Distimia tedesco

provincia.bz.it

Distimia tedesco

Dysthymie: Was ist das?

Dysthymie: Was ist das?

Wir alle sind immer wieder einmal traurig

verstimmt. Äußere Ereignisse, Belastungssituationen,

aber auch einfache

Enttäuschungen des Alltags können zu

einer traurigen oder gereizten Stimmung

führen. Nach einiger Zeit klingen diese

negativen Gedanken und Gefühle normalerweise

wieder ab.

Leidet jemand aber mindestens

zwei Jahre lang fast täglich und

beinahe den ganzen Tag über an

einer depressiven Verstimmung,

spricht man von einer Dysthymie.

Die Dysthymie ist eine Sonderform

der Depression.

Betroffene fühlen sich Monate, Jahre oder

sogar Jahrzehnte lang müde, niedergeschlagen

und traurig, grübeln und klagen

viel, entwickeln verschiedene Befürchtungen

und Ängste, und halten sich ganz allgemein

für unfähig. Fast alles strengt sie

an, fast nichts können sie genießen. Sie

empfinden sich erschöpft und energielos,

reagieren gereizt oder verärgert, haben

Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren

oder Entscheidungen zu treffen.

Auch Selbstwertprobleme und weniger

Kontakte zu anderen Menschen sind

typische Kennzeichen einer Dysthymie.

Schlaf und Appetit sind meist gestört und

können von unklaren körperlichen

Beschwerden (Schwindelgefühle, Schwäche,

Schmerzen) begleitet werden.

Im Verhältnis zur depressiven Episode

(siehe eigene Broschüre: Depression –

Was ist das?) sind die Merkmale der

Dysthymie schwächer ausgeprägt, halten

dafür aber viel länger an.

Oft fällt den Betroffenen ihre eigene

Interesselosigkeit und selbstkritische

Einstellung auf, häufig halten sie sich für

langweilig. Diese Erlebens- und Verhaltensweisen

sind so sehr zu einem Teil

ihres Alltags geworden, dass sie glauben,

dies sei ihr Charakter oder ihre

Persönlichkeit: “So bin ich eben”.

Dysthymie wird daher viel zu selten

als psychische Erkrankung

erkannt und behandelt.

3

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine