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1 FEBRUAR 2007 DAS KUNDENMAGAZIN DER RAIFFEISEN-LEASING

FUHRPARKMANAGEMENT:

Ein Job

für Profis

MENSCHEN

REPORTAGE

BILANZ

Warimpex-Vorstände Folian und Jurkowitsch

Energiesparen mit Masse und Klasse

Wieder Top-Jahr für Raiffeisen-Leasing

Postgebühr bar bezahlt, Verlagspostamt 2380 Perchtoldsdorf


INHALT Leas•mich NUMMER 1|FEBRUAR 2007

FUHRPARKMANAGEMENT:

Ein Job für Profis

Konzentrieren Sie sich auf Dinge, die nur

Sie können: auf die Kernkompetenzen Ihres

Unternehmens. Und da steht in vielen Betrieben

nicht das Management der Fahrzeuge im Vordergrund.

MENSCHEN Georg Folian und

Franz Jurkowitsch realisierten als

Projektentwickler und Investoren

zahlreiche Großprojekte. SEITE 4

RECHT Pflichtlektüre Kleingedrucktes:

Das Lesen der Allgemeinen

Versicherungsbedingungen

zahlt sich aus! SEITE 6

LIFESTYLE Von der Stadt in die

Au: Drei Tage mit dem Schlauchboot

durch die Donau-Auen.

Ein Erlebnisbericht. SEITE 32

OFFENLEGUNG GEMÄSS §25 MEDIENGESETZ Eigentümer: Raiffeisen-Leasing GesmbH., Hollandstraße 11–13, 1020 Wien Gesellschafter: Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (51%), sämtliche Raiffeisen Landeszentralen (49%)

Geschäftsführer: Mag. Peter Engert, Mag. Karlheinz Sandler, Mag. Michael Ohner Geschäftstätigkeit: Sämtliche Formen des Maschinen- und Geräteleasings, Kfz- und Immobilien-Leasing sowie umfassende Dienstleistungen

IMPRESSUM Medieninhaber: Raiffeisen-Leasing GmbH., Hollandstraße 11–13, 1020 Wien, Tel. O1 71601-8440, Fax: DW 8448, Internet-Adresse: http://www.raiffeisen-leasing.at, E-Mail-Adresse: leasing@rl.co.at Herausgeber: Prok. Andrea Weber

Produzent: Verlagsgruppe NEWS Gesellschaft m.b.H., FN 183971 HG, Taborstr. 1–3, 1020 Wien Geschäftsführung: Dkfm. Helmut Hanusch Objektleitung: Klaus Edelhofer Redaktionsbüro: Vojtisek KEG, E-Mail-Adresse: act.vojtisek@aon.at

Grafische Gestaltung: Greiner & Greiner, 1050 Wien Fotos: Buenos Dias Herstellung: Sibylle Bauer Druck: Druckerei Berger, 2580 Horn Vertrieb: Mediaprint-Zeitschriftenvertriebsgesellschaft, 1235 Wien

Die Raiffeisen-Leasing GmbH übernimmt keine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen.

2 Leas•mich


EDITORIAL Andrea Weber 3

Ô MENSCHEN

Georg Folian und Franz Jurkowitsch. 4

Ô RECHT

Ein Überblick über die Feinheiten des

Vertragsrechts bei Versicherungen. 6

Ô STEUER

Einnahmen-Ausgaben-Rechner: Frühzeitige

Steuerplanung empfehlenswert. 8

Ô COVERSTORY

Fuhrparkmanagement:

Ein Job für Profis. 10

Ô MEINUNG

GF Mag. Peter Engert lädt zum

2. „Ökologiegespräch“ Mitte März 2007. 17

Ô KOMMENTAR

GF Mag. Michael Ohner berichtet über

ein Top-Jahr für Raiffeisen-Leasing. 19

Ô REPORTAGE

Initiativ: Mit ökologischen Kraftstoffen

umweltfreundlich unterwegs. 20

Frischhaltekiste: Das Gebinde

Logistik Center deckt den Bedarf

von 500 Produzenten 22

Thema des 2. Expertenforums: Handelsund

Immobilienstandort Osteuropa. 23

Öko-Heizkraftwerke:

Energiesparen mit Masse und Klasse. 24

Generalversammlung der MAWEV

im Zeichen von Basel II. 26

Ô IMMOBILIEN

Aufsehen erregende Immobilienprojekte

von Wien über Tirol bis Slowenien. 28

Ô KUNDENPORTRÄT

CHV-Container: Raum mit System. 30

EDITORIAL

Spielen

Sie sich frei!

ANDREA WEBER

Leiterin Marketing und PR

in der Raiffeisen-Leasing

A

utos sind eine emotionale Angelegenheit. Kaum jemand unterwirft das

Gefährt seiner Wahl ausschließlich ökonomischen Kriterien. Wäre dem

so, wäre der „smart“ in den Städten allgegenwärtig. Ist es also schon für

Freizeitkapitäne schwierig, die Balance zwischen Kosten und Nutzen zu

wahren, ist das für ein Unternehmen noch um vieles komplizierter. Jeder,

der einen Fuhrpark von mehr als zehn Fahrzeugen leitet, kommt daher an

einem effizienten Fuhrparkmanagement nicht vorbei. Trotzdem werden

mehr als drei Viertel aller Fuhrparks in Österreich noch immer zur Chefsache

erklärt – oftmals ohne wirklich die Kapazität dafür zu haben. Das Ergebnis:

Die Koordinierung rund um die Firmenflotte wird zu einer zeitraubenden

Nebenbeschäftigung, ist oft schlecht organisiert und dadurch kostenintensiv.

In unserer Coverstory zeigen wir viele gute Gründe auf, warum

Sie ihre Fahrzeuge denjenigen, die sich damit gerne beschäftigen und die

auch die nötige fachliche und persönliche Erfahrung für diese Aufgabe haben,

überlassen sollten. Mit dem neuen Produkt „Truck All Inklusive“, das

Anfang 2007 auf den Markt kommt, macht Raiffeisen-Leasing der Transportbranche

und all jenen, die auf einen Lkw zur Ausübung ihrer Geschäfte angewiesen

sind, ein besonderes Angebot. Und auch welchen Motivationsschub

ein Dienstwagen bei Arbeitnehmern auslöst und wie viel Geld sich

das Unternehmen dabei ersparen kann, erfahren Sie in unserer Coverstory

(ab Seite 10).

Dem Klimawandel wird nicht nur in österreichischen Medien breiter

Raum gewidmet. Die Raiffeisen-Leasing hat bereits früh begonnen, über alternative

Energieträger nachzudenken, sei es beim Auto oder bei der Wärmeerzeugung.

Die von ihr initiierten „Ökologiegespräche“‚ mit hochkarätigen

Experten aus Politik und Wirtschaft, gehen am 15. März 2007 in die

nächste Runde. Hat sich für viele der Individualverkehr als das Klimaproblem

Nr. 1 erwiesen – unter anderem für den deutschen Ex-Umweltminister

Jürgen Trettin bei der vorjährigen Veranstaltung – steht diesmal das Thema

„Alternative Energiewelten: Power vom Bauer“ im Fokus der Experten. Über

Wege aus dem Energiedilemma und mögliche Ausstiegsszenarien werden

wir Sie natürlich am Laufenden halten. Weiters können Sie ab dem 1. März

auf unserer Homepage www.raiffeisen-leasing.at im Bereich Netzwerk „Auto

und Umwelt“ viele weitere nützliche und interessante Hinweise finden.

Dass einige Anregungen auch für Sie persönlich von Nutzen sein werden,

hofft

Expotechnik: Globale Präsenz. 31

Ô LIFESTYLE

Die Wildnis vor der Haustür. 32

FACTS & FIGURES 34

Ihre Andrea Weber

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 3


MENSCHEN

Vom Vertreiber von Bauprodukten

zum Betreiber von Bauprojekten

Seit Anfang der 70er-Jahre realisierten die Projektentwickler und Immobilieninvestoren GEORG FOLIAN

und FRANZ JURKOWITSCH zahlreiche Großprojekte in Mittel- und Osteuropa.

Ihre berufliche Zukunft hat sich bereits

früh abgezeichnet. Dr. Franz

Jurkowitsch’s Geografieprofessor

hatte – unüblich für die damalige

Zeit – seinen Schülern das Thema

Wirtschaft so spannend aufbereitet,

dass das Studium für Welthandel

(heute BWL) schon in jungen Jahren

eine klare Wahl war. „Da mein Vater

das Unternehmen zu dem Zeitpunkt

gerade aufbaute, war eigentlich auch

mein Weg vorgegeben“, erläutert

Dkfm. Georg Folian. „Und beim Betriebswirtschaftsstudium

haben wir

einander kennengelernt“, ergänzt

Jurkowitsch.

1959 hatte Stefan Folian die Firma

Warimpex TransithandelsgesmbH gegründet.

Unternehmenszweck: Import/Export

zwischen Ost und West,

insbesondere Barter-Geschäfte. Jurkowitsch

hat nach seinem Abschluss

ein Jahr für einen Industriearmaturenkonzern,

der ebenfalls stark auf Export

ausgerichtet war, gearbeitet, bevor

er 1973 das Angebot von Stefan

Folian, in der Warimpex mitzuarbeiten,

annahm. Nach dem Tod des Vaters

übernahm er gemeinsam mit dessen

Sohn die Geschäfte.

Noch Ende der 70er-, Anfang der

80er -Jahre – lange vor den technologischen

Revolutionen – war ein Job im

Außendienst, erst recht in dieser Region,

durchaus mühsam. „Wir sind

Montag in der Früh ins Auto gestiegen,

Richtung Osten gefahren und am

Freitag wieder nach Hause gefahren“,

erinnert sich Folian. Es gab weder Internet

noch Handy, nicht einmal einwandfrei

funktionierende Festnetzverbindungen,

Telefongespräche mussten

vorangemeldet werden. „Ein guter

Kontakt zu jenem Hotelangestellten,

der den Telexverkehr bestritt, war damals

von großer Bedeutung“,

schmunzelt Jurkowitsch. Das war

nämlich die einzige Möglichkeit, sich

vergleichsweise kurzfristig mit dem

Büro in der Heimat zu koordinieren.

Auch die Entscheidungsprozesse

der damaligen Ost-Geschäftspartner

waren, freundlich formuliert, eher langsam.

Hat man sich deren Vertrauen

aber einmal erworben, war es eine

sehr stabile und berechenbare Partnerschaft.

Große Konzerne wollten

diese Region meist nicht direkt bearbeiten,

viele bedienten sich daher solcher

Handelsunternehmen wie Warimpex,

die auf diesen Märkten dann

als Generalagentur auftraten. Bezahlt

wurden die westlichen Firmen damals

vornehmlich in Form von Naturalien.

Jurkowitsch: „Oder die Bezahlung

wurde an die Verpflichtung geknüpft,

im Gegenzug eine bestimmte Menge

einer bestimmten Ware abzunehmen.“

Zu Beginn der Geschäftstätigkeit spezialisierten

sich die Österreicher auf

den Bereich Bau- und Baunebenprodukte

– Ziegel und Zement aus dem

Osten in den Westen, weiterverarbeitete

Produkte wie Rohre und Groß-Armaturen

vom Westen in den Osten.

Der Sprung vom Vertreiber von Bauprodukten

zum Betreiber von Bauprojekten

ergab sich in den späten 70er-

Jahren, damals als Zulieferer für ein

Budapester Hotel. Der Planungs- und

Errichtungszeitraum verlief über mehrere

Jahre, den ungarischen staatlichen

Investoren fehlte dafür aber das

Budget, daher musste über einen ausländischen

Kredit zwischenfinanziert

werden.

Infolge des Visum-Abbaus zwischen

Österreich und Ungarn Ende

der 70er-Jahre kam es zu einem Regierungsabkommen

zur Errichtung

von Hotels in Ungarn. „Damals war

das ein geradezu revolutionärer Akt

für ein kommunistisch geführtes Land,

mit dem Westen eine so enge Geschäftspartnerschaft

einzugehen“, verweist

Folian auf die damaligen politischen

Befindlichkeiten in Mittel-/

Osteuropa. Es folgten weitere neun

Hotels – davon zwei von Warimpex errichtet

– und eine Grenzstation, die

mithilfe eines österreichischen Kredits

gebaut wurden.

In der ehemaligen Tschechoslowakei

errichtete Warimpex in weiterer

Folge – erstmals als Generalunternehmer

– zwei Hotels. Damit erwies

sich das Wiener Unternehmen indirekt

als Wegbereiter für zahlreiche weitere

Joint Ventures der heimischen Wirtschaft

– vor allem in Ungarn und

Tschechien. „Als sich nach der Wende

1989 erstmals die Chance ergab, zu

100 % Investor zu werden, haben wir

zugegriffen. Seitdem errichten wir alle

Projekte alleine oder fallweise mit unserem

Partner UBM, einem großen

Wiener Immobilienprojektentwickler“,

erläutert Jurkowitsch.

Mit einer Überarbeitung der Unternehmensstruktur

hat Warimpex auch

eine Neuausrichtung seiner Geschäftsfelder

vorgenommen: der

Schwerpunkt verlagerte sich auf die

Hotellerie, und zwar als Projektentwickler

ebenso wie als Investor. So

beauftragten die deutschen Reiseriesen

Thomas Cook und REWE die

Österreicher, ein 4-Stern-Hotel im

Euro-Disneyland bei Paris zu errichten.

Gesamtinvestitionskosten für das

400-Betten-Haus: 68,4 Mio., das von

Raiffeisen-Leasing, einem weiteren

Partner der Warimpex, finanziert

wurde. Das „Parkhotel“ hat sich seit

dem Tag seiner Fertigstellung im

4 Leas•mich


»Wir brauchen immer neue Spezialisten, unser Portfolio

hat sich in den letzten zehn Jahren ständig verbreitert.«

Herbst 2003 als ausgesprochen erfolgreiches

Investment erwiesen, was

den Österreichern auch von der Walt

Disney Company bestätigt wurde. Von

den zehn Hotels auf dem gesamten

Areal wird das vom heimischen Konsortium

errichtete als das beste

4-Stern-Hotel gewertet. „Die Qualität

eines Hotelbetriebes steht und fällt mit

der Planung und Errichtungsqualität

des Hauses. An zweiter Stelle stehen

Direktion und Mitarbeiterführung“,

weiß Folian. In der Startphase wurde

das Hotelmanagement vom Mövenpick-Konzern

gestellt, seit Mitte des

Vorjahres wird das Haus von „Vienna

International Hotels“, einer gemeinsamen

Tochtergesellschaft von Warimpex

und Österreichischem Verkehrsbüro,

geführt, „und es läuft ganz

hervorragend“, so Folian.

Generell schätzen beide Manager

bei ihren Geschäftsbeziehungen Kontinuität.

„Die Stärken – und natürlich

auch die allfälligen Schwächen – des

WARIMPEX-VORSTÄNDE DKFM. GEORG FOLIAN UND DR. FRANZ JURKOWITSCH

anderen zu kennen, macht auch ein

großes Projekt berechenbar. Man muss

nicht jeden Tag das Rad neu erfinden“,

resümiert Folian. Und welche Kriterien

muss ein Businesspartner unbedingt

erfüllen? „Er muss unsere Risikoeinschätzung

teilen, unbürokratisch sein,

lösungsorientierte, flexible Entscheidungen

fällen, die rasch umgesetzt

werden können, und das Risikoprofil

muss stimmen“, zählt Jurkowitsch die

wichtigsten Punkte auf. Vorgaben, die

er ebenso wie sein Vorstandskollege

bei Raiffeisen-Leasing voll erfüllt sieht.

„Wir sind sehr zufrieden mit unserer

Wahl“, bekräftigt Folian.

Fähige Mitarbeiter lassen sich

auch in den eigenen Familien rekrutieren.

Jurkowitschs Sohn Alexander

ist verantwortlich für das Development

von Hotels und hat bereits Sitz

und Stimme im vierköpfigen Vorstand

der Warimpex, seine Zwillingsschwester

arbeitet als Juristin bei

Agrana. „Wir brauchen immer neue

Spezialisten, unser Portfolio hat sich

in den letzten zehn Jahren ständig

verbreitert. Ohne Asset Management

geht’s heute nicht mehr. Man muss

sich nur den Strukturwandel in Hotellerie

und Tourismus ansehen, wo die

Tendenz von groß und billig auf klein

und individuell geht. Von der Herausforderung

ständig neuer IT-Strukturen

gar nicht zu reden.“

Folian hat drei Kinder, wobei sich

der älteste Sohn Daniel, als gelernter

Wirtschaftsprüfer, im Haus um die Finanzadministration

und um den Bereich

Investors Relationship kümmert.

Tochter Hannah ist ausgebildete Psychologin,

Benedikt studiert noch.

Die nächste Manager-Generation

steht somit für den Weg zum Top-Player

im Bereich Projektentwicklung und Immobilieninvestor

schon bereit.

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 5


RECHT&STEUER

Pflichtlektüre

Kleingedrucktes

Das Lesen der Allgemeinen Versicherungsbedingungen zahlt

sich aus! Über Irrtümer im Zusammenhang mit der Rechtswirksamkeit

und andere Feinheiten des Vertragsrechts informiert im

Folgenden Leas•mich-Rechtsexperte MAG. ROBERT DOMES.

In letzter Zeit häufen sich Gerichtsurteile,

in denen Versicherungsnehmern

auf sehr teure Art und

Weise mitgeteilt wird, dass sie zwar

einen Versicherungsvertrag abgeschlossen

haben, im konkreten Schadensfall

jedoch nicht oder nicht ausreichend

versichert sind/waren.

Die Ursache für diese Erkenntnis

liegt meist darin, dass der Versicherungsnehmer

zwar die Versicherungspolizze

genauestens kennt, nicht

jedoch auch die Allgemeinen Versicherungsbedingungen

(AGB). Versicherungsbedingungen

enthalten jedoch

eine Vielzahl von Bestimmungen,

die die Versicherungssumme einschränken

oder einen Versicherungsfall

erst gar nicht entstehen lassen.

Im Folgenden sollen daher einige

Irrtümer im Zusammenhang mit der

rechtswirksamen Vereinbarung der

Allgemeinen Versicherungsbedingungen

einer Versicherungsgesellschaft

ein für allemal beseitigt werden. Weiters

wird auf zwei Bestimmungen, die

sich regelmäßig in den Allgemeinen

Vertragsbedingungen finden, gesondert

hingewiesen.

Irrtum 1: Allgemeine Versicherungsbedingungen

gelten auch,

wenn sie nicht vereinbart sind. Viele

Versicherungsnehmer vertreten nach

wie vor die Auffassung, dass die Allgemeinen

Versicherungsbedingungen

einer Versicherungsgesellschaft auch

dann rechtswirksam vereinbart werden,

wenn sie dem Versicherungsnehmer

vor oder anlässlich des Vertragsabschlusses

nicht bekannt gegeben

werden.

Tatsächlich haben die Gerichte in

früherer Judikatur die Ansicht vertreten,

dass Versicherungsunternehmen

nur auf Basis ihrer Allgemeinen Versicherungsbedingungen

einen Versicherungsvertrag

abschließen und der

widerspruchslose Vertragsabschluss

als Einverständnis der Allgemeinen Versicherungsbedingungen

durch den

Versicherungsnehmer zu werten ist.

Seit etwa 10 Jahren judizieren die Gerichte

jedoch einheitlich, dass die Allgemeinen

Versicherungsbedingungen

als Allgemeine Geschäftsbedingungen

nur dann Vertragsbestandteil werden,

wenn sie vertraglich vereinbart werden.

Dem Kunden (Versicherungsnehmer)

muss bei Vertragsabschluss

deutlich erkennbar sein, dass das Versicherungsunternehmen

ausschließlich

zu seinen Allgemeinen Versicherungsbedingungen

kontrahieren will.

Um dies zu erreichen, reicht es aus,

wenn die Vertragsunterlagen, wie zum

Beispiel das Antragsformular auf Abschluss

eines Versicherungsformulars,

einen deutlichen Hinweis auf die jeweiligen

Allgemeinen Versicherungsbedingungen

enthalten. In vielen Versicherungsunterlagen

findet sich daher

deutlich sichtbar (meist fett gedruckt)

folgende Formulierung: „Es

gelten die der Versicherung zugrunde

liegenden Vereinbarungen und Allgemeinen

Versicherungsbedingungen.“

Irrtum 2: Allgemeine Versicherungsbedingungen

müssen ausgehändigt

werden, um rechtswirksam

vereinbart zu werden. Bemerkt ein

Versicherungsnehmer im Schadensfall,

dass der eingetretene Schaden

aufgrund der Allgemeinen Versicherungsbedingungen

der abgeschlossenen

Versicherung keine Deckung

findet oder nicht zur Gänze abgedeckt

ist, wähnt er sich oft auf der sicheren

Seite, wenn ihm anlässlich der Vertragsunterfertigung

diese nicht übergeben

wurden.

Diese Freude ist jedoch verfrüht.

Nach ständiger Rechtsprechung der

Gerichte ist die Anführung der Bezeichnung

der Allgemeinen Versicherungsbedingungen

auf dem vom Versicherungsnehmer

unterzeichneten

Vertragsformular in aller Regel ausreichend,

ohne dass es auf die Aushändigung

der Allgemeinen Versicherungsbedingungen

ankommt.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer

für den Versicherungsnehmer gibt es

aber noch. Binnen zwei Wochen nach

Vertragsunterfertigung kann der Versicherungsnehmer

vom Versicherungsvertrag

zurücktreten, wenn er

nicht die Allgemeinen Versicherungsbedingungen

vor Unterfertigung des

Versicherungsantrages erhalten hat.

Zweck dieser Bestimmung ist es, die

einschlägigen Bedingungen, zu de-

6 Leas•mich


nen das Versicherungsunternehmen

ausschließlich abschließen will, dem

Versicherungsnehmer auszuhändigen,

bevor dieser seine Vertragserklärung

abgibt. Dadurch soll der Versicherungsnehmer

in die Lage versetzt

werden, das Versicherungsprodukt

anhand der Bedingungen genau zu

prüfen, bevor er den Vertrag unterfertigt.

Durch dieses Rücktrittsrecht erlangt

der Versicherungsnehmer zwar

keinen Versicherungsschutz, er kann

jedoch in der Folge eine Versicherung

abschließen, die seinen Ansprüchen

tatsächlich entspricht.

Irrtum 3: Allgemeine Versicherungsbedingungen

müssen individuell

vereinbart werden. Viele Versicherungsnehmer

haben davon gehört,

dass eine Abweichung des Inhaltes

des Versicherungsscheines

vom Antrag oder den getroffenen Vereinbarungen

die Abweichung rechtsunwirksam

macht. Eine solche Abweichung

sei unter anderem gegeben,

wenn die AGB nicht einzeln ausverhandelt

wurden und nicht zuletzt

dadurch der Versicherungsnehmer

von einer oder mehreren Bestimmung(en)

überrascht wurde.

Die Zugrundelegung von Allgemeinen

Versicherungsbedingungen für

den Vertragsabschluss ist für sich betrachtet

jedoch keine Abweichung. Es

ist im Gegensatz dazu geradezu üblich,

dass der Inhalt eines Versicherungsvertrages

in aller Regel nicht nur

aus von den Parteien einzeln vereinbarten

Bestandteilen besteht, sondern

zum überwiegenden Teil aus standardisierten,

vorformulierten Bedingungen,

welche üblicherweise eben nicht

individuell ausgehandelt werden.

Nach der Rechtsprechung der Gerichte

kann sich auch ein besonders

unerfahrener Versicherungsnehmer

gegenüber einer für die betreffende

Versicherung typische Klausel grundsätzlich

nicht darauf berufen, dass er

von dieser Klausel überrascht worden

ist. Dies gilt umso mehr, wenn dem

Versicherungsnehmer die Allgemeinen

Versicherungsbedingungen vor

Unterfertigung des Versicherungsvertrages

ausgehändigt wurden.

Ein Beispiel für eine Einschränkung

der Versicherungssumme in den Allgemeinen

Versicherungsbedingungen

ist die Beschränkung des versicherten

Risikos der Höhe nach (sogenannte

Sublimits), wie sie sich regelmäßig

in einer Haushalts- oder Hochwasserversicherung

finden.

Ganz grundsätzlich kann ein Versicherungsnehmer

nicht erwarten, dass

jedes erdenkliche Risiko (auch der

Höhe nach) in den Schutzbereich einer

(bestimmten) Versicherung fällt.

Bedient sich ein Versicherungsnehmer

jedoch eines Versicherungsagenten

und ist für diesen im Rahmen

seiner Aufklärungspflicht die Fehlvorstellung

des Versicherungsnehmers

erkennbar, so hat der Versicherungsagent

den Irrtum richtig zu stellen. Es

besteht daher eine besondere Aufklärungspflicht

über einen Risikoausschluss,

wenn deutlich erkennbar ist,

dass ein Versicherungsnehmer den

Versicherungsschutz gerade für eine

bestimmte Höhe der Versicherungsleistung

anstrebt.

Immer wieder kommt es vor, dass

Allgemeine Versicherungsbedingungen

bestimmte Obliegenheitsverpflichtungen

des Versicherungsnehmers

enthalten, deren Verletzung das

Versicherungsunternehmen von seiner

Leistungsverpflichtung nach dem

Versicherungsvertrag befreit.

Ein Beispiel hiefür ist die übliche

Klausel in einer Feuerversicherung,

wonach ein Versicherungsunternehmen

von der Verpflichtung zur Leistung

aus dem Versicherungsvertrag

unter anderem dann frei ist, wenn die

Fenster der Versicherungsräumlichkeiten,

die – wenngleich nur für kurze

Zeit – von allen Personen verlassen

worden sind, nicht ordnungsgemäß

verschlossen sind.

Nach Ansicht der Gerichte ist diese

Bestimmung so eindeutig formuliert,

dass nur eine Möglichkeit der Auslegung

dieser Bestimmung infrage

kommt, nämlich die Leistungsfreiheit

des Versicherungsunternehmens bei

einer Obliegenheitsverletzung.

FAZIT

Vor Abschluss eines Versicherungsvertrages

ist dem Leasingnehmer unbedingt

anzuraten, nicht nur die Versicherungspolizze,

sondern auch und

besonders die Allgemeinen Versicherungsbedingungen

genau zu lesen.

Die Zeit, die für das Studium der Allgemeinen

Versicherungsbedingungen

aufzuwenden ist, ist im Verhältnis zu

möglichen Nachteilen im Falle des

Eintrittes eines (vermeintlichen) Versicherungsfalles

vernachlässigbar.

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 7


RECHT&STEUER

Planen Sie heuer

mit Leasing

Für Verlustvorträge von Einnahmen-Ausgaben-Rechnern gilt

ab 2007 eine Neuregelung: Verluste können künftig drei Jahre

lang vorgetragen werden. Steuerberater DR. CHRISTIAN

PRODINGER rät daher zu frühzeitiger Steuerplanung.

Die Neuregelung kann vorteilhaft

oder nachteilig sein: Von

Vorteil ist, dass nunmehr

nicht nur die Verluste der ersten

drei Jahre, sondern Verluste eines

beliebigen Jahres vortragsfähig sind.

Es stellt sich daher nicht mehr das

Problem, dass wegen eines Verlustes

eines Jahres von Einnahmen-Ausgaben-Rechnung

auf Bilanzierung umgestellt

werden muss. Umgekehrt waren

früher die Anlaufverluste unbeschränkt

vortragsfähig, während nunmehr

ein Verlustvortrag verloren geht,

wenn er nicht innerhalb von drei Jahren

verwertet werden kann. Im Jahr

2007 wäre also ein Verlust aus dem

Jahr 2004 letztmalig zu verwerten; im

Jahr 2008 kann der Verlustvortrag aus

2004 nicht mehr verwendet werden.

Es empfiehlt sich daher, rechtzeitig

eine Steuerplanung durchzuführen,

um allenfalls in einem Jahr noch Gewinne

vorzuziehen und Verlustvorträge

verwerten zu können. Eine weitere

und in der Praxis erprobte Möglichkeit,

Verlustvorträge vor dem „Absterben“

zu retten, stellt das Leasing

dar. Sind im Anlagevermögen, etwa in

einer Maschine oder in einem Gebäude,

stille Reserven vorhanden, so

kann das Wirtschaftsgut an Raiffeisen-Leasing

verkauft und wieder zurückgemietet

werden (sale-and-leaseback).

Die stillen Reserven sind dabei

zu versteuern und können mit dem

Verlustvortrag gegengerechnet werden.

Zu bedenken ist, dass maximal

75 % eines Jahresgewinnes mit Verlustvorträgen

gegengerechnet werden

können.

In der Folge vom Leasingnehmer

an Raiffeisen-Leasing zu bezahlende

Leasingraten stellen beim Leasingnehmer

Betriebsausgaben dar, sind

also voll steuerlich abzugsfähig. Wirtschaftlich

betrachtet wird der Verlustvortrag

also in laufende Betriebsausgaben

umgewandelt und kann daher

über die Laufzeit des Leasingvertrages

verwertet werden.

LEASING

Bei einem Leasingvertrag ist der Leasinggeber

grundsätzlich Eigentümer

des Leasingobjektes, das er an den

Leasingnehmer vermietet. Der Leasinggeber

führt das Wirtschaftsgut daher

in seinen Büchern, der Leasingnehmer

hat nur die Leasingraten als

Aufwand. Man spricht von der wirtschaftlichen

Zurechnung des Leasinggutes

zum Leasinggeber.

Nur ausnahmsweise kann es vorkommen,

dass der Leasingvertrag

derart ausgestaltet ist, dass der Leasingnehmer

wirtschaftlich betrachtet

von allem Anfang an den Leasinggegenstand

kauft. In diesem Fall liegt

nur eine Darlehensfinanzierung seitens

des Leasinggebers vor. Der Leasingnehmer

führt den Gegenstand

dann in seinen Büchern.

Die Praxis bezieht sich bei der

Frage der wirtschaftlichen Zurechnung

auf einen Erlass des Bundesministeriums

für Finanzen (Einkommensteuerrichtlinien

2000).

Diese Richtlinien wurden nunmehr

in einigen Punkten geändert.

Bei Vollamortisationsverträgen darf

eine Kaufoption nur dann eingeräumt

werden, wenn der Ausübungspreis

(der Kaufpreis) dem vollen Restbuchwert

des Leasinggutes zu Ende der

Leasingvertragslaufzeit entspricht.

Dies ist in der Praxis kaum relevant.

Auch bei Restwertverträgen (Teilamortisationsverträgen)

darf eine

Kaufoption zum Restwert nur dann

eingeräumt werden, wenn der Restwert

dem vollen Restbuchwert entspricht.

Fraglich ist hier noch, wie weit

ein nachgewiesener niedrigerer Verkehrswert

trotzdem angesetzt werden

kann. Nachteilig wäre es jedoch, einen

Ausübungspreis unter dem Verkehrswert

anzusetzen.

Die Summe aller Eigenmittel (Mietvorauszahlungen,

Kautionen, Depots,

Darlehen, Subventionen) darf 50 %

der Nettoanschaffungskosten oder der

8 Leas•mich


Nettoherstellungskosten nicht übersteigen.

Dies bedeutet, dass höhere

Eigenmittelleistungen, die manchesmal

sogar bis 75 % berechnet wurden,

nicht mehr möglich sind.

Die Neuregelungen bei der Zurechnung

von Leasingverträgen gelten ab

Mai 2007. Altverträge sind daher von

diesen Neuerungen nicht betroffen.

VERMIETUNG VON

GEBÄUDETEILEN UNTER 10 %

Ein gemischt, also sowohl betrieblich

als auch unternehmerisch genutztes

Gebäude kann umsatzsteuerlich nach

den Nutzungsverhältnissen oder aber

zur Gänze dem Unternehmen zugeordnet

werden.

Bei einer vollen Zuordnung steht

der Vorsteuerabzug letztlich im ersten

Jahr auch nur im Ausmaß der betrieblichen

Nutzung zu. Erhöht sich aber in

einem Folgejahr die betriebliche Nutzung,

so steht der Vorsteuerabzug

durch Korrektur auch für den neuen

betrieblich genutzten Teil zu. Daher ist

die volle Zuordnung zum Unternehmen

immer vorteilhaft.

Die volle Zuordnung ist aber dann

nicht gestattet, wenn der betrieblich

genutzte Anteil am Gebäude weniger

als 10 % beträgt. Diesfalls gilt das gesamte

Gebäude als privat verwendet,

sodass überhaupt kein Vorsteuerabzug

zusteht.

Wird nun dieser betrieblich genutzte

Teil in der Folge vermietet, so

war fraglich, ob diese Vermietung der

Umsatzsteuer unterliegt. Das BMF hat

in einem Erlassentwurf ursprünglich

die Auffassung vertreten, dass zwar

kein Vorsteuerabzug gegeben sei, auf

die Miete aber trotzdem Umsatzsteuer

aufzuschlagen sei (soweit nicht etwa

eine Kleinunternehmerbefreiung greift,

weil die Umsätze unter EUR 30.000,–

p. a. liegen).

Nach Interventionen und Literaturäußerungen

wird nun die Auffassung

vertreten, dass sowohl aus der Errichtung

als auch aus Folgekosten kein

Vorsteuerabzug zusteht, dafür aber

auch keine Umsatzsteuer auf die Miete

anfällt.

INVESTITIONSZUWACHSPRÄMIE (IZP)

Bei der 2004 ausgelaufenen IZP

wurde von der Finanzverwaltung immer

wieder argumentiert, dass bei

Neugründungen unter Umständen

keine IZP zusteht, da ein dreijähriger

Vergleichszeitraum (begünstigt war ja

der Zuwachs an Investitionen im Vergleich

zu den Investitionen der letzten

drei Jahre) nicht gegeben ist.

Weiters wurden auch Zwischenlösungen

vertreten, wonach nur anteilig

für die tatsächlich abgelaufene Zeit

eine IZP zu errechnen wäre.

Auch hat der „Unabhängige Finanzsenat“

mehrfach entschieden,

dass eine Mieterinvestition, also ein

durch den Mieter bezahlter Einbau in

ein fremdes Gebäude, auch als Gebäude

zu betrachten sei. Für Gebäude

steht aber keine IZP zu.

Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH

25.10.2006, 2006/15/0152) hat zunächst

zur letzten Frage Stellung genommen.

Er hat dem Beschwerdeführer

die IZP für die Mieterinvestition

zugestanden, da aus steuerlicher

Sicht die Einbauten zum einen unzweifelhaft

körperlich seien, zum anderen

aber kein Gebäude darstellten,

da unter einem Gebäude ein Bauwerk

zu verstehen sei, das durch räumliche

Umfriedung Menschen Schutz gegen

äußere Einflüsse gewährt.

Nur wenn die Mieterinvestitionen

letztlich ein Gebäude darstellten, wie

z. B. bei Aufstockung des Gebäudes

oder bei einem Zubau, stünde die IZP

nicht zu.

Ein maßgeblicher Hofrat des VwGH

(vgl Zorn, RdW 2006, 782) hat diese

Entscheidung kommentiert und ausgeführt,

dass der VwGH damit auch

die erste Frage mitentschieden hätte:

Da die beschwerdeführende GmbH

erst im Streitjahr gegründet wurde,

hätte der VwGH die Beschwerde abweisen

müssen, wenn der dreijährige

Vergleichszeitraum nicht gegeben war.

Im Umkehrschluss sei der VwGH also

der Auffassung, dass die IZP auch

dann zusteht, wenn im Jahr der Geltendmachung

weniger als drei Jahre

seit der Gründung verstrichen waren,

in extremis der Steuerpflichtige seine

Tätigkeit erst im Jahr der Geltendmachung

aufgenommen hätte. Dies ist

vom VwGH ausdrücklich bestätigt worden

(19.12.2006, 2006/15/0275).

RICHTIGSTELLUNG

Mitteilung eines redaktionellen Fehlers.

Der bisherige Verlustvortrag gemäß § 18 Abs. 7 EStG (Anlaufverlust) wurde neu formuliert und ab 2007

auf alle Verluste in den vorangegangenen drei Jahren ausgedehnt. Somit können Einnahmen-Ausgaben-

Rechner (§ 4/3 EStG) Verluste vortragen, wenn diese in den letzten drei Jahren entstanden sind. Diese

Regelung ist erstmalig bei der Veranlagung für das Kalenderjahr 2007 anzuwenden und gilt daher erstmals

im Jahr 2007 für Verluste der Jahre 2004, 2005 und 2006. Die in der Leas•mich-Ausgabe Oktober

2006 genannten sieben Jahre waren ursprünglich geplant, wurden jedoch nicht umgesetzt. Leider

wurde der Fehler beim Korrekturlesen übersehen und somit nicht richtig gestellt. Wir danken dem aufmerksamen

Leser für die Information.

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 9


COVERSTORY

Fuhrparkmanagement:

Ein Job für

Konzentrieren Sie sich auf Dinge, die nur Sie

können: auf die Kernkompetenzen Ihres Unternehmens.

Und da steht in vielen Betrieben nicht

das Management der Fahrzeuge im Vordergrund.

10 Leas•mich


Profis

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 11


COVERSTORY Fuhrparkmanagement

Die Betreuung der Fahrzeuge

wird in vielen Unternehmen

selbst organisiert. Bei einigen

macht das auch durchaus

Sinn. Wenn wir von Transport- oder

Logistikunternehmen ausgehen, ist

die Betreuung der Betriebsmittel

„Fahrzeug“ sicherlich eine Kernkompetenz.

In Beratungs- oder Pharmaunternehmen,

um nur zwei Beispiele

zu nennen, geht es hingegen

um die Bereitstellung der Fahrzeuge

zur Erfüllung des Unternehmenszwecks.

Da ist Fuhrparkmanagement

ein Mittel zum Zweck – zur Erreichung

der Unternehmensziele.

Klar, Sie müssen Ihre Mitarbeiter

oder Waren zur richtigen Zeit am richtigen

Ort wissen. Aber müssen Sie

sich wirklich operativ darum kümmern,

dass die Fahrzeuge, welche die Mitarbeiter

dafür benötigen, effizient betreut

werden?

Mobilität steht im Vordergrund. Sie

erwarten von sämtlichen Betriebsmitteln,

dass sie zeitgerecht und funktionstüchtig

zur Verfügung stehen. Sie

schließen Wartungsverträge mit Kopierfirmen

ab, sichern sich gegen den

Verlust von Betriebsmitteln ab oder

überlassen das Rechnungswesen

oder die EDV externen Profis.

Fast jeder Österreicher erlangt mit

18 Jahren den Führerschein und legt

dabei auch eine technische Prüfung

ab, was ihn aber nicht zum Profi in

der Betreuung von Fahrzeugen macht.

Fuhrparkmanagement sichert Ihre

Mobilität. Wofür steht der Begriff „Mobilität“

bei Ihnen? Sicherlich zu einem

wesentlichen Teil in der Mobilität der liquiden

Mittel. Der richtige Einsatz des

Betriebsmittels Geld schafft den nötigen

Freiraum, um in die Zukunft zu

investieren und zu wachsen.

Fuhrparkmanagement bedeutet die

Gesamtheit der Fahrzeuge und der

zur Transportausführung und Fahrzeugerhaltung

erforderliche Einrichtung

eines Betriebes oder einer Organisation

mit dem zugehörigen Personal.

Und das sollten Profis sein.

Jeder, der einen Fuhrpark von mehr

als zehn Fahrzeugen leitet, kommt an

einem effizienten Fuhrparkmanagement

nicht vorbei. Etwas mehr als drei

Viertel aller Fuhrparks in Österreich

werden noch immer im Do-ityourself-Verfahren

abgewickelt. Die

Sekretärin, die Frau des Chefs oder

der Geschäftsführer selber betreuen

den Fuhrpark nebenbei mit.

Das häufigste Ergebnis: Die Flotten

sind eine zeitraubende Nebenbeschäftigung,

die oft schlecht organisiert

ist und zu einer teuren Angelegenheit

werden kann.

Bei uns gibt es das Wort „nebenbei“

nicht. Wir würden nie auf die Idee

kommen, dass die Produktentwicklung

im Unternehmen nebenbei, der

Vertrieb nebenbei oder die Servicierung

der Kunden nebenbei gemacht

wird.

Fuhrparkmanagement beginnt in

der Analyse der künftigen Herausforderungen

des Unternehmens. Wie

werden sich Ihr Markt und Ihr Unternehmen

entwickeln? Die gründliche

Analyse der Situation des Unternehmens

ist Basis für die richtige Mobili-

12 Leas•mich


PREISKALKULATION (Beträge in Euro)

Marke A B C D

Leistung 66 KW 69 KW 84 KW 86 KW

Listenpreis (inkl. USt und NOVA) 24.738,00 17.940,00 25.639,20 25.452,00

Anschaffungspreis (Listenpreis minus Rabatt) 19.905,90 16.368,00 19.567,20 23.040,00

Laufzeit in Monaten 48 48 48 48

Km p.a. 25.000 25.000 25.000 25.000

Km Laufzeit 100.000 100.000 100.000 100.000

Leasingrate 323,00 277,81 307,07 393,16

Wartung (Service und Verschleißteile) 59,61 49,22 50,54 40,69

Reifen (Winter- und Sommerreifen, Depot, Felgen) 31,30 26,42 28,47 26,91

Treibstoff 194,8 201,67 220,00 197,07

Haftpflichtversicherung 44,12 44,12 44,12 44,12

Motorbezogene Versicherung 25,41 27,23 36,30 37,51

Kosten pro Monat brutto 678,24 626,47 686,50 739,46

Kosten über die Laufzeit 26.945,28 24.262,56 26.616,00 29.818,56

Kosten pro Kilometer 0,3256 0,3007 0,3295 0,3549

Restwert 7.359,26 5.394,93 7.794,42 7.481,47

tät. In diesem Zusammenhang beginnt

die Optimierung der Kfz-Kosten.

Ist diese Analyse abgeschlossen,

steht die Car-Policy im Vordergrund.

Das sehr emotional behaftete Thema

„Auto“ kann in einem Unternehmen

schnell für Unruhe sorgen. Sind die

Richtlinien der Fahrzeuge nicht definiert

und ist nicht klar dokumentiert,

wer welches Fahrzeug zu Verfügung

gestellt bekommt, schafft das unnötige

Diskussionen in Ihrem Unternehmen.

So macht es bei Handwerksunternehmen

einen Unterschied, welcher

Monteur mit welchem Fahrzeug

zum Kunden fährt. Das Image des

Fahrzeuges ist ein wesentlicher Faktor

in der Außenwirkung des Unternehmens.

Bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge

werden vordergründig oft nur

die Rabatte gesehen. Doch muss der

gesamte Zyklus eines Fahrzeuges betrachtet

werden – vom Kauf über die

Nutzung bis hin zum Verkauf (siehe

Preiskalkulation).

Welche Marke, welche Farbe, welche

Motorisierung und Ausstattung –

all diese Faktoren haben eine anhaltende

Auswirkung auf die Kostenstruktur

und letztlich den Wiederverkaufswert

eines Fahrzeuges. So erzielt

zum Beispiel ein schwarzes Fahrzeug

auf dem Gebrauchtwagenmarkt

in der Regel einen um sechs bis acht

Prozent höheren Wiederverkaufspreis

als das gleiche Modell in Weiß. Dieselfahrzeuge

verkaufen sich generell

besser als Benziner. Doch senken ein

großer Hubraum oder eine Leistung

jenseits der 160 PS den Wert teilweise

dramatisch.

Die Optimierung der Einkaufs- und

Markenpolitik ist ebenfalls ein wesentlicher

Faktor bei der Überlegung nach

der richtigen Anschaffung von Fahrzeugen.

Denn Treibstoff-Verbrauch, Versicherungskosten

sowie Steuern sind

wesentliche Faktoren bei der Anschaffung

eines gebrauchten Fahrzeuges.

Eine teuere Fahrzeug-Innenausstattung

fällt beim Wiederverkauf

kaum ins Gewicht. Anders sieht das

bei der Kilometerleistung aus. Durch

den betriebsinternen Wechsel von

Fahrzeugen kann hier der erzielbare

Preis maßgeblich gesteigert werden.

Ebenfalls von großer Bedeutung

sind die laufenden Kosten. Wie wird

finanziert, wie entwickeln sich die

Wartungskosten, wie verläuft die

Kilometerleistung? Kaufen, warten,

reparieren, wiederverkaufen, versichern,

Wirtschaftlichkeit evaluieren,

anmelden, abmelden, laufende Belege

(parken, …) verbuchen – im laufenden

Betrieb stellt der Fuhrpark für

Unternehmen einen erheblichen Aufwand

an Zeit und Kosten dar.

Die Kosten können durch das für

das Unternehmen richtige Fuhrparkmanagement

planbar gemacht werden.

Überraschungen werden vermieden

und in weiterer Folge bekommt

man so die Kosten in den Griff. Oft

wird bei der Modellauswahl nur auf

den Listenpreis und die Rabatte des

Kfz-Händlers abgestellt. Der wesentliche

Faktor sollte aber die Wertbeständigkeit

und die Kosten des lau-

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 13


COVERSTORY Fuhrparkmanagement

fenden Betriebes des Fahrzeuges

sein.

Um bei all diesen Anforderungen

den Überblick zu bewahren, ist eine

regelmäßige Wirtschaftlichkeitsanalyse

des Fuhrparks notwendig. Professionelles

Fuhrparkmanagement

rechnet sich bereits ab fünf Fahrzeugen

und ist damit gerade auch für mittlere

Unternehmen und Kleinbetriebe

attraktiv.

Auch die Auslagerung des Fuhrparks

zu einem Dienstleister kann eine

interessante Alternative sein, selbst für

Klein- und Mittelbetriebe.

Wesentlich bei der Wahl Ihres Fuhrparkmanagers

sollten folgende Parameter

sein:

ÿ Erfahrung in der Branche meines

Unternehmens

ÿ Markenunabhängigkeit

ÿ Fachliche Kompetenz der Mitarbeiter

Die Einflüsse der Vergangenheit werden

in jeder gegenwärtigen Entscheidung

offenbar, und selbst unsere Vorstellungen

von gelungenem Fuhrparkmanagement

sind unvermeidlich

durch die bisherige Erfahrung geprägt.

Die Erfahrung des Fuhrparkmanagers

muss einen Mehrwert für

Ihr Unternehmen bringen. Der intensive

persönliche Kontakt und das Verständnis

des Geschäftes sind ein wesentlicher

Baustein für den Erfolg der

Zusammenarbeit.

Also trauen Sie sich und überlassen

Sie die Fahrzeuge denjenigen, die

sich damit gerne beschäftigen und die

auch die nötige fachliche und persönliche

Erfahrung für das Thema haben.

Das komplexe Thema Fuhrpark sollte

mit all seinen Facetten (Anschaffung,

laufende Kosten, Versicherung, Schadensabwicklung

oder Verwertung) von

Profis betreut werden und nicht nebenbei,

wo die Aufgabe als Belastung

angesehen wird. Machen Sie sich frei

für die wichtigen Aufgaben Ihres Unternehmens.

MAG. ALFRED BERGER,

Geschäftsführer Raiffeisen-

Leasing Fuhrparkmanagement,

die mit rund 5.000

gemanagten Autos zu den

Top-5-Anbietern am österreichischen

Markt zählt.

Lkw-Full Service

Raiffeisen-Leasing startete 2007 mit attraktiven und innovativen

Produkt- und Leistungsangeboten für die Transportbranche.

Die Entwicklung der Transportbranche

in Österreich in den letzten Jahren

war geprägt von einer Fülle an

Mehrbelastungen: Lkw-Maut, hohe

Mineralölsteuer, Einführung des digitalen

Tachografs, verschärfte Abgasnormen

„Euro 4“ sowie neue Bestimmungen

im Bereich Ladungssicherung

und Arbeitszeitgesetz, um nur

einige aufzuzählen. Diese Kosten

können nur teilweise an den Kunden

weiterverrechnet werden und werden

somit von den Transportunternehmern

und Spediteuren großteils selbst getragen.

Zusätzlich zogen sich viele Leasinggesellschaften

– im Gegensatz zur

Raiffeisen-Leasing – sukzessive aus

der Finanzierung der Transportbranche

zurück. Die Versicherungen folgten

diesem Trend. Beschleunigt wurde

diese Entwicklung noch durch die Ratingbestimmungen

nach Basel II.

Raiffeisen-Leasing als eine der

größten markenunabhängigen Leasinggesellschaften

ist diesem Trend

nie gefolgt. Im Gegenteil, sie hat sich

in den letzten Jahren noch stärker als

Finanzierungspartner mit neuen, attraktiven

und vor allem innovativen

Produkt- und Leistungsangeboten für

die Transportbranche engagiert.

Der Trend, Fahrzeuge zu leasen

bzw. zu mieten ist auch in Österreich

ungebrochen. Darüber hinaus zeigt die

internationale Entwicklung, dass Mietmodelle

und Produktbündelung vom

Kunden aktiv nachgefragt werden. Besonders

Firmenkunden fordern bequeme,

rasche, einfache und trotzdem

flexible Lösungen, Convenience eben,

wie sie auch für den privaten Markt angeboten

werden. Raiffeisen-Leasing

nutzt seine führende Marktstellung und

das langjährige Branchen-Know-how

und entwickelte ein besonderes Angebot

für den Lkw-Finanzierungsbereich.

Der Transportunternehmer kann –

14 Leas•mich


„Sorglos fahren XXL“: Die Raiffeisen-Leasing

startete Anfang

des Jahres in Kooperation mit

IVECO Austria, einem führenden

Lkw-Hersteller, eine einmalige

Aktion: Kapital parken, neuen

Stralis fahren.

Bei der Variante „Mieten statt

kaufen“ ist auch der Wartungsund

Servicevertrag von IVECO

inkludiert. Der Kunde zahlt für

alle Leistungen nur eine Rate,

kann das Fahrzeug 36 Monate

lang nutzen und stellt den

IVECO Stralis am Ende der Laufzeit

einfach wieder an die Raiffeisen-Leasing

zurück.

Klar kalkulierbare Raten und

3.000 IVECO-Werkstätten garantieren

die optimale Wartung der

Fahrzeuge. Für den Kunden

heißt es dann: „Sorglos fahren

XXL“ mit dem neuen Lkw-

Full Service Leasing von Raiffeisen-Leasing

und IVECO.

Leasing

GUT ZU WISSEN

Die häufigsten Fragen rund ums Fuhrparkmanagement

Kann ich mir den ausliefernden Händler aussuchen?

Natürlich kann der Wunschhändler berücksichtigt werden.

Raiffeisen-Leasing schreibt Ihnen keinen Händler vor.

Kann ich tatsächlich zu jeder Werkstatt fahren?

Jede vom Hersteller autorisierte Werkstatt ist Partner von Raiffeisen-Leasing

(das Thema ist die Gewährleistung).

Wie funktioniert die Reifenabwicklung?

Die Raiffeisen-Leasing hat ein flächendeckendes Reifenhändlernetz, welches ca. 250–300

Partner inkludiert. Bei diesen Händlern werden Reifen gereinigt, gelagert, gewuchtet, montiert

und neue Reifen bezogen. Die Reifenmarke ist nach Absprache frei wählbar.

Muss ich eine Kaskoversicherung abschließen?

Kaskoversicherung ist nicht zwingend erforderlich.

Kann das Kfz am Ende der Laufzeit angekauft werden?

Prinzipiell ja, ist nur abhängig von der Leasingvariante und die Frage der Wirtschaftlichkeit

sollte gestellt werden.

Muss ich die Versicherung über Raiffeisen-Leasing abschließen?

Nein.

Was soll ich nun mit meinem derzeitigen Fuhrparkleiter machen?

Raiffeisen-Leasing benötigt im Unternehmen eine Ansprechperson hinsichtlich Fuhrparkthemen.

ganz auf seine persönlichen Bedürfnisse

abgestimmt – aus drei Vertragsmodulen

auswählen.

Modul 1: Günstiges Lkw-Leasing oder

Mietfinanzierung der Raiffeisen-Leasing.

Modul 2: Mietvertrag der Raiffeisen-

Leasing inkl. Wartungs- und Servicevertrag

des Herstellers.

Modul 3: Mietvertrag- oder Leasingvertrag

der Raiffeisen-Leasing plus

Wartungs- und Servicevertrag des

Lkw-Herstellers plus Raiffeisen-Leasing

„Truck All Inklusive“-Lkw-Fahrzeugversicherung.

Diese Produktbündel decken alle Anforderungen

der Kunden in der Lkw-

Finanzierung ab. Optimale Finanzierungslösung,

Convenience, Outsourcing

von internen Arbeitsprozessen zur

Steigerung der Produktivität, optimale

Was mache ich mit meinem bestehenden Fuhrpark?

Ihr bestehender Fuhrpark kann natürlich ungeachtet dem Eigentümer durch die Raiffeisen-

Leasing in Verwaltung genommen werden. Damit ist gewährleistet, dass der gesamte Fuhrpark

zu einem Stichtag ausgelagert wird und alle Fahrer dieselben Voraussetzungen haben.

Ist es sinnvoll, meine bereits bestehenden Leasingverträge zu kündigen?

In den meisten Fällen wird davon abgeraten!

Was mache ich mit meiner Haustankstelle?

Kommt zwar nur mehr sehr selten vor, aber auch die Berücksichtigung der Haustankstelle

ist möglich.

Für weitere Rückfragen steht Ihnen Mag. Gerhard Strasser, Leiter Backoffice Fuhrparkmanagement,

Tel. 01 71601-8081, E-Mail: gerhard.strasser@rl.co.at, gerne zur Verfügung.

Servicierung der Fahrzeuge, um eine

lange Einsatzdauer zu garantieren, und

vor allem Risikoabsicherung durch optimale

Versicherungslösung für den Lkw.

DIE VORTEILE:

ÿ Der Kunde erhält für alle Leistungen

nur e i n e Ratenvorschreibung.

ÿ Durch den Wartungs- und Servicevertrag

des Herstellers wird der Lkw

optimal gewartet.

ÿ In der Mietvariante wird das Fahrzeug

am Ende der Laufzeit an Raiffeisen-Leasing

zurückgestellt.

ÿ Das Restwertrisiko trägt der Vermieter/Raiffeisen-Leasing.

ÿ Der Mieter hat das Objekt nicht in

der Bilanz (Off Balance Finanzierung).

ÿ Verbessert die Rating-Kennzahlen

des Kunden gem. Basel II.

ÿ Verbessert das Rating bei der Hausbank,

hält die Kreditlinien für andere

Investitionen frei.

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 15


COVERSTORY Fuhrparkmanagement

»Würden uns früher für

Outsourcing entscheiden«

VENDARE ist ein Tochterunternehmen der café+co International Holding, dem Marktführer im Bereich

Automaten-Catering in Österreich und Zentraleuropa mit Sitz in Wien. Seit einem halben Jahr nutzt sie das

Fuhrparkmanagement von Raiffeisen-Leasing – und freut sich über optimierte Abläufe.

Leas•mich: Der Fuhrpark einer Ihrer

österreichischen Tochterunternehmen,

nämlich Vendare, wird seit Oktober

2006 von Raiffeisen-Leasing

Fuhrparkmanagement betreut. Wie

kam es zu dieser Entscheidung?

Nossek: Vendare ist Marktführer im Betriebsverpflegungsbereich

„Heißgetränkeautomaten“

und somit täglich für

das problemlose Funktionieren bzw.

Befüllen von rund 8000 Heißgetränkeund

Cateringautomaten in Österreich

verantwortlich. Mehr als 100 Mitarbeiter

sind täglich „auf Achse“, um

schnellste und beste Servicierung für

unsere Kunden zu gewährleisten. Die

Gesamtkilometerleistung pro Jahr beträgt

bei rund 110 Kraftfahrzeugen

ca. 3,5 Mio. Kilometer. Alleine diese

Größenordnung macht es notwendig

und sinnvoll, sich eines professionellen

Dienstleisters – wie der Raiffeisen-Leasing

– zu bedienen. Unsere Kernkompetenz

lautet: „Bester Kaffee. Ganz automatisch!“

Genauso gibt es eben

auch für Fuhrparkmanagement bzw.

die Administration Profis. Wesentlich

bei der Auslagerung des Fuhrparkmanagements

war für uns vor allem ein

garantierter Preis pro gefahrenem Kilometer

und die damit verbundene

Planungssicherheit sowie das Freispielen

von Ressourcen für andere Aufgaben.

VENDARE vertraut seine 110 Firmenautos den Fuhrparkmanagern der Raiffeisen-

Leasing an (v.l.n.r.): Mag. Alfred Berger (GF Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement),

Mag. Michael Nossek (GF Vendare), Mag. Günther Rogi (Prok. Vendare) und Martin

Balek (Produktmanager FPM).

MAG. MICHAEL NOSSEK ist Mitglied der Geschäftsführung und CFO der

café+co International Holding mit 19 Tochtergesellschaften, in denen rund 900

Mitarbeiter beschäftigt sind und 37.000 Verpflegungsstationen in mittlerweile

10 Ländern Mittel- und Zentraleuropas betrieben werden. In Österreich ist

café+co u. a. über die Firma Vendare Marktführer im Automaten-Catering.

MAG. GÜNTHER ROGI ist Prokurist in der Vendare und u. a.

zuständig für die Bereiche Fuhrparkmanagement und Logistik.

Leas•mich: War die Entscheidung

einfach?

Rogi: Bei der täglichen Abhängigkeit

vom „Funktionieren“ von über 110 Kfz

gibt man grundsätzlich diese Aufgabe

nicht gern aus der Hand. Ein Kostenvergleich

zwischen internem Fuhrparkmanagement

versus Outsourcing

mittels Dienstleister half uns bei der Entscheidung.

Besonders im Bereich Administration

und aufgrund der Tatsache,

dass sich z. B. bei Reparaturen Profis

um die Beurteilung von Werkstattrechnungen

kümmern, haben wir signifikante

Kostenvorteile im Outsourcingmodell

gesehen.

Leas•mich: Warum entschieden Sie

sich für die Raiffeisen-Leasing?

Nossek: Nach einigen Gesprächen

mit diversen Anbietern waren neben

dem Preis, die Bereitschaft auf unsere

Wünsche einzugehen, die Kostentransparenz

sowie das Vertrauen in die

agierenden Personen von Raiffeisen-

Leasing ausschlaggebend. Die versprochenen

Leistungen haben sich für

uns machbar angehört und werden

bis dato auch eingehalten. Das Team

der Raiffeisen-Leasing bewältigt die

übertragene Aufgabe zu unserer Zufriedenheit.

Weiters erwarte ich, dass wir

bei der Modellauswahl, bei der Bestimmung

der optimalen Laufzeiten pro

Kfz, der Treibstoffwahl – wir überlegen

die Umrüstung auf Gas oder Bioöl – bestens

beraten und unterstützt werden.

16 Leas•mich


MEINUNG

Leas•mich: Kam es dadurch zu Personalabbau

in Ihrem Unternehmen?

Nossek: Mithilfe des Fuhrparkmanagements

durch Raiffeisen-Leasing

mussten wir den natürlichen Abgang

unserer Fuhrparkmanagerin (durch

Pensionierung) nicht nachbesetzen.

Eine Mitarbeiterin betreut nun als Drehscheibe

die diversen Wünsche der

Fahrer. Die operativen Details wie die

Reifenlogistik oder die Verbuchung

von Parktickets fallen jetzt völlig für uns

weg. Bis vor kurzem waren Einkauf,

Controlling, Rechnungswesen, Logistik,

Sekretariate und noch vieles mehr

mit dem Thema Kfz „nebenbei“ beschäftigt.

Jetzt koordiniert diese Themen

eine Mitarbeiterin bei uns im

Haus, den Rest machen die Mitarbeiter

des Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagements

für uns.

Leas•mich: Was hat sich in Ihrem Unternehmen

geändert?

Rogi: Für die Fahrzeugnutzer gibt es

durch diese Entscheidung keine Änderungen.

Insbesondere Abläufe wie

Tanken, Versicherung oder die Beschaffung

der Vignette, Unfallmeldungen,

Reifenwechsel konnten beibehalten

werden, was die anfängliche

Skepsis der Fahrzeugnutzer ausgeräumt

hat.

Leas•mich: Was würden Sie heute

anders machen?

Nossek: Wir würden uns früher für das

Outsourcing unserer Fahrzeuge entscheiden.

Leas•mich: Wie läuft nun das Tagesgeschäft?

Nossek: Einfach und schnell. Wir sitzen

in regelmäßigen Abständen mit

Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement

beisammen und planen die

nächsten Schritte. Die übersichtlichen

Reportings bilden die Basis für die Entscheidungen,

wie wir uns in Zukunft

aufstellen werden. Die Ersparnis bei

den elektronischen Schnittstellen in das

Rechnungswesen hat viel Zeit gebracht.

Auch ist die Planung bei der

Budgetierung im Haus schneller geworden,

da wir die Kosten pro Kennzeichen

exakt aufgelistet haben.

ÖKOLOGIEGESPRÄCH:

„POWER VOM BAUER“

MAG. PETER ENGERT

Sprecher der

Geschäftsführung der

Raiffeisen-Leasing

Eine sichere, nachhaltige und sozial verträgliche Energieversorgung steht

seit Jahrzehnten im Mittelpunkt der österreichischen Energiepolitik. Aus diesem

Grund zählt die stetige Forcierung erneuerbarer Energieträger bei

gleichzeitiger Stärkung der rationellen Nutzung von Energie zu ihren zentralen

Stärken.

Der österreichische Strombedarf steigt jährlich um rund 1,9 %. Allein

deshalb ist eine nachhaltige Energieversorgung für die Zukunft wichtig. Die

Verfügbarkeit von fossilen Energieträgern wie Erdöl bis Kohle ist zeitlich begrenzt.

Studien sprechen von weiteren zwanzig oder vierzig Jahren, in denen

diese noch für die Energiegewinnung zur Verfügung stehen werden.

Eine weitere Tatsache, nämlich dass etwa die Hälfte der in Österreich eingesetzten

Energie am Weg zum Konsumenten verloren geht, bedingt die Einbeziehung

von weiteren Themen – wie z. B. der Energieeffizienz – in die

Diskussion.

Im Sinne einer möglichst umweltschonenden Energieversorgung, aber

auch um der absehbaren Erschöpfung von Energieressourcen zeitgerecht

entgegenzusteuern, haben österreichische Firmen frühzeitig begonnen, die

Erschließung erneuerbarer Energiequellen voranzutreiben.

Die Raiffeisen-Leasing hat sich in den letzten Jahren ebenfalls verstärkt

dem Thema der „erneuerbaren Energien“ zugewandt und fühlt sich der

Ökologie besonders verpflichtet. Das Unternehmen zählt in diesem Segment

mittlerweile zu den größten Investoren in Österreich. Die Palette reicht

dabei von Projekten im Bereich der Windkraft über Bioölanlagen, Biogas-,

Biomasse- sowie Photovoltaikanlagen bis hin zu Abfallthemen.

Bereits vor einem Jahr im Mai hat die Raiffeisen-Leasing ein Ökologiegespräch

mit dem brisanten Thema „Das Auto der Zukunft“ veranstaltet. Für

Donnerstag, den 15. März 2007 ist nun wieder eine derartige Veranstaltung

geplant, die unter dem Motto „Alternative Energiewelten: Power vom

Bauer“ stehen wird. Hochrangige Diskutanten werden an diesem Abend die

Podiumsdiskussion bestreiten, nämlich BM Dipl-Ing. Josef Pröll (Bundesminister

für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft), Univ.-

Prof. Dr. Bernd Lötsch (Generaldirektor Naturhistorisches Museum), Dipl.-

Ing. Dr. Walter Böhme (Innovationsmanager OMV Aktiengesellschaft), Prof.

Dr. Peter Muzik (Chefredakteur und Herausgeber des WirtschaftsBlattes)

sowie der Energie-Pionier Wolfgang Löser (erster energieautarker Bauernhof

Österreichs).

Wenn Sie sich für dieses Thema und die Veranstaltung interessieren,

dann melden Sie sich einfach mit beiliegendem Faxformular an. Wir freuen

uns auf Ihr Kommen und interessante Gespräche im Raiffeisen-Forum!

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 17


COVERSTORY Fuhrparkmanagement

Dienstwagen statt Gehaltserhöhung

Durch Fuhrparkmanagement werden

die Kosten eines Fahrzeuges über die

Laufzeit garantiert. Genau diese Eigenschaft

ist Basis für das Modell

„Dienstwagen statt Gehaltserhöhung“.

Der Mitarbeiter erhält von seinem

Dienstgeber einen Dienstwagen zur

Verfügung gestellt und leistet selbst

einen Kostenbeitrag.

Gemanagte Firmenautos auf Leasingbasis sind die Alternative zur Barauszahlung.

Gehalt/Monat

Beispiel 1: VW Golf Trendline TDI (Alle Angaben in Euro)

Kostenanteil

Dienstnehmer

Gesamtkosten

Dienstnehmer

(inkl. Sachbezugszuschlag)

Wirkt wie

Gehaltserhöhung

von

Ersparnis

Dienstnehmer

2.500 200 245 670 315 500

3.500 200 248 575 315 275

4.500 200 238 560 320 222

Gehalt/Monat

Beispiel 2: BMW 525d Touring (Alle Angaben in Euro)

Kostenanteil

Ersparnis

Dienstnehmer

Dienstnehmer

Gesamtkosten

Dienstnehmer

(inkl. Sachbezugszuschlag)

Wirkt wie

Gehaltserhöhung

von

4.000 500 545 865 500 370

5.000 500 550 985 495 530

6.000 500 550 965 495 530

Das Unternehmen wandelt

einen Teil seines Gehaltsaufwandes

in einen

Sachaufwand für das

Fahrzeug um. Die Mehrkosten

für das Unternehmen

entsprechen der

Gehaltserhöhung. Der

Mitarbeiter hat im Monat

mehr Nettoeinkommen

zur Verfügung. Unterm

Strich hat der Mitarbeiter

eine Netto-Gehaltserhöhung,

von der er nicht zu

träumen gewagt hat und

das Unternehmen Mehrkosten,

die in etwa der

kollektivvertraglichen Erhöhung

inklusive Lohnnebenkosten

entsprechen.

Die Win-Win-Situation

wird durch die positive

Wirkung auf die Mitarbeitermotivation

und -

bindung sowie die Einsparungen

bei den Kilometergeldern

verstärkt.

Die Höhe des Vorteils

für den Mitarbeiter orientiert

sich im Einzelfall an den Anschaffungs-

und Betriebskosten des Fahrzeugs

und der steuerlichen Progressionsstufe.

Ein geleaster VW Golf TDI

als Dienstauto führt bei einem Arbeitnehmer

mit einem Bruttobezug von

2.500 Euro gegenüber der Privatwagenvariante

zu einem Kostenvorteil

von 315 Euro pro Monat. Bei einem

Gehalt von 4.500 Euro beträgt die monatliche

Einsparung etwa 320 Euro.

Ein BMW 525d als geleastes Firmenauto

bringt bei einem Einkommen von

5.000 Euro knapp 400 Euro pro Monat

(siehe auch Berechnungsbeispiele in

der Tabelle). Die Kostenvorteile für das

Unternehmen bewegen sich gleichfalls

im Bereich von mehreren hundert

Euro pro Monat und Fahrzeug.

Zusätzlich profitiert das Unternehmen

und in weiterer Folge auch der

Mitarbeiter über bessere Konditionen

beim Autoeinkauf durch eine höhere

Anzahl an Fahrzeugen im Fuhrpark

seines Unternehmens. Der Mitarbeiter

erhält somit „mehr Auto um weniger

Geld“.

„Die Resonanz seitens der Unternehmen

ist positiv. So ist die Motivation

für Unternehmen durchaus unterschiedlich.

Diese reicht von der Stabilisierung

der Gehaltskosten über die

Ersparnis

Unternehmen

Ersparnis

Unternehmen

Reduktion des Kilometergeldes bis hin

zur Negierung von Standortnachteilen

durch die Wahlmöglichkeit der Mitarbeiter

zwischen Gehalt oder Dienstwagen“,

berichtet Mag. Alfred Berger

– Geschäftsführer der Raiffeisen-Leasing

Fuhrparkmanagement. „Zusätzlich

erfolgt eine Entlastung interner

Stellen, die sich mit der

Verwaltung von Pooloder

Leihfahrzeugen beschäftigen.

Auch das

Wegfallen der lästigen

Reiseabrechnungen

bringt einen Nutzen für

das Unternehmen. Und

ganz nebenbei steigt die

Bindung der Mitarbeiter,

da ein Dienstwagen ja

immer noch höher eingeschätzt

wird als eine

Gehaltserhöhung oder

Prämien“.

Bei der Einführung

des Modells und der

anschließenden Umsetzung

in einem Unternehmen

ist aber der anfangs

entstehende interne

Zeitaufwand nicht

zu unterschätzen. Eine

professionelle Vorbereitung

ist ganz wesentlich

für den Erfolg. So sind

alle beteiligten Parteien

von der Geschäftsführung

über den Personalleiter,

inklusive Lohnverrechnung

und Buchhaltung, die Führungskräfte

des Unternehmens, der

Betriebsrat und der Fuhrparkverantwortliche

unbedingt mit einzubinden.

Es empfiehlt sich also, wenn ein Unternehmen

dieses Modell umzusetzen

plant, jetzt schon mit der Vorbereitung

zu beginnen, damit in der

Budgetierung und in den Gehaltsrunden

im Herbst dieses Jahres alles

vorbereitet ist. 2008 kommt schneller

als Sie denken.

18 Leas•mich


KOMMENTAR

2006 wieder Top-Jahr

für die Raiffeisen-Leasing

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Raiffeisen-Leasing-Gruppe

mit einem Neugeschäftsvolumen von rund EUR 3,4 Mrd. das Rekordergebnis

des Vorjahres wiederum deutlich steigern.

MAG. MICHAEL OHNER

Geschäftsführer der

Raiffeisen-Leasing

Mit einem Neugeschäftsvolumen von EUR 3.433 Mio.

konnte die Raiffeisen-Leasing-Gruppe in Europa das Vorjahresergebnis,

welches das beste seit Bestehen des Unternehmens

war, um erfreuliche 20 % steigern. Damit ist das

Unternehmen wiederum die erfolgreichste österreichische

Leasinggesellschaft auf den europäischen Märkten.

Im Inland wurde von der Raiffeisen-Leasing ein Neugeschäftsvolumen

inkl. Cross-border-Finanzierungen in

Höhe von EUR 1.069 Mio. bei 13.840 Verträgen erzielt. Auf

die Sparte Kfz-Leasing entfallen EUR 294 Mio., auf Mobilien-Leasing

EUR 292 Mio. und auf Immobilien-Leasing

inkl. Eigenprojekte EUR 483 Mio.

Zusätzlich zu den klassischen Leasingfinanzierungen

bietet die Raiffeisen-Leasing in Österreich seit Jahren ihren

Kunden erfolgreich die Produkte Fuhrparkmanagement,

Absatzleasing sowie Baumanagement an. In diesem

Bereich werden vom kompetenten Bautechniker-Team der

Raiffeisen-Leasing Bauherren Dienstleistungen angeboten,

die von einer begleitenden Kontrolle über die Projektsteuerung

und Generalplanung bis hin zum Generalunternehmer

reichen. Die jeweiligen Leistungsbilder werden

konkret an die Kundenwünsche angepasst, wodurch

die Kosten-, Termin- und Qualitätsgarantie in allen Bauphasen

gewährleistet ist. Sehr erfreulich verliefen in dieser

Sparte z. B. die Tätigkeiten für das Gesundheits- und Sozialzentrum

in St. Pölten.

Die Raiffeisen-Leasing nutzt das im Immobilien-Leasing

gewonnene Know-how aber auch für die eigene Projektentwicklung.

So werden neben gewerblichen Objekten

NEUGESCHÄFT DER RAIFFEISEN-LEASING

IN ÖSTERREICH 2006

13.840 Verträge mit Anschaffungswerten in Höhe von EUR 1.069 Mio.

Kfz-Leasing

Mobilien-Leasing

Immobilien-Leasing

ó Immobilien

45,2%

27,5%

27,3%

€ 294 Mio.

€ 292 Mio.

€ 483 Mio.

ó KFZ

ó Mobilien

wie Bürohäusern, Einkaufs- oder Fachmarktzentren auch

Wohnbauprojekte umgesetzt. Erwähnenswert ist in diesem

Zusammenhang das Projekt „Neue Welt Hietzing“ –

ein Büro- und Geschäftshaus mit dazugehöriger Tiefgarage

– welches im Herbst 2006 fertiggestellt wurde (siehe

Bericht S. 29).

Im laufenden Geschäftsjahr ist für Österreich vorgesehen,

den Markt weiterhin so effizient und erfolgreich zu bearbeiten

wie in den vergangenen Jahren, und im Ausland

sollen die Ökoenergie-Projekte kontinuierlich ausgebaut

werden.

Das Ziel der letzten Jahre, zusätzlich zum bereits vorhandenen

starken Netzwerk in Zentral- und Osteuropa,

auch in Westeuropa neue Zielgebiete mit intelligenten Finanzierungsprodukten

zu erschließen, konnte in Italien,

Deutschland und der Schweiz erfolgreich umgesetzt werden.

Auch die 2006 neu gegründete Tochtergesellschaft in

Schweden konnte in ihrem ersten operativen Geschäftsjahr

bereits ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von rund 54

Mio. Euro generieren.

Im ersten Quartal dieses Jahres ist daher geplant, eine

Repräsentanz in Finnland zu gründen. Dieses Land bietet

einen prosperierenden Markt, der von der Tochtergesellschaft

in Stockholm aus betreut werden soll und wo der

Schwerpunkt in der Betreuung der Kommunen liegen soll.

So soll mit diesem Markt nicht nur lokales Geschäft aufgebracht

werden, sondern es werden auch Impulse für

das mittlerweile einzigartige Raiffeisen-Osteuropa-Netzwerk

erwartet.

Volumen in Mio. €

ENTWICKLUNG NEUGESCHÄFT DER RAIFFEISEN-

LEASING-GRUPPE IN EUROPA 2002–2006

4000

3000

2000

1000

0

Anstieg des Leasingneugeschäfts 2006:

20% gegenüber 2005

2002 2003 2004 2005 2006

1.052 Mio. 1.854 Mio. 2.352 Mio 2.861 Mio. 3.433 Mio.

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 19


REPORTAGE

Autofahrer unterwegs –

aber umweltfreundlich

Sprit ist teuer, Emissionen und Schadstoffe belasten die Luft in den Städten.

Vor diesem Hintergrund sind ÖKOLOGISCHE KRAFTSTOFFE gefragter denn je.

Um den Straßenverkehr möglichst

umweltschonend zu

gestalten und die Reserven

an fossilen Energien zu schonen,

sind neue Umwelttechnologien

unabdingbar. Diese sollen in Zukunft

die Mobilitätsbedürfnisse ökologisch

verträglich und mit erneuerbarer Energie

befriedigen. Unter diesem Aspekt

initiierte Raiffeisen-Leasing gemeinsam

mit dem ÖAMTC die Plattform

„Netzwerk Auto & Umwelt“. Diese soll

die Nachfrage nach umweltbewussten

Kfz und Treibstoffen forcieren, damit

mittelfristig ein flächendeckendes

Angebot seitens der Automobilindustrie

und von Treibstoffdistributoren zur

Verfügung steht.

Raiffeisen-Leasing hat bereits begonnen,

die eigene Dienstwagenflotte

umzurüsten. „Wir wollten nicht so

lange warten, bis endlich nur mehr

,Ökoautos‘ angeboten werden oder

alle Tankstellen flächendeckend Erdgas

oder Bioöl anbieten. Wir verstehen

uns als wirtschaftlichen Wegbereiter

neuer Technologien und sehen

es als unsere Verpflichtung an, auch

im Bereich erneuerbare Energien für

das Auto die Führungsrolle zu übernehmen“,

begründet Peter Engert sein

Engagement in dieser Sache. Die ersten

Erfolge erhofft sich Raiffeisen-Leasing

bereits in den kommenden drei

Jahren – bis dahin soll auch die komplette

Flotte des Unternehmens umgestellt

sein. „Forderung an die Politik

ist, dass Österreich in zehn Jahren

rund 35 Prozent des Energie- und

Treibstoffbedarfs aus erneuerbarer

Energie deckt. Daher sollte man innerhalb

dieses Zeitraums auch mit einer

deutlichen Verbesserung der Abhängigkeit

von Erdöl und Krisengebieten

rechnen können“, so Engert.

Nahziel ist, an die 100.000 Erdgas/Biogas-Autos

in den nächsten

Jahren in Österreich auf der Straße zu

sehen. Der Anteil an Biogas sollte mindestens

25 Prozent betragen. Daher

hat sich Raiffeisen-Leasing, in Abstimmung

mit den Experten vom ÖAMTC,

bei der eigenen Umrüstung vorerst für

Technologien wie Erdgas/Biogas,

Pflanzenöl und Hybrid entschieden.

„Das derzeitige System der Förderung

für die Investition von ökologischen

Autos ist äußerst kompliziert

und schreckt die Bewerber oft ab“,

befürchtet Engert. Die Forderung an

die Politik lautet daher, in den nächsten

14 Jahren von einer zusätzlichen

Besteuerung abzusehen. Raiffeisen-

Leasing startet mit einer Sofortmaßnahme,

bei der Leasing von Öko-Autos

mit 300 Euro unterstützt wird. Darüber

hinaus hilft Raiffeisen-Leasing

Betrieben beim Erlangen der Förderungen

für ökologische Fahrzeuge.

ERDGAS & BIOGAS IM AUFSCHWUNG

Vor allem Erdgas und Biogas gelten

als zukunftsträchtige alternative Kraftstoffe.

Sie reduzieren Schadstoffe sowie

Emissionen und das bei gleich ho-

Mitte September fand am Rotundenplatz in der Nähe des Messegeländes

die 1. Öko-Rallye der Raiffeisen-Leasing statt. Eine

Woche später wurde das Event in Salzburg, am Gelände des

Fahrtechnikzentrums in Saafelden-Brandlhof, wiederholt. Zahlreiche

Journalisten von Tageszeitungen, Fachmagazinen und

vom Rundfunk nutzten im Zuge der Pressekonferenzen die Möglichkeit,

Mag. Peter Engert,

Raiffeisen-Leasing,

Mag. Christoph Mondl,

ÖAMTC, und Ing. Mag.

Gerhard Kunit, Wien Energie Erdgas Mobil, Fragen zu stellen. Im Anschluss konnten Erdgas-,

Bioöl- und Hybridautos von verschiedenen Herstellern (z.B. Toyota, VW Porsche und

Fiat) bei einem Geschicklichkeits-Parcours getestet werden.

20 Leas•mich


hem Fahrkomfort und sogar niedrigeren

Kraftstoffkosten. In Europa sind

bereits mehr als 430.000 Erdgasautos

im Einsatz, in Österreich derzeit 700.

Aufgrund der ökonomischen und ökologischen

Vorteile des Treibstoffes

Erdgas ist die Tendenz in Österreich

steigend. Die Europäische Union hat

sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2020

mindestens zehn Prozent der Kraftstoffe

in den EU-Ländern durch Erdgas

abgedeckt werden.

Die Förderung von alternativen Antrieben

ist auch seit langem das Ziel

des ÖAMTC. „Wir wollen ein höchstes

Maß an umweltverträglicher Mobilität

in einer gesunden Umwelt für alle

Österreicher gewährleisten. Deswegen

stellen wir uns sehr gerne als Partner

für dieses Umwelt-Netzwerk zur

Verfügung“, erklärt Christoph Mondl,

stellvertretender Generalsekretär des

ÖAMTC.

Der Kraftstoff Erdgas hat ein hohes

Umweltpotenzial. Gegenüber herkömmlichen

Dieselantrieben bieten

Erdgasfahrzeuge bei zumindest drei

der wesentlichen Abgaskomponenten

erhebliche Verbesserungen. „Das sind

Partikel-Emissionen, Stickstoffoxid-

Emissionen und Kohlendioxid-Ausstoß“,

sagt Mondl. Das zeigte sich

auch im Rahmen eines Forschungsprojektes,

das der ÖAMTC gemeinsam

mit Partnern durchgeführt hat.

GERHARD KUNIT, CHRISTOPH MONDL

UND PETER ENGERT (v.l.n.r.) Initiatoren

der Öko-Rallye, freuen sich über das rege

Interesse von Publikum und Medien.

Drei gleiche Autos mit drei unterschiedlichen

Antrieben (Erdgas, Benzin

und Diesel ohne Partikelfilter)

mussten jeweils die gleichen Fahrtstrecken

zurücklegen.

Die Abgas-Emissionen sowie der

Kraftstoffverbrauch wurden unter realen

Bedingungen gemessen. Es zeigte

sich deutlich, dass durch den Einsatz

von Erdgas und anderen modernen

Technologien ein wichtiger Beitrag zur

Einhaltung zukünftiger Luftgütegrenzwerte

geleistet werden kann. Denn es

gab Einsparungen bei CO 2 und CO

sowie massive Einsparungen bei NOx

und Partikeln.

Um für alternative Antriebe den

Durchbruch am Markt zu erreichen,

bedarf es allerdings noch erheblicher

Anstrengungen. Das Ziel, Mobilität

nachhaltig zu sichern, ist letztlich auch

eine Aufgabe der Politik. „Man muss

die entsprechenden Rahmenbedingungen

schaffen, damit eine nachhaltige

Mobilität auch rasch umsetzbar

wird“, so Mondl.

Die ÖAMTC-Lösungsansätze, die

sofort zu einer Verbesserung der Abgassituation

führen würden: Erstens

sollte die nächste Regierung fördern,

dass Diesel-Kfz mit Partikelfiltern nachgerüstet

werden. „Das Ergebnis wäre

eine rund 50-Prozent-Senkung des

Ausstoßes des gesamten Diesel-Bestandes“,

sagt Mondl. Zweitens müssen

Erd- und Biogas bis 2020 von einer

Abgaben-Erhöhung ausgenommen

werden, damit die Mehr-Investition

der Konsumenten in Autos mit

CNG-Antrieb abgesichert ist. „Die

kommende Regierung muss eine Erdgas-Initiative

setzen, Steuerfreiheit für

Erdgas garantieren und das Erdgas-

Tankstellennetz weiter konsequent

ausbauen“, fordert Mondl.

Umweltschutz ist eine Grundprämisse

des ÖAMTC: Die ÖAMTC-Akademie

wurde bereits 1991 als eigenständiger,

wissenschaftlicher Verein

für Mobilitäts- und Umweltforschung

gegründet. Sie hat die Aufgabe, durch

wissenschaftliche Arbeit soziale und

ökologisch verträgliche Mobilitäts-Lösungen

zu erarbeiten. „Das Ziel ist die

direkte Umsetzung der Ergebnisse in

praxistaugliche Lösungen“, so Mondl.

Schon seit Jahren ist auch der Gedanke

des betrieblichen Umweltschutzes

im Club verankert. Die

Grundsätze und Forderungen für die

Umweltpolitik der 90er-Jahre wurden

bereits 1989 festgelegt. Seitdem gibt

es eigene Umwelt- und Sicherheitsbeauftragte

für alle Stützpunkte. „Unser

Ziel ist es, mittels geeigneter Maßnahmen

die Umweltstandards noch

weiter zu verbessern“, erklärt Mondl.

Wichtige ÖAMTC-Maßnahmen sind

unter anderem: Testen von Pannenfahrzeugen

mit Erdgas und Rapsöl im

laufenden Betrieb, Dieselpartikelfilter

bei allen Pannenautos sowie der Firmenflotte

und die Organisation von

Club-internen Spritspar-Wettbewerben,

um den Kraftstoffverbrauch der

Pannenflotte zu reduzieren.

Wie das Auto der Zukunft aussieht

und welche Kraftstoffe tatsächlich in

den Tank kommen, steht bis heute

noch nicht fest. Für die Zukunft ist jedoch,

zumindest als Übergangslösung,

mit einer größeren Vielfalt an

konkurrierenden Antriebssystemen zu

rechnen. Dabei sind auch Kombinationen

einzelner Technologien denkbar,

wie zum Beispiel Hybridtechnologien

und Biokraftstoff.

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 21


REPORTAGE

GLC

Frischhaltekiste

Im neuen GEBINDE LOGISTIK CENTER (GLC) in Villmergen (Schweiz) werden mit 55 Mitarbeitern

jährlich 60 Millionen Mehrweggebinde für Früchte und Gemüse sortiert. GLC deckt damit den Bedarf

von über 500 Schweizer Früchte- und Gemüseproduzenten.

Inhaber Werner Zingg

hatte sich schon vor

geraumer Zeit entschieden, zusammen

mit seinem Partner IFCO Gebinde

(International Food Container

Organization mit Hauptsitz in Pullach

bei München) ein umfangreiches

Dienstleistungspaket für den internationalen

Verkehr von Früchten und

Gemüse anzubieten. Seit der Zusammenarbeit

mit IFCO müssen die Produkte

von der Ernte bis zum Konsumenten

nicht mehr umgeschichtet

werden. Ein weiterer Vorteil stellt das

Klappgebinde dar. Es reduziert das

Transport- und Lagervolumen der

leeren Gebinde um ein Vielfaches.

Defekte Gebinde werden geschreddert

und zu neuen Gebinden wiederverwertet.

Das Unternehmen wuchs und expandierte

mit den Jahren, und so

suchte man einen neuen Standort mit

guter verkehrstechnischer Anbindung.

Die Wahl fiel auf Villmergen, da es sehr

zentral und nur fünf Autominuten von

der A1 Zürich–Bern entfernt liegt.

Im Sommer 2004 wurde mit der

Planung des neuen Projektes begonnen.

Von den 20.000 m 2 der Gesamtliegenschaft

wurden 12.000 m 2 bebaut.

Anfang Januar 2005 erfolgte der

Spatenstich. Innerhalb von neun Monaten

wurde der Neubau der GLC

durch den Generalunternehmer Xaver-Meyer

AG erstellt, wobei, wie

Zingg betont, die Behörden und Planer

wesentlich zum reibungslosen Ablauf

beigetragen haben. Für die Maschinen

und Anlagen wurde die Firma

brüel (DK) als Generalunternehmung

verpflichtet, die ebenfalls termingerecht

die Sortier- und Waschanlage

lieferte. Exakt ein Jahr später konnte

der volle Betrieb aufgenommen werden.

Die Sortier- und Waschanlage

(ohne Gebäude) mit einem Investitionsvolumen

von über CHF 17 Mio.

wurde von der Austria Immobilien Leasing

(Schweiz AG) finanziert.

Leasing 4U

22 Leas•mich


Erfahrungsberichte aus erster Hand

Mitte Oktober letzten Jahres fand zum 2. Mal das EXPERTENFORUM mit dem Thema

„Best Practice: Handels- und Immobilienstandorte in Osteuropa“ statt.

Mag. Johannes Hubmaier (Bereichsleiter

Projektentwicklung Raiffeisen-Leasing

GmbH), Dr. Helmut Knepel (Vorstand Feri

Finance AG), Mag. Michael Ohner (Geschäftsführer

Raiffeisen-Leasing GmbH),

Mag. Peter Kropsch (Geschäftsführer der

APA), Dr. Nils-Christian Hakert (Director

Retail Management Central Europe Rodamco

Central Europe GmbH), MMag. Dr.

Karl Petrikovics (Vorstandsvorsitzender

Constantia Privatbank AG, Immofinanz

sowie Immoeast Immobilien Anlagen AG).

Das Expertenforum ist eine

Plattform für Expansionsleiter,

Projektbetreiber und

-entwickler, Investoren und

Top-Manager des Handels. Die Veranstaltung

dient allen Unternehmen,

die bereits in Osteuropa tätig sind

oder den Markteintritt planen, als

Networkingplattform.

Durch das Programm führte Mag.

Anfang Oktober 2006 wurde in der BHAK Gänserndorf die erste österreichische

Leasing-Übungsfirma „Leasing 4 U ÜFA GmbH“ während einer feierlichen Veranstaltung

eröffnet. Raiffeisen-Leasing hat die Schülerinnen und Schüler der Handelsakademie

bei ihren Gründungsvorbereitungen in den letzten Monaten intensiv mit Know-how

unterstützt. So wurde ihnen unter anderem das Offert-Berechnungsprogramm LEO zur

Verfügung gestellt, die Schüler erhielten Mobilien- und Kfz-Leasing-Grundschulungen

wie auch Vorträge im Bereich „Buchhaltung & Rechnungswesen“, „Rechtsgrundlagen“

und „Marketing“. Bei der Eröffnungsfeier präsentierten die Schüler – neben

humoristischen Einlagen – auch Inhalte zur konkreten Vertragsabwicklung

sowie ihre Dienstleistungen, die im Rahmen der Übungsfirma

angeboten werden sollen. Bevor das Buffet eröffnet wurde, gab es

noch kurze Ansprachen des Geschäftsführers der Raiffeisen-Leasing,

Mag. Peter Engert, sowie des Direktors der BHAK/BHAS Gänserndorf,

Mag. Gerhard Antl.

Peter Kropsch (Geschäftsführer der

APA). Die 1. Runde der Erfahrungsberichte

kam von Dr. Helmut Knepel

(Vorstand Feri Finance AG), MMag.

Dr. Karl Petrikovics (Vorstandsvorsitzender

Constantia Privatbank, Immofinanz

und Immoeast Immobilien Anlagen

AG), Mag. Michael Ohner und

Mag. Johannes Hubmaier (Raiffeisen-

Leasing) mit anschließender Podiumsdiskussion.

Hauptsächlich ging

es hier um die Entwicklung der europäischen

Standorte (Polen und Tschechien

auf Platz 1 beim Rating) und um

Finanzierungsprojekte in Osteuropa

(z. B. Mlada Boleslav/Tschechien).

Nach einer Kaffeepause präsentierten

Experten aus dem Handel ihre Erfahrungsberichte

– unter ihnen Frau

Branislava Tschuschnig (Expansion

Tschechien und Slowenien/Intersport

Austria GmbH) und Dr. Thomas J.

Schroeder (Executive Director Expansion/Orsay

GmbH). Im zweiten Teil

des Expertenforums ging es um die

steigende Kaufkraft in Ungarn, Tschechien

und Slowenien und der Entwicklung

der individuellen Konsumgewohnheiten.

Die Bevölkerungsentwicklung

in der Türkei wird sich in

den nächsten Jahren verändern, daher

gilt die Türkei als hot spot. Der

Abend dieser gelungenen und gut

besuchten Veranstaltung klang mit

kulinarischen Genüssen und erlesenen

Weinen aus.

PETER ENGERT zeigt dem lernwilligen

Nachwuchs den Weg in die Zukunft.

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 23


REPORTAGE

Heizkraftwerke: Energiesparen

mit Masse und Klasse

Biomasse gehört zu den Hoffnungsträgern für umweltfreundliche Energieversorgung. Mitte 2006

ging das Biomasse-Heizkraftwerk in Emlichheim/Niedersachsen in Betrieb. Es ist damit das 60. Projekt

im Bereich erneuerbarer Energien, das Raiffeisen-Leasing realisierte. Vom gesamten Finanzierungsvolumen

der Raiffeisen-Leasing im Ökologiebereich entfallen rund 51 Prozent auf die Erzeugung

von Windenergie. Biomasse liegt mit 27 Prozent an zweiter Stelle, wobei in letzter Zeit ein Aufholprozess

eingesetzt hat. Raiffeisen-Leasing präsentierte im Sommer 2006 zwei der umweltfreundlichen

Kraftwerke im Zuge einer Betriebsbesichtigung der Öffentlichkeit.

Fischer: Rohstoff aus der Region

Bereits im August 2005 wurde

das Biomasse-Blockheizkraftwerk

des Ski-Produzenten Fischer

in Ried im Innkreis in Betrieb

genommen. Die Betriebsführung des

Kraftwerks und die Verwaltung übernahm

Siemens. Die Biomasse-

Dampfkesselanlage bei der Firma Fischer

produziert Prozesswärme und

-kälte sowie Strom für die Fertigungsstätten

und die Verwaltungsgebäude.

Zur Energieerzeugung wird

ausschließlich Biomasse in Form von

Rinde und sägefallenden Produkten

aus der Holzindustrie sowie Hackgut

aus der Forstwirtschaft eingesetzt.

Jährlich sind bis zu 65.000 Schüttraummeter

Biomasse erforderlich.

Um einen umweltfreundlichen Transport

zur Energiezentrale zu gewährleisten,

wurde ein eigener Bahnanschluss

hergestellt. In die neue Energieversorgung

wurden bereits rund

3,6 Millionen Euro investiert.

Durch den Einsatz moderner

Techniken kann heute aus Biomasse-Brennstoffen

Strom und

Wärme in großen Mengen erzeugt

werden. Dieser Vorgang nennt sich

Kraft-Wärme-Koppelung und findet in

sogenannten Blockheizkraftwerken

statt. Die ökologische Idee hinter

dem Blockheizkraftwerk ist, dass

Strom und Wärme direkt vor Ort erzeugt

und verbraucht werden. Durch

die gekoppelte Erzeugung von

Wärme und Strom kann Energie gespart

und gleichzeitig die Schadstoffemission

herabgesetzt werden.

„Mit der Finanzierung des Biomasse-Blockheizkraftwerks

können

wir die innovativen Zukunftspläne des

Fischer-Konzerns unterstützen“, begründet

Raiffeisen-Leasing-Geschäftsführer

Peter Engert die Partnerschaft.

Die Nutzung von Biomasse gewinne

für die künftige Energie- und Wärmeversorgung

immer mehr an Bedeutung

und sei ein wichtiger Impuls für

die Wirtschaft. „Wir

investieren in diese

Anlage, weil wir an

das Unternehmen

Fischer glauben

und ihr ein ungeheures Potenzial zutrauen.“

Nicht umsonst wurde Fischer

2001 mit dem „Energy Globe Austria“

für das beste österreichische Energiesparprojekt

ausgezeichnet.

Ing. Gregor Dietachmayr, CEO der

Fischer Ges.m.b.H.: „Mit Raiffeisen-

Leasing als Partner können wir gemeinsam

erfolgreich agieren, wir

freuen uns über die Unterstützung.“

Aufgrund der Stilllegung der alten,

mit Heizöl betriebenen Anlage sei es

nunmehr möglich, die jährlichen

CO 2 -Emissionen um rund zehn Millionen

Kilogramm zu reduzieren. Zwischen

den Jahren 1997 und 1999

betrug der jährliche Durchschnittsverbrauch

von Heizöl schwer rund

3.000 Tonnen, was einem CO 2 -Ausstoß

von rund 10.700 Tonnen entspricht.

Zusätzlich zur Wärme wird auch

Prozesskälte mittels einer Absorber-

Kältemaschine, die mit Wärme aus

dem Biomassekessel versorgt wird,

erzeugt und verteilt. Das Rohmaterial

wird aus der Umgebung bezogen.

PETER ENGERT UND

MARK SUER „füttern“ das

Biomasse-Blockheizkraftwerk.

24 Leas•mich


Emlichheim: Energie aus Altholz

Mit Gesamtinvestitionskosten

von 47,6 Millionen Euro ist

das Biomasse-Heizkraftwerk

in Emlichheim eines der größten Finanzierungsprojekte

für Energieproduktionen

auf ökologischer Basis. Davon

wurden 35 Millionen Euro für die

Errichtung des Heizkraftwerkes von

der Raiffeisen-Leasing bereitgestellt.

Zusätzliche 1,4 Millionen Euro entfielen

auf den Bau einer Dampfleitung,

die im Kraftwerk entstehende Abwärme

zu einem regionalen Produktionsbetrieb

führt. Die Finanzierung

des deutschen Biomasse-Heizkraftwerkes

stellte für Raiffeisen-Leasing in

mehrfacher Hinsicht einen bedeutenden

Meilenstein dar. Neben der ökologischen

Bedeutung unterstreicht es

die Kompetenz, die Raiffeisen-Leasing

europaweit in der Begleitung von

Großprojekten gewonnen hat.

„Unter der Begleitung eines solchen

Projektes verstehen wir nicht

nur die Bereitstellung finanzieller Mittel,

sondern auch die permanente

Beratung und die Entwicklung kreativer

Lösungen, um das für den Kunden

optimale Ergebnis zu erzielen“,

erläuterte Peter Engert bei der Pressekonferenz.

Das Biomasse-Heizkraftwerk

Emlichheim konnte in Rekordzeit

errichtet werden. Der Baustart

erfolgte am 19. Jänner 2005.

Der erfolgreiche Probebetrieb wurde

am 6. Juni 2006 abgeschlossen. Das

Kraftwerk ist auf die Verfeuerung von

Altholzhackschnitzel aller Qualitätsklassen

und jedes Kontaminierungsgrades

(A1 bis A4) ausgelegt. Mechanisch

bearbeitete Hölzer – wie

ungebeizte Bretter – können ebenso

verarbeitet werden wie lackiertes,

verleimtes, furniertes oder resopalbeschichtetes

Altholz. Bei Temperaturen

zwischen 850 und 950 Grad Celsius

wird von Bau- und Abbruchhölzern

bis zu Bahnschwellen – aus allen

Arten von Holzabfällen – umweltschonend

Energie gewonnen. Zusätzlich

können auch andere Biomasse-Materialien

als Schüttmasse

verwendet werden. Der Einsatz modernster

Technik macht diese Energiegewinnung

in Emlichheim weitaus

umweltfreundlicher und effektiver als

die Verbrennung naturbelassener

Hölzer in Kleinanlagen. Für die Kontrolle

der Emissionswerte sorgt ein

komplexes Auswertesystem, das

Prozessdaten im Sekundentakt erfasst

und speichert. Die elektrische

Jahresleistung des Biomasse-Heizkraftwerkes

beträgt rund 160 Gigawattstunden,

was in etwa dem Jahresverbrauch

von 45.000 Haushalten

entspricht. Zum Vergleich: Die Stadt

Innsbruck zählt 48.000 Haushalte.

Die elektrische Energie wird in das

Hochspannungsnetz des regionalen

Energieversorgers, der RWE Westfalen-Weser-Ems

Verteilnetz GmbH,

eingespeist. Die anfallende Abwärme

wird gleichfalls verwertet und über

eine eigens installierte Dampfleitung

an den in nächster Nähe befindlichen

Produktionsbetrieb von Emsland

Stärke geliefert.

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 25


REPORTAGE

MAWEV: positive Bilanz 2006

Vor einem Monat hielten die 50 größten BAUMASCHINENHÄNDLER ÖSTERREICHS ihre

jährliche Generalversammlung ab. Eingeladen waren auch Vertreter der Raiffeisen-Leasing,

die über Auswirkungen und Chancen von Basel II auf die Baumaschinenbranche referierten.

MAG. JOSEF FLEISCHHACKER, ABSATZFINANZIERUNGEN RAIFFEISEN-LEASING

Die österreichische Wirtschaft

ist KMU-dominiert: 99,6 %

der Unternehmen zählen zu

den Klein- und Mittelbetrieben.

Diese rund 269.400 Firmen beschäftigen

1,3 Mio. Mitarbeiter. Doch

nur knapp 15 % der KMU haben gute

Voraussetzungen für eine Positionierung

im betriebswirtschaftlichen Spitzenfeld

(Umsatzrendite über 5 %, Eigenkapitalquote

über 20 %). Demgegenüber

stehen nicht weniger als 22 %,

die sich in einer betriebswirtschaftlich

schwierigen Lage befinden: sie sind

überschuldet und können die Kosten

nicht decken. Zwei Drittel der KMU befinden

sich im Mittelfeld, das reale

Chancen hat, durch Optimierung der

Bilanz- und Finanzierungsstruktur an

Wettbewerbsfähigkeit und Stabilität zu

gewinnen.

Durch Basel II sind die Unternehmen

zusätzlich genötigt, ihre Eigenkapitalausstattung

zu erhöhen.

Die Generalversammlung der MA-

WEV (Verband Österreichischer Baumaschinenhändler)

stand denn auch

heuer ganz im Zeichen der neuen Vorschriften,

die mit Jahresbeginn in Kraft

traten. Diese schreiben den Banken

eine risikoadäquate Eigenmittelhinterlegung

ihrer Kreditrisiken vor. Im Zuge

dessen wurden bereits bestehende Ratingsysteme,

mit denen die Wahrscheinlichkeit

und Folgen eines möglichen

Kreditausfalles eingeschätzt wurden,

ausgebaut. Der Kunde wird nun

geratet (wirtschaftlich beurteilt) und

dann einer Risikokategorie zugeordnet.

Die genaue Kenntnis der Risikokosten

je Kundenqualität ist entscheidend

für die Preisbildung, d. h. die

Festlegung der Höhe der Kreditmarge.

Oder anders ausgedrückt: Je besser

das Rating des Kunden, umso weni-

MAWEV

Verband Österreichischer Baumaschinenhändler

Die Raiffeisen-Leasing ist eines der Gründungsmitglieder der MAWEV.

Mit acht Landesgeschäftsstellen in Österreich und den 17 Leasinggesellschaften

der Raiffeisen-Leasing International unterstützt sie die Kunden der Baumaschinenbranche

bei Finanzierungslösungen in Mittel- und Osteuropa.

26 Leas•mich


GUT BESUCHTE GENERAL-

VERSAMMLUNG: im Bild das

Präsidium der MAWEV

KOMM.-RAT FERDINAND BERINGER,

Obmann der MAWEV (links im Bild),

beim Fachsimpeln mit Mag. Gerhard

Egger und Johann Kreuzberger

(rechts) vom Liebherr-Konzern.

ger Eigenmittel muss die Bank für den

Kredit hinterlegen und umso günstiger

kann die Bank die Kondition für den

Kunden gestalten.

Bis Ende 2007 liegt die Eigenmittel-

Unterlegungspflicht der Bank bei 8 %.

Ab 2008 kann dieser Satz, abhängig

vom Kundenrating, bis zu 12 % betragen,

für Kunden mit sehr gutem Rating

auch deutlich darunter liegen.

Das stellt für viele Unternehmungen

in der Baubranche eine besondere

Herausforderung dar, da diese

stark von der allgemeinen Konjunktur,

Investitionsprogrammen im öffentlichen

Bereich, steuerlichen Investitionsanreizen

und nicht zuletzt von der

Investitionsbereitschaft im privaten

Wohnbau abhängig sind.

Im allgemeinen Branchenvergleich

liegen die Kennzahlen von Unternehmen

aus der Baubranche im unteren

Bereich, besonders die Eigenkapitalausstattung

hinkt hier noch sehr stark

nach.

Neben den Hard Facts wie Jahresabschluss,

Bilanzkennzahlen oder Zahlungsverhalten,

welches das Kreditrisiko

bewerten, werden auch das Marktrisiko

und – stärker als bisher – die operationellen

Risken mit einbezogen.

Dazu zählen Punkte wie Firmenverhältnisse,

Existenz eines Unternehmenskonzepts

und einer Langfriststrategie,

die interne Organisation – speziell

des Controlling- und Finanzbereiches

–, Alter und Bestandsdauer des

Unternehmens, das betriebliche Umfeld,

die Marktpositionierung sowie die

Kundenstruktur, um nur einige zu nennen.

Nicht zuletzt fließen auch Soft

Facts, wie die Fähigkeiten und Qualitäten

des Unternehmers oder Managements

mit in die Gesamtbewertung ein.

Für Kreditrahmen unter einer Million

Euro sieht Basel II einige Erleichterungen

vor, da in diesem Fall eine Einstufung

als Privatkunde zu erwarten ist.

Wie können sich nun Unternehmen

generell, in unserem Falle das Baugewerbe/Baunebengewerbe

speziell,

auf Basel II einstellen?

Da gibt es einige Überlegungen

und Denkanstöße zur Bewältigung

dieses Themenkomplexes:

” Aufbau und Analyse der eigenen

Kennzahlensysteme zur Verbesserung

des Bankenratings

” Analyse der eigenen Kundenstruktur

(Umsatz, Rohertrag,

Kundenklassifizierung usw.)

” Professionalisierung des Controllings-

und des Rechnungswesens

” Strategische Unternehmensplanung

inkl. Regelung Unternehmensnachfolge

” Implementierung klarer Managementstrukturen

und interner Prozessabläufe

” Finanzierung von Investitionen strategisch

strukturieren/überlegen

” Auswirkungen der Finanzierungsform

auf Basel II – relevante Kennzahlen

prüfen

Es empfiehlt sich, alternative Finanzierungsformen

stärker als bisher in

Betracht zu ziehen. Hier bietet sich allen

voran die Leasing- oder Mietfinanzierung

an.

Angelehnt an die anzuwendenden

Bilanzierungsvorschriften ist es möglich,

Leasingverpflichtungen außerhalb

der Bilanz („off balance“) zu halten

und damit eine deutliche Verbesserung

der Kennzahlen zu erreichen.

Auch eine 100%ige Fremdfinanzierung

von Investitionen ergibt dann

keine zusätzlichen Schulden in der

Bilanz. Mittels Leasing erhöht sich

somit der Eigenkapitalanteil, ohne

dass im Vergleich zur Kreditfinanzierung

die Verbindlichkeiten steigen

und das Anlagevermögen geringer

wird. Während es bei einer normalen

Kreditfinanzierung zu einer Bilanzverlängerung

kommt, haben Leasing

oder Miete keine Auswirkungen auf

die Bilanzsumme.

Durch Einsatz von Leasing- oder

Mietfinanzierung bei Investitionen im

Sinne „Nutzen statt kaufen“ können

so die Unternehmenskennzahlen verbessert,

die Eigenkapitalquote gestärkt,

zusätzliche Liquidität aufgebaut

und der so gewonnene Spielraum für

notwendige Ausweitungen der Kreditlinie

(vielleicht bei einer der 1.500 Raiffeisenbanken)

oder für andere Zwecke

sinnvoll genutzt werden.

Eine wertvolle Hilfestellung, Basel

II-fit zu werden, bietet auch das Handbuch

„RATING KENNZAHLEN – 24

Branchen im Vergleich“. Die Broschüre

kann kostenlos unter www.wko.at heruntergeladen

oder als Printversion bei

der WKO angefordert werden. Selbstverständlich

bieten auch Raiffeisen-

Leasing und alle Raiffeisenbanken

Hilfestellungen und Informationen zum

Thema Basel II an.

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 27


IMMOBILIEN

NEUES HEADQUARTER IM SÜDEN WIENS: Frequentis ist

seit Mitte Oktober in der Innovationsstraße beheimatet.

EINSTANDSGESCHENK DER

FINANZIERUNGSPARTNER (v.l.n.r.):

Dr. Gerald Antonitsch, Mag. Michael Buchmeier,

Mag. Karlheinz Sandler, DI Hannes Bardach.

Endlich vereint

In einer feierlichen Zeremonie und im Beisein einer Vielzahl

an hochrangigen Ehrengästen wurde Mitte Oktober 2006 die

neue FREQUENTIS-ZENTRALE WIEN eröffnet.

Die Zahl „13“ ist für viele ein

schlechtes Vorzeichen, für Frequentis

aber ein gutes Omen.

An einem 13. wurde die Dachgleiche

gefeiert, und ein Jahr später, an einem

13. (sogar Freitag) erfolgte die offizielle

Eröffnung. Zahlreiche Ehrengäste

aus Politik und Wirtschaft nahmen an

der Eröffnung teil, bereits zum „Stammpublikum“

zählen Hermine Mospointner,

Bezirksvorsteherin 10. Bezirk, und

der Vizebürgermeister der Stadt Wien,

Dr. Sepp Rieder. Als ganz besonderer

Gast wurde der Firmengründer von Frequentis,

Emanuel Strunz, begrüßt, der

sich trotz seiner beachtlichen 95 Jahre

ebenfalls bei der Feier einfand.

„Mit der Zusammenführung aller

Teams an einem gemeinsamen Standort

ist für mich eine persönliche Vision

wahr geworden. Ich bin überzeugt,

dass das neue Firmengebäude hier in

der Innovationsstraße viele Chancen

bringt und wichtige Impulse für die Weiterentwicklung

des Unternehmens

setzt“, betonte Frequentis-Wien-CEO DI

Hannes Bardach. Die Geschäftsführung

dankte Hermine Mospointner für

die Unterstützung rund um alle notwendigen

Bewilligungen für den Neubau

und insbesondere für ihren Einsatz

rund um die Genehmigung des Straßennamens

„Innovationsstraße“. „Mit

diesem neuen Namen geht ein persönlicher

Herzenswunsch in Erfüllung!“

Die Finanzpartner Immorent

und Raiffeisen-Leasing betonten die

gute Zusammenarbeit und das Engagement

der Familie Bardach beim Bau

des Firmengebäudes. Sie wünschten

weiterhin Wachstum – Sinnbild dafür

soll auch die im Juli gepflanzte Hauslinde,

ein Geschenk der Immorent,

vor dem Eingang sein – und eine positive

Entwicklung für die Zukunft. Und

zum Anstoßen auf den erfolgreichen

Projektabschluss überreichten Vorstandsdirektor

Dr. Gerald Antonitsch

und Geschäftsführer Mag. Karl-Heinz

Sandler eine Magnum-Sektflasche.

Ruck-zuck zum Eigenheim

Sehr zur Freude der Eigentümer wurde innerhalb eines halben Jahres ein

Mehrfamilienhaus bezugsfertig übergeben. Das Projektmanagement hatte

die Abteilung Baumanagement West der Raiffeisen-Leasing inne.

Anfang Dezember 2006 konnten die ersten Wohnungen des Mehrfamilienhauses Lech-Zug an die

Eigentümer übergeben werden. Trotz des langen Winters – die Bauarbeiten in Lech konnten erst Mitte

Mai begonnen werden – wurde fristgerecht fertiggestellt, nicht zuletzt aufgrund des unbürokratischen

Agierens der Lecher Baubehörde. Ende 2005 wurde mit der Projektentwicklung begonnen. Die Immobilie

liegt zwei Kilometer außerhalb von Lech, direkt an der Schipiste und mit herrlicher Aussicht.

Hier wurden acht exklusive Eigentumswohnungen mit Topausstattung in der Größe von 33–136 m²

Wohnnutzfläche errichtet. Die Bewohner verfügen darüber hinaus über 12 Tiefgaragenplätze, Personenaufzug,

Kinderwagen- und Schischuhtrockenraum sowie großzügigen Balkon-, Terrassen- und/oder

Gartenflächen. Zwei Drittel der Wohnungen wurden bereits vor bzw. während der Bauphase verkauft

und auch die restlichen Einheiten sind fast alle vergeben.

Die meisten Wohnungen wurden bereits

an die Eigentümer übergeben.

28 Leas•mich


Freundliche Übernahme

Raiffeisen-Leasing hat ihre beiden FACHMÄRKTE IN KRANJ UND NOVOMESTO an die Immoeast verkauft.

DOBRO DOSLI IN SLOWENIEN (v.l.n.r.): Karl Weingrill

(Raiffeisen-Leasing), Peter Österle (Geschäftsführer

Immoeast), Mag. Michael Ohner (Geschäftsführer Raiffeisen-Leasing),

Mag. Raimund Kirchleitner (Immoeast).

Im September 2006 übernahm Immoeast von Raiffeisen-Leasing zwei

Fachmarktzentren in den Städten Kranj zwischen Laibach und der österreichischen

Grenze sowie in Novo Mesto im Südosten. Sie hat damit ihre ersten

Investitionen in Slowenien vorgenommen.

Die beiden Fachmarktzentren sind zu 100 Prozent vermietet, großteils an

internationale Handelsketten. Unter anderem sind DM Drogeriemarkt, Jello,

Sport 2000 und Spar vertreten. Dazu kommen gut etablierte slowenische

Ketten wie Big Bang (Elektro) und DIPO (Möbel). Beide Zentren zeichnen sich

durch sehr gute Lage in den jeweiligen Städten aus, sind verkehrsmäßig gut

aufgeschlossen und dank eines attraktiven Mietermix verzeichnen die Zentren

hohe Besucherfrequenzen.

Das größere der beiden Einkaufszentren ist das FMZ Kranj mit einer Mietfläche

von ca. 13.500 m² und 300 Parkplätzen. Zum Vergleich: das FMZ

Novo Mesto verfügt über ca. 6.000 m² und 190 Parkplätze. Insgesamt investiert

die Immoeast in die Akquisition rund 22,5 Mio. Euro. Begründet wird

das Engagement in Slowenien mit der bereits sehr hohen Kaufkraft; die Euro-

Einführung, so hofft Immoeast-Vorstand Karl Petrikovics, könnte einen zusätzlichen

wirtschaftlichen Schub bringen.

„Großer Bahnhof“ für Mario

Ende September 2006 wurde das neue PLACHUTTA-

RESTAURANT MARIO mit viel medialer Begleitmusik eröffnet.

Ausnahmsweise steht bei Plachutta

nicht Rindfleisch und Co. kulinarisch

im Mittelpunkt, sondern kreative und

leichte Köstlichkeiten aus „bella Italia“.

Doch nicht nur deshalb ist das

von Raiffeisen-Leasing entwickelte

Büro- und Geschäftshaus in der Hietzinger

Hauptstraße/Ecke Lainzer

Straße, wo das Lokal situiert ist, eine

echte Bereicherung für den Bezirk.

Mit seinen modernen verspiegelten

Glasfronten stellt das gesamte Haus

eine gelungene architektonische Herausforderung

in einem Spannungsfeld

zwischen moderner Architektur

und stilvollen Altbauten in der Umgebung

dar. In den oberen Bürogeschoßen

stehen auf insgesamt 1.600

Quadratmetern moderne Arbeitsräume

zur Verfügung. Die Raiffeisenlandesbank

NÖ-Wien hat im 1. Stock

eine Beraterbank für vermögende

Privatkunden eröffnet. Ebenso verfügt

das Büro- und Geschäftsgebäude

über eine zweigeschoßige

Tiefgarage.

NEUE HEIMAT

„NEUE WELT“ (v.l.n.r.):

Mario Plachutta

(Restaurant Plachutta),

Mag. Karlheinz Sandler

(Geschäftsführer

Raiffeisen-Leasing),

Arch. DI Ralph Hofmann

(Hofmann & Müller),

Mag. Michael Ohner

(Geschäftsführer

Raiffeisen-Leasing),

Ing. Erwin Steiger

(Raiffeisen-Leasing).

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 29


KUNDENPORTRÄT

Raum mit System

Container sind das Herz von CHV. Von Lager-, über Büro- bis hin zu Wohn- und

Spezialcontainern und Containeranlagen reicht die Produktpalette des österreichischen Unternehmens.

Bei CHV wird Corporate Identity im wahrsten Sinn des Wortes gelebt. Als Büro der Zentrale dient

ein geräumiger Containerkomplex im 23. Wiener Bezirk.

CONTAINER SPEKTAKULÄR:

Das Pressezentrum während der

EU-Präsidentschaft Österreichs.

CHV

Container hat jeder von

uns sicher schon einmal

gesehen. Zuletzt war CHV mit seinen

mobilen Raumsystemen am Wiener

Eistraum präsent, diente als Wahlkampfzentrale

mitten in Wien und hat

auch beim Donauinselfest wesentlich

für Veranstaltungsräume gesorgt. CHV

springt als Ersatzlokal für Banken und

Supermärkte ebenso ein wie als mobiler

Verköstigungsstand. Die Schaffung

von Raum ist das zentrale Thema

des Containerspezialisten. Seit 1987

ist CHV im 23. Bezirk in Wien tätig.

„Von hier aus wickeln wir unser Österreichgeschäft

ab“, berichtet Geschäftsführer

Ing. Wolfgang Weinrich.

„Kontakte haben wir auch nach

Deutschland und Frankreich. Dort arbeiten

wir mit lokalen Händlern zusammen.“

In der Slowakei und Rumänien

ist CHV mittlerweile ebenfalls am

Containersektor präsent. „Das Geschäft

boomt“, zeigt sich Weinrich zufrieden.

Für die nächsten Jahre plant

der Containerprofi weitere Expansionsschritte

nach Osteuropa, „aber nur

step by step.“

Völlig konträr dazu verhält sich die

CHV-Geschäftsphilosophie. „Der

Kunde möchte alles aus einer Hand –

daher bieten wir ihm ein mobiles Gesamtkonzept

an.“ Dieses reicht von

Standardcontainern bis hin zur schlüsselfertigen

Übergabe von kompletten

Raumkonzepten inkl. der individuellen

Gestaltung des Innen- und Außenbereiches.

„Unsere Kunden brauchen

rasch ein Raumkonzept, als provisorischen

Übergang oder als Langzeitlösung.“

Dass CHV Container über

einen langen Zeitraum voll funktionstüchtig

sind, beweist die Firmenzentrale

in Wien – sie besteht seit 1978.

„Selbst im stark beanspruchten Industriebereich

erreichen unsere Container

eine Lebensdauer von 10 bis

15 Jahren.“

15 Jahre alt ist auch die Zusammenarbeit

von CHV mit Raiffeisen-Leasing.

„Am Anfang war es sehr schwer,

Leasing in unserer Branche zu etablieren.

Inzwischen hat sich die Leasingfinanzierung

bei den CHV-Raumsystemen

durchgesetzt. 2–3 Lagercontainer

werden vom Kunden noch

cash bezahlt, Bürocontainer, die aus

fünf oder mehr Komponenten bestehen,

werden aber immer öfter geleast“,

berichtet Weinrich. Auch CHV

schätzt Leasing sehr. „Werden tausende

Container im Jahr verkauft, darf

man keine Kapitalbindung eingehen.

Die finanziellen Mittel werden für Investitionen

benötigt. Sehr oft werden

große Aufträge über Leasing refinanziert“,

berichtet der CHV-Geschäftsführer,

und stellt der Raiffeisen-Leasing

ein hervorragendes Zeugnis aus: „Die

Abwicklung der Leasinggeschäfte erfolgt

äußerst rasch und unbürokratisch.

Bis in die oberste Führungsebene

wird sehr rasch entschieden

und damit den Anforderungen des

heutigen Geschäftslebens voll entsprochen.

Bei kleinen Projekten

kommt die Entscheidung innerhalb

von Stunden, bei Geschäften im Bereich

von einer Million Euro und mehr

innerhalb von zwei bis drei Tagen. Die

Raiffeisen-Leasing ist für uns der kompetente,

zuverlässige und beständige

Partner schlechthin, und das bereits

seit vielen Jahren.“

30 Leas•mich


Globale Präsenz als Wettbewerbsfaktor

EXPOTECHNIK zählt zu den Top Ten der Messebauunternehmen in Deutschland.

Darüber hinaus organisiert das Unternehmen aus Taunusstein bei Frankfurt auch Events,

Business-to-Business Shows und gestaltet Ausstellungsräume und Foyers.

von Heinz Soschinski gegründet,

realisiert der Fa-

1969

milienbetrieb mit 200 Mitarbeitern in

sieben Niederlassungen auf vier Kontinenten

mehr als 1000 Projekte auf

allen wichtigen Messeplätzen der

Welt. Expotechnik bietet nicht nur Full-

Service hinsichtlich gestalterischer

und baulicher Maßnahmen, sondern –

abgestimmt auf Firmenkultur und Erscheinungsbild

des jeweiligen Kunden

– die Entwicklung kompletter

Kommunikationskonzepte. Die Projekte

beinhalten neben Konzeption,

Design und Produktion auch Planung

und Logistik.

Zum Kundenkreis von Expotechnik

zählen viele renommierte Auftraggeber

wie Lufthansa, Engel, Krones, GE,

MAN Roland, BMW in Australien und

Russland, aber auch viele qualitätsbewusste

mittelständische Unternehmen

schätzen die professionelle Unterstützung

von Expotechnik. Die

Stände variieren dabei zwischen 8 und

9.000 m², die von Kunden in Shanghai,

San Francisco, Tokio oder Peking

in Auftrag gegeben werden. „Die globale

Präsenz und Kompetenz von Expotechnik

ist ein starker Wettbewerbsvorteil,

den andere Messebauer

zurzeit noch nicht in dieser Form bieten“,

weiß Peter Soschinski, einer der

beiden geschäftsführenden Gesellschafter

zu berichten. „Wir haben damit

den Wechsel vom herkömmlichen

Messebau zum globalen Dienstleistungsunternehmen

vollzogen“.

„Design und Qualität stellen die

Basis unserer täglichen Arbeit dar,

die durch unsere internationalen

Kunden und Mitarbeiter ständig neue

Impulse erhält“, betont Heinz Soschinski,

ebenfalls geschäftsführenden

Gesellschafter. Der kontinuierliche

Ausbau des Expotechnik-Netzwerks

Richtung Asien und Südamerika

ist Zielsetzung der nächsten

Jahre. Nach dem Aufbau der Standorte

Singapur, Tokio und Shanghai,

Melbourne eröffnete das deutsche

Unternehmen in Mexiko City letztes

Jahr eine weitere Niederlassung. Damit

soll eine optimale Kundenbetreuung

und wirtschaftliche Projektabwicklung

auch an den größten Messeplätzen

in Asien und Südamerika

gewährleistet sein.

Die starke Expansion machte eine

räumliche Erweiterung der Lagerflächen

am Firmenhauptsitz unvermeidlich.

Expotechnik plant deshalb bis

Ende dieses Jahres den Neubau eines

Logistik- und Servicezentrums in Taunusstein,

dessen Gesamtinvestitionskosten

sich auf € 8,25 Mio. belaufen

werden. Die Finanzierung erfolgt via

Immobilienleasing, wobei eine Laufzeit

von 20 Jahren veranschlagt wurde. Die

Hausbank der Expotechnik, die

Dresdner Bank, empfahl ihrem Kunden

als Finanzierungspartner die Austria

Leasing, die deutsche Tochter der Raiffeisen-Leasing.

„Die Austria Leasing hat

in Verbindung mit ihrer Muttergesellschaft

den großen Vorteil, sehr mittelstandsorientiert

zu sein“, begründet Peter

Soschinski seine Wahl. „Die Professionalität

und Flexibilität der Austria-

Leasing-Betreuer sowie die Vernetzung

der Bankengruppe in ganz Europa hat

für uns den Ausschlag gegeben, sich

ganz bewusst für ein österreichisches

Unternehmen zu entscheiden.“

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 31


LIFESTYLE

Dem Alltag entfliehen

Drei Tage mit dem Schlauchboot durch die Donau-Auen. Ein Erlebnisbericht von DR. CLAUDIA ROSON

A

ls einzige Großstadt

Europas hat Wien Anteil an

einem Nationalpark von internationaler

Bedeutung –

den Donauauen. Nur wenige Kilometer

Luftlinie vom Stephansdom entfernt

eröffnet sich eine Landschaft von

ursprünglicher Schönheit, belebt und

erfüllt durch eine bemerkenswerte

Flora und Fauna von mehr als 5500

Tier- und Pflanzenarten, oft verglichen

mit den Ökosystemen der tropischen

Regenwälder. Neben einer reichhaltigen

Vogelwelt gelten der unlängst wiederentdeckte

Hundsfisch und die europäische

Sumpfschildkröte als charakteristische

Arten des Wasserwaldes.

Die gestaltende Kraft der Hochwässer

prägt bis heute die Wildnis am

Donaustrom.

Wissbegierigen und abenteuerlustigen

Reisenden eröffnen die Donauauen

eine erstaunliche Welt großer

und kleiner Wunder. Mit dem

Schlauchboot unterwegs zu sein

heißt: vorsichtig, langsam und lautlos

durch stille Nebenarme zu gleiten, Tieren

ganz nahe zu kommen, ohne das

empfindliche Naturgefüge zu stören.

Es bedeutet aber auch, von sicherer

Position aus die Kraft und Dynamik

des Stromes zu spüren, mit ihm in einen

intensiven Dialog zu treten.

Kurzum, es wird eine Reise am „Pulsschlag

der Au“.

VON DER STADT IN DIE AU

Als einziger Nationalpark der Welt erstreckt

sich das grüne Band der Donauauen

auf etwa 50 Kilometern zwischen

zwei europäischen Hauptstädten

– Wien und Bratislava. Durch vergangene

und gegenwärtige Forschung

eng mit den österreichischen

Naturlandschaften verbunden, bildet

das Naturhistorische Museum für

diese Reise einen Ausgangspunkt mit

hoher Symbolkraft. Nach einem Sektfrühstück

in der Kuppelhalle genießen

wir bei einer Dachführung den unvergleichlichen

Blick vom Museum über

die Wiener Stadtlandschaft. Und während

eines Spaziergangs durch das

Wiener Stadtzentrum erzählen uns

Symbole in Kunst und Architektur sowie

längst verschüttete Donauarme

über die historische Verbundenheit

des alten Wien mit seinem Strom.

Über die alte Flussterrasse bei der

Ruprechtskirche erreichen wir den

Startpunkt der Fahrt. Die leichte Strömung

des Donaukanals trägt die

Boote langsam nach Südosten, vorbei

an prunkvollen Gebäuden des Historismus,

hinein in die Übergangszone

der Peripherie, wo Fabriksgebäude

und bunte Graffitis als Spuren der

städtischen Subkulturen die begleitende

Uferlandschaft prägen. Nach

knapp eineinhalb Stunden Fahrt auf

dem Donaukanal tritt dessen hart regulierte

Enge plötzlich zurück, und die

Weite des Donaustromes nimmt uns

auf. Ein Besuch des Friedhofs der Namenlosen

in Albern soll uns nicht die

Freude am Unternehmen trüben, jedoch

über die einstigen Gefahren der

ungebändigten Donau erzählen.

32 Leas•mich


Der Abschnitt zwischen Wien und

Orth besticht durch seine Einsamkeit.

Gelegentlich belegen Fischerhütten

die Anwesenheit des Menschen. Doch

tatsächlich ist es der Biber, der während

der letzten Jahre Ufer und Seitenarme

zurückerobert hat. Während

einer Mittagsrast am Donauufer sehen

wir die Spuren seiner Tätigkeit, gefällte

Bäume und Eingänge zu seinen Bauten,

ihn selbst nur mit etwas Glück.

Der ruhig dahinfließende Donaustrom,

das Rauschen der Uferbäume

und der warme Wind von Südost vermitteln

die beruhigende Stimmung

Pannoniens. Langsam lassen wir die

Stadt auch in Gedanken weit hinter

uns. Stromabwärts der Paradeiserinsel

erreichen wir die Orther Schiffmühle.

Ein idealer Platz, um bei sinkender

Sonne und freiem Blick über

den Strom das Abendessen – vielleicht

ein typisches Fischgericht der Region

– einzunehmen. Nach einer kurzen

Nachtwanderung durch die Au erreichen

wir das erste Nachtquartier im

Zentrum von Orth/Donau.

Ein kräftiges Frühstück in gemütlicher,

ländlicher Atmosphäre eröffnet

das Programm des zweiten Tages.

Hinter den stolzen Mauern des Renaissance-Wasserschlosses

von Orth

verbirgt sich das Besucherzentrum

des Nationalparks. Moderne Multimedia-Stationen

informieren nicht nur

über die vielfältigen ökologischen Zusammenhänge

des Lebensraums

Wasserwald, sie geben auch Einblick

in die historische Entwicklung der Nationalparkregion.

Mit rund 60 Fischarten

zählt die Donau östlich von Wien

zu den artenreichsten Fischlebensräumen

Mitteleuropas. Weiter geht es

mit den Booten, stromabwärts. Knapp

vor der breitesten Stelle des Stroms

östlich von Wien tauchen die Orther

Inseln aus dem Wasser. Nach einer

kurzen Wanderung über die großen

Orther Auwiesen laden die Eilande zur

entspannenden Mittagsrast ein: ausgiebiges

Baden in blaugrünem Wasser,

Picknick unter Weiden, ein Schläfchen

auf warmem Donauschotter …

Ausgeruht kreuzen wir mit kräftigen

Paddelschlägen den Strom. Die

nächste Landexpedition führt uns

durch das Gebiet des Mitterhaufens,

jene Stelle des Nationalparks, wo erstmals

die Gewässervernetzung umgesetzt

wurde. Seitdem hat die Donau

die Gestaltung der Landschaft wieder

selbst übernommen und eine spektakuläre

Welt aus Schotterhaufen und

entwurzelten Bäumen geschaffen. Nur

wenige Meter von der Au entfernt birgt

das Ökosystem des Hangwaldes bizarre

Baumriesen – den tiefst gelegenen

Rotbuchenurwald Österreichs.

Bei Einbruch der Dämmerung beschließen

wir den zweiten Tag. Im

stimmungsvollen Ambiente des Nationalparkhauses

in Petronell genießen

wir die kulinarischen Spezialitäten

der Region bei einem Abendbuffet

mit Weinverkostung.

Dritter Tag: Gleichsam als Gruß aus

alter Zeit ruht die Schwalbeninsel majestätisch

im Strom. Sie ist die letzte

große natürliche Donauinsel, die einst

von der Regulierung verschont wurde.

Ihren Namen erhielt sie von den Seeschwalben,

die hier auf großen, von

der Sonne erwärmten Schotterbänken

ideale Brutverhältnisse vorfanden.

Heute steht sie unter Schutz, weshalb

die Boote wenige hundert Meter unterhalb

am Festlandufer festmachen.

Wir stoßen zu Fuß zum Rosskopfarm

vor, einem breiten Altarm, bedeckt von

zahllosen gelben Teichrosen, gesäumt

von dichten Schilfgürteln. Wir lassen

uns an dieser ruhigen Stelle Zeit, um

die scheuen Sumpfschildkröten an ihren

Sonnenplätzen zu beobachten.

Wieder zurück auf dem Hauptstrom

taucht im Osten allmählich die eindrucksvolle

Szenerie der Porta Hungarica

auf, jener alten Durchbruchspforte

zwischen Braunsberg und Thebener

Kogel, die der Donau den Weg

in die Kleine Ungarische Tiefebene

weist. Nach einer Mittagsrast am Ufer

verlassen wir mit den Booten den

Fluss, um auf versteckten Nebenarmen

in das Herz der Stopfenreuther

Au zu gelangen. Vor mehr als 20 Jahren

war hier der Bauplatz eines großen

Donaukraftwerkes vorgesehen gewesen

– heute brüten in den hohen Steilufern

des idyllischen Seitenarmes Eisvögel.

Am späten Nachmittag überqueren

wir ein letztes Mal den Donaustrom,

um vor der mittelalterlichen

Stadtkulisse von Hainburg anzulegen.

Die Schnellbahn – in früheren Zeiten

Pressburger Bahn – bringt uns zurück

nach Wien, wo sich nahe dem Donaukanal

der Kreis unserer Reise

schließt.

Termine und Infos unter:

Nationalpark-Institut

Donauauen,

Dr. Claudia Roson,

E-Mail: c.roson@aon.at,

Tel. 02163 2811

NUMMER 1| FEBRUAR 2007 33


FACTS &FIGURES

INSOLVENZSTATISTIK

16000

12000

8000

4000

0

Ó Insolvenzen Ó Privatkonkurse Ó Neuprotokollierungen

2004 2005 2006

Quelle: KSV

DIE ZAHL DER INSOLVENZEN ist im Jahr

2006 um 6 % gegenüber dem Jahr 2005

gesunken. Ein positives Signal, sind doch

Wirtschaftswachstum und Konjunktur auch

am Pleitenbarometer ablesbar. Auch Dienstnehmer,

die von Insolvenzverfahren betroffen

waren, gab es im Jahr 2006 um 21.600

oder ca. 2 % weniger als im Vorjahr. Mit

einem Zuwachs von etwa 18 % gegenüber

2006 stiegen hingegen die Privatkonkurse

deutlich an. Mit insgesamt 7.513 Fällen liegt

der Privatkonkurs mittlerweile auch deutlich

über den Unternehmensinsolvenzen. Einen

Rückgang gab es – in diesem Falle unerfreulicherweise

– auch an einer anderen

Front: die Unternehmensneugründungen

sanken 2006 um 5 % auf 14.320 Neuprotokollierungen.

WIRTSCHAFT WEITER IN REKORDLAUNE

Eine aktuelle WIFO-Prognose sieht die Konjunkturdynamik in Österreich weiterhin hoch.

Das Wachstum werde sich erst 2008 verlangsamen.

Auch 2007 belebt die Binnennachfrage die Konjunktur,

allerdings dämpft die Gegenbewegung

nach den positiven Sondereffekten des Jahres

2006 das Wirtschaftswachstum. Im Jahr 2008 dürfte die

Konjunktur in Europa nachlassen. Im WIFO-Konjunkturtest

zeigten sich die Unternehmen nach wie vor optimistisch

sowohl hinsichtlich ihres aktuellen Geschäftsgangs

als auch in Bezug auf die Umsatzentwicklung in

den nächsten Monaten. Besonders kräftig expandieren

die Sachgütererzeugung und die Bauwirtschaft. Neben

der für sie günstigen Konjunktur profitieren diese Branchen

zusätzlich von Sondereffekten: Aufgrund der Vorzieheffekte

vor der Anhebung des Mehrwertsteuersatzes

in Deutschland mit Jahresbeginn 2007 verzeichneten

insbesondere die heimischen Autozulieferer Ende

2006 zusätzliche Nachfrage, die allerdings 2007 fehlen

wird. In der Bauwirtschaft ermöglichte das ungewöhnlich

milde Wetter die raschere Fertigstellung vieler Projekte,

sodass die Bauproduktion im 4. Quartal unüblich

hoch ausfiel. Auch hier ist im Jahr 2007 mit einer Gegenbewegung

zu rechnen. Ungebrochen kräftig expandieren

die Bruttoanlageinvestitionen. Nach real über +5

% im Jahr 2006 ist für 2007 eine Ausweitung in ähnlichem

Ausmaß zu erwarten. Zwar verlangsamt sich der

Anstieg der Bauinvestitionen von real 5 % auf 3,7 %,

doch wird verstärkt in Ausrüstungen investiert (2006

+5,5 %, 2007 +6,5 %). 2008 schwächt sich das Wachstum

beider Investitionskomponenten konjunkturbedingt

ab (Bruttoanlageinvestitionen real +3,5 %).

Der Arbeitsmarkt reagiert deutlich auf die Konjunkturverbesserung:

Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich

2006 um über 50.000, und auch 2007 ist mit der Schaffung

von rund 40.000 Arbeitsplätzen zu rechnen. Erst im

Jahr 2008 flacht der Zuwachs merklich ab (+21.000). Obwohl

sich das Arbeitskräfteangebot gemäß dem Trend der

letzten Jahre beträchtlich erhöht, gelingt es, die Arbeitslosigkeit

zurückzuführen. Der größte Teil des Beschäftigungszuwachses

kommt aus Neuzugängen zum Arbeitsmarkt.

Die gute Konjunktur sorgt für einen überraschend starken

Anstieg der Steuereinnahmen. Ausfälle nach der

Steuerreform 2004/05 waren bislang nicht zu beobachten.

2006 sank das Defizit der öffentlichen Haushalte auf 1,2 %

des BIP. Für 2007 ist jedoch trotz der anhaltend guten Konjunktur

unter Berücksichtigung der bisher fixierten Ausgaben

mit einem Anstieg auf –1,4 % zu rechnen.

in Prozent

6

5

4

3

2

1

0

LANGFRISTIGE ZINSSÄTZE

USA

Österreich

Japan

2004 2005 2006 2007e 2008e

in Prozent

6

5

4

3

2

1

0

KURZFRISTIGE ZINSSÄTZE

USA

Euro-Raum

Japan

2004 2005 2006 2007e 2008e

Veränderungen ggü Vorjahr in %

4

3

2

1

0

-1

2003

VERBRAUCHERPREISE

USA

EU 15

Japan

2004 2005 2006e 2007e

Quelle: WIFO

34 Leas•mich


I M M O B I L I E N M A R K T

1180 Wien, Gersthofer Straße 100

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