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03

2012

magazin für das leben im harz kostenlos März 2012

harz AKTUELL KULTUR KUNST PORTRÄT

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2

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Unsere Veranstaltungs-Highlights

01. März, Restaurant ab 15 Uhr: Gemütliches Beisammensein

mit Claudias Liedertruhe. Damit der Frühling wiederkehrt singt

Claudia Taeger-Buch Volks- und Frühlingslieder aus der Liedertruhe.

Mitsingen erwünscht!

11. März, Musik zur Kaffeezeit mit Lothar Megerle

16. März, 16.00 Uhr, Jagdzimmer, Dia-Vortrag – Dr. phil. Wilfried

Karl referiert über Friedrich den Großen – Leben und Werk

des alten Fritz, Eintritt: 3,- Euro für Gäste

18. März, ab 15.00 Uhr, Zum Frühlingsanfang: Der besondere

Nachmittag! Alles blüht auf – in uns und um uns herum!

Ein Schlager ABC mit Alf Weiss – the charming voice

Ein kleiner Frühlings – und Osterbasar und viel bunter Blumenschmuck

schmücken das Haus und lassen unsere Seelen aufblühen…

21. März, 16.00 Uhr, Jagdzimmer: Erzählcafé – bei Kaffee und

Tee – Petra Marion Scherz – Gesundheitspraktikerin, Reiki-

Meister, Edelsteinberater- und Therapeutin aus Benneckenstein

spricht über das Thema: Edelsteine und ihre Wirkung

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Südamerika – mit dem Fahrrad auf extremer Tour mit André

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spitzmarke kolumne quadrat 03/2012 303

Allgemeine Besonderheiten märz 2012

Mützenvogel

fotolia.com © javarman; pixelio.de © magicpen

Irgendwie ist die momentane Wetterlage in ihrer Unberechenbarkeit

gar nicht so übel: Man erkennt kaum

jemanden, der sich auf die Straße trauen muss, weil die

Bevorratung zur Neige geht – der Deutsche deckt sich ja

gern für die nächsten zehn Jahre ein, so ist man schließlich

auf alle Eventualitäten vorbereitet. Auf jeden Fall

sind sie alle bis zur Unkenntlichkeit mit irgendeinem

Hut- oder Mützenmonster bekleidet unterwegs. Ja, und

nun ist es leider so, dass auch da die Natur die einen mit

wahrhaften Hutgesichtern ausgestattet hat – die könnten

sogar den Kaffeewärmer von Oma zum Designer-Modell

erheben − und die anderen achtzig Prozent? Die sehen

dann gern so aus wie mein Nachbar, der Nörgulator. Den

traf ich letzten Monat, also genauer gesagt an Weiberfastnacht,

an seinem Stammplatz: Er lehnte mit verschränkten

Armen auf dem sich biegenden Gartenzaun

mit einer erschreckend hässlichen Zipfelmütze. Der

Rumpelstilz kontrollierte mal wieder die Falschparker

und -fahrer. Heftig sein pittoreskes Bömmelmonster

schüttelnd bewegte er sein weises Großhaupt hin und her

und maßregelte den Straßenverkehr.

Gut, es war kalt und nass, aber selbjene Kopfentgleisung

wäre nicht mal im Winterurlaub auf fremdem Terrain

erlaubt. Er belehrte also jeden, der vorbeifuhr oder aus

seinem Gefährt ausstieg, eines Besseren. Auch seine

Frau natürlich, als sie unberechtigterweise direkt vor seinen

Augen im Halteverbot parkte, um den neuen Großeinkauf

auszuladen. Auch ihr Haupt zierte ein Kompott-

Hut- Alptraum, der bei mir auf jeden Fall den allerletzten

Schrei auslöste. Als ich ihr liebreizendes Antlitz schließlich

erkannte unter dem ganzen überflüssigen „Gefilze“,

hob ich schnell meinen winkenden Arm zum Gruß.

Apropos Unkenntlichkeit! Ich bekam von einer Freundin

letzten Monat auch eine Winter-Wonderland-Überraschung

geschenkt: einen Tagesausflug in den Harz, meinem

persönlichen Paradies für degenerierte Kopfbedeckungen

– das reinste Schlaraffenland, ein Pool für mein

Kreativ archiv. Ich kam jedenfalls nicht auf die Kufen, ich

hatte Besseres zu tun. Mit Erlaubnis dokumentierte ich

das Pistengrauen fotografisch und betäubte meinen brennenden

Geschmacksnerv alle halbe Stunde mit einem

zünftigen Jagertee. Wunderbar von alkoholischen Nebelschwaden

begleitet, erreichte ich gen Abend heimische

Gefilde und resümierte mit schwerer Zunge, dass der

Ausflug doch höchst erfolgreich und befriedigend gewesen

sei. Meine Bömmel-Harz-Zipfel-Bombe hin und her

schüttelnd, die ich mir selbst zum Andenken im Souvenirlädchen

gegönnt habe, sank ich erschöpft in den Beifahrersitz.

Aus dem Sekundenschlaf erwacht gab ich

prompt eine der Weisheiten meines Vaters von mir:

Wenn’s die Leute kriegen, dann zuerst im Kopf. An diesem

Tag im Harz bei einigen garantiert auch am und auf

dem Kopf.

Ich liebe den Winter, er zeigt sich jedes Jahr wieder in

seiner ganzen Hässlichkeit. Aber jetzt reicht’s auch. Ich

geh jetzt auf jeden Fall mal einkaufen – ohne Bömmelmonster

− mich für den Frühling bevorraten mit Osterartikeln

und Tulpen. Jeder hat ja so seine eigenen

Macken.

In diesem Sinne, genießen Sie das Leben und

bleiben Sie versonnen!


4

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inhalt quadrat 03/2012 5

Inhaltsverzeichnis

Quadrat Nr. 03 / 2012 Ausgabe märz 2012

13 24 32

Prag stand am nächsten Tag unter den aktuellen

gzeilen „Alexandra flüchtet vom Ostblock-

n

.

-

-

-

aktuell

Kurz angetippt 17

Gesundheit

Freude an Schönheit 10

geschichte

Familie Wiesener 13

institutionen

Mobile Roboter 20

Der Kastanienhof 24

Goslarer Kinos 30

kulinara

Laura's Stern 32

Kultur

Karneval Nachlese 22

Kultur Kurzmeldungen 36

Profile

Platz genommen 26

Dr. Reimund Westphal 43

quadrat 07-08 / 2010

Ostblock“, verkündete Alexandra empört und

wütend. „Hansi, wir reisen sofort ab!“ Eiligst

40 21 43

packten wir die Koffer. Mit dem Versprechen,

mit zwanzig harten Dollar zu zahlen, lockte

ich einen Taxifahrer aus der Stadt zum Hotel.

Für den Veranstalter hinterließ ich an der Rezeption

die Nachricht: „Alexandra singt nicht

in einem Land, das am Überfall auf Prag be-

teiligt ist!“

Vier Stunden nach den News aus dem Kofferradio

saß ich mit Alexandra im Speisewagen

des Euro-Express Danzig – Berlin. Noch am

Nachmittag arrangierte ich eine provisorische

Pressekonferenz im Foyer des Berliner „Kempinski“-Hotels

am Kurfürstendamm. Neben den

erschütternden Bildreportagen von der Gewalt in

59

Standards

Kolumne 03

Die vergangenen zwei Monate in 8 Minuten 06

Splitter 08

Reingehört 34

Angelesen 38

Hoffmanns Erzählungen 40

Marunde 45

VIP 46

Schon was vor? 48

Impressum 50


06

quadrat 03// 2012 zurück geblickt

Der januar/Februar

15. Januar

Große Strecken laufen müssen Harz-Besucher bei

strahlendem Wetter und vielerorts besten Wintersport-Verhältnissen,

weil die Anfahrtswege zum

Teil schon früh zugeparkt sind.

16. Januar

40 Bäume entlang der Odertalsperre werden gefällt,

weil sie wegen fehlender Standfestigkeit eine

Gefahr für den Straßenverkehr darstellen. An ihrer

Stelle werden junge Bäume angepflanzt.

17. Januar

Ecoloop, die Tochter der Goslarer Fels-Werke, gewinnt

mit der Entwicklung einer Technologie zur

Herstellung eines Synthesegases den Innovationspreis

für Klima und Umwelt.

18. Januar

Neun Kandidaten gibt es, vier davon sollen sich am

10. Februar der Auswahl-Kommission vorstellen.

Gesucht wird der Geschäftsführer für das Welterbe-Museum

am Rammelsberg, der gleichzeitig Vorsitzender

der Welterbe-Stiftung werden soll.

19. Januar

Goslars Kreismusikschule bietet spezielle Kurse für

Erwachsene an: Instrumente erlernen, Stimme

schulen, vielfältige Chorarbeit sollen Spaß an der

Musik ohne Leistungsdruck vermitteln.

20. Januar

Schock für Bad Harzburgs Jugend: Das Mobilo, der

rollende Jugendtreffpunkt, ist total ausgebrannt.

Betreuer Magnus Wewer will den Gasofen in Betrieb

nehmen, eine Stichflamme löst das Feuer aus.

Wewer erleidet schwere Verletzungen, ist außer Lebensgefahr.

21. Januar

Line-Dance in Hohegeiss. Fünf Stunden lang findet

ein Workshop für Fortgeschrittene statt, abends

ist Line-Dance-Party im Kurhaus, auch für Zuschauer

und Anfänger.

22. Januar

Die zehnte Veranstaltung der Messe Harz-Hochzeit

im Kloster Wöltingerode wird besucht von mehr

als 1.200 Interessierten. Besucherrekord.

23. Januar

Das beflügelt die Damenwelt: Ein männliches Model,

womöglich das bestbezahlte der Welt, jedenfalls

von ansehnlicher Gestalt, sagt seine Teilnahme

am sogenannten Nacktrodeln in Braunlage

zu.

24. Januar

Beschlossen und verkündet: Das bereits im vorigen

Jahr zunächst vorläufig stillgelegte Goslarer

Puppenmuseum bleibt nach dem Willen der Erben

des verstorbenen Museumsleiters Walter Erdmann

geschlossen.

25. Januar

Arbeitslos und wohnhaft in Bad Harzburg oder

Braunlage, muss man bei Bedarf bei der Arbeitsagentur

in Goslar einen Termin erwirken, um nicht

nach Goslar fahren zu müssen. Die Arbeitsagentur

zieht ihre Mitarbeiter aus beiden Städten ab und

berät dort nur noch nach Voranmeldung.

26. Januar

Dass ein Bauwerk, eine Straße, ein Sportplatz – hat

man die Investitionen erst einmal getätigt – auch

unterhalten werden müssen, ist seit dem neuen

Haushaltssystem „Doppick“ auch in Bad Harzburg

angekommen. Bisher wurde das Thema „nach Kassenlage“

erledigt. So sehen die Straßen auch aus.

27. Januar

Das Mehrgenerationenhaus-Projekt in Bad Harzburg

stockt. Die Mitgliederversammlung, zu der für

heute eingeladen ist, fällt aus Krankheitsgründen

aus.

28. Januar

Hahnenklee ist dicht. Auf Grund des traumhaften

Wetters und zuverlässiger Schneelage zum Hahnenkleer

Winterfest kommen Gäste auch aus mehrere

100 Kilometer entfernten Wohnorten.

29. Januar

Nachts erkunden zwei verdächtige Gestalten den

Martin-Luther-Kindergarten in Oker, wobei sie von

aufmerksamen Nachbarn beobachtet werden. Die

alarmierte Polizei nimmt die Dunkelmänner während

ihres Fluchtversuches fest.

30. Januar

Arnd Peiffer gibt seinen Namen samt Schriftzug her

für eine Charity-Mütze. Der Reinerlös kommt Peiffers

Wintersportverein Clausthal-Zellerfeld zugute.

31. Januar

Kristallbrunnen in Plaste-Flaschen? Das wäre für

das Image der Langelsheimer Wasser-Produzenten

tödlich. So versucht die Geschäftsführung des

in Schwierigkeiten befindlichen Betriebes andere

Wege, wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen.

01. Februar

Ein geschickter Schachzug: Während andernorts

die Sparbeschlüsse von oben verordnet werden,

lässt Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk die Ver-


zurück geblickt quadrat 03/2012 07

waltung über eigene Sparmöglichkeiten nachdenken.

Der Erfolg gibt ihm recht: Alle machen mit.

02. Februar

Ohne vorherige Information der Anwohner holzen

die Kur- Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe (KTW)

30 gesunde Fichten am „Alten Krodobad“ ab und

erklären das hinterher. Wer etwas verschweigt, hat

etwas zu verbergen.

03. Februar

Es wird kaum zu mehr Sonntagskindern führen,

aber zumindest bei Notfällen ist Frau rund um die

Uhr und auch an Wochenenden und Feiertagen bestens

versorgt: In der Geburtshilfe-Abteilung der Asklepios

Harzkliniken gibt es Bereitschaftsdienste

nur innerhalb des Hauses, so dass im Ernstfall Oberarzt,

Hebamme, Anästhesist und ein zweiter Arzt

für das Kind innerhalb weniger Minuten tätig werden

können.

04. Februar

Biathlet Arnd Peiffer zeigt trotz Handicap beste Leistungen.

In Oslo holt er seinen sechsten Weltcup,

erstmals in der Verfolgung, kurz bevor er sich zur

Erholung von einer Erkältung in den Harz zurückzieht.

05. Februar

Die Bad Harzburger (fast 24.000 Einwohner) schütten

ihr Freibad zu, in Bockenem (kaum 4.500 Einwohner)

wird es renoviert und mit allem versehen,

was Erwachsenen und Kindern Spaß macht.

06. Februar

Mit einer Fragebogenaktion unter den Bewohnern

Harlingerodes will man dem Verursacher übler Gerüche

auf die Schliche kommen. Wonach, aus welcher

Richtung und exakt wann und wo die Nase gerümpft

werden müsse, will man so ergründen. Wenn

den Stänkerer schon der Plan der Spürnasen zum

Einlenken bringt: umso besser.

07. Februar

Natriumdampf-Hochdrucklampen (NAV) wird Goslar

nur dort einsetzen, wo viel Licht gebraucht wird,

etwa an Straßenkreuzungen oder auf Sportanlagen.

Normale Anforderungen erfüllt man mit LED-

(lichtemittierende Diode)-Technik. So werden die

Quecksilberdampflampen der hiesigen Straßenbeleuchtung

ersetzt.

08. Februar

Nachdem die Stelle des evangelischen Krankenhaus-Pfarrers

Udo Ahrens gestrichen ist, fragt sich

der katholische Kollege Eugen Griesmeyr, ob er seine

Andachten im Bad Harzburger Fritz-König-Stift

und in der Reha-Klinik der Michels-Gruppe – bisher

gemeinsam mit dem Pfarrer abgehalten – weiterhin

ökumenisch nennen dürfe.

09. Februar

Wie man den Burgberg positiv ins Gerede bringt,

demonstriert Jörg Kachelmann mit der professionellen

Aufrüstung einer Wetterstation, die von Dirk

Junicke und weiteren Interessenten installiert worden

war. Nun lassen sich die aktuellen Wetterdaten

an den NDR und die ARD verkaufen. Auf Laufschriften

achten: Bad-Harzburg/Burgberg.

10. Februar

Die Spannung steigt: Gesucht wird der Geschäftsführer

für das Welterbe-Museum am Rammelsberg,

der gleichzeitig Vorsitzender der Welterbe-

Stiftung werden soll. Vier Bewerber stellen sich vor,

zwei sehr überzeugend, sagt Tobias Henkel von der

Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, derzeit

kommissarisch tätig.

11. Februar

Schlangenlinien fahren nur Trunkenbolde oder Junkies?

Völlig frei von Alkohol und Drogen, begründet

ein Bad Harzburger seine ungewöhnliche Fahrweise

mit Übermüdung. Trotzdem: Ein Strafverfahren

wird eingeleitet. Wegen Verkehrsgefährdung.

12. Februar

Ein Autofahrer, der einen Bagatellschaden an einem

abgestellten Fahrzeug verursacht und nach einigem

Warten und Nachfragen in der Nachbarschaft

per Zettel unter dem Scheibenwischer des beschädigten

Fahrzeugs angezeigt hat, steht demnächst

vor Gericht, weil er ein Bußgeld von 1.000 Euro wegen

Unfallflucht nicht akzeptieren will. Der geschädigte

Halter hat sich längst gemeldet und mit ihm

geeinigt.

13. Februar

Zum Lesen von Kurzgeschichten zu Straftat-Themen

sollen unter anderem jugendliche Erst-Straftäter

anstelle von gerichtlich angeordneter Sozialarbeit

verurteilt werden. Der Idee der Jugendgerichtshilfe

Goslar, sich über die Lektüre kritisch mit

den eigenen Taten auseinander zu setzen, folgen

Staatsanwaltschaft und Jugendgericht.

14. Februar

Einem Zeitungsausträger fällt früh morgens auf,

dass aus dem Gebäude einer Postagentur in Clausthal-Zellerfeld

Wasser strömt. Ursache: Ein Rohrbruch

drei Stockwerke höher in einer unbewohnten

Wohnung. Dutzende Pakete sind durchnässt.

Die Agentur bleibt zunächst geschlossen.

15. Februar

Redaktionsschluss, damit das QUADRAT-Magazin

für das Leben im Harz Anfang März erscheint.

(tg)


08

quadrat 03/ 2012 splitter

Politiker besser

als ihr Ruf?

Gestaltungszwang

Die Zukunft und die Gegenwart in seiner Umgebung mit gestalten:

ein Wunsch, den viele von uns auch über den häuslichen und beruflichen

Bereich hinaus haben. Einige erfüllen sich diesen Wunsch in

Vereinen, Verbänden, Kirchen oder anderen Einrichtungen, die unserer

Gesellschaft erst die Eigenschaft einer echten Gemeinschaft verleihen.

Diesen Mitbürgerinnen und Mitbürgern sind wir alle zu großem Dank

verpflichtet.

Diese Menschen haben einfach den Wunsch, Gutes für uns zu tun

– oft im Verborgenen, ohne Geltungsbedürfnis, einfach aus ihrer

sozialen Überzeugung.

Daneben gibt es Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Gestaltungszwang.

Diese Gruppe ist von dem Anspruch und der Überzeugung

getrieben, dass ohne sie nichts läuft. Sie reden überall mit, gern

auch dort, wo ihnen die Sachkunde fehlt und gerade dort ist ihre

Präsenz am auffälligsten, nicht in der Qualität, sondern in der Quantität.


Bedauernswerterweise leidet ganz allgemein der Ruf der Politiker

durch die Schlagzeilen, die wir jeden Tag über den Bundespräsidenten

lesen mussten. Dabei ist es gerade in der Kommunalpolitik die

große Mehrheit der Ratsmitglieder, die ihre Zeit und ihre Erfahrung

gegen eine geringe Aufwandsentschädigung zur Verfügung stellt und

dies teilweise über Jahrzehnte.

Diesen Mitbürgerinnen und Mitbürgern sollten wir dankbar sein,

denn sie engagieren sich für uns. Wer beobachtet, wie schwer sich

die Parteien tun, wenn sie ihre Listen vor den Wahlen aufstellen, der

weiß, dass viele sich nur aus Pflichtgefühl zur Verfügung stellen.

Kommunalpolitiker sollten auch nicht ihren Wissensvorsprung aus

Beratungen nutzen, um sich Vorteile bei Beiträgen und Gebühren

zu verschaffen, denn das, was sie „sparen“, müssen andere Bürgerinnen

und Bürger zahlen. Wenn uns die tägliche Berichterstattung

aus Berlin so maßlos entsetzte, dann doch auch deswegen, weil viele

Dinge sich am Rande der Legalität bewegen und manche Politiker

offenbar der Meinung sind, dass all das, was vielleicht noch legal

sein mag, auch legitim von ihnen in Anspruch genommen werden

darf.

Die Lebenserfahrung lehrt, dass wenige faule Kirschen dazu führen,

den ganzen Inhalt des Korbes ungenießbar werden zu lassen – wenn

man die Faulen nicht rechtzeitig und vollständig entfernt. Insofern

ist ein solches Verhalten nicht nur strafrechtlich äußerst bedenklich,

sondern es gefährdet unser Gemeinwesen und damit die Grundlagen

des Zusammenlebens.

Die Annahme von Gefälligkeiten ist mehr als ein Kavaliersdelikt, es

stellt alle in ein schlechtes Licht, die sich politisch engagieren.

Das B im Namen unseres Staates steht nicht für Bakschisch. •

Recherchiert

von tv


9

Nehmerqualitäten

It`s Showtime

Nein, nicht schon wieder der (ehemalige) Bundespräsident! Er verfügt

zwar in jeder Beziehung über Nehmerqualitäten, die unbestritten

sind, hat aber auch Vorbildfunktion sogar auf diesem Gebiet.

Diese Vorbildwirkung beeindruckt jedoch nicht alle Politiker. So gibt

es noch einige, die pflegen wirklich Freundschaften zu Unternehmern

und helfen ihnen zum Beikspiel bei der schwierigen Aufgabe,

ihre Yacht um Mallorca zu segeln. Die machen das aus reiner Gefälligkeit

und wollen keinen Cent dafür haben.

Es gibt aber auch die, die den Begriff der Nehmerqualitäten verengt

interpretieren und ihn nur auf den Boxsport beziehen, um dann daraus

Konsequenzen für ihren politischen Werdegang abzuleiten.

Hierbei kommt es leicht zu Irritationen oder Fehlinterpretationen.

Beim Boxen wird nach erfolgreichen Attacken auf den Gegner zur

vorzeitigen Beendigung des Kampfes und zur Schonung der Gesundheit

des Kämpfers bis 10 gezählt. Ist die Verteidigungs- und Kampffähigkeit

dann immer noch beeinträchtigt, wird der Kampf beendet.

Es folgt dann regelmäßig eine mehrwöchige Kampfpause. In der

Kommunalpolitik ist das anders … •

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10 quadrat 03/2012 gesundheit

Freude an Schönheit

Moderne Medizin, Ästhetik und Lebensqualität

In der Bismarckstraße 76 in Bad Harzburg finden

Sie eine liebevoll renovierte Villa, so eine, bei

deren Erscheinungsbild man denkt, dass man da

gern einmal hineinschauen würde. Ein Blick auf das

Schild davor verrät: In dem Haus befindet sich die

Praxis für MKG-Chirurgie von Dr. Antje Seidel. Aber

was geschieht denn eigentlich in einer solchen Praxis?

Das fragen wir uns auch und schauen deshalb

für Sie hinein.

Im stilvollen, gemütlichen Wartebereich spreche ich

mit Dr. Antje Seidel und ihrem Ehemann Dr. Gunnar

Seidel. „MKG steht für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie“,

erklärt Frau Dr. Seidel „und sie ist etwas

Besonderes, da man dafür sowohl das Studium der

Humanmedizin, als auch das der Zahnmedizin abgeschlossen

haben muss. Das ist ein ganz schön langer

Weg.“ Tatsächlich hat ihre Ausbildung 15 Jahre

gedauert. Der Abschluss beider Studiengänge ermöglichte

ihr, die fünfjährige Weiterbildung zur Fachärztin

für Mund,- Kiefer- und Gesichtschirurgie zu

absolvieren.

Zwei abgeschlossene Studiengänge

Mund und Zähne machen den überwiegenden Teil

des Arbeitsalltages in der Praxis nun auch aus:

Implantate zum Ausgleich von Zahnverlust, operative

Entfernung von Weisheitszähnen und entzündeten

Wurzelspitzen und die Behandlung zu kurzer

Zungen- und Lippenbändchen. Besonders bei Kindern

erfordern diese Eingriffe viel Einfühlungsvermögen,

eine individuelle Beratung und die richtige

Wahl der Schmerzausschaltung. Ob eine örtliche

Betäubung mit oder ohne Dämmerschlaf oder eine

Vollnarkose, das wird von Fall zu Fall entschieden,

wobei es für den Patienten so angenehm wie möglich

sein soll.

Aber hier kann man noch mehr. Schon nach ihrem

ersten Studium hatte Dr. Antje Seidel die Möglich-


allem in der Achselhöhle, produzieren. Das kann im

besten Fall einfach nur sehr unangenehm sein, im

schlechtesten aber bis zur Arbeitsunfähigkeit führen,

wenn dieses Schwitzen zum Beispiel an den

Händen auftritt. „Hier können wir tatsächlich mit

einer recht einfachen Behandlung eine sehr große

Wirkung erzielen.“ Und das interessanterweise mit

einem Mittel, dass man eher mit der Behandlung von

Fältchen und Falten in Zusammenhang bringt, mit

Botolinum. So eine Hyperhidrosisbehandlung dauert

ungefähr eine halbe Stunde, aber vorher gibt es auf

jeden Fall eine umfassende Beratung.

viel zeit für beratung

Darauf legt man hier Wert! Sich Zeit zu nehmen für

keit, in der Klinik für MKG-Chirurgie der Universi-

den Patienten und mit ihm genau zu besprechen,

je einen Monat auf den Malediven, um dort eine

tätsklinik Jena praktische Erfahrungen auf der Sta-

was wie gemacht wird, eben gerade auch bei den

Druckkammer zu betreuen. „Irgendwie waren wir

tion für plastische Chirurgie zu sammeln. „Dort

„kleinen Schönheitskorrekturen“ im Gesichtsbereich

aber auch für alles andere da. Beim ersten Mal nur

durfte ich viel operieren und es hat mir damals schon

durch Botolinum bei tiefen Hautlinien und bei Haut-

für Touristen, beim zweiten Mal dann auch für die

gefallen, wie sehr man die Lebensqualität eines

straffungen mit Hyaluronsäure oder durch einen chi-

Einheimischen.“ Taucherärzte findet man auch bei

Menschen verbessern kann, einfach indem man ihn

rurgischen Eingriff. „Eine ausgiebige individuelle

der Bundeswehr. Dort ist Dr. Antje Seidel als Flottil-

zum Beispiel von einer störenden Narbe befreit.“

Beratung und Behandlung durch einen Arzt mit einer

lenärztin der Reserve tätig. Mehrmals jährlich arbei-

Daher entschied sie sich für eine zweijährige Zusatz-

entsprechenden Ausbildung und Erfahrung ist dabei

tet sie bei der Marine, frischt ihr Wissen auf und bil-

qualifikation für plastische und ästhetische Gesicht-

wichtig,“ erklärt Frau Dr. Seidel . „Wir wollen ja nicht

det sich fort.

schirurgie. Eine interessante Fachrichtung, wobei

Narben entfernen oder unauffälliger machen nur

einen kleinen Teil dieser Arbeit ausmacht. Ohren-

ein komplett anderes Aussehen erreichen. Gewünscht

ist ein jugendlicheres Erscheinungsbild durch

dezente Korrekturen. Viele Menschen fühlen sich

Leidenschaft für den beruf

und Nasenfehlstellungen werden ebenso korrigiert

einfach noch sehr viel jünger, als sie aussehen. Wir

Wie es sei, wenn man den gleichen Beruf hat, möchte

wie altersbedingte Tränen säcke oder Schlupflider.

möchten ihnen helfen, sich in ihrem Spiegelbild wie-

ich noch wissen. Spricht man da nach Feierabend

„Gerade dabei geht es nicht nur einfach darum, bes-

derzufinden. Die Patienten mit dem Ergebnis glück-

noch viel über Diagnosen und Behandlungen? Nein,

ser auszusehen“, sagt die Medizinerin. „Oft schrän-

lich zu machen ist der größte Reiz und Ansporn an

so die Antwort, es sei denn über wirklich Besonde-

ken Schlupflider das Sichtfeld der meist älteren

diesem Teil meiner Arbeit.“

res. Zu Hause sind Frau und Herr Doktor vor allem

Patienten sehr ein.“ Solche Lidkorrekturen sind chi-

Eltern. Trotz der langen beruflichen Ausbildung und

rurgische Eingriffe, die problemlos in der MKG-Pra-

Mit dem ersten „Patienten“, den die Seidels hatten,

eines arbeitsreichen Alltages steht die Familie bei

xis ambulant durchgeführt werden können.

haben sie aber erst einmal sich selbst glücklich

den Seidels an erster Stelle. Das sei während des

gemacht, denn der erste „Patient“ war ihr Praxisge-

zweiten Studiums ganz schön hart gewesen, berich-

Allerdings müsse man nicht immer mit dem Skalpell

bäude in der Bismarckstraße. „Da waren wirklich ein

tet Dr. Gunnar Seidel. Zu einer wichtigen Prüfung sei

tätig werden, um eine große Wirkung zu erzielen,

paar Schönheitskorrekturen nötig“, schmunzelt Gun-

er direkt aus dem Kreißsaal von der Geburt ihres

meint Dr. Gunnar Seidel. Auch er hat wie seine Frau

nar Seidel. „Wir haben hier wirklich viel Arbeit hin-

zweiten Kindes gefahren. „Solange man das, was

Fotos: hartmut weber/bernd schwarz

sowohl Zahn- als auch Humanmedizin studiert,

befindet sich in der Weiterbildung zum Facharzt für

MKG-Chirurgie und wird demnächst seine Frau in

der Praxis unterstützen. Ihn frage ich nach einem

Wort, das mir als eines der wenigen Fachwörter aus

dem patientenfreundlichen und liebevoll gestalteten

Flyer auffällt: Hyperhidrosis! Dies, so wird mir

erklärt, sei eine Krankheit, bei der Betroffene unverhältnismäßig

viel und unkontrolliert Schweiß, vor

eingesteckt.“ Die Freude an dem Geschaffenen sieht

man beiden an. Stolz können sie darauf sein, das

Flair des schönen alten Gebäudes wieder hergestellt

zu haben. Auch für tauchmedizinische Untersuchungen

wurde ein eigener Raum eingerichtet.

Noch eine Zusatzausbildung? Ja! Aus der gemeinsamen

Leidenschaft zum Tauchen, entstand die Idee,

einen Lehrgang für Tauchmedizin zu absolvieren. In

dieser Eigenschaft waren sie dann auch zweimal für

man macht, aus Leidenschaft macht, geht alles!“,

endet er. Diese Leidenschaft für ihr Tun, privat und

beruflich, die merkt man beiden deutlich an. (sw)

Dr. med. Antje Seidel

Ärztin, Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgin

Bismarckstraße 76

38667 Bad Harzburg

Telefon 05322 5589390


12

Eine Erfahrung, die Ihr Leben verändert!

Gutes Hören ist der Schlüssel zum Verstehen Ihrer Welt. Dies

gilt besonders inner halb der Familie, bei der Arbeit, bei gesellschaftlichen

Aktivitäten und unter Freunden. Durch

einen Hörverlust werden viele Facetten des Lebens kontinuierlich

schwieriger. Gespräche mit geliebten Menschen, Besprechungen,

Telefonieren und Fernsehen können zu einer Herausforderung werden.

Der Weg zum Hörsystem

Einen kostenlosen Hör-Check können Sie in unserem Haus durchführen

lassen. Ohne großen Aufwand können wir feststellen, ob bei

Ihnen eine Hörminderung vorliegt. Falls ja, untersucht dann ein

HNO-Arzt Art, Grad und Ort der Schädigung. Wenn ein Hörsystem

helfen kann, bekommen Sie eine Verordnung, die Sie für eine Kostenübernahme

durch Ihre Krankenkasse benötigen.

Unsere Akustiker werden dann für Sie aus dem vielfältigen Angebot

an Hörsystemen eine passende Vorauswahl treffen. Die für Sie in

Frage kommenden Geräte werden von uns eingestellt und Ihnen

zum Probetragen zur Verfügung gestellt. So können Sie Klang und

Leistungsfähigkeit der verschiedenen Systeme ausgiebig vergleichen.

Um die Abrechnung brauchen Sie sich nicht zu kümmern!

Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen Hörgeräte mit einem

Festbetrag, für den man ein geeignetes Hörsystem bekommt.

Wer Wert auf ein Spitzenmodell mit neuester Technik legt oder eines

der allerwinzigsten IM-Ohr-Geräte bevorzugt, der kann selbstverständlich

den Differenzbetrag zuzahlen. Bei privat Versicherten

hängt die Kostenübernahme von dem jeweiligen Versicherungstarif

ab.

Ihr Hörsystem: individuell und maßgeschneidert

Jeder Mensch ist einzigartig. So auch Ihr Hörsystem. Wir werden

mit Ihnen alles Nötige besprechen – von der Technik bis hin zum

Zubehör, von der Handhabung bis zur Optik. Eine perfekte Passgenauigkeit

und die optimale Abstimmung auf Ihre individuellen

Höransprüche sind dabei ausschlaggebend. Das können Sie von

uns, Ihren Akustikern, erwarten:

● Audiologisches Vorgespräch und Ermittlung der Kenndaten Ihres

Gehörs

● Eingehende Beratung über Versorgungsmöglichkeiten und sinnvolles

Zubehör

● Anfertigung des Ohrpassstücks und Auswahl von in Frage kommenden

Hörsystemen

● Anpassung, Feinanpassung und Kontrolle des Hörerfolges

● Einweisung in Handhabung, Bedienung, Pflege und Nachsorge

Nehmen Sie am Leben teil! Bleiben Sie aktiv und selbstbestimmt:

Nutzen Sie kulturelle Angebote. Viele Veranstaltungsräume,

Kinos, Konzertsäle und Kirchen sind mit

Induktionsschleifen ausgestattet, die Ihnen das Verstehen mit Hörsystemen

erleichtern. Probieren Sie es aus und ändern Sie Ihr Leben

jetzt!

Fragen Sie uns, Ihre Hörgeräteakustiker, nach einer ganz persönlichen

Lösung. Wir freuen uns auf Sie.

Jana Streithoff

Axel Kerll

Akustikerin seit 1997 Augenoptikermeister seit 1990

Augenoptikerin seit 2001 Akustikermeister seit 2006

Herzog-Wilhelm-Straße 85 • 38667 Bad Harzburg

Tel.: (0 53 22) 28 61


Geschichte quadrat 03/2012 13

Familie Wiesener

eine goslarer erfolgsgeschichte

Corinna Meiß ist ein sehr engagierter Spross

der alteingesessenen Goslarer Familie Wiesener.

Seit 1992 recherchiert sie mit allen

heute zur Verfügung stehenden modernen Mitteln

nach ihren Vorfahren und dem Verlauf von deren

Leben. Das Internet spielt dabei heute eine ganz

entscheidende Rolle, ist man dadurch doch in der

Lage, selbst in Australien kostengünstig nach den

lieben Verwandten zu suchen. Wie sich herausstellte,

sind die Wieseners bzw. deren Nachkommen

nicht nur „down under“ gelandet, sondern

auch in Schottland, Irland und England. Seltsamerweise

gibt es keine Familienmitglieder in

den USA.

Warum nimmt man solch eine jahrzehntelange

mühevolle Recherche auf sich? „Ich will einfach

wissen, wer meine Vorfahren sind, welche Wurzeln

ich habe“, sagt Corinna Meiß. „Zu wissen, wem

man sein Leben zu verdanken hat, gehört zum kulturellen

Reichtum. Dafür arbeite ich so intensiv an

meiner Familiengeschichte, ich möchte auch das

Bewusstsein der Menschen schärfen, nicht alles

wegzuwerfen, sondern lieber alte Dokumente,

Schul- und Ausbildungs-Zeugnisse, Postkarten

sowie ererbte Briefe dem Stadtarchiv als Gedächtnis

der Stadt zu übergeben, so dass andere noch

fotos: privat


14 quadrat 03/2012 Geschichte

Angefangen hat die Familiengeschichte zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit

der Geburt von Friedrich Wiesener, der später als Schuhmachermeister in der

Hokenstraße gegenüber der Schuhmachergilde mit seiner Frau Johanne, geb.

Gustedt, gelebt und gearbeitet hat. Friedrich stammte aus einer Goslarer

Bergmannsfamilie, die seit dem 16. Jahrhundert in Goslar zu Hause war.

Der älteste Sohn, Georg (1834 bis 1904), heiratet, nachdem seine erste Ehefrau

1870 an Lungenschwindsucht stirbt und zwei kleine Kinder hinterlässt,

Friedrike Lisette Dorothea Schübeler, die mütterlicherseits von den von Wallmodens

aus Alt-Wallmoden abstammt. Das Paar hat drei Töchter: Frieda,

Auguste und Marie. Auguste heiratet Adolf Meiß aus Saalfeld, der als Prokurist

mehr als 40 Jahre für die Firma Saltzer & Voigt in Oker tätig war und der

ein Ur-Großvater von Corinna Meiß ist. Georg Wiesener erwirtschaftete seinen

Wohlstand als Lederhändler, vermutlich als Lieferant für den Goslarer Rammelsberg.

Er war ein politisch engagierter Bürger dieser Stadt, der jahrelang

als Bürgervorsteher die Geschicke der Stadt mit beeinflusste.

einen Nutzen daraus ziehen können. Ebenso wichtig sind alte Zeitungen und

Zeitschriften oder auch Bauakten, die einen tiefen Einblick in das damalige

Leben geben. Mein Ziel ist es jedenfalls, nach den vielen Jahren der Ahnenforschung

ein Buch über die Familie und die Goslarer Geschichte zu schreiben.“

Doch zurück zu den Anfängen, oder „back to the roots“. Diesen Anglizismus kann

man angesichts der späteren Vorliebe für den englischsprachigen Raum als

Wohnsitz einzelner Familienmitglieder durchaus guten Gewissens gebrauchen.

Die Geschichte der einzelnen Wiesener-Familienmitglieder ist noch lang, so

dass an dieser Stelle nur der Zweig von Louis Wiesener (1837 bis 1919),

Georgs jüngerem Bruder, und seiner Frau Johanna erwähnt wird, der aber für

die umfangreichen Reiseaktivitäten, die mit der nächsten Generation einsetzte,

steht. Das Paar hatte fünf Kinder. Tochter Anna starb bei einem tragischen

Verkehrsunfall 1928 bei Stieglitz Eck, Sohn Heinrich August gründete

die Vereine Creditreform Goslar, Wien und London. Heinrich Augusts Enkeltochter

Hertha Wiesener heiratet 1949 in Exeter Colonel Henry B. Garland,

der 1946 in Hamburg die Zeitung „Die Welt“ gründet. Sohn Gustav lebt mit

seiner Familie in London und stirbt 1938 in Brentford bei London nach einem

Intermezzo in Goslar von 1917 bis 1923. Ein weiterer Sohn, Otto, der das

Büro der Creditreform in Belfast leitet, stirbt 1903 nach längerer Krankheit


15

35-jährig und hinterlässt eine

schwangere Frau mit vier kleinen

Kindern. „Back to the roots“ war den

Wieseners auch damals schon wichtig.

So werden alle Kinder Ottos vor

dem Ersten Weltkrieg nach Deutschland

auf die Schule geschickt. Der

englisch-irische Schauspieler Bill

Wiesener, ein Enkel Ottos, reist vor

seinem Tod 2006 mit seiner einzigen

Tochter nach Goslar, damit sie

zusammen durch ein Stück Wiesenersche

Vergangenheit gehen konnten.

Last but not least sei der spätere

australische Teil der Familie erwähnt.

Friedrich Theodor arbeitet bereits ab

1867 in England und verlässt 1871

England Richtung Australien, um

1875 ein Uhrengeschäft in der

George Street, Sidney, zu eröffnen.

Leider verstirbt Friedrich Theodor

schon 1897 – hinterlässt aber ein

beachtliches Vermögen und mehrere

Patente. Erbauseinandersetzungen

zwischen den drei Kindern, Frederick

Abbey, William George und

Evelyn, führen schließlich zum

Bruch, der teilweise bis heute

besteht, da die Nachkommen sich

nicht kennen. Evelyn heiratet 1901

in London einen deutschstämmigen

Kaufmann, mit dem sie nach Schottland

geht. Einer ihrer Söhne, Dr.

Philip Cutner, wird ein bekannter

Orthopäde mit Lehrauftrag an der

Universität von Edinburgh.

Frederick Abbey, Friedrich Theodors

ältester Sohn, heiratet in die

bekannte australische Stahldynastie

Hoskins ein. Wilmot und er hatten

fünf Kinder – zwei Söhne und drei

Töchter. Tochter Mollie wird zusammen

mit ihrem Ehemann James

Gowing die größte Privatsammlung

von Aboriginal Kunst zusammentragen

und hinterlässt bei ihrem Tod im

Dezember 2009 der Nationalgalerie

von New South Wales Kunstwerke im

Wert von mehr als fünf Millionen

Euro. Die Nachkommen ihrer jüngeren

Schwester Patricia gehören zu

den besten Weinbauern Australiens.

Nächstes Jahr im Mai, an Friedrichs

125. Todestag, werden die Nachkommen

aller Zweige zum ersten Mal

zusammentreffen. Natürlich muss

ein solches Treffen in einem Wiesener-Haus

stattfinden. Wie passend,

dass Georgs Haus heute das Goslarer

Brauhaus beherbergt. Weitere Informationen:

www.wiesener-family

Vollstationäre Pflege für alle Pflegestufen

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Häusliche Pflegehilfe

Essen außer Haus

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16

Die irische Versuchung:

THE MYSTICAL DANCE OF IRELAND

Ein mitreißender Abend mit Musik, Gesang und rasantem Stepptanz

„The Mystical Dance of Ireland“ – das ist ein Abend mit mitreißender

Musik, Gesang und dem berühmten Stepptanz aus Irland. Eine Show, die

mehr bietet als nur kraftvollen, perfekten Tanz. Sie ist zugleich eine Reise

in die irische Vergangenheit, zurück zu den Wurzeln der geheimnisvollen

Gesänge und der alten Tänze.

Die Zuschauer können sich von dem Temperament, der Fröhlichkeit und

natürlich dem Können der 15 Künstler anstecken lassen.

„The Mystical Dance of Ireland“ - eine Show, die moderne irische Tanzformen

mit den Geheimnissen und den Legenden der keltischen Welt auf

wunderbare Weise verquickt. Die leichte Melancholie der alten langsamen

Melodien weckt ungeahnte Wünsche und Vorstellungen, die tief in uns

allen sitzen. Beispielsweise den Wunsch, etwas anderes zu tun, seinem

Leben eine neue Richtung zu geben, einen Traum zu leben – oder eine

neue Liebe zu finden. Der Zuschauer wird mitgenommen auf den Weg,

der den Alltag verläßt. Er taucht in eine andere Welt ein – eine fast

vergessene Welt der geheimnisvollen Schönheit und Magie. Es ist die Welt

der irisch-keltischen Mystik, die fremd und doch so vertraut ist, die auf

uns eine ebenso suggestive wie befreiende Wirkung hat.

Doch die wehmütige Stimmung schlägt dann sofort um, und das Temperament,

die unglaubliche Energie und Bewegungsfreude der Tänzer kommt

wieder zum Vorschein.

Termin: So. 8. April 2012, 19 Uhr

Ort: Odeon-Theater Goslar

Eintritt: 27 € / 26 € / 23 € / 20 €

Vorverkauf:

Odeon-Theater Goslar,

Bismarckstraße 1, Tel: 05321/319840

www.odeon-theater.de

Tickets gibt’s auch bei der Goslarschen Zeitung,

Service-Center Goslar, Touristeninformation etc.

Irischer Tanz, der aus grauer Vorzeit in die moderne Welt hinübergerettet

und weiterentwickelt wurde, fasziniert mit seinen unfassbar schnellen

Wechselschritten, elegantem Steppen und atemberaubenden Sprüngen und

zieht den Zuschauer unweigerlich in seinen Bann. Virtuose Musiker spielen

die alten Weisen oder die aufregend wilden Jigs und Reels, bis der Saal

kocht.

Tanz, Rhythmik, Gesang – das alte Irland grüßt die moderne Welt in einer

aufregenden, mitreißenden Show.

Eine Tournee der Konzertdirektion Landgraf (Leitung: Joachim Landgraf).


kurz angetippt quadrat 03/ 2012 17

kurzangetippt

märz

Kabarett Notenkopf

„PARTNERWAHLK(R)AMPF““

Kabarett in der Remise des

Wernigeröder Kunst- und

Kulturvereins e.V.

03.03., 18.30 Uhr

Wer für sich einen Partner sucht, hat

zunächst einmal den Krampf der

Wahl.

Frau und Mann in allen Konfektionsgrößen,

Altersklassen und Geruchsnoten,

ob neu oder gebraucht – der

Markt bietet ein reichhaltiges Angebot

an paarungswilligen Singles.

Hohe Scheidungsraten sorgen für

ständigen Nachschub. Wer wählen

und erwählt sein will, muss in den

Wahlkampf ziehen. Und das möglichst

mit der richtigen Verkaufsstrategie.

Eine musikalisch-kabarettistische

Wahlkampfveranstaltung für jederfrau

und jedermann.

Also für alle, die sich einen Vorsprung

vor der Konkurrenz sichern wollen.

„GEMEINSAM mit der

JUGEND musizieren“

Gemeinschaftskonzert der

Kreismusikschule Harz und des

Philharmonischen Kammerorchesters

Wernigerode

KiK-Saal im HKK-Hotel

Wernigerode, 04.03., 16.00 Uhr

Kammerorchester und Blechbläserensemble

der Kreismusikschule

Harz, Philharmonisches Kammerorchester

Wernigerode

Musikalische Leitung: Dietmar Berthold,

MD Christian Fitzner und Steffen

Hoffmann

L. v. Beethoven: Egmont-Ouvertüre,

A. Dvo˘rák: Tschechische Suite op. 39.

u.a.

Solistin: Julia Hoffmann (Violine)

MoKWo 2012

die Frühlingsmesse

in Bad Harzburg

04.03., ab 11.00 Uhr

Bündheimer Schloss

Hier präsentieren sich Unternehmen

unterschiedlicher Richtungen: Kinder-

und Damenmoden, Heizungstechnik,

Floristik, Reise, Druck,

Schmuck, Gastronomie und vieles

mehr.

„Rentner haben

niemals Zeit“

Volksstück – Harzer Kultur- &

Kongresszentrum

im HKK-Hotel Wernigerode

06.03., 17.00 Uhr

Der beliebte Rentner Paul Schmidt ist,

jetzt wo er Witwer ist, in sein Gartenhäuschen

gezogen. Jeden Tag scheint

ihm die Sonne und er ist ein fröhlicher

Zeitgenosse, dessen helfende Hand

immer noch gebraucht wird und die

er auch gern reicht.

Doch so ganz ohne Probleme ist die

Welt dennoch nicht – und denen stellt

er sich tagtäglich. So gibt es unter anderem

eine besserwisserische Gartennachbarin,

die eine stinkende

Pflanze züchtet, seinen Freund Carsten,

der ihn in die schöne neue Welt

der Computer und der Datings einführen

will, sowie Frau Jäckel, die offensichtlich

mehr als ein Auge auf Paul

geworfen hat.

Da geht es manchmal zu wie im Taubenschlag

und Paul hat Schwierigkeiten,

es allen recht zu machen. Aber

Paul wäre nicht Paul, wenn er das Heft

nicht wieder in die Hand nehmen würde.

Die zum Klassiker gewordene Fernsehserie

„Rentner haben niemals

Zeit“ mit Herbert Köfer, Uwe Karpa,

Ingeborg Krabbe, Dorit Gäbler u.a., ist

nun für die Bühne aus der Taufe gehoben

worden. Es entstand eine zeitgemäße

Komödie in Anlehnung an die

beliebte Fernsehserie und deren Charaktere

mit ihrer tiefen herzlichen

Menschlichkeit -– eine Komödie, deren

Witz und Sprache Alt und Jung

hinter dem Ofen hervorlockt.

Deutsche Meisterschaft

im Setzbügeleisen-Eisschiessen

Eisstadion Braunlage

03.03.,

ab 10.00 Uhr (Vorbereitungen)

Startberechtigt sind Damen und Herren,

Jugendliche von 10 bis 16 Jahre.

Getrennte Wertung Damen, Herren,

Jugend.

Startgeld: Erwachsene 8,00 €, Jugend

4,50 €, Trainingskarten 1,50 €.

Setzbügeleisen werden gestellt, natürlich

kann mit dem eigenen Eisen

geschossen werden. Eigene Eisen

beim Setzbügeleisen-Service-Team,

Brauwers Truck Sport kontrollieren

lassen.

Die Qualifikation beginnt ab 12.30

Uhr, das Finale ab 16 Uhr. Jeder muss

sich qualifizieren, es gibt keinen Bonus.

Die Siegerehrung findet direkt im

Anschluss auf dem Eis statt.

Auch in diesem Jahr gibt es die Teamwertung.

Zum Team gehören drei

Schützen, welche bei der Anmeldung

bis spätestens 12.30 Uhr am Wettkampftag

genannt werden müssen.

Eisdisco

Eistadion Braunlage

07.03., 20.00 bis 22.00 uhr

Es geht wieder rund im Eisstadion.

Heiße Musik, Spiel und Spaß locken

zu fröhlichen Runden bei der beliebten

Eisdisco.

Michael Hirte

Ilsenburg Harzlandhalle

09.03.2012, 19.30 Uhr

Die zur Zeit berühmteste Mundharmonika

Deutschlands gastiert im

Harz. Gefühlvoll und beschwingt begleitet

Michael Hirte Sie durch den

Abend.

Der mit der Stimme

tanzt

Bündheimer Schloss

Bad Harzburg

10.03., 20.00 Uhr

Martin O. zeigt, was mit Stimme und

Tonschlaufen alles möglich ist. Stellenweise

klingt das, wie wenn er einen

Chor samt Orchester verschluckt

hätte. Mit ganz einfachen Mitteln

schafft der Ostschweizer Künstler ein

mehrdimensionales Hörerlebnis und


18 quadrat 03/2012 kurz angetippt

bietet großartige Unterhaltung für

Aug und Ohr.

In seinem Programm „… der mit der

Stimme tanzt“ vereint Martin O. die

verschiedensten Klangwelten und Geräuschkulissen.

Vom rhythmischen

Beatboxing über Jodel und Vogelgezwitscher

bis zum ohrenbetäubenden

Lärm von Motorrädern. Martin O.

singt mit sich selbst im Kanon. Sein

einziges Hilfsmittel ist ein unscheinbares

Gerät, das seine Melodien und

Geräusche aufnimmt und in Endlosschlaufen

wiedergibt. Den Rest macht

er ganz allein: Mit seiner Stimme, seinem

Körper und seinem feinen Humor.

Präzise und virtuos. Jeder Ton

und jede Bewegung ist effektvoll eingesetzt,

und doch kann Martin O. ganz

spontan improvisieren und sein Publikum

zum Schmunzeln oder Lachen

bringen. Kurzum: Seine Geschichten

aus Musik amüsieren, faszinieren und

überraschen.

Marktschreiertage

mit buntem Kram- und

Schnäppchenmarkt

Unterer Badepark Bad Harzburg,

16.03., 10.00 bis 18.00 Uhr

Buntes Treiben in Bad Harzburg. Die

Jungs von der Marktschreiergilde

sind nicht zimperlich. Spaß und

Schnäppchen sind garantiert, wenn

sie loslegen. Ein Hauch von Hamburger

Fischmarkt weht durchs Kalte

Tal.

Altweiberfrühling

Komödie

Odeon-Theater Goslar

19.03., 19.00 Uhr

Komödie von Stefan Vögel. Nach dem

Drehbuch des Films „Die Herbstzeitlosen“

von Sabine Pochhammer und

Bettina Oberli. Das Ensemble Ellen

Schwiers.

Martha Jost will mal wieder sterben.

Ihr Mann ist tot, der kleine Emma-

Laden allein nicht mehr zu bewältigen.

Der Sinn des Lebens ist dahin.

Da stürmt Fritz Bieri, der Bürgermeister,

wütend in den Laden mit einer von

Motten zerfressenen Vereinsfahne.

Martha möge sie flicken, sofort!

Schließlich war sie mal Schneiderin.

Und damit kippt die sich anbahnende

Tragödie zur Komödie:

Martha wird mit ihren drei Freundinnen

eine eigene Dessous-Boutique eröffnen

mit selbst entworfener Wäsche.

Sehr zum Entsetzen ihres Sohnes,

des Dorfpfarrers Walter, der den

Laden als Treffpunkt für seine Bibelgruppe

vorgesehen hat. Auch der Bürgermeister

hat ihn schon längst als

Vereinslokal für seine Volkspartei verplant.

Dem zuweilen handgreiflichen Versuch,

Martha von ihrer Idee abzuhalten,

stellt sie sich mit ihren sehr unterschiedlichen

Freundinnen erfolgreich

entgegen.

So zeigen sie der ganzen Welt in oft

turbulenten Szenen, dass es für Träume

nie zu spät ist. Man/Frau muss nur

den Mut haben, die zweite Chance im

Leben zu nutzen.

Nachtwächterführung

„Bad Gandersheims Geschichte

bei Nacht erleben“

Treffpunkt Rathaus

Bad Gandersheim

26. 03., 19.30 Uhr

Anmeldung bis 17.00 Uhr am Tag der

Führung in der Touristinformation,

Stiftsfreiheit 12, Tel. 05382/73-700.

Bei Anmeldung ist die Gebühr zu entrichten!

Die Nachtführung (Dauer ca.

1,5 Stunden) beginnt mit einem Besuch

im Museum der Stadt (Nachtwächterstübchen

und Modell der

Stadt). Anschließend geht die Führung

mit dem Nachtwächter, gekleidet

im Nachtwächtergewand und ausgestattet

mit Laternen, durch „Gandersheims

dunkle Gassen“. Der Abschluss

findet in einer nahegelegenen

Gaststätte statt.

20 Jahre Kulturklub

Bad Harzburg

Kurhaus Bad Harzburg

31.03., 19.30 Uhr

Am Samstag, 31. März 2012, jährt

sich zum 20. Male die Gründungsversammlung

des Kluturklubs Bad Harzburg.

Am 31. März 1992 versammelten sich

weit über 100 interessierte Bürgerinnen

und Bürger im Bündheimer

Schloss, die es sich zum gemeinsamen

Ziel gesetzt hatten, ihre Heimatstadt

Bad Harzburg „mit Kultur zu verwöhnen“.

Sie gründeten den Kulturklub

Bad Harzburg e.V.

Dieses Unternehmen, das dürfen wir

in aller Bescheidenheit sagen, ist gelungen!

Inzwischen hat der Verein

über 400 Mitglieder, und monatlich

gibt es, abgesehen von einer Sommerpause,

zwei bis drei abwechslungsreiche

Veranstaltungen aus den

Bereichen Kabarett, Konzert, Vortrag

und Theater!

Viele interessante Künstler haben wir

in diesen 20 Jahren nach Bad Harzburg

locken können, zu vielen haben

wir eine freundschaftliche Verbundenheit

aufgebaut.

So brauchte es auch keiner großen

Überredungskunst, einige dieser

Künstler zu unserer Geburtstagsgala

zu bitten: Desimo, alias Detlef Simon,

wird dabei sein, als Gastgeber der

Spezial-Clubs mit seinen legendären

Mix-Shows inzwischen regelmäßig im

Bündheimer Schloss zu Gast und als

charmanter Moderator beim Publikum

beliebt, wird er uns diesmal mit

seinen gekonnten Zaubertricks amüsieren.

Herr Holm, als ordnungsrufender Polizist

schon in Vor-Kulturklub-Zeiten

als Street-Act beim Lichterfest aktiv,

zuletzt als Baustellenleiter auf der

„Bühne Bad Harzburg“ zu Gast, wird

für einen geordneten Ablauf des

Abends sorgen ...

LaLeLu, die A-Capella-Könige aus

Hamburg, mit all ihren Programmen in

Bad Harzburg zu Gast gewesen, dürfen

natürlich ebenfalls nicht fehlen!


Sascha Bendiks umrahmte bereits unseren

15. Geburtstag im Bündheimer

Schloss mit seiner virtuosen Klaviermusik.

Gemeinsam mit Simon Höneß

zelebriert er nun seine Hardrock-Variationen

in es-moll.

Silent Radio, zunächst als Vorband

auf der Open-Air-Summernight zu

Gast, verzaubern seit vielen Jahren

mit den „Schlosskonzerten bei Kerzenschein“

das Bad Harzburger Publikum.

Klar, dass auch sie uns ein Geburtstagsständchen

bringen werden!

Und Jess Jochimsen, aus zahlreichen

Auftritten im Schloss als Meister des

subtilen Wortwitzes und aberwitziger

Diashows bekannt, zeigt, dass er auch

als Moderator des Abends ein Meister

seines Fachs ist. bieten wir

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18.00 Uhr: Jakobikirchhof in der Altstadt

Goslars.

Am 31. März und 1. April findet auf

dem Goslarer Jakobikirchhof in der

Altstadt der beliebte Hansemarkt mit

seinem Programm rund um das mittelalterliche

Handelsleben statt. Krämer

und Hökerer, Handwerker und Tavernenwirte

versprechen neben altehrwürdigen

Waren und Speisen auch

eine echte Begegnung mit dem Birgitt Han-Feuerdel früherer Zeiten. Den ganzen Herzog-Julius-Straße Tag Wir 93bieten

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Jeden 1. Mittwoch im Monat um 15:30 Uhr: Treffen des Deutschen

Diabetiker Bundes im Café unseres Hauses. Die Themen zu den einzelnen

Terminen können Sie gerne bei uns im Haus erfragen.

15. März, 15 - 17 Uhr: Gesundheitstag, „Rückengesundheit“

Wir haben neben einem Sanitätshaus und einer Physiotherapiepraxis auch

Mitarbeiter einer Krankenkasse eingeladen. Informieren Sie sich! Sie haben

nur eine Gesundheit!

19

24. März um 15 Uhr, Okeraner Konzert „Beschwingte Melodien“

Die etwa 20 Musiker verzaubern Sie mit Klängen quer durch die Musikgeschichte.

Foto: Karin Kühn

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20 quadrat 03/2012 institutionen

Mobile Roboter in Goslar

Unter der Schirmherrschaft von Sigmar Gabriel

finden vom 19. bis 22. März 2012 an

den Berufsbildenden Schulen Goslar-Baßgeige/Seesen

die Deutschen Berufsmeisterschaften

2012 – WorldSkills Germany in der Disziplin

Mobile Robotik statt. Diese sind gleichzeitig die

Qualifikationswettkämpfe für die WorldEuropean

Skills 2012 in Belgien. Elf Mannschaften aus

ganz Deutschland zu je zwei teilnehmenden Auszubildenden

und einem Betreuer werden in Goslar

um den Titel der besten beruflichen Mobilen-Robotik-Experten

kämpfen.

Mobile Robotik ist ein neuer attraktiver Berufswettbewerb,

der die Beherrschung mechanischer,

elektrischer ud elektronischer Systeme innerhalb

eines Roboters sowie seine Programmierung mit

Hilfe der grafischen Programmiersprache Robotrino

® View beinhaltet.

Die Veranstaltung stellt junge Menschen in den

Vordergrund, die sich in ihrem Ausbildungsberuf

besonders engagieren und im Wettstreit mit

Gleichgesinnten ihre Qualifikationen erweitern

wollen. Sie sind deutschlandweit sozusagen die

Besten in ihrem Beruf. Dieses Engagement der

Auszubildenden gilt es zu unterstützen.

Öffentliche veranstaltung

Damit diese Veranstaltung für alle Teilnehmenden

und Organisatoren ein voller Erfolg sowie als Event

zu einer festen Größe alle drei Jahre in unserer

Region wird, finden die Wettkämpfe als öffentliche

Veranstaltung statt, zu der interessierte Jugendliche

und natürlich auch Erwachsene herzlich eingeladen

sind.

Nähere Infos zum Ablauf gibt es unter:

Berufsbildende Schulen Goslar-Baßgeige/Seesen

Bornhardtstr. 14, 38644 Goslar

Tel. 05321/377-50, Fax: 05321/377581


kulinaria quadrat 03/2012 21

American Barbeque?

Ein Experiment

Liebe Leser,

So, nun bin ich dran!

der Herausgeber dieser Zeitschrift

hat mir gestattet, einmal (ausnahmsweise)

etwas in eigener

Sache zu schreiben.

Wenn wir in unserem Freundeskreis

unterwegs waren, hat immer

mal wieder einer (auch ich) Spare

Ribs bestellt, um sich anschließend

über zähe, sehnige und

halbgare Rippen zu ärgern.

Da ich dann gern mal den Kommentar abgab, die gibt es auch in lecker, haben

die Jungs irgendwann gesagt, jetzt reicht es. Nicht immer nur gackern, auch

ein Ei legen!

Ab dem 01. März bekommen Sie bei Leiste in der Herzog-Wilhelm-Straße 63

absolut köstliche Spare Ribs und zwar täglich von 17 bis 21 Uhr. Und da wir

schon einmal dabei sind, gibt es auch gleich saftige, aus frischem Hackfleisch

frisch gebratene Hamburger, Chicken Wings, knusprige Hähnchen (aus dem

besten Ofen der Welt), Currywurst, Pommes und knackfrische Rohkostsalate.

Alles nach Art eines amerikanischen Diners, mit typischen Beilagen (Cole

Slaw-Krautsalat, gebackenen Bohnen usw.) und Getränken. Vorzugsweise zum

Mitnehmen, aber auch zum Verzehr vor Ort.

Wir stellen uns der Herausforderung und hoffen auf Sie als kritische (und

spendable) Kunden. Möge die Macht mit Ihnen sein.

Ihr Harald Leiste

fotos: rolf handke / peter smola_pixelio.de

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22 quadrat 03/2012 karneval

Vom Faslam bis zur

Fassenacht

Närrische nachlese zur fünften Jahreszeit

Eine Hochburg des Faschings ist der Harz

sicher nicht. Viele werden sich zwar noch an

einzelne Faschingsfeiern ihrer Jugend erinnern,

die jedoch im Lauf der Jahre immer weniger

wurden. Auf dieser Seite wollen wir einige Aspekte

des vielfältigen und urtümlichen Faschingfestes,

seine Rituale und Hintergründe aufgreifen,

können sie der Vielzahl wegen aber bestenfalls nur

anreißen.

Adolphe Adam zuschreiben und behaupten, dass

der in dieser Zeit in Mainz lebende Komponist Karl

Zulehner den Text im „Jocus-Marsch“ zusammenfasste.

Doch wie dem auch sei: Der Narrhallamarsch

ist mit der Mainzer Fastnacht untrennbar

verbunden. Und eine Frage beantwortet sich damit

wie von selbst: „Wolle mer ihn roilasse?“

Der Elferrat Fakt oder Fun-tasie

Der Narrhallamarsch Ritzambo, Ritzambo, morje geht die Fassenacht o…

General namens Ricambeau wegen schwelender

Unruhen das bunte Faschingstreiben verboten und

sogar ein Vermummungsverbot erlassen. Der Überlieferung

nach zogen darauf hin erboste Mainzer

Bürger vors Rathaus und skandierten lautstark

mundsprachlich: „Ritzambo, Ritzambo, morje

geht die Fassenacht o...“

Noch heute ist dieser so genannte Narrhallamarsch

fester Bestandteil aller närrischen Sitzun-

Eine inzwischen weltbekannte fastnächtliche gen und wird sowohl beim Ein-, als auch beim

Hymne geht nach vielerlei Darstellung auf den Auszug der Vortragsredner gespielt. Zwar gibt es

damaligen französischen Stadtkommendanten von auch Stimmen, die dieses Musikstück der 1838

Mainz zurück. Angeblich hatte dieser französische komponierten Oper „Der Bauer von Preston“ von

In seinen deutschen Hochburgen wie Köln, Düsseldorf

und Mainz wird der Fasching, die Fastnacht

und der Karneval die fünfte Jahreszeit

genannt. Die Narren hatten und haben dann drei

Tage lang das Zepter in der Hand und veräppeln

die vormals herrschende Klasse. So auch, als sie

fotos: mev


karneval quadrat 03/2012 23

als „regierende Partei“ im Jahre 1823 den Elferrat

einführten. Die Wurzeln dafür liegen eindeutig in

der einst linksrheinischen Besetzung durch die

Franzosen. Es galten französische Gesetze, französisch

wurde Amtssprache, man bekam trotz des

späteren Absolutismus Kenntnis von der französischen

Räterepublik und gründete so das „Parlament

des Narrenreiches“. Aus den Grundgedanken

der französischen Räterepublik „Egalité, Liberté,

Fraternité“, übersetzt „Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit“,

adaptierte man angeblich ELF, den

Elferrat. Heute sitzen im Elferrat meist die bestsituierten

Köpfe des lokalen Geschehens, Politiker,

Sponsoren etc., nicht wissend, dass gerade sie

Traditionsträger einer ursprünglich revolutionären

Vergangenheit sind.

Allein schon, um die südwestdeutsche Fastnacht

vom rheinischen Karneval zu unterscheiden, wurde

ihr Beginn auf den Dreikönigstag, den 6. Januar

gelegt. Nach altem Brauch werden an Dreikönig

die Schemen (Larven) abgestaubt. Von da an

„goht's degege“, d. h., es finden die

ersten Veranstaltungen und

Umzüge statt. Deren Kostümträger

wechseln ihre Verkleidungen nicht,

im Gegenteil: In manchen Gegenden

werden diese über Generationen

vererbt. Hier werden nicht wie

bei den traditionellen Umzügen in

den rheinischen Faschingshochburgen

aktuelle politische, kommunale

oder sonstige Themen veralbert,

sondern „Maschker“,

Larven, Schemmen (Masken) und

Teufelsgestalten getragen, die zum

Teil Geister beschwören und den

Winter vertreiben sollen. Auch

wirft man hier nicht, wie im Rheinland

üblich, „Kamelle“ unters

Volk; die Narren treten vielfach

eher fordernd auf und verlangen

geringfügige Gaben für ihren „heidnischen

Dienst“. Die Geschichte der schwäbisch

alemannischen Fastnacht ist also weitaus mehr

von nicht-christlichen Elementen bestimmt und so

vielfältig ausgeprägt, wie die Orte, in denen sie

noch heute in ganz unterschiedlichen Formen

zelebriert wird. Riten und Formen, die von geschäftiger

Touristenattraktion bis zu urtümlichem

Brauchtum reichen.

Karneval in Venedig Die Mutter des Maskenspiels

Die schwäbisch-alemannische Fastnacht Mehr Geisterspuk als Narrenfreiheit

Der Begriff „Carnevale di Venezia“ wurde erstmals

1094 in einem Schriftstück des Dogen Vitale

Falier verwendet. Ein Fest, das immer mehr ausuferte

und zu Lebzeiten Casanovas im 18. Jahrhundert

seine größte Pracht erreichte. Überliefert

wurde auch, dass man zu Spitzenzeiten in Venedig

mitunter fast ein halbes Jahr lang Karneval feierte.

Auch außerhalb dieser närrischen Tage wurde das

Tragen von Masken üblich und erlaubt. Noch Goethe

schrieb am 4. Oktober 1786 während seiner

italienischen Reise: „Es war mir die Lust gekommen

mir einen Tabbarro...anzuschaffen, denn man

läuft schon in der Maske.“

Man trug Masken bei öffentlichen Banketten,

Glücksspieler maskierten sich zum Schutz vor

Gläubigern und verarmte Adelige trugen sie aus

Scham beim Betteln. Nie endende Kostümfeste

fanden in den schönsten Bauten der Lagunenstadt

statt, es gab Kämpfe zwischen Hunden und Bären,

halsbrecherische Vorführungen von Akrobaten fürs

Volk und in den Gassen wurden die schönsten

Masken präsentiert.

Besonders beliebt waren die zum Sprechen geeignete

Halbmasken, mit der die Hersteller letztlich

ganz Europa belieferten. Der venezianische Karneval

avancierte zum Inbegriff gehobener Eleganz,

rauschender Feste und exzessiver Ausschweifungen.

Erst als die Adelsrepublik durch Napoleon

Bonaparte ihre Selbstständigkeit verlor und wenig

später Österreich angegliedert wurde, kam der

venezianische Karneval fast völlig zum Erliegen.

Es dauert bis 1980, bis findige Touristikmanager

die Attraktivität des venezianischen Karnevals als

Spiel der Masken zu neuem Leben erweckten.

Mummenschanz und Maskenzauber

Versuch eines Fazits

Wie schon eingangs erwähnt, kann diese Seite nur

einen kleinen Einblick auf die vielfältigen

Seiten und Ursprünge des

Karnevals leisten. Fasching, oder

wie immer wir das Fest nennen

wollen, ist jedenfalls mehr als reine

Narretei. Es ist mehr als die Lust

am Spiel mit Masken, mehr als die

Vertreibung des Winters, mehr als

ein Volksfest mit Umzug und Spott

gegen herrschende Zustände. Es

ist ein ursprünglich heidnischer

Brauch, der sich vielfach gewandelt

hat und in vielen Formen auftrat

und auch heute noch auftritt.

Ein Attribut, das viele der heute

gängigen Feste aufweisen. Und das

gilt selbst fürs Weihnachtsfest.

Was wir hier versuchen, ist, ein

Schlaglicht auf dieses bunte Treiben

zu werfen. Egal, ob Sie „Kölle

Alaaaf“ oder „Helau“ rufen, mit Peitschen knallen

oder Schellen klingen lassen: Hauptsache, Sie

haben Spaß dabei.

(jr)


24 quadrat 03/2012 institutionen

Der Kastanienhof

Pferde und Menschen in guten Händen

chens ist durch eine staatlich geprüfte Bereiterin

gegeben. „Unser Angebot des therapeutischen

Reitens wird immer stärker nachgefragt“, erzählt

Leonie Thoms. Zusammen mit Sabine Klein, Physiotherapeutin

und qualifizierte Pferdewirtin, bietet

sie auf dem Kastanienhof die „Hippo-Therapie“

für Kinder und Erwachsene an. Die

Hippotherapie ist eine physiotherapeutische

Behandlungsmethode mit und auf dem Pferd. Die

Bewegungen des Pferdes werden auf den Reiter

übertragen, der sie aufnimmt und mit harmonischen

Muskelbewegungen beantwortet.

Diese Methode ist bei Patienten mit neurologischen

Krankheiten und Menschen mit orthopädischen

oder Rückenproblemen sehr erfolgreich. Die

Muskulatur des Reiters arbeitet automatisch,

sodass Verspannungen oder Spastiken gelockert

werden und das Zusammenspiel aller Muskelgruppen

trainiert wird. Die allgemeine Körperspannung

Wir treffen uns an einem grauen, nebligen

Wintertag und es regnet. Leonie Thoms,

der jungen Besitzerin des Kastanienho-

ugen der Reitlehrerin schon fest im Sattel. Schließlich

träumen alle vom Reitabzeichen, was erst eine

richtige Reiterin oder einen richtigen Reiter aus-

und das Gleichgewichtsgefühl verbessern sich

durch die wiederholten Bewegungsimpulse des

Pferdes. Die muskuläre Kräftigung erfolgt fast

fes, scheint das alles nichts auszumachen, sie hat

macht. Die Mädchen haben aber bei den Pferde-

unbemerkt, man hat das Gefühl, getragen zu wer-

gerade mit ihren Mitarbeitern die Pferde versorgt,

liebhabern eindeutig das Zepter, oder, um im Bild

den. Die Ruhe und Wärme des Pferdes wirkt sich

kümmert sich um tausend Kleinigkeiten, die nun

zu bleiben, die Zügel in der Hand. Die Lizenz zur

positiv auf den Patienten aus. Ein entsprechend

einmal täglich anfallen auf einem großen Reiter-

Abnahme der Prüfung zum begehrten Reitabzei-

speziell ausgebildetes und erfahrenes Pferd ist

hof, und strahlt, als gäbe es nichts Schöneres als

vorhanden.

Harzer Dauerregen.

„Zusammen mit dem Reiterverein Westerode, dem

Seit die Agrarbetriebswirtin im April 2010 den

wir angeschlossen sind, richten wir hier auch Rei-

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Reiterhof übernommen hat, ist viel passiert. Neben

dem normalen Reitunterricht ist für jüngere Kinder

eine Voltigiergruppe geplant. Zusätzlich bietet

sie noch vierzig Pensionspferdeboxen, die Ausrichtung

von Kindergeburtstagen und, verteilt

übers Jahr, Reit- und Abenteuerwochen an.

In der Reithalle ist zu dieser morgendlichen

Stunde schon lebhafter Betrieb, denn einige

begeisterte Mädchen sitzen unter den wachsamen

tertage aus und organisieren eine Jagdwoche mit

der traditionellen Hubertusjagd, schließlich ist

Westerode ein Reiterdorf, da darf keine Langeweile

aufkommen“, so die Inhaberin des Hofes

lächelnd.

(bs)

Kastanienhof Westerode

Vor den Höfen 8, 38667 Bad Harzburg

Mobil: 0160/94138752

E-Mail: thomsleonie@aol.com

fotos: bernd schwarz/herbert houillon


American

25

Grill BBQ

in unS e R e R ReG ion uneRReiCHt

Hamburger

4,50

klassisch, aus frischem saftigen Rindfleisch

Zwiebelringe

frittiert 2,00

Gebackene Bohnen 2,00

Sellerie-Sticks 2,00

Cole-Slaw

(US-Style Krautsalat) 2,00

Pommes Frites 1,50

Gemischter Salat

mit Dressing nach Wahl 4,50

Cheeseburger

klassisch, aus frischem saftigen Rindfleisch

mit Käse 5,00

Bacon-Cheeseburger

Cheeseburger mit knusprigen Bauchspeck 5,50

Spare-Ribs

butterweich und saftig dank unserer

unvergleichlichen BBQ-Sauce 400 g 6,00

10,00

800 g

1/2 Hähnchen

5,00

BBQ-Style

Chickenwings

gegrillt mit BBQ-Sauce 5,00

Currywurst

Berliner Art 3,00

Täglich Salatbar und US∙amerikanisches BBQ 17∙21 Uhr

in unserer Filiale Bad Harzburg, Herzog-Wilhelm-Straße 63


ganz privat quadrat 03/2012 27

Maria Ballach-Oberhuber

und Heinrich Oberhuber

ganz Privat

Fotos: stefan sobotta, fotografiert im hotel kaiserworth

Heinrich Oberhuber ist sicher eine der schillerndsten Persönlichkeiten in der Goslarer

Hotellerie- und Gastronomieszene. Im letzten Jahr wurde ihm die Ehrenplakette der Stadt

Goslar verliehen. Mit dieser Auszeichnung würdigte die Stadt einen Unternehmer, der

sich seit 40 Jahren hier am Nordharzrand engagiert. Zusammen mit seiner Frau Maria

Ballach-Oberhuber führt er heute das Kaiserworth am Markt und das Brusttuch. Das Paar

pendelt privat zwischen Stuttgart, Teneriffa und Goslar hin und her.

Angefangen hat Oberhubers Erfolgsgeschichte in unserer Region mit dem Kurhaus in

Bad Harzburg, das er aus den roten Zahlen herausführte, über den Achtermann, den er

1979 übernahm und sanierte, bis zum Kaiserworth und dem Brusttuch.

Die Kaiserworth gehört ja zu den architektonischen

Schmuckstücken in Goslar und ist auch

eines der ältesten Gebäude der Altstadt. Wie

kommt man dazu, so ein Gebäude zu kaufen?

Heinrich Oberhuber: Das war Mitte der 80er-Jahre.

Wir hatten mit dem Achtermann ein schönes

Tagungszentrum mit 1000 Plätzen, aber zu wenig

Betten. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch noch

die Nachbarhotels Schwarzer Adler und Niedersächsischer

Hof geschlossen. Es gab in Goslar

immer weniger Übernachtungsmöglichkeiten, vor

allem in guten, renovierten Hotels. Als es dann

noch hieß, dass McDonalds die Kaiserworth bewirtschaften

sollte, habe ich mich erkundigt, ob das

Hotel nicht zu kaufen wäre, und so war es tatsächlich.

Wirklich billig war dieser Kauf aber nicht?

Heinrich Oberhuber: Nein, das nun wirklich nicht!

Der damalige Eigentümer nannte einen nicht verhandelbaren

Preis, der uns eine Million zu teuer

war, zumal ja noch gewaltige Summen für Renovierungen

auf uns zukommen würden, zum Beispiel

gab es gerade mal sieben Zimmer mit Bädern.

Das ist mit dem heutigen Zustand nicht mehr zu

vergleichen. Meine damalige Frau hat dazu einen

weisen Satz gesagt: „Es gibt Leute, die zahlen

eine Million für ein Bild, und da ist auch nur der

Marktplatz zu sehen.“ Ich wandte ein, dass das ja

auch immerhin der Marktplatz von Brügge sei,

wusste aber genau, dass sie recht hatte. Letztendlich

haben wir dann gekauft in der Hoffnung, richtig

entschieden zu haben, und das haben wir dann

ja wohl auch.

So ein Haus hat aber doch auch einen emotionalen

Wert? Das kauft man doch nicht nur, weil man

noch ein paar Zimmer braucht?

Heinrich Oberhuber: Damals war für mich die

Sicherung der Betten der ausschlaggebende


28 quadrat 03/ 2012 ganz privat

Punkt. Natürlich wäre ein Neubau auch eine

Option gewesen, zum Beispiel hätten wir gern den

gerade fertiggestellten Neubau am Achtermann

noch erweitert, bekamen aber leider von der Stadt

nicht das dafür erforderliche Grundstück.

Ihr Gäste sind eine besondere Klientel?

Heinrich Oberhuber: Wir haben hier Städtetourismus,

das heißt, die Touristen bleiben nicht ein,

zwei Wochen bei uns. Im Durchschnitt

übernachten sie – mit wenigen Ausnahmen – hier

zwei Tage. Sie wollen etwas sehen, etwas erleben…

Ist das auch Ihre persönliche Art zu reisen?

Maria Ballach-Oberhuber: Selbstverständlich

haben wir auch schon Kurzurlaube in kulturellen

Städten gemacht, die bis zu drei Tage gedauert

haben. Ähnlich, wie

unsere Gäste

ihren Urlaub bei

uns verbringen.

Heinrich Oberhuber:

Im

Gegensatz zu

einem 14-tägigen

Badeurlaub

– Nach

drei Tagen

sind sie ausgeschlafen,

haben den

Ort erkundet

und

dann geht

es damit

los, die

Langeweile

zu

töten...

Und ist da dann nicht der Gastgeber, also der

Hotelier gefordert?

Maria Ballach-Oberhuber: Wenige Menschen

machen sich Gedanken um Programme, aber viele

Gäste schätzen fertige Arrangements. Wir haben

schnell festgestellt, nachdem wir das Haus übernommen

haben, dass es zu diesem Zeitpunkt

keine Arrangements gab und dass wir dringend

etwas entwickeln müssen für diese Klientel. Heute

haben wir ungefähr ein Dutzend dieser geschnürten

Pakete und das schätzen unsere Gäste. Sie

wissen dann, was sie erwartet.

Die Zukunft gehört dem gehobenen Tourismus,

möchte der Gast einen umsorgenden Service

haben?

Heinrich Oberhuber: Ja, unbedingt! Aber es müssen

die Voraussetzungen stimmen. Bei meinem

Vorhaben, aus dem Brusttuch ein 5-Sterne-Hotel

zu machen, waren allen Ernstes Argumente zu

hören, wie: „Was braucht Goslar ein 5-Sterne-

Hotel, wir haben doch ohnehin nur 3-Sterne-

Gäste.“ Wir werden auch nie andere bekommen,

wenn wir keine entsprechenden Angebote schaffen.

Bringen die Gäste Sie auf weitere Ideen?

Heinrich Oberhuber: Richtig! Ein schönes Beispiel:

Wir haben seit vielen Jahren ein holländisches

Paar, das uns immer für zwei Wochen

besucht. Irgendwann habe ich mich dann neugierig

erkundigt, was sie immer wieder für so lange

hierher zieht, sie müssten doch inzwischen Goslar

in- und auswendig kennen. „Nein, nein, noch

längst nicht“, klärten sie mich auf. Sie hätten nur

wenig Zeit, da sie immer zum Golfspielen unterwegs

seien. Es folgte ein längeres Gespräch über

Golfplätze in der Umgebung, und ich erfuhr einiges

über die Bedürfnisse echter Golf-Freaks.

Gute Erlebnisse sind auch gute Werbung?

Heinrich Oberhuber: Absolut! Wir müssen ein

Angebot haben, über das mit Freunden zu sprechen

sich lohnt. Wenn die in München oder sonst

Akt, 1990


ganz privat quadrat 03/2012 29

Goslar bringen, weilte zum Beispiel schon zu Achtermann-Zeiten

der chinesische Wohnungsbauminister

hier, um sich über Möglichkeiten des

Innenausbaues zu informieren. Überhaupt haben

wir oft interessante Persönlichkeiten – seien es

Politiker oder Künstler etcetera – im Haus. Wir

würden es begrüßen, wenn jeweils auch die Öffentlichkeit

etwas mehr darüber informiert würde.

Aber auch hinter den Kulissen passiert viel? Sie

haben im letzten Jahr in modernste Energietechnik

investiert...

Maria Ballach-Oberhuber: Zuerst haben wir Ölheizung

betrieben und dann 2008 auf Gas umgestellt.

Jetzt haben wir ein Blockheizkraftwerk. Wir

müssen ja auch immer an die Kosten denken, die

stetig steigen. Nebenkosten, Lebensmittel, einfach

alles drumherum wird immer teuerer, nur die

Übernachtungskosten steigen nicht entsprechend.

Da müssen wir nun sehen, wie und wo wir sparen

können.

irgendwo sind und von den Erlebnissen hier

schwärmen, dann ist das der richtige Weg.

Sie haben aber nicht nur Holländer hier, sondern

auch viele andere internationale Gäste?

Maria Ballach-Oberhuber: Sie glauben ja gar nicht,

wie viele Engländer wir beispielsweise haben.

Viele von ihnen, die sich während des Zweiten

Weltkrieges in Goslar aufhielten, kommen gern

nochmal her, um zu sehen, wie es hier heute ist.

Über unser Hotel ist übrigens ein toller Artikel in

einer englischen Zeitung erschienen, und das

haben wir damals zum Anlass genommen, uns dort

noch mehr um Werbung zu bemühen.

Das sind aber nicht die einzigen...

Maria Ballach-Oberhuber: Gerade von Montag bis

Freitag haben wir ganz viele Geschäftsgäste aus

verschiedenen Ländern.

Was machen die in Goslar?

Heinrich Oberhuber: Das ist ganz einfach: Goslar

hat international interessante Firmen. Abgesehen

davon, dass die internationalen Geschäftsbeziehungen

auch den entsprechenden Gästekreis nach

Heinrich Oberhuber: Ich war beeindruckt, wie viel

Tonnen CO 2 wir nach der Umstellung einsparen,

und wir sind ja nur ein kleines Hotel. Natürlich

werben wir auch bei den Kollegen für diese Technik.

Schon im Achtermann interessierte mich das

Thema Energietechnik sehr. Als ich mich einmal

im Sommer auf dem unerträglich heißen Dachboden

unter dem nicht isolierten Schieferdach aufhielt,

überlegte ich, wie man diese Wärme evtl.

nutzen könnte. Zusammen mit dem Heizungsbauer

haben wir eine Art Wärmetauscher installiert.

Im Sommer konnte so mit dem aufgeheizten

Wasser das Brauchwasser ausreichend erwärmt

werden, ohne zusätzliche Beheizung.

In Stuttgart haben wir ein ziemlich neues Gebäude

und ich musste mir anhören, dass die Statik das

nicht aushalten soll. Das ist doch unmöglich! Wir

können doch nicht nur verwalten, was wir haben,

sondern müssen auch vorwärts schauen.

Sie pendeln oft zwischen Goslar und Stuttgart?

Heinrich Oberhuber: Stuttgart ist privat...

Maria Ballach-Oberhuber: Stuttgart ist erst in letzter

Zeit privat geworden. Wir hatten dort früher

noch einen Betrieb, den haben wir jetzt aber aufgelöst.

Das war ein Restaurant und eine Galerie.

Beides haben wir aber jetzt verkauft.

Dort haben sie sich auch kennen gelernt?

Heinrich Oberhuber: Meine Frau ist ja Künstlerin,

sie malt. Ich entdeckte in einem Restaurant in

Böblingen ein Bild, das ich gern gekauft hätte, das

mir aber um 1000 Mark zu teuer war. Irgendwann

erfuhr ich, dass alle dort ausgestellten Bilder ganz

unterschiedlicher Stile von ein und derselben

Künstlerin stammten, und die wollte ich unbedingt

kennenlernen.

Maria Ballach-Oberhuber: Ich arbeitete beruflich

als technische Zeichnerin, und irgendwann hat er

mich zu meiner großen Verärgerung am Arbeitsplatz

angerufen, um über den Preis für das Bild zu

verhandeln. Da habe ich ihm deutlich gesagt, dass

er es entweder für den Preis kauft, wenn er es will

oder es bleiben lässt. Die Zeit verging und zu

Weihnachten habe ich traditionell eine sehr große

Ausstellung gemacht. Dabei gab es Probleme. Ich

habe mich da an ihn erinnert und ihn angerufen:

„Wenn Sie mir das organisieren, dann schenke ich

Ihnen das Bild!“ Ja, so haben wir uns kennen

gelernt.

(sts)


30

Demnächst im cineplex Goslar

Die eiserne laDy

ab 1.3.2012 im kino!

Aus einfachen Verhältnissen stammend, arbeitete sich Margaret Thatcher gegen

alle Widerstände zur britischen Premierministerin hoch und behauptete sich 11

Jahre lang als erste weibliche Regierungschefin Europas in einer bis dato reinen

Männerdomäne. Unterstützt von ihrem wichtigsten Berater, Ehemann Denis,

setzte sie mit unverwechselbarem Stil ihre umstrittenen politischen Ziele durch.

Von den einen gefürchtet, von den anderen verehrt, wurde die „Eiserne Lady“

zum Mythos.

Faszinierende Filmbiografie mit Meryl Streep („Mamma Mia!“).

John carter – Zwischen Zwei welten

ab 8.3.2012 im kino!

Der abgestumpfte Ex-Offizier John Carter wird auf unerklärliche Weise auf den

Mars versetzt, dem wegen der ewigen Kriege seiner Bewohner der Untergang

droht. Für John beginnt eine fantastische Odyssee voller atemberaubender

Abenteuer, auf der er sich in die bezaubernde Prinzessin Dejah Thoris verliebt

und seine verloren geglaubte Menschlichkeit wiederfindet. Und schließlich erkennt

John, dass die Zukunft dieser fremden Welt und ihrer Bewohner allein in

seinen Händen liegt …

Fantastisches Sci-Fi-Abenteuer von Andrew Stanton („Wall-E“).

türkisch für anfänGer

ab 15.3.2012 im kino!

Lena Schneider, sensibles Scheidungskind mit großer Klappe, wird von ihrer antiautoritären

Mutter zu einem Südostasien-Urlaub „verdonnert“. Der Trip fängt

schon gut an, als die emanzipierte Teenagerin im Flieger ausgerechnet neben

Testosteronpaket Cem Öztürk sitzen muss. Als die Boeing zu allem Überfluss

notwassern muss und Lena mit Cem, seiner streng gläubigen Schwester Yagmur

und dem stotternden Griechen Costa auf einer einsamen Insel strandet, ist das

Chaos perfekt …

Hinreißend-abgedrehter Kinofilm zur erfolgreichen TV-Serie.

Die tribute Von panem

ab 22.3.2012 im kino!

In einem postapokalyptischen, totalitären Staat finden alljährlich grausame

Spiele statt, die nur einer der 24 ausgewählten Jugendlichen überleben darf. Als

die 16-jährige Katniss freiwillig den Platz ihrer jüngeren Schwester einnimmt

und auf ihren Jugendfreund Peeta trifft, setzen die beiden alles daran, die Regeln

zu umgehen und gemeinsam zu überleben.

Verfilmung des ersten Teils der Bestseller-Trilogie.

cineplex Goslar

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* Der anruf kostet 14 ct/min aus dem deutschen festnetz. mobilfunkhöchstpreis 42 ct/min.


spitzmarke quadrat 03/2012 31

CLASART Classic präsentiert die Bolschoi-Saison 2011/2012

DAS BALLETT DES

BOLSCHOI live im Kino!

DORNRÖSCHEN

Sonntag, 20. November 2011, 16:00 Uhr

Musik: Pjotr Iljitsch Tschaikowsky

Choreographie: Marius Petipa, Yuri Grigorovich

LE CORSAIRE

Sonntag, 11. März 2012, 16:00 Uhr

Musik: Adolphe Adam

Choreographie: Marius Petipa, Alexei Ratmansky

THE BRIGHT STREAM

Sonntag, 29. April 2012, 17:00 Uhr

Musik: Dmitri Schostakowitsch

Choreographie: Alexei Ratmansky

RAYMONDA

Sonntag, 24. Juni 2012, 17:00 Uhr

Musik: Alexander Glasunow

Choreographie: Yuri Grigorovich

PATHELIVE

Live aus dem Bolschoi

In HD und 5.1 Sorround Sound

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32 quadrat 03/2012 kulinaria

Laura´s Stern?


kulinaria quadrat 03/2012 33

Für eine Sterneköchin ist Laura Gehrke mit 20

Jahren natürlich noch zu jung, aber als Siegerin

des Harzer Wettbewerbs ist sie auf

einem guten Weg für eine erfolgreiche Zukunft in

der Gastronomie.

Den Spaß an ihren Beruf merkt man der jungen

Vienenburgerin sofort an. Begeistert, doch auch

mit einer gewissen professionellen Abgeklärtheit,

erzählt sie von dem Kochwettbewerb. Nach einem

Ausscheidungsverfahren, in dem theoretische

Kenntnisse abgefragt wurden und schon 40 Prozent

der Teilnehmer ausschieden, musste ein

mehrgängiges Menü gekocht werden. Vier Stunden,

in denen höchste Konzentration gefordert war,

hatte sie dafür Zeit und der erste Platz, den sie am

Ende erzielte, war der verdiente Lohn der Mühe.

Ihre Leidenschaft für den Beruf hat Laura ihrer

Oma zu verdanken. „Sie hat immer so toll gekocht

und ich durfte in die Töpfe schauen und ihr helfen“,

berichtet sie. „Das hat in mir den Wunsch

geweckt, selbst gut kochen zu können, und da ein

Bürojob für mich nach der Schulzeit sowieso nicht

in Frage kam, habe ich mich hier im Braunschweiger

Hof beworben und zum Glück die Stelle bekommen.

Wenn man sich an die berufstypischen

Arbeitszeiten gewöhnt hat, macht es viel Spaß und

ist sehr vielseitig.“

„Die Ausbildung hier ist super, man lernt sehr viel

über die Produkte, weil wir alle Speisen wirklich

frisch herstellen, von der Suppe über die Soße bis

hin zum Salatdressing oder neben den Fleisch- und

Fischgerichten, die Beilagen wie Kartoffelpüree

und Herzoginkartoffeln. Sogar als jüngstes Teil des

Küchenteams fühlt man sich in dieser Männerdomäne

ernst genommen und wichtig.

Klar wie Kloßbrühe – Quadrat wünscht Laura

ihren Stern.

fotos: Bernd schwarz/Privat

Da es sich bei dem kompletten Menü um ein sehr

umfangreiches Rezept handelt, haben wir hier

nur den Hauptgang im Detail für Sie zum Nachkochen

abgedruckt. Sollten Sie das ganze Menü

nachkochen wollen, wenden Sie sich bitte an die

Redaktion. Guten Appetit!

Vorspeise: Lachs-Garnelen-Sülze

Zwischengang: Sellerie-Mousse

Hauptgang: Geschmorte Hirschkalbskeule

mit Rotwein und Quittenmark

Zutaten für 6 Personen: 200 g Zwiebeln, 200 g

Möhren, 200 g Sellerieknolle; 3 Knoblauchzehen,

1,7 kg Hirschkalbskeule, 3 Lorbeerblätter,

8 Wacholderbeeren, 10 Schwarze Pfefferkörner,

1 l Rotwein, 3 EL Öl, 2 EL Tomatenmark, 400 ml

Wildfond, 4 Zweige Thymian, 200 g Quittenmark,

Salz, Schwarzer Pfeffer

Zubereitung: 1. Zwiebeln pellen, Möhren und

Sellerie schälen. Alles in grobe Würfel schneiden.

Knoblauch pellen und zerdrücken. Das Fleisch zu

einem Rollbraten binden und in eine Schüssel

geben. Das Gemüse, Lorbeer, Wacholder und

Pfefferkörner dazu geben und mit dem Rotwein

übergießen. Mit Klarsichtfolie abgedeckt drei

Tage im Kühlschrank marinieren, dabei das

Fleisch einige Male in der Marinade wenden.

2. Das Fleisch aus der Marinade nehmen und

abtropfen lassen, mit Küchenpapier trockentupfen.

Die Marinade durch ein Sieb gießen, auffangen

und 400 ml abmessen, das Gemüse gut

abtropfen lassen.

3. Das Öl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch

darin bei starker Hitze rundherum kräftig anbraten.

Das Fleisch herausnehmen und das Gemüse

unter häufigem Rühren im Bräter kräftig anbraten.

Tomatenmark dazu geben und kurz durchrühren.

Die Hälfte der Marinade dazugießen und

vollkommen einkochen lassen. Restliche Marinade

zusammen mit dem Wildfond dazugießen.

Fleisch und Thymian dazu geben.

4. Im auf 190°C vorgeheizten Ofen 2½ Stunden

auf der 2. Einschubleiste von unten im geschlossenen

Topf schmoren (Gas 2-3, Umluft nicht

empfehlenswert). Dabei einige Male wenden. 20

Minuten vor Ende der Garzeit den Deckel entfernen

und den Braten während der verbleibenden

Garzeit immer wieder mit dem Bratfond übergießen.

5. Am Ende der Garzeit den Braten in Alufolie

gewickelt ruhen lassen. Den Bratfond

durch ein feines Sieb in

einen Topf geben, entfetten und

zum Kochen bringen. Das Quittenmark

einrühren, die Sauce mit

Salz und Pfeffer würzen.

Steckrübensoufflé

1 Steckrübe (etwa 600 g), 200

ml kräftige Gemüsebrühe, 50 g

Butter, 4 EL Weizenvollkornmehl,

1/4 l Milch, 100 g Schmand, 1

TL Sojasoße, 1 TL Senf, Salz,

Schwarzer Pfeffer, ½ TL Balsamessig,

3 Eier

Zubereitung: Die Steckrübe schälen, grob raspeln

und in der Brühe bei mittlerer Hitze zugedeckt

ca. 10 Minuten bissfest garen. Die Butter in

einem Topf schmelzen, das Mehl darüber stäuben

und unter Rühren hellbraun anschwitzen. Die

Milch und den Schmand nach und nach einrühren.

Die Soße mit Sojasoße, Senf, Salz, Pfeffer

und dem Balsamessig abschmecken. Die Eier

trennen. Das Eigelb in die Soße rühren, das

Eiweiß steif schlagen. Den Backofen auf 200°C

vorheizen. Eine hohe Auflaufform einfetten. Die

Steckrübe mit der Soße mischen, den Eischnee

unterheben und die Masse in die Form geben.

Das Soufflé ca. 30 Minuten bei 180°C goldbraun

backen.

Dessert: Warmer Apfelstrudel mit Vanillesauce

und grattinierten Portweinbirnen


34 60 quadrat 03/2012 / reingehört

REINGEHÖRT

MÄRZ

ERik FRiEdlandER

BonEBRidGE

SkipTonE

Erik Friedlander gilt als einer der besten

Cellisten der Welt. Sein vielfältiges Werk

umschließt Jazz, Klassik, wie Experimentelles.

Immer wieder entdeckt er Möglichkeiten,

die scheinbaren Grenzen seines

Instrumentes und der darauf möglichen

Musik auszuweiten. Auf „Bonebridge“

vermählt er − inspiriert durch

die Musik seiner Kindheit − Jazz und

Bluegrass, seinem Cello entlockt er virtuose

Fingerpickingläufe und Pedal-Steel-

Klänge, seine Kompositionen bleiben,

bei aller gewollter Urtümlichkeit, dabei

immer überraschend und komplex.

paul mccaRTnEy

kiSSES on THE BoTTom

concoRd

Paul McCartney macht jetzt Jazz? Er, der

immer als der Netteste unter den Beatles

galt, als „Schwiegersohntyp“, wuchs in

einer Ära auf, in der einige Aspekte des

Jazz zur Popmusik der damaligen Zeit

mutiert waren − die Songs von Gershwin,

Glen Miller oder Cole Porter, die

Musik der Broadways, vor der er sich auf

diesem Album verneigt. Dass er sich

dabei − obwohl vom London Symphony

Orchestra begleitet − in Understatement

übt und in seiner Rolle als Interpret respektvoll

am Material arbeitet, macht

das Ergebnis umso erfreulicher. Seine

zwei Eigenkompositionen, bei denen er

einmal von Eric Clapton, einmal von

Stevie Wonder unterstützt wird, reihen

sich dabei in die Riege der Evergreens

nahtlos ein. Ein Album, das auf gewisse

Weise noch einmal verdeutlicht, wo die

kreative Wiege McCartneys lag, spiegeln

sich doch in vielen seiner Beatleskompositionen

Reminiszenzen an die Musik

seiner Kindheit wider.

david Sylvian

a vicTim oF STaRS 1982–2012

viRGin

David Sylvian ist eine schillernde Gestalt

der Popwelt, einer der letzten Pop-Dandys,

einer, dem es gelungen ist, würdig

zu altern, ohne dabei zur Parodie seiner

selbst zu werden. Mit dem Synthie-Pop

seiner Band „Japan“ feierte er weltweit

Erfolge, schuf Popmusik, die, wie die

physische Erscheinung ihres Erschaffers

selbst, anspruchsvoll und kühl und

doch sinnlich und geheimnisvoll erschien.

Solo entfernte er sich immer

mehr von alteingetretenen Pfaden, der

Gestus seiner Songs veränderte sich mit

der Geburt seiner Töchter, er öffnete

sich stilistisch immer mehr, arbeitete

unter Anderem mit Mitgliedern von Can

und zuletzt mit einigen Größen der neuen

Improv-Szene zusammen. Allen Stationen

seines musikalischen Wirkens wird auf

dieser Retrospektive, die besonders Einsteigern,

die in die Welt des David Sylvian

eintauchen möchten, zu empfehlen ist,

Tribut gezollt.

EaRTH

anGElS oF daRknESS,

dEmonS oF liGHT ii

SouTHERn loRd

Viel Zeit ist vergangen, seit Robert Johnson

an einer Kreuzung − so die Legende

− dem Teufel seine Seele verkaufte, um

seiner Musik Unsterblichkeit zu verleihen.

Johnson selbst starb tatsächlich eines

gewaltsamen Todes mit 27 Jahren. Er

eröffnete damit quasi die lange Reihe

begnadeter Musiker, die noch in jungem

Alter der Welt adieu sagen mussten.

Hank Williams, Jimi Hendrix, Janis Joplin,

Kurt Cobain und zuletzt Amy Winehouse

sind nur einige davon. Die Band Earth,

die Cobain einst als eine große Inspiration

benannte, scheint an jener Kreuzung

wieder angekommen und diesen Fluch

zu brechen. Die Klänge von Earth bündeln

den Blues und alles was danach

kam, verdichten es zu Musik, die zeitlos

ist und alles Zeitgefühl beim Hörer auslöscht.

Teuflisch gut.

lyamBiko

SinGS GERSHwin

Sony

Seit zehn Jahren gehört Lyambikos

warme Samtstimme und der groovende

Bandsound nun schon zum Erfolgreichsten

in Sachen Jazz aus Deutschland,

gerade im vergangenen Jahr wurde

sie mit dem ECHO Jazz ausgezeichnet.

Mit ihrem neuen Album geht sie, wie sie

selbst sagt, wieder back to the roots: Auf

„Lyambiko Sings Gershwin“ tummeln

sich zahlreiche bekannte Evergreens

desselben. „Wir haben auf dem letzten

Album unsere Eigenkompositionen mit

Tracy Chapman und Soundgarden gemischt.

Jetzt hatten wir einfach Lust,

mal wieder etwas ‚ursprüngliches‘ zu

machen und den guten alten Swing zu

spielen“, lautet die simple Erklärung für

dieses Werk.

(ap)


02.03.2012 um 19:30 Uhr Franz Liszt für alle – sein

Leben, seine Musik – ein etwas anderer Klavierabend

mit Elena Nesterenko und Lutz Görner, Freundeskreis

des Zonta Clubs Goslar St. Barbara +++ 04.03.2012 um

16:00 Uhr Captain Cook – Juwelen aus Schlager und

Volksmusik mit den singenden Saxophonen und Patrick

Lindner und Andrea Jürgens +++ 13.03.2012 um 19:00

Uhr Feuerwerk – musikalische Komödie von Paul Burkhard,

Konzertdirektion Landgraf +++ 19.03.2012 um 19:00

Uhr Altweiberfrühling – Komödie von Stefan Vögel, Das

Ensemble Ellen Schwiers +++ 22.03.2012 um 19:00 Uhr Die

Nacht der Musicals – die Musical-Gala mit Stars der

Musicalszene

35

Telefon 05321 319840

www.odeon-theater.de


36 quadrat 03/ 2012 kultur 2

Kultur kurzmeldungen

März

Olaf Schubert &

Freunde

Stadthalle Osterode am Harz

05.03., 20.00 Uhr

Olaf Schubert, das leicht labil wirkende

Gesamtkunstwerk aus Dresden

(wie auch immer man es nennt: Wunder

im Pullunder, Mahner und Erinnerer

oder Weltverbesserer und Humorist),

verkündet stolz: Seht! Hier sind

meine Kämpfe. Zurückhaltung ist

nicht Schuberts Sache. Wie selbstverständlich

beherbergt Schuberts

Universum einen Wust an Konzepten,

Verbesserungs-Vorschlägen und horrende

Mengen an Erkenntnis-Perlen,

welche er mit messianischer Geste

verkündet und an Bedürftige verteilt.

Doch der ewige Querschläger bleibt

unbequem! Denn dort, wo andere

Künstler Lösungen anbieten, bietet

Schubert Stirn. Einfach so! Weil er

viel davon hat... er gibt eben gern!

„Frauen – M(m)acht –

Politik“

Stadtrundgang mit besonderer

Perspektive

Treffpunkt Domvorhalle,

WallstraSSe, Goslar

08.03., 17.00 Uhr

Geschichte und Geschichten interessanter

Frauen stehen im Mittelpunkt

dieser Sonderführung. Zeitgeschichte

– geschrieben von Goslarerinnen.

Vorgestellt werden ihr lokales Wirken

und ihre überregionale Bedeutung.

Lehrreiches und Unterhaltendes über

Frauen, nicht nur für Frauen.

„Spring off“ Session

Kreismusikschule

Telemann-Haus Goslar

10.03., 20.00 Uhr

„Musikschule on stage“, unter diesem

Motto präsentieren Schüler/innen

tanzbaren Jazz, Latin und Pop. Das Live-Konzert

bildet den Start einer neuen

Kursreihe für Erwachsene. Mit dem

Titel „Meine Zeit“ werden von März

bis Juli 2012 insgesamt 15 Kurse angeboten.

Dabei geht es um Tanz, Ausdruck,

Entspannung und um Chor, Orchester

und Ensembles. Außerdem

sind erstmals musikalische Tagesseminare

zum Thema „Wohlfühlen mit

Musik“ im Angebot der Kreismusikschule

Dreams of Musical

Stadthalle Osterode am Harz

10.03., 20.00 Uhr

Liebe, Eifersucht, Romantik, Magie:

Ein Musicalabend nimmt seine Zuschauer

mit auf eine Fahrt zu den tiefsten

und schönsten Emotionen. Wer

nicht nur ein Musical, sondern gleich

all die großen und berühmten Melodien

der besten Shows der Welt erleben

möchte, ist bei Dreams of Musical

bestens aufgehoben. Ein Mix der

größten Klassiker sowie neuer strahlender

Showmagneten versprüht einen

Abend lang das prachtvolle Flair

des New Yorker Broadways.

„Götter und Helden“

Mönchehaus Museum für

Moderne Kunst

Goslar, RosentorstraSSe 27

(ehemaliges Kloster Neuwerk)

Eröffnung 11.03., 11.30 Uhr

Das Mönchehaus eröffnet sein temporäres

Domizil im ehemaligen Kloster

Neuwerk mit der Grafik-Ausstellung

„Götter und Helden“. Die grafischen

Blätter der Kunst des 20. Jahrhunderts

thematisieren die Wiederbelebung antiker

Mythen in der Moderne und ihre

Bedeutung für das Hier und Heute. Sie

zeigen, wie einzelne Künstler Mythen

und Gestalten der antiken Götterwelt

unter dem Eindruck ihrer Zeit und ihrer

persönlichen Erfahrungen aufgegriffen

haben.

Pablo Picasso, „Tête de faune“, 1962. Courtesy:

Sprengel Museum Hannover, Foto Michael Herling/

Aline Gwose, ©VG Bild-Kunst, Bonn, 2012.

Die Ausstellung präsentiert sowohl

Einzelblätter als auch komplette Werkzyklen

berühmter Künstler wie Pablo

Picasso, Georges Braque, HAP (Helmut

Andreas Paul) Grieshaber oder

die Kaiserringpreisträger Henry Moore

und Joseph Beuys.

Ab 13.03. Dienstag bis Sonntag von

10.00 bis 17.00 Uhr

Goslarer Filmtage

Goslarer Theater

12.03. bis 18.03.

„Zwischen Gut und Böse“ – unter diesem

Motto starten unter der Schirmherrschaft

von Oberbürgermeister Dr.

Oliver Junk zum neunten Mal die Filmtage

in Goslar. Filme wie „Alles was

wir geben mussten“, „In einer besseren

Welt“, „Die Kriegerin“ und der Eröffnungsfilm

„Die Guantanamo Falle“

spiegeln das diesjährige Motto auf ihre

eigene Art und Weise wider. Die angebotenen

Filme sind ein Erlebnis und

fesseln ihre Zuschauer, ohne sie in eine

bestimmte Richtung lenken zu

wollen. Wie auch im wahren Leben

zeigen sie nicht nur das Schwarz oder

Weiß, sondern lassen ihre Protagonisten

auch in Grauzonen agieren.

Die Stadtjugendpflege Goslar lädt in

Kooperation mit den Niedersächsischen

Schulkinowochen und dem

Goslarer Theater Kindergärten, Schulen,

Vereine und auch Einzelbesucher

und Familien zu einem Eintrittspreis

von 3,00 Euro pro Person und Film

zum Kinobesuch ein. Teilnahme nach

Anmeldung unter Tel. 05321-704479

„Friedrich der GroSSe“

Dia-Vortrag

Schwiecheldthaus, Goslar

16.03., 16.00 Uhr

Friedrich II., der große Feldherr und

Schöngeist, sein Leben war von Gegensätzen

bestimmt. Die Wirkungsstätten

des berühmtesten Preußenkönigs

wie Küstrin, Rheinsberg oder

Sanssouci zeichnet der Referent Dr.

phil. Wilfried Karl von der Bildungs-


kultur 2 quadrat 03 / 2012 37

gesellschaft Urania, Berlin, in einem

Vortrag nach. Mit historischen Bildern

und aktuellen Fotos entsteht ein

Lebensbild des Preußenherrschers,

dessen Geburtstag sich in diesem

Jahr zum 300. Mal jährt.

„Todesrune“

Lesung mit Corinna Klengel

Bündheimer Schloss,

Bad Harzburg

16.03., 20.00 Uhr

Die Hexe Tilla will die Umstände des

Freitodes ihrer Mutter aufklären und

steht plötzlich selbst im Fokus der Ermittlungen

der Goslarer Kripo. Die

Autorin verknüpft in ihrem Regionalkrimi

das aktuelle Geschehen mit der

Geschichte Bad Harzburgs, dem Keltentum

und den okkulten Wurzeln der

Naziideologie.

Dankeschön-Konzert

für „Ein Tag für Japan“

Fukko-Daiko Trommelgruppe

der Ogatsu-Mittelschule

Odeon Theater Goslar

17.03., 11.00 Uhr

Ogatsu, ein Stadtteil von Ishinomaki,

wurde durch das Erdbeben und den

Tsunami vollständig zerstört. „Wie

durch ein Wunder haben fast alle

Schüler der Mittelschule überlebt“,

berichtet der Schulleiter. Die Schüler

und Schülerinnen haben vor der Katastrophe

japanische Trommel (Taika)

gespielt. Da alle Instrumente zerstört

wurden, haben die Kinder aus dekontaminierten

Autoreifen „neue Trommeln“

gebaut und mit Plastikfolie bespannt.

Foto: Deutsch-Japanische Gesellschaft.

Getrommelt wird mit Nudelhölzern

aus dem 100-Yen-Shop, dem japanischen

1-Euro-Laden. Die 13 und 14

Jahre alten Kinder nennen ihre Instrumente

Fukko-Daiko, das heißt „Aufbau-Trommeln“,

und sie vermitteln

den Menschen in den zerstörten japanischen

Städten mit ihrer Musik viel

Kraft und Freude. Die Schüler und

Schülerinnen besuchen unsere Region

auf Einladung der Deutsch-Japanischen

Gesellschaft und wollen sich

mit ihrem Konzert bei den vielen

Spendern für ihre Unterstützung bedanken.

Der Eintritt zum Konzert ist

frei, Spenden sind willkommen.

„Musik der Briefe“

Mönchehaus Museum für

moderne Kunst Goslar, RosentorstraSSe

27 (ehemaliges

Kloster Neuwerk)

17.03., 17.00 Uhr

Temporäres Domizil des Möncheshauses.

Foto eheml. Kloster Neuwerk - courtesy: Sandór

Kotyrba

In der Reihe „music meets art“ spielt

Pawel Kamasa die letzten Klavierwerke

von Johannes Brahms aus den

Jahren 1892 bis 1893. Sybille Hellman

liest aus den Briefen Clara Schumanns

an den Komponisten. Das Programm

stellt eine Episode aus der

über 40 Jahre andauernden Liebe und

Freundschaft zwischen Brahms und

Clara Schumann dar.

Altweiberfrühling

Komödie

Odeon Theater Goslar

19.03., 19.00 Uhr

Martha Jost will mal wieder sterben.

Ihr Mann ist tot, der kleine Tante-Emma-Laden

allein nicht mehr zu bewältigen.

Der Sinn des Lebens ist dahin.

Mit dem Auftritt des Bürgermeisters

kippt die sich anbahnende Tragödie

zur Komödie. Nach dem Drehbuch

des Films „Die Herbstzeitlosen“ zeigt

das Ensemble Ellen Schwiers der ganzen

Welt in oft turbulenten Szenen,

dass es für Träume nie zu spät ist.

X. Wernigeröder

Museumsfrühling

Wernigerode und Stadtteile

24.03. und 25.03.

Kunst, Kultur, Geschichte präsentieren

insgesamt 18 Museen und Einrichtungen

zum Museumsfrühling.

Vom Brockenhaus über das Feuerwehrmuseum

bis zur Gutmühle Minsleben

erwarten interessante Ausstellungen

und Führungen die Besucher.

Das umfangreiche Programm bietet

für jedes Interesse und jedes Alter etwas.

Das Kleinste und das Schiefe

Haus haben ebenso geöffnet, wie das

Schulmuseum in Benzigerode, das

Museum für Luftfahrt und Technik

oder der Museumshof „Ernst Koch“

in Silstedt. Um die zahlreichen Angebote

auch entsprechend nutzen zu

können, ermöglicht ein Shuttle-Service

mit der Bimmelbahn oder dem

Kleinbus der Feuerwehr, der die einzelnen

Museen ansteuert, einen unkomplizierten,

schnellen Wechsel von

Ort zu Ort.

Winterkonzert

Kloster Drübeck

24.03., 16.00 Uhr

Das Philharmonische Kammerorchester

Wernigerode unter der Leitung

von Christian Fitzner spielt Werke

von Vivaldi, Mozart und Piazolla.

Auf dem Programm stehen unter anderem

„Der Frühling“ aus Vivaldis

„Vier Jahreszeiten“ und „Drei Deutsche

Tänze“ von Mozart.

Als Solisten treten auf: Krzysztof Baranowski,

Violine und Yu Mi Lee am

Klavier.

Hansemarkt

Jakobikirchhof Goslar

31.03., 11.00 bis 19.00 Uhr

01.04., 11.00 bis 18.00 Uhr

In Anlehnung an Goslars Geschichte

als Hansestadt findet mittelalterliches

Treiben rund um die Jakobikirche mit

allerlei Zeitvertreib und Unterhaltung

statt. Musik, Theater und Gaukeleien

werden von Luscinia Obscura dargeboten,

der Amtmann Jakob von Ippach

tritt mit seinem Büttel Mollinaris

auf und das Puppentheater Fadenreych

präsentiert abenteuerliche Märchen

für kleine und große Zuschauer.

Handelsstände bieten die unterschiedlichsten

Waren an, vom Tuch

über Steingut bis zu Speys und Trank.

Der moderne Handel lockt von 13.00

bis 18.00 Uhr mit einem verkaufsoffenen

Sonntag.

(uju)


70 38 quadrat 03/2012 / angelesen

ANGELESEN

MÄRZ

WEr SchöN SEiN WiLL,

muSS rEiSEN

TiNE WiTTLEr

SchErz

„Wer schön sein will, muss reisen“, sagt

sich Tine Wittler und fliegt nach Mauretanien,

Afrika, in ein Land, in dem sie

selbst – anders als in Deutschland –

dem Schönheitsideal entspricht: üppig

und rund. Mehrere Wochen lang ist sie

dort dem Thema „Schönheit“ auf der

Spur: zu Fuß, im Jeep oder auf Kamelen.

Sie sucht Frauen, die sich regelrecht

mästen lassen, um für ihr Lebensglück

an Gewicht zu gewinnen. Aber sie trifft

auch jene, die sich dieser Tradition entziehen

– und gerade in weniger Gewicht

ein Stück Freiheit und neue Unabhängigkeit

finden. Ein Reisebericht, der

tiefer geht und das eigene Selbst- und

Gesellschaftsbild auf den Kopf stellt.

WEiTLiNGS

SommErfriSchE

STEN NadoLNy

PiPEr

Wie wäre es, in die eigene Vergangenheit

zu reisen? In einem Sommergewitter

kentert das Segelboot des angesehenen

Berliner Richters Wilhelm Weitling. Nur

knapp kommt er mit dem Leben davon,

muss aber feststellen, dass ihn sein Unfall

fünfzig Jahre in die Vergangenheit

zurückgeworfen hat. Wer ist er damals

gewesen? Und wie konnte aus diesem

Menschen der werden, der er heute ist?

Muss er die Erinnerung an seine Eltern,

seine erste Liebe, seine Berufswahl, ja

− sein ganzes Leben revidieren? Und

wird er zu seiner Frau und in sein altes

Leben zurückkehren dürfen? Sten Nadolny

entführt auf eine philosophische

Zeitreise, die seinen scharf beobachtenden

Helden zu unverhofften Erkenntnissen

führt.

dEr GärTNEr VoN

oTSchaKoW

aNdrEj KurKoW

dioGENES

Ein geheimnisvoller Mann, dieser Gärtner,

den Igors Mutter eingestellt hat. Um

die 60, wortkarg, trinkt keinen Alkohol.

Und was hat es mit der verwischten, unleserlichen

Tätowierung an seinem

Oberarm auf sich? Mit Hilfe eines befreundeten

Computer-Cracks gelingt es

dem jungen Igor, sie zu entziffern:

„Otschakow 1957“ steht da in verblichenem

Schwarz, und „Jefim Tschagins

Haus“. Als er diesem Rätsel auf den

Grund gehen will, gerät Igor nicht nur

nach Otschakow, eine Hafenstadt am

Schwarzen Meer, sondern tatsächlich

auch in das Jahr 1957. In Andrej Kurkows

phantastisch-absurder Erzählkunst

ist alles möglich – auch eine Zeitreise

in eine Vergangenheit, von der aus

man die Gegenwart womöglich umso

klarer sieht.

riSSE iN dEr zEiT

corNELiuS WEiSS

roWohLT

Einundzwanzig Gramm Radium − der

deutsche Atomphysiker Carl Friedrich

Weiss trägt sie bei sich, ihr Wert: rund

15 Millionen Dollar. Er soll das Radium

sicher auf den Obersalzberg schaffen,

zu kostbar ist das Gut, das man zur Herstellung

von Atombomben braucht. Cornelius

Weiss beginnt seine Autobiographie

mit der dramatischen Geschichte

seines Vaters, der am Ende des Zweiten

Weltkriegs das Radium vor den Nazis

versteckt und es schließlich den Alliierten

übergibt. Zugleich lehnt er das Angebot

ab, künftig in den USA zu forschen.

Als christlicher Sozialist entscheidet

sich Carl Friedrich Weiss, mit seiner Familie

in die Sowjetunion zu gehen. Was

er nicht ahnt: Zusammen mit anderen

Wissenschaftlern kommen sie nicht

nach Moskau, sondern in das „Wissenschaftszentrum

Obninsk“ – ein Gulag.

Erst nach Jahren gelangt die Familie

Weiss zurück in die Heimat. Dieses Buch

erzählt eine nahezu unbekannte Geschichte

über Wissenschaft im Dritten

Reich, in der Sowjetunion und in der

DDR – und über eine starke Familie.

WiSSEN miT LiNKS

SchüLErLExiKoN

dorLiNG KiNdErSLEy

Die Reihe „Wissen mit Links“ ist ideal

für das Erstellen von Referaten und

Schulprojekten. Das Schülerlexikon verbindet

ein umfassendes, mit über 1.700

Fotos bebildertes Nachschlagewerk mit

einer zum Buch gehörenden Website,

auf der zusätzliche Infos zu insgesamt

1.000 Suchbegriffen zur Verfügung stehen

− immer auf dem aktuellsten Stand.

Neueste astronomische Erkenntnisse

und politische Entwicklungen sind berücksichtigt,

sämtliche Einwohnerzahlen

wurden komplett überarbeitet.

VorzELT zur höLLE

Tommy KraPPWEiS

KNaur

Für seine Eltern waren die Wildcamping-Urlaube

in ihrem alten VW-Bus ein

Symbol für Freiheit und Abenteuer, für

den kleinen Tommy die schlimmste Zeit

des Jahres: Endlose Fahrten durch öde

Landschaften, eingeklemmt zwischen

Töpfen und Koffern, Camping an ein-


angelesen quadrat 03/2012 39

samen, schwer zugänglichen Orten,

die zu recht touristisch nicht erschlossen

waren und sich bald von

ihrer bösartigsten Seite zeigten. Lebensgefährliche

Mutproben eines

sich selbst und den Sohn überschätzenden

Vaters. Schroffe Klippen statt

Strand, Gebüsch statt Sanitäranlagen,

Feuerquallen statt Spielkameraden.

Mit viel Galgenhumor schildert

Comedian Tommy Krappweis in seinem

Buch die skurrilsten Auswüchse

der elterlichen Campingbegeisterung

und gibt zu, erst durch dieses Werk

sein frühkindliches Trauma bewältigt

zu haben.

SchWarzES Schaf

aScaNio cELESTiNi

WaGENbach

Ins Irrenhaus kann man zufällig oder

aus Versehen geraten. Ist einer schon

verrückt, nur weil er mitten in der

Sommersonne, wenn alle fröhlich

sind, plötzlich in düstere Stimmung

fünfunddreißig Jahre im Irrenhaus

verbracht, da erlebt man einiges. Früher

brachte seine Oma ihn in die

Schule und der Lehrerin ein frisches

Ei aus dem Hühnerstall. Nicola saß in

der letzten Bank und war in der Klasse

das schwarze Schaf. Später bringt

die Oma ihn zu den Verrückten, aber

einmal auch ans Meer. Man liest, was

Nicola berichtet, über sich selbst und

das Leben der anderen Insassen –

zunächst mit dem Wohlwollen dessen,

der vermutet, er sei kein schwarzes

Schaf. Dann verschwindet diese

Sicherheit. Wer ist nun verrückt, die

Bewohner des Irrenhauses oder die

anderen, die draußen leben?

dEr bahNWärTEr

aNdrEa camiLLEri

roWohLT

An der abgelegenen Eisenbahnstrecke

zwischen Vigàta und Castellovitrano

liegt das Häuschen von Nino, dem

Bahnwärter, und seiner Frau Minica.

Nur zwei Mal am Tag kommt ein Zug

vorbei. Sonntags gibt Nino mit seinem

Freund Totò ein kleines Konzert beim

fällt? Wenn einer Angst hat im Dunkeln,

manchmal auch am Tag? Was ist

normal? Auf welch’ dünnem Seil geht

unsere Vernunft spazieren? Nicola,

der hier sein Leben erzählt, hat

Friseur des Ortes, einer auf der Mandoline,

einer auf der Gitarre, um sich

fünf Lire zu verdienen; oder er klemmt

sich zwei Stühle unter den Arm und

setzt sich mit seiner Frau ans Meeresufer.

Als Minica nach vielen vergeblichen

Versuchen endlich ein Kind erwartet,

ist das Glück perfekt. Doch

mit dem Krieg kommt die Gewalt und

zerstört das Idyll – zunächst. (nm)


40 quadrat 03/2012 hoffmanns erzählungen

hoffmanns erzählungen quadrat 07-08 / 2010 57

hoffmanns erzählungen quadrat 07-08 / 2010

57

Alexandra: Alexandra: „Ich „Ich

habe höllische habe höllische Angst Angst

h

vor dem Leben!“ vor dem Leben!“

HANSI HOFFMANN , PR-MANAGER DER

HANSI

SUPERSTARS,

HOFFMANN

ERINNERT

, PR-MANAGER

SICH

DER SUPERSTARS, ERINNERT SICH

en Maschinendem

Kreischen Brasiliens begnadeter und gefeierter Musiker, render Rauschgift-Banden in der Sambaschule,

und von der Sängerin begeistert: Carlos Jobim, Einen Tag vor dem Feuerüberfall zweier rivalisie-

Die kurzen Feuerstöße aus den Maschinenpistolen

mischten sich mit dem Kreischen Brasiliens begnadeter und gefeierter Musiker, render Rauschgift-Banden in der Sambaschule,

und von der Sängerin begeistert: Carlos Jobim, Einen Die Tag vor dem kurzen Feuerüberfall Feuerstöße zweier aus den rivalisie-

Maschinenpistolen

mischten sich mit dem Kreischen

nzerinnen und Komponist des Welthits „Girl from Ipanema“. Er drehte ich mit Alexandra für meinen Freund, den

der knapp zweihundert Tänzerinnen und Komponist des Welthits „Girl from Ipanema“. Er drehte ich mit der Alexandra knapp für zweihundert meinen Freund, Tänzerinnen den und

ca de Julho“ der bummelte mit Alexandra nach dem Festival-Desaster

durch sein Rio, bis sie am frühen Morgen in schiedene Filmsequenzen für seine Produktion

Star-Regisseur Truck Branss (ZDF-Hitparade), ver-

Tänzer auf dem Übungsplatz „Praca de Julho“ der bummelte mit Alexandra nach dem Festival-Desaster

durch sein Rio, bis sie am frühen Morgen in schiedene Sambaschule Filmsequenzen im Stadtteil für seine Flamingo Produktion in Rio. Mit

Star-Regisseur Tänzer auf Truck dem Branss Übungsplatz (ZDF-Hitparade), „Praca de ver-

Julho“ der

ngo in Rio. Mit

Sambaschule im Stadtteil Flamingo in Rio. Mit

dra, die wie verugen

zwischen Jobim seiner schönen Begleiterin die Bretterwand Bilder entstanden in der „Farvella Santos Chris-

einer kleinen Strandkneipe am Meer landeten und „Alexandra – Porträt in Musik“. Eindruckvolle

einem Satz hechtete ich zu Alexandra, die wie versteinert,

mit schreckensweiten Augen zwischen Jobim seiner schönen Begleiterin die Bretterwand Bilder entstanden steinert, mit in schreckensweiten der „Farvella Santos Augen Chris-

zwischen

einer kleinen Strandkneipe am Meer landeten und „Alexandra einem – Satz Porträt hechtete in Musik“. ich zu Alexandra, Eindruckvolle die wie ver-

noch lächelnd zeigte, auf der er vor sechs Jahren mit einem Filzstift

einige Noten und die Textzeile vom „Ipanema dem weltberühmten Zuckerhut. Farvella-Bürgertos“,

dem Armenviertel am hohen Berg gegenüber

einer Tänzergruppe stand, gerade noch lächelnd zeigte, auf der er vor sechs Jahren mit einem Filzstift

einige Noten und die Textzeile vom „Ipanema dem weltberühmten für den Fotografen Zuckerhut. posierend. Farvella-Bürger-

Ohne zu zögern, riss

tos“, dem einer Armenviertel Tänzergruppe am hohen stand, Berg gerade gegenüber noch lächelnd

e zu zögern, riss

für den Fotografen posierend. Ohne zu zögern, riss

ie ganz dicht an Girl“ skizziert hatte. „Hansi, ich glaube, ich habe meister Antonio Carlos Rosario führte den deutschen

Star und mein Fernsehteam durch die

ich Alexandra zu Boden, drückte sie ganz dicht an Girl“ skizziert hatte. „Hansi, ich glaube, ich habe meister ich Antonio Alexandra Carlos zu Rosario Boden, drückte führte den sie ganz deut-dichschen Star mich. und „Rapido, mein rapido, Fernsehteam repressar durch da carro“, die brüllte

an

a carro“, brüllte mich verliebt“, gestand mir Alexandra bei einem

mich. „Rapido, rapido, repressar da carro“, brüllte mich verliebt“, gestand mir Alexandra bei einem

Zusammen mit späten Frühstück. „Der Carlos ist ein so sensibler, schmalen Gassen zwischen den windschiefen

einer unserer Security-Polizisten. Zusammen mit späten Frühstück. „Der Carlos ist ein so sensibler, schmalen einer Gassen unserer zwischen Security-Polizisten. den windschiefen Zusammen mit

andra und mich so liebenswerter Mann.“ Später wurde der Abschied

von Rio auch ein tränenreicher Abschied entdecke vier kaffeebraune, hübsche Kinder, die

Holz- und Wellblechhütten. Mein Kameramann

seinen beiden Kollegen riss er Alexandra und mich so liebenswerter Mann.“ Später wurde der Abschied

von Rio auch ein tränenreicher Abschied entdecke hoch, vier gebückt kaffeebraune, liefen wir hübsche zu der Festival-Limousine.

Kinder, die

orrädern, rasten

von Carlos.

mit Holzstückchen eine Art Mikado spielten. Un-

Eskortiert von zwei Blaulicht-Motorrädern, rasten

von Carlos.

mit Holzstückchen Eskortiert von eine zwei Art Blaulicht-Motorrädern, Mikado spielten. Un-

rasten

Holz- und seinen Wellblechhütten. beiden Kollegen Mein riss er Kameramann

Alexandra und mich

tival-Limousine.

hoch, gebückt liefen wir zu der Festival-Limousine.

l“. Alexandeinte

hem-

und spielte lachend mit − eine Idylle für die Kabeschwert

hockte sich Alexandra zu den Kindern

wir zurück zum „Copacabana Hotel“. Alexandra

zitterte am ganzen Körper, weinte hem-

und spielte ra zitterte lachend am mit ganzen − eine Körper, Idylle für weinte die Ka-

hembeschwert

wir zurück hockte zum sich „Copacabana Alexandra zu Hotel“. den Kindern

Alexandd

stammelmera.

Die Kinder schauten mit großen Augen die

mungslos, drängte sich an mich und stammelmeramungslos,

Die Kinder drängte schauten sich mit an großen mich und Augen stammel-

die

f wen?“ Ich

hübsche Frau an und plapperten unbefangen.

te „Wer hat da geschossen – auf wen?“ Ich

hübsche te „Wer Frau hat an und da geschossen plapperten – unbefangen. auf wen?“ Ich

Plötzlich lachte Bürgermeister Rosario und übersetzte:

„Die Kleine fragt, ob Sie nicht für die

setzte: „Die Kleine fragt, ob Sie nicht für die

konnte es ihr nicht sagen.

Plötzlich konnte lachte es ihr Bürgermeister nicht sagen.

Rosario und über-

8 aus dem

Vier ihre Mama werden können, denn ihre Mutter

Wir waren Ende September 1968 aus dem

Vier ihre Wir Mama waren werden Ende können, September denn 1968 ihre Mutter aus dem

rütendheiße

ist vor drei Wochen zu den Engeln gegangen!“

schon kühlen Deutschland in das brütendheiße

ist vor schon drei kühlen Wochen Deutschland zu den Engeln in das gegangen!“ brütendheiße

estival Inter-

In Sekundenschnelle schossen der Sängerin

Rio de Janeiro zum weltweiten „Festival Inter-

In Sekundenschnelle Rio Janeiro zum schossen weltweiten der „Festival Sängerin International

Tränen da in die Cancao Augen, Popular“ sie nahm geflogen. die Kinder Alexanden.

Alexand-

dicke Tränen in die Augen, sie nahm die Kinder

national da Cancao Popular“ geflogen. Alexand-

dicke

Song „Illusi-

nacheinander in den Arm und gab jedem einen

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nacheinander ra vertrat in Deutschland den Arm und mit gab dem jedem Song einen „Illusionen“

auf die − Musik: Stirn. „Ich Udo habe Jürgens, schon Text: ein Alexandra.

Kind

rasilianern im

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Vor 30.000 musikbegeisterten Brasilianern im

in Deutschland, und das wartet auf seine Mut-

“ konnte der

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Vor 30.000 musikbegeisterten Brasilianern im

riesigen „Maracanazinho-Stadium“ konnte der

ter.“ riesigen Der Bürgermeister „Maracanazinho-Stadium“ übersetzte: Jetzt konnte >

der

nsuchtsvollen

Star aus Deutschland mit der sehnsuchtsvollen

Star aus Deutschland mit der sehnsuchtsvollen

hauer wollten,

Ballade nicht punkten. Die Zuschauer wollten,

amerikanische

< Das letzte Foto von Alexandra – 20 Stunden

Ballade nicht punkten. Die Zuschauer wollten,

ebenso wie die Jury, fetzige, lateinamerikanische

< Das ebenso letzte wie Foto die von Jury, Alexandra fetzige, lateinamerikanische

– 20 Stunden

von dem Song

vor dem tödlichen Autounfall.

Gassenhauer hören; nur einer war von dem Song

vor Gassenhauer dem tödlichen hören; Autounfall.

nur einer war von dem t: Alexandra.

Kuss auf die Stirn. „Ich habe schon ein Kind

onen“ − Musik: Udo Jürgens, Text: Alexandra.

Kuss

Song

FOTO: PRIVAT

FOTO: PRIVAT

fotos: privat


58 quadrat 07-08 / 2010 hoffmanns erzählungen

hoffmanns erzählungen quadrat 03/2012 41

nahmen alle vier Kinder die Sängerin in

den Arm und lächelten. Am Fuß der Farvella

„Santos Christos“ sammelte Alexandra von

mir und dem TV-Team alles Bargeld ein, gab

es Rosario, damit er den Kindern hilft; und

der Bürgermeister lud Alexandra zum Sambatraining

auf dem „Praca de Julho“ am

nächsten Abend ein, welches leider durch

die wilde Schiesserei mit neun Toten ein

trauriges Ende nahm.

Im Februar 1967 – noch vor dem Karrierestart

der Doris Nefedov alias Alexandra –

holte mich die Plattenfirma Phonogram nach

Hamburg. Promotionchef Fritz Köhler und

Produktionschef Wolfgang Kretschmar informierten

mich über eine „Zigeunerin“ mit „leidvollen

Balladen“ und über das Wagnis, eine Unbekannte

mit einer Langspielplatte zu starten. „Wir

brauchen dringend eine Promotion der ganz besonderen

Art“, war mein Auftrag; dazu eine Telefonnummer,

die Adresse „Marktplatz 5“ und ein

nicht geringer Promotion-Etat. Die erste Verabredung

mit Madame Nefedov wurde ein Desaster,

da es in Hamburg fünf Marktplätze in fünf verschiedenen

Ortsteilen gibt und ich, bis ich am Rothenburger

Marktplatz Nr. 5 landete und bei Mutter

Wally Treitz klingelte, eine ganze Stunde zu

spät war. Eine verschwitzte junge Mutter mit

einem frisch gebadeten Kind im knallroten

Badetuch auf dem Arm ließ mich unwirsch

abblitzen und gab mir gnädig einen neuen

Termin für den nächsten Tag.

Juni 1968. Der „Zigeunerjunge“ hatte in

Deutschland die Bestsellerlisten erobert.

Nun wollte die Plattenfirma den neuen

Star Alexandra in Europa präsentieren.

Der „Prager Frühling“, die Öffnung der

sozialistischen Tschechoslowakei unter

Alexander Dubcek, machte erstmals eine

Gemeinschaftsproduktion der westlichen

Euro vision mit der osteuropäischen Intervision

möglich. Das Festival „Goldener

Notenschlüssel“ wurde im einst so mondänen Kurort

Karlsbad etabliert. Interpreten aus 26 Ländern

traten im renovierten Kursaal auf. Wir wohnten im

berühmten Kurhotel „Pupp“, ein K&K-Prachtbau

aus Habsburger Zeiten, das inzwischen den Zusatz

IM MORGENGRAUEN POLTERTE ALEXANDRA AN MEINE ZIMMERTÜR UND FLÜSTERTE:

„HANSI, DIE RUSSEN HABEN PRAG ÜBERFALLEN!“

„Moskwa“ erhalten hatte. Alex andra und ich waren

durch die ständige Zusammenarbeit und viele gemeinsame

Reisen Freunde geworden.

Nach der ersten Probe mit dem „Zigeunerjungen“

flatterten bei Alexandra die Nerven. Eine erdrückende

Konkurrenz – allen voran der Prager

Superstar Karel Gott. Es war aber nicht nur das

Lampenfieber, welches die starke und selbstbe-

< Zusammenarbeit in den 1960ern: Udo

Jürgens & Alexandra.

wusste Sängerin beunruhigte. Als ich

sie zu TV-Aufnahmen in die halle des Kurbades begleitete, gestand

Wandelsie:

„Hansi, ich hatte einen schrecklichen

Traum. Im Schlaf sah ich die

geflickten Türblätter rund um die Zimmerschlösser

hier im Hotel, Relikte

von einst eingetretenen Türen, wenn

geheime Staatspolizei Menschen verhaftete.

Und plötzlich wurde auch bei

mir die Tür einge treten und zwei große

Kerle in Ledermänteln drohten mir: „Wenn du Karel

Gott nicht gewinnen lässt, entführen wir deinen

Sohn Alexander!“ Ich konnte nicht wieder einschlafen.

Und ganz ehrlich, ich habe so eine höllische

Angst vor dem Leben!“ Nach dem TV-Dreh

tranken wir in einer kleinen Kneipe einige

„Becherowa“-Kräuterschnäpse, und Alexandra

fand ihr Lachen wieder. Mit einer Valium-Tablette

vor dem Auftritt bestand Alexandra die europäische

Feuerprobe mit dem „Preis der Presse“ −

doch gewonnen hat Karel Gott.

Europäische Festivals wurden zur Startrampe für

Alexandras internationale Karriere. Beim „Goldenen

Orpheus“ im bulgarischen Burgas am Schwarzen

Meer erlebten wir durch eine nationalistische, zigeunerfeindliche

Zuschauer-Gruppe ein böses

Pfeifkonzert, als Alexandra den „Zigeunerjunge“

anstimmte. Geschockt flogen wir nach Hamburg

zurück, um uns auf das bekannteste Ostblock-

Festival in Zoppot bei Danzig vorzubereiten. Auf

der Freilichtbühne in einem romantischen

Birkenwäldchen ließen sich

von den 6.000 Zuschauern schon

Udo Jürgens, Caterina Valente, Karel

Gott, Francoise Hardy und weitere

europäische Stars feiern. Am Tag unserer

Ankunft im „Zoppot Grand Hotel“

– einer Luxusanlage direkt an der

Ostsee für devisenträchtige Ausländer

– lud das polnische Staatsfernsehen

zu einem opulenten Begrüßungsdinner

< Alexandra am Strand von Rio de

Janeiro.

FOTOS: PRIVAT


42 quadrat 03/2012 hoffmanns erzählungen

quadrat 07-08 / 2010 59

mit acht Gängen, viel Wodka und unzähligen

Tischreden mit sozialistischen Lobgesängen ein.

Im Morgengrauen polterte Alexandra an meine

Zimmertür und flüsterte aufgebracht: „Los, si, wir müssen schnell ein Radio finden, die Rus-

Hansen

haben Prag überfallen!“ Mein Zimmernachbar,

Dieter Broer von NDR-Hamburg, suchte auf

der Kurzwelle seines Kofferradios aktuelle

Nachrichten. Endlich hörten wir – mit Rauschen

und Pfeiftönen durchsetzt – den Piratensender

Pilsen. In der Nacht zum 21. August 1968

überfielen auf Befehl des sowjetischen Parteichefs

Leonid Breschnews Truppen des Warschauer

Paktes die CSSR, stürzten den liberalen

Reformer Alexander Dubcek, zerschlugen

gewaltsam und blutig den hoffnungsvollen

„Prager Frühling“.

Nach weiteren erschütternden Details vom brutalen

Überfall endete plötzlich das Programm des

Piratensenders Pilsen mit den Worten „Es lebe die

Freiheit, ein Hoch der Demokratie!“ Dann knatterten

Schüsse aus dem kleinen Kofferradio. „Ich

singe keinen Ton mehr in diesem mörderischen

Ostblock“, verkündete Alexandra empört und

wütend. „Hansi, wir reisen sofort ab!“ Eiligst

packten wir die Koffer. Mit dem Versprechen,

mit zwanzig harten Dollar zu zahlen, lockte

ich einen Taxifahrer aus der Stadt zum Hotel.

Für den Veranstalter hinterließ ich an der Rezeption

die Nachricht: „Alexandra singt nicht

in einem Land, das am Überfall auf Prag beteiligt

ist!“

Vier Stunden nach den News aus dem Kofferradio

saß ich mit Alexandra im Speisewagen

des Euro-Express Danzig – Berlin. Noch am

Nachmittag arrangierte ich eine provisorische

Pressekonferenz im Foyer des Berliner „Kempinski“-Hotels

am Kurfürstendamm. Neben den

erschütternden Bildreportagen von der Gewalt in

Prag stand am nächsten Tag unter den aktuellen

Schlagzeilen „Alexandra flüchtet vom festival und erklärt: Das Rasseln von Panzerketten

Ostblock-

ist eine schlechte Begleitmusik für ein internationales

Festival!“

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profile quadrat 03/2012 43

Was macht eigentlich

Dr. Reimund Westphal ?

fotos: bernd schwarz

Die Fotos entstanden auf dem Werksgelände von Electrocycling, einem wichtigen Partner des REWIMET-Clusters.

Zunächst die biografischen Daten: Geboren

1945 in Misdroy, im heutigen Polen, aufgewachsen

in der Gegend von Lübeck. Einer

Lehre zum Feinmechaniker schließt sich ein Ingenieurstudium

in Lübeck und Hannover an, das er

mit der Promotion abschließt. Es folgen Berufsjahre

als General Manager in unterschiedlichen

Firmen des Maschinenbaus, einige Engagements

als Interims-Geschäftsführer, bis er schließlich in

Goslar anheuert. Der Begriff anheuern passt ganz

gut zum passionierten Segler, der in seinem dunkelblauen

Jackett mit den Goldknöpfen aussieht

wie ein Kapitän, eben ein Wirtschaftskapitän. Dr.

Reimund Westphal war von 2006 bis 2011

Geschäftsführer der Recylex-Holding und aller

Tochtergesellschaften, von denen fünf in Goslar

und der Region angesiedelt sind. In dieser Zeit hat

er am Ende seines vom Maschinenbau geprägten

Berufslebens den Anfang des Werkstoffs, die

Grundstoffproduktion, kennen und schätzen

gelernt.

Der Mann, der häufiger mal als „Herr Zetsche“

angesprochen wird, charakterisiert sich als „flexibel,

engagiert, hektisch“ und als technikorientierten

Menschen.

Kurze Zwischenbemerkung:

„Die Frage lautet doch: „Was macht eigentlich Dr.

Reimund Westphal“? – und nicht „was

machte…?“

Deshalb nun zum aktuellen Engagement des „Interessenvertreters“

der Nichteisen-Metallurgie, einer

Tätigkeit mit „politischer Komponente“.

Der historische Standort des Bergbaus und der

Hüttentechnik spielt dabei eine ganz besondere

Rolle und für den möchte Westphal mehr Öffentlichkeit

herstellen. Unternehmen wie C2P, PPM

oder Harzmetall werden zwar als örtliche Arbeitgeber

wahrgenommen, was und wie in den Betrieben

produziert wird, ist weniger bekannt. Die Recylex-

Unternehmen decken alle Produktionsstufen der

Verwertung ab und sind vor allem im thermischen

Recycling tätig. Der ersten Stufe des Prozesses,

der Sammlung von Industrieabfällen vorlaufender

Unternehmen, folgt die Rückgewinnung der Nicht-

Eisen-Metalle, die an entsprechende industrielle

Abnehmer zur Herstellung neuer Produkte verkauft

werden. Bei der Harzmetall GmbH in den

ehemaligen Preussag-Betriebsstätten in Oker werden

zum Beispiel pro Jahr 11 Millionen Bleibatterien

verwertet, die Recyclingquote für Bleibatterien

beträgt heute bis zu 98 Prozent. Blei ist dabei

der wichtigste Bestandteil und macht Recylex zum

drittgrößten europäischen Bleiproduzenten.


44 quadrat 03/2012 profile

„Die Branche“ beklagt Westphal,

„ist generell wenig

bekannt“ und das liegt auch

daran, „dass wir keine Verbraucherprodukte

herstellen“.

Allerdings steht der Verbraucher

in täglichem Kontakt mit

den NE-Metallen, kein Smartphone,

keine Autobatterie und

kein Röntgengerät funktioniert

ohne sie. Und in Zeiten sich

verknappender Rohstoffe ist

das Recycling eine Option, für

Westphal die Option. Die Rückgewinnung

von Blei, Kupfer

oder Zink ist mittlerweile industrieller

Standard. Anders sieht

es bei den Metallen aus, die

zur Gruppe der „seltenen

Erden“ zählen.

Im Vordergrund stehen dabei zunächst die Hochtechnologiemetalle,

wie Germanium, Tantal,

Indium oder auch Cobalt, für die bereits Kompetenzen

bestehen, die es nun weiter zu entwickeln

gilt. Hier kommt es auf die Inhalte der angelieferten

Materialien, auf Bedarfe und zu entwickelnde

Verfahren an, zur Definition von Schwerpunkten.

Diese Metalle zu recyceln ist eine Zukunftsaufgabe,

für die Westphal branchenintern, auf dem

Feld der Politik und in Wissenschaftskreisen unterwegs

ist. Eine nachhaltige Recyclingstrategie setzt

dabei eine enge Verzahnung von Forschung und

Industrie voraus. Zur Förderung dieser Partnerschaft

und zur Bündelung regionaler Kompetenzen

wurde auf Westphals Initiative im Oktober 2011

der Verein REWIMET e.V. Niedersachsen im Rahmen

der Initiative Zukunft Harz gegründet, dessen

Vorsitz er übernommen hat. REWIMET steht für

„Recycling-Cluster wirtschaftsstrategischer

Metalle Niedersachsen“, wird mittlerweile mit

Landesmitteln unterstützt und versteht sich als

Netzwerk zur Förderung der Entwicklung innovativer

Verfahren in der Wiedergewinnung von Hochtechnologie-Metallen.

Die Zielsetzung ist eindeutig:

Es geht um die Rohstoffsicherung für die

deutsche Wirtschaft und langfristig um eine reduzierte

Abhängigkeit vom Weltmarkt. Dominiert

wird dieser Markt von Ländern wie China oder

Kasachstan, das über die weltweit größten Vorkommen

seltener Bodenschätze verfügt.

Und hier setzt die Arbeit von REWIMET an. „Wir

haben hervorragende Voraussetzungen mit den vor

Ort ansässigen Firmen, die über das Know-how im

Metallbereich verfügen“ und das soll mit der

Arbeit der Forschungseinrichtungen, der TU

Clausthal oder des Cutec-Instituts kombiniert werden.

Für den Westharz, davon ist Dr. Westphal

überzeugt, „eine gute Chance, sich neu und global

zu positionieren“. Was

im Harz mit dem Bergbau

und der Hüttentechnik

begann,

könnte eine Perspektive

zukünftiger Generationen

werden, neue

Arbeitsplätze und einen

Leuchtturm in Sachen

Recycling von Hochtechnologiemetallen

schaffen: Tradition und

Innovation.

Für diese Netzwerkarbeit

nutzt Westphal

jede Möglichkeit, so

auch zum 3. Tag der

Metallurgie. Den Kongress

hat er nach Goslar

geholt, „weil die Stadt aufgrund ihrer Historie ein

wunderbarer Tagungsort ist“, und weil Rat und

Verwaltung unkompliziert Unterstützung gewähren.

Als Sprachrohr der Branche charakterisiert

Westphal die Tagung vom 14. bis 16. März, die er

als Plattform für die Präsentation der Arbeit von

REWIMET nutzt. Im Rahmen des Kongresses wird

auch der mit 50.000 Euro dotierte Kaiserpfalz-

Preis für eine herausragende wissenschaftliche

Leistung verliehen. Zur Würdigung von Unternehmen

und Personen, die sich um die Branche verdient

gemacht haben, wurde 2008 der „Weg der

Nichteisen-Metallurgie“ entwickelt. Der Walk of

Fame mit eingelassenen Messingplatten führt von

der Kaiserpfalz bis zum Goslarer Bahnhof und soll

eine Brücke zwischen Bevölkerung und Industrie

bilden. Die 10. Messingplatte wurde in Anerkennung

der Arbeit Westphals von verschiedenen Verbänden

und der Stadt Goslar gestiftet.

So wie er es früher gehalten hat: „die Woche

gehört der Firma, das Wochenende der Familie“,

so hält er es auch heute, mit kleinen Ausnahmen.

Die Familie erfordert etwas mehr Zuwendung, seit

ein Enkelkind dazugekommen ist, die Reisen sind

zeitlich etwas ausgedehnter, und „wenn die Sonne

scheint und der Wind geht“, dann geht Dr. Reimund

Westphal segeln.

(uju)


marunde quadrat 03/2012 45

www.wolf-ruediger-marunde.de


46 quadrat 03/ 2012 sundowner

V.I.P.

im allegro bad harzburg

Anfang Februar luden QUADRAT und das Team des „allegro“ zum abendlichen

Sundowner ein, um die Ausgabe des Magazins willkommen zu heißen.

Die Gäste erschienen zahlreich, und gemeinsam feierte man die neue Ausgabe,

kam bei Wein und Bier ins Gespräch, knüpfte hier und da neue Kontakte

und tauschte Wissenswertes aus erster Hand. Auf ein nächs tes Mal

freut sich schon jetzt Ihre QUADRAT-Redaktion!

Fotos: sabine frees

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1 Sabine Frees, Dietrich Wilhelm Willeke | 2 Kerstin Beitz | 3 Peter Strüer | 4 Henning Binnewies, Sabine Frees, Petra Binnewies | 5 Ciao Bello | 6 Irene

Jordan, Petra Binnewies, Kerstin Beitz | 7 Jürgen Düe | 8 Tilman Görres | 9 Siegfried Kartmann und Gattin | 10 Andreas Gröne, Kaja Schwarz, Siegfried

Kartmann | 11 Frau Gloy, Sonja Weber | 12 Gudrun Willeke | 13 Bernd Schwarz, Peter Strüer | 14 in fröhlicher Runde | 15 Andreas Gröne | 16 Sonja

Weber | 17 Siegfried Kartmann | 18 Dr. Gunnar Seidel, Dr. Antje Seidel | 19 Stefan Hoffmeister | 20 Rolf Meyer | 21 Irene Jordan, Peter Jordan | 22

Gudrun Willeke, Kaja Schwarz | 23 Gudrun Willeke, Kerstin Beitz


48 quadrat 03/2012 schon was vor?

SCHON WAS VOR?

märz 2012

03. März

Setzbügeleisen-EisschieSSen

16. Deutsche Meisterschaften

Eisstadion Braunlage

Ab 10.00 Uhr

10. März

Second-Hand rund ums Kind

Basar im Kindergarten Bündheim

Kantor-Schünemann-StraSSe

14.00 bis 17.00 Uhr

IHR NÄCHSTER TERMIN?

tgoerres@gmx.de

04. März

MoKWO

Frühjahrsmesse

Bündheimer Schloss, Bad Harzburg

Ab 11.00 Uhr

10. März

Meine Zeit, Erwachsenen-Programm

Auftaktparty der Kreismusikschule

Goslar, Telemannhaus

20.00 Uhr

Bis 18. März

Wilhelm-Riepe – eine Harzreise

Zeichnungen und Stahlstiche

Goslarer Museum

04. März

Musikfest zur BegrüSSung

des Flügels für das Steinway-dorf

Wolfshäger Festhalle

Ab 11.00 Uhr

10. März

Der mit der Stimme tanzt

Martin O

Bündheimer Schloss Bad Harzburg

20.00 Uhr

Bis 26. März 2012

Frei-Eisbahn

zwischen GroSSparkplatz und Sole-

Therme, Bad Harzburg

04. März

Captain Cook

und seine singenden Saxophone

Odeon Theater, Goslar

16.00 Uhr

10. März

Anke Zink: Sex ist was anderes

Plausch am virtuellen Lagerfeuer

Kulturkraftwerk Goslar

20.00 Uhr

Bis 28. März

GrüSSe aus dem Harz – Postkarten-

Ausstellung von 1900 bis 1940

Stadtarchiv Goslar

Di, Do und Fr ab 09.00 Uhr

05. März

Fahrerflucht?

Gerichtsverhandlung Vorsitz

Amtsrichter Ralf-Peter Jordan

Amtsgericht Goslar, 11.30 Uhr

11. März

Familien-Sonntag: Ritter Rost

Kinder-Musical

Kulturkraftwerk Goslar

15.00 bis 16.00 Uhr

02. März

Gottesdienst zum Weltgebetstag

Lutherkirche, Bad Harzburg

18.00 Uhr

06. März

Alter: Schock oder Chance

Dia-Vortrag von Gerontologin

Schwester Renate

Wandelhalle Bad Harzburg, 16.00 Uhr

12. März

Island – Zauber des Nordens

Digitale Live-Dia-Show

Wandelhalle Bad Harzburg

19.30 Uhr

02. März

Franz Liszt für alle

Ein etwas anderer Klavierabend

Odeon Theater Goslar

19.30 Uhr

09. März

Leidenschaft und Eifersucht

Radauer Lesestunde

Radau-Wasserfall, Bad Harzburg

19.00 Uhr

13. bis 18. März

Goslarer Filmtage

Goslarer Theater

Breite StraSSe


schon was vor? quadrat 03/2012 49

13. März

Das Feuerwerk

Musikalische Komödie

Odeon Theater Goslar

19.00 Uhr

16. März

Todesrune – Corina Klengel liest

aus ihrem Krimi

Bündheimer Schloss, Bad Harzburg

20.00 Uhr

23. März

Grandiose Sonaten

Herzog-Julius-Konzert

Wandelhalle Bad Harzburg

16.00 Uhr

15. März

Der Comedy Kellner

mit Thorsten Hitschfeld

Hotel Berliner Bär, Bad Harzburg

19.00 Uhr

17. März

Swinging Voices – Gospel and more

Benefizkonzert

Marktkirche Goslar, Marktkirchhof,

18.00 bis 20.00 Uhr

24. März

Osterbaum schmücken

SpaSS für Kinder

am Bahnhof Bad Harzburg

15.00 Uhr

15. März

Don Kosaken Chor mit Serge Jaroff

Leitung Wanja Hlibka

Wandelhalle Bad Harzburg

19.00 Uhr

17. März

5. Spieltag Kabarett-Bundesliga

Johannes Kirchberg gegen

El Mago Masin

Kulturkraftwerk Goslar, 20.00 Uhr

25. März

Viel Lärm um nichts

Stadthalle Clausthal-Zellerfeld

16.00 Uhr

15. März

Liebeserklärungen – Literatur und

Musik, vorgetragen von Cantaton

Hotel Braunschweiger Hof,

Bad Harzburg, 19.30 Uhr

18. März

Finissage zur Ausstellung Wilhelm

Riepe – eine Harzreise, Zeichnungen

und Stahlstiche

Goslarer Museum, 11.00 bis 13.00 Uhr

27. März

Unterhaltsames aus Geologie,

Natur und ... – Dia-Vortrag

von Dr. Hartmut Knappe

Wandelhalle Bad Harzburg, 16.00 Uhr

16. bis 18. März

Fischmarkt mit buntem Treiben

Marktschreier-Tage

Unterer Badepark Bad Harzburg

Fr. und Sa. ab 09.00, So. ab 11.00 Uhr

18. März

Der Froschkönig

Bad Harzburger Puppentheater

Bündheimer Schloss,

Gewölbekeller, 15.30 Uhr

31. März und 01. April

Hansemarkt, Goslar

Mittelalterliches Markttreiben

mit verkaufsoffenem

Sonntag 13.00 bis 18.00 Uhr

16. bis 25. März

„Demokratie stärken –

RECHTS Extremismus bekämpfen“

Landkreis Goslar, Klubgartenstr. 6

Eröffnung 17.00 Uhr

19. März

Altweiberfrühling

Komödie

Odeon Theater, Goslar

19.00 Uhr

31. März

Führung auf dem Besinnungsweg

mit Horst Woick, Treffpunkt Haus

der Natur im Kurpark Bad Harzburg

11.00 Uhr

16. März

Friedrich der GroSSe

Vortrag von Dr. Wilfried Karl

Schwiecheldthaus, Goslar

16.00 Uhr

22. März

Die Nacht der Musicals

Odeon Theater, Goslar

19.00 Uhr

31. März

20 Jahre Kulturklub Bad Harzburg

Geburtstagsgala mit Desimo und

vielen anderen, Moderation Jess

Jochimsen, Kursaal 19.30 Uhr


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Quadrat Verlag

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Am Breitenberg 111

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Fax 05322 51849

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Gestaltung

Rainer Golitz

creaktiv GmbH & Co. KG, Goslar

Fotos

Bernd Schubert, Stefan Sobotta,

Bernd Schwarz, Sabine Frees,

Hartmut Weber

ANZEIGEN/VERTRIEB

Bernd Schwarz

schwarz@quadratgoslar.de

07

2011

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Das Schwiecheldthaus Goslar –

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09

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Verleger

Bernd Schwarz (v.i.S.d.P.)

schwarz@quadratgoslar.de

REDAKTION

Tilman Görres (tg)

Ursula Jung (uju)

Bernd Schwarz (bs)

Stefan Sobotta (sts)

Sonja Weber (sw)

Druck

Druckerei Wulf, Lüneburg

www.druckereiwulf.de

ERSCHEINUNGSWEISE

Quadrat ist monatlich und kostenlos

im Harz erhältlich.

ANZEIGENPREISE

Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 1/2011 vom 01.01.2011

Download: www.quadratgoslar.de

10

2011

dIE PFlEGEProFIs – PFlEGE MIT HErz uNd HaNd

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2011

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GOLD, PLaTIN UND EDELSTEINE – DIE wE L TDES PETEr PFITzNEr

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SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEHLUNGEN

12

2011

MaGazIN Für DaS LEbEN IM harz KOSTENLOS DEzEMbEr 2011

ODErMarK zIEhT MÄNNEr aN

harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEhLUNGEN

Gastautoren

Barbara Vogg (babs)

Tim Volkmann (tv)

Johannes Rege (jr)

Natascha Mester (nm)

André Pluskwa (ap)

Emma Piehl (ep)

Copyright für eigens gestaltete Anzeigen und Texte

beim Verlag. Nachdruck und Vervielfältigungen

(auch auszugsweise), Wiedergabe durch Film, Fernsehen,

Rundfunk sowie Speicherung auf elektronischen

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des Verlages. — Für unverlangt eingesandte Manuskripte

oder Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung.

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete

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Heraus gebers wieder.

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2012

MaGazIN FÜr DaS LEbEN IM harz KOSTENLOS JaNUar 2012

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2012

MaGazIN Für DaS LEbEN IM harz KOSTENLOS FEbrUar 2012

03

2012

MaGazIN Für DaS LEbEN IM harz KOSTENLOS MÄrz 2012

Lektorat

Tilman Görres

Nächste QUADRATAusgabe

Anfang April 2012

CaFÉ PETErS: SÜSSES vON MEISTErhaND

harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEhLUNGEN

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zwölf Monaten automatisch, eine zusätzliche Kündigung ist nicht erforderlich. Einfacher geht’s nicht! Es grüßt Sie herzlich Ihr QUADRAT-Team

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Albert´s Corner, Allegro, Belvedere, Autopark Bolluck, Brauhaus, Café am Markt, Cineplex, Christian-von-Dohm-Gymnasium, Der Achtermann, Stadtverwaltung

Goslar, Glötzer Glasbau, Glücksgriff, Restaurant Café Am Golfplatz, Friseur Haarscharf, Jack Wolfskin, Plumbohms, Kaffeehaus, Brillen Kerll, Krodoland,

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Harzburg, Asklepios Klinik Goslar, Haus Prinz, Pflegeprofis, Henry's, Lombardi‘s, ZA Lennart Redeker, Kanzlei Rechtsanwälte Pommer, Piontek, ZA Dr. Ellmer,

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Boutique am Schuhhof, ZA Clemens Hoppe, ZA Dr. Dürkopp, Restaurant Brauhaus Bad Harzburg, Restaurant Filos, Pfotenland, Goertz Bürotechnik, Holz-

Reimann, Apotheke Harlingerode, Leder Fischer, Bistro Port Louis, Museum für Luftfahrt und Technik Wernigerode, Eiscafé Rialto, Café Winuwuk, Parfümerie

Surmann, Praxis Dr. Schindler, BBS Goslar, AXA Versicherungen Bogisch, Maritim Braunlage, Hotel Germania, MKG Dr. Seidel, Autohaus Krause, Stadtbüro

Belvedere, Elektro Petermann, Café Peters, Nouvelle, Butterhanne, Sportina, Friseur Wolf, Bierbrunnen, 1548, Maltermeister Turm, Landhaus Dobrick Braunlage,

Haus Glockenwinkel Liebenburg, Holz-Reimann, The Earth Collection Wernigerode, Pavillione Ilsensburg, Café Sax


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„G’day“ und herzlich willkommen

in Crocodile Dundee’s World!

Down Under, das Restaurant mit australischem Flair

im CINEPLEX

Mehr als 150 alkoholische und nichtalkoholische Cocktails sowie

Spiri tuosen aus aller Welt stehen auf unsere Karte. Whiskys, Whiskeys,

Wodka und Rum aus aller Herren Länder – natürlich auch aus Down Under.

Wir sind eine der größten Cocktailbars in Goslar und Umgebung.

Unsere Küchencrew produziert keine Fastfood, sondern „Aussie-Food“, täglich

frisch und auf Bestellung. Bitte planen Sie daher Wartezeiten ein, gerade wenn

Sie anschließend ins Kino gehen möchten.

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Verbringen Sie doch einmal Ihre Mittagspause bei uns, wir bieten Ihnen

wöchentlich wechselnde Tagesgerichte zu super Preisen.

Die aktuellen Wochenspeisekarten mit den Mittagsgerichten erhalten Sie immer

auf Wunsch per E-Mail mit dem Betreff: „Mittagstisch“

unter downunder.goslar@cineplex.de oder per Fax unter 05321 377399.

Oder kommen sie doch einmal zu unserem Brunch!

Von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr bietet das „Down Under“ jeden Sonntag ein Brunch

für Sie an, Kaffee, Tee, Milch, Kakao, heiße Schokolade, diversem Aufschnitt,

Käse, Fisch, Obst, Brot, Brötchen und Croissants für gerade mal 12 € pro Person

(Kinder bis einschließlich 12 Jahren bezahlen 0,50 € pro Lebens alter).

Eine kleine Salatbar für „Veggies“ ist ebenfalls vorhanden.

„See ya“ in Down Under!

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