Weniger Stress mit Psoriasis,pdf

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Tipps für

unruhige Nächte

Weniger Stress

mit Psoriasis

Wie Ihre geplagte Haut Ruhe findet


Liebe Patientinnen und Patienten,

Haben Sie die Erfahrung gemacht, dass Ihre Psoriasis in stressreichen

Zeiten Ihnen besonders zu schaffen macht? Da stehen Sie nicht alleine da.

In wissenschaftlichen Studien wurde der Zusammenhang zwischen Stress

und dem vermehrten Ausbruch entzündlicher Hautreaktionen eindeutig

belegt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Psoriasis-Ausbrüche selbst

Stress verursachen und der Juckreiz Sie vielleicht nachts nicht schlafen lässt.

Schlafstörungen

Psoriasis

Stress

Ein Teufelskreis also, der sich nur mit gezielter Gegensteuerung durchbrechen

lässt. In dieser Broschüre haben wir konkrete Anregungen und

Hinweise gesammelt, die Ihnen helfen sollen, Ihr Leben entspannter zu

gestalten und damit Ihre Krankheit besser in den Griff zu bekommen.

Ein paar ruhige Minuten zum Lesen dieser Broschüre und einen stressfreien

Tag wünscht Ihnen Ihr Psoriasis-Team von Pfizer Pharma.


Stressmanagement für Haut und Seele

Es gibt große und kleine Lösungen, die den Stress in Ihrem Leben reduzieren

und Ihre Psoriasis verbessern können. Zunächst sollten Sie überlegen,

welche Faktoren Ihre Schuppenflechte beeinflussen oder generell in Ihrem

Leben Stress verursachen. In einem zweiten Schritt lässt es sich dann

leichter über Veränderungen nachdenken.

Welche Maßnahmen Sie umsetzen können – und wollen – hängt natürlich

von Ihren Lebensumständen ab. Denn was Sie auch tun, Sie sollten sich

damit wohlfühlen.

Große Lösungen

Sie verändern Ihr Leben grundlegend und bieten die größte Chance für Ihre

Haut.

Kleine Lösungen

In der Summe helfen sie, das Leben unter Dauerbelastung erträglicher zu

machen.

d Um Stress erfolgreich zu begegnen, sind manchmal auch große

Veränderungen nötig.

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Die große Lösung in kleinen Schritten

Wer tiefgreifende Veränderungen anstrebt, tut gut daran, sich erst zurückzulehnen

und das eigene Leben mit etwas Abstand zu betrachten. Eine

gründliche Reflektion – vielleicht auch gemeinsam mit einer vertrauten

Person – kann Klarheit schaffen. Versuchen Sie, Ihren Hauptstressfaktor zu

identifizieren. Ist es der Job? Oder gar die Beziehung, in der es zwickt?

Oder kratzt eine Mehrfachbelastung an Ihrem Nervenkostüm?

Überlegen Sie, ob Sie die Situation grundlegend verändern können:

• Führen Sie Gespräche mit Ihrer Familie, Ihrem Partner, Ihren Arbeitskollegen,

vielleicht sogar mit Ihrem Chef, je nach Problemlage.

• Ziel dieser Gespräche ist es, konkrete Verbesserungen für Ihre belastende

Situation zu erwirken.

• Nehmen Sie dabei ruhig mögliche externe Hilfestellungen (Mediator,

Betriebsrat, Partnerschaftsberatung) in Anspruch.

Extrem weit weg oder ganz nah?

Bleiben Ihre Überlegungen ohne Ergebnis – nur nicht aufgeben. Holen Sie

sich Rat und Unterstützung von Angehörigen und Freunden. Diskutieren Sie

Ihre Optionen. Erwägen Sie ohne Scheu ganz grundsätzliche Veränderungen.

Vielleicht ist in letzter Konsequenz sogar eine Trennung, beruflich oder

privat das Richtige für Sie. Nehmen Sie Ihr Leben in die Hand und werden

Sie aktiv!


Lassen sich die großen Stresspunkte nicht radikal ändern?

Probieren Sie es mit Techniken, die Ihren Stresslevel reduzieren:

Die kleinen Lösungen –

Tipps für tägliche Erleichterungen

1. Planung ist besser als Hektik

Vorausschauende Planung schafft ein Gefühl der Kontrolle. Beginnen Sie

jeden Tag mit einer klaren Zeit- und Aufgabenübersicht.

2. Sport lässt wieder durchatmen

Leiten Sie den Feierabend mit 20 Minuten Jogging oder Fahrradfahren ein

und acht Stunden Stress sind oft wie ausradiert.

3. Entspannungstechniken

Vielfach bewährt haben sich Yoga, autogenes Training, Thai Chi, Meditation,

um Stress gezielt abzubauen. Unser Tipp: einfach einmal Verschiedenes

ausprobieren.

4. Ich bin dann eben mal weg

Wenn es mal ganz dicke kommt, gönnen Sie sich einen Kurzurlaub mit erfrischendem

Tapetenwechsel. Schon ein verlängertes Wochenende kann

Wunder wirken.

d Ob tiefer Einschnitt oder kleine Anpassungen – gemeinsam mit

Familie und Freunden fällt der Umgang mit Stress leichter.

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Wie Sie mit Ihrer Schuppenflechte nachts

zur Ruhe kommen

Laut einer Umfrage haben fast 50 % aller Psoriasis-Patienten Schlafbeschwerden.

Die Unfähigkeit zum Ein- oder Durchschlafen kann die Lebensqualität

der Betroffenen deutlich beeinträchtigen. Wenn auch Sie unter

Schlafproblemen leiden, sollten Sie diese ernst nehmen. Je nach Ursache

gibt es verschiedene Behandlungsmethoden.

Bei quälendem Juckreiz und Schmerzen

Juckreiz kann allein durch starke Hauttrockenheit entstehen. Auch ohne

Rezept haben Sie in diesem Fall eine große Auswahl an fetthaltigen Cremes,

die trockene und rissige Haut pflegen und so die nächtlichen Beschwerden

reduzieren.

Bei starken Entzündungen: Kortison lindert den Juckreiz

Rezeptpflichtige kortisonhaltige Cremes sind hochwirksam gegen Entzündungen

und Juckreiz, sollten aber nur nach ärztlicher Rücksprache verwendet

werden. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

Damit sich die Creme, die Sie zur Linderung Ihrer Psoriasis verwenden

(z. B. mit oder ohne Kortison) nicht im Bettzeug abrubbelt, empfehlen wir

– ganz ernsthaft – das Umwickeln der betroffenen Stellen an Rumpf- und

Extremitäten mit Frischhaltefolie. Für die Hände gibt es spezielle Folienhandschuhe.


Für den Kopf sind fetthaltige Cremes allerdings nicht gut geeignet, weil

sie schwer aufzutragen und genauso schwer wieder herauszuwaschen

sind. Es gibt hier eine Bandbreite von Präparaten (Lösungen, Emulsionen,

Salben, Shampoos oder Schaum, mit Kortison oder Teer), die je nach

Patient unterschiedlich wirksam sind. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Klären Sie andere Ursachen ab

Möglicherweise kommen auch andere Ursachen für Ihre Schlaflosigkeit in

Betracht, die jeweils gut behandelbar sind:

• Schlafapnoe

• Schilddrüsenerkrankung

• Herz-Kreislauf-Erkrankungen

• Hormonelle Störungen

• Depressionen

Ihr Arzt wird diese möglichen Ursachen mit Ihnen

abklären und Sie gegebenenfalls entsprechend

behandeln oder an andere Fachärzte überweisen.

Holen Sie sich Expertenhilfe

Da chronische Schlaflosigkeit ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem

darstellt, ist manchmal der Besuch einer Schlafschule ratsam. In

Deutschland gibt es zahlreiche Schlaflabore und Schlafkliniken, die auf

die Behandlung von Schlafstörungen ausgerichtet sind.

d Wer sich Beratung und Hilfe von Experten holt,

muss von erholsamen Nächten nicht länger träumen.

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Mit erholsamem Schlaf und Entspannung

zum Hautgewinn

Unsere Tipps auf einen Blick:

Identifizieren Sie den Hauptstressfaktor und versuchen

Sie eine gezielte Veränderung.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Führen Sie Gespräche mit Ihrer Familie und Ihren Freunden.

Planen Sie Ihren Tag, es entschärft den täglichen Stress.

Joggen Sie nach Feierabend. Sport baut Stress ab.

Lernen Sie bewährte Entspannungstechniken.

Nehmen Sie Ihre Schlafstörungen ernst.

• Bei Juckreiz: Fett- oder kortisonhaltige Cremes

erwägen und behandeln Sie andere Ursachen.

• Holen Sie sich Hilfe im Schlaflabor.

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