Ausgabe 11 - Katholische Kirchengemeinde St. Laurentius in ...

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Ausgabe 11 - Katholische Kirchengemeinde St. Laurentius in ...

drei&

zwanzig

N o 11

Magazin der Katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius in Bergisch Gladbach


Das Taschentuch

von Kreisdechant Norbert Hörter

„’Hast Du ein Taschentuch’, fragte die Mutter jeden Morgen am

Haustor; bevor ich auf die Straße ging“. Mit dieser Erinnerung an

ihre Kindheit begann die Schriftstellerin Herta Müller bei der Verleihung

des Nobelpreises im Jahr 2009 ihre Ansprache: „Ich hatte

keines. Und weil ich keines hatte, ging ich noch mal ins Zimmer zurück

und nahm mir ein Taschentuch. Ich hatte jeden Morgen keines,

weil ich jeden Morgen auf die Frage wartete. Das Taschentuch war

der Beweis, dass die Mutter mich am Morgen behütet. In den späteren

Stunden und Dingen des Tages war ich auf mich selbst gestellt.

Die Frage ‚Hast Du ein Taschentuch’ war eine indirekte Zärtlichkeit.

… Jeden Morgen war ich ein Mal ohne Taschentuch am Tor und

ein zweites Mal mit einem Taschentuch. Erst dann ging ich auf die

Straße, als wäre mit dem Taschentuch auch die Mutter dabei.“

„Kann es sein“, fragt Herta Müller am Ende ihrer Nobelpreis-Rede,

in der sie ihre ganze Biographie unter die simple Frage ihrer Mutter

nach dem Taschentuch stellte, „kann es sein, dass die Frage nach

dem Taschentuch seit jeher gar nicht das Taschentuch meint, sondern

die akute Einsamkeit des Menschen?“

Eine Frage, die sehr nachdenklich stimmen kann. Gerade auch an

Weihnachten. Wenn vielen Menschen die akute Einsamkeit mehr

als sonst schmerzlich bewusst wird. Und man froh ist, wenn diese

Tage vorüber sind.

Wie gut, wenn man Trost daraus schöpfen kann, dass es jemanden

gibt, der selbst die größte Einsamkeit durchlitten hat. Dessen Geburtstag

wir an Weihnachten feiern dürfen: Jesus Christus. Weil in

ihm die Liebe und Zärtlichkeit Gottes zu uns Menschen sichtbar

wird, der uns behütet. Nicht nur jeden Morgen, sondern auch am

Tag und vor allem in der Nacht.

Etwas von diesem Vertrauen zu spüren, wünsche ich Ihnen zum

Weihnachtsfest und für das neue Jahr.

- Pastor von St. Laurentius -

Weihnachtsbrief Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,

wenn der Starke die Kraft des Schwachen liebt,

wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt.

Wenn der Laute bei dem Stummen verweilt und begreift,

was der Stumme ihm sagen will,

wenn das Leise laut wird und das Laute still,

wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,

das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,

wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht

Geborgenheit, helles Licht verspricht

und Du zögerst nicht,

sondern Du gehst, so wie Du bist, darauf zu,

dann, ja dann fängt Weihnachten an.

(Verfasser unbekannt)

Foto: zettberlin / photocase.com

Editorial

Weihnachten - geschenkt?!

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Rettungsschirm – dieses Wort hätte, glaube ich, sicher gute

Chancen gehabt, Wort des Jahres zu werden. Oder auch Unwort

des Jahres, weil man es kaum noch hören kann. Internationale

Finanzkrise, Euro-Krise, Staatsverschuldung, alles

Schlagwörter der letzten Wochen und Monate. Da wird mit

Millionen, Milliarden, ja gar Billionen Euro jongliert, dass

einem ganz schwindelig werden kann. Und es werden riesige,

immer größer werdende Rettungsschirme gespannt.

Schirme sollen bekanntermaßen Schutz bieten, vor Niederschlag.

Oder als Fallschirme vor dem Absturz retten. In diesem

Zusammenhang ganze Nationen vor dem Sturz in den

Staatsbankrott bewahren. Wenn das man gut geht.

Wie schön, dass in unserem Land trotz allem die Wirtschaft

boomt. Besonders die expandierende Exportwirtschaft,

die immer neue Rekorde einfährt. Das beschwichtigt die

unguten Gefühle in der Magengegend und verdrängt die

Schuld(en)gefühle der Nation. Und die Binnennachfrage

im Konsumbereich steigt auch wieder an. Na also. Gerade

rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Den Einzelhandel

wird’s freuen. Der lässt sich ja immer wieder neue Ideen

einfallen, um den Kunden das Geld aus der Tasche zu locken.

So viel Kreativität und Originalität verdient schon fast

Bewunderung. Da bekam ich im November eine Werbebotschaft

von einem Kölner Herrenmodegeschäft zugeschickt

– und jetzt wird’s spannend. Wörtlich:

„Sehr geehrter Herr Hartmann, dieses Jahr haben wir uns

zu Weihnachten für unsere … (Name des Hauses) Kunden

wieder etwas ganz besonderes ausgedacht: Kommen Sie bis

zum 15. Dezember zu … (Name des Hauses) und Sie erhalten

ab einem Einkauf von 100 Euro einen Weihnachtsbaum

geschenkt!*) Wir liefern Ihre 1A Nordmanntanne kostenlos

bis vor Ihre Haustüre!“

Das ist mal was anderes als 0 %-Finanzierung oder die 10

Euro-Gutscheine. Das macht doch jeder. Aber mit einem

geschenkten Weihnachtsbaum, da kommt Freude ins Haus.

Weihnachten ist doch das Fest der Freude. Wenn das kein

Angebot ist? Weihnachten ist gerettet. Aber vermutlich zu

früh gefreut. Man beachte wie immer das Kleingedruckte

auf der Karte: *) „Nur solange der Vorrat von 1.000 Weihnachtsbäumen

reicht.“ Da wäre ich sowieso der 2344ste

Kunde oder so ähnlich. Ich glaube, ich hole doch lieber wieder

unseren Weihnachtsbaum beim netten Bauern im Bergischen.

Wie all die Jahre. Den Baum kann ich mir selbst

aussuchen. Und ich bekomme

sogar noch einen Glühwein dazu.

Prosit Weihnachten!

Herzlichst, Ihr

Manfred Hartmann

Pastoralreferent

IMPRESSUM drei&zwanzig Ausgabe 11/Dezember 2011

Herausgeber: Katholische Kirchengemeinde St. Laurentius

Redaktion: Edith Hartmann, Manfred Hartmann, Thomas Hartmann,

Philipp Heinen, Prof. Dr. Norbert Heinen, Rudi Reudenbach,

Dr. Gabriele Rieband, Karin Winter

Gestaltung: Thomas Hartmann

Fotos:

Familie Lüke, Wolfgang Bosbach, Thomas Hartmann

Titelbild: hilde/photocase.com

Druck/Auflage: ICS-Druck GmbH, Bergisch Gladbach, 15.600 Exemplare

V.i.S.d.P.: Pastoralreferent Manfred Hartmann, Laurentiusstr. 4,

51465 Bergisch Gladbach, dreiundzwanzig@laurentius-gl.de


Bei Heidi

flippt Franzi aus

Wie eine Gronauer Familie mit dem

„Rett-Syndrom“ der Tochter klarkommt.

Vier Jahre ist es her, als die kleine Franziska geboren wurde. Alles

schien normal zu verlaufen. Die Eltern, Sabine und Markus Lüke aus

Bergisch Gladbach-Gronau waren glücklich über die Geburt ihrer

kleinen Tochter und der damals neunjährige Niklas (aus erster Ehe

von Sabine) freute sich über seine kleine Schwester. Das Familienquartett

war komplett. Doch nach normaler Geburt und Entwicklung

in den ersten Lebensmonaten ergaben sich plötzliche Veränderungen

bei Franziska. Sie entwickelte sich nicht mehr normal weiter, verhielt

sich „irgendwie anders“ als zwischen dem 6. und 18. Lebensmonat zu

erwarten ist. Sechs Monate war Franziska alt, als auffällig wurde, dass

sie ihre Arme nicht sinnvoll gebrauchen konnte und auch sonst ein

Stillstand in ihrer Entwicklung festzustellen war. Sie konnte dadurch

ihr Gleichgewicht nicht halten und fiel vorn herüber.

„Für uns ist eine Welt

zusammengebrochen“

Die besorgten Eltern wandten sich zuerst an ihren Kinderarzt und

nun begann eine Untersuchungsodyssee über ein dreiviertel Jahr bei

verschiedenen Fachärzten. „Wir haben anfangs gedacht, vielleicht

sind die Auffälligkeiten bei Franziska nur eine Verzögerung in ihrer

Entwicklung und mit der Zeit wird sich alles normalisieren“, schildert

Markus Lüke (39) die Hoffnung, an die er und seine Frau Sabine (36)

sich anfangs klammerten. Doch dann kam der Schock. Diagnose der

Krankheit von Franziska:: „Rett-Syndrom“. Eine Bezeichnung, von

der sie noch nie gehört hatten, die auch allgemein kaum bekannt

ist. Das „Rett-Syndrom“ ist eine genetisch bedingte Erkrankung mit

der Folge einer schweren geistigen und körperlichen Behinderung.

(Nähere Informationen dazu siehe Kasten) „Für uns ist eine Welt

zusammengebrochen“, so kommt es Sabine Lüke auch heute noch

schwer über die Lippen, „wir haben auf der Rückfahrt von der Klinik

im Auto gesessen und geheult.“ Und ihr Mann ergänzt: „Wir wollten

diese Diagnose einfach nicht wahrhaben und dass Franziska ein Leben

lang darunter zu leiden hat.

Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis wir diese Tatsache einigermaßen

annehmen konnten.“ Dann erst waren die Eltern in der Lage, sich offensiv

mit der Krankheit ihrer Tochter auseinander zu setzen. Im Internet

holten sie ausführliche Informationen über das Rett-Syndrom

ein. Zum Beispiel, dass diese Krankheit fast ausschließlich Mädchen

betrifft (ca. 50 pro Jahr in Deutschland). Sie lernten Elterninitiativen

kennen, die das gleiche Schicksal teilen, und nahmen Kontakt zu ihnen

auf. Sie erfuhren, dass die älteste lebende Person in Deutschland,

die unter dem Rett-Syndrom leidet, 52 Jahre alt ist, und außerdem,

dass Menschen, die von dieser Krankheit betroffen sind, eine ganz

normale Lebenserwartung haben. Wenigstens etwas Beruhigendes.

„Das Leben hat sich

für uns komplett verändert“

Welche Konsequenzen das Leben mit einem behinderten Kind mit

sich bringt, das über kein normales Sprachvermögen verfügt, das nicht

laufen kann, das nur stereotype, knetende oder waschende Handbewegungen

macht, das beim Essen (am liebsten Kartoffeln und Gemüse,

weil Franziska auch nicht beißen kann) gefüttert werden muss

und durch vieles andere gehandicapt ist, lässt sich von außen kaum

nachempfinden. „Das Leben hat sich für uns komplett verändert“,

sagt Sabine. „Ich kann nicht mehr arbeiten gehen und muss meinen

ganzen Alltag nach Franziska ausrichten.“ Sie ist froh, dass ihre Eltern

im selben Haus wohnen und sie, so gut sie es können, tatkräftig

unterstützen. Ebenso über die Unterbringung ihrer Tochter in einer

heilpädagogischen Gruppe der integrativen Kindertagestätte Ferrenberg

vom Caritasverband RheinBerg. Hier, im täglichen Kontakt mit

anderen Kindern (montags bis freitags von 8.00 bis 15.00 Uhr) lebt

Franziska förmlich auf. „Die Kinder in den anderen Gruppen lieben

Franziska über alles „, so die Mutter. Besonders die Zusatzprogramme

wie Ergotherapie und vor allem die Reittherapie auf dem

Reiterhof der „Guten Hand“ in Kürten-Biesfeld machen Franziska

großen Spaß. „Sie kreischt dann vor Vergnügen“, erzählt ihre Mutter

ganz bewegt, „und was Franziska richtig genießt ist das wöchentliche

Schwimmen, sie ist eine richtige Wasserratte“. Die Reittherapeutin

wie auch der Neurologe, bei dem Franziska in Behandlung ist, sind

fest davon überzeugt, dass Franziska eines Tages wird laufen können.

Das macht den Eltern Mut und gibt Kraft im Alltag. Ebenso, wenn

sie erleben, welche Begeisterung bei Franziska die Kinderromanfigur

„Heidi“ von Johanna Spyri aus den Schweizer Bergen auslöst.

Im Fernsehen oder auf DVD, besonders als Zeichentrickfigur. „Dann

flippt Franziska total aus“, kommen die Eltern ins Schwärmen. „Sie

brüllt dann vor Freude“.


„Ich könnte Franziska

nie im Stich lassen“

stichwort

Was ist das

Rett-Syndrom?

Das Leben mit einem behinderten Kind verändert

auch den Umgang mit Freunden und

Bekannten. Einige Freunde haben sich zurückgezogen,

dafür sind andere Beziehungen

stärker geworden. Viele Leute, die die Eltern

zufällig unterwegs treffen, beachten Franziska

gar nicht, und reden nur mit den Eltern.

„Vielleicht sind manche auch nur unsicher“,

meint die Mutter, und wünscht sich wie ihr

Mann einen unkomplizierteren Umgang mit

ihrer Situation und vor allem mit Franziska.

Ein Grund, warum sie auch mit diesem Artikel

in der drei&zwanzig die Öffentlichkeit

suchen, um andere zu ermuntern, sie ruhig

auf ihre Situation und vor allem auch Franziska

direkt anzusprechen, auch wenn sie nicht

normal antworten kann. Sie braucht und mag

die Kommunikation mit anderen.

Das Leben mit einem behinderten Kind stellt

nicht nur eine seelische und körperliche Belastung

dar sondern hat auch weitreichende finanzielle

Auswirkungen. Sabine und Markus

Lüke mussten sich ein anderes Auto kaufen,

das den veränderten Anforderungen entspricht.

Ebenso ein neues Bett für Franziska,

oder die Einrichtung einer rollstuhlgerechten

Rampe im Außenbereich des Hauses finanzieren

und, und, und. Die größte Investition

steht aber noch bevor, und dabei gilt es nicht

nur, Wände weg zu stemmen, sondern auch

eine große finanzielle Belastung, die in den

fünfstelligen Euro-Bereich geht: der rollstuhlgerechte

Umbau des Badezimmers mit

notwendiger Vergrößerung auf Kosten der

Küche. Eine Investition, die die finanziellen

Möglichkeiten der Eltern von Franziska übersteigt

und wo sie hoffen, Unterstützung von

anderer Seite zu bekommen. Oder auch für

die Möglichkeit, Therapien für Franziska

wahrnehmen zu können, die ihr weiterhelfen,

aber die alle Geld kosten.

Trotz aller Belastung ist für Markus Lüke klar:

„Ich würde mein Kind nie im Stich lassen. Es

hat meine Einstellung zum Leben verändert.

Ich lebe viel mehr im Heute.“ Und seine Frau

ergänzt: „Das Wichtigste, was wir unserer

Franziska schenken können, ist unsere Liebe,

unsere Zuwendung und wir bekommen

auch viel von ihr zurück. Franziskas Lächeln

entschädigt für vieles“. Was beide natürlich

freut, ist, dass sich für Niklas, den Bruder von

Franziska, trotz aller Belastung, die auch für

ihn damit zwangsläufig verbunden ist, ein

liebevolles Verhältnis zu seiner Schwester entwickeln

konnte. „Seine Schwester ist sein ein

und alles.“ (eh/mh)

Der Wiener Kinderarzt Andreas

Rett beschrieb 1966 zum

ersten Mal die Symptome bei

Kindern.

Schwangerschaft und Geburt

verlaufen normal, im Alter von

6-18 Monaten gehen bei dieser

körperlichen und geistigen

Entwicklungsstörung bereits

erworbene Fertigkeiten

verloren, z.B. lassen Sprachverständnis

und Sprachäußerungen

nach, der emotionale Kontakt

verringert sich. Es kommt zu

eigenartigen Handbewegungen

wie kneten oder wringen, Zähneknirschen,

Kopf- und Körperwackeln

(Jaktationen). Das

Kopfwachstum bleibt zurück.

Außerdem können zum Syndrom

epileptische Anfälle gehören,

Gleichgewichtsstörungen

und Nachlassen der geistigen

Leistungsfähigkeit. Die Kinder,

meistens weiblich, sind später

an den Rollstuhl gebunden und

voll pflegebedürftig.

Letztlich kennt man weder die

Ursache der Erkrankung noch

gibt es Behandlungsmöglichkeiten.

(gr/nh)


WARUM?

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, nach welchen Gesichtspunkten

die Mütter behinderter Kinder auserwählt werden? Ich stelle mir Gott

vor, wie er auf die Erde sieht und sich die Werkzeuge der Arterhaltung mit grösster

Sorgfalt und Überlegung aussucht. Er beobachtet genau und diktiert dann seinen

Engeln Anweisungen ins riesige Hauptbuch.

„Fritz Roth ist Bestatter. Und viel mehr als das.“ (Stiftung Warentest)

Trauer ist Liebe.

„Maier, Irmgard: Einen Sohn. Schutzheiliger: Matthias

Foerster, Margot: Eine Tochter. Schutzheilige: Caecilie

Schliesslich nennt er einem Engel einen Namen und sagt lächelnd: “Ihr gebe ich ein behindertes Kind.“

Der Engel ist neugierig: “Warum gerade ihr, oh Herr? Sie ist doch so glücklich!“ „Eben deswegen!“ sagt

Gott lächelnd. „Kann ich einem behinderten Kind eine Mutter geben, die das Lachen nicht kennt?

Das wäre grausam.“

„Aber hat sie denn die nötige Geduld ?“ fragt der Engel.

Trauer ist Ausdruck der Fortsetzung der Liebe nach dem Tod.

Diese Liebe braucht Raum, braucht eine Heimat. Dazu gehören

eine würdevolle, dem Leben des Verstorbenen entsprechende

Beerdigung und ein angemessenes Grab als Ort der Erinnerung.

Für Hinterbliebene ist es wichtig, eine ebenso warmherzige wie

qualifizierte Trauerbegleitung zu erfahren.

„Ich will nicht, dass sie zu viel Geduld hat, sonst ertrinkt sie in einem Meer von Selbstmitleid und Verzweiflung.

Wenn der erste Schock und Zorn abgeklungen sind, wird sie es tadellos schaffen. Ich habe

sie heute beobachtet. Sie hat den Sinn für Selbstständigkeit und Unabhängigkeit, der bei Müttern so

selten und so notwendig ist. Verstehst du, das Kind, das ich ihr schenken werde, wird in seiner eigenen

Welt leben. Und sie muss es dazu bringen, in der ihren zu leben. Das wird nicht leicht werden.“

„Aber Herr, soviel ich weiss, ist ihr Glaube an dich nicht besonders stark!“

Gott lächelt. „Das macht nichts, das bringe ich schon in Ordnung. Nein, sie ist hervorragend geeignet.

Sie hat genügend Egoismus.“

Der Engel ringt nach Luft. „Egoismus ? Ist das denn eine Tugend?“ Gott nickt. „Wenn sie sich nicht

gelegentlich von dem Kind trennen kann, wird sie das alles nicht überstehen. Diese Frau ist es, die ich

mit einem nicht ganz vollkommenen Kind beschenken werde. Sie weiss es zwar noch nicht, aber sie

ist zu beneiden. Nie wird sie ein ‚gesprochenes Wort‘ als Selbstverständlichkeit hinnehmen. Nie ‚einen

Schritt‘ als etwas Alltägliches. Wenn ihr Kind zum ersten Mal ‚Mama‘ sagt, wird ihr klar sein, dass sie

ein Wunder erlebt. Wenn sie ihrem Kind einen Baum, einen Sonnenuntergang schildert, wird sie ihn

so sehen, wie nur wenige Menschen meine Schöpfung sehen. Ich werde ihr erlauben, vieles deutlich

zu erkennen, was auch ich erkenne – Unwissenheit, Grausamkeit, Vorurteile – und ich werde ihr

erlauben, sich darüber zu erheben. Sie wird niemals allein sein. Ich werde bei ihr sein, jeden Tag ihres

Lebens, jede einzelne Minute, weil sie ihre Arbeit ebenso sicher tut, als wäre sie hier neben mir.“

„Und was bekommt sie für einen Schutzheiligen?“ fragt der Engel mit gezückter Feder.

Ebenso wichtig scheinen uns über Generationen gewachsene

Bräuche zu sein, die gerade in schweren Zeiten Vertrautheit und

zusätzlichen Halt vermitteln. Dazu gehört für uns auch das

traditionelle Begräbnisritual, gern mit einer Trauerfeier um den

in der Kirche aufgebahrten Sarg.

Sprechen Sie uns gerne an, wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Jederzeit (02202) 93 58-0

Bergisch Gladbach, Kürtener Str. 10, Telefon (02202) 9 35 80; www.puetz-roth.de

Da lächelt Gott: “Ein Spiegel wird genügen!“

(gr/nh)


Könige des Lichts...

Die drei von

der Krippe

…sind seit vielen Jahren überall in Deutschland, so auch in Bergisch

Gladbach, Jungen und Mädchen, die sich an der Aktion Dreikönigssingen

beteiligen. Seit ihrem Start 1959 hat sich diese Aktion zur

weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt.

Singen - Segnen - Sammeln

Als Sternsinger, verkleidet wie kleine Könige, sind jährlich rund

500.000 (!) Kinder unterwegs zu den Menschen, bringen den Segen

„C+M+B - Christus mansionem benedicat - Christus segne

dieses Haus“ und sammeln für Not leidende Gleichaltrige in aller

Welt. Sternsinger aus11.622 Pfarrgemeinden erbrachten Anfang 2011

41,8 Millionen Euro, mit denen weltweit 2.133 Projekte unterstützt

werden konnten.

Seit Jahren dabei: die Pfarrei St. Laurentius mit den Sternsingergruppen

aus ihren drei Gemeinden Hl. Drei Könige in Hebborn, St.

Marien in Gronau und St. Laurentius in der Stadtmitte. Allein über

15.000,- Euro betrug das Spendenergebnis letztes Mal.

Dieses Geld kam der Organisation NETZ Partnerschaft für Entwicklung

und Gerechtigkeit zugute.

NETZ ist eine kleine, aber sehr effektive Entwicklungshilfeorganisation,

die nur in Bangladesh tätig ist und eng mit Nichtregierungsorganisationen

(NGO) zusammenarbeitet. Besonders gefördert wird das

Schulprojekt von NETZ, eines der vielen Projekte, die vom Kindermissionswerk

als unterstützenswert ausgewählt worden sind. (mehr

Infos unter: www.bangladesch.org)

Durch persönliche Kontakte zu NETZ-Mitarbeitern und Fotos und

Briefe aus Bangladesh sehen die Kinder, dass sich ihre Mühe gelohnt

hat und ihr Geld tatsächlich dort ankommt und den Kindern hilft.

(mh)

Mitmachen?

Als Sternsinger oder erwachsener Begleiter?

Nähere Informationen?

Kontakt:

Barbara Krug-Van Gerven

Diakon Bernd Greiner

Tel.: 02202/ 41 494 Tel. 02202/ 98 93 427

Diese drei legendären Figuren dürfen eigentlich in keiner Krippendarstellung

fehlen: die heiligen drei Könige. Oder waren es nicht drei

Weise aus dem Morgenland? Astrologen, Sterndeuter, Magier?

Der Evangelist Matthäus – und nur er – berichtet uns die Urlegende.

Legenden sind keine historischen Berichte, aber von tiefgreifender

Symbolik und innerer Wahrheit. In seiner Erzählung von der Geburt

Jesu erwähnt Matthäus die „magoi“ (griech.), die Magier. Sie kommen

aus der Fremde. Nicht mit dem Stallgeruch Israels behaftet. Sie

machen sich auf einen langen, beschwerlichen Weg. Auf der Suche

nach dem wirklichen König des Lebens. Nach Orientierung und

Sinn. Ihr Navi ist der Stern, sein Stern. So kommen sie ans Ziel. Sie

bringen dem Kind in der Krippe ihre Schätze dar: Gold, Weihrauch

und Myrrhe.

Symbolische Gaben: Gold für Königswürde, Weihrauch für Jesu

Gottheit und Myrrhe (-nsalbe) für seine Menschheit und Leiblichkeit

und damit auch Sterblichkeit (Leichname wurden mit Balsam

und Myrrhe gesalbt).

Erst das Mittelalter hat aus den Sterndeutern Könige gemacht und

ihnen sogar Namen gegeben. Kaspar, Melchior und Balthasar. Auch

sie haben symbolische Bedeutung:

Kaspar ist persisch und bedeutet: Schatzmeister. Der Mensch als

Herrscher über die irdischen Schätze und nicht umgekehrt.

Melchior ist hebräisch und heißt: König des Lichts.

Der Name Balthasar ist babylonisch und bedeutet: Gott schütze das

Leben.

Termine:

Montag, 2. Januar 2012 von 14.30 bis 16 Uhr Treffen aller interessierten

Jungen und Mädchen zum Kronenbasteln und Einkleiden der Sternsinger

im Laurentiushaus (hinter der Laurentiuskirche, Stadtmitte).

Anschließend (ca. 16 Uhr bis 16.3o Uhr): Aussendung der Sternsinger in

der Kirche St. Laurentius

Vom 2. - 8. Januar 2012 ziehen die Sternsinger durch die Straßen der

Pfarrgemeinde (Termine nach Absprache)

Sonntag, 8. Januar 2012 um 11.00 Uhr: Rückkehr der Sternsinger (in der

Familienmesse in St. Laurentius). Anschließend gemeinsamer Imbiss im

Laurentiushaus.


Wir gratulieren

den Gewinnern!

In der vergangenen Jubiläumsausgabe der drei&zwanzig gab es ein kleines Quiz,

welches sich mit den vergangenen 10 Ausgaben unseres kleinen Magazins beschäftigt hat.

Das Wort nach dem wir gesucht haben war:

ANGELO RONCALLI.

Dies war der bürgerliche Name von Papst Johannes XXIII., dem Namensgeber dieses Magazins.

Aus allen richtigen Einsendungen haben wir folgende Gewinner ausgelost:

1. Preis 50,- Euro Gutschein KÖB St. Marien: Beate Linke

2. Preis 30,- Euro Gutschein KÖB St. Marien: Paula Franssen

3. Preis 20,- Euro Gutschein KÖB St. Marien: Anja Heinemann

Vier Trostpreise Breiler–Buch:

Heike Demasis, Peter Jung, Wilfried Kaul, Anna Gürster

Die Preise werden den Gewinnern zugestellt.

Das Marien-Krankenhaus

Bergisch Gladbach

wünscht allen Patienten, Bürgern,

niedergelassenen Ärzten

und Geschäftspartnern

ein glückliches Neues Jahr.

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Die Krankenhausbetriebsleitung

Benedikt Merten

Geschäftsführer

Sabine Martin

Pflegedirektorin

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Ärztlicher Direktor

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Warum gerade ich?

Man hat das Glück, in einer stabilen Beziehung

zu sein, ist glücklich miteinander

und irgendwann möchte man eine Familie

sein, wünscht sich ein Kind. Man erlebt

neun Monate Spannung: Wie ist das mit

Kind? Ist es ein Junge oder ein Mädchen?

Wem sieht es ähnlich?

Dann endlich ist es soweit, die Spekulation

hat ein Ende, das Kind wird geboren. Nur

noch eine Routineuntersuchung durch

Oft überwiegen irgendwann die Gefühle,

die eine positive Beziehung ermöglichen.

Man orientiert sich neu, lernt mit dem

behinderten Kind zu leben, es zu lieben

um seiner selbst willen, denn die eigenen

Hoffnungen und Projektionen wird es nie

erfüllen können.

Idealtypisch handelt es sich bei den oben

beschriebenen Gefühlsentwicklungen um

die von vielen Autoren beschriebenen

gebote informiert wird und Hoffnung

schöpfen kann. Austauschmöglichkeiten

hinsichtlich einer Neudefinition seiner

Mutter-, Vater- und auch Geschwisterrolle

sind notwendig und u.a. dort möglich.

Eine weitere Kraftquelle kann, individuell

unterschiedlich gestaltet, eine weltanschauliche,

religiöse oder spirituelle

Überzeugung sein (s. auch Geschichte

“Warum?“ auf Seite 8).

den Kinderarzt, dann kann das neue Glück Phasen der Trauerbewältigung. Man Damit dann letztlich auf einer neuen Ebene

beginnen - oder auch schon zu Ende sein.

Dann nämlich, wenn beim Kind eine Behinderung

festgestellt wird. Manchmal

direkt nach der Geburt, manchmal aber

auch erst einige Wochen oder Monate

oder sogar Jahre danach.

Man steht unter Schock, will es nicht wahr

haben, hofft, es sei alles nur ein böser

Traum. Ein Schuldiger wird gesucht, man

klammert sich an eine mögliche Fehldiagnose,

fragt vorwurfsvoll:“Warum gerade

ich?“. Manchmal geht die Überforderung

so weit, dass man sich wünscht, dass das

Baby nicht überlebensfähig sei und stirbt,

was auch schrecklich wäre, aber einen

Neuanfang möglich machen würde.

In die Gefühle von Trauer mischen

sich nach und nach und abwechselnd

Wut, Zorn, Angst, Hoffnungslosigkeit,

Schuldgefühle. Aber auch erste Keime

von einer Annäherung, einem neuen

Kennenlernen tauchen auf. Das Kind,

irgendwie anders als erwartet, ist da, eine

Beziehung beginnt.

durchleidet sie eben bei der Geburt eines

behinderten Kindes, aber auch beim Tod

eines geliebten Menschen, bei Arbeitslosigkeit

oder bei anderen Verlusterlebnissen.

Eine der Autoren ist die Schweizer

Psychoanalytikerin Verena Kast, die folgende

Phasen benennt:

1. Phase: Nicht-Wahrhaben-Wollen

2. Phase: Aufbrechende Emotionen

3. Phase: Loslassen

4. Phase: Neuorientierung

All diese Phasen laufen jedoch nicht hintereinander

ab, es geht hin und her, rauf

und runter. Man denkt, man hat es geschafft,

aber dann versinkt man wieder in

eine tiefe Trauer, es ereilen einen Zweifel:

Gibt es einen Alltag, eine Normalität,

eine Zukunft für mein Kind, kann man je

wieder sein wie andere?

Ganz wichtig für das Durchlaufen der

Phasen sind gute Ressourcen, z.B. Netzwerke

wie Selbsthilfegruppen, in denen

man Verständnis erfährt, über Hilfsan-

wieder ein Alltag entsteht, der einem

das Gefühl einer relativen Normalität geben

kann, ist es wichtig, Unterstützung zu

erfahren durch Familie, Freunde, Nachbarn,

Therapeuten usw. Man benötigt Informationen

über z.B. ambulante Dienste,

geeignete Ärzte, passende, vielleicht integrative

Freizeitangebote, Krabbelgruppen,

Kindergärten und Schulen.

Falls bei den Eltern ein Wiedereistieg in

den Beruf erwünscht ist, sollte das organisierbar

sein. Aber auch „Einfach mal

zwei Stunden etwas für sich tun“, wie das

ein Gesprächskreis für Eltern behinderter

Kinder in Bergisch Gladbach ausdrückt, ist

ein wichtiges, Kraft spendendes Angebot.

(Nähere Informationen zu den Frühstückterminen

des Gesprächskreises bei

Stephanie Krieger, Tel.: 01577-7785768)

(gr/nh)

Bild: railwaycomps/photocase.com

UNSER NAMENSGEBER

Papst kann jeder werden.

Der beste Beweis dafür bin ich selbst.

Sel. Papst Johannes XXIII.

Der Mann,

der Gladbach

gerettet hat

Geschichten und Anekdoten

von Horst Breiler

Dass die Stadt Bergisch Gladbach in den Wirren der letzten Kriegstage

fast kampflos den amerikanischen Truppen übergeben wurde,

ist nicht zuletzt der Initiative eines Mannes zu verdanken. Hätte der

LKW-Fahrer und Spediteur Karl „Charly“ Vollmann nicht Sprachkenntnisse

und Verhandlungsgeschick beherzt eingesetzt, hätte alles

ganz anders kommen können.

Vollmann hatte seine Jugend in den Vereinigten Staaten verbracht

und nach seiner Rückkehr in die Heimatstadt an der Odenthaler

Straße Ecke Gertrudenstraße ein Fahrgeschäft eröffnet. Als eine Panzerkolonne

der US-Army am Mittag des 13. April 1945 von Paffrath

her auf die Stadtmitte zurollte, fuhr Vollmann ihr entgegen. An der

„Flora“ kletterte er auf einen Panzer und verhandelte mit den GIs

in akzentfreiem Englisch. Inzwischen jedoch war die Truppe unter

deutsches Artilleriefeuer geraten. Vollmann hörte ein Gespräch zwischen

zwei Offizieren mit, die erwogen, die Stadt deshalb bombardieren

zu lassen. Der Gladbacher bat händeringend darum, das zu

unterlassen, da die Bevölkerung keinerlei Widerstand leisten werde

und den friedlichen Einmarsch der US-Truppen geradezu herbeisehne.

Die Offiziere schickten Vollmann mit dem Auftrag zurück,

den örtlichen Polizeiführer herbeizubringen, der die Stadt übergeben

solle. Der zuständige Polizeichef, ein Revierhauptmann, lehnte

erst mal ab. Vollmann suchte den Bürgermeister Dr. Kappes auf, der

erklärte, er könne wegen des ständigen Artilleriefeuers nicht zu den

Amerikanern durchkommen. Allerdings ermächtigte er den Revierhauptmann,

an seiner Stelle die Stadt zu übergeben. Der Polizeichef

HORST BREILER

Der Journalist Horst Breiler ging in Bergisch Gladbach

zur Schule. Nach Lehrjahren in Berlin, Portugal und

Hannover kam er zurück und übernahm 1970 in Bergisch

Gladbach die Redaktionsleitung der Bergischen

Landeszeitung bis zu seiner Pensionierung im September

2007.

wollte auch jetzt nicht mit den Amerikanern verhandeln, versicherte

jedoch, die letzten Einheiten der Wehrmacht hätten die Stadt verlassen

und seine Polizisten würden keinen Widerstand leisten. Vollmann

informierte die US-Kommandeure, die ihm inzwischen offenbar

vertrauten, über diese Zusage. Am Nachmittag rollte der erste

Sherman-Panzer auf den Marktplatz. Die Situation spitzte sich plötzlich

zu, ein paar Schüsse fielen, eine Panzergranate beschädigte den

Turm der Laurentiuskirche. Vollmann trat in Aktion: Er verhandelte

mit den misstrauischen Soldaten und hisste zusammen mit anderen

Bürgern ein großes weißes Tuch am Kirchturm. Für eine gewisse

Entspannung sorgte auch eine russische Zwangsarbeiterin, die den

GIs einen Blumenstrauß zur Begrüßung auf den Panzer reichte.

Die Polizisten ließen sich ohne Zwischenfälle entwaffnen. Dass die

Amerikaner mit der Vielzahl deutscher Uniformen so ihre Schwierigkeiten

hatten, erfuhr auch ein Straßenbahnschaffner namens Nussbaum

in Heidkamp, der ein GI mit vorgehaltener Waffe als Kriegsgefangenen

abführen wollte. Nussbaum, der englischen Sprache nicht

mächtig, zeigte in seiner Verzweiflung immer wieder auf seine Uniform

und sagte „Bim bim!“. Der Soldat ließ ihn laufen.

Auszüge aus dem Buch

„Narren, Helden,

Rote Teufel“

von Horst Breiler

erschienen im

Wartberg Verlag

80 Seiten, gebunden

11 Euro


drei&zwanzig

fragen

Was wären Sie als Kind gerne geworden?

Profifußballer.

Welches ist das Land Ihrer Träume?

Kalifornien.

Mit welcher prominenten Person würden Sie gerne mal

einen Tag verbringen?

Pssst. Das darf Sabine nicht erfahren.

Welches Buch lesen Sie zur Zeit?

H.O. Henkel: Rettet unser Geld.

Von welchem Maler hätten Sie gerne ein Bild in Ihrem

Besitz?

Edward Hopper, Georg Baselitz.

In welcher Großstadt würden Sie gerne mal für ein Jahr

leben?

Bergisch Gladbach (notfalls: San Francisco).

Was bedeutet Gott für Sie?

Ursprung, Leben, Hoffnung.

Welche drei Dinge würden Sie mit auf eine einsame Insel

nehmen?

Nix wie weg. Boot, Paddel, Leuchtrakete.

Welche Persönlichkeit beeindruckt Sie?

Angela Merkel.

Welche Frau oder welchen Mann würden Sie heilig sprechen?

Ob Frau, ob Mann: Jedenfalls für die Lösung des Nahost-

Konflikts. Das wäre ein echtes Wunder!

Woraus schöpfen Sie für Ihr Leben Kraft und Hoffnung?

Aus der Erwartung der Bürger an ihren Abgeordneten.

Welche Sportart interessiert Sie besonders?

Fußball…und fast alle anderen auch.

Welche Gabe möchten Sie gerne besitzen?

Ein Musikinstrument beherrschen.

Was bedeutet Freundschaft für Sie?

Ehrlichkeit, Verlässlichkeit.

Mit wem würden Sie gerne einen Monat lang tauschen?

Jogi Löw.

Was verabscheuen Sie?

Falschheit, Unzuverlässigkeit, Ignoranz.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nicht gerne?

Einen richtig guten Krimi.

Was ist für Sie die herrlichste Nebensache der Welt?

Fußball, dicht gefolgt von Karneval.

Was würden Sie in der katholischen Kirche sofort anders

machen, wenn Sie es könnten?

Den Zölibat abschaffen.

Wofür sind sie dankbar?

Meinen Eltern für eine unbeschwerte Kindheit.

Was erhoffen Sie sich für die Zukunft?

Gesundheit und Zeit.

Worüber können Sie herzhaft lachen?

Über das Parteiprogramm der Piratenpartei.

Der Tod ist für mich…

…nicht das Ende.

wolfgang

bosbach, 59

Rechtsanwalt, Mitglied des Deutschen Bundestages

Verheiratet, drei Kinder

(Caroline, 22; Natalie, 20; Viktoria, 16)

seit 1994 direkt gewählter Bundestagsabgeordneter

für den Rheinisch-Bergischen Kreis

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