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Postgebühr bar bezahlt, Verlagspostamt 2380 Perchtoldsdorf

Das Kundenmagazin der Raiffeisen-Leasing 2|2008

Energieeffizienz

im Fokus

Menschen

Reportage

RLI

Peter Gauper und Georg Messner

Neues Bauen

Wachstumsmotor CEE


Postgebühr bar bezahlt, Verlagspostamt 2380 Perchtoldsdorf

inhalt

Das Kundenmagazin der Raiffeisen-Leasing 2|2008

Energieeffizienz

imFokus

Menschen

Reportage

RLI

Peter Gauper und Georg Messner

Neues Bauen

Wachstumsmotor CEE

Strukturverständnis

und Marktkompetenz

Wechsel in der Geschäftsführung:

das neue Führungsteam

der RLB Kärnten, Georg

Messner und Peter Gauper,

im Portrait.

Seite 4

Reisekosten

neu geregelt

Die Aufhebung durch den

Verfassungsgerichtshof macht

eine Klarstellung notwendig.

Seite 8

Häuser- und andere

Schluchten

Die Kanaren abseits der

touristischen Trampelpfade:

Sportkletterer und Wanderer

lernen den Archipel von seiner

schönsten Seite kennen.

Seite 32

editorial ANDREA WEBER 3

menschen

Peter Gauper und Mag. Georg Messner. 4

recht

Sanierungsboom erwartet:

EU-Gebäuderichtlinie bringt Änderungen. 6

steuer

Neue Reisekostenregelung nach

der Aufhebung durch den VfGH. 8

kommentar

GF MAG. MICHEAL OHNER:

Der Leasingmarkt in Österreich 2007. 11

coverstory

Energieeffizienz im Fokus:

Contracting und EEBS im Vormarsch. 12

meinung

GF MAG. PETER ENGERT:

Gelebte Nachhaltigkeit. 21

reportage

Ökologiegespräch:„Mission possible“. 22

Umweltgedanke im Vordergrund

Real Vienna: Großer Andrang. 24

RLI: Wachstumsmotor CEE. 25

2 Leas•mich


editorial

Unverbrauchte Energie

Für Umweltprobleme fühlt sich

der Einzelne nicht zuständig,

Energieverantwortung wird vornehmlich

an den Staat/Erzeuger

delegiert. Doch Besserung ist

in Sicht: Energieeffizienz bei

Gebäuden beginnt sich durchzusetzen.

Seite 12

Neues Bauen, leasingfinanziert. 26

Neues Bauen: Passivhaus. 27

immobilien

Alte Burg ganz modern. 28

Zweites Wahrzeichen von Linz. 29

Signa mit Raiffeisen-Leasing. 29

immobilien international

Fachmarktzentrum Szombathely. 30

CTP mit neuer Hausbank. 31

Austria Leasing als Hotelier. 31

lifestyle

Häuser- und andere Schluchten. 32

facts & figures 34

IMPRESSUM Medieninhaber: Raiffeisen-Leasing GmbH., Hollandstr.11–13, 1020 Wien,

Tel. 01 71601-8440, Fax: DW 8448, Internet-Adresse: http://www.raiffeisen-leasing.at,

E-Mail-Adresse: leasing@rl.co.at Herausgeber: Prok. Andrea Weber Produzent:

Verlagsgruppe NEWS Gesellschaft m.b.H., FN 183971 HG, Taborstr. 1–3, 1020 Wien

Geschäftsführung: Dkfm. Helmut Hanusch Objektleitung: Klaus Edelhofer

Redaktionsbüro: Vojtisek KEG, E-Mail-Adresse: act.vojtisek@aon.at Grafische

Gestaltung: Greiner & Greiner, 1050 Wien Fotos: Buenos Dias, Johannes Rigal,

pressefotos.at/Thomas Preiss, Foto Kraus, SeneCura, Andreas Bornemann, Oscar

Properties, Optimal KG, Spar Österreichische Warenhandels-AG, Diva Consult, TWF,

Michael Appelt, Alexander Wulz Herstellung: Sibylle Bauer Druck: Druckerei Berger,

3580 Horn Vertrieb: Mediaprint-Zeitschriftenvertriebsgesellschaft, 1235 Wien

Die Raiffeisen-Leasing GmbH übernimmt keine Haftung oder Garantie für die

Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen.

Hohe Leserzufriedenheit

Herzlichen Dank für Ihre tolle Mitarbeit! Eine erfreulich große Anzahl

unserer Leser hat sich die Mühe gemacht, den Fragebogen, der dem

letzten Leas•mich beigelegt war, auszufüllen. Gefragt war eine ehrliche

Meinung über die optische und fachliche Aufmachung unseres Kundenmagazins,

um allfällige Verbesserungspotenziale aufzuspüren. Ich möchte

einige Einzelergebnisse herausstreichen, die uns besonders freuen und

Ansporn sind, uns noch mehr für Sie anzustrengen.

Bestnoten gaben die Nutzer auf einer fünfstufigen Skala dem ansprechenden

Layout, der Erscheinungshäufigkeit und der Contentlänge.

92 % gaben die Noten 1 und 2 bei „sehr informativ und interessant,“

85 % erachten die Texte als „leicht verständlich“ und weitere 85 % bewerten

die Aufmachung unseres Magazins mit dem Attribut „modern“.

55 % der Befragten finden allerdings einzelnen Rubriken im Stil als etwas

trocken, vornehmlich bei hochkomplexen Inhalten wie Recht- und Steuerthemen.

Wir werden uns daher bemühen, auch diese teils schwierige

Materie auf ein lesefreundlicheres Niveau zu bringen. 80 % gaben an, das

Leas•mich zur Gewinnung allgemeiner Fachinformationen zu verwenden,

60 % geben es an Dritte weiter.

Zudem wurden die Leser eingeladen, eine „Wunschliste“ an Redaktion

und Fachabteilungen zu erstellen. Großes Interesse herrscht demnach

an den Themen Kfz-Leasing und Fuhrparkmanagement mit Rechenbeispielen,

Mitbewerbervergleichen und der Vorstellung erfolgreicher

Projekte. Die Bereiche Wohnbaufinanzierung, Reportagen über die Töchter

und deren Projekte sowie innovative Immobilien-Leasingmodelle kommt

der Interessenlage unserer Lesergemeinschaft ebenfalls entgegen.

Aus der Umfrage geht hervor, dass Projekte und Berichte über „Ökoenergie“

im Allgemeinen einen bemerkenswerten Aufmerksamkeitswert

erhalten. Als Finanzierungspartner bei Ökoenergie-Projekten hat sich

Raiffeisen-Leasing ja mittlerweile einen Namen gemacht. Unser umfassendes

Know-how wollen wir nun über einen „ÖkoEnergie-Blog powered

by Raiffeisen-Leasing“ (www.oekoenergie-blog.at) kommunizieren. Damit

bieten wir Kunden, Partnern, Journalisten und allen anderen Öko-Interessierten

eine Diskussionsplattform rund um die Thematik alternative

Energieträger, Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften. Der Leser

kann aktiv daran teilhaben und mit den Autoren oder anderen Nutzern in

Dialog treten und Fachwissen, aber auch persönliche Standpunkte austauschen.

Ich freue mich jedenfalls auf anregende Diskussionen und wünsche

Ihnen einen (ent)spannenden Sommer.

Ihre Andrea Weber

ANDREA WEBER

Leiterin Marketing und PR

in der Raiffeisen-Leasing

NUMMER 2|JUNI 2008 3


menschen

Strukturverständnis nach innen

Marktverständnis nach außen

Das neue Führungsteam der RLB Kärnten über die Wirtschaftskraft des südlichen Bundeslandes,

die Rolle der Raiffeisenbankengruppe und das Heben gemeinsamer Marktpotenziale.

Die Raiffeisenlandesbank Kärnten

präsentierte vor kurzem ihr neues Vorstandsteam.

Neben dem langjährigen

Vorstandsmitglied Peter Gauper wurde

Georg Messner in die Geschäftsführung

berufen. Künftig wird Messner die Bereiche

Sektorgeschäft sowie Risikomanagement

und Marktfolge lenken.

Gauper verantwortet das direkte Kundengeschäft

der RLB sowie das Treasury

und übernimmt zukünftig auch die

Rolle des Sprechers im 2er-Vorstand.

Die personelle Änderung in der Geschäftsführung

ergab sich aufgrund der

sehr persönlichen Entscheidung von

Klaus Pekarek, seine Vorstandsfunktion

mit Mitte des Jahres 2008 zurückzulegen.

„Im Sinne der Kontinuität war eine

rasche Entscheidung gefragt, und die

konnte mit der Nachbesetzung durch

FACTSHEET RLB 2007

VORAUSSICHTLICHES ERGEBNIS 2007

Bilanzsumme: + 4,4 %

Betriebsergebnis: + 15 %

ENTWICKLUNG IM ÜBERBLICK:

Aktivvolumen: + 10 %

Depotvolumen: + 6 %

WP-Umsätze: + 31 %

Spareinlagen: + 8 %

Anlagekonten: + 91%

(Volumen fast verdoppelt)

ENTWICKLUNG IM

AUSLANDSKUNDENGESCHÄFT:

Aktivvolumen: + 25 %

Depotvolumen: + 22 %

KUNDENENTWICKLUNG:

Steigerung von

Kunden mit Konten: + 7,4 %

davon Jugendkunden: + 11,5 %

„Die Nachfragesituation für

Leasingfinanzierungen hat

sich positiv entwickelt.“

MAG. GEORG MESSNER | RLB Kärnten

Mag. Messner gefunden werden“, bekräftigt

Gauper. Bis Juni wird es noch einen

Dreier-Vorstand geben, danach wird

das Vorstands-Duo Gauper/Messner die

Geschicke der RLB Kärnten lenken.

Die Raiffeisen-Bankengruppe spielt

in Kärntens Wirtschaft eine gewichtige

Rolle. „Mit einem Marktanteil bei Hauptkunden

von 33 % und bei Firmenkunden

von über 50 % sind wir klarer Marktführer

bei Finanzdienstleistungen“, erläutert

Messner die lokale Top-Position. Als

Bankpartner vor Ort genießt Raiffeisen

ein hohes Maß an Vertrauen. Werte wie

Sicherheit, Nähe zum Kunden, lokale

Präsenz und Beratungskompetenz prägen

das Image der Bank und machen

Raiffeisen auch als Kooperations- und

Sponsorpartner attraktiv. „Eine unserer

großen Stärken ist sicherlich die dezentrale

Struktur, die Nähe zu den Kunden,

die soziale Vernetzung und vor allem die

rasche Entscheidungsfindung vor Ort“,

verweist Messner auf die Assets seines

Hauses. Gerade in letzter Zeit haben

Schlagworte wie Sicherheit, Vertrauen

und Tradition wieder an Bedeutung gewonnen.

„Werte, die mit dem Namen

Raiffeisen als rein österreichisches Bankinstitut

assoziiert werden.“ Die Nutzung

von Synergien in den einzelnen Sektorgesellschaften

wird mit Sicherheit eine

wesentliche Herausforderung für die erfolgreiche

Weiterentwicklung sein.

Zumal die aktuellen Konjunkturumfragewerte

der Kärntner Industrie (Industriellen-Vereinigung

Kärnten) eine

grundsätzlich positive Entwicklung der

Auftragslage im Bundesland, insbesondere

auch der Auslandsaufträge, zeigt.

Damit hat sich auch der Beschäftigungsstand

im 1. Quartal 2008 weiter

verbessert. „Die Wirtschaftskraft unseres

Landes wird in den Prognosen der

Kärntner Industrie insgesamt positiv beurteilt“,

meint Gauper mit Blick in die

4 Leas•mich


nahe Zukunft. „Die Betriebe passen ihre

Investitionsbereitschaft natürlich der Auftragslage

an und waren diesbezüglich

daher bereits im vergangenen Jahr entsprechend

investitionsfreudig.“ Und welchen

Stellenwert hat dabei Leasing?

„Generell hat sich die Nachfragesituation

für Leasingfinanzierungen in

Kärnten in den letzten Jahren positiv entwickelt

– auch die Produktionszahlen

sprechen für sich“, verweist Messner auf

erfreuliche Bilanzzahlen. Mehr als 50 %

des Geschäftsaufkommens wird im Leasingbereich

über die Kärntner Raiffeisenbanken

generiert. „Viele Raiffeisenbanken

nutzen die Möglichkeiten der

Leasingfinanzierung. Insbesondere

wenn Kreditvarianten beispielsweise aus

Risikogründen nicht darstellbar sind“,

nennt Gauper eines von vielen Beispielen

für Finanzierungslösungen. „Hier

gibt es aber mit Sicherheit noch weiteres

Entwicklungspotenzial – auch in Hinblick

auf Kommunalleasing.“ Die „Cash-Cow“

ist aber derzeit noch die am weitesten

verbreitete Sparte: das Kfz-Leasing für

Privat- und Firmenkunden. „Hohe Nachfrage

aus dem KMU-Segment gibt es

beim Mobilienleasing“, vermerkt Messner.

Stark nachgefragt werden zudem

maßgeschneiderte Lösungen wie Fuhrparkmanagement,

Immobilien- und

Wohnbauleasing. Im öffentlichen Bereich

geht wiederum der Trend in Richtung

energieeffizientes Bauen und Sanieren.

Die Erwartungen des Vorstands-

Duos sind jedenfalls sehr optimistisch.

„Die Zusammenarbeit zwischen der LGS

Kärnten (Landesgeschäftsstelle Kärnten)

und der RLB ist äußerst produktiv“, ist

Gauper überzeugt. „Wesentlich ist es,

Synergien zu nutzen, um die vorhandenen

Marktpotenziale gemeinsam zu bearbeiten,

ganz besonders im kommunalen

Bereich.“ Aktive, gelebte Partnerschaft

und der Blick „über den Tellerrand“

sei hierfür ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Im Mittelpunkt steht daher

die Orientierung am tatsächlichen Kundenbedarf.

Der Kundennutzen und auch

„Das Ziel: Potenziale im Raiffeisensektor

bestmöglich zu

nutzen und auszubauen.“

PETER GAUPER | RLB Kärnten

steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten

sind wesentliche Faktoren bei der Wahl

der optimalen Finanzierungsvariante.

„Ziel kann es nur sein, auch zukünftig

die Potenziale im Raiffeisensektor bestmöglich

zu nutzen und womöglich auszubauen“,

präzisiert Gauper die mittelund

langfristigen Strategien des Vorstands.

Forciert werden daher Spezialprodukte

mit Exklusivnutzen für Kunden

wie Fuhrparkmanagement oder Wohnbauleasing

als auch intensive Betreuuung

samt begleitender Kommunikationsmaßnahmen.ı

NUMMER 2| JUNI 2008 5


testens zur Abgabe dessen Vertragserklärung

einen Energieausweis (eine Kopie

ist ausreichend) bei Vertragsabschluss

auszuhändigen.

Wird der Vertrag über ein Einzelobjekt

geschlossen, so genügt auch die Vorlage

eines Energieausweises über ein

vergleichbares Einzelobjekt im selben

Gebäude oder überhaupt ein Energieausweis

über das gesamte Haus. Die

Vorlage eines Energieausweises über

die Gesamtenergieeffizienz des konkreten

Einzelobjektes ist somit nicht erforderlich.

Ausnahmen von der Vorlagerecht&steuer

Sanierungsboom

erwartet

Die neue EU-Gebäuderichtlinie verpflichtet Bauträger,

Auskunft über die Energieeffizienz neu

errichteter Gebäude zu geben. Auch ältere Objekte

sind ab 2009 von der Regelung betroffen.

VON MAG. MARTINA SCHALLER, JURISTIN COMPETENCE CENTER RECHT

Die Richtlinie 2002/91/EG verpflichtet

die Mitgliedstaaten der EU, in ihren

Rechtsordnungen sicherzustellen, dass

beim Bau, beim Verkauf und bei der In-

Bestand-Gabe von Gebäuden bzw. Einzelobjekten,

wie z. B. Wohnungen oder

Geschäftsräumlichkeiten, dem Eigentümer,

dem Käufer oder dem Mieter bzw.

Pächter die Gesamtenergieeffizienz in

Form eines „Energieausweises“ vorgelegt

wird. Die Gültigkeitsdauer darf zehn

Jahre nicht überschreiten.

Vergleichbar mit den Herstellerangaben

über den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch

einer bestimmten Fahrzeugtype

soll dieser Energieausweis

Auskunft über den nach einer einheitlichen

Methode zu errechnenden „Energie-Normverbrauch“

geben. Eine genaue

Aussage über den tatsächlich eintretenden

Energieverbrauch lässt sich

dabei jedoch nicht treffen – der hängt

von verschiedenen Faktoren, beispielsweise

dem Benutzerverhalten oder der

Lage des Objekts innerhalb des Gebäudes

ab. Auf diese Weise soll die Möglichkeit

eröffnet werden, verschiedene

Gebäude bzw. Einzelobjekte energietechnisch

miteinander zu vergleichen.

Ausgehend davon, dass Eigentümer,

Käufer oder Mieter bzw. Pächter ein Gebäude

bzw. Einzelobjekt mit guten energietechnischen

Eigenschaften einem mit

schlechten energietechnischen Eigenschaften

vorziehen werden, soll durch

diese besondere Informationspflicht auf

„marktwirtschaftlichem“ Wege zur Verbesserung

der Gesamtenergieeffizienz

von Gebäuden bzw. Einzelobjekten beigetragen

werden. Die solcherart gelenkte

Nachfrage soll dazu führen, dass

in verstärktem Maß Objekte mit guter

Energieeffizienz angeboten, also bestehende

Objekte häufiger, früher und umfangreicher

saniert und neu errichtete

Gebäude entsprechend ausgestaltet

werden.

Die Umsetzung der zivilrechtlichen Inhalte

der neuen Regelung erfolgte bereits

durch den Bund in Gestalt des

Energie-Ausweis-Vorlage-Gesetzes,

BGBl. I 2006/137 (in der Folge kurz

„EAVG“ genannt). Doch die bautechnischen

Inhalte der EU-Gebäuderichtlinie

– Methode zur Berechnung der Gesamtenergieeffizienz

sowie das Erfordernis

der Erstellung, den Inhalt und das

Verfahren zur Ausstellung von Energieausweisen

– wurden von den Ländern

nur teilweise durch Novellen der Bauvorschriften

umgesetzt.

EAVG

Der Verkäufer bzw. der Vermieter ist

nach dem EAVG verpflichtet, beim Verkauf

(umfasst ist auch der Tausch) bzw.

bei der In-Bestand-Gabe (inkludiert

Pacht und alle Formen des Immobilienleasings)

von bestehenden, neu zu errichtenden

oder durchgreifend zu erneuernden

Gebäuden bzw. Einzelobjekten

dem Käufer bzw. Mieter bis spä-

6 Leas•mich


BAUTECHNISCHE VORSCHRIFTEN DER LÄNDER

Bundesland

Umsetzung

Inkrafttreten der bautechnischen

Vorschriften

betroffenene

bautechnische Vorschriften

TIROL

bereits erfolgt

1. 1. 2008

Tiroler Bauordnung 2001 (LGBl. Nr. 73/2007),

Techn. Bauvorschriften 2008 (LGBl. Nr. 93/2007),

PlanunterlagenVO 1998 (LGBl. Nr. 94/2007)

VORARLBERG

bereits erfolgt

1. 1 .2008

Baugesetz (LGBl. Nr. 44/2007),

BaueingabeVO (LGBl. Nr. 84/2007),

BautechnikVO (LGBl. Nr. 83/2007)

KÄRNTEN

bereits erfolgt,

ausgenommen

HeizungsanlagenG

20. 2. 2008: Krtn. Bauvorschriften

12. 3. 2008: Krtn. Energieeinsparungs-

und WärmeschutzVO sowie

BauansuchenVO

Krtn. Bauvorschriften (LGBl. Nr. 10/2008),

Krtn. Energieeinsparungs- und WärmeschutzVO

(LGBl. Nr. 13/2008),

BauansuchenVO (LGBl. Nr. 14/2008)

OBERÖSTERREICH

bereits erfolgt

1. 4. 2008

Oö. Bauordnung 1994 (LGBl. Nr. 36/2008),

Oö. Bautechnikgesetz (LGBl. Nr. 34/2008)

STEIERMARK

bereits erfolgt

1. 4. 2008

Stmk. Baugesetz (LGBl. Nr. 10/2008),

Stmk. FeuerungsanlagenG (LGBl. Nr. 10/2008)

WIEN

bereits erfolgt

12. 7. 2008

Bauordnung für Wien, Wiener KleingartenG,

Wiener Bauprodukte- und AkkreditierungsG und

Wiener Feuerpolizei-, Luftreinhalte- und KlimaanlagenG

(LGBl. Nr. 24/2008)

NIEDERÖSTERREICH

SALZBURG

BURGENLAND

Noch kein Beschluss

des Landtages

spätestens 1. 9. 2008

pflicht sind für jene Gebäudekategorien

vorgesehen, für die nach den jeweils anwendbaren

landes- oder bundesgesetzlichen

technischen Vorschriften kein

Energieausweis erstellt werden muss.

Wird der Energieausweis nicht, verspätet

oder sonst entgegen den Bestimmungen

des EAVG (etwa Vorlage eines

über 10 Jahre alten Energieausweises)

vorgelegt, so gilt zwingend zumindest

eine dem Alter und der Art des Gebäudes

bzw. des Einzelobjektes entsprechende

Gesamtenergieeffizienz. Dies

bedeutet, dass der Verkäufer gewährleistungsrechtlich

eben für eine solche

Gesamtenergieeffizienz einzustehen hat.

Die Bestimmungen des EAVG über die

Vorlagepflicht und die Rechtsfolgen von

Verstößen gegen diese Pflicht können

von den Vertragsparteien nicht ausgeschlossen

werden. Von dieser Regelung

unberührt bleiben aber die nach dem

ABGB zu beurteilenden allgemeinen vertragsrechtlichen

Folgen (wie etwa Schadenersatz,

Gewährleistung und Irrtum),

welche im Rahmen des allgemein rechtlich

Zulässigen sehr wohl vertraglich abbedungen

werden können.

Für neue Gebäude bzw. für neue Einzelobjekte

gilt die Vorlagepflicht bereits

ab 1. 1. 2008. Für Objekte, die aufgrund

einer vor 2006 erteilten Baubewilligung

errichtet wurden, gilt die Vorlageverpflichtung

erst ab 1. 1. 2009.

Die Frage, wer die Kosten der Erstellung

des Energieausweises tragen soll,

hat der Bundesgesetzgeber vorerst bewusst

offen gelassen. Im WEG und im

Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes

beabsichtigt der Bundesgesetzgeber

jedoch, im Rahmen der

nächsten wohnrechtlichen Novellierung

den Energieausweis in das Wohnrecht

einzubetten.

Bautechnische Vorschriften

der Länder

Die Länder haben die bautechnischen

Inhalte der EU-Gebäuderichtlinie bisher

nur teilweise umgesetzt, wie man am

Umsetzungsstatus per 20. April 2008 erkennt

(siehe Tabelle).

Ausblick

Es ist zu hoffen, dass sich durch den

Umsetzungsprozess schon bald ein verstärktes

Bewusstsein für die energietechnische

Qualität von Gebäuden entwickeln

wird, welches das Nachfrageverhalten

auf dem Liegenschaftsmarkt

maßgeblich beeinflussen wird. Auf diese

Weise soll erfolgreich zur Erreichung der

Hauptziele der EU-Gebäuderichtlinie –

Umweltschutz, Energieressourcenschonung

und Versorgungssicherheit – beigetragen

werden.ı

NUMMER 2| JUNI 2008 7


echt&steuer

Neue Reisekostenregelungen

Mit der Novelle 2007 wurden die Reisekosten nach der Aufhebung durch

den Verfassungsgerichtshof neu geregelt. Die grundlegenden Unterscheidungen

zwischen lohngestaltender Vorschriften und anderen Reisekosten wurden jedoch

beibehalten. VON MAG. MARTINA PROKESCH-SCHACHNER, LL.M

Die Neuregelung, die mit Jänner 2008

in Kraft trat, umfasst mehrere Eckpunkte.

Einer davon ist der Verpflegungsmehraufwand

(Taggelder), deren Höhe unverändert

blieb. Somit darf das Taggeld

für Inlandsreisen bis zu 26,40 € pro Tag

betragen. Für Auslandsreisen gelten

weiterhin die Ländersätze laut Reisegebührenvorschrift.

Taggelder bleiben weiterhin

bis zur Begründung eines neuen

Mittelpunkts der Tätigkeit nicht steuerbar.

Bisher waren Reisekosten aufgrund

lohngestaltender Vorschriften (Kollektivverträge)

selbst dann nicht steuerbar,

wenn nach den allgemeinen Regelungen

bereits ein neuer Mittelpunkt der Tätigkeit

begründet wurde. Diese Regelung

wurde vom Verfassungsgerichtshof

als verfassungswidrig aufgehoben.

Taggelder können nunmehr nach folgenden

Grundsätzen steuerfrei gewährt

werden:

Taggelder für Dienstreisen sind nur

unter genau definierten Umständen

steuerfrei.

ÿ Dienstreisen im Nahebereich (tägliche

Rückkehr)

Taggelder sind nur so lange steuerfrei,

bis der Ort zu einem weiteren

Mittelpunkt der Tätigkeit wird. (Fünf

Tage durchgehende Tätigkeit, fünf

Tage regelmäßig wiederkehrende

Tätigkeit, 15 Tage unregelmäßig wiederkehrende

Tätigkeit)

ÿ Dienstreisen außerhalb des Nahebereichs

(unzumutbare tägliche Rückkehr

zum Familienwohnsitz)

Taggelder sind nur so lange steuerfrei,

bis der Ort zu einem weiteren Mittelpunkt

der Tätigkeit wird. (183 Tage)

8

ÿ Außendiensttätigkeit, Fahrtätigkeit,

Baustellen- und Montagetätigkeit, Arbeitskräfteüberlassung

und vorübergehende

Tätigkeit an einem Einsatzort,

zu deren Zahlung der Arbeitgeber

aufgrund lohngestaltender Vorschriften

verpflichtet ist, bleiben weiterhin

ohne zeitliche Begrenzung steuerfrei.

Taggelder, die nach der neuen Bestimmung

steuerfrei sind, sind auch von Sozialversicherung,

von Beiträgen zur Mitarbeitervorsorgekasse

und Lohnnebenkosten

befreit. Durch diese neu eingeführten

Bestimmungen wurde somit der

Kreis der maßgeblichen lohngestaltenden

Vorschriften im Vergleich zur bisherigen

Rechtslage erweitert. Fehlt ein kollektivvertragsfähiger

Partner auf Wirtschaftsgeberseite

und kann auf Arbeitnehmerseite

kein Betriebsrat gebildet

werden, so gelten vertragliche Vereinbarungen

als lohngestaltende Vorschriften.

Durch diese Erweiterung können

künftig auch ausländische Arbeitgeber,

die im Inland einen Betrieb mit weniger

als fünf Mitarbeitern führen, nach der

Anlaufphase Taggelder steuerfrei ausbezahlen.

In Zukunft kann immer nach

Kalendertagen abgerechnet werden, sobald

mehr als elf Stunden Reisezeit vorliegen;

ab dem nächsten Kalendertag

beginnt ein neuer Anspruch zu laufen.

Bisher war die Kalendertagsabrechnung

nur zulässig, wenn eine lohngestaltende

Vorschrift dies vorsah. Bei Auslandsreisen

ist für den Verpflegungsmehraufwand

an Stelle des Betrages von 26,40 €

täglich, der in der Reisegebührenvorschrift

der Bundesbediensteten für das

jeweilige Land vorgesehene Höchstsatz

heranzuziehen. Die Berechnung bei

Auslandsdienstreisen erfolgt nunmehr

genauso wie bei den Inlandstaggeldern,

d. h. ab drei Stunden steht für jede angefangene

Stunde ein Zwölftel der jeweiligen

Ländersätze zu. Auch besteht

nunmehr die Möglichkeit der Abrechung

nach Kalendertagen (bisher Drittelregelung

nach der Reisegebührenvorschrift

der Bundesbediensteten).

Die Bestimmungen betreffend Nächtigungskosten

bleiben unverändert. Voraussetzung

für Werbungskosten ist das

Vorliegen einer tatsächlichen Nächtigung,

die mit Aufwendungen verbunden

ist. Wenn bei einer Auslandsdienstreise

keine höheren Kosten für Nächtigung


einschließlich der Kosten des Frühstücks

nachgewiesen werden, kann das dem

Bundesbediensteten zustehende Nächtigungsgeld

der Höchststufe berücksichtigt

werden. Zahlt der Arbeitgeber

höhere Beträge, so sind die übersteigenden

Beträge steuerpflichtiger Arbeitslohn.

Der Pauschalbetrag kann nicht zum

Ansatz kommen, wenn Aufwendungen

für den Arbeitnehmer (z. B. durch unentgeltliche

Zurverfügungstellung eines

Nächtigungsquartiers durch den Arbeitgeber

oder durch andere Personen) gar

nicht anfallen.

Steuerfreiheit von Fahrtkosten

Ist ein Arbeitnehmer vorübergehend an

einem anderen Arbeitsort beschäftigt,

sind die Fahrtkostenersätze für den ersten

Monat zwischen Wohnort und Arbeitsstätte

nicht steuerbar. Für diesen

ersten Monat steht hingegen keine

Pendlerpauschale zu. Die bisherige Regelung,

wonach unterschieden werden

musste, ob im Vorhinein feststeht, ob

die Tätigkeit mehr oder weniger als

einen Kalendermonat dauert, entfällt.

Ab dem zweiten Monat der Tätigkeit

sind die Fahrten zwischen Wohnung

und Arbeitsstätte mit dem Verkehrsabsetzbetrag

bzw. der Pendlerpauschale

abgedeckt. Zusätzlich ausbezahlte

Fahrtkostenersätze sind steuerpflichtiger

Arbeitslohn. Eine Ausnahme bis 31.

12. 2009 stellen Fahrten zu einer Baustelle

oder zu einem Einsatzort für Montagetätigkeit,

die unmittelbar von der

Wohnung aus angetreten werden, dar.

Das amtliche Kilometergeld kann bis zu

maximal 30.000 km pro Kalenderjahr

steuerfrei ausbezahlt werden. Kilometergeldzahlungen,

die diese Grenze

übersteigen, sind lohnsteuerpflichtig. Bis

dato konnten Kilometergelder aufgrund

einer lohngestaltenden Vorschrift auch

für mehr als 30.000 km pro Kalenderjahr

steuerfrei ausbezahlt werden.

Das amtliche Kilometergeld beträgt unverändert:

ÿ für Pkw und Kombi € 0,376

ÿ für Krafträder bis 250 cm³ € 0,119

ÿ über 250 cm³ € 0,212

ÿ pro mitfahrender Person € 0,045

Ist ein Arbeitnehmer so weit von seinem

ständigen Wohnort beschäftigt, dass

ihm eine tägliche Rückkehr nicht zugemutet

werden kann, können Fahrtkosten

(auch Flüge) für eine wöchentliche

Heimfahrt steuerfrei behandelt werden.

Vorausgesetzt, es wird für diese arbeitsfreien

Tage kein steuerfreies Taggeld gewährt.

Private Verwendung von Bonusmeilen

Bonusmeilen, die ein Dienstnehmer für

Privatreisen verwendet, sind (noch) steuerpflichtig.

Der VwGH prüft derzeit, ob

dass auch in Zukunft so bleibt ...

Der unabhängige Finanzsenat (UFS)

hat Anfang 2008 in zwei Entscheidungen

festgehalten, dass der Dienstgeber

zur Lohnsteuerabfuhr und zur Entrichtung

der Lohnnebenkosten verpflichtet

ist. Begründung: Bonusmeilen, die der

Dienstgeber finanziert hat und dem

Dienstnehmer für Privatzwecke überlassen

werden, sind Vorteile aus dem

Dienstverhältnis. Dieser steuerpflichtige

Vorteil wäre nach dem UFS daher im

Wege des Lohnsteuerabzugs zu besteuern.

Der UFS ist nicht die letzte Instanz.

Zur UFS-Entscheidung wurde mittlerweile

auch eine VwGH-Beschwerde eingebracht.

Der VwGH wird insbesondere

zu prüfen haben, ob die für die Lohnsteuerhaftung

an sich notwendige Veranlassung

der Vorteilsgewährung durch

den Dienstgeber vorliegt.

Dieser geldwerte Vorteil aus dem

Dienstverhältnis ist mit den üblichen Mittelpreisen

des Verbrauchsortes anzusetzen.

In der Praxis wird dies schwierig

TAGGELDER FÜR DIENSTREISEN sind nur

unter genau definierten Umständen steuerfrei.

9


echt&steuer

BONUSMEILEN, die ein

Dienstnehmer für Privatreisen

verwendet, sind

(noch) steuerpflichtig. Der

VwGH prüft derzeit, ob das

auch in Zukunft so bleibt …

sein, da aufgrund der unterschiedlichen

Fluglinien und Preise der Wert der Meile

nur schwer zu ermitteln ist. In den konkreten

Fällen konnte der tatsächliche

Wert der eingelösten Meilen mangels

Unterlagen nur geschätzt werden. Es ist

daher anzuraten, mit dem Arbeitnehmer

ausdrücklich zu vereinbaren, dass durch

Dienstreisen erworbene Bonusmeilen

nicht für private Zwecke, sondern ausschließlich

im Arbeitgeberinteresse verwendet

werden dürfen.

Privat- und Firmenfahrzeuge

Ein Auto, das überwiegend (mehr als

50 %) privat genutzt wird, wird dem Privatvermögen

zugerechnet. Für betriebliche

Fahrten können grundsätzlich die

Aufwendungen in tatsächlicher Höhe als

Betriebsausgaben geltend gemacht

werden.

In der Praxis wird jedoch anerkannt,

wenn bei betrieblichen Fahrten unter

30.000 km im Kalenderjahr an Stelle der

tatsächlichen Kosten das amtliche Kilometergeld

angesetzt wird. Bei betrieblichen

Fahrten von mehr als 30.000 km im

Kalenderjahr können, sofern nicht ohnedies

die betriebliche Nutzung überwiegt

und das Fahrzeug dem Betriebsvermögen

zuzurechnen ist, als Betriebsausgaben

entweder das amtliche

Kilometergeld für 30.000 km oder die

tatsächlich nachgewiesenen Kosten für

die gesamten betrieblichen Fahrten angesetzt

werden.

Wird das amtliche Kilometergeld angesetzt,

sind damit sämtliche Aufwendungen,

auch Parkgebühren, Mauten,

Mitgliedsbeiträge bei Autofahrerklubs,

abgegolten. Das Kilometergeld kann

auch für ein Fahrzeug eines nahen Angehörigen

eingefordert werden, wenn

man es betrieblich nutzt. Der Nachweis

der Fahrtkosten kann mittels Fahrtenbuch

bzw. durch andere Aufzeichnungen,

die eine verlässliche Beurteilung

ermöglichen, erbracht werden.

Überlässt der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern

einen Firmenwagen zur privaten

Nutzung, so ist der damit verbundene

geldwerte Vorteil als Arbeitslohn

pauschal zu versteuern. Der Bundesfinanzhof

(BFH) hatte sich mit der Frage

beschäftigt, ob bei dieser Pauschalbesteuerung

Aufwendungen, die die Arbeitnehmer

trugen, als Werbungskosten

aus nichtselbstständiger Arbeit Berücksichtigung

finden könnten.

Der BFH kam dabei zum Schluss,

dass bei der Pauschalbesteuerung die

vom Arbeitnehmer übernommenen

Treibstoffkosten nicht als Werbungskosten

abziehbar seien. Hingegen erkannte

der BFH, dass Zuzahlungen des Arbeitnehmers

zu den Anschaffungskosten

des Fahrzeuges als Werbungskosten

abziehbar seien. Entstehen somit einem

Arbeitnehmer für einen Firmenwagen

Kosten, kann man diese wie Anschaffungskosten

eines Nutzungsrechtes abschreiben.

Aus- und Fortbildungsmaßnahmen

Im Bereich der Aufwendungen für Ausund

Fortbildungsmaßnahmen gab es

soweit keine Änderungen. Aufwendungen

für Nächtigungen sind wie bisher

höchstens im Ausmaß des Nächtigungsgeldes

der Reisegebührenvorschrift zu

berücksichtigen.ı

10 Leas•mich


kommentar

Der Leasingmarkt

in Österreich 2007

Mit einem Neugeschäft von rund € 6,6 Mrd. erreichte der österreichische

Leasingmarkt im Jahr 2007 ein Bestandsvolumen von € 22,6 Mrd. und

insgesamt 526.000 aufrechte Verträge.

MAG. MICHAEL OHNER

Geschäftsführer der

Raiffeisen-Leasing

Im Jahr 2007 wurde am Leasingmarkt ein erfreulicher Trend

spürbar: Die Österreicher setzen verstärkt auf umweltfreundliche

Technologien, sei es bei Kfz, Immobilien oder Energieanlagen.

Diese klimaschonenden Anschaffungen werden zunehmend

über Leasing finanziert, weil damit die modernsten

und gleichzeitig schadstoffärmsten Produkte Verwendung finden

können, ohne diese gleich kaufen zu müssen. Das Umweltbewusstsein

führte im vergangenen Geschäftsjahr zu einer

Belebung des Leasinggeschäftes – und das trotz der Einbrüche

auf den Finanzmärkten. Mit einem Wachstum von

8,3 % erzielte die österreichische Leasingbranche im Geschäftsjahr

2007 ein Neugeschäftsvolumen von € 6,6 Mrd. Ein

wesentlicher Anteil an diesem Ergebnis war dem stark wachsenden

Mobilien-Leasing sowie der Sparte Immobilien-Leasing

zuzuschreiben.

Marktentwicklung im Kfz-Leasing

2007 war ein schwieriges Jahr für den Autohandel. Die Pkw-

Neuzulassungen verzeichneten gegenüber dem Vergleichszeitraum

2006 einen Rückgang von 3,4 %, bei Lkw und Bussen

stiegen die Neuzulassungen hingegen um 6 % an. Diese

Entwicklung spiegelte sich auch beim Kfz-Leasing wider: Im

Neugeschäft sanken die Stückzahlen wegen rückläufiger Leasingverträge

bei Pkw und Kombis um 2,4 %. Das Neugeschäftsvolumen

legte hingegen aufgrund der verstärkten Investitionen

in Lkw und Busse um 2,4 % auf € 3,5 Mrd. zu. So

sind in Österreich bereits zwei von drei Transportfahrzeugen

geleast. Insgesamt hat sich das Volumen des Kfz-Leasings in

den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt, sodass heute

schon jeder dritte Neuwagen über Leasing finanziert wird.

Die österreichweite Leasingquote lag wie im Jahr 2006 unverändert

bei 34,3 %.

Über einen weiteren Aufwärtstrend durfte sich der Bereich

Flottenmanagement freuen. Das Neugeschäftsvolumen stieg

um 5,9 % auf € 458 Mio. an. Bei den Flottenkunden spielten

bei der Entscheidung für Leasing neben der Finanzierung vor

allem Dienstleistungen wie Service, Reifen-, Tank- oder Schadensabwicklung

eine entscheidende Rolle. Diese Motive stehen

auch bei den KMUs zunehmend im Vordergrund.

Marktentwicklung im Mobilien-Leasing

Das Mobilien-Leasing erzielte 2007 von allen Sparten die

höchsten Zuwachsraten. Mit einem Neugeschäft von rund

€ 1,7 Mrd. konnte ein neues Rekordergebnis erreicht werden.

Auch der Mobilien-Bestand wuchs erneut. Zum Stichtag

wurden 82.913 Verträge (+ 2,2 %) mit einem Volumen von

€ 3,9 Mrd. (+ 9,2 %) ausgewiesen. Die Bandbreite der

Leasingverträge war weit gespannt und reichte von Industrieanlagen

bis zu Kopierern. Im Berichtszeitraum konnten die

Leasingunternehmen auch bei der Finanzierung von umweltfreundlichen

Energieanlagen punkten. So wird beispielsweise

jedes dritte Windrad über Leasing finanziert. Weitere potenzielle

Wachstumsmärkte des „Umwelt-Leasings“ sind Photovoltaik-Anlagen

und Biomasse-Kraftwerke. Ein hoher Anteil am

beeindruckenden Wachstum entfiel auf Großprojekte wie zum

Beispiel dem Leasing von Schiffen und Flugzeugen.

Marktentwicklung im Immobilien-Leasing

Bei den Immobilien – der dritten Säule des Leasings – hat das

Geschäft 2007 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2006 deutlich

angezogen. Die Wachstumsrate lag trotz der starken Konkurrenz

durch fondsfinanzierte Immobilien bei 13,5 %, das

Neugeschäftsvolumen betrug € 1,4 Mrd. Der Bestand erhöhte

sich um mehr als 3,8 %, während die Anzahl der Bestandsverträge

von 5.207 auf 5.158 zurückgegangen ist.

Anhand dieser Ergebnisse werden die Besonderheiten des

österreichischen Immobilienmarktes sichtbar: Aufgrund von

Großprojekten, die in manchen Jahren gehäuft realisiert werden,

und der bescheidenen Größe des inländischen Immobilienmarktes,

kommt es in dieser Sparte immer wieder zu starken

Schwankungen. 2007 wurde das Wachstum des Neugeschäftes

von solchen Großprojekten getrieben.

Während sich die Nachfrage früher nahezu ausschließlich

auf reine Finanzierungsleistungen konzentrierte, werden jetzt

zunehmend umfassende Dienstleistungen bis hin zur Gesamtabwicklung

einzelner Bauprojekte gefordert. Weil die Kunden

zudem verstärkt auf energiesparende Gebäude und umweltschonende

Bauweisen setzen, ist auch die Umweltkompetenz

der Leasing-Branche vermehrt gefragt. Für 2008 wird

eine weitere Verstärkung dieses Umwelttrends erwartet. ı

NUMMER 2| JUNI 2008 11


coverstory

12 Leas•mich


Unverbrauchte

Energie

„Wir sind für eine saubere Natur, bei uns

kommt der Strom aus der Steckdose!“

Für Umweltprobleme fühlt sich der Einzelne

nicht zuständig, Energieverantwortung wird

vornehmlich an den Staat/Erzeuger delegiert.

Doch Besserung ist in Sicht: Energieeffizienz

bei Gebäuden beginnt sich durchzusetzen.

NUMMER 2| JUNI 2008 13


coverstory

An einem Morgen wie jeder andere: Ein

durchdringendes Geräusch reißt uns aus

dem Schlaf. Am liebsten würden wir einfach

den Stecker ziehen und uns noch

einmal im wohlig warmen Bett herumdrehen.

Doch die Pflicht ruft, und so

strecken wir vorsichtig den Fuß unter der

Bettdecke hervor. Es ist ja gar nicht kalt!

Denn über Nacht haben wir vorgesorgt

und die Heizung auf kleiner Stufe laufen

lassen. Nun eine ausgedehnte warme

Dusche! Auf dem Weg dorthin stellen wir

noch schnell die Kaffeemaschine an und

natürlich wird die ganze Wohnung hell

erleuchtet, um nicht über den Türstaffel

zu stolpern.

So oder ähnlich sehen die ersten

zehn bis fünfzehn Minuten eines

ganz gewöhnlichen Tages aus.

Auf den ersten Blick eigentlich nichts

Besonderes. Doch wird in diesem kurzen

Zeitraum schon deutlich, wie alltäglich

unser Umgang mit Energie geworden

ist. Und das in Zeiten, in denen nahezu

jeden Tag Berichte zu den Themen

Energieversorgung, Umweltauswirkungen,

Klimawandel und dessen Folgen

über den Bildschirm flimmern.

So fallen auch Ereignisse wie die verheerenden

Stürme zu Jahresbeginn,

Paula und Emma, fast zeitgleich mit der

Veröffentlichung des EU-Klimaberichts

zusammen. Die darauffolgende und immer

noch anhaltende Diskussion der

„sauberen Energieerzeugung“ wird zwar

in aller Öffentlichkeit geführt, aber „Otto

Normalverbraucher“ fühlt sich nicht in

die Pflicht genommen. Denn Energie

kommt gewöhnlich aus der Steckdose.

Wo diese herkommt und wie sie erzeugt

wird, darauf hat der Endnutzer kaum Einfluss.

Doch das heißt nicht, dass man

als Bürger, Unternehmer oder Kommune

von der „Energieverantwortung“ befreit

ist, denn eigentlich steht jeder einzelne

mehr in der Pflicht als jemals zuvor.

Betrachtet man nämlich den Gesamtenergieverbrauch

in Österreich, ist

erkennbar, dass dieser Jahr für Jahr stetig

ansteigt. Zwischen den Jahren 1990

und 2004 hat sich der Gesamtverbrauch

um 75 % erhöht und bis zum heutigen

Zeitpunkt ist dieser Trend anhaltend.

Beim Endenergieverbrauch entfällt dabei

ca. 1/3 auf die Bereiche Raumwärme/-kühlung,

Beleuchtung und EDV.

Experten gehen sogar davon aus, dass

50 % des weltweiten Energieverbrauches

direkt auf Gebäude in ihrem gesamten

Lebenszyklus – Planung, Bau,

Betriebslaufzeit – zurückzuführen sind.

Somit stellen Immobilien und die Art und

Weise ihrer Nutzung ein umweltrelevantes

Potenzial zur Senkung des Energieverbrauchs

und damit auch zur Verminderung

des CO 2 -Ausstoßes dar. Da die

nicht verbrauchte Kilowattstunde immer

noch die sauberste ist, kann durch einen

bewussten Umgang mit Energie sofort

ein Umwelteffekt erzielt werden.

Speziell im Bereich Betreibermodelle

hat sich Raiffeisen-Leasing intensiv mit

verschiedenen Möglichkeiten, um die

Energienutzung effizienter zu gestalten,

befasst. Dabei werden ganzheitliche Modelle

angeboten, die sowohl in technischer

als auch finanzieller Hinsicht die

optimale Lösung für den Kunden bieten.

Performance Contracting

Ein innovatives Modell, um die Energieeffizienz

in Gebäuden zu erhöhen, ist

das sogenannte „Performance oder

Energieeinspar Contracting“. Dabei

steht die Verbesserung der energetischen

Leistungsfähigkeit eines Gebäudes

im Vordergrund. Der Contractor erarbeitet

ein technisches Lösungskonzept

zur Senkung des Energieverbrauchs.

Der daraus resultierende geringere

Verbrauch an Energie macht sich

folglich auch auf der Rechnung des

Energieversorgers bemerkbar. Diese

Kostenreduktion wird dann über einen

vereinbarten Zeitraum an den Contractor

bezahlt, um die getätigten Investitionen

zu refinanzieren. Da die Erreichung der

Energieverbrauchssenkung garantiert

wird, ist Performance Contracting eine

Lösung, die sich selbst rechnet.

Natürlich kann kein Contractor die

physikalischen Grenzen verschieben

und energietechnische Wunder vollbringen.

Die Kunst liegt vielmehr darin, relevante

Maßnahmen und deren Einfluss

aufeinander abzustimmen und auch im

14 Leas•mich


Energiekosten

Kosten

bisher

Zeitpunkt der

Umweltentlastung

laufenden Betrieb den Erfolg zu überwachen.

Obwohl es eindeutig erscheint,

dass großes Potenzial in der Verknüpfung

von Planung, Umsetzung und Leistungskontrolle

liegt, wird gerade dies oft

als Argument gegen Performance Contracting

verwendet. Sicher ist es möglich,

in Eigenregie Konzepte erstellen zu

lassen, dann in Einzelaufträgen umzusetzen

und das Ergebnis zu überwachen.

Doch bei dieser Betrachtung wird

oft vergessen, dass ein Kernstück von

Performance Contracting die „garantierte

Einsparung“ ist. Denn zur Refinanzierung

der anfänglichen Investitionen

stehen lediglich die gesicherten Einsparungen

zur Verfügung. Somit muss

nicht nur der technische Einsparerfolg

erreicht werden, auch die Kosten des

Projekts dürfen sich nicht erhöhen.

Performance Contracting ist somit ein

Modell, welches einen sofortigen Umwelteffekt

mit einer Kosten- und Erfolgsgarantie

bietet und sich darüber hinaus noch

selbst rechnet. Es ist also ein sehr einfacher

Weg, Energie effizienter einzusetzen

und damit die Umwelt zu entlasten. Gerade

für Kommunen bietet sich daher die

Möglichkeit, Nachhaltigkeitssignale zu setzen,

ohne das Budget extra zu belasten.

Energieeinsparung

(Contractingrate)

Reduzierte Kosten durch

Energieeinsparcontracting

Vertragslaufzeit

Vorteil

Kunde

Jahre

Zeitpunkt der

Kostenentlastung

Aufgrund des gesetzlichen Rahmens

ist der Einsatz von Performance Contracting

in drittgenutzten Gebäuden jedoch

eingeschränkt. Dies führt dazu,

dass gerade in Bauten mit sehr hohem

Potenzial – Bürogebäude, Wohnungen –

energieeffiziente Maßnahmen kaum umgesetzt

werden. Hier ist besonders der

Gesetzgeber gefragt, entsprechende

Bedingungen zu schaffen, um eine intelligente

Nutzung der Energie voranzutreiben.

EIN PROFESSIONELLER CONTRACTOR

kann bei (fast) allen Gebäuden die Energiebilanz

enorm verbessern.

Öffentliche Beleuchtung

Für Gemeinden bietet sich noch eine

Vielzahl weiterer Möglichkeiten der effizienten

Energienutzung. Ein weiterer

großer Faktor im energetischen Fußabdruck

einer Kommune stellt die Straßenbeleuchtung

dar. Dies resultiert vor

allem daraus, dass die vorhandenen Anlagen

nun bereits in die Jahre gekommen

sind und nicht mehr dem heutigen

Stand der Technik entsprechen. Neben

der Energieeffizienz hat dies jedoch

auch Auswirkungen auf Sicherheit und

Ästhetik der kommunalen Straßen.

Hier bieten sich ebenfalls Contractingmodelle

an, um eine ganzheitliche

Lösung zu schaffen. Gerade die

Konzeption von Beleuchtungen stellt

hierbei ein Potenzial zur Energieeinsparung

dar. Nicht nur der Umstieg auf moderne

effizientere Leuchtmittel reduziert

den Stromverbrauch, auch ein ausgereiftes

Beleuchtungskonzept und eine

intelligente Steuerung vervollständigen

die Lösung. Zusätzlich wird ein Finanzierungskonzept

angeboten, welches

darauf ausgelegt ist, die Energieeinsparungen

der Gemeinde zu berücksichtigen.

Wird die Erneuerung der Straßenbeleuchtung

also in einem ganzheitlichen

Ansatz durchgeführt, steigt nicht

nur die Qualität der Anlage, sondern die

Last der Investition wird durch die Energieeinsparung

vermindert.

Energieeffizientes Bauen

und Sanieren (EEBS)

Als eine Folge des langjährigen Investitionsstaus

der öffentlichen Hand reichen

die Möglichkeiten gängiger Contractingmodelle

bei einer Vielzahl von

Projekten leider oft nicht aus, das Bedürfnis

der Kommune zu bedienen. Häufig

sind grundlegende Sanierungen oder

gar komplette Neuinvestitionen in Hochbauten

wie Schulen, Kindergärten,

Amtshäusern oder Sportstätten nötig.

Über mehrere Jahre hinweg – und

nun auch bereits an einer Vielzahl von

Objekten erprobt – hat Raiffeisen-Leasing

mit seinen technischen Partnern

Modelle für Kommunen entwickelt und

verfeinert. Diese bieten eine Lösung, die

einen ökologischen und wirtschaftlichen

Nachhaltigkeitsgedanken beinhaltet. Unter

dem Namen „Energieeffizientes

Bauen und Sanieren (EEBS)“ werden

Projekte realisiert, die durch eine Minderung

des Energieverbrauchs die Gesamtkostenbelastung

über den Lebenszyklus

senken.

Die anfänglichen Investitionskosten

sind zwar meist das Kriterium für die Entscheidung,

einen Bau durchzuführen.

Doch die laufenden Kosten des Betriebs

und im speziellen die Energiekosten machen

über den gesamten Lebenszyklus

von bis zu 30 Jahren den Großteil der

Gesamtkosten aus. EEBS sichert diese

beiden Kostenblöcke eines Projekts

durch einen Pauschalpreis für die Errichtung

und einen garantierten Energieverbrauch

bzw. eine garantierte Energieeinsparung.

NUMMER 2| JUNI 2008 15


coverstory

JEDE KILOWATTSTUNDE, die heute

nicht verbraucht wurde, lindert die

Umweltfolgen in der Zukunft.

Eine möglichst hohe Kosteneinsparung

sowohl in der Errichtung als auch

im Energieverbrauch kann jedoch nur

erreicht werden, wenn möglichst viele

Freiräume in der Planung offengelassen

werden. Vielmehr sollen die Wünsche

des Kunden z. B. in einem Raumbuch

beschrieben werden. Sogenannte „funktionale

Ausschreibungen“ ermöglichen

eine integrierte durchgängige Planung

und geben dem Unternehmer die Möglichkeit,

durch Innovationen Kosten zu

sparen. Ein garantiertes maximales Kostendach

sichert die Baukosten und vermeidet

das heutzutage übliche Claimmanagement

(Nachtragswesen).

Euro

3.000.000

2.500.000

2.000.000

1.500.000

1.000.000

500.000

0

Kosten lfd.

Kosten kumuliert

Gesamtkosten

1 3 5 7 9 11

Jahre

Die umgesetzten Projekte haben darüber

hinaus gezeigt, dass eine Bauausführung

durch einen Generalunternehmer

keinesfalls bedeuten muss,

dass die lokalen Wirtschaftstreibenden

nicht am Projekt partizipieren können.

Im Gegenteil, bei der Auswahl der Subunternehmer

wurde bevorzugt auf lokal

ansässige Unternehmen mit ihrem vorhandenen

Know-how zurückgegriffen.

Lebenszyklusmodelle

Bei öffentlichen Gebäuden, die besonders

komplex und umfangreich zu betreuen

und betreiben sind, bietet sich

die Möglichkeit, die Planung, Errichtung,

Finanzierung und den Betrieb samt

Energieoptimierung an einen Partner zu

vergeben. Ziel hierbei ist es, durch eine

integrierte Planung Kosten des Gebäudebetriebs

zu senken und somit die

Kosten über den Lebenszyklus zu optimieren.

Dieser moderne Ansatz der Beschaffung

für öffentliche Körperschaften dient

also eher der Erreichung einer Gesamtleistung

über eine bestimmte Laufzeit,

d. h. ein funktionsfähiges und energieeffizientes

Gebäude. Speziell im Zusammenspiel

zwischen Gebäudebetrieb

13 15 17 19 21

GESAMTKOSTEN EINER

INVESTITION: Die anfänglichen

Investitionskosten

sind zwar meist das Kriterium

für die Entscheidung,

einen Bau durchzuführen.

Doch die laufenden Kosten

des Betriebs und im Speziellen

die Energiekosten

machen über den gesamten

Lebenszyklus von bis

zu 30 Jahren den Großteil

der Gesamtkosten aus.

und Baukosten kommt es oft vor, dass

eine bessere Qualität, die mit höheren

Kosten verbunden ist, Einsparungen im

Betrieb erzielt. Da die Gesamtleistung

in einer Hand liegt, können Kostenbetrachtungen

über einen Gebäudelebenszyklus

besonders effizient gestaltet

und auch garantiert werden.

Oft wird im Zusammenhang mit

Lebenszyklusmodellen auch der Begriff

der Risikoübertragung erwähnt. Einfach

formuliert übernimmt damit der Unternehmer

die Verantwortung, die definierten

Leistungen zu den vereinbarten Kosten

zu übernehmen. Da die fixierten Zahlungen

auch nur geleistet werden, wenn

das Gebäude wie vereinbart zur Verfügung

steht, ist dies ein Anreiz, pünktlich

und vor allem budgetgerecht öffentliche

Hochbauprojekte in einem hohen Standard

zu verwirklichen.

Fazit

Investitionen in Energieeffizienz sind

nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich

hochinteressant. Betrachtet

werden müssen jedoch stets die Gesamtkosten

über den Lebenszyklus. Gerade

integrierte Modelle, die Planung,

Errichtung, Betrieb und Finanzierung

verbinden, sind für Energieeffizienzprojekte

sehr sinnvoll. Dies besonders, da

durch garantierte Einsparungen der Projekterfolg

gesichert ist.

Für Kommunen bietet sich somit die

Chance, dringend benötigte Investitionen

schneller und nachhaltiger durchzuführen.

Auch kommt der öffentlichen

Hand eine Vorreiterrolle zu, um durch

positive Beispiele Motivation für private

und gewerbliche Projekte zu schaffen.

Bei aller wirtschaftlicher Betrachtung darf

nicht außer Acht gelassen werden, dass

es unser aller Ziel sein muss, möglichst

bewusst mit Energie umzugehen. Denn

jede Kilowattstunde, die heute nicht verbraucht

wurde, lindert die Umweltfolgen

in der Zukunft.ı

MAG. GOTTFRIED HENEIS

Leiter der Abteilung

Ökoenergie, Infrastruktur

und Betreibermodelle

DIPL. BW (FH)

CHRISTIAN LACHER

Ökoenergie, Infrastruktur

und Betreibermodelle

16 Leas•mich


Schule vor der Sanierung …

… Rohbau Turnsaal …

… Neubautrakt.

Energieeffizientes Bauen wird Standard

EEBS am Beispiel der Volks- und Musikschule in Laa an der Thaya.

Ein Musterbeispiel für dieses Produkt

ist die energieeffiziente Sanierung und

Erweiterung der Volks- und Musikschule

in Laa an der Thaya. Nach einer öffentlichen

Ausschreibung für die Bautätigkeit

samt einer Energieverbrauchseinsparungsgarantie

wurden die Raiffeisen-

Leasing als Generalübernehmer inkl.

Finanzierung mit dem technischen Partner

WRS Energie- & Unternehmenslösungen

GmbH. beauftragt.

Die Volks- und Musikschule wird nach

der Fertigstellung Ende Juli 2008 durch

die Stadtgemeinde Laa an der Thaya genutzt

werden. Durch die Bauabwicklung

in zwei Bauabschnitten und den optimalen

Sicherungsmaßnahmen konnte der

Schulbetrieb ungestört weitergeführt

werden. Die Gesamtnutzfläche beträgt

5.000 m², die angebotenen Errichtungskosten

von knapp € 3,5 Mio. werden

über eine Leasingfinanzierung abgedeckt.

Durch die garantierte Energieeinsparung

von 228.280 kWh pro Jahr halbiert

die Schule ihre Heizkosten.

Eine optimale Projektabwicklung,

Schnittstellenkoordination und die gute

Zusammenarbeit sämtlicher Beteiligter

ermöglichen die planmäßige Umsetzung

der Umbauarbeiten. Weiters konnte durch

die intensive Zusammenarbeit mit den

ortsansässigen Gewerbetreibenden eine

hohe regionale Wertschöpfung sichergestellt

werden.

Sieben Fragen an Mag. Klaus

Wurz, Geschäftsführer der WRS

und technischer Partner der

Raiffeisen-Leasing.

Leas•mich: Was hat Sie bewogen, das

Finanzierungs- und Dienstleistungsmodell

EEBS zu entwickeln?

Wurz: Es war uns wichtig, für die ökologischen

und ökonomischen Herausforderungen

unserer Kunden eine Lösung

zu bieten.

Leas•mich: Warum haben Sie Raiffeisen-Leasing

als Partner ausgewählt?

Wurz: Erst mit dem stärksten Partner an

unserer Seite können wir unseren Kunden

den größten Mehrwert bieten.

Leas•mich: Wie laufen/liefen die Projekte

in der Umsetzung?

Wurz: Die bestechenden Mehrwerte haben

sich bestätigt: Gesamtkosteneinsparung

(optimierte Errichtungs- und

Betriebskosten), umfangreiche Miteinbeziehung

der heimischen Wirtschaft

und eine optimale Projektfinanzierung.

Leas•mich: Werden die garantierten

Einsparungen eingehalten?

Wurz: Das fundierte technische Wissen

und die nachhaltige energetische Objektbetreuung

haben bei all unseren

Projekten den garantierten Energieverbrauch

sichergestellt.

Leas•mich: Sind Ihrerseits Lebenszyklusmodelle

mit Betriebsführung geplant?

Wurz: Dies ist der logische nächste

Schritt, wobei die Ausprägung des Leistungsumfanges

stets den Bedürfnissen

unserer Kunden angepasst sein muss.

Leas•mich: Wie wird sich das Energieeffizienzthema

weiterentwickeln?

Wurz: Ich glaube, dass dieses Thema

mittelfristig zur Selbstverständlichkeit

wird und man dem zielgerichteten Einsatz

der erzeugten Energie immer mehr

Beachtung schenken wird.

Leas•mich: Kann mit Energieeffizienzsteigerungen

tatsächlich ein wesentlicher

Beitrag für das Kyotoziel erreicht

werden?

Wurz: Durch die nachhaltige Energieversorgung

des Schulgebäudes mittels

Biomasse-Nahwärmekraftwerk zeigte

die Gemeinde Laa an der Thaya bereits

ein hohes Maß an Umweltbewusstsein!

Bezogen auf Erdgas, würde die energieeffiziente

Sanierung des Schulgebäudes

eine Reduktion des CO 2 -Ausstoßes

von etwa vierzig Einfamilienhäusern

mit heutigem Standard entsprechen!

Das würde über die gesamte Vertragslaufzeit

eine CO 2 -Einsparung von

1670 Tonnen ergeben.

Geschäftsführer

MAG. KLAUS WURZ

WRS Energie- &

Unternehmenslösungen

NUMMER 2| JUNI 2008 17


coverstory

Zukunft

gestalten

Öffentliche Gebäude,

Eigenheime oder Industrieanlagen

haben eine Nutzungsdauer

von weit mehr als

50 Jahren. Dieser Umstand

erfordert weitsichtige Planung.

Das Umweltbundesamt war im Jahre

2004 gemeinsam mit anderen Sponsoren

und Institutionen Partner im Projekt

Township Orange Farm in Südafrika bei

Johannesburg. Dabei realisierten Studierende

der TU Wien prototypische

Bauprojekte unter optimaler Nutzung

der vor Ort zur Verfügung stehenden

Ressourcen im Umfeld der Bevölkerung.

Gebaut wurde mit leicht verfügbaren,

örtlichen Materialien wie Wellblech und

Holz, bestehende Bauwerke wurden mit

einbezogen, die Studierenden brachten

innovative Lösungen für technische Detaillösungen

und bauphysikalische Probleme

mit, die lokale Bevölkerung legte

selbst Hand an.

Bei diesem bis heute erfolgreichen

und stetig erweiterten Projekt stand im

Mittelpunkt, Ressourcen und Energie

optimal und nachhaltig zu nutzen. Was

so einfach klingt, ist Prinzip jeglicher

Herstellung von Produkten, will man

energieeffizient wirtschaften und zugleich

umweltschonend und effektiv

handeln. Das Wissen um ökologische

Zusammenhänge in Verbindung mit

nachhaltiger Technologie ist ein Schlüsselfaktor

für die Zukunft von Bauen und

Wohnqualität.

Lebenszyklus

Bauwerke wie öffentliche Gebäude, Eigenheime

oder Industrieanlagen sind

keine Gebrauchsgüter, sie haben eine

Nutzungsdauer von weit mehr als 50

Jahren. Dieser Umstand erfordert weitsichtiges

Planen und hat zur Folge, dass

sich der Zweck des Bauens nicht auf

die Errichtung reduziert, sondern die

kostengünstige und gute Nutzbarkeit

über den gesamten Lebenszyklus eines

Gebäudes zum Ziel hat.

Bei allen Schritten, von der Planung

bis zur Fertigstellung, sind Entscheidungen

zu treffen, die sich langfristig

auf einen effizienten Umgang mit Energie

auswirken.

Die erste betrifft die Wahl des Standorts.

Dabei sind strukturelle Rahmenbedingungen,

erschlossene Infrastruktur

von Kanalisation über Anschluss an ein

Fernwärmenetz bis Nahversorgung und

öffentliche Verkehrsanbindungen von

Bedeutung für effizienten Umgang mit

Energie. Bei der Ausrichtung des Gebäudes

ist Sonne als Licht- und Energielieferant

ebenso wichtig für Wohnqualität

wie ausreichende Beschattung

und Kühlung. Die sinnvolle Anordnung

von unterschiedlich temperierten Räumen,

das heißt wenig innere Trennflächen

mit hohen Temperaturdifferenzen,

und Nutzen von ungeheizten Pufferräumen

als zusätzlichen Wärmeschutz sind

energetisch ebenso relevant wie Nutzwasserkreisläufe.

Die eingesetzten Baumaterialien tragen

zum Raumklima und zum Energieverbrauch

bei. Dabei sind sowohl die

Dämmeigenschaften als auch die Fähigkeit

zur Wärmespeicherung energetisch

relevant. Die Güte der Außenhülle

von Gebäuden ist ausschlaggebend für

die Qualität der Innenwärme, indem sie

Temperaturschwankungen ausgleicht,

Anheizzeiten verringert, Überwärmung

verhindert und damit den Energieverbrauch

von Heiz- und Kühlungstechnik

gering hält. In einem weiter gefassten

Ansatz ist auch der Energieeinsatz für

die Herstellung der Baumaterialien,

Transport, Errichtung, Abriss und Entsorgung

mit einzubeziehen.

Steuerungsinstrumente

Das Energiesparpotenzial ist nicht nur

bei Neubauten, sondern bei allen bestehenden

Gebäuden groß und wird bei

weitem noch nicht ausreichend ausgeschöpft.

Aufmerksamkeit für dieses

18 Leas•mich


SEP: Energiesparen in Wien

Nachdem beim Wiener Magistrat punkto Energiesparen bereits

eine Vielzahl an Erfolgen verbucht werden konnte, wurde unter

Koordination des Energiedezernates der MA 27 das erste umfassende

Städtische Energieeffizienz-Programm (SEP) gestartet.

Thema passiert einerseits über Information,

andererseits über Kostensensibilisierung.

Maßnahmen auf EU-Ebene wie

die Gebäuderichtlinie der Europäischen

Union, die unter anderem verpflichtet,

einen Energieausweis von Gebäuden

vorzulegen, oder nationale Förderungsrichtlinien

sind Anreize, energiesparende

Investitionen zu tätigen.

Über die langfristige Kostenersparnis

hinaus gibt es zwei entscheidende

Gründe, warum das Thema Energieeffizienz

an Dynamik zulegen wird: Klimawandel

und Ressourcenknappheit. Um

den Lebenszyklus von Gebäuden nachhaltig

zu gestalten, ist es notwendig,

politische Steuerungsinstrumente, Althaussanierungs-

oder Wohnbauförderung

so auszurichten, dass Bewusstsein

für einen sorgsamen Umgang mit

Energie und Rohstoffen forciert und ein

entsprechendes Handeln ermöglicht

wird.ı

MAG. GEORG REBERNIG

Geschäftsführer

Umweltbundesamt

Das SEP wurde in einem zweijährigen

Prozess unter Einbindung aller

politischen Parteien sowie aller relevanten

Abteilungen des Magistrats

ausgearbeitet und schließlich am

28. Juni 2006 vom Wiener Gemeinderat

beschlossen.

Beim SEP kommt es zu einem

Paradigmenwechsel von der Erzeugungsseite

zur Verbrauchsseite.

Anders als bei früheren Energiekonzepten,

bei denen der Schwerpunkt

auf der Erzeugung von Energie

lag, legt das SEP sein Schwergewicht

auf die Anwendung der

Energie in den unterschiedlichen

Sektoren (Haushalt, öffentliche und

private Dienstleistung, Industrie und

produzierendes Gewerbe, Landwirtschaft).

Wichtiges Kriterium für

die Stadt Wien ist die Erreichung

der Vorgaben der EU-Energiedienstleistungsrichtlinie.

Diese Richtlinie

fordert den Nachweis der Einsparung

von 1 % Energie jedes Jahr.

SEP wird dazu einen bedeutenden

Beitrag leisten.

Die Steigerung der Energieeffizienz

wird mit der Reduktion der

Treibhausgase verbunden sein und

arbeitet so dem Klimaschutzprogramm

der Stadt Wien zu. Weiters

wird die Versorgungssicherheit

durch Steigerung der Energieeffizienz

und Energiesparen verbessert.

In Zeiten von Black-outs und

Netzproblemen bei Strom und Gas

ist das von hoher Bedeutung.

Die Herausforderung besteht nun

darin, den Trend des weiter steigenden

Energieverbrauchs zu bremsen,

ohne dabei Einbußen in der Lebensqualität

in Kauf nehmen zu müssen.

Foto: daniel.k.gebhart

Dies kann einerseits durch technische

Maßnahmen, andererseits durch Veränderung

des Energiekonsumverhaltens

erreicht werden.

Im SEP wurden über 100 gezielte

Maßnahmen in folgenden Bereichen

entwickelt:

ÿ

ÿ

ÿ

ÿ

ÿ

ÿ

ÿ

ÿ

ÿ

Berücksichtigung energierelevanter

Aspekte in Raumund

Stadtplanung;

Fortsetzung der Bewusstseinsbildung

bei den Endverbrauchern;

Steigerung der Sanierungsraten

und -qualität bei Gebäuden;

energetische Verbesserung der

Gebäudegüte beim Neubau;

Effizienzsteigerung in der Heizund

Kühltechnik;

Steigerung des Einsatzes energieeffizienter

Geräte;

Forcierung energieeffizienter

Umwälzpumpen, Aufzüge,

Ventilatoren und Beleuchtungen;

verstärkte Nutzung von Abwärmepotenzialen;

Energiemanagement.

Die Umsetzung des SEP ist für den Wirtschaftsstandort

Wien von eminenter

Bedeutung, wird doch bei steigenden

Energiepreisen die Wettbewerbsfähigkeit

ganz entscheidend vom Energiekonsum

beeinflusst.

DR. EDGAR HAUER

Energiesonderbeauftragter

für Magistratsobjekte

NUMMER 2| JUNI 2008 19


coverstory

Umweltschutz kennt keine Grenzen

Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark machte „erneuerbare Energien“

zum Thema einer Bürgermeisterkonferenz.

So viele Bürgermeister auf einen Fleck

sieht man selten. Knapp 300, von insgesamt

542 steirischen Bürgermeistern,

sind am Valentinstag in die Grazer Stadthalle

gekommen, um sich zu einer Konferenz

über „erneuerbare Energie“ zu

treffen. Eingeladen zur Bürgermeisterkonferenz

hat die Raiffeisen-Landesbank

Steiermark (RLB) gemeinsam mit der

Raiffeisen-Leasing, dem Gemeindesoftwareanbieter

CommUnity und dem

Steiermärkischen Gemeindebund. Die

Veranstaltung selbst fand unter der

Schirmherrschaft der Raiffeisen Klimaschutz-Initiative

statt, jener Plattform, in

der die Aktivitäten des Raiffeisensektors

im Bereich Nachhaltigkeit, Klimaschutz,

Energieeffizienz und erneuerbare Ressourcen

gebündelt sind. Die Raiffeisen-

Bankengruppe Steiermark, als Mitglied

dieser Klimaschutz-Initiative, hat das Jahr

2008 unter das Thema „erneuerbare

Energie“ gestellt. Mit einer Reihe von Veranstaltungen

will man Bewusstsein

schaffen und Möglichkeiten in der Praxis

aufzeigen. RLB-Generaldirektor Markus

Mair zeigte sich mit der Besucherzahl

der Konferenz sehr zufrieden. Zu den

Beweggründen, warum Raiffeisen als

Bank sich des Themas „erneuerbare

Energien“ annimmt, sagte er: „Als größte

Bankengruppe des Landes haben wir

auch einen gesellschaftlichen Auftrag zu

erfüllen. Das in Zukunft größte Problem

wird für uns alle die Klimaproblematik

sein. Wir wollen im Rahmen der Raiffeisen

Klimaschutz-Initiative mithelfen, dieses

Problem in den Griff zu bekommen.“

Dass Klimaschutz keine Frage von

Parteizugehörigkeit ist, unterstrichen

(V.l.n.r.): Vst.-Dir. Mag. Johann Jauk, Landesrat Johann Seitinger, Ing. Werner Rauscher,

Moderatorin Kathi Wenusch, Gen.-Dir. Mag. Markus Mair.

auch die beiden für erneuerbare Energien

hauptverantwortlichen Landesräte

Hans Seitinger (Land- und Forstwirtschaft,

Wasserwirtschaft und Abfallwirtschaft,

Wohnbau und Nachhaltigkeit;

ÖVP) und Manfred Wegscheider (Sport,

Umwelt und erneuerbare Energien;

SPÖ). Beide sehen die Zukunft in erneuerbarer

Energie – Hans Seitinger beispielsweise

geht privat mit gutem Beispiel

voran: er heizt schon seit 1984 sein

Haus mit Hackschnitzeln.

Eine ganze Reihe von Referenten

nahm sich dann bei der Bürgermeisterkonferenz

dem Thema „erneuerbare

Energie“ an. Das zentrale Referat hielt

Werner Rauscher vom Europäischen

Zentrum für erneuerbare Energie in

Güssing. Sein Thema: „Wie geht es Mutter

Erde? – Neues zu globalen Energiefragen“.

„Die Welt verbraucht pro Tag

10 Millionen Tonnen Erdöl, 12,5 Millionen

Tonnen Steinkohle und 7,5 Milliarden Kubikmeter

Erdgas. Das ist zusammen so

viel, wie die Natur in 500.000 Tagen oder

knapp 1370 Jahren angesammelt hat.“,

erklärte der Experte sehr plakativ. Kein

Wunder, dass Werner Rauscher das

Ende des fossilen Energiezeitalters

heraufdämmern sieht. Denn laut der In-

20 Leas•mich


meinung

ternationalen Energieagentur gehen ab

dem Jahr 2007 die Ölnachfrage und das

Ölangebot um 2,5 Prozent auseinander.

„Mit drastischen Folgen“, wie Werner

Rauscher erklärte. „Vor gar nicht allzu

langer Zeit prophezeite die Internationale

Energieagentur, dass der Erdölpreis

2008 die 100-Dollar-Marke durchbrechen

wird. Am 4. Jänner war es soweit. Aber

es kommt noch schlimmer. Für 2009/10

erwartet die Agentur einen Anstieg auf

200 Dollar je Barrel. Öl wird für uns zum

Luxus.“ Als Ausweg sieht Rauscher das

Ausweichen auf regenerative Energiequellen.

Dabei setzt er nicht auf eine bestimmte

Art, sondern auf einen Energiemix.

Die Hauptrolle dieses Mixes soll dabei

die Solarenergie spielen. „Die Sonne

strahlt in drei Stunden so viel Energie

auf die Erde, wie die gesamte Erdbevölkerung

in einem Jahr verbraucht.“

Wie und wo erneuerbare Energie in

der Praxis schon überall funktionieren,

darüber referierten die Bürgermeister

von Kapfenberg (Brigitte Schwarz), Mureck

(Josef Galler) und Fürstenfeld (Werner

Gutzwar). In Kapfenberg etwa wird

die Abwärme der Firma Böhler zum Heizen

ganzer Wohnanlagen und des Stadions

– inklusive Rasenheizung – verwendet.

In Mureck setzt man auf die Produktion

von Biodiesel aus Raps und Altspeiseöl,

mit dem unter anderem die

Busflotte der Grazer Stadtwerke fährt.

Und in Fürstenfeld sind Mais und das

Thermalwasser Energieträger und drängen

Öl und Gas immer mehr in den Hintergrund.

Wie Gemeinden den Umstieg auf erneuerbare

Energie finanzieren können,

darüber informierte schließlich noch

RLB-Kommerzkundenchef Hans Jauk.

Er stellte das Modell „Raiffeisen Public

Finance“ vor: ein Finanzierungsprodukt

für Gemeinden, das unter anderem auch

für erneuerbare oder alternative Energiemodelle

verwendet werden kann. ı

Gelebte

Nachhaltigkeit

MAG. PETER ENGERT

Sprecher der

Geschäftsführung der

Raiffeisen-Leasing

Bereits seit dem Jahr 2000 hat sich die Raiffeisen-Leasing – als eines der

ersten Leasingunternehmen im deutschsprachigen Raum – um die Finanzierung

von Ökoenergieprojekten bemüht und zählt in diesem Segment bereits zu

den größten Investoren in Österreich. Aus diesen Aktivitäten heraus beschäftigen

wir uns auch seit längerer Zeit mit dem Thema Nachhaltigkeit, weil wir von

unserer Verantwortung für die Entwicklung von Gesellschaft und Umwelt überzeugt

sind.

Wir treffen heute an vielen Orten, in vielen Bereichen und bei vielen Aktionen

auf das Thema Nachhaltigkeit. Jeder, der etwas auf sich hält, verschreibt

sich diesem Thema und der Begriff ist quasi zum neuen Modewort geworden.

Oft sind diese Bestrebungen aber nur vordergründig, denn Nachhaltigkeit und

Corporate Social Responsibility sind mehr. Tatsächliches nachhaltiges Denken

und Agieren kann nur dann sinnvoll und auch erfolgreich sein, wenn eine stimmige

Symbiose in den drei wichtigen Säulen, nämlich Ökologie, Ökonomie und

soziales Verhalten, erreicht wird.

In der Raiffeisen-Leasing versuchen wir, alle Säulen bei unserem Vorgehen

zu berücksichtigen, um letztlich damit den Erfolg des Unternehmens sowohl für

die Mitarbeiter als auch für die Eigentümer aufrechtzuerhalten. Ein Thema, das

wir in diesem Zusammenhang aufgegriffen haben, ist die Gestaltung

internationaler Gütertransporte, obwohl in den nächsten zwei, drei Jahren in diesem

Bereich keine Erträge zu erwarten sind. China, der neue wirtschaftliche

Riese im Osten, könnte durch die Binnenschifffahrt mit Europa verbunden

werden. Eine Schifffahrtsroute von Hamburg bis in den Fernen Osten würde

durch Flüsse, Seen und noch zu errichtende Kanäle führen. Dies wäre auch und

gerade im Sinn der Ressourcenschonung effizienter als der Transport mit anderen

Verkehrsmitteln.

Ein weiteres unternehmensinternes Beispiel ist der Umgang mit unseren Mitarbeitern.

Diese sind nämlich über ein Prämiensystem am Erfolg der Raiffeisen-

Leasing beteiligt. Die Prämien werden sowohl am Unternehmenserfolg als

auch am Erreichen individueller Ziele gemessen und die Bandbreite der Erfolgstangente

bewegt sich zwischen 10 % und 40 % des Bruttojahresgehalts.

In der Raiffeisen-Leasing sind wir stolz darauf, dass es uns unsere Eigentümer

ermöglichen, so zu agieren, wie wir es in den letzten Jahren getan haben,

bzw. all das umzusetzen, was wir für die kommenden Jahre geplant haben. Es

wäre aber erfreulich, wenn zukünftig bei viel mehr Unternehmen als bisher langfristiges

und nachhaltiges Agieren, das letztlich zum Erhalt der Wirtschaft

beiträgt, auch tatsächlich gelebt würde!

NUMMER 2| JUNI 2008 21


eportage

Mehr Verantwortungsbewusstsein

Einem brisanten Thema widmete sich Mitte April das dritte Ökologiegespräch der Raiffeisen-

Leasing in den Wiener Börsesälen: „Mission possible – wie Nachhaltigkeit möglich wird.“

Themen wie globale Nahrungsmittelkrise,

Lebensmittelverteuerung, Energieengpässe,

Klimakatastrophen und

Wasserknappheit bestimmen derzeit die

Medienlandschaft. Wie wird die Welt in

50 Jahren aussehen? Wird es eine Welt

sein, in der die Natur keinen Wert hat,

der Klimawandel katastrophale Ereignisse

verursacht? Eine Welt, in der die

Kluft zwischen Arm und Reich noch größer

werden wird? Wollen wir das verhindern,

müssen wir heute anfangen zu

handeln. Bei dem nunmehr dritten Ökologiegespräch

versuchte die Raiffeisen-

Leasing, diesen Prozess in Gang zu

bringen.

Unter der Moderation von Mag. Peter

Engert, Sprecher der Geschäftsführung

der Raiffeisen-Leasing, diskutierten

Dr. Christian Konrad, Generalanwalt des

Raiffeisenverbandes, DDr. Michael

Landau, Direktor der Caritas, Prof. Dr.

Josef Penninger, Wissenschaftlicher

Direktor am Institut für Molekulare Biotechnologie

der Österreichischen Akademie

der Wissenschaften in Wien, sowie

Univ.-Prof. Dr. Alexander Van der

Bellen, Bundessprecher und Klubobmann

der Grünen und Abgeordneter

zum Nationalrat, wie die Wirtschaft, die

Wissenschaft, die Politik und soziale Einrichtungen

die Zukunft lebenswerter gestalten

können und wie man in der Gesellschaft

das Bewusstsein für nachhaltiges

Agieren schaffen kann.

„Wir haben uns in unserer Geschäftsphilosophie

dem nachhaltigen

Wirtschaften verschrieben und wir bekennen

uns zu unserer ökologischen,

sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung“,

erklärt Engert, der als Gastgeber

die Ökologiegespräche eröffnete.

„Gerade deswegen haben wir auch

diese Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen,

weil wir mit unseren Kunden, Partnern

und allen Interessierten diese elementaren

Fragen der Weiterentwicklung

unserer Gesellschaft diskutieren wollen.“

Für Christian Konrad entspricht es

dem Selbstverständnis des genossenschaftlichen

Denkens der Raiffeisengruppe,

das Thema Nachhaltigkeit in Angriff

zu nehmen und voranzutreiben: „Der

Klimawandel ist eine Not unserer Zeit.

Viele Menschen fürchten sich vor den

Folgen. Es war schon immer eine Aufgabe

von Raiffeisen, Probleme und Nöte

der Zeit zu lösen.“ Der Klimawandel ist

ein Faktum und jetzt ist es höchste Zeit,

nicht mehr nur darüber zu diskutieren,

sondern zu handeln, unterstrich Konrad.

Das sei auch der Grund, weshalb im Vorjahr

die Raiffeisen-Klimaschutz-Initiative

gegründet wurde. „Wir können den Klimawandel

nicht stoppen, aber die Auswirkungen

sicher mildern“, so Konrad

weiter. Wichtig sei es auch, das Wissen

und das Bewusstsein um das Thema

Nachhaltigkeit den eigenen Mitarbeitern

zu vermitteln, denn jeder Einzelne könne

in seinem eigenen Leben einen Teil zur

Verbesserung beitragen.

Für Alexander Van der Bellen steht

fest, dass Österreich bei weitem nicht

die Chancen ergreift, die es wahrnehmen

sollte und könnte: „In allen drei Bereichen

Ökologie, Ökonomie und soziales

Agieren gibt es riesige Defizite und

es wird nicht nachhaltig genug gearbeitet.“

Österreich nehme bei weitem nicht

die sich bietenden Chancen, wie zum

Beispiel im Bereich Bioenergie und Biomasse,

wahr, so Van der Bellen weiter.

Die Politik sollte sich viel mehr für diese

Bereiche, auch in finanzieller Hinsicht,

einsetzen.

Weltweite Krisen und soziale Not

Eine „Globalisierung des Verantwortungsbewusstseins,

ein globaler Kraftakt“

sei angesichts der Nahrungsmittelkrise

notwendig, so Michael Landau,

und unterstrich dabei, dass sich auch

22 Leas•mich


Foto:s Raiffeisen-Leasing/Michael Appelt

EINE HOCHKARÄTIGE EXPERTENRUNDE diskutierte das Thema Nachhaltigkeit (von links nach rechts): Dr. Christian Konrad, Generalanwalt des

Raiffeisenverbandes; Mag. Peter Engert, Geschäftsführer der Raiffeisen-Leasing; Univ.-Prof. Dr. Alexander Van der Bellen, Bundessprecher und Klubobmann

der Grünen, Abgeordneter zum Nationalrat; Prof. Dr. Josef Penninger, Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Molekulare Biotechnologie

der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien; DDr. Michael Landau, Direktor der Caritas.

Österreich daran beteiligen müsse: „Klimaschutzmaßnahmen

werden zukünftig

ein Mittel gegen die globalen Hungersnöte

sein.“ Besonders in einem zusammenwachsenden

Europa sei es laut

Landau wichtig, zu erkennen, wie es an

den Rändern der Gesellschaft aussieht

und sich die Frage nach den Ursachen

für Krisen zu stellen. Jeder Einzelne ist

dazu aufgerufen, denn es zählen die Taten,

nicht die Theorie. Er betonte dabei

auch die Notwendigkeit einer nachhaltigen

Politik, die auch in den sozialen Zusammenhalt

investiert.

Für Josef Penninger bietet wiederum

die Gentechnologie ein großes Potenzial,

mit deren Hilfe man einen Beitrag

zur Nachhaltigkeit leisten kann: „Gentechnik

wird zum Beispiel die Medizin

und die Landwirtschaft ändern. Wir leben

in einem gentechnischen Zeitalter,

das muss realisiert und akzeptiert werden.“

Allerdings gibt es laut Penninger

einen Zwiespalt zwischen den moralischen

und ethischen Grundsätzen und

den Möglichkeiten, die die Gentechnologie

bietet. Wichtig sei es daher, dass

die Forschung den Dialog mit den Menschen

sucht, ihnen erklärt, wie Gentechnologie

tatsächlich funktioniert, um

ihnen so die Angst davor zu nehmen.

In einem Punkt war sich die hochkarätige

Talkrunde einig: Das komplexe

Thema Nachhaltigkeit ist mehr als Ökologie.

Es geht auch um das tägliche Wirtschaften

und es betrifft jeden Einzelnen

und jede Lebenslage. Es bedarf noch

großer Anstrengungen, um tatsächlich

eine Gesellschaft zu schaffen, die im sozialen,

ökologischen und ökonomischen

Gleichklang lebt. Dass das Thema Nachhaltigkeit

die Öffentlichkeit bewegt,

zeigte auch die große Anzahl von interessierten

Gästen, die der Einladung von

Raiffeisen-Leasing gefolgt waren. Unter

den Besuchern fanden sich hochrangige

Vertreter aus Politik, Wirtschaft, öffentlichen

Institutionen und Medien. ı

NUMMER 2| JUNI 2008 23


eportage

Umweltgedanke im Vordergrund

Der Zustand des Wassers und der Luft bestimmt nachhaltig das Wohlbefinden aller Lebewesen

und ist für die Erhaltung und Entwicklung des gesamten Ökosystems verantwortlich, ist das

Credo des Unternehmens Grander. Es setzt daher auch bei den Autos auf Alternativlösungen.

Foto: Die Fotografen

Real Vienna

Walter Falbesoner (Autohaus Toyota

Falbesoner), Johann Grander jun.,

Johann Grander sen., Peter Wagner

(Raiffeisen-Leasing Produktmanager FPM),

Heribert Grander.

Wenn man wie Johann Grander – der

Entdecker der Wasserbelebung – die

Erde als „Lebewesen“ sieht und ihn sagen

hört, „Wasser und Luft stehen in enger

Verwandtschaft“ ist es verständlich,

dass Innovationen und Produkte, die zur

Umweltverträglichkeit beitragen, unterstützt

und gefördert werden. Im Familienunternehmen

Grander pflegt man daher

seit jeher einen ganz besonderen

Umgang mit der Natur und das Denken

in Alternativen wird großgeschrieben.

Keine Frage, dass Grander die Entwicklung

von umweltfreundlichen Motoren

mit großer Erwartung verfolgt und sehr

begrüßt. Der geringe Verbrauch und der

stark reduzierte CO 2 -Ausstoß des neuen

Toyota Prius waren Anlass genug, ein

Hybrid-Fahrzeug zu testen. Autohaus

Falbesoner aus Birgitz – selbst begeisterter

Anwender der Grander Wasserbelebung

– stellte den beiden Geschäftsführern

Hans und Heribert Grander ein

Hybrid-Fahrzeug zu Testzwecken zur

Verfügung. Hans Grander, der sich auch

privat intensiv mit Motoren und Fahrzeugen

verschiedenster Art beschäftigt,

war auf Anhieb begeistert: „Die Kombination

aus Elektro- und Benzinmotor

wurde genial gelöst – man merkt eigentlich

nur am Display, wenn von einem

Motor auf den anderen umgeschaltet

wird.“ Das Auto ist kaum zu hören,

staunten auch die begeisterten Zuseher

der Testfahrten. Positiv aufgefallen

ist den Grander-Testfahrern die Unkompliziertheit

des Autos und die Durchzugskraft

der beiden Motoren. Bereits

nach der kurzen Testfahrt war man mit

allem vertraut und wollte gar nicht mehr

darauf verzichten. Johann Grander sen.,

der auch bei einer der Fahrten als Passagier

mit dabei war, ist überzeugt, dass

sich diese Art von Autos in Zukunft

durchsetzen wird und hofft auf mehr Entwicklungen

dieser Art.

Um die Belastungen der Natur etwas

zu lindern und dem Umweltschutz Rechnung

zu tragen, ist es dem Unternehmen

Grander ein Anliegen, auf Fahrzeuge zu

setzen, die die Emissionen auf ein deutlich

niedrigeres Niveau reduzieren können.

So ist man sich in der Firmenzentrale

in Jochberg sicher, dass im eigenen Haus

in Zukunft verstärkt Hybrid-Fahrzeuge

zum Einsatz kommen werden.ı

Bereits zum dritten Mal fand die Fachmesse für Gewerbe- und Industrieimmobilien

mit Schwerpunkt Zentral-, Mittel-, Süd- und Südosteuropa

im Wiener Messezentrum statt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm

während der drei Messetage Ende Mai – unter anderem eine

hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion, das Matchmaking Forum sowie

zahlreiche Networking Events – rundeten das große Angebot ab.

Die Zahl der Aussteller stieg auf beachtliche 325 und die der vertretenen

Nationen auf 27. Die Raiffeisen-Leasing war zum dritten Mal vertreten.

Am Stand der Raiffeisen-Leasing befanden sich auch Kollegen der

slowenischen Niederlassung der Raiffeisen Leasing-International, die

den zahlreichen interessierten Gästen für Gespäche zur Verfügung

standen.

24 Leas•mich


Wachstumsmotor CEE

Raiffeisen-Leasing International, eine der größten Leasinggesellschaften in

Zentral- und Osteuropa, erzielte 2007 ein neues All-Time-High.

NEUGESCHÄFT DER RAIFFEISEN-LEASING INTERNATIONAL

(per 31.12.2007, Volumen in Mio. €)

900

800

700

600

500

400

300

200

100

0

PL HU RU SK RO HR BG RS UA CZ BH RE SL BY KZ AL

NEUGESCHÄFT 2007 DER RLI-GRUPPE NACH GESCHÄFTSFELDERN

11 %

Real Estate

€ 337 Mio. 69 %

Vehicles

€ 2.065 Mio.

20 %

Equipment

€ 593 Mio.

Die Raiffeisen-Leasing International

GmbH (RLI) fungiert als Holdinggesellschaft

des Leasingnetzwerkes in CEE.

Sie ist Tochtergesellschaft der Raiffeisen

International Bank-Holding AG mit einem

Kapitalanteil von 75 % sowie der Raiffeisen-Leasing,

die 25 % der Unternehmensanteile

hält. Mit der Aufnahme des

operativen Geschäftsbetriebes in Moldawien

2007 erreicht die Holding nunmehr

mit 17 operativ tätigen Gesellschaften in

16 Ländern einen Markt mit mehr als

325 Millionen potenzieller Kunden.

Die RLI ist mit Tochtergesellschaften

in folgenden, hier in alphabetischer Reihung

genannten Ländern, vertreten: Albanien,

Belarus, Bosnien-Herzegowina,

Bulgarien, Kasachstan, Kroatien, Rumänien,

Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien,

Polen, Tschechien, Ukraine, Ungarn

und Moldawien. In allen Ländern

mit Ausnahme von Kasachstan ist die

Raiffeisen International Bank-Holding AG

auch mit Tochterbanken vertreten. Durch

die intensive Kooperation der Bank- und

Leasingeinheiten vor Ort werden die

Kunden ihren individuellen Bedürfnissen

entsprechend betreut.

Zum Jahresende 2007 waren im

gesamten Netzwerk 1.384 Mitarbeiter

tätig. Das abgelaufene Geschäftsjahr

brachte wiederum eine dynamische Entwicklung

des Leasingneugeschäfts mit

einer Volumensteigerung von 54 % auf

€ 2.995 Mio. Entsprechend der konsequenten

Strategieverfolgung wurden die

größten Zuwächse im Immobilien-Leasing

(+ 66 %) verzeichnet.

Die Bilanzsumme der Raiffeisen-Leasing

International Gruppe stieg im Berichtsjahr

um 49 % auf rund € 4.610 Mio.

Damit erzielte die RLI ein Rekordergebnis

und zählt zu den größten Leasinggesellschaften

in Zentral- und Osteuropa.

Durch laufende und konsequente

Produktentwicklungen sowie die Ausschöpfung

bestehender und die Etablierung

neuer Vertriebskanäle soll auch

im Jahr 2008 die Basis für nachhaltiges

Wachstum gelegt werden.

Das Kerngeschäft der Raiffeisen-

Leasing International Gruppe ist das

Leasing von Pkw, Nutzfahrzeugen, Betriebsausstattungen

und Immobilienprojekten

für Großunternehmen, KMU, die

öffentliche Hand und Privatkunden.

Eine Top-3-Position am Markt hält die

RLI in Polen, Kroatien, Serbien, Bosnien-

Herzegowina, Albanien, Rumänien, Bulgarien,

Ukraine, Weißrussland und Kasachstan.ı

NUMMER 2| JUNI 2008 25


eportage

Neues Bauen,

leasingfinanziert

Fotos: Fotostudio Kainz, Gmünd

Vorsteuerabzug für Private: Wohnbauleasing macht’s möglich.

Interessant ist diese Möglichkeit, so der Bauherr ein

paar Voraussetzungen erfüllt, für freifinanzierte Neubauten.

Das Konzept, das eigene Heim über

Leasing zu finanzieren, ist einfach: Die

Raiffeisen Wohnbauleasing erwirbt das

Grundstück, errichtet als Bauherr das

vom späteren Leasingnehmer gewünschte

Wohnhaus oder die Wohnung

in einem Zweifamilienhaus. Es ist ebenfalls

möglich, dass Raiffeisen Wohnbauleasing

die Immobilie direkt von einem

Bauträger erwirbt und diese im Rahmen

eines langfristigen Leasingvertrages vermietet.

Während der Dauer des Leasingvertrages

– zumeist zwischen 15 und

20 Jahren – kann der Leasingnehmer

das Eigenheim natürlich uneingeschränkt

wie ein Eigentümer nutzen. Privates

Wohnbauleasing bietet einen wesentlichen

Vorteil gegenüber herkömmlichen

Finanzierungsformen: Raiffeisen

Wohnbauleasing ist vorsteuerabzugsberechtigt

und kann die in den Baukosten

enthaltene 20%ige Umsatzsteuer als

Vorsteuer geltend machen. Somit

erspart sich der Leasingnehmer vorab

20 % der Gebäude- und Infrastrukturkosten.

Bemessungsgrundlage für die

Leasingzahlungen sind lediglich die

Nettobaukosten ohne Umsatzsteuer.

Nachdem die Leasingraten nur einer

10%igen Umsatzsteuer unterliegen und

die Kaution zur Gänze umsatzsteuerfrei

ist, ergibt sich dadurch eine beträchtliche

Kostenreduktion für den Kunden

gegenüber traditionellen Finanzierungsformen.

Nach Ablauf des Leasingvertrages

kann das Leasingobjekt zu einem von

Anfang an festgesetzten Preis ins Eigentum

des Leasingnehmers übernommen

oder ein neuer Leasingvertrag abgeschlossen

werden. Nach dem Eigentumserwerb

durch den Leasingnehmer

profitiert der Kunde von der Wertsteigerung

des Objekts, die während der

Finanzierungsdauer unberücksichtigt

bleibt. Für die Aufbringung der Kaution

zu Beginn können neben vorhandenen

Eigenmitteln auch Raiffeisen Wohnbauspardarlehen

einfließen, wodurch sich

die laufende Belastung entscheidend reduziert.

Die Eigenmittel (und Bauspardarlehen)

werden als Einmalkaution umsatzsteuerfrei

zur Ansparung eines Teils

des Restwertes in die Finanzierung eingebracht

und dürfen in Summe max.

50 % der Nettoinvestitionskosten inkl.

Grundstückskosten betragen. Die Grundstückskosten

und mindestens 25 % des

Gebäuderestwertes am Ende der

Finanzierungsdauer (Grundmietzeit)

müssen aufgrund von steuerrechtlichen

Bedingungen als offener Restwert stehen

bleiben, d. h. dieser offene Restwert

darf nicht mit Einmalkaution und laufenden

Kautionen angespart werden.

Voraussetzungen

Um eine Immobilie mit Raiffeisen Wohnbauleasing

finanzieren zu können, müssen

einige Voraussetzungen erfüllt werden:

Das Wohnhaus muss neu errichtet

bzw. direkt vom Bauträger gekauft werden.

Auch das Grundstück muss mit angekauft

werden. Deshalb ist es anzuraten,

rechtzeitig, also noch vor Ankauf des

Grundstücks, mit Ihrem Leasingberater

ein ausführliches Gespräch über Wohnbauleasing

zu führen. Eine weitere Voraussetzung

ist die Netto-Investitionshöhe

des Bauprojekts, diese sollte mindestens

€ 300.000,– betragen. Durch die

Voraussetzung der Investitionshöhe und

dem Umstand, dass die Inanspruchnahme

einer allfälligen Wohnbauförderung

durch Raiffeisen Wohnbauleasing

nicht möglich ist, eignet sich das Produkt

vor allem für freifinanzierte Neubauten.

Die Raiffeisen Wohnbauleasing stellt

aber nicht nur die erforderlichen finanziellen

Mittel zur Verfügung, sondern begleitet

ihre Kunden auf dem Weg zu den

„eigenen vier Wänden“. Neben der Finanzierung

werden auf Kundenwunsch

zusätzliche Dienstleistungen – von der

Abwicklung des Grundstückskaufs, Erledigung

von Behördenverfahren bis zu

einem umfangreichen baukaufmännischen

Service – angeboten.ı

26 Leas•mich


Neues Bauen:

Niedrig-Energiehaus

Das Probewohn-Angebot am Sonnenplatz Großschönau ist

europaweit einzigartig und ermöglicht zukünftigen Bauherren,

einige Tage in einem Passivhaus zu verbringen.

Umweltschonend Geld sparen: Das

Passivhausdorf am Sonnenplatz Großschönau

bietet Gelegenheit, das „Haus

der Zukunft“ für einige Tage hautnah zu

erleben und auf Herz und Nieren zu

testen. Man baut schließlich nur einmal,

und in Zeiten ständig steigender Energiepreise

sind Alternativen zu Öl und

Gas höchst willkommen.

Das Passivhaus bietet mehrere Möglichkeiten,

Energie über alternative Versorgungsquellen

zu generieren. Aufgrund

intelligenter Planung und sorgfältiger

Ausführung weist dieser Baustandard

einen Energieverbrauch von maximal

15 kWh/m² auf. Das ist eine Einsparung

von 90 % im Vergleich zu einem herkömmlichen

Einfamilienhaus. Energieund

Heizkosten sind somit fast auf null.

Zusätzlich bringt dieser Baustandard eine

Reihe von Qualitätsvorteilen: ständig

staub- und pollenfreie Frischluft, eine besonders

behagliche Wohnatmosphäre

und angenehme Raumtemperaturen.

Um die vielen Vorteile des Passivhauses

zu propagieren, wurde die

Marke „Probewohnen“ erfunden. Dieses

europaweit einzigartige Angebot lässt

die Besucher mit dem Lebensgefühl in

einem Passivhaus vertraut werden. Sie

lernen so die Funktionsweise der Wohnraumlüftung

kennen und erleben, wie

wohltuend sich diese Technik auf das

Raumklima in einem Passivhaus auswirkt.

Im Vordergrund des Aufenthalts steht

eine umfassende Beratung zum Thema

Hausbau der Zukunft. Die angehenden

Häuslbauer erhalten dabei eine maßgeschneiderte

Beratung, um ihr individuelles

Traumhaus und die perfekte Finanzierung

dafür zu finden. In Kooperation

mit Raiffeisen wurden Modelle vorgestellt,

wie sich mittels Kredit- oder Leasingfinanzierung

(siehe ausführlicher

Bericht daneben) der Wohntraum kosten-

und energieeffizient realisieren lässt.

Dass das Konzept stimmt, beweisen

die Besucherzahlen des Passivhausdorfes:

bereits über 1.100 Bauinteressierte

aus Österreich, Deutschland,

Schweiz, Tschechien und Ungarn ließen

sich die Chance, den Wohnkomfort der

nach klima:aktiv-Kriterien errichteten

Häuser hautnah zu erleben, nicht entgehen.

Gekrönt wurde diese Bilanz noch

durch die Auszeichnung mit dem Umweltpreis

2007 durch die ÖGUT (Österreichische

Gesellschaft für Umwelt und

Technik).ı

Nähere Informationen unter

www.probewohnen.at.

NUMMER 2| JUNI 2008 27


immobilien

Alte Burg ganz modern

Am 5. März 2008 fand im Beisein prominenter Gäste der Spatenstich für den Umbau

der Brucker Burg in ein modernes Dienstleistungs- und Behördenzentrum statt.

Das Projekt unter der Federführung

der Raiffeisen-Leasing und der Bau- und

Wohnungsgenossenschaft Wien Süd

sieht die Revitalisierung der historisch

denkmalgeschützten Burg im Ausmaß

von ca. 4.000 m² Nutzfläche vor. Der

Baubeginn ist noch für heuer vorgesehen

und die Fertigstellung und Übergabe

an die Nutzer wird im Jahr 2010 erfolgen.

Derzeit werden die Mietvereinbarungen

mit den vorgesehenen Nutzern abgeschlossen.

Die Investitionskosten für die

Revitalisierung der Brucker Burg betragen

rund 10 Millionen €.

Christa Vladyka, Bürgermeisterin von

Bruck an der Leitha, betonte in ihrer

Begrüßungsansprache, dass die Renovierung

der Brucker Burg sicherlich zu

den größten und vor allem wichtigsten

Projekten dieser Stadt zählt. „Ein derartiges

Großprojekt ist nur erfolgreich

zu verwirklichen, wenn alle Beteiligten

im Sinne der Stadt an einem Strang

ziehen.“

Der Geschäftsführer von Raiffeisen-

Leasing, Mag. Peter Engert, unterstrich

in seiner Rede Folgendes: „Wir von der

Raiffeisen-Leasing sind sehr stolz darauf,

dass durch unsere geplanten Maßnahmen

im Form des energieeffizienten

Bauens und Sanierens die historische

Burg erhalten werden kann.“ Zudem

setzt es interessante architektonische

Impulse im historischen Stadtzentrum.

Ein weiterer Aspekt, weshalb sich die

Raiffeisen-Leasing bei diesem Vorhaben

so stark engagiert, ist die Tatsache, dass

die Gemeinde Bruck an der Leitha durch

die Nähe zu Wien und Bratislava in einer

wirtschaftlich prosperierenden Gegend

liegt. „Wir denken, dass es sich hier um

einen Wirtschaftsraum handelt, der in

den nächsten Jahrzehnten noch stark

boomen wird“, erwartet Engert.

Foto: B&M Architektur

Laut Dr. Christian Konrad, Generalanwalt

des Raiffeisenverbandes, versteht

sich Raiffeisen als Partner des Landes Niederösterreich

und seiner Bürger. „Dazu

gehört auch, dass wir uns bei derartigen

Leitprojekten, wie es das neue Behördenund

Dienstleistungszentrum darstellt, engagieren.

Dass bei der Revitalisierung der

Burg der Energieeffizienz sehr hohe Bedeutung

beigemessen wird, passt zu unserem

Verständnis von Nachhaltigkeit. Die

Raiffeisen-Leasing, die für die Umsetzung

verantwortlich zeichnet, ist ein Vorreiter

bei innovativen, umweltschonenden Bauprojekten

und daher auch ein ganz besonders

wichtiges Mitglied unserer Raiffeisen-Klimaschutz-Initiative.“

Als letzter Gastredner hob Dr. Erwin

Pröll, Landeshauptmann von Niederösterreich,

hervor, dass „das Projekt in

Bruck ein schönes Beispiel dafür ist, wie

alte Bausubstanz mit neuem Leben erfüllt

werden kann. Noch dazu, wenn damit

ein modernes Dienstleistungszentrum

für die Bevölkerung entsteht.“ı

28 Leas•mich


Zweites Wahrzeichen

Die feierliche Eröffnung des „terminal tower“ in Linz

markierte eines der eindrucksvollsten Immobilienprojekte

der Raiffeisen-Leasing der letzten vier Jahre.

Nach der Übergabe der Büroflächen

an die Mieter im März fand Ende Mai

2008 die feierliche Eröffnung des Bürohauses

„terminal tower“ in Linz statt. Mit

seinen 24 Geschoßen und einer Höhe

von über 99 Metern ist es – hinter dem

Linzer Mariendom – das zweithöchste

Gebäude der Stadt Linz und mit einer

Nutzfläche von ca. 30.000 m 2 auch eines

der größten Bürohäuser der oberösterreichischen

Landeshauptstadt.

Auf Einladung des neuen Hausherrn,

Raiffeisenlandesbank-General-Direktor

Dr. Scharinger, fanden sich neben vielen

Beteiligten am Projekt auch zahlreiche

Ehrengäste bei der Eröffnungsfeier ein:

Vizekanzler Finanzminister Molterer,

Landeshauptmann Pühringer, der Linzer

Bürgermeister Dobusch, der Obmann

der PV, Karl Haas, der Linzer Bischof sowie

der evangelische Superintendent

und viele weitere Vertreter des öffentlichen

Lebens in Linz.

Nach der Begrüßung durch den

Hausherrn und einigen Grußworten

konnte das eindrucksvolle Gebäude besichtigt

werden. Zur Stärkung stand ein

ausgezeichnetes Buffet bereit.ı

IN NUR 24 MONATEN wurde das

Gebäude von der ARGE Porr-Alpine

unter dem Projektmanagement der Real-

Treuhand Bau- und Projektmanagement

Linz sowie der Raiffeisen-Leasing Immobilienmanagement

Wien realisiert und

pünktlich am 31. 3. 2008 übergeben.

Auf neuen Wegen

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Signa-Gruppe und

Raiffeisen-Leasing stellten die beiden Unternehmen eine neue Form

ihrer in vier Jahren gewachsenen engen Geschäftsverbindung vor.

Eine besondere Equity-Partnerschaft wurde vor kurzem der Öffentlichkeit präsentiert. Aufgrund der guten

und vertrauensvollen Erfahrungen in der Zusammenarbeit haben Raiffeisen-Leasing und die Signa

Holding einen gemeinsamen Schritt unternommen und eine Partnerschaft bei drei herausragenden Immobilienprojekten

begründet. Dabei agiert die Raiffeisen-Leasing nicht mehr als klassischer Leasing-

Financier, sondern hat sich als Mitinvestor an den Projekten Rivergate am Handelskai Wien, dem Linser

Areal in Innsbruck und an einem Luxuswohnressort am Gardasee beteiligt (mehr zu den einzelnen

Projekten in den folgenden Ausgaben). Die Raiffeisen-Leasing ist an den drei Projektgesellschaften

mit jeweils 51 % beteiligt, für die Projektentwicklung zeichnet weiterhin Signa verantwortlich. „Raiffeisen-

Leasing freut sich, mit René Benko einen Unternehmer gefunden zu haben, der sich durch Flexibilität,

Schnelligkeit und Kreativität auszeichnet. Wir hoffen, auch künftig interessanten Vorhaben gemeinsam

abzuwickeln“, erklärt Mag. Peter Engert, Geschäftsführer der Raiffeisen-Leasing, und streut seinem

langjährigen Geschäftspartner Rosen. „Wir bemühen uns immer um Nachhaltigkeit in unseren Geschäftsbeziehungen,

denn hier zählen für uns Fairness, Handschlagqualität und Seriosität.“

VIER JAHRE NACH DEM ERSTEN GEMEINSAMEN PROJEKT, dem Kaufhaus Tyrol, intensivieren

René Benko und Peter Engert die Zusammenarbeit durch eine Equity-Partnerschaft.

NUMMER 2| JUNI 2008 29


immobilien international

Fachmarktzentrum in Szombathely

Die Raiffeisen-Leasing eröffnete Mitte April ein attraktives

Fachmarktzentrum im ungarischen Szombathely.

Grund zum Feiern: (von links nach rechts): Attila Kövary (Abgeordneter der Stadtverwaltung), Dr. Alfred Lengger (Architekturbüro), Dr. György Ipkovich

(Bürgermeister von Szombathely), Mag. Karlheinz Sandler (GF Raiffeisen-Leasing), Mag. Johannes Hubmaier (Bereichsleitung Eigenprojekte Raiffeisen-

Leasing), Karl Weingrill (Centerleitung Raiffeisen-Leasing), Mag. Markus Schoklitsch (Abteilungsleiter Ausland Raiffeisen-Leasing), Ing. Mag. Eva Bano

(Projektleiterin Raiffeisen-Leasing), Hr. Klescher (ÖBA Büro Eisner).

Das neue Fachmarktzentrum nahe der

österreichischen Grenze, erbaut in Kooperation

mit „Baubüro GmbH“, kann

auf einen attraktiven Mix an internationalen

Handelsketten verweisen. Szombathely,

eine Stadt mit rund 80.000 Einwohnern,

liegt verkehrsgünstig in der

Nähe des Kreisverkehrs, der die Verteilerfunktion

nach Norden und Westen

Richtung Sopron, Köszeg, Bucsu

(Grenzübergang Schachendorf) und

zum Zentrum von Szombathely übernimmt.

Aufgrund der unmittelbaren Nähe

zu den großen Wohnvierteln und der Bedeutung

der Stadt als wichtiges Handelszentrum

haben sich neben der Liegenschaft

bereits weitere große Unternehmen

wie Metro oder Lidl angesiedelt.

Das Grundstück verfügt über eine

Fläche von rund 31.500 m 2 und bietet

den Besuchern 300 Parkplätze. Der

Shopteil des Fachmarktzentrums weist

eine Gesamtnutzfläche von ca. 9.300 m 2

auf. Die Gesamtinvestitionskosten für

die Bauphase I beliefen sich auf rund

€ 11 Mio., die Bauzeit betrug ein halbes

Jahr. Geplant ist die zweite Bauphase,

die kommendes Jahr realisiert werden

soll, neuerlich vom Villacher Architekturbüro

DI Dr. Lengger.

Die derzeit bestehenden Mietflächen

sind an internationale Handelsketten wie

Deichmann Schuhe, Fressnapf, Intersport,

Müller Drogerie, Takko und

Vögele Moden vermietet. Für die Fläche

der 2. Bauphase gibt es bereits namhafte

Interessenten. Eröffnet wurde das

Center von Bürgermeister Dr. György

Ipkovich von Szombathely und dem Geschäftsführer

der Raiffeisen-Leasing,

Mag. Karlheinz Sandler. Die zahlreich

anwesenden Besucher konnten bei einer

Tombola ein Thermenwochenende

gewinnen.ı

Foto: RS-Plan

30 Leas•mich


CTP mit neuer Hausbank

Die Raiffeisen-Leasing finanziert gemeinsam mit der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien

sechs Logistikhallen an verschiedenen Standorten in Tschechien.

Eddy Maas und Remon L Vos, Eigentümer

und Geschäftsführer der CTP, haben

sich bei ihren künftigen Finanzierungen

für die Raiffeisengruppe entschieden.

Durch das Erreichen der Großveranlagungsgrenze

(Risikolimit pro Kunde) ihrer

bisherigen Hausbank im Herbst 2007 entstand

für CTP Bedarf nach neuen Finanzierungspartnern,

und Raiffeisen-Leasing

hat neben der Volksbank den Zuschlag

erhalten. Aufgrund der steuerlichen Gesetzesänderung

in Tschechien finanziert

CTP nicht mehr über Leasing, sondern

nur mehr über Kredit. Daher hat Raiffeisen-Leasing

die Raiffeisenlandesbank

NÖ-Wien eingebunden. Vereinbart wurde

eine Kredit-Refinanzierung in Höhe von

€ 70 Mio., um an insgesamt sechs Standorten

in der Tschechischen Republik (Bor,

Pilsen, Krupka-Teplice, Louny, Brünn und

Pohorelice) Logistikhallen mit einer Gesamtnutzfläche

von 141.000 m 2 für die

CTP-Gruppe zu errichten.

Der Investor ist an 23 Standorten in

Tschechien mit gesamt 1,3 Mio. m 2 Nutzfläche

im Wert von € 1,1 Mrd. vertreten.

Diese Standorte werden Parks genannt,

VERTRAGSUNTERZEICHNUNG Raiffeisen/CTP (v.l.n.r.): Dr. Klaus Weichselbaum, RLB NÖ-Wien,

Mag. Christina Ott, Raiffeisen-Leasing, Remon L Vos und Eddy Maas, beide CTP (vorne),

Mag. Michael Buchmeier (Raiffeisen-Leasing) und Mag. Astrid Million, RLB NÖ-Wien.

da jeder Einzelne über mehrere Logistikgebäude

verfügt. Tschechien ist der

Hauptmarkt von CTP, wo es mehr als

die Hälfte aller Logistikflächen betreibt.

Weiters verfügt die Gruppe über mehr

als 650 Mio. m 2 erschlossenes Land, das

für einen breiten Bereich von Geschäftstätigkeiten

bebaut werden kann.

Mittlerweile hat CTP auch Grundstücke

in Slowakei, Ungarn, Rumänien und

Polen für die Entwicklung von Logistikparks

erworben.ı

Austria Leasing als Hotelier

In Heidelberg, einem der Zentren der Metropolregion Rhein-Neckar, erwarb die

deutsche Tochtergesellschaft der Raiffeisen-Leasing gemeinsam mit einem Projektpartner

das bestehende Hotel „Best Western Rega Hotel Heidelberg“.

Das Hotel wurde 1978 errichtet, im Jahr 2000 modernisiert und stand im Eigentum einer Wohnungseigentümergemeinschaft von

70 Mitgliedern. Das Haus verfügt über 124 großzügige Zimmer mit teils spektakulärem Blick auf Heidelbergs Altstadt, Neckar und

City. Drei moderne Tagungsräume mit W-LAN-Internetzugang, Tageslicht und modernster Technik für professionelle Veranstaltungen

in gepflegter Atmosphäre stehen dem Businesskunden zur Verfügung.

Der ursprüngliche Pächter des Hotels wollte den Betrieb altersbedingt abgeben und suchte einen neuen Betreiber. Die Austria

Leasing fand ihn in der Fattal-Gruppe, der größten Hotelgruppe Israels. Diese wird für die nächsten 20 Jahre (mit Verlängerungsoptionen)

das Haus unter der Marke „Leonardo Hotels“ führen. Damit hat diese Hotelkette ihr 10. Leonardo-Hotel eröffnet, wovon

bereits zwei Häuser durch die deutsche Tochtergesellschaft der Raiffeisen-Leasing arrangiert wurden.

NUMMER 2| JUNI 2008 31


lifestyle

Häuser- und

andere Schluchten

Teneriffa hat, ähnlich wie Mallorca, den Hautgout des Ballermann-Strandurlaubs.

Was aber sichtlich nicht abschreckend

wirkt auf die mehr als fünf Millionen Touristen, die sich jährlich

allein auf dieser Insel tummeln. Doch wer die Inselkette nur an

den Zentren des Tourismus misst, übersieht seine grandiose

Natur, seine Kostbarkeiten im Detail und den wohltuenden

Lebensrhythmus der canarios, wie er zwischen siesta und salsa,

zwischen Müßiggang und Ausgelassenheit hin und her pendelt.

Die bestechend schöne Landschaft,

das ganzjährig milde Klima und die

große Anzahl an ausgezeichneten Klettergebieten

und markierten Wanderrouten

machten das kanarische Archipel

zunehmend zu einer beliebten Destination

für Bergfexe aus ganz Europa. Die

Inselgruppe ist durch vulkanische Tätigkeit

entstanden, die bis heute Lebenszeichen

gibt. Teneriffa ist mit knapp über

2000 km 2 der große Bruder der Inselkette.

Zwischen dem 28. und 29. Grad

Nord und dem 16. und 17. Grad West ist

es auch die nördlichste der Kanarischen

Inseln.

Unter dem aufmerksamen Blick des

Pico del Teide, dem höchsten Berg in

Spanien, und dem immer präsenten

Atlantik, das signifikanteste Merkmal

Teneriffas, gedeiht der Reichtum der

Insel. Aber Teneriffa prägt nicht nur sein

angenehmes Klima, es bietet auch eine

komplette Infrastruktur der Unterbringungsmöglichkeiten

und der Freizeitaktivitäten.

Hier lässt sich der Urlaub mit

dem Lieblingssport verbinden, denn das

Klima und die Landschaft sind für Aktivitäten

im Freien ideal. Bei traumhaften

20 Grad im Winter und etwa 25 GRad im

Sommer kann man das ganze Jahr über

die Gipfel der Insel stürmen.

In der Steilwand

Die bekanntesten Klettergebiete der Insel

sind Barranco de Arico und Cañada

del Capricho im Herzen des Teide-Na-

DUMONT-REISEFÜHRER: GOMERA, TENERIFFA & HIERRO

35 Halbtages- und Tagestouren im Nanaga-Gebirge um Santa Cruz, über dem Oratova-

Tal und im Teno-Gebirge im Nordwesten, in der Vulkanzone um den Teide und im Umland

von Playa de las Américas und Los Cristianos stellen Teneriffa von seiner beschaulichen

Seite vor.

Wegbeschreibung, Karte und Höhenprofil sind jeweils eng aufeinander abgestimmt und

ermöglichen die Orientierung: Konkrete Angaben zur Wegbeschaffenheit, die Besonderheiten

der Tour, ob es bergauf oder bergab geht, Dauer und Länge, Orientierungspunkte

mit Zeitangaben, Anfahrtswege, Einkehrmöglichkeiten, Sehenswertes am Wegesrand.

Ein weiteres Taschenbuch beschreibt die schönsten Abstecher, anspruchsvolle Wandertouren

wie auch lohnende Spazierwege auf La Gomera und Hierro. Alle Informationen sind

durch die klare Gliederung des Buchs auch unterwegs schnell auffindbar. Man weiß,

welche Boote zum sanften Whalewatching starten, welche In-Treffs gute Cocktails servieren

und von welchen Aussichtspunkten der Blick am beeindruckendsten ist. Dank der

besonderen Tipps der Autoren wird man schnell zum Insider.

32 Leas•mich


RELAXEN AUF TENERIFFA UND GOMERA: Ob in einer der vielen Bettenburgen mit All-inclusive-

Komfort oder im beschaulichen Idyll einer pittoresken Landschaft, ist Geschmackssache.

Reichlich Gelegenheit zum Wandern und Klettern bieten jedenfalls beide Atlantikinseln.

tionalparks. Die Gemeinde Arico im Süden

Teneriffas bietet ein Kletterparadies

mit insgesamt 200 präparierten Routen,

die alle über die gleichnamige Schlucht

verteilt sind. Im oberen Abschnitt der

Schlucht befinden sich die leichteren

und mittelschweren Routen, während

der untere Abschnitt viel Können und

Erfahrung erfordert.

Eine weitere hervorragende Region

zum Klettern ist das bereits erwähnte

Gebiet Cañada del Capricho im Teide-

Nationalpark mit einigen spektakulären

Routen an den höchsten Berghängen

Spaniens. Hier bezwingen mutige Kletterer

die steilen Felswände in einer abwechslungsreichen

und farbenfrohen

Naturlandschaft. Weitere herausragende

Klettergebiete sind Mesa de Tejina mit

verhältnismäßig leichten Routen, Valle

Tabares nahe der Inselhauptstadt Santa

Cruz de Tenerife sowie Martiánez, eine

von der Stadt Puerto de la Cruz eingeschlossene

Steilküste.

Auf Teneriffa kann man natürlich auch

einen geruhsamen Urlaub mit Wandern

und Traditions-Tourismus kombinieren

und abseits der Urlaubsorte die reizvolleinsame

Bergwelt Teneriffas erkunden.

Aber es gibt noch bessere Plätze für einen

erholsamen und ruhigen Aufenthalt.

Auf verschlungenen Pfaden

Gut 30 km von Teneriffa entfernt und

fernab vom Massentourismus liegen La

Gomera und Hierro, jedes für sich ein

Paradies für Wanderer und Outdoor-

Fans. Die beiden kleinsten Kanareninseln

sind Reiseziele für Individualisten.

Gomera bewahrt das Flair der Hippies,

glänzt außerdem durch unberührten

Dschungel und atemberaubende

Schluchten. Hierro gilt mit seiner Ursprünglichkeit,

stillen Kiefernwäldern

und jungen Vulkanen nach wie vor als

Geheimtipp. Highlights auf Gomera sind

das Aussteigerparadies Valle Gran Rey,

der Lorbeerwald im Nationalpark Valle

Gran Rey und die bizarren Felsformationen

Los Roques und Los Órganos.

Hierro besticht durch das grandiose

Golftal im Norden, durch den Wunderbaum

Garoé und rätselhaften Schriftzeichen

der Ureinwohner.ı

NUMMER 2| JUNI 2008 33


facts&figures

5000

4000

3000

2000

1000

Insolvenzstatistik

Ó Insolvenzen Ó Privatkonkurse Ó Neuprotokollierungen

Das erste Quartal 2008 darf als guter Jahresauftakt für

2008 gewertet werden. Die Zahl der Firmeninsolvenzen

ging gegenüber dem 1. Quartal 2007 um immerhin 15 %

zurück. Dabei war der Rückgang der eröffneten Verfahren

mit ca. 4 % gering, gemessen am Rückgang der mangels

Masse abgewiesenen Konkursanträge mit rund minus

25 %. Immerhin birgt jeder mangels Masse abgewiesene

Konkursantrag die Gefahr weiterer Gläubigerschädigung.

Das Instrument Privatkonkurs hat sich 13 Jahre nach Einführung

gut bewährt, wie der weitere Zuwachs von fast 16 %

gegenüber dem Vorjahr beweist. Eine weitere gute Nachricht,

denn jeder Privatkonkurs bedeutet heute eine Chance

für die Gläubiger, einen Teil des Geldes wieder zu sehen.

Quelle: KSV

0

1. Quartal 2006 1. Quartal 2007 1. Quartal 2008

US-Immobilien- und Finanzkrise weiter dämpfend

Das WIFO rechnet mit der Belebung des Wirtschaftswachstums nach

einer Schwächephase 2008/09 und wagt eine mittelfristige Prognose bis 2012.

Vor dem Hintergrund der Hypothekarmarktkrise in den USA

und ihrer Ausweitung zu einer internationalen Finanzkrise, des

Verfalls der Hauspreise und Aktienkurse sowie der drastischen

Verteuerung von Erdöl und anderen Rohstoffen zeigte sich die

Weltkonjunktur bisher robust. Dazu trugen mehrere Faktoren bei

wie die energische Bereitstellung zusätzlicher Liquidität durch die

Notenbanken, die expansive Geld- und Fiskalpolitik in den USA

sowie die anhaltend starke Wachstumsdynamik in Ostasien,

Russland und den neuen EU-Ländern. Dennoch wird die Hypothekarmarkt-

und Finanzkrise die Konjunktur in den USA bis

2009 stark dämpfen. Die Konjunkturschwäche in den USA und

der niedrige Dollarkurs lassen die Importe der USA 2008 und

2009 nahezu stagnieren. Aus diesem Grund wird auch das Weltwirtschaftswachstum

von 4,7 % (2007) auf 3,4 % (2009) sinken.

Davon sind die Industrieländer, deren Wirtschaft mit den USA enger

verflochten ist, stärker betroffen als die Entwicklungsländer.

So dürfte sich das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum zwischen

2007 und 2009 auf +1,3 % halbieren. Ab 2009 prognostiziert

das WIFO eine markante Belebung der Weltkonjunktur.

Die Prognose wurde mithilfe eines ökonometrischen Weltmodells

(„Oxford-Modell“) erstellt, wobei folgende Annahmen

getroffen wurden: Der Euro-Kurs stabilisiert sich bei $ 1,60, die

Erdölpreise steigen bis 2012 nur mehr geringfügig, Immobilienpreise

und Aktienkurse erholen sich ab 2009, der Leitzinssatz

wird in den USA bis 2009 auf dem niedrigen Niveau von

2 % bleiben und danach schrittweise auf 4 % angehoben, im

Euro-Raum hingegen beträgt er über den gesamten Prognosezeitraum

etwa 4 %. Für die mittelfristige Wachstumsdynamik

über den gesamten Prognosezeitraum (2007 bis 2012) ergibt

sich folgendes Bild:

” Der Welthandel wird zwischen 2007 und 2012 um durchschnittlich

7,2 % pro Jahr expandieren, um 0,5 % Prozentpunkte

rascher als zwischen 2000 und 2007.

” In den USA wird die Wirtschaft bis 2012 um nur 1,9 % pro

Jahr wachsen, merklich langsamer als 2000–2007 (+2,4 %).

” In Deutschland und Japan wird sich hingegen das mittelfristige

Wachstumstempo auf +1,7 % bzw. +1,8 % erhöhen

(2000–2007: +1,2 % bzw. +1,5 %).

” Diese Entwicklung wird gemeinsam mit der Unterbewertung

des Dollars eine merkliche Verringerung der Leistungsbilanzungleichgewichte

in der Weltwirtschaft ermöglichen.

6

5

Langfristige Zinssätze

in Prozent

6

5

Kurzfristige Zinssätze

in Prozent

5

4

Verbraucherpreise

in Prozent

USA

USA

4

3

2

1

0

Österreich

4

3

2

1

0

Euro-Raum

3

2

1

0

-1

Österreich

Quelle: WIFO

2005

Japan

2006 2007 2008e 2009e

2005

Japan

2006 2007 2008e 2009e

2005

USA

Japan

2006 2007 2008e 2009e

34 Leas•mich


immobiliennews

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0

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2 JUNI 2007 DAS KUNDENMAGAZIN DER RAIFFEISEN-LEASING

HOCH HINAUS:

Erfolgreich als

Projektentwickler

MENSCHEN Jetalliance-CEO Lukas Lichtner-Hoyer

REPORTAGE Ein Fest für RL-Nordic

BILANZ Der Leasing-Markt in Österreich 2006

3 OKTOBER 2007 DAS KUNDENMAGAZIN DER RAIFFEISEN-LEASING

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FLUGZEUGLEASING

Nachfrage steigt

in lichte Höhen

MENSCHEN

REPORTAGE

IMMOBILIEN

Vienna International CEO Rudolf Tucek

Neue Wege zur Emissionsreduktion

FH St. Pölten – Bildung baut auf

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Das Kundenmagazin der Raiffeisen-Leasing 1|2008

Straße

PLZ/Ort

Der Öko-Manager:

Management im

(Klima-)wandel?

Menschen

Recht

Reportage

Signa Holding CEO Rene Benko

Durchblick im Regel-Dschungel

Good News aus dem hohen Norden

Telefon (tagsüber)

Fax-Message an Raiffeisen-Leasing Fax-Nr. 01 71601-98444

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