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Raiffeisen-Leasing

Geschäfts- und

Nachhaltigkeitsbericht

2009


Seite 2 Nachhaltigkeitsbericht Seite 3


Inhaltsverzeichnis

Vorwort der Geschäftsführung 7

Raiffeisen-Leasing Kurzporträt 8

Die Raiffeisen-Bankengruppe 10

Kapitel 1: Der Leasingmarkt in Österreich 13

1.1. Die einzelnen Leasing-Segmente im Detail 14

1.1.1. Kfz-Leasing 14

1.1.2. Mobilien-Leasing 15

1.1.3. Immobilien-Leasing 15

Kapitel 2: Lagebericht der Raiffeisen-Leasing 17

2.1. Entwicklung Leasinggeschäft und Bestand 18

2.2. Das Kerngeschäft der Raiffeisen-Leasing 20

2.2.1. Kfz-Leasing 20

2.2.2. Mobilien-Leasing 21

2.2.3. Immobilien-Leasing 22

2.2.4. Kommunal-Leasing 23

2.3. Dienstleistungen der Raiffeisen-Leasing 25

2.3.1. Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement 25

2.3.2. Baumanagement 27

2.4. Immobilien-Eigenprojekte der Raiffeisen-Leasing 28

2.4.1. Wohnbau Inland 28

2.4.2. Gewerbliche Projekte Inland 29

2.4.3. Wohnbau Ausland 30

2.4.4. Gewerbliche Projekte Ausland 30

2.5. Ökoenergie-Projekte und Betreibermodelle 31

2.5.1. Raiffeisen Energy & Environment 31

2.5.2. Energieeffizientes Bauen und Sanieren – Infrastruktur – KommReal 32

2.6. Elektromobilität 33

2.7. Human Resources (HR) 34

2.7.1. Mitarbeiterentwicklung im Inland im Vergleich 34

2.7.2. Strategie und Kultur 36

2.7.3. Recruiting und Karriere 37

2.7.4. Knowledge Management 38

Kapitel 3: Internationales Leasing 41

3.1. Standorte der Raiffeisen-Leasing-Gesellschaften 42

3.2. Raiffeisen-Leasing in Zentral- und Osteuropa 43

3.3. Raiffeisen-Leasing in West- und Nordeuropa 44

Kapitel 4: Strategie und Ausblick 47

4.1. Zukünftige Ausrichtung der Raiffeisen-Leasing 47

Kapitel 5: Gruppenabschluss 49

5.1. Bericht über die prüferische Durchsicht 50

5.1.1. Einleitung 50

5.1.2. Umfang der prüferischen Durchsicht 52

5.1.3. Zusammenfassende Beurteilung 53

5.2. Allgemeine Erläuterungen zum Konsolidierungskreis 54

5.3. Gruppenbilanz zum 31. Dezember 2009 56

5.4. Gruppen-Gewinn- und -Verlust-Rechnung 57

Kapitel 6: Nachhaltigkeitsbericht 59

6.1. Vorwort 60

6.2. Nachhaltigkeit bei Raiffeisen-Leasing 61

6.2.1. Rahmenbedingungen Nachhaltigkeitsbericht 61

6.2.2. Im Dialog mit den Stakeholdern 62

6.3. Mitarbeiter 62

6.3.1. Interne Wechsel 63

6.3.2. Mitarbeiter werben Mitarbeiter 63

6.3.3. Veranstaltungsreihe „Freitagmorgen-Gespräch“ 63

6.3.4. Betriebsausflug 64

6.3.5. Gesundheit der Mitarbeiter 64

6.3.6. Wissensbilanz 65

6.4. Gesellschaftliche Verantwortung 68

6.4.1. Unterstützung des Lehrgangs „Renewable Energy

in Middle and Eastern Europe“ 68

6.4.2. Vorträge 69

6.4.3. Soziales Engagement – Sponsoringprojekte 70

6.5. Umweltschutz 71

6.5.1. Raiffeisen-Leasing wurde wieder als Ökobusinessplan-

Betrieb ausgezeichnet 72

6.5.2. Spritsparkurs inkl. Fahrsicherheitstraining 73

6.5.3. Laufendes Monitoring durch eigenes Öko-Controlling 74

6.5.4. Energieeinsparung durch Virtualisierung von Servern 75

6.6. Ökologie 75

6.6.1. Ökologie: Eigenprojekte 76

6.6.2. Ökologie: Kundenprojekte 81

6.7. Ein nachhaltiger Ausblick 86

6.7.1. Nachhaltige Ziele 86

6.8. Nachwort 88

6.9. GRI-Index 90

Kapitel 7: Anhang 99

7.1. Mitglieder des Geschäftspolitischen Beirates 100

7.2. Die Aufbauorganisation der Raiffeisen-Leasing 102

7.3. Die Raiffeisen-Leasing-Gruppe per 31.12.2009 104

7.4. Wichtige Adressen im Überblick 108


Seite 6 Nachhaltigkeitsbericht Vorwort der Geschäftsführung

Seite 7

Nicht immer treten Prognosen ein. Doch manchmal, wenn sie besonders düster sind,

werden sie Realität. Und für wirtschaftliche Teilbereiche sind sie 2009 tatsächlich

Wirklichkeit geworden. Die Finanzkrise ist gegangen, die Wirtschaftskrise geblieben,

wenn auch mit unterschiedlichen Ausprägungen für die verschiedenen Wirtschaftszweige.

Bauwirtschaft, Einzelhandel, Pharmaindustrie und Ferienhotellerie haben aufgrund

des ungebrochenen Konsum- bzw. Investitionsverhaltens das Jahr 2009 recht

gut überstanden. Großindustrie, Banken und der Autohandel haben dank staatlicher

Unterstützung teilweise sogar Rekordumsätze erzielt. Andere Wirtschaftszweige – vor

allem die KMU-Wirtschaft – haben letztes Jahr jedoch sehr stark gelitten.

Für die Raiffeisen-Leasing hat es eine unterschiedliche Entwicklung im In- und Ausland

gegeben. Trotz des starken Rückgangs im Neugeschäft konnte der Marktanteil ausgebaut

und die Marktführung im Inlandsneugeschäft inkl. Cross-Border-Finanzierungen

erreicht werden. Unsere Entscheidung, die Neukunden-Akquisition zu reduzieren und

stattdessen unsere Kraft den bestehenden Kunden zu widmen, hat uns viel positives

Feedback gebracht. Denn unsere Kunden haben erkannt, dass die Raiffeisen-Leasing

auch in schwierigen Zeiten hinter ihren Kunden steht und diese auch dann kompetent

betreut, wenn nicht der schnelle Abschluss eines Neuvertrages winkt.

Im Ausland – vor allem in Osteuropa – haben wir die Krise massiv zu spüren bekommen.

Aufgrund unserer vorsichtigen Risikopolitik waren wir als Unternehmen aber zu

keinem Zeitpunkt gefährdet. Insgesamt zeigt das Jahresergebnis einen Verlust von

€ 64,2 Mio., was in etwa dem Jahresergebnis 2008 von € 59,9 Mio. entspricht. Deutlich

sichtbar ist, dass 2010 keine substanzielle Erholung der Märkte bringen wird. Die

Investitionsneigung im In- und Ausland zeigt sich weiterhin sehr verhalten. Aufgrund

der 2009 gebildeten Reserven sowie der kostenseitigen Maßnahmen hoffen wir jedoch,

dass wir das heurige Geschäftsjahr positiv abschließen werden.

Mag. Karlheinz Sandler

Mag. Peter Engert Mag. Michael Ohner

Angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds bestätigt sich für uns einmal

mehr, dass wir mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie den richtigen Weg eingeschlagen

haben. Deshalb informieren wir Sie in diesem Bericht nicht nur über die wirtschaftliche

Situation. In dem hier integrierten Nachhaltigkeitsbericht können Sie ebenso über

unser ökologisches und soziales Engagement lesen.

Wir bedanken uns bei allen Kunden und Geschäftspartnern für das uns entgegengebrachte

Vertrauen und bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes

Engagement. Unserem Geschäftspolitischen Beirat unter der Führung von Vorstandsdirektor

Dr. Karl Sevelda danken wir dafür, dass er unsere Projekte und Vorhaben unterstützte

und damit die Voraussetzung schuf, Sie auch in Zukunft bestmöglich zu betreuen.


Seite 8 Raiffeisen-Leasing Kurzporträt

Seite 9

Zentrale

Raiffeisen-Leasing GmbH

Hollandstraße 11-13

A-1020 Wien

Tel.: +43 1 716 01-0

Fax: +43 1 716 01-98029

E-Mail: leasing@rl.co.at

Internet: www.raiffeisen-leasing.at

Gründung

1970: Raiffeisen-Leasing GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft

der RZB AG

1987: Umfirmierung in RALT Raiffeisen-Leasing GmbH

seit 1987: Raiffeisen-Leasing GmbH mit erweiterter Gesellschafterstruktur

Gesellschafter

Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (51 %)

sämtliche Raiffeisen Landeszentralen (49 %)

Landesgeschäftsstellen

Mitarbeiter

343 (Inland), 1.474 (Ausland)

Geschäftstätigkeit

Sämtliche Formen des Kfz-, Maschinen-, Geräte- und Immobilien-Leasings,

Bauträgergeschäfte und umfassende Dienstleistungen wie Baumanagement,

Fuhrparkmanagement und Betreibermodelle, Contracting sowie Projekte im Ökologie-

und Elektromobilitäts-Bereich

Vertragsbestand Inland

47.314 Leasingverträge mit rund € 3,6 Mrd. aushaftendem Kapital

Neugeschäftsvolumen 2009

Kfz-Leasing € 290 Mio. ( +1 %)

Mobilien-Leasing € 175 Mio. ( -59 %)

Immobilien-Leasing € 256 Mio. ( -31 %)

Inland & Cross-Border € 721 Mio. ( -34 %)

Ausland € 1.010 Mio. ( -70 %)

Gesamt € 1.731 Mio. ( -61 %)

Burgenland, Kärnten, Niederösterreich-Wien, Salzburg, Steiermark,

Tirol, Vorarlberg

Geschäftsführer

Mag. Peter Engert (Sprecher), Mag. Michael Ohner, Mag. Karlheinz Sandler


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Die Raiffeisen-Bankengruppe

Die heimische Bankengruppe ist dreistufig aufgebaut:

Die Raiffeisen-Bankengruppe Österreich bildet mit rund 560 selbstständigen lokalen

Raiffeisenbanken und 1.749 angeschlossenen Zweigstellen, acht regional tätigen

Landeszentralen und der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) als Spitzeninstitut

das dichteste Bankstellennetz des Landes. Rund 1,7 Millionen Österreicherinnen

und Österreicher sind Mitglieder und damit auch Miteigentümer von Raiffeisenbanken.

Mehr als 40 Prozent sind Kunden einer Raiffeisenbank.

Raiffeisenbanken

560 Raiffeisenbanken

Raiffeisen

Landeszentralen

Raiffeisenlandesbank

Burgenland

Raiffeisenlandesbank Kärnten

Raiffeisenlandesbank

Niederösterreich-Wien

Raiffeisen Zentralbank

Österreich AG

Spezialunternehmen

Als Universal-Bankengruppe deckt Raiffeisen das gesamte Spektrum des Allfinanz-

Angebots ab. Dank der Dreistufigkeit der Raiffeisen-Bankengruppe und der spezialisierten

Tochter- und Beteiligungsunternehmen werden alle Finanzdienstleistungen

„unter einem Dach“ gebündelt: So kann jede einzelne österreichische Raiffeisenbank

jedem individuellen Kundenbedarf entsprechen. Die RZB als Spitzeninstitut zählt zu

den führenden Kommerz- und Investmentbanken Österreichs und gilt als Spezialist für

Zentral- und Osteuropa.

Mit einer konsolidierten Bilanzsumme von rund € 260,3 Mrd. zum 31.12.2009 ist die

Raiffeisen-Bankengruppe die größte Bankengruppe des Landes. Ihr Marktanteil am

österreichischen Bankgeschäft entspricht rund einem Viertel.

Zur Raiffeisen-Bankengruppe zählen Spezialunternehmen wie die Wertpapierfonds-

Gesellschaft Raiffeisen Capital Management, die Raiffeisen-Versicherung, die Raiffeisen-Leasing

oder die Raiffeisen Bausparkasse, wobei jedes einzelne Institut wiederum

zu den Marktführern in Österreich zählt.

Unsere Gesellschaftsstruktur

51 %

Raiffeisen Zentralbank

Österreich AG

49 %

8 Raiffeisen Landeszentralen

Raiffeisenlandesbank

Oberösterreich

Raiffeisenverband

Salzburg

Inländische Beteiligungen

An der Raiffeisen-Leasing GmbH sind die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG mit

51 % und die Raiffeisen Landeszentralen mit 49 % beteiligt. Die Raiffeisen-Bankengruppe

ist wichtigster Vertriebspartner der Raiffeisen-Leasing.

1.749 Filialen

Raiffeisen-Landesbank

Steiermark

Raiffeisen-Landesbank Tirol

Raiffeisenlandesbank

Vorarlberg

Auslandsniederlassungen

und -beteiligungen


Seite 12

Nachhaltigkeitsbericht

Kapitel 1

Der Leasingmarkt

in Österreich

1.1. Die einzelnen Leasing-Segmente im Detail


Seite 14 Der Leasingmarkt in Österreich

Seite 15

Das Bestandsvolumen der Branche verzeichnete im abgelaufenen Jahr ein Minus von

2,6 %. Insgesamt waren 2009 rund € 23,2 Mrd. in Leasing-Verträgen gebunden, 2008

waren es € 23,8 Mrd.

Das Neugeschäft ging im Vergleich zu 2008 um 23,2 % auf € 5,3 Mrd. zurück. Ursache

für den Rückgang 2009 ist zum Großteil die zurückhaltende Investitionsneigung bei

vielen heimischen Unternehmen. Für 2010 sieht der Verband der Österreichischen

Leasing-Gesellschaften Anzeichen einer Erholung des Finanzierungsmarktes.

Leasing-Bestandsvolumen in Österreich 2007 - 2009

(in Mrd. €)

22,6

1.1. Die einzelnen Leasing-Segmente im Detail

1.1.1. Kfz-Leasing

23,8

2007 2008

23,2

2009

Leasing-Neugeschäft nach Sparten in Österreich

2009 (in Mrd. €)

Mobilien-Leasing

€ 1,3 Mrd.

25 %

Kfz-Leasing

€ 3,1 Mrd.

58 %

Immobilien-

Leasing

€ 0,9 Mrd.

17 %

Kfz-Neuzulassungen im Jahr 2009, was einer Zunahme von ca. 6 % gegenüber dem

Vergleichswert des Vorjahres (332.132) entspricht, zu bewerten. Die durchschnittliche

Vertragssumme sank um 9,6 % bzw. € 2.276. Im Jahr 2009 lag die Vertragssumme

pro Kfz im Schnitt bei € 21.426.

1.1.2. Mobilien-Leasing

Das Leasing von Mobilien (Maschinen, Flugzeuge etc.) blieb 2009 auf hohem Niveau:

Ausgehend vom Rekordjahr 2008 wurde, trotz eines Rückgangs von 7 %, mit

€ 4,07 Mrd. Bestandsvolumen das zweitbeste Ergebnis der Branchengeschichte verzeichnet.

Dieser Rückgang des Mobilien-Bestandsvolumens wird begleitet von einer

etwas geringeren Reduktion von 3,8 % bei der Anzahl der Verträge im Inlands-Bestand.

Somit verringert sich im Vergleich zum Jahr 2008 die Zahl der Verträge im Inlands-

Bestand um 3.357 Stück auf 85.306 Stück. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche

Vertragssumme im Bestand von € 47.378.

Im Neugeschäft zeigte dieses Segment einen Rückgang von 28 % auf knapp € 1,3 Mrd.

Die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge verringerte sich weit weniger drastisch. Sie

ging um 15,6 % bzw. 3.944 Stück zurück. Insgesamt betrug die Anzahl des Mobilien-

Neugeschäfts 21.303 Stück. Diese Fakten in Verbindung mit dem starken Rückgang

beim Neugeschäfts-Volumen führten zu einer um 15,1 % niedrigeren Vertragssumme,

die nun im Durchschnitt bei € 58.963 liegt.

Trotz steigender Anzahl an Neuzulassungen hatte die Verschrottungsprämie keinen

positiven Einfluss auf das Kfz-Leasing. Grund: Die privaten Verschrottungskunden griffen

vermehrt auf Barzahlung zurück und die traditionell Leasing-affinen Unternehmer

hielten sich bei der Neuanschaffung von Lkws und Bussen zurück. Dies illustriert auch

die rückläufige Leasingquote, die 2009 durch den hohen Barkaufanteil von 39,2 % auf

31,3 % zurückging. Während der Bestand mit rund 450.000 Leasingverträgen konstant

blieb (-0,8 %), ging das Neugeschäftsvolumen 2009, gemessen an der Anzahl an

Verträgen, um 7 % zurück.

Der Bestand des Inland-Leasingvolumens betrug zum Stichtag 31. Dezember 2009

€ 7,2 Mrd. Das entspricht einem Minus von € 406 Mio. (-5,3 %). Das Inland-Neugeschäft

ist im Jahr 2009 um 16 % zurückgegangen und liegt aktuell bei knapp

€ 3,1 Mrd. Diese Abnahme ist vor dem Hintergrund einer Gesamtzahl von 351.970

1.1.3. Immobilien-Leasing

Mit einem Minus von 35 % (um € 505 Mio. auf € 922 Mio.) verzeichnete das Neugeschäft

des Immobilien-Sektors den höchsten Rückgang der Branche. Laut dem

Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften ist das auf die Zurückhaltung bei

neuen Immobilienprojekten in Gewerbe und Handel sowie im Industriebereich zurückzuführen.

Die Anzahl der bis Ende 2009 neu abgeschlossenen Verträge (204 Stück) bedeutet

einen Rückgang von 46,3 % (-176 Stück) gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der

Bestands-Verträge ist um 1,7 % auf 5.047 Verträge gesunken, das Leasingvolumen ist

dagegen leicht angestiegen (+1,1 %) und beträgt aktuell € 11,8 Mrd. Die durchschnittliche

Vertragssumme der 2009 abgeschlossenen Neuverträge beträgt € 4,5 Mio. und

liegt damit um 20,4 % (+€ 765.000) über jener des Vorjahres (+1,1 %). Einen positiven

Trend verzeichnet das Immobilien-Leasing bei Gebäuden der öffentlichen Hand:

Hier wurde ein Neugeschäftsvolumen von € 292 Mio. (+6,4 %) erreicht.


Seite 16

Nachhaltigkeitsbericht

Kapitel 2

Lagebericht der

Raiffeisen-Leasing

2.1. Entwicklung Leasinggeschäft und Bestand

2.2. Das Kerngeschäft der Raiffeisen-Leasing

2.3. Dienstleistungen der Raiffeisen-Leasing

2.4. Immobilien-Eigenprojekte der Raiffeisen-Leasing

2.5. Ökoenergie-Projekte und Betreibermodelle

2.6. Elektromobilität

2.7. Human Resources (HR)


Seite 18 Der Lagebericht der Raiffeisen-Leasing

Seite 19

2.1. Entwicklung Leasinggeschäft und Bestand

Marktanteile

Neugeschäft inkl.

Cross-Border 2009

in Österreich

BMW Austria Leasing

3,1 %

NÖ Hypo Leasing

4,0 %

VB Leasing

4,5 %

A/A

27,0 %

EBV-Leasing

5,2 %

Raiffeisen Impuls Leasing

5,4 %

Raiffeisen-Leasing

12,7 %

Porsche Bank

11,1 %

Immorent

9,7 %

BAWAG P.S.K. Leasing

7,2 %

UniCredit Leasing

9,9 %

Inklusive Cross-Border-Finanzierungen erzielte die Raiffeisen-Leasing in Österreich

mit 15.683 Verträgen ein Neugeschäft von € 721 Mio. (-34 %). Das entspricht einem

Marktanteil von 12,7 % und bedeutet die Marktführung in diesem Bereich. Vom

Gesamtvolumen entfallen auf die Sparte Kfz-Leasing € 290 Mio., auf Mobilien-Leasing

€ 175 Mio. und auf Immobilien-Leasing inklusive Eigenprojekte € 256 Mio.

Inlandsneugeschäft

nach Sparten

2005 - 2009

(in Mio. €)

Immobilien-Leasing

Mobilien-Leasing

Kfz-Leasing

343

391

286

479

292

294

2005 2006

381

322

304

370

428

287

256

175

290

2007 2008 2009

Die österreichische Wirtschaft schrumpfte im Jahr 2009 real um 3,4 %, Warenexport,

Sachgütererzeugung und Ausrüstungsinvestitionen gingen im zweistelligen Bereich

zurück. Aufgrund der sehr niedrigen Kapazitätsauslastung vor allem der Sachgütererzeuger

ist mit einer weiteren Kürzung der Investitionspläne zu rechnen. Bereits seit

dem Einsetzen der Finanzkrise im letzten Quartal 2008 ist die Nachfrage nach Leasingfinanzierungen

weitgehend zum Erliegen gekommen und hat sich auch im letzten

Geschäftsjahr nicht wesentlich verbessert. Ob das Anspringen der Exportkonjunktur

– wie in vergangenen Aufschwungphasen – rasch in eine Belebung der Investitionen

mündet und dabei auch zwangsläufig der Finanzierungsbedarf steigt, wird sich erst im

späteren Jahresverlauf bemerkbar machen.

Das aushaftende Kapital des Inlands-Vertragsbestandes erreichte im Geschäftsjahr

2009 ein Volumen von rund € 3,6 Mrd. bei 47.314 Leasingverträgen (+3,7 % gegenüber

dem Vorjahr).

Entwicklung

Vertragsbestand

2005 - 2009

(in Mio. €)

1.988

2.077

2.307

2.222 2.168

Die gesamten ausländischen Tochtergesellschaften der Raiffeisen-Leasing-Gruppe

erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2009 ein Neugeschäft von € 1 Mrd. Das entspricht

einem Rückgang von 70 %, der sich auch damit erklärt, dass mit Einsetzen der Finanzkrise

Liquidität verstärkt auf das Inlandsgeschäft umgeschichtet wurde.

Immobilien-Leasing

Mobilien-Leasing

Kfz-Leasing

802 789

663 650

607

502 550 594 607 618

2005 2006 2007 2008 2009


Seite 20 Der Lagebericht der Raiffeisen-Leasing

Seite 21

2.2. Das Kerngeschäft der Raiffeisen-Leasing

2.2.1. Kfz-Leasing

In der Sparte Kfz-Leasing wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 13.096 Verträge mit

einem Anschaffungswert von insgesamt € 290,4 Mio. generiert. Das entspricht einer

Steigerung von 1 % gegenüber 2008.

Den überwiegenden Teil des Volumens, nämlich € 177,6 Mio., erzielte die Raiffeisen-

Leasing mit Firmenkunden, € 90,5 Mio. entfielen auf Privatkundenverträge und weitere

€ 22,3 Mio. auf kommunale Vertragspartner. Das Kfz-Neugeschäftsvolumen unterteilt

sich in 79,9 % Pkw-Verträge und 17,6 % Lkw-Verträge. 2,5 % entfallen auf

sonstige Fahrzeuge.

Beim Vertriebsweg der Raiffeisenbanken lag der Fokus im gesamten letzten Jahr auf

der Stammkundenpflege. Dabei wurden Klein- und Mittelbetriebe in der angespannten

wirtschaftlichen Phase umfassend begleitet und ihnen Lösungen und Hilfestellungen

angeboten. Weiters wurden eigene Finanzierungsmodelle erarbeitet, um Vertragslaufzeiten

im Bedarfsfall zu verlängern bzw. die Vereinbarungen zu Gunsten des Leasingnehmers

zu adaptieren.

2.2.2. Mobilien-Leasing

Mit einem Marktanteil von 9,3 % (2008: 6,5 %) liegt die Raiffeisen-Leasing, bezogen

auf das Kfz-Inlands-Neugeschäft inkl. Cross-Border, an dritter Stelle und hat sich damit

um drei Plätze im Marktranking verbessert.

Eine wichtige strategische Zusammenarbeit hat die Raiffeisen-Leasing gemeinsam mit

der UNIQA Versicherung im Februar 2009 begründet. Seither erfolgt die Bündelung der

Synergien im Vertriebs- und Produktbereich in der UNIQA Leasing. Die Erwartungen in

Bezug auf die Neuverträge wurden bei weitem übertroffen.

Mit einem Neugeschäftsvolumen von € 175,3 Mio. bei 2.542 Verträgen verzeichnete

das Mobilien-Leasing vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise einen Rückgang um

59 %. Mit 11,8 % Marktanteil (2008: 17,1 %) liegt die Raiffeisen-Leasing damit an

dritter Stelle.

Der Vertriebsweg Absatzkooperationen beinhaltet eine dauerhafte Partnerschaft

zwischen einem Mobilienhersteller (Lieferanten) bzw. einem Vermittler und der Raiffeisen-Leasing.

Im Idealfall erhält der Endkunde des Mobilienherstellers zu jedem

Produkt auch gleich ein entsprechendes Leasingangebot. Dies ermöglicht die Erschließung

neuer Kundengruppen, die auf den herkömmlichen Vertriebswegen nicht erreicht

werden können.

Zielbranchen für Absatzkooperationen sind unter anderem Landmaschinen-Hersteller,

Druckmaschinenproduzenten oder Hersteller von medizintechnischen Geräten. Absatzpartnerschaften

im Dokumentenmanagement und Officeprintsegment zeigten sich


Seite 22 Der Lagebericht der Raiffeisen-Leasing

Seite 23

auch im vergangen Jahr erfolgreich, trotz des wirtschaftlich angespannten Umfeldes.

Eine sehr intensive Zusammenarbeit erfolgte unter anderem mit Jungheinrich, Ricoh

Austria und OCE. Drei Partner, die auch aufgrund ihrer ökologischen Ausrichtung gut

zur Raiffeisen-Leasing passen.

Ricoh ist einer der führenden Lösungsanbieter für moderne Bürokommunikation und

unternehmensweites Druck- und Dokumentenmanagement. Alle Raiffeisen-Leasing-

Officelösungen sind von Ricoh, das im Zuge der „Total Green Office Solutions” 2009

ein weiteres Element implementierte: die Erweiterung des Portfolios auf PAY PER PAGE

GREEN. 2009 wurde Ricoh zum fünften Mal in Folge unter die Global 100 gewählt

und gehört damit zu den hundert nachhaltigsten Unternehmen weltweit. Ausgezeichnet

wurde in diesem Jahr auch OCE. Am 28.10.2009 würdigte Umweltminister Nikolaus

Berlakovich den Einsatz des Unternehmens für Nachhaltigkeit mit dem Österreichischen

Umweltzeichen.

Vor dem Hintergrund der rasant steigenden Zahl der Baumaschinen- und Lkw-Diebstähle

in Österreich bietet die Raiffeisen-Leasing seit 2009 eine Bündelversicherung

für Baumaschinen an, die neben einer Leasing- oder Ratenkauf-Finanzierung eine umfangreiche

Vollkasko- und Maschinenbruchversicherung mit weit reichenden Zusatzdeckungen

umfasst. Das zweite Produktbündel für alle rollenden Beförderungsmittel

deckt zusätzlich noch die Risken aus der Transport- und Seeversicherung mit ab. Zu

den versicherbaren Objekten gehören alle klassischen Baumaschinen, Baufahrzeuge

wie Bau-Lkws, Autobetonmischer und -pumpen sowie Autokräne. Aber auch alle Fahrzeuge,

die im Nah-, Fern- und Zustellverkehr für Silo-, Mineral-, bei Sondertransporten

oder als Kommunalfahrzeuge eingesetzt werden, fallen darunter.

2.2.3. Immobilien-Leasing

Das Immobilien-Leasingvolumen inklusive der Eigenprojekte zeigte im abgelaufenen

Wirtschaftsjahr ebenfalls eine rückläufige Entwicklung. Insgesamt verzeichnet die

Raiffeisen-Leasing ein Neugeschäft von € 255,5 Mio., was einem Rückgang von 30 %

entspricht. Von diesem Volumen entfallen 81,4 % auf das gewerbliche Immobilien-

Leasing und 18,6 % auf das Kommunal-Leasing.

Gemessen am Inlandsumsatz inkl. Cross-Border liegt die Raiffeisen-Leasing im Immobiliengeschäft

mit 23,9 % in Marktführung (2008: 22,9 %).

Bei einigen Finanzierungen in dieser Sparte handelte es sich um herausragende Projekte.

Beispielsweise erfolgte für die Firma Kwizda im Juni 2009 die Spatenstichfeier

für das modernste Pharmadienstleistungszentrum Österreichs. Mit einem Finanzierungsvolumen

in Höhe von € 15 Mio. ermöglicht das neue Gebäude den Einsatz

modernster Technologien und logistischer Prozesse. Die Firma Kwizda hat sich somit

optimal auf die stetig steigenden Marktanforderungen im Hinblick auf Qualität und

Arzneimittelsicherheit vorbereitet.

Gelungen ist auch der Zubau des neuen Raiffeisen Finanz Centers in Eisenstadt, der

mithilfe der Raiffeisen-Leasing finanziert wurde. Durch den attraktiven Zubau und

die variablen Innenräume wurde die Bürofläche des Gesamtgebäudes auf insgesamt

7.500 m 2 erweitert. Die vom Büro Pichler & Traupmann Architekten ZT GmbH übernommene

Gestaltung wird Burgenlands erste Adresse im Privatkundengeschäft auf

ihrem Wachstumskurs kundenfreundlich, offen und zugleich repräsentativ begleiten.

Aber auch über Österreichs Grenzen hinaus entstanden Parade-Projekte wie jenes

der Firma Herz. Mit einem Investitionsvolumen von € 6 Mio. hat der heimische Armaturenhersteller

Herz ein weiteres Fertigungswerk in Polen gebaut. Geschäftsführer

Dr. Gerhard Glinzerer betonte: „Das ausgezeichnete Know-how der Raiffeisen-Leasing

bei Finanzierungen in Osteuropa war ausschlaggebend für unsere Wahl und der administrative

Aufwand war durch die problemlose Abwicklung nicht größer als bei einer

Finanzierung in Österreich.“ Dank dieser Investition gehört das Unternehmen inzwischen

zu den Top-Playern der Installationsbranche in Polen.

2.2.4. Kommunal-Leasing

Die Raiffeisen-Leasing ist ein langjähriger Partner und Berater für infrastrukturelle

Investitionen von Bund, Ländern und insbesondere von Gemeinden, die als unterste

Verwaltungsebene des Staates wichtige Aufgaben übernehmen: Schulerhalter, Brandschutz

und Rettungswesen, Meldewesen, Straßenbau und -erhaltung, örtliche Raumplanung,

Verwaltung der Gemeindefinanzen etc.

Beginnend mit Herbst 2008 intensivierte die Raiffeisen-Leasing ihre Anstrengungen für

Gemeinden. Die „Kommunaloffensive der Raiffeisen-Leasing“ ging mit den Schlagworten

Beratung – Effizienz – Nachhaltigkeit in den Markt. In der Krise konnte die Raiffeisen-Leasing

mit Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit punkten. Die Mitarbeiter

erhöhten die Schlagzahl, sodass 2009 gegenüber 2008 eine Zunahme der Kontakte

Raiffeisen Finanz Center Eisenstadt,

Burgenland


Seite 24 Der Lagebericht der Raiffeisen-Leasing

Seite 25

mit öffentlichen Körperschaften um 64 % erzielt wurde. Die Summe der potenziellen

Projekte legte um 62 %, die Vertragsanzahl um 22 % zu. Gleichzeitig ist das Finanzierungsvolumen

um 7 % und der Deckungsbeitrag um über 50 % angestiegen.

Herausragende Beispiele des Jahres 2009 sind etwa die Therme Amadé in Altenmarkt

in Salzburg, wo durch die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg eine

Infrastruktur geschaffen wird, die für die Region von höchster Bedeutung ist. Oder

der Thermenort Stegersbach, der mithilfe von Raiffeisen-Leasing das Ortszentrum

renovierte und nun in neuem Glanz erstrahlt.

Gemeindeverantwortlichen bei der Umsetzung ihrer Ziele. Grundstücksbereinigungen

werden durchgeführt. Das Gebiet wird infrastrukturell erschlossen und die Grundstücke

an die Zielkunden verkauft. Die Gemeinde profitiert von den Verkäufen.

Im Bereich der Sparten Kfz und Mobilien ist die VLOTTE, ein e-mobility-Projekt des

Landes Vorarlberg, ein besonderes Beispiel. Die Fahrzeuge, die mit einem umfassenden

Servicepaket ausgestattet sind, wurden von der Raiffeisen-Leasing finanziert.

Für 2010 sind die Aussichten im Geschäftsbereich Kommunalfinanzierungen nicht

ganz so positiv. Die Ertragsanteile der Gemeinden am Finanzausgleich, die einen wesentlichen

Bestandteil der Budgets und Investitionsprogramme der Gemeinden bilden,

brechen dramatisch ein. Bei gleichzeitig wachsender Belastung der Gemeindehaushalte

durch Leistungen im Sozialbereich wird der Handlungsspielraum der einzelnen

Gemeinden stark eingeschränkt. Es ist davon auszugehen, dass die freie Finanzspitze

der meisten Gemeinden 2010 negativ sein wird. Somit wird sich die Investitionstätigkeit

darauf beschränken, die nur unbedingt notwendigen Investitionen durchzuführen.

2.3. Dienstleistungen der Raiffeisen-Leasing

Visualisierung: Familien-Sole-Therme Amadé Altenmarkt, Salzburg

Konjunkturmotor Energieeffizienz: Die Gemeinden sind als Schulerhalter genauso gefordert

wie auch als Besitzer von weiteren Immobilien. Viele Schulen wurden in den

1970er Jahren gebaut und bedürfen dringend einer grundlegenden Sanierung. So

wie die Hauptschule Gmünd in Niederösterrreich, die sich seit dem Umbau über eine

Energieeinsparung von 63 % freut, was einer Einsparung von € 403.160 in 20 Jahren

entspricht. Damit kann langfristig eine deutliche Kosteneinsparung und eine wesentliche

ökologische Verbesserung sichergestellt werden. Durch die Umsetzung der durchzuführenden

Arbeiten mit vorwiegend regionalen Unternehmen konnte die Wertschöpfung

in der Region sichergestellt und ein Optimum an Effizienz erreicht werden. Auch

Amtshäuser werden teils neu gebaut oder saniert. Das verpflichtende Kindergartenjahr

stellt die Gemeinden vor die Herausforderung, neue Gruppen zu schaffen, womit meist

Neubautätigkeit verbunden ist.

Nachhaltige regionale Entwicklung ist ein Schlüsselfaktor in der Gemeindepolitik.

Raiffeisen-Leasing unterstützt hier durch ihre Baulandreservemodelle die

2.3.1. Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement

Die Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement GmbH (RL-FPM) managte Ende 2009

mehr als 7.300 Fahrzeuge (Pkw und Lkw) in ganz Österreich. Die 1995 gegründete

100%ige Tochtergesellschaft der Raiffeisen-Leasing betreut nationale und internationale

Kunden aus allen Unternehmensbranchen. Die Dienstleistungen reichen von der

Erstellung einer Dienstwagenordnung und der Beratung bei der Auswahl der passenden

Fahrzeugmodelle über die laufende Betreuung bis hin zur Verwertung der Fahrzeuge.

Fuhrparkmanagement-

Komponenten

Finanzierung

Versicherung

Technik

Tanken / Nebenkosten


Seite 26 Der Lagebericht der Raiffeisen-Leasing

Seite 27

Fuhrparkmanagement bietet dem Kunden die einfache und kostensparende Nutzung

der Firmenwagen und befreit ihn vom damit verbundenen Verwaltungsaufwand. Dabei

kann er aus einem umfassenden Dienstleistungspaket wählen, das ganz auf seine

Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Das gesamte Betreuungsportfolio der RL-FPM umfasst:

• Finanzierung: Die Finanzierung der Flotte erfolgt unter Berücksichtigung der

individuellen Situation des Unternehmens und beinhaltet auch den steueroptimalen

Betrieb der Kfz.

• Technik: Die laufende Begleitung und die Kompetenz der Mechanikermeister

gewährleisten technisch notwendige und sinnvolle Wartungs- und Serviceleistungen.

Sicherheit und Effizienz stehen im Vordergrund.

• Tanken/Nebenkosten: Partnerbetriebe aus dem Kfz-Handel und Kfz-Ersatzteilhandel

sowie Mineralölfirmen sorgen für die nötigen Kraft- und Schmierstoffe

und deren laufende Befüllung.

• Versicherung: Wenn einmal etwas passiert, übernimmt die RL-FPM die gesamte

Schadensabwicklung. Neben den Pflichtversicherungen werden je nach

Kundenbedarf auch andere Versicherungslösungen angeboten.

• Reporting: Monitoring und Betreuung des Fuhrparks sind essentielle Aufgaben

der RL-FPM. Die strategische Steuerung und die operative Umsetzung machen

Ressourcen für andere unternehmerische Aufgaben frei. Das zentrale Element

ist dabei das Reporting, das die Grundlagen für die richtige Entscheidung liefert

und von der RL-FPM auf individueller Basis erstellt wird. Der Kunde kann

sich auf die optimale Nutzung seiner Fahrzeugflotte konzentrieren, das RL-FPM

kümmert sich um die kaufmännischen und technischen Details.

Gemäß Kundenwunsch werden diese Komponenten bausteinartig kombiniert, um für

jede individuelle Situation die optimale Lösung zu finden. Je nach gewählter Vertragsart

kann für den Bestandteil Technik (Wartung/Reifen) auch eine Kostengarantie vereinbart

werden. Die Abwicklung der Dienstleistungen erfolgt bargeldlos mittels Drivecard.

Alle Informationen werden in der vom Kunden gewünschten elektronischen Form zur

Verfügung gestellt.

Besonderes Augenmerk wird auf die ökologische Ausrichtung der Flotte gelegt. Dem

liegt die Idee zugrunde, dem FPM-Kunden auf Wunsch eine spezielle Öko-Fleet-

Management-Beratung angedeihen zu lassen. RL-FPM analysiert den Fuhrpark

und erstellt im Falle einer Neuanschaffung eine Auflistung jener Fahrzeuge, die den

geringsten CO 2

-Ausstoß in der jeweiligen Fahrzeugkategorie aufweisen. Eine Logistikberatung

bezüglich des Tankstellennetzes für das entsprechende Antriebssystem ist

Teil des Beratungsangebotes.

Der Bestand an gemanagten Fuhrpark-Fahrzeugen ist in Österreich im letzten Jahr um

1,0 % gestiegen, die Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement konnte ihren Bestand

an betreuten Kfz jedoch um erfreuliche 13,9 % steigern.

Die Zertifizierung nach ISO 9001 stellt sicher, dass alle betreuten Fahrzeuge nach

optimalen Prozessen und in Top-Qualität betreut werden. Aufgrund des Feedbacks im

Rahmen der jährlichen Kundenbefragung werden entsprechende Maßnahmen abgeleitet.

So wurden 2009 ein neues Angebotsprogramm und ein neues Reportingsystem

eingeführt, gleichzeitig wurde die Abwicklung umstrukturiert und optimiert.

Derzeit werden Fuhrparks in der Größe von 10 bis 1.000 Einheiten gemanagt. Herstellerunabhängigkeit

und Objektivität bei der Beratung werden von den Kunden als

wesentliche Vorteile wahrgenommen und sind mit ein Grund, dass die RL-FPM zu

Österreichs Top-Anbietern zählt.

2.3.2. Baumanagement

Neben den klassischen Leasingfinanzierungen bietet die Raiffeisen-Leasing ihren Kunden

seit vielen Jahren auch Baumanagement-Dienstleistungen an.

2009 wurden von den Baumanagement-Teams in Innsbruck und Wien zahlreiche

Projekte begleitet und abgeschlossen, wobei die Produktpalette die laufende Kontrolle,

die Projektsteuerung und die Generalplanung bis hin zum Generalunternehmer umfasst.

Die Bauherren schätzen die kompetenten und engagierten Ansprechpartner und Bauherrenvertreter

der Raiffeisen-Leasing. Eindrucksvoll belegt wird die Leistung des Baumanagements

auch durch die Tatsache, dass die Projekte 2009 erneut innerhalb der

vorgegebenen Termine und Kosten, teilweise sogar mit wesentlichen Einsparungen,

abgewickelt werden konnten.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Projekt des multifunktionalen Freizeitcenters „Sportzentrum

Zeltweg Neu“. Hier wurde – bei laufendem Betrieb – die Projektsteuerung

für den Aus- und Umbau des Sportzentrums übernommen und darüber hinaus auch

eine Energieeinsparungsgarantie abgegeben. Das Sportzentrum umfasst einen

„Sportzentrum Zeltweg Neu“,

Steiermark


Seite 28 Der Lagebericht der Raiffeisen-Leasing

Seite 29

Kunstrasen-Fußballplatz, drei Rasen-Fußballplätze, eine Skaterbahn sowie eine (künstliche

beschneite) Loipe. Die vorhandene Eishalle wurde ebenfalls umgebaut und außerdem

noch ein Verwaltungstrakt errichtet. Die Übergabe des fertig gestellten Projektes

erfolgte termingemäß am 30.12.2009.

Besonders hervorzuheben sind Projekte wie zum Beispiel der Neubau der Raiffeisenbank

Vaduz in Liechtenstein, das Kaufhaus Tyrol, das Officecenter Rivergate in Wien

sowie das Einkaufszentrum Q-West in Innsbruck, für welche die begleitende Kontrolle

erfolgreich durchgeführt wurde.

In zahlreichen Projekten aus dem Bereich „Energieeffizientes Bauen und Sanieren“

wurde das Projektcontrolling übernommen. Bei diesen Bauvorhaben ist die Umsetzung

dringender Sanierungen für zahlreiche Gemeinden und Schulen oft erst durch die Kombination

von Finanzierung und Baumanagement möglich. Ziel dieser Maßnahmen ist

fast immer auch eine deutliche Energie- und Betriebskosteneinsparung.

Für die 2009 fertig gestellten Eigenprojekte im Wohnbau (Güpferlingstraße 37,

Schlossgasse 2a, Preindlgasse 10) sowie für den Umbau eines Altgebäudes in ein

Gemeindezentrum in Semmering wurde das Projektmanagement übernommen.

Dank der konstruktiven Zusammenarbeit der Baumanagement-Teams in Innsbruck

und Wien mit den Raiffeisen-Landesbanken sind derzeit weitere Erfolgsprojekte im

Entstehen.

2.4.1. Wohnbau Inland

In den vergangenen Jahren wurden mehr als 1.100 Eigentumswohnungen, überwiegend

in Wien und Umgebung, errichtet und verkauft. Weitere Bauvorhaben in Graz,

Salzburg, Innsbruck und Kitzbühel befinden sich in der Realisierungsphase.

2009 wurden die Wohnanlagen in 1050 Wien, Schlossgasse 2a, 1050 Wien, Wiedner

Hauptstraße 100, und 1170 Wien, Güpferlingstraße 37, erfolgreich abgeschlossen.

Bei den beiden bereits erwähnten Projekten Schlossgasse und Wiedner Hauptstraße

handelt es sich um zwei Bauprojekte in innerstädtischer Lage, die sich hervorragend

für Vorsorgewohnungen eignen. 80 attraktive Raiffeisen-Leasing-Vorsorgewohnungen

wurden bereits an die neuen Eigentümer übergeben.

Bei den Bauvorhaben 1130 Wien, Einsiedeleigasse 4-6, und 1180 Wien, Naaffgasse

86, wurde der Rohbau fertig gestellt. Zahlreiche Wohnungen sind bereits verkauft.

Weitere Liegenschaften wurden in 1090 Wien, Seegasse 10, und 1160 Wien, Liebhartstalstraße

62, erworben und baureif gemacht. In 1030 Wien, Jacquingasse 16-18,

wurde ein Grundstück angekauft mit dem Ziel, ein weiteres interessantes Vorsorgewohnungsprojekt

zu entwickeln.

Am Lebenberg, einer besonders attraktiven Lage in Kitzbühel, verkaufte die Stadtgemeinde

das ehemalige Eisstadion. Mit der Planung für Apartments und Villen im

gehobenen Bereich bzw. Luxussegment wurde bereits begonnen.

Wohnbauprojekt Einsiedeleigasse,

Wien

Wohnbauprojekt Naaffgasse, Wien

2.4. Immobilien-Eigenprojekte der Raiffeisen-Leasing

Die Raiffeisen-Leasing bietet ihren Kunden nicht nur klassische Leasingprodukte, sondern

nutzt das in vielen Jahren gewonnene Know-how – so finanzierte sie bereits mehr

als 1.200 Immobilien – auch für die Entwicklung eigener Projekte. Geplant und errichtet

werden vornehmlich gewerbliche Objekte wie Einkaufs- und Fachmarktzentren,

Bürogebäude, Pflegeheime und Hotels. Darüber hinaus ist die Raiffeisen-Leasing seit

mehreren Jahren auch im privaten Wohnbau tätig.

2.4.2. Gewerbliche Projekte Inland

In den letzten Jahren hat die Raiffeisen-Leasing zahlreiche Gewerbeobjekte, insbesondere

Einkaufs- und Fachmarktzentren, sowie einige Büroprojekte entwickelt.

Mit dem Projekt „Rivergate“ in 1200 Wien, Handelskai 92, wird ein „Greenbuilding“-

Bürohaus mit ca. 50.000 m 2 Nutzfläche errichtet. Das Rivergate besticht durch die

ausgezeichnete Lage und eine optimale Infrastruktur.

„Greenbuilding“-Bürohaus Rivergate, Wien

In Innsbruck wird auf dem ehemaligen Linser Areal das Shoppingcenterprojekt

„Q‐West“ mit ca. 16.000 m² errichtet. Darüber entsteht das 5. Gymnasium der Landeshauptstadt.

Diese Art der bifunktionalen Nutzung – Schule und Shops sind durch


Der Lagebericht der Raiffeisen-Leasing

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Passivhaus Bürogebäude

Dresdnerstraße, Wien

Wohnbauprojekt „Luma“ Stockholm,

Schweden

unterschiedliche Stockwerke getrennt – ist bislang einzigartig in Österreich. Beide

Projekte erfolgen in Kooperation mit der SIGNA-Gruppe.

Ein weiteres Gewerbegrundstück wurde in 1200 Wien, Dresdnerstraße 107, erworben,

auf dem Österreichs größtes Bürogebäude in Passivhausstandard entwickelt wird.

2.4.3. Wohnbau Ausland

Nach erfolgreicher Umsetzung der ersten Wohnbauprojekte in Schweden hat die

Nordic-Tochter der Raiffeisen-Leasing gemeinsam mit großen schwedischen Immobilienentwicklern

weitere Wohnbauprojekte in Stockholm in Angriff genommen. Drei

Projekte wurden inzwischen fertig gestellt und verwertet, drei Projekte befinden sich in

der Umbauphase. Aufgrund des großen Erfolges sind bereits weitere Bauten in Planung

bzw. in Vorbereitung.

Auch in den CEE-Ländern sind zahlreiche Bauvorhaben in Umsetzung: Südlich von

Warschau (Polen) werden insgesamt 239 Eigentumswohnungen errichtet. Die ersten

Wohnungen sind bereits an die Käufer übergeben worden.

In Ploieşti (Rumänien) sind 44 Eigentumswohnungen in Bau, deren Fertigstellung unmittelbar

bevorsteht.

Für ein weiteres Wohnbauprojekt mit etwa 200 Einheiten in Timişoara (1. Bauetappe)

wurde im Jahr 2009 die Baugenehmigung erwirkt.

In Zusammenarbeit mit der SIGNA-Gruppe ist in Gardone (Italien) ein besonderes Projekt

in Vorbereitung. Geplant ist die Errichtung mehrerer Luxusvillen in exklusiver Lage

mit herrlichem Ausblick über den Gardasee.

In Polen wurde 2009 ein weiteres Logistikzentrum in Wałbrzych (Waldenburg) fertig

gestellt und übergeben.

Nach der Errichtung mehrerer Verkaufsniederlassungen für die Firma Würth in

Deutschland konnte im Berichtszeitraum ein zusätzlicher Standort in Friedberg (Nähe

Frankfurt) übergeben werden.

Ein weiterer Schwerpunkt in Westeuropa ist die Entwicklung von Factory Outlet Centern

in Italien, wo gemeinsam mit einem der führenden Outlet-Entwickler und -Betreiber

eine interessante Marktnische bearbeitet wird.

2.5. Ökoenergie-Projekte und Betreibermodelle

Im Bereich erneuerbare Energie und Energieeffizienz agiert die Raiffeisen-Leasing

bereits seit Jahren als Finanzierungspartner und Investor. Das bis Ende 2009 erwirtschaftete

Volumen betrug € 650 Mio. Davon wurde der überwiegende Teil im Bereich

Ökoenergie im In- und Ausland umgesetzt, wovon wiederum die Windkraftprojekte den

größten Anteil bilden.

In Österreich zählt die Raiffeisen-Leasing bereits zu den größten Investoren im Be reich

Windenergie. Diese Erfolgsgeschichte konnte letztes Jahr im Ausland weiter geführt

werden. Auch bei Infrastrukturprojekten und Betreibermodellen blickt die Raiffeisen-

Leasing auf ein sehr erfreuliches Jahr 2009 zurück. In diesem Spezialgebiet wurde

ein Volumen in der Höhe von € 229 Mio. erreicht. Positiv entwickeln sich auch die

durch Raiffeisen-Leasing angebotenen KommReal-Modelle: In elf Gemeinden wurde

die Immobilien bewirtschaftung bereits ausgegliedert.

2.4.4. Gewerbliche Projekte Ausland

Nach der Fertigstellung des „Bondy-Centrums“ in Mladá Boleslav (Tschechien) und

der ersten Bauphase des Fachmarktzentrums in Szombathely (Ungarn) sind weitere

Einkaufs- und Fachmarktzentren in den CEE-Ländern in Vorbereitung.

2.5.1. Raiffeisen Energy & Environment

Die Raiffeisen Energy & Environment (REE) wurde 2007 gegründet. Sie kann in der

kurzen Zeit ihres Bestehens einen beeindruckenden Track Record aufweisen. Die

attraktiven Ökostromgesetze im CEE- und SEE-Raum unterstützten die Ambitionen

der noch jungen Raiffeisen-Leasing-Tochter. Als Zielmärkte fokussiert die REE Polen,

Tschechien, Slowakei, Rumänien, Kroatien und Bulgarien. In Bulgarien wurden bereits

mehrere Windparks errichtet und an das ortsansässige Stromnetz angeschlossen. Ein


Der Lagebericht der Raiffeisen-Leasing

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Windpark-Projekt in Schweden wurde erfolgreich weiterverkauft. Als weiteres rohstoffunabhängiges

Technologiestandbein wurde die Photovoltaik in der Raiffeisen Energy

& Environment-Produktpalette aufgenommen. Hier wurden bereits die ersten Projekte

in der Tschechischen Republik entwickelt. Damit ökologische Energiegewinnung auch

eine langfristige Perspektive bekommt, wird die REE in diesem Jahr die Technologie

Kleinwasserkraft analysieren und erste Schritte in diese Richtung setzen.

2.5.2. Energieeffizientes Bauen und Sanieren – Infrastruktur – KommReal

Jedes Vorhaben wurde gemeinsam mit technischen Partnern realisiert. Die Raiffeisen-

Leasing bietet ein Gesamtpaket aus Finanzierung und technischen Dienstleistungen, in

dem auch Betriebskosten- bzw. Einspargarantien abgegeben werden. Dadurch wird die

Nachhaltigkeit der durchgeführten Investitionen für den Kunden transparent.

Die zahlreichen Projekte im Bereich „Energieeffizientes Bauen und Sanieren” zeigen,

dass diese Thematik einen hohen Stellenwert für die Kommunen hat. Nicht nur die

garantierten Energieeinsparungen, sondern auch fix vereinbarte Errichtungskosten und

die damit verbundene Planbarkeit im Budget verhalfen der Raiffeisen-Leasing zu einem

Gesamtportfolio von 13 Projekten – allein fünf Projekte kamen im letzten Jahr dazu.

Die Nachfrage an Neubauten und Sanierungen unter ökologisch sinnvollen Gesichtspunkten

wird in Zukunft noch steigen.

Dazu zählen Contracting, Wärmelieferverträge, Modelle zur Sanierung der öffentlichen

Beleuchtung, Baulandreservenmodelle und kommunale Ausgliederungen (KommReal).

So wurde 2009 die Errichtung der „Therme Amadé“ in Altenmarkt (Sbg.) in Angriff

genommen, wo die Raiffeisen-Leasing ihr jahrelanges Know-how in der Errichtung und

Betreuung von kommunalen Immobilien unter Beweis stellte. Ein von ihr entsandter

Geschäftsführer leitet dabei zusammen mit einem Gemeindevertreter die Errichtungsgesellschaft.

Der Betrieb des Familienbades wird wiederum von einem kompetenten

kaufmännisch-technischen Partner (Betriebsführer) durchgeführt. Die Eröffnung des

Vorzeigeprojektes in der bekannten Skiregion soll im Oktober 2010 erfolgen.

2.6. Elektromobilität

Die Raiffeisen-Leasing engagiert sich seit Jahren im Rahmen der Raiffeisen Klimaschutz-Initiative

und klima:aktiv für die Umsetzung und Finanzierung von Ökoenergie.

Dazu gehört auch, dass sie ihre Kunden umfassend bei der Umstellung ihrer Fuhrparks

auf umweltschonende Fahrzeuge unterstützt. Dies geschieht durch technische

Beratung bei der Typen- und Treibstoffauswahl entsprechend den Kundenbedürfnissen,

der Beratung über Förderungen oder durch die Erstellung einer individuellen

CO 2

-Fuhrparkbilanz.

Die durch Verwendung von verschiedenen Alternativfahrzeugen im eigenen Fuhrpark

gesammelte Erfahrung gibt Raiffeisen-Leasing an ihre Kunden weiter. Denn neue umweltschonende

Technologien wie Biosprit oder SuperEthanol werden zuerst im eigenen

Unternehmen getestet.

Ein aktuelles Thema ist das Forcieren von Mobilität durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen.

Die Raiffeisen-Leasing gilt im E-Mobility-Bereich schon jetzt als Vorreiter. In

Zukunft können nicht nur Autos, sondern Mobilität geleast werden. Und auch hier geht

das Unternehmen mit gutem Beispiel voran. So wurden 2009 für Dienstwege die ersten

E-Fahrzeuge wie Segways, Bikeboards und E-Fahrräder angeschafft.

Ybbstaler Solebad, Göstling, Niederösterreich

Maßgeschneiderte Lösungen für die Umsetzung von Infrastrukturprojekten und Betreibermodellen

zu finden, ist ebenfalls eine der Kernkompetenzen der Raiffeisen-Leasing.

Zudem hat die Raiffeisen-Leasing gemeinsam mit zwei Partnerunternehmen, der Salzburg

AG und The Advisory House, eine überregional agierende Dachgesellschaft: „The

Mobility House“ gegründet. Diese bietet lokalen Betreibern – wie etwa Energieversorgungsunternehmen,

Städten oder Gemeinden – Bausteine zum Aufbau eines eigenen


Der Lagebericht der Raiffeisen-Leasing

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Angebotes von Elektromobilitätsprodukten. Vorbild ist das erfolgreiche Pilotprojekt

„ElectroDrive“, das Salzburg zur Modellregion 2009 machte. Schon bald werden lokale

Betreiber Mobilitätspakete anbieten können, die neben den Elektrofahrzeugen auch

die Batterieladeinfrastruktur, Strom als Treibstoff und umfangreiche optionale Zusatzpakete

beinhalten.

Die Fahrzeuge, die an diesen Ladestationen betankt werden, sind im Betrieb praktisch zu

100 % emissionsfrei, da ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien im Sinne des

Ökostromgesetzes fließen soll, also Kleinwasserkraft, Windkraft, Photovoltaik, Biomasse

oder Biogas. Dadurch wird die Umweltbilanz der Fahrzeuge entscheidend verbessert.

2.7. Human Resources (HR)

2.7.1. Mitarbeiterentwicklung im Inland im Vergleich

Trotz anhaltender Wirtschaftskrise konnte – begünstigt durch die vom Unternehmen

bis Herbst 2009 gültige Beschäftigungsgarantie (siehe Nachhaltigkeitsbericht/Interner

Wechsel) – die Anzahl der Mitarbeiter wie im Vorjahr bei 343 gehalten werden.

Mitarbeiterentwicklung

im Vergleich

2009

Männeranteil

46 %

54 %

Frauenanteil

Auch die Energieerzeuger – die Raiffeisen-Leasing ist selbst Mitglied der Austrian

Mobile Power – zeigen Interesse an dieser Mobilitätsform im Sinne der Kundenbindung,

aber auch um die Strombilanzen auszugleichen. Dieses Interesse wird zu

einem Entwicklungsmotor werden.

2008

40 %

2007

41 %

Nicht-Akademiker

2009

63,7 %

60 %

59 %

36,3 %

Akademiker

Mit dem Konzept VLOTTE haben die Vorarlberger Kraftwerke (VKW) die vom österreichischen

Klima- und Energiefonds ausgeschriebene Förderung einer Modellregion

für Elektromobilität nach Vorarlberg geholt. Im Zuge eines Auswahlverfahrens fiel die

Entscheidung zu Gunsten der Raiffeisen-Leasing als Finanzierungspartner für das

Projekt aus. Erfolgsfaktor war das angebotene Servicepaket, bestehend aus einer

einfachen und günstigen Finanzierung, dem Management der Fahrzeuge und der

Förderungsabwicklung.

Der benötigte Strom wird von den neu errichteten Photovoltaik-Anlagen erzeugt. Die

erste Anlage, die CO 2

-neutrale Sonnenenergie für etwa 45 Elektroautos liefert, wurde

kürzlich von der VKW in Betrieb genommen. Ziel der VLOTTE-Projektleitung ist es, dass

dieser Strom bis Jahresende an 50 Stromtankstellen bezogen werden kann.

Aufgrund des gebündelten Know-hows, der guten Kontakte zu den Elektrofahrzeugherstellern

und der intensiven Mitarbeit in den diversen Arbeitsgruppen greifen viele Fachtagungen

und Expertenrunden deshalb gerne auf Referenten der Raiffeisen-Leasing

zurück. Auch die starke Präsenz des Unternehmens auf Messen und Veranstaltungen

zum Thema Elektromobilität wird positiv wahrgenommen.

Mitarbeiterfluktuation

Betriebliche Leistungen

für Mitarbeiter

(in € pro Mitarbeiter)

2008

2007

2009

2008

2007

2009

2009

Teilzeit

Kündigung durch MA

2008 6,80 % 10,18 %

2007 6,80 %

2008

2007

16 %

15 %

14 %

8,56 %

14,46 %

13,02 %

alle Austritte

Gleichzeitig verschob sich die Relation der Vollzeit- zu Teilzeitbeschäftigten gegenüber

der Vergleichsperiode des Vorjahres weiter zu Gunsten der Teilzeitmitarbeiter. Hatten

2008 noch 15 % der Mitarbeiter eine Teilzeitvereinbarung und 85 % waren als Vollzeitkräfte

tätig, so stieg 2009 die Zahl der Teilzeitverträge auf 16 %.

68 %

66,5 %

1101

1331

1325

84 %

85 %

86 %

32 %

33,5 %

Vollzeit


Der Lagebericht der Raiffeisen-Leasing

Seite 36 Seite 37

Der Anteil der weiblichen Mitarbeiter ist von 60 % im Jahr 2008 auf 54 % im Jahr 2009

gesunken. Im Berichtsjahr ist das Durchschnittsalter der Beschäftigten auf 38,9 Jahre

wieder deutlich angestiegen (2008: 34,7). Die durchschnittliche Firmenzugehörigkeit

der Beschäftigten hat sich 2009 auf 7,7 Jahre (nach 6,3 im Jahr 2008) erhöht, ebenso

wie die Akademikerquote (von 32 % auf 36,3 %).

Die Zahl der Mitarbeiter, die 2009 das Unternehmen verließen, erhöhte sich auf 8,6 %.

Damit stieg die Mitarbeiterfluktuation gegenüber den Vorjahren leicht an. Die Zahl der

Austritte stieg insgesamt von 10 % auf 14,5 %. Dies begründet sich aber nicht durch Kündigungen

seitens der Raiffeisen-Leasing, sondern durch Pensionierungen und Karenzen.

Wie sehr dem Unternehmen daran gelegen ist, optimale Arbeitsbedingungen zu bieten,

zeigen auch die freiwilligen Sozialleistungen (ohne Firmenzusatzpension) – wie Krankenzusatz-

und andere Versicherungsleistungen, Fahrtkostenzuschuss, Werksküche,

Betriebssport, Betriebsratsfonds, Weihnachtsbons, eigener Betriebsarzt –, wo die Aufwendungen

pro Mitarbeiter in den vergangenen Jahren kontinuierlich anstiegen. Der

interne Wechsel in andere Bereiche wird vom Unternehmen als Chance für Weiterentwicklung

gefördert und von den Mitarbeitern auch als solche erkannt.

2.7.2. Strategie und Kultur

Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens, daher bringen Investitionen

in Weiterbildung die höchste Rendite. Die Personalpolitik der Raiffeisen-Leasing

konzentriert sich sehr stark darauf, Wissen (Fachwissen, Produktwissen, Wissen um

die Unternehmenskultur) zu halten. Daher werden systematisch und oft langfristig

angelegte Maßnahmen entwickelt, mit denen die Qualifikation der Mitarbeiter weiter

verbessert werden kann.

Neben der Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten ist es Aufgabe der Personalentwicklung,

bei den Mitarbeitern die Bereitschaft zu fördern, auf neue fachliche und

soziale Herausforderungen im Unternehmen oder am Arbeitsplatz flexibel zu reagieren:

z. B. die Erfordernis des lebenslangen Lernens oder die Bereitschaft zu Job-Rotation.

Oberstes Ziel der Personalentwicklung im Unternehmen ist der Erhalt oder die Schaffung

eines optimalen, leistungsfähigen Mitarbeiterpotenzials als Voraussetzung zur

Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, zur Entwicklung oder zur Erschließung neuer

Märkte. Dies ist für die Raiffeisen-Leasing als Dienstleistungsunternehmen wichtig, da

ein Großteil der Tätigkeiten von Menschen ausgeübt wird: Beratung, maßgeschneiderte

Lösungen entwerfen, Kooperationen weiterentwickeln und, wenn erforderlich, für den

Kunden Wege zur Überbrückung von nicht optimalen Wirtschaftsphasen finden. Diese

soziale Kompetenz ist ein entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg.

Dafür wurde in der HR-Abteilung 2009 ein weiteres Tool eingesetzt: Das 270-Grad-

Feedback ermöglicht Führungskräften – abgestimmt auf die Raiffeisen-Leasing-Kultur

– die Bewertung durch drei wichtige Personengruppen: den direkten Vorgesetzten,

den Kollegen auf gleicher Ebene sowie die Mitarbeiter. Hierbei werden alle Verhaltensdimensionen

berücksichtigt: Kommunikation, unternehmerisches Denken und Handeln,

Umgang mit Informationen und Veränderungen, Problemlösungen und Entscheidungsfindung,

Team- und Mitarbeiterförderung sowie Belastbarkeit und Überwindung von

Hindernissen. Anwendung findet das Tool seither auch bei den regelmäßig stattfindenden

Mitarbeitergesprächen.

In Mitarbeitergesprächen werden den Mitarbeitern regelmäßige Inputs bezüglich

Leistung und Karriereperspektiven vermittelt. 2008 wurde mit 249 der Mitarbeiter ein

Jahresgespräch geführt, im Vergleich dazu wurden 2009 232 Mitarbeitergespräche

geführt (2008: 77% / 2009: 73% Mitarbeiter).

2.7.3. Recruiting und Karriere

Immer mehr Personen nützen auch das neue bedienerfreundliche Online-Bewerbungsmanagement-Tool.

Bei der Personalauswahl steht die Persönlichkeit der Kandidaten

im Vordergrund, da nicht alle Bewerber von Anfang an die geforderten Qualifikationen

besitzen. Notwendige Zusatzqualifikationen können die Mitarbeiter im Rahmen der

fachlichen Weiterbildungsmöglichkeiten erwerben.

Das institutionalisierte Seminarangebot zur Mitarbeiterintegration umfasst:

• Fachschulungen

• IT-Schulungen

• Geldwäsche- und Antikorruptionsschulungen

• Persönlichkeitsschulungen

• Führungskräftetrainings

• Coaching


Seite 38 Der Lagebericht der Raiffeisen-Leasing

Seite 39

Wissensmanagement-Baum

in der Raiffeisen-Leasing

Die Zahl der Bildungstage pro Mitarbeiter hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen.

Ein Grund dafür ist auch, dass seit 2009 das Bildungsbudget zentral in

der Abteilung Human Resources verwaltet wird und damit das Schulungsangebot noch

aktiver gesteuert werden kann. Im Rahmen der Mitarbeiterweiterbildung erhielt die

Raiffeisen-Leasing 2009 rund € 25.000 an Förderungen für die Weiterqualifizierung.

2007 haben die Mitarbeiter durchschnittlich 2,0 Fortbildungstage konsumiert, 2008

sind die Schulungstage auf 3,1 Tage pro Mitarbeiter angestiegen und 2009 haben die

Mitarbeiter 4,6 Tage für Seminare und Weiterbildung in Anspruch genommen.

2.7.4. Wissensmanagement

Wissensmanagement ist die Kernkompetenz des 21. Jahrhunderts. Nach dem Übergang

von der Agrar- zur Industriegesellschaft und anschließend zur Dienstleistungsgesellschaft

ist nun der dritte gewaltige Paradigmenwechsel in der Geschichte der

Menschheit zu beobachten. Zur Bewältigung der vielen anstehenden Herausforderungen

zählt die Wissensvermittlung zur Kernkompetenz jedes Unternehmens.

Dass es keine dummen Fragen, sondern bestenfalls dumme Antworten gibt, sagt schon

ein Sprichwort. Das Fragenstellen ist das Lebendige am Wissensmanagement – und

genau diesen Aspekt sollen die im Wissensmanagement-Programm definierten Aktivitäten

hervorheben.

Wissensmanagement ist bereits seit 1999 ein Thema im Unternehmen. Schon damals

war das Ziel, eine allumfassende Datenbank zu schaffen, um das Wissen langfristig

zu sichern und den Arbeitsalltag für die Mitarbeiter zu erleichtern. Seither ist viel passiert,

wenn auch nicht immer unter dem Titel Wissensmanagement. Es wurden keine

großen Projekte initiiert, sondern mit den vorhandenen Werkzeugen gearbeitet und

diese unter den Gesichtspunkten des Wissensmanagements weiterentwickelt: Werkzeuge

des Prozessmanagements wurden implementiert, Projektmanagement-Vorlagen

etabliert, die EDV-Systemlandschaft des Unternehmens überarbeitet und auch die

Personalentwicklungswerkzeuge unter dem Blickwinkel des Wissensmanagements

weiterentwickelt. Eine allumfassende Wissensdatenbank, wie 1999 gefordert, wurde

jedoch nicht installiert. Stattdessen wurde mit einem Unternehmenswiki (WikiRL) auf

Basis der frei verfügbaren Software Mediawiki die technische Basis zur Wissensdokumentation

geschaffen. Zur Verbesserung der Unternehmenskommunikation wurde

das Intranet „RL4U“ überarbeitet und neue Ideen zur Kommunikation, wie z.B. das

„Freitagmorgen-Gespräch“, umgesetzt. Dieses findet monatlich statt und bietet die

Möglichkeit, bei einem vitalen Frühstück Kollegen zu treffen und Inhalte auszutauschen.

Im Rahmen eines 20-30 Minuten dauernden Vortrags wird ein spezielles Thema

präsentiert – entweder durch die Mitarbeiter selbst oder durch externe Experten. Das

„Freitagmorgen-Gespräch“ wird auf Video aufgezeichnet und im Intranet veröffentlicht.

Die Raiffeisen-Leasing hat bereits 2005 mit der Implementierung des Wissensmanagements

im Unternehmen begonnen. Dabei trat zutage, dass die Basisbedingungen

bereits vorhanden waren: Umgang und Weitergabe von Wissen erfolgte auf natürliche

und vielfältige Weise. In einer offenen, wertschätzenden und dynamischen Unternehmenskultur

sogar mitunter ohne viel Zutun. Trotzdem hilft ein geschärfter Blick, mehr

über sich selbst zu erfahren. Mit der Wissensbilanz, deren Implementierung im Jahr

2009 startete, ergriff die Raiffeisen-Leasing eine Chance, sich zu verbessern, weil

dieses Instrument zunächst einmal den Status quo aufzeigt. Wie bei vielen Dingen im

Leben hilft es, den eigenen Standpunkt genau zu kennen, um die Zukunft zu planen.

Für die vielfältigen Aufgaben, die vor uns liegen, braucht es Wissen, von dem wiederum

moglichst viele Menschen inner- und außerhalb der Organisation profitieren sollen.

Für 2010 ist nun erstmals eine Wissensbilanz (siehe dazu auch Nachhaltigkeitsbericht,

ab S. 65) für die Raiffeisen-Leasing erstellt worden, um eine Standortbestimmung

durchzuführen. Im Wissensmanagement-Programm werden die verschiedenen Maßnahmen

zum Thema Wissensmanagement gebündelt, um so die Erreichung der Wissensziele

sicherzustellen.

Die Raiffeisen-Leasing stellt dies derzeit etwa mit dem Thema Elektromobilität unter

Beweis. Seit einem Jahr fokussiert sich das Unternehmen, gemeinsam mit Gleichgesinnten,

auf dieses innovative und zukunftsweisende Thema, um damit einen Beitrag

für eine nachhaltige und ökologische Welt zu leisten. Wissen ist – neben den

Finanzmitteln – zu einem der wichtigsten Produktionsfaktoren geworden. Das Erkennen

der Zusammenhänge in größeren Systemen – im Fall der Elektromobilität bei Verkehrsströmen

– bildet ein wesentliches Fundament für eine visionäre Idee: vollständig

elektromobil von A nach B zu kommen. Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen,

braucht es neben viel Kraft, Energie und Engagement vor allem eines: Wissen.


Seite 40

Nachhaltigkeitsbericht

Kapitel 3

Internationales

Leasing

3.1. Standorte der Raiffeisen-Leasing-Gesellschaften

3.2. Raiffeisen-Leasing in Zentral- und Osteuropa

3.3. Raiffeisen-Leasing in West- und Nordeuropa


Seite 42

Internationales Leasing

Seite 43

3.1. Standorte der Raiffeisen-Leasing-

Gesellschaften

3.2. Raiffeisen-Leasing in Zentral- und Osteuropa

Die Raiffeisen-Leasing International GmbH fungiert als Holding des Leasingnetzwerkes

in CEE. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Raiffeisen International Bank-Holding AG

(75 %) sowie der Raiffeisen-Leasing GmbH (25 %). Die Holding erreicht mit 18 operativ

tätigen Gesellschaften über 325 Millionen potenzieller Kunden in 17 Ländern.

Die Länder, in denen die Raiffeisen-Leasing International GmbH mit Tochtergesellschaften

vertreten ist, sind in alphabetischer Reihenfolge: Albanien, Bosnien und

Herzegowina, Bulgarien, Kasachstan, Kosovo, Kroatien, Moldawien, Polen, Rumänien,

Russland, Serbien, die Slowakei, Slowenien, Tschechien, die Ukraine, Ungarn und

Weißrussland. In allen genannten Ländern, mit Ausnahme Kasachstans, ist auch die

Raiffeisen International Bank-Holding AG mit Tochterbanken vertreten. Aufgrund dieser

intensiven Kooperation zwischen der Bank- und der Leasingeinheit können die Kunden

vor Ort ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend betreut werden.

Zum Jahresende 2009 waren im gesamten Netzwerk knapp 1.400 Mitarbeiter tätig.

Im Zuge der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr

kam es zu einer merkbaren Abschwächung der Nachfrage. Als Folge reduzierte

sich die Bilanzsumme der Raiffeisen-Leasing International Gruppe im Berichtsjahr auf

rund € 4.605 Mio.

Bilanzsumme der Raiffeisen-Leasing International Gruppe per 31.12.2009 (in Mio. €)

1.309

Wien

Almaty

Belgrad

Bratislava

Budapest

Bukarest

Chişinău

Frankfurt

Helsinki

Kiew

Ljubljana

Minsk

Moskau

Prag

Priština

Sarajevo

Sofia

Stockholm

Tirana

Treviso

Warschau

Zagreb

Zürich

Polen

373 335 332 332

259 249 243 241 209 209

162 158

92 74

Slowakei

Kroatien

Ungarn

Russland

Tschechien

Real Estate

Bulgarien

Ukraine

Serbien

Slowenien

Rumänien/

Moldawien

Tschechien

Bosnien-

Herzegowina

Weißrussland

Kasachstan

29 1

Albanien

Kosovo


Seite 44

Internationales Leasing

Seite 45

Als Reaktion auf die aktuelle Erholung auf den Märkten in Zentral- und Osteuropa hat

die Raiffeisen-Leasing International länderweise ihre Strategien adaptiert, um am unveränderten

Ziel der Marktführerschaft in Zentral- und Osteuropa festzuhalten.

3.3. Raiffeisen-Leasing in West- und Nordeuropa

Seit mehreren Jahren verfügt die Raiffeisen-Leasing in einigen Ländern West- und

Nordeuropas über eigene Niederlassungen, wo sie eine konsequente Nischenpolitik

verfolgt. In Italien, Deutschland, der Schweiz, Schweden und Finnland fungiert die

Raiffeisen-Leasing als Holding der Tochtergesellschaften.

Von der italienischen Niederlassung A-Leasing SpA in Treviso in Norditalien, die bereits

2003 gegründet wurde, wird die gesamte Produktpalette von Kfz über Mobilien und

Boote bis hin zu Immobilien offeriert. Der Schwerpunkt liegt in der KMU-Betreuung.

Die Schweizer Tochtergesellschaft AIL SWISS-AUSTRIA LEASING AG mit Sitz in Zürich

wurde ebenfalls 2003 gegründet. Die Niederlassung betreut Kunden in der Ostschweiz,

und hier in erster Linie Immobilien-, aber auch Mobilienprojekte. Zu den Kunden zählt

auch die Stadler Rail Group, die ein Top-Player in den Marktsegmenten Regional-,

S‐Bahn- und Intercityverkehr sowie Straßenbahnen ist. Mit einer Leasingfinanzierung

mit einer Laufzeit von 20 Jahren wurde in das Produktionszentrum für Eisenbahndrehgestelle

investiert. Darüber hinaus bietet die Niederlassung Finanzierungskonzepte im

Bereich der erneuerbaren Energien.

sowie dem Bereich der Ökoenergie. Von Stockholm aus wird auch die im Jahr 2007

installierte Niederlassung in Helsinki gesteuert, deren wichtigstes Geschäftsfeld die

Betreuung von Kommunen und Firmenkunden ist.

In Stockholm erfolgte 2009 auch die Umsetzung eines der attraktivsten Wohnbauprojekte

für Privatwohnungen in der stadtbekannten Lampenfabrik „Luma“. Ein Großteil

der Wohnungen war bereits innerhalb weniger Wochen verkauft.

Die deutsche Niederlassung Austria Leasing GmbH in Frankfurt startete ihre operative

Tätigkeit Ende 2004 und betreut hauptsächlich KMU und internationale Konzerne im

Bereich des Immobilien- und Mobilien-Leasings. Eine steigende Nachfrage wird zudem

bei der Finanzierung von Projekten und Anlagen zur Erzeugung von Alternativenergie

verzeichnet. Ein Highlight des letzten Jahres war die Immobilienleasing-Finanzierung in

Rödermark. Die Realisierung erfolgte durch „buy and lease“ des Logistik- und Verwaltungsgebäudes

der Firma Ulma Betonschalungen und Gerüste GmbH.

Der Erfolg der 2006 gegründeten schwedischen Tochtergesellschaft RL-Nordic AB in

Stockholm basiert neben den Mobilien- bzw. Immobilien-Leasing-Finanzierungen für

Firmenkunden auf drei Säulen: dem Angebot für Gemeinden im Bereich der Infrastruktur-

und Freizeiteinrichtungen, der Entwicklung von privaten Wohnbauprojekten


Seite 46

Nachhaltigkeitsbericht

Kapitel 4

Strategie und Ausblick

4.1. Zukünftige Ausrichtung der Raiffeisen-Leasing

2010 ist das zweite Folgejahr einer Finanzkrise, die Ende 2008 begonnen hat, sich

Anfang 2009 in eine Wirtschaftskrise gewandelt hat und heuer ihre Nachwehen in alle

Bereiche der Wirtschaft aussendet.

2010 wird geprägt sein durch eine unterdurchschnittliche Investitionsnachfrage,

Märkte, die sich in einem neuen – durch die Krise geschrumpften – Umfeld zurechtfinden

müssen sowie Geldentwertungs- und Inflationsängste. Aber es wird auch ein

Jahr mit hoffnungsfrohen Blicken in eine Zukunft, in der Aufbauarbeit notwendig sein

wird und gesichertes Wachstum wieder gegeben ist.

Vor diesen Rahmenbedingungen wird sich die Raiffeisen-Leasing mit folgender Strategie

bewegen: Im Finanzierungsgeschäft steht nach wie vor die Bestandskundenpflege

im Vordergrund, um damit unseren Kunden auch weiterhin im noch immer schwierigen

Umfeld zur Seite zu stehen. Gleichzeitig werden wir versuchen – wo es möglich ist –

Investitionswünsche unserer Kunden durch maßgeschneiderte und attraktive Produkte

verwirklichen zu helfen. Im Bereich der Ökologieprojekte liegt unsere ganze Konzentration

auf dem durch das neue Ökostromgesetz wieder einigermaßen möglichen Ausbau

in Österreich sowie in der Verwirklichung von Chancen im benachbarten EU-Ausland.

Was die Energieverwendung betrifft, liegt ein Schwerpunkt auf dem energieeffizienten

Bauen und Sanieren und seit Mitte des letzten Jahres liegt ein weiterer Fokus auf

dem Ausbau der Elektromobilität in Österreich. Im Investitionsbereich zeigt sich eine

erstarkte Nachfrage am Wohnungsmarkt nach schönen und gut gelegenen Immobilienprojekten.

Darüber hinaus wollen wir neue Eigenprojekte in Europa entwickeln.

Das heurige Geschäftsjahr wird bestimmt kein einfaches. Aber wir gehen mit Motivation

und großem Einsatz in das hoffentlich letzte Jahr der Krise, die uns viel gelehrt

hat. Neben unserer wirtschaftlichen Performance wollen wir dabei auch gezielt unser

Nachhaltigkeitsengagement verstärken, wie auch aus dem folgenden Nachhaltigkeitsbericht

ersichtlich ist.


Seite 48

Nachhaltigkeitsbericht

Kapitel 5

Gruppenabschluss

5.1. Bericht über die prüferische Durchsicht

5.2. Allgemeine Eräuterungen zum Konsolidierungskreis

5.3. Gruppenbilanz zum 31. Dezember 2009

5.4. Gruppen-Gewinn- und -Verlust-Rechnung


Seite 50 Gruppenabschluss

Seite 51

5.1. Bericht über die prüferische Durchsicht

5.1.1. Einleitung

Wir haben den im Geschäftsbericht dargestellten Gruppenabschluss der Raiffeisen-

Leasing-Gruppe, bestehend aus den Jahresabschlüssen der Gesellschaften Raiffeisen-Leasing

Gesellschaft m.b.H. und deren Tochtergesellschaften, Raiffeisen-Leasing

Österreich Gesellschaft m.b.H., Raiffeisen-Leasing Mobilien und KFZ Gesellschaft

m.b.H. und deren Tochtergesellschaften, Raiffeisen-Leasing Anlagen und KFZ Vermietungs

GmbH und deren Tochtergesellschaften, RLKG Raiffeisen-Leasing GmbH

und deren Tochtergesellschaften, RALT Raiffeisen-Leasing Gesellschaft m.b.H. sowie

Raiffeisen-Leasing International Gesellschaft m.b.H. und deren Tochtergesellschaften

für die Periode vom 1. Jänner 2009 bis 31. Dezember 2009 auftragsgemäß prüferisch

durchgesehen.

Unser Auftrag hinsichtlich des Teilkonzernabschlusses der Raiffeisen-Leasing International

Gesellschaft m.b.H. war auf die prüferische Durchsicht der Richtigkeit der

Übernahme des uns vorgelegten Teilkonzernabschlusses sowie die prüferische Durchsicht

der Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung mit den sonstigen

Gruppengesellschaften beschränkt.

Der Abschluss umfasst die Gruppenbilanz zum 31. Dezember 2009, die Gruppen-Gewinn-

und Verlustrechnung vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2009 sowie die allgemeinen

Erläuterungen zum Konsolidierungskreis für dieses Geschäftsjahr. Die gesetzlichen

Vertreter der Raiffeisen-Leasing Gesellschaft m.b.H. sind für die Aufstellung dieses

Abschlusses verantwortlich. Sie sind auch dafür verantwortlich, dass der Abschluss

die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens in Übereinstimmung mit

folgenden seitens der Geschäftsführung der Raiffeisen-Leasing Gesellschaft m.b.H.

festgelegten Grundsätze für den Gruppenabschluss vermittelt:

1. Anwendung der Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Wesentlichkeit

der vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen

International Financial Reporting Standards (IFRSs) einschließlich der bereits

anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations

Committee (IFRIC).

2. Assoziierte Unternehmen werden nach den Grundsätzen der at equity Bilanzierung

in den Gruppenabschluss für unwesentliche assoziierte Unternehmen

auf Basis der Vorjahresabschlüsse der einzelnen Gesellschaften einbezogen.

Für 6 wesentliche assoziierte Unternehmen werden die anteiligen Jahresergebnisse

2009 (im Zuge der Umstellung gemeinsam mit den anteiligen Jahresergebnissen

2008) im Gruppenabschluss 2009 erfolgswirksam erfasst.

3. Auf eine Darstellung des Eigenkapitals sowie des Jahresergebnisses entsprechend

der Beteiligungsverhältnisse wird verzichtet. Es werden keine Fremdanteile

ausgewiesen.

4. Notes werden nicht erstellt. Die Erläuterungen zum Gruppenabschluss beschränken

sich auf allgemeine Erläuterungen zum Konsolidierungskreis.

5. Eine Kapitalflussrechnung bzw. eine Geldflussrechnung wird nicht erstellt.

6. Der Teilkonzernabschluss der Raiffeisen-Leasing International Gesellschaft

m.b.H. wurde seitens der KPMG Prüfungshandlungen unterzogen, welche

den Konsolidierungskreis, die Kapitalquote, die Summenbilanzen, die Kapitalkonsolidierung

sowie die Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung

umfassen, und ist in dieser Fassung in den Gruppenabschluss einzubeziehen.

7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden nur insoweit abgebildet, als sie

in den HB II-Jahresabschlüssen der Gesellschaften Raiffeisen-Leasing Gesellschaft

m.b.H. und deren Tochtergesellschaften, Raiffeisen-Leasing Österreich

Gesellschaft m.b.H., Raiffeisen-Leasing Mobilien und KFZ Gesellschaft m.b.H.

und deren Tochtergesellschaften, Raiffeisen-Leasing Anlagen und KFZ Vermietungs

GmbH und deren Tochtergesellschaften, RLKG Raiffeisen-Leasing

Gesellschaft m.b.H. und deren Tochtergesellschaften, RALT Raiffeisen-Leasing

Gesellschaft m.b.H. sowie Raiffeisen-Leasing International Gesellschaft m.b.H.

und deren Tochtergesellschaften berücksichtigt sind und werden für Zwecke

dieses Gruppenabschlusses nicht weiter untersucht.

8. In den Jahresabschlüssen der Raiffeisen-Leasing Gesellschaft m.b.H. und

deren Tochtergesellschaften, der Raiffeisen-Leasing Österreich Gesellschaft

m.b.H., der Raiffeisen-Leasing Mobilien und KFZ Gesellschaft m.b.H. und

deren Tochtergesellschaften, der Raiffeisen-Leasing Anlagen und KFZ Vermietungs

GmbH und deren Tochtergesellschaften und RLKG Raiffeisen-Leasing

Gesellschaft m.b.H. und deren Tochtergesellschaften werden Derivate, die entsprechend

den Grundsätzen des Risikomanagements als Sicherungsgeschäfte

abgeschlossen wurden, nicht bewertet, die Discounted Cashflow Methode für

die Bewertung von Forderungen nicht angewendet sowie Eventualverbindlichkeiten

nicht dargestellt.

Für die Erstellung des Gruppenabschlusses ist die Geschäftsführung der Raiffeisen-

Leasing Gesellschaft m.b.H. verantwortlich. Unsere Verantwortung ist es, auf Grundlage

unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen

Abschluss abzugeben.


Gruppenabschluss

Seite 52 Seite 53

Unsere Verantwortlichkeit und Haftung für nachgewiesene Vermögensschäden aufgrund

einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung wird analog zu § 275 Abs. 2 UGB mit

€ 2 Mio. begrenzt. Unsere Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist in Übereinstimmung

mit den Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe (AAB) vom

8.3.2000 idF vom 30.6.2009 (AAB 2009), die diesem Auftrag zugrunde liegen, ausgeschlossen.

Die mit dem Auftraggeber vereinbarte und hier offengelegte Beschränkung

unserer Haftung gilt auch gegenüber jedem Dritten, der im Vertrauen auf unseren

Bericht über die prüferische Durchsicht Handlungen setzt oder unterlässt.

5.1.2. Umfang der prüferischen Durchsicht

Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden

berufsüblichen Grundsätze, insbesondere KFS/PG 11 „Grundsätze für die prüferische

Durchsicht von Abschlüssen“ durchgeführt. Die prüferische Durchsicht erfolgt in Übereinstimmung

mit ISRE 2400.

Für die Raiffeisen-Leasing International Gesellschaft m.b.H. war der Auftrag auf die

prüferische Durchsicht der Richtigkeit der Übernahme des uns vorgelegten Teilkonzernabschlusses

sowie die prüferische Durchsicht der Kapital-, Schulden-, Aufwandsund

Ertragskonsolidierung mit den sonstigen Gruppengesellschaften beschränkt.

Die prüferische Durchsicht eines Abschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von

für das Finanz- und Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische

Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich

geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung

und ermöglicht es uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare

Sicherheit darüber zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden.

Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.

5.1.3. Zusammenfassende Beurteilung

Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine SachverhaIte bekannt

geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte Gruppenabschluss

zum 31. Dezember 2009 der Raiffeisen-Leasing Gruppe nicht in allen

Belangen in Übereinstimmung mit den unter Kapitel 5.1.1. Z 1 bis Z 8 angeführten

Grundsätzen dargestellt wird.

Dieser Bericht dient ausschließlich den Informationsbedürfnissen der Geschäftsführung

der Raiffeisen-Leasing Gesellschft m.b.H. als Auftraggeber und darf weder

gänzlich noch auszugsweise ohne unser ausdrückliches Einverständnis an Dritte

weitergegeben werden.

Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Mag. Thomas Becker

Wirtschaftsprüfer

Bruno Moritz

Steuerberater

ppa. Dr. Brigitte Stuiber

Wirtschaftsprüfer

Wien, am 20. April 2010


Seite 54 Gruppenabschluss

Seite 55

5.2. Allgemeine Erläuterungen zum Konsolidierungskreis

Der Gruppenabschluss wurde unter grundsätzlicher Anwendung der vom International

Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting

Standards (IFRSs) einschließlich der bereits anzuwendenden Interpretationen des International

Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Auf die

Erstellung einer Eigenkapitalveränderungsrechnung bzw. einer Geldflussrechnung

wurde verzichtet.

sowie der Teilkonzern Raiffeisen-Leasing Mobilien und KFZ GmbH (insgesamt 25 Gesellschaften),

der Teilkonzern der Raiffeisen-Leasing Anlagen und KFZ Vermietungs

GmbH (insgesamt 2 Gesellschaften) und der Teilkonzern RLKG Raiffeisen-Leasing

GmbH (insgesamt 5 Gesellschaften) wurden ebenfalls im Rahmen des Gruppenabschlusses

zusammengefasst.

Fremdanteile am Eigenkapital sowie Fremdanteile am Jahresergebnis werden nicht

dargestellt.

Die Erläuterungen zum Gruppenabschluss beschränken sich auf allgemeine Erläuterungen

zum Konsolidierungskreis. Die Grundlage für den Gruppenabschluss bilden die

auf Basis gruppeneinheitlicher Standards und die nach IFRS-Bestimmungen umgewerteten

Einzelabschlüsse sämtlicher einbezogener Unternehmen.

In den Gruppenabschluss wurden sämtliche Gesellschaften des Teilkonzerns der

Raiffeisen-Leasing GmbH, des Teilkonzerns der Raiffeisen-Leasing International GmbH,

des Teilkonzerns der Raiffeisen-Leasing Mobilien und KFZ GmbH, des Teilkonzerns der

Raiffeisen-Leasing Anlagen und KFZ Vermietungs GmbH, des Teilkonzerns der RLKG

Raiffeisen-Leasing GmbH, die Raiffeisen-Leasing Österreich GmbH sowie die RALT

Raiffeisen-Leasing GmbH einbezogen.

Zweck des Gruppenabschlusses ist die zusammenfassende Darstellung der Leasinggesellschaften,

welche von der Raiffeisen-Leasing GmbH geleitet werden bzw. die von

der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG über ihren internationalen Tochterkonzern

direkt oder indirekt mehrheitlich gehalten werden.

Im Vollkonsolidierungskreis des Raiffeisen-Leasing GmbH Teilkonzerns sind alle Tochterunternehmen

enthalten, an denen die Raiffeisen-Leasing GmbH einen beherrschenden

Einfluss auf die Geschäfts- bzw. Finanzpolitik ausübt.

Gesellschaften, die von der Raiffeisen-Leasing GmbH bzw. einem ihrer Tochterunternehmen

gemeinsam mit einem oder mehreren nicht in den Teilkonzernabschluss einbezogenen

Unternehmen geführt werden, wurden at equity konsolidiert.

Im Raiffeisen-Leasing GmbH Teilkonzern wurden 181 Gesellschaften vollkonsolidiert

und 119 Gesellschaften at equity berücksichtigt. Im Rahmen des Teilkonzernes

Raiffeisen-Leasing International GmbH wurden 85 Gesellschaften vollkonsolidiert. Die

Gesellschaften Raiffeisen-Leasing Österreich GmbH, RALT Raiffeisen-Leasing GmbH


Gruppenabschluss

Seite 56 Seite 57

5.3. Gruppenbilanz zum 31. Dezember 2009

5.4. Gruppen-Gewinn- und -Verlust-Rechnung

Aktiva

2009 2008

TSD € TSD €

Geschäftsjahr 2009

2009 2008

TSD € TSD €

1. Barreserve 47,83 184,82

2. Forderungen an Kreditinstitute 918.181,99 986.720,44

3. Forderungen an Kunden 7.392.918,97 8.195.728,41

4. Risikovorsorge für das Kreditgeschäft -267.224,29 -120.494,48

5. Finanzumlaufvermögen 256.242,65 277.965,37

6. Finanzanlagen 357.577,83 175.072,79

7. Sachanlagen und immaterielle

Vermögensgegenstände 403.850,15 390.383,32

8. Sonstige Aktiva 371.076,87 427.715,71

9.432.672,00 10.333.276,38

Passiva

1. Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 7.945.656,64 8.396.940,58

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 866.594,16 1.031.189,58

3. Verbriefte Verbindlichkeiten 201.146,59 400.351,18

4. Rückstellungen 53.819,04 48.962,11

5. Sonstige Passiva 42.570,56 85.061,06

6. Ergänzungskapital 4.990,00 0,00

7. Eigenkapital 317.895,01 370.771,87

9.432.672,00 10.333.276,38

1. Zinsen und zinsähnliche Erträge 524.037,05 633.703,54

2. Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen -328.614,29 -476.607,26

3. Erträge aus Beteiligungen -3.654,07 1.682,12

I. Finanzergebnis 191.768,69 158.778,40

4. Risikovorsorge -172.690,49 -61.414,42

5. Sonstiges betriebliches Ergebnis 72.306,10 117.604,30

6. Personalaufwand -66.652,79 -79.923,17

7. Sonstiger Verwaltungsaufwand -81.108,54 -87.464,51

II. Jahresfehlbetrag/-überschuss -56.377,03 47.580,60

vor Steuern

8. Steuern vom Einkommen und Ertrag -7.794,10 -16.742,20

III. Gruppen-Jahresüberschuss -64.171,13 30.838,40


Seite 58

Nachhaltigkeitsbericht

Kapitel 6

Nachhaltigkeitsbericht

6.1. Vorwort

6.2. Nachhaltigkeit bei Raiffeisen-Leasing

6.3. Mitarbeiter

6.4. Gesellschaftliche Verantwortung

6.5. Umweltschutz

6.6. Ökologie

6.7. Ein nachhaltiger Ausblick

6.8. Nachwort

6.9. GRI-Index und Zertifizierung


Nachhaltigkeitsbericht

Seite 60 Seite 61

Mag. Peter Engert, Mitglied und

Sprecher der Geschäftsführung

6.1. Vorwort

Im nachfolgenden Nachhaltigkeitsbericht werden Sie feststellen können, dass wir

uns auch im Krisenjahr 2009 nicht von unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben abbringen

lassen.

Wir haben unser Humankapital behalten und durch die Treue und Loyalität unserer Mitarbeiter

konnten wir – ohne Personalreduktion – deutliche Kostenreduktionen erzielen.

Es gibt ein breites Verständnis in unserem Unternehmen dafür, dass die Mitarbeiter und

der Betriebsrat in guten Zeiten von den Ergebnissen der Raiffeisen-Leasing profitieren

und in schlechten Zeiten dem Unternehmen helfen, diese zu überstehen. Wir sind

stolz auf die Einstellung unserer Kolleginnen und Kollegen und dürfen diese nicht als

selbstverständlich erwarten. Um eine derartige Zustimmung zu erreichen, ist davor in

eine Beständigkeit und Nachhaltigkeit im Umgang mit den Mitarbeitern zu investieren.

Im Geschäftsjahr 2009 haben wir vor allem unsere bestehenden Kunden betreut und

ihnen soweit wie möglich geholfen, die anstehenden Herausforderungen zu überwinden.

Die Raiffeisen-Leasing ist kein Unternehmen, das nur die schnellen Geschäftsabschlüsse

sucht, um die Kunden dann „abzuwickeln“, sondern wir stehen unseren Kunden auch

in schwierigen Zeiten bei. Und wir sind stolz darauf, unseren Teil dazu beigetragen zu

haben, dass so manche Firma heute – aufgrund unserer Maßnahmen und Unterstützung

– noch existiert. Wir haben damit ganz bewusst eine nachhaltige Strategie verfolgt und

einen nicht zu unterschätzenden volkswirtschaftlichen Beitrag geleistet.

Aufgrund unserer vorsichtigen Unternehmenspolitik, die auf langfristigen Substanzgewinn

ausgerichtet ist, und dank der Unterstützung unserer Gesellschafter haben wir

2009 unbeschadet überstanden und das unerfreuliche Ergebnis gut verkraftet. Wir

wissen nicht, wie es ausgegangen wäre, wenn das Management – von Börsenkursen

getrieben – gehandelt hätte. Unsere Engagement, zum Beispiel im Bereich der Elektromobilität

wird in den kommenden zwei bis drei Jahren kein positives Ergebnis für die

Raiffeisen-Leasing bringen, aber wir positionieren uns in diesem Segment als einzige

österreichische Leasingfirma, die aktiv an der Entwicklung dieser zukunftsweisenden

Mobilitätsform mitwirkt.

Wir sind überzeugt davon, damit den Respekt und die Achtung unserer Geschäftspartner

und Kunden zu gewinnen, die man uns nicht streitig machen wird. Wir wollen mit

diesen nachhaltigen Investitionen in eine bessere Zukunft investieren.

6.2. Nachhaltigkeit bei Raiffeisen-Leasing

Um Nachhaltigkeit konsequent umzusetzen, braucht es die Bereitschaft, alle Aktivitäten

– wirtschaftlicher, strategischer und gesellschaftspolitischer Natur – darauf auszurichten.

Raiffeisen-Leasing setzt diesen Anspruch in ihrer Unternehmensstrategie

um. Nachhaltigkeit im Wirtschaften bedeutet, langfristige Investitionen mit langfristigen

Mitteln zu refinanzieren. Nachhaltigkeit im Handeln heißt, Mitarbeitern die Chance auf

Weiterentwicklung zu bieten und faire Rahmenbedingungen zu schaffen. Nachhaltigkeit

in Kundenbeziehungen verlangt intensive Betreuung und transparente Informationen.

Gerade in schwierigen Zeiten ist Nachhaltigkeit eine Voraussetzung, um der Krise zu

trotzen. Dieses Faktum nutzt die Raiffeisen-Leasing seit vielen Jahren, um ihre Geschäftsfelder

stetig um zukunftsträchtige Entwicklungen zu erweitern. Weitblick hat

Raiffeisen-Leasing beispielsweise bewiesen, als sie mit der Finanzierung von Projekten

und Anlagen zur Erzeugung von alternativen und erneuerbaren Energieformen startete.

Was damals als kleines Segment begonnen hat, erweist sich heute als großes

Zukunftsthema.

Mit dem Thema Nachhaltigkeit übernimmt Raiffeisen-Leasing Verantwortung. Einerseits

als Finanzdienstleister, der in nachhaltige Projekte investiert, andererseits als

Unternehmen, das als Multiplikator Bewusstsein für diese Themen schaffen kann.

6.2.1. Rahmenbedingungen Nachhaltigkeitsbericht

Raiffeisen-Leasing veröffentlicht bereits zum vierten Mal einen im Geschäftsbericht

integrierten Nachhaltigkeitsbericht. Nachdem eine nachhaltige Entwicklung ein sich

ständig verändernder Prozess ist, hat Raiffeisen-Leasing in der Erhebung nachhaltiger

Prozesse einen großen Schritt nach vorne gesetzt. Das Reporting orientiert sich zum

ersten Mal an den Sustainability Reporting Guidelines G3 der Global Reporting Initiative,

die Indikatoren zu den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit vorgeben – Ökonomie,

Ökologie und Soziales (www.globalreporting.org). Im Zuge dessen wurde die Erhebung

nachhaltiger Prozesse und Projekte im Unternehmen implementiert und standardisiert.

Dieser Nachhaltigkeitsbericht ist das Ergebnis dieser Zusammenschau und bildet –

mit Fokus auf Österreich – die Jahre 2007, 2008 und 2009 ab. Auch in Zukunft wird

die Nachhaltigkeitsberichterstattung jährlich fortgeführt, wobei zunehmend Daten und

Informationen der Töchterunternehmen einfließen werden.


Nachhaltigkeitsbericht

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6.2.2. Im Dialog mit den Stakeholdern

Die Raiffeisen-Leasing legt großen Wert auf den aktiven Dialog mit ihren Stakeholdern.

Die Mitarbeiter der Raiffeisen-Leasing sind Basis ihres Unternehmenserfolgs. Ihre Kunden

schätzt sie als langfristige Partner, mit denen sie faire und erfolgreiche Geschäftsbeziehungen

pflegt, an. Auch mit Politik und Behörden, Lieferanten, Mitbewerbern,

Medien, Gemeinden und NGOs bleibt die Raiffeisen-Leasing ständig im Gespräch.

Die Kommunikation mit den Stakeholdern dient der Beziehungspflege und soll das

Wissen über die Produkte und Dienstleistungen der Raiffeisen-Leasing verbessern.

Darüber hinaus können durch den Austausch die Chancen und Risiken der Raiffeisen-

Leasing in Hinblick auf soziale und ökologische Fragestellungen erarbeitet werden.

Diverse Veranstaltungen bieten einen optimalen Rahmen für den Dialog. So findet

etwa bei den „Ökologiegesprächen“ ein regelmäßiger Austausch zu umweltbezogenen

Themen statt. Dem Informationsaustausch mit den Mitarbeitern wird in der Veranstaltungsreihe

der „Freitagmorgen-Gespräche“ Raum gegeben.

Das Kundenmagazin „Leas.mich“ informiert Kunden, Geschäftspartner und Interessierte

über aktuelle Themen der Raiffeisen-Leasing. Die Unternehmens-Website

(www.raiffeisen-leasing.at) bietet ein umfassendes Informationsangebot für sämtliche

Stakeholder. Zielgruppenspezifische Folder kommen dem Informationsbedürfnis spezifischer

Bezugsgruppen nach.

Mit dem Ökoenergie-Blog (www.oekoenergie-blog.at) nutzt die Raiffeisen-Leasing ein

innovatives Medium, um das Wissen über ökologische Alternativen zu erweitern.

Schließlich gibt der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht allen Stakeholdern Einblick

über die Aktivitäten des vergangenen Geschäftsjahrs.

nutzbare Vermittlung von Fachwissen hinaus. Die Raiffeisen-Leasing unterstützt ihre

Mitarbeiter durch ein Coachingangebot bei der Lösung unterschiedlichster Probleme.

Entsprechend dem Gastlandprinzip ist es das ausgesprochene Ziel der Raiffeisen-

Leasing, in den internationalen Tochtergesellschaften jeweils regional Mitarbeiter zu

akquirieren und zu beschäftigen.

6.3.1. Interne Wechsel

Um Kompetenz im Unternehmen zu binden, wurde – erstmalig in der Firmengeschichte –

bis Herbst des Krisenjahres 2009 eine Beschäftigungsgarantie ausgesprochen. Diese

beinhaltete, dass natürliche Personalabgänge (Karenz, Pension etc.) sowie freie Positionen

durch Kündigungen nicht extern nachbesetzt wurden. Die Stellen wurden intern

ausgeschrieben und jeder konnte sich bewerben. So nutzten viele die Chance, sich für

Bereiche und Tätigkeiten im Haus zu bewerben, die sie schon immer interessierten,

um ihren Horizont und ihr Wissen zu erweitern und damit den persönlichen „Marktwert“

zu steigern. So konnte von Personaleinsparungen Abstand genommen werden,

Ressourcen wurden optimal verteilt und die Zufriedenheit und Loyalität der Mitarbeiter

ist ebenfalls gestiegen.

6.3.2. Mitarbeiter werben Mitarbeiter

Offene Positionen können täglich im Firmenintranet eingesehen werden. Bereits seit

2008 wird folgende Personalrekrutierungsaktion umgesetzt: Wenn sich jemand extern

– aufgrund des Hinweises eines Mitarbeiters – für eine vakante Stelle bewirbt und

diese dann mit ihm besetzt wird, erhält der werbende Mitarbeiter eine Prämie.

6.3.3. Veranstaltungsreihe „Freitagmorgen-Gespräch“

6.3. Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital. Um den Unternehmenserfolg zu gewährleisten,

müssen wir aber auch überdurchschnittliche Ansprüche an sie stellen.

Daher nimmt die Führungsebene ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr, indem sie

das Potenzial jedes Mitarbeiters nach Kräften fördert, und das weit über die unmittelbar

Die Ende 2007 für Raiffeisen-Leasing-Mitarbeiter ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe

der „Freitagmorgen-Gespräche“ wurde 2009 ausgebaut. Dabei wird

einmal im Monat ein aktuelles Thema in den Mittelpunkt gestellt. Gleichzeitig wird

allen Mitarbeitern der Zentrale die Möglichkeit geboten, im Rahmen eines Vitalfrühstücks

Kontakte zu anderen Kollegen zu pflegen. Der Ablauf ist standardisiert,

was die Teilnahme an den „Freitagmorgen-Gesprächen“ für alle planbar macht. Im


Nachhaltigkeitsbericht

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Anschluss an die halbstündige Präsentation stehen die Vortragenden jeweils für

Fragen zur Verfügung.

Alle Mitarbeiter waren aufgerufen, Themen, die sie interessieren, für die „Freitagmorgen-Gespräche“

anzuregen und Partner, Bekannte und Referenten zu diesen Veranstaltungen

einzuladen oder einfach nur ihre Ideen einzubringen. Die Präsentationsthemen

des Jahres 2009 waren: Kommunikation, Sozialprojekte in Afghanistan, Work-Life-

Balance, Kreativität, Aktivitäten von CARE Österreich, Elektromobilität, Wirtschaftskrise:

Update Konjunktur und Finanzmarkt, Mitarbeitergespräche, Gleichgewicht: „Zur

inneren Balance finden“ u. v. a.

Gesundheit der

Mitarbeiter (MA)

2009

2009

2008

2008

2007

2007

7,9

7,4

5,3

29,7 %

26,9 %

38,3 %

Zahl der Krankenstandstage/MA

% der Mitarbeiter, die

keinen Krankenstand hatten

6.3.4. Betriebsausflug

Der jährliche Betriebsausflug ist für viele Mitarbeiter ein Fixpunkt in ihrer Jahresplanung.

Jedes zweite Jahr führt dieser auch ins Ausland, wie 2009, wo die Mitarbeiter

Mitte Oktober drei Tage in Hamburg verbrachten. Gestartet hat der Betriebsausflug mit

einer Schiffsfahrt, Musik und gutem Essen. Ein Ausflug nach Lübeck und ein Spaziergang

durch die Speicherstadt standen unter einer Vielzahl an Ausflugszielen ebenfalls

zur Wahl. Diese Reise wäre mit der Betriebsratsumlage alleine nicht finanzierbar gewesen.

Weil der Geschäftsführung die Zufriedenheit der Mitarbeiter sowie das soziale

Miteinander große Anliegen sind, wurde der erforderliche Deckungsbeitrag von der

Raiffeisen-Leasing beigesteuert.

6.3.5. Gesundheit der Mitarbeiter

Anzahl und Dauer der Ausfallzeiten von Mitarbeitern lassen Rückschlüsse auf das Betriebsklima

zu. Durchschnittlich 7,9 Tage erschienen Mitarbeiter 2009 aufgrund von

Krankheiten nicht an ihrem Arbeitsplatz. Fast 30 % der Mitarbeiter hatten im letzten

Jahr keinerlei krankheitsbedingte Fehlzeiten. Die Zahl der geringen Krankenstandstage

zeigt, dass die präventiven Maßnahmen (Schulungen, Bewusstseinsbildung in Bezug

auf ernste Krankheiten, Betriebsarzt, Coaching) ihre positive Wirkung nicht verfehlen

und ist auch ein Indiz für ein gutes Betriebsklima.

2010 wird der „Gesundheit” ein Schwerpunkt gewidmet, unter anderem durch Workshops

zu den Themen Bewegungslehre, Gleichgewicht, Energiehaushalt, Ernährung

und Lebensperspektiven. Darüber hinaus gibt es permanent Initiativen zur Erhaltung

und Förderung der Fitness, beispielsweise durch Sportangebote wie Fußball, Volleyball

oder Pilates.

Weitere aktuelle Zahlen und Fakten betreffend die Mitarbeiter der Raiffeisen-Leasing

sind im Punkt 2.6. Kapitel Human Resources, angeführt.

6.3.6. Wissensbilanz

Die Wissensbilanz ist ein Instrument der strategischen Unternehmensführung,

-bewertung und Strategiekommunikation. Damit baut sie auf bestehenden Begriffen

und Methoden auf: Das Unternehmen positioniert sich im wandelnden Unternehmensumfeld

durch spezifische Kernkompetenzen – ein einzigartiges Bündel an intellektuellem

Kapital, um überdurchschnittliche Leistungen zu generieren.

Ein wesentlicher Nutzen der Wissensbilanz besteht in der strukturierten Darstellung

der Zusammenhänge: Jede Kernkompetenz führt zu einer konkreten Wertschöpfung

bei den Kunden. Diese Wertschöpfung wird direkt mit den Leistungen verknüpft. Die

Einzigartigkeit der Leistungen ergibt sich aus dem relevanten intellektuellen Kapital.

Daraus kann im Gegenzug die Nachhaltigkeit der Leistungsfähigkeit eines Unternehmens

abgeleitet werden.


Nachhaltigkeitsbericht

Seite 66 Seite 67

6.3.6.1. Kernkompetenzen

Ausgangspunkt für die Erstellung der Wissensbilanz bzw. für die Entwicklung einer

konkreten Wissensstrategie war die Festschreibung der Kernkompetenzen der

Raiffeisen-Leasing.

Kernkompetenzen definieren sich als ein schwer imitierbares Bündel an Ressourcen im

Human-, Struktur- und Beziehungskapital, das die Erbringung einzigartiger Leistungen

ermöglicht, um eine signifikante Wertschöpfung für die Kunden zu erzielen.

Die größte Herausforderung bei der Definition der Kernkompetenzen bestand darin, die

zahlreichen unterschiedlichen Handlungsfelder und Zielgruppen des Unternehmens im

In- und Ausland unter einen Hut zu bringen und anzusprechen. In den drei Kernkompetenzen

(KK) spiegeln sich die Mitarbeiter des Unternehmens wider:

• KK1: Die Raiffeisen-Leasing berät und betreut ihre Kunden und Partner bei der

Umsetzung komplexer Projekte.

• KK2: Die Raiffeisen-Leasing entwickelt und verwirklicht nachhaltige und ökologische

Innovationen.

• KK3: Die Raiffeisen-Leasing ist der kompetente Abwickler des gesamten

Leasing-Portfolios für Partner und Kunden.

Aus den genannten drei Kernkompetenzen ergeben sich folgende Potenziale für

Leistungen:

• Die Raiffeisen-Leasing unterstützt ihre Kunden bei steuertechnisch komplexen

Zusammenhängen.

• Im Immobilienbereich trägt professionelles Baumanagement maßgeblich zum

Projekterfolg bei. Risiken können frühzeitig erkannt und aktiv beeinflusst

werden.

• Für komplexe Themenstellungen werden flexible Finanzierungsmodelle entwickelt

und umgesetzt.

• Das Managen der gesamten Projekt-Wertschöpfungskette verlangt Wissen

über die unterschiedlichen Projektphasen und deren Implikationen. Komplexe

Partnernetzwerke und innovative Sachverhalte stellen eine große Herausforderung

für das Wissensmanagement dar. Die Raiffeisen-Leasing stellt sich diesen

Herausforderungen und optimiert die Voraussetzungen, um sie zu meistern.

• Die Raiffeisen-Leasing hat das Netzwerk und die Kompetenzen, die

Betriebsführung von Eigenprojekten zu übernehmen. Wenn es aufgrund nicht

absehbarer Entwicklungen betriebswirtschaftlich notwendig ist, kann auch die

Betriebsführung in Partnerunternehmen temporär von der Raiffeisen-Leasing

übernommen werden.

Zu jeder einzelnen Kernkompetenz wurden das vorhandene intellektuelle Kapital, die

unternehmensspezifischen Leistungen sowie die Wertschöpfung erarbeitet. Einen

Überblick gibt die nachfolgende Graphik:

Umfassende

Lösungskompetenz

Themenführerschaft

im Ökologiebereich

Unternehmensstrategie

Universal-

Leasinganbieter

6.3.6.2. Wissensstatement

Lernen

Intellektuelles

Kapital

Humankapital

• Breite Fachkompetenz

• Dynamische Mitarbeiter

• Kultur des Wissens

Beziehungskapital

• Partnerschaft mit

Kunden

• Breites Kundenpotenzial

• Starkes Netzwerk

Strukturkapital

• Innovationsführerschaft

• Innovative Technologien

• Effiziente Prozesse

• Finanzierung u. Asset Mgt.

• Länderkompetenz

Leistungen

Beraten und Betreuen

• Beraten

• Finanzieren

• Betreuen

Entwickeln und Managen

• Projekte entwickeln

und managen

• Bauprojekte managen

• Betriebe führen

Abwickeln

• Kalkulieren

• Bewilligen

• Verwalten

• Verwerten

Evaluieren

Das Wissensstatement der Raiffeisen-Leasing stellt den strategischen Rahmen für alle

Aktivitäten des Wissensmanagements dar. Es lautet:

Das professionelle Management von Wissen ist die Kernkompetenz des 21. Jahrhunderts.

Die Raiffeisen-Leasing bekennt sich in ihrer strategischen Ausrichtung zu

einem umfassenden Wissensmanagement mit drei Aktivitätsschwerpunkten.

Wertschöpfung

Kunden wird

außergewöhnliches

Service geboten

Nachhaltiger

Projekterfolg

Nachhaltige

und ökologische

Innovationen

Kompetente

Abwicklung

Preiswertes

Outsourcing


Nachhaltigkeitsbericht

Seite 68 Seite 69

1. Kunden: Unser Wissen über Kunden, Finanzierungsprodukte und Technologien

ist Grundlage unseres Geschäftserfolges und damit auch jene unserer Kunden.

2. Organisation: Personales Wissen wird für die Organisation nutzbar gemacht.

Der Einsatz von Wissensmanagement-Werkzeugen erleichtert unseren Mitarbeitern

die tägliche Arbeit und erhöht die Effizienz.

3. Kultur: Professionelles Wissensmanagement braucht eine Kultur des Vertrauens,

der Transparenz und der Offenheit. Wissen ist neben Menschen und Kapital

der zentrale Ressourcenfaktor unseres Geschäftsmodells.

das Sponsoring von drei Stipendien übernommen. Pro Jahrgang werden insgesamt 25

Studienplätze angeboten.

Die Raiffeisen-Leasing engagiert sich seit drei Jahren für die universitäre Ausbildung

von Experten mit Schwerpunkt erneuerbare Energie. Ein weiterer Aspekt ist die Erarbeitung

von Standards, die ein „gemeinsames“ Leben mit den neuen Technologien

weiter verbessern sollen. Die Praxis braucht dringend wissenschaftliche Unterstützung.

Daher setzt sich die Raiffeisen-Leasing gemeinsam mit anderen Raiffeisensektor-

Gesellschaften für dieses Studium ein.

6.4. Gesellschaftliche Verantwortung

Selbst in schwierigen Zeiten hat die Raiffeisen-Leasing stets ihre gesellschaftliche

Verantwortung wahrgenommen. Ob durch finanzielle oder direkte Zuwendungen für

den Bildungsbereich oder durch soziales Engagement und Kultur-Sponsoring – auch

im Jahr 2009 wurden im Sinne der Nachhaltigkeit wieder zahlreiche Initiativen gesetzt.

Eine Kernausrichtung der Raiffeisen-Leasing ist die nachhaltige Entwicklung der Umwelt.

Gemäß unserem Leitbild ist die Philosophie von Raiffeisen die Grundlage unserer

gesellschaftlichen Verantwortung und unserer Tätigkeit.

Die Genossenschaftsbewegung nach dem System Raiffeisen hat ihre Wurzel im Gedanken

der christlichen Solidarität. Ziel ist die gemeinschaftliche Selbsthilfe nach dem

Leitmotiv: „Einer für alle – alle für einen“. Die fördernde Zusammenarbeit basiert auf

den Grundprinzipien Solidarität, Subsidiarität und Regionalität. Raiffeisen ist in den

Regionen tief verwurzelt. Diese Regionalität ermöglicht persönliche Beziehung und

schafft damit auch eine Grundlage für gelebte Solidarität.

(http://www.raiffeisenverband.at/philosophie.php)

6.4.1. Unterstützung des Lehrgangs „Renewable Energy in Middle and

Eastern Europe“

Die Raiffeisen-Leasing unterstützte auch 2009 den Lehrgang „Renewable Energy in

Middle and Eastern Europe“. Das Studium wird zweisprachig in Deutsch und Englisch

geführt und definiert sich als interdisziplinärer, berufsbegleitender Universitätslehrgang.

Unterrichtet wird an der TU Wien, in Bruck/Leitha (NÖ), Bratislava (Slowakei)

und an der Universität von Mosonmagyaróvár in Ungarn. Die Raiffeisen-Leasing hat

6.4.2. Vorträge

Vertreter der Raiffeisen-Leasing sind willkommene Gastreferenten bei vielen Veranstaltungen,

Schulungen und Seminaren zum Thema „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“.

Diese Informationstätigkeit zeigt das Erkennen der gesellschaftlichen

Bedeutung und Verantwortung für dieses wichtige Zukunftsthema auf. Im Jahr 2009

wurden Vorträge bei folgenden Veranstaltungen gehalten:

Datum Ort Veranstaltung

27.01.2009 Wien TU Wien

19.02.2009 Wien Viennergy

25.02.2009 Prag REFF

26.02.2009 Wien Österreichischer Energiekonsumentenverband

22.10.2009 Wien AUSTRIAN-RUSSIAN BUSINESS ASSOCIATION

26.11.2009 Wien Seminar Ökoenergie LBG Wirtschaftstreuhand

08.12.2009 Prag Windenergy Forum Czech Republic

An der Fachhochschule Wiener Neustadt wird durch einen Mitarbeiter der Raiffeisen-

Leasing eine Diplomarbeit im Bereich Vermögens- und Finanzberater (Masterstudium

Wirtschaftsingenieur) betreut. Auch werden regelmäßig Gastvorträge an der Fachhochschule

Wiener Neustadt durch Fachleute der Raiffeisen-Leasing gehalten. Entriert

durch den Verband der österreichischen Leasing-Gesellschaften werden sowohl an

der Handelsakademie Sacré Coeur-Marienanstalt in Wien als auch an der Handelsakademie

Gänserndorf laufend Fachreferate gehalten. Dieses Know-how setzten die Schüler

der HAK Gänserndorf unter anderem in der Raiffeisen-Leasing-Übungsfirma an

ihrer Schule ein.


Seite 70 Nachhaltigkeitsbericht

Seite 71

6.4.3. Soziales Engagement – Sponsoringprojekte

Die Raiffeisen-Leasing hat trotz angespannter wirtschaftlicher Lage nie ihr soziales

Engagement vernachlässigt. Egal, ob gegen Armut in nächster Nähe oder weit weg auf

einem anderen Kontinent.

Seit dem Entstehen des ersten SOS-Kinderdorfes in Wien namens „Floritz“ unterstützt

die Raiffeisen-Leasing dieses Projekt in Floridsdorf im 21. Wiener Gemeindebezirk.

Über die Jahre ist aus dieser Partnerschaft schon so etwas wie eine Freundschaft

geworden. Mit kurz- und mittelfristigen Pflegeplätzen für Kinder und Jugendliche, die

aufgrund familiärer Probleme Hilfe benötigen, versucht das SOS-Kinderdorf das familiäre

Umfeld wieder zu stabilisieren, um eine Rückkehr der Kinder in ihre Familien zu

ermöglichen. Nicht mehr wegzudenken ist inzwischen auch das FamilienRAThaus mit

seinem vielfältigen Beratungs- und Begegnungsangebot, das zusätzlich noch einen

wichtigen Beitrag zur Präventivarbeit leistet. Wenn auch Sie dieses Projekt unterstützen

möchten, finden Sie nähere Informationen unter:

www.sos-kinderdorf.at/Informationen/SOS-Kinderdorf-in-Oesterreich/SOS-

Kinderdoerfer/Pages/SOS-Kinderdorf-Wien.aspx

Auf die Unterstützung der Raiffeisen-Leasing konnten aber auch weitere österreichische

Erfolgsprojekte wie zum Beispiel die Aktion „Licht ins Dunkel“ zählen. Sportliche

Betätigung war sowohl beim 6. NÖ Hilfswerk Charity Cup, wo Spenden für Kinder und

Familien in Krisensituationen gesammelt wurden, als auch beim 8. Österreichischen

Friedenslauf um das Wiener Rathaus gefragt. Alle Spenden dieser Laufveranstaltung

kamen zur Gänze Projekten in Indien, Rumänien, unbegleiteten Flüchtlingskindern und

benachteiligten jugendlichen Österreichern zugute.

Mit Sponsor-Projekten wie der Renovierung des Zisterzienserstifts Zwettl oder dem

Fundraising Dinner in der Albertina, bei dem für das Museum gesammelt wurde,

förderte die Raiffeisen-Leasing auch den kulturellen Bereich in Österreich.

In Sansibar, bei der CARE-Initiative „Women Empowerment“, gibt es ebenfalls noch

viel zu tun. Doch es gibt bei dem Projekt, das die Raiffeisen-Leasing bereits seit 2008

unterstützt, auch immer wieder Erfolgsgeschichten, die Mut machen. Von Frauen, die

den Schritt aus teils gewalttätigen Partnerschaften wagen, um gemeinsam mit ihren

Kindern ein neues Leben aufzubauen. Durch das Kernelement des CARE-Projektes, die

Spar- und Kreditvereine, stehen die Frauen sich nicht nur gegenseitig mit Rat und Unterstützung

zur Seite, sondern können in gewinnbringende Aktivitäten investieren und

so ihre Familien ernähren. Schon der Besitz eines einzigen Ochsenkarrens kann einem

ganzen Dorf den lang ersehnten Marktzugang verschaffen. Mit diesem Projekt auf den

Inseln Ungaja und Pemba (Sansibar) wird die wirtschaftliche und soziale Position der

Frauen nachhaltig gestärkt, wie CARE den Mitarbeitern der Raiffeisen-Leasing im Zuge

einer Diashow demonstrierte. Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter:

www.care.at/de/projekte/afrika/tansania/tansania-care-staerkt-frauenrechte-insansibar.html

Im schulischen Bereich wurde wieder – wie seit einigen Jahren – die HAK Gänserndorf

mit ihrer Universalleasing-Übungsfirma unterstützt. 2009 hatte die Übungsfirma

Leasing 4 U ihren ersten internationalen Auftritt auf der Internationalen Übungsfirmenmesse

in Salzburg. Durch den Internetzugriff auf die Software der Raiffeisen-Leasing

konnten Aufgaben professionell gelöst werden und erste Abschlüsse mit Geschäftspartnern

aus Italien, Rumänien, Deutschland, Finnland oder Albanien abgeschlossen

werden. Ein beachtlicher Erfolg für die Schüler der Übungsfirma.

Im Mai letzten Jahres wurden auch 15 Personal-Computer an die Handelsakademie

Sacré Coeur-Marienanstalt in Wien übergeben, wodurch ein vielversprechendes Schulprojekt

umgesetzt werden konnte. Nach einem kleinen Refurbishing eigneten sie sich

hervorragend für den Einsatz als elektronisches Klassenbuch.

Und im November des letzten Jahres wurden darüber hinaus der Hauptschule Retz

zwei gebrauchte Laptops zur Verfügung gestellt.

6.5. Umweltschutz

Die Ökomanagement-Strategie der Raiffeisen-Leasing wird seit rund 10 Jahren mittels

der Balanced Score Card (BSC) dargestellt. Ausgangspunkt ist die Unternehmen-BSC,

die alle zwei Jahre auf die Gültigkeit der vorgegebenen Ziele überprüft wird. Im Hinblick

auf die im Zuge der Ökoprofit-Zertifizierung geforderten „Umweltpolitik“ wendet die

Raiffeisen-Leasing das BSC-Instrumentarium ebenfalls an. Bei den Vorbereitungen zur

Ökoprofit-Zertifizierung wurden vom Umweltteam ein Mission Statement, die strategischen

Stoßrichtungen und eine Ökothemen-BSC erstellt und mit der Geschäftsführung

abgestimmt.


Seite 72 Nachhaltigkeitsbericht

Seite 73

Das Mission Statement zum Thema Ökomanagement in der Raiffeisen-Leasing lautet:

Wir nehmen die Verantwortung wahr und tun, was in unseren Kräften steht, um als

Unternehmen klimaschädliche Entwicklungen zu reduzieren. Wir leisten einen aktiven

Beitrag, um unsere Umwelt gesünder und lebenswerter zu gestalten.

Die vier strategischen Stoßrichtungen im Raiffeisen-Leasing-Ökomanagement sind:

• Wir sind Vorreiter: Wir wollen ökologische Themen im Finanzdienstleisterumfeld

zuerst besetzen. Durch unseren Schwerpunkt Ökoenergie in unserem

Produktportfolio setzen wir Maßstäbe für andere.

• Wir setzen konkrete Initiativen: Wir beteiligen uns aktiv an der Formierung von

Ökonetzwerken und sind Multiplikator.

• Wir handeln konsistent: Ein stimmiges Bild ergibt sich erst, wenn die außen

sichtbaren Aktivitäten auch nach innen abgesichert sind. In diesem Sinn thematisieren

wir Ökothemen im Berufs- und Arbeitsalltag unserer Mitarbeiter.

• Wir sind Vorbild: Wir sind uns unserer Vorbildwirkung als Teil der Raiffeisenorganisation

bewusst und nutzen unser positives Image zur Bewusstseinsbildung

in der Öffentlichkeit.

Geräte, beispielsweise aus dem Home-Office, sind möglich. Die Funktion, Ausdrucke

gezielt an Personen im Unternehmen zu senden, vermindert die Mailflut

und spart überflüssige Kopien. Die Zentralisierung hat somit zusätzliche Flexibilität

und Einsparpotenzial mit sich gebracht. Neben der Kostenreduktion ist

die verringerte Umweltbelastung ein sehr positiver Aspekt dieses Greenline-

Drucksystems: einerseits aufgrund des geringeren Papierverbrauchs, andererseits

wegen des verminderten CO 2

-Ausstoßes. Die Greenline-Zertifizierung der

Geräte und die Auszeichnung „Global 100 most sustainable corporation“ des

Geräteherstellers haben dies zusätzlich bestätigt.

• Als weitere Umweltleistung werden PCs nur mehr in Form von Notebooks angeschafft.

Diese neuen Geräte verbrauchen deutlich weniger Strom als Standgeräte

und ersparen, wenn sie als „mobiles Büro“ genutzt werden, Fahrten

zum Arbeitsplatz.

6.5.1. Raiffeisen-Leasing wurde wieder als Ökobusinessplan-Betrieb ausgezeichnet

Übergabe ÖKOPROFIT-Zertifikat

Bereits im Jahr 2007 hat die Raiffeisen-Leasing das Modul ÖKOPROFIT absolviert.

Das von der Stadt Wien ins Leben gerufene Programm unterstützt mit Workshops und

Beratungstagen die Umwelt-Fitness von Unternehmen. Dabei werden Möglichkeiten

erarbeitet, wie wertvolle Energie eingespart, Abfälle vermieden und Abläufe ressourcenschonend

verbessert werden. Im Jahr 2009 wurde die Raiffeisen-Leasing neuerlich

als ÖkoBusinessPlan-Betrieb ausgezeichnet. Die bereits vor drei Jahren eingeleiteten

Maßnahmen wurden erfolgreich weitergeführt.

• Der Fuhrpark der Raiffeisen-Leasing wird laufend auf den Betrieb mit Biotreibstoffen

umgerüstet, bei Neuanschaffungen wird auf ökologische Fahrzeuge

gesetzt. Die Raiffeisen-Leasing hat sich das Ziel gesetzt, dass bis Ende 2010

zwei Drittel der rund 90 Firmenfahrzeuge CO 2

-neutral fahren.

• Das bereits 2007 installierte „Follow-Me-Printing“ bewirkt, dass Druckaufträge

zunächst auf einem zentralen Server landen. Dies erlaubt es dem User, kurzfristig

zu entscheiden, welche Unterlagen tatsächlich ausgedruckt werden. Die

Mitarbeiter der Raiffeisen-Leasing können somit von jedem Platz aus flexibel

auf jedes Multifunktionsgerät im Haus zugreifen. Selbst externe Zugriffe auf die

6.5.2. Spritsparkurs inkl. Fahrsicherheitstraining

Seit 2009 haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, beim ÖAMTC einen eintägigen

Spritsparkurs inklusive Fahrsicherheitstraining auf Firmenkosten zu absolvieren. Die

Raiffeisen-Leasing möchte durch diese Aktion einen Beitrag für die Umwelt leisten und

damit sowohl im Rahmen der Klimaschutz-Initiative als auch der Aktion ÖKO-PROFIT-

Präsenz im Sinne einer Reduktion der CO 2

-Emissionen zeigen. Wer ein Dienstauto

fährt, muss diese Kurse innerhalb eines halben Jahres verpflichtend absolvieren. Das

Angebot richtet sich aber auch an jene, die nur ihren Privat-Pkw nutzen.

Der Beitrag der Raiffeisen-Leasing ist neben der Übernahme der Kosten die Freistellung

für den Kurstag. Die Teilnehmer lernen innerhalb nur eines Tages, durch bewusstes

Fahren Treibstoff und Kosten zu sparen. Den Nachweis über das absolvierte Training

erbringt der Mitarbeiter dann innerhalb eines Zeitraumes von drei Monaten.


Seite 74 Nachhaltigkeitsbericht Seite 75

6.5.3. Laufendes Monitoring durch eigenes Öko-Controlling

Vor zwei Jahren wurde in der Raiffeisen-Leasing ein eigenes „Öko-Controlling” eingeführt,

und zwar als spezieller Aufgabenbereich im Unternehmenscontrolling. Nachfolgend

ein Auszug der Ergebnisse der jährlichen Auswertung:

2007 2008 2009

Handseife in Liter 216,78 278,00 95,88

Lösungsmittelkleber in kg 0,30 0,30 0,25

Reinigungsmittel in Liter 136,19 166,00 173,40

Reinigungsmaterial in kg 24,15 23,08 21,42

Müllsäcke in kg 310,16 321,00 186,47

Papierhandtücher in kg 1.184,00 1.009,44 *)

Briefpapier in kg 305,00 20,00 0,00

Kuverts in kg 540,00 1.020,00 1.272,00

WC-Papier in kg 692,56 876,78 639,30

Büromaterial in kg 5.127,11 5.289,00 5.280,00

Kopierpapier in kg 16.465,68 16.490,00 17.780,00

Papier gesamt in kg 24.314,35 24.705,22 24.971,30

Leuchtstofflampen in kg 42,00 34,36 30,30

Batterien in kg 17,85 43,35 43,35

Toner aus Abfall in kg 175,95 70,13 50,10

Toner (retour an Lieferanten) in kg 153,00 124,85 113,50

Recycling-Material gesamt in kg 388,80 272,69 237,25

Strom- und Wärmeverbrauch gesamt in kWh/a 713.964,00 815.265,00 884.644,00

Heizung Fernwärme in kWh 573.349,48 613.861,00 575.650,00

Anschaffungskosten Elektrofuhrpark

(Segways, E-Bikes, E-Roller etc.) in € 0,00 0,00 64.000,00

Wasserverbrauch gesamt in Liter 2.166.910,00 2.159.000,00 2.101.770,00

CO 2

aus Strom in kg 178.316,32 228.274,20 247.700,00

CO 2

aus Fernwärme in kg 86.002,42 92.079,15 86.348,00

CO 2

Gesamt aus Strom u. Fernwärme in kg 264.318,74 320.353,35 334.048,00

CO 2

PKW (l Diesel) in kg 426.028,40 285.738,85 202.273,00

CO 2

PKW (l Benzin) in kg 54.493,60 147.264,74 226.782,00

CO 2

PKW (kg Erdgas) in kg 5.684,21 6.425,22 11.046,00

CO 2

PKW (l Ethanol) in kg 0,00 14.119,88 52.330,00

CO 2

Flugzeug (pkm) in kg 81.120,00 101.281,49 83.458,00

CO 2

Gesamt aus Mobilität in kg 567.326,21 554.830,19 575.889,00

Nicht gefährliche Abfälle (Restmüll) in kg 13.369,49 13.408,54 13.442,88

Nicht gefährliche Abfälle (Altstoffe) in kg 24.079,35 22.862,35 12.328,40

Gefährliche Abfälle (inkl. Altöle) in kg 370,40 166,98 231,32

Abfälle gesamt in kg 37.819,24 36.437,87 26.002,60

Altpapier in kg 21.935,11 21.270,22 15.240,19

*) Papierhandtücher wurden 2009 durch Stoffhandtücher ersetzt.

6.5.4. Energieeinsparung durch Virtualisierung von Servern

In der Raiffeisen-Leasing wurde im Jahr 2008 begonnen, drei der insgesamt 14

Firmenserver zu virtualisieren. Diese technische Konsolidierung ermöglicht die Zusammenlegung

mehrerer physischer Server auf eine virtuelle Plattform und erfolgt

in Zusammenarbeit mit unserem Partner Raiffeisen Informatik. 2009 wurden weitere

acht Server auf diese energieschonende Servertechnologie umgestellt. Durch diese

Maßnahme ist es möglich, in der IT sehr rasch hohe und vor allem ökologische Einsparungen

zu erzielen. Generell bedeutet die Virtualisierung von Computerservern, viele

einzelne physische Server auf einige wenige Geräte zu transferieren. Das spart unterschiedlichste

Ressourcen und senkt den Energieverbrauch beträchtlich.

6.6. Ökologie

Als Ergebnis des Klimagipfels in Kopenhagen im Dezember 2009 – eine 20%ige Reduktion

von Treibhausgasen und die Erderwärmung mit 2 % bis zum Jahr 2020 zu

deckeln – kam nur ein schwacher Kompromiss zustande. Noch dazu einer, der von vielen

Ländern trickreich umgangen wird. Einzig positiv ist, dass sich alle teilnehmenden

Staaten der kritischen Situation bewusst sind und zumindest ein „work in progress”

herausgekommen ist. Denn wir sind womöglich die letzte Generation, die das Steuer

noch herumreißen kann. Dafür müssen aber konkrete Ziele und Ergebnisse formuliert

werden. An einem Maßnahmen-Mix, der Industrie und Verbraucher in die Pflicht

nimmt, führt kein Weg vorbei.

Eine der effizientesten Methoden, Entwicklungen in eine bestimmte Richtung zu treiben,

ist die Verteuerung bzw. Verbilligung einer Ressource. Denn auch wenn es viele

nicht gerne hören: Der Verkehr, und da besonders der Individualverkehr, produziert

20 % des gesamten österreichischen Emissionsausstoßes. Während die Industrie,

der man gerne die Hauptverantwortung dafür aufbürdet, ihre Hausaufgaben aufgrund

strenger Umweltauflagen längst gemacht hat, steigt der Schadstoffausstoß aus dem

gesamten Straßenverkehr bis zum Jahr 2020 laut einer Prognose des Verkehrsclub

Österreich (VCÖ) um 26,5 % an.

Hohe Steuern auf Mineralölprodukte sind in der Bevölkerung aber ausgesprochen unbeliebt.

Und trotz Dauerstaus, Parkplatznot, Lärmbelästigung und Feinstaubbelastung

wird auch eine City-Maut von großen Teilen der Bevölkerung abgelehnt. Österreichs


Seite 76 Nachhaltigkeitsbericht Seite 77

Staatslenker haben sich daher bislang damit begnügt, an das grüne Gewissen der Bürger

zu appellieren und eine kleine Verschrottungsprämie beim Kauf eines neuen Autos

anzubieten. Sinnvollere Maßnahmen – wie die Bundesförderung für thermische Sanierungen

– waren unterdotiert und bereits innerhalb weniger Wochen ausgeschöpft.

Gleichzeitig wird viel Geld in die Hand genommen, um sich von den Zielen des Kyoto-

Protokolls – eine Reduktion der Treibhausgase von minus 13 % bis Ende 2010 – freizukaufen.

Tatsächlich liegt Österreich aber 11 % über dem Plansoll. Bis 2013 müssen

daher voraussichtlich um mindestens € 1 Mrd. CO 2

-Zertifikate gekauft werden.

Dabei ist erneuerbare Energie ein Zukunftsmarkt, der auch volkswirtschaftliche Aspekte

hat: zum Beispiel durch die Schaffung neuer Berufsbilder und damit Arbeitsplätze.

Ein auf konsequenter Nachhaltigkeit fußendes Ökostromgesetz könnte den Schaden

noch begrenzen.

6.6.1. Ökologie: Eigenprojekte

6.6.1.1. Forcieren von Öko-Autos und Aufforstung von Regenwald

Im Inland engagiert sich die Raiffeisen-Leasing für den verstärkten Einsatz ökologischer

Antriebe bei Fahrzeugen und unterstützte diese Strategie mit folgenden Maßnahmen:

Einerseits durch die ganzjährige Gewährung eines Direktzuschusses von € 300

bei Abschluss eines Leasingvertrages für ein Öko-Auto (SuperEthanol, Hybrid, Erdgas/

Biogas, Pflanzenöl oder elektrisch betrieben). Andererseits erhielten alle Privatkunden

zusätzlich ein Sparbuch, die im Zeitraum von 1. Februar bis 31. Mai 2009 einen Kfz-

Leasingvertrag in einer Raiffeisenbank abschlossen. Die Höhe des Sparbuchguthabens

hing vom CO 2

-Ausstoß des finanzierten Kfz ab. Bis 150 g CO 2

-Ausstoß pro km erhielt

der Kunde ein Sparbuch im Wert von € 200, ab 151 g waren es € 100.

Im Sinne des Umweltschutzes hat die Raiffeisen-Leasing – in Kooperation mit dem Verein

Regenwald der Österreicher – für jedes im Rahmen dieser Aktion leasingfinanzierte

Auto drei Bäume zur Wiederbewaldung in Costa Rica angekauft. Nach Aktivierung des

Leasingvertrags erhielt jeder Leasingnehmer seine persönliche Baumurkunde. Wiederbewaldung

ist nachhaltiger Umweltschutz, der auch noch für unsere Kinder und Enkel

wirkt. Mit der Wiederbewaldung von 1.350 Bäumen wurde ein substanzieller Beitrag

zur CO 2

-Reduktion geleistet. Mit solchen Aktivitäten will die Raiffeisen-Leasing einerseits

konkrete Maßnahmen setzen, andererseits aber auch Unternehmen und Private

zum Nachahmen anregen.

Das Pflanzen von Bäumen ist die natürlichste Form des Klimaschutzes, das bekräftigt

auch Prof. Michael Schnitzler vom Regenwald der Österreicher. Ein Regenwaldbaum

bindet im Laufe seines 70-jährigen Lebens bis zu 750 kg CO 2

und ist selbst Lebensraum

für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Der Regenwald der Österreicher in Costa

Rica zählt zu den artenreichsten Gebieten der Welt. Die Tropenstation La Gamba ist

eine Forschungs-, Lehr- und Weiterbildungsinstitution der Universität Wien, die eng

mit dem Verein Regenwald der Österreicher zusammenarbeitet und das Wiederbewaldungsprojekt

umsetzt.

Unweit der Tropenstation hat der Regenwald der Österreicher auch ein Ökotourismusprojekt

gestartet. Die auf 40 Gäste ausgelegten Lodges, der Gastronomiebetrieb und

die Ausflugspakete erhöhten und sicherten den Lebensstandard der aus 70 Familien

bestehenden Nachbargemeinde La Gamba, aus der bis auf zwei Angestellte alle Mitarbeiter

der Esquinas Rainforest Lodge stammen.

6.6.1.2. Raiffeisen Klimaschutz-Initiative (RKI)

Die in der RKI-Plattform mitwirkenden Raiffeisen-Unternehmen und -Beteiligungen

setzen sich seit 2007 dafür ein, den Erfordernissen des Klimaschutzes durch verantwortungsbewusstes

Wirtschaften bestmöglich zu entsprechen und selbst einen

Beitrag dazu zu leisten. Die Aktivitäten zielen darauf ab, das Bewusstsein für Klimaschutz,

Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu stärken und eine

möglichst breite Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren. Von den vielen Klimaschutz-

Aktivitäten im Raiffeisensektor liegt ein Schwerpunkt auf dem Bereich Verkehr und

Treibstoffe, denn gerade die Entwicklung der Schadstoffemissionen durch den Verkehr

zwingt zu raschen Maßnahmen.

Glaubwürdig ist nur, wer selbst mit gutem Beispiel vorangeht. Daher werden die

Mitarbeiter der Raiffeisen-Bankengruppe zu klimafreundlichem Verkehrsverhalten

durch das Absolvieren von Spritsparkursen und verstärkter Benutzung öffentlicher

Verkehrsmittel angehalten. Führungskräfte der Raiffeisen-Bankengruppe tragen mit

einer klimafreundlichen Dienstwagenpolitik nachhaltig zum Klimaschutz bei. Bei der

Neuanschaffung von Dienstautos soll die CO 2

-Emission dieser Fahrzeuge im Schnitt

nicht mehr als 150 g pro km betragen. Dies wird mit einer ausgewogenen Modellpolitik

und dem Einsatz von erneuerbaren Treibstoffen erreicht.


Seite 78 Nachhaltigkeitsbericht Seite 79

6.6.1.3. Energiespartag 2009 – Schwerpunkt Gebäudesanierung

Raiffeisenbanken aus sechs Bundesländern haben sich 2009 am Energiespartag beteiligt,

ebenso die Raiffeisen Ware Austria (RWA) mit ihren Lagerhäusern, die Raiffeisen

Bausparkasse, die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG sowie die UNIQA. In

ausgewählten Raiffeisenbanken in Niederösterreich und Wien waren unabhängige

Energieberater im Einsatz, die umfassende Informationen über Finanzierungsfragen

sowie praktische Unterstützung bei Förderansuchen und Förderberatung gaben. Auch

die Ökoprojekte von Raiffeisen-Leasing inklusive des € 300-Ökobonus und die Wiederbepflanzung

in Costa Rica wurden vorgestellt. Gleichzeitig fanden Fachvorträge und

ein Gewinnspiel statt.

In der Steiermark wurden Schwerpunkt-Aktionen zum Thema Energiesparen mit Partnern

aus dem Gewerbe initiiert. In Kärnten und Salzburg fanden zahlreiche Aktivitäten

im Zusammenhang mit regionalen Baumessen statt. In Tirol wurde eine Sanierungsoffensive

gestartet, weiters gab es Schwerpunktaktionen zum Thema Passivhaus und

energieeffizientes Bauen und Sanieren in Zusammenarbeit mit den Gemeinden. In

vielen Lagerhäusern wurden die Kunden zum Thema Bauen und Wohnen beraten und

konnten neben Baustoffen und Isoliermaterialien auch gleich alternative Energieträger

– wie Holzpellets samt dazugehöriger Technik – erwerben.

Die Raiffeisen Bausparkasse startete eine Schwerpunktkampagne zum Thema Bauen

und Wohnen samt € 200-Bonus für energiesparende Projekte.

In der Raiffeisen Zentralbank gab es Energiesparinformationen für deren Mitarbeiter,

bei der unter anderem auch die Raiffeisen-Leasing ihre Produkte präsentierte. Auch

hier wurde der € 300-Ökobonus thematisiert, ebenso wie das Ökoflottenmanagement.

Die UNIQA veranstaltete eine Schwerpunktaktion zum Thema „Mein Haus, mein

Kraftwerk“ mit Informationen zum Thema Finanzierung, Versicherung, Technik sowie

Energiebilanz mit entsprechenden Versicherungsdienstleistungen und Energiesparprojekten

der Raiffeisen-Leasing.

6.6.1.4. Forcieren der Elektromobilität

Die strategische Dachgesellschaft „The Mobility House“ wurde 2009 mit dem Ziel

gegründet, eine einheitliche Infrastruktur für Stromtankstellen und das Verrechnungssystem

zu errichten, um eine endkundenfreundliche Lösung anbieten zu können. Der

zentrale Einkauf von Elektrofahrzeugen soll auch einen attraktiven Kaufpreis erwirken,

gleichzeitig werden alle Fahrzeuge gemeinsam mit dem ÖAMTC geprüft, um eine hohe

Qualität zu gewährleisten. In den laufenden Tests wird besonderes Augenmerk auf

Fahrzeuge mit einem guten Recyclinggrad gelegt, beispielsweise durch wartungsfähige

Batterien, die in der Folge für Speicheranwendungen genutzt werden können.

Alternative Treibstoffe können mit dafür sorgen, die Lebensqualität in Wohnregionen

zu erhalten und CO 2

und NO x

in ökologisch sensiblen Regionen zu reduzieren. Doch

nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Gründe sprechen für alternative

Treibstoffe. Denn 2013 erwartet Österreich, ausgehend von der aktuellen CO 2

-Bilanz,

eine erhebliche Strafzahlung.

Im Oktober 2009 haben die Raiffeisen-Leasing und die Denkstatt in einer gemein samen

Pressekonferenz auf Österreichs aktuelle CO 2

-Bilanz hingewiesen und aufgezeigt, welche

Möglichkeiten und Maßnahmen, die in anderen Ländern schon erfolgreich umgesetzt

wurden, nachahmenswert wären. Vor dem Hintergrund, dass Österreich bis 2013

voraussichtlich um mindestens € 1 Mrd. CO 2

-Zertifikate zukaufen muss, wurde eine

klare Energie-Vision gefordert, die auch Planbarkeit und Investitionssicherheit bietet.

Konkrete Maßnahmen aus Politik und Wirtschaft sind dringend notwendig. Zum Beispiel

eine nachhaltige Anschubförderung bis zumindest 2015 für E-Mobility-Projekte.

Dieses Steuerungsinstrument könnte sich zudem als Intitialzündung für sogenannte

Greenjobs erweisen, die die bestehenden Berufsbilder verändern. Der Kfz-Mechaniker

der Zukunft wird sich dann auch mit der Konstruktion und Reparatur eines Elektromotors

befassen, was zusätzlich den Berufshorizont und auch die Arbeitsmarktchancen

erweitert.

Elektromobilität ist nur umweltneutral, wenn der erforderliche Strom aus erneuerbaren

Energien – wie Wasser-, Wind-, Solarenergie – zu generieren ist. Derzeit kann die aus

Wind und Sonne gewonnene Energie nicht gespeichert werden. Derartige Speichermedien

zu schaffen, ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zu einer nachhaltigen

Ökomobilität. So kann ein sinnvoller Ausgleich zwischen Energie-, Produktions- und

Verbrauchsspitzen geschaffen werden.

Über Plattformen und Verbände soll Know-how gebündelt werden, um Förderungen

und Unterstützung auf politischer Ebene anzuregen und das Feld für neue Technologien

aufzubereiten. Die Raiffeisen-Leasing arbeitet in diesen Gruppen bereits aktiv mit.


Seite 80 Nachhaltigkeitsbericht Seite 81

6.6.1.5. Ökoenergie-Blog

Der „ÖkoEnergie-Blog, powered by Raiffeisen-Leasing“ wurde 2009 für den „ebiz

e-government award“ nominiert und landete unter den Finalisten. Der „ebiz award“

zeigt die Möglichkeiten von Informationstechnologie bei der Neugestaltung von Geschäftsprozessen

auf und stellt den Wandel des Wirtschaftens dar, der durch die Digitalisierung

eintritt. Die Ausschreibung hat zusätzlich den Schwerpunkt E-Government,

um den Nutzen und den Effekt innovativer Services und Projekte in der Verwaltung

öffentlich darzustellen.

Das innovative Medium Weblog bietet aktuelle Informationen aus erster Hand und soll

das Wissen über ökologische Alternativen erweitern und die mediale Resonanz erhöhen.

Der Leser kann aktiv daran teilhaben und mit den Autoren oder anderen Nutzern

in Dialog treten und Fachwissen oder persönliche Standpunkte austauschen. 2008,

als der Blog ins Leben gerufenen wurde, wurde er von 8.182 Besuchern aufgerufen,

141 Beiträge wurden von den Autoren online gestellt. 2009 haben bereits 25.495

unterschiedliche Besucher insgesamt 87.499 Mal die Site aufgerufen und die 178 veröffentlichten

Beiträge gelesen. Der Blog ist unter www.oekoenergie-blog.at erreichbar.

6.6.1.6. Ökologiegespräche

Die Donau als ökologischer und ökonomischer Verkehrsweg war das Thema des

4. Raiffeisen-Leasing-Ökologiegespräches. Eine der zentralen Fragen, der sich vier

Experten unter der Moderation von Mag. Engert, dem Geschäftsführer der Raiffeisen-

Leasing, stellten, war: Wie kann die Binnenschifffahrt ökologisch und nachhaltig ausgebaut

werden?

„Zu 98,5 % des Jahres ist die Donau schon heute schiffbar und damit ein verlässlicher

Verkehrsträger”, so Mag. Manfred Seitz, Geschäftsführer der via donau – Österreichische

Wasserstraßengesellschaft, einer Art ASFINAG des Wassers, „doch leider kann

die Donauschifffahrt aufgrund der fehlenden Infrastruktur in einigen Anrainerstaaten

nur unterdurchschnittlich am Verkehrsaufkommen partizipieren.”

Mag. Philip Weller, Generalsekretär der internationalen Kommission „Schutz der Donau”,

weiß um dieses Spannungsfeld der unterschiedlichen Interessen. „Die Donau soll

auch künftig ein wichtiger Transportweg sein, aber es ist nicht das Maß aller Dinge,

den Interessen der Schifffahrt zu dienen.” Wenn es nach Weller geht, soll der Fluss als

Naturlandschaft erhalten bleiben, weitere Staustufen lehnt er ab.

In diese Kerbe schlägt naturgemäß auch Mag. Carl Manzano, Direktor des Nationalparks

Donau-Auen. „Der Nationalpark ist eingerichtet worden, um die Donau dauerhaft

zu schützen. Gleichzeitig geht eine internationale Wasserstraße mitten durch diese

Region. Die Wirtschaft will Regulierungen für eine permanente Durchlässigkeit, wir

wollen eine natürliche Flusslandschaft. Wir sollten beginnen, die Grenzen der Binnenschifffahrt

zu definieren.”

Diesem Argument konnte ein weiterer Referent nur begrenzt zustimmen. Hubert Mierka,

Geschäftsführer des Mierka Donauhafens Krems, verwies auf die Besonderheiten der

jeweiligen Regionen. „Es gibt insgesamt vier Nadelöhre, die das Potenzial der Donau

als Transportweg schmälern. Das drückt auf die Wirtschaftlichkeit und Konkurrenzfähigkeit

zur Straße.”

Einig waren sich die Diskutanten – gerade in Zeiten der Krise – über die Binsenweisheit,

dass Wirtschaftswachstum ohne Verkehrswachstum nicht möglich ist. Unterschiedliche

Meinung herrschte allerdings darüber, welchen Stellenwert Ökologie und Ökonomie in

Zukunft haben sollen. Letztlich zeigte die kontroversielle Diskussion den Stellenwert

nachhaltiger Maßnahmen und wie sehr das Thema ein gesellschaftliches Anliegen ist.

6.6.2. Ökologie: Kundenprojekte

6.6.2.1. Raiffeisen-Leasing – Nummer eins bei Ökofinanzierungen

Nach vielen Jahren am Ökoenergie-Markt kann die Raiffeisen-Leasing mittlerweile

auf eine beeindruckende Referenzliste in der Projektfinanzierung verweisen. Darunter

fallen rohstoffabhängige Projekte wie Biogasanlagen, Biomassekraftwerke, Biotreibstoffanlagen

und Bioölanlagen ebenso wie Photovoltaikanlagen und Windparks.

Sparte bereits bereits

abgeschlossene abgeschlossenes

Projekte Volumen in €

Biomasse 9 77.462.868

Biogas 11 16.515.759

Bioöl 6 34.252.395

Biotreibstoffe 3 90.155.718

Photovoltaik 13 29.974.661

Windkraft 15 273.092.472

Gesamt 57 521.453.873


Seite 82 Nachhaltigkeitsbericht Seite 83

Trotz verbesserter Energieeffizienz ist in den nächsten Jahrzehnten ein weiterer Anstieg

des Energieverbrauchs zu erwarten. Fossile Brennstoffe bleiben die wichtigste

Primärenergiequelle, auf sie entfallen voraussichtlich 84 % des gesamten Anstiegs

des Energieverbrauchs zwischen 2005 und 2030. Mineralöl wird weiterhin die größte

Einzelkomponente des Energiemix bilden und im Jahr 2030 wird der Verbrauch in

etwa um 37 % höher sein als im Jahr 2006. Der größte Anstieg in absoluten Zahlen

wird beim Kohleverbrauch zu verzeichnen sein. Der Großteil dieses Anstiegs wird von

China und Indien verursacht, die aufgrund der immer stärker steigenden Öl- und Gaspreise

diese wenig umweltfreundliche Ressource forcieren werden. Im Vergleich dazu

wird der Erdgasanteil in bescheidenem Umfang ansteigen. Insgesamt wird sich der

Stromverbrauch verdoppeln. Zur Deckung der projizierten Weltenergienachfrage sind

umfassende Investitionen in die Energieinfrastruktur nötig.

Investitionen in alternative Energieträger tragen zur Versorgungssicherheit bei, bekämpfen

lokale Umweltbelastungen und haben eine positive Auswirkung auf den Klimaschutz.

Aufgrund steigender Kosten für fossile Rohstoffe rechnen sich die Investition

und die Erschließung erneuerbarer Energiequellen in immer kürzerer Zeit.

6.6.2.2. Raiffeisen Energy & Environment

In der Raiffeisen Energy & Environment (REE) werden europaweite Aktivitäten sowie

Know-how im Bereich erneuerbarer Energien gebündelt. Die Erfolgsbilanz der jungen

Raiffeisen-Leasing-Tochter ist beachtlich und kann anhand der nachfolgenden

Projekte bestätigt werden. Die Raiffeisen Energy & Environment tritt ausschließlich

als Investor oder Betreiber auf, sie konnte ihre Marktpräsenz auf Technologieebene

weiter ausbauen.

6.6.2.3. Aktuelle Projekte der Raiffeisen Energy & Environment

Windpark Egby – Schweden

Der bereits im Jahr 2008 in Betrieb genommene Windpark Egby in Schweden hat die

prognostizierten Werte im Wirtschaftsjahr 2009 voll erfüllt. Aufgrund eines sehr guten

Angebots wurde dieser Windpark 2009 weiterverkauft.

Windpark Kavarna East, Windpark Kavarna West – Bulgarien

Die Windparks Kavarna East und Kavarna West sind seit Juli 2008 erfolgreich in Betrieb.

Die Ertragszahlen sind den Erwartungen entsprechend zufrieden stellend.

Windpark K & S Energy Group – Bulgarien

Der Bau der 16 Windkraftwerke der K & S Energy Group ist fertig gestellt, die ersten

Anlagen wurden 2009 in Betrieb genommen. Dieses Projekt wurde mit zwei regionalen

Partnern vor Ort entwickelt. Die Ertragswerte der bereits produzierenden

Anlagen sind sehr erfolgversprechend, die Performance dieses Windparks übertrifft

alle Erwartungen.

Windpark Balchik – Bulgarien

Gemeinsam mit einem österreichischen Projektpartner wurde das Windparkprojekt

Balchik im Nordosten von Bulgarien umgesetzt. Hier wurden fünf Windkraftanlagen

aufgestellt. Die Bauphase wird noch 2010 abgeschlossen werden, danach sollen die

Anlagen in Betrieb genommen werden.

Photovoltaikkraftwerk Cekanice – Tschechische Republik

Das attraktive Ökostromgesetz in der Tschechischen Republik löste einen wahren

Photovoltaikboom aus. Diese besondere Situation veranlasste auch die REE, ihr erstes

Eigenprojekt dieser Art mit einem Projektpartner vor Ort umzusetzen. Im Bezirk Tabor

in der Gemeinde Cekanice wird auf 42.153 m² ein modernes Photovoltaikkraftwerk

errichtet. IBC Solar AG, ein international bekannter Solaranlagenerrichter und Großhändler,

wurde als Generalunternehmer mit dem Bau beauftragt. Erwartet wird ein

Jahresstromertrag von ca. 1.561.000 kWh.

Photovoltaikkraftwerk Rosice – Tschechische Republik

Ein weiteres Photovoltaikkraftwerk mit einer Größe von 92.000 m² wird im Raum Brünn

geplant und 2010 errichtet. Auch hier wurde die deutsche Gesellschaft IBC Solar AG als

Generalunternehmer mit dem Bau des Kraftwerks, mit welchem ein Jahresstromertrag

von ca. 2.264.000 kWh Strom in das Stromnetz vor Ort eingespeist wird, beauftragt.


Seite 84 Nachhaltigkeitsbericht Seite 85

6.6.2.4. Finanzierungsprojekte der Raiffeisen-Leasing

Alle Anlagen und Investitionen der von Raiffeisen-Leasing finanzierten Fremdund

Eigenprojekte haben zusammengerechnet ein Potenzial zur Produktion von

845.148.184 kWh elektrischer und 735.250.000 kWh thermischer Energie p.a. Zusätzlich

wurden Anlagen zur Produktion von Biotreibstoffen umgesetzt, die 226.310.306

Liter nachhaltigen Kraftstoff pro Jahr herstellen.

Diese Energiemengen würden ausreichen, um insgesamt 210.000 Haushalte mit

Strom zu beliefern und 44.000 Haushalte mit Wärme zu versorgen. Mit energieeffizienten

Maßnahmen könnte der Wärmeverbrauch pro Haushalt nochmals um 20 % gesenkt

werden, was einer Versorgung von 55.000 Haushalten entspräche. Dieses kleine

Beispiel verdeutlicht, dass es nicht nur darum geht, Energie ökologisch zu erzeugen,

sondern auch bewusst damit umzugehen.

Allein mit den 57 Alternativenergieprojekten der Raiffeisen-Leasing werden 1.049.772

Tonnen CO 2

eingespart.

6.6.2.5. Kommunales Familienbad

Im Jahr 2009 wurde die Umsetzung der Familien-Sole-Therme Amadé in Altenmarkt im

Pongau in Salzburg in Angriff genommen. In der Therme werden unter anderem eine

Loopingrutsche und die größte Eventsauna in der Region errichtet. Die Anlage mit einer

Wasserfläche von insgesamt 1.354 m², verteilt auf elf unterschiedliche Schwimmbecken,

ist als multifunktionales Sport- und Freizeitbad konzipiert.

Für die Realisierung des Familienbades wurde eine eigene Projektgesellschaft gegründet,

die Therme Amadé Errichtungs- und Betriebsgesellschaft, an der neben der

Marktgemeinde Altenmarkt (45 %) auch die Gemeinden Flachau (26 %), Radstadt

(15 %) und Eben (8 %) sowie die Raiffeisen-Leasing (6 %) beteiligt sind. Die Raiffeisen-

Leasing hat gemeinsam mit der Marktgemeinde Altenmarkt auch die Geschäftsführung

in dieser GmbH übernommen und bringt ihr Know-how bei der laufenden Gestion/

Betreuung ein. Mit einem professionellen Betreiber wurde ein langfristiger Pacht- und

Betriebsführungsvertrag abgeschlossen, der die Abdeckung der laufenden Kosten des

Badebetriebes sicherstellt.

Die Gesamtkosten betragen € 21 Mio., davon übernimmt das Land Salzburg mit

Förderungen € 5 Mio. Die verbleibenden € 16 Mio. werden der Therme Amadé

Errichtungs- und Betriebsgesellschaft vom Raiffeisenverband Salzburg gemeinsam

mit den regionalen Banken langfristig zur Verfügung gestellt. Die Rückzahlung erfolgt

durch die beteiligten Gemeinden sowie durch Pachtzahlungen des Badbetreibers.

Mit der Familien-Sole-Therme Amadé entsteht für die einheimische Bevölkerung,

Schulen und Vereine sowie die Touristen dieser Region ein attraktives und vielseitiges

Sport- und Freizeitangebot.

Die Fertigstellung ist für Oktober 2010 geplant.

6.6.2.6. Contracting und energieeffiziente Sanierung

Die Raiffeisen-Leasing unterstützt den Klimaschutz auch durch Contractingmodelle

und Sanierungen. Dabei werden bestehende Einrichtungen wie Amtshäuser, Schulen,

Kindergärten und Beleuchtungssysteme von Gemeinden „energie-fit” gemacht. Neben

der öffentlichen Hand treten große Gewerbe- und Industrieunternehmen als Auftraggeber

an die Raiffeisen-Leasing heran, die ihre Anlagen auf den neuesten Stand der

Energieeffizienz bringen wollen. Der wesentliche Vorteil aus Kundensicht ist die Energiespar-Garantie.

Die Raiffeisen-Leasing garantiert ein vertraglich festgelegtes Einsparpotenzial

und übernimmt damit das Wirtschaftlichkeitsrisiko der Anlagen. Der Bereich

Energieeffizienz stellt mit 59 Projekten den größten Anteil in diesem Segment dar.

Sparte bereits bereits

abgeschlossene abgeschlossenes

Projekte Volumen in €

Contracting / Energieeffizienz 59 53.704.826

6.6.2.7. Energieeffizientes Bauen und Sanieren

Große Nachfrage gab es im letzten Jahr rund um das Produkt „Energieeffizientes

Bauen und Sanieren“. Dies zeigt, dass der bewusste Umgang mit begrenzten Ressourcen

und Nachhaltigkeit auch für Bund, Länder und Gemeinden immer wichtiger wird.

Energieeffizientes Bauen und Sanieren ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern bietet

auch den Kommunen große Vorteile. So vereint dieses Produkt Fixpreise bei den Errichtungskosten

mit maßgeschneiderter Finanzierung für den Kunden. Das erleichtert

nicht nur die Planbarkeit, sondern vermeidet böse Überraschungen durch versteckte

Kosten. Denn ein niedriger Energieverbrauch bedeutet nicht nur positive Effekte für die

Umwelt, sondern reduziert auch die laufenden Betriebskosten.


Seite 86 Nachhaltigkeitsbericht Seite 87

Hautpschule Gmünd, Niederösterreich

Ein Musterbeispiel für energieeffizientes Bauen und Sanieren ist die Hauptschule

Gmünd (NÖ), die im Winter 2009 fertig gestellt wurde. Durch die garantierte Energieeinsparung

von 103.300 kWh pro Jahr werden die Heizkosten für die Hauptschule

nachhaltig gesenkt. Ing. Klaus Wurz, Geschäftsführer der WRS energie- & umweltlösungen

und technischer Partner von Raiffeisen-Leasing, meinte zu diesem Erfolgsprojekt:

„Der bestechende Mehrwert hat sich durch die Gesamtkosteneinsparung bei

den Errichtungs- und Betriebskosten, die umfangreiche Miteinbeziehung der lokalen

Wirtschaft und eine optimale Projektfinanzierung bestätigt.“

6.7. Ein nachhaltiger Ausblick

Nachhaltigkeit bedeutet auf Ideen für die Zukunft setzen. Das heißt aber auch, dass

Nachhaltigkeit ständiger Evaluierung, Abwägung, Umsetzung und neuer Visionen bedarf.

Das erfordert kontrollierte Umsetzungsschritte und ein standardisiertes Reporting

der erreichten Ziele. Im Rahmen des Nachhaltigkeitsberichts soll dieser Prozess dargestellt

werden. Die Raiffeisen-Leasing entwickelte und errichtete z.B. – als erstes

Leasingunternehmen – Windparks in Eigenregie und exportierte diese Idee mit großem

Erfolg in verschiedene Länder, in denen sie tätig ist.

Zusätzlich zu ihren langjährigen Bemühungen in der Finanzierung von Ökoenergieprojekten

ist das Unternehmen nun auch Wegbereiter der Elektromobilität in Österreich.

Die Raiffeisen-Leasing forciert den verstärkten Einsatz ökologischer Antriebe bei Fahrzeugen,

um auch jenseits unseres Kontinents Nachhaltigkeit zu leben.

Diese – manchmal auch visionäre – strategische Ausrichtung und der Fokus auf nachhaltige

Produkte sind auch maßgeblich für die Ziele der nächsten Jahre.

• Zentrale Erhebung der Umweltschutzausgaben und -investitionen zur besseren

Steuerung der Unternehmensaktivitäten

• Umsetzung von Projekten zur Verbesserung der Work-Life-Balance der

Mitarbeiter

Die Gleitzeitvereinbarung ohne fixe Kernzeiten und die Möglichkeit des

mobilen Arbeitsplatzes erleichtern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Derzeit befinden sich zahlreiche MitarbeiterInnen in einem Teilzeit- oder

Elternteilzeit-Verhältnis; die Raiffeisen-Leasing ermöglicht dadurch Eltern

den Wiedereinstieg ins Berufsleben.

Es gibt zahlreiche Initiativen, die den Mitarbeitern helfen sollen, ihre

Work-Life-Balance ausgewogen zu halten, z.B. Gesundheitsschwerpunkte

im Ausbildungsprogramm, das Aufgreifen von Gesundheitsthemen im

„Freitagmorgen-Gespräch“, gemeinsame sportliche Aktivitäten (wöchentlich

Fußball, Volleyball, Pilates sowie Teilnahme an verschiedenen Laufveranstaltungen).

Allen Mitarbeitern steht die Möglichkeit des Coachings durch Mitarbeiter-

Innen der Personalabteilung zur Verfügung.

Die Mitarbeiter der Raiffeisen-Leasing werden schon bald einen Beitrag

zum nachhaltigen Umgang mit Energien leisten können, indem sie von den

vergünstigten Einkaufskonditionen für Elektroräder, -roller etc. Gebrauch

machen, die für das Jahr 2010 geplant sind.

• Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Kundenzufriedenheit auf Basis von

Kundenbefragungen

• Barrierefreie Gestaltung der Website von Raiffeisen-Leasing, um allen

Menschen Informationen über Raiffeisen-Leasing und ihre Produkte einfach

zugänglich zu machen.

6.7.1. Nachhaltige Ziele

• Ausbau der Marktposition von Raiffeisen-Leasing im Bereich der Finanzierung

erneuerbarer Energieprojekte und im Bereich Elektromobilität

• Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs zur Reduktion des Energieverbrauchs

und Effizienzsteigerung

• Umsetzung von Initiativen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen im

Verantwortungsbereich von Raiffeisen-Leasing


Seite 88 Nachhaltigkeitsbericht Seite 89

6.8. Nachwort

Eine Übungsfirma bildet die wirtschaftliche Realität für die schulische Ausbildung

modellhaft ab. Wir bieten – österreichweit einzigartig – das Leasing von Mobilien und

Kfz am nationalen und internationalen Übungsfirmenmarkt an. Fachlich unterstützt

werden wir dabei von Raiffeisen-Leasing.

Nachhaltigkeit ist für uns ein zentraler Wert.

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Man versteht darunter die langfristigen Wirkungen einer Handlung auf ein System.

( © Rainer Nowak, Leitartikel „Die Presse“ 11.04.2010)

Messeauftritt der Leasing 4 U auf der Internationalen Übungsfirmenmesse in Salzburg 2009

Wo ist uns Nachhaltigkeit wichtig?

"

Nachhaltigkeit im Verkehr ist sehr wichtig, da sehr

viel Energie für den Verkehr benötigt wird. Für mich

bedeutet Nachhaltigkeit, nicht jeden Meter mit dem

Auto zu fahren. Kurze Strecken kann man auch zu

Fuß gehen und man tut seinem Körper dabei noch

etwas Gutes." Stefan Schmid

"

C (Customer-Relationship-Management) bedeutet

für mich die konsequente Anwendung des Grundsatzes

der Nachhaltigkeit. Durch die Pflege von langfristigen

Kundenbeziehungen wird der Unternehmenserfolg positiv

beeinflusst." Karoline Mihalik

"

Im Zusammenhang mit dem Wissensmanagement -vor

allem für Schüler von Bedeutung–-ist Nachhaltigkeit

wichtig. Nur für die Schularbeit zu lernen ist nicht

sinnvoll.

Überdies sollten auch Dinge fürs praktische, tägliche

Leben in der Schule gelernt werden. Beispielsweise könnte

man sich damit beschäftigen, wie man einen Autoreifen

wechselt, gesund kocht und bügelt." Michael Votzi

"

Nachhaltigkeit im Bereich der persönlichen Beziehungen

finde ich sehr wichtig. Eine Verbindung sollte nachhaltig

angelegt werden, wenn nicht, zerbricht zum Beispiel

die Ehe, was heute sehr häufig vorkommt.

Nachhaltigkeit ist auch in der Pflege von familiären

Beziehungen wesentlich. Dieses Netz ist letztlich das,

was uns im Leben stark macht und Rückhalt gibt."

Stephanie Bauer

"

Andauerndes Glück darf man meiner Meinung nach

nicht in der Welt der materiellen Dinge suchen. Ich

denke, Zufriedenheit mit sich und den Mitmenschen,

Wohlbefinden und Gesundheit sind die wesentlichen

Dinge, die einen Menschen nachhaltig glücklich

machen." Flora Zobl

Stefan Schmid, Abteilung Einkauf

und Riskmanagement

Karoline Mihalik, Abteilung Marketing

Michael Votzi, Abteilung Controlling

Stephanie Bauer, Abteilung

Leasingakademie

Flora Zobl, Abteilung Vertragsabwicklung


Seite 90 Nachhaltigkeitsbericht

Seite 91

Legende

✓ behandelt

nicht behandelt

n.r. nicht relevant

EC1 Kernindikatoren

EC5 add Zusatzindikatoren

6.9. GRI-Index

Die Raiffeisen-Leasing hat den Anspruch, die eigenen Leistungen kontinuierlich gemäß

nachhaltigen Kriterien zu messen und zu bewerten. Um die Daten vergleichbar und

transparent aufzubereiten, orientiert sich das Unternehmen an den Leistungsindikatoren

der Global Reporting Initiative (GRI). Die vorliegenden Ergebnisse beziehen sich in

erster Linie auf den österreichischen Markt. Der folgende Index gibt einen Überblick

über sämtliche GRI-Indikatoren (G3).

Die Qualität der Datenerhebung ist bei GRI in sogenannte „Application Levels“ klassifiziert.

In drei Abstufungen – Level A, B und C – zeigen sie das Ausmaß der abgebildeten

Indikatoren. Da über 20 Kernindikatoren abgebildet sind und der Bericht von

der Organisation GRI selbst gecheckt wurde, entspricht der Nachhaltigkeitsreport von

Raiffeisen-Leasing laut GRI-Definition dem Level B.

Auf der Internetseite von Raiffeisen Leasing unter www.raiffeisen-leasing.at/gri-index.html

findet sich eine detaillierte Übersicht des GRI-Index.

G3 Code Inhalt nach GRI Status Seite / Anmerkung

Strategie und Analyse

1.1 Stellungnahme Vorstand ✓ 7, 60

1.2

Darstellung der Auswirkungen, Risiken

und Chancen in Bezug auf Nachhaltigkeit

✓ 61

Profil

2.1-2.10 Organisationsprofil ✓ ✓ 8-11, 102-107

3.1-3.4 Reportprofil ✓ ✓ 61, 112

3.5-3.11 Umfang und Abgrenzung des Reports ✓ ✓61

3.12 GRI Content Index ✓ 90-97

3.13 Bestätigung durch externe Begutachtung –

Governance, Verpflichtungen und Engagement

4.1-4.10

Governancestrukturen und Managementsysteme

✓ 61, 100-103

4.11-4.13

Verpflichtungen gegenüber externen

Initiativen

✓ 68-73

4.14-4.17 Einbeziehung von Stakeholdern ✓ 62

5

Managementansätze zu den Kategorien 7, 36-38, 68,


Ökonomie, Ökologie und Soziales

71-72

Kennzahlen Wirtschaft

G3 Code Inhalt nach GRI Status Seite / Anmerkung

Ökonomische Leistung

EC1

Direkt generierter und verteilter

ökonomischer Wert

✓ 56-57

Finanzielle Folgen, Risiken und Chancen

EC2 des Klimawandels für die Aktivitäten der ✓ 20-25

Organisation

EC3

Art und Umfang der betrieblichen sozialen

Zuwendungen

✓ 35-36

EC4

Bedeutende finanzielle Zuwendungen der

öffentlichen Hand


Marktpräsenz

EC5 add

Eintrittsgehälter im Vergleich zum lokalen

Mindestlohn


EC6

Geschäftspolitik und Ausgaben bezüglich

lokaler Lieferanten

✓ 24, 68

EC7 Einstellung bezüglich lokalen Personals ✓ 63

Indirekte ökonomische Auswirkungen

EC8

Investitionen in öffentliche Infrastruktur

und Gemeinwesen

✓ 23-25

EC9 add

Art und Umfang indirekter wirtschaftlicher

Auswirkungen

✓ 60

Kennzahlen Umwelt

G3 Code Inhalt nach GRI Status Seite / Anmerkung

Materialien

EN1

Verwendete Materialien nach Gewicht

oder Volumen

✓ 74

EN2

Anteil von Recyclingmaterial am Gesamtmaterialeinsatz

✓ 74

Energie

EN3, EN4

Direkter und indirekter Primärenergieverbrauch

✓ 74

EN5 add

Energieeinsparungen durch Effizienzsteigerungen

✓ 72-75


Seite 92 Nachhaltigkeitsbericht

Seite 93

G3 Code Inhalt nach GRI Status Seite / Anmerkung

EN6 add

Initiativen zur Erstellung energieeffizienter

oder auf erneuerbarer Energie basierender ✓ 78-79, 81-86

Produkte

EN7 add

Initiativen zur Verringerung des indirekten

Energieverbrauchs

✓ 72-75

Wasser

EN8 Wasserverbrauch ✓ 74

EN9 add Auswirkungen des Wasserverbrauchs –

EN10 add

Wiederaufbereitetes und weiterverwendetes

Wasser


Biodiversität

EN11

Ort und Größe von Grundstücken in und um

Gebiete mit hohem Biodiversitätswert

n.r. keine vorhanden

EN12

Auswirkungen auf die Biodiversität in

Schutzgebieten und in Gebieten mit hohem n.r. keine vorhanden

Biodiversitätswert

EN13 add

Geschützte oder wiederhergestellte

natürliche Lebensräume

n.r. keine vorhanden

EN14 add Strategien zum Schutz der Biodiversität n.r. keine vorhanden

Vom Aussterben bedrohte Arten, die in

EN15 add Gebieten leben, in denen eine Geschäfts- n.r. keine vorhanden

tätigkeit vorliegt

Emissionen, Abwasser und Abfall

EN16, Direkte und indirekte sowie andere

EN17 relevante Treibhausgasemissionen

✓ 74

EN18 add

Maßnahmen zur Verringerung der

Treibhausgasemissionen

✓ 72-79

EN19 Emissionen ozonabbauender Substanzen n.r. –

EN20

NO x

, SO x

und andere wichtige Luftemissionen

n.r. –

EN21 Abwassermenge insgesamt –

EN22 Abfallmenge insgesamt ✓ 74

EN23

Größere Freisetzung von Substanzen

aufgrund von Unfällen und Vorfällen

n.r. nein

EN24 add

Gefährliche Abfälle nach der Basler

Konvention

n.r. nein

G3 Code Inhalt nach GRI Status Seite / Anmerkung

EN25 add

Auswirkungen von Abwasser auf die

Biodiversität

n.r. nein

Produkte und Dienstleistungen

Maßnahmen zur Reduktion von Umwelt-

EN26 belastungen durch Produkte und Dienst- ✓ 76-86

leistungen

EN27

Wiederverwendetes oder recyceltes

Verpackungsmaterial

n.r. –

Gesetzeskonformität

EN28

Bußgelder und Strafen für die Nichteinhaltung

gesetzlicher Umweltregelungen

✓ nein

Transport

Umweltbelastungen durch den Transport

EN29 add von Produkten, Materialien und Mitar- –

beiterInnen

Umweltschutzausgaben und -investitionen insgesamt

EN30 add Umweltschutzausgaben und -investitionen –

Kennzahlen Soziales / Gesellschaft

G3 Code Inhalt nach GRI Status Seite / Anmerkung

Arbeitspraxis und Arbeitsqualität

Beschäftigung

LA1 Anzahl von MitarbeiterInnen ✓ 35

LA2 Fluktuation ✓

tw. berichtet 35-36. Nicht

erfasst ist die anteilsmäßige

Fluktuation nach Altersgruppe,

Geschlecht u. Region.

LA3 add

Betriebliche Leistungen für Vollzeitbeschäftigte

✓ 35-36

Beziehung zwischen ArbeitnehmerInnen und dem Management

LA4

MitarbeiterInnen mit Kollektivvereinbarungen In Österreich


gesetzlich geregelt

LA5 Mindestzeitraum für die Ankündigung

operationaler Veränderungen

✓ nein

Gesundheit und Sicherheit

LA6 add

Anteil der MitarbeiterInnen, die in Sicherheitsund

Gesundheitskomitees vertreten sind


Seite 94 Nachhaltigkeitsbericht

Seite 95

G3 Code Inhalt nach GRI Status Seite / Anmerkung

LA7

Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage,

Abwesenheit und Todesfälle

✓ 64-65

LA8

Schulungs- und Bewusstseinsbildungsmaßnahmen

in Bezug auf ernste Krankheiten

✓ 64-65

LA9 add

Einbindung von Sicherheit und Gesundheit

in Tarifverträgen


Aus- und Weiterbildung

LA10

Durchschnittliche Anzahl von Trainingsstunden

✓ 37-38

Programme für Wissensmanagement,

LA11 add lebenslanges Lernen und den Übergang vom ✓ 38-39, 65-68

Berufsleben in die Pension

LA12 add

Feedback an MitarbeiterInnen bezüglich

ihrer Leistung und Karriereentwicklung

✓ 37

Vielfalt und Chancen

Zusammensetzung der Unternehmensführung

LA13 und der Belegschaft nach Geschlecht, Alters- ✓ 8, 35-36

gruppe und Minderheiten

LA14 Lohnverhältnis zwischen Männern und Frauen –

Menschenrechte

Investitions- und Beschaffungspraktiken

HR1

Überprüfung der Menschenrechte in

wichtigen Investitionsverträgen


Überprüfung der Lieferanten und Subunter-

HR2 nehmer hinsichtlich der Beachtung und –

Wahrung der Menschenrechte

HR3 add Schulung zu Menschenrechten ✓ nicht vorhanden

Nicht-Diskriminierung

HR4

Vorfälle von Diskriminierung und ergriffene

Maßnahmen

✓ keine

Gewerkschaftsfreiheit und Tarifverhandlungen

Gewährleistung des Rechts auf Vereinigungs- In Österreich

HR5 freiheit und Kollektivverhandlungen ✓ gesetzlich

geregelt

Kinderarbeit

HR6

Geschäftstätigkeiten mit Risiken der Kinderarbeit

✓ nein

G3 Code Inhalt nach GRI Status Seite / Anmerkung

Zwangsarbeit und Arbeitsverpflichtung

Geschäftstätigkeiten mit Risiken der Zwangs- In Österreich

HR7 arbeit oder Arbeitsverpflichtung ✓ gesetzlich

geregelt

Sicherheitspraktiken

HR8 add

Menschenrechtstraining für Sicherheitspersonal


Rechte der indigenen Bevölkerung

HR9 add

Verletzungen der Rechte der indigenen

Bevölkerung und ergriffene Gegenmaßnahmen

n.r. –

Gesellschaft

Beziehungen zur Gemeinde

SO1

Regelung der Auswirkungen von Geschäftstätigkeiten

auf das Gemeinwesen

✓ 23-25

Bestechung und Korruption

SO2 Untersuchung der Geschäftseinheiten auf

Korruptionsrisiken


SO3 Training gegen Korruption ✓ 37

SO4 Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen ✓ keine

Politische Unterstützungen

SO5 Politisches Engagement und Lobbying –

SO6 add

Gesamtwert von Zuwendungen an Parteien,

Politiker und damit verbundene Einrichtungen


Wettbewerbswidriges Verhalten

SO7 add

Klagen aufgrund von wettbewerbswidrigem

Verhalten oder Kartell- und Monopolbildung

✓ keine

Einhaltung von Gesetzesvorschriften

SO8

Bußgelder und Strafen wegen Verstoßes

gegen Rechtsvorschriften


Produktverantwortung

Kundengesundheit und -sicherheit

PR1

Bewertung der Auswirkungen von Produkten

auf Gesundheit und Sicherheit

n.r. –

Verstöße gegen Vorschriften bezüglich der

PR2 add Auswirkungen von Produkten auf n.r. –

Gesundheit und Sicherheit


Seite 96 Nachhaltigkeitsbericht

Seite 97

G3 Code Inhalt nach GRI Status Seite / Anmerkung

Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen

Art der Informationen zu Produkten und

PR3 Dienstleistungen ✓

PR4 add Verstöße gegen Kennzeichnungspflicht ✓ keine

PR5 add

Kundenzufriedenheit (Praktiken, Ergebnisse

von Umfragen)

✓ 27

Werbung

Einhaltung von Gesetzen, Standards und

PR6 freiwilligen Verhaltensregeln zur Marketing- ✓

kommunikation

Verstöße gegen Vorschriften und freiwillige

PR7 add

Verhaltensregeln zur Marketingkommunikation

Schutz der Privatsphäre

Beschwerden in Bezug auf Verletzung des

PR8 add

Schutzes von Kundendaten

Einhaltung von Gesetzesvorschriften

Sanktionen wegen Produkt- und Dienstleistungsauflagen

PR9

Kennzahlen Leistungsindikatoren




Allgemeine Geschäftsbedingungen

auf

http://www.raiffeisenleasing.at/agbs.html

http://www.raiffeisenleasing.at/guetesiegel.html

keine

keine

keine

G3 Code Inhalt nach GRI Status Seite / Anmerkung

Aspekt: Managementansatz

Unternehmenspolitik bezüglich sozialer

FS 1 und umweltbezogener Aspekte in den ✓ 76-79

einzelnen Geschäftsfeldern

Verfahren, um Umwelt- und Sozialrisiken in Anwendung

FS 2 den Geschäftsfeldern zu analysieren ✓ projektbezogener

Analysen

Verfahren, um die Einhaltung von Umwelt-

FS 3 und sozialen Anforderungen bei Kunden- –

projekten zu erheben

Verfahren zur Verbesserung der Mitarbeiter-

FS 4 kompetenz in der Umsetzung der Umwelt- ✓ 62-63

und Sozialpolitik

G3 Code Inhalt nach GRI Status Seite / Anmerkung

Interaktion mit Kunden, Investoren und

FS 5 Geschäftspartnern hinsichtlich Chancen ✓ 62

und Risiken mit Umwelt- und Sozialbezug

Aspekt: Produktportfolio

Prozentuelle Verteilung des Portfolios der

FS 6 Geschäftsfelder nach Region, Größe ✓ 14-15, 20-25

(z.B. mikro/ KMU/ groß) und nach Branche

FS 7

Eigens entwickelte Dienstleistungen mit

gesellschaftlichem Nutzen

✓ 23-28

FS 8

Eigens entwickelte Dienstleistungen mit

umweltbezogenem Nutzen

✓ 25-34

Aspekt Audit

Umfang und Häufigkeit von Audits, um die

FS 9 Umsetzung der Umwelt- und Sozialpolitik und ✓ 72-73

Risikomanagementverfahren zu überprüfen

Aspekt: Ausübung von Eigentümerrechten

Prozentsatz und Anzahl von Firmen im

FS 10

Portfolio der Organisation, mit denen direkte

Kontakte bezüglich Umwelt- und Sozial-


aspekten stattgefunden haben

FS 11

Anteil der Beteiligungen, die nach Umwelt

und Sozialaspekten analysiert wurden


Politik bei der Ausübung von Stimmrechten

FS 12 unter Bezugnahme auf Umwelt- und Sozial- –

aspekte

Versorgungssicherheit mit Bankdienstleis-

FS 13 tungen in dünn besiedelten oder ökonomisch –

benachteiligten Regionen

Initiativen, um den Zugang von Menschen

FS 14 mit besonderen Bedürfnissen zu Bankdienst- ✓ 87

leistungen zu verbessern

Politiken für die faire Entwicklung und den

FS 15 fairen Verkauf von Finanzprodukten und –

-dienstleistungen

FS 16

Initiativen, um das Wissen über Finanzprodukte

zu verbessern, nach Zielgruppen

✓ 37, 62, 65-68


Seite 98

Nachhaltigkeitsbericht

Kapitel 7

Anhang

7.1. Mitglieder des Geschäftspolitischen Beirates

7.2. Die Aufbauorganisation der Raiffeisen-Leasing

7.3. Die Raiffeisen-Leasing-Gruppe per 31.12.2009

7.4. Wichtige Adressen im Überblick


Seite 100 Anhang

Seite 101

7.1. Mitglieder des Geschäftspolitischen Beirates

VD Dr. Karl Sevelda (Vorsitzender)

Raiffeisen Zentralbank Österreich AG

Am Stadtpark 9, 1030 Wien

Dir. Dr. Helmut Breit

Raiffeisen Zentralbank Österreich AG

Am Stadtpark 9, 1030 Wien

Dir. Mag. Manfred Wilhelmer

Raiffeisenlandesbank Kärnten reg.Gen.m.b.H.

Raiffeisenplatz 1, 9020 Klagenfurt

VD Mag. Reinhard Karl

Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG

F.-W.-Raiffeisen-Platz 1, 1020 Wien

Dir. Dr. Manfred Herbsthofer

Raiffeisen-IMPULS-Leasing Gesellschaft m.b.H.

Europaplatz 1a, 4020 Linz

VD Mag. Johann Jauk

Raiffeisen-Landesbank Steiermark reg.Gen.m.b.H.

Kaiserfeldgasse 5-7, 8010 Graz

VD Dr. Johannes Ortner

Raiffeisenlandesbank Vorarlberg reg.Gen.m.b.H.

Rheinstraße 11, 6901 Bregenz

GL Dr. Heinz Konrad

Raiffeisenverband Salzburg reg.Gen.m.b.H.

Schwarzstraße 13-15, 5020 Salzburg

VD MMag. Dr. Hans Unterdorfer

Raiffeisen-Landesbank Tirol AG

Adamgasse 1-7, 6020 Innsbruck

VD Friedrich Nikolaus

Raiffeisenlandesbank Burgenland reg.Gen.m.b.H.

Raiffeisenstraße 1, 7001 Eisenstadt


7.2. Die Aufbauorganisation der Raiffeisen-Leasing

Seite 102 Seite 103

Anhang

GF-Assistent/

Beteiligungen Ausland

Michael Gartner

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Mag. Michael Ohner Mag. Peter Engert Mag. Karlheinz Sandler

Kommerz- &

Privatkunden

Großkunden Kfz & Mobilien Immobilien

Infrastruktur,

Energieeffizienz &

Betreibermodelle

Projektentwicklung

Bilanzierung &

Konzernsteuerung

Information &

Organisation

Riskmanagement Stabstellen Competence Center

Tochtergesellschaften

Mag. Werner

Fleischanderl

Mag. Robert Wurth

Stv. Mag. Michael

Buchmeier

Mag. Reinhard Würger

Stv. Mag. J. Kaiserreiner

Stv. Mag. (FH) A. Hartner, MBA

Mag. Sabine Kaiser

Mag. Gottfried Heneis

Stv. Mag. Susanne Tischler

Mag. Johannes

Hubmaier

Mag. Wilhelm Karer

Mag. Günter Strobl

Mag. Andreas

Scheiblecker

Baumanagement Ost

DI Harald Pallausch

Recht

Mag. Georg Fuhrmann

Ausland

Absatzkooperationen

GK International &

Projektfinanzierung

Mag. Michael Buchmeier

Stv. Mag. Georg Honzig

Elektromobilität

Mag. (FH) Gernot

Prettenthaler

Beteiligungs- /

Vertragsmanagement

Immobilien

Mag. Sabine Kaiser

International

Mag. Susanne Tischler

Investorenmodelle

Mag. Erich Eberhardt

RL Bank &

Standardgeschäft

Mag. Ulrike Schmied

Betriebsmanagement

Mag. Günter Strobl

Riskmanagement

Mag. A. Scheiblecker,

Stv. Mag. Bernd

Hinterleitner

Baumanagement West

Bmst. DI Walter Soier

Steuern

Mag. Christa Heinl

A-Leasing SpA / Treviso

Antonio Mazzer

Ivan Montagner

Vertriebsservicecenter

Claudia Heumann

Großkunden Österreich

Dr. Sylvia Holzmüller

Stv. Mag. Robert Hörhann

Forderungsmanagement

& Verwertung

Helmut Sammer

PM Immobilien

Dr. Paul Guthann, MBA

Stv. Dr. Gerhild

Bensch-König

Kommunale

Kooperationen

Mag. Gottfried Heneis

Projektentwicklung 1

AT, DE, CH

Ing. Erwin Steiger

Konzernges. &

Meldewesen

Mag. Wilhelm Karer

IT-Management

Ingo Oberortner

Sondergestion

Dr. Dorith Salvarani-Drill

Controlling

Gottfried Waldhör

Treasury

Mag. Ilse Graf

Stv. Mag. (FH) Otmar

Theiler

AIL SWISS-

AUSTRIA LEASING

AG / Zürich

Christian Looser

Landesgeschäftsstellen

Sonderfinanzierung

Mag. Erhard Waldinger

PM Kooperationen

& LEO

Mag. (FH) Alexander

Hartner, MBA

Technische

Partnerbetreuung

Dipl. BW Christian Lacher

Projektentwicklung 2

SK, CZ, HU, PL, RO

Mag. Johannes Hubmaier

RL GmbH

Johann Mörth

Qualitätsmanagement

Mag. (FH) Petra Schmid

Basel II

MMag. Stanka Lochmann

Human Resources

Mag. Kurt Vogl

RL-Nordic AB /

Stockholm

Mag. Ferdinand Pircher

Burgenland

Irene Hrdlicka-Hakel

PM KFZ/Mob

Mag. Johann Kaiserreiner

Stv. Mag. Erika Melzer

Projektentwicklung 3

SEE, UA, RU, I

Dr. Martin Watschinger

Marketing & PR

Andrea Weber

RL-Nordic OY /

Helsinki

Mikko Väisänen

Kärnten

Franz Tschematschar

Stv. Klaus Hofstätter

Service KFZ/Mob

Standard

Walter Kaufmann

Projektmanagement

Eigenprojekte

DI Klaus Jütte

Fuhrparkmanagement

Projektcontrolling

Eigenprojekte

Mag. Werner Ruzicka

Austria Leasing GmbH /

Frankfurt

Dipl. Vw. Reinhard

Albrecht

NÖ-Wien

Mag. Thomas Kriz

Stv. Franz Wieser

Service

Sonderprojekte

Erich Wolf

Mag. Alfred Berger

Stv. Mag. Gerhard Strasser

Revision

Andreas Sutlovic

Inland

Salzburg

Reinhold List

Steiermark

Mag. Karl Götschl

Stv. Karl Eckhart

Vertragsmanagement

KFZ/Mob

Natalija De Nicolais

Backoffice

Mag. Gerhard Strasser

Produktmanagement

Mag. Alfred Berger

Sonderprojekte

Immobilien

Mag. Alexander Lackner

Raiffeisen Energy &

Environment (REE)

Mag. Ronald Lausch,

MBA

Mag. Rudolf Plasil

Tirol

Mag. Günter Eller

Vorarlberg

Thomas Hämmerle

Technik

Ing. Gerald Schmidtinger

Vertragsmanagement

Eleonore Schober

Legende:

Kundenbereiche: Kommerz- und Privatkunden, Großkunden

Produktbereiche: Kfz und Mobilien, Immobilien, Ökoenergie & Infrastruktur, Projektentwicklung

Supportbereiche: Bilanzierung und Konzernsteuerung, Information und Organisation, Riskmanagement

PM: Produktmanagement

Stand: Juni 2010

Abbildung aller Abteilungen in alphabetischer Reihenfolge


7.3. Die Raiffeisen-Leasing-Gruppe per 31.12.2009

Firmenorganigramm (1)

Seite 104 Seite 105

Mobilien- / KFZ-Leasing Kommunales Leasing Schwestergesellschaften Gewerbliches Immobilien-Leasing

Anhang

35% Die NÖ Leasing GmbH

40% Die NÖ Leasing GmbH & Co KG

25% G + R Leasing GmbH

50% G + R Leasing GmbH & Co KG

53% MOBIXVERM

53% MOBIX AG

49% ÖAMTC-Leasing GmbH

49% ÖAMTC-Leasing GmbH&CoKG

10% RAIMED

100% RAN elf

100% RLAIR

80% RLDANTE GmbH

100% RL Fuhrparkmanagemt GmbH

100% RLPROJFI

100% Unterinntaler RL GmbH & Co KG

100% RL GmbH & Co KG

25% ADORIA

25% AVENTIN

100% BKGL

25% CONATUS

25% CULINA

50% EPSILON

45% ERIS

25% ESQUILIN

50% FACILITAS

25% FORIS

40% IMPZETA

20% KOMMZELT

5% KR WOLK

20% KRHOLL

20% KRMICH

25% LITUS

33% NOEGGL

33% NOEKGL

33% NOEKLKGL

27% NOERGPG

26% NOERKPS

25% OOEGGL

17% OOELGK

17% OOELOB

33% QUIRINAL

100% RAIFGGL

100% RAIFKGL

33% SCHULVER

100% SOLAR II

50% STEIRGGL

50% STEIRKGL

50% STLGK

25% STLOB

50% SWO

8% TIRLPROJ

33% TKL

33% TKLII

33% TKLIII

33% TKLIV

33% TKLV 1)

33% TKLVI 1)

33% TKLVII

33% TKLVIII

25% TRABITUS

25% UNDA

25% VALET

25% VIMINAL

33% VKGL

33% VKLII

33% VKLIII 1)

33% VKLIV 1)

33% VKLV 1)

RLMKFZ

100% ANTAIO

48% BAL1

48% BAL2

48% BAL3

48% BAL4

100% CHIRON

100% DRESKG

70% FMZRO

51% FMZSK

50% GEBLIC

100% K&S1

100% K&S2

100% K&SOOD

51% LINSER

51% LINSKG

38% NASZA

51% OCH

51% OCHKEG

100% OVIS

90% PVCEKA

90% PVROS

100% REE

100% REEBULG

100% REECROA

100% REECZE

34% REEGESK

100% REEPOL

100% REESK

50% SUPERFI

75% UNILEAS

50% WARMINS

100% WG-1

100% WG-2

100% WG-3

100% WG-4

100% WG-5

100% WG-6

100% WG-7

24% WINDCO

100% WPEAST

100% WPWEST

RLKGGmbH

98% CETER

100% ERIGODOO

100% ERIGOHOL

42% EUROLEAS

100% FINANCE

100% INPROX

100% OMIKRO

100% PARIS

100% PARISLUX

100% PHOLUS

100% PROITOS

80% RLAA

5% RLFSF

80% RLNEMO

100% UBXFRA

100% UBXLUX

RLAKV

100% ABDEROS

100% ALETTA

1)

treuhändig gehaltene Beteiligungen

100% AELLO

49% AGIOS

100% AGITO

100% AIRA

100% AKRISIOS

50% ALBA

100% ALTHAIA

6% AMADE

50% APUS

100% ARCANA

50% ARTEMIA

100% AURIGA

50% AVION

100% BRISEIS

100% BRL

50% CADO

100% CANOPA

100% CERES

25% CITYCENT

100% COLRIL

100% CURO

100% DANAE

100% DOROS

100% EPPA

100% ETEOKLES

100% FEBRIS

100% GENO

100% HABITO

49% HERA

100% HERMIONE

50% HESTIA

25% IMMOHUBI

100% ISIS

50% JUNO

100% LARENTIA

50% LEAS439

50% LG

100% LIBRA

50% LM

100% LT

100% LYRA

100% MANDRIA

100% MELIKERTES

50% MIRA

50% MIRUS

16% NATA

100% NISOS

100% NOELLWK

50% OCTANOS

50% ORION

100% PALADIOS

100% PARKIN

100% PARO

90% WIED HAUPT

50% PEGA

100% PELIAS

100% PLANA

100% PROKNE

100% PROPRIA

100% PYGRA

100% RAN zehn

100% RAN vierzehn

100% RAV

50% REALBETA

50% REMUS

100% RIL

50% RILII

100% RILIV

100% RILREU

50% RILVI

100% RILVII

100% RILXIII

100% RILXIV

100% RILXVI

25% RIMPGEB

25% RIMPIMMO

25% RIMPLIEG

100% RLBETA

100% RL GRUND

100% RLHPB

70% RLKRAUSS

100% RUBRA

50% RWBL

50% RWBLOE

100% SAMARA

50% SCHRUNS

33% SEILBAHN

1% SELENE

100% SFHOTEL

100% SINIS

50% SOLIDA

50% SPICA

50% SUPRIA

100% SUTTERL

100% THERMAL

100% THERMBET

100% THERMKG

100% THETIS

100% THYMO

50% TRAISENHAUS

100% TRITON

67% UNIQA

100% URSA

50% VANELLA

100% VERUS

100% WEGA

50% ZENTRUM PUNT


7.3. Die Raiffeisen-Leasing-Gruppe per 31.12.2009

Firmenorganigramm (2)

Seite 106 Seite 107

Anhang

Ausland

Sonstige Gesellschaften

49% A-Leasing SpA

49% Aaron Kontor 3 Holding GmbH

100% Abade Immobilienleasing GmbH

6% Abade Immobilienleasing

GmbH & Co KG

100% Abakus Immobilienleasing GmbH

6% Abakus Immobilienleasing GmbH

& Co KG

51% Abalone Immobilienleasing GmbH,

Grünwald

100% Abolla Immobilienleasing GmbH,

Frankfurt

6% Abrawiza Immobilienleasing

GmbH & Co KG

100% Abrawiza Immobilienleasing

GmbH, Frankfurt

100% Abri Immobilenleasing GmbH,

Frankfurt

100% Abura Immobilienleasing GmbH,

Frankfurt

6% Abutilon Immobilienleasing

GmbH & Co KG

100% Abutilon Immobilienleasing GmbH,

Frankfurt

50% ACB Ponova s.r.o.

1% Achat Immobilienleasing

GmbH & Co KG

100% Achat Immobilienleasing GmbH,

Frankfurt

100% Achian Immobilienleasing GmbH,

Frankfurt

100% Ackja Immobilienleasing GmbH,

Frankfurt

6% Ackjas Immobilienleasing

GmbH & Co

100% Acridi Immobilienleasing GmbH,

Frankfurt

100% Acridin Immobilienleasing

GmbH & Co

100% Adagium Immobilienleasing

GmbH, Frankfurt

100% Adamas Immobilienleasing

GmbH & Co

100% Adamas Immobilienleasing GmbH,

Frankfurt

100% Aden Immobilienleasing GmbH,

Frankfurt

100% Adessentio Immobilienleasing

GmbH, Frankfurt

6% Adiantium Immobilienleasing

GmbH & Co

100% Adiantum Immobilienleasing

GmbH, Frankfurt

100% Adipes Immobilienleasing GmbH

100% Adipes Immobilienleasing

GmbH & Co

100% Adorant Immobilienleasing GmbH

6% Adorant Immobilienleasing

GmbH & Co

100% Ados Immobilienleasing GmbH

100% Adrett Immobiilienleasing GmbH

100% Adrittura Immobilienleasing GmbH

100% Aducar Immobilienleasing GmbH

100% Adufe Immobilienleasing GmbH

100% Adular Immobilienleasing GmbH

100% Adular Immobilienleasing

GmbH & Co

100% Agamemnon Immobilienleasing

GmbH

6% Agamemnon Immobilienleasing

GmbH & Co KG

100% Aison Raiffeisen-Immobilien-

Leasing GmbH

6% Akja Immobilienleasing

GmbH & Co

100% Alkaios Raiffeisen-Immobilien-

Leasing GmbH

100% Amykos Raiffeisen-Immobilien-

Leasing GmbH

100% Antaios Raiffeisen-Immobilien-

Leasing GmbH

50% Austria Immobilien AG

100% Austria Leasing Bet

100% Austria Leasing GmbH

100% Austria Leasing GmbH Cura

100% Austria Leasing GmbH,

Projekt Hannover

100% Austria Leasing GmbH,

Projekt Eberdingen

100% Austria Leasing GmbH,

Projekt EKZ Meitingen

100% Austria Leasing GmbH,

Projekt Lebensmittelmärkte

100% Austria Leasing GmbH,

Projekt Leipzig EM

100% Austria Leasing GmbH,

Projekt Leipzig SB

88% Austria Leasing GmbH,

Projekt Taunussteiner

100% Austria Leasing Immoverw

100% Baufachmarktvermietung

Laufenburg GmbH

70% Bukovina Residential SRL

100% Carnuntum Immobilienleasing

GmbH

50% Cityland Park Sp.z.o.o., Warschau

100% CZ Invest GmbH

98% Eco Fachmarktzentrum

Geiselhöring GmbH & Co

100% Fachmarktvermietung Gaggenau

GmbH

100% FMK Kohlbruck

70% FMZ Primus Kft

6% Hotel Alte Reichspost

100% Hotel Maria Prag Besitz s.r.o.

30% Hotel Tornet AB

51% HSL Invest s.r.l.

100% Immoservice Polska

Sp.z.o.o.

25% K & D Progetto

100% Kiinteistö Oy Automaatiotie 1

100% Kiinteistö Oy Rovaniemen

tietotekniikkakeskus

100% Kiinteistö Oy Seinäjoen

Jaoupinkatu 1

100% Körlog Logisztika Kft.

100% Korn GmbH

100% Laomedon Immobilienleasing

GmbH

100% Lentia Immobilienleasing GmbH

6% Lentia Immobilienleasing GmbH -

Projekt Albert-Oswald Haus

100% Lucius Property s.r.o.

30% Lumiten AB

100% Orestes Immoblienleasing GmbH

6% Orestes Immoblienleasing

GmbH & Co, Projekt Wiesbaden

100% Ostarrichi Immobilienleasing GmbH

100% Ostarrichi Immobilienleasing GmbH

Projekt Langenbach

10% Pompejus AB

100% Priamos Immobilienleasing GmbH,

Frankfurt

100% R Alpha Imobile s.r.l.

99% R Diana s.r.l.

99% R Hermes s.r.l.

99% R Lux s.r.l.

99% R Mormo s.r.l.

100% RL - Nordic AB

100% RL - Nordic Finans AB

100% RL Anlagenverm München

100% RL Aramis Hold

100% RL Assets Sp.z.o.o.

100% RL Attis Hold

100% RL Attis Sp.z.o.o.

100% RL Balkan Hold

100% RL Baukis Hold

100% RL Beta d.o.o.

20% RL Bot s.r.o.

100% RL Bulgaria Hold

100% RL Delta Hold

100% RL Epsilon Hold

100% RL Epsilon Sp.z.o.o.

100% RL Eta d.o.o.

100% RL Eta Hold

100% RL Fontus Hold

100% RL Fontus Sp.z.o.o.

100% RL Fuego

100% RL Gamma d.o.o.

100% RL Gamma Hold

100% RL Heart Hold

100% RL Heart Sp.z.o.o.

100% RL Jankomir d.o.o.

100% RL Jota Hold

100% RL Jota Sp.z.o.o.

100% RL Lamda s.r.o.

45% RL Leasing München

100% RL LUX Kft.

100% RL Nedvishimosti EOOD

100% RL Nemovitosti s.r.o.

100% RL Opis Sp.z.o.o.

100% RL Promitor Hold

100% RL Promitor Sp.z.o.o.

100% RL Retail Hold

100% RL Retail Polska Sp.z.o.o.

50% RL Skand AB

100% RL Theta Hold

25% RLI Holding GmbH*)

100% RL-Nordic Oy

100% RL-Pro Auxo Sp.z.o.o.

50% RLRE Sigma Property s.r.o.

50% RLRE Ypsilon Property s.r.o.

100% RLX Dvorak Holding S.A.

100% RR Investment

100% SCTE

20% Semperin AB

100% Styria Immobilienleasing GmbH

6% Styria Immobilienleasing GmbH -

Projekt Ahlen

100% Tertium Immobilienleasing GmbH

100% the wind company sugar creek

one Inc.

100% the wind company sugar creek

two Inc.

20% Van der Huff Holding AB

51% Villa Eden Gardone S.r.l.

100% Vindobona Immobilienleasing

GmbH

6% Vindobona Immobilienleasing

GmbH & Co KG Projekt Autohaus

51% Wohnheim Güntzstraße

*) RLI Holding Töchter

SOOO Raiffeisen Leasing, Minsk (BY)

OOO Raiffeisen-Leasing, Moskau (RU)

LLC Raiffeisen Leasing Aval, Kiew (UA)

Raiffeisen Leasing Bulgaria OOD,

Sofia (BG)

Raiffeisen Leasing d.o.o., Belgrad (RS)

Raiffeisen Leasing d.o.o., Ljubljana

(SI)

Raiffeisen Leasing d.o.o., Sarajewo

(BA)

Raiffeisen Leasing IFN SA, Bukarest

(RO)

Raiffeisen Leasing Sh.a., Tirana (AL)

Raiffeisen Lizing Zrt., Budapest (HU)

Raiffeisen Leasing d.o.o., Zagreb (HR)

Raiffeisen-Leasing Polska S.A.,

Warschau (PL)

Raiffeisen Leasing Real Estate. s.r.o.,

Prag (CZ)

Raiffeisen-Leasing s.r.o., Prag (CZ)

Tatra Leasing s.r.o., Bratislava (SK)

Raiffeisen Leasing Kazakhstan LLP,

Almaty (KZ)

51% ARGE ÖffBeleuchtung

100% CUPIDO

100% FMZ DREI

100% FMZ EINS

100% FMZ FÜNF

100% FMZ SECHS

25% Golfanl. Schönborn

100% HEKAL

100% HSPROJ

49% IGNIS

50% KEYLWERT

100% KOTTO

45% KVG Bauträger

100% LITAI

100% LMV Holding GmbH

100% LSC

100% OPORA

100% PHOLUS

100% Raiff. Windpark

100% Raiff. Windpark Berg

100% Raiff. Windpark Trautmann

100% Raiff. Windpark Velm

40% Rail-Rent-Holding

51% RDS Holding GmbH

100% RL ALPHA Holding

100% RL Bet

100% RL BETA Holding GmbH

99% RL KOKYTO Holding GmbH

100% RL OPIS

100% RL Waerme

100% RLBANK

100% RLIMMO

100% RLIMVERW

100% RLWBERRI

100% RRENT

100% RRLENAU

100% RRWALL

100% RSBL

45% RSM Immo

100% Scheimpfluggasse 3

50% TTLGMBH

50% TTLKEG

20% WTVPG


Seite 108 Anhang

Seite 109

7.4. Wichtige Adressen im Überblick

Raiffeisen-Leasing

in Österreich

Zentrale Wien

1020 Wien, Hollandstraße 11-13

Tel.: +43 1 716 01-0

Fax: +43 1 716 01-98029

leasing@rl.co.at

www.raiffeisen-leasing.at

www.oekoenergie-blog.at

Landesgeschäftsstelle NÖ-Wien

1020 Wien, Hollandstraße 11-13

Tel.: +43 1 716 01-8131

Fax: +43 1 716 01-98131

Landesgeschäftsstelle Burgenland

7001 Eisenstadt, Raiffeisenstraße 1

Tel.: +43 2682 908 18-8501

Fax: +43 2682 908 18-8505

Landesgeschäftsstelle Steiermark

8074 Raaba-Graz,

Dr.-Auner-Straße 8

Tel.: +43 316 40 02-4180

Fax: +43 316 40 02-4185

Landesgeschäftsstelle Salzburg

5020 Salzburg, Elisabethstraße 2

Tel.: +43 662 430 361-8600

Fax: +43 662 430 361-8610

Landesgeschäftsstelle Kärnten

9020 Klagenfurt, Kardinalplatz 5

Tel.: +43 463 993 131-8563

Fax: +43 463 993 131-8570

Landesgeschäftsstelle Tirol

6020 Innsbruck, Adamgasse 7a

Tel.: +43 512 53 05-12360

Fax: +43 512 53 05-12369

Landesgeschäftsstelle Vorarlberg

6901 Bregenz, Rheinstraße 11

Tel.: +43 5574 405-251

Fax: +43 5574 405-256

Raiffeisen-Leasing in Zentralund

Osteuropa

Österreich

Raiffeisen-Leasing International GmbH

1030 Wien, Am Stadtpark 9

Tel.: +43 1 717 07-2966

Fax: +43 1 717 07-762966

Kontakt: Mag. Dieter Scheidl

dieter.scheidl@rli.co.at

Kontakt: Mag. Michael Hackl

michael.hackl@rli.co.at

www.rli.co.at

Albanien

Raiffeisen Leasing Sh.a.

Rruga Kavajes 44

AL-Tirana

Tel.: +355 42 274 920

Fax: +355 42 232 524

leasing@raiffeisen.al

www.raiffeisen.al

Bosnien und Herzegowina

Raiffeisen Leasing d.o.o. Sarajevo

St. Branilaca Sarajeva No. 20

BA-71000 Sarajevo

Tel.: +387 33 254 354

Fax: +387 33 212 273

info@rlbh.ba

www.rlbh.ba

Bulgarien

Raiffeisen Leasing Bulgaria OOD

Business Park Sofia

Building 7B, 4 th floor

BG-1766 Sofia

Tel.: +359 2 491 91 91

Fax: +359 2 974 20 57

dobromir.dobrev@rbb-sofia.raiffeisen.at

www.rlbg.bg

Kasachstan

Raiffeisen Leasing

Kazakhstan LLP

146, Shevchenko str., Flat 1,

KZ-050008 Almaty

Tel.: +7 727 378 54 30

Fax: +7 727 378 54 47

raiffeisen_leasing@rlk.kz

www.rlkz.kz

Kosovo

Raiffeisen Leasing Kosovo LLC

Str. Agim Ramadani no. 15

KOS-10000 Priština

Tel.: +381 38 22 22 22

Fax: +381 38 20 30 11

info-leasing@raiffeisen-kosovo.com

Kroatien

Raiffeisen Leasing d.o.o.

Radnička cesta 43

HR-10 000 Zagreb

Tel.: +385 1 6595-000

Fax: +385 1 6595-050

leasing@rl-hr.hr

www.rl-hr.hr

Moldawien

I.C.S. Raiffeisen-Leasing S.R.L.

Alexandru cel Bun 51

MD-2012 Chişinău

Tel.: +373 22 27 93 13

Fax: +373 22 22 83 81

office@raiffeisen-leasing.md

www.raiffeisen-leasing.md

Polen

Raiffeisen-Leasing Polska S.A.

ul. Prosta 51

PL-00 838 Warszawa

Tel.: +48 22 326 36 00

Fax: +48 22 326 36 01

leasing@raiffeisen.pl

www.rl.com.pl

Rumänien

Raiffeisen Leasing IFN S.A.

Calea 13 Septembrie, nr. 90

Grand Offices Marriott

Grand Hotel, Sector 5

RO-050726 Bucureşti

Tel.: +40 21 403-33 34

Fax: +40 21 403-32 98

office@raiffeisen-leasing.ro

www.raiffeisen-leasing.ro


Seite 110 Anhang

Seite 111

Russland

OOO Raiffeisen-Leasing

ul. Stanislavskogo 21/1

RU-109004 Moskva

Tel.: +7 495 721 9980

Fax: +7 495 721 9901

leasing@raiffeisen.ru

www.rlru.ru

Serbien

Raiffeisen Leasing d.o.o.

Milutina Milankovicá 134a

RS-11000 Novi Beograd

Tel.: +381 11 201 77 00

Fax: +381 11 313 00 81

info.leasing@raiffeisen-leasing.co.yu

www.raiffeisen-leasing.rs

Slowakei

Tatra Leasing s.r.o.

Hodžovo námestie 3

SK-811 06 Bratislava

Tel.: +421 2 5919-3168

Fax: +421 2 5919-3048

info@tatraleasing.sk

www.tatraleasing.sk

Slowenien

Raiffeisen Leasing d.o.o.

Tivolska 30 (Center Tivoli)

SI-1000 Ljubljana

Tel.: +386 1 241-62 50

Fax: +386 1 241-62 68

info-leasing@raiffeisen-leasing.si

www.rl-sl.com

Tschechien

Raiffeisen-Leasing s.r.o.

Hvězdova 1716/2b

CZ-140 78 Praha 4

Tel.: +420 2 215 116-11

Fax: +420 2 215 116-66

rl@rl.cz

www.rl.cz

Ukraine

LLC Raiffeisen Leasing Aval

9, Moskovskyi Ave., Corp. 5,

office 101

UA-04073 Kyiv

Tel.: +38 044 590 24 90

Fax: +38 044 200 04 08

sales@rla.com.ua

www.rla.com.ua

Ungarn

Raiffeisen Lízing Zrt.

Hungária krt. 40-44

HU-1087 Budapest

Tel.: +36 1 477-8707

Fax: +36 1 477-8702

lizing-info@raiffeisen.hu

www.raiffeisenlizing.hu

Weißrussland

SOOO Raiffeisen Leasing

31 A, V. Khoruzhey, 3 rd floor

BY-220002 Minsk

Tel.: +375 17 289 9395

Fax: +375 17 289 9394

maksim.lisicky@priorbank.by

Immobilien-Leasing-

Gesellschaften

Tschechien

Raiffeisen Leasing Real

Estate s.r.o.

Hvězdova 1716

CZ-140 78 Praha 4

Tel.: +420 2 221 511 610

Fax: +420 2 221 511 641

realestate@rl.cz

www.realestateleasing.cz

Raiffeisen-Leasing in Westund

Nordeuropa

Deutschland

Austria Leasing GmbH

Mergenthalerallee 77

D-65760 Eschborn Taunus

Tel.: +49 6196 96 732-0

Fax: +49 6196 96 732-20

reinhard.albrecht@austrialeasing.de

www.austria-leasing.de

Finnland

RL-Nordic OY

Mannerheimintie 12B

FIN-00100 Helsinki

Tel.: +358 9 2516 6315

Fax: +358 9 2516 6100

leasing_FI@rl-nordic.fi

www.rl-nordic.fi

Italien

A-Leasing SpA

Via Terraglio 68/A,

I-31100 Treviso

Tel.: +39 0422 409805

Fax: +39 0422 029869

info@a-leasing.it

www.a-leasing.it

Schweden

RL-Nordic AB

Drottninggatan 89, 14 th floor

Box 3294

S-103 95 Stockholm

Tel.: +46 8 440 50 80

Fax: +46 8 440 50 89

leasing_SE@rl-nordic.se

www.rl-nordic.se

Schweiz

AIL Swiss-Austria

Leasing AG

Flughofstrasse 41

CH-8152 Glattbrugg ZH

Tel.: +41 44 801 8800

Fax: +41 44 801 8809

office@immo-leasing.ch

www.immo-leasing.ch

Sonstige

Raiffeisen Energy &

Environment GmbH

Hollandstraße 11-13

A-1020 Wien

Tel.: +43 1 716 01-8054

Fax: +43 1 716 01-98054

energy@ree.at

www.ree.at


Impressum:

Medieninhaber, Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich:

Raiffeisen-Leasing GmbH, 1020 Wien

Redaktion und Koordination:

Prok. Andrea Weber, Ulrike Capelare, Katharina Stögner

Konzept und Beratung:

BrandCom Werbeagentur, 1070 Wien

Mag. Thomas Aichelburg-Rumerskirch

Art Direktion und Grafik:

Marlene Schaufler, 1070 Wien

Text und Recherche:

Act Kommunikation und Redaktion Vojtisek, 1160 Wien

Projektbegleitung Nachhaltigkeitsbericht:

brainbows informationsmanagement gmbh

Ansprechpartner Nachhaltigkeitsbericht:

Prok. Andrea Weber

Übersetzung und Lektorat:

languagepoint, 8010 Graz

Valerie + Peter Kostan und Mag. Barbara Raunig

Druck:

Holzhausen Druck GmbH, 1140 Wien

Bildnachweis:

Architekt Podsedensek ZT GmbH; B&M Architektur; BHAK, BHAS Gänserndorf;

CARE Österreich; g1, Architekt Gollwitzer; Georg Ott; istockphoto; Jungheinrich Austria

Vertriebsges.m.b.H.; Kurt Keinrath; Martin Kundt; MEV Verlag GmbH; Michael Appelt;

ÖkoBusinessPlan Wien; Oscar Properties; RLB Burgenland; Signa Development;

SOS-Kinderdorf; Stadler Rail Group; Thomas Preiss; Verein Regenwald der Österreicher;

WRS energie- & unternehmenslösungen gmbh

Aus Gründen der Lesefreundlichkeit sind alle Formulierungen geschlechtsneutral

zu verstehen und richten sich daher gleichermaßen an Frauen und Männer.

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