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rhw management 50 Jahre (Vorschau)

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hw<br />

rationelle hauswirtschaft<br />

<strong>management</strong><br />

B 3437 E<br />

6<br />

Juni 2014<br />

51. Jahrgang<br />

www.<strong>rhw</strong>-<strong>management</strong>.de<br />

Fachmagazin für die professionelle Hauswirtschaft


[Das aktuelle Buch]<br />

Irina Pericin Häflige<br />

Reinigungs<strong>management</strong><br />

Handbuch zur Gestaltung von Reinigungsdienstleistungen<br />

2 <br />

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Reinigungs<strong>management</strong><br />

Wie wird Sauberkeit wahrgenommen? Was braucht es, damit wir uns in einem Gebäude wohlfühlen und produktiv<br />

sein können? Wie kann die so kosten- und personalintensive Gebäudereinigung optimal und nachhaltig organisiert<br />

werden?<br />

Auf diese Fragen gibt Irina Pericin Häfliger mittels Management-Methoden Antworten. Sie verbindet in diesem Buch<br />

betriebswirtschaftliches Managementwissen mit praktischem Fach- und Erfahrungswissen der Gebäudereinigung. Sie<br />

regt dadurch zur eigenständigen Organisation und innovativen Weiterentwicklung der Dienstleistung Reinigung an.<br />

1307025 Foto: © imagebos - Fotolia<br />

Irina Pericin Häfliger<br />

Reinigungs<strong>management</strong><br />

Verlag Neuer Merkur • ISBN 978-3-937346-90-8<br />

1. Auflage 2013 • 49,90 Euro<br />

zirka 470 Seiten • gebunden<br />

Jetzt bestellen:<br />

Telefon (0 79 53) 718 90 08 • E-Mail buchbestellung@fachbuchdirekt.de<br />

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Editorial<br />

<strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> für die<br />

Hauswirtschaft<br />

Bereits Ende Dezember 2013 haben wir<br />

begonnen, kontinuierlich die insgesamt<br />

600 bisher erschienenen Ausgaben<br />

der <strong>rhw</strong> seit 1964 zu durchstöbern.<br />

Doch was nach trockener Archivarbeit klingt,<br />

war eine Zeitreise durch die Jahrzehnte, die<br />

uns teilweise richtig Spaß gemacht hat.<br />

Einige Dinge sind natürlich zum Schmunzeln<br />

gewesen: beispielsweise die Vorhersage,<br />

dass die Geschirrspülmaschine und der<br />

Kühlschrank bald Einzug halten werden<br />

(1964) oder dass Gäste erstmals zwischen<br />

zwei Essen in der Betriebskantine wählen<br />

konnten (1976). In den 1980er <strong>Jahre</strong>n beherrschten<br />

die Radiokativität nach Tschernobyl<br />

und die mögliche Wirkung der Mikrowellenstrahlen<br />

die Diskussion.<br />

Die damalige <strong>rhw</strong>-Chefredakteurin Beatrix<br />

Flatt, die ja heute die Redaktion vom Infodienst<br />

des Berufsverbandes Hauswirtschaft<br />

e.V. betreut, schaute sich nach dem<br />

Mauerfall in der ehemaligen DDR um und<br />

schildert uns in dieser Ausgabe ihre Erlebnisse.<br />

Etwas ernüchternd fand ich hingegen,<br />

dass schon seit über 30 <strong>Jahre</strong>n über mögliche<br />

neue Namen für Berufsgruppen in der<br />

Hauswirtschaft oder auch deren Image gesprochen<br />

wird. So sollte die Hauswirtschafterin<br />

schon mehrfach umbenannt werden –<br />

noch lange bevor es die HBL-Diskussion<br />

2013 in Bayern gab. Und zugegeben: Über<br />

das Image der Hauswirtschaft berichten<br />

auch wir – wieder einmal – in dieser Ausgabe<br />

ab Seite 46. Weil es uns ein Anliegen ist!<br />

Einige von den Fundstücken sind noch<br />

verblüffend aktuell – oder hätten Sie gedacht,<br />

dass das Pyrolyse-Verfahren, mit dem man<br />

auf Knopfdruck den Backofen reinigen lassen<br />

kann, schon im Geburtsjahr der <strong>rhw</strong>, also<br />

1964, erfunden wurde? Immerhin ein Jahr vor<br />

der Hackfleischverordnung, dessen Erwähnung<br />

viele Jahrzehnte bei keinem Hygieneseminar<br />

fehlen durfte… Sie erinnern sich?<br />

Was uns beim stundenlangen Stöbern<br />

im <strong>rhw</strong>-Archiv noch aufgefallen ist, das können<br />

Sie von Seite 16 bis Seite 25 auf zehn<br />

Seiten nachlesen. Wir hätten ja schon zehn<br />

Seiten allein über die 1960er und 1970er <strong>Jahre</strong><br />

erarbeiten können, so viel Stoff hat sich<br />

angeboten. Wer hätte beispielsweise gedacht,<br />

dass mit Karin Schlüter eine Hauswirtschaftsmeisterin<br />

bei den Olympischen<br />

Spielen 1972 in München eine Medaille erringt?<br />

Oder dass mit Edgar Bissinger ein späterer<br />

Träger des Bundesverdienstkreuzes die<br />

<strong>rhw</strong>-Redaktion geleitet hat? Oder dass beim<br />

ersten Landesleistungswettbewerb der Hauswirtschaft<br />

1977 fast 8.000 Teilnehmer allein<br />

aus Bayern dabei waren?<br />

Bei dieser Zeitreise wünsche ich Ihnen<br />

viel Spaß und danke herzlich allen, die unsere<br />

Zeitschrift sowohl als Abonnenten, Anzeigenkunden,<br />

Seminarbesucher und auch<br />

als Autoren seit so vielen <strong>Jahre</strong>n unterstützen.<br />

Mit vielen von Ihnen haben wir beim<br />

diesjährigen 16. <strong>rhw</strong>-Symposium am 22. Mai<br />

2014 gefeiert. Und festgestellt: Es gibt wohl<br />

kaum abwechslungsreichere Berufe als in<br />

der Hauswirtschaft.<br />

Ein Beleg für diese Vielfalt ist eine kürzlich<br />

eingegangene Leseranfrage einer HBL<br />

ans <strong>rhw</strong>-Expertenteam, die in Namibia auf<br />

einer Lodge arbeitet. Die <strong>rhw</strong> hat also einen<br />

größeren Leserkreis, als ich bisher dachte…<br />

Noch ein Beispiel gefällig? In der nächsten<br />

<strong>rhw</strong>-Ausgabe berichten wir über Bianca<br />

Miessler, die nach einigen <strong>Jahre</strong>n als Bezirksleiterin<br />

in einem Reinigungsunternehmen<br />

damit begonnen hat, Alpakas (also Neuweltkamele)<br />

zu züchten.<br />

Immer wenn ich in der Hauswirtschaft<br />

diese Leidenschaft spüre, macht es auch mir<br />

persönlich besonders viel Freude, für die<br />

Branche zu arbeiten – feiern wir also das erste<br />

halbe Jahrhundert der <strong>rhw</strong> und seien wir<br />

gespannt auf die Zukunft!<br />

Herzlich, Ihr<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6·2014 3


Inhalt<br />

<strong>rhw</strong><strong>management</strong> 6·2014<br />

Editorial 3<br />

Inhalt 4<br />

Thema des Monats<br />

Noch ein paar Wochen 5<br />

Aktuelles 6<br />

<strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>rhw</strong> – wir nehmen Sie mit auf eine<br />

Zeitreise! Ab Seite 16<br />

Expertenforum<br />

Die <strong>rhw</strong>-Experten 8<br />

<strong>rhw</strong>-Experte von Anfang an 10<br />

a<br />

a<br />

<strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>rhw</strong><br />

Branchen-Promis gratulieren 11<br />

„Die Problematik der Geschirrspülmaschine“ 26<br />

Verlag Neuer Merkur – damals und heute 32<br />

Zeitreise<br />

Fundstücke aus den 1960ern bis heute 16<br />

Daten und Fakten<br />

<strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> Wandel der Technik in Haushalten 27<br />

Vom Suchen und Finden 28<br />

Was unsere Leser denken 30<br />

Marktplatz<br />

Bodenreinigungsmaschine und ein Super-Buch 34<br />

Produkte der „Altenpflege“ 35<br />

Report<br />

Managerin für den gehobenen Privathaushalt 36<br />

„Wir sind die Säulen unserer Einrichtung!“ 46<br />

Die Neuheiten auf der Messe „Altenpflege“<br />

2014 Ab Seite 35<br />

Ein Porträt über Marlies Heinritzi, Hauswirtschaftsmeisterin,<br />

die im Freilichtmuseum<br />

Glentleiten arbeitet Ab Seite 39<br />

a<br />

a<br />

Porträt<br />

Wissen bewahren und weitergeben 39<br />

Fachthema<br />

Professionelle Gastlichkeit unter freiem Himmel 42<br />

Bitte alle Hand in Hand 44<br />

Steckbrief Bodenbelag: Laminat 48<br />

Service<br />

Impressum <strong>50</strong><br />

Stellenangebote/Fortbildung/<strong>Vorschau</strong> <strong>50</strong><br />

Titelfoto: TimurD/Fotolia.com<br />

Fotos: Sascha Kühnau, Christa Brand, Stein<br />

Der Sommer ist im Anmarsch – höchste Zeit,<br />

die Terrasse herzurichten! Ab Seite 42<br />

Beilagenhinweis: Dieser Ausgabe liegt das Buchprogramm des Verlags Neuer Merkur<br />

und der CC-Dr. Schutz GmbH bei. Wir bitten freundlich um Beachtung.<br />

4 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


Thema des Monats<br />

Noch ein paar Wochen …<br />

Während Deutschland noch auf seine<br />

nationale Durchführungsverordnung<br />

zur Allergeninformationspflicht<br />

bis etwa Sommer wartet, sind<br />

andere Länder der EU schon weiter. Wie<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> von Lebensmittelexpertin<br />

Maria Revermann erfahren hat, ist die<br />

nationale Umsetzung der Lebensmittelinformationspflicht<br />

für Deutschland innerhalb<br />

der nächsten ein bis zwei Monate zu<br />

erwarten.<br />

Ins Detail gegangen für die Küchenverantwortliche<br />

sind bereits nationale Verordnungen<br />

in Großbritannien, Belgien, den<br />

Niederlanden, Österreich und Griechenland.<br />

In den Niederlanden und Belgien ist<br />

es unter bestimmten Voraussetzungen<br />

möglich, auch nur mündlich auf enthaltene<br />

Allergene hinzuweisen. Unter anderem<br />

muss hierzu ein deutlich lesbares Schild<br />

im Restaurant angebracht werden und das<br />

Personal nachweislich geschult sein (Belgien).<br />

Die Bereitstellung einer Allergen-App<br />

für Smartphones, die Gäste erst herunterladen<br />

müssen, reicht nicht aus (Niederlande).<br />

Hier ein gekürzter und angepasster<br />

Auszug aus der nationalen Verordnung von<br />

Österreich:<br />

5.1 Wie sind Allergene zu deklarieren?<br />

(Art. 21 Abs. 1, Anhang II)<br />

Die spezifische Bezeichnung einer Zutat,<br />

die Allergien oder Unverträglichkeiten<br />

auslöst, ist zu verwenden, es sei denn, diese<br />

Bezeichnung bezieht sich eindeutig auf<br />

den betreffenden Stoff oder das betreffende<br />

Erzeugnis.<br />

Beispiele<br />

u „Räucherlachs“: die zusätzliche Angabe<br />

„enthält Fisch“ ist nicht erforderlich,<br />

da sich die Bezeichnung „Räucherlachs“<br />

eindeutig auf „Fisch“ bezieht.<br />

u „Räucherlachs“ als Zutat enthalten:<br />

zusätzliche Angabe „Fisch“ nicht erforderlich,<br />

jedoch ist „Räucherlachs“<br />

in der Zutatenliste hervorzuheben.<br />

Bei dem Durchschnittsverbraucher<br />

nicht allgemein bekannten Fischnamen<br />

ist ein zusätzlicher Hinweis auf Fisch<br />

notwendig.<br />

u „Topfen, Käse, Butter“: Angabe der<br />

Bezeichnung allein ist ausreichend, auf<br />

„Milch“ muss nicht hingewiesen werden.<br />

Enthalten mehrere Zutaten den gleichen<br />

allergenen Stoff und sind diese nicht<br />

ohnehin mit dem spezifischen Namen angegeben,<br />

besteht die Möglichkeit, diese<br />

mit einem Stern zu versehen und im Anschluss<br />

an die Zutatenliste mit Stern zu<br />

kennzeichnen (z.B. *enthält Sellerie).<br />

Das Thema Allergeninformationspflicht<br />

wird auch beim 12. <strong>rhw</strong>-Hygieneforum<br />

in Hannover unter dem Motto „Endspurt<br />

zur Umsetzung“ zur Sprache kommen.<br />

Das Programm für das 12. <strong>rhw</strong>-Hygieneforum<br />

am 6. November 2014 (u.a. mit<br />

den Referenten Maria Revermann und Martin<br />

Lutz vom FIGR) steht ab sofort online<br />

unter www.vnm-akademie.de. t<br />

Mehr Infos:<br />

Dem strahlenden Jubilar die besten Glückwünsche!<br />

Know-how und Kompetenz erlangt man nicht von heute auf morgen, langjährige Erfahrungen führen letztlich zum<br />

Erfolg. Verlassen Sie sich deshalb auch in Zukunft auf den kompetenten Anbieter von professioneller Reinigungstechnik.<br />

Kärcher, seit mehr als 75 <strong>Jahre</strong>n am Markt.<br />

www.kaercher.de


Aktuelles<br />

ATI ist schuld<br />

Weizenunverträglichkeit<br />

nicht nur wegen Gluten!<br />

Nicht jeder, der auf Weizen & Co im<br />

Essen reagiert, muss zwingend an<br />

der Autoimmunerkrankung Zöliakie<br />

leiden. Prof. Detlef Schuppan von der Universität<br />

Mainz hat eine andere mögliche<br />

Ursache für die Beschwerden ausgemacht:<br />

Mit seinen Forscherteams in<br />

Boston und Mainz fand er erstmals heraus,<br />

dass das Protein Amylase-Trypsin-<br />

Inhibitoren, kurz ATI, im Weizen Menschen<br />

krank machen kann. Dieser dem Getreide<br />

eigene Abwehrstoff wird gezielt bei der<br />

Züchtung der Pflanzen hinzugegeben – diese<br />

werden dadurch widerstandsfähiger.<br />

Die ATI jedoch können im Körper Reaktion<br />

auslösen, wodurch das eigene Gewebe<br />

angegriffen wird und sich die Darmschleimhaut<br />

entzündet. Die Entdeckung des<br />

Bestandteils erkläre letztlich auch, warum<br />

es mittlerweile mehr Patienten mit einer vermeintlichen<br />

Glutenunverträglichkeit gebe,<br />

so der Gastroenterologe Schuppan. „Es gibt<br />

offensichtlich mehr von diesen Substanzen<br />

in den neuen Sorten, durch Kreuzung oder<br />

durch Züchtung.“ Vielleicht ist das ein Startschuss<br />

für eine Rückkehr der ursprünglichen<br />

Getreidesorten, wie beispielsweise<br />

Waldstaudenkorn oder auch Einkorn, die<br />

ohne das Resistenz-Eiweiß auskommen –<br />

aller Wirtschaftlichkeit zum Trotz?<br />

Als Therapie wird ATI-Patienten empfohlen,<br />

auf Lebensmittel mit Gluten zu verzichten<br />

oder auf Bio-Produkte zurückzugreifen,<br />

um die Gluten-Sensitivität unter<br />

Kontrolle zu bekommen.<br />

t<br />

<strong>rhw</strong>-Newsticker<br />

Fischölkapseln nutzlos? Sie werden<br />

millionenfach verkauft und sind laut einem<br />

Bericht der Süddeutschen Zeitung<br />

vom 3.5.2014 vermutlich so gut wie wirkungslos.<br />

Kanadische Forscher (Canadian<br />

Journal of Cardiology) haben im<br />

Archiv nachgeschaut und festgestellt,<br />

dass die seit über 40 <strong>Jahre</strong>n zitierte<br />

Studie zu den vermeintlich positiven<br />

Effekten von Fischöl nur auf einer Untersuchungsgruppe<br />

von sieben (!) Eskimos<br />

beruht. Zudem wurde in der Studie<br />

von 1971 gar nicht deren Herzgesundheit<br />

untersucht. Fazit der Forscher:<br />

Statt Fischöl zu nehmen, sollte<br />

man sich für seine Herzgesundheit lieber<br />

regelmäßig bewegen, vielfältig ernähren<br />

und versuchen, im Alltag gelassener<br />

zu sein.<br />

VdK klagt wegen Pflegenotstand: Der<br />

Sozialverband VdK will vor das Bundesverfassungsgericht<br />

ziehen, um die<br />

Situation der Pflege in Deutschland zu<br />

verbessern. Der Verband werde in<br />

Karlsruhe gegen „grundrechtswidrige<br />

Zustände“ im deutschen Pflegesystem<br />

klagen, kündigte VdK-Präsidentin Ulrike<br />

Mascher in der Süddeutschen Zeitung<br />

an. Der VdK will gleich mit zehn<br />

Musterklägern nach Karlsruhe ziehen,<br />

um die ganze Breite der Pflegeprobleme<br />

abzudecken. Eine echte Pflegereform<br />

wurde politisch bisher immer wieder<br />

verschoben.<br />

Berufsverband Hauswirtschaft e.V.<br />

Neues Präsidium gewählt –<br />

Ute Krützmann 1. Vorsitzende<br />

Auf der <strong>Jahre</strong>stagung des Berufsverband<br />

Hauswirtschaft e.V. in Eisenach<br />

wurde am 13.<br />

Mai 2014 Ute<br />

Krützmann zur<br />

neuen Vorsitzenden<br />

gewählt. Der<br />

bisherige 2. Vorsitzende,<br />

Wolfgang<br />

Neises, stellte sich<br />

nicht zur Wahl. Zur<br />

neuen 2. Vorsitzenden<br />

des Verbandes<br />

wurde Susanne<br />

Hoppe gewählt.<br />

Mehr zur<br />

Ute Krützmann<br />

(1. Vorsitzende)<br />

links und<br />

Susanne Hoppe<br />

(2. Vorsitzende)<br />

rechts<br />

<strong>Jahre</strong>stagung lesen Sie in der kommenden<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 7/2014.<br />

t<br />

Essen verschenken: Auf dem Portal<br />

Foodsharing.de kann jeder, der zuviel<br />

Essen übrig hat, dieses von ehrenamtlichen<br />

Helfern kostenlos abholen lassen<br />

oder selbst anbieten. Rund 40.000<br />

Nutzer gibt es bereits, darunter in München<br />

ein zwölfjähriger Bub, der wöchentlich<br />

sein Kinderzimmer zum Essenverschenken<br />

öffnet. Neben vielen<br />

privaten Nutzern finden sich auch Bäckereien,<br />

Supermärkte und Betriebskantinen<br />

unter den Spendern.<br />

Neues bei Smoothfood: Glühwein,<br />

Cola, Bier oder Prosecco für Menschen<br />

mit Schluckstörungen? Das funktioniert<br />

mit dem Biozoon Air-Set für die Herstellung<br />

luftiger Schäume für die basale<br />

Stimulation. Diese gibt es jetzt<br />

auch als Starterset mit Einzelportionen.<br />

Mehr unter smoothfood.de.<br />

Kennen Sie schon den monatlichen <strong>rhw</strong>-<br />

Newsletter? Jetzt kostenlos anmelden<br />

unter <strong>rhw</strong>.redaktion@vnmonline.de<br />

Weitere tagesaktuelle Meldungen finden Sie<br />

unter http://twitter.com/<strong>rhw</strong><strong>management</strong><br />

Fotos: Sasajo/Fotolia.com, Beatrix Flatt, Miele<br />

6


„Edition 90“<br />

<strong>rhw</strong> wird <strong>50</strong> –<br />

Miele Professional wird 90<br />

Nicht nur <strong>rhw</strong> feiert in diesem Jahr ein Jubiläum;<br />

der Reinigungsgerätehersteller<br />

Unger wird ebenso <strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> wie auch<br />

der Brotaufstrich Nutella. Miele Professional<br />

kann sogar auf eine noch längere Betriebsgeschichte<br />

zurückblicken. 1924 produzierte Miele<br />

die ersten gewerblichen Trommelwaschmaschinen.<br />

Was damals begann, hat sich bis<br />

heute zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt.<br />

Anlässlich des Jubiläums erscheinen seit Mai<br />

Aktuelles<br />

unter dem Namen „Edition 90“ Jubiläumsmodelle:<br />

Eine Waschmaschine und drei passende<br />

Trockner werden in limitierter Stückzahl angeboten.<br />

Die Aktionsmodelle stammen aus<br />

der Baureihe „Kleine Riesen“ und sind im Set<br />

besonders preisgünstig. Wer die Waschmaschine<br />

zusammen mit dem passenden Abluft-<br />

, Kondens- oder Wärmepumpentrockner kauft,<br />

spart in Deutschland 4<strong>50</strong> Euro gegenüber vergleichbaren<br />

Serienmodellen.<br />

t<br />

Hochwirksam gegen<br />

alle Viren (inkl. Noro-<br />

Viren)<br />

Aldehyd- und alkoholfrei<br />

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eine Wäscherei<br />

mit Miele-<br />

Maschinen in<br />

den 19<strong>50</strong>er<br />

<strong>Jahre</strong>n<br />

Studie<br />

Selen und Vitamin E nur bei<br />

Mangelzuständen einnehmen<br />

Vitamine und Spurenelemente sind für<br />

den menschlichen Körper unerlässlich,<br />

doch eine Überversorgung kann der<br />

Gesundheit schaden und sogar das Risiko<br />

für eine Krebserkrankung erhöhen. Eine Einnahme<br />

von Nahrungsergänzungsmitteln ist<br />

nur bei Mangelzuständen sinnvoll und soll<br />

nur auf medizinischen Rat hin erfolgen, rät<br />

die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie<br />

(DGE) anlässlich einer neu erschienenen<br />

Studie zu Selen und Vitamin E.<br />

Beiden Substanzen sagt man eine schützende<br />

Wirkung in Bezug auf Krebserkrankungen<br />

nach. Das vom US-National Cancer<br />

Institute finanzierte „Selenium and Vitamin<br />

E Cancer Prevention Trial“ (SELECT), ging<br />

dieser Vermutung nach. Es war die größte<br />

jemals zur Vorbeugung von Prostatakrebs<br />

durchgeführte Studie. Professor Dr. med.<br />

Axel Heidenreich, Direktor der Urologischen<br />

Klinik am Universitätsklinikum Aachen erläutert:<br />

„Vor sechs <strong>Jahre</strong>n wurde sie abgebrochen,<br />

als eine Zwischenauswertung ergab,<br />

dass Vitamin E nicht vor Krebs schützt,<br />

sondern das Krebsrisiko sogar erhöht.“<br />

Kürzlich zeigte sich in einer weiteren<br />

Auswertung, dass auch Selen das Krebsrisiko<br />

steigert, es kam zu einem Anstieg von<br />

„high-grade“ Prostatakarzinomen. Betroffen<br />

waren nur Männer, die zu Beginn der Studie<br />

ausreichend mit dem Spurenelement versorgt<br />

waren, wie die Bestimmung der Selenkonzentration<br />

in Zehnagel-Proben ergab.<br />

„Dies bedeutet, dass das Spurenelement<br />

Selen, das der Körper in geringen Mengen<br />

benötigt, in höheren Dosierungen schadet“,<br />

bilanziert Prof. Dr. med. Dr. h.c. Herbert Rübben,<br />

Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum<br />

Essen. „Vitamine und Spurenelemente<br />

kann man analog zu Arzneimitteln<br />

betrachten, die nur in der richtigen<br />

Dosis von Nutzen sein können, in zu großer<br />

Menge aber auch zum Gift werden können.“<br />

t<br />

B 15 Wischdesinfektion<br />

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B 15 vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch<br />

stets Etikett und Produktinformationen<br />

lesen.<br />

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<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6·2014 7<br />

Perfekter Schutz mit System<br />

Hygienesystem


Expertenforum<br />

Die <strong>rhw</strong>-Experten<br />

Antwort von Sascha Kühnau<br />

Hygienevorschriften<br />

c Ich arbeite als Teamleiterin für die<br />

Hauswirtschaft in einer Behinderteneinrichtung<br />

mit zirka 25 Bewohnern. Unter der<br />

Woche werden wir von einer Großküche mit<br />

Mittagessen beliefert. Frühstück und<br />

Abendessen sowie an den Wochenenden<br />

das Mittagessen bereiten die Betreuer der<br />

drei Gruppen selbst zu. Alle zwei <strong>Jahre</strong> erhalten<br />

diese Fachbetreuer eine Hygieneschulung.<br />

Inwieweit greifen in unserem Fall<br />

die vorgeschriebenen Hygienevorschriften,<br />

wie beispielsweise Haarnetze, Schutzkleidung,<br />

Einmalhandschuhe, Rückstellproben,<br />

Temperaturmessung usw.?<br />

d Für das Lebensmittelhygienekonzept in<br />

Ihrer Einrichtung ist der Unternehmer (also<br />

der Leiter oder Träger) verantwortlich. Welche<br />

Regelungen er festlegt, ist seine unternehmerische<br />

Entscheidung.<br />

Orientierung und Hilfe gibt es in der Leitlinie<br />

„Wenn in sozialen Einrichtungen gekocht<br />

wird.“ Dort wird in einem Kapitel genau<br />

darauf eingegangen.<br />

Es wird unter anderem erwähnt,<br />

u dass in der Küche unbedingt separate<br />

Schutzkleidung getragen wird,<br />

u lange Haare zusammengenommen werden<br />

und<br />

u Hände regelmäßig und nach Verschmutzung<br />

gewaschen werden müssen.<br />

Ob und welche Rückstellproben genommen<br />

werden, ist selbst zu entscheiden.<br />

Dies kann auch mit dem zuständigen Veterinäramt<br />

abgestimmt werden. Wo wann welche<br />

Temperatur gemessen wird, ist ebenfalls<br />

selbst zu entscheiden. Dies kann auch<br />

mit dem zuständigen Veterinäramt abgestimmt<br />

werden.<br />

Desinfizierendes<br />

Waschpulver?<br />

c In unserer Küche einer WfbM bemängelte<br />

die Lebensmitteüberwachung vor<br />

kurzem unsere farbige Arbeitsbekleidung<br />

(T-Shirts, Sweatshirts, Polos in dunkelblau<br />

oder hellgrün) und forderte ausdrücklich<br />

„weiße Kochjacken“ ein. Da unsere betreuten<br />

Küchenmitarbeiter teilweise motorisch<br />

eingeschränkt sind, halten wir T-<br />

Shirts, Polos und Sweatshirts für sinnvoller.<br />

Wir sind eine Ausgabeküche, produzieren<br />

allerdings im wöchentlichen Wechsel<br />

selbst gekochte Eintöpfe zum Verkauf<br />

in unserer Bäckerei. Kann „Weiß“ als Bekleidungsfarbe<br />

in Küchen eingefordert<br />

werden?<br />

Unsere Küchenarbeitsbekleidung waschen<br />

wir selbst bei 60 Grad Celsius. Ist<br />

diese Temperatur ausreichend und ist ein<br />

desinfizierendes Waschpulver sinnvoll oder<br />

gar notwendig?<br />

Der Kontrolleur forderte Rückstellproben<br />

je Essenkomponente von 200 Gramm<br />

ein. Gibt es überhaupt Speisekomponenten,<br />

von denen keine Rückstellproben notwendig<br />

sind/gefordert werden?<br />

d Allgemein ist es im Ermessensspielraum<br />

der Küchen/Einrichtungen (HACCP-Konzept),<br />

ob eine besondere „Gefährdung“ vorliegt<br />

(z. B. eine Nutzung von desinfizierenden<br />

Waschmitteln).<br />

Eine weiße Kochkleidung ist zwar traditionell<br />

– aber gesetzlich nicht vorgeschrieben.<br />

Sie müssen nachweisen, dass die Kochkleidung<br />

hygienisch einwandfrei aufbereitet<br />

wurde. 60 Grad Celsius und Vollwaschmittel<br />

sind ein sehr guter Anfang.<br />

Perfekt wäre der Einsatz eines desinfizierenden<br />

Waschmittels bei gleichzeitigem<br />

Einhalten der notwendigen Prozessparameter<br />

(Temperatur, Haltezeit, Flottenverhältnis,<br />

Dosierung). Ob dies bei Ihrem Kundenklientel<br />

und Versorgungssystem notwendig<br />

ist, müssen Sie in der Gefährdungsanalyse<br />

in Ihrem Lebensmittelhygienekonzept<br />

erarbeitet haben.<br />

Rückstellproben sind gesetzlich nur vorgeschrieben,<br />

wenn man nicht durcherhitzte,<br />

roheihaltige Speisen anbietet. Ansonsten<br />

sind Rückstellproben nur ein Nachweismittel,<br />

dass eine auftretende Lebensmittelinfektion<br />

nicht durch die Speisen der<br />

Küche verursacht wurde. Grundsätzlich gibt<br />

es also keine gesetzliche Verpflichtung. Sie<br />

sind lediglich Hilfsmittel zur Haftungsabwehr.<br />

Wenn eine Rückstellprobe sinnvoll sein<br />

soll, müssen je Komponente 100 Gramm<br />

bzw. Milliliter genommen werden. Diese Probe<br />

ist im Untersuchungsfall zu teilen, um<br />

eine chargengleiche Gegenprobe machen<br />

zu können. Wahrscheinlich hat Ihr Aufsichtsbeamter<br />

deshalb die 100 Gramm verdoppelt,<br />

damit die Menge reicht. Juristisch<br />

ist das schon wieder angreifbar, da unterstellt<br />

werden kann, dass die ersten 100<br />

Gramm von einer anderen Charge als die<br />

zweiten 100 Gramm stammen können.<br />

Das <strong>rhw</strong>-Expertenteam für Ihre Fragen<br />

Karin Beuting-Lampe<br />

Organisationsberaterin<br />

und Fortbildungsreferentin<br />

Dr. Dieter Bödeker<br />

Andreas Carl<br />

Berater für<br />

Hauswirtschaft<br />

und Reinigung<br />

Peter Hützen<br />

M. Christine Klöber<br />

Beraterin zu Wäsche-<br />

Management und<br />

Wirtschaft<br />

Ralf Klöber<br />

Sascha Kühnau<br />

Berater für Ernährung,<br />

Hygiene und Qualitäts<strong>management</strong><br />

Hygieneberater,<br />

Wedemark<br />

Fachanwalt für<br />

Arbeitsrecht,<br />

Bird&Bird, Düsseldorf<br />

Berater für<br />

Groß küchen und<br />

Kundenorientierung<br />

Sie erreichen das <strong>rhw</strong>-Expertenteam unter: <strong>rhw</strong>.redaktion@vnmonline.de<br />

Bitte beachten Sie: Unsere <strong>rhw</strong>-Experten helfen Ihnen bei der Interpretation der aktuellen Gesetzesvorschriften, geben damit aber keine rechtliche Beratung.<br />

8 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6·2014


Expertenforum<br />

Bitte suchen Sie das Fachgespräch mit dem Aufsichtsbeamten<br />

und bitten um die verbindlichen Rechtsquellen,<br />

von denen die Forderungen abgeleitet sind.<br />

Antwort von Dr. Dieter Bödeker<br />

Bußgeld bei lackierten<br />

Fingernägeln<br />

c In den <strong>rhw</strong>-Ausgaben vom April und März machten Sie<br />

aufgrund einer Anfrage darauf aufmerksam, dass im Umgang<br />

mit Lebensmitteln lackierte Fingernägel und andere<br />

Nagelverschönerungen gar nicht erlaubt sind. Hierzu<br />

suche ich die gesetzliche Grundlage.<br />

Wir haben dies im Hygieneplan auch verankert, aber<br />

es wird vom Arbeitgeber nicht gut verfolgt, ob die Vorgaben<br />

auch eingehalten werden. Wir sind eine Behinderteneinrichtung<br />

und haben Mitarbeiter auch in der Pflege,<br />

die sich an diese Vorgaben nicht halten. Ich hätte es gerne<br />

geregelt, benötige aber den gesetzlichen Rahmen dafür.<br />

d Ein Gesetz zum Verbot solcher Nagelverschönerungen<br />

im Lebensmittelbereich gibt es nicht. Jedoch gibt es in den<br />

einschlägigen normativen Grundlagen einige eindeutige<br />

Vorgaben, was die Händehygiene anbelangt.<br />

u So finden sich detailliert formulierte Anforderungen an<br />

die Händehygiene im Lebensmittelbereich in der DIN<br />

10<strong>50</strong>6. Dort steht unter Punkt 5.8 Personalhygiene:<br />

„Schmuck, Uhren, sichtbare Piercings und sichtbarer<br />

Haarschmuck, lackierte und künstliche Fingernägel sowie<br />

künstliche Wimpern sind im Produktionsbereich<br />

verboten.“<br />

u Auch in den „Hygieneanforderungen beim Umgang mit<br />

Lebensmitteln in Krankenhäusern, Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen“<br />

der DGKH sind ähnliche Vorgaben<br />

enthalten (Siehe auch HDE-Leitlinie für eine gute<br />

Verfahrenspraxis gemäß der Verordnung (EG) Nr.<br />

852/2004 über Lebensmittelhygiene.)<br />

u Was die Händehygiene in der Pflege anbelangt, so werden<br />

die Anforderungen in der erst kürzlich aktualisierten<br />

TRGA 2<strong>50</strong> (27.3.2014) im Punkt 4.1.7 präzisiert dargestellt:<br />

„Bei Tätigkeiten, die eine hygienische Händedesinfektion<br />

erfordern, dürfen an Händen und Unterarmen<br />

z.B. keine Schmuckstücke, Ringe, einschließlich<br />

Eheringe, Armbanduhren, Piercings, künstlichen Fingernägel,<br />

sogenannte Freundschaftsbänder getragen<br />

werden. Fingernägel sind kurz und rund geschnitten zu<br />

tragen und sollen die Fingerkuppe nicht überragen. Hinweis:<br />

Lackierte Fingernägel können den Erfolg einer<br />

Händedesinfektion gefährden. Deswegen ist im Rahmen<br />

der Gefährdungsbeurteilung zu entscheiden, ob<br />

auf Nagellack verzichtet werden muss.“<br />

Beachten Sie, dass Vorgaben der Berufsgenossenschaften<br />

verbindliche Vorgaben für Arbeitgeber und Arbeitnehmer<br />

sind und dass eine Nichtbeachtung, insbesondere<br />

dann, wenn dadurch Schäden an Menschen verursacht<br />

werden, ein empfindliches Bußgeld zur Folge haben<br />

kann. Zu bedenken ist in allen Fällen auch, dass das<br />

Tragen von Handschuhen immer nur als zusätzlicher<br />

Schutz anzusehen ist und niemals – weder im Umgang<br />

mit Lebensmitteln noch in der Pflege – als Korrektur oder<br />

„Alibi“ für unzureichende Händehygiene dienen darf.<br />

Perfekte Reinigung<br />

und Pflege<br />

- typisch Miele<br />

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Expertenforum<br />

<strong>rhw</strong>-Experte<br />

von Anfang an<br />

Sascha Kühnau aus Berlin ist als einziger <strong>rhw</strong>-Experte seit der<br />

Gründung des Expertenrats vor 14 <strong>Jahre</strong>n durchgehend mit dabei,<br />

erhielt und beantwortete somit auch die meisten Fragen in<br />

all den <strong>Jahre</strong>n. Als Fach- und Buchautor für <strong>rhw</strong> <strong>management</strong><br />

ist er ebenso bekannt und war Referent des ersten <strong>rhw</strong>-Seminars<br />

überhaupt im <strong>Jahre</strong> 2004. Ein Beitrag über seinen Werdegang<br />

und seine Vorliebe für Asien.<br />

Sascha Kühnau ist ausgebildeter Koch,<br />

hat in der Hotellerie gelernt und im<br />

Krankenhaus und in der Gastronomie<br />

gearbeitet. Seinen Zivildienst absolvierte er<br />

in einem Seniorenheim – und ist seitdem von<br />

der Welt der Senioren „infiziert“.<br />

Da während der Wiedervereinigung die<br />

Hotelfachschule abgewickelt wurde, an der<br />

er einen Studienplatz hatte, orientierte er<br />

sich neu und machte in 13 Monaten berufsbegleitend<br />

an der Volkshochschule sein Abitur.<br />

An der Fachhochschule Anhalt in Bernburg<br />

wurde der Studiengang Ökotrophologie<br />

1992 neu angeboten und Sascha Kühnau<br />

war gleich im ersten Durchgang dabei. Um<br />

das Studium zu finanzieren, arbeitete er bei<br />

verschiedenen Partyservice-Unternehmen<br />

als Leihkoch sowie als Ferienbetreuung in<br />

einer Schule für schwerst-mehrfach- und<br />

geistig behinderte Kinder.<br />

Nicht angestrebt –<br />

und doch selbstständig<br />

Entgegen seinem Vorhaben, sich nie<br />

selbstständig zu machen, wurde er 1996 freiberuflicher<br />

Referent und Berater in der Hauswirtschaft<br />

mit einem Seminarangebot über<br />

konstant 40 Wochenstunden. Zielgruppe waren<br />

Hauswirtschafterinnen, die auf dem<br />

zweiten Bildungsweg ausgebildet wurden.<br />

Aber auch angehende Butler<br />

und Jugendliche zur Haftvermeidung bildete<br />

er hauswirtschaftlich weiter.<br />

Ab 1998 kamen vermehrt Fachweiterbildungen<br />

für Hygienebeauftragte sowie zu den<br />

Themen Seniorenverpflegung, Seniorendiätetik<br />

und Qualitäts<strong>management</strong> in der Hauswirtschaft<br />

deutschlandweit hinzu. Derzeitig<br />

sind seine Tätigkeitsschwerpunkte die Schulung<br />

und Beratung auf allen Gebieten der<br />

Oecotrophologie, besonders im Fokus sind<br />

zurzeit Prozessaudits. Ein weiterer Schwerpunkt<br />

ist die Ausbildung von Fachwirten für<br />

Seniorenverpflegung, die umfangreichste<br />

Praxis-Weiterbildung in dieser Branche.<br />

Sascha Kühnau ist verheiratet und hat<br />

zwei Söhne. „Meine Frau hält mir den Rücken<br />

frei, die ganze Familie ist mein Kraftspender<br />

zu Hause.“ Bei seinen beiden Jungs<br />

hat er jeweils ein dreiviertel Jahr die Elternzeit<br />

übernommen und hat dabei die dringendsten<br />

beruflichen Aufträge in den Ferienzeiten<br />

seiner Frau absolviert.<br />

Fasziniert von asiatischer<br />

Gelassenheit<br />

Und womit beschäftigt sich Sascha Kühnau<br />

in seiner Freizeit? „Ich bin Dan-Träger<br />

im Goju Ryu Karate Do. Diese Kampfkunst<br />

betreibe ich neben Tai Chi seit meinem Studium.“<br />

Er ist fasziniert von der asiatischen<br />

Gelassenheit, die er zu seinem Lebensvorbild<br />

gemacht hat und selbst praktiziert. Die<br />

asiatische Lebensart konnte er auf zahlreichen<br />

selbst organisierten Fernreisen erleben<br />

und schätzen lernen. Der bekennende Genussmensch<br />

hat Tees in mehr als zehn Anbaugebieten<br />

weltweit verkostet und schätzt<br />

So startete der <strong>rhw</strong>-Expertenrat im Oktober<br />

2010: Von Beginn an dabei war Sascha<br />

Kühnau (außerdem Walter Lutz vom FIGR<br />

und Rechtsanwältin Kirsten Weigmann)<br />

Gibt es eine Expertenfrage, die er gerne<br />

beantwortet hätte, die aber bisher noch<br />

nicht gestellt wurde? „Ja, sie würde lauten:<br />

Wie kann die ungeheure Aufgabenvielfalt<br />

und -fülle bewältigt werden?“, so<br />

Sascha Kühnau<br />

die Erfahrungen und Traditionen in der Verpflegung,<br />

die er in allen Ländern erlebte. Außerdem<br />

genießt er klassische Musik in Oper,<br />

Konzert und Ballett – trotz der eigenen Unfähigkeit<br />

zu musizieren. Und er ist erfreut<br />

und fasziniert, wie seine Söhne die Welt für<br />

sich entdecken.<br />

Seit der Gründung des Expertenrats in<br />

der <strong>rhw</strong> im Oktober 2000 ist Sascha Kühnau<br />

als viel gefragter Experte dabei, bereits seit<br />

1997 schreibt er regelmäßig Fachartikel für<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> und agiert als Referent für<br />

<strong>rhw</strong>-Symposien und Seminare. Und was<br />

könnte man bei <strong>rhw</strong> besser machen? „Empfehlen<br />

würde ich, bei der Bildauswahl kritischer<br />

zu sein, denn die Bilder empfinde ich<br />

manchmal als verbesserungswürdig. Aber<br />

ansonsten finde selbst ich als alter Hase immer<br />

neues Wissen, neue Anregungen und<br />

Quellen. Vor allem die scheinbar branchenfremden<br />

Themen geben mir immer wieder<br />

Impulse.“<br />

t Alexandra Höß<br />

Große <strong>rhw</strong>-praxis-Sonderausgabe<br />

zum <strong>50</strong>. der <strong>rhw</strong><br />

Mitte Juni erscheint eine ganz besondere<br />

<strong>rhw</strong> praxis. In Ausgabe 2/2014<br />

„Leserfragen und Expertenrat“ haben<br />

wir erstmals die beliebtesten Fragen<br />

der Leser gebündelt und komplett von<br />

allen <strong>rhw</strong>-Experten auf den Wissensstand<br />

von 2014 bringen lassen. Hinzu<br />

kommen Porträts und sehr persönliche<br />

Interviews mit den <strong>rhw</strong>-Experten. Die<br />

nächste <strong>rhw</strong> praxis ist also ein echtes<br />

Sammlerstück. Auch als Einzelheft für<br />

16,<strong>50</strong> Euro in Kürze zu bestellen unter<br />

www.fachbuchdirekt.de.<br />

10 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


<strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>rhw</strong><br />

Branchen-Promis<br />

gratulieren<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> feiert <strong>50</strong> <strong>Jahre</strong>. Jeder verbindet etwas anderes<br />

mit der Zeitschrift, für viele ist sie ein Begleiter auf dem<br />

privaten und beruflichen Lebensweg. Wir baten einige Vertreter<br />

der Branche um ihre persönlichen Antworten und danken<br />

ihnen, dass sie uns über so viele <strong>Jahre</strong> begleitet haben!<br />

Zweimal runder<br />

Geburtstag<br />

An eine Zeit ohne die „Rationelle“<br />

kann ich mich nicht erinnern. Kein<br />

Wunder, feiern wir doch in diesem<br />

Jahr denselben runden Geburtstag… Sie<br />

begleitet mich, seit ich meine Ausbildung<br />

begonnen habe, zuerst im Ausbildungsbetrieb,<br />

dann bei den Arbeitgebern und<br />

schließlich, seitdem ich selbstständig bin,<br />

im eigenen Abo.<br />

Ich erinnere mich noch gut, wie ich im<br />

Jahr 2000 mit viel Herzklopfen meinen ersten<br />

Beitrag (zum Thema „Service im Hausrestaurant“)<br />

an die Redaktion geschickt<br />

habe und was für ein großartiges Gefühl<br />

es war, dann einige Wochen später den<br />

Text und meinen Namen im Heft zu lesen!<br />

Alexandra Höß war damals Chefredakteurin<br />

und als sie mich dann 2003 zum<br />

ersten <strong>rhw</strong>-Hygieneforum als Referentin<br />

einlud, war ich hin- und hergerissen zwischen<br />

Stolz und Magenkribbeln vor meinem<br />

ersten Auftritt vor großem Publikum.<br />

Kurz darauf hielt ich in Köln mein erstes<br />

Seminar für die <strong>rhw</strong>-Akademie mit Teilnehmerinnen<br />

aus ganz Deutschland. Nach<br />

der Vorstellungsrunde mussten wir uns<br />

aufgrund der vielen unterschiedlichen Dialekte<br />

darauf einigen, dass wir alle versuchen,<br />

das zu sprechen, was wir für Hochdeutsch<br />

halten…<br />

Mein erstes Buch, sechsmal die Moderation<br />

des <strong>rhw</strong>-Symposiums, diverse<br />

Fachartikel und viele, viele Seminare: es<br />

verbindet mich eine ganze Menge mit der<br />

<strong>rhw</strong>. Besonders gefreut hat mich natürlich<br />

mein Konterfei auf der Titelseite der Ausgabe<br />

8/2010, das die Mutter meines damaligen<br />

Freundes (und heutigen Ehemanns)<br />

zu der spontanen Frage veranlasste,<br />

ob das wohl ihre zukünftige<br />

Schwiegertochter sei.<br />

t Carola Reiner,<br />

CCR Unternehmensberatung<br />

Was im Gründungsjahr<br />

noch so passierte<br />

Im Gründungsjahr der <strong>rhw</strong> beschäftigte<br />

sich die Welt mit: Martin Luther King,<br />

er erhält den Friedensnobelpreis. In der<br />

Bundesrepublik Deutschland erhalten wir<br />

den Zebrastreifen. In Washington tritt das<br />

Bürgerrechtsgesetz zur Aufhebung der<br />

Rassentrennung in Kraft. Die Deutsche<br />

Bundesbank gibt die ersten Banknoten im<br />

Wert von 1.000 Deutsche Mark mit einer<br />

Abbildung des Limburger Doms heraus.<br />

Der Bayerische Rundfunk bietet seinen<br />

Zuschauern als erster ein drittes Fernsehprogramm<br />

und der Deutsche Bundestag<br />

stimmt der Gründung der Stiftung Warentest<br />

zu. IBM stellt den Großrechner<br />

System/360 vor, während die Beatles mit<br />

fünf Singles die Plätze 1 bis 5 der amerikanischen<br />

Charts belegen. Nicht Bayern,<br />

sondern der 1. FC Köln wird deutscher Fußballmeister.<br />

Ilse Aigner, Jan-Josef Liefers<br />

und die <strong>rhw</strong> wurden geboren.<br />

Viele gesellschaftliche Ereignisse, politische<br />

Weichenstellungen und Entschei-<br />

Ohne zuverlässige<br />

Desinfektion<br />

droht akute<br />

Lebensgefahr!<br />

Die maschinell thermische bzw. chemothermische<br />

desinfizierende Aufbereitung von<br />

Wischbezügen in Waschmaschinen regeln<br />

die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts.<br />

Diesen strengen Richtlinien entsprechend<br />

hat Schneidereit Professional mit SMAS ®<br />

die Moppwäsche und die desinfizierende<br />

Aufbereitung in einem durchgängigen<br />

Prozess entwickelt. Bei Bedarf kann die<br />

Desinfektion per Knopfdruck durch<br />

das Reinigungspersonal aktiviert werden.<br />

Der vor äußeren Einflüssen geschützte<br />

Prozess garantiert zuverlässige Ergebnisse.<br />

Unser Waschmittel BasePro in Kombination<br />

mit unserem Desinfektionsmittel BasePro<br />

Des60 ist in der Desinfektionsmittelliste des<br />

VAH (ehemals DGHM) eingetragen, sowie<br />

zur chemothermischen Desinfektion in der<br />

RKI-Liste, Wirkungsbereiche A und B gemäß<br />

§ 18.1 lfSG gelistet.<br />

Schneidereit GmbH<br />

Kärntener Straße 19 · 42697 Solingen (Germany)<br />

Telefon +49 212 7000-0 · Fax +49 212 7000-54<br />

info@schneidereit.com · www.schneidereit.com<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014 11<br />

Wir bilden aus!<br />

typonetzwerk.de<br />

Frank Boston | fotolia.com


<strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>rhw</strong><br />

Die Hauswirtschaft<br />

braucht solch ein<br />

Pressemedium<br />

Ich möchte Ihnen herzlich zum <strong>50</strong>-jährigen<br />

Jubiläum der <strong>rhw</strong> <strong>management</strong><br />

gratulieren. Die Hauswirtschaft braucht<br />

solch ein kompetentes und engagiertes<br />

Pressemedium!<br />

t Prof. Elke Huth, Hamburg<br />

dungen sind in diesen <strong>50</strong> <strong>Jahre</strong>n vor sich<br />

gegangen. An Vieles kann man sich nicht<br />

mehr erinnern und bei ebenso Vielem<br />

konnte man sich nicht vorstellen, dass es<br />

passieren würde.<br />

Eine Konstante ist das Erscheinen der<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong>. Dass dies so bleibt und<br />

weiterhin mit Distanz, Objektivität, Professionalität<br />

und Weitblick den Leser/innen<br />

über hauswirtschaftliche Fachbereiche<br />

berichtet wird, wünsche ich dem gesamten<br />

Team der <strong>rhw</strong> <strong>management</strong>.<br />

t M. Christine Klöber,<br />

Trainerin KlöberKASSEL<br />

Begegnungen<br />

mit Folgewirkungen<br />

Ich kannte die <strong>rhw</strong> schon, als sie noch<br />

die Rationelle war. Durch sie habe ich<br />

Menschen kennengelernt, die für mich<br />

wichtige Wegbegleiter/innen geworden<br />

sind. Vor rund dreißig <strong>Jahre</strong>n waren es zuerst<br />

Artikel, die mich beeindruckt haben<br />

und die zu Beginn meiner Berufstätigkeit<br />

überlebensnotwendig waren, so z. B. die<br />

mehrteilige Reihen von Gertrud Schwertfeger<br />

zur hauswirtschaftlichen Berufsbildung.<br />

Auf wunderbar klare Art und Weise<br />

waren die verschiedenen Berufe mit ihren<br />

Rechtsregelungen dargestellt. Für eine Bildungsreferentin<br />

im Meinwerk-Institut über<br />

viele <strong>Jahre</strong> eine kleine wertvolle Schatztruhe.<br />

Ein zweiter Bericht, der mich sehr beeindruckt<br />

und geprägt hat, war der Einblick<br />

in das Arbeitsfeld von Hannelore<br />

Werthmann als Hauswirtschaftsleiterin in<br />

einer Reha-Einrichtung für suchtkranke<br />

Menschen. Dieser Artikel hat für mich die<br />

Perspektive hin zur hauswirtschaftlichen<br />

Betreuung und Therapie geöffnet, der ich<br />

mit aller Konsequenz gefolgt bin. Sehr<br />

spannend war es damals, den Frauen auch<br />

persönlich zu begegnen. Und eine wirkliche<br />

Bereicherung, ein Stück des Weges<br />

mit Ihnen gemeinsam zurückgelegt zu haben.<br />

Danke für die Kontaktanbahnung!<br />

t Martina Feulner,<br />

H wie Hauswirtschaft, Freiburg<br />

20 <strong>Jahre</strong> <strong>rhw</strong>-Leser und<br />

17 <strong>Jahre</strong> Autor<br />

Während des Studiums der Ökotrophologie<br />

an der FH Anhalt war ich<br />

stets auf der Suche nach der professionellen<br />

Hauswirtschaft in der beruflichen<br />

Praxis. 1994 wurde ich deshalb Mitglied<br />

im heutigen Berufsverband Hauswirtschaft<br />

und hörte von den Berliner Kolleginnen,<br />

dass es eine Fachzeitschrift, die<br />

„rationelle hauswirtschaft“, gäbe. Und<br />

siehe da, nach einigen Nachfragen wurde<br />

sie sogar in der Hochschulbibliothek gelistet,<br />

sodass ich regelmäßig einige Einblicke<br />

in die Nöte der Praktikerinnen erhalten<br />

konnte.<br />

Durch meine Vorliebe für Wirtschafts<strong>management</strong><br />

entstand dann die Idee, meine<br />

Diplomarbeit über „Qualitäts<strong>management</strong><br />

in der Hauswirtschaft“ zu schreiben.<br />

Dies gipfelte in der Aussage, dass die Wissenschaft<br />

der Oecotrophologie der Dienstleister<br />

der hauswirtschaftlichen Praxis<br />

sein müsse. Denn die Praxis ist der Gradmesser<br />

für die Qualität der Wissenschaft.<br />

Das war im <strong>Jahre</strong> 1996 vollkommen ungewohnt<br />

und von einigen reinen Wissenschaftlerinnen<br />

nicht gern gehört. Heute<br />

ist dies gelebte wissenschaftliche Praxis in<br />

vielen Bereichen.<br />

Doch wer solche Aussagen postuliert,<br />

muss sich dieser Herausforderung auch<br />

stellen. Also bot ich der damaligen Chefredakteurin<br />

Alexandra Höß unverfroren<br />

an, einige Abschnitte meiner Diplomarbeit<br />

für die <strong>rhw</strong> praxistauglich umzuschreiben.<br />

In den Diskussionen mit den Kolleginnen<br />

des Berufsverbandes in Berlin hatte ich<br />

erlebt, wie wenig greifbar – geschweige<br />

denn umsetzbar – einige wissenschaftliche<br />

Veröffentlichungen zu diesem Thema<br />

für die Praxis waren. Dies möglichst besser<br />

zu machen, war ungemein spannend.<br />

„Meine Praktikerinnen“ mussten als Verständnis-Testerinnen<br />

herhalten und zerfledderten<br />

mir die Entwürfe, bis sie verständlich<br />

wurden. Diese unmittelbare<br />

Rückkopplung zur hauswirtschaftlichen<br />

Realität in der Praxis war und ist für mich<br />

12 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


<strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>rhw</strong><br />

das besonders Spannende an der <strong>rhw</strong>. Die<br />

Themenvielfalt bereicherte viele meiner<br />

Seminare und verbreiterte meinen Blickwinkel<br />

enorm.<br />

Ich wünsche der <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> von<br />

ganzem Herzen, dass sie auch in Zukunft<br />

weiterhin ein so farbenfroher, zuverlässiger<br />

und engagierter Leuchtturm unserer<br />

Branche bleibt.<br />

t Sascha Kühnau, Berlin,<br />

Berater und Koch für alle Fälle<br />

Glückwünsche<br />

aus der Schweiz<br />

<strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> und immer<br />

noch keine Falten!<br />

1964ist der Jahrgang mit<br />

den meisten Menschen<br />

und mit der<br />

wichtigsten Zeitschrift im hauswirtschaftlichen<br />

Bereich. Der <strong>rhw</strong> ist es gelungen,<br />

über die Jahrzehnte hinweg der<br />

Hauswirtschaft ein modernes Gesicht und<br />

eine professionelle Stimme zu geben.<br />

Dazu gratuliere ich der Redaktion!<br />

t Prof. Dr. Margot Steinel,<br />

Hochschule Anhalt<br />

Langlebig, lebendig und unterhaltsam<br />

präsentiert sich die <strong>rhw</strong> heute. Ich<br />

freue mich mit den Machern der <strong>rhw</strong><br />

über <strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> Wissensvermittlung, Vernetzung<br />

und Promotion der Hauswirtschaft<br />

und ihrer Themen!<br />

Als Wissensbegierige und -vermittlerin<br />

freue ich mich über jede neue Ausgabe.<br />

Durch die <strong>rhw</strong> kam ich vor über zehn<br />

<strong>Jahre</strong>n zu den ersten <strong>management</strong>orientierten<br />

qualitativ hochstehenden Büchern<br />

für die Hauswirtschaft, die für unsere<br />

Branche auf dem Markt kamen. Und dann,<br />

kurze Zeit später, trat ich sogar selbst wegen<br />

meines eigenen Buchprojektes zum<br />

Thema „Reinigungs<strong>management</strong>“ in Kontakt<br />

mit Robert Baumann und dem Verlag.<br />

Zudem durfte ich Artikel in der <strong>rhw</strong> veröffentlichen<br />

und mich in Deutschland vernetzen.<br />

„Gemeinsam und professionell:<br />

Wir gratulieren herzlich<br />

zum Jubiläum!“<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014 13


<strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>rhw</strong><br />

Unsere Studierenden am Institut für<br />

Facility Management profitieren von der<br />

<strong>rhw</strong> für ihre Ausbildung. Sei es durch unser<br />

Bibliotheksabonnement oder die Vorzugsangebote<br />

für persönliche Abonnements<br />

während des Studiums.<br />

Uns Leserinnen und Leser wünsche<br />

ich weiterhin lebendige, praxisnahe und<br />

fachlich wertvolle Inputs und der <strong>rhw</strong> alles<br />

Gute für die nächsten <strong>50</strong> <strong>Jahre</strong>!<br />

t Irina Pericin Häfliger,<br />

ZHAW Zürich, Institut für Facility<br />

Management, Standort<br />

Wädenswill, Schweiz, Autorin<br />

„Reinigungs<strong>management</strong>“<br />

Das Wesentliche in Kürze<br />

Seitdem ich mit der GV-Branche in Berührung<br />

kam, beginnend mit meiner<br />

Tätigkeit bei der DGE als Referatsleiter<br />

für Großküchenberatung, bestanden<br />

auch Kontakte zur <strong>rhw</strong>. Sie gehörte immer<br />

zu den Fachzeitschriften, die wichtige Themen<br />

ansprechen und für mich daher eine<br />

gern genutzte Quelle war und ist. Als<br />

Newcomer in Sachen GV war ich am gesamten<br />

Spektrum des Geschehens dieser<br />

Branche interessiert, so dass ich auch eifrig<br />

Berichte zu Randthemen studierte. In<br />

der <strong>rhw</strong> waren sie stets gut aufbereitet und<br />

vermittelten dem Leser das Wesentliche in<br />

Kürze.<br />

Für mich war die Zeitschrift aber auch<br />

ein Medium, um die Aktivitäten des Referats<br />

anzukündigen und anschließend darüber<br />

zu berichten. Die Zusammenarbeit,<br />

damals insbesondere mit Ilse Raetsch, war<br />

sehr konstruktiv. Sie hat wesentlich dazu<br />

beigetragen, unsere Arbeit bekannter zu<br />

machen und Teilnehmer für unsere Angebote<br />

zu gewinnen. Die Zeitschrift war somit<br />

eine Plattform, Botschaften der Ernährungswissenschaft<br />

mit dem speziellen<br />

Blickwinkel der GV zu vermitteln, in der ich<br />

gern auch hin und wieder selbst publizierte.<br />

Inzwischen bin ich seit fast zwei Jahrzehnten<br />

an der Hochschule Niederrhein<br />

für denselben Bereich tätig. Die Kontaktperson<br />

hat inzwischen gewechselt, nicht<br />

aber der angenehme Umgang miteinander<br />

und das große Engagement. Ich greife<br />

nach wie vor gern zu dieser professionell<br />

aufgemachten und sehr lesenswerten<br />

Fachzeitschrift.<br />

Ich gratuliere herzlich zum halben Jahrhundert<br />

wertvoller Arbeit und wünsche allen<br />

Aktiven eine erfolgreiche Fortsetzung!<br />

t Prof. Dr. Volker Peinelt,<br />

Hochschule Niederrhein/University<br />

of Applied Sciences<br />

Seit 34 <strong>Jahre</strong>n bin ich<br />

nun Abonnentin der <strong>rhw</strong>…<br />

sind nicht nur eine lange<br />

Zeit – für die <strong>rhw</strong> bedeuten <strong>50</strong><br />

<strong>50</strong><strong>Jahre</strong><br />

<strong>Jahre</strong> in der Hauswirtschaft immer<br />

am Ball zu bleiben, obwohl sich die<br />

Branche in den letzten fünf Jahrzehnten<br />

stark verändert hat.<br />

Seit 34 <strong>Jahre</strong>n bin ich nun Abonnentin<br />

der <strong>rhw</strong>, und gerne stöbere ich in den<br />

alten Ausgaben. Die <strong>rhw</strong> hat es immer geschafft,<br />

mich und meinen beruflichen Alltag<br />

aufs Beste zu begleiten und mit neuen<br />

Informationen aktuell auf dem Laufenden<br />

zu halten. Besonders schätze ich<br />

das Expertenforum, kommen hier doch<br />

Kolleginnen mit ihren ganz speziellen Problemen<br />

zu Wort.<br />

Die Begegnungen mit den Akteuren<br />

der Hauswirtschaft bei den Veranstaltungen<br />

sind für mich, vor allem auch seit<br />

ich Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft<br />

Hauswirtschaft bin, besonders<br />

wichtig. Denn über die persönlichen<br />

Kontakte können wir unser gut aufgestelltes<br />

Netzwerk aufbauen.<br />

Und dass die <strong>rhw</strong> viele Leser hat, merke<br />

ich persönlich daran, dass ich immer<br />

mal wieder durch Bildveröffentlichungen<br />

in der <strong>rhw</strong> auf Veranstaltungen erkannt<br />

werde. Ich wünsche der <strong>rhw</strong> im Namen<br />

der Bundesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft<br />

alles Gute zu diesem außerordentlichen<br />

Jubiläum und weiterhin gute<br />

Impulse für die zukünftige Arbeit rund<br />

ums Thema Hauswirtschaft.<br />

t Martina Schäfer, Vorsitzende<br />

der Bundesarbeitsgemeinschaft<br />

Hauswirtschaft (BAG-HW)<br />

Herzlichen Glückwunsch<br />

zum <strong>50</strong>. Geburtstag!<br />

Aufgrund der langjährigen engen Kooperation<br />

zwischen der <strong>rhw</strong> und unserem<br />

Unternehmen sind viele Kontakte,<br />

Projekte, aber auch nette Begegnungen<br />

mit Menschen, die im Verpflegungs<strong>management</strong><br />

ihre Berufung gefunden<br />

haben, entstanden. Dafür danken wir<br />

der Zeitschrift und ihrem Redaktionsteam<br />

und wünschen uns weitere erfolgreiche<br />

und informative gemeinsame <strong>Jahre</strong> mit<br />

der <strong>rhw</strong>.<br />

14 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


<strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>rhw</strong><br />

Bei einem runden Geburtstag blickt<br />

man gerne zurück und erinnert sich an<br />

die erste Begegnung – für uns eine wichtige<br />

und unvergessliche: Unser Vortrag<br />

auf dem <strong>rhw</strong>-Symposium 2003 in Aschaffenburg<br />

– für uns Startschuss unserer seit<br />

nun mehr 15 <strong>Jahre</strong>n erfolgreichen Beratungstätigkeit<br />

im Verpflegungs<strong>management</strong>!<br />

Dafür unser Dank, die besten Wünsche<br />

und eine erfolgreiche Zukunft!<br />

t Marcus Seidl,<br />

Geschäftsführender<br />

Gesellschafter, S & F Consulting<br />

Sie ist 21 <strong>Jahre</strong> alt, eine blasse Erscheinung,<br />

hat wohlgeformte Rundungen,<br />

kann aber auf Knopfdruck ziemlich hitzig<br />

werden. Liebe <strong>rhw</strong>-Redaktion: Das ist<br />

meine kleine „ Dingsda-Aufgabe“ zum Jubiläum.<br />

Brauchen Sie noch mehr Tipps?<br />

Okay: Mein gutes Stück haben Sie mir Anfang<br />

der 1990er <strong>Jahre</strong> per Post zukommen<br />

lassen. Für den Einsatz muss ich regelmäßig<br />

„Schmiergeld“ zahlen. Gekostet<br />

hat’s nichts. Auf größere technische Errungenschaften<br />

legt es keinen Wert. Es<br />

berücksichtigt Inklusionsbestrebungen<br />

und fördert eindeutig den Quartiersgedanken.<br />

HACCP, Sicherheitsdatenblätter<br />

und ähnliches sind ihr unbekannt, was<br />

das Zusammenleben mit ihr unglaublich<br />

attraktiv macht. Lieber Herr Baumann: Sie<br />

können sie nicht kennen. Damals gingen<br />

Sie vermutlich noch zur Schule!<br />

Deshalb will ich Ihnen des Rätsels Lösung<br />

präsentieren: Es ist unsere Fritteuse,<br />

die ich 1993 als Dankeschön für den<br />

Abschluss eines <strong>rhw</strong>-Abonnements erhalten<br />

habe. Sie läuft noch immer, sie<br />

kennt nur 160 sowie 180 Grad und zwei<br />

Symbole (Pommes oder gebackene Banane).<br />

Und wenn dieses wunderbar einfache<br />

Teil einen köstlichen Imbissbudengeruch<br />

im ganzen Haus verteilt, dann<br />

können Sie sicher sein, dass außer den<br />

acht Krützmännern noch die halbe Nachbarschaft<br />

mit an den Küchentisch kommt.<br />

In diesem Sinne danke ich der <strong>rhw</strong> für so<br />

viele <strong>Jahre</strong> guter Netzwerkarbeit – privat<br />

und beruflich!<br />

t Ute Krützmann, 1. Vorsitzende<br />

Berufsverband Hauswirtschaft e. V.<br />

beruht der Erfolg meines Erachtens auf<br />

der langjährigen Kontinuität in der Chefredaktion.<br />

Beatrix Flatt, Alexandra Höß<br />

und Robert Baumann: diese drei Redakteure<br />

bestimmten und bestimmen seit<br />

rund 25 <strong>Jahre</strong>n das Konzept. Herzlichen<br />

Dank und: weiter so!<br />

t Karin Beuting-Lampe,<br />

kompass Wesel<br />

Heißes Netzwerk<br />

Reichlich hauswirtschaftliches<br />

Wissen –<br />

seit <strong>50</strong> <strong>Jahre</strong>n<br />

Herzlichen Glückwunsch an eine<br />

Fachzeitschrift, die so kontinuierlich<br />

seit <strong>50</strong> <strong>Jahre</strong>n das hauswirtschaftliche<br />

Geschehen kommentiert und<br />

mitgestaltet. Seit Mitte der Siebzigerjahre<br />

begleitet mich die <strong>rhw</strong>, seit 15 <strong>Jahre</strong>n<br />

bin ich hin und wieder als freie Autorin<br />

dabei. Als ich vor zehn <strong>Jahre</strong>n zu meiner<br />

wissenschaftlichen Projektarbeit in der<br />

Weiterbildung zur Bildungsmanagerin in<br />

alten Ausgaben der Sechzigerjahre<br />

forschte, stieß ich auf manche Kuriosität<br />

– aus heutiger Sicht! Man solle Lehrlinge<br />

nicht überfordern, indem man zwei Schritte<br />

auf einmal vermittelt. Besser sei es, z.<br />

B. bei der Verarbeitung von Bohnen, zu<br />

erklären und üben zu lassen, wie Fäden<br />

entfernt werden, erst dann, wie Bohnen<br />

geschnitten werden. Welch Veränderung<br />

zu unserem heutigen handlungsorientierten<br />

Ausbildungskonzept! Dass die<br />

ständigen Veränderungen in die hauswirtschaftliche<br />

Fachwelt dringen, dazu<br />

trug und trägt die <strong>rhw</strong> mit ihren Berichten,<br />

Kommentaren, Reportagen und Kurzmeldungen<br />

maßgeblich bei. Nicht zuletzt<br />

SPRINT V<br />

wegweisend<br />

unkompliziert<br />

rückenfreundlich<br />

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<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014 15


Zeitreise<br />

Cover-Zeitleiste<br />

mit Themen der damaligen Zeit<br />

Ausgabe 5/1964:<br />

Beleuchtung von<br />

Hühnerställen<br />

1960 1961 1962 1963 1964 196<br />

–<br />

–––––––––––<br />

–<br />

–––––––––––<br />

–<br />

–––––––––––<br />

–<br />

–––––––––––<br />

–<br />

–––––––––––<br />

Wie es begann<br />

Bevor die Vorläuferzeitschriften der heutigen <strong>rhw</strong> <strong>management</strong><br />

gegründet wurden, gab es bereits die „Hauswirtschaftlichen Nachrichten<br />

der Heibaudi“ in den 1920er <strong>Jahre</strong>n. Die Chefredakteurin<br />

Hildegrad Margis, eine der bestverdienenden Frauen Berlins, schuf das<br />

Unternehmen „Haushalt und Wirtschaft“, später Heibaudi – Hauswirtschaftschaftlicher<br />

Einkaufs-, Beratungs- und Auskunftsdienst. Ihre<br />

Informationsblätter, die sie mit Kohlepapier vervielfältige, fanden großen<br />

Absatz. 1928 gründet sie einen eigenen Verlag. Doch schon bald wurde das Hauswirtschaftsmagazin<br />

von den Nazis gleichgeschaltet und Margis starb kurz vor Kriegsende im Gefängnis der Gestapo<br />

(siehe auch dreiseitigen Bericht in <strong>rhw</strong> 3/2013).<br />

Nach 22 <strong>Jahre</strong>n wurden die „Hauswirtschaftlichen Nachrichten“ in den 19<strong>50</strong>er <strong>Jahre</strong>n in „Hauswirtschaft<br />

und Volksernährung“ umbenannt, dem direkten Vorgänger der heutigen <strong>rhw</strong> <strong>management</strong>.<br />

Die Anfänge:<br />

Die Cover aus den <strong>Jahre</strong>n<br />

1935, 1946 und 19<strong>50</strong>/51<br />

<br />

Fundstücke<br />

<br />

1/1964<br />

6/1964<br />

Ausländische<br />

Hausgehilfinnen<br />

Backofen mit<br />

Selbstreinigung<br />

Nach statistischer Erhebung sind 5265<br />

Ausländerinnen in Haushalten der Bundesrepublik<br />

tätig. Es kamen 707 aus Italien,<br />

104 aus Griechenland, 558 aus Spanien,<br />

32 aus der Türkei, 401 aus Jugoslawien<br />

und 1235 aus Österreich. Wie die Bundesanstalt<br />

für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung<br />

mitteilt, sind hauswirtschaftliche<br />

Arbeitskräfte aus Italien<br />

kaum noch zu erwarten. Auch in Spanien<br />

ist die Anwerbung schwieriger geworden.<br />

Allenfalls sind noch griechische Ehepaare<br />

zur hauswirtschaftlichen Arbeit in der Bundesrepublik<br />

bereit.<br />

t<br />

3/1964<br />

Synthetisches Insulin<br />

„Einer unter Führung des international<br />

bekannten Wollwissenschaftlers Prof. Dr.<br />

Helmut Zahn arbeitenden Gruppe von Wissenschaftlern<br />

ist die Herstellung von synthetischem<br />

Insulin gelungen. Bisher konnte<br />

Insulin nur aus tierischen Körpern gewonnen<br />

werden.“<br />

t<br />

Bereits 1964 wurde von dem Unternehmen<br />

General Electric ein Herd präsentiert,<br />

dessen Backofen sich selbst reinigt.<br />

Er kam mit der mysteriösen Bezeichnung<br />

„P 7“ auf den Markt. Lästiges Scheuern,<br />

Einfetten und Auswaschen des verschmutzten<br />

Backofens sei nicht mehr nötig,<br />

da das Gerät Back- und Bratreste sogleich<br />

zu Asche verwandelt. 2005 wurde<br />

das als Neuerung (Pyrolyse) verkauft. t<br />

12/1964<br />

Das Ei als Heilmittel<br />

„Die Eierschalen sind für die Hausfrau<br />

sehr wertvoll: kleingedrückt stellen sie ein<br />

ausgezeichnetes Düngemittel für Zimmerpflanzen<br />

dar. Wenn man sie im Mixer zerkleinert,<br />

können sie gegessen werden und<br />

beliefern den Körper mit notwendigem Kalzium.“<br />

t<br />

AEG-Anzeige aus den 1960er <strong>Jahre</strong>n<br />

8/1965<br />

Die neue Hackfleischverordnung<br />

Vom Bundesrat wurde eine neue Hackfleischverordnung<br />

verabschiedet, die in<br />

Kürze vom Bundesminister für Gesundheitswesen<br />

verkündet wird, drei Monate<br />

später tritt sie in Kraft. Nach zahlreichen<br />

Vergiftungen wurde im <strong>Jahre</strong> 1963 eine<br />

Hackfleischverordnung erlassen, die sich<br />

in der Folgezeit bewährt hat.<br />

t<br />

Foto: andriigorulko/Fotolia.com<br />

16 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


Ausgabe 7/1965:<br />

Milch durch Ultrahocherhitzung<br />

vier Wochen<br />

haltbar<br />

Ausgabe 12/1965:<br />

Bericht von der 69.<br />

Deutschen Seifenmesse<br />

Zeitreise<br />

65 1966 1967 1968 1969 1970<br />

–<br />

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–<br />

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–<br />

–––––––––––<br />

–<br />

–––––––––––<br />

–<br />

–––––––––––<br />

1960er<br />

u 1965: Der Umfang von „Hauswirtschaft und Volksernährung“<br />

beträgt zunächst acht Seiten pro Ausgabe<br />

u 1/1968: „Die Hauswirtschaftsmeisterin“ wird in „rationelle<br />

hauswirtschaft“ umbenannt<br />

u 3/1968: Die vierseitige Beilage „Für den hauswirtschaftlichen<br />

Lehrling“ startet mit dem Thema „Textilien“<br />

u 7/1966: Die Zeitschrift „Die Hauswirtschaftsmeisterin“ erscheint<br />

im Verlag Neuer Merkur GmbH, im Dezember 1969 wird die Zeitschrift<br />

mit „Hauswirtschaft und Volksernährung“ vereint<br />

u 1960er: Ministerialrat Ortwin O. Frömsdorf prägt die <strong>rhw</strong> seit den<br />

Sechzigern immer wieder mit Artikeln zum Thema Ausbildung<br />

„Mit großem Interesse habe ich den Aufsatz<br />

von Dr. von Schweitzer gelesen, in welch<br />

umfassender Weise an den Universitäten<br />

Gießen, Bonn und in Weihenstephan heute<br />

Hauswirtschaft studiert werden kann. Ich<br />

selbst habe nicht die Absicht, meine Ausbildung<br />

als Hauswirtschaftsleiterin nun durch<br />

ein Universitätsstudium zu krönen. Ich habe<br />

meinen Lebenskreis gefunden und fühle<br />

mich darin wohl. Was ich aber nicht glauben<br />

kann ist, daß sich jemand wohlfühlt, der<br />

nach bestandenem Examen den Titel „Diplom-Oekotrophologin“<br />

führen muß. Abgesehen<br />

davon, daß dieses Wortungeheuer<br />

sich einer normalen Zunge versagt, dürfte<br />

es auch keine besondere Anziehungskraft<br />

auf die Studierenden ausüben. Im allgemeinen<br />

sagt man ja, je mehr Komplexe ein<br />

Beruf hat, desto hochtrabendere Berufsbezeichnungen<br />

werden erfunden. Haben wir<br />

dies nötig? Es ist doch nur eine längst fällige<br />

Anerkennung der großen Bedeutung der<br />

Hauswirtschaft, wenn man ihr jetzt Universitätsrang<br />

zuerkennt und ich bin mit Dr. von<br />

Schweitzer der gleichen Ansicht, daß dieses<br />

Studium genau richtig für moderne Frauen<br />

ist. Dagegen kann ich ihm nicht folgen, wenn<br />

er einen solchen Titel empfiehlt.“<br />

Mit freundlichen Grüßen Ihre Karin<br />

Naumann, Hamburg<br />

t<br />

Besonderes Editorial: Der damalige<br />

Bundeslandwirtschaftsminister Werner<br />

Schwarz schreibt im Januar 1965 an die<br />

<strong>rhw</strong>-Leser<br />

12/1968<br />

Der Kühlschrank ist<br />

zum Kühlen da<br />

Ein Kühlschrank ist schon längst kein<br />

Luxusgegenstand mehr. Mindestens jeder<br />

zweite Haushalt in der Bundesrepublik besitzt<br />

ihn bereits.<br />

t<br />

11/1966<br />

Leserbrief „Frl. Dipl.-<br />

Oekotroph“<br />

CT 110 im KH-Einsatz<br />

Maschine im Einsatz ansehen:<br />

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Fußbodenreinigung<br />

Dreherstraße 9<br />

D-59425 Unna<br />

In jeder <strong>rhw</strong><br />

der 1960er<br />

und 1970er<br />

<strong>Jahre</strong> gab es<br />

Gymnastik-<br />

Übungen<br />

Aufsitz-Scheuersaugmaschine für Health-<br />

Care Bereiche der Professional Line.<br />

Das grüne Maschinenprogramm „Professional<br />

Line“ wird in Serienfertigung hergestellt.<br />

Die Maschinen sind modular entwickelt und<br />

sehr effizient zu warten/reparieren.<br />

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<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014 17


Zeitreise<br />

Ausgabe 1/1970:<br />

Nach Cyclamat jetzt<br />

Glutamat<br />

Ausgabe 10/1970:<br />

Die Denkfähigkeit<br />

bei Mann und Frau<br />

Ausgabe 11/1972:<br />

Hauswirtschaft wird als<br />

Beruf anerkannt im neuen<br />

Berufsbildungsgesetz<br />

Ausgabe 3/1974:<br />

Wie Gastarbeiter<br />

wohnen sollten<br />

1970 1971 1972 1973 1974 197<br />

–<br />

–––––––––––<br />

–<br />

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–<br />

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–<br />

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–<br />

–––––––––––<br />

1970er<br />

u 1970: Die rationelle hauswirtschaft (rh) hat Leserinnen in 23<br />

Staaten der Erde (u. a. Brasilien, Afghanistan, Israel, Japan,<br />

Java, China, DDR, Polen, Spanien, Nord-, Mittel- und Westeuropa,<br />

Jugoslawien und Indien)<br />

u 1973: Das Cover der rationellen hauswirtschaft ist jetzt orange,<br />

eine beliebte Farbe in den 1970er <strong>Jahre</strong>n.<br />

u 9/1973: Die Beilage „Der Hauswirtschaftslehrling“ heißt nun<br />

„Berufsbildung“<br />

u 1970er: Die Anschrift des Verlags lautet ganz einfach: Verlag<br />

Neuer Merkur, 8 München 22<br />

u Frühjahr 1974: Der Verlag Neuer Merkur GmbH zieht in den<br />

Euro-Industriepark, Ingolstädter Straße 63a. Die Druckerei der<br />

<strong>rhw</strong> befindet sich im selben Gebäude.<br />

u 4/1975: Die Abkürzung rh für rationelle Hauswirtschaft wird<br />

eingeführt.<br />

u 7/1975: Das Adressetikett wird erstmals auf die <strong>rhw</strong> gedruckt<br />

und nicht mehr jedes Heft einzeln von der Post abstempelt<br />

u 7/1975: Das erste <strong>rhw</strong>-Buch heißt „Haushalt heute“ und<br />

stammt von Gertrud Schwerdtfeger, 180 Seiten, 24 Mark.<br />

u 8/1978: Dr. Renate Kappel geht in den Ruhestand, sie hat 12<br />

<strong>Jahre</strong> lang die <strong>rhw</strong> redaktionell geleitet. Nachfolgerin ist ihre<br />

langjährige Kollegin Gertrud Bähr, gefolgt von Ilse Raetsch 1980.<br />

u 8/1978: Die erste farbige Anzeige (S. 19 rechts) erscheint<br />

Hauswirtschaftsmeisterin Karin Schlüter (* 12. März 1937 in Hamburg) nahm mit ihrem Fuchswallach<br />

Liostro an den Olympischen Spielen 1972 in München teil und gewann im Teamwettbewerb<br />

Dressurreiten die Silbermedaille. Sie wurde 1974 Dressur-Weltmeisterin und wohnt<br />

heute als Malerin wechselweise in Florida und Hamburg.<br />

10/1970<br />

Erste Doktorhüte<br />

„Die Mikrowelle scheint nicht mehr zu<br />

stoppen zu sein: Prognosen sagen aus, daß<br />

schon 1975 im Jahr <strong>50</strong>.000 Mikrowellenherde<br />

auf dem deutschen Markt abgesetzt<br />

werden. 1980 sollen dann schon <strong>50</strong>0.000<br />

Geräte vorzugsweise in die Haushalte wandern<br />

und voraussichtlich unsere Ernährungsgewohnheiten<br />

entscheidend – wie<br />

nie seit der Erfindung des Herdes in vorgeschichtlicher<br />

Zeit – umkrempeln. Die<br />

neuen Produkte gelten zwar als „sicher“,<br />

Wartungsverträge sind jedoch Pflicht. Zudem<br />

ist eine sachgemäße Bedienung von<br />

äußerster Wichtigkeit. Behörden und Hersteller<br />

sollten dazu verpflichtet werden,<br />

Wartungen durchzuführen, damit wirklich<br />

nichts passiert.<br />

t<br />

7/1970<br />

Berufsverband<br />

geplant<br />

Die Pläne für einen Berufsverband konkretisieren<br />

sich. Bei einer Tagung in Bad<br />

Boll im Juni 1970 beschäftigten sich die Teilnehmerinnen<br />

mit den Aufgaben, Anforderungen,<br />

Möglichkeiten und Fähigkeiten ihrer<br />

Berufsgruppe. Die vorläufige Anschrift<br />

für den geplanten Berufsverband ist die<br />

Evangelische Akademie Bad Boll. Im Januar<br />

1971 wurde der Berufsverband für Hauswirtschaftliche<br />

Fach- und Führungskräfte<br />

e.V. mit Sitz in Stuttgart gegründet. Erste<br />

Vorsitzende sind Margarete Simpfendörfer<br />

und Irene Roelser.<br />

t<br />

Ute Hold (links) und Erika Pfannkuch<br />

(rechts) heißen die ersten Doktoranden bei<br />

den Ernährungs- und Haushaltswissenschaften<br />

(Gießen). Der Studiengang ist nun<br />

auch in Bonn und Stuttgart Hohenheim im<br />

Aufbau begriffen.<br />

t<br />

11/1971<br />

Noch immer<br />

Diskussionen um<br />

die Mikrowelle<br />

10/1972<br />

Preiserhöhung<br />

charmant verpackt<br />

„Schon seit <strong>Jahre</strong>n stehen Redaktion<br />

und Verlag vor der Entscheidung, auch für<br />

die „Rationelle Hauswirtschaft/Die Hauswirtschaftsmeisterin“<br />

ebenso wie dies in<br />

letzter Zeit praktisch fast alle deutschen<br />

Zeitschriften ein- oder mehrmals tun mußten,<br />

den Bezugspreis zu erhöhen. Nun wird<br />

dieser Entschluß am 1.1.1973 unumgänglich.<br />

Zum erstenmal seit neun <strong>Jahre</strong>n, seit<br />

der Gründung 1964, heben wir den Be-<br />

Stellenanzeige<br />

von<br />

Maggi aus<br />

dem Jahr<br />

1970<br />

18 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


Ausgabe 6/1976:<br />

1. <strong>Jahre</strong>stagung des Verbandes<br />

der Diplomökotrophologen<br />

Ausgabe 5/1977:<br />

Eine Fernsehgeneration<br />

wächst heran<br />

Ausgabe 9/1977:<br />

Modell-Lehrgang in Bamberg<br />

für Hauswirtschafterinnen<br />

Zeitreise<br />

5 1976 1977 1978 1979 1980<br />

–<br />

–––––––––––<br />

–<br />

–––––––––––<br />

–<br />

–––––––––––<br />

–<br />

–––––––––––<br />

–<br />

–––––––––––<br />

zugspreis an, weil wir trotz steigender Auflage<br />

und Ausschöpfung aller Rationalisierungsmöglichkeiten,<br />

die in dieser Zeit um<br />

mehr als 140 Prozent gestiegenen Lohnund<br />

Druckkosten und die um 300 Prozent<br />

erhöhten Gebühren des Postzeitungsdienstes<br />

nicht mehr auffangen können.<br />

Ungewöhnlich ist dies allerdings nicht,<br />

denn trotz intensiven Nachdenkens wüßten<br />

wir keinen Artikel des täglichen Bedarfs zu<br />

nennen, der innerhalb von neun <strong>Jahre</strong>n nicht<br />

im Preis gestiegen wäre. Ob dies nun Lebensmittel,<br />

Textilien, Fahrtkosten u. ä. sind.<br />

Ja, im Vergleich zu vielem anderen sind<br />

die <strong>50</strong> Pf monatlich, die wir bei einem verbesserten<br />

Inhalt verlangen müssen, bestimmt<br />

nicht viel. Das ist der Gegenwert<br />

<br />

1/1975<br />

Fundstücke<br />

Dehydro-Gemüse<br />

hilft rationalisieren<br />

von ca. 2,5 Eiern. Wenn man den Abonnementspreis<br />

etwa gegen die gestiegenen<br />

Einkommen abwägt – 1964 gegen 1973 –,<br />

dann sind <strong>50</strong> Pf mehr (inkl. MwSt., Porto<br />

und Versandkosten, die bekanntlich ebenfalls<br />

ständig steigen) minimal, und wir sind<br />

eigentlich nicht teurer, sondern eher billiger<br />

geworden. Wir haben uns lange gegen<br />

diese Tendenz gewehrt, aber jetzt geht es<br />

leider eben nicht mehr, und deshalb sehen<br />

ab 1.1.1973 die Bezugspreise so aus:<br />

Inland DM Ausland DM<br />

ein Jahr 30,00 35,00<br />

1/2 Jahr 15,80 /<br />

1/4 Jahr 8,30 /<br />

Einzelheft 3,00 3,<strong>50</strong>“<br />

t<br />

<br />

6/1976<br />

Wissenslücken<br />

durch Beat<br />

Die Föhnhaube (hier das Cover aus<br />

dem Jahr 1965) hat inzwischen etwas<br />

an Popularität eingebüßt<br />

Unter Dehydro-Gemüse sind Gemüse<br />

zu verstehen, die durch Wasserentzug haltbar<br />

gemacht sind. Nahrungswissenschaftler<br />

haben in Gemeinsamkeit mit der Nahrungsmittel-Industrie<br />

Verfahren erarbeitet,<br />

die so schonend sind, dass keine Verluste<br />

an lebenswichtigen Spurenelementen und<br />

Mineralien eintreten.<br />

t<br />

5/1975<br />

Bügeln so anstrengend<br />

wie Autofahren<br />

Die anstrengendste Tätigkeit der Hausfrau<br />

ist das Bügeln. So lautet das Ergebnis<br />

einer Untersuchung des amerikanischen<br />

Landwirtschaftsministeriums. Die „Normalhausfrau“<br />

verbrennt beim Bügeln 120<br />

Kalorien/Stunde – ebensoviel wie der Maurer<br />

beim Bau einer Mauer oder ein Lastwagenfahrer<br />

am Steuer seines Fahrzeuges.<br />

Im Durchschnitt verbringt die Hausfrau im<br />

Jahr 20 Acht-Stunden-Arbeitstage am Bügelbrett.<br />

Erleichterung kann eine Bügelmaschine<br />

bringen.<br />

t<br />

„Nach Untersuchungen des deutschen<br />

Musikpädagogen und -soziologen Professor<br />

Hermann Rauhe, Hamburg, kann die<br />

ständige Berieselung mit moderner Musik<br />

in Freizeit, Haushalt und am Arbeitsplatz<br />

dazu führen, dass Teile des Wissens vorübergehend<br />

nicht verfügbar sind oder ganz<br />

ausgelöscht werden. Durch die verschiedenen<br />

Formen der modernen Musik werden<br />

nämlich „Stresshormone“ ausgeschüttet.<br />

(…) Aber nicht nur der Schock des<br />

„Brutalbeats“ und verwandter Formen sind<br />

als Teile der „akustischen Umweltverschmutzung“<br />

gefährlich. Selbst dezente,<br />

unterschwellig angebotene Musikberieselung,<br />

wie etwa in Kaufhäusern, kann ähnliche<br />

Wirkung auslösen.“<br />

t<br />

12/1976<br />

Mittags stehen zwei<br />

Essen zur Wahl<br />

„Die Möglichkeit, mittags im Bayer-<br />

Werk Leverkusen zwischen zwei Mahlzeiten<br />

auszuwählen, hat sich bewährt. Sie ist,<br />

Die erste Anzeige in Farbe wurde 1978<br />

von der CMA gebucht<br />

so der Leiter der Leverkusener Wirtschaftsbetriebe,<br />

Günter Schreibe, eine<br />

wirkliche Alternative, die von den Mitarbeitern<br />

seit Anfang des <strong>Jahre</strong>s dankbar genutzt<br />

wurde. Freilich hat die Sache zwei<br />

Seiten. Denn: „Wir wissen ja nie so recht,<br />

wer wo innerhalb der zweistündigen Zeit,<br />

während der die Mittagspause genommen<br />

werden kann, essen wird.“<br />

Seit fast eineinfalb <strong>Jahre</strong>n können die<br />

Mitarbeiter im Werk Leverkusen mittags<br />

wählen. Und zwar<br />

S<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014 19


Zeitreise<br />

Ausgabe 6/1982:<br />

Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird<br />

nach EG-Richtlinie eingeführt<br />

Ausgabe 11/1984:<br />

Sharonfrüchte –<br />

Neues aus Israel<br />

1980 1981 1982 1983 1984 198<br />

–<br />

–––––––––––<br />

–<br />

–––––––––––<br />

–<br />

–––––––––––<br />

–<br />

–––––––––––<br />

–<br />

–––––––––––<br />

Reinigungsmaschine aus dem <strong>Jahre</strong> 1978<br />

u erstens zwischen der Normalkost (I) für<br />

1,<strong>50</strong> Mark und<br />

u zweitens der Schonkost (II), die bis dahin<br />

lediglich von Kollegen mit einem<br />

Berechtigungsschein der Ärztlichen Abteilung<br />

in Anspruch genommen werden<br />

konnte.<br />

Günter Schreber gibt zu: „Das Alternativessen<br />

ist ein Problem, das uns derzeit<br />

noch kräftig drückt. Da treten Schwankungen<br />

auf, die teilweise ganz gewaltig sind.“<br />

Den Planern in der Zentralküche ist nämlich<br />

vorher nie ganz bekannt, wie viele Mitarbeiter<br />

die Kost I und wie viele die Kost II<br />

bevorzugen. So muss ständig nachgekocht<br />

werden. Der über Funk dirigierbare Transporter<br />

ist pausenlos im Einsatz, um Engpässe<br />

gar nicht erst entstehen zu lassen.<br />

Ein weiterer Versuch ließ die Planer im<br />

Kasino einigermaßen staunen. Man hatte<br />

eine Zählmaschine aufgestellt. Jeder Mitarbeiter<br />

wurde per Aushang gebeten, mittels<br />

Knopfdruck bereits am Vortag seine<br />

Essenswünsche kundzutun. In der Theorie<br />

ganz einleuchtend, doch die Praxis sieht<br />

anders aus. Die Vorzähleinrichtung wird<br />

zwar eifrig benutzt, doch offenkundig zweckentfremdet.<br />

Günter Schreber: „Viele Werksangehörige<br />

drücken auf diese oder jene Taste,<br />

entscheiden sich anderntags aber doch anders.<br />

Manchmal stellen wir Abweichungen<br />

von 20 bis 40 Prozent fest. Konsequenterweise<br />

müssten diese<br />

Zählmaschinen in den Betrieben<br />

aufgestellt werden, aber auch da<br />

können wir nicht sicher sein, ob<br />

sich der Mitarbeiter X nicht am darauffolgenden<br />

Tag am Tresen für<br />

eine andere Form entscheidet.“<br />

Die „Computer“ gäben also mit Sicherheit<br />

nicht letztlich Aufschluss<br />

darüber, wie viel Essen der einen<br />

oder der anderen Form gekocht<br />

werden müssten.“<br />

t<br />

6/1977<br />

Gehaltsspiegel<br />

vom April 1977<br />

Wirtschafterin<br />

Anfang<br />

Nach halbem Jahr<br />

Mit Erfahrung<br />

Leitende Funktion<br />

Hauswirtschaftsleiterin<br />

Anfang<br />

Nach halbem Jahr<br />

Mit Erfahrung<br />

Leitende Funktion<br />

12/1977<br />

Landesleistungswettbewerb<br />

1400 Mark<br />

14<strong>50</strong> Mark<br />

17<strong>50</strong> Mark<br />

2000 Mark<br />

1600 Mark<br />

1700 Mark<br />

20<strong>50</strong> Mark<br />

24<strong>50</strong> Mark<br />

t<br />

Zu den 7.899 Teilnehmern beim Landesleistungswettbewerb<br />

der Hauswirtschaft<br />

in Bayern gehörte mit dem 16-jährigen<br />

Franz Völker auch ein männlicher<br />

Konkurrent. Der erste Berufswettbewerb<br />

für Meisterinnen und Ausbilderinnen der<br />

Stellenanzeige von Mercedes<br />

in <strong>rhw</strong> 10/1980<br />

Hauswirtschaft ging am 26. März 1982 mit<br />

der Vorentscheidung in Bayern über die<br />

Bühne. Rund 4<strong>50</strong> Teilnehmerinnen in 15<br />

Städten nahmen teil. Für München und<br />

Oberbayern trafen sich die 100 TN im Hotel<br />

Ost in München-Pasing.<br />

t<br />

1/1979<br />

Anforderungen in<br />

der Meisterprüfung<br />

Zum 1. Januar 1979 trat die Verordnung<br />

des Bundesministers für Arbeits- und Sozialordnung<br />

über die Anforderungen in der<br />

Meisterprüfung in der Hauswirtschaft (Teilbereich<br />

städtische Hauswirtschaft) in Kraft.<br />

t<br />

3/1982<br />

Bundesverband MdH<br />

gegründet<br />

Am 29. Januar 1982 haben sich die<br />

Meisterinnen und Meister der Hauswirtschaft<br />

in Stuttgart zu einem Bundesverband<br />

MdH zusammengeschlossen. Inge<br />

König ist die erste Vorsitzende. t<br />

1982: Erster <strong>rhw</strong>-Bericht über die Arbeit<br />

von Elisabeth Leicht – heute ist<br />

Prof. Dr. Elisabeth Leicht-Eckardt<br />

bundesweit für ihr Engagement in<br />

der Hauswirtschaft bekannt<br />

20 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


Zeitreise<br />

85 1986 1987 1988 1989 1990<br />

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1980er<br />

u 3/1982: In der Ausgabe 3/1982 wird darüber diskutiert, ob<br />

Ehemänner schuld daran sind, dass verheiratete Hauswirtschaftskräfte<br />

die <strong>rhw</strong> nicht mehr lesen dürfen<br />

u 8/1984: Die Rubrik „Leser fragen, Fachleute antworten“, die<br />

späteren „<strong>rhw</strong>-Experten“, wird ins Leben gerufen. Die erste<br />

Frage lautete: „Wird die Umwelt durch Plastiktüten und -folien<br />

belastet?“ Die Antwort kam von Prof. Dr. G. Schricker vom<br />

Fraunhofer Institut der TU München.<br />

u 12/1986: Der Verleger des Verlag Neuer Merkur GmbH und<br />

Herausgeber der <strong>rhw</strong> Edgar Bissinger wird von Bundespräsident<br />

Richard von Weizsäcker mit dem Bundesverdienstkreuz<br />

ausgezeichnet<br />

u 2/1988: Edgar Bissinger, Herausgeber der <strong>rhw</strong>, stirbt im Dezember<br />

1988 im Alter von 75 <strong>Jahre</strong>n. Seine Söhne Edgar-Dieter<br />

Bissinger und Wolf-Dieter Bissinger führen seine Arbeit<br />

fort.<br />

u 1/1989: <strong>rhw</strong> wird 25 <strong>Jahre</strong> alt<br />

u 1980er: <strong>rhw</strong> ist die „Einzige Monatszeitschrift für Hauswirtschaft<br />

in Europa“.<br />

9/1983<br />

Leserbrief: 25 <strong>Jahre</strong> Hausfrau –<br />

ein Jubiläum besonderer Art<br />

Ein Berufsjubiläum besonderer Art feierte<br />

„Hauswirtschaftsmeisterin“ und „rh“-<br />

Leserin Renate Nückel aus Leverkusen: Am<br />

8. Mai jährte sich zum 25. Mal ihr Eintritt<br />

in den Beruf „Vollhausfrau“. Zu ihrer Feier<br />

hatte Renate Nückel Verwandte, Nachbarn,<br />

Freunde und ihre Mitstreiterinnen aus der<br />

Hauswirtschaftsmeisterinnenklasse eingeladen<br />

und hielt folgende Ansprache:<br />

„Heute vor 25 <strong>Jahre</strong>n habe ich meinen<br />

erlernten Beruf und die nachfolgende Erwerbstätigkeit<br />

– zuletzt als stellvertretende<br />

Gruppenleiterin Import und Sekretärin<br />

des Leiters der Auslandsabteilung einer<br />

Düsseldorfer Bank – aufgegeben und den<br />

Beruf der Vollhausfrau aufgenommen. Unsere<br />

Tochter war im März geboren worden,<br />

und nach Ablauf von Mutterschutzfrist und<br />

Resturlaub entschlossen wir uns, kein<br />

1983 berichtete Volker Peinelt, später<br />

Professor an der Hochschule Niederrhein,<br />

über die Nährwertkennzeichnung<br />

Erfolg durch<br />

<strong>rhw</strong>-Stellenanzeige:<br />

Gleich<br />

zwei HWLs<br />

haben über<br />

die <strong>rhw</strong> ihren<br />

Arbeitsplatz<br />

im Klinikum<br />

rechts der<br />

Isar in München<br />

gefunden<br />

Schlüsselkind großzuziehen, obwohl<br />

wir mein Gehalt noch gut hätten brauchen<br />

können. Die Miete betrug damals<br />

<strong>50</strong> Prozent des Einkommens. (…)<br />

Wie ich also meine Hausfrauentätigkeit<br />

auch betrachte, vor dem Hintergrund<br />

der „Hausfrauenehe“ oder des<br />

neuen Eherechts, mit oder ohne Selbstbestimmung,<br />

mit dem heutigen Tag habe<br />

ich 25 <strong>Jahre</strong> selbständiger Haushaltsführung<br />

hinter mich gebracht: 25 <strong>Jahre</strong> Vollhausfrau<br />

= 25jähriges Berufsjubiläum.<br />

Sie werden sagen, das hat es ja bisher<br />

noch nicht gegeben, daß eine Hausfrau Jubiläum<br />

feiert; und Sie können mir glauben,<br />

daß ich dazu auch schon die unterschiedlichsten<br />

Stellungnahmen gehört habe –<br />

vom abfälligen, mitledigen Grinsen und<br />

„das hat ja gerade noch gefehlt“ bis zur<br />

begeisterten Zustimmung. Um die Männer<br />

und Frauen, die von der Idee begeistert<br />

sind, brauchen wir uns nicht zu sorgen:<br />

Diese Frauen sind selbstbewußt und voller<br />

Überzeugung Hausfrau, und die Männer<br />

erkennen die Haushaltsführung als das an,<br />

was sie ist: Eine der vielseitigsten und verantwortungsvollsten<br />

Aufgaben in unserer<br />

Gesellschaft. Aber diejenigen, die den Beruf<br />

Hausfrau mit einem Achselzucken abtun<br />

oder sogar abqualifizieren, möchte ich<br />

hiermit dazu bringen, sich einmal ernsthaft<br />

damit auseinanderzusetzen. Zeitgemäße<br />

Haushaltsführung ist nicht nur Kochen,<br />

Putzen und Waschen, wie vielfach<br />

immer noch behauptet wird, sondern beginnt<br />

bei der Planung (Arbeits-, Geld- und<br />

Ernährungsplanung), umfaßt wichtige pädagogische<br />

Aufgaben, vielseitige soziale<br />

Aufgaben und letztlich die materielle Versorgung<br />

auf der Basis der technischen Entwicklung.<br />

Was eine Hausfrau wert ist, können wir<br />

an Gerichtsurteilen ablesen, wo es um Entschädigung<br />

bei Ausfall der Hausfrau im eigenen<br />

Haushalt durch Fremdverschulden<br />

geht: Die Skala bewegt sich, je nach Haushaltsgröße<br />

und Zahl der Familienmitglieder,<br />

bis zu 3<strong>50</strong>0 DM im Monat und stellt<br />

die Hausfrauentätigkeit als Beruf dar. Diese<br />

finanzielle Bewertung basiert auf der<br />

Qualifikation der jeweiligen Hausfrau. Und<br />

darum trete ich für die Berufsbildung der<br />

Hausfrauen ein, sowohl für die Ausbildung<br />

als auch für die Weiterbildung.<br />

Vielleicht schaffen wir es eines Tages,<br />

daß die in den Privathaushalten erbrachten<br />

Leistungen, 52 Milliarden Arbeitsstunden,<br />

in das Bruttosozialprodukt der BRD<br />

eingebracht werden. Ein kleiner Teil dieser<br />

geleisteten Arbeitsstunden sind meine Arbeitsstunden<br />

als Hausfrau. Und ich mache<br />

heute einfach den Anfang und feiere voller<br />

Stolz mein 25-jähriges Berufsjubiläum<br />

als Vollhausfrau. Wer ist die nächste?“ t<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014 21


Zeitreise<br />

1990 1991 1992 1993 1994 199<br />

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Mauerfall und Hauswirtschaft<br />

Beatrix Flatt als <strong>rhw</strong>-<br />

Redakteurin 1989<br />

Vier <strong>Jahre</strong> Arbeit für die „rationelle<br />

hauswirtschaft“ von Herbst 1989 bis<br />

Herbst 1993 sind angesichts des <strong>50</strong>.<br />

Jubiläums dieser Fachzeitschrift eine vergleichsweise<br />

kurze Zeit. Aber durch die politische<br />

Wende und den Mauerfall zwischen<br />

Ost und West im Jahr 1989 war es eine aufregende<br />

Zeit. Ganz neue Themen und Fragen<br />

beschäftigten die Branche. Wie sind<br />

die hauswirtschaftlichen Dienstleistungsbetriebe<br />

in den neuen Bundesländern organisiert?<br />

Wie sind die Arbeitsbedingungen?<br />

Die Berufsausbildung? Flächendeckende<br />

Schulverpflegung im Osten – aber<br />

wie ist die Qualität? Wie ist die Ernährungssituation<br />

der Menschen? Wie geht es<br />

den Menschen in den Einrichtungen von<br />

Krankenhaus bis Altenheim? Was bedeutet<br />

das für die Familien? Wie sah es mit der<br />

Gleichberechtigung und Chancengleichheit<br />

zwischen Männern und Frauen in der ehemaligen<br />

DDR aus? Die Geschichten lagen<br />

auf der Straße und immer wieder galt es<br />

als Journalistin, beides im Blick zu haben –<br />

sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft,<br />

damit man die Menschen in ihrer Gegenwart<br />

verstehen konnte.<br />

Alles war in den neuen Bundesländern,<br />

wie man damals sagte, im Umbruch: So<br />

schrieb ich in einer Reportage über das Hygienemuseum<br />

in Dresden im Februar 1991:<br />

„… 2<strong>50</strong> Mitarbeiter hatte das Museum bis<br />

zur Wende, jetzt<br />

sind es noch<br />

65.“ Gekündigt<br />

war auch die<br />

Leiterin der Ernährungsabteilung<br />

im Museum,<br />

mit der<br />

ich mich verabredet<br />

hatte.<br />

Nach kurzer Unsicherheit, was aus meiner<br />

Reportage werden würde, kam sie trotz ihrer<br />

Kündigung aus alter Verbundenheit und<br />

zeigte mir mit Wehmut, was sie in diesem<br />

Museum aufgebaut hatte.<br />

t Beatrix Flatt<br />

Im Polizeibus für <strong>rhw</strong> durch die Ukraine<br />

Doch die politische Wende bedeutete<br />

nicht nur offene Grenzen innerhalb<br />

Deutschlands, sondern man konnte<br />

auch Kontakte zu den Ländern des ehemaligen<br />

Ostblocks knüpfen. Auf einer Tagung<br />

in Deutschland lernte<br />

ich eine Frau aus der<br />

Hauswirtschaft in Polen<br />

kennen. Sie lud mich<br />

nach Posen ein. Also<br />

hatte ich eine erste Anlaufadresse<br />

in Polen<br />

und organisierte im<br />

Herbst 1992 eine einwöchige<br />

Recherchereise<br />

nach Posen,<br />

Warschau und Krakau<br />

– ausschließlich<br />

per Post und Telefon<br />

ohne Internet und<br />

Editorial-Foto Ende<br />

der 80er <strong>Jahre</strong><br />

Handy. Die vorbereitende<br />

Korrespondenz<br />

habe ich nicht aufgehoben, da es<br />

ja nichts Außergewöhnliches war.<br />

Erst heute rückblickend fragt man sich,<br />

wie man eine Reise mit bestimmt zehn Gesprächspartnern<br />

in drei polnischen Städten<br />

einschließlich Flug, Züge, Übernachtung usw.<br />

koordiniert hat. Anscheinend kein Problem.<br />

Beatrix Flatt besuchte Krankenhäuser,<br />

Waisenhäuser und Kinderheime in der<br />

Ukraine<br />

In drei Ausgaben Anfang 1993 erfuhren<br />

Leser über die Umbruchstimmung in Polen:<br />

hauswirtschaftliche Bildung, Budgetplanung<br />

in Haushalten, über die Versorgung von älteren<br />

Menschen am Beispiel eines Altenheimes,<br />

eines Tagesheimes und eines ambulanten<br />

Dienstes in Warschau, über die Lebensbedingungen<br />

der Familien in der Landwirtschaft<br />

und über Tourismuspläne in ländlichen<br />

Regionen. Es gab auch ein Treffen<br />

bei der 1990 gegründeten Polnischen<br />

Gesellschaft für Hauswirtschaft.<br />

Sie führten ein Interview mit mir und<br />

druckten es in ihrer Zeitschrift ab – auf<br />

polnisch.<br />

Ein weiteres Highlight meiner Tätigkeit<br />

als verantwortliche Redakteurin<br />

für die „rh“ war die journalistische Begleitung<br />

eines Hilfstransportes der bayerischen<br />

Polizei in die Ukraine nach Czernowitz.<br />

Organisatorisch war diese Reise<br />

einfach, da dies die Polizei übernommen<br />

hatte. Die Delegation aus Vertretern des<br />

bayerischen Innenministeriums, der bayerischen<br />

Polizei, einer Dolmetscherin und ich<br />

als deutsche Journalistin fuhr im grünen Polizeibus,<br />

der die zwei riesigen Sattelschlepper<br />

mit Kindernahrung, Medikamenten und<br />

Krankenhausinventar begleitete. Die Hilfslieferungen<br />

waren genau für diese Einrichtungen<br />

bestimmt, die für die Leser und Leserinnen<br />

der rationellen hauswirt-<br />

22 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


Zeitreise<br />

Das erste vierfarbige Cover der<br />

<strong>rhw</strong> gab es im Januar 1997<br />

5 1996 1997 1998 1999 2000<br />

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1990er<br />

u 1/1990: Ilse Raetsch verlässt den Verlag, um in der Bayerischen<br />

Verbraucherberatung zu arbeiten, Beatrix Flatt kommt<br />

in den Verlag<br />

u 1992: Neues Cover der <strong>rhw</strong> mit kleinem schwarz-weiß Foto<br />

und orangenem Verlauf – und auf 100 Prozent chlorfrei gebleichtem<br />

Papier gedruckt<br />

u 4/1992: Die Volontärin Alexandra Grontzki arbeitet erstmals<br />

bei der <strong>rhw</strong> und übernimmt ab 1/1994 die Verantwortung<br />

u 5/1994: <strong>rhw</strong> wird komplett auf chlorfreiem Recyclingpapier<br />

u<br />

gedruckt<br />

5/1995: Diskussion um den neuen Namen „Versorgungs- und<br />

Betriebswirtin“ anstelle von Hauswirtschafterin<br />

u 7/1995: Alexandra Grontzki heiratet und nimmt den Nachnamen<br />

ihres Mannes an: Höß<br />

u 9/1996: Ein zehnseitiger Artikel über den Hauswirtschaftsweltkongress<br />

in Bangkok erscheint<br />

u<br />

1/1997: Das erste farbige Cover erscheint<br />

u 3/1997: Versuch, <strong>rhw</strong> auch über ausgewählte Kioske in<br />

Deutschland, Österreich und der Schweiz zu vertreiben<br />

u 1999: Erstes <strong>rhw</strong>-Symposium in München mit 160 Teilnehmern,<br />

es folgen München 2000 mit 360 Teilnehmern und Würzburg<br />

2001 mit 420 Teilnehmern als bisheriger Rekord<br />

Die langjährige<br />

<strong>rhw</strong>-Chefredakteurin<br />

Dr. Renate Kappel<br />

wurde von<br />

Ilse Raetsch<br />

(kleines Foto)<br />

1988 porträtiert<br />

schaft interessant waren: Krankenhäuser,<br />

Waisenhäuser und Kinderheime.<br />

Wir besichtigten viele Einrichtungen, erfuhren<br />

von den Nöten der Menschen und<br />

den Lebensbedingungen in der Ukraine, die<br />

nach der Auflösung der Sowjetunion erst vor<br />

gut einem Jahr ihre staatliche Unabhängigkeit<br />

erklärt hatte. Wir besuchten ein Krankenhaus,<br />

in dem Kinder behandelt wurden,<br />

die unter den Folgen der Reaktorkatastrophe<br />

in Tschernobyl litten. Man berichtete uns<br />

auch von einer seltsamen Kinderkrankheit,<br />

die zu Haarausfall führte, deren Ursache aber<br />

unbekannt sei. Wir versuchten zu verstehen,<br />

wie Menschen angesichts der hohen Preise<br />

und der Inflation ihr Leben organisieren.<br />

Nach der Abschaffung des Rubels in der<br />

Ukraine wurde die Übergangswährung „Koupons“<br />

oder „Karbowanzen“ eingeführt. Von<br />

den Einheimischen wurde das Geld nur<br />

scherzhaft Konfetti genannt, da man eh<br />

kaum etwas für sein Geld bekam.<br />

Mit Essen und Wodka wurden wir dank<br />

der Gastfreundschaft der Ukrainer gut versorgt.<br />

Wir hatten dagegen Probleme, Benzin<br />

für die Lastwagen und den Polizeibus zu<br />

bekommen. Nach langen Wartezeiten, Telefonaten<br />

und Gesprächen konnten wir volltanken.<br />

Wer hier wen bestochen hat, erfuhren<br />

wir nicht. Selbst die ukrainische Polizei<br />

gab damals zu, dass man ohne Kontakte<br />

zur Mafia in dem Land nicht erfolgreich<br />

sein könnte. t Beatrix Flatt<br />

Prof. Dr. Elmar Schlich berichtete<br />

1990 über Energiesparpotenziale<br />

Ilse Raetsch<br />

im Jahr 1986<br />

Rainer Roehl referierte 1993 zu Vollwerternährung<br />

Stellenanzeige von Hilton Hotels & Resorts<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014 23


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Zeitreise<br />

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2<br />

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Im Oktober 2000 startete der <strong>rhw</strong>-Expertenrat<br />

mit Kirsten Weigmann, Sascha<br />

Kühnau und Walter Lutz vom FIGR<br />

1995 Professorin mit 29 <strong>Jahre</strong>n: Prof. Dr.<br />

Margot Steinel an der Hochschule Anhalt<br />

in Bernburg<br />

Alle auf einen Blick<br />

Der <strong>rhw</strong>-Schriftzug wird 2000 gelb<br />

<strong>50</strong> <strong>Jahre</strong>: Wer waren die verantwortlichen <strong>rhw</strong>-Redakteure?<br />

M. Christine Strube (später nach ihrer<br />

Hochzeit M. Christine Klöber) wurde 1996<br />

zweite Vorsitzende des Berufsverbandes<br />

Hauswirtschaft e.V.<br />

Für die Ballettschule der Staatsoper<br />

Stuttgart wird 1998 in der <strong>rhw</strong> eine<br />

Köchin gesucht<br />

Hauswirtschaft und Volksernährung<br />

Januar 19<strong>50</strong> – Dezember 1965<br />

Dipl.-Volkswirt Joachim Boehmer<br />

Die Hauswirtschaftsmeisterin<br />

Juni 1964<br />

Hauswirtschaftsmeisterin Traute Nieter<br />

Oktober 1964 – Juni 1966<br />

Lucie Sladek<br />

Nach Fusion von HuV und Hwm:<br />

rationelle hauswirtschaft<br />

Ab Juli 1966 – Dezember 1970<br />

Edgar Bissinger<br />

Januar 1971 – Dezember 1977<br />

Dr. Renate Kappel<br />

Januar 1978 – März 1979<br />

Gertrud Bähr<br />

April 1979 – Dezember 1980<br />

Dr. Jörg Lingenberg<br />

Januar 1981 – Dezember 1989<br />

Ilse Raetsch<br />

Januar 1990 – Dezember 1992<br />

Beatrix Flatt<br />

Januar 1993 – Februar 2002<br />

Alexandra Höß<br />

März 2002 – April 2007<br />

Dorothea Kammerer<br />

seit Mai 2007<br />

Robert Baumann<br />

24 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


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Zeitreise<br />

007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014<br />

2000er<br />

u 12/2000: Die komplette <strong>rhw</strong> erscheint in Farbe<br />

u 1/2000: Das neue, gelbe Logo der <strong>rhw</strong> wird etabliert<br />

u 10/2000: Der <strong>rhw</strong>-Expertenrat mit Sascha Kühnau, Kirsten<br />

Weigmann und Walter Lutz startet<br />

u 8/2001: Der spätere Chefredakteur Robert Schwabe beginnt nach<br />

seinem Studium der Ökotrophologie ein Volontariat bei <strong>rhw</strong><br />

u 3/2002: Dorothea Kammerer vertritt Alexandra Höß in deren<br />

Elternzeit für zwei <strong>Jahre</strong><br />

u 3/2003: Geburtsjahr der Zeitschrift <strong>rhw</strong> praxis<br />

u 7/2013: Der Verlag Neuer Merkur GmbH zieht um in die Paul-<br />

Gerhardt-Allee 46, München<br />

u 12/2003: Das erste <strong>rhw</strong>-Hygieneforum in Wiesbanden findet<br />

statt (u. a. mit den Referenten Prof. Elke Huth, Carola Reiner<br />

und Martin Lutz, FIGR)<br />

u 4/2004: Die Beilage GV-rationell für Großküche erscheint.<br />

Ende 2008 wird sie in ein eigenes gleichnamiges Abo-Magazin<br />

umgewandelt, das heute unter „Die Bioküche“ vertrieben<br />

wird (www.die-biokueche.de)<br />

u 5/2004: Das erste <strong>rhw</strong>-Seminar überhaupt fand mit Sascha<br />

Kühnau in München statt. Das Thema: Rechtsvorschriften in<br />

der Hauswirtschaft, 13 Teilnehmerinnen.<br />

u 11/ 2004: Dr. Dieter Bödeker ist erstmals Referent beim 2. <strong>rhw</strong>-<br />

Hygieneforum in Bonn und seit dem jedes Jahr dabei<br />

u 10/2006: Der erste fünftägige Kurs „Weiterbildung zur Hygienebeauftragten“<br />

mit Dr. Dieter Bödeker. Er ist mit 15 Wiederholungen<br />

der bislang erfolgreichste Kurs.<br />

u 1/2008: <strong>rhw</strong> heißt nun <strong>rhw</strong> <strong>management</strong>, um die Management-<br />

Aufgaben der Hauswirtschaft zu betonen und sich vom Magazin<br />

<strong>rhw</strong> praxis klarer zu unterscheiden. Das neue Layout bietet mehr<br />

Platz für Infokästen, Downloadverweise und so weiter.<br />

u 10/2007: Eine aktuelle Umfrage ergibt, dass das Durchschnittsalter<br />

einer <strong>rhw</strong>-Leserin 44 <strong>Jahre</strong> beträgt<br />

u 11/2008: <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> interviewt den Nobelpreisträger<br />

Prof. Dr. Peter Grünberg, Jülich, der 2007 im Bereich Physik<br />

ausgezeichnet wurde<br />

u 2/2009: Der erste <strong>rhw</strong>-Erfolgstag im CCH Hamburg findet zu<br />

dem Thema „Raumgestaltung für demenzkranke Bewohner“<br />

statt. Noch im selben Jahr folgen zwei weitere <strong>rhw</strong>-Erfolgstage<br />

in Kooperation mit KlöberKASSEL; anschließend wird auf einen<br />

jährlichen Turnus umgestellt.<br />

u 9/2011: Chefredakteur Robert Schwabe heiratet und nimmt<br />

den Nachnamen seiner Ehefrau, Baumann, an. Tochter Elisa<br />

verpasst knapp den Welttag der Hauswirtschaft (21. März) und<br />

erblickt am 10. März 2014 das Licht der Welt.<br />

u<br />

6/2013: <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> präsentiert exklusiv die Zahlen zur<br />

Bayerischen Verbleibstudie<br />

u 22. Mai 2014: <strong>rhw</strong> <strong>management</strong><br />

feiert das <strong>50</strong>-jährige Jubiläum<br />

der Zeitschrift bei Sekt und<br />

Torte mit über 100 Gästen<br />

beim 16. <strong>rhw</strong>-Symposium in<br />

München (Bericht in der<br />

nächsten Ausgabe)<br />

Interessante Interviewpartner der <strong>rhw</strong> in den<br />

2000er <strong>Jahre</strong>n: Physik-Nobelpreisträger Peter<br />

Grünberg, Jülich, links, mit Robert Baumann.<br />

Zeichnung: imageconcept_de/Fotolia.com<br />

… oder ein Gespräch mit der Kaffee-Botschafterin<br />

Nina Ruge.<br />

Ihre Redaktion 2014<br />

Alexandra Höß (links), Dorothea Kammerer (Mitte) und Robert Baumann<br />

(rechts) schreiben monatlich für <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> – hinzu kommen noch<br />

etwa 15 Fachautoren als Spezialisten auf ihren Gebieten. Wir freuen uns auf<br />

spannende Begegnungen mit Ihnen in den nächsten <strong>Jahre</strong>n!<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014 25


<strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>rhw</strong><br />

„Die Problematik der<br />

Geschirrspülmaschine“<br />

Die Geschirrspülmaschine beschäftigte die <strong>rhw</strong> <strong>management</strong><br />

von ihrer ersten Stunde an. Bereits in der Ausgabe 8 des <strong>Jahre</strong>s<br />

1964 der „Hauswirtschaft und Volksernährung“, wie <strong>rhw</strong><br />

damals noch hieß, wurde die Problematik der die Küchenarbeit<br />

revolutionierenden Geschirrspülmaschine erläutert. Ein Auszug<br />

des Artikels von Joachim Boehmer.<br />

Gemessen an der Intensität der Werbung<br />

für die Haushalt-Geschirrspülmaschine<br />

könnte man meinen, daß<br />

kaum noch eine Hausfrau nach alter Methode<br />

mit Bürste und Spültuch ihr Geschirr<br />

reinigt. So kann man aus statistischen Erhebungen<br />

ablesen, daß sich im letzten <strong>Jahre</strong><br />

zusätzlich 30 Prozent bundesdeutsche<br />

Hausfrauen zum maschinellen Geschirrspülen<br />

bekehrt hätten. Oder: daß im Bundesgebiet<br />

in einem <strong>Jahre</strong> für 30 Millionen<br />

DM Geschirrspüler abgesetzt wären. Zweifellos<br />

stimmen diese Zahlen, wenn man sie<br />

aber in andere Beziehungen zu einander<br />

setzt, ergibt sich ein weniger optimistisches<br />

Bild von der Verbreitung der Geschirrspüler<br />

in unseren Küchen.<br />

Hierzu nur eine aufschlußreiche Zahl:<br />

von den 17 Millionen bundesdeutscher<br />

Haushaltungen benutzen bis heute erst<br />

86.000 eine Geschirrspülmaschine, das<br />

sind weniger als 0,5 Prozent. Oder anders<br />

ausgedrückt: nur jeder 200. Haushalt<br />

bedient sich eines mechanischen Geschirrspülers,<br />

dessen Verbreitung im Hinblick<br />

auf die Lästigkeit und Häufigkeit<br />

des täglichen Geschirrspülens ein Vielfaches<br />

beitragen müßte. Auch von den<br />

mit Technik gesättigten amerikanischen<br />

Haushalten haben nur 9 Prozent eine Geschirrspülmaschine.<br />

Mancher wird fragen, woran es liegt,<br />

daß gerade die Geschirrspülmaschine im<br />

Haushalt so zögernd Eingang findet.<br />

Was verlangt eigentlich die Hausfrau<br />

von einer Geschirrspülmaschine?<br />

Ihre Hauptforderung ist natürlich die,<br />

daß die Geschirrspülmaschine das Eßund<br />

Kochgeschirr mindestens so schnell<br />

und so sauber wie die Handabwäsche reinigt,<br />

spült und trocknet. In einer vierköpfigen<br />

Familie fallen täglich 40 bis 60<br />

Geschirrteile, ebenso viele Besteckteile,<br />

dazu allerlei Küchengerät und mehrere<br />

Kochtöpfe an. Von einem Geschirrspüler<br />

wird also quantitativ und qualitativ einiges<br />

verlangt.<br />

Das wichtigste Problem der Wasserversorgung<br />

ist die Beschaffung von reichlichem<br />

Heißwasser. Dem althergebrachten<br />

Geschirrwaschen von Hand kommen diejenigen<br />

Spülmaschinen am nächsten, bei<br />

denen das Geschirr ganz in die Spüllauge<br />

eines Bottichs eingetaucht wird. Am Boden<br />

solcher Spülbecken dreht sich ein Flügelrad,<br />

das das Spülwasser kräftig durch<br />

das Geschirr wirbelt. Zum Waschen und<br />

Spülen kommt noch das Problem des Geschirrtrocknens.<br />

In der Regel wird das gereinigte<br />

Geschirr in der Maschine abschließend<br />

sehr heiß gespült (80 bis 90<br />

Grad C), damit es durch seine Eigenwärme<br />

trocknet. Mitunter sind auch elektrische<br />

Trockenvorrichtungen eingebaut, wodurch<br />

Haushaltsspüler G 45 aus dem Jahr 1963<br />

die Geschirrspüler allerdings teurer werden.<br />

Daher kommt es, daß eine moderne<br />

Geschirrspülmaschine je nach Größe und<br />

Ausstattung zwischen 1 200 und 3 000 DM<br />

kostet.<br />

Eine Spülmaschine kostet…<br />

Zu den einmaligen Anschaffungskosten<br />

kommen die laufenden Betriebskosten<br />

hinzu. Wie schon erwähnt, sind für den Betrieb<br />

der Geschirrspüler heißes Wasser,<br />

Strom sowie Einweich-, Spül- und Enthärtungsmittel<br />

erforderlich. Gewiß, zwei bis<br />

drei Eimer Heißwasser je Spülgang sind<br />

nicht viel. Dennoch läppern sich im Monat<br />

schnell einige Kubikmeter zusammen und<br />

wollen bezahlt sein.<br />

Hat der Geschirrspüler eine eingebaute<br />

Heißwasserbereitung, braucht er je Spülgang<br />

1 bis 2 kWh, also im Monat 70 bis 100<br />

kWh. Nimmt man hinzu, daß je Spülgang<br />

auch noch 8 bis 10 Pfennig für verschiedenartige<br />

Wasch- und Spülchemikalien<br />

aufzuwenden sind, stellen sich die täglichen<br />

Betriebskosten einer Geschirrspülmaschine<br />

auf etwa eine Mark.<br />

Der kaufmännisch rechnende Hausvater<br />

wird hierauf noch die Kosten für Reparaturen<br />

und Amortisation anteilig draufschlagen<br />

und dann feststellen, daß der Geschirrspüler<br />

das Haushaltbudget immerhin<br />

belastet.<br />

Wenn man auf die Frage nach der<br />

durch Geschirrspüler erreichbaren Zeitersparnis<br />

eine Antwort sucht, so fällt sie<br />

nicht so befriedigend wie bei anderen<br />

Haushaltsmaschinen aus. Im Idealfalle<br />

müßte der Geschirrspüler seine Arbeit<br />

während der Zeit verrichten, in der die<br />

Hausfrau ihre Küche nach der Mahlzeit<br />

aufräumt.<br />

Dennoch: daß die Haushalt-Geschirrspülmaschine<br />

in absehbarer Zeit<br />

zu einem zeit- und arbeitssparenden Helfer<br />

der Hausfrau werden wird, steht außer<br />

Zweifel. Man braucht nur einmal um<br />

10 <strong>Jahre</strong> zurückdenken und die damaligen<br />

Waschmaschinen mit den heutigen<br />

Vollautomaten zu vergleichen. Nicht anders<br />

werden wir in einigen <strong>Jahre</strong>n unsere<br />

heutigen Geschirrspülmaschinen<br />

nachsichtig belächeln – denn: auch in<br />

der Technik will gut Ding Weile haben!<br />

t<br />

Fotos: Miele<br />

26 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


<strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> Wandel der Technik in Haushalten<br />

Daten und Fakten<br />

Das Hauswirtschaftliche Institut (HWI) München<br />

hat im Herbst/Winter 1964/1965 eine Erhebung<br />

mit dem Rahmentitel „Die Technik in unseren<br />

heutigen Haushalten“ durchgeführt. Daneben<br />

gibt es die Zahlen für 2013 vom Statistischen<br />

Bundesamt.<br />

1964/65 sah die technische Besatzung der 234 befragten bundesdeutschen<br />

Haushalten folgendermaßen aus:<br />

Staubsauger<br />

Gerät<br />

Anteil der Haushalte<br />

Bügeleisen<br />

98 Prozent<br />

Kühlschrank<br />

96,25 Prozent<br />

Staubsauger<br />

96,25 Prozent<br />

Handmixer<br />

51,35 Prozent<br />

Tauchsieder<br />

48,4 Prozent<br />

Schleuder<br />

48,4 Prozent<br />

Elektrische Küchenmaschine 45,6 Prozent<br />

Nähmaschine mechanisch 44,9 Prozent<br />

Heißwasserspeicher<br />

44 Prozent<br />

Elektrische Kaffeemaschine 42,75 Prozent<br />

Nähmaschine elektrisch 39,3 Prozent<br />

Waschmaschine<br />

36,8 Prozent<br />

Mixgerät<br />

36,3 Prozent<br />

Waschautomat<br />

25,2 Prozent<br />

Elektrischer Wasserkocher 23 Prozent<br />

Teppichklopfer<br />

21,35 Prozent<br />

Versiegelung<br />

20,9 Prozent<br />

Bohner elektrisch<br />

17,2 Prozent<br />

Grill<br />

16,69 Prozent<br />

Bügelmaschine<br />

9,8 Prozent<br />

Tiefkühltruhe<br />

6,84 Prozent<br />

Trockengerät elektrisch 3,84 Prozent<br />

Geschirrspülmaschine 2,56 Prozent<br />

Elektrische Kaffeemühle 17,5 Prozent<br />

Entsafter<br />

16,25 Prozent<br />

Toaster<br />

13,25 Prozent<br />

Föhn<br />

13,25 Prozent<br />

Gerät<br />

Anteil der Haushalte<br />

Heizöfchen<br />

11,5 Prozent<br />

Höhensonne<br />

9,4 Prozent<br />

Durchlauferhitzer<br />

8,1 Prozent<br />

Grill im Herd<br />

6,4 Prozent<br />

Heizkissen, -decke<br />

5,55 Prozent<br />

Dampfdrucktopf<br />

4,47 Prozent<br />

Rasenmäher<br />

3 Prozent<br />

Rasierapparat<br />

3 Prozent<br />

Mech. Teppichkehrmaschine 2,56 Prozent<br />

Backhaube<br />

2,14 Prozent<br />

Dampfbügeleisen<br />

1,72 Prozent<br />

Wrasenabzug<br />

1,72 Prozent<br />

Citruspresse<br />

1,72 Prozent<br />

Allzweckschneider<br />

1,28 Prozent<br />

Bratfixpfanne<br />

1,28 Prozent<br />

Waffeleisen<br />

1,28 Prozent<br />

Strickmaschine<br />

0,87 Prozent<br />

Wärmeplatte<br />

0,87 Prozent<br />

Trockenhaube<br />

0,87 Prozent<br />

Ventilator<br />

0,87 Prozent<br />

Brotschneidemaschine 0,87 Prozent<br />

Elektrisches Waschgerät 0,43 Prozent<br />

Eierkocher<br />

0,43 Prozent<br />

Speiseeismaschine<br />

0,43 Prozent<br />

Friteuse<br />

0,43 Prozent<br />

Flaschenwärmer<br />

0,43 Prozent<br />

Keksautomat<br />

0,43 Prozent<br />

Elektroherd<br />

Föhn<br />

Für das Jahr 2013 hat das Statistische Bundesamt für Haushalts- und sonstige Geräte bei<br />

59.775 erfassten Haushalten in Deutschland folgende Zahlen herausgegeben:<br />

Gerät Anteil der je 100 Haushalte<br />

Haushalte Anzahl der Gebrauchsgüter<br />

Kühlschrank, Kühl- und Gefrierkombination 99,7 Prozent 121,9<br />

Gefrierschrank, Gefriertruhe <strong>50</strong>,5 Prozent 56,1<br />

Geschirrspülmaschine 67,3 Prozent 68,6<br />

Mikrowellengerät 71,1 Prozent 73,3<br />

Waschmaschine 94,5 Prozent 97,2<br />

Wäschetrockner (auch im Kombigerät) 39,1 Prozent 39,4<br />

Elektroherd (auch im Kombigerät) 94 Prozent 98,4<br />

Flachbildfernseher 67,1 Prozent 92,2<br />

Pay-TV-Receiver 17,7 Prozent 21,9<br />

Fotoapparat (digital) 73,3 Prozent 104,4<br />

MP3-Player 45,4 Prozent 73,4<br />

Mobiltelefon (Handy, Smartphone) 92,7 Prozent 171,8<br />

Im Mai 2014 hat Miele den Saugroboter Scout RXI auf den Markt gebracht –<br />

ob man sich so etwas im Jahr 1964 hätte vorstellen können?<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014 27


Daten und Fakten<br />

Vom Suchen und Finden<br />

Dass Hauswirtschaft in den verschiedensten Bereichen und Unternehmen wichtig ist und Hauswirtschafter/innen<br />

schon seit über <strong>50</strong> <strong>Jahre</strong>n gesucht wurden und werden, zeigt diese Aufstellung<br />

von <strong>rhw</strong>-Stellenanzeigen. Bekannte Unternehmen, wie beispielsweise Hilton, Nestlé,<br />

Allianz oder Mercedes Benz haben in den letzten fünfzig <strong>Jahre</strong>n über die <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> eine<br />

Stellenanzeige geschaltet.<br />

Bekannte Unternehmen, die in den letzten fünfzig <strong>Jahre</strong>n über<br />

die <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> eine Stellenanzeige geschaltet haben:<br />

c Allianz (Leiterin Erholungsheim)<br />

c AEG-Telefunken (Beraterin für Haushaltstechnik)<br />

c AOK (Küchenleiterin Internatsschule)<br />

c Burda Moden (HBL als Redakteurin)<br />

c Barmer Ersatzkasse (Heimleiterin im Kurheim)<br />

c Birkel Nudel-Werke (Versuchsküche)<br />

c Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten,<br />

Bonn (Hilfsreferentin für Berufsbildung)<br />

c C&A (Wirtschafterin für Acht-Personenhaushalt)<br />

c Dr. Oetker (Betriebsbesichtigungsleiterin)<br />

c Dr. Schnell (Hygienereferent und Key Account Manager)<br />

c DAK (Ernährungsberaterin)<br />

c Deutscher Entwicklungsdienst<br />

c Deutsche Gesellschaft für Ernährung - DGE<br />

c Deutsches Rotes Kreuz (HBL Seniorenheim-Neubau)<br />

c Ecolab (Fachberater Professional Care)<br />

c Landeshauptstadt Stuttgart (Fachlehrer)<br />

c Gerling Konzern (Küchenleiterin Hauptverwaltung)<br />

c Gruner und Jahr Verlag (HWL für Redaktion)<br />

c Hoechst Werk (Köchin)<br />

c Hochschule Osnabrück (Professur für Fachdidaktik<br />

Hauswirtschaft und Ökotrophologie)<br />

c Hilton Mainz (stellv. Hausdame)<br />

c Intercontinental Frankfurt (Hausdamen)<br />

c Knack und Back Versuchsküche<br />

c Kraft Foods (HWL in Testküche)<br />

c Nestlé (HWL in Testküche)<br />

c Maggi (Kochstudio)<br />

c Mercedes-Benz (Wirtschaftsleiterin Verpflegungsbetrieb)<br />

c Ministerium für Ernährung in Bayern<br />

(HBL für überregionale Ernährungsbildung)<br />

c Ministerium für Ernährung Baden-Württemberg<br />

(Lehramt an Fachschulen)<br />

c Moulinex (Fachberaterin)<br />

c Mövenpick-Hotel Ulm (1. Hausdame)<br />

c Pfanni (Versuchsküche)<br />

c Rational AG (Anwendungsforschung)<br />

c REWE (Hauswirtschaftsleiterin)<br />

c Siemens (Hauswirtschaftliche Beraterin)<br />

c Sheraton Frankfurt (Etagendame/Etagenherr)<br />

c Sheraton Flughafen (Floor Supervisor)<br />

c Schloss Salem (HBL für Schule)<br />

c Sodexho (HWL Kita Augsburg)<br />

c Staatsoper Stuttgart (HWL als Köchin für Ballettakademie)<br />

c Stadt Nürnberg (Fachlehrerin)<br />

c Stadt Köln (Reinigungsdienste)<br />

c Technische Universität München<br />

c HWL im Klinikum Rechts der Isar<br />

c Triumph International (Leiterin Gästehaus) …<br />

Wir sind auch <strong>rhw</strong> …<br />

Die Buchstaben <strong>rhw</strong> stehen<br />

nicht nur für den Namen<br />

unserer Zeitschrift:<br />

hier die Top Ten anderer<br />

Abkürzungen für <strong>rhw</strong> –<br />

weltweit!<br />

I RHW: Realitätenvermittlungs-, Hausverwaltungsund<br />

Wirtschaftsgüterverwertungs-GmbH<br />

I RHW: Rudolf-Harbig-Weg,<br />

ein Studentenviertel in Münster<br />

I RHW: 1,96 km lange Bergbahn Rheineck-Walzenhausen<br />

in der Ostschweiz (RhW)<br />

I RHW: RealHighway Mod, eine Erweiterung<br />

des inzwischen schon dreißig <strong>Jahre</strong> alten<br />

Computerspiels SimCity<br />

I RHW: Rettungshundewesen<br />

I RHW: Rheinhessen-Werkstatt<br />

(Werkstatt für Menschen mit Behinderung)<br />

I RHW: Reifenhaus Westerwald<br />

I RHW: Reifen-Handel-Wetzel<br />

I RHW.com: US-amerikanischer Lebensberater<br />

Roy H. Williams<br />

I Rhw. Hombressen: Reit- und Fahrverein<br />

für Pferde Reinhardswald Hombressen<br />

Foto: iStockphoto/TommL<br />

28 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


Stellen- und Rubrikanzeigen<br />

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Daten und Fakten<br />

Was unsere Leser denken*<br />

Layout der Zeitschrift<br />

„<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> sieht zeitgemäß<br />

aus“<br />

Im März und April 2014 fragten wir Sie:<br />

„<strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> – wie finden<br />

Sie das Aussehen unserer Zeitschrift?“<br />

u 23,8 Prozent: Eher modern<br />

u 41,3 Prozent: Zeitgemäß<br />

u 34,9 Prozent: Eher altbacken.<br />

Wir nehmen Ihre Kritik zum Anlass, um<br />

noch besser, klarer und persönlicher zu<br />

werden, auch im Layout. Lassen Sie sich<br />

im Spätsommer überraschen…<br />

16. <strong>rhw</strong>-Symposium<br />

„Hauptsache, die Themen stimmen“<br />

Im Februar 2014 fragten wir Sie nach<br />

Ihrer Meinung: „Beim 16. <strong>rhw</strong>-Symposium<br />

am 22. Mai 2014 referieren erstmals nur<br />

Frauen“<br />

u 32 Prozent: Finde ich gut<br />

u 21 Prozent: Finde ich nicht gut<br />

u 47 Prozent: Ist mir egal, so lange die<br />

Themen stimmen.<br />

Weiterbildungsverbot<br />

in Bayern<br />

„Ja, die HBL hat die Kompetenzen“<br />

Im Januar 2014 fragten wir Sie: „Weiterbildungsverbot<br />

in Bayern: Ist die HBL in<br />

der Lage, ein Heim zu leiten?“<br />

u 46,4 Prozent: Ja, die HBL hat die Kompetenzen,<br />

um nach einer Weiterbildung<br />

Heimleitung zu werden<br />

u 26,5 Prozent: Nein, HBL sollten keine<br />

Heime leiten<br />

u 27,1 Prozent: Das soll jedes Bundesland<br />

für sich entscheiden.<br />

Wertschätzung<br />

Trend zur Handarbeit<br />

Im Dezember 2013 fragten wir Sie:<br />

„Gibt es einen Trend zur Wertschätzung der<br />

Handarbeit?“<br />

u 48,1 Prozent: Ja, Stricken, Backen und<br />

Co. sind gerade extrem angesagt<br />

u 25,6 Prozent: Ich bemerke keine Veränderung<br />

u 25,9 Prozent: Das interessiert eh nur<br />

einen kleinen Teil der Bevölkerung.<br />

Allergeninformationspflicht<br />

Fast 60 Prozent sind noch unsicher<br />

Im November 2013 fragten wir Sie: „Allergeninformationspflicht<br />

ab Dezember<br />

2014: Wie weit sind Sie in Ihren Einrichtungen?“<br />

u 42,3 Prozent: Wir machen es schon<br />

nach Vorschrift<br />

u 34,2 Prozent: Habe davon gehört, aber<br />

brauche noch Wissen<br />

u 23,2 Prozent: Sagt mir noch nichts.<br />

Gebäudereinigung<br />

Elastische Bodenbeläge<br />

am häufigsten<br />

Im Oktober 2013 fragten wir Sie: „Welche<br />

Böden reinigen Sie am meisten?“<br />

u 39 Prozent: Elastische Bodenbeläge<br />

wie PVC, Linoleum<br />

u 24 Prozent: Textile Bodenbeläge wie<br />

Teppich<br />

u 21 Prozent: Holzböden<br />

u 15 Prozent: Steinböden.<br />

Gastronomie<br />

Trinkwasser bei uns kostenlos<br />

Im September 2013 fragten wir Sie:<br />

„Wie gehen Sie mit dem Gästewunsch „Ein<br />

Glas Leitungswasser, bitte!“ um?“<br />

u 46 Prozent: Trinkwasser gibt es bei uns<br />

kostenlos<br />

u 18 Prozent: Ärgerlich ist es schon, aber<br />

noch verlangen wir nichts dafür<br />

u 17 Prozent: Auch Trinkwasser kostet<br />

bei uns<br />

u 18,5 Prozent: Soll er/sie doch Stilles<br />

Mineralwasser bestellen.<br />

Andere Kulturen<br />

Wachsendes Bewusstsein<br />

für Halal-Essen<br />

Im August 2013 fragten wir Sie, wie<br />

wichtig Halal-Essen in Ihrer Einrichtung ist.<br />

u 26 Prozent halten es für sehr wichtig,<br />

da es von den Gästen nachgefragt wird<br />

u 39 Prozent sagten, dass das Bewusstsein<br />

wächst<br />

u 35 Prozent kümmert das Thema noch<br />

nicht.<br />

Beliebte Anzeigen<br />

Leser mögen am liebsten<br />

Stellenangebote<br />

Im Juli 2013 fragten wir Sie: „Welche<br />

Art von Anzeigen sehen Sie am liebsten bei<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong>?“.<br />

u 47 Prozent: Stellenangebote<br />

u 21 Prozent: Börse für Gebrauchtgeräte<br />

u 17 Prozent: Stellengesuche<br />

u 15 Prozent: Produktanzeigen.<br />

Über Geld spricht man doch<br />

<strong>rhw</strong>-Leser verraten<br />

ihre Bruttoeinkommen<br />

Im Juni 2013 fragten wir Sie, wie viel<br />

Einkommen Sie pro Monat verdienen. Hier<br />

die Ergebnisse der Verdienste pro Monat:<br />

u 31 Prozent: über 2.<strong>50</strong>0 Euro<br />

u 22 Prozent: 2.000 bis 2.<strong>50</strong>0 Euro<br />

u 15 Prozent: 1.<strong>50</strong>0 bis 2.000 Euro<br />

u 17 Prozent: 4<strong>50</strong> bis 1.<strong>50</strong>0 Euro<br />

u 14 Prozent: bis 4<strong>50</strong> Euro.<br />

*Bei der Online-Umfrage von <strong>rhw</strong> <strong>management</strong><br />

beteiligen sich etwa 1<strong>50</strong> bis 300<br />

Leser/innen pro Monat.<br />

Abbildung: Fotolia/ioannis kounadeas<br />

30 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


Verlag Neuer Merkur – damals …<br />

Das<br />

Verlagsprogramm<br />

1977


… und heute: für die Entscheider<br />

www.vnm-online.de<br />

VNM<br />

AKADEMIE<br />

Das<br />

Verlagsprogramm<br />

2014


Marktplatz<br />

Hersteller: Columbus<br />

Name: Aufsitzer ARA 66/BM 70<br />

Produkt: Bodenreinigungsmaschine<br />

Neu im Programm von Columbus: Aus der Reihe der Aufsitzer gibt es den ARA 66/BM<br />

70. Seine lange Sitzfläche ermöglicht die ergonomisch richtige Sitzposition für jedermann,<br />

das Cockpit ist nach beiden Seiten offen und erlaubt bequemes Einsteigen<br />

von rechts und links sowie schnelles, flexibles Agieren.<br />

I www.columbus-clean.de<br />

Hersteller: Greif Textile Mietsysteme<br />

Name: Stärke-Finish<br />

Produkt: Stärken von Textilien<br />

Das Stärke-Finish verleiht den Servietten den für das Falten notwendigen<br />

Stand. Durch das Stärken erhalten die Textilien außerdem<br />

eine bessere Schmutzabweisung, wodurch sie auch<br />

bei Gebrauch sichtbar schöner bleiben. Die Appretur ist der letzte<br />

Feinschliff, der durch nichts zu ersetzen ist. Im Rahmen des Textilservice<br />

liefert Greif Textile Mietsysteme daher grundsätzlich gestärkte<br />

Tischwäsche aus. Das gilt sowohl für Tücher und Servietten aus reiner<br />

Baumwolle als auch für Mischgewebe.<br />

I www.mietwaesche.de<br />

Hersteller: BusinessVillage<br />

Name: Super-Buch<br />

Produkt: Buch für Notizen, Aufgaben, Ideen<br />

Das 110-seitige Super-Buch ist ein Speicher für Ideen,<br />

Projekte, Telefonnummern, Reminder, nützliche<br />

Gedanken, Notizen ... all das, was sonst auf vielen<br />

kleinen Zetteln auf dem Schreibtisch verloren geht. Mit<br />

dem Flex-Cover und einer Oberfläche in Lederoptik mit<br />

Wellen-Struktur ist das neue „Super-Buch“ fühlbar hochwertig.<br />

Das durchdachte System gibt Ideen, Projekten<br />

und Gedanken Raum und beendet das Zettelchaos auf<br />

dem Schreibtisch.<br />

I www.businessvillage.de<br />

Hersteller: Toto<br />

Name: WC CF<br />

Produkt: WC mit hygienischer Spülung<br />

Mit dem neuen Modell CF hat der japanische Hersteller TOTO ein WC entwickelt,<br />

das besonders gut geeignet ist für den Einsatz in Krankenhäusern und Pflegeheimen.<br />

Ein wissenschaftliches Gutachten von Prof. Dr. Klaus-Dieter Zastrow<br />

kommt zu dem Schluss, dass das Modell CF herkömmlichen Toiletten in puncto Hygiene<br />

überlegen ist. Während herkömmliche WCs von vorne nach hinten spülen, erzeugt dieses<br />

einen kreisenden Wasserstrudel. Dabei entsteht ein leichter Sog nach unten, sodass<br />

gar kein Sprühnebel entstehen kann. Das randlose Design und die extrem glatte Spezialglasur<br />

verhindern zudem, dass sich Schmutz und Keime auf der Keramik festsetzen.<br />

I www.eu.toto.com<br />

34 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6·2014


Marktplatz<br />

Produkte der „Altenpflege“<br />

Auf der Altenpflege-Messe in Hannover zeigten vom 25. bis 27.<br />

März 2014 in vier Messehallen verschiedene Aussteller Trends<br />

und Innovationen für stationäre und ambulante Pflege, Küche<br />

und Hauswirtschaft.<br />

Einige interessante Problemlösungen<br />

wurden in Hannover präsentiert. Gegen<br />

den unangenehmen Geruch von<br />

Inkontinenzabfällen wurde von OdoCare<br />

ein geruchsdichtes Entsorgungskonzept<br />

entwickelt. Ergänzt wird es durch Vacura.<br />

Dieses bietet die Möglichkeit, das Volumen<br />

der Inkontinenzabfälle hygienisch einwandfrei<br />

und geruchsneutral zu halbieren.<br />

Gleichzeitig wird damit die Verbreitung der<br />

Keime über die Luft wesentlich gemindert.<br />

1<br />

Miele Professional verspricht mit seinem<br />

neuen Gewerbegeschirrspüler mit<br />

dem bewährten Frischwassersystem besonders<br />

sichere Spülergebnisse. In jeder<br />

Reinigungs- und Spülphase kommt komplett<br />

frisches Wasser zum Einsatz, während<br />

der Reinigung mit 60°C und beim Nachspülen<br />

fünf Minuten bei 83°C. Bemerkenswert<br />

ist die extrem kurze Laufzeit,<br />

wenn die Geräte einen Anschluss an Drehstrom<br />

und 65°C Warmwasser haben. Für<br />

die Sicherheit der Mitarbeiter sorgen die<br />

Türschließ-Hilfe und ein Dampfkondensator,<br />

der die Menge des austretenden Wasserdampfes<br />

beim Öffnen wesentlich reduziert.<br />

Gerade bei Einbaugeräten ist dies ein<br />

besonders wichtiger Aspekt. 2<br />

Schneidereit war auf der Messe mit ihrem<br />

Voll-Service-Leasing-Angebot an Wäschereitechnik<br />

vertreten. In unterschiedlichen<br />

Größen werden Waschmaschinen und<br />

Wäschetrockner mit komplettem Servicepaket<br />

im Leasing angeboten, so dass die<br />

Kunden kontinuierlich funktionierende<br />

Waschtechnik im Hause nutzen können.<br />

Besonders für kleinere Bedarfe in Hausgemeinschaften<br />

oder zur Selbstbedienung<br />

durch die Senioren sind die ersten gerontologisch<br />

angepassten Waschmaschinen<br />

und Trockner der Easy-Care-Reihe im Angebot.<br />

Diese sind in der Bedienung vereinfacht,<br />

haben größere, leicht verständliche<br />

Bedienknöpfe und sind wie alle Waschmaschinen<br />

von Schneidereit an Dosierpumpen<br />

angeschlossen. 3<br />

Händedesinfektion mit Gel<br />

Orochemie stellte auf der Messe mit<br />

dem C25 ein Händedesinfektionsgel vor.<br />

Dieses verspritzt wesentlich weniger, so<br />

dass es vor allem im ambulanten Bereich<br />

oder bei ständig wechselnden Einsatzorten<br />

ein besonders geeignetes Mittel ist. Mit<br />

ihrer neuen Anwender-App werden alle Anwenderinformationen,<br />

Ratgeber für die<br />

Auswahl der Desinfektionsmittel sowie deren<br />

Dosierung auch kurzfristig vor Ort verfügbar<br />

gemacht, was eine sehr geeignete<br />

Unterstützung durch die neuen Medien ist.<br />

Die Alltec GmbH aus Hungen stellte ihren<br />

Diosol-Generator vor. Dieser vernebelt<br />

Wasserstoffperoxid und ermöglicht dadurch<br />

eine Raumdesinfektion in allen Bereichen.<br />

Dadurch können Räume, die zuvor<br />

klassisch desinfizierend gereinigt wurden,<br />

ergänzend vollumfänglich selbst bei<br />

Norovirus-Infektionen wirksam desinfiziert<br />

werden. Nach der Anwendung zerfällt Wasserstoffperoxid<br />

in Wasserdampf und Sauerstoff.<br />

Somit ist der Raum nur zu lüften<br />

und kein Nachwischen erforderlich.<br />

Kochboxen für alte Menschen<br />

Die für ihre seniorengerechten Geschirrteile<br />

aus Kunststoff bekannte Firma<br />

Ornamin aus Minden stellte „Frau Lehnhardt’s<br />

Koch- und Back-Boxen“ vor. Diese<br />

sind als Meister-Abschlussarbeit von Ulrike<br />

Lehnhardt im Haus St. Martin in Schiffweiler<br />

(Saarland) erarbeitet worden. Lehnhardt<br />

entwickelte diese Boxen mit allen<br />

Schalen und Tassen, die zur Portionierung<br />

der Zutaten und Zubereitung gebraucht<br />

werden. Die Tassen sind je nach Lebensmittel<br />

farblich unterschiedlich gestaltet, so<br />

dass eine eindeutige Mengenzuordnung<br />

dadurch möglich ist. Mit Hilfe der bebilderten<br />

und laminierten Zubereitungskarten<br />

und dem Kochbuch können auch<br />

schwer demente Senioren beim Kochen einbezogen<br />

werden. Weitere Informationen unter<br />

www.becher-backen.de. 4<br />

Eis, das nur langsam schmilzt<br />

Der Schwerpunkt der Präsentation von<br />

Resama, als Spezialist für Speiseangebote<br />

bei Schluckstörungen, waren die neuen<br />

Sooft-Meals Eis, Torten und Suppen. Das<br />

Eis ist so gestaltet, dass es im Mund besonders<br />

langsam schmilzt, um auch kontrolliert<br />

geschluckt zu werden. Zudem<br />

1 2 3<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014 35


Report<br />

schmeckt es gut und ist besonders energie-<br />

und eiweißreich. Bei den Törtchen haben<br />

alle Schichten, wie Sahne, Frucht und<br />

Biskuit, die gleiche Konsistenz. Für die<br />

kreative Angebotsgestaltung wurde ein Rezeptheft<br />

von Resama entwickelt, das einfache<br />

bedürfnisorientierte Rezeptvarianten<br />

auf der Basis der Sooft-Meals enthält.<br />

56<br />

Die präsentierten Neuerungen können<br />

in der Praxis einiges an Erleichterung bringen,<br />

was dann an Betreuungszeit unmittelbar<br />

mit den Senioren noch besser und<br />

mehr genutzt werden kann. Die Altenpflege<br />

findet turnusmäßig wieder in Nürnberg<br />

vom 24. bis 26. März 2015 statt.<br />

t Sascha Kühnau<br />

Managerin für den<br />

gehobenen Privathaushalt<br />

Premiere: Ende April 2014<br />

wurden die ersten „Managerinnen<br />

für den gehobenen Privathaushalt“<br />

geschult. Das<br />

Fünf-Tage-Seminar mit Ursula<br />

Bolhuis und Anne Lünsmann<br />

brachte viele Aha-Effekte bei<br />

den zehn Teilnehmerinnen. Es<br />

gab nicht nur Erkenntnisse,<br />

wie man mit 35 Koffern verreist,<br />

sondern auch Tipps zum<br />

Umgang mit den besonderen<br />

Arbeitgebern.<br />

4<br />

5<br />

6<br />

Die Arbeit im gehobenen Privathaushalt<br />

ist heute eine Arbeit wie jede<br />

andere, mit Freizeit, Urlaub und festen<br />

Arbeitszeiten. Bei den Arbeitszeiten<br />

gibt es verschiedenste Modelle, angefangen<br />

von einer Montag-bis-Freitag-Woche<br />

oder vierzehn Stunden an zwei Tagen oder<br />

nur von 8 bis 12 Uhr am Vormittag – alles ist<br />

möglich und verhandelbar.<br />

Wer zum ersten Mal in einem neuen<br />

Haushalt arbeitet, braucht vor allem Geduld<br />

mit sich selbst. Man sollte nicht nervös<br />

werden, anfallende Fragen am besten<br />

sammeln und in einem passenden Moment<br />

mit den Hausherren besprechen. „Und vor<br />

allem nichts ungefragt umräumen, insbesondere<br />

im Badezimmer“, sagte Ursula<br />

Bolhuis, Trainerin von Struktur-Wandel, eindringlich.<br />

Im fünftägigen Seminar gab es<br />

zudem Tipps zur Reinigung von Oberflächen<br />

(der Putzstein wird unterschätzt), Ernährung<br />

von Kindern, Schuh- und Garderobenpflege<br />

und Reiseplanung. Bei bis zu<br />

35 Koffern Reisegepäck muss schon sechs<br />

bis vier Wochen vor der Reise mit dem Packen<br />

begonnen werden sowie die Inhalte<br />

wegen der besseren Übersicht am besten<br />

fotografiert werden – Fragen des Gepäcktransfers<br />

erhalten auch eine neue Dimension.<br />

Vorsicht Bewerbung!<br />

„Wenn man sich bei einem zukünftigen<br />

Arbeitgeber ohne Hund in einer Großstadt<br />

bewirbt, dann braucht man nicht ausbreiten,<br />

welche Erfahrung man mit Hunden und<br />

Gemüsebeten gesammelt hat“, so Anne<br />

Lünsmann, AL Personalvermittlung, München.<br />

Lünsmann und Bolhuis beobachten,<br />

Ursula Bolhuis gab Tipps zur Reinigung<br />

und sortierte erstmal eine ganze Reihe<br />

der üblichen Haushaltsreiniger aus<br />

dass Hauswirtschafterinnen oft viel zu ehrlich<br />

und direkt sind, man müsse ja nicht lügen<br />

im Bewerbungsgespräch, aber etwas<br />

mehr Diplomatie sei sinnvoll. Das müsse<br />

die Hauswirtschaft noch lernen.<br />

Auf die Qualifikation der hauswirtschaftlichen<br />

Betriebsleiterin oder Meisterin<br />

brauche man im Übrigen nicht abheben<br />

in Bewerbungsgesprächen, denn „Leiterinnen“<br />

sind in diesen Haushalten nicht gefragt,<br />

sondern ausführende, aufmerksame<br />

Kräfte. Was sich hingegen gut macht sind<br />

Englischkenntnisse, da die Familien öfter<br />

im Ausland sind, dort eingekauft werden<br />

muss und auch internationale Gäste erwartet<br />

werden oder die Ehepartner<br />

deutsch-amerikanisch sind.<br />

t Robert Baumann<br />

Die nächsten Seminare zum<br />

„Gehobenen Privathaushalt“<br />

19. September 2014 in Hamburg:<br />

Reinigung im gehobenen<br />

Privathaushalt – Teil 1<br />

17. Oktober 2014 in Frankfurt:<br />

Wäsche- und Garderobenpflege<br />

7. November 2014 in Hamburg:<br />

Gastgeber sein, Stil & Etikette<br />

Fotos: Birgit Hemscheidt (3), Sascha Kühnau (1)<br />

36 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 4 · 2014


Reinigung 4<br />

Über 1<strong>50</strong> Teilnehmer aus drei<br />

Ländern* waren 2013 dabei – die<br />

Serie geht deshalb 2014 weiter!<br />

„Der sinnvolle Reinigungskreis – das Zusammenspiel von<br />

Eigenreinigung, Chemie, Maschinen und Hygiene“<br />

Vier Themen mit vier Referenten – geballtes Wissen zur Gebäudereinigung an einem Tag<br />

1. Juli 2014 Syke (bei Bremen)<br />

Herbsttermine in Vorbereitung:<br />

14. Oktober 2014 in Hamburg<br />

2. Dezember 2014 in Nordrhein-Westfalen<br />

Präsentiert von<br />

„Reinigung hoch 4“ – Das neue Programm<br />

9.00 Uhr<br />

Chemie-Workshop<br />

a Michael Heimpel, Gebäudereinigermeister,<br />

Pramol Chemie AG, Schweiz<br />

Sauber-hygienisch-materialschonend –<br />

Die Sanitärraumreinigung<br />

Verschmutzungen in Sanitärbereichen richtig<br />

zu erkennen und geeignete Produkte auszuwählen,<br />

ist eine anspruchsvolle Aufgabe.<br />

Michael Heimpel gibt viele praktische Tipps,<br />

um die Eigenschaften der richtigen Behandlungsmittel<br />

zu nutzen.<br />

10.30 Uhr<br />

Maschinen-Workshop<br />

a Uwe Richter, Fachwirt für Reinigungs- und<br />

Hygiene<strong>management</strong>, Schulungsleiter,<br />

Numatic International, Hannover<br />

Neue Bodenbeläge und deren<br />

fachgerechte Reinigung und Pflege<br />

Durch die gezielte Auswahl von Reinigungssystemen<br />

lassen sich Zeit und Kosten reduzieren.<br />

Keine leichte Aufgabe bei der Vielzahl<br />

moderner Bodenbeläge. Lernen Sie wichtige<br />

Optimierungspotenziale für die Reinigung<br />

kennen.<br />

12.00 Uhr<br />

Mittagsimbiss<br />

13.00 Uhr<br />

Hygiene-Workshop<br />

a Sabine Rose Mück, Fachwirtin für Reinigungsund<br />

Hygiene<strong>management</strong>, zert. Desinfektorin,<br />

Hygiene Consult Mück, Cuxhaven<br />

Hygienesicherung<br />

in der Reinigungspraxis<br />

Die Anforderungen in Sachen Hygiene sind<br />

gestiegen. Daher sind entsprechende Kenntnisse<br />

zu einem angemessenen Hygiene<strong>management</strong><br />

in vielen Branchen gefordert. Sind<br />

Sie auf dem aktuellen Stand, um die geforderte<br />

Hygienesicherheit umzusetzen?<br />

14.15 Uhr<br />

Kaffeepause<br />

14.30 Uhr<br />

Eigenreinigungs-Workshop<br />

a Alfred Radtke, Fachwirt für Reinigungs- und<br />

Hygiene<strong>management</strong>, Stadt Cuxhaven<br />

Sicherung der Reinigungsqualität<br />

im Objekt<br />

Eigenreinigung oder Fremdvergabe – wichtig<br />

ist die Ergebnisqualität. Optimaler Maschineneinsatz,<br />

richtige Materialauswahl und<br />

realistische Leistungskennzahlen schaffen<br />

Synergien, die überzeugen.<br />

15.30 Uhr<br />

Fragerunde mit allen Referenten zum Abschluss<br />

Fragen Sie sich schlau! Die Referenten stehen für Fragen aus<br />

Ihrer beruflichen Praxis nach den Vorträgen und in der 30-minütigen<br />

Abschlussrunde zur Verfügung.<br />

16.00 Uhr<br />

Verabschiedung und Ende der Veranstaltung<br />

* Wir konnten Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und Italien begrüßen.<br />

Anmeldung online unter www.vnm-akademie.de


A K A D E M I E<br />

S E M I N A R E • S Y M POSI E N • M E S S E N<br />

Kompetenzzentrum für hauswirtschaftliche Weiterbildung<br />

Allergeninformationspflicht – „Was bedeuten die Zahlen auf dem Speiseplan?“<br />

Bis 13. Dezember 2014 müssen die Maßgaben aus der Lebensmittelinformationsverordnung<br />

(LMIV) zur Allergenkennzeichnung auf Speiseplänen<br />

endgültig in allen Betrieben umgesetzt sein.<br />

Was dies für die verschiedenen Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung<br />

bedeutet und wie sich die Kenntlichmachung von Allergenen auf dem<br />

Speiseplan umsetzen lässt, wird in diesem Seminar vorgestellt.<br />

Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer/innen einen Überblick über die häufigsten<br />

Lebensmittelintoleranzen und -allergien sowie Tipps zur inhaltlichen<br />

Gestaltung von Speiseplänen für die Betroffenen.<br />

Themen und Inhalte:<br />

• Grundlagen zu Lebensmittelunverträglichkeiten und Lebensmittelallergien<br />

• Die häufigsten Allergene in Lebensmitteln und wie sich ihr Einsatz vermeiden<br />

lässt<br />

• Was fordert die LMIV?<br />

• Kennzeichnung von verpackter Ware<br />

• Deklaration von Allergenen auf dem Speiseplan<br />

• Möglichkeiten zur Kennzeichnung<br />

Termine, Orte und Zeiten:<br />

03. Juli 2014 in Freiberg/Sachsen<br />

04. Juli 2014 in Bayreuth<br />

14. Juli 2014 in Magdeburg<br />

15. Juli 2014 in Kassel<br />

17. Juli 2014 in Augsburg<br />

24. September 2014 in Münster<br />

26. September 2014 in Hannover<br />

jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr<br />

Gebühr:<br />

Vorzugspreis für Abonnenten von <strong>rhw</strong> <strong>management</strong><br />

oder <strong>rhw</strong> praxis sowie Mitglieder im Berufsverband<br />

Hauswirtschaft e.V. 159,– Euro, sonst 179,– Euro. Alle<br />

Preise zuzüglich MwSt., inkl. Tagungsunterlagen und<br />

-verpflegung.<br />

Referentin:<br />

Carola Reiner, CCR Unternehmensberatung<br />

Wie man in sozialen Einrichtungen mit Wäsche umgeht – Die Leitlinie zum Wäsche<strong>management</strong><br />

Zielgruppe:<br />

Das Tagesseminar richtet sich an Fachkräfte in der Hauswirtschaft aus sozialen<br />

Einrichtungen und Diensten, in deren Verantwortung die Wäschepflege<br />

liegt. Es gibt Gelegenheit die Weiterentwicklung der vorhandenen hausinternen<br />

Regelungen und Standards zu fördern.<br />

Thema:<br />

Die eigene Wäsche und ihre Pflege ist für viele Menschen ein sensibles<br />

Thema: Werterhaltung und Wohlbefinden, Identifikation und Intimität, all dies<br />

und vieles mehr verbinden wir mit unserer persönlichen Wäsche und Bekleidung.<br />

In stationären Einrichtungen stellen sich rund um die Wäschepflege immer<br />

wieder Fragen, insbesondere wenn die hauseigene Wäschereiabteilung ein<br />

eher kleiner Bereich im Haus ist oder wenn die Wäsche gemeinsam mit Bewohner/innen<br />

durchgeführt wird. Bislang fehlten abgesicherte Antworten.<br />

Der Deutsche Caritasverband, das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche<br />

in Deutschland und die Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft haben<br />

nun eine Leitlinie zum Wäsche<strong>management</strong> in sozialen Einrichtungen erstellt,<br />

in der versucht wird die Bewohnerinteressen mit den Anforderungen einer<br />

guten Hygienepraxis und sachgerechten Wäschepflege rechtlich abgesichert<br />

in Einklang zu bringen.<br />

Die Leitlinie richtet sich an soziale Einrichtungen, in denen Wäsche gewaschen<br />

wird - von der Kinderkrippe und anderen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen,<br />

Einrichtungen für Menschen mit Unterstützungsbedarf bis zur<br />

stationären Altenhilfe und verschiedenen Formen des betreuten Wohnens,<br />

nur Krankenhäuser sind ausgeklammert.<br />

Der neue und eigenständige Ansatz der Leitlinie liegt darin, die Wäscheversorgung<br />

in sozialen Einrichtungen konsequent an den Bedürfnissen der<br />

Nutzerinnen und Nutzer auszurichten. Die Leitlinie<br />

unterstützt somit die Mitarbeiter(innen), die Qualität<br />

der Wäscheversorgung nutzerorientiert und<br />

gleichzeitig rechtlich abgesichert zu erbringen. Die<br />

Voraussetzungen hierfür werden praxis- und handlungsorientiert<br />

erläutert und Umsetzungsmöglichkeiten<br />

in den Einrichtungen werden aufgezeigt.<br />

Inhalte:<br />

• die Bedeutung von Wäsche für Bewohner/innen<br />

• die rechtlichen Rahmenbedingungen der<br />

Wäschepflege<br />

• Anforderungen an die Wäscheorganisation<br />

• Hygienemaßnahmen/Schutzmaßnahmen/<br />

Arbeitssicherheit<br />

• gute Hygienepraxis in der Wäschepflege<br />

Termin, Ort und Zeit:<br />

Aufgrund großer Nachfrage - Folgetermin 2014!<br />

16. Juli 2014 in Zell am Main (Würzburg), 9 bis 17 Uhr;<br />

begrenzte Teilnehmeranzahl<br />

Gebühr:<br />

159,– Euro Vorzugspreis für Abonnenten von <strong>rhw</strong> <strong>management</strong><br />

oder <strong>rhw</strong> praxis sowie Mitglieder im Berufsverband<br />

Hauswirtschaft e. V., sonst 179,– Euro. Preise<br />

zuzüglich MwSt., inkl. Tagungsunterlagen und -verpflegung.<br />

Referentin:<br />

Carola Reiner, CCR Unternehmensberatung<br />

Anmeldung online unter www.vnm-akademie.de<br />

Anmeldung/Rücktritt: Nach Erhalt Ihrer Anmeldung senden wir Ihnen eine Eingangsbestätigung<br />

mit allen nötigen Informationen. Zur Begleichung der Seminargebühr<br />

erhalten Sie spätestens zum Anmeldeschlusstermin eine Rechnung, die<br />

gleichzeitig als An meldebestätigung dient. Wenn Sie nach dem Anmeldeschluss<br />

Ihre Teilnahme stornieren, müssen wir die gesamte Gebühr in Rechnung stellen.<br />

Stornieren Sie Ihre Teilnahme vor dem Anmeldeschluss, müssen wir 25,– Euro<br />

Bearbeitungsgebühr erheben.<br />

Ihr Vorteil: Sie können in beiden Fällen eine Ersatzperson als Vertretung schicken.<br />

Alle Preise zzgl. gesetzlicher MwSt., inkl. Tagungsunterlagen, -getränken, Kaffeepausen<br />

und Mittagessen, sofern nicht anders angegeben.<br />

Anmeldeschluss: jeweils 4 Wochen vorher, sofern nicht anders angegeben.<br />

Absage: Der Veranstalter Magical Media GmbH behält sich das Recht vor, die Seminare<br />

aus wichtigem Grund abzusagen. Änderungen und Irrtümer sowie Preisänderungen<br />

vorbehalten.<br />

Ansprechpartner:<br />

Birgit Hemscheidt, Telefon: (0 89) 31 89 05-15, Fax: (0 89) 31 89 05-53<br />

Coupon ausschneiden, ggf. kopieren und einsenden an:<br />

vnm-Akademie, Postfach 60 06 62, 81206 München<br />

Die vnm-Akademie ist ein Unternehmensbereich der Magical Media GmbH<br />

* Änderungen und Irrtümer sowie Preisänderungen vorbehalten


Porträt<br />

Wissen bewahren<br />

und weitergeben<br />

Hauswirtschaftsmeisterin Marlies Heinritzi arbeitete zunächst<br />

in einer Erwachsenenbildungsstätte und als Ausbilderin von jungen<br />

Hauswirtschafterinnen. Seit jedoch fast 20 <strong>Jahre</strong>n leitet sie<br />

nun den Krämerladen im Freilichtmuseum Glentleiten in Oberbayern.<br />

Die Weitergabe von Wissen und Traditionen ist ihr ein<br />

wichtiges Anliegen. Deshalb ist jetzt ein Buchprojekt entstanden:<br />

„Die pure Lust am Landleben“<br />

und absolviert derzeit ihre Ausbildung als<br />

Phytopraktikerin (Heilpflanzenkundlerin).<br />

Kunstgewerbe, Backwaren und Sirup<br />

Das Freilichtmuseum Glentleiten steht<br />

unter anderem für die Weitergabe von Traditionen.<br />

Dazu zählt nicht nur das Museumsdorf<br />

mit seinen Einblicken in die Vergangenheit<br />

und den damaligen Lebens-<br />

Fotos: Maira Falconi Boria, Christa Brand<br />

Marlies Heinritzi liebt es, draußen in<br />

der Natur zu sein, Beeren, Kräuter<br />

und Früchte zu sammeln und anschließend<br />

daraus herrliche Köstlichkeiten<br />

zu zaubern. Ihre bereits von klein auf bestehende<br />

Liebe zum Land und der Natur,<br />

vor allem von Mutter und Großmutter gefördert<br />

(beide Bäuerinnen), veranlasste sie<br />

auch dazu, eine Ausbildung als Hauswirtschafterin<br />

im ländlichen Bereich zu absolvieren.<br />

Diese schloss sie 1979 beim Amt für<br />

Landwirtschaft in Bad Tölz ab.<br />

Im Gegensatz zur Ausbildung zur Hauswirtschafterin<br />

im städtischen Bereich umfasste<br />

diese Ausbildung andere Schwerpunkte,<br />

so nimmt die Landwirtschaft in ihren<br />

vielen Facetten einen wichtigen Stellenwert<br />

ein. „Die Ausbildung, die ich genossen<br />

habe, war breit gefächert, wodurch<br />

ich einen sehr weiten Einblick in viele Bereiche<br />

erhalten habe. Ich profitiere nach wie<br />

vor davon“, sagt Marlies Heinritzi.<br />

Bevor sich die Bayerin 1996 mit ihrem<br />

Krämerladen selbstständig machte, war sie<br />

in eher klassischen Hauswirtschafsstellen<br />

tätig. So leitete sie zum Beispiel eine Erwachsenenbildungsstätte.<br />

In dem Seminarhaus<br />

der Friedrich-Ebert-Stiftung war sie<br />

zuerst fünf <strong>Jahre</strong> lang für die Küche verantwortlich,<br />

bevor sie anschließend für zwei<br />

<strong>Jahre</strong> die Leitung des gesamten Hauses<br />

übernahm. Danach arbeitete sie für eineinhalb<br />

<strong>Jahre</strong> in der Bäckerei einer großen<br />

Klinik. Ein weiterer wichtiger Aspekt in ihrer<br />

beruflichen Laufbahn war, dass sie selbst<br />

fünf <strong>Jahre</strong> lang Meisterprüfungen im Bereich<br />

Hauswirtschaft abnahm. Jedoch musste<br />

sie diese zeitraubende Aufgabe nach Aufnahme<br />

ihrer Selbstständigkeit auf der<br />

Glentleiten aufgeben. Außerdem ist sie eine<br />

der Gründerinnen der Naturküche Wieshof<br />

und wurde 2011 für dieses Engagement als<br />

„Unternehmerin des <strong>Jahre</strong>s“ ausgezeichnet.<br />

Daneben ist sie auch Kräuterpädagogin<br />

„Die Wertschätzung ist ganz anders, wenn man Energie, Zeit und Kraft investiert, statt<br />

sich einfach nur etwas im Laden zu kaufen“. Marlies Heinritzi ist Hauswirtschaftsmeisterin,<br />

ausgebildete und aktive Kräuterpädagogin und angehende Phytopraktikerin.<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014 39


Porträt<br />

Herstellung der Butter auf traditionelle Art und Weise von<br />

Marlies Heinritzi – sie selbst hat fünf <strong>Jahre</strong> lang<br />

Meisterprüfungen im Bereich Hauswirtschaft abgenommen<br />

Landleben-Buchtipp<br />

Das Buch von Marlies<br />

Heinritzi ist auf<br />

seinen fast 200<br />

Seiten mit zahlreichen<br />

farbigen Fotos<br />

und über 60<br />

Koch- und Backrezepten<br />

zu traditionellen<br />

Gerichten<br />

ausgestattet. Bewährte<br />

Rezepturen,<br />

bestehend aus Garten- und Heilkräutern<br />

sowie alte Handwerkstechniken<br />

wie Schablonenmalerei oder<br />

Stoffdruck, laden zum Selbermachen<br />

ein und runden das Buch ab.<br />

„Die pure Lust am Landleben“ ist im<br />

März 2014 im Mosaik Verlag erschienen<br />

und für 19,99 Euro zu erwerben<br />

(ISBN: 978-3-442-39248-3).<br />

weisen. Nein, auch Heinritzis Laden reiht<br />

sich in dieses Konzept ein – denn dort werden<br />

ausschließlich Produkte mit einer langen<br />

Tradition vermarktet. Schon beim Betreten<br />

umfängt den Besucher die beruhigend<br />

nostalgische Aura eines typischen<br />

Tante-Emma-Ladens aus früheren Zeiten.<br />

Das Sortiment in ihrem Krämerladen ist<br />

vielseitig und wechselt saisonal. Saisonbezogen<br />

sind auch die Grundpfeiler ihres<br />

Buches „Landleben“, denn dieses ist in<br />

Frühling, Früh-, Hoch- und Spätsommer,<br />

Herbst und Winter unterteilt und informiert<br />

entsprechend der <strong>Jahre</strong>szeit über die jeweils<br />

aktuellen Produkte. In ihrem vom Bezirk<br />

Oberbayern gepachteten Laden kann<br />

man Marmeladen, Brotaufstriche, Liköre,<br />

Rosenzucker, Brot oder Öl erwerben – fast<br />

alles ist selbstgemacht!<br />

Daneben sind Kunstgewerbe, Spielzeug<br />

aus Holz und Blech „von friara“ oder Korbwaren<br />

ein wichtiges Element. Von Mitte November<br />

bis Ende März ist das Freilichtmuseum,<br />

vom alljährlichen Weihnachtsmarkt<br />

abgesehen, geschlossen. Zeit, neue Ideen<br />

zu entwickeln, zur Ruhe zur kommen – ähnlich<br />

wie die Natur – und Kraft für den kommenden<br />

Frühling zu tanken.<br />

Aber nicht nur im Winter ist eine kleine<br />

Pause nötig. Ein Mal pro Woche hat Marlies<br />

Heinritzi einen Produziertag in ihrer großen<br />

Museumsküche eingerichtet. Dieser Tag ist<br />

für das Abfüllen von Säften, für das Einkochen<br />

von Marmelade oder für das Brotbacken<br />

reserviert – am Ende dieser Tage sind<br />

die Regale wieder gefüllt und die hungrige<br />

Kundschaft kann aufs Neue bedient werden.<br />

Und die ist zahlreich: manches Mal veranstaltet<br />

das Freilichtmuseum Großveranstaltungen<br />

mit bis zu 1000 Besuchern – jeder<br />

Kunde möchte versorgt sein. Nicht nur<br />

aus diesem Grunde wird Heinritzi von ihrem<br />

Sohn Johann unterstützt, der nach einer<br />

Maurerlehre eine Ausbildung in der<br />

Gastronomie absolvierte und nun fast in<br />

Konkurrenz zu seiner Mutter leidenschaftlich<br />

backt und auch sehr gerne Neues ausprobiert.<br />

Leben mit den <strong>Jahre</strong>szeiten<br />

Die Auswahl der Rezepte für ihr Buch<br />

fällte sie nach unterschiedlichen Kriterien.<br />

Zum einen vermittelte ihr ihre langjährige<br />

Tätigkeit als Kolumnistin bei der Fachzeitschrift<br />

„kraut&rüben“ ein Meinungsbild der<br />

Leser. Somit konnte sie feststellen, was diese<br />

am meisten zu interessieren scheint:<br />

eine ausgewogene, vielfältige und bekömmliche<br />

Kost, frisch, unkompliziert und<br />

kreativ präsentiert – egal, ob es sich um<br />

Vor-, Haupt- oder Nachspeise handelt. Die<br />

Zutaten für ihre Kreationen findet sie zumeist<br />

direkt auf dem Gelände der Glentleiten.<br />

„Regionaler geht es kaum!“, lacht die<br />

Hauswirtschafterin. Regionalität ist beim<br />

Kochen und Backen für Heinritzi ein wichtiges<br />

Kriterium – auch wenn sich sicherlich<br />

nicht jede Zutat in ihrem direkten Umfeld<br />

aufspüren lässt.<br />

Aber woher stammen all die Rezepte, die<br />

Ideen und Inspirationen für ihre „Werke“?<br />

„Das ist unterschiedlich. Vieles habe ich in<br />

der Ausbildung gelernt, vieles aber auch<br />

durch meine Familie und durch unsere traditionellen<br />

Rezepte.“ Von ihrer Großmutter<br />

beispielsweise bekam sie Rezepte für Hol-<br />

40 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


Rezepte, Rezepte, Rezepte!<br />

Porträt<br />

Hollerretzel (für vier Portionen)<br />

300 g reife Holunderbeeren<br />

1 Birne<br />

5 Zwetschgen<br />

1/2 Bio-Zitrone<br />

100 g Zucker<br />

1 Zimtstange<br />

u Holunderbeeren von den Stängeln zupfen, Birne waschen,<br />

entkernen und in Stückchen zerteilen. Zwetschgen waschen,<br />

entsteinen und vierteln. Zitrone in Scheiben schneiden.<br />

Alles zusammen mit Zucker und Zimt in einen Topf geben.<br />

u Topfinhalt langsam erhitzen und unter wiederholtem Umrühren zirka zehn Minuten dünsten.<br />

u Sobald die Holunderbeeren schön weich, die Birnen aber noch stückig sind, Topf vom Herd ziehen und die Zitronenscheiben<br />

herausnehmen.<br />

Hollerretzel passt sehr gut zu Mehlspeisen wie Kaiserschmarrn und Rohrnudeln. Es schmeckt auch sehr gut zu Vanilleeis.<br />

Bröselhafer (für vier Portionen)<br />

<strong>50</strong>0 g Kartoffeln, festkochend<br />

1 gehäufter TL Salz<br />

1<strong>50</strong> g Mehl<br />

2<strong>50</strong> g Butter oder Butterschmalz zum Ausbacken<br />

u Kartoffeln gar kochen und schälen, auf einer Reibe fein hobeln,<br />

danach salzen.<br />

u Anschließend Mehl über die Masse stäuben und das Ganze<br />

zwischen den Händen wie Streusel abbröseln.<br />

u Butter oder Butterschmalz in der Pfanne erhitzen und die<br />

Kartoffelstreusel darin ausbacken.<br />

u Dazu passt, ganz nach Geschmack, Sauerkraut oder Apfelkompott.<br />

lerretzel und Bröselhafer vererbt. Wofür?!<br />

Heinritzi schmunzelt: „Das sind traditionelle<br />

bayerische Gerichte. Hollerretzel ist eine<br />

Süßspeise aus Holunderbeeren, Birnen und<br />

Zwetschgen; Bröselhafer besteht aus Kartoffeln<br />

und Mehl.“ (Rezepte siehe Kasten)<br />

Die Zutaten für ihre Gerichte sind<br />

schnell und einfach verfügbar. „Jeder, der<br />

einen Garten hat, kann leicht an Zwiebel,<br />

Karotte, Lauch und Sellerie rankommen.<br />

Verfügbarkeit für jedermann, denn ich<br />

möchte die Rezepte nicht für mich behalten,<br />

sondern weitergeben!“<br />

Neues ausprobieren!<br />

Einen Aspekt ihrer Küche darf man<br />

nicht geringschätzen: Die Hauswirtschafterin<br />

probiert unglaublich gerne Neues<br />

aus, variiert ihre Rezepte und liebt es, zu<br />

experimentieren oder in Vergessenheit geratene<br />

Rezepturen in ihrem Laden zu etablieren.<br />

Die Meinung ihrer Kunden hat sie<br />

dabei immer im Hinterkopf; „Zu experimentierfreudig<br />

darf ich leider nicht werden,<br />

denn immerhin bin ich Unternehmerin<br />

und nicht nur für mich, sondern auch<br />

für meine sechs Mitarbeiter verantwortlich.“<br />

Nicht nur deswegen muss sie immer<br />

wieder ihr Sortiment überdenken und entscheiden:<br />

„Was kann ich noch verkaufen?<br />

Welche kulinarischen Köstlichkeiten aus<br />

der Vergangenheit lassen sich in die Gegenwart<br />

überführen?“ Daher finden sich im<br />

Buch Rezepte, die es „schon immer“ gab<br />

und die sich bewährt haben.<br />

Auch aktuelle Trends bedient sie bis zu<br />

einem gewissen Grad, wenngleich mit amüsiertem<br />

Kopfschütteln. Holunder ist ein Beispiel<br />

dafür: Er erlebt derzeit eine kleine „Renaissance“.<br />

Deshalb stehen in ihrem Laden<br />

im Moment vermehrt Holundersirup oder<br />

Hollersaft im Regal. Apropos Trend: Woran<br />

liegt es wohl ihrer Meinung nach, dass derzeit<br />

Zeitschriften wie „Landlust“ und Co.<br />

aus dem Boden schießen und auch das Stricken<br />

und Häkeln wieder vermehrt Zulauf<br />

finden? „Ich glaube es liegt daran, dass es<br />

ein besonderes Gefühl ist, wenn man etwas<br />

selbst gemacht hat: Es macht einen stolz“,<br />

so Heinritzi.<br />

Käse und Butter selbst machen<br />

Neben der Leitung ihres Krämerladens<br />

obliegen ihr auch Führungen Interessierter<br />

über das Gelände des Freilichtmuseums.<br />

Nach den jeweils eineinhalb Stunden dauernden<br />

Führungen werden die Besucher mit<br />

selbstgemachten Köstlichkeiten aus dem<br />

Krämerladen versorgt. Zudem zeigt sie viermal<br />

im Jahr, wie Käse hergestellt wird. Das<br />

Freilichtmuseum Glentleiten bietet daneben<br />

noch weitere kulinarische und nachhaltige<br />

Events – zum Beispiel Frühstücksbuffets<br />

mit integrierter Pflanzenkunde.<br />

Marlies Heinritzi ist eine außergewöhn -<br />

liche Hauswirtschafterin, die ihren eigenen<br />

Weg geht, ihren Traum lebt, Traditionen gerne<br />

weitergibt und damit wertvolles Wissen<br />

für die nachfolgenden Generationen bewahrt.<br />

Weitere Informationen unter www.<br />

glentleiten.de und unter www.kramerladenglentleiten.info.<br />

t Eva Maria Reichert<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014 41


Fachthema<br />

Professionelle Gastlichkeit<br />

unter freiem Himmel<br />

Fotos: Stein<br />

Mit der Außengastronomie können Gastronomen und Kantinenbetreiber<br />

zusätzliches Umsatzpotenzial erschließen. Vorausgesetzt,<br />

das Ambiente sowie das Speisen- und Getränkeangebot<br />

werden sorgfältig auf die Erwartungen der Zielgruppen<br />

abgestimmt.<br />

Jetzt haben wir bald Sommer, doch schon<br />

im Vorfrühling zieht es die Menschen ins<br />

Freie – und längst gehört ein Coffee to<br />

go wie Espresso Macchiato oder ein Cappuccino<br />

dazu.<br />

„Bis Ende Februar sollte das komplette<br />

Equipment für die Freilandgastronomie<br />

gereinigt, überholt und einsatzbereit sein“,<br />

empfiehlt Ines Skarabis, Pressesprecherin<br />

des Stein Restaurant in Leipzig. Auch müssen<br />

beizeiten genügend Mitarbeiter in den<br />

Startlöchern stehen, um in einer plötzlichen<br />

Schönwetterperiode Arbeitsspitzen<br />

auffangen zu können.<br />

Aus langjähriger Erfahrung weiß Ines<br />

Skarabis, dass uns oft über Nacht Frühlingswetter<br />

überrascht. Dann sollte der<br />

Gastronom nicht zögern, Gäste auf die Terrasse<br />

zu locken.<br />

Im Strandkorb chillen<br />

„Um eine Terrasse erfolgreich zu bewirtschaften,<br />

sollte sie die Erwartungen<br />

der jeweiligen Zielgruppen erfüllen“, unterstreicht<br />

die Pressesprecherin. Ein Freisitz<br />

sollte mindestens 40 Quadratmeter<br />

groß sein, damit sich die Gäste nicht beengt<br />

fühlen und der Betrieb wirtschaftlich<br />

ist und an einem sonnigen und vor Wind<br />

und Regen geschützten Platz vor oder neben<br />

dem Objekt eingerichtet werden. Auch<br />

Fruchtige Cocktails, Milch-Shakes und<br />

Joghurt-Desserts sind in der Außengastronomie<br />

ein Muss<br />

Die Strandkörbe auf dem Freisitz des<br />

Restaurants Stein sind Publikumsfavoriten.<br />

Hier können sich<br />

die Gäste einen „Vorschuss“<br />

auf den Sommerurlaub<br />

nehmen<br />

oder in Erinnerungen<br />

schwelgen.<br />

Innenhöfe können für<br />

die Bewirtung unter<br />

freiem Himmel geeignet<br />

sein, sofern die klimatischen<br />

Bedingungen<br />

stimmen.<br />

Mit Hilfsmitteln kann<br />

die Open-Air-Saison ausgedehnt<br />

werden. Ines<br />

Skarabis: „Spätestens ab<br />

Spätfrühling sollten Sonnenschirme<br />

oder Marki-<br />

42 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


Fachthema<br />

sen die Gäste vor unmittelbarem Sonneneinfluss,<br />

aber auch vor plötzlichen Regenschauern<br />

schützen. Gegebenenfalls ist<br />

Windschutz erforderlich. Legt der Gastgeber<br />

kuschelige Decken bereit, verweilen<br />

auch im goldenen Oktober seine Gäste<br />

noch gern auf dem Freisitz. An kühleren<br />

Abenden können Heizpilze Paare oder diskussionsfreudige<br />

Gruppen verlocken, noch<br />

ein kühles Blondes oder einen Rotwein<br />

nachzubestellen, anstatt nach Sonnenuntergang<br />

nach Hause zu gehen.<br />

Die Möblierung sollte auf den Stil des<br />

Objekts abgestimmt sein, muss aber auch<br />

den besonderen Anforderungen in der Freilandgastronomie<br />

gerecht werden. „Massenware<br />

wie weiße Kunststoffstühle und<br />

-tische sind keine Visitenkarte für das<br />

Haus“, gibt die Pressesprecherin zu bedenken.<br />

Mit Tischen und Stühlen aus natürlichen,<br />

aber robusten, wetterfesten und<br />

nicht verfleckenden Materialien könne hingegen<br />

die individuelle Note des Objekts<br />

unterstrichen werden. „Die Möbel sollten<br />

bequem und stapelbar sein und nach einem<br />

Niederschlag schnell trocknen.“<br />

Auch originelle Sitzmöbel kommen<br />

beim Publikum gut an. So sind die beiden<br />

Strandkörbe vor dem Restaurant Stein permanent<br />

besetzt. Sicher kann auch eine Hollywoodschaukel<br />

Gäste vorübergehend in<br />

Urlaubsstimmung versetzen und sie verführen,<br />

darin zu chillen und einen farbenfroh<br />

dekorierten Eisbecher oder einen<br />

Fruchtcocktail zu genießen.<br />

Musik muss den Gästen gefallen<br />

Auch die Accessoires müssen auf den<br />

Freilandbetrieb abgestimmt sein: Windlichter<br />

vermitteln an lauen Sommerabenden<br />

einen Hauch Romantik. Auch Tischdecken<br />

können den Komfort verbessern. „Sie<br />

sollten aus flammhemmend sowie flüssigkeits-<br />

und fleckabweisend<br />

ausgerüsteten<br />

Textilien hergestellt<br />

sein und mit<br />

dem Ambiente des<br />

Objekts korrespondieren“,<br />

schlägt die<br />

Pressesprecherin<br />

vor. So passen<br />

blau-weiß karierte<br />

Tischdecken in<br />

den bayrischen<br />

Biergarten, während<br />

auf einer Terrasse<br />

mit karibischem<br />

Flair in<br />

kräftigem Gelb<br />

eingedeckte Tische<br />

Akzente<br />

setzen können.<br />

Aschenbecher<br />

aus Terrakotta harmonieren besser mit<br />

dem Ambiente eines andalusischen Freisitzes<br />

als solche mit Werbeaufdruck. Sie<br />

müssen aber so beschaffen sein, dass<br />

Windstöße weder Asche noch Kippen verwehen<br />

können. Optimal sind wassergefüllte<br />

Ascher, weil sie verhindern, dass Gäste<br />

durch Rauchschwaden aus schwelenden<br />

Kippen belästigt werden.<br />

Ein nicht zu unterschätzender Wohlfühlfaktor<br />

ist auch eine auf das Objekt abgestimmte<br />

Begrünung: „Vor eine gastliche<br />

Almhütte gehören nicht Bambus oder Fächerpalmen,<br />

sondern Pflanzkästen und Kübel<br />

mit Geranien. In einem mediterranen<br />

Innenhof fühlen sich die Gäste in Nachbarschaft<br />

von Oliven- oder Zitrusbäumen<br />

sowie üppig blühenden Oleandersträuchern<br />

wohl.“ Falls die Fläche groß genug<br />

ist, können auch intime Sitznischen zwischen<br />

begrünten Stellwänden angeboten<br />

werden. Pergolen mit Clematis oder Kletterrosen<br />

unterteilen großflächige Freisitze,<br />

ohne den Blick zu versperren. Wichtig<br />

bei Saisonblumen ist, dass sie sturzsicher<br />

und in genügendem Abstand zu den Sitzgruppen<br />

stehen, damit sich niemand verletzt.<br />

Eine musikalische „Geräuschkulisse“<br />

kann die Atmosphäre auf dem Freisitz aufwerten,<br />

mitunter aber auch das Gegenteil<br />

bewirken: „Die Musik sollte auf den Stil<br />

des Hauses abgestimmt sein und den Zielgruppen<br />

gefallen“, empfiehlt die Pressesprecherin.<br />

Bewohner eines Seniorenheimes<br />

freuen sich, wenn sie auf dem Freisitz<br />

bei dezenten Operettenklängen Kaffee und<br />

Kuchen genießen dürfen. Auf der Terrasse<br />

einer Betriebskantine fühlen sich Mitarbeiter<br />

wohl, wenn sie Hits aus den 80ern<br />

lauschen dürfen. Vorausgesetzt, sie können<br />

sich trotzdem gut verständlich unterhalten.<br />

Musik kann auch die Atmosphäre<br />

stören, wenn sie mit Straßenlärm konkurrieren<br />

muss.<br />

Auch externe Gäste lassen<br />

sich gern bewirten<br />

Das kulinarische Angebot sollte auf die<br />

Zielgruppen abgestimmt werden. Angehörige<br />

und Freunde, die am Wochenende Patienten<br />

in einer Rehaklinik besuchen, freuen<br />

sich sicher, wenn der Caterer eine Auswahl<br />

an Torten und Eisbechern bereithält.<br />

Der Kantinenbetreiber in einem Berufsförderungswerk<br />

kann auf der Terrasse neben<br />

der üblichen Tagesverpflegung vielleicht<br />

auch Flammkuchen anbieten. In der Jugendherberge<br />

freuen sich die Teenies,<br />

wenn sie an einem heißen Sommertag Fingerfood<br />

wie Burger schlemmen dürfen.<br />

Auch Pasta-Gerichte, Ofenkartoffeln<br />

mit Quark und Salate werden an heißen<br />

Sommertagen gern im Freien verzehrt. Mit<br />

Ohne Begrünung geht nichts. Der Freisitz<br />

des Restaurants Stein liegt direkt an einer<br />

städtischen Rosenrabatte. Bambus<br />

und Fächerpalmen in Kübeln harmonieren<br />

mit dem Stil des Objekts und setzen<br />

exotische Akzente.<br />

„Wunschgrillen“ und dem Wok auf der Terrasse<br />

kann der Küchenchef neue Gäste für<br />

sich gewinnen, weil sie an der verlockenden<br />

„Duftfalle“ einfach nicht vorbeikommen.<br />

Inzwischen gibt es auch Restaurants,<br />

in denen der Kunde selbst grillen kann und<br />

das Fleisch à la Carte bestellt, wie beispielsweise<br />

das Grill and Grace in München.<br />

Seitdem Betriebskindergärten auf dem<br />

Vormarsch sind, sollten Küchenchefs in<br />

Werks- oder Krankenhauskantinen auch<br />

die Wünsche kleiner Gäste zu erfüllen versuchen.<br />

Dies gilt natürlich erst recht im Freien.<br />

„Zumindest eine Auswahl mit kindgerechten<br />

Eisspezialitäten sollte vorhanden<br />

sein“, so Ines Skarabis. Ebenso sollten warme<br />

Gerichte für kleine Gäste angeboten<br />

werden: „Pizza, bunte Nudeln und im Sommer<br />

auch Milchreis und Kaltschale stehen<br />

bei Kindern hoch im Kurs.“ Falls genug<br />

Platz vorhanden ist, freuen sie sich über<br />

Spiel- oder Beschäftigungsmöglichkeiten<br />

auf der Terrasse.<br />

„Ein entscheidender Faktor für den Erfolg<br />

ist geschultes Personal, das hilfsbereit<br />

und aufmerksam mit den Gästen umgeht.<br />

Gerade in der Außengastronomie<br />

muss es aber auch den Überblick behalten,<br />

um Fehlbeträge durch Zechprellerei zu<br />

vermeiden“, unterstreicht die Pressesprecherin.<br />

t Reinhard Wylegalla<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014 43


Fachthema<br />

Bitte alle Hand in Hand<br />

Bei der Verpflegung im Heimalltag<br />

wird schnell deutlich, ob<br />

die Schnittstellen zu Nahtstellen<br />

geworden sind oder ob<br />

mehr gegeneinander als miteinander<br />

für die Verpflegungsqualität<br />

des Bewohners<br />

gearbeitet wird. Auch Reinigungspersonal<br />

kann bei der<br />

Verpflegung wertvolle Hilfe<br />

leisten. Doch was muss beachtet<br />

werden?<br />

Die Verpflegung von Heimbewohnern<br />

wird durch unterschiedlichste Berufsgruppen<br />

beeinflusst. In den<br />

Wohnbereichen wird zumeist von den Kolleginnen<br />

der Pflege oder sozialen Betreuung<br />

während oder kurz nach dem Heimeinzug<br />

die Biografie der neuen Heimbewohner<br />

zusammengetragen. Aus dieser können Gewohnheiten<br />

und Vorlieben für die Gestaltung<br />

des Lebensalltags erkannt werden.<br />

Verpflegungsrelevante Information<br />

müssen in den Küchenbereich weitergeleitet<br />

werden, um passende Verpflegungsangebote<br />

zu machen. Das reicht von der Vorliebe<br />

für die morgendlichen Rosinenbrötchen<br />

über die Abneigung gegenüber Rosenkohl<br />

bis hin zum abendlichen „süßen<br />

Abschluss“. In einigen Häusern wird diese<br />

Verpflegungsbiografie von den Küchenmitarbeitern<br />

mit dem Bewohner zusammengetragen.<br />

Dies wird gleich genutzt, um sich<br />

beim Bewohner vorzustellen. Denn die Senioren<br />

erzählen den Küchenmitarbeiterinnen<br />

ganz andere Details darüber, wie sie<br />

sich bisher selbst versorgt haben. Das können<br />

Kleinigkeiten wie das morgendliche<br />

Schälchen Quark sein, das nie fehlen darf.<br />

Wenn die Küchenmitarbeiterinnen die Verpflegungsbiografie<br />

zusammentragen, muss<br />

die Informationsweitergabe in den Wohnbereich<br />

gesichert sein, in dem der Bewohner<br />

verpflegt wird. Denn wenn Kleinigkeiten<br />

fehlen, kann die ganze Mahlzeit nicht<br />

schmecken.<br />

können die Kolleginnen der Raumpflege<br />

eine sprudelnde Informationsquelle sein!<br />

Denn sie sind meist täglich in den Bewohnerzimmern<br />

und sprechen auf ihre ganz eigene<br />

Art mit den Bewohnern. Dabei erfahren<br />

sie oft sonst verschwiegene Wünsche.<br />

Diese Wünsche gilt es unbedingt wahrzunehmen<br />

und weiterzugeben. Ist dies nicht<br />

organisiert, kann aus dem bei Heimeinzug<br />

geäußerten Wunsch „Ich esse gern Erdbeermarmelade<br />

und Leberwurst“ schnell<br />

ein „lebenslänglich“ werden.<br />

Fingerfood spielt eine immer<br />

größere Rolle in Heimen<br />

Biografien auch überarbeiten!<br />

Die ganze Verpflegungsbiografie ist jedoch<br />

nur so gut wie deren letzte Überarbeitung.<br />

Denn Geschmacksvorlieben ändern<br />

sich auch noch im hohen Alter. Hier<br />

44 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


Fachthema<br />

Eindeutige Kennzeichnung hilft<br />

Ist alles in der Küche vorbereitet, müssen diese Verpflegungsangebote<br />

nun noch aus der Küche in den Wohnbereich<br />

kommen. Dafür müssen die Angebote in den Bereichen<br />

bekannt sein und bewohnerbezogene Angebote<br />

eindeutig gekennzeichnet sein. Sonst weiß unter Umständen<br />

niemand, dass der morgendliche Harzer Käse für<br />

Frau Schuster und das eine Rosinenbrötchen für Herrn<br />

Meier ist.<br />

Das Gleiche gilt erst recht für modifizierte Speisenangebote<br />

wie hochkalorische oder auch energiearme<br />

Milchsuppe. Klappt der Informationsfluss nicht, erhalten<br />

die übergewichtigen Bewohner die hochkalorische Version<br />

und die Bewohner mit Untergewicht die energiereduzierte<br />

Suppe. Nur durch kontinuierliche Kommunikation<br />

kann so etwas verhindert werden.<br />

Abschließend ist die regelmäßige Rückkopplung über<br />

die Speisenqualität wichtig. Dies kann gesichert werden,<br />

wenn die Küchenmitarbeiter nach entsprechender Schulung<br />

über die Eigenheiten beim Umgang mit Senioren regelmäßig<br />

Kontakt mit Bewohnern haben. Dabei erkennen<br />

sie, für wen sie kochen und wie die Angebote angenommen<br />

werden.<br />

Es gibt Einrichtungen, die deshalb die Ausgabe in den<br />

Wohnbereichen ganz oder teilweise an die Küchenmitarbeiterinnen<br />

übertragen. Dies verkürzt zusätzlich den Informationsfluss,<br />

so dass die Abmeldung von Bewohnern,<br />

die beim Arzt oder im Krankenhaus oder gar verstorben<br />

sind, unmittelbar weitergegeben werden können.<br />

Haus- und Wohngemeinschaften<br />

Die kurzen Informationswege und die unmittelbare<br />

Präsenz sind es, die einen wesentlichen Vorteil der Hausund<br />

Wohngemeinschaften ausmachen. Denn hier ist zwar<br />

oft das Verpflegungsangebot scheinbar weniger breit, jedoch<br />

meist wesentlich genauer an den Bewohnerwünschen<br />

orientiert. Es gibt weniger Nahtstellen und ein unmittelbares<br />

Verantwortlichkeitsgefühl der Präsenzkräfte<br />

oder Alltagsbegleiter. Vieles ist in einer Hand und kann<br />

auf direktem Wege umgesetzt werden.<br />

Weiterbildung Fachwirte als Schnittstelle<br />

All diese vielen Nahtstellen sollen und können von<br />

sogenannten „Fachwirten für Seniorenverpflegung“ aktiv<br />

mitgestaltet werden. Diese fühlen sich für die Verpflegung<br />

verantwortlich, egal in welchem Bereich bestimmte<br />

Leistungen erbracht werden. Sie bringen das Wissen<br />

über die Möglichkeiten der kreativen Lebensmittelverarbeitung<br />

mit ein, was für die Kolleginnen der Fachpflege zur<br />

Umsetzung des Expertenstandards Ernährungs<strong>management</strong><br />

oft notwendig ist. Sie werden zur wandelnden<br />

Schnittstelle.<br />

Die Projektarbeiten der bisherigen Absolventen waren<br />

vielfältig. Sie reichten von Themenaktionen mit oder ohne<br />

Angehörige zu saisonalen oder regionalen Anlässen über<br />

Verbesserungen bei der Anrichtequalität bis hin zu selbst<br />

gebauten Kochwagen. Im Vordergrund war oft die Reproduzierbarkeit<br />

der Aktionen und Verbesserungen durch<br />

die Mitarbeiterinnen verschiedener Bereiche, so dass eine<br />

kontinuierliche Fortführung erreicht wird. Der nächste<br />

Kurs startet am 17. November 2014 in Berlin.<br />

t Sascha Kühnau<br />

Buchtipps von der Altenpflege-Messe<br />

Vorlesen für Demente<br />

Oft ist es schwierig, bei der Betreuung demenzkranker<br />

Menschen Themen und Geschichten zu finden,<br />

die genutzt werden können, um sie ihnen zu präsentieren.<br />

Und dies, ohne sie zu überfordern. In diesem<br />

Buch sind unterschiedliche Themen aufgegriffen.<br />

Sie sind mit grundlegenden Emotionen verknüpft. Dadurch<br />

werden sie nachfühlbar. In ihrer Einfachheit bieten<br />

sie Gelegenheit, für demente Menschen verständlich<br />

zu sein. Gerade für Präsenzkräfte und Alltagsbegleiter<br />

ist das Büchlein geeignet, um einen Pool von Geschichten<br />

aus der Historie Dementer für den Betreuungsalltag nutzen zu können.<br />

Peter Krallmann/ Ute Kottmann: „Ein Fahrrad erzählt – <strong>50</strong> kurze Geschichten<br />

zum Vorlesen bei Demenz“; Ernst Reinhardt Verlag 2014, 107<br />

Seiten, 9,90 Euro, ISBN 978-3-497-02432-2<br />

Essbiografie wird greifbar<br />

Seit <strong>Jahre</strong>n wird das Thema der Essbiografie im<br />

Pflegebereich vielseitig besprochen. Im Alltag sind<br />

sie oft in den Pflegedokumentationen enthalten.<br />

Doch sehr häufig sind sie sehr rudimentär und oberflächlich.<br />

Um dies zu verbessern, ist diese Veröffentlichung<br />

sehr geeignet. Da im hauswirtschaftlichen<br />

Bereich mit den Informationen der Essbiografie<br />

gearbeitet werden muss, ist es sehr nützlich,<br />

wenn sich bewohnerorientierte Fachkräfte die große<br />

Vielfalt an biografischen Informationen aneignen.<br />

Es gibt auch Häuser, wo die Mitarbeiter/innen<br />

der Verpflegung die Essbiografie erheben. Sie geben die notwendigen<br />

Informationen dann an die unterschiedlichen Bereiche weiter. Gleichzeitig<br />

kann dieser Weg genutzt werden, um die Mitarbeiterinnen für die<br />

relevanten Informationen der Verpflegungsbiografie Pflegebedürftiger<br />

zu sensibilisieren. Denn nur dann können die Biografien auch aktualisiert<br />

werden.<br />

Nadine Zens/ Stefanie Ebel, „Essbiografie in der Pflege“, Hrsg. KDA<br />

2012, 6,00 Euro, ISBN 978-3-940054-26-5<br />

Fingerfood für jeden Kulturkreis<br />

Diese Veröffentlichung fasst wesentliche Aspekte<br />

des Fingerfoods bei der Verpflegung demenziell veränderter<br />

Menschen zusammen. Mit einfachen Rezeptbeispielen<br />

entzaubern die Autorinnen den<br />

scheinbaren Mythos des Fingerfood. Sie zeigen die<br />

einfache Umsetzbarkeit bei allen Mahlzeiten. Dies<br />

ist eine der wichtigsten Botschaften: nämlich dass<br />

es Fingerfood-Angebote zu allen Mahlzeiten geben<br />

kann und sollte. Ein weiterer Verdienst der Autorinnen<br />

ist der Verweis auf die zunehmende kulturelle<br />

Vielfalt, die in vielen Einrichtungen inzwischen Einzug<br />

hält. Es werden Beispiele benannt, wie für jeden<br />

Kulturkreis geeignete Angebote aus der jeweiligen Kochtradition<br />

entwickelt werden können.<br />

Nadine Zens/ Stefanie Ebel: „Fingerfood: Ein alternatives Ernährungskonzept<br />

zur Erhaltung der selbstständigen Nahrungsaufnahme bei PflegeempfängerInnen“,<br />

Hrsg. KDA 2013, 6,00 Euro, ISBN 978-3-940054-29-6<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014 45


Report<br />

„Wir sind die Säulen<br />

unserer Einrichtungen!“<br />

Auf ihrer Fachtagung „Mitmischen – Mitwirken – Mitverantworten“<br />

am 8. April 2014 im GENO-Haus Stuttgart zeigte die<br />

Diakonie Württemberg Fach- und Führungskräften der Hauswirtschaft,<br />

wie sie ihre sozialen Kompetenzen stärken können<br />

um dem steten Wandel in ihren Tätigkeitsfeldern positiv und<br />

produktiv zu begegnen.<br />

Paradigmenwechsel sind so alt wie die<br />

Menschheit, sagt Renate Wörner von<br />

der Diakonie Stetten. Die Gesellschaft<br />

ändert unablässig ihre Ansichten darüber,<br />

was richtig und wichtig ist. Im 19. Jahrhundert<br />

wurden Menschen mit Behinderung<br />

noch in Anstalten verwahrt, um die Öffentlichkeit<br />

vor ihnen zu schützen. Heute,<br />

im 21. Jahrhundert, hingegen dürfen und<br />

sollen Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen<br />

Leben teilhaben. Inklusion<br />

ist das neue Stichwort. Und es gibt weitere<br />

Veränderungen: Robert Bachert, Finanzvorstand<br />

des Diakonischen Werks<br />

Württemberg, sieht zur Zeit drei Trends auf<br />

die Hauswirtschaft zukommen.<br />

Drei Trends<br />

Noch vor Kurzem hieß es, was krank<br />

ist, muss gepflegt werden. Inzwischen sagt<br />

man, was an Kompetenzen vorhanden ist,<br />

muss gestärkt werden. Der Fokus hat sich<br />

von der Hilfsbedürftigkeit der Patienten<br />

losgelöst und konzentriert sich nun darauf,<br />

ihre Selbstständigkeit zu fördern. Des Weiteren<br />

führt Robert Bachert an, gehe der<br />

Trend zu immer kleineren, familienähnlichen<br />

Wohneinheiten. Bedürftige Menschen<br />

wollen ein möglichst normales Leben in einer<br />

möglichst normalen Wohnatmosphäre<br />

führen. Diese neuen Wohn- und Betreuungskonzepte<br />

verlangen ein Umdenken<br />

der Pflegekräfte. Ihre Versorgungsdienstleistungen<br />

sind kaum noch gefragt, stattdessen<br />

sollen sie ihren Klienten beratend<br />

zur Seite stehen. Der Pflegeauftrag wird<br />

zu einem Assistenzauftrag und die Heimbewohner<br />

sollen sich, so weit wie es geht,<br />

eigenverantwortlich selbst versorgen.<br />

Hauswirtschaftliche Fachkräfte sind somit<br />

nicht mehr für das Ergebnis, sondern für<br />

die Qualifikation der Bewohner verantwortlich.<br />

Der dritte Trend in der Hauswirtschaft<br />

sieht eine Verschärfung des bereits<br />

bestehenden Fachkräftemangels voraus.<br />

Image ist alles<br />

Gesundheits- und Sozialberufe sind<br />

absolut krisensicher, behauptet Jürgen<br />

Lämmle, Ministerialdirektor des Ministeriums<br />

für Arbeit und Sozialordnung, Familie,<br />

Frauen und Senioren Baden-Württemberg.<br />

Der demografische Wandel in<br />

Deutschland betont die Wichtigkeit des<br />

Berufsbildes und verspricht eine steigende<br />

Nachfrage nach hauswirtschaftlichen<br />

Diensten. Trotz dieser guten Prognose sinken<br />

die Zahlen der Auszubildenden dramatisch.<br />

Der künftige Mangel an qualifizierten<br />

Hauswirtschafterinnen liegt allerdings<br />

nicht allein an der schlechten Bezahlung.<br />

Die Persönlichkeits-Trainerin Regina<br />

Schulz sieht den Grund vor allem in dem<br />

schlechten Image, das die Hauswirtschaft<br />

sich über die Zeit aufgebaut hat. Wenn<br />

Hauswirtschafter über ihren Beruf sprechen,<br />

dann hört sich das nach Schulz häufig<br />

so an: „Wir sind halt nur die Hauswirtschaft.<br />

Nichts Besonderes.“ Mit dieser Einstellung<br />

überzeugt man potenzielle Aus-<br />

Rund 190 Teilnehmer der Diakonie Württemberg kamen nach Stuttgart ins GENO-Haus<br />

46 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


Report<br />

„Ohne professionelle Hauswirtschaft<br />

kann keine soziale Einrichtung funktionieren.<br />

Zeigen Sie Ihre Freude nach außen“,<br />

sagte Regina Schulz, „denn Ihre<br />

Begeisterung ist ansteckend.“<br />

zubildende mit Sicherheit nicht, sich für<br />

die Hauswirtschaft zu bewerben. Schulabgänger<br />

wollen einen interessanten Beruf,<br />

mit dem sie sich identifizieren können.<br />

Sie wollen keinen langweiligen Job, der nur<br />

Stress macht, aber keinen Spaß. Die Hauswirtschaft<br />

braucht ein neues Images als<br />

attraktive Dachmarke eines bedeutungsvollen<br />

Berufszweiges. Dieses Ziel zu erreichen<br />

beginnt damit, dass die Fachkräfte<br />

sich selbst bewusst machen, wie stolz<br />

sie auf ihre Arbeit sein können, die sie mit<br />

Leib und Seele ausüben. Ohne professionelle<br />

Hauswirtschafter kann keine soziale<br />

Einrichtung funktionieren. Zeigen Sie<br />

Ihre Freude nach außen, rät Schulz, denn<br />

Ihre Begeisterung ist ansteckend.<br />

Die Harmonie-Falle<br />

Fast jeder der 190 Teilnehmer auf der<br />

Fachtagung der Diakonie Baden-Württemberg<br />

hat ein „Leitung“ im Titel, bemerkt<br />

Ursula Schukraft, Referentin für<br />

Hauswirtschaft im Diakonischen Werk<br />

Württemberg. Einrichtungsleiter haben es<br />

in Zeiten des Wandels besonders schwer,<br />

weil sie nicht nur sich selbst auf die neue<br />

Situation einstellen müssen, sondern auch<br />

ihre Mitarbeiter dazu anleiten müssen,<br />

sich entsprechend anzupassen. Die alte<br />

Methode der Mitarbeitermotivation mit Zuckerbrot<br />

und Peitsche hat ausgedient, so<br />

Regina Schulz von den Businessamazonen<br />

aus Weinstadt.<br />

Der moderne Chef leitet seine Mitarbeiter,<br />

indem er ihnen die richtige Arbeitseinstellung<br />

vorlebt, sie in seine Vorhaben<br />

mit einbezieht und sie in ihrem Glauben an<br />

sich selbst und den Wert ihrer Arbeit ermutigt.<br />

Trotz dieser gut gemeinten Strategien<br />

kommt es letztendlich darauf an, dass ein<br />

Chef sich gegenüber seinen Mitarbeitern<br />

durchsetzten kann. Aber genau das fällt<br />

weiblichen Chefs oft schwer. Frauen wollen<br />

als kompetente, partnerschaftliche Führungskräfte<br />

wahrgenommen werden. Sie<br />

wollen beliebt sein und sprechen Störfaktoren<br />

deswegen lieber erst gar nicht an.<br />

Dann machen sie eben die Arbeit von der<br />

Kollegin mit, wenn diese bereits zum fünften<br />

Mal in der Woche beschließt, früher<br />

Feierabend zu machen. Sie wird sich schon<br />

erkenntlich zeigen. Regina Schulz weiß:<br />

Das wird sie nicht.<br />

Einem nachsichtigen Chef verweigern<br />

die Mitarbeiter mit der Zeit jeden Respekt.<br />

Wozu sollten sie auch Anweisungen befolgen,<br />

wenn sie wissen, dass sie sich davor<br />

drücken können. Regina Schulz warnt,<br />

wer „jedermanns Liebling“ sein will, läuft<br />

Gefahr „jedermanns Depp“ zu werden.<br />

Auch wenn es schwer fällt, es ist wichtig,<br />

sich aus der Harmonie-Falle zu befreien<br />

und Grenzen zu setzen. Nur so lassen sich<br />

Mitarbeiter auf Dauer führen.<br />

Das Als-ob-Prinzip<br />

Die Veränderungen in der hauswirtschaftlichen<br />

Branche sind unaufhaltsam,<br />

sagt Renate Wörner von der Diakonie Stetten.<br />

Die Frage ist nur, wie wir es schaffen<br />

sie in unserem Sinne mitzugestalten. Wer<br />

Entscheidungsträger von seinen Anliegen<br />

überzeugen will, muss zu guter Erst von<br />

sich selbst überzeugt sein. Die schüchterne<br />

graue Maus, die kaum wagt ihren Arm<br />

zur Meldung zu heben, wird bei Verhandlungen<br />

gerne übersehen. Darum ist es<br />

wichtig, selbstsicher aufzutreten. Am einfachsten<br />

geht das, wenn man seine Körperhaltung<br />

der gewünschten Einstellung<br />

anpasst. Regina Schulz demonstriert das<br />

den Teilnehmern auf der Fachtagung. Alle<br />

müssen aufstehen und sich selbstsicher<br />

hinstellen, also den Rücken gerade und die<br />

Schultern nach unten. Dann werden die<br />

Arme in einer anfeuernden Geste nach<br />

oben gerissen und alle rufen laut „Wir sind<br />

die Säulen unserer Einrichtungen!“ Man<br />

fühlt sich gleich viel bedeutsamer.<br />

Ralf Klöber von KlöberKassel nennt<br />

diesen Trick das Als-ob-Prinzip. Ich tue so,<br />

als ob ich außerordentlich erfolgreich bin.<br />

Wer diese Rolle ernsthaft einnimmt, der<br />

fühlt sich schließlich außerordentlich erfolgreich<br />

und wird von anderen als außerordentlich<br />

erfolgreich wahrgenommen.<br />

Eine ideale Basis, um die eigenen Ideen<br />

erfolgreich zu vermarkten.<br />

Verhandlungssicherheit<br />

kann man lernen<br />

Eine zuversichtliche Körperhaltung alleine<br />

reicht natürlich nicht aus, um seinen<br />

Vorgesetzten von der eigenen Idee zu<br />

überzeugen. Ralf Klöber erklärt, worauf es<br />

in Verhandlungsgesprächen ankommt. Zunächst<br />

einmal gilt es, sich auf das Gespräch<br />

vorzubereiten. Fangen Sie damit<br />

an, sich Gedanken zu machen, was Sie<br />

konkret (!) erreichen wollen. Den Einsatz<br />

von Reinigungsmitteln zu senken wäre hier<br />

zu wage. Eindeutiger ist es zu sagen, Sie<br />

möchten den Einsatz von Reinigungsmitteln<br />

um 2,5 Prozent senken. Dieses Ziel ist<br />

messbar und für alle Beteiligten verbindlich.<br />

Stellen Sie sich aber darauf ein, dass<br />

verhandeln bedeutet, die Interessen aller<br />

Beteiligten auszuloten und Kompromisse<br />

zu finden. Das bedeutet nicht, dass Sie in<br />

allen Belangen nachgeben. Das Ergebnis<br />

der Verhandlung sollte zwischen Ihrem<br />

Mindest-Ziel und ihrem Traum-Ziel liegen.<br />

Wenn Sie sich über ihre Ziele im Klaren<br />

sind, geht es nun darum, welche Argumente<br />

Sie haben und mit welchen Argumenten<br />

die anderen Beteiligten aufwarten<br />

werden. Ist Ihr Chef ein Sicherheitsmensch,<br />

wird es Ihnen nicht helfen, die finanziellen<br />

Einsparungen zu betonen, die<br />

eine Reduktion von Reinigungsmitteln mit<br />

sich bringen würde. Ein Chef, dem das<br />

Wohl der Menschen am Herzen liegt, wird<br />

erst dann aufmerksam, wenn Sie die Gesundheitsrisiken<br />

auflisten, denen die Mitarbeiter<br />

durch einen erhöhten Gebrauch<br />

von Reinigungsmitteln ausgesetzt sind. Informieren<br />

Sie sich außerdem über den Gegenstand<br />

ihres Anliegens. Sie können nur<br />

mitreden, wenn der Vertreter eines Reinigungsmittelherstellers<br />

Ihrem Chef das<br />

neue Wundermittel mit Natronlauge verkaufen<br />

möchte, wenn Sie wissen, dass Natronlauge<br />

ideal ist, um organische Rückstände<br />

zu lösen und nebenbei die Haut<br />

und Oberflächen aus Aluminium gleich mit<br />

angreift. Zum Schluss, wenn das Gespräch<br />

beendet ist, rät Klöber, die Verhandlung<br />

zu resümieren. Überlegen Sie, was Ihnen<br />

gut gelungen ist und was Sie das nächste<br />

Mal besser machen werden.<br />

Zum Vormerken: Im kommenden Jahr<br />

wird die Tagung des Diakonie Württemberg<br />

zusammen mit der LAG Hauswirtschaft sowie<br />

der Caritas erstmals gemeinsam veranstaltet<br />

– und zwar am 30. Juni 2015.<br />

t Antonia Tiedt<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014 47


Steckbrief Bodenbelag Teil 8<br />

Laminat<br />

Besondere Kennzeichen/Herstellung<br />

Ein Laminatboden besteht häufig aus einer durchsichtigen Deckschicht aus Melamin (Overlay),<br />

einem Dekorpapier, meist in Holzoptik (Overlay), einer hochverdichten Trägerplatte HDF<br />

(Laminat-Mittellage) sowie einer feuchtigkeitsabweisenden Rückseite oder sogar Trittschalldämmung<br />

(Gegenzuglaminat). Die Schichten werden mit Leim unter Hitze und Druck miteinander<br />

verpresst.<br />

Daran erkenne ich den Belag<br />

Imitiert Holz – die Dekore wechseln sich bei vielen Herstellern ab und so erkennt man nicht<br />

auf den ersten Blick, dass diese gleich sind und es somit kein Parkettfußboden ist. Daher<br />

muss man sich häufig einen ganzen Raum ansehen, um doppelte Dekore, und damit eine industrielle<br />

Herstellung zu erkennen.<br />

Eignung<br />

Laminatfußböden kommen in privaten als auch gewerblich genutzten Bereichen vor. Unterschiede<br />

gibt es besonders bei der Paneelstärke und den Abriebfestigkeiten (Nutzungsklasse).<br />

Hochwertige Laminatfußböden haben sich sogar als Boden für Diskotheken bewährt.<br />

Die Qualität spielt eine sehr große Rolle, um den richtigen Laminatboden für die passende<br />

Raumart zu verlegen.<br />

Laminat-Paneel mit Blick<br />

auf den Querschnitt<br />

Richtige Reinigung<br />

Je nach Hersteller des Bodenbelages sollte man Allzweckreiniger, Ultranetzer, Universalreiniger<br />

oder reinigungsbetonende Wischpflege im nebelfeuchten Reinigungsverfahren verwenden.<br />

Neben der trockenen Reinigung (Kehren, Saugen und Staub binden mit Tüchern<br />

oder Wischbezügen) sollte man nur „nebelfeucht“ reinigen, also im Sprayverfahren: den<br />

Wischbezug oder den Fußboden ansprühen und diesen mit einem Tuch nachtrocknen.<br />

Laminatboden verlegt<br />

Häufigste Fehler<br />

Sollte die Reinigung zu nass erfolgen, besteht die Gefahr, dass der Kantenbereich, die sogenannte Nut und Feder, zu viel Feuchtigkeit<br />

zieht und es zur Quellung und Absplitterungen im Bereich zweier Platten (Stoßbereich) kommt. Auch sollten sehr oft starke<br />

Säuren, Laugen oder Alkohol vermieden werden. Näheres können Sie der Reinigungs- und Pflegeanleitung entnehmen.<br />

Expertenrat von Wilhelm Reim und Elke Merz-Schluck, Alegria München<br />

Neben der zu nassen Reinigung stellen auch Stühle und Rollen eine große Gefahr für den Fußboden dar.<br />

Daher sollten Stühle mit geeigneten Gleitern versehen werden und diese regelmäßig überprüft und bei<br />

Bedarf ersetzt werden. Bei Rollen, wie beispielsweise bei Bürostühlen, ist auf weiche Rollen zu achten.<br />

Fotos: Dr. Schnell/Alegria<br />

Weitere Informationen<br />

Wir empfehlen zur Vertiefung des Themas die <strong>rhw</strong>-DVD „Bodenreinigung für Profis“.<br />

Die Serie „Steckbrief Bodenbelag“ wird fortgesetzt.<br />

Buchtipp<br />

Arbeitsplätze zukunftssicher gestalten<br />

Fragen Sie sich, wie Sie neue Mitarbeiter gewinnen und die<br />

Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter aller Altersgruppen<br />

erhalten? Wie sind Arbeitsabläufe zu organisieren, damit gute<br />

Mitarbeiter in jeder Lebensphase gern und dauerhaft bleiben?<br />

Dieses neue Handbuch der fünf Autoren stellt Strategien und<br />

Praxisbeispiele vor: von der Analyse der Personalstruktur bis zu<br />

den verschiedenen Maßnahmen einer demografieorientierten Personalpolitik.<br />

Ein Leitfaden mit Checklisten unterstützt den Leser<br />

dabei. Jedem Thema wie BGM, Kompetenzentwicklung oder Arbeitsorganisation<br />

folgen zwei praktische<br />

Beispiele aus Altenheimeinrichtungen.<br />

So kann die<br />

jeweilige Einführung<br />

ins Thema anschließend<br />

gut nachvollzogen werden.<br />

Ilse Buchgraber, Mona Schöffler (Hrsg.): Arbeitsplätze<br />

zukunftssicher gestalten – Handbuch<br />

demografieorientiertes Personal<strong>management</strong>,<br />

erschienen im November 2013 im Vincentz-Verlag,<br />

Hannover, in der „Reihe Management<br />

Tools“(44,90 Euro), auch zu bestellen unter<br />

www.fachbuchdirekt.de<br />

48 <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


hw-Intensivseminar mit Dr. med. vet. Dieter Bödeker<br />

Weiterbildung<br />

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zum/zur<br />

Hygienebeauftragten<br />

Aufbaukurs für Hygienebeauftragte<br />

zur Wissensvertiefung<br />

am 9. Oktober 2014 in München,<br />

9.00 – 16.30 Uhr<br />

Referent: Dr. med. vet. Dieter Bödeker, freiberuflich tätiger Hygieneberater für Alten- und Pflege heime sowie für<br />

ambulante Pflegedienste<br />

Seminarziel: Das Seminar richtet sich an Fachkräfte aus den Bereichen der stationären und ambulanten Altenpflege<br />

sowie Gemeinschaftseinrichtungen nach §33 und §36 Infektionsschutzgesetz (IfSG). Mit der Benennung eines/einer<br />

Hygienebeauftragten kommen die genannten Einrichtungen ihrer Ver pflichtung zur Eigenverantwortlichkeit und Eigenkontrolle<br />

nach, die ihnen durch die aktuelle Gesetz gebung (SGB, IfSG, PQSG, LMHV) zugeteilt worden ist.<br />

Nach Abschluss der Veranstaltung erhalten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat, das als Nachweis der erlangten Kenntnisse zu den Schulungsinhalten<br />

dient. Für die Einrichtungen dokumentiert es die fachgerechte Wahrnehmung Ihrer gesetzlich festgeschriebenen Pflichten.<br />

Inhalte: Aufgaben eines/einer Hygienebeauftragten m Rechtliche Grundlagen (z. B. Anforderungen des IfSG an Gemein schaftseinrichtungen)<br />

m Prüfungen durch das Gesundheitsamt und den MDK, Beispiele für Beanstandungen m Elemente eines Hygieneplans, Umsetzungsprobleme<br />

und Anpassung von Hygienemaßnahmen Personal-, Lebensmittel- und Wäsche hygiene m Grundzüge der Mikrobiologie m Gefahrenanalyse<br />

(z. B. HACCP) m Maßnahmen bei Problemkeimen m MRSA/ ORSA und Legionellen m Impfschutz, Hautschutzplan m Verfahren zur Reinigung<br />

und Desinfektion, Sterilisation m Um gang mit Desinfektionsmitteln und mögliche Gefahren m Risikoeliminierung und -minimierung<br />

m Abfallentsorgung m Schnittstelle Küche – Pflege<br />

Methoden: Vortrag, Diskussion, Beispielbearbeitung<br />

13. Oktober bis 17. Oktober 2014 in Hannover,<br />

Mo 11.00 – ca.17.30 Uhr, Di – Do 9.00 – ca. 17.30 Uhr, Fr 9.00 – 16.00 Uhr<br />

Seminargebühr (<strong>rhw</strong>-Abonnenten sparen 175,– Euro):<br />

Vorzugspreis für <strong>rhw</strong>- und <strong>rhw</strong>-praxis-Abonnenten sowie Mitglieder im Berufsverband Hauswirtschaft e.V. 675,– Euro, sonst 849,– Euro,<br />

zzgl. MwSt., inkl. Tagungsunterlagen, Tagungsgetränke, Kaffee pausen und ein Mittagessen pro Tag.<br />

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Teilnehmerzahl: Begrenzt auf max. 16 Teilnehmer<br />

Teilnahmebedingungen: Gleich nach dem Erhalt Ihrer Anmeldung senden wir Ihnen eine Eingangsbestätigung mit allen nötigen Informa tionen. Zur<br />

Begleichung der Seminar ge bühr erhalten Sie zum Anmeldeschlusstermin eine Rechnung, die gleichzeitig als An melde bestätigung dient. Wenn Sie nach dem<br />

Anmeldeschluss Ihre Teilnahme stornieren, müssen wir die gesamte Gebühr in Rechnung stellen. Stornieren Sie Ihre Teilnahme vor dem Anmeldeschluss,<br />

müssen wir 25,– Euro Bearbeitungsgebühr erheben. Ihr Vorteil: Sie können in beiden Fällen eine Ersatzperson als Vertretung schicken. Absage: Der Veranstalter<br />

behält sich das Recht vor, die Seminare aus wichtigem Grund abzusagen. Alle Preise zzgl. 19 % MwSt.. Anmeldeschluss 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn.<br />

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<strong>Vorschau</strong> auf die Juli-Ausgabe 2014<br />

In Kooperation mit dem<br />

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Deutsche Zertifizierung<br />

DIN ISO 29990:2010<br />

QUALITÄTSGEPRÜFTER<br />

BILDUNGSDIENSTLEISTER<br />

Frischekur für die <strong>rhw</strong> <strong>management</strong><br />

Nach wochenlangen Vorbereitungen im Hintergrund<br />

erwartet Sie ab der kommenden Ausgabe<br />

eine inhaltlich und grafisch überarbeitete<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> – passend zum halben Jahrhundert,<br />

seit dem es diese Zeitschrift gibt.<br />

Eine stärkere Bildsprache, ein persönlicherer<br />

Magazin-Ton und eine klarere Struktur sollen Ihnen<br />

noch mehr Freude beim Lesen bereiten. Die beliebten Rubriken<br />

wie Aktuelles, der <strong>rhw</strong>-Expertenrat oder Steckbrief Bodenbelag<br />

bleiben dabei natürlich erhalten. Lassen Sie sich überraschen!<br />

Ab Juni wird dann passend dazu auch unsere Internetseite<br />

www.<strong>rhw</strong>-<strong>management</strong>.de mit responsivem Webdesign ausgestattet.<br />

Funktion, Design und Inhalt unserer <strong>rhw</strong>-Webseite folgen<br />

dann der jeweiligen Bildschirmauflösung des verwendeten Desktops,<br />

Tablets oder Smartphones. Sie brauchen also nicht mehr mit<br />

den Fingern auf dem Smartphone per Zoom die Inhalte vergrößern,<br />

sondern alles passt sich automatisch an ihr Gerät an.<br />

Redaktionsschluss: 6. Juni 2014<br />

Anzeigenschluss: 11. Juni 2014<br />

<strong>rhw</strong><br />

rationelle hauswirtschaft<br />

professionelle<br />

<strong>management</strong><br />

Herausgeberin: Beatrix Bierschenck<br />

Impressum<br />

Redaktionsdirektorin: Dr. Angelika Schaller<br />

Fachmagazin für die<br />

Hauswirtschaft<br />

Chefredaktion: Robert Baumann (verantwortlich),<br />

Tel.: (0 89) 31 89 05-20, E-Mail: robert.baumann@vnmonline.de<br />

Redaktion: Dorothea Kammerer,<br />

Alexandra Höß (Hamburg), E-Mail: alexandra.hoess@vnmonline.de,<br />

E-Mail: <strong>rhw</strong>.redaktion@vnmonline.de, Internet: www.<strong>rhw</strong>-<strong>management</strong>.de<br />

Redaktionsbeirat:<br />

Ursula Bolhuis, Martina Feulner, Prof. Elke Huth, Dr. Renate Kappel,<br />

M. Christine Klöber, Sascha Kühnau, Prof. Dr. Ingrid-Ute Leonhäuser,<br />

Elke Merz-Schluck, Prof. Dr. Horst Pichert, Prof. Dr. Margarete Sobotka,<br />

Prof. Dr. Margot Steinel, Ute Krützmann<br />

Layout: Joachim Ullmer<br />

Verlags-, Anzeigen- und Vertriebsleitung:<br />

Elke Zimmermann, E-Mail: elke.zimmermann@vnmonline.de<br />

Tel.: (0 89) 31 89 05-76, Fax: (0 89) 31 89 05-53<br />

Anzeigenverkauf:<br />

Andreas Ruff, E-Mail: andreas.ruff@vnmonline.de<br />

Tel.: (0 89) 31 89 05-77<br />

Zur Zeit gültige Anzeigenpreisliste Nr. 34 a vom 1. Oktober 2013<br />

Marketingleitung: Burkhard P. Bierschenck<br />

ABONNENTEN- UND KUNDENSERVICE:<br />

Leserservice Verlag Neuer Merkur, 65341 Eltville<br />

Tel.: (0 61 23) 9 23 82 30, Fax: (0 61 23) 9 23 82 44,<br />

E-Mail: verlagneuermerkur@vuservice.de<br />

Servicezeiten: Montag bis Freitag 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr<br />

<strong>rhw</strong> <strong>management</strong> erscheint monatlich.<br />

<strong>Jahre</strong>sabonnement 96,00 Euro/192,00 SFr.<br />

Für Referendare, Studenten, Schüler und Azubis gegen Einsendung<br />

einer entsprechenden Bescheinigung 48,00 Euro/96,00 SFr.<br />

Einzelheft 11,<strong>50</strong> Euro/23,00 SFr.<br />

Die Euro-Preise beinhalten die Versandkosten für Deutschland und Österreich,<br />

die SFr-Preise die Versandkosten für die Schweiz. Bei Versand ins übrige Ausland<br />

werden die Porto-Mehrkosten berechnet.<br />

Die Abo dauer beträgt ein Jahr. Das Abo verlängert sich automatisch um ein weiteres<br />

Jahr, wenn es nicht zwei Monate vor Ablauf schriftlich gekündigt wird.<br />

Rabatte für Sammelabonnements auf Anfrage.<br />

SCHULEN, KLASSEN, LEHRER:<br />

Tel.: (0 89) 31 89 05-54, Fax: (0 89) 31 89 05-53<br />

E-Mail: buchbestellung@vnmonline.de<br />

BUCHBESTELLSERVICE:<br />

Verlag Neuer Merkur, Kundenservice, 74569 Blaufelden<br />

Tel.: (0 79 53) 7 18 90 08, Fax: (0 79 53) 88 31 60,<br />

E-Mail: buchbestellung@fachbuchdirekt.de<br />

Internet-Service: Markus Duffhaus, E-Mail: markus.duffhaus@vnmonline.de<br />

Verlag Neuer Merkur GmbH<br />

Postfach 60 06 62, D-81206 München, Paul-Gerhardt-Allee 46, D-81245 München,<br />

Tel.: (0 89) 318905-0, Fax: (0 89) 318905-53<br />

(Zugleich Anschrift aller Verantwort lichen)<br />

Druck: BOSCH-DRUCK GmbH, Festplatzstr. 6, 84030 Ergolding<br />

ISSN 1866-4<strong>50</strong>4<br />

Geschäftsführer: Burkhard P. Bierschenck, Dr. Angelika Schaller<br />

Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder wird keine Haftung übernommen.<br />

Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungen sind<br />

urheberrechtlich geschützt. Mit Annahme des Manuskriptes gehen das Recht der Veröffentlichung<br />

sowie die Rechte zur Übersetzung, zur Vergabe von Nachdruckrechten, zur<br />

elektronischen Speicherung in Datenbanken, zur Herstellung von Sonderdrucken, Fotokopien<br />

und Mikrokopien für die Dauer des gesetzlichen Urheberrechts an den Verlag<br />

über. Der Autor räumt dem Verlag räumlich und mengenmäßig unbeschränkt ferner folgende<br />

ausschließliche Nutzungsrechte am Beitrag ein: • das Recht zur maschinenlesbaren<br />

Erfassung und elektronischen Speicherung auf einem Datenträger und in einer<br />

eigenen oder fremden Online-Datenbank, zum Download in einem eigenen oder fremden<br />

Rechner, zur Wiedergabe am Bildschirm sowie zur Bereithaltung in einer eigenen<br />

oder fremden Offline-Datenbank zur Nutzung an Dritte • die ganze oder teilweise Zweitverwertung<br />

und Lizensierung für Übersetzungen und als elektronische Publikationen.<br />

Jede Verwertung außerhalb der durch das Urheberrechtsgesetz festgelegten Grenzen<br />

ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. Alle in dieser Veröffentlichung enthaltenen<br />

Angaben, Ergebnisse usw. wurden von den Autoren nach bestem Wissen erstellt<br />

und von ihnen und dem Verlag mit größtmöglicher Sorgfalt überprüft. Gleichwohl sind<br />

inhaltliche Fehler nicht vollständig auszuschließen. Daher erfolgen alle Angaben ohne<br />

jegliche Verpflichtung oder Garantie des Verlages oder der Autoren. Sie garantieren<br />

oder haften nicht für etwaige inhaltliche Unrichtigkeiten (Produkthaftungsausschluss).<br />

© Copyright by Verlag Neuer Merkur GmbH<br />

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Schweizer Postfinance AG: IBAN CH82 0900 0000 4001 3511 6, BIC POFICHBEXXX<br />

Verlagskonto für Abonnementgebühren:<br />

HypoVereinsbank München: IBAN DE79 7002 0270 0002 7387 75, BIC HYVEDEMMXXX<br />

Gerichtsstand: München<br />

<strong>50</strong> <strong>rhw</strong> <strong>management</strong> 6 · 2014


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