Kirche Z - Mai 2011 - Reformierte Kirche Zug

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Kirche Z - Mai 2011 - Reformierte Kirche Zug

Reformierte Kirche

Kanton Zug

Kirche mit Zukunft

5/2011

Kirche Z

Pilgern in der Hochebene «Meseta» in Spanien.

Pilgern: Unterwegs zu Gott und zu sich selbst

Immer mehr Menschen unternehmen eine Pilgerreise. Dabei wollen sie den Kopf

freibekommen und sich in Gottvertrauen schulen. Eine Gruppe von Pilgern macht sich

jetzt von Menzingen aus auf den Weg nach Jerusalem.


2 Editorial

Vielleicht machen auch Sie sich

auf den Weg?

Liebe Leserin

Lieber Leser

Sind Sie schon einmal gepilgert? Oder sagen Sie:

«Ich sicher nicht?»

Vor 30 Jahren kam ich auf der Durchfahrt in Santiago

de Compostela vorbei. Ich nahm Kenntnis vom Ziel

der Pilgernden, dachte aber selber nie daran, auf

dem Jakobsweg zu pilgern. Ich kannte auch niemanden,

der dies tat. Heute aber sind sehr viele Menschen

auf dem Jakobsweg unterwegs. Ich würde fast

sagen, es ist ein kleiner Boom. Überall gibt es Angebote,

tage- oder wochenweise auf dem Jakobsweg

zu pilgern. Es gibt bereits Ausbildungen, die dazu

befähigen, Pilgernde zu leiten und auf ihrem Weg zu

begleiten.

Warum gibt es wohl dieses grosse Bedürfnis nach

Pilgern in unserer Zeit? Sind es religiöse Gründe?

Oder geht es um eine Auszeit vom hektischen Alltag?

Oder möchte man sich wieder besser spüren

lernen, seine Grenzen oder seine Ausdauer erfahren?

Oder suchen wir die Nähe zur Natur? Eine Maturandin

aus dem Raum Bern befasste sich in ihrer Schlussarbeit

mit den Fragen der Motivation. Ihre Umfrage

bei Pilgernden aus der Schweiz zeigte, dass mit wenigen

Ausnahmen alle sowohl aus religiösen als auch

aus nichtreligiösen Motiven unterwegs waren. Die

Gründe, die für das Pilgern angeführt wurden, waren

ausserordentlich vielfältig. Die Maturandin kam zum

Schluss: Die Pilgernden machen sich aus eigener

Überzeugung auf den Weg und denken, dass ihnen

das Pilgern gut tut.

In unserer Kirchgemeinde starteten wir vor vier

Jahren in Konstanz auf dem Jakobsweg in Tagesetappen.

Meine anfängliche Motivation war grösstenteils

Neugier, ich gestehe es. Den Start mit der

Gruppe verpasste ich wegen einer Krankheit, darum

machte ich mich zu einem späteren Zeitpunkt mit

einer Bekannten zusammen auf den Weg. Als wir mit

einer Jakobsmuschel auf dem Rucksack in Konstanz

über den Markt zur Kathedrale liefen, trat eine Frau

an uns heran, legte ihre Hand auf unsere Schultern

und segnete uns für den bevorstehenden Weg. Dies

beeindruckte mich enorm, und der Segen begleitete

mich bis nach Genf.

Als Pilgernde und nach zwei Jahren als Mitorganisierende

wurde die Faszination, auf dem Weg zu sein,

immer grösser. Ich stellte auch bei andern fest, dass

die Faszination wuchs. Die Pilgernden kamen immer

wieder, natürlich aus den unterschiedlichsten Gründen.

Es entwickelte sich ein lebendiges Miteinander

und ein Sich-getragen-fühlen, wie in einer grossen

Familie. Auch neu Dazugekommene fanden ihren

Weg und wurden integriert. Es entstand ein «guter

Geist».

Und was macht den Unterschied zu einer normalen

Wandergruppe aus, werden Sie als Nichtpilgernde

vielleicht fragen. Je nach Pilgergruppe gibt es wahrscheinlich

verschiedene Schwerpunkte: ein Lied, das

durch den Tag begleitet, Impulse unterwegs zum

Nachdenken, Gehen in der Stille, ein besinnlicher

Halt in einer Kirche oder Kapelle ...

Wer weiss, vielleicht werden Sie bei einem nächsten

Angebot die Gelegenheit packen und mitpilgern –

aus welchen Motiven auch immer.

Silvia Hänni

Sozialdiakonische Mitarbeiterin Hünenberg

Impressum: Mitgliederzeitung der Reformierten Kirche Kanton Zug,

erscheint 11x pro Jahr. Herausgeber: Reformierte Kirche Kanton

Zug, Bundesstrasse15, Postfach 4255, 6304 Zug, Telefon 041 726 47 47,

E-Mail: kirchez@ref-zug.ch; RedaKTIon: Monika Hirt Behler (mh),

Kirchenratspräsidentin; Thomas Hausheer (th), Kirchenrat; Pfarrerin

Vroni Stähli (vs), Kirchenrätin; Beat Ghilardi (ghi), Marius Leutenegger,

Erik Brühlmann, Die Blattmacher GmbH; LAYouT UND DRUCK:

Kalt-Zehnder-Druck AG, Zug auFLage 11’600

www.ref-zug.ch


Rubrik

Foto Silvia Hänni

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Pilgergruppe mit 66 Pilgernden unterwegs von Stans nach Sachseln, organisiert von der Reformierten Kirche Bezirk Hünenberg.

Beten mit den Füssen

Seit den 1990er-Jahren erlebt das Pilgern einen

sagenhaften Aufschwung. Immer mehr Menschen

machen sich auf den Weg, um zu sich zu finden und

eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Auch Reformierte

entdecken das Pilgern für sich – denn schliesslich

steckt dahinter mehr als eine katholische Wandertradition.

Pilgern ist in: Nach Angaben der Erzdiözese Santiago de

Compostela wurden im vergangenen Jahr auf dem Jakobsweg

270’000 Pilger gezählt, so viele wie nie zuvor. Auch immer

mehr Reformierte nehmen einen Pilgerweg unter die

Füsse – obwohl Martin Luther und die anderen Reformatoren

«das Geläuff» entschieden ablehnten. «Reformierte

waren und sind sogar treibende Kräfte bei der Renaissance

des Pilgern seit den 1990er-Jahren in der Schweiz», bestätigt

Thomas Schweizer, Beauftragter für Tourismus der Reformierten

Kirchen Bern-Jura-Solothurn.

Tradition in allen Religionen

Einer der reformierten Pilger ist Theo Bächtold. Bis vor kurzem

leitete der pensionierte Pfarrer das Pilgerzentrum in der

Citykirche offener St. Jakob in Zürich. Einen Konflikt zwischen

Pilgerei und reformierter Konfession sieht er nicht:

«Dass Pilgern eine katholische Tradition sei, ist eine weit

verbreitete Ansicht», erklärt er. «Aber sie ist falsch. Pilgern

ist eine Übung in Frömmigkeit, die es schon seit Urzeiten in

allen Religionen gibt.» Muslime kennen den Haddsch, die

Pilgerfahrt nach Mekka; Buddhisten pilgern nach Lumbini,

den Geburtsort Buddhas; Shintoisten unternehmen Pilgerfahrten

zum Grossschrein von Ise. Auch die Christen haben

schon immer gepilgert: Einer der christlichen Pilgerberichte

beschreibt die Pilgerreise der Egeria ins Heilige Land zwischen

381 und 384.

Unterwegs zu Gott

Theo Bächtold kam 1991 zum Pilgern, als er gemeinsam mit

seiner Frau zu Fuss von seiner damaligen Pfarrstelle Schlatt

bei Winterthur nach Santiago de Compostela ging. «Seither

hat das Pilgern unser Leben verändert», erzählt der Theologe.

Er hielt fortan Vorträge und baute ab 1996 das Pilgerzentrum

auf. Damit habe er versucht, den Pilgergedanken unter

den Reformierten zu verbreiten. «Auf Ablehnung bin ich

dabei nie gestossen!» Für Theo Bächtold ist Pilgern ein Weg,

Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Das Unterwegssein

biete eine Möglichkeit, mit sich und Gott ins Reine

zu kommen. Dass der Weg demzufolge das Ziel sei, hört der

Organisator von Pilgerreisen allerdings nicht gern: «Pilgern

braucht ein Ziel, sonst wäre es einfach nur wandern», ist er

überzeugt. «Dieses Ziel ist immer ein transzendentes Ziel –

letztlich Gott.» Es sei aber richtig, dass beim «Neuen Pilgern»

dem Weg eine grössere Bedeutung zukomme als bei

der früheren Pilgerei. «Im alten katholischen Verständnis

ging es nur darum, einen heiligen Ort zu besuchen und dort

an einem Gottesdienst teilzunehmen. Heute erachtet man

den Weg an diesen Ort als ebenso wichtig, um zur Besinnung

zu kommen.»

Den Kopf freibekommen

Dieser Ansicht stimmt Hans-Andreas Wüthrich zu. Der

Pfarrer, der derzeit als Verweser in Cham arbeitet, kam

durch Theo Bächtold zum Pilgern. «Wandern an sich ist

schon heilsam», findet er. «Schweigend zu wandern – zu pilgern

– ist noch einmal eine spezielle Erfahrung, eine Gele-


4 Rubrik

Foto zvg

Die vier Pilger, die nach Jerusalem gehen (v.l.): Franz Mali, Esther Rüthemann, Christian Rutishauser und Hildegard Aepli

genheit, zu sich selbst zu finden.» Er habe die Erfahrung gemacht,

dass man dabei im wahrsten Sinn des Worts im Hier

und Jetzt landet: «Zu Anfang kreisen die Gedanken noch um

die Probleme des Alltags. Es dauert eine ganze Zeit, diese Reste

zu verarbeiten und den Kopf freizubekommen. Danach ist

man bereit, die Geräusche, Geschmäcker und Gerüche um einen

herum wahrzunehmen und auf sich wirken zu lassen.

Plötzlich nimmt man die vielen Facetten des Lebens wahr, an

denen man im Alltag achtlos vorübergeht.» Dass diese Art des

«Betens mit den Füssen» unreformiert sei, findet Hans-Andreas

Wüthrich nicht. «Unreformiert ist nur, Heiligenstätten aufzusuchen

und dort Reliquien oder Schreinen zu huldigen», sagt

er. Dies sei auch der Hauptunterschied zwischen katholischem

und reformiertem Pilgern.

Eine Schulung in Gottvertrauen

Für Hans-Andreas Wüthrich schwingt beim Pilgern auch

immer ein Hauch Geschichte mit: «Auf den alten Wegen unterwegs

zu sein und zu wissen, dass schon unzählige Gläubige

diesen Weg vor einem beschritten haben, ist schon eine spezielle

Erfahrung.» Sie mache ihm auch den eigentlichen Kern

einer Pilgerreise bewusst. «Im Grund ist Pilgern in seiner

ursprünglichen Form eine Schulung in Gottvertrauen. Damals

ging es darum, Entbehrungen zu ertragen und körperliche und

geistige Grenzen zu überwinden. Man wusste ja nie, was einen

am nächsten Tag erwartet oder ob man am Abend ein Dach

über dem Kopf hat. Und so musste man einfach darauf vertrauen,

dass Gott einem den Weg weist.» Verglichen damit seien

Pilgerreisen in der heutigen Zeit schon fast so etwas wie eine

Luxusreise.

Zu Fuss nach Jerusalem

Ab dem 2. Juni dieses Jahrs geht eine Gruppe von vier Pilgern

zurück zu den Wurzeln: Franz Mali, Esther Rüthemann,

Christian Rutishauser und Hildegard Aepli werden dann zu

einer Pilgerreise vom Lassalle-Haus in Menzingen nach Jerusalem

aufbrechen – zu Fuss! Der Respekt vor den knapp 5000

Kilometern ist riesig: «Je näher das Startdatum kommt, desto

grösser wird er», gesteht Christian Rutishauser, Bildungsleiter

im Lassalle-Haus. Erfahrungen mit solch langen Fussreisen

hat er keine. «Ich bereite mich so gut wie möglich vor, physisch,

psychisch und spirituell. Die Outdoor-Ausrüstung ist ausprobiert.

Jetzt pilgere ich hier in der Gegend. Ausserdem haben wir

uns schon mit Menschen getroffen, die lange Pilgerreisen unternommen

haben, um von deren Erfahrungen zu profitieren.»

Doch wie war das mit «zurück zu den Pilgerwurzeln»?

Christian Rutishauser: «Wir sind zwar mit GPS ausgerüstet

und haben uns die Route mit ‹Google Maps› zurechtgelegt,

so gut es geht. Wir sammeln auch Adressen von Herbergen

entlang der Route. Aber wir haben nichts gebucht, denn wir

wissen ja nicht, wie wir vorwärts kommen oder welche Hindernisse

wir antreffen. Vertrauen gehört zum Pilgern.»

Hoffen auf die Einheimischen

Die vier Pilger vom Lassalle-Haus haben sich ein strenges Programm

zurechtgelegt: 25 bis 30 Gehkilometer pro Tag sind geplant,

nach der Eingewöhnungsphase sogar bis zu 40. Einen

Ruhetag wird es nur einmal pro Woche geben. «Wir möchten

am 23. Dezember in Jerusalem sein», erklärt Christian Rutishauser.

«Denn in der heiligen Nacht möchten wir von Jerusalem

nach Bethlehem gehen – ein Weg von etwa vier Stunden.»

Ausserdem gibt es Etappen, bei denen andere Pilger mitgehen

können und die deshalb einen gewissen Zeitplan vorgeben.

Auf die Türkei und auf Syrien freut sich der Pilger am meisten.

Einige der Länder, die das Quartett bereisen wird, gelten allerdings

als nicht besonders sicher. «Am unsichersten sind jetzt

natürlich Syrien und vielleicht auch Jordanien», meint Christian

Rutishauser. Aber eben: Pilgern ist eine Schulung in Gottvertrauen,

daher ist Angst Fehl am Platz. «Es kommt ja auch

immer darauf an, wie man den Menschen begegnet. Als Pilger

hoffen wir auf die Gastfreundschaft der Einheimischen.»


Rubrik

5

Foto: Silvia Hänni

Foto zvg

Ursprünglich galt die Muschel als Nachweis der Pilgerschaft und wurde von den

Pilgern an der Kleidung befestigt.

Theo Bächtold, pensionierter Pfarrer und Pilgerexperte: «Pilgern

braucht ein Ziel, sonst wäre es einfach nur wandern.»

Ein Beitrag zum Frieden

Die Pilgerreise nach Jerusalem ist zwar ebenso ein Abenteuer

wie ein Wagnis, aber sie ist kein Selbstzweck. «Wir verfolgen

drei Ziele», erklärt Christian Rutishauser. «Zum einen möchten

wir die spirituelle Pilgererfahrung machen. Zum zweiten

möchten wir ein interreligiöses Zeichen setzen, denn Jerusalem

ist Juden, Christen und Muslimen heilig. Drittens möchten

wir einen friedenspolitischen Beitrag leisten. Deshalb haben

wir auch die Route über den Balkan gewählt.» In Jerusalem ist

eine zweitägige spirituelle Friedenskonferenz geplant, die

gegenwärtig vor Ort organisiert wird. Und was ist danach,

nach Monaten des Gehens und des Zusammenseins? «Das frage

ich mich auch», gesteht der Pilger. «Fest steht, dass wir dann

nicht einfach in ein Flugzeug steigen und heimfliegen können.

Wir werden deshalb die Reise am See Genezareth ausklingen

lassen und dann per Schiff langsam nach Hause fahren.» Bis

dahin dauert es jedoch noch Monate. Zurzeit sind die Gedanken

von Christian Rutishauser beim Start: «Ich habe 20 Jahre

lang im Sitzen meditiert – jetzt ist es Zeit zu gehen.»

Text: Erik Brühlmann

Weiterführende Informationen

Schon jetzt kann man die Fortschritte der Lassalle-Pilger

im Internet verfolgen. Auch während der Reise werden die

Pilger versuchen, in regelmässigen Abständen Tagebuch

zu führen. Alles Weitere findet man im Internet-Blog

www.lassalle-haus.org/blog.

Auch das Pilgerzentrum St. Jakob ist im Internet präsent.

Unter www.jakobspilger.ch gibt es Pilgertipps, Informationen

zum Pilgern in der Schweiz, zu Vorträgen und Pilgerstammtischen.

Ausserdem kann man sich über die Website

zum Tagespilgern und zu längeren Pilgerreisen

anmelden.

Am 10. Mai 2011 findet im Pfarreiheim St. Michael in Zug

ein Vortragsabend statt. Christian Rutishauser wird dabei

über die Pilgerreise informieren. Pfarrer Othmar Kähli erzählt

über Geschichte und Gegenwart der Zuger Landeswallfahrt

nach Einsiedeln. Beide Pilgerreisen beginnen am

2. Juni.


6 Rubrik

Foto Beat Ghilardi

Rotkreuz: 40 Jahre reformierte Kirche

Noch in den 1960er-Jahren gingen die Rotkreuzer Reformierten

zum Gottesdienst nach Cham – zum Teil zu Fuss!

Denn eine eigene Kirche hatte die Gemeinde damals nicht.

Dies änderte sich am 16. Mai 1971 mit der Einweihungsfeier

des neuen Kirchgebäudes. «Unsere Kirche widerspiegelt den

damaligen Zeitgeist», sagt Helmut Schellmann, Präsident

der Bezirkskirchenpflege Rotkreuz. «Sie ist ein recht modernes,

auf Zweckmässigkeit ausgelegtes Gebäude.» Seit ihrem

Bau wurde die Kirche nicht verändert; nur Umgebungsarbeiten

und eine Vergrösserung des Vorplatzes wurden vor

zwei Jahren vorgenommen.

Am 15. Mai 2011 feiert der Bezirk Rotkreuz das 40-jährige

Bestehen der Kirche. Die Feier beginnt mit einem Festgottes-

dienst unter dem Motto «Die Kirche − mein Zuhause». «Es

ist schön, dass wir dieses Motto gleich vorleben können»,

erzählt Helmut Schellmann. «Pfarrerin Ruth den Haan wird

nämlich bei diesem Anlass Phoebe Schwitter taufen, die mit

ihren Eltern in Perth, Australien lebt. Aber die Mutter

stammt aus Rotkreuz und wollte, dass Phoebe hier getauft

wird.» Nach dem Gottesdienst erwartet die Besuchenden ein

Mittagessen mit Unterhaltung durch die Sirius Brass Band

und den Zauberer René Dubach. Für die Erwachsenen wird

es anschliessend ein Podiumsgespräch zum Thema «Die

Kirche – mein Zuhause» geben, während sich die Kleinen

weiter von René Dubach verzaubern lassen können.

Korrigenda

In unserer letzten Ausgabe berichteten wir, dass der Grosse

Kirchengemeinderat an seiner Sitzung vom 14. März 2011

alle Gemeindepfarrpersonen für eine weitere Amtsperiode

wiedergewählt hat. Leider ist bei der Auflistung der Bezirk

Hünenberg mit Pfarrerin Aline Kellenberger vergessen

gegangen. Auch sie gehört selbstverständlich zu den Wiedergewählten.

Foto Beat Ghilardi

Wir entschuldigen uns bei unseren Leserinnen und Lesern,

den Mitgliedern des Bezirks Hünenberg und Pfarrerin Aline

Kellenberger für die Unterlassung.

Die Redaktion


National/International

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2. Sylvia-Michel-Preis: Von Frauen für Frauen

Sylvia Michel wurde 1980 zur ersten Kirchratspräsidentin

der Aargauer Landeskirche

gewählt. Sie war damit die erste Präsidentin

einer Kirchenexekutive in Europa überhaupt.

Grund genug, einen Preis nach ihr zu benennen,

der weltweit Frauen in kirchlichen Leitungspositionen

fördern soll. 2009 wurde der

Preis, der von der Weltgemeinschaft Reformierter

Kirchen in Genf in Zusammenarbeit

mit den Präsidentinnen der Reformierten

Landeskirchen der Schweiz gestiftet wird,

zum ersten Mal verliehen. Ausgezeichnet wurde

damals das «Forschungsprojekt Frauenordination»

in Kenia. 2011 geht der Sylvia-

Michel-Preis an Agnes Lisulo Mulemwa aus

Senanga, Sambia. Die ehemalige Pflegedienstleiterin

eines grösseren Krankenhauses in

Sambia initiierte in ihrer Heimat Schulungsprogramme

für Frauen und gründete das

Liyoyelo Batik Center. «Es handelt sich um

eine nachhaltige Arbeit mit grosser Ausstrahlung»,

sagt Martina Zurkinden, Vizepräsidentin

der Freiburger Synodalrates. Agnes

Lisulo Mulemwa hat gelernt, mit den besonderen

gesellschaftlichen Verhältnissen Sambias,

der Aidsproblematik und der Situation

Frauen für eine sichere Welt

Alle vier Jahre kommt der Weltrat des Christlichen

Vereins Junger Frauen (YWCA)

zusammen, um über Strategien und Geschäftliches

zu diskutieren und eine Lern- und

Netzwerkplattform zu bieten. Jeweils im Vorfeld

der Tagung findet der internationale

Frauengipfel statt – diesmal in Zürich. Unter

dem Thema «Frauen schaffen eine sichere

Welt» finden vom 11. bis zum 13. Juli 2011

Diskussionsrunden, Kurse und vieles mehr

statt. Vom 14. bis zum 16. Juli beschäftigt sich

der YWCA mit internen Angelegenheiten.

«Der 11. Juli gehört Frauen unter 30, mit Veranstaltungen

zu Themen wie Kompetenzbildung

und Führungsqualitäten», erklärt Julia

Diener vom Cevi Schweiz, der den Grossanlass

als Gastgeber ausrichtet. Die Ausrichtung

auf die Jüngeren diene unter anderem dazu,

die YWCA vor Überalterung zu bewahren.

Abgeschlossen wird dieser erste Tag mit einem

öffentlichen Gottesdienst im Fraumünster.

Die folgenden beiden Tage bieten Diskussionsrunden,

Vorträge und so genannte «Break-

der Flüchtlinge aus Angola umzugehen. Dieses

Wissen und Kenntnisse in den Bereichen

Imkerei, Batik, Kochen und landwirtschaftlicher

Gemüseanbau werden den Frauen im Liyoyelo

Batik Center vermittelt. «Durch gezielte

Schulungsprogramme werden Frauen befähigt,

leitende Funktionen als Führungspersönlichkeiten

in den Kirchen und Dörfern im

Gebiet Senanga mit 120ʹ000 Menschen zu

übernehmen», erklärt Claudia Bandixen, Präsidentin

des Kirchenrats der Reformierten

Landeskirche Aargau, die Wahl der Preisjury.

Am 20. März wurde der mit 5000 Dollar

dotierte Preis im Rahmen eines interkulturellen

Festgottesdienstes in der Deutschen Kirche

Murten an Agnes Lisulo Mulemwa übergeben.

«Das ist zu viel der Ehre für mich», sagte die

Preisträgerin vor weit über hundert Gästen

sichtlich gerührt. Patricia Sheerattan-Bisnauth,

Exekutivsekretärin für Geschlechtergerechtigkeit

in der Weltgemeinschaft Reformierter

Kirchen, lobte Agnes Lisulo und ihre

Mitarbeiterinnen hingegen dafür, dass sie

«Leben erhalten und verbessern und ihrer

Gemeinschaft Hoffnung bringen».

out Sessions», die konkrete Strategien zur

Umsetzung der besprochenen Themen herausarbeiten.

«Es geht dabei um Themenkreise

wie Aids und HIV, Rechtsprechung für Frauen

und ‹Safe Spaces› für Frauen und Kinder»,

erläutert die Koordinatorin Julia Diener.

Bereits haben hochkarätige Rednerinnen zugesagt:

die Generaldirektorin der WHO Margaret

Chan, die Leiterin der UNO-Frauenorganisation

«UN Women» Michelle Bachelet

und auch Irja Askola, lutheranische Erzbischöfin

von Helsinki.

Auch YWCA-Generalsekretärin Nyaradzayi

Gumbonzvanda wird der Limmatstadt ihre

Aufwartung machen. «Die Schweiz wurde

ausgesucht, weil sie ein gastfreundliches Land

ist», begründet die Generalsekretärin die

Wahl des Veranstaltungsorts. «Sie ist weltweit

bekannt als Sitz humanitärer Bewegungen, als

Hort der Menschenrechte, der Weltgesundheit

und der Ökumene.» Ein Höhepunkt des

Gipfels wird die Verleihung es Mary-Robinson-Awards

sein. Er wird jeweils an junge

5. Schweizerische

Frauensynode

Alle paar Jahre beschäftigt sich die Schweizerische

Frauensynode mit aktuellen Themen

aus Sicht der Frau. Das kirchennahe

Projekt der Frauen-Kirchenbewegung

Schweiz hat zum Ziel, Frauen miteinander

zu vernetzen, sie in ihrem Engagement zu

ermutigen und einen Beitrag aus Frauensicht

zu gesellschaftlich relevanten Themen

zu leisten. Am 21. Mai dieses Jahres findet

wieder eine Frauensynode statt – in Zürich

zum Thema «Frauen und Wert-Schöpfung

– Wir reden und gestalten mit!» Erwartet

werden rund 500 Frauen aus der ganzen

Schweiz. Am wichtigsten Finanzplatz der

Schweiz wird das Thema Wirtschaft unter

die Lupe genommen. Zentrale Diskussionspunkte

sind dabei die Werte, welche die

Wirtschaft bestimmen, der Zusammenhang

zwischen Wirtschaft und Schöpfung sowie

die Frage, ob Frauen im Wirtschaftssystem

immer noch nur in der Zuschauerrolle sind.

Geplant sind unter anderem Beiträge der

Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch,

der Ökonomin und Philosophin Ulrike Knobloch

und der Theologin Christina aus der

Au. 24 Workshops, ein Markt, eine öffentliche

Kunstaktion mit Studentinnen der Zürcher

Hochschule der Künste und eine ökumenische

Feier im Fraumünster runden das

vielfältige Programm ab.

www.frauensynode.ch

Frauen vergeben, die sich um die Menschenrechte

verdient gemacht haben. «Die Menschenrechtsaktivistin

Mary Robinson wird

zur Verleihung persönlich anwesend sein», so

Julia Diener.

Über 1000 Teilnehmer aus aller Welt werden

zum Treffen des Frauenweltrats erwartet –

eine gute Gelegenheit zur Vernetzung. «Der

Cevi Schweiz wird sich bemühen, für sich und

seine Mitglieder möglichst viele fruchtbare

Kontakte ins Ausland zu knüpfen», bestätigt

Julia Diener. «Vor allem aber geht es uns darum,

den rund 150 freiwillig Helfenden den

interkulturellen Austausch und das interkulturelle

Lernen zu ermöglichen.»


8

Zug Aktuell/National/International

Fotos Kurt Wisler

Älteste protestantische Kirche der Zentralschweiz

Sehenswerte Ausstellung in der Matthäuskirche

in Luzern

Eine auch für Reformierte im Kanton Zug

bemerkenswerte Ausstellung widmet sich erstens

der geistigen, geistlichen und baulichen

Geschichte des Stadtluzerner Protestantismus,

zweitens der Gestalt, Bedeutung und

Strahlkraft der Matthäuskirche und drittens

dem gegenwärtigen, weitgespannten Pflichtenkreis

und Aufgabenspektrum einer reformierten

Diaspora-Gemeinde. Die nahtlose

Kongruenz zur unmittelbaren Nachfolgekirche

Baar verblüfft weitherum!

Bis heute hält sich hartnäckig die Auffassung,

die 1867 eingeweihte Baarer Kirche sei das

älteste protestantische Gotteshaus der gesamten

Zentralschweiz. Wie Dr. Heinz Horat,

Impulsgeber der Luzerner Ausstellung und

früherer Denkmalpfleger des Kantons Zug, in

einem Radio-Beitrag darlegte, muss sie dieses

Privileg der Stadtluzerner Matthäuskirche

von 1861 überlassen. In historischer Abfolge

bleibt sie aber unumstritten auf dem 2. Rang!

Der enge funktionale Zusammenhang der

beiden Gebetsstätten ergibt sich durch ihren

gemeinsamen Architekten, den renommierten

Zürcher Ferdinand Stadler, ein führender

Experte des Historismus. Zum anderen ortet

Heinz Horat auch eine Parallele hinsichtlich

der Platzierung der Kirchen inmitten von

boomenden Wirtschaftszweigen. Die Matthäuskirche

steht prominent im Touristen-

Quartier – die Glockensponsorin, Queen Victoria,

sass in diesem Gotteshaus auf einer

eigens für sie fabrizierten, gepolsterten Kirchenbank!

Die Baarer Kirche ihrerseits befindet

sich in der direkten Achse der Spinnerei

an der Lorze, seinerzeit das mit Abstand

monumentalste Fabrikgebäude seiner Art. Bei

beiden Gotteshäusern handelt es sich um

schlicht-elegant nachgebildete englisch-neugotische

Kirchen.

Der Historiker Sandro Frefel ordnete 120 aussagekräftige

Fotografien mit Legenden,

gegliedert in sechs Themenbereiche, in Form

von Bilderbögen für Verweilende an, während

Eilige sich anhand zusammenfassender

Haupttexte orientieren können. Zur Abrundung

präsentiert die Kirchgemeinde Objekte

wie Abendmahlskelch, Taufregister oder

Hochzeitsbücher. In einem davon ist auch die

Vermählung Richard Wagners mit Cosima

Liszt am 25. August 1870 vermerkt! Getreu

dem Motto des Jubiläumsjahrs «Das Salz der

Erde» nennt sich die Ausstellung «Ein Salzkorn

Luzerns – 150 Jahre Matthäuskirche»,

verstanden als Reverenz an das lebensnotwendige,

strukturverändernde, wirkungsmächtige

Salz.

Jürg Johner, Cham

Ausstellung bis 22. Juni 2011

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr

Führungen:

Freitag, 15. April, 14 Uhr;

Dienstag, 10. Mai, 18 Uhr


Veranstaltungen

9

Konzert des Neuen

Zürcher Orchesters

cham, reformierte Kirche

Sonntag, 15. Mai, 19 Uhr

Blockflöten: Severin Hosang, Serena Raffi

Violine: Adrian Häusler

NZO (Neues Zürcher Orchester)

Leitung:

Martin Studer-Müller

Eintritt: Fr. 30.00

www.nzo.ch

Pipelines in Concert

Zug, Reformierte Kirche

Sonntag, 29. Mai, 17 Uhr

Die Schweizer Jazzmusiker spielen sakralen

Jazz: Eigenkompositionen für Orgel und

Bläser und neu arrangierte Fassungen von

Kirchen- und Volksmusikstücken.

Hans Kennel, Trompete / Alphorn

John Wolf Brennan, Orgel / Melodica

Aleksz, Gesang / Violine

Eintritt frei, Kollekte

Orgelmatinée zu Christi

Himmelfahrt

Zug, Reformierte Kirche

Donnerstag, 2. Juni, 11 Uhr

Olivier Messiaen: L'Ascension /

Die Himmelfahrt

Orgel: Hans-Jürgen Studer, Organist Zug

10 Jahre seelsam

steinhausen, zentrum chilematt

Samstag, 25. Juni, ab 12 Uhr

Festwirtschaft mit Grill und Dessertbuffet

Spielen, Unterhaltung und Musik.

«seelsam», die ökumenische Seelsorgestelle

für Menschen mit Behinderung, feiert dieses

Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Aus diesem

Anlass findet eine Jubiläumsfeier statt. Um

15.30 Uhr beginnt der Jubiläumsgottesdienst.

Sein Leitmotiv lautet «Seine Farben einbringen»:

Jeder Mensch soll so akzeptiert werden,

wie er ist – denn alle Farben zusammen

ergeben einen Regenbogen, unter dem alle

Menschen in Würde leben können.

Aus dem Verborgenen

ans Licht

bad schönbrunn, Lassalle-haus

Mittwoch, 11. bis Samstag, 14. Mai

Der Bilderzyklus «Heilung» der Zuger

Künstlerin Maria Hafner lädt alle Frauen ein,

mit ihrer eigenen Heilungsgeschichte in

Berührung zu kommen.

Leitung

Manda Litscher, dipl. Kommunikationstrainerin

NDS aeb, Ausbilderin FA

Martina Kunz, Tanz- und Bewegungspädagogin,

Somatic movement therapist MOC

Maria Hafner, Freischaffende Malerin

Anmeldung

Lassalle-Haus, Bad Schönbrunn

6331 Edlibach

info@lassalle-haus.org

Tel. 041 757 14 14

Palliativ Zug

baar, pflegezentrum

Montag, 30. Mai, 19.30 Uhr

«Was braucht es für ein gutes Sterben?»

Impulsreferat

Frau Prof. Dr. phil. Karin Wilkening

Gesprächsleitung

Christoph Schmid, Theologe und

Gerontologe, Steinhausen

Podiumsdiskussion

Cuony Ann, Sterbebegleiterin Hospiz Zug

Annemarie Baggenstoos, Leitung Pflege,

Pflegezentrum Baar

Maria Gasser, Leiterin Fachdienste, Spitex Zug

Christa Rösli, Hausärztin FMH, Walchwil

Vroni Stähli, reformierte Pfarrerin, Baar

Karin Wilkening, Professorin, Fachhochschule

Braunschweig D

Die Ökumene spielt

Fussball

baar, schulhaus sternmatt

Sonntag, 22. Mai, 14 bis 18 Uhr

4. Frère Roger Cup

Leitung und Anmeldung

Pfarrer Didier Sperling

041 761 12 38

didier.sperling@ref-zug.ch

Annäherung an die Bibel

mittenÄgeri, kIRCHENZENTRUM

Montag, 23. Mai, 30. Mai, 6. Juni

19.30 bis 21 Uhr

Inhalte:

Entstehung der Bibel, verschiedene Herangehensweisen,

Auseinandersetzung mit

speziellen Texten

Ziel:

Spass am Lesen in der Bibel bekommen

Leitung und Anmeldung:

bis 18. Mai

Pfarrerin Martina Müller

martina.mueller@ref-zug.ch

Tel. 041 750 10 25

Pilgern dem Jura entlang

Samstag, 13. August, bis

Donnerstag, 18. August

Leitung

Damian Latka, Sportlehrer,

systemischer Naturtherapeut

damian@imfluss.org

Tel. 041 750 23 14

Anmeldung

bis 22. Mai 2011

Kosten

CHF 530.00 inkl. Übernachtung, Frühstück,

Mittagslunch und Abendessen

Teilnehmerzahl: 8 – 14 Personen

CityKircheZug

«Was macht glücklich?»

Zug, Reformierte Kirche

Dienstag, 10. Mai, 20.00 Uhr

Referat von Mathias Binswanger

Das durchschnittliche Glücksempfinden bzw.

die Zufriedenheit der Menschen in entwickelten

Ländern nimmt schon lange nicht mehr zu.

Offenbar leben Menschen nicht so, wie es für

sie selbst am besten wäre.

Die interessante Frage lautet: Wenn die

Menschen ein anderes Verhalten glücklicher

machen würde, warum ändern sie es dann

nicht?

Mathias Binswanger ist Hochschuldozent für

Volkswirtschaftslehre und Buchautor.


10 gOttesdienste

Sonntag, 1. Mai

Samstag, 7. Mai

Sonntag, 15. Mai

Sonntag, 22. Mai

Kollekte: Alzheimervereinigung

ZUG 9.30 Uhr

Pfarrerin Katharina Thieme-Marti

Shantychor Ägeri

menzingen 9.30 Uhr

Pfarrer Hans-Jörg Riwar

menzingen St.-Anna-

Kapelle 19.30 Uhr

Abendgebet mit Gesängen aus

Taizé

ÄGERI 10 Uhr

Pfarrerin Martina Müller

Mundart

Reihe: Gut zusammen leben

«Eine Regel für alle Fälle»

(Matth 7,12)

E-Piano: Veronica Hvalic

Kinderbetreuung

BAAR 9.30 Uhr

Pfarrerin Vroni Stähli

Taufgottesdienst

Hochdeutsch

Orgel: Monika Fuchs

Baar pflegezentrum

10.30 Uhr

Pfarrerin Vroni Stähli

Abendmahl

Orgel: Monika Fuchs

CHAM 10 Uhr

Pfarrer Franco Sorbara-Frech

dp-Team

Doppelpunkt – Singen

Input, Gebet

«Aufbruch nach Pandora»

Kinderbetreuung für die Kleinen

Sunntigsgschicht für die

Grösseren

rotkreuz 10.15 Uhr

Pfarrerin Ruth den Haan-Zeier

Predigtgottesdienst

steinhausen 10.45 Uhr

Pfarrer Hubertus Kuhns

Familiengottesdienst zum

Lagerabschluss

Musik: Andrea Forrer

hünenberg lindenpark

16 Uhr

Pfarrerin Aline Kellenberger

Pastoralassistentin Saskia Arnold

Jodlerclub Baarburg

Ökumenischer Gottesdienst zum

Muttertag

Sonntag, 8. Mai, Muttertag

Kollekte: Frauenhaus Luzern

ZUG 9.30 Uhr

Pfarrer Christoph Baumann

Leichte Musik aus Oper

und Operette

Gesang: Nicola Brügger

Simon Witzig

ÄGERI 10 Uhr

Pfarrer Jürg Rother

Hochdeutsch

«Auferstehung»

Musik: Astrid Renner

bAAR 10 Uhr

Pfarrerin Vroni Stähli

Konfirmation

Klavier: Chantal Théraulaz

Anschliessend Spiel der

Feldmusik Baar

baar katholische kirche

19.30 Uhr

Abendgebet mit Gesängen aus

Taizé

CHAM 10 Uhr

Pfarrer Franco Sorabra-Frech

Diakonin Yvonne Guetg

Familien-Gottesdienst

Kinderbetreuung

hünenberg 10.15 Uhr

Pfarrerin Aline Kellenberger

Predigtgottesdienst

Steinhausen 10.15 Uhr

Pfarrer Hans Guldenmann

Musik: Andrea Forrer

Kollekte: Japan

zUG 9.30 Uhr

Pfarrerin Barbara Baumann

Pfarrerin Katharina Thieme-Marti

Konfirmation

walchwil 10.15 Uhr

Pfarrerin Irène Schwyn, Taufe

ÄGERI 10 Uhr

Pfarrer Jürg Rother

Mundart

«Festhalten»

E-Piano: Veronica Hvalic

Kinderbetreuung

BAAR 10 Uhr

Pfarrer Didier Sperling

Konfirmation

Klavier: Silvia Georgieva

Anschliessend Spiel der

Buuremusig Baar

CHAM Lorzensaal

10.30 Uhr

Pfarrer Franco Sorbara-Frech

Konfirmation «Wie klingt meine

Zukunftsmelodie?»

Anschliessend Spiel der Musikgesellschaft

Cham

hünenberg reformierte

kirche 19.30 Uhr

Abendgebet mit Gesängen aus

Taizé

rotkreuz 10.15 Uhr

Pfarrerin Ruth den Haan-Zeier

Feierlicher Gottesdienst mit Taufe

zum Jubiläum «40 Jahre Kirche

Rotkreuz»

Ennetseechor

Leitung Ueli Krasser

Orgel: Herbert Steffen

Kinderbetreuung

Anschliessend Kinderprogramm

mit dem Zauberer René Dubach

13.30 Uhr

Podiumsgespräch

«Die Kirche – mein Zuhause»

Steinhausen 10.15 Uhr

Pfarrer Hubertus Kuhns

Konfirmation

Kollekte: Zürcher Lehrhaus

ZUG 9.30 Uhr

Pfarrer Hans-Jörg Riwar

Ferdy Amsler

Konfirmation

zug at 5.30 p.m.

The Anglican Church in Canton

Zug. Family Service in English

with Holy Communion

ÄGERI 10 Uhr

Pfarrerin Martina Müller

Hochdeutsch

Reihe: Gut zusammen leben

«77x vergeben»

(Matth 18,21–35)

Orgel: Astrid Renner

BAAR 9.30 Uhr

Pfarrer Dider Sperling

Orgel: Silvia Georgieva

CHAM 10.15 Uhr

Pfarrer Andreas Wüthrich

Orgel: Françoise Schweizer

hünenberg 10.15 Uhr

Familiengottesdienst

«gemeinsam unter-WEG-s»

Anschliessend Ausflug

Info und Anmeldung: Pfarrerin

Aline Kellenberger, 041 780 58 49

steinhausen 10.15 Uhr

Pfarrer Josef Hochstrasser

steinhausen, kirche

St. Matthias 19.30 Uhr

Abendgebet mit Gesängen aus

Taizé

Samstag, 28. Mai

walchwil 10.15 Uhr

Pfarrerin Irène Schwyn

Konfirmation


Foto: Beat Ghilardi

gottesdienste

11

Sonntag, 29. Mai

Kollekte: Bibellesebund

ZUG 10 Uhr

Pfarrerin Barbara Baumann

Die Katechetinnen Lucia Théraulaz

und Heidi Lienhard

Abendmahlsgottesdienst mit den

3. Klassen

ÄGERI 10 Uhr

Fish-Bowl Gottesdienst

Pfarrer Jürg Rother

Pfarrerin Martina Müller

Mundart

«Jüngstes Gericht»

Gesang: Suzie Badenhorst

E-Piano: Veronica Hvalic

Kinderbetreuung

BAAR 9.30 Uhr

Pfarrer Hans Guldenmann

Orgel: Silvia Georgieva

CHAM 10 Uhr

Pfarrer Franco Sorbara-Frech

Steinhausen 10.15 Uhr

Pfarrerin Elisa Maria Jodl

Huppenbauer

Musik: Andrea Forrer

Donnerstag, 2. Juni, Auffahrt

Kollekte: cdf Christlicher

Friedensdienst

ZUG 9.30 Uhr

Pfarrer Christoph Baumann

Gottesdienst mit volkstümlichen

Klängen

Ägeri im saal 10 Uhr

Pfarrerin Martina Müller

Mundart

Gottesdienst und Brunch

E-Piano: Veronica Hvalic

bAAR 9.30 Uhr

Pfarrerin Vroni Stähli

Abendmahl

Orgel: Silvia Georgieva

«Darum gehe ich in die Kirche»

In unserer Serie erzählen Menschen aus dem Kanton Zug, weshalb sie den Gottesdienst

besuchen. Heute: Susanne Marthaler aus Oberägeri.

Susanne Marthaler wuchs im St. Galler Rheintal

und in Appenzell auf. In ihrer Kindheit war Religion

für sie oft mit Zwängen verbunden; später machte

sie im Human Ressource Management Bereich

einer grossen Versicherung Karriere und hatte

andere Prioritäten, als sich mit Religion auseinanderzusetzen.

«Ich ging vielleicht einmal an Weihnachten

in den Gottesdienst», erzählt sie, «und

schliesslich trat ich sogar aus der Kirche aus. Ich

wollte keine Institution mitfinanzieren, die mir

nicht viel bedeutete.»

Doch irgendwann begannen sie die tiefen Fragen

nach dem Sinn des Lebens doch zu beschäftigen.

«Ein Schlüsselerlebnis, das mich zum Glauben

führte, gab es nicht – aber im beruflichen Alltag

fragte ich mich immer öfter: Was soll das alles?

Was zählt wirklich im Leben?» Die Fragen stellten

sich Susanne Marthaler besonders dringlich, als

ihre Mutter erkrankte. «Da beschloss ich, mich

vorzeitig pensionieren zu lassen und für meine

Mutter da zu sein. Ich bin froh, dass ich diesen Weg

wählte, denn die persönliche Erfahrung mit Sterben

und Tod war für mich tiefgreifend und sehr

wertvoll.»

Zwischendurch hatte sich Susanne Marthaler dem

Buddhismus zugewandt, der ihr als Lebensphilosophie

sehr viel gebracht habe; irgendwann besann

sie sich aber ihrer reformierten Wurzeln und näherte

sich allmählich wieder der Kirche an. Die

buddhistischen Weisheiten hätten ihr auf diesem

Weg geholfen, sagt sie. «Lese ich einen Bibeltext,

verstehe ich als Laie vieles nicht genau und sehe

nicht immer, was ich auf welche Weise im Alltag

umsetzen kann. Steht aber in einem spirituellen

Text, ich solle mich jeden Tag bemühen nicht zu

verletzen, achtsam und wahrhaftig zu sein, Demut

zu üben und selbstlos den Mitmenschen zu

dienen, dann bin ich mir bewusst, was das für

meinen Lebensalltag heisst. Und durch diese Erkenntnisse

kann ich Bibeltexte dann auch besser

interpretieren.»

Seit neun Jahren lebt die 66-Jährige im Aegerital.

Die Pfarrleute von Aegeri, Martina Müller und

Jürg Rother, hätten viel dazu beigetragen, dass ihr

die Kirche eine Heimat wurde. «Ihnen gelingt es

immer wieder, in Predigten einen Bogen zu schlagen

zwischen einem Bibeltext und dem Alltag –

dies animiert mich, wieder einmal in der Bibel zu

lesen.» Dass Susanne Marthaler heute häufiger

den Gottesdienst besucht, hat aber viele Gründe:

«Mich bereichert die Art, wie die Gottesdienste in

Aegeri gestaltet sind – und ich freue mich auf die

Begegnungen mit den Kirchgängern beim Chilekafi.»

Ihr als Zugezogene habe die Kirche auch

eine Chance geboten, neue Menschen kennen zu

lernen. «Wichtig bleibt mir aber, dass ich aus dem

Gottesdienst etwas mit nach Hause nehmen kann,

das mit berührt, das mich zur Weiterentwicklung

anregt!» Neben wertvollen Gedanken begleitet

Susanne Marthaler noch etwas anderes aus der

Kirche: ein kleines Kreuz aus Glas. Es wurde von

Pfarrer Jürg Rother aufgrund eines bestehenden

Holzkreuzes entwickelt und in einer kleinen Auflage

von einem Glaser in der Tschechei produziert.

Als Jürg Rother merkte, wie sehr das Kreuz

Susanne Marthaler gefiel, schenkte er ihr spontan

eines. «Jetzt erinnert es mich immer an die Frage:

Was ist wichtig in meinem Leben? Wo setze ich

meine Prioritäten?»

Text: Marius Leutenegger


eformierte Kirche

Kanton Zug

Kirche mit Zukunft

«Vielleicht machen auch Sie sich

auf den Weg?»

Aus dem editorial von silvia hänni

AZB

6304 Zug

Kirche Z

ZUsAMMen Mit

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