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05

2013

MAGAZIN FÜR DAS LEBEN IM HARZ KOSTENLOS MAI 2013

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01. Mai, 16.00 Uhr: Das Mallet Duo aus Polen unterhält

mit klassischer und lateinamerikanischer Musik,

Eintritt 5,00 Euro

07. Mai, 16.00 Uhr: Frühlingskonzert mit dem Singkreis

Ostpreußen aus Bad Harzburg

12. Mai: „Dolce Vita“ zum Muttertag – lassen Sie

sich verwöhnen mit Spargel- und Erdbeerköstlichkeiten

vom Mittagsbüffet und genießen Sie anschließend

bei einem italienischen Nachmittag,

ab 15.00 Uhr italienische Klänge mit Tenor Christoph

Rosenbaum und Renate Bitzer am Klavier

Um Anmeldung wird gebeten,

Mittagsbüffet: 19,00 Euro, Nachmittagsunterhaltung

inkl. Kaffeegedeck: 6,00 Euro

17. Mai, 16.00 Uhr: Chorkonzert mit dem Gesangverein

1857 Fraueneck aus der Pfalz

24. Mai, 15.00 Uhr: Konzert des Arbeitskreises „Alte

Musik“ am CvD-Gymnasium Goslar

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ALLGEMEINE BESONDERHEITEN MAI 2013

Zwischen Kohl und Kopfsalat

FOTOLIA.COM © JAVARMAN; PIXELIO.DE © MAGICPEN

Jedes Jahr um diese Zeit lauert die Versuchung in Nachbars

Garten. Blass vor Neid bespitzele ich seine Blumenpracht.

Dabei weiß ich längst, dass mir dieser Zauber nicht vergönnt

ist, denn mit meinen Pflanzen verhält es sich ähnlich wie

mit neuen Fahrrädern: Erst werden sie liebevoll gehegt und

spätestens nach vier Wochen geraten sie irgendwie in

Vergessenheit. Dann haben wir den Salat. Nein, nicht mal

den, sondern nur bleiche Stängel, die traurig ihre Köpfe

hängen lassen. Richtige Diven, meiner Meinung nach: Gießt

man zu wenig, trocknet das lieb Grünzeug aus, gießt man zu

viel, schimmelt es. Genügend Licht will es haben, doch

keine direkte Sonneneinstrahlung bitteschön. Die ungebetenen

Gäste tun ihr übriges. „Knoblauch vertreibt Blattläuse“

liest man in der grünen Fachliteratur. Doch lesen Blattläuse

offensichtlich keine Gartenmagazine und falls doch,

ignorieren sie sie schlichtweg.

Apropos Gartenmagazine: Diese zufriedenen Protagonisten,

die umrankt von Rosenhecken auf malerischen Gartenbänken

sitzen und längst über Quecke & Co. triumphiert haben,

treiben mich in den Wahnsinn. Nein, SIE schlagen sich

nicht mit mickerigen Stauden herum, mit Rosenrost oder

Mehltau, Wühlmäusen und Schneckeninvasionen. Von ihren

„Schöner-Wohnen-Gärten“ bin ich meilenweit entfernt. Bei

mir sieht's eher nach Kraut und Rüben aus − vor allem der

Rasen, oder vielmehr das, was zwischen unzähligen

Maulwurfshügeln davon übrig geblieben ist.

In Sachen Selbstversorgung bin ich hingegen unermüdlich

und fest entschlossen, im Sommer die Früchte unserer

Felsenbirne zu ernten, eines der wenigen Gewächse, denen

stiefmütterliche Pflege wurscht ist. Bedauerlicherweise hat

es zwei Jahre gedauert, bis ich dahinter kam, dass die

dunklen Beeren essbar sind. Vorher machte ich − in der

Annahme, es handle sich um Tollkirschen − einen großen

Bogen um den Baum.

Zugegeben, in solchen Momenten sehe ich schwarz für

meinen grünen Daumen. Aber es gab tatsächlich einen

Sommer, da fühlte ich mich wie der Hochglanz-Gärtner aus

besagten Magazinen: Ich hatte die Beeren zusammen mit

ordentlich Gelierzucker aufgekocht und heraus kam ein

wundervoller süßer Aufstrich. „Selbstgemacht“ schrieb ich

stolz auf die Marmeladengläser und verschenkte sie

allesamt. Motiviert wollte ich das Prozedere zwei Tage später

wiederholen, doch siehe da: Ein kleiner Vogel saß keck auf

einem Ast, pickte genüsslich in die letzten Beeren und

zwitscherte mir triumphierend zu: „Zu spät, zu spät!“

Diesmal werde ich schneller als die Vögel sein, Tomaten

ernten und das ganze Haus mit Schnittblumen schmücken.

Fast trotzig lud ich im Baumarkt meinen Wagen randvoll mit

Kräutern, Sträuchern und Samen, und kurz vor der Kasse

stopfte ich noch ein paar Kanister Düngemittel hinein – für

alle Fälle. „Der Weg ist das Ziel“, wusste schon Konfuzius.

Und wenn alles in die Hose geht, gibt’s eben Giersch-Salat.

Die Fleischindustrie sattelt schließlich auch von Rind auf

Pferd um.

In diesem Sinne, genießen Sie das Leben,

bleiben Sie versonnen!

Lea Dochner


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INHALTSVERZEICHNIS

QUADRAT NR. 05 / 2013 AUSGABE MAI 2013

AKTUELL

Kurz angetippt 20

REISEN

Grenzerfahrungen in Afrika 24

Indien 36

INSTITUTIONEN

Höchste Eisenbahn 08

Bürger Bücherei Jürgenohl 16

Zivicourage 28

FREIZEIT

Radtouren im Vorharz 26

UNTERHALTUNG

Unverhoffte Begegnung 12

GESCHICHTE

Das ist unser Haus 10

KULINARIA

Scharfes Hirschgulasch 39

KUNST

Heinrich Schneider-Kerbstatt 19

KULTUR

Kultur Kurzmeldungen 42

PROFILE

Platz genommen 30

Schwester Renate 51

STANDARDS

Kolumne 03

Die vergangenen zwei Monate in 8 Minuten 06

Cineplex 40

Angelesen 45

Hoffmanns Erzählungen 47

Reingehört 50

Marunde 53

Quadratabend 54

Schon was vor? 56

Impressum 58

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6 quadrat 05/2013 zurück geblickt

DER MÄRZ/APRIL

15. MÄRZ

Woher kommen solche üblen Gerüchte, etwa, der

BUND habe in Sachen Wurmberg bei Braunlage

Klagen zurückgezogen und dafür Spenden kassiert?

Die erste Fama dieser Art gab es wohl schon 1995

in den Zeiten von Greenpeace/Brent Spar.

16. MÄRZ

Bad Harzburg hat eine schon traditionelle Attraktion

für Kinder: das Osterbaumschmücken auf dem

Bahnhofsplatz. Bereits zum 15. Mal versammeln

sich Eltern und Kinder, um per Feuerwehr-Drehleiter

bunt bemalte Eier und Osterschmuck in einer

Birkenkrone zu befestigen.

17. MÄRZ

Jeden Tag so viele Besucher wie gestern wünscht

sich Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe-

(KTW)- Chef Bernd Vollrodt für das Bad Harzburger

Silberbornbad. Am Tag der Wiedereröffnung

nach der umstrittenen dreimonatigen Winterpause

vergnügen sich mehr als 400 Besucher.

18. MÄRZ

Die Damen vom Zonta-Club Goslar wollen nahezu

zehn Tage nach dem Weltfrauentag ihren Benefiz-

Abend feiern und den bestellten Wunschfilm „Die

Lady“ sehen, nur ist der im Kino nicht angekommen.

Man tröstet sich mit Margaret Thatcher über

den Aufstieg der „Eisernen Lady“. 1

19. MÄRZ

Die meisten Osterfeuer im Landkreis sind abgesagt.

Die Kombination aus einem frühen Ostertermin

und sehr lange andauerndem Winterwetter

verhindert sowohl die Aussicht auf brennbaren

Strauchschnitt als auch auf gefahrlose Anfahrt der

Zulieferer und Zuschauer.

20. MÄRZ

Zum Wetter: Stefan Kreibohm, Wetterexperte, sagt

einen Ersatztermin für seinen im Januar wegen

Krankheit ausgefallenen Vortrag „Kreibohms Wetter“

an: Am 07. April wissen wir mehr.

21. MÄRZ

Der ehemalige, vom Dienst frei gestellte und krank

gemeldete Kämmerer Goslars, dem weiterhin Beihilfe

zum Betrug vorgeworfen wird, hat die Vogel-

Strauß-Haltung gewählt und schweigt. Merke: Man

kann nicht nicht kommunizieren.

22. MÄRZ

Auch der Investitionsstau im Sanitärbereich des

Goslarer Osterfeldstadions hat etwas mit „Kopf-inden-Sand-Politik“

zu tun. Seit mindestens fünf Jahren

ist klar, dass Rückstellungen für den jetzt eingetretenen

Fall notwendig sind.

23. MÄRZ

Aber das Dilemma im Osterfeldstadion zeigt wirklich

Peanuts. Dagegen hat der Bauhof Bad Harzburgs

nach erster Bestandsaufnahme festgestellt,

dass der Straßenzustand im Kurort pro Quadratmeter

Reparaturfläche etwa 1,30 Euro erfordert.

Zur Verfügung hat man 45 Cent.

24. MÄRZ

So viel Schnee ist im Harz selten. Verwehungen

verhindern den Zugverkehr zum Brocken und selbst

die für solche Fälle vorhandene spezielle Schneefräse

fährt sich fest.

25. MÄRZ

Gedankenspiele zum Verkauf des Krankenhauses

in Goslar, weil das Kartellamt eine Übernahme von

weiteren Anteilen des Wettbewerbers Rhön an die

Bedingung dieses Verkaufs knüpft. 1100 Mitarbeiter/innen

befürchten Pläne, die mit solchen Verkäufen

üblicherweise einhergehen.

26. MÄRZ

Ein Harz-Quiz ist das Ergebnis langjähriger Recherche-

und Sondierungsarbeit der Goslarer Kirchenund

Stadtführerin Helga Politz. Viel Kultur, Geschichte,

Lebensart wird auf 100 Quizkarten abgefragt.

27. MÄRZ

Alles einvernehmlich: Das Freibad Hohegeiß soll

nicht wieder zum Pommes-Kriegsschauplatz werden.

So wird mit Einverständnis des Campingplatz-

Betreibers 2013 nur der städtische Kiosk Pommes

und Eintrittskarten verkaufen, für 2014 wird ein

Pächter für den Kiosk gesucht.

28. MÄRZ

Etikettenschwindel sanktioniert? Bis Ende April darf

der Geschäftsführer der Quedlinburger-Tourismus-

Marketing GmbH einen Spätburgunder aus Ingelheim

in Rheinland-Pfalz als „Quedlinburger Stiftswein“

verkaufen.

29. MÄRZ

Noch eine Riesen-Schneelast über Harzvorland und

Harz. Der Fremdenverkehr boomt mit gebuchten

und Tagesgästen, wer am Monats- und Quartalsende

umziehen will, hat schlechte Karten.

30. MÄRZ

Osterfeuer, sofern sie nicht abgesagt sind, erzeugen

wegen des nassen Brennmaterials nichts an-


zurück geblickt quadrat 05/2013 7

deres als Qualm. Viele der abgesagten Feuer sollen

zu Walpurgis nachgeholt werden.

31. MÄRZ

Frühe Aktivität: Die Uhren werden von 02.00 Uhr

auf 03.00 Uhr Sommerzeit umgestellt. Der nächste

Umstellungstermin zur Winterzeit ist der 27. Oktober,

von 03.00 Uhr auf 02.00 Uhr.

01. APRIL

So wenig Aprilscherz ist selten: Wenn der Scherztag

auf einen Sonntag fällt, haben die Damen und

Herren der Tagespresse nichts zu lachen. Kein

Scherz.

02. APRIL

Selbst nach Ostern ist es für die klassischen Frühlingsblumen

nach Ansicht der Käufer noch zu kalt.

Kommentar von Verkäufern auf den Märkten: Verstehen

wir nicht, es ist doch kein Frost mehr.

Stimmt, aber nur am Tage.

03. APRIL

Ein Großbrand, massenhaft Indizien für Brandstiftung,

zwei Verdächtige, mehr als ein Jahr lang Ermittlungen,

aber keine gerichtsfesten Beweise: Die

Staatsanwaltschaft Braunschweig stellt ihre Arbeit

im Fall des nunmehr unbewohnbaren Mehrfamilienhauses

am Hindenburgring in Bad Harzburg ein.

04. APRIL

Zwei wichtige Termine in der Begegnungsstätte der

Arbeiterwohlfahrt: Der Clausthal-Zellerfelder Ortsverein

des Sozialverbands hält seine Jahreshauptversammlung

ab, die hoffentlich nicht viel länger

als zwei Stunden dauert. Denn dann stellt der SPD-

Ortsverein die Aspiranten auf das vakante Amt des

Landrats vor.

05. APRIL

Die Grundstraße in Sankt Andreasberg ist teilweise

abgesackt, weil ein aus der Bergbauzeit stammender

Schacht darunter nach seiner Schließung

verfüllt worden ist und die Füllung nicht mehr hält.

Kosten der Sanierung womöglich 1,6 Mio. Euro.

06. APRIL

Sämtliche Feuerwehren der Stadt Bad Harzburg

treffen sich zu einer groß angelegten Übung im

Ortsteil Harlingerode. Vor Verkehrsbehinderungen

ist gewarnt.

07. APRIL

„Kreibohms Wetter“ ist wieder abgesagt, weil der

Meteorologe erneut erkrankt ist. Bereits gekaufte

Karten können in der Bad Harzburger Tourist-Information

ausgezahlt werden. Nächster Anlauf voraussichtlich

im September.

08. APRIL

Vier Monate soll die Neugestaltung der Goslarer

Hokenstraße dauern. Es werden entsprechend einer

früheren Ausschreibung wieder wie in der Fischemäkerstraße

Granitsteine aus China eingesetzt.

09. APRIL

Gestiegene Umsätze, mehrere Kaufinteressenten,

erstmal seit Jahren wieder eine Gewinn-Aussicht,

das ist die Lage bei der insolventen Harzer Grauhof

Brunnen GmbH. Der Insolvenzverwalter ist optimistisch,

die meisten der noch vorhandenen Arbeitsplätze

erhalten zu können.

10. APRIL

Auf fast 3000 Kilometern will der Extremsportler

Emin da Silva Spenden für Kinderprojekte sammeln.

Beginnend in Bremen mit Etappenstopp heute

in Bad Harzburg läuft er täglich im Schnitt eine

Marathondistanz, bis er in etwa neun Wochen Istanbul

erreicht hat.

11. APRIL

Dort, wo noch Schnee liegt, fallen die Müllsammelaktionen

aus. Auch der Harzklub Braunlage sagt

für übermorgen ab, die Aktion werde aber demnächst

nachgeholt.

12. APRIL

Mit Werken von Erich Kästner wird die Saison der

Herzog-Julius-Konzerte beschlossen. Das Ensemble

Kolorit (Konzert, Oper, Lyrik, Operette, Revue,

Instrumental und Tanz) präsentiert die Werke des

Schriftstellers auf ungewöhnliche Weise in der Bad

Harzburger Wandelhalle.

13. APRIL

Beginn eines Wochenend-Kurses der Kreisvolkshochschule

Goslar in der Berufsbildenden Schule

Bassgeige. Thema für Teilnehmerinnen ab neun

Jahre: Selbstverteidigung und Selbstbehauptung.

14. APRIL

Bernd Schubert, als Fotograf auch QUADRAT-Mitarbeiter,

eröffnet in der Bad Harzburger Lutherkirche

die Ausstellung der Fotos aus seiner Indienreise

mit dem Titel „Menschen in Indien.

15. APRIL

Redaktionsschluss, damit das QUADRAT-Magazin

für das Leben im Harz Anfang Mai erscheint.

(tg)


14 8 quadrat 05/2013 / institutionen lüneburger institutionen

Höchste Eisenbahn!

Vorreiterrolle in punkto FamilienFreundlichkeit: das Versandunternehmen deerberg öFFnet am 6. Juni seinen

betriebsinternen kindergarten in der lilienthalstrasse 1 in liebeVoll restaurierten eisenbahnwagons

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Sie stehen auf echten Schienen, die Lok und

die zwei geräumigen Wagons, die sich frisch

gestrichen am Logistik-Standort des Unternehmens

Deerberg in der ersten Frühlingssonne

präsentieren. Hier werden künftig die Kinder der

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in einer kindergartenähnlichen

Einrichtung betreut. Einige Jahre

haben die Wagons von 1928 und 1929 schon auf

dem eisernen Buckel, vom Eisenbahnverein wurden

sie bereits in den Ruhestand geschickt. Dass

sie nun doch noch einen letzten Auftrag erfüllen

dürfen, das hätten sie sich sicher nicht träumen

lassen.

Betreut werden von morgens bis zum Abend bis zu

30 Kinder, von 0 Jahren bis zum Schulalter − kostenlos

und zum Teil sogar bis 18.00 Uhr, ganz nach

Bedarf. „Ein Geschenk, das mit keinem Geld der

Welt zu bezahlen wäre und mir viel Organisationsstress

erspart“, freut sich Janina Henze, die für

die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Versandhandels

zuständig ist.

Im Innern der zwei Wagons kommt dann echtes

Reisefeeling auf: Während des gemeinsamen Mittagessens

sitzt man warm und gemütlich in Vierergruppen

auf den nach altem Vorbild gestalteten

Zugbänken, über den kleinen Besuchern baumelt

stilecht das Gepäcknetz. In der eingebauten Küchenzeile

wird dann auch schon mal gemeinsam gekocht.

Und weil nach einem guten Mittagsmahl vor

allem bei den Kleinsten schnell mal die Augen zufallen,

befindet sich der Schlafraum direkt nebenan.

In Wagon zwei dominiert ein großer Tisch den

Raum, zahlreiche Fenster lassen viel Tageslicht

herein; an den Wänden Regale, in denen sich die

bekannten Deerberg-Schuhkartons stapeln, die alles

beherbergen, was es zum kreativen Handwerken

und Basteln braucht. Das inhaltliche und auch das

räumlich Konzept wurden gemeinsam mit zwei

ausgebildeten Erzieherinnen ausgetüftelt. Auf


lüneburger institutionen quadrat 05/2013 / 15 9

Fotos: Enno FriEdrich, dEErbErg

dem weitläufigen, geschützten Gelände, auf dem

der Kindergarten-Zug sein neues Zuhause gefunden

hat, finden Knirpse alles, was Kinderherzen sich

wünschen – vom Trampolin über ein Planschbecken,

Spielgeräte, Büsche und Bäume für das tägliche

Abenteuer und viel Fläche zum toben, spielen,

klettern und beisammen sein.

Vor zwei Jahren hat Deerberg den Lüneburger Standort

mit seiner Logistik bezogen, seither tauchte

immer wieder die Frage nach einer ortsnahen Kinderbetreuung

für den Mitarbeiternachwuchs auf.

Zwar ist für das gesamte Gebiet eine städtische

Einrichtung geplant, doch ist an eine schnelle

Umsetzung aufgrund des bürokratischen Aufwands

nicht zu denken.

Stefan Deerberg − selbst Vater und mittlerweile

sogar Großvater − kennt die Probleme, die sich auftun,

wenn man als berufstätige Eltern Familie und

Beruf unter einen Hut bekommen will. Und so verlor

man keine Zeit und antwortete mit dem Angebot

auf die staatlich zugesicherte, verlässliche Betreuungspflicht

für 0- bis 3-Jährigen. Angedacht

war diese zwar ab dem Jahr 2013, doch sieht die

Realität zurzeit noch anders aus. Aus diesem

Grunde waren speziell die mittelständischen Unternehmen

aufgerufen, sich zu engagieren. Stefan

Deerberg krempelte umgehend die Ärmel hoch, für

seine Mitarbeiter und weil er findet, dass man als

Unternehmer auch für eine Mitarbeiterbindung zuständig

ist. „Wenn ich Mitarbeiter haben will, die

über Jahre gerne bei Deerberg arbeiten, muss ich

dank einer neuer dÄmmung, heizung, strom und warmem wasser ist

dies heute ein ort, der kindertrÄume wahr werden lÄsst.

etwas dafür tun“, sieht sich der Unternehmer in

der Pflicht. Als ungerecht empfindet er hingegen,

dass der Staat eine solche Eigeninitiative nicht

fördert. Selbst, wenn sie öffentlich wäre, unterläge

diese derart hohen Auflagen, dass die Umsetzung

vermutlich Jahre dauern gedauert hätte – der Bedarf

ist jedoch jetzt akut vorhanden. Für alle Lüneburger

Unternehmen die ähnliches planen, möchte

sich Stefan Deerberg daher mit seinen Erfahrungen

zur Verfügung stellen. Die Um setzung, so der Lüneburger,

muss keinesfalls mit hohen Kos ten verbunden

sein – und schon gar nicht mit einem unüberschaubaren

bürokratischen Aufwand. Interes sierte

können sich gern per E-Mail an stefan.deerberg@

deerberg.de an ihn wenden.

Am 6. Juni heißt es dann endlich: „Einsteigen bitte“,

dann nimmt der firmeninterne Kindergarten für

den Deerberg-Nachwuchs „Fahrt“ auf. Dieser Tag

wird mit kleinen und großen Besuchern ge feiert,

jeder, der sich für das Projekt interessiert, ist herzlich

willkommen!

(nm)


10 quadrat 05/2013 geschichte

„Das ist unser Haus“

1933 – ZERSCHLAGUNG DER GEWERKSCHAFTEN – AUSSTELLUNG IM GOSLARER MUSEUM

Im Jahre 1919 beschloss die organisierte Arbeiterbewegung

in Goslar, sich nach geeigneten

Räumlichkeiten für Versammlungen und zur

nach der Machtübernahme durch Adolf Hitler und

die Nationalsozialistische Partei am 30. Januar

1933 dunkle Zeiten an. Im April wurde der 1. Mai

Leben gleichzuschalten. Am 5. März erzielte die

NSDAP bei den Reichstagswahlen 58 Prozent, die

Kommunalwahl am 12. März bescherte Hitlers

Unterbringung von verschiedenen Gewerkschaftsbüros

umzuschauen. Die Wahl fiel auf das um

1500 errichtete Gebäude in der Bergstraße 6,

heute unter dem Namen Ritter Ramm bekannt.

Nach und nach konnten alle Räume eingerichtet

werden. Neben dem Allgemeinen Deutschen

Gewerkschaftsbund ADGB und den Einzelgewerkschaften

hatte die SPD sowie die ihr

als „Tag der nationalen Arbeit“ eingeführt, am 2.

Mai die Gewerkschaften zerschlagen. In Goslar

stürmten bereits am 2. März die Schergen der SA

das Gewerkschaftshaus und beschlagnahmten es

einen Tag später. Gewerkschaftsfunktionäre wurden

verhaftet und in Konzentrationslagern interniert.

Goslar bot einen reichen Nährboden für die

Partei mehr als 60 Prozent der Wählerstimmen.

Die Zerschlagung der Gewerkschaften, die Verfolgung

und Verhaftung von Mitgliedern und Funktionären

auch der SPD und der KPD besiegelten die

Abschaffung der Opposition.

Das sind die historischen Fakten. Wie Menschen

in dieser Zeit empfunden haben und

nahe stehende Organisation „Reichsbanner

Schwarz-Rot-Gold“, ein politischer

Kampfverband, ihren Sitz in der

Bergstraße. Die Harzer Volkszeitung

wie sich das Leben in Goslar unter der

Herrschaft der Nationalsozialisten

veränderte, das will die Ausstellung im

Goslarer Museum mit dem Titel „Das

als publizistischer Gegenpol zur Gos-

ist unser Haus“ zeigen. Anlässlich des

larschen Zeitung war mit ihrer Redak-

80. Jahrestages der Machtergreifung

tion hier ansässig und außerdem

und der Zerschlagung der Gewerk-

beherbergte das Haus kleine Betriebe,

eine Gastwirtschaft und einige Woh-

schaften hat der DGB Ortsverband

Goslar diese Ausstellung und ein Rah-

nungen. 1925 fand nach einer

menprogramm konzipiert. Susanne

umfangreichen Renovierung eine gro-

Ohse, Rosemarie Bergmann und Karin

ße Einweihungsfeier mit Umzug, Kom-

Appel vom Goslarer DGB- Ortsverband

mers, Platzkonzert und Festball statt.

haben sich lange mit der Thematik

Die Harzer Volkszeitung schreibt dazu:

„So hat sich denn seit 1920 bereits

eigentlich alles befruchtende Leben

auseinander gesetzt und mit vielen

ehrenamtlichen Helfern historische

Daten gesammelt und auf Speichern

unserer Goslarer Arbeiterbewegung in

und in Kellern Gegenstände zusam-

jenem großen stolzen Hause Bergstra-

mengesucht, um eine größtmögliche

ße 6 abgespielt.“ Und so sollte die

Authentizität zu erzielen. In Zusam-

Zukunft des Gewerkschaftshauses aus-

menarbeit mit dem Verein Spurensu-

sehen: „Das neue Heim wird ein

che Harzregion e.V. erfolgte die fachli-

gewaltiger Kräftespender für die

che Unterstützung der engagierten

gesamte Arbeiterbewegung des Nordharzes

werden, um das uns die bürgerliche

Gesellschaft beneidet.“

Die bürgerliche Gesellschaft gab sich

noch den „Goldenen Zwanzigern“ hin,

denen mit der Weltwirtschaftskrise ein

abruptes Ende gesetzt wurde. Für die Goslarer

Gewerkschafter des ADGB kündigten sich kurz

Ideologie der neuen Machthaber, die es innerhalb

eines kurzen Zeitraumes schafften, das öffentliche

Gruppe vom Goslarer Museum, dem

Erzbergwerk Rammelsberg, dem

Stadtarchiv und dem Historiker Dr.

Peter Schyga.

Herzstück der Ausstellung sind drei

Räume, von denen jeder eine Situation nachempfinden

lässt, wie sie aus Überlieferungen von

FOTOS: DGB ORTSVERBAND / STADTARCHIV


geschichte quadrat 05/2013 11

Betroffenen geschildert wurde. Die Ereignisse werden audiovisuell erfahrbar

gemacht. Ein Gewerkschaftsbüro im Haus in der Bergstraße ist mit authentischem

Büromaterial ausgestattet,

ein Raum in einer Kneipe vermittelt

den Eindruck eines konspirativen

Treffens, der Planung von Gegenwehr

– immer mit der Angst umgeben,

entdeckt oder denunziert zu

werden. Ein nachgebautes Schlafzimmer

erinnert an eine Hausdurchsuchung

in den frühen Morgenstunden

durch SA-Mitglieder,

die selbst mit einem neugeborenen

Baby rücksichtslos umgehen. Das

Geräusch der Tritte von Stiefeln, die

unerbittlich näher kommen und das

Schreien des Kindes verstärken in

beklemmender Weise den Eindruck

von Hilflosigkeit, Ohnmacht und

Angst. Die Ausstellungsmacherinnen

haben sich für diese Form der

Präsentation entschieden, um über

die reine Faktenvermittlung hinaus

das emotionale Moment hervorzuheben.

Parallel zur Ausstellung

bietet die DGB Ortsgruppe eine

Reihe von Rahmenveranstaltungen

an. Am 5. und 12. Mai, jeweils um

11.00 Uhr startet in der Bergstraße 6 eine Stadtführung durch die „Reichsbauernstadt“

zu den Stätten nationalsozialistischer Terrorherrschaft. Am 2. Mai

hat der DGB ein Gespräch mit Prof. Dr. Theodor Bergmann organisiert. Der

damals 17-jährige Jude Bergmann verließ am 7. März 1933 Berlin und kehrte

nach Stationen in Palästina, der Tschechoslowakei und Schweden im Jahr 1946

nach Deutschland zurück. Der 96-jährige emeritierte Professor für Agrarpolitik

bezeichnet sich als „kritischen

Kommunisten“, engagiert sich als

Zeitzeuge gegen Antisemitismus

und tritt für das Existenzrecht Israels

ein. Den Ausstellungsorganisatorinnen

ist es ein Anliegen vor,

allem junge Leute für die Geschichte

des Nationalsozialismus zu sensibilisieren,

mit dem Ziel, dass

„Nazis in Deutschland nie wieder

eine Chance bekommen“. Dazu

wurde auch ein Termin mit Prof.

Bergmann im Christian-von-Dohm-

Gymnasium vereinbart. Am Museumstag

(12. Mai) werden regelmäßige

Führungen durch die

Ausstellung angeboten, die auch

nach Absprache für Schulklassen

zu gesonderten Terminen durchgeführt

werden können.

Ausstellung: „Das ist unser Haus“

im Goslarer Museum/Museumsufer

an der Abzucht, 28. April bis zum

19. Mai 2013. (uju)

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr

Weitere Infos und die Termine der begleitenden Veranstaltungsreihe unter:

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12 1 quadrat 05/2013 03 / unterhaltung lüneburger geschichten

Unverhoffte Begegnung

Von dem unerwarteten aufeinandertreffen zweier menschen – Von rainer Bostelmann

Dann und wann sind sie ganz unerwartet da,

diese besonderen Begegnungen mit Menschen,

die uns bislang fremd waren. Ist es

die reine Sympathie, die zwei Individuen aufeinander

zugehen lässt? Eine Art Seelenverwandt­

der weiße Nebel wunderbar.“ Den ersten Vers hatte

ich noch parat − hatte ich als Kind ja mal auswendig

lernen müssen − und gab ihn der jungen

Frau zum Besten. Meine Mitfahrerin hörte aufmerksam

zu und fragte mich nach dem Urheber.

druckt und vergaß im Gewühl erneut, sie nach ihrem

Namen zu fragen. Und schon verlor sie sich

zwischen den zahlreichen Menschen.

An diesem Abend wollte mir das Lied nicht aus

dem Kopf gehen, und so schlug ich sämtliche

schaft? Was auch immer und dazu bewegen mag,

„Matthias Claudius“ war meine Antwort. Die Me­

Verse noch einmal nach. Beim dritten Vers blieb

unsere Scheu zu überwinden und in Kontakt

ich hängen, sein Sinn wollte sich mir zu­

zu treten: Diese Begebenheiten beein­

nächst nicht erschließen. Erst, nachdem

drucken uns nachhaltig, graben sich in un­

ich die Strophe wieder holt gelesen hatte,

ser Gedächtnis als unvergesslicher Moment

verstand ich:

ein.

Nach einem sonnigen Tag in Lüneburg war

Seht ihr den Mond dort stehen?

ich wieder einmal auf dem Weg nach Han­

Er ist nur halb zu sehen,

nover. Es war der 2. Oktober 2011, und ich

Und ist doch rund und schön!

saß im Zug und ließ die Landschaft und

auch den Tag noch einmal in meinen Gedanken

an mir vorüberziehen. Das eindeutige

Highlight des Tages war bis dahin das

erstmalige Auf­den­Arm­nehmen meiner

So sind wohl manche Sachen,

Die wir getrost belachen,

Weil unsre Augen sie nicht sehn. *)

Und so scheint das Leben tatsächlich zu

jüngsten Enkeltochter, die dann doch recht

spielen: Manche Dinge erscheinen zunächst

überraschend das Licht der Welt erblickte.

ganz anders als wir sie wahrnehmen, weil

Doch ist dies eine andere Geschichte.

wir nicht anders können oder vielleicht

Auf dem Sitz mir gegenüber nahm eine

auch, weil wir nicht anders wollen. Diese

junge Frau Platz. Schnell kamen wir ins Ge­

Erkenntnis hat mir später immer wieder ge­

spräch und unterhielten uns im wahrsten

holfen. Und vielleicht ist es ihnen auch

Sinne des Wortes über Gott und die Welt. So

schon einmal so ergangen wie mir und Sie

verging die Zeit wie im Fluge, bis der Bahn­

haben lediglich das gesehen, was Sie sehen

hof Uelzen in Sicht kam und wir uns zum Um­

lodie dazu stammt von Johann Abraham Peter

wollten. Schauen Sie doch noch einmal genauer

steigen fertig machten. Ohne uns verabredet zu

Schulz, einem Lüneburger Kom ponisten. Das Lied

hin, vielleicht aus einer anderen Perspektive oder

haben, saßen wir uns nach dem Umsteigen erneut

gegenüber. Der Faden der Unterhaltung wurde

wieder aufgenommen und kräftig weitergesponnen.

Obwohl ich sicher mehr als doppelt so alt war

wie mein Gegenüber, hatten wir doch von so manchen

Dingen im Leben die gleichen Ansichten und

Vorstellungen. Kontroverse Themen gab es natürlich

auch. Es war eine rundum angenehme Unterhaltung.

Langsam senkte sich die Dunkelheit über

die vorbeihuschende Landschaft und über den

Feldern stieg Nebel auf. Bei diesem Bild kam mir

sofort das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ in den

Sinn und die Zeilen „und aus den Wiesen steiget

war mir sehr geläufig, wird es doch in Lüneburg

jeden Abend um 18.00 Uhr von den Rathausglocken

gespielt. Da meine junge Reise begleiterin

Deutsche mit türkischen Wurzeln war, kannte sie

es offenbar nicht. So verlief auch der zweite Teil

der Zugfahrt wie im Fluge und wir stiegen in Hannover

aus. Sofort verloren wir uns im Getümmel

aus den Augen, ohne unsere Namen zu kennen.

„Schade“, dachte ich bei mir, „danach hättest du

ja mal fragen können“. Bis mir plötzlich jemand

auf die Schulter tippte und sagte: „Es war richtig

schön mit ihnen. Ich hätte noch eine Stunde

weiter fahren können.“ Ich war natürlich beein­

mit den Augen eines Anderen. Dies ist für mich

die Erkenntnis aus dem Vers.

Die Begegnung mit dieser jungen Frau hinterließ

einen tiefen Eindruck bei mir.

Da ich wusste, dass mein Gegenüber aus dem Zug

in Hannover an der Fachhochschule studiert, bat

ich dort um Weitergabe meiner Kontaktdaten und

den Hinweisen „Zugfahrt 2.11.11“ und „Matthias

Claudius“. Ich war natürlich gespannt, ob sie sich

meldet. Und wirklich: Nach einem Tag erhielt ich

Antwort. Seither pflegen wir einen losen Kontakt.

*) Aus „Abendlied“ von Matthias Claudius

IllustratIon: fotolIa.com © © abeadev


13

Maria und Antonio Sgro, beide mit viel Gastronomie-Erfahrung und schon seit fast 40 Jahren in Deutschland, haben zusammen mit ihrem Sohn

Fabio das Restaurant „Zum Förderturm“ am Rammelsberg-Museum in Goslar übernommen und betreiben dort seit dem 25. April 2013 ein italienisches

Restaurant mit frischen, leckeren Gerichten aus ihrer Heimat. Goslars Gäste und auch Einheimische sind eingeladen, sich in Sichtweite des

historischen Bergwerks kulinarisch verwöhnen lassen.

Der Weg zum neuen Ristorante lohnt sich jedenfalls. Die

reichlich vorhandenen Parkplätze warten auf Fans der

italienischen Küche.

Im Innenbereich des in mediterranen Farben gehaltenen

Ristorantes haben bis zu 80 Personen Platz. Im gemütlichen

Biergarten mit seinen durch Büsche abgetrennten

einzelnen Tische können sich 70 Personen entweder bei

authentischen italienischen Speisen, natürlich auch Pizza,

oder auch bei Espresso, Cappuccino und Co. Kuchen

und Eis aus Bella Italia schmecken lassen. Der Sommer

kann also kommen!

Ristorante-Pizzeria Da antonio

Bergtal 4, 38644 Goslar, telefon 05321 4696103


16

Ihr Pflegedienst

mit Herz

Ihr Pflegedienst

mit Herz in

Bad Harzburg

und Goslar

Unser Pflegedienst ist für Sie auch

an Wochenenden und Feiertagen da,

damit Sie so lange wie möglich in

Ihrer liebgewordenen und vertrauten

Umgebung bleiben können.

Bürger Bücherei

Jürgenohl

Kompetente und liebevolle Pflege bei

Ihnen zu Hause

Beratung und Hilfe bei Formalitäten „rund

um die Pflege“ und darüber hinaus

Sensible Betreuung bei eingeschränkter

Alltagskompetenz

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Angehörigen

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„Das Wohlbehagen, ein Buch aufzuschlagen und ein

geschriebenes Wort zu lesen, ist im Zeitalter des

Internets unermesslich.“

Dieses Zitat drückt die Sehnsucht nach Ruhe aus.

Die Abwesenheit von Alltag, dafür aber die Anwesenheit

von Fantasie und wohlig empfundener Abgeschiedenheit

– von Kopfkino halt! Die meisten der

Mitglieder der Bürger Bücherei Jürgenohl (BBJ)

suchen das geschriebene Wort, am besten zwischen

zwei liebevoll gestalteten Buch deckeln.

Vom aktuellen klassischen Bilderbuch für die Kleinsten

bis hin zu den Bestsellern für Erwachsene hält

die Bürger Bücherei Jürgenohl für jeden die passende

Lektüre bereit.

BÜCHER UND MODERNE MEDIEN

Ein kleines Angebot an CDs, CD-ROMs, DVDs steht

zur Verfügung, während Hörbücher in ungewöhnlicher

Vielfalt mehr und mehr an Bedeutung gewinnen,

selbstverständlich ohne zusätzliche Kosten.

Zusätzlich werden für die Mitglieder zwei Internet-

Plätze, ebenfalls kostenlos, angeboten. Hier kann

man ausgiebig surfen, recherchieren und schauen,

was gerade in der Welt passiert ist.

Neben diesem vielfältigen Medienangebot werden

für die kleinen Kunden auch Bastelnachmittage und

in Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege Goslar

Vorlesungen mit Übernachtung veranstaltet.

FOTOS: BERND SCHWARZ


Auch die Großen

kommen

natürlich

in

der BBJ nicht

zu

kurz,

„Lesecafés“

mit Kaffee

und Kuchen

erfreuen

sich hoher

Beliebtheit.

Man

verbringt

d a n n

jeweils

einen

schönen Nachmittag zusammen, der manchmal

durch eine Lesung, teilweise durch die Autoren

selbst, gekrönt wird.

Am Sonntag, den 14. April stand wieder einmal ein

Highlight an und zwar in Form einer Lesung mit Elke

Brummer, einer treuen Freundin der BBJ, die einen

ihrer beliebten und humorvollen Vorträge hielt. 75

Gäste, so viele wie noch nie zuvor, drängten sich in

den Räumlichkeiten der Bürger Bücherei und

lauschten, wegen des Platzmangels teilweise auf

den Fensterbänken sitzend, den Ausführungen der

Referentin. Sie besprach eine Auswahl an Büchern

und gab in ungezwungener Atmosphäre Lesetipps.

Viele Ehrenamtliche und Leser hatten selbstgebackenen

Kuchen mitgebracht, was das Vergnügen

noch einmal steigerte.

Überhaupt kann man das Engagement der 25 ehrenamtlich

Tätigen gar nicht genug würdigen. Seit zehn

Jahren existiert die BBJ, acht Jahre tragen bereits

Bettina Warnecke und Carmen Berthold die Verantwortung.

„Es wird gemäß dem Motto „Das Team

entscheidet

gemeinsam,

nicht nur der

Vorstand“

gehandelt. Die-

ser trägt lediglich

die Verantw

o r t u n g .

„Dadurch haben

wir ein besseres

Wir-Gefühl“,

erzählt

Bettina

Warnecke.

Hervorgegangen

aus der ehemaligen

Zweigstelle

der

Stadtbücherei Gos-

lar sind die Räumlichkeiten in unermüdlicher freiwilliger

Arbeit und durch großzügige Sponsorenhilfe

renoviert worden und bieten den Jürgenohler Leseratten

jetzt eine zeitgemäße Bücherei in schönem

Ambiente für Jung und Alt. Gemütliche Leseecken

laden ein zum Schmökern und Genießen. Aber auch

über die Grenzen hinweg hat die Bücherei Freunde,

für viele Menschen aus den umliegenden Gemeinden

ist sie die nächstgelegene Möglichkeit, kostengünstig

aktuelles Lesematerial auszuleihen.

Die Preise jedenfalls sind sehr moderat, für den

Preis von zwei Taschenbüchern, nämlich 15,00

Euro, kann ein Erwachsener ein Jahr lang unbegrenzt

Bücher ausleihen, für Kinder zahlen deren Eltern

1,00 Euro pro Jahr! Da lohnt sich eine Mitgliedschaft

in der BBJ und so ganz nebenbei unterstützt

man damit eine wichtige kulturelle Einrichtung.

(bs)

Bürger Bücherei Jürgenohl

Robert-Koch-Straße 3

38642 Goslar

Telefon: 05321 81934

Telefax: 05321 351399

Email: info@bbj-goslar.de

Internet: www.bbj-goslar.de

Öffnungszeiten:

Montag 15.00 bis 17.00 Uhr

Dienstag 16.00 bis 18.00 Uhr

Mittwoch 10.00 bis 12.00 Uhr

Donnerstag 10.00 bis 12.00 Uhr

und 15.00 bis 17.00 Uhr

Freitag 15.00 bis 17.00 Uhr

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Hans-Walter Becker | Rechtsanwalt & Notar

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Timo Sebastian Becker | Rechtsanwalt

Fachanwalt für Verkehrsrecht

Sarah Otte im Kamp | Rechtsanwältin

Fachanwältin für Familienrecht

Gunnar Voigt | Rechtsanwalt

Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Neu: Büro Salzgitter-Bad

Wir haben am 15.04.2013 unser Büro im

Gildehaus in Salzgitter-Bad eröffnet.

Wir stehen Ihnen von Montag bis Freitag

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Unser Thema des Monats:

Neues Mietrecht ab 01.05.2013

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kunst quadrat 05/2013 19

Heinrich Schneider-

Kerbstatt

AUSSTELLUNG ZUM 100. GEBURTSTAG DES BAD HARZBURGER KÜNSTLERS

Seit dem 10. April 2013 kann man die Stationen seines Lebenswerkes

im Sonnenhof/Winuwuk in Bad Harzburg bewundern. Die Ausstellung

zeigt einen Künstler, der die komplexe Aquarelltechnik so virtuos

beherrschte wie kaum ein anderer. Heinrich Schneider-Kerbstatt entwickelte

eine eigene Maltechnik, durch die er die Farben in seinen Bildern zum Leuch-

ten brachte. Er hatte seinen eigenen unverkennbaren Stil und malte im besten

Sinne wie besessen an seinen Aquarellen, deren sprühender Lebenskraft

sich kaum einer entziehen konnte. Gewagte Lichtführung visualisierte das

Hin- und Herwogen feuerrot leuchtender Mohnblumen und kühne schwünge ließen seine Landschaften im Licht der Farben Farb-

schwelgen.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 8.Juli 2013 und kann dienstags

bis sonntags von 14.00 bis 18.00 Uhr besichtigt werden.

Café Winuwuk/Sonnenhof

Waldstraße 9, 38667 Bad Harzburg, Telefon 05322 1459


h

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20 quadrat 05/2013 spitzmarke

„Mag sich Alex auch für einen Helden halten - er hat es

endgültig versaut und wird hochkant von seiner

Freundin Lisa rausgeworfen. Der verantwortungsscheue

Vollversager nimmt einen Job als Betreuer in

einem provinziell gelegenen Behindertenheim an, um

Lisa und seine 4-jährige Tochter zurückzugewinnen.

Seine sorglose, aber liebenswerte Art kommt bei dem

unter der strengen Pädagogik leidenden Behinderten-

DIE KUNST SICH DIE SCHUHE

Trupp so gut an, dass Alex sie bei einem Talentwettbewerb

anmeldet. Und damit konservativen Eltern, Kolle-

Alle Filme werden im „Goslarer Theater“,

Breite Straße ZU 86, BINDEN

gezeigt und beginnen gen und um Vorgesetzten 19:00 Uhr. ein Dorn im Auge wird.“

(Quelle: Kino.de)

Impressum // 14.05.2013 BBS Goslar-Baßgeige/Seesen / 19:00 Uhr

Bornhardtstraße 14

38640 Goslar

Telefon: (05321) 37750

„Mag E-Mail: sich Alex info@bbs-bassgeige.de

auch für einen Helden halten - er hat es

endgültig versaut und wird hochkant von seiner

Freundin Goslarer Lisa Theater rausgeworfen. Der verantwortungsscheue

Vollversager nimmt einen Job als Betreuer in

Breite Straße 86

38640 Goslar

einem Telefon: provinziell (05321) gelegenen 2855 Behindertenheim an, um

Lisa und seine 4-jährige Tochter zurückzugewinnen.

Seine Stadtjugendpflege sorglose, aber Goslar liebenswerte Art kommt bei dem

unter Charley-Jacob-Straße der strengen Pädagogik 3 leidenden Behinderten-

38640 Goslar

Trupp so gut an, dass Alex sie bei einem Talentwettbewerb

anmeldet. Und damit konservativen Eltern, Kolle-

Telefon: (05321) 704479

gen und Vorgesetzten ein Dorn im Auge wird.“

(Quelle: Kino.de)

(Quelle: Kino.de)

Die Fachschule für Heilpädagogik der Berufsbildenden Schulen

Goslar-Baßgeige/Seesen hat ein tolles Filmprojekt mit dem Namen

„InKlusion IN GOslar“ entwickelt.

In Zusammenarbeit mit dem Goslarer Theater und der Stadtjugendpflege

Goslar werden in der Zeit von Februar bis Mai 2013 vier

besondere Filme zum Thema „Menschen mit Behinderung im Kinofilm“

gezeigt.

In vielen Ausbildungsgängen der BBS Goslar-Baßgeige/Seesen wird

sich mit dem Thema Inklusion auf vielfältige und spannende Weise

auseinandergesetzt.

Die Arbeit der Schülerinnen und Schüler wird bewusst nach außen

getragen, um mit außerschulischen Partnern zu kooperieren und

deutlich zu machen, dass Menschen mit Behinderung nicht nur in

unserer Gesellschaft, sondern auch im Schulleben selbstverständlich

dazugehören.

Frauke Keck-Pergner, die Schirmherrin dieses kleinen Filmfestivals

und Leiterin der BBS Goslar-Baßgeige/Seesen, wünscht sich, dass

viele Menschen die Möglichkeit zur Begegnung in diesem Rahmen

wahrnehmen und die Gelegenheit zu interessanten Gesprächen nutzen.

„Mag sich Alex auch für einen Helden halten – er hat es endgültig

versaut und wird hochkant von seiner Freundin Lisa rausgeworfen.

Der verantwortungsscheue Vollversager nimmt einen Job als

Betreuer in einem provinziell

gelegenen Behindertenheim

an, um Lisa und

seine vierjährige Tochter

zurückzugewinnen.

Seine sorglose, aber liebenswerte

Art kommt bei

dem unter der strengen

Pädagogik

leidenden

Gestaltung: Tim-Dominik Matuschke // TIME

Behinderten-Trupp

so

drtime.tumblr.com

gut an, dass Alex sie bei

einem Talentwettbewerb

INKLUSION // IN GOSLAR

anmeldet. Und damit

konservativen Eltern, Kollegen

und Vorgesetzten

ein Dorn im Auge wird.“

DIE KUNST SICH DIE SCHUHE

ZU BINDEN

// 14.05.2013 / 19:00 Uhr

(Quelle: Kino.de)

I

N

L

U

S

I

O

N

(Quelle: Kino.de)

In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern

des Stadtarchivs hat die PR-Ma-

INKLUSION

// IN GOSLAR

nagerin und Politologin Corinna Meiß

KURZ-

in jahrelanger Recherche hunderte

Das Medienprojekt „InKlusion IN GOslar“ wurde durch

die Fachschule Heilpädagogik der Berufsbildenden von Dokumenten aus knapp 150 Jahren

Familien- und Stadtgeschichte zu-

ANGETIPPT

Schulen Goslar Baßgeige/Seesen ins Leben gerufen.

Über Februar Inklusion bis Mai wird vielerorts gesprochen und sie

Impressum

findet auf 2013 vielfältige Weise schon statt. sammengetragen.

MAI „Schauspieler/Innen mit Beeinträchtigung“ fristeten

38640 Goslar

bisher ein Schattendasein. Mit unserer Filmreihe Die Wieseners waren Jahrhunderte

„InKlusion IN GOslar“ möchten wir Ihnen ein Publikum

mit der Stadt Goslar verbunden, zunächst

als Bergleute im Goslarer Erzbergwerk Theater

geben.

INKLUSION

Wir haben uns intensiv mit dem Thema Menschen mit

Breite Straße 86

HEXEN Behinderung IM in WANDEL Film und Fernsehen DER auseinander

Rammelsberg und schließlich als

38640 Goslar

gesetzt. // Dabei IN wurden GOSLAR

vom Dokumentarfilm bis hin Schuhmacher beziehungsweise Lederhändler,

Kaufleute und Ratsher-

ZEIT zum Spielfilm alle Facetten des Genres durchleuchtet,

diskutiert und in einen öffentlichen, sowie heilpädagogischen

Kontext gesetzt. Vier

ZINNFIGURENMUSEUM, GOSLAR

ausgewählte Filme

ren. Zahlreiche Fotos und Fotoalben,

wollen wir Ihnen in unserer Filmreihe präsentieren.

38640 Goslar

BIS Allerdings

Das MÄRZ Medienprojekt

möchten 2014 wir nicht nur

„InKlusion

die Filme ansehen,

IN

Briefe,

GOslar“

Postkarten

wurde durch

und Dokumente

sondern die Fachschule mit Ihnen über Inhalte, Heilpädagogik Gedanken und der Berufsbildenden

Meinungen ins Gespräch kommen. aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert

sind der Auslöser für die Recher-

Schulen Goslar Baßgeige/Seesen ins Leben gerufen.

In der Ausstellung werden Sie zu uralten

Gäste, Religionen, die mit dem Film Schamanen in Verbindung stehen. und che zu einer Biographie über die Fa-

An Über jedem Kinoabend Inklusion begrüßen wird wir vielerorts verschiedene gesprochen und sie

Freuen findet Sie sich auf mit vielfältige uns auf einen besonderen Weise schon Kinobesuch

statt.

mächtigen Zauberinnen, Seherinnen milie des Goslarer Lederhändlers

„Schauspieler/Innen und seien Sie Teil unserer inklusiven mit Beeinträchtigung“ Gesellschaft.

zu

fristeten

bis

bisher

Hexenverbrennungen

ein Schattendasein. der

Mit

Friedrich

unserer

Wiesener

Filmreihe

(1807 bis 1888).

frühen „InKlusion Neuzeit geführt! IN GOslar“ Staunen möchten Sie Die wir Ausstellung Ihnen ein Publikum zeigt neben den zahlreichen

Originaldokumenten des Gos-

über geben. die märchenhafte Flugfähigkeit,

die Verwandlung in Tiere und die Beeinflussung

Wir haben der uns Natur! intensiv Spüren mit Sie dem Familienbesitz Thema Menschen wie Originalfotos mit der

larer Stadtarchivs viele Exponate aus

den Behinderung Einfluss von Goethe in Film und Märchengeschichten

gesetzt. Dabei bis hin wurden zur Vermark-

vom Dokumentarfilm später über Europa bis verteilt drtime.tumblr.com

hin lebten. Au-

und Fernsehen Familie der

Gestaltung:

auseinander

Goslarer Wieseners, die

tung! zum Abgerundet Spielfilm wird alle diese Facetten Ausstel-delung diskutiert mit einem „Kessel und in Buntes“, einen öffentlichen, also kartensammlung sowie heilpädago-

der Marie Wiesener,

ßerdem Genres wird durchleuchtet,

die umfangreiche Post-

INKLUSION // IN GOSLAR

mit Wicca gischen Kult, Kontext Neohexen, gesetzt. sexy Hal-Vieloweengirls wollen wir und Ihnen der fröhlichen in unserer Zu-Filmreihkelkinder präsentieren. Friedrichs aus den 1880er

aber ausgewählte auch Fotos der australischen Filme Enkunft

Allerdings

im Comic-,

möchten

Fantasy- und

wir

Science-Fiction-Bereich.

Bis Oktober Museums der Universität Sydney, die

nicht nur

Jahren

die

und

Filme

Exponate

ansehen,

des Macleay

sondern mit Ihnen über Inhalte, Gedanken und

Meinungen ins Gespräch kommen.

können Sie die Ausstellung von der bekannte Uhrmacher und Erfinder

Dienstag Ein Filmprojekt bis Sonntag der Fachschule von 10.00 bis Theodor Friedrich Wiesener (1845

An jedem Kinoabend begrüßen wir verschiedene

17.00 Heilpädagogik Uhr besuchen, der Berufsbildenen von November bis1897) entwickelt und gebaut hat,

Schulen Gäste, Goslar-Baßgeige/Seesen

die mit dem Film in Verbindung stehen.

bis März Freuen ist das Sie Zinnfigurenmuseum

sich mit uns auf einen gezeigt. besonderen Kinobesuch

16.00 und Uhr seien geöffnet. Sie Teil unserer inklusiven Gesell-

nur bis

schaft.

G

S

L

A

R

DIE WIESENERS –

EINE GOSLARER SCHUHMACHER-

FAMILIE AUS DEM 19. JAHRHUNDERT

RETROSPEKTIVE

GOSLARER STADTARCHIV,

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03. BIS 31. MAI

DIENSTAGS 9.00 BIS 12.00 UHR UND

14.00 BIS 16.00 UHR

DONNERSTAGS 9.00 BIS 17.00 UHR

FREITAGS 9.00 BIS 14.30 UHR

Alle Filme werden im „Goslarer Theater“,

Breite Straße 86, gezeigt und beginnen um 19:00

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04. UND 05. MAI, AB 11.00 UHR

BBS Goslar-Baßgeige/Seesen

Bornhardtstraße 14

Telefon: (05321) 37750

E-Mail: info@bbs-bassgeige.de

Telefon: (05321) 2855

Stadtjugendpflege Goslar

Charley-Jacob-Straße 3

Telefon: (05321) 704479

Es wird historisch: Handwerker und

Händler wie aus alten Zeiten halten

Einzug auf dem im 13. Jahrhundert

als Burg erbauten Schloss. Ein Steinmetz

zeigt, wie man Steine bearbeitet,

Alle Fil

Breite

Impres

Tim-Dominik Matuschke // TIME

Gestal

INKLUS


ein Korbflechter, wie Weidekörbe geflochten

werden. Eine mittelalterliche

Töpferei, ein Lederbeutelbinder, eine

Schmiede und viele weitere Handwerker

werden ebenfalls vertreten sein,

sowie Händler mit historischer Kleidung

und Hüten, historischem Spielzeug

aus dem Mittelalter, alten Würzweinen,

Halbedelsteinen, Fellen aller

Art, Kräutern und Gewürzen, historischen

Waffen und Ausrüstungsgegenständen

und noch vielem mehr.

HEXEN, MÖNCHE

UND HALUNKEN

STADTWACHE SIGMUND SORGT FÜR

ORDNUNG!

TREFFPUNKT: SCHUHHOF, GOSLAR

04. MAI, 20.00 UHR

Wollten Sie schon immer einmal etwas

über die Vertreibung der Mönche,

vom geheimnisvollen Versuch der Erstürmung

des Rathauses oder von

den Gräueltaten während der dreijährigen

schwedischen Besetzung hören?

Stadtwache Sigmund führt Sie

durch die dunkle Zeit des Mittelalters.

Karten für die eineinhalbstündige

Tour sind nur im Vorverkauf erhältlich,

da die Teilnehmerzahl begrenzt

ist.

24. MAISINGEN

MOLKENHAUS, BAD HARZBURG

05. MAI, 11.00 BIS 14.00 UHR

Der Harzklub-Zweigverein Bad Harzburg

lädt zum traditionellen Maisingen

am Molkenhaus ein. Bei der 24.

Auflage dieser Veranstaltung treten

die Harzer Roller, die Jodelgruppe

„Harzromantiker“, die Remisesänger,

die Bettelfahnier und die Brauchtumsgruppe

Hohegeiß auf. Der erste Bus

fährt um 9.15 Uhr ab dem Bad Harzburger

Bahnhof zum Molkenhaus.

Weitere Abfahrtzeiten sind 9.20, 9.25,

10.00 und 10.05 Uhr. Für die Rückfahrten

steht die Waldbuslinie 875

nach Fahrplan ab 14.03 Uhr zur Verfügung.

Weitere Informationen sind

bei Alfred Heineke, Telefon 05322

2206, zu erhalten.

7. BAD HARZBURGER

BERGMARATHON

SPORTPARK, BAD HARZBURG

18. MAI, 10.00 UHR

Laufen, Walking und Nordic-Walking

ist beim 7. Bad Harzburger Bergmarathon

angesagt. Um Punkt 10.00 Uhr

erfolgt vor den Tribünen im Sportpark

an der Rennbahn der erste Startschuss.

Die Marathon- und Halbmarathonläuferinnen

und Läufer werden

auf die Reise geschickt. Das Streckenprofil

und natürlich die herrliche

Naturlandschaft Harz machen Marathon

und Halbmarathon zu etwas ganz

Besonderem. Als weitere Laufstrecken

sind eine Elf-Kilometer- und eine

Sechs-Kilometer-Distanz im Angebot.

Der Nachwuchs absolviert je

nach Alter einen 500-Meter- oder

1500-Meter-Kurs. Für Walker und

Nordic-Walker sind ein Halbmarathon

sowie elf und sechs Kilometer ausgeschrieben.

Weitere Informationen,

auch zu Anmeldemöglichkeiten, unter

www.sportpark-bad-harzburg.de

„DAS IST UNSER HAUS...“

AUSSTELLUNG UND VERANSTAL-

TUNGSREIHE ZUM 80. JAHRESTAG

DER ZERSCHLAGUNG DER GEWERK-

SCHAFTEN DURCH DIE

NATIONALSOZIALISTEN

GOSLARER MUSEUM, KÖNIGSTR. 1,

BIS 19. MAI, DIENSTAG BIS SONNTAG

JEWEILS 10.00 BIS 17.00 UHR

Auch für den Monat Mai wussten wir schnell, welche

Tour wir Ihnen diesmal vorstellen möchten:

Unsere „Wöltitour“.

Bei Sonnenschein und 19... 21... 23 Grad Celsius

haben sich heute 29 Gäste zur Tour eingefunden,

eine richtig große Truppe. Vom Segwaypoint Bad

Harzburg sind wir mit vier Guides und Funk dabei.

Das gibt eine richtig gute Segwaykolonne von

rund 90 Meter Länge. Das bekommen wir locker

gewuppt. Wir sind auch schon mit 90 Gästen gefahren.

Ok, alles auf Anfang, jeder bekommt wie immer

seinen Helm, dann die Grundeinweisung auf dem

Hof. Jetzt geht es wieder mit atemberaubendem

„Bummelalleehighspeed“ mit sechs bis acht

Stundenkilometern zum Kurpark und dann auf die

Nordschleife.

spitzmarke quadrat 05/2013 21

Segway-Tour des Monats Mai:

Auch dieses Mal üben wir gründlich mit den

Gästen alle Basics, bergab fahren, bergan fahren,

bremsen im Gefälle, fahren über Querrinnen.

Ohne diese besonders gründliche Einweisung ins

Segwaymoven lassen wir niemanden mit dem

Segway auf die Menschheit los. Warum wir das

immer so machen? Unsere Unfallrate ist durch

diese ganzen Übungen gleich null.

Nun geht es aber los, über die Kurhaus- und

die Waldstraße, runter auf den Breitenberg. Den

„Dangerous Animals“ im Wildpark winken wir

heute nur freundlich zu, ohne sie zu besuchen

und zu füttern.

Weiter geht es über den „verbotenen Weg“ zur

Galopprennbahn, nach „Schleiwigcke“ über den

Herbrink, Breitestraße, Schleweckertrift, Radauanger,

Gödeckekamp zum Radauer-Forst, Richtung

Vienenburg.

Dann haben wir wieder beste Fahrbahnverhältnisse,

jetzt ist Segwayrennen angesagt, jeder so

schnell er kann, aber alle können nur mit Maximum

20 Sachen moven. Der ganze Tross johlt,

weil ja keiner wirklich gewinnen kann, ein Mordsspaß

für alle.

Ein entgegen kommender Schlepperfahrer wird

von unserer Riesen- Highspeedtruppe auf den

Standstreifen

gejagt,

der Traktorist grinst und

winkt uns zu, man kennt

sich.

Am Liehtberg angekommen, geht es weiter zur

Okerstraße, an der Vienenburger Seenplatte vorbei

zur B 241. Auf dem Fahrradweg erreichen wir

jetzt das Klostergut Wöltingerode.

Jetzt kommt das Wölti-Programm. Wer möchte,

besichtigt die Brennerei und das Lachshaus.

Diejenigen, die gleich einkehren möchten, setzen

sich auf die Terrasse im Klosterkrug. Schlemmen

ist angesagt. Hier endet die Tour für heute! Wir

waren wieder gute dreieinhalb Stunden mit unseren

Gästen unterwegs. Für unsere Segways geht

es per Transporter zurück nach Bad Harzburg.

Die Gäste werden ohne Hast nach dem Essen mit

dem Taxi-Shuttle abgeholt.

Nächstes Mal moven wir in Goslar, versprochen.

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02. Mai, 15:30 Uhr: Geschichten und Lieder

zum Frühling mit Frau Havelka

14. Mai, 15:30 Uhr: Diavisionsvortrag mit

Herrn Sauthoff „Romantisches Weserbergland,

Teil III, von Holzminden nach Hameln“

25. Mai, 15:00 Uhr: Ein Strauß bunter Melodien

mit dem Okeraner Orchestra

Am 02. Mai 1933 starteten die Nazis

ihren Angriff auf die Gewerkschaften

als legitime Vertretungsorgane der

Arbeiterinnen und Arbeiter in

Deutschland. Das Ziel: Zerschlagung

der demokratischen Strukturen und

Gleichschaltung der Gesellschaft. Die

Ausstellung richtet sich an alle Interessierten,

insbesondere Schülerinnen

und Schüler, die sich mit diesem

dunklen Abschnitt der Goslarer Geschichte

der Arbeiterbewegung und

der deutschen Demokratie auseinandersetzen

wollen.

Mit dieser Ausstellung soll an die erinnert

werden, die dem nationalsozialistischen

Terror zum Opfer fielen.

Zum anderen soll nachvollzogen werden,

warum die nationalsozialistische

Propaganda, gepaart mit Gewalt, in

Deutschland auf besonders fruchtbaren

Boden fiel. Das mit angebotene

Bildungsprogramm soll dazu beitragen,

dass Nazis in Deutschland nie

wieder eine Chance bekommen.

Eine Veranstaltung vom DGB Ortsverband

Goslar in Kooperation mit der

Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen

e.V. u.a.

OBERHARZER

BERGBAUERNMARKT

BORNHARDTSTRASSE,

CLAUSTHAL-ZELLERFELD

16., 23. UND 30. MAI,

JEWEILS 18.00 UHR BIS 22.00 UHR

Von Mai bis Oktober erwarten alle Genießer,

Harz-Liebhaber und Einheimische

jeden Donnerstag (außer Himmelfahrt)

auf der Bornhardtstraße in

Clausthal-Zellerfeld echte Harzer Spezialitäten

von A wie Aal bis Z wie Ziegenbutter.

Hier kann man Harzer Kulinarisches

kosten und kaufen und

echte Oberharzer Kultur erleben. Der

Oberharzer Bergbauernmarkt ist der

Treffpunkt an jedem Donnerstagabend.

Hier treffen sich Einheimische

und Urlaubsgäste aus dem gesamten

Harz zum Einkauf, zum Austausch

und zum Genießen und Schlemmen.

11. KASTANIENBLÜTENFEST

UND 10. GEBURTSTAG DER

BAD HARZBURGCARD

INNENSTADT, BAD HARZBURG

12. MAI, 13.00 BIS 18.00 UHR

Mit dem 11. Kastanienblütenfest und

dem 10. Geburtstag der Bad HarzburgCard

gibt es gleich zwei Anlässe

zu feiern. Zudem heißt es zum ersten

Mal im Jahr 2013: „Verkaufsoffener

Sonntag!“ Von 13.00 bis 18.00 Uhr

sind die Geschäfte geöffnet. Ein buntes

Programm, präsentiert vom „Verein

für Wirtschaft und Handel“, wartet

auf alle Bewohner und Gäste Bad

Harzburgs in der Herzog-Wilhelm-

Straße von der Stadtmitte bis zum

Karl-Franke-Platz hinauf. Autohäuser

der Region zeigen ihre neuesten Modelle,

Vereine informieren und Geschäfte

präsentieren sich. Für musikalische

Untermalung sowie gastronomische

Angebote wird gesorgt

sein. Die Bad HarzburgCard wird an

ihrem runden Geburtstag auch wieder

ein Gewinnspiel mit interessanten

Preisen anbieten.

INTERNATIONALER

KINDERTAG

WELTERBE BERGWERK

RAMMELSBERG, GOSLAR

01. JUNI, 09.00 BIS 18.00 UHR

Zum internationalen Kindertag bietet

das Welterbe Bergwerk Rammelsberg

allen kleinen Gästen von vier bis Zwölf

Jahren freien Eintritt. (sw)


Der schnelle Abschluss ist für uns nicht der Maßstab der Dinge

23

AXA Generalvertretung

Ralph Bogisch

Dörntener Straße 20

38644 Goslar

Telefon: 05321 20638

Mobil: 0171 3602709

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... bietet Ihnen Größe, Erfahrung und Sicherheit für eine

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begleiten. Am liebsten ein Leben lang.

Mit überzeugenden Produkten für individuelle

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Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Und engagierter

Betreuung, die uns vom Wettbewerb unterscheidet.

Ihre Zufriedenheit ist unser Ziel.

Dabei wollen wir Sie nicht nur partnerschaftlich beraten,

sondern Ihnen insbesondere Serviceleistungen bieten,

die Sie nicht überall finden:

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bester Verkehrsanbindung und ausreichend Parkmöglichkeiten

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zur Verfügung (ob bei Ihnen zu Hause, in Ihrem

Betrieb oder in unseren Büroräumen)

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nicht nur vom Agenturinhaber getragen, sondern auch

von den Mitarbeitern für Innen- und Außendienst

• Alle Mitarbeiter sind sorgfältig ausgebildet und verfügen

über die gesetzlich vorgeschriebene Qualifikation

• Im Schadenfall sorgen wir für unbürokratische Abwicklung

und schnelle Regulierung

• Wir bieten ein ganzheitliches Beratungskonzept

• Sie erhalten eine Betreuung Ihrer Vertragsangelegenheiten

vor Ort

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über neueste Produkte und Tipps rund um die Themen

Sicherheit und Vorsorge

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rundet unser Serviceangebot ab.

Als eines der weltweit größten Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen

hat sich AXA besonders auf

Vorsorgelösungen spezialisiert. Diese werden insbesondere

im Bereich der Heilberufe über die Deutsche Ärzteversicherung

und neuerdings für den Sektor des öffentlichen

Dienstes über die DBV-Winterthur geführt.

Die Ärzteversicherung wie die Beamtenversicherung

gehören zum AXA Konzern.

Axa Versicherung Bogisch Präger

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24 quadrat 05/2013 reisen

Wenn Grenzerfahrungen

zur Berufung führen

ER GING ALS TOURIST UND KAM ALS HELFER

Noch kurz vor Ende seines Urlaubs, den

Geert Schroeder im Jahr 2000 in Kenia

verbrachte, hätte er nicht gedacht, dass

eine Grenzerfahrung so einschneidend sein könnte,

dass sein Leben eine völlig andere Richtung

nehmen könnte.

Doch lassen wir ihn der Reihe nach erzählen.

Zusammen mit seinen Mitstreitern Sandy Hoffmeister

(Café am Markt in Goslar), Jürgen Walti

(langjähriger Freund aus Studientagen) und Toto

Chipeta, dem Mann für absolut alles vor Ort in

Afrika, treffen wir uns im Café am Markt und

schon beginnt Geert mit einem fast lückenlosen

Bericht über seinen ersten Kontakt mit den Aidswaisen

in Kenia.

Nach seinem typisch touristisch geprägten Urlaub

hatte er noch ein wenig Zeit und wollte in den

letzten zwei Wochen noch Land und Leute kennen


eisen quadrat 05/2013 25

lernen. Während dieser Tour traf er jemandem vom

Roten Kreuz, mit dem er u.a. Waisenhäuser

besichtigte und das ganze Ausmaß der Aidskatastrophe

erlebte. Bei teilweise annähernd 30 %

Aidserkrankungen in der Bevölkerung rund um die

Region Lake Victoria bleiben die Babys und Kinder,

also die Wehrlosen, auf der Strecke. Säuglinge

und Kleinkinder werden aus Verzweiflung der

Eltern, die um ihren baldigen Tod wissen, ausgesetzt.

Da die Polizei die Orte kennt, an denen die

Kinder ausgesetzt werden, können viele von ihnen

gerettet werden, in dem sie, wenn sie gefunden

werden, in den viel zu wenigen Waisenhäusern

Unterkunft und Essen erhalten. Familiäre Liebe

und Geborgenheit finden sie in den überfüllten

und Heimen nur selten.

DIE ERSTE RADTOUR NACH AFRIKA

Geert Schroeder, der mittlerweile sogar Kisuaheli

spricht, begann sich zu engagieren und gründete

schließlich 2008 den Verein Malaika (Kisuaheli

für Engel oder guter Geist). Das Interesse bei

seinen Mitmenschen in Deutschland wuchs und

bald hielt er an Schulen und Institutionen erste

Vorträge, um Geld zu sammeln. Zusammen mit

einem Freund plante er eine Radtour durch verschiedene

Städte Deutschlands und anschließend

durch Afrika, z.B. Botswana und Sambia bis hin

nach Kenia. Völlig überraschend wurden sie dort

von Toto und ein paar Freunden abgeholt, die von

den Radelnden aus Deutschland in der Tageszeitung

gelesen hatten und die die ihnen Unbekannten

einfach nur unterstützen wollten. Sie waren

die Strecke von Nairobi nach Nakuru in nur einem

Tag geradelt, die gemeinsame Rückfahrt nach

Nairobi dauerte drei Tage! „Toto hat ein großes

soziales Herz“, bescheinigte denn auch Geert

seinem Freund, „er hat schon lange bevor wir uns

kennen gelernt haben, soziale Projekt angeschoben

und betreut. Zum Beispiel hat er in Gedenken

an einen bei einem Autounfall verstorbenen

Freund, der sehr viel für Kinder getan hat, eine

Kinderbücherei gegründet, um dem Freund ein

Denkmal zu setzen. Wir sind sehr froh, ihn in

unseren Reihen zu haben“.

Der Verein mietete schließlich für die Waisen ein

Landhaus in Kenia und bot damit den Kindern

Sicherheit, gesundes Essen und Bildung. Der

familiäre Charakter der Einrichtung macht eine

individuelle Förderung der Kleinen möglich.

Bereits im Jahr 2010 kaufte der Verein ein zwei

Hektar großes Grundstück und baute ein eigenes

Haus darauf, um sich von den Schikanen des

Vermieters unabhängig zu machen, der glaubte,

an dem Erfolg des Malaika-Houses durch ständig

erhöhte Mieten finanziell partizipieren zu können.

Durch eine großzügige Spendenzusage des Lions-

Clubs im April diesen Jahres wird der Bau eines

Hühnerstalls samt Hühnern und einer ersten

Anzahlung für eine Grundstückserweiterung

ermöglicht.

DIE ZWEITE RADTOUR STEHT AN

Das Projekt wächst also und immer mehr Spenden-

und Sponsoringzusagen fordern geradezu

eine zweite Radtour nach Afrika, deren Realisierung

in diesem Sommer erfolgen wird. Zusammen

mit seinem langjährigen Studienfreund Jürgen

Walti Walti und natürlich Toto Chipeta wird Geert

Schroeder eine gut 3-monatige Radtour unternehmen,

um andere Waisenhäuser zu besuchen und

weitere Spendengelder zu sammeln und dadurch

vielleicht ein weiteres Grundstück kaufen und

darauf ein Waisenhaus bauen zu können. Am 29.

April 2013 wird die muntere Truppe nach Kapstadt

fliegen und ab 1. Mai diesen Jahres Richtung

Nakuru radeln. Wenn alles gut läuft, werden sie

Mitte August diesen Jahres dort ankommen. (bs)

Wer die zweite Malaika-Tour unterstützen

möchte, kann dieses tun:

Verwendungszweck ‚Expedition’ auf das

Vereinskonto:

Malaika-Verein

Konto: 600 2984 101

BLZ: 430 60 967

GLS Gemeinschaftsbank


Radtouren im Vorharz

Hinter der Kurve lockt eine Bank im Schatten

eines mächtigen Baumes. Grüne Blätter

rascheln im leichten Wind. Feine Schweißperlen

stehen auf meiner Stirn. Ich bremse das

Fahrrad. Eine Pause kommt mir gelegen. Schnell

greife ich eine Wasserflasche aus dem Gepäckkorb.

Die kühle Erfrischung schmeckt herrlich. Auf der

Bank falte ich die Karte auseinander. Ich befinde

mich in Zilly. Neben mir murmelt ein Bach. Die

Wasserburg liegt friedlich ganz in der Nähe. Ihre

Mauern spiegeln sich in der dunklen Nässe des Grabens.

Seit ein paar Stunden bin ich unterwegs. Kurz nach

dem Frühstück schwinge ich mich in die Pedale.

Nach dem langen Winter stecke ich voller Reiselust.

Zu Fuß? Viel zu langsam. Mit dem Auto? Zu

schnell. Also, das Fahrrad. Heute ist es warm und

die Luft hat so einen wunderbaren Duft.

Das Harz-Vorland ist für mich genau richtig. Zahlreiche

Radtour-geeignete Straßen und Wege durchziehen

es. Im Abstand einiger Kilometer liegen

Dörfer und Kleinstädte. Sie stecken voller

Geschichte und Geschichtchen. Oft finden sich

Gasthäuser und viele Bänke. Mir genügt die eine,

auf der ich jetzt sitze. Mein Blick reicht über eine

offene Landschaft mit Wäldern, Feldern und

Hügeln. Die Aussicht auf die Harzer Berge neben

mir ist malerisch.

In der Nähe von Goslar starte ich meine Spazierfahrt.

Das erste Ziel heißt Vienenburg. Besonders

gefällt mir die Strecke an den Harly-Höhen entlang,

vorbei am Klostergut Wöltingerode. Während ich

über die Landstraße radele, fallen mir viele versteckte

Reize auf. Eine alte Mauer, von Efeu überwuchert,

der Glockenturm mit Schiefer verkleidet,

eine mächtige Kastanie in Blüte. Ein Hund, der in

der Sonne schläft.

Das Fahrrad macht einen Satz, als ich über die

Vienenburger Oker-Brücke fahre. Die Stadt ist ein

guter Ausgangspunkt. Von hier aus führen viele

Radwege in verschiedene Richtungen. Den alten

Bahnhof und das Eisenbahnmuseum werde ich

später mal besuchen. Ich folge den Schildern nach

Osterwieck. Am Ortsausgang von Vienenburg geht

es ein kurzes Stück bergauf, dann liegt die Landschaft

wieder vor mir. Beim Landgasthaus „Zum

weißen Ross“ warten schon Tische und Stühle im

Sonnenschein. Eine fleißige Mitarbeiterin rückt

alles zurecht und spannt Sonnenschirme auf. Von

hier aus führt eine Straße direkt zum dunkelgrünen

Harz. Ein Stück hinter einem Bahnübergang hat

jüngere Geschichte Spuren hinterlassen. Eine hohe

rostige Stahlplatte erhebt sich aus der Erde, ein

Denkmal für die deutsche Teilung. Ein Schild erinnert

an den Tag, an dem die Mauer fiel.

Die Blätter rauschen in den Alleebäumen und der

Fahrtwind streicht mir durchs Gesicht. Die Kilometer

schnurren unter den Reifen weg. Bergab lasse

ich mich rollen, die sanften Steigungen überwinde

ich mit Kraft. So viel Sport muss sein.

Bei Lüttgenrode sehe ich eine Ansammlung von

Häusern an der Kante eines Abhanges. Sie scheinen

sich seit Jahrhunderten an den Felsen geklammert

zu haben. Darüber erheben sich verfallene

Mauern und ein Turm. Die Sonne strahlt hell auf die

Mauerreste. Eine Katze trottet über die leere Straße.

Ich bewundere die Ausmaße der Gemäuer und

FOTOS: RAINER GOLITZ


spähe in einen Garten mit stattlichem Herrensitz.

Ich krame den Reiseführer hervor. Einst thronte

dort das mächtige Kloster Stötterlingenburg. Weiter

geht´s. Nach ein paar Kilometern erreiche ich

Osterwieck.

Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Kopfsteinpflaster,

zwei Kirchen und Straßenzüge voller

Fachwerkhäuser. In gebogenen Straßen drängen sie

sich aneinander. Ihre Schnitzereien zeigen viele

bunte Sonnen und fromme Sprüche. Vor dem

„Eulenspiegelhaus“ in der Schulzenstraße bleibe

ich stehen. In seinen schiefen Balken erkenne ich

verspielte Fabelwesen. Ein bärtiger Mann mit Bierkrug

ins Holz geschnitzt lehnt an ein Fenster.

Neben seinem Kopf eine Eule. Ich raste im Schatten

der mächtigen St. Stefani-Kirche.

Als ich Osterwieck verlasse, werfe ich einen Blick

zurück. „Ich komme wieder.“ Ich radele eine Allee

entlang. Vögel zwitschern vergnügt in den Ästen.

Auf den Feldern sprießt die grüne Saat. Ein Traktor

rumpelt über eine Piste. Ein Raubvogel zieht

gemächlich seine Kreise durch die Luft.

Über Berßel komme ich nach Zilly zur Wasserburg

und entdecke meine Bank im Baumschatten. Noch

etwas Erholung. Ich falte die Karte auseinander.

Ich bin angenehm überrascht, wie gut ich die Strecken

bewältige. Die meisten Radwege sind asphaltiert.

Oft befahre ich Bundesstraßen mit einem

breiten Radfahrstreifen. Auch sind die Strecken

hervorragend beschildert.

Noch 16 Kilometer bis Halberstadt. Ich wähle den

direkten Weg über die B 79. Heute, an einem Feiertag,

ist sie wenig befahren. Auf dem Seitenstreifen

bin ich sicher, wenn Autos an mir vorbei

zischen. Endlich ist es soweit: Hinter einem Dunstschleier

ragen aus einer Vielzahl von Häuserdächern

mehrere hohe Spitzen. Besonders markant

ist die Silhouette des Doms und die Martinikirche

mit ihren ungleich hohen Türmen mit dem Verbindungsgang,

mittendrin der klobige Wassertorturm.

Ich radle in die Innenstadt mit dem Holz- und

Links: Wasserburg Zilly,

Oben: Alte Streuobstwiese bei Berßel

Unten: Feld-/Radweg bei Athenstadt

Fischmarkt. Dort sind Straßen cafés, Eisdiele und

Bars. Schließlich sitze ich in der Sonne, vor mir ein

kühles Bier ohne Alkohol und eine Thüringer. Ich

genieße die salzige Würze. Für die Rückfahrt nehme

ich eine andere Strecke. Vorher werde ich mich

in Halberstadt umsehen. Zu entdecken gibt es

reichlich.

Am frühen Abend bin ich wieder zu Hause. Heute

war es ein Tagesausflug. Eine Tour über mehrere

Tage traue ich mir auch zu. Ich könnte in Quedlinburg

oder Aschersleben übernachten und am

nächsten Tag zurückkehren. Als ehrgeiziges Projekt

lockt auch der Harzrundweg. Er ist für Radfahrer

ausgemessen und hervorragend gekennzeichnet.

Man folgt Schildern mit einer grünen Hexe auf weißem

Grund. Dieser Rundkurs ist 312 Kilometer lang.

Kurze Wegbeschreibung? Ganz einfach, Goslar –

Sangerhausen – Goslar. Na, dann mal los. (edh)

Golferlebnistag am 5. Mai 2013

27

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QUADRAT traf sich mit Heike Göttert und

Günter Koschig im Goslarer Café am Markt.

Herr Koschig, Sie haben inzwischen 66

TeilnehmerInnen sowie mit Eintracht Braunschweig,

den Braunschweiger Lions und den

Harzer Wölfen drei komplette Mannschaften für

die Goslarer Zivilcourage-Kampagne (GZK) gewinnen

können. Welche Motive haben Sie dazu inspiriert

und wie kamen Sie an die vielen Promis?

Als Beauftragter für Kriminalprävention der Polizei

Goslar und Opferhelfer des WEISSEN RINGES

haben wir gemeinsam mit den Initiatoren der GZK,

dem Polizeichef Thomas Brych, dem Kinochef

Florian Wildmann, dem Verleger Klemens Karl

Krause und der Photogeno-Fotografin Heike Göttert

nach dem Tode von Dominik Brunner ein

Zeichen für mehr Zivilcourage und Opferschutz

setzen wollen. Die Kontakte, die ich in drei Jahrzehnten

überregionaler ehrenamtlicher Arbeit für

den WEISSEN RING gewonnen habe und die

professionellen Fotos von Heike Göttert bildeten

die Grundlage des inzwischen bundesweit ausgezeichneten

Zivilcourageprojekts.

Frau Göttert, schaut man auf Ihre Photogeno-

Internetseite, dann ist dort „Promialarm“! Welche

besonderen Eindrücke haben Sie von den Zivilcourage-Shootings

mit den Promis mitgenommen?

Von den vielen besonderen Begegnungen möchte

ich zunächst das Treffen mit der ehemaligen Box-


institutionen quadrat 05/2013 29

Viele prominente Gesichter

HEIKE GÖTTERT UND GÜNTER KOSCHIG TREFFEN BOXQUEEN HALMICH SOWIE TRAINERSTAR SLOMKA

weltmeisterin Regina Halmich im Karlsruher

landesweite Kampagne „Zivilcourage hat viele

bei Gefahr zumindest die Profis per Notruf 110

Bulldog Gym herausgreifen. Obwohl die Boxqueen

Gesichter, zeig deins!“ in Hannover gestartet. Für

anzurufen!

schon seit Langem die Aktion „Kraft gegen Gewalt

mich war klar, den schlauen und sympathischen

– Sportler setzen Zeichen“ im WEISSEN

RING unterstützt und beste Kontakte zu

ihrem Management bestehen, hat es über

ein Jahr gedauert, bis eine Lücke in ihrem

Terminkalender diesen Termin zustande

Frau Göttert, Sie haben inzwischen Ministerpräsidenten,

Musiker, Weltmeister und

Filmstars für die GZK vor Ihrer Kamera

gehabt. Was hat Sie am smarten Fußballtrainer

begeistert?

kommen lässt! Regina ist halt ein gefragter

In der AWD-Arena sind wir mit Mirko Slom-

Medienstar und als sie in ihrem ersten Box-

ka, der gerade aus dem Fitnessraum kommt,

studio auftaucht, zieht sie uns gleich in

in der Mittagspause verabredet. Nach einem

ihren Bann. Nachdem wir das Gym in ein

kurzen Briefing, er bietet uns sofort das „du“

Fotostudio verwandelt haben, betritt die

an, suchen wir zunächst einen passenden

unkomplizierte, perfekt gestylte Lady mit

Hintergrund ohne die vielen Sponsorenlo-

ihrem Weltmeistergürtel ihren ersten Boxring

gen. Schließlich entscheiden wir uns fürs

und hört fortan eine Stunde lang „auf mein

Improvisieren mit Moderatorenwänden, die

Kommando“! Ich will sie so passend zu

wir mit blauem Stoff auskleiden und so ein

ihrem Kampagnenslogan „Zivilcourage ist

mobiles Fotostudio realisieren. Dann geht

keine Frage der Stärke!“ in Szene setzen,

das Shooting in lockerer Atmosphäre mit

dass das Plakatfoto viele Menschen

unserem neuen „Zivilcourageleuchtturm“

anspricht und zum Hinsehen, Handeln und

los. Mit seinem Charme und seinem gewinn-

Helfen inspiriert! Das Shooting für den

bringenden, freundlichen Lächeln ist Mirko

WEISSEN RING und meine Seite www.pho-

sofort auf allen Fotos präsent und wir können

togeno.de hat sie ebenfalls profihaft absol-

das „Zivilcourage-Maßband aller Dinge“

viert, sodass wieder besondere Fotos von ihr

schnell wieder einpacken. Nachdem ich ein

entstanden sind!

„Kuschelfoto“ mit Mirko für meine Internetseite

bekomme, gibt es zum Schluss noch

Herr Koschig, wieso haben Sie Mirko Slomka

eine Fotostrecke für den WEISSEN RING

für Ihre Kampagne, die 2012 zur besten

und die Polizei. Ob mit dem „Sportler setzen

Idee Deutschlands nominiert und die Aus-

Zeichen-T-Shirt“, dem Goslarer Präventions-

zeichnung „ Ausgewählter Ort im Land der

teddy der Polizei oder dem Zivilcourageban-

Ideen“ bekommen hat, ausgesucht?

ner des WEISSEN RINGS, der völlig relaxte

FOTO: PHOTOGENO / HEIKE GÖTTERT

Fußballtrainer Mirko Slomka ist nun einmal

einer der erfolgreichsten und bekanntesten

Trainer in Deutschland! Er begeistert jedes

Wochenende mit seinen „Roten“, Hannover 96,

die Massen im Stadion oder vor den Bildschirmen.

Ich habe 2010, unter anderem mit ihm, dem

Remixer Mousse T und mehreren Ministern die

Taktiker Slomka möchte ich als einen Botschafter

für GZK haben! Mit seinem Slogan: „Zivilcourage

ist das Maß aller Dinge!“ wirbt er in Zeitungsanzeigen,

Kinospots, im Internet und mit Postkarten,

Trainerfuchs lässt sich auch durch immer

neue Ideen von Projektleiter Günter Koschig

nicht aus der Ruhe bringen. Als sich Mirko

Slomka von uns verabschiedet und seine Spieler

zur nächsten Trainingseinheit bittet, haben wir das

Gefühl, uns verlässt ein Freund!


platz genommen quadrat 05/2013 31

GANZ PRIVAT

FOTOS: STEFAN SOBOTTA, AUFGENOMMEN IM CAFÈ AM MARKT GOSLAR

DAGMAR UND

DIR. U. PROF. PROF. DR. FRANK ORDON

Wahlheimat Harz

Dagmar und Dir. u. Prof. Prof. Dr. Frank Ordon leben in Goslar. Während eine der beiden Töchter

noch zur Schule geht und zu Hause lebt, ist die andere mittlerweile zum Studieren nach

Halle gegangen. Frank Ordon ist der Leiter des Institutes für Resistenz forschung und Stresstoleranz

des Julius-Kühn-Institutes (JKI) mit Sitz in Quedlinburg, und er ist Honorarprofessor

für „Molekulare Resistenzzüchtung“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er ist

Herausgeber bzw. Mitherausgeber wissenschaftlicher Zeitschriften und in verschiedenen nationalen

und internationalen Gremien tätig. Der studierte Agrarwissenschaftler lebt mit seiner

Frau seit 2004 im Harz.

Ihr Institut ist in Quedlinburg ansässig ...

Frank Ordon: Ja. Das Julius-Kühn-Institut (JKI) ist

das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

und eine selbstständige Bundesoberbehörde im

Bereich des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft

und Verbraucherschutz (BMELV). Unser Ziel

ist die leistungsfähige und gesunde Kulturpflanze.

In diesem Zusammenhang bearbeiten wir im gesamten

Bereich des JKI Fragen der Genetik und der

Pflanzenzüchtung, dazu Bodenkunde, Pflanzenernährung,

Pflanzenbau und insbesondere Pflanzenschutz

und Pflanzengesundheit. Das JKI ist 2008

entstanden durch die Zusammenlegung der ehemaligen

Biologischen Bundesanstalt für Land- und

Forstwirtschaft (BBA), der Bundesanstalt für Züchtungsforschung

an Kulturpflanzen (BAZ) und zwei

Instituten der Forschungsanstalt für Landwirtschaft

(FAL) in Braunschweig. So sind wir jetzt deutschlandweit

15 Institute unter dem Dach des Julius-

Kühn-Institutes. Ich leite das Institut für Resistenzforschung

und Stresstoleranz in Quedlinburg. Wir

beschäftigen uns damit, in pflanzengenetischen

Ressourcen, das heißt in verwandten Arten oder

Wildarten unserer Kulturpflanzen sowie exotischen

Sorten solche zu finden, die resistent (widerstandsfähig)

gegen Pilze, Viren, Bakterien oder Insekten

sind. Wenn wir diese identifiziert haben, versuchen

wir die Genetik der Resistenz aufzuklären, Stichwort:

Mendel, und bemühen uns dann, diese Unterschiede

im Erscheinungsbild (resistent/anfällig) auf die

Ebene der Erbsubstanz (DNA) zurückzuführen. Wir

entwickeln molekulare Marker für diese Gene, die

uns Auskunft geben, wo im Genom diese lokalisiert

sind und die es später der Züchtung erlauben, diese

Gene beschleunigt zu nutzen, also die Resistenz

unserer Kulturpflanzen auf eine breite genetische

Basis zu stellen. Das tun wir im Bereich des biotischen

Stresses, also Viren, Pilze, etcetera, aber auch

im Bereich des abiotischen Stresses, der bedingt

durch den Klimawandel an Bedeutung gewinnen


32 quadrat 05/2013 platz genommen

wird, also Trockenheit, Hitze und so weiter. Wir

nehmen dort beispielsweise Genotypen aus trockenen

Gebieten und schauen, ob diese unter unseren

Bedingungen ebenfalls tolerant gegenüber Hitze und

Trockenheit sind und versuchen dann die Genetik

dieser Toleranzen aufzuklären. Wir sind also mit

unseren Arbeiten im Bereich vor der eigentlichen

Pflanzenzüchtung, der sogenannten Pflanzenzüchtungsforschung,

tätig. In meinem Institut wird Vorlaufforschung

durchgeführt und wir züchten keine

Sorten. Dieser Forschung wird zukünftig eine wachsende

Bedeutung zukommen, denn im Jahre 2050

sind neun Milliarden Menschen zu ernähren. Verschärft

wird diese Situation zusätzlich durch den

Klimawandel, den zunehmenden Flächenverbrauch

für Bioenergiegewinnung und nachwachsende Rohstoffe

sowie den zunehmenden Fleischkonsum insbesondere

in den Schwellenländern.

Geht das in den Bereich der Grundlagenforschung?

Frank Ordon: In der Regel nicht. Es ist mehr angewandte

Forschung. Wir arbeiten etwa im Bereich der

Grundlagenforschung eng mit dem Leibniz-Institut

für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in

Gatersleben (IPK) und Universitäten zusammen und

haben auf der anderen Seite die praktische Pflanzenzüchtung.

Wir stehen da in der Mitte und machen

durch unsere Forschung die genetische Vielfalt

nutzbar. Damit schaffen wir langfristig die Voraussetzungen,

dass basierend auf wissenschaftlichen

Erkenntnissen angepasstere, zum Beispiel resistentere

Sorten gezüchtet werden können. Diese Arbeiten

leisten somit einen Beitrag zu einer umweltverträglichen

Landwirtschaft. Am Anfang der

pflanzlichen Produktionskette steht das Saatgut und

somit kommt der Resistenzforschung bzw. der Pflanzenzüchtungsforschung

im allgemeinen natürlich

eine erhebliche Bedeutung zu, die zukünftigen

Herausforderungen zu meistern. Die Ergebnisse

unserer wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlichen

wir in begutachteten Journalen, aber auch in populärwissenschaftlichen

Zeitschriften und in Buchbeiträgen.

Im Bereich welcher Arten forschen Sie?

Frank Ordon: Das sind Getreidearten wie Weizen und

Gerste, aber auch Raps und Kartoffel, die beispielsweise

sehr empfindlich gegenüber Trockenstress ist.

Wir bearbeiten auch Pflanzen wie die Lupine, die

Ackerbohne und die Sojabohne. So hat das BMELV

jüngst die sogenannte Eiweißstrategie entwickelt,

weil eine erhebliche Lücke in der Eigenversorgung

im Bereich Eiweißpflanzen besteht. Dazu wird in

unserem Institut einerseits an der Verbesserung der

Anpassung der Sojabohne an unser Klima gearbeitet,

andererseits aber auch daran, einheimische Arten

wie die Lupine oder die Ackerbohne zu verbessern.

Gibt es noch andere Arten?

Frank Ordon: Wir arbeiten auch am Apfel. Dort gibt

es eine Krankheit, die Feuerbrand heißt. Die Blätter

sehen wie verbrannt aus. In vielen Fällen müssen

dann ganze Bäume gerodet und verbrannt werden,

da es sich um eine Quarantänekrankheit handelt. Wir

arbeiten zusammen mit einem anderen JKI-Institut

in Dresden-Pillnitz an der Züchtung resistenter

Apfelsorten. Gegen Bakterien, wie sie auch den

Feuerbrand auslösen, gibt es keine chemischen

Mittel außer Antibiotika, deren Ausbringung jedoch

prinzipiell ohne Ausnahmegenehmigung verboten

ist.

Wir bearbeiten diese verschiedenen Themenfelder

mit ca. siebzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

in Quedlinburg und in Groß Lüsewitz, kurz vor Rostock,

wo der Teil meines Institutes ist, der sich mit

abiotischem Stress beschäftigt. Von diesen 70 Mitarbeitern

sind etwa 20 Doktoranden und Post-Docs,

die über drittmittelgeförderte Projekte finanziert

werden.

Sie arbeiten auch international?

Frank Ordon: Ja, Schwarzrost ist beispielsweise eine

Krankheit an Weizen, die in Afrika sehr bedeutend

ist. Bei uns ist Schwarzrost allerdings bisher kein

Problem, da es hier zu kalt ist. Jahrelang gab es ein

Resistenzgen, welches Ertragsverluste durch

Schwarzrost verhindert hat, aber 1999 ist in Uganda

eine Rasse aufgetreten, welche dieses Resistenzgen

überwinden konnte. Gemeinsam mit einem äthiopischen

Doktoranden, wo diese neue Rasse inzwischen

auch weit verbreitet ist, haben wir vor einigen Jahren

einen molekularen Marker für ein anderes noch

wirksames Resistenzgen entwickelt, der es nun

ermöglicht, für diese Regionen beschleunigt Weizensorten

zu züchten, die resistent gegenüber dieser

Schwarzrost-Rasse sind. So sind wir auch international

gut eingebunden und haben weitere gemeinsame

Projekte beispielsweise mit Russland, Indien,

Peru, China, Spanien, Frankreich und weiteren

Ländern.

Woher kommen Ihre Doktoranden?

Frank Ordon: Im Wesentlichen handelt es sich um

Agrarwissenschaftler und Biologen, die aus ganz

Deutschland kommen. Wir haben am JKI kein Promotionsrecht.

Das liegt in Deutschland bei den

Universitäten. Unsere Doktoranden promovieren

beispielsweise in Halle, Gießen, Rostock, Berlin oder

Hannover. Die Arbeit mit den jungen Wissenschaftlern,

die an spannenden Themen arbeiten, macht die

Tätigkeit als Institutsleiter, die natürlich auch mit

viel Administration verbunden ist, interessant,

genauso wie die Vorlesungen an der MLU in Halle

und die Betreuung von Master- und Bachelorstudenten.

Daneben ist es auch immer schön, internationale

Gäste im Institut zu haben, zum Beispiel aus

Russland, Neuseeland, Serbien, Benin, der Türkei

und anderen Ländern, ebenso wie internationale

Tagungen in der ganzen Welt zu besuchen, auf denen

wir unsere Ergebnisse vorstellen. Dies erweitert den

Horizont erheblich.

Frau Ordon, sie kommen aus einer ganz anderen

Branche?

Dagmar Ordon: Ich bin Verlagskauffrau und habe in

Frankfurt/Main zuerst in einem Verlag und dann in

einer Werbeagentur als Mediaberaterin gearbeitet.


platz genommen quadrat 05/2013 33

Jetzt korrigiere ich Bücher, quasi als Lektorin. Es

gibt Verlage, die durch Autoren selbst finanzierte

Bücher verlegen.

Das klingt sehr vielfältig ...

Dagmar Ordon: Ich bekomme oft Bücher, die echt

spannend zu lesen sind. Man lernt viel, beispielsweise

über Religionen, Esoterik oder auch über

Apartheid. Ich habe neulich eine Geschichte bearbeitet,

in der der Autor seine Kindheit als Mischlingskind

in Südafrika beschreibt und da lernt man

schon sehr viel Neues. Ich korrigiere das jedoch nur

sprachlich und nicht inhaltlich. Dies ist bei den oft

im Bereich der Esoterik angesiedelten Inhalten

auch gar nicht möglich.

Frank Ordon: Also ich könnte das nicht ...

Wie kommt man dazu?

Dagmar Ordon: In meinem Fall hat mich eine

Freundin, die im Verlag arbeitet, gefragt. Es gibt

mehrere solcher Verlage: Die Autoren bezahlen für

den Druck und die Überarbeitung ihrer Werke, da

ihnen das eigene Buch wichtig ist.

Die Menschen wollen also alles noch gedruckt

haben?

Dagmar Ordon: Ja, das wird noch gewünscht. Ich

bin da aber selbst auch ganz nostalgisch. Ich rieche

Bücher gern, ich fasse sie gern an... Gedruckte

Bücher sind wichtig für mich. Spannend finde ich

jedoch die Möglichkeit der elektronischen Lesegeräte,

die Schrift zu vergrößern. Ich muss aber auch

sagen, dass ich Bücher, die ich nicht absolut super

finde und für die ich sonst keine Abnehmer finde,

wegwerfe, wenn es nur eine Taschenbuchausgabe

ist.

Bücher brauchen ja auch viel Platz ...

Dagmar Ordon: Solche Probleme haben unsere

Kinder nicht. Das finde ich eigentlich sehr traurig.

Aber die „Neuen Medien“ lassen da ja auch wenig

Zeit. Ich bin froh, dass sie wenigstens über die

Schule zum Lesen gezwungen werden.

Wie alt sind ihre Töchter?

Dagmar Ordon: 17 und 18 Jahre ...

Frank Ordon: ... alle weiblich, selbst der Hund!

(lacht)

Dagmar Ordon: Eine Tochter studiert und die andere

macht im nächsten Jahr Abitur. Wir verbringen

eigentlich noch sehr viel Zeit mit unseren Kindern.

Als die Kinder klein waren, gab es keine Fernseher

in ihren Zimmern, jetzt wollen sie nicht mehr und

das Fernsehprogramm muss diskutiert werden. Ich

bin allerdings manchmal echt verblüfft, welche

Doku-Soaps so im Trend sind.

Frank Ordon: Man muss wohl auch manche Sendungen

sehen, damit man mitreden kann...

Dagmar Ordon: Die Wege treffen sich dann aber

doch beim Tatort, insbesondere wo jetzt auch noch

Til Schweiger dabei ist. Sie sind aber auch selbst

kreativ: In der Schule spielt eine unserer Töchter

Theater, wobei die Stücke der letzten Jahre jedoch

häufig etwas Endzeitstimmung verbreitet haben

und sicherlich Darsteller und Zuschauer vor gewisse

Herausforderungen gestellt haben.

Sie stammen beide nicht aus dem Harz?

Dagmar Ordon: Ich bin in Frankfurt geboren, in

Hanau zur Schule gegangen und dann für Ausbildung

und Beruf an meinen Geburtsort zurückgekehrt.

Frank Ordon: Ich bin in Hildesheim geboren und in

Bad Salzdetfurth aufgewachsen. Nach der Schule

bin ich zum Studium nach Gießen gegangen und

dort hängen geblieben. Dort habe ich 20 Jahre

gelebt, bis ich 2002 die Leitung des Institutes

bekam, das sich zu dieser Zeit noch in Aschersleben

befand. 2004 sind wir nach Goslar gezogen

und das Institut ist 2006 von Aschersleben nach

Quedlinburg umgezogen. Durch die B6 ist die Fahrt

zur Arbeit mittlerweile sehr entspannt. Die ersten

zwei Jahre war ich von Montag bis Donnerstag in

Aschersleben und am Freitag in Gießen an der Uni.

Ich habe damals an einem nebeligen 1. November

in Aschersleben angefangen. Das war in Sachen-

Anhalt ein Brückentag und der damalige Leiter

hatte allen Mitarbeitern eine Urlaubssperre auferlegt.

Die Stimmung an meinem ersten Tag kann

man sich vorstellen. Sie ist dann aber kontinuierlich

besser geworden.

Quedlinburg ist schon schöner ...

Frank Ordon: Ja aber abends ist da auch wenig los.

Dagmar Ordon: Gerade mit Besuchern ist es dann

manchmal schwierig, abends noch eine Location zu

finden, wo man nicht allein sitzt, auch wenn die

Stadt mit ihrem tollen mittelalterlichen Kern immer

wieder schön ist. Genauso wie Goslar ist das eine

wunderschöne Stadt. Ich möchte hier eigentlich

nicht wieder weg. Ich fühle mich in dieser Region

auch noch relativ jung. Das Flair der Studentenstädte

fehlt uns schon und wir besuchen gern Studienfreunde,

aber eigentlich bin ich schon eher die

Kleinstädterin. Man kennt sich und das ist schön.

Wenn wir abends ausgehen, treffen wir eigentlich

immer Bekannte, ohne uns verabreden zu müssen.

Früher habe ich die Leute über die Kinder kennen

gelernt und heute eher über den Hund.

Sie beide haben sich aber nicht über den Hund

kennen gelernt?

Frank Ordon: Das ist eine witzige Geschichte: Wir

kennen uns vom Altstadtfest in Bad Salzdetfurth.

Ich bin dort groß geworden und da muss man natürlich

jedes Jahr hin, um alte Freunde wieder zu

treffen. Irgendwann haben sich eine ehemalige

Freundin von mir und Dagmar in Frankfurt kennen

gelernt und sie hat Dagmar von Frankfurt zum Altstadtfest

mitgebracht nach Bad Salzdetfurth ...

Dagmar Ordon: ... und ich habe ihn dann zu meinem

Opernabonnement in Frankfurt eingeladen.

Frank Ordon: So ist das dann gekommen und Dagmar

ist von Frankfurt nach Gießen gezogen. Jetzt

ist Goslar unsere Wahlheimat, in der wir sehr gern

leben.

(sts)


34

Er ist da!

und

der neue Katalog vom Holzfachmarkt Reimann.

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Wenn‘s was werden und auch halten soll –

von Anfang an zu Reimann.

Katalog auch im Internet betrachten unter: www.holz-reimann.de


Auf dieser Rundreise im Februar 2013 liegen folgende

Städte auf unserer Route: Bangalore, Mysore,

Madurei, Chennai, Jaipur, Agra und Delhi. Wir sind

von den vielen Bauten, Tempeln und Statuen begeis-

36 quadrat 05/2013 reisen

Indien. Dieses Wort allein weckt Vorstellungen und

Phantasien. Man denkt an idyllische Palmenhaine

und schöne Tempeltänzerinnen, an sagenhaft reiche

Maharadschas und goldüberladene Schlösser,

an meditierende Gurus und wundertätige Fakire, an

heilige Kühe und den mächtigen Strom des Ganges.

Indien

Wir haben ein Jahr Vorlaufzeit, um uns über Indien

zu informieren. Wir lesen Reiseberichte und Romane,

studieren Reiseführer. So steigen wir voller

Erwartungen in Deutschland in den Flieger, der uns

in etwa acht Stunden in unser Reiseland Indien

fliegt. Ein Fahrer holt uns vom Flughafen ab und

bringt uns zu unserer Unterkunft. Die erste angelesene

Info stimmt: Du kannst als Europäer in Indien

nicht selbst mit dem Auto fahren. Ein unübersichtliches

Durcheinander von Autos, Motorrädern,

Fahrrädern und Rikschas umgibt uns laut hupend in

den Straßen. Fußgänger und in den kleineren Orten

die heiligen Kühe runden das Bild ab und, nicht zu

vergessen, Indien hat Linksverkehr.

Die zweite Info stimmt auch. Arm und reich leben

dicht nebeneinander. Man sieht Reichtum meist

hinter Mauern oder in abgeschirmten Luxushotels.

Armut ist vielerorts sichtbar. Wo die Touristen in

großer Zahl erscheinen, wird man schnell von bettelnden

Kindern umringt, die meist für den Lebensunterhalt

der Familie mit sorgen müssen.

Impressionen einer Reise


spitzmarke quadrat 05/2013 37

FOTOS: BERND SCHUBERT

tert: Sie nun nicht nur auf schönen Farbfotos, sondern

in Wirklichkeit zu sehen. Die Aufnahmen in den

Reiseführern und Prospekten können auch nicht

vermitteln, wie freundlich und aufgeschlossen uns

die Menschen begegnen. Viele wollen sich mit uns

fotografieren lassen oder fragen neugierig nach

unserem Heimatland.

Ein Erlebnis zwischen den vielen Eindrücken bleibt

besonders hängen. In einem Dorf hält der Fahrer

plötzlich an, geht um das Auto und sieht den Schaden:

Reifenpanne, kurz vor dem abendlichen Etappenziel.

Wie aus dem Nichts erscheinen Menschen

und ein Rikschafahrer, als ob sie auf uns gewartet

hätten. Man schafft uns ins nächste Dorf, dort ist

eine Reifenwerkstatt. Es geht alles schnell, wir wollen

dem Fahrer und den Menschen nicht auf die

Finger schauen und verabschieden uns für eine

halbe Stunde Richtung Dorfmitte. Schnell haben wir

einen sehr netten Guide, der uns sein Zuhause,

seine Bananenplantagen voller Stolz zeigt, uns seinen

Bruder vorstellt, der mit vielen Näherinnen

Jutesäcke herstellt, und einen weiteren Bekannten,

der ein riesiges Rosenfeld für die Produktion von

Blumenkränzen und Blütenschmuck besitzt. Im

kürzester Zeit sind wir von freundlichen lachenden

Menschen umringt, plaudern in unserem beiderseitigen

holprigen Englisch und machen wieder die

obligatorischen Gruppenfotos mit und ohne uns

hereingeschneite Touristen.

Nach einer Stunde fällt der Abschied schwer, der

Reifen ist schon lange fertig und man hat uns schon

vermisst. Eigentlich sind wir im Nachhinein froh,

dass wir eine Zwangspause einlegen mussten. Solch

ein Erlebnis steht in keinem Reiseführer und wird

einem in keinem Palast-Hotel geboten. Deshalb

habe ich auch meist in den Tempeln, in den Städten

und Dörfern Menschen fotografiert, die mich mit

ihrer Freundlichkeit und Offenheit faszinierten.

Frauen in gepflegten farbenfrohen Saris und Männer

in weißen Hemden hoben sich sehr oft ab von dem

„Gammellook“ der Touristen.

Einen kleinen Teil dieser Fotografien kann man zur

Zeit im Haus der Kirche in Bad Harzburg, Lutherstraße

7, im Rahmen einer Fotoausstellung noch bis

Ende Mai besichtigen.

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kulinaria quadrat 05/2013 39

Liebe Quadrat Leser,

neulich haben die Teilnehmer des Kochevents

„Küche & Kultur" den von mir geschossenen

Hirsch in ein köstliches Gulasch verwandelt.

Dieses fantastische Rezept muss

ich Ihnen einfach weitergeben.

Scharfes Hirschgulasch

1,2 kg Hirschkeule ohne Knochen

3 Zwiebeln

2 Karotten

1/3 Knollensellerie

200 g Dosentomaten

2 Lorbeerblätter

3 Pimentkörner

0,5 l kräftiger Rotwein

1 Zimtstange

2 getrocknete Chilischoten

30 g Zartbitterkuvertüre

Also legen wir los. Wir kaufen uns

pro Person 300 Gramm Hirschgulasch

von allerbester Qualität bei

dem Fleischer unseres Vertrauens,

und braten es in Olivenöl scharf an.

Wenn es eine schöne braune Farbe

angenommen hat, geben wir Zwiebeln,

Sellerie und Möhren (natürlich in

kleinen Stücken) dazu. Heute zur Abwechslung

mal eine Chilischote (scharf macht scharf),

eine Dose Tomaten, und gießen das Ganze mit Rotwein

auf, bis es knapp bedeckt ist.

Würzen mit zwei Lorbeerblättern, 3 Pimentkörnern, 2 getrockneten Chilischoten und einer Zimtstange.

Zwei Stunden quackeln (Leistescher Fachterminus) lassen oder bei 160 Grad in den Ofen

mit Deckel. Danach das Fleisch herausholen und den Rest durch ein Sieb passieren. Mit Salz und

Pfeffer abschmecken, das Fleisch wieder hinzufügen und fertig ist die Laube. Ein Variante wäre

mal, 30 g zerkleinerte Zartbitterschokolade einzurühren, das passt hervorragend. Der Sauce ggf.

noch etwas Wildfond hinzufügen.

Als Beilagen nehmen wir Spätzle, Kartoffeln, Rotkohl … was Sie wollen. Dieses Gericht ist zwar

nicht wirklich sommerlich, aber probieren Sie es, es schmeckt zu jeder Jahreszeit.

Freuen Sie sich auf den schönsten Monat des Jahres, genießen Sie den Duft, das frische Grün und

den Gesang der Nachtigall.

Ihr Harald Leiste

FOTO: CAMPOMALO_PIXELIO.DE


40 quadrat 05/2013 SPITZMARKE

Demnächst im cineplex Goslar

iron man 3

ab 1.5.2013 im Kino!

Der exzentrische Erfinder Tony Stark, alias Iron Man, muss hilflos erleben, wie

der wahnsinnige Mandarin, der Kopf der Terrororganisation „Die Zehn Ringe“,

seine persönliche Welt in Schutt und Asche legt. Um seine große Liebe Pepper

Potts zu beschützen, zieht Tony in einen aussichtslos erscheinenden Kampf, in

dem er sich nur auf seinen brillanten Verstand und seine Instinkte verlassen kann

– und findet dabei auch eine Antwort auf die Frage, ob der Anzug ihn zum Helden

macht, oder er längst ein Held ist.

Spektakuläres, drittes Abenteuer des Marvel-Helden mit Robert Downey Jr.

hanni & nanni 3

ab 9.5.2013 im Kino!

Im Lindenhof herrscht helle Aufregung, als sich die erwarteten, englischen Austauschschülerinnen

als Jungs entpuppen. Mademoiselle Bertoux sieht die Sache

gelassen und verpflichtet die Gäste kurzerhand für die Aufführung von „Romeo

und Julia“. Die Proben laufen allerdings völlig aus dem Ruder, als sich Hanni und

Nanni in den smarten Hauptdarsteller verlieben, hinter dem auch die zickige Daniela

her ist. Und dann machen die Kids aus dem Bühnenklassiker auch noch

eine coole Dance-Nummer!

Amüsante Fortsetzung der Teenie-Komödien nach Enid Blyton.

Die ostsee von oben

ab 23.5.2013 im Kino!

Nach ihrer Erfolgsdoku „Die Nordsee von oben“ widmen sich die Filmemacher

Silke Schranz und Christian Wüstenberg mit gleicher Leidenschaft der Ostsee –

ausschließlich aus der Vogelperspektive. Die beeindruckende filmische Reise

führt entlang der deutschen Ostseeküste von Flensburg über die Boddenlandschaft

ostwärts bis nach Usedom. Den Zuschauer erwarten außergewöhnliche

Bilder, gefilmt mit der weltweit besten Helikopterkamera.

hanGover 3

ab 30.5.2013 im Kino!

Für Alan ändert sich alles, als sein Vater stirbt und er in eine schwere Lebenskrise

stürzt. Alan fehlen seine drei besten Freunde und nach dem Tod seines Vaters,

versucht er sich mit durchgeknallten Ideen von der Trauer und dem Frust abzulenken.

Nur das Wolfsrudel in Form von Phil, Stu und Doug, kann ihm noch helfen.

Schließlich entscheiden sich die drei dazu wieder mit Alan nach Las Vegas zu

fahren, um ihn abzulenken und gemeinsam eine gute Zeit zu haben. Doch das

geht nicht lange gut. Bald haben sie es mit allerlei zwielichtigen Gestalten zu tun

und gelangen von einer kuriosen Situation in die Nächste. Ganz ohne Roofies.

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42 quadrat 05/2013 kultur 2

KULTUR KURZ-

MELDUNGEN

MAI

KIRSTEN KLÖCKNER

MALEREI UND MULTIPLES

STUBENGALERIE, GOSLAR

BIS 07. JUNI

Bunte Farben, verwirrende Linien,

räumliche Verwicklungen, scheinbare

Dreidimensionalität, Kästen, Pflanzen,

amorphe Strukturen – Kirsten

Klöckner, Jahrgang 1962, malt Aquarelle

auf Leinwände, die sie mit Lack

fixiert. Doch nicht nur Malerei zeigt

die in Berlin lebende Künstlerin in den

Räumen der Stubengalerie. Sie präsentiert

auch eine Auswahl ihrer Multiples,

die den Schalk im Nacken haben.

Hintergründig frech heißt das

perforierte Ei „dot.com“, die zinnerne,

angebissene Brotscheibe „shareware“.

FOTO: STUBENGALERIE

Kirsten Klöckners Werke finden sich

in zahlreichen privaten Sammlungen,

Galerien und Museen. Geöffnet hat die

Stubengalerie immer Dienstag bis

Freitag von 11.00 bis 13.00 Uhr und

von 15.00 bis 18.00 Uhr, sowie Samstag

von 11.00 bis 13.00 und von

14.00 bis 17.00 Uhr. An Sonntagen

können Sie von 11.00 bis 13.00 Uhr

die Ausstellung besuchen.

AUSSER KONTROLLE

KOMÖDIE VON RAY COONEY

STADTHALLE, BERLINER STRASSE 6,

CLAUSTHAL-ZELLERFELD

05. MAI, 16.00 UHR

Eigentlich ist das Tête-à-tête des

Staatsministers Richard Willey mit einer

Sekretärin der Opposition perfekt

eingefädelt. Wäre da nicht die Leiche.

Ohne Frage: Der Körper muss weg!

Ein rasanter Spießrutenlauf beginnt,

bei dem Willey verzweifelt versucht,

die peinliche Lage vor seiner Ehefrau,

einem misstrauischen Hotelmanager,

dem Kellner, seinem Sekretär George

und dessen Haushälterin zu verbergen.

Seine Lügengeschichten nehmen

immer abstrusere Formen an, bis

allmählich alle Betroffenen so sehr

darin verstrickt sind, dass sie am Ende

nur noch eine Wahl haben: Die Geschichte

zu glauben!

VIVAT VERDI

OPERNGALA MIT MUSIK VON

GIUSEPPE VERDI

GROSSES HAUS, HALBERSTADT

09. MAI, 19.30 UHR

GROSSES HAUS, QUEDLINBURG

17. MAI, 19.30 UHR

2013 jährt sich zum 200. Mal der Geburtstag

Giuseppe Verdis. Und dieses

große Jubiläum soll auch im Nordharzer

Städtebundtheater gebührend gewürdigt

werden. Denn: Wäre die Erfolgsgeschichte

der Gattung Oper ohne

die grandiosen Werke des wohl bedeutendsten

italienischen Opernkomponisten

der zweiten Hälfte des 19.

Jahrhunderts überhaupt vorstellbar?

Keinesfalls. Und das hat seine Gründe.

Verdis Musiksprache ist kompositorisch

geist- und variantenreich

und vor allem emotional immer wieder

tief beeindruckend. Der am 09.

Oktober 1813 in Le Roncole bei Busseto

geborene und am 27. Januar

1901 in Mailand gestorbene Komponist

schuf im Verlauf seiner mehr als

50-jährigen Karriere insgesamt 28

Opern, die sich fast durchweg einen

festen Platz auf den Spielplänen der

Theater erobern konnten. Insbesondere

„Rigoletto“, „La Traviata“ oder

„Der Troubadour“ gehören heute zu

den meistgespielten Werken des gesamten

Opernrepertoires.

RÜDIGER HOFFMANN

„APRIKOSENMARMELADE“

HARZLANDHALLE, ILSENBURG

11. MAI, 19.30 UHR

Rüdiger Hoffmann weiß genau, was

hilft, wenn dem Leben mal wieder die

nötige Süße und Leichtigkeit fehlt:

Aprikosenmarmelade mit viel Humor.

Auch in seinem neuen Live-Programm

bleibt der „Entdecker der

Langsamkeit” dabei seinem Stil treu.

Cool und immer in einem für ihn angemessenen

Tempo nimmt er uns mit

in seinen Alltag und seine fantasiereiche

Gedankenwelt. So können sich

Comedy-Fans auf einen vielfältigen

und vor allem lustigen Abend in aller

Gelassenheit freuen, den ihnen Rüdiger

Hoffmann garantiert versüßen

wird.

GOJO

KÖPI ZWANZIG 12, WORTHSTR. 10,

GOSLAR

17. MAI, AB 21.00 UHR

Gojo ist Soul- und RnB (Rock- `n`

Blues-) Sänger. Neben vielen Projekten,

die er zur Zeit noch begleitet, entsteht

jetzt sein erstes eigenes Projekt

namens – GOJO –, und vereint dabei

Pop- und Soulmusik geradezu meisterhaft.

Gerade arbeitet Gojo an seinem

Debütalbum! Die Songs gibt es

sicher dieses Jahr noch zu hören. Als

Sohn eines kubanischen Einwanderers

fühlt Gojo sich der Latin-Musik

ebenso verbunden. Sehr früh schon

verliebte er sich in die Musik und in

das Singen als ursprünglichste Form

seiner Empfindungen. Die Lebensfreude

und der Rhythmus schwarzer

und kubanischen Musik entfachten in

ihm ein Feuer, das immer noch brennt.

Unter anderem prägten Earth, Wind &

Fire, Michael Jackson, Luther Vandross,

Lionel Richie, Withney Houston,

Eric Bernét und Mariah Carey seinen

Gesangstil.

CHRISTOPH DOMPKE

„ALTE FRAUEN IN SCHLECHTEN

FILMEN“

BÜNDHEIMER SCHLOSS, BAD

HARZBURG

17. MAI, 20.00 UHR

Christoph Dompke, bestens bekannt

als „Emmi“ von „Emmi & Herr Willnowsky“,

berichtet amüsant über das

Ende großer Filmkarrieren bekannter

Diven. Auch große Diven werden älter,

aber nicht jede will das wahrhaben.

Ob aus Eitelkeit oder des Geldes

wegen: Viele große Schauspielerinnen

haben am Ende ihrer Laufbahn

grauenvolle Filme gedreht oder mussten

sich für Billigware verheizen lassen,

weil ihnen andere Rollen nicht

mehr angeboten wurden. Manchmal

sind die Ergebnisse so furchtbar, dass

sich bei augenzwinkernder Betrachtungsweise

schon wieder Funken daraus

schlagen lassen. Mit profunder

Detailkenntnis vertieft sich Christoph

Dompke in die letzten Zuckungen seiner

Idole. Das Spektrum reicht von

Pola Negri über Joan Crawford bis

Meryl Streep. Weitere Informationen

sind beim Kulturklub, Tel. 05322

1888, oder unter www.kulturklubbad-harzburg.de

zu erhalten.


kultur 2 quadrat 05/2013 43

WAS IHR WOLLT

KOMÖDIE VON WILLIAM SHAKES-

PEARE

KURSAAL, BAD HARZBURG

17. MAI, 19.00 UHR

Illyrien, ein wundersames Eiland, erfüllt

von Musik und Liebe, Ort der Irrungen

und Wirrungen, der Unschuld

und der Erfahrung. Ein Schiffbruch

wirft Viola an den Strand, mit knapper

Not hat sie ihr Leben gerettet. Sie

zieht Männerkleider an und wird als

„Cesario“ schließlich neuer Page des

Grafen Orsino. In dessen Auftrag soll

sie Lady Olivia, Orsinos unglückliche

Liebe, dem Grafen günstig stimmen.

Doch diese entflammt statt dessen für

„Cesario“, während Viola insgeheim

schon längst für Orsino schwärmt.

Auch Bleichenwang ist an Olivia interessiert,

Rülp mehr an ihrem Geld.

Gestört werden sie von Olivias akkuratem

Haushofmeister Malvolio, für

den Bleichenwang, Rülp, Maria und

der Narr eine hinterlistige Intrige ersinnen.

Ein vermeintlich unlösbares

Dilemma entsteht, das verkleidete

Mädchen kann sich keinem offenbaren,

und so nimmt das Spiel seinen

Lauf. Es entsteht eine beispiellose

Verwirrung, in der die Menschen

scheinbar aussichtslos aneinander

vorbei lieben…

PIPPI LANGSTRUMPF

AUF DEN SIEBEN MEEREN

FÜR DIE BÜHNE BEARBEITET VON

STEFAN SCHRÖDER

HARZER BERGTHEATER, THALE

20. MAI, 15.00 UHR, 22., 26. UND

29. MAI, JEWEILS 11.00 UHR

Etwas Fürchterliches ist passiert:

Heimtückische Piraten haben Pippis

Vater, den berühmten Kapitän Langstrumpf,

entführt! Zum Glück findet

Pippi seine Flaschenpost und sofort

bricht sie zusammen mit Tommy und

Annika zu einer Rettungsaktion auf.

Mit Hilfe einer alten Wahrsagekugel,

eines abenteuerlichen Fluggeräts und

einer großen Menge Dynamit gelingt

es den drei Kindern tatsächlich, den

Kapitän vor dem sicheren Hungertod

zu bewahren. Sogar den Langstrumpfschen

Schatz hätten sie fast

noch in Sicherheit bringen können,

hätten nicht Blut-Svente und Messer-

Jocke zu einem besonders fiesen

Trick gegriffen. Weil die beiden aber

weit weniger helle als fies sind, hat

Pippilotta Langstrumpf wenig Mühe,

sie zu einem recht unvorteilhaften

Tausch zu ‚überreden‘...

VANESSA MAURISCHAT

UND HOLGER EDMAIER

NACKTBADEN

WELTBÜHNE HECKENBECK,

BAD GANDERSHEIM

26. MAI, 18.00 UHR

Wir sind alle nackt! Auch wenn wir

was anhaben. Gläserne Menschen

schieben sich durch Nacktscanner,

bezahlen online mit ihren Payback-

Punkten und posten das Ganze dann

bei Facebook, um ihr Leben im Vorratsspeicher

der Leaks und Tweets zu

verbringen. FKK war gestern, heute ist

Nacktbaden! Sinnlich wird es, erfrischend,

aufregend und erotisch,

wenn die beiden baden gehen, grazil

wie zwei Seekühe. Da fallen die Hüllen

und fliegen die Fetzen! Da wird viel

Wasser geschluckt, splittergefaselt

und den Dingen gehörig auf den

Grund gegangen. Da wird den nackten

Tatsachen ins Auge geblickt. Sexy,

böse und unschuldig wird gegen

den Strom gesungen... Vanessa und

Holger sind eine Mischung, die ihresgleichen

sucht: Zwei Vollblutmusiker

an Klavier und Orchester. Zwei Stimmen,

gleichermaßen rau wie zart.

Zwei Entertainer, die mit Wortwitz und

Raffinesse das Publikum begeistern.

MARGRIT STRASSBURGER

„ICH RIEF DEN TEUFEL UND ER KAM“

SZENISCHE COLLAGE AUS HEINRICH

HEINES MEMOIREN, BRIEFEN

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Im Plauderton, mit großer Sensibilität

und keckstem Humor, hat Heinrich

Heine sich selbst und die Liebe beschrieben.

Die vollkommene und unvollkommene

Liebe! „Das wirksamste

Gegengift gegen die Weiber sind

die Weiber!“ Aber auch die Stadt

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elt-petermann@t-online.de

Elektroplanung + Installation

Karl Petermann & Sohn GmbH

Foto: D.-D._pixelio.de


Eine traditionelle

44 quadrat 05/2013

Landfleischerei

spitzmarke

»so wie früher«

Neu!

Nur bei uns in

Liebenburg Lewe

Rechtzeitig zur Grillsaison erhalten Sie bei uns

in Liebenburg in der Lewer Str. 12 eine leckere

Tomaten-Mozzarella Bratwurst, verfeinert mit

Spinat und Basilikum. Ausgewählte Zutaten

verleihen dieser nicht alltäglichen Bratwurst

einen ganz besonderen

Geschmack.

Probieren Sie !!! und

kommen Sie zu uns

nach Lewe.

Ein Besuch in unserer

Landfleischerei lohnt

sich immer.

Landfleischerei

Claus Brennecke GmbH

Lewer Str. 12

38704 Liebenburg

Tel.: 05346-1330

www.clausbrennecke.de

Hamburg hat er in seinen Erinnerungen

verewigt: „Die Hamburger sind

gute Leute und essen gut...“ Nichts

stimmt, alles ist wahr, Heinrich Heine

ist sein eigenes Sonnensystem und er

nennt sich selbst „ein Taubenherz,

das sich durch einen Geierschnabel

ausspreche“. Die szenische Collage

aus Heines Memoiren, Briefen und

seiner unvergessenen Lyrik ist eine

Zeitreise durch das Deutschland des

19. Jahrhunderts. Mit beißender Ironie

wird das deutsche „Sittengemälde“

jener Zeit durch die Schauspielerin

Margrit Straßburger bloßgestellt.

Der Abend mit Margrit Straßburger ist

eine Gemeinschaftsveranstaltung des

Kulturklubs mit der Goethe Gesellschaft

Bad Harzburg. Weitere Informationen

unter Tel. 05322 1888 oder

www.kulturklub-bad-harzburg.de.

SOMMERKLASSIK

MUSIKALISCHE SOMMERREISE

SCHLOSS LANGENSTEIN,

SCHLOSSTERRASSE, LANGENSTEIN

31. MAI, 20.00 UHR

Seit Jahren entfaltet sie im Harz ihren

Zauber: die beliebte Sommerklassik-

Reihe des Orchesters des Nordharzer

Städtebundtheaters. Und auch im

Sommer 2013 lässt Intendant Johannes

Rieger es sich nicht nehmen, auf

gewohnt vergnügliche wie sachkundige

Weise das Publikum persönlich

durch das Programm zu leiten. Das

Orchester präsentiert auch dieses Mal

eine sorgfältig zusammengestellte

Reihe unterhaltsamer wie effektvoller

Orchesterwerke, vornehmlich aus der

Feder klassischer und romantischer

Komponisten.

BRAUNLAGER

MAIKONZERTE

31. MAI BIS 02. JUNI

„Musik mit Freunden“ heißt das Motto

der achten Braunlager Maikonzerte:

Befreundete Musiker lädt der

künstlerische Leiter Gil Garburg zu

seinem Kammermusik-Festival in den

Harz ein.

Fünf Konzerte und eine Rahmenveranstaltung

bilden ein in sich geschlossenes

und dennoch abwechslungsreiches

Programm. Weitere Informationen

erhalten Sie unter Telefon

05582 80336.

„GRANDE OUVERTURE“

TRINITATIS-KIRCHE, BRAUNLAGE

31. MAI, 20.00 UHR

Im festlichen Eröffnungskonzert präsentieren

sich die Musiker des Festivals.

Während die erste Konzerthälfte

bestimmt wird durch Johannes

Brahms’ großes Klavierquintett op.

34, präsentieren nach der Pause die

Künstler selbst gewählte Lieblingsstücke,

bevor das Konzert mit den

sinfonischen Tänzen aus Leonard

Bernsteins „West Side Story“ einen

spektakulären Abschluss findet.

„GROSSE FREUNDE“

KIRCHE ZUR HIMMELSPFORTE,

HOHEGEISS

01. JUNI, 11.00 UHR

Große Vorbilder beeinflussten zahllose

Kompositionen der Musikgeschichte

und einige besonders berühmte

und ergreifende Beiträge zu

dieser Gruppe hat Benjamin Britten

angefertigt: Seine drei Cello-Suiten

komponierte er nach dem großen Vorbild

der Cello-Suiten von Bach für seinen

Freund, den großen Cellisten Mstislav

Rostropowitsch.

„AFTERNOON TEA“

DACHGARTEN IM BERGHOTEL

MARITIM, BRAUNLAGE

01. JUNI, 15.30 UHR

Hintergründe und Hintergründiges

zur Musik des Festivals, zu den Komponisten

und Musikern und nicht zuletzt

auch zu Benjamin Britten, seinen

Freunden und „seinem“ Aldeburgh

sind zu erfahren und zu erleben bei

Tee (oder Kaffee) und Gebäck für Gäste

und Mitwirkende der Maikonzerte.

„KIT ARMSTRONG –

GANZ PERSÖNLICH“

PULVERHAUS, FIRMA SYMPATEC,

CLAUSTHAL-ZELLERFELD

01. JUNI, 20.00 UHR

Mit dem Pianisten Kit Armstrong gastiert

ein weiterer großer Solist bei den

Maikonzerten. Der erst zwanzigjährige

Amerikaner chinesischer Abstammung

gilt als eines der großen Talente

des Klaviers, wird aber dennoch mit

Vor- und Umsicht an eine große Karriere

herangeführt, nicht zuletzt von

seinem Mentor Alfred Brendel.

„FOLK SONGS“

ST. MARTINI, ST. ANDREASBERG

02. JUNI, 11.30 UHR

Benjamin Britten fertigte zahlreiche

Arrangements von englischen Volksliedern

an, Robert Schumann schrieb

„Stücke im Volkston“ für Cello und

Klavier. Einmal auf die Spur gesetzt,

findet man zahllose große Werke, die

mehr oder weniger direkt durch

Volksmusik angeregt sind.

„ENCORE“

SANATORIUM DR. BARNER,

BRAUNLAGE

02. JUNI, 15.30 UHR

Das Überraschungskonzert für die

Abonnenten des Festivals ist inzwischen

eine lieb gewonnene Tradition

der Maikonzerte und ein festlicher Abschied,

bevor die Freunde des Festivals

wieder „ins Land“ zurückkehren.

(sw)


56 quadrat 05 / 2013 angelesen

angelesen quadrat 05/2013 45

ANGELESEN

MAI

Julio Cortázar, M. A. Numminen, Jorge

Luis Borges, Elsa Osorio u. v. a.

dEr TraUmhäNdLEr

aUGUSTo cUry

aLLEGria

winnen und in ein normales Leben zurückfinden.

Doch obwohl die Schule

hermetisch abgeriegelt scheint, kommt

es zu höchst beunruhigenden Vorfällen.

hat er nicht. Eine Zeit lang läuft alles glatt,

aber dann gibt es doch ein Problem.

arTiKEL 5

KriSTEN SimmoNS

ivi

TaNGo faTaL –

GESchichTEN vom

TaNz dEr LEidEN-

SchafT

KariN BETz (hG.)

UNioNSvErLaG

„Ein trauriger Gedanke, den man tanzen

kann“, so versuchte der Komponist

Enrique Santos Discépolo einst den

Tango in Worte zu fassen. Tango ist mehr

als Musik, mehr als Bewegung; er ist

Metapher für alles Unergründliche:

Liebe, Sehnsucht, Lebensgier, Erinnerung.

Die Frau, die uns verschmäht, die

Ein geheimnisvoller Mann streift durch

die Straßen der Großstadt und verkauft

Träume an Menschen, die es längst

nicht mehr wagen zu träumen. Ein Betrüger?

Ein Psychopath? Ein Weiser? Oder

gar ein Philosoph? Der Traumhändler

stellt den Wahnsinn in unserer heutigen

Gesellschaft auf eine erschreckend

ehrliche, doch auch einnehmende Weise

an den Pranger. Wie einst Jesus erinnert

er an die wahren Werte des Lebens:

Nächstenliebe, Aufrichtigkeit und

Dankbarkeit. Dieses Buch bringt Sie sowohl

zum Lachen als auch zum Weinen,

vor allem aber zum Nachdenken.

Maura Isles, die eine persönliche Verbindung

zu diesem Ort hat, befindet sich

gerade in dem Internat, als die Bedrohung

eskaliert.

mEiNE ErSTE LüGE

mariNa maNdEr

PiPEr

Luca ist kaum zehn Jahre alt, aber was

von Waisenhäusern zu halten ist, weiß

er genau – die kennt er aus dem Fernsehen,

und da will er auf keinen Fall hin.

Deshalb beschließt er, niemandem zu

sagen, dass im Schlafzimmer seine

Religiöser Fanatismus hält Einzug in die

Vereinigten Staaten: Wer nach Einbruch

der Dämmerung sein Haus verlässt,

Bücher liest oder uneheliche Kinder

zeugt, wird im Amerika der Zukunft hart

bestraft. Die 17-jährige Ember lebt mit

ihrer Mutter zurückgezogen, doch trotz

aller Schutzmaßnahmen wird ihre Mutter

verhaftet. Sie hat gegen Artikel 5 der

Moralstatuten verstoßen, weil sie nicht

mit Embers Vater verheiratet war. Ember

wird in einer Besserungsanstalt für

Mädchen eingeliefert und lernt dort

Hass, Gewalt und fanatische Moralisten

kennen.

Seele der Argentinier, die Biografie eines

Sängers oder ein seltsamer Ritualmord

werden in diesen Erzählungen zu

einem Spiegel des Tanzes. In diesem

Buch begegnet der Leser dem Tango als

todbringender Obsession, als Begleitmusik

der argentinischen Einwanderer,

Berliner Selbstfindung oder später Rache

an der argentinischen Militärdiktatur.

Mit Texten von Henning Mankell,

aBENdrUh

TESS GErriTSEN

LimES

Der bisher bedrohlichste Fall für Jane

Rizzoli und Maura Isles: Sie sind die einzigen

Überlebenden schrecklicher Familientragödien.

Erst wurden ihre Eltern

und kurz darauf die Pflegefamilien brutal

ermordet. In „Abendruh“, einem Internat

in der Abgeschiedenheit Maines,

sollen sie ihren Selenfrieden wiederge-

Mutter tot im Bett liegt. Er wird schon

zurechtkommen. Schließlich ist er es

gewohnt, sich um das meiste selbst zu

kümmern, denn Mama war gelegentlich

ein bisschen komisch, und einen Vater

dEr jüdiSchE mESSiaS

arNoN GrüNBErG

dioGENES

Was treibt Xavier Radek, einen nichtjüdischen

jungen Mann aus Basel, an,

sich für „das Leiden der Juden“ zu interessieren?

Er lernt Awrommele, den

Sohn des Rabbiners, kennen und lieben.

Dieser bringt ihm Jiddisch bei, indem sie

gemeinsam „Mein Kampf“ übersetzen,

und verhilft ihm zur Beschneidung, bei


46 quadrat 05/2013 SPITZMARKE

der Xavier einen Hoden verliert – er

trägt ihn künftig im Einmachglas mit

sich und tauft ihn auf den Namen

„König David“. Im Gelobten Land

entdeckt Xavier sein Talent als Politiker

und Führerpersönlichkeit. Seine

Mission als „Tröster der Juden“

sieht er jedoch erst beendet, wenn

es ihm gelingt, der Welt „seinen

Stempel aufzudrücken“.

diE LiEBE haT ELf

dimENSioNEN

jaNE hawKiNG

PiPEr

same Jahre: Jahre, in denen Jane

ein Schattendasein führt, im Wissenschaftsbetrieb

der damaligen Zeit

nur als Beiwerk geduldet. Zugleich

pflegt sie ihren Mann rund um die

Uhr, bekommt drei Kinder mit ihm

und erwirbt dazwischen selbst den

Doktortitel. Jane Hawking erzählt

vom verzweifelten Kampf um

Selbstbehauptung, von der Liebe zu

einem Mann, in dessen verfallenem

Körper der vielleicht größte Geist

unserer Zeit steckt

hoffNUNG:

EiNE TraGödiE

ShaLom aUSLaNdEr

BErLiN vErLaG

Das Landstädtchen Stockton ist der

durchschnittlichste aller Orte: keine

Berühmtheit wurde hier geboren,

nichts erfunden, keine Schlachten

sind hier geschlagen worden. Ge-

Überbleibsel der Vergangenheit, das

er dort entdeckt, macht alles nur

noch schlimmer.

dEr LETzTE TaNGo

dES SaLvador

aLLENdE

roBErTo amPUEro

BLoomSBUry

Ein ehemaliger CIA-Agent fährt

nach Chile, um dort den einstigen

Geliebten seiner Tochter zu finden.

Das Tagebuch des Mannes, der in

den letzten Monaten Salvador Allendes

Koch und Freund war, soll ihn

auf die Spur führen. Als am Morgen

des 13. Septembers 1973 der Oberbefehlshaber

der Streitkräfte, Augusto

Pinochet, nicht auf seinen Anruf

reagiert, ahnt Salvador Allende,

dass seine Stunden als Präsident

gezählt sind: Der Putsch steht bevor.

Sein Koch und persönlicher Assistent,

Rufino, hält die dramatischen

Ereignisse in einem Tagebuch fest

Als Jane Wilde Stephen Hawking

auf einer Neujahrsparty 1963 kennenlernt,

war der extravagante, blasierte

Student aus Oxford bereits

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schwerkrank. Die beiden heiraten,

obwohl Stephens Lebenserwartung

damals nicht einmal zwei Jahre betrug.

Aber es folgten 25 gemein-

nau das also, was die Kugels gesucht

haben. Einen Neuanfang.

Doch schon kurz nach dem Umzug

geht einiges schief: Kugels sture

Mutter zieht ein und treibt alle in

den Wahnsinn. Dann zündet ein Unbekannter

in der Nachbarschaft

Farmhäuser an, genau so eines wie

das, das Kugel gerade gekauft hat.

Und schließlich hört Kugel eines

Nachts dieses komische Tappen

vom Dachboden. Und dieses kleine

— und erzählt darin ihre gemeinsame

Geschichte, von den abendlichen

Gesprächen über das Leben,

die Liebe und den Tango, von Allendes

Liebschaften und den Sorgen

um das Land. Jahrzehnte später gelangen

diese Aufzeichnungen in die

Hände von David Kurtz, einem ehemaligen

CIA-Agenten. (nm)


hoffmanns erzählungen quadrat 05/2013 47 1

Kurt Cobain (Nirvana):

„Besser verbrennen als

langsam verwelken“

Hansi Hoffmann, PR-manageR deR suPeRstaRs, eRinneRt sicH

Ich zerbreche mir nicht den Kopf, was ich mit

30 mache, weil ich es eh nicht bis 30 schaffe“!

An diese Worte des „Nirvana“-Masterminds

Kurt Cobain erinnerte ich mich, als ich am 8. April

1994 die Pressemeldung vom Selbstmord des begnadeten

Songschreibers, Musikers und Sängers

aus Seattle in den Zeitungen las. Cobain erschoss

sich im Alter von 27 Jahren!

Einen Monat zuvor, am 1. März ’94,

spielte die Kultband „Nirvana“ ihr

letztes der höchst seltenen Konzerte

im Terminal 1 des demontierten

Flughafens München-Riem.

Bereits am Nachmittag, noch vor

dem Soundcheck, hatte der ansonsten

unzugängliche und unberechenbare

„Nirvana“-Frontman Kurt

Cobain auf Vermittlung des Tourneeveranstalters

Marek Lieberberg einem

Interview zugestimmt. In der provisorisch

auf wohnlich getrimmten Garderobe

– ein Leihteppich, zwei graue

Polstergarnituren, drei wuchtige

Grünpflanzen, dazu vor der mit Nirvana-Postern

zugeklebten Betonwand

eine Anrichte mit einer Batterie aus

Getränken und einer riesigen Obstschale

− lag mehr als dass er saß auf

einem der Sessel der Musiker. Tiefschwarze

Augenränder, langes, strähniges

Blondhaar, halboffenes Holzfällerhemd

und schwarze Röhrenjeans, hastig an einer

Zigarette nuckelnd. Auf der Ledercouch daneben

hockte mit untergeschlagenen nackten Beinen die

Cobain-Gattin Courtney Love, ein randvolles Glas

mit dem halbsüßen Southern Comfort in der Hand,

mit der anderen Hand sich ständig unkontrolliert

und nervös durch die ungepflegten Haare fahrend.

Das dünne Kittelkleidchen mit großem Blumenmuster

war weit über die blassen Oberschenkel

der Ex-Stripperin gerutscht, die oberen, geöffneten

Knöpfe des Kleides ließen einen Blick auf

die pralle, ungebändigte Oberweite zu.

Kurt Cobain, die nackten Füße auf dem sechseckigen

Couchtisch, schaute mit halbgeschlossenen

Augen zu mir hoch, als einer der Bodyguards

mich in die Garderobe führte. Ohne die

Zigarette von den Lippen zu nehmen,

murmelte der Star: „Hi, man, have a

seat. Twenty minutes – it’s okay?“

Besser als gar nichts, dachte ich,

denn ich wusste um den Seltenheits-

wert eines Cobain-Interviews. Bevor

ich meine erste Frage loswerden

konnte, beugte sich Courtney nach

vorne, um das jetzt leere Glas abzu-

stellen, als mit kleinem Schwung die

linke Brust aus dem Kleid sprang.

Mit einem frechen Lächeln und

einem „Hoppla, Miss Titt“ verstaute

die Cobain-Frau den vorwitzigen Bu-

sen wieder hinter den dünnen Stoff

des Kleides.

„Hatte Dein aktuelles Album

ursprüng lich den Titel „I hate myself

and I want to die“ (Ich hasse

mich und möchte sterben)?“ begann

ich das Interview und stellte

meinen Rekorder auf den Tisch.

„Richtig, so war der Titel“, nu-


48 2 quadrat 05/2013 hoffmanns erzählungen

schelte Cobain, „aber meine beschissene Plattenfirma

in denen stets feine Melodien versteckt waren. Die kleinen Toilettenraum. Es dauerte fast zehn Minu-

Geffen zwang mich die Scheibe in „Utero“ Journalisten nannten es „Grunge“ (Dreck) – und ten. Strahlend, kraftvoll, mit neuem Energieschub

umzutaufen. Diese Gangs ter machen den allergrößten

so wurde Grunge zu einem erfolgreichen Musik-

warf er sich wieder in den Sessel und sprach weisik,

Stress, verstehen nichts von unserer Mugenre.

Als Cobain eines Nachts im Fernsehen eine ter, als hätte es nie eine „dröhnende“ Unterbre-

haben nur Zahlen im Kopf und erschrecken, Sendung über Buddhismus sah, der Moderator chung gegeben.

wenn man sie zu einer Nase oder zu einem geilen vom „Nirvana, dem Erlangen der Vollkommenheit“ „Zwei Brüder meiner Mutter haben sich das Leben

Fick einlädt. Ich fühle oft so eine deprimierende sprach, hatte der Musiker den Namen für seine genommen, als ich gerade mal zehn Jahre alt war.

Unerträglichkeit meines Lebens und wundere Band gefunden.

Damals war ich traurig, heute glaube ich, es ist

mich selbst immer wieder, woher ich eigentlich so

besser zu verbrennen, als langsam zu verwelken.

eine unbändige, musikalische Kraft schöpfe. Es „Ich hatte eine ganz beschissene Kindheit“, erzählte

Als ich 16 war, legte ich mich vollgedröhnt auf

ist schon Scheiße, wenn man als eine Art Ikone,

Cobain mit monotoner Stimme weiter. „Ich Bahngleise, sang laut einen Beatles-Song, als ich

als Identifikationsfigur für einen Zeitgeist-Mythos war hyperaktiv, bekam Psychopharmaka, erlebte den Zug heranrattern hörte. Vor mir sprang plötzlich

herhalten muss. Ich will Spaß haben, keine Zwänge,

als Junge das hysterische Schreien meiner Eltern,

eine Weiche um und der Zug donnerte haar-

keine Bevormundungen. Aber mein zweites Ich hörte sie sich schlagen und gleich darauf lautstark scharf an mir vorbei. Man hat so ein kleines Mons-

bremst mich immer wieder. Dadurch kann das Leben

vögeln. Als ich schreiben konnte, malte ich an ter im Kopf, das flüstert ständig ‚Es geht dir besser

so sinnlos werden …“

meine Zimmerwand: „Ich hasse Mom, ich hasse danach!‘ Damals erzählte ich jedem ‚Ich werde

Dad! Dad hasst Mom, Mom hasst Dad!“ Das war mal ein Superstar, werde reich und berühmt und

Scheidungskind 09.03.12 10:12:51 Kurt Donald [Motiv '5952555(1-1)/Korrekturanzeigen Cobain, im Februar mein Umfeld.“ ohne Auftrag' - Dialog40MHK830 | Medienhaus dann Krause mache | Zeitung] ich so einen von bthom flammenden (Color Bogen) Abgang,

’67 in Aberdeen (Washington) geboren, die Highschool

dass das Showbizz erschüttert ist!‘“

geschmissen, von der Mutter aus dem Haus Cobains Zunge wurde schwerer, die Augen irr-

gejagt, gründete mit seinem Freund Chris Novoselic

lichterten unkontrolliert, leichtes Zittern der Hän-

Wenige Stunden später: Auf der spartanisch wir-

eine Band, und sie spielten Punkrock-Songs, de. Er schob sich aus dem Sessel, schlurfte zum kenden Bühne, im Hintergrund der

Nirvana-

Geben Sie dem besten

Service der Region Ihr

Ja-Wort

Das Auto.

Das Auto.


hoffmanns erzählungen

quadrat 05/2013 349

Schriftzug auf einem riesigen, schwarzen Spannlaken,

unterstrichen grelle, bunte Lichtblitze das

turbulente Zusammenspiel vom Bassisten Chris

Novoselic, begleitet von den dröhnenden Drums

des Dave Grohl und dem an der Bühnenrampe

agierenden Kurt Cobain mit den Songs seiner

Millionenseller „Nevermind“ und „Incesticide“.

Immer wieder nahm Cobain seine Gitarre hoch zu

„Come as you are“, zu „Smells Like Teen Spirit“

– dank MTV die Hymne des Grunge, Glaubensbekenntnis

einer ganzen Generation. Mit ihren

harten Gitarrenriffs polarisierte „Nirvana“ die

Musikwelt, begeisterte jedoch über 2000 Fans im

einstigen Münchener Flughafen-Terminal 1. In

Cobains Stimme konnte man Wut, Schmerz, Hass

und Verletztsein hören. Es war sicher nicht nur die

wütende Energie, die den „Nirvana“-Frontman zur

Höchstform trieb. Man wusste von seiner Sucht,

von seinen heroingesteuerten Eskapaden. Bei diesem

letzten Konzert, voll brachialer Härte, sprudelnder

Energie und Rauheit, gab es „Nirvana“ at

it’s best!

20 Stunden später erreichte uns aus Rom, – der

nächsten Tourneestation – die Nachricht, dass

Kurt Cobain mit einem in Champagner gemixten

Medikamenten-Cocktail erneut einen Selbstmord-

versuch unternommen hatte – und in letzter Minute

gerettet wurde. Die restlichen Europa-Konzerte

wurden komplett abgesagt. Drei Monate später traf

ich bei einem Promotion-Konzert von Rod Stewart

im Londoner „Collesseum“ den „Nirvana“-Gitarristen

Chris Novoselic. Von ihm erfuhr ich aus erster

Hand, was in Seattle an diesem 5. April ’94

wirklich geschah und in keiner Zeitung zu lesen

war: „Bis weit nach Mitternacht haben Kurt und

ich in seinem Haus auf dem Lake Washington Boulevard

diskutiert. Kurt wollte ‚Nirvana‘ auflösen,

keine Musik mehr machen. Er war gerade aus der

Entzugsklinik ‚Exodus Recovery Center‘ in Marina

del Ray bei L.A. abgehauen, wo ihn seine Frau

Courtney für 28 Tage untergebracht hatte. Nach

drei Tagen ist er dort über die Mauer geklettert,

nur mit seiner Kreditkarte, und First Class nach

Seattle geflogen. Mit Courtney nur noch Stress,

Schreiereien, Beschimpfungen. Als ich ging,

meinte er nur ‚She is a bitch‘. Ich fuhr mit einem

unguten Gefühl nach Hause, denn Kurt war bereits

wieder auf Heroin. Er ist dann wohl mit seiner

neuen Remington-Schrotflinte durch den Garten

zur Garage gegangen, hat noch einige seiner geliebten

Camel Light geraucht, und auf einen Notizblock

hingekritzelt: ‚Schon seit vielen Jahren

icH füHle oft so eine dePRimieRende uneRtRäglicHkeit meines lebens und wundeRe

micH selbst, woHeR icH so eine unbändige, musikaliscHe kRaft scHöPfe.

spüre ich keine Aufregung mehr für Musik … Ich

kann euch und mir nichts mehr vormachen … Das

schlimmste Verbrechen wäre, die Leute abzuzocken,

indem ich ihnen und mir etwas vorspiele

…‘. Dann muss er sich die Mündung der

Flinte in den Mund geschoben und abgedrückt

haben. Erst drei Tage später fand der Elektriker

Walt Price den Toten.“

Die Behörden in Seattle verweigerten eine offizielle

Grabstätte, um keinen Wallfahrtsort zu schaffen.

Die Garage, in der sich Kurt Cobain erschoss, wurde

abgerissen.


70 50 quadrat 05/2013 / spitzmarke reingehört

REINGEHÖRT

MAI

gealterter Star, der sich treu geblieben

ist und nie den Ausverkauf seiner Person

starten musste. Entsprechend zeitgemäß

im coolen Retro-Sound zeigt sich

daher auch sein neues Album – frei von

aller unnützen Ernsthaftigkeit, bleiben

dabei aber stets anspruchsvoll.

ERiC lE lann

i REmEmbER CHET

bEEjaZZ

über Club- und Nachtleben, in dem

trotzdem die Sonne steckt, denn es

wendet sich in seiner zuweilen fast

schon nostalgischen Art weniger an die

derzeitige Feier generation, sondern an

CHaRlEmaGnE

PalEsTinE + Z’Ev

RubHiTbanGklanGHEaR |

RubHiTbanGklanGEaR

sub Rosa

Z’ev, Kosmopolit, Ausnahmepercussionist

und Lyriker, heißt eigentlich Stefan

Joel Weisser und wurde 1951 in Los

Angeles geboren. Inzwischen hat er die

ganze Welt bereist, auf so ziemlich jedem

kulturgeschichtlich bedeutsamen

archaischen Percussioninstrument gespielt

und einen ganz eigene musikalische

Spiritualität zwischen Meditation, Trance

und Ritual entwickelt. Diese Aufnahmen

sind Extrakte einer gemeinsamen Session

mit dem nicht minder schillernden

Komponisten und Multiinstrumentalisten

Charlemagne Palestine, der den Z’ev-

Soundkosmos auf ganz eigentümliche

Art und Weise einzufärben versteht.

ERiC buRdon

’Til YouR RivER Runs dRY

univERsal

Eric Burdon ist es gelungen, zur mythischen

Kultfigur zu werden, ein in Würde

Pomp und Effekthascherei, ein Werk,

das von Weisheit und Lebenserfahrung,

aber auch Bescheidenheit und Demut

zeugt. Seine sozialkritischen Texte kommen

nicht als hohle Pose daher, statt

dessen spricht da ein Mann, der sich

Gedanken macht, die es wert sind, sich

in Songs zu manifestieren.

lE ConCERT im­

PRomPTu & bossini

(PlaY FRank ZaPPa)

PRoPHETiC aTTiTudE

l‘EmPREinTE diGiTalE

Das französische Holzbläserquintett hat

in seinem Heimatland zahlreiche Preise

erhalten, ist es den Musikern doch gelungen,

Spaß und Unkonventionalität in

die doch oft steife Welt der E-Musik einzuweben,

ohne dass die musikalische

Qualität zum Kalauer verkommt. Hier

präsentieren sie Bearbeitungen von

Zappa-Klassikern. Dem – so viel ist sicher

– hätten diese ungewöhnlichen, fantasievollen

Bearbeitungen seiner Songs

gefallen, machen sie sich doch frei von

Der französische Trompeter und Jazz-

Komponist Eric Le Lann hat in seinem

Metier so ziemlich alles erreicht, wovon

ein europäischer Jazzer zu träumen vermag.

Dass er auf dieser Veröffentlichung

nun einer der größten (und tragischsten)

europäischen Jazzlegenden – Chet Baker

– huldigt, möchte man fast schon als

„Ehrensache“ bezeichnen. Doch was

kann man Meisterwerken wie den Originalaufnahmen

von Baker noch hinzufügen?

Ist es nötig zu erwähnen, dass,

wer die Originale nicht kennt, sich spätestens

jetzt aufmachen sollte, diese musikkulturelle

Lücke zu schließen?

WEsTbam

GÖTTERsTRassE

vERTiGo

Westbam und Sven Väth gelten als das

deutsche Urgestein von DJ-Kultur und

Techno. Doch während Väth mitunter die

Bodenhaftung verloren hatte, blieb sich

Westbam nach wie vor treu und erfüllte

sich mit dieser wirklich höchst gelungenen

Veröffentlichung einen Traum, veredeln

hier doch prominenteste Vertreter

der Popkultur wie beispielweise New

Order, Kayne West und Iggy Pop mit ihren

Vocals die ohnehin schon hochkarätigen

Tracks des Meisters. Ein Album

die Eltern, die das mit dem „Sich-die-

Nächte-um-die- Ohren-schlagen“ meist

schon hinter sich haben.

HaTi & Z’Ev

Collusion

idiosYnCRaTiCs

Z’ev zum zweiten: Hier spielt der US-

Amerikaner mit Rafał Iwanski & Dariusz

Wojtas, die unter dem Namen Hati das

weite Feld der magisch-spirituellen Weltmusik

erforschen, und damit ähn liche

Bereiche wie Z’ev ausloten. Tatsächlich

spricht man Z’ev den Verdienst zu, dem

westlich zivilisierten Menschen bereits

in den frühen Siebzigern die Ohren für

perkussive Tribalelemente zu öffnen, so

dass diese dann ihren Weg in den Mainstream

fanden. Umso erfreulicher sind

intensive Aufnahmen wie diese, die weniger

auf einen romanti sierenden Ethno-

Markt schielen, als das sie Artefakte

darstellen, die dokumentieren, wie sehr

Musiker, Hörer und Musik im Live-Kontext

verschmelzen können, wenn nicht

alles nur Show ist.

(ap)


profile quadrat 05/2013 51

WAS MACHT EIGENTLICH…

…Schwester Renate Kätsch?

FOTOS: HARTMUT WEBER

Die Frage „Was macht eigentlich Schwester

Renate Kätsch?“ beinhaltet im Grunde

zusätzlich die Frage „Was macht eigentlich

eine Diakonisse?“. Eine Frage, die sich Schwester

Renate auch einst stellte, begleitet von den Fragen:

„Bin ich das, ist das mein Weg und schaffe

ich das überhaupt?“

DEN EIGENEN WEG GEHEN

Wenn sie zurückblickt, scheint von Anfang an

dieser Weg für sie

vorgezeichnet zu

sein, nur sie selbst

hat es nicht gleich

gesehen. „Ich

brauchte einfach

länger, um mich zu

entscheiden, aber

dann war ich wirklich

sicher, dass ich

das Richtige tat,

dass ich das mache,

was Gott für meinen

Lebensweg vorgesehen

hat“, sagt die

heutige Oberin des

Diakonissen-Mutterhauses

KINDER-

HEIL in Bad Harzburg.

1951 wurde

sie in Göttingen

geboren und wuchs

mit zwei Brüdern in

einer christlichen

Familie auf. Diakonissen

und das

Mutterhaus in Bad

Harzburg waren ihr

seit ihrer Kindheit

vertraut, selbst Diakonisse

zu werden hatte Renate Kätsch damals

eigentlich nicht vorgehabt. Ihr großer Wunsch:

Kinderkrankenschwester. „Mein Vater wollte allerdings

etwas ganz Anderes für mich“, erzählt sie.

„Er hätte es gern gesehen, wenn ich nach dem

Abitur studiert und mich zum Beispiel für ein

Lehramt entschieden hätte.“ Aber Renate ging

ihren eigenen Weg. Durch ihre Kontakte zu KIN-

DERHEIL kam sie nach Norderney, wo KINDER-

HEIL eine Kinderklinik hatte und dort seit 2000

ein Zentrum für Kinder- und Jugendlichenrehabilitation

betrieb. Dazu gehörte bis 1998 auch eine

Kinderkrankenpflegeschule. Eigentlich hatte

Renate Kätsch nach der Ausbildung zurück nach

Göttingen und an die Uni-Klinik gewollt, aber

KINDERHEIL ließ sie nicht los, erst arbeitete sie

als Schulassistentin und unterrichtete selbst in

der Kinderkrankenpflegeschule, dann leitete sie

die dortige Säuglingsstation und nach einem einjährigen

Besuch der damaligen „Schwesternhochschule

der Diakonie“ in Berlin übernahm sie als

Lehrerin für Kinderkrankenpflege die Leitung der

Kinderkrankenpflegeschule.

DIE BERUFUNG

ANNEHMEN

Im engen Zusammenleben

mit den

Diakonissen

während

ihrer Ausbildung

lernte Renate

Kätsch, dass das

schon

Menschen

besondere

sind,

aber eben trotzdem

ganz normale Frauen,

mit Stärken und

Schwächen

ohne

und

Heiligenschein.

Das einzige,

was für sie damals

noch gegen den Eintritt

ins Mutterhaus

sprach, war das

Drängen ihrer Mitmenschen,

eben

dies zu tun. „Damals

war ich mir noch

nicht sicher. Ich

wollte nicht einen


52 quadrat 05/2013 profi le

Weg einschlagen, von dem andere glaubten, er sei

der richtige, sondern wollte auf Gottes Stimme

hören“, sagt sie dazu, „Doch auf einmal war er

dann da, der Tag, der Moment, wo es für mich ganz

klar war, wie es weitergehen würde. Nach

einem Praktikum in einem anderen Mutterhaus

und vielen guten und intensiven

Gesprächen mit Menschen, aber eben

auch mit Gott, folgte ich seinem Auftrag,

ein Leben als Diakonisse zu führen und

trat in die Schwesternschaft ein. Deswegen

bin ich nicht frommer geworden,

meinen Glauben hätte ich auch ohne

Tracht gelebt, aber die Art, wie ich ihn

lebe, wurde eine andere.“

MITEINANDER FÜR ANDERE

UND DIE GEMEINSCHAFT

Was macht das Leben einer Diakonisse

aus. Da sind einmal natürlich die innere

Einstellung zu Gott, die Bereitschaft, in

jeder Lebenssituation nach seinem Willen

zu fragen, sowie ebenso die Freude daran,

für andere Menschen da zu sein. Auf meine

Fragen nach erlernten Berufen der Schwestern,

ihren Tätigkeiten und dem Zusammenleben

erklärt mir Schwester Renate:

„Jede Diakonisse wird nach ihren Fähigkeiten

und wenn es möglich ist auch nach

ihren Vorlieben eingesetzt und eventuell

ausgebildet, man kann sich nur manchmal

nicht unbedingt aussuchen, wo. Aber das

können Menschen in anderen Berufen ja

auch nicht immer. Wir leben miteinander

in einer Gemeinschaft unterschiedlichster

Frauen. Wir tragen die gleiche Tracht, aber

unsere Individualität haben wir deswegen

noch lange nicht mit dem Eintritt in die Schwesternschaft

abgegeben, das fordert jeder von uns ein

Maß an Rücksichtnahme und Empathie ab. Wir

leben und arbeiten ja nicht nur zusammen, wir

versorgen uns auch zusammen. Das bedeutet, dass

unser Verdienst in einen Topf wandert, aus dem die

Aufgaben der Schwesternschaft finanziert werden.

Ebenso werden davon unsere Lebenshaltungskosten

und Altersvorsorge bestritten. Wir Schwestern

erhalten ein einheitliches Taschengeld.“ Wie wird

man denn nun genau Diakonisse, was, wenn man

merkt, dass das doch nicht das Richtige war? Und

warum überhaupt Tracht und Ehelosigkeit? Auch

auf diese Fragen bekomme ich Antworten: „Die

große Grundvoraussetzung ist natürlich der Wille

für ein Leben nach Gottes Willen. Es gibt, wie in

allen anderen Berufen auch, eine Probezeit, um

sich zu entscheiden. Bei uns gibt es keine Gelübde,

aber eine öffentliche Einsegnung in das Amt der

Diakonisse. Ein Austritt ist nach reiflicher Überlegung

oder aus zwingenden Gründen möglich. Eine

Diakonisse ist zum Beispiel ausgetreten, um sich

um ihre jüngere Schwester zu kümmern. Da sind

wir bei der nächsten Frage, warum Ehelosigkeit? Als

Diakonisse habe ich keinen Feierabend, wie ihn

normale Arbeitnehmer haben. Diakonie bedeutet

Dienst am Menschen unter Zurückstellung der

eigenen Interessen. Ohne Familie im Hintergrund

hat die Diakonisse dafür mehr Zeit. Ach ja, die

Tracht, natürlich ist das schon etwas mehr als eine

Berufskleidung. Sie ist ein Zeichen für

unser Leben im Glauben und an unsere

Mitmenschen, dass sagen soll: Sprich

mich an, ich helfe dir!“

„KARRIERE“ UND PRIVAT LEBEN

Bis 2008 hatte Schwester Renate, nach

dem Abschluss der Krankenpflegehochschule

für Pflegemanagement in Göttingen,

die Pflegedienstleitung in Norderney

inne. Als Oberin Schwester Inge

Fritschen aus ihrem Amt schied, trat sie

deren Nachfolge, gewählt vom Schwesternrat,

an. Management gelernt zu

haben ist für Schwester Renate heute

von großem Vorteil. Für 50 Bewohner auf

der Pflegestation Haus Felsengrund, 33

Wohnungen im Wohnpark, 36 Schwestern

und 70 freie Mitarbeiter ist sie

mitverantwortlich. Die dazukommenden

seelsorgerischen Pflichten machten eine

weitere Fortbildung in der Evangelistenschule

„Johanneum“ in Wuppertal nötig.

„Dafür bekam ich einen neuen Laptop,

den damals neusten von Dell in knallrot.

Die Studenten im Johanneum haben

nicht schlecht geschaut, da kommt eine

Diakonisse mit so einem Teil in den

Unterricht und kann das auch noch

bedienen“, berichtet sie. Von der ganz

privaten Schwester Renate möchte ich

noch hören: „Ich brauche viel Schlaf!

Und wenn ich mal ein freies Wochenende

habe, dann nutze ich das so richtig aus. Ich liebe

Musik, außerdem reise ich leidenschaftlich, meist

mit meinem Bruder, seiner Familie und einer

Freundin, Schwester Lydia. Am liebsten nach

Südafrika oder in den Südwesten der USA. Das

kann ich mir aber nicht so oft leisten. Auch nach

Norderney zieht es mich oft.“ Aha, wie ist es als

Schwester am Strand oder in der Wildnis? Sie

lacht: „Toll, ich steige in meinen Badeanzug oder

meine Wandersachen und los geht`s.“

(sw)


marunde quadrat 05/2013 53

www.wolf-ruediger-marunde.de


54 quadrat 05/2013 quadratabend


in der Waldgaststätte

Rabenklippe

Anfang April luden QUADRAT und das Team der Waldgaststätte

„Rabenklippe“ zum gemütlichen Umtrunk ein, um die Ausgabe

des Magazins willkommen zu heißen. Die Gäste freute es, und

gemeinsam feierte man die neue Ausgabe, kam bei Wein und

Bier ins Gespräch, knüpfte hier und da neue Kontakte und

tauschte Wissenswertes aus. Auf ein nächs tes Mal freut sich

schon jetzt Ihre QUADRAT-Redaktion!

Fotos: Bernd Schubert, Sabine Frees

1 2 3

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10

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21

22

23

Eis aus eigener

Produktion.

Freitags

Baumkuchenbacken

spitzmarke quadrat 05/2013 55

Bäckermeister

Andreas

Gummich

Nur das Beste

aus dem...

Backhaus

am Schloss

24

25

26

Waldgaststätte

27

28

29

Wo sich Luchs und Hase

„Gute Nacht“ sagen

Von April bis November tägliche Busverbindung mit den erdgasbetriebenen

Bussen der KVG (Linie 875) vom Bahnhof Bad Harzburg

um 10.46 / 11.46 / 13.46 / 14.46 / 16.46 Uhr

30

31

32

1 Jürgen Neumann | 2 Susanne Schneider Kerbstatt, Ingrid Meyer, Bernd

Meyer | 3 Ursula Jung, Frank Jacobs, Heike Windmann, Holger Windmann

| 4 Julia Gärtner | 5 Julia Gärtner, Torsten Gärtner, Alex Weisse | 6 Andreas

Gummich | 7 Ina Sattler | 8 Sabine Frees | 9 Holger Windmann, Volkmar

Henniger | 10 Dr. Christian Frees | 11 Volkmar Henniger, Bernd Meyer | 12

Ernst Dietrich Habel, Ulrike Meyerhof-Habel | 13 Petra Binnewies, Dorothea

Dörhage | 14 Bernd Schwarz, Jürgen Neumann, Kaja Schwarz | 15

Prof. Dr. Sylvia Haneklaus, Prof. Dr. Dr. Dr. Ewald Schnug | 16 Christian

Brink | 17 Karl-Heinz Dörhage, Henning Binnewies | 18 Susanne Schneider

Kerbstatt, Ingrid Meyer | 19 Thomas Heidzig | 20 Ulrike Meyerhof-

Habel, Ernst Dietrich Habel | 21 Ingrid Meyer | 22 Marcel Schneider | 23

Sandy Rogge! | 24 Das große Schmausen | 25 Heike Windmann | 26 Stefan

Sobotta | 27 Torsten Gärtner | 28 Bernd Schubert | 29 Peter Rauchstedt |

30 Neugieriger Waldbewohner | 31 Marcus Renken | 32 Jan Reichelt

05322 2855

• Abwechslungsreiche

Speisenkarte

Foto: Nationalpark Harz

• Wild-Spezialitäten

• Torten und Gebäck aus eigener Herstellung

• Herrliche Aussicht auf den Brocken

• 15.000 qm großes Luchs-Schaugehege

• Gepflegte Wanderwege

Ausrichtung von Hochzeitsfeiern, Jubiläen und

Betriebsfesten.Gruppen ab 20 Personen können bei

Reservierung auch nach 18.00 Uhr etwas bei uns

erleben, z.B. mit einem leckeren Buffet!


56 quadrat 05/2013 schon was vor?

SCHON WAS VOR?

MAI 2013

01. MAI BIS 19. MAI

DAS IST UNSER HAUS. ZUM 80. JAHRES-

TAG DER ZERSCHLAGUNG DER GEWERK-

SCHAFTEN. GOSLARER MUSEUM AM

MUSEUMSUFER TÄGLI. 10.00-17.00 UHR

04. MAI

7. SPIELTAG KABARETT-BUNDESLIGA

MATTHIAS MACHWERK VERSUS

K. W. TIMM, KULTURKRAFTWERK GOSLAR

20.00 BIS 22.30 UHR

IHR NÄCHSTER TERMIN?

tgoerres@gmx.de

01. MAI

BRIDGE MIT DER BRAUNLAGER

BRIDGEGRUPPE

SPIELZIMMER IM KURGASTZENTRUM

15.00 UHR

05. MAI

24. MAISINGEN AM MOLKENHAUS

FOLKLOREFEST MIT MUSIK UND VOLKS-

TANZ, BUSSE AB 09.15 UHR BAHNHOF

BAD HARZBURG, BEGINN 11.00 UHR

BIS 31. MAI

MENSCHEN IN INDIEN – FOTOGRAFISCHE

IMPRESSIONEN EINER REISE

HAUS DER KIRCHE, BAD HARZBURG

WERKTAGS 09.00 BIS 12.30 UHR

01. MAI

DAS MALLET-DUO AUS POLEN –

KLASSISCHE UND LATEINAMERIKANISCHE

MUSIK, SENIORENRESIDENZ

SCHWIECHELDTHAUS GOSLAR 16.00 UHR

05. MAI

DIE KLEINE MEERJUNGFRAU

FAMILIENSONNTAG MIT FIGUREN THEATER

WINTER, KULTURKRAFTWERK GOSLAR

15.00 BIS 16.00 UHR

BIS 02. JUNI

ALBRECHT DÜRER

DAS DRUCKGRAPHISCHE WERK

SCHLOSS WERNIGERODE

TÄGLICH AB 10.00 UHR

02. MAI

1933 IN DEUTSCHLAND: ZERSCHLAGUNG

DER GEWERKSCHAFTEN. ZEITZEUGE

PROF. EM. DR. THEODOR BERGMANN

JUGENDHERBERGE GOSLAR, 18.00 UHR

07. MAI

FRÜHLINGS-CHORKONZERT MIT DEM

SINGKREIS OSTPREUSSEN, SENIOREN-

RESIDENZ SCHWIECHELDTHAUS

GOSLAR 16.00 UHR

BIS 07. JUNI

KIRSTEN KLÖCKNER

AQUARELLE AUF LEINWAND

STUBENGALERIE GOSLAR

IMMER AB 11.00 UHR

02. MAI

ZITHERMUSIK-ABEND

HAPIMAG RESORT IM RESTAURANT

GRIMBART´S, BRAUNLAGE

19.30 UHR

11. MAI BIS 30. JUNI

MAGIE DES LICHTS

ADOLF LUTHER UND SEIN UMKREIS

MÖNCHEHAUS MUSEUM GOSLAR

ERÖFFNUNG 18.00 UHR

01. MAI

KINDERWALPURGISFEIER

UND MYSTISCHE WALPURGISNACHT

KURPARK HAHNENKLEE

13.00 BIS 24.00 UHR

03. MAI UND JEDEN WEITEREN FREITAG

KREATIVES SCHREIBEN FÜR URLAUBER/

INNEN, RINGER ZECHENHAUS,

CLAUSTHAL-ZELLERFELD

10.00 BIS 11.30 UHR

12. MAI

KASTANIENBLÜTENFEST MIT VERKAUFS-

OFFENEM SONNTAG UND AUTOFRÜHLING

HERZOG-WILHELM-STRASSE,

BUMMEL ALLEE BAD HARZBURG

01. MAI

DRESSUR- UND SPRINGTURNIER SOWIE

VEREINSMEISTERSCHAFTEN WESTERODE

SPORTPARK AN DER RENNBAHN

BAD HARZBURG AB 09.00 UHR

04. MAI

DREI-BURGEN-WANDERUNG

MIT HORST WOICK, WANDERTREFF

AM HAUS DER NATUR, BAD HARZBURG

11.00 UHR

12. MAI

GOSPELGOTTESDIENST

GOSPELCHOR CROSSSING, GÖTTINGEN

FRANKENBERGER KIRCHE GOSLAR

17.30 UHR


schon was vor? quadrat 05/2013 57

15. MAI

DURCH DAS BRUNNENBACHTALS MIT

ABSTECHER ÜBER NATUR MYTHENPFAD

TREFFPUNKT NAHE JUGENDHERBERGE

BRAUNLAGE, 13.30 BIS CA. 16.00 UHR

19. MAI

WO SICH LUCHS UND HASE GUTE NACHT

SAGEN, PUPPENTHEATER FÜR DREI- BIS

SECHSJÄHRIGE, AUF DEM BURGBERG,

HARZSAGENHALLE, 14.30 UHR

25. MAI

DESIMO: ÜBERSINNLOSE FÄHIGKEITEN

COMEDY, KABARETT UND UNERKLÄR-

LICHES BÜNDHEIMER SCHLOSS,

BAD HARZBURG, 20.00 UHR

16. MAI

BERGBAUERNMARKT

MUSIK UND GAUMENFREUDEN

BORNHARDTSTRASSE IN CLAUSTHAL-

ZELLERFELD, 18.00 BIS 22.00 UHR

19. UND 20. MAI

KUNST UND NATUR AUF DEM BURGBERG

VON BAD HARZBURG, 15 STÄNDE ZEIGEN

UNTERSCHIEDLICHSTE KREATIONEN

10.00 BIS 18.00 UHR

25. MAI

KLASSISCHES KONZERT

MUSIKSAAL DES SANATORIUMS

DR. BARNER, BRAUNLAGE

20.00 BIS 22.00 UHR

17. MAI

WILHELM BUSCH-GASTMAHL

IM HISTORISCHEN ZWINGER

GOSLAR

18.00 UHR

20. MAI

KONZERT FÜR VIOLA UND ORGEL MIT

IGOR TULCHYNSKY, VIOLA, UND KARSTEN

KRÜGER, ORGEL, LUTHERKIRCHE

BAD HARZBURG, 17.00 UHR

26. MAI

TANZTEE

MIT LIVEMUSIK IM DACHGARTENCAFÉ

MARITIM BERGHOTEL BRAUNLAGE

15.00 BIS 17.00 UHR

17. MAI

WAS IHR WOLLT

KOMÖDIE, ODEON THEATER GOSLAR

ZU GAST IM KURSAAL BAD HARZBURG

19.00 UHR

22. MAI

MÄRCHEN DER SEIDENSTRASSE

MIT MÄRCHENERZÄHLER FRANZ LIDECKE

SENIORENRESIDENZ SCHWIECHELDT-

HAUS GOSLAR 16.00 UHR

26. MAI

EIN HÄHNEWETTKRÄHEN IM ROSEN-

GARTEN, RASSE-GEFLÜGEL-ZUCHTVEREIN

BAD HARZBURG, AM PORT-LOUIS-PLATZ

AB 08.00 UHR

17. MAI

ALTE FRAUEN IN SCHLECHTEN FILMEN

VOM ENDE GROSSER FILMKARRIEREN,

LESUNG, BÜNDHEIMER SCHLOSS,

BAD HARZBURG, 20.00 UHR

24. MAI BIS 01. JUNI

34. GOSLARER TAGE DER KLEINKUNST

FIGURENTHEATER, KABARETT, KINDER-

SPASS, KULTURKRAFTWERK GOSLAR

DIV. ANFANGSZEITEN 10.00 BIS 20.00 UHR

30. MAI

KONZERT MIT HARMONIC BRASS

PROFESSIONELLES BLECHBLÄSER-

QUINTETT, LUTHERKIRCHE

BAD HARZBURG, 19.30 UHR

17. MAI

JAZZ MEETS CLASSIC – STEINWAY-

KONZERT – DR. JAZZ AM FLÜGEL

FESTHALLE WOLFSHAGEN-LANGELSHEIM

20.00 UHR

25. MAI

FÜHRUNG AUF DEN HISTORISCHEN BURG-

BERG MIT HORST WOICK, WANDERTREFF

AM HAUS DER NATUR, BADEPARK

BAD HARZBURG, 11.00 UHR

30. MAI

ICH RIEF DEN TEUFEL UND ER KAM (HEINE)

REFERENTIN MARGRIT STRASSBURGER

BÜNDHEIMER SCHLOSS BAD HARZBURG

20.00 UHR

18. MAI

7. BAD HARZBURGER BERGMARATHON

LAUFEN, WALKING UND NORDIC WALKING

SPORTPARK AN DER BAD HARZBURGER

RENNBAHN, START AB 10.00 UHR

25. MAI

4. BAD HARZBURGER LINEDANCE PARTY

VON DEN HARLINGTON LINEDANCERN

DES CASINO TANZCLUB ROT-GOLD

19.00 UHR

31. MAI BIS 02. JUNI

FUSSBALL-CAMP VON HANNOVER 96

FÜR 6- BIS 14-JÄHRIGE NACHWUCHS-

KICKER, SPORTPARK AN DER RENNBAHN

BAD HARZBURG, AB 14.30 UHR


2013

2012

2012

2013

2012

2013

2012

2013

2013

58 quadrat 05/ 2013 impressum

HERAUSGEBER

Quadrat Verlag

Goslar-Bad Harzburg

Ltd. & Co. KG

Fotos

Stefan Sobotta, Bernd Schwarz,

Bernd Schubert, Rainer Golitz,

Enno Friedrich

09

MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS SEPTEMbEr 2012

10

MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS OKTObEr 2012

11

MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS NOvEMbEr 2012

Am Breitenberg 111

38667 Bad Harzburg

Telefon 05322 3949

Telefax 05322 51849

www.quadratdeutschland.de

Verleger

Bernd Schwarz (v.i.S.d.P.)

schwarz@quadratgoslar.de

REDAKTION

Tilman Görres (tg)

Ursula Jung (uju)

Bernd Schwarz (bs)

Stefan Sobotta (sts)

Sonja Weber (sw)

Gastautoren

Bernd Schubert (bsch)

Ernst-Dietrich Habel (edh)

Natascha Mester (nm)

André Pluskwa (ap)

Lea Dochner (ld)

Lektorat

Tilman Görres

Gestaltung

Rainer Golitz

creaktiv GmbH & Co. KG, Goslar

ANZEIGEN/VERTRIEB

Bernd Schwarz

schwarz@quadratgoslar.de

Bärbel Straten

Druck

Druckerei Wulf, Lüneburg

www.druckereiwulf.de

ERSCHEINUNGSWEISE

Quadrat ist monatlich und kostenlos

im Harz erhältlich.

ANZEIGENPREISE

Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 1/2011 vom 01.01.2011

Download: www.quadratgoslar.de

Copyright für eigens gestaltete Anzeigen und Texte

beim Verlag. Nachdruck und Vervielfältigungen

(auch auszugsweise), Wiedergabe durch Film, Fernsehen,

Rundfunk sowie Speicherung auf elektronischen

Medien nur mit schriftlicher Genehmigung

des Verlages. — Für unverlangt eingesandte Manuskripte

oder Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung.

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete

Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des

Heraus gebers wieder.

Nächste QUADRATAusgabe

Anfang Juni 2013

03

12

Harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEHLUNGEN

MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS DEzEMbEr 2012

Harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEHLUNGEN

MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS MÄrz 2013

CONFISErIE aUF HöCHSTEM NIvEaU –

DIE GOSLarEr SCHOKOLaDEN MaNUFaKTUr IM CaFé aM MarKT

Harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEHLUNGEN

04

01

Café

Goldberg

bODENSTÄNDIG – abEr NIcHT vErSTaUbT!

Harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

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MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS jaNUar 2013

DEr ETwaS aNDErE FLIEGEr HOrST

Harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

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MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS aPrIL 2013

DEr ScHöFFEL-LOwa-STOrE IN GOSLar –

KLEIDUNG Für DaS LEbEN DraUSSEN

Harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

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02

05

qUaLITÄT bEI ScHULESSEN – aKTUELLEr DENN jE!

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MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS FEbrUar 2013

aUTOHaUS ScHOLL & MrOzEK – übErraScHEND vIEL DrIN.

Harz aKTUELL KULTUr KUNST POrTrÄT

SENIOrEN rEISE LaNDKrEIS EMPFEHLUNGEN

MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz KOSTENLOS MaI 2013

Sommerfest

31. Mai und 01. Juni in Velgen

Landgemacht. Handgemacht.

Mitgemacht!

Freitag:

Late-

night

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mit Live-Band

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im Deerberg Outlet!

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Die Post ist da! QUADRAT im Abo

12 Ausgaben QUADRAT im Jahresabo – inklusive Versandkosten für 25 Euro! Senden Sie uns an info@quadratgoslar.de unter dem Stichwort „QUADRAT-Abo“

eine E-Mail mit ihrem Namen und ihrer Anschrift.Die erste Ausgabe erhalten Sie direkt nach Eingang Ihrer Zahlung. Das Abonnement endet nach Ablauf von

zwölf Monaten automatisch, eine zusätzliche Kündigung ist nicht erforderlich. Einfacher geht’s nicht! Es grüßt Sie herzlich Ihr QUADRAT-Team

Hier liegt QUADRAT u.a. für Sie aus

BAD HARZBURG Albert´s Corner, Allegro, Apotheke Harlingerode, Asklepiosklinik, Aubergine am Golfplatz, August Lüders Eisenwaren, Autohaus Krause, Bäckerei Gummich, Bella Roma, Belvedere, Bistro Port Louis, Brillen

Kerll, Buchhandlung Hoffmann, Café Goldberg, Cafe Peters, Cafe Sax, Cafe Winuwuk, Calory Coach, Confiserie Liersch, Dr. Schindler, Eastwood Herrenbekleidung, Eiscafe Rialto, Elektro Petermann, Glötzer Glasbau,

Glücksgriff, Goertz Bürotechnik, Haarscharf, Hageroth´s, Haus Prinz, HeiTa´s, Holz Reimann, Hotel Germania, Juwelier Dinger, Kaffeehaus, Kosmetikinstitut Sattari, Krodoland, Kröppelin, La Divina, MKG Dr. Seidel, Ordens

Apotheke, Pflegeprofis, Plumbohm´s, RA Dr. Frees, Rae Pommer & Piontek, Rathaus, Restaurant Brauhaus, Restaurant Filos, Restaurant Herzog-Wilhelm 29, Romantik Hotel Braunschweiger Hof, Segway Point, Siegfried W.

Kartmann, Top Parfümerie Surmann, Tourist Info, Vereinigte Volksbank Bad Harzburg/Wernigerode, Vitalhotel am Stadtpark, VW Autohaus Scholl-Mrozek, Waldgaststätte Rabenklippe, Zahnarzt Clemens Hoppe, Zahnarzt Dr.

Dürkop, Zahnarzt Dr. Ellmer, Zahnarzt Lennart Redeker, Kosmetikinstitut Hautnah, Tiaré Day Spa, La Divina Beauty & Spa, Fleischerei Leiste, Hotel Braunschweiger Hof, TUI Reisebüro GOSLAR 1548, Actic Fitness, Asklepios

Klinik, Autopark Bolluck, AXA Versicherungen Ralf Bogisch, Bäcker Wolf, BBS Goslar, Bierbrunnen, Boutique am Schuhhof, Brauhaus, Butterhanne, Cafe am Markt, Christian-von-Dohm Gymnasium, Cineplex, Der Achtermann,

Down Under, Dr. Tessen, Goslarer Museum, Habekost & Fichtner, Henry´s, Jack Wolfskin, Köpi 2012, Kreisverwaltung, La Provence, Leder Goslar, Lombardi´s, Maltermeister Turm, MedExpress, Mönchehaus Museum, Nouvelle,

Odeon Theater, Odermark Fashion Outlet, RA Becker & Partner, Ramada Hotel, Rammelsberg Museum, Renault Hermann, Rieckhoff Immobilien, Scheibendoktor, Schöffel-Lowa Store, Schwiecheldthaus, Sportina,

Stadtverwaltung , Stecher´s Landgenuß, Stella nordica, Store 100, Vitawell, Volksbank Nordharz, Zinnfiguren Museum, Melanie Lucas Tierphysiotherapie, Barock-Café Anders, Gold- und Platinschmiede Pfitzner, Sanitätshaus

Werner & Habermalz, Holzberg Dessous, Friseur Reese ILSENBURG Hotel Zu Den Rothen Forellen, Berghotel WERNIGERODE Cafe Wiecker, Museum für Luftfahrt und Technik Wernigerode, The Earth Collection, Schaubergwerk

Büchenberg, BRAUNLAGE 4-Weiber Laden/Bella Cosa, Hotel Tanne, Maritim, Puppe´s Spezialitäten, Relexa Hotel, Spielkiste, Oma´s Kaffee- und Weinstube CLAUSTHAL-ZELLERFELD Universitätsbibliothek Claus thal

LANGELSHEIM Steuerbüro Zellmer


Freitag, 17. Mai 2013,

19:00 Uhr

Kursaal Bad Harzburg

59

www.odeon-theater.de

Telefon: 05321-319840

„Was ihr wollt“

Komödie von Shakespeare

WAS IHR WOLLT ist ein Rausch. Ein Liebesrausch,

ein Rausch der Sinne, ein

Rausch der alle Spielarten der Liebe ironisiert.

Männer lieben Männer, Frauen Frauen,

Männer Frauen. Die Liebe verblendet.

Liebe bringt Schmerz. Überall gordische

Knoten. Narren sagen die Wahrheit, die

Vernünftigen sind Narren. Sucht nach Erfüllung

schafft Bitterkeit. Am Ende hält die

Realität Einzug, der Rausch macht dem

„Normalen“ Platz.

(Gedanken des Regisseurs

Carl-Hermann Risse)


60 Tauchen Sie ein in die Welt von

Crocodile Dundee oder fühlen Sie sich

wie ein Captain Sparrow aus “Fluch der

Karibik“. Die Black Pearl ankert im Down

Under und die Piraten ordern Cocktails.

Wir sind die größte Cocktailbar in

Goslar und Umgebung und halten über

zweihundert Rum- und Whiskysorten

bereit.

Abenteuerkulisse

für Australienfans

Genießen Sie das Gefühl von Abenteuerurlaub

auf dem fernen Kontinent,

das sich gleich einstellt, wenn man

Außenbereich und Gastraum betritt.

Unsere Küchencrew produziert kein

Fastfood, sondern “Aussie-Food“, täglich

frisch und auf Bestellung. Wenn Sie

anschließend ins Kino gehen möchten,

planen Sie daher bitte etwas Zeit ein,

es lohnt sich!

Im Gastraum zwei australische Hütten,

die einem Abenteuerfilm entsprungen

sein könnten und Baumhäuser auf

Stelzen, die den Raum in zwei Ebenen

unterteilen, bieten unseren Gästen jetzt

auch separate Bereiche zum Feiern mit

Freunden, Kollegen oder einfach für

sich.

Zur Mittagspause nach Australien.

Wir bieten Ihnen wöchentlich wechselnde

Lunches zu Superpreisen.

Sonntagsbrunch für große und kleine

Abenteurer.

Von 10.00 bis 14.00 Uhr erhalten Sie

bei uns ein Brunch mit allem, was das

Herz begehrt, für gerade mal 14,00

Euro. Kinder bis einschließlich zwölf

Jahren zahlen 50 Cent pro Lebensalter.

“Veggies“ können an unserer Salatbar

grasen.

See ya!

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