Ausgabe - 16 - Produktion

produktion.de

Ausgabe - 16 - Produktion

Technik und Wirtschaft für die deutsche Industrie

ProduktionEinzelpreis Euro 2,80

18. April 2013 · Nummer 16 www.produktion.de

Leserservice Produktion 65341 Eltville DPAG PVST 5339 Entgelt bezahlt

Schwerpunkt:

Roboter, Montage

Seiten 20 - 24

WZM: Energie-Effizienz per

Norm kommt im Herbst

Deutsche Industrie:

Arroganter China-Auftritt

Konstruktion: Bedeutung

der Magnetlager wächst

B.Braun: Das Auge

steuert die Fabrik

8

10

15

27

IM FOKUS

Drähte mit Gedächtnis

bewegen Bauteile

PRÄZISIONSWERKZEUGE

CFK-Boom fordert Zerspaner heraus

SAARBRÜCKEN (BA). Forscher der

Universität des Saarlandes finden

neue Methoden, technische

Bauteile mit Hilfe von Formgedächtnis-Drähten

präzise zu bewegen.

Seite 12

Effizienter Abstechen

und Trennschneiden

LEIPZIG (SM). Zur Fachmesse intec

präsentierte Paul Horn den

neuen Trennfräser M100, die

Schneidplatten S100 mit Innenkühlung

sowie ein modulares

Stechsystem für tiefe Ein- und

Abstiche. Seite 16

Spanntechnik: Die Suche

nach dem Mikrometer

LAUFFEN (RM). Um eine dauerhaft

hohe Prozessstabilität und

präzise Fertigungsergebnisse zu

erzielen, hat die Uhrenmanufaktur

Nomos Glashütte auf zuverlässige

Spanntechnik der Schunk

GmbH, Lauffen/Neckar, umgestellt.

Seite 25

Das weltweit erste

Hydro-Dehnspannfutter

das Drehmomente

bis 2000 Nm überträgt

www.de.schunk.com/TENDO-E-compact/DE

SEBASTIAN MOSER

PRODUKTION NR. 16 , 2013

Der Siegeszug der Faserverbundwerkstoffe

geht weiter. Indes ist

die spanende Bearbeitung des

Materials eine echte technische

Herausforderung.

LANDSBERG. Verbrennungen, Delamination,

Durchmesserschwankungen

und Standzeiteinbrüche:

Wer vermeintlich gute Erfahrungen

aus der Metallzerspanung auf

CFK überträgt, erlebt meist eine

böse Überraschung. „Bei der Bearbeitung

von CFK mit spanenden

Werkzeugen handelt es sich eigentlich

nicht um einen spanenden

Prozess. Die CFK-Fasern werden

gebrochen und nicht geschnitten.

Von der Physik her gelten dabei also

eher die Gesetze der Bruchmechanik“,

erklärt Kaveh Haddadian

vom PTW Darmstadt. CFK-Experte

Edwin Roth vom Präzisionswerkzeughersteller

Walter AG in Tübingen

ergänzt: „Bei der Zerspanung

von CFK entsteht eher Staub, weil

die Kohlefaser in kleine Partikel

aufgetrennt werden. Ein klassischer

Span entsteht dabei nicht.“

Hinsichtlich der Maschine stellt

die Bearbeitung von CFK abgesehen

von einer Absauganlage für die

CFK-Stäube und entsprechender

Abdichtmaßnahmen keine besonderen

Herausforderung dar: „Die

auftretenden Kräfte sind nicht besonders

groß, weil bei der Bearbeitung

eher Werkzeuge im kleinen

bis mittleren Durchmesserbereich

zum Einsatz kommen“, berichtet

Roth. Knackpunkt sind vielmehr

die Werkzeuge: Weil CFK sehr abrasiv

ist, verschleißen die Schneidkanten

sehr schnell.

Den aktuellen Stand der Entwicklung

beschreibt Dr. Peter Müller-Hummel

vom Präzisionswerkzeughersteller

Mapal: „Die Bearbeitung

von reinem CFK haben wir

mittlerweile gut im Griff. Dennoch

gibt es mit Blick auf die Geometrie,

die Beschichtung der Werkzeuge

und die Bearbeitungsparameter

noch einiges zu lernen.“ Besondere

Bedeutung komme dabei der

Werkzeuggeometrie zu. Diese

müsse gewährleisten, dass das Material

nicht delaminiert. Dabei

verfolgt jeder Präzisionswerkzeughersteller

eine eigene Strategie und

daher sehen sich die Werkzeuge

unterschiedlicher Hersteller nicht

PKD ermöglicht Standzeiten

von bis zu 2 000 Bohrungen

ähnlich. Allerdings sind alle CFK-

Werkzeuge hinsichtlich ihrer

Grundgeometrie sehr positiv ausgelegt.

Das heißt, der Spitzenwinkel

bewegt sich bei Bohrern im

Bereich von 90 Grad. Sehr oft werden

auch Stufenwerkzeuge eingesetzt,

so dass sich die Zerspanung

auf mehrere Einzelschritte aufteilt.

Noch ist die spanende Bearbeitung

von CFK deutlich teurer als die von

Metall. Die Präzisionswerkzeughersteller

wollen dies ändern. Bild:Mapal

Für die Standzeit ist indessen die

Beschichtung der Hartmetallwerkzeuge

maßgeblich. Das Unternehmen

Mapal setzt dabei auf polykristallinen

Diamant (PKD) bei einer

relativ großen Schichtdicke von

20 µm. Derartige Bohrer schaffen

mittlerweile bis zu 2 000 Bohrungen.

Müller-Hummel empfiehlt

dabei die Trockenbearbeitung:

„Das ideale Werkzeug vorausgesetzt,

entsteht bei Bearbeitung von

CFK keine Wärme. Wärme entsteht

nur dann, wenn Staubpartikel

nicht optimal aus dem Arbeitsraum

abgeführt werden und sich

verklemmen.“ Das passiere nicht,

wenn das Werkzeug die optimale

Geometrie habe und der Staub zusätzlich

per Druckluft schnell abgeführt

werde. Bei der Naßbearbeitung

bestehe hingegen die Gefahr,

das der CFK-Staub bei der Berührung

mit dem Kühlschmierstoff

hart werde und so zu Verklemmungen

des Werkzeugs führe.

Die Zerspanung von CFK-Bauteilen

ist derzeit noch aufwändig

und damit teuer. Das Endziel formuliert

Müller-Hummel: „Die Bearbeitung

von CFK muss genauso

günstig wie die Bearbeitung von

Metall werden.“

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

redaktion@produktion.de

Superior Clamping and Gripping

ZAHL DER WOCHE

22 %...

aller Maschinen, die Russland

importiert, stammen laut dem

VDMA aus Deutschland. Der

Umsatz beträgt rund 8 Mrd Euro.

ZITIERT

„Wir benötigen eine

objektive Bewertung der

Energie-Effizienz.“

Dr. Wilfried Schäfer, VDW

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Redaktion:

Tel.: (0 81 91)125-310, Fax: (0 81 91)125-312

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INDUSTRIEMESSE

Russische Präsenz sorgt für lebhafte Hannover Messe

SABINE SPINNARKE

PRODUKTION NR. 16 , 2013

Vergangene Woche endete die

Hannover Messe. Die Besucherund

Ausstellerzahlen erreichten

nahezu das Niveau der 2011er Veranstaltung

– einem Rekordevent.

HANNOVER. Insgesamt kamen zur

Hannover Messe 2013 rund 225 000

Besucher – 230 000 Besucher fanden

sich in dem Rekordjahr 2011 in

Laatzen ein. Damit lag die Messe

annähernd auf dem Niveau der

2011er Veranstaltung. Das diesjährige

Partnerland war Russland. Da

der russische Mittelstand noch

recht klein ist, sah man russische

Auf der diesjährigen Hannover Messe präsentierten sich zahlreiche russische

Unternehmen auf Gemeinschaftsständen.

Bild: Hannover Messe

Firmen unterschiedlichster Branchen

– etwa aus der Öl-, Gas- und

Metallindustrie – vor allem auf den

Gemeinschaftsständen. Die russische

Präsenz traf auf ein gemisch-

tes Echo: auf der einen Seite griffen

barbusige Demonstrantinnen Putin

während seines Messerundganges

mit Angela Merkel an, auf

der anderen Seite attestierten viele

deutsche Unternehmen dem russischen

Markt hohes Potenzial.

Ein Viertel der diesjährigen Besucher

kam aus dem Ausland – die

meisten aus der Europäischen Union

(50 %) sowie aus Süd-, Ost-, und

Zentralasien (20 %). Die Niederlande

und China waren mit rund 3 500

beziehungsweise 3 400 Besuchern

am stärksten vertreten, gefolgt von

Indien, Italien, Österreich und Dänemark.

Eine positive Bilanz zog

Dr. Jochen Köckler, Mitglied des

Vorstandes der Deutschen Messe:

„Aussteller und Besucher stellen

der Hannover Messe in diesem Jahr

ein sehr gutes Zeugnis aus – insbesondere

weil mit dem Thema Integrated

Industry die zunehmende

Vernetzung der Industrie in den

Mittelpunkt gerückt wurde.“


2 · Nachrichten · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

NEWS-TICKER

Siemens: Schwächere

Geschäfte im 2. Quartal

MÜNCHEN (DJ/ILK). Der Münchner

Technologiekonzern Siemens

stellt sich auf schwächere

Geschäfte im zweiten Quartal

ein. „Die Herausforderungen bei

der Bahntechnik und der Windanbindung

werden ihre Spuren

in den Zahlen für das zweite

Quartal hinterlassen, die wir am

2. Mai vorstellen“, sagte Finanzvorstand

Joe Kaeser einem Medienbericht

zufolge.

Liebherr meldet

Rekordumsatz

BIEBERACH (SM). Für die Firmengruppe

Liebherr ist das Geschäftsjahr

2012 gut verlaufen.

Insgesamt hat das Unternehmen

seinen Umsatz im vergangenen

Geschäftsjahr um mehr als

760 Mio Euro oder über 9 % auf

9,1 Mrd Euro gesteigert. In den

Haupt-Produktbereichen Baumaschinen

und Mining-Geräte

erwirtschaftete das Unternehmen

ein Umsatzplus von beinahe

490 Mio Euro oder 9 % (5,87

Mrd Euro). Besonders hohe

Wachstumsraten wurden in Osteuropa

und Afrika erzielt.

Bei uns im Internet

Top geklickt auf www.produktion.de

1. Interview: So kauft

mich ein Chinese

2. Fraunhofer: Durchbruch bei

Lithium-Schwefel-Batterien

3. Chinesen entwickeln

eigene Lean-Praxis

4. Sinomach kauft MAG

wohl doch nicht

5. Bildergalerie: Die Highlights

der Hannover Messe 2013

6. First Solar lässt die

Branche wieder hoffen

7. China-Käufer:

Maschinenbau im Fokus

8. Siemens: Industriesektor

soll 1,1 Mrd Euro sparen

9. Russland: Merkel mahnt

Rechtssicherheit an

10. GE will anscheinend Lufkin

Industries übernehmen

‚wire und Tube‘

bereits gut gebucht

PRODUKTION NR. 16 , 2013

DÜSSELDORF (SM). Rund ein Jahr

vor Beginn der internationalen

Messen wire und Tube steht fest:

Beide Industriemessen sind bereits

jetzt gut gebucht. Für 2014

werden ähnlich gute Ausstellerund

Quadratmeterzahlen wie 2012

erwartet. Zur wire präsentierten

vor zwei Jahren 1 313 Unternehmen

auf einer Nettofläche von

57 370 m 2 ihre technolgischen

Highlights aus den Bereichen der

Draht- und Kabelindustrie. 1 178

Aussteller zeigten Innovationen

rund um Rohre und Rohrleitungssysteme

auf einer Fläche von rund

48 500 m 2 auf der Tube 2012.

Kuka gewinnt

Robotics Award

PRODUKTION NR. 16 , 2013

HANNOVER (ILK). Die Kuka Roboter

GmbH sicherte sich den ersten

Platz im Wettbewerb für angewandte

Roboterlösungen vor dem

österreichischen Unternehmen

EEP Maschinenbau GmbH und der

Zürcher Hochschule. Niedersachsens

Wirtschaftsminister Olaf Lies

überreichte die Preise anlässlich

der Hannover Messe und unterstrich

vor allem die Bedeutung von

Robotern für bessere Arbeitsbedingungen.

PRODUKTION NR. 16 , 2013

HANNOVER (PD). Gemäß dem Motto

‚Integrated Industry‘ der Hannover

Messe 2013 zeigte ABB Wege

hin zu Industrie-4.0-Anwendungen

in der Prozess- und Fabrikautomation.

Aber auch in der Energietechnik

kommen Technologien

aus dem Industrie-4.0-Umfeld zunehmend

zum Einsatz, beispiels-

BILD DER WOCHE

Transparente Keramik im Serienmaßstab

HANNOVER MESSE

ABB auf dem Weg zu Industrie 4.0

weise in intelligenten Netzen.

Smart Grids gelten schon heute als

eine der ersten Anwendungen für

das ‚Internet der Dinge‘.

„Industrie 4.0 ist für die deutsche

Industrie eine große Chance. Damit

könnten bis zu 30 Prozent Produktivitätssteigerungen

möglich

werden“, sagt Dr. Peter Terwiesch,

Vorstandsvorsitzender der deutschen

ABB und Leiter der Region

INTELLIGENTE FABRIK

INDUSTRIE 4.0

Zentraleuropa auf der Hannover

Messe. „Durchsatz und Verfügbarkeit

der Anlagen ließen sich steigern,

durch flexible Produktion

stiege die Auslastung und Skaleneffekte

der Großserie könnten

kombiniert werden mit individualisierten

Produkten. Außerdem

steht das Thema für optimale Bedienung,

zielgerichteten Service

und Energieeinsparung.“

Bild: Perlucor

STUTTGART (BA). CeramTec stellt

als erstes europäisches Unternehmen

transparente Keramik im Serienmaßstab

her. Perlucor besitzt einen

Transparenzgrad von mehr als

80 %, was einer relativen Transparenz

von über 90 % entspricht. Seine

Festigkeit und Härte überschreiten

die von Glas um das Drei- bis Vierfache.

Damit ist es für den Einsatz unter

extremen Verschleißbedingungen,

etwa im Maschinenbau, geeignet.

Es besitzt gegenüber Glas eine

um den Faktor drei höhere thermische

Belastbarkeit. Dies erlaubt seinen

Einsatz bei Temperaturen von

bis zu 1 600 Grad Celsius, etwa als

Sichtfenster in Hochtemperaturöfen.

Dr. Peter Terwiesch, Vorstandsvorsitzender

der deutschen ABB und Leiter

der Region Zentraleuropa. Bild: ABB

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INTEGRATED INDUSTRY

Immer mehr schützenswertes Know-How

SABINE SPINNARKE

PRODUKTION NR. 16 , 2013

Auf der Hannover Messe 2013

zeigt Wibu, ein Anbieter für Software-

und Dokumentenschutz,

wie ‚Industrie 4.0‘ ohne massive

Know-how-Verluste umgesetzt

werden kann.

HANNOVER. „Wir brauchen mehr

Schutzmechanismen“, fordert Wibu-Chef

Oliver Winzenried auf einer

Pressekonferenz des Unternehmens.

Umso vernetzter und intelligenter

die Systeme im Produktionsumfeld

würden, umso mehr schützenswertes

Produktions-Knowhow

stecke in ihnen. Nach einer

Schätzung intels seien bereits 15

Mrd vernetzter Systeme weltweit

installiert, freescale geht noch einen

Schritt weiter und zählte 2012

bereits 50 Mrd Systeme. „Damit

rutscht die Anforderung ‚security‘

an erste Stelle“, so Winzenried. Piraterie

sorgte 2011 laut einer VDMA

Umfrage zu Verlusten in Höhe von

7,9 Mrd Euro. Den Japanern geht es

noch schlechter: laut der JMF-Studie

seien die Verluste in Japan

1,8 mal höher als hierzulande. Allerdings

wächst auch die Zahl der

Hersteller, die ihre eingebetten

Systeme aktiv schützen: „18 % der

Unternehmen setzen Schutzmaßnahmen

ein“, so Winzenried.

Die 1989 gegründete Wibu bietet

Produkte für den Know-how-, Produkt-,

Integritäts- und Zugangsschutz.

In Steuerungen und auf

Engineering-Plattformen von

Steuerungsherstellern wie B&R,

Rockwell Automation sind die Produkte

bereits installiert. Sie werden

Vor den „Risiken und Nebenwirkungen

von Industrie 4.0“ bietet Wibu-

Vorstand Oliver Winzenried intelligente

Security-Konzepte. Bild: Wibu

aber auch in China, wo das Unternehmen

eine Niederlassung hat,

eingesetzt – vornehmlich in der

embedded Software zahlreicher

Spielcasinos.


18. April 2013· Nr. 16 · Produktion · Nachrichten · 3

Industrieklebstoffe

Delo wächst weiter

Produktion Nr. 16, 2013

Windach (sm). Zum Geschäftsjahresende

am 31. März 2013 verzeichnet

Delo Industrie Klebstoffe

einen Gesamtumsatz von 51,7 Mio

Euro. Die Umsatzsteigerung von

rund 17 % ist größtenteils auf den

Ausbau der Geschäfte im Ausland

zurückzuführen. Das Unternehmen

stockt sein Personal auf und

Sick

Produktion Nr. 16, 2013

Waldkirch (sp). Die Sick AG hat

das Unternehmen Ação Solução

mit Sitz in Porto Alegre in Brasilien

übernommen. Der Distributor und

Systemintegrator für Safety-Lösungen

gehört seit dem 1. April 2013 als

100-prozentige Tochtergesellschaft

zum Sick-Konzern. Mit der

Akquisition will Sick seine Präsenz

in Südamerika stärken und kann

der Nachfrage nach sicheren Automatisierungslösungen

vor Ort besein

neues Produktions- und Logistikgebäude

ist derzeit im Bau.

„Wir sind stolz, auch in diesem

Jahr so positive Wachstumszahlen

zu vermelden“, sagt Delo Geschäftsführer

Dr. Wolf-Dietrich Herold.

„In Deutschland konnten wir

knapp vier Prozent zulegen. Auf

den Auslandsmärkten wurde die

Wachstumsrate mit 27 Prozent gegenüber

dem Vorjahr verdreifacht.“

Übernahme in Brasilien

ser begegnen. „In der Kombination

der Kompetenz von Sick und Ação

Solução bei der Umsetzung von

Safety-Konzepten sehen wir großes

Potenzial für die Zukunft. Um diese

Kompetenz im Sick-Konzern zu

halten, freuen wir uns, alle der über

30 Beschäftigten von Ação Solução

in der Sick-Gruppe begrüßen zu

können“, so Markus Vatter, Vorstandsmitglied

für Finanzen und IT

bei der Sick AG. In Planung ist zudem

ein Kompetenzzentrum für

Sicherheitsanwendungen.

Jetzt bei Fabrik des

Jahres bewerben!

Produktion Nr. 16, 2013

Landsberg (gk). Die Fabrik des

Jahres/GEO ist der traditionsreichste

Benchmark-Wettbewerb

für die produzierende Industrie in

Deutschland und den europäischen

Nachbarstaaten. Sie haben

dieses Jahr wieder die Chance, in

einer der Kategorien den Award

der Fachzeitung

Produktion und

der Unternehmensberatung

A.T. Kearney zu gewinnen.

Zudem wird der

Günter-Spur-Preis verliehen. Ausgezeichnet

werden mit dem Preis

herausragende wissenschaftliche

Arbeiten des Nachwuchses, die

sich mit der praktischen Verbesserung

des Produktionsprozesses in

der verarbeitenden Industrie beschäftigen.

Der Preis wurde nach

einem der Väter der Produktionstechnik

in Deutschland, Professor

em. Günter Spur, benannt. Eingereicht

werden können Doktor-,

Diplom- und Masterarbeiten aus

unterschiedlichen Fakultäten. Der

Einsendeschluss für die Fragebögen

ist der 30. April 2013.

www.fabrik-des-jahres.de

bauma 2013

‚Belebung im

Baumaschinenmarkt‘

Produktion Nr. 16, 2013

Während die heimische Bau- und

Baustoffmaschinen-Industrie vor

drei Jahren noch massiv mit den

Auswirkungen der Wirtschaftskrise

zu tun hatte, hat sich die Situation,

außer in den stark von der

Eurokrise betroffenen Ländern,

verbessert.

München (gk). „Der internationale

Markt für Bau- und Baustoffmaschinen

hat sich seit Anfang 2010

wieder erholt. Für 2013 rechnen

wir nach der aktuellen Delle mit

einer leichten Belebung im zweiten

Halbjahr, so dass der von deutschen

Herstellern 2012 erzielte

Gesamtumsatz von 12,5 Milliarden

Euro wieder knapp erreicht werden

sollte“, sagte VDMA-Präsident Dr.

Thomas Lindner auf der bauma.

Die Exportquote der heimischen

Bau- und Baustoffmaschinenindustrie

liegt bei 73 %. 39 % der Exporte

gehen in die EU. „Die Märkte

in Griechenland, Portugal und

Dr. Thomas Lindner, VDMA: „Im Bereich

Standardmaschinen haben die

Chinesen aufgeholt.“ Bild: VDMA

Spanien, aber zunehmend auch

Italien und Frankreich sind kräftig

abgerutscht“, sagte der VDMA-

Präsident. Allerdings bereite auch

der schwache chinesische Markt

Sorgen. 2012 sei der Absatz der

Deutschen dort um 25 % eingebrochen.

„Gerade im Bereich der Standardmaschinen

haben die Chinesen

in den letzten Jahren erheblich

aufgeholt.“ Für viele Firmen seien

sie mittlerweile zu ernsthaften

Wettbewerbern geworden.

Kraft-Wärme-Kopplung

Energiewende umsetzen

Produktion Nr. 16, 2013

Hannover (pd). Sowohl Energiedienstleister

als auch die KWK-

Branche wollen eine Energie-Effizienzsteigerung

durch neue Versorgungsstrukturen

und den Abbau

von Hemnissen erreichen.

Mit Hilfe von Energie-Effizienzdienstleistungen

und Contracting

könne die Energiewende nicht nur

umgesetzt, sondern auch kostengünstiger

gestaltet werden, ist sich

Marcus Bort, Vorsitzender des

‚ESCO Forum im ZVEI‘ sicher. „Wir

Energiedienstleister verstehen uns

als Impulsgeber der Energiewende“,

positioniert Bort die Branche

der Contractoren der beiden Verbände

‚ESCO Forum im ZVEI‘ und

‚B.KWK Bundesverband Kraft-

Wärme-Kopplung e. V‘. „Mit diesem

Anspruch machen wir deutlich,

dass wir den ‚schlafenden

Riesen‘ Energie-Effizienz wach

rütteln können und wollen. Allerdings

benötigen wir dazu einen

fairen Marktzugang, der uns derzeit

immer noch verwehrt wird

durch die Ungleichbehandlung des

Contracting gegenüber der Eigenversorgung

gemäß Paragraph 37 im

Erneuerbare-Energien-Gesetz

(EEG)“, kommentiert Bort die aktuellen

politischen Rahmenbedingungen

für die Marktentwicklung.

Berthold Müller-Urlaub, Präsident

des B.KWK, sieht das Umschwenken

zu einem neuen Marktdesign,

das auf dezentrale Versorgung

und intelligente Netze setzt,

als eine Grundvoraussetzung dafür

Kraft-Wärme-Kopplung

als wirksame Kostenbremse

Oft nicht zu sehen.

Bürsten-Technologie,

die Öffnungen perfekt abdichtet.

Bei der Präsentation von Waren im Ladengeschäft ist

immer wieder Flexibilität gefragt. Genau diese bieten

Leistenbürsten von Mink, weil sie sich hinsichtlich

Material und Form optimal anpassen. So erfüllen die

Bürstensysteme alle Anforderungen, wenn es darum

geht, z. B. Kabeldurchlässe oder gegen Schmutz, Licht

oder Luftzug perfekt abzudichten. Das ist nur ein

Beispiel aus dem Bereich Abdichten.

Außerdem setzen wir unser geballtes Wissen auch

für Lösungen beim Transportieren, Oberfl ächenbearbeiten

und Breitstrecken ein.

Nutzen Sie unsere Denkfabrik auch

für Ihre Prozesse.

Die Leistung unübersehbar.

Berthold Müller-Urlaub, Präsident

des B.KWK, sieht mit der Kraft-Wärme-Kopplung

einen zentralen Baustein

für die Energiewende. Bild: B.KWK

an, die ins Stocken geratene Energiewende

wieder auf den Weg zu

bringen. Er bewertet die Kraft-Wärme-Kopplung

als einen zentralen

Baustein für den Umbau, da sie zwei

Anforderungen an eine moderne

Energieversorgung gleichzeitig erfüllt:

„Mit Kraft-Wärme-Kopplung

lässt sich bei Gesamtwirkungsraden

von über 80 Prozent effizient,

kostengünstig, umweltfreundlich

und versorgungssicher Strom, Wärme

sowie Kälte aus einer Hand dezentral

produzieren. Damit haben

wir eine wirksame Kostenbremse

und gleichzeitig ein effektives Werkzeug

zum Ausgleich schwankender

Erzeugung aus Windkraft und Photovoltaik

zur Verfügung. Bereits im

letzten Jahr hat eine Prognos-Studie

dargestellt, dass dezentrale KWK-

Anlagen in Verbindung mit Wärmespeichern

die insgesamt beste Lösung

zur Integration erneuerbarer

Energien in das Stromsystem sind.“

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4 · Unternehmen & Märkte · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

HANNOVER MESSE (I): UMFRAGE

INTELLIGENTE FABRIK

INDUSTRIE 4.0

‚Man denkt immer sehr weit voraus‘

TINO BÖHLER, PRODUKTION NR. 16 , 2013

Was die Besucher der Hannover Messe sich unter Industrie 4.0 vorstellen

und welche Entwicklungen sie erwarten, hat die Fachzeitung

Produktion vor Ort erfragt.

HANNOVER (GK). Martin Kneer,

Hauptgeschäftsführer WirtschaftsvereinigungMetalle,

Berlin:

„Zum Thema Industrie 4.0 habe ich

schon eine Menge gehört und gelesen;

ich denke, das Wichtigste dabei

ist, nicht –

wie schon einmal

– zwischen

New und Old

Economy zu

unterscheiden,

sondern die

produzierende

Industrie als

Ganzes zu sehen.

Es geht um eine gesunde Mischung

von vorhandenen Maschinen,

moderner Produktion und

innovativen IT-Konzepten. Für uns

und unsere Mitglieder ist es daher

sehr wichtig, einen realistischen

Blick auf die anstehenden Veränderungen

und die damit verbundenen

Chancen zu bekommen, wofür

sich die Hannover Messe bestens

eignet. Was nun das Zeitfenster für

dieses neue Industriezeitalter anbelangt,

das kann niemand wissen.

Es ist auf jeden Fall ein Prozess, eine

Evolution und keine Revolution.

Wir dürfen aber die sich bietenden

Chancen für Innovationen nicht

verschlafen. Daher halte ich die

Messe für sehr wichtig, um das

Thema Industrie 4.0 und Integrated

Industry vor einem internationalen

Publikum zu pushen.“

Sebastian Schoepe, Logistik, Maxion

Wheels, Königswinter:

„Einer der Hauptgründe für meinen

Messebesuch ist das diesjährige

Leitthema

‚Integrated Industry’.

Denn

dieser Trend,

dieses Thema

ist alles andere

als eine Luftblase:

Es ist vielmehr

der richtungsweisende

Weg, den Unternehmen einschlagen

müssen, um international konkurrenzfähige

Produkte in den

Markt zu bringen. Das bedingt eine

Step-by-Step-Weiterentwicklung.

Unser Unternehmen will sich speziell

in der Produktionsplanung

und –steuerung sowie im Werkzeugbau

neu orientieren und neu

ausrichten. Wir suchen daher nach

neuen Softwarelösungen, um noch

mehr Transparenz und Flexibilität

in der Fertigung zu bekommen –

verbunden mit einer sehr hohen

Liefertreue.“

Klaus Georg Fritzen, selbstständiger

Unternehmensberater, Hamburg:

„Meine Vorstellung von Integrated

Industry umfasst die Bereiche

‚Mensch-zu-Maschine-Kommunikation’

sowie die Integration der

IT in die Produktionsprozesse.

Es wird

künftig immer

wichtiger, alle

produktionsrelevanten

Prozesse

miteinander

zu vernetzen

und zusammenzubringen sowie

ein vernünftiges Interface zum

Menschen zu schaffen. Ich glaube,

dann beinhaltet Integrated Industry

großes Potenzial, das zudem

nachhaltig wachsen wird. Auch

was Investitionen anbelangt, bin

ich voller Zuversicht. Die Business-

Cases müssen stimmen und die

richtigen Partner müssen an einen

Tisch, dann hat das Thema Zukunft.“

Tobias Hayer, Geschäftsführer hayer

metall technik, Aspach-Allmersbach:

„Ich habe gestern im Fernsehen

das erste Mal was zum Thema Industrie

4.0 gesehen und gehört.

Meiner Meinung geht es dabei und

auch beim Messeleitthema ‚Integrated

Industry’ darum, die Kommunikation

in der Produktion ‚revolutionärer’

zu gestalten. Dennoch

sehe ich auch ganz klar auch

die Grenzen von Industrie 4.0, gerade

im Bereich

‚Transparenz’

in der Fertigung

unter dem Aspekt

der Produktpiraterie

oder des Datenklaus.

Realistische

Chancen

sehe ich in der

Automobilindustrie mit ihren vielen

Zulieferern. Man wird wohl

nicht alle Daten in die einzelnen

Bauteile und Produkte integrieren

können, sonst könnte auch langjährige

aufgebautes Know-how

und Kernkompetenzen - wie etwa

beim Thema Fehlertoleranz - an

Dritte verloren gehen. Der große

Vorteil für den Wirtschaftsstandort

Deutschland ist auch hier, dass

man immer sehr weit vorausdenkt.

Deutschland kann auch bei Industrie

4.0 wieder eine Vorreiterrolle

übernehmen und innovative Produkte,

Konzepte und Lösungen in

den Markt bringen – mit der Gewißheit,

schon den nächsten Joker

im Ärmel zu haben.“

Jörg Wittmann, Vereon AG, Manager

CRM:

„Als Stichwort sagt mir Industrie

4.0 bis jetzt nichts. Ich sehe hier

zwar einiges im Bereich ‚Integrated

Industry’, mich interessieren auch

die Themen dahinter, die Technologien,

die einzelnen Innovationen.

Doch den Begriff Industrie 4.0

habe ich in diesem Gespräch das

erste Mal gehört. Als Veranstaltungsspezialist

für Industrieunternehmen

sind wir auf der Hannover

Messe immer auf der Suche nach

globalen Tendenzen und Trends.

Und die Hannover Messe präsentiert

die damit zusammenhängenden

Lösungskonzepte und –ideen,

auch rund um das Thema ‚Integrated

Industry’. Hier werden insbesondere

die IT und die Produktion

in Zukunft noch stärker als bisher

verschmelzen. Auch werden die

einzelnen Fachverantwortlichen

in den Unternehmen sich stärker

mit der Vernetzung

von IT

und Produktion

beschäftigen

müssen,

und zwar über

den ganzen

Produktionsprozess

hinweg

und unter größter

Beachtung von Sicherheitsstandards.

Aufgrund der aktuellen Situation

unter anderem im Euro-

Raum dürften aber die Budgets

und die Investitionsbereitschaft in

neue Produktionskonzepte innerhalb

einer Integrated Industry in

den nächsten Jahren erstmal verhalten

sein.

HANNOVER MESSE (II): RUSSLAND

Engagement wird verdoppelt

CLAUS WILK, PRODUKTION NR. 16 , 2013

Trotz aller Unsicherheiten bestätigt der Verband Deutscher Maschinen-

und Anlagenbau anlässlich seiner Pressekonferenz zur Hannover

Messe seine Wachstumsprognose von 2 %.

HANNOVER (GK). Für 2012 berechnet

der VDMA gegenwärtig einen

realen Produktionszuwachs von

1,3 %. Mit einem Umsatzwert von

207 Mrd Euro sei das Rekordniveau

des Jahres 2008 fast erreicht, berichtete

VDMA-Hauptgeschäftsführer

Dr. Hannes Hesse. Trotz

Rückgang des China-Geschäftes

zeigte der Export wegen des starken

US-Geschäftes ein nominales

Plus von 5,1%. Parallel dazu stiegen

VDMA-Hauptgeschäftsführer Dr.

Hannes Hesse: „Maschinenbau

hat 2012 fast das Rekordniveau

von 2008 erreicht.“ Bild: VDMA

19 % planen den Aufbau

einer Produktion in Russland

die Maschineneinfuhren aus den

Euro-Ländern um 7,7%. Hesse:

„Ein eindrucksvolles Beispiel für

den Zugpferdcharakter des deutschen

Maschinenbaus.”

Der VDMA sieht zur Zeit keinen

Anlass, die Produktionsprognose

2013 von 2 % für die preisbereinigte

Produktion zu ändern. Der Verband

sieht aber auch starke differenzierte

Entwicklungen. Anfang

des Jahres konnte die Branche

kaum mit Wachstum rechnen, also

muss die Dynamik im weiteren

Jahresverlauf groß genug sein, um

den durch statistischen Unterhang

und hohe Vorjahreswerte rein

rechnerisch belasteten Start kompensieren

zu können. Außerdem

gibt es große Wachstumsdifferenzen

zwischen den Branchen des

Maschinen- und Anlagenbaus.

Hier läuft es im Bereich der Verfahrenstechnik

und bei den Textilmaschinen

derzeit sehr gut, eher unterdurchschnittlich

ist die Entwicklung

hingegen im Bereich der

Motoren und Systeme.

Russland ist heute für den Maschinenbau

das viertgrößte Absatzland

– nach China, den USA

und Frankreich – mit einem Exportvolumen

von rund 8 Mrd Euro,

was etwa 5 % der gesamten deutschen

Maschinenausfuhren entspricht.

Die deutschen Anbieter

spielen auf dem russischen Markt

eine starke Rolle. 22 % aller importierten

Maschinen stammen aus

Deutschland. Danach folgen in

großem Abstand China mit 13 %

und Italien mit 11 %. Eine aktuelle

VDMA-Umfrage zum Markt Russland

unter den Mitgliedsunternehmen

des VDMA hat ergeben, dass

der russische Markt heute überwiegend

aus Deutschland heraus

bearbeitet wird. Vertrieb und Service

werden von der Zentrale gesteuert.

„Mittelfristig sehen wir

aber starke Tendenzen der Verlagerung

der Vertriebs- und Serviceverantwortung

nach Russland”, so

Hesse. Eine Montage oder Produktion

unterhalten bisher nur 8 % der

an der Befragung beteiligten Unternehmen.

Mit Blick auf das Jahr

2015 planen 19 % den Aufbau einer

Montage oder Produktion vor Ort.

Das Engagement soll also mehr als

verdoppelt werden. Getrieben

wird dies durch die aktuell sehr

dynamische Entwicklung des russischen

PKW-Absatzmarktes und

die sich in diesem Zusammenhang

entwickelnde Automobil- und Automobilzulieferindustrie.

Auf der Hannover Messe 2013 gibt ZVEI-Präsident Friedhelm Loh einen Überblick

über die Top-Themen der Elektroindustrie.

Bild: Sabine Spinnarke

HANNOVER MESSE (III): ELEKTROINDUSTRIE

Loh: In Russland ist mehr

Rechtssicherheit nötig

SABINE SPINNARKE

PRODUKTION NR. 16 , 2013

Als die wichtigsten Themen

der Elektroindustrie bezeichnet

ZVEI-Präsident Friedhelm Loh

anlässlich der Hannover Messe

Energie-Effizienz und Industrie

4.0. Konjunkturell zeichne sich

allmählich eine Aufhellung ab.

HANNOVER. Zu Jahresbeginn sind

sowohl die Bestellungen als auch

Produktion und Umsatz gestiegen.

„Grundsätzlich gehen wir davon

aus, dass die Dynamik im Jahresverlauf

allmählich weiter zunehmen

wird“, so Loh. Damit hält er an

der Prognose von 1,5 % Produktionswachstum

und einem Anstieg

der Erlöse auf 173 Mrd. Euro in

diesem Jahr fest, weist aber gleichzeitig

auf große Unsicherheiten hin.

Anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten

der Hannover Messe ergab

sich für Friedhelm Loh die

Gelegenheit dem russischen Präsidenten

Wladimir Putin seinen

Wunsch nach mehr Rechtssicherheit

mitzuteilen: „Putin signalisierte

mir, dass er in dieser Hinsicht

etwas tun werde.“ Russland spiele

für die deutsche Elektroindustrie

eine große Rolle, aber viele Unternehmer

zögerten aus den genannten

Gründen dort zu investieren.

Einen vorsichtigen Ausblick auf

das laufende Jahr gab Friedhelm

Loh ebenfalls: „Wir rechnen mit

Zuwächsen in allen wesentlichen

Märkten, wobei sich die Aufhellung

noch nicht in Umsatzzahlen

messen lässt.“


18. April 2013 · Nr. 16 · Produktion · Unternehmen & Märkte · 5

VDMA

Deutsche Druckluft weiterhin Exportweltmeister

Produktion Nr. 16, 2013

Die deutschen Hersteller von Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik

bleiben weiterhin Exportweltmeister. Das meldete der VDM

anlässlich der Hannover Messe.

Frankfurt (ba). „Die Exporte beliefen

sich 2012 auf rund 5,2 Milliarden

Euro, das ist ein Anstieg von

5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr“,

so Alexander Peters, Vorsitzender

des VDMA-Fachverbandes

Kompressoren, Druckluft- und Va-

kuumtechnik. Für das laufende

Jahr erwartet Peters einen Umsatz

auf Vorjahresniveau. Nachhaltiges

Wirtschaften werde zunehmend

nachgefragt.

Reimund Scherff, Vorsitzender

der VDMA-Fachabteilung Drucklufttechnik,

erläuterte drei Hilfestellungen

für Druckluft- und Vakuumanwender:

Ein Autoschnittmodell verdeutlicht

beispielhaft, wo überall bei

modernen Produktionsanlagen

Druckluft- und Vakuumtechnik

zum Einsatz kommt. Das EcoLexikon

des Fachverbandes bietet Anwendern

einen informellen Einstieg

für den ganzheitlichen Betrieb

von Druckluft- und Vakuumtechnik.

Der interaktive Druckluft-

Modellrechner zeigt das Einsparpotenzial,

das sich durch Wärmerückgewinnung,

Leckage-Abbau,

Druckabfall und Drehzahlregelung

erzielen lässt. Damit gibt es einen

ersten Anhaltspunkt für die energetische

Qualität eines Druckluftsystems.

„Wir sind zuversichtlich, mit

diesen drei Angeboten ein nachhaltiges

Wirtschaften im Sinne der

VDMA-Initiative Blue Competence

zu erleichtern“, so Scherff.

Für das laufende Jahr erwartet Alexander

Peters vom VDMA einen Umsatz

auf Vorjahresniveau. Bild: VDMA

Strahltechnik

agiert stabil

Produktion Nr. 16, 2013

hannover (ba). Die Strahltechnik

war nach steigender Auslastung im

Jahr 2011 im Jahr 2012 durch eine

große Spannweite der Auslastung

geprägt. Dieser Trends setzt sich

laut VDMA-Arbeitskreis Strahltechnik

auch in diesem Jahr fort.

Das vergangene Jahr sei für Unternehmen

mit „wesentlichem internationalem

Engagement“ erfolgreicher

gewesen als für die stärker

auf das Inland und den Europäischen

Binnenmarkt fokussierten

Hersteller, so der Verband. Für

2013 erwartet die Strahltechnik ein

stabiles Geschäft mit weiterhin

guten Möglichkeiten in den einschlägigen

internationalen Zielmärkten.

Investition in effektivere

Strahltechnik rechnet sich

Die VDMA Strahltechnik präge

die Rahmenbedingungen der

Branche. So seien seit der vergangenen

SurfaceTechnology mehrere

VDMA-Einheitsblätter mit technischem

und betriebswirtschaftlichem

Hintergrund veröffentlicht

worden. Den zunehmenden Fokus

auf effiziente Prozesse und niedrige

Betriebskosten haben die Unternehmen

der VDMA Strahltechnik

zum Anlass genommen, eine branchenspezifische

Referenz für die

Bewertung von Investitionsfolgekosten

zu erarbeiten. Auf Basis einer

Prognose der Lebenszykluskosten

kann gezeigt werden, dass

sich eine Investition in effektivere

Strahltechnik rechnet. Damit ein

Vergleich unterschiedlicher Angebote

möglich ist, muss dieser auf

einheitlicher Basis durchgeführt

werden. Diese Grundlage bietet

das Einheitsblatt VDMA 34160

‚Prognose der Lebenszykluskosten

für den Maschinenbau‘.

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Deutsche Strahltechnik: Auch in diesem

Jahr stellt sich die Branche der

zunehmenden Globalisierung.


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6 · Unternehmen & Märkte · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

Weidmüller

Europa verliert an Bedeutung

Produktion Nr. 16, 2013

Weidmüller wächst leicht über dem Branchenschnitt (-3%). Einbrüche

im südeuropäischen Markt und Stagnation im Heimatmarkt stehen

dynamischen Wachstumsraten außerhalb Europas gegenüber.

Hannover (sp). Weidmüller, ein

Elektrotechnikspezialist aus Detmold,

erzielte im Geschäftsjahr

2012 einen Umsatz in Höhe von 621

Mio Euro. „Wir liegen mit unserem

Wachstum über dem durchschnittlichen

Branchenwachstum“, be-

tont Vorstandssprecher Dr. Peter

Köhler im Rahmen einer Pressekonferenz

auf der Hannover Messe.

In Deutschland (-4 %) und

Südeuropa (-10 %) seien die Umsätze

rückläufig. „Das konnten wir

aber mit einem deutlichen Umsatzplus

von zehn Prozent in China

kompensieren“, so Köhler weiter.

Die Region Mittel- und Osteuropa

wächst um 9,4 %, Russland um

9,4 %. „Local for local ist bei uns ein

großes Thema“, berichtet Köhler,

der entsprechend der schwachen

Lage in Deutschland und Südeuropa

großen Wert auf eine verstärkte

Präsenz in den wachstumsstarken

Regionen legt – auch wenn der

Umsatzanteil in absoluten Zahlen

gemessen derzeit nur geringfügig

sei (Russland). USA, Deutschland

und China machen den größten

Umssatzanteil bei Weidmüller aus.

„Wir haben im Rahmen unserer

Strategie mit zwei Joint Ventures

Wachstumsmotor

Innovation:

„Wir werden

dieses Jahr 37

Mio Euro in Forschungsprojekte

investieren“, erläutert

Dr. Peter

Köhler (Mitte).

Bild: Spinnarke

und drei zusätzlichen Vertriebsbüros

gezielt in Wachstumsmärkte

investiert“, erklärt der Vorstandssprecher.

Weidmüller strebt das

ehrgeizige Ziel an, im Jahr 2020 eine

Mrd Euro Umsatz zu machen.

Harting fasst

erneut Fuß in China

Produktion Nr. 16, 2013

Hannover (sp). Für den Automatisierer

Harting hat sich die Geschäftslage

in Asien gewaltig verbessert:

Nach dem großen Zugunglück

in Shuangyu und dem Regierungswechsel

verzeichnet Harting

in 2011/2012 ein Minus von 12 %

auf dem wichtigen chinesischen

Markt – jetzt steigen die Umsätze

dynamisch im zweistelligen Bereich.

„Wir haben vorausgesehen,

dass sich die Situation verändert

und sich der chinesische Markt für

uns nachhaltig positiv entwickeln

wird“, freut sich daher Harting.

Mittlerweile werde wieder vermehrt

in Infrastruktur-Projekte investiert.

Insgesamt sanken im problematischenGeschäftsjahr

2011/12 die Umsätze um 0,4 %.

China investiert vermehrt

in Infrastruktur-Projekte

Für das erste Halbjahr 2012/2013

(endete am 31. März 2013) zieht

nun die Harting-Technologiegruppe

eine deutlich positive Bilanz.

„Wir freuen uns über zehn Prozent

Umsatzwachstum in unserem ersten

Geschäftshalbjahr“, sagt Philip

Harting, Vorstand Connectivity &

Networks auf der Pressekonferenz

anlässlich der Hannover Messe.

Auch für die kommenden Monate

zeigt sich Harting optimistisch:

„Wir rechnen fest mit einem weltweiten

Wachstum unserer Technologiegruppe.“

In Europa steigen die

Auftragseingänge moderat im einstelligen

Bereich.

Im Partnerland Russland ist Harting

bereits seit 20 Jahren aktiv.

Dort gelte es ‚local content-Vorschriften‘

zu beachten. Man habe

in gemieteten Räumen zu produzieren

begonnen. Auch in Indien

habe Harting eine Niederlassung

gegründet.

Hartings Angebot für die ‚Integrated

Industrie‘ ist das Leitmotto

des Messeauftritts der Harting-

Technologiegruppe.

Für den Automatisierer Harting entpuppt

sich das aktuelle Geschäftsjahr

als durchweg positiv – rechts Vorstand

Philip Harting. Bild: Spinnarke


18. April 2013 · Nr. 16 · Produktion · Unternehmen & Märkte · 7

Regenerative Energien

Windkraft: Erstmals Rückgang beim Neubau

Produktion Nr. 16, 2013

Der VDMA befürchtet geringere Investitionen in Windkraftprojekte aufgrund

der Ergebnisse des Energiegipfels. Dies sei kontraproduktiv, da

der Maschinenbau der Energiewende generell positiv gegenüberstehe.

Hannover (pd). „Der Energiegipfel

am 21. März 2013 hat leider mehr

Verunsicherung als Aufbruchstimmung

erzeugt. Gerade für die Hannover

Messe wäre jedoch das Gegenteil

von Nöten gewesen“, sagte

Thorsten Herdan, Geschäftsführer

VDMA Power Systems.

„Wir haben gehofft, dass die angedrohten

Kurzfristmaßnahmen

für eine EEG-Novellierung noch

vor der Bundestagswahl vom Tisch

wären“, erklärt Andreas Nauen,

CEO der REpower Systems SE und

Vorsitzender der Windbranche im

VDMA. „Dies ist leider nicht der

Fall, so dass wir uns auf weitere

Zurückhaltung bei den Investoren

in deutsche Windkraftprojekte einstellen

müssen. Gerade vor dem

Hintergrund eines sinkenden Weltmarktvolumens

2013 und vieler

unklarer politischer Rahmenbedingungen

in den Exportmärkten

ist diese Entwicklung kontraproduktiv“,

so Nauen weiter. Der

VDMA prognostiziert für den weltweiten

Windmarkt nach einem

Neubauvolumen von 44,7 GW in

2012 für 2013 einem Rückgang auf

rund 39 GW. 2014 dürfte sich der

Weltmarkt wieder erholen und die

40 GW Grenze erneut überschreiten.

Den deutschen Windmarkt

schätzt der VDMA trotz der politi-

schen Unsicherheiten positiv ein.

Nach neu installierten 2 415 MW in

2012 prognostiziert der VDMA ca.

3 200 MW für 2013, von denen rund

400 MW auf den Offshore-Markt

entfallen dürften. „Diese positiven

Prognosen für den deutschen

Markt dürfen nicht darüber hinweg

täuschen, dass die Entscheidungen

aus Berlin sich unmittelbar auf das

zu erwartende Neubauvolumen in

2014 auswirken werden. Daher

sind wir im Moment auch nicht in

der Lage, Prognosen für 2014 abzugeben“,

resümiert Nauen.

Unsicherheit für bereits

geplante Windprojekte wächst

„Besondere Sorge bereitet uns die

anhaltende Verunsicherung der Investoren

für neue Kraftwerksprojekte

in Deutschland“, erklärt Alf-

Henryk Wulf, CEO der Alstom

Deutschland AG. „Während für

konventionelle Kraftwerksprojekte

aufgrund des nicht funktionierenden

Marktdesigns keine Geschäftsmodelle

vorhanden sind, wächst

die Unsicherheit für in Planung befindliche

On- und Offshore-Windprojekte

aufgrund der politischen

Diskussionen Tag für Tag“, so Wulf

weiter. Bei der diesjährigen Maritimen

Konferenz in Kiel mit einem

Schwerpunkt zum Ausbau der Offshore-Windenergie

hat die Industrie

der Bundeskanzlerin gegenüber

sehr deutlich gemacht, dass die bereits

getätigten Investitionen in

neue Anlagentechnologien zur

Senkung der Stromgestehungskosten

nur dann Früchte tragen können,

wenn die potentiellen Investoren

in die milliardenschweren Offshore-Windparks

auch verlässliche

Rahmenbedingungen vorfinden.

„Wir sind in der Lage, mit unseren

innovativen Technologien die Energiewende

zum Erfolg zu bringen“,

unterstreicht Wulf. „Dazu gehören

neben dem Ausbau der erneuerbaren

Energien aber zwingend auch

flexible konventionelle Kraftwerke

auf Gas- und Kohlebasis. Zur Erhöhung

der Flexibilität müssen auch

Retrofit-Maßnahmen greifen, die

Wie sieht der Maschinenbau die Energiewende?

© Produktion

Auswirkungen der Energiewende auf mein Unternehmen

In Zukunft negativ In Zukunft positiv Heute negativ Heute positiv

35,0%

Der Maschinenbau steht der Energiewende positiv gegenüber – doch die

Politik müsse dafür bessere Rahmenbedingungen schaffen. Quelle: VDMA

kurzfristig umgesetzt werden können,

wenn der Strommarkt auch

andere Produkte als die produzierte

Kilowattstunde Strom bepreist“, resümiert

Wulf. „Auch um die Investitionssicherheit

wiederherstellen zu

können, arbeiten wir im VDMA an

einem Konzept für ein Strommarktdesign

2.0 zusammen mit einem

EEG 2.0, das die systemische Verknüpfung

von erneuerbaren und

konventionellen Kraftwerken vorsieht.

Kraftwerke mit Brennstoffkosten

– wie zum Beispiel Gas-,

Kohle- oder Biomassekraftwerke –

sind mit Kraftwerken ohne Brennstoffkosten

– wie Sonnen- und

Windkraftwerke – auf dem derzeitigen

Strommarkt nicht miteinander

kompatibel. Dieses Problem kann

nur mit einem neuen Strommarktdesign

gelöst werden, das beide

47,9%

52,1%

65,0%

0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80%

Kraftwerkstypen systemisch miteinander

verbindet, also voneinander

abhängig macht“, ergänzt Herdan.

Anfang des Jahres hat der VDMA

seine Maschinenbauunternehmen

zur Energiewende befragt. Der

grundsätzliche Tenor: Schon heute

beurteilt knapp die Hälfte die Energiewende

positiv. Für die Zukunft

wächst die positive Beurteilung auf

etwa zwei Drittel. Doch die Maschinenbauer

spüren schon jetzt einen

moderaten Anstieg der Stromkosten.

Ein Drittel der Unternehmen

sieht durch die hohen Stromkosten

die Wettbewerbsfähigkeit gefährdet.

Die Umfrage macht deutlich:

Die Politik muss im Management

des Gesamtprojektes Energiewende

deutlich nachbessern, sonst

verspielt sie die Unterstützung des

Maschinenbaus.

Umsatzzahlen I

Festo: Wachstum von 6 %

Dietmar Poll, Produktion Nr. 16, 2013

Festo kann ein stabiles Wachstum vorweisen – auch in Zeiten volatiler

Märkte. Gestützt wird dies vor allem durch hohe Wachstumsdynamik

in den Regionen Nord- und Südamerika sowie Osteuropa.

Hannover. Mit einem Umsatzzuwachs

von rund 6 % auf 2,24 Mrd

Euro (Vorjahr 2,1 Mrd) im Geschäftsjahr

2012 konnte die Festo-

Gruppe in einem schwierigen

Umfeld ihre Umsatzziele erreichen

und zusätzliche Marktanteile

gewinnen. Während sich die

Wachstumsdynamik in Asien

(über 8 %) und Westeuropa

(ca. 2 %) abschwächte, übertrafen

die Regionen Nord- und Südamerika

(9 %) sowie Osteuropa (über

11 %) die Erwartungen.

„Zusätzliche Wachstumsimpulse

gingen von den neuen Geschäftsfeldern

Elektrische Antriebe,

Prozessautomatisierung und

dem Projektgeschäft Customer

Solutions aus“, sagte Dr. Eberhard

Veit, Vorstandsvorsitzender der

Festo AG. In allen Fokusbranchen,

wie Automotive, Nahrungsmittelund

Verpackung, Elektronik, Biotech/Pharma

und Metropolitan

Solutions/Wasser/Abwasser, setzen

Kunden auf Festo als globalen

Entwicklungspartner und ganzheitlichen

Lösungsanbieter. Ein

Rekordjahr verzeichnete der Geschäftsbereich

Didactic mit industriellen

Qualifizierungslösungen

für globale Märkte (über 14 %).

Dr. Eberhard Veit, Vorstandsvorsitzender

der Festo AG, vermeldet ein

Umsatzwachtum von 6 %. Bild: Festo

Große Wachstumsimpulse gingen

von den asiatischen und afrikanischen

Staaten aus, die nun verstärkt

auf Bildung setzen, um dem

lokalen Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Auch in den kommenden

Jahren stehen der Ausbau

der globalen Marktversorgung, die

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

und Innovationsführerschaft

durch neueste Technologien und

Fertigungsstätten sowie nachhaltiges

Wachstum in neuen Geschäftsfeldern

und Märkten im Fokus.

„Damit wollen wir unsere erfolgreiche

strategische Ausrichtung

der letzten Jahre fortsetzen“, erklärte

Veit. Die Belegschaft wuchs 2012

weltweit auf 16 200 Mitarbeiter

(Vorjahr 15 500), davon sind 7 400

(Vorjahr 7 100) in Deutschland und

8 800 (Vorjahr 8 400) im Ausland

beschäftigt. Die weltweite F+E-

Quote lag 2012 bei über 7 %. Für das

Geschäftsjahr 2013 erwartet der

Vorstand ein Wachstum zwischen

3 und 6 % gegenüber 2012.

„Festo hat als unabhängiges Familienunternehmen

ein stabiles

Wachstum über einen langen

Zeitraum hinweg vorzuweisen.

Beste Voraussetzungen

für weiteres Wachstum

Weltweit haben wir unsere Position

am Markt weiter gestärkt. Wir

haben damit beste Voraussetzungen

für weiteres Wachstum geschaffen.

Wir sehen die Wandlungsfähigkeit

als Basis unseres

Erfolgs: Neue Geschäftsfelder bieten

uns ein enormes Potenzial für

die Zukunft“, so Veit. Bereits heute

entwickle Festo jährlich rund

10 000 kundenindividuelle Lösungen

im Geschäftsfeld Customer

Solutions. Ein großer Wachstumsmarkt

liege darüber hinaus im

Bereich der elektrischen Antriebe.

Damit könne der Hersteller seinen

Kunden technologieneutral die

effizienteste Lösung aus Pneumatik

und Elektrik anbieten.

Umsatzzahlen II

Igus: Rekordjahr trotz

schwieriger Bedingungen

Dietmar Poll

Produktion Nr. 16, 2013

Obwohl das Marktumfeld schwierig

war, wuchs Igus um 5 % und

erreichte 2012 ein Rekordjahr.

Nun investiert das Unternehmen

2013 massiv in neue Produktbereiche,

Forschung und Logistik.

Darf sich über ein Wachstum von 5 %

freuen: Frank Blase, Geschäftsführer

der Igus GmbH.

Bild: Igus

Hannover. Die Igus GmbH, Hersteller

im Bereich Energieketten

und Polymer-Gleitlager, ist weiterhin

auf Wachstumskurs. Trotz eines

schwierigen Marktumfeldes im Jahr

2012 konnte das Unternehmen ein

Umsatzplus von 5 % erwirtschaften

und erzielte damit ein Rekordjahr.

„Auch in diesem Jahr setzen wir auf

organisches Wachstum: Im Rahmen

eines langfristig angelegten

Investitionsprogramms fließen bedeutende

Mittel in neue Produktbereiche,

in den Ausbau bestehender

Produktlinien sowie die weltweite

Logistik und Produktion“, erklärte

Geschäftsführer Frank Blase.

Igus steigerte den Umsatz 2012

auf rund 399 Mio Euro. Das Unternehmen

zählte mehr als 175 000

Endkunden rund um den Globus

und konnte im Durchschnitt täglich

über 4 200 Lieferungen aus den 13

weltweiten Versandzentren ausliefern.

Überproportional ist der Bereich

‚readychain‘ – fertig konfektionierte

Energieketten und Leitungen

– gewachsen: Rund 341 000 konfektionierte

Leitungen verließen im

vergangenen Jahr die Fabrikationshallen

in Köln. Zusätzliche Wachstumsimpulse

verspricht sich Blase

von den neuen Produktfeldern

Halbzeuge, Kugellager, Spindelantriebe,

elektrische Aktuatoren, Vor-

Ort-Montagen und dem Großprojekt-Geschäft

bei Energiezuführungen.

Aus diesem Grund wurde die

größte Umorganisation in der Firmengeschichte

nach einem Zweijahresprogramm

erfolgreich abgeschlossen.

Jedes Produkt wird jetzt

in einem eigenen Geschäftsbereich

entwickelt und vermarktet, der mit

zusätzlichem Personal und Platz für

die Produktion ausgestattet ist.


8 · Unternehmen & Märkte · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

Werkzeugmaschinen

Energie-Effizienz per Norm kommt im Herbst

Manfred Schulze, Produktion Nr. 16, 2013

Voraussichtlich im Herbst wird die ISO-Norm 14955-1 veröffentlicht.

Damit ist der Grundstein einer Norm für die Umweltbewertung von

Werkzeugmaschinen gelegt.

rer des VDW eine Anfrage von

Produktion‘. Die Norm beschreibe

jedoch zunächst allgemein das

Problemfeld, es werden Anforderungen

an Konstruktion und Entwicklung

von Werkzeugmaschinen

definiert sowie Stellschrauben

für Verbesserungspotenzial aufgezeigt.

Außerdem soll die neue

Norm verschiedene Best-practice-

Beispiele enthalten.

Viele Fragen sind ungeklärt

und schwer zu regulieren

„Erst weitere Teile der neuen

Norm werden auf die messtechnische

Erfassung und Bewertung

eingehen“, so Schäfer. Hier seien

noch viele Fragen völlig ungeklärt

und wohl auch schwer in Regeln zu

pressen. Ursache dafür sind die

vielen Maschinenarten und Prozesse,

der Einfluss von Prozessauslegung

und Produktivität der Anlage

auf die Energie-Effizienz sowie

Werkzeugmaschinen sind für manche Bürokraten der EU Stromfresser. Der

VDW kontert jetzt mit einer neuen ISO-Norm.

Bild: Gildemeister

das fehlende anerkannte Abnahmeverfahren

für die Erhebung von

Messgrößen und die Beurteilung

der Effizienz. „Wir benötigen eine

objektive Bewertung der Energie-

Effizienz. Eine Maschine ist immer

für eine Bearbeitungsaufgabe ausgelegt.

So ist also vorhersehbar,

dass eine Maschine, die in einem

Fall für eine Hartbearbeitung und

in einem anderen Fall für eine

Weichbearbeitung eingesetzt wird,

nicht den gleichen Energieverbrauch

aufweist. Was ist hier gut

oder schlecht? Es fehlt der Vergleichsmaßstab“,

erläutert Schäfer.

Zudem sei noch ungeklärt, wie sich

die asiatischen und amerikanischen

Hersteller im weiteren Normungsverfahren

positionieren, eine

internationale Abstimmung sei

aber in jedem Falle wünschenswert.

„Wir haben den zweiten Teil

der Norm als ersten Entwurf erstellt.

Bis zum Abschluss wird es

aber noch eine gute Weile dauern.

Die Normenteile, die sich dann

speziell mit den umformenden

und den zerspanenden Maschinen

befassen, sind noch weiter von der

Realisierung entfernt“, sagt er.

In einer von der EU beauftragten

Studie wurden die Effizienzpotenziale

für Werkzeugmaschinen an

ausgewählten Fallbeispielen analysiert.

Der Fokus liegt entsprechend

dem Regelungsansatz der

Richtlinie auf der Maschine ohne

den Prozess. Im Durchschnitt werden

Energieeinsparpotenziale von

etwa 5 % bis 2014 angenommen.

Wenig begeistert ist der VDW von

der Idee, Energie-Effizienz künftig

mit einem speziellen Label zu versehen,

mit dem die Hersteller werben

können. „Das kostet durch den

VDW lehnt Label für

Energie-Effizienz ab

notwendigen Prüfungsaufwand

die Unternehmen nur zusätzliches

Geld, bringt aber wenig an vergleichbaren

Aussagen“, sagt Schäfer.

„Wir streben stattdessen eine

Regelung an, bei der die Unternehmen

auf der Grundlage der ISO-

Norm eine entsprechende Herstellerselbsterklärung

abgeben, wie es

auch für die CE-Kennzeichnung

der Fall ist“, so der VDW-Geschäftsführer.

Sie müsse freilich umfassend

dokumentiert und nachprüfbar

sein. Unabhängig davon wird

Blue Competence, die Nachhaltigkeitskampagne

des Maschinenbaus,

weiter vorangetrieben.

3 fragen an

Minister Martin Zeil

‚Innovation ist der Schlüssel‘

Zeigen Sie’s dem

Wettbewerb!

und bewerben Sie sich JETZT für den

Benchmark Fabrik des Jahres 2013!

Janine Marquis, Tel. 089/51 56 81 25

Anmeldeschluss 30. April 2013

In Kooperation mit

„Ich bin von der Fabrik des Jahres

überzeugt, weil man als teilnehmendes

Unternehmen eine perfekte Standortbestimmung

mit Stärken und Schwächen

im objektiven Vergleich zu den jeweils

„Besten” pro Kategorie erhält. Wertvolle

eigene Verbesserungspotenziale können

so gezielt erschlossen werden.“

Dr. Günter Blaschke

ist Vorsitzender des

Vorstandes der Rational AG

www.fabrik-des-jahres.de

Testimonial.indd 1 06.03.2013 10:27:18

Gunnar Knüpffer

Produktion Nr. 16, 2013

Der bayerische Wirtschaftsminister

Martin Zeil äußert sich

zu dem Anpassungsprozess bei

Nokia Siemens, zum bayerischen

Arbeitsmarkt und zur besten

Wirtschaftspolitik.

Herr Minister Zeil, wie wollen

Sie den Industriestandort Bayern

in Zukunft fördern?

Die beste Wirtschafts- und Förderpolitik

ist immer noch das Thema

Innovation. Wir sehen natürlich,

dass es Anpassungsprozesse gibt.

Zum Beispiel Entlassungen bei

Eon ...

Aber wenn ich mir anschaue, wie

das gelaufen ist gerade bei Eon am

Standort München, dann muss ich

sagen, das war zwar schmerzlich,

dass die Arbeitsplätze weg sind,

aber es ist hier kein einziger – vielleicht

bis auf eine Person – der hier

keinen neuen Arbeitsplatz gefunden

hat. Das zeigt natürlich auch:

Dort, wo Anpassungsprozesse

sind – wir sehen es jetzt auch bei

anderen Unternehmen –, ist unser

Arbeitsmarkt aufnahmefähig,

weil wir die Fachkräfte ja suchen.

Auch bei Nokia Siemens

Networks gibt es Probleme.

Da möchte ich schon darauf hinweisen,

in aller Bescheidenheit,

dass es gerade den beiden Wirtschaftsministern

durch nachhaltige

Gespräche gelungen ist, dass

überhaupt diese bis zu 2 000 Arbeitsplätze

hierbleiben. Denn ursprünglich

war vorgesehen, dass

diese ganz verschwinden. Das ha-

Der bayerische Wirtschaftsminister

Zeil: 2000 Arbeitsplätze von Nokia

Siemens bleiben. Bild: LfA Förderbank Bayern

Frankfurt (sm). Energie-Effizienz

ist in Brüssel seit mindestens zwei

Jahren das große Thema, zuletzt im

Sommer vergangenen Jahres, als

Parlament und Rat die neue Energie-Effizienz-Richtlinie

mit weitreichenden

Konsequenzen für die

Wirtschaft verabschiedete. Auch

für den Werkzeugmaschinenbau

wird schon seit geraumer Zeit eine

Durchführungsmaßnahme auf

EU-Ebene diskutiert, gilt doch der

Energieverbrauch durch die Industrie

bislang als ein noch zu wenig

erschlossenes Potenzial.

Der VDW hat sich gemeinsam

mit anderen interessierten Herstellerländern

schon vor rund drei

Jahren an eine Norm für die Umweltbewertung

von Werkzeugmaschinen

gewagt. „Wir sind jetzt mit

dem ersten Normierungsteil nach

ISO in der Endphase, die ISO-

Norm 14955-1 wird voraussichtlich

im Herbst veröffentlicht“, bestätigt

Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsfühben

wir durch Verhandlungen mit

dem Betriebsrat, mit den Unternehmen

erreicht, dass es dort

auch Zukunftsfähigkeit gibt. Aber

natürlich gibt es in dieser Branche,

die in besonderem Maße im Wettbewerb

steht mit Asien, dem Fernen

Osten und anderen aufstrebenden

Märkten, immer diese Anpassungsprozesse.

Und deswegen ist der Schlüssel

für alles, und das bildet sich ja

auch im Förderverhalten und der

Förderstrategie der LfA Förderbank

Bayern ab: Innovation, Innovation,

Innovation. Wir müssen

schauen, dass wir unsere

Kompetenzen stärken. Das ist

und bleibt immer noch die beste

Industriepolitik. Vor allem, weil

es uns gelingen musss – ich bin

überzeugt, dass es uns gelingen

wird – diese industriellen Kerne

und vor allem auch – denken Sie

an die Automobilindustrie – mit

der ganzen Tiefe der Wertschöpfungskette

hier zu halten.


18. April 2013 · Nr. 16 · Produktion · Unternehmen & Märkte · 9

INTERVIEW

MICHAEL HÖING, LEITER DER DIVISION ELEKTRONIK BEI WEIDMÜLLER

„Unsere Produkte müssen ertüchtigt werden“

SABINE SPINNARKE, PRODUKTION NR. 16 , 2013

Warum der Automatisierer Weidmüller seine Produkte in die

Industrie-4.0-Welt integrieren will, erläutert Michael Höing, Leiter der

Division Elektronik, Produktion-Redakteuerin Sabine Spinnarke.

Woran arbeitet die Firma Weidmüller

in Bezug auf Industrie

4.0?

Unser derzeitiges Entwicklungsziel

ist es, Informations- und Kommunikationstechnologie

als

Haupttreiber von Industrie 4.0

sinnvoll mit Komponenten und

Applikationen unserer Kunden zu

verknüpfen.

Können Sie mir Industrie 4.0

griffiger machen?

Ziel ist eine Automatisierungsstruktur,

die so gestaltet ist, dass extrem

wandlungsfähige Produktionsanlagen

entstehen. Diese Wandlungsfähigkeit

erlaubt es, schnell und einfach

auf sich ändernde Kundenwünsche

zu reagieren und gleichzeitig

wettbewerbsfähig zu fertigen.

Um dieses zu realisieren, sind alle

Komponenten über ein Netzwerk

verbunden, in dem sie interaktiv

miteinander kommunizieren. Voraussetzung

dafür ist eine starke Interaktion

zwischen all den Produkten

von Elektronikkomponenten,

die am Automatisierungsprozess

beteiligt sind.

VITA

Michael Höing

Der Elektroingenieur Michael Höing

leitet die Division Elektronik

bei Weidmüller, einem Detmolder

Elektrotechnik-Unternehmen.

Dort verantwortet er unter anderem

die Entwicklung elektrischer

Komponenten für das Zukunftsthema

Industrie 4.0.

Künftig wird eine Produktionsanlage

also die Teile nach den

Wünschen eines spezifischen

Kunden in Kleinserien fertigen?

Noch gibt es bislang kein Unternehmen,

das diesen Status bereits

erreicht hat – doch viele Unternehmen

wissen, wohin es gehen

soll. Heute wird von zentraler Stelle

aus kommuniziert, was produziert

werden soll und die Maschine

oder die Fertigungsanlage entsprechend

gesteuert. Doch diese

Steuerung wird es bei Industrie-4.0-Systemen

nicht mehr geben.

Die klassische Automatisierungspyramide

wird abgelöst

durch ein Netzwerk, das durch

viele intelligente Komponenten

gekennzeichnet ist, die in diesem

Netzwerk agieren.

Die Zukunft gehört also dem

freien Spiel der Elemente des

Netzwerks?

Bei den heutigen Fertigungsanlagen

geht es darum, möglichst effizient

eine möglichst große Anzahl

gleichartiger Teile zu produzieren.

Doch zusehends treten die individuellen

Kundenbedürfnisse immer

stärker in den Vordergrund. Künftig

steuert man nicht mehr Topdown,

sondern gibt im Prinzip den

Rohstoffen schon die Informationen

mit, welche verschiedenen

Fertigungsschritte erforderlich

sind, damit am Ende das kundenindividuelle

Produkt entsteht.

Welche Herausforderungen sehen

Sie dabei?

Eine Kernfrage ist, wie man dieses

Netzwerk der Industrie 4.0 gegen

„Die klassische Automatisierungspyramide

wird abgelöst“

Michael Höing, Leiter

der Division Elektronik,

Weidmüller

INTELLIGENTE FABRIK

INDUSTRIE 4.0

Spionage und Hacken sichern

kann. Die neuen Automatisierungskonzepte

werden gekennzeichnet

durch sehr viel mehr Interaktion,

also durch eine auch

sehr viel stärkere autonome Steuerung

der Produktionseinrichtungen

und des Datenaustauschs. Für

Weidmüller bedeutet dies, bestehende

oder neue Produkte in die

Industrie-4.0-Welt zu integrieren.

Dabei müssen unsere Produkte

hinsichtlich Informations- und

Kommunikationstechnologien ertüchtigt

werden – sonst sind sie

nicht Industrie-4.0-tauglich.

Inwiefern ist das Thema langfristig

wichtig für den Standort

Deutschland?

Die meisten Industrie-4.0-Aktivitäten

zeigt derzeit fast ausschließlich

die Automatisierungsbranche

in Deutschland. Über intelligente

Produktionsanlagen wird

die Automatisierung oder die Automatisierungscommunity

dieses

Thema treiben bis hin zu Anlagen,

die sich letztlich selbst steuern,

selbst optimieren und die

damit ganz neue Produktionsmöglichkeiten

erlauben.

Wie wird das dann konkret

funktionieren? Also, was wird

in der Fabrik der Zukunft vor

sich gehen?

Eines der Konzepte, die derzeit

verfolgt werden, ist die Kontrolle

der Maschinen durch mobile Endgeräte

oder mittels Fernzugriff.

Damit ließe sich zum einen die

Produktion effizienter gestalten

und zum anderen die Produktionsanlage

jederzeit von jedem Ort

komplett kontrollieren. Allerdings

darf es dabei nicht zu unerlaubten

Zugriffen auf die Daten kommen.

Software und die dazu gehören-

den Sicherheitsmechanismen

sind daher ein großes Thema für

die Realisierung von Industrie 4.0.

Der Software kommt eine ganz

neue Bedeutung zu?

Industrie 4.0 beginnt erst, wenn

die Komponente selber weiß, welche

Daten sie benötigt. Diese Methoden

und Mechanismen gibt es

heute noch nicht, aber sie werden

entstehen. Damit kommt in dieser

gesamten Industrie-4.0-Welt der

Software eine ganz entscheidende

Bedeutung zu. Während die Hardware

nur noch ein Prozessinterface

darstellt, wird sie erst durch

Software und insbesondere auch

durch sich ständig wandelnde

Software veredelt und kann völlig

unterschiedliche Aufgaben übernehmen.

Daher kommt der Software

eine Schlüsselfunktion zu.

Reicht es nicht, wie bisher die

Effizienz in der Produktion zu

steigern?

Die Kunden fordern zunehmend

auf die individuellen Anforderungen

angepasste und gefertigte

Produkte, und nicht mehr Produkte

von der Stange. Die Automatisierungssysteme

von morgen,

die dafür erforderlich sind,

kann man nicht mehr erzeugen,

indem man einfach sagt, man erhöht

den Output und wird effizienter

– also 150 statt bisher 100

Kaffeemaschinen pro Tag. Der

Schlüssel liegt in der Flexibilität

der Fertigung – also verschiedene

und individuellere Modelle in kürzerer

Zeit! Oder in einer Lackieranlage,

in der man zwölf verschiedene

Lacksorten hat, die alle

durch die gleiche Anlage geschickt

werden. Wenn dies gelingt, erringen

wir einen riesigen Wettbewerbsvorteil

in der Kundenorientierung

durch Flexibilität.

Russland soll KMU

besser unterstützen

PRODUKTION NR. 16 , 2013

HANNOVER (DJ/GK). Wirtschaftsminister

Philipp Rösler, FDP, fordert

von der russischen Regierung

eine stärkere Unterstützung der im

Land tätigen deutschen Unternehmen.

Deutsche Firmen seien im

ganzen Land tätig, sagte Rösler auf

der Hannover Messe. Wünschenswert

sei deshalb eine stärkere Unterstützung

ihrer Geschäfte in den

Regionen.

Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses

der Deutschen Wirtschaft,

Eckhard Cordes, kündigte

für Mai die Eröffnung einer ‚Kontaktstelle

Mittelstand Russland‘ in

Berlin an. Cordes verwies auf die

guten Handelsbeziehungen. Das

Handelsvolumen sei auf 80 Mrd

Euro und damit auf einen neuen

Rekord angestiegen. Cordes forderte

aber auch Nachbesserungen.

So könnte der Handel zwischen

beiden Ländern in Folge des WTO-

Beitritt Russland um eine Mrd Euro

entlastet werden, meinte er. Voraussetzung

sei aber, dass Russland

Fortschritte bei den Zollerleichterungen

mache „und nicht

auf Protektionismus setzt“.

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Thüringen. Für Unternehmen,

die auf die Überholspur wollen.

In Thüringen investieren heißt erfolgreich investieren. Davon haben

sich die Daimler AG und viele weitere Unternehmen überzeugt.

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10 · Unternehmen & Märkte · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

Studie

Das verbinden Chinesen mit deutschen Anbietern:

Arroganter Auftritt in China

Produktion Nr. 16, 2013

Das gute Image deutscher Unternehmen im Reich der Mitte weist erste

Risse auf: Zwar wissen chinesische Kunden um die hohe Qualität der

deutschen Produkte, aber Kundenwünsche bleiben oft auf der Strecke.

Zudem werden die Deutschen teilweise als arrogant wahrgenommen.

Köngen/Shanghai (kk). Eine aktuelle

Studie der Staufen AG in

China hat sich mit dem Image der

Deutschen befasst und interessante

Ergebnisse ans Licht gebracht.

Zwar attestieren die chinesischen

Kunden den Firmen aus Deutschland

ein starkes Qualitätsbewusstsein

(97 %) und finden diese sympathisch

(88 %). Gleichzeitig wird

das Auftreten auf dem chinesischen

Markt von jedem Zweiten als

arrogant wahrgenommen (51 %).

Die große Mehrheit der Befragten

ist zudem der Meinung, dass deutsche

Hersteller stärker auf chinesische

Kundenwünsche eingehen

müssen (94 %).

„Der Wettbewerb auf dem

schnell wachsenden chinesischen

Binnenmarkt fordert von den deutschen

Firmen stärker denn je, stetig

die eigenen Schwächen zu identifizieren

und diese zügig auszuräumen“,

erklärt Markus Franz, Ge-

schäftsführer der Unternehmensberatung

Staufen AG in Shanghai.

Ernst zu nehmen sei dabei nicht

nur das weit verbreitete Image

deutscher Firmen, arrogant zu

sein. 84 % der chinesischen Kunden

meinen zudem, deutsche Anbieter

sollten ihren Service verbessern.

Zwei Drittel halten deutsche

Produkte außerdem für zu teuer.

Chinesische Kundenwünsche

stärker berücksichtigen

„Diese Zahlen sollten deutschen

Unternehmen zu denken geben.

Sie betrachten China bisher noch

zu sehr als günstige Werkbank für

Produkte, die in alle Welt verkauft

werden, zu wenig aber als attraktiven

Absatzmarkt“, so Industrieexperte

Franz. Es gelte, stärker als

bisher auf die Bedürfnisse der chinesischen

Kunden Rücksicht zu

nehmen. „Konkret heißt das beispielsweise

für Maschinenbauer:

Ihre Kunden benötigen oft nicht

Premium-Produkte höchster deutscher

Ingenieurskunst, sondern

Maschinen, die zielgenau ihren

Bedürfnissen entsprechen. Das

sind häufig moderne Fertigungsanlagen

in Basisausstattung, die

etwas günstiger in der Anschaffung,

vor allem aber leichter von

den chinesischen Mitarbeitern zu

bedienen und zu warten sind“, erläutert

Franz.

Insgesamt setzt das Image von

‚Made in Germany‘ jedoch weiterhin

Maßstäbe. Produkte und Services

deutscher Hersteller werden

von den Chinesen besser eingeschätzt

(8,3 von 10 Punkten) als

vergleichbare Angebote amerikanischer

(7,7 von 10 Punkten) oder

heimischer chinesischer Anbieter

(6,6 von 10 Punkten). 41 % der Befragten

gehen jedoch davon aus,

dass der Vorsprung deutscher Produkte

keine Selbstverständlichkeit

bleibt und erwarten eine Qualitäts-

Annäherung durch chinesische

Anbieter.

Das Thema China wird auch auf

dem Lean Management Kongress

der Staufen AG am 4./5. Juni in

Darmstadt im Mittelpunkt stehen.

Technisch leistungsstark, zuverlässig und qualitätsbewusst, so lauten die positivsten

Eigenschaften der deutschen Anbieter.

Bild: Staufen AG

Wie sieht die Zukunft für deutsche Anbieter aus?

Die Chinesen fordern modernere Produkte und Services von den deutschen

Herstellern in China. Qualitätsvorteile sehen sie schwinden. Bild: Staufen AG

China Corner

Kärcher/Changshu (kk): Ein

neues Werk hat Kärcher jetzt in

Changshu nahe Schanghai eingeweiht.

Auf einer Fläche von insgesamt

27 000 Quadratmetern produzieren

dort 750 Mitarbeiter Hochdruckreiniger,

Dampfreiniger und

Sauger für die Märkte in Asien, Lateinamerika

und Afrika. Der Reinigungsgerätehersteller

hat 18 Mio

Euro in die neue Produktionsstätte

investiert, die eine maximale Ausbringung

von 1,5 Mio Geräten im

Jahr ermöglicht.

Termin

vormerken!

5./6. Juni 2013!

„Rüsten bei kleinen Losgrößen – der Schlüssel zu einer wirtschaftlichen Fertigung“

Spanntechnikexperten, Anwender und Hersteller diskutieren im Rahmen der

Mit freundlicher Unterstützung von:

+

7. Praxistagung

Werkstückspanntechnik

5./6. Juni 2013, Maritim Hotel Ulm

SOFLEX

Sps/Guangzhou (kk): Die diesjährige

SPS – Industrial Automation

im südchinesischen Guangzhou besuchten

rund 28 000 Besucher (27 %

mehr als im Vorjahr). Sie war laut

Veranstalter ein voller Erfolg. An der

dreitägigen Industrieausstellung

nahmen 448 Aussteller aus 15 Ländern

teil. Mit von der Partie waren

Industrieriesen wie Siemens, Mitsubishi

Electric oder Misumi China Precision

Machinery Trading Co Ltd

ebenso wie Mittelständler. So stellte

erstmals die Block Transformatoren-

Elektronik GmbH aus Verden aus.

Zufrieden zeigte sich Block-Manager

Andreas Kirchner: „Wir werden

nächstes Jahr wiederkommen“. Die

nächste SPS – Industrial Automation

findet vom 3. bis 5. März 2014 in Guangzhou

statt. Informationen unter:

www.spsinchina.com.

Bild: Kärcher Bild: Messe Franfurt

Weidmüller/Wenzhou (kk): Der

Detmolder Elektrotechnikhersteller

Weidmüller hat kürzlich ein Joint

Venture mit dem chinesischen Unternehmen

Shenle gegründet. Ab

Sommer produziert das Unternehmen

‚Weidmueller Electric Zhejiang

Co. Ltd.‘ in Wenzhou, 470 Kilometer

südlich von Shanghai, Relais und

Relaisbaugruppen exklusiv für den

weltweiten Vertrieb durch Weidmüller.

„Die Gründung dieses Joint

Bild: Weidmüller

Ventures stärkt unser bestehendes

Elektronik-Portfolio“, erklärte Weidmüller-Vorstandssprecher

Dr. Peter

Köhler.

Kspg/Auto Shanghai (kk): Vom

21. bis 29. April öffnet im Shanghai

New International Exhibition Center

die ‚Auto Shanghai‘ ihre Tore. Im

German Pavilion präsentiert sich die

KSPG AG mit ihren Tochtergesellschaften

Pierburg China Ltd. und MS

Motor Service Asia Pacific Co., Ltd.

Der deutsche Zulieferer zeigt unter

dem Motto ‚Clean und Lean‘ Produkte

zur Schadstoffreduzierung. Zudem

werden Ersatzteile für Industrie-,

Marine- und Agrarkultur-Anwendungen

vorgestellt.

Bild: KSPG

fer_praxistagung_werkstueck_logos_148x201.indd 1 13.03.2013 10:46:28


18. April 2013 · Nr. 16 · Produktion · Trends & Reports · 11

Lasertechnik

Mehr Flexibilität durch photonische Prozess

Ulrich W. Schamari

Produktion Nr. 16, 2013

Photonische Prozessketten ermöglichen nach Einschätzung von Experten

eine individualisierte Produktion. Die hierfür notwendige Flexibilität

gewährleisten generative und abtragende Laserverfahren.

Frankfurt (hi). Als mögliche Revolution

der Produktionstechnik

wurde das berührungsfreie, flexible

Fertigungsverfahren der Photonik

auf der Messe ‚Euromold‘ in

Frankfurt vorgestellt. Es gestattet,

digitale Daten unmittelbar in materielle

Produkte umzusetzen. Die

Herstellung beliebiger Formen

kann ohne Werkzeugwechsel flexibel

Stück für Stück erfolgen, was die

Massenfertigung individualisierter

Produkte ermöglicht.

Diese Aktivitäten werden zur

Ausschöpfung des vollen Potenzials

der Photonik in eine vollständige

Prozesskette eingebettet, in der

Design, Konstruktion, Materialauswahl

und Produktionsabläufe

als ein ganzheitliches System auf

die optische Fertigung ausgerichtet

sind. Ihren Stellenwert betonte

Gisela Lanza vom Karlsruher Institut

für Technologie. Sie verwies

„auf die Bedeutung der Photonik

und der photonischen Prozessketten

für den Produktionsstandort

Deutschland, aber auch für die

Rolle Deutschlands als Fabrikausrüster

der Welt.“

Eine neue Epoche der Produktionstechnik

wird vorstellbar. So ermöglichen

etwa laserbasierte Fügeverfahren

und Strukturierungstechniken

eine optimale Anpassung

von Bauteileigenschaften an

die Nutzungsbedingungen, und

zwar durch die Kombination verschiedener

Werkstoffe zu einem

Werkstoff-Hybrid oder durch die

gezielte Modifikation des Werkstoffs.

Mit generativen Verfahren

wie dem selektiven Laserschmelzen

und dem Lasersintern lassen

Laserpoliertes Prägewerkzeug und damit hergestellter Klauenpol.

Rapid Manufacturing von Turbinenbauteilen: Die Entnahme des Bauteils aus dem Pulver nach Prozessende.


sich dreidimensionale Werkstücke

computergesteuert aus flüssigen

oder pulverförmigen Werkstoffen

nach vorgegebenen Maßen und

Formen Schicht für Schicht aufbauen.

Diese schnelle Fertigungstechnik

– in der Regel als 3D-Druck

bezeichnet – führt zu beachtlichen

Ergebnissen. Frank Schlie-Roosen,

Referatsleiter Photonik/Optische

Technologien im Bundesforschungsministerium,

nannte Beispiele:

„Geräte aus dem Alltag, also

Fahrräder, aus Kunststoff gedruckte

Geigen, Spielfiguren, Schokoladen,

Pralinen, inzwischen sogar

auch künstliche Knorpelteile“.

Ähnlich überzeugende Ergebnisse

liefern die abtragenden Laserverfahren,

die teilweise das herkömmliche

Drehen, Fräsen, Spanen und

Schleifen ersetzen.

Der Trend zur photonischen

Fertigung wird von den Protagonisten

dieser Verfahren schon als

‚Dritte industrielle Revolution‘ gefeiert,

und gelegentlich tauchen

sogar die Bezeichnungen ‚Indust-

rie 4.0‘ und ‚Produktion 2.0‘ auf.

„Keine davon ist so wirklich ausnehmend

richtig“, gab Reinhart

Poprawe, Leiter des Fraunhofer-

Instituts für Lasertechnik, zu bedenken.

Allerdings sei das industrielle

Potenzial der direkten digitalen

photonischen Produktion in

Ergänzung und teilweise auch

Substitution der konventionellen

Fertigungsverfahren erheblich.

Laserbasierte Prozessketten

für wirtschaftliche Fertigung

Aus der Sicht der Automobilindustrie

ist die Bedeutung der photonischen

Prozessketten bereits

unumstritten. Dies bestätigte Martin

Goede, Leiter der Technologieplanung

und –entwicklung bei

Volkswagen in Wolfsburg. Besonders

in die Endfertigung des Karosseriebaus

habe die Photonik Einzug

gehalten. Er prognostizierte:

„Die Lasertechnik hilft die Produktion

des Automobils am Standort

Deutschland wettbewerbsfähig

Bild: Fraunhofer ILT

mitzugestalten.“ Ein wesentlicher

Aspekt hierzu seien kostenreduzierende

Leichtbaulösungen, und für

eine solch wirtschaftliche Fahrzeugproduktion

brauche man laserbasierte

Prozessketten.

Ein besonders starkes Argument

für die photonische Produktion ist

die Möglichkeit der Einzelfertigung

bis hin zur Losgröße 1. Dadurch

können sogar die Verbraucher Einfluss

auf den Herstellungsprozess

nehmen, indem sie ihre Vorstellungen

von der Personalisierung der

Erzeugnisse einbringen. Es können

hier sogar neue Geschäftsmodelle

entstehen, die Bart van der Schueren

von Materialise NV im belgischen

Leuven als ‚Additive Manufacturing‘

bezeichnete. Schwerpunkt

ist dabei die Entwicklung von

Ideen, die im Rahmen eines Co-

Design verwirklicht werden. Ein so

entstehendes Unternehmertum

braucht keine großen Investitionen

und keine Lagerhallen. Die photonische

Produktion kann ‚on demand‘

erfolgen.

Industrie: Einfache

Video-Analyse

tisoware vermeidet teuren Leerlauf in der Produktion!

Produktion Nr. 16, 2013

Kehl (sp). Die Herausforderung in

der industriellen Bildverarbeitung

liegt häufig im schwierigen Zugang

zu einer komplexen und anspruchsvollen

Technologie. Dennoch

bleibt die optische Mess- und

Prüftechnik nahezu konkurrenzlos.

Einen einfachen und schnellen

Zugang verspricht nun die Optronis

GmbH mit der High-Speed-

Kamera ‚CamRecord‘.

An Hand von Hochgeschwindigkeitsaufnahmen

können Vorgänge

analysiert, Fehler und Ursachen

erkannt werden; vor allem in der

automatisierten Produktion, in der

kürzeste Augenblicke über die Güte

eines Prozesses oder eines Produktes

entscheiden.

Die Optronis-CamRecorder sind

Hochgeschwindigkeitskameras für

die Fehlersuche, Verhaltensanalyse

und Produktentwicklung. Die mobilen

Geräte verfügen über einen

vielfältig konfigurierbaren Ringspeicher,

der hochvolumige Datensequenzen

zwischenspeichert und

dem Anwender den flexiblen Einsatz

der Kamera ermöglicht.

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12 · F&E · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

Gusstechnik

Ins Innerste des Aluminiumgusses sehen

Produktion Nr. 16, 2013

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit

LBF können mit Hilfe eines Computer-Tomographen (CT)

Schwindungsporen in Aluminiumlegierungen abbilden. So kommen

sie Fehlern in Bauteilen aus Aluminiumguss auf die Schliche.

Darmstadt (ba). Wie bei allen

Produkten kommt es auch bei der

Herstellung von Aluminiumgussteilen

auf eine materialeffiziente

und kostengünstige Konstruktion

an. Zudem müssen die mechanischen

Eigenschaften von Aluminiumgussteilen

zuverlässig gewährleistet

werden, wollen die Hersteller

dieser Teile ihre Wettbewerbsteile

dauerhaft und zuverlässig sichern.

Um diese Zuverlässigkeit zu erreichen,

müssen die Hersteller die

Festigkeit ihrer Aluminiumgussteile

von der Produktentwicklung bis

zur Serienfertigung kontrollieren.

Die häufigsten Fehler, die in

Gusskomponenten aus Alumini-

Fraunhofer LBF

Das Fraunhofer LBF entwickelt, bewertet

und realisiert mit ganzheitlicher

Kompetenz in Betriebsfestigkeit,

Adaptronik, Systemzuverlässigkeit

und Kunststoffen unter Leitung

von Professor Holger Hanselka

gemeinsam mit dem assoziierten

Fachgebiet Systemzuverlässigkeit

und Maschinenakustik SzM an

der TU Darmstadt im Team von

rund 450 Mitarbeitern maßgeschneiderte

Lösungen für alle

Sicherheitsbauteile.

um-Legierungen auftreten können,

sind Porositäten, die während der

Fertigung entstehen. Wer die Lebensdauer

solcher fehlerhafter

Bauteile ermitteln will, muss die

Form, die Größe, Lage und die Verteilung

der Poren und Einschlüsse

in seiner Analyse berücksichtigen.

Bei Bauteilen, die zyklisch belastet

werden, sind alle diese Faktoren für

die Lebensdauer entscheidend.

Nun haben Wissenschaftler des

Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit

und Systemzuverlässigkeit

LBF in Darmstadt ein Parametermodell

enwickelt, das der Berechnung

eben jener Lebensdauer

dient. Sie berücksichtigen in diesem

Modell die geometrischen Kenngrößen

des Defekts. Mit dem Modell

ist es möglich, die Schwingfestigkeit

von Aluminiumgussteilen auf Basis

von zerstörungsfreien Prüfungen

quantitativ zu ermitteln. Das Parametermodell

lässt sich laut den Experten

auf alle Aluminiumgussbauteile

anwenden.

Das Projekt der Fraunhofer-Forscher

entstand im Rahmen des

größeren AiF-Forschungsprojektes

‚EPOS – Entwicklung und Integration

von Beurteilungskriterien zur

Qualitätssicherung und Bauteilberechnung

unter Berücksichtigung

des Einflusses von Poren und nichtmetallischen

Verunreinigungen auf

die Schwingfestigkeit von Aluminium-Gusslegierungen‘,

welches der

Bundesverband der Deutschen

Gießerei-Industrie (BDG) ins Leben

gerufen hat.

Um die Schwingfestigkeitsproben

aus Aluminiumlegierungen

zerstörungsfrei zu prüfen, nutzten

die Forscher des LBF einen Computertomographen.

Mit diesem ermittelten

sie dreidimensionale Informationen

über die Geometrie der

Proben, aus welchen sie im weiteren

Schritt Kenngrößen ableiteten.

Anschließend untersuchten sie die

Wirkung der Porositäten auf die

örtliche Beanspruchung im Gefüge

in Hinblick auf die Form, Größe und

Lage dieser Poren und quantifizierten

diese.

Im folgenden Schritt erstellten

die Wissenschaftler Finite-Element-Modelle

für kugelförmige

Poren, welche die innere Beanspruchung

der untersuchten Gefüge

ingenieurmäßig sinnvoll abbilden.

In einem weiteren Schritt erstellten

sie Finite-Elemente-Modelle

der realitätsnahen Gefügeinhomogenitäten.

Mit Hilfe der Computertomographie

konnten die Mikrostrukturen

der Proben aus Aluminiumlegierungen

rekonstruiert werden. Damit

ließen sich die mikromechanischen

Beanspruchungen abbilden

und parametrieren. Darüber hinaus

brachten die Forscher die innere

Kerbwirkung in Zusammenhang

zu den charakteristischen Geomet-

Schwindungsporen aus

zerstörungsfreier Prüfung

mit Korrelation

zwischen den berechneten

Kerbformzahlen und

Ergebnissen aus FEM-

Berechnungen.


Bild: Fraunhofer LFB

riekennwerten der Porositäten und

leiteten aus diesen Ergebnissen ein

parametriertes Lebensdauermodell

ab. Um dieses Modell zu validieren,

führten sie zusätzlich an den

ungekerbten Proben Schwingfestigkeitsuntersuchungen

durch. Das

Ergebnis ist ein Lebensdauermodell,

welches die Ableitung von

dreidimensionalen Grenzmusterbauteilen

ermöglicht, welche die

zulässigen Porositäten darstellen.

Damit besteht laut den Wissenschaftlern

die Möglichkeit, die

Schwingfestigkeitseigenschaften

von Aluminiumgussteilen auf Basis

von zerstörungsfreien Prüfverfahren

quantitativ ohne Versuche

oder FEM-Berechnungen zu bewerten.

Aktorik

Drähte mit Gedächtnis bewegen Bauteile

Produktion Nr. 16, 2013

Forscher der Universität des Saarlandes

finden neue Methoden,

technische Bauteile mit Hilfe von

Formgedächtnis-Drähten präzise

zu bewegen.

Saarbrücken (ba). Die Muskeln

des Menschen reagieren auf Nervenimpulse,

indem sie sich zusammenziehen.

Dabei werden sie kürzer.

Wenn sie sich wieder entspannen,

gehen sie in ihre ursprüngliche

Form zurück. Durch dieses

Zusammenspiel von Nervensystem

und An- und Entspannung der

Muskulatur kann der Mensch alle

seine ihm möglichen Bewegungen

ausführen.

Nach einem ähnlichen Prinzip

funktionieren die intelligenten

Drähte, an denen an der Universität

des Saarlandes die Teams der

Professoren Stefan Seelecke und

Joachim Rudolph forschen. Sie

nutzen dabei die besonderen Eigenschaften

von Drähten aus der

Legierung Nickel-Titan (kurz NiTi).

Diese Drähte besitzen ein Formgedächtnis.

Das bedeutet: Werden

sie erwärmt, etwa indem ein elektrischer

Strom durch sie fließt, ziehen

sie sich zusammen und werden

deutlich kürzer. Wird der

Hauchfein sind die Drähte, die das Modell der Fledermaus zum Leben erwecken. Nicole Lewis aus Professor Seeleckes

Team hat an den Modellen mitgearbeitet, die den Flügelschlag von Fledermäusen nachahmen.

Foto: Oliver Dietze

Strom abgeschaltet, kühlen sie ab

und werden wieder so lang wie sie

vorher waren . Diese Eigenschaften

der NiTi-Legierung, die sie von gewöhnlichen

Metallen unterscheidet,

beruhen auf so genannten

Phasenumwandlungen: Wird der

Draht warm, wandelt sich seine

Gitterstruktur um, was Auswirkungen

auf seine Form hat.

Am Lehrstuhl für Unkonventionelle

Aktorik bringen Forscher um

Professor Stefan Seelecke mit den

Formgedächtnis-Drähten verschiedenste

technische Bauteile in

Bewegung. Diese haarfeinen Drähte

können schwere Gewichte anheben,

sobald sie unter Strom stehen.

Mithilfe einer ausgeklügelten

Steuerung lassen sich im Zusammenspiel

mehrerer Drähte ganze

Bewegungsabläufe nach festgelegter

Choreographie ausführen. Dies

demonstrieren die Forscher an

Modellfledermäusen, denen sie

Drähte als künstliche Muskeln verliehen

haben, welche die Flügelbewegungen

echter Fledermäuse exakt

nachahmen. Dieses Projekt

haben Seelecke und sein Team für

das North Carolina Museum of

Natural Sciences ausgeführt.

Eine weitere Anwendung findet

die neue Technik in einem Inhalator,

der Wirkstoffe genau an den

richtigen Ort in der Lunge bringt.

Zusammen mit Ingenieuren am

Lehrstuhl für Systemtheorie und

Regelungstechnik um Professor

Joachim Rudolph befassen sich

die Forscher damit, die Algorithmen

so weiterzuentwickeln, dass

die Länge des Formgedächtnis-

Drahts nach Bedarf gesteuert werden

kann.

Während beim Menschen die

Befehle, etwa den Arm zu strecken

oder zu beugen, vom Gehirn über

Nervenimpulse an die Muskeln

weitergegeben werden, geschieht

dies bei den Formgedächtnis-

Drähten über einen kleinen Halbleiterchip,

auf dem alles für die

Regelung Erforderliche enthalten

ist. Das System soll ganz ohne Sensoren

auskommen, melden die

Wissenschaftler.

Sie modellieren die Abläufe, das

bedeutet, sie erfassen die für die

Prozesse wesentlichen physikalischen

Gegebenheiten und übersetzen

sie in mathematische Gleichungen.

Unsichtbar berechnen

Halbleiter imitieren

den Job der Nerven

und schätzen darauf aufbauende

Algorithmen etwa Störungen und

geben sofort Befehle, die diesen

entgegenwirken. Da der Draht bei

Wärme seine Länge verändert,

wirkt beispielsweise ein kalter Luftzug

störend.

Daher entwickeln die Saarbrücker

Wissenschaftler derzeit neuartige

Echtzeit-Schätzverfahren

und Regelungsmethoden, die derartige

Temperaturschwankungen

oder wechselnde Luftströmungen

automatisch ausgleichen sollen.


18. April 2013 · Nr. 16 · Produktion · F&E · 13

Lasertechnik

Schonendes Packaging für Baugruppen

Produktion Nr. 16, 2013

Für das Packaging temperaturempfindlicher Glas/Glas- und Glas/

Keramik-Baugruppen gewinnt das laserbasierte Fügen mittels Glaslot

immer mehr an Bedeutung. Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

entwickelt Bestrahlungsstrategien und Bearbeitungsköpfe.

Aachen (ba). Sensitive Baugruppen

wie optische Sensoren in der

Medizintechnik, OLED-Komponenten

oder Farbstoffsolarzellen

erfordern eine zuverlässige Verkapselung,

damit weder Wasser

noch Sauerstoff in ihr Inneres gelangen

und dort möglicherweise

ihre Funktionen beeinträchtigen

können.

Konventionell werden derartige

Bauteile mit anodischem oder

Glasfrit-Bonden gefügt oder geklebt.

Allerdings sind diese Verbindungen

meist nicht langzeitstabil

genug. Zudem wird beim Bonden

die gesamte Baugruppe erhitzt,

weshalb das Verfahren zum Fügen

temperaturempfindlicher Bauteile

nicht geeignet ist.

Wissenschaftler des Fraunhofer

ILT haben nun ein Verfahren entwickelt,

mit dessen Hilfe die Gesamterwärmung

der zu verkapselnden

Baugruppe auf ein Mini-

mum reduziert und somit thermisch

induzierten Spannungen in

der Prozesszone vorgebeugt werden

kann. Mit dem laserbasierten

Fügen mittels Glaslot lassen sich

temperaturempfindliche Glas/

Glas- beziehungsweise Glas/Keramik-Baugruppen

langzeitstabil

hermetisch verschließen. Das Verfahren

wurde so weiter entwickelt,

dass nun auch großflächige Bauteile

verkapselt werden können.

Beim laserbasierten Glaslöten

wird der Laserstrahl präzise über

das Werkstück geführt und bringt

die Energie zum Aufschmelzen des

Glaslotes lediglich ins Glaslotvolumen

selbst ein. Die zu fügenden

Substrate werden zum Benetzen

ausschließlich über Wärmeleitung

erwärmt. So lässt sich die Gesamterwärmung

der Baugruppe auf ein

Minimum reduzieren.

Als geeigneter Bestrahlungsansatz

bietet sich das quasisimultane

Gelötete Glas/Glas-, Glas/MAM-, Glas/Silizium-, Glas/LTCC- und Glas/ITO-Bauteile.

Bild: Fraunhofer ILT, Aachen.eliquat

Laserlöten an: Ein hoch dynamisches

2D-Scannersystem lenkt den

Laserstrahl vielfach wiederholt mit

großer Geschwindigkeit über die

Lotkontur ab und erwärmt die gesamte

Glaslotkontur mittels eines

Laserleistungs-Zeit-Profils gleichmäßig

auf Verarbeitungstemperatur.

Nach dem Verbinden beider

Fügepartner wird die Temperatur

in der Prozesszone gemäß dem

Profil stressfrei auf Raumtemperatur

heruntergefahren. Das quasisimultane

Laserlöten ist technisch

begrenzt durch die maximale Bearbeitungsfeldgröße

der Fokussieroptik

sowie in wirtschaftlicher

Hinsicht eingeschränkt durch die

erforderliche Laserleistung

PL>1kW bei zu fügenden Substratgrößen

von 100 x 100 mm². Aktuelle

Verfahrensansätze vereinen den

schonenden Energieeintrag dieser

quasisimultanen Prozessführung

mit der Größen- und Geometriefreiheit

bei kontinuierlich verfahrender

Bearbeitungsoptik.

Das so genannte Konturlöten

mit lateral zur Vorschubbewegung

angepasstem Energieeintrag ermöglicht

nun erstmals das Fügen

von großflächigen Subtraten bei

deutlich geringerer Laserleistung.

Für das Konturlöten sind kontinuierliche

Strahlquellen, unabhängig

von der zu fügenden Substratgröße,

mit PL


14 · Konstruktion · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

Automations- und Handlinglösungen

Für eine äußerst präzise Montage

Produktion Nr. 16, 2013

IEF Werner zeigt Servopressen der aiPress-Baureihe, mit denen sich

hochgenaue Fügeprozesse automatisch durchführen lassen. Präsentiert

wird unter anderem auch das Palettiersystem varioStack. Beide Lösungen

überzeugen laut Hersteller auch durch ihre Energie-Effizienz.

Furtwangen (pd). Die neue Servopressen-Generation

aiPress

eignet sich sowohl für die Einbindung

in Anlagen als auch für die

Verwendung als Stand-alone-System.

Die Basis des Antriebsstrangs

bildet ein massives und verwindungssteifes

C-Gestell aus Stahl

mit integrierter, automatischer

Schutzverkleidung. Anstelle der

konventionellen Pinolenführung

wird eine Präzisionsführung mit

Kugelrollspindel eingesetzt. Positionierungsfehler,

welche durch

die Auslenkung einer Pinole stattfinden

würden, sind daher ausgeschlossen.

Die Vakuum- beziehungsweise

Druckluftversorgung befindet sich

direkt am Pressstempel, somit

müssen dem Werkzeug von außen

keine Versorgungsleitungen zugeführt

werden. Ein Konfigurationssystem

sorgt dafür, dass sich der

Antriebsstrang exakt an die benö-

Bei dem Positioniersystem AL 2/15 werden für den Antrieb der Z-Achse weder

Motor noch Kabel mitbewegt.

Bild: IEF Werner

tigte Kraft anpassen lässt. Der Servoantrieb

arbeitet demzufolge immer

unter optimalen Betriebsbedingungen.

Um den Pressvorgang

zu überwachen und grafisch darzustellen,

hat IEF die Baureihe mit

dem intelligenten Kraft-Weg-Monitor

aiQ-Control ausgestattet. Die

flexible Servopresse arbeitet sehr

energieeffizient: Für den einschichtigen

Betrieb der aiPress

fallen pro Jahr lediglich Stromkosten

in Höhe von 20 Euro an.

Ist die aiPress-Baureihe mit

dem Transport- und Positioniersystem

posyART verbunden, erhält

der Anwender eine auf ihn

individuell zugeschnittene Verkettung

verschiedener Montageprozesse.

Das posyART-System

zeichnet sich durch eine klar gegliederte

Baukastensystematik

zur Anlagenprojektierung aus.

Der modulare und durch Verwendung

von Schweißgestellen stabile

Aufbau ermöglicht eine einfache

und wirtschaftliche Installation

bei hoher Stabilität. Übereinanderliegende

Transportebenen

sorgen für geringen Platzbedarf.

Der Hersteller hat darüber hinaus

das 2-Achs-Positioniersystem

AL 2/15 im Produktportfolio.

Das Besondere daran: Der vergleichsweise

schwere Motor ist

nicht auf der Lineareinheit, sondern

extern angebracht. Der Antrieb

der Z-Achse erfolgt über eine

geeignete Kinematik. Durch

diese Gewichtseinsparung lassen

sich die Taktzeiten um bis zu 15 %

verkürzen. Zum Einsatz kommt

dieses Konzept deshalb überall

dort, wo mit hohen Beschleunigungen

bei maximaler Wiederholgenauigkeit

punktgenau positioniert

werden muss – zum Beispiel

in der Medizintechnik, in

der Mikromontage oder in der

Greifer mit zusätzlicher

NC-Drehachse

Elektroindustrie. Bei einer

Höchstlast von 4 kg ist eine maximale

Verfahrgeschwindigkeit der

Z-Achse von zwei Metern pro Sekunde

bei einer Wiederholgenauigkeit

von +/- 0,05 mm möglich.

Mit dem Schwenkarmmodul rotaryARM

präsentiert IEF ein optimiertes

Handlingsystem. Bisher

war dieses mit einer Reichweite

von 399 mm im Angebot. IEF hat

das System nun um die Reichweiten

297 und 537 mm erweitert. Auf

Wunsch stattet der Automatisierungsspezialist

den Greifer mit

einer zusätzlichen NC-Drehachse

aus. Neu ist auch die Endlosdrehung

bei Schwenk- und Drehachse.

In Verbindung mit einem Palettierer

ist der rotaryARM ein

schnelles Pick-&-Place-System

für alle Anwendungen, die eine

präzise Automatisierungslösung

erfordern.

www.ief-werner.de

Effizienz-Navi

Preis

Material

Energie ✔ Service

Handhabung Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Die Segmentierung erleichtert

die Montage

erheblich und verkürzt

somit Wartungszeiten,

was letztendlich Kosten

spart. Bild: R+W Kupplungen

Gase, Service

und Know-how

TG09_4_Zeit_148x201.indd 1

Zeit-Maschine.

Gase-Versorgung an jedem Ort zu jeder Zeit.

Außergewöhnliche Betriebszustände Ihrer Anlagen

erfordern außergewöhnliche Maßnahmen der Gase-

Versorgung: Bei Zwischenversorgungen, bei Revisionsarbeiten,

zum I nertisieren, in der Umwelt- und Tieftemperaturtechnik.

Mit den mobilen Gaseversorgungs-

Einheiten der Westfalen AG lassen sich tiefkalt verflüssigte

Gase (Ar, CO 2 , N 2 , O 2 ) besonders schnell und

wirtschaftlich bereitstellen. Fast sofort und fast überall.

Wo ist Ihr ‘sofort’ und ‘überall’? — Rufen Sie an,

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Westfalen AG · Technische Gase · 48136 Münster

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28.02.2011 9:24:48 Uhr

Antriebstechnik

Elastomerkupplung

mit Konusklemmring

Produktion Nr. 16, 2013

Elastomerkupplungen mit Konusklemmring

für Drehmomente

bis 25000 Nm stellt R+W Antriebselemente

auf der Messe vor.

Klingenberg (pd). Die Firma R+W

Antriebselemente erweitert die

Modellreihe der Elastomerkupplungen

mit Konusklemmring

(EK6) um die Serien 2 500, 4 500

und 9 500. Diese sind nun für

Drehmomente bis 25 000 Nm geeignet

und decken einen Wellendurchmesserbereich

von 40 mm

bis 170 mm ab.

Auch die neuen Serien werden

per Konusklemmung angebunden,

wodurch sie eine sehr hohe

Rundlaufgenauigkeit bieten und

axial montierbar sind. Die EK6-

Baureihe verfügt weiterhin über

eine integrierte Überdrehsicherung

zur Begrenzung der Klemmkraft,

um damit Schäden an Welle

und Nabe zu verhindern. Ermöglicht

wird dies durch einen Festanschlag.

Dieser verhindert ein

Überspannen der Konusnabe, lässt

dabei aber ausreichend Klemmkraft

zu, so dass Spitzendrehmomente

bis 25 000 Nm problemlos

übertragen werden können.

Um auch bei den neueren, größeren

Serien die bewährte Steckbarkeit

und somit die einfache

Wartung und Handhabung der

Elastomersterne zu verwirklichen,

wurden diese bei den neuen

Serien in jeweils 5 Segmente aufgeteilt.

Diese Segmentierung erleichtert

die Montage erheblich

und verkürzt somit Wartungszeiten,

was letztendlich Kosten spart.

Erhältlich sind die Elastomersegmente

in den Shorehärten 98 Sh A

und 64 Sh D, sowie in einer temperaturbeständigen

Version mit

ebenfalls 64 Sh D.

www.rw-kupplungen.de

Effizienz-Navi

Preis

✔ Material

Energie Service ✔

Handhabung Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion


18. April 2013 · Nr. 16 · Produktion · Konstruktion · 15

Antriebstechnik

Schrumpfscheiben:

Baureihe KBS19 erweitert

Produktion Nr. 16, 2013

KBK präsentiert sein Produktprogramm

an Welle-Nabe-

Verbindungen sowie Metallbalg-,

Elastomer-, Distanz- und Sicherheitskupplungen.

Auch dabei sind

die halben und die miniaturisierten

Ausführungen der Schrumpfscheibenserie

KBS19.

Klingenberg (pd). Mit der Erweiterung

der KBS19-Baureihe um

fünf neue kleine Baugrößen für

Wellendurchmesser von 14 bis 21

mm bedient KBK den Trend zur

Miniaturisierung und kompakteren

Montage. Damit umfasst die

gesamte Produktreihe jetzt Außenspannverbindungen

für Wellendurchmesser

von 14 bis 280 mm

und deckt einen Drehmomentbereich

von 40 bis 327 000 Nm ab. Alle

Schrumpfscheiben sind in der

Standardversion aus hochfestem

Vergütungsstahl, können auf

Wunsch jedoch auch vernickelt

Mit der Erweiterung der KBS19-Baureihe um fünf neue kleine Baugrößen

deckt die gesamte Schrumpfscheibenserie jetzt Wellendurchmesser von 14

bis 280 mm und einen Drehmomentbereich von 40 bis 327 000 Nm ab. Bild: KBK

oder aus Edelstahl gefertigt werden.

Die selbstzentrierenden und selbstlösenden

Schrumpfscheiben eignen

sich besonders für Einsätze bei

denen eine hohe Leistungsdichte

gefragt ist – beispielsweise in Windkraftanlagen

–, da sie hohe Kräfte

auf kleinem Bauraum dauerhaft

zuverlässig übertragen und sich im

Servicefall leicht ausbauen lassen.

Ab sofort bieten die Klingenberger

alle KBS19-Außenspannsätze

auch als halbe Schrumpfscheiben

wahlweise mit Durchgangs- oder

Gewindebohrung im Druckring an.

www.kbk-antriebstechnik.de

Effizienz-Navi

Preis

Material

Energie

Service

Handhabung ✔ Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Baukasten

Magnetlagerlösung

immer wichtiger

Produktion Nr. 16, 2013

Das FAG Active Magnetic

Bearing ist ein Komplettsystem,

bestehend

aus Wälz-Fanglager und

aktivem Magnetlager.

Gedacht ist die Magnetlager-Lösung

für Hersteller

großer Industrieanlagen.

Schweinfurt (pd). Die Magnetlagertechnologie

gewinnt als Alternative

zu konventionellen Lagerungen

weiter an Bedeutung. Sie

kommt immer dann zum Einsatz,

wenn andere Lagerarten den technologischen

Anforderungen nicht

mehr gerecht werden können. Dies

gilt vor allem für mittlere bis große

Industrieanlagen mit sehr hohen

Drehzahlen und einem Wellengewicht

von bis zu mehreren Tonnen,

etwa bei Elektromotoren, Gas- und

Dampfturbinen, Kompressoren

sowie Kältemaschinen. Mit dem

FAG Active Magnetic Bearing hat

Schaeffler eine standardisierte,

systemübergreifende Kompletteinheit

aus Magnet- und Fangla-

Neben der dargestellten Lager-Einheit

beinhaltet der Systembaukasten erprobte

Steuer- und Leistungselektronik von

Siemens sowie ein umfassendes Service-

Programm von Schaeffler. Bild: Schaeffler

gern sowie entsprechenden Services

entwickelt. Die Besonderheit:

Schaeffler setzt als Fanglager Wälzlager

ein. Die Wälz-Fanglager werden

auch für Wellendurchmesser

größer 200 mm angeboten und

können nach einem Absturz der

Welle erneut eingesetzt werden.

Gleichzeitig ermöglicht der Einsatz

langjährig erprobter und standardisierter

Steuer- und Leistungselektronik

eine leichte Integration

in die Maschinenarchitektur.

www.schaeffler.com

Effizienz-Navi

Preis

Material

Energie

Service

Handhabung ✔ Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Antriebstechnik

Sanft- und Reversierstarter

mit Motorschutzfunktion

Produktion Nr. 16, 2013

Nord Drivesystems präsentiert

einen neuen motormontierten

Starter mit erweitertem Leistungsbereich,

der Sanftanlauf und Reversierfunktion

jetzt für Motoren von

0,25 bis 7,5 kW dezentral umsetzt.

Bargteheide (pd). Der kompakte

SK-135E-Starter von Nord integriert

Motorüberlastsicherung durch

Kaltleiterüberwachung, Netz- und

Motorphasenausfallüberwachung

sowie I²t- und Magnetisierungstromüberwachung.

Der elektronische,

verschleißfreie Schalter ersetzt

Motorschutzschalter, Wendeschützschalter

und Bremsgleichrichter

und kann so in großen Anlagen

ganze Schaltschränke einsparen.

Kabel zum Kaltleiteranschluss

und für die Bremsenansteuerung

entfallen ebenfalls. Dadurch können

Installationen insgesamt kostengünstiger,

platzsparend und

auch schneller ausgeführt werden.

Bis auf den Anschluss, auf Wunsch

mit Steckverbindern, entsteht bei

Komplettlieferung des vorverdrahteten

Antriebs mit Getriebe, Motor

und Motorstarter überhaupt kein

Montageaufwand.

Die Sanftstarter-Funktion verhindert

Ein- und Ausschaltschläge

und schont die Mechanik. Für Anwendungen,

die ein hohes Losbrechdrehmoment

erfordern,

kann eine Boost-Spannung programmiert

werden. Für den Reversierbetrieb

lassen sich verschiedene

Bremsverhalten festlegen. Zur

Anpassung der wichtigsten Parameter

stehen am Starter vier Potenziometer

und vier DIP-Schalter zur

Verfügung. LEDs signalisieren den

Betriebszustand. Parametrierungen

und Diagnosen sind mittels

Parametrierboxen oder mit der

kostenfreien Software Nord Con

am PC möglich. Das gesamte dezentrale

Elektronikprogramm lässt

sich dank eines durchgängigen

Konzepts einheitlich bedienen.

www.nord.com

Effizienz-Navi

Preis

✔ Material

Energie ✔ Service

Handhabung ✔ Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Mit einem kompakten, leicht zu reinigenden Gehäuse sorgt der Starter SK

135E für einen schonenden Sanftanlauf dezentraler Antriebe in verschiedensten

Branchen.

Bild: Nord

Nottrennkupplung ABVN-Serie.


Bild: RS Roman Seliger

Nottrennkupplung

mit individueller

Auslösekraft

Produktion Nr. 16, 2013

RS bietet eine Nottrennkupplung

an, deren Bruchbolzen vom

Anwender individuell eingestellt

werden können und nicht mehr

vom Druck innerhalb der Medienleitung

ausgelöst wird.

Norderstedt (pd). Mit der ABVN-

Serie Nottrennkupplung bringt RS

Roman Seliger eine Nottrennkupplung

auf den Markt, deren Auslösekraft

anders als bei bisherigen

Nottrennkupplungen nicht vom

Druck innerhalb der Medienleitung

abhängig ist, sondern die Bruchbolzen

vom Anwender individuell abgestimmt

werden können.

Der Einsatz der Nottrennkupplung

ist überall da möglich, wo die

Rohrleitungen und Schläuche vor

überproportionierter Belastung

geschützt werden müssen. Und im

Gegensatz zu herkömmlichen

Nottrennkupplungen ist die ABVN-

Serie auch für Vakuumanwendungen

geeignet.

www.rs-seliger.de

Effizienz-Navi

Preis

Material

Energie

Service

Handhabung Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Anz_Produktion_4c_neutral_13.indd 1 04.04.13 09:46


16 · Fertigung · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

Präzisionswerkzeuge

Effizienter Trennschneiden und Abstechen

Produktion Nr. 16, 2013

Zur Fachmesse intec präsentierte Paul Horn den neuen Trennfräser

M100, die Schneidplatten S100 mit Innenkühlung sowie ein modulares

Stechsystem für tiefe Ein- und Abstiche.

Leipzig (sm). Der Trennfräser

M100 für Rohre und Vollmaterial

mit auswechselbaren 5 mm breiten

HM-Schneiden ist auf seinem

Schneidkreis von 630 mm mit 30

Zähnen bestückt. Er ist speziell geeignet

zum Trennen von Rohren

und Vollmaterial bis 7“ Durchmesser.

Auf Schrägbettsägen und Vertikalsägen

ersetzt er HM-bestückte

Kreissägeblätter. Ein Ölfeldrohr

N80 mit 7“ Durchmesser trennt er

zum Beispiel mit vc = 180 m/min

bei fZ = 0,12 mm. Seine Vorteile

gegenüber HM-bestückten Sägeblättern

sind vielfältig: Die Be-

Die neuen Schneidplatten mit 3 mm

Stechbreite für das Stechsystem S100

von Paul Horn.

Bild: Paul Horn

StechsystemS100 geeignet

für tiefe Ein- und Abstiche

Der Trennfräser M100 mit auswechselbaren Hartmetall-Schneiden ist mit

Schneidkreisdurchmessern von 200 bis 730 mm lieferbar.

Bild: Paul Horn

schichtung der Schneiden sowie

die Spanformgeometrie kann für

jeden zu zerspanenden Werkstoff

und Einsatzfall optimiert werden.

Die selbstklemmenden Schneiden

sind auswechselbar und reduzieren

den bei bestückten Sägeblättern

notwendigen Lagerbestand

zum Nachschleifen drastisch. Der

Trennfräser ist mit Schneidkreisdurchmessern

von 200 bis 730 mm

und für Schneidbreiten von 1,6 bis

8 mm lieferbar.

Für das Stechplattensystem S100

wurde eine standardisierte Kassettenschnittstelle

für Stechschwerter

mit Stechtiefen bis 100 mm und

Stechbreiten von 6 bis 10 mm entwickelt.

Eine integrierte Kühlmittelzufuhr

über die Kassette fokussiert

das Kühlmittel auf die Schneide.

Konzipiert wurde das modulare

System für die gängigsten Werkzeugschnittstellen

wie beispielsweise

HSK-T in Ausführungen zum

Radial-und Axialeinstechen. Das

einschneidige Stechsystem S100 ist

bestens geeignet für tiefe Ein- und

Abstiche mit Stechbreiten von 2

bis 16 mm. Unterschiedliche Einstechgeometrien,

sowie unterschiedliche

Beschichtungen sorgen

jeweils für optimierten Einsatz.

Die Kühlung kann über Spannfingerkühlung,

seitliche Kühlung

oder Kühlung durch die Schneidplatte

erfolgen. Ein umfangreiches,

teils maschinenspezifisches Haltersortiment,

macht S100 zum

universellen Stechsystem.

Die neuen Schneidplatten mit

3 mm Stechbreite sowie innerer

Kühlmittelzufuhr zur effektiven

Kühlung der Wirkstelle erweitern

die bisherigen Einsatzbereiche des

Stechsystems S100. Der Kühlmittelstrahl

wirkt direkt an der Schnittzone

und soll so beste Zerspanungsbedingungen

sichern. Die

Düsenform garantiert einen gerichteten

Kühlmittelstrahl, der die

Spanformung unterstützt und somit

die Gefahr eines Spänestaus

verringert. Außerdem verhindert

dieser weitgehend die Bildung einer

Aufbauschneide und reduziert

den Verschleiß an der Schneidkante.

Gegenüber herkömmlichen

Kühlungen sind somit höhere

Schnittparameter bei gleichzeitiger

Verbesserung der Standzeiten

möglich. Speziell bei schwer zerspanbaren

Werkstoffen sichert die

Hartmetallsorte AS45 und die Geo-

Stechplattensystem S100 mit neuer

Kassettenschnittstelle. Bild: Paul Horn

metrieform EN mit Spanformrille

auch bei langer Eingriffszeit und

hohen Temperaturen einen guten

Spanablauf bei hoher Standzeit

und Prozesssicherheit. Die quadratischen

Halter mit Innenkühlung

in Rechts- und Linksausführung

sind in den Abmessungen 12x12,

16x16, 20x20 und 25x25 mm lieferbar.

Je nach Ausführung erlaubt die

Schraub- oder Selbstklemmung

eine Stechtiefe bis 40,5 mm.

www.phorn.de

Effizienz-Navi

Preis

Material

Energie

Service

Handhabung ✔ Zeit ✔

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Verbindungstechnik

Flussmittel präzise und schnell dosieren

Produktion Nr. 16, 2013

Eine gute und schnelle Verbindung ohne Verfärbungen verspricht

Hersteller Nordson für seine piezoelektrischen Dosiersysteme.

Pforzheim (sm). In vielen Industriebereichen,

wie beispielsweise in

der Elektronik, im Automobilbau

und in der Solarproduktion, erfordern

die schmalen, lotbeschichteten

Kupferbänder, die zur Kontaktierung

der einzelnen Solarzellen

dienen, einen präzisen Flussmittelauftrag,

um eine gute Verbindung

zu gewährleisten und Verfärbungen

zu vermeiden. Mit piezoelektrischen

Dosiersystemen lassen

sich Flussmittel in der Produktion

bei höherer Geschwindigkeit

und mit besonderer Positioniergenauigkeit

dosieren - ohne Verschmutzungen,

Abfälle und Sicherheitsrisiken,

wie sie etwa bei

Über Nordson

Seit 1963 entwickelt und produziert

Nordson EFD Präzisionsdosiergeräte

zum Auftragen kontrollierter Mengen

Klebstoff, Dichtungsmittel, Lösungsmittel

und anderer in fast jedem

Fertigungprozess verwendeter

Montageflüssigkeiten. Nordson Corporation

ist einer der weltweit führenden

Hersteller von Präzisionsdosiergeräten

zum Auftragen von

Klebstoffen, Dichtungsmitteln und

Flussmittelbädern auftreten. Picotm

piezoelektrische Jet-Dosiersysteme

von Nordson EFD umfassen

zwei Piezoaktoren aus Keramik,

die sich ausdehnen und zusammenziehen

und so auf Spannungsänderungen

des Ventilsteuergerätes

reagieren. Liegt Spannung

an den Aktoren an, werden

die Kolbenstange und die Dichtkugel

angehoben und das unter

Druck stehende Material kann

durch die Düse ausströmen. Bei

einer Spannungsänderung fallen

Kolbenstange und Dichtkugel sehr

schnell herab und ‚jetten‘ das Material

von der Düse auf das Substrat.

Durch den extrem schnellen

Beschichtungen in Herstellungsverfahren

vieler Konsum- und Industrieprodukte.

Die Firma produziert auch

Prüfungs- und Inspektionssysteme

sowie Systeme zur Trocknung und

zur Oberflächenbehandlung. Nordson

hat ein weltweites Betriebs- und

Kundendienstnetz in 32 Ländern.

Nordson EFD ist eine 100%ige Tochtergesellschaft

der Nordson Corporation.

Piezoantrieb kann das Material

kontinuierlich bei einer Geschwindigkeit

von 150 Zyklen pro Sekunde

dosiert werden. Je nach Material

kann das System Dosiermengen

bis circa 2 nl erzeugen. Die hohe

Auflösung (0,01 Millisekunden)

des Ventil-Controllers (nachfolgend

beschrieben) ermöglicht eine

besonders präzise Einstellung der

Dosiermenge. Da die Ventildüse

das Substrat nicht berührt, eignen

sich die piezoelektrischen Jet-Dosiersysteme

besonders für Anwendungen,

bei denen kontrollierte

Produktionsgeschwindigkeit

erhöht sich deutlich

Dosiersysteme mit Piezoantrieb von Nordson EFD eignen sich besonders für

Anwendungen in der Photovoltaik.

Bild: Nordson EFD

Materialmengen auf eine unebene

Oberfläche, wie beispielsweise

Photovoltaik-Wafer aufgetragen

werden sollen. Zudem machen sie

eine Z-Achsen-Bewegung oder

präzise Höhenpositionierungen

des Ventils unnötig und steigern

somit signifikant die Produktionsgeschwindigkeit

auf automatischen

Produktionsstraßen.

Picotm piezoelektrische Dosierventile

werden durch Ventilsteuergeräte

betrieben, die über einen

Verstärker das Signal für die Piezoaktoren

erzeugen. Zusätzlich beinhalten

sie eine Temperatursteuerung

für ein im Ventil integriertes

Heizsystem, um die Viskosität des

Materials für die Jet-Dosierung

optimal zu halten. Über die Picotm-Ventil-Controller

von Nordson

EFD werden die Dosierparameter

für jedes Ventil eingestellt.

Grafische Anzeigen und benutzerfreundliche

Menüs vereinfachen

die Erstellung eines kompletten

Jet-Dosiervorgangs am PC. Das

Programm kann dann über einen

integrierten SD-Kartenschlitz auf

den Controller heruntergeladen

werden. Piezoelektrische Dosiersysteme

sind laut Nordson EFD ein

zuverlässiges und innovatives Mittel

für Photovoltaik- und andere

Hersteller, um die Prozesssteuerung

zu optimieren und die Kosten

durch besondere Genauigkeit und

höhere Produktionsgeschwindigkeit

zu reduzieren.

www.nordsonefd.com

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Preis

Material

Energie

Service

Handhabung ✔ Zeit ✔

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion










18. April 2013 · Nr. 16 · Produktion · Fertigung · 17

Flexible Robotersysteme

Der sichere Griff in die Kiste

Produktion Nr. 16, 2013

Das Unternehmen Liebherr hat

effiziente Bin-Picking-Systeme

realisiert. Sie ermöglichen die

Entnahme von chaotisch ungeordneten

Werkstücken aus einem

Transportbehälter.

Der effiziente ‚Griff in die Kiste‘

Kempten (sm). Es gilt als die Königsdisziplin

in der Industrieautomation,

chaotisch ungeordnete

Werkstücke aus einem Transportbehälter

zu entnehmen. Diese intelligente

Werkstückentnahme

nennt man Random Bin Picking

(Griff in die Kiste). Nach der Entnahme

geht es um das exakte Positionieren

zum Beispiel in Fertigungslinien

beziehungsweise Fertigungszellen

sowie in Montagelinien

beziehungsweise Montagezellen.

Dazu ist ein komplexes Zusammenspiel

zwischen Bilderkennungssystem,

Software, Roboter

und einer ausgefeilten Handling-

Strategie erforderlich.

Die Automatisierung dieses Ablaufs

im industriellen Maßstab

bietet Vorteile, ohne dass eine Investition

in eine zusätzliche Maschine

nötig ist: Produktivitätssteigerungen,

geringere Personalbelastung

und höhere Reproduzierbarkeit.

„Ideen und Modelle gibt es in

diesem Bereich eine ganze Reihe

auf dem Markt – allerdings funktionieren

diese meist nur unter Laborund

Testbedingungen. Bislang

scheiterten sie an der mangelnden

Prozesssicherheit in der Praxis. Wir

haben in diesem Bereich Lösungen

für Kunden realisiert, die prozesssicher

und wirtschaftlich die geforderten

Taktzeiten sowie die hohen

Verfügbarkeiten erzielen“, berichtet

Thomas Mattern, Entwicklungsleiter/Bereich

Automationssysteme

bei Liebherr-Verzahntechnik.

Kern der Herausforderung

ist das reibungslose Zusammenspiel

verschiedener komplexer

Prozesse beziehungsweise Technologien.

Dafür sind der Rechner,

die Software und die Strategie zuständig.

Hinzu kommt, dass jeder

der Einzelvorgänge für sich prozesssicher

ablaufen muss. Insbesondere

die Fortschritte in der Bilderkennungstechnologie

und die

gestiegene Rechenleistung von

Standard-PCs begünstigten die

Prozesssicherheit und damit die

Marktreife entscheidend.

Die Referenzen zeigen, was

heute mit flexiblen Robotersystemen

möglich ist. Beispielsweise

Die kollisionsfreie Teileentnahme per

Roboter ermöglicht das Bin-Picking-

System von Liebherr. Bild: Liebherr

für die Baumaschinenindustrie

realisierte Liebherr komplette

Systeme. Dabei werden nicht-rotationssymmetrische

Bauteile, die

unsortiert in einer Kiste ankommen,

effizient in die Fertigungslinie

beziehungsweise in Härteöfen

eingeschleust. Der Einstieg in eine

Anlage oder Fertigungslinie ist der

Schlüsselpunkt, an dem der Griff

in die Kiste nötig ist. Die technische

Lösung hat das Unternehmen

in Kooperation mit dem

Fraunhofer-Institut entwickelt

und für die Praxis erprobt.

Neben der Baumaschinenproduktion

profitiert eine Vielzahl an

Industrien, wie die Automobilindustrie

oder der Maschinenbau,

von Bin-Picking-Lösungen zur intelligenten

Werkstückentnahme.

www.Liebherr.com

Effizienz-Navi

Preis

Material

Energie

Service

Das Bin-Picking-System von Liebherr unterteilt den Prozess in mehrere Teilaufgaben.

Es beginnt mit der optischen Erfassung D-901-drylinW der Teile. 198x137_D-901-drylinW Bild: Liebherr Kosten 198x137 senken 14.03.13 mit Produktion 16:49 Seite

Handhabung ✔ Zeit ✔

Lebensdauer

1

Elektrik

Reiter-Lasttrennschalter

erleichtert Verkabelung

Produktion Nr. 16, 2013

Mit dem neuen Secur-EasyLiner

von Wöhner können 3-polig

abgesicherte Abzweige bis 63 A

im 60-mm-System bequem und

schnell hergestellt werden.

Rödental (ba). Der Anschluss der

Leitungen erfolgt bei dem Secur-

EasyLiner laut Hersteller Wöhner

mit Hilfe einer neuen und komfortablen

Anschlusstechnik: Durch

eine seitliche Fingerbetätigung

wird die Federzugklemme geschlossen.

Gleichzeitig werden damit

Leitungen bis 16mm² bequem

und wartungsfrei kontaktiert, heißt

es. Die Erstinstallation kann ohne

Werkzeug erfolgen.

Durch diese Innovation wird der

Aufwand bei der Verkabelung laut

Wöhner deutlich reduziert. Im Vergleich

zu den herkömmlichen Rahmenklemmen

könne mit dieser

Anschlusstechnik bis zu 80% Zeit

eingespart werden. Auf Grund seiner

geringen Einbautiefe von

79 mm kann der Secur-EasyLiner

auch in kompakten Schaltschränken

mit geringer Tiefe eingebaut

werden. Durch ein Sprungschaltwerk

kann das Gerät bedienerunabhängig

ausgeschaltet werden.

Zusammen mit einem Flag Indikator

soll dies die Sicherheit für den

Anwender erhöhen. Das Gerät bietet

die bewährte Wöhner-Schubladentechnik,

bei der die Schublade

unverlierbar ist. Zur einfacheren

Verlegung von Leitungen mit einem

Querschnitt von mehr als 6 mm² bei

einem Leitungsabgang an der Geräteober-

oder -unterseite kann ein

zusätzliches Seitenmodul verwendet

werden.

Weitere technische Eigenschaften

des Secur-EasyLiners:

▶ Gebrauchskategorie: AC22B

400V 63A.

▶ Schutzart: IP20.

▶ Abgangsrichtung: oben, unten

und hinten.

▶ Ausführung mit und ohne LED

zur Sicherungsüberwachung.

▶ Prüflöcher zur Spannungsprüfung

der 3 Phasen vorhanden.

▶ Gerät ist im ausgeschalteten Zustand

mit Bügelschloss abschließbar.

▶ Im eingeschalteten Zustand

kann das Gerät plombiert werden.

▶ Die Schaltstellung kann mit einem

Meldeschalter abgefragt

werden.

www.woehner.com

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Preis

Material

Energie

Service

Handhabung Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Der Secur-EasyLiner

von Wöhner

hat eine geringe

Einbautiefe von

79 mm.

Bild: Wöhner

Mapal treibt

HSK-T weiter an

drylin®

W wie Wunschsystem

Produktion Nr. 16, 2013

Aalen (sm). Speziell für den Einsatz

von stehenden Werkzeugen

auf Drehmaschinen wurde 2008

der HSK-T genormt. Er zeichnet

sich aus durch hohe Wechsel- und

Wiederholgenauigkeit, hohe Passgenauigkeit,

hohe Steifigkeit sowie

eine exakte radiale Positionsgenauigkeit.

Der größte Vorteil des

HSK-T gegenüber bestehenden

Systemen ist der sehr schnelle und

einfache Werkzeugwechsel. Gepaart

mit einer sehr hohen Wechselgenauigkeit

ergibt sich für den

Anwender eine signifikante Reduzierung

der Maschinenstillstandszeiten.

Neben einer Komplettumrüstung

ist auch eine partielle

Umrüstung bestehender Revolver

möglich. Bei Stationen mit häufigen

Werkzeugwechseln ist ein Umrüsten

auf HSK-T besonders vorteilhaft,

da die Investition überschaubar

ist. Maschinenübergreifend

bietet Mapal Umrüstadaptionen

von allen gängigen Schnittstellen

von Drehmaschinen auf HSK-T

sowie eine breite Auswahl an

Drehhaltern.

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18 · Automatisierung · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

AutoID

Hohe Integrationstiefe, schlanke Prozesse

Produktion Nr. 16, 2013

Harting verfügt über AutoID-Lösungskompetenz (Automatische

Identifikation und Datenerfassung) vom RFID-Transponder bis zur SAP-

Integration.

Espelkamp (sp). Die Harting-AutoID-Lösung

umfasst das Lesen

eines RFID-Transponders, die Ansteuerung

der Förder- oder Fertigungstechnik

und das Verbuchen

im SAP-ERP-System. Die Ha-VIS

RFID Middleware wird über eine

Beckhoff-Steuerung an ein SAP-

AutoID Infrastructure (AII)-System

angebunden. Die Ergebnisse

des Lese-Vorgangs eines RFID-

Transponders werden integriert

verarbeitet, indem die Rohdaten

der Lese-Ereignisse zunächst von

der Ha-VIS Middleware verdichtet

und gefiltert werden und dann innerhalb

der SAP AII in ihren Geschäftskontext

gestellt werden.

Dort werden über ein Regelwerk

notwendige Aktivitäten im Systemverbund

abgeleitet und an die angebundenen

Systeme übermittelt.

Über die Ha-VIS Middleware

können – von der SAP AII initiiert

und kontrolliert – Daten auf die

Transponder (zurück-)geschrieben

oder elektronische Telegramme

abgesetzt werden, wenn etwa

ein dediziertes Materialfluss- oder

Fertigungs-Steuerungssystem

nicht zur Verfügung steht.

Vorteile dieser Lösung sind die

hohe Integrationstiefe bei gleich-

AutoID-Lösungskompetenz

vom

RFID-Transponder

bis zur SAP-

Integration.

Bild: Harting

zeitiger Schlankheit des gesamten

Prozesses. Die Qualität der Prozesse

wird signifikant verbessert, da

manuelle Schritte auf ein Minimum

reduziert wurden.

www.harting.de

Prüftechnik

Die Lenkung ist sicher

Produktion Nr. 16, 2013

Mit dem Bildverarbeitungssystem trevista führt der Automobilzulieferer

Swoboda eine 100%-Prüfung von Lenkungskomponenten für die

Automobilindustrie durch.

PRODUZIERT,

UM WIRTSCHAFTLICH

ZU ARBEITEN.

TOX ® -Zangen

Hand-, Roboterausführung

TOX ® - Zangenprogramm

• Handzangen

• Roboterzangen

• Maschinenzangen

Antriebsvarianten

• pneumohydraulisch

• hydraulisch

• elektromechanisch

Entwickelt zum

• Fügen

• Stanzen

• Einpressen

TOX ® -Netzwerk

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Riedstraße 4

D-88250 Weingarten

Tel. 0751 5007-0

Fax 0751 52391

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Puchheim (sp). Es wäre der Alptraum

eines jeden Autofahrers: Die

Lenkung des Wagens reagiert

falsch oder gar nicht mehr! Um

diese Extremsituation zu verhindern,

setzt der Automobilzulieferer

Swoboda bei der Prüfung von

Komponenten für elektronische

Lenkungssteuerungen auf das

Bildverarbeitungssystem trevista.

Die Fertigung hochpräziser Metall-Kunststoff-Verbundteile,

so

genannter Hybride mit Kunststoffanteilen,

metallischen Leiterbahnen

und Bondflächen,

stellt eine Kernkompetenz der

Swoboda KG dar. Diese Bauteile

finden sich unter anderem in den

Lenkungssteuerungen nahezu aller

führenden Automarken und –

modelle. Auch in Getriebesteuerungen,

Steckverbindern, Magnet-

und Hochstrombaugruppen

sowie in vielen weiteren Kfz-Elementen

sorgen Baugruppen von

Swoboda als Schnittstelle zwischen

Elektronik und Mechanik

für eine sichere Umsetzung der

Fahrerkommandos in die Reaktionen

des Fahrzeugs.

In seinen Produktionsanlagen

setzt das Allgäuer Unternehmen

auf modernste Automatisierungstechnik

und in vielen Prüfstationen

auf Bildverarbeitung zur Qualitätskontrolle.

Dies gilt auch für

die Herstellung von Komponenten

für elektromechanische Lenkungssteuerungen

in Automobilen.

Der Produktionsprozess für

diese komplexen Bauteile ist vielfältig

und erfordert eine durchdachte

Kombination verschiedener

Fertigungs- und Prüfverfahren.

Sämtliche Steuerungselemente

eines Automobils müssen

dabei mit 100prozentiger Sicherheit

fehlerfrei sein: Der Ausfall

oder eine reduzierte Leistung der

Lenkkraftunterstützung kann zu

einer gefährlichen Situation im

Straßenverkehr führen.

Die Qualitätskontrolle dieser

Baugruppen stellt eine sehr anspruchsvolle

Aufgabe dar. „Die

wesentliche Herausforderung bei

der Prüfung dieser Produkte besteht

in den Unterschieden der

Materialoberflächen“, beschreibt

ein Swoboda-Bildverarbeitungsspezialist

die Aufgabe. „Die optischen

Schwankungen der Oberflächenqualität

der metallischen Teile

von Matt bis Glänzend sind mit einem

üblichen Bildverarbeitungssystem

kaum zu analysieren. Dies

führt zu einem erhöhten Pseudoausschuss

und somit zu Nachsortierung

und Mehrkosten.“ Mit dem

trevista-System ist Swoboda jetzt in

der Lage, die Oberflächenbeschaffenheit

hochauflösend zu erkennen

und zu analysieren.

Fehler werden mit dem

trevista-System sicher erkannt

Die Sicherheit der Fehlererkennung

konnte dabei nach den Worten

eines Swoboda-Verantwortlichen

deutlich verbessert werden:

„Der Pseudoausschuss reduzierte

sich schon in einem frühen Stadium

des Projekts um rund zwei

Drittel. Auch für die zunächst noch

nicht optimale Erkennung von Verbiegungen

und Verkippungen der

Bauteil-Bondflächen haben wir inzwischen

in enger Zusammenarbeit

mit Stemmer Imaging eine

geeignete Lösung gefunden.“

Die Anlage, auf der Swoboda die

Lenkungssteuerungskomponenten

produziert, ist bereits seit 2009

Die hybriden

Komponenten

der Lenkungssteuerung

werden

dem trevista-System

zugeführt

und dort

mit Hilfe der

12-Megapixel-

Kamera Genie

TS von Teledyne

DALSA aufgenommen.

Swoboda setzt auf modernste Automatisierungstechnik. Bildverarbeitung ist

dabei fester Bestandteil zur Qualitätskontrolle.

Bilder: Stemmer Imaging

in Betrieb. Zunächst hatten die Ingenieure

des Unternehmens die

Prüfstation auf Basis eines 2D-

Bildverarbeitungssystems realisiert,

das jedoch einen vermehrten

Pseudoausschuss zur Folge hatte.

„Dieses fälschliche Ausschleusen

von scheinbar fehlerhaften Teilen,

die sich bei der manuellen Nachkontrolle

dann doch als fehlerfrei

erwiesen haben, wollten wir aus

Kostengründen minimieren und

nach Möglichkeit komplett ausschließen“,

so der zuständige Betriebsleiter.

Die Suche nach einem Alternativsystem

führte die Swoboda-Mitarbeiter

zu Stemmer Imaging. Nach

diversen Tests, für die Swoboda

auch einige Komponenten als

Leihstellung von Stemmer Imaging

zur Verfügung gestellt bekam,

und intensiven Machbarkeitsstudien

erwies sich das trevista-System

als perfekte Lösung für diese

Aufgabe.

Die Besonderheit dieses Systems

ist ihre patentierte Shape-from-

Shading-Technologie, die sich speziell

für die Inspektion glänzender

oder spiegelnder Oberflächen hervorragend

eignet, wie sie bei den

Swoboda-Hybrid-Bauteilen vorliegen.

Metallische Bauteile mit

unterschiedlichster Oberflächenbeschaffenheit

bis hin zu schwarzem

Kunststoff können damit problemlos

geprüft werden.

Die clevere Idee von trevista besteht

darin, Prüfobjekte mit einer

diffusen Beleuchtung aus vier verschiedenen

Richtungen auszuleuchten

und dabei jeweils ein Kamerabild

aufzunehmen. Ein spezieller

Berechnungsalgorithmus

Manuelle Zusatzkontrolle

deutlich reduziert

verarbeitet diese vier Eingangsbilder

und erzeugt daraus hochwertige

synthetische Ergebnisbilder, mit

denen sich die lokalen Neigungen,

die Topografie und die Textur der

Oberfläche exakt bestimmen lassen.

Über eine automatische Fehlerauswertung

des Systems können

somit selbst Fehlermerkmale

von nur wenigen Mikrometern

Tiefe sichtbar gemacht werden.

Nach diversen applikationsspezifischen

Anpassungen wurde das

Prüfsystem dann bereits nach wenigen

Monaten anstelle des bisherigen

2D-Systems in die Anlage integriert.

Der Einsatz des neuen

Systems führte nach den Worten

des Swoboda-Betriebsleiters zu einer

deutlichen Reduzierung der bis

dato erforderlichen manuellen Zusatzkontrolle.

„Wir haben das Ziel,

auf die manuelle Sichtprüfung

vollständig zu verzichten, sobald

die Station bewiesen hat, dass sie

im Dauerbetrieb zuverlässig arbeitet.“

Die Taktzeit stellte dabei kein

Problem dar: „Da hatten wir beim

trevista-System noch genügend

Spielraum, um die Zykluszeit der

vorgelagerten Anlage einzuhalten.“

Das System hat bisher viele Erwartungen

erfüllt. Aus diesem

Grund plant man bei Swoboda inzwischen

bereits den Einsatz weiterer

trevista-Stationen für andere

Anwendungen und Projekte in der

Produktion.

www.stemmer-imaging.de

www.sowoboda.de

Zangen_47x280_oMess.indd 1 28.03.13 13:21


18. April 2013 · Nr. 16 · Produktion · Automatisierung · 19

Wegaufnehmer

Maß nehmen mit Stößel oder Messfahne

Produktion Nr. 16, 2013

Die induktiven Wegaufnehmer der a.b.jödden reagieren ausschließlich

auf axiale Bewegungen des Stößels. Das bedeutet, dass ab sofort auch

Hebelbewegungen messbar sind.

Krefeld (sp). Induktive Wegaufnehmer

von a.b.jödden gibt es in

vielfältigen Ausführungen für unterschiedlichste

Messaufgaben.

Die typische Ausführung eines

induktiven Wegaufnehmers besteht

aus einem hohlen Spulenkörper mit

streng symmetrisch gewickelten

Spulen, einer ferromagnetischen

Abschirmung mit hoher Permeabilität

und einem runden rostfreien

Stahlgehäuse. Die Freiräume zwischen

Spule und Gehäuse werden

mit aushärtendem Kunststoff vergossen.

Durch den Spulenkörper

bewegt sich der Stößel einer Nickel-

Eisenlegierung und verändert die

Induktivität der beiden Spulenhälften

gegensinnig. Die Bohrung des

Spulenkörpers und der Durchmesser

des Stößels sind so gewählt, dass

die Bewegung berührungslos und

somit verschleißfrei erfolgt.

Kleinste Wegänderungen des Stößels

sind wegen der unendlichen

Auflösung messbar. Der frei bewegliche

Stößel hat keinen Anschlag

und kann aus dem Wegaufnehmer

herausgezogen werden. Bei auftretenden

Überhüben wird er somit

nicht zerstört. Axiale Bewegungen

des Stößels führen zu einer Induktivitätsänderung,

so dass auch Hebel-

Ob mit integrierter

Elektronik,

programmierbar

oder als Messtaster

– induktive

Wegaufnehmer

von a.b.jödden

gibt es in den verschiedensten

Ausführungen.


bewegungen messbar sind.

www.abjoedden.de

Effizienz-Navi

Preis

Material

Energie

Service

Handhabung Zeit

Lebensdauer ✔

Kosten senken mit Produktion

Bild: a.b.jödden

Sicherungsautomat

Schutz vor Überlast

Produktion Nr. 16, 2013

E-T-A Elektrotechnische Apparate

präsentiert einen elektronischen

Sicherungsautomaten mit 16 A

Nennstrom zur selektiven Absicherung

von DC-Motoren.

Der ESX10-T sichert

DC-24-V-

Komponenten

für die Antriebssteuerungen

bis

16 A ab. Bild: E-T-A

Zertifiziert nach DIN ISO 9001 und IRIS

Spannungsdetektor

Keinen Batterieausfall riskieren

Produktion Nr. 16, 2013

Touchstone Semiconductor bietet

einen Spannungsdetektor, der die

Funktionen einer 0,58-V-Referenz

und eines Komparators in einem

einzigen TDFN-Baustein vereint.

Altdorf (sp). Der elektronische

Sicherungsautomat ESX10-TB von

E-T-A ist ein Gerät mit einem

Nennstrom von 16 A, geeignet vor

allem für den Anlagen und Maschinenbau.

Feine Positionierungen, schneller

Transport oder kraftaufwändige

Aktionen, wie Heben oder Senken

stehen im Mittelpunkt zahlreicher

Anlagen- und Maschinenbau-Applikationen.

Zur Steuerung dieser

komplexen Bewegungsabläufe

kommen häufig elektronisch gesteuerte,

bürstenlose DC-Motoren

zum Einsatz. Der elektronische Sicherungsautomat

ESX10-T mit

Nennstrom 0,5 A bis 12 A ermöglicht

es, genau diese Lasten selektiv

abzusichern. Durch seinen Abschaltpunkt

bei typ. 1,1 x IN und der

Auslösezeit von typ. 3 Sekunden

erfüllt er den Überlastschutz für

motorische DC-24-V-Verbraucher

und verhindert gleichzeitig ein

ungewolltes Auslösen bei schnellen

Lastwechseln. Durch die integrierte

aktive Strombegrenzung verhindert

er bei Kurzschlüssen das

Einbrechen der Versorgungsspannung

und ermöglicht somit eine

selektive Absicherung mehrerer

Verbraucher an einer DC 24 V- Versorgung.

Der Typ ESX10-TB-16A ist auch

darauf ausgelegt, Frequenzumrichter-Konfigurationen

in der Antriebstechnik

von Verpackungsmaschinen

gemeinsam zu betreiben,

gleichzeitig im Fehlerfall zu

schützen und über einen Not-Aus-

Kreis vom Netz zu trennen. Bei

diesen Frequenzumrichter-Konstellationen

handelt es sich um

kompakt aufgebaute Systeme, die

mehrere Lastkreise über eine gemeinsame

Einspeiseeinheit zusammenfassen

und eine Stromaufnahme

bis 15 A aufweisen. Eine

gemeinsame Absicherung spart

hier Aufwand und Kosten.

www.e-t-a.deProduktion

Ein nur 2 x

2 mm großer IC

von Touchstone

Semiconductor

überwacht die

Spannung von

CPU oder Batterie.

Bild: Touchstone

Schwingungstechnik –

Eine gute Verbindung

Primär & Sekundärfedersysteme und Gummi-Metall-Elemente

zur Schwingungs- und Schallreduzierung

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USA-Milpitas (SP). Der neue

Spannungsdetektor TS12001 von

Touchstone Semiconductor integriert

die Funktionen einer 0,58-V-

Referenz und eines rücksetzbaren

Komparators in einen 2 x 2 mm

TDFN-Baustein.

Beide Funktionen werden von

einer einzigen Stromversorgung

gespeist und verbrauchen zusammen

weniger als 1 µA. Das bedeutet

in der Anwendung eine Reduktion

um den Faktor 2 beim Stromverbrauch

und um mindestens ein

Drittel bei der Leiterplattenfläche.

Die Schaltung liefert immer

dann ein Reset-Signal, wenn die

gemessen Spannung einen bestimmten

Schwellwert unterschreitet.

Dieser ist auf 0,78 V voreingestellt,

kann aber über zwei

externe Widerstände angepasst

werden. Die interne Hysterese von

± 10 mV gewährleistet einen sauberen,

prellfreien Schaltausgang.

Auch Push-Pull und Open-Drain

Ausgänge stehen zur Verfügung.

Der IC ist für einen Temperaturbereich

von – 40 °C bis + 85 °C ausgelegt

und wurde für eine extrem

lange Lebensdauer optimiert. Typische

Anwendungsfälle sind die

Erkennung von Strom- oder Batterieausfällen,

in CPU- und Mikroprozessor-Anwendungen

und in

batteriebetriebenen Systemen.

touchstonesemi.com

Ob Onlineshop oder Katalog:

Wir liefern deutschlandweit innerhalb von 24 h – ohne Mindermengenzuschlag.

Lieferung ab 1 Stück. Die Distrelec-Gruppe: Ihr Partner für

elektronische Bauelemente, Automation, industrielle IT und Zubehör.

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Mobilfunk kann abweichen

A Datwyler Company


20 · Roboter, Montage- und Handhabungstechnik · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

Sicherheitstechnik

Unfallfrei mit Robotern

zusammenarbeiten

Kathrin Irmer,

Produktion Nr. 16, 2013

An Industriearbeitsplätzen entstehen

immer häufiger kritische

Situationen, die zu schweren

Arbeitsunfällen führen können.

Mit der ‚4Save‘-Toolbox kommt es

zu diesen Gefahren erst gar nicht.

Software verhindert

unnötige Produktionsstopps

Illmenau. Roboter übernehmen

in der industriellen Fertigung immer

mehr Aufgaben: Sie schweißen

und schrauben Bauteile millimetergenau

zusammen, transportieren

tonnenschwere Werkstoffe

oder verpacken, palettieren und

stapeln die fertigen Produkte. Auch

ihre Anzahl nimmt stetig zu.

Deutschland gehört mittlerweile –

zusammen mit Japan und Südkorea

– zu den Ländern mit der weltweit

höchsten Roboterdichte. In

den Fabrikhallen wird der Platz

immer enger: Elektronische Arbeitsmaschinen

und das zuständige

Fachpersonal an Montagebändern

und Roboterstraßen kommen

sich zunehmend in die Quere. Das

führt zu einem erhöhten Unfallrisiko

für die Beschäftigten. Schwer

einsehbare Arbeitsbereiche oder

tote Winkel bergen dabei das größte

Gefahrenpotenzial. Gefragt sind

deshalb Sicherheitssysteme, die

auch bei zunehmender Roboteranzahl

und Arbeitsgeschwindigkeit

für mehr Schutz der Mitarbeiter

sorgen.

Forscher vom Fraunhofer-Institut

für Digitale Medientechnologie

IDMT in Ilmenau haben gemeinsam

mit Thüringer Unternehmen

im Verbundprojekt ‚BildRobo‘ des

Europäischen Fonds für regionale

Entwicklung (EFRE) die ‚4Save‘-

Technologien entwickelt. Es besteht

aus dem Simulations-Tool

‚Sim4Save‘, der Softwareplattform

‚Link4Save‘ und dem neuen Überwachungssystem

‚Eye4Save‘ des

Zentrums für Bild- und Signalverarbeitung

e.V. Ilmenau (ZBS). „Das

Zusammenspiel der einzelnen

Mit Hilfe von Kamerasystemen scannt die Software ‚Link4Save‘ die Produktionshalle

und kann bei kritischen Situationen Roboter sofort stoppen.


Bild: Fraunhofer IDMT

Komponenten erhöht nicht nur die

Sicherheit, sondern gleichzeitig

auch die Effizienz von robotergestützten

Arbeitsplätzen. Arbeitsunfälle

oder unnötige Produktionsstopps

können damit auf ein

Minimum reduziert werden“, fasst

Peter Pharow, Leiter der Gruppe

Data Representation and Interfaces

am IDMT und Mitentwickler,

die Vorteile zusammen.

Kern des Sicherheitssystems ist

die Softwareplattform ‚Link4Save‘.

Sie wertet Signale von angeschlossenen

visuellen, akustischen oder

taktilen Überwachungssystemen

in Echtzeit aus und stoppt die Maschinen

bei kritischen Situationen,

noch bevor es zu einer Kollision

kommt. Denn oft sind es

schon kleine Unachtsamkeiten,

wie Stolpern, die zu schweren Unfällen

mit Robotern führen können.

Das System kontrolliert genau,

wie sich die einzelnen Maschinen

bewegen, und schreitet

ein, wenn der Sicherheitsabstand

zwischen Mensch und Roboter

unterschritten wird. Die Reaktion

reicht in Abhängigkeit von Kraft

und Geschwindigkeit der arbeitenden

Maschine von akustischen

Warnsignalen über ein Verlangsamen

der Prozesse bis hin zum sofortigen

Stopp des Roboters.

Es berücksichtigt unter anderem

die Daten aus dem neuen visuellen

Überwachungssystem ‚Eye4Save‘.

Das System nutzt die Bilder von

synchronisierten Stereokameras,

um Objekte in Räumen dreidimensional

zu erfassen. In der aktuellen

Konfiguration werden vier Stereokamerapaare

eingesetzt, die in den

Raumecken montiert sind und den

Raum aus einer schrägen Aufsicht

heraus beobachten. In einem initialen

Einmessvorgang werden die

Stereokamerapaare sowohl geometrisch

als auch bezüglich der

Farbe kalibriert. Als Hilfsmittel

dient dabei unter anderem ein Miniaturspektrometer

des ZBS.

In Analogie zum menschlichen

räumlichen Sehen werden aus jedem

der Stereokamerapaare für

die jeweilige Perspektive Tiefeninformationen

gewonnen. Die Wahrnehmung

von Objekten im Raum

beruht auf der Analyse dieser Tiefeninformationen

in Kombination

mit den aufgenommenen Farbwerten.

Als Referenz dient ein im

Vorfeld für jedes Stereokamerapaar

angelerntes distanzbasiertes

und farbadaptives Hintergrundmodell.

Die aus den verschiedenen

Perspektiven erkannten Vordergrund-Objekte

werden zusammengeführt

und in Form ihrer visuellen

Hüllen dreidimensional abgebildet.

Im Zweifelsfall bleibt die

Hülle entsprechend groß. Das bedeutet,

dass Verdeckungen immer

zu Gunsten der Sicherheit behandelt

werden.

Automatisierung

Mit der Kraft

der zwei Arme

Produktion Nr. 16, 2013

Der Sondermaschinenbauer Goldfuß

engineering hat ein vollautomatisches

Entnahmesystem für

Karton-Faltschachteln entwickelt.

Damit lassen sich nun auch Handlingsprozesse

automatisieren,

die bisher manuell ausgeführt

werden mussten.

balingen (ki). Das neu entwickelte

Entnahmesystem ermöglicht

es, durch überlagerte Bewegungen

und Arbeitsschritte Verpackungsmaschinen

mit bis zu 500

Faltschachteln pro Minute zu bestücken.

Eine weitere Besonderheit

besteht darin, dass die Aufnahme

der vollen Faltschachtelkartons

an der Anlage direkt von

der Palette erfolgen kann. Auch

die Zuführung einzelner Kartons

über Förderbänder ist möglich.

Die Entsorgung von Zwischenlagen,

das Zusammenfalten der

leeren Kartonagen sowie das Ablegen

in Abfallboxen durch den

Roboter runden den Automatisierungsprozess

ab.

Intelligentes Greifersystem

Der Doppelarmroboter Motoman

SDA20D von Yaskawa stellt dabei

die Lösung für alle Prozess-Schritte

dar: das Handling von bis zu 12

kg schweren Kartons, den Öffnungsvorgang,

den eigentlichen

Entnahmeprozess der Faltschachteln

sowie die Verpackungsentsorgung.

Zwei unabhängig voneinander

steuerbare Greifwerkzeuge an

den beiden Roboterarmen erlauben

in Kombination mit einer

synchronisierten Roboter-

Schwenkeinheit die einfache Entnahme

aus den Kartons. Die Faltschachteln

können dabei auch

mehrlagig gestapelt sein. Ein

durch die Motoman Steuerung

DX100 unterstützter Mess- und

Regelkreis überwacht permanent

den Greifvorgang. So ist ein schonendes

und prozesssicheres

Handling der Faltschachteln gewährleistet.

Durch spezifische Parameter

kann der Prozess dann

individuell für verschiedenste

Produkte angepasst werden.

Der vollautomatische Entnahmeprozess

zur Bestückung von

Verpackungsmaschinen schließt

eine wesentliche Automatisierungslücke

in der Verpackungstechnik.

Durch die kompakte

Bauform des Doppelarmroboters

SDA20D sind auch bei engeren

Platzverhältnissen sowohl Nachrüstungen

an bestehenden Anlagen

als auch integrierte Lösungen

bei Neuprojekten realisierbar.

Durch diesen flexiblen Einsatz

eröffnet sich ein großes Potenzial

in der Pharma-, Nahrungsmittelund

Kosmetikindustrie. Durch

stetig steigende Stückzahlen und

Verpackungsgeschwindigkeiten

stellt diese Automatisierung nicht

nur eine wirtschaftliche Lösung,

sondern gleichzeitig auch eine

Entlastung für Mensch und Logistik

dar.

www.entnahmesysteme.de

Effizienz-Navi

Preis

✔ Material

Energie

Service

Handhabung ✔ Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Ein Dualarmroboter

SDA20

hilft beim

Greifvorgang

im Karton.

Bild: Yaskawa/Goldfuß

www.yaskawa.eu.com

Neuer Katalog

‚Greiftechnik 2013‘

Produktion Nr. 16, 2013

BUILT TO PERFORM IN YOUR INDUSTRY

ZUVERLÄSSIG. FLEXIBEL. SCHNELL.

Roboter, Schweißanlagen und Automatisierungskomponenten von YASKAWA sind

bekannt für ihre hohe Qualität und Zuverlässigkeit. Unsere Kunden aus den unterschiedlichsten

Bereichen schätzen diese Eigenschaften ganz besonders. Schließlich

leisten unsere Produkte damit einen großen Beitrag zur Qualität einer Anlage.

YASKAWA Europe GmbH · Robotics Division

robotics@yaskawa.eu.com · Tel. +49-81 66-90-0

Günzburg (ki). Der neu erschienene

62-seitige Katalog ‚Greiftechnik

2013‘ von rsp Robot System Products

enthält ausführliche Beschreibungen

und Maßzeichnungen

für eine umfassende Palette von

Robotergreifern mit vielen Optionen.

Der praktische Ratgeber bietet

dem Konstrukteur eine Vielfalt an

Lösungen für effiziente, kostensparende

Greiftechnik. Übersichtliche

Tabellen, Maßzeichnungen, technische

Daten und Bestellangaben ermöglichen

ein schnelles und einfaches

Spezifizieren von Parallel-,

Zentrisch- und Großhubgreifern.

www.robotsystemproducts.com

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18. April 2013 · Nr. 16 · Produktion · Roboter, Montage- und Handhabungstechnik · 21

Montagetechnik

Prozess-sicheres Verschrauben

Produktion Nr. 16, 2013

Automatisiertes Verschrauben bringt in der Montage nicht nur hohe

Prozess-Sicherheit, sondern sorgt durch verringerte Fehlerquoten auch

für Zeit- und Geldersparnisse. Die neu entwickelten Navitight-Schrauben

verhindern ein Verkanten und sichern somit den Prozess.

bielefeld (ki). Häufig entsteht bei

der Montage von Schrauben durch

manuelle Verschraubung ein Winkelfehler.

Die Schrauben werden

dann einseitig um einen Gewindegang

versetzt in das Bauteil plat-

ziert und verkanten. Es kommt zu

Beschädigungen oder sogar zur

Zerstörung des Aufnahmegewindes.

Produktionsausfälle und teilweise

erhebliche Nachbearbeitungskosten

sind die Folge.

Mit Navitight von Böllhoff lässt

sich dieses Problem wirkungsvoll

lösen. Die Besonderheit der Navititght-Schrauben

liegt in der Geometrie

des Gewindeauslaufs. Der

Außendurchmesser der schmaleren

Schraubenspitze ist kleiner als

der Kerndurchmesser des Mutterngewindes.

Dabei bleibt die

Gewindesteigung jedoch konstant.

Beim Eindrehen der Schraube entsteht

dadurch ein Moment, welches

die Schraube und die Mutter

linear zueinander ausrichtet. Eine

fehlerhafte Verschraubung wird

somit wirkungsvoll verhindert. Die

Standardausführung besitzt einen

Sechskant-Flanschkopf.

www.boellhoff.com

Bei der Navitight

ist der Außendurchmesser

der schmaleren

Schraubenspitze

kleiner als der Kerndurchmesser

des

Mutterngewindes.

Bild: Böllhoff Gruppe

Effizienz-Navi

Preis

Material

Energie

Service

Handhabung ✔ Zeit ✔

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Der RC8-Controller von Denso Robotics

ist die weltweit kleinste Steuerung in

der 3-kW-Klasse. Bild: Denso Robotics

Steuerungstechnik

Kleinste und flexibelste

Steuerung für Roboter

Produktion Nr. 16, 2013

Controller übernehmen immer

mehr die Aufgaben von Industrie

PCs. Denso Robotics hat jetzt die

RC8-Steuerung entwickelt, die mit

über 100 Geräten kompatibel ist.

Mörfelden (ki). Controller zur

Steuerung von Industrierobotern

sollen immer flexibler, leistungsfähiger

und kleiner werden. So verlangt

es die Industrie. Inzwischen

übernehmen Steuerungen in vielen

Produktionsanlagen die Aufgaben

eines klassischen Industrie

PCs. Um Steuerungen optimal

einsetzen zu können, müssen sie

aber über eine immer größere Anzahl

von Schnittstellen verfügen –

nur so lässt sich die notwendige

Bandbreite an Applikationen abdecken,

die mit den Controllern

bedient werden kann.

Steuerung von verschiedenen

Geräten in einer Schnittstelle

Letztlich sind es die Schnittstellen,

die darüber entscheiden, mit

wievielen Geräten wie zum Beispiel

Kameras oder Greifern eine

Steuerung kommunizieren kann.

Umso mehr Schnittstellen eine

Steuerung bietet, desto mehr

Möglichkeiten gibt es, die Steuerung

mit den Robotern zu kombinieren.

Aus diesem Grund hat

Denso Robotics bei seinem neuesten

Controller RC8 eine ganze

Reihe von zusätzlichen Schnittstellen

im Angebot. Base-T Ethernet,

mini/hand I/O, RS-232C und

USB gehören dabei zum Standard,

während CC-Link, Profibus und

DeviceNet auf Wunsch optional

erhältlich sind. Geplant sind zudem

EtherCat, EtherNet/IP oder

Profinet. Für die Hersteller von

Controllern wie Denso Robotics

ergibt sich damit die Herausforderung,

diese Schnittstellen von

vornherein in ihren Geräten vorzusehen.

Die Zeiten, in denen

CAN und Profibus als Systeme

ausreichten, sind vorbei.

Gesteigerte Leistungsfähigkeit

durch höchste Kompatilität

Während verschiedene Anbieter

damit beginnen, ihre Programme

für Steuerungen und Roboter anderer

Hersteller nutzbar zu machen,

ist Denso Robotics überzeugt

davon, dass Controller und Roboter

bis ins letzte Detail aufeinander

abgestimmt sein müssen. „Für uns

ist die Verbindung Controller und

Roboter entscheidend für deren

Leistungsfähigkeit. Hier setzen wir

auf höchstmögliche Kompatibilität,

was einer der Gründe dafür ist,

dass wir unseren Kunden über die

gesamte Produktpalette eine herausragende

Präzision und Wiederholgenauigkeit

bieten können“, erklärt

Jürgen Küch, Senior Manager

Europe bei Denso Robotics.

Um seine Steuerungen mit einer

Vielzahl von Devices und Applikationen

zu verknüpfen, kann Densos

neueste Steuerung RC8 mit

über 100 verschiedenen industriellen

Geräten über das ORiN

(Open Robot/Resource interface

for the Network) Netzwerk kommunizieren.

Mit Hilfe dieser speziell

für Applikationen entwickelten

Plattform können Geräte von

Fremdherstellern in die Steuerung

und Programmierung der

Denso-Controller eingebunden

werden. Das ORiN-Netzwerk bietet

damit den Roboterkäufern ein

Höchstmaß an Flexibilität. „Das

stärkt unsere Position gegenüber

den Kunden, denn sie wissen, dass

sie im Zweifelsfall eine ganze Produktionsanlage

mit verschiedensten

Aufgaben mit unseren Robotern

bestücken können“, betont

Steffen Wissel, Europa-Vertrieb

bei Denso Robotics.

Grundsätzlich gilt: Die Arbeitsleistung

eines Roboters wird entscheidend

von der Steuerung beeinflusst.

Letztlich ist es die Steuerung,

die vorgibt, wie der Roboter

und in welcher Geschwindigkeit er

arbeitet, dass er an der richtigen

Stelle stoppt oder dass er Gegenstände

zuverlässig findet und bearbeitet.

Für zahlreiche Unternehmen

ist der Platz, den eine Steuerung

einnimmt, inzwischen auch

ein wichtiges Kaufkriterium, denn

jeder eingesparte Quadratmeter

reduziert die Kosten.

Weltweit kleinste Steuerung

in der 3-kW-Klasse

Denso Robotics lässt diese Anforderungen

bei der Entwicklung

seiner Steuerungen und Roboter

gleich mit einfließen. Der RC8

Controller ist die weltweit kleinste

Steuerung in der 3-kW-Klasse –

bis zu 60 % kleiner als die bisherigen

Modelle mit einer Höhe von

94 mm und einer Grundfläche

von nur 456 x 298 mm, was in etwa

der Größe eines DIN-A3-Blattes

entspricht.

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Die neuartige, ultraschnelle Vierachs-Kinematik des

TP80 Fast Pickers ermöglicht Spitzenwerte weit

über 200 Picks pro Minute und erfüllt beim exakten

Positionieren härteste Taktzeitkriterien bei gewohnt

hoher Stäubli Performance.

Hohe Präzision und Wiederholgenauigkeit, schnelle

Integration durch unkomplizierte Wandmontage

und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis

machen den neuen Fast Picker für ultraschnelle

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ist in der Schweiz und anderen Ländern registriert. © Stäubli, 2013


22 · Roboter, Montage- und Handhabungstechnik · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

Automation

Flexible Fertigung erhöht die Erträge

Stephan H. Gursky, Produktion Nr. 16, 2013

Automatisierte Abläufe in der Produktion sichern auch in einer Gießerei

die Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb hat Druckguss Westfalen seine

Gießereihalle nicht nur erweitert, sondern mit modernster Robotertechnik

auf den neuesten Stand gebracht.

Geseke/Obernburg (ki). Mit dem

Audit zur ISO/TS 16949 Zertifizierung

zog ein prozessorientiertes

Denken bei Druckguss Westfalen

ein. Da solche Prozesse möglichst

schnell und zuverlässig ablaufen

müssen, war die Folge eine Erweiterung

der vorhandenen Gießereihalle

um 20 %. Es wurden 3,5 Mio

Euro in Gebäuden und 5,5 Mio

Euro in neue Maschinen und Automationstechnik

investiert. Prozessorientierung

und steigende

Gussteil-Stückzahlen mit rund 700

unterschiedlichen Formen sorgten

für ein Umdenken.

Energie ist ein entscheidendes

Thema in der Gießerei, gilt es

doch, Alu bei gut 700 °C zu verarbeiten.

So wurde als Erstes ein

neuer zentraler Schmelzofen angeschafft,

der erheblich Energie

spart. Im nächsten Schritt wurden

– und werden – Anlagen anders

angeordnet, um die Abläufe zu

optimieren und Stückzahlen wei-

ter steigern zu können. „Ziel ist es,

stets zwei Gießmaschinen gegenüber

aufzustellen, die dann eine

Automationseinheit bilden“, so

Steffen Druselmann, Gießereileiter

bei Druckguss Westfalen. Hier

kommt die Automationstechnik

von Reis Robotics ins Spiel. Mit

neuen Gießzellen, der gesteigerten

Qualität und einem durchgängigen

Sauberkeitskonzept sowie

speziellen Gleitschleif- und

Waschanlagen ist Druckguss Westfalen

heute in der Lage, höherwertige

Produkte herzustellen.

Intelligentes System steuert

gesamte Roboter-Peripherie

Möglich wurde dies insbesondere

durch die innovative Zellenvisualisierung

von Reis Robotics. Im

Gießprozess ist der Roboter von

Reis durch seine Intelligenz ein

führendes System. Er weiß, in welchem

Zustand sich alle anderen

Bei der automatischen Druckgusszelle mit Reis-Peripherie sind alle Geräte der

Zelle sicht- und steuerbar.

Bild: Reis Robotics

Die Druckgusszelle mit der Zellenvisualisierung Reis-CASTvisual erfordert nur eine einmalige Programmierung. Für

alle weiteren Gießzellen kann die Einrichtung übernommen werden.

Bild: Reis Robotics

Peripheriegeräte befinden. So

wertet die SPS der Steuerung alle

Signale über den Produktionsfortschritt

aus. Sensoren und Geräte

sind mit ihren Standorten in einer

grafischen Darstellung der Gießzelle

entsprechend visualisiert.

Die sehr einfach zu bedienende,

grafische Oberfläche des Touch-

Screens zeigt dem Werker auf einen

Blick die Störungsstelle. Alle

Geräte der Zelle sind sichtbar, von

der Gießmaschine /-peripherie

über Entnahmeroboter, Gießteilkontrolle

und Tauchkühlbecken

bis zur Entgratpresse sowie den

Flexible Fertigung sorgt

für bessere Erträge

Not-Aus-Tastern und Sicherheitseinrichtungen.

Durch die Softwarelösung

wird der Mitarbeiter

in die Lage versetzt, den Fehler

ohne Suchen und zeitraubende

Wege schnell beheben und den

Prozess wieder in Betrieb setzen

zu können. Rolf Cramer ergänzt:

„Wir konnten allein dadurch die

Stillstandszeiten erheblich verkürzen,

denn zuvor musste der

Mitarbeiter die gesamte Zelle umrunden,

um den Fehler zu lokalisieren.

Und genau diese Erleichterung

macht es möglich, nun zwei

Zellen von einer zentralen Stelle

aus durch nur einen Gießer zu

überwachen – auch dies macht die

Anordnung vis-à-vis sinnvoll.“

Die Anzahl der Geräte in einer

standardisierten Gießzelle ist

meist gleich. Dadurch kann die

Visualisierungssoftware nach der

ersten Einrichtung auf Basis der

Gegebenheiten beim Kunden

leicht in weitere Gießzellen übertragen

werden, ohne dass eine

zusätzliche Programmierung erforderlich

wäre. Das spart Kosten

ebenso wie die Tatsache, dass die

Software von Reis nur ein einziges

Mal lizenziert werden muss. Optional

können die Zellen und die

Infos, die sie liefern, vernetzt werden.

Auf diese Weise lässt sich das

System von unten nach oben in ein

übergelagertes Leitsystem integrieren.

Informationen für die Arbeitsvorbereitung

sowie kaufmännische

Informationen lassen

sich dann leicht in Relation setzen.

Details der neuen

Standard-Gießzelle

▶▶

Kern der Automation: 6-Achs-

Reis-Entnahmeroboter mit

integrierter Zellensteuerung

und 3-Backen-Drehgreifer

▶▶

Gießteilkontrolle mit Sensorverwaltung

am Roboter-Programmierhandgerät

▶▶

Tauchkühlbecken für aktives

Kühlen

▶▶

Reis-Schnellentgratpresse SEP

Dialog III

▶▶

Zellenvisualisierung: Reis-CASTvisual

▶▶

Programmierung: Reis-Deluxe-

Paket

Die neuen Gießzellen arbeiten

nicht nur schneller, sondern auch

mit weniger und kürzeren Unterbrechungen.

Dies spart zusätzlich

Energie, denn auch im Leerlauf

nehmen die meisten Geräte Energie

auf. Weiter geht es mit einer thermostatischen

Regelung des Kreislaufwassers

der Tauchkühlbecken. Der

Roboter aktiviert hier zusätzlich eine

Lufteinblasung, die das Wasser

Neue Gießzellen senken

Betriebskosten immens

sprudeln lässt, was den Kühlprozess

zusätzlich verkürzt. Alle Hydraulikund

Vakuumpumpen (für die Gießteilfixierung

beim Entgraten) werden

darüber hinaus nach einer definierten

Stillstandszeit ausgeschaltet.

Neue, leistungsstarke Heizkühlgeräte

werden ebenfalls aktiv gesteuert.

Sogar beim Trennmittel für

die Gussformen wurden getrennte

Kreisläufe realisiert, denn zuvor

konnte eine individuelle Sprühmenge

für die feste und bewegliche

Seite nicht individuell gesteuert

werden – das Sprühmittel ist ebenfalls

ein Kostenfaktor.

Die neuen Gießzellen sind so

flexibel aufgebaut, dass sich beinahe

jedes Produkt auf jeder Anlage

herstellen lässt. Schnellspannsysteme

ermöglichen eine kurzfristige

Umrüstung. In den Robotersteuerungen

von Reis Robotics sind alle

Produkte bemustert und gespeichert.

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macht mit geringem Aufwand

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18. April 2013 · Nr. 16 · Produktion · Roboter, Montage- und Handhabungstechnik · 23

Automatisierung

Platzsparender Pick&Place-Roboter

Produktion Nr. 16, 2013

Kawasaki Robotics hat einen platzsparenden Roboter YS002N gebaut,

der annähernd die gleiche Leistung bringt wie sein großer Bruder. Platz

sparen bedeutet auch hier bares Geld sparen.

Neuss (ki). Der Arbeitsbereich

wurde im Vergleich zum YF003N

halbiert und beträgt 600 mm im

Durchmesser bei einem maximalen

Hub von 200 mm. Seine Traglast

beträgt maximal 2 kg. Dabei

kommt das kompakte Aluminium-

druckgussgehäuse mit seinen federleichten

Karbonarmen und der

im Flansch integrierten vierten

Achse auf gerade mal 60 kg Eigengewicht.

Die maximale Pick Geschwindigkeit

liegt allerdings noch

über der des großen Bruders, bei

beachtlichen 200 Picks pro Minute

(ohne Greifzeiten) und das bei einer

vergleichsweise sehr hohen

Genauigkeit von +- 0,04 mm.

Dieser Roboter birgt damit neue

Möglichkeiten für innovative und

platzsparende Zellenkonzepte und

erreicht neue Segmente im Bereich

der Pick&Place-Anwendungen.

Der YS002N ist nicht nur im klassischen

Pick&Place-Bereich, wie z.B.

dem Lebensmittel- oder Verpackungsbereich

einsetzbar. Er zielt,

Der YS002N ist ein besonders kompakt

gebauter Pick&Place-Roboter

mit beachtlichen Leistungsdaten.


Bild: Kawasaki Robotics

bedingt durch seine kompakte

Bauweise, die hohe Geschwindigkeit

und Genauigkeit, auch auf

schnelle Bestückungs- oder Mon-

Die technischen Daten

auf einen Blick:

▶▶

Anzahl der Achsen: 4

▶▶

Arbeitsbereich max.: Durchmesser

600 mm / Hub 200 mm

▶▶

Traglast max.: 2 kg

▶▶

Positionswiederholgenauigkeit:

+- 0,04 mm / +- 0,01°

▶▶

Maximale Leistung pro Minute:

200 Picks bei 0,5kg / 166 Picks

bei 2kg

tageprozesse ab und ist eine echte

Alternative zu herkömmlichen Lösungen

in Leistung und Preis.

www.kawasakirobot.de

Hohlarmroboter

trägt 15 kg

Produktion Nr. 16, 2013

Das Portfolio von OTC Daihen Europe

wurde durch einen weiteren

Hohlarmroboter erweitert. Der

FD-B15 besitzt eine zentrale Kabelführung

für Schweißaufgaben.

Mönchengldbach (ki). Der FD-

B15 mit einer Tragkraft von 15 kg

ist nun in der Lage, Peripheriebauteile

wie Sonderbrennersysteme,

Zusatzadaptierungen oder

optische Sensorik aufzunehmen.

Der Roboter deckt damit auch die

obere Gewichtsklasse zum Lichtbogenschweißen

ab und zieht mit

den benutzerfreundlichen Eigenschaften

und dem geringen Energieverbrauch

der anderen FD-

Roboter gleich. Auch hier wird die

Wiederholgenauigkeit von 0,08 m

selbst dann eingehalten, wenn

sich ein Gelenk mit 600°/s in einer

Bewegung gleich mehr als einmal

um die eigene Achse dreht.

Höhere Gewichtsklasse

zum Lichtbogenschweißen

In seiner ergonomischen Form

sind die Übergänge der äußeren

Geometrie auffällig fließend. Für

den FD-B15 gilt wie für alle anderen

Modelle dieser OTC-Klasse,

dass die Medienzuführung (Signal-,

Wasser-, Luft- und Gaszufuhrleitungen)

von vornherein seitlich

beziehungsweise im Roboterarm

integriert ist.

Raumübergreifende Kabelstränge

fallen im hinteren Gelenkbereich

weg. Die Gesamtstörkontur

des Roboters wird dadurch wesentlich

verringert.

www.otc-daihen.de

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Der neue Schweißroboter FD-B15 von

OTC stellt eine sinnvolle Ergänzung

der FD-Serie dar. Bild: OTC Daihen Europe

KUKA Roboter GmbH Global Sales Center, Hery-Park 3000, 86368 Gersthofen, Tel: + 49 821-4533-0, info@kuka-roboter.de, www.kuka-robotics.com


24 · Roboter, Montage- und Handhabungstechnik · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

Automatisierung

Feinarbeit mit High-Speed kombiniert

Produktion Nr. 16, 2013

Die Fertigung von rund 200 000 Parkdistanzsensoren täglich gehört

zu den anspruchsvollen Automatisierungsaufgaben. Insbesondere die

Montage der Kontaktpins samt integrierter Qualitätssicherung erfordert

ein Höchstmaß an Präzision unter sportlichen Taktzeitvorgaben.

Bayreuth (ki). Bei der Herstellung

der Sensoren, die im späteren Einsatz

unter allen Witterungsbedingungen

zuverlässig ihren Dienst

versehen müssen, dominieren hohe

Qualitätsmaßstäbe und mindestens

ebenso hohe Anforderungen

an Output und Präzision. Kein

Wunder, dass es zur Vollautomation

keine wirtschaftliche Fertigungsalternative

gibt.

Eine besonders diffizile Aufgabenstellung

im Herstellprozess ist

die Montage der äußerst feinen

Kontaktpins in das Spritzgussgehäuse

der Sensoren. Eine Applikation,

die auch die Experten für

hochwertige Prüf- und Automatisierungstechnik

der Kutzschbach

Electronic bei der Konzeption der

Montageanlagen forderte. „In unseren

Anlagen, die die Konfektionierung

der Sensorgehäuse mit

den Kontaktpins vornehmen,

steckt jede Menge Know-how“, er-

klärt Walter Wüst, Leiter der Softwareentwicklung

bei Kutzschbach.

„Die besondere Herausforderung

bestand darin, eine Präzisionsmontage

der Pins im Toleranzbereich

von einem Zehntelmillimeter

mit einem Sechsachsroboter zu

realisieren und dabei gleichzeitig

den enormen Taktzeitvorgaben

standzuhalten.“

Roboter: Präzision und

High-Speed sind gefragt

Derzeit läuft ein rundes Dutzend

unterschiedlicher Sensorvarianten

über die knapp zwanzig

Kutzschbach-Anlagen, die mit nahezu

identischem Layout an Produktionsstandorten

in Deutschland,

Europa und in aller Welt im

Einsatz sind. Die Montage erfolgt

nach einem immer gleichen Ablauf.

Die Sensorgehäuse erreichen

die Anlage auf Werkstückträgern

über ein Transfersystem. Eine Lineareinheit

übernimmt die Zuführung

der Piezo-Sensorgehäuse und

deren Positionierung auf dem

Rundteller. An der ersten Station

steht eine reine Qualitätsprüfung

an, bei der das Piezoelement einer

Widerstands- und Kapazitätsmessung

unterzogen wird.

Die nächste Station bildet das

eigentliche Highlight der Anlage.

Hier steht die hochgenaue Positionierung

der hauchdünnen Pins

innerhalb des Sensorgehäuses auf

dem Programm, die ein Sechsachs-

Roboter im High-Speed-Modus

übernimmt. Die Aufgabe des Roboters

ist vergleichbar mit dem ul-

Ein Stäubli

TX60 übernimmt

die

Präzisionsmontage

der Pins

im Toleranzbereich

von

einem Zehntelmillimeter.

Bild: Stäubli

traschnellen Einfädeln eines Fadens

in ein Nadelöhr und das über

10 000 Mal am Tag mit immer der

gleichen Präzision.

Das Anforderungsprofil für die

Wahl des Roboters ist damit klar

definiert. Gesucht war ein Sechsachser

mit überragender Performance

hinsichtlich Geschwindigkeit

und Präzision. Darüber hinaus

sollte die Maschine aufgrund des

platzoptimierten Anlagenlayouts

kompakt bauen und zuverlässig im

Drei-Schicht-Betrieb arbeiten.

Der Blick auf die Station zeigt, was

Sache ist. Der TX60 holt einen von

insgesamt zwei Kontaktpins direkt

von einer angekoppelten Stanzsta-

tion ab – dabei ist die Aufnahme des

Pins mit dem filigranen Miniaturgreifer

bereits ein diffiziler Vorgang.

Maximale Präzision ist dann beim

Einsetzen des Kontaktpins in das

Sensorgehäuse gefordert. In dem

dünnwandigen Spritzgussteil sitzt

eine mit bloßem Auge kaum wahrnehmbare

Führung, in der der

Sechsachser den Pin sicher, schnell

und lagerichtig positioniert. Um die

Montage abzuschließen, holt die

Stäubli-Maschine den zweiten Pin

und wiederholt den Vorgang.

„Um auf einen Output von deutlich

über 10 000 Einheiten am Tag

zu kommen, mussten wir für diese

sensible Präzisionsmontage eine

Taktzeit von rund fünf Sekunden

erreichen“, so Wüst. Nach erfolgreicher

Robotermontage taktet

der Rundteller weiter zu einer

Hydraulikstation, an der die Pins

in ihre Endposition gedrückt werden

– ein Vorgang, den der Roboter

mit seinem filigranen Miniaturgreifer

aufgrund der erforderlichen

Kräfte nicht ausführen kann.

Der letzte Arbeitsschritt in der

Rundtelleranlage besteht aus der

Kontaktierung der Pins mit Hilfe

des Laserlötens.

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Ersetzt sogar Duo-Achsen in Handlingsystemen

und 2D/3D-Portalen: die elektrische Linearachse

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Messsysteme

Macht Robotern

das Leben leichter

Kathrin irmer

Produktion Nr. 16, 2013

Das modulare Messsystem

MoveInspect kann große Objekte

in Fertigungslinien vermessen.

Damit können Roboter autonom

und genau Teile einbauen.

Braunschweig. Roboter, die eigenständig

Bauteile aufnehmen

und sie beispielsweise in ein Fahrzeug

einbauen, sind in modernen

Fertigungsanlagen längst Realität.

Die empfindlichen Bauteile müssen

auf maßgefertigte Ladungsträger

exakt positioniert sein, damit

der Roboter sie problemlos entnehmen

kann. Bei der Herstellung

müssen die Ladungsträger daher

millimetergenau vermessen und

zusammengebaut werden, um eine

störungsfreie Fertigungslinie zu

garantieren.

Das optische Messsystem Move-

Inspect HR von Aicon vermisst die

teilweise über 4 Meter großen Ladungsträger

genau, sicher und

schnell. Mit herkömmlichen Messarmen

dagegen sind Objekte dieser

Das optische Messsystem MoveInspect

HR vermisst große Ladungsträger

genau, sicher und schnell.

Bild: Aicon 3D Systems

Größe nur sehr aufwändig zu messen,

da die Arme während der

Prozedur mehrfach neu positioniert

werden müssen. MoveInspect

hat sich bereits in der Produktionsumgebung

mit Staub, Vibrationen

und ähnlichem praktisch

bewährt, bei gleichbleibend hoher

Prozesssicherheit. Die Messung

nimmt nur wenig Zeit in Anspruch,

und es wird weniger Ausschuss

produziert. Das spart Kosten.

MoveInspect HR ist flexibel einsetzbar

und dabei höchst zuverlässig.

Mobile und stationäre Messungen

sind möglich. Beim mobilen

Einsatz wird der Ladungsträger mit

der MI.Probe vor Ort gemessen. Bei

einer stationären Messung wird

das System in einen Messplatz integriert.

Bei beiden Konfigurationen

werden die relevanten Punkte

mit den Solldaten verglichen. Mögliche

Abweichungen werden angezeigt

und können direkt online

korrigiert werden.

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18. April 2013 · Nr. 16 · Produktion · Praxis · 25

Werkzeugspanntechnik

Erfolgreiche Suche nach dem Mikrometer

Produktion Nr. 16, 2013

Um eine dauerhaft hohe Prozessstabilität und präzise Fertigungsergebnisse

zu erzielen, hat die Uhrenmanufaktur Nomos Glashütte auf zuverlässige

Spanntechnik der Schunk GmbH, Lauffen/Neckar, umgestellt.

Lauffen/Neckar (rm). Bei feinsten

Schneidendurchmessern und

Toleranzen von wenigen Mikrometern

stoßen die meisten Werkzeugspannsysteme

an Grenzen. Kleinste

Verschmutzungen, Ungenauigkeiten

bei der Werkzeugeinstellung

und eine im Laufe der Zeit

nachlassende Rundlaufgenauigkeit

können den gesamten Fertigungsprozess

ausbremsen. Dies

wollte die Uhrenmanufaktur Nomos

Glashütte vermeiden.

Bei der dortigen Uhrenfertigung

stehen Schönheit, Handwerkskunst

und hochwertige Materialien

im Vordergrund. Entsprechend

hoch sind die Ansprüche der Fertigung,

denn Glashütte zählt zu den

weltweit knapp 20 Manufakturen,

die ihre hochwertigen mechanischen

Uhrwerke selbst bauen. Dabei

ist die Fertigungstiefe enorm:

Nur wenige Teile, beispielsweise

die Lagersteine, bezieht das Unternehmen

von Dritten. Alles andere

wird in der eigenen CNC-Bearbeitung

und in den eigenen Werkstätten

der Manufaktur gefertigt.

Dabei sind die Anforderungen

hoch. Beispielsweise auf einer einzigen

Werkplatine müssen bis zu 60

unterschiedliche Höhen präzise

bearbeitet werden. Hinzu kommen

dutzende Bohrungen. Toleranzen

von gerade einmal 0,004 mm verzeihen

keine Fehler. Um solche

Werte prozesssicher zu erzielen,

Spannspezialisten

Zusätzlich zu den Standardschnittstellen

gibt es die Polygonspanntechnik

Tribos von Schunk auch für weitere

kleine, hochdynamische Bearbeitungszentren.

So gibt es von der Alfred

Jäger GmbH Aufnahmen mit den

Schnittstellen WK 16 und 19 für den

Einsatz an Jäger Hochfrequenzspindeln.

Für Bearbeitungszentren von

Röders oder Makino gibt es Tribos in

müssen Spindel, Werkzeughalter

und Werkzeug exakt aufeinander

abgestimmt sein. Gerade die letzten

0,001 bis 0,002 mm sind zum

Teil eine echte Herausforderung.

Da es beim Einsatz von Präzisionsspannzangen

in der Vergangenheit

immer wieder Probleme

gab, nutzte Glashütte die Investition

in ein Ultrapräzisions-Bearbeitungszentrum

Kern Evo mit HSK-

25-Schnittstelle, um auf die Polygonspanntechnik

Tribos von

Schunk umzusteigen. Vorausgegangen

waren umfangreiche Tests

mit dem Spannsystem. Insbesondere

beim Einsatz von Kanonenbohrern

konnte dessen hohe

Rundlaufgenauigkeit punkten, so

Glashütte. Da bei Kanonenbohrern

nur eine Verschleißstelle existiert,

ist eine exakte Zentrizität besonders

wichtig. Mit dem Werkzeughaltersystem

lassen sich

kleinste Toleranzen einhalten.

Es werden nun auch kleinste

Toleranzen eingehalten

einer vollständig abgedichteten Version

mit Kegelgeometrie. Um zu verhindern,

dass Späne oder Schleifstaub

in die Spindel eindringen, sind

bei diesen Aufnahmen die Schlitze an

der Vorderseite vulkanisiert und die

Kühlmittelöffnung an der Rückseite

verharzt. Auch auf HSC-Bearbeitungszentren

anderer Hersteller wird Tribos

eingesetzt.

Mit der Spannfutter-Variante Tribos-RM und einem 0,6 mm-Fräser lassen sich

die Abdeckplatten für das Kaliber Xi präzise bearbeiten. Bild: Schunk GmbH & Co. KG

Neben dem Kern-Bearbeitungszentrum

wird es mittlerweile auf

mehreren Willemin-Macodel W-

401S zum Bohren und Fräsen eingesetzt.

Bearbeitet werden hauptsächlich

Messing sowie Stahl CK

75. Der kleinste Schneidendurchmesser

liegt bei 0,4 mm. Eine der

größten Herausforderungen besteht

darin, Werkplatten zunächst

beidseitig zu bearbeiten und dann

radial beispielsweise mit einer Aufzugswellenbohrung

zu versehen.

Ähnlich anspruchsvoll sind Bohrungen

für Lagersteine, bei denen

die Lagetoleranzen bei 0,005 mm

liegen, bezogen auf die Position der

Bohrung sowohl auf der Vorder- als

auch auf der Rückseite.

Angesichts solcher Vorgaben ist

die Rundlaufgenauigkeit der Werkzeughalter

besonders wichtig. Die

hohe Genauigkeit zahlt sich zum

einen bei den Werkstücken, zum

anderen bei den Standzeiten der

Werkzeuge aus. Denn da die Werkstücke

sehr gratanfällig sind, ist der

Werkzeugverschleiß immer ein

kritischer Punkt. Der sehr gute

Rundlauf und die Schwingungsdämpfung

der Polygonspannfutter

überzeugten Glashütte auch hier.

Mit einer Rundlauf- und Wiederholgenauigkeit

< 0,003 mm bei

einer Ausspannlänge von 2,5 x D

und einer Wuchtgüte G 2.5 bei

25 000 min -1 erfüllt die Polygonspanntechnik

hohe Anforderungen.

Im Gegensatz zu mehrteiligen

Werkzeughaltern kommt das

Spannsystem ohne bewegliche

Teile aus. Damit sinkt die Gefahr,

dass sich kleinste Späne in der

Aufnahme festsetzen und deren

Wuchtgüte negativ beeinflussen,

betont Schunk. Zudem ist der Reinigungsaufwand

merklich geringer

als bei anderen Spanntechniken.

Dass Tribos eine nahezu

wartungs- und verschleißfreie

Spannung bewirkt, belegen Dauertests:

Selbst bei tausendfach

wiederholten Spannvorgängen

tritt keine Materialermüdung auf.

Andere Spannsysteme büßen hingegen

im Laufe der Zeit an Rundlaufgenauigkeit

ein. Insbesondere

diese hohe Prozessstabilität war

für Glashütte ein wesentliches

Kanonenbohrer lassen sich

exakt ausrichten

Entscheidungskriterium. Die

HSC-tauglichen Präzisionswerkzeughalter

sind für alle Werkzeugschäfte

in h6-Qualität geeignet

und mit bis zu 205 000 min -1 getestet.

Sie bewirken laut Glashütte

brillante Oberflächen, lange

Standzeiten der Werkzeuge und

hohe Zerspanleistungen. In der

Uhrenindustrie und in anderen

Bereichen der Feinwerktechnik

werden drei Versionen der Polygonspannfutter

eingesetzt, nämlich

die Varianten Mini, S und RM.

Die Ersteren sind vor allem wegen

ihrer schlanken Störkontur

und ihrer günstigen Bohreigenschaften

gefragt. Wegen der gerin-

gen Masse ermöglichen sie hohe

Vorschubgeschwindigkeiten. Mit

den Typen Mini lassen sich Schaftdurchmesser

ab 0,3 mm prozesssicher

spannen, die Variante RM ist

für die präzise Volumenzerspanung

im Drehzahlbereich bis

80 000 min -1 prädestiniert.

Der kompakte Werkzeughalter

hat dafür eine hohe Radialsteifigkeit,

mit der sich die Möglichkeiten

moderner HSC-Bearbeitungszentren

in vollem Umfang nutzen lassen.

Seine Spannkräfte unterstützen

laut Schunk bei einer hohen

Rundlaufgenauigkeit eine große

Zerspanleistung. Die fachwerkartige

Bauweise dämpft zudem

Schwingungen und bewirkt so

lange Werkzeugstandzeiten. Zusätzlich

zu den bereits vorhandenen

Schnittstellen HSK-A 25, -A 32,

-A 40, -E 25, -E 32, -E 40 werden die

Aufnahmen demnächst auch für

HSK-E 20, HSK-F 32 sowie für BT 30

und SK 30 zu haben sein.

Um flexibel alle Werkzeugaufnahmen

mit nur einem Peripheriegerät

bestücken zu können, nutzt

Glashütte die handbetätigte

Spannvorrichtung Tribos SVP-2.

Alternativ stehen flexibel einsetzbare,

hydraulisch betätigte Spannvorrichtungen

sowie die kompakten

Typen SVP-Mini und SVP-RM

zur Wahl, bei denen der für den

Werkzeugwechsel erforderliche

Druck bereits fest eingestellt ist.

Unabhängig von der Version der

Spannvorrichtung ist der Werkzeugwechsel

innerhalb weniger

Sekunden erledigt. Die Bedienung

und Handhabung der Polygonspanntechnik

ist laut Glashütte

einfach. So lassen sich die Werkzeuge

exakt einstellen, was gerade

bei Kanonenbohrern wichtig ist.

Während die Einstellung bei

Spannzangen nicht prozesssicher

gelang, können die Uhrenhersteller

mit Tribos noch vor dem ersten

Span sicher sein, dass die Schneide

exakt arbeitet. Denn die Polygonspannfutter

längen sich nicht und

halten ihre Radialposition.

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Für das Handhaben sehr schwerer Formkästen setzt die Eisengießerei

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Siegen (rm). Die thüringische

Meuselwitz Guss stellt mit modernen

Gießereianlagen Gussteile im

Furanharz-Formverfahren bis 85 t

Stückgewicht her, unter anderem

für Windkraftanlagen und den Maschinenbau.

Die riesigen gefüllten

Formkästen müssen im Bearbeitungsprozess

einmal um die eigene

Achse gedreht werden.

Dazu wird der Formkasten von

zwei Antriebsketten umschlungen,

die besonders verschleißarm

und hitzeunempfindlich sind. Die

Ketten sind in den Antriebseinheiten

des Lastwendegeräts eingelegt.

Das Gerät selbst wird – je

nach Anwendungsfall – von einem

oder zwei Brückenkranen

aufgenommen. Wird es nur mit

einem Brückenkran betrieben,

bewirkt ein Schwerpunktausgleich,

dass die Last stets waagerecht

hängt.

Jetzt kann der Kasten gedreht

werden. Dies wird von nur einer

Person mittels Funkfernsteuerung

aus sicherer Entfernung gesteuert.

Sichere Wende

Für das Handhaben bis zu 85 t

schwerer Formkästen setzt Meuselwitz

Guss auf ein Lastwendegerät

Rotomax von Vetter:

▶▶

Tragfähigkeit bis 125 t

▶▶

Robuste Antriebsketten

▶▶

Schnellere Abläufe

▶▶

Sicherer Betrieb

Die Tragfähigkeit des Lastwendegeräts

beträgt 125 t, ausgelegt ist es

für Ausnahmelasten bis 135 t. Damit

ist es das leistungsstärkste und

größte jemals gebaute, so Vetter.

Bei Meuselwitz Guss setzt man

schon seit einigen Jahren auf Lastwendegeräte

von Vetter. Denn man

ist nach eigenem Bekunden mit

dieser Lösung sehr zufrieden, weil

sie einen ganz großen Beitrag zur

Arbeitssicherheit leistet und die

Abläufe zusätzlich schneller und

effizienter macht.

Auch die Berufsgenossenschaften

empfehlen wegen immer wiederkehrender,

oft auch schwerer

Unfälle bei unsachgemäßen Drehmanövern

den Einsatz von entsprechend

sicheren Lastwendegeräten

beim Handhaben schwerer

Teile.

www.vetter.eu

Effizienz-Navi

Preis

Material

Energie

Service

Handhabung Zeit

Lebensdauer

Kosten senken mit Produktion

Das Lastwendegerät Rotomax beschleunigt

das Handhaben schwerer

Formkästen und macht es sicherer.


Bild: Vetter Krantechnik GmbH


26 · Energie-Effizienz · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

Energie-Spar-Tipp

KWK: Optimiert für den kleinen Wärmebedarf

Produktion Nr. 16, 2013

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit Mikro-Gasturbinen ist auch für

Unternehmen mit einem geringeren Bedarf an Prozesswärme interessant

– wenn die Anlage bedarfsgerecht angepasst ist.

Husum (mn). In nahezu allen Produktionsprozessen

wird Prozesswärme

benötigt. Diese lässt sich

besonders energieeffizient durch

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugen,

da gleichzeitig Strom und

Nutzwärme entstehen. „Vor allem

Unternehmen mit einem hohen

und kontinuierlichen Bedarf an

Prozesswärme, wie zum Beispiel in

der Papier-, Lebensmittel- oder

Chemieindustrie haben einen

enormen Vorteil von dem Einsatz

einer KWK-Anlage“, erklärt Dietmar

Cordts von der Husumer TIG

Group. TIG berät Unternehmen,

die KWK einsetzen wollen.

Betreiber von KWK-Anlagen

profitieren finanziell und betrieblich:

So kann die elektrische Energie

aus der Eigenerzeugung externen

Strombezug ersetzen oder sichert

die Stromversorgung der

Produktionsanlagen gegen Ausfall

der externen Netzversorgung.

Gleichzeitg wird die Stromerzeugung

in KWK-Anlagen entsprechend

des KWK-Gesetzes gefördert.

„Aber nicht nur große Unternehmen

können KWK-Anlagen einsetzen.

Mit der technologischen Entwicklung

der Mikro-Kraft-Wärme-

Kopplung genießen auch Indust-

rieunternehmen mit vergleichsweise

geringem Bedarf an Prozesswärme

Vorteile durch Einsatz dieser

Technologie“, betont Cordts.

Mikro-Gasturbinen zeichnen sich

durch eine hohe Lebensdauer und

geringe Wartungskosten aus.

Die Lebensdauer einer Mikro-

Gasturbine liegt bei circa 40 000

Betriebsstunden. Durch eine einmalige

Revision kann sie auf insgesamt

80 000 h verlängert werden.

Das elektrische Leistungsspektrum

der Turbine reicht von 30 kW

bis 200 kW. Durch Kombination

mehrerer Turbinen kann eine elektrische

Leistung von insgesamt

1 000 kW erreicht werden. Je nach

Baugröße liegt der elektrische Wirkungsgrad

zwischen 29 und 33 %,

Hohe Lebensdauer und

geringe Wartungskosten

womit circa 65 bis 69 % der Primärenergie

zur Erzeugung von Prozesswärme

zur Verfügung stehen.

Im Gegensatz zu Gasmotoren

liegt die Abwärme der Mikrogasturbine

nahezu vollständig als Abgas

vor und kann in Kombination

mit einer auf die Mikrogasturbine

abgestimmten Zusatzfeuerung zur

Der Wasserrohrkessel für die Hallenbeheizung nutzt die Abwärme einer Mikro-KWK-Anlage,

die gleichzeitig Strom und Prozesswärme erzeugt. Bild: TIG

Erzeugung von Hochtemperaturwärme

wie Prozessdampf genutzt

werden. Als Primärenergie wird

zumeist Erdgas eingesetzt, aber

auch die Verwendung von Biogas

oder Diesel ist möglich.

„Wichtig für einen optimalen

ökologischen und ökonomischen

Nutzen ist die Anpassung von Mikrogasturbine

und Zusatzfeuerung

auf die Kesselanlage und deren

Betriebsverhalten. Eine sorgfältige

Ermittlung der Betriebsverhältnisse

ist daher als Basis für die richtige

Auswahl und Auslegung der eingesetzten

Komponenten unerlässlich“,

betont Cordts.

Mikro-KWK kann an Wärmeerzeugern

mit Dampf, Heißwasser

oder Thermalöl als Wärmeträger

eingesetzt werden. Auch die Kopplung

der Mikro-Gasturbine mit

einer Trocknungsanlage ist denkbar.

Weitere Vorteile bringt eine

erweiterte Abwärmenutzung beispielsweise

durch die Übertragung

der Abwärme der Kesselanlage auf

Brauchwasser oder Kesselspeisewasser.

Wichtig für den kommerziellen

Erfolg des Vorhabens sei dabei

weniger eine Optimierung des

Investitionsvolumens, so Cordts,

sondern die Anpassung der KWK-

Anlage an den Wärmeerzeuger.

Aufgrund der gesetzlichen Zuschüsse

lohnen sich in den meisten

Fällen sogar Modernisierungen

bestehender Anlagen. „Viele Unternehmen

müssen hierzu lediglich

ihre vorhandene Kesselanlage

umrüsten. Eine Mikrogasturbine

mit Zusatzfeuerung wird ergänzt,

um Kraft-Wärme-Kopplung einzusetzen“,

stellt Cordts fest.

Durch Änderung der Zufeuerungsleistung

kann die Wärmeerzeugung

flexibel an den Produktionsprozess

angepasst werden. Zur

Optimierung der Energie-Effizienz

sollte allerdings ein kontinuierlicher

Betrieb im Leistungsbereich

Auch die Modernisierung von

Alt-Anlagen kann sich lohnen

80 bis 100 % angestrebt werden.

Nur in diesem Leistungsbereich

wird der Sauerstoffgehalt des Turbinenabgases

voll ausgenutzt und

der maximal mögliche Anlagenwirkungsgrad

erreicht.

Langfristig gesehen unterstützt

der Einsatz von KWK-Kraftwerken

die Erfüllung der Klimaschutzziele

und wird deshalb vom Gesetzgeber

gefördert. Laut KWK-Gesetz sollen

bis 2020 rund 25 % der Stromversorgung

aus KWK-Anlagen stammen.

Die Betreiber der KWK-Anlagen

erhalten ihre Zuschläge über

zehn Jahre – egal, ob Einspeisung

oder Eigennutzung erfolgt.

www.tig-group.com

Produktionstechnik

Schneller Mantel für PV-Module

Produkt der Woche

Produktion Nr. 16, 2013

Der Markt für Photovoltaik-Module ist heiß umkämpft. Unternehmen

müssen daher Kosten sparen. Etwa mit einem neuen Verfahren: Es

bettet die Zellen mehr als doppelt so schnell in ihre schützende Kunststoffhülle

ein und spart so Zeit und Geld.

Halle (mn). Solarzellen müssen

viel aushalten: Schnee, heiße Sommertage,

Regen und Feuchtigkeit.

Um sie bestmöglich zu schützen,

betten die Hersteller die Zellen in

Kunststoff ein, meistens in Ethylenvinylacetat,

kurz EVA: Im ersten

Schritt laminieren sie die Zellen.

Dazu legen sie eine Folie um die

Zellen und erhitzen diese. Ist der

Kunststoff weich, wird der gesamte

Stapel im Laminator zusammengepresst,

so dass er gut um die

Zellen herumfließt und sie umschließt.

Dabei vulkanisiert der

Kunststoff – das heißt er vernetzt.

Es entsteht eine Art Gummi, der die

Zellen zuverlässig vor mechanischen

und thermischen Belastungen

schützt.

Wissenschaftler

laminieren eine

Solarzelle am

Fraunhofer CSP

in Halle. Ihre Anlage

halbiert die

Zykluszeit des

Prozesses.


Bild: Fraunhofer CSP

Für die Vernetzung wird der Solarzellen-Kunststoff-Stapel

auf bis

zu 150 °C erhitzt; diese hohe Temperatur

gibt den ‚Startschuss‘ für

die Vernetzung. Die Prozesszeiten

für das Vulkanisieren sind allerdings

relativ lang: 20 Minuten oder

länger muss der Zellenstapel im

Laminator bleiben, was die Produktionskosten

in die Höhe treibt.

Diesem Kostendruck können die

Hersteller entgegenwirken, indem

sie den Prozess optimieren oder die

Materialien. Forscher vom Fraunhofer-Center

für Silizium-Photovoltaik

CSP in Halle unterstützen

Hersteller künftig auf der Prozessseite,

gemeinsam mit Kollegen der

Firma Lanxess: „Wir haben den

Laminationsprozess so modifiziert,

dass er statt 20 Minuten nur

etwa sieben bis acht Minuten dauert,

wir konnten also die Dauer des

Gesamtprozesses um mehr als 50

Prozent reduzieren“, sagt Dr. Stefan

Schulze vom CSP. „Damit können

wir im Vergleich zum Standardprozess

in der gleichen Zeit doppelt so

viele Module auf einer Anlage laminieren.“

Als Vorbild diente den Forschern

Drucktinte beim Zeitungsdruck,

die durch eine UV-Lampe in wenigen

Sekunden vulkanisiert. Ähnlich

funktioniert der neue Vernetzer:

Aktiviert durch UV-Strahlung

statt durch hohe Temperaturen

vernetzt er den Kunststoff innerhalb

weniger Sekunden bei gleichbleibender

Qualität.

Solarmodule in weniger als

acht Minuten laminieren

Den UV-Vernetzungsprozess haben

die Forscher vom CSP entwickelt,

Lanxess widmete sich dem

Material. Eine Pilotanlage zur Vernetzung

gibt es bereits am CSP: An

ihr optimieren die Forscher nun

Prozess-Parameter wie die Strahlungsmenge

oder die Vorschubgeschwindigkeit,

mit der die Module

die UV-Lampen passieren. „Der

Prozess ist einsatzbereit“, sagt

Schulze. Hohe Kosten für die Umrüstung

ihrer Produktionsanlagen

brauchen interessierte Hersteller

nicht fürchten: Lediglich eine UV-

Lampe müsste ergänzt werden.

www.fraunhofer.de

Mobiles Energiemanagement

Produktion Nr. 16, 2013

Aachen (mn). Für Unternehmen,

die ihre Energie-Effizienz und die

damit zusammenhängenden Kennzahlen

auf eigene Faust ermitteln

wollen, bietet Kisters mit seiner

Energie-Monitoring-Box ein mobiles

Komplett-System zur Messung

und Auswertung der Stromflüsse.

In der Box befindet sich alles, was

für ein professionelles Energiemangement

benötigt wird: ein Notebook

mit der Kisters-Software Pro-

CoS (vom TÜV Süd zertifiziert) und

BelViS, ein Gateway zur Steuerung

der Zähler und Verbindung zum

Energiedatenmanagementsystem

auf dem Rechner sowie drei Stromzähler.

Letztere lassen sich ohne

umständliche Verkabelung an jeder

beliebigen Stelle im Zählerschrank

einstecken. Die Datenübertragung

Die Energie-Monitoring-Box

von Kisters enthält alles, was

für ein professionelles Energiemanagement

erforderlich ist.


Bild: Kisters

von dort zum Gateway funktioniert

über WLAN. Das Gateway stellt eine

Verbindung zum Notebook her, so

dass der Anwender unmittelbar mit

der Erfassung und Auswertung der

Messdaten beginnen kann. Die Erfassung

erfolgt online und zyklisch.

Die Software erlaubt die Bewertung

der Energiedaten und Ablage in

Prozessdatenarchiven mit Verdichtung

sowie die Grenzwertüberwachungen

und Darstellung von Störzuständen

inklusive Fernalarmierungsfunktionen.

Dazu kommt die

Visualisierung der aktuellen Energiedaten,

die Aufteilung von Zählauf

Kostenstellen über die Rechenwertbildung,

die Auswertung archivierter

Daten sowie der Datenexport

an Abrechnungssysteme oder

in externe Datenbanken.

www.kisters.de





18. April 2013 · Nr. 16 · Produktion · Management · 27

Fabrikplanung

‚Das Auge steuert bei B. Braun die Fabrik‘

Produktion Nr. 16, 2013

Der Medizintechnikhersteller B. Braun Melsungen AG hat eine Zukunftsfabrik

errichtet. Konzipiert wurde diese Fabrik, die sich durch

eine unternehmenseigene Architektur auszeichnet, von Dr. Schönheit +

Partner nach dem Prinzip ‚das Auge steuert die Fabrik‘.

Melsungen (gk). Grund für den

Neubau von B. Braun in Melsungen

waren eine steigende Nachfrage

nach Dialysegeräten und Infusionspumpen

und die Tatsache, dass

die Größe der bisherigen Produktionsstätten

nicht mehr ausreichte.

Wenn eine Fabrik den Belangen

der in ihr arbeitenden Menschen

entsprechen soll, müssen diese

bereits in der Planung Gestaltungseinfluss

auf ihren Arbeitsplatz haben.

Dem Grundsatz folgte das Fabrikplanungsprojekt

‚Avitum Village‘

von Dr. Schönheit + Partner. Der

Mensch soll dabei das Maß aller

Dinge sein und der einzelne Arbeitsplatz

gilt als wichtige Einheit

im Organismus.

Sämtliche Werkbänke und Bürotische

sind standardisiert, höhenverstellbar

und mobil verschiebbar,

womit sich Arbeitsstrukturen

in U-Form (‚U-Shape‘) nach gemeinsam

verabschiedeten Lean-

Prinzipien erstellen lassen. Dadurch

ist die Fertigungsstruktur

flexibel skalierbar. Die Bezeichnung

‚Village‘ beziehungsweise

‚Dorf‘ wurde gewählt, da die Produktionsstätten

sowie das Ausbildungszentrum

durch zentrale

Marktplätze für Menschen und

Materialversorgung verbunden

sind. Sie bilden das Herz der Anlage

und vernetzen durch ihre mühlenartige

Anordnung alle Arbeitsprozesse

in der gesamten Anlage.

Verwaltung, Produktion und

Entwicklung unter einem Dach

Der Marktplatz ‚Mensch‘ bildet den

zentralen Eingangs- und Empfangsbereich,

in dem sich Mitarbeiter

und Besucher treffen. Im

Marktplatz ‚Material‘ laufen alle

Waren und Produktionslinien an

einem Punkt zusammen – eine

Drehscheibe, um den steten Fluss

Die Arbeitsplätze im neuen Werk von B. Braun sind höhenverstellbar

und verschiebbar. Bild: Foto@Markus-Steur.de

von Material und Produktion zu

steuern und so die logistischen

Prozesse zu optimieren.

Verwaltung, Produktion und

Entwicklung wurden unter einem

Dach vereint. So sollen neue Produkte

schneller kreiert und zur

Marktreife gebracht werden. Trainings

von Kunden und Anwendern

finden nun ebenfalls direkt im

Werk statt. Im Zuge der ganzheitlichen

Fabrikplanung wurden die

Anforderungen der Prozesse und

Logistik von innen nach außen in

die Struktur und Gestalt einer wirtschaftlichen,

flexiblen und wandlungsfähigen

Fabrik überführt.

Das kompakte Gesamtkonzept

im Inneren der Fabrik setzt sich im

baulich aufgelockerten Erscheinungsbild

nach außen fort: Die

Architektur ist ein Ausdruck der

B.-Braun-Unternehmenskultur.

Charakteristische Elemente sind

viel Glas, viel Licht und viel Sichtbeton.

Die unternehmenskonforme

Fassadengestaltung stellt sicher,

dass sich das ‚Avitum Village‘

mit der Gesamtanlage ‚Stadt der

Industrie‘ - der Unternehmenszen-

Das ‚Avitum Village‘ fügt sich mit der Gesamtanlage der

Zentrale von B. Braun zusammen. Bild: Foto@Markus-Steur.de

trale von B. Braun - einheitlich zusammenfügt.

Das neue Werk bettet

sich zugleich in das landschaftlich

eindrucksvolle Fulda-Tal ein.

„Unsere neue Fabrik zeichnet

sich durch einen ganzheitlichen

Ansatz aus, indem alle Lean-Prozesse,

die gemäß dem Prinzip ‚das

Auge steuert die Fabrik‘ geplant

und optimiert wurden, in die Gestalt

einer architektonisch und

qualitativ hochwertigen Fabrikanlage

überführt wurden“, sagt Manfred

Herres, der Werk- und Projektleiter

von B. Braun.

MTM-Anwenderkonferenz

Wettbewerbsfähigkeit steigern

Produktion Nr. 16, 2013

Arbeitszufriedenheit, Prozessorganisation,

Führungsmanagement,

KVP, ergonomische

Arbeitsgestaltung und Gesundheitsmanagement

sind Top-Themen

für Werkleiter. Die MTM-

Anwenderkonferenz am 26. April

greift diese Themen auf.

Heilbronn (gk). ‚Benchmarking

für mehr Wettbewerbsfähigkeit –

Vergleichende Analyse von Produkten

und Prozessen‘ ist das Programm

zur MTM-Anwenderkonferenz

(Methods-Time Measurement)

am 26. April in Heilbronn

überschrieben. Im Kern geht es um

die Frage, wie Produkte bereits in

einem sehr frühen Entwicklungsstadium

auf ihre Pro-zesstauglichkeit

hin überprüft werden können,

welcher Vergleichsmaßstab für

Produktivität bei unterschiedlichen

Prozessschwerpunkten an

unterschiedlichen Standorten

gleichermaßen greift und welche

Erfahrungen Unternehmen beim

Einbeziehen indirekter Prozesse in

Benchmarks innerhalb ihres Hauses

und im Vergleich zu Wettbewerbern

im Markt machen.

Frank Lins von der Volkswagen

AG in Wolfsburg beschreibt den

Einsatz von Benchmarks in der

Produktion, um Produktivität, Ergonomie

und Qualität weiterzuentwickeln.

Professor Dr. Bernd

Klein von der Universität Kassel

spricht über Methoden montagefreundlicher

Produktgestaltung.

Zu den Erfahrungen mit Prozessanalysen

in indirekten Bereichen

referiert Johann Zitzelsberger von

Rohde & Schwarz in Teisnach.

Und Christian Hagen von Karl

Dungs in Urbach gibt seine Erkenntnisse

zur Implementierung

eines ganzheitlichen Produktivitätsmanagements

mit MTM an die

Fachkollegen weiter.

Über die MTM-gestützte Angebotskalkulation

für logistische

Dienstleistungen spricht Falk Hoffmann,

BLG Automotive Logistics

in Bremen. Im Mittelpunkt des

Vortrages von Denes Kukawka von

der DB Fahrzeuginstandhaltung

Ergonomische Risiken

sollen bewertet werden

GmbH in Dessau stehen die ergonomische

Bewertung von Arbeitsplätzen

sowie die Optimierung und

Umgestaltung der Fertigungsbereiche

zur Schaffung alternsgerechter

Arbeitsplätze. Den Schlusspunkt

setzt Dr. Burkhard Leifhelm

von Hella in Lippstadt mit der Best

Practice zur Montageautomation.

Am Vortag der Anwenderkonferenz,

am 25. April 2013, kommen

um 10 Uhr die Mitgliedsfirmen der

User Group EAWS in Heilbronn

Die MTM-Konferenz

untersucht,

wie Produkte in

einem frühen

Entwicklungsstadium

auf ihre

Prozesstauglichkeit

überprüft

werden können.

Bild: Deutsche MTM-

Vereinigung

zusammen. Unternehmen, die an

einer Mitarbeit interessiert sind,

haben ab 16 Uhr Gelegenheit sich

über die User-Group EAWS und die

Mitgliedschaft zu informieren. Erklärtes

Ziel ist die Etablierung eines

gemeinsamen Standards zur Bewertung

ergonomischer Risiken in

der industriellen Produktion.

Ebenfalls am Vortag der MTM-

Anwenderkonferenz bietet das

Softwarehaus Dresden Gelegenheit,

die Produktpalette und das

gesamte Leistungsspektrum der

MTM-Softwarelösungen in kleinem

Rahmen intensiver kennenzulernen.

Nach kurzen Einführungsvorträgen

zu

▶ MTM-Anwendung unter Windows

und in SAP: TiCon als

Standardlösung,

▶ Zusatzmodulen = Zusatznutzen

sowie

▶ ProKondigital, EAWSdigital und

TiCon for iPad

haben Interessenten Gelegenheit,

an Teststationen selbst erste Erfahrungen

mit der Software zu sammeln.

Weitere Informationen:

www.dmtm.com/termine

Erfolgsfaktor ERP

Ergebnisse eines unserer Fertigungskunden

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28 · Management: IT für die Industrie · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

IT-Praxis

Zulieferer verschmilzt globale SAP-Systeme

Oliver Stroh

Produktion Nr. 16, 2013

Ein zentrales nordamerikanisches SAP-System sorgt bei HBPO

(ein Joint-Venture von Hella, Behr und Plastic Omnium) für Vergleichbarkeit

und Transparenz der Geschäftsprozesse weltweit.

Strategisches Blueprint

innerhalb von sechs Wochen

Heidelberg (ilk). Als Zulieferbetrieb

für die Automobilindustrie

produziert HBPO jährlich etwa 2,8

Mio Frontend-Module. Hierzu unterhält

das Unternehmen zahlreiche

JIS-(Just-in-Sequence)-Fertigungsstätten

in Deutschland,

Tschechien, Slowakei, Spanien,

England, Mexiko, USA, Kanada

und Korea. Bei einem weltweit verteilt

arbeitenden Hersteller wie

HPBO haben sich über die Jahre

unterschiedliche SAP-Systeme etabliert.

In den USA und Mexiko gab

es zwei unterschiedliche SAP-Systeme

mit historisch bedingt unterschiedlichen

Release-Ständen; Betrieb

und Support waren teuer und

aufwendig. Das mexikanische System

war zudem technisch veraltet,

ein Upgrade auf einen höheren

Release-Stand erforderlich.

Darüber hinaus wollte die Unternehmensleitung

die Aktivitäten in

den NAFTA-Ländern, also in Kanada,

den USA und Mexiko, einheitlich

steuern und Shared-Service-

Funktionen etablieren. An diesen

Standorten waren bislang unterschiedliche

Prozesse und Strukturen

im Einsatz, was eine übergreifende

Steuerung des Geschäfts und

die Nutzung von Shared Services

sehr komplex machte.

Daher hat HBPO ein Projekt aufgesetzt,

um das mexikanische SAP-

System mit dem zentralen nordamerikanischen

SAP-System zusammenzuführen.

„Wir haben uns

produktion.pdf 1 04.04.13 17:18

als Beratungs- und Implementierungspartner

für die cbs Corporate

Business Solutions Unternehmensberatung

GmbH entschieden.

Deren Experten haben uns

mit ihrem durchgängigen methodischen

Ansatz überzeugt, mit dem

die komplexen Zusammenhänge

auf Prozess-, System- und Datenebene

schnell erfasst und sicher

beherrscht werden können“, begründet

Björn Bammens, CIO bei

HBPO, die Entscheidung für den

Heidelberger SAP-Restrukturierungsspezialisten.

Im Frühsommer 2009 ging es an

die Projektplanung: Cbs und HBPO

erarbeiteten innerhalb von sechs

Wochen gemeinsam einen strategischen

Blueprint. Dazu wurden in

konzentrierten Workshops alle relevanten

Aspekte des anstehenden

Verschmelzungsprojektes beleuchtet

und eine konsistente Projektvorgehensweise

erarbeitet.

Dies umfasste Harmonisierungsbedarfe,

Optimierungsbedarfe,

Harmonisierung diverser

SAP-Release-Stände

Eine neue IT-Struktur sorgt bei Hella Behr Plastic Omnium für eine standortübergreifende Vergleichbarkeit und Transparenz

von Geschäftsprozessen.

Bild:HBPO

Strukturdefinitionen, Migrationsstrategie

und -objekte, zu übertragende

Workbench-Objekte, Interface-Analysen,

Sprachenkonzept,

Testsystem- und Transportstrategie,

Cutover-Ansatz, Trainingsstrategie

sowie selbstverständlich einen

detaillierten Projektplan für

die Realisierungsphase. Zunächst

hat das Projektteam die ERP-Systeme

in Mexiko und den USA verschmolzen.

Der Standort in Mexiko

nutzte noch das R/3 Release

4.6c, während in den USA bereits

die ERP-Version 5.0 verwendet

wurde. Das mexikanische System

sollte nach dem Projekt abgeschaltet

werden können. Allerdings

wollte HBPO nicht den gesamten

Ballast, sondern nur die relevanten

Informationen übertragen.

Mit all diesen Maßnahmen hat

das Unternehmen seine Systemund

Versionsvielfalt reduziert, seine

IT-Strukturen weiter vereinheitlicht

und seine Prozesse harmonisiert.

Heute ist beispielsweise der

JIT-Prozess länderübergreifend

standardisiert. Nach einem bruchlosen

funktionalen Übergang auf

das neue SAP-ERP-Hauptbuch, bei

dem das SHC Framework seine

Vielseitigkeit unter Beweis stellen

konnte, profitiert auch das Rechnungswesen

von neuen, integrierten

Abläufen. So ließen sich die

Daten der Finanzbuchhaltung in

einem Schritt mit der Systemverschmelzung

direkt vom alten

Hauptbuch in das neue Hauptbuch

Seit Januar 2010 arbeiten die

Standorte mit neuem System

migrieren. Dies war notwendig geworden,

da im Zielsystem bereits

das neue Hauptbuch genutzt wurde,

das Quellsystem aber unter

dem alten Hauptbuch lief.

Seit Januar 2010 arbeiten alle

Standorte mit dem zentralen System.

HBPO sieht seine Ziele voll

erreicht. „Wir haben ausgerechnet,

dass sich das Projekt für uns

innerhalb von zweieinhalb Jahren

amortisiert hat“, so das Resümee

von CIO Bammens. Ein standardisiertes

und harmoniertes ERP-

System hat den Vorteil, dass die

Geschäftsaktivitäten standortübergreifend

vergleichbar und

transparent sind.

Dennoch lassen sich die Systeme

an lokale Bedürfnisse anpassen

und erfüllen die gesetzlichen

Anforderungen. Noch ist ein

Stück des Wegs zu gehen, bis das

Gesamtziel erreicht ist. So will der

Automobilzulieferer die europäischen

SAP-Systeme ab Mitte 2010

zu einem SAP-System zusammenführen.

C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K

Die ERP-Komplettlösung

für den Mittelstand

www.proalpha.de

Vorsprung schaffen –

Zukunft sichern

Als führender Softwareanbieter setzen wir auf Spitzentechnologie,

Benutzerfreundlichkeit und Kompetenz –

diese „Disziplinen“ stimmen wir erfolgreich aufeinander

ab. Für unsere mittelständischen Kunden erzielen

wir so optimale Ergebnisse und verschaffen ihnen den

entscheidenden Vorsprung im Markt.

proALPHA steht für Vorsprung. Heute und zukünftig.

Digital Prototyping

Ohne Wolke oder aus der Cloud

Produktion Nr. 16, 2013

Autodesk veröffentlicht jetzt neue

Softwaremodule für das Digital

Prototyping. Diese sollen den

anwendenden Maschinenbauunternehmen

sowohl auf dem

Desktop als auch in der Cloud zur

Verfügung stehen.

München (ilk). Die Autodesk Product

Design Suite sowie die Autodesk

Factory Design Suite sind

speziell für den Maschinenbau

ausgelegt. Sie bieten Designern,

Konstrukteuren und Ingenieuren

ein komplettes Set an Tools und

Cloud-Services, mit denen sich

Konstruktions-, Visualisierungsund

Simulationsworkflows von der

Produktentwicklung bis hin zur

Auslieferung laut Hersteller vereinfachen

lassen.

Zudem liefern die 2014-Versionen

der Simulationslösungen von

Autodesk schnellere, genauere

und flexible Möglichkeiten, um die

Eigenschaften von Entwürfen früher

im Konstruktionsprozess vorhersagen,

optimieren und validieren

zu können.

Die Autodesk Design Suites 2014

sind in den drei kostengünstigen

und aufgabengerechten Editionen

Standard, Premium und Ultimate

erhältlich. Zu den Highlights der

Suites gehören unter anderem:

▶ Die Einführung von Autodesk

ReCap, einer Produktfamilie

neuer Reality-Capture-Lösungen

und Cloud Services, mit denen

sich intelligente 3D-Modelle

von Objekten und Umgebungen

generieren lassen. Damit

können die Anwender die reale

Umgebung des aktuellen Pro-

Selbst das

Design komplexer

Produktionsanlagen

soll

jetzt mit Autodesk-Software

möglich sein.

Bild: Autodesk

jekts in ihren Konstruktionsprozess

integrieren, verspricht Autodesk.

▶ Erweiterungen für Autodesk Inventor,

die unter anderem bessere

Skalierbarkeit für sehr große

Produkte und für Produktionsanlagen

ermöglichen.

▶ Kompatibilität mit Autodesk Revit,

wodurch Hersteller von Bauprodukten

detaillierte Inventor-

Baugruppen in einfache native

Revit-Dateien umwandeln können,

um die Inhalte im 3D-Gebäudedatenmodell

(für Building

Information Modeling –

BIM) zu verwenden.


18. April 2013 · Nr. 16 · Produktion · Management: IT für die Industrie · 29

ERP-Praxis

FEV: Weltweite Prozess-Standards etabliert

Kathleen Hahn, Produktion Nr. 16, 2013

Das Engineering-Unternehmen FEV setzt IFS Applications zur Steuerung

seiner projektbezogenen Geschäftsprozesse ein. Jetzt wurden die

Prozesse weiter standardisiert und die weltweite Template-Einführung

vereinfacht.

Automatisches Getriebe für Kfz

von FEV entwickelt. Bilder: FEV

Auburn Hills (ilk). Das Dienstleistungsunternehmen

für Engineering

FEV beschäftigt weltweit

rund 2 100 Mitarbeiter, davon etwa

60 % Ingenieure. Das Spektrum der

Dienstleistungen umfasst neben

Motorentechnik auch Fahrzeugintegration,

Getriebetechnik, Fahrwerk,

Elektronik, Elektroantriebe,

Energietechnik und Windenergie.

Gemeinsam ist allen Aufgabengebieten

der starke Projektbezug,

wobei die Entwicklungsprojekte je

nach Aufgabenstellung eine Laufzeit

von mehreren Wochen, Monaten

und in manchen Fällen von

mehreren Jahren haben.

Dieser starke Projektbezug war

folglich ein wesentliches Kriterium,

als die FEV vor etwa 13 Jahren

ein neues ERP-System suchte. Die

FEV hatte sich damals für den

schwedischen Anbieter IFS entschieden,

dessen Lösung langjährige

Erfahrungen mit projektorientiert

arbeitenden Unternehmen

abbildet und bereits im Standard

umfassende Projektmanagement-

Funktionalität enthält.

Nach der erfolgreichen Implementierung

von IFS Applications

im Jahre 2003 arbeitete FEV für einen

längeren Zeitraum mit derselben

Version des Systems. Das Upgrade-Projekt

wurde im Dezember

2009 zusammen mit der amerikanischen

Tochter gestartet mit dem

Ziel, ein FEV-Template für den

Rollout in der FEV-Gruppe zu etablieren.

Eine im Jahr 2010 durchgeführte

Neuordnung der Unternehmensstruktur

musste zusätzlich im

Auf Knopfdruck: Welcher

Standort kann es am besten?

Sogar komplette Verbrennungsmotoren

kann FEV konstruieren.

laufenden Projekt mit berücksichtigt

werden. Bei dieser Umstrukturierung

wurden die nationalen

Gesellschaften in funktionell orientierte

Business Units gegliedert,

um das Controlling besser synchronisieren

zu können. Das Unternehmen

kann so besser ermitteln,

welche Leistungen an welchem

Standort am effizientesten

erbracht werden können. Ziel war

auch, ein einheitliches ERP-System

in allen Ländergesellschaften einzusetzen.

Auf Basis dieser Vereinheitlichung

kann die Software

dann auch von der Aachener Unternehmenszentrale

aus zentral

administriert und gewartet werden.

Bisher wurde die aktuelle

Version 7.5 in der Muttergesellschaft

und 2011 in der nordamerikanischen

Tochter eingeführt;

2013 soll in der Tochtergesellschaft

in Leipzig das Update auf 7.5 erfolgen.

Im selben Jahr soll auch IFS

Applications in den Gesellschaften

in China und Indien eingeführt

werden, wo die Lösung bisher noch

nicht zum Einsatz kommt. Bei keiner

der Tochtergesellschaften soll

es künftig noch individuelle Implementierungen

von IFS Applications

geben. In der langen Nutzungsdauer

seit 2003 hatte sich

auch IFS Applications weiterentwickelt.

Viele Funktionen, die FEV

bisher über individuelle Anpassungen

nutzte, sind zwischenzeitlich

bereits im Standard-Funktionsumfang

enthalten, so etwa die

Wechsel auf neues Release

in nur einem Monat

Budgetkontrolle in laufenden Projekten

oder die Durchführung von

Forecasts auf Projektebene. Insbesondere

unterstützt die Software

nun auch das proaktive Projektmanagement.

Durch die Migration auf

die aktuelle Version von IFS Appli-

cations konnte die Zahl der Anpassungen

von insgesamt 128 auf etwa

30 verringert werden, so dass auch

in funktioneller Hinsicht eine höhere

Standardisierung erfolgte.

Die Herausforderung bei der

Einführung der neuen Version

bestand für FEV vor allem darin,

dass der Wechsel zur neuen Version

von IFS Applications innerhalb

nur eines Monates erfolgen sollte;

in diesem anspruchsvoll bemessenen

Zeitraum mussten sich

mehr als 300 Ingenieure mit neuen

Funktionen und teilweise auch

mit neuen Bedienkonzepten vertraut

machen.

IBM eröffnet neues

Cloud-Zentrum

Produktion Nr. 16, 2013

Ehningen (ilk). IBM hat ein neues

europäisches Cloud-Service-Rechenzentrum

in Ehningen eröffnet.

Via IBM SmartCloud können

Unternehmen nun flexibel Social-

Business-Funktionen wie Online-

Konferenzen, E-Mail und marktführende

Social Services aus der

Cloud nutzen. Abgerundet werden

die Services durch Lösungen wie

das gemeinsame, parallele Bearbeiten

von Dokumenten im Browser

und voll integrierte Partnerlösungen

als Erweiterung. Diese

Funktionsvielfalt als agiler Cloud-

Service ermöglicht Unternehmen

und Organisationen, mit besonders

wenig Aufwand eine Transformation

zu einem Social Business

voranzutreiben. Auch externe

Partner und Kunden können unter

Einhaltung sämtlicher Datenschutzvorgaben

aus Deutschland

und der EU ins Netzwerk aufgenommen

werden. Je nach Bedarf

können die Kunden die Services

über ein Public- oder Private-

Cloud-Modell oder auch als Mix

aus Cloud-Diensten und Eigeninstallationen

beziehen.

Schneller auf dem Markt sein

als der Wettbewerb

Zeit ist kostbar. Denn mit der EPLAN Plattform entwickeln Sie hochwertige Produkte effizienter und sind dem

Wettbewerb damit den entscheidenden Schritt voraus. Die disziplinübergreifende Lösung für Planung,

Engineering und Fertigung macht „kurzen Prozess“ in Ihrer Produktentstehung – weltweit in 50 Ländern und

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30 · Initiative Pro Standort Deutschland · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

Eine Initiative der Zeitung Produktion

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Intelligente Lösungen für die Gebäudetechnik

Deutschland ist besser als sein Ruf. Die Initiative „PRO Standort Deutschland“ setzt sich für Erhalt, Stärkung und Ausbau des Industriestandortes Deutschland ein.

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18. April 2013 · Nr. 16 · Produktion · Office Tools · 31

Schutz steht an erster Stelle

Das Notebook TravelMate P253-M-32324G50Mnks von Acer verfügt über

Acer Disk Anti-Shock Protection (DASP), mit dessen Hilfe das System vor unerwarteten

Erschütterungen geschützt wird. Die Multilevel-Security-Lösung

Acer ProShield umfasst das Fingerabdrucklesegerät Acer BioProtection,

TPM-Kennwörter, Schutzmaßnahmen auf BIOS-Ebene und eine integrierte

Antidiebstahllösung für stärkere Datensicherheit und besseren Schutz von

Assets, verspricht der Hersteller.

Den Lieblingsradiosender immer dabei

Technische

Details

Prozessor: Intel Core

i3 – 2328M, 2,20 GHz

Speicher: max. 8 GB

Bildschirmauflösung:

1 366 x 768

Preis: 399,00 Euro

Kontakt: www.acer.de

Technische

Details

Abmessungen: (B x H x T)

180 x 95 x 36 mm

Gewicht: 0,445 kg (mit

Batterien)

Eingänge: Kopfhöreranschluss

Sleep Timer: Wählbar

zwischen 60, 45, 30, 15

und Aus

Antenne: Stabantenne

Preis: 69,00 Euro

Kontakt: www.sony.de

Das Digitalradio XDR-S40DBP von Sony kann sowohl mit Netzteil als auch

mit Batterie betrieben werden und liefert somit eine Spieldauer von bis zu

13 Stunden. Auf dem LC-Display wird außer dem Namen des aktuellen Senders

auch ein Lauftext mit Informationen zum Songtitel oder zur Sendung

angezeigt. Zur Speicherung der Lieblingssender stehen zehn Plätze für

DAB/DAB+- und UKW-Sender zur Verfügung.

Technische Details

Bilddiagonale: (B x H)

609,6 x 324 mm

Reaktionszeit: 5 ms

Sicherheit: Kensington Lock

Max. Farbtiefe: 16,7 Mio

Pixelabstand: 0,27 mm

Preis: 299,00 Euro

Kontakt: www.benq.com

Technische Details

Bildsensor: 1/2,3 Zoll CMOS, 16,2 Mio Pixel effektiv

Objektiv: Fujinon - Objektiv mit 44 x optischen Zoom

Brennweite: F = 4,3 – 189,48 mm, entspricht

24 – 1 056 mm bei 35 mm Kameras

Blende: F2,9 / F8,4 (W), F6,5 / F7,6 / F18,7 (T)

Belichtungseinstellungen: AE-Programmautomatik,

AE-Zeitautomatik, AE-Blendenautomatik, Manuel

Preis: 299,00 Euro

Kontakt: www.fujifilm.eu

Kabellose Bildübertragung

Die Bridgekamera FinePix S8400W von Fujifilm kann mittels der Funktion

‚Wireless Image Transfer‘ Bilder und Videos kabellos auf Smartphones, Tablet

PCs oder Computer übermitteln. Die Kamera verfügt darüber hinaus

über einem 44-fachen optischen Zoom mit einer Brennweite von 24 bis

1 056 mm. Neben dem 3 Zoll großen LC-Display mit 460 000 Pixeln ist die

S8400W auch mit einem elektronischen Sucher mit 201 000 Pixeln ausgestattet.

Im Supermakro-Modus ist es möglich bis zu 1 cm an das Motiv heran

zugehen, so Fujifilm.

iPad in Aluminium gehüllt

Die Tastaturhülle ‚Ultimate Keyboard Case‘ für iPads

von Belkin ist gerade einmal 6,5 mm hoch und hat ein

Gesamtgewicht von 481 Gramm. Das Gehäuse besteht

aus einer speziellen Aluminiumlegierung und die

iPad-Tastatur befindet sich in einem kompakten Gesamtgehäuse.

Die Tastatur lässt sich laut Hersteller

während des Lesens oder beim Ansehen von Filmen

unauffällig wegklappen. Gut proportionierte TrueType

Tasten sollen für ein Schreibgefühl wie bei einem

Notebook sorgen und bei Nichtbenutzen der Tastatur

schaltet sich diese automatisch aus. Die Tastaturhülle

ist ab Mai im Handel erhältlich.

Technische Details

Speicher: 16 GB, erweiterbar mit microSD

auf max. 32 GB

Abmessungen: (B x H x T) 257 x 171 x 9,5 mm

Gewicht: ca. 622 g

Bildformat: 16:10

Maximale Laufzeit: ca. 7 Stunden (WiFi on)

Preis: 219,00 Euro

Kontakt: www.trekstor.de

Allrounder für

die Arbeit

Das Tablet SurfTab ventos 10.1 von

Trekstor verfügt über einen schnellen

Dual-Core Prozessor und 1 GB

RAM, mit dessen Hilfe problemlos

mehrere Anwendungen gleichzeitig

laufen können. Durch das Betriebssystem

Android 4.1 bietet

das Gerät zahllose Funktionen und

Einstellungen, so der Hersteller.

Das 10,1 Zoll IPS Display mit

10-Punkt-Multitouch-Oberfläche

ermöglicht TrekStor zufolge eine

intuitive Bedienung. Durch die beiden

integrierten Kameras ist das

Tablet bestens geeignet für Videotelefonie

-und Konferenzen sowie

Bild- oder Filmaufnahmen, verspricht

der Hersteller.

Technische Details

Kompatibel mit iPad 2, 3 und 4

Auto-Wake Magnete: schalten das iPad

beim Öffnen und Schließen an und aus

Batterielaufzeit: 160 Stunden

SoundFlow Design erhöht iPad Audioqualität

Preis: 99,00 Euro

Kontakt: www.belkin.com

Arbeiten und dabei die Augen schonen

Mit dem Monitor BL2411PT erweitert BenQ die BL-Serie für das Business-

Segment. Das Modell ist mit der IPS-Panel-Technologie mit LED Backlight,

einer 24 Zoll Bildschirmdiagonale und einer Auflösung von 1 920 x 1 200

ausgestattet. Der integrierte Eye-Protect-Sensor schont laut BenQ die Augen,

durch automatisches Anpassen der Bildhelligkeit an das Licht der Umgebung.

Der Monitor schaltet sich durch den Eco-Sensor automatisch in den

Stand-by-Modus, wenn man sich vom Bildschirm entfernt.

Dilbert

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Fax: 08191/125- 293;

www.redline-wirtschaft.de

Impressum

Redaktion(08191-125-310)

Chefredakteur:

Eduard Altmann (verantwortlich)

stellv. Chefredakteur:

Claus Wilk (-329)

E-Mail: redaktion@produktion.de

Redaktion (Print und Online):

Susanne Bader (ba) -812, Klaus Hiemer (hi)

-359, Maren Kalkowsky (kk) -696, Gunnar

Knüpffer (gk) -107, Annika Ostermeier (ao)

-493, Sebastian Moser (sm) -443, Dietmar Poll

(pd) -695, Sabine Spinnarke (sp) -445,

Sekretariat:

Tel. 08191/125-310, -442, -370, -303

Fax: 08191/125-312

E-Mail: sekretariat@produktion.de

Internet: www.produktion.de

Content Manager Online:

Andreas Karius (ks) -839

Anzeigen(08191-125-370)

Anzeigenleitung:

Michael Klotz -167

Anzeigenverkauf:

Klaus Peter Egger -497, Erich Elster -816,

Bettina Fischer -844,

Verena Förg -366, Christina Karge -224,

Bernadette Kraus -231, Gerald Zasche -337

E-Mail: anzeigen@produktion.de

Anzeigenverwaltung:

Renate Guggemos -323

E-Mail: anzeigenverwaltung@produktion.de

Verlag(08191-125-0)

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Verlagsleitung:

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Leitung Online-Dienste:

Gerhard Brauckmann -478

Vertrieb:

Stefanie Ganser

Leitung Vertriebsadministration:

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Leser-Service:

E-Mail: leserservice@mi-verlag.de,

Tel.: 06123/9238-257, Fax: 06123/9238-244

Leitung Zentrale Herstellung:

Hermann Weixler -344

Leitung Herstellung Fachzeitschriften:

Horst Althammer

Art Director: Jürgen Claus

Herstellung/Layout:

Andrea de Paly, Wolfgang Scheidle,

Vera Fassbender

Druck:

westermann druck GmbH, Braunschweig

Erscheinungsweise:

wöchentlich, 51. Jahrgang

ISSN: 0344-6166

Anschrift für Verlag, verantwortlichen

Redakteur und verantwortlichen

Anzeigenleiter:

verlag moderne industrie GmbH

86895 Landsberg;

Tel.: 08191/125-0, Fax: 08191/125-444

E-Mail: journals@mi-verlag.de

Internet: www.mi-fachzeitschriften.de

Handelsregister-Nr./Amtsgericht:

HRB 22121 Augsburg

Bedingungen für Anzeigen,

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Inland Euro 99,80 , Ausland Euro 104,00 ,

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Jederzeit mit einer Frist von 4 Wochen zum

Monatsende. Nachdruck, Übersetzung und

Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung.

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USA

Tompkins Media LLC, Mr. Ray Tompkins,

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32 · Wirtschaftsfakten · Produktion · 18. April 2013 · Nr. 16

Maschinenbau-Aktien-indeX

Schaltbau mit Kursplus

Harald Rehmet,

Senior Analyst

der LBBW

Dow Jones

15000

14800

14600

14400

14200

14000

18.03.

Maschinenbau-Aktien-indeX vs DAX

440

420

400

380

360

340

320

300

25.03.

Hang Seng

23000

22600

22200

21800

21400

21000

18.03.

25.03.

Stuttgart (ilk). Negative Meldungen aus dem

politischen Umfeld sorgten nur kurzzeitig für Irritationen

an den Märkten. Die lockere Geldpolitik

und der hohe Performancedruck institutioneller

Anleger bleiben die treibenden Kräfte. Entsprechend

setzten die US-Aktienmärkte, ungeachtet

der durchwachsenen Konjunktursignale, ihre Rekordfahrt

fort, was auch den Boden für die Erholung

des DAX bereitete. Nach dem Rückschlag der

letzten drei Wochen zeigte der Maschinenbau-Aktien-indeX

von Produktion und LBBW mit einem Plus

von 2,1 % eine noch kräftigere Gegenbewegung.

Dies gilt insbesondere für die Werte, die zuvor

überproportional nachgegeben hatten. Das Verkehrstechnikunternehmen

Schaltbau erhöhte sogar

seine Prognose für 2013 und wurde dafür mit

einem Kursplus von 9,7 % belohnt. Stahlaktien

entwickelten sich eher unterdurchschnittlich,

nachdem der Branchenverband auf der Hannover

Messe über die fragile Lage der Branche berichtete.

28.03.

28.03.

08.04.

08.04.

15.04.

15.04.

Maschinenbau-

Aktien-indeX

DAX 30

A M J J A S O N D J F M A

Maschinenbau-Aktien-indeX

Name

Indexmitglied

Euro Stoxx

2850

2770

2690

2610

2530

2450

18.03.

TecDax

960

940

920

900

880

860

Kurs

(eur)

04.04.

18.03.

Kurs

(eur)

11.04.

25.03.

25.03.

Wochen

performance

(in %)

28.03.

28.03.

08.04.

08.04.

1 Jahr

440

420

400

380

360

340

320

300

Marktkapitalisierung

(in Mio.)

AIXTRON (XET) TecDAX 11,50 11,52 0,2% 1176

BAUER (XET) SDAX 19,48 20,00 2,7% 343

DEUTSCHE BET. (XET) SDAX 19,06 18,52 -2,9% 253

DEUTZ (XET) SDAX 3,90 4,14 6,1% 500

DUERR (XET) MDAX 83,80 84,11 0,4% 1455

GEA GROUP (XET) MDAX 26,17 26,35 0,7% 5072

GESCO (XET) SDAX 74,87 75,02 0,2% 249

GILDEMEISTER (XET) MDAX 15,04 15,99 6,3% 962

HEIDELBERGER DRUCK (XET) SDAX 1,66 1,77 7,0% 416

JENOPTIK (XET) TecDAX 8,01 8,13 1,6% 466

JUNGHEINRICH PFS. (XET) SDAX 32,94 33,83 2,7% 541

KOENIG & BAUER (XET) SDAX 17,65 17,90 1,4% 295

KRONES (XET) MDAX 55,56 57,74 3,9% 1823

KUKA (XET) MDAX 31,87 34,01 6,7% 1153

LPKF LASER & ELTN. (XET) TecDAX 19,59 20,10 2,6% 224

MAN (XET) MDAX 84,13 84,40 0,3% 11898

MTU AERO ENGINES (XET) HLDG. MDAX 73,73 76,98 4,4% 4003

NORDEX (XET) TecDAX 5,16 5,26 1,9% 387

NORMA GROUP (XET) MDAX 25,27 26,09 3,2% 831

PFEIFFER VACUUM (XET) TECH. TecDAX 84,38 93,50 10,8% 923

RATIONAL (XET) MDAX 231,50 233,00 0,6% 2649

SALZGITTER (XET) MDAX 30,54 31,05 1,7% 1866

SCHALTBAU HOLDING (XET) SDAX 31,00 34,00 9,7% 209

SIEMENS (XET) DAX 83,55 82,27 -1,5% 72480

SMT SCHARF (XET) SDAX 25,99 24,78 -4,7% 104

SUESS MICROTEC (XET) TecDAX 9,32 9,04 -2,9% 173

THYSSENKRUPP (XET) DAX 14,50 14,20 -2,1% 7303

VOSSLOH (XET) SDAX 79,06 80,96 2,4% 1079

WACKER NEUSON (XET) SDAX 11,37 11,20 -1,5% 786

WINCOR NIXDORF (XET) MDAX 38,25 38,44 0,5% 1272

15.04.

15.04.

Quelle: Datastream, LBBW Research, Produktion

Bemerkung: Es handelt sich hierbei um XETRA-Schlusskurse vom vergangenen Donnerstag.

Stammdaten zum Index: Anzahl der Werte: 30, Startpunkt 1.1.2000, Startwert 100, Indexart: Preisindex,

Gewichtung: Gleichgewichtung;

Werte die nach dem 1.1.2000 notiert sind: Bauer, Nordex, Wacker Neuson, Wincor Nixdorf, Deutsche Beteiligungen,

MTU Aero Engines, Schaltbau Holding, LPKF Laser & Electronics sowie SMT Scharf.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Energie & Rohstoffe

Entwicklung Ölpreis /

Barrel (159 l)

114

111

108

105

102

99

108,6

18.03.

25.03.

28.03.

05.04.

101,3

15.04.

OPEC erwartet sinkende

Nachfrage nach Öl

Landsberg (DJ/gk). Die weltweite

Nachfrage nach Rohöl der OPEC-

Staaten dürfte im laufenden Jahr

nach Einschätzung des Kartells

weiter sinken. 2013 werde die tägliche

Nachfrage nach Rohöl bei

29,7 Mio Barrel liegen und damit

um 0,4 Mio Barrel niedriger sein als

im Vorjahr, heißt es im Ölmarktbericht

der OPEC. Im vergangenen

Jahr war die Nachfrage nach OPEC-

Öl nach Schätzung des Kartells

bereits um 0,1 Mio auf 30,2 Mio

Barrel täglich zurückgegangen. Die

tägliche Rohölförderung der OPEC

lag 2012 bei 31,14 Mio Barrel und

überschritt damit die Nachfrage.

Rohstoffpreise

Aluminium je Tonne: 1853,35 $

Kupfer je Tonne: 7510,00 $

Gold je Feinunze: 1453,10 $

Silber je Feinunze: 24,57 $

Nickel je Tonne: 12056,60 €

Zinn je Tonne: 16774,90 €

Umrechnungskurse

€ 1,31 $ € 71,49 Rupie

€ 128,23 Yen € 40,97 Rubel

€ 8,09 Yuan € 4,11 Zloty

€ 0,85 £ € 295,43 Forint

Konjunktur und Märkte

Geringer Preisdruck führt

in China zu Entspannung

Peking (DJ/gk). Der Preisauftrieb

in China hat im März deutlich

nachgelassen, was der Zentralbank

Spielraum verschaffen könnte, die

Straffung der Geldpolitik zu mildern.

Die Verbraucherpreise stiegen

nur noch um 2,1 % gegenüber

dem Vorjahr, nachdem im Februar

die Inflationsrate noch 3,2 % betragen

hatte.

© Produktion

Produktion Nr. 16, 2013

Kreditvergabe in Japan

mit kräftigem Anstieg

Tokio (DJ/gk). In Japan hat die

Hoffnung auf konjunkturfördernde

Maßnahmen der Notenbank die

Firmen zu einer verstärkten Mittelaufnahme

veranlasst. Die Kreditvergabe

der japanischen Banken

nahm im März so stark zu wie seit

drei Jahren nicht mehr. Das Volumen

der Kredite stieg im Vergleich

zum Vorjahresmonat um 1,9 %.

Zahl der Insolvenzen sinkt

Frankfurt (ilk). Die Zahl der insolventen

Unternehmen ist im vergangenen

Jahr weiter gesunken. Die Amtsgerichte

registrierten rund 28 300 Fälle und

damit rund 6 % weniger als im Jahr zuvor.

Die Pleiten gefährdeten zahlreiche

Arbeitsplätze: Bei den im Jahr 2012 zahlungsunfähig

gewordenen Unternehmen

arbeiteten zum Zeitpunkt der Insolvenz

gut 183 000 Beschäftigte. Ein knappes

Drittel aller Gläubiger machte Ansprüche

von weniger als 50 000 Euro geltend;

40 % der Forderungen betrugen zwischen

50 000 und 250 000 Euro. Bei jedem

elften Unternehmenszusammenbruch

hatten Gläubiger Ansprüche über

jeweils mehr als eine Mio Euro.

Deutsche Industrie

Umsatz steigt im Februar

Quelle: Germany Trade and Invest, Bonn

Landsberg (DJ/gk). Steigende

Nachfrage aus dem Ausland hat der

deutschen Industrie im Februar zu

einem Umsatzzuwachs verholfen.

Auch der Umsatz mit den Partnern

im Euroraum belebte sich. Insgesamt

legte der preisbereinigte Umsatz

im verarbeitenden Gewerbe

im Vergleich zum Vormonat saison-

und arbeitstäglich bereinigt

um 0,5 % zu, wie das Statistische

Bundesamt (Destatis) mitteilte.

Während der Inlandsumsatz um

0,3 % zurückging, stieg der Umsatz

mit ausländischen Abnehmern um

1,3 %, wobei der Umsatz mit dem

Euroraum um 0,8 % zunahm. Im

Januar war der Umsatz im verarbeitenden

Gewerbe auf Monatssicht

um 0,4 % gesunken.

Branchenbarometer Europa: Umwelttechnik

Wirtschaftsentwicklung

Importe 2012 Investitionen 2012

Land (reale Veränd. geg. Vorjahr in %)

Belgien 0,5 -0,1

Dänemark 2,9 1,7

Estland 6,7 20,2

Finnland -1,7 -0,8

Frankreich 0,8 0,3

Irland -0,6 -4,0

Italien -7,2 -8,1

Kroatien -2,5 -5,7

Lettland 5,3 9,2

Litauen 4,1 3,1

Luxemburg 5,0 5,2

Niederlande 2,0 -3,3

Norwegen 2,0 7,1

Österreich 1,0 1,1

Polen -1,0 1,7

Portugal -5,9 -6,6

Schweden -0,1 3,2

Schweiz 2,0 1,5

Slowakei 5,1 4,1

Slowenien -4,0 -0,5

Spanien -4,7 -9,0

Tschechische Rep. 2,1 2,5

Ungarn -1,5 -5,0

Ver. Königreich 2,0 1,5

Marktpotenzial

Umwelttechnik

DIW geht weiter

von Wachstum aus

© Produktion

Unaufhaltsam setzen Europas Länder grüne Gedanken um: Die Umwelttechnik

boomt. Lediglich in einigen Euro-Krisenländern ist der Trend rückläufig.

Hier fehlt das Geld für große Projekte.

Berlin (DJ/gk). Das Deutsche Institut

für Wirtschaftsforschung

(DIW) reduziert seine Wachstumsprognose

leicht. Das Bruttoinlandsprodukt

(BIP) werde 2013 um

0,7 % und 2014 um 1,6 % wachsen,

prognostiziert das DIW. Im Januar

wurde ein BIP-Wachstum von 0,9 %

im laufenden Jahr und von 2 % im

kommenden Jahr vorausgesagt.

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