigen Maschinenteile

inklusive sicherer Antriebe ganz einfach anschließen

lassen. Zudem umfasst die integrierte Sicherheitstechnik

alle sicherheitsrelevanten Komponenten von Hard- und

Software.“

„Es ist in diesem Jahr besonders schwer einzuschätzen, ob

mehr oder weniger Besucher kommen; jedenfalls ist der

sich abkühlende Markt in Europa für alle Hersteller eine

Herausforderung. Um für die Zukunft gut aufgestellt zu

sein, müssen unsere Kunden ihre Montagelinien und Arbeitsplätze

immer besser organisieren. Deshalb zeigen wir

diesmal neben neuen Werkzeugen und Schraubersteuerungen

ganz neue Lösungsansätze für die schlanke Montage.

Dafür haben wir eine eigene Abteilung ‚Produktionstransformation‘

eingerichtet, die Kunden in Richtung Lean

Production berät und schult. Wir haben festgestellt, dass

immer mehr Anwender nicht einfach nur das beste Werkzeug

für ihren Arbeitsplatz suchen, sondern eine Prozessoptimierung

nachfragen, die die gesamte Montage umfasst.

Für die Motek konnten wir Kevin Garvey gewinnen,

einen der erfahrensten Lean-Experten Europas. Mit ihm

können unsere Besucher am 9. und 10. Oktober exklusiv an

Stand diskutieren.“

„Wir legen den Fokus auf RFID-Systeme – insbesondere auf

das aktuelle Handheld Palm für 13.56 MHz, ein praktisches

Handgerät zum Lesen und Beschreiben von Hochfrequenz-

RFID-Datenträgern. Auf der Messe finden wir unsere Zielmärkte

wieder. Wir erwarten wieder Rekordbesucherzahlen,

nicht zuletzt auch aufgrund der nahezu ausgebuchten

Hallenflächen. Besonders den direkten Dialog mit den Messebesuchern

schätzen wir hier sehr. Wir blicken auf ein erstes

Halbjahr mit zweistelligem Umsatzwachstum zurück.

Die Auftragsreichweite prognostiziert ein sehr zufriedenstellendes

Jahresergebnis.“

H. Lindner, Geschäftsführer Preccon

Robotics; Halle 9, Stand 9323

Kurt Metz, Produktmanager

Servosysteme, A-Drive Technology;

Halle 9, Stand 9212

Alexander Steiger, Manager

Sales GI Robots & Products Robotics

Division, Yaskawa Europe;

Halle 7, Stand 7205

Jan-Philipp Liersch, Product

Manager Automation Systems -

Robots, FA Industrial Automation

Systems, Mitsubishi Electric;

Halle 7, Stand 7210

„Wir freuen uns auf die Motek und reisen mit viel Optimismus

im Gepäck nach Stuttgart. Bei uns herrscht 2012 Aufbruchsstimmung.

Die Auftragslage ist so gut wie noch nie

zuvor. Im Frühjahr haben wir unsere Firmengruppe durch

den Kauf der Teconsult GmbH Precision Robotics erweitert

und vereinen jetzt die Kernbereiche Systemintegration, Roboterkalibrierung

und industrielle Bildverarbeitung.

Alle Geschäftsbereiche schreiben schwarze Zahlen. Vermehrt

ist unser Robotik-Know-how auch im Ausland gefragt.

Ich bin überzeugt, dass wir unabhängig von der allgemeinen

wirtschaftliche Lage in den nächsten Jahren weiter

wachsen.“

„A-Drive zeigt einen zweiachsigen Flächenschrittmotor in

einer Ebene, der eine interessante Alternative zu Pneumatik-Aktoren

darstellt. Ein weiteres Highlight werden X/Y-Tische

sein.

Wir bieten dem Markt innovative Produkte an – entsprechend

freuen wir uns auf das Gespräch mit innovativen

Menschen.

Die wirtschaftliche Situation unserer Kunden stellt sich

ähnlich gut dar wie im vergangenen Jahr. So kann es weitergehen.

A-Drive investiert weiterhin in mehr Mitarbeiter

und Infrastuktur. Unsere Partner bauen auf uns.“

„Wir freuen uns gerade in diesem Messejahr ganz besonders

auf die Motek, da die Robotik immer mehr in den Fokus

der Handhabungs- und Montagetechnik rückt und wir

viel positive Resonanzen in den vergangen Jahren erfahren

haben. Die Entwicklung der Motek mit ihrem speziellen

Charme haben wir nicht nur mit großem Interesse mitverfolgt,

sondern vielmehr mitgeprägt. Denn gerade der ‚Sondermaschinenbau‘

war und ist für die Firma Yaskawa ein

wichtiges Feld, in dem wir mit unserer Produktpalette ein

unglaublich breites Spektrum abdecken können. Deshalb

werden auch unsere Drives-&-Motion-Produkte einen zunehmend

größeren Platz auf unserem Messestand einnehmen.

Denn wir sehen uns als Komplettanbieter im Komponentenbau

für Systemintegratoren. Wir sind in diesem Jahr

mit unserem breiten Produktspektrum gerüstet. Wir wollen

uns noch tiefer mit der Montage- und Handhabungstechnik

verknüpfen. Wir haben unsere Produktpalette im

7-Achs-Bereich als auch im 15-Achs-Bereich um entsprechende

Traglastenbereiche und Reichweiten erweitert.“

„Die neue F-Serie, die wir Anfang des Jahres mit den SCA-

RA-Robotern eingeführt haben, wird nun mit den Knickarmrobotern

vervollständigt. Die RV-F-Serie werden wir zusammen

mit unseren Servo-Highlights der ebenfalls neuen

MR-J4-Serie auf der diesjährigen Motek zeigen, die vom

neuen Robotercontroller gesteuert werden oder von dem

Award-Winning C-Controller aus unserer SPS-Familie. Intelligente

Steuerung der Roboter mit einfachster Integration

in neue und bestehende Applikationen, aber vor allem die

Komplettlösungen aus unserem gesamten Produktportfolio

begeistern unsere Kunden und Interessenten. Dazu

kommt die Programmierung und Dokumentation mit nur

einer Software, die Einrichtungszeit und Wartungsaufwand

auf ein Minimum reduziert. Auch in turbulenten wirtschaftlichen

Zeiten merken wir, dass die Innovationskraft stetig

wächst und sich die Branche für die Zukunft rüstet. Dies sehen

wir besonders an der hohen Nachfrage unserer Einstiegslösungen

mit unseren Robotern, SPS, Servo- und Motion-Systemen

und Bedienterminals, die auch für kleine

Unternehmen sehr interessant sind, um ihre Wirtschaftlichkeit

und Produktivität zu erhöhen. Beide Faktoren mit einem

Höchstmaß an Effizienz beim Einsatz unserer Produkte

zu verbinden, sorgt insgesamt für eine sehr gute Stimmung

– für unsere Kunden und für uns.“


4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · Motek Messe-Special · 13

PACKSTATION

Alles griffbereit

PRODUKTION NR. 40, 2012

Treston hat seine Standardtische

um Module wie Materialwagen,

Schneidevorrichtung und

Papierrollenhalter erweitert. Die

Arbeitsplatzeinrichtungen und

Aufbewahrungssysteme sind

miteinander kombinierbar.

HAMBURG (SP). Wo stehen die Kartons?

Wo sind Füllmaterial und

Packpapier? Wo liegen Klebeband

und der Cutter? Werden Pakete

und Päckchen für den Versand

vorbereitet, muss alles griffbereit

sein. „Unsere neuartigen Packstationen

bieten eine perfekte Organisation

des Versands. Arbeitsabläufe

werden optimiert, Zeiten eingespart

und die Arbeitsplatzsicherheit

erhöht“, bestätigt Dirk Jonsson,

Geschäftsführer der Treston

GmbH. Die höhenverstellbaren

Packtische der WB- und der TPH-

Linien können einzeln gestellt, in

zahlreichen Varianten positioniert

und bei der TPH-Linie mit einem

gewinkelten Anbautisch erweitert

werden.

Zu den Zubehörteilen gehören

beispielsweise Kartonhalter, Werkzeughalter,

Papierrollenhalter,

Schneidevorrichtungen und Recycling-Material-Wagen

– damit können

komplette Packstationen je

nach Bedürfnis des Kunden zusammengestellt

werden. Ergänzt

werden können die ergonomischen

Packtische in Leichtbauweise

mit einem Schubladenblock, der

auch als Montagewagen eingesetzt

werden kann, und Verpackungsmaterialwagen

in verschiedenen

Größen.

www.treston.de

Halle 5, Stand 5324

Kombinierfähig mit

Materialwagen und

Papierrollenhalter –

der neue Packtisch

von Treston lässt sich

mit zahlreichen Zubehörteilen

ergänzen.

Bild: Treston

SYSTEMBAUKASTEN

Profile schnell verbinden

PRODUKTION NR. 40, 2012

Aus seinem Systembaukasten auf

Aluminiumprofil-Basis zeigt der

Industrietechnikspezialist Item

Neuheiten für die Hochgeschwindigkeits-

und Profilverbindungstechnik.

SOLINGEN (SP). Der klassische

Item-MB Systembaukasten für Maschinen-

und Betriebsmittelbau

wartet nun mit einer neuen zeitsparenden

Profilverbindungstechnik

auf. Für 90-Grad-Verbindungen

von Profilen der Baureihe 8

liefern die neuen Automatikwinkel

und die Automatiklaschen vormontierte

Komponenten, bei der

keine zusätzliche Profilbearbeitung

notwendig ist. Alle benötigten

Bauteile sind bereits integriert, der

Verbinder muss lediglich mit dem

Profil verschraubt werden. Dabei

werden keine zusätzlichen Nutensteine

benötigt. Kurze Wege und

Ergonomie stehen im Mittelpunkt

der Arbeitsplatz-Neuheiten. Unter

dem Begriff der optimalen Bereitstellung

wurde das komplette Lieferprogramm

der item Arbeitsplatzsysteme

erweitert. Werkzeuge,

Medien und Bauteile können

damit bedarfsgerecht in der für den

Be- und Verarbeitungsprozess optimalen

Position am Arbeitsplatz

angebracht werden.

Die Baureihe D30 zeichnet sich

weiterhin durch leichte Verarbeitung,

eine einfache, aber vielseitige

Verbindungstechnik und ein hohes

Maß an Flexibilität aus. Neben

neuen Verbindungselementen

wurden hier durch die Produktneuheiten

die Möglichkeiten für

den effizienten Materialfluss im

Fertigungsbereich erweitert.

Die Schienen der Rollenbahnen

Al D30 aus Aluminium sind, im

Gegensatz zur bisherigen Stahl-

Automatikwinkel

und Automatiklaschen

erleichtern

Verbindungen

von Baureihe

8-Profilen.

Bild: Item

ausführung, einzeln und individuell

bestückbar sind. So können in

einer Rollenbahn unterschiedliche

Rollen-, Bürsten oder Gleiteinsätze

eingesetzt werden. Die Rollenschiene

selbst ist eigenstabil und

lässt sich mit den Rollenbahn Al

Aufnahmen D30 sowohl waagerecht

wie im Gefälle montieren.

Mit der Baureihe XMS liefert

Item einen neues, integriertes Bauprinzip

für Maschinen und Anlagen.

Die tragenden Konstruktionen

vereinen einen nach außen

geschlossene Optik mit klar aufgeteilten,

integrierten Funktionsbereichen

in Zellenbauweise.

www.item24.de

Halle 1, Stand 1415

LINEARTECHNIK

Vollauszug

für hohe Lasten

PRODUKTION NR. 40, 2012

Mit dem neuen Vollauszug von

Rollon können auch hohe Lasten

manuell bewegt werden. Die

Einzelachsen des Unternehmens

lassen sich zu Mehrachsystemen

verbinden.

zeitig für hohe Steifigkeit und eine

sehr kompakte Bauform. Wie alle

Teleskopführungen von Rollon

zeichnet sich auch die LTH durch

minimale Durchbiegung im ausgefahrenen

Zustand aus. Die LTH-

Führung erreicht eine Verfahrgeschwindigkeit

von 0,3 m/s und

kann bei Temperaturen zwischen

-30 und +170 °C eingesetzt werden.

Typisch für Rollon sind die verschiedenen

Anpassungen: Auf Anfrage

sind Sonderhübe oder ein

erweiterter Oberflächenschutz

statt der Standardverzinkung nach

ISO 2081 möglich.

Im Bereich der Linearachsen

zeigt Rollon verschiedene Möglichkeiten,

die Einzelachsen zu

Mehrachssystemen zu verbinden.

Ohne hohen Konstruktionsaufwand

sind so verschiedene Portale,

etwa für Pick-and-Place-Anwendungen,

realisierbar.

www.rollon.de

Halle 1, Stand 1645

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

RATINGEN (SP). Das Produktprogramm

von Rollon wird kontinuierlich

ergänzt und auf jede Applikation

abgestimmt. Aktuell zeigt das

Unternehmen einen neuen Vollauszug

aus der Produktfamilie

Light Rail. Die Serie LTH ist für hohe

Lasten, die manuell bewegt werden,

konzipiert. Weitere Schwerpunkte

sind die Mehrachssysteme

aus den verschiedenen Serien der

Produktfamilie Actuatorline.

Der Vollauszug LTH wird in zwei

Baugrößen und mit zwei verschiedenen

Bohrbildern angeboten. Er

besteht aus einem festen und einem

beweglichen Element, die

über ein Zwischenelement in Form

eines Doppel-T verbunden sind.

Das Zwischenelement sorgt gleich-

Teleskopführungen

und mehr:

Rollon zeigt einen

neuen Auszug für

hohe Lasten im

manuellen Handling.

Die Serie LTH

ergänzt die Produktfamilie

Light

Rail. Bild: Rollon

Der neue 2D-Code-Leser

der Modellreihe SR-D100

Überprüfen Sie die Qualität Ihres 2D-Codes

mit unserer integrierten Verifizierungs-Funktion:

>> Selbst schwierigste Codes (DPM)

können nun zuverlässig dekodiert werden!

Testen Sie uns!

Sie haben eine konkrete Anwendung und wünschen Infomaterial?

Senden Sie einfach eine Mail an: marketing@keyence.de mit

dem Betreff: „ SR-D Automotive“ und erhalten Sie als Dankeschön

außerdem ein praktisches Visitenkarten-Etui.

Erfahren Sie mehr unter:

www.keyence.de


14 · Messe-Special Motek · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

LICHTGITTER

Sicherheitslichtgitter ohne Todzone

PRODUKTION NR. 40, 2012

Die Datalogic Automation S.r.l. präsentiert Sicherheitslichtgitter ohne

Todzone, eine neue Sensoren-Baureihe im Edelstahlgehäuse und ein

Lesegerät für bis zu 200 Codes pro Lesefeld.

KIRCHHEIM/TECK (SP). Das charakteristische

Merkmal der Sicherheitslichtgitter

‚SG Extended‘ ist,

dass sie keine Todzone haben, eine

Reichweite von bis zu 20 m abdecken

und flexibel einsetzbar sind.

Eine weitere Neuvorstellung ist die

Sensoren-Baureihe mit Edelstahlgehäuse

‚S8 Inox‘. Der Sensor für

die Erkennung von transparenten

Objekten widersteht den Auswirkungen

von Wasch- und Desinfektionsmitteln

und hält auch sehr

hohe Temperaturen und Hoch-

druckreinigung aus. Die Sensoren

wurden speziell für die Anwendung

in extrem rauer industrieller

Umgebung entwickelt, wie beispielsweise

in der Lebensmitteloder

Pharmabranche. Ein weiteres

Highlight ist das innovative Highend-2D-Lesegerät

‚Matrix 450‘, das

bis zu 200 Codes pro Lesefeld erfasst.

Das Highend-2D-Lesegerät

ist sowohl für automatisiertes Materialhandling

bei hohen Fördergeschwindigkeiten

als auch für

manuelles Materialhandling geeignet.

Datalogic bietet Laser Marking

mit Qualitätskontrolle per

Machine Vision aus einer Hand.

Die Palette der Laser Marking Systeme

umfasst DPSS-Laser, Faserlaser

und CO 2

-Laser.

www.mobile.datalogic.com

Halle 7, Stand 7122

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

Die Datalogic-Komponenten

sorgen in der industriellen

Automation für effiziente

Logistikabläufe,

optimieren die Wirtschaftlichkeit

von Anlagen

und sichern damit die

Wettbewerbsfähigkeit

von Unternehmen.

Bild: Datalogic

ANTRIEBSSYSTEM

Die Anatomie

intelligenter

Antriebstechnik

Zuführung, Handling

und Montage integriert

PRODUKTION NR. 40, 2012

Beckhoff verspricht mit seinen

PC- und EtherCAT-basierten

Automatisierungslösungen

höhere Flexibilität und geringerer

Engineeringaufwand für Handling

und Montage.

NIETEN

OHNE NIET

EuroBLECH Hannover

Halle 13

Stand C 81

TOX ® -Rund-Punkt

Motek Stuttgart

Halle 5

Stand 5110

Verbindungstechnik für Bleche

• Wirtschaftlicher als

Punktschweißen

• Viele Materialkombi

nationen

Bewiesene Qualität

• Millionenfach in

Automobil- und

Weißwarenindustrie

• Weltweite Präsenz

• Zuverlässig durch

TOX ® -Monitoring-

Netzwerk

TOX ® PRESSOTECHNIK

GmbH & Co. KG

Riedstraße 4

D-88250 Weingarten

Tel. 0751 5007-0

Fax 0751 52391

www.tox-de.com

Lineare und rotative Motorkonzepte,

Getriebe, Elektronik, Geber und Bremsen.

Leistungs- und Regelelektronik integriert.

Antriebssysteme aus einem Haus.

Bei uns entwickelt und gebaut.

Dunkermotoren - immer ein wenig mehr.

Besuchen Sie uns auf der

Motek, Stuttgart, 08. - 11. Oktober 2012

Halle 1, Stand 1301

Dunkermotoren GmbH

Phone +49 (0) 7703/ 930-0

www.dunkermotoren.de

VERL (SP). Das neue Antriebssystem

XTS (eXtended Transport System)

von Beckhoff steht im Fokus

der Motek. XTS integriert in einem

System Zuführung, Handling und

Montage. Das ermöglicht flexible

Maschinenkonzepte.

XTS kombiniert Rotations- und

Linearsysteme. Der Motor ist zusammen

mit Leistungselektronik

und Wegerfassung vollständig integriert.

Ein oder mehrere „Mover“

– kabellose, bewegliche Trägermodule

– können auf einer nahezu

beliebigen und flexiblen Streckenkonfiguration

hochdynamisch bis

zu 4 m/s bewegt werden.

Highspeed-Materialtransport

mit dem Antriebssystem XTS

XTS ist in verschiedensten Branchen

einsetzbar. Es ist prädestiniert

für den Highspeed-Materialtransport:

Produkt schieben,

Produktabstand anpassen, Produktgeschwindigkeit

verringern

oder vergrößern, Produkt klemmen

und bewegen, Produkt transportieren

und ausschleusen oder

auch Produkt manipulieren. Ein

unregelmäßiger Produktstrom

wird vereinzelt und mit konstantem

Abstand und konstanter Geschwindigkeit

an die nächste Bearbeitungsstation

abgegeben.

Mit XTS können im Bereich

Handling, Zuführung und Montage

Maschinen kompakter und effizienter

gebaut werden. Bei Anwendungen,

wie z. B. einer klassischen

Rundtaktmaschine sind alle Bearbeitungsstationen

dem Grundtakt

unterworfen.

Das heißt, das komplette System

muss sich auf den Takt der langsamsten

Station einstellen. Mit

XTS können die Bearbeitungsschritte

individuell und unabhängig

voneinander gesteuert werden.

Beispielsweise kann der langsamste

Prozess durch eine zweite

Station doppelt bearbeitet werden.

XTS übernimmt die optimale

Das Antriebssystem XTS (eXtended Transport System) von Beckhoff bietet

neue Möglichkeiten und eine erhöhte Flexibilität für die Konstruktion von

Montage- und Handlingsautomaten.

Bild: Beckhoff

Zuführung. Somit ist die Limitierung

des Gesamtausstoßes der

Maschine nicht mehr durch den

langsamsten Arbeitstakt begrenzt.

XTS kann auch als Alternative zu

einem Delta-Roboter eingesetzt

werden, um einen unregelmäßigen

Produktstrom zu synchronisieren

und um das Produkt im

Anschluss in eine Verpackung zu

schieben oder dem nächsten Bearbeitungsschritt

zuzuführen.

In der Montagetechnik wird eine

Maschine oft für verschiedenste

Anwendungen eingesetzt. Ein Produktwechsel

bedeutet für die Maschinen

oft einen erheblichen Eingriff

in die Mechanik. XTS bietet

hier neue Möglichkeiten und eine

erhöhte Flexibilität für die Konstruktion

von Montage- und Handlingsautomaten.

XTS kann sozusagen

als „Standard-Hardware“ eingesetzt

werden und neue oder zusätzliche

Handlings- und Montageeigenschaften

werden softwarebasiert

umgesetzt. Dies bedeutet,

dass der Maschinenbauer

im einfachsten Fall nur eine Standardmaschine

konstruiert. Mit geringen

mechanischen Adaptionen

kann er die unterschiedlichsten

Produkte damit bearbeiten. Die

komplexen Bearbeitungsprozesse

werden in die Software ausgelagert.

Somit können auch Sondermaschinenbauer

größere Stückzahlen

erreichen und muss lediglich

durch Programmierung von Softwareparametern

seine Standardmaschine

an die unterschiedlichen

Applikationen anpassen. Das

Time-to-Market kann deutlich re-

duziert werden und die Realisierung

der Lösung erfolgt mit weniger

Engineering-Aufwand: Der

Sondermaschinenbauer muss seine

Maschine nur noch geringfügig

modifizieren, die entsprechende

Software programmieren und

kann bei einem Kundenauftrag

entsprechend schneller reagieren.

XTS kann modular

zusammengestellt werden

Die gleichen Vorteile gelten für den

Endkunden: weniger Maschinentypen,

schneller Produktwechsel

und schnelles Time-to-Market.

XTS ist ein mechatronisches System,

das modular für die gewünschten

Geometrien zusammengestellt

werden kann. Das

Maschinenvolumen wird maximal

ausgenutzt, da Hin- und Rückweg

sowie die Kurven für den aktiven

Materialtransport genutzt werden

können. Die Mover können beschleunigen,

bremsen, positionieren

und sich synchronisieren. Sie

können absolute und relative Positionen

zueinander einnehmen; sie

können sich gruppieren und aufstauen;

sie können in der Bewegung

Klemmkräfte erzeugen, Kurven

wie die Gerade durchfahren,

Energie durch Nutzbremsung zurückgewinnen

und die Rück- ebenso

wie die Hinwege zu Transportzwecken

nutzen.

www.beckhoff.de

Halle 9, Stand 9108

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT ✔ LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

R-P_47x280_m2Messe.indd 1 14.09.12 09:47


4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · Motek Messe-Special · 15

GREIFER

Schnell und sicher handhaben

PRODUKTION NR. 40, 2012

Fipa hat neue Insert-Greifer zum Handhaben von Einlegeteilen in

Kunststoffspritzgussteile im Programm. Diese Greifer werden exakt an

die Geometrie des Handhabungsguts angepasst und gewährleisten

laut Fipa eine optimale Prozesssicherheit bei hohen Taktzeiten.

ISMANING (MG). Es stehen vakuum-

und druckluftgesteuerte Ausführungen

zur Verfügung. So können

beispielsweise Muttern oder

Verschraubungen mittels Vakuum

sicher stirnseitig gegriffen werden,

wenn ein Innen- oder Außengreifer

nicht zulässig ist. Die Saugfläche

entspricht in diesem Fall dem Negativ

des Werkstücks. Auf der anderen

Seite kann der druckluftgesteuerte

Greifer beispielsweise Gewindebuchsen

sicher von innen greifen

und in ein Spritzgusswerkzeug einlegen.

Als Gehäusematerial steht

eine hochfeste Aluminiumlegierung

sowie ein polyamidbasierter

Hochleistungskunststoff zur Verfügung.

Diese Kunststoffe sind lebensmittelgeeignet,

leicht und für

eine hohe Dynamik ausgelegt. Die

Medienkanäle für Druckluft oder

Vakuum können in den Greifer inte-

Die neuen Insert-Greifer von Fipa können laut Herstellerangaben bereits ab

Losgröße 1 kosteneffizient produziert werden.

Bild: Fipa

griert werden, wodurch der Verschlauchungsaufwand

und Platzbedarf

minimiert werden. Durch

neuartige Produktionsverfahren

können die Greifer ab Losgröße 1

kosteneffizient realisiert werden.

www.fipa.de

Halle 1, Stand 1113

EFFIZIENZ-NAVI PREIS ✔

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT ✔ LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

ATLAS COPCO TOOLS

Montagelösung nach Maß

– in nur sechs Wochen

PRODUKTION NR. 40, 2012

Atlas Copco bietet Motekbesuchern

an, in einer Expertenrunde

direkt am Stand ihr konkretes

Montageproblem zu diskutieren.

Der Hersteller verspricht, jedem,

der daran teilnimmt, innerhalb

von sechs Wochen nach der

Messe ein maßgeschneidertes

Konzept vorzulegen.

ESSEN (MG). Wer zuerst kommt, mit

dem diskutiert Atlas Copco auch

zuerst, und zwar über die Lösung

beliebiger Montageprobleme für

Schraubverbindungen bis 5000

Nm. Ob es dabei um Druckluft- oder

Elektroschrauber, handgehaltene

Werkzeuge oder Einbauspindeln,

Einfach- oder Mehrfachschraubsysteme

geht, spielt keine Rolle:

Sechs Wochen nach dem Messebesuch

wollen die Experten von Atlas

Copco Tools ihren Kunden, die sie

auf der Montagemesse Motek am

Stand 1610 in Halle 1 besucht und

ihr Problem geschildert haben, ein

konkretes Angebot zur Umsetzung

unterbreiten. „Schaffen wir das

nicht, nehmen wir die später umgesetzte

Lösung für den Kunden kostenlos

in Betrieb“, verspricht Tools-

Geschäftsführer Erik Felle.

Am Atlas-Copco-Stand steht jedem

Interessenten an allen Messetagen

ein Expertenteam aus mindestens

drei Personen zur Verfügung,

um über Schraubfallanalyse

und Prozessoptimierung, die geeignete

Schraubtechnik, ergono-

PRODUKTION NR. 40, 2012

Im Fokus des Messeauftritts

von Tsubaki steht die Echt-Flex-

Kupplungsbaureihe, die mit Hilfe

der Finite-Elemente-Methode

optimiert worden sein soll.

GILCHING (PD/MG). Die neuen

spielfreien Scheibenkupplungen

laufen schmierungsfrei und bieten

eine aufgrund der verbesserten

Atlas Copco Tools bietet neben Schraubfallanalysen und Prozessoptimierungen

auch Beratung und Schulungen etwa zu den Grundlagen der Schraubtechnik,

zur ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung oder zum Thema Energie-Effizienz

an.

Bild: Atlas Copco Tools

mische Arbeitsplatzgestaltung,

Energieeffizienz, nötige Trainings

oder Seminare sowie Amortisationsberechnungen

zu diskutieren.

Dass die Besucher konkrete Anwendungsfälle

haben, zum Beispiel

das benötigte Drehmoment

kennen oder Maßskizzen der Konstruktion

des zu montierenden

Bauteils mitbringen, sei wünschenswert,

aber nicht zwingend

erforderlich, meint Felle: „Vielleicht

kommt die Idee ja erst spontan

auf der Messe“, meint er, „das ist

uns ebenso willkommen.“

Die auf dem Stand verfügbare,

moderne Schraubtechnik mit leicht

zu bedienenden Werkzeugen und

Steuerungen oder mit neuer Software

zur Qualitätssicherung könn-

KUPPLUNGEN

Schmierfrei mit hoher Präzision

Torsionssteifigkeit höhere Präzision,

verspricht Hersteller Tsubaki.

Die Palette an Echt-Flex-Kupplungen

reicht von der kleinen, präzisen

NES-Serie mit einer Drehmomentübertragung

von 0,7 Nm über

die NEF-Serie mit 19,6 bis 6860 Nm

bis hin zur großen NEH-Serie mit

maximal 176 000 Nm. Anwendungen

der NES und NEF-Kupplungen

finden sich beispielsweise vom

NC-Bearbeitungszentrum, über

Druckpressen bis hin zu Hebevor-

ten als Diskussionsgrundlage herhalten,

so Atlas Copco.

„Wir wollen Montageplanern,

Produktionsleitern oder Qualitätsmanagern

damit beweisen, dass wir

sie von Anfang an bei der ganzheitlichen

Planung und Umsetzung einer

Station unterstützen können“,

betont Felle. Damit biete Atlas Copco

deutlichen Mehrwert rund um

die Schraubtechnik an. Die Sechs-

Wochen-Garantie sieht der Manager

als positive Herausforderung für

sein Team: „Ich bin überzeugt davon,

dass wir die besten Lösungen

und Ressourcen auf dem Markt haben.

Jetzt muss man uns nur noch in

die Pflicht nehmen.“

www.atlascopco.de

Halle 1, Stand 1610

richtungen und Industrierobotern,

während sich die NEH-Kupplung

unter anderem für den Bergbau

eignet. Für große Abstände zwischen

den Wellenenden bietet

Tsubaki eine Auswahl an langen

Kupplungsvarianten.

www.tsubaki.eu

Halle 3, Stand 3207

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL ✔ ENERGIE

SERVICE

HANDHABUNG

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

Unkontrollierte Bewegungen maschineller Antriebe verursachen Kosten

durch Maschinenschäden sowie Produktionsausfälle und führen oft zu überdimensionierten

„Sicherheits“-Konstruktionen.

ACE bietet eine vielfältige Lösungspalette für die Sicherung unkontrollierter

Bewegungen fast jeder Art und macht sie auf diese Weise berechenbar.

Fordern Sie unseren kostenlosen Gesamtkatalog mit unzähligen Produkten der

Dämpfungstechnik an – vom Industriestoßdämpfer bis zum Klemmelement.

Mehr Info? Telefon 02173-9226-10, Fax -9226-19, www.ace-ace.de

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8.–11.10.2012, Halle 1, Stand 1426. Wir freuen uns auf Sie!

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Halle 7

Stand 7228

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Prozesskontrolle

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Genauigkeit + gleichmäßige

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Dosierung von: Klebstoffen,

2K-Materialien, Lotpasten,

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16 · Messe-Special Motek · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

WELLE-NABE-VERBINDUNGEN

Montagezeiten verkürzen

Präzisionstechnik für

rationelle Montageprozesse

SCHRAUBTECHNIK

PRODUKTION NR. 40, 2012

Mit dem KBS 15 für die Verbindung

mehrfach abgesetzter

Wellen mit Naben und dem KBS

18, einer verkürzten Variante des

selbstzentrierenden KBS 11, bietet

KBK zwei weitere kraftschlüssige

Welle-Nabe-Verbindungen an.

Technischer Kniff mit großer Wirkung: Beim KBS 15 steht bei gleichbleibendem

Außendurchmesser eine Vielzahl unterschiedlicher Bohrungsdurchmesser zur

Verfügung.

Bild: KBK

KLINGENBERG (PD). Durch einen

einfachen Austausch der Innenringe

lässt sich beim KBS 15 mit wenigen

Handgriffen der Innendurchmesser

variieren, heißt es. Der Außenring

des Spannsatzes bleibe

dabei unverändert. Mit diesem

technischen Kniff verkürzt KBK

nach eigenen Angaben die Montagezeiten

und erleichtert seinen

Kunden die standardisierte Lagerhaltung.

„Die KBS 15-Spannsätze

einer Baugröße besitzen immer

den gleichen Außendurchmesser,

aber viele verschiedene Innendurchmesser.

Daher können wir

sehr kostengünstig fertigen und

diesen Preisvorteil auch an unsere

Kunden weitergeben“, sagt Sven

Karpstein, Produktmanager

Spannsätze bei KBK. Das Unternehmen

bietet die neuen Spannsätze

mit drei verschiedenen Außendurchmessern

(Da) und jeweils

neun unterschiedlichen Innendurchmessern

(Di) an. Ein

Bund verhindert bei den selbstzentrierenden

Spannsätzen eine Axialverschiebung

während der Montage,

so KBK. Damit bleibe die

vorgegebene Position auf der Welle

jederzeit gewährleistet. Die Welle-

Nabe-Verbindungen der Baureihe

KBS 15 eignen sich für mittlere bis

hohe Drehmomente – je nach Größe

zwischen 290 und 1 780 Nm.

Ebenfalls selbstzentrierend sind

die neuen dreiteiligen Spannsätze

vom Typ KBS 18. Das Kraftpaket

unter den KBK-Welle-Nabe-Verbindungen

ist um 30 % kürzer als

das Vorgängermodell KBS 11 und

eignet sich für hohe Drehmomente.

Sie liegen bei der kleinsten Ausführung

(Da= 55 mm, Di = 25 mm,

370 g) bei 840 Nm und bei der

größten Variante (Da= 355 mm, Di

= 280 mm, 43 kg) bei 360 000 Nm.

Typische Einsatzgebiete dieser

Spannsätze sind laut KBK Anlagen

wie Steinbrecher, Holzbearbeitungsmaschinen

und große Bandantriebe.

www.kbk-antriebstechnik.de

Halle 9, Stand 9331

EFFIZIENZ-NAVI PREIS ✔

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT ✔ LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

GREIFEN

Modularster Standard-Großhubgreifer

0,01 Nm bis 2400 Nm Drehmoment

PRODUKTION NR. 40, 2012

Mit Adaptionsmöglichkeiten für alle gängigen

Servomotoren soll der elektrisch angetriebene

Großhubgreifer EGA von Schunk der am modularsten

einsetzbare Standard-Großhubgreifer am

Markt sein.

FÜGETECHNIK

50 N bis 120 000 N Fügekraft

MESSTECHNIK

Gegenmesssystem QS-BOX

DSM Messtechnik GmbH

Dieselstraße 16

73431 Aalen, Deutschland

Telefon +49 7361 5717 0

info@dsm-messtechnik.de

www.dsm-messtechnik.de

Besuchen Sie uns in Halle 1, Stand 1631

Messe Stuttgart 08. bis 11. Oktober 2012

LAUFFEN (MG). Aufgrund seiner

umfassenden Adaptierbarkeit

lässt er sich in bestehende Steuerund

Regelungselektronik besonders

einfach einbinden, so Schunk.

So könne er beispielsweise als zusätzliche

Achse direkt interpoliert,

sprich mit dem identischen Befehlssatz

angesteuert werden wie

beispielsweise der übergeordnete

Roboter. Probleme mit inkompatiblen

Steuerungssignalen seien somit

ausgeschlossen. Zudem könnten

die Eigenschaften der Anlagensteuerung

hinsichtlich Programmierung,

Safety oder Feldbussen

direkt genutzt werden.

Der robuste Großhubgreifer des

Familienunternehmens basiert auf

einer mechanischen Plattform,

die sich beim pneumatischen

Großhubgreifer PHL von Schunk

bereits vielfach bewährt hat, heißt

es. Er baue sehr flach und kompakt

und weise nur geringe Störkonturen

auf. Die Führungswägen seiner

Grundbacken sind auf Kugeln gelagert,

wodurch die Reibung minimiert

und die Kraft optimal verteilt

wird, verspricht Schunk. Auf diese

Weise sei der EGA dauerhaft präzise

und verfüge über eine lange Lebensdauer.

Zudem komme das

gewichtsoptimierte Design des

Greifers der Dynamik und der

Große Hübe mit beliebigen

Positionen:

Je nach Baugröße

kann der EGA im

Wechsel unterschiedlichste

Teile bis 20 kg

handhaben. Bild: Schunk

Energie-Effizienz der Anlage zugute.

Als Antrieb lassen sich viele

gängige Industrie-Servomotoren

einsetzen, insbesondere auch Servomotoren

im Spannungsbereich

ab 230 V AC.

Je nach Verwendung kann der

Motor entweder parallel oder

rechtwinklig zur Bewegungsrichtung

angeflanscht werden. Parallel

bietet sich insbesondere bei Roboterapplikationen

an, bei denen die

Höhe des Greifers minimiert werden

soll, ein rechtwinkliger Anbau

beispielsweise bei Portalanwendungen,

bei denen die Breite des

Greifers minimiert werden soll.

Der Motoranbausatz ist für beide

Anbauarten identisch. Da der Greifer

mit einem Kronenradgetriebe

ausgestattet ist, lässt er sich einfach

installieren, so Schunk.

Den EGA gibt es in den drei

Baugrößen mit jeweils drei baugrößenspezifischen

Hubvarianten

von 30 bis 160 mm. Mit Greifkräften

von 650 , 1750 bzw. 4000 N eignet er

sich für die Handhabung großer

Teile bis 20 kg ebenso wie für die

Chargenfertigung, bei der unterschiedliche

Werkstückgrößen über

eine einzige Linie laufen. Zudem

kann er Teile mit großen Hinterschnitten

zuverlässig greifen, heißt

es. Abhängig vom Motor lässt sich

eine Schutzart von IP41 (mechanisch)

beziehungsweise IP67 (elektrisch)

realisieren.

www.schunk.com

Halle 1, Stand 1501

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL ENERGIE ✔

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT LEBENSDAUER ✔

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION


4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · Motek Messe-Special · 17

BALGKUPPLUNGEN

Exaktes Ausrichten der Wellen in weniger Zeit

PRODUKTION NR. 40, 2012

R+W präsentiert eine spielfreie, torsionssteife Metallbalgkupplung, die

mit nur einem Balg einen Lateralversatz von einem Millimeter ausgleichen

kann.

KLINGENBERG (PD). Mit der Metallbalgkupplung

kann der Zeitaufwand

für ein exaktes Ausrichten

der Wellen in Zukunft deutlich

verringert werden, so R+W. Herzstück

bildet der mehrwellige Metallbalg

aus Edelstahl, der den

identischen Außendurchmesser

wie die Standardbälge vorweist.

Somit könne die neue Kupplung

jederzeit in bestehende Anlagen

nachgerüstet werden.

Ausgeliefert wird die neue Baureihe

zunächst nur mit Klemmna-

be. Aufgrund des Baukastenprinzips

können die Metallbälge mit

Flansch-, Halbschalen- oder Konusanbindung

sowie der steckbaren

Ausführung kombiniert werden.

Den Konstrukteuren im allgemeinen

Maschinen- und Anlagenbau

steht die Ausführung der Metallbalgkupplung

von einem Drehmoment

von 15 bis 1 500 Nm ab

sofort zur Verfügung. Lebensdauerversuche

bei maximalen Drehmoment

und 1,5 mm Lateralver-

satz über 10e7 Lastwechsel bei

3 000 U/min garantieren die Funktionssicherheit

der neuen Kupplungen,

so der Hersteller aus Klingenberg.

Mit dieser Neuentwicklung

will R+W weiterhin den hohen

Anforderungen in der Antriebstechnik

gerecht werden.

www.rw-kupplungen.de

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT ✔ LEBENSDAUER ✔

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

Die Metallbalgkupplung verfügt über

ein Drehmoment von 15 bis 1 500

Nm.

Bild: R+W

LINEARTECHNIK

Modularer Aufbau für

preiswerte Lösungen

PRODUKTION NR. 40, 2012

Die neuen Profilschienenführungen

von SKF sollen große Kräfte

aufnehmen können und durch

ihre Modularität punkten.

SCHWEINFURT (PD/MG). Die Profilschienenführungen

sind oft die

entscheidenden Komponenten,

um ein Bauteil linear zu bewegen.

Zudem müssen sie in der Lage sein,

exakt und zuverlässig zu positionieren.

SKF erfüllt mit der Baureihe LLT

nach eigenen Angaben genau diese

Anforderungen. Die Profilschienenführungen

seien trotz kompakter

Abmessungen in der Lage, große

Kräfte aufzunehmen. Dank dieser

Eigenschaft und dem nahezu unbegrenzten

Hub eignen sie sich vor

allem für den Einsatz in der Handhabung,

der Kunststoff- und Holzverarbeitung,

bei Druck oder Verpackungsmaschinen

und in der Medizintechnik,

heißt es.

Je nach Anwendung bestehen

unterschiedliche Erwartungen an

Geschwindigkeit, Genauigkeit, Steifigkeit

und Betriebsbedingungen.

Der modulare Aufbau der LLT Profilschienenführungen

ermöglicht

laut Hertsellerangaben kostengünstige

Lösungen für jede Applikation.

Für eine individuelle Anpassung

stehe zusätzliches Zubehör

zur Verfügung. Zwei neue Wagentypen

ergänzen das bisherige Sortiment

von sechs verschiedenen

Führungswagen. Der lange Wagen

LU und der kurze Flanschwagen SA

eignen sich besonders für Anwendungen,

die spezielle Einbauanforderungen

stellen, heißt es. Während

der flache und schmale LU-Wagen

maximale Tragfähigkeit unterstützt,

punktet der SA-Wagen laut SKF in

Flanschausführung mit besonders

kurzer Einbaulänge.

Speziell entwickelte Deckscheiben

für den Führungswagen verringern

den Kontakt zwischen Führungsschiene

und dem Führungswagen,

so SKF. Dadurch werde die

Gleitreibung auf ein Minimum reduziert.

Mit Deckscheiben ausgestattete

LLT Wagen eignen sich daher

für spezielle Anwendungsgebiete,

zum Beispiel in der Medizintechnik.

Abdeckkappen verhindern

das Eindringen von Schmutz

Eine weitere Neuerung sind die

Metall-Abdeckkappen für Profilschienen.

Neben Schienen mit Gewindesacklöchern

und Plastikabdeckungen

können nun auch

Schutzkappen aus Metall eingesetzt

werden. Diese bündig mit der

Schiene abschließenden Abdeckungen

verhindern das Eindringen

von Schmutzpartikeln, die das

Laufverhalten der Führungswagen

beeinträchtigen könnten, zuverlässig.

Insbesondere bei schmutziger

Umgebung mit heißen Spänen, sind

LLT Profilschienen mit Metallkappen

die richtige Lösung. Um LLT

Profilschienenführungen auch in

korrosiver Umgebung betriebssicher

einzusetzen, können Wagen

und Schiene ab sofort mit speziellen

Beschichtungen geschützt werden.

Diese erhöhen die Korrosionsbeständigkeit

deutlich und minimieren

dadurch den Verschleiß unter

kritischen Betriebsbedingungen

um ein Vielfaches, verspricht SKF.

Die Schienen werden mit einer

Dünnschicht-Verchromung (TDC)

versehen, die sich laut SKF durch

eine sehr geringe Schichtdicke auszeichnet

und guten Korrosionsschutz

gewährleistet, ohne dabei

Einfluss auf die Tragzahl des Systems

zu nehmen. Beschichtete

Schienen könnten mit nickelbeschichteten

Wagen ergänzt werden,

um einen optimalen Schutz in korrosiver

Umgebung zu erzielen.

Werden Linearsysteme in einer

Anwendung verbaut, sind sie oft

schwer zugänglich. Der auf der

Schiene sitzende Führungswagen

wird von SKF deshalb mit einem

extra abgestimmten Schmierstoff

werksbefettet. Damit nicht zuviel,

aber auch nicht zu wenig Schmierstoff

auf die umlaufenden Kugeln

aufgetragen wird, verfügt das Line-

Der modulare Aufbau der LLT-Profilschienenführungen

ermöglicht kostengünstige

Lösungen für jede Applikation,

verspricht SKF.

Bild: SKF

arsystem über ein in den Kugelumlenkungen

integriertes Schmierstoffreservoir.

So werden die Wälzkörper

immer nur mit der Schmierstoffmenge

benetzt, die tatsächlich

benötigt wird. Dennoch muss auch

eine LLT Profilschiene nachgeschmiert

werden; wenn auch erst

später als viele vergleichbare Lösungen.

Damit Anlagen dafür nicht

angehalten werden müssen, wurden

neue Zubehörteile entwickelt,

die den Anschluss einer Zentralschmieranlage

– auch an der Wagenseite

– ermöglichen sollen.

Die Hauptdimensionen von SKF

Profilschienenführungen stimmen

mit DIN 654-1 überein. Dies ermöglicht

die Austauschbarkeit von DINkonformen

Profilschienen. Der globale

Verkauf von SKF und das bestehende

Händler- und Vertriebsnetz

sollen die Verfügbarkeit von Ersatzteilen

und die Betriebsfähigkeit für

alle Systeme sichern, heißt es.

www.skf.de

EFFIZIENZ-NAVI PREIS ✔

MATERIAL ✔ ENERGIE

SERVICE

HANDHABUNG

ZEIT LEBENSDAUER ✔

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

WERKZEUGSTÄNDER

Schraubgenauigkeit und Arbeitsqualität steigern

Die neuen

Werkzeugständer

von Desoutter

können

Schrauber mit

einem Gewicht

zwischen 0,8

und 6 kg führen.

Bild: Desoutter

PRODUKTION NR. 40, 2012

Die Werkzeugständer der Serie

D 53 von Desoutter sollen die Arbeitsbedingungen

verbessern und

die Schraubgenauigkeit steigern.

MAINTAL (MG). Die lineare und die

Knickarm-Version benötigen laut

Desoutter wenig Stellfläche. Eine

um 90° drehbare Werkzeugaufnahme

für Stab-, Pistolen- und Winkelschrauber

ermögliche ein sicheres

und ergonomisches Arbeiten. Mit

beiden Ständerversionen können

die 0,8 bis 6 kg schweren Schrauber

sicher geführt werden, heißt es. Die

Ständer sind standardmäßig für

Drehmomente bis zu 100 Nm geeignet.

Mit der um 90° drehbaren

Werkzeugaufnahme sind Schrauben

unterschiedlichster Ausrichtung

problemlos erreichbar. Der

Federzug ist fest mit dem Werkzeugständer

verschraubt und kann

nicht hin und her schwingen, was

zu einem ruhigen Seillauf führt.

Außerdem wurde die Befestigung

des Seils unten am Arm verbessert,

wodurch sich der Federzug leichter

austauschen lassen soll. Durch den

Wegfall von Gewicht und Reaktionsmoment

werde das Handgelenk

wesentlich entlastet, so dass

Krankheitskosten reduziert werden

könnten.

www.desoutter.de

Halle 1, Stand 1315

EFFIZIENZ-NAVI PREIS ✔

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT ✔ LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION


18 · Messe-Vorberichte Aluminium · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

HOMOGENISIERUNGSOFEN

Legierungen dank Wärme verbessern

PRODUKTION NR. 40, 2012

Die Trimet Aluminium AG setzt

auf den Homogenisierungsofen

als Industrielabor, der die Entwicklung

neuer Legierungen

möglich macht, die Energie sparen

helfen.

Die Trimet Aluminium AG betreibt am Standort Essen eine Homogenisierungsanlage

im Technikumsmaßstab.

Bild: Trimet

ESSEN (BA). Die stetige Verbesserung

der Energieeffizienz ist bei

dem mittelständischen Aluminiumproduzenten

fester Bestandteil

der Unternehmensphilosophie.

Mit einem neuartigen Homogenisierungsverfahren

und einer innovativen

Legierung für eine Ölwanne

leistet Trimet einen weiteren

Beitrag zur Energieeffizienz

beim Herstellungsprozess.

Trimet betreibt am Standort Essen

eine Homogenisierungsanlage

im Technikumsmaßstab zur Entwicklung

neuer Legierungen und

besserer Legierungseigenschaften,

um auch zukünftig bei den Werkstoffanforderungen

vorne zu sein.

Diese neue Wärmebehandlungsanlage

ermöglicht es, zusammen

mit Kunden neue Legierungen zu

entwickeln und diese in kleinen

Mengen zu erproben. Das zentrale

Verfahren für die Innovationssprünge

ist, abgesehen von der

Legierungszusammensetzung, die

Homogenisierung der Aluminiumlegierung.

Bei der essentiellen Wärmebehandlung

des Metalls (Homogenisierung)

ist es Trimet gelungen,

weiteres Potenzial durch erhöhte

Ressourceneffizienz zu heben.

„Mit der Homogenisierung steuern

wir einen zentralen Prozess bei

der Entstehung des gewünschten

Werkstoffs. Mit der Wärmebehandlung

von Aluminiumlegierungen

können wir die Werkstoff-DNA

programmieren. Sie bestimmt die

Produkteigenschaften, und sie hat

erheblichen Einfluss auf den erforderlichen

Energie- und Ressourceneinsatz“,

sagt Dr. Hubert Koch,

Leiter der Forschung und Entwicklung

bei Trimet. Die Effizienzverbesserung

in der Homogenisierung

durch niedrige Temperaturen

und kurze Zeiten spart bis zu 20 %

an Energie ein.

Auch in der Zusammensetzung

von Legierungen lassen sich Energieeinsparungen

erzielen. Trimet

am Standort in Harzgerode hat für

eine Ölwanne im Fahrzeugbau die

neue Legierung trimal-04 aus recyceltem

Aluminium entwickelt, die

auf die übliche Wärmebehandlung

verzichten kann. Dadurch wird ein

Wärmebedarf von rund 120 000

Kilowattstunden monatlich eingespart

und jährlich 24 t an CO2-

Emission vermieden.

Die stetige Verbesserung der

Energieeffizienz ist bei Trimet laut

eigener Angaben ein fester

Bestandteil der Unternehmensphilosophie.

„Unsere Kunden schätzen Trimet

als Hersteller von Spezialitäten

und als Effizienzmeister, der für

eine nachhaltige Produktion und

Weiterverarbeitung sorgt. Wir warten

nicht auf Technologiesprünge,

sondern vertrauen der kontinuierlichen

Verbesserung, in die alle

Mitarbeiter eingebunden sind“,

sagt Trimets Vorstandvorsitzender

Dr. Martin Iffert.

Halle 9, Stand G30

www.trimet.de

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE

HANDHABUNG

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

TECHNISCHE TEXTILIEN

Hohe Temperaturen

beherrschen

PRODUKTION NR. 40, 2012

Die Frenzelit Werke zeigen in

Essen thermische Isolationsmaterialien

und andere technische

Textilien.

BAD BERNECK (BA). An den Ansaugstutzen

beim Brennen von Anoden

dichten isoGLAS-Kissen den Abgasansaugstutzen

gegen den Ofendeckel

ab, so dass keine Falschluft

gezogen wird. Beim Hochfahren

von Elektrolysezellen isolieren iso-

GLAS-Start-up-Kissen die Zellen.

Wo die Aluminiumschmelze aus

der Elektrolysezelle gesaugt wird,

Frenzeit liefert hochtemperaturbeständige

Dichtungen für den Einsatz

in der Aluminiumindustrie. Bild: Frenzelit

PRODUKTION NR. 40, 2012

Zur Aluminium 2012 stellt Linde die Oxyfuel-Niedrigtemperatur-Verbrennungstechnologie

vor. Sie ermöglicht bis zu 50 % weniger Energieverbrauch

und extrem niedrige NOx-Emissionen bei einer maximalen

Ausbeute an Aluminium.

lungen, Schutzgaslösungen zur

Verbesserung der Produktqualität

steht innen und außen aus hochtemperaturbeständigem

sowie die MIG-Schweißtechnologi-

dichten isoTHERM-HT-Gewebestanzeteile

(bis 900 en (metal inert gas). Ihre Vorteile

die Saugrohrflanschverbindungen

°C) isoTHERM-Gewebe. iso- liegen in höheren Fertigungsraten

ab und no-

THERM 800 Packungen als Ersatz und optimierten Ergebnissen so-

vaTEX-GOLD-AL-Extra-Packun-

für keramischen Faserdichtungen wohl bei Einzel- als auch bei Groß-

gen die Tiegeldeckel. Sie sorgen im zur Abdichtung der Gießrinnenserienanwendungen.

Vergleich zu Standardlösungen für segmente können die Standzeit um Das Oxyfuel-Niedrigtemperatureine

bis zu fünfmal längere Standzeit.

den Faktor 15 verlängern.

Verfahren, das bereits in zwölf

Wo das flüssige Aluminium Halle 10, Stand 10 B50

Aluminiumöfen erfolgreich zum

aus dem Gieß-Schmelz-Ofen ins www.frenzelit.com

Einsatz kommt, bietet eine leistungsfähige

Lösung für Recycling,

Verteilerrinnensystem gegossen

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

wird, nimmt die flexible Textilrinne MATERIAL

ENERGIE

Wiedereinschmelzen und Legierungen

auf der Basis flammenloser

SERVICE

HANDHABUNG

isoTHERM AL-FLEX die Bewegungen

des Ofens auf und sorgt für eine KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION Verbrennung mit reinem Sauer-

ZEIT

LEBENSDAUER

prozesssichere anzeige_produktion_97x67-alum:Anz-Produktion-97x67-alu Verbindung. Sie be-

14.09.2012 stoff anstelle 11:41 von Luft. Seite Das 1Ergeb-

ALUMINIUMSCHMELZEN

Maximale Ausbeute an Aluminium

UNTERSCHLEISSHEIM (BA). Weitere

Themen am Stand sind die neue

Lösung Advanced Process Control

für Aluminiumschmelzen und der

WASTOX-Verbrennungsprozess für

die Erzeugung von Energie aus recyceltem

kontaminiertem Schrott.

Darüber hinaus präsentiert Linde

kundenspezifische

Eigenentwick-

nis: verbesserte Schmelzraten

mit reduzierter Metalloxidation,

geringem Energieverbrauch und

extrem niedrigen NOx-Emissionen

in Dreh-, Flamm- und Legierungsöfen.

Neben dem Niedrigtemperatur-

Verfahren bietet Linde zahlreiche

weitere Oxyfuel-Lösungen. In über

160 Anlagen haben diese Anwendungen

die Schmelzraten um bis

zu 100 % gesteigert. Dabei wurden

der Energieverbrauch um bis zu

50 % und die Emissionen um bis zu

90 % reduziert.

„Die Aluminium 2012 ist eine

großartige Plattform für uns, einige

dieser Technologien zu präsentieren.

Besonders die Live-Vorführungen

machen die Vorteile unserer

Lösungen anschaulich“, sagt

Joachim von Schéele, Marketing-

Manager, Metals and Glass Industries

von der Linde Gases Division.

Halle 10, Stand A71

www.linde-gas.de

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE

HANDHABUNG

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

Das Oxyfuel-Verfahren

trägt zu

verbesserten

Schmelzraten mit

reduzierter Metalloxidation

und

einem geringen

Energieverbrauch

bei.

Bild: Linde Gas.

AHC Oberflächentechnik GmbH

Boelckestraße 25–57

D-50171 Kerpen

Tel. +49 (0) 22 37/5 02-0

Fax +49 (0) 22 37/5 02-100

info@ahc-surface.com

www.ahc-surface.com

WERKSTOFFE

Neue Legierung für bessere Zerspanung

PRODUKTION NR. 40, 2012

DÜSSELDORF (BA). Die Legierung

AA 6026 von Schmolz + Bickenbach

ist durch ihre kurze Spanbildung

gut zu bearbeiten und erzeugt

einen geringen Werkzeugverschleiß.

Darüber hinaus zeichnet sich

der Werkstoff nach der Bearbeitung

durch eine blanke und glänzende

Oberfläche aus und bietet

damit eine optimale Grundlage für

eine Einfärbung. Weiterer Vorteil:

Die Legierung ist äußerst korrosionsbeständig

und durch den niedrigen

Bleianteil umweltschonender

als vergleichbare Lösungen.

Zudem entspricht AA 6026 der

EU-Norm (2000/53/EG) für die

Automobilindustrie.

Der Werkstoff AA 6026 wird in

den USA bereits seit einigen Jahren

verwendet und ist inzwischen

auch in Europa verstärkt nachgefragt.

Schmolz + Bickenbach hat laut

eigenen Angaben auf diese Entwicklung

als einer der ersten deutschen

Anbieter reagiert und das

Angebotsspektrum um die Aluminiumlegierung

als Rundstangen

im Abmessungsbereich von 10 bis

250 mm erweitert.

Halle 11, Stand E60

www.schmolz-bickenbach.com


4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · Aluminium Messe-Vorberichte · 19

KREISSÄGE-VOLLAUTOMATEN

Zwei leistungstarke Typen

Kreeb fertig

auch Schleifund

Polierwerkzeuge

nach Kundenwunsch.

Bild: Kreeb

PRODUKTION NR. 40, 2012

Dort, wo Aluminium-Zuschnitte

in hohen Stückzahlen verlangt

werden, kommen die Kreissäge-

Vollautomaten VA-L 350

und 560 NC von Behringer

Eisele zum Einsatz.

WEILHEIM/TECK (BA). Mit

der VA-L 350 NC und der VA-L

560 NC bietet Behringer Eisele ein

universelles Maschinenkonzept

mit vielfältigen Möglichkeiten. In

der Hydraulik-Ausführung eignet

sich die VA-L vor allem zum wirtschaftlichen

Verarbeiten von Aluminium-Vollmaterialien

für 90°

Schnitte. Die Hydropneumatik-

Ausführung daggen ist die richtige

Wahl, wenn vorwiegend Profile

gesägt werden müssen. Alle Spanndrücke

lassen sich auf das zu sägende

Material/Profil einstellen.

Beide Varianten sind das Ergebnis

einer konsequenten Weiterentwicklung

der Baureihe VA-L.

Ein enorm großer Schnittbereich

durch den Einsatz von hartmetallbestückten

Kreissägeblättern

von 350 mm bis 560 mm

Durchmesser, ein NC-gesteuerter

Die Kreissäge-Vollautomaten von

Behringer Eisele schneiden Aluminium

zuverlässig in hohen Stückzahlen.

Bild: Behringer Eisele

Stangennachschub mit Verfahrgeschwindigkeiten

bis 800 mm pro

Sekunde sowie Antriebsleistungen

bis 24 kW kennzeichnen die neuen

Maschinen. Auffällig ist außerdem

das neue ergonomische Maschinen-Outfit,

das einerseits Sicherheits-

und Lärmschutz vereint und

darüberhinaus eine praxisgerechte,

anwenderfreundliche Bedienung

und Bediensicherheit garantiert.

Die Maschinensteuerung

bietet sämtliche Teile und auftrags-

bezogenen Parametereingaben

und eine Reststückoptimierung,

die für ökonomi-sches Arbeiten

sorgt. Mit Hilfe der neu entwickelten

Rücklaufsperre und den Stangenabholfunktionen,

kann ein Materialwechsel

(beim Arbeiten ohne

Lademagazin) ohne das Öffnen der

Schutzhaube erfolgen. Für die

Schnittqualität sorgt die integrierte

Schnittspalt-Erweiterung und eine

Micro-Sprüheinrichtung, die das

Sägeblatt aus zwei Düsen gezielt

besprüht. Die serienmäßige Zweipunktspannung

ermöglicht gratarme

Schnitte, so dass zusätzliche

Arbeitsgänge meist nicht nötig

sind. Leicht wechselbare Formoder

Prismenbacken tragen dazu

bei, dass auch die kompliziertesten

Aluminium-Profile zuverlässig gespannt

wer-den können. Für die

Entsorgung der anfallenden Alu-

Späne sorgen bis zu drei, an unterschiedlichen

Stellen positionierte

Absaugkanäle.

Halle 14, Stand H30

www.behringer.net

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

SCHLEIFEN UND POLIEREN

Sisal, Draht und Nylon

für glatte Oberflächen

PRODUKTION NR. 40, 2012

Ein wichtiger Schwerpunkt

des Einsatzes der Schleif- und

Polierwerkzeug von Kreeb ist

die Oberflächenbehandlung von

Werkstücken aus Aluminium

GÖPPINGEN (BA). Die Firma Heinrich

Kreeb GmbH & Co. KG ist

Hersteller von Schleif- und Polierwerkzeugen

für die mechanische

Oberflächenbearbeitung – Entgraten,

Schleifen, Mattieren, Bürsten

und Polieren. Neben Schleiflamellenscheiben

für das flächige Bearbeiten

fertigt Kreeb flexible

Schleifsterne für das Schleifen

konturreicher Werkstücke. Bürsten

aus Sisal, Draht und abrasiven Nylonfasern

stellt das Unternehmen

in verschiedenen Varianten her.

Des weiteren gehören Mattierund

Polierscheiben für die Bearbeitung

von PKW-Zierleisten und

–Griffen, Türbeschlägen und Profilen

zum Progamm. Sowohl bei

diesen als auch anderen Anwendungsfällen

ist Kreeb Problemlöser,

der auf individuelle Kundenbedürfnisse

abgestimmte Werkzeuge

produziert. Ein gutes Beispiel sind

dabei auf das jeweilige Rad-Design

angepasste Tellerbürsten für das

Entgraten von Aluminiumfelgen.

Diese Spezialbürsten werden mittlerweile

von diversen renommierten

Herstellern von Alurädern eingesetzt.

Halle 13, Stand P16

www.kreeb.com

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE ✔ HANDHABUNG

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

OBERFLÄCHENBEHANDLUNG

Zirkoniumtest und Nachschärflösung

PRODUKTION NR. 40, 2012

SurTec präsentiert auf der Aluminium

erstmals einen in Zusammenarbeit

mit der Firma Hach

Lange entwickelten Zirkonium-

Küvettentest.

ZWINGENBERG (BA). In der Oberflächenbehandlung

von Metallen haben

sich seit vielen Jahren Zr-haltige

Prozesse als Ersatz von

Chrom(VI)-haltigen Verfahren

(Aluminium) und als Ersatz von

Phosphatierungen etabliert. Einer

der Nachteile dieser Verfahren war

bislang das Fehlen industriell einsetzbarer

Schnelltests zur Bestimmung

der Zirkon-Wirkstoff Konzentration

im Aktivbad.

SurTec hat nun einen Farbstoff

entwickelt, der spezifisch mit Zirkonium

reagiert. Unter Federführung

des weltweit operierenden

Spezialisten für Wasseranalytik

Hach Lange wurde daraus ein Küvettentest

entwickelt, der eine unkomplizierte,

zuverlässige und genaue

Bestimmung der Zirkonium-

Wirkstoffkonzentration im Passivierungsbad

ermöglicht. Aufbauend

auf dem neuen Test hat SurTec

auch die Fahrweise des Prozesses

von SurTec 650 chromitAL für die

Vorbehandlung von Aluminium

mit anschließender Lackierung

optimiert.

Da es nun möglich ist, den Wirkstoff

schnell und zuverlässig zu

verfolgen, wurde eine spezielle

Der Zirkonium-

Schnelltest kann

direkt am Passivierungsbad

angewandt

werden. Bild: SurTec

Nachschärflösung

entwickelt, die eine

Fahrweise mit maximaler

Konstanz

des Wirkstoffes erlaubt.

Dadurch

kann nicht nur die

Konstanz der Qualität

sondern gleichzeitig auch der

Chemieverbrauch optimiert werden.

Die Nachschärflösung mit

dem Namen SurTec 650 R ist von

den Aluminiumverbänden GSB

International als auch Qualicoat

zugelassen.

Halle 13, Stand 13/19

www.SurTec.com

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE

HANDHABUNG

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

QUALITÄTSSICHERUNG

Software für Aluminium

PRODUKTION NR. 40, 2012

Die Anforderungen an die Qualität

von Aluminium sind international

deutlich gestiegen. Daher ist

bei den Herstellern eine zuverlässige

Überwachung in allen

Produktionsschritten gefordert.

Eine zuverlässige Überwachung aller

Produktionsschritte bietet die neue

Produktlinie von Isra.

Bild: Isra

AACHEN (BA). Isra Vision Parsytec,

Spezialist für Oberflächeninspektion,

präsentiert auf der Aluminium

in Essen die neue Produktlinie

Surface Master, die laut Anbieter

einen neuen Standard für die

Oberflächeninspektion von Aluminium

setzt.

Für Aluminiumhersteller eröffnet

die Produktlinie neue Möglichkeiten

hinsichtlich des notwendigen

Monitoring der Oberflächengüte,

der Verbesserung der produzierten

Qualität, der Prozessoptimierung

sowie der Erhöhung des

Durchsatzes.

Die Surface Master-Anlagen lassen

sich laut Unternehmensangaben

leicht und schnell an allen

Stellen des Produktionsablaufs sowie

in alle Prozessumgebungen

integrieren und liefern schnell Inspektionsergebnisse

mit Fehlererkennungsraten

bis zu 98 %, heißt es

von Seiten Isra Vision Parsytechs.

Halle 9, Stand I 30

www.isravision.com

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE

HANDHABUNG

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

www.produktion.de

Technik und Wirtschaft

für die

deutsche Industrie

ZERKLEINERN

TRANSPORTIEREN

ARP Produktion - rationell und innovativ

In unserer modernen Fertigung realisieren wir kosten bewußt und unter höchstem

Qualitäts an spruch unsere ARP-Maschinen- und Anlagen konzepte.

Mit einem Höchstmaß an Flexibilität sichern wir unseren Kunden ein stets optimiertes

Preis-/Leistungsverhältnis.

Wirtschaftliches Aluminium-Recycling

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Recyclen von Alumi nium spänen und Schüttgut. Wir steigern die Wirtschaft lichkeit

der Materialrückführung mit geringstem Abbrand.

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ALUMINIUM RECYCLING

Wir sind auf der Aluminium

in Halle 14, Stand A01

AUFBEREITEN

SCHMELZEN


20 · Trends & Reports · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

WERKZEUGMASCHINEN

Auf die richtige Abstimmung kommt es an

MICHAEL PYPER

PRODUKTION NR. 40, 2012

Maschine, Werkzeug und Spannmittel

müssen perfekt aufeinander

abgestimmt sein. Deshalb

werden Neuentwicklungen häufig

über die Forschung koordiniert.

LANDSBERG (SM). „Die Kunst der

Werkzeughersteller besteht darin,

mit der Maschine des Kunden das

möglichst optimale Ergebnis zu

zeitigen“, beschreibt Alfred Graf

Zedtwitz, Sprecher des VDMA-

Fachverbands Präzisionswerkzeuge,

die permanente Herausforderung.

Dabei werde zwangsläufig

immer das Zusammenspiel des

Werkzeugs mit der Maschine betrachtet,

„einfach weil die Werkzeuge

von Maschinen angetrieben

werden.“ Aber hätte es nicht Vorteile,

Maschinen, Werkzeuge und

Spannmittel bereits in ihrer Konstruktionsphase

durch Technologieintegration

optimal aufeinander

abzustimmen, statt sich auf

Schnittstellen zu verlassen? Doch

so weit mag offenbar keiner der

Beteiligten gehen. Zu sehr würde

dies den eigenen Markt einschränken.

Von Zedtwitz: „Natürlich wird

auch gemeinsam entwickelt, aber

im Endeffekt ist der Ansatz des

Maschinenherstellers, außer bei

besonderen Lösungen, seine Maschinen

möglichst breit auf dem

Markt anzubieten.“

Maschinen möglichst breit

auf dem Markt anbieten

Das bestätigt Dr. Dominic Deutges,

Leiter Produktmanagement,

Marketing und neue Technologien

der A. Monforts Werkzeugmaschinen

GmbH & Co. KG in Mönchengladbach:

„Werkzeuge sind

Endkundensache, da muss man

möglichst viel Freiraum lassen.“

Im Gegenteil bestehe der Druck,

„sich an die Standards zu halten“.

Allenfalls für spezielle Aufgaben,

beispielsweise im Fast-Tool-Servo-Bereich,

wo es aufgrund der

Beschleunigungen auf geringes

Gewicht ankäme, sei ein solches

Erfordert eine besonders gute Abstimmung von Maschine, Werkzeug und Spannmittel: die Bearbeitung von Kurbelwellen

auf der neuen N30 von Niles Simmons Industrieanlagen.

Bild. NSI

Vorgehen denkbar. „In 70 bis 80 %

realisieren wir nach Vorgesprächen

mit unseren Kunden seine

Vorgaben und Wünsche bzgl.

Spannmittel und Werkzeuge“, erklärt

auch Dr. Stefan Hansch, Chef

der österreichischen Emco-

Group, „und bei Turnkey-Lösungen

oder wenn technologisch erforderlich,

erarbeiten wir mit strategischen

Partnern die Lösungen.“

Natürlich würden die Wünsche

der Kunden bei der Auswahl der

Präzisionswerkzeuge und Spannwerkzeuge

integriert, berichtet

Micaela Schönherr, Geschäftsführerin

der Niles Simmons Industrieanlagen

GmbH in Chemnitz.

Werkzeugmaschinenhersteller

und Werkzeughersteller treiben

sich in der Entwicklung gegenseitig

an. Schönherr: „Die Ansprüche

an die Werkzeuge sind höher als je

zuvor.“ Man habe Allianzen und

Rahmenverträge mit unterschiedlichen

Werkzeugherstellern, „um

einerseits Kundenanforderungen

umzusetzen, andererseits auch

neue Lösungen auf dem Markt zu

präsentieren.“

Kooperationen zwischen Maschinen,

Werkzeugen und Spannmittelherstellern

gibt es also sehr

wohl, wie auch Professor Dr.-Ing.

Diethard Thomas, Leiter der LMT

Group Academy in Schwarzenbek,

einräumt. „Wir sind bei bestimmten

Maschinenherstellern bevorzugte

Lieferanten, die an uns als

erstes herantreten, wenn ihre Kunden

bestimmte Lösungen brauchen.“

Die LMT-Gruppe tritt selbst

aber auch als Kunde von Werkzeugmaschinenherstellern

auf.

Anforderungen an Werkzeug

und Spannmittel

„Wir besprechen mit dem Hersteller

unsere Anforderungen und in

dem Zuge auch die Anforderungen

an die Spannmittel und Werkzeuge.“

Dann sei es Aufgabe des Maschinenherstellers,

Werkzeuge

und Spannmittel zu finden, die

diese erfüllten. Der Maschinenhersteller

ist also in der Regel „federführend,

der hat die Hosen an“.

Eine gemeinsame Entwicklung

gebe es über Hochschulforschung

und Normung, weiß Hubert Sykora,

Vertriebsleiter der Ott-Jakob

Spanntechnik GmbH in Lengenwang:

„Wir waren zum Beispiel federführend

bei der Produktentwicklung

der HSK-Technologie

dabei und sind mit den Universitäten

immer wieder in Forschungsprogrammen

aktiv.“ Aktuelles Beispiel

für Normungsaktivitäten, bei

denen alle Beteiligten mit am Tisch

sitzen, ist die neue HSK-Größe 20.

Sykora: „Wir haben einen Normenvorschlag

gemacht, ausgelöst

durch den Wunsch, für die Mikrobearbeitung

kleinere Lösungen zu

haben.“

Am Rande

Moderne Werkzeugmaschinen

sind beeindruckende technische

Meisterleistungen. Dabei wird oft

übersehen, dass auch Zerspanungswerkzeuge

bemerkenswertes

leisten. Dabei sind es nur wenige

Quadratmillimeter, die es in

sich haben: Eine moderne Werkzeugschneide

muss Temperaturen

von weit über tausend Grad und

Kräfte von mehreren tausend Newton

aushalten. Zum Einsatz kommen

in der Regel beschichtete

Hartmetall-Wendeschneidplatten.

Superharte Schneidstoffe wie kubisches

Bohrnitrit und polykristalliner

Diamant wurden ab Ende der

1970er Jahre eingeführt.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT und die A. Monforts

Werkzeugmaschinen GmbH & Co. KG entwickelten ein neues Werkzeugsystem,

mit dem Werkstücke direkt in der Drehmaschine gehärtet werden.

Bild: Fraunhofer IPT

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-

Effizient messen

PRODUKTION NR. 40, 2012

COBHAM-GREAT BRITAIN (SP). Hexagon

Metrology stellte auf der

AMB das neue 3D-Koordinatenmessgerät

(KMG) Leitz Reference

Xe vor. Mit dem hochgenauen

Messsystem geht das Unternehmen

auf die Bedürfnisse kleiner

und mittlerer Unternehmen ein.

Sie verfügen oftmals über begrenzte

Budgets, sind jedoch gleichzeitig

gefordert, auf hohem messtechnischem

Niveau die Qualität ihrer

Werkstücke zu sichern. Mit der

Leitz Reference Xe erhalten Anwender

ein Qualitätsmessgerät der

Marke Leitz, dass einerseits hochgenaue

Messapplikationen löst

und andererseits das Budget

schont. Wie alle anderen Modelle

baut auch die Leitz Reference Xe

auf Kerntechnologien auf, die in

Deutschland entwickelt und produziert

werden.


4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · F&E · 21

HOCHSCHULKOOPERATION

Spritzgießmaschine für die Ausbildung

PRODUKTION NR. 40, 2012

Eine vollelektrische Spritzgießmaschine Elektra 50 von Ferromatik

Milcron ergänzt ab dem kommenden Semester an der Hochschule

Offenburg den neuen Studiengang ‚Maschinenbau/Werkstofftechnik‘.

MALTERDINGEN (BA). „Wir freuen

uns, die Hochschule Offenburg bei

der Investition in diese Maschine

deutlich unterstützen zu können

und damit einen Beitrag zur Nachwuchskräfteförderung

zu leisten“,

sagt Gerold Schley, Managing Di-

rector bei dem Spritzgießmaschinenhersteller

Ferromatik Milacron.

Vollelektrische Maschinen sind

besonders umweltfreundlich, da

sie gegenüber herkömmlichen hydraulischen

Maschinen 50 bis 70 %

weniger Strom und Wasser verbrauchen.

Die Elektra 50 hat eine

Schließkraft von 500 kN, womit

kleine Kunststoffteile, etwa für die

Medizin-, Verpackungs- oder Konsumgüterindustrie,

hergestellt

werden können.

An der Hochschule Offenburg

lernen die Studierenden an der

Elektra 50 das Einrichten, Programmieren

und den Einsatz von

neu entwickelten Kunststoffgranulaten

mit speziellen Zusatz- und

Vor der Elektra 50 (mitte): Gerold Schley, Managing Director Ferromatik

Milacron & Vice President China Operation und Dekan Prof. Alfred Isele,

Hochschule Offenburg.

Bild: Ferromatik Milacron

Füllstoffen, welche die Gebrauchseigenschaften

des Fertigteiles verbessern.

Der Spritzgießprozess

kann direkt an der Maschine nachvollzogen

und Prozessparameter

validiert werden. Außerdem lassen

sich neue Fertigungstechnologien

wie etwa das Rapid Prototyping für

die Herstellung von Werkzeugeinsätzen

überprüfen.

WERKSTOFFTECHNIK

Kaltrisse vermeiden

Motek

08. - 11.10.2012

Halle 5, Stand 5538

PRODUKTION NR. 40, 2012

Kaltrisse in hochfesten Stählen

stellen den Fahrzeug- und Maschinenbau

vor große Herausforderungen

in der Qualitätssicherung,

da sie bislang schlecht vorhersehbar

sind. Ein neues Verfahren

ermittelt schon im Entwurfsstadium,

ob kritische Bedingungen

für solche Schäden vermieden

werden können. So sinken Entwicklungszeiten

und -kosten

FREIBURG (BA). Autos, Dachkonstruktionen

und Brücken sollen bei

gleicher Stabilität immer leichter

und damit energie- und materialsparender

werden. Neue, hochfeste

Stähle eignen sich hervorragend

für die dafür benötigte Leichtbauweise,

da sie auch sehr hohen Belastungen

standhalten. Doch diese

Werkstoffe haben auch einen

Nachteil: Je fester sie sind, desto

anfälliger für Kaltrisse sind sie

beim Schweißen. Diese feinen Brüche

können entstehen, während

geschweißte Verbindungen wieder

abkühlen – meist unterhalb einer

Temperatur von 200 °C. Im

schlimmsten Fall bricht die

Schweißnaht. Viele Industriebereiche

setzen darum die vielversprechenden

hochfesten Stähle nur

zögerlich ein.

Wissenschaftler am Fraunhofer-

Institut für Werkstoffmechanik

IWM in Freiburg haben gemeinsam

mit dem Lehrstuhl Füge- und

Schweißtechnik LFT der BTU Cottbus

ein neues Verfahren entwickelt,

das Kaltrisse vorhersehbarer

macht. „Wir können bereits im

Entwurfsstadium eines Bauteils

die Wahrscheinlichkeit von Kaltrissen

berechnen und auch gleich

Abhilfemaßnahmen durchspielen“,

erklärt Frank Schweizer vom

IWM. Denn ob und wie schnell

solche Kaltrisse entstehen, hängt

davon ab, wie hoch die Konzentration

von Wasserstoff im Stahl ist,

wie die Eigenspannung des Materials

ausfällt und wie seine Mikrostruktur

beschaffen ist. Bislang ließ

sich die Wahrscheinlichkeit, dass

es zu Rissen kommt, schlecht vorhersagen.

Die Hersteller mussten

aufwändige Versuche durchführen,

beispielsweise ein Probeteil

einer immer höheren Zugspannung

aussetzen und beobachten,

bei welcher Belastung Risse entstehen.

Doch diese Tests sind sehr

zeit- und kostenintensiv und auch

nicht eins zu eins auf das spätere

Bauteil übertragbar: Denn dessen

Geometrie beeinflusst die Rissbildung

entscheidend. Auch die verfügbaren

Computersimulationen

brachten bisher nicht die gewünschten

Vorhersagegenauigkeiten

für reale Bauteile.

Kaltrissgefährdete Bereiche

der Schweißnaht finden

Der neue Ansatz könnte solche

aufwändigen Methoden zukünftig

deutlich reduzieren – und damit

Produktionskosten senken sowie

Entwicklungszeiten verkürzen. Die

Experten am LFT haben einen speziellen

Versuchsaufbau entwickelt,

um an Proben von hochfesten

Stählen das Risskriterium präzise

zu ermitteln. Neben den typischen

Einflussfaktoren wie Wasserstoffgehalt,

Eigenspannungen und Materialgefüge,

die parallel eingestellt

werden können, ziehen sie dabei

die starken Temperaturgradienten

in Betracht, die beim Schweißen

auftreten.

Mit diesem Kriterium füttern die

Fachleute am IWM eine Computersimulation,

um für beliebige Bauteile

und Geometrien zu analysieren,

ob Kaltrisse drohen. „Auf diese

Weise sind wir in der Lage, für jede

Stelle und jeden Zeitpunkt des simulierten

Schweißprozesses kaltrissgefährdete

Bereiche einer Schweißnaht

ausfindig zu machen“, erläutert

Schweizer. Auch die Auswirkungen

von Gegenmaßnahmen können die

Forscher so im Vorfeld überprüfen

und nötigenfalls anpassen: Dazu

übertragen sie die Ergebnisse wieder

in die Simulation zurück, um sie

dort weiter anzupassen.

Gegenmaßnahmen anpassen

und Auswirkungen prüfen

Hersteller von Fahrzeugen oder

Maschinen könnten mithilfe dieses

Verfahrens also zukünftig für

ihre Werkstoffe schon im Vorfeld

unkritische Schweißparameter

und Randbedingungen festlegen –

und so den Fertigungsprozess

deutlich effizienter und sicherer

gestalten. Dies gilt besonders für

schwer zu schweißende Materialien

mit sehr engen Prozessfenstern

hinsichtlich Schweißparametern

oder Vor- und Nachwärmtemperaturen.

Fraunhofer IWM und LFT

testen ihr neues Verfahren derzeit

in Kooperation mit der Robert

Bosch GmbH und der Thyssen-

Krupp Steel Europe AG an laserstrahlgeschweißten

Demonstratoren

aus hochfesten Stählen.

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Kaltrisse in hochfesten Stählen stellen den Fahrzeug- und Maschinenbau vor große Herausforderungen in der Qualitätssicherung,

da sie bislang schlecht vorhersehbar sind. Ein neues Verfahren ermittelt schon im Entwurfsstadium, ob kritische

Bedingungen für solche Schäden vermieden werden können. So sinken Entwicklungszeiten und -kosten. Bild: TU Cottbus

73098 Rechberghausen

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22 · F&E · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

COMPOSITES

Die Struktur von Panels überwachen

PRODUKTION NR. 40, 2012

Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit

LBF zeigt auf der Composites Europe vom 9. bis 11. Oktober in

Düsseldorf Flugzeugpanels aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff

mit integrierter Faseroptik und das Modell einer beheizbaren Flugzeugflügelvorderkante

aus Faserverbund.

DARMSTADT (BA). Treibstoffverbrauch,

Schadstoffemissionen und

Lärm sind die Dauerthemen der

Luftfahrt. Neuartige Rumpfstrukturen,

häufig aus Kunststoffen gefertigt

und mit strukturintegrierten

Funktionen, machen sie umweltfreundlicher

und sicherer. Haltbarkeit

und Zuverlässigkeit dieser

neuen Strukturen müssen jedoch

überwacht werden.

Zur Strukturüberwachung von

Flugzeugteilen aus Kunststoff können

verschiedene Sensorsysteme

eingesetzt werden. Die Fraunhofer-Forscher

zeigen große Faserverbundbauteile

(Panels) mit

Zweikanal-Lichtleitern zur

Lastüberwachung und Piezokeramik-Sensoren

beziehungsweise

Aktoren zur Überwachung der

strukturellen Integrität mittels

akustischer Methoden. Eine mini-

Fraunhofer-Allianz Leichtbau

Da die Qualität von Leichtbaustrukturen

wesentlich durch die Werkstoffeigenschaften,

die konstruktive

Formgebung, die Bauweise und den

Herstellungsprozess bestimmt wird,

haben sich die Institute, die an diesen

Themen forschen, zur Fraunhofer-Allianz

Leichtbau zusammengeschlossen.

Sprecher dieser Allianz ist

LBF-Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Holger

Hanselka. Gemeinsam bearbeiten

die Mitglieder die gesamte Entwicklungskette

von der Werkstoffund

Produktentwicklung über Serienfertigung

bis zur Zulassung und

den Produkteinsatz. Die Entwicklung,

Fertigung und Prüfung von

aturisierte Hardware dient der Datenüberwachung.

Mit der Entwicklung

und Herstellung der Panels

betreten die Fraunhofer-Ingenieure

eine neue Dimension der Strukturüberwachung.

Erstmals ist es

gelungen, die komplette Entwicklungskette

von der Idee bis zum

Test mit einer Last von 20 t zu

schließen. Die Entwicklungskette

umfasste die Auslegung der Struktur

mit Hilfe der Finite-Elemente-

Methode (FEM), die Detailkonstruktion

und Zeichnungsableitung

mit CAD, die Konstruktion von

Formwerkzeugen und Einspannungen

sowie die prototypische

Fertigung der Panels mit strukturintegrierten

faseroptischen Dehnungssensoren

und Sensoren zur

Impact-Schadenserkennung.

Ein weiteres Novum bei der

Überwachung mit strukturintegrierten

Sensoren ist ein am Fraunhofer

LBF entwickeltes Steckerkonzept.

Erstmals wurden die neuen

Stecker in einem seriennahen

Fertigungsprozess eingesetzt. Die

so bestückten Panels wurden zerstörungsfrei

geprüft mit Lock-in-

Thermographie, Ultraschall, Röntgentechnik

und zerstörend mit

Impact- sowie Ermüdungs- und

Prototypen aus Faserverbundwerkstoffen

auch mit besonderen Technologien

wie der Funktionsintegration

von Sensoren ist eine Domäne des

Fraunhofer LBF.

Nanomaterial-basiertes Deicing-System

(oben).

Bild: Fraunhofer LBF

CFK-Panel im Prüfstand des Fraunhofer

LBF (r). Bild: Fraunhofer LBF, Ursula Raapke

Restfestigkeitsversuchen. Auch für

andere integrierte Funktionen in

Faserverbundbauteilen sind neue

Materialien und Verfahren erforderlich,

etwa für die Enteisung von

Flugzeugflügeln. Denn die bisher

eingesetzten konventionellen

Wärmeleiter für Metallkonstruktionen

sind für Kunststoffe ungeeignet,

da die Werkstoffe unterschied-

liches mechanisches und thermisches

Verhalten zeigen. Forscher

des Fraunhofer LBF haben auf Basis

von Nanomaterialien neue Methoden

zur Enteisung von Flugzeugstrukturen

aus Faserverbundwerkstoffen

entwickelt. Die Technologie

ihrer Heizelemente wird

bereits im Fertigungsprozess integriert

und ist sofort einsetzbar.

Zu den drei

Preisträgern gehören

in diesem

Jahr gleich zwei

Projekte mit

Fraunhofer-Beteiligung.

Bild: Fraunhofer

LASERTECHNIK

Leibinger-Preise für

Fraunhofer-Laserforscher

PRODUKTION NR. 40, 2012

Zu den drei Preisträgern des

Zukunftspreises der Berthold-Leibinger-Stiftung

gehören in diesem

Jahr zwei Projekte mit Fraunhofer-

Beteiligung.

FREIBURG (BA). Hinter der Bezeichnung

InnoSlab steckt eine Laserplattform

für einen diodengepumpten

Festkörperlaser, dessen

laseraktives Medium ein plattenförmiger

(englisch: slab), etwa

1 mm dicker Kristall ist. Dieser ist

die Basis zum Aufbau hocheffizienter

Laseroszillatoren und -Verstärker.

Die Projektgruppe InnoSlab

des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik

ILT, der Edgewave GmbH

und der Amphos GmbH hat diese

Skalierung mit dem InnoSlab umgesetzt.

Für ihre Erfindung erhält

die Gruppe den zweiten Preis, der

mit 20 000 Euro dotiert ist.

Bis heute ist die Frage der Qualitätssicherung

bei Laserschweißen

unbefriedigend gelöst. Andreas

Blug vom Fraunhofer-Institut für

Physikalische Messtechnik IPM,

Felix Abt vom Institut für Strahlwerkzeuge

der Universität Stuttgart

und Leonardo Nicolosi vom

Institut für Grundlagen der Elektrotechnik

und Elektronik an der TU

Dresden gelang es als Erste, eine

zuverlässige Regelung der Einschweißtiefe

für industrielle Laserschweißprozesse

zu entwickeln.

Damit lassen sich unvermeidliche

Schwankungen ausgleichen und

die Qualität der Schweißnaht sicherstellen.

Die Arbeitsgruppe

entwickelte eine spezielle Regelstrategie,

durch welche die Laserleistung

bei Prozessschwankungen

wie verschmutzter Laseroptik, Vorschubschwankungen

oder Veränderungen

der Fokuslage erstmals

in Bruchteilen einer Millisekunde

angepasst werden kann.

Es wird immer exakt so viel Laserleistung

abgerufen, dass der

gesamte Querschnitt der Fügeteile

für die maximale Festigkeit genutzt

wird. Dies verbessert nicht nur die

Qualität, sondern verringert auch

den Energieeinsatz um etwa 5 %.

Diese Entwicklung wird mit dem

dritten Preis und 10 000 Euro ausgezeichnet.


4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · Konstruktion · 23

KOSTEN-PRÜFSTAND

Synchronriemenantrieb - die Alternative

PRODUKTION NR. 40, 2012

Optimierte Maschinenantriebe können den Energieverbrauch und

damit die laufenden Betriebskosten der Industrie deutlich senken. So

etwa durch den Wechsel von Keil- auf Synchronriemenantrieb.

KARLSRUHE (PD). Brammer, technischer

Händler für MRO-Produkte,

zeigt die Reduzierung des Energieverbrauchs

exemplarisch an Produktionsmaschinen

in der industriellen

Fertigung auf.

Applikationsingenieure von

Brammer sowie Spezialisten eines

führenden Antriebssystemherstellers

nahmen Keilriemenantriebe

von Produktionsmaschinen in der

industriellen Produktion unter die

Lupe. Denn genau dort stecken

große Optimierungspotenziale: So

beansprucht beim Keilriemenantrieb

die Riemenvorspannung

stark die Lager. Darüber hinaus

kommt es zu Wirkungsgrad- und

Drehzahlverlusten durch Schlupf.

Da der Riemen sich mit der Zeit

ausdehnt, muss er kontinuierlich

nachgespannt werden. Außerdem

entsteht durch Walkarbeit, Reibung

und Schlupf Wärme, die zu

schnellerer Alterung des Riemens

führt. Synchronriemen hingegen

bieten eine formschlüssige Kraftübertragung

durch Ineinandergreifen

von Riemenzähnen und

Scheibe. Durch den schlupffreien

Antrieb, die verminderte Walkarbeit

und durch die minimierte

Reibung reduzieren sich sie Wirkungsgrad-

bzw. Drehzahlverluste.

Der Energieverbrauch sinkt, und

die Lager werden wegen geringer

Vorspannung des Riemens nicht so

stark belastet. Das bewirkt eine

höhere Lebensdauer. Ebenso baut

sich nur wenig Wärme auf, was den

Verschleiß reduziert. Der Riemen

dehnt sich nicht mehr aus und

muss demzufolge nicht mehr

nachgespannt werden. So spart der

Anwender zusätzlich Wartungsund

Ersatzteilkosten.

Hakan Ög, Leiter Produkte &

Services bei Brammer in Deutschland:

„Bei der Auswertung der Parameter

Energiekosten und Wartung

lag der Synchronriemen, trotz

anfänglich höherer Kosten durch

Allein durch den Wechsel von Keil- auf Synchronriemenantrieb in Produktionsmaschinen

lassen sich pro Werk viele Hundert Tonnen CO 2

und der entsprechende

Emissionshandelswert von mehreren Tausend Euro pro Jahr einsparen.

Bild: Brammer

Zahnscheiben und Riemen, vor

dem Keilriemen: Die geschätzten

Einsparungen – hochgerechnet auf

drei Jahre – belaufen sich beispielsweise

in einem Werk zur Papierherstellung

auf durchschnittlich

12 000 Euro pro Maschine.“

Der Wechsel von Keil- auf Synchronriemen

amortisiere sich dort

laut Brammer bereits nach rund

vier Monaten. Nach dem Umrüsten

aller entsprechenden Maschinen

von Keil- auf Synchronriemen

würde das Unternehmen pro Jahr

CO 2

-Emissionen von mehreren

Hundert Tonnen einsparen, was

zum Zeitpunkt der Erhebung einem

CO 2

-Handelswert von über

16 000 Euro entspreche.

Hakan Ög weist auf umfangreichen

Optimierungspotenziale: „Es

zeigt sich, dass die Möglichkeiten,

in der industriellen Fertigung

Energie und Kosten einzusparen,

noch lange nicht ausgeschöpft

sind. Das Optimieren von Maschinenantrieben

ist dazu ein wichtiger

Schlüssel.“

www.brammer.biz/de

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL ENERGIE ✔

SERVICE

HANDHABUNG

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

NÄHERUNGSSCHALTER

Sicherheit im Quadrat

PRODUKTION NR. 40, 2012

Die neuen induktiven Näherungsschalter

in Quaderbauform von

Telemecanique Sensors, einem

Geschäftsbereich von Schneider

Electric, können in Sicherheitsanwendungen

bis SIL2 eingesetzt

werden.

RATINGEN (SP). Die Sensoren erreichen

das Sicherheits-Integritätslevel

2 (SIL2) und sind damit die

ersten Standard-Näherungsschalter

für den Einsatz in Sicherheitsanwendungen

bis SIL2.

Die würfelförmigen Sensoren

zeichnen sich vor allem dadurch

aus, dass die Montage einfach mit

einem ‚Klick‘ erfolgt. Das erleichtert

die Wartung, denn die Näherungsschalter

können so schnell

ausgetauscht und in Betrieb genommen

werden. Die Entriegelung

erfolgt problemlos mit einem

Schraubendreher.

Da der OsiSense XS über einen

um 270 Grad drehbaren M12-Stecker

verfügt, ist er für abgewinkelte

Anschlussleitungen geeignet. Die

Sensorfläche ist in fünf Positionen

einstellbar. Dadurch ist eine Detektion

aus verschiedenen Richtungen

möglich.

Bei ordnungsgemäßer Installation

und Anschluss an einen Sicherheits-Controller

wie eine PREVEN-

TA-Sicherheitssteuerung kann ein

Sicherheitslevel bis SIL2 gemäß EN

62061 und EN 61508 erreicht werden.

Das unterscheidet den Sensor

von allen anderen gängigen Standard-Näherungsschaltern

auf dem

Markt.

Vier große LED-Anzeigen geben

den Status der Sensoren an und

sind somit aus größerer Entfer-

Die neuen Sensoren von Telemecanique

Sensors gibt es auch in Quaderform.

Bild: Schneider Eletric

nung und verschiedenen Richtungen

deutlich zu erkennen. Während

die grünen LEDs angeben, ob

die Spannungsversorgung korrekt

ist, zeigen die gelben LEDs das

Ausgangssignal an.

Durch die kompakte Bauweise

und Robustheit sind die neuen

Sensoren ideal in automatisierten

Fördersystemen, Förderanlagen,

an Drehtischen sowie zur Positionierung

in der Krantechnik und in

Autowaschanlagen einsetzbar.

Die neuen Quadersensoren erreichen

die Schutzarten IP67 und

IP69K und sind ab sofort in Quaderbauform

(40 x 40 x 117 mm) und

in Würfelform: 40 x 40 x 70 mm)

erhältlich.

www.schneider-electric.com

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION


24 · Konstruktion · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

BILDVERARBEITUNG

Kameras jetzt mit USB 3.0

PRODUKTION NR. 40, 2012

Basler stellt eine breite Auswahl

an ace-Flächenkameras mit

USB-3.0-Schnittstelle vor. Die Kameras

sind USB3 Vision Standardkonform.

„Durch einfache Anschlussmöglichkeiten

und einen

klaren Standard zielen

die Basler USB-Kameras

auf klassische

industrielle

Anwendungen,

aber auch auf

Bereiche außerhalb

der Industrie

ab. Solche

Ethernet, Camera Link oder der

neuen USB-3.0-Schnittstelle –

überzeugen durch ihre Bildqualität

und ein gutes Preis-Leistungs-

Verhältnis, so der Hersteller.

Hervorragende Bildqualität

dank CMOS-Technologie

AHRENSBURG (SP). USB3-Konformität

Baslers zweites Highlight sind

garantiert Anwendern eine

weitere Modelle der racer-Zeilen-

sichere Datenübertragung, größtmögliche

nicht-industrikameraserie.

Die neuen Modelle

Flexibilität bei der Kameellen

Bereiche haben Auflösungen von 6k, 8k und

ra-Auswahl und langfristige Investitionssicherheitweise

sind beispiels-

12k. Damit erweitert das Unter-

medizininehmen

sein Zeilenkamera-Port-

Basler startet zunächst mit Modellen

sche Systeme oder folio und bietet passende Modelle

von VGA bis 5 MP Auflösung

Mikroskopie-An-

für die verschiedensten Märkte

und Bildraten bis zu 100 Bildern

wendungen. Wir sind und Anwendungsbereiche an.

pro Sekunde. In den Kameras kommen

davon überzeugt, dass Basler racer-Kameras sind mit

CMOS-Sensoren und einige

die USB-3.0-Schnittstelle Gigabit Ethernet- oder Camera-

besonders beliebte Sony-CCD- Die neuen USB-3.0-Kameras von Basler

einen Großteil der aktuellen Link-Schnittstelle erhältlich und

Sensoren zum Einsatz. Die ace-

sind noch kompakter. Sie ersetzen FireWire- und USB-2.0-Kameras liefern dank neuester CMOS-Tech-

USB-3.0-Kameras werden im Vergleich

FireWire- und USB-2.0-Kameras. mittelfristig ablösen und sich zusammen

nologie eine hervorragende

zu den bisherigen ace-Mo-

Bild: Basler

mit GigE als Mainstream- Bildqualität. Wie bereits die 2k und

dellen noch einmal kompakter und

Interface etablieren wird.“

4k-Varianten werden auch diese

können baugleiche FireWire- und nologie und USB3 Vision Standard Die Basler ace Serie wächst mit Kameras preislich neue Maßstäbe

USB-2.0-Kameras sehr einfach ersetzen.

gibt Anwendern langfristige Inves-

den neuen USB-3.0-Kameras auf setzen, verspricht das Unterneh-

Hinzu kommen technische titionssicherheit und gewährleistet rund 50 Modelle. Anwender könmen.

Vorteile wie die hohe Bandbreite die einfache Integration in bestehende

nen zwischen einer Vielzahl von www.baslerweb.com.

Systeme.

Kameras mit verschiedenen Auflönen

und die bedienerfreundlichen Anschlussmöglichkeiten,

die zu die-

Zu den Anwendungsbereichen sungen, Geschwindigkeiten und MATERIAL

ENERGIE

EFFIZIENZ-NAVI PREIS ✔

SERVICE

HANDHABUNG

sem Anzeige_Produktion_39_und_40_2012_Atlas_Copco_Tools_Motek:Layout Trend beitragen werden. Die erklärt René von Fintel, zuständiger

Produktmanager bei Basler: Kameras – egal ob mit Gigabit KOSTEN SENKEN MIT

Interfaces 1 wählen. 08.09.2012 Alle Basler 18:27 ace-Seite ZEIT 1 ✔ LEBENSDAUER

Kombination aus USB-3.0-Tech-

PRODUKTION

Linux-Rechner für

die Hutschiene

PRODUKTION NR. 40, 2012

MicroControl stellt einen neuen

Linux-Rechner für die Hutschiene

vor. Bauweise und Ausstattung

sind auf die Bedürfnisse der Automatisierung

zugeschnitten.

TROISDORF (SP). Der kompakte

Rechner mit der Bezeichnung

µCAN.4.cpu-SNAP ist mit einem

ARM9-Microcontroller ausgestattet,

welcher mit 192 MHz getaktet

wird. Für das installierte Linux-Betriebssystem

stehen insgesamt

32 MByte Flash Speicher sowie

32 MByte RAM zur Verfügung. Über

einen internen MicroSD-Slot kann

der Speicher erweitert werden. Die

Kommunikation mit der Außenwelt

kann über eine Ethernet-Schnittstelle,

zwei serielle RS-232-Schnittstellen

und eine galvanisch getrennte

CAN-Bus Anbindung erfolgen.

Für die diversen Schnittstellen

sind Treiber für die Protokolle

MODBUS, CANopen und SAE J1939

verfügbar. Durch eine gepufferte

Echtzeituhr lässt sich die Baugruppe

auch unabhängig von externen

Zeitservern einsetzen. Der nur 22,5

mm breite Rechner kann mit allen

Modulen der MicroControl µCAN-

SNAP Serie kombiniert werden.

www.microcontrol.net

Wir haben die Lösung. Garantiert.

Halle 1,

Stand 1610

Diskutieren Sie mit uns auf der Motek Ihr Montagevorhaben. Sechs

Wochen nach der Messe erhalten Sie einen konkreten Lösungsvorschlag.

Halten wir denTermin nicht ein, dann bekommen Sie die Inbetriebnahme

kostenlos. Oder sprechen Sie mit Kevin Garvey, einem der bekanntesten

Lean-Production-Experten Europas. Am 9. oder 10. Oktober, exklusiv

bei uns am Stand.

Atlas Copco Tools

Central Europe GmbH

www.atlascopco.de

VIBRATIONSSENSOR

Daher weht der Wind

PRODUKTION NR. 40, 2012

Für die Windenergiebranche hat

die TWK-Elektronik den Vibrationssensor

NVA / NVN entwickelt.

Dieser kompakt gebaute Beschleunigungssensor

ist speziell

auf die Einsatzbedingungen in

einer Windenergieanlage zugeschnitten.

DÜSSELDORF (SP). Bestimmte, für

das Schwingungsmonitoring

wichtige, niederfrequente Frequenzbänder

filtert der Sensor digital

heraus. Er gibt die Werte, der

im jeweiligen Band gemessenen

Beschleunigungen aufgrund von

Vibrationen, als Messsignal – analog

oder CANopen – aus. Uninteressante

Störfrequenzen werden

unterdrückt. Zusätzlich ist ein

Grenzwertrelais eingebaut, das bei

Überschreiten eines bestimmten

Beschleunigungswertes schaltet,

um einen Alarm auszulösen oder

die Steuerung zu veranlassen, die

Anlage herunter zu fahren.

Die entsprechenden Werte für

die zu beobachtenden Vibrationsfrequenzen

und die zugehörigen

Grenzwerte werden ab Werk programmiert,

um eine aufwändige

kundenseitige Programmierung zu

vermeiden. So können etwaige

Unwuchten, zum Beispiel durch

Vereisung der Rotorblätter, frühzeitig

erkannt werden, ohne dass

sie zu einer Beschädigung der Anlage

führen.

Der Sensor ist zweiachsig aufgebaut,

so dass in jeder Richtung der

X-Y-Ebene gemessen werden kann.

Verschiedene Gehäuseausrichtungen,

passend zur Einbausituation,

sind möglich. Mit dem neuen

Vibrationssensor rundet TWK sein

Produktspektrum für die Windindustrie

ab.

www.twk.de

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE

HANDHABUNG

ZEIT LEBENSDAUER ✔

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

Erfasst und verarbeitet

Vibrationen:

der neue

Beschleunigungssensor

von TWK-Elektronik.

Bild: TWK-Elektronik


4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · Fertigung · 25

WERKZEUGMASCHINEN

Neue Bohrwerksreihe von Schiess

PRODUKTION NR. 40, 2012

Die Schiess GmbH hat ihre

Produktpalette um eine neue

modular konzipierte Bohrwerksreihe

für die 5-Seiten-Bearbeitung

erweitert.

ASCHERSLEBEN (SM). Mit der Bohrwerksserie

Ascarapid 1-5 ergänzt

die Schiess GmbH ihr Angebot an

mittleren Bearbeitungszentren der

Marke Aschersleben um eine dritte

Baureihe. Auf der AMB in Stuttgart

informierte Schiess über das Bohrwerk

für die 5-Seiten-Bearbeitung.

Im vergangenen Jahr brachte

Schiess bereits die Portalfräsmaschine

Ascamill und die Mehr-

Achsen-Vertikal-Drehmaschine

Ascaturn auf den Markt. Das Konzept

der Marke Aschersleben basiert

auf stark standardisierten

Baugruppen. Es ermöglicht den

Bau von Präzisionsmaschinen, die

zu einem vergleichsweise günstigen

Preis auf den individuellen

Bearbeitungsbedarf konfiguriert

werden können. Diesem Grundgedanken

folgend wird Schiess mittelfristig

in der Lage sein ca. sechs

Monate Lieferzeit ab Bestellung

anbieten zu können.

Das Bohrwerk Ascarapid bearbeitet

beispielsweise Werkstücke

im Energiesektor und Maschinenbau,

u. a. Pumpen-, Ventil- und

Getriebegehäuse sowie Rahmen

und Gestelle für Maschinen und

Schienenfahrzeuge. Neben Präzision,

Stabilität und Laufruhe der

Maschine standen Bedienerfreundlichkeit

und Wartungseffizienz

im Vordergrund bei Planung

und Entwicklung der Baureihe.

Das kompakte Design spart Platz,

gleichzeitig ermöglicht die offene,

Das kompakte Design der

Schiess-Bohrwerke Ascarapid

spart Platz.

ergonomische Gestaltung der Einhausung

eine optimale Werkstückzugänglichkeit

und einen einfachen,

schnellen Wechsel der Teile.

Die Bedienerplattform ist integriert,

Schaltschrank, Kühlung und

Hydrauliksystem können ebenfalls

in die Einhausung integriert werden.

Der Aufbau des Bohrwerks in

der Produktionshalle ist schnell,

einfach und ohne besondere Fundamentvorbereitung

möglich.

Aufgrund der kompletten Gusskonstruktion

aller Gestellbaugruppen

und der lastoptimierten Anordnung

der Antriebssysteme und

Auch bei der Einhausung

spielten Design und Ergonomie

eine Rolle.

Bilder: Schiess

Führungen arbeitet das Bohrwerk

präzise und mit hoher Laufruhe.

Die Gleitführung der Y-Achse mit

hohen Dämpfungseigenschaften

unterstützt diese Qualität. Servomotorisch

angetriebene X-, Y-, Z

und W-Achsen plus Getriebe und

Spindeln mit Doppelmuttern kombinieren

hohe Steifigkeit mit einem

Maximum an Präzision. Für die

Lagerung der Hohlspindel ist eine

Öl-Luft-Schmierung vorgesehen.

Damit eignet sich das Bohrwerk

besonders für sehr hohe Spindeldrehzahlen

(z.B. Spindeldurchmesser

160 mm: 3 200 Umdrehun-

Die Schiess GmbH

Die Schiess GmbH in Aschersleben

konstruiert und fertigt mit Knowhow

und 150 Jahren Erfahrung große

und zuverlässige Werkzeugmaschinen

für den internationalen Maschinenbau.

Neben der neuen Marke

Aschersleben mit mittleren Bearbeitungszentren

entwickelt und

baut das Unternehmen unter der

Traditionsmarke Schiess Großmaschinen

auf denen u. a. Bauteile für

Windkrafträder, Turbinen oder

Schiffsaggregate bearbeitet werden.

gen pro Minute). Der am Maschinenständer

angebrachte automatische

Werkzeugwechsel mit vertikalem

Kettenmagazin ermöglicht

eine hauptzeitparallele Be- und

Entladung und erhöht damit die

Wirtschaftlichkeit der Anlage. Alle

Achsen sind mit Absolutmesssystemen

ausgestattet.

Großzügig dimensionierte elektrisch

verspannte Antriebe für die

B-Achse (Tischdrehung) erlauben

ein sehr hohes Haltemoment in der

Lageregelung, verbunden mit

hochgenauer stufenloser Positionierung

± 0,001°.

www.schiess.de

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

Die Kompakt-

Reihe von Protool

schafft mit

ihrem 4-Gang-

Getriebe Umdrehungszahlen

von bis zu 3 800

pro Minute.

Bild: Protool

BOHRER/SCHRAUBER

Bürstenloser Motor

für weniger Verschleiß

PRODUKTION NR. 40, 2012

Die neuen Kompakt Akku-Schrauber

von Protool sind sowohl als

Akku-Bohrschrauber als auch

als Akku-Schlagbohrschrauber

erhältlich.

WENDLINGEN (MG). Die Kompakt

Reihe verfügt über ein 4-Gang-Getriebe,

bis zu 3 800 U/min im 4.

Gang und einen bürstenlosen EC-

TEC-Motor. Damit erhält der Anwender

Profiqualität zum attraktiven

Preis, verspricht Protool. Mit

dem 4-Gang-Getriebe seien Umdrehungszahlen

von bis zu 3 800U/

min möglich. Diese hohen Geschwindigkeiten

seien gleichermaßen

ausschlaggebend für einen

sauberen Bohrfortschritt und absolute

Präzision in allen Arbeitssituationen.

Das Herz der Kompakt-

Geräte ist laut Hersteller der Hightech-EC-Motor.

Dieser zeichne

sich durch einen sehr hohen Wirkungsgrad

aus. Der Motor arbeite

ohne Bürsten und sei daher komplett

verschleißfrei. Das erhöhe die

Lebensdauer und reduziere die

Wartungskosten.

Der Kompakt Akku-Schrauber

besitzt ein festes Bohrfutter, einen

1.5-AH-Akkupack, eine magnetische

Bitgarage und eine integrierter

LED-Leuchte. Sicher verpackt

wird er im robusten Systainer ausgeliefert.

www.protool.de

EFFIZIENZ-NAVI PREIS ✔

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE ✔ HANDHABUNG

ZEIT ✔ LEBENSDAUER ✔

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

Gase, Service

und Know-how

Verdrängungs-Wettbewerb.

Schutzgase, die Sieger bleiben.

Schutzgase verdrängen erfolgreich die Luftatmosphäre

und schützen die Schweißstelle vor ungewollter Oxidation.

Für alle Werkstoffe und Verfahren liefern wir das Knowhow

und die richtigen Gase: Argon und Argon-Gemische

zum WIG- und MIG-Schweißen, die Schutzgas-Serie Sagox®

für gezielte Oxidationsreaktionen beim MAG-Schweißen

sowie Mischgase zum Wolfram-Plasma- und zum Plasma-

Pulver-Schweißen.

Wie können wir Ihnen im Wettbewerb helfen? —

Rufen Sie an, schreiben, faxen oder mailen Sie.

Westfalen AG · Technische Gase · 48136 Münster

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26 · Fertigungstechnik · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

VERBINDUNGSTECHNIK

Metall und Kunststoff problemlos verkleben

PRODUKTION NR. 40, 2012

Das Industrie-Handelshaus Kager

hat den Zwei-Komponenten-Klebstoff

AJett 5300 neu im Portfolio.

Er soll sich hervorragend zum Verbinden

von Bauteilen aus Metall

und Kunststoff eignen.

DIETZENBACH (MG). Der 2K-Klebstoff

härtet rasch aus, verfügt über

eine hohe mechanische Festigkeit

und überzeugt durch ihre einfache

Verarbeitung, verspricht Hersteller

Kager. Außerdem schone der

Strukturkleber von mittlerer Viskosität

die Werkstoffe und sei bis 120°

C temperaturbeständig. Das moderne

Zwei-Komponenten-System

sei lösemittelfrei und lasse sich in

den meisten Fällen ohne eine Vorbearbeitung

direkt einsetzen. Es

eignet sich laut Kager grundsätzlich

für nahezu alle Werkstoffe,

wurde aber speziell entwickelt für

das Kleben von Metallen und

Kunststoffen. Hier soll es mit seiner

hohen mechanischen Festigkeit,

seiner Härte (Shore D 75) und seiner

Zugfestigkeit von bis zu 26 N/

mm 2 (Stahl) punkten. Die Komponenten

des AJett 5300 (Harz und

Aktivator) sind pastös und werden

bei Raumtemperatur verarbeitet.

Sie mischen sich selbsttätig während

des Applizierens, wobei ihre

gute Fließfähigkeit den Auftrag erheblich

erleichtert, so Kager. Die

Verfestigung sei bereits nach etwa

zwölf Minuten erreicht, die volle

Aushärtung dann nach vier Stunden.

Eine Temperierung oder UV-

Bestrahlung sei nicht erforderlich.

Die Fugenhärtung (bis 5 mm) gelte

als hervorragend. Eine mit dem

AJett 5300 erstellte Klebenaht ist

resistent gegen Treibstoffe, Chemikalien,

Salzwasser, Hydrauliköle

und Kühlflüssigkeiten. Sie ist zudem

in einem Bereich von -55° C

bis +120° C beständig und verträgt

kurzzeitig auch 200° C.

Kelbnaht hält Temperaturen

zwischen -55 und +120 °C aus

Typische Anwendungen für den

AJett 5300 im Automobilbau sind

die Montage von Armaturentafeln

und aerodynamischen Karosseriekomponenten.

Im Schiffbau

Neu im Klebstoff-Programm von Kager: Der AJett 5300, ein lösemittelfreies

Zwei-Komponenten-System, das für das sichere Verbinden von Metallen und

Kunststoffen entwickelt wurde.

Bild: Kager

kommt er für das Befestigen von

Aussteifungselementen von Innenausbau-Teilen

aus Kunststoff

zum Einsatz, und auch die Hersteller

von Heiz- und Belüftungssyste-

men nutzen diesen Klebstoff bereits.

Dabei dient er vielfach als

Substitution von mechanischen

Verbindungen oder auch als Alternative

zum Hartlöten und Schwei-

ßen, so Kager. Aufgrund seiner

Vielseitigkeit könne er nicht nur für

Metalle und Kunststoffe eingesetzt

werden, sondern auch für Holz-

Aluminium-Verbindungen, Glasfaser-Materialien

sowie auch Keramiken

und Steine.

Zu den weiteren Pluspunkten

des AJett 5300 zählt laut Kager,

dass der Klebstoff mit den behandelten

Oberflächen beziehungsweise

Materialien sehr schonend

umgeht. Da außerdem keine Vorarbeiten

– wie etwa das Grundieren

– nötig sind und auch keinerlei

Nachbearbeitung wie Schleifen

anfällt, ist seine Verarbeitung ein

kurzer Prozess. So hat Kager mit

dem neuen AJett 5300 nach eigenen

Angaben einen leistungsfähigen

Strukturklebstoff im Programm,

dessen einfache Handhabung

und sparsame Dosierung

ihn zu einer überaus wirtschaftlichen

Lösung für die Verbindungstechnik

machen.

www.kager.de

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT ✔ LEBENSDAUER ✔

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

PLASMASCHNEIDEN

Wirtschaftlich schneiden

PRODUKTION NR. 40, 2012

Das Plasmaschneidsystem m³

plasma von Esab Cutting Systems

soll einen umfassenden Anwendungsbereich

für das wirtschaftliche

Markieren und Schneiden

bis 150 mm Materialstärke bieten

– und das über, unter oder im

Wasser.

Das Plasmaschneidsystem m³ plasma von Esab Cutting Systems bietet einen

umfassenden Anwendungsbereich für das wirtschaftliche Markieren und

Schneiden bis 150 mm Materialstärke.

Bild: Esab

KARBEN (MG). Mit nur einem

Brenner und nur einem Zubehörset

werde das komplette

Anforderungsspektrum

des Plasmaschneidens

über und unter Wasser

abgedeckt. m3 plasma

eignet sich für konventionelles

Plasmaschneiden,

Schneiden im Wassertisch,

Einsatz an Schneidrobotern, für

das Rohrschneiden und den Betrieb

in vollautomatisierten Produktionsprozessen,

heißt es. Dazu

sind verschiedene Qualitätsmodi

je nach individuellen Bedürfnissen

einstellbar. Die Esab Plasmasteuerung

sorgt mittels ‚Mass Flow Control‘

für eine genaue, konstante

Gasflusskontrolle, heißt es. Dadurch

arbeite m3 plasma immer so

genau wie nötig und so wirtschaftlich

wie möglich. Beispielsweise

könne der Anwender mit nur einer

Stromquelle mit 8 A markieren und

bis hin zu 720 A schneiden.

Im Schneidprozess kommt lediglich

ein Brenner zum Einsatz:

der PT-36. Dieser Plasmabrenner

benötigt laut Hersteller Esab im

Normalbetrieb nur 18 Verschleißund

9 Ersatzteile. Ohne zeitaufwändige

Werkzeugwechsel könnten

beispielsweise verschiedene

Anwendungen erledigt werden:

Bis zu 20 m/min Markieren inklusive

variabler Linienstärken und

-tiefen, hochgenaue, praktisch

bartfreie Präzisionsschnitte mit

flachen Schnittkanten und scharfen

Kanten sowie perfekte Fasenschnitte

mit Schweißfasenwinkeln

von 0 bis ± 45 Grad.

Die schlanke Geometrie des

Brenners mit geringer Angriffsfläche

für Funkenflug trägt zur langen

Lebensdauer bei, verspricht der

Hersteller. Laut Esab benötigt PT-

36 weniger Verbrauchsmaterial,

Ersatzteile sowie Strom und Gas als

vergleichbare Systeme, halte aber

gleichzeitig länger. Dadurch, so

Esab, habe der Anwender von m 3

plasma rund 24 % weniger an Betriebskosten.

Zusätzliche Performance erhalte

das System durch die Esab ‚Shield

Gas Technologie‘, die die Lichtbo-

gen-Dichte gegenüber herkömmlichen

Plasmaverfahren erhöhe.

Dadurch könne der Anwender höhere

Schnittgeschwindigkeiten

fahren und Winkelabweichungen

deutlich reduzieren. Das Ergebnis

seien äußerst präzise Schnittkanten

und glänzende Schnittflächen,

so Esab.

Unterm Strich erhält der Anwender

mit m 3 plasma ein komplettes

System, das allen Herausforderungen

des Plasmaschneidens gewachsen

ist, so Esab. Es sei einfach

zu konfigurieren und könne jederzeit

ohne großen Aufwand nachgerüstet

werden.

www.esab-cutting.de

EFFIZIENZ-NAVI PREIS ✔

MATERIAL ✔ ENERGIE ✔

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT ✔ LEBENSDAUER ✔

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

KELBSTOFF

Erst kleben, dann lösen –

durch Wärmezufuhr

PRODUKTION NR. 40, 2012

Delo hat einen neuen Klebeprozess

entwickelt. Ziel war es, Klebstoffe

so zu formulieren, dass sie

sich nach der Bearbeitung eines

Bauteils leicht lösen lassen.

WINDACH (MG). Der neue Klebeprozess

ist laut Delo besonders in

der industriellen Fertigung von

Vorteil, wenn Bauteile mit hochwertigen

Oberflächen kurz fixiert und

wieder gelöst werden müssen. „Mit

unseren speziellen Epoxidharzen

ist uns ein wegweisender Schritt in

die Zukunft gelungen“, sagt Produktmanager

Martin Böttcher. „Üblicherweise

entwickeln wir Klebstoffe

für langzeitstabile Verbindungen

– hier entwickelten wir gezielt

ein Produkt, das sich einfach und

umweltschonend, etwa mit Wasser,

wieder lösen lässt“. Die neuen zweikomponentigen

Epoxidharze, sogenannte

‚RM-Massen‘, härten bereits

bei Raumtemperatur aus. In der industriellen

Fertigung können damit

Bauteile mit hochwertigen und

empfindlichen Oberflächen mithilfe

des Klebstoffs für die Bearbeitung

fixiert werden, zum Beispiel optische

Bauteile oder Halbedelsteine.

Diese können während der Fixierung

bearbeitet werden, beispielsweise

poliert oder geschliffen werden.

Nach dem Bearbeiten kann das

Bauteil einfach durch Wärmezufuhr

(etwa 60 bis 80 °C) abgelöst

werden. Dies ist besonders bei

empfindlichen und anspruchsvollen

Bauteilen von Vorteil, da durch

das Ablösen keine Schäden wie

Kratzer oder ähnliches entstehen

können. „Damit ermöglichen wir

unseren Kunden einen sehr effizienten

und einfachen Fertigungsprozess“,

so Böttcher. „Denkbar ist

der Einsatz in der gesamten spanenden

Bearbeitung, etwa bei Magnetverklebungen

oder in der optischen

Industrie.“ Die RM-Klebstoffe

werden bereits seit längerem in der

Solarindustrie mit Erfolg eingesetzt.

Damit werden Siliziumblöcke beim

Sägeprozess auf einem Halter fixiert

und die Wafer anschließend wieder

abgelöst.

www.delo.de

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT LEBENSDAUER ✔

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

Delo hat einen

Klebeprozess entwickelt,

mit dem

sich sogar empfindliche

Bauteile

zunächst für eine

Bearbeitung fixieren

und danach

leicht wieder lösen

lassen, zum Beispiel

mit warmem

Wasser. Bild: Delo


4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · Fertigungstechnik · 27

ROHRVERBINDUNGEN

Betriebssicherheit und Lebensdauer erhöhen

PRODUKTION NR. 40, 2012

Aufgrund der Nachteile traditioneller Verbindungstechniken sind neue

Lösungen für die moderne Rohrnutzung gefragt. Die Norma Group

bietet dazu die Rohrverbindungen NORMACONNECT FGR an.

Die Rohrverbinder NORMA-

CONNECT FGR sollen die Betriebssicherheit

sowie die Lebensdauer

eines Rohrsystems erhöhen.

Bild: Norma Group

MAINTAL (MG). Aufgrund der

Nachteile traditioneller

Verbindungstechniken

bietet die Norma

Group als Hersteller

von Verbindungs-

und Befestigungstechnik

ihren

Kunden eine umfassende

Produktpalette.

Diese beinhaltet

unter anderem eine

Komplettserie an

innovativen Rohrverbindungen

namens NOR-

MACONNECT FGR. Die Kupplungen

der NORMACONNECT

Reihe werden genutzt, um glattendige

Metallrohre, Plastikrohre sowie

Kombinationen aus Metallund

Plastikrohren zu verbinden.

Daneben stehen die NORMA-

CONNECT Reparaturkupplungen

als verlässliche Lösungen im Notfall

zur Verfügung, so der Hersteller.

Die Rohrverbindungen eignen

sich für den Einbau in Rohrsystemen

für Gas, Trinkwasser und Abwasser,

im Maschinenbau, in Filteranlagen

und Großmotoren sowie

zur Anwendung in vielen anderen

Branchen. Die mit NORMA-

CONNECT Rohrkupplungen verbundenen

Metallrohre und -elemente

sowie Plastikrohre sind

druckbeständig bis 16 PN und

temperaturbeständig von -30°C bis

+125°C.

Die Montage der Rohrkupplungen

ist einfach und erfordert keine

Spezialkenntnisse oder -fertigkeiten,

verspricht Norma. NORMA-

CONNECT garantiere kurze Montagezeiten

ohne Richt- oder Anpassungsarbeiten

an den Rohrenden,

die bei konventionellen Verbindungstechniken

unerlässlich sind.

Auswinkelungen von bis zu 4°,

Achsversätze von maximal 3 mm

und um maximal 6 mm unterschiedliche

Rohrdurchmesser

werden durch die Kupplungen

kompensiert, heißt es.

Sowohl die Betriebssicherheit als

auch die Lebensdauer der Rohrsysteme

kann durch den Einsatz von

NORMACONNECT-Verbindungslösungen

erhöht werden, so der

Hersteller. Die Rohrkupplungen

trennen zwei wichtige Funktionen

voneinander – die Verankerung

und die Dichtungsfunktion – und

gewähren eine spannungsfreie

Rohrverbindung.

Rohrverbindungen schützen

Dichtungen vor Belastungen

Durch das Anziehen von nur

zwei Verschlussschrauben auf das

vorgeschriebene Anzugsdrehmoment

werden bei der Verbindung

von Metallrohren die Zähne der in

der Kupplung eingebauten Verankerungsringe

kreisförmig in die

Rohroberfläche gedrückt. Die Eindringtiefe

ist so berechnet, dass

keine Schwächung des Rohres auftritt,

verspricht Norma. Die besondere

Zahnform der Verankerungs-

ringe und die kalkulierte Eindringtiefe

würden einen einwandfreien

Kraftschluss und die axiale Zugfestigkeit

gewährleisten.

Dichtungen für Rohre werden oft

aus Elastomeren hergestellt. Obwohl

die Materialeigenschaften

dieser Dichtungen ständig verbessert

werden, verlieren sie tendenziell

an Elastizität und können nach

einiger Zeit Leckagen verursachen.

Die Rohrverbindungen schützen

die Dichtungen vor den Belastungen.

Nachdem die Kupplung verspannt

wurde, drückt sich die

Dichtung gleichmäßig auf die

Rohroberfläche und behält ihre

Elastizität über die gesamte Lebensdauer,

so Norma. Daneben

sorge das spezielle patentierte

Zwei-Lippen-Dichtsystem für maximale

Dichtwirkung sowohl bei

niedrigen als auch bei hohen Betriebsdrücken.

www.normagroup.com

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT ✔ LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

SCHWEISSEN

Rundschweißautomat für längenvariable Rundschweißteile

PRODUKTION NR. 40, 2012

Mit dem Rundschweißautomaten der Schreiber Metalltechnik und

Maschinenbau GmbH können Rundschweißteilelängen im Bereich von

wenigen Millimetern bis zu etwa 10 m sowie im Durchmesserbereich

von 10 mm bis zu 1 m geschweißt werden.

FILDERSTADT (MG). Das intelligente

Steuerungskonzept erlaubt laut

Hersteller Schreiber das Serienschweißen

von Teilen mit bis zu

zehn Nähten unterschiedlicher

Nahtstärken und Anordnung, welche

auch noch während des

Schweißprozesses angepasst wer-

den können. Es können auch

durch Vorwahl einzelne Nähte

hiervon geschweißt werden. Die

manuelle, vom Bediener durchführbare,

auf Wunsch gesteuerte

Anpassung an die Teilelänge ergibt

interessante und wirtschaftliche

Lösungen, beispielsweise im Vergleich

zu Roboteranlagen, so

Schreiber.

Somit sollen teures Bedienpersonal

mit hierzu notwendigen aufwendigen

Schulungen entfallen.

Die Anlage benötige zudem nur

wenig Platz. Sie kann direkt nach

der Abnahme beim Anwender aufgestellt

werden, die Produktion

kann sofort starten, heißt es. Dadurch

entfallen laut Schreiber weitere

zusätzliche Inbetriebnahme-,

Schulungs- und Anpassungszeiten.

Die abgebildete Anlage wurde

für das automatisierte Rundschweißen

von Rohr-/Flanschteilen

im Durchmesserbereich von

50 mm und einer variablen Länge

von 200 bis 900 mm Länge gebaut.

Durch die Schräganordnung ist das

Schweißen in Wannenlage möglich,

was zu sehr guten Schweißergebnissen

führt, verspricht Schreiber.

Die gesamte Schweißzeit betrage

hier für drei im Schweißstrom

und der Nahtform unterschiedliche

Nähte 60 Sekunden.

www.schreiber-filderstadt.de

EFFIZIENZ-NAVI PREIS ✔

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT ✔ LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

Mit dem Rundschweißautomaten von

Schreiber soll teures Bedienpersonal

unnötig werden.

Bild: Schreiber

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28 · Fertigungstechnik · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

TRENNSCHEIBE

Präziser Schnitt mit hoher Geschwindigkeit

PRODUKTION NR. 40, 2012

Je schmaler die Scheibe, desto sauberer der Schnitt. Das soll die XT8

EXACT der Rhodius Schleifwerkzeuge GmbH beweisen. Das intelligente

Profi-Werkzeug ist mit nur 0,8 mm Scheibenbreite die

erste extradünne Trennscheibe für den Freihandwinkelschleifer.

BURGBROHL (MG). Extra dünn, extra

laufruhig, extra präzise - mit der

XT8 EXACT hat Rhodius einen

nach eigenen Angaben „talentierten

Spezialisten für anspruchsvolle

Arbeiten“ an Dünnblechen entwickelt.

Mit gerade einmal 0,8 mm

Scheibenbreite ist die XT8 EXACT

die erste extradünne Trennscheibe,

die für den Freihandwinkelschleifer

entwickelt wurde, so

Rhodius. Vorteile: die XT8 EXACT

sorge für einen außergewöhnlich

sauberen, nahezu gratfreien

Schnitt mit sehr hoher Geschwindigkeit.

Und dank geringer Erwär-

Mit der extradünnen Trennscheibe XT8 EXACT soll dem

Anwender die Arbeit stark erleichtert werden. Bild: Rhodius

mung bleibe der Materialverzug

dabei äußerst

minimal.

Durch ihre gegenüber

konventionellen Scheiben

sehr geringe Schnittbreite

und die dadurch bedingte minimale

Angriffsfläche der Scheibe,

erfordert das Arbeiten mit der

eisen- und schwefelfreien XT8 EX-

ACT nahezu keinen Anpressdruck,

so Rhodius. Das Ergebnis

seien spürbare Arbeitserleichterung

und wesentlich

verbesserte Bearbeitungsqualität.

Der Anwender

benötige weniger Kraftaufwand,

die Schnittleistung pro Minute

steige deutlich.

Ein weiterer Vorteil der

extradünnen Trennscheibe

von Rhodius: Durch

ihre geringe Breite unterbindet

sie die Gratbildung

weitestgehend, erlaubt

zudem einen äußerst

kühlen Schnitt,

heißt es. Dies verhindere

- etwa bei verzinkten Teilen

- das Überhitzen an den

Randzonen. Außerdem würden

Lackverfärbungen und Materialverzug

sowie Funkenflug

und Staubentwicklung merklich

reduziert. Langwieriges und

teures Nachbearbeiten entfalle,

so Rhodius.

Egal ob hochfeste Stähle,

Edelstahl oder Federstähle

– die nur 0,8 mm

Ohne Grat und mit wenig

Kraftaufwand bearbeiten

dünne Trennscheibe schneidet

durch ihre besonderen Eigenschaften

auch extrem harte Materialien

schnell und sauber, verspricht

der Hersteller aus Burgbrohl.

Rohre und Leitungen können

so exakt, ohne Grat und mit

minimalem Kraftaufwand bearbeitet

werden, heißt es. Aber auch

zum präzisen Trennen von Blechen,

Rohren und Profilen im Automobilbau

bzw. in der Kfz-Reparatur

eigne sich die schlanke Scheibe

hervorragend.

www.rhodius-schleifwerkzeuge.de

www.schlauschleifen.de

EFFIZIENZ-NAVI PREIS ✔

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SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT ✔ LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

SCHLIESSRINGBOLZEN

Verbindungstechnik für Fahrzeugbau und Schwerindustrie

PRODUKTION NR. 40, 2012

Für anspruchsvolle Anwendungen, bei denen Schweißen nicht anwendbar

ist oder herkömmliche Verschraubungen keine dauerhaften und

vibrationssicheren Verbindungen garantieren können, hat Avdel jetzt

die neue Reihe der Infalok-Schließringbolzen entwickelt.

HANNOVER (MG). Infalok-Schließringbolzen

sind hochfeste, zweiteilige

Stahl-Verbindungselemente

die in extrem hochbelasteten Anwendungen

zum Einsatz kommen.

Mit Klemmkräften (Vorspannkraft)

von über 250 kN und Zugbruchlasten

von über 300 kN werden Infalok-Schließringbolzen

weltweit

überwiegend in anspruchsvollen

Konstruktionen eingesetzt, wie

beispielsweise im Fahrzeugbau,

Schienenverkehr, Bergbau, Solarkraftanlagen,

Stahlgittermasten,

Brücken- und Kranbau.

Historie der Marke Avdel

Infalok-Schließringbolzen bieten

laut Herteller Avdel eine große

Auswahl an Durchmessern von

12,7 bis 28,6 mm (1/2” bis 1 1/8”)

und Klemmbereiche von 6,35 bis

zu 152,4 mm. Sie sind in zwei verschiedenen

Kopfformen und unterschiedlichen

Oberflächen erhältlich.

Infalok-Schließringbolzen

sollen Schutz vor unerlaubten

Eingriffen bieten und Fehler bei

der Verarbeitung oder Schwankungen

in der Vorspannkraft wie sie im

Zusammenhang mit traditionellen

Fügetechniken auftreten können,

Der Markenname Avdel reicht über

70 Jahre zurück. Er entstand aus

‚Aviation Developments‘, dem ursprünglichen

Firmennamen bei der

Gründung 1936, als mit der Produktion

der spezifischen Produktreihe

der Magazin-Blindniete für die aufkeimende

Luftfahrtindustrie begonnen

wurde. Heute liefert die Firma

Avdel Lösungen an eine Vielzahl

der weltgrößten Firmen in den unterschiedlichsten

Branchen wie Automobil,

Elektronik, Bauwesen und

Gerätebau.

vermeiden. Die

Mindestwerte für

Scher- und Zugbruchlast

sowie

Vorspannkraft

der verarbeiteten

Schließringbolzen

entsprechen

oder übertreffen

Festigkeitsklasse

8.8. Infalok-Schließringbolzen

bieten eine dauerhafte,

hochfest vorgespannte Verbindung

ohne Risiko des ungewollten

Lösens, verspricht Avdel.

Dauerhafte, hochfest

vorgespannte Verbindung

Parallel zu den Infalok-Schließringbolzen

hat Avdel innovative

Verarbeitungsgeräte entwickelt in

denen neueste Technologien zum

Einsatz kommen: die Avdel 734 AV

Die Infalok-Reihe umfasst Schießringbolzen mit Klemmbereichen von 6,35 bis

zu 152,4 mm.

Bild: Avdel

Verarbeitungsgeräte-Reihe. Je

nach Montageanforderung stehen

verschiedene Geräteoptionen zur

Verfügung. Kompakte und ergonomische

Setzgeräte kombiniert mit

leistungsstarken und robusten

Enerpac-Pumpeneinheiten bieten

eine neue Reihe von Hochleistungsgeräten

für eine sehr schnelle

Montage, heißt es. Das hocheffiziente

2-stufige Pumpendesign ermöglicht

laut Avdel ein erhöhtes

Fördervolumen und höheren Umschaltdruck

- jedoch mit 18 % weniger

Strombedarf als vergleichbare

Pumpen. Ein geringerer Wartungsaufwand

bedeutet wirtschaftlichere

Montage. Die hydraulischen

Pumpeneinheiten sind

von 115V/1PH bis 480V/3PH er-

hältlich. Die Avdel 734 AV Verarbeitungsgeräte

können eine Vielfalt an

Schließringbolzen und Avseal II

Dichtstopfen verarbeiten.

www.avdel-global.com

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4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · Fertigungstechnik · 29

KELBSTOFF

Effiziente Fertigung von Rotorblättern

PRODUKTION NR. 40, 2012

Für anspruchsvolle Anwendungen im Bereich der Windenergie hat

Henkel innovative Klebstoff-, Versiegelungs- und Schmiermittel-Technologien

im Programm. Diese sollen im Zuge der Energiewende den

beschleunigten Ausbau von erneuerbaren Energien unterstützen.

DÜSSELDORF (MG). Die Maximierung

der Auslastung durch schnellere

Herstellungsprozesse und die

jahrelange Zuverlässigkeit fertiger

Windkraftanlagen sind zentrale

Anforderungen in der Windenergieindustrie,

damit die Stückkosten

reduziert werden und sich Investitionen

rechnen. Der Einsatz

neuer Werkstofftechnologien leistet

in diesem Zusammenhang einen

wichtigen Beitrag.

Zur Optimierung der Rotorblattproduktion

liegt es nahe, polyurethanbasierte

Klebstoffe für die

Blattverklebung einzusetzen, bisher

allerdings ein Novum in der

Windkraftindustrie. Traditionell

werden hier zur Verklebung der

Halbschalen und Stege vorrangig

zweikomponentige Epoxidharze

verwendet. Diese stoßen im Zuge

der Automatisierung der Fertigungsprozesse

jedoch an ihre

Grenzen. Zur Verkürzung und Automatisierung

der Produktionsprozesse

sind deshalb neue Technologiekonzepte

gefragt.

Eine Lösung präsentiert Henkel

mit dem Polyurethan-Klebstoff

Macroplast UK 1340. Henkel hat

einen PUR-Klebstoff entwickelt,

der die Anforderungen für den

Einsatz in der Windenergieindustrie

erfüllt und eine effizientere

Herstellung von Rotorblättern ermöglicht.

Zu den Vorteilen von

Macroplast UK 1340 zählt insbesondere

die schnelle Aushärtung.

Klebstoffe auf Polyurethanbasis

reagieren sehr viel schneller als die

bisher eingesetzten Epoxidharze.

Dank einer hohen Reaktivität bei

gleichzeitig niedrigerer Energiefreisetzung

während der Aushärtung

des zweikomponentigen

Klebstoffs werden Dauer und Temperatur

der Aushärtungsphase

deutlich herabgesetzt, so Henkel.

Aushärtungszeit auf

zwei Stunden reduziert

Frekote Formversiegelungsmittel

von Henkel werden weltweit bei

industriellen Anwendungen genutzt.

Aufgetragen auf eine Form

bilden sie extrem dünne, temperaturresistente

Versiegelungen, die

chemisch mit der Formoberfläche

verbunden sind und kleinste Porositäten

verschließen. Henkel hat

das neue Loctite Frekote CS-122

entwickelt, das die Aushärtungszeit

auf zwei Stunden reduzieren

soll, was zu schnelleren Produktionszeiten

führt. Außerdem sei mit

dem Produkt auch die Versiegelung

größerer Porositäten möglich,

da es das Auftragen dickerer

Schichten ermögliche.

Das Auftragen auf die Form ist

einfacher, da sowohl Aufsprühen

als auch Aufwischen möglich sind.

Loctite Frekote CS-122 kann bei

Raumtemperatur zwischen 13 und

40 °C aufgetragen werden was die

energieintensive Vorerwärmung

der Form unnötig macht. Nach

dem Trocknen bleibt die Versiegelung

bei Temperaturen bis zu

400 °C stabil.

Im Bild: Ein mit dem Klebstoff Macroplast

UK 1340 von Henkel hergestelltes

Rotorblatt.

Die Loctite-Schraubensicherung 2400 kann nicht nur auf aktiven Metallen

(z.B. Messing, Kupfer) eingesetzt werden, sondern auch auf passiven Werkstoffen

wie Edelstahl und plattierten Oberflächen.

Bilder: Henkel

Neue Anwendungsfelder in der

Windradindustrie gibt es auch

für die bewährten Loctite Sofortklebstoffe.

Mit Loctite 401, 406

und 454 sind jetzt drei Produkte

mit verbesserter Formulierung

auf den Markt gekommen, die

selbst Einsatztemperaturen von

bis zu 120 °C widerstehen. Und

das ohne die Gesamtleistung in

irgendeiner Weise zu beeinträchtigen,

heißt es.

Mit den drei verbesserten Loctite

Sofortklebstoffen können fast alle

Werkstoffe innerhalb von weniger

als fünf Sekunden verkleben, so

Henkel. Elementar für die Langlebigkeit

von Maschinen ist, dass die

verbauten Teile auch Belastungen

wie Vibrationen, Wärmeausdehnung

der Materialien sowie großen

Temperaturschwankungen standhalten,

wie sie typischerweise in

Windkraftanlagen auftreten. Damit

Verbindungen von Schrauben

zuverlässig gesichert werden können,

gibt es unter der Marke Loctite

von Henkel leistungsfähige flüssige

Schraubensicherungen, die eine

einfache Anwendung ermöglichen

und das Lösen der Schraubenverbindung

verhindern sollen.

Loctite 243: Sicherung

und Dichtung in Einem

Die Produkte verteilen sich nach

dem korrekten Auftrag homogen

im Gewindegang und füllen so das

Gewindespiel. Für eine mittelfeste

und zugleich mittel-viskose

Schraubensicherung empfiehlt

Henkel Loctite 243. Damit ist die

Schraubverbindung vibrations-,

medien- sowie temperaturbeständig

und lässt sich dennoch wieder

demontieren. Sie sichert und dichtet

in Einem und verhindert Korrosion

im Gewinde, verspricht Henkel.

Mit Loctite 2400 und Loctite

2700 sind auch eine mittel- und

hochfeste Schraubensicherung

verfügbar, die keine bedenklichen

Inhaltsstoffe enthalten.

In der anspruchsvollen Metallbearbeitung

geht nichts ohne den

Einsatz von Kühlschmierstoffen.

Erst das ‚flüssige Werkzeug‘ ermöglicht

die hohe Leistungsfähigkeit

moderner Werkzeugmaschinen

voll zu nutzen, so Henkel. Zugleich

steigen bei allen Anwendern

die Ansprüche an moderne Kühlschmierstoff-Konzepte

im Produktionseinsatz.

Insbesondere die

bakterielle Belastung mit ihren

bekannten, negativen Begleiterscheinungen

sorgte bisher immer

wieder für hohe Kosten. Multan

71-2 von Henkel ist bakterizidfrei

und dabei sehr robust, heißt es.

Mit dieser Entwicklung ist es

Henkel nach eigenen Angaben gelungen,

das ‚Umkippen‘ von Emulsionen

sowie die damit verbundene

Geruchsbelästigungen zu verhindern.

www.henkel.com

DICHTUNGSMATERIAL

Zuverlässig abdichten

PRODUKTION NR. 40, 2012

Für Anwendungen in aggressiven

Produktionsumgebungen

hat Hernon Manufacturing, in

Deutschland vertreten durch die 4

Advanced Technologies, Dripstop

950 entwickelt. Dabei handelt es

sich um ein chemisch träges, nicht

entzündbares und nicht toxisches

Dichtungsmaterial.

Das neue, hydrophobe

Dichtungsmaterial

Dripstop 950 ist

bis zu einer Temperatur

von

232°C zuverlässig

einsetzbar.

Bild: Hernon

Einpresselemente

ELA Container GmbH

Zeppelinstr. 19-21

49733 Haren (Ems)

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Büro-, Wohn-, Lager-, Sanitär-Container,

Kindergärten,

Schulen und Bankgebäude.

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sind 1/2 Meter breiter.

NAGOLD (MG). Die Abdichtung von

Verschraubungen an Maschinen,

Geräten oder Komponenten, die in

besonders aggressiven Umgebungen

mit Chemikalien oder starken

Oxidationsmitteln eingesetzt werden,

müssen besondere Anforderungen

erfüllen. So besteht in solchen

Umgebungen beispielsweise

Explosionsgefahr durch den Einsatz

eines anaeroben Dichtungsmaterials.

Hier kommt das neue, hydrophobe

Dichtungsmaterial Dripstop

950 zum Einsatz. Es ist widerstandsfähig

bis zu einer Temperatur

von 232 °C und eignet sich besonders

für den Einsatz in kälteerzeugenden

Anlagen und für Hochdruckanwendungen

(10 000 psi bei

¼“ NPT-Gewinde), so der Hersteller.

Dripstop 950 sei auch zur Abdichtung

von Bauteilen geeignet,

die wiederholt zerlegt und wieder

zusammengebaut werden. Typische

Anwendungsbereiche sind

beispielsweise Sauerstoff- und

Stickstoffsysteme, Wasserstoffperoxid-

und Ozonsysteme, medizinische

Ausrüstungen oder Schweißanlagen.

www.hernon.com

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

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ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

Automatisierung

anzeige@autoriv.com


30 · Automatisierung · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

BUSLEITUNG

Buskabel: kleiner Unterschied, große Wirkung

MICHAEL ANDRIS, PRODUKTION NR. 40, 2012

Quer durch die Fertigung – von der Steuer- über die Prozess- bis zur

Feldebene – sind leistungsstarke Bussysteme im Einsatz. Für beste

Verbindungen sorgen hier standardisierte Buskabel, die enorme Qualitätsunterschiede

aufweisen.

PLIEZHAUSEN (SP). Getrimmt auf

klar definierte Datenmengen und

Übertragungsraten, setzen Buskabel

die Vorgaben von Nutzerorganisationen

wie Profibus, IAONA

oder AS-Interface exakt um. Trotzdem

gibt es auch bei den normierten

Buskabeln Qualitätsunterschiede,

die sich oft erst bei genauem

Hinsehen erschließen – und

dem Anwender das Quäntchen

mehr an Performance bescheren.

Buskabel für unterschiedliche Einsatzebenen

– von AS-I bis Profinet.

Bild: TKD Kabel

Buskabel nehmen einen hohen

Stellenwert im Kabelgeschäft ein.

TKD Kabel GmbH deckt mit seinen

Produkten alle marktüblichen Bussysteme

wie Profibus, Interbus,

CAN, DeviceNet oder Profinet bzw.

Industrial Ethernet, das sich zunehmend

als übergreifender Standard

von der Feld- bis zur Leitebene etabliert,

ab. Ergänzt wird das TKD-

Sortiment durch POF-Kabel (Kunststoff-LWL),

die bei industriellen

Datenbussen eine Alternative zu

Kupfer-Leitungen darstellen – und

bestens für wachsende Taktgeschwindigkeitenprädestiniertsind.

Busleitungen entsprechen

penibel den Vorgaben

„Buskabel gehören von Haus aus

zum stark normierten Teil unseres

Geschäfts“, erklärt TKD-Geschäftsführer

Jürgen Neumann. „Haben

wir etwa bei Spezialleitungen für

Roboterlinien oder den schweren

Anlagenbau eine Menge Freiraum

für kundenspezifische Lösungen,

halten wir uns bei der Konstruktion

von Busleitungen penibel an Vorgaben

der jeweiligen User-Organisation.“

Und doch gibt es Unterschiede,

die sich durch messbare Qualität

und Konstanz unter Beweis stellen

lassen. Machbar wird dies durch

fertigungstechnische Details wie

besondere Aderisolierungen oder

gleichmäßige Wandstärken des

Außenmantels. Auch produktionsbegleitende

Maßnahmen wie die

permanente Inline-Kapazitätsmessung

zahlen sich aus – und sichern

Datenfluss und Qualität.

Neumann unterstreicht: „Hohe

Qualität bringt zusätzliche Sicherheit,

die dem Anwender nutzt,

wenn er mit seinem Buskabel etwa

große Distanzen überbrücken

muss. Qualität greift auch, wenn

die Kabel mechanischem oder umweltbedingtem

Stress ausgesetzt

sind. Außerdem bieten Leistungsreserven

Zukunftssicherheit – ein

nicht zu unterschätzendes Argument,

da die nächste Version eines

Busstandards in aller Regel schneller

und anspruchsvoller ausfällt als

der Vorläufer.“

Die Interbus- und Interbus-Hybrid-Leitungen

sind für relativ niedrige

Datenraten von 500 kBit/s über

400 m ausgelegt. Hier liegt das ‚Extra‘

eher auf NF-Eigenschaften wie

sehr hohen Isolationswiderständen

durch PELON®-Aderisolierungen.

Die hochfeste Aderisolierung sorgt

für zusätzliche mechanische Belastbarkeit,

die bei bewegten Anwendungen

oder großen Kabellängen

die Integrität der Leitung gewährleistet.

Datenübertragungsraten

von mehr als 10 Mbit/s

Datenraten von mehr als 10

Mbit/s sind bei Profibus-Einsätzen

zu bewältigen. Entsprechend werden

die Profibusleitungen mit sauber

definierten Wellenwiderständen

konstruiert und gefertigt. Auch

hier setzt man standardmäßig auf

das hochwertige PELON für die

Aderisolierung. Profibus-Kabel

mit 150 Ohm Wellenwiderstand

gibt’s mit Aderisolierungen aus

geschäumten Polyolefinen. Dieses

Buskabel mit

höchster Beweglichkeit.

TKD Kabel deckt

alle marktüblichen

Bussysteme

ab, wie Profibus,

Interbus,

CAN, DeviceNet

oder Profinet

bzw. Industrial

Ethernet, das

sich zunehmend

als übergreifender

Standard

von der Feld- bis

zur Leitebene

etabliert.

Bild: TKD Kabel

Design kombiniert sehr gute HF-

Eigenschaften mit kompakten Abmessungen,

die für Anschlusstechnik

und Handling der ‚twistedpair’-Leitung

wichtig sind.

Flott hinauf gehen die Datenraten,

die Profinet-Kabel durchlaufen:

100 Mbit/s über 100 m Distanz

müssen die Kabel mindestens

übertragen können. Profinet ist ein

etablierter Ethernet-Standard für

industrielle Automatisierungstechnik.

Eine Besonderheit der

Profinet-Leitungen, die auch mit

cUL-Zulassung angeboten werden,

ist die ‚Schnell-Kontakt’-Ausführung.

Mit einem Spezialwerkzeug

wird der Mantel abisoliert.

Voraussetzung für das zeitsparende

‚Assembly’ bildet die überaus

präzise Extrusion des Außenmantels,

der extrem zentrisch gespritzt

und auf gleichmäßige Wandstärke

getrimmt ist.

www.tkd-kabel.de

ABGESETZTES BEDIENTERMINAL

Überbrückt 100 Meter mit Leichtigkeit

PRODUKTION NR. 40, 2012

Sigmatek erweitert seine HMI-Palette um ein abgesetztes 19-Zoll-

Bedienterminal. Das Terminal überbrückt Distanzen bis zu 100 Meter

zwischen HMI und Steuerungsrechner.

LAMPRECHTSHAUSEN (SP). Die neuen

Ethernet-Terminals ermöglichen

es, HMI und Steuerungsrechner

vollständig voneinander abzusetzen,

wobei eine Distanz bis zu

100 Meter überbrückt werden

kann. Bei der neuen, betriebssystemunabhängigen

Übertragungstechnologie,

dem HMI-Link, werden

mit einem einzigen Standard-

Ethernet-Kabel die digitalen Signale

für den Bildschirm, die Informationen

des Touch, USB, Ethernet

und serielle Schnittstelle zum abgesetzten

Display übertragen.

Neben der RJ-45-Schnittstelle

besitzt die neue Generation der

Sigmatek-TAE-Panels standardmäßig

einen USB-2.0-Anschluss

frontseitig und einen weiteren auf

der Rückseite. Optional ist es zudem

möglich, einen Chipkartenoder

RFID-Leser zu integrieren.

Neben der Ersparniss durch

Ethernet – preiswerter gegenüber

DVI, benötigen die neuen HMI-

Geräte keinen eigenen Prozessor

und sind dadurch noch kosten-

günstiger. Da das Konzept auf einer

reinen Hardwarelösung basiert,

wird die PC-Rechenleistung nicht

belastet wie dies bei Thin-Client-

Anwendungen üblich ist. Zur Anwenderunterstützung

können Videos

in hoher Auflösung und

Farbtiefe ruckelfrei dargestellt werden.

Durch den Wegfall des Rechners

im Bedienpanel ist zudem

kein aufwändiges Kühlkonzept vor

Ort nötig. Dies garantiert eine höhere

mechanische Robustheit des

Terminals und lässt kleinere

Der Rechner im

Bedienpanel fällt weg

Baugrößen zu. Somit erhält der

Anwender eine kostengünstige

Möglichkeit, die Bedien- und Anzeigeeinheit

direkt an der Maschine

zu betreiben, abgesetzt von der

Steuerungseinheit, die im geschützten,

leicht zugänglichen

Schaltschrank untergebracht wird.

Eine eventuelle Erhöhung oder

Änderung der Rechenleistung gestaltet

sich dort wesentlich einfacher.

Der Anwender verfügt somit

über große Flexibilität, ohne die

Bedieneinheit vor Ort austauschen

zu müssen. Das hochstehende TAE

1911 misst 360 x 462 x 57 mm (B x H

x T) und besitzt ein 19-Zoll-TFT-

Farb-Touchdisplay (1280 x 1024

Pixel) mit LED-Hintergrundbeleuchtung.

Zudem ist eine kleinere

Die neuen

Sigmatek

Bedienpanels

interagieren

mit der Steuerungseinheit

über 100 Meter

Distanz.

Bild: Sigmatek

Version mit 15 Zoll geplant. Die

Ethernet-HMIs wurden speziell für

anspruchsvolle Anwendungen

konzipiert und finden in den verschiedensten

Branchen Einsat.

www.sigmatek-automation.com

EFFIZIENZ-NAVI PREIS ✔

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

Roboter im Heinz-

Nixdorf-Museum

PRODUKTION NR. 40, 2012

PADERBORN (MG). ‚Roboter sind

mehr als bewegliche Computer‘ -

unter diesem Motto bereitet das

weltweit größte Computermuseum,

das Heinz-Nixdorf-Museums-

Forum (HNF) in Paderborn eine

neue Dauerausstellung vor. Es

werden die unterschiedlichsten

Arten von Robotern zu sehen sein.

„Von dem BioRob-Arm in der Bionikausstellung

des LWL-Museum

für Naturkunde in Münster war ich

sofort begeistert. Er ist eine ideale

Ergänzung unserer Robotersammlung“,

so Dr. Stefan Stein vom Nixdorf

Museum. Der BioRob-Arm

stellt durch sein bionisch inspiriertes

Funktionsprinzip eine völlig

neue Klasse von Roboterarmen

dar. Die ultraleichte Konstruktion

mit seinen elastischen Übertragungsmechanismen

orientiert sich

am Funktionsprinzip des menschlichen

Arms. Den industriefähigen

Roboterarm entwickelten die TU

Darmstadt unter Leitung von Prof.

Oskar von Stryk in Kooperation mit

der Tetra GmbH. Das gezeigte Gerät

ist das Skelett des ersten Prototyps

des BioRob-Arms aus 2008 mit

seinen filigranen Seilzug-Feder-

Mechanismen, die in Verbindung

mit Elektromotoren die Funktion

von Muskeln nachbilden.


6

Berlin, 23.-24. Oktober 2012

www.maschinenbau-gipfel.de

Der Kongress für

Top-Entscheider

Grenzen der Belastbarkeit

■ Rollenverteilung: Wirtschaft und Staat

im 21. Jahrhundert

■ Europa und der Euro: ein Währungsraum

mit Zukunft?

■ Südamerika: Marktpotenziale für den

Maschinenbau

■ Blue Competence: Ressourceneffizienz

durch den Maschinenbau

■ Geld: Finanzierungskonzepte auf dem

Prüfstand

Der Mensch –

Erfolgsfaktor im Unternehmen

■ Alternde Bevölkerung: Herausforderung

für Wirtschaft und Staat

■ Arbeitswelt 2020: Wie sich Unternehmen

aufstellen müssen

■ Gipfel-Gespräch: Wie Arbeitnehmer und

Arbeitgeber Arbeitswelten gemeinsam

gestalten

■ Arbeitsmarktpolitik: Vereinbarkeit von

Beruf und Familie

■ Maschinen- und Anlagenbau:

Best place to work

Eine Veranstaltung der Partner:

Medienpartner:

© Jörg Vollmer - Fotolia.com, © Dron - Fotolia.com

Hauptsponsor:

Sponsoren:

Aussteller:

star-deutschland.net

+6_MBG_Anz_249x371.indd 1 27.08.12 09:14


32 · Praxis · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

WASSERAUFBEREITUNGSANLAGEN

Mehr Stabilität bei Güterwagen-Lackierung

PRODUKTION NR. 40, 2012

Mit Hilfe einer durch die Lutro GmbH durchgeführten erneuerten Wasseraufbereitungsanlage

erreicht DB Waggonbau Niesky einen stabilen

Reinigungsprozess, eine bessere Oberflächenqualität von Baugruppen

und Einzelteilen sowie eine deutliche Reduzierung der benötigten

Frisch- und Abwassermengen.

LEINFELDEN-ECHTERDINGEN (RM).

DB Waggonbau Niesky ist eine

Tochtergesellschaft der DB-Fahrzeuginstandhaltung

innerhalb der

DB Mobility Logistics AG. Das Unternehmen

entwickelt und fertigt

Güter- und Spezialgüterwagen,

Drehgestelle, Baugruppen, Großkomponenten

aus Aluminium und

Rohbauten für Personenwagen

und Straßenbahnen. Ein weiteres

Standbein stellt das Modernisieren

von Güterwagen und mechanischen

Baugruppen und Komponenten

dar.

Um die Oberflächenqualität der

Wagen und deren Komponenten

zu steigern, investierte Waggonbau

Niesky in die Modernisierung seiner

Prozess- und Abwasseraufbereitungsanlage.

Damit machte der

Betreiber nach eigenen Angaben

seine Anlagentechnik nicht nur

zuverlässiger, sondern vereinfachte

gleichzeitig das Bedienkonzept

und konnte zusätzlich nahezu Abwasserfreiheit

erzielen.

Im ersten Schritt der Modernisierung

unterzog das Unternehmen

die komplette Wasseraufbereitungstechnik

einer Schwachstellenanalyse.

Die vorhandene

Anlage wurde mit dem aktuellen

Stand der Technik verglichen, zusätzlich

wurden Referenzanlagen

besichtigt und jeweils deren Betreiber

befragt. Die nasschemische

Vorbehandlung besteht bei

Waggonbau Niesky aus dem Entfetten

und Phosphatieren der

Stahlteile und dem Entfetten von

Aluminiumteilen. Das eingesetzte

Reinigungswasser soll dabei umweltschonend

im Kreislauf geführt

und somit wieder aufbereitet

werden.

Nach intensiven Abwägungen

entschied man sich für eine abwasserfreie

Kreislaufanlage Poseidon

von Lutro. Nach dem Reinigen,

Entfetten und Phosphatieren fließt

das verschmutzte Reinigungsmedium

in einen Schmutzwasserauffangbehälter.

Eine Tauchpumpe

Sauberes Wasser,

besserer Lack

Eine bessere Lackierqualität sowie

weniger Wasser- und Abwasserkosten

erzielt Waggonbau Niesky

mit Hilfe einer Prozesswasser-Aufbereitungsanlage

von Lutro:

▶ Zuverlässige Anlagentechnik

▶ Einfaches Bedienkonzept

▶ Nahezu abwasserfrei

▶ Weniger Chemikalienbedarf

▶ Bandfilter + Ultrafiltration

Die Ultrafiltrationsanlage wurde platzsparend in die vorhandene Bausubstanz

integriert. Zudem erneuerte man die komplette Steuerung der Lüftungstechnik,

Beheizung und Beleuchtung.

Bild: Lutro Luft- und Trockentechnik GmbH

fördert das Reinigungsmedium zu

zwei Bandfiltern, die angefallenen

Grobschmutz abscheiden.

Die restlichen Verschmutzungen

wie Öle und Fette aus der mechanischen

Bearbeitung werden

permanent über die eingesetzte

Ultrafiltration herausgefiltert. Das

gefilterte Reinigungsmedium wird

im Arbeitsbehälter gesammelt und

steht den Hochdruckreinigern wieder

für einen weiteren Reinigungsprozess

zur Verfügung.

Reinigungsmedium, das verdunstet

oder durch die bearbeiteten

Teile ausgetragen wird, sowie

die zu etwa 10 % verbrauchte Chemie

werden dem Prozess automatisch

neu zugeführt. Da die Anlage

für den Dauerbetrieb ausgelegt ist,

kann die Kreislaufanlage das verschmutzte

Reinigungsmedium im

24-h-Betrieb wieder aufbereiten

und entsprechend kann die Gesamtanlage

kleiner dimensioniert

werden. Als Auslegungsgrundlage

der Filtrationseinheit diente dabei

die von Waggonbau Niesky vorgegebene

tägliche Reinigungszeit.

Das Unternehmen legte besonderen

Wert auf eine zuverlässige,

übersichtliche und selbsterklärende

Bedienung der Gesamtanlage.

Die neu installierte Steuerung zeigt

nun den aktuellen Betriebszustand.

Er wird von allen Mitarbeitern

erkannt, unabhängig von Ausbildungsstand

und Sprachkenntnissen,

und sie können dann entsprechend

reagieren. Entschei-

dend für die erfolgreiche Installation

des Prozess- und Abwasseraufbereitungssystems

waren die Ressourcenplanung

vor und während

des Retrofits sowie eine effektive

Projektleitung. Durch das Zusammenwirken

der Fachkräfte von Lutro

und Waggonbau Niesky konnte

die neue Anlage in kurzer Zeit installiert

werden und eröffnet durch

den verlässlichen Prozess ein gewichtiges

Einsparpotenzial, so

Waggonbau Niesky. Zudem ist eine

stabile und dauerhafte Verbindung

zwischen Metalluntergrund und

Lackbeschichtung sicherstellt, bestätigt

Lutro. Das Hochdruckreinigungssystem

wird im geschlossenen

Kreislauf geführt, das Entfettungsmedium

per Ultrafiltration

Gute Grundlage für die Lackhaftung

per Phosphatierung

kontinuierlich gereinigt und aufbereitet.

Auf diese Weise wird der

Einsatz von Wasser und Chemie

deutlich reduziert, hat Waggonbau

Niesky bereits festgestellt. Eine

Beheizung des Bades bewirkt effektive

Reinigungsergebnisse und eine

schnelle Trocknung der nassen

Bauteile. Der eingesetzte Reiniger

unterstützt einen einstufigen Reinigungs-

und Phosphatierprozess,

so dass lediglich ein Spülen mit

VE-Wasser nach etwa 2 min erfolgt,

was Verschleppungen vermindert,

heißt es.

www.lutro.de

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL ✔ ENERGIE

SERVICE HANDHABUNG ✔

ZEIT

LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION

DÄMPFUNGSTECHNIK

Schleuderradanlagen mit Dämpfungsplatten beruhigt

PRODUKTION NR. 40, 2012

Acht Dämpfungsplatten, speziell

von ACE für diesen Einsatzfall

ausgelegt und zugeschnitten,

kommen bei Strahlarbeiten in

Schleuderradanlagen der OSK-

Kiefer GmbH zum Einsatz.

Durch eine elastische Lagerung der Schleuderradanlagen mit Dämpfungsplatten

Slab konnten die in den Boden geleiteten Schwingungen weitestgehend

eliminiert werden, so dass Rauheitsmessgeräte in unmittelbarer Umgebung

wieder problemlos arbeiten.

Bild: ACE Stoßdämpfer GmbH / OSK-Kiefer GmbH

LANGENFELD (RM). Die Platten erfüllen

die anspruchsvollen Kriterien

des Spezialisten für die Ausführung

von Verfestigungsstrahlarbeiten

sowie aller weiteren Anwendungen

in der Strahltechnik. Bei

den 3 400 und 2 500 kg schweren

Schleuderradanlagen vermeiden

die untergelegten Platten, dass

Schwingungen auf den Betonboden

übertragen werden, denn im

angrenzenden Messraum befinden

sich empfindliche Rauheitsmessgeräte.

Die Dämpfungsplatten Slab von

ACE bestehen aus einem viskoelastischen

PUR-Werkstoff und werden

zur Montage lediglich aufgeklebt.

Dabei ist die Serie F speziell

zur Beseitigung von Schwingungen

ausgelegt. Aus dem gleichen

Material gibt es auch Platten für

stoßartige Belastungen, obwohl

die viskoelastische PUR-Dämpfung

vornehmlich mit dem Isolieren

oder Verzögern von Schwingungen

verbunden wird. Die Platten

sind in einem Temperaturbereich

von -30 bis 70 °C einsetzbar,

im Falle von Stoßbeanspruchungen

bis 50 °C. Sie lassen sich exakt

zuschneiden und vermindern

auch noch die Lärmbelastung.

Bei der Auswahl der Dämpfungsplatten

unterstützte die Auslegungs-

und Kalkulationssoftware

Slab-Calc von ACE, so dass langwierige

Versuche entfallen konnten.

Über sieben Parameter wie die

gewünschte Körperschallisolierung,

die Anzahl der Auflageflächen

und die Aufstellmasse ist es

möglich, die am besten geeigneten

Platten zu wählen. Zudem gibt die

Software hilfreiche Hinweise. Beispielsweise

hinsichtlich der Masse

des Fundaments weist sie darauf

hin, dass für ein günstiges dynamisches

Verhalten das Fundament

gegenüber der Maschine eine im

Idealfall 20-fach höhere Masse

aufweisen sollte. Nach der Eingabe

der erforderlichen Auslegungsdaten

gelangt man in den Lösungsbereich,

der alle theoretischen Lösungsmöglichkeiten

der Schwingungsisolierung

als einzelne Punkte

darstellt. Dabei wird die vorgegebene

Plattendimension in 20-mm-

Schritten auf kleinere Flächenvariationen

herunter gerechnet. Hieraus

ergeben sich zahlreiche Optionen

für eine optimale Schwingungsisolierung.

Um den Umgang mit der Software

möglichst komfortabel zu

Schwingungsfrei

Mit Hilfe der Dämpfungsplatten

Slab von ACE können bei OSK-Kiefer

zwei Schleuderradanlagen die

benachbarten Rauheitsmessgeräte

nicht mehr beeinträchtigen:

▶ Werkstoff viskoelastisches PUR

▶ Schwingungs- oder Stoßtilgung

▶ Temperaturbereich -30 bis 70/50

°C

▶ Lärmminderung

▶ Auswahl per Software

machen, gibt es eine Filterfunktion,

über die man die relevanten

Auswertungsbereiche auswählen

kann. So lässt sich zum Beispiel

die X-Achse, auf der die Aufbauhöhe

der jeweiligen Lösung abzulesen

ist, auf statische Steifigkeit

umstellen. Auf der Y-Achse ist

zudem die dynamische Kraftreserve

der jeweiligen Lösung ablesbar.

Im Auswertungsbereich

werden schließlich die Dämmbzw.

Isolierwerte bei den jeweiligen

einwirkenden Frequenzen

entnommen.

Im vorliegenden Fall wurden so

für die größere Schleuderradanlage

Platten des Typs SL-720-25-

Fxxxx, für die kleinere SL-600-25-

Fxxxx in spezifischen Abmessungen

ermittelt. Die Qualität und die

Größe der Platten bestimmte man

zuvor durch Erregerfrequenz- und

Punktlastermittlungen. Bei Standarddichten

von 720 bzw. 600 kg/

m3 und einer Materialstärke von 25

mm sind sie nun in der Lage, die

auftretenden Schwingungen so

weit zu eliminieren, dass sie im

angrenzenden Messraum nicht zu

spüren sind.

www.ace-ace.de

EFFIZIENZ-NAVI PREIS

MATERIAL

ENERGIE

SERVICE

HANDHABUNG

ZEIT ✔ LEBENSDAUER

KOSTEN SENKEN MIT PRODUKTION


4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · Energie-Effizienz · 33

ENERGY EFFICIENCY AWARD 2012

Mehr als eine Million Euro pro Jahr gespart

PRODUKTION NR. 40, 2012

Eine ganzheitliche Unternehmensstrategie

zur Senkung des Energieverbrauchs

und konsequent

energieeffiziente Neubauten:

Der diesjährige Energy Efficiency

Award der dena ging an Harting,

famila und Endress+Hauser.

LANDSBERG (MN). Die Deutsche

Energie-Agentur GmbH (dena) hat

in Berlin den Energy Efficiency

Award 2012 an drei Unternehmen

für beispielhafte Maßnahmen zur

Steigerung der Energie-Effizienz

verliehen.

Den ersten Platz belegt Harting,

ein Hersteller von Verbindungstechnik,

der für seine ganzheitliche

Unternehmensstrategie zur systematischen

Senkung des Energieverbrauchs

geehrt wird. Der zweite

Preis geht an das Einzelhandelsunternehmen

famila-Handelsmarkt

für den Bau eines energieeffizienten

Einkaufszentrums. Der Messtechnikanbieter

Endress+Hauser

Conducta erhält den dritten Preis

für die konsequente energetische

Optimierung seiner Unternehmenszentrale

in Gerlingen.

„Energie-Effizienz sollte ein integraler

Bestandteil jeder Unternehmensstrategie

werden – aus

ökologischen und wirtschaftlichen

Gründen. Die diesjährigen Preisträger

des Energy Efficiency Awards

Preisträger und Laudatoren des Energy Efficiency Award 2012

zeigen, wie‘s geht. Dank ihrer systematischen

Herangehensweise haben

die Unternehmen ihre Energiekosten

und ihre CO2-Emissionen

erheblich gesenkt und ihre

1. Preis – Harting:

Als eines der ersten Unternehmen in

Deutschland führte die Harting KGaA

vor mehr als zehn Jahren ein Energiemanagement

ein, um sämtliche energieverbrauchenden

Anlagen kontinuierlich

zu analysieren und zu optimieren.

Dank einer Vielzahl von Energieeffizienzmaßnahmen

wie beispielsweise

der Runderneuerung der Wärmeversorgung

konnte das Unternehmen

systematisch hohe Einsparpotenziale

realisieren. Insgesamt senkte

Harting seinen Energieverbrauch

um rund 3,3 Mio Kilowattstunden

und seine Energiekosten um rund

327 000 Euro pro Jahr.

2. Preis – famila-Handelsmarkt:

Die famila-Handelsmarkt Kiel GmbH

& Co. KG erbaute in Kiel-Wik ein

energieeffizientes Einkaufszentrum,

das rund 50 % weniger Energie verbraucht

als ein vergleichbarer Neubau

mit gängigen Technologien. Beispielsweise

wird die Abwärme der

Wettbewerbsfähigkeit deutlich

verbessert“, so Stephan Kohler,

Vorsitzender der dena-Geschäftsführung.

Den mit insgesamt 30 000 Euro

Kälteanlage genutzt, sodass auf eine

konventionelle Heizung verzichtet

werden kann. In der Summe spart

das Unternehmen durch die energieeffiziente

Bauweise pro Jahr rund

1,9 Mio Kilowattstunden Energie und

somit 210 000 Euro an Kosten.

3. Preis – Endress+Hauser Conducta:

Zur Erweiterung des Firmenhauptsitzes

hat die Endress+Hauser Conducta

GmbH+Co. KG in Gerlingen einen

energieeffizienten Gebäudekomplex

dotierten Preis vergibt die dena im

Rahmen ihrer Kampagne Initiative

EnergieEffizienz seit 2007 für vorbildliche

Energie-Effizienz-Projekte

in Industrie und Gewerbe. Die

Durch Maßnahmen zur

Steigerung der Energie-Effizienz

sparen

die diesjährigen Preisträger

des Energy

Efficiency Award gemeinsam

jährlich mehr

als 11 Mio Kilowattstunden

Energie ein

und reduzieren ihre

Energiekosten um

1,2 Mio Euro.

Bild: Initiative EnergieEffizienz/

dena

für Produktionsstätten, Büros, Labors

und ein Besucherzentrum errichtet.

Durch umfassende Energieeffizienzmaßnahmen

wurde der Energieverbrauch

für Heizung, Lüftung, Klimatisierung,

Beleuchtung, Informationstechnik

und Transport deutlich reduziert.

Pro Jahr spart das Unternehmen

dank des energieeffizienten

Neubaus rund 5,9 Millionen Kilowattstunden

Energie. Das entspricht einer

jährlichen Energiekostenersparnis

von 717 000 Euro.

Initiative EnergieEffizienz wird gefördert

durch das Bundesministerium

für Wirtschaft und Technologie.

www.dena.de

WASSER-SPAR-TIPP

Wassereffizienz

jenseits des Tropfenzählens

DR. MARTIN STUCHTEY UND KEN SO-

MERS, MCKINSEY & COMPANY

PRODUKTION NR. 40, 2012

In vielen Unternehmen ist das

Thema Energieproduktivität

angekommen, von Wasserproduktivität

hingegen spricht niemand.

Warum ein planmäßiger Umgang

mit der Ressource Wasser

trotzdem sinnvoll ist und was er

ökonomisch bringt.

DÜSSELDORF (MN). Deutschland

verfügt über viel Wasser. Wassersparen,

so hört man oft, bringt wenig

und kostet viel. Falsch – belegt

eine Studie von McKinsey, die sich

einer neuen Sichtweise auf das

Thema bedient. Sie betrachtet Wasser

als Trägersubstanz von Chemikalien,

Energie und Produkten.

Dabei wird deutlich: Wasser transportiert

Wert durchs Unternehmen

und oft auch aus ihm hinaus.

Ein konkretes Beispiel: Ein Unternehmen

führt 55 % des Wasserdampfes

von Boilern als Kondensat

zurück, die anderen 45 % entweichen

und damit auch Energie.

Zudem verlassen regelmäßig 0,1 %

des Produkts das Unternehmen im

Wasser gelöst. Hier zeigt die Erfahrung,

dass dieser Produktverlust

halbiert werden könnte.

Ein auf ‚Lean‘-Prinzipien basiertes

Programm, das den Wasserfluss

im Unternehmen systematisch erfasst,

hilft, die größten Kostentreiber

und Einsparpotenziale zu ermitteln.

Instrumente wie ‚theoretisches

Limit‘ und ‚Verlustbrücke‘

unterstützen dabei: Ersteres bestimmt

den minimalen Wasserverbrauch

eines Prozesses und vergleicht

ihn mit dem tatsächlichen.

Verlustbrücken füllen die Lücke

zwischen den beiden Zahlen und

zeigen, wo mehr Wasser gebraucht

wird als nötig. In einem Programm

zur Steigerung der Energie-Effizienz

blieben diese vermeidbaren

Kosten größtenteils unentdeckt.

Zurück zu unserem Beispiel: Das

Industrieunternehmen hat über

das Programm 2,5 % seiner betrieblichen

Aufwendungen gespart –

Wassereffizienz

zahlt sich aus – für

die Umwelt und

für das Unternehmen.

Den Beweis

tritt eine neue

Studie der Unternehmensberatung

Mc Kinsey an.

Bild: Th. Haltinner/Fotolia

und nebenbei noch 44 % Frischwasser,

18 % Abwasser,und 5 % der eingesetzten

Chemikalien. Rund

150 m3/h des behandelten Abwassers

im Produktionsprozess konnten

recycelt werden.

Für ein vernünftiges Maß im

Umgang mit der Ressource Wasser

reicht die Momentaufnahme eines

Footprint wie bei der CO2-Emission

nicht aus. Er informiert zwar

über die Menge Wasser, die für die

Herstellung eines Produktes aufgewendet

wird, gibt aber weder Aufschluss

über die Herkunft des

Wassers (wasserarm oder -reich)

noch über Energiegehalt und Qualität

des Abwassers. Das Lean-Programm

macht dagegen beides

transparent und zeigt Optimierungspotenziale

auf.

www.mckinsey.com

PRODUKT DER WOCHE

Warnt frühzeitig

PRODUKTION NR. 40, 2012

Das UM G96RM-E von Janitza

electronics bietet Energie-,

Universal-und Differenzstrommessung

(RCM) in einem

Gerät.

Bild: Janitza

LAHNAU (MN). Das Energiemessgerät

UMG 96RM-E ist vorwiegend

für die Einsatzbereiche Gebäudeinstallation,

Verteileranlagen (NSHV),

Rechenzentren, Maschinen und Anlagen

sowie Schienenverteilern konzipiert.

Es bietet sechs Stromeingänge

an, wovon die zwei Analogeingänge

zur Differenzstrommessung

eingesetzt werden können.

Durch eine kontinuierliche Überwachung

von Differenzströmen einer

elektrischen Anlage werden rechtzeitig

Warnimpulse bei Überschreitung

des Ansprechwertes über die

Digitalausgänge signalisiert. Der

Anlagenbetreiber kann zeitnah reagieren,

bevor eine Schutzeinrichtung

anspricht.

Das UMG 96RM-E ist für die Messung

und Berechnung von elektrischen

Größen wie Spannung, Strom,

Energie, Oberschwingungen bis zur

40ten, usw. ausgelegt. Aufzeichnungen

von Lastprofilen für Energiemanagementsysteme

sowie die Erfassung

des Energieverbrauchs zur

Kostenstellenanalyse sind fester Bestandteil.

Die stetige Abtastung mit 21,33 kHz

bzw. 25,6 kHz stellt die Messwerte

in hoher Auflösung zur Verfügung

und bietet somit ein effektives

Werkzeug zur Fehleranalyse und zur

Überwachung der Spannungsqualität

im Energiemanagement.

Der Ethernet-Anschluss ebenso wie

die Kommunikation über Modbus/

RS485 garantiert eine einfache Einbindung

ins Netzwerk sowie einen

schnellen und zuverlässigen Datentransfer.

Das UMG 96RM-E ist über

mehrere Wege programmierbar:

die Programmier- und Analysesoftware

GridVis, die geräteeigene

Homepage oder das Modbus-Protokoll.

Messdaten sind entsprechend

über verschiedene Kanäle abrufbar.

Der 256 MB große Speicher speichert

die Daten zuverlässig über einen

langen Zeitraum ab.

www.janitza.de


34 · Management · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

INVESTITIONSPROJEKTE

Budgets werden regelmäßig überschritten

GUNNAR KNÜPFFER, PRODUKTION NR. 40, 2012

Bei Investitionsprojekten werden regelmäßig die Zeit- und Budgetvorgaben

nicht eingehalten. Das ergab eine Studie von A.T. Kearney, in der

das Management von Investitionsprojekten untersucht wurde.

DÜSSELDORF. Die Pause bei den

Investitionsausgaben, die auf die

Wirtschaftskrise 2008/2009 folgte,

war lediglich vorübergehender Natur.

Angefacht durch die Suche

nach Neuland – neue Märkte, neue

Technologien sowie komplexere

und größere Projekte – investieren

die Unternehmen heute wieder

intensiv in Kapitalprojekte. „Aktuell

bewegen sich die weltweiten

Investitionsausgaben bei 11 bis 12

Billionen US-Dollar jährlich, die

erwarteten Wachstumsraten für

die kommenden Jahre betragen 10

Prozent und mehr“, sagt A.T. Kearney-Partner

Professor Alexander

Malkwitz. Trotz der positiven Entwicklung

stehen Führungskräfte in

aller Welt vor erheblichen Herausforderungen,

die den Erfolg von

großen Investitionsprojekten gefährden

können. Aus der Studie

von A.T. Kearney zu Investitionsprojekten

geht hervor, dass 63 %

der Investitionsprojekte über Budget

liegen. Dabei überschreiten

14 % der Projekte den gesteckten

Finanzrahmen um 10 %. Bei Neubauvorhaben

liegen nahezu 70 %

der Projekte über dem veranschlagten

Budget, bei Anlagennachrüstungen

sind es 64 % und

bei Instandhaltungsprojekten die

Hälfte. Außerdem verfehlen drei

Viertel der Projekte den Zeitplan.

Bei knapp jedem dritten Projekt

wird er um mehr als 10 % über-

Jedes vierte Projekt

verfehlt Mindestrendite

schritten. Bei Neubauprojekten

wird in 57 % der Fälle nicht der

Zeitplan eingehalten. Bei Anlagennachrüstungen

sind es 54 %, bei

Instandhaltungsprojekten 39 %.

Insgesamt jedoch liegen heute weniger

Projekte hinter den vorgesehenen

Zeitplänen als noch 2008.

Malkwitz erläutert: „Dies führen

wir darauf zurück, dass Unternehmen

entweder ihre Zeitplanung

verbessert haben oder aber die

Einhaltung des Budgets dem Zeitplan

unterordnen.“ In Summe können

viele Investitionsprojekte

kaum als wirtschaftlich tragfähig

angesehen werden. „Tatsächlich

erreichen 23 Prozent der Projekte

nicht die erforderliche Mindestrendite.

In anderen Worten: Jedes

vierte Projekt erwirtschaftet einen

negativen Wert“, sagt Malkwitz. Die

Manager sehen in der mangelnden

Verfügbarkeit von Kapital eines der

größten Hindernisse. Andererseits

jedoch gehen bei weltweiten Ausgaben

in Höhe von etwa 11 Billionen

US-Dollar durch Budgetüberschreitungen

von 5 bis 10 % eine

Billion US-Dollar an Finanzmitteln

verloren. Das Wesen von Investitionsprojekten

hat sich in den vergangenen

Jahren verändert. Im

Bemühen um nachhaltiges Wachstum

investieren heute mehr Unternehmen

in risikoreichere Projekte.

Konkret betreten die Unternehmen

mit ihren Investitionsprojekten

Neuland in vier Dimensionen:

Neue Märkte: Die aufstrebenden

Märkte erleben aufgrund des wirtschaftlichen

Wachstums und der

Kostenunterschiede eine höhere

Kapitalaktivität. Drei Viertel der

Studienteilnehmer planen Investitionsprojekte

in den aufstrebenden

Märkten oder haben bereits

mit ihnen begonnen. Die neuen

Märkte bieten viele Vorteile, stellen

die Unternehmen jedoch auch vor

besondere Herausforderungen –

von unterentwickelten Lieferketten

über regulatorische Risiken bis

hin zu mangelnden Fachkräften.

Neue Technologien: Weltweit entwickeln

sich Technologien mit

Schwindel erregender Geschwindigkeit;

ein harter Wettbewerb

drängt Firmen zu ständiger Innovation

und dazu, ihre Produkte

immer schneller auf den Markt zu

bringen. Folglich investieren Unternehmen

heute stärker als früher

in unerprobte Technologien, wodurch

die Gefahr des ‚Unbekannten‘

steigt. 76 % der Investitionen

sind Ausgaben in neue oder erstmals

eingesetzte Technologien.

Firmen spüren akuten Mangel

an richtigen Projektmanagern

Steigende Komplexität: Die Komplexität

der Projekte in punkto Umfang,

Standort, Betrieb und gegenseitigen

Abhängigkeiten ist höher

als je zuvor. 71 % der Befragten

empfinden die gestiegene Komplexität

als besorgniserregend – das

sind fast doppelt so viele wie 2008.

Fokus auf Wachstum: Mehr als 60 %

der heutigen Projekte sind wachs-

63 % aller Investitionsprojekte

werden teurer

als zunächst geplant,

ergab eine

aktuelle Studie

von

A.T. Kearney.

Bild: Fotolia,

elaxed.com

tumsorientiert und haben etwa

zum Ziel, Kapazität aufzubauen,

neue Märkte zu erschließen oder

Zugang zu neuen Technologien zu

erhalten.

Diese Projekte spielen eine wichtige

Rolle für die Zukunft eines

Unternehmens, unterliegen jedoch

großen Risiken und stellen

die Investoren auch vor zusätzliche

Management-Herausforderungen.

Weniger als 40 % stellen routinemäßige

Investitionsausgaben

für Instandhaltung, kleinere Nachrüstungen

oder Verbesserungen

dar. Die vier neuen Dimensionen

spiegeln sich in den größten Sorgen

der Führungskräfte wider. Zu

diesen zählen ein größeres Projektrisiko

und eine höhere Komplexität

als 2008, ein akuter Mangel an den

‚richtigen‘ Projektmanagern und

Ingenieuren sowie Kapitalkosten

und -verfügbarkeit.

ERP-PRAXIS

Integrationstiefe erspart doppelte Datenpflege

ANNE-KATHRIN DRAEGER, PRODUKTION NR. 40, 2012

Ab einer gewissen Größe lassen sich Fertigungsunternehmen ohne

ERP-System kaum steuern. Der Elektrotechnik-Anbieter Rolf Janssen

zeigt, wie enorm Einsparpotenziale durch Software sein können.

AURICH (ILK). Das ostfriesische Familienunternehmen

Rolf Janssen

hat sich auf die Einzelfertigung

elektro- und leittechnischer Anlagen

spezialisiert. Für die termingerechte

Abwicklung benötigt der

Mittelständler eine Software, die

die Bereiche Vertrieb, Lager, Materialwirtschaft,

Fertigungsplanung,

Produktion, Disposition und Einkauf

abdeckt. Im Alltag heißt das

konkret: Der Vertrieb erstellt Angebote

und greift dabei auf die Artikeldatenbank

der ERP-Software

zu. Mit der Auftragserteilung beginnt

die Konstruktion mit der

Die Zentrale von

Rolf Janssen.

Das Unternehmen

startete

1949 als Zwei-

Mann-Betrieb

und beschäftigt

heute 300 Mitarbeiter.

Bild: Rolf Janssen

Feinkonzeption der Anlage. Eine

hochintegrierte Schnittstelle zur

CAE-Lösung sorgt dafür, dass die

Lagerbestände und Preise aus dem

ERP- an das CAE-System übergeben

werden. Der Konstrukteur bestellt

mittels der Vorausdisposition

zunächst Langläufer und gibt die

erstellten Gesamtstücklisten zurück

ins ERP-System.

Sobald die Arbeitspläne erstellt

und mit einem Endtermin versehen

sind, wird der Auftrag für die

Produktion freigegeben. Sind die

Schaltschränke komplett, generiert

das ERP-System den Lieferschein

und eine Schlussrechnung.

Dank fortlaufender Auftragsnummer

je Kunde gibt die Datenbank

bei späteren Reparaturen Auskunft,

welche Komponenten verbaut

wurden.

Rationell: 20 % Zeitersparnis

allein im Wareneingang

Seit 2002 setzt Janssen auf die

ERP-Mittelstandslösung Sage ERP

b7 (ehemals bäurer Industry). Mit

der Einführung des ERP-Systems

wurden mehrere Drittlösungen angebunden.

Finanzbuchhaltung,

Zeit- und Betriebsdatenerfassung

sowie CAE-System stehen an allen

drei Standorten in ständigem Austausch

mit der ERP-Lösung. Nachdem

eine Eingangsrechnung zunächst

in Sage ERP b7 verbucht

wurde, wird sie dank einer Schnittstelle

zur Finanzbuchhaltung

übergeben und bearbeitet. Bei der

Betriebsdaten- und Zeiterfassung

erhält der Produktionsmitarbeiter

einen Lohnschein, den er an einer

bestimmten Maschine für einen

Rolf Janssen hat sich der Elektrotechnik verschrieben.

bestimmten Fertigungsauftrag

stempelt.

Über die mitlaufende Kalkulation

im ERP-System lässt sich dann

erkennen, wie hoch die Arbeitsstunden

und Maschinenauslastung

für einen Auftrag waren. „Indem

alle Systeme ineinander greifen,

haben wir eine einheitliche

Datenbasis ohne Doppelpflege

von Stammdaten und somit eine

geringe Fehlerquote. Zudem erkennen

wir dadurch frühzeitig, ob

Projekte kostspieliger werden als

vorab geplant“, fasst Otmar Fitze,

ehemaliger EDV-Leiter und heutiger

Personalchef bei Rolf Janssen

den Nutzen der Integrationstiefe

zusammen.

Mit einem Software-Update im

April 2011 konnte sich der ostfriesische

Mittelständler von einem

Viertel seiner Sonderanpassungen

verabschieden und somit einige

Tausend Euro sparen. Zudem sorgte

der Releasewechsel für Vereinfa-

Bild: Rolf Janssen

chungen im Wareneingang, denn

während in der Version 4.1 jede

Position einzeln gebucht wurde,

können nun Bestellungen mit zahlreichen

Positionen aufgerufen und

verbucht werden.

„Wenn man bedenkt, dass eine

Bestellung im Durchschnitt zehn

Positionen beinhaltet, führt dies zu

einer Zeitersparnis von circa 20

Prozent“, überschlägt Fitze. Hinzu

kommt eine verbesserte Übersicht

im Produktionsbereich. „Durch die

Ressourcenprüfungen innerhalb

des Systems haben wir einen guten

Überblick über die Fehlteilsituation

der einzelnen Fertigungsaufträge

und können gezielt darauf reagieren“,

erläutert Fitze.


4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · Management · 35

INTERVIEW

ANTON DEISSER, B. BRAUN MEDICAL

‚Es wird zu viel gedrückt und zu wenig gepflegt‘

GUNNAR KNÜPFFER,

PRODUKTION NR. 40, 2012

Viele Arbeiter sind durch Lean-

Production an die Grenze ihrer

Leistungsfähigkeit gelangt. B.

Braun Medical-Manager Anton

Deisser äußert sich zu den Fehlern

von Lean-Production und zu der

Vision einer Mental-Production.

Bei noch mehr Lean werden die

Mitarbeiter gesundheitlich anfälliger

und fallen aus. Wie

können Werksleiter darauf reagieren?

Bei Lean-Production-Unternehmen

liegen die Fehlzeiten sehr

häufig deutlich über der Alarmgrenze.

Damit stellt sich die Frage:

Macht Lean-Production nur die

Manager und die Aktionäre glücklich

- aber die Mitarbeiter krank?

Aus unserer Sicht: Nein. Es sind,

von wenigen Ausnahmen abgesehen,

die falschen Führungskräfte

beziehungsweise es ist das falsche

Arbeitsklima, das die Mitarbeiter

kränker macht. Als Fertigungskonzept

implementiert man heute das

Pull-Prinzip – die Kunden ziehen.

Als Implementierungskonzept

von Lean-Production findet man

aber sehr häufig das Push-Prinzip

– die Manager drücken. Nach einem

physikalischen Gesetz aber

gilt: Druck erzeugt Gegendruck.

Deshalb ist die wirksamste Gegenreaktion

der Werkleiter auf die

überdurchschnittlichen Fehlzeiten

den Gegendruck der Mitarbeiter

runter zu bringen: Man muss

nur den Druck reduzieren und

dann einfach den Klimawandel

einläuten.

Was muss bei Lean-Production

verändert werden?

Es geht wohl nicht nur um die Veränderung

des Systems, es geht

auch um das System selbst. In Assoziation

zu unserer Branche: Jedes

Medikament hat neben der

Wirkung auch Nebenwirkungen.

Bei falscher Anwendung oder zu

hoher Dosis überwiegen die Nebenwirkungen.

So ist es auch bei

Lean-Production. Die Nebenwirkungen

konterkarieren beziehungsweise

eliminieren mitunter

die Wirkung oder heben sie sogar

auf. Die Kernaufgabe bei der Implementierung

von Lean-Production

ist nicht das Implementieren

von Lean-Methoden, sondern die

Implementierung einer Lean-Kul-

VITA

Anton Deisser

Anton Deisser ist Plant-Manger

des Produktionswerks von B.

Braun Medical in Escholzmatt in

der Schweiz. Gleichzeitig ist der in

Bayern geborene Manager Mitglied

des zwölfköpfigen Executive

Board der Braun Medical AG, das

von dem Chief Executive Officher

Roland Martl und dem Chief Financial

Officer Hans Kunz geleitet

wird. B. Braun versorgt den Gesundheitsmarkt

weltweit mit Produkten

für Anästhesie, Intensivmedizin,

Kardiologie, extrakorporale

Blutbehandlung oder Chirurgie sowie

mit Dienstleistungen.

„Die wirksamste Gegenreaktion

der Werkleiter auf

die überdurchschnittlichen

Fehlzeiten der Mitarbeiter

ist: Man muss nur den

Druck reduzieren und

einen Kulturwandel

einleiten.“

Anton Deisser, Plant-Manager

B. Braun Medical

tur. Dies ist klassisches Change-

Management und es scheitert sehr

häufig. Eine Kultur kann man definitiv

nicht direktiv einführen – also

praktisch als eine ‚Kulturverordnung‘.

Für eine erfolgreiche

Einführung (und auch Fortführung)

von Lean-Production müssen

Sie deshalb mit dem Bottomup-Ansatz

arbeiten und die Mitarbeiter

ins Boot holen. Ergo: Mit

den Mitarbeitern und nicht gegen

die Mitarbeiter. Die Aufgabe der

Führungskräfte

verändert sich bei

dieser ‚Kulturrevolution‘

dramatisch

– hin zu Fördern

und Entwickeln.

Etwas plakativ ausgedrückt:

Vorgesetzte

müssen sich

in ihrer bisherigen

Funktion überflüssig machen.

Dieser Ansatz ist übrigens hervorragend

interpretiert und auch umgesetzt

von der Firma Rational AG

in Landsberg am Lech mit dem so

genannten ‚Radieserl-Prinzip‘: Sie

können die Radieserl zwar säen,

aber zum Wachsen dann nicht aus

der Erde herausdrücken. Probieren

sie es zuhause im Garten mal

aus. ‚Radieserl drücken‘ funktioniert

einfach nicht. Sie können als

Gärtner nur für die optimalen

Wachstumsbedingungen Ihrer Radieserl

sorgen. Und im Unternehmen

ist es genauso. Nur die optimale

Kultur schafft den optimalen

Ertrag. Und das Fazit daraus: Es

wird in den Unternehmen viel zu

viel gedrückt und viel zu wenig gedüngt

und gegossen respektive gehegt

und gepflegt.

Eduard Altmann, der Chefredakteur

von Produktion, hat

gefordert, dass die Werkleiter

stattdessen auf ‚Mental Production‘

setzen. Das heißt, sie machen

ihre Mitarbeiter mit Mentaltraining

fit, so dass sie auf

den Punkt Höchstleistungen

bringen wie Sportler. Was halten

Sie von dieser Idee?

‚Mental Production‘– so, wie wir

„ ‚Mental-Production‘

setzt bei der Einstellung

der Mitarbeiter an. Also

am Wollen und nicht am

Können.“

es verstehen – setzt bei der Einstellung

der Mitarbeiter zum Unternehmen

und zu ihrer Aufgabe

an. Also am Wollen und nicht am

Können. Damit hat es das Potenzial

zu einer Revolution. Ein reines

Mentaltraining mit Psychologen

oder Psychotherapeuten vor allem

bei den Mitarbeitern vom Shop-

Floor wäre sehr kontraproduktiv

Nach dem Motto: ‚Jetzt schicken

sie uns nach den Lean-Beratern

auch noch die Psychologen auf

den Hals, damit

wir noch schneller

arbeiten‘. Wenn,

dann wäre ein solches

‚Mental

Production‘-Training

bei den Führungskräften

angebracht,

vor allem

um die wachstumshemmenden

Faktoren der

‚Radieserl‘ zu minimieren, beziehungsweise

um die atmosphärischen

Störungen im Unternehmen

zu beseitigen.

Wie könnte eine Umsetzung

dieser Idee aussehen?

Man muss an den motivierenden

und demotivierenden Faktoren

der Mitarbeiter arbeiten. Prinzipiell

kann man Menschen aber nicht

motivieren, man kann sie nur demotivieren.

Die Veränderung der

Einstellung zum Unternehmen

und zur eigenen Aufgabe im Unternehmen

ist eine essentielle

Führungsaufgabe und auch nicht

delegierbar. Man muss es täglich

vorleben und sie ist auch erlernbar.

Falls eine externe Unterstützung

erforderlich ist, würde ich

mit Vorbildern arbeiten – vor allem

aus unternehmensfernen Bereichen.

Dies können insbesondere

erfolgreiche Sportler sein. Nach

dem Motto: Was macht Sieger

aus? Warum gewann Magdalena

Neuner so ziemlich alles, was es

zu gewinnen gab? Nicht ein besonders

hartes Training (das machen

doch alle) macht den Unterschied.

Es ist der Wille zum Sieg.

Oder in den Betrieb übertragen:

Nicht mit der Definition des Ziels,

sondern mit der Identifikation mit

dem Ziel – dem Wollen – beginnt

der Weg zum Erfolg.

In wiefern ist eine Visualisierung

von Zielen und Kennzahlen

sinnvoll?

Wenn die Ziele und die daraus resultierenden

Kennzahlen gemeinsam

mit den Mitarbeitern erarbeitet

und vereinbart werden, wirkt

eine Visualisierung hilfreich und

unterstützt den Prozess. Wenn

Ziele nur von oben ‚befohlen‘ werden,

ist dies nur eine andere Form

von MbD – Management by Directives.

Die Visualisierung dient

dann überwiegend zur Druckerhöhung

für die Zielerreichung.

Und dies trägt keinesfalls zur

Identifikation der Mitarbeiter mit

den Zielen bei. Die Visualisierung

kann dann sogar kontraproduktiv

wirken. Und hinsichtlich

der Anzahl

an Visualisierungen

gilt für uns:

Die Dosis macht

das Gift. Unsere Erfahrung

ist: Je

mehr Visualisierung

und je komplexer,

desto weniger

wird es beachtet. Wir arbeiten

in unserem Werk nach dem Motto

‚Weniger ist mehr‘ und ‚Einfach

Machen‘. Wir praktizieren lieber

Management vor Ort (Go and

See). Es ist wesentlich effektiver.

Wir produzieren in unserem Werk

auch primär Medizinprodukte

und nicht Kennzahlen. Kennzahlen

sind auch keine Ziele – es sind

die Ergebnisse von Aktivitäten.

Und auf die Aktivitäten legen wir

den Fokus – auch beim Visualisieren.

Was wird nach Lean-Production

in den Unternehmen kommen?

Lean-Production in der häufig

praktizierten Form hat nach unserer

Einschätzung den Zenit überschritten.

Es liegt mancher Orts

schon auf der Intensivstation und

muss mit hohem Aufwand wie

Stabsstellen oder gar Stabsabteilungen

künstlich am Leben erhal-

„Lean-Production liegt

mancher Orts auf der Intensivstation

und wird

mit hohem Aufwand am

Leben erhalten.“

ten werden. Wir haben uns in unserem

Werk für einen neuen, einen

ganzheitlichen Weg entschieden:

TPM – Total-Productive-Management.

TPM nutzt zwar auch

– die brauchbaren – Lean-Methoden

zur Optimierung von Prozessen,

aber es stellt den Menschen

und nicht die Methode in den Mittelpunkt.

Das ist der ganz, ganz

große Unterschied. Für die Ausbildung

der Mitarbeiter arbeiten wir

mit dem CETPM in Ansbach zusammen

– die Umsetzung von

TPM ist nicht delegierbar. Man

muss es definitiv selbst machen.

Es ist eine Führungsaufgabe. Wir

stellen mit dem Wechsel zu TPM

vor etwa zwei Jahren bereits jetzt

in unserem Werk eine deutliche

Veränderung fest. Das Wollen ist

trotz einer auch bei uns zunehmenden

Arbeitsbelastung wieder

da und unsere Mitarbeiter

sind stolz

auf ihre Erfolge, auf

ihr Werk. Erfolge,

die wir übrigens

auch gerne feiern.

Und unser Controller

hat am Monats-,

respektive

Jahresende die

meiste Freude am TPM, wenn er

unsere Ergebnisse dann doch –

aber einfach – visualisiert.

Können Sie Ihre Zukunftsvision

detailliert beschreiben?

Die Mitarbeiter sind das Wertvollste

eines Unternehmens. Sie haben

das Wissen, sie haben das Können,

sie haben die Ideen und sie sind

unsere Zukunft. Mitarbeiter sind

die wahren Erfolgsfaktoren eines

Unternehmens und müssen auch

eine entsprechende Wertschätzung

erfahren, zum Beispiel durch

Vertrauen. Unsere Vision ist – wie

so vieles in unserem Werk – einfach.

Nur drei Buchstaben: GMV –

Der gesunde Menschen-Verstand

kehrt zurück in die Fabrik. Wir

wollen, dass unsere Mitarbeiter

unternehmerisch denken und sich

bei ihrem Handeln und ihren Entscheidungen

an den Werten unseres

Unternehmens orientieren.


36 · Management · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

RECHT

VDMA/ZVEI: Ja zur AGB-Reform

PRODUKTION NR. 40, 2012

Deutsche Unternehmen wählen für Verträge oftmals ausländisches

Recht. Schuld daran ist das wenig zeitgemäße Recht der allgemeinen

Geschäftsbedingungen. Dessen Novellierung begrüßen die Verbände.

FRANKFURT (ILK). Der ZVEI und der

VDMA begrüßen die Forderung

des 69. Deutschen Juristentages

nach Reformen des Rechts der Allgemeinen

Geschäftsbedingungen

(AGB). Der Juristentag hatte Mitte

September in München mit großer

Mehrheit dafür votiert, dass sich

die Inhaltskontrolle von vorformulierten

Vertragsklauseln zwischen

Unternehmen künftig mehr an der

guten unternehmerischen Praxis

orientieren soll. Dr. Klaus Mittelbach,

Vorsitzender der Geschäftsführung

des ZVEI: „Gerade für unsere

mittelständischen Unternehmen

ist es wichtig, im Verhältnis zu

ihren Geschäftspartnern Rechtssicherheit

bei der Gestaltung ihrer

Verträge zu haben, das gilt vor allem

für angemessene Haftungsbegrenzungen.“

Die im internationalen Vergleich

strengen Anforderungen des deutschen

AGB-Rechts hatten zunehmend

dazu geführt, dass deutsche

Unternehmen für ihre Verträge

ausländisches Recht wählen. „Es

geht letztlich auch um den Rechtsund

Wirtschaftsstandort Deutschland“,

sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer

Dr. Hannes Hesse.

Viele Firmen des

Maschinenbaus

und der Elektrotechnik

wählen

für Geschäftsabschlüsse

ausländisches

Recht.

Das soll sich ändern.

Bild: photlook - Fotolia

„Wenn das deutsche Recht für unsere

Unternehmen so unattraktiv

geworden ist, dass sie lieber in

englisches oder Schweizer Recht

flüchten, dann stimmt etwas

Grundsätzliches nicht mehr.“

Süddeutsche Zeitung

Führungstreffen Wirtschaft 2012

Das neue Europa in einer neuen Weltwirtschaft

Podiumsdiskussionen, Kreuzverhöre und Streitgespräche über die wirtschaftliche Zukunft Europas

und seine Rolle in der Weltwirtschaft.

Kongressleitung und Moderation:

Dr. Marc Beise und Hans-Jürgen Jakobs, beide Leiter der Wirtschaftsredaktion, Süddeutsche Zeitung

Ulrich Schäfer, Ressortleiter München und Bayern, Süddeutsche Zeitung

Kongressorganisation (Information und Anmeldung):

Süddeutscher Verlag Veranstaltungen GmbH, 86894 Landsberg, Tel.: 08191/125-321, Fax –600

www.sz-fuehrungstreffen.de

Vom 14. bis 17. November 2012 im Hotel Adlon, Berlin

Erfolgsgarant:

Den KVP festigen

PRODUKTION NR. 40, 2012

KÖNGEN. Der Kontinuierliche Verbesserungsprozess

(KVP) ist – gerade

in wirtschaftlich unsicheren

Zeiten – der Schlüssel zum Erfolg

von Unternehmen, vom KMU bis

hin zum multinationalen Konzern.

Oft führen Unternehmensberater

wie die Lean Management Consultants

der Staufen AG aus Köngen

erste Veränderungen und Projekte

in Unternehmen durch. Dabei werden

die Mitarbeiter vor Ort mit

einbezogen, um die im Laufe der

Zusammenarbeit angefangene

Prozessoptimierung nach Projektende

weiterzuführen. Zudem stoßen

sie einen KVP an. Diesen am

Leben zu halten ist die große Herausforderung

für Unternehmen.

Frank Appel

Deutsche Post DHL

Alain Caparros

REWE

Roland Boekhout

ING-DiBa

Jürgen Fitschen

Deutsche Bank

Rüdiger Grube

Deutsche Bahn

Anshu Jain

Deutsche Bank

Den KVP am Leben zu halten ist die

große Herausforderung für Unternehmen.

Bild: Stauffen

Martina Koederitz

IBM

René Schuster

Telefónica

Alle weiteren Gastredner, weitere Informationen zum

Kongress und Anmeldung unter www.sz-fuehrungstreffen.de

Sponsoren:

Peter Löscher

Siemens

Peer Steinbrück

SPD

Alexander Medwedew

Gazprom

Hubertine Underberg-Ruder

Underberg

Klaus Regling

EFSF

Jens Weidmann

Bundesbank

Wolfgang Schäuble

CDU

Sarah Wiener

Fernsehköchin

Michael Schmidt

BP

Martin C. Wittig

Roland Berger Strategy

Consultants

Fernsehpartner:

Stauffen hat seine Beratung dreistufig

aufgebaut. Nach Absolvierung

der Stufen I und II erhalten die

Teilnehmer das Zertifikat Lean Experte,

nach Stufe I bis III das Zertifikat

Lean Trainer. Die Basis wird in

Stufe I gelegt: Neben den Grundlagen

zu Lean Management, Prozessoptimierung

und KVP arbeiten

die Teilnehmer auch an ihren Moderations-

und Präsentationstechniken.

Stufe II vertieft eine der

Fachrichtungen Lean Development,

Lean Manufacturing, Lean

Assembly und Lean Administration.

Stufe III bietet die Aufbauausbildung

zum Lean Trainer. Hier

lernen die Teilnehmer, wie sie die

kontinuierliche Optimierung von

Prozessen im Unternehmen organisieren

und den anderen Mitarbeitern

vermitteln, diese in der

Umsetzung unterstützen und sie

motivieren, am Ball zu bleiben.

In über 15 Jahren hat die Staufen

AG knapp 1 200 KVP Experten ausgebildet.

Seit 2010 ist das Programm

vom Institut für Produktionsmanagement,

Technologie und

Werkzeugmaschinen der TU

Darmstadt zertifiziert. Der Großteil

der Absolventen der mehrstufigen

Ausbildung zum Lean Experten

oder Lean Trainer ist vom Konzept

begeistert und hat nur wenig Kritik.

SZ_Kongress_APR_216x303mm_4c.indd 1 20.09.12 15:19


4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · Logistik · 37

LOGISTIKDIENSTLEISTUNG

Falsche Partnerwahl kann teuer werden

PRODUKTION NR. 40, 2012

Die Auswahl des richtigen Logistikdienstleisters ist für Unternehmen

der verarbeitenden Industrie sehr wichtig. Wer Produkte an Kunden

im In- und Ausland liefert, muss sich auf seinen Spediteur verlassen

können. Dabei gilt es, bedeutende Kriterien zu beachten.

HANAU (HI). Die Auswahl einer

Spedition sollte Experten zufolge

mit Bedacht erfolgen, da sie in der

Logistikkette eine zentrale Rolle

spielt. Die richtige oder falsche

Entscheidung kann die Kosten für

eine Auslieferung deutlich beeinflussen.

Es gilt, auf Details zu achten,

da diese den Unterschied ausmachen.

Nur ein Spediteur, der

guten Service, Know-how, Transparenz

und Sicherheit in allen

Ausprägungen bietet, kann Unternehmen

der verarbeitenden Industrie

langfristig zufriedenstellen

und die Kosten für Transporte sowie

die gesamte Logistikkette gering

halten.

Guter Service steht und fällt mit

den Mitarbeitern der Spedition.

Durch wenige Telefonate lässt sich

feststellen, ob sie motiviert sind

und schnell Auskünfte erteilen.

Dem Auftraggeber wird im Idealfall

ein persönlicher Ansprechpartner

zugeteilt. Außerhalb der Geschäftszeiten

sollte die Spedition über eine

Hotline durchgehend erreichbar

sein.

Tritt ein Unternehmen mit einer

Anfrage an einen Logistikdienstleister

heran, muss dieser bei Standardtransporten

zeitnah einen

Preis nennen können. Nur so kann

das Unternehmen seinem eigenen

Kunden wiederum eine schnelle

und sichere Auskunft geben. Europaweite

Transporte sind dabei

heutzutage Standard und keine

Sonderdienstleistung.

Gute Speditionen bieten

Zusatz-Dienstleistungen

Der Logistikdienstleister sollte

den gesamten Transportablauf aktiv

betreuen. Zu seinen Aufgaben

gehört unter anderem auch die

Abwicklung beim Zoll sowie von

Akkreditivgeschäften. Gute Speditionen

zeichnen sich häufig noch

durch Zusatzdienstleistungen aus,

beispielsweise die Reinigung kundeneigener

Güter und die Verpackungsmittelrücknahme.

Bei Bedarf

sollte der Spediteur als Teil der

Logistikkette auch direkt mit Zulieferern

in Kontakt treten, um falsche

Absprachen zu vermeiden.

Ein großes Netzwerk von Partnern

in Europa und Übersee ermöglicht

es einem Logistikdienstleister

mehr als Standardtransporte

anzubieten. Es ist aus diesem

Grund ratsam, sich an traditionsreiche

Unternehmen zu wenden.

Bei der Auswahl eines geeigneten Logistikdienstleisters spielt auch die Qualifikation

der Mitarbeiter eine wichtige Rolle.

Bild: Andres

Ist ein Spediteur zudem einem

Verband angeschlossen, erhält er

über diesen aktuelle Informationen,

die er an seine Kunden weitergeben

kann.

Auch ein Schulungsmanagementsystem

für Mitarbeiter ist ein

wichtiger Hinweis auf das Knowhow

einer Spedition. Fortbildungen

für Speditionsmitarbeiter reichen

von Gefahrgut- und Ladungssicherungsseminaren

bis hin zu

Schulungen für spezielle Anwenderprogramme.

Die Transparenz sollte nach Angaben

von Fachleuten bei der Vertragsgestaltung

beginnen und sich

über die Kostenstruktur und den

gesamten Ablauf erstrecken.

Transparente Angebote zeichnen

sich durch einen All-in-Preis aus,

bei dem höchstens die Versicherungen

separat gerechnet werden.

Vor Vertragsabschluss ist die Klärung

aller Fragen notwendig, da

später erforderliche Genehmigungen

den Transport um ein bis zwei

Wochen verzögern und so erhebliche

Mehrkosten verursachen können.

Kopien von Lieferscheinen und

Ablieferquittungen sollten einer

guten Spedition elektronisch vorliegen

und vom Kunden jederzeit

abruf- oder versendbar sein. Idealerweise

bietet ein Dienstleister

zudem die Möglichkeit, bei Bedarf

die Lieferung online über ein Or-

tungssystem verfolgen zu können.

Eines der wichtigsten Kriterien

bei der Auswahl eines Logistikdienstleisters

ist ein gültiger Versicherungsschutz,

der über die nötigen

Haftungsgrundlagen verfügt

und vorab geprüft werden sollte.

Auch Zusatzdienstleistungen müssen

ausnahmslos abgesichert sein.

Sicherheit zeigt sich darüber hinaus

in moderner Technik bei

Fahrzeugen (EURO 5 Norm) und

Equipment sowie dem Arbeitsschutzmaterial

für den Fahrer und

einwandfreiem Sicherungsmaterial

für die Ladung. Lässt ein Spediteur

jährlich Qualitätsaudits

durchführen, kann dies die Sicherheit

erhöhen. Fehlerquellen werden

bei der Inspektion aufgedeckt

und müssen für ein Bestehen des

Audits behoben werden.

Qualitätsaudits können

die Sicherheit erhöhen

Erfüllt eine Spedition die beschriebenen

Kriterien, spricht dies

für ihre Vertrauenswürdigkeit und

lässt einen schnellen und sicheren

Transport erwarten. Darüber hinaus

sollten Unternehmen bei der

Auswahl auch Zertifizierungen berücksichtigen.

Ein guter Logistikdienstleister

sollte nach DIN ISO

9001 zertifiziert sein und das Umweltmanagement

DIN ISO 14000ff

eingeführt haben. Es lohnt sich also,

eine Spedition gründlich unter

die Lupe zu nehmen und due

Dienstleistungen zu definieren.

VERPACKUNG

Flexible Anlage vereinfacht Produktionslogistik

PRODUKTION NR. 40, 2012

Eine neuartige Verpackungsanlage von Beumer vereinfacht die Produktionslogistik

bei einem Baustoff-Unternehmen. Sie wechselt bei Bedarf

bis zu drei unterschiedliche Folienformate automatisch.

PADERBORN (HI). Dadurch spart

der Baustoffproduzent August Lücking

in Paderborn erheblich Zeit

und erzielt durch die Stretchfolienverpackung

zudem eine wesentlich

höhere Ladungssicherheit.

Jährlich fertigt die August Lücking

GmbH 200 000 Kubikmeter

Mauerziegel, 300 000 Quadratmeter

Fertigteildecken und 50 000

Quadratmeter Fertigwände. „Um

unsere Mauerziegel zu verpacken,

hatten wir bisher eine Anlage im

Einsatz, die die palettierten Stapel

mit einer Schrumpfhaube überzog“,

erklärt Hubertus Becker, Betriebsleiter

in der Ziegelei bei Lücking.

Zeitverlust durch

Tauschen der Rolle

Für zwei Produktlinien werden

unterschiedlich bedruckte Folien

benötigt. Zusätzlich ist eine weitere

Foliengröße für kleinere Pakete

notwendig. Diese wird gemessen,

um Folienmaterial zu sparen. „Für

diese verschiedenen Aufgaben

mussten wir bisher immer die Folienrolle

wechseln“, sagt Becker.

„Wir arbeiten im Schichtbetrieb,

sieben Tage die Woche rund um die

Uhr. Ein Rollenwechsel auf der

Schrumpfhaubenanlage dauert etwa

20 Minuten. Tauschen wir in

einer Schicht zweimal eine Rolle,

haben wir erheblich Zeit verloren.“

Die Schrumpfhaubenanlage

war schon in die Jahre gekommen.

„Um die palettierten Stapel effizienter

verpacken zu können, stand

für uns fest, dass wir eine neue

Verpackungsanlage brauchen“, erinnert

sich Becker. „Wichtig war

für uns, die Zeit, die wir für die

Rollenwechsel benötigten, drastisch

zu reduzieren.“ Auf der Suche

nach einem geeigneten Partner

stand schnell der Intralogistik-

Experte Beumer aus Beckum zur

Diskussion. „Bei den ersten Gesprächen

war rasch klar, dass sich

eine Hochleistungsverpackungsanlage

vom Typ Beumer stretch

hood M für diese Anwendung am

besten eignen würde - denn das M

steht für Multi“, sagt Christian

Matzen, Verkaufsleiter für Verpackungsanlagen

bei Beumer.

„Mit dieser Hochleistungsverpackungsanlage

lässt sich von der

kleinsten bis zur größten Palettengröße

alles verpacken. Das Besondere

an der Anlage ist, dass sie bis

zu drei Folienformate automatisch

wechseln kann“, erklärt Matzen.

„Wir berechneten, dass der Baustoffhersteller

durch diese Zeitersparnis

Kosten von rund 20 bis 30

Prozent pro Palette im Vergleich

zur alten Anlage einsparen kann.“

Nach einem Besuch im Technikum

bei Beumer stand für Becker und

seine Mitarbeiter schnell fest, dass

es sich dabei um die passende Anlage

handel.

Ultraschallsensor misst

Höhe der Palettenladung

Werden die Ziegel auf den Tunnelofenwagen

angeliefert, setzt ein

Greifer die Ziegel auf Paletten. Eine

Kettenbahn transportiert sie anschließend

zur nachgelagerten

Verpackungsanlage. „Vor dem

Stretchvorgang werden die zu verpackenden

Palettenladungen auf

dem Weg zur Anlage automatisch

zentriert“, erklärt Matzen. Am Ziel

misst dann ein Ultraschallsensor

die Höhe der Palettenladung. Die

Steuerung der Anlage berechnet

die Folienmenge, die für die Stretchhaube

benötigt wird. Die Folie

hat eine Schlauchform mit Seitenfalten.

Ein auf Bodenniveau angeordneter

Folienrollenbock führt

der Maschine die Folie kontinuierlich

zu. Sie wird von oben in die

Maschine eingeführt und passiert

die Schweißleisten. Die Folie wird

auf das gewünschte Maß geöffnet

und an die Reffbügel übergeben.

Diese verfügen über einen großen

Radius. Vier einzeln angetriebene

Rollen reffen die während der vorherigen

Ultraschallmessung bestimmte

Folienmenge auf den Reffbügeln.

Die beiden Schweißleisten

schließen sich über den Reffbü-

Die Anlage ermöglicht

das flexible

Verpacken

der Ware (links).

Die Haube wird

über die komplette

Ladung

bis zu einem

Punkt unterhalb

der Palette gezogen.

Bild: Beumer

geln, auf denen die Seitenfalte

noch gefaltet bleibt. Durch Verschweißen

des Folienschlauchs

wird die Oberseite der Haube gebildet.

Sobald die oben liegende

Schweißnaht durch aktive Kühlung

belastbar ist, öffnen sich die Reffbügel

in diagonaler Richtung bis zu

den Eckpunkten der Palettenladung

und bewegen sich runter zum

Fuß der Palette. Die motorisch angetriebenen

Rollen, die zunächst

zum Reffen der Folie benötigt werden,

bewegen sich in die Position

für die Übergabe der Folie. Während

dieser Bewegung kontrollieren

sie die Folie. Die Haube wird

über die komplette Palettenladung

bis zu einem Punkt unter der Palette

gezogen, wo im Zusammenspiel

von Rollen und Reffbügeln die Folie

freigegeben wird, um den Unterstretch

zu bilden.


38 · Initiative Pro Standort Deutschland · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

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4. Oktober 2012 · Nr. 40 · Produktion · Office Tools · 39

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Max. Helligkeit: 300 cd/qm

Blickwinkel: 178 ° (H), 178 ° (V)

Preis: 579,00 Euro

Kontakt: www.asus.de

Mit dem PB278Q erweitert Asus seine Monitorserie um ein 27-Zoll-Display.

Mit der WQHD-Auflösung von 2 560 x 1 440 Pixel sowie einem blickwinkelstabilen

IPS-Panel erweist sich der Neuzugang als besonders detailgenau.

Der Bildschirm verfügt zudem über einen Blickwinkel von 178 °, der auf horizontaler

und vertikaler Ebene Farbverschiebungen minimiert. Dank Höhenanpassung,

Pivot-Funktion und der Möglichkeit, den Bildschirm zu drehen

und zu kippen, findet der Anwender immer die optimale Einstellung.

Kompaktkamera mit 50fach Zoom

Technische Details

Display: dreh- und schwenkbarer

7,1 cm (2,8 Zoll) PureColor II VA

(TFT) mit 461 000 Pixel

Bildsensor: 1/2,3-Typ Back

Illuminated CMOS

Bildprozessor: DIGIC 5 mit

iSAPS-Technologie

Speicherkarte: SD, SDHC, SDXC

Lithium-Ionen-Akku NB-10L,

ca. 315 Aufnahmen

Preis: 529,00 Euro

Kontakt: www.canon.de

Die Kompaktkamera PowerShot SX50 HS von Canon verfügt über einen optischen

4,5-Stufen-Bildstabilisator, der bei schlechten Lichtverhältnissen für

scharfe Bilder sorgt. Mit 13 in zehn Gruppen angeordneten Linsen, darunter

drei UD-Linsen und eine beidseitig asphärische Linse bietet die SX50 HS einen

50fach optischen Zoom. Das HS-System ist die Kombination aus dem

12,1 Megapixel Canon CMOS-Sensor (1/2,3-Typ) und dem DIGIC 5 Prozessor.

Damit gelingen bei wenig Licht rauscharme und hochwertige Aufnahmen.

Technische Details

Display: 23,8 cm (9,4 Zoll)

TruBlack IPS Color LCD

Auflösung: WXGA 1 280 x 800 Pixel

NVIDIA Tegra 3 Quad-Core-

Prozessor

Betriebssystem: Android 4.0.3

Lithium Ionen Akku

Preis: 499,00 Euro

Kontakt: www.sony.de

Smartphone mit Intel Inside

Technische Details

Display: 4,3 Zoll Super Amoled

Advanced qHD

Betriebssystem: Android 2.3.5

(Gingerbread)

1,2 GHz Dual-Core-/Dual-

Channel-RAM-Prozessor

1 780 mAh Li-Ion Akku,

Standbyzeit bis zu 324 h

Speicher: 16 Gb

Preis: 399,00 Euro

Kontakt: www.motorola.de

Motorola Mobility präsentiert das neue 126 g leichte Smartphone Motorola

RAZR i mit Intel Inside und einem nahezu randlosesn 4,3 Zoll Super-Amoled-Advanced-Display.

Ein Gehäuse aus Flugzeugaluminium

umgibt das durch Corning Gorilla Glas kratz- und stoßfeste Display,

außerdem schützt eine wasserabweisende Beschichtung vor Feuchtigkeit.

Das Motorola RAZR i ist mit einem bis 2,0 GHz schnellen Intel

Atom Prozessor, Android 4.0.4 und einem 2 000-mAh-Akku ausgestattet.

Mit der Funktion Google Voice Actions können sprachgesteuert

SMS-Nachrichten verschickt, Wegbeschreibungen vorgelesen, Anrufe

getätigt, Songs abgespielt und Begriffe gegoogelt werden.

Macht müden

Flachbildfernsehersound munter

Die Toshiba SBM1W Mini 3D-Soundbar mit Subwoofer

bringt die absolute 3D-Sound-Technologie von Sonic

Emotion mit sich, die laut Hersteller ein virtuelles

Klangfeld erzeugt. Es gibt einen Subwoofer mit

20 Watt Leistung und vier Lautsprecher mit jeweils

10 Watt Leistung, womit eine Gesamtleistung von

60 Watt bereit steht. Für die kabellose Übertragung

von Audioinhalten kommt die Bluetooth-Technologie

zum Einsatz und für kabelgebundene Geräte stehen

verschiedene Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung.

Lichtstarkes

Leichtgewicht

Nikon stellt das neue lichtstarke

Objektiv 1 Nikkor 18,5 mm 1:1,8 mit

Festbrennweite vor, das ab November

2012 für das Nikon 1 System

erhältlich ist. Das 70 g leichte Objektiv

mit einer Brennweite von

18,5 mm und hoher Lichtstärke

von 1:1,8 erlaubt hervorragende

Fotos und Filme, sowohl tagsüber

als auch nachts. Dabei entspricht

die Festbrennweite von 18,5 mm

ca. 50 mm im Kleinbildformat. Die

Naheinstellgrenze beträgt laut

Hersteller von der Sensorebene

bis zum Motiv nur 20 cm, wobei

es einen maximalen Abbildungsmaßstab

von ca. 1:8,3 erreicht.

Technische Details

Typ: 1-Bajonett-Objektiv

Brennweite: 18,5 mm

Lichtstärke: 1:1,8

Optischer Aufbau: 8 Linsen in 6 Gruppen

(einschließlich 1 asphärischen Linse)

Objektiv für Nikon 1 System

(Nikon 1 J2, Nikon 1 V1, Nikon 1 J1)

Preis: 199,00 Euro

Kontakt: www.nikon.de

Technische Details

Maße:

Soundbar: 290 x 72 x 100 mm,

Subwoofer: 220 x 246 x 220 mm

Gesamtleistung: 60 Watt

(4 x 10 W + 20 W Subwoofer)

Absolute 3D-Sound von Sonic

Emotion

Bluetooth

3 Klang-Voreinstellungen: Film,

Musik, Games

Preis: 199,00 Euro

Kontakt: www.toshiba.de

Tablet fürs Home Entertainment

Sony stellt sein 570 g leichtes Xperia Tablet S (SGPT122) vor, das mit einem

schnellen NVIDIA Tegra 3 Quad-Core-Prozessor und Android 4.0.3 verfügbar

ist. Das Gehäuse des Tablets besteht aus Aluminium und ist gegen Wasserspritzer

geschützt. Das Gerät besitzt ein 9,4 Zoll großes Display mit einer

Auflösung von 1 280 x 800 Pixel. Dank seiner Infrarot-Schnittstelle ist das

Xperia Tablet S als Fernbedienung für sämtliche Home Entertainment Geräte

einsetzbar. Dabei hilft eine App, die Makros unterstützt, sodass mehrere

Bedienungsschritte speicherbar und später sofort abrufbar sind.

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40 · Wirtschaftsfakten · Produktion · 4. Oktober 2012 · Nr. 40

Maschinenbau-Aktien-indeX

AKTIEN-ANALYSE

Schuldenkrise flammt auf

Stefan Maichl,

Senior Analyst

der LBBW

STUTTGART (ILK). Die Staatsschuldenkrise flammte

wieder auf. Neben Griechenland rückte Spanien in

den Fokus der Investoren. Dabei verunsichert die

Frage, wann und zu welchen Konditionen Spanien

unter den Euro-Rettungsschirm schlüpft. Fraglich

ist auch, ob es gelingt, dass mit der EU vereinbarte

Defizitziel bei einer anhaltenden Rezession zu erreichen.

Gedämpft wurde die Stimmung an den

Aktienmärkten zudem durch ernüchternde Konjunkturdaten

aus der Eurozone und den USA sowie

von zurückhaltenden Zukunftserwartungen diverser

europäischer Automobilhersteller. Dies

hatte beim konjunktursensiblen Maschinenbau-

Aktien-indeX von Produktion und LBBW einen

Rückgang von 2,6 % zur Folge. Der DAX fiel in der

Berichtswoche um 1,3 %. Nach der Indexumstellung

der Deutschen Börse haben wir im Maschinenbau-Aktien-indeX

Schuler und Singulus durch

LPKF Laser & Electronics und SMT Scharf ersetzt.

Fossile Energieträger auf dem Rückzug

© Produktion

FRANKFURT (ILK). Bis 2050

soll sich der Anteil des Stroms

aus regenerativen Energiequellen

in Deutschland vervierfachen

im Vergleich zu 2010.

80 % des Stroms sollen nach

Prognosen der Bundesregierung

dann aus Windkraft, Sonnenenergie,

Erdwärme, Biomasse

oder Wasserkraft produziert

werden. Deutschland setzt

dabei vor allem auf einen starken

Zuwachs der Photovoltaiksowie

der Windkraftanlagen.

Betrug die installierte Leistung

der Solarpanels 2010 noch 16,5

Gigawatt, sollen es im Jahr

2050 bis zu 75 Gigawatt sein.

Zudem sollen bis dahin Windkraftanlagen

auf See bis zu 37

Gigawatt liefern. Derzeit produziert

noch keine solche Anlage

Strom in Deutschland.

Dow Jones

13700

13550

13400

13250

13100

12950

12800

31.08.

07.09.

Hang Seng

21000

20600

20200

19800

19400

19000

31.08.

07.09.

17.09.

17.09.

24.09.

24.09.

Maschinenbau-Aktien-indeX vs DAX

Maschinenbau-

Aktien-indeX

DAX 30

28.09.

28.09.

Maschinenbau-Aktien-indeX

Name

Indexmitglied

Euro Stoxx

2700

2600

2500

2400

2300

2200

31.08.

TecDax

830

820

810

800

790

780

Kurs

(EUR)

20.09.

31.08.

Kurs

(EUR)

27.09.

07.09.

04.09.

Wochen

performance

(in %)

17.09.

17.09.

24.09.

24.09.

28.09.

28.09.

1 Jahr

Marktkapitalisierung

(in Mio.)

AIXTRON (XET) TecDAX 11,61 10,57 -9,0% 1077

BAUER (XET) SDAX 17,86 16,91 -5,3% 290

DEUTSCHE BET. (XET) SDAX 19,17 19,47 1,6% 266

DEUTZ (XET) SDAX 3,53 3,56 1,0% 430

DUERR (XET) MDAX 55,34 52,00 -6,0% 900

GEA GROUP (XET) MDAX 23,65 23,68 0,1% 4353

GESCO (XET) SDAX 65,45 65,88 0,7% 219

GILDEMEISTER (XET) MDAX 13,37 13,57 1,5% 816

HEIDELBERGER DRUCK (XET) SDAX 1,21 1,17 -3,4% 274

JENOPTIK (XET) TecDAX 5,96 5,78 -3,0% 331

JUNGHEINRICH PFS. (XET) SDAX 25,49 25,98 1,9% 416

KOENIG & BAUER (XET) SDAX 13,31 12,71 -4,5% 210

KRONES (XET) MDAX 41,52 40,58 -2,3% 1281

KUKA (XET) MDAX 22,26 22,30 0,2% 756

LPKF LASER & ELTN. (XET) TecDAX 15,73 15,77 0,3% 176

MAN (XET) MDAX 72,92 71,30 -2,2% 10051

MTU AERO ENGINES (XET) HLDG. MDAX 60,42 60,86 0,7% 3165

NORDEX (XET) TecDAX 3,24 3,15 -2,9% 231

NORMA GROUP (XET) SDAX 20,45 20,62 0,8% 657

PFEIFFER VACUUM (XET) TECH. TecDAX 84,82 83,48 -1,6% 824

RATIONAL (XET) MDAX 197,60 193,25 -2,2% 2197

SALZGITTER (XET) MDAX 32,30 30,65 -5,1% 1842

SCHALTBAU HOLDING (XET) SDAX 26,00 26,05 0,2% 160

SIEMENS (XET) DAX 79,49 78,09 -1,8% 68797

SMT SCHARF (XET) SDAX 24,81 23,77 -4,2% 100

SUESS MICROTEC (XET) TecDAX 8,05 7,40 -8,0% 141

THYSSENKRUPP (XET) DAX 17,17 16,41 -4,4% 8443

VOSSLOH (XET) MDAX 74,43 70,97 -4,6% 946

WACKER NEUSON (XET) SDAX 11,22 10,85 -3,3% 761

WINCOR NIXDORF (XET) MDAX 32,50 31,05 -4,4% 1027

Quelle: Datastream, LBBW Research, Produktion

Bemerkung: Es handelt sich hierbei um XETRA-Schlusskurse vom vergangenen Donnerstag.

Stammdaten zum Index: Anzahl der Werte: 30, Startpunkt 1.1.2000, Startwert 100, Indexart: Preisindex,

Gewichtung: Gleichgewichtung;

Werte die nach dem 1.1.2000 notiert sind: Bauer, Nordex, Wacker Neuson, Wincor Nixdorf, Deutsche Beteiligungen,

MTU Aero Engines, Schaltbau Holding, LPKF Laser & Electronics sowie SMT Scharf.

ENERGIE & ROHSTOFFE

Entwicklung Ölpreis /

Barrel (159 l)

120

118

116

114

112

110

112,7 112,5

31.08.

07.09.

17.09.

24.09.

Chemiebranche

gegen Energiewende

FRANKFURT (DJ/ILK). Arbeitgeber

und Arbeitnehmer der Chemiebranche

warnen in einem gemeinsamen

Schreiben an Bundeskanzlerin

Angela Merkel vor unkalkulierbaren

Folgen der Energiewende

für den Industriestandort

Deutschland. „Verliert die Chemie

in Deutschland ihre Wettbewerbsfähigkeit,

steht nicht nur der Produktions-

und Forschungsstandort

auf dem Spiel, sondern das Industrienetzwerk

insgesamt“, heißt es.

ROHSTOFFPREISE

Aluminium je Tonne: 2107,80 $

Kupfer je Tonne: 8175,00 $

Gold je Feinunze: 1780,80 $

Silber je Feinunze: 34,80 $

Nickel je Tonne: 14231,49 €

Zinn je Tonne: 16567,93 €

€ 1,29 $ € 68,12 Rupie

€ 100,29 Yen € 40,03 Rubel

€ 8,13 Yuan € 4,12 Zloty

€ 0,79 £ € 283,92 Forint

KONJUNKTUR UND MÄRKTE

VDA sieht weiteres

Wachstum in Europa

28.09.

UMRECHNUNGSKURSE

FRANKFURT (DJ/ILK). Der VDA sieht

trotz der schwächelnden Nachfrage

in Europa sowohl in diesem als

auch dem nächsten Jahr weltweit

steigende Automobilverkäufe.

„Der Welt-Pkw-Markt bleibt auch

2012 auf Wachstumskurs“, sagte

Verbandschef Matthias Wissmann

in einem Interview mit dem Wall

Street Journal Deutschland.

DEUTSCHE KONJUNKTUR

Wirtschaft wächst weiter

PRODUKTION NR. 40, 2012

BERLIN (ILK). Für die Wirtschaftsleistung

im dritten Quartal zeigt

das Konjunkturbarometer des

Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung

(DIW Berlin) ein

schwaches Plus von 0,2 % gegenüber

dem Vorquartal an. Die Unternehmensstimmung

hat sich

durch die Unsicherheit im Zuge der

Krise im Euroraum merklich eingetrübt.

„Die Unternehmen halten

sich mehr und mehr mit Investitionen

zurück“, kommentiert DIW-

Konjunkturchef Ferdinand Fichtner

die aktuelle Entwicklung.

„Durch das neue Programm der

Branchenbarometer Afrika / Nahost

Spanien: Wirtschaft

schrumpft weiter

Wirtschaftsentwicklung

Importe 2012 Investitionen 2012

Land (reale Veränd. geg. Vorjahr in %)

Ägypten 3,0 4,0

Algerien 1,8 5,7

Irak 20,0 7,0

Israel 0,7 3,1

Katar -0,1 5,0

Libyen 60,0 3,0

Marokko 2,8 4,0

Pakistan 10,5 -3,0

Saudi-Arabien 7,5 6,3

Südafrika 0,8 5,0

Tunesien 4,3 3,0

VAE 5,0 5,0

Quelle: Germany Trade and Invest, Bonn

FRANKFURT (DJ/ILK). Die Notenbank

Spaniens warnt, dass die

Wirtschaft auch im dritten Quartal

geschrumpft sei. Der Druck auf

Spanien an den Finanzmärkten

werden als Gründe genannt. Es sei

aber noch zu früh, um die Auswirkungen

der im September eingeführten

Erhöhung der Mehrwertsteuer

auf die Wirtschaft zu messen.

Europäischen Zentralbank dürfte

die Unsicherheit jedoch zurückgehen,

und dann werden die Unternehmen

wieder stärker das günstige

Finanzierungsumfeld nutzen.“

Für den weiteren Verlauf sind die

Konjunkturforscher zuversichtlich:

In vielen Schwellenländern

hat die Politik bereits auf die Eintrübung

der Weltkonjunktur reagiert

oder schwenkt auf einen expansiveren

wirtschaftspolitischen

Kurs. Zum Jahreswechsel dürfte

sich die Weltwirtschaft stabilisieren

und allmählich Fahrt aufnehmen.

Davon werden die exportorientierten

deutschen Unternehmen

profitieren.

Marktpotenzial

Elektro / Elektronik

US-Wirtschaft wächst

etwas langsamer

© Produktion

Trotz anhaltender politischer Spannungen in muslimischen Ländern gibt es in

Afrika/Nahost durchaus Potenzial für Hersteller von elektrotechnischen Gütern.

Insbesondere Saudi-Arabien zieht an.

Bild: GTAI/Produktion

WASHINGTON (DJ/ILK). Die US-

Wirtschaft ist im zweiten Quartal

langsamer gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt

legte zwischen April

und Juni aufs Jahr gerechnet nur

noch mit 1,3 % zu. Hauptgründe für

die Verschlechterung sind geringere

Konsumausgaben der Amerikaner,

schwächere Exporte und niedrigere

Lagerinvestitionen.

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