Ausgabe - 38 - 2011 - Produktion

produktion.de

Ausgabe - 38 - 2011 - Produktion

Technik und Wirtschaft für die deutsche Industrie

ProduktionEinzelpreis Euro 2,80

22. September 2011 · Nummer 38 www.produktion.de

Leserservice Produktion 65341 Eltville DPAG PVST 5339 Entgelt bezahlt

Special

Materialfluss

Seiten 17 - 22

IAA: Deutsche Hersteller

fahren zweispurig

Flurförderzeuge: Neue

Groß-Stapler bis 18 t

Lagertechnik: Werkzeuge

schneller an den Mann

Photovoltaik:

Rendite auf dem Dach

4

19

22

26

Im FoKUS

Logistik: Boom dank

Windenergie

SPaRkuRs: BaukasteNsysteme sIND ‚IN‘

‚Just enough‘ schlägt Overengineering

München (Pd). Zwischen 2012

und 2020 beträgt das Marktvolumen

der Onshore-Windkraft-

Logistik in Europa 22 Milliarden

Euro. Dies besagt eine aktuelle

Studie der Beratungsgesellschaft

Barkawi Management Consultants.

Seite 4

10 000 kWh für 50 Euro!

Salach (sm). Einen um mehr als

30 % niedrigeren Stromverbrauch

erzielte der Werkzeugmaschinenhersteller

EMAG mit

einfachen Maßnahmen. Seite 9

Bei KSS-Reinigung bis zu

20 000 Euro sparen

STeisslingen (sm). Die Bär+Co.

Anlagentechnik hat einen neuen

Magnetabscheidförderer entwickelt,

der Kühlmittel besonders

energiesparend reinigt. Er nutzt

einfache physikalische Gesetze,

um mit geringstem Stromverbrauch

hohe Reinigungsleistungen

zu erreichen. Seite 16

Einzigartig!

TRIBOS

Die einzigen

Präzisionswerkzeughalter

mit Polygonspanntechnik

AnnikA MEntGEn

Produktion Nr. 38 , 2011

Das hoch gelobte und gleichzeitig

oft gescholtene ‚German Overengineering‘

wird immer stärker in

den Hintergrund gedrängt. ‚Justenough-Konzepte‘

und Baukastensysteme

erfreuen sich zusehends

größerer Beliebtheit – niedrigere

Systemkosten und kürzere Planungszeiten

sprechen für sich.

Landsberg. Die deutsche Industrie

liebt Komplexität: „Keiner kann

sie so gut wie wir und weil wir sie so

gut können, betreiben wir sie auch

so heftig.“ Diese Meinung vertritt

Prof. Günther Schuh, Maschinenbauexperte

der RWTH Aachen,

schon seit Jahren. Doch nicht immer

ist die Überkomplexität bei

Produkten und Produktionsstrategien

der Königsweg. Highend-Lösungen

treffen bei weitem nicht jedermanns

Bedarf – sie sind oft zu

teuer, zu kompliziert, schlicht unnötig.

„Der Trend zu Just-enough-

Konzepten hat längst auch bei

deutschen Produktionsplanern Anklang

gefunden“, sagt Dr. Karl Tragl,

Vorstandsvorsitzender der Bosch

Rexroth AG. Sein Unternehmen

macht sich diesen Trend zunutze:

Eine etablierte Highend-Lösung

wurde bedarfsorientiert abgespeckt,

die Systemkosten dadurch

deutlich gesenkt. Tragl verweist auf

die zumeist wirtschaftlichere Lö-

auch kann, sondern den Kunden

mehr fragen und so die Tendenz des

Overengineerings vermeiden.“ Allerdings

müsse man die Anwendungsfelder

differenzieren. „Bei

Elektronik-Software wird das Ganze

natürlich komplexer“, sagt Steffen.

Auch in Hinblick auf Fertigungssung

eines Baukastensystems. „90

Prozent der Aufgaben lassen sich

durch die Kombination von Standardbauteilen

abdecken“, so Tragl.

„Das ist preiswerter und verkürzt

die gesamte Planung und den Aufbau

von Montage- und Handlingsystemen.“

Anwendungsgerechte

Technik, das ist hier das Stichwort.

„Genug ist genug – auch in der Fabrikautomation

der Zukunft“, ist Tragl

überzeugt.

Bei Werkzeugmaschinenhersteller

Haas vertritt man dieselbe Meinung.

Viele Kunden des Unternehmens

setzen auch bei der Bearbeitung

komplexer Bauteile auf Standardmaschinen.

Dies sei oft ausreichend

und deutlich günstiger.

Klaus Findling, Geschäftsführer

von Findling Wälzlager, stößt ins

selbe Horn. „Unsere ABEG-Methode,

die wir bereits 2003 eingeführt

haben, ist ein Werkzeug, mit dem

man das ‚German Overengineering‘

in die Richtung ‚Just-enough-Konzepte‘

lenken kann“, erklärt Findling

auf Anfrage von Produktion. „Überall

dort, wo Leistungen nicht mit boolean-Werten

beschrieben werden

können, besteht demnach Handlungsbedarf.

Und den sehen wir bei

80 Prozent aller Maschinenbauer.“

Nach Meinung von Findling sei es

nicht mehr ausreichend, nur ein

breites Produktspektrum anbieten

zu können. Vielmehr hält er es für

wichtig, auch die Leistungsfähigkeit

als Produktmerkmal aufzunehmen.

„Es ist ein Umdenkungsprozess im

gesamten Konstruktionsprozess ge-

fragt“, sagt Findling. „Man konstruiert

bereits ‚Leistungsadaption‘ in

das Produkt hinein.“ Bei Rittal gilt

das System des Baukastens als „klare

Parole“. Im Gespräch mit Produktion

erklärt Dr. Thomas Steffen, Geschäftsführer

Forschung und Entwicklung,

Qualitätsmanagement

und Service: „Die Baukastenplattform

ist für uns das Thema. Nicht

immer das realisieren, was man

Durch Baukastensysteme können die

Unternehmen der deutschen verarbeitenden

Industrie ihren Kunden eine

Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten

anbieten – schneller und zu günstigeren

Preisen.

Bild: dariusL / Fotolia

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

redaktion@produktion.de

Spanntechnik • Greifsysteme

Zahl der Woche

10 000 Qm...

nutzbare Dachfläche reichen

aus, um eine Photovoltaikanlage

mit einer Spitzenleistung von

500 kW zu installieren.

ZiTierT

„In der Regel hat sich eine

Photovoltaik-Anlage in zehn

bis zwölf Jahren amortisiert“

Thoma Sanders, Phoenix Solar

SerVice

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EXkLusIV: UmFRaGe WeRkZeuGmasCHINeN

Finanzmarktchaos bisher ohne Auswirkungen

SEBAStiAn MoSEr

Produktion Nr. 38 , 2011

Die Geschäfte der Werkzeugmaschinen-

und Präzisionswerkzeughersteller

laufen weiter sehr gut.

So mancher hat aber doch ein

leicht mulmiges Gefühl.

Zwar laufen die Geschäfte der Branche gut, das Vertrauen in ein nachhaltiges

Wachstum ist aber durch unsichere Rahmenbedingungen getrübt. Bild: Mazak

Landsberg. „Im Gegenteil zu den

Querelen auf den Finanzmärkten

können wir noch keine Auswirkungen

auf die Nachfrage oder den

Auftragseingang erkennen. Unsere

Kunden drängen mit neuen Produkten

geradezu auf die Märkte“,

berichtet Jochen Nahl, Geschäftsführer

bei den Grob-Werken, Mindelheim.

Ganz ähnlich das Urteil

von Dr. Dieter Kress, geschäftsführender

Gesellschafter der Aalener

Mapal-Gruppe: „Die Geschäfte

laufen sehr gut. Wir investieren viel

und sind positiv gestimmt“. Sorgen

ob der chaotischen Lage an den

Finanzmärkten mache er sich zwar,

aber: „Wir werden uns davon nicht

beeindrucken lassen.“ Auch bei der

Geiss AG in Sesslach spürt man

keine Auswirkungen, aber: „Die

übermäßige Verschuldung aller

Euro-Staaten verunsichert die

Märkte“, sagt Geschäftsführer Manfred

Geiss.

Martin Winterstein, Marketingleiter

bei MAG Europe in Göppingen

berichtet von hervorragenden

Zahlen und sieht noch keine

Abkühlung der Branchenkonjunktur.

Michael Auer, Geschäftsführer

bei der Hurco GmbH: „Unsere

Markteinschätzung ist weiterhin

positiv und durch entsprechende

Fakten untermauert. Jedoch ist die

psychologische Komponente nur

schwer kalkulierbar. Spekulative

Hedgefondaktivitäten, Leerverkäufe

und negative Berichterstattung

tragen sicherlich nicht zum

Vertrauen in eine weiterhin positive

Wirtschaftsentwicklung bei“.


2 · Nachrichten · Produktion · 22. September 2011 · Nr. 38

Fortsetzung von S.1

technologien sei es wichtig, etwas

anbieten zu können, was der Wettbewerber

nicht kann. Sein Rat:

„Das, was man entwickelt, immer

wieder mal hinterfragen: Braucht

das der Markt wirklich?“

Auch Dr. Günter Jordan, Partner

und Mitglied der Geschäftsleitung

von A.T. Kearney, ist überzeugt:

„Die Beseitigung von Verschwendung

führt – richtig gemacht – nicht

zu Nachteilen für den Anwender.“

Auf die Frage, ob sich seiner Meinung

nach Highend- und Justenough-Konzepte

miteinander verbinden

lassen, antwortet Jordan:

„Benchmark ist hier Apple. Offensichtlich

ist ein einziges Mobiltelefon

genug, um innerhalb von etwa

fünf Jahren den Weltmarktführer

(Nokia) zu entthronen, welcher

viele Dutzende von Telefonen im

Angebot hat. Voraussetzung ist zu

antizipieren, was Kunden wirklich

schätzen und die Fähigkeit es in

Produkte umzusetzen.“

Gewusst wie: Baukastensysteme

eröffnen den Unternehmen der

deutschen verarbeitenden Industrie

dank ihrer zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten

große Einsparpotenziale

– und die Chance,

den Wettbewerb mittelfristig hinter

sich zu lassen. (Lesen Sie zu diesem

Thema auch das Interview auf Seite 9

und klicken Sie für mehr Details auf

www.produktion.de.)

Bei uns im Internet

Top geklickt auf www.produktion.de

1. Elringklinger übernimmt

Formenbauer Hummel

2. Elektroautos bleiben

Nischen-Produkte

3. Volkswagen will an

Suzuki festhalten

4. In Maschinen schlummern

enorme Einsparpotenziale

5. Volkswagen plant acht

neue Werke bis 2018

6. Maschinenbau erwartet 2012

schwächeres Wachstum

7. Airbus will Kapazität für

Produktion bis 2018 erhöhen

8. Index Okuma und Starrag

machen Krisen kreativ

9. Siemens: Innovationszyklen

werden immer kürzer

10. WZM: Finanzmarktkrise

bisher ohne Auswirkungen

BIS übernimmt

EMSR-Spezialisten

Produktion Nr. 38, 2011

München (ba). Die Bilfinger Berger

Industrial Services Group (BIS)

übernimmt von der Funkwerk AG

die Alpha Meß-Steuer-Regeltechnik

GmbH. Sie ist spezialisiert auf

Instrumentierung, Automatisierung

und Elektrotechnik, Branchenschwerpunkte

sind Gas, Chemie

und Energie. Alpha wird in die

BIS E.M.S., Cloppenburg, integriert,

die in der Gastechnologie eine

starke Marktstellung einnimmt.

Die Übernahme steht unter dem

Vorbehalt der kartellrechtlichen

Genehmigung. Über den Kaufpreis

wurde Stillschweigen vereinbart.

Partnerschaft

Arcplan/Teradata

Produktion Nr. 38, 2011

Langenfeld (hi). Arcplan, führender

Softwareanbieter von innovativen

Business Intelligence (BI)- und

Planungslösungen, ist eine Technologiepartnerschaft

mit Teradata

(NYSE: TDC), dem führenden Anbieter

von integrierten Data-

Warehouse-Lösungen eingegangen.

Dadurch stehen nun auch

Teradata-Kunden sämtliche Funktionen

der Business-Intelligence-

Software von Arcplan zu Analyse

und Planung zur Verfügung.

Bilder der Woche

Ludwigshafen (ba). Dass Autos

sicher und ruhig über die Straße

gleiten, ist auch einem Produkt zu

verdanken, das seit 50 Jahren auf

dem Markt ist: Cellasto. Von Ingenieuren

der Elastogran GmbH (heute

Mittels Reibschweißen können mehr Werkstoffe und Werkstoffkombinationen

verbunden werden als bei jedem anderen Schweißverfahren. Bild: Kuka Systems

Seit 50 Jahren: Ruhige Fahrt dank Cellasto

Produktion Nr. 38, 2011

Augsburg (mg). Der Augsburger

Anlagenbauer Kuka Systems

GmbH hat allein im dritten Quartal

2011 mehrere neue Aufträge für

Magnetarc- und Reibschweißanlagen

im zweistelligen Millionen-

Bereich erhalten. Unter den Kunden

solcher Anlagen sind viele

namhafte Automobilhersteller sowie

Automobilzulieferer, die so-

ein Teil des BASF-Bereichs Polyurethans)

1961 entwickelt, wird es als

Fertigteil oder Feder eingesetzt, wo

andere Materialien, etwa Gummi

und Stahl, an ihre Grenzen stoßen.

Heute setzen neun von zehn Automobilherstellern

auf den Werkstoff,

z.B. in der Fahrwerkstechnik. Federund

Dämpfungselemente aus Cellasto

sind volumenkompressibel und

langlebig und reduzieren Schwingungen,

Vibrationen und Geräusche.

Kuka Systems

Aufträge in Millionenhöhe

Bild: BASF

wohl einzelne Maschinen unterschiedlicher

Größen als auch voll

automatisierte Produktionslinien

für ihre weltweiten Fertigungsstätten

geordert haben.

Mit diesen besonderen Schweißverfahren

können u.a. Fahrzeugteile

wie Ventilstößel, Hydraulikkomponenten,

komplette Fahrzeugachsen

oder spezielle Bauelemente

für die Batteriefertigung

hergestellt werden.

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22. September 2011· Nr. 38 · Produktion · Nachrichten · 3

IT

Verfügbarkeit überschätzt

Produktion Nr. 38, 2011

Eschborn (hi). Eine Stratus-Umfrage

bei mittelständischen Unternehmen

zeigt, dass viele Unternehmen

die Verfügbarkeit ihrer IT

falsch einschätzen: 71 % meinen,

ihre Systeme seien hochverfügbar.

Aber nur knapp ein Drittel setzt

dafür auch geeignete Technologien

ein. Stratus hat 89 IT-Verant-

Johnson Control

Produktion Nr. 38, 2011

Frankfurt (sp). Batteriehersteller

Johnson Controls baut für 100 Mio

Dollar ein Werk für umweltfreundliche

Start-Stop-Batterien in China.

Das Werk soll globale und lokale

Autohersteller im asiatischen

Raum versorgen und wird bereits

Anfang 2013 die Produktion aufnehmen.

Geplant ist, eine Jahreskapazität

von 2,4 Millionen Start-

Stop-Batterien bis 2015 zu erreichen.

Über die nächsten Jahre ver-

Stuttgart (sp). Mit einer neuen

Halle freuen sich die Veranstalter

der Fachmesse SPS/IPC/Drives,

auf den großen Aussteller-Andrang

von Herstellern elektrischer Antriebstechnik

aus China und Italien

reagieren zu können. Noch ist die

hinzugewonnene Halle 3 mit

10 000 m 2 Ausstellungsfläche zwar

nicht voll belegt, doch spiegelt das

derzeitige Aussteller-Plus von 20 %

die positive Stimmung der Branche

wider. „Die Ausgangslage der Hersteller

elektrischer Automatisierung

ist mit einem zweistelligem

Wachstum in diesem Jahr gut“, sagt

Johann Thoma, Geschäftsführer

Mesago Messemanagement, der

dann aber ein in Klammer gesetztes

„noch gut“ hinzufügt, da viele

Hersteller der Branche Zweifel an

einer positiven Fortsetzung des

Konjunkturgeschehens äußern

würden. „Die globale Lage lässt einige

Fragezeichen offen, die Rohstoffversorgung

wird knapper und

damit teuerer“, sagt Thoma; dem

entsprechend werde das Wachstum

der Branche im kommenden

Jahr möglicherweise einstellig verwortliche

in mittelständischen Unternehmen

in Deutschland nach

dem Thema Hochverfügbarkeit gefragt.

Rund 52 % der Unternehmen

sind zwar der Auffassung, ihre Systeme

seien zumindest teilweise

hochverfügbar, setzen dafür aber

ungeeignete Technologien ein.

17 % sind sich immerhin darüber

im Klaren, dass ihre IT nicht hochverfügbar

ist.

Batterien: Invest in China

teilt, plant Johnson Controls weitere

520 Mio Dollar in den Ausbau

ihrer Start-Stop-Batterie-Kapazitäten

zu investieren. Davon entfallen

280 Mio Dollar allein auf Deutschland,

140 Mio Dollar auf die USA

und 100 Mio Dollar auf China. „Wir

erwarten, dass China weiterhin der

am schnellsten wachsende Markt

für Automobile bis Ende des Jahrzehnts

sein wird“, sagte Kim Metcalf-Kupres,

Vice President Strategy,

Sales and Marketing von Johnson

Controls Power Solutions.

Schmitz Cargobull

verdoppelt Umsatz

Produktion Nr. 38, 2011

Horstmar (hi). Produktion verdreifacht,

Umsatz verdoppelt: Die

Schmitz Cargobull AG hat im Geschäftsjahr

2010/2011 (1.4.-31.03.)

die Krise auf dem Trailermarkt

überwunden. Mit 36 053 produzierten

Fahrzeugen übertraf der

Marktführer die ursprüngliche Jahresprognose

von 18 000 Fahrzeugen

um 100 %. Der Umsatz stieg

von 666 Mio Euro auf 1,27 Mrd Euro.

Bis 2016 strebt das Unternehmen

einen jährlichen Absatz von

75 000 Fahrzeugen an.

Nach den Verlusten im Krisenjahr

2009/2010 erzielte die AG jetzt

wieder einen Gewinn vor Steuern

von 34 Mio Euro. Die Zahl der Mitarbeiter

stieg seit Geschäftsjahresbeginn

(1. April 2010) von 3 239 auf

4 476 (Stand: Ende März 2011).

„Zum Glück haben wir unsere qualifizierten

Mitarbeiter trotz der

Flaute halten können. So konnten

wir wieder zügig durchstarten“,

zieht der Vorstandsvorsitzende Ulrich

Schümer Bilanz. „Die Fahrzeuge

der X-Light-Serie oder das

Planensystem ‚Sliding Micro Post

(SMP)‘ stehen beispielhaft für unsere

Innovationskraft“, erklärt

Schümer.

SPS/IPC/Drives 2012

Antriebstechnik im Fokus

Produktion Nr. 38, 2011

Dr. Peter Adolphs, Geschäftsführer

Pepperl+Fuchs, vertritt erstmals den

Ausstellerbeirat.

Bild: Autor

laufen. Des weiteren setzt der Veranstalter

Mesago in Halle 8 mit

dem Thema ‚Bedienen und Beobachten’

einen neuen Schwerpunkt,

ansonsten bleibt sich die SPS/IPC/

Drives von der Ausrichtung her

auch in diesem Jahr treu: „Das klare

Profil der Messe über all die Jahre

zu wahren, hat sich als richtig bewiesen“,

betont Dr. Peter Adolphs,

Geschäftsführer Pepperl+Fuchs,

der in diesem Jahr erstmals den

Ausstellerbeirat vertritt.

Eine neue Maschine

für Bestückung und

Dosieren in 3D präsentiert

das Schweizer Unternehmen

Essemtec

auf der LED professional

Expo. Bild: Essemtec

Bestückung

LED-Montagetechnologie

Produktion Nr. 38, 2011

CH-Aesch (sp). Der Schweizer Maschinenhersteller

Essemtec präsentiert

eine neue Montagetechnologie,

um LEDs in allen Richtungen

zu montieren. Für die Kombination

von 3D-MID-Bestückung

mit LEDs entwickelte Essemtec eine

neue Standard-Maschine, die in

3D bestückt und dosiert. Dem Vernehmen

nach ist dies in Zukunft

eine kostengünstige Methode zur

vollautomatischen Herstellung bestimmter

Produkte.

Für Lampenhersteller ist die 3D-

MID-Technologie eine Alternative

zur traditionellen Montage auf Leiterplatten.

Die Montage und damit

auch die Abstrahlung kann in praktisch

jeder Richtung erfolgen, auch

ohne Einsatz von Reflektoren oder

Linsen. LEDs in einer Kavität montiert

konzentrieren das Licht, LEDs

auf einer konvexen Oberfläche

streuen.

Marcel Freiermuth, Manager im

Bereich Solutions bei der Essemtec,

wird zu diesem Thema seinen Vortrag

„3D-LED-Bauteilbestückung

ermöglicht neue Produktdesigns“

im Rahmen des LED Professional

Symposiums halten.

Die Dosiersysteme der CDS-Serie

sind flexible Plattformen, welche

sich modular an viele Anwendungen

anpassen lassen. Sie stellen

eine große Standard-Auswahl

an Ventilen und Funktionen zur

Verfügung. Die Programmierung

und Bedienung bleibt dabei einfach

und ermöglicht auch im Betrieb

die flexible Anpassung von

Prozessparametern. Es kann

gleichzeitig mit zwei Dosierköpfen

ausgerüstet werden.

Für kleine Dosierpunkte und

berührungslose Anwendungen,

wie zum Beispiel zur Formung von

LED-Linsen, stellt Essemtec Mikro-

Jetventile zur Verfügung. Das Mikro-Jetventil

erzeugt kleine Tropfen

von etwa 2 nl Volumen, und schießt

diese exakt ins Ziel. Der Fluidik-Teil

kann leicht vom Antrieb getrennt

und separat gereinigt werden.

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4 · Unternehmen & Märkte · Produktion · 22. September 2011 · Nr. 38

Internationale Automobilausstellung

Deutsche Hersteller fahren zweispurig

Gunnar Knüpffer

Produktion Nr. 38, 2011

Während Elektrofahrzeuge bei

der IAA in Frankfurt im Mittelpunkt

des Interesses standen,

stellten die Automobilhersteller

gleichzeitig viele neue Fahrzeuge

mit Verbrennungsmotor vor.

Frankfurt am Main. Die großen

deutschen Automobilhersteller

haben sich das Thema Nachhaltigkeit

auf die Fahnen geschrieben,

wie im Besonderen auf der Internationalen

Automobilausstellung in

Frankfurt sichtbar wurde. Dies bezieht

sich nicht nur auf die Entwicklung

von Elektroautos, sondern

auch auf die Gestaltung des

gesamten Produktionsprozesses.

So wurde jetzt die BMW Group

erneut als nachhaltigstes Automobilunternehmen

im Dow Jones

Sustainability Index ausgezeichnet,

das von der SAM Group veröffentlicht

wird. Bereits 2009 wurde

bei BMW nachhaltiges Wirtschaften

als Unternehmensziel auf Konzernebene

verankert. Das aus allen

Vorstandsmitgliedern bestehende

Nachhaltigkeits-Board legt die

strategische Ausrichtung mit verbindlichen

internen Zielen fest.

Der Nachhaltigkeitskreis bereitet

dann die Umsetzung in den einzelnen

Fachbereichen vor.

Bei den Elektro-Autos hinken die

deutschen Hersteller zwar hinter

den französischen und asiatischen

Das erste Elektrofahrzeug von BMW, der i3, wird ab 2013 im Leipziger Werk des Unternehmens produziert werden.


Bild: BMW

her. Doch es tut sich etwas und

nach langer Forschungs- und Entwicklungarbeit

werden die ersten

Elektrofahrzeuge von heimischen

Herstellern nun bald bei den

Händlern stehen.

Vorreiter ist diesmal Opel mit

dem Frontera, der in diesem Herbst

auf den Markt kommen soll. Er hat

einen Range Extender, das heißt,

ein Benzinmotor startet, wenn die

Batterie nach 60 Klimotern keine

Leistung mehr bringt. Damit soll

die Reichweite 500 Kilometer betragen.

Auf den Frontera folgt der

Smart Fortwo Electric Drive, den

Kunden im Frühjahr 2012 kaufen

können. Dieser hat eine Reichweite

von 140 Kilometer. Damit die CO 2

-

Bilanz bei dem Smart auch besonders

gut ausfällt, wird Daimler so

viel „grünen Strom zur Verfügung

zu stellen, wie alle verkauften

Elektro-Smart zusammen verbrauchen“,

kündigte Daimler-Forschungsvorstand

Professor Thomas

Weber auf der IAA an.

Ein Jahr später bringt dann der

Volkswagen Konzern seine Elektro-

Version des neuen Kleinwagens

Up! auf die Straßen. Ebenfalls 2013

wird BMW sein Elektrofahrzeug i3

in Leipzig produzieren. Das elektrische

Sportcoupé i8 kündigte der

Münchner Automobilhersteller für

2014 an.

„Doch es ist nicht damit getan,

Elektrofahrzeuge auf den Markt zu

bringen“, sagt der Leiter des Automotive-Bereichs

von A.T. Kearneyund

Autor einer Studie zum Thema,

Dr. Götz Klink. Notwendig sei

ein funktionierendes Umfeld, damit

Elektromobilität auch Realität

wird – eine Art „E-Mobility Eco-

System“. Es werden eine funktionierende

Lade-Infrastruktur, grüner

Strom und attraktive Mobilitätsservices

benötigt, damit ein

Marktpotenzial für Herstellung,

Finanzierung und Service der

Fahrzeuge von etwa 240 Mrd Euro

erschlossen werden könne. „Die

Autohersteller sind in der Zwick-

mühle“, sagt Stephan Krubasik,

Principal bei A.T. Kearney. Einerseits

seien Elektrofahrzeuge zukünftig

eine Muss im Portfolio.

Andererseits erforderten schon die

Entwicklung und Produktion Milliardeninvestitionen.

„Und wenn die

restlichen Segmente des Eco-Systems

nicht ausreichend besetzt

sind, kann E-Mobility schnell zum

Milliardengrab werden“, warnt

Krubasik.

Auch bei dem Vorhaben, den

C0 2

-Ausstoß zu reduzieren, leiste

Daimler arbeitet weiterhin an

Brennstoffzellen-Autos

das Elektro-Auto bis auf weiteres

nur einen geringen Beitrag. Zu diesem

Schluss kommt eine gemeinsame

Studie von Deutsche Bank

Research und dem Institut der

deutschen Wirtschaft Köln. Demnach

soll das Elektroauto bis 2020

die Emissionen von 2009 um weniger

als 1% reduzieren. Das führe

dazu, dass die Industrie mehrere

Antriebssysteme parallel weiterentwickeln

müsse.

Das macht zum Beispiel die

Daimler AG, die auf der IAA mit

dem Forschungsfahrzeug F 125!

eine vollelektrische Brennstoffzellen-Limousine

präsentierte, die

mit Wasserstoff fährt. Dieses Konzept

sieht eine emissionsfreie Mobilität

mit bis zu 1000 Kilometer

Reichweite vor. Daimler bezeichnet

den F 125! als Vision für die Zeit

nach 2025.

Windenergie

22 Milliarden Euro Logistikmarktvolumen

Produktion Nr. 38, 2011

Aufwind für die Logistikbranche:

Zwischen 2012 und 2020 beträgt

das Marktvolumen der Onshore-

250000

Windkraft-Logistik in Europa 22

Milliarden Euro. Dies besagt 200000 eine

aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft

Barkawi Management

150000

100000

50000

Consultants.

0

Anzahl Windkraftanlagen

Onshore in Europa

.


+ %

.



Quelle: Barkawi Management Consultants

Zwischen 2012 und 2020 beträgt das Marktvolumen der Onshore-Windkraft-Logistik

in Europa laut Studie 22 Mrd Euro. Der Anzahl der Onshore-

Windkraftanlagen in diesem Zeitraum steigt um knapp 100 000 – damit

liegt der Zuwachs bei 92 %.

München (pd). Die größten Märkte

für Windkraft in Deutschland

und Spanien haben immer noch

hohe Wachstumsraten; hier werden

auch in den nächsten Jahren

die wichtigsten westeuropäischen

Volkswirtschaften die Nase vorne

haben. Deutschland landet im

Gesamtvolumen mit 1,97 Mrd auf

Platz drei. Auf den vorderen Plätzen

finden sich die Märkte von

Spanien und Portugal (zusammen

4,52 Mrd Euro) sowie das Vereinigte

Königreich und Irland (zusammen

2,68 Mrd Euro).

„Für die nächsten zehn Jahre

verfügt die Windkraftlogistik über

ein gewaltiges Wirtschaftspotenzial“,

erläutert Frank Reichert,

verantwortlich für die Energiebranche

bei Barkawi. Gründe

dafür sieht der Experte in erster

Linie in der Energiewende in

Deutschland und in der Bedeutungszunahme

der Windkraft auch

in anderen europäischen Ländern.

Die Beratungsgesellschaft,

die sich unter anderem auf die

Bereiche Logistik und Energiemärkte

spezialisiert hat, sieht auch

über das Jahr 2020 hinaus weitere

Wachstumspotenziale für die

Onshore-Windkraft-Logistik in

Europa.

Die Studie gliedert das Marktvolumen

nach Ländern beziehungsweise

Regionen auf. Unterschieden

wird zudem nach Aufstell- und After-Sales-Logistik.

Im Bereich der

After-Sales-Logistik nimmt






Logistikvolumen Windkraft

Onshore in Europa

,

-

, Mrd.

Service- und

Ersatzteillogistik

, Mrd.

© Produktion

Deutschland hinter Spanien und

Portugal (zusammen 331 Mio Euro)

Platz zwei ein mit 314 Mio Euro.

Bei der Aufstell-Logistik liegt

Deutschland wie im Gesamtvergleich

hinter den Regionen Spanien

und Portugal sowie dem Vereinigten

Königreich und Irland. Im

Bereich After Sales-Logistik wird

die jährliche Wachstumsrate bis

2020 in Europa durchschnittlich

bei zehn Prozent liegen.

Zur After-Sales-Logistik zählen

Bereiche wie strategische und lo-

Ersatzteilmanagement

wird immer wichtiger

gistische Planung, Infrastrukturmanagement,

Betrieb, Wartung

und Kalibrierung sowie Retourenmanagement

und Entsorgung.

Gefragt werden von den Windkraftanlagenherstellern

die klassischen

Services wie beispielsweise

Transportmanagement,

Landtransporte und die IT-seitige

Abbildung und Steuerung des

Prozesses. Zunehmend wertstiftend

für die Hersteller werden

aber auch Dienstleistungen, die

über den klassischen Transport

hinausgehen, wie beispielsweise

die Bereitstellung eines umfassenden

Ersatzteilmanagements einschließlich

der Ersatzteilbevorratung,

Bereitstellung von Kränen

oder die Bereitstellung und Wartung

von Werkzeugen.

Barkawi Management Consultants

(www.barkawi.com/de) ist

eine international tätige Managementberatung

mit den Schwerpunkten

Supply Chain Management

und After Sales Services. Zu

den Kunden zählen zahlreiche

global agierende Großunternehmen

aus den Branchen Maschinen-

und Anlagenbau, Hightech

und Telekommunikation, Schienenverkehr,

Luft- und Raumfahrt

sowie Automobilbau und Medizintechnik.

ÖkoGlobe an Maria-

Elisabeth Schaeffler

Produktion Nr. 38, 2011

Herzogenaurach (pd). Das Öko-

Globe-Institut der Universität

Duisberg-Essen verleiht Maria-

Elisabeth Schaeffler den diesjährigen

ÖkoGlobe als Persönlichkeit

des Jahres. Gewürdigt wurden die

unternehmerischen Leistungen

und das kulturelle und soziale Engagement

der Gesellschafterin der

Schaeffler-Gruppe, stellvertretenden

Vorsitzenden des Aufsichtsrats

der Schaeffler GmbH sowie Aufsichtsrat

der Continental AG.

Besonders hervorgehoben wurden

von der Jury in diesem Zusammenhang

die Aktivitäten der Schaeffler-Gruppe

im Bereich Nachhaltigkeits-Technologien,

darunter

die Optimierung von Nachführungssystemen

für Solaranlagen,

die Entwicklung von Wellenenergiekonvertern

zur Nutzung der

Meeresenergie oder Antriebsstranglösungen

für Windkraftanlagen,

aber auch das Engagement

des Unternehmens im Bereich

Elektromobilität und den Beitrag

zur Verbrauchsreduktion von Verbrennungsmotoren.

Der 2007 initiierte ÖkoGlobe ist

der erste internationale Umweltpreis

der Mobilitätsindustrie. Er

wird von einer Jury aus Wissenschaft,

Politik, Wirtschaft und Kultur

durch die DEVK Versicherungen,

den ACV Automobil-Club

Verkehr in Kooperation mit dem

ÖkoGlobe-Institut Duisburg-Essen

verliehen.


22. September 2011 · Nr. 38 · Produktion · Unternehmen & Märkte · 5

Automatisierung

IFR: Allzeithoch für die Roboterindustrie

Produktion Nr. 38, 2011

Die Roboterverkäufe boomen: Für

dieses Jahr erwartet das IFR Statistical

Department einen Anstieg

der Roboterverkäufe um 18% auf

den Rekordwert von fast 140 000

Einheiten. Zwischen 2012 und

2014 sollen die Verkäufe dann um

durchschnittlich 6% pro Jahr auf

rund 167 000 Stück steigen.

Frankfurt (mg). Dann werden 1,3

Mio Roboter weltweit in den Fabriken

eingesetzt sein. „Eine Verknappung

der Komponenten und Kapazitätsengpässe

könnten dazu führen,

dass ein Teil der erwarteten

Verkäufe von 2011 nach 2012 verschoben

werden“, sagt Dr. Shinsuke

Sakakibara, IFR-Präsident. „Bestimmte

Risiken müssen für diese

optimistische Prognose in Betracht

gezogen werden, wie zum Beispiel

eine starke Abschwächung des

Wachstums der Weltwirtschaft

oder sogar eine neue Rezession, die

durch die finanziellen Probleme

großer Märkte ausgelöst werden

kann.“ Die Volumenbestellungen

werden weiter von der Automobilindustrie

kommen. Die Realisierung

von Elektromobilität, neue

Materialen und die Modernisierung

der Produktionsprozesse

werden die wichtigsten Treiber für

Weltweite jährliche Verkäufe von Industrierobotern

Stückzahlen in ΄






* * * *

*Prognose

Quelle: IFR World Robotics 2011

Im Jahr 2011 sind die Roboterverkäufe um 18 % auf fast 140 000 Einheiten

angestiegen – laut dem IFR Statistical Department ein neuer Spitzenwert.

Das IFR geht davon aus, dass im Jahr 2014 weltweit insgesamt 1,3 Millionen

Industrieroboter im Einsatz sind.

Investitionen sein, lautet die Aussage

des IFR in der aktuellen Studie

„World Robotics 2011 – Industrieroboter“.

Auch die Elektro-/Elektronikindustrie

wird weiter in Kapazitäten

und in Modernisierung investieren.

Ein steigender Trend zu

Flachbildfernsehern, einschließlich

LED-Beleuchtung sowie zu

Touch-Screens, OLED-Technologien

und 3D-Displays beispielsweise

für Smart Phones ist zu beobachten.

Der Bedarf von Solarzellen

wird weiter erheblich ansteigen, so

- :

+ % im Durchschnitt pro Jahr

+ %

© Produktion

die IFR-Experten. Die Nuklearkatastrophe

in Fukushima verstärkt

die Nachfrage nach alternativen

Energien. Auch die Investitionen

aller anderen Branchen gewinnen

an Fahrt. Das Wachstum der Roboterinstallationen

wird sich vor allem

in den Wachstumsmärkten

und in Nordamerika fortsetzen.

Die Roboterlieferungen nach China

werden weiter nach oben schießen.

Spätestens 2014 wird China

nach Aussagen des IFR an der Spitze

der Robotermärkte sein, was die

jährlichen Lieferungen angeht. Die

Roboterverkäufe in Korea werden

nur langsam wachsen nach den

immensen Investitionen 2010. Investitionen

In Japan werden in den

nächsten Monaten durch den Wiederaufbau

und neue Projekte an

Fahrt gewinnen. Aufgrund der Katastrophe

in Japan versuchen die

japanischen Unternehmen ihre

Produktionsstätten geografisch zu

diversifizieren. Dies wird zu beträchtlichen

Roboterinstallationen

in den asiatischen Märkten, in Europa

und in Nordamerika führen.

Die notwendige Erhöhung der

Automatisierung der industriellen

Produktion in den USA wird sich

fortsetzen. Die Unternehmen sind

zu diesen Investitionen gezwungen,

wenn sie auf dem Weltmarkt

wettbewerbsfähig bleiben wollen.

Der Robotermarkt wird in Europa

unterdurchschnittlich wachsen,

da in den westeuropäischen Ländern

die Roboterlieferungen nur

moderat erhöht werden. Dagegen

werden die Roboterinstallationen

in Ost- und Mitteleuropa stark zunehmen.

Steigende Löhne und ein

sich verbessernder Lebensstandard

werden die Automatisierung

dort sowie in Asien und Südamerika

fördern.

2010 verdoppelten sich die Roboterverkäufe

fast auf 118 337 Einheiten

im Vergleich zu 2009. Die

Automobilindustrie und die Elek-

tronikindustrie waren die Motoren

für diese starke Erholung Der Umsatz

erholte sich um 50 % auf 5,7

Mrd US-Dollar, was allerdings noch

unter dem Wert von 2008 liegt, einem

der erfolgreichsten Jahre.

Rechnet man die Kosten für Software,

Zubehör und Systemintegration

dazu, liegt der tatsächliche

Robotermarkt bei 17,5 Mrd US-

Dollar. In den einzelnen Regionen

2010 gingen 70 000 Roboter

nach Asien – ein Plus von 137 %

verlief die Erholung 2010 unterschiedlich.

Asien (einschließlich

Australien und Neuseeland) war

an der Spitze mit einem Zuwachs

von 137 % auf fast 70 000 Stück, die

höchste Anzahl, die je registriert

wurde. Die dynamischsten Märkte

waren China, die Republik Korea

und die ASEAN-Staaten. Die Verkäufe

in diese Länder verdreifachten

sich. Die Republik Korea war

mit rund 23 500 verkauften Robotern

an der Spitze und überholte

damit Japan. In den USA erhöhten

sich die Roboterlieferungen um

111 % im Vergleich zu 2009 auf

14 380 Stück – fast die Anzahl von

2008. Die wichtigsten Treiber dieses

Wachstums waren die Elektronikindustrie

und die Metallbranche,

die ihre Roboterinvestitionen

beachtlich erhöhten.

Die norddeutsche Art.

Wer hält Ihre Bilanz in Balance?

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6 · Unternehmen & Märkte · Produktion · 22. September 2011 · Nr. 38

Metall- und Elektroindustrie

3 % weniger Aufträge

Gunnar Knüpffer

Produktion Nr. 38, 2011

Die Metall- und Elektroindustrie

spürt im Juli eine leichte Abkühlung.

Die Auftragseingänge aus

dem Ausland gingen um 8,1 %

zurück, aus dem Inland stiegen

sich noch um 4,4 %.

Berlin. Bisher war die so genannte

Realwirtschaft unbeeindruckt von

dem, was sich an den Aktienmärkten

abspielte. Beobachter rieben

sich die Augen ob der Abstürze der

Börsenkurse, denn gleichzeitig liefen

die Geschäfte auf Hochtouren.

Doch jetzt erfahren die Firmen von

Gesamtmetall, dass sich die Finanzmarktturbulenzen

aufs Tagesgeschäft

auswirken.

So gingen die Auftragseingänge

der Metall- und Elektroindustrie

im Juli saisonbereinigt um 3 % gegenüber

dem Vormonat zurück.

Die Bestellungen aus dem Ausland

verringerten sich sogar um 8,1 %,

während die Inlandsnachfrage immerhin

noch um 4,4 % anstieg.

Auch im Zwei-Monats-Vergleich

ergibt sich nur ein marginales Plus

von 0,4 %.

Gesamtmetall-Chefvolkswirt Dr.

Michael Stahl versucht die Zahlen

zwar zu relativieren: Großaufträge

aus dem In- und Ausland hätten in

den vergangenen Monaten die

einzelnen Monatswerte verzerrt.

Doch Stahl stellt auch fest: „Das

spürbar gedämpfte Tempo bei den

Aufträgen deutet eher auf eine

nachlassende Wachstumsdynamik

Gesamtmetall-Chefvolkswirt Dr. Michael Stahl: “Das spürbar gedämpfte Tempo

deutet eher auf eine nachlassende Wachstumsdynamik hin.“ Bild: Gesamtmetall

in der Branche hin.“ Nicht auszuschließen

sei, dass sich die gewachsene

Unsicherheit auf den

Finanzmärkten auch beim Auftragseingang

der kommenden Monate

widerspiegelt.

Die Produktion der Metall- und

Elektroindustrie war im Juli überraschend

kräftig um 6,4 % (saisonbereinigt)

gegenüber dem Vormonat

gestiegen. Besonders der Fahrzeugbau

ragte heraus mit einem

Wachstum um 11 %. Laut Gesamtmetall-Chefvolkswirt

Stahl könnte

das starke Juli-Wachstum zum Teil

auf Effekte der Ferienzeit zurückzuführen

sein. Allerdings spiegelten

sich in den positiven Zahlen

auch die gestiegenen Auftragseingänge

vom Jahresanfang wider, die

jetzt abgearbeitet würden. Im

Zweimonatsvergleich Juni/Juli ge-

genüber April/Mai legte die Produktion

der Metall- und Elektroindustrie

um 2,3 % zu.

Derzeit beurteilen die Unternehmen

die Entwicklung bis zum Jahresende

laut Gesamtmetall skeptischer:

Die Geschäftserwartungen

waren im August zum sechsten Mal

in Folge rückläufig und rutschten

erstmals seit zwei Jahren wieder ins

Negative. Die globalen Risiken sind

nach Einschätzung von Gesamtmetall

weiter sehr erheblich: China

müsse seine Inflation bekämpfen,

die USA müssten ihre Verschuldung

angehen und die EU-Staatsschuldenkrise

verschärfe sich. Gesamtmetall:

„Das alles schafft Unsicherheit

an den Börsen und hat

Turbulenzen ausgelöst, die auch

die Realwirtschaft treffen, wenn sie

länger andauern.“

Nortec 2012

Veranstalter optimistisch

Produktion Nr. 38, 2011

Als erste Branchenmesse des

Jahres 2012 gilt die Hamburger

Produktionstechnikmesse Nortec

als wichtiges Stimmungsbarometer

für den Maschinen- und

Anlagenbau.

Hamburg (sm). Die Maschinenbau-Branche

boomt. Für das laufende

Jahr 2011 geht der Verband

deutscher Maschinen- und Anlagenbau

e.V. (VDMA) von einer

Fortsetzung des Aufschwungs aus.

Gerechnet wird mit einem realen

Wachstum der deutschen Maschinenproduktion

von 10 %. Seit 1988

hat sich die Nortec zum wichtigsten

Branchentreff der norddeutschen

Produktionstechnik entwickelt.

2010 kamen 12 000 Besucher

aus Norddeutschland und den angrenzenden

Ländern, 2012 werden

es deutlich mehr werden. „Wir sind

ein halbes Jahr vor Messebeginn

mit dem Stand der Ausstelleranmeldungen

sehr zufrieden und

rechnen für die Nortec 2012 mit

Für die Produktionstechnikmesse

Nortec 2012 sind

die Veranstalter

trotz Turbulenzen

auf den Finanzmärkten

optimistisch.


Bild: Nortec

deutlichem Wachstum. Trendsetter

der Branche haben sich bereits

angemeldet. Wir freuen uns, dass

sie ihre neuesten Technologien bei

uns präsentieren“, sagt Prof. Hans-

Jürgen Dräger, Beiratsmitglied und

Mitgründer der Nortec. Insgesamt

werden mehr als 400 Aussteller zu

der alle zwei Jahre stattfindenden

Fachmesse erwartet.

Als erste Branchenmesse des

Jahres 2012 gilt die Nortec als wichtiges

Stimmungsbarometer für den

Maschinen- und Anlagenbau. Vom

25. bis 28. Januar 2012 stehen auf

dem Hamburger Messegelände

neue Technologien in der Metallbearbeitung,

Automation und

Elektronik im Mittelpunkt. Hersteller

von Maschinen und Anlagen,

Werkzeugen und Messtechnik

stellen ihre Produkte aus, Zulieferer

und Auftragsfertiger bieten

Leistungen an. Anbieter zu den

vor- und nachgelagerten Stationen

der Wertschöpfungskette wie Konstruktion,

Simulation, Automation,

IT, Logistik sowie Qualitätskontrolle

und Service erweitern das

Spektrum der Messe wesentlich.

Wettbewerbsfähigkeit

Deutschland sackt ab

Gunnar Knüpffer

Produktion Nr. 38, 2011

Köln. Die vergangene Wirtschaftskrise

hat Deutschland gut bewältigt.

Auch dank seiner Wettbewerbsfähigkeit.

Doch die hat sich

nach Einschätzung des World Economic

Forum im vergangenen Jahr

ein wenig verschlechtert. Im aktuellen

Global Competitiveness Report

2011 sackt Deutschland von

Rang fünf auf sechs ab. Als wettbewerbsfähigsten

Staat der Welt bezeichnet

das Weltwirtschaftsforum

die Schweiz, gefolgt von Singapur,

Schweden, Finnland und den USA.

Dem Report zu Folge hat die Bundesrepublik

insbesondere Schwächen

in den Bereichen Arbeitsmarkt

und Finanzmärkte. Bemängelt

wird, dass die Löhne fest zementiert

seien und dass es in

schwierigen Zeiten keine Möglichkeit

der Lohnsenkung gebe. Zudem

sei der Kündigungsschutz ein Einsstellungshindernis.

Und ein Mangel

an Wissenschaftlern und Ingenieuren

führe dazu, dass ein wichtiger

Wettbewerbsvorteil gefährdet

sei. Beim Thema Finanzmärkte erhält

Deutschland einen Punktabzug,

weil Firmen einen eingeschränkten

Kreditzugang klagten.

Die Position unter den Top Ten sichert

sich Deutschland dennoch

mit der Qualität seiner Infrastruk-

Internationale Wettbewerbsfähigkeit:

Deutschland auf Rang 6

2010

1 Schweiz 1

2 Singapur 3

3 Schweden 2

4 Finnland 7

5 USA 4

6 Deutschland 5

7 Niederlande 8

8 Dänemark 9

9 Japan 6

10 Vereinigtes Königreich 12

Im vergangenen Ranking des Weltwirtschaftsforums

war Deutschland

noch auf Rang 5.

Bild: IW köln

tur, dem Entwicklungsgrad der

Unternehmen und seinen Innovationen.

Dem Report zu Folge ist das

Straßen- und Eisenbahnnetz dicht

geflochten und gut in Schuss, so

dass Personen und Güter schnell

von A nach B transportiert werden

können. Auch verfüge Deutschland

über leistungsfähige Flughäfen.

Die Produktionsverfahren seien

auf dem neuesten Stand und die

Firmen gehörten zu den innovativsten

der Welt.

Bereitgestellt hat die Werte für

Deutschland die Institut der deutschen

Wirtschaft Köln Consult

GmbH. Das IW Köln gilt als arbeitgebernah.

Volkswagen

Neue Werke im Ausland geplant

Manuel Dangel

Produktion Nr. 38, 2011

Der Automobilhersteller will bis

2018 rund 70 Werke betreiben.

Mehrere neue Standorte sollen

unter anderem im Wachstumsmarkt

China entstehen. Im

bisherigen Jahresverlauf konnte

der Konzern einen deutlichen

Verkaufszuwachs von 12,1 %

bei der Marke Volkswagen Pkw

vermelden.

Laut Christian Klingler, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei VW, wird der

Markt trotz der hohen Verkaufszahlen weiterhin genau beobachtet.


Wolfsburg (dj/dg). Der VW Konzern

plant, bis 2018 etwa acht neue

Werke in Betrieb zu nehmen. Diese

werden vermutlich außerhalb Europas

liegen, da dort produziert

werden soll, wo sich die Nachfrage

befindet. Im größten Wachstumsmarkt

China könnten daher mehrere

neue Werke entstehen. Für

zwei Standorte in Fosham und Yizheng

wurden bereits Mittel freigegeben.

Insgesamt will der Großkonzern

in sieben Jahren rund 70

Werke betreiben – bis jetzt sind es

62. Gleichzeitig wird in Deutschland

in neue Technologien und

Kapazitäten investiert. Auf dem

chinesischen Markt erwartet das

Unternehmen für Pkw und leichte

Nutzfahrzeuge bis 2018 ein Wachstum

von über 50 %. Im laufenden

Jahr konnte die Marke Volkswagen

Pkw in China 1,13 Mio (11,3 %)

Einheiten absetzten. Damit ist China

der größte Einzelmarkt. Zum

Vergleich: In Deutschland konnte

die Marke 394 700 (9 %) Fahrzeuge

verkaufen. Das größte Plus wurde

in Nordamerika mit einem Wachstum

um 21,6 % auf 320 700 Einheiten

erzielt. Insgesamt übergab

Volkswagen von Januar bis August

3,34 Mio (2010: 2,98 2009: 2,63)

Fahrzeuge an die Kunden. Damit

Bild: Volkswagen

verkaufte Volkswagen erstmals

über 3 Mio Fahrzeuge bis August.

Trotz dieses Erfolges beobachtet

das Unternehmen den Markt sehr

genau. Für 2011 soll der VW-Weltmarktanteil

auf rund 12 % (2010:

11,4 % 2009: 11,3 %) steigen, was in

etwa 8 Mio Fahrzeugen entspricht.

Für 2018 hat sich das Unternehmen

das Ziel von 10 Mio Einheiten gesteckt.Eines

der neuen Werke wird

in den USA oder Mexiko entstehen,

wo der Audi Q5 und Audi A4 gefertigt

werden sollen.


22. September 2011 · Nr. 38 · Produktion · Unternehmen & Märkte · 7

WERKSTOFFE

BASF gründet Kunststoff-Leichtbau-Team

PRODUKTION NR. 38 , 2011

Um der wachsenden Bedeutung des Leichtbaus im Automobil gerecht

zu werden, hat BASF ein Composite-Leichtbau-Team gegründet. Es

kümmert sich um die Entwicklung von marktfähigen Materialien und

Technologien zur Fertigung von Hochleistungsfaserverbund-Bauteilen

für den Automobilbau.

tersuchen und anzubieten. „Wir

können hier auf unser Know-how

in der Epoxidharz-, der Polyurethan-

und der Polyamid-Chemie

zugreifen, wollen im Team die Sy-

LUDWIGSHAFEN (BA). Durch ihr

breites Portfolio ist es der BASF

möglich, drei verschiedene Kunststoffmatrix-Systeme

parallel zu unnergien

nutzen und werden in den

nächsten Jahren einen zweistelligen

Millionenbetrag in die Entwicklung

investieren“, sagt Willy

Hoven-Nievelstein, Leiter der Geschäftseinheit

Engineering Plastics

Europe, BASF. Die Verarbeitungstechnik

hinter den neuen Werkstoffen

ist das Verfahren des „Resin

Transfer Molding“ (RTM), mit dessen

Hilfe große und komplexe Verbund-Bauteile

in einem Press-

Form-Prozess entstehen.

Der nächste große Sprung im automobilen Leichtbau wird laut BASF durch

den Einsatz endlosfaserverstärkter Hochleistungsverbundwerkstoffe gelingen.

Sie gestatten die Entwicklung von sehr leichten, aber hoch belastbaren

Bauteilen, die Metall, Fasergelege und Kunststoff effizient verbinden. Bild: BASF

Rolls-Royce prüft

Hybridantrieb

PRODUKTION NR. 38 , 2011


FFRANKFURT (DJ/GK). Die britische

BMW-Tochter Rolls-Royce denkt

darüber nach, Hybridantriebe in

ihre Luxusautos einzubauen. „Darüber

denken wir neben anderen

Alternativen nach“, sagte Rolls-

Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös

dem „Handelsblatt“. Allerdings

müsse sorgsam geprüft werden, ob

eine Kombination aus Verbrennungs-

und Elektromotoren „dem

Geist und dem Gefühl unserer

Kunden“ entspreche, so der Manager.

Rolls-Royce hatte auf dem Autosalon

in Genf ein Hybridkonzept

ausgestellt, auf der Internationalen

Automobilausstellung in Frankfurt

aber nicht. Die seit 12 Jahren zu

BMW gehörende Luxusmarke

plant für die kommenden Jahre

weiteres Wachstum, heißt es im

Handelsblatt weiter. Rolls-Royce

will 2011 mehr Fahrzeuge als je

zuvor produzieren. 2010 verkauften

die Briten 2711 Fahrzeuge der

Modelle „Phantom“ und „Ghost“.

Größter Einzelmarkt könnte 2011

zum ersten Mal China werden, vor

den USA und Großbritannien.

Posco drängt nach

Kolumbien

PRODUKTION NR. 38 , 2011

SEOUL (DJ/GK). Der südkoreanische

Stahlgigant Posco will seine

Position in Lateinamerika ausbauen.

Eine Erschließung von Ressourcen

und einen Ausbau des

Stahlgeschäfts mit lokalen Unternehmen

ist vorgesehen.

Für jedes Ziel

gibt es einen Antrieb.




Beschäftigung

nimmt zu

PRODUKTION NR. 38 , 2011

WIESBADEN (DJ/GK). Die Beschäftigung

im verarbeitenden Gewerbe

Deutschlands hat im Juli im Vorjahresvergleich

weiter zugenommen.

Wie das Statistische Bundesamt

(Destatis) mitteilte, waren Ende

Juli in den Betrieben des verarbeitenden

Gewerbes mit 50 und

mehr Beschäftigten rund 5,1 Mio

Personen tätig. Das waren rund

163 400 Personen oder 3,3 % mehr

als im Juli 2010. Die Zahl der im

Juli 2011 geleisteten Arbeitsstunden

nahm im Vergleich zum Vorjahresmonat

um 1,9 % auf 648 Mio

Stunden zu.


8 · Unternehmen & Märkte · Produktion · 22. September 2011 · Nr. 38

Interview

Uwe Frank, Siemens AG Erlangen

Treiber Urbanisierung und Klimawandel

Produktion Nr. 38, 2011

Uwe Frank, Leiter Business Unit Motion Control Systems bei der Siemens

AG in Erlangen, berichtet Produktion über die Rahmenbedingungen

des Maschinenbaus der Zukunft.

EMO2011

Siemens zeigt im Rahmen der derzeit

laufenden Metallbearbeitungsmesse

EMO Hannover 201,1

wie die zukünftigen Anforderungen

effizient umgesetzt werden

können. Im Fokus stehen hier insbesondere

die Medizintechnik, die

Energiegewinnung auf Basis erneuerbarer

Energien oder auch die

Konsumgüterindustrie.

Herr Frank, welche Megatrends

bestimmen die Zukunft des Maschinenbaus?

Offensichtlich dominierende Faktoren

sind die Urbanisierung – in

diesem Zusammenhang gleichbedeutend

mit einem massiven Bevölkerungswachstum

– sowie der

sichtbare Klimawandel. Beide Faktoren

werden über die Zeit auch

zu einem industrielltechnologischen

Wandel in der Werkzeugmaschinenbranche

führen. Die

Auswirkungen aus Urbanisierung

und Bevölkerungswachstum sind

ein steigender Bedarf an Konsumgütern

in immer schnellerer Innovationsfolge

und individualisierter

Vielfalt.

Was hat dies für Folgen?

Die Innovationszyklen in der Produktentwicklung

werden kürzer.

Dabei wird maximale Flexibilität

und schnelles Produktdesign gefordert.

Eine kurze Time-to-market

spielt jedoch auch schon bei

der Maschinenentwicklung eine

bedeutende Rolle. Ein moderner

Maschinenpark, angepasst an die

sich verändernden technologischen

Gegebenheiten und kurze

Amortisationszeiten, muss

schnell verfügbar sein, bei gleichzeitig

höchster Produktivität zur

Fertigung großer Stückzahlen von

Konsumgütern. Gegebenenfalls

auch mit einfachen, aber auf das

Produkt optimierten Maschinen.

Als Konsequenz aus dem Klimawandel

werden auch Produktions-

und Designprozesse in der

Pflicht stehen, Ressourcen zu

schonen und eine effiziente,

kostenoptimierte Energienutzung

zu gewährleisten.

Was ergibt sich daraus?

Daraus ergibt sich auch die verstärkte

Forderung nach Leichtbau-

Lösungen, wie zum Beispiel in der

Automobil- und Luft- und Raumfahrtindustrie,

die Gewichtseinsparungen

und die Einsparungen

von Rohstoffen und Kosten in der

Fertigung zum Ziel haben. Damit

Uwe Frank, Leiter

Business Unit Motion

Control Systems

bei der Siemens AG

in Erlangen.

Bild: Siemens AG

einher geht der steigende Einsatz

neuer Werkstoffe wie CFK (Carbonfaserverstärkter

Kunststoff),

um zum Beispiel eine höhere

Energie-Effizienz zu erreichen.

Die Industrialisierung der dazugehörigen

Produktionsprozesse stellt

eine weitere Herausforderung dar.

Gleichzeitig sind eine hohe Präzision,

energieoptimierte Prozesse

und Produktionsketten in einer

ganzheitlichen Betrachtung gefordert.

Der demografische Wandel

bietet verbunden mit neuen medizinischen

Möglichkeiten auch

neue Wachstumsfelder, insbesondere

durch einen steigenden Bedarf

an Implantaten und medizinischen

Geräten.

Welche Strategie verfolgt Siemens

dabei?

Um diesen Rahmenbedingungen

und Anforderungen in der Werkzeugmaschinenindustrie

aus den

Megatrends gerecht zu werden,

gilt es auch künftig, vorausschauend

zu agieren und diese in zusätzliches

Potenzial und einen

Know-how- bzw. Wettbewerbsvorsprung

umzuwandeln. Als integrierter

Technologiekonzern

bieten wir hierfür nicht nur ein

breites Spektrum von Produkten

und Lösungen an. Für uns heißt

das, unsere Kunden und Märkte in

zwei Hauptrichtungen zu unterstützen:

Einmal durch robuste und

einfache Produkte speziell für

Emerging Countries. Andererseits

durch Spitzentechnologie an der

Vorfront der Entwicklung in den

Bereichen Technologie, Prozessketten

und Automation – also mit

innovativsten Lösungen für hochentwickelte

Industrieländer.

Flurförderzeuge

Kion: Osteuropa im Visier

Klaus Hiemer

Produktion Nr. 38, 2011

Die Kion Group baut ihre Präsenz

in Osteuropa weiter aus. Hierzu

übernimmt die zur Kion Group

gehörende Marke Linde Material

Handling das Geschäft des Händlers

Liftec in Russland.

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Qualifizierung zum

„Wertanalytiker VDI“

Durch ein praxisorientiert gestaltetes Ausbildungssystem

lernen, wie

- Produkte markt- und kostengerecht

sowie

- Geschäftsabläufe und Dienstleistungen

effizient gemacht werden

Lehrgang Modul 1 (Einführung) 25.-27.01.2012

Lehrgang Modul 2 (Fortgeschr.) 12.-14.10.2011

Lehrgang Modul 3 (Zertifizierg.) 09.-11.11.2011

Würth Industrie Service

Neues Logistikzentrum eröffnet

Kathrin Irmer

Produktion Nr. 38, 2011

Die Würth Industrie Service hat

27,5 Mio in die Erweiterung ihres

Logistikzentrum investiert. Damit

wird die schnelle Belieferung mit

C-Teilen im Kanban-System weiter

sicher gestellt.

Aschaffenburg. Die Marke Linde

arbeitet bereits seit rund 20 Jahren

erfolgreich mit Liftec in Russland

zusammen – mit der Übernahme

verschafft sich die Marke Linde einen

noch besseren, direkten Zugang

zu den Wachstumspotenzialen

des russischen Marktes, teilt

das Unternehmen mit. Linde verfügt

damit – wie auch bereits die

Marke Still – in Russland künftig

über eine eigene Vertriebs- und

Service-Struktur.

Russland ist mit mehr als 12 000

verkauften Neufahrzeugen in den

ersten 6 Monaten des Jahres 2011

Flurförderzeug-Markt Russland






Quelle: WITS

.

.

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bereits der fünftgrößte Markt für

Flurförderzeuge in Europa. Die

Nachfrage hat sich im Vergleich

zum Vorjahreszeitraum 2010 im

Zuge der dynamischen gesamtwirtschaftlichen

Entwicklung

Russlands verdoppelt. Zusätzlich

zu Russland wird Linde auch die

Märkte in der Ukraine und in Kasachstan

intensiver erschließen

und hierzu den Betrieb von zwei

weiteren Einheiten von Liftec übernehmen.

.

.Hj. mehr als .

© Produktion

Einen Spitzenwert erreichte

der russische

Markt in 2007 mit

rund 27000 verkauften

Einheiten. Nach

dem jähen Einbruch

2009 gibt es eine starke

Markterholung

mit Annäherung an

das Vorkrisenniveau.

In das erweiterte Logistikzentrum investierte die Würth Industrie Servce 27,5

Mio Euro und schafft Platz für die C-Teile-Lagerung. Bild: Würth Industrie Service

Bad Mergentheim. „Um die C-

Teile immer in der richtigen Menge,

der richtigen Qualität, zum

richtigen Zeitpunkt und am richtigen

Ort liefern zu können, waren

wir auch für unseren neuen Logistikkomplex

auf der Suche nach

innovativen und vor allem passgenauen

Lösungen. So stellen wir

sicher, dass aus den 420 000 Artikeln

das jeweilige C-Teil sicher in

der Produktion beim Kunden verfügbar

ist“, so Stefan Reuss, Leiter

Logistik.

Durch das vorwiegend bei C-

Teile-Management-Lösungen zum

Einsatz kommende Kanban-System

ist es in der Regel notwendig,

die Ware als Schüttgut in den Behältern

(R-KLT oder W-KLT) zu

transportieren. Mit Hilfe der Fördertechnik

gelangt der Behälter

vom Hochregallagerplatz des Artikels,

über das Kommissionieren,

Prüfen und Schütten (Shuttlesystem)

bis zum letztendlichen Warenausgang.

Der neue Wareneingangs- und

–ausgangskomplex umfasst eine

Fläche von 6 500 m² auf 2,5 Etagen

und gewährleistet mit Hilfe von

Paletten- und Behälterfördertechnik

schnelle Transportwege und

eine direkte Anbindung an neue

und bestehende Läger.

Das wohl beeindruckendste Gebäude

des neuen Logistikzentrums

ist das neue Hochregallager

mit einer Gesamtlänge von 85 m,

einer Höhe von 45 m und 24 000

Palettenstellplätzen in der ersten

Baustufe. Es dient als Palettenlager

für alle C-Teile, die im Rahmen

eines Kanban-Systems zum Einsatz

kommen und umfasst vier

Regalbediengeräte zur vollautomatischen

Ein- und Auslagerung

der Artikel. „Flexibilität zeigt sich

aber nicht nur in unseren Gebäuden,

sondern auch in den neuen

ergonomischen Arbeitsplätzen,

die in das Lager eingebunden

sind. Durch die gestiegene Konzentration

gewährleistet die Würth

Industrie Service dem Kunden eine

maximale Fehlteilevermeidung

und somit eine maximale Versorgungssicherheit

im C-Teile-Management“,

so Reuss.

Der neue Logistikkomplex legt

den Grundstein für weiteres

Wachstum der Würth Industrie

Service. Deshalb wurde bereits von

Beginn der Planung großes Augenmerk

auf zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten

gelegt. Das Shuttlesystem

wurde zum Beispiel so geplant,

dass sowohl die Länge als

auch die Anzahl der verfügbaren

Gassen erweiterbar sind. Somit

könnte künftig die Anzahl der Stellplätze

um das Dreifache auf 460 000

gesteigert werden. Auch das Hochregallager

kann im Endausbau auf

70 000 Palettenplätze erweitert

werden.


22. September 2011 · Nr. 38 · Produktion · Unternehmen & Märkte · 9

Interview

Michael Hummel, Werksleiter TI Freising

Schluss mit Overengineering

Werkzeugmaschinen

10 000 kWh für 50 Euro!

Produktion Nr. 38, 2011

Der Kostendruck erschwert die

Finanzierung maßgeschneiderter

Hightech-Lösungen. Bedeutet dies

ein Comeback der Handarbeit?

Redakteurin Sabine Spinnarke

sprach mit Michael Hummel.

Liegt ‚German Overengineering‘

noch im Trend?

Der Trend bei den meisten Consumer-Produkten

geht eindeutig hin

zu weniger Komplexität und möglichst

einfacher Bedienung. Dies

setzt allerdings voraus, dass das

‚Innenleben‘ der Produkte intelligenter

wird, was wiederum zu einer

enormen Zunahme der Komplexität

der mikroelektronischen Bausteine

führt. Damit steigen die Anforderungen

an die Herstellprozesse

und damit auch die an die Produktionsstätten

ebenfalls kontinuierlich.

Sich diesem Wettbewerb

erfolgreich zu stellen bedeutet, in

zunehmendem Maße Just-Enough-

Technologien überall dort einzusetzen,

wo vormals durch Überfunktionalität

und Overengineering bestimmte

Lösungen die Kostenstrukturen

unnötig belastet haben.

Ist nicht gerade die Halbleiter-

Fertigung besonders sensibel?

Die Serien-Fertigung von hochintegrierten

Halbleiter-Bauelementen

gehört zu den komplexesten

und anspruchsvollsten Produktionsabläufen

moderner Hightech-

Industrie. Seit Anbeginn der Halbleiter-Industrie

wurden in diesem

Bereich nur die anspruchsvollsten

und umfassendsten Lösungen in

Bezug auf Produktionsanlagen und

Fabrikautomation zum Einsatz gebracht...

...trotz hoher Kosten...?

...Entwicklungskosten und Implementierungskosten

dieser Anlagen

spielten eine nachgeordnete Rolle.

In dem Maß, in dem diese hochkomplexen

Bausteine ihren ursprünglichen

Einsatzbereich verließen

und Einzug hielten in nahezu

allen Bereichen unseres täglichen

Lebens nahm jedoch auch

der Druck auf eine kontinuierliche

Reduktion der Herstellkosten zu.

...das heißt Just-Enough statt

Highend?

Wo früher Millionen Euro teure

Prozess-Equipments eingesetzt

wurden, die bis ins letzte Detail auf

die darauf zu fahrenden Prozesstechnologien

angepasst waren,

werden heute in vielen Bereichen

gebrauchte Prozessanlagen beschafft,

die dann mit Hilfe der Anlagenhersteller

und der hauseigenen

Ingenieure an die Mindestanforderungen

des Produktionsprozesses

angepasst werden müssen.

Welche Automatisierungslösungen

werden bevorzugt?

Auch die Fabrikautomation, bei

„Prozessanlagen in der

Halbleiter-Industrie

werden heutzutage an

die Mindestanforderungen

des Produktionsprozesses

angepasst“

Michael Hummel, Manager

der Freisinger Wafer

Fab von Texas Instruments

der die Halbleiter-Industrie traditionell

auf Komplettlösungen gesetzt

hatte, bei denen Roboter den

Transport sowie das Be- und Entladen

der Halbfabrikate durch die

Produktion bewerkstelligen, hat

sich diesem Trend nicht verschließen

können. Vor allem in älteren

Chip-Fabriken ist die Nachrüstung

von robotergestützter Automation

meist unmöglich. Hier bewerkstelligen

heute eigens geschulte Mitarbeiter

mit Hilfe von speziellen

Transportwägen den Fluss der

Halbfabrikate durch die Produktion.

...zurück zur Handarbeit?

Diese manuelle Lösung ist nicht

nur günstiger als die maschinelle

Highend-Automation, sondern

gleichzeitig auch wesentlich flexibler.

Es gibt heute zunehmend Bereiche

in der Halbleiterfertigung, in

denen vormals unverzichtbare

Hightech-Lösungen durch maßgeschneiderte

und zumeist wesentlich

einfachere und weniger

komplexe Just-Enough-Lösungsansätze

verdrängt werden.

Nikolaus Fecht

Produktion Nr. 38, 2011

Einen um mehr als 30 %

niedrigeren Stromverbrauch

erzielte der Werkzeugmaschinenhersteller

EMAG mit relativ

einfachen Maßnahmen.

Frankfurt (sm). In Werkzeugmaschinen

schlummern erhebliche

Einsparpotenziale beim Stromverbrauch.

Das zeigt die Optimierung

einer Werkzeugmaschine der

EMAG GmbH: Der Verbrauch sank

im Vergleich zum Vorgängermodell

von 150 000 kWh pro Jahr um

mehr als 30 % (minus 49 100 kWh).

Ein wichtiger Punkt war die Standby-Funktion.

„Wir können leider

nicht alles an einer Maschine abschalten,

wenn wir es nicht brauchen“,

sagt Wolfgang Rummel,

Leiter Steuerungstechnik. „Es geht

nämlich darum, die Maschine

thermostabil zu halten und zu

steuern.“ EMAG setzt daher auf intelligentes

Standby, dank dem der

Energieverbrauch pro Jahr um maximal

10 000 kWh (-6 %) sinkt. Die

Mehrkosten für diese Funktion

belaufen sich auf 50 Euro. Um weitere

10 % nahm der Verbrauch dank

der Verbesserung der Kühlaggregate

ab. Auch der Verbrauch einer

bereits optimierten Maschine lässt

sich noch weiter senken. Rummel

geht von einem Einsparpotenzial

von weiteren 8,5 % aus.

Die Maßnahmen: Einsatz von

verlustarmen Getriebemotoren,

frequenzgeregelten Hilfsantrieben,

getakteten Abblasventilen

und IE2/3-Motoren. Rummel: „Die

Bereitschaft unserer Kunden für

eine bessere, energieeffiziente

Werkzeugmaschine auch mehr zu

bezahlen, wird größer. Jedoch wird

diese Bereitschaft für einen höheren

Preis nur beim detaillierten

Energie-Effizienz ist bei einigen

Werkzeugmaschinenherstellern bereits

gelebte Realität. Bild: EMAG

Nachweis auf verbesserte Life-

Cycle-Costs über zehn Jahre anerkannt.

EMAG hat sich auf eine höhere

Nachfrage nach energieffizienteren

Maschinen eingestellt und

wird auf der EMO Hannover 2011

dazu entsprechende Neuheiten

vorstellen.“

Aber auch im „Umformlager“ ist

Energie-Effizienz kein Fremdworte.

Beispiel Profiroll Technologies:

Der Hersteller von Werkzeugen

und Maschinen zum Kaltmassivumformen

wird auf der EMO

Hannover 2011 im Rahmen der

Kampagne „Blue-Competence“

neue Ideen präsentieren. Geschäftsführer

Dr. Stephan Kohlsmann.

„Wir benutzen die EMO

Hannover 2011 als Plattform, um

neue, ganzheitliche Prozessketten

inklusive des Materialeinsatzes

und des Energieverbrauchs vorzustellen.“

Aixtron senkt

Prognose für 2011

Produktion Nr. 38, 2011

Aachen (DJ/gk). Bei der Aixtron SE

machen sich eine erhöhte Unsicherheit

vor allem bei asiatischen

Kunden und der Preisverfall bei

LEDs bemerkbar. Der TecDAX-

Konzern korrigierte seine Prognose

für das laufende Jahr deutlich

nach unten. Für 2011 erwartet das

Unternehmen nun einen Umsatz

von 600 Mio bis 650 Mio Euro bei

einer EBIT-Marge von 25 % bis

30 %. Zuvor hatten die Aachener

noch Erlöse von 800 Mio bis 900

Mio Euro und eine operative Marke

von 35% angepeilt. Vorsorglich

werde auch der Anlagen-Auftragsbestand

um 100 Mio Euro nach

unten angepasst, teilte der Tec-

DAX-Konzern weiter mit. „Die

neue Prognose und der angepasste

Auftragsbestand resultieren aus

erhöhten Abnahmerisiken, einer

Verzögerung von Auftragseingängen

und angefragten Verschiebungen

von Auslieferungen in das Jahr

2012 seitens verschiedener Kunden,

insbesondere in Asien“, hieß

es. Zuletzt war Aixtron mit Anlagen

zur Fertigung von LED vor allem in

China sehr erfolgreich.

Wir halten das Geschäft unserer Kunden in Bewegung.

Erfolg hat, wer seine Fertigungsprozesse schnell und effizient

gestaltet. Ein entscheidender Erfolgsfaktor sind Krane und fördertechnische

Komponenten von Demag Cranes & Components.

Mit Tempo und Effizienz, kompromissloser Qualität und

inten sivem Monitoring optimieren wir Wert schöpfungsketten,

stellen die Liefer fähigkeit sicher und bieten durch lückenlosen

Service ein Höchstmaß an Investitionssicherheit und

Wirtschaftlichkeit.

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10 · Unternehmen & Märkte · Produktion · 22. September 2011 · Nr. 38

www.produktion.de

Technik und Wirtschaft

für die

deutsche Industrie

Umwelttechnik

Amerika braucht deutsches Know-how

Produktion Nr. 38, 2011

Viele Länder in Nord- und Südamerika

haben Nachholbedarf

im Bereich Wasser/Abwasser und

Entsorgung. Staatliche Investitionen

lassen laut Bericht von

Germany Trade and Invest (GTAI)

den Bereich zu einem Wachstumsmarkt

avancieren.

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28. Deutscher

Logistik-Kongress

19.-21. Oktober 2011

Flexibel – sicher – nachhaltig

Effiziente, flexible Produktion

Lieferantenintegration in

globalen Märkten

Sustainability in global Business

Erfolgsfaktor Internet

Erfolgsfaktor Technologie

Rund 3.400 Teilnehmer aus

40 Nationen und mehr als

200 Aussteller im Jahr 2010

Info und Anmeldung:

www.bvl.de/dlk

Kommunikativ und lebendig

Im Plenum sprechen und

diskutieren unter anderem:

Susanna Webber

Mitglied des

Vorstands, Vice

President,

Purchasing & Supply

Chain, Europe,

Adam Opel AG,

Rüsselsheim

Michael Kleinemeier

Geschäftsführer /

Regional President

DACH,

SAP Deutschland

AG & Co. KG,

Walldorf

Dr. Theodor Weimer

Sprecher des

Vorstands,

HypoVereinsbank,

München,

Country Chairman

Germany,

UniCredit Group

Barbara Kux

Mitglied des

Vorstands,

Siemens AG,

München

Bundesvereinigung Logistik (BVL)

Schlachte 31 · 28195 Bremen

Tel.: 0421 / 173 84 34

dlk@bvl.de · www.bvl.de

Bonn/Berlin (ilk). In den USA

boomt der Markt für Umwelttechnik.

Im Jahr 2010 haben die Investitionen

zur Fertigung von Technologien

für die Nutzung alternativer

Energiequellen, zur Beseitigung

oder Prävention von Umweltschäden

und zum Materialrecycling auf

Vorjahresbasis um 87 % zugelegt.

Im 4. Quartal 2010 überstieg die

investierte Summe die Marke von

1 Mrd US-Dollar. Schätzungen für

das 1. Quartal 2011 belaufen sich

auf eine ähnlich hohe Summe.

Im Rahmen des staatlichen Konjunkturpakets

sind beim NAFTA-

Partner Kanada umfangreiche

Mittel in den Ausbau der öffentlichen

Wasserver- und -entsorgung

geflossen. Obwohl das Programm

2011 ausläuft, soll der Markt für

Umwelttechnik zulegen. Das

Wachstum dürfte sich vom energieeffizienten

Bauen nach den

Kriterien des ‚Leadership in Energy

and Environmental Design‘ bis zur

Beachtung von Umweltaspekten in

Industriebetrieben ziehen.

Auch in Mexiko bietet der Umweltsektor

interessante Möglichkeiten.

In den kommenden Jahren

Aus den Unternehmen

Anatalis: Zum 1. Oktober firmiert die

Brangs + Heinrich GmbH in Antalis

Verpackungen GmbH um. Hintergrund

der Umfirmierung ist das beständige

Wachstum des Geschäftsbereichs

Verpackungen des international

agierenden Antalis-Konzerns.

Das 2004 von der Antalis-Gruppe

übernommene Unternehmen bietet

Lösungen und Dienstleistungen rund

um die Verpackung und Logistik. Unter

Nutzung der erfolgsbewährten

Strukturen von Antalis soll die Lösungskompetenz

des Unternehmens

künftig noch konsequenter ausgebaut

werden.

Bilfinger Berger: Das Unternehmen

übernimmt von der Funkwerk AG,

Kölleda/Thüringen, zu 100 % die Alpha

Meß-Steuer-Regeltechnik GmbH

mit Hauptsitz in Neustadt an der

Weinstraße/Rheinland-Pfalz. Der

EMSR-Spezialist mit den Branchenschwerpunkten

Gas, Chemie und

Energie erzielte 2010 mit etwa 120

Mitarbeitern eine Jahresleistung von

rund 17 Mio Euro. Die Übernahme

steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen

Genehmigung. Über

den Kaufpreis wurde Stillschweigen

vereinbart.

Ungeklärt fließen in Brasilien Abwässer in den Rio Tiete. 14

Mrd US-Dollar stehen bereit, um hier Abhilfe zu schaffen.

Doch soll die Auftragsvergabe intransparent sein. Bild: Imago

werden im Land etwa 200 Kläranlagen

gebaut, um den starken Rückstand

in der Abwasseraufbereitung

aufzuholen. Zahlreiche Projekte

zur Trinkwassergewinnung sollen

die exzessive Abschöpfung aus

unterirdischen Quellen begrenzen.

Gute Geschäftschancen versprechen

Projekte zur Modernisierung

bestehender Wassernetze.

Brasilien Umwelt

steht im Brennpunkt

Trotz des hohen Bedarfs an

Know-how und Technik sowie der

staatlichen Gelder kommen Projekte

der Wasser- und Abfallwirtschaft

in Brasilien schwer in Gang.

In São Paulo fließen stündlich 18

Mio Liter Abwasser ungeklärt in

Flüsse. Etwa die Hälfte der Haushalte

ist nicht an das Abwassersystem

angeschlossen und vom gesammelten

Wasser wird nur rund

Carl Zeiss: Das Unternehmen startete

in Oberkochen gemeinsam mit Projektpartnern,

Vertretern aus Politik

und Verwaltung mehrere Bauprojekte

im Interkommunalen Gewerbegebiet.

Dort entstehen ein neuer Gebäudekomplex

für den Bereich Medizintechnik,

zusätzlicher Raum für

den Bereich Halbleitertechnik und

ein neues Betriebsrestaurant. Zudem

laufen Planungen für ein Standortlogistikzentrum.

Diag: Die mittelständische Diesner

Aluminiumgießerei GmbH & Co KG,

ist seit neuestem nach der internationalen

Umweltmanagementnorm

ISO 14001 zertifiziert. Der Familienbetrieb

mit 80 Beschäftigten verfügt

damit über Qualitätsstandards, nach

denen in der Regel nur in Großgießereien

verfahren wird: Gieß-Simulation,

Röntgenprüfung, Vakuumdichteprüfung

sowie Spektral- und Thermoanalyse.

Festo: Das Unternehmen zählt zu den

48 Preisträgern aus Baden-Württemberg

im Wettbewerb ‚365 Orte im

Land der Ideen‘. Festo konnte mit

MecLab, einem neuen Lernsystem

für allgemeinbildende Schulen nicht

nur Schüler und Lehrer überzeugen,

sondern auch die Jury und den Bundespräsidenten

Christian Wulff. Die

ein Drittel geklärt. Im zweiten Teil

des Wachstumsprogramms PAC

stehen bis 2014 rund 14 Mrd US-

Dollar für Abwasserbehandlung

und 8 Mrd US-Dollar für die Wasserversorgung

zur Verfügung.

Branchenunternehmen berichten

von guten Perspektiven, aber auch

von intransparenter Auftragsvergabe

und ineffizientem Projektmanagement

von staatlicher Seite.

In Kolumbien sind hohe Investitionen

im Bereich Wasserver- und

-entsorgung notwendig. Bis 2014

sollen rund 2,9 Mio Einwohner einen

Wasseranschluss erhalten und

rund 4,7 Mio Kolumbianer an das

Abwassersystem angeschlossen

werden. Probleme bei der Umsetzung

von Wasser- oder Bodenreinhaltungsstrategien

bereiten die illegalen

Minen, die häufig keine

Umweltstandards einhalten.

In der Wasserwirtschaft Chiles

stehen kurzfristig Vorhaben im

Preisverleihung fand am Donnerstag,

den 8. September 2011 bei Festo

Didactic in Denkendorf statt.

Hoffmann Group: Das Unternehmen

wurde sowohl von der Robert Bosch

GmbH als auch der Schneider Electric

SA als „Preferred Supplier“ ausgezeichnet.

Die internationale Aufstellung

des Münchner Werkzeugexperten,

das hohe Qualitätsniveau von

Produkten, Service, Logistik und E-

Business waren ausschlaggebende

Kriterien. Auch lobten beide Firmen

die offene und partnerschaftliche Zusammenarbeit

mit der Hoffmann

Group.

Losberger: H.I.G. Europe, der europäische

Arm der auf mittelständische

Unternehmen fokussierten Beteiligungsgesellschaft

H.I.G. Capital, hat

eine Mehrheitsbeteiligung an der

Losberger GmbH erworben. Mit einem

Umsatz von mehr als 100 Mio

Euro ist die in Bad Rappenau ansässige

Losberger-Gruppe ein führendes

Unternehmen in der Entwicklung,

Produktion, dem Verkauf und der

Vermietung von modularen Zelt- und

Hallensystemen.

Sao Paulo: Hier klappt es nicht so richtig mit der Müllentsorgung;

von der Abwasserproblematik der Millionenstadt

einmal ganz abgesehen.

Bild: Imago

Wert von etwa 900 Mio US-Dollar

vor der Inangriffnahme. Zu den

größten Projekten zählen der Bau

einer Kläranlage durch Aguas Andinas

im Hauptstadtbereich, die

Errichtung einer Meerwasserentsalzungsanlage

in der Nähe von

Chiles Wasserwirtschaft

nimmt Geld in die Hand

Copiapó durch Agbar Chile sowie

die Anlage eines Wasser- und Abwassersystems

für den Bergbau

durch Clean Airtech Sudamérica

(jeweils rund 250 Mio US-Dollar).

Auch in Argentinien sind zahlreiche

Großprojekte in der Wasserwirtschaft

geplant. Das Staatsunternehmen

Aysa, das den Großraum

Buenos Aires mit Wasser und

Kanalisation versorgt, baut eine

neue Anlage für die Trinkwasseraufbereitung

und investiert dafür

686 Mio US-Dollar.

Maschinenbau Kitz: Das Unternehmen

aus Troisdorf hat im September 2011

ihren 100 000sten Förderer gefertigt.

Die mk Technology Group hat sich

seit der Gründung 1966 durch Hans-

Josef Kitz vom Lohnfertiger zum international

aufgestellten Lieferanten

für mechanische Module und Komponenten

für die Fabrikautomation

entwickelt.

Samag: Seit dem 15. September ist

Dr.-Ing. Can Abay neuer und zunächst

zusätzlicher Geschäftsführer

der Samag Saalfelder Werkzeugmaschinen

GmbH und der Samag Truck

Components GmbH. Offizieller Auftakt

in der neuen Funktion ist die

EMO in Hannover. Dr. Abay übernimmt

die Geschäfte von Interimsgeschäftsführer

Peter Heiden, der ihn

einarbeiten und die Alleinverantwortung

zu Beginn des Jahres 2012

übergeben wird.


22. September 2011 · Nr. 38 · Produktion · Trends & Reports · 11

Electronic Manufacturing Services

EMS: Strategien im Kampf um Liefertreue

Marisa Robles Consée

Produktion Nr. 38, 2011

Ein ausgefeiltes Supply-Chain-

Management ist unabdingbar für

Elektronikfertigungsdienstleister

(EMS).

Getriebesteuerung für eine Allradkupplung.

Quelle: Melecs

München (sp). Der Spagat zwischen

Kundenwunsch nach fristgerechter

Lieferung und den teilweise

monatelangen Lieferzeiten

von Bauteilen ist für Elektronikfertigungsdienstleister

nicht so ohne

weiteres zu schaffen. Ein ausgefeiltes

Supply-Chain-Management ist

unabdingbar, um weiterhin zu bestehen.

Wer schnell auf kurzfristigen

Bedarf reagieren kann, hat einen

eindeutigen Wettbewerbsvorteil.

Umso mehr, als EMS-Kunden trotz

steigender Vielfalt und damit rückläufigen

Stückzahlen pro Produkt

ein konstantes Preisniveau erwarten.

Parallel dazu nehmen Auftrags-

bzw. Bedarfsschwankungen,

aber auch die Veränderungshäufigkeit

zu. Im Fokus der Kundenberatung

steht daher die Optimierung

der Lieferkette. Wichtige Voraussetzung,

um die geforderte Flexibilität

und Universalität zu erreichen,

ist die gesamtheitliche Betrachtung

und Optimierung der Supply-

Chain, die Abdeckung des kompletten

Produktlebenszyklus und

schließlich eine starke vertikale

Integration. Von großer Bedeutung

ist nicht nur der Materialfluss mit

der entsprechenden Wertschöpfung,

sondern auch der Informationsfluss.

„Eine sehr enge Kommunikation

ist hier Grundvoraussetzung“,

betont Johann Weber, Vorstandsvorsitzender

von Zollner

Elektronik.

Die ideale Supply-Chain beginnt

bereits im Designstadium des jeweiligen

Produktes, wo alle notwendigen

Zulieferungen zum optimalen

Preis beschafft werden sollten.

Daher sieht Armin Koch, Vice

President Sales & Account Management

von Melecs, in der perfekten

Beherrschung aller internen

Prozesse das Fundament einer

Win-Win-Situation mit dem Kunden:

„Da die Lieferkette in der Regel

externe Partner einbindet, ist es

unabdingbar, das Win-Win-Ergebnis

an allen Kunden-Lieferanten-

Schnittstellen zu erzielen. Nur so

bleibt die Supply-Chain bis hin

zum Endprodukt belastbar.“

Wachstum in der Elektronik-

Fertigung verlangsamt sich

Dies gilt umso mehr, als der weltweite

EMS-Markt in diesem Jahr

mit einem Umsatzplus von 8,5 %

deutlich moderater wachsen wird

als noch im Jahr 2010 mit 33,4 %.

Das Marktforschungsunternehmen

IHS iSuppli sieht in China den

größten Markttreiber. In diesem

Jahr soll Chinas Wirtschaft um etwa

10 % wachsen. Davon profitieren

zwar auch die Elektronikfertigungsdienstleister,

allerdings hängen

sie damit am Tropf der chinesischen

Wirtschaft. Die Ergebnisse

des Q2/2011 deuten auf eine leich-

Meist folgt der

EMS seinem Kunden,

denn ein Supply-Chain-Management

alleine reicht

nicht, um dem Kostendruck

standzuhalten.

Bild: Zollner Elektronik

te Abkühlung hin. Demnach stieg

der weltweite Umsatz im Vergleich

zum Vorjahr nur unwesentlich:

Von 187 947 Mio US-Dollar im Jahr

2010 auf 208 720 Mio US-Dollar in

diesem Jahr. Auf europäischer Ebene

wurde im Jahr 2010 ein Umsatz

von 21 614 Mio US-Dollar erzielt,

der im Q2/2011 auf lediglich 22 959

Mio US-Dollar wuchs.

Als große Herausforderung dürften

die Vorhersage der Nachfrage

und die entsprechende Auslegung

der Lieferketten gelten. Um Bedarfsspitzen

kurzfristig bedienen

zu können, ist es nahe liegend,

große Lager kritischer Bauteile

vorzuhalten, was wiederum finanziert

werden muss, weshalb Koch

anmerkt: „Lange Lieferzeiten der

Komponentenlieferanten bestimmen

das Tagesgeschäft.“

So ist es erforderlich, gemeinsam

die benötigte bzw. gewünschte

Flexibilität mit den entsprechenden

Lager- und Liefermengen festzulegen.

Eine intensive Marktbe-

trachtung, das richtige ‚Gefühl‘ für

die Prognosen und der enge Dialog

mit den Kunden sind notwendig.

Die Lagerumschlagswerte sind von

LVHM (Low Volume High Mix) bis

HVLM (High Volume Low Mix)

sehr unterschiedlich und bewegen

sich von ca. 4 bis 20.

Lagerumschlagswerte

zwischen 4 und 20

Wo wird die Fertigungsindustrie

in Deutschland und Europa in den

nächsten Jahren stehen? Zweifelsohne

wird die EMS-Industrie immer

mehr den Produktionsstandorten

der Kunden folgen müssen.

Von großer Bedeutung ist hier die

Fokussierung auf BCC (Best Cost

Country) und nicht auf LCC (Low

Cost Country). Die gesamtheitliche

Betrachtung bezogen auf die

Flexibilität sowie auf TCO (Total

Cost of Ownership) muss hier im

Vordergrund stehen, bekräftigt Johann

Weber von Zollner: „Die Internationalisierung

wird ständig

zunehmen. Ein größeres Wachstum

in Deutschland ist nicht ersichtlich.“

„Lange Lieferzeiten der

Komponentenlieferanten

bestimmen das Tagesgeschäft.“

Armin Koch, Vice President Sales

& Account Management, Melecs

Multicore-

Programmierung

Produktion Nr. 38, 2011

Bonn (sp). Der Umbruch von

Singlecore zu Multicore-Prozessoren

schreitet seit Jahren voran.

Diese Veränderungen in der

Hardware stellen neue Herausforderungen

für die Softwareentwicklung

dar, die angepasst werden

muss, um das volle Potenzial

der leistungsfähigeren Multicore-Prozessoren

ausschöpfen

zu können. Dem Thema Multicore-Programmierung

sind zwei

Veranstaltungen der Deutschen

Informatik-Akademie gewidmet.

Sowohl das Seminar „Multicore-Programmierung“

als

auch der Workshop „Multicore

Software Development für Eingebettete

Systeme“ richtet sich

an Informatik-Fach und Führungskräfte

wie Softwaremanager,

Softwareentwickler, Softwaretester,

Programmierer sowie

Fach- und Führungskräfte

der Qualitätssicherung aus Unternehmen

aller Branchen und

Größenordnungen.

Informationen zu den Veranstaltungen

finden Sie unter: www.

dia-bonn.de/msd1_2011

Wir schätzen die innovativen Entwicklungen

und die qualitätsorientierte

Produktion bei STAHL CraneSystems.

Die pünktliche Aus lieferung stellt bei

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Das schafft Vertrauen auf allen Seiten.

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Geschäftsführer INNOKRAN GmbH

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12 · F&E · Produktion · 22. September 2011 · Nr. 38

Kunststoff-Nachhaltigkeitspreis

FKuR-Gründer Dr. Edmund Dolfen ausgezeichnet

Produktion Nr. 38, 2011

Dr. Edmund Dolfen ist Träger des Kunststoff-Nachhaltigkeitspreises

2011, der anlässlich des Kolloquiums Zukunft Kunststoff-Verwertung

von der BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung und Fraunhofer

Umsicht verliehen wurde.

Krefeld (ba). Noch 2010 hieß der

Preis „Kunststoffrecycler des Jahres“.

Seit diesem Jahr müssen die

ausgezeichneten Pionierarbeiten

nicht mehr nur im Recycling lie-

gen. Dr. Edmund Dolfen ist ein

Preisträger, der Tradition und Zukunft

des Preises eint. Nach seinem

Maschinenbaustudium an der

RWTH Aachen und Promotion am

Institut für Kunststoffverarbeitung

IKV Aachen war er im industriellen

Kunststoffmaschinenbau in der Industrie

und als selbständiger Berater

tätig. 1992 gründete er mit Prof.

Heinz Breuer das Forschungsinstitut

Kunststoff und Recycling (FKuR)

in Willich. Er förderte den fachlichen

Dialog und den Aufbau von

Netzwerken. So veranstaltete das

FKuR das erste Kunststoff-Recycling-Kolloquium,

das in diesem

Jahr als Kolloquium Zukunft Kunst-

stoff-Verwertung zum 19. Mal stattfand.

Bereits 1997 nahm Dr. Dolfen

das Thema Biokunststoffe als Forschungsschwerpunkt

hinzu, ab

1998 in Kooperation mit Fraunhofer

Umsicht. Er erkannte schnell,

dass zu einer erfolgreichen anwendungsorientierten

Werkstoffentwicklung

leistungsfähige Compoundeure

gehören. 2003 gründete

er die FKuR Kunststoff GmbH,

die heute ein führender Hersteller

von Biokunststoffen ist.

Dr. Edmund Dolfen mit dem traditionellen

Hut der Preisträger aus einem

Biopolymer.

Bild: Fraunhofer Umsicht

2011

Invent the future!

30. Internationale Leitmesse

für Montage-, Handhabungstechnik

und Automation

5. Fachmesse

für industrielle

Klebtechnologie

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Oberflächen

Pulverlack und Glasfaser

gegen das Splittern

Produktion Nr. 38, 2011

Wissenschaftler aus Jena haben

ein Produkt entwickelt, das die

Eigenschaften eines Sicherheitsglases

besitzt und gleichzeitig mit

einem außergewöhnlichen Design

der Gestaltung von Glasflächen

Akzente setzt. Durch eine ausgezeichnete

Haftung der Materialien

splittert das Glas weniger.

Jena (ba). Sicherheitsgläser haben

dank ihrer Stabilität und mechanischen

Festigkeit ein vielfältiges

Anwendungsgebiet. Verbundsicherheitsglas

(VSG) wird durch

den Verbund von Floatglasscheiben

mit einer hochreißfesten PVB-

Folie erzeugt, Einscheibensicherheitsglas

(ESG) durch einen thermischen

Vorspannprozess. Es gibt

aber auch sehr viele Anwendungsgebiete,

in denen der Einsatz einfachen

Floatglases aufgrund der hohen

Bruchgefahr nicht gestattet ist,

jedoch die Verwendung von Sicherheitsglas

nicht unbedingt erforderlich

ist.

Für diese Fälle haben die Jenaer

Forscher der Innovent e.V. Technologieentwicklung

ein Pulverlack-

Glasfaser-Glasverbund entwickelt.

Sie verwendeten Beschichtungsstoffe

aus Pulverlack und Verstärkungsmaterialien,

welche die mechanischen

Eigenschaften eines

Verbundwerkstoffes positiv beeinflussen.

Glasfaserelemente, wie

z.B. Glas-Filamentgewebe, -Rovinggewebe

oder Glasmatten mit

Polyesterpulverlacken wurden

kombiniert und mit dem Floatglas

zu einem Verbund zusammengebracht.

Polyesterpulverlacke tragen

zu einer erhöhten Bruchsi-

cherheit und Splitterbindung bei,

aber ebenso auch zu einer dekorativen

Oberfläche.

Die Forscher untersuchten den

Einfluss klimatischer Bedingungen

auf den Pulverlack-Glasfaser-Glasverbund

(PLGV) anhand von Alterungstests

und einer anschließenden

mechanischen Prüfung. Die

Prüfkörper wurden einem Korrosionsschnelltest

(72 h bei 50 °C), einem

Klimawechseltest (7 Zyklen á

24h von –20 bis +100 °C) und einem

Salzsprühnebeltest (1 000h bei

35 °C) unterzogen.

Im Anschluss wurde im Vierpunkt-

und im Doppelring-Biegeversuch

die Biegefestigkeit ermittelt

und mit jener des reinen Floatglases

und des unbelasteten Verbundes

verglichen. Für die Beurteilung

der Haftfestigkeit des Pulverlackes

auf dem Glas und im

Pulverlack-Glasfaser-Verbund

wurde auf die Stempelabrissmethode

zurückgegriffen. Um die

Splitterbindung nach einem Glasbruch

zu bewerten, sind größere

Glasscheiben mit der Pendelschlagprüfung

bewertet worden.

Die mechanische Festigkeit

deutlich gesteigert

Die Ergebnisse belegen eine

deutliche Steigerung der mechanischen

Festigkeit von Floatglas mit

dieser Beschichtungskombination.

Vor allem die Bruchsicherheit

und die Splitterbindung konnten

dank der guten Haftung des Pulverlackes

gegenüber normalem Floatglas

deutlich erhöht werden. Die

anderen mechanischen Kennwerte

haben sich trotz der künstlichen

Alterung im Vergleich mit dem

unbelasteten Verbund nicht signifikant

verändert.

P.E. Schall GmbH & Co. KG

Tel. +49(0)7025.9206 - 0 · info@schall-messen.de

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Ein Pulverlack-Glasfaser-Glasverbund im Elektronenmikroskop.

Bild: Innovent e.V.

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1 10.03.2011 09:08:14


22. September 2011 · Nr. 38 · Produktion · F&E · 13

Werkstückprüfung

Betriebsfestigkeit von Gussknoten ermitteln

Jens Eufinger

Produktion Nr. 38, 2011

Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit

LBF hat im Rahmen eines Forschungsprojektes eine Methode

entwickelt, mit der die Betriebsfestigkeitsbewertung von Gussknoten

entwickelt werden kann.

Darmstadt (ba). Wo sich viele

Meter hoch über den Wellen große

Rotoren von Windkraftanlagen

drehen, muss unter der Wasseroberfläche

alles auf sicheren Beinen

stehen. Beim Aufbau von Offshore-Windkraftanlagen

kommen

auch Großgussbauteile zum Einsatz,

bei deren Entwicklung die

betriebsfeste Auslegung eine wesentliche

Rolle spielt. Das Fraunhofer-Institut

für Betriebsfestigkeit

und Systemzuverlässigkeit LBF hat

im Forschungsprojekt „OGOWin –

Optimierung aufgelöster Gründungsstrukturen

für Offshore-

Windenergieanlagen“ eine Methode

zur Betriebsfestigkeitsbewertung

von Gussknoten entwickelt.

Damit nutzt das Institut seine traditionelle

Expertise, um auch Produkte

für vielversprechende Zukunftsmärkte

wie den Energieanlagenbau

fit zu machen. Ziel des

Fraunhofer LBF im Verbundforschungsprojekt

„OGOWin“ war die

Methodenentwicklung zur Betriebsfestigkeitsbewertung

von

Gussknoten in der Gründungsstruktur

unter Berücksichtigung

der korrosiven Umgebungsbedingungen.

In einer Betriebsfestigkeitsanalyse

wird die Beanspruchung

mit der Beanspruchbarkeit

eines Bauteils verglichen. Beide

Aspekte hat das Fraunhofer LBF in

diesem Projekt betrachtet. Die numerische

Analyse mit der Finite-

Elemente-Methode ermöglichte es

den Forschern, die lokalen Beanspruchungen

am Gussknoten zu

ermitteln. Die Gussknoten sind im

Fachwerk der Gründungsstruktur

als Verbindungselemente der Rohre

verbaut. Mehraxiale Belastungen

wirken auf sie ein. Die Wissenschaftler

bauten ein hinreichend

realitätsnahes Finite-Elemente-

Modell der Struktur auf, lokalisierten

schädigungsrelevante Bereiche

des Gussknotens und schufen die

Basis zur Festlegung der Qualitätsanforderungen

an den Gusswerkstoff.

In experimentellen Untersuchungen

ermittelten sie die

Beanspruchbarkeit des Gusswerkstoffes.

Da die Gussknoten auch im

Übergangsbereich vom Meerwasser

zur Luft, der so genannten

„Splash-Zone“, verbaut sind, wurde

auch der Korrosionseinfluss auf

die Schwingfestigkeit analysiert,

indem die Proben im Versuch einem

Sprühnebel aus künstlichem

Meerwasser ausgesetzt wurden.

Das am

Fraunhofer-

Institut LBF

entwickelte

Finite-Elemente-Modell

der Teilstruktur

und

des Gussknotens.

Bild: Fraunhofer

LBF

Um im Sinne der angewandten

Forschung auch die Auswirkungen

einer Beschädigung der Korrosionsschutzlackierung

beurteilen zu

können, wurden ebenfalls Versuche

mit einer beschädigten Beschichtung

durchgeführt. Die Wissenschaftler

verglichen die experimentell

erzielten Schwingfestigkeitskennwerte

mit Werten aus

bekannten Standards, wie der

Richtlinie des Germanischen

Lloyds oder auch des Det Norske

Veritas. Neben dem Stand der

Technik und der praxisüblichen

Vorgehensweise im Zertifizierungsprozess

konnte so auch das

Betriebsfestigkeitsanalyse

hat lange Tradition

fallweise nötige Potenzial hoher

Abgussgüten für eine betriebsfeste

Bemessung aufgezeigt werden.

Die rechnerische Betriebsfestigkeitsanalyse

von Großgussbauteilen

basierend auf dem experimentell

ermittelten, bauteilgebundenen

Werkstoffverhalten hat im

Fraunhofer LBF eine lange Tradition.

Unternehmen aus dem Energieanlagenbau,

der rohstofffördernden

Industrie, dem Motorenbau

und dem Bauwesen können

hier auf eine ganzheitliche Betriebsfestigkeitsanalyse

von Großgussbauteilen

zurückgreifen. Dazu

gehört die methodische Vorgehensweise

nach richtlinienkonformen

und erweiterten Prozessen,

die realitätsnahe Modellierung

und numerische Analyse der lokalen

Beanspruchungen. Auch die

experimentelle Ermittlung von

Schwingfestigkeitskennwerten, die

gezielte Definition notwendiger

Abgussqualitäten und deren Berücksichtigung

in der Betriebsfestigkeitsbewertung

sind Bestandteile

des ganzheitlichen Ansatzes.

Rohstoffe

Tiefsee könnte

Sondermetalle liefern

Produktion Nr. 38, 2011

Die Deutsche Rohstoffagentur

(DERA) untersucht im Auftrag des

Bundesministeriums für Wirtschaft

und Technologie Rohstoffvorkommen

im Indischen Ozean.

Think Mink! ®

Abdichten

Waschen/Reinigen

Gleiten/Tragen

Transportieren

Führen

Breitstrecken

Ableiten

Entgraten

Großserien

Hannover (ba). Die Lagerstättenexperten

der DERA begeben sich

auf eine Schiffsexpedition östlich

von Madagaskar. Sie wollen das

Auftreten metallreicher Ablagerungen

in der Tiefsee am Zentralindischen

Rücken erkunden. Dafür

suchen sie dabei bereits in den

1980er und 1990er Jahren identifizierte

Austrittstellen metallreicher

Lösungen am Meeresboden, so

genannte Hydrothermalfelder, auf

und nehmen Proben von den Ablagerunge

in 2 800 m Tiefe.

„Möglicherweise besitzen die

Felder bedeutende Anreicherungen

von Edel- und Sondermetallen

wie Gold, Silber, Wismut, Selen

oder Indium, die heute in elektronischen

Bauteilen unverzichtbar

sind“, sagt Expeditionsleiter Dr.

Ulrich Schwarz-Schampera. Die

Untersuchungen der Vergangenheit

ergaben, dass die aktiven Metallquellen

entlang aller ozeanischen

Spreizungszonen aufgereit

sind. „Die Häufigkeit des Auftretens

der Erze und die hohen Metallgehalte

haben zu einer Neubewertung

des wirtschaftlichen Potenzials

durch die internationale

Gemeinschaft geführt“, sagt

Schwarz-Schampera. Von hohem

Interesse sind dabei die hoch angereicherten,

aber nicht mehr aktiven

Gebiete in den Nähe neu entstan-

Weit unterhalb des Lebensraums der

Haie, am Meeresboden, lagern wichtige

Rohstoffe. Bild: Jürgen Rudorf / Fotolia.de

dener Hydrothermalfelder. Da die

metallreichen Gebiete häufig mit

Sedimenten bedeckt sind, werden

zu ihrer Ortung magnetische Verfahren

eingesetzt.

Die Internationale Meeresbodenbehörde

regelt den Zugang zu

diesen Gebieten und ermöglicht

seit 2010 die Beantragung von Erkundungslizenzen

in internationalen

Gewässern. Lizenzen auf Hydrothermalfelder

wurden bereits an

China und Russland vergeben. Die

Geologen der DERA untersuchen

im Vorfeld einer möglichen deutschen

Lizenzbeantragung die bekannten

Areale. Dabei werden

auch die marine Lebewelt und die

in ihr herrschenden Umweltbedingungen

dokumentiert.

Was Mink Fasern berühren, ist

sicher wie in Abrahams Schoß.

Warum unsere Ingenieure Sicherheit geben:

Mink Fasertechnologie kann je nach Art der Berührung zum Beispiel als Transportlösung

zerbrechliche und empfindliche Güter sicher transportieren, vor Beschädigungen

schützen oder reinigen, dosieren, führen, tragen, glätten, entgraten,

abdichten, ableiten und mehr. Denn unsere Fasern verfügen über ein unvorstellbar

breites Spektrum an Eigenschaften. Mit dem richtigen Know-how gebündelt, sind

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Profitieren Sie von unserem einzigartigen Erfahrungs- und Wissensvorsprung und

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Augsburg

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14 · Konstruktion · Produktion · 22. September 2011 · Nr. 38

Förderanlagen

Motorschutzschalter PKE erhöht Verfügbarkeit

Produktion Nr. 38, 2011

Schwerlastprobleme in der Motorsteuerung

von Förderbändern

löst Eaton mit einer Kombination

aus dem Motorschutzschalter PKE

und dem Kommunikationssystem

SmartWire-DT. Ergebnis sind

umfassende Meldefunktionen

und eine erweiterte Antriebsüberwachung

auch unter harten

Bedingungen.

Bonn (pd). Der Vorteil des Motorschutzschalters

PKE gegenüber

konventionellen Lösungen besteht

in der erweiterten Antriebsüberwachung.

Die Diagnose-, Statusoder

Überlastmeldungen zeigen

unter anderem den aktuellen

Stromfluss und den Status des

Überlastauslösers.

Der jeweils aktuelle Motorstrom

kann über das kostenoptimierende

Kommunikationssystem für

Schaltgeräte ‚SmartWire-DT‘ von

Eaton ohne zusätzliche Komponenten

kontinuierlich abgebildet

und ausgewertet werden. Je nach

Antriebsaufgabe kann beispielsweise

zwischen folgenden Betriebszuständen

unterschieden

werden: Motor abgeschaltet, Motor

Unterlast, Motor Leerlauf, Motor

Betrieb, Motor Überlast und

Motor Störung. Die einzelnen Lastgrenzen

sowie das Zeitverhalten

lassen sich frei programmierbar

und auf jede Antriebsaufgabe individuell

anpassen.

Durch die Übertragung von Motorstrom

und Überlaststatus ist das

zeitnahe Erkennen von sich anbahnenden

Störungen möglich.

Die bis 65A steckbaren Auslöseblöcke

für den PKE Motorschutzschalter

bieten hohe

Flexibilität bei der Anlagenprojektierung.

Bild: Eaton

Dies erlaubt dem Anlagenbetreiber

ein rechtzeitiges Eingreifen in

den Produktionsprozess – bevor

dieser ungewollt unterbrochen

wird.

Besonders interessant ist in diesem

Fall die Möglichkeit, den PKE

als Motorschutzrelais zu betreiben.

In diesem Fall wird im Überlastfall

nicht der Motorschutzschalter ausgelöst,

sondern lediglich das zugeordnete

Schütz abgeschaltet.

Nachdem die Überlastsituation beseitigt

ist, kann der Motor über die

Steuerung wieder eingeschaltet

werden, ohne dass Wartungspersonal

den Schutzschalter zunächst

zurücksetzen muss.

Vereiste Steigbänder und typische

Förderbandszenarien im

Transport von grobem Schüttgut

bilden sich in konventionellen Antriebssteuerungen

nur unzureichend

ab. Denn ein Stillstand einzelner

Motoren oder Bänder wird

nur indirekt über die Schaltzustände

von Motorschutzschalter und

Leistungsschütz interpretiert. Für

Motor wird vor

Zerstörung geschützt

eine reale, sichere Rückmeldung ist

zusätzlich eine Hardwarelösung

wie etwa Drehzahlsensor, Lastabwurfrelais

etc. notwendig. Im Falle

einer Überlast wird dann durch

Überschreiten des eingestellten

Stromwerts der Antrieb sofort abgeschaltet

und eine Störung signalisiert,

um den Motor vor Zerstörung

zu schützen. Dies führt zu

ungeplanten, zeit- und kostenträchtigen

Betriebsunterbrechungen,

weil solch eine konventionelle

Analog-I/O-Technologie den aktuellen

Motorstrom nicht so kontinuierlich

und detailliert abbildet wie

die Eaton-Lösung und damit öfter

abschaltet als nötig.

www.eaton.com

Effizienz-Navi Preis

Material

Energie

Service ✔ Handhabung ✔

Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Werkzeugmaschinen

Rückführsystem für Kugelgewindetriebe: Reibung reduziert

Produktion Nr. 38, 2011

Kammerer Gewindetechnik

entwickelt ein neuartiges

Rückführungsprinzip für Hochleistungskugelgewindetriebe

in

Werkzeugmaschinen. Das Rückführsystem

der Kugel reduziert

die Geräuschentwicklung und die

interne Reibung in der Kugelkette

des Gewindetriebes.

Hornberg (pd). Das neue Rückführungssystem

für Kugelgewindetriebe

wird von Kammerer im

Rahmen eines Forschungskooperationsprojekts

entwickelt, an dem

auch das Institut für Produktions-

Fahrständer für eine Fräsmaschine

(UHPC) mit Pinole, die an vier Kugelgewindetriebe

aufgehängt sind.

Bild: E. Reitz Natursteintechnik

technik des Karlsruher Instituts für

Technologie (KIT) beteiligt ist. Ziel

des Projektes ist der Aufbau von

Systemkomponenten für den

Werkzeugmaschinenbau. Als weiterer

Kooperationspartner entwickelt

das Unternehmen E. Reitz

Natursteintechnik, Systemlieferant

für Maschinenteile aus Granit und

hochfesten Beton, einen neuartigen,

zementgebundenen Beton

(UHPC) als Werkstoff zur Herstellung

des Maschinenbettes, auf das

der Kugelgewindetrieb montiert

ist. Das Zusammenwirken von Kugelgewindetrieb

und Maschinenbett

hinsichtlich Dämpfung, Steifigkeit,

Temperaturgang und weiteren

Parametern wird derzeit am

KIT erforscht. Die Referenz bildet

ein herkömmliches, als Stahlschweißkonstruktion

ausgeführtes

Maschinenbett, das in gleicher Dimension

zum Vergleich zur Verfügung

steht.

Komplettsystem für

Maschinenhersteller

„Mit der Verbindung Maschinenbett

und Antriebstechnik aus

einer Hand wollen wir den Anspruch

einiger Maschinenhersteller

erfüllen, die nach einem Komplettsystem

verlangen“, erklärt Peter

Kammerer, technischer Geschäftführer

des Hornberger Gewindetechnikspezialisten.

Neben Kugelwindetrieben umfasst

Kammerers Produktprogramm

Trapezgewindetriebe,

Gleitgewindetriebe, Planetenrollengetriebe,

Schnecken, Schneckenwellen,

kundenspezifische

Baugruppen und Komplettsysteme,

sowie Präzisionswälz- und

Rollenwälzführungen des italienischen

Herstellers Rosa Sistemi. Die

Produkte finden weltweit Einsatz

im Werkzeugmaschinenbau, in der

Handhabungsautomation und Robotik,

der Feinwerktechnik, der

Medizintechnik, der Flugzeugindustrie,

im Automobilbau und im

allgemeinen Maschinenbau.

www.kammerer-gewinde.com

Effizienz-Navi Preis

Material

Energie

Service

Handhabung

Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Schrittmotorantriebe

Modbus-Schnittstelle als Geheimtipp

Die TRANSFEREXPRESS kann in kürzester Frist

auf- und wieder abgebaut werden. Mieten Sie diese

Schnellbauhalle (stützenfreie Breite bis zu 18 m) zu

vorteilhaften Konditionen!

Produktion Nr. 38, 2011

Koco Motion präsentiert seine

Schnittstelle ‚Modbus TCP‘ in den

integrierten Schrittmotorantrieben

‚MDrive Plus‘ und ‚MDrive

Hybrid‘. So lassen sich die MDrive-

Antriebe leicht einbinden.

Dauchingen (pd). Die Schnittstelle

Modbus TCP steht in der programmierbaren

Ausführung Motion

Control zur Verfügung. Basierend

auf der Ethernet TCP/IP-Datenübertragung

entwickelt sich

Modbus TCP dank des einfachen

Modbus RTU-Protokolls zunehmend

als Geheimtipp unter den

Industrial-Ethernet-Netzwerken.

Dadurch lassen sich die MDrive-

Antriebe an entsprechende Steuerungen

oder IPC problemlos einbinden.

Die integrierte hochauflösende

Mikroschrittansteuerung mit bis

zu 51 200 Mikroschritten pro Umdrehung

ermöglicht sehr präzise

Bewegungen und Positionierungen.

Die patentierte ‚Closed-Loop‘-

Steuerung Hybrid-Motion-Control

(HMI) verhindert in den MDrive

Hybrid-Antrieben das für Schrittmotoren

typische ‚Außer-Tritt-Fallen‘.

Bei Überlast regelt die HMI mit

Hilfe des integrierten Encoders die

Drehzahl gegebenenfalls bis zum

Stillstand herunter. Der Motor verhält

sich dann wie ein DC-Servo-

Antrieb.

www.kocomotion.de

Effizienz-Navi Preis

Material

Energie

Service

Handhabung

Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

KocoMotion hat seine integrierten

Schrittmotorenantriebe jetzt mit der

Schnittstelle ‚Modbus TCP‘ ausgestattet,

im Bild MD23. Bild: Koco Motion


22. September 2011 · Nr. 38 · Produktion · Konstruktion · 15

40-mm-EC-Kraftpakete

von Bühler Motor.

Bild: Bühler Motor

Zahnriementechnik

Ruhiger und spurtreuer Lauf

Kleinantriebe

Hohe Leistung bei

geringem Raumbedarf

Produktion Nr. 38, 2011

Die flexiblen 40-mm-EC-Kraftpakete

von Bühler Motor bieten viel

Dynamik bei geringem Gewicht.

Präzisionskugellager sorgen dabei

für ruhigen Lauf.

Nürnberg (pd). Höchste Leistungsdichte,

maximale Dynamik

bei geringem Gewicht und knappen

Abmessungen, das sind die

augenfälligen Merkmale des neuen

40-mm-EC-Treibsatzes von

Bühler Motor. Er ist in den Längen

70 und 100 mm verfügbar.

Die elektronische Kommutierung

steht für Verschleißfreiheit

und niedrigste Funkstörungen.

Der 8-polige Rotor mit den kunststoffgebundenen

NdFeB-Magneten

trägt entscheidend zur bemerkenswerten

Dynamik bei. Segmentierte

Statoren ermöglichen maximalen

Kupfereintrag und damit

überzeugende Spitzenleistungen.

Präzisionskugellager sorgen für ruhigen

Lauf und eine Lebensdauer

von mindestens 20 000 Stunden.

Drei Hallsensoren melden präzise

die Rotorlage.

Durch Änderungen des Drahtdurchmessers

und der Anzahl der

Statorwindungen lässt sich im Bereich

zwischen 6 V bis 48 V ein sehr

großer Drehzahlbereich abdecken.

Dazu kommt eine große Auswahl

an möglichen Wellenausführungen,

wie z.B. Abflachungen, Gewinde,

Querbohrungen usw. Des

Weiteren können Antriebselemente

wie Ritzel, Riemenscheiben und

Schnecken problemlos auf die Motorwelle

aufgebracht werden.

Sowohl Block-, Sinus- und Vektorkommutierung,

sowie gute Eigenschaften

für den sensorlosen

Betrieb sind selbstverständlich.

Exakte Ansteuerbarkeit und problemlose

Softwareintegration sind

ein weiteres Kennzeichen der neuen

bürstenlosen Kraftpakete.

Einsatz von 15 Motoren in

Cash-Handling-System

Höchstleistung bei geringem

Raumbedarf, verbunden mit maximaler

Dynamik: Gründe warum

z.B. gleich 15 dieser Motoren in

einem innovativen Cash-Handling-System

zum Einsatz kommen.

www.buehlermotor.de

Effizienz-Navi Preis

Material

Energie

Service Handhabung ✔

Zeit Lebensdauer ✔

Kosten senken mit Produktion

Produktion Nr. 38, 2011

In den meisten Einsatzbereichen

der Antriebs- und Fördertechnik

ist ein ruhiger und spurtreuer Lauf

im Zusammenspiel von Zahnriemen

und Zahnscheibe für die

Anwendung notwendig.

Stuttgart (pd). Um den Zahnriemen

in der Spur zu halten oder vom

Ablaufen von der Zahnscheibe zu

hindern wurden bisher nach Stand

der Technik drei Lösungsvarianten

umgesetzt: der Zahnriemen wird

von Bordscheiben vom Ablaufen

auf der Zahnscheibe gehalten;

durch eine Keilführung im Zahnriemen

geführt oder mit besonderen

Zahnformen versehen, um zuverlässig

in der Spur zu bleiben.

Der eindeutige Nachteil der bisherigen

Varianten ist das große

Seitenspiel im Lauf beim Einsatz

von Bordscheiben. Die Verwendung

von Keilführungen wie auch

von Sonderzahnformen ist deutlich

fertigungsaufwändiger und

somit kostenintensiver. Zudem erfordert

diese Führung ebenfalls ein

Toleranzspiel im Laufverhalten.

Desweiteren ist der Bauraum in

den Anlagen aufgrund größerer

Zahnscheibendurchmesser stark

eingeschränkt.

Mit der europaweit geschützten

Neuheit easy drive gehören diese

typischen Nachteile der Vergangenheit

an. Der Einsatz ist in allen

antriebs- und transporttechnischen

Anwendungen möglich. Als

Standard anstelle einer Bordscheibe

ebenso, wie für Anwendungen

bei denen eine spurtreue Führung,

ein Wandern oder der Verlauf des

Zahnriemens eingeschränkt werden

soll und der Bauraum möglichst

klein gehalten werden muss.

Der Einsatz von ‚easy drive‘ ist in allen antriebs- und transporttechnischen Anwendungen

möglich.

Bild: Belting Group

Fortschrittlich ist bei easy drive

der passgenau ineinandergreifende

Ring zur Montage auf der Zahnscheibe.

Der mit entsprechender

Nut versehene Zahnriemen greift

spielfrei, zuverlässig und passgenau

sicher in den Führungsring

ein. Im Ergebnis bedeutet das eine

außerordentlich hohe Spurtreue

bei der Führung des Zahnriemens

– selbst beim Lauf in beide Laufrichtungen

und bei nur kleinem

Bauraum in den Anlagen.

Günstiges Herstellen von

Zahnscheiben und -riemen

Sowohl die Zahnscheiben als

auch die Nut im Zahnriemen lassen

sich günstig herstellen. Es sind

keine Sonderkonstruktionen und

spezielle Zahnformen mehr notwendig.

Easy drive kann für alle

Zahnriementeilungen und Standard-Zahnriemenscheiben

verwendet

werden. Besonders revolutionär

ist der Einsatz im Bereich

von Neoprene-Zahnriemen mit allen

bestehenden Zahnteilungen.

Hier war bisher ausschließlich der

Einsatz von Bordscheiben auf der

Zahnscheibe oder Sonderzahnformen

möglich.

Das easy-drive-System wurde

auf Basis jahrelanger Erfahrung

und verschiedener technischer

Anforderungen heraus auf dem

anspruchsvollen Stand der heutigen

Zahnriementechnik entwickelt.

Nach über sieben Jahren

Einsatz in der Industrie, in den

unterschiedlichsten Anwendungen

sowie in Forschungsprojekten

stellt easy drive heute erfolgreich

den Standard in der Zahnriementechnik.

Mit der Einführung des

Patent-Produktes easy drive lassen

sich völlig neue, kosten- und ressourcenschonende

Lösungen für

die unterschiedlichsten Aufgabenstellungen

umsetzen.

www.belting-group.de

Effizienz-Navi Preis ✔

Material

Energie

Service Handhabung ✔

Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Positionierung

Wirtschaftliche Kugelgewindetriebe

Produktion Nr. 38, 2011

Kugelgewindetriebe kommen bevorzugt dort zum Einsatz, wo Werkstück-

oder Werkzeugträger exakt positioniert werden müssen.

Markgröningen (pd). Kugelgewindetriebe

von Norelem sind

hoch belastbar und realisieren einen

Wirkungsgrad bis 95 % – so der

Hersteller. Im Vergleich zu konventionellen

Gleitgewindetrieben

sind Reibungsverluste

und Verschleiß gering.

Das Sortiment von Norelem umfasst

Spindeln mit Herstelllängen bis zu

5 600 mm. Bild: Norelem

Kugelgewindetriebe sind ohne langes

Anpassen und Justieren rasch

montiert. Unterschiedliche Gewindelängen,

Genauigkeitsklassen

und die Fertigung nach Kundenwunsch

kennzeichnen das

Angebotssortiment. Sämtliche

Bestandteile sind

innerhalb von neun Tagen

lieferbar.

Sie wandeln Dreh- in

Längsbewegungen um

und umgekehrt. Sie bestehen

aus einer gerollten induktiv gehärteten

Kugelgewindespindel, einer

Kugelgewindemutter, in der die

Kugeln sowie die Kugelrückführung

integriert sind. Ihr Einsatzgebiet ist

das Fertigungsumfeld der Werkzeug-

und Maschinenbauindustrie.

Das integrierte Schmiersystem mit

dem in der Kugelgewindemutter

sitzenden Schmutzabstreifer gewährleistet

nicht nur einen ruhigen

Lauf, es minimiert gleichzeitig den

Wartungsaufwand und sorgt für

Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Aufgrund ihrer hohen Belastbarkeit

und Positioniergenauigkeit

kommen Kugelgewindetriebe zunehmend

auch in Bereichen zum

Einsatz, die zuvor Hydrauliksystemen

vorbehalten waren.

Das Sortiment von Norelem,

wahlweise mit Flansch- oder Einschraub-Zylindermutter,

umfasst

Spindeln mit Herstelllängen bis zu

5 600 mm und den Genauigkeitsklassen

C 3 bis C 10. Sie erlauben

dynamische Belastungen bis 31 000

N und statische Belastungen bis

61 000 N bei einer Steifigkeit von

200 bis 400 N/µm. Aufgrund ihrer

geringen Rollreibung haben Kugelgewindetriebe

keine Selbsthemmung.

Als Bremsmechanismus

kommt, z. B. bei vertikaler Einbauweise,

entweder ein Reduktionsgetriebe

oder eine Motorbremse zum

Einsatz. Das System aus Kugelgewindetrieben,

Gehäusen, Fest- und

Loslagereinheiten ist sehr flexibel.

www.norelem.de

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Service Handhabung ✔

Zeit Lebensdauer ✔

Kosten senken mit Produktion

FLEXIBILITÄT IN ALUMINIUM

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16 · Fertigung · Produktion · 22. September 2011 · Nr. 38

Maschinenkomponenten

Spindelinnovationen „Made in Switzerland“

Alois Breitenberger El.Ing.HTL

Produktion Nr. 38, 2011

Mit der neuen Plattformspindel HPC190 ist es Step-Tec laut eigenen Angaben

gelungen, alle relevanten Bedürfnisse moderner Werkzeugmaschinen

bezüglich Einbaulänge, Leichtbau und Energie-Effizienz sowie

ein einzigartiges Optionenpaket in einem Durchmesser von 190 mm zu

integrieren.

Über Step-Tec

CH-Luterbach (sm). In die Entwicklung

der komplett neuen Plattformspindel

HPC190 sind nicht

nur alle Erfahrungen des Schweizer

Herstellers Step-Tec eingeflossen.

Die Erkenntnisse aus einem

intensiven Erfahrungsaustausch

mit Maschinenherstellern und

-betreibern sowie insbesondere

auch die Vorgaben der neuen EUP-

Richtlinie, die einen schonenden

Umgang mit den endlichen Ressourcen

verlangt, wurden im Entwicklungsprozess

berücksichtigt.

Bei höherer Leistungsdichte konnte

der Druckluftverbrauch, die aktuell

teuerste Energieform in Werkzeugmaschinen,

gegenüber vergleichbaren

Spindeln reduziert

werden. Ein Vorteil, der sich insbesondere

bei den Lagerschmiersystemen

CGL und LGL bemerkbar

macht.

Die HPC190 löst die Baugrößen

HM170, HVC212 und HVC230 ab

und schließt die Lücke zwischen

den etablierten Baugrößen 150 mm

und 240 mm. Die wahlweise mit

einem Asynchronmotor oder einem

Synchronmotor erhältliche

Step-Tec AG entwickelt und produziert

seit 1995 Hochleistungs- und

Hochgeschwindigkeits-Motorspindeln

für die Bereiche Werkzeug- und

Formenbau sowie Produktion mit

Schwerpunkt in Automobil- und Medizintechnik.

Ob kundenspezifische

Entwicklung oder standardisierte

Baureihe; die Präzisionspindeln verrichten

seit Jahren zuverlässige Zerspanungsarbeit

in den Bearbeitungszentren

führender Maschinenhersteller

weltweit. Bis heute entwickelte

und baute die Firma rund 80 verschiedene

Spindelvarianten im Durchmesserbereich

90-320 mm, welche einen

Leistungsbereich von 1-82 kW abdecken

und Drehmomente von bis zu

1200 Nm bei ihrer leistungsstärksten

Spindel ausweisen.

Step-Tec nutzte die Zeit der Marktberuhigung

der letzten Jahre intensiv

und kann nun in der Phase wirtschaftlicher

Erholung mit einer Reihe von

Neuentwicklungen und Innovationen

neue Maßstäbe setzen. Individuell integriert

bieten diese dem Werkzeugmaschinenbauer

Alleinstellungsmerkmale,

welche eine optimale Positionierung

von Neuentwicklungen unterstützen

oder etablierten Entwicklungen

neues Potenzial verleihen. Die

neuen Produkte zielen insbesondere

auf den Standardleistungsbereich von

Fräsmaschinen (Plattformspindel

HPC190 mm) sowie auf die stetig steigenden

Ansprüche moderner Bearbeitungsprozesse

bezüglich Genauigkeit

und Oberflächengüte, bzw. Thermostabilität

(COOL-Core).

www.step-tec.com

www.step-tec.com

Motorspindel wurde konzipert für

Werkzeuge mit HSK-A63-Schnittstelle

sowie die Varianten ISO 40

oder Capto C6. Sie kann laut dem

Hersteller mit einer Leistung von

42 kW in Werkzeug-, Formenbauund

Produktionsanwendungen

ihre Stärken voll ausspielen. Zur

Auswahl stehen weiterhin die unter

den Aspekten Integrations-,

Betriebs- und Instandhaltungskosten

sowie Einsatzzweck zu definierenden

Lagerschmiersysteme

DOL, (Direct Oil Lubrication) bis

20 000 Upm, CGL (Continuous

Grease Lubrication) bis 18 000 Upm

oder LGL (Lifetime Grease Lubrication)

bis 12 000 Upm.

Der Bereich der aktiven Statorkühlung

wurde auf Basis der bewährten

Opticool-Spindel über den

eigentlichen Statorbereich hinaus

in die Spindelnase erweitert. Dieser

zusätzliche Kühleffekt im Bereich

der Werkzeugaufnahme wirkt wie

eine zusätzliche Barriere gegen den

Wärmefluss. Dies reduziert die thermische

Ausdehnung der Spindelnase,

bzw. des Werkzeugs, was sich

auf die Oberflächenqualität, bzw.

Präzision der gefertigten Teile unmittelbar

positiv auswirkt. Als absolute

Neuheit erhielt diese Spindel

eine Hülse aus faserverstärktem

Kunststoff. Diese Maßnahme reduziert

den Wärmeübertrag auf maschinenseitige

Umgebungsbauteile

auf ein Minimum. Der verbleibende

gleichmäßige, polare Temperatureinfluss

auf den Spindelschlitten

reduziert asymmetrische Verformungen

bzw. macht diese einfach

kompensierbar.

Weitere Besonderheiten der

Plattformspindel HPC 190 sind eine

als Variante erhältliche Wellenklemmung,

die auf eine Integration

von Drehoperationen in Fräsmaschinen

oder auf das spezifische

Marktsegment der „Millturn“-Maschinen

zielt sowie ein modernes

Motorspindeln von Step-Tec

kommen in Maschinen vieler

namhafter Maschinenhersteller

zum Einsatz. Hier die

neue HPC 190.

Bild: Step-Tec

Konzept zur Kühl- und Schmiermedienzufuhr

in das Werkzeug.

Die optionale Dreheinführung ermöglicht

das Einbringen von Kühlschmiermittel,

Minimalmengenschmierung

oder trockener Luft

zur Kühlung von Werkzeug und

Werkstück bis zur Maximaldrehzahl

der Spindel. Unter logistischen

Aspekten dürfte dabei für den Maschinenhersteller

die Möglichkeit

interessant sein, die Spindel bei

Bedarf auf der Maschine jederzeit

mit einer Dreheinführung ausoder

nachzurüsten.

Gleichzeitig werden mit der neuen

Plattformspindel HPC190 alle

heute vom Markt geforderten Sensoren

angeboten. Nachdem Step-

Tec bereits in der Vergangenheit

zusätzlich zur integrierten Sensorik

dem Hersteller Daten und

Schnittstelle zur Zustandsüberwachung

und Diagnose sowie dem

Maschinenbetreiber Informationen

zur Optimierung der Bearbeitungsprozesse

verfügbar gemacht

hat, wurden diese Hilfsmittel bezüglich

Datenerfassung und Datenkommunikation

auf den modernsten

Technologiestandard erweitert.

Das Unternehmen Step-Tec ist

auch auf der derzeit stattfindenden

Metallbearbeitungsmesse EMO

Hannover vertreten: In Halle 27 auf

Stand D44 erhalten Interessenten

weitere Auskünfte zu den Spindelinnovationen

von Step-Tec.

Effizienz-Navi Preis

Material Energie ✔

Service Handhabung ✔

Zeit Lebensdauer ✔

Kosten senken mit Produktion

Kühlschmierstoffe

Magnetabscheideförderer sparen bis zu 20 000 Euro jährlich

Produktion Nr. 38, 2011

Die Bär+Co. Anlagentechnik hat einen neuen Magnetabscheidförderer

entwickelt, der Kühlmittel besonders energiesparend reinigt. Er nutzt

einfache physikalische Gesetze, um mit geringstem Stromverbrauch

hohe Reinigungsleistungen zu erreichen.

Steisslingen (sm). Die Magnetabscheideförderer

(MAF) von

Bär+Co. lösen fast alle Aufgaben

der Kühlmittelreinigung bei der

Bearbeitung von ferritischen Werkstoffen.

Beispiele sind Stahl, Grauguss

und Fe‐Sintermetalle. Jede

Anlage wird individuell angepasst.

Dennoch sind sie kurzfristig lieferbar,

da die Anlagen aus standardisierten

Komponenten bestehen. Je

nach Anforderung versorgt eine

Anlage eine Einzelmaschine oder

als Zentralanlage ganze Fertigungsbereiche.

Die MAF benötigen im Betrieb

wenig Energie, da sie mit einem

sehr hohen Wirkungsgrad arbeiten.

Die Antriebsleistung beträgt

nur ca. 2 % der Leistungsaufnahme

herkömmlicher Systeme bei gleicher

Förder- und Abscheideleis-

Die Bär+Co. Anlagentechnik auf einen Blick

Die Bär+Co. Anlagentechnik GmbH

wurde 1986 gegründet. Das Unternehmen

beschäftigt Mitte 2011 in

Steißlingen bei Radolfzell am Bodensee

27 Mitarbeiter und erreicht

einen Umsatz von 6 Mio Euro.

Hauptkunden sind mittelständische

Unternehmen und internationale

Großbetriebe. Hauptsächliche Branchen

sind der Fahrzeugbau und

Werkzeugmaschinenhersteller. Die

Bär+Co. ist international tätig.

tung. Eine große Anlage mit einer

Durchflussmenge von beispielsweise

5 000 l/min benötigt max.

0,74 kWh Leistung. Zusätzliche

Einsparungen werden durch den

über Jahre wartungsfreien Betrieb

und die Abscheidung ohne Filter-

Verbrauchsmittel erreicht.

So funktioniert ein Magnetabscheidförderer

„Unsere Magnetabscheideförderer

sind besonders effizient. Die

patentierte Konstruktion garantiert,

dass selbst gering magnetische

Verunreinigungen zuverlässig

ausgetragen werden“, so Armin Bär,

der in zweiter Generation als Geschäftsführer

zusammen mit Siegbert

Schroff das Unternehmen

führt. Seit Gründung hat Bär+Co.

etwa 5 000 Kühlmittelreinigungsanlagen,

Späneförderer und

Schleifschlammpressen ausgeliefert.

Die größten Kunden sind in

der Werkzeugmaschinen- und Automobilbranche.

Schematischer Aufbau eines Magnetabscheideförderers

von Bär+Co:

Die laminare Strömung und die geringe

Differenz zwischen der Fördergeschwindigkeit

der Magnetsysteme

und der Strömungsgeschwindigkeit

des Mediums führen dazu, dass

alle Flüssigkeitsphasen lange im Einflussbereich

der Magnetsysteme

bleiben. Das garantiert ein sehr gutes

Abscheideergebnis und damit einen

sehr hohen Wirkungsgrad.

Hohe Einsparungen verspricht das

patentierte Verfahren. Bild: Bär+Co


22. September 2011 · Nr. 38 · Produktion · Materialfluss · 17

Flurförderzeuge

Per Hochhub zum schnelleren Warenumschlag

Produktion Nr. 38, 2011

Toyota Material Handling hat den Trend zum immer schnelleren

Warenumschlag mit steigender Produktvielfalt erkannt und die Baureihe

BT Optio mit neuen Niederhub- und Hochhubkommissionierern

entwickelt.

Langenhagen (hi). Die Kommissionierung

ist eines der stärksten

Wachstumssegmente der Intralogistik.

Hauptgründe dafür sind der

zunehmende Onlinehandel sowie

die steigende Verbrauchernachfrage

nach einer größeren Vielfalt

unterschiedlicher Produkte.

Die beiden neuen Geräte aus der

BT Optio H-Serie legen die Messlatte

für Hochhub-Kommissionierer

noch höher. Mit bis zu 12 Metern

bieten die Geräte die größten Entnahmehöhen

ihrer Klasse, was die

Flexibilität steigert und die Raumnutzung

optimiert, teilt das Unternehmen

mit. Mit einer ersten Vorschau

auf die neuen Niederhubkommissionierer

der BT Optio L-

Serie feiert Toyota Material Handling

außerdem eine Weltpremiere.

Die neuen Geräte OME100H und

OME120HW aus der BT Optio H-

Serie bieten eine maximale Plattformhöhe

von 10,5 Metern für eine

Entnahme in Höhen von bis zu 12

Metern. Optional sind sie mit einer

Hubhöhenvorwahl erhältlich, mit

der automatisch die gewünschte

Regalebene angefahren werden

kann. Fahrgeschwindigkeiten von

bis zu 12 km/h, eine kraftvolle Beschleunigung

und hohe Hub-/

Senkgeschwindigkeiten tragen ihren

Teil zur besonders hohen Produktivität

der Maschinen bei.

Das Absenken der Kabine und

das Bremsen erfolgt regenerativ, es

wird also Energie in die Batterie zurückgespeichert.

Mit der BT Optio

H-Serie ist so je nach Anwendung

auch ein Doppelschichtbetrieb mit

einer einzigen Batterieladung möglich.

Die Batterie selbst steht auf

Rollen und gewährleistet auf diese

Weise einen raschen und unkomplizierten

Wechsel, heißt es.

Optipace-System

überwacht Hubhöhe

Die Modelle der BT Optio H-Serie

können entweder ohne automatische

Führung oder – wie in

Schmalgang-Anwendungen – per

Induktiv- oder Schienenführung

gesteuert werden. Dabei überzeugen

sie gerade bei Diagonalfahrten,

also beim Fahren mit gleichzeitigem

Heben oder Senken der

Kabine. Das so genannte BT-Optipace-System

überwacht kontinuierlich

die Hubhöhe und das Lastgewicht

und passt die Fahrgeschwindigkeit

des Geräts automatisch

den Gegebenheiten an, um

Die Gestaltung der Fahrerkabine gewährleistet laut Toyota eine gute Sicht und

Bewegungsfreiheit für den Nutzer.

Bild: Toyota

maximale Sicherheit zu gewährleisten.

Zusätzlichen Schutz bietet ein

Mehrfach-Fahrerpräsenzsystem,

welches das Gerät erst freigibt,

wenn der Fahrer sicher auf dem

Kabinenboden steht und beide

Hände an der Bedienkonsole hat.

PIN-Codes oder optionale Transponder

stellen sicher, dass nur autorisiertes

Fahrpersonal das Gerät

nutzen kann. Das BT-Totalview-

Design mit offener Konstruktion

der Kabine, Freisichthubgerüst

und Freisicht-Fahrerschutzdach

sorgt dabei für eine hervorragende

Sicht.

Der OME100H verfügt über eine

Tragfähigkeit von 1000 kg sowie

feste oder verstellbare Gabeln mit

Initialhub und ist in neun Kabinenbreiten

von 1000 mm bis 1800 mm

lieferbar. Der OME120HW bietet

bei einer Tragfähigkeit von 1 200 kg

Kleine Verbesserungen

erhöhen die Effizienz

einen begehbaren Ladungsträger

zum Kommissionieren sperriger

Objekte. Beide Basismodelle sind

auch als Kühlhaus-Ausführung erhältlich.

Gerade bei sich wiederholenden

Arbeitsabläufen wie in der Kommissionierung

kommt es auf die

Details an. Schon kleine Verbesserungen

können in der Summe

große Vorteile in puncto Effizienz

und Kosten bewirken. In diesem

Sinne bietet die neue BT Optio L-

Serie eine optimierte Vibrationsdämpfung

(optional), praktische

Ablagefächer, einen integrierten

Folienhalter, eine komfortable Rückenlehne

sowie eine Aufstiegsmöglichkeit

für die Kommissionierung

in der zweiten Ebene an. Ihre

robuste, zuverlässige AC-Antriebstechnik

gewährleistet ein hohes

Leistungsvermögen bei minimalem

Wartungsaufwand, heißt es bei

Toyota. Die als Allzweck-Kommissionierer

für die erste und zweite

Ebene ausgelegten Geräte werden

in der zweiten Jahreshälfte 2011 am

Markt erhältlich sein. Die neue BT

Optio L-Serie umfasst dabei verschiedene

Modelle, teilt das Unternehmen

weiter mit.

www.toyota-forklifts.de

Effizienz-Navi Preis

Material Energie ✔

Service Handhabung ✔

Zeit ✔ Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Langgut-Wabenlager

Mehr Tempo bei Materialbevorratung und Sägezuschnitt

Produktion Nr. 38, 2011

Damit acht CNC-Sägen ohne

Wartezeiten bestückt werden

können, setzt die Thomann GmbH

ein automatisiertes Langgut-Wabenlager

der Friedrich Remmert

GmbH ein.

Löhne (rm). Eine zusätzliche Kommissionierstation

erhöht die Kommissioniergeschwindigkeit

laut

Thomann um mehr als 60 %. Aktuell

werden täglich durchschnittlich 120

bis 130 Picks aus dem 1 200 Kassetten

(Nutzlast je 3 t, Innengröße 6,5 x

0,52 x 0,3 m) umfassenden Lager

entnommen. Jährlich führt der Hersteller

etwa 200 000 Zuschnitte aus.

Werden in Zukunft weitere CNC-

Bearbeitungsmaschinen angeschafft,

lässt sich die derzeitige

Ausbringung mit dem bestehenden

Wabenlager steigern, das 40 x 20 x 12

m (L x B x H) groß ist.

Neben dem Sägezuschnitt übernimmt

Thomann die Bevorratung

und den Transport des Stahls sowie

die Beschaffung von Verbrauchsmaterialien

(C-Teile-Management).

Insgesamt lagert man mehr als

1 000 Sorten Langgut.

Die Möglichkeit, Arbeitsmaschinen

beliebiger Hersteller an das

Lager anbinden zu können, war für

Thomann eine grundlegende Voraussetzung

bei der Auswahl des

Lagers. Denn die bereits vorhande-

Dieses Wabenlager unterstützt die raumoptimierte Lagerung und schnelle

Kommissionierung von Langgut.

Bild: Friedrich Remmert GmbH

nen CNC-Sägen sollten weiterverwendet

und bei Bedarf direkt an das

Lager angebunden werden. Die

wichtigste Anforderung war jedoch

ein hoher Materialdurchsatz. Auch

wenn zukünftig weitere CNC-Maschinen

angeschafft werden sollten,

um zusätzlich eine Endenbearbeitung

mit Planfräsen und Zentrieren

durchführen zu können, wollte

Thomann ohne Wartezeiten an allen

Maschinen arbeiten können.

Zum Einsatz kommt nun ein

Remmert-Wabenlager, das die

raumoptimierte Lagerung von großen

Mengen unterschiedlicher Materialien

unterstützt. Kernstück der

Anlage ist ein Regalbediengerät

(RBG) mit mechanischer Zieh- bzw.

Schubeinrichtung, die einen schnellen

und sicheren Transport der

Kassetten zwischen den Waben und

den Ein- und Auslagerstationen

zulässt. Im Vergleich zu herkömmlichen

RBGs soll diese Lösung laut

Remmert eine hohe Verfügbarkeit

und eine einfache Wartung unterstützen.

Um den hohen Durchsatz nochmals

deutlich zu steigern und die bis

zu 45 Doppelspiele/h des RBG gut

zu nutzen, entschied sich Thomann,

das Wabenlager um eine

Station zu ergänzen. Denn das Lagerverwaltungssystem

ermöglicht

ein so genanntes Multi-Order-Picking.

Das bedeutet, die Positionen

mehrerer Aufträge werden gebündelt

aus den Kassetten entnommen

und in einem zweiten Schritt auf die

verschiedenen Lieferungen aufgeteilt.

Dieses Vorgehen bewirkt laut

Remmert eine deutliche Zeitersparnis

im Vergleich zur chronologischen

Kommissionierung einzelner

Aufträge.

Bis zu 160Picks/Tag

werden kommissioniert

Ein oberhalb der Station angebrachter

Kommissionierkran gewährleistet,

dass die hohe Leistung

des Lagers auch bei den Materialbewegungen

außerhalb des Lagers

beibehalten werden kann. Wegen

der hohen Geschwindigkeit und der

einfachen Bedienbarkeit können

bis zu 160 Picks/Tag über die Station

kommissioniert werden.

Auch bei der Sägestation, die acht

Sägen mit Material versorgt, ist ein

hoher Durchsatz wichtig, damit es

an den Sägen nicht zu Stillstandszeiten

kommt. Realisiert wird der

hohe Durchsatz dadurch, dass im

Lagerverwaltungssystem PRO WMS

Enterprise nicht bei jeder Materialanforderung

eine komplette Kassette

aus dem Bestand ausgebucht

und der Restbestand anschließend

wieder hinzugebucht wird, denn

das kostet Zeit.

Stattdessen werden die entsprechenden

Kassetten in der Station

gepuffert und die Abbuchung der

entnommenen Materialien vom

Bestand erfolgt nur einmal, nämlich

nach Beendigung der Materialbearbeitung

an der CNC-Säge. Dafür

fungieren fünf Kassettenplätze in

der untersten Reihe des Wabenlagers

als Pufferplätze und sind dementsprechend

im Lagerverwaltungssystem

konfiguriert. Sie befinden

sich auf der Lagerseite, die der

Produktion zugewendet ist.

www.remmert.de

Effizienz-Navi Preis

Material

Energie

Service Handhabung ✔

Zeit ✔ Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Jederzeit erweiterbar

Mehrfach profitiert das Stahl-Service-Center

Thomann durch die Integration

eines Langgut-Wabenlagers

von Remmert:

▶▶ Lagerplatz für mehr als 1 000

unterschiedliche Materialien

▶▶ Regalbediengerät für 45

Doppelspiele/h

▶▶ Versorgung von acht Sägemaschinen

▶▶ Kommissionierung von bis zu

160 Lieferpositionen/ Tag

▶▶ 60 % mehr Durchsatz

▶▶ Integrierte Wägetechnik.

▶▶ Direkte Anbindung von CNC-Arbeitsmaschinen


18 · Materialfluss · Produktion · 22. September 2011 · Nr. 38

Flurförderzeuge

Neue Clark-App für Iphones und Ipads

Produktion Nr. 38, 2011

Die Clark App für Iphones und

Ipads steht ab sofort im Apple

Store kostenlos zum Dowload

bereit.

Mülheim an der Ruhr (hi). Interessierte

können sich über zahlreiche

Themen rund um Clark-Welt informieren

und interaktiv das Clark-

Geschicklichkeitsspiel testen.

Auf den Apple-Geräten Ipad und

Iphone dient die Clark-App zunächst

als mobile Informationsplattform.

Abrufen lassen sich Unternehmensdaten,

Geschichtsdaten

und eine Produktübersicht inklusive

Datenblätter der Modelle.

Wichtige Informationen zum Austausch

mit Kollegen, Freunden

und Partnern lassen sich mit der

Clark-App auch direkt und einfach

per Email verschicken. Über eine

Weltkarte mit GPS Funktion können

Interessierte zudem, auf

schnellsten Wege, den Clark-Vertriebspartner

in ihrer Umgebung

finden.

„Neben dem hohen Nutz- und

Informationswert der Informationsplattform

für Clark-Interessierte

bieten wir unserer Händlerschaft

mit der Clark-App auch ein neues

und gleichzeitig innovatives Verkaufs-

und Präsentationsinstrument

für ihre Arbeit bei den kun-

den“, unterstreicht Katrin Czimczik,

Abteilung Marketing der Clark

Europe GmbH.

www.clarkmheu.com

Kunden sollen sich mittels

App einen Überblick

über die Clark-Vertriebspartner

verschaffen

und erhalten Einblick in

die Datenblätter der Modelle.

Bild: Clark

Effizienz-Navi Preis

Material

Energie

Service ✔ Handhabung

Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

RFIDRFID

MateRFID

Das Highlight der RFID-Produkte

von Kathrein stellt die neue UHF-

Reader-Familie RRU4 dar, die für ein

sehr breites Einsatzfeld entwickelt

wurde.

Durch die hohe Gehäuseschutzklasse

IP65 können die Geräte

auch in rauer Umgebung eingesetzt

werden. Mit neuester RFID-Hardware

konnte die Leistungsfähigkeit

speziell auf große Reichweiten,

metallische Umgebung und für den

Einsatz von mehreren Readern auf

engem Raum optimiert werden.

Die modulare Gerätefamilie kann

mit verschiedenen I/O Modulen

sowie mit einem Intelligenz-Modul

auf Linux-Basis ausgestattet

werden.

Ein weiteres Highlight stellt die neue

Low- und Midrange-Antennenfamilie

dar, die erstmals den Einsatz der

UHF-RFID-Technologie im gesamten

Produktionsprozess und in der

Logistik ermöglicht. Ein Wechsel des

RFID-Standards (LF/HF/UHF) in den

verschieden Anwendungsbereichen

innerhalb einer Wertschöpfungskette

ist nicht mehr notwendig.

Kontakt:

Kathrein RFID

Am Kroit 25

D-83123 Amerang

Tel.: +49 8075 914 933 21

Fax: +49 8075 914 933 99

rfid@kathrein.de

www.kathrein-rfid.de

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Lagermodernisierung

Umfassende Umrüstung

im laufenden Betrieb

Produktion Nr. 38, 2011

An neun Wochenenden hat die

Thepas Theves & Partner GmbH

das automatische Kleinteilelager

der Eickhoff Maschinenfabrik und

Eisengießerei auf neuesten Stand

gebracht.

Bad Wildbad (rm). Störungen

und Anlagenausfälle traten immer

häufiger auf, Ersatzteile waren oft

nur schwer zu erhalten, EDV-Mitarbeiter

mit ausreichendem Wissen,

um das Automatiklager softwaretechnisch

zu betreuen, wurden

immer weniger. Schließlich

entschieden sich die Eickhoff-Verantwortlichen,

das rund 20 Jahre

alte Kleinteilelager von Grund auf

zu modernisieren. Dabei setzte der

Maschinenbauer auf Thepas, die

zuvor bereits am Retrofit des Eickhoff-Hochregallagers

mitgewirkt

hatte.

Innerhalb von neun Wochenenden

tauschte der Automationsexperte

den Materialflussrechner

und den Lagerverwaltungsrechner

aus, rüstete die Steuerungen der

Fördertechnik von S5 auf S7 um

und band das neue ERP-System

Baan über eine Schnittstelle an den

Materialflussrechner an. Die Modernisierung

erfolgte schrittweise

im laufenden Betrieb.

Alte und neue Steuerungskomponenten

konnten während der

Modernisierung wegen der umfangreichen

Funktionalitäten des

Materialflussrechners TCS von

Thepas parallel betrieben werden.

Die Bedieneroberflächen des TCS

waren den Eickhoff-Mitarbeitern

vom umgebauten Hochregallager

her bereits bekannt, was den Schulungsaufwand

deutlich reduzierte.

Im modernisierten automatischen

Kleinteilelager (AKL) bevor-

Innerhalb von

neun Wochen

wurde dieses

Kleinteilelager

grundlegend

modernisiert.

Bild: Thepas Theves &


Partner

ratet Eickhoff Maschinenteile. Diese

werden auf 12 744 Plätzen in vier

Gassen gelagert, der Durchsatz

liegt bei rund 800 Ladungsträgern

pro Tag.

Um eine schrittweise Modernisierung

des Altsystems ohne Beeinträchtigung

des laufenden Betriebs

zu organisieren, entwickelte

Thepas ein individuell auf die bei

Eickhoff vorhandene Technik zugeschnittenes

sechsstufiges Konzept.

Im Vorfeld wurden am neuen

Materialflussrechner TCS bereits

Schnittstellen zum alten Lagerverwaltungsrechner,

zum alten Materialflussrechner,

zu den Regalbediengeräten,

zur Fördertechniksteuerung

und zu einem Barcode-

Scanner geschaffen. Da zum Altsystem

keine Dokumentation vorlag,

mussten diese Schnittstellen

teilweise auf der Grundlage von

Datenanalysen erstellt werden.

TCS kontrolliert alle

Bewegungen im Lager

Im Rahmen der ersten Stufe des

Modernisierungskonzepts wurde

zunächst der Lagerverwaltungsrechner

ersetzt, so dass er dem aktuellen

Stand der Technik entsprach.

Außerdem wurde der Materialflussrechner

TCS via Ethernet

zwischen den Lagerverwaltungsrechner

und den alten Materialflussrechner

des Anlagenherstellers

geschaltet, der zu dem Zeitpunkt

noch die Fördertechnik und

die Regalbediengeräte steuerte.

Der TCS fungierte auf diese Weise

als Gateway zwischen dem neuen

ERP-System Baan und der Lager-

und Fördertechnik und kontrollierte

alle Bewegungen im Lager.

Dies bewirkte eine hohe Sicherheit

vor

Systemausfällen.

www.thepas.de

modernisierungsbedingten

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22. September 2011 · Nr. 38 · Produktion · Materialfluss · 19

Flurförderzeuge

Neue Groß-Stapler bis 18 Tonnen

Produktion Nr. 38, 2011

Linde Material Handling löste die

bisherige Großstaplerbaureihe

H100 bis H180 im Traglastbereich

von 10 bis 18 Tonnen ab. Die neuen

Modelle des größten Hydrostaten

des Linde-Produktprogramms

erfüllen gleichzeitig die neuen

Abgasvorschriften der Stufe IIIB/

Tier 4 Interim.

Serienmäßig verbessert wurden die Fahrzeuge unter anderem durch längere

Gabelzinken. Ein größerer Tank erlaubt auch längere Einsatzzeiten. Bild: Linde

Aschaffenburg (hi). Zehn verschiedene

Modelltypen mit Lastschwerpunkten

von 600 und 1200

Millimetern stehen den Kunden für

eine Vielzahl industrieller Anwendungen

zur Wahl. Die Fahrzeuge

bieten dem Fahrer mit der bewährten

Doppelpedalsteuerung, den

Bedienhebeln zur Ansteuerung

der Hubfunktionen (Linde Load

Control) und dem speziell geformten

Lenkrad viel Komfort, teilt das

Unternehmen mit.

Hinzu kommen mit den neuen

Modellen verbesserte Service-Zugänge,

eine zusätzliche Modellvariante

(H100 mit 10 Tonnen Tragkraft

und 1200 Millimeter Lastschwerpunkt),

ein erweitertes, integriertes,

CAN-gestütztes Display

(welches u. a. Ladegewicht, Kraftstoffverbrauch,

Tankstand und Betriebszustand

anzeigt), eine rollengeführte

Aufhängung der Gabelzinken

und universelle Gabelträger

sowie die optionale Beleuchtung

der Trittstufen.

Serienmäßig verbessert wurden

die Fahrzeuge außerdem durch

längere Gabelzinken (gilt für Modelle

mit 600 Millimeter Lastschwerpunkt),

zusätzliche, am

Chassis befestigte Heckspiegel, ei-

nen Spritzschutz für die Hinterräder,

Schiebefenster, eine ausziehbare

Lenksäule und eine 12-V-

Steckdose im Bereich der Fahrerkabine.

Die Kapazität des Treibstofftanks

wurde um mehr als 60

Prozent erhöht und erlaubt längere

Einsatzzeiten bis zum nächsten

Tankstopp. „Die neue Staplerbaureihe

verbindet den feinfühligen,

sparsamen Linde-Hydrostatikantrieb

mit bewährten Cummins-

Motoren, welche die aktuellen

Vorschriften zur Abgassenkung erfüllen”,

sagt Philip Ireland, Leiter

Forschung und Entwicklung bei

der Linde Heavy Truck Division in

Merthyr Tydfil (Wales).

Die neuen Cummins-Motoren

verfügen über serienmäßig verbaute

Dieselpartikelfilter (DPF),

die das Partikel- und Stickoxid-

(NOX)-Emissionsniveau um 90

Prozent bzw. 50 Prozent im Vergleich

zu den Werten der Stufe IIIA/

Tier 3 senken. Für die am 1.1.2014

in Kraft tretende Stufe IV/Tier 4,

plant Linde Material Handling eine

zusätzliche Abgasnachbehandlung

zur Senkung des Stickoxid-

Ausstoßes auf Basis einer Kombi-

nation von EGR-(Exhaust Gas

Reduction)-Technologie und SCR-

(Selective Catalytic Reduction)-

Technologie.

Vereinfachter Zugang zu

den Servicekomponenten

Ein wichtiges Entwicklungsziel

der neuen Baureihe wurde mit

dem modularen Aufbau von

Chassis und Rahmen realisiert,

um auf diese Weise den Zugang

zu den Servicekomponenten zu

vereinfachen. Die Kühlereinheit

befindet sich am Heck des Staplers,

oberhalb des Gegengewichts.

Über beidseitig am Stapler angebrachte

Schlitze wird die Luft angesogen,

durch die Kühleinheit

gezogen und vom Motorraum

und der Fahrerkabine weggeleitet.

Der modulare Aufbau des

Gegengewichtes erlaubt flexible

Fahrzeug-Konfigurationen,

das Unternehmen.

www.linde-mh.de

Effizienz-Navi Preis

Material

Energie

Service ✔ Handhabung ✔

Zeit ✔ Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

so

Lagertechnik

Fachgerechte Lagerung im Fokus

Hans-Jürger Upmeyer

Produktion Nr. 38, 2011

Mitte 2010 wurde das neue AKL-

Lager bei Dataform in Großweismannsdorf

in Betrieb genommen.

Um eine fachgerechte Lagerung

des Kunden Novartis effizient zu

bewältigen, entschied man sich

für das iSC-System des österreichischen

Logistikanbieters YLOG.

Grossweismannsdorf (hi). Seit

über 15 Jahren bietet Dataform

Dialogservices das gesamte Leistungsspektrum

für e-Commerce,

Logistik und Fulfillment an. Dazu

gehören nicht nur flexible Lagerkapazitäten

und ein professionelles

Versandmanagement, sondern

auch ein umfassender Service. Für

die Kunden, zu denen auch Unternehmen

wie Bogner und die Messe

Nürnberg zählen, werden jährlich

insgesamt mehr als 50 Millionen

Einzelartikel umgeschlagen.

In diesen Prozessen bedarf es

daher im Sinne einer qualitativ der

Ware entsprechenden Behandlung

auch einer fachgerechten Lagerung.

Die Logistikzentren Großweismannsdorf

und Nürnberg bieten

so auf über 20 000 Quadratmeter

verschiedene Möglichkeiten wie

Das AKL-Lager mit einer Regalhöhe von sieben Metern wurde nach viermonatiger

Installation in Betrieb genommen.

Bild: YLOG

Fachbodenregalplätze, Palettenplätze

und ein Hängelager für Bekleidung

an. Am Standort Großweismannsdorf

werden seit dem

letzten Jahr Werbemittel und Informationsmaterial

für den Vertrieb

des Arzneimittelkonzerns Novartis

gelagert.

Um den neuen Kunden adäquat

bedienen zu können, entschied

sich Dataform für ein Kleinteilelager

mit Shuttlesystem und damit

für eine automatisierte Lagertechnik.

Die Amortisationszeit der Anlage

wird auf ca. 2 Jahre berechnet.

Die Alternative in Form eines manuellen

Blocklagers auf einer doppelt

so großen Grundfläche war

unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit

weniger attraktiv.

Behälter transportieren

30 kg Gesamtgewicht

Das AKL mit iSC-System von

YLOG – die Behälter und der Regalbau

stammen von Bito (Heiss/Austria),

die Fördertechnik von Interroll

– wurde nach 4 monatiger Installationszeit

in Betrieb genommen. Auf

einer Fläche von 500 Quadratmetern

und mit einer Regalhöhe von

7m werden pro Stunde 400 Behälter

mit 2 Liften und 12 Shuttles umgesetzt.

Die Behälter mit einer Grundfläche

von 600mmx400mm und einer

Höhe von 320mm transportieren

in der Regel ein Gesamtgewicht

von bis zu 30kg.

Mit weiteren Kunden oder zusätzlichen

Produkten ist die Platzanzahl

der Behälter in einem Ausbau

von 3 Stufen vorgesehen: 1.

Stufe bereits vollzogen: 8 000, 2.

Stufe in Betrieb seit 2010: 20 000, 3.

Stufe geplant: 40 000. Für die Aufgabe

der Kommissionierung werden

gegenwärtig drei Personen eingesetzt.

Im Unternehmen umreißt man

die Aufgaben: „Wir sorgen bei allen

Logistik- und Fulfillment-Prozessen

für die fachgerechte Lagerung

und nehmen das Thema Qualitätssicherung

sehr ernst, weil wir

selbstverständlich die Anlieferung

auf Vollständigkeit und Transportschäden

kontrollieren. Unser IT

gestütztes Warenwirtschaftssystem

überwacht alle Vorgänge.“

www.ylog.at

Effizienz-Navi Preis

Material

Energie

Service

Handhabung

Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

TRAPEZGEWINDESPINDELN,

MUTTERN, SONDERGEWINDE,

FÖRDERSCHNECKEN

Gewindespindeln sowie

Präzisionsdreh- und Frästeile

nach IHREN individuellen

Anforderungen. Ihr Wunsch

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22. September 2011 · Nr. 38 · Produktion · Materialfluss · 21

Batteriewechselstation

Sicherer Austausch von Batterietrögen

Produktion Nr. 38, 2011

Zum schnellen und regelmäßigen

Austausch von bis zu 12 t schweren

Batterietrögen stellt Vollert

Anlagenbau eine vollautomatisierte

Batteriewechselstation

bereit.

Fliegender Wechsel

Weinsberg (rm). Auf dem HHLA

Container Terminal Altenwerder

(CTA) kommen erstmals batteriebetriebene

und damit abgasfreie

fahrerlose Containertransporter

zum Einsatz. Die dazu gehörige

Batteriewechselstation hat Vollert

in Zusammenarbeit mit der Gottwald

Port Technology GmbH entwickelt.

Rund 90 fahrerlose dieselhydraulische

und dieselelektrisch betriebene

Automated Guided Vehicles

(AGVs) von Gottwald Port

Technology, einer Tochtergesellschaft

der Demag Cranes AG, sorgen

in Hamburg für den automatisierten

und raschen Containertransport

zwischen der Kaikante

und dem Containerlager. Zur Verringerung

der Abgase und Lärmemissionen

wurde ein möglicher

Umstieg auf batteriebetriebene

AGVs untersucht.

Die ersten neuen Containertransporter

wurden bereits in den

regulären Flottenbetrieb übernommen.

Mit einer automatischen

Wechselstation zum schnellen

Austausch der Batterien unterstützt

Vollert einen reibungslosen

24-h-Betrieb der Fahrzeuge.

Bei der Entwicklung zu berücksichtigen

waren die hohe Last und

die gleichzeitig vorgegebene niedrige

Bauhöhe der AGVs. Die rund 3

x 2,5 m großen Batterietröge mit

einem Gewicht bis 12 t liegen unterhalb

der Fahrzeug-Plattform zur

Aufnahme der Container und damit

besonders tief.

Die Lösung für die Entnahme

und das Wiedereinsetzen der Tröge

besteht in einer Kombination

aus Hochregallager sowie einem 10

m hohen und 4 m breiten schienengeführten

Regalbediengerät

(RBG) mit zwei Fahrantrieben und

einem Hubantrieb. Im unteren

Bereich hat das RBG keine Querverbindung

– nur so kann der darauf

befindliche Teleskopwagen die

tiefliegenden Batterietröge erreichen.

Der Teleskopwagen fährt 3 m

Mit einer automatischen Batteriewechselstation

von Vollert will das

Container Terminal Altenwerder den

Tausch der Energiespeicher beschleunigen:

▶▶ Wechsel in 5 min

▶▶ Batteriegewicht 12 t

▶▶ Regalbediengerät

▶▶ Zwölf Regallagerplätze

▶▶ Automatisches Laden

▶▶ Exakte Positionsbestimmung

Der regelmäßige Austausch der 12 t

schweren Batterien von fahrerlosen

Container-Transportern erfolgt über

eine vollautomatische Batteriewechselstation.

Bild: Vollert Anlagenbau GmbH

unter den Batterietrog, hebt diesen

an und übernimmt ihn zur Einlagerung

auf das Regalbediengerät. An

den zwölf Lagerplätzen des Hochregallagers

werden die Batterien

automatisch elektrisch kontaktiert

und geladen. Im Austausch setzt

das RBG dafür wieder eine frisch

geladene Batterie unter dem AGV

ein. Innerhalb von fünf Minuten ist

damit der Containertransporter

wieder voll einsatzbereit.

Wie im gesamten Betriebsbereich

erfolgt auch die Einfahrt der

AGVs in die Wechselstation automatisch.

Zur exakten Positionsbestimmung

vermisst die Vollert-Anlage

die Transporter in drei Achsen

(Höhe, Breite, Tiefe). Bei einer

Fehlpositionierung, beispielsweise

aufgrund von Schnee- oder

Eisglätte, erfolgt eine Rückmeldung

an die zentrale Steuerung

und das Fahrzeug setzt automatisch

zurück und wiederholt die

Anfahrt.

Zunächst handelt es sich bei der

Batteriewechselstation um eine

Testanlage für zwei Fahrzeuge und

vier Batterietröge zum Beurteilen

der Funktionalität und Zuverlässigkeit

des E-Mobility-Konzepts

von Gottwald Port Technology im

Container-Terminal-Bereich.

Batteriebetriebene AGVs sind

nicht nur umweltgerecht, sondern

eröffnen angesichts steigender

Kraftstoffpreise auch ein Potenzial

zur Senkung der Betriebskosten.

Wird die Testphase erfolgreich abgeschlossen,

plant das Unternehmen

nach eigenen Angaben die

Einführung weiterer batteriebetriebener

AGVs mit einer entsprechenden

Erweiterung der Batteriewechselstation.

www.vollert.de

Effizienz-Navi Preis

Material

Energie

Service Handhabung ✔

Zeit ✔ Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

flurförderzeuge

Speziell für die Handhabung

geschlossener Paletten

Produktion Nr. 38, 2011

Jungheinrich entwickelte einen

neuen Elektro-Deichselstapler

in Breitspurausführung. Das

Gerät wurde insbesondere für die

Handhabung von geschlossenen

Paletten konzipiert.

Der Deichselstapler ist für die flexible Handhabung von Sondergütern geeignet.

Paletten können auch quer aufgenommen werden. Bild: Jungheinrich

hamburg (hi). Bei dem neuen

Jungheinrich-Fahrzeug vom Typ

EJC B14/16 handelt es sich um einen

Elektro-Deichselstapler in

Breitspurausführung. Dadurch ist

das Gerät besonders für die flexible

Handhabung von Sondergütern

geeignet. Auf Grund der seitlich

herausgezogenen Radarme und

der bis auf den Boden absenkbaren

Schmiedegabeln kann der Stapler

bei der Lastaufnahme die Ladeeinheit

unterfahren.

„Somit ist es möglich, dass geschlossene

Paletten wie bei einem

freitragenden Gabelstapler auch

quer aufgenommen werden können“,

erläutert Stefan Hirt, Leiter

Produktmanagement Deichselfahrzeuge

bei Jungheinrich.

Der neue Deichselstapler ist mit

einem leistungsstarken Fahrmotor

(1,6 kW) der aktuellen Drehstromgeneration

von Jungheinrich ausgestattet.

Ein hoher Wirkungsgrad

und eine kräftige Beschleunigung

kennzeichnen den wartungsfreien

Drehstrommotor des EJC B14/16.

Stefan Hirt: „Dessen Mehr an Leistungsfähigkeit

geht einher mit einer

gleichzeitigen Reduzierung der

Betriebskosten.“ Durch ein optionales

integriertes Ladegerät ist es

möglich, die Batterie bequem und

zuverlässig an jeder 230-Volt-

Steckdose aufzuladen.

Fahrzeug mit besserem

Energie-Verbrauch

Mit dem Elektro-Deichselstapler

ist der Bediener in der Lage, Lasten

in Hubhöhen von bis zu 5.350 Millimetern

zu heben. Der elektronisch

geregelte Hubmotor (3 kW)

sorgt dabei für ein schnelles, aber

gleichzeitig auch für ein sanftes

und leises Heben oder Senken der

Last. Der EJC B14/16 wurde zudem

mit einer geregelten Hydraulik

ausgerüstet. „Im Vergleich zum

Vorgängermodell konnten unsere

Ingenieure die Feinfühligkeit, die

Lautstärke beim Heben und insbesondere

den Energieverbrauch des

Fahrzeugs verbessern“, so Hirt weiter.

Als Option kann das Gerät mit

einem speziellen System zum sanften

Absetzen von sensiblen Lasten

ausgestattet werden. Dabei wird

auf den letzten 300 Millimetern vor

dem Boden die Senkgeschwindigkeit

automatisch reduziert, teilt das

Unternehmen mit.

www.jungheinrich.de

Effizienz-Navi Preis

Material Energie ✔

Service

Handhabung

Zeit ✔ Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Verpackungen

Sicherer Versand

elektronischer Bauteile

Produktion Nr. 38, 2011

ESD-Verpackungen (Electro Static

Discharge) der Ratioform GmbH

verhindern statische Aufladung

und erhalten empfindliche Fracht

funktionstüchtig.

Pliening (rm). Mikroprozessoren,

Platinen oder Chips müssen beim

Verschicken und Lagern mit speziellen

Verpackungen geschützt werden,

weswegen Ratioform das entsprechende

Sortiment seiner ESD-

Verpackungen erweitert hat. Es

gibt nun drei verschiedene Arten

von ESD-Beuteln für unterschiedliche

Schutzbedürfnisse und Anwendungsfelder.

Für die meisten elektronischen

Bauteile genügen antistatische

Beutel, die elektrische Ladungen

über ihre Oberfläche ableiten.

Mehr Schutz bieten die elektrisch

leitfähigen Beutel und maximale

Sicherheit für hochempfindliche

Teile soll es mit den Highshield-

Abschirmbeuteln geben, die einen

Faradayschen Käfig um den Inhalt

herum entstehen lassen.

Für die vollständige ESD-Verpackung

ist weiteres Zubehör im

Programm. Tyvek-Trockenmittelbeutel

absorbieren Feuchtigkeit

und verhindern so Schäden bei der

anschließenden Weiterverarbeitung

der elektronischen Bauelemente.

In transparente Beutel eingebrachte

Feuchtigkeitsanzeiger

informieren mittels Farbverände-

Diese ESD-Verpackung ist mit Warnhinweis,

Feuchtigkeitsanzeiger und

Trockenmittelbeutel ausgestattet.


Bild: Ratioform Verpackungen GmbH

rung über die Luftfeuchtigkeit im

Inneren der Verpackung. Und auf

die Einhaltung der ESD-Maßnahmen

weisen aufgebrachte Warnetiketten

hin. Für den sachgerechten

Verschluss sind Folienschweißgeräte

zuständig.

Ohne Zubehör kommen die in

diversen Größen vorliegenden

ESD-Komplettverpackungen aus.

Die Versandbox Cortronic hat eine

leitfähige Abschirmschicht auf der

Wellpappe und kann mit passenden

antistatischen Schaumpolstern

ausgekleidet werden, teilt das

Unternehmen mit.

www.ratioform.de

Effizienz-Navi Preis

Material

Energie

Service

Handhabung

Zeit Lebensdauer ✔

Kosten senken mit Produktion


22 · Materialfluss · Produktion · 22. September 2011 · Nr. 38

Lagertechnik

Werkzeuge schneller an den Mann

Produktion Nr. 38, 2011

Die Bito-Lagertechnik Bittmann

GmbH als Systempartner des

Generalunternehmers Gebhardt

Fördertechnik lieferte an die

HaWe-Werkzeuge ein Automatisches

Kleinteilelager (AKL) in

Kingsize-Ausführung mit rund

60 000 Stellplätzen für die schnellere

Kundenbelieferung.

Meisenheim (hi). Als Vollsortimenter

mit über 9 000 verschiedenen

Artikeln beliefert die HaWe-

Werkzeuge GmbH & Co. KG mehr

als 3 000 Kunden. Damit diese ihre

Qualitätswerkzeuge pünktlich erhalten,

legt das Unternehmen großen

Wert auf reibungslose Kommissionierabläufe.

Gegründet im Jahr 1936 und bis

heute konsequent auf Wachstumskurs

– so lässt sich die Erfolgsgeschichte

des mittelständischen

Handelsunternehmens HaWe-

Werkzeuge Hans Werner GmbH &

Co. KG in Laupheim bei Ulm in aller

Kürze beschreiben. 1936 machte

sich der Gründer Hans Werner

mit Holzbearbeitungs-Werkzeugen

auf den Weg und bereiste die

Händler in Süddeutschland und

Österreich. Doch die Kunden wollten

bald mehr als nur Hobel,

Schmiegen oder Winkel. Deshalb

wurde das Verkaufsprogramm mit

der Zeit um Handwerkszeuge von

renommierten Herstellern aus

Gelagert werden KLT mit den Abmessungen 600 x 400 x

320 mm. Der Platz wird optimal genutzt. Bild: Bito

dem Raum Wuppertal und Remscheid

erweitert. Zudem veranlasste

die Warenknappheit in der

Nachkriegszeit Hans Werner zur

Errichtung eines Auslieferungslagers

für seine Vertretungsfirmen,

um die Kunden besser versorgen

zu können. Aus dem Handelsbetrieb

entwickelte sich so ein Großhandel,

weshalb in den 1950er-

Jahren die Umsiedlung in ein neues

Industriegebäude anstand. Nachdem

hier mit der zweiten Ausbaustufe

die Kapazitätsgrenzen erreicht

waren, verlagerte HaWe das

erneut expandierende Unternehmen

an den jetzigen Standort, der

in vier Bauabschnitten auf mehr als

8000 Quadratmeter Lagerfläche

ausgeweitet wurde. Nach wie vor

wächst die Firma HaWe-Werkzeuge,

deshalb sahen sich der Gründersohn

und Geschäftsführer,

Dipl.-Kaufmann Gerd Werner, und

dessen Sohn, Dipl.- Betriebswirt

Rainer Werner, im Jahr 2009 veranlasst,

in einem fünften Bauabschnitt

ein Hochregallager zu errichten

und die Kommissionierung

zu modernisieren. Dafür gab es

klare Zielvorstellungen und Anforderungen,

mit denen sich die angefragten

Lager- und Fördertechnik-

Lieferanten wie die Gebhardt Fördertechnik

GmbH auseinandersetzen

mussten. Erschwerend kam

hinzu, dass die neue Halle mit dem

Hochregallager und dem Wareneingang,

der Kommissionierung

und der Versandvorbereitung in

den bestehenden Standort integriert

werden sollte.

Dazu erläutert Rainer Werner:

„Als Vollsortimenter beliefern wir

ausschließlich Baustoff-, Eisenwaren-

und Branchen-Fachhändler

mit über 9 000 verschiedenen Artikeln.

Unsere Kunden schätzen un-

Die Bito-Behälter können platzsparend ineinander oder

aufeinander gestapelt werden.

Bild: Bito

sere hohe Lieferbereitschaft von

nahezu 99 Prozent. Unser Sortiment

lässt in der Breite wie in der

Tiefe keine Wünsche offen. Die

Händler stehen heute unter großem

Zeit- und Leistungsdruck und

können demnach nicht lange auf

dringend benötigtes Qualitätswerkzeug

warten. Da es aus Platzgründen

besonders bei hohem

Auftragseingang zu langen Abwicklungszeiten

kam, entschlossen

wir uns zum Neubau einer Lagerhalle

mit Behälter-Hochregallager

und Fördertechnik zur Ver- und

Entsorgung von mehreren Kommissionierplätzen.“

Die Anfragen

bei potenziellen Lagersystem-Anbietern

brachten verschiedene Lösungsvorschläge.

Am Ende überzeugte

das Komplettangebot, das

die Gebhardt Fördertechnik als

Generalunternehmer offerierte.

Gebhardt nahm für die Gewerke

AKL und Behälter die Firma Bito

ins Boot, mit der man schon bei

verschiedenen Projekten sehr gut

zusammenarbeitete. Baldur von

Entress Fürsteneck, Leiter Bauobjekte

bei Gebhardt Fördertechnik:

„Eine Herausforderung bestand

darin, auf dem vorhandenen Gelände

das Lager zu errichten. Das

war aufgrund der Lage und Topografie

nicht einfach. Das erschwerte

auch den Anlagenbau und die

Fördertechnik. Dabei mussten wir

den vorgegebenen zeitlichen Rahmen

einhalten. Jetzt haben wir ein

recht hohes Lager in Massivbauweise,

das in Brandschutzklasse

F90 ausgeführt wurde.“

Vorteil: Vermeidung der

Schnittstellen-Problematik

Das Gesamtprojekt an den GU

Gebhardt zu vergeben, hatte für

den Kunden HaWe den großen

Vorteil, nur einen Ansprechpartner

zu haben und somit die leidige

Schnittstellenproblematik zu vermeiden.

Das AKL war selbst für die erfahrenen

Anwendungstechniker von

Bito eine anspruchsvolle Herausforderung.

Beim Kleinteilelager für

HaWe handelt es sich um das größte

beziehungsweise höchste bis

dato gebaute ‚inneneingestellte‘

AKL. Außerdem wurden von dem

Lagerspezialisten auch die Zugangs-

und Fördertechnikbühne

geliefert.

www.bito.de

Rfid

Prompte Belieferung per Funk

Produktion Nr. 38, 2011

Unter dem Namen ECOSIT RFID

Bin hat die Bielefelder Böllhoff

Gruppe eine Lösung entwickelt,

die die Wertschöpfungskette von

Industrieunternehmen optimiert.

Bielefeld (hi). Im Fokus steht die

Logistik so genannter C-Teile, deren

Beschaffung unter betriebswirtschaftlichen

Gesichtspunkten

traditionell mit vergleichsweise

hohem Aufwand verbunden ist.

Hierbei erschließt das neue System

erhebliche Kostenvorteile und

trägt gleichzeitig zu hoher Versorgungssicherheit

bei.

Heute ist es wichtiger denn je

über ein Belieferungssystem zu

verfügen, welches die Versorgungssicherheit

bei höchster Volatilität

des Fertigungs- und Beschaffungsvolumens

auffängt. Hier ist es Böllhoff

gelungen, die RFID-Technologie

sinnvoll und Nutzen bringend

in die bestehende Supply Chain

der Kunden einzubringen.

RFID wird heute schon überall

dort eingesetzt, wo automatisch

erkannt und überwacht werden

soll. Im privaten Bereich sind Kfz-

Wegfahrsperren, Skipässe und

Diebstahlsicherungen im Einzelhandel

die bekanntesten Anwendungen.

Dagegen galt es bisher als schwierig

die RFID-Technologie für Produkte

anzuwenden, die aus Metall

sind und somit die Funkwellen

abschirmen könnten. Daher sind

RFID-Systeme in Belieferungssystemen

für C-Teile bisher kaum zu

Das RFID-Etikett

wird auf dem Behälter

angebracht.

Es ermöglicht nach

Unternehmensangaben

eine größere

Versorgungssicherheit.


Bild: Böllhoff

finden. Noch hat sich hier kein

System für eine breitere Anwendung

im Markt etabliert.

So werden heute in der Regel

Barcodes an den Behältern eingesetzt,

in denen Unternehmen ihre

Teile lagern. Bei Bedarf werden die

Barcodes manuell mit Scannern

erfasst und die Daten in weiteren

Arbeitsschritten an den Lieferanten

übermittelt. Die Waren werden

kommissioniert und geliefert. Die

Erfassung und Übermittlung der

Daten findet in definierten Intervallen

statt. Im ungünstigsten Fall

kann es sein, dass gerade alle leeren

Behälter gescannt wurden und

kurz danach ein weiterer Behälter

leer läuft.

RFID auch für die

C-Teile-Beschaffung

Als eines der ersten Unternehmen

der Branche ist es Böllhoff

jetzt gelungen, die moderne RFID-

Technologie auch für die Beschaffung

von C-Teilen zu erschließen.

Das Ergebnis: Belieferungen können

so deutlich schneller und flexibler

erfolgen als bisher. Dies spart

Zeit, reduziert Kosten und senkt

gleichzeitig auch das Risiko von

Versorgungsengpässen.

www.boellhoff.com

Effizienz-Navi Preis

Material

Energie

Service ✔ Handhabung ✔

Zeit ✔ Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Flurförderzeuge

Hybrid-Einsatz im Hafen

Produktion Nr. 38, 2011

Die Hamburg Port Authority (HPA)

übernahm kürzlich einen Still RX

70 Hybrid, den weltweit ersten

Hybrid-Gabelstapler aus Serienproduktion.

Hamburg (hi). Im Rahmen einer

Feier überreichte Bert-Jan Knoef,

Vorsitzender der Geschäftsführung

von Still, den Schlüssel für einen RX

70 Hybrid an HPA-Geschäftsführer

Jens Meier. Auch Bürgermeister

Olaf Scholz nahm an der Übergabe

teil und gratulierte den beiden Parteien

zu dieser Partnerschaft.

Die HPA betreibt ein zukunftsorientiertes

Hafenmanagement

aus einer Hand. Das Hamburger

Traditionsunternehmen Still versteht

sich nach eigenen Angaben

als innovativer Anbieter intelligen-

Still-Geschäftsführer

Bert-Jan

Knoef (mitte),

HPA-Geschäftsführer

Jens Meier

(rechts) und

Hamburgs Bürgermeister

Olaf

Scholz.


Bild: Still

ter Intralogistiklösungen, ebenfalls

aus einer Hand. Nun arbeiten beide

Parteien erstmals zusammen.

Zukunftsorientiert und innovativ

bedeutet für sie vor allem eins:

Nachhaltiges Wirtschaften. Der

Hybridantrieb macht den RX 70

Hybrid zum weltweit nachhaltigsten

Gabelstapler – und zu einem

starken Zeichen für ökologische

Verantwortung.

Der RX 70 Hybrid von STILL ist

eine Weiterentwicklung des Dieselstaplers

RX 70, seines Zeichens

der energiesparendste Gabelstapler

seiner Klasse. Der neue Hybridantrieb

ermöglicht es, den Energieverbrauch

erneut um bis zu 15

Prozent zu senken.

www.still.de

Effizienz-Navi Preis

Material Energie ✔

Service

Handhabung

Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion


22. September 2011 · Nr. 38 · Produktion · Automatisierung · 23

Automobilbau

Schwere Lasten dynamisch und sicher positionieren

Produktion Nr. 38, 2011

Speziell für Rohbauanwendungen in der Automobilindustrie hat der

Rundtischspezialist Fibro einen modular aufgebauten Schwerlastpositioniertisch

entwickelt, der große und schwere Teile oder Vorrichtungen

zügig und präzise positioniert.

leistungsoptimiertes Konzept um.

Der lebensdauergeschmierte und

wartungsfreie ‚FIBROMAT‘ wird

über eine Stirnradverzahnung angetrieben

und ist auf Wunsch mit

Weinsberg (mg). Als erster Anbieter

überhaupt setzt Fibro nach eigenen

Angaben bei einem Positioniertisch

dieser Größe ein konsequent

modulares und damit preispneumatischer

Indexierung ausgestattet.

Im Gegensatz zu konventionellen

Positioniertischen mit

Zylinderkurve sei das Getriebe

beim FIBROMAT nicht selbsthemmend,

so dass die Kraft bei einem

plötzlichen Stromausfall oder Notstopp

nicht auf die Kurve übertragen

werde. Schäden an der Mechanik

des Rundtischs seien damit

ausgeschlossen. Zudem schwingt

sich der Tisch selbst bei großen

Aufbauten während der Positio-

nierung nicht auf, so Fibro. Mit einem

Antrieb ausgestattet, deckt

der Positioniertisch rund 80 % aller

möglichen Anwendungen ab. Mit

zwei parallelen Antrieben lassen

sich kürzere Schaltzeiten realisieren

oder das Regelverhalten bei

großen Lasten optimieren.

www.fibro.com

Effizienz-Navi Preis ✔

Material

Energie

Service ✔ Handhabung

Zeit ✔ Lebensdauer ✔

Kosten senken mit Produktion

FIBROMAT AT.1000 im Einsatz im Karosserie-Rohbau

in der Automobilindustrie.

Bild: Fibro

Erkennt kleinste

Farbnuancen

Produktion Nr. 38, 2011

Der neue Farbsensor ‚True Color

Sensor BFS 33M‘ von Balluff unterscheidet

selbst kleinste Farbnuancen

ohne weiteres.

Neuhausen (sp). Mit dem neuen

Farbsensor BFS 33M präsentiert

Balluff einen Echtfarbensensor,

der sämtliche Objekte zielsicher

unterscheiden kann. Selbst kleinste

Farbnuancen, geringste Graustufendifferenzen

oder minimale

Änderungen in der Oberflächenbeschaffenheit

detektiert er mühelos.

Präzise erkennt er ein Objekt

und schaltet den entsprechenden

Ausgang blitzschnell durch. Bis zu

sieben Objekte werden so über die

Schaltausgänge abgebildet. Zusätzlich

lassen sich die L*a*b-

Farbwerte auch direkt über eine

serielle Schnittstelle ausgeben.

E20001-F120-P200

Machen Sie aus dem Kostenfaktor

Energie einen Erfolgsfaktor

Intelligentes Energiemanagement für eine anlagenweite Optimierung des Energiehaushalts

Energiemanagement mit SIMATIC

Für schnelle Prozesse: Balluffs Farbsensor

schaltet mit einer Frequenz

von 1,5 kHz.

Bild: Balluff

Durch eine spezielle Kompensation

und durch einen individuellen

Abgleich erreicht der Sensor laut

Hersteller über einen langen Zeitraum

eine extrem hohe Genauigkeit.

Der BFS 33M ist mehr als ein

einfacher Farbsensor. Als True-

Color-Sensor erkennt er präzise

jede Farbe des technischen Farbraums,

was ihn für den Einsatz in

der Robotik, in der automatisierten

Montage, in der Verpackungsindustrie

oder auch in der Holzindustrie

prädestiniert. Das robuste

Sensorgehäuse aus Aluminium erfüllt

die speziellen Bedürfnisse des

Maschinen- und Anlagenbaus. Der

Sensor wird zusammen mit einem

Lichtleiter eingesetzt, so lassen

sich Applikationen auch unter besonders

widrigen Umgebungsbedingungen

und engen Einbauverhältnissen

realisieren.

In Verbindung mit einer optionalen

Optik von Balluff sind Tastweiten

von bis zu 400 mm und

weiter ohne weiteres möglich.

www.balluff.com

Effizienz-Navi Preis

Material

Energie

Service Handhabung ✔

Zeit ✔ Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Im Rahmen von SIMATIC®, dem weltweit führenden

Automatisierungssystem, bietet Siemens effiziente

Lösungen zur nachhaltigen Optimierung der Produktivität

von Maschinen und Anlagen. Eine entscheidende

Rolle in diesem Zusammenhang spielt

der Faktor Energie – heute mehr denn je, angesichts

knapper werdender Ressourcen, steigender

Preise sowie der erhöhten Sensibilität für Umweltfragen.

SIMATIC ermöglicht die Implementierung

eines durchgängigen und integrierten Energiemanagements,

mit dem sich Einsparpotenziale identifizieren,

evaluieren und realisieren lassen. Das

schafft die Voraussetzungen für eine nachhaltige

Optimierung der Energieeffizienz, was nicht nur

der Umwelt zugutekommt, sondern auch enorme

Einsparungen ermöglicht.

B.Data: das Managementsystem für eine

transparente Energiebilanz

Mit B.Data steht ein umfassendes Werkzeug für effektives

Energiemanagement auf Unternehmensebene

zur Verfügung. Das innovative Managementsystem,

das die Phasen Identifizieren, Evaluieren und Realisieren

im Energiemanagement-Prozess abdeckt,

ermöglicht eine optimierte und wirtschaftliche Energiebetriebsführung

in den Bereichen Monitoring,

Controlling, Planung und Energieeinkauf.

SIMATIC powerrate: intelligentes Energiemanagement

für SIMATIC WinCC und SIMATIC PCS 7

SIMATIC powerrate in den Ausprägungen für das

Prozessleitsystem SIMATIC PCS 7 und die Visualisierungssoftware

SIMATIC WinCC macht den Energieverbrauch

einer Anlage transparent. Damit lassen

sich energieintensive Verbrauchsgeräte zielsicher

erkennen. Dazu erfasst die Software alle energierelevanten

Verbrauchsdaten der Anlage und ordnet

sie dem Verursacher zu. Im Anschluss daran werden

diese Daten von der Steuerung SIMATIC S7 komprimiert

(Mittelwerte) und im Speicher für den Fall

eines Kommunikationsausfalls aufgezeichnet.

Die Verbrauchsdaten werden in SIMATIC WinCC

und SIMATIC PCS 7 klar und übersichtlich visualisiert

und in Archiven gespeichert sowie in die Bedienund

Beobachtungsoberflächen des Basissystems

integriert. Dank der automatischen Zuordnung auf

Kostenstellen lassen sich verborgene Einsparpotenziale

durch den Vergleich von Verbrauchsprofilen

und Kosten aufspüren und nutzen.

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EINFACH. SCHNELLER. MESSEN

24 · Automatisierung · Produktion · 22. September 2011 · Nr. 38

Pharmaindustrie

Handhaben und steuern:

Der Roboter führt Regie

Produktion Nr. 38, 2011

Das Retrofitting bestehender Anlagen stellt zuweilen höhere Anforderungen

als die Realisierung völlig neuer Lösungen. Eine Zelle für die

Verkettung einer Verpackungslinie in der Pharmaindustrie zeigt, wie

sich bewährte Fertigungseinrichtungen mit intelligenter Automation

schnell und wirtschaftlich wieder auf Höchstleistung trimmen lassen.

Dortmund (mg). Im Werk für Endmontage

und Sekundärverpackung

setzt Vetter, Hersteller von

aseptisch vorgefüllten Spritzensystemen,

Karpulen und Vials, auf

moderne Fertigungsbedingungen.

Um die Leistungsfähigkeit der Produktion

auf höchstem Niveau zu

halten, stand die Investition in eine

hochleistungsfähige Automatisierungszelle

an, die die Verkettung

einer Produktionseinrichtung mit

einer Verpackungslinie übernimmt.

Was sich zunächst einfach

anhört, entwickelt sich bei genauer

Betrachtung als sehr anspruchsvolles

Automatisierungsprojekt,

wie Dipl.-Ing. Michael Frieß, Projektleiter

des mit der Realisierung

betrauten Systemintegrators Erhardt

& Abt, heute weiß: „Die komplette

Anlage, auf der vorgefüllte

Eine technische

Besonderheit im

Verkettungsprozess:

Die eingehende

Förderbandstrecke

kann bis zu

einem klar definierten

Punkt als

Stauzone genutzt

werden. Bild: Adept

Spritzensysteme hergestellt und

verpackt werden, läuft rund um die

Uhr. Der Austausch der Verkettungszelle

musste deshalb in den

Wartungsphasen erfolgen. Pünktlich

zum Produktionsbeginn musste

die Anlage störungsfrei in Betrieb

gehen. Und das bei einem

technisch durchaus anspruchsvollem

Projekt, das an die Robotik und

Greiftechnik hohe Anforderungen

stellt.“

Ganze vier Quadratmeter standen

für die Realisierung der kompletten

Lösung zur Verfügung. Die

Aufgabe besteht darin, Blister mit

vorgefüllten Spritzensystemen, die

über ein Förderband in zwei, drei

oder fünfreihiger Ausführung ankommen

auf die Becherkette einer

Verpackungsmaschine umzusetzen.

Dort erfolgt dann die Sekundärverpackung

der Produkte. Die

geforderte Taktzeit für die komplette

Handhabung beträgt 30 Zyklen

pro Minute.

In der realisierten Anlage führt

ein Adept Viper s850 „Regie“, denn

der Sechsachser übernimmt nicht

nur die Handhabungsaufgaben,

auch die komplette Steuerung der

Zelle läuft über den Robotercontroller.

Der Adept Sechsachser mit

850 mm Reichweite ist laut Michael

Frieß die perfekte Wahl: „Die Entscheidung

zur Integration des Viper

s850 fiel aufgrund der überlegenen

Performance der Maschine

im Hinblick auf Reichweite, Geschwindigkeit

und Traglast. Gleichzeitig

hatten wir es mit exakt vorgegebenen

und engen Platzverhältnissen

zu tun, so dass nur ein Roboter

in sehr kompakter Bauweise wie

der Viper s850 in Frage kam.“

‚Adept Viper s850 ist im Sinne

der green automation perfekt‘

Grundsätzlich lege man bei Erhardt

& Abt großen Wert darauf,

den oder die eingesetzten Roboter

optimal auf die Applikation abzustimmen.

„Überdimensionierte

Roboter würden die Kostenseite in

zweifacher Hinsicht belasten. Sie

wären nicht nur in der Anschaffung

teuerer, sondern auch bei den

Energiekosten. Deshalb ist der Adept

Viper s850 im Sinne einer green

automation die perfekte Lösung“,

so Frieß. Die komplette Zelle wird

über den Robotercontroller gesteuert.

Die Möglichkeiten und die

Komplexität des Adept-CX-Controllers

ermöglichte die Integration

aller relevanten Funktionen in die

Robotersteuerung. Durch die aus-

Um alle Blistervarianten handhaben zu können, kommen derzeit drei verschiedene

Greifsysteme (Vakuumgreifer) zum Einsatz.

Bild: Adept

gezeichnete Performance dieses

Controllers konnte auf eine übergeordnete

SPS verzichtet werden.

Auch die Programmierung der Anlage

setze Maßstäbe. Müssen neue

Blistervarianten angelernt werden,

ist das vom Bedienpersonal in Eigenregie

zu bewerkstelligen.

Der Ablauf in der Zelle sieht so

aus: Die ankommenden Teile laufen

gegen einen Anschlag, wo optische

Sensoren die Blister erkennen

und den Fahrauftrag für den Roboter

auslösen. Die Abholposition ist

statisch, während das Ablegen

bandsynchron erfolgen muss. Um

den Verkettungsprozess so flexibel

wie möglich zu gestalten, haben

die Spezialisten von Erhardt & Abt

alle Register gezogen. So kann die

eingehende Förderbandstrecke,

die entkoppelt von der Becherkette

der Verpackungsmaschine läuft,

bis zu einem klar definierten Punkt

als Stauzone genutzt werden.

Reicht dies als Puffer nicht aus,

bringt eine zusätzliche Pufferstation,

in der der Roboter die Blister

zwischenlagern kann, zusätzliche

Flexibilität.

Um alle Blistervarianten handhaben

zu können, kommen derzeit

drei verschiedene Greifsysteme

zum Einsatz. Dabei handelt es sich

um Vakuumgreifer, in denen jede

Menge Know-how steckt, wie Prokurist

Frieß weiß: „Die Greiferent-

wicklung ist eine Kernkompetenz

von Erhardt & Abt. In diesem Fall

galt es, die beiden gegenläufigen

Kriterien Leichtbau und Verwindungssteifigkeit

zu vereinen. Mit

einer innovativen Bauweise aus

Aluminium und Kunststoff und

unter konsequentem Einsatz der

Klebetechnik gelang unseren Spezialisten

die Quadratur des Kreises.

Selbst der 875 Millimeter lange

Fünffachgreifer wiegt nur knapp

drei Kilogramm und gerät trotz der

extremen Beschleunigungen beim

Handhabungsprozess nicht in

Schwingung.“ Zu dem sehr schnellen

und dennoch schwingungsfreien

Handhabungsprozess trage

auch das hervorragende Beschleunigungsverhalten

des Adept Roboters

bei.

Derzeit laufen drei unterschiedliche

Blistervarianten über die Anlage.

Wird von einem Format auf

ein anderes umgestellt, steht ein

manueller Greiferwechsel auf dem

Programm. Der Zeitaufwand hierfür

ist dank Schnellwechselsystem

auf ein Minimum begrenzt. Alles in

allem dauert die Umrüstung der

Anlage maximal fünf Minuten. Der

Restart der Anlage verläuft anschließend

nach einer Plausibilitätsprüfung

über RFID-Technologie

absolut verwechslungssicher.

www.adept.de

www.erhardt-abt.de

Revolution in der

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DSM vertreibt

Planar-Displays

Produktion Nr. 38, 2011

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München (sp). Die DSM Computer

hat im Zuge der Fusion mit dem

Display-Spezialisten ABLE Design

die Distribution der Displays von

Planar Systems übernommen. Die

Elektrolumineszenz-Displays (EL)

von Planar sind besonders robust

und für vielfältige Anwendungen

mit extremen Umgebungsanforderungen

ausgelegt. Der Display-

Spezialist Planar Systems verfügt

über 28 Jahre Engineering-Erfahrung.

Technologisch führend seien

dem Vernehmen nach die Elektrolumineszenz-Displays

von Planar,

die vor allem in den Bereichen

Transportation, Bahntechnik,

Raumfahrt und Sicherheitstechnik

die richtige Wahl sind. Dank der

implementierten Thin-Film-Electroluminescent-Technologie

(TFEL), die von Planar selbst entwickelt

wurde, können die Displays

auch bei extremen Temperaturen

von -60° bis + 85 °C arbeiten. Darüber

hinaus weisen sie eine hohe

Schock-, Beschleunigungs- und

Vibrationsfestigkeit auf und sind

unempfindlich gegen Staub.

www.dsm-computer.de


22. September 2011 · Nr. 38 · Produktion · Praxis · 25

MIG-/MAG-Schweissen

Höhere Nahtqualität plus Zeitgewinn

Dieter Schnee

Produktion Nr. 38, 2011

Zwei Schweißverfahren der EWM GmbH haben der Meiser-Gruppe,

Hersteller von Gitterrosten und Treppenanlagen, Fortschritte bei Qualität

und Effizienz gebracht.

Mündersbach (rm). Bis vor Kurzem

wurden im Werk Oelsnitz/

Vogtland Baustähle S235 und S355

mit herkömmlichen Schweißstromquellen

gefügt, die wegen

ihrer Verfahrenscharakteristiken

nicht bei allen Fügeaufgaben perfekte

Arbeit leisten konnten. Der

hohe Qualitätsanspruch war daher

nur mit aufwändigem Finishing sicherzustellen.

Besonderes Augenmerk musste

man auf eine Problemzone bei

Spindeltreppen legen: Jeder umlaufende

Stufenrahmen aus Flachstahl

wird an eine Stufenhülse ge-

Glatt durchschweißen

Die Qualität und Effizienz seiner

Schweißaufgaben konnte Meiser

mit Schweißverfahren von EWM

steigern:

▶▶ Lichtbogen mit tiefem Einbrand

▶▶ Material- und Zeitersparnis

▶▶ Homogene Zinkschicht erreichbar

▶▶ Weniger Schrumpfen und Verzug

▶▶ Breite Anwendungspalette

▶▶ Einfache Job-Auswahl

▶▶ Große Spaltbreiten

Dieses MIG/MAG-Mulitverfahrens-Schweißgerät stellt mit coldArc, forceArc,

pipeSolution und Impuls für jede Schweißaufgabe den geeigneten Fügeprozess

bereit.

Bild: EWM

schweißt. Die Geometrie der Konstruktion

ließ bisher nur das Fügen

von einer Seite zu; die Nahtrückseite

war für alle Schweißbrenner

unerreichbar. So bildeten sich immer

wieder Hohlräume, die nur

schwer zu verzinken waren.

2009 wurden die Vorzüge des

MIG/MAG-Verfahrens forceArc

von EWM bekannt und eine Inverter-Schweißstromquelle

Phoenix

erstmals getestet. Probestücke wiesen

bisher unbekannte Nahtgeometrien

auf. Denn durch den

druckvollen wie zielgerichteten

Lichtbogen, der einen tiefen Einbrand

erzielt, war es laut Meiser

nun möglich, die Spindelstufen als

Vollanschluss zu fertigen. Dies ging

mit Materialersparnis einher.

Daneben entstand im gleichen

Arbeitsgang auf der Gegenseite, im

Innern der Einfassung, eine Naht

mit dem a-Maß 2. Und dies ohne

Badsicherung und ohne eine Gegenlage

zu schweißen. Dies bedeutete

für Meiser einen Qualitätssprung

an dieser für einen Schweißbrenner

unzugänglichen und für

den Korrosionsschutz nur schwer

erreichbaren Stelle. Die neue Lösung

ließ eine rundum homogene

Zinkschicht zu. Eine Verfahrensprüfung

durch den TÜV-Süd qualifizierte

das Verfahren. Mit Hilfe der

nun eingesetzten Phoenix-Geräte

521, 333 und 301 concept puls

konnten weitere Schweißaufgaben

effektiver erledigt werden. Bei einer

Treppenanlage des Towers am

Flughafen Frankfurt wurde vorher

jede der einigen hundert Stufen an

beiden Treppenwangen als Vollanschluss

geschweißt. Die Bauvorschrift

forderte eine umlaufende

Schweißung. Das wären 2 400 mm

Schweißnaht pro Stufe gewesen.

Zeitersparnis war dringend gefordert.

Mit der Entscheidung, auch

dafür das druckvolle forcArc-Verfahren

zu nutzen, konnte die

Schweißzeit mehr als halbiert werden,

so EWM.

Damit schweißt man nun nur

noch von einer Seite die 3er-Stufe

aus Lochblech an die 15er-Treppenwange

und erhält in einem Arbeitsgang

auf der Vorderseite ein

a-Maß von 4 und auf der Rückseite

von 3. Neben Schutzgas, Energie

und Zusatzwerkstoff spart Meiser

so etwa je 50 % bei der Schweißzeit

und bei der Nahtvorbereitung ein.

Bei zehn Stufen ergibt das eine

volle Stunde. Weniger Einbringung

von Schweißgut bedeutet gleichzeitig

geringeres Schrumpfen und

damit weniger Verzug, also ein

weiterer Qualitätsaspekt.

Die etwa 30 Meiser-Schweißer

arbeiten inzwischen bevorzugt mit

den Phoenix-Stromquellen. Denn

durch die komfortable Umschaltung

der Lichtbogencharakteristik

lassen sich alle Anwendungen mit

nur einer Maschine abdecken.

Ein weiterer Vorzug sind die

voreingestellten Schweißaufgaben

mit optimierten Kennlinien.

Lediglich Werkstoff, Durchmesser

des Zusatzdrahtes und Art des

Schutzgases sind in der Job-Liste

abzulesen und die dazugehörige

Job-Nummer anzuwählen. Der

passende Arbeitspunkt lässt sich

über die Synergic-Einknopfbedienung

als Drahtgeschwindigkeit

oder Blechdicke einstellen. Darüber

hinaus kann der Schweißer

pro Job bis zu 16 Schweißabläufe

am Drahtvorschub einstellen oder

auf Knopfdruck direkt am Brenner

abrufen.

Die Schweißzeiten

wurden mehr als halbiert

Bei der Vormontage der komplizierten

Treppenkonstruktionen

kommt es vor, dass auch größere

Spaltmaße überbrückt werden

müssen. Hier spielen die EWM-

Schweißgeräte alpha Q bei Meiser

einen weiteren Vorzug aus, nämlich

das wärmereduzierte Fügen

mit dem Verfahren coldArc. Damit

kann der Schweißer in PG-Position

Spaltbreiten bis 10 mm an 5 mm-

Blech sauber überbrücken. Das

MIG/MAG-Schweißgerät stellt für

jede Schweißaufgabe den passenden

Prozess bereit.

www.ewm-group.com

Effizienz-Navi Preis

Material ✔ Energie ✔

Service Handhabung ✔

Zeit ✔ Lebensdauer ✔

Kosten senken mit Produktion

Sicherheits-Stossdämpfer

Kontrollierte Schiffskollision in der Maas-Schleuse

Produktion Nr. 38, 2011

Zehn schwere Sicherheits-

Stoßdämpfer SDK 160-800-F der

ACE GmbH bremsen in Schleusen

der Maas jeweils 4 000 t ab und

machen eine sichere Schifffahrt

erst möglich.

Langenfeld (rm). Die zu befüllenden

Schleusenkammern, in denen

die Schiffe auf das bestehende Niveau

vor oder hinter der Kammer

gebracht werden, müssen so konstruiert

sein, dass ein kontrolliertes

Befüllen und Entleeren möglich ist.

Ansonsten käme es zu wasserfallartigen

Ergüssen. Je größer der

Höhenunterschied der beiden

Wasserwegabschnitte ist, desto extremer

wären die daraus resultierenden

Auswirkungen.

In Maasbracht in den Niederlanden

liegt der durch einen Schleusenkomplex

zu überwindende Höhenunterschied

bei 12 m. Würde hier ein

unkontrolliertes Befüllen stattfinden,

wäre die Mindestfahrttiefe von

3 m der Maas nicht mehr zu gewährleisten;

der Fluss würde leerlaufen.

Beim Navigieren eines Schiffes ist

es prinzipiell denkbar, dass es wie

beim Einparken eines Automobils

in engen Parklücken zum Kontakt

– in diesem Fall zwischen Tür und

Schiff – kommt. Bei beladenen und

dadurch bis zu 4 000 t schweren

Schiffen gibt es kein Schloss oder

Riesen-Dämpfer

In Maas-Schleusen bremsen Riesen-

Sicherheits-Stoßdämpfer von ACE

4 000 t schwere Schiffe sicher ab:

▶▶ Anfahrgeschwindigkeit bis 0,5 m/s

▶▶ Länge 2,65 m, Außendurchmesser

0,2 m, Gewicht 320 kg

▶▶ Hub 800 mm in 3,2 s

▶▶ Aufgenommene Energie 500 000

Nm

▶▶ Rückkehr in die Ausgangslage per

Stickstoff

Dieser durch schwere Industrie-Stoßdämpfer

gesicherter Anstoßbalken in einer

Maas-Schleuse kann bis zu 4 000 t

schwere Schiffe bei einer Anfahrgeschwindigkeit

bis 0,5 m/s abbremsen.


Bild: ACE Stoßdämpfer GmbH

Scharnier, das in der Lage wäre, die

bei einer Anfahrgeschwindigkeit

bis 0,5 m/s resultierenden Kräfte

aufzuhalten.

Denkbar wäre es hingegen, die

Dimension der Schleusenkammern

so zu wählen, dass ein Anfahren

nahezu unmöglich ist. Das

Anfahren wollte man jedoch über

einen Anstoßbalken ausdrücklich

ermöglichen, weil dies auch Vorteile

mit sich bringt. Denn bei den

großen Höhenunterschieden vor

und hinter der Schleuse ist es bei

flussabwärts geöffneten Schleusentüren,

also niedrigem Wasser,

möglich, einfach unter diesen herzufahren.

Um den erwähnten Anstoßbalken

absichern zu können und damit

ein Öffnen der Türen sowie ein

Leerlaufen des Flusses auszuschließen,

wurden Dämpfer gesucht,

die die zu erwartenden

Kräfte aufnehmen können. Jeder

dieser speziellen Stoßdämpfer ist 2

649 mm lang, hat einen Außendurchmesser

von 200 mm und ein

Eigengewicht von 320 kg.

Bei der Auslegung der Dämpfer

musste ACE neben den erwähnten

Eckdaten auch einen eventuellen

Wasserschlag berücksichtigen. Dabei

wird durch Wasser ein starker

mechanischer Stoß verursacht.

Da die Schleusenbauer den Wasserschlag

genau prognostizieren

können, wurde die zu erwartende

Gesamtenergie mit 500 000 Nm ermittelt.

Basierend auf bestehenden

Sicherheits-Stoßdämpfern hat ACE

einen entsprechenden Sicherheitsdämpfer

mit optimierter Kennlinie,

einem Festanschlag und einem

Hub von 800 mm entwickelt.

Die Kolbenstange wird beim

Abbremsvorgang eingeschoben

und das sich vor dem Kolben befindende

Hydrauliköl gleichzeitig

durch alle Drosselöffnungen verdrängt.

Durch die proportional

zum verfahrenen Hub abnehmende

Anzahl der wirksamen Drosselbohrungen

verringert sich die Einfahrgeschwindigkeit

konstant und

es bleiben auch der vor dem Kolben

entstehende Staudruck und

die Gegenkraft gleich.

Die Dämpfer wurden vor

Ort mit Stückstoff befüllt

Während der Abbremsvorgang

sich bei Klein-Stoßdämpfern des

Herstellers schnell vollzieht, benötigen

die Schleusendämpfer immerhin

3,5 s, um ihren Hub von 800

mm zurückzulegen.

Um in die Ausgangslage zurückzukommen,

arbeiten die Sicherheitsdämpfer

– ähnlich wie Gasfedern

von ACE – nämlich mit Stickstoff.

In einem Gasspeicher gesammelt,

kompensiert er das von der

Kolbenstange verdrängte Öl und

drückt die Kolbenstange beim Ausfahren

in die Ausgangslage zurück.

Für die Trennung des hydraulischen

Systems vom Gasspeicher

sind die Schleusendämpfer mit einem

Trennkolben-Stickstoff-Rückstellsystem

ausgestattet.

www.ace-ace.de

Effizienz-Navi Preis

Material

Energie

Service

Handhabung

Zeit ✔ Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion


26 · Energie-Effizienz · Produktion · 22. September 2011 · Nr. 38

Zertifizierung

Energie-Management mit Brief und Siegel

Michaela Neuner

Produktion Nr. 38, 2011

Wer ab 2013 Vergünstigungen

bei Energiesteuern in Anspruch

nehmen will, muss ein zertifiziertes

Energie-Management

nachweisen. Das kostet zwar erst

einmal Geld, bringt aber auch

noch andere Vorteile.

Landsberg. Nächstes Jahr endet

die Übergangsfrist der EU: Ab 2013

können Unternehmen Vergünstigungen

wie eine reduzierte EEG-

Umlage – derzeit 0,05 Cent anstelle

von 3,5 Cent pro Kilowattstunde –

nur noch dann beanspruchen,

wenn sie ein zertifiziertes EnMS

vorweisen können. Entweder nach

DIN EN 16001, dem ‚Eco-Management

and Audit Scheme’ (EMAS)

oder der neuen ISO 50001. Bereits

ab 2012 vergrößert sich der Kreis

anspruchsberchtigter Unternehmen.

Der Grenzwert für den Stromverbrauch

sinkt dann von bisher

zehn auf eine Gigawattstunde.

Für die Implementierung

genug Zeit einkalkulieren

Wer bislang keines dieser Systeme

einsetzt, aber dennoch steuerlich

profitieren will, sollte spätestens

jetzt die Weichen für eine Einführung

stellen. „Wenn ein Unternehmen

noch keine Erfahrung mit

Managementsystemen nach DIN

hat, kann man davon ausgehen,

dass die Vorbereitung ungefähr

zwölf Monate dauert“, ist die Erfahrung

von Dekra-Auditorin Renate

Stahl u. a. bei EnMS nach DIN EN

16001. „Länger sollte es jedoch

auch nicht dauern, weil die Mitarbeiter

sonst Probleme haben, sich

damit zu identifizieren“, warnt sie.

Im Vorteil ist, wer bereits mit einem

Umweltmangementsystem nach

DIN EN ISO 14001 arbeitet. Die

DIN EN 16001 baut darauf auf. „Mit

einem guten Berater, schafft man

die Implementierung eines EnMS

nach 16001 dann durchaus in zwölf

Wochen“, so Stahl.

Die Einführung eines Energie-Managementsystems

lohnt aber nicht

nur wegen der Steuervergünstigungen.

Es schafft auch Strukturen,

die den Energieverbrauch transparenter

machen und sensibilisiert

die Mitarbeiter im Umgang mit der

Ressource Energie.

Der Detmolder Elektrotechnikhersteller

Weidmüller ist seit Juni

nach DIN EN 16001 zertifiziert.

Wenn man Gerhard Linke fragt,

warum sich sein Unternehmen

dafür entschieden hat, nennt der

Umwelt- und Energie-Management-Beauftragte

drei Punkte: Die

Energiekosten, die Jahr für Jahr

steigen, den Klimaschutz und die

Glaubwürdigkeit – bei den Kunden

wie bei den eigenen Mitarbeitern:

Engagiert Mitarbeiter,

die mitdenken

und mitmachen,

sind eine wesentliche

Säule eines erfolgreichen

Energie-

Managments – wie

hier im Weidmüller

Energie-Team um

Gerhard Linke

und Geschäftsführer

Ralf Hoppe (2.v.r.).

Bild: Weidmüller

„Wir verkaufen Produkte für den

grünen Markt und müssen zeigen,

dass wir auch in der Herstellung

dieser Produkte versuchen, möglichst

wenig Energie einzusetzen“,

betont er.

Bislang fordere noch kein Kunde

eine Zertifizierung nach DIN EN

16001. „Aber wir merken, es kommt

und in zwei, drei Jahren werden wir

das haben müssen“, ist seine persönliche

Meinung. Die Umwelt-

Management-Norm 14001 wird

bereits von vielen verlangt. Weidmüller

ist seit 1997 nach 14001

zertifiziert und als die Rezertifizierung

anstand, bot es sich an, Umwelt-

und Energiemanagement

gemeinsam zertifizieren zu lassen.

„Das hat sehr gut funktioniert“, er-

innert sich Linke. „Auch diese beiden

Normen parallel laufen zu

lassen, funktioniert sehr gut“, ist

seine Erfahrung. „Sie greifen ineinander

und ergänzen sich.“ Sich

zertifizieren zu lassen, habe zudem

eine „charmante“ Nebenwirkung

– es motiviere zusätzlich: „Wenn

sie sich jedes Jahr durch einen Auditor

überprüfen lassen, sind sie

schlicht gezwungen, ihre Energie-

Verbräuche kontinuierlich herunter

zu fahren und die Energie-Effizienzen

im Unternehmen voran zu

treiben“, so Linke.

Regelmäßige Überprüfungen

motivieren zusätzlich

Seit Juli 2009 gibt die DIN EN 16001

die Anforderungen an Energie-

Management-Systeme (EnMS) vor.

Bis Juni 2011 haben sich laut Umweltbundesamt

rund 30 Unternehmen

nach 16001 in Deutschland

zertifizieren lassen. Die Dekra in

Stuttgart betreut derzeit zehn Kunden,

die bereits zertifiziert sind

oder im Zertifizierungsprozess stehen.

In den nächsten Monten wird

sich diese Zahl mindestens verdoppeln,

erwartet Renate Stahl:

„Wir haben sehr viele Anfragen,

viele Audits sollen noch bis Ende

des Jahres laufen und ab 2012 geht

es dann richtig los.“

www.dekra.com

Energie-Tipp

Sonnige Rendite vom Dach

Produkt der Woche

Christian Strebe

Produktion Nr. 38, 2011

Egal ob Eigennutzung oder

Einspeisung: Eine Photovoltaik-

Anlage auf dem Dach ist nicht nur

gut für‘s Image, sie zahlt sich auch

wirtschaftlich aus.

Sulzemoos (mn). Viele Unternehmen

besitzen große Werkshallen

mit Flach- oder Schrägdächern.

Bereits 10 000 m² nutzbare Dachfläche

reichen aus, um ein Photovoltaikanlage

(PV-Anlage) mit einer

Spitzenleistung von rund 500

Kilowatt zu installieren. Je nach

Standort und Sonneneinstrahlung

produziert diese Anlage rund

500 000 kwh Strom im Jahr, die

derzeit mit jährlich ca. 130 000 Euro

vergütet würden. Da die Förderung

auf 20 Jahre festgeschrieben

ist, können Einnahmen von etwa

2,6 Millionen Euro entstehen.

Die zu erwartenden Erträge

lassen sich gut kalkulieren

„Im Gegenzug belaufen sich die

Investitionskosten für eine Solaranlage

dieser Größe derzeit auf ca.

1,1 Millionen Euro“, erklärt Thomas

Sanders, Leiter Dachanlagen Europa

bei Phoenix Solar, Sulzemoos.

Banken stehen der Finanzierung

von PV-Anlagen aufgeschlossen

gegenüber, da sich Ertrag und zu

erwartende Rendite gut kalkulieren

lassen. „In der Regel hat sich

eine PV-Anlage in zehn bis zwölf

Jahren amortisiert“, so Sanders.

Auch viele mittelständische Unternehmen verfügen über Dachflächen, die

sich für PV-Anlagen nutzen lassen.

Bild: Phoenix Solar

Damit die PV-Anlage installiert

werden kann, muss das Gebäude

bestimmten Anforderungen genügen.

Wichtig ist vor allem die Statik.

So sollte ein Flachdach eine statische

Lastreserve von acht bis zwölf

Kilogramm pro Quadratmeter aufweisen.

Je weniger Aufbauten wie

Lichtkuppeln oder Schornsteine,

desto besser. Befindet sich das Gebäude

in einem Industriegebiet, ist

es ratsam zu klären, ob auf angrenzenden

Flächen hohe Gebäude

geplant sind, die dann Schatten auf

das Dach werfen könnten.

Bei älteren Gebäuden steht in den

nächsten 20 Jahren idealerweise

keine Dachsanierung an. „Es gibt

jedoch auch verschiedene Möglichkeiten,

die Dachsanierung mit

der Errichtung einer PV-Anlage zu

kombinieren, damit hier weitere

Fördermaßnahmen sowie besonders

günstige Baukredite genutzt

werden können“, erklärt Sanders.

Vorab unbedingt Dachzustand

und Statik überprüfen

Erfüllt das Dach die Anforderungen,

steht die Anlage innerhalb

weniger Wochen. In der Regel wird

der laufende Arbeitsbetrieb durch

die Installation nicht gestört. „Von

der Entscheidung über die Planung

und Finanzierung bis hin zur Realisierung

der PV-Anlagen ist ein

Zeitraum von drei bis sechs Monaten

üblich“, so Sanders.

www.phoenixsolar-group.com

Kompakt und leistungsstark

Produktion Nr. 38, 2011

Kürzer, leiser,

effizienter – die

Planetengetriebe

BPNA und

BPNF.

Bild: Baumüller

Nürnberg (mn). Kompakte Planetengetriebe

für den Einsatz bei

beengten Platzverhältnissen: Das

BPNF mit integriertem Flansch sowie

das BPNA mit Winkelgetriebe

von Baumüller sind deutlich kürzer

als die Vorgängerserien. Sie punkten

mit Präzision, Dynamik und einem

spielarmen Betrieb – was zu

reduzierten Laufgeräuschen, geringerem

Energieverbrauch und hohen

Wirkungsgraden führt.

Die BPN-Reihen sind in vier Baugrößen

verfügbar. Elf Übersetzungsabstufungen

beim BPNA bzw. zwölf

beim BPNF ermöglichen eine optimale

Anpassung an die jeweilige

Applikation. Die Schutzart IP 65 erlaubt

Einsätze im rauen industriellen

Umfeld. Beide Getriebereihen

lassen sich mit den DSD- und DSC-

Motoren von Baumüller kombinieren.

Das BPNF mit integriertem Flansch

erfüllt durch seine Verdrehsteifigkeit

und geringem Verdrehspiel in

Verbindung mit Laufruhe die Anforderungen

eines schnellen dynamischen

Antriebs. Insbesondere durch

ein Verdrehspiel von unter einer

Winkelminute ist präzises Positionieren

auch bei hoher Dynamik gewährleistet

und sorgt so für verbesserte

Regeleigenschaften. Daneben

können die Getriebe hohe Radialund

Axialkräften aufnehmen. Die

Einbaulage der BPNF-Planetengetriebe

ist beliebig. Neben dem Standardschmierstoff

sind auch Tieftemperatur-

und Lebensmittelschmierstoff

verfügbar.

Das Winkelgetriebe BPNA ist nicht

nur kleiner, sondern auch deutlich

leichter als die BPSA-Baureihe. Das

geringere Gewicht führt zu einem

reduzierten Energieverbrauch für

mitfahrende Achsen. Eine Hypoid-

Verzahnung optimiert die Getriebefunktion.

Da sich die Zahnflanken

bei dieser Bauart nicht auf der gesamten

Zahnfläche berühren, wird

der Verschleiß minimiert und das

Getriebe läuft leiser. Zugleich lässt

sich eine Übersetzung bis 10:1 ohne

Planetenstufe realisieren. Daraus resultiert

ein gesteigertes Abtriebsmoment.

www.baumueller.de


22. September 2011 · Nr. 38 · Produktion · Management · 27

Studie: Mehrheit hat

innerlich gekündigt

PRODUKTION NR. 38 , 2011

ONLINE-BENCHMARK VON PRODUKTION

Mit On-Time-Delivery punkten

BERLIN (ILK). Zwei Drittel der Berufstätigen

wollen ihre bisherige

Tätigkeit innerhalb der nächsten

fünf Jahre ändern, wie eine Umfrage

des Personaldienstleisters Kelly

Services zeigt. Die Unzufriedenheit

mit den Arbeitsinhalten und Arbeitsbedingungen,

der Bezahlung

sowie dem sozialen Klima im Beruf

gibt Annekatrin Hoppe, Arbeitspsychologin

am Institut für Psychologie

der Humboldt-Universität

Berlin, als mögliche Gründe an.

Laut einer Studie von Kelly Services

haben viele Mitarbeiter innerlich gekündigt.

Bild: Fotolia

„Die Suche nach einer neuen

beruflichen Herausforderung kann

ebenso als Grund angesehen werden.

Die Arbeitwelt ist flexibler geworden,

die Zeiten, in denen man

ausschließlich für ein Unternehmen

tätig war, sind vorbei“, erklärt

die Psychologin. Rund 30 % der

Befragten nennen als Grund für die

Neuorientierung den Wunsch nach

einem höheren Einkommen, gefolgt

von neuen Interessen und

dem Bedürfnis nach einer ausgeglichenen

Lebensführung.

Trotz der hohen Bereitschaft für

einen Jobwechsel fürchten mehr

als die Hälfte der Befragten, durch

den Neustart einen Karriereknick

zu erleiden. Mit einem Anteil von

61 % gehören die 48- bis 65-jährigen

zu den besorgtesten Personen,

die dies damit begründen, nicht

mehr dieselbe Karrierestufe erreichen

zu können. Hoppe sieht hier

zwei mögliche Szenarien: „Einerseits

kann man mit einem Berufswechsel

eine höhere und besserbezahlte

Position erreichen und so

die eigene Karriere beflügeln, andererseits

gibt es auch Bereiche, wo

für einen Karrieresprung eine längere

Verweildauer im jeweiligen

Unternehmen nötig ist.“

MICHAEL ERBEN

PRODUKTION NR. 38 , 2011

Wie gut sind Deutschlands Fertiger?

Seit einem Dreiviertel-Jahr

können Industrie-Unternehmen

an einem Online-Benchmark von

Produktion und Concept AG teilnehmen.

Ein Zwischenfazit.

LANDSBERG/STUTTGART (ILK).

Niedrige Ausschussquoten zusammen

mit einem kleinen ppm-Wert,

eine minimierte Bestandsquote sowie

ein gutes Verhältnis zwischen

Beständen und Materialquote, dazu

eine gute On-Time-Delivery zu den

Kunden gepaart mit kleinen Durchlaufzeiten

für die Hauptvolumenträger.

Wer hier punkten konnte, stand

ganz oben im Ranking des vom

Stuttgarter Consultingunternehmen

Concept AG gemeinsam mit

der Fachzeitung Produktion durchgeführten

Online-Benchmarks für die

Produktionsabläufe kleiner und

mittlerer Unternehmen. Unter

‚www.produktion.de’ konnten Unternehmen

eine Einschätzung zur

Situation ihrer Produktion erhalten

– vorausgesetzt in den interaktiven

Fragebogen wurden ausreichend

Einzelinformationen zur Prozessqualität

des Unternehmens und

aussagefähige Kennziffern aus dem

Produktionsalltag eingetragen. Absolute

Vertraulichkeit war garantiert.

Zuverlässige Auslieferung

wird besonders bewertet

Für Teilnehmer am Produktionsbenchmark

wurden die Kategorien

Versorgungssicherheit durch Lieferanten,

Effektivität der Produktion,

Prozessqualität gegenüber dem

Kunden, Organisation der Informationsflüsse

und des Personals,

Leistungsfähigkeit des Materialflusses

und der Effizienzgrad des

Bestandsmanagements ausgewertet.

Die Concept-AG-Experten bewerteten

eine zuverlässige Auslieferung

zu den Kunden besonders

hoch. Denn mit den aktuell hochgefahrenen

Produktionskapazitäten

sind besondere Risiken verbunden,

so vor allem, was die Abhängigkeit

von stets lieferfähigen

Lieferanten anbelangt.

Zur Früherkennung von Engpässen

und Auftragswechseln kann

die Logistik im Sinne eines Bindeglieds

zwischen Lieferanten und

Kunden genutzt werden. Wenn an

dieser Stelle die Kommunikation

effizient und zielgerichtet ausgestaltet

ist, ist viel geholfen. Insgesamt

half das Benchmarkverfahren,

sowohl Top-Leistungsmerkmale

wie durchaus auch Potenziale

zur Verbesserung aufzudecken.

Concept-AG-Vorstand Dr. Harald

Balzer: „Produktionsoptimierung

ist eine ständige Herausforderung.

Unsere Bewertung qualitativer und

quantitativer Aussagen setzte voraus,

dass die Teilnehmer kaufmännische

und technische Kennzahlen

bereitstellten.“ Aus der Kombination

beider Kennzahlengruppen resultieren

Schlüsselgrößen, welche

den Blick für steuerungsrelevante

Zusammenhänge schärfen. Die

Zwischenergebnisse des Benchmarks

zeigen unmittelbar auf, womit

produktionsstarke Unternehmen

punkten:

▶ Die Lieferfähigkeit (On-Time-Delivery)

zum Kunden überzeugt.

▶ Über die gesamte Fertigung unter

Einbindung der externen Partner

ist ein Ziehsystem implementiert.

Mindestens gibt es Ansätze zu einer

Materialflussoptimierung im

Material- und Fertigungsprozess.

▶ Speziell beim Hauptvolumenträger

ist die Durchlaufzeit kurz.

▶ Die Bestandsquote ist niedrig.

▶ Im Jahresvergleich 2009/2010

steigt die Wertschöpfung pro gewerblichem

Mitarbeiter signifikant,

dies auch vor dem Hintergrund einer

stimmigen prozentualen Verteilung

zwischen Angestellten und

gewerblichen Mitarbeitern.

▶ Das Verhältnis zwischen Beständen

und Materialquote ist ausgeglichen.

Aber was wäre ein Benchmark,

wenn er sich für die Teilnehmer

nicht zur Hebung von Potenzialen

nutzen ließe! Zum einen kann hier

spiegelbildlich auf die Leistungsmerkmale

der Besten verwiesen

werden. Zum anderen tauchen

folgende Verbesserungsansätze

Dr. Harald Balzer

ist Vorstand der

Concept AG und

Partner der Fachzeitung

Produktion

beim Online-

Benchmark auf

www.produktion.

de.

Bild: Concept AG.

vermehrt bei den Teilnehmern

auf:

▶ Die Durchgängigkeit der Informationssysteme

ist oftmals unzureichend

und muss ausgebaut werden,

▶ die Kommunikation mit Kunden

und Lieferanten ist zu verbessern,

▶ nicht vorhandene oder unzureichende

Standards bei der Lieferantenauswahl

und deren Bewertung

müssen bearbeitet werden,

▶ hohe Reklamationsquoten bei den

Lieferanten müssen abgestellt werden,

▶ die Lagerreichweite bei Rohmaterialien

sind zu senken,

▶ an einer geringeren Ausschussquote

in der Produktion ist zu arbeiten,

▶ einer relativ hohen Reparatur- und

Instandhaltungsquote bei durchschnittlichem

Alter der Produktionsanlagen

ist entgegen zu wirken

sowie

▶ das Verhältnis zwischen der Anzahl

der Angestellten und der gewerblichen

Mitarbeiter sowie die durchschnittlichen

Personalkosten bei

den Angestellten muss im Blick behalten

werden.

Quelle: Concept AG

Wo trotz steigendem Umsatz die

EBIT-Rate sinkt, lässt dies auf nicht

konsequent angepasste Kostenstrukturen

schließen. Trendaussagen

und ein Vergleich der eigenen

Kennziffern mit denen des Gruppenbesten

und zum Mittelwert ersetzen

keine Vor-Ort-Analyse. Darauf

weisen die Experten von der

Concept AG ausdrücklich hin. Dr.

Harald Balzer rät: „Wenn in einem

Benchmark die Ampeln auf rot stehen,

heißt das natürlich, die Defizite

analysieren und über Konsequenzen

zu entscheiden. Mit der Auswertung

des Benchmark in Händen

steht für diese Unternehmen folgende

Überlegung an: Warum ist dieser

oder jener Teilnehmer im Bereich x

oder y so gut? Was machen die besser?

Wo kann ich von Best-Practice-

Beispielen lernen?“ Aber auch eine

grüne Ampel sollte nicht dazu verleiten,

sich zurückzulehnen. Die

‚Grüne Ampeln‘ dürfen nicht

zum Zurücklehnen führen

Branchenbedingungen ändern sich

rasant. Es ist daher nur klug, die Potenziale

immer im Blick zu haben.

Das Fazit der Concept AG: Die

Teilnehmer des Online-Benchmark

sind in Bezug auf Ihre unternehmensinternen

Abläufe überwiegend

gut aufgestellt. Die Ergebnisse legen

nahe: Der Fokus für viele Unternehmen

lag in der Vergangenheit auf der

Optimierung der unternehmensinternen

Prozesse. Optimierungspotenzial

haben die Teilnehmer bei

den Schnittstellen zu Lieferanten

und Kunden sowie der internen

Kommunikation. Dr. Harald Balzer

vermutet, dass die Optimierung und

Anbindung dieser Punkte in der

Vergangenheit auf der Suche nach

dem lokalen Optimum vernachlässigt

wurde.

Qualitative Messgrößen des Online-Benchmarks

Auf fünf Bereiche kommt es der Concept AG an: Zwischen diesen Größen

liegen bei einigen Teilnehmern noch Optimierungspotenziale verborgen.

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Technik und Wirtschaft

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deutsche Industrie

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28 · Karriere MBA · Produktion · 22. September 2011 · Nr. 38

Studiengebühren

„Ein MBA ist für jeden finanzierbar“

Ulrike Schäfer

Produktion Nr. 38, 2011

Bei der Entscheidung für ein MBA-

Studium müssen beträchtliche

Studiengebühren berücksichtigt

werden. Für die Finanzierung gibt

es verschiedene Wege.

Wer einen MBA anstrebt, hat viele Möglichkeiten, die Finanzierung des kostenintensiven

Studiums sicherzustellen.

Bild: Fotolia

Hamburg (gk). Florian Kielhorn

konnte seinen MBA selbst finanzieren.

Der 34jährige Controller hat

ein Studium als Wirtschaftsingenieur

abgeschlossen. Er interessierte

sich sehr für das Thema Finanzen.

So entschied er schon vor seinem

Berufseinstieg, zu gegebener Zeit

noch einen MBA zu machen. Bis es

soweit war, konnte der Ingenieur

Geld zur Seite legen. Vor zwei Jahren,

mitten in der Wirtschaftskrise,

kündigte er seinen Job und begann

ein Studium an der Leipzig Graduate

School of Management (HHL).

Das bedeutete immerhin 25 000

Euro Studiengebühren.

Wer nicht wie Kielhorn über genug

Erspartes verfügt, muss deshalb

aber nicht auf den Abschluss

verzichten. „Ein MBA-Studium ist

grundsätzlich für jeden finanzierbar“,

sagt Volker Stößel von der

HHL. Den Interessenten stünden

eine große Anzahl von Studienkrediten

und Studienfonds zur Verfügung,

die sich in ihren Rückzahlungsmodalitäten

unterscheiden.

„Im Falle von Studienfonds muss

der Absolvent den Kredit erst nach

dem Berufseinstieg zurückzahlen“,

so Stößel. Nationale und internationale

Stiftungen wie der Deutsche

Akademische Austauschdienst, die

Studienstiftung des Deutschen

Volkes oder die Fulbright-Kommission

vergeben Stipendien, um

Studenten bei der Finanzierung zu

helfen. Teilweise bieten auch die

Hochschulen selber die Befreiung

von Studiengebühren an, meist jedoch

eher für Studenten aus dem

An vielen Schulen gibt es

ein Financial Aid Office

Ausland. Aber selbst wenn die Gebühren

erlassen werden: Es bleiben

die Lebenshaltungskosten. Oft

bleibt dann doch nur ein Kredit,

der von den meisten Banken aufgrund

der guten Berufsaussichten

mit einem MBA gern gewährt wird.

An vielen Schulen können sich Interessenten

in einem eigens eingerichteten

„Financial Aid Office“

über Finanzierungsmöglichkeiten

beraten lassen. Vielfach übernehmen

auch Unternehmen die Weiterbildungskosten

für ihre Mitarbeiter.

„Wir bewerten es auf jeden

Fall positiv, wenn ein Mitarbeiter

sich nach einer Förderung erkundigt“,

sagt Michele Zimmermann,

Geschäftsführerin bei Borg Wagner

im thüringischen Arnstadt. Jedoch

übernimmt das Unternehmen

nicht die vollständigen Kosten.

„Ich erachte es als wichtig, dass

der Mitarbeiter einen Teilbetrag

selber übernimmt“, so Zimmermann.

Schließlich solle derjenige

voll dahinter stehen. Einen ähnlichen

Ansatz verfolgt man bei

Daimler, wo die Hälfte der Studiengebühren

übernommen werden.

Zusätzlich wird der Mitarbeiter

zehn Tage freigestellt, um seine

Abschlussarbeit zu schreiben. Seit

Einführung des „Academic Programs“

2011 werden im Unternehmen

Kandidaten gesucht, die sich

für eine solche Weiterbildung eignen.

Die Mitarbeiter können sich

aber auch selbst bewerben. Wer

gefördert wird, muss sich verpflichten,

nach Abschluss mindestens

zwei Jahre in der Firma zu bleiben.

Wer vorher geht, muss anteilig Kosten

zurückzahlen. Dieses Vorgehen

ist üblich – auch Borg Wagner

sichert sich entsprechend ab.

Geförderte müssen sich zwei

Jahre an die Firma binden

Eine von zehn Schulen, mit denen

Daimler kooperiert, ist die

Graduate School Rhein-Neckar,

Mannheim. Geschäftsführerin Petra

Höhn freut sich, dass so viele

Arbeitgeber in Weiterbildung investieren,

vor allem große Firmen.

„Für unsere Studiengänge kann ich

sagen, dass 70 bis 80 Prozent der

Teilnehmer von ihren Arbeitgebern

finanziell unterstützt werden.“

Höhn beobachtet, dass einige

Firmen bereits ihre Stellenausschreibungen

mit dem Angebot

koppeln, einen MBA zu finanzieren.

„Der Fach- und Führungskräftemangel

wird mittlerweile spürbar.“

Studienmesse

Access MBA Tour in Genf und Wien

Gunnar Knüpffer, Produktion Nr. 38, 2011

Junge und erfahrene Professionals und Führungskräfte können sich bei

der Access MBA Tour in Wien (6.10.) und Genf (22.10.) über Programme

internationaler Business-Schools informieren.

Landsberg. Die Access MBA Tour

bietet Interessenten die Gelegenheit,

sich im professionellen Umfeld

in Einzel- sowie kleinen Gruppengesprächen

über die MBA-

Programme international führender

Business Schools zu informieren,

sei es Full-Time, Part-Time,

Distance Learning oder Executive

MBA. Die Veranstaltungen richtet

sich an junge sowie erfahrene Professionals

und Führungskräfte, die

sich von Zulassungsdirektoren de-

taillierter beraten lassen möchten

und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung

vorweisen können.

Teilnehmende Business Schools

sind unter anderem London Business

School (UK, UEE), INSEAD

Executive (France, Singapore),

HEC Paris (France), ETH Zurich –

Swiss Federal Institute of Technology

(Switzerland), European University

(Spain, Germany, Switzerland),

Essec-Mannheim (Germany,

France), Hult International

Business School (USA, UK, UAE,

China), IE Business School (Spain),

La Salle University (Switzerland),

University of Chicago Booth School

of Business (UK), Manchester Business

School (UK, UAE), University

of St. Gallen MBA - HSG (Switzerland),

WHU - Otto Beisheim School

Of Management - Part-Time (Germany).

Für die limitierten Plätze ist eine

Online-Anmeldung erforderlich

unter www.accessmba.com. Mit

einer Online-Anmeldung ist die

Teilnahme kostenfrei. Gesprächstermine

werden Kandidaten entsprechend

ihres Profils und ihrer

Präferenzen zugeteilt.

ESCP Europe

Ausbau des Programms

Produktion Nr. 38, 2011

Berlin (gk). Mit einer positiven

Bilanz endete die Summer School

für Manager der ESCP Europe Wirtschaftshochschule

Berlin. 40 Führungskräfte

nutzten die fünftägige

Veranstaltung, um von den neuesten

Trends der Managementforschung

sowie Praxisbeiträgen herausragender

Führungskräfte wie

Peter Buschbeck, Mitglied des Vorstands

der Hypo Vereinsbank,

Franz S. Waas, Ph.D., Vorstandsvorsitzender

der Deka Bank und

Stéphane Rambaud-Measson, President

Passengers, Bombardier

Transportation, sowie wirtschaftspolitische

Vertreter wie Stefan Kapferer,

Staatssekretär im Bundesmi-

nisterium für Wirtschaft und Technologie,

zu profitieren.

Die ESCP Europe hat den veränderten

Bedarf für Führungskräfte-

Weiterbildung erkannt und mit

der „Advanced Management

Week“ im Format einer Summer

School ihr Angebot im Executive-

Bereich folgerichtig erweitert.

„Wir werden unsere Aktivitäten im

Executive-Bereich konsequent

verstärken. Unser Ziel ist es, neben

unserem erfolgreichen General

Management Programm und European

Executive MBA, das Angebot

um offene, innovative Formate

für Führungskräfte weiter auszubauen“,

so Professor Ayad Al-

Ani, Rektor der ESCP Europe Berlin.

One

of a kind!

You will hardly find a better place

at which to unlock your full potential.

Study at Germany’s leading Business

School and experience research and

teaching at the highest international level.


22. September 2011 · Nr. 38 · Produktion · Initiative Pro Standort Deutschland · 29

Eine Initiative der Zeitung Produktion


30 · Initiative Pro Standort Deutschland · Produktion · 22. September 2011 · Nr. 38

Wo Sie im Vergleich zum Wettbewerb stehen? Finden Sie es doch heraus!

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Technik und Wirtschaft für die deutsche Industrie

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Landsberg

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22. September 2011 · Nr. 38 · Produktion · Office Tools · 31

Technische Details

Display: 2,4 Zoll

Anrufbeantworterkapazität:

60 Minuten

Gesprächszeit: 22 Stunden

Standby-Zeit: 300 Stunden

Ladezeit: 8 Stunde

Preis: 139,99 Euro

Kontakt: www.phillips.com

Alle Anrufe über ein Gerät

Das ThinkLink SE8881 von Phillips bietet Komfort und einen unvergleichlichen

Klang, so der Hersteller. Man könne mit nur einem Gerät Festnetz- und

Mobilfunkanrufe tätigen und entgegennehmen. Das Gerät kann laut Phillips

bis zu zwei Mobiltelefone über Bluetooth mit dem Festnetztelefon verbinden.

Man könne sogar das Telefonbuch eines Mobiltelefons mit dem Telefonbuch

des Festnetztelefons und mit einem Computer synchronisieren.

Da die Klangwahrnehmung subjektiv ist, ermöglicht das SE8881 sich zwischen

drei unterschiedlichen Klangprofilen zu entscheiden.

Technische Details

Display: 15,6 Zoll

Prozessor: Intel Core i7/-2675QM

Arbeitsspeicher: 8 GByte DDR3

Festplatte: 750 GByte SATA-II

Akkulaufzeit: bis zu 9 Stunden

Gewicht: 2,29 kg

Preis: 1 349,00 Euro

Kontakt: www.samsung.de

Schnell, hell und leistungsstark

Samsung bringt mit der Notebook Serie 7 Chronos ein neues Notebook auf

den Markt, das sich laut Hersteller für Anwender mit hohen Ansprüchen an

Design und Leistung eignet. Ob edles Gehäuse aus Duraluminium oder beleuchtete

Tastatur, das neue Notebook lässt keine Wünsche offen, so

Samsung. Auch nicht hinsichtlich der Leistung: Es würde innerhalb weniger

Sekunden hochfahren und sei schnell einsatzbereit. Das kontrastreiche SuperBright-LED-Display

würde auch bei schwierigen Lichtverhältnissen extrem

scharfe Bilder sowie brillante Farben in HD+-Auflösung liefern.

Technische Details

Abmessungen:

125 x 63 x 8,7 mm

Gewicht: 117 g

Betriebssystem: Android 2.3

Prozessor: 1,4 GHz Qualcomm

Snapdragon MSM8255

Display: 4,2 Zoll TFT

Preis: 429,00 Euro

Kontakt: www.sonyericsson.com

Kraftpaket von Sony Ericsson

Aufbauend auf dem Bogendesign des Xperia arc wird das neue Xperia arc S

von Sony Ericsson mit einem 1,4-GHz-Prozessor ausgeliefert. Der neue Prozessor

macht das Smartphone um bis zu 25 % schneller, was sowohl den

Aufbau von Webseiten, Starten der Kamera als auch den Zugriff auf die Medieninhalte

des Smartphones beschleunigt, versichert der Hersteller. Für

Hobbyfotografen liefere die eingebaute 8,1- Megapixel-Kamera neben HD-

Videoaufnahmen und Exmor R Sensor von Sony für Aufnahmen bei schlechten

Lichtverhältnissen einen zusätzlichen 3D-Genuss: Durch Schwenken des

Smartphones wird laut Sony Ericsson ein 3D-Bild erzeugt, ohne dass dabei

zwei Objektive zum Einsatz kommen. Über den HDMI-Anschluss können

diese Bilder auf einem 3D-Fernseher betrachtet werden.

Kraftvolles Tablet für den Büro-Alltag

Mit dem Eee Slate B121 stellt Asus ein

neues Tablet-PC-Modell für Geschäftsanwender

vor, das auf Microsoft Windows

7 Professional basiert. Das 64-Bit-

Betriebssystem ist speziell für das Business-Umfeld

konzipiert, so der Hersteller.

Es zeige einerseits eine bekannte

Oberfläche und erleichtere andererseits

die Integration in bestehende IT-

Strukturen. Dank kapazitivem Bildschirm

und Windows Touch Pack ließen

sich Befehle über vorinstallierte, touchfreundliche

Apps präzise ausführen.

Mit dem robusten Tablet PC könne man

bis zu 4,5 Stunden ohne Stromanschluss

arbeiten, präsentieren, Videokonferenzen

abhalten oder Wartezeiten

am Flughafen überbrücken.

Bis zu einem Kilometer Reichweite

Dilbert

BLAH

BLAH

BLAH

BLAH

ICH BIN IN

MEINER

EIGENEN ZELLE

GEFANGEN.

Technische Details

Mit dem neuen Blue-1000 bringt der Hersteller von

drahtloser Machine-to-Machine-Technologie m2m

Germany einen Bluetooth-USB-Stick mit einer Reichweite

von bis zu 1 000 Metern auf den Markt. Eine

weitere Besonderheit besteht laut Hersteller in dem

eigenen Bluetooth-Stack sowie der integrierten iW-

RAP-Firmware von Bluegiga, die den Einsatz von

Windows-Bluetooth-Treibern und -Stacks überflüssig

macht. Damit wären Anwender nicht mehr auf den

Bluetooth-Stack des Betriebssystems angewiesen,

sondern würden direkt über eine virtuelle serielle

Schnittstelle mit bis zu sieben Bluetooth-Geräten

gleichzeitig kommunizieren können.

Abmessungen: 312 x 207 x 17 mm

Display: 12,1 Zoll

Prozessor: Intel Core i5-470UM

Betriebsystem: Microsoft Windows 7

Professional

Arbeitsspeicher: 4 GB DDR3 RAM

Festplatte: 64 GB SSD

Preis: 1 149,00 Euro

Kontakt: www.asus.de

ICH KÖ NNTE

MIR DEN ARM

ABNAGEN.

UND DAS

HAT FUNK-

TIONIERT?

Technische Details

Abmessungen: 99 x 58,9 x 21,9 mm

Gewicht: 206 g

Display: 3,2 Zoll PureColor II LCD

Auflösung: 12,1 Megapixel

Bildsensor: 1/2,3-Typ Back Illuminated

CMOS

Preis: 389,00 Euro (erhältlich ab

Oktober)

Kontakt: www.canon.de

Kompakte Kamera

mit Touchscreen

Das neue IXUS 1100 HS von Canon

hat ein 28-Millimeter-Weitwinkelobjektiv

mit 12-fach optischem

Zoom, das sich vollständig in das

kompakte Edelstahlgehäuse einfahren

lässt. Die laut Canon bewährte

Präzisionsoptik und der optische

Bildstabilisator für bis zu

vier Stufen längere Verschlusszeiten

würden für überzeugende Abbildungsqualität

und Detailgenauigkeit

im gesamten Brennweitenbereich

sorgen.

Technische Details

Abmessungen: 68 x 25 x 13 mm

Bluetooth: 2.1

USB: 2.0

Temperaturbereiche: - 40°C bis +85°C

Preis: auf Nachfrage

Kontakt: www.m2mgermany.de

NIEMAND SIEHT

GERNE ZU,

WENN MAN

SICH DEN

ARM ABNAGT.

Dilbert for ever!

Das Buch „Dilbert

und die Stunde des

Wiesels“

(350 S., € 19,90,-) ist

erschienen bei Redline

Wirtschaft im

verlag moderne industrie,

Landsberg.

Zu bestellen unter

Fax: 08191/125- 293;

www.redline-wirtschaft.de

Impressum

Redaktion (08191-125-310)

Chefredakteur:

Eduard Altmann (verantwortlich)

E-Mail: redaktion@produktion.de

Redaktion (Print und Online):

Susanne Bader (ba) -812, Klaus Hiemer (hi) -359,

Gunnar Knüpffer (gk) -107, Annika Mentgen

(mg) -493, Sebastian Moser (sm) -443, Dietmar

Poll (pd) -695, Sabine Spinnarke (sp) -445,

Claus Wilk (ilk) -329

Sekretariat:

Tel. 08191/125-310, -442, -370, -303

Fax: 08191/125-312

E-Mail: sekretariat@produktion.de

Internet: www.produktion.de

Content Manager Online:

Andreas Karius (ks) -839

Anzeigen (08191-125-370)

Anzeigenleitung:

Michael Klotz -167

Anzeigenverkauf:

Grit Albacete-Lopez -231, Klaus Peter Egger -497,

Erich Elster -816, Bettina Fischer -844,

Maximilian Fuchs -366, Christina Karge -224,

Gerald Zasche -337

E-Mail: anzeigen@produktion.de

Anzeigenverwaltung:

Renate Guggemos -323

E-Mail: anzeigenverwaltung@produktion.de

Verlag (08191-125-0)

Geschäftsführung:

Fabian Müller

Verlagsleitung:

Stefan Waldeisen

Leitung Online-Dienste:

Gerhard Brauckmann -478

Vertrieb:

Stefanie Ganser

Leitung Vertriebsadministration:

Annette Tabel -348

Leser-Service:

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Tel.: 06123/9238-257, Fax: 06123/9238-258

Abonnement-Service:

E-Mail: aboservice@mi-verlag.de,

Tel.: 06123/9238-257, Fax: 06123/9238-258

Leitung Zentrale Herstellung:

Hermann Weixler -344

Leitung Herstellung Fachzeitschriften:

Horst Althammer

Art Director: Jürgen Claus

Herstellung/Layout:

Andrea de Paly, Carmen Lauter, Claudia Weber

Druck:

westermann druck GmbH, Braunschweig

Erscheinungsweise:

wöchentlich, 50. Jahrgang

ISSN: 0344-6166

Anschrift für Verlag, verantwortlichen Redakteur

und verantwortlichen Anzeigenleiter:

verlag moderne industrie GmbH

86895 Landsberg;

Tel.: 08191/125-0, Fax: 08191/125-444

E-Mail: journals@mi-verlag.de

Internet: www.mi-fachzeitschriften.de

Handelsregister-Nr./Amtsgericht:

HRB 22121 Augsburg

Bedingungen für Anzeigen,

Vertrieb und Redaktion:

Anzeigentarif nach Preisliste Nr. 50

gültig seit 1. 10. 2010

Jahresabonnement:

Inland Euro 97,80, Ausland Euro 102,00,

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Jederzeit mit einer Frist von 4 Wochen zum

Monatsende. Nachdruck, Übersetzung und

Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung.

Für zugesandte Manuskripte, Bildmaterial

und Zuschriften wird keinerlei Gewähr

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teilweise Veröffent lichung in der Zeitschrift,

die Verwertung in digitalisierter Form im Wege

der Vervielfältigung und Verbreitung z. B.

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der Ver breitung von

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Bayern, Nielsen 4:

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32 · Wirtschaftsfakten · Produktion · 22. September 2011 · Nr. 38

Maschinenbau-Aktien-indeX

Aktien-analyse

Gewinnwarnung bei Aixtron

Stefan Maichl,

Senior Analyst

der LBBW.

Stuttgart (gk). Nach wie vor bleibt das beherrschende

Thema an der Börse die Euro-Schuldenkrise,

die je nach Nachrichtenlage den Gesamtmarkt

in die eine oder andere Richtung treibt. Die

Ankündigung von zusätzlichen USD-Refinanzierungsgeschäften

durch mehrere Notenbanken

entfachte bei den gebeutelten Finanzwerten ein

Kursfeuerwerk. Positiv wirkten sich auch die Unterstützung

des griechischen Sanierungskurses

durch Merkel und Sarkozy sowie die durch EU-

Kommissionspräsident Barroso geschürte Hoffnung

auf die Einführung von Euro-Bonds aus. Die

Automobilhersteller profitierten von der IAA. In

Summe schlug sich die Nachrichtenlage beim DAX

in einem Wochenplus von 1,8 % nieder. Der

Maschinenbau-Aktien-indeX von Produktion und LBBW

wies dagegen ein leichtes Minus von 0,3 % auf. Top-

Verlierer war Aixtron, belastet von einer massiven

Umsatz- und Gewinnwarnung.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts

Quelle: Statistisches Bundesamt

© Produktion

Landsberg (ilk). Das Bruttoinlandsprodukt

(BIP) gibt den Gesamtwert

aller Güter (Waren und Dienstleistungen)

an, die innerhalb eines

Jahres innerhalb der Landesgrenzen

einer Volkswirtschaft hergestellt

wurden und dem Endverbrauch dienen.

Für Deutschland senkte jetzt

das Kieler Institut für Weltwirtschaft

(IfW) die Prognosen für 2011 und

2012. Für 2011 rechnen die IfW-Experten

jetzt mit einem Anstieg des

preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes

um 2,8 %. Im Juni war noch

ein BIP-Wachstum von 3,6 % prognostiziert

worden. Für 2012 erwartet

das IfW einen BIP-Anstieg um

0,8 % nach zuvor vorausgesagten

plus 1,6 %.

Dow Jones







..

Maschinenbau-Aktien-indeX vs DAX

380

360

340

320

300

280

260

240

220

..

Hang Seng







Maschinenbau-

Aktien-indeX

DAX 30

S O N D J F M A M J J A S

Maschinenbau-Aktien-indeX

Name

..

..

..

..

..

..

..

..

Indexmitglied

Euro Stoxx







TecDax







Kurs

(eur)

08.09.

..

..

Kurs

(eur)

15.09.

..

..

Wochen

performance

(in %)

..

..

..

..

1 Jahr

Quelle: Datastream, LBBW Research, Produktion

Bemerkung: Es handelt sich hierbei um XETRA-Schlusskurse vom vergangenen Donnerstag.

Stammdaten zum Index: Anzahl der Werte: 30, Startpunkt 1.1.2000, Startwert 100, Indexart: Preisindex,

Gewichtung: Gleichgewichtung;

Werte die nach dem 1.1.2000 notiert sind: Bauer, Centrotherm Phto., Homag Group, Manz Automation,

Roth & Rau, Tognum, Nordex, Wacker Neuson und Wincor Nixdorf.

380

360

340

320

300

280

260

240

220

Marktkapitalisierung

(in Mio.)

AIXTRON (XET) TecDAX 14,40 12,43 -13,7% 1258

BAUER (XET) SDAX 18,09 17,91 -1,0% 307

CENTROTHERM PHTO. (XET) TecDAX 20,24 20,03 -1,0% 424

DEMAG CRANES (XET) MDAX 51,75 55,50 7,2% 1175

DEUTZ (XET) SDAX 4,43 4,63 4,5% 560

DUERR (XET) SDAX 25,25 25,01 -1,0% 433

ELEXIS (XET) SDAX 20,61 20,50 -0,5% 189

GEA GROUP (XET) MDAX 19,04 20,38 7,1% 3746

GESCO (XET) SDAX 61,51 62,49 1,6% 189

GILDEMEISTER (XET) MDAX 11,45 11,90 3,9% 716

HEIDELBERGER DRUCK (XET) MDAX 1,36 1,35 -1,0% 315

JENOPTIK (XET) TecDAX 4,76 4,51 -5,2% 258

JUNGHEINRICH PFS. (XET) SDAX 19,16 19,04 -0,6% 305

KOENIG & BAUER (XET) SDAX 12,25 12,41 1,3% 204

KRONES (XET) MDAX 42,99 42,17 -1,9% 1332

KUKA (XET) SDAX 13,63 14,74 8,1% 500

MAN (XET) DAX 57,65 57,85 0,3% 8155

NORDEX (XET) TecDAX 4,25 4,12 -3,0% 275

NORMA GROUP (XET) SDAX 12,72 12,59 -1,1% 401

PFEIFFER VACUUM (XET) TECH. TecDAX 72,29 71,09 -1,7% 701

RATIONAL (XET) MDAX 163,90 169,90 3,7% 1932

ROTH & RAU (XET) TecDAX 22,08 21,98 -0,5% 356

SALZGITTER (XET) MDAX 40,79 39,49 -3,2% 2373

SIEMENS (XET) DAX 67,70 69,54 2,7% 63574

SINGULUS TECHS. (XET) TecDAX 2,75 2,57 -6,5% 125

SUESS MICROTEC (XET) TecDAX 7,38 7,50 1,6% 140

THYSSENKRUPP (XET) DAX 21,76 21,86 0,4% 11244

VOSSLOH (XET) MDAX 83,36 83,91 0,7% 1242

WACKER NEUSON (XET) SDAX 9,13 8,65 -5,2% 607

WINCOR NIXDORF (XET) MDAX 36,29 34,00 -6,3% 1125

..

..

Energie & Rohstoffe

Entwicklung Ölpreis /

Barrel (159 l)








..

101,50

..

..

Verkauf des Gasnetzes:

Eon macht jetzt Ernst

Düsseldorf (DJ/ilk). Der Energiekonzern

Eon macht Ernst beim Verkauf

seines deutschen Gasnetzes.

Momentan werden die Banken für

einen Veräußerungsprozess ausgewählt,

sagten mehrere Personen aus

Unternehmens- und Bankenkreisen.

Dabei könnte das Netz des Konzerns

mit bis zu 2 Mrd Euro bewertet

werden, hieß es. Weitere Informanten

nannten sogar 2,5 Mrd Euro als

Wert, je nachdem, welche Teile des

Netzes zum Verkauf gestellt werden.

Rohstoffpreise

..

Aluminium je Tonne: 2 374,00 $

Kupfer je Tonne: 8 709,50 $

Gold je Feinunze: 1 766,90 $

Silber je Feinunze: 39,49 $

Nickel je Tonne: 15 722,69 €

Zinn je Tonne: 16 993,32 €

€ 1,38 $ € 65,72 Rupie

€ 106,31 Yen € 42,29 Rubel

€ 8,84 Yuan € 4,32 Zloty

€ 0,88 £ € 285,16 Forint

112,79

..

Umrechnungskurse

Konjunktur und Märkte

Schwellenländer wachsen

2011 weniger stark

Singapur (DJ/ilk). Die Asiatische

Entwicklungsbank (ADB) hat ihre

Prognosen für das Wirtschaftswachstum

in den Schwellenländern

des Kontinents leicht gesenkt.

Das Geldinstitut rechnet für 2011

nun mit einem Wirtschaftswachstum

von 7,5 %. Bisher hatte sie eine

Wachstumsrate von 7,8 % prognostiziert.

Konjunktur

HWWI senkt Prognose 2012

Produktion Nr. 38, 2011

Hamburg (DJ/ilk). Das Hamburger

Weltwirtschaftsinstitut (HWWI)

hat seine Konjunkturerwartungen

für 2012 deutlich heruntergeschraubt.

Angesichts der jüngsten

Finanzmarktturbulenzen und weltweit

eingetrübten Konjunkturperspektiven

senkte das Institut seine

Wachstumsprognose für Deutschland

2012 auf 1,2 % von 2,2 %. Für

das laufende Jahr erwarten die Wirtschaftsforscher

nun ein Plus von 3 %

Branchenbarometer Afrika/Nahost

Quelle: GTAI

„China kann keine

anderen Länder retten“

Wirtschaftsentwicklung

Importe 2011 Investitionen 2011

Land (reale Veränd. geg. Vorjahr in %)

Ägypten -1,0 -5,0

Algerien 10,3 6,5

Angola 8,0 9,2

Irak 25,0 13,0

Israel 4,0 7,8

Katar 19,3 3,6

Kenia 9,0 8,0

Marokko 5,2 4,8

Nigeria 19,7 6,5

Pakistan 10,1 12,2

Saudi-Arabien 8,5 6,2

Südafrika 5,0 5,0

Tunesien -0,1 3,8

VAE 5,0 3,0

Dalian (DJ/ilk). Ein Berater der

chinesischen Zentralbank hat Erwartungen

hinsichtlich chinesischer

Anleihekäufe in Europa gedämpft.

China sei einer der kooperativsten

staatlichen Investoren überhaupt, es

könne aber niemand erwarten, dass

es ein Land vor dem Zahlungsausfall

rette, sagte Li Daokui, Berater der

People‘s Bank of China.

statt 3,5 % wie in der Juni-Prognose.

Die weltweiten Turbulenzen an den

Börsen drohten „über Vertrauensund

Vermögenseffekte auf die Realwirtschaft

überzugreifen“, erklärten

die Forscher des HWWI. Gleichzeitig

seien die wirtschaftspolitischen

Handlungsspielräume der Staaten

gering, da der Ausstieg aus den expansiven

Maßnahmen während

der vergangenen Krise oft nicht gelungen

sei. Sparprogramme in einigen

Ländern dürften wiederum die

Konjunktur dämpfen.

Marktpotenzial

Umwelttechnik

© Produktion

Das Marktpotenzial für Umwelttechnik in der Wirtschaftsregion Afrika/

Nahost ist laut Germany Trade and Invest (GTAI) durchaus gut. Insbesondere

im Nahen Osten tun sich hier Chancen für Anbieter auf.

Italiens Industrieproduktion

sinkt deutlich ab

Rom (DJ/ilk). Die italienische Industrieproduktion

ist im Juli stärker

als erwartet zurückgegangen, wobei

vor allem die Konsumgüterproduktion

den Sektor belastete. Wie

die Statistikbehörde mitteilte, fiel

die Erzeugung im Vergleich zum

Vormonat saisonbereinigt um 0,7 %

und lag damit kalenderbereinigt

1,6 % unter ihrem Vorjahresniveau.

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