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02 2013 MAGAZIN FÜR DAS LEBEN IM HARZ KOSTENLOS FEBRUAR 2013 AUTOHAUS SCHOLL & MROZEK – ÜBERRASCHEND VIEL DRIN. HARZ AKTUELL KULTUR KUNST PORTRÄT SENIOREN REISE LANDKREIS EMPFEHLUNGEN


425.11.1704_Goslar_250x250_vorlage_425.11._Goslar_250x250 09.01.12 14:13 Seite 1 2 Leben - Wohnen - Wohlfu .. hlen ... ... in der Residenz Schwiecheldthaus Genießen Sie hohe Wohn- und Lebensqualität in einer der schönsten Residenzen in Südniedersachsen, nur 100 Schritte vom Goslarer Marktplatz entfernt. ■ Individuell zu möblierende Appartements von 29 - 80 m 2 mit komplett barrierefreien Bädern und Küchen ■ Liebevolle und kompetente „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“ durch unseren hauseigenen Pflege- und Betreuungsdienst ■ Viele Angebote für aktive und kreative Freizeit gestaltung: Kunst, Musik, Sport und Spiel, Ausflüge, Reisen … ■ Sauna & mehr im exklusiven Wellness-Wohlfühlbereich ... beste Voraussetzungen für ein anspruchsvolles Leben im Alter! Unsere Veranstaltungs-Highlights 11.02.2013, 15.00 bis 17.00 Uhr: Rosenmontag im Schwiecheldthaus mit einem Programm der Großen Karnevalsgesellschaft Goslar, Anmeldung: 05321-3120, Gäste zahlen 12,00 € 16.02.2013, 16.00 Uhr: Musikalische Lesung des Romans „Cecile“ von Theodor Fontane mit Norbert Krug, Nordharzer Städtebundtheater und Daniel Wolf, Pianist aus Leipzig 17.02.2013, 19.00 Uhr: Erster Goslarer Kultursalon mit einem Vortrag von Dr. Friedhart Knolle über den Nationalpark Harz mit anschließender Diskussion 27.02.2013, 14.00 Uhr: Ausfahrt in den Winterharz mit Einkehr (Anmeldung erbeten) Goslarer Vortragswerk im Kreishaus, Klubgartenstr. 6 14.02.2013, 19.30 Uhr: „Zentralasien und die Seidenstraße“. Eine Multivisions-Dia-Show mit Robert Neu. 16 Monate mit dem Land Cruiser durch die Landschaften zentralasiatischer Staaten wie Kasachstan, Kirgisien oder Turkmenistan. GDA Residenz Schwiecheldthaus Schwiecheldtstraße 8 -12 38640 Goslar Tel.: 05321 312-0 www.gda.de 10 x in Deutschland


spitzmarke kolumne quadrat 02/2013 303 ALLGEMEINE BESONDERHEITEN FEBRUAR 2013 Isdasnichlustich? FOTOLIA.COM © JAVARMAN; PIXELIO.DE © MAGICPEN Das Gerücht, es gäbe nicht nur ein mediales Sommerloch, sondern auch ein winterliches Pendant dazu, bestätigt sich gerade im Februar jedes Jahr aufs Neue. Es gibt eigentlich nicht wirklich etwas zu berichten, außer den üblichen Jahresanfangstätigkeiten wie Geschenke-Umtausch, Diätwahnsinn und Vorbereitung auf den Karnevalstrubel. Letzterer macht in diesem Jahr neben allerlei bekannten Unsinnigkeiten mit skurrilen Motto-Parties auf sich aufmerksam: In einem bekannten Lokal beispielsweise erhalten alle dem Verkleidungswahn verfallenen Besucher, die komplett in Pink gewandet erscheinen, die Getränke umsonst. Eine andere Gastronomie versuchte, die Feierwütigen mit einer Krankenschwester-Komplett-Verkleidung zu locken. Dann, so der Veranstalter, winkt die uneingeschränkte Getränke-Flatrate für den gesamten Abend − also nicht nur der physische System-Absturz, sondern gleich flachliegen auf ganzer Linie, resümierte ich. Persönlich halte ich mich gern in der fünften Jahreszeit an karnerval- und verkleidungsfreie Zonen. In diesem Jahr überredete mich meine beste Freundin zu einem Besuch in unserer Lieblings-Bar. Ein harmloses Vergnügen, dachte ich, da kann doch eigentlich nichts passieren. Schon beim Betreten des Etablissements wurden wir vom norddeutschen Bar-Personal mit kecken kleinen Hütchen begrüßt. Na, wenn das alles ist, geht’s ja noch. Doch schon ging’s weiter. Beim Erklimmen des Barhockers erschallte ein höchst verdächtiges Geräusch unter meinem Allerwertesten. Irgendein Spaßvogel hatte mir unauffällig ein so genanntes Pups-Kissen auf den Stuhl gelegt. „Isdasnichlustich?“, tönte eine mir wohl bekannte Stimme aus dem Hintergrund. Mein Lieblings-Nachbar entledigte sich denn auch noch seiner Fünf-Kilo-Konfettitüte in meinen Ausschnitt. Verdattert und sprachlos von soviel platter Dreistigkeit, nahm ich geräuschfrei erneut an der Bar platz. Schadenfroh grinsend reichte mir der Barkeeper mein erstes Kalt-Getränk. Mein lustiger Lieblings-Nachbar entschwand unterdes eilig in die Erleichterungs-Hallen des Genussschuppens. Plötzlich ertönte ohrenbetäubendes Geheul gepaart mit einem wiederholten Gekreische: „Im Sitzen Pinkeln!“ Wütend und mit hochrotem Gesicht forderte Herr „Nörgelfred“ danach sein nächstes Pils und die umgehende Entfernung des heulenden Toilettengeistes, der unter der Klobrille klemmend jede Missachtung der Regel lautstark ankündigte. Belustigt über diesen harmlosen Scherz, der dieses Mal offensichtlich an die richtige Adresse ging, tranken wir uns stillschweigend weiteren Vergnügungen entgegen. Zu späterer Stunde vertraute ich meiner Freundin dann ein Geheimnis an: Wenn die männlichen Familienmitglieder sich schon stehend erleichtern müssen, so sollen sie wenigstens anständig zielen. Um sie dahin gehend richtungsweisend zu animieren (merke: jeder Mann ist ein Jäger), klebe ich seit Neuestem täuschend echt anmutende Plastikfliegen in meine heimische WC-Schüssel. Seither zielen meine Männer nicht mehr vorbei, sondern versuchen erfolglos die kleinen Insekten im Porzellan zu versenken. Ich stell damit den Februar unter ein Gesamt- Motto: „Nörgelfrei statt schneefrei“. Sollte es, total überraschend, doch noch einen Wintereinbruch mitten im Winter geben, bekommt jeder, der nicht über Schnee und Kälte jammert, sondern sich zweckgemäß mit Schal, Mütze und Handschuhen bekleidet, von mir alle Heiß- Getränke umsonst. Und eine Schneeschaufel gratis. In diesem Sinne, genießen Sie das Leben und bleiben Sie versonnen!


✁ Physiotherapie Medicus MARTIN SCHABERG BEHANDELT PERSÖNLICH UND INDIVIDUELL Direkt gegenüber dem Bahnhof in Bad Harzburg hat Martin Schaberg seit dem 1. Oktober 2011 seine Physiotherapie-Praxis. Nach seiner Ausbildung zum Physiotherapeuten, die er 2008 erfolgreich beendete, seinem Zivildienst in einer Kindertagesstätte und seiner Arbeit in der Krankengymnastikpraxis in Goslar freut er sich auf die täglichen Herausforderungen in seinem eigenen Unternehmen. Im Laufe der Zeit absolvierte er zahlreiche Weiterbildungen und erwarb zusätzlich zum gewohnten Standard wie der Krankengymnastik und Massage auch Qualifikationen zu folgenden Themen: Manuelle Lymphdrainage und Physiotaping. Außerdem ist er ausgebildeter Rückenschullehrer und Übungsleiter im Rehabilitationssport und deckt somit eine große Breite an Therapien ab. Die Patienten t können unter verschiedenen aktuellen Sonderangeboten wählen. Nähere Informationen erfahren Interessierte in der Praxis oder auf der Homepage www.physiotherapie-medicus.com Die Praxis besteht aus drei voneinander getrennten Behandlungsräumen, zwei Umkleidekabinen und einem Sportraum, sowie einem Warte- und Rezeptionsbereich. Die Therapieräume Quadrat-Leser sind mit modernen Geräten versehen erhalten bei und stilvoll eingerichtet. Besonders Vorlage wichtig ist Martin Schaberg aber die persönliche Zuwendung, die Kunden sind keine Nummern, son- 25% dern eigene Persönlichkeiten mit Rabatt entsprechenden individuellen Bedürfnissen. dieses Coupons exclusiv auf eine Massage Physiotherapie Medicus Martin Schaberg Dr.-Heinrich-Jasper-Str. 1, 38667 Bad Harzburg Telefon 05322 9876176, E-Mail: martin.schaberg@gmx.de www.physiotherapie-medicus.com Öffnungszeiten: Montag 08.00 - 16.00 Uhr, Dienstag 09.00 - 20.00 Uhr Mittwoch 08.00 - 15.00 Uhr, Donnerstag 09.00 - 20.00 Uhr Freitag 08.00 - 13.00 Uhr Termine nach Absprache - Hausbesuche sind möglich ANZEIGE


5 INHALTSVERZEICHNIS QUADRAT NR. 02 / 2013 AUSGABE FEBRUAR 2013 TITELFOTO: STEFAN SOBOTTA 12 16 Ihr Pflegedienst mit Herz AKTUELL Kurz angetippt 23 WIRTSCHAFT Scholl – Das Autohaus. 08 Wurstmacherkunst Claus Brennecke 16 Adler-Apotheke Bad Harzburg 26 Rolf Bues technics spendet 34 INSTITUTIONEN Kommunaler Präventionsrat 10 SERIE Pilzbefall und Würfelbruch 12 GESCHICHTE Die Schrift 18 AUS ALLER WELT Modell-Spielzeug 28 KULINARA Spareribs 38 KULTUR Kultur Kurzmeldungen 42 PROFILE Platz genommen 30 Erhard Meyer 51 STANDARDS Kolumne 03 Die vergangenen zwei Monate in 8 Minuten 06 Cineplex 40 Angelesen 45 Hoffmanns Erzählungen 47 Reingehört 50 Marunde 53 Quadratabend 54 Schon was vor? 56 Impressum 58 18 28 Ihr Pflegedienst mit Herz in Bad Harzburg und Goslar Unser Pflegedienst ist für Sie auch an Wochenenden und Feiertagen da, damit Sie so lange wie möglich in Ihrer liebgewordenen und vertrauten Umgebung bleiben können. Kompetente und liebevolle Pflege bei Ihnen zu Hause Beratung und Hilfe bei Formalitäten „rund um die Pflege“ und darüber hinaus Sensible Betreuung bei eingeschränkter Alltagskompetenz Pflege bei Verhinderung Ihrer pflegenden Angehörigen Forstwiese 2 38667 Bad Harzburg Wohnpark Tel.: 05322 / 954-500 an der Fax: 05322 / 954-504 Radau E-Mail: info@wohnpark-an-der-radau.de www. wohnpark-an-der-radau.de


6 quadrat 02/2013 zurück geblickt DER DEZEMBER / JANUAR 15. DEZEMBER Kommen sie oder nicht? Harz-Gäste fällen eine schwere Entscheidung: Nach starkem Schneefall bis gestern ist Dauerregen bei hohen Temperaturen angesagt. 16. DEZEMBER Tatsächlich: Am Nachmittag ist Schluss mit Liften, weil die Gäste ausbleiben. Es ist windig, lauwarm und es regnet in Strömen. 17. DEZEMBER Nächste Runde im Clinch zwischen Gegnern und Befürwortern einer Großfusion der Landkreise Osterode, Northeim und Göttingen. Der von den Befürwortern wegen der begründeten Angst vor einer Niederlage ausgetrickste Bürgerentscheid soll am 20. Januar bei der Landtagswahl wiederholt werden. 18. DEZEMBER Dagegen geht es bei den Fusionsüberlegungen der Städte Vienenburg und Goslar wohl mit rechten Dingen zu: Beide Räte stimmen mit großer Mehrheit den Plänen zu. 19. DEZEMBER Polizei, Staatsanwaltschaft, Steuerfahndung, geballte Staatsmacht also scheint nötig, um den Verdacht auf Korruption und andere Delikte gegen Leitende und weitere Mitarbeiter der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung in Goslar aufzuarbeiten. 20. DEZEMBER Der Krankenhaus-Betreiber Asklepios will mehr Marktmacht und strebt eine Beteiligung an dem einzigen Wettbewerber in Teilen der Region, der Rhön- Klinikum AG, an. Das Kartellamt ist einstweilen dagegen. 21. DEZEMBER Allen Ernstes: Wer zusätzlich zum prekären Job Hilfe zum Unterhalt durch die Agentur für Arbeit erhält, sollte das Weihnachts- oder Urlaubsgeld seines Arbeitgebers vermeiden. Das wird ihm nämlich sowieso wieder entwendet, und zwar wochenlang, bevor er es überhaupt bekommen hat. Wie viel Menschenverachtung geht eigentlich noch? 22. DEZEMBER Stille Nacht in Lutter? Das Gegenteil ist angesagt mit einer versehentlichen Masseneinladung an junge Leute über Facebook. Die Polizei beendet den Spuk und beschert den Lutteranern eine letztlich doch stille Nacht. 23. DEZEMBER Ein Weltuntergang soll kommen, fällt aber buchstäblich ins Wasser. Beim Bad Harzburger Mineralbrunnen erfolgt ein offensichtlich zukunftsorientierter, einvernehmlicher, vergnügter Übergang vom bisherigen und höchst erfolgreichen Geschäftsführer Dirk Bonitz auf den bisherigen Verkaufsleiter Stefan Winkelmann. 24. DEZEMBER Der Weihnachtsmann hat es schwer: Sturmböen und Regenschauer erschweren die Arbeit, der Schlitten will mangels Schnee nicht gleiten. Das Gastgewerbe meldet kaum Stornos. Kommentar hartnäckiger Harz-Urlauber: Der Schnee wird schon noch kommen. 25. DEZEMBER Frohe Weihnacht. Während der Feiertage wird bekannt, dass Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk den neuen Kämmerer Goslars, Ralf Günther, zum 30. April entlässt. Auslöser ist wohl, dass Günther sich illoyal verhalten hat. Offiziell ist von verheimlichten Strafverfahren die Rede. 26. DEZEMBER Auf Torfhaus liegt noch Schnee, wenn auch nur als Matsch. Das beweist ein Autofahrer, der versehentlich zum Rodelhang fährt, sein Fahrzeug dort nicht bremsen kann und halb hinab rodelt. Keine Schäden, nur Probleme mit der Rückholung. 27. DEZEMBER Der Glück-Auf-Saal in Clausthal-Zellerfeld ist Schauplatz eines Brauchtumsabends mit den Oberharzer Bergsängern, die Jodler, Peitschenknaller und Volkslieder darbieten. Die Veranstaltung ist inzwischen fester Bestandteil des Programms zum Jahresende. 28. DEZEMBER Aufreger gestern war ein vermeintlicher Bombenkoffer im Bahnhof von Bad Harzburg. Noch in der Nacht gibt es Entwarnung: Es handelt sich um ein in Hannover gestohlenes Gepäckstück mit ganz normalem Inhalt. 29. DEZEMBER Insider wissen längst, wann das Milchkannenturnier der Jungen Union (JU) Bad Harzburg stattfindet. 18 Hobby-Fußballmannschaften treffen sich in der Deilich Halle und spielen zum 25. Mal den skurrilen Pokal aus. Den holt Vorjahressieger Inter Eiland. 30. DEZEMBER Die Sportart „Tannenbaum-Weitwurf“ hat ihre Chance, olympisch zu werden, verpasst. Nur sechs Mannschaften mit je drei Teilnehmern beteiligen sich an der Traditionsveranstaltung am Tannenhof in Lengde.


zurück geblickt quadrat 02/2013 7 31. DEZEMBER Klaus Germer, Goslars Erster Stadtrat, stellt im Fall des bisherigen Kämmerers Ralf Günther Strafantrag gegen Unbekannt, weil Vertrauliches aus einer nicht öffentlichen Sitzung öffentlich ist. 01. JANUAR Kleidungsbrand statt Feuerwerk erlebt die Feuerwehr am frühen Morgen in Bad Harzburg: ein Kleidercontainer brennt. Ist das ein Protest gegen die Machenschaften der sogenannten Altkleider-Mafia, die mit dem Verkauf der als Spenden eingesammelten Kleider ganze Bekleidungsindustrien – etwa in Afrika – zerstören? 02. JANUAR Das Geld ist da. Die an Goslar gezahlte Entschuldungshilfe Niedersachsens in Höhe von mehr als 43 Millionen Euro resultiert aus dem Zukunftsvertrag zwischen Stadt und Land. 03. JANUAR Briefpapier und Straßenschilder müssen neu angefertigt, Versicherungen, Banken und Behörden informiert werden, wenn die Fusion zwischen Vienenburg und Goslar wirksam ist. Allein fast 50 Umbenennungen von Straßen stehen an. 04. JANUAR Mit mehr als 1000 bei einem benachbarten Bauern gestohlenen Eiern werden Wände, Garagen und Spielgeräte der Grundschule in Immenrode verschmutzt. Getroffen haben die Täter den Hausmeister Peter Riedel, der gemeinsam mit einem Bauhof- Mitarbeiter das Wochenende zur Reinigung benötigt. 05. JANUAR Prügel für die Lebensabschnittsbegleiterin führen für einen Goslarer Schläger zum Platzverweis durch die Polizei. In der folgenden Nacht wird der Gewalttäter wieder auffällig und muss in die Ausnüchterung. 06. JANUAR Der erste verkaufsoffene Sonntag des Jahres ist ein Flop. Sowohl aktuell das Schmuddelwetter als auch der schon vor Weihnachten erlebte Kaufrausch dämpfen die Kauflust. 07. JANUAR Das Ergebnis einer ekelhaften Attacke erlebt die Inhaberin eines Blumengeschäfts in Goslar bereits zum dritten Mal. Unbekannte verteilen Dieselöl auf dem Bürgersteig vor ihrem Geschäft und auf den Pflanzen im Windfang. 08. JANUAR Elf Jahre alt ist das lernbehinderte Mädchen, das angezeigt hat, Opfer sexueller Übergriffe durch den Fahrer ihres Schulbusses zu sein. Zwei Gutachter bestätigen die Glaubwürdigkeit des Kindes. 09. JANUAR Die heutige Forsa-Umfrage liefert als Momentaufnahme für die FDP den historisch niedrigsten Wert von zwei Prozent bundesweit. Niedersachsens FDP- Chef Stefan Birkner hält die Stimmung in Niedersachsen für besser als im Bundesgebiet. 10. JANUAR Im Dunkeln ist gut munkeln, sagen sich die Gaunerlein und hoffen darauf, dass Goslar ihnen die störende Nachtbeleuchtung abschaltet. Die Bad Harzburger sind weiter: Das Licht bleibt an. 11. JANUAR Der Oberbürgermeister darf das: Wer Kaiserringträger 2013 ist, wird zwar offiziell noch als Geheimsache gehandelt, aber Dr. Oliver Junk lässt ihn raus. Der Däne und Lichtkünstler Olafur Eliasson wird im Oktober den begehrten Preis erhalten. 12. JANUAR Das Nationalpark-Haus in Sankt Andreasberg aktiviert eine ungewöhnliche Fangemeinde. In einer Sonderausstellung „Fledermäuse“ beschreiben und erläutern Experten die Gefahren für das nachtaktive Tier, das Leben und den Nutzen dieses übrigens einzigen Säugetiers, das fliegen kann. 13. JANUAR Einen begehrten Ausstellungsort bietet die Goslarer Stubengalerie für die Berliner Malerin Elvira Bach. Sieben Wochen lang stellt die Künstlerin ihre bunten Bilder aus und startet damit in das 40. Jahr des Bestehens der Ausstellungsräume. 14. JANUAR Die für einen dringend nötigen Anbau beantragten 50.000 Euro bekommt das Braunlager Heimat- und Skimuseum nur zum geringeren Teil von 20.000 Euro, weil zu viele kleine, ehrenamtlich geführte Museen sich um Mittel aus diesem speziellen Topf beworben haben. Das Land will damit die ehrenamtliche Arbeit würdigen und die Attraktivität kleiner Museen steigern. 15. JANUAR Redaktionsschluss, damit das QUADRAT-Magazin für das Leben im Harz Anfang Februar erscheint. (tg)


8 Das Autohaus. Die beiden Cousins Axel und Lutz Mrozek können zufrieden sein, sind sie doch zunächst im Jahre 2005 in das elterliche Autohaus in Schladen eingestiegen. Die Übernahme des Autohauses Scholl im Jahre 2007 brachte viele Synergieeffekte und damit verbundene Vorteile in der täglichen Arbeit, die auch der Kunde durch günstige und schnelle Arbeitsabläufe bald merkte und honorierte. Alle Arbeitsplätze wurden damals erhalten, mittlerweile sind sogar im Kundendienst- und Werkstattbereich neue hinzugekommen, „weil seit der Übernahme die Geschäftsbereiche Service sowie Neu- und Gebrauchtwagenverkauf, entgegen dem allgemeinen Trend, jährlich gewachsen sind“, so Lutz Mrozek. AUSZUBILDENDE GESUCHT Aktuell sucht das erfolgreiche Autohaus noch Auszubildende für die Werkstatt und den kaufmännischen Bereich. Interessierte Jugendliche (m/w) können sich also bewerben und vielleicht schon bald den vielseitigen und spannenden Beruf des KFZ-Mechatronikers oder des Einzelhandels- bzw. Bürokaufmanns erlernen. EINKAUFSVORTEILE WERDEN AN KUNDEN WEITERGEGEBEN Der Eintritt in eine Einkaufgemeinschaft von 44 VW-Händlern brachte günstigere Konditionen beim Einkauf von Neu- und Gebrauchtwagen, Zubehör- und Ersatzteilen sowie Schmierstoffen und anderen Verbrauchsgütern. „Wir haben jederzeit eine Palette gut ausgestatteter Autos der FOTOS: STEFAN SOBOTTA


unternehmensprofil quadrat 02/2013 9 unterschiedlichsten Modelle vor Ort, damit auch Kunden, die es gar nicht abwarten können, schnell zu ihrem neuen VW kommen“, erwähnt Lutz Mrozek lächelnd. „Unser Erfolg kommt vor allem durch die Loyalität und die sorgfältige Arbeit unserer zur Zeit 26 Mitarbeiter, denen wir sehr dankbar sind. Denn ohne ihr Engagement hätte unser Autohaus nicht diesen guten Ruf im Landkreis“, erzählt Axel Mrozek. „Wir ziehen hier alle an einem Strang, immerhin verbringen wir in unserem Familienbetrieb sehr viel Zeit miteinander. Für uns gehört es einfach dazu, dass entweder mein Cousin Lutz oder ich immer in der Firma sind und somit Kunden und Mitarbeiter stets einen Ansprechpartner haben.“ MITARBEITERZUFRIEDENHEIT = KUNDENZUFRIEDENHEIT Regelmäßige Schulungen und Seminare dienen der Qualitätssicherung und gewährleisten, dass die Mitarbeiter ständig auf dem neusten Stand der Technik sind. „Dieser Wissensvorsprung zahlt sich in unserer einzigartigen Kundenzufriedenheit aus. Viele Neukunden kommen auf Empfehlung unserer Stammkunden. Welche Autohäuser können das von sich behaupten?“ SERVICE MIT AUSZEICHNUNG UND KUNDENZUFRIEDENHEIT Bei einem VW-internen und geheimen Werkstatttest gewann das Team sowohl 2011 als auch 2012 in Bad Harzburg und auch in Schladen mit 100 Prozent aller erreichbaren Punkte die begehrte Auszeichnung „Hervorragender Service“. Zum kundenorientierten Service gehört auch die bedarfsgerechte Beratung durch die erfahrenen, meist langjährigen Mitarbeiter. Das Autohaus Scholl bietet kostengünstige Economy-Ersatzteile im Paket für ältere Volkswagen an. Das sind Original-Ersatzteile, die aber einen Preisvorteil von bis zu 30 Prozent haben. „Somit passt der Preis zum Fahrzeugalter“, so Axel Mrozek. DER GOLF 7 Mit dem neusten Produkt des Hauses VW, dem Golf 7, schauen die beiden Unternehmer positiv in die automobile Zukunft. Dieses Modell bietet, wie auch seine Vorgänger und die anderen Mitglieder der großen VW-Familie, Top-Verarbeitungsqualität, Langlebigkeit und einen hohen Wiederverkaufswert zum vergleichsweise günstigen Einstiegspreis. Mit VW als Hersteller sind die Autounternehmer hinsichtlich des hohen Qualitätsniveaus und der Modellpolitik äußerst zufrieden und fühlen sich der Marke eng verbunden. „Wir freuen uns auf möglichst viele Probefahrten, denn dieses sichere Gefühl, in einem Golf zu fahren, muss man selbst erleben oder besser – erfahren.“ Gern erwähnen die beiden engagierten Chefs noch, wie stark sie in der Region verwurzelt sind. „Wir verdienen unser Geld hier und wir geben es hier auch aus, zum Beispiel, indem wir unter anderem die Jugendarbeit von Sportvereinen, die Kultur, Kindergärten, die Feuerwehr oder auch Rettungswagenfahrer unterstützen. Autohaus Scholl GmbH Bad Harzburg Dr.-Heinrich-Jasper-Str. 59 38667 Bad Harzburg Telefon 05322 9000 Telefax 05322 900199 www.vw-nordharz.de, info@autohausscholl.de ANZEIGE


Thomas Derer und Sozialarbeiter Florian Rettig im Jugendzentrum B6 Bahn“ führt. Dafür benötigt man die Vernetzung In Deutschland begannen diese Vernetzungsbemühungen in den achtziger Jahren. Speziell in Nie- unterschiedlichster kommunaler Einrichtungen, Vereine und einzelner Menschen. dersachsen gibt es seit 1995 einen Landespräven- 10 quadrat 02/2013 institutionen Gemeinsam für eine sichere Zukunft DER KOMMUNALE PRÄVENTIONSRAT DER STADT GOSLAR KRIMINALITÄT ZUVORKOMMEN Was heißt eigentlich Prävention? Abgeleitet vom lateinischen praevenire bedeutet es zuvorkommen, also sinngemäß vorbeugen. In unserem privaten Leben ist auch meist die praktische Umsetzung kein Problem, im Gegenteil. Vorbeugen und das damit einhergehende Gefühl von Sicherheit ist uns wichtig. Wir schließen Versicherungen ab, gehen zu Vorsorgeuntersuchungen, nehmen vorsichtshalber einen Regenschirm mit, ziehen uns im Winter warm an und schlucken vorbeugend Vitamine. Viele präventive Maßnahmen sind sogar vom Gesetzgeber vorgeschrieben, das reicht vom Anschnallen im Auto bis zur Rentenversicherung. Wenn es aber um Kriminalität geht, tun wir uns als Gesellschaft immer noch schwer, die vielfältigen Möglichkeiten zu erkennen und zu nutzen, um Straftaten vorzubeugen. Verbrechen sind Aufgabe der Polizei? Natürlich, was die Aufklärung oder repressiven Maßnahmen betrifft, und auch Kriminalprävention ist da schon lange ein wichtiges Arbeitsfeld. Doch wir alle können etwas tun, denn wie heißt es so schön: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. Vorbeugen bedeutet, schon zu handeln, bevor der Weg auf die „schiefe


11 FOTOS: HARTMUT WEBER tionsrat, der mit theoretischer und praktischer Hilfe den Kommunen zur Seite steht, so eben auch der Stadt Goslar. Hier wurde ebenfalls schon 1995 solch ein Präventionsrat als Gremium der Stadt ins Leben gerufen. Dieses funktionierende Netzwerk öffentlicher Einrichtungen heißt heute Kommunaler Präventionsrat (KPR) und kümmert sich um viele Belange. Bundesfreiwillige Sonja Wedde ZUSAMMEN (ER)LEBEN Ich treffe Thomas Derer, den Vorsitzenden des KPR im Jugendzentrum B6 in Goslar, um mehr über die Aufgaben und Wirkungsweisen dieses „Netzwerks“ zu erfahren. „Wir versuchen, die unterschiedlichen Lebenswelten zu verbinden und das Sicherheitsgefühl aller Bürger der Stadt zu stärken. Dabei kümmern wir uns um die unterschiedlichsten Belange, von unerwünschten Graffiti bis zur nächtlichen Straßenbeleuchtung“, erklärt mir der gebürtige Bad Harzburger, der in Vienenburg aufgewachsen ist. Heute ist er hauptberuflich Polizeitrainer für systemisches Einsatztraining in Braunschweig und Ratsherr im Goslarer Stadtrat. 2010 übernahm er die Leitung des Präventionsrates. „Ich habe schon immer Jugendarbeit gemacht und Jugendgruppen geleitet, bei den Pfadfindern des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder zum Beispiel. Gerade im Polizeidienst ist mir auch immer wieder aufgefallen, wie wichtig diese ehrenamtlichen Tätigkeiten sind. Wie und wann beginnt denn eine kriminelle Laufbahn in den allermeisten Fällen? Eben schon sehr früh, im Jugend- und sogar schon im Kindesalter. Bindungslosigkeit, fehlende Zuneigung, Perspektivlosigkeit und das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden, bergen große Gefahren. Wenn sich um ein Kind zu Hause nicht ausreichend gekümmert wird, wenn es selbst keine liebevolle und tolerante Behandlung erfährt, wird es auch nicht lernen, anderen gegenüber liebevoll und respektvoll zu sein, geschweige denn, sich in die Gefühlswelt von Mitmenschen hineinzudenken.“ Das B6, sagt Derer, sei ein sehr guter Ort, um Menschen zusammen zu bringen und Empathie zu entwickeln, denn es sei viel mehr als ein Jugendzentrum. „Hier treffen sich neben Jugendlichen auch verschiedenste andere Gruppen unterschiedlichen Alters, zum Beispiel eine Seniorengruppe oder Sportgruppen“, erzählt er. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtischen Jugendpflege im B6 sind immer als Ansprechpartner da. Außerdem Sonja Wedde, die im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes das Projekt des KPR „Start Right“ betreut. „Wir helfen dabei Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren, indem wir ihnen Paten an die Hand geben, die mit ihnen etwas unternehmen. Sei es Schwimmen, Kino oder Plätzchen backen. Und die ihnen helfen, in Vereinen Fuß zu fassen, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten und in der Schule klarzukommen. Dass sie einfach einmal jemanden zum Reden haben, hilft schon viel. Die Vorbildfunktion ist außerdem hier sehr wichtig.“ Der KPR Goslar wird in diesem Jahr für die Projekte „Start Right“ und „Boxteam Jürgenohl“ mit dem Preis für „Bürgerschaftliches Engagement“ der Tessner-Stiftung ausgezeichnet. WER UND WIE Der Kommunale Präventionsrat ist ein Gremium der Stadt Goslar. Neben Mitgliedern der verschiedenen Parteien arbeiten im KPR Vertreter unterschiedlicher sozialer Einrichtungen und Behörden. Probleme und Themen, die die Bürger betreffen, werden besprochen. Es werden Lösungen gesucht, Projekte unterstützt oder ins Leben gerufen und bei der Meinungsbildung geholfen. Die finanziellen Mittel für die unterschiedlichsten Projekte des KPR werden vom „Verein zur Förderung der kommunalen Prävention“ verwaltet und bestehen ausschließlich aus Spenden. „Wir haben in den letzten Jahren viel bewegt“, sagt Thomas Derer. „Und das Allerwichtigste dabei ist das vorgelebte Engagement der Menschen, die hier oft ehrenamtlich zum Wohl aller zusammenwirken.“ (sw) Kontaktadresse: E-Mail: Thomas.Derer@goslar.de


12 quadrat 02/2013 wohnen im fachwerk Pilzbefall und Würfelbruch: G Wenn Sie in der historischen Altstadt Goslars wohnen möchten, dann haben Sie verschiedene Optionen. Sie können ein Haus oder eine Wohnung mieten, eine Eigentumswohnung erwerben, eine der wenigen Baulücken schließen oder: Sie kaufen ein altes Haus und starten ins Abenteuer der Sanierung, was durchaus spannend und erlebnisreich werden kann, wie wir Ihnen in den nächsten Ausgaben von Quadrat an einigen herausragenden Beispielen vorstellen möchten. ALTSTADTBESTAND 1992 wurde das Erzbergwerk Rammelsberg und die Altstadt Goslar von der UNESCO mit dem Prädikat eines Weltkulturerbes ausgezeichnet. Seit 2010 gehört auch die Oberharzer Wasserwirtschaft dazu. Insgesamt umfasst das Welterbe eine Fläche von 1.362,49 Hektar, die Goslarer Altstadt erstreckt sich dabei auf 124,6 Hektar. Die Altstadtbebauung weist etwa 1.500 denkmalgeschützte Gebäude auf, davon werden etwa 170 Fachwerkhäuser in die Zeit vor 1550 datiert. Die Grundstruktur der Goslarer Altstadt ist seit dem 12. Jahrhundert weitestgehend unverändert. Neue Gebäude entstanden beispiels- Sanierungsobjekt Neue Straße 21 „Oberes Wasserloch“, Bauherr: Prof. Dr. mult. Ewald Schnug – Beratung – Vermietung – Verkauf – Ihr Immobilienbüro mit Tradition seit über 40 Jahren Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie ein Haus kaufen oder verkaufen möchten! Bergstraße 63, 38640 Goslar Telefon: 05321 21030 Telefax: 05321 302591 E-Mail: rieckhoff-goslar@t-online.de Website: www.rieckhoff-goslar.de


wohnen im fachwerk quadrat 02/2013 13 Goslars Altstadt-Restaurierung FOTOS: STEFAN SOBOTTA weise in der zweiten Blütezeit des Erzabbaus im 16. Jahrhundert oder nach den verheerenden Stadtbränden im 18. Jahrhundert. Neben den kirchlichen und öffentlichen Gebäuden ist die überwiegende Anzahl der Altstadthäuser in privatem Besitz. Das Leben in historischer Umgebung scheint attraktiv zu sein, denn nach einer Erhebung der Stadt Goslar aus den Jahren 2007/2008 sind die Einwohnerzahlen für den Innenstadtbereich über die letzen Jahrzehnte relativ konstant und die Altersstruktur zudem günstiger als in anderen Stadtteilen. Auch die Anzahl der Leerstände weist zum Erhebungszeitpunkt keine außerordentlichen Ausschläge auf. Demnach waren 1,6 Prozent der Hauptgebäude, das sind etwa 25 Häuser, unbewohnt. Bei den nicht vermieteten Wohnungen belief sich der Anteil auf etwa acht Prozent. SANIERUNGSBEDARF Ausgehend von der Verpflichtung der Stadt Goslar zur Erhaltung des Welterbes wurden der Sanierungsund Modernisierungsbedarf in der Altstadt ermittelt, um aus den gewonnenen Daten die notwendigen Handlungsoptionen zu entwerfen. Die Eigentümer von Altstadtimmobilien bewerten die Bausubstanz wesentlich positiver als den Wohnzustand. Der Bedarf einer Grundsanierung ist relativ gering. Modernisierungen sind vor allem in Bezug auf sanitäre Einrichtungen und Heizungsanlagen angezeigt. Als Mangel wurden häufig auch die Wohnungszuschnitte angesehen, die sich jedoch einer objektiven Bewertung entziehen. Im Ergebnis hat die Befragung der Eigentümer durch die Stadt Goslar belegt, dass sich die privaten Gebäude „in einem zumeist guten Zustand“ befinden. Aus Umwelt- und Kostengründen kommt der energetischen Sanierung eine immer größere Bedeutung zu. RECHTSVORGABEN UND DENKMALSCHUTZ Grundsätzlich sind bei Baumaßnahmen in der Goslarer Altstadt wie in anderen Stadtteilen das Niedersächsische Baugesetz und die örtlichen Bauvorschriften zu beachten. Für die Altstadt ist zusätzlich die Genehmigung der städtischen Bauverwaltung als Untere Denkmalbehörde erforderlich. Dr. Christine Bauer, Welterbe-Beauftragte der Stadt Goslar, lobt die Eigentümer für ihren angemessenen Umgang mit der historischen Bausubstanz und führt das auch zurück auf die langjährige Erfahrung in Sachen Denkmalschutz; die erste Altstadtsatzung wurde bereits 1907 verabschiedet. Die Denkmalpflege unterscheidet zwischen Einzel- und Gruppendenkmalen. Bei der Sanierung von bauhistorisch wichtigen Einzeldenkmalen muss sowohl die Fassade als auch die Ausstattung im Inneren nach denkmalpflegerischen Kriterien vorgenommen werden. Beim Gruppendenkmal „Goslarer Altstadt“ geht es vor allem um das authentische Erscheinungsbild unter besonderer Berücksichtigung der zu verwendenden Materialien, der Handwerkstechniken sowie vorhandener Maße und Proportionen. Die das Welterbe umgebende Pufferzone, laut UNESCO, „das unmittelbare Umfeld“ des Welterbes, soll „wesentliche Sichtachsen sowie andere Gebiete oder Merkmale umfassen, die eine wichtige praktische Rolle spielen“, um das Welterbe zu schützen. Beratung in den baurechtlichen und denkmalpflegerischen Belangen bietet der städtische Bauservice. Jörg Dieber, der zuständige Sachbearbeiter für Denkmalschutz, kennt die Problematik des Instandhaltens und der Modernisierung unter Denkmalschutzbedingungen. Deshalb betont Dieber auch die Bereitschaft seitens der Stadt zu Beratung und begleitender Unterstützung. Die sehr unterschiedlichen baulichen Gegebenheiten machen aus jedem Genehmigungsverfahren eine Entscheidung im Einzelfall, orientiert an den individuellen baulichen Voraussetzungen. Ab 1975 stellte die Stadt Goslar für Maßnahmen im Rahmen der Stadtbildpflege finanzielle Mittel zur Verfügung. Diese Förderung wurde


14 quadrat 02/2013 wohnen im fachwerk Erzbergwerk Rammelsberg und Altstadt Goslar, Welterbegrenze und Pufferzone. Mit freund licher Genehmigung des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalschutz, Hannover mittlerweile eingestellt. Für Käufer von sanierungsbedürftigen Immobilien spielen hingegen steuerliche Vergünstigungen eine Rolle, da eine Abschreibung möglich ist. Eine Vielzahl von Fördertöpfen besteht allerdings für die energieeffiziente Sanierung. Der Verein „Goslar mit Energie“ hat Büros in der Sparkassenpassage und auf dem Gelände des EFZN und bietet dort kostenlose Erstberatungen an und erläutert nach Analyse die verschiedenen Möglichkeiten von Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten, zum Beispiel bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Der Verein kooperiert eng mit Partnern aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft. Michael Stieler ist der Energieberater vor Ort und hat in den vergangenen Jahren mehr als 500 Beratungen bei Privatpersonen und Unternehmen aus dem Landkreis Goslar und der Stadt Goslar durchgeführt. Stieler ist Mitarbeiter der Stadtverwaltung und für die „Vereinsarbeit“ teilweise freigestellt. Deshalb sieht der Energieeffizienzberater in seiner Arbeit auch eine Schnittstellenfunktion zwischen Bürgeranliegen und Kommunalverwaltung. Weitere Informationen unter www.goslar-mit-energie.de Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 05321 685553 oder michael.stieler@goslar.de PLATZ FÜR EIN NEUES, UNVERWECHSELBARES AMBIENTE.


wohnen im fachwerk quadrat 02/2013 15 Prof. Schnug genießt sein saniertes Refugium INVESTITIONSPROGRAMM „NATIONALE UNESCO WELTERBESTÄTTEN“ Die Bundesregierung hat 2009 zum ersten Mal ein Investitionsprogramm für die Förderung von Investitionen in nationale Welterbestätten verabschiedet, das 2010 noch aufgestockt wurde. Das Land Niedersachsen stellt für die 2009 genehmigten Projekte finanzielle Mittel in gleicher Höhe zur Verfügung. Für Goslar steht damit bis 2014 einschließlich des zehnprozentigen städtischen Anteils eine Summe von knapp 12,5 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Sanierung „hochwertiger bzw. stadtbildprägender Objekte“ wurden davon etwa 5,8 Millionen Euro bereitgestellt. Eines der geförderten Projekte ist das Wohnhaus „Neue Straße 21“, das „Obere Wasserloch“, der Einlauf der Abzucht in die Stadt. Ein Gebäude mit Geschichte, dessen sich seit 2009 Prof. Dr. mult. Ewald Schnug angenommen hat, der sich ihm seitdem mit Hingabe widmet. Auf Grund seiner exponierten Lage an der Abzucht war der Brückenbau ein wichtiger Bestandteil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Von der Ostseite präsentiert sich die Anlage als großes, schlichtes Fachwerkhaus, von Westen als mächtige, vollständig in Naturstein gemauerte Trutzburg. Der in das Bauwerk integrierte Martini-Turm stammt wahrscheinlich aus dem 11. Jahrhundert und weist eine bauliche Veränderung mit Datierung aus dem 15. Jahrhundert auf. Im Januar 2009 hat Prof. Schnug das Gebäude erworben. Seitdem sind vier aufregende und manchmal aufreibende Jahre vergangen, in denen das Haus von allen neuzeitlichen Einbauten befreit und saniert wurde. Es wurde ihm ein neues Innenleben eingehaucht, das sich in seiner Gestaltung durch die Kreativität des Bau- und Hausherrn profiliert. Die Bauarbeiten beginnen im August 2009 mit dem Abriss der vergleichbar jungen Einbauten aus den 80ziger Jahren. Einen Monat später starten Bauforscher, Historiker und Restauratoren mit der denkmalpflegerischen Grundaufnahme des Gebäudes – einem Konglomerat aus Bauteilen verschiedener Jahrhunderte unter Verwendung von Materialien unterschiedlichster Provenienz. Unvermutetes trat zutage, Überraschendes wurde entdeckt und hinter moderner Verkleidung steckte der Teufel im Detail. Im Rahmen der offiziellen Projektbegleitung des Investitionsprogramms der Bundesregierung liest sich das so: „Das Gebäude wies vor allem massive Schäden im Bereich der Decken und Fachwerkkonstruktion auf. Die Gebäudelabilität zeigte sich durch herausdrückende Fassadenteile. Die Horizontalaussteifung des Gebäudes war über dem Bachlauf nicht mehr gewährleistet. Die Dauerdurchfeuchtungen im Bereich der ehemaligen Feuchträume hatten zu Pilzbildungen geführt, Würfelbruch deutete auf Schwammbildung hin“. Noch Fragen? In der nächsten QUADRAT-Ausgabe sehen und lesen Sie, wie sich aus dem hochkarätigen Sanierungsfall die „Glucsburgh“ des Prof. Schnug entfaltete. (uju) Denkmalgerechte Fenster vom Spezialisten Exclusive Möbel Ladeneinrichtungen Bäder zum Wohlfühlen Wintergärten und Balkone Funktionale Küchen Einladende Empfänge Wohnliche Schlafzimmer Türen/Fenster in Holz Arbeiten im Denkmalschutz Reparaturen aller Art Aufarbeitung alter Möbel Drechselarbeiten Bulkenstraße 8 - 38640 Goslar - Telefon 05321 23347 - Fax 05321 25929 - lutz.3er@t-online.de


16 quadrat 02/2013 unternehmensprofil Claus Brenneckes traditionelle Wurstmacherkunst Die leckere „Braunschweiger“ ist der Renner unter den mehr als 80 Wurstsorten an der Theke der Schlachterei Claus Brennecke in Liebenburg. Die geräucherte Mettwurst wird täglich frisch produziert und das heißt bei Brennecke nicht in Fließband-, sondern in Handarbeit – und Fleischermeister Claus Brennecke betont: „immer frisch gemacht, das ist das A und O“. TRADITIONSUNTERNEHMEN Kühlräume. 30 Mitarbeiter, davon zehn Metzger, schlachten pro Woche 25 bis 30 Schweine und einen Bullen. Bezogen werden die Schweine von den Landwirten Gero Krumme aus Vienenburg und Andreas Rühe aus Gielde. Die Aufzucht der Tiere erfolgt in Gruppen-Strohhaltung und die Schweine können so ihr natürliches Wühl- und Scharrverhalten ausleben. Was Brennecke von seinen Partner- Landwirten erwartet, gilt selbstverständlich auch für den eigenen Betrieb. 1848 gründete Ernst Brennecke den Betrieb am heutigen Standort in der Lewer Straße. Schon damals zeichneten sich die Wurstund Fleischwaren durch Qualität und Geschmack aus. Einer ständigen Erweiterung der Räumlichkeiten und des Angebots folgte schließlich der Bau einer neuen Produktionsstätte in Posthof. Brenneckes Erzeugnisse wurden im industriellen Maßstab hergestellt und erfreuten sich überregionaler Beliebtheit. Das Unternehmen „Brennecke Harzer Wurstwaren“ wurde mit den Namensrechten im Jahr 1999 veräußert. REGIONALES HANDWERK Für Claus Brennecke war das der Startschuss für einen Neubeginn an der historischen Betriebsstätte in Liebenburg, eine Rückbesinnung auf die Wurzeln der Fleischerei, zum Schlachten, zur handwerklichen Wurstzubereitung und zur artgerechten Viehzucht. Hohe Investitionen waren erforderlich, um als anerkannter EG-Betrieb die umfangreichen gesetzlichen Auflagen und Vorschriften zu erfüllen. Neben dem Fleischerladen gibt es ein Schlachthaus sowie Herstellungs- und Eine traditionelle Landfleischerei ’’so wie früher“ In Klein Mahner hat der Metzgermeister einen Bauernhof erworben und züchtet hier die alten Rassen: das Schwäbisch-Hallische „TRADITIONELLE PRODUKTION BEGINNT BEI AUTHENTISCHEN ROHSTOFFEN“ Landschwein und das Bunte Bentheimer Schwein. „Die modernen Schweine“, sagt Claus Brennecke, „werden in vier bis fünf Monaten zur Schlachtreife gemästet.“ Auf seinem Hof werden die Tiere unter weitgehend natürlichen Bedingungen fast ein Jahr alt. Die Brennecke-eigenen Freiland-Rinder weiden im Sommer in den so genannten „Wehrer Alpen“, wo die im Winter geborenen Kälber sich ausschließlich von Muttermilch und frischem Gras ernähren. Genauso artgerecht werden bei Brennecke auch Enten und Gänse gehalten, die auf einer grünen Wiese mit einem Teich ihr natürliches Futter finden und zusätzlich Getreide fressen können. Vom Sommer bis zu Saisonbeginn Anfang November durchlebt das Geflügel eine naturgemäße Wachstumsphase. Wenn es dann ans Schlachten geht, ist Ruhe oberstes Gebot im Umgang mit Schwein & Co. Alle Tiere werden vom Chef


unternehmensprofil quadrat 02/2013 17 Die Landfleischerei Brennecke ist einer von insgesamt nur noch drei Betrieben im Landkreis Goslar mit eigener Schlachtung. Für Claus Brennecke heißt „eigene Schlachtung“ nicht nur Handwerk verbunden mit Frische und Qualität, sondern auch eine möglichst hundertprozentige Verwertung. Wenn am Montag geschlachtet wird, entsteht aus dem aufgefangenen Blut am Dienstag die schmackhafte Rotwurst. Alles in einem Kreislauf verarbeiten, das ist für den Fleischermeister selbstverständlich und steht für die Symbiose von Wertschöpfung und Wertschätzung. Die Maßstäbe für den Rohstoff Fleisch gelten ebenso für die Zutaten. Bei der Wurstzubereitung werden Naturgewürze verwendet. WURSTMACHERKUNST AUS LIEBENBURG Die Wurstmacherkunst mit der Brenneckeschen Philosophie wissen die Kunden zu schätzen. 50 Prozent des Umsatzes werden im Liebenburger Metzgerladen erwirtschaftet, 50 Prozent durch die Belieferung von Verbrauchermärkten in der Region. Zudem beziehen öffentliche Einrichtungen oder Imbissbetriebe Fleisch und Wurstwaren von Brennecke. Zweimal in der Woche werden zum Mittag warme Gerichte angeboten. persönlich im eigenen Viehwagen transportiert, wobei die Transportzeit in der Regel nicht mehr als 20 Minuten beträgt. Bevor es zum Weg auf die Schlachtbank geht, werden die Bullen noch einige Zeit in einem Stall auf dem Schlachtereigrundstück gehalten, das dient dem Tierschutz und der Qualität des Fleisches. Für die Schweine wurde eigens ein Wartebereich eingerichtet, der einen ruhigen Übergang vom Viehwagen zum Schlachthaus erlaubt. Dann drängeln sich im Fleischerladen die Kunden, die in mitgebrachten Töpfen einen herzhaften Grünkohl, einen deftigen Eintopf oder ein pikantes Gulasch in Vorfreude auf den Genuss nach Hause tragen. Wer bei einer größeren Feier oder in kleiner, geselliger Runde nicht auf die Gaumenfreuden aus der Fleischerei Brennecke verzichten möchte, kann den Catering-Service in Anspruch nehmen. Schnittchen und Fingerfood, Schinkenkrustenbraten oder zarte Rinderoulade bis hin zum Liebenburger Schlossbuffet wird alles frisch und schmackhaft zubereitet von der Köchin des Hauses. Begeistert angenommen werden auch die zweimal im Jahr stattfindenden Lammwochen, dann kann der Kunde alles vom Lamm frisch in der Ladentheke finden. Die Schafe sind im Umland aufgewachsen, werden selbst geschlachtet und liefern qualitativ hochwertiges Fleisch. Besonders beliebt sind die von Brennecke hergestellten Lammbratwürste. Sie kommen genauso gut an wie die bayerischen Schmankerln zur Oktoberfestzeit oder die Schlesischen Weißen Bratwürste zu den Weihnachtsfeiertagen. FOTOS: BRENNECKE Egal wann und was Sie bei Fleischermeister Claus Brennecke kaufen, Qualität und Frische sind immer garantiert. Diese Frische sieht man der Wurst an, aber noch wichtiger ist, man schmeckt sie. Dafür gibt es übrigens eine ganz einfache Qualitätskontrolle: das tägliche, gemeinsame Frühstück der Mitarbeiter. (uju) ANZEIGE


18 quadrat 02/2013 geschichte Gedanken in Worte zu fassen und sie bildlich und schriftlich festzuhalten ist eine ureigene Gabe des Menschen. Sprache und Schrift sind ein wichtiger Teil der Kulturen, genau genommen sind das Entstehen und der Gebrauch von Schrift die Revolution in der kulturellen Entwicklung der Menschheit. Unser Gedächtnis ist nur bedingt belastbar, bis auf wenige Ausnahmen bei Völkern, die die Tradition der mündlichen Überlieferung pflegten und pflegen, sind wir zum „konservieren“ unserer Geschichte und unseres Wissen auf die Schrift angewiesen. Wir wüssten heute sehr viel weniger von unserer Vergangenheit, gäbe es die steinzeitlichen Wandmalereien, alte Piktogramme auf Felswänden, Schriftzeichen auf Steintafeln und beschriebene Papyrus- und Pergamentrollen nicht. Für die Mehrzahl der Menschen gehören Lesen und Schreiben inzwischen selbstverständ- Die Schrift INFORMATIONSTRÄGER UND KUNSTFORM DIE „KONSERVENDOSE“ DES WISSENS lich zu ihrem Alltag. Bücher, Zeitungen und Internet sind aus unserem Leben als Informationsquellen nicht mehr wegzudenken. Diese Medien nutzen zu können ist nicht einmal mehr unbedingt ein Zeichen besonders guter Bildung. Das war nicht immer so. VON DEN ANFÄNGEN… Die Geschichte der Schrift begann ungefähr 5300 v. Chr. und damit früher, als man lange Zeit dachte. Ebenso entgegen älterer Vermutungen stammt die erste Schrift auch nicht aus dem Orient, sondern ganz im Gegenteil. Gar nicht so weit von uns entfernt, in Südosteuropa an der Donau, entstanden zu der Zeit aufgrund klimabedingter Wanderungsbewegungen die ersten konstanten Großsiedlungen und die ersten bekannten Schriftversuche. Durch das Einwandern nomadischer Stämme gegen 3200 v. Chr. verlor die alte „Donauzivilisation“ (ein Begriff, den der Archäologe Harald Haarmann prägte) an Bedeutung, ihre Schrift jedoch tauchte in eben dieser Epoche in Kreta wieder auf und entwickelte sich dort mit der minoischen Zivilisation weiter. Das wichtigste Schriftdenkmal dieser Zeit wurde 1908 entdeckt: der Diskos von Phaistos. Ebenfalls im 4. Jahrtausend v. Chr. begann in Ägypten die Zeit der Stadtstaaten. Dort erfanden die Menschen eine andere Art von Schrift, die Hieroglyphen, und im Orient, dem nahen Osten und


geschichte quadrat 02/2013 19 Kleinasien begann man um 2300 v. Chr. mit der Keilschrift. In Nordeuropa kannte man ab etwa dem ersten Jahrtausend n. Chr. das Runenalphabet. Alle diese alten Schriften hatten allerdings den Nachteil, dass sie sehr komplex waren und die einzelnen Zeichen ganze Wörter, Silben oder sogar Vorgänge beschrieben. Sie waren nicht gemacht, Laute wiederzugeben und waren somit sehr unflexibel. …BIS HEUTE Die geniale Erfindung eines Alphabets aus Buchstaben, mit denen man nun einzelne Laute, also Vokale und Konsonanten, darstellen konnte, verdanken wir den Phöniziern. Gegen Ende des zweiten Jahrtausends v. Chr. waren sie zu einer florierenden Handelsmacht gewachsen, deren Schiffe im gesamten Mittelmeerraum unterwegs waren. Für die phönizischen Kaufleute war es wichtig, die Sprachen der Völker zu verstehen, mit denen sie Handel trieben. Ebenso wichtig war es aber auch, ihre Schriftzeichen lesen zu können. Es ist also kaum verwunderlich, dass sie dabei eine „Vereinheitlichung der Schriftzeichen“, wie der Typograf Adrian Frutiger es nennt, erfanden und damit den Grundstein für alle alphabetischen Schriften legten. Die wichtigsten heute noch verwendeten Alphabete entwickelten sich mit unseren Religionen. Am Anfang stand das Hebräische des jüdischen Glaubens, ein seit fast 3000 Jahren kaum verändertes Alphabet. Etwas nordwestlicher entwickelten sich die lateinischen Buchstaben, die das Christentum übernahm, und im Osten die kyrillische Schrift der orthodoxen Kirchen. Der Islam verbreitete das arabische Alphabet vom Nahen Osten aus bis an die Grenzen Chinas und mit dem Hinduismus entwickelten sich die indischen und indonesischen Schriftzeichen. Die äußeren Gegebenheiten, dass heißt, womit und auf was man schrieb, bedingten dabei sehr stark die charakteristischen Formen der Schriften. So waren die Buchstaben in fast allen nördlichen Regionen eher eckig, da sie mit einer Bleilettern aus der Zeit des Buchdrucks (Hochdruck) im sogeannten Winkelhaken an der Spitze gespalteten und abgeflachten Feder geschrieben wurden. In der südlichen Hemisphäre wurde oft in Palmblätter geritzt oder darauf geschrieben. Damit man die Buchstaben trotz der Blattadern gut lesen konnte, war dazu ein spitzes Schreibwerkzeug nötig und eine geschwungene Schrift. VON DER FELSWAND IN DEN VIRTUELLEN RAUM Die Geschichte des Schreibens und der Schrift ist untrennbar mit der Entwicklung und Entdeckung der geeigneten Materialien verbunden. Die ältesten bekannten Schriftträger sind kleine Tontafeln, die man in Südosteuropa im heutigen Transsylvanien entdeckte. Aber natürlich hat der Mensch auch das Material zum Beschriften genutzt, auf dem er seit Urzeiten Zeichen hinterlassen hatte: Stein. Und tatsächlich sind uns viele Schriftzeugnisse auf Steintafeln oder -wänden erhalten geblieben, so zum Beispiel der Briefwechsel der ägyptischen Königin Nefertari, der Frau Ramses II. (19. Dynastie) mit der Hethiterkönigin Puduhepa, der Frau Hattusilis III. Manchmal waren es sogar ganze Felsen, die als Untergrund genutzt wurden. Ein beeindruckendes Zeugnis davon zeigt noch heute die Felswand von Bisutun (Iran), hier ließ König Dareios I. (520 v. Chr.) sein Lebenswerk in Stein meißeln. Ebenso wurden Knochen, Elfenbein, Stoff und Holz beschriftet und mit der Entdeckung der Metallbearbeitung kamen Kupfer-, Gold- und Bronzeplatten hinzu. Im Mittelmeerraum wurden Palmblätter verwendet, im antiken Griechenland war Leder allerdings lange das bevorzugte Material. In Ägypten schrieb man auf Papyrus, bis die Araber im 8. Jahrhundert den Gebrauch von Papier verbreiteten, das schon 600 Jahre früher in China erfunden und über Indien in den nahen Osten gelangt war. In Europa war Pergament das Mittel der Wahl, in Pergamon um 180 v. Chr. zuerst hergestellt, diente dieses aufwendig bearbeitete Leder sehr lange zur Beschriftung und Herstellung von Büchern, bis sich in Italien im 13. Jahrhundert die Papierherstellung etablierte und sich die Ware Papier 1455 mit Gutenberg und dem Buchdruck in ganz Europa durchsetzte. Was neben der Verfügbarkeit immer ein Kriterium dafür war, worauf geschrieben wurde, war die Haltbarkeit des Rohstoffes. Vor diesem Problem stehen die neuen Medien heute übrigens mehr als alle anderen traditionellen „Datenträger“ bisher. Denn bei sachgemäßer Lagerung sind Pergament, Papier, Stein & Co. fast unbegrenzt haltbar, die neuen Datenträger nur 20 bis 50 Jahre, abgesehen davon, dass die Technik sich in dem Fall selbst überholt. Dokumente auf einer Diskette sind heute schon kaum mehr einsehbar, oder besitzt Ihr Rechner noch ein entsprechendes Laufwerk? Und wie lange wir weiterhin mit CDs und Sticks arbeiten, ist fraglich. „MEINE WORTE SIND MEINE WAFFEN“ (RIGOBERTA MENCHU) Bildung war lange nicht selbstverständlich. Das Material und das Können, Wissen schriftlich festzuhalten, waren selten und wertvoll und in fast jeder Kultur nur einer religiösen oder politischen Elite zugänglich. Selbst Könige wie Heinrich IV. konnten oft weder lesen noch schreiben. Was in einer Zeit, in der die Vervielfältigung von Texten mühsam und langsam per Hand vonstatten ging, auch kaum verwundert: Die kleinsten Teile der breiten Bevölkerung bekamen überhaupt je ein Schriftstück zu Gesicht. Das alles änderte sich mit Johannes Gutenberg. Durch seine Erfindung einzelner beweglicher Lettern, die in beliebiger Menge hergestellt und immer wieder neu in einem Setzkasten zusammengestellt werden konnten, schaffte er die Voraussetzung für eine große Verbreitung von Texten. Mit dem Buchdruck brach die Renaissance an und die Menschen traten mit neuem Wissen, aber auch mit einer neuen „Waffe“ in die Neuzeit. Denn Lesen und Schreiben zu können, bedeutete nicht länger unwissend sein zu müssen und sich organisieren zu können gegen Ungerechtigkeit, Gewalt und Diktatur. Schreiben und das Geschriebene verbreiten war zu manchen Zeiten an einigen Orten lebensgefährlich. Solche Orte gibt es auch heute noch auf der Welt, und es gibt immer wieder Menschen, deren Waffen ihre Worte sind, die mit ihren Worten für eine bessere Welt kämpfen und dabei durchaus ihr Leben riskieren. Doch auch das Gegenteil begegnet uns, gerade im Zeitalter der „Network Society“. Mehr denn je sollten wir genau darauf achten, was wir lesen und was wir schreiben.


20 Genießen Sie in gemütlicher Atmosphäre die internationale Küche und unsere Spezialitäten, zum Beispiel: Gerichte vom Lavagrill Gern richten wir Ihre Feier für Sie aus! Zum Beispiel in unserer Schusterstube (bis 20 Personen) oder im Clubraum (bis 36 Personen) Inh.: I. Mensing-Uysal Telefon 05322/5588111 Breite Str. 22 · 38667 Bad Harzburg www.brauhaus-bad-harzburg.de Warme Küche Montag 17.30 bis 21.00 Uhr, Dienstag Ruhetag Mittwoch bis Sonntag 11.30 bis 14.00 Uhr und 17.30 bis 21.00 Uhr DIE GESTALTER DER BUCHSTABEN Können Sie sich daran erinnern, wie es war, als Sie schreiben lernten? An Ihre ersten Schreibhefte mit den vielen Hilfslinien, damit Sie auch wussten, wie hoch die großen und kleinen Buchstaben sein sollten und wie weit nach unten und oben die Unter- und Oberlängen reichen durften. Das war etwa so, wie in neuen sauberen Anziehsachen nach draußen zum Spielen zu gehen. Die Freiheit lag vor einem, aber eingezwängt im Sonntagsstaat nützte sie nichts. Ich für meinen Teil war jedenfalls froh, als ich endlich die Räume zwischen den Linien verlassen und mich in die Freiheit und Individualität eines leeren Blatt Papiers stürzen konnte. Was zur Folge hatte, dass die Schlaufen meines „g“, die Bögen meines „S“ und die Punkte meiner Umlaute die wildesten Kapriolen schlugen. So richtig einfangen und zähmen kann ich sie bis heute nicht. Warum auch, an die genaue Anatomie der Schrift muss ich mich nicht wagen, das überlasse ich den Profis. Davon gibt es zum Glück so einige mit immer neuen kreativen Ideen für die unterschiedlichsten Alphabete. Einen großen Teil davon kann heute fast jeder von uns nutzen. Setzen Sie sich doch einmal vor Ihren Computer und schauen Sie sich an, was Ihr Schreibprogramm so an Schriften zu bieten hat. Sie werden feststellen, dass Sie mit dem Angebot einen formellen Brief ebenso gestalten können wie eine festliche Menükarte oder die Einladung zu einem Kindergeburtstag. Diese schon vorinstallierte Schriftauswahl haben Sie mit Ihrem PC gekauft. Den kompletten Datensatz einer Schrift nennt man Font, so wie man eben auch früher den kompletten gegossenen Satz einer Schrift nannte. Sie besitzen also in Ihrem Computer verschiedene Fonts. Hergestellt werden diese Fonts von Schriftgestaltern (Typografen). Inzwischen gibt es Hundertausende von verschiedenen Schriften, die man übrigens in Fontshops kaufen kann, so, wie man sich ein Lied, ein ganzes Album oder ein e-book kauft und auf den eigenen PC herunterlädt, kann man auch Schriften erwerben. Leider vergisst man bei dieser modernen Art des Schrifterwerbs, dass man wirklich ein Stück Handwerkskunst kauft. Jede Schrift ist von ihrem jeweiligen Designer mit einer bestimmten Intention und nach strengen Regeln entworfen worden. Achteten die ersten Schriftgestalter, wie Gutenberg, Claude Garamond und Wiliam Caslon in erster Linie noch auf Lesbarkeit der Schrift und eine harmonische Anatomie der Buchstaben, so verlagerte sich doch mit zunehmender Zeit das Augenmerk immer mehr darauf, wofür die Schrift verwendet werden und wie sie wirken sollte, was sich letztendlich immer wieder mit dem Zeitgeist veränderte. Wie die Mode unterliegen auch die Buchstaben einem immer währenden Wandel. Worauf legen wir also heute Wert, wenn wir uns für eine bestimmte Schrift entscheiden? Auf Aussagekraft und Individualität! Für ein Firmenlogo gern auch auf einen hohen Wiedererkennungswert. Die Worte McDonald`s oder Ikea müssen wir nicht mehr lesen, wir erkennen sie viel schneller an ihrer Form. Lesbarkeit ist sozusagen auch eine Frage der Gewohnheit. Je öfter eine Schrift auftaucht, umso besser erkennbar erscheint sie uns. Dabei sollten wir uns aber ruhig immer mal wieder eine Abwechslung gönnen, auch Schriften können auf die Dauer langweilig werden. Wir Leser von heute können uns das leisten, weil wir einerseits schnell und unkompliziert auf die unterschiedlichsten Fonts zugreifen können und anderseits, weil wir es inzwischen so gewohnt sind, zu lesen, dass wir eh nicht mehr Tischreservierungen erbeten an Wochenenden und Feiertagen Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in unserem Haus Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in unserem Haus


21 jedes Wort Buchstabe für Buchstabe lesen, sondern das Wort als Ganzes erkennen, wie Stanislas Dehaene in seinem Buch „Lesen – die größte Erfindung der Menschheit und was dabei in unseren Köpfen passiert“ folgend unter Beweis stellt: „In welcher Riheenfloge die Buecstabhn in eienm Wort angoerdent snid, spilet keine Rlole. Das eiznig Withcige ist, dsas der ertse und der ltetze Buhctsabe am ricthigen Paltz sind, Der Rset knan ttoal drucheinnader sein – usner Gehrin erknnet das gnaze Wort onhe Proelmbe.“ TYPEN UND FONTS Sollten Sie nun so richtig auf den Geschmack gekommen sein, hier noch ein Buchtipp: Typographie begleitet unser Leben, ob wir wollen oder nicht – dem gedruckten Wort entkommt keiner. In seinem wunderbaren Buch erzählt Simon Garfield die Geschichte(n) der Typographie: Von Gutenberg über die Frage, welche Schrift zu welchem Fußballtrikot passt, bis zur Gotham-Schrift, in der die „Yes We Can“-Kampagne von Barack Obama gestaltet war. Erschienen ist das Buch 2012 im Ullstein- Verlag (ISBN 978-3-550-08879-7, 19,99 Euro) (sw) Kurzzeitpflege zum unschlagbaren Preis von 17,75 € pro Tag Wir bieten Zimmern Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine examinierte FOTOS: RAINER GOLITZ/HARTMUT WEBER Pflegefachkraft (m/w) und eine Wohnbereichsleitung (m/w) in Teil- oder Vollzeit. Wenn Sie eine abgeschlossene Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in oder Altenpfleger/in haben, oder einfach eine neue Herausforderung suchen, freuen wir uns über Ihre aussagefähige Bewerbung, gern auch per E-Mail an: bad.harzburg@patria-residenzen.de Berufserfahrung ist zwar von Vorteil, aber auch Berufsanfänger haben bei uns gute Chancen. Birgitt Feuer, Residenzleitung Herzog-Julius-Straße 93 38667 Bad Harzburg, Telefon 05322/78 10 Telefax 05322/78 11 821 bad-harzburg@patria-residenzen.de www.patria-residenzen.de


22 Wir denken für Sie strategisch, planen kreativ und setzen es professionell um! Innovation und Krea - tivität sind für uns keine Schlagworte, sondern die Grundlage ehrlicher, professioneller und engagierter Arbeit. Angegliederte r Siebdruck-Meisterbetrie b. ✓ Auto-, LKW- und Busbeschriftungen mit Digitaldruck und Folienplot ✓ Fenster- oder Türdekore in etched-Glas Optik ✓ Aufkleber und Etiketten ✓ Magnetschilder ✓ Wegweiser und Bauschilder ✓ Messetafeln/Displays ✓ Praxen- oder Kanzleischilder aus Plexiglas und Edelstahl ✓ Schaufensterbeschriftungen ✓ Schablonen für Malerarbeiten ✓ Außenwerbeanlagen ✓ Spanntransparente und Roll-up Displays ✓ T -Shirt Druck ... und vieles, vieles mehr! Für Werbetechnik- und Siebdruckaufgaben bietet unser Unternehmen seit seiner Gründung durch Walter Bothe im Jahre 1980 kompetente Bera - tung, Planung und Umsetzung aus einer Hand. Im Laufe der Jahre haben sich die Anforderungen an erfolgreiche Werbung geändert. Wir haben dem durch Investitionen in moderne Technik und hand - werkliche Weiterbildung Rechnung getragen, so dass unsere Mitarbeiter auf dem neuesten Stand sind. Entsprechend umfangreich ist unser Portfolio, denn die Zufriedenheit unserer Kunden wird bei uns GROSS geschrieben, persönlicher und individueller Kontakt ist unabdingbar!


kurz angetippt quadrat 02/2013 23 KURZ- ANGETIPPT FEBRUAR SPURENSUCHE WELTKULTURERBE ERZBERGWERK RAMMELSBERG GOSLAR 05., 09., 12. UND 15. FEBRUAR JEWEILS VON 15.00 BIS 17.00 UHR Die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Rammelsbergs bieten Ihnen bei dieser Führung Einblicke und Ausblicke hinter die Kulissen des Goslarer Hausberges, kleine Geheimnisse, stille Sensationen, außergewöhnliche Orte und Geschichten, ungewöhnliche Objekte und seltene Einblicke, die man bei regulären Touren nicht sieht. Für Erwachsene beträgt der Eintritt 8,00 Euro, für Kinder 4,00 Euro. VOR 90 JAHREN: WEITESTER GESTANDENER SKISPRUNG: 35,5 METER HEIMAT- UND SKIMUSEUM DR.-KURT-SCHROEDER- PROMENADE, BRAUNLAGE 05., 08., 12. UND 15. FEBRUAR JEWEILS VON 10.00 BIS 12.00 UHR Nicht nur für den Ski-, sondern auch für den Rodelsport gehörte Braunlage einst zu den bedeutenden Wintersportorten. Wie sehr sich der Skisport in den vergangenen 90 Jahren verändert hat, zeigt das Heimat- und FIS- Skimuseum. Die Darstellung der Deutschen Skimeisterschaften 1923 in Braunlage und weitere Harzer Wintersportaktivitäten werden auf besondere Weise dargestellt. Der Eintritt beträgt 2,00 Euro, ermäßigt 1,50 Euro. NEUSEELAND – DAS PARADIES AM ENDE DER WELT MULTIVISIONSSHOW GOSLARER THEATER BREITE STRASSE 86, GOSLAR 06. FEBRUAR, 18.00 UHR In mehreren Reisen hat der Profifotograf Christoph Rohleder das wundersame Neuseeland – das Paradies am Ende der Welt – porträtiert. Entstanden sind hierbei traumhaft schöne Aufnahmen dieser Insel der Kontraste: Bizarre Gletscher, märchenhafte Regenwälder, menschenleere Steppen, hochalpine Landschaften, geothermale Wunderregionen, wildromantische Küstengebiete, in Nebelschwaden eingehüllte Weideplätze und exotisch verträumte Strände. Auf abenteuerlichen Trekkingtouren tauchte der Reisejournalist in die Welten von „Herr der Ringe“, die sich wie Mondlandschaften präsentieren. Neben verrückten und sehr herzlichen „Kiwis“ sowie traditionellen Maoris lernte er die einzigartige Kultur mit ihren faszinierenden Mythen kennen. Da in „Kiwi Wonderland“ das Bungeespringen erfunden wurde, präsentiert der Abenteurer auch die Actionseite Neuseelands: Einen gefilmten Fallschirmsprung über Lake Taupo, einen Bungeesprung von der Originalbrücke in Queenstown oder das neuartige Zorbing stellen das Adrenalin während des Vortrags sicher. Der Eintritt beträgt 12,00 Euro und für Schüler und Studenten 10,00 Euro. CORNWALL MULTIVISIONSSHOW GOSLARER THEATER BREITE STRASSE 86, GOSLAR 06. FEBRUAR, 20.00 UHR Wen die Welt von Rosamunde Pilcher fasziniert, der wird diesen Vortrag lieben. Einzigartige englische Gärten, die in bunten Farben wunderschöne Schmetterlinge anfunkeln, wildromantische Landschaften mit kolossalen Steilküsten, undurchdringbare Moore sowie endloses Marschland bilden die Kulisse für die mythischen Kultstätten aus der Zeit der Kelten und der Legende um König Artus. Die einzigartigen Bilder spiegeln die Atmosphäre der geheimnisumwitterten Wälder wie Dartmoor wider, wenn der lichte Nebel im Morgengrauen durch die Baumkronen entschwindet und dabei die Tierwelt erweckt. Charmant präsentieren sich die kleinen Orte an Cornwalls Küste, umrahmt von pittoresken Landschaften. St. Ives versprüht mediterranes Flair mit seiner Künstlerszene und traumhaften Stränden, während in einigen Fischerdörfern noch heute Schmugglergeschichten aus vergangenen Jahrhunderten kursieren. St. Michaels Mount, die berühmte Festung im Meer, das antike Minack Theater sowie das astronautisch anmutende Eden Projekt und die karibischen Scilly Inseln sind weitere Highlights der Veranstaltung. Der Eintritt beträgt 12,00 Euro und für Schüler und Studenten 10,00 Euro. ONE NIGHT OF QUEEN STADTHALLE BRAUNSCHWEIG 06. FEBRUAR, 20.00 UHR One Night of Queen taucht ein in die Vergangenheit der Musikgeschichte! Nahezu jeder kennt Songs wie „We will Rock you“ und „Another one Bites the Dust“, doch nicht jeder konnte Freddy Mercury und Band live erleben! Mit One Night of Queen bietet sich nun eine perfekte Gelegenheit, noch einmal auf eine Zeitreise zurück in die Ära der Mega-Rocker zu gehen und dabei zwei Stunden geballte Livepower mit unvergessenen Queen-Hits zu erleben. Wenn Gary Mullen alias Freddie Mercury in Originaloutfits die Stimmung zum Kochen bringt, wird man das Gefühl nicht los, ein echtes ‚Queen-Konzert zu erleben. Mullen sieht aus wie Mercury, tanzt wie Mercury und singt wie Mercury! KLOSTER WÖLTINGERODE ERLEBEN KLOSTERGUT WÖLTINGERODE WÖLTINGERODE 3, VIENENBURG 07., 09., 10., 16. UND 17. FEBRUAR , 14.00 UHR Erleben Sie das winterliche Kloster Wöltingerode und genießen Sie die edlen Liköre der Klosterbrennerei. Die geführte Besichtigung beginnt vor der historischen Brennerei mit Dampfmaschine. Highlight der Führung ist der Besuch des „Allerheiligsten“, dem Holzfasswasser für Edelkorn und Liköre. Die Führung endet in der Kirche beziehungsweise im Gewölbe, der so genannten Krypta, mit fachkundigen Erläuterungen und Verkostung der erlesenen Spezialitäten. Treffpunkt: Gutshof Klostergut Wöltingerode (vor der Brennerei), die Führung dauert etwa anderthalb Stunden, der Eintritt beträgt 4,00 Euro pro Person. RAUCHSALONABEND SCHLOSS WERNIGERODE 08. FEBRUAR, 19.00 UHR Genießen Sie eine Kurzführung durch das Schloss. Anschließend gibt es Geschichte und Geschichten bei einem Glas Rotwein am flackernden Kamin im Rauchsalon des Schlosses. Anmeldungen sind bis mittags erforderlich, die Kosten betragen 15,00 Euro


24 quadrat 02/2013 kurz angetippt pro Person, ein Glas Rotwein inklusive. 32. INTERNATIONALES SCHLITTENHUNDE ADVENTURE BOCKSWIESER HÖHE, CLAUSTHAL-ZELLERFELD 09. UND 10. FEBRUAR JEWEILS AB 10.30 UHR Die spannenden Wettkämpfe beginnen an beiden Tagen jeweils um 10.30 Uhr. Die letzten Rennen starten dann um 14.30 Uhr. Die Strecke hat dabei eine Länge zwischen 8 und 14 Kilometer. Große und kleine Zuschauer und Gäste erwartet rund um die Rennen täglich ein buntes Stände- und Rahmenprogramm. Foto: www.harzluchs.tif Die Hunde dürfen natürlich auch aus der Nähe betrachtet und, mit Erlaubnis der Musher, gestreichelt werden. Besucher zahlen für ihren Eintritt mit Tageskarte 5,00 Euro pro Person und mit Wochenendticket 6,00 Euro – Kinder bis 14 Jahre sind kostenlos. Einige Spitzenteams der Deutschen und der Niederländischen Schlittenhunde- Nationalmannschaften werden dabei sein, aber auch viele „Hobbymusher“ die das Wettkampffieber ergriffen hat, werden mit ihren wunderschönen Schlittenhunden am Start sein. Die Zuschauer dürfen sich schon jetzt auf mindestens 50 Schlittenhundegespanne mit etwa 300 Schlittenhunden der Rassen Siberian Husky, Samojeden und Alaskan Malamuten freuen. Dabei werden nur reinrassige Schlittenhunde am Start sein. Der erfahrene Rennleiter Wolf-Dieter Polz wird auch in diesem Jahr wieder die sportliche Durchführung des Rennens übernehmen. HEXEN, MÖNCHE UND HALUNKEN STADTWACHE SIGMUND SORGT FÜR ORDNUNG SCHUHHOF, GOSLAR 15. FEBRUAR, 19.00 UHR Wollten Sie schon immer einmal etwas über die Vertreibung der Mönche, vom geheimnisvollen Versuch der Erstürmung des Rathauses oder von den Gräueltaten während der dreijährigen schwedischen Besetzung hören? Dann folgen Sie Sigmund in die dunkle Zeit des Mittelalters. Die Tour führt durch die Jakobi-Pfarre zu den Bergleuten im Frankenberg in der Zeit um 1650. Eine Anmeldung ist bis zum 14. Februar erforderlich, Erwachsene zahlen 6,00 Euro, Kinder 4,00 Euro. FÜHRUNG AUF DEM BURGBERG IM RAHMEN DES HARZER KULTURWINTERS WANDERTREFF AM HAUS DER NATUR BAD HARZBURG 16. FEBRUAR, 11.00 UHR Der Geschäftsführer des Fördervereins Historischer Burgberg, Horst Woick, wird die Teilnehmer mit der Geschichte der Harzburg, seiner Bewohner und Besatzer vertraut machen. Die Teilnahmegebühr für die rund 90 Minuten dauernde Tour beträgt 2,00 Euro (mit Kurkarte frei) zuzüglich der Fahrten mit der Burgberg- Seilbahn. Station wird unter anderem an der wieder errichteten Krodo-Statue gemacht. Horst Woick wird die heidnischen Bräuche aus der vorchristlichen Zeit erläutern, zeigt die Reste der Burganlagen mehrerer Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, den sagenhaften Fluchtbrunnen von Heinrich IV. und erläutert die Geschichte des bekannten Ausspruchs „Nach Canossa geh‘ ich nicht“ von Reichskanzler von Bismarck. Auch der welfische Kaiser Otto IV., Sohn Heinrich des Löwen, der nach einer Frühlingsdiät im Mai 1218 auf der Harzburg an einem mysteriösen Leiden verstarb, wird bei dieser Führung zum Thema. Weitere Informationen sind bei der Tourist-Information, Nordhäuser Straße 4, 38667 Bad Harzburg, Telefon 05322 75330, info@bad-harzburg.de und www.bad-harzburg.de zu erhalten. DIE GOSEKNACKER SIND LOS KRIMI-STADTSPIEL, GOSLAR 16. FEBRUAR, 14.00 UHR (GENAUER ORT WIRD BEI DER ANMELDUNG BEKANNT GEGEBEN) Goslar am Rande des Harzes ist berühmt für sein mittelalterliches Flair und seine Altstadt, die Teil des Welterbes der UNESCO ist. Entdecken Sie ein Weltkulturerbe auf andere Art und erleben Sie ein Krimi-Stadtspiel per GPS durch die Goslarer Altstadt! Klären Sie einen spektakulären Bankraub während des Mittelaltermarktes auf! Der Knacker-Clan wird zwar gefasst, kann aber die Beute noch gut verstecken – für seine Enkel. Nun kommen Postkarten von Opa Goseknacker, die – natürlich verschlüsselt – Hinweise liefern, und zwar auf den Weg zum Versteck und zu einem Agenten, der helfen kann, den geraubten Schatz zu finden. In mehreren Teams machen sich die Enkel auf den Weg, zwar nicht mit einer Schatzkarte, aber mit einem GPS-Gerät, das sie quer durch die Goslarer Altstadt führt. Wer schafft es, zuerst den Agenten zu treffen, den Schatz zu orten und damit über seine Verwendung zu entscheiden? Erleben Sie einen rasanten Wettlauf mit Krimiflair durch die Goslarer Altstadt. Eine Anmeldung ist bis zum 15. Februar bei der Harz Agentur erforderlich, die Teilnahme kostet 39,00 Euro pro Person. HANDEL, FALSCHGELD, POSTWESEN GOSLAR UM 1700 MIT KAUFMANN BERTHOLD DOMVORHALLE IN DER WALLSTRASSE, GOSLAR 16. FEBRUAR, 15.00 UHR Lassen Sie sich in eine Zeit entführen, als das Leben eine echte Herausforderung war, als Geld, Falschgeld, Kipper- und Wippermünzen, Maße und Gewichte den Handel erschwerten. Welch geheimes Gebräu möchte Berthold erwerben? Hat er vielleicht eine Riech- und Kostprobe dabei? Begleiten Sie Berthold auf seinem Weg! Eine Anmeldung ist bis zum 14. Februar erforderlich, Erwachsene zahlen 7,00 Euro, Kinder 5,00 Euro. KARIBISCHE NACHT MIT MI SOLAR KULTURZENTRUM REICHENSTRASSE, QUEDLINBURG 23. FEBRUAR, 20.00 UHR Eine sensationelle Frauenstimme, getragen von einer mitreißenden Band, verführt in wenigen Augenblicken vor allem zu einem: ausgelassen zu feiern und zu tanzen! Musik, Salsa, Cocktails...So wird das kubanische Lebensgefühl perfekt! Auf vielfachen Wunsch kommen MI Solar auch 2013 wieder nach Quedlinburg, um hier karibisches Flair und heiße Rhythmen zu verbreiten. (sw)


Einkaufen direkt vom Hersteller zu Outlet-Preisen Ihr Partner für Herrenmode Business, festliche Anlässe Freizeit und Spezialgrößen 25 Wir sind umgezogen! Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 13.00 bis 18.00 Uhr Sa. 10.00 bis 14.00 Uhr ODERMARK FASHION OUTLET Wilvorst Herrenmode GmbH Odermarkplatz 1, Telefon 05321 / 351 9021 www.odermark-fashion-outlet.de


26 quadrat 01/2013 244 Jahre Apothekengeschichte werden weitergeschrieben


unternehmensprofil quadrat 02/2013 27 Bis ins Jahr 1769 reicht die Geschichte der Adler-Apotheke zurück. Als damals der Dr. medicinae und practicus Johann August Friedrich Pape vom Herzog von Wolfenbüttel- Braunschweig die Genehmigung zum Betreiben einer Apotheke bekam, ahnte noch niemand, dass sie im Jahre 2013 immer noch existiert, wenn auch an einem anderen Ort als damals. Jüngstes Kapitel der Erfolgsgeschichte der Adler- Apotheke ist die Übernahme des Unternehmens am 01. Januar 2013 durch Frau Apothekerin Kathrin Girndt von ihrem Vorgänger, Herrn Apotheker Bernd Flügel. Die in Lengede geborene Apothekerin studierte in Braunschweig Pharmazie und führt schon seit 2003 die Niedersachsen-Apotheke in Goslar mit viel Elan und engagierten Mitarbeiterinnen. Und so soll es auch sowohl in Goslar als auch in Bad Harzburg weitergehen. Der Verpächter der Adler-Apotheke, Dr. Jürgen Bertram, selbst Betreiber des Unternehmens von 1970 bis 1989, hat jedenfalls hierfür seine Unterstützung zugesagt. Die erste bauliche Maßnahme nach dem Pächterwechsel wurde bereits umgesetzt: Der Eingangsbereich wurde rollstuhlgerecht umgebaut, so dass die Apotheke jetzt auch für diese Zielgruppe bequem und sicher zu erreichen ist. Kathrin Girndt und ihr Mann Alexander freuen sich darauf, zusammen mit den drei Mitarbeiterinnen die teils langjährigen Stammkunden weiterhin zu bedienen. Wer nicht selbst kommen kann, dem werden natürlich die Medikamente durch den eigenen Lieferservice ins Haus geliefert. Adler-Apotheke Herzog-Wilhelm-Str. 57 38667 Bad Harzburg Telefon 05322/4311 Telefax 05322/55193 Kathrin Girndt mit ihren Mitarbeiterinnen Niedersachsen Apotheke Rosentorstr. 24 38640 Goslar Telefon 05321/24484 Telefax 05321/24536


28 Modell-Spielzeug WO HANDWERK NOCH GOLDENEN BODEN HAT Das Kind im Manne spielt gern – diese Einsicht gehört zu den grundlegenden Kenntnissen der Anthropologie. Und weil Spielen heißt, die Welt im Kleinen noch einmal nachzubauen, um sie um so besser zu verstehen – und auch ein wenig um sie zu beherrschen –, hocken Generationen von Vätern zu Weihnachten vor den Modell-Eisenbahnen ihrer Söhne, die höchstens beim Gleisbau helfen dürfen. So weit, so bekannt. Mit Kinderspielzeugen jedoch geben sich Männer nur noch ungern zufrieden. Schuld daran ist die allgemeine Prosperität: Sie bringt Modell-Spielzeuge hervor, die kein Mann in Sohneshände UNGESCHRIEBENES GESETZ: DAS MODELL BEDARF DES ORIGINALS, EIN GROSSER BRUDER MUSS GEBAUT WORDEN SEIN. geben würde, Kostbarkeiten, die nicht ins Kinderzimmer, sondern in die Vitrine gehören. So beispielsweise auch den Ferrari im Maßstab 1:1 – der Traum von einem Auto schlechthin. Kostenpunkt: zwischen 70.000 und 28,5 Millionen Euro. Nicht jeder, der sich so einen spektakulären Renner leisten möchte, erhält auch einen, denn der Commendatore hat gerade mal 40.000 Stück der rasenden Kunstwerke hinterlassen. Eben davon profitiert die Modellbau-Branche. „Wenn schon nicht in der Garage“, wähnten die Bauherrn, „dann wenigstens im Wohnzimmer“, und trösten so die zu kurz gekommenen Ferrari- Freunde mit einem Modell. Auch im Maßstab 1:18, also in etwa so lang wie eine Zigarrenkiste, laufen Enzos Modelle – besonders sein schnellstes, der F 40 – an der Spitze mit. Gebaut von Bburago, kostete er vor einigen Jahren 30 Euro im Laden. Inzwischen ist der Preis des Bburago-F-40 um etwa das Zehnfache auf den Preis einer Kiste Champagner gestiegen. Aber als Modell von Bburago behauptet der rote Renner lediglich die zweite Stelle in der Begierten-Skala. Übertroffen wird er von einem Modell, dessen Original in Zuffenhausen kreiert wurde: der Porsche 356 B. Der Miniatur-Bolide von Bburago bringt es bereits auf zwei Kisten Champagner. Kaum zu glauben, denn die Italiener überschwemmen mit hohen Auflagen der Autos en miniature den Markt. In Italien kosten der F 40 und der 356 B auch heute noch etwa 30 Euro, daher lässt sich vermuten, dass mit der Leidenschaft der Modellliebhaber in Deutschland ein Schweinegeld zu verdienen ist. Ohne Zweifel, die Bburago-Leute bauen phantastisch gute Modelle, aber zur Kunst werden die Kleinwagen erst bei Bosica. Für eine Investition von knapp 2.000 Euro ergattern Sammler einen handgearbeiteten Formel-I-Rennwagen in Zigarettenlänge, authentisch minimalisiert: von den Zündkerzen bis zu den Armaturen in Stahl und Kunststoff. Bosica fabriziert für den gut situierten Sammler. Für Leute mit bescheideneren Ansprüchen und viel Zeit produziert AMR in Paris Bausätze so ziemlich aller Autos, die je den Asphalt befuhren. Im Modellbau gilt ein ungeschriebenes Gesetz: Das Modell bedarf des Originals, ein großer Bruder muss gebaut worden sein. Phantasieprodukte gelten als geschmacklos. Daran halten sich fast alle Hersteller. Schuco hingegen modelte ein Phanta-


aus aller welt quadrat 02/2013 29 FOTO: FOTOLIA.COM © KRAMOGRAFIE sieauto mit 4-Gang-Schaltung, Rückwärtsgang und Kupplung, integrierte im Blechrenner ein Federwerk, nannte das Gerät „Examico“ und ging in den Konkurs. Die Firma Mangolt kaufte die Werkzeuge und brachte eine Neuauflage des „Examicos“ auf den Markt. Nun konnte auch er ein Original – den Pleite-Schuco – vorweisen, und der avancierte prompt zum Kultobjekt. Dagegen werden Modellschiffe noch recht bescheiden gehandelt, sie gibt es schon ab zehn Euro. Sammler und Spekulanten entdecken erst langsam diese Kleinstschiffe in Daumengröße. Etwa 20 Herstellern gilt das Verhältnis 1:1.250 als das Maß aller Dinge im Modellschiffsbau – allesamt Spezialisten, wie in der Buchhandlung Wede im Hamburger Hanseviertel zu hören ist. Der eine baut halt Passagierschiffe, ein anderer ausschließlich deutsche Frachter; der eine legt in limitierter Stückzahl auf, der andere gießt, bis die Gussform bricht. Bei Wede werden in der Regel Nachbauten noch laufender Schiffe verkauft: Erinnerungsstücke an eine gelungene Kreuzfahrt auf der „Europa“ oder ein Atlantik-Crossing auf der QE II. Großmodelle – vornehmlich Segler und ausnahmslos Unikate – wechseln selten den Besitzer. Die Nachfrage lässt noch zu wünschen übrig. Eine Kos tenfrage? Nein, am Preis kann es nicht liegen. Die Modelle sind mit bis zu 3.000 Euro erschwinglich. Miese Verarbeitung? Auch nicht: Bastler gießen die Kanonen zum Teil gesondert für das Modell, das sie gerade leimen, sind verliebt ins Detail. Wer solch ein Meisterwerk in seiner Freizeit bauen möchte, sollte eine Bauzeit von einem Jahr veranschlagen. Genauso lange dauert es übrigens, bis der Pfälzer Michael Benner seine Modelleisenbahnanlage in HO (1:87, Spurbreite 16,5 mm) aufgebaut hat. Der Ölkaufmann hat die Anlage von seinem Vater Ernst übernommen. Im Hause Benner wird seit langen 58 Jahren gesammelt. Michael Benner nennt weit über 300 Loks, die er auf etwa 2.000 Schienen – das entspricht einer Runde im Leichtathletikstadion – in einem 60 qm Zimmer in Fahrt bringt. Dennoch ordnet sich Benner lediglich als Amateur ein. „Richtige Freaks“, weiß er zu berichten, „breiten ihre Anlage auf der gleichen Grundfläche, doch in zwei, drei, mitunter vier Stockwerken aus.“ Und er besitze weder „Big Boy“, die größte Lock, die je gebaut wurde oder die „Krokodil“, die erste E-Lok, die die Alpen überquerte und bei Märklin vor 45 Jahren 250 Mark kostete, noch eine der Geschwindigkeitsrekord-Loks der dreißiger Jahre („Super Pacific“, „Mallard“ oder die windschnittige „05“er); ein „Profimodellbahner“ besitze mindestens eine der genannten Loks – am besten alle, eben auch das „Krokodil“. Wer diese Raritäten haben möchte, besucht zum einen eine Modelleisenbahn-Auktion, zum anderen ist ein geradliniges, ungestörtes Verhältnis zum Geld erforderlich. Eine „Krokodil“ erzielt zum Beispiel auf Auktionen locker über 20.000 Euro. Exklusiv wird der Modellbahnbau in Nenngröße I (1:32, Spurbreite 45 mm). In dieser Klasse brillierten dereinst Markscheffel & Lennarz, die Hamburger Händler und Hersteller feinster Modelleisenbahnartikel. Sämtliche Einzelteile der Loks von Markscheffel & Lennarz wurden minuziös von Hand gedreht, gefräst, gelötet und zusammengeschraubt. Jede Serie bestand aus 30 Exemplaren. Die Firma gab 2002 ihren Geist auf, aber ihre Modelle tauchen ab und an auf Auktionen auf. Für den bescheidenen Preis eines Kleinwagens können Sie mitbieten. In einer ähnlichen Preisklasse bewegen sich auch die Produkte der Firma „Oktant“ mit Sitz in Hannover – ein einzigartiger Laden in Deutschland. Hier werden Dampfmaschinen-Modelle verkauft. Pro Jahr werden nur einige wenige Fertigmodelle hergestellt. Die erwerben vornehmlich Sammler mit FREAKS BESITZEN MINDESTENS DIE „BIG BOY“, DIE GRÖSSTE LOCK, DIE JE GEBAUT WURDE, ODER DIE „KROKODIL“, DIE ERSTE E-LOK, DIE DIE ALPEN ÜBERQUERTE. spekulativem Interesse: Sie hoffen auf die schnelle Mark. So trügerisch dürfte ihre Hoffnung nicht sein. Hauptsächlich verkauft Oktant aber Rohsätze für ein- und zweizylindrige Dampfmaschinen an engagierte Hobbyisten. Ihr Steckenpferd besteht darin, dass sie ihre Maschinen an der Drehbank zu Hause drehen. Womöglich am Wochenende? Genau an dieser Stelle wittert der ein oder andere Nörgler ein Problem und tippt auf die Kleinanzeige einer Modellbau-Gazette: „Arzt und Modellbauer, 33 Jahre, 185 cm, sucht liebe und zärtliche Sie mit Sinn für sein Hobby. Bitte mit Bild und Tel. Chiffre.“ „Die Mädels vernachlässigen, das rächt sich.“ Wo er Recht hat, hat er Recht, der Nörgler. Trotzdem: dann und wann angelt sich vielleicht jemand über eine Anzeige ein Original, nicht minder kostspielig und mindestens so zeitaufwendig wie die Zeugen der Modell-Leidenschaft. (ra)


platz genommen quadrat 02/2013 31 GANZ PRIVAT FOTOS: STEFAN SOBOTTA, AUFGENOMMEN IM CAFÈ AM MARKT GOSLAR JEANETTE GÖTZE UND ALEXANDER HOHMANN Quadrat traf Jeanette Götze und Alexander Hohmann im Café am Markt in Goslar und sprach mit den beiden jungen Steinmetzmeistern nicht über Gott und die Welt, sondern über Grabkultur, Grabmale und ihre Freizeitaktivitäten. Sie, Jeanette Götze, hat den elterlichen Betrieb vor sechs Jahren übernommen und führt mit ihrem Lebensgefährten Alexander Hohmann das Unternehmen erfolgreich in eine sich ändernde Zukunft. Beide sind Steinmetze aus Leidenschaft und haben noch die alten Techniken in der Tradition der Bauhütten gelernt, wie sie in dem berühmten Buch von Ken Follet „Die Säulen der Erde“ so eindringlich beschrieben wurden. Es entstand ein hochinteressantes, mehrere Stunden dauerndes Gespräch, welches noch locker den Rest des Tages hätte dauern können. Quadrat sagt Danke für Stunden, die wie im Flug vergingen! Frau Götze, wollten Sie schon immer in die Fußstapfen Ihrer Eltern treten? Jeanette Götze: Nein überhaupt nicht. Nach der Grundschulzeit in der Jürgenohl-Schule und dem anschließenden Besuch des Christian-von-Dohm- Gymnasiums mit bestandenen Abitur stand für mich zwar relativ schnell fest, dass ich auf jeden Fall etwas Handwerkliches machen wollte, aber der Steinmetz-Beruf war mir nicht von Anfang an in die Wiege gelegt worden. Die Lehre im Betrieb meiner Eltern bot sich aber dann doch an, weil ich das Unternehmen, was über so viele Jahrzehnte gewachsen war, gern aufrecht erhalten wollte. Warum sollte ich ein Handwerk wie zum Beispiel Tischler lernen, wenn ein gesundes Handwerksunternehmen weitergeführt werden will? Es hat sich dann schnell gezeigt, dass meine Berufswahl richtig war. Ich hatte und habe viel Spaß an meiner Tätigkeit und wohl auch das nötige Geschick. Herr Hohmann, Sie kommen nicht aus Goslar, wo sind Sie geboren?


32 quadrat 02/2013 profile Alexander Hohmann: Ich bin in Frankenberg in Sachsen geboren und im nicht weit davon entfernten Hainichen am Fuße des Erzgebirges mit meinen drei Geschwistern bei meinen Eltern aufgewachsen. Hainichen ist eine schöne alte Weberstadt, in der auch der Fabeldichter Christian Fürchtegott Gellert geboren wurde. Kommen Sie auch aus einer „Grabmal- Dynastie“ wie Jeanette? Alexander Hohmann: (lacht) Nein, die einzige Parallele zu Jeanettes Laufbahn ist, dass ich nach dem Abitur ebenfalls einen Beruf ausüben wollte, bei dem ich abends sehe, was ich den ganzen Tag gemacht habe. Meine Mutter brachte damals den Steinmetz ins Gespräch. Ich informierte mich also über die Tätigkeit, fand das sehr interessant und vielseitig und bewarb mich bei einigen Betrieben. Ich bekam bald Zusagen für Lehrstellen entweder in den oder in Hannover. Da mein Bruder damals schon in Hannover war, weil er dort Koch lernte, entschied ich mich für die Landeshauptstadt, adt, so kannte ich wenigstens schon mal jemanden, außerdem fand ich den Betrieb besser für meine Dres- Ausbildung. Das war zwar nur so ein Bauchgefühl. Aber es hat sich ja zum Glück bewahrheitet. Wie haben Sie sich kennengelernt? Jeanette Götze: Wir haben uns schon recht früh, nämlich während des Blockunterrichts in der Lehrzeit kennengelernt. Zunächst begann alles auf freundschaftlicher Basis. Irgendwie mussten wir nach dem Unterricht „abhängen“, da ich eine kleine Wohnung gemietet hatte und bei mir immer ein Bier im Kühlschrank stand, kamen oft ein paar Freunde, unter anderem auch Alexander, zu mir. Im Laufe der Zeit wurde halt langsam mehr daraus. Welche Hobbys haben Sie? Jeanette Götze: Ich besuche regelmäßig verschiedene Fitnesskurse. Einerseits, um die einseitige Belastung der Muskulatur auszugleichen, aber auch, um allgemein fit zu bleiben, denn trotz der Maschinen, die uns heute in unserem Beruf unterstützen, ist die körperliche Anforderung doch immer noch ganz ordentlich. Alexander Hohmann: Ja, da muss man durch entsprechendes Training Abnutzungserscheinungen vorbeugen. Ich trainiere regelmäßig meine Rückenmuskulatur, damit ich den täglichen Anforderungen gewachsen bin. Sie sind doch aber beide noch jung! Alexander Hohmann: Das stimmt, wir sind zwar beide erst 33 Jahre alt, aber wie heißt es so schön: wehret den Anfängen! Jeanette Götze: Seit der Hochzeit von Alexanders Schwester sind wir im Tanzclub. Wir tanzen regelmäßig in der Tanzschule Karen Sander und freuen uns jedes mal wieder darauf, unserer Freunde dort zu treffen und mit ihnen einen schönen Abend zu verbringen. Was machen Sie sonst noch in Ihrer Freizeit? Jeanette Götze: Neben Fitness-Training und Tanzen gehen wir auch gern ins Kino. Man kann dabei gut abschalten und in eine andere Welt abtauchen. Alexander Hohmann: Genau, wir sind dabei auch nicht auf bestimmte Genres festgelegt, sondern schauen alles, von James Bond über Walt Disney bis hin zu unbekannteren Filmen. Jeanette Götze: Am liebsten sind mir Science Fic- tion- und Fantasyfilme, auf jeden Fall ist ein wenig Action nicht schlecht. Dabei erlebt man freilich auch mal Enttäuschungen, das nehmen wir gern in Kauf. Schön sind auch immer die „Ladies first“-Preview-Veranstaltungen im Cineplex oder im Goslarer Theater. Dort gehe ich immer mit ein paar Freundinnen hin und mache mir mit ihnen einen schönen Abend. Der Abend wird vom Kino sehr schön inszeniert, mit einem Glas Sekt vor der Veranstaltung und auch einigen weiteren Überraschungen. Inzwischen ist uns fast egal, welcher Film läuft, der gemeinsame Abend ist wichtig. Eine weitere Freizeitaktivität war in den letzten fünf Jahren die Umgestaltung unseres Gartens und die Renovierung des Hauses. Wir wohnen in Oker, in dem ehemaligen Betrieb meiner Eltern, genau dort, wo mein Urgroßvater den Betrieb gegründet hat. Der Garten und die Wohnung hatten eine gründliche Überholung verdient, so dass wir von der Freilegung des kleinen Teiches und dem Bau von einem Holzdeck bis hin zur gesamten Umgestaltung des Grundstücks, der Entkernung und dem Wiederaufbau der Wohnung sehr viel geändert haben. Jetzt ist eine wunderschöne kleine Oase entstanden. Wo verbringen Sie bevorzugt Ihren Urlaub? Jeanette Götze: Unseren Urlaub verbringen wir fast immer in Deutschland. Wir haben in unserem Land so schöne Gegenden, die außerdem schnell zu erreichen sind, da brauchen wir zur Anreise nicht lange unterwegs zu sein. Urlaube über mehrere Wochen sind aufgrund des Geschäftes nicht möglich, daher ist diese relative Nähe praktisch. Sehr schön fanden wir zum Beispiel unsere Urlaube im Fischland-Darß-Zingst oder auch in der Gegend von Speyer und Worms. Speziell diese beiden Städte sind natürlich für Steinmetze wegen ihrer historisch bedeutenden Bauten besonders interessant, obendrein hatten wir das große Glück, dass während unseres Aufenthalts dort in dieser geschichtsträchtigen Kulisse die Wormser Fest-


profile quadrat 02/2013 33 spiele stattfanden und wir auch noch an der Abendkasse Karten dafür bekommen haben. Die Organisatoren hatten das monumentale Radfenster des Domes in das Bühnenbild integriert und haben damit eine einzigartige Atmosphäre geschaffen. Man hat sich gefühlt, als hätte man einen Zeitsprung von 700 Jahren in die Vergangenheit getan. Ein tolles Erlebnis! Alexander Hohmann: Stimmt, ich denke, so etwas könnte man hier in Goslar ebenfalls veranstalten, denn unsere mittelalterliche Architektur braucht sich auch nicht zu verstecken, sie wäre der perfekte Rahmen für solche Festspiele. Ich denke an die Kaiserpfalz mit der Pfalzwiese oder auch an den Marktplatz. Mir ist selbstverständlich tändlich bewusst, dass alles eine Frage des Geldes es ist. Eine weitere schöne Urlaubsreise haben wir vor einiger Zeit nach Heppenheim, was ja seit den beiden Formel-1-Weltmeistertiteln von Sebastian Vettel auch insgeheim „Vettelheim“ heißt, unternommen. Dort haben wir in einer kleinen Ferienwohnung einen wunderbaren Urlaub verbracht. Die Landschaft an der Bergstraße zwischen Oderwald und Ried mit den vielen kleinen Gasthöfen, in die man einkehren kann, hat uns begeistert. Das Wetter war bestens und die Menschen dort sind außerordentlich freundlich. Die Zeit auf diesen Fahrten vertreiben wir uns übrigens immer mer damit, indem wir im Auto Hörbücher hören. Reden wir nochmal über den Beruf, wann n haben Sie beide die Meisterschule e besucht? Jeanette Götze: Wir haben zwei Jahre nach unserer Gesellenprüfung die Meisterschule in Königslutter begonnen. Alexander arbeitete vorher noch in Hannover, war häufiger auf Montage und wir haben damals überlegt, wie es beruflich und privat weitergehen könnte. Alexander Hohmann: Zu dem Zeitpunkt fragte auch Jeanettes Vater, ob ich im Betrieb mitarbeiten möchte, was ich natürlich sehr gern wollte. Zunächst war für mich die Aufgabenstellung noch neu, denn ich hatte bis dahin meist mit dem weichen Sandstein zu tun und musste mich jetzt an die Bearbeitung von Hartsteinen gewöhnen. Wir beschlossen gemeinsam den Meisterkurs zu besuchen und meldeten uns im Ausbildungszentrum in Königslutter an, wo wir ihn auch erfolgreich abgeschlossen haben. Königslutter war für uns das nächstliegende Zentrum, weitere gibt es in Wunsiedel, Mainz und Ingolstadt. Jeanette Götze: Für mich war, seit meinem Entschluss den Familienbetrieb weiter zu führen, klar, dass ich, um meine Kompetenz zu beweisen, meinen Meister machen wollte. Gerade als Frau in diesem Beruf ist man immer noch eher die Ausnahme, eine solide Aus- und Weiterbildung hilft gegen Vorurteile und ist daher unerlässlich, zumal man den Meistertitel in unserem Gewerbe sowieso benötigt, um einen Betrieb zu führen, was ich sehr begrüße, denn nicht erst auf der Meisterschule ist mir bewusst geworden, wie komplex unser Beruf ist. Das Erlernen der alten Bearbeitungstechniken schärft das Bewusstsein für Details, auch wenn man später bei der täglichen Arbeit gern auch auf moderne maschinelle Hilfe zurückgreift. Das Buch „Die Säulen der Erde“ hat übrigens jeder unserer Kollegen gelesen! Es beschreibt sehr authentisch unseren Beruf. Hat der Beruf Nachwuchssorgen? Alexander Hohmann: Leider ja, zur Zeit werden in ganz Deutschland etwa 1200 Lehrlinge ausgebildet, was bedenklich ist. Ich kann nur jedem Schulabgänger raten, sich mal mit unserem Beruf zu beschäftigen. Dadurch, dass man in zwei Richtungen gehen kann, ist er sehr vielfältig und interessant. Einen Ausbildungsplatz zu finden, ist heutzutage natürlich auch nicht einfach. Wieso zwei Richtungen? Jeanette Götze: Es gibt in der Ausbildung den bildhauerischen, gestalterische Kurs oder den Baufachbereich, zum Beispeil für Treppenbau, Bodenverlegung und so weiter, so dass für Jeden gute berufliche Chancen vorhanden sind. Was ändert sich zur Zeit in unserer Gesellschaft bezüglich der Grabkultur? Jeanette Götze: Der Trend geht seit einigen Jah- ren in Richtung anonymer Beisetzung, d.h. ohne Grabstelle und ohne Grabstein. Abgesehen davon, dass das für uns nicht schön ist, erleben wir jedoch sehr häufig, dass Hinterbliebenen eine Stelle zur Trauerbewältigung fehlt. Wer eine anonyme Bestattung beabsichtigt, sollte sich das vor- her gut überlegen, denn das hinterher zu ändern ist schwierig, manchmal sogar unmöglich, immer aber mit hohen Kosten verbunden. Auf unserer Homepage haben wir eine Aussage, die in diesem Zusammenhang sehr wichtig ist: Trauer ist ein Schmerz, der heilbar ist, wenn wir ihm einen Ort zugestehen, an dem wir ihn erleben und die Trauer verarbeiten können. Oft ist ein Grab dafür der geeignete Ort und die individuelle Grabstätte hilfreich, denn Rituale und Symbole geben Menschen Halt. Alexander Hohmann: Ich denke, da müssten in Zukunft alternative Konzepte in Zusammenarbeit mit den Friedhofsämtern und Friedhofsgärtnern angeboten werden. Die Veränderungen in der Gesellschaft spüren wir sehr deutlich, der Bedarf an Alternativen ist da. (bs)


34 quadrat 02/2013 unternehmensprofil Rolf Bues technics GmbH auf der LogiMat in Stuttgart Die internationale Logistik-Messe „LogiMat“ auf dem neuen Stuttgarter Messegelände am Flughafen ist in ihrer Art die größte Fach-Messe in Europa. Über 900 internationale Aussteller präsentieren hier ihre Waren und Dienstleistungen für die Materialwirtschaft und IT. Zu allen Themen, von der Beschaffung über die Produktion bis zur Auslieferung wird hier die perfekte Problemlösung angeboten. 30.000 Besucher, vorwiegend Entscheider aus dem Mittelstand und der Großindustrie informieren sich hier über Themen der Rationalisierung, Prozess- und Kostenoptimierung. Rolf Bues technics GmbH stellt jetzt zum 6. Mal in Stuttgart aus. In diesem Jahr allerdings mit einem völlig neuen Messestand-Konzept in der neuen CI. Das Konzept „Druckkosten sparen“ durch den Einsatz von Original RB-tec Lasertoner für sämtliche Druckersysteme trifft hier auf die richtigen Entscheider aus Materialverwaltung und IT. Viele Großkunden konnten hier persönlich kennen gelernt werden und sind zum Teil heute schon jahrelange, zufriedene Kunden des innovativen Unternehmens aus dem schönen Reiterdorf Westerode!


unternehmensprofil quadrat 02/2013 35 Umweltschutz und soziales Engagement. Das Jahr 2012 stand für die Rolf Bues technics GmbH ganz unter dem Zeichen des Stiers! In diesem besonderen Falle hieß der Stier „Heinz“. Die Inhalte der Stiftung „Heinz der Stier“, des bekannten Nachbarn und Schauspielers Heinz Hönig, haben inhaltlich sehr berührt und so haben die Firmenleitung und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Frühjahr entschieden: Das unterstützen wir! Und dann wurden fleißig Sammelboxen im Rahmen des Entsorgungskonzeptes an RB-tec Kunden verkauft. Der Aufwand hat sich gelohnt: Die Umwelt wurde geschützt und Menschen wurde geholfen. Ein von der Firma großzügig aufgestockter Betrag von 2.000 € wurde der Stiftung „Heinz der Stier“ übergeben. www.rolfbues.de/presse FOTOS: ROLF BUES, TEAM HEINZ DER STIER Von r.n.l.: Rolf Schaper, Andreas Blum (Stiftung „Heinz der Stier“), Rolf Bues und Verkaufsteam. Das Thema „Umweltschutz“ ist ein wesentlicher Bestandteil des Marketingkonzeptes der Firma Rolf Bues technics GmbH. Bundesweit sammeln über 1.300 Anwender leere Druckerpatronen aller Art und schicken diese zur Entsorgung zurück. Kunststoffund Metallteile werden separiert und später in der Industrie als Grundstoffe wiederverwendet. Jährlich werden so ca. 20 t Kunststoffe und Metalle dem Rohstoff-Kreislauf wieder zugeführt. ANZEIGE


36 quadrat 02/2013 unternehmensprofil Neue Teile. Perfekte Funktion. Sortiment Unsere Marke Original RB-tec ist in Deutschland bekannt. Seit 1985 wird mit Produkten aus unserem Hause Schrift gebildet. Waren es in den 80er- Jahren noch die „guten alten“ Farbbandkassetten, so sind es heute chipgesteuerte Patronen für Laser- und Tintenstrahldrucker, Spezialpatronen für Großformat-Plotter oder TTR-Folien für die Warenkennzeichnung. Qualität Wir sind stolz auf unsere Qualität Original RB-tec „Made in Germany“. Aus über 20 neuen Teilen und Komponenten entsteht eine monochrome Laserpatrone. Aus bis zu 50 Teilen werden Colorpatronen produziert. Viel Arbeit und Aufwand, um eine dauerhaft gute Qualität für unsere Großverbraucher herzustellen. Aber dieser Aufwand lohnt sich, und so bezeichnen unsere Kunden die Marke RB-tec als das andere Original. Das hat uns angespornt, die Alleinstellungsmerkmale von Original RB-tec auch auf unserer neugestalteten Verkaufsverpackung sichtbar zu machen. Über 2.000 verschiedene Patronentypen führen wir im Sortiment, von „Agfa bis Xerox“. Wir haben auch die passende Patrone für Ihren Drucker! Britta Frank (Verkaufsleitung) Rolf Bues (Geschäftsführer)


unternehmensprofil quadrat 02/2013 37 Warum OEM? Viele Entscheider in der EDV setzen bevorzugt OEM Patronen ein, weil es auf einwandfreie Funktion und Zuverlässigkeit ankommt. … refillte oder recycelte, also „aufgearbeitete“ Tonerpatronen kommen dabei nicht mehr in den Drucker. Das hat man x-mal probiert und immer schlechte Erfahrungen damit gemacht. Das ist auch unsere Meinung! RB-tec ist das andere Original! die Alternative zum teuren OEM-Produkt. auch die kritische EDV. Und der Einkauf freut sich auch: Druckkosten 2-stellig gesenkt! Bei Anruf Service Über 1.300 gewerbliche Endanwender aus Indu s- trie, Banken, Kliniken, Versicherungen und der öffentlichen Verwaltung zählen zu unseren Kunden. Da ist ein perfekter Service am Telefon und vor Ort besonders wichtig. Wir sind die Spezialisten für das „druckende Zubehör“ und unsere Kunden schätzen die kurzen Lieferzeiten: Heute bestellen und morgen ist die Original RB-tec Patrone schon im Drucker. Bundesweit! Enrico Pilz und Janine Lehmann (Verkaufsteam Neue Bundesländer) Jumbo-Patronen Sie sind größer. Sie sehen anders aus. Aber sie passen in Ihren Drucker. Garantiert! Original RB-tec Jumbo-Patronen sind die Kostenkiller für Vieldrucker und senken mit einer bis zu 260 % höheren Seitenleistung Ihre Druckkosten zusätzlich! Spezielle Bauteile und hochwertige Bildtrommeln (OPC) in Verbindung mit besonders fein dispergiertem Toner garantieren maximale Seitenleistung gem. ISO/IEC 19752/19798. Madeleine Massalski (Verkaufsteam Nord) Jacqueline Schlenkermann (Verkauf)


38 quadrat 02/2013 kulinaria Liebe Quadrat-Leser, da geben Sie einen großen Löffel Honig (oder Zucker) hinein. Das brauchen wir schon für die Farbe, denn der Zucker karamellisiert nachher im Ofen und sorgt für die goldbraune Farbe der Rippchen. wie Sie alle zweifellos wissen, erfülle ich sehr gern Ihre Wünsche (soweit es mir möglich ist). Bernd Schwarz, der Herausgeber dieses Magazins, isst offensichtlich sehr gern Spare Ribs und bat mich deshalb, mich dieses Themas anzunehmen. Jetzt können Sie nach Geschmack von Knoblauch über Rauchsalz (lieben die Amis, Sie können natürlich auch eine fertige BBQ-Soße im Supermarkt kaufen, die geht genauso gut) oder Paprika alles hineingeben, was Ihnen gefällt. FOTO: R.SMOLA_PIXELIO.DE Das mache ich mit großem Vergnügen, denn wie Sie wissen, begeistere ich mich für einfache Dinge und glauben Sie mir, nichts ist leichter zuzubereiten, als Spare Ribs. Es ist mir vollkommen unbegreiflich und gehört zu den großen ungelösten Rätseln der Menschheit, warum man so selten gute Ribs bekommt, sondern meistens ein zähes, geschmacksneutrales Zeug, das bei mir schlagartig schlechte Laune auslöst. Nun zum Rezept (ich habe nur deshalb so eine lange Einleitung geschrieben, weil das Rezept so kurz ist): Kaufen Sie beim Fleischer Ihres Vertrauens die Rippchen vom Kotelett (wichtig: keine Schälrippen, die werden zäh und trocken), und zwar Minimum 500 Gramm pro Person. Dann stellen Sie sich Ihre Marinade her: Als Basis nehmen Sie einen Gewürzketchup (z. B. Hela) und Nun bestreichen wir die Rippchen dick mit dieser Soße (den Rest stellen wir beim Essen auf den Tisch) legen sie bei 160 Grad in den Ofen, warten eine Stunde und fertig ist die Laube. Stellen Sie bitte eine Schale mit Wasser unter die Rippchen. Der Dampf tut dem Fleisch gut, und die Soße brennt nicht so fest. Die besten Ribs Ihres Lebens sind fertig. Essen Sie mit den Fingern und freuen Sie sich über die Ovationen. Ach ja, man kann sie auch vorher eine Stunde kochen und dann bei 200 Grad 15 Minuten bräunen, aber Sie wissen ja, ich habe es gern einfach. Einen tollen Februar wünscht Ihnen Harald Leiste


Hans-Walter Becker | Rechtsanwalt & Notar Timo Sebastian Becker | Rechtsanwalt Sarah Otte im Kamp | Rechtsanwältin Gunnar Voigt | Rechtsanwalt 39 Rechtsanwalt Gunnar Voigt Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht. Schwerpunkte Mietrecht, Wohnungseigentumsrecht, Grundstücksrecht, Verwaltungsrecht, Sozialrecht. Mein Thema des Monats: Dachlawinen – wer haftet? Lesen Sie mehr über dieses Thema auf unserer Homepage www.anwalt.gs 38640 Goslar | Markt 5 | Telefon 0 53 21 · 34 20 - 0 | www.anwalt.gs


40 DEMNÄCHST IM CINEPLEX GOSLAR KOKOWÄÄH 2 AB 7.2.2013 IM KINO! Zwei Jahre nach ihrer Gründung wird Henrys Patchworkfamilie auf eine harte Probe gestellt: Katharina nimmt eine Auszeit vom Hausfrauendasein und überträgt Henry vorübergehend die Verantwortung für Baby Louis und die frisch verliebte Magdalena. Weil Henry gerade an seiner Karriere als Filmproduzent arbeitet, ist er froh, als Tristan zu ihnen zieht. Der steckt aber in der Midlife-Crisis und ist mit Haushalt und Kindererziehung ebenso überfordert wie Henry. Da ist das Chaos vorprogrammiert … CIRQUE DU SOLEIL – TRAUMWELTEN 3D AB 7.2.2013 IM KINO! Ein junges Mädchen und ein Akrobat verlieben sich während einer Zirkusvorstellung auf den ersten Blick. Als der junge Mann dadurch abgelenkt das Trapez verfehlt, stürzt und im Boden der Manege verschwindet, folgt sie ihm in eine traumhafte Welt. Auf der Suche nach ihrem Liebsten begleitet sie ein Clown durch die magischen Welten des weltberühmten „Cirque du Soleil“ mit seinen einzigartigen, akrobatischen Darbietungen, die Raum und Zeit außer Kraft zu setzen scheinen. STIRB LANGSAM - EIN GUTER TAG ZUM STERBEN AB 14.2.2013 IM KINO! Kultcop John McClane ist zurück und zieht eine Schneise der Verwüstung durch Moskau, um seinen ihm entfremdeten Sohn Jack und den Russen Komorov vor der Russenmafi a zu retten. Als sich herausstellt, dass Jack alles andere als ein Weichling ist, kämpfen Vater und Sohn gemeinsam gegen die Zeit, um einen gefährlichen Machtwechsel zu verhindern. Spektakuläre Fortsetzung der erfolgreichen Action-Reihe mit Bruce Willis. 3096 TAGE AB 28.2.2013 IM KINO! Natascha Kampusch ist zehn Jahre alt, als sie 1998 auf dem Schulweg von dem Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil entführt wird. Sie wird von ihm achteinhalb Jahre lang in einem unterirdischen Verlies gefangen gehalten. 2006 gelingt ihr die Flucht, und Wolfgang Priklopil nimmt sich das Leben. Nach Natascha Kampuschs Selbstbefreiung gerät ihre Entführung ins Zentrum politischer Machtspiele und sensationslüsterner Berichterstattung der Medien. Ihr Weg zur Freiheit ist noch lange nicht zu Ende. Cineplex Goslar Carl-Zeiß-Straße 1 · 38644 Goslar · Tel. 0 18 05 - 54 66 47* *Der Anruf kostet 14 ct/min aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkhöchstpreis 42 ct/min.


41 DAS BALLETT DES BOLSHOI DIE SAISON 2012/2013 In Ihrem Cineplex Sonntag, 10. Februar 2013 um 16:00 Uhr DON QUICHOTTE – Aufzeichnung Sonntag, 31. März 2013 um 17:00 Uhr DIE FRÜHLINGSWEIHE – Live Sonntag, 12. Mai 2013 um 17:00 Uhr ROMEO UND JULIA – Live Photo © Damir Yusupov Medienpartner Medienpartner DER KARTEN- VORVERKAUF HAT BEGONNEN KARTEN AN DER KINOKASSE. WEITERE INFORMATIONEN UNTER WWW.CINEPLEX.DE WEITERE INFOS UNTER WWW.CINEPLEX.DE


42 quadrat 02/2013 kultur 2 KULTUR KURZ- MELDUNGEN FEBRUAR WIE LANGSAM IST „SO LANGSAM WIE MÖGLICH“? JOHN CAGE »ORGAN2/ASLSP« ST.-BURCHADI-KIRCHE, HALBERSTADT NOCH BIS ZUM 04. SEPTEMBER 2640 Das langsamste Musikstück der Welt wird in Halberstadt aufgeführt: John Cages Orgelstück ORGAN2/ASLSP – As Slow As Possible [So langsam wie möglich] – erklingt hier in der extremen Interpretation von mindestens 639 Jahren. Die Aufführung begann im Jahr 2001 mit einer siebzehn Monate langen Pause, bis schließlich der erste beabsichtigte Klang auf der eigens für dieses Stück gebauten Orgel zu hören war. Was zunächst nur als utopische Idee erschien, entwickelte sich schnell zu einem der eindrucksvollsten und innovativsten Kunstprojekte unserer Zeit mit großer Ausstrahlung. Das Halberstädter Cage- Konzert, das Menschen aus aller Welt fasziniert, wird von vielen Veranstaltungen begleitet und ist ein Anziehungspunkt ganz im Sinne der Offenheit Cages. DR. BIRGIT MANDEL FRANKENBERGER WINTERABEND FRANKENBERGER KIRCHE, GOSLAR 06. FEBRUAR, 20.00 UHR In Zeiten hoch verschuldeter Kommunen reagieren Stadträte und Bürgermeister bekanntlich oft und nicht nur in Goslar mit der Kürzung des Kulturetats. Dieser Standard-Reaktion geht die Professorin für Kulturmanagement und Kulturvermittlung an der Universität Hildesheim, Dr. Birgit Mandel, nach. Sie versucht, auf neue Wege der Kulturförderung hinzuweisen. Ihr Vortrag trägt den provozierenden Titel „Schluss mit dem Theater“. „DIE WAHRHEIT“ KOMÖDIE VON FLORIAN ZELLER KURSAAL, BAD HARZBURG 07. FEBRUAR, 20.00 UHR Michel (Helmut Zierl) hat eine farbenreiche Beziehung zur Wahrheit. Ihm fällt immer die passende Schwindelei, die rettende Lüge ein. Als er von einem Rendezvous mit seiner Geliebten Alice nach Hause kommt, brechen alle Lügengebilde, die er für seine Frau Laurence aufbaut, zusammen: Geschäftspartner Guillon, mit dem er angeblich eine Sitzung hatte, hat Laurence erzählt, Michel habe krankheitsbedingt abgesagt. Foto: Bernd Böhner Und Paul, den er stattdessen getroffen haben will, hat mit Laurence telefoniert. Dass Alice Pauls Ehefrau ist, macht die ganze Sache nicht gerade unkomplizierter. Zumal die das Versteckspiel und die Lügerei satt hat. Weitere Informationen sind beim Kulturklub, Telefon 05322 1888, oder unter www.kulturklub-bad-harzburg.de zu erhalten. DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER EINE ERMITTLUNG VON MICHAEL HÖPPNER UND SEBASTIAN FUST GROSSES HAUS , QUEDLINBURG 09. FEBRUAR, 19.30 UHR Der junge Werther hat seinem Leben durch einen Kopfschuss ein Ende gesetzt. Die Ermittler beginnen am Tatort des Selbstmordes anhand der vor Ort vorgefundenen Spuren und Briefe sowie unter Zuhilfenahme zusammengetragener Informationen und Erzählungen zu untersuchen und die näheren Umstände zu rekonstruieren: Der junge Werther entfloh dem Stadtleben und ließ sich im Dorf Wahlheim nieder. Auf einer Tanzveranstaltung lernte er Lotte, die Tochter eines Amtmannes, kennen und verliebte sich unsterblich in sie. Werther meinte, in ihr eine Seelenverwandte gefunden zu haben. Doch Lotte ist bereits Albert versprochen. Da aber Werther weder von Lotte lassen konnte noch wollte, da Werther seine ganze Empfindsamkeit und seine bedingungslose Innerlichkeit auf die Liebe zu ihr projizierte – so die Fallrekonstruktion der Ermittler – entwickelte sich eine unheilvolle Dreieckskonstellation, die sich mit aller Konsequenz zugespitzt zu haben scheint, was letztlich Werthers Schicksal besiegelte. Doch nach und nach fördern die Untersuchungen auch zu Tage, dass das Schicksal der Ermittler mit dem tragischen Schicksal Werthers unweigerlich und unerbittlich verwoben ist… Der 1774 zur Buchmesse in Leipzig erschienene Briefroman machte den damals 24-jährigen Goethe mit einem Schlag bekannt. Die dargestellte Liebe bedeutete in ihrer Bedingungslosigkeit ein absolutes Novum. Werther akzeptiert in der Liebe (wie auch im Leben) keine Schranken und Begrenzungen, er strebt nach dem Einswerden: Mit sich, mit Lotte, mit der Welt. Der Werther-Roman stellt die immer noch aktuelle Frage nach der individuellen Freiheit. Und ihrer Grenze. Und nach der Verantwortung – für sich und andere. Denn: Gilt das Unbedingte unbedingt für alle? NACHT DER MUSICALS HARZLANDHALLE ILSENBURG 09. FEBRUAR 20.00 UHR In einer zweieinhalbstündigen Show werden Highlights von internationalen Stars der Musicalszene in ausgewählten Solo-, Duett- und Ensemblenummern eindrucksvoll präsentiert. Während der Show taucht der Zuschauer in die Welt der Musicals ein, mal tragisch, wie bei „Jekyll und „Hyde“, mal verrucht, wie in der „Rocky Horror Show“, mal düster, wie im „Tanz der Vampire“. Geschichten, die in Spielfilmen schon Millionen Zuschauer begeisterten, wurden auch von den Musicalmachern für sich entdeckt – „Tarzan“, „Der König der Löwen“ und nicht zu vergessen „Dirty Dancing“, „Sister Act“, oder „Sissi – Das Leben einer Kaiserin“ begeisterten zuerst auf der Leinwand, bevor daraus großartige Musicals entstanden. So sind die beliebten Hits von Phil Collins, Elton John oder die Hits aus dem Musical „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens zu hören. Auch rockigere Stücke wie aus „Mamma Mia“, oder „We Will Rock You“ bis hin zu Schmuseballaden aus „Cats“ begeistern die Zuschauer. Man kann das Knistern zwischen Christine und dem Phantom, Elisabeth und dem Tod und zwischen dem Vampirgrafen von Krolock und seinen Opfern spüren. Man meint Trä-


kultur 2 quadrat 02/2013 43 nen in den Augen der Evita funkeln zu sehen und fühlt sich wie Brad und Janet, wenn Dr. Frank-n- Furter lasziv mit den Wimpern klimpert. Das Bühnenfeuerwerk aus schwungvoller Tanzakrobatik und weltbekannten Melodien wurde und wird in Metropolen wie Berlin, Hamburg, Frankfurt, München, Wien oder Zürich regelmäßig begeistert aufgenommen. Zusätzlich werden Gastsolisten aus der Opernwelt bei „Die Nacht der Musicals“ für einen unvergesslichen Abend sorgen. ROBERT GRIESS „REVOLTE“ BÜNDHEIMER SCHLOSS, BAD HARZBURG 15. FEBRUAR, 20.00 UHR Foto: Kulturklub Bad Harzburg „Revolte“ hat der Kabarettist Robert Grieß sein aktuelles Programm genannt. Im Untertitel verspricht er „eine Anleitung für die Mittelschicht“. Das lässt für seinen Auftritt viel Politisches mit treffsicherem Witz erwarten. Aber so kennt man Robert Grieß ja auch und so etwas wird von ihm ja auch erwartet.Weitere Informationen sind beim Kulturklub, Telefon 05322 18 88, oder unter www.kulturklubbad-harzburg.de zu erhalten. SILVER BEATLES HARZLANDHALLE ILSENBURG 15. FEBRUAR, 20.00 UHR Sie sehen aus wie die Beatles, sie bewegen sich wie die Beatles, sie klingen wie die Beatles. Und mit dem typischen Humor der vier weltberühmten Liverpooler erobern sie sich die Herzen der Fans. Wenn die „Silver Beatles“ mit Songs wie „Let it be“, „Help“, „Penny Lane“ oder „Hey Jude“ auf der Bühne stehen, scheint die Zeit um 50 Jahre zurückgedreht. Und wenn tausend Kehlen ihr „Yeah, yeah, yeah“ erwidern, ist das Gestern ganz nah, dann liegt ein Hauch Revolution in der Luft. BELLA DONNA SCHAUSPIEL KURSAAL, BAD HARZBURG 19. FEBRUAR, 19.00 UHR Die Kochbuchautorin Carmen liebt gutes Essen, kühlen Champagner und schöne Männer – letztere hingegen nur auf Zeit. Leider sind ihre anhänglichen Begleiter nach Ablauf ihrer Frist nicht mehr so leicht loszuwerden. Und so muss einer nach dem anderen unfreiwillig aus dem Leben scheiden – dank Carmens wohlschmeckender Kräuterküche. Pünktlich zu Silvester gibt es nach den ersten Abnutzungserscheinungen einen mörderisch fliegenden Partnerwechsel. Kaum ist der alte Lover mit dem finalen Liebestrank „Atropa belladonna“, zu Deutsch: Trollkirche, ins Jenseits befördert, steht schon der neue Lover vor der Tür. Auch bei Bernhard ist das nicht anders: Ein Silvestermenü hat ihm gerade den Rest gegeben. Doch ausgerechnet als Carmen Liebhaber Nummer Fünf entsorgen will, steht plötzlich Tochter Sabine vor der Tür. Sie hat die Liebe ihres Lebens gefunden und will den jungen Mann vom Fleck weg heiraten. Carmen ist strikt dagegen, schließlich glaubt sie schon lange nicht mehr an die ewige Liebe. Und spätestens, als Sabine eine Leiche im Gartenhaus entdeckt, ahnt sie, dass ihre Mutter keine Frau der leeren Worte ist. Doch da steht bereits Liebhaber Nummer Sechs vor der Tür… Regie führt die in Goslar so bekannte und geschätzte Ellen Schwiers. ANDREAS REBERS „ICH REGEL DAS – PREDIGT ERLEDIGT“ AULA IM SCHULZENTRUM, SEESEN 22. FEBRUAR, 20.00 UHR Willkommen im Club der Kenner aller „Künste”. Rebers, von der Presse liebevoll „der Blockwart Gottes” genannt, hat ein neues Programm, in dem die Grenzen des Kabaretts wieder einmal neu ausgelotet werden. Er ist ja nicht nur Professor für German Hausmeistering, German Putzing und Begründer der modernen Dachlatten Pädagogik; in der Kunstszene gilt er mittlerweile als einer der wichtigsten Maler der „schlesischen Romantik” und als Religionsstifter der Glaubensgemeinschaft der „Bitocken“ ist er eine der wichtigsten Personen des spirituellen Lebens auf Deutschen Kabarettbühnen. „Ich regel das” ist eine Abrechnung mit allem, was für die Menschen scheinbar gut sein soll, oder zumindest danach klingt. Das fängt mit „Bio“ an und hört mit „Vertrauen” auf. Dazwischen gibt es eine Vernissage, werden Kinder getauft, Lebensmittel schön geredet, Radler überfahren, Clockwork Orange geschaut und Herzen gesammelt. Während sich die einen noch damit begnügen, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten, haut er denselben erst einmal kaputt, um die Schrapnelle der Konsumgesellschaft besser analysieren zu können. Der Humorkoffer ist voll gepackt mit neuen Arbeiterliedern, Hip Hop und Gefechtsberichten, die den Verlauf des Dauerkrieges mit seiner Nachbarin Sabine Hammer, geschiedene Sichel, dokumentieren. Das Bühnenbild ist übrigens von Stanley Kubrick. Ein Programm mit neuen Tönen und alten Freunden. Unsachlich, einseitig und ... ohne Gefangene. 4. SINFONIEKONZERT ANDERE BLICKWINKEL ORCHESTER DES NORDHARZER STÄDTEBUNDTHEATERS GROSSES HAUS, QUEDLINBURG 23. FEBRUAR, 19.30 UHR Foto: Kulturklub Bad Harzburg Franz Schubert: Ouvertüre zu „Fierrabras“ D 796, Richard Strauss: Oboenkonzert D-Dur, Richard Wagner: Sinfonie C-Dur WWV 29. Eine wunder-


44 quadrat 02/2013 kultur 2 volle Ouvertüre des stets mit dem Genre Oper ringenden Schubert eröffnet einen Abend mit ungewohnten Aspekten berühmter Komponisten. Im hohen Alter kehrte Strauss wieder zu seinen konzertanten Anfängen zurück, während Wagner vor seinen Opernerfolgen die sinfonische Beethoven-Nachfolge versuchte. DIETMAR WISCHMEYER „DEUTSCHE HELDEN“ BÜNDHEIMER SCHLOSS 23. FEBRUAR, 20.00 UHR Auf „Deutsche Helden“ können sich die Freunde der Comedy freuen. Dietmar Wischmeyer wird sich mit diesem Thema in seiner typischen Art befassen. Nicht fehlen werden dabei Helden wie Willi Deutschmann, Treckerfahrer Günther und der Kleine Tierfreund. Dazu werden jede Menge Figuren aus dem alltäglichen Wahnsinn auftauchen. Weitere Informationen sind beim Kulturklub, Telefon 05322) 1888, oder unter www.kulturklub-bad-harzburg.de zu erhalten. Foto: Kulturklub Bad Harzburg DESIMO’S SPEZIAL-CLUB BÜNDHEIMER SCHLOSS, BAD HARZBURG 27. FEBRUAR, 20.00 UHR Foto: Kulturklub Bad Harzburg Es ist wieder DESiMO-Zeit im Bündheimer Schloss. Detlef Simon ist wieder Gastgeber seiner „Spezial Club Show“. Vier Gäste der Kleinkunstszene werden bei ihm zu Besuch sein. Welche? Wird, wie immer, nicht verraten. Es wird also wieder spannend, lustig und unterhaltsam. So wie es das Publikum von DESiMO gewohnt ist. Und die Erfahrungen aus den anderen Vorstellungen machen ganz sicher, dass man mit ein wenig Vertrauen in die Qualität des Dargebotenen getrost in eine Show gehen kann, von der man so gar nicht weiß, was sie genau zu bieten hat. Nur eines ist sicher. Sie ist immer neu, immer anders, immer lustig! Weitere Informationen sind beim Kulturklub, Tel. (0 53 22) 18 88, oder unter www.kulturklub-bad-harzburg.de zu erhalten. DR. MICHAEL LÜDERS FRANKENBERGER WINTERABEND FRANKENBERGER KIRCHE, GOSLAR 28. FEBRUAR, 20.00 UHR Der Nahostexperte und Publizist Dr. Michael Lüders aus Berlin spricht über den in Nahost schwelenden Konflikt: „Israel und Iran – wo schläft der Krieg?“ Lüders befürchtet bei einem Angriff Israels und der USA auf den Iran ähnliche Auswirkungen auf unser Jahrhundert, wie sie der Erste Weltkrieg auf das vorige Jahrhundert hatte. Das heißt: Ein Krieg brächte mindestens die gesamte Region zur Explosion. Von katastrophalen Folgen für die Weltwirtschaft ganz zu schweigen. JOCHEN MALMSHEIMER KABARETT: ICH BIN KEIN TAG FÜR EINE NACHT, AULA IM SCHULZENT- RUM , SEESEN, 01. MÄRZ, 20.00 UHR Es geht um‘s Sprechen, ich denke, das macht der Titel bereits in beeindruckender Manier überdeutlich. Es wird ja immer mehr gesprochen, viele Menschen sprechen ja sogar immer häufiger mit Anlass. Allerdings wissen offenbar die wenigsten, was da mit ihnen geschieht und das hört man dann ja auch. Höchste Eisenbahn also, sich mit dem Sprechen mal genauer zu befassen. Dazu werden Situationen bemüht, es wird zum Hören gekocht und hoch geflogen. Anschließend schauen wir nach, ob im spärlich möblierten Schädel eines jungen Mannes unterm Joch der Pubertät etwas passiert und, wenn ja, was. Und was das alles mit Mädchen und Sprechen zu tun hat. Frappierende Erkenntnis auch hier: Hollah! Karten kosten im Vorverkauf für Erwachsene 19,00 Euro, ermäßigt 16,50 Euro, an der Abendkasse 20,50 Euro, ermäßigt 18,00 Euro. SISSI – DAS MUSICAL LIEBE, MACHT UND LEIDENSCHAFT HARZLANDHALLE, ILSENBURG 03. MÄRZ, 19.00 UHR Seit Generationen lässt das Schicksal der Kaiserin Elisabeth von Österreich Autoren, Komponisten und Publikum nicht zur Ruhe kommen. Ihr Leben glich gleichzeitig einem Märchen, einer Romanze und einer Tragödie. So würdigt das Musical jetzt diese großartige Persönlichkeit, der es nicht vergönnt war, wie eine normale Frau zu leben und zu sterben. Das Musical spielt in der wildromantischen Bergwelt des Salzkammergutes, in den weiten barocken Schlossgärten von Schönbrunn – dem Prunkschloss des österreichischen Kaiserhauses, aber auch im Schloss Possenhofen und in der ungarischen Pusztalandschaft. Die Originalschauplätze werden mittels einzig- und neuartiger Licht- und Projektionstechnik auf die Bühne gezaubert, die die opulente und imperiale Kultur- und Kaiserhauptstadt Wien erahnen lässt. Wie in den berühmten Filmen zeigt auch die Bühnenversion die große Kaiserepoche in Österreich, den Ruhm, Glanz, Reichtum und ausschweifenden Lebensstil am Hofe, extravagante Mode, Schmuck und außergewöhnliche Haardesigns. Die Darstellung dieser opulenten Welt erforderte viel bühnentechnische Raffinesse und wird durch ungewöhnlich hohen technischen Aufwand und modernste Projektionstechnik auf der Bühne visualisiert. Mehr als 140 Kostüme wurden nach originalen Schnittmustern für dieses Sissi-Musical hergestellt. Dazu schuf der Komponist George Amade eine ausdrucksstarke Musik, die es dem Publikum leicht macht, in das kaiserliche Österreich des 19. Jahrhunderts einzutauchen. Diese grandiose Bühnenausstattung und erstklassige Darsteller garantieren einen wunderschönen, kaiserlichen Musicalabend. (sw)


angelesen quadrat 02/2013 45 ANGELESEN FEBRUAR Das umfangreiche Nachschlagewerk für das Genussleben südlich der Elbe erschien jüngst druckfrisch in neuer und erweiterter Auflage. Auf üppig bebilderten und informativen 290 Seiten findet der Leser die schönsten Restaurants, Hotels, Cafés, Catering-Unternehmen, Spezialitätenhändler und Erzeugerhöfe. sche Leben, geschildert mit bezaubernder Leichtigkeit. Vor dieser sehr realen Kulisse, die dennoch jedem Science- Fiction-Film zur Ehre gereichen würde, spielen drei gespenstisch gute Geschichten, in denen Dai Sijie dem modernen China ein unvergessliches Gesicht gibt. liches Unglück werde über Alagona kommen, ahnen die Leute, dass es mit den Bergbauarbeiten zu tun haben wird. DER NATÜRLICHE KOMPASS TRISTAN GOOLEY MALIK Was zeigt die Krümmung eines Baumes an? Wie erkenne ich an Regenpfützen, wo Norden ist und was verrät der Sand unter unseren Füßen über Ebbe und Flut? Der Abenteurer Tristan Gooley zeigt, wie man sich in Landschaften und Städten, im Wald oder an der Küste orientieren kann – einzig mit den Sinnen, ganz ohne Landkarte oder GPS, nur mithilfe der Gestirne und Elemente. Dabei geht es nicht nur um Outdoorabenteuer oder Überlebenstraining, sondern um eine beeindruckende, einfach zu erlernende Kunst. Dieses Buch bringt uns bei, genau hinzuschauen, zu riechen, zu hören. Für neugierige Daheimgebliebene und enthusiastische Nachahmer. PROST MAHLZEIT 2013 MARCO DARTSCH (HERAUSGEBER) MD. VERLAG Von der Elbe bis in die Heide, vom Alten Land bis nach Lüneburg ging Herausgeber Marco Dartsch erneut spitzfindig zu Werke und entdeckte zahlreiche engagierte Betriebe, die sich durch ihre besondere Qualität und ihr einzigartiges Ambiente auszeichnen. „Prost Mahlzeit!“ erscheint jährlich als kulinarischer Wegweiser durch die Region und ist in vielen Lüneburger Geschäften und auf www. prost-mahlzeit.de erhältlich. DER KLEINE TROMMLER DAI SIJIE PIPER Nach dem Welterfolg von „Balzac und die kleine chinesische Schneiderin“ neue Geschichten aus dem heutigen China: ein Junge, der zum Zirkus will, die Tochter des Stauseewächters, der Sohn der Schmiedin – drei wahrhaft tragikomi- FRAU BENGTSSON GEHT ZUM TEUFEL CAROLINE L. JENSEN KNAUR Eigentlich ist Frau Bengtsson gestorben, doch war ihr Tod so banal, dass Gott sich in letzter Sekunde ihrer erbarmte. Dank des göttlichen Eingreifens könnte sie ihr Vorstadtdasein als kinderlose, perfekte Ehefrau fortführen – wäre da nicht der Belzebub, der sich in Gestalt einer fürsorglichen Nachbarin der gläubigen Haus frau annimmt, um so seinem ewigen Erzfeind ein Schnippchen zu schlagen. DER HIRTENJUNGE ANDREA CAMILLERI KINDLER In dem sizilianischen Dorf Alagona wohnen neben ein paar reichen Bürgersleuten zahlreiche Minenarbeiter, die ihren kargen Lohn in einem der fünf Bergwerke verdienen. Als der Pfarrer des Ortes eines Nachts verkündet, ein schreck- Und tatsächlich: 210 junge Minenarbeiter kommen ums Leben. Schnellstmöglich müssen neue Kräfte in den umliegenden Küstenorten rekrutiert werden. Auch in Vigàta, wo der Fischer Adelio mit seiner Familie wohnt, werden Jungen mit der Aussicht auf unvorstellbar hohe Löhne angeworben. Doch Adelios Sohn beschließt, auf andere Weise Geld für die Eltern dazuzuverdienen: Er geht in die Berge, um Ziegen zu hüten. Was er inmitten saftig grüner Wiesen und einer Schar von Ziegen erlebt, hätte er sich jedoch nicht träumen lassen. DEXTER JEFF LINDSAY KNAUR Kennen Sie Dexter? Dexter Morgan ist der Protagonist einer amerikanischen Krimiserie, der über keinerlei Emotionen verfügt, stattdessen den unstillbaren Drang verspürt, zu töten. Diese psychische Störung zwingt ihn dazu, ein Dop-


quadrat 02/2013 angelesen „Ein klassisches Werk ist ein Buch, das die Menschen loben, aber nie lesen.“ Ernest Hemingway Herzog-Wilhelm-Straße 65 38667 Bad Harzburg Fon 05322 4511 Fax 05322 4215 www.buchhandlung-hoffmann.de pelleben zu führen. Als eloquenter Forensiker der für die Blutspurenanalysen zuständig ist, arbeitet er beim Miami Metro Police Department. In seiner Freizeit lebt er seine dunkle Seite aus und geht dabei streng nach „Harrys Codex“ vor, dem Regelwerk seines Pflegevaters Harry, indem er ausschließlich diejenigen töten, die es „verdient“ haben, Mörder, die bisher von der Justiz nicht dingfest gemacht werden konnten. In deutschen Landen flimmerte die Serie 2008 auf RTL2 über den Bildschirm. In Lindsays aktuellem Buch wird Dexter nun Vater. Der neue Stern seines Lebens heißt Lily Anne und vollbringt das Unglaubliche: Dexter meint, Liebe zu verspüren, und ist wild entschlossen, seine unstill bare Sucht zu morden zu überwinden. Hört sich schräg an, hat aber durchaus Suchtpotenzial. DIE SCHRIFTEN VON ACCRA PAULO COELHO DIOGENES 14. Juli 1099: Vor den Toren Jerusalems steht das Heer der Kreuzritter, die im Morgengrauen angreifen werden. Es wird wahrscheinlich die letzte Nacht sein, die die bisher friedlich zusammenlebenden Muslime, Juden und Christen in ihrer Stadt verleben werden. Die meisten schärfen ihre Waffen, doch ein kleines Grüppchen alter und junger Männer und Frauen versammelt sich um einen Fremden, der einst in Athen aufgebrochen war, die Welt zu erobern, und in Jerusalem einen Schatz fand, den ihm keiner mehr rauben kann: die Antworten auf die großen Fragen der Menschheit. WEISHEIT AUF VIER PFOTEN DEEPAK UND GOTHAM CHOPRA NYMPHENBURGER Drei Generationen, zwei Hunde und die Suche nach einem glücklichen Leben: Hunde handeln nach Instinkt, nicht nach Erwartungshaltungen; sie können einfach nur sein und haben kein Problem mit Verbindlichkeit. Michael Jackson war ein Freund der Familie und er mochte keine Hunde. Hund Cleo sah in ihm nicht den Star, sondern einen ganz normalen Menschen und begegnete ihm völlig unvoreingenommen, sodass beide schließlich dicke Freunde wurden. Hunde sind in vielem gute spirituelle Lehrmeister – vor allem für Deepak und Gotham Chopra, Vater und Sohn. Die Beschreibung ihres gewöhnlichen, chaotischen Alltags ist vermischt mit spirituellen Erkenntnissen – humorvoll und tiefgründig. Mit Vater, Sohn und Hund begibt sich Gotham Chopra auf eine Entdeckungsreise zu den wichtigsten spirituellen Werten, die ein Hund ganz natürlich in sich trägt und die ein Mensch sich erst hart erarbeiten muss. JESUS VON NAZARETH ANNETTE GROSSBONGARDT UND DIETMAR PIEPER (HERAUSGEBER) DVA Ein Wanderprediger aus Galiläa, der Sohn eines Zimmermanns, stirbt um das Jahr 30 in Jerusalem am Kreuz – und eine neue Religion, das Christentum, wird geboren, eine neue Zeitrechnung beginnt. Um das Leben Jesu ranken sich viele Geschichten, doch was wissen wir wirklich über ihn und seine Welt? SPIEGEL-Autoren, Kirchenhistoriker und Theologen machen sich in diesem Buch auf die Suche nach dem historischen Jesus und zeichnen das Leben des Gottessohnes nach. Seine Gefährten, Anhänger und Zeitgenossen – wie Maria Magdalena, Johannes der Täufer, Pontius Pilatus oder der Apostel Paulus – werden dabei ebenso betrachtet wie die Welt, in der sie sich bewegten. Auf den Spuren der neuen Religion, die sich rasant verbreitet, eröffnen die Autoren ein weit gespanntes Zeitpanorama, das vom Alltag der Menschen am See Genezareth, in Jerusalem und Bethlehem bis weit über die damaligen Grenzen des Römischen Imperiums reicht. (nm)


hoffmanns erzählungen quadrat 02/2013 47 Zwölf Stunden mit Michael Jackson in München HANSI HOFFMANN, PR-MANAGER DER SUPERSTARS, ERINNERT SICH FOTO: HANSI HOFFMANN Die ganze Hektik begann am 20. Juli 1998. Im Münchener Hotel „Vier Jahreszeiten“ residierten neun Berater und Mitarbeiter von Superstar Michael Jackson, um mit Impresario Marcel Avram, langjähriger Freund und Veranstalter Jacksons, ein Wohltätigkeitskonzert im riesigen Münchener Olympiastadion zu besprechen, welches erst genau ein Jahr später − am 27. Juli 1999 − über die Bühne gehen würde. Verdienen sollte keiner an dieser „Wohltätigkeit für die Kinder der Welt“, nur die Kosten sollten aus den Karten verkäufen gedeckt werden. Erwartet wurden 71.000 Zuschauer, Ticketpreis: 69,00 Deutsche Mark, das bedeutete summa summarum knapp fünf Millionen Mark. Ortsbesichtigungen, Hotelbegutachtungen, unzählige technische Details und Probe essen in Spitzen-Restau-rants wurden mit vier weiteren Besuchen der neunköpfigen „Beraterclique“ in München absolviert – immer neun First Class-Flüge über den Ozean, dazu neun Mal drei bis vier Übernachtungen in First Class-Juniorsuiten, plus drei Luxus-Limousinen mit ortskundigem Fahrer rund um die Uhr. Die Jackson-Leute liebten und genossen München. Der Anforderungskatalog des Superstars las sich wie der für einen Staatsbesuch eines Scheichs mit Harem, Söhnen und Personal: 28 First Class- und 87 Business-Class-Flüge von L.A und zurück, drei komplette Etagen mit wenigsten acht Suiten, zwölf Juniorsuiten und 95 De-Luxe-Zimmern im besten Hotel am Platz, vierzehn BMW-Limousinen mit Fahrern, 40 zusätzliche Security-Mitarbeiter im Drei-Schicht-Dienst. Die ganze Liste umfasste sechs Seiten – bis zur Festlegung des Blumenschmucks und der Größe der Badetücher. Dann kam der Tag der Supershow! 48 Topstars hatten zugesagt, darunter Udo Jürgens, Peter Maffay, Mariah Carey, Vanessa Mae, Helmut Lotti, die Kelly Family, Sasha und die Scorpions, Ringo Starr und Status Quo, Mario Adorf und Andre Rieu sowie Justus Franz, jeweils mit großem Orchester, Zucchero und Patricia Kaas und, und, und… Moderation Thomas Gottschalk. Das ZDF sendete fünfmal eine Stunde und zahlte 1,2 Millionen in den Spendentopf. Alle Künstler traten gratis auf, und wo die Plattenfirma nicht spendabel war, zahlten sie auch ihre Spesen aus eigener Tasche. Dem Zugpferd Michael Jackson plus seinem 115- köpfigen Team wurden jedoch alle Kosten erstattet, abgewickelt über ein New Yorker Anwaltsbüro. Großräumig war die Zufahrt in die dem Stadion angelehnte Olympiahalle abgesperrt: „Headquarter Jackson“. Ich wurde von Marcel


48 quadrat 02/2013 hoffmanns erzählungen Avram zum „Quartiermaster“ ernannt. Um 9.30 Uhr donner ten drei Super-BMWs in die Tunnelstraße zum Untergeschoss der Halle. Neun Amis − die Vorhut des Superstars. „Where is Hansiii!!??“, brüllte Bob Marowe, ein wichtigtuerischer Halbmexikaner, Quartiermacher des Jackson-Clans, kaum aus dem Auto gestiegen. Ich stand direkt neben ihm. Dann begann die Chefvisite. Wie ein Klinikchef zog Bob mit seinem „Schwesternteam“ durch die Gänge, ich als sein „Oberarzt“ einen halben Schritt hinter ihm, musste jede Tür öffnen, jeden Raum – laut Anfor derungsliste – erklären: Ma nager- Lounge, Stage-CO-Office 1, Tour-CO-Office, Agent- Lounge, Tune-Room, Makeup-Room, Medical- Room, Hospitality-Lounge, Video- Team – insgesamt 31 Räume wurden inspiziert. „Weg mit den Scheiß-Bildern von den Wänden“, maulte Bob, „hier kommen Jackson-Poster hin!“ Eine der „Schwestern“ notierte akribisch jede Anweisung, eine andere klebte blitzartig an jede Tür orangefarbene Schilder mit Jackson-Porträt und Raumbezeichnung. Eine Woche hatte eine Brigade von Raumausstattern die Umkleideräume der Olympiahalle in heimelige Wohnzimmer verwandelt: blauer Teppichboden, Club- und Korbsessel mit bunten Kissen, Couch- und Beistelltische, Kühlschränke und Grünpflanze; überall prallgefüllte Obstschalen, Getränke jeder Art in und auf den Kühlschränken. Das Catering lieferte pausenlos große Aufschnittplatten beim laufenden Eintreffen von Garderobieren, Make-up-Girls, Sekretärinnen, Musikern, Tänzern, PR-Brigade, Video-Crew, und … und … und …! Letzte e Anweisung vom Wichtigtuer Marowe: „First of all: Niemand spricht den Künstler an!“ Und dann kam er! Punkt 14.00 Uhr MEZ erreichte der „King of Pop“ mit großem Hofstaat sein Imperium. Sechs breitschultrige Bodyguards mit Knopf im Ohr und dunklen Sonnenbrillen umkreisten den schmächtigen Entertai- die spitze, tige Nase. Jacksons Double Valentino Johnen dünnhäuner wie Satelliten. Allen voran Manager Jim Morey, der direkt auf mich zusteuerte, mir auf die Schulter – immer in der Nähe des Stars und vom Dress, über klopfte und zu Jackson gewandt sagte: „That’s Make-up bis zu den Bewegungen dem echten Hansi, a friend of us!“ Der Künstler schaute mich Michael wirklich zum Verwechseln ähnlich – mit seinen dunklen Knopfaugen an, reichte mir schaute kurz in den Raum, verschwand mit einer seine behandschuhte Hand, wisperte ein „Hi, Flasche Orangensaft. Hansi, come with me, please.“ Unversehens befand ich mich im „Inner Circle“ von Michael Jackson. Selbst als sein damaliger Leibarzt Dr. Walt Klein Mit Manager Morey hatte ich schon bei drei Jackson-Tourneen zusammen gearbeitet: 1988 bei der rosafarbigen Drink kam, durfte ich mich nicht vom mit zwei blauen Pillen und einem Glas mit einem „Bad“-Tour‚ ’92 bei „Dangerous“ und ’97 bei der Fleck rühren. Draußen auf der gigantischen Bühne „History World Tour“. rockten lautstark die „Scorpions“, eine Riesenstimmung, über 400 Journalisten und 47 TV-Teams aus Schon auf dem Weg in sein „Artist Appartement“ aller Welt berichteten. Manager Morey kam mit fragte Jackson mich aus: „Ist das Stadion voll, einem Stapel Zeitungsausschnitten, von denen der was kosten die Tickets, wie alt sind die Künstler sich nur seine Fotos anschaute, mir den Zuschauer, wie weit ist es zur Bühne?“ – Fragen ohne Ende. In seiner Garderobe griff er zeilen zu übersetzen. „Great“, „super“, „wow“, Packen rübergab und mich aufforderte, die Schlag- nach den Weintrauben, kaum deutete er an „fantastic“, kamen seine Kommentare. Ein Girl aus seine schwarze Lederjacke auszuziehen, dem Jackson-Catering servierte auf dem Couchtisch einen Teller mit zartem Hühnerfleisch, kleine sprang schon ein Clan-Girl helfend hinter ihn. Michael streckte sich auf der Couch aus, for- Schüsseln mit Broccoli, Blumenkohl und Kartoffel- derte mich zum Sitzen im Sessel an seinem spalten. Jackson räkelte sich auf und rief dem Girl Kopfende auf, und die Frage stunde ging weiter. „Wer hatte bisher den meisten Beifall, hinterher: „The same for Hansi, please!“ welcher deutsche Künstler ist am populärsten?“ – und ich musste von jedem Mit- ihn als Elfjährigen mit den „Jackson Five“ bereits Während des Essens erzählte ich Michael, dass ich wirkenden einen Steckbrief entwerfen, während Jackson an den Weintrauben knabberte. erlebt hatte und als ich ein Interview mit der 1969 im Frankfurter US-Offiziersclub „Rocket“ Ich war über die schon wieder heller gewordene Haut erstaunt, war erschrocken über seas weekly“ haben wollte, der Herr Manager, berühmten Gruppe für die Soldatenzeitung „Over- Ex- FOTOS: HANSI HOFFMANN; WIKIMEDIA.ORG / KEIR WHITAKER (CC BY 2.0)


Kranführer Joseph Jackson, 500 Dollar für jede halbe Stunde verlangte. „Please, erinnere mich nicht an diese acht Jahre, die schlimmsten in meiner Jugend, in denen Jackie, Tito, Jermaine, Marlon und ich durch alle Clubs rund um den Erdball gejagt wurden – Joseph war gnadenlos.“ Ganz leise sprach Michael, es fiel ihm schwer, über diese Zeit zu reden. Neugierig wurde er, als ich ihm erzählte, wie ich seine Schwiegermutter Priscilla Presley kennen lernte, als schüchternen, behüteten Teen ager von der Wiesbaden-Erbenheim Air-Base, Tochter des US- ICH WAR ÜBER DIE WIEDER HELLER GEWORDENE HAUT ERSTAUNT, ERSCHROCKEN ÜBER DIE SPITZE, DÜNNHÄUTIGE NASE. Captains Beaulieu. Ich zog tagelang mit dem GI Elvis durch Bad Nauheim, wo er mit Grandma Mini Mae und Papa ein Haus ge mietet hatte, und durch Friedberg, wo er in den Ray-Barracks seinen Wehrdienst absolvierte, um ein „Tagebuch“ für die „Overseas weekly“ zu schreiben. Mit allen Details musste ich Michael beschreiben, wie die 14-jährige Priscilla im blauweißen Matrosenkleidchen sich den berühmten Elvis einfing. 22.30 Uhr – Showtime. Zwei Make-up-Artisten und eine Hairstylistin hatten Michael aufge hübscht, drei Garderobieren ihn in den glitzernden Bühnendress verpackt. Stage-Manager Paul Gongaware brachte die Songliste rein, der Sound- Manager Rick bastelte das Headset unter Michaels Hut. Umkreist von seinen Bodyguards und be gleitet von einem Schwarm des „Jackson-Clans“ ging der Star durch den mit schwarzen Planen abgedeckten Gang zur Bühne. Im minutenlangen Kreischkonzert stand Jackson plötzlich auf der Bühne, stand wie ein Monument im Fokus des grellen Spots – minutenlang bewegungslos – mit schwarzem Hut, weißen Socken und weißen Glitzerhandschuhen, silbern schimmernder Lederjacke mit roten Schultern. Mit einem Paukenschlag und hochzischendem Feuerwerk knallte der Song „Bad“ in das riesige Rund des Olympiastadions; „Billie Jean“ – Jubel, „Dirty Diana“ – Kreischen, „Dangerous“ – Klatschorkan. Professionell, perfekt und bravourös absolvierte Jackson sein Programm – bis er sich mit zwei Tanzschritten bei „Thriller“ zu weit zur Bühnenrampe wagte und in die Pit – die breite Absperrung vor der Bühne – plumpste. Ein Aufschrei im Publikum, Band und Tänzer hielten den Atem an. Unbeschadet kam Jackson mit Hilfe seiner Bodyguards wieder auf die Bühne und startete noch einmal „Thriller“! Punkt 24.00 Uhr war das Ende des allerletzten Jackson-Konzerts in Deutschland. In seiner Garderobe erholte sich der Star, im seidenen Hausmantel ausgestreckt auf der breiten Couch. Neben Manager, Arzt und Leuten aus dem „Inner Circle“ kamen vorsortierte „Jubelperser“ herein und lobten den Künstler. Michael Jackson gab mir zum Abschied seine schmale, wachsweiche Hand: „Thanks a lot, Hansi! See you again!“ und stieg in seine Limousine. Es war knapp zwei Stunden nach Mitternacht, als die Jackson-Karawane von BMWs sich zum Hotel in Bewegung setzte. Vor zwei Jahren, am 25. Juni 2009, starb unter mysteriösen Umständen einer der genialsten Entertainer unseres Zeitalters. hoffmanns erzählungen quadrat 02/2013 49 Praxiseröffnung am 9.2.2013 In meiner Praxis kombiniere ich bewährte traditionelle und moderne Heilmethoden, um für meine Patienten die bestmöglichen Behandlungserfolge zu erzielen. Schwerpunkte im Bereich der allgemeinen Heilkunde: akute und chronische Schmerzzustände chronisch wiederkehrende Infekte, Infektanfälligkeit psychosomatische Krankheitsbilder stress- und umweltbedingte Beschwerden Überlastungsgeschehen Raucherentwöhnung Gewichtsregulation (Über- und Untergewicht) Schwerpunkte im Bereich der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz: Ängste und Sorgen Ausweglosigkeit Burnout & Stress Demenz (Angehörigenbetreuung) Einsamkeit geringes Selbstwertgefühl Lebenskrisen Mobbing Partnerschaftsprobleme Schuldgefühle Trauersituationen Sprechzeiten (Termine nach Vereinbarung): Montag bis Freitag: 8.30 Uhr - 19.00 Uhr Samstag: 9.00 Uhr - 12.00 Uhr Ich würde mich freuen, Sie in meiner Praxis begrüßen zu dürfen! Heilkunde & Psychotherapie HPG Julia M. Gärtner Heilpraktikerin Julia M. Gärtner, Heilpraktikerin Heilpraxis Gärtner Wichernstr. 18 l 38667 Bad Harzburg Tel.: 05322/5590766 email: info@heilpraxis-gaertner.de www.heilpraxis-gaertner.de


50 quadrat 02/2013 reingehört REINGEHÖRT FEBRUAR KEITH JARRETT HYMNS/SPHERES [DOPPEL-CD] ECM RECORDS (UNIVERSAL) 1976 hatte die Benediktinerabtei in Ottobeuren im Allgäu prominenten Besuch: Keith Jarrett begab sich an die dort stehende Dreifaltigkeitsorgel und hauchte dem traditionsreichen Instrument sein Verständnis neuen musikalischen Lebens ein. Live aufgenommen und ohne Nachbearbeitungen veröffentlicht, blieb und bleibt dieses Werk des großen Improvisators Jarretts zeitlos und gilt vielen Jarrett-Fans as besonderes Kleinod. Umso mehr darf man sich über die nun erstmals vollständige Veröffentlichung der Aufnahmen auf CD freuen! LISA BASSENGE WOLKE 8 MINOR MUSIC (IN-AKUSTIK) Chansonesker Liedermacher-Jazz auf Deutsch gesungen, bei dem sich ein dünner Schmierfilm über Samt und Plastik legt. Und plötzlich erinnern wir uns, dass Jazz einst nicht aus dem Setzkasten der Musikgeschichte, sondern aus dem Leben selbst gefallen ist. Seine Anrüchigkeit hat der Jazz nie mit nach Europa bringen können, und eigentlich gibt es keinen Jazz mehr, der nicht Mimikry ist. Und weil Lisa Bassenge offenbar um das gemachte Nest, in dem sie singt, weiß, erzählt sie, wenn auch von mehr oder weniger namhaften Jungliteraten unterstützt, von den wattierten Leben, die wir führen. Nicht ohne latente Abscheu, vor sich selbst, vor dem, was da ist und dem, was noch kommen mag. Das ist traurig und sympathisch zugleich, ein (ungewollter?) Schwanengesang, erst klebrig-süß, dann ein wenig bitter wie das Ende einer Romanze, die gleich zu Anfang verrät, dass die Geschichte kein gutes Ende nehmen wird. PHILIPPE JAROUSSKY THE VOICE [DOPPEL-CD] VIRGIN CLASSICS (EMI) Jede Kunstform hat ihre Berechtigung und führt, je nach Popularität, entweder ein Nischendasein oder steht im Rampenlicht. Countertenor Philippe Jaroussky gelingt der Spagat, ist es ihm doch gelungen, das polarisierende Moment, das seine Stimmlage mit sich bringt, zu überwinden. Diese Zusammenstellung liefert Zeugnis über seine bisherige Karriere ab, wird sicherlich niemals ihren fruchtbaren Weg in die Gehörgänge der meisten seiner Mitmenschen finden, aber von denen, die ein Verständnis für seine Gesangskunst haben, geliebt werden. Ein Wink aus anderer Zeit, vielleicht, der aber nicht weniger eigentümlich anmutet wie das nächste Klaus-Nomi-Revival. THE HOLLAND BROTHERS DUELING DEVILS EURAMERICANSOUL Der außergewöhnliche Liedermacher Michael Holland und sein Bruder Mark tourten einst mit ihrer legendären Kultband „Jennyanykind“ bis zur totalen Erschöpfung durch die USA; leider blieb ihrer fantastischen Musik der ganz große Durchbruch verwehrt. Stattdessen entschied man sich für ein ruhigeres, sesshaftes Leben abseits der Großstädte. Damit veränderte sich auch ihre Musik, wurde folkiger, traditioneller, nie aber weniger berührend oder originell. Für alle, die den Holland-Kosmos noch nicht entdeckt haben, ist diese Veröffentlichung, auf der sich Live-Aufnahmen von Michael und Studioaufnahmen von Mark versammeln, der perfekte Einstieg. Für alle Freunde der Familienbande eh ein Muss. JERUSALEM IN MY HEART MO7IT AL-MO7IT CONSTELLATION RECORDS Der Multi-Künstler Radwan Moumneh ist im Libanon geboren, aber in Montreal sozialisiert. Mit Unterstützung eines chilenischen und eines französischen Kollegen ist ihm nun endgültig der Brückenschlag zwischen islamischem und westlichem Kulturverständnis gelungen. So werden seine intensiven Auftritte in Beirut wie in Leipzig gefeiert. Seine einzigartige Melange aus Elektronik und arabischen Stilen verwehrt sich alle Weltmusiknivellierungen, stattdessen erweitert sie Hörerhorizonte, weltweit! Vielleicht der erste richtige Blick in die Zukunft einer globalen Popkultur, die alle sprachlichen, religiösen und ethnischen Barrieren hinter sich lässt und wahr macht, was Facebook und Globalisierung nur vorgaukeln konnten: Willkommen in der weltweiten Gemeinschaft der Erdlinge! KMFDM KUNST METROPOLIS RECORDS Wer in den Zeiten kurz vor Techno in den hippen Läden der Stadt trinken und tanzen war, hat damals möglicherweise zu KMFDM gefeiert. „Damals“, da gab es noch Gruftis, Popper, EBMler und einige andere Subkulturen, denen Körperkult, eine gewisse Ästhetik der Härte/Coolness und Spaß am Hedonismus gemein waren, ohne dass es darum ging, gegen das „Establishment“ zu sein, dafür war man einfach zu smart. Der Sampler war frisch zu DEM Musikmachgerät des kommenden Zeitalters auserkoren worden. Nobel geht die industrielle Welt zugrunde (dachte man), und Bands wie Ministry, die Revolting Cocks, Front 242, Ledernacken und eben KMFDM lieferten den Soundtrack dazu. Nun bringt das multinationale Projekt mit „Kunst“ ihr Ansinnen noch einmal für zu spät Geborene und altgediente Bohèmiens auf den Punkt; und siehe da: ihr sarkastisches Gegenmodell zu Nachhaltigkeitswahn und Friede- Freude-Biopancakes kann seinen rauen Convenience-Charme nicht verbergen, sondern macht in Zeiten von Casting shows viel Spaß und durchaus auch Sinn. (ap)


profle quadrat 02/2013 51 Was macht eigentlich Erhard Meyer? Erhard Meyer war 18 Jahre lang Geschäftsführer der Goslarer Wohnstättengesellschaft mbH (GWG) und ging 2008 in den Ruhestand, nach 48 Jahren Arbeitsleben, verknüpft mit den Belangen der Wohnungswirtschaft – ein Lebensthema. Geboren wurde der Salzgitteraner in Hildesheim, da 1943 in seinem Heimatort noch keine Entbindungsstation im örtlichen Krankenhaus existierte. In Salzgitter-Bad ist er zusammen mit seinem Bruder aufgewachsen und zur Schule gegangen. Als sich nach dem Schulabschluss die Frage nach einem Ausbildungsplatz stellte, gab es drei Möglichkeiten: eine Banklehre, eine Ausbildung beim Katasteramt oder eine Lehrstelle in der Wohnungswirtschaft. lesen, und ließ deshalb von einer Firma aus Stade Fragen der Wohnraumentwicklung und -bewirtschaftung ein Fertighaus errichten. Erhard Meyer wäre gern haben ihn in seiner aktiven Zeit SCHAFFUNG UND MODERNISIERUNG VON WOHNRAUM nach Goslar gezogen, aber „ich arbeite in Goslar beschäftigt und auch darüber hinaus. Ein Schwerpunktthema und ich denke wie ein Goslarer, da ist der Wohnort der 80er und 90er Jahre war die nicht so wichtig“. Schaffung von Wohnungen für Spätaussiedler aus Erhard Meyer entschied sich für Letzteres und begann 1960 bei der Wohnbau Salzgitter eine verkürzte, zweieinhalbjährige Lehrzeit zum, wie es damals hieß, Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft. Ab 1964 absolvierte er seinen Grundwehrdienst auf dem Goslarer Fliegerhorst. „Das war die erste längere Verbindung zu Goslar.“ Die zweite wesentlich längere Verbindung zur Kaiserstadt ging Meyer 1990 ein, als er Geschäftsführer der Goslarer Wohnstättengesellschaft wurde. Kurz vor seinem Wechsel ins benachbarte Goslar konnte er schon sein 30-jähriges Berufsjubiläum feiern. Ein Umstand, den moderne Erwerbsbiografien kaum noch aufweisen und der aktuell von vielen Arbeitgebern auch nicht mehr gewünscht wird. Der Anstellung bei der GWG folgten Überlegungen bezüglich eines Wohnungswechsels. Da ein passender Bauplatz in Goslar gerade nicht verfügbar war, ergab sich zufällig eine Möglichkeit in Othfresen. Meyer wollte möglichst schnell seinen Wohnsitz in den Landkreis Goslar verlegen, auch um allmorgendlich die regionale Tageszeitung zu


52 quadrat 02/2013 profile der ehemaligen Sowjetunion. In dieser Zeit wurde der Bestand in Ohlhof erheblich sam mit seinem Lebenspartner und dem vierjährigen Rauhaardackel. erweitert und der Bau von Mietwohnungen in diesem Stadtteil abgeschlossen. Einen zweiten wichtigen Bereich seiner Tätigkeit stellte die Modernisierung des Bestands dar. Dabei geht es sowohl um die Gestaltung von Innenräumen beispielsweise durch den Einbau zeitgemäßer Technik, als auch um Veränderungen der Grundrisse oder die Fassadengestaltung. Die Anpassung von Wohnraum an die aktuellen Wohnbedürfnisse gilt als Prozess, der bisher noch nicht abgeschlossen ist. Energetische Maßnahmen zählen bis heute zu den wichtigsten Aufgaben der Wohnraummodernisierung. Eine weitere Entwicklung mit erheblichen Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt wird in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen. Der demografische Wandel erfordert die Identifizierung und Realisierung neuer Wohnformen für Senioren. „85 Prozent der Senioren“, sagt Meyer, „möchten im Alter in ihrer vertrauten Umgebung bleiben.“ Das bedeutet eine große Herausforderung für kommunale Wohnungsbaugesellschaften und für den Marktführer GWG mit mehr als 3.000 Wohnungen eine besondere Verantwortung. In den vergangenen Jahren wurden Wohnungen seniorengerecht saniert und Seniorenanlagen neu errichtet. In Oker konnten historische Gebäude erworben und nach erfolgter Sanierung an ältere Mitbürger vermietet werden, die hier ein bedarfsgerechtes Angebot finden. ENGAGEMENT FÜR DIE KULTUR 2008 geht Erhard Meyer in den Ruhestand, nach 48 von Kontinuität geprägten Berufsjahren, ein für ihn nicht leichter, aber unumgänglicher Schritt. Dann musste er lernen, Abstand zu halten, „man muss akzeptieren, dass die aktive Zeit vorbei ist“ und „man schadet sich selbst am meisten, wenn man versucht, eine künstliche Nähe aufrechtzuerhalten.“ Um das zu erlernen, was früher seine Sekretärin perfekt erledigte, besuchte er einen Computer-Kurs und ist bis heute Mitglied des PC- Senioren-Klubs. Seine Aktivitäten verlagerte er auf sein ehrenamtliches Engagement im Kulturbereich. Seit Gründung ist Meyer Mitglied der Kulturinitiative und ihr zweiter Vorsitzender: Kunst und Kultur fördern vor dem Hintergrund des Welterbestatus. Auch hier liegt sein Interessens- ODEON LIEGT IHM AM HERZEN schwerpunkt bei der Stadtentwicklung, dem Erhalt der historischen Altstadt: Konzepte entwickeln, zusammenarbeiten, umsetzen. Das gilt auch für den Erhalt des Odeon-Theaters. Meyer engagiert sich im Verein der Freunde des Odeons und vertritt die Anliegen zum Fortbestand der Einrichtung als zweiter Vorsitzender des Vereins. Das 112 Jahre alte Gebäude muss erhalten werden und Erhard Meyer ist sicher, dass das auch gelingt, denn die Odeon-Bühne ist ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Goslar. Meyer ist überzeugt: „Leben und Wohnen in der Kernstadt soll Spaß machen“. Um daran teilzuhaben, sprechen viele positive Faktoren dafür „noch einen entscheidenden Schritt zu tun“. Gemeint ist damit ein Umzug von Othfresen in die historische Altstadt gemein- REISEN, KOCHEN UND GESELLIGKEIT Meyer hat einen großen Freundes- und Bekanntenkreis und gern trifft man sich rund um den Marktplatz, wenn nicht gerade eine Kurzreise ansteht. Etliche Male im Jahr geht es nach Friesland, nach Bad Zwischenahn, nach Schleswig- Holstein oder auf die Insel Föhr, denn, so Meyer „ich liebe Norddeutschland“. Bodenständig gibt sich Meyer auch in der Küche, er kocht gern, am liebsten frische deutsche Gerichte, und manchmal darf auch ein gekauftes Tiefkühlprodukt mit in den Topf. Berühmt ist der Kartoffelsalat des ehemaligen GWG-Chefs. Er wurde über Jahre zum festen Bestandteil der Grillveranstaltungen der GWG- Mietertreffs. Wenn heute ehemalige Mieter ihren damaligen „Vermieter“ besuchen, geht das nicht ohne eine Schüssel Kartoffelsalat des Gastgebers. Das Rezept aus Schlesien hat er übrigens in seiner Lehrzeit von der Leiterin der Finanzabteilung bekommen und im Laufe der Jahrzehnte verfeinert durch die Zugabe von Fleischwurst, dänischer Remoulade und Äpfeln. Diese aus seiner beruflichen Tätigkeit heraus entstandenen Kontakte pflegt er und freut sich darüber, dass sie auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Arbeitsleben Bestand haben. Ganz besonders freut er sich über seinen Großneffen. Der hatte sich nach dem Abitur, ohne Wissen seines Onkels, bei der GWG für einen Ausbildungsplatz beworben. Sein Berufswunsch war aus den positiven Erzählungen und Erfahrungen Meyers entstanden. Mittlerweile hat der junge Mann die Ausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen und wird demnächst ein darauf aufbauendes Studium der Immobilienwirtschaft mit Schwerpunkten im kaufmännischen und technischen Bereich beginnen. (uju) FOTOS: BERND SCHUBERT


marunde quadrat 02/2013 53 www.wolf-ruediger-marunde.de


54 quadrat 02/2013 quadratabend ’ im Albert's Corner Bad Harzburg Anfang Januar luden QUADRAT und das Team von Albert's Corner zum gemütlichen Umtrunk ein, um die Ausgabe des Magazins willkommen zu heißen. Die Gäste freute es, und gemeinsam feierte man die neue Ausgabe, kam bei Wein und Bier ins Gespräch, knüpfte hier und da neue Kontakte und tauschte Wissenswertes aus. Auf ein nächs tes Mal freut sich schon jetzt Ihre QUADRAT-Redaktion! Fotos: Bernd Schubert, Sabine Frees 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28


quadratabend quadrat 02/2013 55 29 33 37 30 34 38 31 35 39 32 36 40 1 Christiane von Gadenstedt, Petra Binnewies 2 Axel Petermann 3 Elvira Allen-Williams 4 Helga-Christine Becker-Dierksheide 5 Petra Binnewies, Kaja Schwarz 6 Dr. Herbert Becker 7 Dr. Christian Frees 8 Michael Allen-Willliams 9 Hartmut Weber 10 Dr. Horst Ische- Kaufholz 11 Timo Becker, Gunnar Voigt 12 Helga-Christine Becker-Dierksheide und Kaja Schwarz 13 Dr. Wolfgang „Jazz“ Schömbs, Christiane von Gadenstedt 14 Henning Binnewies, Jochen Bremer 15 Bärbel Straten, Dr. Gesa Kaufholz 16 Holger Schaarschmidt, Thomas Heidzig 17 Timo Becker und Dr. Christian Frees 18 Alex Weisse 19 Birgit Becker, Petra Petermann 20 Bernd Schubert 21 Rainer Golitz 22 Heike Siemens, Sabine Frees 23 Reinhard Gutzmann 24 Kerstin Beitz, Tilman Görres 25 Ursula Jung 26 Thomas Heidzig 27 Sonja Weber 28 Michael Allen-Williams, Dr. Wolf-Rüdiger Weisse 29 Hans-Walter Becker, Dr. Wolfgang Schömbs 30 Ursula Jung, Rainer Golitz, Bärbel Straten, Dr. Gesa Kaufholz 31 Bernd Schwarz 32 Holger Schaarschmidt 33 Dr. Horst Ische-Kaufholz, Dr. Gesa Kaufholz 34 Annette Bothe und Marcel Schneider 35 Alex Weisse, Sabine Frees 36 Christiane Uhl, Heike Siemens 37 Nicholas Allen-Williams 38 Axel Petermann, Dr. Herbert Becker 39 Gunnar Voigt 40 Alex Weisse, Michael Allen- Williams, Dr. Christian Frees, Bernd Schwarz Albert´s Herzog-Wilhelm-Str. 118 38667 Bad Harzburg Telefon 05322 51698 Telefax 05322 9054418 CORNER Räumlichkeiten für Nichtraucher und Raucher Restaurant inmitten der Bummelallee Gutbürgerliche Küche durchgehend von 11 bis 23 Uhr Ausgesuchte Weine und Biere Teilweise überdachte Außenterrasse Parkplätze für unsere Gäste Vermietung von Ferienwohnungen


56 quadrat 02/2013 schon was vor? SCHON WAS VOR? FEBRUAR 2013 02. FEBRUAR FÜHRUNG AUF DEM BURGBERG MIT HORST WOICK, TREFFPUNKT AM HAUS DER NATUR, KURPARK BAD HARZBURG, 11.00 UHR 07. FEBRUAR DIE WAHRHEIT KOMÖDIE MIT HELMUT ZIERL KURSAAL BAD HARZBURG 20.00 UHR IHR NÄCHSTER TERMIN? tgoerres@gmx.de 02. FEBRUAR QUASIMODO KNÖTERICH SKIFFLE IN ANNES BAUERNCAFÉ KUHSTALL, NAUEN EINLASS 19.00, BEGINN 20.00 UHR 08. FEBRUAR RAUCHSALONABEND GESCHICHTE UND GESCHICHTEN UM DAS SCHLOSS WERNIGERODE 19.00 UHR BIS 03. FEBRUAR WINTERFEST IN SANKT ANDREASBERG HISTORISCHES TREIBEN, RUDELRODELN, HEISSE ÖFEN, PARTY UND VIEL MEHR IMMER AB 10.00 UHR 02. FEBRUAR DIE RÄUBER SCHNIPS UND SCHNAPS BAD HARZBURGER PUPPENTHEATER KURHAUS HAHNENKLEE 15.30 UHR 08. FEBRUAR SATIRE UND HUMOR RADAUTALER LESESTUNDEN WALDGASTSTÄTTE RADAU-WASSERFALL BAD HARZBURG, 19.00 UHR BIS 24. FEBRUAR FREI-EISBAHN AN DER SOLE-THERME ZWISCHEN THERME UND GROSSPARKPLATZ BAD HARZBURG 02. FEBRUAR CARILLONKONZERT STABKIRCHE HAHNENKLEE IMMER SONNABENDS 15.00 BIS 15.30 UHR 09. UND 10. FEBRUAR INTERNATIONALES SCHLITTENHUNDE ADVENTURE, BOCKSWIESER HÖHE CLAUSTHAL-ZELLERFELD IMMER AB 10.30 UHR BIS 24. FEBRUAR GOSLAR FOTOGRAFIERT VON ULI STEIN GOSLARER MUSEUM AUSSER MONTAGS IMMER AB 10.00 UHR 05., 09., 12. UND 15. FEBRUAR WELTKULTURERBE ERZBERGWERK RAM- MELSBERG, GOSLAR, FÜHRUNG DURCH WISSENSCHAFTLICHE MITARBEITER JEWEILS 15.00 BIS 17.00 UHR 09. FEBRUAR DAS ANDERE SCHACH SPURENSUCHE NACH VARIANTEN SCHACHMUSEUM STRÖBECK 15.00 UHR BIS 27. FEBRUAR NATURFOTOGRAFIE – JAHRESAUSSTEL- LUNG DER FOTOWERKSTATT SAUTHOFF HAUS DER NATUR BAD HARZBURG AUSSER MONTAGS IMMER AB 10.00 UHR 06. FEBRUAR SCHLUSS MIT DEM THEATER VORTRAG VON PROF. DR. BIRGIT MANDEL FRANKENBERGER KIRCHE, GOSLAR 20.00 UHR 09. FEBRUAR DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER EINE FALL-REKONSTRUKTION GROSSES HAUS QUEDLINBURG 19.30 UHR BIS 03. MÄRZ ELVIRA BACH MALEREI, GRAFIK, SKULPTUR STUBENGALERIE GOSLAR IMMER AB 11.00 UHR 06. FEBRUAR ONE NIGHT OF QUEEN FAST EIN ECHTES QUEEN-KONZERT STADTHALLE BRAUNSCHWEIG 20.00 UHR 09. FEBRUAR RODEL- UND FEUERFEST KLEINER KURPARK, BOCKSWIESE HAHNENKLEE 20.00 UHR


schon was vor? quadrat 02/2013 57 09. FEBRUAR NACHT DER MUSICALS HARZLANDHALLE ILSENBURG 20.00 UHR 17. FEBRUAR ZAUBER DER TRAVESTIE HARZLANDHALLE ILSENBURG 17.00 UHR 23. FEBRUAR DEUTSCHE HELDEN COMEDY MIT DIETMAR WISCHMEYER BÜNDHEIMER SCHLOSS BAD HARZBURG 20.00 UHR 12. FEBRUAR MIT DER DAMPFLOK ZUM BROCKEN LICHTBILDERVORTRAG MIT MICHAEL SAUTHOFF, WANDELHALLE BADEPARK BAD HARZBURG, 16.00 UHR 18. FEBRUAR BELLA DONNA KRIMINALKOMÖDIE AULA IM SCHULZENTRUM SEESEN 20.00 UHR 23. FEBRUAR SJAELLA – A CAPELLA AUS LEIPZIG AULA DER TU CLAUSTHAL-ZELLERFELD 20.00 UHR 15. FEBRUAR LADIES NIGHT FITNESS & BEAUTY-WALK SCHWIMMPARK AQUANTIC, GOSLAR 19.00 BIS 24.00 UHR 19. FEBRUAR BELLA DONNA KRIMINALKOMÖDIE KURHAUS BAD HARZBURG 19.00 UHR 23. FEBRUAR KARIBISCHE NACHT MIT MI SOLAR KARIBISCHES FLAIR UND HEISSE RHYTHMEN, KULTURZENTRUM QUEDLINBURG, 20.00 UHR 15. FEBRUAR REVOLTE KABARETT MIT ROBERT GRIESS BÜNDHEIMER SCHLOSS BAD HARZBURG 20.00 UHR 21. FEBRUAR BIS 08. MÄRZ FOCUS MENSCH, FOTOGRAFIEN VON SCHÜLERN DES CVD-GYMNASIUMS SPARKASSEN-PASSAGE JAKOBIKIRCHHOF, GOSLAR 24. FEBRUAR DIE VERZAUBERTE SONNE BAD HARZBURGER PUPPENTHEATER BÜNDHEIMER SCHLOSS, GEWÖLBEKELLER, 15.30 UHR 15. FEBRUAR YESTERDAY SILVER-BEATLES-JUBILÄUMSTOURNEE HARZLANDHALLE ILSENBURG 20.00 UHR 23. FEBRUAR SIMSALA GRIMM MÄRCHEN-MUSICAL HARZLANDHALLE ILSENBURG 15.00 UHR 27. FEBRUAR WIEN, WIEN, NUR DU ALLEIN KURHAUS BAD HARZBURG 15.00 UHR 16. FEBRUAR FÜHRUNG AUF DEM BURGBERG MIT HORST WOICK, TREFFPUNKT AM HAUS DER NATUR, KURPARK BAD HARZBURG, 11.00 UHR 23. FEBRUAR ANDERE BLICKWINKEL ORCHESTER DES NORDHARZER STÄDTEBUND THEATERS, GROSSES HAUS QUEDLINBURG, 19.30 UHR 27. FEBRUAR GEFÜHRTE WANDERUNG ZUM IBERGER ALBERTTURM, TREFFPUNKT TOURIST-INFORMATION WILDEMANN, 17.00 UHR 16. FEBRUAR SCHWEIZER ABEND IM CAFÉ GOLDBERG BAD HARZBURG 18.30 UHR 23. FEBRUAR 3. KAISERPFALZ-KONZERT GOSLAR 19.30 UHR 27. FEBRUAR DESIMOS SPEZIAL CLUB MIX SHOW MIT ÜBERRASCHUNGSGÄSTEN BÜNDHEIMER SCHLOSS BAD HARZBURG 20.00 UHR (TG)


2012 2012 2012 2012 2012 2013 2012 2012 2013 58 quadrat 02/ 2013 impressum HERAUSGEBER Quadrat Verlag Goslar-Bad Harzburg Ltd. & Co. KG Fotos Bernd Schubert, Stefan Sobotta, Bernd Schwarz, Hartmut Weber, Ursula Jung, Rainer Golitz 03 06 MAGAZIN FÜR DAS LEBEN IM HARZ KOSTENLOS JUNI 2012 03 07 MAGAZIN FÜR DAS LEBEN IM HARZ KOSTENLOS JULI 2012 08 MAGAZIN FÜR DAS LEBEN IM HARZ KOSTENLOS AUGUST 2012 Am Breitenberg 111 38667 Bad Harzburg Tel. 05322 3949 Fax 05322 51849 www.quadratdeutschland.de Verleger Bernd Schwarz (v.i.S.d.P.) schwarz@quadratgoslar.de REDAKTION Tilman Görres (tg) Ursula Jung (uju) Bernd Schwarz (bs) Stefan Sobotta (sts) Sonja Weber (sw) ANZEIGEN/VERTRIEB Bernd Schwarz schwarz@quadratgoslar.de Bärbel Straten Druck Druckerei Wulf, Lüneburg www.druckereiwulf.de ERSCHEINUNGSWEISE Quadrat ist monatlich und kostenlos im Harz erhältlich. ANZEIGENPREISE Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1/2011 vom 01.01.2011 Download: www.quadratgoslar.de 09 GEMEINSAM STARK – STEUERBERATER KREGEL UND REGENT UND RECHTSANWALT UND NOTAR DR. CHRISTIAN FREES HARZ AKTUELL KULTUR KUNST PORTRÄT SENIOREN REISE LANDKREIS EMPFEHLUNGEN MAGAZIN FÜR DAS LEBEN IM HARZ KOSTENLOS SEPTEMBER 2012 HARZ AKTUELL KULTUR KUNST PORTRÄT SENIOREN REISE LANDKREIS EMPFEHLUNGEN 10 AUS FREUDE AM GENUSS – 100 JAHRE BÄCKER WOLF HARZ AKTUELL KULTUR KUNST PORTRÄT SENIOREN REISE LANDKREIS EMPFEHLUNGEN MAGAZIN FÜR DAS LEBEN IM HARZ KOSTENLOS OKTOBER 2012 Café Goldberg BODENSTÄNDIG – ABER NICHT VERSTAUBT! HARZ AKTUELL KULTUR KUNST PORTRÄT SENIOREN REISE LANDKREIS EMPFEHLUNGEN 11 BERATUNGSAGENTUR UHL – STRESSPRÄVENTION, COACHING, KLANGMASSAGE HARZ AKTUELL KULTUR KUNST PORTRÄT SENIOREN REISE LANDKREIS EMPFEHLUNGEN MAGAZIN FÜR DAS LEBEN IM HARZ KOSTENLOS NOVEMBER 2012 QUALITÄT BEI SCHULESSEN – AKTUELLER DENN JE! HARZ AKTUELL KULTUR KUNST PORTRÄT SENIOREN REISE LANDKREIS EMPFEHLUNGEN Gastautoren Natascha Mester (nm) Rüdiger Albert (ra) André Pluskwa (ap) Emma Piehl (ep) Lektorat Tilman Görres Copyright für eigens gestaltete Anzeigen und Texte beim Verlag. Nachdruck und Vervielfältigungen (auch auszugsweise), Wiedergabe durch Film, Fernsehen, Rundfunk sowie Speicherung auf elektronischen Medien nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. — Für unverlangt eingesandte Manuskripte oder Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Heraus gebers wieder. 12 MAGAZIN FÜR DAS LEBEN IM HARZ KOSTENLOS DEZEMBER 2012 01 MAGAZIN FÜR DAS LEBEN IM HARZ KOSTENLOS JANUAR 2013 02 MAGAZIN FÜR DAS LEBEN IM HARZ KOSTENLOS FEBRUAR 2013 Gestaltung Rainer Golitz creaktiv GmbH & Co. KG, Goslar Nächste QUADRATAusgabe Anfang März 2013 HARZ AKTUELL KULTUR KUNST PORTRÄT SENIOREN REISE LANDKREIS EMPFEHLUNGEN DER ETWAS ANDERE FLIEGER HORST HARZ AKTUELL KULTUR KUNST PORTRÄT SENIOREN REISE LANDKREIS EMPFEHLUNGEN AUTOHAUS SCHOLL & MROZEK – ÜBERRASCHEND VIEL DRIN. HARZ AKTUELL KULTUR KUNST PORTRÄT SENIOREN REISE LANDKREIS EMPFEHLUNGEN Die Post ist da! QUADRAT im Abo 12 Ausgaben QUADRAT im Jahresabo – inklusive Versandkosten für 25 Euro! Senden Sie uns an info@quadratgoslar.de unter dem Stichwort „QUADRAT-Abo“ eine E-Mail mit ihrem Namen und ihrer Anschrift.Die erste Ausgabe erhalten Sie direkt nach Eingang Ihrer Zahlung. Das Abonnement endet nach Ablauf von zwölf Monaten automatisch, eine zusätzliche Kündigung ist nicht erforderlich. Einfacher geht’s nicht! Es grüßt Sie herzlich Ihr QUADRAT-Team Hier liegt QUADRAT u.a. für Sie aus BAD HARZBURG Albert´s Corner, Allegro, Apotheke Harlingerode, Asklepiosklinik, Aubergine am Golfplatz, August Lüders Eisenwaren, Autohaus Krause, Bäckerei Gummich, Bella Roma, Belvedere, Bistro Port Louis, Brillen Kerll, Buchhandlung Hoffmann, Café Goldberg, Cafe Peters, Cafe Sax, Cafe Winuwuk, Calory Coach, Confiserie Liersch, Dr. Schindler, Eastwood Herrenbekleidung, Eiscafe Rialto, Elektro Petermann, Glötzer Glasbau, Glücksgriff, Goertz Bürotechnik, Haarscharf, Hageroth´s, Haus Prinz, HeiTa´s, Holz Reimann, Hotel Germania, Juwelier Dinger, Kaffeehaus, Kosmetikinstitut Sattari, Krodoland, Kröppelin, La Divina, MKG Dr. Seidel, Ordens Apotheke, Pflegeprofis, Plumbohm´s, RA Dr. Frees, Rae Pommer & Piontek, Rathaus, Restaurant Brauhaus, Restaurant Filos, Restaurant Herzog-Wilhelm 29, Romantik Hotel Braunschweiger Hof, Segway Point, Siegfried W. Kartmann, Top Parfümerie Surmann, Tourist Info, Vereinigte Volksbank Bad Harzburg/Wernigerode, Vitalhotel am Stadtpark, VW Autohaus Scholl-Mrozek, Waldgaststätte Rabenklippe, Zahnarzt Clemens Hoppe, Zahnarzt Dr. Dürkop, Zahnarzt Dr. Ellmer, Zahnarzt Lennart Redeker, Kosmetikinstitut Hautnah, Tiaré Day Spa, La Divina Beauty & Spa, Fleischerei Leiste, Hotel Braunschweiger Hof, TUI Reisebüro GOSLAR 1548, Actic Fitness, Asklepios Klinik, Autopark Bolluck, AXA Versicherungen Ralf Bogisch, Bäcker Wolf, BBS Goslar, Bierbrunnen, Boutique am Schuhhof, Brauhaus, Butterhanne, Cafe am Markt, Christian-von-Dohm Gymnasium, Cineplex, Der Achtermann, Down Under, Dr. Tessen, Goslarer Museum, Habekost & Fichtner, Henry´s, Jack Wolfskin, Köpi 2012, Kreisverwaltung, La Provence, Leder Goslar, Lombardi´s, Maltermeister Turm, MedExpress, Mönchehaus Museum, Nouvelle, Odeon Theater, Odermark Fashion Outlet, RA Becker & Partner, Ramada Hotel, Rammelsberg Museum, Renault Hermann, Rieckhoff Immobilien, Scheibendoktor, Schöffel-Lowa Store, Schwiecheldthaus, Sportina, Stadtverwaltung , Stecher´s Landgenuß, Stella nordica, Store 100, Vitawell, Volksbank Nordharz, Zinnfiguren Museum, Melanie Lucas Tierphysiotherapie, Barock-Café Anders, Gold- und Platinschmiede Pfitzner, Sanitätshaus Werner & Habermalz, Holzberg Dessous, Friseur Reese ILSENBURG Hotel Zu Den Rothen Forellen, Berghotel WERNIGERODE Cafe Wiecker, Museum für Luftfahrt und Technik Wernigerode, The Earth Collection, Schaubergwerk Büchenberg , BRAUNLAGE 4-Weiber Laden/Bella Cosa, Hotel Tanne, Maritim, Puppe´s Spezialitäten, Relexa Hotel, Spielkiste, Oma´s Kaffee- und Weinstube CLAUSTHAL-ZELLERFELD Universitätsbibliothek Clausthal LANGELSHEIM Steuerbüro Zellmer


59 Pünktlich zu Silvester gibt es nach den ersten Abnutzungserscheinungen einen mörderisch - fliegenden Partnerwechsel. Kaum ist der alte Lover mit dem finalen Liebestrank „Atropa belladonna“, zu Deutsch: Trollkirche, ins Jenseits befördert, steht schon der neue Lover vor der Tür. Auch bei Bernhard ist das nicht anders: Ein Silvestermenü hat ihm gerade den Rest gegeben. Doch ausgerechnet als Carmen Liebhaber Nummer Fünf entsorgen will, steht plötzlich Tochter Sabine vor der Tür. Sie hat die Liebe ihres Lebens gefunden und will den jungen Mann vom Fleck weg heiraten. Carmen ist strikt dagegen, schließlich glaubt sie schon lange nicht mehr an die ewige Liebe. Und spätestens, als Sabine eine Leiche im Gartenhaus entdeckt, ahnt sie, dass ihre Mutter keine Frau der leeren Worte ist. Doch da steht bereits Liebhaber Nummer Sechs vor der Tür… Regie führt die in Goslar so bekannte und geschätzte Ellen Schwiers. www.odeon-theater.de Telefon 05321 319840


60 Tauchen Sie ein in die Welt von Crocodile Dundee oder fühlen Sie sich wie ein Captain Sparrow aus “Fluch der Karibik“. Die Black Pearl ankert im Down Under und die Piraten ordern Cocktails. Wir sind die größte Cocktailbar in Goslar und Umgebung und halten über zweihundert Rum- und Whiskysorten bereit. Abenteuerkulisse für Australienfans Genießen Sie das Gefühl von Abenteuerurlaub auf dem fernen Kontinent, das sich gleich einstellt, wenn man Außenbereich und Gastraum betritt. Unsere Küchencrew produziert kein Fastfood, sondern “Aussie-Food“, täglich frisch und auf Bestellung. Wenn Sie anschließend ins Kino gehen möchten, planen Sie daher bitte etwas Zeit ein, es lohnt sich! Im Gastraum zwei australische Hütten, die einem Abenteuerfilm entsprungen sein könnten und Baumhäuser auf Stelzen, die den Raum in zwei Ebenen unterteilen, bieten unseren Gästen jetzt auch separate Bereiche zum Feiern mit Freunden, Kollegen oder einfach für sich. Zur Mittagspause nach Australien. Wir bieten Ihnen wöchentlich wechselnde Lunches zu Superpreisen. Sonntagsbrunch für große und kleine Abenteurer. Von 10.00 bis 14.00 Uhr erhalten Sie bei uns ein Brunch mit allem, was das Herz begehrt, für gerade mal 14,00 Euro. Kinder bis einschließlich zwölf Jahren zahlen 50 Cent pro Lebensalter. “Veggies“ können an unserer Salatbar grasen. See ya!

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