Wir sind für Sie da - Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft eG

arnsberger.wohnen.de

Wir sind für Sie da - Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft eG

Wir sind für Sie da

Neues Tempo informationsgerät

S. 3

Wir sind für Sie da

Ungenutzte Mülltonnen verursachen

Betriebskosten

S. 3

Zuhause

Das Hirschberger Tor,

bedeutende Erinnerung an die

barocken Zeiten des Kurfürsten

Clemens August

S. 5

Wir Mieter

Sven Porschhoefer, neuer Mieter

aus dem Ruhrgebiet

S. 9


2

Wir sind für Sie da

Wie funktioniert die Ablesung?

Wie funktioniert die Ablesung bei

der Heizkostenabrechnung? Die

Ablesefirma meldet sich an und

liest zu einem bestimmten Termin

die Geräte im Haus ab. Einige

Mieter fragen sich jedoch, warum

der Ableser nicht in die Wohnung

kommt. Ist man vergessen worden?

Nein, denn in vielen Häusern hat

die Genossenschaft eine Funkausstattung

installiert. Damit kann der

Ableser die Werte aller Wohnungen

in einem Haus an nur einem Gerät,

das z.B. im Hausflur installiert ist,

Die Betriebskostenabrechnung für

das Jahr 2004 kommt im Mai. Die

Genossenschaft ist für ihre Mieter

da, um bei Problemen zu helfen.

Wer Fragen hat, sollte sich mit

Herrn Sebastian Eickel von der

Genossenschaft in Verbindung

setzen. Bei zu hohen Nebenkosten

versucht die Genossenschaft

dem Mieter zu helfen und Einsparpotentiale

zu finden. Alle Belege

der Abrechnung können in der Geschäftsstelle

eingesehen werden.

Um Anfragen oder Beschwerden

beantworten zu können, muss jedoch

mit bis zu fünf Tagen gerech-

ablesen. Das lästige Betreten jeder

einzelnen Wohnung entfällt.

Die Wohnungsgenossenschaft lässt

ausschließlich elektronische Heizkostenverteiler

einbauen. Diese

Geräte arbeiten genauer als die

Kaltverdunstungsgeräte.

Sollte ein Mieter mit dem Ablauf

der Ablesung nicht zufrieden sein,

so kann er sich mit der Wohnungsgenossenschaft,

Ansprechpartner

Sebastian Eickel, in Verbindung

setzen.

Betriebskostenabrechnungen im Mai

Dienstleistungen in Anspruch zu

nehmen ist nicht jedermanns Sache.

Viele sagen sich immer noch,

was ich selber erledigen kann, das

mache ich auch – und spare auf

diese Weise im Laufe der Zeit eine

schöne Stange Geld. Wenn die

Front der Mitmenschen, die sich

zum Beispiel vor Haus- und Gartenarbeit

nicht scheuen, bröckelt,

dann müssen eben andere Regelungen

getroffen werden. Denn eines

ist klar: Die anfallenden Arbeiten

sind zu erledigen – von wem

auch immer.

net werden. Denn alle Betriebskosten-

und Heizkostenabrechnungen

werden zum selben Termin versandt.

Selbstverständlich haben Sie

das Recht, Ihre Abrechnung von

einem Mieterverein oder Rechtsanwalt

überprüfen zu lassen. Aber

sprechen Sie zuerst mit uns. Die

meisten Probleme können auch

ohne Mieterverein oder Rechtsanwalt

geklärt werden. Denn Sie

haben nicht nur als Mieter, sondern

auch als Mitglied in einem

vertrauensvollen Dialog Anspruch

auf Klärung. Dafür steht ihre Genossenschaft.

Treppenhausreinigung für 8,89 €

Als konkretes Beispiel sei hier die

Treppenhausreinigung in einem

16-Familienwohnhaus mit 6 Geschossen

in Arnsberg genannt. Sie

wird seit Oktober 2004 durch eine

Gebäudereinigungsfirma aus Hüsten,

erledigt. Treppenhaus, Aufzug

und Eingangsbereich werden wöchentlich

gereinigt, außerdem vierteljährlich

die Glasflächen (Fenster

im Treppenhaus und in den Zwischenfluren).

Dies kostet pro Jahr

1.800 Euro. Pro Wohnung und

Monat entstehen Kosten in Höhe

von 8,89 Euro.

Die Genossenschaft fragt:

• Wie stehen Sie als Mieter zur

Dienstleistung?

• Welche Dienstleistungen würden

Sie sich wünschen?

• Welche Allgemeinpflichten

möchten Sie anders geregelt

wissen?

• Gern werden Anregungen und

Wünsche entgegengenommen.

Ausgabe 1/2005

Handwerker-Notdienst

Es gibt Situationen, in denen schnelle Hilfe notwendig ist

Sanitär/ Arnsberg Fa. Beste + Voss Tel.: 02931-10594

Heizung

Neheim/Hüsten Fa. Dymek Tel.: 02932-83101

Höingen

Bergheim/

Herdringen

Fa. Schlüter Tel.: 02932-7426

Sundern/Stemel Fa. Plass Tel.: 02933-3153

Enkhausen Fa. Schültke Tel.: 02933-2057

Elektro Arnsberg Fa. Schmidt Tel.: 02931-21466

Neheim/Hüsten

Bergheim/

Herdringen

Höingen

Fa. Erlenkamp Tel.: 02932-22626

Sundern/Stemel Fa. Schäfer Tel.: 02933-2507

Enkhausen

Dach Arnsberg Fa. Hesse Tel.: 02931-52130

Neheim/

Bergheim

Fa. Aland Tel.: 02932-22578

Hüsten/

Herdringen

Höingen

Fa. Herbst Tel.: 02932-54120

Sundern/Stemel Fa. Rischen Tel.: 02933-2736

Enkhausen

Kabelfernsehen Tele Columbus Tel.: 02941-97900

Unsere Handwerker sind an allen Werktagen für Sie im Einsatz. Aber auch sie

wünschen sich ungestörte Freizeit, deshalb bitte nur im äußersten Notfall anrufen.

Doris Knechtel nach 40 Jahren in den

Ruhestand verabschiedet

Doris Knechtel

arbeitete

40 Jahre für

die Wohnungsgenossenschaft.

Als

Bürokauffrau

hat sie die

technische Abteilung der Genossenschaft

tatkräftig mitgestaltet. Doris

Knechtel war maßgeblich daran beteiligt,

als die Genossenschaft – als eines

der ersten Wohnungsunternehmen

in der Bundesrepublik – eine

EDV-unterstützte Wohnungs- und

Gebäudeausstattung erstellte.

Ende Februar 2005 wurde sie in den

Ruhestand verabschiedet.

Vielen Mietern und ganz besonders

den Hauswarten war sie als stets

kompetente Ansprechpartnerin für

Reparaturmeldungen und Schadensabwicklungen

bekannt.

Mitarbeiter, Vorstand und Aufsichtsrat

wünschen ihr Gesundheit und

alles Gute für einen aktiven Lebensabend.


Schuldenfalle Mietnebenkosten

Über das Thema Hartz IV berichtete der HAUS-

BLICK bereits ausführlich in der letzten Ausgabe.

Hier noch einige Ergänzungen: Bei der

Berechung des Bedarfs zur Sicherstellung des

notwendigen Lebensunterhalts werden nach

dem Sozialgesetzbuch (SGBII) Pauschalen berücksichtigt,

die entsprechend der Zahl der in

häuslicher Gemeinschaft mit dem Bedürftigen

lebenden festgelegt werden. Nebenkosten werden

bis zu einer Höhe von 35 € pro Monat und

Person plus 15 € monatlicher Grundbetrag für

den Haushalt berücksichtigt. Das ergibt für eine

Person 50 €, für zwei Personen 85 € (35 + 35

+15 €) und so weiter. Zusätzliche Forderungen

aus Abrechnungen zu Mietnebenkosten

werden künftig von der Stadt nicht übernommen.

Setzen sie sich mit Herrn Sebastian Eickel

Tel. 02932/475910, Ansprechpartner bei der

Genossenschaft, in Verbindung. Vereinbaren

sie Nebenkostenpauschalen, die angemessen

sind. Denken sie dabei an den vergangen

strengen Winter und die Auswirkungen auf

die Heizkostenabrechnung. Nach der Jahresabrechnung

sollten keine oder zumindest keine

hohen Nachforderungen entstehen. Zur finanziellen

Sicherheit der Mieter, die nach dem Sozialgesetzbuch

hilfebedürftig sind, besteht mit

deren Einverständnis die Möglichkeit, dass die

Städte die zu zahlende Miete und die Nebenkosten

direkt auf das Konto der Genossenschaft

überweisen.

Info

Ein weiterer Tipp: Nicht nur Empfänger

von Sozialhilfe, sondern auch

Empfänger von Arbeitslosengeld II

können sich von der Zahlung von

Rundfunk- und Fernsehgebühren befreien

lassen. Anträge dazu gibt es bei den Sozialämtern

der Städte.

Ungenutzte Mülltonnen verursachen

Betriebskosten

In der Stadt Sundern wurden die Müllgefäße

im Januar mit einem elektronischen Datenträger

ausgestattet. Alle Abfalltonnen haben

jetzt einen Mikro-Chip, so dass sie eindeutig

zugeordnet werden können. Nur in einer

Übergangszeit bis Ende Februar wurden auch

noch Gefäße ohne Chip geleert. Bei der Einführung

des neuen Systems hat die Genossenschaft

festgestellt, dass es einige Häuser

gibt, in denen nicht alle Mülltonnen benutzt

wurden. Alle Mieter einer Hausgemeinschaft

sollten gemeinsam überlegen, wie viele Gefäße

tatsächlich benötigt werden. So können die

Betriebskosten gesenkt werden.

Auch bei der Abfuhr der gelben Säcke hat es

seit Januar Änderungen gegeben. Sie erfolgt

nunmehr alle 14 Tage dienstags. Wenn neue

gelbe Säcke benötigt werden, können diese

im Bürgerbüro am Levi-Klein-Platz 7 abgeholt

werden.

Kontakt:

Firma Möscheid

Tel. 01 80 / 5 78 56 00

Ansprechpartner im Haus der

Wohnungsgenossenschaft:

Frau Winde, Tel. 0 29 32 / 47 59 10

Info

Tipp: Näheres über Müll und dessen

Entsorgung erfahren Sie auf unserer

Homepage www.wgas.de unter

Service.

Ausgabe 1/2005

Wir sind für Sie da

Neues Tempoinformationsgerät

Es muss nicht immer gleich zu Geldstrafen

kommen, oft reicht auch schon der erhobene

Zeigefinger oder ein Tempoinformationsgerät,

das seit Dezember 2004 die Autofahrer an

kritischen Verkehrspunkten auf ihre aktuelle

Geschwindigkeit hinweist. Die Anschaffung

des Gerätes wurde durch mehrere regionale

Firmen finanziert, darunter auch die Wohnungsgenossenschaft

Arnsberg und Sundern.

Durch das Gerät werden Gefahrenstellen

gezielt entschärft. Zunächst stand es an der

Ortsdurchfahrt Müschede, später an der Ortsdurchfahrt

Rumbeck. Die unterschiedlichen

Standorte werden im Rahmen der Ordnungspartnerschaft

zwischen der Stadt Arnsberg und

der Polizei festgelegt. Wünschenswert, so die

Wohnungsgenossenschaft, wäre auch einmal

der Einsatz des Gerätes an der Scharnhorststraße

in Neheim. Hier fahren nach Ansicht vieler

Anwohner die Autofahrer oft zu schnell.

Nennen Sie uns weitere „Raser-Strecken“ in

unseren Wohngebieten. Wir kümmern uns gemeinsam

mit den Ordnungsbehörden darum.

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Wir über uns

Offene Kinderbetreuung in zentraler Lage von Neheim

Kooperation zwischen „Friends“ und kfd-Tagesmütter

Gut angenommen wird die offene Kinderbetreuung

in zentraler Lage von

Neheim. Im Fitnessstudio “Friends”

an der Langen Wende 45b können

Eltern ihre Kleinen mal für einige

Stunden abgeben. Sie werden dort fachkundig

spielerisch betreut, während Mutter

und/oder Vater in Ruhe Einkäufe, Frisör-

oder Arzttermine erledigen können. Für

jedes Kind sind pro Stunde zwei Euro zu

zahlen. Für Geschwisterkinder gibt es Rabatt.

In dem 85 Quadratmeter großen Raum

kümmern sich zwei Erzieherinnen um den

Nachwuchs. Dort geht es richtig munter zu.

Bis zu 24 Kids tollen hier herum oder spielen

altersgerechte Spiele. Bis zu zehn Jahre

alt können die jungen Gäste sein.

Stefanie Plümper, die das Fitnessstudio “Friends”

betreibt, hatte für ihre Mitglieder

schon immer eine Kinderbetreuung. So bot

sich die Öffnung für alle Interessenten an. Dazu

holte man den kfd-Tagesmütter Arnsberg

e.V. mit ins Boot. Diese Organisation hat sich

durch ihre zahlreichen Aktivitäten auf dem

Gebiet der Kinderbetreuung einen Namen

gemacht. Vorsitzende Rosemarie Goldner

fand die Idee auf Anhieb “sehr gut”. Auch

die Werbegemeinschaft Aktives Neheim unterstützt

die offene Kinderbetreuung durch

Werbemaßnahmen, wie z.B. ein Infoblatt,

welches in den beteiligten Geschäften ausgelegt

wird. Interessenten schauen einfach

mal bei “Friends” herein oder erkundigen

sich telefonisch: 0 29 32 / 9 78 13.

Rotkehlchen nistete in Zeitungsröhre

Da staunte der Zeitungszusteller in Gierskämpen

nicht schlecht. Der Platz in der Zeitungsröhre

war eines Tages plötzlich besetzt. Ein Rotkehlchen

hatte die Plastikröhre als Brutplatz erwählt

und sich hier ein Nest gebaut. Die Bewohner

schalteten rasch und befestigten einen Zettel mit

der Aufschrift “Bitte keine Zeitung einstecken:

Vogelnest” neben der Röhre. Das putzmuntere

Rotkehlchen ließ sich problemlos aus nächster

Nähe fotografieren. Die Brut in der geschützten

Röhre war sehr erfolgreich. Fünf junge Rotkehlchen

schlüpften aus den Eiern und reckten ihre

Schnäbel hungrig in die Luft. Erst als sie selber

fliegen konnten, war die “Kinderstube” nicht

mehr erforderlich und konnte wieder als Zeitungsdepot

genutzt werden.

Ausgabe 1/2005

Denken Sie bitte daran, über den Winter auf

dem Balkon oder im Garten zusammengestelltes

Mobiliar kann unter Umständen unsere

Mitgeschöpfe dazu verleiten, sich hier häuslich

nieder zulassen und ihre Kinderstube einzurichten.

Es wäre schade, wenn Sie dann den ganzen

Sommer ihre Sitzmöbel nicht nutzen könnten

oder……????


1762 am Ende des Siebenjährigen Krieges versank

das Arnsberger Schloss durch preussische

Kanonenkugeln in Schutt und Asche. Clemens

August (1700 – 1761), der als Kurfürst des Herzogtums

Westfalen regelmäßig von Köln aus

zur Jagd ins Sauerland kam, hatte das Gebäude

durch den bekannten Münsteraner Baumeister

Schlaun prächtig ausgestalten lassen. Arnsberg

war damals ein kleines Bauerndorf, das sich lediglich

vom Schlossberg bis zum unteren Steinweg

erstreckte. In Arnsberg erinnert nicht mehr

viel Bausubstanz an Clemens August. Die Steine

der Schlossruine nutzte man zum Bau einer Kaserne,

die heute als Verwaltungsgericht genutzt

wird.

Lediglich ein markantes Gebäudeteil aus jenen

Zeiten ist noch original vorhanden, obgleich es

ursprünglich nicht aus Arnsberg stammt.

Das Hirschberger Tor markierte den Zuweg zum

Jagdschloss in Hirschberg, ebenfalls unter Clemens

August ausgebaut. In den Wäldern rund

um Arnsberg und Hirschberg ging der leiden-

Ausgabe 1/2005

Zuhause

Wilde Jagd in Stein gehauen

Bedeutende Erinnerung an die barocken Zeiten des Kurfürsten Clemens August

Jakob Lofing hilft Familien in Sibirien

“Der Weihnachtsmann für Sibirien ... lebt

in Sundern und schickte bisher 5,5 Tonnen

Hilfsmittel in seine alte Heimat.” So schrieb

Mitte Dezember eine große überregionale

Tageszeitung über den Rentner Jakob Lofing

(74), der in Sundern in der Eichendorfstraße

in einer Wohnung der Genossenschaft lebt.

Vor sechs Jahren siedelte er nach Deutschland

aus. Doch das karge Leben in seiner al-

ten Heimat hat er nicht vergessen. So hilft

er von hier aus, so gut er kann. Tatsächlich

hat er bisher über 5500 Kilo Hilfsgüter per

Paket auf die 7000 km lange Reise geschickt.

Beim Sammeln von Spenden wird der rüstige

Rentner, der in seiner Heimatstadt Omsk

Feuerwehrmann war, von der Caritas Sundern

unterstützt. Kleidung, Bettwäsche und

Decken sind ebenso begehrt wie Spielzeug

für die Kinder. All diese Dinge stapeln sich im

Abstellraum der Wohnung. Das Porto für die

Pakete zahlt Jakob Lofing aus eigener Tasche,

obgleich die Rente eher bescheiden ist. 65

Jahre in Rußland waren eine harte Schule.

“Ich habe Freude daran, das Leben für andere

ein bißchen besser zu machen”, erklärt er.

Hintergrund ist auch seine tiefe Religiösität.

Heute unterstützt Jakob Lofing die christliche

Adventisten-Gemeinde in Neheim. Jakob

Lofing bekommt viele freundliche Briefe mit

Erinnerungsfotos, auf denen die Empfänger

mit dem Paket abgebildet sind.

schaftliche Nimrod zur Jagd, um Hirsche, Wildschweine

und Auerhähne zu erlegen.

Das Eingangstor zum Hirschberger Schloss wurde

1753 von Schlaun entworfen und von dem

Steinmetz Manskirch ausgeführt. Es zeigt Motive

aus der damals üblichen Parforce-Jagd. Bei

diesen Treibjagden verfolgten und stellten Jagdhunde

das Wild. Die Nachfolger von Clemens

August hatten weder die Jagdleidenschaft noch

das Geld, um in dieser Einsamkeit ein Schloss zu

unterhalten. Das Gebäude verfiel zusehends.

Die ab 1802 in Westfalen regierenden Hessen

gaben es zum Abbruch frei. Nur ein Flügel blieb

zunächst als Forstamt erhalten. Erst 1824, als

die Preußen, alle erhaltenswerten Kunst- und

Kulturdenkmäler registrierten, wurde das Eingangstor

in Hirschberg aus seinem Dornröschenschlaf

befreit. Landrat Thüsing veranlasste die

Neuaufstellung in Arnsberg an markanter Stelle.

Man wählte den Platz neben der Propsteikirche

und dem einstigen Kloster Wedinghausen aus.

Dieser Standort bildet heute das Tor zum beliebten

Naherholungsgebiet Eichholz und zum

Gymnasium Laurentianum.

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Schwerpunkt: Hobbyzoo

Die Arche Noah an der Ruhr

Lothar Babilons Welt umfasst mehr als 40 Vogelarten

Lothar Babilon (64) hat ein aufwändiges

Hobby. Der engagierte Mieter der Wohnungsgenossenschaft

aus der Ringstr. 153

mag Tiere. Und so wurde aus einem kleinen

Hobby fast ein Vollzeitjob. Jeder Autofahrer,

der in Arnsberg durchs Alte Feld

und über die Jägerbrücke fährt, hat dort

rund um das ehemalige Bleichehäuschen

schon die vielen Wasservögel gesehen, die

munter schnatternd umherfliegen. Auf der

Wiese grasen friedlich einige Shettlandponys.

Dies ist die Welt von Lothar Babilon,

eine Welt fast wie auf der Arche Noah.

Inzwischen kann er die bunte, gefiederte Ansammlung

kaum mehr zählen. Er hat zehn

Teiche angelegt, auf und an denen sich bis zu

40 Arten von Vögeln tummeln. Von der Mandarinente

bis zum Schwarzen Schwan ist alles

vertreten. Nilgänse fliegen frei herum, drehen

ihre Runden durchs Ruhrtal und schwimmen

auf der Ruhr, kommen aber stets wieder zurück.

Die Nandus, die ursprünglich aus den

Anden stammen und in 3.000 m Höhe leben,

kommen mit dem sauerländischen Winterwetter

gut klar. Sie liegen draußen und lassen sich

einfach zuschneien, so dass nur noch der Kopf

hervorlugt.

Emus aus Südamerika

Dagegen ziehen die Emus aus Südamerika es

vor, im Unterstand Schutz vor der Kälte zu suchen.

Sie haben sich zwar weitgehend aklimatisiert,

aber im Jahreszyklus nicht umgestellt. So

Ausgabe 1/2005

legten sie hier ihre Eier im Februar im tiefsten

Winter. Pfauen, die früher auch zum Bestand

zählten, gibt es jetzt am Mühlengraben nicht

mehr. “Das laute Schreien beim Balzen konnte

ich den Nachbarn nicht mehr zumuten”, sagt

der Tierliebhaber.


Unterstützung findet Lothar Babilon nicht nur

durch seine Ehefrau Marlies, sondern vor allem

durch die beiden Töchter Melanie (33) und

Ramona (29). Sie helfen gern. Zu tun gibt es

auf dem großen Areal zwischen Mühlengraben

und Ruhr immer etwas. Morgens und abends

muss gefüttert werden. Am Wochenende wird

gesäubert und ausgemistet. Dazwischen ist immer

etwas zu reparieren und zu gestalten.

Schutz durch selbstgebaute Nistkästen

Die neueste Errungenschaft des Hobby-Zoologen

sind gebastelte Nistkästen, in denen die Enten

brüten, ohne durch Krähen und Elstern attackiert

werden zu können. Auch vor hungrigen Füchsen

musste das Gefieder geschützt werden. Lothar

Babilon stellte einen Zaun auf, der bis in den Erdboden

reicht. Jetzt ist es nur noch der Habicht,

der hier ab und zu Beute macht.

Bis 1995 war das Haus, das über eine kleine

Fußgängerbrücke vom Mühlengraben aus zu

erreichen ist, noch bewohnt. Früher war es bei

Hochwasser von den Fluten der Ruhr umspült.

Doch seitdem der Mühlengraben richtig gesäubert

worden ist, läuft das Wasser stets zügig ab.

Zunächst hatte Lothar Babilon, der seit Herbst

2004 Rentner im “Unruhestand” ist und zuvor

bei der Ruhr-Lippe-Industrieeisenbahn gearbeitet

hat, eine Fläche von 8.000 Quadratmetern am

Bleichehäuschen von der Stadt gepachtet. Als

die Sauerländische Papierfabrik, zu der auch der

Mühlengraben zählte, ihre Arbeit einstellte, kamen

noch einmal 10.000 Quadratmeter hinzu.

Diese Fläche überließ der neue Eigentümer der

ehemaligen Papierfabrik dem Tierfreund kostenlos

zur Nutzung.

Bis zu 200 Kücken können bei idealer Witterung

pro Jahr schlüpfen. Alles Naturbrut. Brutmaschinen

gibt es in dem “Tierpark” an der Ruhr nicht.

In heißen Sommern gibt es kaum Nachwuchs.

Marlies Babilon ahnte bereits kurz nach der Hochzeit,

worauf sie sich eingelassen hatte. Ihr Mann

konstruierte damals im Wohnzimmer für die ersten

Wellensittiche eine Vogelvoliere als Raumteiler.

Heute hat das Paar in der gemütlichen Wohnung

in der Ringstr. 153 einen Graupapagei in der

Küche, der munter drauflos plappert.

Der kleine Zoo am Mühlengraben zählt inzwischen

zum Arnsberger Stadtbild. Im Sommerhalbjahr

kommen Kindergartengruppen und

Schulklassen zu Besuch, um Enten, Gänse, Nandus

und Emus zu sehen, die man sonst nur aus

dem Biologiebuch kennt.

Ausgabe 1/2005

Schwerpunkt: Hobbyzoo

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blauen Licht. Incl. 3 Batterien

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Rätsel

Raten und Gewinnen

Gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein

von der Fruchtbörse im Wert von 50,- €.

Wo stand das Hirschberger Tor ursprünglich?

Infos zum Hirschberger Tor finden Sie auf Seite 5 in dieser Ausgabe.

Schicken Sie die Lösung per Post an:

Brinkschulte & Partner, Hauptstraße 6, 59755 Arnsberg oder per E-Mail an

hausblick@brinkschulte.com. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2005.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der Gewinner wird in der nächsten Ausgabe bekannt gegeben.

Rätselgewinner

Der Gewinner des letzten Rätsels ist: Elvira Steffen, Breslauerstr. 1, in Arnsberg.

Viel Spass mit dem Einkaufsgutschein der Fruchtbörse Sauerland über 50,- €.

Die Lösung lautete „Ausgabe 2/2003“.

Der Winter hat im Februar seinem Namen alle

Ehre gemacht. Doch nun ist Frühling angesagt.

Die Natur erwacht, Garten und Balkon rücken

wieder ins Augenmerk.

Hier die Gewinner der Plätze zwei und drei

unseres Garten-/Balkon-Wettbewerbs: Es sind

Gerda Leygraaf, Zum Fürstenberg 25,

Neheim (50,- €) und Anna Holz, Gladenbruch

8, Hüsten (25,- €), denen es gelungen

ist, stets für herrliche Blumenarrangements im

Eingangsbereich zu sorgen.

Wie bereits im letzten “Hausblick” berichtet,

haben Otto und Elisabeth Fischer aus der Seibertzstraße

16 in Arnsberg den ersten Preis

gewonnen. Sie pflegen in ihrem Garten u.a. 20

verschiedene Sorten Fuchsien.

Jetzt heißt es auf ein Neues. Die Wohnungsgenossenschaft

veranstaltet auch in diesem Jahr

wieder den Wettbewerb “Wer hat die schönste

Balkonbepflanzung, bzw. den schönsten

Garten?” Wir wünschen allen Mietern einen

“grünen Daumen” und viel Freude an ihrer bunten

Blumenpracht. Die Gewinner werden wir

Ende 2005 bekannt geben.

Ausgabe 1/2005

Der Feinschmecker

Heilbutt auf

amerikanisch

Rezept aus dem RWE-Kochbuch,

das Sie bei der Wohnungsgenossenschaft

für 16,- € erwerben können.

Zutaten für 4 Personen

4 Heilbuttkotelettes

je etwa 250 g

Zitronensaft und Salz

100 g Speck

200 g Krabben

1 Dose Maiskörner

Abtropfgewicht etwa 285 g

2 EL Sojasoße

Salz und Pfeffer

Zubereitung

Fisch säubern, säuern und mit Salz bestreuen.

Speck in Würfel schneiden, auslassen. Die

Kotelettes mit dem Speck 5-6 Minuten von

beiden Seiten braten. Die Koteletts herausnehmen

und warmhalten. Krabben und Mais im

Bratfett erhitzen, mit Sojasoße, Salz und Pfeffer

abschmecken. Die Heilbuttkoteletts zusammen

mit dem Mais und den Krabben anrichten.

Neuer Garten-Wettbewerb: Schöne Gärten und Balkone gesucht

Der zweite Platz im Gartenwettbewerb 2004

Der dritte Platz im Gartenwettbewerb 2004


Was will der denn hier?

Die Wohnungsgenossenschaft

Arnsberg-Sundern hat seit dem

1. Februar 2005 einen neuen

Mieter, der einen kuriosen Werdegang

hinter sich hat.

Geboren und aufgewachsen in

Dinslaken begann Sven Porschhöfer

1997 seine Ausbildung zum Energieelektroniker

auf dem Bergwerk

Lohberg/Osterfeld. Er trat damals,

wie es im Ruhrgebiet Tradition ist,

in die Fußstapfen seiner Großväter

und seines Vaters, die allesamt im

Bergbau tätig waren.

„Die Arbeitsmarktsituation sah

damals schon nicht so rosig aus

und ohne weitere Perspektiven

entschied ich mich damals für den

Pütt“, so Sven Porschhöfer heute.

Als größter Arbeitgeber in Dinslaken

fördert das Bergwerk mit einer

Belegschaft von 3.000 Arbeitnehmern

ca. 10.000 Tonnen Steinkohle

täglich. Noch während seiner

Ausbildung stellte er sich zur Wahl

zum Jugend- und Auszubildendenvertreter

und wurde auf Anhieb

zum Vorsitzenden gewählt. Doch

da die Gesamtsituation des Deutschen

Steinkohlenbergbaus weiter

ungewiss ist, entschied sich Sven

Porschhöfer im Juni 2003 zu einer

Umschulung zum Werbekaufmann

in Essen.

Im Sommer 2004 bewarb er sich

für ein betriebliches Praktikum bei

Brinkschulte & Partner in Essen.

„Ich bekam einen Anruf von Helge

Brinkschulte“, erinnert sich Sven

Porschhöfer. „Herr Porschhöfer wir

haben eine gute und eine schlechte

Nachricht für Sie. Die Gute ist, wir

können Ihnen eine Stelle anbieten“,

schmunzelte Helge Brinkschulte.

„Und die Schlechte“, fragte Sven

Porschhöfer.

„In Arnsberg"

„Arnsberg? Wo ist das denn noch

mal?“ „Ja, im Sauerland", antwortete

Helge Brinkschulte. Täglich fuhr

Sven Porschhöfer nun 160 km von

Essen nach Arnsberg und wieder

zurück.

Im Dezember bekam er von Brinkschulte

& Partner ein Angebot für

eine Festeinstellung. „Natürlich zögerte

ich nicht lange. Ich habe ein

super Arbeitsumfeld mit sehr netten

Kollegen und in der heutigen Zeit

muss man halt flexibel sein. Außerdem

macht mir die Arbeit, vor

allem für das TOP Magazin Sauerland,

sehr viel Spaß und ich kann

Ausgabe 1/2005

Wir Mieter

Heinz und Inge Rest:

Die Henzestraße - ein gutes Zuhause

Heinz Rest ist ein beständiger

Mensch. Der heute 69jährige ehemalige

Fliesenleger ist in seinem Leben

einmal umgezogen. Und zwar

von der Wohnung in der Henzestraße

27, wo er auch geboren ist, in

die Henzestraße 29. Das Wohnhaus

27/29 gehört der Genossenschaft.

Heinz Rest erinnert sich noch an jene

Zeiten, als der Wohnungsmarkt

in Arnsberg knapp war. Fünf Jahre

nach der Hochzeit 1959 mit Ehefrau

Inge klappte es endlich mit der

Anmietung einer eigenen Wohnung.

Mit 18 Jahren war er schon Mitglied

eine Menge lernen. Neheim ist eine

schöne Stadt, in der ich mich sehr

wohl fühle. Die Wohnungsvermittlung

über die Wohnungsgenossenschaft

A+S hat super geklappt. Nach

einigen Wohnungsbesichtigungen

Wer der Genossenschaft einen

neuen Mieter einer Wohnung

vermittelt, bekommt jetzt als

Dankeschön die einmalige Summe

von 111,- Euro. Da lohnt es

sich doch, mal im Bekanntenkreis

zu fragen. Schließlich gibt

der Genossenschaft geworden, um

seine Chancen zu verbessern. Über

ein Jahr lang hat er sich um die

Nachbarswohnung bemüht. 1972

hat er sich als Fliesenleger selbständig

gemacht und auch mehrere Jahre

Aufträge für die Genossenschaft

ausgeführt.

Heinz und Inge Rest genießen im

Sommer den herrlichen Garten, um

den sie sich liebevoll kümmern. Dort

steht auch ein Treibhaus, in dem Tomaten,

Gurken und Paprika gezüchtet

werden. Auf dem Lüsenberg hat

das Paar in der Kleingartenanlage

einen weiteren Garten angemietet

– und das schon seit 43 Jahren.

Auch hier ist eben Beständigkeit die

Devise. In der Freizeit fertigt Heinz

Rest aus Holz kunstvolle Dekorationsartikel,

von der Wanduhr bis zur

kleinen Postkutsche. Das Paar hat

drei Töchter und bereits drei Enkelkinder.

Zwei Töchter leben und arbeiten

in Arnsberg. Für jene Tochter,

die studiert, ist oben im Haus eine

gemütliche Mansardenwohnung

eingerichtet.

entschied ich mich für die auf dem

Müggenberg. Die Wohnung ist sehr

schön, neu renoviert und die Wohnlage

sagt mir sehr zu. Ich werde die

nächsten Jahre sicher viel Freude

daran haben.“

Mieter werben Mieter:

111,- Euro als Prämie

es auch gute Argumente für ein

Mietverhältnis mit der Wohnungsgenossenschaft

Arnsberg +

Sundern. Voraussetzung für die

Prämie ist natürlich, dass man

selber in einer Wohnung der

Genossenschaft wohnt.

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Zuhause / Jubilare

Straße erinnert an industriereiche Zeiten – "Am Hüttengraben"

In der Straße Am Hüttengraben in

Hüsten gehören der Wohnungsgenossenschaft

die Häuser Nr. 7 bis

21. Die Straße erinnert an die Zeit

als in Hüsten die Eisenindustrie in

voller Blüte stand. Bis zu 4.000

Mitarbeiter waren in dem Hüstener

Werk beschäftigt. Zur Wassernutzung

hatte man neben der

Ruhr einen Ober- und Untergraben

angelegt. 1839 war das Unternehmen

gegründet worden. Das zur

Eisenbereitung notwendige Eisenerz

schaffte man auf dem Schienenweg

herbei. Gefeuert wurde

zunächst mit Holzkohle, später mit

Steinkohle aus dem Ruhrgebiet.

Täglich rollten lange Güterzüge

aus dem Revier nach Hüsten. Zahl-

Jubiläen

50jähriges Mietjubiläum:

Adelheid Weiss lebt gern in

der Scharnhorststraße 43

Adelheid Weiss von der Scharnhorststr.

43 in Neheim konnte

jetzt ihr 50jähriges Mietjubiläum

feiern. Ihr Mietverhältnis

begann am 15. Februar 1955.

Sie erinnert sich noch gut an

die schweren Zeiten damals. Es

reiche Facharbeiter von auswärts,

sogar aus dem Ausland siedelten

war ein Kampf um den knappen,

begehrten Wohnraum. Die rüstige

Rentnerin schwört auf ihre

Beweglichkeit. Ab mittags ist sie

regelmäßig mit dem eigenen Auto

unterwegs. Fahrten ins Ruhrgebiet

zur Verwandtschaft machen ihr

kein Problem. 20.000 km kommen

so jährlich locker zustande.

Fünfzig Jahre im gleichen Haus

da muss man sich wohl fühlen.

Die Hausgemeinschaft funktioniert

hier noch hervorragend.

Fremdenfeindlichkeit ist für sie

ein Fremdwort. Mit den beiden

türkischen Familien verbindet sie

ein harmonisches Miteinander.

Nicht nur ihre eigenen Enkel und

Urenkel, auch die Kinder der türkischen

Familie nennen sie liebevoll

Oma.

Auch die jungen Leute im Hause

fügen sich hervorragend in die Gemeinschaft

ein.

Ausgabe 1/2005

sich in Hüsten an, um hier zu arbeiten.

Im frühen 20. Jahrhundert

Wolfgang Steffen hat sich stets

für die Ideale der Genossenschaft

eingesetzt: Rüstiger Rentner

seit 50 Jahren dabei

Wolfgang Steffen von der Seibertzstr.

8 in Arnsberg kann ebenfalls

auf sein „50jähriges“ Mietjubiläum

bei der Wohnungsgenossenschaft

zurückblicken. Er ist hier

seit dem 1. April 1955 Mieter,

wohnt aber eigentlich schon seit

1921 in diesem Haus. Zunächst

lebte er mit den Eltern zusammen,

bis er dann diese Haushälfte

vom Vater übernommen hat.

Wolfgang Steffen hat sich im

Aufsichtsrat des Arnsberger Bauvereins,

der 1975 mit der Neheimer

Genossenschaft fusionierte,

verdient gemacht. Sein Ansinnen

war es immer, den Genossenschaftsgeist

zu fördern.

Das Magazin erscheint alle 3 Monate

Magazin der Wohnungsgenossenschaft

Arnsberg + Sundern eG

Tel. 0 29 32 - 4 75 9 - 0

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E-Mail info@wgas.de

Internet www.wgas.de

Redaktion:

Journalist Dr. Jürgen Funke

Brinkschulte & Partner

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E-Mail redaktion@brinkschulte.com

REDAKTION

führten Konzentrationsbestrebungen

und Rentabilitätsprobleme

zum Niedergang.

Vor der kommunalen Neugliederung

1975 trug die Straße Am Hüttengraben

den Namen Hasenacker.

Mehrere weitere Straßennamen im

Umfeld des einstigen Standortes erinnern

an die industriereiche Zeit

in Hüsten: Gewerkschaftsstraße,

Hüttenstraße, Grabenstraße. Heute

ist die Bebauung aufgelockert.

In der Nähe befindet sich die kath.

Kirche Hl. Geist sowie ein Jugend-

und ein Altenheim.

Der Genossenschaft gehören hier

acht Häuser mit 24 Wohneinheiten.

Sie stammen aus dem Jahre

1950.

Mit seinen 93

Jahren ist der

rüstige Rentner

gemeinsam mit seiner

Frau noch sehr

aktiv. Gerade erst

haben sie gemeinsam

mit den Kindern

und Enkeln den Ski-Urlaub

in Südtirol beendet. Wenn es

auch selbst nicht mehr auf die

Bretter geht, so kann man doch

bei herrlichen Spaziergängen

im Schnee von alten Zeiten

schwärmen.

Nach dem Motto, selbst ist der

Mann, hat er sich nie gescheut,

kleinere Reparaturen selbst auszuführen.

Noch heute bearbeitet das rüstige

Rentnerpaar das zum Hause

gehörende Anwesen. Im ganzen

Keller duftet es nach eingelagerten

Äpfeln aus eigener Ernte.

Verantwortlich für den Inhalt:

Werner Schlinkert

Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft

Gesamterstellung/Anzeigen:

Brinkschulte & Partner

Hauptstraße 6 • 59755 Arnsberg

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Fotos: Wolfgang Detemple


Licht ist Leben

– einfacher lässt sich die Verknüpfung von Licht und

Leben nicht beschreiben

Bilder mit Licht inszeniert:

Klemmleuchten an flexiblen Systemen setzten Bilder ins rechte Licht. (Bildquelle: FGL)

Der Mensch orientiert sich vorrangig

mit den Augen. Das Auge

ist das wichtigste Sinnesorgan und

empfängt etwa 80 Prozent aller Informationen.

Ohne Licht wäre dies

unmöglich – Licht ist das Medium,

das die visuelle Wahrnehmung erst

möglich macht. Licht dient aber

nicht nur dem Sehen, sondern

nimmt Einfluss auf Wohlbefinden

und Stimmung. Stimmungsvolle Atmosphäre

in der Wohnung lässt sich

mit Halogenbeleuchtung erzielen.

Halogenglühlampen zeichnen

sich durch eine besonders hohe

Lichtqualität und eine lange Lebensdauer

aus. Sie erzeugen bei

gleicher Leistung etwa 1,5 mal soviel

Licht wie gewöhnliche Glühlampen.

Halogenglühlampen haben

eine warmweiße Lichtfarbe

und gute Farbwiedergabeeigenschaften.

Der Lichtstrom ist wie

bei der Glühlampe spannungsabhängig.

Die Anschlussleistung

geht je nach Bauform von 5 bis

500 Watt, die Bauspannung

beträgt 230 Volt oder 12 Volt

(Kleinspannung). Die Lebensdauer

beträgt rund 2.000 Stunden,

bei Kleinspannung sogar 3.000

Stunden. Halogenglühlampen für

230 Volt können wie Glühlampen

gedimmt werden. Allerdings

benötigen Transformatoren oder

Konverter in der Regel spezielle

Dimmer. Halogenglühlampen

eignen sich besonders für repräsentative,

dekorative und akzentbetonte

Beleuchtungen.

Einige Sicherheitsaspekte sollten bei

der Beleuchtungsplanung beachtet

werden: Werden Halogenglühlampen

ausgetauscht, dürfen keine leistungsstärkeren

Lampen verwendet

werden als vorgesehen. Bei Lampen

mit Kleinspannung gelten besondere

Sicherheitsanforderungen wegen

hoher Ströme.

Halogenglühlampen entwickeln

Wärme. Leuchten, die zum Beispiel

in Möbeln eingesetzt werden, müs-

Ausgabe 1/2005

Gemeinschaft

heißt Hand

in Hand arbeiten.

Partnerschaft bedeutet: Rat, auf den man sich verlassen

kann. In Fragen der Energieversorgung ist eine solche

Partnerschaft unerlässlich. Setzen Sie auf uns und unsere

Erfahrung.

RWE Westfalen-Weser-Ems

Hellefelder Straße 8 · 59821 Arnsberg

sen je nach Material der Montagefläche

das M- bzw. das MM-Zeichen

tragen. Bei Strahlerleuchten muss

die Angabe des Mindestabstandes

zur angestrahlten Fläche beachtet

werden. Einbauleuchten mit dem

F-Brandschutzkennzeichen dürfen

direkt auf normal- oder schwerentflammbaren

Baustoffen montiert

werden.

Die Vorschriften und Normen im

Bereich der Beleuchtung sind

durchaus vielfältig und für den Laien

nicht unbedingt überschaubar.

Also besser vor Kauf und Montage

fachkundige Beratung einholen!

Weitere Infos unter www.licht.de

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Gute Geister

Glücksbringer mit wichtigen Aufgaben für die

Sicherheit unserer Wohnungen

Immer wieder liest und hört man

in den internationalen Nachrichten

von Hausbränden. Diese sind oft

auf veraltete und nicht gewartete

Heizanlagen zurückzuführen. Solche

Meldungen sind aus Deutschland

aber zum Glück selten. Hier

herrscht – was die Heizungsanlagen

in Wohnhäusern betrifft

– ein gut funktionierender Überwachungsstaat

im positiven Sinne.

Deutschland ist in 8.100 Kehrbezirke

aufgeteilt, die jeweils von einem

Bezirksschornsteinfegermeister fest

betreut werden. Diesem Meister

steht ein Geselle zur Seite.

Die anfallende Gebühr bei der

jährlichen Kontrolle und Reinigung

der Heizungsanlage wird übrigens

von den zuständigen Ministerien

der Länder festgelegt. Dabei wird

zugrunde gelegt, welcher Zeitauf-

wand pro Heizung im Durchschnitt

aufzuwenden ist.

Einer dieser 8.100 Bezirksmeister

ist Klemens Müller aus Arnsberg.

Er ist auch vereidigter Sachverständiger

für das Schornsteinfegerhandwerk

und Gebäudeenergieberater.

Zusammenarbeit klappt

Zwischen ihm und der Wohnungsgenossenschaft

Arnsberg + Sundern

hat sich eine vertrauensvolle

Zusammenarbeit entwickelt. Der

erfahrene Meister erkennt oft auf

Anhieb, wo die Ursache liegt, wenn

zum Beispiel Ruß dort zu sehen ist,

wo er eigentlich nicht hingehört.

Die Bezirke werden durch den RP

alle fünf Jahre neu aufgeteilt, damit

das Volumen für jeden Meister in

etwa gleich bleibt. In Arnsberg dominiert

in den Haushalten die Befeuerung

mit Erdgas. Rund 3.000

Gasgeräte und nur 150 Ölheizungen

hat Klemens Müller, dessen

Bezirk von der Ruhr bis zur Rumbecker

Höhe reicht, zu überprüfen.

Im Rahmen der Liberalisierungsbestrebungen

durch die Europäische

Union (Stichwort: Gewerbefreiheit)

wird zur Zeit öffentlich diskutiert,

ob es möglich ist, jedem

Heizungsnutzer die freie Auswahl

seines Schornsteinfegers zu ermöglichen.

Doch das würde auch Probleme

bringen. Wie soll kontrolliert

werden, ob jeder auch tatsächlich

Ausgabe 1/2005

die Überprüfung durchführen lässt?

Daran zu sparen, könnte fatale Folgen

haben.

Um die Schornsteine, Abgasleitungen

und Feuerstätten zu kontrollieren

und zu reinigen, setzt

der Schornsteinfeger modernste

Mess- und Prüfgeräte ein. Entdeckt

er Mängel, so weist er den Mieter,

bzw. Hauseigentümer darauf hin.

Durch deren Beseitigung wird

oft Schlimmeres verhindert. Dies

ist vorbeugender Brandschutz.

Wie wichtig die Kontrollen sind,

zeigen folgende Zahlen: Im Jahr

2004 stellten Schornsteinfeger in

Deutschland fast 1,2 Mio. Mängel

an bestehenden und gut 215.000

Mängel an neu errichteten Schornsteinen,

Öfen und Heizungen fest.

Da kann man gut verstehen, dass

die Männer und Frauen in ihren

schwarzen Jacken als Glücksbringer

angesehen werden.

Umweltschutz ist wichtig

Aber auch in Sachen Umweltschutz

sind die Männer und Frauen

in ihrer schwarzen Dienstkleidung

aktiv. Um den Ausstoß von Treibhausgasen,

der zu Klimaveränderungen

führen kann, zu reduzieren,

müssen die Schornsteinfeger

auch die Einhaltung der strengen

Abgaswerte nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz

überwachen.

Wären die Abgasverluste aller Heizungsanlagen

nur um ein Prozent

höher als z. Zt. gesetzlich festgelegt

und durch die Schornsteinfeger

überprüft, würden in Deutschland

416 Mio. Liter Heizöl und 493

Mio. Kubikmeter Erdgas mehr

verbraucht. Das entspräche einer

Kohlendioxidmenge von fast zwei

Mio. Tonnen.

Wer also mal wieder einen Schornsteinfeger

auf der Straße sieht oder

ihn sogar zum Kaminreinigen in

die Wohnung lässt, sollte sich ruhig

daran erinnern: Der Mann oder

die Frau in Schwarz ist nicht nur

Glücksbringer, sondern auch Umweltschützer.

Schornsteinfegerbetrieb

Klemens Müller

Von-Bernuth-Straße 58

59821 Arnsberg

Telefon: 0 29 31 - 41 08

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