Ausgabe - 10 - 2010 - Effizienzfabrik

produktion.de

Ausgabe - 10 - 2010 - Effizienzfabrik

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Jahres anmelden!

Tel. 08191/125 872

11. März 2010

Nummer 10

Die Wirtschaftszeitung für die deutsche Industrie

WWW.PRODUKTION.DE

www.produktion.de Einzelpreis Euro 2,80

Leserservice Produktion 65341 Eltville DPAG

PVST 5339 Entgelt bezahlt

3 WIRTSCHAFT

7 SPECIAL

15 TECHNIK

16 TECHNIK

Intralogistik: Wirtschaftskrise

schlägt voll durch

MBA für die Industrie: Was

die Spezial-Angebote leisten

Hightech-Beschichtungen

auf Glas und Kunststoff

Process-Monitoring-System:

Kaum Schaden bei Kollisionen

TECHNIK IM FOKUS

Effizienzfabrik

Die Innovationsplattform Effizienzfabrik

unterstützt 31 Verbundforschungsprojekte

im

Förderschwerpunkt ‚Ressourceneffizienz

in der Produktion‘.

Drei Projekte daraus zeigen

Möglichkeiten zur Einsparung

von Energie auf. Seite 13

Oberflächentechnik

Dort wo es um Optik, um Design

oder um eine glatte und

homogene Oberfläche geht,

gibt es zum Lackieren oder Pulvern

keine Alternative. Sind

aber Funktionalität, Abriebund

Säurebeständigkeit gefragt,

zeigt Gummi seine starken

Seiten. Seite 14

Werkstoffe

Eine neue Dispergiertechnik ermöglicht

die volle Ausnutzung

der Leitfähigkeit von Kohlenstoff-Nanoröhrchen

für Elektrizität

und Wärme. Seite 14

Embedded Systems

Embedded Systems sind Softwaremodule,

Recheneinheiten

oder Mikro-Computer, die in

verschiedensten Technologien

integriert werden. Trotz stetig

wachsender Anwendungsgebiete

besteht weiterhin Aufklärungsbedarf.

Seite 15

Reinigender Schnee

Um bei sehr filigranen Formen,

die mittels 3D-Laserabtragen,

Laserfeinschneiden und Laserbohren

herstellbar sind, Rückstände

im μm-Bereich entfernen

zu können, integriert ein

Hersteller von Maschinen für

die Laserbearbeitung die CO 2

-

Schneestrahltechnik. Seite 16

EVENT

Fabrik des Jahres: Mit

den Besten aus der Krise

LANDSBERG (gk). Wie die Sieger

bei dem Wettbewerb Fabrik des

Jahres/GEO die Krise bewältigen

und wie sie in ihrer Kategorie

gewonnen haben,

berichten sie beim

Kongress am 15. und

16. März im Forum am

Schlosspark in Ludwigsburg.

Die Keynote mit dem

Titel „Die regenerative Kraft der

Krise“ hält der Bosch-Geschäftsführer

Dr. Bernd Bohr. Der stellvertretende

Grünen-Fraktionsvorsitzende

Fritz Kuhn hält die

Laudatio auf die Preisträger.

Anm: Tel. 08191/125 872. Mail:

ricarda.herrmann@m-i-c.de.

Leserservice

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Automotive

Elektromobilität: Verlieren

deutsche Hersteller den Anschluss?

von Gunnar Knüpffer und

Markus Strehlitz

Produktion Nr 10 , 2010

LANDSBERG. Die Entwicklung

der Elektromobilität ist von Wissenschaft

und Wirtschaft nicht

richtig prognostiziert worden,

meinen die Regierungsberater

von EFI. Sie fordern jetzt eine

verstärkte Kooperation bei Forschungsvorhaben.

Die Expertenkommission für

Forschung und Innovation

(EFI) gibt der Forschungspolitik

der Bundesregierung zur

Elektromobilität aktuell keine

guten Noten: Deutschland ist

derzeit in der besonders wichtigen

Schlüsseltechnologie der

Fahrzeugbatterien und auch im

Bereich der fahrzeugbezogenen

Leistungselektronik schlecht

aufgestellt. Die technische Entwicklung

ist von Wissenschaft

und Wirtschaft nicht korrekt

eingeschätzt worden, teilt die

EFI in ihrem Gutachten zu Forschung,

Innovation und tech-

Modelle deutscher Auto-Hersteller mit reinem Elektroantrieb

Typ

Leistung

in kw

Quelle: Markus Strehlitz

© Produktion

Die meisten deutschen Hersteller bringen ihre Elektrofahrzeuge erst in den kommenden Jahren auf dem Markt.

Elektro-Turbo jetzt!

Höchstgeschwindigkeit

in km/h

Reichweite

in km

EDITORIAL

Ist das Elektroauto erst ein frommer Wunsch?

Oder schon ein konkretes Ziel? Letzteres, gemäß

den Marketing-Abteilungen der Automobil-Hersteller.

Ersteres, wenn man einen Blick

hinter die Kulissen wirft (siehe Titelgeschichte Eduard Altmann

und Kommentar Seite 4). Denn nicht nur Forschung

und Technik blockieren den Weg zum

Chefredakteur

Lautlos-Auto. Vor allem bremst die Preis-Frage: Wer bitte soll den

rollenden Elektro-Luxus bezahlen? Die Autobauer sehen den Käufer

als natürlichen F&E-Finanzier. Der aber will ungern mehr Geld für

weniger Leistung zahlen. Was fehlt, ist der Turbo fürs Elektroauto –

eine fette Kaufprämie. Wann zückt Schwarzgelb also endlich die

Geld-Zapf-Pistole, statt teure Vorleistungen zu fordern? Oder sind

deutsche Automotive-Arbeitsplätze weniger wert als Bank-Arbeitsplätze?

Ihre Meinung: eduard.altmann@produktion.de

Verfügbarkeit

Audi e-tron Sportwagen 230 200 238 Konzept

Audi e-tron Sportwagen 150 200 250 Konzept

Detroit-showcar

BMW Mini E Kleinwagen 150 152 250 Feldversuche

BMW Concept

Active E

Kompaktklasse 125 145 160 Feldversuche ab 2011

Smart fortwo

electric drive

Mercedes-Benz

A-Klasse E-CELL

nologischer Leistungsfähigkeit

Deutschlands der Regierung

mit: „Es sind große Anstrengungen

erforderlich, um den

Anschluss an die technisch führenden

Nationen zu finden.“

Die Expertenkommission an

der Technischen Universität

Berlin fordert von der Bundesregierung

eine deutlich verbesserte

Koordination und straffere

Führung der öffentlichen

Aktivitäten bei der Elektromobilität,

um zügig Fortschritte zu

erreichen. Die Fragmentierung

der Bundes- und Länderprogramme

müsse überwunden

werden. Zudem sollten Universitäten,

außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

und Forschungsförderungseinrichtungen

noch stärkere und umfassendere

Aktivitäten auf dem

Gebiet der Elektromobilität

entfalten.

Denn nach einer druckfrischen

Studie der Beratung Bain

& Company gibt es bereits jetzt

einen Markt für 350 000 Elektrofahrzeuge

weltweit, davon

Kleinwagen 30 100 135 2. Generation, Serienproduktion seit Nov

2009 (1000 Fahrzeuge), ab 2012 in Großserie

Kompaktklasse 70 k.A. 200 Ab Oktober 2010 Kleinserie (500 Autos)

VW E-Up Kleinwagen 60 135 130 Konzept, Serienproduktion ab 2013

Bild: Imago

100 000 E-Fahrzeuge in Europa.

Diese Entwicklung werde

vor allem durch eine steigende

Nachfrage der Kunden beschleunigt,

die vom emissionsfreien

und lautlosen Fahren begeistert

sind. Typische Erstkunden

besitzen bereits ein Premiumfahrzeug.

Deshalb haben

die deutschen Hersteller nach

Ansicht von Bain & Company

eine gute Ausgangslage, um

sich am E-Fahrzeugmarkt mit

Premiumangeboten für eine

Die deutschen Automobilhersteller

suchen derzeit

noch den Anschluss beim

Thema Elektromobilität.

anspruchsvolle Käuferschicht

zu etablieren. So starten jetzt

die deutschen Automobilhersteller

zwar vergleichsweise

spät, aber dennoch mit

Schwung in die neue Welt der

Elektomobilität: Die Elektroversion

des Smart fortwo von

Daimler gibt es seit November

2009 immerhin in der zweiten

Generation, ab 2012 soll dieser

auf den offenen Markt kommen.

Ebenso bietet Daimler eine

Elektro-Variante der A-Klasse

in einer Vermietversion an.

Zudem verkaufen die Stuttgarter

bereits 20 % ihrer S-Klasse

als Hybridversion.

BMW rechnet sich nach Angaben

eines Sprechers „hervorragende

Marktchancen“ in dem

Segment aus. Die Münchner

haben derzeit 600 Testfahrzeuge

des Mini E in einen Feldversuch

geschickt. Ab 2011 soll

auch ein Konzeptmodell namens

Active E, das auf dem 1er

Coupé von BMW basiert, getestet

werden. Verkauft werden

weiter auf Seite 2

VDMA

Maschinenbau lehnt Abwrackprämie ab

Produktion Nr 10 , 2010

BERLIN (Dow Jones/ks). Die

deutschen Maschinenbauer stehen

der Idee einer Abwrackprämie

für alte Produktionsanlagen

skeptisch gegenüber. „Der

Staat täte gut daran, sich um

die Investitionsschwäche in

Deutschland zu kümmern“,

sagte Hannes Hesse, Hauptgeschäftsführer

des VDMA, der

Zeitung ‚Tagesspiegel‘. „Allerdings

sollte in der jetzigen Lage

niemand die Unternehmen dazu

verleiten, Investitionsgüter

anzuschaffen, die sie angesichts

akuter Unterauslastung nicht

brauchen“, fügte Hesse hinzu.

„Ganz abgesehen davon, dass

sie damit Eigenkapital binden

müssten, das sie im Aufschwung

dringend brauchen

werden.“ Damit reagierte Hesse

auf einen Vorschlag des

Wirtschaftsweisen Peter Bofinger,

der eine Abwrackprämie

für alte Produktionsanlagen ins

Spiel gebracht hatte. Bofinger

hatte vorgeschlagen, Unternehmen

mit einer Abwrackprämie

zu belohnen, wenn sie alte Anlagen

durch klimafreundliche

ersetzen. Dem entgegnete Hesse:

„Umweltschutz mit der

Brechstange können sich weder

Unternehmen noch der Staat

leisten.“

WIRTSCHAFTSFAKTEN

1,42

1,40

1,38

1,36

1,34

1,32

08.02. 15.02. 22.02. 01.03. 08.03.

€ 1,37 $

€ 123,42 Yen

€ 9,335 Yuan

€ 0,899 £

17 %...

Euro in Dollar

€ 62,13 Rupie

€ 40,63 Rubel

€ 3,87 Zloty

€ 256,13 Forint

Bei uns im Internet

Am meisten geklickt:

1. So geht SAP mit dem

Thema Green IT um

2. Hermle trotz Krise erfolgreich

3. CeBIT 2010: Die besten

Produkte – eine Übersicht

www.produktion.de

A400M: Finanzen sicher

AMSTERDAM (Dow Jones/ks).

EADS kann das A400M-Programm

fortsetzen. Das Unternehmen

und seine Kunden haben

einen Kompromiss im

Streit um die Finanzierung der

Mehrkosten für den Militärtransporter

erzielt. Dabei hat

EADS das finale Angebot der

Abnehmerländer akzeptiert.

Dies sieht vor allem eine Preiserhöhung

für die Käufer vor.

Daimler pusht Brasilien

STUTTGART (Dow Jones/ks).

Daimler will seine Produktion

im boomenden Brasilien ausbauen.

In dem Werk in São

Bernardo do Campo bei São

Paulo sollen künftig 75 000 Laster,

Bus-Fahrgestelle, Motoren,

Getriebe und Achsen produziert

werden, rund 15% mehr als

bisher, so Daimler in Stuttgart.

ZAHL DER WOCHE

... Um diesen

Prozentsatz wird

der Umsatz der Intralogistikbranche

in diesem Jahr voraussichtlich

zurückgehen (siehe S.3).

Bessere Abschreibungsbedingungen

statt einer Abwrackprämie fordert

VDMA-Hauptgeschäftsführer

Hannes Hesse.

Bild: VDMA


2 Produktion Wirtschaftsfakten


11. März 2010 Nr. 10

Deutsche Hersteller...

Fortsetzung von Seite 1

soll dann noch in der ersten Hälfte

dieses Jahrzehnts eine Neuentwicklung

namens Megacity Vehicle, wobei

es sich nach Informationen von Produktion

um einen Viersitzer mit Kofferraum

handelt.

Ein Elektrofahrzeug von VW wird

noch länger auf sich warten lassen.

So soll ein Kleinwagen mit Namen E-

Up, der auf der New Small Family basiert,

erst ab 2013 in Serie produziert

werden. Dagegen setzt Opel auf Autos,

deren Elektroantrieb von einem

Verbrennungsmotor unterstützt wird.

Ab 2011 soll der Opel Ampera in Serie

gehen, der mit einer solchen Technologie

ausgerüstet ist.

Doch nach Ansicht der Expertenkommission

Forschung und Innovation

arbeiten die deutschen Unternehmen

in der Elektromobilität nicht

ausreichend zusammen. Mit den Unternehmen

sollte zügig ein Dialog initiiert

werden, um „die Akteure aus

ihrer Isolation zu lösen“. Der Bund

sollte weitere Förderungen im Bereich

Elektromobilität nur im Falle „sinnvoller

Kooperationen“ gewähren.

VDMA will stärkere industrielle

Gemeinschaftsforschung

Noch einen Schritt weiter geht

Hartmut Rauen, Mitglied der VDMA-

Hauptgeschäftsführung: Rauen fordert,

den heimischen Maschinenbau

bei der Forschung zur Elektromobilität

stärker einzubinden. Beispielsweise

BMBF-Verbundforschung sei geeignet,

um ein Thema schnell nach vorne

zu bringen. Damit könne ein gezielter

Ausbau der Produktionstechnologie

für die Elektromobilität realisiert werden.

Ferner plädiert der VDMA-Geschäftsführer

für einen starken Ausbau

der industriellen Gemeinschaftsforschung

gerade im Umfeld der Elektromobilität.

Denn in diesem Bereich

besitze Deutschland heute bereits die

zwei weltweit führenden Forschungseinrichtungen

zu den Themen Verbrennungsmotor

und Antriebstechnik,

FVV und FVA, wo sich Automotive-Industrie

und Maschinenbauer zusammenfinden.

In rund 200 Projekten

arbeiten sie mit Hochschulen und Instituten

zusammen. Nicht zuletzt weist

Rauen noch einmal auf das Thema

steuerliche Forschungsförderung hin:

„Steuerliche Forschungsförderung

versetzt die Unternehmen in der Breite

in die Lage, Forschung zu tätigen.

Das ist bei einem riesigen Transferthema

wie der Elektromobilität nicht

schlecht.“

ENERGIE & ROHSTOFFE

Entwicklung Ölpreis /

Barrel (159 l)

80

79

78

77

76

75

74

73

72

71

70

69

68

08.02. 15.02.

22.02. 01.03. 08.03.

Töpfer berät Desertec

MÜNCHEN (DJ/gk). Klaus Töpfer, der

frühere deutsche Umweltminister

und ehemalige Exekutivdirektor des

Umweltprogramms der Vereinten Nationen

(UNEP), wird das Wüstenstromprojekt

‚Desertec‘ in strategischen

Fragen beraten. Töpfer werde

sich vor allem um politische und gesellschaftliche

Fragen zu dem Projekt

kümmern, teilte die Desertec Industrieinitiative

(Dii) mit. Ziel sei die Schaffung

eines regulatorischen Rahmens

für Europa, den Nahen Osten und

Nordafrika, innerhalb dessen Investitionen

in Sonnen- und Windenergie

sowie interkontinentale Stromnetze

möglich sind. Das Desertec-Projekt

ist eine Initiative zur Erzeugung von

Strom mittels solarthermischer

Kraftwerke im Nahen Osten und

Nordafrika. Dadurch sollen langfristig

15 % des europäischen Strombedarfs

gedeckt werden.

ENI will Pipeline verkaufen

MAILAND (DJ/gk). Die italienische Ölkonzern

Eni könnte mit dem Verkauf

seiner Anteile an der Gaspipeline TAG

und anderen Vermögenswerten zwischen

1,7 Mrd und 1,8 Mrd Euro einnehmen.

Eni verhandelt mit dem

staatlich kontrollierten Finanzinstitut

Cassa Depositi e Prestiti (CDP) über

den Verkauf seiner TAG-Anteile, sagte

CDP-CEO Massimo Varazzani der Zeitung

‚Il Sole 24 Ore‘. Eni hatte der EU-

Wettbewertsbehörde in Brüssel am 4.

Februar die Veräußerung ihres TAG-

Anteils sowie von Gasleitungen durch

Deutschland und die Schweiz angeboten,

um Bedenken wegen eines möglichen

Marktmissbrauchs durch die

Italiener zu zerstreuen.

ROHSTOFFPREISE

Aluminium je Tonne: 2230,00 $

Kupfer je Tonne: 7514,00 $

Gold je Feinunze: 1135,00 $

Silber je Feinunze: 17,33 $

Nickel je Tonne: 16394,42 €

Zinn je Tonne: 12727,87 €

4.03.2010 Maschinenbau-Aktien-indeX

Maschinenbau-Aktien-indeX vs DAX

340

320

300

280

260

240

220

200

180

160

140

Mehr Auträge als erwartet

FRANKFURT (DJ/gk). Der Auftragseingang

der deutschen Industrie ist

im Januar weitaus höher gewesen als

erwartet. Wie das Bundeswirtschaftsministerium

mitteilte, erhöhten sich

die Bestellungen gegenüber dem Vormonat

preis- und saisonbereinigt um

4,3 %. Zudem war der Rückgang im

Vormonat mit 1,6 % spürbar schwächer,

als vorläufig mit minus 2,3 % berichtet.

Maschinenbau-

Aktien-indeX

DAX 30

M A M J J A S O N D J F

Maschinenbau-Aktien-indeX

Name Indexmitglied Kurs

(EUR)

25.02.

Kurs

(EUR)

04.03

1 Jahr

340

320

300

280

260

240

220

200

180

160

140

Wochen Marktkapitalisierung

performance

(in %) (in Mio. Euro)

AIXTRON TecDAX 21,87 22,98 5,1% 2313

BAUER MDAX 32,60 32,63 0,1% 559

CENTROTHERM PHTO. TecDAX 29,39 31,70 7,9% 671

DEMAG CRANES MDAX 24,14 25,52 5,7% 540

DEUTZ SDAX 3,40 3,61 6,3% 437

DUERR SDAX 15,50 15,90 2,6% 275

ELEXIS SDAX 9,25 9,05 -2,2% 83

GEA GROUP MDAX 13,60 14,74 8,4% 2709

GILDEMEISTER MDAX 9,51 10,26 7,8% 467

HEIDELBERGER DRUCKM. MDAX 5,02 5,25 4,5% 410

KUKA SDAX 11,85 12,14 2,4% 190

JENOPTIK TecDAX 4,47 4,79 7,2% 249

JUNGHEINRICH SDAX 14,83 15,60 5,2% 250

KRONES MDAX 11,50 12,32 7,1% 201

HOMAG GROUP SDAX 38,10 37,72 -1,0% 1192

MANZ AUTOMATION TecDAX 10,27 11,07 7,8% 324

MAN DAX 52,14 55,07 5,6% 7763

NORDEX TecDAX 54,40 58,35 7,3% 261

PFEIFFER VACUUM TECH. TecDAX 8,66 9,23 6,5% 617

ROTH & RAU TecDAX 56,10 57,00 1,6% 511

RATIONAL MDAX 124,00 121,55 -2,0% 1382

ROFIN-SINAR TECHS. TecDAX 23,89 26,15 9,5% 397

SIEMENS DAX 15,07 15,99 6,1% 466

KOENIG & BAUER SDAX 64,08 67,96 6,1% 4084

SALZGITTER DAX 62,32 66,45 6,6% 60749

TOGNUM MDAX 22,79 24,68 8,3% 12695

THYSSENKRUPP DAX 12,31 13,36 8,5% 1755

VOSSLOH MDAX 70,40 74,10 5,3% 1096

WACKER NEUSON SDAX 8,43 8,43 0,1% 571

WINCOR NIXDORF MDAX 49,23 50,38 2,3% 1667

Quelle: Datastream, LBBW Research

Bemerkung: Es handelt sich hierbei um XETRA-Schlusskurse

vom vergangenen Donnerstag

Spanische Produktion niedriger

MADRID (DJ/gk). Die spanische Industrieproduktion

hat zu Jahresbeginn

deutlicher unter dem Vorjahresniveau

gelegen als in den beiden Vormonaten.

Die Produktion verringerte

sich um 4,5 %, wie die Statistikbehörde

mitteilte. Im Dezember 2009 hatte

sich der Rückgang auf 1,5 % von minus

4 % im Vormonat verlangsamt.

Damit ging die Industrieproduktion im

Januar stärker zurück als erwartet.

Kalenderbereinigt belief sich das Minus

im Januar auf 2,5 %, nachdem die

Produktion im Vormonat um 1,4%

niedriger gelegen hatte. Die Herstellung

von Investitionsgütern lag um

5,6 % unter dem Vorjahresniveau.

Maschinenbau-Aktien-indeX

325

320

315

310

305

300

295

290

285

Der Maschinenbau-Aktien-indeX konnte, im Einklang mit

dem Gesamtmarkt, die Vorwochenverluste mehr als kompensieren.

Dies gilt insbesondere für die Solarmaschinenbauer

mit einem Kurszuwachs von 7,3% für Manz und für

den Wochengewinner Roth & Rau mit einem Plus von 9,5%.

Da die Förderkürzung, wie geplant, vom Kabinett verabschiedet

wurde, dürfte diese Entwicklung als eine technische

Reaktion auf die vorangegangenen Kursverluste zu

sehen sein. Der Homag-Bericht konnte, trotz verbesserter

Auftragslage, keine Impulse auslösen. Lediglich drei Werte

notierten unter dem Stand der Vorwoche. Die vorläufigen

Geschäftszahlen für 2009 von elexis zeigten noch keine

Erholung im Auftragseingang, aber ein besser als erwartetes

Ergebnis. Da der Aktienkurs bereits im Vorfeld zulegte,

führten Gewinnmitnahmen zu einem kleinen Wochenminus

von 2,2 %. Der Rückgang von 1 % bei Krones wurde

durch eine Herabstufung des Aktienratings ausgelöst. Rational

(-2,0%) veröffentlicht am 11. März seine Zahlen.

5/3/10

7 14 21 28 4 11 18 25 1 8 15 22 1

DEZ JAN FEB

Von Alexandra Hauser,

Senior-Analyst der LBBW

Solarmaschinenbauer

sind die Gewinner

3 Monate

Stammdaten zum Index: Anzahl der Werte: 30, Startpunkt 01.01.2000, Startwert 100,

Indexart:Preisindex, Gewichtung: Gleichgewichtung;

Werte die nach dem 01.01.2000 notiert sind: Bauer, Centrotherm Phto., Homag Group,

Manz Automation, Roth & Rau, Tognum, Nordex, Wacker Neuson und Wincor Nixdorf

KONJUNKTUR & MÄRKTE

Wirtschaft warnt vor Risiken

BERLIN (DJ/gk). „Es bleiben Risiken

für den Aufschwung, aktuell vor allem

die exorbitante Staatsverschuldung

im Euroraum sowie die Schwierigkeiten

der Unternehmen bei der Kreditversorgung“,

heißt es in der gemeinsamen

Erklärung der wichtigsten

Wirtschaftsverbände nach einem Gespräch

mit Bundeskanzlerin Angela

Merkel. Als ein „erhebliches Wachstumsrisiko“

benannten die Wirtschaftsvertreter

die Unternehmensfinanzierung.

Zwar deuteten aktuelle

Kennzahlen darauf hin, dass es keine

flächendeckende Kreditklemme gebe.

Sorge machten aber, dass gerade die

Unternehmen, die für sich eine erheblich

verbesserte Geschäftslage

und insbesondere steigende Exporte

erwarten, gleichzeitig überdurchschnittlich

verschlechterte Kreditbedingungen

beklagten.

325

320

315

310

305

300

295

290

285

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Nummer 10 NACHRICHTEN AUS DER INDUSTRIE

11. März 2010

Metallbearbeitungsmessen Deutschland:

METAV lässt wieder hoffen

Produktion

Wirtschaft

4 Markt 5 Messe 6 Branche

Messenachlese CeBIT:

Die Zurückhaltung löst sich auf

Mehr Trends.

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Jetzt im Technikteil.

Entscheider lesen Produktion

Stahlindustrie:

Nur noch vorsichtige Konsolidierung

Russland will in

Autobau investieren

Produktion Nr 10 , 2010

Intralogistik

„Wirtschaftskrise schlägt voll durch“

MOSKAU (DJ/ks). Die russische Regierung

will in der kommenden Dekade

180 Mrd Rubel (umgerechnet 6

Mrd Dollar) in die Automobilindustrie

des Landes investieren. Die Maßnahme

ist Teil einer kürzlich aufgelegten

Strategie zur Wiederbelebung

des Sektors. Insgesamt benötige der

Sektor eine Investition von bis zu 1,8

Billionen Rubel bis 2020, sagte ein

Vertreter des russischen Industrieministeriums,

das für die Strategie verantwortlich

ist. Allerdings verlange

die Regierung von Automobilherstellern

und Banken, dass sie den Großteil

der Summe selbst aufbringen.

BDI kritisiert die

Regierung deutlich

Produktion Nr 10 , 2010

BERLIN (Dow Jones/ks). In ungewohnt

offener Form hat der Bundesverband

der Deutschen Industrie

(BDI) den Zustand der Regierungskoalition

beklagt. BDI-Präsident Hans-

Peter Keitel sagte der ‚Frankfurter Allgemeinen

Zeitung‘, auch fünf Monate

nach der Wahl herrsche noch Orientierungslosigkeit.

„Wir haben in

Deutschland an Drehmoment verloren.”

Die Regierung wisse selbst,

„dass sie an verschiedenen Stellen

nicht optimal agiert, und zwar fahrlässig,

denn bei ausreichender Ernsthaftigkeit

könnte es besser laufen.”

Von Pierer muss

Bußgeld bezahlen

Produktion Nr 10 , 2010

MÜNCHEN (Dow Jones/ks). Nach

der außergerichtlichen Einigung mit

der Siemens AG muss deren früherer

Vorstandsvorsitzender Heinrich von

Pierer nun zusätzlich ein Bußgeld

zahlen. „Es gibt einen rechtskräftigen

Bußgeldbescheid”, sagte eine Sprecherin

der Staatsanwaltschaft München

I. Zur Höhe der Buße wollte sie

keine Angaben machen.

von Klaus Hiemer

Produktion Nr 10 , 2010

FRANKFURT. Der Umsatz der deutschen

Intralogistik-Anbieter ist 2009

gegenüber dem Branchen-Rekordjahr

2008 um 21% von 21,7 auf 17,1 Mrd Euro

zurückgegangen. Für 2010 wird mit

weiteren Einbußen gerechnet.

„Die weltweite Wirtschaftskrise hat

auf die Intralogistik voll durchgeschlagen“,

sagte Christoph Hahn-Woernle,

Sprecher des Forums Intralogistik

und geschäftsführender Gesellschafter

der Viastore Systems GmbH,

auf der Jahrespressekonferenz des

Forums in Frankfurt. „Auch für das

laufende Jahr müssen wir von einem

Rückgang um weitere 17 Prozent ausgehen“,

erklärte Hahn-Woernle weiter.

Experten der Intralogistik-Branche

prognostizieren somit einen Umsatz

von 14,2 Mrd Euro für die deutsche

Intralogistik-Branche im Jahr

2010.

Dabei scheint die Stimmung unter

den Unternehmen besser zu sein als

die Lage. Auf der Intralogistik-Leitmesse

LogiMAT in Stuttgart waren

viele Firmen nach Recherchen von

Produktion mit dem Messeverlauf

durchaus zufrieden. „Bei unserem

Thema stießen die innovativen Lösungen

auf reges Interesse und positives

Echo“, hieß es beispielsweise bei

dem Arbeits- und Objektschutz-Spezialisten

tbm.

Bis 2005 waren die Auftragseingangs-

und Umsatzzyklen laut Hahn-

Woernle normal verlaufen. „Von Januar

2005 bis Juni 2007 gab es einen

Auftragseingangsschub von rund 50

Prozent“, erläuterte er. Dieser Überhitzung

folgte ein Wegbrechen der

Aufträge um annähernd 50 %.

Die Folge sei der erneute Umsatzrückgang

in diesem Jahr. Auch die

größten Abnehmerländer deutscher

Intralogistik-Erzeugnisse haben deutlich

weniger bestellt. Beispielsweise

sind die Exporte nach Russland um

50 % eingebrochen. Der nach wie vor

größte Markt für deutsche Intralogistik-Hersteller,

die EU, schrumpfte um

etwa ein Drittel. Nach Angaben von

Bild: VDMA

Neuen Kurs in Richtung

Internationalisierung

sollen nach Expertenmeinung

auch

kleinere Unternehmen

einschlagen.

Hahn-Woernle hat die Krise am

stärksten auf dem europäischen Kontinent

zugeschlagen. Eine bemerkenswerte

Entwicklung habe dagegen China

gemacht. Als einziger der BRIC-

Staaten verzeichnet die Volksrepublik

einen Zuwachs bei den Intralogistik-

Importen aus Deutschland, und zwar

um 5 %.

„Die dramatischen Entwicklungen

in Auftragseingang und Umsatz haben

auch Auswirkungen auf die Beschäftigung“,

hob Hahn-Woernle hervor.

Nachdem die Branche ein Mitarbeiterzuwachs

von 20 % über die vergangenen

drei Jahre verzeichnet hatte,

zählte die Intralogistik 2009 rund

103 400 Beschäftigte. „Nach dem

massiven Abbau von Leih- und Zeitarbeitskräften

im vergangenen Jahr ist

davon auszugehen, dass in diesem

Jahr die Zahl der Kernbeschäftigten

in der Intralogistik unter die Marke

von 100 000 rutschen wird“, sagte

Hahn-Woernle.

Nach Einschätzung des Forums Intralogistik

werden gerade in wirtschaftlich

schwierigen Zeiten weitere

Rationalisierungs- und Einsparpotenziale

durch Erhöhung des Automatisierungsgrads

und der höheren Effizienz

von Systemen unumgänglich

werden. Dabei müssen erheblich Ressourcen

jeglicher Art gespart werden.

„Die Intralogistik steht jetzt vor einem

Paradigmenwechsel“, erklärte

Hahn-Woernle. Weil zudem der deutsche

Markt einer Sättigung entgegenstrebe,

sei eine Ausweitung des internationalen

Geschäfts auch bei kleineren

und mittleren Unternehmen erforderlich.

„Hier müssen die Leistungen

in der Region für die Region erbracht

werden“, machte Hahn-Woernle

deutlich. Die deutsche Intralogistik

habe sich auf die Aufgabe zu

konzentrieren, die richtigen Systeme

und Innovationen zu entwickeln.

„Deutschland wandelt sich immer

mehr vom Ausfuhrland von Produkten

zum Exporteur von Ideen und Innovationen.

Diesen Vorsprung müssen

wir halten und ausbauen“, sagte

Hahn-Woernle und appellierte an die

Bundesregierung: „Es ist dringend

notwendig, noch viel stärker in Forschung

und Bildung zu investieren.

Es reicht nicht, Durchschnitt zu sein.“

Die deutsche Intralogistik steht vor

gewaltigen Herausforderungen, vor

allen im Hinblick auf die sich verändernden

Gegebenheiten in allen wichtigen

Märkten weltweit.

Globalisierung wichtiger

Zukunftsaspekt

„Die Forschungsgemeinschaft Intralogistik

/ Fördertechnik und Logistiksysteme

(IFL) hat sich zum Ziel gesetzt,

mittels einer vorwettbewerblichen

Gemeinschaftsforschung die

Konkurrenzfähigkeit unserer Branche

auch im internationalen Wettbewerb

zu sichern“, äußerte Wolfgang Albrecht,

Vorsitzender des Vorstandes

der Forschungsgemeinschaft Intralogistik/Fördertechnik

und Logistiksysteme,

Mitglied des Lenkungskreises

des Forum Intralogistik und Geschäftsführer

der PSI Logistics GmbH.

Gemeinsam mit dem Institut für Zukunftsstudien

und Technologiebewertungen

(IZT) hat sie deshalb 2009 die

Trendstudie ‚Zukunft der Intralogistik

2020+’ erarbeitet.

Ressourcen-Effizienz, Globalisierung

und Innovationen haben erheblichen

Einfluss auf die Intralogistik

der Zukunft. Albrecht schildert, „dass

es weitere Optimierungsdimensionen

in der Intralogistik zu berücksichtigen

gibt. Ressourcen-Effizienz umfasst

diese Ansätze“. Er fügt hinzu, dass

„auch die Wirtschaftskrise den anhaltenden

Trend der Globalisierung nicht

umkehren wird“.

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

redaktion@produktion.de

Konjunktur

Chemieindustrie sieht sich weiter auf Kurs

Produktion Nr 10 , 2010

FRANKFURT. (Dow Jones/ks). Der Verband

der Chemischen Industrie (VCI)

hat seine Jahresprognosen für 2010

bestätigt. Der Branchenverband rechnet

demnach weiter mit einem Anstieg

der Chemieproduktion um rund 5 %.

Für den Branchenumsatz wird weiterhin

eine Zunahme um 6 % prognostiziert.

Die Chemiekalienpreise dürften

im Gesamtjahr um rund 1 % höher

liegen, hieß es. Der Verband sagt eine

Erholung der Chemiekonjunktur in

kleinen Schritten voraus und verweist

auf die niedrige Vorjahresbasis. „In

den kommenden Monaten wird die

Nachfrage aus Asien, Südamerika und

Osteuropa nach deutschen Chemikalien

weiter anziehen“, prognostizierte

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann.

Der Export stütze die Aufwärtsbewegung

im Chemiegeschäft. „Dennoch

werden die Bäume nicht in den

Himmel wachsen“, sagte Tillmann.

Von der EU – dem mit Abstand wichtigsten

Exportmarkt für die Branche

– sei 2010 nur eine geringe Dynamik

für die Produktion von Chemikalien

zu erwarten, erklärte er. Der Auslandsumsatz

werde sich 2010 aber

insgesamt besser entwickeln als das

Inlandsgeschäft, hieß es. Im vierten

Quartal 2009 hat die deutsche chemische

Industrie ihren Erholungskurs

fortgesetzt. Durch die wachsende

Nachfrage aus allen Regionen der

Welt nach deutschen Chemieerzeugnissen

sei die Produktion gegenüber

dem Vorquartal weiter gestiegen, erläuterte

der Verband. Im Vergleich

zum dritten Quartal 2009 wuchs die

Chemieproduktion den Angaben zufolge

um 5,3 %, im Vorjahresvergleich

war noch ein Anstieg um 4,1 % zu

verzeichnen. Auch die Kapazitätsauslastung

hat sich im vierten Quartal

verbessert, sie ist den Angaben zufolge

auf 77,9 % gestiegen.

25

20

15

10

5

0

Umsatz in Milliarden Euro

14,6

17,6

UMSÄTZE DEUTSCHE INTRALOGISTIK

19,9

2005 2006 2007 2008 2009 2010

Quelle: VDMA

© Produktion

Der kontinuierlichen Aufwärtsentwicklung bei den Umsätzen in der deutschen Intralogistik

folgte 2009 ein deutlicher Dämpfer. Für 2010 könnte der Wert unter den von 2005

fallen, befürchtet das VDMA-Forum Intralogistik.

21,7

Schätzung

17,1

Prognose

14,2

(10,7 %) (20,2 %) (13,0 %) (9,0 %) (-21,0 %) (-17,0 %)


4 Produktion Wirtschaft : Markt und Meinung 11. März 2010


Nr. 10

KOMMENTAR

Gemeinsame Forschung tut Not

Bisher kommt die Elektromobilität in Deutschland noch nicht recht in

Schwung. Während die heimischen Firmen bei Photovoltaik und Windkraftanlagen

weltweit vorne mitmischen, steckt die Entwicklung von Elektroautos

sowie die gesamte dazugehörige Wertschöpfungskette mit ihren Zulieferern

noch in den Kinderschuhen. Bis vor kurzem hatten Elektroautos

hier zu Lande kaum Fürsprecher aus Gesellschaft und politischen Interessengruppen.

Jetzt ist es Maintream, dass die automobile Zukunft elektrisch

ist. Dabei entfächert sich eine große Bandbreite von Varianten: vom reinen

elektrischen Stadtfahrzeug über Hybridfahrzeuge

mit Verbrennungs- und Elektromotor bis

zu Entwicklungen mit Brennstoffzellen. Doch

diesen weltweiten Trend haben Wissenschaft

und Wirtschaft nicht rechtzeitig erkannt.

Nun ist guter Rat teuer. Dabei lohnt sich für

hiesige Produktioner erneut ein Blick nach Osten.

In Japan arbeitet die Industrie in wirtschaftlichen

Verbundgruppen (Keiretsu) zusammen.

Die einzelnen Einheiten bündeln ihre Kräfte,

um technologische Neuerungen voranzutreiben.

Auf dem Weltmarkt treten sie dann gestärkt

unter verschiedenen Markennamen an.

Gunnar Knüpffer,

Redaktion Produktion

Von diesem Vorgehen können heimische Automobilhersteller

und Zulieferer lernen, zumal es

bereits eine erfolgreiche industrielle Verbundforschung gibt (FVV und FVA),

bei der Industrie, Hochschulen und Institute beim Thema Antriebsstrang in

eine Richtung marschieren. Diese sollte um den Bereich Elektromobilität erweitert

werden. Forschungsgelder sollten nur dann vergeben werden, wenn

die hiesigen Unternehmen erfolgversprechende Forschungskooperationen vereinbart

haben, die zu weltmarktfähigen Produkten führen.

Metallbearbeitungsmessen Deutschland

METAV lässt wieder hoffen

Produktion Nr 10 , 2010

DÜSSELDORF (sm). Die am 27. Februar

zu Ende gegangene Metallbearbeitungsmesse

METAV Düsseldorf hat an

Anziehungskraft verloren. Trotzdem

vermeldet die Messe Düsseldorf: „Volle

Hallen, gute Stimmung und bessere

Investitionslaune bei den Kunden“.

Rund 45 000 Fachbesucher (2008:

51 000) aus 26 Ländern kamen an

den fünf METAV-Tagen vom 23. bis

27. Februar 2010 nach Düsseldorf.

700 Aussteller (2008: 842) aus 28

Ländern zeigten dort ihre neuen Produkte,

Lösungen und Dienstleistungen

für die industrielle Fertigung

erstmals seit über einem Jahr in

Deutschland, dem größten Markt für

Werkzeugmaschinen in Europa. „Die

Messe hat alle unsere Erwartungen

getoppt“, freut sich Dr. Detlev Elsinghorst,

Präsident der METAV. „Sie hat

eindrucksvoll gezeigt, dass sie ein

Gradmesser für die wirtschaftliche

Belebung ist.“ Laut dem Messeveranstalter

bestätigten viele Aussteller,

dass sie nach den langen Monaten extremer

Kaufzurückhaltung bei den

Kunden überrascht waren vom starken

Besucherandrang und den vielen

konkreten Gesprächen über Projekte

und Investitionsvorhaben.

Bei der METAV, dem ersten bedeutenden

Branchenereignis für die Metallbearbeitung

im laufenden Jahr,

Bild: Messe Düsseldorf

Hat die Werkzeugmaschinenbranche die Krise überstanden? Auf der diesjährigen ME-

TAV herrschte laut Einschätzung der Veranstalter eine gewisse Aufbruchstimmung.

drehte sich alles um die Frage, ob sich

der Investitionsstau auflösen könnte

und die Kunden wieder kaufen. In der

Besucherbefragung des Messeorganisators

VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinen)

gaben 80 % der Befragten

an, dass sie in den nächsten

zwölf Monaten in Produktionstechnik

investieren wollen. Das sei auch bei

den Ausstellern angekommen. „Wir

stellen eine zunehmende Nachfrage

nach Werkzeugmaschinen und

Dienstleistungen fest“, berichtet Dr.

Rüdiger Kapitza, Vorstandsvorsitzender

der Bielefelder Gildemeister AG.

Fast die Hälfte der METAV-Fachbesucher

besitzen nach eigenen Angaben

Entscheidungskompetenz im Ein-

kauf. 5 % der Kunden hatten ihre Investitionsabsichten

bereits umgesetzt

und Aufträge auf der METAV vergeben.

Gisbert Krause, Geschäftsführer

der Hommel-Gruppe in Köln berichtet:

„Bereits in den ersten drei Tagen

haben wir Maschinen verkauft und

über 1 000 qualifizierte Kundenberichte

geschrieben, mehr als vor zwei

Jahren mitten im Boom.“

Die METAV 2010 fand in einem sehr

schwierigen wirtschaftlichen Umfeld

statt. „Deshalb freut es uns umso

mehr, dass sich 90 Prozent der Besucher

in unserer Besucherbefragung

mit unserem Angebot und der Veranstaltung

sehr zufrieden zeigten“, sagt

Detlev Elsinghorst.

Maschinenbau-Konjunktur

Nur mühsame Erholung

Produktion Nr 10 , 2010

FRANKFURT (Dow Jones/ks). Wie

der VDMA mitteilte, sank der Auftragseingang

im Januar um real 3 %

im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Das Inlandsgeschäft fiel um 17 %, bei

der Auslandsnachfrage gab es dagegen

ein Plus von 6 %. Im Dreimonatsvergleich

November 2009 bis Januar

2010 ergab sich insgesamt ein Minus

von 3 % im Vorjahresvergleich, bei

den Inlandsaufträgen ein Minus von

10 % und bei den Auslandsaufträgen

ein Plus von 2 %.

„Der Jahresauftakt im Bestelleingang

des deut schen Maschinen- und

Anlagenbaus fiel bescheiden aus”,

kommentierte VDMA-Chefvolkswirt

Ralph Wiechers das Ergebnis. Es gehe

es mühsam von der Talsohle aus wieder

nach oben.

13. - 16. April 2010 • Messe Karlsruhe

PaintExpo

Internationale Leitmesse für industrielle Lackiertechnik

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Siemens Business Unit ‚Mechanical Drives‘

Theo Maas übernimmt

von Dietmar Poll

Produktion Nr 10 , 2010

NÜRNBERG/BOCHOLT. Theo Maas

übernimmt am 1. April 2010 die Leitung

der Siemens Business Unit ‚Mechanical

Drives‘. Der Vorstandsvorsitzende

der A. Friedrich Flender AG,

Manfred Egelwisse, wird das Unternehmen

auf eigenen Wunsch Ende

März verlassen. Er wird dem Unternehmen

auch in Zukunft eng und

freundschaftlich verbunden bleiben.

Manfred Egelwisse hat die A. Friedrich

Flender AG mehr als zwei Jahrzehnte

begleitet und war maßgeblich

an der erfolgreichen globalen Neuund

Branchenausrichtung des Unternehmens

beteiligt. Er gehörte dem

Vorstand von Flender seit 1999 an

und leitete nach Übernahme des Unternehmens

durch die Siemens AG

2005 aktiv die stufenweise Integration

in die weltweite Organisation der

Siemens-Gruppe. Dieser Integrationsprozess

wird mit der anstehenden

rechtlichen Verschmelzung von Flender

in die Siemens AG in den kommenden

Monaten abgeschlossen.

Gegenseitige Stärkung im

Anwendungs-Know-how

„Flender hat mit der mechanischen

Antriebstechnik und gezielten Branchenschwerpunkten

das Portfolio der

Siemens-Division Drive Technologies

mit dem elektromechanischen Antriebsstrang

hervorragend komplettieren

können. Durch die gegenseitige

Stärkung im Anwendungs-Know-how

und die internationale Ausrichtung

der Siemens AG, verbunden mit exzellenter

Prozess- und Logistikkompetenz

konnte die Business Unit Mechanical

Drives am Marktwachstum

der vergangenen Jahre stark partizipieren.

Manfred Egelwisse als wesentlichem

Treiber dieser Entwicklung

gilt daher unser Dank“, so Klaus

Helmrich, CEO der Siemens-Division

Bild: Siemens

Theo Maas freut sich über seine neue

Position als Leiter der Business Unit

‚Mechanical Drives‘ bei der Siemens AG

zum 1. April.

Drive Technologies. Zum Nachfolger

von Egelwisse als Leiter der Business

Unit Mechanical Drives wird das Flender-Vorstandsmitglied

Theo Maas

(52) berufen. Nach seinem Studium

der Luft- und Raumfahrttechnik an

der FH in Aachen mit dem Abschluss

Diplom-Ingenieur trat Maas 1981 in

die Siemens AG ein.

Er kann während seiner 25-jährigen

Siemens-Karriere auf Schwerpunkte

im Bereich Power Generation

und Service dieses Geschäftsfeldes

zurückblicken. Zuletzt leitete er den

Geschäftszweig PG 01 und war damit

für den Service von Gasturbinen im

Kraftwerksgeschäft weltweit verantwortlich.

Seit April 2006 ist er in der A. Friedrich

Flender AG tätig und leitete von

2006 bis 2008 das weltweite Industriegetriebegeschäft.

Seit Februar

2008 ist er Mitglied des Flender-Vorstands,

fungiert als Chief Operating

Officer (COO) und verantwortet die

Ressorts Industrie, Fertigung und

Technologie.

Aus den Unternehmen

++ Haas: Der Werkzeugmaschinenhersteller

Haas

Automation Europe

benennt Peter Zierhut,

Mitbegründer

der Haas Automationen

Inc., zum neuen

Managing Director.

Damit löst er Peter

Hall ab, der zurück

zu Haas Automationen

Inc. nach Kalifornien wechselt,

um dort den Bereich Weiterentwicklung

des Unternehmens zu

übernehmen.

++ Ipte: Frederik Buss verstärkt ab

sofort das Vertriebsteam

für den Bereich

Testautomatisierung

und Produktionsanlagen

für Solarfertigung

bei der Ipte

Germany GmbH. Der

Diplom-Ingeneur ist

damit für die Vertriebsaktivitäten

rund um Solarfertigungs-Equipment

im deutschsprachigen

Raum und dem Bereich

Testautomatisierung für Norddeutschland

zuständig.

++ Kjellberg: Heiko Schröder wurde

kürzlich zum neuen

Geschäftsführer

der Kjellberg Finsterwalde

Schweißtechnik

und Verschleißschutzsysteme

GmbH ernannt.

Damit nimmt er den

Platz von Dr. Todd

Deißer ein, der ab sofort Leiter der

Entwicklung ist. Zudem kündigt er

an, dass im zweiten Quartal die

Plasmapulver-Auftragschweißtechnik

serienreif sein wird.

++ Epson/Minitec: Die MiniTec.at

GmbH übernimmt ab sofort in Österreich

den Vertrieb für die Produkte

der Epson Factory Automation.

Ziel der Kooperation ist, neue

Zielgruppen aus Pharma, Labortechnik

und Nahrungsmittel zu a-

dressieren. Durch die Kooperation

mit der MiniTec.at GmbH stärkt

Epson seine Marktposition in Österreich

für Industrieprodukte wie

6-Achsroboter, SCARA-Roboter

und Linearmodule.


11. März 2010


Nr. 10 Wirtschaft : Unternehmen und Branchen

Produktion 5

Messenachlese

CeBIT: Die Zurückhaltung löst sich allmählich auf

von Daniela Hoffmann

Produktion Nr. 10 , 2010

HANNOVER (ks). Vorsichtig optimistisch

war die Stimmung der ersten

CeBIT-Messetage in Hannover. Die

ERP-Hersteller basteln an Trends, Microsoft

setzt auf die Cloud und SAP’s

Business ByDesign soll nun endlich

marktreif werden.

Bei Microsoft wurde in diesem Jahr

vor allem in die Wolke geschaut. Im

Mittelpunkt stand die Aussicht auf

Office 2010, das ab Juni verfügbar

sein soll. Die dazu angekündigte

Cloud-Lösung Office Web Apps stellt

jedoch nicht die Office-Lösungen

komplett gehostet zur Verfügung,

sondern nur stark abgespeckte Varianten.

ERP-Lösungen will Microsoft

laut MS-Ansprechpartner Günther Igl

auf absehbare Zeit nicht in der Cloud

anbieten.

Anders SAP, der ERP-Riese stellte

auf der CeBIT wieder einmal seine

SaaS-Lösung Business ByDesign vor.

„Wir haben ein fokussiertes Programm,

um zur Marktreife zu kommen“,

sagt Dr. Markus Schwarz, Head

of Go-To-Market für Business byDesign.

Thema sind derzeit Funktionalität,

Skalierbarkeit und Partnereinbindung.

Die Manufacturing-Branche ist

nach wie vor mit bis zu 40 Prozent

der Kunden wichtigste Zielgruppe.

„Die Lösung soll sich mittel- und langfristig

auch für komplexe Fertigungsunternehmen

eignen“, so Schwarz.

„Die Lösung hat das Potenzial, den

ERP-Markt auf Dauer zu verändern“,

ist sich Michael Finkler, Vorstand AL-

Schunk

Firmen entdecken

die Service-Robotik

Bild: Deutsche Messe Hannover

Nicht nur der Besucherandrang auf der CeBIT stimmte optimistisch, auch die Aussteller

zeigten sich im wesentlichen zuversichtlich.

PHA Business Solutions, sicher. Derzeit

passe ByDesign jedoch vor allem

für Komponentenfertiger mit flachen

Strukturen; auf absehbare Zeit werde

es viele Unternehmen geben, für die

sich die Software nicht eigne, so Finkler

weiter.

Am Stand des polnischen Softwareanbieters

Comarch ging es um

das ab Ende März verfügbare Release

5 der Java-basierten ERP-Software

Semiramis. Dabei hatte man sich auf

den technologischen Umbau konzentriert,

der die Release-Unabhängigkeit

für Zusatzapplikationen und Branchenlösungen

sicherstellt. Der ERP-

Hersteller oxaion hat seine Funktionalität

in Richtung Usability (mit einer

neuen Benutzeroberfläche) und Internationalität

(chinesische Sprachversion)

erweitert. „Die Bedeutung

von Service hat bei den Kunden zugenommen.

Wir sehen gerade, dass sich

die allgemeine Zurückhaltung des

letzten Jahres auflöst“, sagt Stephan

Dürr, Marketing-Leiter bei oxaion.

„Werte spielen für die Kunden wieder

eine neue Rolle, es wird mehr hinterfragt,

ob Kontinuität vorhanden ist“,

stellt Christoph Harzer, Marketing

Manager von ABAS Software, fest. Es

habe eine Sensibilisierung im Markt

gegeben, was zu Beispiel die Langfristigkeit

bei den Wartungsgebühren angehe.

Die Berliner PSIPENTA hat ihre

Software erstmals auf in einer chinesischen

Sprachversion mit nach Hannover

gebracht. Auf der CeBIT stellte

der Anbieter das „ERP-Demo.de“ vor,

eine Website, auf der ERP-Software

und ihre Möglichkeiten im Allgemeinen

– und im Speziellen – auch für

Einsteiger visualisiert und erklärt

werden. „Die Kunden interessieren

sich derzeit verstärkt für Konsolidierung

und Multicompany-Prozesse“,

meint Christopher Catterfeld, Director

Business Line Sage ERP X3. Das

ERP-System (vormals adonix) adressiert

wie schon die bäurer-Produkte

die mittelständische Fertigungsindustrie,

Fokus ist derzeit die Transparenz

durch Dashboards und Frühwarnsysteme

über rechtlich unabhängige Unternehmensstrukturen

hinweg.

Standards ermöglichen

automatische Notfallmaßnahmen

„Wir haben Applikationen und

Oberfläche getrennt, um in Zukunft

nicht nur proprietäre Interfaces anbieten

zu können“, sagt proALPHA-

Vorstand Leo Ernst. Ab der nächsten

CeBIT soll zum Beispiel eine .NET-

Bedienoberfläche verfügbar sein. Für

die Entwicklung von „emergenter“,

ereignisgesteuerter Software wird der

ERP-Anbieter im Rahmen eines Spitzencluster

vom Bundesforschungsministerium

gefördert. Standards sollen

künftig dafür sorgen, dass zum Beispiel

ein Maschinenausfall beim Zulieferer

automatisierte Maßnahmen

in der Lieferkette auslöst.

von Annika Mentgen

Produktion Nr. 10 , 2010

HAUSEN. Die dritte Auflage der „Expert

Days on Service Robotics“ bei Schunk

waren ein voller Erfolg. Rund 100 Teilnehmer

aus aller Welt diskutierten mit

internationalen Experten die Zukunft

der Service-Robotik in Hausen.

Der Roboter als flexibler Helfer im industriellen

und häuslichen Umfeld –

die Expert Days bei Schunk beleuchteten

das Thema Service-Robotik von

den unterschiedlichsten Seiten. Nach

zwei Tagen intensiven Austauschs

zwischen Industrieunternehmen, Universitäten

und Forschungsinstituten

steht fest: Die Service-Robotik ist ein

wachsender Markt, aus der Phase der

universitären Forschung geht sie zunehmend

in eine Phase der praktischen

Anwendung über. Das macht

auch die steigende Zahl von Wirtschaftsunternehmen

deutlich, die das

Thema als Zukunftsfeld für sich entdecken.

Auch die Verkaufszahlen der

Service-Roboter sprechen eine deutliche

Sprache: 2008 wurden 13 910

Service-Roboter ausgeliefert, insgesamt

waren bis Ende 2008 rund

63 430 Service-Roboter im Einsatz –

Tendenz steigend.

Service-Robotik-Anwendungen

müssen zur Marktreife kommen

Doch die Kosten für den wirtschaftlichen

Einsatz solcher Roboter sind

nach wie vor oft zu hoch. Prof. Henrik

I. Christensen vom Georgia Institute

of Technology fordert beispielsweise

eine Senkung der Kosten um mindestens

den Faktor 5. Man müsse sich auf

die wirklichen Marktbedürfnisse konzentrieren.

Sonst entwickele man Patente,

die keiner brauche. In diesem

Zuge müssten sich auch die Strategien

in den F&E-Abteilungen ändern.

Auch Thomas Haase vom Karslruher

Institut für Technologie bemängelte

die noch zu hohen Preise für beispielsweise

Mehrfinger-Greifer.

Bild: Schunk

Der Mensch als Vorbild: die Dextrous

Hand vom Spann- und Greiftechnikspezialisten

Schunk.

Die Integration von Service-Robotern

in beispielsweise den Krankenhausalltag,

in dem die Maschinen direkt

am Menschen arbeiten sollen,

scheint nach wie vor noch Zukunftsmusik

zu sein. Prof. Markus Schwarz

von der Universität Heidelberg und

Dr. Robert Boesecke von der PRECI-

SIS AG stellten unterschiedliche

Projekte in der Medizintechnik vor.

Der Roboter als Assistent bei Operationen

– die Forschungsanstrengungen

sind groß und gehen in viele Richtungen,

die Akzeptanz solcher Systeme

scheint jedoch noch eher gering

zu sein. Wenn jedoch die Ärzte sich

hier langsam ein wenig mehr der

Technik öffnen, könnte die Zukunftsmusik

bald schon in der Gegenwart

spielen.

Die Schwierigkeiten des Technologie-Transfers

wurden von vielen Referenten

genannt. Es müsse bedarfsorientierte

und marktfähige Service-Robotik-Anwendungen

geben, die letztlich

auch zur Marktreife kommen und

nicht im Forschungsstadium stehen

bleiben. Der frühzeitige Austausch

von Industrie und Forschung kann

hier auf lange Sicht zu einer erfolgreichen

Realisation von Forschungsprojekten

führen; genügend Ideen und

Ansätze gibt es, wie die Expert Days

gezeigt haben.

Mit Risiken Muss Man Leben.

Da Sollte Man Sich

Doch Wenigstens Näher

Kennenlernen.

Die Anforderungen an Unternehmen werden zunehmend komplexer.

Vielfältige Risiken können in den unterschiedlichsten Bereichen Ihres

Unternehmens entstehen und sich gegenseitig verstärken, wenn

sie unerkannt bleiben. Wir analysieren bereichsübergreifend Ihr

Risikoumfeld und -management in Ihrem Unternehmen – damit Sie

Ihre relevanten Risiken genau kennen, Ihre Steuerungsmöglichkeiten

verbessern und Ihre Erfolgschancen vergrößern. Lassen Sie uns

darüber reden – wir freuen uns, Sie kennenzulernen:

risikomanagement@de.pwc.com

PricewaterhouseCoopers. Die Vorausdenker.

www.pwc.de/de/risikomanagement

© 2010. PricewaterhouseCoopers bezeichnet die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungs gesellschaft und die anderen selbstständigen und rechtlich

unabhängigen Mitgliedsfirmen der PricewaterhouseCoopers International Limited.


6 Produktion Wirtschaft : Unternehmen & Branchen


11. März 2010 Nr. 10

Studie

Akku-Herstellern droht Überkapazität

von Andreas Karius

Produktion Nr. 10 , 2010

MÜNCHEN. Den Herstellern von Akkus

für Elektroautos drohen einer Studie

zufolge massive Überkapazitäten.

Demnach wird die installierte Kapazität

bereits 2015 doppelt so hoch sein

wie die Nachfrage.

Zwar werden Elektroantriebe deutlich

Marktanteile gewinnen – dank erheblicher

Kostensenkungen bei Akkus innerhalb

der kommenden zehn Jahre.

Experten von Roland Berger zufolge

werden aber die bereits angekündigten

Investitionen zwischen 2014 und

2017 zu erheblichen Überkapazitäten

führen, insbesondere in den USA und

in Japan. In der Folge werden nur

sechs bis acht global tätige Akkuhersteller

die kommenden fünf bis sieben

Jahre überleben. Das sind die Ergebnisse

einer Studie von Roland Berger

Strategy Consultants mit dem Titel

‚Powertrain 2020 – Li-Ion batteries –

the next bubble ahead?‘

„Das Geschäft der Hersteller von Li-

Ionen-Akkus brummt derzeit, aber

schon in den kommenden fünf bis sieben

Jahren erwarten wir eine massive

Konsolidierung”, sagt Studienautor

Wolfgang Bernhart. Dem Studienszenario

zufolge wird die Zahl der Plugin-Hybrid-Elektrofahrzeuge

(PHEV)

und Elektrofahrzeuge (EV) in den

Hauptregionen bis 2015 die Zahl von

Bild: Continental

Nur wenige Hersteller von

Akkus für Elektroautos

werden laut einer Studie

die Auslese der nächsten

Jahre überstehen.

Im Bild: Akku-Sicherheitstest

bei Conti.

1,2 Mio Fahrzeugen nicht übersteigen.

Die Nachfrage nach Li-Ionen-Akkus

für HEV/PHEV und EV beträgt

0,82 Mio ‚EV-Äquivalente‘, das Angebot

hingegen wird 2015 bereits über

2,6 Mio EV-Äquivalenten liegen. Zwar

werde die Nachfrage nach Li-Ionen-

Akkus bis 2020 weiter anziehen, doch

3 Mio EV-Äquivalente werden frühestens

2018 nachgefragt werden, so die

Unternehmensberater.

Werden die angekündigten Investitionen

umgesetzt, wird die installierte

Kapazität bereits 2015 doppelt so

hoch sein wie die prognostizierte

Nachfrage. Außerdem sind nicht alle

Investitionen bereits bekannt: Bisher

nicht angekündigte Investitionen großer

Anbieter werden zu weiteren

Überkapazitäten führen, und Subventionen

auf nationaler

Ebene werden ebenfalls

zusätzliche Investitionen

anziehen.

Auch wegen des sehr

hohen Forschungs- und

Entwicklungsaufwands

sowie hoher Investitionsausgaben

werden

nur sechs bis acht global tätige Akkuhersteller

die kommenden fünf bis

sieben Jahre überleben”, sagt Bernhart.

„Die kritische Größe wird 2015

bei einem Umsatzvolumen von rund

600 Mio Euro liegen.” Die westlichen

Regierungen müssten also handeln,

wenn sie diese Zukunftstechnologien

nicht an Asien verlieren wollen. Zugleich

benötigten Akkuanbieter eine

gut definierte Strategie, um schnell

Marktanteile zu gewinnen und ihr Bestehen

zu sichern. Und zu guter Letzt

sollten Anleger sich der massiven Investitionsrisiken

bewusst sein. Das

Fazit von Bernhart: „Die Risikofaktoren

häufen sich. Aber bei einem umsichtigen

Management werden Elektroantriebe

weiterhin ein profitabler

Zukunftsmarkt sein.”

Elektronik

Fachmesse Embedded World:

Erfolg auf ganzer Linie

von Sabine Spinnarke

Produktion Nr. 10 , 2010

NÜRNBERG. Die Fachmesse Embedded

World endet auch in diesem Jahr

erfolgreich: ein Plus bei Besucher- und

Ausstellerzahlen untermauern die Bedeutung

einer Wachstumsbranche.

Embedded Systems sind Softwaremodule,

Recheneinheiten oder Mikro-

Computer, die meist unsichtbar in ein

technisches Umfeld integriert werden.

Die Nachfrage nach diesen Produkten

blieb laut Branchenverband

BITKOM auch im Jahr 2009 stabil:

Die Anbieter von Embedded Systems

setzten im vergangenen Jahr gut 4

Mrd Euro um. 46 % der Firmen verzeichneten

einen gleichbleibenden

Umsatz gegenüber 2008. 28 % der

Unternehmen meldeten steigende,

26 % sinkende Erlöse. „Wie schon in

vergangenen wirtschaftlich schwierigen

Perioden erweist sich der Markt

für Embedded Systems erneut als stabil“,

sagte Prof. August-Wilhelm

Scheer, Präsident des BITKOM. Kein

Wunder also, dass das laut Veranstalter

„weltweit größte Event der embedded

Community“ wachsende Zahlen

verzeichnet. Mit 18 350 Besuchern

übertraf die Messe das Vorjahresergebnis

um 16 %. Sogar die Bundesregierung

setzt das Thema auf ihrer

Bild: Messe Nürnberg

Etwa 4 % mehr Aussteller aus aller Welt

präsentierten auf der diesjährigen Embedded

World ihre Produkte.

Agenda nach oben: „Wir sind davon

überzeugt, dass sich die Computerund

die Informationstechnologie in

alle Bereiche der Gesellschaft hinein

bewegen werden. Je schneller es uns

gelingt, klassische Industriefelder mit

den neuen Kommunikationsmöglichkeiten

zu verbinden, umso günstiger

sind die Wachstumsprognosen“, so

Merkel.

Stahlindustrie

Nur noch vorsichtige Konsolidierung

Pepperl + Fuchs kauft

Näherungsschalter

Produktion Nr. 10 , 2010

von Susanne Bader

Produktion Nr. 10 , 2010

FRANKFURT AM MAIN. Die M&A-Aktivitäten

in der Stahlbranche haben

durch die Krise an Zug verloren. Dies

ist das Ergebnis einer Studie der Beratungsgesellschaft

Pricewaterhouse-

Coopers.

Die weltweite Rezession hat im vergangenen

Jahr der Stahlkonjunktur

und damit auch den M&A-Aktivitäten

in der Branche einen massiven Dämpfer

versetzt. Zwar setzte sich die Konsolidierung

weltweit fort, doch gingen

die Unternehmen und Investoren

meist kleinere Beteiligungen ein oder

stockten bestehende Engagements

auf, berichtet PricewaterhouseCoopers

(PwC) in einer Studie.

„Angesichts der Rezession standen

die Signale in der Stahl- und Metallindustrie

im vergangenen Jahr auf

Kostenkontrolle und Liquiditätssicherung.

Zudem fokussierten sich einige

Unternehmen auf den Abbau von

Schulden, die durch Übernahmen in

den Boom-Jahren aufgelaufen waren.

Expansive M&A-Strategien traten

demgegenüber im vergangenen Jahr

erneut in den Hintergrund“, sagt Peter

Albrecht, Mitglied des Vorstands

und Leiter des Bereichs Industrielle

Produktion bei PwC.

Mit einer Belebung des M&A-Marktes

rechnet er erst bei einer signifikanten

Erholung der Konjunktur und der

Stahlnachfrage. „Für eine Fortsetzung

der Konsolidierung spricht die nach

wie vor starke Fragmentierung der

Branche. Allerdings ist für die Finanzierung

größerer Deals derzeit zu wenig

Kapital verfügbar“, sagt Albrecht.

Das weltweite Transaktionsvolumen

fiel 2009 gegenüber dem Vorjahr

um 75 % auf 15,1 Mrd US-Dollar, das

ist seit 2003 der niedrigste Wert. Im

Vor-Krisenjahr 2007 hatte der Gesamtwert

der Fusionen, Übernahmen

und Beteiligungen in der Branche annähernd

145 Mrd US-Dollar erreicht.

Bild: ThyssenKrupp

Nicht in der Bilanz für 2009 berücksichtigt

ist das angekündigte, aber

bislang nicht von den Wettbewerbsbehörden

genehmigte Joint Venture

der Bergbaugiganten Rio Tinto und

BHP Billiton. Die absolute Zahl der

Transaktionen erreichte mit 521 einen

Höchstwert.

Besonders starke Einschnitte

in Nordamerika und Europa

Expansive M&A-Strategien sind in der

Stahlbranche im Jahr 2009 aufgrund

der Krise in den Hintergrund getreten.

Im Jahr 2008 gab es 397 Transaktionen,

ein Jahr zuvor waren es 411.

Lag das durchschnittliche Transaktionsvolumen

im Jahr 2008 noch bei

274,2 Mio US-Dollar, waren es 2009

nur noch 56,2 Mio. Zwar wurde 2009

nur bei gut jedem zweiten Deal das

Übernahmevolumen veröffentlicht,

allerdings bleiben finanzielle Details

in der Regel nur bei kleineren Aufkäufen

ungenannt.

Meist suchten die Unternehmen im

vergangenen Jahr nach Chancen der

Konsolidierung auf ihren Heimatmärkten.

Rund drei Viertel aller abgeschlossenen

Käufe waren Zusammenschlüsse

oder Beteiligungen auf nationaler

Ebene, nur 25 % bezogen ausländische

Partner ein. Gemessen am

Volumen lag der Anteil grenzüberschreitender

Transaktionen im Jahr

2009 bei 29 %, gegenüber 62 % im

Vorjahr und 68 % im Jahr 2007. Zwar

verzeichneten im abgelaufenen Jahr

alle Wirtschaftsregionen einen Rückgang

der M&A-Volumina, besonders

starke Einschnitte gab es jedoch in

Nordamerika und Europa.

In der nordamerikanischen Stahlund

Metallindustrie brach der Gesamtwert

der neu eingegangenen Beteiligungen

von 17,2 Mrd US-Dollar

auf 1,6 Mrd US-Dollar ein. Im Jahr

2007 lag das Transaktionsvolumen

auf dem Kontinent noch bei 76,7 Mrd

US-Dollar. In Europa und Russland

fiel der Gesamtwert der Fusionen und

Übernahmen von rund 12,1 Mrd US-

Dollar im Jahr 2008 auf 1 Mrd US-

Dollar im Jahr 2009. Demgegenüber

verzeichneten Mittel- und Südamerika

mit Transaktionsvolumina von 4,9

Mrd US-Dollar (2008: 14,8 Mrd US-

Dolllar) und die Region Asien Pazifik

mit 7,6 Mrd US-Dollar (2008: 16,4

Mrd US-Dollar) vergleichsweise moderate

Rückgänge. Entsprechend entfielen

2009 über 80 % des Transaktionsvolumens

auf diese beiden Kontinente.

Der größte Deal des Jahres

2009 war die Verstaatlichung des venezolanischen

Stahlproduzenten Ternium

Sidor. Für den Kapitalanteil von

60 % im Besitz des argentinischen

Ternium-Konzerns zahlte Venezuela

rund 1,97 Mrd US-Dollar.

Größte Akquisition

des Jahres in Venezuela

Auf dem zweiten Rang folgt die

Beteiligung der Vale SA an der brasilianischen

ThyssenKrupp-Tochter

CSA Siderurgica für 1,37 Mrd US-

Dollar. Drittgrößte Transaktion war

der Handel zwischen den chinesischen

Gesellschaften Pangang und

Panzizhua mit einem Volumen von

962 Mio US-Dollar. Die Studie erfasst

sämtliche im Jahr 2009 abgeschlossenen

Transaktionen in der Stahlund

Metallindustrie, inklusive der

Rohstofflieferanten und Produzenten

von Vor- und Zwischenprodukten.

Die geographische Zuordnung der

Deals richtet sich nach dem Herkunftsland

des Übernahme- oder Beteiligungsziels.

(Dow Jones/ks). Die Siemens AG ist

bei der Suche nach einem Käufer für

das Geschäft mit Näherungsschaltern

fündig geworden. Die Mannheimer

Pepperl + Fuchs GmbH habe den Bereich

übernommen, wie der Münchener

DAX-Konzern mitteilte. Innerhalb

des Siemens-Portfolios gebe es zu wenig

Synergien, um langfristig Produkte

aus dem Bereich der Fertigungssensorik

erfolgreich weiterzuentwickeln,

bestätigte ein Siemens-Sprecher

den Ende September angekündigten

Verkauf. Bei Siemens wird

dieses Geschäft in der Division Industry

Automation geführt. Der DAX-

Konzern beschäftigte in diesem Produktsegment

zuletzt etwa 150 Mitarbeiter,

davon 80 in Trutnov (Tschechien),

40 in Haguenau (Frankreich)

und etwa 30 in der Nürnberger Region.

Zum Kaufpreis machten Siemens

und der Mannheimer Hersteller von

Sensorikprodukten für die Fertigungsautomatisierung

keine Angaben.

Porsche erwägt Bau

von Öko-Sportwagen

Produktion Nr. 10 , 2010

(Dow Jones/ks). Porsche erwägt laut

einem Zeitungsbericht den Einstieg in

die Serienproduktion eines Sportwagens,

der weniger CO2 ausstößt als

ein Kleinwagen. Als Fahrzeugstudie

präsentiere das Unternehmen das Hybridfahrzeug

918 Spyder auf dem

Genfer Autosalon. „Von allen Studien,

die Porsche jemals auf Messen gezeigt

hat, wurde nur eine nicht gebaut. Insofern

gibt es eine gute Chance, dass

das Auto in Serie gehen wird”, sagte

Porsche-Vorstandsvorsitzender Michael

Macht der ‚Stuttgarter Zeitung‘.

Er wolle zeigen, dass das Unternehmen

nicht nur die sportlichsten und

effizientesten Autos baue. Zugleich

müsse auch die Umweltverträglichkeit

einen noch größeren Stellenwert

bei Sportwagen bekommen, sagte er.


11. März 2010


Nr. 10 Special: MBA für die Industrie

Produktion 7

Karriere

MBA als Zusatzqualifikation für Ingenieure

von Sabine Leikep

Produktion Nr. 10 , 2010

LANDSBERG (gk). Nach Ansicht von

Fachleuten liegt der Vorteil einer guten

MBA-Ausbildung darin, dass die Absolventen

lernen, die Zusammenhänge

in einem Unternehmen zu verstehen.

Dabei geht es nicht nur um die technischen,

sondern auch um die sozialen

Gegebenheiten.

MBA-Programme (Master of Business

Administration) boomen. Ein MBA-

Studium bietet Technikern die Möglichkeit,

ihr betriebswirtschaftliches

Know-how zu erweitern und sich für

den Aufstieg ins Management zu qualifizieren.

Die Kosten liegen für diese

Qualifikation oft im fünfstelligen Bereich.

Neben den Studiengebühren

kommt im Falle des Vollzeit-Studiums

der Verdienstausfall während der

Ausbildung hinzu.

Manche Unternehmen unterstützen

ihre Mitarbeiter finanziell, die sich für

ein MBA-Studium entscheiden. Gerade

die verarbeitende Industrie ist sowohl

auf technische als auch auf eine

betriebswirtschaftliche und organisatorische

Optimierung angewiesen.

Viele herkömmliche Ausbildungen

können diesen weiten Kompetenzhorizont

jedoch nicht vollständig nicht

abdecken. „In einem amerikanischen

Unternehmen haben ab einem gewissen

Level alle Führungskräfte den

MBA“. Dies musste Dr. Volker Weng,

heute Werksleiter bei Borg Warner

Systems, feststellen. Der Industrie-

Manager begab sich vor zwei Jahren

selbst noch einmal auf die Schulbank,

um berufsbegleitend ein MBA-Studium

an der Universität Mainz zu absolvieren.

Sein Background bis dahin

war ein Maschinenbaustudium mit

anschließender Promotion an der

Universität Karlsruhe. Seine Motivation

für die Teilnahme an dem zweijährigen

MBA-Programm war, im Bereich

Finanzen und Controlling Wissen

hinzu zu gewinnen, das er für seine

Bild: Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Freude beim Abschluss: Absolventen eines MBA erhoffen sich den Aufstieg in ihrem Unternehmen.

damaligen Aufgaben als Programmleiter

für Kundenprojekte im Vertrieb

benötigte. Er ist davon überzeugt,

dass er die Position des Werksleiters

im vergangenen Jahr auch ohne den

MBA-Titel bekommen hätte. Dennoch

findet Dr. Weng sein neu erworbenes

Wissen hilfreich: „Da ich jetzt für

1 200 Mitarbeiter verantwortlich bin,

hilft mir neben den Finanzkenntnissen

auch das Gelernte bezüglich Personalführung

und juristischer Themen“.

Dr. Weng vermisste

Lean-Themen bei seinem MBA

Das Mainzer EMBA-Programm ist

ein General Management Programm,

es wendet sich an Führungs- und

Nachwuchsführungskräfte in Unternehmen

und öffentlichen Einrichtungen

an Selbstständige und Freiberufler

und versteht erfolgreiches Management

als Führung und Führung

als Übernahme von Verantwortung.

Am Mainzer EMBA-Studiengang kann

teilnehmen, wer ein Hochschulstudium

mit gutem Erfolg abgeschlossen

hat, mehrjährige Berufserfahrung in

verantwortlicher Tätigkeit nachweist

und in einem Aufnahmegespräch Motiviertheit,

geistige Beweglichkeit und

integrative Persönlichkeitsmerkmale

erkennen lässt.

Das einzige, was Dr. Weng bei seiner

MBA-Ausbildung vermisste, waren

produktionsbezogene Themen

wie zum Beispiel Lean Management.

Bei ihm war das nicht so tragisch, da

er ein technisches Studium absolviert

hat. Seine Einschätzung: Studierende

ohne produktionsorientierten Background

werden nicht ausreichend auf

die Aufgaben im produzierenden Gewerbe

vorbereitet, das in Deutschland

in Industrie und Mittelstand stark

vertreten ist.

Dr. Richard Glahn ist nach langjähriger

Tätigkeit als Leiter Inhouse-Consulting

in der produzierenden Industrie

nun als freier Berater in den Bereichen

Prozessverbesserung, Integration

und Strategie tätig. Er sieht den

MBA-Titel zunächst als eine Art Etikett:

„Man muss schauen, was sich im

Einzelfall dahinter verbirgt. Die unterschiedlichen

MBA-Programme bieten

eine große Bandbreite – von der

kaufmännischen Zusatzqualifikation

bis hin zum soliden und breitgefächerten

Rüstzeug für den Aufstieg

zum General Manager.“

Der mehrfache Buchautor (unter

anderem verfasste er die Werke World

Class Processes und CETPM Publishing)

sieht den Vorteil einer guten

MBA-Ausbildung darin, dass die Absolventen

gelernt haben, die Zusammenhänge

in einem Unternehmen zu

verstehen. Dabei geht es nicht nur um

die technischen, sondern auch um die

sozialen Zusammenhänge. „Meiner

Auffassung nach ist ein Unternehmen

im Kern ein soziales Gefüge. Die darin

tätigen Menschen wollen motiviert

und gewonnen werden“, weiß Richard

Glahn aus eigener Erfahrung.

Um ein Unternehmen zu bewegen,

müsse man das soziale Gefüge bewe-

gen. „Ein Absolvent eines guten MBA-

Programms sollte in der Lage sein, im

Sinne der Ziele des Unternehmens

Einfluss auf dieses soziale Gefüge zu

nehmen.“

Glahn hat die Erfahrung gemacht,

dass Techniker eher auf Prozesse fixiert

sind und die Menschen und deren

Bedürfnisse nicht ebenbürtig in

den Vordergrund stellen. Zuweilen

fehle es an „Soft-Skills“.

MBA-Absolventen sollen eine

Organisation weiterentwickeln

Eine gute MBA-Ausbildung sei eine

Chance, dieses Defizit aufzufüllen,

betont der Industrie-Berater. Dabei

hänge es jedoch stark von der Persönlichkeit

des Einzelnen ab, was er aus

der Ausbildung macht und wie er das

Erlernte umsetzt. Die Kernaufgabe

des MBA auf dem Weg zum Manager,

so Glahn, sei es, zu erlernen, problembezogen

die richtigen Fragen zu

stellen und so passende Impulse für

die Weiterentwicklung der Organisation

zu setzen.

Weblinks zum Artikel:

www.emba-mainz.de

www.borgwarner.com

www.richardglahn.de

Soziale Kompetenz ist eines der wichtigen Lernziele beim MBA (Master of Business Administration).

Bild: Johannes Gutenberg-Universität Mainz

WHU öffnet Türen

am 13. März

Produktion Nr. 10 , 2010

VALLENDAR (gk). Wie sieht das Studium

an einer renommierten Wirtschaftshochschule

aus? Welche Voraussetzungen

müssen Bewerber erfüllen?

Antworten auf diese Fragen

bekommen Interessenten beim Informationstag

der WHU - Otto Beisheim

School of Management am Samstag,

13. März 2010, wenn das Bachelor

und das Master of Science-Programm

sowie das EMBA-Programm vorgestellt

werden.

Programmverantwortliche, Alumni,

Studenten und Dozenten geben den

Besuchern Einblicke in den Aufbau

und die Inhalte der einzelnen Studiengänge,

erläutern die Zulassungsvoraussetzungen,

den Ablauf der Auswahlverfahren

und führen erste Gespräche.

Da die WHU Wert darauf

legt, dass qualifizierte Bewerber – unabhängig

von den finanziellen Möglichkeiten

– einen Studienplatz erhalten,

wird auch über das Thema Studienfinanzierung

informiert. Die Besucher

haben aber auch die Möglichkeit,

in Gesprächen mit Studenten der

WHU mehr über die Studienbedingungen,

das Auslandsstudium, studentische

Initiativen oder Praktika zu

erfahren. Führungen durch die Hochschule

und Schnuppervorlesungen

sowie Schnupper-Sprachunterricht

vermitteln den Interessenten für ein

Bachelor oder ein Master-Studium

Campus-Atmosphäre und sollen ihnen

eine Entscheidung erleichtern.

1st European MBA Career Fair

MBA-Anbieter laden in Berlin zur Kontaktbörse ein

von Gunnar Knüpffer

Produktion Nr. 10 , 2010

BERLIN. Am 26. April 2010 findet in

Berlin die 1st European MBA Career

Fair statt. 290 Studierende von sechs

international akkreditierten Vollzeit-

MBA-Programmen aus Deutschland,

Frankreich, Großbritannien und Italien

treffen auf Personalverantwortliche.

Die 1st European MBA Career Fair

geht zurück auf die seit 2004 jährlich

stattfindende MBA Career Fair in

Deutschland von GISMA Business

School und der Handelshochschule

Bild: HHL

RheinAhrCampus - FH Koblenz

...schaffen Sie sich Ihren Karrierevorsprung

und studieren Sie

Produktionsmanagement oder

Logistikmanagement

in unserem innovativen

Leipzig. Die Kontaktbörse ist eine

wichtige Serviceleistung von sechs

Business Schools für ihre Studierenden

und soll diesen einen optimalen

Berufseinstieg ermöglichen. Die Organisatoren

möchten an die Bilanz

MBA-Fernstudienprogramm!

Bewerbungsfrist

Wintersemester:

15. Juli 2010







bbc Berlin Congress

Center: Am Alexanderplatz

in Berlin

Mitte trefen sich gut

ausgebildete MBA-

Absolventen und Unternehmensvertreter.

der vergangenen MBA-Karrieremessen

anknüpfen: Über 10 % der Teilnehmer

haben in den vergangenen

Jahren durch die auf der Messe geknüpften

Kontakte einen Arbeitsvertrag

erhalten. Die 1st European MBA

Berufsbegleitende MBA-Programme...

Was Sie erwartet?

Erwerb von General-Management-Kompetenzen plus Vertiefungsrichtung

Exzellente und praxiserfahrene Dozenten

Exklusive und aktuelle Lehrmaterialien

Präsenz- und Prüfungstage nur an Samstagen

Kontinuierliche Betreuung durch Dozenten und

wissenschaftliche Mitarbeiter

Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

Career Fair bietet den teilnehmenden

Unternehmen eine breite Palette an

Möglichkeiten, um mit den Absolventen

in Kontakt zu treten. In Workshops,

vorher vereinbarten Interviews

und spontanen Gesprächen im offenen

Forum können sie die Absolventen

aus über 30 Ländern kennenlernen

und ihr Unternehmen in einer

Präsentation vorstellen. Folgende

Wirtschaftshochschulen nehmen teil:

Audencia Nantes – School of Management,

GISMA Business School, Goethe

Business School, Handelshochschule

Leipzig, MIP Politecnico di Milano

und Warwick Business School.

RheinAhrCampus - FH Koblenz, Südallee 2, 53424 Remagen

Tel. 02642/932-0 - www.mba-fernstudienprogramm.de


8 Produktion Special: MBA in der Industrie


11. März 2010 Nr. 10

WHU - Otto Beisheim School of Management

Innovative Partnerschaft

von Lara Lehmann

Produktion Nr. 10 , 2010

DÜSSELDORF/VALLENDAR. Henkel

und die WHU – Otto Beisheim School of

Management-haben in Vallendar den

Grundstein für den Ausbau einer erfolgreichen

Partnerschaft durch die

Eröffnung des Henkel Center for Consumer

Goods (HCCG) gelegt.

Bild: Henkel

Das Henkel Center for Consumer

Goods ist das erste fächerübergreifende

Forschungszentrum für Konsumgüter

im deutschsprachigen Raum. In

Zukunft sollen dort Forschungsfragen

rund um das Thema Konsumgüter

von Junior-Professoren, Doktoren

und Studenten bearbeitet werden.

Das Konzept des Forschungszentrums

wurde von einem interdisziplinären

Team aus Lehrstuhl- und Unternehmensvertretern

der Bereiche

Marketing, Controlling, Finanzen,

Einkauf und HR entwickelt. Anfang

diesen Jahres wurde der Leiter des

HCCG, Junior-Professor Dr. Tim Oliver

Brexendorf, gewonnen. Er und

sein Team werden in Kürze Räumlichkeiten

des Campus der Hochschule

beziehen.

Vertreter des Henkel Top-Managements,

darunter das Mitglied des Vorstandes

der Henkel AG & Co. KGaA

Dr. Lothar Steinebach, zuständig für

den Unternehmensbereich Finanzen,

Einkauf, IT, Recht, und der Vertreter

der Hochschule, Rektor Professor Dr.

Michael Frenkel, sowie einige Studenten

der WHU nahmen an der Eröffnungsveranstaltung

des HCCG auf

dem Campus der Wirtschaftshochschule

teil.

Zur inhaltlichen Abstimmung und

Zusammenarbeit ist der Beirat mit

Henkel- und WHU-Vertretern besetzt:

Dazu gehören von Henkel Personalchefin

Kathrin Menges, Carsten Knobel

sowie ein jährlich wechselndes

Prof. Dr. Klaus

Brockhoff, WHU-Stiftungsrat,

und Henkel-Finanzvorstand

Dr. Lothar Steinebach.

operatives Mitglied. Im ersten Jahr

übernimmt Susanne Cornelius, als

Corporate Vice President zuständig

für den Bereich Bodycare und gleichzeitig

Alumna der WHU, diese Rolle.

Von der WHU sind Professor Dr. Fassnachtund

Professor Dr. Dr. h.c. Jürgen

Weber, Direktor des Instituts für Management

und Controlling an der

WHU, vertreten.

Henkel und die WHU kooperieren

seit vielen Jahren sehr erfolgreich.

Zum Beispiel engagieren sich verschiedene

Henkel-Manager als Referenten

und Dozenten in WHU Vorlesungsveranstaltungen.

RWTH/Universität St. Gallen

Aachen bildet Führungskräfte

zum Technologiemanager aus

von Lara Lehmann

Produktion Nr. 10 , 2010

AACHEN. Der Executive MBA

für Technologiemanager (EM-

BA TM) wurde gemeinsam

von der RWTH Aachen und

der Universität St. Gallen entwickelt,

um ganz gezielt angehende

Führungskräfte mit

technischem Hintergrund auf

verantwortungsvolle Positionen

im Unternehmen vorzubereiten.

Die Einarbeitung in das praxisrelevante Management-Knowhow

ist zeit- und arbeitsaufwendig.

Der EMBA TM ist ein zweijähriges

General-Management-Programm für

(Wirtschafts-) Ingenieure, Naturwissenschaftler

und (Wirtschafts-) Informatiker

und schließt mit dem akademischen

Grad „Executive Master of

Business Administration für Technologiemanager

- MBA (RWTH)“ ab.

Der EMBA TM baut auf langjährigen

Erfahrungen von erfolgreichen Executive

MBA Programmen auf.

Die RWTH Aachen und die Fraunhofer

Academy geben gemeinsam mit

renommierten Dozenten der Universität

St. Gallen (HSG) motivierten

Teilnehmern die Chance, sich über

abgestimmte Module aus den Bereichen

„Strategie“, „Technologiemanagement“,

„Finanzen“, „Führung

und Soziale Kompetenz“ sowie „Betriebliche

Prozesse“ auf höhere Verantwortungsbereiche

vorzubereiten.

„Eine gute, ganzheitliche Management-Ausbildung

kann nur durch einen

MBA erreicht werden, der auf die

Expertise der Lehre setzt, praxiserprobte

Erkenntnisse, Vorgehensweisen

und Werkzeuge vermittelt sowie

Exzesse vorgefertigter Cases sowie

reinen Frontalunterricht vermeidet“,

sagt Prof. Dr. Günther Schuh, Studiendirektor

des Executive Master Business

Administration für Technologiemanager.

Bild: RWTH Aachen

Fachhochschule Landshut

Rüstzeug für die

Vertriebskarriere

von Lara Lehmann

Produktion Nr. 10 , 2010

Mit den Besten

aus der Krise!

auf dem Kongress

„Die Fabrik des Jahres/GEO“

vom 15.-16.März 2010

in Ludwigsburg

Anmeldung: Ricarda Herrmann,

Tel: 08191/125-872

E-mail: ricarda.herrman@m-i-c.de

„Wie man mit Lean-Management

zu Spitzenergebnissen kommt,

erfahren Sie auf dem Kongress in

Ludwigsburg“

Herbert Klein

Werkleitung Produktion von

Agfa Gevaert Healthcare in

Peißenberg

www.fabrik-des-jahres.de

LANDSHUT. Die Hochschule Landshut

bietet einen Master of Business Administration

(MBA) im Bereich Industriemarketing

und Vertriebsmanagement

als berufsbegleitendes Studium an,

Die Weiterbildung soll wichtige Kenntnisse

für den weiteren Karriereweg im

Marketing-, Vertriebs- und Businessmanagement

vermitteln.

Der berufsbegleitende MBA-Studiengang

„Industriemarketing und Technischer

Vertrieb“ eröffnet dem heutigen

Business-to-Business beziehungsweise

in den Industriegütermärkten

tätigen Marketing- und Vertriebsmanager

die Möglichkeit, das laufende

Tagesgeschäft weiter zu verfolgen

und mit einer systematischen Qualifizierung

über einen Zeitraum von 21

Monaten hinweg zu verknüpfen.

Qualifikation für eine sich

schnell wandelnde Wirtschaft

Bild: Fotolia

Der MBA in Landshut wird durch ein

zweiwöchiges Kompaktprogramm an der

Business School in San Diego ergänzt.

Zielgruppen sind dabei berufserfahrene

Ingenieure aus den Bereichen

Marketing, Vertrieb und Services, jüngere

Führungskräfte mit unterschiedlichem

Hochschulabschluss, die ihr

Fach- und Methodenwissen auf den

Gebieten Geschäfts-, Marketing- und

Vertriebsmanagement ausbauen wollen,

Mitarbeiter, die ihr Einsatzspektrum

und ihren ‚Karrierepfad‘ interdisziplinär

gezielt erweitern wollen und

Ingenieure, die zusätzlich zu ihrer

fachlichen Qualifikation umfassende

und weiterführende Marketing-, Vertriebs-

und Managementkenntnisse

erlangen möchten. Der Studienort

wird die Hochschule Landshut sein.

Mit dem Absolvieren des MBA-

Schwerpunkts ‚Industriemarketing

und Technischer Vertrieb‘ sollen die

Anforderungen an eine sich schnell

wandelnde Wirtschaft erfüllt werden.

Zudem werden wichtige Voraussetzungen

für einen weiteren beruflichen

Karriereweg im Marketing-, Vertriebs-

und Businessmanagement geschaffen.

Die Regelstudienzeit beträgt vier

Semester, einschließlich einem Semester

eMasterarbeit und wird durch

ein zweiwöchiges Kompaktprogramm/-Studium

an der Business

School der University of San Diego ergänzt.

Im vierten Semester ist eine

abschließende Masterarbeit anzufertigen.

Nach erfolgreichem Abschluss

wird der international anerkannte

akademische Grad ‚Master of Business

Administration‘ an die Absolventen

verliehen. Für die Zulassung zum

MBA-Studium ist ein national oder

auch ein international erfolgreich abgeschlossenes

Hochschulstudium beziehungsweise

ein gleichwertig anerkannter

Abschluss von anderen Trägern

notwendig. Weiterhin ist eine

mindestens dreijährige berufliche

Praxiserfahrung in den Bereichen

Marketing, Vertrieb und/oder Geschäftsmanagement

Voraussetzung,

die durch eine entsprechende betriebliche

Praxisarbeit belegt werden

muss. Zur Information über das Studium

wird am 30. Juni 2010 eine Veranstaltung

für alle Interessenten an

der Hochschule angeboten.


11. März 2010


Nr. 10 Special: MBA für die Industrie

Produktion 9

Weiterbildung

Spezialisierung beim MBA kann sinnvoll sein

von Ulrike Schäfer

Produktion Nr. 10 , 2010

HAMBURG (gk). In Deutschland gibt es

immer mehr MBA-Studiengänge, die

sich auf einen Tätigkeitsbereich spezialisieren.

Auch für Interessenten aus

produzierenden Industrieunternehmen

existieren schon passende Angebote.

Doch die Spezialisierung hat auch

Nachteile für die Teilnehmer.

Allein in Deutschland werden über

200 MBA-Programme angeboten. Die

Mehrzahl von ihnen hat einen generalistischen

Anspruch und vermittelt

den künftigen Managern ein breites

Wissen, von Unternehmensführung

über Prozessmanagement bis hin zu

Business Englisch.

Zunehmend werden aber auch spezialisierte

MBAs angeboten. Gerade

an deutschen Universitäten sei diese

Entwicklung zu beobachten, sagt

Hochschulberater Detlev Kran, Autor

des jährlichen „MBA-Guide“: „Während

die Fachhochschulen eher auf

den klassischen MBA setzen, werden

sich Universitäten künftig stärker auf

den fachspezifischen Master konzentrieren.“

Beim MBA geht es um

Interdisziplinarität

Bild: GISMA

Produktionsfachleute, die einen MBA machen wollen, können aus vielen spezialisierten

Angeboten auswählen.

Inzwischen gibt es den Titel mit gut

40 verschiedenen Schwerpunkten,

darunter zahlreiche Studiengänge,

die sich gezielt an Ingenieure richten.

„Diese Programme werden von vielen

Unternehmen mit Zurückhaltung betrachtet“,

so Volker M. Brennecke,

beim Verein Deutscher Ingenieure

(VDI) für Berufs- und Bildungspolitik

zuständig. „Beim MBA geht es um

klassisches General Management und

damit auch um interdisziplinäre Fragen.

Dafür wäre es besser, mit anderen

Disziplinen intensiver zusammen

zu arbeiten und nicht nur unter Ingenieuren

zu bleiben.“ Andere MBA-

Programme haben sich auf ein Tätigkeitsfeld

im Unternehmen spezialisiert,

zum Beispiel auf den Bereich

Produktion. Diese Studiengänge sind

sowohl für Ingenieure als auch für Betriebswirtschaftler

interessant, bringen

also die geforderte Interdisziplinarität

mit.

So bietet die Leuphana Universität

in Lüneburg seit 2006 einen Studiengang

namens „Manufacturing Management“

an. Die TU Chemnitz zog

zwei Jahre später mit ihrem Programm

„Produktionsmanagement“

nach.

An der Hector School of Engineering

und Management in Karlsruhe

kann man einen Master in Production

and Operations Management machen.

Auch MBA-Fernstudiengänge

mit dem Schwerpunkt Produktionsmanagement

gibt es, etwa am Rhein-

AhrCampus Remagen.

Mehr als ein Drittel aller MBA-Studenten

seien Ingenieure, so Kran. Da

sie bereits ein technisches Studium

absolviert hätten, tendierten sie meist

eher zu einem generalistischen MBA-

Programm, um sich möglichst umfassende

betriebswirtschaftliche Kenntnisse

anzueignen.

Chemnitz bietet MBA

für Produktioner an

Nicht so Ronny Schulz: Gemeinsam

mit seinem Arbeitgeber Niles-Simmons

in Chemnitz hat sich der 27-jährige

für den MBA in Produktionsmanagement

entschieden, ein berufsbegleitendes

Präsenzstudium an der

TUCed, dem Managementinstitut der

Technischen Universität Chemnitz.

Innerhalb von zwei Jahren soll das

Wissen vermittelt werden, das Manager

zur Gestaltung und Leitung von

Produktionsprozessen benötigen.

Bild: Leuphana Universität

Zielgruppe sind Fach- und Führungskräfte

aus produzierenden Unternehmen

des Maschinen-, Anlagen- und

Fahrzeugbaus, der verarbeitenden Industrie

sowie deren Zulieferer.

„Ich bin seit meinem Maschinenbaustudium

in der Produktion tätig

und möchte dort auch bleiben“, erklärt

Schulz. Daher sei die Spezialisierung

für ihn optimal. Das sieht

auch seine Firma so und entsandte

noch einen weiteren Mitarbeiter an

die TUCed. Auch Studenten aus der

Schweiz und Österreich sind dort anzutreffen,

weil es in ihren Ländern an

einem Produktions-MBA mangelt.

An der Leuphana Universität in Lüneburg,

in Norddeutschland der einzige

Anbieter eines MBA-Programms

für die Sparte Produktion, kommen

die Teilnehmer unter anderem von

Airbus, Daimler und Volkswagen.

Gernot Glander, Personalentwickler

für den Bereich Fahrzeugbau bei

VW: „Wir brauchen Fach- und Pro-

Studenten der Leuphana Uni

kommen von Airbus und Daimler

duktions-Knowhow gerade für den

Standort Deutschland.“ In einer längerfristigen

Personalplanung mache

es Sinn, einigen Spezialisten eine zusätzliche

Management-Ausbildung

angedeihen zu lassen, um die technologischen

Transfers in die Auslandsstandorte

noch professioneller vorantreiben

zu können. Gleichzeitig gibt

Glander zu bedenken, dass die breiten

Anforderungen an das Unternehmen

auf gesellschaftlicher Ebene, etwa

die sich wandelnden Ansprüche

an Mobilität oder an die Umweltverträglichkeit,

eine breitere Ausrichtung

notwendig machen könnten. Letztendlich,

meint Hochschulberater Detlev

Kran, hänge es von der jeweiligen

Philosophie des Unternehmens ab, ob

es spezialisierte oder generalistische

MBA-Programme favorisiere.

Viele Firmen aus dem Norden schicken Mitarbeiter zur Leuphana Universität.

Gisma Business School Hannover

Gisma startet Young Professional MBA

von Lara Lehmann

Produktion Nr. 10 , 2010

HANNOVER. Der Young Professional

MBA (YPMBA), ein neues Programm

der Gisma Business School Hannover,

richtet sich in erster Linie an junge

Nachwuchsführungskräfte, die berufsbegleitend

ihren Master of Business

Administration (MBA) absolvieren

möchten.

Bild: Gisma

Die MBA-Teilnehmer haben jederzeit die Möglichkeit, sich mit anderen Studenten aus

der ganzen Welt auszutauschen. Das stellt eine Hilfe im späteren Leben dar.

Der YPMBA ist neben dem elfmonatigen

Vollzeit-MBA-Studium und dem

berufsbegleitenden Executive MBA

(EMBA) das dritte MBA-Programm

der Gisma aus Hannover. Während

sich der EMBA eher an ältere Führungskräfte

wendet, ist der YPMBA

eher auf die Nachwuchsgeneration

der Führungskräfte bezogen.

Das Programm ist, wie die anderen

MBA Programme der Gisma, ein General

Management Programm und

bietet durch Wahlkurse die Möglichkeit

zur Spezialisierung auf einzelne

Themengebiete. Die Absolventen erhalten

mit Abschluss des Studiums

den MBA Titel der Leibniz Universität

Hannover und werden Mitglied des

Gisma Alumni Netzwerks, dessen Mitglieder

in aller Welt ansässig sind.

Das YPMBA-Programm beginnt im

Januar. Bewerbungen werden das

ganze Jahr angenommen, es wird jedoch

empfohlen die Bewerbung frühzeitig

einzureichen, da maximal 60

Teilnehmer pro Jahr zugelassen werden.

Die Auswahl eines Studenten basiert

auf dem Gesamtbild: Aus der

bisher erbrachten akademischen Leistung,

der Berufserfahrung, dem Führungspotenzial,

dem Persönlichkeitsprofil

und der Bereitschaft, sich in einer

Gruppe zu engagieren.

„Ich freue mich sehr über das große

Interesse und diesen für uns so wichtigen

Erfolg“, sagt Anette Tronnier,

Geschäftsführerin der Gisma Business

School. „Mit dem Young Professional

MBA wollten wir auf die Bedürfnisse

vieler niedersächsischer Unternehmen

nach einem Wochenendprogramm

für ihre künftigen Führungspersönlichkeiten

eingehen.“ Dieses

Angebot hätten sie gut angenommen,

es hätten sich aber auch viele Privatpersonen

angemeldet.

Außerdem sei der Austausch zwischen

Menschen mit unterschiedlichen

beruflichen und kulturellen Hintergründen

eine Grundvoraussetzung

für ein gutes MBA-Programm. Die

Gisma befinde sich in einer privilegierten

Situation, da die Teilnehmer

immer die Möglichkeit hätten, ihre

Herangehensweise an Problemstellungen

mit denen anderer Studenten

aus der ganzen Welt zu vergleichen

und zu diskutieren. Das helfe den Absolventen

im späteren Berufsleben.

Somit bietet das in englischer Sprache

gehaltene Young Professional

MBA-Studium den Teilnehmern auch

gemeinsame Lehrveranstaltungen mit

den Studenten des Vollzeit-MBA-Programms

an, an dem aktuell 58 Personen

aus zwanzig verschiedenen Nationen

teilnehmen.

Mannheim Business School

Weltweit unter den Top 30

von Lara Lehmann

Produktion Nr. 10 , 2010

MANNHEIM. Die Mannheimer Business

School belegt im Executive-MBA-

Ranking der Financial Times Rang 21

und klettert im MBA-Ranking des Economist

um 25 Plätze auf Rang 26.

Kurz nach der Gründung hatte die

Mannheim Business School das Ziel

geäußert, bis Ende 2010 zu den weltweiten

Top 30 zu gehören. Nun erreichte

sie dieses Ziel bereits ein Jahr

früher. Dabei gelang der Business

School vor allem im Economomist-

Ranking ein großer Sprung. Gegenüber

dem Vorjahr verbesserte sie sich

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mit dem Vollzeitprogramm Mannheim

MBA um 25 Platzierungen auf

Rang 26. Mit diesem Ergebnis werden

namhafte Universitäten wie Oxford

oder Yale von Mannheim überholt.

Im Finacial-Times-Ranking erreichte

der Essec & Mannheim Executive

MBA, den die Business School gemeinsam

mit der französischen Elite-

Wirtschaftshochschule Essec in Teilzeit

für Führungskräfte mit mindestens

fünf Jahren Berufserfahrung anbietet,

Rang 21.

„Diese Ergebnisse sind ein wichtiger

Meilenstein in der Entwicklung

der Mannheim Business School“, erklärt

Prof. Dr. Dr. Chritian Homburg,

Präsident der Business School.





Julius-Maximilians-Universität Würzburg

600 Jahre akademische Tradition


10 Produktion Wirtschaft : Produktivität und IT


11. März 2010 Nr. 10

Reengineering

König Maschinen: Komplexität intelligent reduziert

von Silke Brügel

Produktion Nr. 10 , 2010

GRAZ/MÜNCHEN (ks). Intelligente

Komplexitätsreduzierung führt zu erheblichen

Wettbewerbsvorteilen und

schafft die Grundlage für schlanke

Produktionsstrukturen.

Bild: König Maschinen

Die König Maschinen GmbH, ein international

tätiger Hersteller von Maschinen

und Anlagen für das Backgewerbe

und die Backindustrie mit

Hauptsitz in Graz, startete 2008 ein

Projekt zur Komplexitätsreduzierung

in Produkt und Prozess. Die Umsetzung

erfolgt gemeinsam mit der ROI

Management Consulting AG.

Der erste Schritt des Projektteams

bestand in der Identifikation der drei

wesentlichen Komplexitätstreiber: Zu

hohe Teilevielfalt, eine zu hohe Anzahl

an Neuteilen sowie teilweise unklare

und fehleranfällige Prozesse in der

Auftragsgewinnung und –abwicklung.

Die Folgen waren erhöhte Kosten quer

durch alle Produktionsbereiche. „Beispielsweise

konnten aufgrund der vielen

Neuteile Skaleneffekte nicht ausgeschöpft

werden. Gleichzeitig stieg

mit den vorzuhaltenden Ersatzteilen

der Qualifikationsbedarf für die Servicemitarbeiter,

um komplexe Maschinen

zu installieren und zu warten“,

erklärt ROI-Partner Dr. Thomas Troll.

In der Auftragsgewinnung und -abwicklung

verlängerten sich durch unnötige

‚Prozessschleifen‘ unter anderem

die Durchlaufzeiten.

Das Projektteam entwickelte eine

Standardisierungsstrategie auf Basis

von drei Säulen: Modularisierung der

Produktstruktur, Standardisierung

der Module und Baugruppen sowie

Standardisierung von Normteilen.

„Vorher haben wir alle Produkte kundenindividuell

konzipiert. Trotz ähnlicher

Funktionsprinzipien gab es bei

jeder Umsetzung leichte Modifikationen“,

erzählt König-Geschäftsführer

Günther Fliszar. „Heute arbeiten wir

mit Modulbaukästen mit Grundeinheiten,

Optionen, Zubehör und Konfigurationen

sowie Standardmodulen

mit festgelegten Lieferzeiten“, so Fliszar

weiter. Die Einsparpotenziale sind

enorm. Beispiel Rahmenbau: Die neu

entwickelten, geschraubten Rahmen-

Baukästen (Blechbauweise) werden

die bisherigen Formrohrrahmen

(Schweißkonstruktionen) ersetzen.

Durch die standardisierten Rahmenbauteile

mit wesentlich kürzeren

Durchlaufzeiten reduzieren sich hier

die Herstellkosten um rund 30 %.

Mit Einführung des Baukastensystems

war es erstmals möglich, klar

zwischen drei Stufen des Kundenauftrags

zu unterscheiden: A/B = Auftrag

mit konstruktivem Anteil mit/ohne

Projektleiter. C = Auftrag ohne konstruktiven

Anteil. „Für die A-Aufträge

Mit klareren, vereinfachten Produktionsstrukturen

spart der Maschinenbauer König

enorm: Beim Rahmenbau reduzierten sich

die Herstellkosten beispielsweise um 30 %.

war es wichtig, das Projektmanagement

auf eine neue Stufe zu stellen

und auch organisatorisch als feste

Größe zu verankern“, erklärt Troll.

„Bei den B-Aufträgen lag der Schlüssel

in der Schnittstellenqualität. Deshalb

haben wir ein Tool eingeführt,

um die Übergabequalität transparent

zu gestalten“, so Troll weiter. Die C-

Aufträge würden bereits heute mit

weniger Administrationsaufwand abgewickelt.

Derzeit würden neue Unternehmensstandards

für Angebot

und Auftrag erarbeitet und 2010 sukzessive

umgesetzt, ergänzt der ROI-

Partner.

Alle bisherigen Ergebnisse scheinen

den Kunden zu überzeugen: „Im Bereich

Materialfluss beispielsweise

können wir bei der Inventur von Bestandssenkungen

im sechsstelligen

Bereich sprechen“, erklärt König-Geschäftsführer

Günther Fliszar. Mit gestrafftem

Produktportfolio, schlanken

Produktionsstrukturen sowie einer

strukturierten und vereinfachten Auftragsgewinnung

und -abwicklung bereitet

sich das Unternehmen derzeit

an zukünftige Herausforderungen

vor.

Lean Administration

Jetzt muss der Overhead abspecken

von Ingo Laqua,

Geschäftsführer CIM Aachen GmbH

Produktion Nr. 10 , 2010

AACHEN (ks). Spätestens im heutigen

wirtschaftlichen Umfeld ist die Zeit gekommen,

nicht nur die Produktion zu

optimieren, sondern auch die Produktivität

von Bereichen wie Vertrieb, Konstruktion,

Einkauf oder Buchhaltung zu

analysieren. Dabei geht es mehr als

um 5S (Sortieren, Systematisieren,

Sauber machen, Standardisieren,

Selbstdisziplin) im Büro.

Lean Administration heißt, das Augenmerk

auf die Prozesseffizienz im

SG&A- (Sales General and Administration)

und Gemeinkostenbereich zu

richten. Es muss hinterfragt werden,

was eigentlich die Produkte im Prozess

‚order-to-cash‘ sind, wo die Verschwendung

im Prozess ‚purchase-topay‘

steckt oder wie sich die Produktivität

in der Entwicklung (‚concept-tolaunch‘)

messen lässt.

Die Vermeidung von Verschwendung

beginnt bei der Definition der

Wertschöpfung. Und da beginnen in

der Administration bereits die Probleme.

‚Produkte‘ der Administration

sind alle Informationen, für die es einen

entsprechenden Kundenkreis

gibt. Unterteilt werden diese noch

einmal in Produkte für externe Kunden

(Auftragsbestätigung, Bestellung

etc.) und interne Kunden (Arbeitsplan.

Reports etc.). Das heißt im Umkehrschluss,

dass beispielsweise die

Erstellung von Reports, für die es keine

Kunden gibt, Verschwendung ist.

Arbeiten, die nicht unmittelbar der

Produkterstellung dienen, unterteilen

sich in nicht wertschöpfende Tätigkeiten

und Verschwendung. Während

erstere wie Besprechungen soweit wie

möglich zu reduzieren sind, gilt es

Verschwendung, analog zu den 7 Arten

der Verschwendung in der Produktion,

vollständig zu vermeiden.

Mit der Produktdefinition wird es

möglich, die Potenziale der Administration

eindeutig zu bewerten. In der

Quelle: CIM Aachen GmbH

Praxis erfolgt dies über eine Tätigkeitsstrukturanalyse,

mit der der Aufwand

für eine Tätigkeit prozessübergreifend

ermittelt wird. Im Ergebnis

stellt man etwa fest, dass der Aufwand

für den Prozess Fertigungsplanung

8,3 Mannjahre beträgt, in dieser

Abteilung jedoch nur 3 Mitarbeiter

angesiedelt sind. Hintergrund eines

solchen Ergebnisses sind dann weitere

Abteilungen und Mitarbeiter, die

Fertigungsaufträge umplanen oder

neu planen. Das Ausmaß der Verschwendung

wird somit transparent.

Mit Definition von Produkten und

Potenzialen werden dann die Prozesse

nach dem klassischen EKUV-Prinzip

(eliminieren, kombinieren, umstellen,

vereinfachen) optimiert. Neben

dem Wegfall vollständiger Prozessschritte

oder deren Vereinfachung,

z.B. durch Einrichten von

Workflows für aufwändige Freigabeprozeduren

gehört hierzu die Detailoptimierung

einzelner Tätigkeiten

Auf dem Weg zur Lean Administration

Kundenbedarf

Kundenwunsch verstehen

und Bedarf (Arbeitsinhalt)

erfüllen

Schaffen struktureller Voraussetzungen

Ist-Analyse

Kontinuierlicher

Fluss

Interne und externe Kunden

bekommen das

• gewünschte Ergebnis

• zum gewünschten Termin

• in der gewünschten Menge

Austakten

Effektive Nutzung der

Personalkapazität durch

gleichmäßige Arbeitsbelastung

nach Menge

und Vielfalt pro Zeiteinheit

(Tag, Woche, Monat)

Optimieren / Standardisieren / Implementieren

Soll-Zustand

Die administrativen Unternehmensprozesse wurden bislang oft von einer genaueren

Betrachtung verschont, obwohl sich gerade dort Wohlstandsspeck angesammelt hat.

Eliminieren, kombinieren,

umstellen, vereinfachen

wie der Aufwandsreduzierung für die

Auftragserfassung in der IT. So kann

alleine hier häufig der Aufwand für

das Anlegen eines Auftrags halbiert

werden. Die Prozessoptimierung

greift auf die Methoden des Lean Management

zurück. Die zur Anwendung

kommenden Methoden müssen

aber nicht modern, sondern wirksam

sein. Häufig besitzen klassische Methoden

wie die Bildung eines Auftragszentrums

einen größeren Stellhebel

für mehr Effizienz. 5S-Workshops

haben somit eher den Charakter

einer Initialzündung und dienen

der Motivation der Mitarbeiter.

Letztendlich geht es bei Lean Administration

darum, Produktivität zu

steigern und Durchlaufzeiten zu reduzieren.

Welche Methoden dabei

zum Einsatz kommen ist sekundär,

solange sie den gewünschten Erfolg

erzielen. Und da sind Produktivitätssteigerungen

von bis zu 30 % keine

Seltenheit. Details über den Weg zur

schlanken Administration zeigt das

Chefseminar der CIM Aachen GmbH

am 23./24. März 2010 in Vaals bei

Aachen. Mehr : www.cim-aachen.de

++ Die Jcom1 AG präsentiert die

neue Version 3.4 ihrer subjektorientierten

BPM-Suite (S-BPM).

Unternehmen sollen in erster Linie

von der Flexibilität profitieren,

die ihnen die Prozessbeschreibung

bietet. Mit nur fünf Symbolen

lassen sich komplexe Prozesse

und Verhaltensmuster beschreiben,

ohne jeden Programmieraufwand

validieren und sofort

als Workflow ausführen, so

das Unternehmen. In ihrer neuen

Ausführung ermöglicht die S-

BPM Suite auch das Erzeugen

von dynamischen Sub-Prozessen.

So lassen sich Prozesse flexibel

und einfach umstrukturieren und

gegebenenfalls mit anderen

„Prozessteilen“ einfach „On-the-

Fly“ kombinieren.

++ Der Business-Software-Anbieter

für mittelständische Kunden Infor

verbucht über sein Infor Flex-

Programm eine wachsende

Nachfrage nach seinen neuen

Produktversionen. Seit der Ankündigung

des Programms im

Juni 2009 hätten bereits etwa 200

Kunden Verträge darüber abgeschlossen,

ihre bestehenden Infor-Lösungen

auf Infor Open SOA

(Service-orientierte Architektur)-

fähige Software aufzurüsten oder

auszutauschen. „Software-Upgrades

müssen transparent sein

und mit geringem Risiko innerhalb

von Zeit- und Budgetvorgaben

umgesetzt werden“, so Dennis

Michalis, Corporate Senior

Vice President, Strategy und Planung,

Infor.

++ Microsoft und der Bundesverband

mittelständische Wirtschaft e.V.

(BVMW) haben zur CeBIT eine

bundesweite Kooperation gestartet.

Ziel der Zusammenarbeit ist

es, Firmenchefs und Entscheider

aus kleinen und mittelständischen

Unternehmen (KMU) für

die Schubkraft moderner Informationstechnologie

zu sensibilisieren.

Im Rahmen der Microsoft-

Initiative „Mission Mittelstand“

unterstützen sich die Partner

künftig dabei, KMU über Einsatzmöglichkeiten

von IT, Fördermittelratgeber

und andere Finanzierungsoptionen

zu informieren.

IT-TELEGRAMM

++ Das diesjährige

Single-Source-

Forum der Comet

Unternehmensgruppe

steht unter dem

Motto „Effiziente

Prozess-Dokumentation:

Mit dem richtigen

Anfang zum Erfolg“. Das Forum

findet am 14. Juni 2010 in

Pullach bei München statt. Im

Fokus der Veranstaltung stehen

vier Aspekte der Prozess-Dokumentation,

zu denen erfahrene

Experten referieren werden:

„Kundengerechte Dokumentation

dank Web 2.0“, „Das Zusammenspiel

von Prozess-Modellierung

und Prozess-Beschreibung“,

„Prozess-Optimierung am Beispiel

von S1000D“ sowie „Agile

Dokumentationsprozesse – Best-

Practice-Ansätze erfolgreicher

Projekte“

++ Auf der Hannover Messe stellt

Eplan im Rahmen der „Digital

Factory“ die neue Version 2.0 von

EPLAN Electric P8 vor. Die CAE-

Software soll im Elektro-Engineering

Zeichen setzen in Bezug

auf Sicherheit hinsichtlich der

Umsetzung der Maschinenrichtlinie

und der geforderten Durchgängigkeit

in der Dokumentation.

++ Auf der Control 2010 präsentiert

die Guardus Solutions AG ihre

neue KPI-Methodik (Key Performance

Indicators) zur Analyse

und Interpretation von MES-

Kennzahlen. Die Guardus-Methode

erlaubt es, Zielabweichungen

in Echtzeit zu hinterfragen und

die Ursache zu finden. Während

der Kennzahlenanalyse liefert die

Datenbasis von Guardus MES

sämtliche qualitäts- und produktionsrelevanten

Urdaten sowie

deren Beziehungen zueinander.

Die Anwender sollen so nicht nur

einen Tatsachenbericht über abweichende

Indikatoren erhalten.

Sie sollen auch in die Lage versetzt

werden, die verantwortlichen

Qualitäts-, Ressourcen-,

Produkt- oder Prozessprobleme

mit wenigen Mausklicks zu identifizieren

und auszumerzen.


11. März 2010


Nr. 10 Wirtschaft : Geld und Recht

KfW Bankengruppe

Verschlechterung bei Kreditvergabe erwartet

Produktion 11

Firmen tricksen

Ökosteuer aus

Produktion Nr. 10 , 2010

Produktion Nr. 10 , 2010

FRANKFURT (gk). Die KfW hat keine

flächendeckende Kreditklemme festgestellt,

aber Unternehmen klagen

über „deutliche“ Schwierigkeiten, langfristige

Kredite zu erhalten. Die Erwartungen

bezüglich der Kreditvergabe

sind in den kommenden Monaten wieder

so schlecht wie vor einem Jahr.

Die Finanzierungssituation zur Jahreswende 2009/2010

Dezember 09 25% 75%

August 09

April 09

Januar 09

38%

58%

27%

0 20 40 60 80 100

Die Unternehmen in Deutschland hatten

zur Jahreswende 2009/2010 nach

wie vor deutliche Schwierigkeiten,

langfristige Kredite für ihre Investitionen

zu erhalten. Eine flächendeckende

Kreditklemme indes lag nach Untersuchungen

der KfW auch zum Jahreswechsel

nicht vor: 83 % der Befragten

gaben an, dass Unternehmen

mit einer durchschnittlichen Bonität

kein grundsätzliches Problem hatten,

eine Finanzierung zu erhalten. Im August

2009 lag dieser Wert noch bei

79 %. Dies ergab die vierte Blitzbefragung

der KfW Bankengruppe von Finanzierungsexperten

aus den Verbänden

der deutschen Wirtschaft zur

Kreditvergabe in Deutschland.

Im Einzelnen berichteten 44 % der

Experten von einem schwieriger gewordenen

Zugang zu Investitionskrediten.

Damit hat sich dieser Anteil

gegenüber der letzten Befragung nur

leicht um drei Prozentpunkte erhöht.

Die Gründe hierfür waren vor allem

die gestiegenen Anforderungen an

die Sicherheiten (75 %) sowie höhere

Zinsen (67 %). Über 90 % der Experten

gaben außerdem an, dass aufgrund

der schwierigen Finanzierungsund

Wirtschaftslage Unternehmen

ihre geplanten Investitionen verringert

oder verschoben haben. „Die Tatsache,

dass Unternehmen ihre Investitionen

deutlich senken, ist höchst

problematisch, denn zur Sicherung

der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit

Deutschlands benötigen wir diese

dringend – gerade auch von kleinen

und mittleren Unternehmen“, sagte

Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der

KfW Bankengruppe.

Problematischer als die aktuelle Lage

vermuten lassen würde, wurden

von den Verbänden allerdings die Erwartungen

für die nächsten drei Monate

beurteilt: 75 % der Verbände gaben

im Dezember 2009 an, dass sie

eine Verschlechterung der Kreditvergabe

erwarten; kein Verband ging von

einer Verbesserung aus. Damit sind

gleich

63%

42%

73%

schwieriger

Quelle: KfW Blitzbefragung

© Produktion

Voraussichtlicher Zugang zu Investitionskrediten in den nächsten drei Monaten bei Mitgliedsunternehmen

von 16 Unternehmensverbänden.

die Erwartungen – nach einer deutlichen

Verbesserung im vergangenen

Frühling – das zweite Mal in Folge negativer

ausgefallen und haben sogar

das Anfangsniveau 2009 wieder erreicht.

Die Ergebnisse der Blitzbefragung

werden durch eine ökonometrische

Analyse auf Basis des KfW-Mittelstandspanels

bestätigt. Die Studie

„Gibt es eine Kreditklemme im Mittelstand?“,

die ebenfalls aktuell veröffentlicht

wurde, zeigt nach Ansicht

der KfW, dass für das Jahr 2009 bei

kleinen und mittleren Unternehmen

keine Kreditklemme vorgelegen habe

und der beobachtete Anstieg der Kreditablehnungsquote

dem schlechten

konjunkturellen Umfeld und nicht ei-

nem außergewöhnlich restriktiven

Kreditangebotsverhalten der Banken

geschuldet gewesen sei.

Allerdings liefern die Auswertungen

auch Indizien dafür, dass im Jahr

2010 die Kreditverfügbarkeit für kleine

und mittlere Unternehmen deutlich

schwieriger werden könnte. „Die

zentrale Herausforderung für dieses

Jahr ist daher die Sicherstellung der

Unternehmensfinanzierung, denn eine

unzureichende Kreditversorgung

wäre eine erhebliche Belastung für

den Fortgang der im Jahr 2010 ohnehin

fragilen wirtschaftlichen Erholung“,

sagte Dr. Irsch.

16 Verbände haben ihre

Einschätzung abgegeben

An der Blitzbefragung der KfW Bankengruppe

nahmen 16 Verbände teil:

AGA Unternehmensverband - Großhandel

- Außenhandel - Dienstleistung,

Bundesverband der Deutschen

Industrie, Bundesverband der freien

Immobilien- und Wohnungsunternehmen,

Bundesverband des Deutschen

Groß- und Außenhandels, Bundesverband

Druck und Medien, Bundesverband

Informationswirtschaft, Telekommunikation

und neue Medien,

Gesamtverband der deutschen Textilund

Modeindustrie, HVBI, HDE,

SACHSENMETALL Unternehmensverband

der M+E-Industrie Sachsen, Verband

der Bayerischen Metall- und

Elektroindustrie, VDA, Vereinigung

der Unternehmensverbände in Berlin

und Brandenburg, Wirtschaftsverband

Stahl- und Metallverarbeitung,

ZDH, Zentralverband Elektrotechnikund

Elektronikindustrie.

HAMBURG (DJ/ks). Deutsche Unternehmen

nutzen offenbar im großen

Stil eine Gesetzeslücke zum Steuersparen

aus. Nach einem der ‚Financial

Times Deutschland‘ (FTD vorliegenden

Bericht des Bundesrechnungshofs

entgehen dem Staat auf diese Weise

Einnahmen von schätzungsweise 500

Mio Euro im Jahr.

Die Steuergestalter wählen dem

Zeitungsbericht zufolge dabei eine

besonders trickreiche Form des so genannten

Nutzenergie-Contractings.

Steuerberater, Ingenieure oder Unternehmensberater

böten beispielsweise

Kaufhäusern oder Hotels an, deren

Energieversorgung zu übernehmen.

In Wahrheit würden aber nur die Heizung

und die Klimaanlage des Hotels

einer neuen GmbH überschrieben,

die auf dem Papier die Leistung erbringe.

Die GmbH als Energieerzeuger gilt

als Unternehmen des produzierenden

Gewerbes und erhält so hohe Ermäßigungen

– bei der Stromsteuer bis zu

97 % des normalen Satzes, bei der Mineralölsteuer

bis zu 66 %. Diesen

Steuervorteil teilten sich der Berater,

Contractor genannt, und der Kunde,

berichtet die ‚Financial Times

Deutschland‘.

Der Bundesrechnungshof fürchte,

dass langfristig die meisten mittelständischen

und großen Unternehmen

dieses Modell nutzen werden

und dann nur noch kleine Firmen und

Privathaushalte die volle Last der

Ökosteuer tragen müssten. Das Bundesfinanzministerium

will nach Aussage

eines Sprechers noch im Frühjahr

einen Gesetzentwurf ins Kabinett

bringen, um diesen Steuertricks Einhalt

zu gebieten.


12 Produktion Wirtschaft : Cleantech


11. März 2010 Nr. 10

GE Energie Gipfel

Kurze Vorlaufzeiten für Energieprojekte

Produktion Nr. 10 , 2010

SALZBERGEN (fr). Europa kann seine

ehrgeizigen 20-20-20-Ziele im Energiesektor

erreichen. Dies ist jedenfalls

die Ansicht von führenden politischen

Entscheidungsträgern und Vertretern

der Wirtschaft, die am jüngsten Gipfeltreffen

ausgerichtet von General Electric

(GE) teilgenommen haben.

Das Treffen an der deutschen Produktionsstätte

für Windenergieanlagen

von GE Energy im niedersächsischen

Salzbergen trug das Motto „The Future

of Alternative Energy“. Die Bedeutung

einer regionalen Strategie,

nach der die Kommunen eigene, lokale

Antworten auf die Herausforderungen

des Klimawandels finden sollen,

entwickelte sich zu einem der

Kernthemen der Konferenz. An zweiter

aber nicht untergeordneter Stelle

stand das Thema Energie-Effizienz.

Denn weltweit würden derzeit mehr

als zwei Drittel der Energie, die aus

vorhandenen Quellen erzeugt werde,

buchstäblich verschwendet, hieß es

aus der Expertenrunde.

Rod Christie, Präsident von GE

Energy für Mittel- und Osteuropa,

Russland und die GUS-Staaten, kommentierte

die Ergebnisse wie folgt:

„Die Tatsache, dass es in Kopenhagen

zu keiner Einigung kam, ist sicherlich

enttäuschend, doch zeigt dieses Treffen,

dass das Thema des Klimawandels

in Europa eine enorm große Eigendynamik

gewonnen hat. Somit

wird das Scheitern des Klimagipfels

vermutlich nur geringe Auswirkungen

haben. Es gibt genügend Spielraum

für eine umfassende Strategie und für

globale Abkommen. Die Regionen

und Unternehmen vor Ort warten jedoch

nicht darauf, sondern packen

einfach die vor ihnen liegenden Aufgaben

an – und finden Lösungen.“

Bild: GE

Am GE Energy Standort im niedersächsischen Salzbergen produziert der Konzern die

2,5 Megawatt Turbinen für Windkraftanlagen.

Edit Herczog, Mitglied des Europäischen

Parlaments für Ungarn, mahnte,

dass die mutmaßliche Verdopplung

des europäischen Energiebedarfs

in den kommenden zwanzig Jahren

ein viel größeres und langfristigeres

Problem darstellt als die derzeitige

Wirtschaftskrise. „In den vergangenen

Jahren hat die Europäische Union

damit begonnen, die Weichen für

nachhaltige Energiequellen der Zukunft

zu stellen. Zum ersten Mal in

seiner Geschichte hat Europa eine bewusste

Entscheidung getroffen, die

eigene Energiezukunft gemeinsam zu

steuern, anstatt diese Entscheidung

einfach dem Markt zu überlassen.

Dies ist in der Tat eine Revolution im

Energiesektor“, erklärte sie.

Kenneth Backgard von der Versammlung

europäischer Regionen

hob hervor, dass der Einfluss der

Regionen zunimmt, wenn es darum

geht, politische Vorgaben festzulegen

und Initiativen vor Ort zu entwickeln.

Bild: GE

Rod Christie, Präsident von GE Energy für

Mittel- und Osteuropa, Russland und die

GUS-Staaten, meint, dass das Thema Klimawandel

in Europa eine enorm große

Eigendynamik entwickelt hat.

„Um Erfolg zu haben und den Menschen

die Auswirkungen des Klimawandel

wirklich bewusst zu machen,

muss man sich auf die Ebene des Individuums

begeben“, meinte er.

Dr. Cord Landsmann, E.ON Renewables,

forderte die europäischen Regierungen

auf, langfristige Strategien

zu entwickeln, um den Unternehmen,

die Millionen in Projekte für den Ausbau

erneuerbarer Energien investieren,

eine höhere Planungssicherheit

zu geben. Nach seinen Worten muss

Europa auch die administrativen Verfahren

rationalisieren und die Vorlaufzeiten

reduzieren, die notwendig

sind, um Projekte für Wind-, Solarund

andere erneuerbare Energiequellen

anzuschieben. Dies würde dann

auch gewährleisten, dass Europa seine

Marktführerschaft im Bereich erneuerbarer

Technologien behält.

Jörg Fischer von EnviTec Biogas unterstützte

Landsmann Aussage. So

dauere die Konzeption eines Windpark-Projekts

in Europa immer noch

dreimal länger als in den USA, weil

unter anderem der Planungsprozess

länger sei. Zudem sprach er sich für

einen länderüberschreitenden Zugang

zu Stromnetzen in Europa aus.

„Dies muss einfach realisiert werden“,

erklärte er.

Prady Iyyanki, Vorstand der GE

Energy Gasmotorensparte Jenbacher,

hält es für notwendig, dass Europa

sich noch stärker auf eine bessere

Energie-Effizienz konzentriert. Gerade

einmal 11 % der in Europa erzeugten

Elektrizität komme von Kraft-

Wärme-Kopplungsanlagen (KWK).

Diese Technologie könnte jedoch eine

große Rolle spielen, um die Wärmeverschwendung

in vielen Teilen Europas

zu verringern. Laut Iyyanki ließen

sich die KWK-Kapazitäten in Europa

problemlos verdoppeln. Damit käme

Europa auch dem Ziel einer sicheren

Energieversorgung näher, betonte der

Gasmotoren-Experte.

Bosch Solar will

nach Nordamerika

Produktion Nr. 10 , 2010

TORONTO (fr). Bosch Solar Energy

AG plant den Markteintritt in Nordamerika.

Die Tochter der Robert

Bosch GmbH hat eine Absichtserklärung

(MoU) mit der kanadischen Sustainable

Energy Technologies Ltd

über eine Zusammenarbeit im Bundesstaat

Ontario unterzeichnet. Demnach

sollen Boschs Dünnschicht-Solarpanele

mit Wechselrichtern von

Sustainable ausgestattet werden, wie

Bosch Solar mitteilte. Sustainable-

CEO Robert Bucher sagte im Interview

mit Dow Jones Newswires,

Bosch Solar wolle in Ontario eine Anlage

zur Verkapselung der Bosch-

Dünnschicht-Panele errichten. Die

Panele selbst sollen im Ausland produziert

werden. Die Kanadier wollen

ihrerseits ein Werk zur Produktion

der Wechselrichter bauen, die Gleichstrom

in Wechselstrom umwandeln.

Das Werk soll im Herbst fertig gestellt

werden und im ersten Jahr der Inbetriebnahme

200 bis 300 Menschen

beschäftigen, sagte Bucher weiter. Bei

Erfolg soll das Modell auf die USA

übertragen werden.

Prozessmaterialien

für die Solarbranche

Produktion Nr. 10 , 2010

STUTTGART (fr). Maschinen und

Prozessmaterialien zur Herstellung

von Wafern, Zellen, Solarmodulen sowie

Komponenten werden vom 27.

bis 29. April in Stuttgart präsentiert.

Auf der Messe „Photon’s 6th Photovoltaic

Technology Show Europe

2010“ (PTS) stellen rund 300 Unternehmen

ihre Produkte aus. Erstmals

findet eine Fachkonferenz zum Thema

Wechselrichter und eine Diskussionsrunde

zum EEG statt. Mehr Informationen:

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Entscheider lesen Produktion

Energie-Effizienz

Neue EU-Regelungen nicht wirklich neu

von Wilfried Kipp-Weike

Produktion Nr. 10 , 2010

ESSEN (fr). Welche Bedingungen müssen

erfüllt sein, um die Ziele Energie-

Effizienz, Energie-Einsparung und Erhöhung

des Anteils erneuerbarer

Energien zu erreichen? Wie kann die

Energie-Effizienzrichtlinie in die Praxis

umgesetzt werden. Diese Themen diskutierten

Experten jüngst in Essen.

Bild: Rainer Schimm/Messe Essen GmbH

Auf dem Kongress „Energiemarkt 2.0: intelligent und effizient“ waren sich die Experten

einig, dass der Markt dringend aktiviert werden muss.

„Energiemarkt 2.0: intelligent und effizient“

lautete der Titel des Begleitkongresses

zur Energiemesse E-world. Dort

nannte Dr. Marc Ringel – EU-Direktion

Energie und Transport – dieEnergie-Effizienz

„ein Wundermittel – eine winwin-win-Situation.“

Bestimmt wird die

EU-Energiepolitik nach wie vor vom

20-20-20 Ziel. Bis 2020 sollen die Treibhausgas-Emmissionen

und der Energieverbrauch

in der EU um 20 % sinken,

der Anteil erneuerbarer Energien soll

einen Anteil von 20 % erreichen. Die

EU-Gebäuderichtlinie, die KWK-Richtlinie,

die Öko-Design-Richtlinie, die

Energiekennzeichnungsrichtlinie und

die Energie-Effizienzrichtlinie sollen zu

diesem Ziel führen.

Dr. Wolfgang Irrek, vom Wuppertal-

Institut für Umwelt und Klima, sieht

viele kleine Schritte, die erst zum Ziel

führen. „Immer wenn Energie-Effizienz

konkret wird, müssen wir sehr

kleinteilig arbeiten.“ Dabei dürfe

nicht außer Acht gelassen werden,

dass bei allen Effizienz-Maßnahmen

in Unternehmen, die Kosten immer

im Mittelpunkt stehen. Dr. Hermann

Hüwels, Referatsleiter Gesamtkoordination,

Energie-Effizienz, Umweltmanagement

des DIHK, betrachtet die

Unternehmen im internationalen

Wettbewerb. Daher befürchtet er,

dass nationale Alleingänge und Vorreiterrollen

den Unternehmen Wettbewerbsnachteile

bringen und sie bei

der Auftragsvergabe im Nachteil sind.

Auch Dr. Udo Kalthoff, Referent industrielle

Energieversorgung, Verband

der Industriellen Energie- und

Kraftwirtschaft (VIK), sieht den Kostenaspekt.

„Energieintensive Branchen

haben das Thema bereits viel

länger im Fokus. Blockheizkraftwerke,

Optimierung aller Energieverbräuche

stehen auf der Agenda. In

anderen Branchen gibt es andere Themen,

die momentan im Zeichen der

Wirtschaftskrise Vorrang haben. Es

stellt sich auch die Frage, ob das Ziel,

40 % Energieeinsparung so ‚sexy‘ ist,

wenn im Umfeld nichts passiert. Muss

Deutschland Vorreiter sein?“

„Energie-Effizienz ist zwar ein

wichtiges Thema, es steht jedoch

nicht in der ersten Reihe“, so Hüwels.

„Energie-Effizienzprojekte in Unternehmen

funktionieren in der Regel

dann, wenn es Promotoren im Unternehmen

gibt, die sich des Themas annehmen.

Außerdem gibt es bereits

seit 15 Jahren im Bundes-Immissionsschutzgesetz

den Auftrag für Unternehmen,

energie-effizient zu arbeiten.

Die neuen EU-Regelungen sind

also nicht wirklich neu.“ Eine Vorreiterrolle

weisen die Experten den

Kommunen zu. „Die Kommunen müssen

ihre Angebote forcieren und nach

den Vorgaben der Energie-Effizienzrichtlinie

aktiv werden“, sagt Dr. Tim

Wawer, von der deutschen Energie

Agentur (DENA). Übereinstimmend

lautete das Fazit. Es sind viele kleine

Schritte erforderlich und der Markt

muss aktiviert werden, um die Ziele

zu erreichen.


Mehr Praxis!

Jetzt im Technikteil.

Entscheider lesen Produktion

Oberflächentechnik: Funktionelle

Beschichtung mit Elastomeren

Produktion

Technik

14 Trends und Reports 16 Praxis 17 Produkte

Process-Monitoring-System:

Kaum Schaden bei Kollisionen

Fabrik des Jahres

Das Original von

Produktion und

A.T. Kearney

www.fabrik-des-jahres.de

Nummer 10 LÖSUNGEN FÜR DIE PRODUKTION

11. März 2010

Tieftemperaturfett:

Kältestabil mit wenig Anlaufwiderstand

Wichtige Events

für Produktioner:

TERMINKALENDER

Hausmesse: 26. – 30. 4.

Pfunderer GmbH: Vom 26.–30.4.2010

findet in Ludwigsburg die Hausmesse

des Unternehmens für Bau- und Sondermaschinen

statt. Die Themen werden

unter anderem ‚Mechatronische

Module‘, ‚Linearmotorlösungen‘, ‚Bewegungsoptimierung‘

und ‚Module

für Reinraumanwendungen‘ sein.

NEWS

Serie: Effizienzfabrik – ‚Forschung für die Produktion von morgen‘, Teil 2

Neue Einsparpotenziale in der Industrie

von Dietmar Poll

Produktion Nr. 10 , 2010

LANDSBERG. Die Innovationsplattform

Effizienzfabrik unterstützt 31 Verbundforschungsprojekte

im Förderschwerpunkt

‚Ressourceneffizienz in der Produktion‘.

Drei Projekte daraus zeigen

Möglichkeiten zur Einsparung von

Energie auf.

[Die perfekte Welle]*

[wie geschmiert]*

[Klar machen]*

Wirkungsgrad von 16,6 %

NEUSS (ll). Der japanische Technologiekonzern

Kyocera, Hersteller im Solarbereich,

hat einen Wirkungsgrad

von 16,6 % bei polykristallinen Solarmodulen

mit 54 Solarzellen erreicht.

Das ist in der Umwandlungseffizienz

ein neuer Weltrekord. Der Erfolg ist

laut dem Unternehmen auf die proprietäre

Rückkontakt-Technologie

von Kyocera zurückzuführen, welche

die Absorptionsfläche vergrößert und

somit die Effizienz verbessert.

Automation University Event

HAAN-GRUITEN (ll). Rockwell-Automationen,

weltweit aktiver Anbieter

von Antriebs-, Steuerungs- und Informationslösungen

für die Industrieautomation,

macht Düsseldorf für zwei

Tage zur Automatisierungshauptstadt.

Am 16. und 17. Juni 2010 erwartet

das Unternehmen circa 500

Profis aus Automatisierungstechnik,

Engineering, Management, Instandhaltung,

Einkauf und IT zur bislang

größten ‚Automation University‘

Deutschlands.

28 Unternehmen gut vernetzt

SAALFELD (ll). Samag, Werkzeugmaschinenbauer

und Serienfertiger für

Autoteile, ist eines von 28 Unternehmen,

die sich zu einem Verein für innovative

Zerspanungstechnologie zusammenschlossen.

Ziel der Vereinigung

ist, den Weg der Entwicklung

von wirtschaftlich erfolgreichen Technologien

und Verfahren durch einen

Wissenschaftstransfer in Netzwerken

zu verkürzen. Besonderes Augenmerk

wird dabei auf die Wachstumsbranche

Luft- und Raumfahrt gelegt.

Unter dem Motto ‚Den effizienten

Dreh finden … und die Kernkomponente

der Werkzeugmaschine optimieren‘

läuft das Projekt ‚Die perfekte

Welle‘ (www.energiemsp.de):

Der tatsächliche Energieverbrauch

ist den Anwendern von Werkzeugmaschinen

meist unbekannt. Eine durchschnittliche

Dreh-, Fräs- oder Schleifmaschine

emittiert indirekt jährlich

so viel CO 2

wie zehn Pkw. Für diesen

signifikanten Verbrauch sind nicht

nur die Hauptspindel als Kernkomponente

von Werkzeugmaschinen, sondern

auch deren Peripherieaggregate,

wie zum Beispiel Kühlung, Schmierung

und Hydraulik, verantwortlich.

Der Energieaufwand bei der Maschinenbenutzung

hängt dabei stark vom

Aufbau des Spindelmotors und der

Konzeption der Stromspeisung der

Verbrauch der einzelnen

Spindelkomponenten optimieren

Antriebe ab. Hier verbirgt sich noch

ein großes Potenzial zur Erhöhung

der Effizienz. Das Projekt EnergieMSP

analysiert zunächst die Einsparmöglichkeiten

der Motorspindel als Kernkomponente

von Werkzeugmaschinen

in allen Betriebsbereichen und

optimiert dann entsprechend den

Verbrauch der einzelnen Spindelkomponenten.

Schwerpunkte dabei sind

der Aufbau des Antriebsmotors und

die Konzeption der Speisung, die Lagerung,

das Spannsystem, die Drehdurchführung

sowie der Rotor. Während

der Projektlaufzeit soll eine optimierte

Motorspindel aufgebaut werden,

deren Energiebedarf um 25 %

gesenkt wurde – und das bei gleich

bleibender Leistungsfähigkeit.

Bilder: Effizienzfabrik

* Effiziente Motorspindel für Werkzeugmaschinen

Den effizienten Dreh finden … und die

Kernkomponente der WZM optimieren.

* Effiziente Fertigung

plasmastrukturierter Oberflächen

Keine Reibungsverluste … dank innovativer

Beschichtungsverfahren mit Nanotechnik.

‚Keine Reibungsverluste … dank innovativer

Beschichtungsverfahren mit

Nanotechnik‘ verspricht das Projekt

‚NANODYN‘ (www.nanodyn.de):

Durch eine nanoskalig strukturierte

Beschichtung können Oberflächen

und deren Benetzungsverhalten so

verändert werden, dass die Ressourceneffizienz

der Produkte aufgrund

verminderter Reibungs- und Verschleißverluste

maßgeblich verbessert

wird. Die Vereisung von Flugzeugflügeln

und Windrädern ist beispielsweise

ein komplexes Problem,

das durch gezielte Veränderung der

Oberflächeneigenschaften beeinflusst

werden kann. Die aufwändige Heizung

der Flügelvorderkanten kann so

reduziert und Flugbenzin sowie CO 2

-

Emissionen eingespart werden.

Ziel des Projekts NANODYN ist die

Entwicklung einer Produktionstechnik,

die durch lokal strukturierte

Oberflächenbeschichtungen effizientere

Bauteilfunktionen ermöglicht.

Mikro- und nanoskopische Vorgänge

auf reibenden sowie be- und entnetzenden

Oberflächen zu untersuchen

und zu simulieren, sind weitere wichtige

Aspekte dieses Projektes. Dabei

wird der Ansatz verfolgt, die technischen

Anforderungen auf die Grenzflächenbeschaffenheit

zurückzuführen

und sie durch eine nanoskalig

strukturierte Schicht zu beeinflussen.

Im Ergebnis stehen Prozesse und Anlagen

für den industriellen Einsatz

zur Verfügung, durch die Benetzungseigenschaften

gezielt eingestellt werden

können. Diese Technologie kann

vielfältig eingesetzt werden, so für

Bauteile aus der Luftfahrt und für die

Beschichtung von Bandwaren und

Wälzlagern.

50 Prozent der

Ressourcen einsparen

Mit dem Thema ‚Wasser marsch …

mit mehr Effizienz dank intelligenter

Mikrosiebe‘ beschäftigt sich das Projekt

‚Nanoefficiency‘ (www.nano-water.de):

Bei Filtrationsprozessen tritt gewöhnlich

das Problem auf, dass sich

innerhalb kurzer Zeit sogenannte

Foulingschichten bilden, die allein

durch Strömungsprozesse nicht von

den Filtermembranen entfernt werden

können. Die Filtrationsleistung

kann dann innerhalb weniger Minuten

deutlich absinken. Dies verursacht

aufwändige Reinigungsschritte, die

mit einem hohen Verbrauch an Chemikalien

verbunden sind. Im Projekt

Nanoefficiency wird eine neuartige

* Effiziente Filtration

durch Antifoulingschichten

Wasser marsch … mit mehr Effizienz

dank intelligenter Mikrosiebe.

Beschichtung spezieller Mikrofilter

mit ungiftigen, photokatalytischen

Titandioxid-Nanopartikeln entwickelt.

Sie zeichnet sich dadurch aus,

dass sie katalytisch Verschmutzungen

zersetzen kann und zudem antikorrosiv

wirkt. Damit sollen über den gesamten

Filtrationsprozess 50 % der

Ressourcen im Vergleich zu herkömmlichen

Verfahren gespart werden.

Neben der Entwicklung und Optimierung

der Beschichtungsmethoden

steht vor allem die Herstellung

von neuen Mikrofiltern, sogenannten

Mikrosieben, im Fokus. Im Anschluss

an die Übertragung des Verfahrens

auf Mikrobauteile wie Mikropumpen

wird die Sparleistung quantifiziert

und die Toxizität abgeschätzt. Die

beschichteten Mikrosiebmodule sollen

abschließend ihre Praxistauglichkeit

in einer dezentralen Trinkwasseraufbereitungsanlage

unter Beweis

stellen. Die innovativen Filter eröffnen

Möglichkeiten für eine breite

Anwendung in der chemischen Industrie,

der Nahrungsmittelindustrie,

der Pharmazie und Kraftwerkstechnik.

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

redaktion@produktion.de

TECHNIKBILD DER WOCHE

Tandemzellen

Die nächste Solarzellengeneration

Bild: Universität des Saarlandes

Philipp Slusallek, Professor für Computergraphik der Universität des Saarlandes und

Direktor am DFKI, forscht daran, wie man interaktive 3D-Szenen direkt in beliebige

Webseiten einbetten kann.

Produktion Nr. 10 , 2010

BERLIN (pd). Ein internationales Forscherteam

unter Leitung von Dr. Udo

Bach an der Monash University in Australien

hat eine Methode entwickelt,

um den Leistungs-Output der nächsten

Solarzellengeneration zu erhöhen.

Die Wissenschaftler haben Tandemzellen

aus farbstoffsensibilisierten Solarzellen

hergestellt, die eine dreimal höhere

Effizienz bei der Energieumwandlung

gegenüber bisherigen Tandemzellen

dieser Art aufweisen. Der Schlüssel

zu dieser Innovation lag laut Bach in

der Entdeckung eines neuen, effizien-

teren Farbstoffes, der den Betrieb von

invertierten farbstoffsensibilisierten

Solarzellen deutlich effizienter macht.

Laut Bach könnte dieser Durchbruch

die Zellen zu einer guten und konkurrenzfähigen

Alternative zu herkömmlichen

Siliziumzellen machen.

Der Tandem-Ansatz – das Stapeln

mehrerer Solarzellen – wurde bei traditionellen

Photovoltaikanlagen bereits

erfolgreich zur Maximierung der

Energieausbeute angewandt. Hierfür

gab es bei farbstoffsensibilisierten Solarzellen

bisher jedoch Hindernisse,

da es kein Verfahren zur Schaffung eines

invertierten Systems gab, bei dem

die Farbstoffmoleküle – wenn Licht

auf sie trifft – positive Ladungen effizient

an einen Halbleiter weitergeben

konnten. Bei ihrem Projekt stapelte

das Forscherteam zwei Arten von farbstoffsensibilisierten

Solarzellen – eine

invertierte und eine Standardzelle.

Dadurch konnten sie erstmals eine

Tandemzelle schaffen, die die Effizienz

ihrer einzelnen Komponenten

überstieg. „Indem wir einen Weg gefunden

haben, invertierte farbstoffsensibilisierte

Solarzellen sehr effizient

arbeiten zu lassen, haben wir der

Schaffung von farbstoffsensibilisierten

Tandemzellen als wirtschaftliche Alternative

die Tür geöffnet“, erläutert

Bach die Bedeutung der Arbeit.


14 Produktion Technik : Trends und Reports


11. März 2010 Nr. 10

Oberflächentechnik

Funktionelle Beschichtung mit Elastomeren

von Josef Simon

Produktion Nr. 10 , 2010

LANDSBERG (ba). Dort wo es um Optik,

um Design oder um eine glatte und

homogene Oberfläche geht, gibt es

zum Lackieren oder Pulvern keine Alternative.

Sind aber Funktionalität, Abrieb-

und Säurebeständigkeit gefragt,

zeigt Gummi seine starken Seiten.

„Gummi ist primär eine funktionelle

Beschichtung mit klaren technischen

Aufgaben“, sagt Stefan Baier, Leiter

Entwicklung beim Compounder Warsteiner

Gummitechnik (WAGU). „Es

gibt sehr klare Abgrenzungen zu den

einzelnen Verfahrenstechniken, kaum

Überschneidungen“ – was nicht selten

auch eine Frage des Preises ist. Denn

ein Lack- oder Pulverauftrag ist in der

Regel wirtschaftlicher.

Selbst in Anwendungen wie dem

Korrosions- und Verschleißschutz

konkurrieren Gummi und die traditionellen

Oberflächentechniken. Gummi

zeichnet sich durch eine sehr hohe

Elastizität, Flexibilität, Kratzfestigkeit

und Beständigkeit gegen aggressive

Medien aus. Daher gehört die Auskleidung

von Tanks, Kesseln oder

Chemiereaktoren zu den Domänen

der Gummibeschichtung. Auch in der

Bild: Steuler

Gummibeschichtung eignet sich für Tanks, Kessel oder Chemiereaktoren. Die Gummioberfläche

wird in der Regel als Bahn aufgetragen und wie ein Teppichboden mit speziellen

Haftsystemen aufgeklebt. Hier werden Tanks mit Gummibahnen ausgekleidet.

Verschleißtechnik haben die Elastomere

ihre Nische gefunden. Durch ihklebt.

Je nach Anwendung und

gel als Bahn aufgetragen und aufgere

hohe Abriebbeständigkeit eignen Schichtdicke kann das Material auch

sich Polymere wie Naturkautschuk gestrichen, gespachtelt, aufgespritzt

(NR/HNR), Styrol-Butadien-Kautschuk

(SBR) und Butadien-Kautschuk schichtet werden – wie beispielsweise

oder im Coil-Coating-Verfahren be-

(BR) ideal als Verschleißschutz. In bei Gummi-Metallverbindungen in

Verbindung mit Füllstoffen wie Kieselsäuren

oder hochaktiven Industriebau.

Dieser Auftrag erfolgt im μm-

Flachdichtungen für den Motorenrußen

erreicht Gummi eine sehr hohe Bereich und erreicht eine Stärke von

Belastbarkeit und eignet sich daher nicht mehr als 0,2 mm. Europas

als Schutzfläche in Siebanlagen von Marktführer auf diesem Sektor ist der

Steinbrüchen oder Förderanlagen. Oberflächenveredler HÜHOCO, Wuppertal.

Im Die Gummioberfläche wird in der Re-

Coil-Coating-Verfahren

werden hier Metallbänder veredelt.

Diese Coils laufen erst durch eine Reinigungszone,

wo sie von Fetten und

anderen Fremdstoffen gereinigt werden.

Im fortlaufenden Prozess erhalten

diese Metallbänder ihren Gummiüberzug

von 0,1 bis 0,2 mm. Das

Gummi wird direkt entweder einoder

beidseitig im Coil-Coating-Verfahren

aufgebracht und auf der Strecke

vulkanisiert.

Gummibeschichtete Metallbänder

werden heute oft in Motoren verwendet,

wo sie Aufgaben innerhalb der

Dichtfläche übernehmen. „Gummi

hat hier gleich zwei Funktionen“, sagt

Ralf Flemming, Manager Rubber Coated

Products bei HÜHOCO: „Zum einen

erzeugt er auf der Dichtung eine

Mikroabdichtung. Darüber hinaus

dient er als Dämpfungsblech, das bei

Bremssystemen die Schwingungsresonanzen

des Motors aufnimmt und

entkoppelt.“

Der Einsatz von Gummibeschichtungen

als Auskleidung und Korrosionsschutz

reicht in nahezu alle Bereiche

der Industrie, denn Gummi ist

nicht nur widerstandsfähiger gegen

Abrasion als harte Beschichtungen,

sondern sehr beständig gegen Wasserdampfdiffusion

und Säuren. Ein

führender Anbieter von Auskleidungs-

lösungen ist die Steuler GmbH, Höhr-

Grenzhausen. Von Säureproduktionsanlagen

bis zu feuerfesten Ausmauerungen

bedient das Unternehmen nahezu

die gesamte Industrie. „Gummi

hat zwar seinen festen, angestammten

Platz in der Oberflächenbeschichtung.

Aber Gummi ist nicht gleich

Gummi“, verweist Dr. Karl-Heinz

Dunker, Diplom-Chemiker und Anwendungstechniker

bei Steuler, auf

die Variabilität der Elastomere.

Gummi-Metallverbindungen

haben eine große Zukunft

Rund 5 000 Rezepturen lagern bei

WAGU in den Safes. „Es gibt nichts,

was nicht geht“, sagt Baier, „aber oft

entscheidet sich der Anwender für

schnellere und preiswerte Lösungen

statt für Funktionalität und Lebensdauer.“

Gerade bei den Gummi-Metallverbindungen,

die in den vergangenen

Jahren enorm an Qualität und

Quantität zugenommen haben, öffnet

sich ein weites Betätigungsfeld. Aber

auch am Bau ist für Ralf Fleming von

HÜHOCO noch Luft. Dabei sind alle

Mischungen als Compound möglich,

so Baier, „vorausgesetzt, wir bekommen

vom Kunden präzise Angaben

und ein genaues Angabenprofil“.

Werkstoffe

Heizgewebe aus

Kohlenstoff-Nanoröhrchen

von Susanne Bader

Produktion Nr. 10 , 2010

Mit freundlicher Unterstützung von:

+

WERKZEUGSCHLEIFER

DES JAHRES 2010

präsentieren den Wettbewerb

„Werkzeugschleifer des Jahres“

am 18.03.2010

auf der Grindtec, Augsburg

DAS FACHMAGAZIN FÜR DIE METALLBEARBEITUNG

LEVERKUSEN. Eine neue Dispergiertechnik

ermöglicht die volle Ausnutzung

der Leitfähigkeit von Kohlenstoff-

Nanoröhrchen für Elektrizität und

Wärme.

Wässrige Suspensionen von Kohlenstoff-Nanoröhrchen

(CNT), die einzelne

Röhrchen enthalten, ermöglichen

interessante Perspektiven für

neue Anwendungen, die von elektrischer

beziehungsweise von Wärmeleitfähigkeit

abhängig sind. Ein Beispiel

dafür ist eine neuartige Matte, in

der leitfähige CNTEC-Garne verwebt

sind. Sie wird von der japanischen

Kuraray Living Co., Ltd. hergestellt

und gilt als bisher erste kommerzielle

Anwendung von Baytubes-Kohlenstoff-Nanoröhrchen

von Bayer MaterialScience

auf dem japanischen

Markt. Da das Material hervorragend

leitet, erzeugt dieses neuartige Gewebe

auf seiner gesamten Oberfläche

gleichmäßig Wärme. Es ist leicht,

dünn und kompakt und besitzt eine

lang anhaltende Biegefestigkeit. Aus

diesem Grund eignet es sich für den

Neuartige Heizmatte hat

sich als Frostschutz bewährt

Bild: Bayer MaterialScience

Eine Heizung, die mit Heizgeweben

aus Multifilamentgarnen ausgestattet ist,

wurde als Frostschutz im Wassertank des

von JR Hokkaido betriebenen ‚Ryuhyo

Norokko‘-Express getestet.

Einsatz in Autositzen, elektrischen

Haushaltsgeräten, zum Heizen von

Kleidungsstücken oder als Frostschutz-Material.

Die japanische Eisenbahngesellschaft

JR Hokkaido hat

diese neuartige Heizmatte getestet

und festgestellt, dass sich die Gewebeheizung

als Frostschutz im Wassertank

des ‚Ryuhyo Norokko‘-Express

bewährt hat. Im Winter fällt in diesem

Zug die Temperatur bis auf etwa

-20 °C, weil außer gusseisernen Öfen

keine anderen Heizvorrichtungen

verfügbar sind. Auf einer anderen

Bahnstrecke von JR Hokkaido wird

derzeit getestet, wie sich das neue

Heizgewebe als Sitzheizung bewährt.

Experten gehen davon aus, dass die

wässrigen Dispersionen von Kohlenstoff-Nanoröhrchen

auch gut in Kombination

mit verschiedenen anderen

Materialien eingesetzt werden können.

Bei ihrer Herstellung bilden Kohlenstoff-Nanoröhrchen

üblicherweise

große und stabile Agglomerate, in denen

die Röhrchen eng miteinander

verknäult sind. Das Aufbrechen

solcher Bündel in einzelnen Röhrchen,

die ein Höchstmaß an elektrischer

und Wärmeleitfähigkeit aufweisen,

stellte bisher eine Herausforderung

dar.

Dank einer neuen Dispergiertechnik,

bei der ein von Prof. Dr. Bunshi

Fugetsu von der Universität Hokkaido

entwickeltes und patentiertes zwitterionisches

Tensid verwendet wird,

können jetzt stabile wässrige Suspensionen

mit einzelnen CNT in industriellen

Mengen hergestellt werden. Dabei

kommt auch eine Methode zum

zerstörungsfreien Aufbrechen von

CNT-Agglomeraten zum Einsatz, die

von der Inoac Technical Center Co.,

Ltd. entwickelt wurde.

Die Produkte weisen eine stabile

und homogene Leitfähigkeit und eine

Langlebigkeit auf, wie sie für industrielle

Produkte erforderlich ist. Durch

Kombination dieser Technologien ist

es nun möglich, Baytubes-Agglomerate

effizient und dauerhaft zu entwirren.

fer-werkzeug-2010-logos-169-229.indd 1

07.12.2009 10:09:23 Uhr


11. März 2010


Nr. 10

Technik : F & E Produktion 15

embedded world

Strategisches Wachstumsfeld Embedded Systems

von Sabine Spinnarke

Produktion Nr. 10 , 2010

NÜRNBERG. Embedded Systems sind

Softwaremodule, Recheneinheiten

oder Mikro-Computer, die in verschiedensten

Technologien integriert werden.

Trotz stetig wachsender Anwendungsgebiete

besteht weiterhin Aufklärungsbedarf.

„Die Unternehmen und Forschungseinrichtungen

des Embedded-Sektors

verfügen in Deutschland über ausgeprägte

Fähigkeiten, innovative Lösungen

aus leistungsfähigen Bauteilen

und zuverlässiger Software zu entwickeln“,

sagt Prof. Dr. Dr. h.c. mult.

August-Wilhelm Scheer, Präsident

BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft,

Telekommunikation

und neue Medien), der jüngst die Studie

‚Eingebettete Systeme – ein strategisches

Wachstumsfeld für Deutschland‘

herausgegeben hat. Doch Fachkräftemangel,

steigende F&E-Ausgaben

und Zertifizierungsmaßnahmen

für Embedded Systeme sind wesentliche

Herausforderungen, die bewältigt

werden müssen – so ein Fazit der Studie.

Deutsche Unternehmen sind demnach

bei der Entwicklung und Integration

von Embedded Systemen mit

hohen Anforderungen an die Sicherheit

besonders gut positioniert. Im

Maschinenbau ist die Nachfrage nach

sicherheitskritischen Systemen größer

als in anderen Industriezweigen.

Allerdings ist eine Schwäche des

Standorts Deutschland, dass die

Hochschulausbildung zu wenig konkreten

Bezug auf Embedded Systeme

nimmt. Das liegt unter anderem daran,

dass Embedded Systeme in der

Öffentlichkeit und Politik nicht ausreichend

wahrgenommen werden.

Conference on Coatings on Glass and Plastics

Hightech-Beschichtungen

auf Glas und Kunststoff

Produktion Nr. 10 , 2010

Bild: NürnbergMesse GmbH

Der Anteil von eingebetteten Systemen im Fahrzeugbau ist signifikant: er erstreckt sich

über Bordnetze, Steuer- und Kontrollsysteme sowie Infotainment-Systeme.

Der Embedded-Systeme-Markt hat

das Potenzial, den technologischen

Fortschritt in Deutschland führend

voranzutreiben. Dazu bedarf es jedoch

einer konstanten Förderung und

Entwicklung innovativer Technologien

sowie einer nachhaltigen Produktivitätssteigerung

sowohl im Anbietersektor

als auch in den Anwenderindustrien.

Die Fachmesse embedded world

Exhibition & Conference ist eine der

Informations-Plattformen in Deutschland.

Sie fand Anfang März in Nürnberg

statt, erstmals unterstützt durch

den ZVEI. „Die Messe ist für die Branche

weltweit die wichtigste Plattform,

um sich auf hohem Niveau auszutauschen

und zu informieren – sie ist die

feste Größe im Messekalender der

Embedded Community“, erklärt Projektleiter

Alexander Mattausch.

Einer der Aussteller, das Fraunhofer

IESE, gehört zu den führenden

Forschungseinrichtungen auf dem

Gebiet der Software- und Systementwicklung.

Die Fraunhofer-Forscher

der sieben teilnehmenden Institute

beschäftigen sich mit Fragen wie:

Welche Lösungen helfen, die Softwarevielfalt

im Auto in den Griff zu

bekommen? Wie wird die Zentralverriegelung

von Fahrzeugtüren per

Funk sicherer? Laut Bitkom haben

Autos heute 100 MByte Software in

ihren Rechnern laufen, mit einer

Komplexität, die schneller wächst als

jene von IT-Systemen von SAP, Oracle

und Microsoft zusammen.

Viele Softwarefehler entstehen bei

der Übertragung des Lösungsgedankens

in einzelne programmlogische

Strukturen und Algorithmen. Domänenspezifische

Sprachen bilden laut

IESE den Lösungsraum in der Problemwelt

ab, d. h. sie kommen ohne

eine Übertragung der Lösungsidee in

klassische Modellierungssprachen

oder Programmiersprachen aus. Somit

kann ein Ingenieur beispielsweise

Sensoren und Aktoren einfach mit der

Steuerung verbinden und Ereignisketten

in der Nomenklatur der Anwendung

formulieren – den Rest erledigt

ein Generator, kostengünstig und

mit vorhersagbarer Qualität.

Mit domänenspezifischen

Sprachen Fehler vermeiden

Wie man eine solche domänenspezifische

Sprache einfach entwickelt,

welche Werkzeuge man hierzu benötigt

und für welche Anwendungen

sich die Technologie am besten eignet,

kann das Fraunhofer IESE aufzeigen.

Am Beispiel einer Unwucht-Detektion

beispielsweise sieht man, wie

komplexe Sachverhalte einfach ausgedrückt

und modelliert werden können,

sodass Varianten oder Systemanpassungen

sehr einfach werden.

Die im Kontext des Fraunhofer-Innovationsclusters

für digitale Nutzfahrzeugtechnologie

entwickelten

Methoden wurden bereits mehrfach

zur Produktentwicklung verwendet

und können werkzeuggestützt ab sofort

in der Produktentwicklung eingesetzt

werden.

BRAUNSCHWEIG (sp). Im Juni findet

die ‚8. International Conference on

Coatings on Glass and Plastics ICCG‘

statt. Sie bietet im Bereich Glas- und

Kunststoffbeschichtungen Experten

eine Plattform, um Zukunftstrends und

neue Technologien zu diskutieren.

An fünf Konferenztagen erwartet die

Teilnehmer ein vielfältiges Programm

aus Vorträgen zu Märkten und Trends

im Bereich Glas und Kunststoff. Dabei

spielen Technologien der Plasma- und

Ionenquellen, Atmosphärendruckplasmaverfahren,

Prozesskontrolle

und Charakterisierung eine Rolle. Die

Eigenschaften dünner Schichten und

ihre verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten

aus den Feldern Photovoltaik,

Automotive, Architektur, Displays

und flexible Elektronik werden

vorgestellt.

Eine Podiumsdiskussion zum Thema

‚Large Area Thin Films for Energy

Efficiency‘ ergänzt das Informationsangebot.

Wissenschaftliche und

anwendungsorientierte Aspekte

Die 8. ICCG wird in diesem Jahr

vom Fraunhofer-Institut für Schichtund

Oberflächentechnik IST in Braunschweig

organisiert. Professor Dr.

Günter Bräuer, Local Chairman und

Institutsleiter des Fraunhofer IST, begründet

das Engagement: „Die ICCG

ist eine wichtige Konferenz – auch für

unser Institut: Sie deckt sowohl wissenschaftliche

als auch anwendungsorientierte

Aspekte ab.“

CIS, CdTe oder dünnes Si – welches

Halbleitermaterial den Markt erobern

wird, ist eine der Fragen, die auf der

Veranstaltung angesprochen werden.

Der Photovoltaikmarkt ist in den

letzten zehn Jahren mit einer Jahresrate

von 40 % erheblich gewachsen.

Kristallines Silizium ist nach wie vor

das meistgenutzte Material, aber die

Dünnschicht-Photovoltaik gewinnt einen

immer größeren Marktanteil.

Bild: Reiner Meier / Wittmar

Großflächenbeschichtung auf Glas am

Fraunhofer IST.

Aufgrund ihrer hohen Kosteneffizienz

in der Massenproduktion wurden

2008 bereits 15 % der weltweit versendeten

PV-Module auf Basis der

Dünnschicht-Photovoltaik gefertigt.

Die vorrangig für Dünnschicht-PV-

Module eingesetzten Materialien basieren

auf amorphem bzw. mikrokristallinem

Silizium, Kombinationen daraus

und den Verbindungshalbleitern

CdTe und CIS. Bernhard Dimmler,

Geschäftsführer der Würth Elektronik

Research GmbH und Mitglied der Geschäftsleitung

der Würth Solar, wird

auf der ICCG 8 einen Überblick über

die verschiedenen Beschichtungstechniken

und ihr Potenzial geben.

Kosteneffiziente und ressourcenschonende

Technologien zur strukturierten

Funktionalisierung und Beschichtung

von Oberflächen im Mikrometerbereich

spielen für die Glasund

Kunststoffindustrie eine wichtige

Rolle. Wissenschaftler des Fraunhofer

IST entwickeln derzeit zusammen mit

Partnern eine neue Technologie zur

ortsselektiven Behandlung von Polymerfolien

im Durchlaufverfahren auf

der Basis des Plasma-Printings bei Atmosphärendruck.

Das Anwendungspotenzial

der Technologie wird Dr.

Michael Thomas, Leiter der Gruppe

Atmosphärendruck-Plasmaverfahren

am Fraunhofer IST, auf der ICCG 8

näher erläutern.

www.ist.fraunhofer.de

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16 Produktion Technik : Praxis


11. März 2010 Nr. 10

CO

Materialbearbeitung

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-Schneestrahlreinigung

mit integrierter Reinigung

von Doris Schulz

Produktion Nr. 10 , 2010

WIERNSHEIM-PINACHE (rm). Um bei

sehr filigranen Formen, die mittels 3D-

Laserabtragen, Laserfeinschneiden

und Laserbohren herstellbar sind,

Rückstände selbst im μm-Bereich entfernen

zu können, integriert ein Hersteller

von Maschinen für die Laserbearbeitung

die CO 2

-Schneestrahltechnik

der acp – advanced clean production

GmbH in seine Systeme.

Das 3D-Laserabtragen, für das die

Sauer GmbH Lasertec Maschinen herstellt,

ermöglicht die Herstellung sehr

kleiner, filigraner Kavitäten und Formen

für die Miniaturisierung in verschiedenen

Branchen.

Es handelt sich dabei beispielsweise

um Spritzgussformen, Elektronikund

Halbleiterformen, Formeinsätze,

Wendeschneidplatten, Pressstempel

sowie Prototypen. Durch kürzere Bearbeitungszeiten

und weniger Personalbindung

hat das Verfahren auch

wirtschaftliche Vorteile.

Mit dem Laserstrahl sind Materialien

wie Stahl, Aluminium, Messing

Hartmetall, Keramik, Graphit und

Borcarbid bearbeitbar. Während des

Abtragprozesses entstehen sehr feine

Rückstände wie Schlacke oder Zunder,

die über eine Absaugung entfernt

werden.

Bei sehr filigranen Formen, insbesondere

mit steilen Wänden, können

sich besonders kleine Teile dieser

Bild: acp – advanced clean production GmbH

Rückstände auf der Oberfläche anlagern,

die den Laserstrahl in seiner

Wirkung beeinträchtigen und zu Ausschuss

führen würden. Deshalb müssen

sie zuverlässig entfernt werden.

Für die Teilereinigung wurde die

CO 2

-Schneestrahltechnik von acp ausgewählt.

Da es sich bei der Kohlendioxid-Reinigung

um ein trockenes Verfahren

handelt und das System nur

wenig Platzbedarf hat sowie einfach

in den Fertigungsprozess integrierbar

ist, eignet es sich gut für den Einsatz

in Laserbearbeitungsmaschinen.

Basis der Entscheidung dafür waren

Reinigungsversuche mit unterschiedlichen

Teilen im acp-Technikum.

Beim Reinigungsverfahren

Die Integration der CO 2

-Schneestrahlreinigung

in ein 3D-Laserabtragsystem

ermöglicht es, auch

steile Wände bis zu 90° mit einer

Tiefe bis 2 mm herzustellen.

kommt flüssiges Kohlendioxid als

Strahlmittel zum Einsatz, das bei Sauer

aus Flaschen zugeführt wird. Der

ungiftige und nicht brennbare CO 2

-

Schnee entfernt durch die Kombination

mechanischer, chemischer sowie

thermischer Eigenschaften feste und

filmische Verunreinigungen trocken

und rückstandsfrei.

Beim Auftreffen auf die zu reinigende

Oberfläche verflüssigen sich die

Schneekristalle und sublimieren nach

dem Aufprall. Durch den Sublimationsimpuls

werden die auf den Werkstücken

vorhandenen partikulären

Feinstverschmutzungen gelöst und

abgetragen. In der Flüssigphase wirkt

das umweltneutrale Kohlendioxid als

Reinigender Schnee

In die mikrotechnische Laser-Materialbearbeitung

integriert Sauer

die effektive Säuberung mittels der

CO 2

-Schneestrahlreinigung von

acp:

■ Besonders kleine Teile zuverlässig

entfernen

■ Trockenes Verfahren

■ Wenig Platzbedarf

■ CO 2

-Schnee ungiftig und nicht

brennbar

■ Feste und filmische Verunreinigungen

werden entfernt

■ Keine Oberflächenbeschädigungen

■ Geringer CO -Verbrauch

2

■ Hohe Reinigungsleistung

Lösemittel und entfernt filmische

Schichten oder Verunreinigungen.

Die geringe Härte der winzigen

Schneekristalle gewährleistet dabei,

dass die Oberflächen der filigranen

Werkstücke nicht beschädigt werden.

Grundlage des guten Reinigungsvermögens

der Schneekristalle ist der

als Überschall-Zweistoffringdüse ausgeführte,

besondere acp-Reinigungskopf.

Das flüssige Kohlendioxid entspannt

beim Austreten aus der Düse

zu einem Schnee-Gas-Gemisch, das

den Kernstrahl bildet. Zusätzlich wird

Druckluft als Mantelstrahl zugeführt,

der die CO 2

-Schneekristalle auf Überschallgeschwindigkeit

beschleunigt.

Die Beschleunigung mit Druckluft

bewirkt eine im Vergleich zu Einstoff-

Düsensystemen deutlich höhere Reinigungsleistung

bei geringem Kohlendioxidverbrauch.

Wesentlich für das

gute Reinigungsergebnis ist, dass die

Dosierung von Kohlendioxid und

Druckluft exakt aufeinander abgestimmt

ist. Um erforderliche Reinigungsschritte

während des mehrstündigen

Laserbearbeitungsprozesses

durchführen zu können, integriert

Sauer das CO 2

-Reinigungssystem

in die Laseranlage. Die Bearbeitung

des Werkstücks erfolgt auf einer

mit X- und Y-Achse sowie einem Drehtisch

ausgestatteten Führungsmaschine.

Rückstände in μm-Größe

könnten zu Ausschuss führen

Für die Reinigungsintervalle, die jeweils

bei rund 10 min liegen, positioniert

die Führungsmaschine das Bauteil

entsprechend einem teilespezifischen

Programm vor dem Reinigungskopf.

Durch die Integration der CO 2

-

Schneestrahlreinigung können Anwender

besonders filigrane Teile und

bei bestimmten Materialien auch steile

Wände bis zu 90° mit einer Tiefe

bis 2 mm mit hoher Präzision herstellen.

www.acp-micron.com

Effizienz-Navi Preis

Material • Energie

Service

Handhabung

Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Process-Monitoring-System

Kaum Schaden bei Kollisionen

Produktion Nr. 10 , 2010

ERKRATH (rm). Der unterfränkische

Auftragsfertiger Kinkele hat in Process-Monitoring-Systeme

der Dr.-Ing.

K. Brankamp GmbH investiert, um

seine Prozesse sicherer und damit

kostengünstiger zu machen.

Kinkele ist nach eigenen Angaben einer

der größten Auftragsfertiger in

Deutschland und auf die Bereiche

Maschinen-, Anlagen-, Apparateund

Stahlbau spezialisiert. 300 Fachkräfte

verarbeiten täglich rund 50 t

Stahl. Das Fertigungsspektrum reicht

von Auslegern für Baukräne bis hin

zu einer kompletten Protonenbestrahlungsanlage

für ein Münchener

Klinikum. Viele der Komponenten

sind Einzelanfertigungen oder werden

nur in ganz kleinen Serien produziert.

Die Process-Monitoring-Technik

von Brankamp schützt die Maschine,

das Werkzeug sowie das Werkstück

im Fall einer Kollision vor größeren

Schäden. Mit Hilfe eines speziellen

Sensorkonzepts überwachen die Systeme

den Fertigungsprozess und erkennen

Abweichungen in wenigen

Millisekunden. Die Maschine wird

Einzelteile bis 50 t

Angefangen bei der schweißbautechnischen

Herstellung von Rahmen,

Grundkörpern und Einzelteilen

mit einem Stückgewicht bis zu

50 t, bildet der Auftragsfertiger

Kinkele GmbH aus dem unterfränkischen

Ochsenfurt die gesamte

Wertschöpfungskette ab. Diese

großen Bauteile werden anschließend

auf mehr als 30 Werkzeugmaschinen

im 3-Schicht-Betrieb

zerspanend bearbeitet. Eine Lackiererei

und die Komplettmontage

runden das Fertigungsspektrum

ab.

Bild: Dr.-Ing. K. Brankamp GmbH

Dieses Process-Monitoring-Technik schützt die Maschine, das Werkzeug sowie das

Werkstück im Fall einer Kollision vor größeren Schäden.

unmittelbar gestoppt, um Schäden

zu minimieren.

Die Maschinenverfügbarkeit ist für

ein Unternehmen, das von der hohen

Auslastung seiner Anlagen lebt, besonders

wichtig. Und bei einem Teilegewicht

bis 50 t sind etliche der

großen CNC-Fräs- und Bohrwerke

mit einem Fräsweg bis zu 22 m nur

einmal vorhanden.

Ein Maschinenschutzsystem

erhöht die Verfügbarkeit

Aufgrund der Vielfältigkeit und der

vorwiegenden Einzelfertigung ist die

Gefahr einer Kollision von Maschine

und Werkstück nicht von der Hand zu

weisen. Der Schaden eines Crashs bei

Großbearbeitungsmaschinen durch

Reparatur- und Ersatzteilkosten sowie

den Betriebsausfall kann sich dann

auch leicht in fünf- bis sechsstelligen

Euro-Regionen bewegen.

Bei Kinkele sind deshalb mittlerweile

21 Anlagen mit dem Brankamp-System

CMS 100 bestückt. Ein

weiteres im Bau befindliches Großbohrwerk

wird nach Fertigstellung

ebenfalls dementsprechend ausgerüstet.

Damit sind dann alle relevanten

Maschinen im Fertigungsbereich

Zerspanung mit Brankamp-Systemen

ausgestattet.

Die Einsparung dadurch soll pro

Kalenderjahr bei einer Annahme von

etwa 15 Crashs umgerechnet bei geschätzten

150 000 Euro liegen. Bereits

nach dem ersten verhinderten

Crash hat sich die Anschaffung eines

Process-Monitoring-Systems demnach

amortisiert.

www.brankamp.com

Effizienz-Navi Preis

Material Energie

Service

Handhabung

Zeit • Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Systembaukasten im Tauchtestgerät

Hygienisch und wirtschaftlich

Produktion Nr. 10 , 2010

SOLINGEN (rm). In einem Tauchtestgerät

der P+K Maschinen- und Anlagenbau

GmbH zum Prüfen von Materialmustern

in der Hygienebranche sind

Teile aus dem Systembaukasten MB

der item Industrietechnik GmbH integriert.

Sie erfüllen die hohen hygienischen

Anforderungen im Laborbereich.

Das Kernstück der Anlage bilden vier

in einer VA-Wanne stehende, beheizte

Wasserbecken. In jedem davon können

sechs Norm- oder Glasbehälter

positioniert werden. Die darin befindlichen

Flüssigkeiten (Chemikalien)

sind bis auf 90 °C erhitzbar. In einem

fünften, dem sogenannten Trocknungsbehälter,

werden die Prüfplatten

mittels eines Bodengebläses getrocknet.

Um den hohen Hygieneansprüchen

in Laborbereichen gerecht zu werden,

bei gleichzeitiger Berücksichtigung

der wirtschaftlichen Erfordernisse, ist

die Maschinenumhausung vollständig

aus der Baureihe X des Systembaukastens

MB konstruiert.

Systembaukasten-Komponenten

sind ebenfalls verbaut

System hilft testen

In einem Tauchtestgerät von P+K

sind vielfältige Teile aus dem Systembaukasten

MB von item verbaut:

■ Komplette Maschinenumhausung

■ Multiblöcke zum Befestigen von

Wartungsklappen

Bild: item Industrietechnik GmbH

Die Maschinenumhausung dieses Tauchtestgerätes

ist vollständig aus der Baureihe

X des Systembaukastens MB konstruiert.

Aber auch Elemente aus dem System

MB kommen zum Einsatz. Multiblöcke

zur Befestigung der abnehmbaren

Wartungsklappe im Untergestell

sind ebenso zu finden wie Kabelkanäle

zur sauberen Leitungsführung.

Griffleisten mit Gummidichtungen

verschließen sicher die Türen zur Versuchseinrichtung

und lassen sich nur

nach einer Anwahl über den Touchscreen

öffnen.

Die unterschiedlichen Prüfszenarien

können individuell am Touchscreen

des Tauchtestgerätes einfach

programmiert werden. Welcher Behälter

in welcher Reihenfolge angesteuert

wird, die Definition der Tauchzeit

und der Abtropfzeit über dem

Behälter sowie die Länge der Trocknungsdauer

sind dabei unter anderem

frei wählbar. Je nach Bedarf können

die Prüfplatten während des

Testvorganges auch gedreht werden.

www.item.info

Effizienz-Navi Preis

Material Energie

Service

Handhabung

Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion


11. März 2010


Nr. 10

Sämtliche Positionen

einstellbar

Produktion Nr. 10 , 2010

SOLINGEN (rm). Mit dem Kugelgelenk

8 aus dem Systembaukasten MB erweitert

die item GmbH ihr Programm in

der Kategorie Verbindungselemente.

Damit bestehen bei der Arbeitsplatzgestaltung

nahezu unbegrenzte Verstellmöglichkeiten

für Flachbildschirme,

Kameras, Beleuchtungen und

Ähnliches.

Ein Doppelkugelgelenk mit Feststellung

über Klemmbacken kombiniert

eine 180°-Schwenkbewegung

mit einer 360°-Drehung. Auf diese

Weise werden alle Winkelpositionen

in einer Hemisphäre um den Befestigungspunkt

herum einstellbar.

Gemäß dem modularen Konzept

des Systembaukastens ist das Kugelgelenk

mit allen Profilen der Baureihe

8 kombinierbar. Mit einer einfachen

Feststellschraube werden die Bauteile

fixiert. Alternativ dazu kann auch für

eine schnelle, individuelle Anpassung

das Kugelgelenk in einer Ausführung

mit manuellem Klemmhebel gewählt

werden.

Die einfache Verstellbarkeit kombiniert

mit umfassenden Freiheitsgraden

bewirkt eine hohe Flexibilität.

Das Kugelgelenk kann stirnseitig oder

an der Profilnut aus der Baureihe 8

des Systembaukastens verschraubt

werden.

item Industrietechnik GmbH

Friedenstraße 107–109

42699 Solingen

Fax: 0212/6580-310

www.item.info

Effizienz-Navi Preis

Material Energie

Service Handhabung •

Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Bild: Albert Handtmann Elteka GmbH & Co. KG

Technik : Neue Produkte Produktion 17

Der Hybridwerkstoff Lauramid Hybrid, hier mit Aluminiumschaum, verleiht Bauteilen noch

mehr Steifigkeit und liegt als geschlossen- und als offenporige Variante vor.

Werkstoffverbund

Bauteile ein Drittel leichter

und noch formstabiler

Produktion Nr. 10 , 2010

BIBERACH (rm). Für noch leichtere und

dabei noch formstabilere Bauteile für

anspruchsvolle Anwendungen ist der

Werkstoffverbund Lauramid Hybrid

der Albert Handtmann Elteka GmbH

vorgesehen.

Er besteht aus einem offen- oder geschlossenporigen

Metallschaum, der

mit dem Kunststoff Lauramid drucklos

vollständig oder teilweise umgossen

ist. Lauramid dringt beim Guss in

die Poren des Metallschaumteils ein

und stellt so einen mechanisch unlösbaren

Verbund her. Es sind keine

sonstigen Verbindungselemente wie

Kleber, Harze, mechanischer Verbindung

oder ähnliches notwendig.

Der Hybridwerkstoff ist in Verbindung

mit geschlossenporigen Metallschäumen

im Vergleich zu reinen

Lauramid-Bauteilen um etwa ein Drittel

leichter und zeigt dabei zudem eine

sehr hohe Steifigkeit und Formstabilität.

Dadurch eignet sich der Werkstoff

insbesondere für Anwendungen, bei

denen es unter anderem auf Gewichtseinsparung

und Steifigkeit ankommt.

Wegen des eingegossenen Metallschaums

bringt der Verbundwerkstoff

auch hinsichtlich Resonanzminderung

und Stoßabsorption sowie EMV-

Abschirmung in vielen Bereichen des

Maschinenbaus wichtige Eigenschaften

ein.

Stöße besser absorbiert

und weniger Resonanzen

Der ummantelnde Kunststoff ist zudem

besonders verschleiß- sowie korrosionsbeständig,

hat günstige Trockenlaufeigenschaften

sowie eine hohe

chemische Beständigkeit, auch gegen

Salzwasser. Verwendbar ist der

Hybridwerkstoff unter anderem für

Rollen, Zahnräder, Platten und deren

Zuschnitte sowie für Formgussteile.

Albert Handtmann Elteka

GmbH & Co. KG

Arthur-Handtmann-Straße 9

88400 Biberach

Fax: 07351/342-2762

www.handtmann.de

Effizienz-Navi Preis

Material • Energie

Service

Handhabung

Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Bild: Rhenus Lub GmbH & Co KG

Tieftemperaturfett

Kältestabil mit

wenig Anlaufwiderstand

Produktion Nr. 10 , 2010

MÖNCHENGLADBACH (rm). Speziell

für die Schmierung von Fahrzeugkomponenten,

die Kälteeinwirkungen oder

Feuchtigkeit ausgesetzt sind, hat die

Rhenus Lub GmbH das Tieftemperaturfett

r.tecc Noran CTV 2 entwickelt.

Das Spezial-Calcium-Fett hat nach

Herstellerangabe einen besonders geringen

Anlaufwiderstand auch bei

niedrigen Temperaturen. Wegen seiner

wirksamen Additivierung schützt

das Fett daneben zuverlässig vor Korrosion.

Volkswagen hat daher das Tieftemperaturfett

nach seinen technischen

Lieferbedingungen TL 745 für alle

Anwendungen im Kontakt mit lackierten

Teilen freigegeben.

Das Hochleistungsfett ist universell

in verschiedenen Bereichen einsetzbar.

In der Lebensdauerschmierung

Dieses Spezial-Calcium-Fett

hat einen geringen

Anlaufwiderstand

auch bei niedrigen

Temperaturen und

schützt vor Korrosion.

sichert es den reibungslosen

Lauf von

Schlossgarnituren

und Scharnieren,

aber auch von Spiegelverstellungen,

Aktuatoren mit

Selbsthemmung

oder Schraubenspindeln.

Der Gebrauchstemperaturbereich

des Spezial-Calcium-Fetts

liegt zwischen -50 °C und

+100 °C. Mit einem Tropfpunkt von

+140 °C übersteht es kurzzeitig auch

Temperaturspitzen von +120 °C unbeschadet.

Zusätzlich schaffen seine hohe Alterungsbeständigkeit,

die mechanische

Stabilität und das Fließverhalten bei

einer Grundöl-Viskosität von

32 mm²/s bei 40 °C gute Voraussetzungen

für zahlreiche weitere Anwendungen

im Automobil-Zulieferbereich.

Rhenus Lub GmbH & Co KG

Erkelenzer Straße 36

41179 Mönchengladbach

Fax: 02161/40645-25

www.rhenuslub.com

Effizienz-Navi Preis

Material Energie

Service

Handhabung

Zeit Lebensdauer •

Kosten senken mit Produktion







































RÜCKKEHR IN DIE GEWINNZONE –

WAS BRINGEN STRATEGISCHE ALLIANZEN?









Automobilhersteller und Zulieferer vor

ihrer bisher grössten Herausforderung

DIE THEMEN:










- OEM-Strategien: Einkaufsstrategien, Technologietrends, Emerging Markets

- Neue Geschäftsmodelle, neue Spieler, neue Märkte

- Wie definiert sich „Premium“ künftig und wo liegen die Margen der Zukunft?

- Downsizing und affordable cars: Wie und in welchen Bereichen?

Ja, ich möchte weitere Informationen

erhalten – kostenlos und unver bind lich.


Hiermit melde ich mich verbindlich zum

21. AUTOMOBIL FORUM 2010

an – zum Preis von 1.695,– Euro

zzgl. gesetzl. MwSt. (0910101).








Ich nehme am Branchentreff teil

(18. Mai um 19.00 Uhr)









Ich interessiere mich für eine

Firmenpräsentation beim

21. AUTOMOBIL FORUM 2010.

www.automobil-forum.de


Bild: Delo

18 Produktion Schwerpunkt : Fertigungstechnik


11. März 2010 Nr. 10

Delo

Neue lichthärtende Klebstoffe

für die Elektronikindustrie

Verguss von Schaltern für

die Automobilindustrie.

Produktion Nr. 10 , 2010

WINDACH (mg). Der Industrieklebstoffhersteller

Delo hat neue lichthärtende

Klebstoffe für Elektronikanwendungen

entwickelt. Sie eignen sich aufgrund

ihres spannungsausgleichenden Verhaltens

insbesondere für die Verklebung

von Metallen mit Kunststoffen.

Zudem sind sie hochflexibel und

zeichnen sich durch Tieftemperaturflexibilität

bis zu -40 °C aus. Aufgrund

ihres sehr guten Fließ- und Benetzungsverhaltens

werden sie für Vergussanwendungen

hauptsächlich im

Elektronikbereich eingesetzt, so Delo.

Auch die hohe Korrosionsbeständigkeit

der Klebstoffe sei hier von Vorteil.

Zu den möglichen Anwendungen gehören

das Abdichten bzw. der Verguss

von elektronischen Bauteilen, insbesondere

von Pins, Relais, Mikroschaltern

oder Steckern sowie die Abdeckung

elektronischer Kontakte. Auch

im Automotivebereich weisen sie eine

zuverlässige Dichtfunktion bis zu

+100 °C auf und sind daher für Anwendungen

im Innenraum geeignet.

Delo hat insgesamt drei Produkte

mit verschiedenen Eigenschaften zur

Marktreife gebracht. DELO-PHOTO-

BOND AD414 ist ein hochflexibler,

spannungsausgleichender Klebstoff.

Er verfügt über eine gute Temperaturwechsel-

und T-Schockbeständigkeit

und ist für den Pinverguss mit

kurzzeitigen Lötprozessen geeignet.

DELO-PHOTOBOND AD413 eignet

sich für den Steckerverguss. Vor allem

in Dichtigkeitstests zeigen beide sehr

gute Ergebnisse und erfüllen die Anforderungen

nach Schutzart IP67. Darüber

hinaus schneiden sie bei diversen

Klimawechsel- und Medientests

hervorragend ab und haften sehr gut

auf Metall und Kunststoff, so Delo.

„Insbesondere die Dichtigkeit war für

uns bei diesen Produkten ein relevantes

Entwicklungskriterium“, so Produktmanager

Martin Kluke. „Es ist

uns außerdem gelungen, die Kombination

von Haftung auf verzinnten

Metallen und Kunststoffen in nur einem

Klebstoff zu kombinieren.“ Ebenfalls

neu entwickelt wurde DELO-

PHOTOBOND AD474. Er hat eine

sehr gute Korrosionsbeständigkeit

und kann bei der Abdeckung elektrischer

Kontakte eingesetzt werden.

www.delo.de

Stufenförderer ZEL 240

Sanft geführt, nicht geschüttelt

Produktion Nr. 10 , 2010

WOLFRATSHAUSEN (mg). Die Weber

Schraubautomaten GmbH führt die

Standardisierung ihrer Produkte und

Systeme konsequent fort und stellt die

neue Zuführeinheit ZEL 240 vor. Mehr

als 100 Teile können mit dem Stufenförderer

pro Minute der Schraubeinheit

zugeführt werden.

Der Stufenförderer setzt laut Herstellerangaben

Maßstäbe: Er soll durch

hohe Förderleistung, niedrige Betriebsgeräusche

und die schonende

Behandlung der Verbindungselemente

überzeugen. Diese werden als

Schüttgut in einen 1,2 Liter fassenden

Topf gefüllt und anschließend durch

zwei Hubstufen auf eine horizontal

verlaufende Gleitschiene übergeben.

Der Linearförderer sorgt dafür, dass

die Teile gleichmäßig ausgerichtet,

vereinzelt und in Stückzahlen bis über

100 Teile pro Minute der Schraubeinheit

zugeführt werden können.

Die Bewegungen der zu verarbeitenden

Schrauben, Bolzen oder Mut-

Klebstoff haftet auf verzinnten grierte Messsystem im Schweißkopf

Metallen und auf Kunststoffen tern sind auf ein Minimum reduziert.

Effizienz-Navi Preis

wird der Elektrodenverschleiß fort-


Material Energie

Der ZEL 240 ist damit hervorragend

Service

Handhabung

geeignet, Teile mit Beschichtungen,

Zeit • Lebensdauer •

Lackierungen oder besonders emp-

Kosten senken mit Produktion

findlichen Oberflächen zu verarbeiten,

so Weber. Der Topf des ZEL 240

besteht aus rostfreiem Stahl, die

Schieber aus gehärtetem Werkzeugstahl.

Materialauswahl und spezifische

Verarbeitung sorgen dafür, dass

bei diesem Förderer Verschmutzungen

und Materialabnützungen minimiert

werden. Als modulares Teilsystem

kann die neue Zuführeinheit ZEL

240 mit den bewährten Komponenten

der Weber-Zuführ- und Schraubsysteme

kombiniert werden. Sortierungen,

Trennungen und Zuführschläuche

der Weber-Vibrationswendelförderer

können modular eingesetzt

werden. Damit ist der ZEL optimal

in komplexere Systeme der Weber-Schraubautomation

einzupassen.

Als Ergebnis dieses Standardisierungsprozesses

kann der Spezialist

aus Wolfratshausen den ZEL 240 nach

eigenen Angaben mit kürzesten Lieferzeiten

zu attraktiven Konditionen

anbieten, die deutlich unter dem

Marktdurchschnitt liegen.

www.weber-online.com

Effizienz-Navi Preis

Material Energie

Service

Handhabung

Zeit Lebensdauer •

Kosten senken mit Produktion

Halbautomatisch

kann günstiger sein

Produktion Nr. 10 , 2010

SIGMARINGENDORF (mg). Halbautomatisches

Schweißen ist bei mittleren

Stückzahlen oft die günstigste Lösung.

Wenn außerdem wechselnde Bauteile

bearbeitet werden müssen, bietet die

Firma Hero die passende Lösung.

Mit der halbautomatischen Hero-

Punktschweißmaschine werden in

Sekundenschnelle unterschiedliche

Bauteile geschweißt. Der Bediener

legt lediglich das Werkstück in den

Träger ein und entnimmt es später

wieder. Die Maschine verfügt über

zwei Bearbeitungsstationen. Während

der Bediener an einer Station

die Teile vorbereitet, wird in der zweiten

geschweißt. Durch entsprechende

Codierung der Werkstückträger weiß

die Maschine, welches Schweißprogramm

zum Einsatz kommt. So können

gleichzeitig unterschiedliche

Bauteile geschweißt werden, ohne

dass der Bediener spezielle Kenntnisse

besitzt. Die Werkstückträger können

in wenigen Minuten einfach ausgetauscht

werden. Durch das inte-

laufend ermittelt und rechtzeitig angezeigt.

Alle schweißtechnischen Parameter

werden automatisch überwacht

und Abweichungen gemeldet.

Hero setzt die Eco-Pos-Technik ein,

die für schnelle und exakte Bewegungsabläufe

sorgt. Bei der Schweißmaschine

sind acht Schweißprogramme

parametrierbar und beliebig viele

Abläufe für unterschiedliche Teile

programmierbar. Hero verbaut in allen

Maschinen energiesparende elektromechanische

Elemente.

www.hero-hpi.de

Effizienz-Navi Preis •

Material Energie •

Service Handhabung •

Zeit • Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Bild: Weber

Mit dem Stufenförderer

ZEL 240 können

der Schraubeinheit

mehr als 100

Teile in der Minute

zugeführt werden.

ITH

Verschrauben ohne Reibungsverluste

Produktion Nr. 10 , 2010

MESCHEDE (mg). Die zum Vorspannen

erforderliche Schraubenlängung wird

mit drehenden oder ziehenden Werkzeugen

aufgebracht. Erstere arbeiten

nach dem reibungsbehafteten Drehmomentverfahren

oder nach der Drehwinkelmethode.

Bei ziehenden Werkzeugen

wird die Schraube torsionsund

reibungsfrei mit einem Schraubenspannzylinder

nach der Stretchmethode

von ITH angezogen.

Bei der konventionellen Methode

wird die Vorspannkraft durch das

Montageanziehmoment des Drehwerkzeugs

reibungsbehaftet durch

Verdrehen der Mutter oder der

Schraube aufgebracht. Hierfür muss

das Drehmomentwerkzeug das Gewindesteigungsmoment

sowie die

Reibungswiderstände im Gewinde

und unter der Auflagefläche überwinden.

Das Montageanziehmoment

setzt sich aus Gewindereibmoment,

dem Kopfreib- und Gewindesteigungsmoment

zusammen: Das Gewinde-

und das Kopfreibungsmoment

sind Verluste, die bis zu 90 % des Anziehmomentes

betragen.

Die Montage-Vorspannkraft ist somit

stark von den schwankenden

Reibungszahlen im Gewinde und unter

dem Kopf abhängig. Die Reibungszahl

kann nach der Reibklasse

B zwischen 0,08 und 0,16 liegen, wodurch

die Vorspannkraft um 100 %

variieren kann. Für den Fall, dass

Schrauben mit beschädigtem Gewinde

verwendet werden oder dass die

Bilder: ITH

Auflagefläche unter dem Schraubenkopf

ver unreinigt ist, kann die Vorspannkraft

um weitere unkontrollierbare

Werte schwanken. Für beide Verfahren

ist deshalb zwingend erforderlich,

dass die Gewinde der Schrauben

keine Beschädigungen aufweisen und

die Auflageflächen vor dem Verschrauben

gesäubert werden. Zusätzlich

müssen beim drehenden Verfahren

auch die Verbindungselemente

geschmiert werden, da ansonsten die

Gefahr der Kaltverschweißung ‚Fressen‘

besteht.

Häufig treten zum Beispiel bei

Flanschverbindungen, die nach dem

Drehmomentverfahren angezogen

wurden, Leckagen auf. Bei größeren

Anlagen müssen dann unplanmäßige

Stillstände durchgeführt werden, die

die Anlagenverfügbarkeit erheblich

reduzieren und somit Mehrkosten

verursachen, sagt ITH. Des Weiteren

werden die Verbindungselemente

während der Montage durch die

schwankenden Reibwerte zu stark beansprucht,

sodass die Elemente öfter

ausgetauscht werden müssen. Beim

Lösen der Schrauben mittels Drehmoment

muss wegen dem größeren

Reibwert ein höheres Drehmoment

aufgebracht werden, wodurch die

Schrauben und die Werkzeuge beschädigt

werden können.

Paralleles Verschrauben: die ITH-Schraubenspannzylinder

an einem Großwalzwerk

(links).

Das Prinzip der ITH-Stretchmethode: Der

Schraubenbolzen wird gelängt, die Mutter

dann reibungsfrei beigedreht.

„Bei der ITH-Stretchmethode hingegen

werden die Schrauben rein

achsial beansprucht und müssen deshalb

seltener ausgetauscht werden“,

erklärt ITH-Geschäftsführer Frank

Hohmann. „Die Verbindung fokussiert

ihre Funktion damit auf das Wesentliche:

das exakte Einhalten der

Vorspannkraft.“

Schrauben, die nach der ITH-

Stretchmethode vorgespannt werden,

erzielen laut Unternehmensangaben

eine reproduzierbare Vorspannkraft

mit einer engen Toleranz von ±2,5 %.

Voraussetzung für den Einsatz dieser

Stretchmethode ist ein Gewindeüberstand

von 0,8 bis 1,0 x Gewindedurch-

messer oberhalb der Mutter. Ein

Schraubenspannzylinder wird auf das

überstehende Gewinde aufgeschraubt.

Von einem Hydraulik-Aggregat

wird ein Hydraulikdruck aufgebracht

und somit der Schraubenbolzen

torsions- und reibungsfrei gelängt.

Der hydraulische Druck des

Schraubenspannzylinders ist direkt

proportional zur Vorspannkraft des

Schraubenspannzylinders bzw. zur

Schraubenvorspannung. Nach dem

Erreichen des erforderlichen Hydraulikdrucks

wird die Mutter mittels eines

Handdrehmomentschlüssels mit

einem definierten Drehmoment beigedreht.

Verbindungen lassen sich

auch nach Jahren noch lösen

Die Stretchmethode von ITH wird

in erster Linie dort eingesetzt, wo

Schrauben sehr genau reproduzierbar

und parallel vorgespannt werden

müssen. Dies passiert beispielsweise

an Großwälz-Lagern mit bis zu zehn

Metern Durchmesser in der Öl- und

Gasindustrie. Die Verbindungen sind

hier enormen Belastungen ausgesetzt,

wie zum Beispiel auch bei Gehäuseverschraubungen

im Kompressorenoder

Maschinenbau.

Temperaturbelastete Verbindungen,

wie sie im Gasturbinenbau

vorkommen, sollen sich laut ITH wegen

dem rein axialen Längen der

Schrauben auch nach Jahren einwandfrei

mit der Stretchmethode lösen

lassen.

www.ith.de


11. März 2010


Nr. 10

Schwerpunkt : Fertigungstechnik Produktion 19

Henkel

Lichthärtende Klebstoffe für die Medizintechnik

von Dr. Florian Garnich

Produktion Nr. 10 , 2010

DÜSSELDORF (mg). Klebstoffe sind

aus der heutigen Medizintechnik nicht

mehr wegzudenken. Der Einsatz dieser

vielfältigen Verbindungstechnik

wird auch in Zukunft weiter zunehmen.

Insbesondere lichthärtende Klebstoffe

spielen in diesem Segment eine immer

wichtigere Rolle.

Im direkten Vergleich zu anderen Fügetechniken

ermöglicht der Einsatz

von Klebstoffen für die Herstellung

von medizinischen Produkten wie

Spritzen, Katheter, Blutfilter oder Kanülen

meist eine stärkere und homogenere

Verbindung von Materialien.

Und das bei höherer Flexibilität in der

Auswahl der Bauteilwerkstoffe, einer

verbesserten Produktoptik und hoher

Automatisierbarkeit. Cyanacrylate,

Epoxidharze sowie lichthärtende

Acrylate ersetzen dabei zunehmend

lösemittelhaltige Klebstoffe. Sie müssen

gemäß der ISO-Prüfnorm 10993

zertifiziert sein und werden ständig

weiterentwickelt, um den wachsenden

technischen und prozessbedingten

Bedürfnissen der Medizintechnik

zu entsprechen. Darüber hinaus ist

auch das Equipment für die richtige

Bild: Henkel

Der Loctite(R)-3209-

UV-Klebstoff ist ideal

geeignet für Polycarbonat-Werkstoffe

wie hier zum Fertigen

eines Blutfilters.

Applikation, Dosierung und Aushärtung

entscheidend.

Einen sichtbaren Unterschied machen

z. B. lichthärtende Klebstoffe –

ideal für die Klebung von klaren und

transparenten Werkstoffen mit perfektem

Erscheinungsbild. In Sekundenschnelle

härten diese ohne zusätzliche

Wärmezufuhr durch Bestrahlung

mit UV-Licht oder sichtbarem

Licht aus. Die Klebstoffe sind fluoreszierend

eingestellt. Auch bei hoher

Verarbeitungsgeschwindigkeit erlauben

sie damit eine 100-prozentige In-

Line-Überwachung bei maximaler

Produktivität. Weil inzwischen die zu

verklebenden Bauteile häufig selbst

handelsübliche blaue Fluoreszenzmarker

aufweisen, gibt es nun inzwischen

ganz neu auch Klebstoffe mit

roter Fluoreszenz.

Weitere Vorteile bietet die lichthärtende

Technologie durch ihre einfache

Handhabung: Bis zur Lichtbe-

strahlung bleiben die Klebstoffe dauerhaft

flüssig, so dass die zu verklebenden

Bauteile vor der Aushärtung

genau ausgerichtet werden können.

Als 1-Komponenten-System entfällt

zudem bei der Anwendung ein zeitund

kostenintensives Mischen.

Bauteile ohne thermische

Belastung schnell verkleben

Für die industrielle Verarbeitung

müssen vier wesentliche Faktoren beachtet

werden: das Emissionsspektrum

des Aushärtesystems, die

Lichtintensität, die Lichtdurchlässigkeit

des zu klebenden Werkstoffes

und die geforderten Aushärteeigenschaften.

Die Auswahl der eingesetzten

Gerätetechnik zur Dosierung,

Aushärtung und Überwachung sowie

deren Abstimmung mit dem jeweiligen

Klebstoff sind für die Qualität der

Verklebung entscheidend. Eine blasenfreie

Dosierung entsprechend den

hohen Zuverlässigkeitsstandards, die

für Medizinprodukte gelten, kann

durch den Einsatz der Loctite-Versorgungspumpe

97809 von Henkel gewährleistet

werden. Bei höchsten Anforderungen

an die Reproduzierbarkeit

der Dosiermenge wird das konventionelle

Auslassventil durch einen

Volumendosierer wie die VoluBrane-

Pumpe 97643 von Loctite ersetzt.

Es stehen unterschiedliche Lichtaushärtesysteme

für die großflächige und

punktuelle Belichtung zur Verfügung.

Immer häufiger gelangen dabei langlebige,

energieeffiziente LED-Systeme

wie das Loctite-System 97069 zum

Einsatz. Bis zu vier schlanke Strahlerköpfe

mit jeweils 8 W reiner UVA-

Lichtleistung können an das Steuergerät

angeschlossen werden. Die Bauteile

werden ohne thermische Belastung

in Sekundenschnelle verklebt.

www.henkel.com

Henkel auf der MEDTEC

Unter der Marke Loctite bietet

Henkel eine breite Palette an Spezial-Klebstoffen,

die eigens für die

Fertigung medizinischer Artikel

entwickelt wurden. Nicht zuletzt

erfüllen die lösungsmittelfreien

Klebstoffe von Loctite auch in

puncto Umweltschutz und Arbeitssicherheit

höchste Anforderungen.

Ausführliche Informationen zum

kompletten Produktportfolio von

Henkel erwarten die Besucher vom

23. bis 25. März 2010 auf der MED-

TEC Europe in Stuttgart (Halle 6,

Stand 1610).

Bild: Dinse

BLACKline

Bedienkomfort und

Flexibilität vereinen sich

Produktion Nr. 10 , 2010

HAMBURG (mg). BLACKline, die bewährte

Hand-Schweißpistolen-Serie

von Dinse, wartet mit einem neuen

Feature auf: Integrierbare Fernregler

vereinen Flexibilität und Bedienkomfort

auf kleinstem Raum und sind laut

Dinse für alle gängigen Stromquellen

adaptierbar.

Um auch weiterhin leichtes und präzises

Arbeiten zu ermöglichen, werden

die verschiedenen Fernregler direkt

in die ergonomische, aber gleichzeitig

robuste Griffschale eingesetzt.

Sie können mit einem UP/DOWN-

Taster zur stufenlosen Einstellung der

Schweißleistung ausgestattet sein

oder einen Schalter zum Abrufen von

Arbeitspunkten und Schweißprogrammen

enthalten.

Dadurch wird es für den Schweißer

leichter, variabel und anwendungsorientiert

die Schweißleistung zu

steuern, so Hersteller Dinse. Das

schnelle Abarbeiten komplexer oder

immer wiederkehrender Arbeitsschritte

werde vereinfacht. Ein in bestimmten

Fernreglern zusätzlich integriertes

LC-Display zeigt darüber

hinaus unverzüglich die Soll- und Istwerte

von Schweißstrom oder

Schweißspannung an der Schweißpistole

an.

Mit den Hand-Schweißpistolen

BLACKline von

Dinse soll dem Schweißer

das Arbeiten erleichtert

werden.

Für Dinse ist der

Bereich der Hand-

Schweißsysteme nach

wie vor sehr wichtig,

denn hier liegen die

Wurzeln des Traditionsunternehmens.

Die

MIG/MAG-Hand-

Schweißgarnituren

von Dinse werden

wahlweise gas- oder

flüssiggekühlt angeboten. Flüssig- oder

gasgekühlt – die Dinse-Systeme entziehen

der Schweißpistole große

Wärmemengen und das ist die Voraussetzung

für deutlich erhöhte

Standzeiten. Das Schutzgas wird in

den Schweißpistolen von Dinse

grundsätzlich separat geführt und somit

sind Gasverluste ausgeschlossen.

Intelligent ist auch das System der angepassten

Verschleißteile. Die verschiedenen

Pistolenvarianten bestehen

aus nur wenigen Grundkomponenten.

Dies reduziert die Bevorratung

von Verschleißteilen beim Anwender,

verspricht Dinse. Je nach

Einsatz sind die Gasdüsen, die Kühlmäntel,

die Kontaktspitzen und auch

die Schraubsockel in unterschiedlichen

Längen schnell und flexibel austauschbar.

Besonders wichtig ist der Schutz

für Mitarbeiter und Umwelt. Mit integrierten

und nachrüstbar aufgesetzten

Komplettsystemen der Rauchgasabsaugung

werden die Schadstoffe

unmittelbar an der Entstehungsstelle

abgesaugt. Die Systeme sind leicht

und mobil.

www.dinse-gmbh.com

Effizienz-Navi Preis

Material • Energie

Service Handhabung •

Zeit • Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

It rocks!

QIROX®. Das System für automatisiertes Schweißen und Schneiden.

QIROX® ist die neue Produktmarke von CLOOS, die

alle Lösungen für das automatisierte Schweißen

und Schneiden zusammenfasst. Durch den

modularen Aufbau ermöglicht das QIROX® System

skalierbare Lösungen, die optimal auf Ihre Produktionsanforderungen

abgestimmt sind. Das QIROX®

System umfasst Robotertechnik, Software, Sensorik,

Sicherheitstechnik und Positionierer sowie die

Prozesstechnologie.

Mehr unter www.qirox.de

Carl Cloos Schweißtechnik GmbH | www.cloos.de


20 Produktion Schwerpunkt : Fertigungstechnik


11. März 2010 Nr. 10

WELDYX

Klebetechnik auf dem Vormarsch

Bild: Gluetec

Produktion Nr. 10 , 2010

GREUSSENHEIM (mg). Mit WELDYX

führt Gluetec Industrieklebstoffe ab

März seine neu entwickelte 2-K-Klebstoffserie

auf dem europäischen Markt

ein. Die WELDYX-Produktfamilie basiert

auf Methylmethacrylat und ist in

der Lage, eine Vielzahl von unterschiedlichsten

Werkstoffen wie Metalle,

Verbundstoffe, Duro- oder Thermoplaste

miteinander zu verbinden.

Dabei spielt es laut Gluetec keine

Rolle, ob es sich um die Verklebung

von gleichartigen oder unterschiedlichen

Materialien handelt. Das Unternehmen

antwortet mit WELDYX so

auf den aktuell verstärkten Trend in

der modernen Fertigung, konventionelle

Verbindungstechniken durch

Die WELDYX-Produktfamilie basiert auf Methylmethacrylat

und ist in der Lage, eine Vielzahl von unterschiedlichsten

Werkstoffen zu verbinden.

Verklebungen zu ersetzen. Denn in

Branchen wie der Bauindustrie, dem

Handwerk oder dem gesamten Automotive-Bereich

ist der Einsatz der

Klebetechnik in Produktion, Verarbeitung

und Instandhaltung weiter

auf dem Vormarsch. WELDYX kann

laut Gluetec mit ergonomisch geformten,

manuellen sowie individuell

abgestimmten, automatischen

Dosier-Systemen punktgenau dosiert

werden.

WELDYX expert ermöglicht mit einem

hohen Shore-Härtegrad hochfeste,

starre Verbindungen und eignet

sich so insbesondere für Montageeinsätze

und kleinere industrielle Anwendungen.

WELDYX constructor ist

speziell auf hochkomplexe, strukturelle

Verklebungen wie Leichtbaukonstruktionen

zugeschnitten: Der Klebstoff

überbrückt Spaltmaße bis zu

40 mm, ist hochflexibel und in variablen

Verarbeitungszeiten erhältlich,

verspricht Gluetec.

Das Highlight der Produktserie bilde

jedoch WELDYX professional, der

auf umfangreiche, industrielle Anwendungen

abgestimmt ist. WELDYX

professional verklebt Aluminium und

Edelstahl ohne Primer, besitzt exzellente

Dehnungseigenschaften und

übersteht problemlos kurze Temperaturbelastungen

bis zu + 230 °C, z. B.

für Lackierungs- oder Galvanisierungsprozesse.

www.gluetec.de

Effizienz-Navi Preis

Material • Energie

Service Handhabung •

Zeit • Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

RV20-xxHW

Programmierzeiten und

-kosten reduzieren

Produktion Nr. 10 , 2010

OBERNBURG (mg). Reis Robotics hat

einen neuen Schweißroboter zum

Schutzgasschweißen im Programm.

Der breiten Öffentlichkeit präsentierten

die Obernburger den RV20-xxHW mit

Hohlwellenachse erstmalig auf der

diesjährigen Weltfachmesse Metav in

Düsseldorf.

Dieser Robotertyp ist in insgesamt

sechs verschiedenen Ausführungen

mit einer Tragkraft von 6 bis 10 kg

und einer Reichweite von r = 1 550 mm

bis 2 050 mm lieferbar. Er ergänzt laut

Reis die bereits vorhandene Produktpalette

der Obernburger Schweißroboter

optimal. Durch das innenliegende

Schlauchpaket wird die Störkontur

deutlich verringert. Der eigentliche

Arbeitsbereich des Roboters wird damit

vergrößert.

Bild: Reis Robotics

Durch das innenliegende

Schlauchpaket

wird der Arbeitsbereich

des Roboters

erweitert.

Insbesondere komplexe Bauteile

lassen sich optimal bearbeiten, verspricht

Reis Robotics. Die bisherige

Kollisionsgefahr des Schlauchpaketes

mit dem Bauteil bzw. der Schweißvorrichtung

werde dadurch komplett

ausgeschlossen, was zu einer weiteren

Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit

führe. Auch werde dadurch eine

Reduzierung von Stillstandszeiten

und deutlich geringere Verschleißkosten

erreicht. Weiterhin werden laut

Reis die Programmierzeiten bzw.

Programmierkosten reduziert, da der

Programmierer nicht mehr auf die Eigenbewegungen

des Schlauchpaketes

achten muss. Insbesondere bei der Verwendung

von endlosdrehenden Brennern

ist dies eine erhebliche Erleichterung,

besonders auch in Verbindung

mit der Reis-eigenen Offline-Programmierung

ProVis. Reis hat die Schnittstelle

an den Achsen so ausgeführt,

dass alle gängigen Fabrikate für Hohlwellen-Schweißbrenner

und Drahtvorschubgeräte

adaptiert werden können.

Es besteht weiterhin bei diesen

Robotertypen auch die

Möglichkeit der herkömmlichen

Schweißbrenneradaption

auf Grund

der hohen Tragkraft

von 6 bis 10 kg an

der Achse 6.

www.reisrobotics.de

Effizienz-Navi Preis •

Material Energie

Service Handhabung

Zeit • Lebensdauer



Kosten senken mit Produktion

Verbindungstechnik

Verschleißfestere Gabelköpfe

Produktion Nr. 10 , 2010

KÜHLSHEIM-STEINBACH (ll). mbo Oßwald

hat speziell gehärtete Gabelköpfe

im Programm, die dem Anwender eine

hohe Produktionssicherheit garantieren

sollen. Die Teile werden dabei einem

Härteverfahren unterzogen, welches

die Lebensdauer der Gabelköpfe

verlängert.

Bolzenschweißen

• Handgeräte

• Stationäre Anlagen

• CNC-Vollautomaten

• Schweißbolzen

Bild: mbo Oßwald

Dank eines speziellen Härteverfahrens

sollen die Gabelköpfe von mbo Oßwald

verschleißfester sein.

Gabelköpfe gehören in der Industrie

zu den vielseitigsten und am häufigsten

eingesetzten Verbindungselementen.

Es gibt sie in allen Größen und

Stärken. Sie sind überall dort zu finden,

wo mechanische Bewegungen

stattfinden. Dadurch sind die Gabelköpfe

bei jeder Maschinenaktion permanenten

Zug-, Klapp- und Schiebekräften

ausgesetzt, die das Material

unterschiedlich stark belasten.

Die Gabelköpfe von mbo Oßwald

können mit speziell gehärteten Federklappbolzen

kombiniert werden, um

die Gelenkkombination insgesamt

verschleißfester zu machen. Sinnvoll

ist der Einsatz vor allem dort, wo Maschinen

rund um die Uhr dynamisch

im Einsatz sind, aus produktionstechnischen

Gründen besondere Kräfte

wirken oder besondere Umgebungsbedingungen

dem Material zusetzen.

www.mbo-osswald.de

Effizienz-Navi Preis

Material Energie

Service

Handhabung

Zeit Lebensdauer •

Kosten senken mit Produktion

Die

bestefeste

Verbindung*

* in Millisekunden

www.hbs-info.de

Phoenix 521 Expert puls forceArc

Fertigungszeiten verkürzen

von Dieter Schnee

Produktion Nr. 10 , 2010

MÜNDERSBACH (mg). Ein wesentlicher

Bestandteil der Wertschöpfungskette

bei der P-D Industriegesellschaft

mbH, Stahlbau Calbe ist die Fügetechnik.

Darum investierte das Unternehmen

vor 18 Monaten in 20 Hightech-

Stromquellen vom Typ Phoenix 521

Expert puls forceArc von EWM.

Bild: EWM

Qualifiziertes Personal, modernste Gerätetechnik: Die Schweißer des Betriebes erzeugen

mit forceArc gleichmäßigere Nähte, die wenigen Spritzer haften zudem kaum an.

Auf 24 000 m 2 entstehen in den Calbenser

Hallen im 2-Schicht-Betrieb

Anlagenteile aus Stahl in den unterschiedlichsten

Güten wie Dimensionen

– von der Vorfertigung bis zum

Endprodukt. Dazwischen liegen die

Bearbeitungsschritte Strahlen, Zuschnitt,

Bohren, Stanzen, Fügen,

Farbkonservierung. Nahezu jedes Teil

ist ein Unikat. Von den 114 Mitarbeitern

sind bis zu 40 mit Arbeiten rund

ums Schweißen betraut. Zwei Fügeverfahren

sind seit jeher Standard im

Betrieb: MSG-Schweißen (Metall-

Inertgas/Metall-Aktivgas) und Unterpulver-(UP-)

Schweißen.

„Als vor zwei Jahren die Entscheidung

fiel, den Schweißmaschinen-

Park komplett zu erneuern, stellten

sich sechs Anbieter dem Wettbewerb.

Drei davon kamen in die engere Auswahl“,

erinnert sich der Produktionsleiter

des Hauses, Dipl.-Ing. Werner

Meyer. „Nach eingehender Erprobung

war es letztlich die digitale MIG/

MAG-Inverter-Stromquelle Phoenix

521 forceArc mit hochdynamischer

Steuerung, die den Zuschlag erhielt.“

Die Stromquelle erfülle den Pflichtenkatalog

souverän: gute Einstellbarkeit

für alle Blechdicken, besonders stabiler

Lichtbogen bei jedem Strom und

konstantes Einhalten der Parameter.

Außerdem: hervorragende Wurzelund

Flankenerfassung, tiefer Einbrand,

keine Einbrandkerben, minimierte

Wärmeeinflusszone und minimaler

Verzug, nahezu spritzerfrei.

Unterm Strich erzeugt die Phoenix

mit der MIG/MAG-Verfahrensvariante

forceArc gleichmäßigere Nähte, die

wenigen Spritzer haften kaum am

Bauteil und sind sehr leicht zu entfernen.

Dadurch reduziere sich alleine

die Zeit für das ‚Putzen‘ um 40 %. Der

Schweißfachingenieur nennt noch

weitere Vorteile des forceArc-Prozesses:

„Es gibt keine Maschine am

Markt, die einen vergleichbar druckvollen

wie äußerst richtungsstabilen

Lichtbogen erzeugt. Selbst mit einem

freien Drahtende (Stickout) von 40

Millimetern brennt der Lichtbogen

zielgerichtet, was gerade unter beengten

Arbeitsverhältnissen ein unschätzbarer

Vorteil ist.“

Laut Hersteller EWM zeichnet sich

das forceArc-Verfahren auch dadurch

aus, dass der Anwender den Öffnungswinkel

der Schweißnaht wesentlich

verringern oder gar gänzlich

auf ihn verzichten kann – selbst Vollanschlüsse

lassen sich bei bestimmten

Blechdicken ohne jeglichen Fasenwinkel

erzielen. Dieses – an den modernen

Fügeprozess angepasste – geringere

Nahtvolumen, vereinfacht das

Vorbereiten der Schweißnaht und reduziert

Material-, Gas- und Energiekosten,

verspricht EWM. Es verkürzt

die Fertigungszeiten in der gesamten

Prozesskette. Durch wesentlich geringeren

Verzug des Bauteils erspart es

zudem aufwendige Richtarbeiten.

Ferner sind Schweißbadstützen vielfach

entbehrlich – sowohl am Werkstück

verbleibende als auch solche

aus Keramik.

Bisher verfahrensbedingte UP-Nähte

können künftig durch forceArc-

Nähte abgelöst werden. Bei allem

steigert das Verfahren laut EWM nicht

nur die Wirtschaftlichkeit, sondern es

erhöht auch die Betriebssicherheit

der damit gefügten Bauteile.

www.ewm-group.com


11. März 2010


Nr. 10

Schwerpunkt : Fertigungstechnik Produktion 21

Schraubenprüfstand

Berrang prüft jetzt

bis M 64 und 25 000 Nm

Produktion Nr. 10 , 2010

MANNHEIM (mg). Einer der größten

und leistungsstärksten Schraubenprüfstände

der Welt ist seit kurzem in

Mannheim im Einsatz. Die Karl Berrang

GmbH komplettiert mit diesem Prüfstand

ihr entwicklungstechnisches Labor

und kann nun die komplette Range

von M 2,5 bis M 64 abdecken.

Der geschäftsführende Gesellschafter

Bernhard Berrang machte anlässlich

der Vorstellung des Gerätes in Mannheim

deutlich, dass konkrete Nachfragen

von Anwendern großer Schrauben

Anlass für diese Investition waren.

Besonders die Baumaschinenindustrie

und Hersteller von Windkraftanlagen

hätten Interesse bekundet.

Ein großer Informationsbedarf habe

bisher nicht abgedeckt werden können.

Berrang: „Der Kunde kann jetzt,

ohne selbst in diese Technologie zu

investieren, eine umfangreiche Absicherung

seiner Produktion vornehmen.“

Berrang investierte in den neuen

Schraubenprüfstand zwischen

250 000 und 300 000 Euro.

Von großer Bedeutung ist die breite

Fächerung der Prüfungsmöglichkeiten,

da der Mannheimer Spezialist für

Verbindungstechnik unterschiedlichste

Kunden mit ganz unterschiedlichen

Bedürfnissen in mehreren Branchen

bedient. Entwickelt und hergestellt

wurde der neue, 3 t schwere Prüfstand

durch die Schatz AG. Projektleiter

Christoph Otto erläuterte, zur

Bild: Berrang

Analyse von Schrauben und Muttern

bis M 64 seien Laborsysteme erforderlich,

mit dem Drehmomente bis

25 000 Nm erzeugt werden und Vorspannkräfte

bis 2 500 kN gemessen

werden können. Das Laborsystem von

Schatz erfülle diese Ansprüche und

ermögliche die schnelle und präzise

Analyse von Verbindungselementen.

So würden die Messverläufe beispielsweise

wertvolle Hinweise auf das Verhalten

der Verbindungselemente

während der Montage liefern.

Gerade die zuverlässige Analyse ist

für Berrang unverzichtbar, hat sich

doch die anwendungstechnische Beratung

in der über 60-jährigen Firmengeschichte

zu einer wesentlichen

Säule im Arbeitsspektrum entwickelt.

Hier wurde ein starkes Kompetenzfeld

aufgebaut, mit dem sich Berrang

auch als Partner für technische Fragen

positioniert und sich deutlich

Laut Berrang handelt es

sich bei dem neuen

Schraubenprüfstand um

einen der größten weltweit.

vom klassischen, traditionellen

Lieferanten

abhebt. Durch eine

intensive Beratung

des Kunden in der

Entwicklungsphase

wird die Grundlage

für eine optimale Auswahl

und Verwendung

von Normteilen oder für eine

Festlegung effektiv einsetzbarer

Zeichnungsteile geschaffen.

Umfassende entwicklungstechnische

Beratung setzt aber voraus, dass

die Mitarbeiter der Abteilung Technik

auf ein modern eingerichtetes Prüflabor

zurückgreifen können. Bei der

Einrichtung des Prüflabors konzentriert

sich Berrang vor allem auf hochspezielle

Prüfungen, die nicht bei externen

Entwicklungs- und Prüflabors

eingekauft werden können. Für die

Durchführung marktüblicher Prüfungen

besteht eine enge Zusammenarbeit

mit ausgewählten externen Partnern.

www.berrang.de

Effizienz-Navi Preis •

Material Energie

Service

Handhabung

Zeit • Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Bild: Bihler

D1 ‚Quickchange‘

Umrüsten in Minutenschnelle

Produktion Nr. 10 , 2010

HALBLECH (mg). Bihler präsentiert

das neue Kontakt-Schweißgerät D1

‚Quickchange‘. Nach Unternehmensangaben

soll damit in Minutenschnelle

umgerüstet werden können.

Mit dem D1 ‚Quickchange‘ sollen

zeitaufwändige Einstellarbeiten

entfallen können.

Der Austausch der Elektroden-Baugruppen

soll in zwei Minuten, ein

Wechsel auf eine andere Kontaktgröße

in maximal zehn Minuten und ein

Komplettumbau von Messer- auf Elektrodenschnitt

in nur 15 Minuten erfolgen.

Anwender profitieren laut

Bihler so von minimalen Maschinen-

Stillstandszeiten und maximaler Maschinenverfügbarkeit.

Möglich mache dies das einfache

Handling des Geräts: So müssen bei

Umrüstvorgängen einzig die applikationsabhängigen

Aktivteile ausgetauscht

werden. Eine Zerlegung des

Geräts ist laut Bihler nicht nötig. Zeitaufwändige

Einstellarbeiten an der

Maschine entfallen durch voreingestellte

Elektroden-Baugruppen. Daneben

sei die Betätigungsfeder jetzt

noch leichter und exakter einstellbar,

ebenso die Seitenführung, die Einzugslänge

oder das Spiel des Schnittspalts.

Das kompakte Schweißgerät

ist leicht in entsprechende Fertigungslösungen

auf Stanz-Biegeautomaten,

Pressen oder Transferstraßen integrierbar.

Sichere Schweißprozesse

dank Sensor-Absicherungen

Die Abmessungen sind identisch

mit denen der Vorgängermodelle D1

M und D1 E. Runddraht von 0,2 bis

2 mm und Profilband (maximal 3 mm

Länge, 3 mm Breite, 0,8 mm Dicke)

lassen sich präzise verschweißen – bei

hohen Produktions-Geschwindigkeiten

bis 800 1/min. Der Antrieb der D1

erfolgt entweder mechanisch oder

NC-gesteuert.

Das optimierte Design und die Verwendung

hochwertiger Materialien

garantieren höchste Verschleißfestigkeit

und Verwindungssteifigkeit, verspricht

Hersteller Bihler.

Sensor-Absicherungen,

geschützte Messleitungen,

die passive Kühlung

sowie die definierte

Schmierung machen

Schweißprozesse mit der

D1 überaus sicher, verspricht

Bihler.

www.bihler.de

Effizienz-Navi Preis

Material Energie

Service Handhabung

Zeit • Lebensdauer



Kosten senken mit Produktion

Mit den Besten aus der Krise

auf dem Kongress „Die Fabrik des Jahres“

vom 15.-16. März 2010 in Ludwigsburg

Vorträge der Sieger 2009

Die Fabrik des Jahres

Procter & Gamble - Werk Crailsheim

Deutscher GEO-Award

LEAR CORPORATION GmbH - Werk Bremen

Hervorragende Montage

Agfa Gevaert HealthCare GmbH - Werk Peißenberg

Hervorragende Standortentwicklung

B. Braun Melsungen AG - Werk Escholzmatt,

Schweiz

Hervorragendes Innovationsmanagement

Volkswagen Sachsen GmbH - Werk Chemnitz

Hervorragendes Veränderungsmanagement

Robert Bosch GmbH - Werk Feuerbach

Hervorragende Produktion in EU-Beitrittsländern

Henkel AG & Co. KGaA - Werk Körösladány (Ungarn)

Hervorragende Ressourceneffizienz

BSH Haushaltsgeräte - Werk Nauen

Aussteller:

Schirmherrschaft:

Bundesministerium

für Wirtschaft

und Technologie

Anmeldung unter:

mic – management information center GmbH

Ricarda Herrmann

Tel. 0 81 91 / 1 25-8 72

www.fabrik-des-jahres.de


22 Produktion Messe : GrindTec


11. März 2010 Nr. 10

Messe – Schleiftechnik

Die Schleiftechnik-Branche setzt auf Augsburg

Bild: Haimer

Produktion Nr. 10 , 2010

AUGSBURG (sm). Wie groß die Erwartungen

der Branche im Hinblick auf die

GrindTec 2010 sind, zeigt die in den

letzten Wochen noch einmal sprunghaft

gestiegene Zahl der Aussteller:

377 Unternehmen haben sich aktuell

für Augsburg angemeldet, täglich

kommen weitere Anmeldungen dazu.

Projektleiter Joachim Kalsdorf: „Die

Branche setzt auf die GrindTec, sämtliche

Top-Unternehmen der Schleiftechnik

sind in Augsburg vertreten.

Das Angebot wird umfassender sein

denn je und die GrindTec wird entgegen

allen Trends wieder zulegen. Wir

gehen derzeit von einem Wachstum

von rund 10 % bei den Ausstellern

und der belegten Fläche aus.“ Mit

großer Freude registriert man beim

fachlichen Träger ‚FDPW Fachverband

Deutscher Präzisions-Werkzeugschleifer‘

den aktuellen Run auf die Grind-

Tec. Noch bei einer Vorstandssitzung

im Sommer 2009 hatte man als Zielvorgabe

90 % der Zahl der Aussteller

und der vermieteten Fläche der Grind-

Bild: Haimer Bild: AFAG

Bei den zurückliegenden Veranstaltungen hatte man stets hervorragende Ergebnisse

erzielt, zur GrindTec 2008 kamen 351 Aussteller und 11 070 Besucher.

Tec 2008 als Maßstab für eine – unter

diesen schwierigen Rahmenbedingungen

– erfolgreiche GrindTec 2010

definiert. Prof. Dr.-Ing. Wilfried Saxler,

Geschäftsführer des FDPW: „Unglaublich,

aber wahr! Wir liegen mit

den derzeit vorliegenden Anmeldungen

bereits höher als zur Messe 2008.

Werkzeugspanntechnik

Haimer: Wuchten hilft sparen

Getreu unserem Motto, positive Zeichen

zu setzen, dürfte die GrindTec

2010 sehr vielversprechend werden.

Wir freuen uns heute schon darauf.

Wir hoffen, dass sich diese gute Stimmung

auf andere Branchen überträgt,

damit die Konjunktur wieder Schwung

bekommt!“

Bild rechts: Die Haimer

Tool Dynamic TD

800 beeindruckt

durch ihre geteilte

Schutzhaube mit einem

Durchmesser

von 800 mm, die das

Wuchten von großen

Rotoren ermöglicht.

Bild links: Der HG-

Wuchtadapter ermöglicht

das einfache

Spannen von

Schaftwerkzeugen.

Für den Pressesprecher des Veranstalters

AFAG, Winfried Forster, liegt

der Grund für den Erfolg der Grind-

Tec auch in der Spezialisierung der

Messe: „Angebot und Nachfrage decken

sich nahezu 100 %ig. Jeder Besucher

ist Spezialist für Schleiftechnik,

deshalb ist prinzipiell jeder Aussteller

interessant für ihn. Dazu

kommt: Die GrindTec bietet als wichtigste

Plattform der Branche den bestmöglichen

Überblick, ihr Besuch ist

sozusagen obligatorisch.“

Die GrindTec 2010 bietet den besten

Branchenüberblick über Neuheiten

und Weiterentwicklungen in der

Schleiftechnik. Zu erwarten sind

mehr Angebote im Bereich der Hartmetallbearbeitung

und eine gestiegene

Applikationsvielfalt CNC-gesteuerter

Werkzeugschleifmaschinen. Die

Elektronik spielt – nicht nur in der

Messtechnik – eine immer wichtigere

Rolle. Zunehmend gerät die Hightech-

Welt des modernen, computergesteuerten

Schleifens von Werkzeugen und

Werkstücken in den Fokus von Forschung

und Lehre. Stark vertreten

sind deshalb Forschungseinrichtun-

gen und Aus- und Weiterbildungsinstitutionen.

Eine ideale Ergänzung zum Angebot

der Aussteller in den vier Messehallen

bieten die Vorträge im Grind-

Tec-Forum. So informiert die Handwerkskammer

für Schwaben am Mittwoch

u. a. über ‚Förderprogramme

für kleine und mittlere Unternehmen‘,

der Donnerstag steht komplett im

Zeichen der Aus- und Weiterbildung,

flankiert vom Wettbewerb ‚Werkzeugschleifer

des Jahres‘.

Fachzeitschrift fertigung sucht

‚Werkzeugschleifer des Jahres‘

Aktuelle Trends und Innovationen

rund um die Technik des Werkzeugschleifens

präsentieren die Vorträge

am Freitag und Samstag. Die Vorträge

im Forum dauern nicht länger als

zwanzig Minuten, der Referent steht

im Anschluss für Fragen zur Verfügung.

Die Organisation am Mittwoch,

Freitag und Samstag übernimmt die

FDPW-Akademie, am Donnerstag

(18. März) führt die Zeitschrift fertigung

die Regie.

Kreuzschleifen

Effizient perfekte Bohrungen

Produktion Nr. 10 , 2010

KÖLN (sm). Wenn das Drehen, Hartdrehen

oder Bohren an Grenzen

stößt, bieten sich Sunnen-Kreuzschleifsysteme

an. Das ‚Honen mit

schleiftypischen Abtragleistungen‘

eignet sich für das Schruppen,

Schlichten und die μm-genaue Feinstbearbeitung.

Das Verfahren korrigiert Bohrungsfehler.

Und nicht selten können kostspielige

wie zeitraubende Vorbearbeitungen

wie das Feinbohren oder Innenschleifen

sogar entfallen. Das

Kreuzschleifen ist sehr flexibel,

schnell, präzise, prozesssicher, stückkostengünstig

und im Vergleich zu

vielen anderen Fertigungsmethoden

und -verfahren laut Sunnen Kreuzschleifsysteme

sehr oft 1. Wahl – das

gelte insbesondere für das Bearbeiten

von Bohrungen in exotischen Werkstoffen

wie Keramik, Glas, Hartmetall,

L+R-/HT-Legierungen oder von

Werkstoffen für die Medizintechnik.

Wer Sunnen noch nicht kennt: Auf

der GrindTec (Halle 7, Stand 736) demonstriert

Hommel Präzision die prozessualen

und wirtschaftlichen Vorzüge

des Sunnen-Kreuzschleifsystems.

Wie genau das Kreuzschleifen –

vom Einzelteil bis hin zur Serie – effizient

perfekte Bohrungen produziert,

können Messebesucher an Sunnen-

Maschinen der Baureihen VSS und

HTB mit eigenen Sinnen erfahren.

www.hommel-gruppe.de

Produktion Nr. 10 , 2010

IGENHAUSEN (sm). Haimer zeigt auf

der GrindTec (Halle 7, Stand 718), welch

große Bedeutung das Wuchten von

Werkzeugen und Aufnahmen hat. Mit

ausgewuchteten Werkzeugen kann

man gleich vierfach sparen: durch höhere

Zerspanleistung, längere Spindellebensdauer

und Werkzeugstandzeit

sowie durch höhere Genauigkeit

am Werkstück.

Die hohen Umdrehungszahlen moderner

Fräs-, Bohr- und Schleifmaschinen

fordern gewuchtete Werkzeuge

und Aufnahmen. Nur damit lässt

sich die volle Leistungsfähigkeit der

Werkzeugmaschine bezüglich Drehzahlen,

Zerspanleistung und produzierter

Oberflächengüte erreichen.

Denn Wuchten sorgt letztendlich für

geringere Vibrationen. Das mindert

den Verschleiß von Spindel und Werkzeug,

reduziert die Stillstandszeiten

und erhöht die Prozesssicherheit.

Die Haimer GmbH ist auf Werkzeugspann-

und Wuchttechnik spezialisiert.

Ein wesentlicher Bestandteil

des Produktprogramms ist die Wuchtmaschinen-Serie

Tool Dynamic, die

jeden Bedarf abdeckt. Sie reicht von

der kleinen Tischmaschine TD 1002,

die sich auch mit minimaler Ausstattung

spielend leicht bedienen lässt,

bis zum automatisierten Highend-

Wuchtzentrum TD 2010 Automatic,

das vor allem für Werkzeughersteller

in der Serienproduktion interessant

ist. Die Tool Dynamic TD 2010 Automatic

ist eine universelle, vertikale

CNC-Auswuchtmaschine, die mit einer

4-Achs-Bearbeitungseinheit ausgestattet

ist und über eine Siemens

840D sl gesteuert wird. Mit dieser

Maschine können Anwender in einem

Arbeitsgang die Unwucht ihrer Werkzeuge

messen und durch Bohren, Fräsen

oder Schleifen auf ein oder zwei

Ebenen beseitigen. Der Anwender

spart sich also den Weg zur Bohrmaschine

und erreicht dank der hochgenauen

Spannung sowie der präzisen

Materialentfernung eine exzellente

Werkzeuggenauigkeit. Diese Weiterentwicklung

der bewährten Haimer

Wuchtsysteme führt zu einer erheblichen

Effizienzsteigerung beim Werkzeugwuchten.

Erst gewuchtete Werkzeuge

ermöglichen höchste Präzision

Zum Tool-Dynamic-Programm gehören

auch Spezialmaschinen wie die

TD 800, die Rotoren bis zu einem

Durchmesser von 800 mm aufnehmen

und auswuchten kann. Sie bietet

sich vor allem für große Schleifscheiben,

aber auch für Lagerringe oder

Turbinenräder an. Mit Hilfe von maßgeschneiderten

Spannadaptern lassen

sich diese Bauteile einfach und schnell

wuchten. Die Tool Dynamic TD 800

ist durch die geteilte Schutzhaube,

die sich zur Seite öffnen lässt, leicht

von oben zugänglich. So können

schwere Teile zum Auswuchten auch

mit einem Kran auf den Adapter gehoben

und gespannt werden.

Gerade bei der Hochgeschwindigkeitsbearbeitung

entstehen Anforderungen

an den Rundlauf der Werkzeuge,

die sich besonders auf die Hersteller

von Schneidwerkzeugen aus

PKD und Hartmetall auswirken. Der

Markt verlangt zunehmend perfekt

vorgewuchtete Schneidwerkzeuge,

die danach zusammen mit der Werkzeugaufnahme

vom Kunden prozessorientiert

ausgewuchtet werden. Ein

sachgemäß vorgewuchtetes Schneidwerkzeug

minimiert den Arbeitsaufwand

beim Endkunden erheblich und

hilft, die Unwucht zu reduzieren.

Doch das Wuchten muss einfach

sein. Dazu trägt unter anderem der

innovative HG-Adapter bei, der die

Spannung des Schaftwerkzeugs (bis

Toleranz H8) erheblich vereinfacht.

Mit ihm können Schneidwerkzeuge

direkt auf Knopfdruck in der Spindel

hochpräzise und ergonomisch gespannt

werden. Der HG-Adapter kombiniert

dazu die μ-genaue Spannung

des bewährten Haimer-Hochgenauigkeitsfutters

(HG-Futter) mit der patentierten

automatischen Spannmechanik

des Haimer-Wuchtadapters:

Der Anwender steckt die passende

Spannzange in den HG-Wuchtadapter.

Mit einer einfachen Drehbewegung

rastet der Bajonettverschluss

ein. Danach kann das Werkzeug mit

Schaft in die HG-Spannzange eingesetzt

werden.

www.haimer.de

Effizienz-Navi Preis

Material Energie

Service Handhabung

Zeit • Lebensdauer



Kosten senken mit Produktion

Kühlschmierstoffe

Optimale Produktauswahl

für alle Schleifprozesse

Produktion Nr. 10 , 2010

FREUDENSTADT (sm).

Anlässlich der GrindTec

präsentiert Georg Oest

Mineralölwerk (Halle 5,

Stand 559) sein umfangreiches

Produktsortiment

für Schleifprozesse. Es

deckt das ganze Spektrum

der Verfahrensvarianten

ab: vom Rund- und Flachschleifen

bis Profil- und

Tiefschleifen, vom Finishen

bis zu maximalen

Zeitspanvolumina, von

einfacher Stahlbearbeitung

bis zu anspruchsvollem Hartmetallschleifen.

Nebelarme Hochleistungsschleiföle

in Viskositätslagen je

nach Verfahrensanforderung von < 5

bis > 20 mm 2 /s (bei 40 °C), wassermischbare

Vollsyntheten und spezielle

Schleifemulsionen erlauben für jede

Anwendung die optimale Produktauswahl.

Der jüngste Erfolg ist

mit Oest Colometa PA 25 gelungen –

formuliert vom Oest-Entwicklungsteam

im hauseigenen Labor. Dabei

handelt es sich um eine schaumarme

Schleifemulsion, vornehmlich für

anspruchsvolle Schleifoperationen

Das Produktsortiment von Oest deckt alle möglichen

Schleifprozesse ab.

mit hohen Kühlschmierstoffdrücken

und hohem Volumenstrom. Die zukünftigen

Vorgaben durch Reach und

CLP-Verordnung sind hierbei berücksichtigt

worden. Neben den technologischen

Vorteilen und hoher Stabilität

gewährleisten Kennzeichnungsfreiheit

und ein sehr milder Geruch einen

reibungsfreien Einsatz.

www.oest.de

Effizienz-Navi Preis

Material Energie

Service

Handhabung

Zeit • Lebensdauer •

Kosten senken mit Produktion

Bild: Oest


11. März 2010


Nr. 10

Messe : GrindTec Produktion 23

Spanntechnik/Werkzeughaltersysteme

Ein Spitzenteam zum Werkzeugschleifen

Sicherheitsmesser

zur Unfallverhütung

Bild: Schunk

Tendo und Tribos: das

Spitzenteam von Schunk

zum Werkzeugschleifen.

Produktion Nr. 10 , 2010

LAUFFEN (sm). Beim Werkzeugschleifen

entscheiden wenige Tausendstel

Millimeter über die Qualität der gefertigten

Werkzeugschneiden. Für optimale

Ergebnisse beim Schärfen

stumpfer Schaftwerkzeuge ist die Wahl

des richtigen Spannmittels ausschlaggebend.

Eine günstige, schlanke Störkontur

für einen ungehinderten Schleifscheibenauslauf

und hohe Spannkräfte

auch bei kurzer Einspanntiefe und

hohem Schleifabtrag sind Eigenschaften,

die sich jeder Werkzeugschleifer

von einem Werkzeughalter wünscht.

Hinzu kommen große Einspanntiefen

für die Aufnahme von Sonderwerkzeugen

sowie höchste Rundlauf- und

Wechselwiederholgenauigkeit. Der

Spann- und Greiftechnikspezialist

Schunk will mit seinem Werkzeughalterschärfprogramm

genau diesen Anforderungen

gerecht werden.

Das Tendo-Hydro-Dehnspannfutter

hat dank seiner Fase von 25° an der

Tendo-Hydro-Dehnspannfutter,

hier in Verbindung

mit Tribos-Verlängerung

von Schunk.

Futternase eine 40 %

schlankere Störkontur

als andere hydraulische

Spannfutter.

Die Rundlaufund

Wechselwiederholgenauigkeit

von

< 3 μm sorgt für einen

gleichmäßigen

Materialabtrag während

des Schleifprozesses

und erhöht

die Prozesssicherheit

beim Schleifen

von Serienwerkzeugen. Das Ergebnis

ist eine sehr gute Form- und Maßhaltigkeit

an der Werkzeugschneide, was

die Standzeit des Werkzeugs deutlich

erhöht. Mit Tendo lassen sich Schaftwerkzeuge

bis 32 mm Durchmesser

bis zu 95 mm tief einspannen. Zwischenbüchsen

erweitern die Spannmöglichkeiten

zusätzlich. Durch die

einfache Handhabung, die abgedichtete

Spannschraube und die lange Lebensdauer

wollen die Lauffener Akzente

in Sachen Wirtschaftlichkeit

setzen.

Ganz auf optimale Störkontur ausgelegt,

sind die 100 mm langen Werkzeugverlängerungen

der Tribos Polygonspanntechnik.

Sie decken alle

Spanndurchmesser von 3 mm bis

20 mm ab. Diese patentierte Spanntechnik

besitzt ebenfalls eine Rundlauf-

und Wechselwiederholgenauigkeit

< 3 μm und kann in jeden anderen

Werkzeughalter eingespannt werden.

Durch diese Kombinationsmöglichkeit

hat der Anwender eine kostengünstige

Alternative und bleibt flexibel.

Die einteiligen Tribos-Verlängerungen

ohne verschleißbare Teile sind

wartungsfrei und weisen eine lange

Lebensdauer auf. Auf Kundenwunsch

fertigt Schunk die Verlängerungen

auch mit Greiferbund. Dadurch eignen

sie sich für eine automatische Beladung

der Schleifmaschine durch ein

Greifsystem.

Werden beide Werkzeughaltersysteme

miteinander kombiniert, profitiert

der Anwender doppelt. Tendo

dämpft Vibrationen und die Tribos-

Verlängerung sorgt zusätzlich für eine

minimale Störkontur.

Halle 7, Stand 725

www.schunk.com

Effizienz-Navi Preis

Material Energie

Service Handhabung

Zeit • Lebensdauer



Kosten senken mit Produktion

Tel. +49 212 25805-0 Fax 25805-55

info@martor.de http://www.martor.de

www.

produktion

.de

Ready 4

REACH?

Schleifmaschinen

Vielseitige Produktions-Plattform

Produktion Nr. 10 , 2010

CH-THUN (sm). Jedes Werkstück kann

auf der Studer S22 mit verschiedensten

Technologien bearbeitet werden:

Möglich sind herkömmliches Rundschleifen

im Produktionsumfeld, Formen-

und Gewindeschleifen und Hochgeschwindigkeitsschleifen

(HSG) mit

Schnittgeschwindigkeiten zwischen 80

und 140 m/s.

Werkzeugschleifen

Vollmer zeigt Services und Software

Produktion Nr. 10 , 2010

BIBERACH (sm). Bei Vollmer stehen

die Themen Services und Software im

Zentrum des Messeauftritts. Das Unternehmen

zeigt in Halle 1 am Stand

119 Komplettlösungen wie die QXD 200

und die CL 200 für Werkzeughersteller

und Schärfdienste sowie Schulungsprogramme

für Maschinenbediener.

Bild: Vollmer

X- und Z-Achse der Studer S22 sind

als Kreuzschlitten aufgebaut, der

Werkstücktisch ist fest mit der Maschine

verschraubt und das Maschinenbett

besteht aus Granitan. Für eine

ausgezeichnete Stabilität dieses

Maschinenkonzepts sorgen die großen

Führungsbahnabstände und der

massive Ständer. Hochdynamische

Achsantriebe, hochqualitative Studer-Führungsbahnsysteme,

kurze

Reaktionszeiten und optimierte Verfahrwege

sind die Basis für allerhöchste

Dynamik und Präzision.

Im Querschlitten X stehen zur Auswahl:

vorgespannte Hydrostatik mit

Linearmotor oder Wälzführungen mit

Kugelgewindetrieb. Im Längsschlitten

Z: Hydrostatik mit Linearmotor oder

Auf der GrindTec 2010 dreht sich bei

Vollmer alles um die Themen Services

und Software. Software deshalb, weil

Vollmer erstmals auf der GrindTec die

Software ExLevel für die Universalmaschine

QXD 200 vorstellt, die unterschiedliche

PKD-Schneiden (polykristalliner

Diamant) bearbeiten

kann. Mit der Anwendung ExLevel

lassen sich auf der QXD 200 hochpräzise

Bohrwerkzeuge mit PKD-Schneiden

in einem Kombiprozess simulieren,

vermessen, erodieren, schleifen

und polieren. Die komplette Bearbeitung

wird dreidimensional auf Basis

von CAD-Daten berechnet. Vorerst ist

ExLevel speziell auf die QXD 200 abgestimmt,

wird aber zukünftig auch

für die anderen Vollmer-Schärfmaschinen

verfügbar sein. Außer ExLevel

sind auch die Vollmer-Dienstleistungen

und das Maschinenprogramm

Schwerpunkte des Vollmer-GrindTec-

Auftritts. Unter der Rubrik Dienstleistungen

stellt Vollmer sein Portfolio an

Beratung, Wartung, Finanzierung

und Schulung vor. Über die drei Säulen

Training-Academy, Service-Center

und Finance deckt Vollmer im Dienstleistungsbereich

alle Aufgabenfelder

ab, die für Schleif- und Erodiermaschinen

relevant sind.

Führung mit patentierter

Oberflächenstruktur

(Noppenstruktur) und

Kugelgewindetrieb.

Dank dem modularen

Aufbau lässt sich die S22

mit nahezu allen bestehenden

Baugruppen (Werkstückspindelstock,

Schleifspindelstock,

Reitstock, Messsystem,

Abrichten usw.) konfigurieren. Am

Messestand auf der GrindTec ist eine

Studer S22 mit HSG-Applikation ausgestellt.

www.studer.com

Bildschirmansicht der

Simulation für ein Bohrwerkzeug

mit PKD-

Schneide. Die Software

ExLevel simuliert den

kompletten Arbeitsprozess.

Im Zentrum des

Maschinenprogramms

stehen neben

der Universalmaschine

QXD 200

auch die CNC-gesteuerte

Schärfmaschine

CL 200. Die

CL 200 hat Vollmer

speziell für die Komplettbearbeitung

von hartmetallbestückten

Kreissägeblättern konzipiert.

Der hochflexible Schleifscheibenaufbau

mit einem zusätzlichen Schleifaggregat

für Hohlbrustschliff liefert eine

ökonomische und präzise Bearbeitung

von Brust, Rücken und Stammblatt

in einer Aufspannung. Vollmer

nutzt die GrindTec 2010 zudem, um

seine bewährten Erodiermaschinen

für PKD-Werkzeuge und Schärfmaschinen

für Kreissägeblätter vorzu-

Die S22 ermöglicht durch etliche Optionen

die optimale individuelle Anpassung.

Effizienz-Navi Preis

Material Energie

Service Handhabung

Zeit • Lebensdauer


Kosten senken mit Produktion

stellen. Insgesamt reicht das Angebot

von einfachen Schärfmaschinen bis

hin zu automatisierten Lösungen mit

Robotersystem für die Komplettbearbeitung

von Hartmetall- und HSS-Sägeblättern

(High Speed Steel). Die

Vollmer-Tochter Loroch aus Mörlenbach

ergänzt den Messeauftritt von

Vollmer mit ihrem neuen Sägenschärfautomaten

für Metallsägeblätter für

den CBN-Tiefschliff (kubisch kristallines

Bornitrid): Die solution K850 ist

eine vollautomatische, CNC-gesteuerte

Schleifmaschine mit vier gesteuerten

Bewegungsachsen für das Schärfen,

Neuverzahnen und automatische

Anfasen von Metallkreissägeblättern.

„Für uns ist die GrindTec die wegweisende

Messe, um 2010 unser erweitertes

Portfolio vorstellen zu können.

Highlight ist in diesem Jahr unsere

neue Software ExLevel für die

Entwicklung von PKD-Bohrwerkzeugen“,

sagt Dr. Stefan Brand, Geschäftsführer

der Vollmer-Gruppe.

www.vollmer-group.de

Effizienz-Navi Preis

Material Energie

Service • Handhabung •

Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Bild: Studer

Mühe mit

dem Kleingedruckten?

Wir helfen Ihnen!

www.oest.de/ready4reach

OEST ist Ihr kompetenter

Partner für die fristgerechte

Umsetzung des

EU-Regelwerkes REACH.

Bei uns wird

Beratung

GROSS

geschrieben.

17.- 20.3.10

Halle 5

Stand 559

www.oest.de


24 Produktion Technik : Office Tools 11. März 2010


Nr. 10

Schnell-Universalladegerät

Das 1-for-All SMART von Braun versorgt die meisten wiederaufladbaren Lithium-Ionen-

und Lithium-Polymer-Akkus wieder mit Strom. Wird ein Akku in das

Gerät eingesetzt, erkennt dieses automatisch die vorhandene Restkapazität

und zeigt sie über LEDs an. Somit eignet sich das Universalladegerät

auch zum Testen von Akkus. Der eingebaute Mikroprozessor stellt

nach individueller Messung dann die korrekte Spannung elektronisch

ein. Vier grüne LEDs informieren über den Ladestatus

indem sie konstant leuchten oder während des Ladens blinken.

Eine fünfte LED leuchtet rot, sobald ein defekter Akku

eingesetzt wird.

Technische Daten

Anzeige: LEDs

Polerkennung: automatisch

Ladespannung: zwischen 3,6 V und 7,4 V

Ladestrom: 900 mA und 600 mA

Preis: 29,95 Euro

Kontakt: www.braun-phototechnik.de

Energieeffizient und produktiv

Der Canon i-Sensys MF5880dn stellt ein 4-in-1-Multifunktionssystem

als Drucker, Scanner, Kopierer und Faxgerät

dar. Der Schwarzweiß-Laserdrucker sei dank

Quick-First-Print-Technologie sofort bereit und liefere

die erste Seite schon nach rund acht Sekunden. Alle Systeme

sind auf Energie-, Zeit- und Kostenoptimierung

ausgelegt. Für die Energieersparnis wurde ihm der Energy

Star verliehen. Außerdem können Scans direkt per E-

Mail versendet, in einem Netzwerkordner abgelegt oder

durch einen extra Steckplatz auf einen USB-Stick gespeichert

werden.

Technische Daten

Energieverbrauch: 1,321 kWh/Woche

Ausgabegeschwindigkeit: bis 30 Seiten/Minute

Papierkassettenkapazität: 250 Blatt

Dokumenteneinzug: 50 Blatt

Preis: 739 Euro

Kontakt: www.canon.de

Multimedia-Allrounder

Bei dem neuen Modell Satellite A500-1GP von Toshiba sind dank einem integrierten

Blu-ray-Laufwerk kristallklare Bilder gesichert. Videos können mit

der hochauflösenden HD-Kamera selbst erstellt und anschließend über das

16-Zoll-Display angesehen werden. Mit den eingebauten Harman-Kardon-

Lautsprechern mangele es dabei auch nicht am richtigen Ton. Zum Schutz

aller Daten trage ein Festplattenschutz mit 3D-Sensor bei, der bei Erschütterung

des Notebooks die Daten auf der Festplatte automatisch schützt.

Technische Daten

Prozessor: Intel-Core-i3-330M-Prozessor

Festplatte: 500 GB

Gewicht: 2,76 kg

Abmessungen: 384 x 259 x 36,5 mm

Preis: 899 Euro

Kontakt: www.toshiba.de

Exzellente Klangqualität

Wavemaster präsentiert mit dem PURE nach eigenen Angaben

ein hochwertiges und komplett ausgestattetes In-Earphone. Besonders

markant sei die exzellente Klangqualität, die sonst nur in

weitaus höheren Preisregionen angeboten werden soll. Da diese

bei In-Earphones maßgeblich von der optimalen Positionierung

im Ohr abhängt, liefert der Hersteller Ohrpolster in drei verschiedenen

Größen mit. Somit wird auch für einen angenehmen Tragekomfort

und für die Abschirmung von Umgebungsgeräuschen

gesorgt.

Technische Daten

Gewicht: 13 g

Kabellänge: ca. 120 cm

Anschluss: 3,5-mm-Stereo-Klinkenstecker

Empfindlichkeit: 104 dB

Preis: 39,90 Euro

Kontakt: www.wavemaster.eu

DILBERT

Dilbert

for ever!

Das Buch

„Dilbert und

die Stunde des

Wiesels“ (350 S.,

€ 19,90,-) ist erschienen bei

Redline Wirtschaft im verlag

moderne industrie, Landsberg.

Zu bestellen unter

Fax: 08191/125-293;

www.redline-wirtschaft.de

Besondere Momente festhalten

Die neue PEN E-PL1 von Olympus überzeuge vor allem durch eine einfache

Bedienung und hervorragende Bildqualität. Da sie ohne Spiegel auskommt,

ist sie besonders kompakt, stehe größeren Kameras jedoch in

nichts nach. Ob HD-Videos oder verschiedene Fotos mit Art-Filtern, das

Gerät bietet viele Möglichkeiten. Der integrierte Bildstabilisator gewährleistet

dabei verwacklungsfreie Bilder. Die verschiedenen Objektive sollen

sich mit einem Adapter problemlos verwenden lassen, zudem ist ein eigebauter

Blitz vorhanden.

Technische Daten

Gewicht: 300 g

Abmessungen: 120,6 x 69,9 x 36,4 mm

Megapixel: 12,3

Display: 2,7 Zoll

Preis: 599 Euro

Kontakt: www.olympus.de

IMPRESSUM

Redaktion (08191-125-310)

Chefredakteur: Eduard Altmann (verantwortlich)

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ISSN: 0344-6166

Anschrift für Verlag, verantwortlichen Redakteur

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