Download - Über Quadrat

quadratgoslar.de

Download - Über Quadrat

03

2013

MAGAZIN FÜR DAS LEBEN IM HARZ KOSTENLOS MÄRZ 2013

CONFISERIE AUF HÖCHSTEM NIVEAU –

DIE GOSLARER SCHOKOLADEN MANUFAKTUR IM CAFÉ AM MARKT

HARZ AKTUELL KULTUR KUNST PORTRÄT

SENIOREN REISE LANDKREIS EMPFEHLUNGEN


2

Leben - Wohnen - Wohlfu .. hlen ...

... in der Residenz Schwiecheldthaus

Genießen Sie hohe Wohn- und Lebensqualität in

einer der schönsten Residenzen in Südniedersachsen,

nur 100 Schritte vom Goslarer Marktplatz entfernt.

■ Individuell zu möblierende Appartements von 29 - 80 m 2

mit komplett barrierefreien Bädern und Küchen

■ Liebevolle und kompetente „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“

durch unseren hauseigenen Pflege- und Betreuungsdienst

■ Viele Angebote für aktive und kreative Freizeit gestaltung:

Kunst, Musik, Sport und Spiel, Ausflüge, Reisen …

■ Sauna & mehr im exklusiven Wellness-Wohlfühlbereich

... beste Voraussetzungen

für ein anspruchsvolles

Leben im Alter!

Unsere Veranstaltungs-Highlights

01.03.: Eröffnung Schwiecheldt nr.3

03.03.,15–17 Uhr: Der besondere Nachmittag. „Wir wecken den

Frühling“ mit Harzer Melodien und frischem Schwung gehts in den März

hinein. Fröhliche Harz-Musik mit dem Jodlermeister Andreas und Martina

aus Altenbrak. Ein blumenfrisches Restaurant, bunte Kuchen...und ein

Nachmittag, der Freude macht.

Anmeldung unter 05321-3123000!

15.03., 19.30 Uhr, Klubgartenstraße 6, Goslar: Eiszeit-Abenteuer Antarktis

André Schumacher. Der Vortrag ist geschickt erzählt, ganz ähn lich einem

Roman, dessen Episoden den Zuschauer nicht nur in ein drucksvollen

Bildern eine geografische Reise ans Ende der Welt erleben lassen.

Eintritt: 8,50 €, Abendkasse.

17. 03., 15–17 Uhr: Musik zur Kaffeezeit. Live-Musik und Unterhaltung

mit Lothar Megerle.

24.03., 16.00 Uhr: „Zauber des Frühlings“. Konzert mit Evgeny

Cherepanov und Victoria Margasyukv. Das Programm besteht aus

klassischen und romantischen Stücken, wie „Frühlings-Sonate“ von

Beethoven, „März“, „April“ und „Mai“ aus den „Vier Jahreszeiten“ von

Tschaikowski, „Das Vögelchen“ von Isang Yun, „Introduction und Rondocapriccioso“

von Saint-Saens und anderen. (Eintritt für Gäste 5,00 €)

27.03., 16.00 Uhr: Frühlingskonzert. Der Frauenchors „Frohsinn” Oker

singt unter Leitung von Herrn Eckhoff sein neues Frühlingsprogramm.

GDA Residenz Schwiecheldthaus

Schwiecheldtstraße 8 -12

38640 Goslar

Tel.: 05321 312-0

www.gda.de

10 x in Deutschland


spitzmarke kolumne quadrat 03/2013 303

Allgemeine Besonderheiten märz 2013

Schlüsselbuntwäsche

fotolia.com © javarman; pixelio.de © magicpen

Zugegeben: mit der Ordnung hat so mancher Mensch

seine liebe Mühe − oder zumindest mit dem Einhalten

derselbigen. Auch gibt es für jeden das ganz individuelle

Empfinden von Ordnung. Persönlich habe ich ein ganz

spezielles System etabliert: Es lebe das wohlgeordnete

Chaos! Da steigt zwar keiner außer mir durch, aber das

ist meistens auch dar nicht gewollt. Ich verlege üblicherweise

ständig mein Schlüsselbund oder die Brille. Gut,

die Brille trage ich jetzt an der Kette um den Hals. Problem

gelöst. Für den vermaledeiten Schlüssel musste ich

mir was anderes einfallen lassen. Ich bin Meister im kreativen

Bauen von einprägsamen Eselsbrücken, gedanklichen

Geh-Hilfen, die garantiert hängen bleiben. So parke

ich meinen Schlüssel seit neuestem im Wäschekorb.

Weil: Schlüsselbund und Buntwäsche gehören für mich

zusammen, nachdem ich den Gesuchten einmal dort in

der Hosentasche meiner Jeans gefunden habe. Aber dieses

System ist sehr komplex und die orthografische Logik

dahinter erschließt sich nicht jedem. Wer sucht schon

seinen Korkenzieher bei den Zierfischen?

Apropos vor der Tür stehen: oft sind die saisonalen Feste

ein begrüßenswerter Grund für erste verwandtschaftliche

Begegnungen im neuen Jahr. Bei uns kündigte sich

schon früh der schwiegermütterliche Gutachter- und Feierbesuch

an, zu dem Koch- und Putzkünste dezent kontrolliert

werden. Schließlich lässt sich daran auch das

Familien- und Eheglück messen. Also nordete ich die

männlichen Mitglieder unserer Familie hinsichtlich des

ins Haus stehenden Besuchs ein und verteilte die unerlässlichen

Aufgaben: Fenster putzen, Räume ordentlich

lüften und Gästebetten herrichten. Da ich mich in meiner

Putzausstattung etwas unterversorgt empfand, endete

der nächste Einkaufszug unweigerlich in der Putzmittel-

Abteilung. Da wir seit Jahren immer das gleiche Bio-

Putzmittel benutzen, schwimme ich da nicht mehr unbedingt

auf der neuesten Trendwelle. Ratlos fand ich mich

vor prall gefüllten Regalen mit Sauberkeits- und

Waschwunderwaffen wieder: Gleich drei Handspülmittel

versprachen mir Vitamine und die Kraft von Grapefruit

und Cranberry. Diese beiden Früchtchen kommen bei mir

höchstens ins Müsli oder in den Salat, nicht aber ins Bad

oder in den Putzeimer. Mir fehlte lediglich der Warnhinweis

auf der Flasche mit der unnatürlich rosafarbenen

Flüssigkeit: „Nur äußerlich anwenden und nicht trinken!“

Vorausschauend griff ich für den bevorstehenden

Wiener-Marathon nach einem Reinigungs-Alleskönner

mit Dreifach Oxy-Action. Sauerstoff und Bewegung zu

verdreifachen und das Ganze auch noch garantiert – was

für ein verlockendes Versprechen.

Daheim machte ich mich ans Werk, vermisste allerdings

bald den Schlüssel für den Getränkekeller und unser

jüngstes kätzisches Familienmitglied. Weder der eine

noch der andere reagierten auf mein Rufen und Wühlen

in Taschen. Auch die abwegigsten Orte waren verwaist.

Keine Katze, keine Türöffner.

Plötzlich hatte mein kleiner Sohn eine Eingebung und

wanderte schnurstracks Richtung Wäschekeller: Mit dem

Ausdruck seliger Zufriedenheit fand er Katze und Schlüsselbund

in trauter Zweisamkeit im Wäschekorb vor der

Waschmaschine. Seit diesem denkwürdigen Tag leg ich

meine Schlüssel immer ins Katzenkörbchen oder ins Kinderbett.

Die Logik möge sich mir künftig erschließen!

In diesem Sinne, genießen Sie das Leben und

bleiben Sie versonnen!


4 quadrat 03/2013 fi rmenprofil

„Speichererweiterung“ abgeschlossen –

TBCS 10.0 gesichert

Übersetzt in die umgangssprache heißt das:

Das erfolgreiche IT-unternehmen von Torben

Bues ist in größere Räumlichkeiten

umgezogen und das 10-jährige Firmenjubiläum,

das in diesem Jahr ansteht, kann demnächst

gefeiert werden.

Durch das stetig wachsende Geschäft TBCS IT

GmbH geriet die Kapazität des alten Standortes

schnell an ihre Grenzen. Büro- und Lagerflächen

sowie weitere Arbeitsplätze zur Projektabwicklung

mussten gefunden werden, um weiterhin einen reibungslosen

Arbeitsablauf zu gewährleisten. Das ideale

Domizil fand Torben Bues in der Borsigstraße in

Jerstedt. Nach einer umbauphase von sechs Monaten

sind alle notwendigen Arbeiten geschafft und

alle Arbeitsplätze in den neuen, großzügigen Räumlichkeiten

eingerichtet.

Das Goslarer unternehmen optimiert das IT Budget

seiner gewerblichen Kunden in der Regel um 20 Prozent.

Kerngeschäft der TBCS IT GmbH ist Rechenzentrumstechnik

des Marktführers Hewlett Packard.

Das Produkt-Portfolio umfasst neben Server- und

Storagesystemen (große Festplattenspeicher) auch

Netzwerktechnik und Dienstleistungsangebote rund

um das Thema Hochleistungs-Technologie.

„Kundenzufriedenheit ist die Basis für Folgegeschäfte.

Gerade in unserer Branche ist es sehr wichtig,

genau und konzentriert zu arbeiten. Die Anwendungsgebiete

sind teilweise sehr sensibel und die

Folgen möglicher Ausfälle durch fehlerhafte Produkte

oder falsche Beratung nicht abzuschätzen“,

erzählt Torben Bues.

Die Kunden des IT-unternehmens sind anspruchsvoll.

Vor allem mittelständische unternehmen,

Hochschulen, öffentliche Verwaltungen und das

Militär schätzen die Leistungen der TBCS IT GmbH.

Neben dem Verkauf von umfangreichen Gesamt-

Lösungen besteht das Hauptgeschäft von Torben

Bues und seinem Team, speziell den gewerblichen

Kunden Alternativen zu bestehenden Lieferantenbeziehungen

zu bieten und langfristig ein verlässlicher

Partner für die stetig wachsenden IT-Landschaften

zu sein.

„Wir optimieren das verfügbare IT-Budget unserer

Kunden häufig so signifikant, dass Investitionen vorgezogen

werden können und der Kunde hierdurch

seinen eigenen Wettbewerbsvorteil ausbauen kann.“

Das Erfolgskonzept? Das bleibt geheim! Nur so viel:

„Vor zehn Jahren habe ich mit einer nicht mal zehn

Quadratmeter großen Garage angefangen und nun

ist unser eigenes Heimkino hier in der Firma dreimal

größer“, schmunzelt der 32-jährige unternehmer.

anZeige

Borsigstraße 10, 38644 Goslar

Tel. +49 (0)5321 - 311 9070

Fax +49 (0)5321 - 311 9067

info@tbcs-it.de, www.tbcs-it.de

www.tbcs-shop.de

fotos: bernd scHWarZ


5

Inhaltsverzeichnis

Quadrat Nr. 03 / 2013 Ausgabe märz 2013

aktuell

Kurz angetippt 20

firmenprofil

TBCS IT GmbH 04

Goslar wird schokoladiger 08

institutionen

Die Bergretter aus dem Harz 15

serie

Die Glucsburgh 10

kulinaria

Lammkeule 32

Kultur

Im Licht der Farben 18

Fest des Lebens: Ostern 23

Kultur Kurzmeldungen 36

thementag

Rechte der Frau 30

sport

Weltklasse Tanzsport 16

Profile

Platz genommen 26

Tilman Görres 45

Standards

Kolumne 03

Die vergangenen zwei Monate in 8 Minuten 06

Cineplex 34

Angelesen 39

Hoffmanns Erzählungen 41

Marunde 47

Schon was vor? 48

Impressum 50

10 23

26 31

Faszination Indien

Im Mittelpunkt dieser Reise stehen die

pulsierende Metropolen Dehli, Japur,

die Hauptstadt Rajasthans mit dem

Palast der Winde und Agra mit dem

weltberühmten Taj Mahal

Faszination

Indien

Indien Special

• Langjährig bewährte Einsteigerreise

• Wichtigsten Highlights Nordindiens

• Zauber der alten Seidenstraße in

Mandawa

9 Tage Erlebnisreise im DZ

pro Person ab €1199

Begrenzte Angebote. Preise inkl. aller Abgaben

und Zuschläge, auch zur Luftverkehrssteuer.

So geht Urlaub.

Titelfoto: goslarer schokoladen manufaktur

Reise- und Touristik GmbH

Schmiedestraße 5, 38667 Bad Harzburg

Telefon 05322 96760, Fax 05322 967620

BadHarzburg1@tui-reisecenter.de


6 quadrat 03/2013 zurück geblickt

Der Januar / Februar

15. Januar

Exakt vermessen: Mit einem Durchmesser von 50

und einer Tiefe von 30 Zentimetern stellt ein Schlagloch

auf der Bundesstraße 4 zwischen Bad Harzburg

und Braunlage in Höhe der Königsköpfe einen

Rekord auf. Die Straßenmeisterei Braunlage

führt zunächst den Verkehr mittels wechselseitiger

Ampelschaltung daran vorbei.

16. Januar

Immer wieder erklingt das Stichwort Elektromobilität

im Zusammenhang mit praktischen Forschungsarbeiten

einiger der TU Clausthal angeschlossener

Institutionen. Eben erhalten die Forscher

eine Anschubfinanzierung in Höhe von nahezu

einer Million Euro für drei Jahre.

17. Januar

Veranstaltungen in den Skiorten des Harzes haben

Chancen, realisiert zu werden. Auf Torfhaus liegen

15 Zentimeter Schnee, aber die Berichte zu allen

Schneehöhen sind wankelmütig.

18. Januar

Einstweilen letzter Neujahrsempfang im Henry´s,

Goslar, ist der des Vereins zur Förderung moderner

Kunst. Das Restaurant im Kaiserringhaus wird

in 14 Tagen geschlossen.

19. Januar

Auf der sogenannten Trabi-Wiese zwischen Elend

und Braunlage findet der erste Teil des „Skijöring“

(aus dem Norwegischen: Schnurfahren) statt: Nahezu

100 Geländewagen, Motorräder, Quads oder

Pferde ziehen Skiläufer an der Schnur über eine definierte

Strecke. Der notwendige Schnee liegt. Endläufe

morgen.

20. Januar

Landtagswahl in Niedersachsen. Die Leihstimmen

für eine Partei kosten die bisherige Koalition die

Mehrheit.

21. Januar

Der Schimmerwald bei Bad Harzburgs Eckertal, bis

vor Kurzem noch Munitionsräumgebiet, wird wieder

Wald. Jedenfalls, wenn das Wild es zulässt.

Junge Laubbaum-Anpflanzungen sind für die Tiere

wahre Leckereien. Dagegen werden nun Zäune

gezogen.

22. Januar

Dass sich der Bund für Umwelt und Naturschutz

Deutschland (BUND) vehement dagegen wehrt, er

habe die Klage gegen den Bau eines Sessellifts am

Wurmberg nach einer „außergerichtlichen Einigung“

zurückgezogen, beruht wohl auf dem Gerücht,

dass einzelne Institutionen solche Klagen

nur einreichen, um bei deren Rücknahme hohe

„Spenden“ auszuhandeln.

23. Januar

Eine Woche vor dem geplanten Termin verurteilt

das Braunschweiger Landgericht einen Busfahrer

wegen mehrerer sexueller Straftaten an einer lernbehinderten

Elfjährigen: 57 Monate muss der Mann

hinter Gitter.

24. Januar

Mit Geisterfahrern, Alkoholwerten, widersetzlichen

Radfahrern, der Reform der Verkehrssünder-Kartei

und dem Thema Geschwindigkeits-Messungen

hat der 51. Deutsche Verkehrsgerichtstag alle Hände

voll zu tun. Zudem platzt Goslars Renommier-

Kongress mit annähernd 2000 Teilnehmern aus alle

Nähten.

25. Januar

Für anderthalb Euro kann man, unabhängig von

Konfession, Alter und Wohnort, bis November jeden

letzten Freitag des Monats abwechselnd in Räumen

der katholischen und der evangelischen Kirche

Braunlages opulent frühstücken. Organisiert

wird die fröhliche Runde vom Unabhängigen Gesundheitsarbeitskreis

Braunlage (UGAK).

26. Januar

Albtraum Fahrstuhl: Zwischen zwei Stockwerken

stecken geblieben, dauert jede Minute gefühlte Stunden.

Vier Personen, darunter ein Kind, warten auf

Rettung in einem Wohnhaus Am Alten Salzwerk.

Die Freiwillige Feuerwehr kommt aus Bündheim/

Schlewecke, weil die Bad Harzburger Wehr wegen

ihrer Jahreshauptversammlung verhindert ist.

27. Januar

Schätzungsweise zwei Kilometer lang ist die Ölspur

auf Straßen rund um das Krodotal in Bad Harzburg.

Gut zwei Stunden braucht die Freiwillige Feuerwehr

Bündheim/Schlewecke, das Öl zu neutralisieren

und die Straßen zu reinigen.

28. Januar

Am Braunlager Wurmberg wird Schnee zusammengefegt,

um Skilauf zu ermöglichen. Dagegen nutzt

man die Beschneiungs-Möglichkeiten auf der Skiwiese

am Rathaus in der Hoffnung, dass der Schnee

über das Wochenende hinaus liegen bleibt.

29. Januar

Der Hauch vom Milliardärsleben umweht ein Ehepaar

in Braunlage. Fast 29 Millionen Euro sollen

die Rentner an die Harzenergie zahlen, weil sie bei

Lieferantenwechsel einen Restbetrag schuldig blieben.


zurück geblickt quadrat 03/2013 7

30. Januar

Der AFS Interkulturelle Begegnungen e. V. bietet

weltoffenen Familien, Alleinerziehenden und kinderlosen

Paaren die Möglichkeit, ab Ende Februar

einen Gastschüler als internationales Familienmitglied

für ein Jahr bei sich aufzunehmen.

31. Januar

Die Fachleute der Initiative „Sicher durch den Harz“,

die sich an Motorradfahrer richtet und von Polizei,

Verkehrswachten und weiteren Institutionen jeweils

für das Frühjahr geplant und durchgeführt wird,

treffen sich zur Vorbereitung bei der Polizei in Braunlage.

01. Februar

Rodel-Wettstreit und Rudelrodeln fallen wegen

Schneemangels aus. Aber zum Glück hat Sankt Andreasberg

für sein Winterfest findige Organisatoren.

So gibt es neben prallem Programm ohne

Schnee auch Rodel-Ersatz: Schubkarren-Rennen.

02. Februar

Die Prunksitzung des 1. Harzburger Carnevals Clubs

beginnt um 19.11 Uhr im Freizeitzentrum Harlingerode.

Man begrüßt reihenweise Faschings-Prominenz,

auch aus Braunschweig, Salzgitter, Göttingen

und der Schweiz.

03. Februar

Ab heute bleibt die Küche kalt in Wilfried Stechers

Hof-Bistro in Jerstedt. Der Landwirt und Betreiber

eines Hofladens hatte die Wahl zwischen Mehrarbeit

im Bistro und mehr Zeit für Familie und sonstige

Aufgaben.

04. Februar

Das neue Wort heißt „Bossing“ und meint das Mobbing

durch Vorgesetzte. Ausgelöst wird die Wortschöpfung

durch zur Anzeige gebrachte Verhaltensmuster

von Leitungen der Schladener Grotjahn-Stiftung

und des Seniorenheimes Wichernhaus

in Bad Harzburg.

05. Februar

Der Rat der Stadt Bad Harzburg hat beschlossen,

den Beratungspunkt „Kreuzung oder Kreisel am

Radauberg“ endgültig zugunsten einer Kreuzung

zu entscheiden.

06. Februar

Die Erschließungskosten für die Straße Am Helleberg

in Goslar werden den Anliegern berechnet,

beschließt der Rat, obwohl die Straße bereits vor

22 Jahren fertig war. Seinerzeit hat die Behörde

vergessen, die Beiträge einzufordern.

07. Februar

Freigesprochen klingt so wie vorher angeklagt,

oder? Im Handwerk allerdings steht das mehrdeutige

Wort für das erfolgreiche Ende der Ausbildungszeit.

So geschieht der Freispruch in der Berufsbildenden

Schule Seesen für 40 Fahrrad-Mechaniker.

08. Februar

Was dem einen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall.

So ist schade, dass es das Krodobad im Sommer

nicht mehr gibt, aber da ist nun ganzjährig großer

Zulauf von Wohn-Mobilisten. Eine Fachzeitschrift

lobt den Platz als „Stellplatz des Monats“.

09. Februar

Spät kommt es ... Das erste richtige Winterwochenende

erwartet man im Harz, mit Besucheransturm,

besten Schneeverhältnissen, entsprechenden Pisten

und Loipen sowie großen Veranstaltungen wie

dem Schlittenhunderennen in Clausthal-Zellerfeld.

10. Februar

Und so kommt es. Parkplätze sind überfüllt, Seitenstreifen

ausgebucht, Gastronomie begeistert

und auch kaum überfordert, weil dieser Zustand

vorhersehbar war.

11. Februar

Eine geführte zweieinhalb Stunden-Wanderung als

Flucht vor dem Rosenmontag bietet Hans Hillebrecht

ab Wandertreff vor dem Haus der Natur im

Kurpark Bad Harzburg bis zum Café Winuwuk und

zurück.

12. Februar

Die Taschenlampenführung im Schloss Wernigerode

ist ein Volltreffer. Auch die zweite Veranstaltung

ist überbesetzt und löst eine dritte aus. Fortsetzung

in Sicht.

13. Februar

Während die Fusion dreier Landkreise noch immer

Spielball persönlicher Eitelkeiten und Interessen

ist, unterzeichnen die Bürgermeisterin Vienenburgs

und Goslars Oberbürgermeister in Anwesenheit

des gegenwärtigen niedersächsischen Innenministers

ihre Verträge für eine gemeinsame Zukunft.

14. Februar

Sautrogrennen gab es bisher nur sommers auf dem

Braunlager Kurparkteich als Ruderwettbewerb. Jetzt

ist ein Winterrennen auf der Skiwiese am Braunlager

Rathaus geplant, nachdem die vorhandenen

Sautröge mit Kufen rodeltauglich gemacht wurden.

15. Februar

Redaktionsschluss, damit das QUADRAT-Magazin

für das Leben im Harz Anfang März erscheint. (tg)


8 quadrat 03/2013 SPiTzmArKe

Goslar wird schokoladiger

Das Café Am Markt überrascht mit einer Erweiterung

des Angebotes: Neben dem täglich frischen

Tortenangebot wird das Ehepaar Hoffmeister

in Kürze auch edle, in der eigenen Confiserie

hergestellte Pralinen, Trüffeln und Schokoladen

anbieten. Dafür wurden in der „Goslarer Schokoladen

Manufaktur“ neue Arbeitsplätze geschaffen: Ein

Konditor und ein Auszubildender haben die Arbeit

bereits aufgenommen, im Sommer soll ein weiterer

Auszubildender das (Kunst-)Handwerk Konditor lernen.

Wer mag sie nicht, die edlen Champagner-Trüffeln,

die verführerischen Bailey´s Sahne-, die vollmundigen

Karamell – oder die sanft-scharfen Chili-Trüffeln,

ganz zu schweigen von den fruchtigen Honig-

Orange-Pralinen mit hauchfeinem Schoko -

laden-Überzug! Die Geschmacksvarianten sind so

vielfältig, wie die Geschmäcker der Genießer. Wer

jemals seinen Gaumen mit Lebkuchenlikör-Trüffeln,

Pflaumen-Pralinen mit feinem Marzipan und edlem

Portwein sowie Lavendelpralinen mit grünem Tee

verwöhnt hat, ist ihnen verfallen. Denkbar ist (fast)

jede Variation – und nach dem Start mit einem kleinen

aber feinen Grundsortiment wird das experimentierfreudige

Team die Auswahl ständig verändern

und erweitern.

Die tägliche kleine Verführung, vielleicht nur eine

einzige, macht für viele Menschen das Leben lebenswert,

sie ist Ausdruck ihres Lebensgefühls, Kaffeehauskultur

und Stil. Das Beobachten der Mitmenschen,

das Rascheln der Zeitungen, die Gestik der

Gäste beim gegenseitigen Geschichten – erzählen,

die freundliche Bedienung und der köstliche Duft

frisch gebrühten Kaffees machen Cafés oder Kaffeehäuser

zum beliebten Treffpunkt für Jung und Alt.

Nicht nur Intellektuelle und Künstler verbringen

heutzutage ein paar schöne Stunden im Café, sondern

alle: Schüler, Berufstätige und Rentner. Im

Café Am Markt werden nur Kaffeesorten der höchsten

Güteklasse verwendet und die gerade überarbeitete

Teekarte mit ihren 26 Teesorten, alle frisch,

nicht im Teebeutel, lässt auch für Kenner keine

Wünsche offen. Abgerundet wird das Angebot mit

hausgemachter warmer und kalter Küche „wie bei

Muttern“. „Das Interesse an wirklich hochwertigen

Torten und Pralinen ist gewaltig, hervorragende Qua-


fi rmenprofil quadrat 03/2013 9

fotos: goslarer scHoKoladen manufaKtur

lität ist Trend“, verrät Stephan Hoffmeister, „und das

nicht nur hier im Café Am Markt – die Gäste möchten

unsere Torten auch zu Hause genießen. Darauf

haben wir uns eingestellt, indem wir ab einer gewissen

Menge einen Lieferservice mit unserem neuen

Kühlfahrzeug anbieten“. Torten für bestimmte

Anlässe werden in allen erdenklichen Formen per

Hand meisterhaft hergestellt. Kunstvolle, mehrstöckige

Hochzeitstorten, abenteuerliche Piratenschiffe

für den Kindergeburtstag oder coole Gitarrentorten

für den runden Geburtstag des verkannten Rockstars

erfreuen die Gäste und lassen die Feier zu einem

gelungenen Fest werden.

Doch nicht nur von Privatpersonen wird der Außer-

Haus-Verkauf immer mehr nachgefragt, auch externe

Wiederverkäufer schätzen die kunstvolle Arbeit des

Konditormeisters, so wird zum Beispiel das Klostergut

Wöltingerode mit den edlen Pralinen aus der

Goslarer Schokoladen Manufaktur beliefert.

„um auch in Zukunft leistungsfähig zu bleiben,

haben wir einen großen umbau in unseren Räumlichkeiten

vor. Das Café bleibt davon aber unbelastet,

wir bauen im hinteren Bereich eine neue Confiserie

sowie weitere notwendige Räume. Da die

Zusammenarbeit mit den Behörden zum Glück sehr

gut ist, werden wir die Arbeiten bald aufnehmen können“,

freut sich der unternehmer. „Wir werden

neben all unseren normalen Tätigkeiten unter anderem

für Firmen Pralinenkurse anbieten. Während

dieser Events können dann die Mitarbeiter ihre eigenen

Pralinen herstellen – das ist mal eine ganz

andere Weihnachts- oder Betriebsfeier als sonst,

macht viel Spaß und schweißt die Mannschaft

zusammen“, erzählt die Firmenchefin, „und wer als

unternehmen seine Kunden mit eigenen Pralinen

oder Trüffeln verwöhnen möchte, dem zaubern wir

auch diese Leckereien in den Firmenfarben und mit

Firmenlogo, gut geschützt in eigener, individueller

Verpackung“, so Sandy Hoffmeister weiter.

Konditormeister Carsten Gniewoss freut sich schon

auf die neue Wirkungsstätte. Er wird sich mit all seiner

Kreativität und seinem ganzen Können auf das

Handwerkliche konzentrieren – und dazu gehört

auch eine der Königsdisziplinen des Konditorhandwerks,

das Herstellen von Krustenpralinen. Krustenpralinen

sind flüssig gefüllte Pralinen, die mit einem

Mantel aus knusprigem Zucker und Schokolade

umhüllt sind. Sie sind schon eine relativ alte, aber

schwierig herzustellende Pralinensorte. Im rund 200

Jahre alten „Kandierverfahren“ werden die besonderen

physikalisch-chemischen Eigenschaften von

gekochtem Zucker ausgenutzt, der unter bestimmten

Voraussetzungen nur am Rand wieder auskristallisiert,

in der Mitte aber flüssig bleibt. Zur Herstellung

der Spezialitäten wird Weizenpuder in einen speziellen

Rahmen gesiebt, glatt gestrichen und in diese

Puderschicht werden mit einem Stempel in Form der

späteren Pralinen Vertiefungen gedrückt.

Anschließend wird Zucker mit Wasser zu einem

Zuckersud mit einer bestimmten Sättigung gekocht,

etwas abgekühlt und mit Schnaps oder Likör vermischt.

Diese Lösung wird dann in die vorbereitete

Puderform gegossen und mit Puder bedeckt. Bei

dem Produktionsprozess muss man sehr genau

arbeiten, die Gradzahl muss stimmen, sonst kann es

passieren, dass sich die Zuckerkruste unterschiedlich

ausbildet oder man später das Gefühl hat, auf

Kandis zu beißen. Das Rezept muss also fein austariert

sein! Nach dem Trocknen werden die Pralinen

aus der Form genommen, abgepudert und mit einem

zarten Schokoladenmantel überzogen.

Die fertigen süßen Spezialitäten haben eine knusprige

Kruste aus kristallisiertem Zucker, während ihr

innerer Kern mit der Lösung aus Zucker und Alkohol

weiterhin flüssig ist“, erklärt Carsten Gniewoss.

Überhaupt freut er sich auf die Möglichkeit, bald

noch mehr mit den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen

spielen zu können. Teepralinen etwa

haben es ihm angetan, hochwertige Rohstoffe kombiniert

mit unterschiedlichen wertvollen Teesorten

werden den Goslarern sicher bald neue Geschmackserlebnisse

ermöglichen. Ein ganz praktischer Vorteil

dieser aufwändigen Handarbeit ist, dass auch in kleinen

Mengen ganz persönliche Sorten auf Kundenwunsch

hergestellt werden können.

Das Ziel der „Goslarer Schokoladen Manufaktur“ ist

ein saisonales Sortiment mit Pralinen und Trüffeln,

Schokolade vom Maikäfer bis zur individuellen Tafelschokolade,

Marmelade und Konfitüre in außergewöhnlichen

Geschmacksrichtungen, die dann natürlich

auch beim Frühstück im Café zusammen mit

anderen ergänzenden Produkten „getestet“ werden

können.

Dies alles wird ein Prozess, der sich voraussichtlich

noch über das ganze Jahr hinziehen wird. Aber selbst

dann wird es keinen Stillstand geben, sondern ständige

Weiterentwicklung – gern auch mit Ideen und

Anregungen der Gäste!

(bs)

Markt 4

38640 Goslar

Telefon

05321 20622

anZeige


10 quadrat 03/2013 wohnen

Die Glucsburgh

residenz – reFugium – sanKtuarium von proFessor schnug

Eine Liebe auf den ersten Blick, eine Liebe

fürs Leben. Anfang des Jahres 2009 erwarb

Prof. Dr. mult. Ewald Schnug für eine Kaufsumme

von 190.000 Euro das Anwesen „Neue

Straße 21“. Vier Jahre später präsentiert sich das

Objekt als ein Domizil der Extraklasse. Die „Schöne“

verweigert sich jeder Kategorisierung und entzieht

sich auf Grund ihres Facettenreichtums jeder

Taxierung nach gängigen Schemata. Die außergewöhnliche

Lage über der Abzucht, die historische

Bedeutung als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung,

die Vielschichtigkeit der Bauteile aus

verschiedenen Jahrhunderten und nicht zuletzt

die Ausmaße des Anwesens unterstreichen die

besondere Pointierung der Wohnanlage am oberen

Wasserloch im Pfalzbezirk der Welterbestadt Goslar.

Das Kurieren des sanierungsbedürftigen Bestands

nach strengen denkmalpflegerischen Kriterien

im Einklang mit der Realisierung einer exzeptio-


wohnen quadrat 03/2013 11

nellen Innengestaltung lassen ein historisches

Wohnquartier mit High-Tech- Ausstattung entstehen.

Das Ensemble besteht zwar aus einer Aneinanderreihung

von einzelnen Bauwerken unterschiedlicher

Epochen, präsentiert sich aber nach seiner

Revitalisierung als harmonisches Gesamtkunstwerk.

Dem Martini-Turm aus dem 11. Jahrhundert

schließt sich der mächtige, ab 1582 errichtete

Fachwerkbau auf der Wehrbrücke über der Abzucht

an. Der sich anschließende ehemalige Schneiderturm

wurde durch eine Flutwelle in Folge eines

Dammbruchs am Herzberger Teich zerstört. Die

Jahreszahl an der Fassade – 1651 – nimmt auf

dieses Ereignis Bezug. Anstelle des Turms entstand

ab 1848 der Nordflügel. Die nordöstliche

Fachwerkfassade hat ihr Pendant im Westen mit

einer aus Naturstein gemauerten Front, die allerdings

nur vom Pfalzgarten aus sichtbar ist.

Mit 292 Quadratmeter Grundfläche stellt sich eine

„füllige Schönheit mit attraktivem Äußeren und

innovativem Innenleben“ vor. Ein Refugium für den

fotos: stefan sobotta


12 quadrat 03/2013 wohnen

Agrarwissenschaftler Schnug, der seit 1992 in Goslar

wohnt, das Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde

des Julius Kühn-Instituts in Braunschweig

leitet und an der TU Braunschweig lehrt. Seine

Altersresidenz hätte auch in Nordengland entstehen

können, eingebettet in die sanfte Hügellandschaft

und umgeben von den seit Jahrhunderten

überlieferten Mythen und Legenden. Bei einem

Abendspaziergang in der Kaiserstadt fiel jedoch der

Blick des Professors auf das Gebäudeensemble

über der Abzucht: Die Geburtsstunde einer Beziehung

fürs Leben. Prof. Schnug sagt heute: „Als ich

das erste Mal dieses Haus betrat, wusste ich genau,

wie es später aussehen würde. Und es sieht genauso

aus, wie ich es haben wollte.“

Für den ahnungslosen Besucher bieten die unterschiedlichen

Wohnebenen immer wieder neue

visuelle Überraschungen. Beim ersten Schritt auf

dem Porto-Schiefer im Entrée wird der Blick

gefangen genommen von einer riesigen Fläche

Regenwaldmarmor, die wie ein überdimensionierter

Halbpfeiler in die Höhe strebt, das äußere

Kleid für den hydraulischen Lift, eine Symbiose

aus Technik und Design. Da das Gebäude auf einer

Etage einen Höhenunterschied von bis zu 40 Zentimeter

aufweist, sichern acht Haltepunkte Ausund

Einstiegsmöglichkeiten auf den verschiedenen

Ebenen und garantieren den barrierefreien

Zugang zu den Räumlichkeiten. Im Eingangsbereich

befindet sich auch der separate Technikraum,

der anmutet wie eine Steuerungszentrale für

eine Fabrik oder zumindest für eine größere technische

Anlage. Jede energiegebundene Aktion

kann der Hausherr mit seinem iPad steuern,

selbstverständlich auch von weit entfernten Destinationen.

Über in die Wände eingelassene Monitore

lässt sich jeder Impuls optisch verfolgen, von

den Vorgängen vor der Haustür bis zur Interaktion

im Wohnzimmer. Zur audio-visuellen Ausstattung

gehören in allen Räumen Unterputzlautsprecher.

Bewegungs- und Präsenzmelder liefern die Daten

für das Lichtmengenmanagement. Eine elektronische

Zugangskontrolle verwehrt ungebetenen

Besuchern den Zutritt, eine Wetterstation hat

weit reichende Funktionen über die Prognose-


wohnen quadrat 03/2013

13

hoheit für das Goslar-Wetter hinaus. Im Gegensatz zu manch technischer

Spielerei ist die Aufzeichnung und Archivierung von Verbrauchsdaten für

Gas, Wasser und Strom in Zeiten steigender Energiepreise nicht nur eine

Kostenfrage, sondern auch entscheidend bei der Kontrolle und Überwachung

des thermischen Verhaltens innerhalb des Bauwerks. um „Würfelbruch

und Schimmelpilz“ keinen Nährboden zu bereiten, wurde sogar eine

Sommerheizung im Fußboden über der Abzucht eingebaut. Für den störungsfreien

Einsatz modernster Haustechnologien wurden in der „Neuen

Straße 21“ insgesamt 30.000 Meter Kabel verlegt.

Beim Innenausbau wurde die gesamte Klaviatur von Technik und Design

bespielt. Die Zielsetzung, „alles Historische zu erhalten“ und für den

zukünftigen Bautenschutz modernste Haustechnik zu integrieren, glich

einer Sisyphusarbeit für den Hausherrn als Ideengeber und die beteiligten

Handwerker, Ingenieure oder Denkmalpfleger als Ausführende. Schritt für

Schritt wurde das Gebäude im Bestand saniert,

beginnend mit dem Ausbau der Einbauten,

„dem neuzeitlichen Ballast“, wie Prof. Schnug

das nennt. Die konstruktive Instandsetzung

diente der Wiederherstellung des Denkmals und

der Gewährleistung der Wiederbewohnbarkeit.

Jedes Segment der historischen Bausubstanz

sollte möglichst bewahrt werden, eine Intention,

deren umsetzung vor allem bei den massiven

Schäden an Holzbalken und anderen Holzelementen

zu erheblichen Problemen führte.

Die älteste dendrochronologische Datierung

stammt aus dem Jahr 1356. Weniger als die

Hälfte des eingebauten Holzes konnte erhalten

werden. Da, wo aus statischen Gründen andere

Lösungen angezeigt waren, wurden alte Balken

ohne konstruktive Verwendung an ihren originalen

Plätzen belassen. Bei der Instandsetzung

wurden ausschließlich historische Materialien

wie Lehmziegel oder Lehmputze mit traditionellen

Techniken verarbeitet.

Aus einem Gewirr von kleinteiligen Räumen in

zuletzt fünf Wohnungen sind fünf Funktionsbereiche

mit individuellem Charme und Charisma

entstanden. Der älteste Teil, der Martini-Turm,

ist dem Studieren und Meditieren vorbehalten,

eine behagliche Rückzugsmöglichkeit in den

Weiten des Anwesens. Das obere Turmzimmer

ist übrigens der einzige nicht barrierefrei zu

erreichende Raum des Hauses. Der mehrgeschossige

Wohn- und Kommunikationsbereich

mit Blick auf die Türme der Marktkirche hält

noch andere Sicht- und Hörerlebnisse bereit.

Segway-Tour des Monats März:

Nach kurzer Überlegung war schnell klar, welche die

Tour des Monats sein musste, zum Saisonstart natürlich

„Die Bad Harzburger Stadttour“.

Neun Gäste haben sich heute zur Tour eingefunden, alle

sind ganz aufgeregt, dass es endlich losgeht.

Ok, jeder bekommt einen Helm, dann die Grundeinweisung

auf dem Hof, jetzt geht es mit atemberaubenden

6-8 km/h. durch die Bummelallee, in die grüne Hölle,

auf die Nordschleife.

Böse Zungen behaupten, es wäre nur der Bad Harzburger

Kurpark, aber für uns Segwaymover fühlt es sich

an, wie der Nürburgring, obwohl wir ja anständig fahren.

Dort angekommen, wird auch sofort geübt, bergab

fahren, bergan fahren, bremsen im Gefälle. Fahren über

Querrinnen, das Publikum am Kneippbecken klatscht

bei der zweiten Runde schon Beifall und die drei Damen

von der Parkbank halten den Daumen raus und möchten

mitgenommen werden. Schade, aber der Segway ist

nicht für den Dualbetrieb ausgelegt, also weiter.

Segwaymover, Frau Krämer und ihr Gatte aus Bottrop

geben am Luchsbrunnen schon die ersten Autogramme

und antworten auf die Frage eines Passanten, warum sie

denn nicht umfallen, wenn sie auf dem Segway stehen?

„Ganz einfach, das ist technisch nicht möglich, man(n)

oder frau kann nicht umfallen, es geht einfach nicht.“

Weiter noch einmal ins Gefälle. Bremsen, stehen bleiben

und wieder anfahren, es klappt bei allen Tourteilnehmern

auf Anhieb, Kunststück, Segwaymoven ist

unter der Anleitung der Bad Harzburger Segwayguides

kinderleicht.

Nun geht es über die Kurhaus- und Waldstraße rauf zum

Grafenplatz. Wunderschöne Aussicht ist angesagt.

Linker Hand auf 10 Uhr das zirka 30 Kilometer entfernte

Salzgitter Stahlwerk, auf 12 Uhr Braunschweig, die

Mühle in Rüningen kann man mit bloßem Auge sehen,

auf 2 Uhr das Kraftwerk Buschhaus, Luftlinie 65 Kilometer.

Donnerwetter, was für eine Aussicht und wir sind nur

auf 375 Metern Höhe über NN.

Dann geht es weiter am Cafe Winuwuk vorbei und den

Breitenberg hinunter Richtung Wildgehege.

Dort rechts abgebogen kommt nun der Safariteil der

Stadttour, der Teil mit den „Dangerous Animals“, den

gefährlichen Tieren. Rechts

die Golfer und links das Rot-

wild, beide eingezäunt? Es

knallt rechts einmal, Abschlag auf Bahn 14, das Rotwild

bleibt aber ganz tiefenentspannt stehen. Man kennt sich

halt, sind doch alle sehr nett und freundlich, die Golfer.

Weiter zum Damwildgehege gemovt. Die drei Weißen

dort hinten haben alle den gleichen Namen, Al Bino! Nun

bei Mann und Hummel längs und am Bolzplatz hoch

zum Restaurant „Aubergine“ am Golfplatz, weiter auf

dem Hindenburgring, der Goslarschen Straße folgend

zur Bummelallee. Ab jetzt fahren wieder alle im Gänsemarsch

und mit „Bummelalleehighspeed“ über Port

Louis Platz und mit Unterstützung und Beifall der dort

sitzenden Cafegäste Richtung Karl-Franke-Platz und

weiter zum Hotel Plumbohms und zu unserem Startpunkt,

dem „Segwaypoint Bad Harzburg“.

Hier endet die Tour leider schon! Wir waren satte 90 Minuten

mit unseren Gästen unterwegs, alle sind begeistert

und würden am liebsten gleich noch mal losfahren.

5€

pro Person

Gutschein


Herzog-Julius-Str. 84-86

38667 Bad Harzburg


14

persönliche

trainingslounge

trainingslounge

PTLounge PT hr stian stian

stian

Brink

VIBRATIONSTRAINING POweR PlATe

15 Minuten pro Woche: Gewichtsreduktion, Figurformung, Anti-Cellulite-Training,

Entspannung, Prävention von Rückenschmerzen.

emS TRAINING miha bodytec

In derselben Zeit, in der man bisher nur einige wenige Muskelgruppen trainieren

konnte, kann man jetzt ein Ganzkörpertraining durchführen. Das effizienteste

Training überhaupt.

STOffwechSelANAlySe mIT AeROmAN

Durch die Stoffwechselanalyse können wir einen perfekt abgestimmten

Trainingsplan für Sie erstellen. Perfekt abgerundet wird die Diagnostik durch die

Atemgasanalyse mit Aeroman.

SlING TRAINING

Sehr effektives Training mit einem Schlingensystem und eigenem Körpergewicht.

Das Besondere an dieser Art von Kraft-, Koordinations- und Stabilisierungstraining

ist, dass die Gelenke wenig belastet werden.

fIGURfORmUNG wrap’n go

Optimierung des Fettstoffwechsels durch Lymphaktivierung, Muskelkräftigung und

Wärme, Entsäuerung des Körpers und Abtransport von Schlackstoffen.

eRNähRUNGSBeRATUNG

Individuelle Ernährungsempfehlung mit Fettmessung und Coaching.

PeRSÖNlIcheS TRAINING

Maßgeschneiderte Fitnessprogramme unter ständiger Begleitung in unserer

Lounge oder an jedem Ort und zu jeder Zeit an 365 Tagen im Jahr!

GehIRNfITNeSS

Bewegungskonzept zur Steigerung der mentalen und körperlichen Leistungsfähigkeit.

Für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und auch als Firmen-Fitness zur

Bekämpfung von Stress.

Auf einem Großbildmonitor kann das Rauschen der

Abzucht visuell verfolgt werden, über dem Flüsschen

eingebaute Richtmikrofone übermitteln das

kontinuierliche, beruhigende Plätschern des Gosewassers.

Diese natürliche „Einschlafhilfe“ ist auch

im Bereich Ruhen und Schlafen erfahrbar. Hier werden

zudem Einblicke zu Ausblicken, denn eine in

den Boden eingelassene Glasplatte ermöglicht den

direkten Blickkontakt mit der Abzucht und zwar an

der Stelle, an der im Mittelalter das Fallgitter zum

Schutz vor nahenden Feinden herabgelassen wurde.

Im Sanitärbereich ist ein weiterer Aha-Effekt zu

erleben. Alle Außenwände des Gebäudes sind diffusionsoffen

und das verbietet, zum Beispiel im Badezimmer,

das Fliesen dieser Wände. Deshalb wurden

nur die Wände im Inneren mit Marmor gestaltet und

durch eine geschickte Konstruktion von Spiegeln

entsteht der Eindruck eines allseitigen Marmor-

Arrangements. Die Sanitär-Ausstattung ist wie alle

anderen Einrichtungen des Hauses altersgerecht

konstruiert. und in jedem Winkel herrscht „prima

Klima“. Dafür sorgt die Gas-Brennwerttechnik im

Verbund mit sensorunterstützter Temperaturregelung

und -verteilung. Ausgewogene Wärme erzeugen

ein Holzstückofen, eine verglaste Gasfeuerstelle

sowie Sockelheizungen entlang der Außenwände

und eine Lehmbauwandheizung in der Kücheninnenwand.

Kochen und Essen, der Funktionsbereich

im nördlichen Flügel, besticht von der Optik durch

den eigens in Yorkshire handgefertigten großen Esstisch

mit den passenden Monkchairs.

In dieser Residenz ist nichts „von der Stange“, alle

das Ambiente bestimmenden Einrichtungsgegenstände

sind Maß- oder Sonderanfertigungen: Haute

Couture für die heim(l)ische Burgh.

Jede innenarchitektonische Nuance komplettiert

das Gesamtbild und belässt dennoch die Räumlichkeiten

in ihrer tradierten umgebung und macht das

auch für Bewohner und Gäste augenscheinlich.

Jedes dieser Details trägt die Signatur des Hausherrn.

Die Bezeichnung „Sanktuarium“ impliziert

die Achtung und Wertschätzung für das Gebäude

und seine Geschichte. „Das ist keine Kapitalanlage“,

betont Prof. Schnug, „das macht man außerhalb

jeder Rentabilitätsrechnung.“ „und“, so fügt

er hinzu, „das machst du auch, um der Stadt, die

du magst, etwas Gutes zu tun“. Die „Glucsburgh“,

die entsprechenden Assoziationen sind intendiert,

hat ihren Namen aber von „Glucosinolat“, der aus

dem Griechischen stammenden Bezeichnung für

das Senföl, dem „Schicksalsstoff meiner wissenschaftlichen

Karriere“. Die Lebensweisheit des historischen,

in Latein verfassten Hausspruchs über

der Eingangstür: „Ein jegliches hat seine Zeit, und

alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine

Stunde...

Abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit…“

gilt auch für den Hausherrn.

Nach langem Wandern ist der gebürtige Westerwälder

Ewald Schnug angekommen – in seiner „Glucsburgh“.

und jetzt beginnt für Prof. Schnug und seine

„Schöne“ die Zeit der Kontemplation. (uju)

persönliche

trainingslounge

PTLounge

hr stian

Brink

www.pt-lounge-goslar.de

tel. 0172 7874753

*****

PT LOUNGE

BäRINGERSTR. 21

38640 GOSLAR

***** Fitness

in goslar


institution quadrat 03/2013 15

Die Bergretter

aus dem Harz

Rasant geht es mit dem Motorschlitten die

„Abfahrt 1“ am Wurmberg hinauf. Marcus

Backes, Leiter der Bergwachtgruppe Braunlage,

ist zusammen mit einer Kollegin unterwegs,

einem Langläufer zu helfen, der per Handy einen

Notruf abgesetzt hat. Nach einigem Suchen finden

sie den Sportler. Der umgeknickte Fuß ist schnell

versorgt. Wie so oft war die Suche nach dem Patienten

der längste Teil der Aktion. Viele Wintersportler

können leider keine genauen Angaben machen,

wo sie sich befinden.

eine BergWacht mit elF gruppen

Die Gruppe aus Braunlage bildet zusammen mit

zehn anderen Gruppen die Bergwacht Harz unter

packt liegen und so sicher ins Tal gebracht werden

dem Dach des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Es

kann.

geht familiär zu in der Truppe, die zur Zeit 20 Mit-

Neben einer Sanitätsausbildung im Roten Kreuz

glieder zählt. Annalena, genannt Lenchen, ist mit

müssen die ehrenamtlichen Helfer fit auf Skiern

gen. Manchmal gehen die Helfer dabei auch an ihre

ihren sieben Jahren die Jüngste. „Nachwuchssor-

sein und für Einsätze im Sommer auch den umgang

eigenen Grenzen, wie im Juni 2012 im Brockenge-

gen haben wir nicht“, freut sich Backes. Zusammen

mit Seil und Kletterausrüstung beherrschen. Gerade

biet. Die Leitstelle Harz hatte Einsatzkräfte der

mit Lisa Schulz leitet er die muntere Truppe. Das

diese Vielfalt ist es, so Backes, dass immer wieder

Bergwacht Wernigerode zu einem Wanderer mit

Ausbildungsniveau ist hoch, nur so ist es möglich,

neue Interessenten zu ihnen finden. Die Freude an

Kreislaufproblemen gerufen. Mit allen Mitteln ver-

schnell und professionell Hilfe zu leisten. Vor drei

der Natur, die außergewöhnlich vielfältigen Heraus-

suchten die Bergwachtler und ein Rettungsassistent

Jahren konnten die Helfer vom Wurmberg mit gro-

forderungen bei Training und Einsätzen, aber auch

den Mann wieder zu beleben. Ohne Erfolg. Für

ßer unterstützung der Braunlager Bevölkerung

die enge Gemeinschaft begeistern die Oberharzer.

einen der jungen Helfer war dies das erste Erlebnis

einen neuen Krankenwagen anschaffen. Seitdem

sind sie in der Lage, den Rettungsdienst des Landkreises

mit diesem allradgetriebenen Fahrzeug bei

Winter und sommer im einsatz

dieser Art. Gespräche innerhalb der Bergwacht und

hinzugezogene Seelsorger konnten die schwierige

Situation für den jungen Mann lösen. Schon am

Engpässen unterstützen zu können. In unwegsa-

Die Retter mit dem Edelweiß im Logo sind aber

nächsten Wochenende war er wieder in seinem

mem Gelände sorgen im Winter ein Motorschlitten

nicht nur auf den Pisten unterwegs. Vor drei Jah-

ehrenamtlichen Dienst. Bergretter sind auch fürei-

und im Sommer ein Quad für den schnellen Transport

zum Einsatzort. Wo diese Fahrzeuge nicht mehr

hinkommen, geht es auf der Piste mit dem Akja weiter,

der von zwei Skifahrern bewegt wird. Ein Akja

ist eine Art Wanne, in der der Patient warm einge-

ren retteten sie einen abgestürzten Eiskletterer aus

seiner misslichen Lage in einem alten Steinbruch

am Wurmberg. Im Sommer sind sie unterwegs, um

gestürzte Mountainbiker und verunfallte Kletterer

zu versorgen und aus schwierigem Gelände zu ber-

nander immer da, wenn sie gebraucht werden.

Weitere Informationen zu den elf Bergwachtgruppen

im Harz gibt es im Internet unter:

www.bergwacht-harz.de

(sts)

foto: stefan sobotta


16 quadrat 03/2013 sport

Weltklasse Tanzsport

am 30. März 2013 in Bad Harzburg


Tanzsport in Bad Harzburg hat eine lange Tradition.

Der Casino Tanzclub „Rot-Gold e.V.“

Bad Harzburg veranstaltet bereits seit mehr

als 30 Jahren zu Ostern Tanzveranstaltungen.

Während es anfangs Tanzturniere der höchsten

deutschen Spitzenklasse waren, gibt es sie seit

2008 in der zeitgemäßen Form einer Tanzgala.

Am Ostersonnabend, 30. März 2013, startet die

große 6. Tanzgala im Kursaal von Bad Harzburg.

Wie in den letzten Jahren ist der Anspruch groß,

den Gästen Abwechslung und immer wieder etwas

Neues zu zeigen. Auch dieses Jahr hat es der Tanzclub

wieder geschafft, ein Programm auf höchstem

Weltklasseniveau zusammenzustellen.

Zur Eröffnung der verschiedenen Shows sehen die

Gäste die außergewöhnliche brasilianische Tanzart

„Capoeira“ – mit Gesang, Musikinstrumenten und

Tanz. Weiterhin zu sehen ist der Stepp-Tanz, der

rasante, attraktive Tanz ganz in der Tradition alter

Hollywood-Klassiker.

Vom Club der Formationsweltmeister, dem BTSC

Braunschweig, tritt die Standard Formation mit

ihrem B-Team auf, die bei der deutschen Meisterschaft

2012 den 5. Platz erringen konnte. Daniel

Buschmann und Katarina Bauer, die deutschen

10-Tänze-Meister der Jugend, zeigen ihre fünf

Standardtänze.

Absolutes Highlight aber sind Sergey und Viktoria

Tatarenko, Weltmeister im Kürtanz Latein und

Vizeweltmeister in der Latein-Einzeldisziplin der

Professionals mit ihrem Programm.

Wer noch Karten haben möchte, sollte schnell

sein, denn die Veranstaltung ist wie immer sehr

gefragt. Restkarten gibt es noch beim Kulturklub

und der Tourist-Information sowie an der Abendkasse.

Im Anschluss an die Tanz-Shows spielt die

Band „The Starlights“ Livemusik – natürlich mit

der Gelegenheit, selbst zu tanzen! Ein einzigartiger

Abend erwartet die Gäste.

Infos unter Telefon 05322 86211 (ab 19 uhr) und

unter www.casino-tanzclub.de

Bademoden-Vorführung

17

Mittwoch, 13.03.2013, 18 Uhr im Geschäft

Ein kleines Geschenk und 10% Rabatt auf

unser gesamtes Sortiment erwarten Sie.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch -

Anmeldung unter Tel. 05321 24470 erbeten.

fotos: vogelbein

Holzberg

Cornelia Greb

Hokenstr. 13 | 38640 Goslar

✆ 05321 24470 | www.holzberg-dessous.de


18 quadrat 03/2013 kunst

Im Licht der Farben

Sommerlandschaft 47x64,5 cm

Besessenheit ist keine Tugend, es sei denn,

man ist Künstler und heißt Heinrich

Schneider-Kerbstatt. Ein Künstler, der die

seltene Gabe hatte, die höchst diffizile und komplexe

Aquarelltechnik souverän zu beherrschen;

Farbstürme rasen in seinen Blumenbildern einher,

dramatische Licht- und Schattensprünge entfesselt

er und lässt kontemplative Stille werden – mit

nur wenigen Strichen und pastosen Farben. Wollte

man seinen individuellen künstlerischen und

ästhetischen Ausdruck mit drei herausragenden

Charakteristika beschreiben, so wären dies: unangepasst

in der Thematik, eigenständig im Ausdruck

und meisterhaft in der technischen umsetzung.

Der Künstler war sich dessen bewusst, dass er sich

mit der Auswahl seiner Themen an den Rand des

gängigen Themenkanons stellte. Die ungewöhnlichen

und mit persönlichen Naturerlebnissen verknüpften

Motive verleihen seinen Kompositionen

einen unverkennbaren Ausdruck und hauchen seinen

Werken jenes magische Innenleben ein, welches

uns auch heute noch begeistert – entsprachen

aber nur bedingt dem Zeitgeist der 1960er

und 1970er Jahre. Im Nachhinein betrachtet

muss der Künstler diese Randstellung bewusst

gesucht haben, denn nur dann, wenn er seiner Zeit

nicht vorauseilte, sondern bewusst hinter ihr

zurückblieb, konnte er mit Tendenzen und gängigen

Vorlieben seiner Zeit brechen und seinen eigenen

Weg finden. Sonnenblumen, Mohnblumen,

Rittersporn, Stiefmütterchen, in der Regel als


kunst quadrat 03/2013 19

Links oben: Mohnblüten 47,4x36 cm

Links mitte: Sommerblumen 47,5x36 cm

Links unten: Heinrich Schneider-Kerbstatt

Unten rechts: Haus im Krodotal

Stillleben arrangiert, dies waren seine bevorzugten

Themen. Ab den frühen 1970er Jahren gelang es

ihm durch die Vorgabe relativ einfacher Motive die

entscheidende kompositorische Innovation künstlerisch

überzeugend umzusetzen: Die Reduktion

auf die wesentlichen grafischen Elemente und die

dadurch erst möglich werdende Konzentration auf

die dramatische Entfesselung von Farben und

Lichtern. Der entscheidende Schritt war getan:

Heinrich Schneider-Kerbstatt hatte seinen eigenen

unverkennbaren Stil gefunden.

Sein Spätwerk zeichnet sich unter anderem

dadurch aus, dass er Pinsel und Farben jetzt etwas

großzügiger laufen lässt, sich noch intensiver seiner

typischen Lichtgestaltung und -führung widmet,

und wer beispielsweise die letzten großformatigen

Sonnenblumen aus seinem reichen

Schaffen betrachtet, der wird erkennen, dass es

sich hier nicht um bloße „Blumenbilder“ handelt:

Sie sind viel mehr, sie sind Porträts, als hätte er

Gesichter vor sich, Charakterstudien, als säßen

ihm Menschen Modell, Aquarelle, wie sie nur selten

bei anderen Meistern in gleicher Ausdrucksstärke

zu sehen sind. Denn hier erscheinen plötzlich

– anstelle von Pflanzen – kunstvoll gezeichnete

„Persönlichkeiten“ mit individuellen Eigenschaften.

Und wir können sicher sein: Er war auf der

Suche nach den Urgründen dieser individuellen

Schönheit, nach der Einzigartigkeit jeglichen

Lebens und er war sich bewusst, dass er einige

dieser Eigenschaften in seinen Pflanzenporträts

aufgezeigt hat. Heinrich Schneider-Kerbstatt widmete

sich kompromisslos seinen eigenen Bildwelten,

Motiven und Farben und verfolgte unbeirrbar

seinen eigenen Stil. Er blieb dabei immer ein

unangepasster Solitär und zugleich – oder sogar

deswegen! – ein großer Meister, dem wir viel zu

danken haben. Ihm, dem Besessenen im Licht der

Farben.

Dr. Clemens M. Haertle

Und nun beginnt er mit Besessenheit zu malen

und zaubert Aquarelle, deren sprühender Lebenskraft

sich niemand mehr entziehen kann, konstatiert

beispielsweise durch gewagte Lichtführung

das Hin- und Herwogen feuerrot leuchtender

Mohnblumen, inszeniert Landschaften mit kühnen

Farbschwüngen, schwelgt im Licht der Farben.

Fotos: privat / repros: quadrat

Ausstellung der Werke von

Heinrich Schneider-Kerbstatt

Ab 10. April 2013 Im Sonnenhof/Winuwuk

in Bad Harzburg


20 quadrat 03/2013 kurz angetippt

kurzangetippt

märz

„Was war zuerst da?“

Figurentheater Gingganz

Familien-Sonntag im Kulturkraftwerk

Goslar

03. März, 15.00 Uhr

Alles läuft wie immer auf dem Hühnerhof.

Guido, der Hahn, kräht und

die Sonne geht auf, Futter fassen, Eier

legen, Freigang. Wäre da nicht Gerlinde,

die kleine neugierige Henne:

„Was war zuerst da? Huhn oder Ei?

Wie hat das eigentlich angefangen mit

uns Hühnern?“ „Man muss ja nicht alles

wissen“, sagt die alte Henne Katarina

und Margarete weiß: „Wer zu viele

Fragen stellt, legt faule Eier“. Doch

Gerlinde, die kleine neugierige Henne,

ist damit nicht zufrieden. „Wer sich

nicht von der Stelle bewegt, kann natürlich

nichts rauskriegen.“ Sie packt

ihren Koffer und zieht hinaus in die

weite Welt. Sie trifft den Osterhasen,

der aber auch keine Ahnung hat, und

der Regenwurm kann zwar schön singen,

ist aber auch nicht klüger. Erst

als Gerlinde den höflichen Hahn Alfred

trifft, scheint eine Lösung in Sicht.

Tänze aus aller Welt

Ringer Zechenhaus,

Clausthal-Zellerfeld

06. März,

19.30 Uhr bis 20.30 Uhr

Sie tanzen gern, haben aber keinen

Partner? Dann besuchen Sie das Ringer

Zechenhaus. Getanzt werden im

Kreis oder in Reihen einfache bis mittelschwere

Tänze aus verschiedenen

Ländern der Welt. Auch ohne Vorkenntnisse

sind Sie eingeladen, dazu

zu kommen, einmal oder auch immer

wieder – wie es Ihnen passt und gefällt.

Kosten: 5,00 Euro pro Abend einschließlich

eines Verzehrgutscheins

in Höhe von 3,00 Euro. Getränke werden

dazu bereit gestellt. Anmeldung

bis zum Veranstaltungstag 17.00 Uhr

unter 05323 9875800 oder christiane.kilian@gmx.de.

Messe „Haus-Bau &

Energie“ 2013

Harzlandhalle Ilsenburg

08. bis 10. März

jeweils 10.00 bis 18.00 Uhr

Die nun schon traditionelle „ innovative

Messe am Harz“ feiert in diesem

Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum. Sie

steht erneut unter dem Motto „schöner

wohnen – besser leben“ und präsentiert

neue Ideen, Tipps und Trends

rund um die Themen Bauen, Renovieren,

Modernisieren, Finanzieren, Einrichten,

Sichern, Ökologie, Technik,

Energie und Umwelt.

Trommelworkshop

für Anfänger

Weltbühne Heckenbeck,

Bad Gandersheim

09. März, 14.00 bis 18.00 Uhr und

10. März, 11.00 bis 15.00 Uh

Im Vordergrund steht der Spaß an

Musik und Rhythmus sowie am Trommel-Erlebnis

in der Gruppe mittels

elementarer Rhythmen aus Afrika.

Durch Body-Percussion (Hand-Fuß-

Stimme) werden rhythmische Muster

kennengelernt und auf Trommeln

oder Klanghölzer, Rasseln, Schellenringe

und Glocken übertragen.

Foto: dieter schütz pixelio

Durch das gleichzeitige Spielen verschiedener

Rhythmen und Instrumente

entsteht ein breiter Rhythmus-

Teppich und Groove mit vielen Mustern

und Klang-Farben. Wenn vorhanden,

bitte eigene Instrumente mitbringen,

da nur eine begrenzte Anzahl an

Leihinstrumenten vorhanden ist. Die

Kosten für den Workshop unter der

Leitung von Stefanie Goldau betragen

85,00 Euro. Anmeldung bitte bis zum

04. März unter Telefon 05563 999991

oder weltbuehne@posteo.de.

MoKWo

Frühjahrsmesse

Bündheimer Schloss

10. März, ab 11.00 Uhr

Hier präsentieren sich Unternehmen

unterschiedlicher Richtungen aus

Bad Harzburg und Umgebung. Entdecken

Sie die aktuelle Kinder- und Damenmode,

informieren Sie sich über

Heizungstechnik, lassen Sie sich von

Floristik und Schmuck verzaubern,

sammeln Sie Ideen für Ihre nächste

Reise und genießen Sie die Gastronomie

und vieles mehr. Der Eintritt zur

Frühjahrsmesse ist frei.

„SOS –

Piraten an Bord“

Frankenberger Winterabend

Frankenberger Kirche, Goslar

12. März, 20.00 Uhr

Zum Abschluss der Winterabendsaison

wird Goslar vom Spitzenkandidaten

der Piratenpartei geentert: Dr. Mohan

Meinhart Krischke-Ramaswamy

spricht über Programm und Ziele seiner

Partei – und zwar unter der Fragestellung:

„SOS – Piraten an Bord?“

Osterbaum-

Schmücken

Bahnhof, Bad Harzburg

16. März, 15.00 Uhr

Auch dieses Jahr findet wieder das

traditionelles Schmücken eines Osterbaumes

statt. In luftiger Höhe von

etwa zehn Metern können Kinder aus

Bad Harzburg und der Umgebung

dank der Freiwilligen Feuerwehr Bad

Harzburg und der Jugendfeuerwehr

und deren großer Drehleiter mit selbst

gemachtem Osterschmuck eine Birke

am Bahnhof schmücken.

Frühlingsfest mit

Osterbasteln

Ökogarten Quedlinburg

16. März, 14.00 bis 18.00 Uhr

Ein buntes Fest für Groß und Klein mit

Osterschmuck basteln, Eierkuchen

backen, Kleintierschau, Ostereierausstellung

und gestalten von Eiern, Kaffee,

Kuchen und grillen sowie Spielen

rund um den Frühling.

3. Komische Nacht

In sechs Locations in Goslar

21. März, 19.30 Uhr

In Goslar geht im Frühjahr der Comedy-Marathon

in die nächste Runde:

Die 3. Komische Nacht Goslar erwartet

Sie. Auch diesmal mit einem gelungenen

Mix aus Künstlern aus dem


kurz angetippt quadrat 03/2013 21

Stand-Up Comedy und dem Kabarett

Bereich. Mit Konfetti, Blockflöte und

Sense-to-go vermittelt der Comedian

Der Tod, dass das Leben schön ist,

der Tod aber auch ganz nett. Sebastian

Schnoy, Thomas Nicolai, Serhat

Dogan, Nagelritz und Daniel Reinsberg

werden ebenfalls für Sie dabei

sein. Die teilnehmenden Locations

sind das Brauhaus Goslar, Tim‘s 5 Tageszeiten,

Goslarer Zwinger, Down

Under, Hotel Kaiserworth und das Celtic-Inn.

HOT AFRICA

Afrikanisches Circus-Spektakel

KiK-Saal im HKK-Hotel,

Wernigerode

23. März, 20.00 Uhr

„HOT AFRICA“ ist ein Circus-Spektakel

der besonderen Art. Elemente afrikanischer

Kultur, Artistik und tempogeladener

Action, ein exotischer

Zirkus mit einer atemberaubenden

Show aus dem Kontinent der tanzenden

Trommeln.

Foto: hot africa show production

Eine Crew aus mehr als 25 Artisten,

Tänzern und Musikern begeistert das

Publikum mit Tempo, Präzision und

dem Ausdruck überschäumender Lebensfreude.

Das afrikanische Kollektiv

der Show setzt sich aus vielseitigen

Performern, Akrobaten, Jongleuren,

Perkussionisten, Tänzer/innen

und Sänger/innen zusammen. Eine

perfekte Mischung aus zauberhafter

Artistik und afrikanischer Kultur entführt

die Zuschauer in eine andere

Welt. Den Besucher erwartet eine völlig

neue Art von Circus und furiosem

Theater. Hand-und Kopfstände reihen

sich aneinander und aufeinander, in

Windeseile entstehen dabei wunderschöne

Menschen-Pyramiden. In

atemberaubender Geschwindigkeit

jonglieren die Artisten schwerste Tongefäße

und Tische auf den Füßen und

lassen sie durch die Luft wirbeln. Und

das mit einer Leichtigkeit, die teilweise

vermuten lässt, die Krüge sein aus

Pappmasche! Mit dabei der berühmte

Egg man aus Südafrika (dreimal

Guinness World Rekordhalter) und

auch der legendäre „WATERMAN“.

Ein wahres Feuerwerk der Lebensfreude

strömt den „African Brothers“

förmlich aus allen Poren. Kaum ein

Zuschauer, den es nicht packt, dieses

völlig unbeschwerte Lebensgefühl!

Das Temperament und die Ausstrahlung

aller Beteiligten signalisieren vor

allem eines: Gute Laune. Da springt

die afrikanische Lebensfreude schnell

auf das Publikum über.

Hansemarkt

Jakobikirchhof, Goslar

23. und 24. März

Mittelalterliches Markttreiben mit

„hansetypischem“ Programm. Den

ganzen Tag über sind verschiedene

Handelsszenen, mittelalterliche Musik

und ein historisches Kulturprogramm

zu bewundern. Neben den

mittelalterlich gestalteten Ständen

verzaubern Kaufherren, Tagelöhner,

Amtsmänner und Gaukler die Besucher

des Hansemarktes und versetzen

die Zuschauer in längst vergangene

Zeiten.

Führung über den

historischen

Burgberg

Wandertreff am Haus der

Natur, Bad Harzburg

30. März, 11.00 Uhr

Der Große Burgberg in Bad Harzburg

hat für die gesamte Harzregion eine

besondere historische Bedeutung.

Lange bevor Kaiser Heinrich IV. dort

oben die prächtige Harzburg errichten

ließ, stand auf der Bergkuppe der

Überlieferung nach eine Statue des

sächsischen Götzen Krodo. Kaiser

Karl der Große soll im Zuge der Christianisierung

der hier wohnenden

Sachsen diese Statue stürzen lassen

haben.

Interessante Informationen zur Harzburg

und natürlich auch zum Götzen

Krodo werden alle Teilnehmer der

Themenwanderung von Horst Woick

erfahren. Die Kosten ohne die Seilbahn-Fahrt

betragen 2,00 Euro. Kurkarten-Inhaber

und Kinder bis sechs

Jahren nehmen kostenlos teil. Weitere

Informationen gibt es bei der Tourist-Information,

Nordhäuser Straße

4, 38667 Bad Harzburg, Telefon

05322 75330, info@bad-harzburg.de.

Mit der Kiepenfrau

durch das Kalte Tal

Wandertreff am Haus der

Natur, Bad Harzburg

30. März, 15.00 Uhr

Jahrhunderte lang waren sie aus dem

Harz nicht wegzudenken: die Kiepenfrauen.

Singend und strickend wanderten

sie bergauf und bergab, brachten

Gewürze, Gemüse, Eier und Speck

in die Bergdörfer und kehrten mit

Klöppelarbeiten oder Liebesbriefen

zurück. Sie hatten schwer zu tragen

und legten bei ihrer Arbeit viele Kilometer

zurück. Das mühsame Leben

der Harzer Kiepenfrau ist Thema eines

besonderen Wanderangebots der

Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe

der Stadt Bad Harzburg. In historischem

Gewand und natürlich mit

einer Kiepe auf dem Rücken führt die

Kiepenfrau „Wally“ regelmäßig durch

das Kalte Tal und hat viel aus ihrem

Leben zu erzählen. Wer immer schon

einmal wissen wollte, wie hart und

entbehrungsreich, aber auch lustig

und deftig dies gewesen ist, und wer

gleichzeitig das idyllische und historisch

interessante Kalte Tal kennenlernen

möchte, der sollte sich die Führung

mit „Wally“ nicht entgehen lassen.

Für Erwachsene kostet die Teilnahme

an der Themenwanderung von

rund 90 Minuten 5,50 Euro, Kinder

von 6 bis 15 Jahren zahlen 3,00 Euro.

Zudem gibt es eine Familienkarte

(zwei Erwachsene und Kinder) für

12,00 Euro. Karten gibt es in der Tourist-Information,

Nordhäuser Straße

4, Telefon 05322 75330.

Mit Magd „Minna“ ins

Mittelalter

Bergstation der Burgbergseilbahn,

Bad Harzburg

Historische Führung mit Witz

31. März, 15.00 Uhr

Die Magd „Minna“ wird durch einen

bösen Zauber seit der Zeit Heinrich IV.

auf der Harzburg gefangen gehalten.

Nun hofft sie auf ihre Befreiung. Im

historischen Gewand und mit mittelalterlicher

Sprache führt die Magd ihre

Gäste über den Bad Harzburger

Burgberg. „Minna“ erwartet alle kleinen

und großen Besucher in der Bergstation

der Burgberg-Seilbahn in 483

m Höhe. Die Zeit für die Fahrt mit der

Bergbahn (drei Minuten) oder für den

Fußmarsch auf den Großen Burgberg


Kurzzeitpflege

zum unschlagbaren

Preis Kurzzeitpflege

von 17,75 € pro Tag

Kurzzeitpflege

zum unschlagbaren

Preis!

** NEU **

zum unschlagbaren

Preis!

Wir bieten

• hervorragende Pflege

• Unterkunft in behaglichen

Zimmern

• Vollpension aus unserer

eigenen Küche

• und jeden erdenklichen

Komfort

Das Belvedere-Team freut sich

auf Sie!

** NEU **

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine examinierte

Pflegefachkraft (m/w) in Teil- oder Vollzeit.

Wenn Sie eine abgeschlossene Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in oder

Altenpfleger/in haben, oder einfach eine neue Herausforderung suchen, freuen wir uns über

Ihre aussagefähige Bewerbung, gern auch per E-Mail an: bad.harzburg@patria-residenzen.de

Berufserfahrung ist zwar von Vorteil, aber auch Berufsanfänger haben bei uns gute Chancen.

Unsere Veranstaltungen im März:

06.03.2013, 15.30 Uhr: Diabetes und Bluthochdruck, Veranstaltung des Deutschen

Diabetiker Bund, Bezirksverband West, Referentin Dr. Nagel Reuper, Diabetologin in

Nordheim

12.03.2012, 15.30 Uhr: Romantisches Weserbergland Teil 1, von Hann. Münden nach Bad

Karlshafen – Diavison mit Herrn Sauthoff.

Birgitt Feuer, Residenzleitung

Herzog-Julius-Straße 93

38667 Bad Harzburg, Telefon 05322/78 10

Telefax 05322/78 11 821

bad-harzburg@patria-residenzen.de

Kurzzeitpflege

www.patria-residenzen.de

(gut 30 Minuten) sollte deshalb mit

eingeplant werden. Bei der rund einstündigen

Tour über das Burgberg-

Plateau wird „Minna“ nicht nur die

Geschichte der Harzburg mit vielen

lustigen Anekdoten präsentieren,

sondern hofft auch, dass die Besucher

gut aufpassen und das Wort für

ihre Befreiung vom fast 1000-jährigen

Zauber erraten. Die Führung kostet

für Erwachsene 6,00 Euro und für

Kinder von 6 bis 15 Jahren 3,50 Euro.

Die Fahrt mit der Seilbahn auf den

Burgberg und wieder zurück zur Talstation

ist in diesen Preisen inbegriffen.

Karten gibt es auch im Vorverkauf

bei der Tourist-Information, Nordhäuser

Straße 4, und direkt an der Burgberg-Seilbahn

im Kurpark. Wer den

Auf- und Abstieg auf Bad Harzburgs

Hausberg zu Fuß bewältigt, kann direkt

bei der Magd „Minna“ Tickets für

3,50 Euro (Erwachsene) bzw. 2,50

Euro (Kinder) lösen.

Das Heilige

Osterspiel

Stiftskirche „St. Cyriakus“,

Quedlinburg / Gernrode

31. März, 06.00 Uhr

In der Stiftskirche St. Cyriakus wird

am Ostersonntag das Gernroder Osterspiel

aufgeführt. Dieses liturgische

Spiel am frühen Morgen in der noch

dunklen Kirche hat seinen Ursprung

im 12. Jahrhundert und ist speziell für

das Heilige Grab (älteste Nachbildung

des Grabes Jesus Christi in Deutschland)

geschrieben worden.

36. Kunsthandwerkermarkt

Bündheimer Schloss,

Bad Harzburg

31. März und 01. April,

11.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Traditionell zu Ostern wird im Bündheimer

Schloss ein großer Qualitäts-

Kunsthandwerkermarkt zum Schauen,

Bestaunen und auch Kaufen veranstaltet.

Bereits zum 36. Mal präsentieren

professionelle und ausgewählte

Kunsthandwerker aus verschiedenen

Bereichen ihre Arbeiten und

Handwerksbetriebe. Es wird wieder

ein bunter Querschnitt von kunsthandwerklichen

Exponaten aus den

verschiedensten Bereichen angeboten.

Der Eintritt beträgt 2,50 Euro pro

Person (Kinder bis zu 14 Jahren frei).

GroSSe Ilsenburger

Osterparty

Harzlandhalle Ilsenburg

31. März, 20.00 Uhr

Am Ostersonntag ist es wieder so

weit: Die große Ilsenburger Osterparty

steigt in der Harzlandhalle und wartet

mit einem abwechslungsreichen

Partyprogramm aus Musik und Show

auf. Allseits bekannte DJ`s sorgen für

Spaß, Stimmung und beste Unterhaltung.

6. Ostertanzgala

Harzer Kultur- und Kongresszentrum

im HKK-Hotel,

Wernigerode

01. April, 14.30 Uhr

Diese Veranstaltung hat sich im Veranstaltungskalender

der Stadt Wernigerode

fest etabliert und zum Publikumsmagneten

entwickelt. Sie beginnt

um 14.30 Uhr (Einlass ab 14.00

Uhr). Auch in diesem Jahr dürfen sich

die Gäste auf meisterliches Tanzen im

Showprogramm freuen. Auch in diesem

Jahr haben wieder alle Gäste die

Möglichkeit, selbst zu tanzen oder bei

Kaffee und Kuchen die Atmosphäre zu

genießen.

(sw)


kultur 2 quadrat 03/2013 23

Fest des Lebens: Ostern

ein leeres graB Bei sonnenauFgang

Im Jahr 325 wurde auf dem ersten Konzil von Nicäa festgesetzt, dass das

Osterfest auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gelegt

werden sollte. Seitdem feiern wir Ostern also jedes Jahr frühestens am 22.

März, spätestens am 25. April. Aber wieso feiern wir eigentlich? Ostern und

Pfingsten sind die beiden ältesten und höchsten christlichen Feste. Die sieben

Wochen zwischen diesen beiden ist die Osterzeit. Sie beginnt am Ostermorgen

mit der Entdeckung des leeren Grabes Christi und endet Pfingsten.

Zur Herkunft des Wortes „Ostern“ gibt es unterschiedliche Auffassungen, so

könnte es von der Himmelsrichtung Osten kommen, da dort die Sonne aufgeht.

Eine andere Möglichkeit ist die Ableitung vom nordgermanischen ausa

oder austr, was so viel bedeutet wie „mit Wasser begießen“. Viele Christen

ließen sich früher am Ostermorgen taufen. Aber auch in vorchristlicher Zeit

gab es ein Wasserritual zum Frühjahr. Woher aber auch immer das Wort letztendlich

kommt, Ostern ist das Fest der Auferstehung und so sind alle Osterbräuche

prall gefüllt mit den Symbolen der Fruchtbarkeit, des neuen Lebens

und der Überwindung des Todes.

osterWasser

Wasser gilt als das ureigenste Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit. Das

Osterwasser soll das ganze Jahr über Menschen und Vieh gegen Krankheit

und unheil schützen. Nach einem alten Osterbrauch muss das Wasser dazu

am Ostersonntagmorgen vor Sonnenaufgang aus einem Bach geschöpft und

schweigend heimgebracht werden. Jungen Frauen verleiht es angeblich

Schönheit und Fruchtbarkeit und Kinder, die mit diesem Wasser getauft wer-

KUNDENDIENST

Tel. 05322 2222 - Fax 05322 1655

Mobil 0178 9339387

Nordmannstraße 8

38667 Bad Harzburg

elt-petermann@t-online.de

Elektroplanung + Installation

Karl Petermann & Sohn GmbH

Foto: D.-D._pixelio.de


24 quadrat 03/2013 kultur 2

den, sollen zu besonders klugen Menschen heranwachsen.

Osterkerze

Nicht nur Wasser, auch Licht ist ein Lebenssymbol.

Licht spendeten viele Jahrhunderte lang hauptsächlich

Kerzen. Ab dem vierten Jahrhundert verbreitete

sich der Brauch von Osterkerzen, die in der Osternachtfeier

die Kirche erhellten, von Rom aus über

ganz Europa. Ihr Licht steht für den Sieg Jesu über

den Tod. In Jerusalem ist es seit jeher üblich, das

Licht der Osterkerze mit nach Hause zu nehmen.

Osterfeuer

Aber woher erhält die Osterkerze ihr Licht? Eine alte

Tradition ist es, sie am Osterfeuer zu entzünden. Dieser

vorchristliche Brauch der Frühlingsfeuer zur Vertreibung

des Winters und für Wachstum und Fruchtbarkeit

wurde von den christlichen Gemeinden als

Zeichen der Auferstehung übernommen. Die Osterfeuer

lodern üblicherweise in der Nacht zum Ostersonntag.

Osterlamm

Schafe und Lämmer gehören fast überall zur Osterdekoration.

Es ist ein jüdischer Brauch, zum Passahfest,

dem Fest zur Befreiung der Israeliten aus der

ägyptischen Sklaverei, ein Lamm zu schlachten.

Jesus war zu diesem Fest nach Jerusalem gekommen

und wurde dort im Verlauf der Passahwoche gekreuzigt.

Während die Priester die Lämmer für das Fest

in den Tempeln schlachteten, starb Jesus am Kreuz.

Im Christentum steht das Lamm für das Opfer, das

Jesus brachte, sowie für Reinheit und Frieden.

seit dem 13. Jahrhundert. Damals wurden sie rot in

der Farbe des Blutes Christi gefärbt oder in Osteuropa

golden angemalt, als Symbol ihres Wertes für

den Glauben. Die wertvollsten Ostereier, die je verschenkt

wurden, sind sicherlich die Eier, die Zar Alexander

III. einst seiner Gattin schenkte; in Auftrag

gab er diese bei seinem Hofjuwelier Peter Carl

Fabergé. 1885 entstand das erste der berühmten

Fabergé-Eier, 49 weitere folgten in den darauf folgenden

Jahren. Zehn wurden für Alexander III. gefertigt,

die anderen vierzig für seinen Sohn Zar Nikolaus

II. Fabergé fertigte neben den fünfzig kaiserlichen

Eiern auch noch andere, sogenannte nichtkaiserliche

Eier, für Auftraggeber, die sich den Luxus dieser

in Mode gekommen Ostergaben leisten konnten.

Künstler haben sich ebenfalls dem Thema Ei gewidmet

und tun es noch. Wenn Sie neugierig auf solche

kleinen Kunstwerke sind, schauen Sie ab dem 10.

März einmal in der Stubengalerie in Goslar vorbei.

Die Frühjahrsausstellung dort bietet eine Vielfalt an

unterschiedlich gestalteten Eiern namhafter Künstler.

Osterhase

Der Osterhase ist wahrscheinlich der jüngste Begleiter

unseres Osterfestes. Auch er steht, wie das Ei,

für Fruchtbarkeit. Im alten Byzanz war der Hase ein

Symbol für den auferstandenen Jesus Christus, zum

Eierlieferanten wurde er aber erst später. Die ersten

Überlieferungen dieses Volksglaubens stammen aus

dem Elsass. Dort erzählte man sich ab 1678 vom

Osterhasen. Wirklich weit verbreitet war diese

Legende dann aber erst im 19. Jahrhundert. Wenn

auch Hase und Ei auf den ersten Blick nicht zusammen

passen, sie symbolisieren beide Fruchtbarkeit

und Leben. Außerdem bezahlten Schuldner im Mittelalter

am Gründonnerstag, ebenso wie mit Eiern,

mit Hasen ihre Gläubiger. Auf das Osterbrot, in das

ein ganzes Ei eingebacken wurde, prägte man einen

Hasen. All dies zusammen ließ wohl die Idee vom

eierbringenden Hasen aufkommen.

Suchen

Wenn wir das Ei als Zeichen des Lebens und der Wiedergeburt

sehen, so suchen wir zu Ostern das Leben,

und zwar das neue Leben. So wie Jesus sein altes

Leben am Kreuz hinter sich ließ, können auch wir im

neuen Jahr so wie die Natur im Frühling neu anfangen,

alte Fehden begraben, Kränkungen vergeben

und Fehler verzeihen. (sw)

Frohe Ostern wünscht Ihnen

Ihr Quadrat-Team

Osterei

In fast allen Religionen und Erdteilen ist das Ei ein

Symbol für Fruchtbarkeit, Leben und Wiedergeburt.

Außerdem waren Eier im Mittelalter Zahlungsmittel,

mit denen man um Ostern, meist am Gründonnerstag,

die Pacht für Land und Schulden bezahlte. Eier

boten sich in dieser Jahreszeit als Zahlungsmittel an,

da in der Fastenzeit vor Ostern keine Eier gegessen

werden durften. Man sammelte sie also bis Ostern.

Gefärbte Ostereier kennen wir in Europa ungefähr

fotos: MEV / Stsubengalerie goslar


Einkaufen

direkt vom Hersteller

zu Outlet-Preisen

Ihr Partner für

Herrenmode

Business,

festliche Anlässe

Freizeit

und Spezialgrößen

25

Öffnungszeiten:

Mo. bis Fr. 13.00 bis 18.00 Uhr

Sa. 10.00 bis 14.00 Uhr

ODERMARK FASHION OUTLET

Wilvorst Herrenmode GmbH

Odermarkplatz 1, Telefon 05321 / 351 9021

www.odermark-fashion-outlet.de


platz genommen quadrat 03/2013 27

ganz Privat

Fotos: stefan sobotta, aufgenommen im Cafè am Markt Goslar

Julia Willie Hamburg

Frischer Wind für Goslar im Landtag

Julia Willie Hamburg ist Goslars sympathisches Gesicht im Landtag. Mit 26 Jahren ist

die Hannoveranerin für den Wahlkreis 14 in den neuen niedersächsischen Landtag eingezogen.

Die Politkerin von Bündnis 90/ Die Grünen ist in dieser Wahlperiode die jüngste

Abgeordnete im Leineschloss. Julia Hamburg ist Vorsitzende der Grünen in Niedersachsen.

Wenn man im Internet recherchiert, findet sich

nicht viel über Sie. Sie sind aber gerade auch

zur Landesvorsitzende gewählt worden...

Julia Hamburg: Ich bin 2005 zu den Grünen

gekommen, weil Herr Schröder damals die Vertrauensfrage

gestellt hat und ich dachte „Oh nein, es

darf nicht zu Ende gehen! Rot/Grün hat zwar Fehler

gemacht, aber es muss weiter gehen“. Es gab

ja immer schon Angebote von Parteien, ohne Mitglied

zu sein, sich zu engagieren, Wahlkampf zu

machen. Ich habe mich informiert und schwankte

auch länger, ob ich zu den Jusos oder zur Grünen

Jugend will, und bin dann doch bei der Grünen

Jugend gelandet und sehr schnell dort aktiv geworden.

In kurzer Zeit wurde ich die Sprecherin der

Grünen Jugend in Niedersachsen und war zu dieser

Zeit natürlich bereits landespolitisch aktiv.

Dann ging es immer weiter: Ich bin in den Parteirat

der Grünen gegangen, das ist das Beratungsgremium

des Landesvorstandes, und anschließend

bin ich stellvertretende Landesvorsitzende geworden.

Das ist ein schneller Weg...

Julia Hamburg: Ja, aber Parteiarbeit macht mir

einfach Spaß...

Ist das nicht ein sehr trockenes Geschäft?

Julia Hamburg: Nein, denn gerade landesweit hat

man mit unglaublich vielen verschiedenen Men-


28 quadrat 03/2013 profi le

schen zu tun, vielen Bedürfnissen, vielen Herausforderungen,

verschiedenen Charakteren. Die alle

zusammen in einen Dialog zu bringen, Herausforderungen

zu lösen, den Ausgleich zu schaffen, das

finde ich total spannend. Die menschliche Komponente

an Politik fasziniert mich. Dass alle an

einem Strang ziehen, um es hinzubekommen, dass

nicht alle gegeneinander arbeiten, dieser Aspekt

reizt mich daran sehr.

Das sieht nicht jeder Politiker so...

Julia Hamburg: Aber in der Parteiarbeit ist das

unerlässlich...

Sie haben ein Kind..

Julia Hamburg: Ich habe eine dreijährige Tochter...

werden wir die Menschen in den kommenden fünf

Jahren so überzeugen, dass wir dann ein eindeutiges

Ergebnis bekommen. Es gab im Land ja jetzt

auch keine wirkliche Wechselstimmung: Die Menschen

waren mit McAllister zufrieden und hatten

eine wirtschaftliche Situation, in der sie sagten

„Eigentlich geht‘s uns gut.“ Wir haben es

geschafft, dann die Themen zu setzen, die die

Menschen bewegt haben, wählen zu gehen.

Gerade im grünen Bereich wurden so

viel Nichtwähler mobilisiert wie selten

zuvor. Da haben wir eine unglaubliche

Chance genutzt, indem wir noch mal

gekitzelt haben, um den Leuten zu zeigen,

dass, obwohl es ihnen gut geht, ein

Wechsel stattfinden muss. Es geht noch

besser!

ist der aufwand nicht viel größer, sich für einen

Wahlkreis einzusetzen, aus dem man nicht kommt,

als für das eigene Umfeld?

Julia Hamburg: Es am Anfang viel mehr Kennenlernen,

sich viel mehr Zahlen aneignen. Andererseits

komme ich so ein bisschen von außen. Wenn

ich für Hannover Politik machen würde, hätte ich

schon die Brille „das

Das ist sicher nicht leicht zu organisieren: Kind,

Studium, abgeordnetentätigkeit...

Julia Hamburg: Während des Wahlkampfes hat das

Studium pausiert und ich werde jetzt mit meiner

uni in Göttingen klären, wie ich das mit meiner

Tätigkeit als Abgeordnete in Einklang bringen

kann. Das ist eine echte Herausforderung...

vor allem, wenn man wie Sie auch noch seit kurzem

Landesvorsitzende ist...

Julia Hamburg: Die Herausforderung wird da in der

nächsten Zeit, wenn wir regieren, sein, die Partei

und die Basis mitzunehmen, denn auch die Partei

will da maximal mitgestalten. Ich glaube, deswegen

bringt meine Postion in diesem Bereich einen

Synergieeffekt. Ich denke nicht, dass es ein großer

Mehraufwand ist, sondern dass es bei einer Ein-

Stimmen-Mehrheit in unserer Regierung wichtig

ist, die Ebenen so stark zu verzahnen, dass eine

schnelle und maximale Zusammenarbeit garantiert

werden kann, um auch die Interessen der Partei

berücksichtigen zu können. Bei einer Stimme

Mehrheit im Parlament ist das natürlich auch die

große Herausforderung. Da muss man viele Menschen

mitnehmen.

ein klarer vorsprung wäre aber schon besser gewesen...

Julia Hamburg: Das wäre natürlich für uns auch

netter gewesen, aber jetzt gibt es den Wechsel und

wir haben die Chance zu gestalten. Im Idealfall

zurück von der Landespolitik nach goslar.

Woher kommt ihr bezug zur Kaiserstadt?

Julia Hamburg: : Mein Vater hat früher viel

Musik im Zwerg Hübich gemacht und wir

saßen in der Ecke mit zwei Zöpfchen und

haben uns gefreut, dass unser Papa da Musik

macht. Wir kannten die Besitzer und waren

auch so ab und an da, sind mit denen Motorrad

gefahren und haben den Harz erkundet.

und auch aus Besuchen im Schullandheim

kenne ich diese Region natürlich. Natürlich

hatte ich keinen engen Bezug zu Goslar. Ich bin

hierher gekommen, weil einer der Direktkandidaten

nicht mehr zur Verfügung stand und ich

war zu diesem Zeitpunkt schon auf der Landesliste

auf einem der aussichtsreichen Plätze. Ich

habe gesagt: „Ich komme gern zu Euch, denn ihr

habt in den nächsten Jahren in Goslar spannende

Herausforderungen zu lösen, da freue ich mich

drauf.“ Goslar ist ja auch schön, man kommt hier

her und denkt sich „Einfach nur schön...“

aber ein bisschen Provinz ist es hier ja auch...

Julia Hamburg: Aber das weiß man, gerade wenn

man wie ich aus Hannover kommt, auch sehr zu

schätzen als Kontrastprogramm. Ich habe es

genossen, hier auf dem Markt zu sitzen im Sommer

und es war einfach ruhig. Man hört nur Menschen

reden, aber keine Autos fahren. In Hannover

muss man sich überspitzt gesagt fast anschreien,

weil die Autos an einem vorbei rasen.

sind meine eigenen solitären

Interessen, das sind wir als Hannoveraner“.

und so kommt man hierher, hört sich unterschiedliche

Sichtweisen an und geht vollkommen ergebnisoffen

auf jede Person, die hier Politik macht

oder ein Anliegen hat, zu und hört sich das an,

setzt es ins Verhältnis und sucht den Ausgleich

mit den verschiedenen Positionen. Das ist eine


profi le quadrat 03/2013 29

super Chance und ich finde das total spannend.

Gerade der demographische Wandel, der hier

schon sehr spürbar ist, macht den Dialog notwendig.

Das ist eine Chance zu sagen, wir müssen hier

umgestalten, hier gibt es den umbruch und wie

machen wir das? Da gibt es unterschiedlichste

Interessen und die dann zu verbinden ist spannend

und so muss Politik gemacht werden, finde

ich. Da ist die Offenheit da, dass alle miteinander

reden und zu sehen, wie machen wir es. Das gibt

es sonst ja auch oft nicht.

Sie sind ja nun deutlich jünger als der altersdurchschnitt

in goslar...

Julia Hamburg: ...aber ich werde trotzdem

erstaunlich ernst genommen. Das ist in Goslar

toll! Das habe ich eigentlich so nicht erwartet. Ich

finde hier offene und freundliche Menschen, die

sich freuen, dass man etwas ändern will und sie

reden mit mir und tun das, was ich ganz wichtig

finde, auf Augenhöhe. Ich betrachte schon Menschen

mit etwas Neid, die viel in der Welt herumgekommen

sind, die fünf verschiedene Studienorte

hatten. Andererseits finde ich es auch

gut, wie ich es jetzt gemacht habe.

Sie sind zufrieden damit, wie man in goslar

miteinander spricht?

Julia Hamburg: Ich habe beispielsweise Oliver

Junk beim Neujahrsempfang getroffen

und er hat mir direkt den Dialog angeboten

und er hat gesagt, dass er sich regelmässig

mit mir austauschen möchte. Wir haben

das jetzt auch vereinbart und ich denke,

das ist gewinnbringend. Wenn der Austausch

regelmässig ist und nicht nur problembezogen,

hat man den Vorteil, dass

man sich mit den aktuellen Themen auf

dem Laufenden hält und so besser

zusammenarbeiten kann. Es schadet auch

nicht, dass alle Seiten sich einschätzen können.

Sie bevorzugen eine klare Sprache...

Julia Hamburg: Ja, ich hatte an der uni eine

Dozentin, die hat sogar in der Bewertung und

Benotung von Hausarbeiten darauf geachtet, dass

wir keine Fremdwörter verwenden. Ich fand das

sehr stark, denn man muss Mut haben, zu sagen,

eigentlich ist es ganz einfach zu formulieren. Wir

studieren zwar und wissen viel, aber andere Menschen

sollen das auch verstehen können. Wir sind

nicht die Besseren, nur weil wir Fremdwörter verwenden.

Es war spannend zu sehen, dass viele

damit nicht klar gekommen sind. Es gab Leute, die

dachten, die ist vielleicht ein bisschen dumm.

Andere haben sich komplett dagegen verwahrt. Ich

denke, die große Leistung ist aber, genau das zu

schaffen und die Worte so zu erklären, dass alle

sie einfach verstehen.

ist das für Sie auch eine Lebensmaxime?

Julia Hamburg: Das kann man leider so nicht

sagen, denn ich habe das Landtagswahlprogramm

mitgeschrieben und das ist das komplizierteste

geworden (lacht). Ich drücke mich manchmal

schwer aus, weil es anders schwierig greift, aber

ich empfinde es als wichtig. Ich achte darauf,

wenige Fremdwörter zu verwenden, mich verständlich

auszudrücken, gerade wenn ich mich nicht in

meinen „grünen Kreisen“ bewege. Ich versuche,

den Menschen immer zu vermitteln, dass sie auch

nachfragen sollen, wenn sie etwas nicht verstanden

haben oder etwas anderes wissen wollen. Der

Gegensatz dazu wäre ja eine reine Konsumhaltung:

ich nicke schlau, habe eigentlich nichts verstanden

und gehe nach Hause. Das ist nicht, was

ich will. Der Gewinn dabei ist gleich Null! In den

Dialog kommt man nur, wenn alle eine Ebene

haben und man nicht so tut, als wäre man in

einem anderen Kosmos, sondern sagt, wie die

Dinge sind.

Politik frisst sehr viel zeit. Wie kommen da politisches

engagement, Familie und Hobbys zusammen?

Julia Hamburg: Es ist keine Überraschung: Das

Hobby ist im Moment Politik. Daneben gibt es

nicht viel. Ich mache gern Sachen, die sich gut

verbinden lassen: Ich koche sehr gern. Eigentlich

müsste ich mich auch wieder disziplinieren, um

Sport zu machen. Meine Tochter verlangt mir

natürlich einen hohen Organisationsaufwand ab.

Tessa ist tagsüber im Kindergarten betreut. Die

Zeit zwischen Kindergarten und ins Bett gehen

verbringe ich mit ihr. Danach wird bis in die Nacht

weiter gearbeitet. Mein Partner ist selbstständig

und lange politisch aktiv gewesen und hat für so

viel Arbeit Verständnis. Im Moment habe ich

natürlich wenig Freizeit und viel Organisationsaufwand.

Beispielsweise versuche ich mir die Sonntage

als Familientage frei zu halten. Zwei Wochentage

kann ich komplett nutzen, da ich mit Tessas

Vater nicht mehr zusammen bin. Sie mag ihren

Vater sehr und er hat sie an zwei Tagen komplett

und ich arbeite von acht bis zehn durch. Das ist

für alle gut ausgeglichen.

Das ist ein ziemliches Pensum...

Julia Hamburg: Ich denke, dass das perspektivisch

nicht ohne eine zusätzliche Betreuungsperson

klappt. Ich bin sehr froh, dass ich auch einen so

tollen Kindergarten habe, der lange geöffnet ist.

Wo liegen ihre politischen Schwerpunkte?

Julia Hamburg: Ich habe mit Kinder- und Jugendpolitik

in Kombination mit Bildungspolitik begonnen.

Durch meine eigene Lebenssituation bin ich

natürlich auch schnell beim Thema Betreuung

gewesen. Mein Schwerpunktthema ist ein klassisches

Schwerpunktthema: Ich mache Inklusionspolitik,

fasse das aber ganz weit. Ich beziehe dabei

alle Menschen ein, die in irgendeiner Form aus der

Gesellschaft ausgeschlossen oder benachteiligt

werden, die sozusagen behindert werden. Dabei

geht es um Barrierefreiheit, um Menschen, die

hier schon ewig leben, aber kein Wahlrecht haben,

weil sie nicht die deutsche Staatsangehörigkeit

haben... Das ist ein Querschnittsgebiet, das sich

über Innenpolitik, Soziales, Bildung, Kultus

erstreckt. Ich arbeite so, dass ich ein Problem

definiere, die rechtlichen Lösungsmöglichkeiten

erforsche und versuche, Bereiche zu verbinden.

Das funktioniert wirklich nur, wenn man die Bereiche

verbindet. Da greift das Ressortdenken nicht.

Mal schauen, wie das in Zukunft klappt.

Und aus Harzer Sicht?

Julia Hamburg: Gerade wenn man wie hier viele

alte Menschen hat, werden diese irgendwann nicht

mehr richtig teilhaben können. Hier müssen die

Fragen gelöst werden, wie man lange selbstständig

wohnen kann, wie man miteinander lebt, Ansiedlung

von jungen Menschen, die sich für Alte auch

ehrenamtlich engagieren. Das ist auch Inklusionsarbeit.

(sts)


30 quadrat 03/2013 thementag

„Männer sterben für das

Vaterland, Frauen leben dafür“

Gottlieb von Hippel: Mut und Leidenschaft

Der 08. März, Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden

In Niedersachsen haben wir es gerade vor zwei

Monaten getan, ganz selbstverständlich und ohne

es als ein besonderes Privileg zu erachten, sondern

einfach als unser Recht, wir haben gewählt.

Aber es ist noch gar nicht lange her, da war das aktive

Wahlrecht, also wählen, für Frauen alles andere

als selbstverständlich, vom passiven Wahlrecht –

gewählt werden – einmal ganz zu schweigen. In

Europa wundern wir uns nicht, wenn wir hören, dass

Frauen in den Vereinten Arabischen Emiraten erst

seit 2006 und auch nur eingeschränkt wählen dürfen,

aber was sagen Sie zu diesen Zahlen: Das Frauenwahlrecht

eingeführt hat Liechtenstein 1984, Portugal

1976, die Schweiz 1971, Griechenland 1952,

Belgien 1948, Italien 1945, Frankreich 1944, Großbritannien

und Nordirland 1928, Irland 1922 und

Deutschland 1918. Der Weg der Frauen bis dahin

war lang, von Höhen und Tiefen gezeichnet und

immer eng verschlungen mit dem allgemeinen Weltgeschehen,

denn Frauen haben sich selten aus etwas

herausgehalten, schon gar nicht, wenn es um Rechte

für Minderheiten, Revolutionen und Menschlichkeit

ging.

Verlust der Rechte

Wie kamen die Frauen, also sozusagen die Hälfte der

Menschheit, in eine an sich machtlose Lage? Wie

kam es dazu, dass das Patriarchat die vorherrschende

Gesellschaftsform wurde? Wir können das

sicher nicht mit absoluter Gewissheit sagen, aber die

Forschung hat Theorien. Und diese Theorien wiederum

beziehen sich unter anderem auf Felszeichnungen.

Die heute trockensten Gebiete der Erde, die

Sahara, Arabien und Asien, gelten als die Wiege der

Menschheit. Dort war es vor vielen Tausend Jahren

eben nicht trocken, sondern feucht und warm, es

gab genügend Nahrung und keinen Grund, Energie

mit Kämpfen zu verschwenden. Felszeichnungen

aus dieser Zeit zeigen Frauen, Kinder und Tiere. Die

Menschen lebten in matriarchalischen Strukturen.

So lebende Völker finden wir heute nur noch sehr

vereinzelt im Regenwald. Sie zeichnen sich dadurch

aus, dass sie ohne strikte Hierarchie, ohne strenge

Strafen und ohne persönliches Eigentum und somit

auch ohne Monogamie leben. Dort hätten wir Probleme,

das Wort „Emanzipation“ zu erklären. Wieso

lebt aber die Masse der Menschen nicht mehr so

ursprünglich?

Die „Saharasia-Theorie“ geht davon aus, dass eine

extreme Klimaveränderung auch die gesellschaftlichen

Strukturen verändert hat. Das Austrocknen dieser

einst meistbesiedelten Gebiete und die damit

einhergehende Nahrungsknappheit führten dazu,

dass körperliche Überlegenheit zum Überleben notwendig

wurde. Ebenso, wie Vorräte anhäufen, Eigentum

schaffen und Ansprüche auf Ressourcen geltend

machen, auch Ansprüche auf andere Menschen,

auf Gefangene als Machtdemonstration, auf Sklaven

als Arbeitskräfte und auf Frauen als Ressource zur

Fortpflanzung. In diesen Gebieten gibt es noch heute

die strengsten Patriarchate.

Kampf um Rechte

Den Weg zum ersten Frauentag, der am 19. März

1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn

und der Schweiz gefeiert wurde, haben viele Frauen

geebnet. Mächtige Frauen wie zum Beispiel Margarete

von Österreich und Louise von Savoyen, die

1529 mit dem „Damenfrieden“ den Krieg zwischen

dem französischen König Franz I. und Kaiser Karl V.

beendeten. Mutige Frauen wie Aphra Behn (1640–

1689). Sie lehnte eine erneute Heirat, um nach dem

Tod ihres Mannes finanziell versorgt zu sein, mit der

Begründung ab, dass das Prostitution sei. Stattdessen

wurde sie Spionin für Karl II. Kluge Frauen wie

Harriet Beecher Stowe (1811–1896). 1852 erschien

in Boston ihr Buch „Onkel Toms Hütte“ und wurde

ein großer Erfolg. Die Menschen betrachteten die

Sklaverei auch durch sie sehr viel kritischer, so viel

kritischer, dass es zum Amerikanischen Bürgerkrieg

kam. Präsident Jefferson soll zu ihr gesagt haben:

„Sie sind also die kleine Frau, die diesen großen

Krieg verursacht hat“. Es sollte trotzdem noch 100

Jahre dauern, bis die amerikanische Bürgerrechtsbewegung

ins Rollen kam. Angestoßen wurde sie

durch Rosa Parks, die sich weigerte, ihren Sitzplatz

in einem Bus für einen Weißen zu räumen. Indem

Rosa sitzen blieb, verschaffte sie nicht nur den Farbigen,

sondern allen Benachteiligten in der Gesellschaft

den Mut, aufzustehen.

Gefährliche Frauen

Die Journalistin, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin

Louise Otto-Peters (1819–1895) gilt als Begründerin

der historischen Frauenbewegung. Sie kam aus

einem liberalen Elternhaus, in dem man sie anhielt,

Zeitung zu lesen und ihre politische Meinung zu

sagen. Der Vormärz schürte in ihr wie in den meisten

engagierten Frauen neue Hoffnungen. Sie hielten es

für ihre Pflicht, für die Sache des Volkes auf die Barrikaden

zu gehen und zu kämpfen. Louise Otto-

Peters war nicht bereit aufzugeben und zurückzustehen,

wenn „Alle und Alles vorwärtstreiben“. 1849

begann sie mit der Herausgabe der „Frauen-Zei-


thementag quadrat 03/2013 31

foto: bildpixel pixelio

tung“. Die Gefährdung des bürgerlichen Lebens

durch deren feministische Inhalte war für die sächsische

Regierung so groß, dass sie die Zeitung und

alle journalistischen Tätigkeiten für Frauen verbot,

wofür eigens ein Gesetz, das Lex-Otto, erlassen

wurde. Louise ging nach Thüringen, schrieb dort weiter

und gründete 1865 in Leipzig den ersten feministischen

Dachverband, den „Allgemeinen Deutschen

Frauenverein“. Einigen war allerdings der

gemäßigte Ton von Louise Otto-Peters zu leise und

der Weg, ihr Recht nicht durch Regelverletzungen

einzufordern, zu schwach. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts

bildete sich immer mehr ein radikaler feministischer

Flügel heraus. Neben dem Recht auf Bildung

und Erwerbstätigkeit war das Frauenwahlrecht

ein erklärtes Ziel. Mit dem Erstarken der Arbeiterbewegung

und der Sozialdemokraten entstand in Amerika

und Großbritannien die Suffragettenbewegung.

Ihre Initiatorinnen waren Harriet Taylor Mill (1807

–1858), Millicent Garret Fawcett (1847–1929) und

Emmeline Pankhurst (1858–1928). Während Harriet

und Millicent für gewaltfreien Protest waren,

stand Emmeline auf der radikalen Seite. Vor allem,

nachdem 1910 ein Gesetzesentwurf zur Ausweitung

der Frauenrechte abgeschmettert worden war, war

sie der Meinung: „Ein Stein, der eine Scheibe zerschlägt,

ist ein gutes Argument.“

Ein Tag im März

Aber etwas war schon erreicht, das Folgen haben

sollte. 1908 beschlossen die Frauen der Sozialistischen

Partei Amerikas einen Kampftag für das Frauenwahlrecht,

der 1909 das erste Mal stattfand. Dieser

Tag führte dazu, dass Clara Zettkin (1857–1933),

eine deutsche Sozialistin, 1910 auf der internationalen

sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen

die Einführung eines Internationalen Frauentages

zur Sprache brachte. Neben dem Frauenwahlrecht

ging es Zettkin vor allem um einen Achtstundentag

und gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Dieser Tag wird

seither durchgeführt, wobei er in Deutschland zwischen

1933 und 1945 verboten war. Denn emanzipierte

Frauen waren gefährlich. Gefährlich klug,

gefährlich sexuell aktiv und frei, manche gefährlich

„jüdisch“ und sie sagten gefährlich laut ihre Meinung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es in beiden

deutschen Staaten immer leiser um den Weltfrauentag,

bis er in den neunziger Jahren wieder an

Brisanz gewann, vor allem ausgelöst durch den FrauenStreikTag

1994 für eine bessere Sicherung der

Frauenrechte.

(sw)


32

Liebe Quadrat Leser,

z. B.: Unsere Gesundheitspakete

Gesundheit ist unser höchstes Gut. Lebensqualität und Lebensfreude sind direkt

damit verbunden. Grundlage hierfür bilden unsere sorgfältig für Sie zusammen

gestellten Gesundheits-Pakete. Gönnen Sie sich nur das Beste für Körper und Seele!

Wärme und Zirkulation

Paket 1: (Dauer: ca. 60 Min.)

Gr. Honiglotion-Rückenmassage, Bienenwachs-Wärmepackung, Fußmassage

Paket 2: (Dauer: ca. 70 Min.)

Fußreflexzonenmassage, Hot-Stone-Therapie

Entschlacken und Regenerieren

Paket 3: (Dauer: ca. 60 Min.)

Kohlensäure-Vollbad, Schulter-Nacken-Arm-Massage

Paket 4: (Dauer: ca. 80 Min.)

Sole-Algen-Thalasso-Vollbad, Kräuteröl-Bein- und Rückenmassage

z. B.: Physiotherapie

Unsere Physiotherapie-Abteilung ist zu allen Kassen zugelassen und hat zu

folgenden Zeiten geöffnet: Montag bis Sonnabend (für Berufstätige) nach

Vereinbarung - buchen Sie Ihren individuellen Wunschtermin unter 05322.7809-0.

Bei allen Anwendungen sind die Nutzung unseres Ruheraums sowie erfrischendes

Am Stadtpark 2, 38667 Bad Harzburg

Telefon 05322.7809-0, Fax - 89, info@vitalhotel-am-stadtpark.de

www.vitalhotel-am-stadtpark.de

nur 51,- e

nur 59,- e

nur 47,- e

nur 61,- e

Mineralwasser enthalten.

• Medizinische Bäder • Packungen + Wärmetherapie • Krankengymnastik

• Manuelle Therapie • Entspannungstherapie • Massagen

• Infrarotbehandlung • Infrarot-Wärmekabine • Sauna ...

Nutzen Sie unseren Geschenkgutschein-Service für alle unsere Angebote!

während ich dies schreibe, haben

wir Minusgrade und Schnee, und

doch beschäftige ich mich mit

dem Osterfest. Richtig geraten,

wir braten uns eine Lammkeule.

Das Grundrezept für einen Braten

ist eigentlich immer gleich,

also passen Sie gut auf. Das

funktioniert auch bei Rind,

Schwein und Wild, nur die Kochzeiten ändern sich. Hier gilt

die alte Regel, wenn es weich ist, ist es fertig. Faustregel: pro Zentimeter Höhe

(des Bratens) zehn bis zwölf Minuten Bratzeit. Lammkeule braucht aber weniger,

weil sie so zart ist.

Wie immer kaufen wir eine schöne Lammkeule bei unserem Fleischer des Vertrauens,

würzen sie mit Salz und Pfeffer und braten sie mit etwas Öl so lange an,

bis sie schön braun ist. Raus damit aus dem Topf und nun geben wir zwei Löffel

Tomatenmark und klein geschnittenes Gemüse (Zwiebeln, Möhren, Sellerie,

Lauch … was Sie mögen) dazu und ebenfalls anbraten.

Jetzt legen wir die Keule wieder hinein und gießen an mit Brühe oder Rotwein,

bis es gut halb bedeckt ist, und lassen es mit Deckel ganz sanft köcheln. Nach

einer Stunde ist die Keule fertig, wenn Sie es rosa mögen, oder 60 Grad im

Kern, wenn Sie ein Kerntemperaturmessgerät haben (sollten Sie, wir verwenden

es auch), nach anderthalb bis zwei

Stunden ist sie gut durch (80

Grad im Kern). Die Soße

durch ein Sieb streichen

(passieren) oder mit

einem Mixstab pürieren,

mit Salz und

Pfeffer abschmecken,

nach

Geschmack etwas

Butter oder Sahne

dazu und wir sind fertig.

Andicken ist nicht

mehr nötig, da das ganze

Gemüse die Soße sämig

macht.

Klassische Beilage sind Salzkartoffeln (oder Gratin) und grüne Bohnen, die wir

mit Rippenspeck garen oder (eleganter) mit einer Scheibe Rippenspeck umwickeln

und dann garen.

Wie dem auch sei, mit diesem Braten auf dem Tisch kann Ostern eigentlich

nichts mehr schief gehen. Mögen Ihnen zu Ostern milde Luft, blühende Blumen

und singende Vögel beschert sein. Ihr Harald Leiste

foto: ro18ger.pixelio


33

Hans-Walter Becker | Rechtsanwalt & Notar

Timo Sebastian Becker | Rechtsanwalt

Sarah Otte im Kamp | Rechtsanwältin

Gunnar Voigt | Rechtsanwalt

Rechtsanwältin

Sarah Otte im Kamp

Fachanwältin für Familienrecht.

Schwerpunkte Familienrecht mit

Scheidungsrecht, Unterhaltsrecht,

Sorgerecht, Umgangsrecht.

Mein Thema des Monats:

Gesetzesänderung beim

Geschiedenenunterhalt –

Fluch oder Segen?

Lesen Sie mehr über dieses Thema auf

unserer Homepage www.anwalt.gs

38640 Goslar | Markt 5 | Telefon 0 53 21 · 34 20 - 0 | www.anwalt.gs


34

Demnächst im cineplex Goslar

les misérables

ab 21.2.2013 im Kino!

Nach 19 Jahren kommt Jean Valjean auf Bewährung frei und beginnt unter

falschem Namen ein neues Leben. Er bringt es zu Wohlstand, kümmert sich um

Bedürftige und nimmt nach dem Tod seiner großen Liebe deren Tochter bei sich

auf. Doch dann kommt ihm sein Erzfeind Inspektor Javert auf die Schliche und

jagt ihn gnadenlos, bis es in den Wirren der französischen Revolution zur finalen

Begegnung der beiden kommt.

Opulente, starbesetzte Verfilmung des Broadway-Musicals nach Victor Hugos

Roman von Tom Hooper („The King‘s Speech“).

3096 taGe

ab 28.2.2013 im Kino!

Natascha Kampusch ist erst 10 Jahre alt, als sie am 2. März 1998 auf dem

Schulweg von Wolfgang Priklopil entführt und in ein Verlies unterhalb seines

Hauses gesperrt wird. In den folgenden 3096 Tagen wird der kleine Raum ihr

Zuhause, das sie nur selten verlassen darf. Doch Natascha gibt sich nie auf und

kann am 23. August 2006 endlich fliehen, worauf sich ihr Peiniger das Leben

nimmt. Das Schicksal der jungen Österreicherin bewegt die ganze Welt und löst

einen beispiellosen Medienrummel aus.

Ergreifendes Drama von Sherry Hormann („Wüstenblume“).

Die fantastische Welt von oz 3D

ab 7.3.2013 im Kino!

Der mittelmäßige, schlitzohrige Zirkusmagier Oscar Diggs wird von einem gewaltigen

Wirbelsturm in die märchenhafte Welt von Oz versetzt. Begeistert lässt

er die Bewohner in dem Glauben, er sei der lang erwartete, große Zauberer, der

ihre Welt retten wird – bis er den Hexen Theodora, Evanora und Glinda begegnet,

die an seinen Fähigkeiten zweifeln. Doch als Oscar in die nicht ungefährlichen

Probleme von Oz hineingezogen wird und sie auch noch lösen soll, wächst er

plötzlich über sich hinaus …

Atemberaubendes Fantasy-Abenteuer von Sam Raimi („Spider-Man“).

Die crooDs 3D

ab 21.3.2013 im Kino!

In einer Zeit, in der Mutter Natur noch mit Pflanzen, Tieren und Kontinenten

experimentiert, muss sich die Urzeitfamilie Crood nach der Zerstörung ihrer

sicheren Höhle auf die Suche nach einem neuen Heim begeben. Auf ihrer

abenteuer lichen Reise durch eine atemberaubende Welt schließt sich ihnen der

pfiffige, junge Nomade Guy an. Papa Grug, der in allem Neuen und Fremden eine

Gefahr sieht, ist davon weniger begeistert – erst recht, als Guy das Herz seiner

eigensinnigen Tochter Eep erobert …

Urkomisches, prähistorisches Animations-Abenteuer.

cineplex Goslar

carl-zeiß-straße 1 · 38644 Goslar · tel. 0 18 05 - 54 66 47*

cineplex Goslar · carl-zeiß-straße * Der 1 anruf · 38644 kostet 14 ct/min aus Goslar dem deutschen · festnetz. telefon mobilfunkhöchstpreis 0 18 42 05 ct/min. - 54 66 47* · fax 05321-377399


35

das Ballett des BolsHoi

die saison 2012/2013

In Ihrem Cineplex

Du bist mein Kino

CLASART Classic präsentiert die Met-Saison 2012/2013

Live in High-Definition

Met

Opera

im Kino

Sonntag, 12. Mai 2013 um 17:00 Uhr

ROMEO UND JULIA – Live

Photo © Damir Yusupov

13. Okt.

27. Okt.

08. Dez.

15. Dez.

19. Jan.

16. Feb.

02. März

27. April

Gaetano Donizetti

L’ELISIR D’AMORE

Mit Anna Netrebko, Matthew Polenzani und

Mariusz Kwiecien. Dirigent: Maurizio Benini

Giuseppe Verdi

OTELLO

Mit Renée Fleming, Johan Botha und

Falk Struckmann. Dirigent: Semyon Bychkov

Giuseppe Verdi

UN BALLO IN MASCHERA

Mit Sondra Radvanovsky, Marcelo Álvarez und

Dmitri Hvorostovsky. Dirigent: Fabio Luisi

Giuseppe Verdi

AIDA

Mit Liudmyla Monastyrska, Olga Borodina und

Roberto Alagna. Dirigent: Fabio Luisi

Gaetano Donizetti

MARIA STUARDA

Mit Joyce DiDonato, Elza van den Heever und

Francesco Meli. Dirigent: Maurizio Benini

Giuseppe Verdi

RIGOLETTO

Mit Diana Damrau, Piotr Beczala und


Richard Wagner

PARSIFAL

Mit Katarina Dalayman, Jonas Kaufmann

und René Pape. Dirigent: Daniele Gatti

Georg Friedrich Händel

GIULIO CESARE IN EGITTO

Mit Natalie Dessay, Alice Coote und David Daniels

Dirigent: Harry Bicket

Jonas Kaufmann

in Parsifal

PHOTO: MICAELA ROSSATO/METROPOLITAN OPERA

Medienpartner

Medienpartner

der kartenvorverkauf

hat begonnen

Karten an der KinoKasse. Weitere informationen unter WWW.cineplex.de

www.metimkino.de

The Met: Live in HD is made possible by a generous grant from its

founding sponsor

Neubauer Family Foundation

Global corporate sponsorship of The HD Broadcasts are

The Met: Live in HD is provided by supported by

Weitere infos unter WWW.cineplex.De


36 quadrat 03/2013 kultur 2

KulTur KurzmelDungen

märz

silent radio

„schlossKonzert

Bei Kerzenschein“

Bündheimer schloss,

Bad harzBurg

02. märz, 20.00 uhr

Wenn eine Musik schweben kann, dann

diese. Und sie kann schwingen. Hin und

her über die Grenzen der Zeit, zwischen

einer Vergangenheit, in der Musik noch

Musik war und einer Gegenwart, in der

es wider Erwarten doch noch so etwas

wie Originalität auf einer Konzertbühne

gibt. Zu erleben sein wird das Schweben

und Schwingen, wenn das Braunschweiger

Duo „Silent Radio“ mit Band

erneut ein "Schlosskonzert" gibt. Bei einem

Abend mit „Silent Radio“ weiß

man, was man von Rainer Tacke und

Louie Bottmer erwarten kann und worauf

man sich freuen darf. Eben auf

Songs, von denen jeder Mensch mit

halbwegs solidem Geschmack eine

Menge auf seiner persönlichen All-

Time-Favorits-Liste tief im Herzen bei

sich trägt. Weitere Informationen sind

beim Kulturklub, Telefon 05322 1888,

oder unter www.kulturklub-bad-harzburg.de

zu erhalten.

theater Für

niedersachen

„zum sterBen schÖn“ – musical

von marc schuBring und

WolFgang adenBerg

stadthalle, Berliner strasse,

clausthal-zellerFeld

10. märz, 16.00 uhr

Boris und Betty sind füreinander bestimmt

– doch Bestattungsunternehmer

Boris ist schüchtern und Betty die

Frau des Bürgermeisters. Boris heckt

einen Plan aus: Gemeinsam wollen sie

Bettys Tod inszenieren, um nach der fi n-

gierten Beerdigung in die Südsee zu

fl iehen. Weder können sie ahnen, dass

Bettys Ehemann Hugh und seine Geliebte

planen, Betty tatsächlich umzubringen,

noch, dass Hugh auf einen offenen

Sarg bei der Trauerfeier bestehen

wird. Also muss Betty auf einer Schicht

Gefriererbsen liegen, um ihre Körpertemperatur

den Erwartungen anzupassen.

Und dann will der neue Eventbestatter

Frank seinem Rivalen Boris auch

noch Bettys Beerdigung abluchsen...

Das Musical nach der beliebten britischen

Filmkomödie „Grabgeflüster –

Liebe versetzt Särge“. Mit Zum Sterben

schön schuf der Berliner Komponist

Marc Schubring Melodien, die vom ersten

Takt an ins Ohr und ins Blut gehen.

Dem Kölner Autor Wolfgang Adenberg

verdankt das Musical seine treffsicheren

und schwarz-humorigen Dialoge

und Liedtexte. Die TfN MusicalCompany

bringt damit erneut eine Uraufführung

auf die Bühne. Der Eintrittspreis

beträgt zwischen 11,00 und 16,00 Euro.

FrühJahrsausstellung

stuBengalerie, goslar

10. märz Bis 02. april

Drei Wochen vor Ostern beginnt wie in

jedem Jahr in der Stubengalerie ein kleiner,

feiner Ostereiermarkt, mit künstlerisch

gestalteten Gänse-, Wachtel-, Enten,

Hühner- und Straußen-Eiern von

besonders ausgesuchten Malern wie

dem Goslarer Rudolf Sattler, der mit

seinen szenisch-verspielten Zeichnungen

auf Straußeneiern seine Fans entzückt,

von Christiane Rieke, deren

Sprucheier der österlichen Tradition

huldigen, von Renate Pütz, die mit musizierenden

Hasen und zarten Blumen-

Darstellungen entzückt; mit Naturfarben

in Reserviertechnik entstandene

kleine Kostbarkeiten von Bärbel Nikolaus

und in atemberaubender Akribie

gearbeiteten Eiern von Peter Nikolaus,

oder – erstmals dabei – fi ligrane Tiffany-Eier

von Peter und Manuela Poggensee.

FOTO: STUBENGALERIE

Um diesem traditionellen Ostereiermarkt

im 40. Jahr des Bestehens der

Galerie einen besonderen Rahmen zu

geben, wird zusätzlich in der Osterzeit

in den Galerieräumen eine Auswahl an

Bildern und Skulpturen mit österlichen

Your dealer in town !

Brillen Kerll

Augenoptik Hörakustik

Herzog-Wilhelm-Str. 85 38667 Bad Harzburg Tel. 05322 / 2861

www.brillen-kerll.de


eethoven

Themen gezeigt, von Eiern und Hasen

bis zu Fruchtbarkeitssymbolen, Blumen

und Darstellungen der frühlingshaften

Variationen

Pfl anzenwelt. So zum Beispiel Ölmalereien

auf Kupfer der Künstlerin Hanne-

auspiel von Moisés Kaufman

Cordula Trantow, Peter Schmidt-Pavloff u.a.

lore Heise, fröhliche Pfl anzen- und Tiermotive

der Meisterin der Farbradierung

ro-STUdio Landgraf

ariationen ist ein Stück über eines der faszinierendsten Geheimnisse der

ikgeschichte. Warum Jutta hat Votteler, Beethoven trotz klassische gesundheitlicher Blumen-Stillleben

von Professor Straßner oder

und finanr

Nöte vier Jahre lang 33 Variationen über einen einfachen Walzer des

häftstüchtigen Wiener Komponisten und Musikverlegers Anton Diabelli

poniert? symbolvolle Darstellungen philosophischer

komponierte und mystischer 33 grandiose Wesen Variationen. von Josef

dezu besessen von dem Walzer, den er vorher abfällig als „Schuster-

“ bezeichnet hatte,

führte zu seinem Werner. Gesinnungswandel? Geöffnet Genau hat das die ist die Stubengalerie

Frage, über

ich Dr. Katharine Brandt – Musikwissenschaftlerin – den Kopf zerbricht.

immer Dienstag bis Freitag von 11.00

ohl schwer erkrankt, fliegt sie von New York nach Bonn, um dem Rätsel

ie Spur zu kommen. bis Wir 13.00 erleben, Uhr wie und Beethoven von komponiert, 15.00 bis und 18.00 Kathegleichzeitig

in einem Skizzenbuch blättert. Dazu spielt die Pianistin die

ikalischen Phrasen, Uhr, die Beethoven sowie dann Samstag auch wieder von verwarf, 11.00 bis er sich bis

eden gab.

13.00 und von 14.00 bis 17.00 Uhr.

ngewöhnliches Theaterstück: Eine Mischung aus musikalischer Krilgeschichte,

Klavierabend, Krankheitstragödie und Beziehungsdrama.

Sonntags können Sie von 11.00 bis

r Schmidt-Pavloff 13.00 gibt einen Uhr beeindruckenden die Ausstellung Einblick in besuchen.

die Stimmungsankungen

und Launen Beethovens.

ursaal

Kieran

Bad

goss

Harzburg

trio

Kaisersaal, vienenBurg

www.odeon-theater.de

10. märz, 17.00 uhr

Telefon: 05321-319840

Seit mehr als 20 Jahren ist der Singer /

Songwriter Kieran Goss einer von Irlands

bekanntesten Musikern, der inzwischen

einige Platin-Alben sein Eigen

nennen kann. Zusammen mit Gary

Hughes am Kontrabass und Ann Kinsella

mit ihren „harmony vocals" verzaubert

er die Zuschauer mit kraftvoller, dynamischer

Musik ebenso wie mit sanften

leisen Tönen. Erleben Sie anspruchsvolle,

mitreißende Songs, gespickt

mit Charme, Herz und Humor.

33 variationen

schauspiel

Kursaal, Bad harzBurg

11. märz, 19.00 uhr

33 Variationen ist ein Stück über eines

der faszinierendsten Geheimnisse der

Musikgeschichte. Warum hat Beethoven

trotz gesundheitlicher und fi nanzieller

Nöte vier Jahre lang 33 Variationen

Fotos: Bernd Böhner

über einen einfachen Walzer des geschäftstüchtigen

Wiener Komponisten

und Musikverlegers Anton Diabelli

komponiert? Geradezu besessen von

dem Walzer, den er vorher abfällig als

„Schusterfl eck“ bezeichnet hatte, komponierte

er 33 grandiose Variationen.

Was führte zu seinem Gesinnungswandel?

Genau das ist die Frage, über die

sich Dr. Katherine Brandt – Musikwissenschaftlerin

– den Kopf zerbricht. Obwohl

schwer erkrankt, fliegt sie von

New york nach Bonn, um dem Rätsel

auf die Spur zu kommen.

FOTO: ODEON-THEATER GOSLAR

Wir erleben, wie Beethoven komponiert,

und Katherine gleichzeitig in einem

Skizzenbuch blättert. Dazu spielt

die Pianistin die musikalischen Phrasen,

die Beethoven dann auch wieder

verwarf, bis er sich zufrieden gab. Ein

ungewöhnliches Theaterstück: Eine Mischung

aus musikalischer Kriminalgeschichte,

Klavierabend, Krankheitstragödie

und Beziehungsdrama. Peter

Schmidt-Pavloff gibt einen beeindruckenden

Einblick in die Stimmungsschwankungen

und Launen Beethovens.

hannover 98 -

improvisationstheater

stadtBiBliotheK alter BahnhoF,

BahnhoFstrasse 5,

clausthal-zellerFeld

12. märz, 19.30 uhr

Das Improvisationstheater Hannover

98 präsentiert lebendig, spontan und

amüsant Szenen und Geschichten nach

Vorgaben des Publikums. Hannover 98

legt besonderen Wert darauf, Geschichten

zu erzählen, die phantasie- und liebevoll

ersponnen, in dauerhafter Erinnerung

bleiben. Die süchtig machen

können. Der Eintitt beträgt 12,00 Euro.

Klaus lage

„zeitreisen“

aula im schulzentrum seesen

13. märz, 20.00 uhr

Nachdem Klaus Lage mehr als 30 Jahre

lang bei seinen Konzerten mit Bands

in unterschiedlichsten Besetzungen

aufgetreten war, machte er 2010 zum

ersten Mal wieder das, was er bereits in

den 70er Jahren in Berliner Clubs getan

hatte: Auftritte als Solist – nur Stimme

und Gitarre – ganz allein. Unter dem

Programmtitel „Zeitreisen“ folgt im

Winter 2012 und Frühjahr 2013 nun seine

neue Solotournee. Der Name des

Programms ist dabei durchaus wörtlich

zu verstehen: Klaus Lage spannt in Liedern

und Geschichten einen zeitlichen

Bogen von seinen nicht nur musikalischen

Anfängen bis zur Gegenwart. Von

damals, Ende der 1970er Jahre, als er

beim „Berliner Rock Ensemble“ ausstieg,

um mit deutschsprachigen Liedern

unter eigenem Namen aufzutreten

und sich die ersten Sporen als rockiger

Liedermacher in den Berliner Folkclubs

zu verdienen. Von seiner ersten Single

„Alle ham´s geschafft außer mir“, deren

Behauptung sich bald darauf als recht

unzutreffend erwies.

Die Konstante dabei: seine Stimme, die

sowohl rau und rauchig, zart und sensibel,

als auch frech und witzig klingt,

vor allem aber immer unverwechselbar.

Auch ganz allein, nur von einer Gitarre

begleitet, vermag sie einen Raum auszufüllen

und beim Publikum wohlige

Schauer auszulösen. Das hat die erste

kultur 2 quadrat 03/2013 37

Solotour glänzend gezeigt. Und bei der

neuen Solotour „Zeitreisen“ 2013 wird

das ganz bestimmt wieder der Fall sein.

Wenn Klaus Lage sehr bekannte und

weniger bekannte, ältere und neue Lieder

singt, wenn er die Freiheit des Soloartisten

für spontane Einlagen nutzt,

von Erfahrungen und Erlebnissen auf

seinem langen Weg erzählt, ohne in

Nostalgie zu versinken. Davor schützt

ihn auch sein komödiantisches Talent,

das er bei diesem Programm sicher

auch aufblitzen lassen wird. Ein ebenso

spannender wie unterhaltsamer Abend

steht ins Haus. Die Karten kosten zwischen

17,50 und 21,50 Euro.

die physiKer

KomÖdie von Friedrich dürrenmatt

grosses haus, QuedlinBurg

15. und 23. märz

JeWeils 19.30 uhr

Drei wahnsinnige Physiker, die ihren

Wahnsinn nur spielen. Und drei Morde,

dem Wahnsinn geschuldet, weil unterschiedliche

Interessen vertreten und

gewahrt werden müssen. Ein Kriminalinspektor,

der unter den Wahnsinnigen

die Morde ermitteln soll und sich im

Wahnsinn der anderen bequem einrichtet

und die Entdeckung des „Systems

aller möglichen Erfi ndungen“, hinter

dem nicht nur zwei Agenten geheimer

Mächte herjagen. Und eine philanthropische

Anstaltsleiterin, die sich als

rücksichtslose Misanthropin entpuppt,

ergibt „Die Physiker“.

Eine Komödie. In einer Irrenanstalt. In

der beschaulichen Schweiz. Mitten in

Europa. Irgendwo auf der Welt.

Dürrenmatts „Die Physiker“ ist eine

verrückt-komische Formel mit einer

überraschend grausam einfachen Lösung.

Selbstverständlich gehört das

Stück zum Kanon der modernen Klassiker:

Stellt es doch explizit die Frage

nach der Verantwortung für unser Han-


38 quadrat 03/2013 kultur 2

deln. Ein Klassiker für eine freie Gesellschaft.

Eiszeit - südgeorgien

vortrag von andré schuhmacher

Kreishaus goslar

klubgartenstraSSe 6

15. März, 19.30 Uhr

Die Antarktis ist die größte noch existierende

Wildnis der Erde. Ein Vierteljahr

verbrachte André Schumacher

auf Südgeorgien, der antarktischen

Halbinsel und den Ozeanen dazwischen.

Die Bilder, mit denen er zurückkehrte,

zeigen die atemberaubende

Schönheit eines bedrohten Paradieses.

Foto: andré schuhmacher

Ein außergewöhnlicher Vortrag, der

den Zuschauern Raum lässt zum

Schauen, zum Lauschen und zum

Träumen – eine epische Reise aus Bildern

und Musik. Abendkasse ab 19

Uhr, Eintritt 8,50 Euro.

„Authentisch, ein

Stück weit“

Kabarett mit Uwe Steimle

Bündheimer Schloss,

Bad Harzburg

15. März, 20.00 Uhr

Gäbe es nicht schon ein gleichnamiges

respektables Musiker-Duo – man sollte

dieses Programm ICH + ICH nennen.

Nicht, weil Uwe Steimle etwa eitler wäre

als alle anderen Wesen, die es (lampen-)

fieberhaft auf die Bühne treibt,

nein, weil er hier ganz bei sich ist. Bei

seinen wundervollen, klassischen Texten,

bei großartigem Spiel und bei seinen

oft umwerfenden Einlassungen, mit

all dem, was ihm jüngst widerfahren ist,

was er erfahren und gehört hat.

Diesmal besticht seine unprätentiöse

Darbietung auf besondere Weise. Uwe

Steimle ist auch aus der Krimi-Serie

Notruf 110 als Schauspieler bekannt.

Weitere Informationen sind beim Kulturklub,

Telefon 05322 1888, oder unter

www.kulturklub-bad-harzburg.de zu

erhalten.

„Klopstock, Telemann

und wir"

Melanchthons Erben –

Jazz und Klassik

Bildungshaus Carl Ritter,

Quedlinburg

16. März, 16.00 UhR

Klopstocks Werke wurden sehr häufig

vertont. So hat auch Georg Philipp Telemann,

ein Zeitgenosse des Dichters,

aus Klopstocks Nationalepos Der Messias“

Verse zum Vertonen ausgewählt.

Es gelang Telemann, mit dem „empfindsamen

Oratorium eine adäquate musikalische

Form für die neuartige Dichtung

Klopstocks zu schaffen. Um unserem

heutigen Lebensgefühl zu dieser

Thematik Ausdruck zu verleihen, hat

der bekannte Komponist und Saxophonist

Ulli Orth auf der Grundlage des Textes

und der Komposition des 18. Jahrhunderts

eine Jazz-Version verfasst.

Historische Zitate aus den Originalvorgaben

von Musik und Dichtung wechseln

mit Jazzimprovisationen und Bearbeitungen.

Diese Gegenüberstellung

spannt einen interessanten Bogen zwischen

Jazz und Klassik.

Stefan Gwildis &

Tobias Neumann

„freihändig – vierhändig –

akustisch“

Kuturkraftwerk Goslar

16. März, 20.00 Uhr

Stefan Gwildis, der sympathische Sänger,

hat die Ruhe und Charakterstärke,

über den Dingen zu stehen: „Es geht ja

nicht darum, möglichst sicher

’everybody’s darling’ zu werden. Es

geht darum, irgendwann zu sagen: So

ist das. Und das stelle ich jetzt in die Öffentlichkeit,

basta.“ Und deshalb darf

man sich jetzt schon darauf freuen, die

neuen Songs von „Freihändig“ endlich

im Konzertsaal zu erleben – vierhändig

und akustisch. Stefan Gwildis tritt gemeinsam

mit dem Pianisten und Keyboarder

Tobias Neumann auf. Freihändig

– vierhändig – akustisch – Stefan

Gwildis setzt bei diesen Konzerten auf

„Sparsamkeit“. Einzig und allein Tobias

Neumann begleitet Stefan Gwildis

durch das Konzert. Es werden Stücke

aus ganz frühen Zeiten der Strombolis,

aktuelle Titel und in Vergessenheit geratene

„Gwildistitel“ gespielt.

Hans Scheibner

„Glatteis“

Fürstlicher Marstall,

Wernigerode

17. März, 19.00 Uhr

Wenn ein Einbeiniger im Schuhgeschäft

einen Schuh klaut – aber leider den falschen;

wenn du Deiner Nachbarin anbietest,

ihr ein Kind zu machen, damit

Deutschland nicht ausstirbt ... Das sind

die kleinen Komödien und die großen

Tragödien des Alltags, in denen man so

leicht ausrutschen kann. Glatteis

schärft die Sinne, hält fit.

Im 76. Lebensjahr angekommen, haut

Hans Scheibner so leicht nichts um.

Obwohl es immer noch genügend Widrigkeiten

gibt, die ihn herrlich aufregen

können. Seine vermeintliche Schwäche

für absurde Geschichten, Tragödien wie

Komödien unseres Lebens hat sich

längst als eine seiner größten Stärken

entpuppt. Das spürt jeder, der in Hans

Scheibners Helden des Alltags auf alte

Bekannte trifft oder gar sich selbst –

und herzlich darüber lachen kann. Hans

Scheibner möchte sich mit Ihnen auf´s

Glatteis dieses Lebens begeben. Keine

Angst! Da, wo es für andere gefährlich

werden könnte, passt er auf, dass keiner

auf die Nase fällt. Eintrittskarten

sind zum Preis von 19,00 und 22,00 Euro

zu haben.

Herzog-Julius-Konzert

mit Georgi Cherkin

Wandelhalle, Bad Harzburg

22. März, 17.00 Uhr

Der bulgarische Pianist Georgi Cherkin

bestreitet das dritte Konzert im Rahmen

der Herzog-Julius-Reihe der Kur-, Tourismus-

und Wirtschaftsbetriebe der

Stadt Bad Harzburg. In seinem „Piano

Concerto“ spielt Cherkin Stücke von

Bach, Tchaikowsky, Rachmaninov und

Chopin. Der Eintrittspreis beträgt 12,00

Euro (mit Kurkarte 10,00 Euro). Karten

sind im Vorverkauf in der Tourist-Information,

Nordhäuser Straße 4, Telefon

05322 75330, zu erhalten. (sw)


56 quadrat 03 / 2013 angelesen

angelesen quadrat 03/2013 39

ANGELESEN

MÄRZ

Ein gottloser Skandal im Italien der

Jahrhundertwende: In einem sizilianischen

Dorf werden plötzlich viele unver-

sein Charme, seine Freundlichkeit öffnen

ihm jedes Herz. Er lügt, stiehlt und

mordet, ändert seinen Namen und seine

Identität und betreibt seine kriminelle

Karriere in vielen europäischen Ländern.

Die Geschichte, die er uns ganz unschul-

stellung einer Krankheit, vor der wir die

Augen nicht verschließen dürfen.

zaNSKar UND EiN

LEbEN mEhr

ULLi oLvEDi

o. w. barth

DaS UNivErSUm

twittErN

marcUS chowN,

GovErt SchiLLiNG

Dtv

Der englische Wissenschaftsjournalist

Marcus Chown und sein niederländischer

Kollege Govert Schilling lernten sich 1998

auf einer Insel in der Karibik kennen und

verloren sich alsdann aus den Augen.

2010 sind sie sich auf Twitter wieder begegnet,

da hatte Govert Schilling schon

angefangen, regelmäßig Kurzinfos zu

einem astronomischen Stichwort zu

twittern. Marcus Chown griff die Idee

auf. Sie begannen einen Twitter- Dialog:

Die ganz großen Fragen der Wissenschaft,

erklärt in ganz kurzen Sätzen.

Ein Buch mit Kürzestinformationen zu

allem und jedem im Universum.

DiE SEKtE DEr ENGEL

aNDrEa camiLLEri

NaGEL UND KimchE

heiratete Frauen schwanger. Zunächst

kursiert das Gerücht, die Cholera sei

ausgebrochen. Nachforschungen fördern

allerdings bald die Wahrheit zutage –

was der Panik in der Bevölkerung kaum

abhilft. Der linke, idealistische Anwalt

Teresi, der auf der Suche nach den Ursachen

Beweise für die Existenz einer geheimen

Priestersekte findet, gerät bald

in die Schusslinie von Kirche, Adel und

Mafia. Camilleri schafft mit seinem neuen

Roman nicht nur eine temporeiche

Komödie, sondern auch einen veritablen

Thriller über Unschuld, Macht und skrupelloses

Verbrechen.

DiE abENtEUEr DES

JoEL SpaziErEr

michaEL KöhLmEiEr

haNSEr

„Ich besaß nie den Ehrgeiz, ein guter

Mensch zu werden.“ Joel Spazierer, geboren

1949 in Budapest, wächst bei seinen

Großeltern auf und ist vier Jahre alt,

als sie von Stalins Schergen abgeholt

werden. Fünf Tage und vier Nächte verbringt

er allein in der Wohnung und lernt

eine Welt ohne Menschen kennen. Es

fehlt ihm an nichts, er ist zufrieden. Eher

zufällig findet ihn seine Mutter, die noch

Studentin ist. Joel Spazierer lernt nie,

was gut und was böse ist. Sein Aussehen,

dig erzählt, ist ein Schelmen roman über

die Nachtseiten unserer Gesellschaft

wie es noch keinen gab.

vErGiSS mEiN Nicht

DaviD SiEvEKiNG

hErDEr

Eine Geschichte, die keinen unberührt

lässt: Die Mutter hat Alzheimer; der Sohn,

ein bekannter Filmemacher, zieht bei ihr

ein, um für sie da zu sein und beschließt,

seine Erfahrungen zu dokumentieren.

Zwar gerät die „Festung Familie“ unter

den völlig neuen Umständen zunächst

ins Wanken, und erfindet sich doch

gleichzeitig neu. Eine Liebeserklärung

an eine beeindruckende Familie. Und

eine herzzerreißend realistische Dar-

Das geordnete Leben der 28-jährigen

Pema-Marie gerät völlig aus den Fugen,

als sie einen Brief aus Nepal erhält. Die

Tagebücher ihrer seit zehn Jahren verschollenen

Mutter sind in Kathmandu

gefunden worden; das Vermächtnis der

Mutter ist ein Bericht über ihren inneren

Entwicklungsweg in Zanskar, einer hochgelegenen

Region im westlichen Himalaya,

in der die Zeit stehengeblieben und

das alte Tibet noch lebendig zu sein

scheint. Pema-Marie folgt ihren Spuren,

auf denen sich ihr eine vollkommen

neue Welt offenbart.

DEr NachtwaNDLEr

SEbaStiaN FitzEK

KNaUr

In seiner Jugend litt Leon Nader an

Schlafstörungen, schlafwandelnd wurde

er während dieser nächtlichen Ausflüge

sogar gewalttätig und deswegen

in einer Klinik behandelt. So glaubte er

sich geheilt, doch Jahre später verschwindet

Leons Frau unter unerklärlichen

Umständen aus der gemeinsa-


quadrat 03/2013 spitzmarke

Pädiatrie

Neurologie

Orthopädie

Geriatrie

men Wohnung. Ist seine Krankheit

zurückgekehrt? Um zu erfahren, wie

er sich im Schlaf verhält, befestigt

Leon eine bewegungsaktive Kamera

an seiner Stirn. Als er am darauffolgenden

Morgen das Video abspielt,

macht er eine Entdeckung, die die

Grenzen seiner Vorstellungskraft

sprengt: Sein nächtliches Ich steigt

durch eine ihm völlig unbekannte

Tür hinab in die Dunkelheit. Erscheint

am 14. März 2013.

mäDchENGrab

iaN raNKiN

maNhattaN

John Rebus ist zurück, und er steht

vor seiner bislang größten Herausforderung.

Eigentlich ist John Rebus,

ehemals Detective Inspector bei der

Polizei in Edinburgh, im Ruhestand.

tet, deren Tochter nach einer Silvesterfeier

zur Jahrtausendwende nicht

mehr aufgetaucht ist, sieht es zunächst

nach einem hoffnungslosen

Fall aus. Bis sich herausstellt, dass

im Lauf der Jahre immer wieder

junge Mädchen in einem ähnlichen

Gebiet verschwanden, wie damals

auch Sally Hazlitt. Um weiter zu

ermitteln, braucht Rebus die Hilfe

seiner ehemaligen Kollegin Siobhan

Clarke, deren Karriere er prompt

durch seine unorthodoxen Methoden

gefährdet. Doch dann bestätigt

ein schockierender Fund seine

schlimms ten Befürchtungen.

DEr aUGENtäUSchEr

mathiaS Gatza

GraF

Es war nichts als eine angelaufene

Metallplatte, in die die Zahl 1673

geritzt war. Aber der Fund war spektakulär:

die Reste eines Photos aus

dem 17. Jahrhundert, obwohl die

Photographie erst im 19. erfunden

Silvius Schwarz, hochbegabter Stillleben-Maler,

Libertin und Atheist,

der in Dresden aus einer Camera

obscura ein künstliches Auge baute.

Als Magier und Blasphemiker gejagt,

wird Silvius zudem verdächtigt,

mit den geheimnisumwitterten

Ritualmorden zu tun zu haben, die

die höfische Welt erschütterten. Erscheint

am 9. März 2013.

himmLiSchE

träUmE

JoaNNE harriS

LiSt

Die Fortsetzung des Weltbestsellers

„Chocolat“: Vianne Rocher lebt mit

ihren Töchtern auf einem Hausboot

in Paris. Noch immer verzaubern ihre

Schokoladenkreationen die Menschen.

Eines Tages trifft ein Brief ein

von ihrer alten Freundin Armande,

die sie bittet, zurück in das kleine

Dorf Lansquenet im ländlichen

Frankreich zu kommen. Vianne soll

sich um Armandes Haus und vor allem

um den alten Pfirsichbaum

kümmern. Und das Dorf braucht ihre

Hilfe. Der Duft von Pfirsichen und

ein verheißungsvoller Wind treiben

Vianne und ihre beiden Töchter in

Richtung Süden. Und wirklich, der

Wir behandeln Kinder, Jugendliche und

Erwachsene sowohl in der

Praxis als auch im häuslichen Umfeld.

Unser Team arbeitet

engagiert, flexibel, strukturiert.

Bäckerstraße 97 · 38640 Goslar

Tel. 05321 3949049 · Fax 05321 3949051

www.ergotherapie-tillmann.de

Doch statt untätig zu Hause zu sitzen,

geht er nun in der „Cold Case“-Abteilung

alten ungelösten Verbrechen

nach. Als ihn eine Frau um Hilfe bit-

wurde? Niemand glaubt dem verschrobenen

Wissenschaftler. Im Jahr

2002 jedoch, bei den Aufräumarbeiten

nach dem Elbhochwasser in

Dresden, stößt er auf einen Druckbogen

im Bleisatz, dessen verklebte

Seiten das zweite Glied einer großartigen

Beweiskette zu sein scheinen:

Schilderungen über einen gewissen

kleine Ort ist zutiefst zerstritten, und

ausgerechnet der Priester Reynaud

scheint hinter allem zu stecken. Erscheint

am 8. März. (nm)


hoffmanns hoffmanns erzählungen quadrat quadrat 07-08 03/2013 / 2011

41 1

Bob Marley:

„Ohne einen Joint kann

ich nicht singen!“

hansI hoFFmann, pr-manager Der supersTars, erInnerT sIch

Foto: Hansi HoFFmann

Wollen Sie es verantworten, wenn morgen

Kaiserslautern brennt, das Stadion am

Betzenberg in Schutt und Asche liegt?

Wollen Sie das wirklich, Herr Amtmann Mühlbauer?“,

fragte Open Air­Veranstalter Air-Veranstalter Marek Lieber­

Lieber-

Mühlberg

überlaut am Telefon. „Wir haben 50.000 Tickets

für das Festival morgen mit Bob Marley verkauft.

Über 20.000 sind schon in der Stadt, zelten und

campen auf dem Trainingsplatz neben dem Sta­

Sta-

dion und in der Stadt. Weitere 20.000 GI’s kommen

vom US­Stützpunkt, US-Stützpunkt, Stützpunkt, und alle wollen

Bob Marley hier am Betzenberg

mit seiner Band feiern.“

„Jetzt übertreiben Sie mal nicht,

Herr Lieberberg“, reagierte Zoll­

Zoll-

komamtmann

Richard Mühlbauer vom

Flughafen Köln­Bonn. Köln-Bonn. „Vergessen

Sie nicht, dass hier ein eklatanter

Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz

vorliegt. Fast ein Kilo

Marihuana ist kein Kavaliersdelikt.

Als die Flugzeugtür aufging, sind

meine Drogenhunde heulend einge­

einge-

Betäubungsknickt,

so eine Rauschwolke kam

aus der Kabine. Jetzt haben wir erst

einmal das Flugzeug beschlagnahmt,

Mister Marley und die 26

beschlag-

Passagiere im Transit festgesetzt.

Morgen früh können Sie die Angelegenheit

mit der Staatsanwaltschaft

hier in Köln besprechen, heute Abend

um halb zehn ist da keiner mehr zu

erreichen“.

Angele-

Damit war das das Gespräch beendet. beendet. Im Gasthof Im Gasthof Fröh­

Fröhlich in der in Dansenberger der Strasse Strasse von Kaiserslautern

von Kaisers-

hatten lautern Marek hatten Lieberberg Marek Lieberberg und ich und mit ich dem mit dem Ge­

Geschäftsführer des des 1. 1. FC FC Kaiserslautern, Ortwin

Dohn, und einigen seiner Mitarbeiter zu Abend ge­

ge-

gessen und noch einige Punkte für den reibungs­

reibungs-

losen Ablauf des morgigen Open Air­Festivals Air-Festivals mit

Fleetwood Mac, Bob Marley und anderen Super­

Super-

bands im Stdion Stadion am am Betzenberg besprochen, als als der

der Wirt Wirt Marek Marek zum Telefon zum Telefon holte. Der holte. britische Der britische Konzert-

Konzert agent Harvey agent Goldshmith Harvey Goldshmith sprudelte sprudelte total aufgeregt total

aufgeregt am Londoner am Londoner Telefon: „Rita Telefon: Marley „Rita rief Marley mich rief soeben

so aus eben Köln aus an, Köln Bob, an, die Bob, Band die und Band alle und Beglei-

alle

mich

Begleiter seien seien verhaftet, verhaftet, das Flugzeug das Flugzeug an die an Kette die Kettlegt!

gelegt! Was Was ist da ist los, da los, das das ist eine ist eine Katastrophe!“

ge-

Was kann man an einem lauen Juniabend um zehn

Uhr erreichen? Vor Augen hatte ich die brennende

Berliner Waldbühne, als einst frustrierte Stones­ Stones-

Fans die zehntausend Holzsitze in ein Flammen­

Flammen-

meer verwandelten. Der Stadion­Boss

Stadion-Boss

Dohn hatte eine Idee. „Ich bin mit un­

un-

serem Polizeichef hier befreundet, unser

Vereinsvorstand ist mit dem Bürgermeis­

Bürgermeister

verbandelt und die Amis in Ram­

Ram-

stein müssen wir auch mobilisieren. In

jedem Fall muss Marley mit seiner Band

morgen auf der Bühne stehen!“

Es wurde Mitternacht, bis die „Befrei­

„Befrei-

ungsaktion Bob“ erfolgreich war. Mit

beängstigenden Szenarien, mit Horror­

Horrorvisionen

von einer zu erwartenden Su­

Su-

perrandale in Kaiserslautern durch

50.000 enttäuschte Bob­Marley­

Bob-Marley-

Fans hatten es der Bürgermeister, der

Polizeipräsident der Stadt und der

Bundestagsabgeordnete Wallensteg

endlich geschafft, dass der Arrest

von Bob Marley und seiner Crew im

Kölner Transitraum des Flughafens

aufgehoben wurde. Das zweimotorige

Fokker­Flugzeug Fokker-Flugzeug blieb beschlagnahmt,

die Ein­Kilo­Bombe Ein-Kilo-Bombe mit

beschlag-


42

Viele neue Volkswagen

Modelle gibt esnun zu

märchenhaften Preisen.

Marihuana ebenfalls. Air-Base Major Longham schickte eine US-Transportmaschine

zum Airport Köln-Wahn, und eine Stunde später landete die

Rastafari-Truppe von Bob Marley in Ramstein, übellaunig, genervt und

ohne ein Gramm Marihuana. Wir wussten um die absolute Notwendigkeit

der Hanfblätter für das Wohlgefühl der Jamaikaner. Nach unserem Alarmruf

bei unserem Drugs- Lieferanten an der holländischen Grenze, der schon

so mancher Rockband durch seine Lieferungen Erleichterung hatte verschaffen

können, konnten wir noch am Vormittag im sechseckigen „Ganja-

Zelt“ hinter der Open-Air-Bühne der Marley-Gattin Rita ein großes Paket

„brauner Afghane“ mit bester Empfehlung vom Veranstalter übergeben.

Auch hier waberte eine dicke Marihuana-Wolke über den Köpfen der Marley-Crew,

kreisten dicke Joints als Einstimmung für den Soundcheck. Die

US-GI’s in Ramstein hatten mit dem „Gras“ ausgeholfen. Bob Marley

gestand ohne Umschweife: „Ohne einen Joint kann ich nicht singen!“

Das denkwürdige Open-Air-Konzert am 8. Juni 1980 im ausverkauften

„Betzenberg-Stadion“ krönte der Genius des Reggae mit seiner Band „The

Wailers“ im Jubel von über 50.000 Fans mit seinen Welthits „No woman,

no cry“, „I shot the sheriff“ oder „Get up, stand up“. Über zwei Stunden

versetzte purer Raggae die Masse in eine andere Welt – tanzend, singend,

sich umarmend, glücklich!

Zwei Jahre zuvor, im April ’78, landete ich mit dem „Sun Express“-Flug

3245 aus dem verregneten Frankfurt kommend auf dem International Airport

Kingston im sonnigen Jamaika. Der Grund war eine Audienz beim

Ghetto-Poeten Bob Marley, der mit seinen Reggae-Klängen gerade Europa

eroberte, aus der einstigen „Nigger Music“ nun weltweit die supererfolgreiche

„Black Music“ etablierte. Im weitläufigen Kingston-Stadion war ein

friedliches „Peace-Festival“ geplant, um nach vielen Jahren endlich den

politischen Krieg zwischen PNP-Chef und Ministerpräsident Michael Manley

und dem JLP-Oppositionsführer Edward Seaga zu beenden. Mord und

Totschlag zwischen den politischen Gegnern hatten den Sonnenstaat

Jamaika unregierbar gemacht. Auch Bob Marley war ein Opfer der Bandenkriege:

Im Dezember des Jahres ’76 überfiel ein Killertrupp die Marley-

Schauen Sie doch im

märchenhaften

Autohaus Scholl herein.

Marihuana ist das Heilkraut der Rastafaris aus

Glaubensgründen, steht doch in der Bibel, Psalm 18:

„… Rauch stieg aus Gottes Nase …“.

Familie in dem weißen Bungalow in der Hope Road 56, verletzte den Sänger

mit zwei Streifschüssen und seine Frau Rita schwer. Einen Monat

später wanderte die Familie Marley nach London aus.

Autohaus Scholl GmbH

Dr.-Heinrich-Jasper-Str.59

38667 Bad Harzburg

Telefon 053 22 /9000

„Eigentlich wollte ich nie wieder auf Jamaika singen, nicht so schnell wieder

meine Heimat besuchen“, gestand Bob Nesta Marley, Songschreiber,

Sänger und Gitarrist, im Schatten subtropischer Bäume auf der Ter rasse

seines Freundes Peter Tosh. „Aber als mich die beiden politischen Widersacher

nach einander zu einem „Peace Fes tival“ einluden, auch meine

Mu sikerkollegen aus Kingston alle daran mitarbeiteten, dass mit diesem

Festival all die politischen, mörderischen Kleinkriege beendet werden sol-


hoffmanns erzählungen

quadrat 03/2013 43

foto: Hansi Hoffmann

len, da konnte ich mich nicht weigern und bin heimgekehrt“.

Bob Marley, unehelicher Sohn des

britischen Hauptmanns Norval Marley

und der karibischen Sängerin

Cedella Booker, wuchs in der

Bretterbuden-Enklave Trenchtown,

Downtown von Kingston, auf. In

diesem Elendsviertel voller sozialer

Spannungen liegt die Keimzelle

des Reggae. und hier – im Herzen

der karibischen Sonneninsel – ist

auch das Kernland der Rastafari-

ver-

Sekte, einer religiösen Gemeinschaft

mit strengen Regeln: kein

Alkohol, kein Fleisch, nicht betteln

oder stehlen, teilen, was man

besitzt. Vom Gottgesandten Lif

Ras Tafari, dem späteren König

Haile Selassie von Äthiopien,

entlehnten sie ihren Namen.

Marihuana, von ihnen Ganja

genannt, ist das Heilkraut der

Rastafaris aus Glaubensgründen,

steht doch in der Bibel,

Psalm 18: „… Rauch stieg aus

Gottes Nase …“. und die

bekannten „Dreadlocks“, die

ungekämmten Zöpfe, wurden

zum Symbol ihres Glaubens,

ihrer Lebensart. Im Kreis von

drei seiner insgesamt zwölf dern von verschiedenen Frauen gestand Bob Mar-

Kinley

vor dem „Peace- Festival“ den internationalen

Journalisten: „Meine universität war das Kingston-Elendsviertel

Trenchtown, dort habe ich alles

gelernt, was man über das Leben wissen muss!

Bei uns regierte das trostlose Elend und ich habe

meine Mutter mehr weinend als singend erlebt.

Aber ich fühlte da auch die Wurzeln unserer

Musik: Reggae, die Musik der Verzweifelten und

zugleich ihr Trost. Reggae ist Botschaft, Droge,

Religion, totale Gefühlsäußerung. Hier, am

Drehkreuz des einstigen Sklavenhandels, wurde

Reggae zur Musik der Sprachlosen. und heute

sprechen wir über all diese Probleme mit

unserer Musik in der ganzen Welt – und werden

gehört.“

30.000 Fans feierten im Kingston-Stadion

den Beginn einer neuen Zeit mit endlosen Reggae-

Klängen von den Top-Acts der Szene. Vor der farbenfrohen

Bühnenkulisse mit einem riesigen Auge

in trenchtoWn, am drehKreuz des einstigen sKlavenhandels,

Wurde reggae zur musiK der sprachlosen.

des Löwen von Juda, der Symbolfigur der Rastas,

traten die musikalischen Botschafter des Reggae

auf: Inner Circle, Peter Tosh, Althia & Donna …

und, und, und. Als bei Einbruch der Dunkelheit,

unter einem gleißenden Vollmond in der milden

Sommernacht Bob Marley mit seinen Wailers auf

die Bühne kam und mit der neuen Hymne „The

One“ sein fast dreistündiges

Programm startete, kannte der

Jubel keine Grenzen. „Natty

Dread“, „Positive Vibration“,

„Natural Mystic“, „No woman,

no cry“ überwältigten das Publikum.

Marleys melodischer

Gesang, verstärkt durch die

Background-Stimmen von den

„I-Threes“ mit Rita Marley, Marcia

Griffith und Judy Mowatt, ließen

bei den tanzenden Fans die

Rastalocken fliegen. Der Höhepunkt:

Die politischen Gegner

Manley und Seaga wurden auf die

Bühne geholt, Marley legte ihre

Hände zusammen, gemeinsam

sangen sie den Refrain von „One

World“ – endlich Frieden auf der

Sonneninsel Jamaika.

Ende September 1980: Während

der großen uSA-Tournee mit Lionel

Richie und den Commodores

brach Bob Marley beim Joggen im

New Yorker Central Park zusammen.

Tumore in Leber, Lunge und

im Gehirn. Die Elite-Ärzte des New

Yorker „Cancer Centers“ gaben dem

Reggae-Star nur noch eine kurze

Lebenserwartung.

Verzweifelt

suchte Marley Hilfe im bayerischen

Rottach-Egern bei dem deutschen

Arzt Dr. Josef Issels, dessen Heilmethoden

höchst umstritten waren. Erfolglos! Marley

wollte in seiner Heimat sterben, flog zurück nach

Jamaika. Bei der Zwischenlandung in Florida am

Morgen des 11.Mai 1981 starb dieser einzigartige

Musiker in der Notaufnahme des Krankenhauses.

Die Songs des Bob Marley, dem musikalischen

Botschafters der Dritten Welt, leben weiter in den

Coverversionen durch Eric Clapton, Sting, Rod

Stewart und in vielen Bands rund um den Erdball.

Reggae forever!


ERÖFFNUNG

am 6. April 2013 von 11 bis 16 Uhr

»Es wird gegessen, was auf der Wiese wächst!«

Endlich ist es soweit:

In der Wildkräuterküche »Vergissmeinnicht« wird ab

dem 6. April der Mörser geschwungen, gekocht,

unterrichtet und lecker gegessen ... ...natürlich alles

mit selbst gesammelten Wildkräutern.

Ich biete Wildkräuterkochkurse, Wildkräuterwanderungen

mit Verkostung der Delikatessen vom Wegesrand,

Wildkräuterbuffet als Cateringservice und

Wildkräuterdelikatessen im Verkauf.

Bis Samstag, den 6. April – ich freue mich auf Sie!

Ich lade Sie herzlich ein, bei Delikatessen von der

Wiese das Angebot der »Vergissmeinnicht Wildkräuterküche«

kennen zu lernen:

Jacqueline Bernd, Kräuterpädagogin

»Vergissmeinnicht Wildkräuterküche«

Stadtweg 1A, 38644 Goslar/Hahndorf


profi le quadrat 03/2013 45

Was macht eigentlich

Tilman Görres?

Groß und nicht ganz schlank lautet die

Beschreibung, die Tilman Görres von sich

selbst gibt, wenn er telefonische Verabredungen

mit Personen trifft, die ihn nicht kennen.

und das kommt immer mal wieder vor in Goslar

und Bad Harzburg. Denn die Rubrik „Was macht

eigentlich...“ wird gelegentlich von Görres recherchiert

(wozu er den Kontakt zu Menschen braucht,

die ihn nicht kennen) und geschrieben, was er für

diese Ausgabe seinem Freund und Anonymus Tim

Volkmann überlassen hat.

Das Leben von Tilman Görres, heute 72, hat sich

bislang vorwiegend in Hamburg abgespielt. Der

gelernte Verlagskaufmann rutscht am Anfang seiner

Berufslaufbahn zufällig in eine Agentur für

Öffentlichkeitsarbeit, wo eine langwierige weitere

Ausbildung bis in die Höhen eines Mitglieds der

Geschäftleitung führt. Das erfordert zwölf Jahre

harter Arbeit, vom Praktikanten über den Volontär,

den Berater-Assistenten, den Junior-Berater, den

Berater, den Senior-Berater. und dann trifft dieser

Mensch hier in Bad Harzburg auf eine Dame, die

sich PR-Beauftragte nennt und dem Vernehmen

nach noch nicht einmal weiß, was PR eigentlich

heißt. „Wie viele Jahre hat diese PR-Beauftragte

wohl auf ihre PR-Ausbildung verwendet?“, fragt

Görres. Interessieren tut´s ihn nicht.

Nach Gründung einer eigenen Agentur erlebt er

die Hoch-Zeit seriöser PR-Arbeit, wenn man mal

von solchen Figuren absieht – heiße Luft gab es

damals auch schon. und über die Arbeit sagt der

PR-Mann: „Keine Details bitte, da haben viele

tüchtige Leute mitgewirkt“ – die Agentur hat zeitweise

mehr als 60 Mitarbeiter – „die müsste ich

jetzt alle nennen“. Fast 20 Jahre geht das so, die

fachliche Arbeit nimmt ab, die Verwaltungsarbeit

zu – auch die Berufsverbände fordern Aktivität –

Görres verkauft seine Anteile, zieht sich in kleinere,

beratungsintensive Arbeitsfelder zurück.

Privat läuft das alles nicht ganz so gut: Die damals

aktuelle Ehe scheitert, vier Kinder aus dieser Verbindung

– und zwei aus der ersten Ehe – erleben,

wie aus einem Familienverbund eine Patchwork-

Familie wird. Die Nachkömmlinge Eins und Zwei

begleiten diese Zeit aus der Ferne. Sie haben

schon selbst ihre Partner.

2057 ist er 117

fotos: privat

Wie kommt nun ein Hamburger ausgerechnet in

den Welt-Kurort Bad Harzburg? Das wird Görres oft

gefragt. Angestoßen hat die Geschichte eine Berliner

Freundin, die Inge Hinz und Tilman Görres

zusammenführt. Sie kennt beide Aspiranten und


46 quadrat 03/2013 profi le

fädelt das erste, das

Blind Date, ein. und schnell ist klar:

Das ist es. Nur dass die Dame des Herzens hier

ihrem Traumjob nachgeht, seit mehr als 20 Jahren

und für mindestens weitere zehn. Ergebnis aller

Überlegungen: So langsam verlagert sich der

Lebensmittelpunkt für Görres in den Harz, zumal

er hier eine freundliche Akzeptanz in Familie und

Freundeskreis seiner Freundin und unter Sportfreunden

findet. Höhepunkt: 2007, fast fünf Jahre

nach dem Blind Date, wird geheiratet. Inges Kom-

mentar: „Naja, die

Goldene

werden

wir ja wohl nicht

schaffen“.

Zum Thema: Was

kann ein PR-

Mann

seiner

staunenden

umwelt

zum

Kauf anbieten,

wenn

die

Kenntnisse

und Fähigkeiten

kaum alltagstauglich

sind, die

Rente aber

knapp ist?

die nächste generation ist in arBeit

Ihre Texte schreibe ich, inseriert Görres in einer

hiesigen Tageszeitung und kommt so in Kontakt

mit dem Verleger von QuADRAT, der ihn für

brauchbar hält, an dem Magazin für das Leben im

Harz mit zu arbeiten. So kommt es, dass er mit

Rubriken wie „8 Minuten“ und „schon was vor?“

sein Taschengeld einbringt, sämtliche Beiträge

Korrektur liest und seine Hamburg-Sehnsucht mit

gelegentlichen Besuchen bei seiner Kinderschar

befriedigt. Auch seine Inge hat übrigens die Ehe

um drei jugendlich-erwachsene Kinder bereichert,

die zum Teil ihrerseits schon wieder die nächste

Generation anpeilen – Enkelin Mathilda und Enkel

Paul sind schon da.

hundegang Jetzt ohne hund

Fragt man Inge Görres-Hinz danach, was ihr Mann

so treibt, fällt ihr Einiges ein, was sich im Grenzbereich

zwischen Hausmann und Hobby bewegt: Er

kocht gern und gelegentlich ist das Ergebnis ungenießbar,

er spielt den Babysitter für „sein Enkelkind

Mathilda“ und Volleyball in der Altersabteilung des

Männer-Turn-Klubs (MTK) Bad Harzburg, wo er im

regelmäßig anschließenden Stammtisch mit seinen

Sportfreunden die anstehenden wichtigen Entscheidungen

debattiert, so in der Größenordnung,

dass man Assad nun endlich entlassen werde.

Manchmal gibt er Hilfestellungen in Angelegenheiten

der Familienmitglieder und bis vor Kurzem – der

Schäferhund-Verschnitt Balu ist fast 14-jährig verstorben

– hat er den regelmäßigen Morgengang

begleitet.

Zum Thema QuADRAT ist von Frau Inge zu hören:

„Die Arbeit nimmt ihn schon in Anspruch, besonders

in den Tagen zum Redaktionsschluss. Aber

die Horrorvision ist doch: Wenn er das nicht hätte,

säße er womöglich den ganzen Tag vor dem Fernseher

und müsste seinen Vorstellungssatz korrigieren:

Groß und kein bisschen schlank – das würde

mir nicht so sehr gefallen.“

(tv)

Frank Schnellinger

Am Silberborn 17d

38667 Bad Harzburg

Telefon 05322 3840

Mobil 0162 4146043

info@schnellinger-heizung

www.schnellinger-heizung.de

Ihr Partner rund um:

Heizungen und Sanitäranlagen

Solaranlagen, Schornsteinsanierungen,

Badsanierung und Wartungen sowie 24-h-Notdienst

S

Heizung- Sanitär


marunde quadrat 03/2013 47

www.wolf-ruediger-marunde.de


48 quadrat 03/2013 schon was vor?

SCHON WAS VOR?

märz 2013

02. März

Schlosskonzert bei Kerzenschein

Silent Radio

Bündheimer Schloss, Bad Harzburg

20.00 Uhr

09. und 10. März

Trommelworkshop für Anfänger

Weltbühne Heckenbeck, Bad Gandersheim,

sa 14.00 bis 18.00 Uhr,

so 11.00 bis 15.00 Uhr

IHR NÄCHSTER TERMIN?

tgoerres@gmx.de

03. März

Figurentheater Gingganz,

Familiensonntag im

Kulturkraftwerk Goslar

15.00 bis 16.00 Uhr

09. März

Braunlage feiert – Rauschende

Ballnacht für die Bürger der Stadt

Maritim Berghotel, groSSer Saal

Ab 19.30 Uhr

Bis 03. März

Elvira Bach

Malerei, Grafik, Skulptur

Stubengalerie Goslar

Immer ab 11.00 Uhr

03. März

Trilogy Tour 2013

A-capella-Chor Gregorianika

Wandelhalle Bad Harzburg

17.00 Uhr

10. März bis 02. April

Ostereiermarkt – Von ausgesuchten

Künstlern gestaltete gemalte und

bemalte Eier, Stubengalerie Goslar

Täglich ab 11.00 Uhr

Bis 08. März

Focus Mensch, Fotografien von

Schülern der CvD-Gymnasiums

Sparkassen-Passage,

Jakobikirchhof, Goslar

03. März

Sissi. Liebe, Macht und Leidenschaft

Musicalabend

Harzlandhalle Ilsenburg

19.00 Uhr

10. März

MOKWO

Frühlingsmesse

Bündheimer Schloss Bad Harzburg

Ab 11.00 Uhr

Bis 28. April

Glanzstücke moderner Kunst – Werke

der Kaiserringträger 1975 bis

2013 Mönchehaus Museum Goslar

auSSer montags immer ab 10.00 Uhr

04. bis 10. März

10. Goslarer Filmtage

Goslarer Theater

Breite StraSSe

11. März

33 Variationen

Schauspiel, Krimi, Klavierabend,

Beziehungsdrama; Kurhaus

Bad Harzburg, 19.00 Uhr

02. März

SetzbügeleisenschieSSen, Deutsche

Meisterschaft, Eisstadion BRAUNlage,

Training und Nachmeldung ab

10.00 Uhr, Qualifikation ab 11.30 Uhr

06. März

Feuerwerk der Volksmusik

Lieder, die zu Herzen gehen

Stadthalle Osterode

19.00 Uhr

15. März

Schwimmen im Silberbornbad

Gründung eines Fördervereins

Silberbornbad Bad Harzburg

18.30 Uhr

02. März

Bad Harzburgs Rock Night – Drei

Acts, Stones, Beatles, 70er, 80er,

Rockbusters; Freizeitzentrum

Harlingerode, Einlass ab 19.00 Uhr

08. bis 10. März

Schöner wohnen – besser leben

Haus-Bau- und Energie-Messe Harzlandhalle

Ilsenburg

Jeweils 10.00 bis 18.00 Uhr

15. März

Authentisch – ein Stück weit

Kabarett mit Uwe Steimle

Bündheimer Schloss, Bad Harzburg

20.00 Uhr


schon was vor? quadrat 03/2013 49

16. März

Osterbaum-Schmücken

mit der Drehleiter der Feuerwehr

am Bahnhof Bad Harzburg

15.00 Uhr

21. März

3. Komische Nacht

Comedy-Marathon

in Goslarer Locations

Ab 19.30 Uhr

30. März

Führung über den historischen

Burgberg, mit Horst Woick,

Wandertreff am Haus der Natur

Bad Harzburg 11.00 Uhr

16. März

Stefan Gwildis – Freihändig –

vierhändig – akustisch

Kulturkraftwerk Harz Energie,

Goslar 20.00 bis 22.30 Uhr

22. März

Piano Conserto – Herzog Julius Konzert

mit internationaler Besetzung

Wandelhalle im Badepark Bad Harzburg

17.00 Uhr

30. März

Mit Kiepenfrau Wally durch das

Kalte Tal, Wandertreff am Haus der

Natur Bad Harzburg

15.00 Uhr

16. März

Die 12 Tenors

Musik ohne (Alters-) Grenzen

Stadthalle Osterode

20.00 Uhr

23. und 24. März

Hansemarkt mit verkaufsoffenem

Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr

Jacobikirchhof Goslar

31. März

Das Heilige Osterspiel

Stiftskirche Sankt Cyriakus

Quedlinburg / Gernrode

06.00 Uhr

16. März

Bad Harzburger Schlager Groove

Schlager und Oldie -Kulthits

Kursaal Bad Harzburg

20.00 Uhr

23. März

Hot Africa

Afrikanisches Circus-Spektakel

Kultur- und Kongresszentrum KiK

Wernigerode, 20.00 Uhr

31. März

Mit Magd Minna ins Mittelalter

Historische Führung mit Witz

Bergstation der Burgbergseilbahn

Bad Harzburg 15.00 Uhr

17. März

Dietrich Buxtehude –

Membra Jesu Nostri

Lutherkirche Bad Harzburg

17.00 Uhr

24. März

Teuer oder Täuschung

Gespräche über alte Gegenstände

Schloss Wernigerode

16.00 Uhr

31. März und 01. April

36. Kunsthandwerkermarkt

Bündheimer Schloss

Bad Harzburg

Jeweils 11.00 bis 18.00 Uhr

17. März

Hans Scheibner: Glatteis

Kleine Komödien, groSSe Tragödien

Fürstlicher Marstall Wernigerode

19.00 Uhr

28. März bis 01. April

Der Huldigungssaal

Entführung in 500 Jahre STADTgeschichte,

Rathaus Goslar

Von 11.00 bis 15.00 Uhr

31. März

GroSSe Ilsenburger Osterparty

Harzlandhalle

20.00 Uhr

21. März

Albrecht Dürer

Das druckgrafische Werk,

Ausstellungseröffnung Schloss

Wernigerode, 19.30 Uhr

28. März

Der verhängnisvolle Hasenurlaub

Bad Harzburger Puppentheater

Gewölbekeller am Bündheimer

Schloss 15.30 Uhr

01. April

Ostertanzgala

im Harzer Kultur- und KONGRESSzentrums-Hotel

Wernigerode

14.30 Uhr, Einlass ab 14.00 Uhr (tg)


2012

2012

2013

2012

2012

2013

2012

2012

2013

50 quadrat 03/ 2013 impressum

herausgeBer

Quadrat Verlag

Goslar-Bad Harzburg

Ltd. & Co. KG

Am Breitenberg 111

38667 Bad Harzburg

Telefon 05322 3949

Telefax 05322 51849

www.quadratdeutschland.de

verleger

bernd Schwarz (v.i.S.d.P.)

schwarz@quadratgoslar.de

redaKtion

tilman görres (tg)

Ursula Jung (uju)

bernd Schwarz (bs)

Stefan Sobotta (sts)

Sonja Weber (sw)

Fotos

Stefan Sobotta, bernd Schwarz

anzeigen/vertrieB

bernd Schwarz

schwarz@quadratgoslar.de

Bärbel Straten

druck

Druckerei Wulf, Lüneburg

www.druckereiwulf.de

erscheinungsWeise

Quadrat ist monatlich und kostenlos

im Harz erhältlich.

anzeigenpreise

Es gilt die Anzeigenpreisliste

nr. 1/2011 vom 01.01.2011

Download: www.quadratgoslar.de

03 07

10

MaGazIN Für DaS LEBEN IM Harz KOSTENLOS JULI 2012

aUS FrEUDE aM GENUSS – 100 JaHrE BÄcKEr WOLF

Harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEHLUNGEN

MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS OKTObEr 2012

Café

Goldberg

bODENSTÄNDIG – abEr NIcHT vErSTaUbT!

Harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEHLUNGEN

08

11

MaGazIN Für DaS LEBEN IM harz KOSTENLOS aUGUST 2012

BEraTUNGSaGENTUr UhL – STrESSPrÄvENTION, COaChING, KLaNGMaSSaGE

harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEhLUNGEN

MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS NOvEMbEr 2012

qUaLITÄT bEI ScHULESSEN – aKTUELLEr DENN jE!

Harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEHLUNGEN

09

12

MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS SEPTEMbEr 2012

Harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEHLUNGEN

MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS DEzEMbEr 2012

Harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEHLUNGEN

Gastautoren

tim Volkmann (tv)

natascha Mester (nm)

andré Pluskwa (ap)

emma Piehl (ep)

Lektorat

tilman görres

Copyright für eigens gestaltete Anzeigen und Texte

beim Verlag. nachdruck und Vervielfältigungen

(auch auszugsweise), Wiedergabe durch Film, Fernsehen,

Rundfunk sowie Speicherung auf elektronischen

Medien nur mit schriftlicher Genehmigung

des Verlages. — Für unverlangt eingesandte Manuskripte

oder Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung.

Mit namen oder Initialen gekennzeichnete

Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des

Heraus gebers wieder.

01

MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS jaNUar 2013

02

MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS FEbrUar 2013

03

MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS MÄrz 2013

gestaltung

rainer golitz

creaktiv GmbH & Co. KG, Goslar

nächste Quadratausgabe

anfang april 2013

DEr ETwaS aNDErE FLIEGEr HOrST

Harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEHLUNGEN

aUTOHaUS ScHOLL & MrOzEK – übErraScHEND vIEL DrIN.

Harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEHLUNGEN

CONFISErIE aUF HöCHSTEM NIvEaU –

DIE GOSLarEr SCHOKOLaDEN MaNUFaKTUr IM CaFé aM MarKT

Harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEHLUNGEN

Die Post ist da! QUADRAT im Abo

12 ausgaben QUaDrat im Jahresabo – inklusive versandkosten für 25 euro! Senden Sie uns an info@quadratgoslar.de unter dem Stichwort „QuADRAT-Abo“

eine E-Mail mit ihrem namen und ihrer Anschrift.Die erste Ausgabe erhalten Sie direkt nach Eingang Ihrer Zahlung. Das Abonnement endet nach Ablauf von

zwölf Monaten automatisch, eine zusätzliche Kündigung ist nicht erforderlich. Einfacher geht’s nicht! Es grüßt Sie herzlich ihr QUaDrat-team

Hier liegt QUADRAT u.a. für Sie aus

baD HarzbUrg Albert´s Corner, Allegro, Apotheke Harlingerode, Asklepiosklinik, Aubergine am Golfplatz, August Lüders Eisenwaren, Autohaus Krause, Bäckerei Gummich, Bella Roma, Belvedere, Bistro Port Louis, Brillen

Kerll, Buchhandlung Hoffmann, Café Goldberg, Cafe Peters, Cafe Sax, Cafe Winuwuk, Calory Coach, Confiserie Liersch, Dr. Schindler, Eastwood Herrenbekleidung, Eiscafe Rialto, Elektro Petermann, Glötzer Glasbau, Glücksgriff,

Goertz Bürotechnik, Haarscharf, Hageroth´s, Haus Prinz, HeiTa´s, Holz Reimann, Hotel Germania, Juwelier Dinger, Kaffeehaus, Kosmetikinstitut Sattari, Krodoland, Kröppelin, La Divina, MKG Dr. Seidel, Ordens Apotheke,

Pflegeprofis, Plumbohm´s, RA Dr. Frees, Rae Pommer & Piontek, Rathaus, Restaurant Brauhaus, Restaurant Filos, Restaurant Herzog-Wilhelm 29, Romantik Hotel Braunschweiger Hof, Segway Point, Siegfried W.

Kartmann, Top Parfümerie Surmann, Tourist Info, Vereinigte Volksbank Bad Harzburg/Wernigerode, Vitalhotel am Stadtpark, VW Autohaus Scholl-Mrozek, Waldgaststätte Rabenklippe, Zahnarzt Clemens Hoppe, Zahnarzt Dr.

Dürkop, Zahnarzt Dr. Ellmer, Zahnarzt Lennart Redeker, Kosmetikinstitut Hautnah, Tiaré Day Spa, La Divina Beauty & Spa, Fleischerei Leiste, Hotel Braunschweiger Hof, TuI Reisebüro gOSLar 1548, Actic Fitness, Asklepios

Klinik, Autopark Bolluck, AXA Versicherungen Ralf Bogisch, Bäcker Wolf, BBS Goslar, Bierbrunnen, Boutique am Schuhhof, Brauhaus, Butterhanne, Cafe am Markt, Christian-von-Dohm Gymnasium, Cineplex, Der Achtermann,

Down under, Dr. Tessen, Goslarer Museum, Habekost & Fichtner, Henry´s, Jack Wolfskin, Köpi 2012, Kreisverwaltung, La Provence, Leder Goslar, Lombardi´s, Maltermeister Turm, MedExpress, Mönchehaus Museum,

Nouvelle, Odeon Theater, Odermark Fashion Outlet, RA Becker & Partner, Ramada Hotel, Rammelsberg Museum, Renault Hermann, Rieckhoff Immobilien, Scheibendoktor, Schöffel-Lowa Store, Schwiecheldthaus, Sportina,

Stadtverwaltung , Stecher´s Landgenuß, Stella nordica, Store 100, Vitawell, Volksbank Nordharz, Zinnfiguren Museum, Melanie Lucas Tierphysiotherapie, Barock-Café Anders, Gold- und Platinschmiede Pfitzner, Sanitätshaus

Werner & Habermalz, Holzberg Dessous, Friseur Reese iLSenbUrg Hotel Zu Den Rothen Forellen, Berghotel WernigerODe Cafe Wiecker, Museum für Luftfahrt und Technik Wernigerode, The Earth Collection, Schaubergwerk

Büchenberg , braUnLage 4-Weiber Laden/Bella Cosa, Hotel Tanne, Maritim, Puppe´s Spezialitäten, Relexa Hotel, Spielkiste, Oma´s Kaffee- und Weinstube CLaUStHaL-zeLLerFeLD universitätsbibliothek Clausthal

LangeLSHeiM Steuerbüro Zellmer


BROADWAY-HIT

51

33

Variationen

von Moisés Kaufman

EineAufführung, die man nicht vergessen wird!

Mit

Susanne Evers

Brigitte Strohbauer

Regie Frank Matthus

Rafael Hilpert

Bühnenbild KarelSpanhak

MichaelPascher

Kostüme Sylvia Wanke

Peter Schmidt-Pavloff

Andree-Östen Solvik Pianistin SooJinAnjou

und

CORDULATRANTOW als Katherine Brandt

33 Variationen ist ein Stück über eines der faszinierendsten Geheimnisse der Musikgeschichte.

Warum hat Beethoven trotz gesundheitlicher und finanzieller Nöte vier Jahre lang

33 Variationen über einen einfachen Walzer des geschäftstüchtigen Wiener Komponisten

und Musikverlegers Anton Diabelli komponiert?

Geradezu besessen von dem Walzer, den er vorher abfällig als „Schusterfleck“ bezeichnet

hatte, komponierte er 33 grandiose Variationen.

Was führte zu seinem Gesinnungswandel? Genau das ist die Frage, über die sich Dr.

Katharine Brandt – Musikwissenschaftlerin – den Kopf zerbricht. Obwohl schwer erkrankt,

fliegt sie von New York nach Bonn, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Wir erleben,

wie Beethoven komponiert, und Katherine gleichzeitig in einem Skizzenbuch blättert. Dazu

spielt die Pianistin die musikalischen Phrasen, die Beethoven dann auch wieder verwarf, bis

er sich zufrieden gab.

Ein ungewöhnliches Theaterstück: Eine Mischung aus musikalischer Kriminalgeschichte,

Klavierabend, Krankheitstragödie und Beziehungsdrama. Peter Schmidt-Pavloff gibt einen

beeindruckenden Einblick in die Stimmungsschwankungen und Launen Beethovens.

Kursaal Bad Harzburg

Montag, 11. März 2013, 19:00 Uhr

www.odeon-theater.de - Telefon: 05321-319840


52 Tauchen Sie ein in die Welt von

Crocodile Dundee oder fühlen Sie sich

wie ein Captain Sparrow aus “Fluch der

Karibik“. Die Black Pearl ankert im Down

Under und die Piraten ordern Cocktails.

Wir sind die größte Cocktailbar in

Goslar und Umgebung und halten über

zweihundert Rum- und Whiskysorten

bereit.

Abenteuerkulisse

für Australienfans

Genießen Sie das Gefühl von Abenteuerurlaub

auf dem fernen Kontinent,

das sich gleich einstellt, wenn man

Außenbereich und Gastraum betritt.

Unsere Küchencrew produziert kein

Fastfood, sondern “Aussie-Food“, täglich

frisch und auf Bestellung. Wenn Sie

anschließend ins Kino gehen möchten,

planen Sie daher bitte etwas Zeit ein,

es lohnt sich!

Im Gastraum zwei australische Hütten,

die einem Abenteuerfilm entsprungen

sein könnten und Baumhäuser auf

Stelzen, die den Raum in zwei Ebenen

unterteilen, bieten unseren Gästen jetzt

auch separate Bereiche zum Feiern mit

Freunden, Kollegen oder einfach für

sich.

Zur Mittagspause nach Australien.

Wir bieten Ihnen wöchentlich wechselnde

Lunches zu Superpreisen.

Sonntagsbrunch für große und kleine

Abenteurer.

Von 10.00 bis 14.00 Uhr erhalten Sie

bei uns ein Brunch mit allem, was das

Herz begehrt, für gerade mal 14,00

Euro. Kinder bis einschließlich zwölf

Jahren zahlen 50 Cent pro Lebensalter.

“Veggies“ können an unserer Salatbar

grasen.

See ya!

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine