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hoffmanns hoffmanns erzählungen quadrat quadrat 07-08 03/2013 / 2011

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Bob Marley:

„Ohne einen Joint kann

ich nicht singen!“

hansI hoFFmann, pr-manager Der supersTars, erInnerT sIch

Foto: Hansi HoFFmann

Wollen Sie es verantworten, wenn morgen

Kaiserslautern brennt, das Stadion am

Betzenberg in Schutt und Asche liegt?

Wollen Sie das wirklich, Herr Amtmann Mühlbauer?“,

fragte Open Air­Veranstalter Air-Veranstalter Marek Lieber­

Lieber-

Mühlberg

überlaut am Telefon. „Wir haben 50.000 Tickets

für das Festival morgen mit Bob Marley verkauft.

Über 20.000 sind schon in der Stadt, zelten und

campen auf dem Trainingsplatz neben dem Sta­

Sta-

dion und in der Stadt. Weitere 20.000 GI’s kommen

vom US­Stützpunkt, US-Stützpunkt, Stützpunkt, und alle wollen

Bob Marley hier am Betzenberg

mit seiner Band feiern.“

„Jetzt übertreiben Sie mal nicht,

Herr Lieberberg“, reagierte Zoll­

Zoll-

komamtmann

Richard Mühlbauer vom

Flughafen Köln­Bonn. Köln-Bonn. „Vergessen

Sie nicht, dass hier ein eklatanter

Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz

vorliegt. Fast ein Kilo

Marihuana ist kein Kavaliersdelikt.

Als die Flugzeugtür aufging, sind

meine Drogenhunde heulend einge­

einge-

Betäubungsknickt,

so eine Rauschwolke kam

aus der Kabine. Jetzt haben wir erst

einmal das Flugzeug beschlagnahmt,

Mister Marley und die 26

beschlag-

Passagiere im Transit festgesetzt.

Morgen früh können Sie die Angelegenheit

mit der Staatsanwaltschaft

hier in Köln besprechen, heute Abend

um halb zehn ist da keiner mehr zu

erreichen“.

Angele-

Damit war das das Gespräch beendet. beendet. Im Gasthof Im Gasthof Fröh­

Fröhlich in der in Dansenberger der Strasse Strasse von Kaiserslautern

von Kaisers-

hatten lautern Marek hatten Lieberberg Marek Lieberberg und ich und mit ich dem mit dem Ge­

Geschäftsführer des des 1. 1. FC FC Kaiserslautern, Ortwin

Dohn, und einigen seiner Mitarbeiter zu Abend ge­

ge-

gessen und noch einige Punkte für den reibungs­

reibungs-

losen Ablauf des morgigen Open Air­Festivals Air-Festivals mit

Fleetwood Mac, Bob Marley und anderen Super­

Super-

bands im Stdion Stadion am am Betzenberg besprochen, als als der

der Wirt Wirt Marek Marek zum Telefon zum Telefon holte. Der holte. britische Der britische Konzert-

Konzert agent Harvey agent Goldshmith Harvey Goldshmith sprudelte sprudelte total aufgeregt total

aufgeregt am Londoner am Londoner Telefon: „Rita Telefon: Marley „Rita rief Marley mich rief soeben

so aus eben Köln aus an, Köln Bob, an, die Bob, Band die und Band alle und Beglei-

alle

mich

Begleiter seien seien verhaftet, verhaftet, das Flugzeug das Flugzeug an die an Kette die Kettlegt!

gelegt! Was Was ist da ist los, da los, das das ist eine ist eine Katastrophe!“

ge-

Was kann man an einem lauen Juniabend um zehn

Uhr erreichen? Vor Augen hatte ich die brennende

Berliner Waldbühne, als einst frustrierte Stones­ Stones-

Fans die zehntausend Holzsitze in ein Flammen­

Flammen-

meer verwandelten. Der Stadion­Boss

Stadion-Boss

Dohn hatte eine Idee. „Ich bin mit un­

un-

serem Polizeichef hier befreundet, unser

Vereinsvorstand ist mit dem Bürgermeis­

Bürgermeister

verbandelt und die Amis in Ram­

Ram-

stein müssen wir auch mobilisieren. In

jedem Fall muss Marley mit seiner Band

morgen auf der Bühne stehen!“

Es wurde Mitternacht, bis die „Befrei­

„Befrei-

ungsaktion Bob“ erfolgreich war. Mit

beängstigenden Szenarien, mit Horror­

Horrorvisionen

von einer zu erwartenden Su­

Su-

perrandale in Kaiserslautern durch

50.000 enttäuschte Bob­Marley­

Bob-Marley-

Fans hatten es der Bürgermeister, der

Polizeipräsident der Stadt und der

Bundestagsabgeordnete Wallensteg

endlich geschafft, dass der Arrest

von Bob Marley und seiner Crew im

Kölner Transitraum des Flughafens

aufgehoben wurde. Das zweimotorige

Fokker­Flugzeug Fokker-Flugzeug blieb beschlagnahmt,

die Ein­Kilo­Bombe Ein-Kilo-Bombe mit

beschlag-

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