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Ulrike Lehnisch, Studentin an der FH Bielefeld, hat sich mit Unterstützung des >Canon Profifoto Förderpreises< in ihrem Fotoprojekt „LUPO“

mit dem Thema „Identität“ auseinandergesetzt. In ihren Arbeiten macht sie den Prozess sichtbar, wie uns äußere Einflüsse prägen und wie wir

diese dann innerlich neu verknüpfen, um uns eine eigene Identität zuzulegen.

Den Begriff Identität definiert Lehnisch dabei als eine Hülle aus Erfahrungen und Einflüssen, die wir uns im Laufe des Lebens aneignen.

Den Anfang nahm das Projekt im Rahmen einer Semesterarbeit. Ulrike Lehnisch zeigt Kinder und Jugendliche, die sich auf der Schwelle zum Erwachsenwerden

befinden. „Ich habe diese Altersgruppe gewählt, da in der Phase die Suche nach der eigenen Persönlichkeit zunehmend eine sehr große

Rolle spielt“, so Lehnisch. „Man versucht, sich mit anderen zu identifizieren oder sich bewusst abzugrenzen.“

Ulrike Lehnisch stelle den Kindern die Aufgabe, sich mit dem Verpackungsmaterial Luftpolsterfolie fotografieren zu lassen. Dabei konnte die Folie zerschnitten

und frei verändert werden. Auch die Präsentation beim Fotografieren war jedem selbst überlassen.

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ProfiFoto 4/2008

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Mit dem >Canon Profifoto Förderpreis< werden keine fertigen Arbeiten prämiert, sondern Konzepte, die erst noch realisiert werden

sollen. Gefordert sind neben aussagefähigen Arbeitsproben Konzepte, die neugierig machen auf mehr. Neben der materiellen Förderung

der prämierten Konzeptionen erhalten die realisierten Fotografie-Projekte die Chance zur Vermarktung durch die international

führende Bildagentur Corbis (www.corbis.de) und über die Editionsgalerie Lumas (www.lumas.de).

Weitergehende Informationen, Teilnahmebedingungen und Registrierung unter www.canon-profifoto-foerderpreis.de.

Die Kinder schafften sich somit eine Identität aus dem, was sie in der Folie sahen. Es entstand ein Wechselspiel

zwischen Realität und Fiktion, zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit. Die Aufgabe des Betrachters liegt nun darin,

zu entdecken, ob es sich jeweils um eine fiktive Rolle handelt oder die wahre Persönlichkeit hinter der Hülle zum Vorschein

kommt. Lehnisch: „Spannend für mich ist dabei zu beobachten, wo Einflüsse der Außenwelt möglicherweise

sichtbar werden. Wohingegen beispielsweise bei den Jüngeren Anlehnungen zur Zauber- und Märchenwelt deutlich

werden, gibt es bei den Älteren schon Parallelen zur Modewelt.“ Die Luftpolsterfolie wird somit zur Projektionsfläche:

Einerseits für die Innenwelt der Kinder und andererseits für die Vorstellungen des Betrachters. Letztendlich bleibt sie

aber auch nur einen Hülle, die man ablegen oder immer wieder neu erfinden kann.

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ProfiFoto 4/2008

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