Tanzende Türme auf Hamburgs Reeperbahn - Putzmeister Holding ...

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Tanzende Türme auf Hamburgs Reeperbahn - Putzmeister Holding ...

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Titelstory

Titelstory

p Für die einen in St. Pauli ist zu dieser frühen Stunde Feierabend, für die Arbeiter auf der Baustelle geht‘s jetzt erst los:

Pünktlich um halb sechs rollen die ersten Fahrmischer an.

p Den Überblick behalten: Drei Verteilermaste, sich bewegende Baustellenkrane, ständiger Fahrmischerwechsel – die Baustelle

forderte von den Pumpenfahrern höchste Aufmerksamkeit.

Der Betoneinbau aus praktischer Sicht

Auf die Frage nach der größten Herausforderung

beim Betoneinbau lacht Projektleiterin

Silke Pförtner von der Ed. Züblin AG und

antwortet: „Wenn man die Tiefe der Baugrube,

die Art des Verbaus und die erlaubte

Sondernutzungsfläche für die Baustelleneinrichtung

sieht, wird schnell klar: Hier

ist eigentlich kein Platz für Großgeräte. Zudem

ist die erlaubte Betonagezeit aufgrund

der Nachbarschaftssituation klar begrenzt

und daher eine möglichst große Anzahl von

Pumpen gefragt. Wir haben uns dann gemeinsam

mit der Firma betonlift zusammengesetzt

und sehr zielorientiert und fair eine

gute und sichere Lösung entwickelt. Denn

bei einer Großbetonage wie heute dürfen wir

ja nichts dem Zufall überlassen. So haben

wir zum Beispiel mit betonlift zunächst die

Standorte der drei Pumpen bestimmt (siehe

Abb. 7 und 9), abhängig vom sehr beengten

Aufstellplatz, der maximalen Belastbarkeit

des Untergrundes an der Kante der Baugrube

und den Zufahrtsmöglichkeiten für die

Fahrmischer.“

q Nur nicht drängeln: Die Kolonne der

Fahrmischer wurde vom Einweiser zu

den entsprechenden Pumpen geleitet.

Pumpe 2 (am linken Bildrand) hatte

etwas mehr Aufstellfläche zur Verfügung

und konnte gleichzeitig von zwei

Fahrmischern beschickt werden.

Franz Syrowatka von betonlift Hamburg ergänzt:

„Für uns war klar, dass wir unsere

Putzmeister 52-m-Maste einsetzen, drei aktiv

und eine als Stand-by-Pumpe mit einem

Maschinisten zum Ablösen der Kollegen

während des Tages. Wichtig bei Pumpe 1

und 3 war die einseitige Schmalabstützung

und dass wir gleichzeitig einen Arbeitsbereich

von 180° haben. Nur so konnten wir

alle Ecken des Betonierfeldes erreichen.

Bei Pumpe 2 hatten wir etwas mehr Platz.

Dort haben wir voll abgestützt und konnten

gleichzeitig mit zwei Fahrmischern beschicken.

So kam die P2 auf eine etwas höhere

effektive Pumpmenge pro Stunde.“

Zusammen wurde für die drei Pumpen

eine durchschnittliche Einbauleistung von

180 m³/h angenommen. Daraus errechnete

sich bei 2.650 m³ eine Pumpdauer von ca.

14 Stunden. Entsprechend früh wurde der

Beginn für die Betonage auf 6:00 Uhr festge-

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legt. Um etwas Zeit zu sparen, waren die vier

Betonpumpen bereits am Vorabend an ihre

Standorte gefahren worden. So wurden die

Maschinen ab 5:00 Uhr morgens nur noch

abgestützt und die Maste in Arbeitsposition

gefahren. Gegen 5:30 Uhr kam der erste

Fahrmischer von Holcim vom circa 15 km

entfernt liegenden Mischwerk an und kurz

nach 6:00 Uhr floss dann der erste Beton.

Insgesamt waren 45 Fahrmischer ständig

für den Betontransport zu den „Tanzenden

Türmen“ unterwegs.

t Ein Bauzaun halbiert die Straßenbreite:

Auf der einen Seite herrscht freie

Fahrt für den Straßenverkehr, auf der

anderen Seite steuern die Fahrmischer

den schmal-abgestützten M 52 an. Die

einseitige Schmalabstützung OSS bei

Pumpe 1 und 3 war ausschlaggebend

für deren Einsatz bei dem knappen

Platzangebot.

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