10 Jahre danach - RegJo

regjo.de

10 Jahre danach - RegJo

Das Magazin für die Region Hannover Ausgabe Nr. 4 II/2010 4,50 €

www.hannover.regjo.de

10 Jahre danach


egjo hannover editorial 3

Das Ziel, die Nr. 1 zu werden, ist das, was auch

uns jeden Tag zu Höchstleistungen antreibt.

Wir wünschen allen Spielern und Zuschauern viel Spaß bei der HDI-Gerling

German PGA Championship in Gleidingen.

Wir denken weiter.

www.hdi-gerling.de

Was immer Sie vorhaben,

wir machen es

Ihnen leichter!

Das Unternehmerbüro unterstützt Sie

als Vermittler zwischen Wirtschaft und

Verwaltung. Unser Service umfasst:

J Behördenmanagement

J Standortinformationen

J Flächen- und

Immobilienberatung

J Finanzierungs- und

Fördermittelberatung

J Krisenkontaktstelle

0800 - 616 0 616

www.unternehmerbuero-hannover.de

Ein Jahrzehnt danach

Die Weltausstellung brachte vor zehn Jahren die Welt

nach Hannover. Etwas davon ist bis heute geblieben…

Es waren unvergessliche 153 Tage, damals im ersten Sommer des

neuen Jahrtausends. Rund 18,1 Millionen Menschen kamen im

Jahr 2000 in die Leinestadt, um fremde Länder und Kulturen,

beeindruckende Architektur und Inszenierungen zu erleben. 155

Nationen und 17 internationale Organisationen machten die Expo

zu einer echten Ideenwerkstatt. Ein Rekord – nie zuvor hatten

sich so viele Akteure an einer Weltausstelllung beteiligt. Wieviel

Plus oder Minus, Gewinn oder monetäres Defizit das Megaevent

tatsächlich verursachte, sei einmal dahingestellt (selbst konservativ

gerechnete Varianten gehen von einem Steuerplus von 2,7

Mrd. für Bund, Länder und Gemeinden aus). Entscheidend ist,

dass eine wahre Initialzündung von jener Expo vor 10 Jahren für

die gesamte Region Hannover ausging, die bis heute spürbar ist.

Die Anbindung der ländlichen Gebiete an die Innenstadt von

Hannover sucht deutschlandweit ihresgleichen. Ein erhebliches

Stück Lebensqualität, das die Menschen in der Region bewusst

zu schätzen wissen. Ausgehend vom Messebahnhof Laatzen

über den Hauptbahnhof hat sich beginnend mit der Weltausstellung

eine kontinuierliche, bis heute dauernde Bautätigkeit entwi ­

ckelt, die mittlerweile die gesamte Innenstadt erfasst hat. Blicke

zurück auf die Ereignisse vor zehn Jahren, heutige Konsequenzen

und Bestandsaufnahmen, aber auch kritische Fragen in Richtung

Zukunft haben wir in dieser Ausgabe des RegJo Hannover

zusammengetragen.

Das Thema Mobilität ist bis heute weitreichend von der Expo

2000 beeinflusst. Ehrgeizige Konzepte versus leere Kassen und

unterm Strich ein Ergebnis, das bundesweit nach wie vor Bestnoten

verdient. Die Details rund um das Thema Mobilität in der Region

sind aufschlussreich und waren uns eine eigene Strecke im Heft

wert. Bestnoten, um beim Stichwort zu bleiben, haben wir ebenfalls

beim Thema Wissensstandort Hannover und bei den Marketingaktivitäten

und -möglichkeiten von Hannover 96 entdeckt –

aber sehen Sie selbst… Viel Spaß und eine interessante Lektüre!

Stefanie Stüting

Chefredaktion

www.hms69.de

Unternehmerbüro

in der Region Hannover

RegJo Hannover: Der Wettbewerb zwischen den Standorten in Europa wird härter. Die klare Positionierung

und Profilierung einer Region sichert das Bestehen in diesem Wettbewerb. RegJo berichtet

über Wirtschaft und Leben in der Region Hannover. Mit aktuellen und kompetenten Beiträgen erhöht

RegJo die Identifikation der Menschen mit der Region. So gewinnt der Standort um die niedersächsische

Landeshauptstadt weiter an Attraktivität, bei Bewohnern und Investoren.

Cover Fotografie: Marc Theis (Motiv: Expo 2000)


4 inhalt regjo hannover regjo hannover inhalt 5

16 Zehn Jahre Expo Hannover

38 Wissenshochburg

54 Zu Besuch bei Hannover 96

62 Unterwegs

Initialzündung und internationale Strahlkraft: Nach zehn Jahren

wirkt die Weltausstellung immer noch auf die Region Hannover

und ihre Menschen.

Im Bereich der Wissenschaft und Forschung

ist Hannover in vielerlei Hinsicht

einige Schritte voraus.

Kundenbindung und Geschäftskontakte beim Fußballgucken?

Sportfive bietet beste Hospitality-Möglichkeiten bei den Spielen

von Hannover 96 in der AWD-Arena.

Wie mobil ist die Region Hannover?

Auch hier hat die Expo vor zehn Jahren

einiges in Bewegung gesetzt…

Bilder: Marc Theis, Laser zentrum Hannover, Oliver Vosshage,

üstra Verkehrsbetriebe Hannover AG

Wirtschaft

Politik & Soziales

Technik & Wissenschaft

Land & Umwelt

Kultur

Freizeit & Sport

09

10

11

26

73

75

Wirtschaftstalk: Am 1. Juni feierte der Frühstücks-Talk

der Pro Hannover Region Jubiläum

– und seine 100. Ausgabe.

Design-Klassiker: Seit Juni ist die Klingenberg

GmbH im EXPO Park Hannover ansässig.

Dr. Tillmann Miritz und Uwe Klingenberg

investieren hier 3,5 Mio. Euro.

Immobilien: Die Kibar-Immobilien GmbH

präsentiert sich seit Jahresbeginn in Döhren

mit einem umfangreichen Immobilienangebot

und -service.

Made in Hannover: Sie krümeln, quietschen,

kutschieren – die großen Marken der Stadt.

Hinter Butterkeksen, Gummireifen und dem

legendären „Bulli“ stehen Labels, von denen

man oftmals gar nicht weiß, dass sie aus

Hannover kommen.

Erlebnis- & Wirtschaftsstandort: Wolfsburg

mit dem Stammsitz des Volkswagen-Konzerns

ist einer der wichtigen Wirtschaftsstandorte in

Niedersachsen.

Der MobilitätsTalk: Das Unternehmerkontaktforum

der Metropolregion Hannover-

Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg.

07

11

46

53

4 Köpfe – Vier Meinungen: Hauke Jagau,

Bärbel Jacob, Eckhard Wähler und Dr. Wolfram

von Fritsch über ihre Erinnerungen

an die Expo Hannover vor zehn Jahren und

deren Bedeutung für die ganze Region.

Das Neustädter Modell: Gesamt- und Berufsschule

machen gemeinsame Sache – und werden

als „Ausgewählter Ort 2010“ im bundesweiten

Innovationswettbewerb „Deutschland

– Land der Ideen“ ausgezeichnet.

Die Internet(Un)konferenz: Das ConventionCamp

ist ein einmaliges Konzept als

Cross over aus Web2.0-Szene, Internet Economy

und universitärem Umfeld. Im Herbst

geht es in die dritte Runde.

Lernen wie Harry Potter: Das Internat Stiftung

Landschulheim am Solling (LSH) zählt

zu den zehn besten deutschen Internaten. Als

Motto hat sich das LSH „Bildung für Kopf,

Hand und Herz“ auf die Fahnen geschrieben.

08

11

38

46

47

47

47

Ausgezeichnet: Die LPKF Laser & Electronics AG

in Garbsen wurde mit dem Oskar der Technologie-Branche,

dem renommierten Hermes Award,

ausgezeichnet.

Digitale Auto-Diagnose: Die erste digitale Autodiagnose

und aktuell moderns te Kfz-Untersuchung

wurde vom ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e.V.

entwickelt und feiert jetzt einjähriges Jubiläum.

Tatsächlich blühende Landschaften: Hannovers

Wissenschaftslandschaft blüht: Die Landeshauptstadt

beherbergt allein sieben Hochschulen, zahlreiche

Forschungseinrichtungen sowie außeruniversitäre,

wissenschaftliche Institutionen. Ein

Überblick…

In die Zukunft: Das Fraunhofer ICT hat Speicher für

erneuerbare Energien entwickelt.

Bildungswege: Die Alternative zur Uni: eine internationale

Berufsausbildung.

Her(t)zlichst!: Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut

eröffnet Abteilung in Goslar.

Google & Co.: Das Internet entscheidet über zukünftige

Unternehmenserfolge.

09

13

16

49

51

62

Kreativität contra Krise: Innovative Ideen

wie die Genießer-Events und das Networking-

Dinner bescheren dem Mercure Hotel Hannover

Mitte neue Kundenkreise.

Einfach zusammenhalten: Als 10-Jähriger

kam Bernd Gisy im Jahr 1950 auf das Internat

Stiftung Landschulheim am Solling (LSH) und

verbrachte dort seine gesamte Gymnasialzeit

bis zum Abitur. Der Altschüler erinnert sich.

10 Jahre Expo: Initialzündung und internationale

Strahlkraft – zehn Jahre danach

wirkt die Weltausstellung immer noch auf die

Region Hannover und ihre Menschen.

Faktor Sprache: Dr. Ute Klünder, Carl Duisberg

Centren, über Trends im Fremdsprachentraining

für Unternehmen.

Studium ohne Grenzen: Richtungweisend

in Lehre und Forschung: die Fachhochschule

Hannover (FHH).

Unterwegs…: Die Region Hannover ist mobil.

Ein gut ausgebautes Verkehrsnetz führt zu

jedem Ziel.

08

10

11

78

Modepreis: Zum zweiten Mal haben die Fachhochschule

Hannover und die Sparkasse Hannover

den Modepreis Hannover vergeben. Siegerin

wurde Beatrix Landsbek mit ihrer Kollektion

„Vorne, Juergen am Atlantic“.

Licht und Magie: Zwischen Realität und

Traum kombiniert „La Notte“ Antonio Vivaldi

mit modernem Tanz. Kulturerlebnis am 23.

August im CinemaxX.

KunstFestSpiele Herrenhausen: Die ersten

KunstFestSpiele Herrenhausen in Hannover

standen unter dem Motto „Die Macht des

Spiels“.

Kalender: Das sollte man nicht verpassen –

die wichtigsten Termine und lohnenswertesten

Highlights aus der Region Hannover.

14

54

77

82

Abschlag für die Meisterklasse: Bestnoten

für das Platzdesign, modernste Trainingstechnologie

und jetzt auch noch die hochkarätigsten

Turniere, die Norddeutschland

je gesehen hat. Platzinhaber Friedrich Wilhelm

Knust über die aktuellen Meilensteine

in Gleidingen.

Hannover 96: Der Traditionsverein Hannover

96 zählt zu den ältesten Fußballclubs in

Deutschland. Auch marketingtechnisch sind

die Roten heute ganz weit vorn.

Start in eine neue Ära: Ferrari im Expo Park

– im Herbst eröffnet das Familienunternehmen

und Ferrari-Spezialist LUMANI Krüger

den Ferrari-Pavillon im Expo Park Hannover.

Mit dem Neubau startet LUMANI Krüger in

eine neue Ära.

Wussten Sie, dass…?: Wissenswertes und

Erstaunliches zum Schmunzeln und Weitererzählen

aus der Region Hannover.


egjo hannover meinung 7

4 Köpfe – Vier Meinungen

Die Expo 2000 brachte die Welt nach Hannover und trug Hannover in die Welt. Hauke Jagau, Bärbel

Jacob, Eckhard Wähler und Dr. Wolfram von Fritsch erinnern sich gern an die aufregende Zeit.

Hauke Jagau, Präsident Region Hannover: „Eine Seilbahn über

dem Expo-Gelände, phantastische Pavillons, ein großartiges Kulturprogramm

– es gibt vieles, was mich damals beeindruckt und

begeistert hat. Am eindrucksvollsten waren für mich aber die

Freundlichkeit, Fröhlichkeit und Offenheit der Menschen während

der Weltausstellung. Die Expo hat viele Begegnungen möglich

gemacht, die dazu beigetragen haben, ein neues Gefühl für

das Miteinander der Menschen verschiedenster Nationalitäten zu

entwickeln. Der Region Hannover hat die Weltausstellung neben

einem modernisierten Messegelände u.a. eine vorbildliche Infrastruktur,

z.B. im öffentlichen Personennahverkehr, gebracht.“

Bärbel Jacob, Geschäftsführerin des Wirtschaftsfördervereins Pro

Hannover Region: „Ich erinnere mich an meine Begeisterung über

die Vielfalt der Kulturen in den Länder-Pavillons. Diese quirlige

und weltoffene Atmosphäre übertrug sich schnell auch auf die Stadt

und Region Hannover. Es erscheint mir, dass das Motto ‚Zu Gast bei

Freunden‘ hier seinen Ursprung hatte und damit auch der Bekanntheitsgrad

der Weltstadt Hannover entscheidend verstärkt wurde.

Aus wirtschaftlicher Betrachtung hat die EXPO für die Region vor

allem eine gut funktionierende regionale Verkehrs-Infrastruktur

geschaffen, die sich bis heute nachhaltig auf die ökonomische

Entwicklung des Wirtschaftsraums Hannover auswirkt.“

Eckhard Wähler, Exposeeum Hannover: „2000 war die Welt zu

Gast in Hannover. Zu Gast bei der EXPO 2000, der ersten Weltausstellung

auf deutschem Boden, der ersten Weltausstellung in diesem

Jahrtausend und der ersten Weltausstellung mit einem Thema.

Unter dem Motto „Mensch, Natur, Technik“ trafen sich über 18

Millionen Menschen in Hannover. Und gerade in und um Hannover

ist diese Erinnerung noch lebendig. Mir ist vor allem die

Atmos phäre dieser Zeit in Erinnerung geblieben. Bei großen Festen

in Hannover mit vielen fröhlichen Menschen sprechen wir immer

noch vom EXPO-Feeling. Die Weltausstellung in Hannover hat die

Stadt und die Region verändert.“

Dr. Wolfram von Fritsch, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen

Messe, Hannover: „Ich war damals für das Stadtmarketing

von Berlin zuständig und von der EXPO 2000 beeindruckt und

begeistert zugleich. Allein die Tatsache, dass sich in Zeiten des

Internet-Booms Millionen Menschen aus allen Kontinenten live

an einem Ort trafen, um sich über fremde Lebensformen zu informieren,

sprach für sich. Neben der bunten Vielfalt hat mich die

perfekte Organisation dieser Mammutveranstaltung und das hervorragend

genutzte Messegelände besonders beeindruckt – nicht

ahnend, dass ich einmal Vorstandsvorsitzender der Deutschen

Messe AG sein würde.“


8 magazin regjo hannover regjo hannover magazin 9

i n n o vat i o n

M O D E

H o t e l

J U b i l ä u m

David McAllister ist

der neue Ministerpräsident

des Landes

Niedersachsen. Der

CDU-Politiker wurde

am 1. Juli 2010 ins Amt gewählt. Bis

dahin war McAllister Vorsitzender der

CDU-Fraktion im Niedersächsischen

Landtag. Sein Amt als Vorsitzender

der CDU in Niedersachsen führt er

weiterhin aus.

Christian Wulff,

ehemaliger Ministerpräsident

des Landes

Niedersachsen, ist

neuer Bundespräsident.

Wulff wurde am 30. Juni 2010 gewählt,

nachdem sein Vorgänger Horst Köhler

das Amt niedergelegt hatte. Der in

Osnabrück geborene CDU-Politiker

ist der zehnte Bundespräsident in der

Geschichte der Bundesrepublik.

Jasmin Gehrlein,

Absolventin der Wirtschaftswissenschaften

hat den von der NORD/

LB gestifteten Hannover

Center of Finance (HCF) Förderpreis

für den herausragenden Abschluss

ihres finanzwirtschaftlich ausgerichteten

Studiums an der Wirtschaftswissenschaftlichen

Fakultät der Leibniz

Universität erhalten.

Hendrik Kaufmann ist

ebenfalls Preisträger

des HCF Förderpreises,

der besonders herausragende

akademische

Leistungen auf dem Gebiet der Finanzmarktforschung

honoriert. Mit einem

fakultätsinternen Dozentenpreis für

exzellente Lehre werden drei Dozenten

der Fakultät durch Repräsentanten der

Studierenden geehrt.

Marcel Rennemann

nahm wie seine beiden

Kommilitonen den HCF

Förderpreis während

der Absolventenfeier

aus den Händen von Herrn Jürgen Machalett

(Generalbevollmächtigter der

NORD/LB sowie Leiter der Hauptabteilung

Firmenkunden) und Frau Maria

Puentes Puertas (Leiterin der Personalgewinnung

der NORD/LB) entgegen.

Bestechend gut „Vorne, Juergen“ Kreativität contra Krise Frühstücks-Talk

Garbsener Laserspezialist mit dem

wichtigen Hermes Award ausgezeichnet.

Aus einfachen Kunststoffbauteilen hochwertige

Elektronikkomponenten herstellen?

Für diese Idee wurde die LPKF Laser

& Electronics AG in Garbsen mit dem Oskar

der Technologie-Branche, dem renommierten

Hermes Award ausgezeichnet. Die Idee

ist bestechend: Bereits vorhandene Kunststoffbauteile

werden mit elektrischen Leiterbahnen

versehen und übernehmen

zusätzliche Funktionen. Das spart Platz

und Gewicht in Endprodukten wie Handys,

Lenkradschaltungen oder in der Medizintechnik.

Dazu setzt der Laserspezialist das

eigens patentierte LDS-Verfahren (Laser-

Direkt-Strukturierung) ein. Der Star ist das

neue System Fusion3D, das Bauteile dreidimensional

mit bis zu vier Lasern gleichzeitig

bearbeitet und so die Anforderung nach

hoher Produktionsleistung befriedigt.

Das 1976 in Hannover gegründe te

Unternehmen ist weltweit aktiv und be ­

schäftigt 20 Prozent seiner Mitarbeiter

in der Neu- und Weiterentwicklung der

Systeme. Der Spezialist für die Mikromaterialbearbeitung

gilt in mehreren Segmenten

als Weltmarktführer.

HK

Weitere Informationen zum Unternehmen im

Internet unter www.lpkf.de

Siegerin des zweiten Modepreises Hannover

ist Designerin Beatrix Landsbek.

Zum zweiten Mal haben die Fachhochschule

Hannover und die Sparkasse Hannover

Ende Juni den Modepreis Hannover

vergeben. 14 Kollektionen waren im

Design Center der Fachhochschule Hannover

(FHH) für den begehrten Preis angetreten.

Über die Goldene Schere und einen

Scheck in Höhe von 5.000 Euro konnte

sich am Ende Beatrix Landsbek freuen. Mit

ihrer Kollektion „Vorne, Juergen am Atlantic“

überzeugte die 30-Jährige die internationale

Jury durch das herausragende

Gesamtkonzept: eine emotionale, visionäre

und einfach wunderschöne Geschichte.

Beatrix Landsbek hat in ihrer Kollektion

eigene Erinnerungen tragbar gemacht – als

Ausgangspunkt für experimentelle Druckund

Schnittprozesse. Den Publikumspreis

und somit eine TUI-Reise aus dem „Städte

erleben!“-Programm gewann die 29-jährige

Alexandra Pogosyan mit ihrer Kollektion

„Sich mit fremden Federn schmücken“.

Den Preis für das beste Herrenoutfit in Höhe

von 2.000 Euro, ausgelobt von der Modekette

Wormland, erhielt die 28-jährige Lucienne

Bergt für ihre Kollektion „Colours in

your universe“. Weitere Informationen zum

Modepreis Hannover im Internet unter der

Adresse www.modepreishannover.de KL

Innovative Ideen wie die Genießer-Events und das Networking-Dinner bescheren dem

Mercure Hotel in Hannover Mitte neue Kundenkreise – und neue Begeisterung.

Hoteldirektor Ulrich Heim lässt sich seinen

Optimismus nicht verhageln. Und der

Erfolg gibt ihm recht. „Gegen die Krise hilft

nur Kreativität“, sagt der Chef des Mercure

Hotels Hannover Mitte. „Mit speziellen

Angeboten wie unseren Genießer-

Events oder dem Xing-Networking-Dinner,

das schon zum siebten Mal stattfindet und

immer ausgebucht ist, haben wir neue Kundenkreise

gewonnen.“ Beim unterhaltsam

moderierten Networking-Dinner wechseln

die Gäste bei jedem Menügang an einen

neuen Tisch mit neuen Gesprächspartnern.

Geschäftskunden des Hotels, etwa die TUI,

haben dieses Konzept sogar schon für ihre

eigenen Aktivitäten übernommen. „Viele

Gäste sind begeistert von unserer Service-

Qualität, vom Ambiente und der zentralen,

aber trotzdem ruhigen Lage“, berichtet

Ulrich Heim aus Erfahrung.

Die Genießer-Events entführen auf

kulinarischen Erlebnisreisen in erlesene

Geschmackswelten. Ob eine vielfältige

Tour durch die Spezialitäten der Regionen

Frankreichs, eine Einführung in die

Welt der Gourmetsalze und mediterranen

Öle, ein Whisky-Tasting-Trip durch Irland

Schottland und die USA, die genussvolle

Liaison aus Käse und erlesenem Wein oder

die Verführung mit Premiumschokoladen

und Rotwein – bei den Genießer-Events

im Mercure Hotel Hannover Mitte ist für

jeden Geschmack das richtige dabei. Moderiert

werden die Events von Petra Gemmel,

ausgebildet vom Weltmeister der Guilde des

Fromagers, bzw. vom Whiskyexperten Dr.

Clemens Dillmann. Zahlreiche Anekdoten

und Hintergrundinformationen zum jeweiligen

Themen lassen keine Fragen offen.

Das Mercure Hotel Hannover Mitte

befindet sich im Zentrum der Stadt und

liegt ruhig in einem Park. Die 171 modern

designten Zimmer sind klimatisiert und

verfügen über einen WLAN-Zugang. Zur

Konferenzetage des VDR-zertifizierten

3-Sterne-Superior-Hotels, dessen Einrichtung

sich dem Thema Varieté widmet,

gehören sieben Konferenzräume für bis zu

150 Personen. Von hier und von der Dachterrasse

haben die Gäste einen tollen Blick

über die Stadt. Es stehen hoteleigene Parkmöglichkeiten

zur Verfügung.

KL

Weitere Informationen zum Mercure Hotel sowie eine Übersicht über die

Termine der nächsten Genießer-Events im Internet unter www.mercure.com

Am 1. Juni feierte der Frühstücks-Talk der

Pro Hannover Region Jubiläum.

Zu seinem 100. Frühstücks-Talk am 1.

Juni ließ der Wirtschaftsförderverein Pro

Hannover Region (PHR) vor dem Gartensaal

des Neuen Rathauses 100 rote, mit Gas

befüllte Ballons steigen. An jedem Ballon

hing eine Karte, die für einen attraktiven

Preis stand, gestiftet von einem PHR-

Mitgliedsunternehmen. Organisiert hatte

die bunte Ballon-Aktion die PHR-Arbeitsgruppe

Messen, Events, Kongresse (MEK)

unter der Leitung von Herbert Utermöhlen.

Rund 160 PHR-Unternehmer ließen

sich den Jubiläums-Frühstückstalk nicht

entgehen. Auf Kommando ließen sie ihren

Ballon in die Lüfte entschweben. „Zusammen

schaffen wir Hannoveraner jede Herausforderung“,

stimmte dann Stadtmanager

Klaus Timaeus die PHR-Mitglieder ein.

„Wir müssen in Hannover mehr Mut zur

besseren Vermarktung unseres Standortes

haben“, lautete der Ratschlag von Hörgeräte-Unternehmer

Martin Kind. „Arbeiten

Sie weiterhin gut zusammen“, schrieb er

den PHR-Mitgliedern ins Stammbuch. Vorstandsvorsitzender

Dr. Heinrich Ganseforth

dankte allen Rednern sowie Geschäftsführerin

Bärbel Jacob und ihrer Assistentin

Eva-Maria Winter für die gute Vorbereitung

der monatlichen Frühstücks-Talks. HK

Bilder: LPKF Laser & Electronics AG , Tim Mittelstaedt

Bilder: Mercure Hotel Hannover, JaMedia


10 magazin regjo hannover regjo hannover magazin 11

K U LT U R

U N t e r n e h m e n

J u b i l ä u m

I m m o b i l i e n

Licht und Magie

Zwischen Realität und Traum: „La Notte“

am 23. August im CinemaxX.

Die faszinierendsten Kompositionen von

Antonio Vivaldi vereint mit modernem

Tanz entführen im CinemaxX Nikolaistraße

in eine phantastische Welt zwischen

Realität und Traum, zwischen Schlafen

und Wachen. Das Konzert „La Notte“

für Flöte, Fagott und Streicher – vorgetragen

bei Schwarzlicht – vertont sehr atmosphärisch

die Laute der Nacht und besticht

durch einen ganz eigenen visuellen Zauber.

Das außergewöhnliche Projekt des

international bekannten Choreographen

Philippe Talard wird mit dem kulinarischen

Nachterlebnis „Notte della Stella“

über den Dächern der Landeshauptstadt

eindrucksvoll abgerundet. Die Aufführung

„La Notte“ ist Teil der Veranstaltungsreihe

PartiTouren Niedersachsen: Erstmals

werden musikalische Leckerbissen und kulturelle

Kleinode mit Übernachtungen und

Restaurantbesuchen in einmaliger niedersächsischer

Kulisse verbunden. Das Paket

„La Notte“ umfasst eine Übernachtung im

Hotel Mercure Mitte, den Besuch des Konzerts

„La Notte“ im CinemaxX sowie italienische

Köstlichkeiten von Rossini bei „Notte

della Stella“ auf der Dachterrasse des Hotels.

Die Kosten betragen pro Person 79 Euro.

www.partitouren-niedersachsen.de KL

Design-Klassiker im Expo Park

Seit Juni ist die Klingenberg GmbH im EXPO Park Hannover ansässig. Dr. Tillmann

Miritz und Uwe Klingenberg investieren 3,5 Mio. Euro in den neuen Standort.

Die Liste der Kunden des hannoverschen

Mietmöbelunternehmens Klingenberg

GmbH liest sich wie das „Who is Who“ der

großen Politik, des Showgeschäftes und

der Wirtschaft. Ex-Bundespräsident Horst

Köhler zum Beispiel fühlte sich bei seinen

Sommerfesten im Park des Schlosses Bellevue

seit einigen Jahren sichtlich wohl. Er

nahm, wie seine Gäste auch, in den Sesseln

des Design-Klassiker-Spezialisten Klingenberg

aus Hannover Platz. Nach der Ausstattung

großer Events wie der Berlinale,

Messen mit namhaftes ten internationalen

Unternehmen, Top-Sportveranstaltungen

wie unter anderem der Formel 1 und dem

Porsche Tennis Grand Prix, gehört das hannoversche

Unternehmen zur „Champions

League“ des Mietmöbelmarktes.

Ob Bundespresseball oder weltweite

Boxereignisse, immer gibt die Klingenberg

GmbH den Veranstaltungen mit ihren

Design-Klassikern das besondere Ambiente.

Zum umfangreichen Möbelrepertoire gehören

Marken wie ARPER, ClassiCon, Driade,

e15, Fatboy, Fritz Hansen, Haworth, INGO

MAURER, Knoll International, lapalma,

MOROSO, Skagerak, USM, vitra, Weishäupl,

und Wilkhahn – Garanten für ein

exklusives Ambiente auf Veranstaltungen

in Deutschland, Europa und Übersee.

Uwe Klingenberg: „Wir schaffen nicht

nur eine besondere Atmosphäre, wir sorgen

mit unserem Service auch dafür, dass

alles mit hochwertigster Dienstleistung perfekt,

terminpräzise und völlig selbständig

in Szene gesetzt wird. Damit gehören wir

zu den Ausnahmeunternehmen in unserem

Markt.“

Seit Juni 2010 ist die Klingenberg

GmbH im EXPO Park Hannover ansässig.

Entworfen wurde das neue Domizil

mit einer Größe von rund 4.000 Quadratmetern

vom Architektenbüro schröder &

kamm aus Essen. 3,5 Mio. Euro investieren

Dr. Tillmann Miritz und Uwe Klingenberg

in den neuen Standort. Dort werden

auch die Mietobjekte, die nach rund

drei- bis viermaliger Verwendung aufbereitet

in den Verkauf gehen, angeboten. Seinen

Klassiker kann man gleich mitnehmen.

Statt langer Wartezeiten heißt es: kommen,

schauen, kaufen und einpacken. HK

Klingenberg GmbH, EXPO Park Hannover, Straße der Nationen 19, 30539 Hannover

Tel. 0511 940858 0, Fax: 0511 940858 88, www.klingenberg.org

Auto Diagnose

Innovation: Die erste digitale Autodiagnose

des ADAC feiert einjähriges Jubiläum.

Moderne Automobile gleichen komplizierten

Organismen. Konnte früher noch jeder

selbst Hand anlegen, wenn etwas an der

Mechanik defekt war, haben es heute sogar

Spezialisten schwer, Fehler schnell und

gründlich zu finden. Selbst in einem Mittelklassewagen

ist mehr Elektronik verbaut als

in der Apollo-Raumkapsel. Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt

e.V. hat daher

das Projekt zur voll digitalen Autodiagnose

für Pkw und Kleintransporter, die „ADAC

AutoDiagnose Digital“, entwickelt. Es ist die

moderns te Kfz-Untersuchung: Herkömmliche

Prüfansätze werden mit der rasanten

elektronischen Entwicklung im Auto

zu einem umfassenden Gesundheits-Check

vereint werden. Eine mobile Prüfstraße in

einem Lkw-Sattelauflieger ermöglicht es

erstmals, Fahrzeuge umfassend und auf

modernstem technischen Niveau zu durchleuchten

und deren Zustand festzustellen.

Die Untersuchungsergebnisse sind unter

www.meineautowelt.com abrufbar. Seit

Beginn der Tour der ADAC AutoDiagnose

Digital durch Nord- und Mitteldeutschland

vor einem Jahr wurden 11.000 Fahrzeuge

geprüft. Fast jedes zweite Fahrzeug weist

Fehler auf. Am häufigsten ist eine überalterte

Bremsflüssigkeit das Problem. HK

Kibar-Immobilien

Kibar-Immobilien in Döhren: mehr im

Angebot als Wohnungen und Häuser...

Seit Jahresbeginn präsentiert sich in Döhren,

Hildesheimer Straße 234, die Kibar-

Immobilien GmbH. Das Unternehmen von

Geschäftsführer Mehmet Kibar hat sich seitdem

mit dem Verkauf, der Vermietung und

der Vermittlung von Wohn- und Gewerbeimmobilien

sowie mit der Vermittlung

von Anlageobjekten und Auslandsimmobilien

einen guten Ruf erarbeitet. Im stetigen

Wachstum begriffen ist auch das zweite

Standbein des Unternehmens – der Immobiliensektor.

Sowohl im Bereich der Objektnachfrage

wie auch der Angebote konzentriert

sich Kibar-Immoblien dabei auf die

Stadt und Region Hannover. „Gerade in

wirtschaftlichen Krisenzeiten wie diesen

stecken in der Anlageform Immobilien viele

Chancen, zeigen sich doch Wohnungen und

Häuser als stabile Werte“, verweist Mehmet

Kibar auf die aktuell niedrigen Kaufpreise

und günstigen Hypothekenzinsen. Auch

Finanzierungen und die Vermittlung von

möblierten Zimmern und Appartements auf

Zeit, eine Hotelzimmervermittlung sowie

„Bed & Breakfast“ zählen zum Dienstleistungsspektrum.

Inzwischen wurde die weltweit

tätige Messezimmer- und Appartementagentur

in die Kibar-Immobilien GmbH

integriert. www.kibar-immobilien.de HK

KunstFestSpiele Herrenhausen,

Hannover

Die ersten KunstFest-

Spiele Herrenhausen in

Hannover standen unter

dem Motto „Die Macht

des Spiels“ und widmeten

sich in zahlreichen Veranstaltungen

der Frage, wie viel Spiel bzw. Kunst

der Mensch zum Leben braucht. Insgesamt

40 Veranstaltungen an 24 Tagen

standen auf dem Programm. Intendantin

Elisabeth Schweeger zieht eine

positive Bilanz: „Die ersten KunstFest-

Spiele sind in Hannover angekommen

und haben ihr Ziel erreicht. Mit über

7.000 Besuchern und einer Auslastung

von über 75 Prozent haben wir

mehr erreicht, als wir zu hoffen gewagt

haben.“ Während der KunstFestSpiele

wurde Hannover eine Plattform des

interdisziplinären Austausches, zahlreiche

Künstler und Kulturschaffende aus

ganz Deutschland und Europa waren

in den Herrenhäuser Gärten zu Gast.

Erstmals konnte ein Festival in Hannover

vom Start an nicht nur ein lokales

und regionales Publikum anziehen,

sondern auch zahlreiche nationale und

sogar internationale Gäste nach Hannover

locken. Die nächsten KunstFest-

Spiele Herrenhausen werden vom 27.

Mai bis 19. Juni 2011 in Hannover in

den Herrenhäuser Gärten stattfinden.

Das „Neustädter

Modell“

Die Kooperative

Gesamtschule

Neustadt am

Rübenberge hat ihren Unterricht mit

der Berufsbildenden Schule Neustadt

eng verzahnt. Dafür dürfen beide

Schulen sich „Ausgewählter Ort 2010

im bundesweiten Innovationswettbewerb

„Deutschland – Land der Ideen“

nennen. Inzwischen hat ein regelrechter

Bildungstourismus nach Neustadt

eingesetzt. KGS-Leiter Herwig Dowerk

kann das sogar genau beziffern: Im

vergangenen Jahr kamen mehr als

400 Lehrer und Bildungspolitiker nach

Neustadt. In Niedersachsen und selbst

in Süddeutschland ahmen Schulen die

Neustädter nach. Im Jahr 2011 wollen

sich sechs weitere Hauptschulen der

Kooperation anschließen.

Bilder: PartiTouren Niedersachsen, Klingenberg GmbH

Bilder: ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e.V., Kibar Immobilien, Mario Del Curto, Region Hannover


Die Nr. 1

für unsere Altersvorsorge.

Weil die zur Rente noch einen Nachschlag bietet.

regjo hannover PORTRAIT 13

Oben: Adventsfeier in der Kameradschaft Mitte der

50er Jahre. Bernd Gisy ist der dritte von links in der

hinteren Reihe. Unten: Bernd Gisy heute. Die unteren

Klassen beim Kanalbau, 1955.

Schließen Sie heute noch

Ihre Versorgungslücke!

LK_SoltauFallingbo_1-4_MRH107 24.07.2007 11:03 Uhr Seite 1

Gewerbeflächen im Landkreis

Soltau-Fallingbostel

• Lage im Zentrum der Metropolen

• Großflächiges Angebot entlang der Autobahnen

• Anbindung an überregionale Verkehrsadern

• Vielfältige Branchenstruktur

• Attraktives Lebensumfeld

… und was können wir für Sie tun?

Landkreis Soltau-Fallingbostel, Wirtschaftsförderung, Winsener Straße 17, 29614 Soltau

Tel. 05191 - 970 - 673, wirtschaftsfoerderung@heidekreis.de, www.heidekreis.de

Internationale Berufs ausbildung mit

Abitur oder FH-Reife

Bachelor of Arts

• Internationales Management

• Internationales Marketing

Gepr. Betriebswirt und Bachelor of Arts

• Tourismus

• Eventmanagement

• Sportmanagement

• Marketing

• Management

www.buhmann.de · Dr. Buhmann Schule · Prinzenstr. 13 · 30159 Hannover

Einfach zusammenhalten

Als 10-Jähriger kam Bernd Gisy im Jahr 1950 auf das Internat Stiftung Landschulheim am Solling (LSH)

und verbrachte dort seine gesamte Gymnasialzeit bis zum Abitur. Der Altschüler erinnert sich.

Text: Katrin Langemann Fotografie: Bernd Gisy

„Wir wohnten damals 20 Kilometer außerhalb von Hannover.

Ein Gymnasium in der Nähe gab es nicht. Und so

stellte sich meinen Eltern nach der Grundschulzeit die

Frage: Internat oder Fahrschüler.“ Die Entscheidung fiel

auf das Internat und so wurde Bernd Gisy nach bestandener

Aufnahmeprüfung Schüler des Landschulheims am

Solling. Ein Merkmal des Internats heute wie damals ist

das Zusammenleben der Schüler in sogenannten Kameradschaften

– kleinere Gruppen, die heute KAMS genannt

werden, und in denen Schüler aus drei Klassenstufen

zusammenleben. „Viele Kinder mussten durch den Krieg

ihre Schulzeit unterbrechen. Daher lernten wir in den

unteren Klassen auch mit 14- bis 15-Jährigen zusammen,

die im Krieg viel Schreckliches erlebt und gesehen hatten,

wodurch der Umgangston meist ein wenig rauer und härter

war. Wir Kleinen hatten da nicht viel zu melden. Das

war am Anfang gar nicht so einfach für mich und ich hatte

großes Heimweh nach meinem behüteten Elternhaus. Zwei

Jahre hat es gedauert, bis ich so richtig angekommen war.“

Einmal eingelebt, wurde das LSH schnell zum Zuhause

von Gisy. „Als 14-, 15-Jähriger freute ich mich immer sehr

darauf, wenn die Ferien zu Ende waren und ich zurück

aufs Internat konnte. Hier waren meine Freunde. Hier

gab es Spiel und Sport. Inzwischen waren meine Eltern

nach Hannover gezogen, wo ich niemanden kannte.“ Ganz

besonders gern erinnert er sich an den großen Zusammenhalt

untereinander, die Freundschaften, die heute noch

über Kontinente bestehen, und das gemeinsame Zusammenleben

unter Obhut der Kameradschafts eltern. „Das war

schon etwas Besonderes. Wir haben viel zusammen unternommen,

meist in Richtung Natur. Tradition war zum Beispiel

die große Wanderung einmal im Jahr, die uns 1959

bis nach Südfrankreich führte.“ Noch heute begeben sich

die Schüler einmal jährlich auf Wanderschaft. „Insgesamt

bot einem das Internat sehr viele Möglichkeiten und Freiheiten“,

erzählt Gisy und fügt schmunzelnd hinzu: „In den

unteren Klassen musste man aber schon ein wenig aufpassen.

Rauchen, Kino und Alkohol waren streng verboten

und konnten relativ schnell zum Ausschluss führen.

Auch in die „sündige“ Stadt Holzminden durften wir in

den ersten drei Klassen nicht ohne Erlaubnis.“

Noch heute steht der 69-Jährige in engem Kontakt zu

seiner alten Lehranstalt. Regelmäßig ist er bei den jährlichen

Altschüler-Treffen im Herbst dabei. „Die Zeit auf dem

Internat hat mich sehr geprägt und nach wie vor ist die

Verbindung zum LSH da. Gern engagiere ich mich heute im

Rahmen meiner Möglichkeiten für mein ehemaliges Internat,

sei es Hilfe bei der Studienförderung, eine Weinlieferung

für die Altschüler-Treffen und anderes.“ Nach kurzem

Studium in Hannover hat Bernd Gisy das elterliche Schuhgeschäft

am Kröpcke übernommen, eröffnete weitere Filialen

und fing in den 80er Jahren parallel an, italienische

Weine zu importieren. Gleichzeitig eröffnete er ein italienisches

Restaurant in Hannover. Heute lebt Bernd Gisy den

Sommer über auf seinem Castello di Origiale in der Toskana.

Mit dem Bauernhof inklusive Weinberg und Apartmentvermietung

hat sich Bernd Gisy einen lange gehegten

Traum erfüllt.


14 interview regjo hannover

regjo hannover interview 15

HDI-Gerling German PGA Championship

02. - 05. August 2010

@Golfplatz Gleidingen, Laatzen

Die mit Bestnoten für ihr Design ausgezeichnete Golfanlage in Gleidingen. Im Oktober dieses Jahres feiern Platz und

Club ihr zehnjähriges Bestehen in der heutigen Form. Weitere Informationen unter www.golfgleidingen.de

Abschlag für die Meisterklasse

Die Deutschce Meisterschaft der Golf-Professionals blickt auf die über 15 Jahre

alte Tradition des Gerling-Cups in Köln zurück.

Nunmehr wird sich diese Veranstaltung im Golfclub Gleidingen am Hauptsitz von

HDI-Gerling in Hannover etablieren. Den Professionals winkt ein, für deutsche Verhältnisse,

hohes Preisgeld von über € 60.000,-.

Mehr Infos zum Turnier und den Spielzeiten gibt es unter www.golfgleidingen.de

Bestnoten für das Platzdesign, modernste Trainingstechnologie und jetzt auch noch die hochkarätigsten Turniere, die

Norddeutschland je gesehen hat. Platzinhaber Friedrich Wilhelm Knust über die aktuellen Meilensteine in Gleidingen.

Interview: Stefanie Stüting Fotografie: Golfplatz Gleidingen

Welches sind im Golfclub Gleidingen spielerisch die besonderen

Highlights in diesem Jahr?

In erster Linie sind das natürlich die Deutschen Meisterschaften

der Damen und Herren Bundesfinale des Deutschen Golfverbandes,

die wir im September zum allerersten Mal austragen. Wir sind stolz

darauf, welches Vertrauen uns der Deutsche Golfverband mit der

Vergabe der Meisterschaften nach Gleidingen entgegenbringt. Darüber

hinaus wird erstmals das HDI-Gerling German PGA Championship

ausgetragen – eine nennenswerte Premiere für uns.

Was macht den Golfplatz Gleidingen einzigartig?

Fünf Minuten vom Messegelände und nur 15 Minuten von Hannovers

Innenstadt bietet der Golfplatz Gleidingen eine flutlichtbeleuchtete

Driving Range mit teilweise beheizten Abschlagplätzen,

einen anspruchsvollen 6-Loch-Kurzplatz sowie einen

27-Loch-Meisterschaftsplatz mit Inselgrün und Stadiongrüns nach

USPGA-Standards. Für die Wintermonate verfügen wir über Ausweichgrüns

in Sommerqualität. Eine künstliche Hügellandschaft,

entworfen von dem deutsch-kanadischen Stararchitekten David

Krause, separiert die einzelnen Bahnen, sodass sich immer wieder

neue Einblicke auf das 110 Hektar große Areal ergeben. Das

Auge gleitet über Seenlandschaften und Inselgrüns, geschwungene

Brücken weisen den Weg hinüber. Vor einiger Zeit ist der Platz hier

in Gleidingen als Deutschlands Nummer Eins im Platzdesign ausgezeichnet

worden.

Wie viele Mitglieder haben Sie heute, wie haben sich der Platz

und der Club in den vergangenen Jahren entwickelt?

Wir haben aktuell 1.140 Spielberechtigte und es werden in jeder

Saison mehr, da wir neben unserer Internationalen Golfschule sehr

viele Angebote, Kurse und Coachings für Neueinsteiger anbieten.

Aber auch die Fortgeschrittenen haben hier technisch hochentwickelte

Trainingsmöglichkeiten.

Sind noch weitere Turniere auf dem Niveau der HDI-Gerling German

PGA Championship geplant?

Natürlich möchten wir auch in Zukunft gerne Ausrichter großer

und größerer Turniere sein. Das von der HDI-Gerling gesponserte

PGA-Turnier ist bereits ein guter Erfolg für uns. Grund für

das Engagement von HDI-Gerling in der Region Hannover ist zum

einen die große Teilnehmerzahl bei den Professionals und zum

anderen das Ziel, das Gesamtengagement als Sponsor der PGA of

Germany besser nutzen zu können. Die HDI-Gerling Senior PGA

Championship wurden bereits Anfang Juni in Köln ausgerichtet.

Welche Ziele haben Sie für den Golfplatz Gleidingen in den kommenden

zehn Jahren?

Im Oktober feiern Platz und Club ihr zehnjähriges Bestehen in der

heutigen Form. Wir möchten uns in den kommenden Jahren vor

allem technisch noch weiter entwickeln. Schon heute nehmen wir in

diesem Bereich eine Pionierrolle ein. Der bekannte Master Clubfitter

Richard Phillips z.B. gibt bei uns Golfcoachings mithilfe von Radaranalysen.

Ebenso stellen wir exklusiv Schläger her mit angepassten

Schäften und Griffen die individuell auf Schwung und Handgröße

des jeweiligen Spielers abgestimmt sind. Es sind Besonderheiten wie

diese, die wir weiter verfolgen und ausbauen werden.


16 expo 2000 regjo hannover regjo hannover EXPO 2000 17

10 Jahre EXPO

Initialzündung und internationale Strahlkraft: Zehn Jahre danach wirkt die

Weltausstellung immer noch auf die Region Hannover und ihre Menschen.


18 expo 2000 regjo hannover regjo hannover EXPO 2000 19

Rund 18,1 Millionen Menschen besuchten vor zehn Jahren während 153 Tagen die

Weltausstellung in Hannover. 155 Nationen zeigten eindrucksvolle Kulturprogramme.


20 expo 2000 regjo hannover regjo hannover EXPO 2000 21

Ausstellung 21. Jahrhundert.


22 expo 2000 regjo hannover regjo hannover EXPO 2000 23

Pavillons auf dem Gelände Ost der Expo 2000 mit den Gondeln der Seilbahn.

Text: Stefanie Stüting Fotografie: Marc Theis

Sein Lieblingspavillon war der aus Finnland. Thomas Oppermann,

vor zehn Jahren Wissenschaftsminister des Landes Niedersachsen

und heute Bundestagsabgeordneter, hat die Weltausstellung zum

Jahrtausendwechsel aus nächster Nähe erlebt und mitgestaltet.

Heute, zehn Jahre später, hat er, wie auch so viele andere, keinerlei

Zweifel an der außerordentlichen Initialkraft dieser Ausnahmeveranstaltung

für die Region Hannover. Oppermann: „Aus heutiger

Sicht erscheint mir die Expo 2000 wie ein Vorläufer jener Sommermärchen,

die wir 2006 bei der Fußball-WM in Deutschland und

auch ein wenig in diesem Jahr erlebt haben. Hannover und Niedersachsen

haben sich als weltoffene und tolerante Gastgeber präsentiert.

Die Region Hannover hat durch die Investitionen in wenigen

Jahren einen Entwicklungssprung gemacht, für den sie ohne

die Expo ein Vierteljahrhundert gebraucht hätte.“ Wie alle hatte

auch er große Hoffnungen in das Ereignis gesetzt. Einige jedoch

sind nicht in Erfüllung gegangen. Ein Schwachpunkt war zweifellos

die nur begrenzte internationale Resonanz. Die Expo war in

erster Linie ein Fest in Deutschland. Sie hat leider nicht so viele

internationale Gäste angezogen wie erwartet. „Ich hatte gehofft,

dass Hannover internationaler und moderner und die manchmal

etwas drögen Hannoveraner ein bisschen weltoffener und lockerer

werden. Das ist mehr oder weniger alles eingetroffen. Ein zweiter

Schwachpunkt ist die nur sehr schleppende und nach zehn Jahren

immer noch nicht geglückte Nachnutzung auf dem Expo-Gelände.“

18,1 Millionen Eintritte sind an den Drehkreuzen des Weltausstellungsgeländes

gezählt worden, rund 22 Prozent aller Besucher

kamen aus der Landeshauptstadt Hannover und der angrenzenden

Region. 182 Teilnehmer waren bei der Weltausstellung EXPO 2000

in Deutschland vertreten: 155 Nationen, 17 Internationale Organisationen

sowie 10 Nicht-Offizielle Teilnehmer. Damit erzielte die

erste Weltausstellung in Deutschland eine Rekordteilnahme. Die

EXPO 2000 in Hannover präsentierte sich auf einem 160 Hektar

großen Gelände. Sie war die erste Weltausstellung, die den Teilnehmern

zur freien Auswahl Ausstellungsflächen in bereits existierenden

Messeeinrichtungen und auch Grundstücke zur Errichtung

von Bauwerken anbot. So konnten Ressourcen geschont und

gleichzeitig die individuellen Wünsche der Teilnehmer berücksichtigt

werden. Das Besucherinteresse konzentrierte sich erwartungsgemäß

auf einzelne, besonders attraktive Pavillons, die entweder

durch ihre extravagante architektonische Gestaltung oder durch

ihre innovativen Ausstellungskonzepte auffielen. So besuchten


egjo hannover expo 2000 25

Bevor es nicht mehr richtig läuft:

Krisenkontaktstelle im Unternehmerbüro.

Jedes Unternehmen kann mal in eine schwierige

Lage kommen. Wir unterstützen Sie dabei, die richtigen

Lösungen zu finden und vermitteln Kontakte,

die Ihnen helfen können. Nicht vergessen: Je früher

Sie uns einbeziehen, desto größer ist Ihre Chance,

bald wieder stabil im Markt zu stehen. Vereinbaren

Sie Ihren Termin unter (0800) 616 0 616!

J Krisenkontaktstelle Telefon (0800) 616 0 616

www.unternehmerbuero-hannover.de

Unternehmerbüro

in der Region Hannover

zum Beispiel mehr als 2,5 Millionen Menschen die aufgestapelten

Landschaften im Pavillon der Niederlande. Über

zwei Millionen Einträge zählte das Gästebuch im Finnischen

Pavillon, der übrigens von vielen Zeitschriften als der

attraktivste Pavillon gelobt wurde. Sehr hohe Besucherzahlen

– über 3 Millionen – hatten auch die Pavillons von

China, Thailand, Ungarn, Frankreich, Polen und Australien.

Insgesamt 70 Staatsoberhäupter, 57 Regierungs chefs,

424 Minister, 25.000 Delegationsmitglieder aus dem Inund

Ausland sowie 40.000 Künstler hat das Protokoll verzeichnet

und betreut.

Der Verein Exposeeum e.V. befasst sich heute mit

dem „Nachlass“ der Expo 2000. Eckhard Wähler,
Presseund

Öffentlichkeitsarbeit
EXPOSEEUM: „Das EXPO­

SEEUM (mit zwei E) sollte als Museum der EXPO 2000

auf dem Gelände erstellt werden. Und zwar im ehemaligen

Südeingang des Weltausstellungsgeländes an einem

kleinen See. Das EXPO-Museum am See. Daher die zwei

E im Namen. Wir sind zwar jetzt in einem völlig anderen

Bereich des EXPO-Geländes, nämlich am Zentrum an der

Plaza, aber die beiden E haben wir behalten. Das EXPO­

SEEUM war ursprünglich nur als Erinnerung an die EXPO

2000 geplant und konzipiert worden. Mittlerweile sehen

wir uns aber als „Museum für Weltausstellungen“ generell.

Und bis zum Anfang dieses Jahres waren wir auch das

einzige Weltausstellungsmuseum. Durch die Neuerrichtung

eines Weltausstellungsmuseum im Zuge der EXPO

2010 in Shanghai haben wir dieses Alleinstellungsmerkmal

allerdings verloren. Wir berichten über die EXPO 2000

in Hannover, die EXPO 2005 in Aichi (Japan), die EXPO

2010 in Shanghai und über Zahlen und Daten zu anderen

Weltausstellungen.“


26 wirtschaft regjo hannover regjo hannover wirtschaft 27

Made in Hannover

Sie krümeln, quietschen, kutschieren – die großen Marken der Stadt. Hinter Butterkeksen, Gummireifen und dem legendären

„Bulli“ stehen Labels, von denen man oftmals gar nicht weiß, dass sie aus Hannover kommen.

Deutschlands Glückskeks

Bahlsen GmbH & Co. KG

Text: Angela Andresen-Schneehage

Als ganz besondere „Marken“ haben Lena

Meyer-Landrut und Christian Wulff in diesem

Jahr bereits exzellentes Marketing für

die Landeshauptstadt Hannover betrieben

und unvergessliche Stadtgeschichte

geschrieben. Viele erfolgreiche Hannover-

Labels finden hingegen schon seit langem

als Export-Schlager ihre Verbreitung in aller

Welt. Bedeutende Marken stammen aus Niedersachsens

Metropole – manche fast schon

vergessen, andere mit langer Tradition und

fest etabliert. Die niedersächsische Landeshauptstadt

ist Dienstleistungszentrum,

Handelsplatz und Veranstalter internationaler

Messen; weltbekannte Unternehmen

des Handwerks und der Industrie haben in

Hannover ihren Sitz. Der Erfolg der Region

ist nicht zu trennen von den Erfolgsstories

der hier ansässigen Betriebe und Marken.

Einige große Namen aus der Region Hannover

stellt RegJo hier einmal vor …

Ein Wort wie ‚Keks’ existierte überhaupt noch nicht, als

Hermann Bahlsen 1889 sein Unternehmen gründete. Das

berühmteste Produkt aus seiner Backstube – benannt nach

dem großen Philosophen der Stadt und nur echt mit den 52

Zähnen – kam noch als ‚Leibniz Cakes’ auf den Markt. Und

bevor die von Bahlsen selbst eingedeutschte Bezeichnung

1934 endlich in den Duden aufgenommen wurde, hatte der

innovativ denkende Unternehmer in seiner Fabrik schon das

erste Fließband Europas in Betrieb genommen, die Lochkarte

eingeführt, außerdem eine der ersten Leuchtreklamen

des Landes mitten in Berlin am Potsdamer Platz installieren

lassen und als Pionier der Verpackungstechnik verwendete

er bereits den Frischhaltekarton für seine Knabbereien.

Bis heute wird bei Bahlsen nach Erfolgsrezepten gearbeitet.

Nicht nur beim Backen, sondern auch im Management: Mit

einer Produktion von rund 160.000 Tonnen Süßgebäck ist

die Bahlsen-Gruppe heute deutscher Marktführer.


28 wirtschaft regjo hannover regjo hannover wirtschaft 29

Die volle Ladung

Varta

Das gelbe Dreieck auf blauem Grund ist ein vertrautes

Logo und verspricht Energie. Zu finden ist es auf

Batterien, die ein Akronym als Namen tragen: Varta

– als Abkürzung für ‚Vertrieb, Aufladung, Reparatur

transportabler Akkumulatoren’. Varta-Batterien

findet man an jeder Tankstelle und im Supermarkt

und um die Ecke. Und das, obwohl es gar

kein Varta-Werk mehr gibt! Mit dem Verkauf aller

operativen Geschäftsbereiche hat die Varta AG sich

aus dem Batteriegeschäft verabschiedet. Was immer

noch vom Leinekanal stammt, sind die Varta-Batterien

für Autos und Motorräder, Nutz- und Freizeitfahrzeuge;

sie gehören heute aber zum Portfolio

des US-amerikanischen Konzerns und Global Players

Johnson Control.

Höchstumsätze mit „Taschengeld“

BREE

Kunden spielen bei Bree eine buchstäblich ‚tragende Rolle’: Bree-Käufer nehmen

die Aktentasche unter den Arm, den Beutel über die Schulter, Reisetasche und Koffer

in die Hand. Der Isernhagener Lederwarenspezialist darf in diesem Jahr seinen

40. Geburtstag feiern. Die Rückschau zeigt vier Jahrzehnte, in denen mit Innovationsfreude

an langlebigen Produkten gearbeitet wurde. Hohe Funktionalität,

gepaart mit anspruchsvoller Gestaltung zeichnet das Bree-Programm aus. Rund

100 namhafte Designpreise haben die Macher seit dem Start der Firmengeschichte

gewonnen. Und das Streben nach gestalterischer Perfektion soll auch zukünftig

im Fokus stehen. Mit über 700 Verkaufsstellen ist das norddeutsche Familienunternehmen

heute auf der ganzen Welt vertreten. Und als Partner der Fernsehreihe

„Germany’s next Topmodel“ präsentieren sich die Bree-Produkte auf dem Catwalk.


egjo hannover wirtschaft 31

Mit spitzer Feder

Geha/Pelikan

Sie gingen durch fast aller Schüler

Hände und sind aus der kollektiven

Erinnerung nicht wegzudenken: der

Pelikano und sein Rivale, „der Geha“.

Das Füller-Paar steht für einen Teil

deutscher Indus triegeschichte. Die

konkurrierenden „Königsblauen“ hatten

ihre Produktionsbetriebe ursprünglich

beide an der Hannoveraner Podbielskistraße.

Die Pelikan AG, aus einer

1838 gegründeten Tinten- und Farbenfabrik

entstanden, entwickelte 1929

ihren ersten Füller mit Kolbenmechanik.

Geha, 1918 durch die Gebrüder

Hartmann gegründet (und nach ihnen

benannt), brachte 1950 den ersten

Füllfederhalter mit Tintenpatronen auf

den deutschen Markt. Pelikan zog zehn

Jahre später nach. Bis in die 80er Jahre

lieferten sich die Nachbarn ein Wettrennen

in Sachen Schönschrift.

Gib’ Gummi!

Continental

Die bekannten Produkte laufen rund

– die Geschäfte weniger. Die 1871 in

Hannover gegründete Continental

AG schrieb Geschichte mit bahnbrechenden

Erfindungen und Erfolgen.

Als erste Firma der Welt entwickelte

Conti 1904 Profilreifen für Automobile,

zählte später zur Weltspitze der

Reifen-Branche und etablierte sich

seit 1995 auch mit dem Geschäftsbereich

Fahrwerks- und Sicherheitssysteme.

Das Image der letzten Jahre

wurde jedoch von Negativschlagzeilen

geprägt: Werksschließungen, Entlassungen,

Rekordverschuldung, nicht

zuletzt die Übernahme durch die

Schaeffler-Gruppe und die einschneidenden

Folgen der Wirtschaftskrise.

Eine Vollbremsung hat der Automobilzulieferer

jetzt für seinen letzten deutschen

Produktionsstandort hingelegt:

Das Conti-Werk in Hannover-Stöcken

wird geschlossen, die Fabrikation von

LKW-Reifen eingestellt.


egjo hannover wirtschaft 33

Bullis Heimat

VW-Nutzfahrzeuge

Nach dem Käfer kam der Transporter.

Das zweite Volkswagen-Modell,

das im Volksmund sofort liebevoll

‚Bulli’ genannt wurde, avancierte für

den Autobauer schnell zu einem Riesenerfolg.

Schon kurz nach Aufnahme

der Serienproduktion erwies sich das

Wolfsburger Werk als zu klein und

Hannover wurde als Standort für die

Sparte Nutzfahrzeuge auserkoren. 1956

ging’s an der Leine los. Heute sind auf

dem über eine Million Quadratmeter

großen Werksgelände im Stadtteil Stöcken

rund 15.000 Menschen beschäftigt.

Sie sorgen dafür, dass individuell

ausgestattete Multivan, Caddy, Crafter

und Co. vom Band rollen können

– mehr als 800 Fahrzeuge Tag für Tag.

Gut zu hören!

Kind Hörgeräte

Die Kind Hörgeräte GmbH zählt mit über 2.200 Beschäftigten

und mehr als 560 Fachgeschäften sowie eigenen Produktionsgesellschaften

zu den führenden Hörgeräte-Akustikern. Den 1952

von seinen Eltern gegründeten Betrieb entwickelte Martin Kind

– Fußballfans auch als Präsident des Bundesligisten Hannover 96

bekannt – seit 1970 in ein expandierendes Filialunternehmen.

Neben dem Vertrieb von Hörgeräte-Systemen zählen auch die Fertigung

von Im-Ohr-Geräten und individuellen Maßohrstücke zu den

Schwerpunkten des in Großburgwedel ansässigen Unternehmens.

Mit dem Tochterunternehmen audifon in Thüringen ist Kind mit

einem Hörgeräte-Produktionsbetrieb auf dem Weltmarkt präsent.


Leistung im

Mittelpunkt

Im September letzten Jahres wurde der Windpark

Horns Rev 2 offiziell eingeweiht. Er ist

mit einer Gesamtleistung von 209 MW derzeit

der weltweit größte Meereswindpark. Seine

91 Windkraftanlagen wurden 30 km vor der

dänischen Küste in der Nordsee errichtet und

produzieren die Menge erneuerbare Energie,

die etwa dem Stromverbrauch von 200.000

Haushalten entspricht. Sämtliche Seekabel für

den Windpark hat die Nexans Deutschland

GmbH, der Kabelspezialist aus Hannover, geliefert

und montiert.

Nexans Deutschland GmbH

Kabelkamp 20

30179 Hannover

Tel. +49 (0)511 676-1

Fax +49 (0)511 676-2544

www.nexans.de

immer unter einem guten stern

Mercedes-Benz Niederlassung Hannover

Mit 932 Mitarbeitern ist Mercedes-Benz einer der größten Arbeitgeber

in der Region Hanover. Mit ihren elf Standorten in der Region

setzt die Niederlassung über 9.000 Fahrzeuge ab und betreut fast

70.000 Mercedes-Benz Fahrzeuge im Service. Das Logistik-Center

Hannover stellt die Belieferung der in Norddeutschland ansässigen

Niederlassungen und Servicebetriebe sowie der skandinavischen

Länder mit Originalteilen sicher. Zu den großen Sponsoringengagements

gehören Kooperationen mit Hannover 96, den Hannover

Scorpions und dem Zoo-Patenelefanten. Seit 91 Jahren ist Mercedes-Benz

in Hannover präsent. Mit mehr als 1.343 Mio. Euro

Umsatz ist Mercedes-Benz Hannover in den Top 30 der umsatzstärksten

Wirtschaftsunternehmen Niedersachsens vertreten.

regjo hannover wirtschaft 35

EIN GROSSER TEIL IHRER LEISTUNG

WIRD ERST DURCH KABEL ERMÖGLICHT.

Anzeige Namen der Region 215x140 06.07.2010 15:19 Uhr Seite 2

Globale Kompetenz in Kabeln

und Kabelsystemen

NEX_Wind_215x140_jun10.indd 1

28.06.2010 11:06:07 Uhr

Wir sichern Ausbildungsplätze in der Region.

Mit einer überdurchschnittlichen Ausbildungsquote gehört E.ON Avacon AG zu den

wesentlichen Anbietern in der Region und eröffnet jungen Menschen vor Ort eine

berufliche Perspektive.

www.eon-avacon.com


TARUTTIS

Patentanwaltskanzlei

Patentangelegenheiten sind Vertrauenssache

Wir rechtfertigen Ihr Vertrauen, indem wir uns für Ihre Ziele engagieren.

Wir setzen uns schnell und zuverlässig für Sie ein. Dabei arbeiten wir

effizient, gewährleisten einen reibungslosen Informationsfluß und finden

den besten Weg, Ihre Ideen und Entwicklungen zu schützen. Mit einem

ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis setzen wir Ihre Interessen durch.

Diese Philosophie verbindet sich bei uns mit großem fachlichen Wissen,

das wir permanent auf hohem Niveau halten.

Patentanwaltskanzlei TARUTTIS

Aegidientorplatz 2b | 30159 Hannover

Tel. 0511 - 123 32 670 | Fax 0511 - 123 32 678

info@taruttis.com | www.taruttis.com

Auf die Ohren

Sennheiser electronic

Ob Dreharbeiten in Hollywood oder ein audiogeführter

Rundgang durchs Museum, ob ein weltweit

beachtetes Konzertevent oder ganz entspannter

Musikgenuss im Wohnzimmer – egal, Sennheiser

ist schon da. Meistens. Angetreten, um für den

guten Ton zu sorgen: Das international tätige Unternehmen

mit Hauptsitz in Wennebostel produziert

seit 65 Jahren Kopfhörer, Mikrofone, Konferenz-

Systeme und auch Headsets für die Luftfahrt. Gleich

nach dem Krieg hatte Fritz Sennheiser (1912-2010)

sein ‚Labor W’ – das Laboratorium Wennebostel –

gegründet. Seitdem dreht sich hier alles um den perfekten

Sound. Die Audiotechnik wurde optimiert,

an den Meilensteinen des Unternehmens getüftelt.

Ein Klassiker ist das Studiomikrofon MD 421 von

1960, das bis heute im Sennheiser-Programm blieb.

Für die Erfindung eines Rohrrichtmikrofons gab’s

1987 in Los Angeles sogar den Academy Award,

den Technik-Oscar. Und im diesjährigen red dot

Design-Wettbewerb räumten die Sennheiser-Kopfhörer

gleich acht Preise ab – für klares Design, hohe

Funktionalität und erstklassige Klangqualität. Vier

Fünftel seines Umsatzes von knapp 400 Millionen

Euro (im Jahr 2008) erzielt der bis heute im Familienbesitz

befindliche Konzern im Ausland.

regjo hannover wirtschaft 37

Mit Innovationen

die Kurve kriegen

Total global

TUI

der hat sich gewaschen

Rossmann

LPKF – Spezialist für Laser-Mikromaterialbearbeitung

20 Prozent der Mitarbeiter arbeiten in der Neu- und Weiterentwicklung.

Der neueste Coup: Ein Hochleistungssystem belegt Kunststoffbauteile

mit elektrischen Leiterbahnen – dreidimensional, mit bis zu vier Lasern

gleichzeitig. Dafür gab es sogar den Hermes Award.

Mehr unter www.lpkf.de.

LPKF Laser & Electronics AG

Tel. +49 (0) 5131-70 95-0

info@lpkf.de

Winner of the

Hermes Award

2010!

In Spanien ist Tui ein galizisches Grenzstädtchen, für die

Neuseeländer eine beliebte Biersorte. Doch in Hannover

und überall sonst auf der Welt stehen die drei Buchstaben

als Synonym für Urlaubsfreuden. Das in Hannover sitzende

Unternehmen ist Europas führender Touristikkonzern

und bildet mit Reisebüros und Fluggesellschaften,

Hotels und Kreuzfahrtschiffen, Reiseveranstaltern und

der Gäste-Betreuung am Urlaubsort ein breites Spektrum

rund ums Thema Reise ab. 1968 wurde die Touristik Union

International durch vier Reiseveranstalter gegründet. Hinter

der TUI AG steht heute der ehemalige Preussag-Konzern,

der 1997 einen radikalen Wandel vom Förderturm-

Betreiber zum Ferienmacher vollzog, und mit dem Erwerb

von Tourismusunternehmen in die Freizeitwirtschaft einstieg.

Schöne Ferien also… made in Hannover.

Finanzkrise? Umsatzeinbußen? Entlassungen? Die Sturmböen

aus der Wirtschaftswelt erscheinen über der inhabergeführten

Drogeriemarkt-Kette Rossmann als ein freundlicher

Aufwind. Auch 2009 hielt der positive Trend der

Umsatzentwicklung an und das Filialnetz wurde weiter

ausgebaut. Als der gelernte Drogist Dirk Roßmann 1972 in

der Jakobistraße in Hannover seinen Ur-Laden eröffnete,

war dies der allererste Drogerie-Discountmarkt in Deutschland.

Im Zeichen des Zentauren führt das Unternehmen

mit Sitz in Burgwedel heute mehr als 1.500 Verkaufsstellen

in Deutschland und über 700 Filialen in Osteuropa.

Rossmann-Drogeriemärkte sind mehr als Shampoo-Shops:

Gerade in ländlicheren Gegenden übernehmen sie mit ihren

Sortimenten die Rolle des Nahversorgers oder eines kleinen

Kaufhauses. Eine saubere Sache!


38 wissenschaft regjo hannover regjo hannover wissenschaft 39

Tatsächlich blühende Landschaften

Hannovers Wissenschaftslandschaft blüht: Die Landeshauptstadt beherbergt allein sieben Hochschulen, zahlreiche

Forschungseinrichtungen sowie außeruniversitäre, wissenschaftliche Institutionen. Ein Überblick…

Bild © Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)

Text: Maren Kuntze

Sieben Hochschulen sowie zahlreiche Forschungseinrichtungen,

viele außeruniversitäre, wissenschaftliche Institutionen wie die

Volkswagen Stiftung oder das Fraunhofer-Institut für Toxikologie

und Experimentelle Medizin (ITEM) machen die Region Hannover

zu einer echten Wissenshochburg. Bei der Bewilligung von Fördermitteln

– ein Indikator für die Relevanz eines Wissenschaftsstandortes

– lag Hannover im Jahr 2006 im bundesweiten Vergleich auf

dem fünften Platz.

Mit jeweils 6,5 Mio. Euro pro Jahr fördert die Exzellenzinitiative

von Bund und Ländern gleich zwei Exzellenzcluster: Rebirth

im Bereich regenerative Medizin und Quest im Quanten-Engineering.

Eine Graduiertenschule der Biomedizin erhält eine weitere

Million Euro pro Jahr. „Die besondere Stärke des Wissenschaftsstandortes

Hannover liegt in den Lebenswissenschaften,

den technischen Disziplinen wie der Biomedizintechnik und den

Naturwissenschaften, etwa der Physik“, Rüdiger Eichel, Leiter des

Forschungsreferates des Niedersächsischen Wissenschaftsministeriums.

In diesen Bereichen gehen Forschung, Lehre, technische

Entwicklung und Wirtschaft Hand in Hand. Fachübergreifende

Innovationsprojekte und Initiativen spannen ein Wissenschaftsnetzwerk

auf von inzwischen internationalem Renommee.

Im medizinischen Bereich der Lebenswissenschaften steht die

Medizinische Hochschule Hannover (MHH) für Spitzenleistungen

in Forschung, Lehre und Krankenversorgung. „Die MHH ist ein

internationales Aushängeschild für den Standort und das Land“,

betont der ehemalige Ministerpräsident und heutige Bundespräsident

Christian Wulff.

In der Lehre sticht die Universitätsklinik vor allem mit der

Hannover Biomedical Research School (HBRS) heraus. Die vorbildliche

Graduiertenschule wird seit Ende 2006 mit einer Million

Euro im Jahr gefördert. „Viele Life Science- und Biomedizin-

Graduiertenschulen haben sich an unserem Konzept orieniert und

wir konnten einigen sogar beim Aufbau helfen“, so der Dekan Prof.

Dr. Reinhold E. Schmidt. Hauptziel von Graduiertenschulen ist, die

Doktoranden und Doktorandinnen bei der Dissertation optimal zu

betreuen. Die HBRS leistet dies mit experimentellen Forschungsarbeiten

sowie projektbezogenen Kursen und Seminaren.

Mit ihren Forschungsleistungen schnitt die MHH bei der

Exzellenzinitiative als erfolgreichste Hochschule Norddeutschlands

und bestes Universitätsklinikum des gesamten Landes ab. Kerngebiete

sind die Transplantations- und Stammzellforschung, die

regenerative Medizin, die Infektions- und Immunforschung sowie

Public Health und die Gesundheitssystemforschung. „Als deutschlandweit

einziges integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum

für Organtransplantation hat die MHH ihre führende Stellung

in Europa und darüber hinaus ausbauen können“, betont der

ehemalige Wissenschaftsminister Niedersachsens Lutz Stratmann.

Im Bereich der Lungentransplantationen ist die Universitätsklinik

sogar weltweit führend. Zur Stärkung der Infektionsforschung

hat die MHH gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

in Braunschweig das Institut Twincore gegründet.

An dem Forschungsinstitut arbeiten rund 70 Wissenschaftler an

der Frage: Was geschieht bei einer Infektion und was können wir

dagegen tun? Mediziner, Virologen, Bakteriologen und Immunologen

gehen dieser Frage gemeinsam auf den Grund.

„Im Twincore arbeiten Grundlagenforscher und Kliniker

gemeinsam in den Projekten. In Deutschland ist dies ein einmaliges

Modell und beispielhaft für die Zusammenarbeit von universitärer

und außeruniversitärer Forschung“, so MHH-Präsident Prof.

Dr. Dieter Bitter-Suermann. Die MHH ist ebenso stark auf die For­


40 wissenschaft regjo hannover regjo hannover wissenschaft 41

Bild © sliwonik.com/Produktionstechnisches Zentrum Hannover (PZH)

Bild © sliwonik.com/PZH. Bild: Versuchsfeld PZH

schung wie auf die Patienten ausgerichtet:

Mit jährlich über 54.000 stationären Fällen

und fast 308.000 ambulanten Behandlungen

ist die Universitätsklinik in der regionalen

und überregionalen Krankenversorgung

von großer Bedeutung.

Hohe Patientenzahlen – ein entscheidender

Faktor für die Qualität von Ausbildung

und Forschung – kann auch die

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

(TiHo) vorweisen. Pferde, Kleintiere,

Heimtiere, Zier- und Wildvögel und

sogar Reptilien werden hier behandelt. Die

TiHo ist eine der ältesten veterinärmedizinischen

Ausbildungsstätten in Deutschland

und die einzige, die ihren eigenständigen

Status bewahrt hat. Um den hohen

Anforderungen an Lehre, Forschung und

Patientenversorgung zu genügen, eröffnete

die Tierärztliche Hochschule kürzlich

einen neuen Klinikkomplex. „Der technische

Standard ist einzigartig in Europa“, so

Sonja von Brethorst, Leiterin der Presseund

Öffentlichkeitsarbeit. „Für die Diagnose

von Krankheiten, aber auch für die

Ausbildung der Studierenden stellen wir

modernste Geräte zu Verfügung.“

Etwa einen Computertomographen

in der Klinik für Pferde. Dieser erlaubt

es, Körperregionen zu untersuchen, die

dafür bisher nicht zugänglich waren. Die

Forschungsschwerpunkte der TiHo sind

Infektionsbiologie, klinische Forschung,

Systemische Neurowissenschaften sowie

Tiergesundheit und Lebensmittelqualität.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft

(DFG) fördert mit rund 2,5 Millionen Euro

ein neues Forschungsprogramm zu neurologischen

Erkrankungen des Hundes. Dieses

initiierte die TiHo zusammen mit der

MHH und der Ludwig-Maximilians-Universität

München (LMU). „Mit der neu eingerichteten

DFG-Forschergruppe beweist

die Hochschule ihre Spitzenposition in

der Tiermedizin. Sie leistet einen wichtigen

Beitrag, medizinische Behandlungen

von Hunden bei bestimmten Krankheitsbildern

fortzuentwickeln“, unterstreicht der

ehemalige Wissenschaftsminister Niedersachsens

Lutz Stratmann.

Die MHH und die TiHo sind auch mit

der Leibniz Universität Hannover (LUH)

eng vernetzt. Etwa über das Zentrum für

Biomedizintechnik, wo ingenieurwissenschaftliche

Methoden mit der medizinischen

Sachkenntnis der Ärzte zusammengeführt

werden. Die relativ neue Disziplin

beschäftigt sich mit der Erforschung, Entwicklung

und Produktion medizinischer

Therapie- und Diagnosegeräte sowie der

Herstellung neuer Medikamente. Grundlage

ist die enge Zusammenarbeit der Fachbereiche

Elektrotechnik, Chemie, Biologie

und Physik der LUH mit der MHH, der TiHo

sowie dem Laser Zentrum Hannover (LZH).

Seit 1999 ist das Zentrum für Biomedizintechnik

an der LUH angesiedelt. Künftig

rücken alle Beteiligten der fachübergreifenden

Forschung und Lehre noch mehr

zusammen: Aktuell hat die Einrichtung

grünes Licht erhalten, im Medical Park

einen Forschungskomplex für 53,8 Millionen

Euro zu errichten – das Niedersächsische

Zentrum für Biomedizintechnik/

Implantatforschung (NZ-BMT). Finanziert

wird der Bau je zur Hälfte vom Bund und

vom Land Niedersachsen. „In dem Neubau

können die Forscher aus den 20 Instituten,

die an acht Standorten über die Region

Hannover verteilt sind, erstmals gemeinsam

unter einem Dach arbeiten“, sagt

MHH-Präsident Prof. Dr. Dieter Bitter-Suermann.

„Das wird der Implantatforschung

einen neuen Schub geben.“ Mit dem Bau

des neuen Gebäudes mit einer Forschungsfläche

von knapp 7.000 Quadratmetern soll

Anfang 2011 begonnen werden, 2013 wollen

die Beteiligten einziehen.

Was das NZ-BMT für die Biomedizintechnik

ist, das leistet das Produktionstechnische

Zentrum der Leibniz Universität

Hannover (PZH) in einem zwar auch technischen,

aber gänzlich anderen Bereich:

Hier forschen und lehren etwa 240 Wissenschaftler

– in erster Linie Ingenieure, aber

beispielsweise auch Naturwissenschaftler


42 wissenschaft regjo hannover regjo hannover wissenschaft 43

Bild © Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Von oben links nach unten rechts: Das LZH

beschichtet hochwertige Optiken und Spiegel

für Lasersysteme (Quelle: LZH). Mit Nanopartikeln

kann man medizinische Implantate mit

antibakteriellen Effekten versehen. Physiker

und Ingenieure am LZH beschäftigen sich mit

Lasern für die Mikro- und Nanobearbeitung

(Quelle: K. Finn).

Bild © Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH).

Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) ist eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Institutionen der Veterinärmedizin

in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1778 als Roß-Arzney-Schule hat die TiHo bis heute ihren eigenständigen Status bewahrt.

und Mathematiker – an einem der bedeutendsten

deutschen Forschungsstandorte

für Produktionstechnik.

„Unter dem Begriff Produktionstechnik

können sich die meisten Menschen

wenig vorstellen“, räumt Vorstandssprecher

Prof. Friedrich-Wilhelm Bach ein, „dabei

findet sie hinter den Kulissen unseres Alltags

pausenlos statt“. Nahezu jedes Produkt,

das man in seinen Einkaufswagen legt, hat

einen riesigen Warenumschlagplatz hinter

sich. Und damit hat es bereits von ausgeklügelten

Automatisierungs- und Transporttechniken

profitiert, mit denen sich

das Produktionstechnische Zentrum unter

anderem befasst. Das PZH entwickelt auch

neue Lösungen für leistungsstarke und

günstig zu fertigende Mikrokomponenten,

ohne die weder die Automobilbranche

noch die Unterhaltungsindustrie existieren

könnten. Darüber hinaus werden

in einer der fast fußballfeldgroßen Hallen

komplette Werkzeugmaschinen entwickelt.

Auch am und im Menschen lassen

sich Ergebnisse der Forscher finden:

beispielsweise ein Magnesiumgeflecht, das

in Zusammenarbeit mit der MHH entsteht,

entlastet eine beschädigte Herzwand und

löst sich im Körper auf, wenn seine Aufgabe

erfüllt ist. Die sechs Institute sind an

mehreren Sonderforschungsbereichen der

Deutschen Forschungsgemeinschaft beteiligt,

belegen aber nicht nur in der Grundlagenforschung

einen Spitzenplatz, sondern

sind auch in zahllosen Kooperationen mit

Industriepartnern aktiv. Während der Vorlesungszeit

nutzen etwa 800 Studenten das

Vorlesungsangebot am PZH in Garbsen.

Das hochmoderne Laserforschungsinstitut

gehört zu den weltweit größten Forschungseinrichtungen

auf diesem Gebiet

und spielt für den Standort Niedersachsen

eine wichtige Rolle. „Das LZH ist eine

exzellente Innovationsschmiede für laserbasierte

Produkte. Davon profitieren auch

mittelständische Unternehmen, die selber

keine Forschung betreiben können“, so der

Niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg

Bode. Das außeruniversitäre, wirtschaftsnahe Institut betreibt die

gesamte Palette von der Grundlagenforschung bis zur Entwicklung

marktreifer Technik. Beispielsweise entwickelt das LZH gemeinsam

mit der MHH ein neues Mikrostrukturierungsverfahren für die

Oberfläche von Hörschneckenimplantaten. Dieses soll die Funktion

der Implantate verbessern und so die Hörfähigkeit von gehörlosen

Menschen steigern. Die Hightech-Produkte des LZH kommen

auch in anderen Bereichen in der ganzen Welt zum Einsatz – so

etwa in dem Mars-Rover einer zukünftigen gemeinsamen Mission

der ESA und der NASA. Das LZH ist eines der wenigen Institute in

Deutschland, das an zwei verschiedenen Exzellenzclustern beteiligt

ist – neben Rebirth auch an Quest.

Schwerpunkt des Exzellenzclusters Rebirth ist die regenerative

Medizin. Hochschul- und fächerübergreifend betreiben die

MHH, die TiHo, die LUH, das Laser Zentrum, das Zentrum für Biomedizintechnik,

das Fraunhofer-Institut ITEM und weitere Institutionen

gemeinsam Forschung. „Auch die Industrie schätzt den

Cluster sehr, denn seine Thematik entwickelt sich immer mehr in

Richtung Translation – also hin zur Umsetzung der Forschungsergebnisse

in die Klinik“, so Prof. Dr. Axel Haverich, Sprecher des

Exzellenzclusters Rebirth. „Gegenüber anderen Exzellenzclustern

haben wir durch das Hans-Borst-Zentrum für Herz- und Stammzellforschung

einen großen Vorsprung. Auch Rebirth-Konzepte

können dort zur klinischen Anwendung geprüft und weiterentwickelt

werden.“

Mit ihren Erkenntnissen aus der Zellforschung und eigenen

technischen Innovationen entwickeln die Beteiligten regenerative

Therapien. Ziel ist, dass sich die Funktion der Organe wieder

verbessert. Dazu wird die Selbstheilung der Gewebe und Organe

aktiviert. Eine zweite Möglichkeit sind Zelltherapien, also frische

Zellen einzuspritzen, um eine Regeneration herbeizuführen. Darüber

hinaus züchten die Spezialisten Gewebe außerhalb des Kör­


az_105x185_0710:Layout 1 16.07.2010 13:38 Seite 1

regjo hannover wissenschaft 45

25 Jahre TÜV NORD Akademie –

Bildung, die gut tut!

Glück, Lust, Erfolg – viel Positives verbinden

wir heute mit Wissen und Lernen.

Bild © Leibniz Universität Hannover

Lassen Sie sich von unseren Aktionen zu unserem

25-jährigen Jubiläum inspirieren.

www.tuevnordakademie.de/25-jahre.

Mitmachen lohnt sich!

Profitieren Sie von unseren praxisnahen Lehrgängen:

n Unternehmensführung n Qualität n Technische Sicherheit

n Gesundheit/Medizin n Umweltschutz n Arbeits- und Gesundheitsschutz

n Logistik.

Weitere Informationen erhalten Sie unter der kostenfreien

Service-Nummer: 0800 8888 020.

TÜV NORD Akademie

GmbH & Co. KG

Am TÜV 1

30519 Hannover

Tel.: 0511 986-1981

Fax: 0511 986-2075

akd@tuev-nord.de

www.tuevnordakademie.de

TÜV ®

pers, beispielsweise Lungen- und Herzgewebe, um es dann

wieder zu implantieren. Zudem arbeiten sie daran, Oberflächen

von künstlichen Implantaten – etwa Kunstherzen

oder Herz-Lungen-Maschinen – mit solchen Zellen zu

besiedeln, damit sie sich besser im Körper verankern. „Im

Exzellenzcluster Rebirth verbinden sich exzellente Ausbildung

und zukunftsweisende Forschung. Die medizinische

Expertise aus der MHH wird ergänzt durch Ingenieurskunst,

Chemie, Physik, Biophotonik und Nanotechnologie

an der Leibniz Universität Hannover“, sagt Prof. Dr.

Axel Haverich.

Das zweite Exzellenzcluster in Hannover beschäftigt

sich mit vier Bereichen aktueller Forschung: Quanten-Engineering,

Quantensensoren, Physik der Raumzeit

und Zukunftstechnologie. „Quest“ (Centre for Quantum

Engineering and Space-Time Research) erforscht zum

einen die fundamentale Physik und entwickelt zum anderen

innovative Methoden für angewandte Felder wie die

Erdbeobachtung, Navigation und Geodäsie. Mit exakteren

Messmethoden könnte man auch Vulkane oder Klimaveränderungen

besser beobachten. Auch die Überwachung

gefährdeter Tierarten wäre damit möglich. Das Cluster vereinigt

die Expertise des LZH, der Leibniz Universität Hannover

als Koordinator, des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik,

der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt

Braunschweig und weiterer wissenschaftlicher und industrieller

Partner. Quest hat im November 2009 an der Leibniz

Universität die Leibniz-Forschungsschule eröffnet, um

eine interdisziplinäre Querstruktur zwischen den Fakultäten

zu schaffen. Neben der Fakultät für Mathematik und

Physik, an der Quest angesiedelt ist, ist auch die Fakultät

für Bauingenieurwesen und Geodäsie beteiligt. Im Vergleich

zum Exzellenzcluster setzt die Leibniz-Forschungsschule

einen starken Akzent im Bereich der Lehre: Es ist

beispielsweise ein neuer, interdisziplinär ausgerichteter

Masterstudiengang angedacht. Auch Promotionen sind an

der Forschungsschule möglich.

Über die Grenzen der Region Hannover hinaus operiert

seit Februar dieses Jahres die „NTH School For Contacts

in Nanosystems“. Hier haben sich Festkörperphysiker

der Universitäten TU Braunschweig, TU Clausthal

und Leibniz Universität Hannover zusammengeschlossen,

um die vorhandenen Kräfte in einer Dachuniversität

mit rotierendem Sitz zu bündeln. Gemeinsam werden Forschungsprojekte

vorangetrieben, um so die wissenschaftliche

Zusammenarbeit zu intensivieren. Ergänzt werden

diese Aktivitäten durch die gemeinsame Betreuung von

Promotionen. Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit

soll es sein, Eigenschaften von kleinsten Strukturen zu

untersuchen. Die Verbindung zwischen kleinsten Systemen

und der Übergang von der Nanowelt in die makroskopische

Welt des Alltags stehen dabei im Mittelpunkt.

„Anhand dieses ersten Großprojektes zeigt sich, dass die

NTH Zukunftsthemen im globalen Wettbewerb besetzt. Die

NTH kann als Gemeinschaft viel mehr erreichen als jede

einzelne Universität für sich“, so Lutz Stratmann.

Weitere Informationen zum Thema Wissensstandort Region

Hannover finden Sie im Internet unter www.hannover.de


46 magazin regjo hannover regjo hannover magazin 47

E n e r g i e

K O N G R E S S

B i l d u n g

F O R S C H U N G

K o m m u n i k at i o n

In die Zukunft

Die Internet(Un)konferenz

Bildungswege

Her(t)zlichst!

Google & Co.

Das Fraunhofer ICT entwickelt neue Speicher

für erneuerbare Energien.

Das ConventionCamp ist ein einmaliges Konzept als Crossover aus Web2.0-Szene,

Internet Economy und universitärem Umfeld. Im Herbst geht es in die dritte Runde.

Die Alternative zur Uni: eine internationale

und praxisnahe Berufsausbildung.

Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut

eröffnete eine neue Abteilung in Goslar.

Das Internet entscheidet immer mehr

über zukünftige Unternehmenserfolge.

Die Energie, die von der Sonne und dem

Wind natürlich bereitgestellt wird, aber

nur temporär zur Verfügung steht, gilt es

in der Zukunft besser für die Menschheit

zu nutzen. Als Ausgleich zwischen Angebot

und Nachfrage sowie zur Speicherung

von fluktuierend erneuerbaren Energien

sind Redox-Flow Batterien (RFB) eine

geeignete Schlüsseltechnologie. RFB speichern

die Energie in einem Elektrolyten

als Redox-Paar. Die realisierbare Speicherkapazität

von wenigen kW bis MW hängt

im Wesentlichen von der Größe der externen

Tanks ab. Die Energiedichte einer RFB

ist zurzeit vergleichbar mit der eines Blei-

Akkumulators, doch ihre Lebensdauer ist

fast zehnmal so hoch. Am Fraunhofer ICT,

das sich seit mehr als 30 Jahren mit Batterien

beschäftigt, wurden Prototypen von

Vanadium Redox-Flow Batterien entwickelt.

Aktuelle Projekte befassen sich mit der

Optimierung von Energie- und Leistungsdichte.

Der hohe Anteil von Windenergie

in Niedersachsen bietet gute Voraussetzungen,

um diesen dezentralen Speichertyp

zur Stromversorgung und unter anderem

für Elektroautos zu erproben.

Weitere Infos zu den aktuellen Projekten

unter www.ict.fraunhofer.de KL

Das ConventionCamp ist die interaktive

Fachkonferenz zur digitalen Zukunft, die

Akteure aus Wirtschaft, Forschung und

der Web-2.0-Szene gemeinsam gestalten.

(Un)Konferenz bedeutet, dass jeder Teilnehmer

auch Referent sein kann. Freie

Sessions im Programm können für eigene

Beiträge, interaktive Workshops und den

aktiven Erfahrungsaustausch genutzt werden.

Das ConventionCamp ist damit eine

bewusste Mischung aus klassischem Kongress-

und innovativem Barcamp-Format.

Mit knapp 1.000 Anmeldungen und

über 800 Teilnehmern im ConventionCenter

auf dem Messegelände in Hannover –

eine Steigerung der Teilnehmerzahlen von

über 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

– war das 2. ConventionCamp 2009 ein

voller Erfolg. Die Veranstaltung zählt damit

zu den fünf größten deutschen Internetevents.

Für 2010 setzen die Veranstalter

auf die interdisziplinäre Mischung, internationale

Top-Referenten sowie zusätzliche

Interaktivformate der über 30 Programm-

Sessions (unter anderem Keynotes, Diskussionen,

Podien, Workshops und Speed-

Datings). Die fünf Top-Themen 2010 sind:

Smart cities – innovative Projekte und Konzepte

zum Beispiel in den Bereichen Verkehr,

Energie, Wirtschaft, E-Government

beziehungsweise Intelligente Verwaltung;

Mobile evolution – aktuelle Trends wie

Augmented Reality (computergestützte

Erweiterung der Realitätswahrnehmung)

und Location Based Services; Future commerce

– Mobile Commerce, Social Commerce,

Neuromarketing, Fansumer-

Bewegung, Conversion Optimierung und

Micropayment; Digital society – interdisziplinäre

und generationenübergreifende

Zukunftsgestaltung; Digital working – neue

Arbeitsformen und Enterprise-2.0-Anwendungen.

Parallel findet ein Technikforum

zur Webentwicklung sowie im Begleitprogramm

das internationale Treffen der Global

Business Academy statt.

Initiatoren des ConventionCamps sind

die Hannoversche Internetagentur w3design,

die Leibniz Universität Hannover

(Institut für Marketing und Management)

sowie t3n, das Fachmagazin für Open

Source und Web 2.0.

HK

Das 3. ConventionCamp findet am 10. November 2010 im ConventionCenter auf dem Messegelände

Hannover statt. Weitere Infos: www.conventioncamp.de, kontakt@conventioncamp.de

Die Internationale Berufsausbildung für

Abiturienten ist eine gute Alternative zur

Universität oder Fachhochschule. Solche

Berufsausbildungen knüpfen an das Bildungsniveau

und Leistungsvermögen von

Abiturienten an, sind zugleich aber praxisorientiert

und führen in kürzerer Zeit zu

beruflichem Erfolg. An der Dr. Buhmann

Schule und der Europa Fachakademie werden

Ausbildungen zum Betriebswirt in

den Bereichen Tourismus, Eventmanagement,

Sportmanagement, Marketing und

Management angeboten.

Durch die berufspraktische Kombination

aus kaufmännischen Kenntnissen,

fachspezifischen Fremdsprachenqualifikationen

und der Beherrschung moderner

EDV-Werkzeuge sowie den Bezug auf die

internationale Vernetzung der Wirtschaft

und Vorbereitung auf Auslandserfahrungen

sind die Absolventen nach Beendigung der

dreijährigen Ausbildung bestens auf den

direkten Berufseinstieg vorbereitet. Eingangsvoraussetzung

für die Ausbildungen

sind das Abitur bzw. mindestens die Fachhochschulreife.

HK

Weitere Informationen im Internet unter

www.europa-fachakademie.de

Im April 2009 eröffnete das Fraunhofer

Heinrich-Hertz-Institut Berlin in Kooperation

mit der TU Clausthal auf dem Energie-

Campus in Goslar die Abteilung für „Faseroptische

Sensorsysteme“. Diese Abteilung

entwickelt neuartige Sensoren und Sensorsysteme,

die auf der Basis von durch Licht

erzeugten Resonanzen und des Einsatzes

von Mikro-Stimmgabeln Gaskonzentrationen

unter Echtzeitbedingungen messen.

Nahezu jede gasförmige Substanz lässt sich

durch Zufuhr von Lichtwellen in Schwingung

versetzen, die durch die entwickelten

Stimmgabeln genau bestimmt werden kann.

Diese Verfahren werden bei einer Vielzahl

von Überwachungsprozessen eingesetzt. In

der Medizin können mit diesen Systemen

Krankheiten wie Tuberkulose oder Krebs

erkannt werden. In der Energietechnik dient

das Verfahren unter anderem zur punktgenauen

Auffindung von schadhaften Stellen

an Energiekabeln.

Die Kooperation wird für fünf Jahre

vom Niedersächsischen Ministerium

für Wissenschaft und Kultur durch eine

Anschubfinanzierung unterstützt. Grundlage

dieser Finanzierung ist unter anderem

die Stärkung der industriellen Nutzung dieser

neuartigen Sensorsys teme.

BL

Ganz nebenbei wurde durch das Internet aus

dem Wettbewerb der Produkte ein Wettbewerb

der Kommunikation: Es gewinnt nicht

mehr das Unternehmen mit dem besten Produkt,

sondern jenes, welches am besten in

Richtung der relevanten Kundengruppen

kommuniziert. Wer bei Google keine Treffer

unter den ersten 20 bis 30 Ergebnissen generiert,

existiert nicht – das gilt zum Teil schon

heute. An Bedeutung gewinnen außerdem

soziale Netzwerke wie Xing, LinkedIn und

Facebook. Es wird zunehmend unwichtiger,

was Unternehmen direkt über sich,

die Produkte und Leistungen kommunizieren.

Viel wichtiger ist, was andere darüber

berichten. Anders ausgedrückt: Die persönliche

Em pfehlung einer Vertrauensperson

wird höher bewertet als eine Werbebotschaft.

Roland Panter, Geschäftsführer von

Wirtschaftsfaktor Sprache beschäftigt sich

intensiv mit Fak toren, die Einfluss auf eine

Entscheidungsfindung haben. Seine langjährige

Erfahrung zeigt: Die ganzheitliche

Betrachtung und Planung von Unternehmenskommunikation

gewinnt an Bedeutung.

Die Summe aller Kommunikationskanäle

gilt es, als ein überprüfbares Bild eines

Unternehmens aufzubauen. Infos unter

www.wirtschaftsfaktor-sprache.de HK

Bilder: Fraunhofer ICT, ConventionCamp

Bilder: Europa Fachakademie Dr. Buhmann, Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik, Roland Panter / Wirtschaftsfaktor Sprache


B

Regjo Hannover Interview 49

Innovative Lichtsensoren aus Goslar

Personalgutachten für:

Personalauswahl

Personalentwicklung

Management Audit

M&A (HR-Bilanz)

S c h l o ß L ö s e c k · 3 7 1 2 0 B o v e n d e n

Outplacement

Te l + 4 9 - 5 5 9 4 - 8 9 3 - 9 3 · w w w. m 3 t e a m . d e

I h r A n s p r e c h p a r t n e r : D r. A x e l G ö r s

Pädagogium Bad Sachsa

Staatl. anerkanntes Gymnasium

Ostertal 1 – 5 · 37441 Bad Sachsa

Tel. / Fax: 05523 / 30 01 - 0 /- 44

www.internats-gymnasium.de

kontakt@internats-gymnasium.de

Seit 2009 wird das Fraunhofer Heinrich-Hertz-

Institut Berlin auf dem Energie-Campus in Goslar

durch die Abteilung „Faseroptische Sensorsysteme“

verstärkt. Der Arbeitsschwerpunkt liegt

auf der Entwicklung von Sensoren, die mit Licht

arbeiten und bei verschiedensten Messprozessen

Anwendung finden:

• Gefahrstoffanalyse an Flughäfen

• Brandfrüherkennung

• Sensorik in der Energietechnik

• Bauwerksüberwachung

Um die industrielle Nutzung der Lichtsensoren

weiter voranzutreiben, wird die Einrichtung

durch das Niedersächsische Ministerium für

Wissenschaft und Kultur finanziell unterstützt.

Ein wichtiger Beitrag für die Forschungsachse

Niedersachsen-Berlin.

www.hhi.fraunhofer.de

Mehr als ein Internat:

das Pädagogium Bad Sachsa!

Sie suchen eine neue Perspektive für Ihr Kind? In einer Schule,

die sich als starke Gemeinschaft versteht? Mit einer umfassenden

Vorbereitung Ihres Kindes auf Studium und Beruf?

Das Pädagogium Bad Sachsa kann Ihnen die passenden Antworten

geben: Wir vermitteln seit 1890 Bildungsinhalte mit Hingabe und Engagement,

in kleinen Klassen und mit zusätzlichen Sprachqualifikationen

in Englisch und Französisch – durchgehend von Klasse 5 bis zum Abitur.

So definieren wir unseren Anspruch: Bildung mit Perspektive.

Im Süden Niedersachsens. Und mitten in Deutschland.

Sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gern – offen und umfassend.

Faktor Sprache

Dr. Ute Klünder, Carl Duisberg Centren, über

Trends im Fremdsprachentraining für Unternehmen.

Interview: Hannah Kroft Fotografie: Carl Duisberg Centren

Die Carl Duisberg Centren organisieren für große und

mittelständische Unternehmen die sprachliche Weiterbildung.

Was ist hier derzeit gefragt?

Die wichtigste Sprache ist natürlich nach wie vor Englisch,

allerdings werden zunehmend spezialisierte, auf den Job

zugeschnittene Englischtrainings gewünscht. Darüber hinaus

nimmt Deutsch als Fremdsprache einen immer höheren

Stellenwert ein. Denn auch wenn in internationalen

Unternehmen hauptsächlich Englisch gesprochen wird,

liegt den Firmen viel daran, dass ihre Impats sich in elementaren,

alltäglichen Situationen auf deutsch verständigen

können. Und zuletzt gibt es durch das Erstarken

der asiatischen Märkte, insbesondere Chinas, auch mehr

Bedarf an asiatischen Sprachen, die aber meiner Einschätzung

nach Englisch als Nummer Eins der Fremdsprachen

nicht verdrängen werden.

Bemerken Sie weitere Veränderungen bei der Fremdsprachenschulung

für Unternehmen?

Unternehmen wollen ihre Mitarbeiter gezielt und punktgenau

für den Arbeitsalltag fit machen. Dies fordert vom

Sprachkursanbieter eine Beratung und Weiterbildungsplanung,

die sich am Bedarf des Unternehmens orientiert. Die

Qualität eines Anbieters definiert sich somit nicht mehr

nur über das Sprachtraining, sondern auch über die beratende

Begleitung des Unternehmens.

Inwiefern beeinflusst dies Ihre Tätigkeit als Anbieter für

arbeitsplatzrelevante Sprachkurse?

Für Unternehmen ist es wichtig, dass der Erfolg eines

Sprachtrainings messbar wird. Standards wie der Gemeinsame

Europäische Referenzrahmen für Sprachen machen

den Sprachlernprozess bereits für alle Beteiligten, also

Auftraggeber, Lernende und Sprachkursanbieter, transparenter.

Wir als Weiterbildungsanbieter sind gefordert,

Teilnehmern und Auftraggebern Instrumente zur Lernerfolgsmessung

wie Tests an die Hand zu geben, deren Ergebnisse

in eine Lerndokumentation einfließen.

Für wie sinnvoll halten Sie das E-Learning als Lernmethode?

Als Teilelement im Blended Learning spielt es eine große

Rolle. Dieses Konzept verbindet die Effektivität und Flexibilität

von elektronischen Lernformen mit den sozialen

Aspekten der klassischen Kommunikation.

Dr. phil. Ute Klünder ist fachlich verantwortlich für den Bereich

Fremdsprachentraining der Carl Duisberg Centren und leitet

deren Niederlassung in Hannover. Die Carl Duisberg Centren

sind ein führendes gemeinnütziges Dienstleistungsunternehmen

auf dem Gebiet der internationalen Bildung und Qualifizierung

mit acht Standorten in Deutschland. Mehreren tausend

Menschen aus aller Welt vermitteln die Carl Duisberg Centren

alljährlich Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenz,

Auslandserfahrung und internationales Fachwissen.

Darüber hinaus managen sie grenzüberschreitende Bildungsprojekte

für Wirtschaft und öffentliche Institutionen.

Welche weiteren Entwicklungen erwarten Sie für die nächsten

Jahre?

Time is money. Da unsere Kunden wenig Zeit zum Sprachenlernen

haben, müssen wir flexible, individuelle

Lösungen schaffen. Neben punktgenauem Fremdsprachentraining

entwickeln wir Managementskills wie Präsentationen

und Teambildung in einer Fremdsprache und vermitteln

interkulturelle Kompetenz. Es liegt im Trend, dass

Großunternehmen möglichst viel Weiterbildung aus einer

Hand bekommen möchten, dadurch sind Anbieter wie die

Carl Duisberg Centren im Vorteil, die überregional agieren

können und mehrere Bereiche der internationalen beruflichen

Weiterbildung abdecken.

Kommt man so Ihrer Meinung nach durch die Krise?

Gerade in schwierigen Zeiten ist sprachliche und interkulturelle

Kompetenzentwicklung wichtig. In einer globalisierten

Welt entscheiden Sprach- und Kulturkenntnisse

über Erfolg und Misserfolg weltweiter Unternehmungen.


MOD Anzeige regio: 105x285 mm, 4c

regjo hannover PORTRAIT 51

MITTELSTANDS

ORIENTIERTE

DIENSTLEISTUNGEN

Starke Themen –

starke Lösungen

Die Leibniz Universität Hannover will den Wissenschaftsstandort

Hannover stärken. Partner wie VW Nutzfahrzeuge,

die Continental AG und MTU, aber auch private Förderer wie

Carsten Maschmeyer sind bereits Teil unseres Netzwerks.

Kooperation als Prinzip – gemeinsam sind wir stärker!

Investieren auch Sie in eine gemeinsame Zukunft. Bei einer

Voll universität wie der Leibniz Universität ist sicher auch für

Sie ganz persönlich oder für Ihr Unternehmen ein geeignetes

Projekt dabei. Sprechen Sie mich gerne an:

Prof. Dr.-Ing. Erich Barke

Präsident der Leibniz Universität Hannover

E-Mail: praesident@uni-hannover.de

Tel. + 49 511 762 3578

Besuchen Sie unsere neue Veranstaltungsreihe

„Karriere – Köpfe – Konzerne“ mit

Entscheidungs trägern aus der regionalen

Wirtschaft. Alle Interessierten sind herzlich

eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung unter

www.karriere-koepfe-konzerne.de

www.uni-hannover.de

IT schafft

Freiräume

Damit die Menschen in Ihrem Unternehmen effizient

arbeiten können, sorgt MOD dafür, dass die IT am

Arbeitsplatz zuverlässig funktioniert. Wir unterstützen

Sie bei Konzeption, Implementierung sowie anschließender

Pflege. Dabei verwenden wir möglichst kostengünstige

Standardlösungen. Wo dies nicht sinnvoll

möglich ist, finden wir für Sie eine intelligente, preisbewusste

Individuallösung.

Unser Portfolio besteht unter anderem aus:

• Operativen IT-Lösungen rund um den Arbeitsplatz

• IT-Service und -Support, ITIL konform

• IT-Strategie und -Controlling

• Sicherheitsstrategien und -lösungen

• Virtualisierung/Monitoring & Alarming

• Collaboration

Bitte nehmen Sie Kontakt

zu uns auf. Wir stehen Ihnen

gerne für eine unverbindliche

Beratung zur Verfügung.

MOD Gruppe | Grimsehlstraße 23 | 37574 Einbeck

Tel: (0 55 61) 9 22-150 | Fax: (0 55 61) 9 22-500

vertrieb@mod-gruppe.de | www.mod-gruppe.de

Studium ohne Grenzen

Richtungweisend in Lehre und Forschung: Die Fachhochschule Hannover (FHH) zeichnet sich durch

kurze Studienzeiten, intensiven Praxisbezug und die Kooperation mit ausländischen Partnerschulen aus.

Fotografie: Fachhochschule Hannover

Lehre und Forschung, Praxisbezug, Weiterbildung und

Internationalität prägen die Leistungsfähigkeit der Fachhochschule

Hannover (FHH).
Mit ihren mehr als 7.000

Studierenden ist die FHH die zweitgrößte Hochschule der

niedersächsischen Landeshauptstadt. 1971 aus mehreren

Bildungseinrichtungen entstanden, bietet sie mit ihren 54

Studiengängen in fünf Fakultäten an mehreren Standorten

in Hannover ein ausgesprochen weitgefächertes Ausbildungsspektrum.

Rund 650 Frauen und Männer sind an

der Hochschule beschäftigt, von denen die Hälfte wissenschaftliches

Personal ist. Damit ist die FHH in der Region

eine wichtige Arbeitgeberin, der ein Jahresetat von über

45 Millionen Euro – ohne Studienbeiträge und ohne Drittmittel

– zur Verfügung steht.

Die FHH zeichnet sich durch kurze Studienzeiten

und einen intensiven Praxisbezug in der Lehre aus. Dies

kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass die Absolventinnen

und Absolventen von Seiten der Wirtschaft auf eine

hohe Akzeptanz stoßen. Die Einbindung von Praxisphasen

in das Studium ermöglicht den Studierenden, bereits während

ihrer Hochschulzeit Berufserfahrungen zu sammeln

und Firmenkontakte zu knüpfen. Eine Besonderheit im

Angebotsspektrum sind die dualen Studiengänge, in denen

eine betriebliche Ausbildung in das Studium integriert ist.

Forschung und Entwicklung sowie Technologie- und

Wissenstransfer orientieren sich immer an konkreten Aufgabenstellungen

der Praxis. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

der Fachhochschule Hannover sind durch

die Vielfalt gekennzeichnet, die auch das Ausbildungsspektrum

der Hochschule auszeichnet. Anwendungsorientierte

Forschung sowie ein aktiver Wissens- und Technologietransfer

ist an der Fachhochschule Hannover zwingend

erforderlich für die Aktualisierung der Lehre im Hinblick

auf den schnellen wissenschaftlichen und technologischen

Fortschritt.
Für die Studierenden sind diese Aktivitäten

unter dem Gesichtspunkt der Qualität der Lehre

daher unabdingbar. Gleichzeitig spiegelt sich der erfolgreiche

Schulterschluss der Hochschule mit der Wirtschaft

in den Drittmittel geförderten Forschungsprojekten wider,

die sich mit der Bewältigung von Problemen anwendungsorientierter

Fragestellungen vor allem in der mittelständischen

Industrie befassen.


Die Forschung an der Fachhochschule Hannover ist

praxisnah, berufsqualifizierend und orientiert sich an

konkreten Berufsfeldern und Problemen der Praxis. Die

Arbeitsgruppe Innovative Projekte beim Ministerium für

Wissenschaft und Kultur (AGiP) an der Fachhochschule

Hannover (FHH) hat sich als Instrument für die praxisbezogene

Forschungs- und Entwicklungsförderung der niedersächsischen

Fachhochschulen bewährt und zu einer

Leitstelle der Fachhochschulforschung in Niedersachsen

entwickelt. Ein „Studium ohne Grenzen“ ist an der Hochschule

selbstverständlich. Bei dem Trend zur Internationalisierung

der Wirtschaft erhöhen die Kooperationen der

FHH mit rund 80 ausländischen Partnerhochschulen die

Berufschancen der Studierenden im In- und Ausland.


Weitere Informationen über die Fachhochschule Hannover

finden Sie im Internet unter www.fh-hannover.de


GDA Wohnstift

Hannover-Waldhausen

regjo hannover PORTRAIT 53

Wir leben

gern hier!

BEISPIEL: 2 Zimmer, Küche, Bad, WC, Dachterrasse – 53qm

Mögen Sie ...








Wohnen in einem gepflegten Umfeld – in Ihrer

eigenen Wohnung bei uns

den Maschsee ganz in Ihrer Nähe und die

Eilenriede direkt an Ihrem Garten

Sicherheit und Service – mit hochwertigen und

kompetenten Dienstleistungen

die Lebensfreude jeden Tag neu erleben

Ihren Alltag durch viele interessante Veranstaltungen

bereichern – allein oder in angenehmer Gesellschaft

alten Hobbys nachgehen und neue Interessen

entwickeln

Ihren Gaumen bei besten Speisen in unserem

schönen Restaurant – mit vielfältiger Salatbar –

verwöhnen

Und in nur 7 Minuten mit der Straßenbahn

in der Innenstadt sein?

Sie sagen JA ? Dann lernen Sie uns kennen!

Kurze Wege, die sehr persönliche und behagliche

Atmosphäre und die menschliche Wärme unterstreichen

den Wohlfühl-Charakter in unserem Haus.

Rufen Sie uns einfach gebührenfrei an –

wir informieren Sie gerne!

Wir freuen uns auf Sie!

GDA Wohnstift

Hannover-Waldhausen

Hildesheimer Straße 183

30173 Hannover

0800 3623222 (gebührenfrei)

Derzeit besuchen rund 270 Schüler das Internat. Im Gegensatz zu anderen Schulen sind die Klassen vergleichsweise klein.

Lernen wie Harry Potter

Das Internat Stiftung Landschulheim am Solling (LSH) zählt zu den zehn besten deutschen Internaten.

Als Motto hat sich das LSH „Bildung für Kopf, Hand und Herz“ auf die Fahnen geschrieben.

Text: Katrin Langemann Fotografie: Landschulheim am Solling

Nicht nur in der heutigen Zeit ist das Thema Bildung immer

wieder Anlass für hitzige Debatten und Auseinandersetzungen

– schon vor über 100 Jahren sah das nicht anders

aus. Nach einem Streit über pädagogische Grundsätze hatten

sich 1908 vier Lehrer von ihrem Schulleiter getrennt

und beschlossen, eine eigene Schule zu gründen: das Internat

Stiftung Landschulheim am Solling, kurz LSH. 1909

wurde mit dem Unterhaus das erste Gebäude errichtet.

Heute ist das LSH ein staatlich anerkanntes Gymnasium

in freier Trägerschaft und zählt zu den zehn besten deutschen

Internaten. Zum 50 Hektar großen parkähnlichen

Gelände gehören neben dem Unterhaus das Mittel-, das

Ober- und das Tannenhaus, ein Lernzentrum sowie Fußballplatz,

Tennisplatz, Kraftraum, Pferdestall, Reitplatz,

Tischlerei, Töpferei, Schmiede und eine Sternwarte.

Das LSH hat sich das pädagogische Motto „Bildung

für Kopf, Hand und Herz“ auf seine Fahnen geschrieben.

Neben traditionellen Unterrichtsfächern stehen sogenannte

Kompetenzfächer auf dem Stundenplan, die fächerübergreifend

Grundlagenwissen und Fähigkeiten vermitteln,

beispielsweise „Selbstmanagement“, „Literaturzeitung“

und „Rhetorik“. Zusätzlich gibt es in der Mittelstufe

noch Neigungsfächer, unter anderem Jagdkunde, Segeln,

Schmuckdesign, Menschenrechte oder Unesco-Weltkulturerbe.

Typisch für das Leben in der Gemeinschaft im

Internat sind die vielen Rituale, die den Alltag rhythmisieren.

Dazu zählen im LSH vor allem die Morgen- und

Abendsprachen – kulturelle Veranstaltungen mit Musik,

Theater und Vorträgen, die aus eigenen Reihen, aber auch

mit Gästen von außen gestaltet werden. Die Teilnahme

daran ist verpflichtend und führt alle Schüler dreimal in

der Woche in die „Hohe Halle“, so der Name der Aula. Derzeit

besuchen rund 270 Schüler das Internat, von denen

60 aus Holzminden und Umgebung das LSH als reguläres

Gymnasium besuchen. Im Gegensatz zu anderen Schulen

sind die Klassen vergleichsweise klein, im Schnitt lernen

zwölf bis 20 Schüler zusammen. Im Lernzentrum erarbeiten

sich die Jungen und Mädchen individuelle Aufgaben,

die ihrem persönlichen Leistungsstand in den einzelnen

Fächern entsprechen. So werden Defizite aufgearbeitet und

begabte Jugendliche können gefordert und gefördert werden.

Ein persönliches Lerntagebuch hilft zusätzlich, sich

besser zu organisieren und den eigenen Lernfortschritt zu

dokumentieren.


Internat Stiftung Landschulheim am Solling

Einbecker Str. 1, 37603 Holzminden, Tel. 05531-1287-0

Fax 05531-1287-88, www.lsh-holzminden.de

www.gda.de


54 sport regjo hannover regjo hannover sport 55

Hannover 96

Der Traditionsverein Hannover 96 zählt zu den ältes ten

Fußballclubs in Deutschland. Auch marketingtechnisch

sind die Roten heute ganz weit vorn.


56 sport regjo hannover regjo hannover sport 57

96 - VIP CLUB

Business-Bereiche

Logen: 27 Stück, alles verschieden und individuell

je nach Unternehmen eingerichtet

Executive Club: Entspanntes Genießen mit exklusivem

Service und gedecktem Essen inkl.

Plätzen auf Höhe der Mittellinie

Panorama Seat: Ihr Tisch befindet sich direkt

am Fenster und Sie verpassen keine Minute des

Geschehens auf dem Rasen vor und während

dem Spiel.

VWN Lounge: Club-Atmosphäre mit leckeren

Cocktails und Finger-Food untermalt mit chilligen

DJ-Sounds

Business Seat Classic: Knüpfen Sie Kontakt

im vibrierenden Business-Bereich und entspannen

Sie an Ihrem reservierten Unternehmenstisch

Open Air Box: Die rustikale Alternative auf der

West-Tribüne mit Fußball-Feeling pur

Text: Stefanie Stüting, Angela Andresen-Schneehage Fotografie: Oliver Vosshage

Erstklassig: Die Sportvereine der niedersächsischen Landeshauptstadt

tummeln sich in den obersten Ligen. Allen voran Hannover

96. Denn: Nicht nur die Eishockey-Cracks der Hannover Scorpions

und die wurfstarken Handballer vom TSV Hannover-Burgdorf

gehören zur jeweils stärksten Spielklasse. Es sind vor allem

die Fußball-Profis von Hannover 96, die mit ihrem Spiel regelmäßig

Zehntausende von Zuschauern in die AWD-Arena locken

und ihren Fans packende Begegnungen liefern. Die AWD-Arena

gehört – zusätzlich zu ihrer sportlichen Bedeutung – zu den außergewöhnlichsten

Tagungs- und Eventlocations der Stadt Hannover

und ist die größte Veranstaltungsstätte Niedersachsens. Hospitality-

und Marketingmaßnahmen rund um Hannover 96 werden

seit Jahren sehr erfolgreich von der Agentur Sportfive durchgeführt.

Immer wieder stellen Unternehmen aus der Region fest, wie

effektiv Kundenbindung beim Thema Fußball funktioniert. Ron

Wiegand, Senior Director Sportfive: „In die Business Bereiche und

Lounges der AWD-Arena laden Unternehmen und Geschäftsleute

überwiegend die eigenen Kunden sowie Geschäfts- und Kooperationspartner

ein. Es geht in erster Linie um die Beziehung zum Vertragspartner

und damit um die Geschäftsentwicklung.“ 92 Prozent

aller gastgebenden Unternehmen bei Hannover 96 Spielen erachten

Kundenpflege und -bindung als überaus wichtig. Auf ähnlich

hohem Niveau folgen die Entwicklung von Neugeschäft sowie Verkaufs-

und Imageförderung. Neben diesen extern orientierten Zielsetzungen

stellt für 77 Prozent der Unternehmen die Motivation

der eigenen Mitarbeiter ein wesentliches Kommuikationsziel dar.

So wird ein Hospitality-Engagement auch ein attraktives Instrument

für das nach innen gerichtete Marketing. Wiegand: „Für die

Gastgeber hier in der AWD-Arena stehen die Hochwertigkeit und

Exklusivität der Tickets im Vordergrund, da von der Veranstaltung

und dem Ambiente direkt auf den Gastgeber geschlossen wird.“

Bundesweit steht Spitzenfußball bei den Hospitality-Engagements

der Wirtschaft ganz oben im Kurs. 76 Prozent aller Einladungen

zu Sport events zielen auf Spiele in der 1. Fußballbundesliga. Neben

den Bundesliga-Spielen bietet der Hannover 96 VIP-Club den Business-Gästen

(ca. 500 Unternehmen aus der Region) von 96 zusätz­


58 sport regjo hannover regjo hannover wirtschaft 59

lichen Mehrwert. Im Rahmen von Events und gemeinsamen Aktivitäten

steht das Knüpfen von neuen Kontakten und Generieren

von zusätzlichen Erlösen hierbei im Mittelpunkt. Traditionell finden

VIP-Auswärtsfahrten, die 96-Golf-Trophy, ein Neujahrsempfang

sowie diverse andere Veranstaltungen statt. An den Spieltagen

selber treffen im Rahmen des „Business Speed Datings“ zehn

Vertreter unterschiedlicher Unternehmen und Branchen aufeinander.

Spannende neue Kontakte sind somit garantiert!

Die Vereinsgeschichte von Hannover 96 ist so lang wie wechselhaft.

Als „Hannoverscher Fußballclub von 1896“ gegründet,

bekam das Team mit den schwarz-weiß-grünen Vereinsfarben in

den 70er Jahren den Spitznamen „die Roten“. So ließ sich der in

roten Trikots spielende Verein besser von der SV Arminia Hannover

unterscheiden. Die Höhepunkte in der Vereinschronik haben

heute Nostalgiewert: Die niedersächsischen Kicker waren tatsächlich

zweimal Deutscher Meister. Das erste Mal gewann 96 gegen

Schalke 04 1938 den deutschen Meistertitel.

Die AWD-Arena ist nicht nur äußerst beliebtes Ziel für Fußball

Incentives, sondern auch größte Open Air Bühne Niedersachsens.

Zu einer besonderen Atmosphäre der Heimspiele trägt die moderne

AWD-Arena bei, die direkt am von den Hannoveranern so geliebten

Maschsee im Herzen der Stadt liegt. So wie viele andere Fußballarenen

konnte auch das ehemalige Niedersachsenstadion seinen

traditionellen Namen gegen die vom neuen Sponsor gewählte

Bezeichnung eintauschen. Schon seit 2002 – und noch mindestens

bis Juni 2012 – sind die offiziellen Namensrechte an den in

der Stadt ansässigen Finanzdienstleister „Allgemeiner Wirtschaftsdienst“

vermietet. Und bis dahin werden die Fans Spieltag für Spieltag

in die „AWD-Arena“ pilgern.Auch wenn die Geschichte dieses

Spielortes nicht ganz so lang ist wie die des Vereins, so sind doch

beide untrennbar miteinander verbunden. Nach zweijähriger Bauzeit

und nur vier Monate nach dem Sieg der Deutschen Meisterschaft

konnte im September 1954 das nagelneue Niedersachsenstadion

eingeweiht werden.

Der 86.000 Zuschauer fassende Neubau mit Leichtathletikkampfbahnen

war zu jener Zeit ein wichtiges Sinnbild für den

Aufbauwillen der Stadt, die durch Bombenangriffe im Zweiten

Weltkrieg großflächig vernichtet worden war. Die damals vorherrschende

Westtribüne war auf einem riesigen, aus dem Trümmerschutt

der zerstörten Stadt errichteten Wall gebaut worden. Darauf

ruht auch die Arena nach mehrfachen Umbaumaßnahmen bis

heute. Doch ein völlig neues Gesicht hat sie in der Zwischenzeit

bekommen. Die Braunschweiger Architekten Schulitz und Partner

planten 2003/04, rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006

im eigenen Land, das ehrwürdige Niedersachsen-Allroundstadion

mit Tartanbahn zur hochmodernen Fußballarena um. Unter der

markanten lichtdurchlässigen Dachkonstruktion aus gekreuzten

Halteseilen und innovativer UVA- und UVB-strahlendurchlässiger

ETFE-Membran finden heute etwa 49.000 Besucher Platz. Und

die kommen nicht nur zum Bundesligazirkus. Seit den Auftritten

der Rolling Stones 1982 ist die Arena am Maschsee ein beliebter

Veranstaltungsort für Rock- und Popgrößen. Sie entwickelte

sich zur Open-Air-Konzertstätte Nummer eins in Norddeutschland.

Madonna, Grönemeyer und Phil Collins brachten die Arena

schon zum Kochen, U2 kommen auf ihrer 360°-Tournee im diesen

Sommer vorbei. Nichtsdestotrotz bleibt Fußball das Kerngeschäft.

Gewinnspiel

Sportfive und RegJo Hannover laden exklusiv

Leser in den VIP-Bereich von Hannover 96 ein:

2 x 2 Tickets

für Hannover 96 – FC Valencia

am 31. Juli um 15.30 Uhr

Teilnahmeschluss: 29. Juli um 16.00 Uhr

3 x 2 Tickets

für Hannover 96 – Eintracht Frankfurt

zum Bundesligaauftakt am 21./22. August

Teilnahmeschluss: 19. August um 16.00 Uhr

Schicken Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff

„Gewinnspiel RegJo Valencia“ oder „Gewinnspiel

RegJo Frankfurt“ an 96@sportfive.com

mit der kompletten Anschrift und Ihrer Telefonnummer

und mit etwas Glück sind Sie unter den

Gewinnern. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


egjo hannover sport 61

10 Jahre

• Größtes Wirtschaftsnetzwerk der Region Hannover

• Interessenvertretung für den Mittelstand und selbstständige Berufe

• Partner für Konzepte zur Profilierung des Wirtschaftsstandorts Hannover

• Kontaktplattform zu Institutionen und Personen aus Politik,

Wissenschaft und Medien

Goseriede 15 • 30159 Hannover • Tel. 0511/ 1238460 • Fax 0511/ 12384610 • www.p-h-r.de

Ein Blick in die Vereinsstatistik zeigt, dass seit dem Bundesligaaufstieg

vor 45 Jahren insgesamt mehr als 10 Millionen

Zuschauer die Heimspiele am Arthur-Menge-Ufer live

verfolgt haben. Die gerade abgeschlossene Saison 2009/10

hält dabei mit 711.577 verkauften Tickets den absoluten

Zuschauerrekord.

Doch allein die Treue der Fans ist noch keine Garantie

für ein gesundes „Unternehmen Sportverein“; auch

die Fußballbundesliga spürt die Wirtschaftskrise. Einer

Untersuchung der Unternehmensberatung Ernst & Young

zufolge erwartet jeder dritte Bundesligaverein in der laufenden

Spielzeit rote Zahlen. Umso wichtiger wird die

Erschließung neuer Einnahmequellen. Hannover 96-Präsident

Martin Kind strebt daher eine kleine „Fußballrevolution“

an: Für die Möglichkeit zur Erhöhung des Eigenkapitals

will er die sogenannte 50+1-Regel verändern, die

festlegt, dass ein Bundesligaverein mehr als 50 Prozent seiner

eigenen Kapitalgesellschaft besitzen muss. „Erfolgreiche

Clubs brauchen einen Jahresumsatz von mindestens

100 Millionen Euro, um profitabel wirtschaften und in die

Mannschaft investieren zu können. Wir bei Hannover 96

liegen knapp über 50 Millionen Euro Umsatz“, bilanziert

der 96-Chef. „In dieser Größenordnung haben wir realistisch

betrachtet keine Chance, uns sportlich und wirtschaftlich

erfolgreich zu entwickeln.“ Bislang hat Hannover

96 mit dem Reisekonzern TUI als Hauptsponsor, der

Hasseröder-Brauerei, dem Getränkehersteller Coca-Cola,

dem Energieerzeuger e-on in Niedersachsen, der Volkswagen-Nutzfahrzeuge

AG, dem Versicherer HDI Gerling und

dem Arena-Namensgeber AWD sieben lokale Sponsoren.

Martin Kind sucht weitere Investoren, die sich bei 96 engagieren

und die sich der Region verpflichtet fühlen.

Für gute Stimmung sorgt auch eine Studie über die

Zukunftstrends des Fußballs. Demzufolge machen die

Roten „ihr“ Hannover noch lebenswerter. Denn: „Fußball

wird in Zukunft eine noch stärkere Bedeutung für die

Standortqualität der Bundesligastädte bekommen“, so die

Kernaussage der Studie „Strategie 2030 – Wirtschaftsfaktor

Fußball“, die von der Berenberg Bank und dem Hamburgischen

Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) vorgestellt wurde.

„Die Attraktivität einer Region wird auch durch erfolgreiche

Fußballmannschaften bestimmt“, stellte der Wirtschaftswissenschaftler

Dr. Henning Völpel vom HWWI

fest. „Wenn die Menschen gern dort leben, wo es einen

renommierten Verein gibt, dann ist es sogar für Firmen

interessant, sich dort niederzulassen.“

Informationen zu Hospitality-Möglichkeiten: Oliver Steinmetz,

E-Mail: oliver.steinmetz@sportfive.com; Tel. 0511 96 900 194


62 mobilität regjo hannover regjo hannover mobilität 63

Unterwegs…

Die Region Hannover ist mobil. Vom Deister bis Garbsen, zwischen Leibnizufer und

Opernplatz, zur Arena oder zum Zoo – ein gut ausgebautes Verkehrsnetz führt zu jedem Ziel.

Bild © üstra Hannnoversche Verkehrsbetriebe AG


64 mobilität regjo hannover regjo hannover mobilität 65

Ihren regulären Betrieb nahm die S-Bahn im November

2000 auf. Ohne die Weltausstellung hätte es diesen

Quantensprung nicht gegeben.

Bild © üstra Hannnoversche Verkehrsbetriebe AG


66 mobilität regjo hannover regjo hannover mobilität 67

Die Gesellschaft RegioBus bedient hauptsächlich das

Umland. Alle Anbieter sind unter dem gemeinsamen Dach

der GVH, dem Großraum-Verkehr Hannover, vereint.

Text: Angela Andresen-Schneehage Fotografie: üstra AG, Simon Pow/fotolia, spuno/fotolia

Auf dem Kalender stand der 28. Mai 2000, als Hannovers erste

S-Bahn zu ihrer Premierenfahrt aufbrach – am Flughafen ging’s

los, die Zielstation hieß Hauptbahnhof. Das Expo-Jahr brachte die

Region damit verkehrstechnisch ein großes Stück voran. Heute

ist das zuverlässige Verkehrsmittel nicht mehr wegzudenken. Das

betont auch der neue Verkehrsdezernent der Region Hannover

Ulf-Birger Franz: „Vor zehn Jahren wurde ein neues Kapitel in

der Nahverkehrsgeschichte aufgeschlagen. Das erste barrierefreie

S-Bahn-System gilt bis heute als Vorzeigemodell einer nachhaltigen

Verkehrspolitik.“ Im Expo-Jahr fuhren die Züge noch nach einer

speziellen Streckenführung: Alle fünf damals betriebenen Linien

endeten an der Haltestelle Hannover Messe/Laatzen. Ihren regulären

Betrieb nahm die S-Bahn im November 2000 auf, nachdem

die Tore zur Weltausstellung geschlossen waren. Ohne dieses internationale

Fest, das unter dem Motto „Mensch – Natur – Technik“

stand, hätte es diesen Quantensprung in Hannovers Infrastruktur

nicht gegeben. Erst die Entscheidung für die Expo 2000 gab den

Ausschlag zum Bau des S-Bahnnetzes.

Der Expo 2000 verdankt die Region Hannover einen einzigartigen

Standard in Sachen öffentlicher Mobilität.

Die Kosten von damals, 1,5 Milliarden D-Mark, trugen das Land

Niedersachsen, der Bund und die Bahn. Eine Investition, die sich

gelohnt hat; seitdem wird bei der S-Bahn Hannover Erfolgsgeschichte

geschrieben. Die Fahrgastzahlen stiegen von 18 Millionen

im Jahr 2001 auf knapp 30 Millionen im Jahr 2009. Die Erweiterung

bis nach Hildesheim im Dezember 2008 mit zwei neuen

Linien trug zu diesem Erfolg bei; hier konnten Fahrgaststeigerungen

von bis zu 70 Prozent verzeichnet werden. Das Gleisnetz der

S-Bahn Hannover umfasst heute eine Gesamtlänge von 385 Kilometern.

Sieben Linien verbinden die Metropole mit den umliegenden

Landkreisen; fahren bis Celle und Nienburg, Minden, Hildesheim

und Hameln, sogar bis ins nord rhein-westfälische Paderborn.

Die 74 Stationen verfügen bis auf wenige Ausnahmen über einen

barrierefreien Zugang. 59 moderne Fahrzeuge liefern den S-Bahnkunden

täglich 394 Zugfahrten mit einer Pünktlichkeit von 97 Prozent.

Einer Infas-Umfrage zufolge kletterte das System hinsichtlich

der Kundenzufriedenheit damit auf einen der Spitzenplätze unter

den bundesweiten S-Bahnen. Kein Wunder, dass – laut Jahres-

Statistik 2009 – täglich 80.000 Fahrgäste dieses Angebot nutzen.

„Wir verdanken der Expo eine S-Bahn mit einem Standard,

den es nur selten gibt“, resümiert Regionspräsident Hauke Jagau.

„Man muss sich einmal vor Augen führen, dass man in der Region

Hannover völlig ländlich wohnen und trotzdem problemlos am

gesellschaftlichen Leben in der Landeshauptstadt teilnehmen

kann. Die Anbindung der ländlichen Gebiete ist hervorragend.

Für die hier lebenden Menschen ist diese Mobilität ein Riesengewinn

an Lebensqualität.“ Rund 1,1 Millionen Einwohner leben in

der Region Hannover. Und die meisten von ihnen sind Tag für Tag

unterwegs. Auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule, zum Einkaufen,

auch mal ins Grüne und ins Kino. Ihnen ein funktionierendes

Verkehrs- und Beförderungswesen zur Verfügung zu stellen, gehört

– verwaltungsrechtlich gesprochen – zu den Aufgaben der staatlichen

Daseinsvorsorge. Die Planung, Organisation und Finanzierung

des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) wird durch

die Region Hannover ebenso gewährleistet wie die Schaffung der

nötigen Rahmenbedingungen der Verkehrsentwicklung. „Zusätzlich

bauen wir unser Straßennetz mit 640 Kilometern Kreisstraßen

und 320 Kilometern Radwegen weiter aus. Als Mitbetreiber der

Verkehrsmanagementzentrale sorgen wir für einen weitestgehend

reibungslosen Verkehrsfluss auf den Schnellstraßen in der Region

Hannover“, ergänzt Hermann Meyer, Fachbereichsleiter Verkehr.

In enger Zusammenarbeit zwischen dem Land Niedersachsen,

der Stadt Hannover und den umliegenden Kommunen entsteht

derzeit ein ambitionierter ‚Integrierter Verkehrsentwicklungsplan’

(IVEP). Auch wenn Hannover als Standort für Automobilzulieferer,

Fahrzeugproduktion und -handel eine wichtige Funktion

erfüllt, das Ziel des Planes lautet, einen möglichst hohen Anteil des

individuellen Straßenverkehrs auf den ÖPNV zu verlagern. Schließlich

hat Hannover sich im vergangenen Jahr mit der Verabschiedung

des Klimaschutzprogramms verpflichtet, die CO2-Emissionen

deutlich zu reduzieren. „Der Verkehrsentwicklungsplan wird

zunächst das Vermeidungspotenzial des verkehrsbedingten CO2-

Ausstoßes analysieren. Darauf aufbauend soll den politischen Gremien

ein Handlungsprogramm zum Beschluss vorgelegt werden“,

erklärt Regionssprecher Klaus Abelmann.

Die langfristige Strategie und Maßnahme der Region: Verkehr vermeiden,

verlagern und verträglich abwickeln.

„Die Empfehlungen sollen sich an der dreistufigen Verkehrsstrategie

der Region Hannover orientieren: Verkehr vermeiden, Verkehr

verlagern, Verkehr verträglich abwickeln. Vorrangig zu behandelnde

Themenfelder sind dabei die Siedlungsentwicklung und

das Verkehrsmanagement, sowohl Kfz-Verkehr als auch ÖPNV, der

Wirtschaftsverkehr, aber ebenso die Mobilität von Fußgängern und

Radfahrern. Die Realisierung dieses Integrierten Verkehrsentwicklungsplanes

ist ein bundesweites Pilotprojekt und wird deshalb

vom Bundesumweltministerium mit einer 80-prozentigen Förderung

unterstützt.“ Die Ausarbeitung konkreter und langfristig

geltender Maßnahmen soll im Frühjahr 2011 abgeschlossen sein.

An der bedeutsamen Rolle des ÖPNV wird sicher nichts geändert.

Schon heute sind im Auftrag der Regionsverwaltung vier Verkehrsunternehmen

unterwegs: neben der DB-Regio mit dem Regionalund

S-Bahnbetrieb fahren die Stadtbahnen und Stadtbusse der

‚üstra’, die metronom-Eisenbahngesellschaft verbindet Hannover

per Schiene mit Hamburg und Göttingen und die Gesellschaft

RegioBus bedient im Linienbusverkehr hauptsächlich das Umland.

Alle Anbieter sind unter dem gemeinsamen Dach der GVH, dem

Großraum-Verkehr Hannover, vereint.

Dieser regionale Verkehrsverbund ist der zweitälteste Zusammenschluss

seiner Art in Deutschland und gleichzeitig einer der

modernsten. Mehr als 180 Millionen Fahrgäste profitieren jedes

Bild © üstra Hannnoversche Verkehrsbetriebe AG


egjo hannover mobilität 69

Bild © Simon Pow/fotolia

Mobilität ist einer der großen Faktoren bei der Frage nach Lebensqualität. Hannover hat hier im letzten Jahrzehnt einen Quantensprung hingelegt.

Jahr von den zügigen Verbindungen mit Chauffeur. „Gerade in den

letzten Jahren hat der ÖPNV in der Region Hannover neue Kundengruppen

erschlossen, die sich von der Qualität des Angebots

haben überzeugen lassen“, so Wilhelm Lindenberg, Geschäftsführer

des GVH. „Das erreichte Niveau zu halten oder gar zu steigern,

wird angesichts der wirtschaftlichen Situation nicht unbedingt einfacher.

Und so werden die Verbundunternehmen in der nächsten

Zeit noch mehr Anstrengungen unternehmen, den Bürgern die

Vorzüge des öffentlichen Nahverkehrs nahezubringen.

Kundenorientierung wird in diesem Kontext künftig eine

noch größere Rolle spielen. Auch die Vermittlung umweltschonender

Aspekte im Zusammenhang mit der Nutzung von Bus und

Bahn darf nicht in den Hintergrund treten. Ohne den erhobenen

Zeigefinger und ohne das Auto als Verkehrsmittel zu verteufeln,

muss das Aufzeigen sinnvoller Verknüpfungen von Individualverkehr

und ÖPNV unsere Aufgabe sein.“ Als wichtiges Bindeglied

dient hier bereits heute das Park & Ride-Angebot des GVH: Rund

6.100 P+R-Stellplätze stehen den Fahrgästen derzeit in unmittelbarer

Nähe der Haltestellen kostenlos und rund um die Uhr zur

Verfügung und erleichtern das Umsteigen vom privaten PKW auf

die umweltfreundlichen öffentlichen Alternativen. Ein für Hannover

ganz typisches Verkehrsmittel ist die Stadtbahn. Während

Metropolen wie Paris oder Marseille erst in den letzten Jahren

die Renaissance der Straßenbahn feierten, wird das Netz in Hannover

seit 1965 kontinuierlich ausgebaut. Als eine der ersten Städte

verwirklichte die niedersächsische Hauptstadt mit der Synthese

von U- und Straßenbahn ein modernes Stadtbahnsystem. In der

Innenstadt verkehren die üstra-Bahnen unterirdisch, im restlichen

Stadtgebiet überwiegend oberirdisch auf eigenem Bahnkörper. Die

Trennung vom übrigen Straßenverkehr und intelligente Ampelsteuerungen

räumen der Stadtbahn auf insgesamt zwölf Linien

den Vorrang ein und machen sie zu einer schnellen, pünktlichen

Verbindung.

Eine weitere Citylinie und die Herstellung von Barrierefreiheit sind

die beiden Projekte mit derzeit höchster Priorität.

An der Streckenverlängerung in Richtung Misburg wird derzeit

gebaut, eine weitere City-Linie ist in Planung, und insbesondere die

Herstellung der Barrierefreiheit genießt aktuell große Bedeutung:

Im kommenden Jahr werden alle 19 Tunnelstationen mit Aufzügen

erreichbar sein. Den Anschluss an das Stadtbahnnetz und die

Verbindung der Wohnquartiere mit dem Stadtzentrum sichern die

Buslinien der üstra. Wie hoch die Akzeptanz des Verkehrsunternehmens

in der Bevölkerung ist, zeigte die Umsatzsteigerung in

der letzten Jahresbilanz. „Der Nahverkehr arbeitet insgesamt zwar

noch nicht kostendeckend“, erklärt André Neiß, Vorstandsvorsitzender

der üstra, „aber wir konnten den Zuschussbedarf durch die

Region Hannover seit 2005 von damals rund 60 Millionen Euro auf

heute 17 Millionen reduzieren.“ Gleichzeitig wurde deutlich in die

Modernisierung der Busflotte investiert. Niederflur- und Gelenkbusse

auf dem neuesten Stand der Technik senkten den Schadstoffausstoß

erneut.

„Das Nahverkehrssystem der Region Hannover ist mit seinem

flexiblen und bürgernahen Angebot für die Zukunft gewappnet“,

so Regionspräsident Hauke Jagau. „Ob bei Großereignissen wie

Messen und Kirchentag oder im täglichen Berufs-, Ausbildungsoder

Freizeitverkehr – der öffentliche Nahverkehr bietet allen Ein­


egjo hannover mobilität 71

ab 76.900 € *

3-JAHRES -GARANTIE OHNE

KILOMETERBEGRENZUNG

Erleben Sie die Zukunft des

sportlichen Luxus: den neuen

Jaguar XJ.

Der neue Jaguar XJ definiert die Vorstellung von sportlichem

Luxus neu. Mit einer von der Raumfahrt

inspirierten, besonders leichten und verwindungssteifen

Aluminiumkarosserie. Mit leistungsstarken und zugleich

effizienten Motoren für ein intensives Fahrerlebnis.

Mit intuitiven Technologien, hochwertig

verarbeitetem Holz, Leder und Chrom, einem serienmäßigen

Panorama-Glasdach und einem Bowers &

Wilkins Surround-Klangsystem, wie es in keinem

anderen Automobil der Welt zu finden ist.

Steigen Sie ein in den neuen Jaguar XJ und erleben

Sie die Zukunft des sportlichen Luxus hautnah – bei

einer Testfahrt.

AB SOFORT IN UNSEREM AUTOHAUS.

Kamps in Hannover GmbH & Co. KG

podbielskistraße 322

30655 Hannover

Tel. 0511 358550

www.jaguarhannover.de

Kraftstoffverbrauch kombiniert von 12,1 l/100 km bis 7,0 l/100 km; CO 2 -Emission kombiniert von 289 g/km bis 184 g/km.

Die Angaben wurden ermittelt nach den vorgeschriebenen Messverfahren (RL 80/1268/EWG).

* Alle Preise inklusive MwSt. und zzgl. Überführungs- und Zulassungskosten. Ab sofort bestellbar. Die Abbildung zeigt Sonderausstattungen.

Bild © spuno/fotolia

wohnern höchstmögliche Mobilität und trägt entscheidend

zum Klimaschutz bei.“

Trotz aller unübersehbaren Vorteile des ÖPNV: Zu

einem Standort, der sowohl Wettbewerbsfähigkeit für Handel

und Industrie garantieren möchte als auch Wohn- und

Lebensqualität bieten will, gehört ein gut ausgebautes Straßennetz

für den Wirtschafts- und Individualverkehr unbedingt

dazu. Allein innerhalb der Stadtgrenzen Hannovers

umfasst dieses Netz 1.200 Straßenkilometer und mehr als

300 Bauwerke wie Tunnel und Brücken. Mit leistungsfähigen

Verkehrsrechnern, modernen Messmethoden und

elektronischer Verkehrsbeeinflussung macht die Verkehrsmanagementzentrale

daraus ein System, das insbesondere

an den hochbelasteten Verkehrsschlagadern Leistungsfähigkeit

und Sicherheit gewährleistet.

Hartmut Prüß ist der Betriebskoordinator der Verkehrsmanagementzentrale

Niedersachsen/Region Hannover.

Er kennt die Details, wenn es um die wichtigsten Straßen

Niedersachsens geht. „Die A2 ist eine der am höchs ten

belasteten Straßen im ganzen Bundesgebiet. Mehr als

110.000 Fahrzeuge zählen wir hier am Tag. Das ist mehr

als doppelt so viel wie auf einer durchschnittlichen Autobahn

in Deutschland.“ Wenn also hier vermeintlich viele

Störfälle – sprich Unfälle – passieren, ist das immer auch in

Relation zum überproportional großen Verkehrsaufkommen

zu sehen. Neben der A2 ist die A7 für Hannover eine

wichtige Verkehrsachse. Hier läuft es seit kurzem wieder

flüssiger. Der 6-spurige Fahrbahnausbau zwischen Kirchhorst

und dem Kreuz Ost ist gerade abgeschlossen worden.

Die Autos können nun auch auf dem letzten Teilstück

regulär auf drei Spuren in jede Richtung rollen.

Aber: Nach der Baustelle ist vor der Baustelle an so

einem Knoten- und Transitpunkt wie der Landeshauptstadt.

Prüß: „Das nächste große Projekt ist die Erneuerung

der Brücke am Kreuz Ost, die in einem Zuge gleich

bedarfsgerecht durchgeführt werden wird.“ Heißt im Klartext:

Man denkt mit in Richtung Zukunft. Hartmut Prüß

weiß aber, dass auch dies nicht ewig ausreichen wird.

„Der Autoverkehr nimmt weiter zu. Neben dem Transitverkehr

der Nord-Süd- und Ost-West-Achsen haben wir

auch eine hohe Zahl an Pendlern in der Metropolregion

Hannover-Wolfsburg-Braunschweig.“ Die Vorbereitungen

für die Brückenbauarbeiten am Ostkreuz laufen bereits.

Und während die Verkehrsbeeinträchtigungen wegen des

6-spurigen Ausbaus der A7 eben gerade aufgehoben wurden,

ist nun für die nächsten zwei Jahre mit erheblichen

Behinderungen rund um das Ostkreuz Hannover auf A2

und A7 zu rechnen.

Aber auch positive Nachrichten kommen von

Betriebskoordinator Hartmut Prüß. „Ende 2010 werden

wir den Lückenschluss hinsichtlich der sogenannten Verkehrsbeeinflussungsanlage

schaffen.“ Das fehlende Stück

der steuerbaren Verkehrsschilder zwischen Braunschweig-

Nord und Lehrte-Ost sowie Wunstorf Luhte und der Landesgrenze

zu Nordrhein-Westfalen wird dann geschlossen

sein und einen reibungsloseren Ablauf und mehr Verkehrssicherheit

auf der A2 ermöglichen.

Wer diesen Teil der Verkehrsinfrastruktur nutzen

möchte, ohne gleich ein eigenes Auto besitzen zu müssen,

der kann die Möglichkeit des CarSharings nutzen. Der

Mobilitätsdienstleister Stadtmobil stellt in Hannover 120

Fahrzeuge an über 90 Stationen zur Verfügung, die gegen

Gebühr je nach Bedarf genutzt werden können. Dank der

Kooperation HANNOVERmobil von GVH und Stadtmobil

können Abonnenten des Verkehrsverbundes Hannover

die ‚teilAutos’ sogar zu besonders günstigen Konditionen

fahren.

Noch umweltschonender, günstiger und individueller

ist nur das Radfahren. Stadt und Region Hannover bieten

ihren Radlern ein komfortables Radwegenetz: Auf rund

360 Kilometern Länge lässt es sich im Stadtgebiet auf fast

durchgängig ausgebauten Radwegen entlang von Verkehrsstraßen

sicher fahren. Weitere 170 Kilometer Radwegeanlagen

führen durch Hannovers Stadtgrün und weiter

ins Umland. Über 1.000 Kilomter umfasst das ausgeschilderte

Netz der „Fahrradregion“, in das auch die Rad-Wanderwege

„Der Grüne Ring“ und der „Deisterkreisel“ eingebunden

sind.


egjo hannover PORTRAIT 73

Erlebnis- & Wirtschaftsstandort

Wolfsburg mit dem Stammsitz des Volkswagen-Konzerns ist einer der wichtigen Wirtschaftsstandorte in

Niedersachsen. Zahlreiche Firmen aus dem Bereich der Automobilzulieferer haben sich hier angesiedelt.

Event

agentur

Models

Kompetent und charmant

Seit dem Jahr 2000 zählt die DIVA AGENTUR zu den großen deutschen

Personaldienstleistern für Messen, Tagungen, Kongresse und

Events. Wir haben uns darauf spezialisiert, Ausstellern auf Messen und

Kongressen sowie Events jeglicher Art, ein kompetentes und charmantes

Personal zur Verfügung zu stellen. Seit 2006 stehen wir zusätzlich,

mittels unserer internationalen Datenbank von über 1.500 Modelprofilen,

auch für flexible und professionelle Vermittlung von Models

für Messen und Events sowie für TV-, Werbe- und Fotoproduktionen.

Durch ansprechendes Aussehen, schnelle Auffassungsgabe, sehr gute

Umgangsformen und umfangreiche Sprachkenntnisse überzeugt unser

Personal in allen Bereichen. Bei Bedarf werden speziell die für Ihr

Event notwendigen Kenntnisse vermittelt und geschult. Wenn es um

maßgeschneiderte Personaldienstleistung oder Modelvermittlung

geht, sind wir der richtige Partner für eine langfristige und partnerschaftliche

Zusammenarbeit.

Model & Personalmanagement

Dienstleistung

Neue

Website !

Messe Dienstleistung

Podbielskistrasse 280 | D-30655 Hannover | Tel. +49 (0) 511 - 48898998 | info@diva-agentur.de | www.diva-agentur.de

Promotion

Fotografie: Wolfsburg Marketing GmbH

Wolfsburg ist eine der bedeutendsten Stadtgründungen der

Nachkriegzeit, dessen Geburtsstunde mit der Gründung des

Volkswagenwerkes 1938 zusammenfällt. Die jüngste Stadt

der Region Südostniedersachsens ist eine Stadt mit vielen

Gesichtern und lädt ein zu vielfältigen Entdeckungen. Viele

Events, Feierlichkeiten zum Stadtgeburtstag, Jazz & More,

Gourmetfest sowie Veranstaltungen im Allerpark locken

zahlreiche Besucher in die Stadt.

Wolfsburg ist geprägt von Architekturstilen und städtebaulichen

Leitbildern des 20. Jahrhunderts und der historischen

Bausubstanz in den eingemeindeten Ortsteilen.

Das Alvar-Aalto-Kulturhaus, das Theater von Hans Scharoun,

das phæno von Zaha Hadid oder das international

bekannte Kunstmuseum sind nur einige Highlights moderner

Architektur. Das Weserrenaissanceschloss Wolfsburg,

die Altstädte der Ortsteile Fallersleben und Vorsfelde oder

die romantische St. Annen-Kirche im Bezirk Heßlingen-

Rothenfelde spiegeln die Baukunst vergangener Zeiten

wider. Ein eindrucksvolles Erlebnis bieten die zahlreichen

Freizeitmöglichkeiten Wolfsburgs. Ein Besuch in der Autostadt

– dem Erlebnis- und Kompetenzzentrum mit Themen

rund um das Auto und zahlreichen Attraktionen – verspricht

einen spannenden und abwechslungsreichen Tag.

Das BadeLand Wolfsburg lädt als Norddeutschlands

größtes Freizeit- und Spaßbad ebenfalls herzlich zu einem

Besuch ein. Es liegt eingebettet in dem Erlebnisareal

„Allerpark“, das neben Wasserskifahren, Hochseilgarten,

Eislaufen oder Heimspielen des VfL Wolfsburg noch zahlreiche

weitere Highlights bietet. In der Innenstadt befinden

sich die Experimentierlandschaft „phæno“, das international

renommierte Kunstmuseum und das Hallenbad

– Kultur am Schachtweg.

Wolfsburg mit dem Stammsitz des Volkswagen-Konzerns

und als Oberzentrum in der Region Braunschweig

ist einer der bedeutendsten Wirtschaftsstandorte in Niedersachsen.

Zahlreiche Unternehmen aus dem Bereich

der Automobilzulieferer, Produktion, Handwerk, Dienstleistung

und Handel haben sich bereits in einem der insgesamt

16 Gewerbe- und Industriegebiete im Stadtgebiet

angesiedelt.

Den Standort zeichnen eine gute verkehrliche Infrastruktur

mit Anschluss über die A2 und A39, das Schienennetz

und den Mittellandkanal sowie ein sehr gut ausgebautes

Gewerbeflächenangebot mit rund 40 Hektar sofort

verfügbarer Fläche und mittelfristig weiteren etwa 160

Hektar aus.

Als Einkaufsstandort bietet Wolfsburg ein abwechslungsreiches

Angebot. In der Innenstadt finden sich neben

der CityGalerie und den „designer outlets Wolfsburg“ mit

rund 50 Markenshops auch attraktive inhabergeführte

Geschäfte. Darüber hinaus bieten die Ortsteile Fallersleben

und Vorsfelde in einem historischen Fachwerkambiente

ein besonderes Einkaufserlebnis. Die zahlreichen Nahversorgungszentren

in Wolfsburg und die Gewerbegebiete Heinenkamp

und Vogelsang runden die Einkaufsmöglichkeiten

ab. Wolfsburgs Dynamik spiegelt sich in einer aktiven

Wirtschafts- und Standortentwicklung der Stadt wider.

Weitere Informationen zu den Gewerbegebieten und dem

Standort Wolfsburg unter www.wolfsburg-marketing.de


egjo hannover PORTRAIT 75

Der MobilitätsTalk

Das Unternehmerkontaktforum der Metropolregion

Hannover- Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg.

Text und Grafik: Metropolregion HBGW

PROJEKTGRUPPE NACHHALTIGE MOBILITÄT

Wolfsburg

Forschung und Entwicklung zum Thema

Energiespeicher- und -wandler

- Brennstoffzellen-Systeme -

- Redox-Flow-System -

- Membrantechnik -

- Kunststofftechnik -

- Komponenten -

- Materialentwicklung -

Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT)

Angewandte Elektrochemie

Projektgruppe “Nachhaltige Mobilität”

Robert-Koch-Platz 8a

38440 Wolfsburg

Tel.: +49 (5361) 8922-22370

Fax: +49 (5361) 8922-22372

info@ict.fraunhofer.de

www.nachhaltige-mobilitaet.de

Bei uns wird HANDWERK noch groß geschrieben!

KFZ-Meisterbetrieb

• TÜV / AU im Haus

• Inspektion / Ölwechsel

• Klimaanlagenwartung

• Fehlerdiagnose / -suche

• Saisoncheck

• Reparatur an Bremse, Auspuff,

• Stroßdämpfer, Kupplung, etc.

Motoreninstandsetzung

• BOSCH-Pumpenservice

• Zylinderschleiferei

• Zylinderkopfinstandsetzung

• Aus- & Einbau von Motoren

• Ersatzteilhandel

• Komplett- & Teilinstand-

• setzung

MOTOREN HENZE GmbH

Tel. 0511-4102980

Friedländer Weg 3 • 30459 Hannover-Ricklingen

www.motorenhenze.de • info@motorenhenze.de

„Neue Trends erkennen, alte hinterfragen“.

So lautet das Motto des MobilitätsTalk.

Der MobilitätsTalk ist das

Unternehmerkontaktforum der Metropolregion

Hannover-Braunschweig-

Göttingen-Wolfsburg. Seit seiner Premierenveranstaltung

im Februar 2006

findet der meist ausgebuchte MobilitätsTalk

Südnieder sachsen regelmäßig

dreimal im Jahr in Göttingen statt.

Seit 2008 beschließt der Mobilitäts­

Talk turnusmäßig den ersten Messetag

der IZB Internationale Zuliefererbörse

in Wolfsburg und findet zudem einmal

jährlich in Braunschweig statt. Ab

2011 ist der Mobilitäts Talk der Metropolregion

Hannover-Braunschweig-

Göttingen-Wolfsburg auf der HMI

Hannover Messe Industrie und in

Emden geplant.

Die qualitativ hochwertigen Veranstaltungen

bringen Entscheider aus

verschiedenen Branchen zueinander

und informieren sie über aktuelle

Trends. Der MobilitätsTalk grenzt sich

insofern von anderen Veranstaltungen

und Kongressen ab, als dass ein

wichtiges, zukunftsweisendes Spezialthema,

das durch zwei anerkannte

Experten vorgestellt wird, im Mittelpunkt

steht und direkt im Anschluss

den Teilnehmern viel Zeit und Raum –

eben der Talk – zur Verfügung stehen.

Die Teilnehmer haben dann die Möglichkeit

in angenehmer Atmosphäre,

sich kennenzulernen, Ideen auszutauschen

und gemeinsame Geschäfte zu

generieren. Bereits der erste MobilitätsTalk

im Februar 2006 hatte eine

große Anziehungskraft. Mehr als 150

Entscheider aus Wirtschaft, Wissenschaft,

Verwaltung und Politik aus

Niedersachsen und benachbarten

Bundesländern nahmen an dem Event

teil. So ist es nicht verwunderlich, dass

der MobilitätsTalk Südniedersachsen

im September 2009 – als der damalige

niedersächsische Minister für Wirtschaft,

Arbeit und Verkehr Dr. Philipp

Rössler die Laudatio hielt – bereits weit

über 200 Besucher zählte.

Den Erfolg der Veranstaltung

kann man an zwei weiteren Faktoren

ablesen. Zum einen sind es die zahlreiche

Kooperationen und Geschäftsanbahnungen,

die dank des Talks zu

Stande gekommen sind. Zum anderen

erweist sich das Ereignis immer mehr

als Exportschlager aus Göttingen. So

wird der MobilitätsTalk, der bereits

im Oktober 2008 die Abschlussveranstaltung

des ersten Messetages

der Internationalen Zuliefererbörse

(IZB) in Wolfsburg bildete, aufgrund

des großen Erfolges auch wieder den

ersten Messetag der IZB 2010 am 06.

Oktober 2010 beschließen. Der MobilitätsTalk

vernetzt die Unternehmen

und die Regionen in der Metropolregion

Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg

miteinander und

strahlt weit über die Region hinaus.

Der nächste MobilitätsTalk Südniedersachsen

findet im Hotel Freizeit In

Göttingen am 09. September 2010 u. a.

mit einem Gastvortrag des spanischen

Transport- und Logistik-Clusters TIL

ITS Euskadi aus San Sebastian statt.


egjo hannover PORTRAIT 77

Start in eine neue Ära

Ferrari im Expo Park: In Kürze eröffnet der Ferrari-Vertragspartner LUMANI Krüger den neuen Ferrari-

Pavillon im Expo Park Hannover. Im Herbst wird die große Eröffnung gefeiert werden.

Text und Fotografie: LUMANI Krüger

LUMANI Krüger ist ein Familienunternehmen und wurde

1969 in Hannover-Laatzen gegründet. Von 1970 bis 2000

war das Unternehmen Vertragshändler für Alfa Romeo und

seit fast 25 Jahren ist LUMANI Krüger Vertragspartner der

Roten aus Maranello – der Sportwagenlegende FERRARI.

Als (einziger) Ferrari-Partner für Niedersachsen gründeten

die Familienmitglieder 2007 für das Expo Park Projekt

die LUMANI Krüger GmbH & Co. KG.

Mit dem aktuellen Neubauprojekt des Ferrari-Pavillons

im Expo Park Hannover startet LUMANI Krüger jetzt

in eine neue Ära. Die Unternehmer, Dipl. Ing. Lutz Krüger

(64), Techn. Meister Marco Krüger (36) und Dipl. Ing.

Nico Krüger (32), investieren in den Neubau auf dem Expo

Park 3,6 Millionen Euro. Das 4.144 Quadratmeter große

Grundstück beherbergte ehemals den Schweizer Pavillon

– ein Ort mit Expo-Geschichte. Architekt René Herwig,

HJW + Partner Hannover, hat den 1.270 Quadratmeter

großen Ferrari-Pavillon entworfen: die Front als klassischen

Portus, die Rückseite mit Boxengassen-Atmosphäre

und mittendrin ein lichtdurchfluteter Präsentationsraum

für die automobilen Exponate aus Maranello. Der neue

Pavillon wird künftig auch als exklusive Location für ausgesuchte

Events zur Verfügung stehen – und am jetzigen

Standort in Hannover-Laatzen werden nach dem Umzug

betreute Stellplätze für hochwertige Automobile aller

Fabrikate angeboten. Zum Service des Hauses gehört eine

kontinuierliche Pflege der Fahrzeuge, sodass sie jederzeit

auf Abruf zur Ausfahrt bereitstehen, ebenso wie ein Holund

Bringservice.

Die offizielle Eröffnung des neuen Ferrari-Pavillons ist

für den Herbst fest eingeplant. Wer die Zeit bis dahin nicht

abwarten kann, kann die Vollendung des Bauprojekts bis

dahin live im Internet verfolgt werden: Drei eigens eingerichtete

WebCams senden rund um die Uhr Livebilder vom

äußeren und inneren Baugeschehen.

Weitere Informationen im Internet unter:

www.ferrari-krueger.de

Den neuen Ferrari-Pavillon finden Sie im Expo Park,

Sydney Garden 1, 30539 Hannover.


78 kalender regjo hannover regjo hannover kalender 79

Ein Sommernachtstraum

Sommerfestival

Der Blick auf Fränzi und Marzella

Leonard Cohen

Musical von Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig frei

nach William Shakespeare. Am 29. August 2010 in den

Herrenhäuser Gärten in Hannover.

Hochkarätige Künstler in der besonderen

Atmosphäre auf dem historischen Rittergut

Bennigsen am 22. August 2010.

Die Ausstellung ist den zwei jugendlichen Modellen Fränzi

und Marcella gewidmet, die Kirchner, Heckel und Pechstein

in vielen Gemälden abgebildet haben.

Hits wie „Hallelujah“, „Suzanne“ und „Bird On

A Wire“ machten Cohen weltberühmt. Am 27.

September ist er zu Gast in der TUI Arena.

Klassik, Ballett

Theater, Kabarett, Musical

Ausstellungen

Jazz, Rock, Pop, Schlager

22. August 2010

Sommerfestival – mit Cracow Philharmonic

und Werken von Schumann und Beethoven,

Dirigent: Roderic von Bennigsen

18.30 Uhr, Rittergut Bennigsen

23. August 2010

La Notte – das preisgekrönte Ensemble

Musica Alta Ripa spielt Kammermusik und

Opernarien von Antonio Vivaldi – inszeniert

mit modernem Tanz in Schwarzlicht

19.30 Uhr, CinemaxX Nikolaistraße

09. September 2010

Premiere: Intolleranza 1960 – Azione scenica

in due tempi (1961) von Luigi Nono, Musikalische

Leitung: Stefan Klingele

19.30 Uhr, Staatsoper Hannover

02. Oktober 2010

Premiere: Die Entführung aus dem Serail

– Singspiel in drei Aufzügen von Wolfgang

Amadeus Mozart aus dem Jahr 1782

19. 30 Uhr, Staatsoper Hannover

20. September 2010

1. Sinfoniekonzert – Werke von Giorgio

Battistelli (UA) und Anton Bruckner,

Dirigent: Marc Albrecht

19.30 Uhr, Staatsoper Hannover

04. August bis 05. September 2010

Maybebop allein unter Frauen – eine Liaison

aus Gesangkunst und Körperkunst

GOP Varietè-Theater

29. August 2010

Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“

– Auftakt einer Trilogie von Musicals frei nach

William Shakespeare, die in den nächsten fünf

Jahren im Gartentheater der Herrenhäuser

Gärten präsentiert werden

20.00 Uhr, Herrenhäuser Gärten

02. bis 11. September 2010

TANZtheater INTERNATIONAL – 25. Jubiläum

des Tanzhighlights mit internationalen

zeitgenössischen Tanzkompanien

Ballhof Eins, Orangerie Herrenhausen,

Schauspielhaus

10. September 2010

Otto – der Comedy-Kultstar aus Ostfriesland

live mit aktuellem Programm

20.07 Uhr, AWD-Hall

11. September 2010

Premiere: Romeo und Julia – Deutsch von

Thomas Brasch von William Shakespeare,

Regie: Heike M. Götze

19.30 Uhr, Schauspielhaus Hannover

18. September 2010

Premiere: Little Boy – Big Taifoon – von

Hisashi Inoue, europäische Erstaufführung,

u.a. mit Sachiko Hara und Wolf List

19.30 Uhr, Ballhof Eins

24. September 2010

My Fair Lady – Musical von Frederick Loewe,

Buch und Gesangstexte von Alan Jay Lerner,

nach dem Stück Pygmalion (1912) von George

Bernard Shaw

19.30 Uhr, Staatsoper Hannover

28. September 2010

Markus Maria Profitlich – nach langer

Abstinenz kehrt der Komiker mit einem komplett

neuen Programm auf die Bühnen zurück

20.00 Uhr, Theater am Aegi

23. Oktober 2010

Premiere: Kunst wird woanders

gebraucht, als wo sie rumsteht – eine bunte

Kunst-Wut-Show von Jürgen Kuttner

19.30 Uhr, Schauspielhaus Hannover

27. Oktober 2010

Tannöd – Ein Kriminalfall von Andrea Maria

Schenkel mit Thomas Heller, Karin Oehme,

Susanne Rögner u. a.

20.00 Uhr, Theater am Aegi

02. August bis 28. November 2010

Das Mini-Mathematikum – Mathematik zum

Anfassen, eine mathematische Mitmach-Ausstellung

für 4- bis 8-jährige Kinder

Freizeitheim Vahrenwald

29. August 2010 bis 09. Januar 2011

Der Blick auf Fränzi und Marzella. Zwei

Modelle der Brücke-Künstler – im Zentrum

der Ausstellung steht das wechselseitige Verhältnis

zwischen Maler und Modell

Sprengel Museum Hannover

bis 19. September 2010

Meinungsbilder. Politische Plakate

1900/2000 – politische Werbung im Wandel

Historisches Museum Hannover

31. Oktober 2010 bis 06. Februar 2011

Wilhelm Busch: Populär und unbekannt –

Originalzeichnungen zu »Max und Moritz« und

anderen populären Bildergeschichten sowie

weitgehend unbekannte Arbeiten

Wilhelm Busch Museum

bis 07. November 2010

Das geheimnisvolle Grab 63 – die Entdeckung

des Grabs 2006 im Tal der Könige

war eine archäologische Sensation

Museum August Kestner Hannover

04. August 2010

Bad Religion – mit einem neuen Album,

das im Herbst erscheint, und einer Jubiläumstournee,

auf der sie einen spannenden

Streifzug durch ihre Geschichte gewähren

20.00 Uhr, Capitol Hannover

12. August 2010

U2 – das irische Quartett gibt in Hannover

ihr einziges Konzert in Norddeutschland

auf ihrer 360°-Tour durch Deutschland

19.00 Uhr, AWD-Arena

20. August 2010

Reamonn – Open Air auf der Parkbüne,

als Support-Act tritt die hannoversche

Band Terry Hoax auf

20.00 Uhr, Gilde Parkbühne

20. und 21. August 2010

3. BootBooHook Festival – 30 nationale

und internationale Acts spielen auf drei

Bühnen auf dem Gelände des Faust, unter

anderem mit dabei: The Notwist

FAUST Kultur- und Veranstaltungszentrum

25. August 2010

Runrig – die Kult-Folk-Band mit ihrer aktuellen

Tour „On the Road“

20.00 Uhr, Gilde Parkbühne

27. August 2010

Dieter Thomas Kuhn & Band – zahlreiche

Evergreens und Songs vom aktuellen

Album „Schalala“

20.00 Uhr, Gilde Parkbühne

07. September 2010

OneRepublic – mit Songs ihres zweiten

Albums und Stücken des Players

„Dreaming Out Loud“

20.00 Uhr, Capitol Hannover

16. September 2010

Kate Nash – die 22-jährige Sängerin und

Songwriterin aus London stellt ihr zweites

Album „My Best Friend Is You“ vor

20.00 Uhr, Capitol Hannover

27. September 2010

Leonard Cohen – seit über 40 Jahren ist

Leonard Cohen einer der wichtigsten und

einflussreichsten Songwriter unserer Zeit

20.00 Uhr, TUI Arena

24. Oktober 2010

Status Quo trifft Spider Murphy Gang –

die erfolgreiche Rockband und die bayerischen

Rock‘n Roller auf einem Konzert in

der AWD-Hall

20.00 Uhr, AWD-Arena

Fotografie: Hannover Concerts, Festival Rittergut Bennigsen, Sprengel Museum, Hannover Concerts


Für Feinschmecker:

B e s o n d e r e H o t e l s u n d R e s t a u r a n t s

regjo hannover kalender 81

Die Nacht von Hannover

Maschseefest

26. Auflage des nächtlichen Radsport-Spektakels. Seit

zwei Jahren führt die Strecke die Fahrer rund um das

Opernhaus Hannover. Am 20. August 2010.

Vom 26. August bis 02. September verwandelt

sich das Maschseeufer drei Wochen lang

in eine Party- und Ausgehmeile.

wir sind die show.

Lernen Sie das Eichsfeld kennen !

Firmenarrangements schon

ab 39,- Euro p. P. inkl.

Show & Zwei-Gänge-Menü

kunstvoll · artistisch · humorvoll · spektakulär

Einzigartig für Tagungen, Präsentationen & Firmenfeiern für bis zu 350 Personen.

Georgstraße 36 · Hannover

Tickethotline: (05 11) 30 18 67 10 · variete.de

das historische gasthaus in der göttinger innenstadt

regionale, deutsche u. internationale küche

... mit besonderen Arragements von unserem Hotel,

... spielen Sie Golf auf einem der schönsten Plätze Süd-Niedersachsens. täglich ab 18 uhr geöffnet

fr – so u. an feiertagen auch von 11.15 – 14.30 uhr

Fuhrbacher Straße 31-33 . und nach vereinbarung

37115 Duderstadt / Fuhrbach

Telefon 05527 910 - 0 . Telefax 05527 910 - 250 . www.hotelzumkronprinzen.de kurze str. 12 • 37073 göttingen • tel 0551 / 5 82 84 • fax 0551 / 5 31 56 68

Sport

31. Juli 2010

Hannover 96 vs. FC Valencia – im Rahmen

des „Summer of Champions 2010

15.30 Uhr, AWD Arena

08. August 2010

18. Cup der Region – mehr als 380 Jugendfußballer

sind wieder mit dabei, wenn die 24

besten A-Junioren-Teams der Region gegeneinander

antreten

August-Wenzel-Stadion, Barsinghausen

20. August 2010

Die Nacht von Hannover – Radsport-Spektakel

„Rund um die Oper“, unter anderem mit

dabei: Top-Fahrer André Greipel

Strecke: rund um das Opernhaus Hannover

04. bis 05. September 2010

Maschsee Triathlon – Distanzen Volkstriathlon,

Firmen-& Staffeltriathlon sowie Triathlon

Olympische Distanz, erstmals wird ein Rennen

der 1. Triathlon Bundesliga ausgetragen

Start: am Steg des Westufers des Maschsees

28. bis 31. Oktober 2010

German Classics – zum zehnten Mal

ist Hannover Austragungsstätte des

Pferdesport-Ereignisses

Messegelände Hannover

Messetermine

23. bis 30. September 2010

IAA Nutzfahrzeuge – alle zwei Jahre präsentiert

die weltgrößte Messe der Automobilität

in Hannover Fahrzeuge, Ausrüstungen und

Systeme des Güter- und Personentransports

09.00-18.00 Uhr, Messegelände Hannover

05. bis 07. Oktober 2010

Biotechnica – europäische Leitmesse für

Biotechnologien und Life Science, inkl. fünftem

Weltkongress für präventive und regenerative

Medizin (WCRM)

09.00-18.00 Uhr, Messegelände Hannover

16. bis 24. Oktober 2010

infa – Deutschlands größte Erlebnis- und Einkaufsmesse:

Erleben, Entdecken, Einkaufen

bei 1.200 Firmen aus 40 Nationen

10.00-18.00 Uhr, Messegelände Hannover

16. bis 19. November 2010

EuroTier – internationale DLG-Fachausstellung

für Tierhaltung und Tiermanagement

09.00-18.00 Uhr, Messegelände Hannover

02. bis 05. Dezember 2010

Pferd&Jagd – Europas größte Ausstellung für

Reiten, Jagen und Angeln: Aktionen, Informationen,

Trends und Neuheiten

10.00-18.00 Uhr, Messegelände Hannover

Sonstiges

30. Juli bis 01. August 2010

Fährmannsfest – das größte alternative

Open Air-Musikfestival der Region Hannover

ist Hannovers kleines Woodstock

Hannover-Linden

26. August bis 02. September 2010

Fantasy Filmfest – zum ersten Mal macht

das beliebte Genrefestival des fantastischen

Films auch in Hannover Station

CinemaxX Nikolaistraße

28. Juli bis 15. August 2010

Maschseefest – Norddeutschlands größte

Seesause mit vielen Live-Bands und Künstlern,

Kinderprogramm und Gastronomie

Maschseeufer

10. September 2010

Herbstmusikfest Hannover 2010 – Musikfestival

zugunsten der Friedensarbeit des

Volksbundes

18.30 Uhr, Theater am Aegi

25. September 2010

14. Börsentag Hannover – im vergangenen

Jahr kamen rund 3.600 Gäste, um kompetenten

Rat zum Vermögensaufbau sowie zu

nachhaltigen Geldanlagen zu erhalten

09.30-18.00 Uhr, HCC

Fotografie: Ulrich zur Nieden, Stroetmann Verlag & Agentur GmbH


82 letzte Seite regjo hannover

Impressum

2. Jahrgang, 4. Ausgabe

Wussten Sie, dass ...

Wissenswertes aus der Region – von einer einzigartigen Wellness-Oase, einer absurden

Steuer und dem Geburtsort von Spiegel und Stern bis zu Google für Hannover.

... man in Hannover in einem Restaurant

wellnessen kann?

Stressgeplagte aufgepasst: Seit Ende Februar

gibt es im Restaurant „Sol y Mar“ im Hauptbahnhof

einen bundesweit einzigartigen Service:

die Massage zum Kaffee. Im „Soluna“

bietet die 34-jährige Reiki-Meis terin und

Wellness-Therapeutin Stephanie Kahlert

Massagen von Kopf bis Fuß. Abgerechnet

wird im Minutentakt. Das „Soluna“ ist täglich

von 10.30 bis 21.00 Uhr geöffnet.

... es im 18. Jahrhundert in Hannover

eine Spatzensteuer gab?

Da es nicht genügend Katzen gab, die die

Störenfriede vertreiben konnten, griff

man im Kurfürstentum Hannover zum

vermeintlich letzten Mittel – der Spatzensteuer:

Jeder Bürger von Hannover musste

jährlich eine bestimmte Anzahl an Spatzen,

Elstern und Krähen abliefern und

erhielt dafür einen kleinen Obolus. Wer

dies nicht tat, wurde doppelt zur Kasse

gebeten. Folge dieser absurden Steuermaßnahme:

Die Vogelzucht blühte.

... sowohl der Spiegel als auch der Stern

in Hannover gegründet wurden?

Nicht in Hamburg, sondern in Hannover

liegen die Wurzeln der beiden großen deutschen

Wochenzeitschriften. Im Jahr 1947

gründete Rudolf Augstein das Magazin

„Der Spiegel“, ein Jahr später folgte Henri

Nannen mit der Gründung des „Stern“.

Beide Wochenzeitschriften hatten ihren

Sitz im Anzeiger-Hochhaus, einem der

ersten Hochhäuser Deutschlands.

... es eine eigene Suchmaschine für die

Region Hannover gibt?

Die Suche nach regionalen Seiten kann sich

im World Wide Web schon mal schwierig

und langwierig gestalten. Wer den Überblick

behalten will, sucht am besten unter

www.soeoek.de. Söök durchsucht ausschließlich

Seiten aus der Region Hannover.

Die regionale Suchmaschine basiert

auf der Technik und dem Suchindex von

Google Cop-op. Zusätzlich werden aber nur

Webseiten bei der Suche berücksichtigt, die

explizit für Söök freigeschaltet sind.

Herausgeber

Polygo Verlag GmbH

Verlag

Polygo Verlag GmbH

Haus der Wirtschaftsförderung

Prinzenstraße 12

30159 Hannover

Tel.: 0511 16 99 69-0

Fax: 0511 16 99 69-21

Internet und E-Mail

www.hannover.regjo.de, hallo@regjo.de

Herausgeber

Thomas Wirth (wirth@polygo.de)

Chefredaktion

Stefanie Stüting (stueting@polygo.de)

Redaktion

Katrin Langemann, Tim Mittelstaedt, Hannah Kroft

Autoren

Angela Andresen-Schneehage, Maren Kuntze

Fotografie

Mario Del Curto, Bernd Gisy, Tim Mittelstaedt, Ulrich

zur Nieden, Roland Panter/Wirtschaftsfaktor Sprache,

Marc Theis, Oliver Vosshage, ADAC Niedersachsen/

Sachsen-Anhalt e.V., Bahlsen GmbH, Bree, Carl

Duisberg Centren, Continental AG, ConventionCamp,

Europa Fachakademie Dr. Buhmann, Fachhochschule

Hannover, Festival Rittergut Bennigsen, Fraunhofer

ICT, Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik,

Golfplatz Gleidingen, Hannover Concerts, JaMedia,

Kibar Immobilien, Kind Hörgeräte GmbH, Klingenberg

GmbH, Landschulheim am Solling, Laser Zentrum

Hannover e.V. (LZH), Leibniz Universität Hannover,

LHH, LPKF Laser & Electronics AG, Lumani Krüger,

Mercedes-Benz, Mercure Hotel Hannover, PartiTouren

Niedersachsen, Pelikan, Region Hannover, Sennheiser

electronic, Simon Pow/fotolia, sliwonik.com/ PZH,

soeoek.de, Soluna, Sprengel Museum, spuno/

fotolia, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover,

Stroetmann Verlag & Agentur GmbH, Tetastock/fotolia,

üstra AG, Varta, VW Nutzfahrzeuge AG, Wikipedia,

Wolfsburg Marketing GmbH

Layout & Illustration

Iris Becker

Lektorat

Mirjam Schröder

Marketingleitung

John D. Swenson (swenson@regjo.de)

Verlagskoordination Region Hannover

Tim Mittelstaedt (mittelstaedt@regjo.de)

Anzeigen

Michael Mohné (hannover@regjo.de)

Jörn Jacobsen (jacobsen@regjo.de)

Dennis Aschoff (marketing@regjo.de)

Sandra Laube (laube@polygo.de)

Maurice Henin (henin@polygo.de)

Aike Baumann, Marina Reichert, Leni Speidel

Versand & Aboservice

Anne Nathe (nathe@regjo.de)

Geschäftsführung

Thomas Wirth (wirth@polygo.de)

Assistenz der Geschäftsführung

Jennifer Röstel (roestel@regjo.de)

Erscheinungsweise

viermal im Jahr

Bezugsbedingungen

Abonnement EUR 20,- inkl. Mehrwertsteuer und Zustellgebühr

für vier Ausgaben. Einzelpreis EUR 4,50.

Das Abonnement verlängert sich automatisch, wenn

es nicht zum Ablauf gekündigt wird.

RegJo ist eine eingetragene Marke (Nr. 39867052) der

Polygo Verlag GmbH

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher

Genehmigung des Verlages.

Kooperationspartner des RegJo

Bilder: Soluna, Wikipedia, LHH, soeoek.de


Dreifache Sicherheit – einfach testen!

Jetzt E-Klasse Probe fahren und innovative Fahrassistenzsysteme erleben.

E 200 CGI BlueEFFICIENCY

399,00 €

Monatliche Gesamtrate Privat-Leasing plus 2

inkl. Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung 3

. Der Adaptive Fernlicht-Assistent 4 . Kann das Licht

jeder Fahrsituation anpassen.

. Der Bremsassistent BAS PLUS 4 . Kann Sie in

Gefahrensituationen mit der nçtigen Bremskraft

untersttzen.

. Der ATTENTION ASSIST. Kann Mdigkeit erkennen

und rt zu einer Pause.

1

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,5–7,9 l/100 km; CO 2-Emission kombiniert: 177–184 g/km. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des

Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen. Abbildung enthlt Sonderausstattungen. 2 Kaufpreis ab Werk 48.754,30 Euro, Leasing-Sonderzahlung

12.462,10 Euro, Laufzeit 36 Monate, Gesamtlaufleistung 30.000 km, Mtl. Rate Leasing 350,00 Euro, Mtl. Rate Haftpflicht und Vollkasko 3 49,00 Euro. Ein zeitl. begrenztes Leasingangebot der

Mercedes-Benz Leasing GmbH. Gltig fr alle ausgewiesenen Aktionsfahrzeuge. 3 Versicherer: HDI Direkt Versicherung AG, vermittelt durch die Mercedes-Benz Bank AG. 4 Sonderausstattung.

Mercedes-Benz Niederlassung Hannover, Podbielskistraße 293, Tel. 0511/5465-309 mit Betrieben in Lehrte, Garbsen, Hildesheim, Alfeld, Stadthagen, Bckeburg und Hameln,

www.hannover.mercedes-benz.de, E-Mail: verkauf-hannover@mercedes-benz.com

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine