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Postgebühr bar bezahlt, Verlagspostamt 2380 Perchtoldsdorf

Das Kundenmagazin der Raiffeisen-Leasing 3|2009

Kommunales

Leasing

Menschen Gerald Steger, café & co

Recht Schwellenwerteverordnung 2009

Ökoprojekte Zukunftsmarkt Elektromobilität


Postgebühr bar bezahlt, Verlagspostamt 2380 Perchtoldsdorf

inhalt

Das Kundenmagazin der Raiffeisen-Leasing 3|2009

Kommunales

Leasing

Menschen Gerald Steger, café & co

Recht Schwellenwerteverordnung 2009

Ökoprojekte Zukunftsmarkt Elektromobilität

editorial ANDREA WEBER 3

Cafétier aus Passion

Gerald Steger hat café+co

zum Marktführer in Bereich

Automaten-Catering in Zentraleuropa

gemacht.

Seite 4

Steuerstundung

Parallel mit dem Konjunkturbelebungsgesetz

erfolgte

die Einführung einer neuen

vorzeitigen Absetzung für

Abnutzung (AfA).

Seite 6

Lifestyle

Durch Querdenken zu Lösungen.

Kreativität bestimmt den

Unternehmenserfolg und ist

der Motor für Innovationen.

Ab Seite 32

menschen

Mag. Gerald Steger 4

steuer

Die vorzeitige AfA kann den Steuervorteil

von Leasing nicht immer aufwiegen. 6

recht

Die Schwellenwerteverordnung 2009

soll die Vergabe öffentlicher

Aufträge erleichtern. 8

kommentar

GF MAG. MICHAEL OHNER:

Zufriedenstellendes Halbjahr. 11

coverstory

Ressourcen effizient nutzen:

Kommunalleasing bietet viele Vorteile. 12

meinung

GF MAG. PETER ENGERT:

Elektromobilität ist die Zukunft. 19

reportage

Flottenmanagement à la carte. 20

Neue Landesleasinggesellschaft. 21

Mit Kooperation zum Erfolg. 22

2 Leas•mich


editorial

Kommunales Leasing

Knappe Mittel erfordern intelligente

Maßnahmen. Raiffeisen-

Leasing hat auf den Bedarf der

Kommunen schon frühzeitig

reagiert. Denn gerade in Krisenzeiten

fungieren Gemeinden

als Motor von regionaler Wertschöpfung

und Nachhaltigkeit.

Seite 12

immobilien

Karlsbad: Kuren in Bestlage. 24

Wagenkästen für Ungarn aus Szolnok. 24

Schulprojekt im Südburgenland. 25

Spatenstichfeier bei Kwizda-Pharma. 25

Signa feiert und baut. 26

Wohnen in der ehemaligen Reichsbank. 26

Q-West „bildet und belebt“. 27

ökoprojekte

Elektromobilität für alle. 28

Flott unterwegs mit der VLOTTE. 29

kundenporträt

Armaturenhersteller Herz. 30

Großflächendruck by Trevision. 31

lifestyle

Durch Querdenken zu Lösungen. 32

facts & figures 34

IMPRESSUM Medieninhaber: Raiffeisen-Leasing GmbH., Hollandstr.11–13, 1020 Wien,

Tel. 01 71601-8440, Fax: DW 8448, Internet-Adresse: http://www.raiffeisen-leasing.at,

E-Mail-Adresse: leasing@rl.co.at Herausgeber: Prok. Andrea Weber

Koordination: Ulrike Capelare Produzent: Verlagsgruppe NEWS Gesellschaft m.b.H.,

FN 183971 HG, Taborstr. 1–3, 1020 Wien Geschäftsführung: Dkfm. Helmut Hanusch

Objektleitung: Klaus Edelhofer Redaktionsbüro: Vojtisek KEG, E-Mail-Adresse:

act.vojtisek@aon.at Grafische Gestaltung: Greiner & Greiner, 1050 Wien

Fotos: Wo nicht anders angegeben: Raiffeisen-Leasing, Buenos Dias, Fotolia

Herstellung: Sibylle Bauer Druck: Druckerei Berger, 3580 Horn

Vertrieb: Mediaprint-Zeitschriftenvertriebsgesellschaft, 1235 Wien

Die Raiffeisen-Leasing GmbH übernimmt keine Haftung oder Garantie für die

Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen.

Aus Gründen der Lesefreundlichkeit sind alle Formulierungen durchgängig geschlechtsneutral

zu verstehen und richten sich daher gleichermaßen an Frauen und Männer.

Neue Wege

beschreiten

Das ambitionierte Konjunkturpaket der Regierung hat sich in den Kommunen

zu einem echten Turbo für die regionale Wirtschaft entwickelt.

Dass gleichzeitig die Vergabe öffentlicher Aufträge erleichtert wurde, indem

die Schwellenwerte erhöht und die Ausschreibungskriterien zumindest

vorübergehend gelockert wurden, kam noch als Hilfestellung für Unternehmen

– vornehmlich aus dem Bau- und Dienstleistungsbereich –

dazu (mehr zur Schwellenwerteverordnung 2009 ab Seite 8). Wir sind in

der aktuellen Ausgabe diesem Thema nachgegangen. In unserer Coverstory

wurden unter anderem drei politische Verantwortungsträger

über ihre Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur gefragt. Ihr Rezept:

Investitionsanreize schaffen und dabei kommunale Ausgliederungsmodelle

als Alternative zu herkömmlichen Finanzierungsmodellen einsetzen.

Leasing spielt dabei eine bedeutende Rolle, schon deshalb, weil

viele Varianten dabei Dienstleistungen und Garantien beinhalten, die es

den Kommunen möglich macht, ihre künftigen Ausgaben detailliert zu

planen. Lesen Sie ab Seite 12, wie Städte, Länder und Gemeinden ihre

Ressourcen mit unterschiedlichen Finanzierungsmodellen effizient nutzen.

Neue Wege zu beschreiten ist auch beim Thema Verkehr unumgänglich.

Steigende Umweltbelastung, Knappheit fossiler Ressourcen und

langfristig steigende Treibstoffpreise scheinen der Mobilität Grenzen zu

setzen. Einen Ausweg könnten Elektrofahrzeuge bieten. Die Raiffeisen-

Leasing hat sich – gemeinsam mit Partnern – sehr eingehend mit diesem

Zukunftsmarkt befasst und ein entsprechendes Angebot entwickelt. In der

Rubrik Ökologieprojekte stellen wir zwei Beispiele vor, wie die individuelle

Mobilität der Zukunft aussehen wird (Seite 28).

Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht Ihnen

Ihre Andrea Weber

ANDREA WEBER

Leiterin Marketing und PR

in der Raiffeisen-Leasing

PS: Die Raiffeisen-Leasing gehört seit heuer einer im wahrsten Sinne des

Wortes herausragenden Wirtschaftsgruppe an: Unternehmen, die die

Identität einer Stadt, einer Region, eines Bundeslandes oder Landes

besonders leben, die sich den Parametern Transparenz, Fairness und

Gemeinschaftsgeist verpflichtet haben, um gemeinsam für die Bürger

dieses Landes wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen, werden als Leitbetriebe

bezeichnet. Wir werden uns als Leitbetrieb Austria wie schon

bisher bemühen, den hohen Ansprüchen, die mit dieser Auszeichnung

verbunden sind, voll zu entsprechen.

NUMMER 3|OKTOBER 2009 3


menschen

Cafétier aus Passion

Kaffee ist sein Geschäft und seine Leidenschaft.

Gerald Steger hat café+co zum Marktführer im Bereich

Automaten-Catering in Zentraleuropa aufgebaut. Pro Jahr

sorgt die café+co-Gruppe mit einer halben Milliarde

Kaffeeportionen für Genuss und Leistungssteigerung.

„Möchten Sie eine Tasse Kaffee?“

Diese Einstiegsfrage ist nichts Außergewöhnliches.

Aber dabei bleibt es bei

café+co nicht. Geschäftsführer Ing. Mag.

Gerald Steger betritt schwungvoll den

Empfangsbereich und lädt sofort zur

Kaffeeverkostung. Während der Zubereitung

schwärmt er von der schwarzen

Bohne. „Kaffee ist ein sehr vielseitiges

Produkt, das alle Sinne anspricht: Man

schmeckt ihn, kann die Bohnen greifen,

den Kaffee riechen, die Kaffeepflanze ansehen

und die Zubereitung hören. Und

man kann sich auch über ihn ärgern,

zum Beispiel wenn man keinen bekommt!“

schmunzelt Steger. Der Kaffeeautomat

hat mittlerweile seine Aufgabe

vollendet, der verkostete Espresso mit

dem Kaffeearoma Cappuccino Haselnuss

erfreut den Gaumen. Gerald Steger

lässt seinem Gegenüber Zeit, möchte

dessen Meinung erfahren. Erst danach

lädt er zum Gespräch in sein Büro. „Kaffee

begleitet mich durch den ganzen Tag.

Ich mag das Produkt sehr gerne, am

meisten mundet mir die Sorte „Jamaica

Blue Mountain“. Dieser schmeckt mild,

hat aber eine einzigartige Fülle“, startet er

das Interview. Fünf Portionen Kaffee trinkt

er am Tag, schwarz, ohne Milch. „Kaffee

hat seinen Ruf auch im Gesundheitssegment

verbessert. Heute ist bewiesen,

dass er große Mengen an Antioxidantien

enthält, die einen Schutz vor chronischen

Erkrankungen bieten. Er erhöht die mentale

und physische Leistungsfähigkeit“,

stellt der Kaffeeprofi dem belebenden

Koffeingetränk ein hervorragendes Zeugnis

aus. Steger hat einen naheliegenden

Grund für dessen unverfälschten

Genuss: „Ich beschäftige mich sehr mit

Kaffeeverkostung, daher bin ich gewohnt,

ihn schwarz zu trinken.“ Vor Jahren

hat er an der deutschen Kaffeeverkostungs-Staatsmeisterschaft

teilgenommen,

kam ins Finale der letzten vier.

Als ausländischem Teilnehmer war ihm

eine weitere Teilnahme versagt, also rief

er kurzerhand ein österreichisches Pendant

ins Leben. „Zuerst wurde mein

Wunsch mit dem Argument, die Organisation

sei zu aufwendig, abgetan. Über

café+co haben wir diesen Event dann

aber doch auf die Beine gestellt. Das

sind wir unserem Ruf als Kaffee-Nation

schon schuldig“, stellt Steger mit einem

Lächeln fest. 24 Kaffeeportionen werden

bei diesem Bewerb verkostet, acht 3er-

Sets. Zwei Kaffeesorten sind jeweils

ident, der Fremdkaffee (Kaffeesorte/

Erntejahr variieren) muss herausgeschmeckt

werden. Bisher ist diese Veranstaltung

3x über die Bühne gegangen,

mit sensationellem Erfolg. „Die Latte für

das nächste Jahr liegt sehr hoch“, so

Steger, der sich auf die neuerliche Austragung

(3. Mai 2010, Wiener Rathaus)

schon sehr freut. „Diese Staatsmeisterschaft

ist ein Marketingelement für unser

Unternehmen, das steht aber nicht so

im Vordergrund.“ Interessanter sind für

den Kaffeeguru die Teilnehmer, die aus

der Kaffee-, Lebensmittel- und Sensorikbranche

kommen. „Es gibt keinen europäischen

Einheitskaffee, dafür sehr viele

regionale Unterschiede. Diese herauszufinden

und in das Gerätesystem zu

übernehmen, verlangt viel Zeit und Kapital

und eben auch qualifizierte Verkoster“,

so Steger. Mit großem Engagement

hat er es geschafft, café+co innerhalb

von zehn Jahren zu einem der größten

Kaffeeautomaten-Catering-Netze Europas

wachsen zu lassen. Heute sind mehr

als fünf Millionen Kaffeetrinker in 30.000

Betrieben zwischen Moskau und München

zufriedene Kunden, das Unternehmen

ist mit 18 Tochtergesellschaften und

1.100 Mitarbeitern in 12 Ländern tätig.

Für seinen Einsatz wurde Gerald Steger

2006 mit dem Goldenen Ehrenzeichen

für Verdienste um die Republik Österreich

ausgezeichnet.

„Jeder Mensch präferiert einen anderen

Kaffeetyp, ich bevorzuge wie erwähnt

„Jamaica Blue Mountain“. Dieser

wird auf 1.800 m Seehöhe angebaut,

besticht durch seinen nussigen, leicht

schokoladigen Geschmack, seinen milden

und reinen Charakter und seine harmonische

und edle Säure“, schwärmt

der passionierte Bergsteiger. „Wir wollen

jeden Kundenwunsch erfüllen, daher

sind wir Vollsortimenter. Wir führen alle

Markenkaffees und bieten eigene Rohstoffkontrakte.

Abgerundet wird das

Sortiment durch Tee, Kaltgetränke und

Snacks“, beschreibt Steger das café+co-

Unternehmenskonzept. 2009 konnten

Neukunden quer durch die Wirtschaft

akquiriert werden, zuletzt die ASFINAG-

Autobahnraststätten. Viele Unternehmen

sparen dem Betriebswirt zufolge beim

Investitionsbudget, geben kein Geld für

4 Leas•mich


Fotos: café+co

Gerald Steger hilft bei der täglichen Arbeit auf

einer Kaffeeplantage in Brasilien 2008 (oben).

„Jamaica Blue Mountain“ ist die Lieblings-

Kaffeesorte des café+co-Chefs (rechts).

teure Espressoautomaten aus. café+co

hat genau dafür die Lösung: Die Geräte

werden dem Kunden kostenlos zur Verfügung

gestellt, dieser entscheidet individuell

die Kaffeezusammenstellung sowie

den Preis. „Die eben genannten

Punkte helfen uns, mit einem blauen

Auge durch die momentan harte Zeit zu

kommen“, betont der Vertriebsprofi. Mit

dem 1. Halbjahresergebnis kann Steger

zufrieden sein, der Umsatz stieg um

mehr als 2 % gegenüber dem Vergleichszeitraum

2008. „In Teilen Osteuropas

wächst die Nachfrage in der

Krise stärker als im Euro-Raum in der

Hochkonjunktur“, kommentiert Steger

die erfreulichen Zahlen. Kaffee weist generell

eine hohe Krisenresistenz auf.

„Gerade am Arbeitsplatz ist Kaffee einer

der wenigen Stimmungsaufheller“, meint

Steger schmunzelnd, „da macht man

keine Abstriche bei der Qualität.“ Besonders

im Kaffeeland Österreich gehören

die schwarzen Bohnen zum täglichen

Ritual. Mit einem Jahresverbrauch

von 8 kg pro Kopf sind die Österreicher

Weltspitze beim Kaffeekonsum. Zum

Vergleich: Weltweit wird 1 kg/Kopf/Jahr

konsumiert. Für das Gesamtjahr erwartet

Steger das Erreichen des Vorjahreserlöses

von EUR 128 Mio. Neue Kooperationen

zur Erweiterung des Sortiments

sollen dabei helfen. „Unser erstes Partnerprodukt,

ein Eiskaffee mit der NÖM,

hat hervorragende Bewertungen erhalten“,

freut sich der Marathonläufer, der

2000 mit seiner Firmenstaffel beim

Wachau-Marathon siegreich war.

Großen Wert legt der 49-Jährige, der

auf einem Kärntner Bergbauernhof aufgewachsen

ist, auf Umweltschutz und

Nachhaltigkeit. Letzteres ist für café+co

ein Managementprinzip, das konsequent

umgesetzt wird. Kernpunkte sind

langfristig ausgerichtete Kunden- und

Lieferantenbeziehungen, ein Personalstand

mit geringer Fluktuation sowie der

schonende Umgang mit natürlichen

Ressourcen. „Je nachhaltiger wir agieren,

umso länger werden wir mit den

Rohstoffen auskommen“, beweist der

Familienvater Weitsicht. „Aus diesem

Grund kooperieren wir mit der Rainforest

Alliance und Fairtrade, die umweltschonende

und sozial verträgliche

Produktionsbedingungen

garantieren“,

erklärt Steger,

letztes Jahr während

eines Brasilienurlaubes

selbst Erntehelfer

auf einer Kaffeeplantage.

„Mit diesen

Zertifikaten können

wir Qualität von der

Pflanze bis zum

Becher garantieren.“

Das café+co-Becherrücknahmesystem,

ausgezeichnet mit

dem Gütezeichen Ökoprofit, ein Benzinsparprogramm,

das den Spritverbrauch

um 3 % pro Jahr senkt, sowie Investitionen

im Bereich Wasserschutz sind weitere

Bausteine aus den Umweltaktivitäten

des Konzerns.

Beim Thema Lieferantenbeziehungen

kommt Steger auch auf die Raiffeisen-

Leasing, wo café+co seit drei Jahren

Fuhrparkkunde ist. „Wir wollen unsere

gesamten Ressourcen, auch administrativ,

auf unser Kerngeschäft fokussieren.

Und das ist eben, für guten Kaffee

am Arbeitsplatz zu sorgen. Alle anderen

Dinge werden an kompetente Partner

ausgelagert“, erläutert Steger. Mittlerweile

stehen in Österreich 150 Autos

über die Fuhrparkverwaltung der Raiffeisen-Leasing

zur Verfügung. „Wir leben

Kundennähe“, versichert der Kaffeeprofi

glaubhaft. „Das erfordert Mikrologistik,

verbunden mit einem hohen Kostenbewusstsein.

Die Raiffeisen-Leasing nimmt

uns diesen Bereich ab. Das funktioniert

einwandfrei, und wir können uns voll auf

unser Kerngeschäft konzentrieren.“ı

NUMMER 3| OKTOBER 2009 5


echt&steuer

Steuerstundung

Mit dem Konjunkturbelebungsgesetz 2009 (BGBl I Nr. 27/2009 vom

31. März 2009) erfolgte die Einführung einer neuen vorzeitigen Absetzung

für Abnutzung (AfA). Den Steuervorteil von Leasingverträgen kann die neue

Regelung unter bestimmten Umständen dennoch nicht aufwiegen.

MAG. ANDREAS SCHEIBLECKER, RAIFFEISEN-LEASING

Die neue vorzeitige Absetzung für Abnutzung

ist für abnutzbare, körperliche

Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens,

für die nach dem 31. Dezember 2008

und vor dem 1. Jänner 2011 Anschaffungs-

oder Herstellungskosten anfallen,

anwendbar. Im Jahr der Anschaffung

oder Herstellung kann eine vorzeitige

AfA in Höhe von 30 % der Anschaffungs-

oder Herstellungskosten vorgenommen

werden. Erfolgt im Jahr der Anschaffung

auch die Inbetriebnahme,

dann umfasst dieser Prozentsatz auch

die nach § 7 EStG zustehende Absetzung

für Abnutzung („Normal-AfA“). Insgesamt

darf die Summe aus vorzeitiger

AfA und Normal-AfA über die ganze Nutzungsdauer

nicht die Anschaffungs- und

Herstellungskosten übersteigen.

Ausgenommen von der vorzeitigen

AfA sind:

ÿ Gebäude und Herstellungsaufwendungen

eines Mieters oder sonstigen

Nutzungsberechtigten (sog. „Mieterinvestitionen“),

ÿ Pkw und Kombis, ausgenommen

Fahrschulautos sowie Kraftfahrzeuge,

die zumindest zu zu 80 % der gewerblichen

Personenbeförderung dienen,

ÿ Luftfahrzeuge,

ÿ geringwertige Wirtschaftsgüter, die

gem. § 13 EStG abgesetzt werden,

ÿ gebrauchte Wirtschaftsgüter,

ÿ Wirtschaftsgüter, die von einem Unternehmen

erworben werden, das

unter beherrschendem Einfluss des

Steuerpflichtigen steht,

ÿ Wirtschaftsgüter, mit deren Anschaffung

oder Herstellung vor dem 1. Jänner

2009 begonnen worden ist.

Diesen Bestimmungen zufolge kann bei

begünstigten Wirtschaftsgütern ein steuerlich

wirksamer Aufwand in Höhe von

30 % der Anschaffungs- oder Herstellungskosten

geltend gemacht werden.

Dies bedeutet gerade bei langlebigen

Wirtschaftsgütern einen nicht unbeträchtlichen

Vorteil. Zum Vergleich: die „Normal-AfA“

für Wirtschaftsgüter mit einer betriebsgewöhnlichen

Nutzungsdauer von

zehn Jahren beträgt zehn Prozent.

Der „Steuerspareffekt“ ist allerdings

zeitlich begrenzt. Da insgesamt nicht

mehr als 100 % der Anschaffungs- oder

Herstellungskosten abzugsfähig sind,

reduziert sich das „Abschreibungspotenzial“

– abhängig von der betriebsgewöhnlichen

Nutzungsdauer – in späteren

Jahren. Die dann wegfallende Abschreibung

führt zu einer entsprechend

höheren Steuerbelastung. Mit anderen

Worten: die geringere Steuer nach Vollabschreibung

des Wirtschaftsgutes wird

aufgrund der dann wegfallenden Abschreibung

später wieder bezahlt. Der

„Steuerspareffekt“ der vorzeitigen Absetzung

ist also eigentlich ein „Steuerstundungseffekt“,

d. h. der Vorteil liegt in

der Tatsache, dass Steuerzahlungen erst

später erfolgen werden, nämlich nach

Vollabschreibung des Wirtschaftsgutes.

Dieser „Steuerstundungseffekt“ ist umso

höher, je länger die betriebliche Nutzungs-

und damit die Abschreibungsdauer

ist. Dies liegt daran, dass aufgrund

der erst in späteren Jahren wegfallenden

Abschreibung die dann „hochkommenden“

Steuerzahlungen wegen

der Abzinsung (da sie in der Zukunft liegen)

deutlich weniger ins Gewicht fallen,

Die vorzeitige AfA soll die Investitionsbereitschaft

der Unternehmer wieder erhöhen und

damit der Konjunktur auf die Sprünge helfen.

während der Vorteil der hohen vorzeitigen

AfA sofort zum Tragen kommt. Voraussetzung

für einen derartigen Steuerspareffekt

ist natürlich, dass der Steuerpflichtige

insgesamt Einkommen- bzw.

Körperschaftsteuer zu bezahlen hat. In

Verlustjahren bewirkt die vorzeitige AfA

lediglich einen erhöhten (steuerlichen)

Verlust.

Einen ähnlichen Steuerspareffekt

kann man auch über das Finanzierungsinstrument

Leasing erreichen. Gemäß

Abschn. 2.5 der Einkommensteuerricht-

6 Leas•mich


linien (EStR) können Finanzierungs-Leasingverträge

so ausgestaltet werden,

dass die unkündbare Leasingvertragsdauer

zumindest 40 % der betriebsgewöhnlichen

Nutzungsdauer beträgt. Es

ist daher möglich, einen Leasingvertrag

so abzuschließen, dass in lediglich 40 %

der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer

die gesamten Investitionskosten

amortisiert und damit einhergehend als

Aufwand steuerlich wirksam sind.

Im folgenden Beispiel soll nun dargelegt

werden, dass es Fälle gibt, in denen

dieser Vorteil aus Leasingverträgen

den Vorteil der neuen vorzeitigen AfA

übersteigt.

Angenommen wird für dieses Beispiel

die Anschaffung eines Wirtschaftsgutes

mit Anschaffungskosten von EUR 1 Mio.

und einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer

(= Abschreibungsdauer)

von zehn Jahren. Der Fremdfinanzierungszinssatz

soll 5 % betragen. Vergleichskriterium

für die unterschiedlichen

Varianten ist der Barwert nach

Steuern (Kalkulationszinssatz analog

dem Fremdfinanzierungszinssatz 5 %)

der Auszahlungen aus dieser Investition.

Normal-AfA

Im Fall einer Kreditfinanzierung mit einer

Laufzeit von 48 Monaten ergibt sich eine

Kreditrate von EUR 23.029 pro Monat

(EUR 276.352 p. a.). Die „Normal-AfA“

beträgt EUR 100.000 p. a. (siehe Tabelle

Normal-AfA). Die Körperschaftsteuer

wird als negative Auszahlung dargestellt,

da im Modell unterstellt wird, dass das

Unternehmen insgesamt in einer Steuerzahlposition

ist und die steuerlich wirksamen

Aufwendungen der Investition zu

einer Reduktion der Steuerbelastung

führen. Der Barwert der Auszahlungen

beträgt EUR 762.852.

Tabelle Normal-AfA

Jahr 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Kredit

Buchwert Anfang 1.000.000 900.000 800.000 700.000 600.000 500.000 400.000 300.000 200.000 100.000

AfA 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000

Kreditrate 276.352 276.352 276.352 276.352 0 0 0 0 0 0

davon Tilgungen 231.611 243.461 255.917 269.010 0 0 0 0 0 0

davon Zinsen 44.740 32.890 20.434 7.341 0 0 0 0 0 0

Körperschaftsteuer -36.185 -33.223 -30.109 -26.835 -25.000 -25.000 -25.000 -25.000 -25.000 -25.000

Auszahlungen gesamt 240.167 243.129 246.243 249.516 -25.000 -25.000 -25.000 -25.000 -25.000 -25.000

Auszahlungen abgezinst 228.730 220.525 212.714 205.278 -19.588 -18.655 -17.767 -16.921 -16.115 -15.348

Summe abgez. Auszahl. 762.852

Tabelle vorzeitige AfA

Jahr 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Kredit (vorzeitige AfA)

Buchwert Anfang 1.000.000 700.000 600.000 500.000 400.000 300.000 200.000 100.000 0 0

AfA 300.000 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 0 0

Kreditrate 276.352 276.352 276.352 276.352 0 0 0 0 0 0

davon Tilgungen 231.611 243.461 255.917 269.010 0 0 0 0 0 0

davon Zinsen 44.740 32.890 20.434 7.341 0 0 0 0 0 0

Körperschaftsteuer -86.185 -33.223 -30.109 -26.835 -25.000 -25.000 -25.000 -25.000 0 0

Auszahlungen gesamt 190.167 243.129 246.243 249.516 -25.000 -25.000 -25.000 -25.000 0 0

Auszahlungen abgezinst 181.111 220.525 212.714 205.278 -19.588 -18.655 -17.767 -16.921 0 0

Summe abgez. Auszahl. 746.696

Tabelle Leasing

Jahr 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Leasing

Leasingrate 276.352 276.352 276.352 276.352 0 0 0 0 0 0

Körperschaftsteuer -69.088 -69.088 -69.088 -69.088 0 0 0 0 0 0

Auszahlungen gesamt 207.264 207.264 207.264 207.264 0 0 0 0 0 0

Auszahlungen abgezinst 197.394 187.994 179.042 170.516 0 0 0 0 0 0

Summe abgez. Auszahl. 734.947

Vorzeitige AfA

Unter Anwendung der neuen Regelung

können im ersten Jahr insgesamt EUR

300.000 steuerlich geltend gemacht werden

(siehe Tabelle vorzeitige AfA). Hier

wird unterstellt, dass die Inbetriebnahme

ebenfalls im Jahr 1 erfolgt. Dementsprechend

reduziert sich die „Normal-AfA“ in

den Jahren 9 und 10 auf 0 EUR. Als Barwert

der abgezinsten Zahlungsströme

ergibt sich ein Betrag von EUR 746.696,

dies ist gegenüber der Variante „Normal-AfA“

besser, da die Summe der abgezinsten

Auszahlungen geringer ist.

Leasing

In einer weiteren Variante wird ein Leasingvertrag

dargestellt (siehe Tabelle

Leasing). Analog zur Kreditlaufzeit wird

eine Vertragslaufzeit von 48 Monaten

(= 40 % von zehn Jahren bzw. 120 Monate)

angenommen. Die Leasingrate in

Höhe von EUR 23.029 pro Monat, das

ergibt EUR 276.352 p. a., entspricht der

Kreditrate. Abschreibungen liegen keine

vor, die Leasingrate ist zur Gänze steuerlich

wirksamer Aufwand. Der Barwert

der abgezinsten Zahlungsströme beträgt

bei der Variante Leasing EUR 734.947

und ist damit niedriger als in der Variante

vorzeitige AfA. Damit bietet Leasing den

größten Vorteil, da der Barwert der Auszahlungsströme

am niedrigsten ist und

sogar die steuerliche Begünstigung der

vorzeitigen Absetzung übertreffen kann.

Fazit

Die vorzeitige AfA bewirkt, da insgesamt

nicht mehr als 100 % der Anschaffungsoder

Herstellungskosten aufwandswirksam

werden können, lediglich einen

Steuerstundungseffekt. Voraussetzung

ist, dass der Steuerpflichtige aktuell in einer

Steuerzahlposition ist, ansonsten

kann sich höchstens der Verlustvortrag

erhöhen. Auch im Leasingbereich ist es,

durch Wahl der entsprechenden Vertragsvariante

(Vollamortisationsvertrag

mit kürzestmöglicher Laufzeit) möglich,

einen derartigen Steuerstundungseffekt

zu erzielen. Anhand eines Beispiels

wurde gezeigt, dass der Steuervorteil

bei Leasing den Steuervorteil durch Anwendung

der vorzeitigen Absetzung für

Abnutzung überwiegen kann. Steht also

der Steuerpflichtige vor einer Investition,

sollte er sich überlegen, ob in seinem

konkreten Fall nicht eine Leasingvariante

zu bevorzugen ist, bei der die damit

verbundenen Steuervorteile über die

Steuervorteile aus der vorzeitigen AfA

hinausgehen.ı

NUMMER 3| OKTOBER 2009 7


echt&steuer

Vergabe öffentlicher

Aufträge erleichtert

Die Schwellenwerteverordnung 2009 soll die

Vergabe öffentlicher Aufträge erleichtern. Für

den Zeitraum bis Ende 2010 wurden dafür die

Schwellenwerte – vor allem bei Bauaufträgen –

beträchtlich angehoben.

DR. BIRGIT WIBIHAIL, RECHTSABTEILUNG DER RAIFFEISEN-LEASING

Das Bundesvergabegesetz 2006

(BVergG, BGBl I 2006/17 idgF) regelt

die Verfahren zur Beschaffung von Leistungen

im öffentlichen Bereich. Hauptanliegen

des Vergaberechtes ist es, die

wettbewerbsorientierte und transparente

Beschaffung der öffentlichen Hand zu

gewährleisten.

Der öffentliche Auftraggeber hat die

maßgeblichen Bestimmungen des

BVergG wie etwa das Transparenzgebot

und das Diskriminierungsverbot entsprechend

den Grundsätzen des freien

und lauteren Wettbewerbes und der

Gleichbehandlung aller Bewerber und

Bieter zu berücksichtigen. Durch Einhaltung

der im BVergG zwingend vorgesehenen

objektiven Verfahren findet

ein qualifizierter Wettbewerb statt, infolgedessen

im Regelfall eine Vergabe an

befugte, leistungsfähige und zuverlässige

Unternehmer zu angemessenen

Preisen (Bestbieterprinzip) erfolgt.

Am 30.04.2009 hat der Bundeskanzler

mit der „Schwellenwerteverordnung

2009“ eine Anpassung von im BVergG

festgesetzten Schwellenwerten vorgenommen.

Auf Grund der §§ 18 und 186 des

BVergG kann er durch Verordnung die

im BVergG festgesetzten Schwellenoder

Loswerte abweichend festsetzen,

soweit völkerrechtliche Verpflichtungen

Österreichs dies erfordern oder dies auf

Grund von gemeinschaftsrechtlichen

Vorschriften erforderlich oder zulässig

ist oder dies im Interesse einer einheitlichen

Vorgangsweise bei der Vergabe

von Aufträgen zweckmäßig ist.

Die Verordnung gilt temporär bis

31.12.2010 – nach diesem Zeitpunkt gelten

wieder die ursprünglich im BVergG

festgesetzten Schwellenwerte, sofern sie

nicht erneut durch Verordnung prolongiert

werden. Die neu festgesetzten

Schwellenwerte sind auf alle Vergabeverfahren

anwendbar, die während des

Zeitraumes der Geltung dieser Verordnung

eingeleitet wurden.

Bei der Direktvergabe wird eine Leistung

formfrei (ohne Verfahren mit mehreren

Bietern) unmittelbar von einem

ausgewählten Unternehmer gegen Entgelt

bezogen. Sie ist nur zulässig, wenn

der geschätzte Leistungswert gewisse

im BVergG vorgegebene Schwellenwerte

nicht übersteigt (also nur für wertmäßig

relativ geringfügige Vergaben).

Das Gesetz geht davon aus, dass unterhalb

dieser Betragsgrenzen die

Durchführung von Vergabeverfahren generell

im Hinblick auf den Wert der Leistung

ökonomisch nicht vertretbare Beschaffungskosten

bewirken würden.

Durch die Verordnung wurde der

Schwellenwert für Direktvergaben von

EUR 40.000 bzw EUR 60.000 auf EUR

100.000 angehoben.

Sowohl beim nicht offenen Verfahren

ohne vorherige Bekanntmachung als

auch beim Verhandlungsverfahren ohne

vorherige Bekanntmachung wird eine

beschränkte Anzahl von geeigneten Unternehmern

zur Abgabe von Angeboten

aufgefordert. Zusätzlich zu den einzuhaltenden

Schwellenwerten ist dabei Voraussetzung,

dass dem Auftraggeber genügend

geeignete Unternehmer bekannt

sind, um einen freien und lauteren

Wettbewerb sicherzustellen. Beim Verhandlungsverfahren

ohne vorherige Bekanntmachung

kann zusätzlich über den

gesamten Auftragsinhalt verhandelt werden.

In diesen Verfahren gelten nun folgende

neue Schwellenwerte:

Bei Bauaufträgen wurde der Schwellenwert

für das nicht offene Verfahren

ohne vorherige Bekanntmachung

deutlich – von EUR 120.000 auf

EUR 1,000.000 – angehoben. Beim Verhandlungsverfahren

ohne vorherige Bekanntmachung

wurde die Schwelle von

EUR 80.000 auf EUR 100.000 erhöht.

Bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen

wurde der Schwellenwert beim nicht

offenen Verfahren ohne vorherige Bekanntmachung

von EUR 80.000 auf EUR

100.000 angehoben. Ebenso wurde beim

8 Leas•mich


Aufgrund der derzeitigen weltweiten Finanzund

Wirtschaftskrise werden beschäftigungswirksame

Maßnahmen vorgezogen. Die neue

Schwellenwerteverordnung soll helfen, die

Konjunktur anzukurbeln und damit Arbeitsplätze

zu schaffen oder zumindest zu erhalten.

Verhandlungsverfahren ohne vorherige

Bekanntmachung die Schwelle von EUR

60.000 auf EUR 100.000 erhöht.

Bei allen anderen Schwellenwerten

gelten die bisherigen Schwellenwerte –

zuletzt festgesetzt mit der Schwellenwerteverordnung

2006, BGBl II 2006/

193 – weiterhin.

Intention der Verordnung

Mit der Schwellenwerteverordnung 2009

werden, zeitlich begrenzt, die Möglichkeiten

für Direktvergaben und Vergaben

im nicht offenen Verfahren ohne Bekanntmachung

massiv erweitert.

Bund, Länder und Gemeinden können

sich damit kostenintensive und

langwierige Verfahren ersparen, indem

sie Aufträge im Bau-, Liefer- und Dienstleistungsbereich

bis zu einem Wert von

EUR 100.000 direkt an geeignete Unternehmer

vergeben. Besonders die Anhebung

der Schwellenwerte in diesem Bereich

wird wohl zur Folge haben, dass

vermehrt Direktvergaben erfolgen und

der Anwendungsbereich von Verhandlungsverfahren

ohne vorherige Bekanntmachung

zurückgedrängt wird.

Was war nun die Absicht die hinter

dieser Liberalisierung des sonst so

strengen Vergaberechtes stand?

Aufgrund der derzeitigen weltweiten

Finanz- und Wirtschaftskrise ist das Erfordernis

einer raschen Realisierung investitions-

und beschäftigungswirksamer

Maßnahmen sowohl auf internationaler

wie auch auf nationaler Ebene

mehrfach betont worden. Dem öffentlichen

Auftragswesen kommt im Zusammenhang

mit der raschen Umsetzung

erfolgversprechender Maßnahmen besondere

Bedeutung zu.

So wurden auch in anderen Mitgliedstaaten

der EU (z. B. Frankreich,

Deutschland, Portugal, Lettland) im Unterschwellenbereich

Erleichterungen für

die Durchführung von Vergabeverfahren,

etwa durch eine Ausdehnung der

Möglichkeit der Inanspruchnahme der

freihändigen Vergabe (Direktvergabe),

befristet eingeführt. Der Erlass der

Schwellenwerteverordnung dient also

auch dazu, den fairen Wettbewerb innerhalb

der EU zu gewährleisten.

In der momentan herrschenden wirtschaftlichen

Krisenzeit wird die öffentliche

Auftragsvergabe als Instrument zur

gezielten Ankurbelung der Wirtschaft

eingesetzt. Mit dem Erlass der Verordnung

soll eine konjunkturbelebende

Maßnahme und ein Impuls insbesondere

für die örtliche und regionale Wirtschaft

gesetzt werden. Durch die Erhöhung

der Schwellenwerte wird eine Beschleunigung

von Investitionen und ein

Auftragsschub speziell für Klein- und Mittelbetriebe

erwartet. Die von der Anhebung

der Schwellenwerte zur Direktvergabe

betroffenen Aufträge werden überwiegend

im kommunalen Bereich durchgeführt.

Vor allem regionale Projekte von

öffentlichen Auftraggebern wie Städten

und Gemeinden, die typischerweise für

Nahversorger und Klein- und Mittelbetriebe

interessant sind, können jetzt rascher

und unbürokratischer realisiert

werden.

Durch die Möglichkeit, potenzielle

Projekte rasch und unbürokratisch abzuwickeln,

können insbesondere im

kommunalen Bereich wirksame Effekte

zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise erzielt

und Maßnahmen gegen die negative

Beschäftigungssituation getroffen

werden. Somit erweisen sich die Gemeinden

einmal mehr als Motor der heimischen

Wirtschaft.

Diskussionspunkte

Die Konjunkturmaßnahme der Regierung

wird allerdings nicht nur positiv beurteilt.

NUMMER 3| OKTOBER 2009 9


echt&steuer

Durch die Möglichkeit, öffentliche Aufträge

rasch und unbürokratisch abzuwickeln, wollen

sich die Kommunen einmal mehr als Motor der

heimischen Wirtschaft erweisen. Davon profitiert

wiederum besonders die Bauwirtschaft.

Übersicht Neuerungen

Art der Vergabe

Fundstelle

BVergG

Direktvergabe § 11, § 41 (2) Z 1,

§ 141 (3)

(Sektoren § 177,

§ 201 (2), § 280 (3))

Nicht offenes Verfahren

ohne vorherige

Bekanntmachung

Nicht offenes Verfahren

ohne vorherige

Bekanntmachung

Verhandlungsverfahren

ohne vorherige

Bekanntmachung

Verhandlungsverfahren

ohne vorherige

Bekanntmachung

So wurde dazu geäußert, dass durch

die Verordnung kein qualifizierter Wettbewerb

stattfinden würde – der Auftraggeber

könnte die Leistung formfrei an einen

ausgewählten Unternehmer vergeben,

ohne andere Unternehmen einzubinden

– somit würde auch eine

schlechtere Position für am Markt noch

nicht etablierte Unternehmen entstehen.

Dies hätte überteuerte Preise zur Folge;

Geld würde dadurch verschleudert, dass

nicht der Bestbieter ermittelt wird. Die

ALT

Bauaufträge, Liefer- und

Dienstleistungsaufträge:

EUR 40.000,–

(Sektoren EUR 60.000,–)

§ 37 Z 1 Bauaufträge:

bis EUR 120.000,–

§ 37 Z 2 Liefer- und Dienstleistungsaufträge:

bis EUR 80.000,–

§ 38 (2) Z 1 Bauaufträge:

bis EUR 80.000,–

§ 38 (2) Z 2 Liefer- und Dienstleistungsaufträge:

bis EUR 60.000,–

NEU

EUR 100.000,–

bis EUR 1 Mio.

bis EUR 100.000,–

EUR 100.000,–

EUR 100.000,–

Verordnung würde bewirken, dass zu einem

suboptimalen Zeitpunkt investiert

wird – Investitionen würden „vorgezogen“,

nur um dem Vergaberecht zu entkommen.

Dazu ist auszuführen, dass weiterhin

auch bei der Direktvergabe sowohl die

allgemeinen Grundsätze des Vergaberechts

als auch des Verfassungsrechtes

und die EU-primärrechtlichen Bestimmungen

zur Anwendung kommen.

Bund, Länder und Gemeinden sind bei

jeder Auftragsvergabe zur Einhaltung

des von verfassungsrechtlichen Erwägungen

getragenen Gleichheitsgrundsatzes

verpflichtet und müssen somit

das Gleichbehandlungsgebot gewährleisten.

Eine „völlig formfreie Vergabe an einen

ausgewählten Unternehmer“ ist

deswegen gar nicht möglich, da sehr

wohl eine Bindung an die in der Rechtsordnung

vorgesehenen generellen

Schranken besteht. Durch die Anhebung

der Schwellenwerte ist nur eine

temporäre Ausdehnung innerhalb des

weiterhin vorgegebenen Rahmens erfolgt.

Gewissen Grenzen unterliegt der Auftraggeber

also auch bei Direktvergabe.

Er hat die gemeinschaftsrechtlichen

Grundfreiheiten, das Diskriminierungsverbot,

den Grundsatz des freien und

lauteren Wettbewerbs und das Gleichbehandlungsgebot

zu berücksichtigen.

Insbesondere darf die Leistung daher

nur an befugte, leistungsfähige und zuverlässige

Unternehmer und nur zu angemessenen

Preisen vergeben werden.

Der österreichische Rechnungshof

hat weiters im Zuge von Prüfungen wiederholt

das Einholen von Vergleichsangeboten

im Bereich der Direktvergabe

empfohlen, um eine Sicherstellung des

Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit zu

gewährleisten.

Auch die Finanzkontrolle durch den

Rechnungshof bzw. EU-Organe ist – wie

schon bisher – in vollem Umfang gegeben.

So hat sich etwa die Überprüfung

des Rechnungshofes gemäß Art 126b

(5) Bundes-Verfassungsgesetz auf die

ziffernmäßige Richtigkeit, die Übereinstimmung

mit den bestehenden Vorschriften,

sowie auf die Sparsamkeit,

Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit

zu erstrecken.

Von einer Aushebelung des Vergaberechtes

kann somit aufgrund der verbleibenden

rechtlichen Rahmenbedingungen

nicht gesprochen werden.ı

10 Leas•mich


kommentar

Zufriedenstellendes erstes Halbjahr

Mit einem Marktanteil von 12,8 % ist das Unternehmen

klare Nummer 1 bei Inlands- und Cross-border-Finanzierungen.

In Europa erwirtschaftet die Raiffeisen-Leasing-Gruppe im

ersten Halbjahr Neugeschäft in Höhe von EUR 795 Mio.

MAG. MICHAEL OHNER

Geschäftsführer der

Raiffeisen-Leasing

Foto: Kurt Keinrath

Im Inland hat die Raiffeisen-Leasing per 30. Juni 2009 ein

Neugeschäftsvolumen inklusive Cross-border-Finanzierungen

in Höhe von EUR 354 Mio. (2008: EUR 436 Mio.) erzielt. Der

größte Anteil entfällt mit EUR 141 Mio. auf den Bereich Immobilien-Leasing.

Im Kfz-Leasing wurde ein Volumen von

EUR 131 Mio. generiert und in der Sparte Mobilien-Leasing

wurden EUR 82 Mio. ausgewiesen. Der Gesamtmarkt in Österreich

ist gegenüber 2008 um 35 % geschrumpft. Gemessen an

dieser Entwicklung zeigt sich der Rückgang im Neugeschäft

der Raiffeisen-Leasing mit knapp 19 % sehr moderat.

Das heurige Jahr steht ganz im Zeichen der Stammkundenpflege,

eine intensive Neukundengewinnung ist daher für uns

nachrangig. Ziel ist es, mit unseren langjährigen Kunden die vor

uns liegenden Hürden gemeinsam zu überwinden. Dass diese

Strategie der richtige Weg war und ist, zeigt das erfreuliche Ergebnis

bei den Inlands- und Cross-border-Finanzierungen, das

die Raiffeisen-Leasing als Marktführer ausweist.

Ein erwähnenswertes aktuelles Immobilienleasing-Finanzierungsprojekt

im Inland ist das neue, hochmoderne Pharmadienstleistungszentrum

der Firma Kwizda. Auf einer Gebäudefläche

von 15.000 m 2 und mit einer Kapazität von mehr

als 10.000 Palettenplätzen entsteht in Leopoldsdorf bei Wien

Österreichs modernstes Pharmalogistikzentrum. Die Inbetriebnahme

ist für Anfang 2010 vorgesehen (siehe auch Bericht

auf der Seite 25).

In Europa hat die Raiffeisen-Leasing-Gruppe im ersten

Halbjahr 2009 ein Neugeschäftsvolumen von EUR 794,6 Mio.

(2008: EUR 2.400 Mio.) erzielt, was einem Marktanteil von

12,6 % entspricht. Der größte Anteil entfällt mit EUR 347,6 Mio.

auf die Sparte Kfz-Leasing, gefolgt von Mobilien-Leasing mit

EUR 205,2 Mio. und Immobilien-Leasing mit EUR 241,8 Mio.

Die Auswirkungen der Krise sind in Osteuropa von Land zu

Land sehr unterschiedlich zu bewerten, die Investitionsneigung

ist insgesamt aber zurückgegangen. Im Zusammenhang

mit unserer vorsichtigen Vorgangsweise wird daher die

Entwicklung des Neugeschäfts in den kommenden Monaten

ähnlich verhalten ausfallen wie im ersten Halbjahr. Jetzt nutzen

wir aber die Zeit, um uns intern entsprechend zu strukturieren,

um nach der Krise wieder schlagkräftig auf den ausländischen

Märkten zu agieren.

In Österreich wird die Wirtschaft die Krise im zweiten Halbjahr

sicher intensiver zu spüren bekommen, als in den ersten

Monaten 2009. Hier schließen wir uns durchaus den gängigen

Expertenmeinungen an. Wir glauben aber, dass unsere Kunden

diese schwierige Zeit besser bewältigen werden. Unter anderem

auch durch unsere intensive Stammkundenbetreuung,

die wir seit Beginn des Jahres forcieren, und mit der wir alle

erdenkliche Hilfestellung leisten, die für uns möglich ist. Eines

können wir mit Sicherheit sagen, nämlich, dass die Raiffeisen-

Leasing zwar nie der billigste Anbieter am Markt war, dafür

aber in Zeiten wie diesen loyal zu ihren Kunden steht.

Zusätzlich zu den klassischen Leasingfinanzierungen

engagiert sich die Raiffeisen-Leasing bereits seit dem Jahr

2000 im Bereich der Finanzierung von Ökoenergieprojekten

und zählt in diesem Segment zu den größten Investoren in

Österreich. Die Palette reicht von Projekten im Bereich der

Windkraft über Bioöl-, Biogas-, Biomasse- sowie Photovoltaikanlagen

bis hin zur Wasserkraft. Aufgrund des aktuellen Ökostromgesetzes

finanziert die Raiffeisen-Leasing am Heimmarkt

Österreich derzeit keine neuen Ökoenergieanlagen, sondern

konzentriert sich weiter auf das Auslandsgeschäft. Dabei

werden verschiedene vielversprechende Märkte über die im

Jahr 2007 gegründete Tochtergesellschaft Raiffeisen Energy

& Environment laufend betreut und ausgebaut. Im Inland

engagiert sich die Raiffeisen-Leasing weiters für den verstärkten

Einsatz ökologischer Antriebe bei Fahrzeugen und

unterstützt diese Strategie mit der Gewährung eines Direktzuschusses

von EUR 300 bei Abschluss eines Leasingvertrages

für ein ökologisch betriebenes Auto.ı

NUMMER 3| OKTOBER 2009 11


coverstory

12 Leas•mich


Foto: Egon Fischer

Kommunalleasing-Modelle:

Ressourcen

effizient nutzen

Knappe Mittel erfordern intelligente

Maßnahmen. Raiffeisen-Leasing hat

auf den Bedarf der Kommunen schon

frühzeitig reagiert und unterschiedliche

Modelle entwickelt. „Gerade in Krisenzeiten“,

so Peter Engert, „fungieren

Gemeinden als Motor von regionaler

Wertschöpfung und Nachhaltigkeit.“

NUMMER 3| OKTOBER 2009 13


coverstory

Die Fachhochschule St. Pölten hat sich für

das Lebenszyklusmodell der Raiffeisen-

Leasing entschieden, wo der öffentliche

Auftraggeber nur einen Fixbetrag für den

hohen Standard des Gebäudes bezahlt.

Foto: Pertramer

Bürgermeister sind angesichts der

wirtschaftlichen Entwicklungen in

unserem Land alarmiert. Die

Steuereinnahmen gehen zurück und die

daraus resultierenden Ertragsanteile lassen

nichts Gutes für die Gemeindehaushalte

erwarten. 2010 ist mit sinkenden

Einnahmen aus dem Steuertopf zu rechnen.

Dazu kommt, dass auch auf der Abgabenseite

mit Rückgängen zu rechnen

ist. Kurzarbeitende Betriebe und Firmenpleiten

führen zu Ausfällen bei den Kommunalsteuern.

Die Kosten für die Infrastruktur

– Wasserversorgung, Abfallentsorgung

etc. – bleiben aber weitgehend

gleich. Hinzu kommt, dass die Gemeinden

insbesondere im Sozialbereich mit

laufend steigenden Kosten konfrontiert

sind: Seien es Kindergärten, die nunmehr

Pflicht sind, Schulen, die in die

Jahre gekommen sind, oder Altenheime,

die in der arbeitsteiligen Gesellschaft

eine Notwendigkeit geworden sind.

Auf der Einnahmenseite haben natürlich

die Ertragsanteile der Gemeinden

hohe Bedeutung. Eine Vorschau

des BMF geht von einem Rückgang von

Mehr kommunale

Investitionen!

Die Wirtschaftskrise trifft die Städte und Gemeinden besonders

hart. Sie haben bis 2008 Kredite zu sehr günstigen

Konditionen erhalten, doch diese Finanzierungsmöglichkeiten

sind nun völlig weggebrochen. Gerade in Zeiten des

wirtschaftlichen Abschwungs sind jedoch die Investitionen

der Kommunen besonders wichtig – sie beleben die regionale Wirtschaft und schaffen

neue Arbeitsplätze.

Innovative Möglichkeiten zur Finanzierung der kommunalen Investitionen sind gerade jetzt

wichtiger denn je. Leasing-Modelle können hier eine attraktive Alternative für Städte und

Gemeinden darstellen, die trotz „knapper Kasse“ investieren wollen. Der konjunkturbelebende

Effekt bleibt zu 100 % bestehen, die einmalig hohen Belastungen für die kommunalen

Haushalte können aber vermieden werden.

DR. CHRISTOPH MATZNETTER

PRÄSIDENT DES SOZIALDEMOKRATISCHEN WIRTSCHAFTSVERBANDES

VIZEPRÄSIDENT DER WIRTSCHAFTSKAMMER ÖSTERREICH

Foto: Fachhochschule St. Pölten

EUR 7,9 Mrd. im letzten Jahr auf EUR

7,4 Mrd. im Jahr 2010 aus (siehe Abb.

Prognose Einnahmen). Dieser Einbruch

von ca. 7 % wird voraussichtlich erst im

Jahr 2012 wieder egalisiert. Wobei beginnend

mit nächstem Jahr erneut eine Steigerung

der Ertragsanteile zu erwarten ist.

Parallel zu dieser Entwicklung kommt

es auch zu Rückgängen bei den Kommunalsteuereinnahmen

(siehe Abb.

Seite 15). Der prognostizierte Rückgang

um bis zu 8 % muss ausgabenseitig aufgefangen

werden. In Analogie zur Entwicklung

der Ertragsanteile darf auch

hier ab 2010 wieder mit einem Anstieg

der Kommunalsteuereinnahmen gerechnet

werden und 2012 sollte somit

das Niveau von 2008 erreicht sein.

Auf der Ausgabenseite haben sich

drei wesentliche dynamische Bereiche

ergeben: die Personalkosten, die Kosten

für den Sozial- und Gesundheitsbereich

sowie Soziale Wohlfahrt und Förderungen.

Laut Holnsteiner (Recht und

Finanzen für Gemeinden [RFG] 2009/17)

sind die Personalausgaben in den Jahren

2003 bis 2007 um durchschnittlich

2,2 % gestiegen und belaufen sich nunmehr

auf EUR 2,7 Mrd. Dramatischer hat

sich die Ausgabensituation im Sozialund

Gesundheitsbereich mit einer Steigerung

von jährlich 3,7 % entwickelt. Die

Kosten für die Gemeinden belaufen sich

schon auf knapp über EUR 1 Mrd. Sogar

EUR 1,5 Mrd. werden bei einer jährlichen

Steigerung von 6,7 % im Bereich der sozialen

Wohlfahrt und Wohnbauförderung

ausgegeben. Nicht zu vergessen sind

die steigenden Energie- und Instandhaltungskosten,

welche die knappen Mittel

der Kommunen zusätzlich belasten.

Für die Investitionskraft von Gemeinden

sind der „Saldo der laufenden Gebarung“

sowie die „freie Finanzspitze“

wichtige Kennzahlen. Der „Saldo der

laufenden Gebarung“ ergibt sich als Differenz

von Einnahmen minus Ausgaben.

14 Leas•mich


Bei der „freien Finanzspitze“ wird zusätzlich

die Schuldentilgungsleistung in

Abzug gebracht. Nach dem Hoch im

letzten Jahr ist mit einer drastischen Verminderung

des „Saldos der laufenden

Gebarung“ zu rechnen und die „freie Finanzspitze“

dreht vermutlich sogar ins

Minus (siehe Abb. Saldo der laufenden

Gebarung und freie Finanzspitze).

Knappe öffentliche Mittel erfordern intelligente

Maßnahmen. Hier sind alle Beteiligten

gefordert, sich Gedanken zu machen,

wie die Mittel eingesetzt werden.

Spielräume können einnahmenseitig

oder ausgabenseitig geschaffen werden.

Bürgermeister sind dem Druck der

Bevölkerung in vielfältiger Weise ausgesetzt.

Ein Pflegeplatz für Verwandte soll

bereit stehen. Die Schule soll renoviert

werden und eine moderne Ausstattung

aufweisen. Darüber hinaus möge doch

die Gemeinde in die Zukunft investieren

und erneuerbare Energie aus Biomasse

oder Sonne (Photovoltaik) zur Verfügung

stellen. Und vergessen wir nicht die Feuerwehr,

die Fahrzeuge und Geräte

braucht. Jede fortschrittliche Gemeinde

rühmt sich für ihr Sport- und Kulturprogramm.

Diese unvollständige Auflistung

von Aufgaben dokumentiert, was von einer

Gemeinde neben den selbstverständlichen

Dienstleistungen wie etwa

Wasserversorgung und Abwasserentsorgung,

Straßenerhaltung und Bürgerdienst

verlangt wird.

Vorteile für die Kommunen durch

den Partner Raiffeisen-Leasing

ÿ Konzentration auf die Kernkompetenzen

ÿ Schaffung einer Kosten-/Nutzentransparenz

ÿ Optimierung von Prozessen

und Organisationen

ÿ Risikostreuung durch Hereinnahme

externer Partner

ÿ Flexibilität bei der Investitionsund

Finanzplanung

ÿ Generierung steuerlicher Vorteile

ÿ Keine Erhöhung des öffentlichen

Schuldenstandes

ÿ Beitrag zur Verbesserung der

Umweltsituation (CO 2 -Reduktion)

Kommunen bewegen sich bei ihren

Investitionsentscheidungen im Spannungsfeld

zwischen einer konventionellen

Beschaffung und einer materiellen

Privatisierung. Eine konventionelle Beschaffung

wird durch Kredite oder Eigenmittel

durchgeführt. Je näher die Gemeinde

einer materiellen Privatisierung

kommt, umso mehr Leistungen und Risiken

werden auf den privaten Partner

transferiert.

In diesem Zusammenhang bietet

Raiffeisen-Leasing ein breites Portfolio

an Produkten an, das den Kommunen

die Vorteile einer nachhaltigen und wirtschaftlichen

Investitionspolitik garantiert.

Ausgliederungen – KommReal

Ein wichtiges Motiv für Ausgliederungen

ist die Erwartung einer erhöhten Effizienz

aufgrund von Spezialisierung und Entbürokratisierung.

Raiffeisen-Leasing entwickelte

für solche Fälle das Ausgliederungsmodell

„KommReal“, bei dem die

Kommune bestimmte Aufgaben, insbesondere

die Immobilienbewirtschaftung,

in eine Gesellschaft ausgliedert.

Ein Beispiel hierfür ist das kommunale

Bäder-Modell. Raiffeisen-Leasing

und ein technischer Partner ermöglichen

es Gemeinden, unter bestimmten Umständen

den Betrieb eines Bades ohne

Zuschüsse oder Zuzahlungen der Kommunen

zu gewährleisten. Die Gemeinde

hat lediglich die Investitionskosten zu

Prognose Einnahmen

Jahr

Mrd. EUR

2005 6,4

2006 6,7

2007 7,2

2008 7,9

2009 7,7

2010 7,4

2011 7,7

2012 8,0

2013 8,5

Quelle: Bundesfinanzgesetz (BFG) 2009,

Vorschau gem. Bundesministerium für Finanzen (BMF)

Kommunalsteuereinnahmen

Jahr

Mrd. EUR

2008 2,4

2009 2,3

2010 2,2

2011 2,3

2012 2,4

2013 2,6

Quelle: WIFO-Prognose (RFG 2009/17), eigene Berechnungen

Saldo der laufenden Gebarung

und freie Finanzspitze

Jahr Saldo der lfd. Ge- Freie Finanzbarung

Mrd. EUR spitze Mrd. EUR

2006 1,3 0,435

2007 1,6 0,623

2008 1,8 0,850

2009 1,1 0,200

2010 0,5 -0,430

Quelle: Holnsteiner (RFG 2009/17)

tragen, wobei auch ein Investitionskostenbeitrag

durch den technischen Partner

möglich sein kann. Dazu gründet

Raiffeisen-Leasing mit der Gemeinde

eine Errichtungsgesellschaft, die den

Bau des Bades übernimmt und die

Schnittstelle zwischen Kommune und

Betreiber darstellt. Dieses Modell findet

zum Beispiel Anwendung beim Ybbstaler

Solebad in Göstling/NÖ sowie bei

der Therme Amadé in Altenmarkt/

Salzburg.

Anlagencontracting – Wärmelieferung

Die jüngsten Probleme am europäischen

Energiemarkt sowie die stark steigenden

fossilen Energiepreise haben

gezeigt, dass die Abhängigkeit von

Energieträgern ein Problem darstellt,

dem die Kommunen in den nächsten

NUMMER 3| OKTOBER 2009 15


coverstory

Turbo für die

Salzburger Gemeinden

Foto: ÖVP Salzburg

Der Gemeindeausgleichsfonds des Landes Salzburg (GAF) dient dazu,

die Infrastruktur der Kommunen zu stärken. Es handelt sich dabei um Geld,

das den Gemeinden gehört und vom Gemeinderessort vergeben wird.

Als Gemeindereferent LH-Stv. Wilfried Haslauer (ÖVP) das Ressort 2004

übernahm, war der GAF leer und auf Jahre hinaus verplant. In vielen

Salzburger Gemeinden ging nichts mehr. Haslauer erklärt, wie man

die Situation deutlich verbessern konnte.

Die Gemeinden sind in wirtschaftlicher

und sozialer Sicht unverzichtbare

Motoren unseres Landes.

Sie brauchen deshalb für ihre Vorhaben

maximale Sicherheit bei der

Planung und bei der Finanzierung.

LH-STV. WILFRIED HASLAUER,

SALZBURGER GEMEINDEREFERENT

Leas•mich: Herr Landeshauptmannstellvertreter,

wie war das Gefühl, einen Fonds zu

übernehmen, der in Wahrheit leer ist?

Haslauer: Nicht nur ich war unangenehm betroffen,

viele Bürgermeister waren frustriert,

weil sie ihre wichtigsten Infrastrukturvorhaben

nicht mehr durchbekamen. Da standen sehr

viele Projekte an, für die es plötzlich keine

GAF-Finanzierung mehr gegeben hat.

Wie haben Sie reagiert?

Es hat viele Gespräche gebraucht, um die Gemüter

zu beruhigen. Die vielen Versprechen meiner

Vorgängerin erwiesen sich für die Orte als

Bumerang. Dann haben wir in Absprache mit

den Gemeinden den GAF völlig neu strukturiert.

Was hat sich für die Kommunen und ihre

Bürger verbessert?

Das wichtigste Element ist die Planungssicherheit

für die Gemeinden bei den Finanzierungen.

Innerhalb kürzester Zeit bekommen

die Bürgermeister nun Bescheid, ob die Finanzierung

klappt. Niemand wartet länger als

maximal sechs Monate. Niemandem wird

ein leeres Versprechen gegeben. So können

Projekte viel rascher und besser planbar umgesetzt

werden als davor.

Wo liegen die Schwerpunkte der nächsten

Jahre?

Land und Gemeinden werden in den nächsten

vier Jahren insgesamt mehr als EUR 128 Mio.

in Schulen, Kindergärten und Feuerwehrbauten

investieren. Damit ist die öffentliche Hand

in Salzburg ein starker Motor im Bauwesen.

Gerade in einer schwierigen wirtschaftlichen

Phase nimmt das Gemeinderessort seine

Verantwortung wahr. Voraussetzung für diese

Maßnahmen war die Sanierung des GAF und

die punktgenaue Verwendung seiner Mittel.

Beim Schulbauprogramm, das bis 2012 läuft,

werden insgesamt EUR 109 Millionen investiert,

davon stammen 53,4 Millionen aus dem

GAF. Insgesamt sind es 65 Projekte, die hier

in allen Bezirken des Landes aus dem GAF

unterstützt werden. Beim Kindergartenbauprogramm

sollen landesweit 16 Projekte verwirklicht

werden – es geht um eine Gesamtsumme

von EUR 13,7 Millionen, 6,9 Millionen

kommen aus dem GAF. Beim Feuerwehrbauprogramm

werden elf Projekte unterstützt.

EUR 6,7 Millionen werden hier investiert,

davon kommen 5,5 aus dem GAF.

Als Gemeindereferent werden Sie mit vielen

kommunalen Anliegen konfrontiert. Wo

liegen die Prioritäten?

Die Gemeinden sind in wirtschaftlicher und sozialer

Sicht unverzichtbare Motoren unseres

Landes. Daher ist es gerade jetzt ein richtiges

Signal, dass wir alle GAF-Ansuchen für Schul-,

Kindergarten- und Feuerwehrprojekte positiv erledigen

können. Niemand, der jetzt investieren

und ausbauen will, wird vom Land gebremst –

im Gegenteil, wir geben volle Unterstützung für

den Ausbau wichtiger öffentlicher Infrastruktur.

Gerade von solchen Vorhaben in den Gemeinden

profitiert die regionale Wirtschaft: unsere

Bauunternehmen, unsere Handwerksbetriebe

und damit unsere einheimischen Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmer. Vor dem Hintergrund

der internationalen Finanzkrise habe ich in der

Regierung EUR 100 Millionen aufgestellt, die

über Förderungen direkt in die Sicherung von

Arbeitsplätzen fließen. Das hat einerseits einen

positiven Beschäftigungseffekt, stärkt die Wirtschaft

und ermöglicht es Gemeinden, dass sie

Investitionen vorziehen können. Das ist deshalb

so wichtig, weil die Gemeinden ihr sozialer Zusammenhalt

auszeichnet. Daher ist es besonders

wichtig, dass wir seitens des Landes und

der Gemeinden jene Rahmenbedingungen

schaffen, die Ehrenamtliche brauchen, um ihr

Ehrenamt auszuüben, aber auch um ihre Gemeinschaft

pflegen zu können.

Was bedeutet für Sie als Gemeindereferent

die Zusammenarbeit der Gemeinden mit

einem Finanzierungsinstitut wie Raiffeisen-

Leasing?

Drittmittel sind für Gemeinden oft ein Faktor

bei der Finanzierung von kommunalen Vorhaben.

Wichtig sind dabei die örtliche Verbundenheit

des Instituts und sein Verständnis für

die Anliegen einer Region. Dazu gehören auch

die soziale Verantwortung und Beständigkeit

eines Unternehmens. Ich habe immer gesagt,

dass Finanzierung im öffentlichen Bereich

nichts mit „Zocken“, sondern nur mit Berechenbarkeit

zu tun haben darf. Ein Ort, der ein

neues Vereinsheim plant, braucht einen verlässlichen

und im Land gut verankerten Partner.

In diesem Rahmen können sehr wertvolle

Vorhaben einer Gemeinde umgesetzt werden,

von denen die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar

im Alltag profitieren.

16 Leas•mich


Jahren begegnen müssen. Obwohl es in

Österreich noch ausreichend Potenzial

an nachwachsenden Rohstoffen gibt,

werden diese Ressourcen bisher nur in

einem geringen Ausmaß genutzt. Zur Installierung

einer nachhaltigen Energieversorgung

ist das Anlagencontracting

ideal. Dabei übernimmt Raiffeisen-Leasing

zusammen mit einem technischen

Partner die Wärmeversorgung für eine

Kommune. Jede sinnvolle und finanzierbare

Variante ist möglich: gemeindeeigene

Gebäude, ansässige Industriebetriebe

oder ein ganzer Ortsteil.

Auch Stromerzeugung ist damit machbar.

Die Kommune erhöht die regionale

Wertschöpfung und die eigene Versorgungssicherheit.

Dadurch bleibt das

Budget der Gemeinde von steigenden

fossilen Energiepreisen verschont, was

wiederum der Umwelt zugute kommt.

Verkehrsinfrastruktur

Jede Kommune hat in ihrem Aufgabengebiet

die Bereitstellung und Erhaltung

des lokalen Wegenetzes. Diese Aufgabe

erfordert einerseits teils massive Investitionen

für die Herstellung und andererseits

einen enormen Betriebs- und Erhaltungsaufwand.

Raiffeisen-Leasing hat

ein Modell entwickelt, um qualitativ

hochwertige Infrastruktur herzustellen,

zu erhalten und zu betreiben. Den jeweilig

vorgegebenen Rahmenbedingungen

entsprechend können unterschiedliche

Leistungsteile implementiert

und der Umfang mit weiteren technischen

Partnern bedarfsgerecht abgedeckt

werden. Um eine optimale Aufgabenabdeckung

zu erreichen, ist es vorteilhaft,

gleichartige Leistungen wie technische

und betriebliche Instandhaltung

zu übertragen. Zur Erreichung der optimalen

Leistungsabdeckung werden die

lokalen Betriebe eingebunden. Durch

den im Einvernehmen mit der Gemeinde

erstellten Masterplan werden die erforderlichen

Maßnahmen festgelegt und

eine kalkulierbare Grundlage für die Vertragslaufzeit

geschaffen.

Ausgliederung

als Chance

Die Wirtschaftskrise und ihre negativen Folgen werden

uns in der tagtäglichen medialen Berichterstattung vor

Augen geführt. Die Mindereinnahmen werden wohl oder

übel zu steigenden Defiziten führen, denen entgegengewirkt

werden muss. Doch die Möglichkeiten sind beschränkt

und es gilt die vorhandenen Ressourcen noch effizienter als bisher einzusetzen.

Gerade jetzt rücken kommunale Ausgliederungsmodelle als Alternative zu den herkömmlichen

Finanzierungsmodellen in den Fokus. Ausgliederungen schaffen budgetwirksame

Einnahmen bei gleichzeitiger steuerlicher Optimierung. Zudem gibt es eine Reihe von

Dienstleistungen (Immobilienbewirtschaftung etc.), die uns Kommunen unter die Arme

greifen. Die nächsten Monate werden entscheidend sein, wohin sich die österreichischen

Gemeinden entwickeln. Und es kann nur von Vorteil sein, die vorhandenen Strukturen zu

erneuern und eine moderne und nachhaltige Gemeindeverwaltung zu schaffen.

MAG. KARL SCHLÖGL

BÜRGERMEISTER DER STADTGEMEINDE PURKERSDORF

BUNDESMINISTER A. D.

Öffentliche Beleuchtung

Die Beleuchtung vieler Kommunen ist

bereits in die Jahre gekommen und entspricht

nicht mehr dem heutigen Stand

der Technik. Neben den hohen Energieund

Wartungskosten hat dies auch Auswirkungen

auf die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer

und Bürger sowie die

Ästhetik der kommunalen Straßen. Der

Umstieg auf moderne, effizientere

Leuchtmittel, ein ausgereiftes Beleuchtungskonzept

und eine intelligente

Steuerung vervollständigen die Gesamtlösung

und helfen, die Energiekosten zu

senken. Außerdem wird ein Finanzierungskonzept

angeboten, welches den

Bedürfnissen der Gemeinde angepasst

wird. Die Erneuerung der Straßenbeleuchtung

in einem ganzheitlichen Ansatz

steigert die Qualität der Anlage und

bringt Kosteneinsparungen mit sich.

Foto: Yit Austria

Energieeffizientes Bauen

und Sanieren (EEBS)

Das Modell Energieeffizientes Bauen

und Sanieren ist aus dem Contracting

entstanden, wobei hier nicht nur sich

selbstrechnende Investitionen getätigt

Ausgereiftes Beleuchtungskonzept mit

intelligenter Steuerung: Aschbach an der Steyr.

NUMMER 3| OKTOBER 2009 17


coverstory

Gmünd hat für den Umbau der beiden

Hauptschulen eine ressourcenschonende und

energieeffiziente Projektumsetzung gewählt.

Factbox Maastricht

Foto: Stadtgemiende Gmünd

Öffentliche Leistungen im Rahmen von Ausgliederungen oder marktbestimmten Tätigkeiten

werden im Zuge der Maastricht-Ergebnisermittlung aus heutiger Sicht dem privaten Sektor

zugeordnet, wenn sie folgende vier Kriterien erfüllen:

ÿ Kostendeckungsgrad über 50 %

ÿ eigene Rechnungsführung

ÿ Entscheidungsfreiheit in der Ausübung der Hauptfunktionen

ÿ Agieren am Markt, d. h. es handelt sich nicht um einen Hilfsbetrieb der Gemeinde.

Bei ausgegliederten Rechtsträgern sind allerdings die von der Kommune zu entrichtenden

laufenden Zuschüsse, Entgelte, Kostenübernahmen und Verlustabdeckungen sowie

etwaige Erlöse und Gewinnentnahmen, die im Rechnungsabschluss der Gemeinde erfasst

werden, Maastricht-relevant. Diese erhöhen oder vermindern das Maastricht-Ergebnis der

jeweiligen Gemeinde.

Kostenzuschüsse, welche „Investitions- und Tilgungszuschüsse zwischen Unternehmungen

und marktbestimmten Betrieben der Gemeinde und der Gemeinde“ darstellen, führen

zu einer Maastricht-neutralen Erfassung.

Gewinnentnahmen als „Ablieferungen von nettoveranschlagten Unternehmen“ bewirken

eine Erhöhung des Maastricht-Ergebnisses im Ausmaß der Gewinnentnahme. Werden

allerdings Leistungen ausgegliedert, die bis dato zu Überschüssen geführt haben, so kann

sich die Ausgliederung – sofern diese Überschüsse nicht an die Gemeinde abgeführt bzw.

abgeliefert werden – negativ auf das Jahresergebnis der Gemeinde und somit auf das

Maastricht-Ergebnis auswirken. Werden von der Gemeinde Darlehen für die ausgegliederten

Betriebe aufgenommen (Schuldner = die Gemeinde), so erhöhen diesbezügliche

Schuldenstände auch den Maastricht-Schuldenstand (ausgenommen bei marktbestimmter

Tätigkeit). Eine Haftungsübernahme für einen ausgegliederten Rechtsträger oder einen

fremden Dritten erhöht allerdings den Maastricht-Schuldenstand der Gemeinde nicht.

Ausgliederungen beeinflussen das Maastricht-Ergebnis dann positiv, wenn die ausgegliederte

Leistung effizienter und somit nachhaltig kostengünstiger erbracht werden kann.

Zu beachten ist in diesem Zusammenhang jedoch auch, dass – analog zu den obigen Aussagen

und Wirkungen der Fremdvergabe von Leistungen – bei der Prüfung der Vorteilhaftigkeit

jedenfalls auch der verbleibende Fixkostenblock auf Gemeindeseite mitberücksichtigt

wird.

werden, sondern auch umfassende Sanierungen

möglich gemacht werden.

Ein Beispiel aus der Praxis liefert

Gmünd: Die niederösterreichische

Stadtgemeinde hat für den Umbau der

beiden Hauptschulen eine ressourcenschonende

und energieeffiziente Projektumsetzung

gewählt. Im Zuge des öffentlichen

Vergabeverfahrens nach dem

BVergG, bei dem neben den Gesamtinvestitionskosten

auch der zukünftige

Energieverbrauch und der anzubietende

Finanzierungszinssatz als Vergabekriterium

herangezogen wurden, ist Raiffeisen-Leasing

für die Totalunternehmerleistung

als Bestbieter ermittelt worden.

Für die technische Abwicklung und die

Einhaltung der garantierten Energieverbrauchswerte

zeichnete die Firma WRS

energie & unternehmenslösungen GmbH

verantwortlich.

Die zahlreichen Vorteile des Produktes

Energieeffizientes Bauen und Sanieren

haben die Stadtgemeinde Gmünd

überzeugt: Fixpreisgarantie, vertraglich

garantierter Energieverbrauch, minimaler

Eigenaufwand, regionale Wertschöpfung

und Energiecontrolling für

die nachhaltige Reduktion der Gesamtkosten.

Im Konkreten wurde eine Energieeinsparung

von 103.293 kWh/Jahr vertraglich

garantiert, also stolze 63 %.

Dies entspricht einer Einsparung von

EUR 403.160 in zwanzig Jahren. Damit

kann langfristig eine deutliche Kosteneinsparung

und eine wesentliche ökologische

Verbesserung sichergestellt werden.

Durch die Umsetzung der durchzuführenden

Arbeiten mit vorwiegend

regionalen Unternehmen konnte die

Wertschöpfung in der Region sichergestellt

und ein Optimum an Effizienz erreicht

werden.

Lebenszyklusmodelle

Übergreifend zu den produktspezifischen

Anwendungsbereichen besteht

bei öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen,

die besonders komplex und umfangreich

zu betreuen und betreiben

sind, die Möglichkeit, die Planung, Errichtung,

Finanzierung und den Betrieb

samt Energieoptimierung durch einen

Partner abzuwickeln. Ziel ist es, die Kosten

über den gesamten Lebenszyklus

des Gebäudes oder der Anlage – unter

Berücksichtigung der Funktionalität und

Energieeffizienz – zu optimieren. Die Erreichung

einer besseren Qualität kann

dabei durchaus mit höheren Anschaffungskosten

verbunden sein, die dann

durch zusätzliche Einsparungen im Betrieb

die Gesamtrentabilität erhöhen. Da

die Gesamtverantwortung und somit die

Risiken in einer Hand liegen, ist es Aufgabe

des privaten Partners, die definierten

Leistungen zu den vereinbarten Kosten

so effizient wie möglich abzuwickeln.

18 Leas•mich


meinung

Zusätzlich ist für den öffentlichen Auftraggeber

gewährleistet, dass durch die

fixierten Zahlungsbedingungen das Gebäude

wie vereinbart in einem hohen

Standard zur Verfügung steht. Dieser

Ansatz wurde beispielsweise bei der FH

St. Pölten und der Strahlentherapie

Krems erfolgreich umgesetzt.

Beratung und Analyse von Ökoenergie-

und Infrastrukturprojekten

Jede Form der Investition hat wirtschaftliche

Auswirkungen, die im Vorfeld geprüft

und bestmöglich definiert werden

müssen. Die kommunalen Aufgaben

sind so vielseitig, dass kaum alle Bereiche

abgedeckt werden können: Modellgestaltung,

Förderungen, kaufmännische

Betrachtung usw. Auf Grund langjähriger

Erfahrung im Bereich der Projektentwicklung

liefert Raiffeisen-Leasing

dabei eine nachvollziehbare Basis zur

nachhaltigen Entscheidungsfindung und

gewährleistet eine unabhängige kompetente,

externe Projektbeurteilung.

Baulandreservemodell

Gemeindegebiete sind einer ständigen

Veränderung unterworfen. Sei es durch

den privaten, gemeinnützigen und öffentlichen

Wohnungsbau oder auch

durch die Veränderung der Betriebsstruktur

der Unternehmen in der Kommune.

Raiffeisen-Leasing hat zur Schaffung

solcher Baulandreserven ein Modell entwickelt,

das es der Gemeinde ermöglicht,

den (zukünftigen) Gemeindebürgern

und gewerblichen Betrieben jene

Flächen zur Verfügung zu stellen, die

sie benötigen, ohne das Gemeindebudget

zu belasten.ı

DR. EDGAR HAUER

Leiter Vertriebssteuerung

Kommunalgeschäft in der

Raiffeisen-Leasing

CHRISTOPH BAUDER

Projektbetreuer Betreiberund

Ökoenergieprojekte

in der Raiffeisen-Leasing

Elektromobilität

ist die Zukunft

MAG. PETER ENGERT

Sprecher der

Geschäftsführung der

Raiffeisen-Leasing

Vor dem Hintergrund steigender Umweltbelastung, Knappheit fossiler Ressourcen

und langfristig steigender Treibstoffpreise hat die Raiffeisen-Leasing

gemeinsam mit den Partnern Salzburg AG und The Advisory House kürzlich die

überregional agierende Dachgesellschaft „The Mobility House“ gegründet.

Diese bietet nun lokalen Betreibern wie zum Beispiel Energieversorgungsunternehmen,

Städten oder Gemeinden Bausteine zum Aufbau eines eigenen

Angebotes von Elektro-Mobilitätsprodukten. Über Regionen hinweg bietet

„The Mobility House“ Dienstleistungen – von der Geschäftsmodellierung über

Produkt- und Vertragsentwicklung bis hin zur Abrechnung. Auf diese Weise können

sich lokale Betreiber bereits heute vergleichsweise schnell und einfach im

Markt für Elektromobilität positionieren.

Unsere Vision ist es, den Menschen das Thema Elektromobilität näherzubringen.

„The Mobility House“ bietet regionalen Partnern in der Aufbauphase

ein maßgeschneidertes Startpaket inklusive Geschäftsmodell und Mobilitätsproduktkatalog.

Im operativen Betrieb unterstützt „The Mobility House“ seine

Partner je nach Bedarf in der Vertragsabwicklung, beim Betrieb der Ladeinfrastruktur

und bei der Beschaffung der Fahrzeuge. So bietet unser Ansatz auf

der einen Seite lokalen Partnern den einfachen, schnellen und effizienten

Aufbau eines Elektromobilitätsangebots, auf der anderen Seite Endkunden den

einfachen und günstigen Zugang zu innovativen und erprobten Elektromobilitätsprodukten.

In einer ersten Phase werden den Kunden Zweiräder – wie zum Beispiel

Fahrräder, Segways, Mountainbikes, Bikeboards und Elektro-Scooter – über ein

Mietmodell inklusive Ladestation, Infrastruktur und Versicherung zu monatlich

attraktiven Preisen angeboten. Dadurch soll den Kunden die Scheu vor der

Elektromobilität und vor den derzeit noch relativ hohen Anschaffungskosten der

Geräte genommen werden. Alle angebotenen Geräte sind intern bereits erprobt

und durchlaufen darüber hinaus ein Testverfahren des ÖAMTC. Elektroautos

werden erst dann ins Angebot aufgenommen, wenn seitens der Industrie ausgereifte

und für die Kunden problemlose Fahrzeuge zur Verfügung stehen. In

diesem Zusammenhang erwarten wir, dass bereits Ende 2010 bzw. Anfang

2011 die ersten publikumstauglichen und durchdachten Elektroautos angeboten

werden.

Ziel ist es, eine einheitliche Lösung, individuell auf die jeweiligen Zielkunden

abgestimmt, gemeinsam mit österreichischen Energieversorgungsunternehmen

umzusetzen. D. h., egal wo Strom getankt wird, soll es nur eine einzige

Rechnung von einem Anbieter geben. Letztendlich sind wir überzeugt davon,

dass der Elektromobilität die Zukunft gehören wird.

Foto: Kurt Keinrath

NUMMER 3| OKTOBER 2009 19


eportage

Flottenmanagement à la carte

Mit dem neuen Dienstleistungspaket „Flexifleet“ kann jeder Fuhrpark

tagesaktuellen Anforderungen und Aufträgen angepasst werden.

Anruf genügt, und das gewünschte

Auto kommt zu Ihnen.

Fotos: Bruckner Kfz-Technik

Raiffeisen-Leasing-Fuhrparkkunden

steht seit Sommer eine neue Zusatzdienstleistung

zur Verfügung. „Flexifleet“

bietet jedem Unternehmen die Möglichkeit,

den Firmenfuhrpark entsprechend

der Auftragslage flexibel und individuell

anzupassen. Dabei kann der Kunde aus

einer Stunden-, Tages-, Wochen- und/

oder Monatsnutzung wählen und so auf

wechselnde Mobilitätsanforderungen

rasch reagieren.

Die Abwicklung ist denkbar einfach:

Das gewünschte Fahrzeug wird einfach

über die Fuhrparkzentrale der Raiffeisen-Leasing

telefonisch gebucht, die ab

diesem Zeitpunkt auch die gesamte Organisation

übernimmt. Dazu zählt auch

die zeitgerechte Zustellung des Fahrzeugs

an die Kundenadresse.

Dieser Zustellservice wird österreichweit

angeboten. Lediglich im Falle einer

Stundennutzung ist das Kfz in einer der

IM PORTRAIT

Fuhrparkmanagement-Partner

Bruckner Kfz-Technik

Nicht nur Privatkunden wissen die Qualität des Salzburger

Familienbetriebs zu schätzen, auch Fuhrparkkunden werden

ab Ende Oktober am neuen Standort Wals-Siezenheim mit

attraktiven Angeboten überzeugt.

Für die Traditionswerkstätte Bruckner Kfz-Technik begann 1993 mit der Übernahme durch Arthur Bruckner

ein neues Zeitalter. Aus der damaligen Vier-Mann-Lackierwerkstätte ist eine markenunabhängige Full-

Service-Werkstätte mit 28 Mitarbeitern, neuen Geschäftsbereichen wie der Oldie- und Dellenklinik und zwei

Standorten geworden. In der Salzburger Werkstatt werden Fahrzeuge bis 3,5 t aller Marken und Baujahre

repariert. „Bislang waren alle Kompetenzen Motor, Karosserie und Lack in unserem Stammsitz in Salzburg-

Maxglan gebündelt“, erläutert Geschäftsführer und Eigentümer Arthur Bruckner. Der neue und zweite Standort

in Wals-Siezenheim richtet sich neben Besitzern von Privatfahrzeugen insbesondere an Fahrer von Fuhrparkwägen.

Schließlich ist Bruckner Kfz-Technik im Bundesland Salzburg auch Partnerwerkstätte österreichischer

Fuhrparkmanagement-Unternehmen wie der Raiffeisen-Leasing. Das moderne Gebäude wird

Ende Oktober 2009 eröffnet und verfügt auf 1.000 m² über den neuesten Stand der Technik. Es besticht vor

allem durch seine gute infrastrukturelle Lage an der Autobahn und der Nähe zum Flughafen.

nächstgelegenen Parkgaragen/Partnerbetriebe

abzuholen. Raiffeisen-Leasing

bietet dem Fuhrparkkunden maximale

Flexibilität und individuellen Service, indem

dieser aus sämtlichen Fahrzeugtypen

– vom Kleinwagen, Mittelklasse,

Kombi, Minivan, Klein-Lkw bis hin zum

Fun-Car – wählen kann.

Mit dem „Flotten-Pay per Use-Modell“

können Unternehmen kurzfristig etwaige

Spitzen abdecken sowie außerplanmäßige

Aufträge ausführen. So

kann beispielsweise ein Unternehmen,

das nur für sporadische Aufträge einen

Klein-Lkw zur Abwicklung seiner Aufträge

braucht, diese mit einem Kastenwagen

der Raiffeisen-Leasing-Mietflotte

erledigen. Die Abrechnung erfolgt monatlich

und umfasst lediglich die Mietdauer.

Das ist in jedem Fall rentabler, als

in einen eigenen Lkw zu investieren.

Das Fahrzeug hätte enorme Stehzeiten,

zudem verliert es monatlich an Wert und

hätte dafür auch noch Firmenkapital gebunden.

Die Vorteile des „Flexifleet-Pakets“:

ÿ Eine CO 2 -optimierte Leihwagenflotte;

ÿ maximales Angebot an Fahrzeugtypen:

vom Kleinwagen bis zum Lkw;

ÿ flexible Nutzung, z. B. zur Warenauslieferung,

für Übersiedlungen, Abholungen,

ebenso wie für kurzfristige

Dienstreisen und zur Mitarbeitermotivation;

ÿ Haus-zu-Haus-Zustellung: das gewünschte

Fahrzeug wird österreichweit

an die Firmenadresse oder an

die Privatadresse des Fahrers zugestellt;

ÿ besonders günstige Konditionen.

Näheres zum Flottenmanagement der

Raiffeisen-Leasing unter: 01 716 01-8090.

20 Leas•mich


Raiffeisen Burgenland Leasing

Die neue Landesleasinggesellschaft soll künftig das großvolumige

Geschäft im Mobilien- und Immobilien-Leasingbereich abwickeln.

Foto: Raiffeisenlandesbank Burgenland

Irene Hrdlicka-Hakel hat mit

GD-Stv. Leopold Buchmayer

zahlreiche gemeinsame

Projekte abgewickelt.

Friedrich Nikolaus (kleines

Bild) hat mit Anfang

September die Agenden

Buchmayers übernommen.

Auf wessen Initiative und aus welchen

Überlegungen heraus kam es

zur Gründung der „Raiffeisen Burgenland

Leasing“?

Die Initiative ging gleichermaßen von

beiden Häusern aus. Denn durch die

Gründung hat die RLB Burgenland

den Vorteil, einerseits durch die höhere

Ergebnisbeteiligung am großvolumigen

Geschäft verstärkt mitpartizipieren

zu können und andererseits

stärker auf die Risikopolitik und die

Konditionengestaltung bei den Kunden

der RLB Burgenland Einfluss nehmen

zu können.

Die Intention der Raiffeisen-Leasing

ist es, sich so den Zugang zu marktkonformen

Refinanzierungsmitteln für

ihre Kunden zu sichern. Darüber hinaus

wird von nun an gemeinsam das

Produkt Leasing regional verstärkt positioniert,

um den Marktanteil entsprechend

auszubauen.

Seit 29. 7. 2009 gibt es auch in Eisenstadt

eine eigene Landesleasinggesellschaft.

Das Burgenland ist somit das

dritte Bundesland nach Salzburg und

Steiermark, das sich für die Gründung

einer eigenen Landesleasinggesellschaft

entschieden hat. An der Raiffeisen Burgenland

Leasing hält die RLB Burgenland

49 %, die RBE Holding 32 % und

die Raiffeisen-Leasing 19 %. Aufgabe

der neuen Gesellschaft ist die Abwicklung

von Mobilien- und Immobilien-Leasinggeschäften

jenseits eines Anschaffungswertes

von EUR 100.000,–. Liegt

die Summe darunter, werden die Verträge

wie bisher über die Standardgesellschaften

der Raiffeisen-Leasing abgewickelt.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft

besteht aus zwei Personen:

Irene Hrdlicka-Hakel von der Raiffeisen-

Leasing und den erst vor kurzem in den

RLB-Vorstand berufenen Friedrich Nikolaus,

an den der vormalige Geschäftsführer

Leopold Buchmayer das Szepter

übergab.

Denn nach fast 45 Jahren bei Raiffeisen

beendete Buchmayer mit 1. September

2009 seine Tätigkeit als Vorstand

der RLB Burgenland. Als langjähriger

Manager in höchsten Führungspositionen

hat er die burgenländische Bankenszene

nachhaltig geprägt. Buchmayer

wird auch in nächster Zukunft

Raiffeisen und der Wirtschaft seines

Bundeslandes in verschiedenen Funktionen

erhalten bleiben und damit seine

umfangreiche Erfahrung zur Verfügung

stellen. Nachdem er in seiner langjährigen

Funktion als Beiratsmitglied der

Raiffeisen-Leasing die Gründung der

neuen Gesellschaft aktiv vorantrieb, bat

ihn Leas•mich um ein kurzes Statement.

Sie sind seit kurzem im Ruhestand.

Was würden Sie Ihrem Nachfolger

mit auf dem Weg geben?

Nachdem es sich bei meinem Nachfolger

um einen erfahrenen Manager

handelt, der das Bankengeschäft von

der Pike auf gelernt hat, glaube ich

nicht, dass es nötig ist, ihm viele Ratschläge

zu geben. Ich wünsche ihm

jedoch, dass er ebenso viel Freude

und Erfüllung in der Bewältigung dieser

Aufgabe findet wie ich. Außerdem

ist der Zubau des Raiffeisen Finanz

Centers bald abgeschlossen, ein

wichtiger Meilenstein für Raiffeisen im

Burgenland. Übrigens ein Vorzeigeprojekt,

bei dem die Raiffeisen-

Leasing nicht nur die Finanzierung,

sondern auch das Projektmanagement

übernommen hat.

NUMMER 3| OKTOBER 2009 21


eportage

Mit Kooperation

zum Erfolg

Jede (Geschäfts-)Partnerschaft sollte

im Idealfall für alle Beteiligten zu einer

Win-Win-Situation führen. Doch selten

trifft dies so uneingeschränkt zu wie

bei einer Leasing-Absatzkooperation.

Dieser Vertriebsweg beinhaltet eine

enge Kooperation zwischen einem Hersteller

(Lieferanten) bzw. einem Vermittler

und der Raiffeisen-Leasing. Konkret

erhält der Endkunde des Herstellers zu

jedem Produkt auch gleich ein entsprechendes

Leasingangebot. Eine Absatzpartnerkooperation

ermöglicht die Erschließung

neuer Kundengruppen, die

auf herkömmlichen Vertriebswegen

nicht erreicht werden können. Das von

der Raiffeisen-Leasing schon vor vielen

Jahren entwickelte Modell hat die Möglichkeiten

bei der Geschäftsanbahnung

deutlich erweitert.

Auf den scharfen Wettbewerb, der in

diesem Bereich mittlerweile herrscht,

reagierte die Raiffeisen-Leasing mit immer

innovativeren Produktentwicklungen.

So wurden etwa Treuhandlösungen

entwickelt, die es dem Kooperationspartner

ermöglicht, beim Endkunden

als Leasinggesellschaft aufzutreten, obwohl

die Raiffeisen-Leasing im Hintergrund

der risikotragende Financier

bleibt.

Eine weniger komplexe Form der Zusammenarbeit

beruht auf dem Sale-andlease-back-Prinzip.

In diesem Fall verkaufen

Hersteller das neue Leasingobjekt

an die Raiffeisen-Leasing und leasen

es gleichzeitig zurück. In weiterer Folge

können die Hersteller dann das Gerät an

ihre Endkunden vermieten. Der Vorteil

für die Kooperationspartner: Sie erlösen

sofort den gesamten Kaufpreis und müssen

nicht erst auf das Einlangen der monatlichen

Mietraten warten. Das erhöht

den Cash-flow und schafft Spielraum.

Darüber hinaus ermöglichen individuell

entwickelte IT-Lösungen, die Kernsysteme

der Raiffeisen-Leasing mit jenen

der Kooperationspartner zu verschränken.

Damit wird der Aufwand

beim Datenaustausch und für die Administrierung

deutlich reduziert. Dieser Ansatz

zeigt die hohe Serviceorientierung

der Raiffeisen-Leasing und ihr Bestreben,

die Zusammenarbeit auf eine lange

Dauer anzulegen.

Die Vorteile für die Endkunden des

Herstellers liegen auf der Hand:

ÿ Eigenkapital bzw. die Kreditlinien werden

geschont

ÿ Bilanzkennzahlen werden nicht belastet

ÿ Cash-flow wird nicht vermindert und

bleibt frei verfügbar

ÿ Leasing- bzw. Mietentscheidungen

bedürfen oftmals keiner solch umfangreichen

internen Bewilligungsmaßnahmen

wie Kaufentscheidungen

Die Vorteile für die Hersteller als Kooperationspartner

sind ebenso überzeugend:

ÿ Steigerung des Absatzes, da Kaufentscheidungen

oftmals zögerlicher

getroffen werden als Miet- bzw. Leasingentscheidungen

ÿ Möglichkeit, dem Endkunden auch

eine nutzungsorientierte Variante anbieten

zu können

ÿ Zukünftige Schonung der eigenen Kreditlinien,

falls schon heute eigenbasiert

Mietmodelle angeboten werden

Viele Kunden setzen auf eine Absatzpartnerschaft

mit der Raiffeisen-Leasing.

Was nun folgt, ist nur ein kleiner Auszug

aus einer langen Liste.

Lagerhaus Technik-Center GmbH &

Co KG, das mit seinen sieben eigenen

Standorten und österreichweit mit allen

Raiffeisen-Lagerhäusern als größter

Landmaschinenhändler in Österreich die

innovativen Finanzierungsmodelle für

Land- und Kommunalmaschinen sehr

zu schätzen weiß.

Top-Hersteller im Bereich der Printing-,

Kopiermaschinen- und des Dokument-Managements

wie Océ – Österreich

Gesellschaft m.b.H oder RICOH

AUSTRIA GmbH sind beide langjährige

und geschätzte Kooperationspartner der

Raiffeisen-Leasing.

Auch medizintechnische Unternehmen

wie die EasyMed finance.marketing.gmbh

oder PLURADENT AUSTRIA

GmbH nutzen die Kompetenz und Innovationskraft

der Raiffeisen-Leasing,

die auch mit anderen namhaften Anbietern

medizintechnischer Klein- und

Großgeräte zusammenarbeitet – und

selbst Komplettausstattungen von Krankenhäusern

finanziert.

22 Leas•mich


VOLLMER Austria GmbH, die Spezialisten

für Schärf- und Erodiermaschinen,

und die Firma SCHIRNHOFER

Werkzeugmaschinen & Werkzeuge

GmbH sind ebenfalls Absatzkooperationspartner

der Raiffeisen-Leasing, die

im Bereich der Metall- und Holzverarbeitung

nach wie vor ein Wachstumssegment

mit Zukunft sieht.

In den traditionellen Absatzpartner-

Segmenten gibt es Kooperationen mit

Herstellern von Nutzfahrzeugen, Lkw-

Aufbauten (Anhänger- und Trailerproduzenten)

und Baumaschinen. Hier kann

man bei Partnern und Endkunden mit innovativen

Finanzierungslösungen punkten.

Intelligente Bündelprodukte – wie

Raiffeisen-Leasing „Truck All Inclusive“

Vom klassischen Traktor bis zum

hippen urbanen Fortbewegungsmittel

Segway: Absatzkooperationen ergänzen

die traditionellen Vertriebswege und

bringen allen Partnern Vorteile.

oder Raiffeisen-Leasing „Mobilien All Inclusive“

– bieten dem Endkunden einen

echten Zusatznutzen, der über die herkömmliche

Finanzierung weit hinausgeht.

Innovationskraft und ein Gespür für

Zukunftstrends sind im Absatzfinanzierungsgeschäft

alles entscheidende Faktoren.

Dementsprechend frühzeitig

wurde so auch dem Trend der Elektro-

Mobilität Rechnung getragen. Seit zwei

Jahren kooperiert die Raiffeisen-Leasing

inzwischen eng mit der Firma Urban

Mobility Authorized SEGWAY Distributor

GmbH, dem Generalimporteur für

Segways. Der Segway Personal Transporter

war das erste zweirädrige selbstbalancierende,

elektrische Fahrzeug. Ein

100%ig CO 2 -neutrales und klimaschonendes

Fortbewegungsmittel – mit

Spaßfaktor dazu.

Weiters zählt seit 2009 die Firma elmove

AG, mit ihrem in der Schweiz entwickelten,

elektrobetriebenen „E-bikeboard“,

zu unserem auserwählten Partnerkreis.

Im Sinne der Förderung und

Forcierung der Raiffeisen Klimaschutz-

Initiative wurde die Zusammenarbeit mit

innovativen „umweltfreundlichen“ Firmen

forciert. Dazu zählt unter anderem

das Unternehmen Baumot GmbH, das

Nutzfahrzeuge, Baumaschinen und

Busse mit Russpartikelfiltern nachrüstet.

Die Feinstaub-Thematik und ein Luftreinhaltegesetz

mit eigenen Umweltzonen

(wie in vielen angrenzenden Ländern

bereits Realität) wird auch bei uns

bald ein aktuelles Thema sein.

Die Firma bioltec evolv-ram GmbH

aus Regensburg entwickelte ein völlig

neues Motormanagement-System für

Lkw. Erstmals ist es damit möglich, dass

Lkw mit bis zu 100 % biogenen Kraftstoffen

(Tierfett) betrieben werden

können. Damit ist man CO 2 -neutral und

klimaschonend unterwegs. Darüber

hinaus können die Kunden mit diesem

System signifikante Treibstoffkosten einsparen.

Zahlreiche weitere Absatz-Finanzierungsvarianten

vervollständigen die Produktpalette,

die alle einem Ziel dienen:

eine dreifache Win-Win-Situation zwischen

Kunde, Hersteller und Raiffeisen-

Leasing umzusetzen.ı

KONTAKT:

MAG. (FH) ALEXANDER

HARTNER, MBA

Leiter Produktmanagement,

Absatzkooperationen

& Assetmanagement

Tel. 01 716 01-8083

MAG. JOSEF

FLEISCHHACKER

Stv. Leiter

Absatzkooperationen

Tel. 01 716 01-8161

MESSEREIGEN: Bereits zum vierten Mal fand vom 26. bis 28. Mai 2009 die

Fachmesse für Gewerbe- und Industrie-Immobilien mit Fokus Länder der CEE/SEE-Regionen

(Zentral-, Südost- und Osteuropa) im Wiener Messezentrum statt. Rund 240 Aussteller

präsentierten ihre Projekte. Damit wurde quantitativ das Niveau von 2007 erreicht –

und das trotz der veränderten Rahmenbedingungen nach den Marktbereinigungen in einigen

Immobilienmärkten. Auch die Raiffeisen-Leasing war mit einem Messestand vertreten,

wo man sich über den großen Andrang interessierter Besucher freute. Am 2. Messetag

wurde zur Weinverkostung und italienischen Antipasti eingeladen. Wer wollte, konnte

ein Segway testen.

Ebenfalls im Mai fand der 59. Österreichische Städtetag in Bruck an der Mur statt. Die drei

Veranstaltungsorte Bruck, Kapfenberg und Leoben luden zum Meinungsaustausch in die

Region Hochsteiermark, und auch hier war die Raiffeisen-Leasing mit einem Messestand

präsent. Neben einer Probefahrt mit dem Segway lockte die Raiffeisen-Leasing mit heimischen

Weinen, Biosaft, Kürbiskernbrot und steirischem Vulcano-Schinken auch zwei sehr prominente Besucher der Messe an ihren Stand:

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer (siehe Foto) und Bürgermeister Dr. Michael Häupl haben sich persönlich von der Qualität des dargebotenen

Weins überzeugt!

NUMMER 3| OKTOBER 2009 23


gewerbliche immobilien

Kuren in Bestlage

Die Raiffeisen-Leasing kaufte das Dvorak Spa Hotel

in Karlsbad und vermietet es wieder an den ehemaligen

Eigentümer Warimpex-Gruppe zurück.

Foto: Dvorak Spa Hotel

Karlsbad liegt mit seinen 52.000 Einwohnern

im Westen der Tschechischen

Republik, etwa 125 km von Prag entfernt.

Der „Weltruf“ Karlsbads beruht in

erster Linie auf seinen einzigartigen Mineralquellen.

Die zwölf heilenden Quellen,

die mit einer Temperatur von 41 bis

73 Grad Celsius aus einer Tiefe von 2 bis

2,5 Kilometern entspringen, ließen den

Ort bereits vor Jahrhunderten zu einem

der bekanntesten Kurorte in Mitteleuropa

werden. Im Stadtzentrum, in exklusiver

Lage, befindet sich das 4-Sterne-

Kur-Hotel Dvorak. Das Hotel wurde Ende

des Jahres 2008 von der Raiffeisen-Leasing

erworben und in weiterer Folge in

Form einer Sale-and-lease-back-Konstruktion

an den ehemaligen Eigentümer,

dem Wiener Immobilienentwickler

Warimpex, vermietet. Betrieben wird das

Hotel wie schon in den Jahren davor

von einem gemeinsamen Partner der

Raiffeisen-Leasing und der Warimpex-

Gruppe, der Vienna International Hotelmanagement

AG; eine Konstellation übrigens,

die sich schon beim Euro-

Disneypark Paris sehr bewährt hat. Mit

85 Prozent Auslastung während der

letzten Jahre gehört das Kur-Hotel

Dvorak zu den Cash-Cows der Immobiliengruppe.

Das 4-Sterne-Hotel steht

den Besuchern ganzjährig zur Verfügung

und bietet in erster Linie für Kur-Besucher

aus aller Welt eine komfortable

Unterbringung. Das im Jahre 2005 und

2006 renovierte Hotel verfügt über 126

modern ausgestattete Zimmer und über

einen Wellness-Bereich mit Sauna,

Dampfbad, Hallenbad und Fitnessraum.

Den Hotelgästen stehen eine Kosmetikabteilung,

ein hauseigener Friseur und

eine Klinik für ästhetische Medizin zur

Verfügung. Grundlage für den Erwerb

des Hotels Dvorak durch die Raiffeisen-

Leasing GmbH war eine Expertise des

internationalen Immobiliengutachters

CB Richard Ellis (CBRE), die für dieses

Projekt sprach.ı

Wagenkästen für Ungarn aus Szolnok

Die Stadler Rail Group verfügt europaweit über zehn Standorte

und ist Top-Player in den Marktsegmenten Regional-,

S-Bahn- und Intercityverkehr sowie Straßenbahnen.

In den letzten Jahren konnte Stadler Rail

seine Marktposition in Zentral- und Osteuropa

ausbauen. Die ungarischen Staatsbahnen

(MÁV) haben bereits 60 FLIRT

(Flinker Leichter Innovativer Regional

Triebzug) gekauft. Die ersten 30 Züge sind

schon seit längerer Zeit erfolgreich bei der

S-Bahn Budapest in Betrieb. Das Unternehmen

ist zuversichtlich, dass weitere

Foto: Stadler Rail Group

Aufträge folgen werden. Um diese Märkte

mit lokaler Fertigung bedienen zu können,

hat der Konzern entschieden, Produktionskapazitäten

in der Region aufzubauen.

Dabei fiel die Wahl auf Szolnok (Ungarn).

Hier wurde ein Aluminiumschweißwerk

aufgebaut und im vergangenen März feierlich

in Betrieb genommen. Auf einer Fläche

von 12.000 m 2 werden Wagenkästen

aus Aluminium geschweißt und lackiert.

Ein erster Ausbau des Werks wurde bereits

gestartet und soll Ende Oktober

fertiggestellt sein. Momentan verfügt das

Werk über eine Kapazität von 60 Wagenkästen

pro Jahr, 2010 beträgt diese mindestens

120 Wagenkästen und kann auf

200 erhöht werden. Neben der Produktion

von Aluwagenkästen für den regionalen

Markt liefert Stadler Szolnok auch an die

deutsche Tochter Stadler Pankow, deren

Bedarf bis dahin von Dritten gedeckt wird.

Das Werk in Szolnok liefert zudem die Wagenkästen

für das Montagewerk in Polen

(Siedlce). Beim Aufbau von Szolnok handelt

es sich also um ein Insourcing. Die

Gesamtinvestitionskosten der von Raiffeisen-Leasing

finanzierten Immobilie

(beide Bauteile) beliefen sich auf CHF

16 Mio., die Laufzeit der Leasingfinanzierung

beträgt 20 Jahre mit anschließendem

Eigentumsübergang des Objektes

an den Leasingnehmer Stadler Szolnok.

24 Leas•mich


Schulprojekt

im Südburgenland

Ein Projekt mit Vorbildwirkung

im Bereich des Klimaschutzes

wurde in Jennersdorf realisiert.

Beim Spatenstich (v.l.n.r.): Mag. Miernicki (ecoplus), Mag. Engert (RL), LR Dr. Bohuslav

(NÖ Landeregierung), LH Dr. Pröll (NÖ Landesregierung), Dr. J. F. Kwizda, Bgm. Schiessler

(Gemeinde Leopoldsdorf), Vizebürgermeister H. R. Dominici (Gemeinde Leopoldsdorf),

Dr. Shebl (Shebl & Partner), Mag. R. P. Kwizda, Dr. R. A. Kwizda, Mag. J. E. Kwizda.

Spatenstichfeier

bei Kwizda

Auf einem über 50.000 m² großen Grundstück

in Leopoldsdorf wird das modernste Pharmadienstleistungszentrum

Österreichs errichtet.

Foto: Kwizda

Die Stadtgemeinde Jennersdorf legte bereits

vor längerer Zeit ihr Augenmerk auf

einen sparsamen Umgang mit Energie.

So wurde in den letzten beiden Jahren

die Sanierung der Hauptschule über das

Produkt Energieeffizientes Bauen und

Sanieren umgesetzt und nun zum Abschluss

gebracht. Nach einem öffentlichen

Vergabeverfahren wurde die Raiffeisen-Leasing

2007 mit der Finanzierung

und Umsetzung des Baus inklusive Abgabe

einer Energieverbrauchseinsparungsgarantie

beauftragt. Als technischer

Partner fungierte – wie auch schon bei

Im Juni dieses Jahres erfolgte in

Leopoldsdorf bei Wien der Spatenstich

für das modernste Pharmadienstleistungszentrum

Österreichs.

Neben einer Kapazität von mehr als

10.000 Palettenplätzen werden im

hochmodernen Lagerbereich Sonderzonen,

Kühl- und Tiefkühlräume sowie

Reinräume für tertiäre Produktionsschritte

geboten.

Das neue Gebäude ermöglicht den

Einsatz modernster Technologien und

logistischer Prozesse und ist auf die

stetig steigenden Marktanforderungen

im Hinblick auf Qualität und Arzneimittelsicherheit

vorbereitet; als einer

der wenigen Pharmalogistiker Österreichs

bietet Kwizda in der Distribution

durchgängige Ein- und Auslagerung

von Arzneimitteln an, ohne die

Kühlkette zu unterbrechen. Das Finanzierungsvolumen

in Höhe von

EUR 15 Mio. erfolgt durch die Raiffeisen-Leasing.

Der Standort Leopoldsdorf garantiert

durch seine Lage und die günstige

Verkehrsanbindung optimale

Bedingungen für die rasche Auslieferung

und die Erschließung wichtiger

mitteleuropäischer Wachstumsmärkte.

Durch die Errichtung des neuen Standortes

werden 50 neue Arbeitsplätze

geschaffen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme

des neuen Pharmadienstleistungszentrums

ist für Anfang

2010 geplant.

Die heimische Unternehmensgruppe

Kwizda ist fast überall in Zentraleuropa

in den Geschäftsfeldern

Pharma, Agro und Baustoffe tätig. Mit

1.200 Mitarbeitern erwirtschaftet der

Konzern einen Jahresumsatz von

EUR 800 Mio. und zählt zu den Top-

100-Konzernen Österreichs.ı

anderen erfolgreichen burgenländischen

Projekten – die WRS energie- und unternehmenslösungen

gmbH. In enger Zusammenarbeit

mit den Verantwortlichen

der Stadtgemeinde gelangte eine perfekte

Abstimmung der eingesetzten

Materialien und der installierten Technik

in Zusammenhang mit einer peniblen,

laufenden Kontrolle des Energiebedarfs

zum Einsatz. So konnte nicht nur ein

Schulprojekt mit zukunftsweisenden Unterrichtsmethoden,

sondern gleichzeitig

eines mit Vorbildwirkung im Bereich des

Klimaschutzes realisiert werden.

NUMMER 3| OKTOBER 2009 25


gewerbliche immobilien

Signa in

Feierlaune

Über 300 geladene Gäste

feierten Ende Juli bis in die

frühen Morgenstunden die

Firstfeier des Kaufhaus Tyrol.

Die Firstfeier beim neuen Kaufhaus Tyrol

gestaltete sich als großer Erfolg für René

Benko und seine Signa Holding. Über

300 geladene Gäste konnten sich vom

Baufortschritt persönlich überzeugen und

die Dachgleiche im Rahmen eines großen

Festes, mit zahlreichen Unterhaltungseinlagen,

gemeinsam begehen. Die gesamte

Tiroler Polit-Prominenz, von Landeshauptmann

Günther Platter bis zur

Bürgermeisterin von Innsbruck, Hilde

Zach, ließ es sich nicht nehmen, das neue

zukünftige Prunkstück der Innsbrucker Innenstadt

zu besichtigen. René Benko

wurde von allen Seiten für seinen Mut und

seine Bereitschaft gelobt, das altehrwürdige

Kaufhaus Tyrol zu revitalisieren. Auch

das Event selbst, auf dem zahlreiche Entertainer

für Stimmung sorgten, begeisterte

die geladenen Gäste. Im Zuge der

Feierlichkeiten kündigte René Benko an,

eine Kaufhaus-Tyrol-Kinderstiftung für

finanzielle oder medizinische Notfälle einzurichten.

Dotiert wird diese Stiftung mit

etwa EUR 50.000 jährlich. Die Öffentlichkeit

konnte sich wenige Tage später über

das Projekt Kaufhaus Tyrol informieren. Im

Rahmen eines Kaufhaus-Tyrol-Kinderfestes,

mit einer Vielzahl von Spiel- und

Unterhaltungsattraktionen, wurde die

Bevölkerung ausgiebig informiert und die

Baustelle konnte besichtigt werden. Unter

anderem wurde dabei auch ein von Signa

und anderen Sponsoren zur Verfügung

gestelltes Auto verlost.ı

wohnbauprojekt

Wohnen im ehemaligen

Nationalbankgebäude

Die schwedische Raiffeisen-Leasing Tochter RL-Nordic

hat im Jahr 2007 gemeinsam mit dem lokalen Projektpartner

Lunneplan AB die ehemalige Dependance der schwedischen

Reichsbank in Vänersborg erworben.

Vänersborg, 85 km nördlich von Göteborg,

liegt in Südwestschweden direkt

am See Vänern, dem größten See

Schwedens und drittgrößten Binnensee

Europas. Die Stadt hat ca. 37.000 Einwohner

und ist das regionale Verwaltungszentrum

in Västra Götaland.

Das lange leer stehende historische Objekt

besticht durch die schlossähnliche

Architektur und Lage. Es hat einen eigenen

Bootsanlageplatz, ist aber gleichzeitig

mitten im Stadtzentrum. Soweit es

möglich war, wurde auf die bestehende

Substanz des denkmalgeschützten Gebäudes

Rücksicht genommen. Entstanden

sind schließlich 16 sehr individuelle,

lichtdurchflutete Wohnungen mit bis zu

vier Meter hohen Räumen. Auch die

Stadtpolitiker sehen in dem liebevoll renovierten

Gebäude ein wichtiges Projekt

zur Belebung des Stadtzentrums und ein

architektonisches Juwel. Einziger kleiner

Wermutstropfen war, dass die Parkmöglichkeiten

im Gebäude sehr beschränkt

sind. Doch auch dafür fand man eine originelle

und umweltfreundliche Lösung:

Den zukünftigen Wohnungsbesitzern

wurden neben Fahrrädern auch ein erdgasbetriebenes

Auto zur Verfügung gestellt,

das von allen in Form von car-sharing

genutzt werden kann. Das Projekt

wurde im Frühjahr 2009 fertiggestellt und

von den neuen Wohnungsbesitzern übernommen.

Die gesamten Projektkosten

beliefen sich auf ca. 50 Millionen Schweden

Kronen (ca. EUR fünf Mio.).

26 Leas•mich


Q-West „bildet und belebt“

Auf dem Gelände des ehemaligen Linser-Areals in Innsbruck entsteht das neue Stadtteilzentrum

Q-West. Die SIGNA Development entwickelt gemeinsam mit der Stadt Innsbruck

und der Raiffeisen-Leasing einen modernen multifunktionalen Gebäudekomplex.

Q-West „bildet und belebt“ ist nicht nur

ein einfacher Slogan, sondern wird mit

der heutigen Grundsteinlegung auch tatsächlich

sichergestellt. Die Nahversorgung

des westlichen Innsbruck wird verbessert

und gleichzeitig wird das lang

gewünschte und geplante fünfte Gymnasium,

das Bundesrealgymnasium in

der Au, realisiert. Durch die Kombination

von Bildung und Handel wird im

Stadtteil Hötting ein neuer Treffpunkt für

Schüler, Berufstätige und Konsumenten

ins Leben gerufen und der Slogan „Q-

West bildet und belebt“ auch wirklich

gelebt. Der Name Q-West setzt sich aus

dem Buchstaben Q für Quartier und der

geografischen Lage West zusammen.

Von beiden Aspekten wird das Thema

der Begegnung abgeleitet. Q-West steht

für einen Ort, an dem Unterschiede zu

einem harmonischen „Ganzen“ verschmelzen.

Für Investor und Grundeigentümer

René Benko handelt es sich hierbei um

ein spannendes und neuartiges Projekt:

„Die Kombination Schule und Nahversorgung

wurde in dieser Form noch nie geplant.

Beide Teile sind für mich gleichwertig

und müssen auch gleichwertig behandelt

werden, nur dann ist dieses Projekt

ein Garant für den Erfolg.“ Benko betont

immer wieder, dass es ihm wichtig

sei, vor allem in seiner Heimatstadt innovative

Projekte umzusetzen. „Für mich ist

es ein besonderes Anliegen, auch in meiner

Heimatstadt Innsbruck zu investieren“,

so René Benko. Der Geschäftsführer

der Raiffeisen-Leasing, Mag. Peter Engert,

lobt die SIGNA-Gruppe: „Die Raiffeisen-

Leasing begleitet René Benko bereits seit

seinen Anfängen und wir haben in ihm einen

Partner mit Handschlagqualität gefunden.

Durch die positiven Erfahrungen

in der Zusammenarbeit beim Kaufhaus

Tyrol in Innsbruck war es für uns ein logischer

Schritt, auch beim Projekt Q-West

Freude über den Neubau bei allen Beteiligten (v.l.n.r.): Peter Engert, René Benko,

Christine Oppitz-Plörer, Magret Fessle und die Schülerinnen Lena Petter und Sarah Maier.

mit dabei zu sein – nicht nur als Financier,

sondern auch als Equity-Partner. Darüber

hinaus haben wir mit der SIGNA-Gruppe

bereits weitere Projekte in Wien und in

Italien in Umsetzung.“

„Innsbruck wird seinem Ruf als

Bildungsstadt einmal mehr gerecht“,

meint Bürgermeisterin Hilde Zach, „dieser

Neubau bildet eine qualitätsvolle

Aufwertung des Stadtteiles im Westen.

Die Investition der Stadt Innsbruck in

diesen Grundstücksankauf trägt für die

Bevölkerung Früchte“, so Zach weiter.

Vizebürgermeisterin Mag. Christine

Oppitz-Plörer ist sichtlich stolz auf die

neue Schule: „Es freut mich außerordentlich,

dass die oft harten Bemühungen

letztendlich erfolgreich waren

und wir damit ein fünftes öffentliches

Gymnasium in Innsbruck bekommen.

Mit dieser Grundsteinlegung wird das

Bundesrealgymnasium in der Au nun

auch für Schüler und Lehrer sichtbar.“

Oppitz-Plörer bedankt sich weiters bei

der Bundesministerin Dr. Schmied, die

mit all ihrem persönlichen Einsatz die

Finanzierung von EUR 24 Millionen für

den Bildungsstandort Innsbruck gesichert

hat. Sektionschef Dr. Helmut

Moser, der die Bundesministerin vertritt,

überbringt die besten Grüße und

wünscht einen zügigen und unfallfreien

Bauverlauf. Landesschulratspräsident

Dr. Erwin Koler erklärt: „Die Architektur

einer Schule muss im Dienst des Lernens

und Lehrens stehen. Eine angenehme

und zweckmäßige Umgebung,

die Kreativität anregt und Energie fördert,

sind wichtige Elemente für die Bildung.

Junge Menschen sollen in einer

für sie angenehmen und zweckmäßigen

Umgebung lernen können. All diese

Aspekte werden durch dieses Projekt

vereint und auch verwirklicht.“ Und Landesrätin

Dr. Beate Palfrader meint abschließend:

„Eine Grundsteinlegung in

eine Bildungseinrichtung ist auch ein

Grundstein in die weitere Zukunft.“ı

Foto: SIGNA Development

NUMMER 3| OKTOBER 2009 27


ökoprojekte

Elektromobilität für alle

Drei starke Unternehmen – Raiffeisen-Leasing, Salzburg AG und The Advisory House –

gründen eine überregional agierende Dachgesellschaft.

Die neue Art der Mobilität (v.l.n.r.):

Mag. August Hirschbichler (Vorstand

Salzburg AG), DI Thomas Raffeiner

(GF The Advisory House), Mag. Peter Engert

(GF Raiffeisen-Leasing).

„The Mobility House“ bietet lokalen Betreibern

wie Energieversorgungsunternehmen,

Städten oder Gemeinden Bausteine

zum Aufbau eines eigenen Angebotes

von Elektro-Mobilitätsprodukten.

Auf eine Bindung zu bestimmten Infrastruktur-

oder Autoherstellern wird bewusst

verzichtet. Somit können Preis,

Verfügbarkeit, Standards und Qualität

gesichert werden. Endkunden bekommen

einfachen und günstigen Zugang

zu innovativen und erprobten Elektro-

Mobilitätsprodukten. Vorbild ist das erfolgreiche

Pilotprojekt „ElectroDrive“ der

Salzburg AG, das schon 2006 gestartet

wurde.

Der Partner in der Region liefert Energie,

Infrastruktur und vertreibt die Produkte.

Auf diese Weise können sich lokale

Betreiber bereits heute vergleichsweise

schnell und einfach im Markt für

Elektromobilität positionieren. „Jetzt ist

der ideale Zeitpunkt, unser zukunftsweisendes

Modell überregional umzusetzen“,

ist Mag. August Hirschbichler, Vorstand

der Salzburg AG, überzeugt.

„Wir bündeln mit unserer Zusammenarbeit

die Kernkompetenzen der

drei Unternehmen – Energie und Verkehr,

Finanz- und Leasingmodelle sowie

Fuhrparkmanagement, konzeptionelle

Expertise und Erfahrung im Industrie-

und Projektmanagement“, ergänzt

DI Thomas Raffeiner, The Advisory

House. Das Ziel sei, den Menschen das

Thema Elektromobilität näherzubringen.

The Mobility House bietet regionalen

Partnern in der Aufbauphase ein maßgeschneidertes

Startpaket inklusive

Geschäftsmodell und Mobilitätsproduktkatalog.

Im operativen Betrieb unterstützt

der Projektmanager seine Partner

je nach Bedarf in der Vertragsabwicklung,

beim Betrieb der Ladeinfrastruktur

und bei der Beschaffung der Fahrzeuge.

„Wir engagieren uns seit vielen Jahren

im Bereich der erneuerbaren Energien,

indem wir Ökoprojekte sowohl planen,

als auch finanzieren und zum Teil

selbst betreiben“, erläutert Mag. Peter

Engert, Geschäftsführer von Raiffeisen-

Leasing. „Mit The Mobility House gehen

wir gemeinsam mit Partnern einen

Schritt weiter. Wir sind überzeugt, dass

individuelle Mobilität in naher Zukunft

mit Elektrofahrzeugen umgesetzt werden

kann.“ Der zusätzliche Energiebedarf

kann aus Windkraft- und Solaranlagen

abgedeckt werden, die bereits

heute erfolgreich von der Raiffeisen-Leasing

betrieben werden.

Bio-Diesel für das Erdöl-Land

In der norwegischen Hafenstadt Fredrikstad wurde Mitte Juni die weltweit

28. Anlage der BDI – BioDiesel International AG feierlich eröffnet.

Das Grazer Unternehmen BDI ist ein weltweit führender Komplettanbieter von Anlagen zur

Produktion von Bio-Diesel. Im Sommer wurde im Beisein des norwegischen Ministers für Umwelt

und Internationale Entwicklung und des österreichischen Botschafters in Norwegen eine

weitere Anlage in Betrieb genommen. „In Norwegen werden mit dem Engagement in der Produktion

umweltfreundlicher Treibstoffe klare Zeichen gesetzt“, sagt Wilhelm Hammer, Vorstandsvorsitzender

der BDI bei der Eröffnung. „Trotz der reichen Erdölvorkommen des Landes

wird Bio-Diesel forciert, um CO 2 -Emissionen zu verringern und die Umwelt zu entlasten.“

Uniol AS, ein Kunde der RL-Nordic AB, die das 35-Mio.-Euro-Projekt auch finanzierte, setzt

mit dieser Multi-Feedstock-Technologie des österreichischen Unternehmens neue Standards

in der Energiegewinnung. In der Anlage wird aus unterschiedlichen Rohstoffen auf wirtschaftliche

Weise Bio-Diesel hergestellt, wobei die Bandbreite von frischen pflanzlichen

Ölen bis zu Reststoffen wie Altspeiseölen und tierischen Fetten reicht.

Österreichisch-norwegisches Öko-Projekt

(von links: Dr. Lorenz Graf (österr. Botschafter),

Mag. Ronald Lausch (GF RL-Nordic AB),

Erik Solheim (norweg. Umweltminister),

Wilhelm Hammer (Vorstandsvorsitzender BDI).

28 Leas•mich


Flott unterwegs

E-Mobilität: Raiffeisen-Leasing finanziert und managt

den ersten Elektroautofuhrpark Österreichs.

Die ersten 30 Elektrofahrzeuge wurden

kürzlich an die VLOTTE-Kunden übergeben.

Im Zuge eines Auswahlverfahrens

fiel die Entscheidung zugunsten

der Raiffeisen-Leasing als Finanzierungspartner

für das Projekt VLOTTE.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die

Praxistauglichkeit ist eine einfache und

günstige Finanzierung der Fahrzeuge

inkl. Fuhrparkmanagement und Abwicklung

der Förderung (bis zu 360 e-Autos

und 6 e-Busse, Gesamtanschaffungskosten

EUR 12,6 Mio.).

In den Verhandlungen mit dem Klimaund

Energiefonds konnte darüber

hinaus erreicht werden, dass Raiffeisen-

Leasing als Förderungsnehmer anerkannt

wird und die Förderzuschüsse –

bis zu 30 % der Anschaffungskosten –

direkt erhält. Statt des Fahrzeugkaufs

wird den VLOTTE-Kunden eine „Mobilitätskarte“

für etwa EUR 500 pro Monat

(bei einem Restkaufwert von 25 % nach

vier Jahren) angeboten. Die Mobilitätskarte

beinhaltet neben dem Fahrzeug

auch Wartungskosten, eine Netzkarte

für den ÖPNV-Verbund Vorarlberg, das

gebührenfreie ÖAMTC-Nothilfeservice

sowie die kostenlose Betankung an allen

öffentlichen Stromtankstellen.

Im ersten VLOTTE-Jahr 2009 werden

fundierte Erfahrungen über Praxistauglichkeit,

Verbrauch, Reichweiten, Servicekosten,

verschiedene Akkutechnologien

und die tatsächliche Nutzung der Ladeinfrastruktur

gesammelt. Die meisten

Fahrzeuge werden von Unternehmen

betrieben, aber auch einige kommunale

Einrichtungen zählen zu den VLOTTE-

Kunden. Der Kundenkreis wird intensiv

betreut, sodass eventuell auftretende

Schwierigkeiten schnell und kompetent

behoben werden. Der benötigte Strom

wird über neu zu errichtende Photovoltaik-Anlagen

bereitgestellt. Damit wird

sichergestellt, dass alle Fahrzeuge CO 2 -

neutral unterwegs sind. Aufbauend auf

den Erfahrungen des ersten Jahres werden

im Herbst 2009 die Weichen für

2010 gestellt.

Nähere Informationen zum

Thema VLOTTE finden Sie:

Im Internet unter www.vlotte.at oder

Sie kontaktieren Thomas Hämmerle,

Landesgeschäftsstellenleiter der

Raiffeisen-Leasing Vorarlberg,

Tel. Nr.: 05574 405 251

Eine Generation setzt Akzente

Für den 22. österreichischen Jugend Innovativ-Preis

wurden heuer insgesamt 471 Projektarbeiten eingereicht.

Foto: Illwerke vkw

Foto: Wolfgang Voglhuber

Das einheitliche Erscheinungsbild

soll die öffentliche Wahrnehmung für

die neue Technologie wecken.

Die Preisträger und deren Lehrer, flankiert

von Sektionschef Theodor Siegl (BMUKK),

BM Reinhold Mitterlehner (beide rechts) und

Franz Fischler (links).

Die 116 Finalisten wurden im Mai 2009 unter

anderem von Bundesminister Reinhold Mitterlehner

und Franz Fischler ausgezeichnet.

Der Einfallsreichtum und die Vielzahl der innovativen

Ideen zeigen, dass sich die Jugend

sehr intensiv mit dem Thema Klimaschutz

beschäftigt. „Raiffeisen will Jugendlichen

die Möglichkeit geben, ihre Vorschläge

auch umzusetzen“, erklärte Franz

Fischler im Rahmen der Preisverleihung.

Unter den insgesamt 61 Projekten, die für

den Raiffeisen Klimaschutz Award eingereicht

wurden, gibt es zahlreiche zukunftsweisende

Ansätze. Raiffeisen-Leasing, Mitglied

der Raiffeisen-Klimaschutz-Initiative,

gratuliert den Preisträgern.

1. Preis: Kategorie „Sonderpreis Klimaschutz“

EUR 5.000 und Reisepreis: ISWEEP

Houston/Texas 2010 für HlFS Ursprung,

Salzburg & HTL Braunau, OÖ, Projekt Cyanobakterien

– Dünger aus der Luft.

2. Preis: Kategorie „Sonderpreis Klimaschutz“

EUR 3.000 und Reisepreis: London

Int. Youth Science Forum für HTL Jennbach,

Tirol, Projekt Energieoptimierung in der Produktion

(Fa. Darbo).

3. Preis: Kategorie „Sonderpreis Klimaschutz“

EUR 2.000 für HTL Braunau, Projekt

ECO ²

MOB – Synthese des Zukunftstreibstoffs

Methanol unter gleichzeitiger Verringerung

des Treibhauseffekts.

Anerkennungspreis: Kategorie „Sonderpreis

Klimaschutz“ EUR 500 für HTBLA Kaindorf,

Steiermark, Projekt Niedrigenergiefahrzeug

EcoRunner.

Anerkennungspreis: Kategorie „Sonderpreis

Klimaschutz“ EUR 500 für TGM, Wien, mit

dem Projekt City Flow.

NUMMER 3| OKTOBER 2009 29


kundenporträt

Foto: Herz

HERZerwärmend

Der heimische Armaturenhersteller Herz ist eine weltbekannte und geschätzte Marke. Um den

steigenden Bedarf decken zu können, wurde ein weiteres Fertigungswerk in Polen gebaut.

Die Unternehmensgeschichte reicht

zurück in das Jahr 1896, als die Familien

Gebauer und Lehrner in Wien-Favoriten

die Fertigung von Armaturen aufnahmen.

Diese erste Adresse – Herzgasse –

ist somit auch Namensgeber für die heutige

Firmengruppe geworden. Mittlerweile

ist Herz einer der bedeutendsten

europäischen Hersteller von Armaturen,

Fittingen, Regelungen und Thermostatventilen

für die Hausinstallation im Bereich

Heizung, Kühlung, Sanitär und

Gasinstallationen.

Herz verfügt über acht Produktionsstandorte

in der EU, davon fünf in Österreich.

Von den kühlen Ländern des Nordens

bis in den heißen arabischen Raum

erstreckt sich der Vertrieb. Herz-Partner

sind typischerweise Sanitär- und Heizungsgroßhandel,

Installateure und

Haustechnikplaner, zunehmend auch

Facility Management Gesellschaften und

Contractors. In diesem spezifischen Bereich

der Haustechnik ist das heimische

Unternehmen auch eine weltbekannte

und geschätzte Marke, die für Qualität

HERZ ARMATUREN

Standort:

Investitionsvolumen:

Wieliczka (bei Krakau)

EUR 6 Mio.

Arbeitsplätze

(Stand Juli 2009): 250

Produktionsbeginn: Sommer 2008

aus Österreich steht. Insgesamt sind es

heute 70 Länder, von Irland bis Wladiwostok,

Zentralasien, Naher Osten, Japan,

Neuseeland, Nord- und Südamerika,

in denen Herz-Armaturen, Ventile

und Biomasseanlagen verkauft werden.

Eigene Tochtergesellschaften und Repräsentanzen

in 18 Ländern und zahlreiche

Vertriebspartner sorgen für einen

konsolidierten Umsatz von EUR 130 Mio.

Erneuerbare Energien sind dem Unternehmen

ein „Herzensanliegen”. Im

Segment Biomasse, Wärmepumpen

und Solar verfügt die Herz-Gruppe über

eine ausgezeichnete Marktposition in

Österreich, auch in Osteuropa hat der

Namen einen guten Klang. Alle Produkte

werden in Ländern der Europäischen

Union gefertigt, um dem hohen Qualitätsanspruch

der Marke gerecht zu

werden.

Um die steigende Nachfrage abdecken

zu können, wurde der im Jahre

2000 errichtete Standort in Wieliczka (bei

Krakau) im Frühjahr 2008 um eine weitere

Ausbaustufe vergrößert. Das Werk

wurde um eine Produktions- und Montagehalle

in Stahlkonstruktion mit Thermowandverkleidung

mit einer Grundfläche

von 4.400 m 2 erweitert (2.750 m²

Produktionsbereich und 16.500 m 2

Hochregallager). Die Finanzierung der

6-Millionen-Euro-Investition erfolgte über

die Raiffeisen-Leasing. „Die langjährigen

guten Geschäftsbeziehungen zwischen

Herz und der RLB Niederösterreich-Wien

und das ausgezeichnete Know-how der

Raiffeisen-Leasing bei Finanzierungen

in Osteuropa waren ausschlaggebend

für unsere Wahl“, erläutert Geschäftsführer

Dr. Gerhard Glinzerer. „Ein weiterer

Grund für Herz war die problemlose

Abwicklung in Wien – der administrative

Aufwand war dadurch nicht größer als

bei einer Finanzierung in Österreich.”

In der neuen Halle wurden schrittweise

weitere Produktionslinien zur Herstellung

von Armaturen in Betrieb genommen.

Über 200 Mitarbeiter arbeiten

hier unter anderem an der neu entwickelten

Herz-MINI-Thermostatkopfserie.

Dank dieser Investitionen gehört

das Unternehmen zu den Top-Playern

der Installationsbranche in Polen.

Herz-Produkte finden sich heute in

unzähligen öffentlichen Gebäuden, gewerblichen

Objekten, Einfamilienhäusern

und Wohnungen in Polen – dabei

sind auch besondere Baujuwele wie das

Königsschloss auf dem Wawelberg, das

Juliusz-Slowacki-Theater in Krakau oder

die Hotels Marriott und Bristol in Warschau.

In Österreich sind derzeit rund 400

Mitarbeiter beschäftigt, unter Einbeziehung

der Vertriebsgesellschaften arbeiten

außerhalb Österreichs derzeit rund

1.000 Mitarbeiter bei Herz. Die Firmenzentrale

befindet sich unverändert in

Österreich, die Anteile an der Firmengruppe

sind in österreichischer Hand.

Die ausländischen Produktionsstandorte

sowie die Vertriebsgesellschaften werden

von Österreich aus gesteuert.ı

30 Leas•mich


Präsentieren im Großformat

Trevision, ein innovatives Unternehmen im Großflächendruck mit Hauptsitz im burgenländischen

Großhöflein, besticht durch Termintreue und enormer Leistungspalette.

Wenn dekorative Leuchtkästen in einer

der vielen Filialen von Humanic, das

neue Shopkonzept eines Swatch Flagship

Stores, beipielsweise am New York

Time Square, oder die komplett aus

Spannfolie gestaltete Fassade des

neuen Möbelhauses von Leiner in der

SCS bei Wien die Aufmerksamkeit auf

sich ziehen, dann sind dies alles Beispiele

innovativer Lösungen für die Kunden

der burgenländischen Trevision

Groß.Bild.Technik GmbH. Das Unternehmen

produziert an fünf Standorten

(zwei in Österreich, zwei in Deutschland

und einer in Polen) ausschließlich mit

High-Tech-Maschinen von Weltmarktführern,

die auch bei Großaufträgen

kurze Lieferzeiten bei einheitlich hoher

Qualität ermöglichen. Erst im August

2009 wurde die seit 40 Jahren in Düsseldorf

ansässige S+P Werbetechnik

übernommen, womit der Personalstand

auf über 140 Mitarbeiter angewachsen

ist. Damit ist die Trevisions-Gruppe zum

führenden Anbieter im Bereich der visuellen

Kommunikation in Mittel- und Osteuropa

aufgestiegen.

Regelmäßige Investitionen in die

schnelllebige High-Technology zur Erhaltung

des hohen Qualitätsanspruchs

und einer breiten Leistungspalette sind

unabdingbar notwendig und Basis für

den Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb

wie auch für den wirtschaftlichen

Erfolg. Die jüngste Investition: Im August

2009 wurde die weltweit erste UV Druckmaschine

der Firma Durst mit fünf Meter

Druckbreite installiert. Die Besonderheit

ist die bis dato nicht gekannte Geschwindigkeit

beim Druck großformatiger

und dabei auch noch hoch aufgelöster

Bilder mit ca. 200 m 2 je Stunde

und mehr.

Foto: Trevision

Mehr als 1,5 km Spannrahmen und eine Fläche von ca. 2.000 m² wurden zur

Gestaltung der Fassade verwendet. Mit dieser Lösung sind die Voraussetzungen

gegeben, das „Outfit“ innerhalb einer Nacht völlig zu verändern.

Finanziert wurde diese Maschine aufgrund

der guten Erfahrungen wieder mit

der Raiffeisen-Leasing, mit der schon

die Durst 320 R im Vorjahr – auch damals

eine Weltpremiere – finanziert

wurde. Margit Wikturna, für das Finanzwesen

der Firmengruppe verantwortlich,

schätzt an der seit 2006 bestehenden

Zusammenarbeit mit der Raiffeisen-Leasing

die rasche Reaktion auf unterschiedlichste

Fragen der Finanzierungen

und ebenso die kompetente Umsetzung

und Abwicklung.ı

FIRMENGRUPPE

TREVISION

Gegründet 1990 in Pottendorf, NÖ

Aktuelle Produktionsstandorte 2009 in

Großhöflein (Hauptsitz), Pottendorf,

Düsseldorf, Berlin, Katowice

Geplanter Gruppenumsatz

für 2009

EUR 14 Mio.

Investitionen in Maschinen

im Zeitraum 2007 bis 2009 EUR 2,27 Mio.

NUMMER 3| OKTOBER 2009 31


lifestyle

Durch Querdenken

zu Lösungen

Selten war es für Unternehmen so wichtig, sich

durch kreative Ideen von der Masse abzuheben.

Kreativität bestimmt den Erfolg eines Unternehmens.

Sie ist der Motor für Innovationen. Stress und Angst

hingegen bremsen das kreative Potenzial von Teams.

Fast jedes Unternehmen wünscht sich

heute nichts so sehr wie Innovationen,

um im Wettbewerb bestehen zu können.

So tendieren immer mehr Unternehmen,

ein Innovationsmanagement einzuführen,

um neue Ideen bzw. Innovationen

zu generieren. Doch geht das überhaupt:

Auf Knopfdruck innovativ bzw.

kreativ zu sein, kann man Kreativität

lernen?

Man unterscheidet zwei Arten von

Kreativität: die expressive, die spielerisch

und impulsiv ist, und die auf inneren

Triebkräften basiert, diese findet man

zum Beispiel bei Kindern. Und die operationale

Kreativität, die einen konkreten

Zweck verfolgt, etwa beim Problemlösen

in der Wirtschaft.

Unternehmen können ohne Innovationen

nicht überleben. Sie brauchen

deshalb kreative Mitarbeitende. Tatsächlich

können ausgefallene Ideen

große Wettbewerbsvorteile schaffen.

Wem jedoch der Einfallsreichtum nicht

von Natur aus gegeben ist, braucht nicht

zu verzweifeln: Kreativität ist erlernbar.

Es ist wie im Sport. Je mehr man trainiert,

desto leichter fällt es, kreativ zu

denken und das Potenzial beider Gehirnhälften

zu nutzen.

Dies kann unter anderem durch den

Einsatz von Kreativitätstechniken erreicht

werden, die weit über das bekannte

Brainstorming hinausgehen. Kreativitätstechniken

unterstützen das kreative

Denken und führen zu weiterführenden

Problemlösungen.

Dabei ist zu beachten, dass Kreativität

alleine noch nicht zum Erfolg führt.

Erst wenn die Kreativität auf Unternehmensziele

ausgerichtet wird, lässt sich

das Potenzial für erfolgreiche Innovationen

erschließen. Die Kreativität wird zur

Innovativität, wenn kreative Konzepte unter

wirtschaftlichen Gesichtspunkten realisiert

werden können.

Der deutsche Kreativitätstrainer Prof.

Dr. Horst Geschka beweist mit zahlreichen

Untersuchungen, dass Unternehmungen

und Teams, die Kreativitätstechniken

einsetzen und anwenden,

überproportional erfolgreich sind.

Für welche Technik man sich in der

Gruppe auch entscheidet, die Grundregeln

zur Förderung von kreativen Prozessen

sind immer die gleichen:

ÿ Keine Kritik. Kritik oder Wertungen

finden immer erst später statt.

ÿ Quantität vor Qualität. Je mehr Vorschläge

entstehen, umso größer ist

die Wahrscheinlichkeit, dass unter ihnen

ein Gewinner ist.

ÿ Freier Lauf der Assoziation. Je ungezwungener

die Ideen sind, desto

besser.

ÿ Aufgreifen und Weiterentwickeln

von Ideen Dritter.

ÿ Visualisierung aller Vorschläge. Alle

Teilnehmer sollen die entwickelten

Ideen immer im Überblick haben.

Stress und Angst gelten hingegen als

die Kreativitätskiller Nummer 1. In Stresssituationen

werden Hormone ausgeschüttet,

die die Verbindung der beiden

Gehirnhälften, den Corpus Callosum,

blockieren. Und das ist gut so, denn in

einer Stresssituation hat der Mensch im

Laufe der Evolution gelernt, schnell zu

reagieren, um sein Überleben zu sichern.

„Angriff“ oder „Flucht“ war damals

die wichtigste Entscheidungsstrategie.

Heutzutage hat dieses Verhalten weitgehend

seinen Nutzen verloren. Wir erzeugen

uns den Stress selbst und sind

in eben diesen Situationen nicht flexibel

genug, um unser kreatives Potenzial

auszunutzen.

Einerseits sind die Führungskräfte gefordert

und auf der anderen Seite ist es

eine Frage der Unternehmenskultur, ein

Umfeld zu schaffen, in dem Kreativität

möglich ist. Ein Angestellter, der von seinem

Chef immer nur zu hören bekommt,

dass er schlechte Ideen liefert, wird aufhören

sich Gedanken zu machen, und

zu Dienst nach Vorschrift zurückkehren.

Alleine der Vergleich zu japanischen

Unternehmen, wo jeder Mitarbeiter im

Jahr durchschnittlich über 50 Verbesse-

32 Leas•mich


»Erst wenn die Kreativität auf

Unternehmensziele ausgerichtet wird,

lässt sich das Potenzial für erfolgreiche

Innovationen erschließen.«

Alexander Osborn. Sie wurde ursprünglich

als Ergänzung und Hilfsmittel zum

Brainstorming gesehen. Durch die Anregungen

der Checkliste können Gedanken

in gänzlich verschiedene Richtungen

getrieben werden, auch in

solche, auf die man von alleine gar nicht

kommt.

rungsvorschläge macht, sind es in

Österreich lediglich zwei, zeigt, wo das

wesentliche Verbesserungspotenzial

liegt. Einerseits im Umfeld und andererseits

bei der Schulung der Mitarbeiter.

Henry Ford meinte bereits: „Nicht mit

Erfindungen, sondern mit Verbesserungen

macht man ein Vermögen.“ Und er

hatte schon zur Jahrhundertwende erkannt,

was heute noch Gültigkeit hat.

Denn rund 90 % aller Innovationen, die

auf den Markt kommen, sind im Prinzip

nur Verbesserungen von bestehenden

Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen.

Lediglich 10 % sind sogenannte

radikale Innovationen.

Bestes Argument dafür, seinen Ideen

im Kreativitätsprozess freien Lauf zu lassen

und auch unkonventionellen Strategien

nicht gleich mit Killerphrasen wie

„Das ist nicht umsetzbar“ oder „Wenn

das so gescheit wäre, hätte es sicherlich

schon jemand gemacht“ gleich den

Wind aus den Segeln zu nehmen, ist

der Essiggurken-Hersteller Spreewaldhof.

Die Firma hatte genug vom altbackenen

Einmachglas und traute sich,

seine sauren Muntermacher unter dem

Namen „Get One“ als kalorienarmen

Snack aus der trendigen Dose zu vermarkten.

Weiters ist es entscheidend, den

Blick für das Ganze zu schärfen. Ideen,

die für die eine Abteilung nutzlos sind,

können für eine andere Gold wert sein:

Eigentlich hätte Spencer Silver 1968 für

die Minnesota Mining and Manufacturing

Company einen neuen Superkleber

entwickeln sollen, gelungen war ihm

aber nur eine Masse, die zwar überall

haftete, sich aber leicht wieder ablösen

ließ. Jahre später erst ärgerte sich sein

Kollege Art Fry darüber, dass ihm immer

die Lesezeichen aus den Notenheften

für den Kirchenchor herausfielen. Er

erinnerte sich an Silvers missglückte

Erfindung und die Post-its waren erfunden.

Eine Möglichkeit, wie es schneller gehen

kann und nicht Jahre dauern muss,

ist die Osborn-Checkliste. Benannt nach

dem Erfinder des Brainstormings

ÿ Neuer Nutzen. Gibt es neue Wege,

um das Produkt/den Service anders

zu nutzen?

ÿ Modifizieren. Lassen sich Lösungen/

Ideen in andere Kontexte stellen?

ÿ Vergrößern. Wird die Idee womöglich

besser, wenn ich das Produkt

größer mache?

ÿ Verkleinern. Und was passiert, wenn

ich es verkleinere?

ÿ Ersetzen. Kann ich Teile der Idee ersetzen?

ÿ Kombinieren. Wie wäre es mit einer

Mischung? Einen Verbund machen?

ÿ Umkehren. Kann Positives und Negatives

umgekehrt werden?

ÿ Anpassen. Was kann ich aus der

Praxis der eigenen Organisation oder

vom Wettbewerb nachahmen?

Egal, ob mit der Osborn-Checkliste oder

einer anderen Kreativitätstechnik gearbeitet

wird: Wichtig ist, dass in der ersten

Phase viele Ideen gesucht werden. Der

zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling

sagte dazu: „Die beste Methode,

eine gute Idee zu bekommen, ist, viele

Ideen zu haben!“ı

NUMMER 3| OKTOBER 2009 33


facts&figures

10000

8000

6000

4000

2000

Insolvenzstatistik

Ó Insolvenzen Ó Privatkonkurse Ó Neuprotokollierungen

Die Unternehmenspleiten sind im ersten Halbjahr 2009

gegenüber 2008 um rund 9 % gestiegen. Die davon

betroffenen Schulden explodierten fast auf das Doppelte

und die betroffenen Arbeitsplätze stiegen um fast 45 %

gegenüber der Vergleichsperiode. Besondere Zuwachsbranchen

gibt es im Bereich der maschinellen und industriellen

Fertigung, vor allem dort, wo es auch einen Exportbezug

gibt. Bei jenen, die sich kapazitätsmäßig an die

geänderten Verhältnisse anpassen, werden die Auswirkungen

aber nicht allzu dramatisch ausfallen. Denn

gute und im Kern erfolgreiche Unternehmen werden

die Probleme mit Unterstützung ihrer Finanzierungspartner

in den Griff bekommen.

Quelle: KSV

0

1. Halbjahr 2007 1. Halbjahr 2008 1. Halbjahr 2009

Prognose 2010: Finanzspritzen zeigen Wirkung

Im Gefolge der internationalen Wirtschaftskrise brachen die heimischen Exporte seit Anfang 2009 gegenüber

dem Vorjahr ein. In den Industrieländern zeigen allerdings die Fiskalpakete erste Wirkungen.

Bis Jahresende 2009 sollte aufgrund der international massiven

Konjunkturstabilisierungsprogramme ein geringfügiges

Wachstum zu beobachten sein. Diese wirtschaftspolitischen

Maßnahmen werden zwar die Konjunktur stabilisieren, jedoch

erwartet das Wifo derzeit noch keinen sich selbst tragenden

Aufschwung. Die Importnachfrage der USA und der ostmitteleuropäischen

Länder bleibt zu schwach, um der Wirtschaft im

Euro-Raum nachhaltige Impulse zu geben. Im Durchschnitt

2009 wird die heimische Wirtschaftsleistung deshalb real um

3,4 % geringer sein als 2008. Im Jahr 2010 sollte ein kleiner

Anstieg von 0,5 % möglich sein.

Der internationale Konjunktureinbruch lässt die heimischen

Warenexporte heuer real um rund 15 % sinken. Auch die Tourismusexporte

werden deutlich sinken (real −6,5 %). Während

der Warenexport 2010 wieder leicht zunehmen sollte

(+0,7 %), ist für den Tourismusexport mit einem weiteren

Rückgang zu rechnen (−1 %). Überaus robust entwickelt sich

die Konsumnachfrage der privaten Haushalte. Trotz einer

geringeren Zunahme der Pro-Kopf-Bruttoverdienste bei gleichzeitiger

Abnahme der Beschäftigung, eines Rückgangs der

Vermögenseinkommen und eines drohenden weiteren Anstiegs

der Arbeitslosigkeit wird der Konsum heuer real um

0,2 % zunehmen. Dies ist primär auf die expansive Fiskalpolitik

zurückzuführen. Durch die Senkung der Einkommensteuer

werden die Pro-Kopf-Realeinkommen heuer netto mit +3,3 %

deutlich stärker steigen als brutto (+1,8 %).

Angesichts des Konjunktureinbruchs zögern die Unternehmen

in ihren Investitionsentscheidungen. Die Bruttoanlageinvestitionen

verringern sich im Jahr 2009 real um knapp 6 %,

wobei die Nachfrage nach Ausrüstungsinvestitionsgütern mit

real −11 % wesentlich stärker einbricht als jene nach Bauten

(−1,5 %). Auch 2010 ist noch mit keinem Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen

zu rechnen.

Der Exportausfall trifft vor allem die Sachgütererzeugung −

ihre Wertschöpfung wird heuer real um 10 % schrumpfen.

Mittlerweile hat der Abschwung auch die Dienstleistungsbranchen

erreicht, deren Wertschöpfung üblicherweise mit

einer gewissen Verzögerung auf Konjunkturschwankungen

reagiert. Handel, Tourismus, Verkehrs-, Kredit- und Realitätenwesen

werden 2009 deutliche Einbußen verzeichnen. Lediglich

die Erstellung öffentlicher und persönlicher Dienstleistungen

wird noch leicht expandieren.

6

Langfristige Zinssätze

in Prozent

6

Kurzfristige Zinssätze

in Prozent

5

Verbraucherpreise

in Prozent

Quelle: WIFO

5

4

3

2

1

0

2006

USA

Österreich

Japan

2007 2008 2009e 2010e

5

4

3

2

1

0

2006

Euro-Raum

USA

Japan

2007 2008 2009e 2010e

4

3

2

1

0

-1

2006

Österreich

2007 2008 2009e 2010e

USA

Japan

34 Leas•mich


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