• PRAXIS 116 . unterwasser 4/13

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PRAXIS

116 . unterwasser 4/13


NEUROWISSENSCHAFT

W

er keine Angst hat, sollte nicht tauchen!

Nein, das ist kein Druckfehler.

Und ich habe mir diesen Satz

auch nicht während eines betörenden Tiefenrauschs

ausgedacht. Angst gehört zu den

vier Basisemotionen, die der Psychologe Jaak

Panksepp 1998 festgelegt hat. Diese Emotionen

sind jedem höheren Lebewesen eigen

und haben den entwicklu ngsgeschichtlichen

Sin n, die Erhaltung des Individuums und der

Art zu sichern. Diejenigen, die behaupten,

beim Tauchen niemals Angst verspürt zu haben,

konnten entweder ihre Gefühle nicht

richtig identifizieren oder verleugnen ihre

Empfindungen. Wer wirklich keine Angst

produzieren kann, wenn er das erste Mal

so etwas Naturwidriges tut, wie als Landlebewesen

unter Wasser zu atmen, hat eine

ernsthafte pathologische Störung.

Es gibt keinen Kleiderhaken, an dem man

seine Gefühle weg hängen kann, sobald

man in den Neoprenanzug schlüpft. Das ist

auch gut so, sonst würde ohnehin niemand

tauchen, zumindest nicht »Just for fun«.

Denn zu den Basisemotionen gehört auch

das Such-System, das Neugierde, Interesse

und Erwartung weckt. Das ist der Grund,

warum wir uns freiwillig dazu entschließen,

Unbequemlichkeit, Kälte und Angst auf uns

zu nehmen, um in ein lebensfremdes Element

abzutauchen.

Aber neben Angst- und Such-System zählen

noch Panik und Wut zu den Basisemotionen.

Nur die Harten in den Garten?

Das Wut-System ist für uns Taucher weniger

von Interesse. Es sei denn, wenn sich zum

Beispiel gestandene Taucher darüber aufregen,

dass ihr geliebtes Hobby zur Massenbespaßung

mutiert. Da werden Stimmen

laut wie: »Nicht jeder Mensch muss tauchen

lernen. Vor allem nicht die Angsthasen. Nur

die Harten kommen in den Korallengarten.«

Als Argument für solche Äußerungen wird

die Tauchsicherheit an den Haaren herbeigezogen.

Übersehen wird jedoch, dass die

meisten schweren und tödlichen Tauchunfälle

gerade den furchtlosen Profis oder Semiprofis

zustoßen. Deshalb ist es für den

vermeintlich angstfreien Taucher von Vorteil,

sich darüber klar zu werden, was sich

in seinem Kopf abspielt, während er versucht,

mit Hilfe der Technik seiner Natur ein

Schnippchen zu schlagen.

Bevor wir uns näher mit den drei verbleibenden

Basisemotionen Suche, Angst und

Panik befassen, möchte ich erklären, wie

unser Gehirn so tickt. Grob gesehen können

wir unser »Leitorgan« in drei Teile gliedern:

das Stammhirn, das Limbisehe System und

das Großhirn.

Das Stammhirn:

ein starrköpfiger Opa

Das Stammhirn ist der älteste Teil der

menschlichen Steuerzentrale und unterscheidet

sich nur wenig von den Stammhirnen

aller anderen höheren Tiere. Oft

wird es auch als Reptiliengehirn bezeichnet.

Das Stammhirn regelt die meisten Körperfunktionen

wie Herzschlag, unbewusste

Atmung, Körpertemperatur, Hungergefühl

und was wir sonst noch alles brauchen, um

den Körper funktionstüchtig zu halten. Neurowissenschaftliche

Forschungen konnten

allerdings auch ein primäres Ich-Bewusstsein

im Stammhirn entdecken. Dies belegt,

dass auch Tiere sich als ein von der Außenwelt

abgegrenztes Individuum wahrnehmen.

Auch ein Hai bewertet, genau wie wir,

die störenden Einflüsse in seinem Leben (etwa,

wenn ihm bei lebendigem Leib die Flossen

abgeschnitten werden) oder die Befriedigung

seiner Bedürfnisse (lecker Taucher)

mit schlecht oder gut.

Wir könnten das Stammhirn mit einem etwas

starrköpfigen Opa vergleichen. Es hat

die meiste Erfahrung von allen und lässt sich

deshalb nicht gern auf modernen Firlefanz

ein. Das Stammhirn ist unflexibel und lässt

sich nur minimal von Gedanken und Taten

beeinflussen. So ist es unmöglich, sich das

Leben zu nehmen, indem man willentlich

die Luft anhält. Auch wenn wir von einem

Sprungbrett ins Schwimmbecken springen,

halten wir beim Eintauchen des Gesichts

reflexartig die Luft an. Dieser Impuls

zwingt uns auch beim Gerätetauchen einen

reflexartigen, ungünstigen Atemrhythmus

auf, wenn wir nicht mit den Fähigkeiten

des Großhirns dagegen angehen und uns eine

für uns Landlebewesen natürliche Atemtechnik

antrainieren.

Hinter dem Stammhirn liegt dann noch das

ebenfalls betagte Kleinhirn. Dieses ist größtenteils

zuständig fü r Bewegungsabläufe

und Gleichgewicht.

Das Limbisehe System:

Schmiede der Gefühle

Über dem Stammhirn, eingebettet vom

Großhirn, befindet sich das Limbisehe System,

eine Art Fabrik der Emotionen. Besonders

von Interesse sind für uns die Amygdala,

der Hippecampus und der Thalamus.

Die Amygdalae, zwei mandelförmige Kerne,

sind essentiell an der Entstehung von Wut

und Angst beteiligt. ln diesem Bereich werden

mögliche Gefahren analysiert. Wenn es

die Amygdala für richtig empfindet, wird

der Körper durch Ausschüttung von Stresshormonen

für Flucht- oder Kampfreaktionen

mobilisiert.

>

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PRAXIS

Der Hippocampus (besser gesagt die Hippocampi,

denn auch hiervon haben wir zwei Stück) sehen

aus wie Seepferdchen, deshalb der Name.

Man könnte diese Struktur als Schalt-Zent rale

des Limbisehen Systems bezeichnen. Hier fließen

die Informationen der Sinnesorgane und

der innerlichen Befindlichkeit zusammen, werden

verarbeitet und an die Großhirnrinde zurückgesandt.

Der Hippecampus ist auch dafür

zuständig, dass Erinnerungen vom Kurzzeit- zum

Langzeitgedächtnis überführt werden.

DerThalamus hat seinen Sitz im Mittelhirn und

ist ein Verbindungsglied zwischen Limbisehern

System und Großhirn. Er wird auch als Tor zum

Bewusstsein bezeichnet. Da wir nicht alle einströmenden

Wahrnehmungen unserer Sinne

bewusst vera rbeiten können, wählt der Thalamusdiejenigen

aus, die er für wichtig hält. Vermeintliche

Bedrohungen werden unverzüglich

an das Limbisehe System geleitet.

Die Großhirnrinde:

der kleine große Unterschied

Der interessanteste Teil des Großhirns ist die

Großhirnrinde oder Cortex. Der menschliche

Cortex ist eine entwicklungsgeschichtliche

Neuheit. Neben der Verarbeitung von Sinneseindrücken

und Erinnerungen, die wir noch mit

höheren Tierarten gemein haben, befinden sich

hier auch die Areale, die den Menschen vom

Tier unterscheiden: Sprache, Logik, abstraktes

Denken, Kreativität, Vorausplanen, Fantasie und

Hemmungen. Der große Unterschied zwischen

Mensch und Tier sind nicht die Grundbedürfnisse,

Emotionen, Triebe und Reflexe, sondern

dass der Mensch in der Lage ist, diese zu hemmen

und willentlich zu beeinflussen.

Wenn wir unser Gehirn nun in einem subjektiven,

psychologischen Modell betrachten,

könnten wir im Stammhirn das Unbewusste, im

Limbisehen System das Unterbewusstsein und

in der Großhirnrinde das Bewusstsein erkennen.

Suchen macht glücklich

Tauchen macht süchtig! Dieser Spruch grassiert

unter den Tauchern schon seit Jahren.

Ganz so abwegig ist die Behauptung gar nicht.

Sucht kommt nämlich von suchen. Was suchen

aber die Menschen unter Wasser? Warum erweckt

das Tauchen wahre Leidenschaft bei so

vielen Leuten?

Gut, tauchen kann man in relat iv kurzer Zeit

lernen. Um zu tauchen, braucht man auch

nicht übermäßig fit und sportlich zu sein. Es ist

auch hip, sich im Neoprenanzug von der Masse

abzuheben. Die meisten Taucher würden zu-

Nicht das, was man hat, macht glücklich, sondern

die Suche danach. Dieses System ist mitverantwortlich

für die Faszination des Tauchens:

Jeder Tauchgang bietet etwas Neu es.

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dem beschwören, dass sie nur wegen der Vielfalt

der Unterwasserfaunaall die Kosten und

Strapazen auf sich nehmen. Diese Argumente

sind nicht falsch, aber sekundär. Die Wahrheit

ist, dass wi r beim Tauchen- wie bei kaum einer

anderen Tätigkeit- unser Such-System im

Gehirn anregen können.

Das Such-System hat eine Sonderstellung unter

den Basisemotionen. Zum einen hat es als

einzige eine gute Verbindung zum Großhirn.

Das heißt, das bewusste, vernünftige Denken

wird nicht so stark herabgesetzt, wie bei Wut,

Angst oder Panik. Zum anderen ist es die einzige

Basisemotion die Spaß - ja sogar glücklich

- macht.

Auf der Suche nach den Glücksgefühlen im

Gehirn haben Neurowissenschaftler einen etwas

umstrittenen Test durchgeführt. Sie haben

die Aktivitäten in Gehirnen von Drogensüchtigen

beobachtet, die schon längere Zeit

auf Entzug waren. Man folgerte, dass es fü r

einen Süchtigen das wa hre Glück bedeuten

müsste, endlich sein ersehntes Gift zu bekommen.

Tatsächlich leuchtete ein Hirnareal auf,

das Nucleus Accumbens genannt wird, sobald

dem Probanden die Gabe seines Stoffes in

Aussicht gestellt wurde. Man stellte fest, dass

in diesem Bereich körpereigene Opiate erzeugt

werden, die sogenannten Endorphine.

Nach einem Höhepunkt ebbten die Hirnaktivitäten

in diesem Bereich jedoch bald ab, nachdem

die Droge verabreicht wurde.

Später führte man weniger fragliche Tests

durch. Zum Beispiel versprach man den Testpersonen

Geld. Auch hierbei sprudelten die

Neuronen im Nucleus Accumbens, härten aber

auf, sobald das Geld ausbezahlt war.

Hat ein Lebewesen nach langem Herumsuchen

seine Nahrung, den Sexualpartner, das

neue Auto oder was auch immer gefunden,

braucht es vorerst keine Motivation mehr vom

Nucleus Accumbens. Der Glücksrausch ist von

kurzer Dauer. Auch das macht entwicklungsgeschichtlich

Sinn. Denn würde das Glück zu

lange anhalten, würde das Lebewesen weniger

oft auf die Suche gehen und seine Grundbedürfnisse

nicht ausreichend decken können.

Schließlich kamen die Forscher zu dem Schluss,

dass es sich beim Nucleus Accumbens nicht

nur um ein Such-, Belohnungs- oder Suchtzentrum

handelt, sondern auch um ein Lernzentrum

von evolutionärer Bedeutung.

Es gibt zwei Umstände, unter denen ein Individuum

schnell dazulernen muss. Zum einem ist

es wichtig, rasch zu begreifen, was gefährlich

und schmerzhaft sein kann. Zum anderen ist

es von großer Bedeutung, die Umgebung nach

den Dingen zu erforschen, die die Bedürfnisse

befriedigen. Dabei scheint es dem Such-System

egal zu sein, was es sucht. Jeder beliebige

Auslöser ka nn eine objektlose Suche starten.

Auch dieser Fakt ist von der Evolution klug aus-

0 Wunderwerk Gehirn: Viele Regionen kooperieren

gedacht. Denn nur wenn ein Individuum ziellos

auf die Suche geht, kann es Neues entdecken,

seinen Horizont erweitern und größere

Ressourcen für seine Erhaltung und die seiner

Art finden. Wenn ich zielstrebig im Supermarkt

Doseneintopf suche, werde ich nicht erfahren,

dass zwei Gänge weiter frisches Gemüse zur

Auswahl steht.

Glück wird also erzeugt, wenn man auf der Suche

nach etwas Unbekanntem oder Unerwartetem

ist. Nicht dann, wenn man es bekommt.

Das gilt auch beim Tauchen. Der Grund, warum

viele Taucher auch nach Hunderten von

Tauchgängen ihren Enthusiasmus nicht verlieren,

ist der, dass jederTauchgang in freier

Natur etwas Unerwartetes birgt, sei es die

Unterwasserfauna, die Strömungs- und Sichtverhältnisse,

die eigene Befindlichkeit oder

die Macken des Tauchbuddys. Tauchen macht

glücklich, weil man dabei ständig auf der Suche

ist. Das gilt auch für Menschen, deren

Landlebewesen-Emotionen noch so intakt

sind, dass sie bei den ersten Atemzügen unter

Wasser Angst verspüren.

Das Angst-System:

DerThalamus entscheidet

Niemand will Angst haben. Aber ohne sie

würde es uns nicht geben. Wir stammen nicht

von furchtlosen Helden ab. Denn wären unsere

Urahnen beim Schrei des Säbelzahntigerscool

geblieben, wären sie ausgestorben.

Angst hat bei höheren Tieren die Aufgabe,

den Körper bei drohender Gefahr von außen

blitzschnell zu mobilisieren, um für Flucht

oder Kampf gewappnet zu sein. Dabei werden

Stresshormone ausgeschüttet - von denen

Adrenalin das bekannteste ist. Das Nervensystem

wird aktiviert. Herzfrequenz und

Kreislauf schalten aufTurbo. Die Atmung geht

schneller. Die Muskeln spannen sich an. Die

Blutgefäße verengen sich. Die Leber setztEnergiereserven

frei.

Was als Bedrohung zählt, darüber entscheidet

im Gehirn der Thalamus. Man könnte den Thalamus

als Türsteher betrachten, der jede hereinkommende

Information dorthin schickt,

wo sie seiner Meinung nach hingehört. Entweder

erachtet er Sinneseindrücke als relevant fü r

das momentan herrschende Denkmuster und

lässt sie in den Fokus des Bewusstseins eintreten.

Oder er schätzt sie als im Moment unwichtig

ein und leitet sie weiter in den riesigen Wartesaal

des Unterbewusstseins.

Ordnet der Thalamus jedoch äußere Reize als

gefährlich ein, werden sie ohne Zögern direkt

an das Limbisehe System gesendet. Die

Amygdala (der zentrale Kern des Limbisehen

Systems) entscheidet dann blitzschnell, ob

Flucht oder Kampf angesagt ist. Das gemächlich

arbeitende Großhirn ist bei dieser Aktion

weitgehend ausgeschaltet. Denn bei Gefahr

ist Eile geboten. }

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PRAXIS

chen dafür sind der überdurchschnittliche Luftverbrauch

und die angespannten Muskeln. Bei

diesen Anfängern bestehtjedoch die Chance,

dass sie im Laufe ihrer ersten Tauchgänge ihr

Angstzentrum desensibilisieren. Mit mehreren

guten Erfahrungen wird der Thalamus die Info

»Kopf unter Wasser und atmen« gleich an das

Großhirn weiterleiten, ohne das Limbisehe System

allzu sehr zu behelligen. Oft werden aber

im Körpergedächtnis verspannte Muskeln und

hektische Atmung lange Zeit aufrechterhalten.

Bei anderen Tauchanfängern mit wenig oder

schlechter Erfahrung im Wasser kann der

Angstlevel so hoch sein, dass der bewusste

Verstand komplett abgeschnitten wird und die

Amygdala umgehend das Fluchtverhalten einleitet.

Diese Anfänger werden schnellstmöglich

zur Oberfläche fliehen und sich von allem

befreien, was die Atmung einengt. Nicht selten

bekommen sie dann Wasser in Mund und Nase.

Die Anfänger fühlen sich elend. DerThalamus

ist nun überzeugt, genau das richtige getan zu

haben und wird ähnliche Erfahrungen in Zukunft

noch schneller zum Limbisehen System

leiten. Diese Neulinge geben dann oft auf und

gehen mit falschen Glaubenssätzen nach Hause

wie: »Tauchen ist nichts für mich« oder: »Ich

bin eben ein Angsthase«.

Atmen mit dem Gesicht im Wasser ist tödlich - eine Lektion, die unser Gehirn seit Jahrmillionen verinnerlicht

hat. Solch archaische Ängste sind schwer abzustellen- auch mit modernster Technik.

Man bezeichnet das Limbisehe System auch

als das heiße System, im Gegensatz zum kalten

System, womit die Teile des Großhirns

gemeint sind, die die bewussten Entscheidungen

treffen. Da es für die Erhaltung der

Art gesünder ist, lieber einmal zu viel wegzulaufen,

als eine Gefahr zu übersehen, entscheidet

sich der Thalamus im Zweifelsfall

eher für das heiße System.

Gelingt es aber einem Individuum, in einer

vermeintlichen Gefahrensituation auszuharren,

wird das Gefühl der Angst nachlassen und

schließlich ganz verschwinden. Der Grund ist

zunächst ein biochemischer. Der Körper kann

nämlich nicht grenzenlos Angsthormone produzieren.

Ist die akute Angst vorbei, kann auch

das Großhirn wieder mitmischen. Analysiert

das Großhirn die Lage als unbedenklich, findet

ein Lernprozess statt. Die Angst wird das

nächste Mal beim gleichen Auslöser geringer

sein. Das Großhirn kann sich dann eher einschalten.

Und irgendwann begreift auch der

Thalamus, wohin er die Infos leiten muss. Je

geringer die Angst, desto besser klappt es mit

dem logischen Denken.

Deshalb ist es in der Tauchausbildung so wichtig,

die Schüler in kleinen Schritten an die

angstbesetzten Aufgaben heranzuführen. Besonders,

wenn es um die ersten Atemzüge geht.

Eine Angst aus Urzeiten

Stellen wir uns folgendes Szenarium vor: Eine

Gruppe Anfänger macht die ersten Taucherfahrungen.

Getaucht wird vom Boot aus in einer

ruhigen Bucht. Der Grund liegt bei drei

bis vier Meter Wassertiefe. Ideale Verhältnisse,

möchte man meinen. Die Beginner springen

mit aufgeblasenen Jackets ins Wasser. Die

Weit ist in Ordnung. Noch! Dann wird die Luft

aus dem Jacket gelassen. Das Bleigewichtmeist

mehr als genug -zieht in die Tiefe. Das

Gesicht taucht ins Wasser ein. Der erste Atemreiz

zwingt den Tauchschüler zum Einatmen.

Für den Thalamus ein Reiz von höchster Gefahr,

den er sofort an das Limbisehe System

weiterleiten muss. Denn seit Millionen von

Jahren, seit sich Landlebewesen entwickelt

haben, ist Atmen mit dem Gesicht im Wasser

tödlich. Es gehört zu den archaischen Ängsten,

die sich auch mit modernster Tech nik

nicht ausrotten lassen.

Bei einigen der Neulinge ist die aufkommende

Angst gemäßigt, weil sie im Wasser bereits

gute Erfahrungen gemacht haben und ihre

Angstsensoren für diesen Auslöser nicht so fein

eingestellt sind. Ihr Großhirn ist noch in der Lage,

Informationen durchzulassen wie: Du hast

Technik im Mund und kannst damit atmen.

Angstfrei sind sie dennoch nicht. Sichere Zei-

Für den Anfang:

Boden unter den Füßen!

Manch einer mag mit Hilfe eines starken Willens

und einem geduldigen Tauchlehrer sogar

unter diesen Umständen das Brevet schaffen.

Doch meist sind die Ängste dann lediglich unterdrückt,

nicht aber abgebaut.

Ideal für die ersten Atemzüge unter Wasser

sind Bedingungen, bei dem das Angstniveau

so klein wie möglich gehalten wird. Die Herausforderungen

werden in kleinsten Schritten

gesteigert, so dass die Angst im Kopf und im

Körper zuerst aufgelöst wird, bevor die nächste

Übung in Angriffgenommen wird. Das klingt

kompliziert und zeitaufwändig? Ist es gar nicht.

Wichtig ist, dass der Beginner noch Boden

unter den Füßen hat. Die ersten Atemzüge

sollten im Stehen erfolgen, so dass bei der

kleinsten Unpässlichkeit einfach nur der Kopf

gehoben werden muss. Ruhiges Atmen und

bewusstes Lockern der Muskeln ist ebenfalls

angesagt. Erst wenn sich der Kandidat richtig

wohl fühlt, kommt der nächste Schritt: hinlegen,

ruhig atmen, Muskeln entspannen. Auf

diese Weise finden positive Lernprozesse auf

allen Ebenen statt.

Darauf können dann die verschiedenen

Übungen und Bewegungen aufgebaut und

schließlich in größere Tiefe abgetaucht werden.

Immer mit dem Fokus auf ruhige Atmung

(natürliche Atemtechnik), entspannten Körper

und bewusstes Handeln.

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Diese Maßnahmen sind nicht nur für die ängstlichen

Beginner von Vorteil. Auch die vermeintlich

Angstfreien profitieren durch einengeringeren

Luftverbrauch und entspanntere

Bewegungen von Anfang an.

Alte Angst erkennt das Hirn

Was Angst auslöst und wie sie empfunden

wird, hängt nicht nur von dem Erfahrungsschatz

des einzelnen Individuums ab, sondern

auch von Erbinformationen aus grauer Vorzeit.

Besonders gut lässt sich das bei Tieren

beobachten.

Quinny, mein Lieblingspferd, ist geländesicher

und nervenstark. Meistens. Gerade hatte ich sie

überschwänglich gelobt, weil sie an einem riesigen

Lastwagen, der vollbeladen mit Baumstämmen

und laufendem Motor im Walde

stand, unbeirrt vorbeischritt Doch keine fünf

Minuten später, legte sie mitten im Trab eine

Vollbremsung hin und machte einen Satz, der

mich fast aus dem Sattel warf. Auslöser dieses

Fluchtgehabes: ein winziges Vögelchen, das

über den Weg flatterte.

Noch ein Beispiel: ln Südafrika nahm ich an einer

Wandersafari teil. Ich hatte erwartet, dass

wir uns zu Fuß besonders nahe an die Wildtiere

heranpirschen könnten. Zu meiner größten

Enttäuschung nahmen sogar gestandene

Nashörner schon von weitem Reißaus, wenn

sie das kleine Menschengrüppchen wahrnahmen.

Am nächsten Tag, mit dem offenen Jeep

unterwegs, kamen wir auch an die scheuesten

Fluchttiere bis auf wenige Meter heran.

Diese Beispiele zeigen: Tiere reagieren viel eher

ängstlich auf Objekte, die es bereits in grauer

Vorzeit gab, als auf die Errungenschaften der

modernen Technik.

Der Mensch ist kaum anders. Es gibt archaische

Angstauslöser wie plötzliche, laute

Geräusche, Dunkelheit, schnell huschendes,

kleines Getier, Schlangen, durch die Luft fliegende

Gegenstände, Abgründe, Alleinsein,

Enge und Wasser um Mund und Nase (besonders

wenn man dabei atmet}.

Auch ein Taucher reagiert eher auf archaische

Angstobjekte als auf die Tücken der Technik.

Themen wie physikalische Gesetze, Dekompressionsunfall

und Tiefenrausch werden vom

Großhirn registriert, bearbeitet und erinnert.

Um Gefühle dazu entstehen zu lassen, muss

man sich die Gefahr schon bildlich vorstellen

können. Das gelingt oft nicht, weil diese Materien

zu abstrakt sind. Sieht man beim Skifahren

einen Baum im Weg stehen, kann man sich

sehr gut vorstellen, dass es weh tut, wenn man

dagegen fährt. Auch wenn man noch nie >

Dekompression und Tiefenrausch -Gefahrenquellen,

die in unseren Instinkten noch nicht

verwurzelt sind. Atmen und Schweben unter

Wasser- das erzeugt viel eher Angst.

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PRAXIS

gegen einen Baum gefahren ist, so gibt es in

unserem Erinnerungsschatz doch irgendwelche

Erfahrungen, die mit dem Aufprall auf etwas

Hartes assoziiert werden können.

Die Vorstellung von Luftblasen, die durch unseren

Körper strömen, oder Stickstoff, der uns

ins Nirwana schickt, finden in unserem Erfahrungsspeicher

nur wenige Entsprechungen.

Um den physikalischen Gefahren des Tauchens

zu entgehen, müssen wir uns voll auf

unsere Vernunft und das Verständnis der Theorie

verlassen.

Der Arbeitsmodus des vernünftigen Großhirns

wird allerdings beim Tauchen auf Sparflamme

geschaltet. Grund hierfür sind die vielen

wesensfremden Sinneseindrücke, die dem

Gehirn zugemutet werden. Visuelle und akustische

Reize werden unter Wasser stark verändert

wahrgenommen, und der Schwebezustand

passt schon gar nicht zum Menschsein.

Logische Gedankengänge kommen dabei nur

stockend voran, wie Autos vor einer Baustelle.

Da kann es schon passieren, dass auf den

Tauchcomputer geschaut wird, aber der Zusammenhang

zwischen benötigten Auftauchzeiten

und Luftvorrat nicht so ernst genommen

wird. Denn schließlich schaltet sich das

Limbisehe System bei solchem modernen

Kram nicht ein, um sein Individuum zu warnen.

Horrorfilme im Gedankenkino

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, dessen

Emotionen nicht nur auf äußere Einflüsse oder

innere, körperliche Befindlichkeit reagieren. Der

Mensch kann seine Gefühle mental steuern. Das

kann von Vorteil sein, wenn es darum geht, seinen

Zustand positiv zu beeinflussen. So wäre

Mentaltraining auch beim Tauchen eine nützliche

Methode, um Selbstbewusstsein und Können

zu steigern. Das Visualisieren von Bildern,

am besten in einem entspannten Zustand, kann

die Hirnstrukturen so verändern, dass neue Verhaltensmuster

entstehen. Im Leistungssport gehört

mentales Training bereits zum Standard für

die Vorbereitung zum Wettkampf.

Dem Gehirn ist es im Grunde egal, ob etwas

außerhalb der eigenen Person passiert, oder

nur in Gedanken. Es sind viel weniger die äußeren

Umstände, die körperliche und psychische

Empfindungen beeinflussen, als die mentale

Einstellung, die wir zu den Ereignissen haben.

Doch kann die grandiose Fähigkeit der Fantasie

auch sinnlose Ängste und somit körperliches

Unbehagen fabrizieren. Zum Beispiel, wenn

kleine Misserfolge immer wieder im Gedankenkino

abgespult werden oder ein Archiv von

Horrorfilmen, bestehend aus sämtlichen Eventualitäten,

angelegt wird. Besser als über alle

Schrecklichkeiten zu grübeln, ist es, Lösungen

zu schaffen. Beim Tauchen besteht die beste

Lösung meist darin, sich in seinem eigenen

Tempo, in kleinen Schritten an angstbesetzte

Situationen heranzutasten.

Panik: eher Liebeskummer als Angst

Auf die Frage, welche Emotion der Angst am

nächsten steht, würden wohl die meisten Befragten

mit >>Panik« antworten. Irrtum: Angst

und Wut stehen sich am nächsten. Beide Gefühle

sind in der Amygdala zentriert. Beide Gefühle

dienen dem Schutz des Lebens. Angst

löst eine Fluchtreaktion aus, um der Gefahr zu

entkommen. Wut setzt heiße Aggression frei,

um zum Angriff zu blasen.

Können wir uns Angst und Wut noch schönreden,

da uns diese Emotionen schützen, so


NEUROWISSENSCHAFT

scheint Panik lediglich den Zweck zu erfüllen,

uns das Leben zu vermiesen und uns sogar in

Gefahr zu bringen. Was hat sich die Schöpfung

nur dabei gedacht?

ln der Evolution ist nichts sinnlos. Auch die Panik

hat ihren Stellenwert.

Das Panik-System ähnelt zuweilen den Bahnen

des Such-Systems, endet jedoch nicht im glücklich

machenden Nucleus Accumbens. Panik ist

verbunden mit Verlust- und Kummergefühlen

und steht im direkten Zusammenhang mit sozialer

Bindung und mütterlicher Versorgung.

Die Hirnchemie setzt in diesem System endogene

Opioide frei. Etliche Untersuchungen lassen

ahnen, dass auch Oxytozin und Prolaktin

mit dem Paniksystem in Verbindung stehen.

Diese Hormone stehen in Bezug mit Schwangerschaft,

Geburt und Stillen und lösen sowohl

bei weiblichen als auch bei männlichen Tieren

den Brutinstinkt aus.

Werden die entsprechenden Strukturen bei

Versuchen an Menschen stimuliert, führt das

zu plötzlichen Panikattacken und zuweilen

auch zu klinischen Depressionen.

Es ist interessant zu wissen, dass in der Psychiatrie

Angststörungen mit Beruhigungsmitteln

behandelt werden. Panikstörungen sprechen

hingegen auf Antidepressiva an. Dies legt nahe,

dass die chemischen Vorgänge im Gehirn

von Angst und Panik völlig verschieden sind.

Bei Jungtieren, die von ihren Müttern getrennt

werden, löst das Paniksystem erst einmal

ein zielloses Suchverhalten aus, das von

Trennungsrufen begleitet wird. Je nach Art

ist Winseln, Jaulen, Piepsen oder Weinen zu

hören. Dieses Gebaren erhöht zunächst die

Chance, von der Mutter gefunden zu werden.

Nach einer Weile zieht sich das Tier dann

zurück, isoliert sich und fällt in einen winterschlafähnlichen

Zustand, der sehr an die

Symptome einer Depression erinnert. Dieses

Betragen senkt das Risiko, die Aufmerksamkeit

von Raubtieren zu wecken.

Das Panik-System folgt dem Lernschema der

negativen Verstärkung. Wenn ein Jungtier sich

in der Nähe seiner Mutter befindet, werden

Opioide freigesetzt. Das erzeugt Wohlbehagen

und Schmerzfreiheit Werden sie vom Objekt

ihrer Liebe getrennt oder verlassen, sinkt der

DrogenspiegeL Dies sind schmerzliche Erfahrungen.

So lernen Jungtiere, in der Nähe ihrer

Mutter zu bleiben.

Evolution verschwendet nicht: Auch Panik hat

ihren Sinn -hat aber viel mehr mit Verlust- als

mit Angstgefühlen zu tun.

Die Evolution ist nicht verschwenderisch. Sie

wirft das System nicht einfach auf den Müll,

wenn die Tierchen den Kinderschuhen entwachsen

sind. Bei geschlechtsreifen Tieren

wird das gleiche System bei der Paarbildung

und bei anderen sozialen Bindungen angewandt.

Deshalb tut Liebeskummer so weh.ln

der Phase des Verliebtseins steigt der Pe- >


PRAXIS

ln derTiefe einer Unterwasserhöhle: Es gibt keinen besseren Ort, um sich unsagbar verlassen zu

fühlen.ln einem fremden Element, bei kompletter Dunkelheit, belastet von schwerer Ausrüstung.

gel der Opioide. Das macht buchstäblich süchtig.

Bei einer Trennung wird die Produktion der

Droge eingestellt. Es entstehen regelrechte

Entzugserscheinungen.

Panik beim Tauchen:

Von allen guten Geistern verlassen

Ein Taucher, der sich zögerlich verhält, in der

Fantasie alle möglichen Horrorszenarien heraufbeschwört,

während des Tauchens seine Muskeln

verspannt und seine Flasche ruckzuck leer

schnüffelt, hat offensichtlich Angst. Der Angstpegel

ist jedoch nicht so hoch, dass der Verstand

völlig abgeschnitten ist. Mit mehr Übung

und guten Erfahrungen kann das Großhirn immer

mehr die Oberhand gewinnen und das

Limbisehe System in Schach halten. Im Allgemeinen

gehen diese Taucher selten große Risiken

ein. Vorsicht ist allgegenwärtig. Sie sind

es nicht, die das Tauchen als lebensgefährliche

Sportart in Verruf bringen.

Bekommt ein Taucher, etwa beim Ausblasen

der Maske, Wasser in die Nase und sprintet zur

Wasseroberfläche, bezeichnen das die meisten

als Panik. Falsch: Das ist Angst. Eine Todesangst,

bei der das Großhirn völlig ausgeschlossen

ist. DerThalamus hat die Information

blitzschnell zum Limbisehen System geschickt

und die Amygdala hat den Fluchtreflex eingeleitet.

Glücklicherweise zwingt in so einer Situation

meistens ein Hustenreiz zum Ausatmen.

Tauchtheorie und das gutgemeinte Gebot, niemals

unter Wasser die Luft anzuhalten, helfen

in dieser Notlage wenig. Es wird wohl noch et-

liehe hunderttausend Jahre dauern, bis das

Limbisehe System Tauchphysik und Tauchmedizin

als Standard integriert hat.

Aber wo finden wir nun die echte Pan ik? Dort

wo wir sie am wenigsten erwarten. Bei den

Extremtauchern, den Profis, Semiprofis und

Tech-Divers. So mancher tödliche Tauchunfall

gibt Rätsel auf. Da werden Taucher aus der

Tiefe oder aus Höhlen geborgen, obwohl die

Ausrüstung intakt und noch genügend Luft in

der Flasche ist.

Viel leicht mache ich mich bei manchen Macho-Supertauchern

unbeliebt, wenn ich da

Parallelen sehe: zu Jungtieren, die ihre Mütter

verloren haben.

AufYouTube kann man die letzten Minuten

des russischen Tauchers Yuri miterleben.

Bis zu dem Punkt, an dem er den Atemregler

verliert, gibt es keine Anzeichen von Hektik;

kein Maske-vom-Gesicht-Reißen, keine

Flucht nach oben. Es sind Laute zu hören.

Trennungslaute? Die Bewegungen sind langsam,

antriebslos, depressiv.

Es gibt keinen besseren Ort, um sich unsagbar

verlassen zu fühlen, als in einem fremden

Element, bei Dunkelheit, eingeengt und

belastet von schwerer Ausrüstung. Der Partner,

falls es ihn überhaupt gibt, ähnelt keinem

menschlichen Wesen. Er hat keine Stimme,

keine Geste, keine Mimik, lediglich eine dunkle

Silhouette mit einem Lichtstrahl. Das Limbisehe

System gewinnt die Oberhand. Doch

unter den Emotionen wird nicht die Angst gewählt.

Unter Wasser zu atmen ist ja längst zur

Gewohnheit geworden. Das hat selbst der

Thalamus begriffen. Aber im Panik-System

wird der Schalter umgelegt. Die Opioide, die

kurz vorher an Land, in fröhlicher Runde mit

Kameraden noch ausgeschüttet wurden, versiegen

in der Einsamkeit. Uralte Muster im

Gehirn fordern Stillhalten, um nicht vom

Fressfeind verschluckt zu werden. Das Großhirn

hat sich verabschiedet.

Taucher, die sich in große Tiefen oder in Höhlen

begeben, und Solotaucher sind sich bewusst

(oder sollten es zumindest sein), dass sie

ein hohes Risiko eingehen. Sie spielen mit ihrem

Leben. Im Allgemeinen legen sie jedoch

großen Wert darauf, dieses Spiel zu gewinnen.

Hauptsächlich versuchen sie ihre Überlebenschancen

durch eine immer ausgeklügeltere

Ausrüstung zu erhöhen. Nur nützt die beste

Ausrüstung nichts, wenn in der Schaltzentrale

des Menschen etwas schief läuft. Allein das

Wissen über die Abläufe im Gehirn und die

Aufmerksamkeit auf innere Prozesse könnten

die Gefahr etwas dämmen. Denn solange das

Bewusstsein noch funktionstüchtig ist, kann es

die emotionale Ebene beeinflussen. Wird die

beginnende Antriebslosigkeit einer Panikattacke

erkannt und richtig gedeutet, kann mit

mentaler Stärke dagegen angekämpft werden.

Das Verlassenheitsgefühl kann durch die Kommunikation

mit dem Tauchpartner (falls vorhanden)

verdrängt werden.

Fazit

Kein Tauchanfänger, Taucher oder Ta uchlehrer

wird daran zweifeln, dass theoretisches Wissen

überTauchphysik, Tauchmedizin oder die

Funktion der Ausrüstung essentiell für den

Tauchsport ist. Verwunderlich ist, dass es kaum

einen Taucher zu interessieren scheint, was

in seinem Gehirn vorgeht. Dabei ist das Gehirn

der Teil, der den Menschen ausmacht. Ohne

Gehirn läuft bei uns gar nichts. Man kann

es auch so ausdrücken: Wir haben kein Gehirn,

wir sind unser Gehirn. Es gibt nichts in uns, was

nicht vom Gehirn gesteuert wird. Es wird Zeit,

dass das theoretische Wissen über Gehirn und

Psyche in derTaucherweit Einzug hält.

124. unterwasser 4/13

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