Luxusgüter – «Lifestyle of the rich and famous» - Raiffeisen

raiffeisen.ch

Luxusgüter – «Lifestyle of the rich and famous» - Raiffeisen

Das Monatsmagazin für strukturierte Produkte der Bank Vontobel

Februar 2013 Ausgabe Schweiz

Luxusgüter

«Lifestyle of the

rich and famous»

Marktfokus, Seite 6

Wie funktioniert der

Handel von strukturierten

Produkten?

Know-how, Seite 12

Swissness im Portfolio

Investmentidee, Seite 14


2

derinews Februar 2013

Inhaltsverzeichnis

3 Editorial

4 Marktbericht

Aktuelle Entwicklungen auf

dem Weltmarkt

6 Marktfokus

Luxusgüter «Lifestyle of the

rich and famous»

8 Interview

zum Thema Luxusgüter mit Markus

Baumgartner, Verkaufsleiter bei Beyer

Chronometrie AG in Zürich

10 Themenrückblick

Chinas Urbanisierung treibt Nachfrage

und Produktivität an

11 Schweizer Aktienmarkt

Transocean blickt in eine

attraktive Zukunft

12 Know-how

Wie funktioniert der Handel von

strukturierten Produkten?

14 Investmentidee

Swissness im Portfolio

16 Rohstoff-Kolumne

Platingruppenmetalle an der Spitze

17 Antworten auf Ihre Fragen

Was ist iTraxx?

18 Wussten Sie, dass …

19 News und Tipps

«Es gilt als absolut prestigeträchtig, die

Uhr im Herkunftsland ‹Helvetien› gekauft

zu haben.»

Markus Baumgartner, Verkaufsleiter bei Beyer Chronometrie AG

an der Zürcher Bahnhofstrasse


3

derinews Februar 2013

Editorial

Liebe derinews-Leserinnen und -Leser

Jessica Tresch

Redaktionsleiterin,

Financial Products/

Content Management,

Bank Vontobel AG

Entgegen aller weltwirtschaftlichen Turbulenzen erfreuen sich Luxusgüter steigender

Beliebtheit. So erreichte der weltweite Luxusgüter-Markt 2012 ein Marktvolumen

von geschätzten rekordhohen EUR 212 Mrd. Als Wachstumstreiber gilt dabei die

kauffreudige Kundschaft aus Asien. Dies hat uns veranlasst, ein neues Index-Zertifikat

aufzulegen, mit dem Sie an diesem Trend teilhaben können. Diese vorteilhafte

Strategie ermöglicht dank jährlicher Überprüfung der Indexzusammensetzung sowie

Open-End-Struktur eine langfristige Anlage. Lesen Sie mehr zu diesem Thema in

der Rubrik «Marktfokus» auf Seite 6 sowie im «Interview» auf Seite 9 mit Markus

Baumgartner, Verkaufsleiter von Beyer Chronometrie AG in Zürich.

Als derinews-Leser kennen Sie sich bestimmt mit den wichtigsten Trading-Grund sätzen

aus. In der Rubrik «Know-how» auf Seite 12 erhalten Sie einen Überblick über einige

wichtige Eigenheiten des Schweizer Marktes derivativer Instrumente, die zuge hörigen

Akteure, den Ablauf des Handels und erfahren, wie Sie mit unterschiedlichen

Auftragsarten Ihre Trades optimieren können.

Anlegern, die vom Aufholbedarf unterbewerteter Aktien profitieren wollen, dürfte

«Value-Investing» ein Begriff sein. Dieser Value-Ansatz zielt darauf ab, den

Mehrwert der Value-Aktien anhand von Parametern wie z. B. des Kurs-Gewinn-

Verhältnisses oder hohe Dividendenrenditen zu definieren. Beim neu aufgelegten

Tracker-Zertifikat auf den «Swiss Value 2013» Basket wurden besondere Schweizer

Werte ins Visier genommen. Eine interessante Strategie, die für mehr Swissness im

Portfolio sorgen könnte. Lesen Sie mehr dazu in der Rubrik «Investmentidee»

auf Seite 14.

Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und erfolgreiche Anlageideen.

Freundliche Grüsse

Jessica Tresch

Redaktionsleiterin, Financial Products/

Content Management, Bank Vontobel AG

Wir freuen uns auf Ihre

Kommentare und Ihr Feedback zu

«derinews». Senden Sie uns ein

E-Mail an derinews@vontobel.ch.

In der Rubrik «Antworten auf Ihre

Fragen» werden unsere Spezialisten

Stellung nehmen.


4

derinews Februar 2013

Marktbericht

Aktuelle Entwicklungen auf dem Weltmarkt

Aktienmärkte

Swiss Market Index (SMI ® )

EURO STOXX 50 ®

MSCI Emerging Markets Index

Indexpunkte

7500

7000

6500

6000

5500

Jan 12

Jan 13

Indexpunkte

2800

2700

2600

2500

2400

2300

2200

2100

2000

Jan 12

Jan 13

Indexpunkte

1100

1050

1000

950

900

850

Jan 12

Jan 13

Swiss Market Index (SMI ® )

EURO STOXX 50 ®

MSCI Emerging Markets Index

USA 1

Die US-Börsen verbuchten nach der Einigung im US-Haushaltstreit

zum Jahresauftakt deutliche Aufschläge. Steuererhöhungen für Millionen

von US-Amerikanern und massive Ausgabenkürzungen waren damit

zunächst zurückgestellt worden. Nachdem der Immobilien- und

Arbeitsmarkt über Wochen hinweg bessere Daten als erwartet lieferte,

gerieten im Januar zuerst die institutionellen Anleger und dann

zunehmend auch die privaten Investoren in Kauflaune. So kletterte der

Dow Jones auf ein Fünf-Jahres-Hoch bei mehr als 13’700 Punkten.

Von seinem im Oktober 2007 erreichten Rekordhoch mit

14’198 Punkten ist der Dow Jones damit nur noch etwa 500 Punkte

entfernt. Auch der Rekordstand des S&P 500 ® liegt fünf Jahre zurück.

Die deutliche Mehrzahl der Analysten geht davon aus, dass die Kauflaune

in den USA weiter anhalten dürfte, weil dessen Bruttosozial produkt

im Vergleich zu anderen Industrieländern kräftig zulegen dürfte.

Dies als Folge des Nachholbedarfs bei Unternehmensinvestitionen,

der Erholung des Wohnimmobilienmarktes, solideren Finanzen der

Privat haushalte sowie des steigenden, günstigen Energieangebots. Im

Januar wirkten sich die Konjunktursignale aus China zusätzlich stützend

für die US-Börsen aus: Die Wirtschaftsleistung im Reich der Mitte

legte nach zwei Jahren Schwäche zum Jahresende 2012 um 7.9 % zu.

Schweiz 2

Der Schweizer Aktienmarkt setzte den Aufwärtstrend im Berichtszeitraum mit

geringen Volumen fort. Die Konjunkturdaten aus der Eurozone (Stabilisierung,

Deutschland mit Anzeichen der Verbesserung), China (ins Positive drehende

Indikatoren wie PMI, Industrie mit steigenden Gewinnen, anziehende Investitionen),

den USA (sinkende Arbeitslosenrate) sowie die üppig vorhandene Liquidität aus

den QE-Programmen der Zentralbanken liess die Investoren ihre Risikoaversion

ablegen, um vermehrt in qualitativ hochwertige Aktien zu investieren. Dies liess

viele SMI-Aktien wie Nestlé, Richemont, Swatch Group, SGS oder Geberit neue

Allzeithöchst erreichen. Während die Gewinnschätzungen der Analysten für 2013

realistisch erscheinen, verfügt der Markt aus Bewertungssicht im historischen

Vergleich über wenig Spielraum nach oben. Eine weitere Abnahme der Risikoprämie

würde jedoch weiterhin Aufwärtspotenzial offerieren. In der erst gerade

begonnenen Berichtssaison (4Q12/2H12/FY12) konnten die Unternehmen die

Erwartungen erfüllen und kommunizierten mehrheitlich einen verhalten optimistischen

Ausblick insbesondere für 2H13. Die Investoren belohnen starke Bilanzen,

eine solide Cashgenerierung und attraktive Dividenden.

1

Beitrag von GodmodeTrader

(www.godmode-trader.de)

2

Beitrag von Vontobel Research

Investment Banking

3

Beitrag Vontobel Research

Asset Management


5

derinews Februar 2013

Marktbericht

Rohstoffmärkte Zinsen Währungen

JPMCCI Aggregate

3-Monats-LIBOR CHF 5 y CHF Swap

0.12

0.6

0.10

0.5

0.08

0.06

0.4

0.04

0.3

0.02

0.00

0.2

Jan 12 Jan 13

3-Monats-LIBOR CHF 5 y CHF Swap

Indexpunkte

540

520

500

480

460

440

Jan 12

JPMCCI Aggregate

Jan 13

Absoluter Wert (in CHF)

Absoluter Wert (in CHF)

EUR/CHF USD/CHF

1.25

1.24

1.23

1.22

1.21

Absoluter Wert (in CHF)

1.00

0.98

0.96

0.94

0.92

1.20

0.90

Jan 12 Jan 13

Absoluter Wert (in CHF)

EUR/CHF USD/CHF

Europa 1

Seit Mitte November ziehen die Kurse der wichtigsten europäischen Indizes kräftig an. So hat etwa der EURO STOXX 50 ® seither rund

300 Punkte zugelegt und bewegte sich zuletzt um 2750 Zähler. Der Londoner FTSE 100 schwang sich aus seinem Tief am 12. November 2012

bei 5600 Punkten auf rund 6300 Zähler auf ein neuer Rekordstand seit Mai 2008. Auch der Pariser CAC 40 kletterte seit dem Spätherbst um

400 auf rund 3800 Punkte. Nach einem kleinen Rücksetzer in der zweiten Januarhälfte aufgrund gemischter Signale aus dem Euroraum gelang

den europäischen Börsen am 24. Januar die Kehrtwende in die Gewinnzone: Händler begründeten die wieder anziehenden Kurse mit einer

aufgehellten Wirtschaftsstimmung in der Region. So hatte sich der Einkaufsmanagerindex in der Eurozone Ende Januar den dritten Monat in

Folge verbessert. Dabei zeigte sich die Stimmung sowohl in der Industrie als auch bei den Dienstleistern rosiger. Die Entwicklung der beiden

grössten Volkswirtschaften des Euroraums ging allerdings in unterschiedliche Richtungen: Während in Deutschland die Signale auf grün stehen,

verschlechterten sich die Indikatoren in Frankreich.

Emerging Markets 3

Das Vontobel Asset Management geht weiterhin von

einer graduellen globalen Wirtschaftserholung im 2013

aus. Diese sollte insbesondere durch Schwellenländer

getrieben werden. Nach einem Wachstum in Schwellenländern

von 5 % im Jahr 2012 erwarten die Vontobel-

Experten 5.5 % im Jahr 2013 und 5.8 % im Jahr 2014.

Insbesondere in Asien sehen die Ökonomen vermehrt

Anzeichen einer Erholung, mit China als Zugpferd, wobei

sich das Wachstum hier um 8 % stabilisieren dürfte. Die

Vontobel-Experten sind nach wie vor optimistisch, dass

sich Anlage klassen in diesen Ländern weiter erholen.

Sowohl das Anleihen- aber auch das Aktiensegment

verzeichnen derzeit Rekordzuflüsse. Einerseits ist dies ein

Spiegelbild unseres Wirtschaftsausblicks, anderseits aber

auch ein Zeichen für fehlende Alternativen, insbesondere

im Anleihenbereich. Der Wirtschaftsausblick sowie der

voranschreitende politische Reformprozess machen

derzeit Investments in den mexikanischen Anleihenmarkt

attraktiv.

Währungsentwicklung CHF/EUR/USD 1

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) lehnt eine Anhebung des

Euro-Mindestkurses von CHF 1.20 weiterhin ab: Nachdem der Franken

in der zweiten Januarhälfte bis auf CHF 1.25 gestiegen war, hatten die

Gewerkschaften in der Schweiz die SNB aufgefordert, den Mindestkurs

anzuheben. Dagegen sträubt sich die SNB. Man freue sich, dass der

Aufwertungsdruck auf den Franken nachgelassen habe, gehe aber

weiterhin von der Tatsache einer Überbewertung des Schweizer

Frankens aus. So will die SNB den Euro/Franken-Mindestkurs von

1.20 nach wie vor verteidigen und dazu weiterhin unbegrenzt

Devisen kaufen. EUR/USD befindet sich in einer mittelfristigen

Aufwärtsbewegung. Das Währungspaar kletterte bis auf ein Hoch

bei USD 1.3308 am 20. Dezember 2012. Es schloss sich eine kleine

Konsoli dierung an, nach der das Devisenpaar am 10. Januar 2013

über den kurzfristigen Abwärtstrend nach oben hin ausbrach. Das

Signal löste allerdings bisher noch keinen weiteren Rallyschub aus;

das Währungspaar läuft oberhalb des gebrochenen Abwärtstrends

seitwärts. Diese Seitwärtsbewegung spielt sich zwischen 1.3390 und

1.3258 ab. Ein Ausbruch über EUR 1.3390 wäre ein kleines Kaufsignal

und würde zu einer weiteren Rally in Richtung USD 1.3486 führen.

Quelle: Bloomberg, Stand am 31.01.2013

Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher

Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und allfällige

Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus.


6

derinews Februar 2013

Marktfokus

Luxusgüter «Lifestyle of the rich and famous»

Ob Schweizer Uhren, teure Handtaschen oder Schmuck: Die Luxusgüterindustrie verzeichnete in

den vergangenen Jahren ein kontinuierliches Wachstum und dürfte auch 2013 ihren Höhenflug

fort setzen. Mit dem Voncert Open End auf den «Vontobel Luxury Performance-Index» erhalten

Anleger erstmals die Möglichkeit, an dieser Entwicklung ohne Laufzeitbegrenzung zu partizipieren.

Ob an der Fifth Avenue in New York, den

Champs-Élysées in Paris oder der Bahnhofstrasse

in Zürich: Noch nie wurden weltweit

so viele Luxusgüter umgesetzt wie im vergangenen

Jahr. Konkret: Für das Jahr 2012

wird der Weltweite Luxusgüter-Markt auf ein

Marktvolumen von EUR 212 Mrd. geschätzt

(vgl. Grafik Weltweiter Luxusgüter-Markt)

das ist ein Rekord. Die Erfolgsmeldungen von

Herstellern wie LVMH, Hermès, Richemont

oder Swatch überschlugen sich geradezu. So

verbuchte beispielsweise der letztgenannte

Schweizer Uhrenkonzern mit CHF 8 Milliarden

einen Rekordumsatz und machte mit der

jüngsten Übernahme der amerikanischen

Nobelmarke Harry Winston für rund eine Milliarde

Dollar einen weiteren wichtigen Schritt

in Richtung Schmuckindustrie.

Luxus scheint auch 2013 nicht aus der Mode

zu kommen. Im Gegenteil: Mit einem steigenden

Lebensstandard und anziehender

Kaufkraft nimmt die globale Nachfrage nach

Luxugütern stetig zu. Die Luxusgüterindustrie

profitiert dabei von der überdurchschnittlichen

Zunahme der wohlhabenden Bevölkerungsschichten

bzw. einer wachsenden

kaufkräftigen Klientel. Entgegen aller weltwirtschaftlichen

Turbulenzen streben immer

mehr Menschen der grossen Industrie- und

Schwellenländer wie China, Russland und

Weltweiter Luxusgüter-Markt*

Marktvolumen in EUR Mrd.

300

250

200

150

100

50

0

77

85

93

97

109

129

134

129

95 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12E

Quelle: Bain&Co., Vontobel Equity Research, Stand am 13.01.2013

133

der ölreichen Staaten im Nahen Osten nach

Luxusgütern und sind bereit, hohe Preise für

exklusive Mode, Uhren, Schmuck und Accessoires

zu zahlen.

Kontinuierliches Wachstum

Auch wenn man etwas weiter zurückblickt,

lässt sich über die vergangenen Jahre ein kontinuierliches

Wachstum der Luxusgüterindustrie

ausmachen. Dieses wurde lediglich von

internationalen Krisen wie den Anschlägen

vom 11. September, SARS oder der Immobilienkrise

in den USA unterbrochen. So musste

im Krisenjahr 2009 ein deutlicher Rückgang

in Kauf genommen werden, der aber bereits

im Jahr darauf wieder kompensiert werden

konnte. Für die Jahre 2011 und 2012 wurden

bei den meisten Luxusgütergesellschaften

wiederum ein zweistelliges Wachstum und

neue Rekordwerte registriert.

Rekordjahr für Schweizer Uhrenindustrie

Die weltweite Luxusgüterindustrie umfasst

Lederwaren, Kleidung/Schuhe, Parfüm/Kosmetik,

Schmuck und natürlich Uhren, bei

denen sich die Schweiz als traditionelles Herstellerland

besonders hervorhebt. Im Luxussegment

liegt der Anteil der Uhren bei 17 %

(vgl. Grafik Luxusgüter-Markt nach Kategorien),

wobei der Grossteil aus der Schweiz

stammt. Für die Eidgenossenschaft stellt die

136

147

159

170

167

153

173

191

212

230

13 E

Luxusgüter-Markt nach Kategorien*

Quelle: Vontobel Equity Research

Stand am 13.01.2013

Kleidung/Schuhe 38 %

Lederwaren 19 %

Uhren 17 %

Schmuck 15 %

Parfüm/Kosmetik 11 %

Uhrenindustrie mit rund 50’000 Mitarbeitenden

in über 600 Gesellschaften und einem

Rekord-Exportvolumen im Jahr 2012 von

über CHF 20 Mrd. die drittwichtigste Exportindustrie

dar.

Kauffreudige Asiaten als Wachstumstreiber

Global gilt für Luxusgüter Europa weiterhin

als wichtigster Markt (35 %) vor den USA

(31 %), jedoch hat die Region Asien-Pazifik

deutlich an Bedeutung gewonnen. In der

Uhrenindustrie ist dies noch deutlicher der

Fall, liegt doch der Anteil von Europa (28 %)

bereits klar unter demjenigen von Asien

(54 %). Jedoch boomen nicht nur die Verkäufe

nach Asien, auch hierzulande haben

vorallem chinesische Touristen als ausgabefreundliche

Konsumenten einen hohen Stellenwert

erlangt. Sie unternehmen während ihrer

Europa-Ferien ausgedehnte Shopping-Ausflüge,

womit sich die Aussichten für Marken wie

Prada oder Gucci, aber auch die zahlreicher

Uhren hersteller, verbessern. Manches Nobel-

Kaufhaus begrüsst seine Gäste gar schon mit

chinesischen Schildern oder stellt Personal ein,

das Chinesisch spricht.

Es wird geschätzt, dass ca. 50 % des Umsatzes

der Luxusgüterindustrie in Europa durch

Touristen generiert werden, wobei Chinesen

die wichtigste Gruppe darstellen. Dies ist auch

damit zu erklären, dass die Preise in deren

Mutterland China wegen Luxussteuern/

Import zöllen um 20 % bis 30 % über dem

Niveau in Europa liegen. In den letzten Jahren

ist die Anzahl von chinesischen Touristen in


7

derinews Februar 2013

Marktfokus

Der Markt für Luxusgüter boomt, angetrieben durch kauffreudige Kundschaft aus Asien.

Europa deutlich gestiegen; in der Schweiz z. B.

hat sich die Anzahl seit 2008 vervierfacht.

Mehr hierzu verrät uns Markus Baumgartner,

Verkaufsleiter des an der Zürcher Bahnhofstrasse

ansässigen Uhren- und Schmuckgeschäftes

Beyer im Interview auf Seite 9.

Performance-Vergleich Luxusgüteraktien vs. Gesamtmarkt Europa*

2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012

Luxusgüter-Aktien + 27.5 % + 3.8 % 44.3 % + 49.9 % + 76.1 % 4.5 % + 29.6 %

MSCI Europe + 15.9 % + 3.3 % 40.9 % + 25.5 % + 3.9 % 11.6 % + 13.4 %

Quelle: Vontobel Equity Research, Stand am 13.01.2013

«Das Wachstum im Luxusgütersegment

wird sich 2013 fortsetzen»

René Weber, Analyst Luxusgüter Europa,

Bank Vontobel AG

In Anbetracht dessen, dass erst weniger als

2 % der chinesischen Bevölkerung ausserhalb

von Greater China gereist sind, schätzen

die Experten von Vontobel Equity Research

das Potenzial künftiger Konsumimpulse aus

Asien weiterhin als gross ein. Auch innerhalb

der Branche gibt man sich optimistisch

und spricht von einem stabilen Trend sowohl

in Europa als auch Asien. Der Luxusgüter-

Hersteller Hermès aus Paris sieht gemäss eigenen

Aussagen kein Ende des schnellen Wachstums

in Fernost, welches bereits den grössten

Markt für das Unternehmen darstelle. «Und

das wird mindestens die nächsten 50 Jahre

so bleiben. In den nächsten fünf Jahren sollte

unser Wachstum jeweils über 10 % liegen»,

äusserte sich Hermès-Chef Patrick Thomas

kürzlich (Quelle: Handelsblatt/der Spiegel).

Auch bei anderen Herstellern, wie etwa

Swatch, gibt man sich optimistisch. So rechnet

Swatch-Chef Nick Hayek 2013 mit florierenden

Exporten Richtung China. Aber auch

Exporte nach Amerika, Russland, dem Mittleren

Osten sowie innerhalb Europas würden

gut laufen (Quelle: Handelsblatt).

Deutliche Outperformance in den

letzten Jahren

Fest steht, dass das Thema Luxusgüter-Aktien

aus Anlegersicht weiterhin spannend bleibt.

Rückblickend haben Luxusgüter-Aktien in

den Jahren 2006 und 2007 den Gesamtmarkt

outperformt und mussten dann, wie

bereits erwähnt, im 2008 durch die Krise eine

leicht schlechtere Wertentwicklung in Kauf

nehmen. Seit 2009 haben diese Aktien den

Gesamtmarkt aber wieder deutlich geschlagen;

z. B. im Jahr 2012 lag die Performance der

Luxusgüter-Aktien bei + 30 %, verglichen mit

+ 13 % für den Gesamtmarkt (vgl. Tabelle

Performance-Vergleich Luxusgüter-Aktien vs.

Gesamtmarkt Europa).

Betrachtet man die einzelnen Aktien, so

konnten im Jahr 2012 beträchtliche Unterschiede

bei der Wertentwicklung registriert

werden. Der Grossteil der Luxusgüter-Aktien

hat allerdings deutlich zugelegt (vgl. Grafik

Luxusgüterunternehmen: Performance 2012).

Luxusgüterunternehmen: Performance 2012

(Wertentwicklung in %)*

Prada

Salvatore Ferragamo

Tod’s

86.7 %

67.2 %

51.7 %

Richemont 50.3 %

Swatch Group B 31.2 %

PPR 27.3 %

LVMH 26.9 %

Swatch Group R 25.8 %

Burberry 3.5 %

Geox 0.3 %

Hermès 1.8 %

Tiffany & Co. 13.5 %

20

0

20 40 60 80 100

Quelle: Vontobel Equity Research

Stand am 13.01.2013

* Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind

kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Steuern und allfällige Gebühren wirken

sich negativ auf die Rendite aus.


8

derinews Februar 2013

Marktfokus

Trotz jüngster Korrekturen wie beispielsweise

bei Richemont oder Tiffany & Co. stehen die

Zeichen für die Luxusgüterindustrie gemäss

den Experten von Vontobel Research damit

weiterhin gut. Sie gehen davon aus, dass sich

das generelle Wachstum im Luxusgütersegment

fortsetzen wird. Dies sei vor allem auf

die Steigerung der Einkommen in den Entwicklungsländern

zurückzuführen, weshalb

Asien weiterhin eine zentrale Rolle spielen

werde. Dabei würden Luxus-Marken wie

Louis Vuitton, Cartier, Rolex, Tod’s und Burberry

von ihrem Bekanntheitsgrad profitieren.

Investieren in Luxus

Anlegern, die sich für das Thema Luxusgüter

interessieren, bietet Vontobel das neue Partizipations-Zertifikat

auf den «Vontobel Luxury

Performance-Index» an.

Der neue Index bildet die zehn nach Marktkapitalisierung

weltweit grössten Unternehmen

aus dem Bereich Luxusgüter ab.

Dabei muss die Hauptgeschäftstätigkeit der

Unternehmen in der Entwicklung und/oder

Herstellung von Produkten liegen, die aufgrund

ihrer hochwertigen Qualität dem Luxus segment

zuzuordnen sind. Berücksichtigt werden nur

Unternehmen aus den Bereichen Mode (Bekleidung,

Schuhe, Lederwaren) und Accessoires

(Schmuck, Uhren, Brillen). Der Index wird von

dem unabhängigen Index anbieter Structured

Solutions berechnet und veröffentlicht.

Zusätzliche Auswahlkriterien für den

Auswahlpool:

• Listing an einer «anerkannten und

regulierten Börse»

• Marktkapitalisierung von mindestens

EUR 1 Mrd.

• Durchschnittliches tägliches Aktien-

Handels volumen in den letzten drei

Monaten von mindestens EUR 1 Mio.

Der Index wird einmal jährlich überprüft und

gegebenenfalls neu zusammengesetzt. Im

«Vontobel Luxury Performance-Index» werden

sämtliche Indexmitglieder an den Anpassungstagen

zu gleichen Teilen gewichtet. Die

erstmalige Anpassung findet im November

2013 statt. Das Partizipations-Zertifikat verfügt

über keine Laufzeitbeschränkung (Open

End) und es notiert in CHF. Die Managementgebühr

beträgt 1.2 % p. a.

Zum Indexstart setzt sich der «Vontobel Luxury Performance-Index» wie folgt zusammen

Unternehmen Unternehmensbeschrieb Währung Gewichtung

LVMH Moët

Hennessy

Richemont AG

Hermès

International SA

The Swatch Group AG

Prada S.P.A.

PPR S.A.

(Pinault-Printemps-

Redoute)

Chow Tai Fook

Jewellery

Coach Inc.

Ralph Lauren Corp.

Michael Kors Holdings

Produkteckdaten

Luxusgüterhersteller mit über 60 verschiedenenen Marken

wie z. B. Louis Vuitton.

Weltweit führender Luxusgüterkonzern, vorwiegend auf

exklusive Uhren und Schmuck spezialisiert.

Produktion von hochwertigen Luxusgütern, insbesondere

Modeartikeln.

Herstellung und internationaler Vertrieb sowohl von

Fertiguhren und Schmuck, als auch von Uhrwerken und

Komponenten.

Design, Produktion und globaler Vertrieb von luxuriösen

Handtaschen, Lederwaren, Schuhen, Bekleidung und

Accessoires.

International tätiges Grosshandelsunternehmen für Massenund

Luxusgüter. Zu den bekanntesten Marken des

Unternehmens zählen Gucci, Puma oder Yves Saint Laurent.

Eine der weltweit grössten Schmuckfilialketten mit

Niederlassungen in China, Hong Kong, Taiwan, Malaysia

und Singapur.

Der US-Konzern produziert Handtaschen, Koffer,

Geldbörsen sowie unterschiedliche Accessoires.

US-amerikanisches Unternehmen im Bereich der

Konzeption, Vermarktung und des Vertriebs von

Premium-Lifestyle produkten.

Das Unternehmen verfügt über ein weltweites Netzwerk

von Boutiquen und dem gehobenen Einzelhandel von

Prêt-à-porter-Modekollektionen für Damen und Herren

sowie Accessoires.

EUR 10 %

CHF 10 %

EUR 10 %

CHF 10 %

HKD 10 %

EUR 10 %

HKD 10 %

USD 10 %

USD 10 %

USD 10 %

VONCERT OPEN END auf den «Vontobel Luxury Performance-Index»

Emittentin

Vontobel Financial Products Ltd., DIFC Dubai

Garantin Vontobel Holding AG, Zürich (Standard & Poor’s A; Moody’s A2)

SVSP-Bezeichnung Tracker-Zertifikat (1300)

Basiswert

«Vontobel Luxury Performance-Index»

Festlegungsstelle

Structured Solutions AG, Frankfurt am Main

Kotierung

Wird an der SIX Swiss Exchange beantragt

Valor / Symbol

1415 0463 / VZLIC

Emissionspreis / Kursbasis CHF 101.50 (inkl. CHF 1.50 Ausgabeaufschlag) / CHF 100.00

Anfangsfixierung / Liberierung 22.02.2013 / 01.03.2013

Laufzeit

Open End

Managementgebühr 1.2 % p. a.

Zeichnungsfrist

bis 21.02.2013, 12.00 Uhr

Siehe Seite 10 für Hinweise betreffend Risiken bei Tracker-Zertifikaten.

Das Termsheet (Final Terms) mit den rechtlich verbindlichen Konditionen sowie weitere Infor ma tionen

zu Chancen und Risiken der Produkte finden Sie unter www.derinet.ch.

Kompakt

Die Luxusgüterindustrie wies in den vergangenen Jahren ein kontinuierliches Wachstum auf

und dürfte auch 2013 ihren Höhenflug fortsetzen. Profitieren sollte das Segment dabei insbesondere

von der kauffreudigen Kundschaft aus Asien. Mit dem VONCERT Open End auf

den «Vontobel Luxury Performance-Index» erhalten Anleger erstmals die Möglichkeit, an

der Wertentwicklung der zehn nach Marktkapitalisierung grössten Unternehmen aus dem

Bereich Luxusgüter ohne Laufzeitbegrenzung zu partizipieren.


9

derinews Februar 2013

Interview

«Es gilt als absolut prestigeträchtig, die Uhr im

Herkunftsland ‹Helvetien› gekauft zu haben.»

Markus Baumgartner

Verkaufsleiter der

Beyer Chronometrie AG

Markus Baumgartner ist seit 14 Jahren

Verkaufsleiter bei der Beyer Chronometrie

AG. Der an der Zürcher

Bahnhof strasse ansässige Beyer-

Familien betrieb mit Gründungsjahr

1760 ist das älteste Fachgeschäft für

Uhren und Juwelen der Schweiz und

vertreibt eine Vielzahl hochwertiger

Marken. Zuvor war Markus Baumgartner

seit 1978 in mehreren Positionen

für Unternehmen der Uhren- und

Schmuckbranche tätig.

derinews: 2012 war ein Export-Rekordjahr

für die Schweizer Uhrenindustrie. Dabei gilt

Asien als grösster Absatzmarkt. Weshalb

finden gerade Schweizer Uhren bei den

Chinesen so grossen Anklang?

Schweizer Uhren haben bei den asiatischen

Kunden einen sehr hohen Stellenwert und

verfügen über ein ausgezeichnetes Image.

Das Tragen einer Luxusuhr hat in der äusserst

markenorientierten chinesischen Gesellschaft

Statuscharakter. Ein weiterer, nicht unwesentlicher

Punkt ist auch der Werterhalt.

derinews: Viele chinesische Touristen

kaufen ihre Uhren hier in der Schweiz.

Wieso tun sie das nicht in China oder in

anderen Ländern?

Einerseits, weil die Preise in China über 30 %

höher sind als in der Schweiz und andererseits,

weil die Landsleute in Asien ein marginales

Vertrauen in die lokalen Retailer haben.

Die über Jahrzehnte aufgebaute Kompetenz

der Schweizer Detailhändler ist eindeutig

ein Hauptgrund der Einkaufsvorliebe und,

last but not least, gilt es als absolut prestigeträchtig,

die Uhr im Herkunftsland «Helvetien»

gekauft zu haben.

derinews: Wie unterscheiden sich die chinesischen

von den europäischen Kunden? Gibt

es unterschiedliche «Kaufmentalitäten»?

Asiatische Kunden sind gut informiert und

entscheiden sich sehr schnell. Besonders

wichtig sind dabei das Ansehen und der

Bekanntheitsgrad der Uhrenmarke. Da sie

jedoch von schlechten Erfahrungen im

eigenen Land geprägt und dementsprechend

misstrauisch sind, muss zuerst eine Vertrauens

basis geschaffen werden, damit sie

sich öffnen. Die Gruppendynamik spielt bei

alledem eine bemerkenswerte Rolle: Wenn

der Leader einer Gruppe kauft, kauft auch

die Gruppe.

derinews: Für viele Branchen war der

über die letzten Monate erstarkte Franken

ein grosses Problem. Nicht für die

Luxusbranche?

Im Allgemeinen sind leichte Verwerfungen

auch in der Luxus- und Uhrenbranche

spürbar, aber was uns betrifft, ist der starke

Schweizer Franken bei asiatischen Kunden

absolut kein Problem. Lediglich im Jahr 2011

hat der schwache Euro (kurzfristig sogar

dessen Parität zum CHF) bei uns Spuren

hinterlassen, aber der jetzige Kurs von ca.

1.20 ist so in Ordnung.

derinews: Wie sehen Sie die Perspektiven

für die Schweizer Uhrenindustrie 2013?

Meines Erachtens wird der Boom zwar leicht

abgeschwächt, aber trotzdem weiter anhalten.

Eine zweistellige Wachstumsrate dürfte

jedoch vorerst schwierig zu erreichen sein.

derinews: Luxusuhren werden oft zu

Sammler stücken und gelten mittlerweile

auch als Investments. Können Sie unseren

Lesern einen Geheimtipp geben?

Die Auktionsmärkte zeigen deutlich, dass

Patek Philippe begehrt ist. Die Uhren dieser

Manufaktur gelten als Juwelen der Uhrmacherkunst.

Dabei sollte man möglichst ein

Modell aus einer kleinen Serie wählen oder

sogar eine antike Taschenuhr mit Minutenrepetition.

Letztere kostet aktuell einen

Bruchteil von einer modernen Minutenrepetition,

deren Anfangspreisklasse bei

CHF 361’300.00 liegt.


10

derinews Februar 2013

Themenrückblick

Chinas Urbanisierung treibt Nachfrage und Produktivität an

Symbol Valor Basiswert Verfall Währung Aktueller Preis* Performance seit

Lancierung*

Performance

1 Monat*

VZSXB 1963 244 SXI Bio+Medtech Price Index Open End CHF 119.00 1.6 % 9.8 %

VZCAC 1132 8691 Solactive China Automobile Performance-Index Open End CHF 87.60 13.7 % 9.5 %

VZOPL 3694 273 Platinum (Troy Ounce) Open End USD 16.60 5.3 % 9.2 %

VZHOU 1415 0089 US Housing Basket 13.06.2014 USD 129.00 27.7 % 8.6 %

VZMTB 1208 8015 Medtech IV 14.02.2013 CHF 96.40 4.1 % 8.6 %

VZOIC 1014 0821 Vontobel Oil-Strategy Index Open End CHF 131.30 29.4 % 8.5 %

VZCUC 1095 2192 DAXglobal ® China Urbanization Performance-Index Open End CHF 123.60 21.8 % 8.4 %



VZBIC 1414 9843 Brazil Real Estate 27.01.2015 CHF 93.00 5.8 % 0.0 %



VREIT 1072 4366 Vontobel REITs Low Volatility Performance-Index Open End EUR 152.40 50.1 % 0.1 %

VZGST 4623 043 Vontobel Global Steel TRI Open End CHF 130.10 28.2 % 0.4 %

VZCIC 1415 0011 Vontobel Copper-Strategy Index Open End CHF 96.15 5.3 % 0.8 %

VZRWC 1257 2272 China Railway Basket 19.08.2013 CHF 161.20 65.8 % 1.2 %

VZCMC 1208 7982 Solactive Copper Mining Performance-Index Open End CHF 64.75 36.2 % 1.9 %

VZCIE 1415 0010 Vontobel Copper-Strategy Index Open End EUR 93.30 8.1 % 3.4 %

VZPHX 1257 2107 Phelix Baseload Year Future Open End EUR 39.20 35.1 % 10.3 %

*Stand am 30.01.2013. Hinweis: Bei einer Investition in ein VONCERT [SVSP-Produkttyp Tracker-Zertifikat (1300)] sind weitgehend die gleichen Risiken wie bei einer Direktanlage

in den Basiswert zu beachten, insbesondere die entsprechenden Fremdwährungs-, Markt- und Kursrisiken. VONCERTs erbringen keine laufenden Erträge und verfügen

über keinen Kapitalschutz.

Kommentar von unserem Vontobel Research Investment Banking




DAXglobal ® China Urbanization

Performance Index

China erlebt eine Urbanisierung im Schnelltempo

und das ist für Unternehmen in fünf

ausgewählten Sektoren (Immobilien, Versorgung,

Infrastruktur & Transport, Baugewerbe &

Materialien, Automobil) eine viel ver sprechen

de Ausgangslage. Dank der Urbanisierung

wächst nicht nur die Nachfragestruktur,

sondern auch das Produktivitätsausmass.

China ist wieder vermehrt ins Bewusstsein der

Investoren gerückt, zumal die relevanten Indikatoren

(PMI Manufacturing, Investitionen,

Gewinne der Industrie, Detailhandelsumsatz)

seit November 2012 klare Anzeichen der

Erholung erkennen lassen. Die Entwicklung

dürfte volatil bleiben, doch aufgrund des voranschreitenden

Urbanisierungstrends sind wir

weiterhin optimistisch.

Brazil Real Estate

Die Aussichten für den brasilianischen Immobilienmarkt

sind gut: Moderate Inflationsraten

haben das Potenzial für Zinssenkungen erhöht,

und Brasilien verfügt über ein starkes Bankensystem,

welches das benötigte Kreditwachstum

mühelos bewältigen kann. Die Immobilieninvestitionen

pro Kopf dürften sich bis 2030 verdoppeln.

Als Haupttreiber hierzu dienen 1) das

Bevölkerungswachstum und der zunehmende

Anteil der arbeitenden Bevölkerung, 2) die niedrige

Arbeitslosenrate von 6 %, 3) die stark wachsende

Mittelschicht und die deutliche Zunahme

der Realeinkommen, die Wohneigentum attraktiver

macht, sowie 4) staatliche Förderungsprogramme.

Die wirtschaftsfeindliche sozialistische

Interventionspolitik der Regierung Rousseff hat

2012 jedoch die Wirtschaft geschwächt und

ausländische Investoren vergrault, die Brasilien

bis auf weiteres meiden dürften.

Vontobel Global Steel TRI

Aufgrund seiner Fragmentierung wird der Stahlmarkt

lokal an Spotmärkten gehandelt, was für

die einzelnen Weltregionen einen unterschiedlichen

Ausblick ergibt. Während die Unternehmen

in Europa aufgrund der eingetrübten Aussichten

weiterhin unter Druck stehen, hat sich

die Situation in Nordamerika und Asien infolge

der leicht anziehenden Wirtschaft wieder verbessert.

Den entsprechend aufgestellten Unternehmen

sollten die höheren Stahlpreise eine

Gewinnsteigerung ermöglichen. In den USA

und in China zeigen die Immobilien märkte

Anzeichen einer nachhaltigen Erholung; in

China beschleunigen sich die Infrastrukturinvesti

tionen wieder. In Folge der weiterhin

bestehenden substanziellen Überkapazitäten

bleibt der Anstieg der Stahlpreise jedoch

begrenzt und ist höchstwahrscheinlich bereits

in die Aktienkurse der Stahlkocher eingepreist.

Panagiotis Spiliopoulos, Leiter Research, Vontobel Investment Banking

Das Vontobel-Aktien-Research betreut weltweit die wichtigsten Investoren

und ist in den entscheidenden Finanzzentren präsent. Rund 150 Schweizer und

20 internationale Unternehmen deckt das Research ab. Mit einem sehr breiten

Know-how im Bereich der kleinen und mittelgrossen Unternehmen können

Kundenwünsche rasch und kompetent umgesetzt werden.


11

derinews Februar 2013

Schweizer Aktienmarkt

Transocean blickt in eine attraktive Zukunft

Transocean Ltd.

Performance-Entwicklung Transocean Ltd.

Richemont AG

Performance-Entwicklung Richemont SA

Credit Suisse Group

Performance-Entwicklung Credit Suisse Group AG

Absoluter Wert in CHF

54

52

50

48

46

44

42

40

38

Jan 12 Jan 13

Transocean Ltd. Barriere bei CHF 41.44

Absoluter Wert in CHF

75

70

65

60

55

50

45

Jan 12 Jan 13

Richemont SA Barriere bei CHF 59.03

Absoluter Wert in CHF

28

26

24

22

20

18

16

Jan 12 Jan 13

Credit Suisse Group AG Barriere bei CHF 21.12

Quelle: Bloomberg, Stand am 01.02.2013. Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und allfällige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus.

Kurz nach der Kotierung an der Schweizer

Börse im Frühjahr 2011 ist bei Transocean mit

der Explosion der «Deepwater Horizon» ein

Super-GAU eingetreten. Das Unternehmen

wurde darauf mit Schadenersatzklagen in

Milliardenhöhe eingedeckt. Anfang Jahr ist

Transocean jedoch ein grosser Befreiungsschlag

gelungen. Es erzielte einen Vergleich

mit dem US-Justizministerium in der Höhe von

USD 1.45 Mrd. und kann somit den Grossteil

der Klagen auf einen Schlag begleichen. Da

bereits USD 2 Mrd. zurückgestellt wurden,

erfolgt kein negativer Effekt auf die Erfolgsrechnung.

Es bleiben somit noch gut eine

halbe Milliarde USD für verbleibende Klagen,

was grösstenteils ausreichen dürfte. Ausserdem

hat Transocean seine Flotte letztes Jahr

durch Verkäufe von technologisch veralteten

Plattformen um etwa 40 % reduziert. Dies

macht die Bohrplattformflotte agiler, moderner

und kosteneffizienter dank besserer Auslastung.

Transocean ist wieder in Form und

kann in eine attraktive Zukunft der hoch

spezialisierten Tiefwasserbohrungen blicken.

Die Richemont-Aktie verzeichnete im Jahr

2012 mit + 50 % die beste Performance bei

den SMI-Titeln, was auf ein gutes Wachstum

und eine deutliche Margenverbesserung

im 1H12/13 (April-Sept.) zurückzuführen ist.

Mit einer EBIT-Marge von 27.0 % (+ 150bp)

erreichte Richemont einen neuen Rekordwert,

wobei vor allem das Segment Jewellery Maisons

(Cartier, Van Cleef & Arpels) eine sehr starke

Marge von 36.7 % ausweisen konnte, aber

auch das von Specialist Watchmakers (mit

Marken wie IWC, Piaget, Jaeger-LeCoultre)

überzeugte mit einer Marge von 32 %. Da

Richemont die Hälfte des Umsatzes mit Uhren

macht, sind die Schweizer Uhrenexporte ein

guter Indikator (2012E + 12 %). Trotz einer

Wachstumsverlangsamung im Weihnachtsquartal

gehen die Vontobel-Experten 2013 vor

allem in Asien von einer Beschleunigung aus.

Mit einer Nettocash-Position von EUR 3 Mrd.

weist die Gesellschaft eine sehr solide Bilanz

auf. Aufgrund der starken Performance hat

das Vontobel Research Investment Banking

das Rating von Kauf auf Hold reduziert.

Credit Suisse vermochte nach der Schelte der

SNB durch diverse Kapitalmassnahmen ihre

Kapitalisierung und die relevanten Kennzahlen

(Core Equity Tier 1) näher an die Konku rrenz

heranzuführen und somit das Risikoprofil

deutlich zu verbessern. Das Neugeldwachstum

litt im letzten Jahr unter der Integration der

Banktochter Clariden Leu in die Gruppe. Die

anhaltend geringe Kundenaktivität und das

Tiefzinsumfeld belasten weiterhin die Bruttomarge.

In den letzten Monaten dürfte jedoch

das Investment Banking mit starkem Fokus

auf die Emission und den Handel von Zinsprodukten

überdurchschnittlich profitiert

haben, was sich auch aus den soliden

Geschäftszahlen von Goldman Sachs, Morgan

Stanley und JPMorgan ableiten lässt. Die

zahlreichen Multimilliarden-Klagen in den

USA (Hypotheken- und Kreditverbriefungen)

stellen jedoch ein nicht zu unterschätzendes

Risiko dar und könnten sowohl im Falle einer

Schuldsprechung als auch einer aussergerichtlichen

Einigung die Kapitalsituation wieder

verschlechtern.

Produkteckdaten

Produktname

Defender VONTI auf

Transocean Ltd.

Valor 1968 6859

Ausübungspreis CHF 51.80

Barriere CHF 41.44

Anfangs- /

Schlussfixierung

18.01.2013 /

17.01.2014

Max. Rendite* 7.61 %

Aktueller Briefkurs* 100.30 %

Produkteckdaten

Produktname Defender VONTI auf

Richemont SA

Valor 1968 6581

Ausübungspreis CHF 78.70

Barriere CHF 59.03

Anfangs- /

Schlussfixierung

18.01.2013 /

21.02.2014

Max. Rendite* 8.31 %

Aktueller Briefkurs* 98.60 %

Produkteckdaten

Produktname

Defender VONTI auf

Credit Suisse Group AG

Valor 1968 6855

Ausübungspreis CHF 26.39

Barriere CHF 21.12

Anfangs- /

Schlussfixierung

18.01.2013 /

17.01.2014

Max. Rendite* 6.77 %

Aktueller Briefkurs* 101.90 %

Alle Beiträge von Vontobel Research Investment Banking. Das Termsheet (Final Terms) mit den rechtlich verbindlichen Konditionen finden Sie unter www.derinet.ch.

Hinweis: Defender VONTIs [SVSP-Bezeichnung: Barrier Reverse Convertible (1230)] zeichnen sich durch einen garantierten Coupon, eine Barriere sowie eine allerdings nur

bedingte Rückzahlung zum Nennwert aus. Falls nämlich der Basiswert die Barriere während der Barrierenbeobachtung berührt oder durchbricht, entfällt der Rückzahlungsanspruch in

Höhe des Nennwerts unmittelbar. Demnach sind die Risiken einer Anlage in ein Defender VONTI erheblich, sie entsprechen bei nach oben begrenzten Gewinnchancen weitgehend

den Risiken einer Direktanlage in den Basiswert. Je tiefer der Schlusskurs des Basiswertes bei Verfall unter dem Ausübungspreis ist, desto grösser ist der erlittene Verlust. Die angegebenen

Renditen können durch Transaktionskosten wie Courtagen, Steuern und Abgaben geschmälert werden. * Stand am 01.02.2013


12

derinews Februar 2013

Know-how

Wie funktioniert der Handel von strukturierten Produkten?

Bestimmt kennen Sie sich mit den wichtigsten Trading-Grundsätzen bereits aus. Dennoch zeichnet

sich der Markt für strukturierte Produkte durch einige wichtige Eigenheiten aus. In diesem

Beitrag erhalten Sie einen Überblick über den Schweizer Markt derivativer Instrumente, die zugehörigen

Akteure und den Ablauf des Handels. Zudem informieren wir Sie über die unter schiedlichen

Auftragsarten zur Optimierung Ihrer Trades.

Natürlich sind Anleger bestrebt, Trades möglichst

effizient und erfolgreich abzuschliessen.

Dazu ist es wichtig, den Markt und die dem

Anleger gebotenen Möglichkeiten zu kennen.

Wo findet der Handel von strukturierten

Produkten statt und welche Rolle spielen

Emittenten bei der Preisstellung? Wo kann

der Investor sehen, wie gut die Qualität

eines Emittenten bezüglich der Preisstellung

ist? Und welche Auftragsarten stehen dem

Anleger zur Verfügung, um mit strukturierten

Produkten möglichst erfolgreiche Trades

zu tätigen? In diesem Beitrag gehen wir auf

diese Fragen ein und analysieren die Vor- und

Nachteile im Zusammenhang mit dem Handel

von struk turierten Produkten.

Börslicher Handel

Die Abwicklung von Trades von strukturierten

Produkten, welche über die Börse (On-

Exchange) durchgeführt werden, erfolgt in

der Schweiz über Scoach Schweiz AG. Die

Vorteile dabei sind die grosse Transparenz

der Börse und die effiziente Abwicklung.

Bei über die Börse abgewickelten Trades fällt

für den Anleger aber eine Börsengebühr an,

was bei ausserbörslichen Geschäften nicht

der Fall ist.

Grundsätzlich besteht während dem laufenden

Handel von strukturierten Produkten eine

Börsenpflicht, das bedeutet, Abschlüsse müssen

über die Börse abgewickelt werden. Ausnahmen

bilden Trades, deren Handels betrag

die Börsenpflichtlimite (CHF 100’000 bei

Einzelaufträgen, CHF 1’000’000 bei Sammelaufträgen)

übersteigt. Ausserhalb der Handelszeiten

können Abschlüsse ohne Rücksicht auf

Börsenpflichtlimite ausserbörslich getätigt

werden.

Im Jahr 2012 wurden rund 97 % der Trades

(82 % des Handelsumsatzes) über die Börse

(On-Exchange) und rund 3 % (18 % des

Handels umsatzes) ausserbörslich (Off-Exchange)

abgewickelt (Quelle: Scoach Schweiz AG,

Stand am 31.12.2012).

Market Making

Das Market Making wird von den Emittenten

strukturierter Produkte betrieben. Die Market

Maker sind also für einen essenziellen Teil des

Handels von strukturierten Produkten verantwortlich.

Während der Handelszeiten sind sie

stets bereit, für ein gewisses Handelsvolumen

strukturierte Produkte zu kaufen und zu verkaufen.

Die Market Maker stellen also Kaufund

Verkaufskurse (auch Geld-/Briefkurs oder

Bid/Ask genannt) für ihre strukturierten Produkte

und gewährleisten somit die Liquidität

dieser Produkte.

Ein Trade findet statt, wenn ein Auftrag eines

Anlegers mit einem Market Maker Quote

zusammengeführt, oder fachsprachlich

«gematched» werden kann.

Für die Market Maker besteht grundsätzlich

keine Pflicht, Kurse für ihre Produkte zu stellen.

Ausnahmen bilden die folgenden Produktkategorien:

Zertifikate auf Alternative Investments,

Actively Managed Certificates, Floored

Floaters und COSI ® -besicherte Produkte

(Collateral Secured Instruments). Für diese

Produktarten besteht für die Market Maker

eine Verpflichtung, bestimmte Qualitätsanforderungen

zu erfüllen.

Die Qualität der Preisstellung der Market

Maker wird von der Scoach an verschiedenen

Merkmalen gemessen und kann von jedermann

eingesehen werden. Diese Qualitätsmerkmale

umfassen unter anderem den

Spread zwischen Geld- und Briefkurs, die

Verfügbarkeit der Quotes und das Volumen,

für welche Preise gestellt werden.

Ein Index, der die Qualität der Market Maker

misst, ist der von payoff.ch monatlich publizierte

«Payoff Market Making Index (PMMI)».

Die Market Maker-Qualität wird dabei anhand

einer Punktzahl ausgedrückt. Bank Vontobel

erreicht eine Punktzahl von 90 (von maximal

100) und weist somit eine sehr hohe Market

Making-Qualität auf.

Auf der Website der Scoach Schweiz AG

(www.scoach.ch) stehen detaillierte Informationen zu

zentralen Regelungen des Handels von strukturierten

Produkten zur Verfügung. Beachtenswerte Themen

sind unter anderem Matching-Regeln, Verpflichtungen

von Market Makern und deren Qualitätsmerkmale.

Handelszeiten

Der börsliche Handel für strukturierte Produkte

an der Scoach läuft täglich von 09.15

bis 17.15 Uhr. Vontobel bietet den Kunden

darüber hinaus die Möglichkeit, auch ausserhalb

des laufenden Handels, vor- und nachbörslich,

strukturierte Produkte zu handeln.

Vorbörslich stellt Vontobel von 08.00 bis

09.15 Uhr und nachbörslich von 17.15 bis

22.00 Uhr Preise.

Anleger, die vor- oder nachbörslich ein strukturiertes

Produkt bei Vontobel handeln möchten,

können ihre Depotbank entsprechend

beauftragen. Diese wiederum meldet sich

telefonisch bei Vontobel. Vontobel stellt dann

einen Preis, welchen die Depotbank bzw. der

Anleger annehmen oder ablehnen kann.

Auftragsarten

Dem Anleger stehen verschiedene Auftragsarten

für den Handel von strukturierten Produkten

zur Verfügung. Zum einen gibt es

den normalen Auftrag (limitiert oder unlimitiert),

zum anderen Aufträge mit erweiterten

Limiten funktionen. Diese heissen «Stop-Loss»

und «Stop-Loss-Limit»- sowie «Stop-Buy»-

und «Stop-Buy-Limit»-Auftrag. Erfahren Sie

in den folgenden Abschnitten mehr über die

Funk tionsweisen und die wichtigen Eigenheiten

dieser Auftragsarten.

Der normale Auftrag

Der normale Auftrag ist der einfache Kauf

oder Verkauf eines strukturierten Produkts.

Der Kunde kann die Gültigkeit, tagesgültig

oder datiert, spezifizieren.


13

derinews Februar 2013

Know-how

Des Weiteren kann der normale Auftrag

limitiert oder unlimitiert aufgegeben werden.

Wird ein Auftrag unlimitiert (auch «Bestens»

oder «Market Order» genannt) aufgegeben,

so wird dieser zum aktuell besten Preis des

Auftragsbuches ausgeführt. Kann nicht das

gesamte Auftragsvolumen zum aktuell besten

Preis gehandelt werden, so wird das verbleibende

Volumen zum jeweils nächstbesten

Preis gehandelt. Dies geschieht, bis der Auftrag

vollständig ausgeführt ist. Sollten keine

Kauf- oder Verkaufsangebote im Auftragsbuch

vorhanden sein, so verbleibt die Order

im Auftragsbuch, bis sie ausgeführt werden

kann. Nach Ablauf der Gültigkeit wird der

Auftrag gelöscht. Der Vorteil eines unlimitierten

Auftrags ist, dass er in der Regel sofort

ausgeführt wird.

Ein limitierter Auftrag hingegen wird nur zu

einem der Limite entsprechenden oder einem

besseren Preis ausgeführt. Als Referenz für

das Limit werden Market Maker Quotes und

Kundenaufträge observiert.

Aufträge mit erweiterten

Limitenfunktionen

Gewisse Banken und Broker (wie bspw. Swissquote)

bieten Auftragsarten mit erweiterten

Limitenfunktionen an. Diese Auftragsarten

sind «Stop-Loss» und «Stop-Loss-Limit-Order»

sowie «Stop-Buy» und «Stop-Buy-Limit-Order».

«Stop-Loss»-Order

Bekannterweise können Wertpapierkurse

nicht nur steigen, sondern auch fallen.

Um Gewinne zu sichern und Verluste zu

beschränken, können Stop-Loss-Verkaufsaufträge

genutzt werden.

Bei diesen Aufträgen wird vom Verkäufer

eine Kursschwelle unter dem aktuellen Wertpapierkurs

spezifiziert, bei deren Erreichung

sofort ein Bestens-Verkaufsauftrag ins Orderbuch

gestellt wird. Da der Verkaufsauftrag

Bestens ausgeführt wird, besteht die Gefahr,

dass der Verkauf erst bei einem markant unter

der Kursschwelle liegenden Preis stattfindet.

Abhilfe schaffen «Stop-Loss-Limit-Order», bei

denen nach Erreichen der Kursschwelle keine

Bestens-Verkaufsorder, sondern eine limitierte

Verkaufsorder ins Orderbuch gestellt wird.

Dabei ist also sichergestellt, dass das Wertpapier

nicht zu einem Preis unterhalb des Limits

verkauft wird. Es besteht aber das Risiko, dass

das Wertpapier aufgrund des Limits nicht verkauft

wird und die Preise weiter fallen. Daher

ist es wichtig, «Stop-Loss-Limit-Orders» stets

zu beobachten, um auf solche Situationen

rechtzeitig reagieren zu können.

«Stop-Buy» Order

Bei «Stop-Buy»-Kaufaufträgen wird ein Kaufauftrag

mit einer Kursschwelle versehen,

welche über dem aktuellen Kurs liegt. Dies

erscheint auf den ersten Blick widersinnig.

Intuitiv will man nicht zu einem höheren Preis

kaufen, als aktuell am Markt angeboten wird.

Der Gedanke dahinter ist aber der, dass Anleger

nach Erreichen einer bestimmten Schwelle

oberhalb des aktuellen Preises von einem

weiteren Kursanstieg ausgehen. Wird also die

Kursschwelle erreicht oder überschritten, so

wird ein Billigst-Kaufauftrag ins Orderbuch

gestellt. Man kann also auf den sprichwörtlich

fahrenden Zug aufspringen und vom

weiteren Kursanstieg profitieren. Es handelt

sich hier um eine Trendfolgestrategie.

Bei Billigst-Aufträgen besteht das Risiko, dass

der Kauf zu einem bedeutend höheren Preis als

der angegebenen Schwelle ausgeführt wird.

Um dieses Risiko zu beschränken, kann man

eine «Stop-Buy-Limit-Order» nutzen. Bei dieser

Order wird bei erreichter Kursschwelle kein

Billigst-Kaufauftrag ins Orderbuch gestellt,

sondern eine limitierte Kauforder.

Bemerkung zu «Stop Orders»

Da die Börse «Stop Orders» nicht kennt, muss

die Limitenbeobachtung bei den jeweiligen

Banken und Brokern, welche diese Ordertypen

anbieten, geschehen. Diese beobachten

also die Kurse und schicken bei einem

Limiten ereignis die entsprechende normale

Order an die Scoach weiter.

Dabei stellt sich die zentrale Frage, wie die

Kursschwelle beobachtet wird. Insbesondere

gilt es zu beachten, ob eine Kursschwelle

getriggert wird, wenn die Kursstellung (Market

In der Rubrik Know-how erfahren Sie Neues rund

um strukturierte Produkte.

Maker Quotes) die Schwelle berührt oder

durchbricht, oder ob nur tatsächlich gehandelte

Preise zur Kursschwellenbeobachtung

herangezogen werden. Dies kann von Bank

zu Bank variieren.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung

Ein Anleger möchte zum Beispiel ein strukturiertes

Produkt verkaufen, falls der Preis

unter CHF 90 fällt. Der aktuelle Preis beträgt

CHF 100. Er gibt also einen «Stop-Loss»-

Verkaufsauftrag mit einer Kursschwelle von

CHF 90 auf. Nach der Aufgabe des Auftrages

sinken die Market Maker Quotes auf CHF 50.

Es finden jedoch keine Trades statt.

Obwohl die Kursstellung signifikant unter

die Kursschwelle gefallen ist, wird der «Stop-

Loss»-Auftrag nicht ausgeführt. Denn erst,

wenn ein Trade zu einem Preis kleiner oder

gleich CHF 90 stattfindet, wird die «Stop-

Loss»-Order getriggert und der Bestens-

Verkaufsauftrag ausgeführt.

Aus diesem Grund sind Stop-Aufträge für

strukturierte Produkte bei Anbietern, die letztbezahlte

Kurse zur Kursschwellen beobachtung

berücksichtigen, nicht sehr sinnvoll. Es wird

in diesem Fall empfohlen, die Kursstellung

zu beobachten und gegebenenfalls limitierte

Aufträge aufzugeben.

Kompakt

Bestimmt kennen Sie sich mit Finanzmärkten aus. Der Markt für strukturierte Produkte

zeichnet sich aber durch einige Spezialitäten aus, die für erfolgreiche Handelsaktivitäten von

zentraler Bedeutung sind. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, wie dieser Markt funktioniert.

Was sind Market Maker und welche Rolle spielen sie? Wann kann gehandelt werden? Des

Weiteren werden die verschiedenen Auftragsarten und deren wichtige Eigenschaften erläutert.


14

derinews Februar 2013

Investmentidee

Swissness im Portfolio

Value-Strategien verfolgen das Ziel, vom Aufholbedarf unterbewerteter Aktien zu profitieren. Das

Augenmerk richtet sich dabei besonders auf Schweizer Werte mit günstigen Bewertungen und überwiegend

soliden Dividendenrenditen: Eine gute Einstiegsmöglichkeit für mehr Swissness im Portfolio.

Nach den bisherigen Schätzungen von Marktexperten

ist die Schweiz 2012 doppelt so

stark gewachsen als die Konjunkturauguren

noch vor einem Jahr erwartet hatten. Im Jahresrückblick

behauptete sich die Schweizer Wirtschaft

im Vergleich zu den Turbulenzen im

Ausland ausgesprochen gut: So nahm das

Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1 % zu. Grund

dafür dürfte das gute Zusammenspiel zwischen

robuster Binnenkonjunktur und relativ krisenresistenter

Exportwirtschaft sein. Vor allem

der solide Arbeitsmarkt hat sich dabei als

besonders widerstandsfähig und beständig

erwiesen und auch der befürchtete Einbruch

bei den Exporten blieb dank dem gewichtigen

Einfluss der Pharmaindustrie und der dynamischen

Uhrenbranche aus. Dennoch bremste die

internationale Wirtschafts- und Währungs lage

und nicht zuletzt die gedämpften Aussichten

der traditionellen Maschinen-, Elektro- und

Metall industrie sowie der Tourismus branche

den Wirtschaftsgang der Schweiz.

Ausblick 2013

Die üppig fliessende Liquidität aus den QE-

Programmen der Zentralbanken hat die Risikoprämien

sinken und die Anleger für das neu

angelaufene Jahr neuen Mut fassen lassen.

Während für dieses Jahr ein verhaltenes

globales Wachstum von 3 % erwartet wird,

prognostizieren die Ökonomen von Vontobel

Asset Management für die Schweiz Zuwachsraten

von rund 1.4 %. Dabei sehen sie einige

Risiken für den Schweizer Aktienmarkt, etwa

ein erneutes Aufflammen der EU-Schuldenkrise,

eine anhaltende Rezession in der Eurozone,

enttäuschende Wachstumsprognosen

aus den Schwellenländern oder ein unvorteilhafter

Ausgang der Diskussionen über die

«Schuldenklippe» in den USA. Aufgrund der

unverändert hohen Nachfrage nach Schweizer

Franken gehen die Vontobel-Experten auch

für 2013 davon aus, dass die SNB den Euro-

Mindestkurs von CHF 1.20 verteidigen wird,

obwohl aufgrund der Kaufkraftparitäten

die Überbewertung des Frankens weiter

abgenommen hat.

Value-Aktien im Fokus

Im aktuellen Marktumfeld lohnt sich ein Blick

auf unterbewertete Aktien. Im Zuge einer

allgemein positiveren Wirtschaftsentwicklung

dürften sich diese Aktien stärker als der

Gesamtmarkt entwickeln. Eine interes sante,

dieser Aktien berücksichtigende Strate gie

ist der sogenannte Value-Ansatz, der auch als

«Value Investing» bekannt ist. Der US-amerikanische

Wirtschaftswissenschaftler und

Investor Benjamin Graham gilt als Vater der

funda mentalen Wertpapieranalyse, die als

Basis für das «Value Investing» dient. Diese

Anlagestrategie wird beispielsweise auch von

prominenten Börsengurus wie Warren Buffett

eingesetzt und zielt darauf ab, vom Aufholbedarf

unterbewerteter Aktien zu profitieren.

Anhänger des Value-Ansatzes suchen deshalb

jene Aktien, bei denen der innere Wert höher

als der aktuelle Aktienkurs ist.

Der Mehrwert der Value-Aktien wird anhand

mehrerer Parameter wie Preis-/Buchwert,

Kurs-Gewinn-Verhältnis und Enterprise Value

(EV/EBITDA) definiert. Zusätzlich weisen

diese Aktien in der Regel eine hohe Dividendenrendite

auf, die das Anlagerisiko vermindern

sollte. Der Value-Ansatz wird auch von

Vontobel Equity Research verfolgt.

Investieren in Schweizer Qualität

Aus einem Anlageuniversum von 135 Basiswerten

wird ein Korb mit zehn nach den Kriterien

des Value-Ansatzes aus dem Schweizer

Aktienmarkt ausgewählten Aktien zusammengestellt.

Neben den oben erwähnten Kenn-

zahlen ist auch die subjektive Einschätzung

des Equity-Teams für die Zusammensetzung

des Aktienkorbes massgeblich. So müssen die

in Frage kommenden Schweizer Unternehmen

vom Equity-Team entweder mit «Buy» oder

«Hold» eingestuft sein, über ein bewährtes

Geschäftsmodell verfügen und sich durch

klare Wettbewerbsvorteile auszeichnen. Zudem

weisen sie ein durchschnittliches Kurs-Gewinn-

Verhältnis (KGV) von 9.57 auf, was einen

deutlichen Abschlag zum Vorjahr darstellt. Die

erwarteten Dividendenrenditen fallen für 2013

mit 3.09 % hoch aus und werden im Produkt

in Form eines Preisabschlags bei Emission

berücksichtigt.

Das VONCERT auf einen «Swiss Value 2013»

Basket wird bereits zum fünften Mal lanciert.

Auch dieser Korb umfasst zehn an der Schweizer

Börse kotierte Unternehmen aus insgesamt

vier Branchen, wobei zyklische Werte und

der Finanzsektor ein leichtes Übergewicht

aufweisen. Aus den verschiedenen Sektoren

wurden jeweils führende Unternehmen mit

soliden Bilanzen ausgewählt, für die ein performancestarkes

Jahr anstehen könnte.

Produkteckdaten*

Basiswert

«Swiss Value 2013» Basket

Valor / Symbol

1415 0434 / VZSWV

Produktwährung CHF

Emissionspreis / Kursbasis CHF 99.20 / CHF 100.00

Anfangsfixierung /

Liberierung

Schlussfixierung /

Rückzahlung

22.02.2013 /

01.03.2013

24.02.2014 /

03.03.2014

Zeichnungsfrist bis 21.02.2013,

17.00 Uhr MEZ

*Emittent/Garantin: Vontobel Financial Products Ltd.,

DIFC Dubai/Vontobel Holding AG, Zürich (S&P A;

Moody’s A2). SVSP: Tracker-Zertifikat (1300).

Siehe Seite 10 für weitere Risikohinweise.

Das Termsheet (Final Terms) mit den rechtlich

verbindlichen Konditionen sowie weitere

Infor ma tionen zu Chancen und Risiken der Produkte

finden Sie unter www.derinet.ch.

Kompakt

Schweizer Werte mit günstigen Bewertungen und soliden Dividendenrenditen bieten derzeit

interessante Einstiegsmöglichkeiten. Gemäss bisherigen Schätzungen hat sich die Schweiz 2012

im Vergleich zu den Turbulenzen im Ausland gut behaupten können. Wir haben für Sie nach

dem bekannten «Value-Ansatz» starke Schweizer Werte zu einem Basket geschnürt, die sich

2013 stärker als der Gesamtmarkt entwickeln könnten.


15

derinews Februar 2013

Investmentidee

Unternehmen Sektor Prognosen für Basketmitglieder von Vontobel Equity Research 1 Gewichtung

2

KGV-

Ratio

2013E

Dividendenrendite

2013E

Rating

Vontobel

Equity

Research

AMS AG

Ascom

Holding AG

Bossard

Holding AG

Clariant AG

Credit Suisse

Group AG

Swiss Life

Holding AG

Swiss RE AG

Vaudoise

Assurances

Holding SA

Vetropack

Holding AG

Walter

Meier AG

Halbleiter

(Techno logie)

Elektro nische

Ausrüstungselemente

(Industrie)

Verbindungstechnik

(Industrie)

Chemie

(Basis material)

Banken

(Finanzdienstleistung)

Versicherungen

(Finanz dienstleistung)

Versicherungen

(Finanz dienstleistung)

Versicherungen

(Finanz dienstleistung)

Verpackungstechnik

(Basis material)

Gebäude -

technik

(Industrie)

AMS hat sich in den vergangenen Jahren als führender Zulieferer von optischen Sensoren und sog.

MEMS Mikrophonen für die Smartphone-/Tablet-Industrie etabliert. Als Zulieferer der wichtigsten

Unternehmen der Branche, etwa Apple, Samsung, LG oder Huawei, profitiert das in Österreich

ansässige und an der Schweizer Börse kotierte Hightech-Unternehmen von der ungebrochenen

Marktdynamik. Die Analysten von Vontobel Research erwarten, dass AMS auch im kommenden

Jahr die Umsätze weiter deutlich steigern kann. Auch eine weitere Verbesserung der Margen ist zu

erwarten.

Ascom ist in verschiedenen Nischen führender Anbieter für Software, Hardware, Systeme und

Gesamt lösungen im Bereich missionskritischer Kommunikation. Nach Meinung von Vontobel

Research kann das Unternehmen insbesondere durch die auf Kommunikations lösungen in Krankenhäusern

fokussierte Sparte Wireless Solutions profitieren. Dank dem Service-Geschäft dürfte das

Unternehmen auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten seine hohen Margen verteidigen können

und Nutzen aus der Expansion des hoch profitablen Softwaregeschäfts ziehen.

Bossard ist ein weltweit tätiger Anbieter von Verbindungstechnik mit mehr als 1800 Mitarbeitenden

in 50 Ländern. Das Unternehmen hat mit der kürzlich angekündigten Akquisition der Deutschen KVT

den Anteil von höhermargigen Spezialteilen am Produkteportfolio deutlich vergrössert. Die Analysten

von Vontobel Research sind der Ansicht, dass Bossard auch dank dieser Akquisition auf gutem Weg

ist, seine langfristigen Ziele zu erreichen, und daher auch in den kommenden Jahren trotz überdurchschnittlichen

Margen weitere Marktanteile gewinnen dürfte.

Der Basler Spezialitätenchemiekonzern Clariant hat mit dem Amtsantritt des neuen CEO Kottmann

im Jahr 2008 einen tiefgreifenden Wandel eingeleitet. Nach einer langen Serie von Rückschlägen und

misslungenen Umstrukturierungen hat es die neue Unternehmensleitung geschafft, die verschiedenen

Probleme nachhaltig zu lösen. Mit Süd-Chemie wurde 2011 zudem ein Unternehmen akquiriert,

das das Wachstumsprofil und die Profitabilität von Clariant zusätzlich verbessern sollte. Nach Ansicht

der Analysten von Vontobel sind in den kommenden Monaten weitere Verbesserungen zu erwarten,

welche das Unternehmen noch stabiler und profitabler machen. Dies dürfte sich auch in höheren

Aktienkursen widerspiegeln.

Ein Grossteil der Institute haben nach der Finanzkrise ihre Hausaufgaben gemacht und stehen heute

auf einem deutlich solideren Fundament als in den vergangenen Jahren. Dank eines tiefgreifenden

Umstrukturierungsprogramms (Einsparungen von CHF 2 Milliarden bis 2015) sollte Credit Suisse die

Risiken im Investment-Banking verringern und die Margen in der Vermögensverwaltung graduell

erhöhen können. Vontobel Research ist der Meinung, dass Credit Suisse kurz- bis mittelfristig auch

von politischer Unterstützung für den Markt mit festverzinslichen Papieren (RMBS) in den USA profitieren

könnte, da die Bank einen Grossteil des Umsatzes und Einkommens in diesem Bereich erzielt.

Die Swiss Life Gruppe ist ein führender europäischer Anbieter von Risiko-, Lebens- und Pensionslösungen.

Dank eines neuen Effizienzprogramms sollten die seit 2008 bereits um über 400 Millionen

Schweizer Franken verringerten Kosten um weitere 130 bis 160 Millionen sinken. Dies dürfte es dem

Unternehmen ermöglichen, die Eigenkapitalrendite weiter zu steigern. Nach dem Re-Branding von

AWD (Swiss Life Select) und dem damit verbundenen Abschreiber wurden die Gefahren für weitere

Abschreiber minimiert. Zusammen mit der in den letzten Jahren deutlich gestärkten Bilanz gibt dies

den Analysten von Vontobel Research Anlass zurAnnahme, dass die Aktie derzeit eine attraktive

Anlagemöglichkeit darstellt.

Swiss Re dürfte als eines der grössten Rückversicherungsunternehmen 2013 und 2014 davon profitieren,

dass die Vereinbarung mit Berkshire Ende 2012 ausgelaufen ist. Abgesehen von dem dadurch

entstehenden Potenzial für Prämiensteigerung von 25 % über 24 Monate kann Swiss Re frei werdendes

Kapital nun in attraktiveren Anlagekategorien investieren. Ausserdem gehen die Analysten von

Vontobel Research davon aus, dass der Aktienkurs in den kommenden Monaten von der attraktiven

Dividendenrendite von 5.1 % profitieren dürfte (CHF 3.5 pro Aktie). Zusätzlich gibt es auch Potenzial

für eine Spezialdividende in Höhe von CHF 1.5 bis 2.5 pro Aktie.

Vaudoise ist die einzige kotierte Versicherungsgesellschaft, die ausschliesslich auf dem Heimmarkt

Schweiz tätig ist. Der Hauptfokus liegt auf der Nähe zu den Kunden, was sich auch darin zeigt,

dass ein Teil der Gewinne an die Versicherungsnehmer ausbezahlt wird. Die Analysten von Vontobel

sind der Meinung, dass dieses Konzept dem Unternehmen Vaudoise auch in Zukunft erlauben wird,

Marktanteile zu gewinnen. Zu einem attraktiven Investment wird das Unternehmen zudem durch die

starke Bilanz (Solvency I Ratio von 369 %) und die im Vergleich sehr hohe Eigenkapitalrendite (>13 %

in den Jahren 2012 und 2013 VTe).

Vetropack ist einer der führenden Glashersteller in Europa und beschäftigt über 3000 Mitarbeitende

in insgesamt sieben Glasschmelzanlagen. Nach Ansicht von Vontobel Research dürfte das Unternehmen

einerseits von der steigenden Nachfrage nach Glasverpackungen profitieren und anderseits

dürften fortgesetzte Investitionen in die Anlagen dazu führen, dass die Effizienz und damit die Profitabilität

in Zukunft weiter gesteigert werden kann.

Walter Meier wurde 1937 gegründet und ist heute mit knapp 2000 Mitarbeitenden in über 70 Ländern

in der Klima- und Fertigungstechnik tätig. Die Analysten von Vontobel Research erwarten, dass durch

die in den vergangenen Jahren eingeleiteten Massnahmen und insbesondere die Fokussierung auf

verschiedene Kernbereiche die Profitabilität weiter gestärkt wird. Die attraktive Dividendenrendite von

5.2 % dürfte zudem in den kommenden Monaten den Kurs stützen.

15.00 % 11.70 2.60 % BUY

7.50 % 9.60 3.00 % HOLD

7.50 % 10.40 3.90 % HOLD

15.00 % 11.30 1.90 % BUY

15.00 % 11.30 1.90 % HOLD

15.00 % 7.10 3.40 % BUY

15.00 % 6.70 5.10 % BUY

3.33 % 5.90 2.90 % BUY

3.33 % 11.50 1.90 % HOLD

3.33 % 8.40 5.20 % HOLD

1

Stand am 24.01.2013, 2 bei Anfangsfixierung.


16

derinews Februar 2013

Rohstoff-Kolumne

Platingruppenmetalle an der Spitze

Gold und Silber

Nachdem bekannt wurde, dass sich innerhalb

der US-Notenbank eine wachsende Zahl

von Zentralbankern gegen eine Fortführung

der Anleiheaufkäufe nach dem Jahresende

ausgesprochen hatte, ging der Goldpreis in

eine Korrektur über, die das Edelmetall auf

Monatsfrist um 2.6 % fallen liess. Auch ein

schwächerer Dollar half nicht, die eingetrübte

Stimmung am Goldmarkt zu verbessern. Das

schwache Gold belastete auch das Silber,

obwohl es stark industriell genutzt wird und

sich die Konjunkturerwartungen der Marktteilnehmer

seit Jahresbeginn dank überraschend

guter Wirtschaftsdaten weiter aufhellten.

So fiel der Preis pro Unze Silber auf

Monatsfrist um fast 5 %.

Platin und Palladium

Positiver auf die Aufhellung der Wachstumsaussichten

reagierten die Platingruppenmetalle

(PGMs), die vorwiegend in der

Katalysa torherstellung Verwendung finden.

Das Palladium, das zu 71 % in Katalysatoren

verwendet wird, verteuerte sich um 5.6 %,

während Platin, das zu 38 % in der Autoindustrie

und zu 31 % in der Schmuckindustrie

verarbeitet wird, um 5.3 % nach oben kletterte.

Die Platingruppenmetalle, die in 20 % aller

Konsumgüter verwendet werden, profitieren

von einer Verschärfung der Umweltauflagen

für Fahrzeuge. Die Metalle werden zunehmend

knapp. So soll die Nachfrage nach Palla dium

in diesem Jahr um 15 % steigen, während das

Angebot stagnieren wird.

Weizen und Mais

Der Weizenpreis ging auf Monatsfrist in

eine Korrektur über und verbilligte sich an

der Warenterminbörse CME in Chicago um

11 %. Die neuen Lagerbestandsschätzungen

des US-Landwirtschaftsministeriums stellten

sich als belastender Faktor für den Weizenpreis

heraus, da selbige um 7.1 % auf 754

Millionen Bushel erhöht wurden, was weniger

Marktteilnehmer nach der Jahrhundertdürre

im vergangenen Jahr erwartet hatten. Dass

mehr Weizen in den Lagerhallen der Vereinigten

Staaten verblieb, lasse sich dem Mini sterium

zufolge auf den harten weltweiten Wettbewerb

zurückführen. So hätten einige Importeure

statt auf US-amerikanischen Weizen

auf Importe aus Lateinamerika gesetzt.

Der Preis für Mais fiel auf Monatsfrist um

3.7 %. Dem Maispreis macht zu schaffen, dass

der relativ günstige amerikanische Ölpreis die

Nachfrage nach Ethanol verringerte, weshalb

zuletzt die Verarbeitung von Mais zu dem

Benzinadditiv zurückging. Ausserdem berichteten

lateinamerikanische Landwirte, dass sie

Mais in diesem Jahr auf grösseren Flächen

kultivieren werden, als in der vorangegangenen

Saison.

Baumwolle und Arabica-Kaffee

Der Baumwollpreis verteuerte sich auf

Monatsfrist um 11 %. Der chinesischen

Baumwollvereinigung zufolge hat China

5.8 Millionen Tonnen der letztjährigen Ernte

zwecks Lagerhaltung vom Markt genommen.

Das entspricht 85 % der gesamten chinesischen

Ernte. Damit soll Analysten zufolge der

Preis gestützt werden, der in den Jahren 2011

und 2012 um bis zu 70 % eingebrochen war.

Der Preis für Arabica-Kaffee bewegte sich

auf Monatsfrist seitwärts. Der Abwärtstrend,

der vor eineinhalb Jahren begann, ist weiter

intakt. Der Kaffeepreis wird durch eine allgemeine

Verbesserung der Angebotsseite, vor

allem durch eine gute brasilianische Ernte,

belastet.

Kupfer und Brent-Öl

Der Preis für eine Tonne Kupfer verteuerte

sich auf Monatsfrist um 1.5 %. Das Industriemetall

reagierte positiv auf eine Stabilisierung

der weltweiten Wachstumserwartungen. So

stieg etwa der von HSBC und Markit berechnete

chinesische Einkaufsmanagerindex für

die verarbeitende Industrie im Januar auf den

höchsten Stand seit zwei Jahren und deutete

eine leichte Wachstumsbeschleunigung an,

nachdem sich die chinesische Wirtschaft zwei

Jahre lang immer weiter abgeschwächt hatte.

Aus China stammen 40 % der weltweiten

Nachfrage nach Kupfer.

Der Preis für ein Barrel Brent-Öl stieg um

3.6 % an und erreichte USD 113, womit er

nur mehr 6 USD unter seinem Jahreshoch

vom Februar 2012 lag.

Hinweis: Bericht vom 25.01.2013.

Bestellen Sie kostenlos unseren regelmässigen

Rohstoff-Newsletter unter www.derinet.ch.

Weitere Informationen zu Chancen und Risiken der

Produkte finden Sie unter www.derinet.ch.

Produkteckdaten

Emittentin

Vontobel Financial Products Ltd., DIFC Dubai

Garantin Vontobel Holding AG, Zürich (Standard & Poor’s A; Moody’s A2)

SVSP-Bezeichnung Tracker-Zertifikate (1300)

Basiswert

Dynamic VONCERT auf

Vontobel Oil-Strategy Index

VONCERT Open End auf

Vontobel Copper Strategy Index

Emissionspreis CHF 101.50

(inkl. 1.5 % Ausgabeaufschlag)

CHF 101.50

(inkl. CHF 1.50 Ausgabeaufschlag)

VONCERT Open End auf

JPMCCI Precious Metals TRI 1

CHF 100.80

(inkl. Ausgabeaufschlag von CHF 0.80)

Valor / Symbol 1014 0821 / VZOIC 1415 0011 / VZCIC 1208 7916 / ETCPMC

Anfangsfixierung / Laufzeit 08.05.2009 / Open End 26.04.2012 / Open End 01.01.2000 / Open End

Managementgebühr 1.2 % p. a. 1.4 % p. a. 1.0 % p. a. 2

Aktueller Briefkurs* CHF 133.40 CHF 96.90 CHF 111.50

*Stand am 04.02.2013

1

Weitere Produkte sind als pfandbesicherte Produkte (COSI ® ) sowie in Quanto CHF bzw. USD und Quanto EUR (währungsgesichert) erhältlich. Bei quanto-währungsgesicherten

Produkten wird die entsprechende Quanto-Gebühr in den Zertifikatspreis eingerechnet. Die Termsheets mit den rechtlich verbindlichen Angaben sowie weitere

Informationen sind unter www.derinet.ch jederzeit abrufbar. Bei nicht quanto-gesicherten Produkten besteht das entsprechende Währungs risiko. Siehe Seite 10 für weitere

Risikohinweise. 2 Managementgebühr: initial 1.00 %, kann geändert werden auf max. 2.00 % p. a.


17

derinews Februar 2013

Antworten auf Ihre Fragen

Was ist iTraxx?

Wie kann ich mir einen Überblick über die

Produktpalette von Vontobel verschaffen?

Unsere Website www.derinet.ch bietet eine

umfassende Produkt- und Ideenübersicht.

Neben Informationen zu aktuellen Investmentthemen

steht den Nutzerinnen und Nutzern

eine breite Auswahl an Hebel- und Anlageprodukten

zur Verfügung. Über den praktischen

Produkt-Finder können Sie die Suche durch

Ihre persönlichen Kriterien einschränken.

So erhalten Sie schnell und unkompliziert

einen Überblick über die Ihren Bedürfnissen

entsprechenden Produkte. Die Produktdetailseiten

informieren transparent und umfassend

über Chancen und Risiken der jeweiligen

Produkte. So sind beispielsweise die Gewinnund

Verlustwahrscheinlichkeiten auf einen

Blick ersichtlich. Zudem können Anleger

über die angezeigten Echtzeitkurse die Wertentwicklung

der verschiedenen strukturierten

Produkte laufend mitverfolgen oder

in übersichtlichen Charts anzeigen lassen.

Weiter haben Sie die Möglichkeit, unter der

Rubrik «Services» Ihr eigenes Service-Paket

zusammen zustellen. Mit unseren regelmässigen

Newsletters halten wir Sie ständig über unsere

Produkte und Anlageideen auf dem Laufenden.

Dies sind nur einige der vielen praktischen

Features. Besuchen Sie unsere Website

www.derinet.ch.

Was ist iTraxx?

iTraxx ist der Name einer Credit Default Swap

(CDS) Index-Familie, die von Markit publiziert

wird und die Regionen Europa, Australien

und Asien abdeckt. Die Indizes sind dazu

bestimmt, die Entwicklung der jeweiligen

Kreditderivatemärkte widerzuspiegeln. Sie

beziehen sich auf eine fixe Anzahl von

Schuldnern, die bestimmten Kriterien entsprechen

(z. B. Investment Grade/Non-Investment

Grade). Der am häufigsten gehandelte Index

unter den iTraxx Indizes ist der iTraxx Europe,

der sich auf die 125 liquidesten europäischen

Investment Grade-Schuldner bezieht.

Weitere wichtige Indizes sind u. a. der iTraxx

HiVol, der iTraxx Crossover, der iTraxx NonFin

(non-financials), der iTraxx SenFin (seniorfinancials)

und der iTraxx SubFin (sub-financials).

Auf diese Indizes können Credit Default Swaps

gehandelt werden, womit für Investoren die

Möglichkeit besteht, das Kreditrisiko über ein

diversifiziertes Portfolio long oder short zu

gehen (abzusichern).

Welchen Einfluss hat die Dividenden rendite

einer Aktie auf das Pricing eines

Bonus-Zertifikats?

Je höher die Dividendenrendite einer Aktie,

desto attraktiver lässt sich ein Bonus-Zertifikat

auf diese Aktie ausgestalten, d. h. desto höher

ist der Bonus bzw. desto tiefer ist die Barriere.

Während der Laufzeit hat eine vorher

bekannte Dividendenausschüttung keinen

Einfluss auf den Preis des Zertifikats, da diese

bereits bei dessen Lancierung berücksichtigt

wurde.

Wir freuen uns auf Ihre Fragen rund um das

Thema strukturierte Produkte. Senden Sie uns

ein E-Mail an zertifikate@vontobel.ch

oder rufen Sie uns an.

Unsere Spezialisten geben Ihnen gerne Antwort auf Ihre Fragen zu

strukturierten Produkten. Täglich teilen unsere Experten ihr Know-how

mit Ihnen via Telefon von 8.00 bis 18.00 Uhr oder per E-Mail unter

zertifikate@vontobel.ch.

Ihr «Advisory Financial Products»-Team in Zürich

Dreikönigstrasse 37, 8022 Zürich

Telefon + 41 58 283 78 88, Telefax + 41 58 283 57 67

zertifikate@vontobel.ch


18

derinews Februar 2013

Wissenswertes

Wussten Sie, dass …

Experten prognostizieren dem Luxusgüter-Markt weiteres Wachstum in den nächsten Jahren. Derzeit

ist es vor allem Chinas Mittelschicht, die das Wachstum der Luxusbranche antreibt. Ein Blick auf einige

der berühmtesten Nobelmarken.

Wussten Sie beispielsweise, dass …

… der Film «Lovestory», in dem Ali McGraw

1970 eine Coach-Tasche trug, der Marke

erstmals ein wenig Glamour bescherte?

Die Produkte der 1941 in den USA

gegründeten Lederwerkstatt galten bis

dahin als robust, aber langweilig.

… Coach sich dank der Fernsehserie

«Sex and the City» endgültig als

Kultmarke etablierte?

Mittlerweile tauchen Coach-Handtaschen

ebenso in Videoclips bekannter Musi -

ker innen wie auch am Arm von Stars und

Sternchen an Filmpremieren auf.

… die berühmten Hermès-Seidentücher mit

Reitermotiven den Schals napoleonischer

Soldaten nachempfunden wurden?

Die «Carré Hermès» kamen Ende der

30er-Jahre auf den Markt. Es gibt mehrere

tausend Entwürfe und jedes Jahr kommen

zwölf neue hinzu.

… Hermès letztes Jahr vier «Diamond

Birkin»-Taschen zum Preis von je

1.9 Millionen Dollar auf den Markt

gebracht hat?

Die Beschläge dieser Luxusversion sind

aus Gold gefertigt und mit Edelsteinen

besetzt.

… Prada, anfangs bekannt für exklusive

Lederwaren, 1919 königlicher

Hof lieferant wurde?

Das 1913 als «Fratelli Prada» gegründete

Unternehmen trägt noch heute

im erweiterten Logo das Wappen des

Hauses Savoyen.

… der Luxuskonzern LVMH mit einem

Markenwert von EUR 34.306 Milliarden

das wertvollste Markenunternehmen

Europas ist?

Weltweit liegt Louis Vuitton Moët Hennessy

gemäss der Eurobrand-Studie 2012

auf Rang 14.

… die weltweit grösste Schmuckladen-Kette

Chow Tai Fook (CTF) auch mit

Gold münzen und Goldbarren handelt?

CTF hat bereits 1300 Filialen, hauptsächlich

in China. Bis Ende 2016 sollen

es 2000 sein.

… einer der grössten Modekonzerne der

Welt im Jahr 1967 mit einem kleinen

Kredit als Krawattenfirma gegründet

wurde?

Ralph Lauren war einer der ersten

Designer, der seinen Kunden nicht nur

Produkte, sondern einen kompletten

Lifestyle verkaufte.

… Ralph Lauren 1972 den Auftrag

erhielt, die Kostüme für den Film

«The Great Gatsby» zu entwerfen?

Im gleichen Jahr lancierte er seine

noch heute aktuellen Polohemden

mit dem aufgestickten Polospieler

auf der Brust.

… Marilyn Monroe 1953 mit ihrem Song

«Diamonds Are a Girl’s Best Friend» das

Schmuckunternehmen Harry Winston

international bekannt machte?

Für 1 Milliarde Dollar hat die Swatch

Group kürzlich den «Juwelier der Stars»

erworben. Zum Luxusmarken-Portfolio

von Swatch gehören u. a. Breguet und

Blancpain.

… der amerikanische Modedesigner

Michael Kors als Kind im amerikanischen

Fern sehen in Werbespots auftrat?

Kors, der ursprünglich Karl Anderson hiess,

gründete sein Unternehmen im Alter von

22 Jahren. Heute beträgt dessen Börsenwert

rund 8 Milliarden Dollar.

… ein schlichter schwarzer Rucksack

aus Militärnylon der Marke Prada 1985

zum grossen Durchbruch verhalf?

Miuccia Prada, in den 70er-Jahren noch

eine überzeugte Kommunistin, gilt seither

als stilprägende Modemacherin.

Ob Taschen oder Schuhe, Luxus scheint nie ausser Mode zu kommen.


19

derinews Februar 2013

News und Tipps

Vontobel auf Roadshow in der Schweiz

Der Investor-Lunch für professionelle Anleger

ist seit bereits über acht Jahren fester Bestandteil

der von Vontobel veranstalteten Roadshow.

Im Zentrum stehen die makroökonomischen

Herausforderungen für das neue

Jahr. Auch dieses Mal setzten renommierte

Vontobel-Referenten neue Impulse für das

anspruchsvolle Umfeld und zeigten Chancen

und Risiken der Märkte sowie Strategien

und Investitionsmöglichkeiten mit strukturierten

Produkten auf. Als besonderer

Gast begrüsste Jens Korte, bekannter Wall

Street-Wirtschaftskorrespondent, das Publikum

und informierte über die neusten Trends

und die Lage nach den Wahlen 2012 in den

Vereinigten Staaten.

In allen Sprachregionen der Schweiz (Bern,

Basel, Genf, Lugano, Vaduz und Zürich) folgten

insgesamt über 750 Kundinnen und Kunden

der Einladung Vontobels, was die Veranstaltung

einmal mehr zu einem Highlight mit

durchgehend positiver Resonanz machte.

«In einem wie heute schwierigen Markt umfeld

haben Events wie die der Bank Vontobel

eine besondere Bedeutung. Die guten Referate,

verbunden mit einem exzellenten Lunch,

das angenehme Ambiente und Zusammenkommen

der wichtigsten institutionellen

Anbieter machen den Anlass zum Erfolg»,

sagte ein begeisterter Vermögensverwalter.

*Christophe Bernard ist Chefstratege der Vontobel-

Gruppe. Georg von Wattenwyl leitet im Vontobel

Investment Banking den Bereich Financial Products

Advisory & Distribution.

Während Christophe Bernard* den globalen Marktausblick präsentierte, gab Georg von Wattenwyl* spannende

Anlageideen mit strukturierten Produkten an die Profi-Anleger weiter.

Rechtlicher Hinweis

Die vorliegende Publikation dient lediglich der Information und stellt keine Anlageempfehlung oder Anlageberatung dar und ersetzt

nicht die vor jeder Kaufentscheidung notwendige qualifizierte Beratung, insbesondere auch bezüglich aller damit verbundenen Risiken.

In der Vergangenheit erzielte Performance darf nicht als Hinweis oder Garantie einer zukünftigen Performance verstanden werden. Allein

massgeblich sind die in den jeweiligen Prospekten enthaltenen vollständigen Bedingungen, die bei der Bank Vontobel AG, Financial

Products, CH-8022 Zürich, unter Tel. + 41 (0)58 283 78 88, kostenlos erhältlich sind. Weiter verweisen wir auf die Broschüre «Besondere

Risiken im Effektenhandel», die Sie bei uns bestellen können. Strukturierte Produkte gelten nicht als kollektive Kapitalanlagen im Sinne

des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und unterstehen deshalb nicht der Bewilligung und der Aufsicht der

Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA. Die Werthaltigkeit von strukturierten Produkten kann nicht nur von der Entwicklung des

Basiswertes, sondern auch von der Bonität des Emittenten abhängen. Der Anleger ist dem Ausfallrisiko des Emittenten/Garantiegebers

ausgesetzt. Diese Publikation und die darin dargestellten Finanzprodukte sind nicht für Personen bestimmt, die einem Gerichtsstand

unterstehen, der den Vertrieb der Finanzprodukte oder die Verbreitung dieser Publikation bzw. der darin enthaltenen Informationen

einschränkt oder untersagt. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Februar 2013. © Bank Vontobel AG. Alle Rechte vorbehalten.

Lizenzhinweis

Die Wertpapiere werden von J.P. Morgan Securities Ltd. nicht gesponsert, gefördert, verkauft oder unterstützt. J.P. Morgan bietet den

Wertpapierinhabern oder sonstigen Personen keine ausdrückliche oder stillschweigende Garantie oder Zusicherung, weder hinsichtlich

der Zweckmässigkeit, allgemein in Wertpapiere oder speziell in diese Wertpapiere zu investieren, noch hinsichtlich der Fähigkeit des

JPMorgan Commodity Curve Index, ein festgelegtes Ziel zu erreichen. J.P. Morgan hat der Bank Vontobel AG («Lizenznehmerin») eine

Lizenz zur Nutzung des JPMorgan Commodity Curve Index in Zusammenhang mit den Wertpapieren erteilt. J.P. Morgan ist nicht verantwortlich

für die Ausgabe, Verwaltung, das Marketing oder den Handel der Wertpapiere und übernimmt in dieser Hinsicht keinerlei

Verpflichtungen oder Haftung. J.P. Morgan ist der Marketingname für JPMorgan Chase & Co. und deren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften

weltweit.

COSI ® Collateral Secured Instruments Investor Protection engineered by SIX.

Impressum

Herausgeberin: Bank Vontobel AG,

Financial Products, Dreikönigstrasse 37, 8022 Zürich

Redaktion: Jessica Tresch, Adrian Kwasnitza,

Daniel Ellersiek

Marketing: Katia Bezzola Bussinger,

Sandra Chattopadhyay

Wussten Sie, dass … : Swisscontent Corp.

Erscheinungsweise: monatlich

Auflage: 7100 Exemplare

Gestaltung: Kovikom Werbeagentur AG ASW,

Zweierstrasse 35, 8004 Zürich, www.​kovikom.ch

Bestellen Sie via:

E-Mail: derinews@vontobel.ch

Internet: www.derinet.ch

oder schreiben Sie an: Bank Vontobel AG,

Financial Products, Marketing,

Dreikönigstrasse 37, 8022 Zürich


Bank Vontobel AG

Financial Products

Gotthardstrasse 43

CH-8022 Zürich

Telefon + 41 (0)58 283 78 88

Telefax + 41 (0)58 283 57 67

www.vontobel.com

www.derinet.ch

01/13 7100 DE

SC2013013001

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine