Experten - RegJo

regjo.de

Experten - RegJo

Das Magazin für die Region Hannover Ausgabe Nr. 2 II/2009 4,50 €

www.regjo.de

Das Magazin für die Region Hannover Jobmotor Airport Schloss Herrenhausen Senioren Rechtsanwälte

Experten


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Was immer Sie vorhaben,

wir machen es Ihnen leichter!

Das Unternehmerbüro in der Region Hannover unterstützt

Sie mit einem kompletten Serviceangebot. Egal, ob Sie

Gewerbeimmobilien suchen, Fördermittel beantragen

wollen oder kritische Situationen meistern müssen –

als Lotse zwischen Wirtschaft und Verwaltung sind wir

der richtige Ansprechpartner!

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immobilie.

Ob Portfolio-Optimierungen, Standort

analysen, Nutzungskonzepte,

Vermarktungsstrategien oder die

Vermietung von Gewerbeimmobilien:

Mit bundesweiten und internationalen

Büros bieten wir jederzeit kompetente

Ansprechpartner in nächster Nähe.

Die Experten

Sie sind Motor und Wegbereiter auf ihrem Spezialgebiet:

Expertenportraits und -projekte aus der Region Hannover.

Exzellenz, Fachwissen und Expertise machen aus einer Region

einen ernstzunehmenden Wirtschaftsstandort. Zumindest sind sie

unabdingbare Voraussetzung für zukunftsfähige Strategien. Das ist

so in kleinsten Betrieben, in mittelständischen Unternehmen wie

in Konzernen. Aber eben auch, wenn es um ganze Regionen und

die vielbeschworene Standortfrage geht, stellt sich immer wieder

die Frage nach den sogenannten „Leuchttürmen“, den Pionieren,

den Vorreitern. Zu Recht. Denn da, wo Expertentum ist, entsteht

Bewegung nach vorn. Durch kreatives Querdenken, durch mutiges

Handeln in architektonischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten

und nicht zuletzt durch langfristige Visionen, die sich

über weite Strecken und mit langem Atem auf ein Ziel zubewegen.

In dieser Ausgabe haben wir Experten aus den unterschiedlichsten

Disziplinen gesucht und gefunden. Sie sind Koryphäen

auf dem juristischen Parkett und zum Teil international tätig und

gefragt. Sie sind versierte Strategen, die den Airport Hannover seit

Jahren auf das Ziel zusteuern, sich als eine der wichtigsten Logistikdrehscheiben

Deutschlands zu etablieren oder aber sie machen

sich auf akademischem Parkett oder durch ihre tägliche Arbeit um

die alten Menschen in der Region verdient. Besonders eingängig

ist in diesem Zusammenhang vielleicht das Beispiel der VolkswagenStiftung,

dem größten Wissenschafts- und Forschungsförderer

Deutschlands, die das Laves-Schloss Herrenhausen bis 2012 wieder

aufbauen und zu einem internationalen Treffpunkt für Experten

machen wird. Nicht zuletzt das bahnbrechende Projekt Gene­

Sys, das gerade in Bezug auf die Nutzung von Erdwärme weit über

die Region hinaus die Herzen von Experten höher schlagen lässt.

Know-how eint sie alle – spannend ist es deshalb, eimal genauer

hinzusehen.

Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Lektüre und ein

gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2010, in dem das

RegJo Hannover vier Mal erscheint… bis dann, alles Gute!

Lotse und Moderation

Standortinformationen

Flächen- und Immobilienberatung

Finanzierungs- und Fördermittelberatung

Krisenkontaktstelle

Arbeitsmarktberatung

Unternehmerbüro

in der Region Hannover

angermann Hannover GmbH

info@angermann-hannover.de

www.angermann-hannover.de

An der Börse 2

30159 Hannover

Tel. +49 (0) 511-93 61 92-0

Fax +49 (0) 511-93 61 92-22

Real estate advisoRs

investment advisoRy

Stefanie Stüting

Chefredaktion

Cover, Illustration: Kristina Krebs


4 inhalt regjo hannover regjo hannover inhalt 5

12 Jobmotor Airport

28 Die Auferstehung

56 Eine Frage der Zeit?

74 Alles, was Recht ist

Der Hannover Flughafen arbeitet konsequent am Ausbau

seiner logistischen Kapazitäten. 2010 wird ihn auf diesem

Weg einen entscheidenden Schritt nach vorn bringen.

Nach jahrelangen Diskussionen und Planungen:

Das Schloss Herrenhausen wird

wieder aufgebaut. Baustart ist 2010.

Wie stellt man sich sein Leben im Alter vor, wo möchte man

wohnen und warum – ein Thema mit vielen Fragezeichen.

Experten in der Region Hannover haben interessante Antworten.

Experten, Koryphäen, Erfolgsmenschen:

In Hannover ist jede Menge

juristisches Fachwissen zu Hause.

Bilder: Hannover Airport, Frank Wilde, Marzanna Syncerz –

Fotolia.com, Roberto Hegeler

Wirtschaft

Politik & Soziales

Technik & Wissenschaft

Land & Umwelt

Kultur

Freizeit & Sport

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NGlobal: Der siebte Niedersächsische Außenwirtschaftstag

findet im April 2010 im Rahmen

der HANNOVER MESSE statt.

Internationale Ambitionen: Internationale

Aufbruchstimmung und neue Konzepte

sind in Hannover zu Hause. Die Deutsche

Messe AG Hannover setzt auf Bewegung und

Expansion.

Varioworx: In Sachen Innenausbau, Ladenund

Messebau sind die Tischlerei-Experten

aus Hannover eine gefragte Adresse.

Jobmotor Airport: Jenseits der Ferienfliegerei

steht der Airport derzeit in den Startlöchern,

um sich als Logistikstandort für die

Region Hannover unentbehrlich zu machen.

PHR – das Wirtschaftsnetzwerk: Pro Hannover

Region (PHR) ist seit zehn Jahren das

größte Wirtschaftsnetzwerk in der Region

Hannover. RegJo im Interview mit der

Geschäftsführerin des Wirtschaftsfördervereins

Bärbel Jacob.

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4 Köpfe – Vier Meinungen: Lutz Stratmann,

Petra Boerger, Ullrich Thiemann und Dr.

Wolfram von Fritsch über die Einzigartigkeit

der Region Hannover.

Eine Frage der Zeit?

Senioren sind in der Region Hannover eher

zufrieden, eher gut vernetzt und eher zuversichtlich.

Soweit die Studien. Aber auch

einige Pioniertaten von und für diese

Altersgruppe sind in Hannover zu Hause.

Alles, was Recht ist: Der Paragrafendschungel

deutscher Gesetzbücher scheint undurchdringlich.

Doch Anwälte mit gutem Rechtsempfinden

und profunden juristischen Kenntnissen

lotsen ihre Mandanten sicher hindurch.

Wir stellen exemplarisch einige Mitglieder

dieser Zunft vor.

Zukunftsatlas 2009: Die Region Hannover ist

im deutschlandweiten Vergleich bestens für

die Zukunft gerüstet. Beweis dafür ist Platz

7 (von 413) im aktuellen Zukunftsatlas Branchen

2009.

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Erfinderinnen: Von der Idee zum Kassenschlager?

Nur 4,3 Prozent aller Patente sind auf Frauen eingetragen.

Die Gründerinnen-Consult (hannoverimpuls)

zeigt, wie es geht.

ConventionCamp: Kongress zur Zukunft des Internets

– das ConventionCamp Hannover ist ein einzigartiges

Crossover aus Fachkongress und Konferenz.

Die Auferstehung: Bis Mitte 2012 soll das klassizistische

Laves-Schloss Herrenhausen wieder in alter

Pracht erstrahlen – und zur neuen Adresse der

Wissenschaft in der Landeshauptstadt werden.

Projekt GeneSys: Weltpremiere – Hannoveraner Forscher

erzielen bahnbrechende Erfolge bei der

Förderung von Erdwärme – einer umweltfreundlichen,

unerschöpflichen Energiequelle.

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ForWind: Das weiterbildende Studium Windenergietechnik

und -management ist von der

Initiative „Deutschland – Land der Ideen“

als „Ausgewählter Ort 2010“ ausgezeichnet

worden.

Tropenhaus Berlin: Die Wedemarker Firma

skIai liefert energieeffiziente Technik für das

legendäre Berliner Tropenhaus.

Landschulheim am Solling: Das traditionsreiche

Internat liegt auf einem 50 Hektar großen

parkähnlichen Gelände und bietet seinen

Schülern erstklassige Bedingungen für Schule

und Freizeit.

Kalender: Die sehenswertesten Veranstaltungen

und besten Termine aus der Region

Hannover auf einen Blick. Das sollte man nicht

verpassen …

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Die Skandalöse: Die Ausstellungsräume der

Kestnergesellschaft wurden nach ihrer Eröffnung

1997 als die schönsten in Deutschland

bezeichnet. Gerade sprengte die skandalbekannte

Österreicherin Elke Krystufek beinahe

ihre dortige Vernissage …

Die berühmte Katze im Sack: Bewegte Bilder

zielen – wenn sie denn gut sind – direkt

auf das Herz des Kunden. Sie emotionalisieren,

bauen Brücken und idealisieren. Die

BEST COMPANY VIDEO GmbH ist in Sachen

„bewegte Bilder“ eine Meisterin ihres Fachs.

Auf dem Weg zur Industrialisierung: Hannover

war 1825 die erste europäische Stadt, die

seine Straßen mit Gaslaternen beleuchtete.

Hanomag: Der wegen seiner Form auch als

„Kommißbrot“ bekannte Hanomag 2/10 war

das erste in Europa am Fließband produzierte

Automobil.

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TUIfly Marathon: Niedersachsens größte

Laufveranstaltung feiert 2010 Jubiläum.

Außerdem wurde der TUIfly Marathon in

Hannover von den führenden Fachmagazinen

des Lauf-Genres zum „Aufsteiger des Jahres

2009“ gewählt.

Vollblütige Pferdestärken: Der Hannoversche

Rennverein e.V. wurde am 8. Juli 1867

gegründet und ist damit der älteste Sportverein

in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Interview mit Gregor Baum, Präsident

des Rennvereins.

Lüttje Lage: Nur wenige wissen, dass der

Name von Hannovers Nationalgetränk etwas

mit einer Flasche beziehungsweise einem

Krug zu tun hat.

Dinosaurierspuren: Wissenschaftler des

Landesmuseums Hannover haben bei Bückeburg

Fußabdrücke des Raubsauriers Velociraptor

gefunden.


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4 Köpfe – Vier Meinungen

„Was macht für Sie die Region Hannover einzigartig?“ Lutz Stratmann, Petra Boerger, Ullrich Thiemann

und Dr. Wolfram von Fritsch über die besonderen Seiten der Region Hannover.

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Lutz Stratmann, Nds. Minister für Wissenschaft und Kultur: „Die Region

Hannover zeichnet sich einerseits durch die Urbanität der Landeshauptstadt

mit ihrer attraktiven Kulturszene – vom kleinen Atelier

in der List bis hin zum Schauspielhaus oder Museen, die in der

,Bundesliga‘ spielen – aus. Andererseits braucht man nur wenige

Schritte aus der Innenstadt herauszugehen, um am Maschsee oder

in der Eilenriede jede großstädtische Betriebsamkeit hinter sich zu

lassen. Als Oldenburger, der eher maritim geprägte Landschaften

gewöhnt ist, schätze ich auch den nahgelegenen Deister als Wanderrevier.

An den Menschen gefällt mir, dass sie nicht ständig mit den Vorzügen

ihrer Region prahlen, sondern eher stille Genießer sind.“

Petra Boerger, Geschäftsführerin Tourismus Region Hannover

e.V.: „Einzigartig ist das große Angebot und die hohe Qualität der

Freizeiteinrichtungen, faszinierend dazu das Wechselspiel zwischen

Natur und Kultur, Stadt und Land. Leben auf dem Land mit

kurzen Wegen in die kleinen und großen Städte der Region oder

Ausflüge von Hannover aus in die unterschiedlichen Naturlandschaften

der Umgebung – auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln

ist alles gut erreichbar. Das Steinhuder Meer, der Deister, das Burgdorfer

Land, das Aller-Leine-Tal oder die Südheide reizen zu aktiver

Erholung. Wanderer, Radfahrer, Golfer, Reiter oder Wassersportler

finden hier garantiert einen Lieblingsort.“

Wir kommen nicht aus dem Schwarzwald –

wir sehen auch nicht so aus!

Carl Grüttert Uhrmacher seit 1890 GmbH · Ernst-August-Galerie · Ernst-August-Platz 1 · 30159 Hannover

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Ullrich Thiemann, Hauptgeschäftsführer Einzelhandelsverband

Hannover-Hildesheim: „Innerhalb weniger Minuten kann ich von

jedem Punkt in der Region im „Grünen“ sein. Das Einkaufen macht

Spaß, finde ich doch hier ein breites Angebot an Fachgeschäften

dicht neben überregionalen Markenanbietern und großen Handelsbetrieben.

Ich kann durch die quirlige „kleine Großstadt“ schlendern

oder die netten Fußgängerzonen der kleineren Gemeinden

besuchen. Wirtschaftlich ist die Region stark aufgestellt, sind hier

doch viele kleine und große Marktführer angesiedelt – dabei bleiben

Wohnraum und Lebenshaltungskosten im Bundesvergleich

günstig. Also – die Mischung macht´s…“

Dr. Wolfram von Fritsch, Vorstandsvorsitzender Deutsche Messe

AG: „Meine Familie und ich leben seit vielen Jahren in der Region

Hannover – und wir haben die Region lieben gelernt. Die Region

zeichnet sich durch eine landschaftliche Vielfalt in direkter Stadtnähe

aus, so dass man ohne lange Anfahrtswege durch die Leinemasch

spazieren oder den Deister entdecken kann. Und direkt vor

der Haustür eine Stadt, die alles bietet, was eine Großstadt braucht:

ein hervorragendes kulturelles Angebot, gute Restaurants und liebenswerte,

weltoffene Menschen. Die Region Hannover bietet eine

einmalige Verbindung der Vorteile einer Großstadt mit dem Leben

in einer wunderbar wechselhaften Landschaft.“


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W I R T S C H A F T

e r f i n d u n g

k o n g r e s s

a u s z e i c h n u n g

Hauke Jagau, Präsident

der Region

Hannover, hat die

Arbeitsschwerpunkte

für das kommende Jahr

benannt: die Weiterentwicklung des

Öffentlichen Personennahverkehrs,

die Koordinierung der Angebote in der

beruflichen Bildung und die Gestaltung

der Zukunft der JobCenter stehen im

Fokus der Arbeit im Jahr 2010.

Professor Dr. Christoph

Klein, Direktor

der MHH-Klinik für Kinderheilkunde,

Pädiatrische

Hämatologie und

Onkologie, erhält den mit 2,5 Millionen

Euro dotierten Leibniz-Forschungsförderpreis,

den renommiertesten Wissenschaftspreis

in Deutschland. Der Preis

wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

(DFG) vergeben.

Klaus-Michael

Machens, Direktor Zoo

Hannover: „Ab Frühjahr

2010 bringt die neue

Kanada-Landschaft

Yukon Bay Goldgräberromantik nach

Hannover. Ein spektakuläres Reich für

Eisbären, Robben, Bisons, Karibus und

Pinguine – mit einmaliger Unterwasserstation

in einem alten Frachtschiff.

Europaweit einzigartig!“

Philip Müller, hat als

Vorstandsvorsitzender

die Auszeichnung „Bester

Regionalkreis in der

Kategorie Presse -und

Öffentlichkeitsarbeit“ für den Verband

„Die Jungen Unternehmer – BJU“ Hannover

entgegengenommen. Der Preis

wurde im Rahmen der Bundeskonferenz

in Düsseldorf verliehen und ist mit

600 Euro dotiert.

Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär

der VolkswagenStiftung,

ist bereits

voller Vorfreude auf

die Fertigstellung des

Schlosses Herrenhausen. Voraussichtlich

Mitte 2012 wird das Laves-Schloss

wieder in alter Pracht erstrahlen und

mit Museumsflächen und Tagungszentrum

den Wissenschaftsstandort

Hannover weiter stärken.

NGlobal Erfinderinnen ConventionCamp 2009 ForWind

7. Niedersächsischer Außenwirtschaftstag

im April zum Thema südliches Afrika.

Der 7. Niedersächsische Außenwirtschaftstag

wird im nächsten Jahr ganz im Zeichen

des südlichen Afrikas stehen. Wie

auch in den Vorjahren findet er im Rahmen

der HANNOVER MESSE (19. bis 23.

April 2010) am Messe-Dienstag, den 20.

April 2010, statt. Veranstaltungsort wird

das Global Business & Markets in der Halle

27 sein.
Als international besetztes Forum

wird die Veranstaltung einerseits Südafrika

eine Plattform bieten, sich und seine Wirtschaftskraft

interessierten Teilnehmern

aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft

und Politik zu präsentieren. Daneben

wird natürlich auch die Fußballweltmeisterschaft

2010 Thema sein und welche

Geschäftschancen sich auch nach dieser

Großveranstaltung für die deutsche Wirtschaft

an der südlichen Spitze des afrikanischen

Kontinents ergeben können.
Geplant

sind darüber hinaus parallele Foren zu

Angola und Nigeria.


Erstmalig wird im Rahmen des

Außenwirtschaftstages der Niedersächsische

Außenwirtschaftspreis vergeben, um

herausragende Leistungen eines niedersächsischen

KMU im Bereich der Außenwirtschaft

entsprechend zu würdigen und

der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 HK

Von der Idee zum Kassenschlager? Die

Gründerinnen-Consult zeigt, wie es geht.

Trotz Wirtschaftskrise scheinen Deutschland

die Ideen nicht auszugehen. Viele praktische

Einfälle und innovative Erfindungen

entspringen dem Ideenreichtum von Frauen.

Dennoch sind nur 4,3 Prozent aller Patente

auf Frauen eingetragen. Das ist verschwindend

wenig. Dabei zeigt die Vergangenheit,

dass große und umsatzstarke Erfindungen

wie die Geschirrspülmaschine, der Scheibenwischer,

die Filtertüte oder auch die

Wegwerfwindel allesamt Ideen von Frauen

waren. Damals wie heute haben es Frauen

aber auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung

besonders schwer, ihre Ideen auf

den Markt zu bringen. Um mehr Frauen zu

ermutigen, ihre Einfälle und Erfindungen

zu patentieren und zu vermarkten, initiierte

die Gründerinnen-Consult Hannover

(hannoverimpuls) Anfang Dezember

2009 bereits zum dritten Mal die kostenlose

Informationsveranstaltung „Frauen

als Erfinderinnen“. Die Veranstaltung zeigt

Frauen, welche Möglichkeiten es bei der

Anmeldung eines Patentes gibt und welche

Hürden von der Idee bis zum marktfähigen

Produkt umschifft werden müssen. HK

Weitere Informationen unter 0511 924001 20

oder unter info@gruenderinnenconsult.de

Kongress zur Zukunft des Internets: Das ConventionCamp Hannover (CCH09) ist ein

einzigartiges Crossover aus Fachkongress und (Un)konferenz.

Weitere Informationen zum ConventionCamp finden Sie im Internet

unter www.conventioncamp.de, kontakt@conventioncamp.de

Das Veranstaltungsformat ConventionCamp

integriert die Idee der Barcamps, Webmontage

und anderer Open Space-Events und

verbindet Wissenschaft, Wirtschaft und

Web 2.0. Um nachhaltig eine effektive

Internetwirtschaft zu fördern, sind nicht

nur auf Unternehmensebene neue Denkimpulse

nötig. Auch die Einbindung vom

Nachwuchs aus Wissenschaft und Lehre

spielt eine gewichtige Rolle. So bringt das

ConventionCamp praxisorientierte Unternehmen

und gut ausgebildeten Branchennachwuchs

zusammen. Die offene Struktur

ermöglicht sowohl Unternehmen, sich und

ihre Arbeit gegenüber potenziellen neuen

Mitarbeitern vorzustellen, als auch den Studenten

und Berufseinsteigern, sich gegenüber

möglichen Arbeitgebern zu profilieren

und ein Bild von ihnen und ihren Projekten

zu bekommen. Das Programm entsteht zu

75 Prozent durch freie Themen-Sammlungen

und eine Abstimmung der Teilnehmer

zu Beginn. Ergänzt wird dies mit bewährten

Elementen einer Fachkonferenz. Die zu

Beginn des CCH09 gesammelten Themenvorschläge

werden um feststehende Keynotes

von Experten erweitert. Reine Frontalvorträge

sind dabei zugunsten des besseren

Austausches in hochwertigen Vorträgen und

Diskussionsrunden nicht gewünscht. Ziele

dieses innovativen Kongresses zur Zukunft

des Internets sind eine bessere Vernetzung

und ein effektiverer Wissensaustausch zwischen

Unternehmen, Internetschaffenden,

Vertretern aus Wissenschaft und Forschung

sowie dem Medien- und Marketing-Nachwuchs.

Entstehen soll eine Diskussion

zur Zukunft des Internets. Das ConventionCamp

wird als Kooperation der Internetagentur

w3design aus Hannover, des

Instituts für Marketing und Management

der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

der Leibniz Universität Hannover und dem

t3n Magazin aus Hannover veranstaltet.

Ingo Stoll, Geschäftsführer w3design:

„Der Erfolg des ConventionCamp zeigt, wie

groß der Bedarf an einer innovativen, fachübergreifenden

Diskussion zur Zukunft des

Internets ist. Und als Hannoveraner freue

ich mich, dass Hannover sich mit dieser

Gemeinschaftsaktion in der Szene deutscher

Top-Events etabliert.“

HK

Windstudium wird von „Deutschland –

Land der Ideen“ ausgezeichnet.

Das weiterbildende Studium Windenergietechnik

und -management ist von der

Initiative „Deutschland – Land der Ideen“

als „Ausgewählter Ort 2010“ ausgezeichnet

worden. Der Preis unterstreicht die Stärken

des bundesweit einzigartigen Qualifizierungsangebots

für die Windenergie-Industrie.

Das Studium unterstützt Beschäftigte

und Interessierte der Windenergie-Branche

bei ihren persönlichen Karriereschritten.

Anbieter des elfmonatigen Fernstudiums

ist ForWind, das Zentrum für Windenergieforschung

der Universitäten Oldenburg,

Hannover und Bremen, zusammen

mit der Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen

e.V. Moses Kärn, Studienleiter

am ForWind Zentrum für Windenergieforschung:

„2006 als Pilotprojekt gestartet, hat

sich das weiterbildende Studium Windenergietechnik

und -management als bundesweit

einmaliges Qualifizierungsangebot für

die Windenergie mit annährend 100 Teilnehmern

bis heute erfolgreich etabliert. Wir

wissen von Teilnehmern, dass sie in ihrem

Arbeitsalltag sehr vom Studium profitieren

– und es ihre persönlichen Karriere schritte

unterstützt. Auch Quereinsteigern bietet es

gute Chancen für einen Berufstart in der

Windenergie.“

HK

Bilder: MHH/Kaiser, cornelius – Fotolia.com, Gründerinnen-Consult Hannover

Bilder: ConventionCamp, Sandor Jackal – Fotolia.com


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S P O R T

m e s s e

t e c h n o l o g i e

h a n d w e r k

Aufsteiger

TUIfly Marathon: Niedersachsens größte

Laufveranstaltung feiert 2010 Jubiläum.

Rechtzeitig zu seiner 20. Jubiläumsauflage

am 2. Mai 2010 ist der TUIfly Marathon in

Hannover von den führenden Fachmagazinen

des Lauf-Genres zum „Aufsteiger des

Jahres 2009“ gewählt worden. Eine tolle

Auszeichnung für Niedersachsens größtes

Breitensportevent, das in den letzten Jahren

eine rasante Entwicklung genommen hat.

Auch beim 20. TUIfly Marathon im

kommenden Frühjahr wird es Neuerungen

geben. So sucht der Veranstalter eichels:

Event gemeinsam mit dem Institut der

Norddeutschen Wirtschaft e.V. das „fort­

SCHRITTlichste Unternehmen 2010“. Mitarbeiter,

Angehörige, Kunden, aber auch

Freunde und Bekannte eines Unternehmens

bilden ein „Firmen-Laufteam“, bei

dem für jeden gelaufenen, geskateten oder

gewalkten Kilometer Punkte gesammelt

werden, die dann in eine spezielle „Mannschaftswertung“

einfließen.

„Mit Ausdauersport können zahlreiche

Ansätze für hohe Sozialkompetenz gefördert

werden“, erklärte Organisationsleiterin

Stefanie Eichel den Hintergrund für die

neue Initiative.

HK

Weitere Informationen finden Sie im Internet

unter www.marathon-hannover.de

Internationale Ambitionen

Internationale Aufbruchstimmung und neue Konzepte zu Hause in Hannover. Die

Deutsche Messe AG Hannover setzt auf Bewegung und Expansion.

Während der Messemarkt in Europa größtenteils

gesättigt ist, ergeben sich vielfältige

Chancen in den aufstrebenden Wirtschaftsregionen.

Die Deutsche Messe AG,

Hannover konzentriert sich auf die Märkte

mit dem größten wirtschaftlichen Potenzial

und baut ihren Kunden Brücken in die

weltweit am stärksten wachsenden Länder

China, Indien, Russland und Brasilien.

Hartwig von Saß, Leiter Kommunikation,

Deutsche Messe AG, Hannover: „Im Kern

verfolgen wir drei strategische Ansätze für

unser Auslandsgeschäft: Erstens werden wir

mit unseren Messethemen aus Hannover

neue Märkte erschließen und unsere global

etablierten Brands konsequent ins Ausland

tragen. Die Intralogistikmesse CeMAT

ist hierfür ein gutes Beispiel. Sie findet als

Weltleitmesse alle drei Jahre in Hannover

statt und seit Jahren auch bereits erfolgreich

in China und Indien. Im kommenden Jahr

werden wir auch erstmalig eine CeMAT

unter anderem in Russland durchführen.

Das Interesse hieran ist übrigens trotz aktueller

Weltwirtschaftkrise erfreulich groß.

Zweitens werden wir bereits bekannte Messethemen

an neuen, zusätzlichen Standorten

durchführen, wie etwa unsere Themen

aus der Hannover Messe in Mumbai, mit

denen wir vorher bereits in Bangalore präsent

waren. Drittens erschließen wir aus

unseren bestehenden Auslands-Kooperationen

mit anderen Messeveranstaltern heraus

für die Deutsche Messe neue Themen,

wie zum Beispiel die Aluexpo in der Türkei.

Und wir können auch neue, nicht in

unserem aus Hannover bekannten Portfolio

abgedeckte Themen alleine oder gegebenenfalls

mit neuen Partnerschaften aufgreifen.“

Auch die CeBIT wird 2010 um die

CeBIT Sounds! erweitert. Saß: „Mit der

CeBIT Sounds! schafft die CeBIT das bislang

fehlende Bindeglied zwischen traditionellen

Märkten und neuen Technologien rund

um das Thema Musik. Die CeBIT ist für die

Präsentation der neuen Strukturen in der

internationalen Musikbranche die beste

Plattform.“ Entwickelt und realisiert wird

die CeBIT Sounds! gemeinsam mit Experten

aus der Musikbranche und -szene. Im

Mittelpunkt der CeBIT Sounds! steht die

Musik. Hier werden große Plattenfirmen

und kleine Labels, Medien und Marken,

Musik-Hardware und Software-Produzenten

sowie zahlreiche Internet-Unternehmen

zusammen finden, um gemeinsam die

Zukunft des internationalen Musik-Business

mitzugestalten.

HK

Tropenhaus

Wedemarker Firma skIai liefert energieeffiziente

Technik für das Tropenhaus.

Das Große Tropenhaus im Botanischen

Garten Berlin-Dahlem gehört zu den

bedeutendsten und größten Schaugewächshäusern

der Welt. Drei Jahre lang

wurde der denkmalgeschützte Kuppelbau

aus Stahl und Glas grundlegend saniert,

um die historische Bausubstanz zu erhalten

und den Energiebedarf um 50 Prozent

zu senken. Zahlreiche technische Innovationen

sorgen dafür, dass es jetzt wieder zu

den modernsten und energieeffizientesten

Gebäuden seiner Art gehört.

Die Firma sk|ai/InduTec GmbH lieferte

sieben Sorptive Wärmepumpen nach

dem System Kronauer Sorptionstechnik

zur Feuchteregulierung und Wärmerückgewinnung

für das Große Tropenhaus. Die

Sorptionstechnik wurde 1982 von der in

der Wedemark ansässigen Kronauer GmbH

entwickelt und gilt heute als eine der energieeffizientesten

Techniken zur Raumluftkonditionierung.

Die sk|ai/InduTec GmbH

mit Sitz in Brelingen/Wedemark beschäftigt

sich mit Konzeption, Planung und Realisation

von energieeffizienten Gebäuden

und industriellen Prozessen.

HK

Weitere Informationen im Internet unter

www.skai-web.de

Varioworx

Die Innenausbau-Experten für Privatkunden,

Laden- und Messebau in Hannover.

Sie sind ebenso vielfältig wie Meister ihres

Fachs: Varioworx macht sich seit Jahren

im privaten und gewerblichen Innenausbau

einen Namen in der Region Hannover.

Das Spektrum der Tischlerei ist groß:

vom Möbelbau, Fenster und Türen, Holzfußböden,

Spanndecken, Raumteiler sowie

Messe-, Laden- und Praxisausbau werden

hier alle Gewerke aus einer Hand angeboten.

Im Mittelpunkt steht für das Team

der Tischlerei Varioworx die ausführliche

Beratung der Kunden. Individuelle Wünsche

und Visionen durch handwerkliche

Perfektion und Erfahrung zu realisieren –

das ist die Aufgabe. Von der Beratung über

Planung, Anfertigung bis zur Endmontage

durch ein erfahrenes Handwerkerteam

wird eine stimmige Komplettlösung angeboten.

Hier stimmt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Als besondere Dienstleistung

bieten die Inhaber Mirko Nowotny und

Thomas Spremberg vor dem ersten Beratungstermin

in der Tischlerei ein unverbindliches

Aufmaß an. „Wir begleiten unsere Kunden

kreativ, kompetent und zuverlässig von

der ersten Idee bis zur Endmontage.“ RD

Weitere Informationen im Internet unter

www.varioworx.de

Landschulheim am

Solling (LSH)

„Hier wäre ich auch

gerne zur Schule gegangen!“,

sagen Eltern,

die das traditionsreiche

Internat besuchen.

Wer würde nicht so empfinden beim

Gang durch das rund 50 Hektar große

parkähnliche Gelände? Vom Unterhaus,

dem 1909 als erstes errichteten

Gebäude des Internats, blickt

man auf den Reitplatz. Man erspäht

die Sternwarte, das Institut für die

Naturwissenschaften und spaziert an

den Koppeln der Pferde vorbei. Man

wirft einen Blick in Tischlerei, Töpferei

oder Schmiede, bewundert Pferdestall,

Reitplatz, Tennisplätze, Sporthalle und

Fitnessbereich. Immer

wieder begegnet man

freundlich grüßenden

Jugendlichen. Selbstverständlich

darf man

auch einen Blick in ein

Schülerzimmer werfen,

dass sich immer zwei Jungen oder

zwei Mädchen teilen. Sie stehen gerne

Rede und Antwort, wenn neugierige

Eltern nach den Vor- und Nachteilen

des Internats fragen. Neben den sportlichen,

musischen und handwerklichen

Angeboten sprechen klare Fakten für

das LSH, das zu den besten 20 deutschen

Internaten zählt. Die Klassen

sind klein, im Schnitt 12-20 Schüler.

Oberstufenkurse können auch mal nur

von fünf Schülern besucht werden.

Die Hausaufgaben werden von allen

Schülern gleichzeitig nachmittags in

der „Arbeitsstunde“ erledigt. Daneben

arbeiten die Jugendlichen selbständig

im Lernzentrum nachmittags, abends

oder am Wochenende. Dort lernen sie

mittels individueller

Aufgabenstellungen,

die ihrem persönlichen

Leistungstand in den

einzelnen Fächern entsprechen.

So wird bei

Defiziten aufgearbeitet

und begabte Jugendliche können

gefordert und gefördert werden. Die

Schüler führen außerdem ein persönliches

Lerntagebuch, das einerseits

hilft, sich selbst besser zu organisieren.

Andererseits dokumentiert es den

eigenen Lernfortschritt.

Bilder: Eichels Events, Deutsche Mese AG Hannover

Bilder: Nici Heuke – Fotolia.com, Varioworx, Landschulheim am Solling (LSH)


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Jobmotor Airport

2010 wird den Flughafen Hannover auf dem Weg, einer der führenden Logistikstandorte

Norddeutschlands zu werden, einen entscheidenden Schritt voranbringen.


14 wirtschaft regjo hannover regjo hannover wirtschaft 15

Der Hannover Airport ist der führende Urlaubsflughafen in Norddeutschland.

Mehr als 100 Direktverbindungen zu den klassischen

Urlaubsdestinationen wie Spanien mit all seinen Inseln, Italien, die

Türkei oder Nordafrika stehen im aktuellen Flugplan.


16 wirtschaft regjo hannover regjo hannover wirtschaft 17

Obwohl die Wirtschaftskrise im letzten Quartal 2008 bereits deutliche Auswirkungen

zeigte, konnte Hannover Airport das Geschäftsjahr 2008 mit knapp

5,64 Millionen Fluggästen auf dem hohen Vorjahresniveau von 2007 abschließen

– dem zweitbesten Verkehrsergebnis in der Geschichte des Unternehmens.


18 wirtschaft regjo hannover regjo hannover wirtschaft 19

Neu im Serviceprogramm des Flughafens Hannover ist auch der kostenlose Service „SMS & fly“. Über ihn bekommt

der Fluggast aktuelle Informationen wie Flugzeiten und Gatebelegung per SMS direkt auf sein Mobiltelefon gesendet.

Im August wurde das Erscheinungsbild des Flughafens komplett überarbeitet

– ein neues Logo, frische Farben und eine moderne Gestaltung.

Die neue Internetseite des Flughafens www.hannover-airport.de

setzt in Sachen Service neue Maßstäbe.

Text: Stefanie Stüting Fotografie: Hannover Airport

Hier beginnen und enden für viele Norddeutsche die schönsten

Tage des Jahres. Der Hannover Airport ist mit knapp 5,64 Millionen

Fluggästen im Jahr 2008 der führende Urlaubsflughafen in

Norddeutschland. Die klassischen Urlaubs- und Warmwasserziele

machen das Gros des weitverzweigten Streckennetzes aus, bequem

fliegt es sich direkt auf die Sonnenliegen von Spanien mit all seinen

Inseln, Italien, die Türkei oder Nordafrika. Mehr als 100 Direktziele

stehen im Flugplan, neben den gängigen Feriengefilden haben

sich auch Destinationen im Low-Cost-Bereich einen beachtlichen

Stellenwert erkämpft und es werden die wichtigsten europäischen

Umsteigehubs bedient.

Doch vor allem jenseits der Ferienfliegerei steht der Airport

derzeit in den Startlöchern, um sich als Logistikstandort für die

Region Hannover unentbehrlich zu machen. Die Geschäftsführung

des Flughafens arbeitet seit langem daran, das Frachtaufkommen

zu steigern. Dazu zählen aber auch Waren, die nicht

mit dem Flugzeug transportiert werden. So hat sich das Umfeld

zu einem der gefragtesten Logistikstandorte in der Region entwickelt.

Erst Anfang Oktober hatte Deutschlands größter privater

Versanddienstleister Hermes angekündigt, mit seiner Norddeutschlandzentrale

in den Airport Business Park zu ziehen. Die

Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes Airport West steht zur

Diskussion. Die Garbe Group, ein Immobilienentwicklungskonsortium

aus Hamburg, hat nach einigem krisenbedingten Zögern den

Bau des Worlds-Cargo-Center angeschoben. Ein 47.000 Quadratmeter

großes Grundstück hat die Garbe Group am Flughafen Hannover

erworben. Hier soll ein neues Luftfrachtzentrum entstehen.

Der Baubeginn für die rund 20.000 Quadratmeter große Anlage ist

für 2010 geplant. Garbe investiert rund 42 Millionen Euro in das

Objekt. Zusätzlich übernimmt der Logistikimmobilienentwickler

das 10.000 Quadratmeter große, bestehende Frachtzentrum und

gliedert es in das Netzwerk seines Tochterunternehmens Garbe

World-Cargo-Center ein. Andererseits hat die Branche auch die

Auswirkungen der Wirtschaftsflaute zu spüren bekommen. Das

Projekt der Garbe Group schien daher in den vergangenen Monaten

ins Stocken geraten zu sein. „Die Akquisition von Mietern hat

sich zeitraubender gestaltet als zunächst angenommen“, teilte das

Unternehmen mit. Da man jetzt aber zwei bedeutsame Kunden

gewonnen habe, werde man vermutlich im ersten Halbjahr 2010

mit dem Bau beginnen, so das Unternehmen. Damit das Center und

auch die potenziellen neuen Gewerbeflächen von den Spediteuren


20 wirtschaft regjo hannover regjo hannover wirtschaft 21

erreicht werden können, lässt der Flughafen derzeit einen Tunnel unter dem

Vorfeld bauen. Das World-Cargo-Center am Hannover Airport erfüllt höchste

sicherheitstechnische Anforderungen und ist auf die besonderen Belange der

Luftfracht abgestimmt. Es wird als Flugvorfeldgebäude errichtet und erlaubt

einen direkten Zugang zu den Flugzeug-Parkpositionen.

Mit seinen weiteren Teilbereichen Süd, Nord und Ost bildet der Airport

Business Park einen zentralen Standort für zahlreiche Luftfracht- und Logistikaktivitäten.

Die Frachtkapazitäten des Flughafens stehen damit kurz vor einer

substanziellen Erweiterung. Sönke Jacobsen, Pressesprecher des Hannover

Airport, erklärt dazu: „Mit seiner 24-Stunden Betriebsgenehmigung, dem

Interkont-Parallelbahn-System sowie großzügigen Immobilienreserven ausgestattet,

verfügt der Flughafen über eine hervorragende Infrastruktur. Die

perfekte Anbindung des Flughafens an das Autobahnnetz und seine Lage an

der Kreuzung der wichtigsten europäischen Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen

machen ihn außerdem zu einem idealen Konsolidierungs- und Verteilzentrum

für den gesamten norddeutschen Raum und darüber hinaus. Die

großen Seehäfen wie Hamburg oder Bremen – und bald auch der Jade-Weser-

Port – sind in maximal zwei Fahrstunden erreichbar.“

In nur vier Jahren, von 2006 bis 2010, sind mehr als 110 Millionen Euro

in die Infrastruktur des Flughafens gesteckt worden. Das ist seit der EXPO

2000 das höchste Investitionsvolumen in der Region Hannover. Der Ausbau des

Fracht- und Logistikbereiches am Flughafen Hannover trage dem gegebenen

Wachstumspotenzial in diesem Bereich Rechnung, so Jacobsen. Aber auch das

Projekt der Landesregierung „Innovatives Niedersachsen“ setzt auf den Flughafen

als Musterschüler in der niedersächsischen Logistikklasse. Jacobsen: „Es

liegt auf der Hand, dass der Aufstieg zum führenden Technologie- und Logistikstandort

Niedersachsen in direktem Zusammenhang mit einem hoch leistungsfähigen

Hannover Airport steht.“

Doch Logistik ist für die Langenhagener keinesfalls Neuland. Einer der

betagteren Kunden ist zum Beispiel die Deutsche Post. Seit 47 Jahren verteilen

Nachtpostflüge die Grüße an die Lieben und wichtige Geschäftsunterlagen

in der Republik. Bis zu 15 Tonnen Post gehen seit 1961 Nacht für Nacht

von Hannover aus auf die Reise. Bis vor einigen Monaten. Im Juni 2009 war

plötzlich Schluss mit der fliegenden Briefträgerei. Jetzt, pünktlich zum Weihnachtsgeschäft,

genau genommen seit Ende November, wird auf den Strecken

zwischen Hannover und München sowie Hannover und Stuttgart die Post wieder

per Flugzeug befördert. Fünfmal pro Woche starten Flugzeuge vom Typ

Boeing 737-800 der Fluggesellschaften TUIfly und Air Berlin von Hannover

nach Stuttgart und München und umgekehrt. Flughafenchef Dr. Raoul Hille

begrüßt die Entscheidung der Deutschen Post: „Die Rückkehr zur geflogenen

Post passt in unsere Strategie, den Flughafen als Logistikstandort weiter zu

stärken. Wir freuen uns, dass der Flughafen Hannover im Nachtluftpostge­

In die Flughafengesellschaft integrierte

Unternehmen gewährleisten in der Flugzeug-

und Frachtabfertigung höchste

Professionalität. Bodenverkehrsdienste

aus „einer Hand“ garantieren eine

optimale Abwicklung.


22 wirtschaft regjo hannover regjo hannover wirtschaft 23

Als einziger Flughafen Deutschlands garantiert der Hannover Airport

jedem Fluggast einen freien Parkplatz. Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln

geht es schnell: Die S-Bahn-Linie 5 Hannover Airport Line

bringt Reisende in nur 18 Min. vom Hauptbahnhof direkt ins Terminal.

schäft jetzt wieder die bundesweite Nummer eins ist.“ Für die Post ist der Hannover

Airport ein idealer Standort: Auch hier ergeben die gute Infrastruktur

mit Anbindung an die großen Autobahnachsen eine erstklassige Ausgangslage

für einen bundesweiten Postverteiler und damit das ausschlaggebende Argument

für den Standort. Auf der Dienstleistungsseite gewährleisten die Tochtergesellschaften

Air Service Hannover und Hannover Aviation Ground Service

im Bereich der Flugzeug- und Frachtabfertigung höchste Professionalität

für die reibungslose und zuverlässige Abwicklung der Postflüge.

Während der Vormarsch an die Spitze der deutschen Logistikelite von

bemerkenswerten Zahlen begleitet wird und auch Anwohner-Interessengemeinschaften

längst alarmiert auf dem Plan stehen, wird der touristische Sektor

mit etwas weniger Blitzlichtgewitter weiter vorangetrieben. „Hier werden

wir unsere Kernkompetenzen noch klarer definieren und uns deutlicher im

Wettbewerb positionieren“, sagt Jacobsen an. Dass man hier keineswegs bei

Null startet, liegt auf der Hand.

Mehr als zwei Drittel der Fluggäste haben einen touristisch veranlassten

Reisegrund. Seit Anfang 2008 etabliert der hannoversche Flughafen daher

unter dem Markennamen „haj Reisen“ eine Reisevertriebsplattform, die das

touristische Profil des Airports schärfen und die Aktivitäten in Norddeutschland

auf den Abflughafen Hannover fokussieren soll. Jacobsen: „Der Reisevertrieb

„haj Reisen“ verzeichnete im Januar 2009 ein Buchungsplus von 9,1

Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf ein Umsatzvolumen von 1,2

Millionen Euro. Im Ergebnis konnte sich das Reiseportal 2009 deutlich von den

eher verhaltenen Buchungseingängen der Gesamtbranche absetzen.“ Schon

im zweiten Halbjahr 2008 hatte sich die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise

auch am Hannover Airport bemerkbar gemacht. Nachlassende

Passagierbuchungen und Streckenreduzierungen waren, wie überall auf der

Welt, die Konsequenz. Aber trotzdem: Insgesamt konnte Hannover Airport

das Geschäftsjahr 2008 auf dem hohen Vorjahresniveau von 2007 abschließen

– dem zweitbesten Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens. Das Luftfracht-

inklusive Luftpostaufkommen legte 2008 ein Plus von 5,8 Prozent vor,

die Umsatzerlöse beliefen sich auf rund 150 Millionen Euro, das sind 14,3 Prozent

mehr als im Vorjahr. Ein zufriedenstellendes Ergebnis – bleibt abzuwarten,

wie sich die Zahlen aus 2009 darstellen werden.

Neu seit Februar 2009 ist die Umfeld- und Umweltbeauftragte des Hannover

Airport: Stefanie Vehling. Sie widmet sich ausschließlich und intensiv

den Themen Lärmmanagement, Nachtflug, Schall- und Umweltschutz und lädt

seit Mai interessierte Bürger zweimal im Monat zum persönlichen Gespräch

ein. Jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat ist Bürgersprechstunde am

Flughafen Hannover. Jeweils von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr haben Anwohner

dann die Gelegenheit, Fragen zu stellen, Informationen zu erhalten und Meinungen

auszutauschen. Zur Koordinierung der Termine und um lange Wartezeiten

zu vermeiden, werden die Interessenten gebeten, sich bis zum jewei­


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ligen Freitag vor dem Termin bis 12.00 Uhr bei Claudia

Spielau anzumelden, telefonisch unter 0511 977 1333 oder

per E-Mail (c.spielau@hannover-airport.de).

Für den weiteren Ausbau des Airports, nicht nur in

logistischer Hinsicht, zeigen sich die Verantwortlichen

zuversichtlich. Jacobsen: „Durch seine verkehrsgünstige

Lage und den eigenen Autobahnanschluss ist der Flughafen

aus allen Himmelsrichtungen optimal erreichbar.“ Vor Ort

stehen über 14.000 Stellplätze in unterschiedlichen Komfort-Kategorien

– einschließlich Valet- und Exklusivparken

und Parken für mobilitätseingeschränkte Personen –

zur Verfügung. Dabei garantiert der Hannover Airport als

einziger Flughafen jedem Fluggast einen freien Parkplatz.

Kurze Wege auf dem Campus und in den Terminals und

das umfassende Service-Programm des Flughafens schaffen

die besten Rahmenbedingungen für einen entspannten

Start in den Urlaub.

Weitere Informationen und aktuelle Veranstaltungen finden Sie

im Internet unter www.hannover-airport.de


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Warum das Poloshirt Poloshirt heißt, obwohl

es eigentlich für Tennisspieler erfunden wurde,

weiß keiner so gemau. Was wir aber wissen,

ist, dass es das perfekte Kleidungsstück für diesen

exklusiven und gefährlichen Sport ist –

wenn die Qualität stimmt.

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Für uns also ein Grund, erneut eine Serie

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Polo Verbandes (DPV) und berichtet

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Die Auferstehung

Etwa Mitte 2012 soll das klassizistische Laves-Schloss in Herrenhausen wieder in alter Pracht

erstrahlen – und zur neuen Adresse der Wissenschaft in der Landeshauptstadt werden.

Bild © Historisches Museum Hannover


30 projekt regjo hannover regjo hannover projekt 31

Eingang zum Ehrenhof von Schloss Herrenhausen,

1934. Quelle: Historisches Museum Hannover.


REgjo HannovER ProJeKt 33

Kupferstich großer garten 1727.

Quelle: Historisches Museum Hannover.


34 projekt regjo hannover regjo hannover projekt 35

In akribischer Kleinstarbeit wurden die Fundstücke

aus einem alten Schlosskeller ans Tageslicht befördert

und katalogisiert.

Text: Stefanie Stüting

Sie ist eine der meistdiskutierten Lücken in Hannover. Das fehlende

Herzstück und Zentrum der Herrenhäuser Gärten erhitzt seit Jahren

Gemüter und Phantasie. Pläne wurden geschmiedet und verworfen

– ein schier endloses Tauziehen machte einer zukunftsträchtigen

Lösung beinahe den Garaus. Jetzt ist die Zukunft der

gähnenden Leere, dort, wo einst das klassizistische Laves-Schloss in

seinen dekorativen Gärten prangte, beschlossene Sache. Die VolkswagenStiftung

wird das Schloss Herrenhausen im Rahmen ihrer

Vermögensanlage wieder aufbauen. Die Stadt Hannover hat ihr

dafür das Grundstück über ein Erbbaurecht zur Verfügung gestellt.

Dr. Wilhelm Krull, seit 1996 Generalsekretär der VolkswagenStiftung:

„Wir haben die langjährigen Diskussionen über die

immer wieder gescheiterten Pläne zum Wiederaufbau des Schlosses

Herrenhausen verfolgt. In Gesprächen mit dem Oberbürgermeister

kristallisierte sich dann die Idee heraus, die Nachbildung des

klassizistischen Laves-Schlosses mit der Errichtung eines flexibel

nutzbaren, modernen wissenschaftlichen Tagungs- und Veranstaltungsortes

im Schlossinnern sowie der Einrichtung von Museen

in den Seitenflügeln zu verbinden.“ Gemeinsames Ziel von Stadt

und Stiftung: den Wissenschafts-, Wirtschafts- und Kulturstandort

Hannover zu stärken. Ein ehrgeiziges Projekt beginnt.

Gesagt, getan – oder zumindest fast. Nachdem das Kuratorium

der Stiftung Ende 2007 seine Zustimmung zum Wiederaufbau

des Schlosses als Vermögensanlageprojekt gegeben hatte, wurden

ab Anfang 2008 Gespräche mit der Stadtverwaltung Hannover

geführt. Die zunächst für Mitte 2008 angepeilte Unterzeichnung

des Erbbaurechtsvertrags verzögerte sich durch die aktuelle Rechtsprechung

zum Vergaberecht. Um spätere vergaberechtliche Klagen

Externer und somit schlimmstenfalls den Baustillstand zu

vermeiden, entschied sich die Stadt im Sommer 2008 daher in

Abstimmung mit der Stiftung gegen die sogenannte freihändige

Vergabe und für die EU-weite Ausschreibung des Grundstücks.

Anfang 2009 gab die stiftungseigene Vermögensanlagegesellschaft

IVA KG (als einzige Bewerberin) ihr Angebot ab. Anfang Juli 2009

war die Tinte unter dem Vertrag zu Erbbaurecht und Museumsmiete

trock en. Für die VolkswagenStiftung, den größten privaten

Wissenschaftsförderer in Deutschland, ist der Wiederaufbau des

Schlosses Herrenhausen keine Fördermaßnahme, sondern ein Projekt

in Sachen Vermögensanlage. Dr. Wilhelm Krull: „Wir rechnen

mit einem Gesamtinves titionsvolumen von rund 20 Millionen

Euro. Damit soll sowohl die historische Kubatur des Schlosses

wieder hergestellt als auch ein modernes Tagungszentrum mitsamt

unterirdischem Hörsaal und Ausstellungsbereichen in den Seitenflügeln

errichtet werden.“

Die Landeshauptstadt Hannover wird langfristiger Mieter der beiden

Seitenflügel und des Wachgebäudes des Schlosses.

Aufgebaut wird das Schloss durch die 100-prozentige Immobilientochtergesellschaft

IVA KG, die später auch für die Vermietung

der Flächen verantwortlich zeichnen soll. Für die Museumsflächen

im östlichen Wachgebäude und in den beiden Seitenflügeln wurde

ein langfristiger Mietvertrag mit der Landeshauptstadt Hannover

geschlossen. Diese ist zuständig für die Einrichtung und den laufenden

Betrieb der Museen. Mieter des Tagungszentrums wird ein

externer Unternehmer, der es auf eigenes Risiko betreibt. Damit

stehen der Stiftung (für ihre eigenen Veranstaltungen und die ihrer

Bewilligungsempfänger), aber auch anderen interessierten Nutzern

(z.B. Universitäten, der Stadt Hannover, Banken, Versicherungen

und Privatpersonen) am Standort Hannover neue adäquate Mög­

Bild © Frank Wilde


36 projekt regjo hannover regjo hannover projekt 37

Bilder © Frank Wilde

Bild © Frank Wilde

Fundstücke: Fragmente eines alten Kachelofens.

Grabungsstätte an der Stelle, wo ab Mitte 2010 die Bagger anrücken werden.

lichkeiten für ihre Nutzungsanforderungen zu marktüblichen Veranstaltungskonditionen

zur Verfügung. Das Tagungszentrum wird

modern und funktional errichtet und höchsten internationalen

Standards entsprechen. Das Untergeschoss des Schlossgebäudes

soll unterirdisch in den Gartenhof hinein erweitert werden und

ein großes Auditorium für bis zu 250 Personen aufnehmen, das

für internationale Tagungen nutzbar ist. Dieser Hörsaal soll mit

modernster Technik, Dolmetscherkabinen usw. ausgestattet werden.

Darüber hinaus wird es im Schloss fünf bis sechs kleinere Sitzungsräume

für Workshops oder ähnliche Veranstaltungen geben.

Im ersten Obergeschoss des Schlosses wird ein großer und repräsentativer,

möglichst flexibel nutzbarer Festsaal eingerichtet, der

auch für Empfänge, öffentliche Veranstaltungen und vieles mehr

geeignet ist.

Seit Mitte Dezember läuft die Auslobung des Architekturwettbewerbs.

15 von 81 Büros sollen einen Entwurf abgeben.

„Mit solch einem Tagungszentrum erfährt das Schloss eine angemessene

und auch für öffentliche Zwecke zugängliche Nutzung“,

so Oberbürgermeister Stephan Weil. Nach seinen Überlegungen

könnte in den beiden Flügeln des Schlosses ein Museum entstehen,

genauere Planungen gibt es derzeit noch nicht. Der Wiederaufbau

betrifft zum einen den Hauptteil des Schlosses mit den

beiden Wachgebäuden. Es soll eine Anbindung an die noch vorhandenen

Bauteile „Grotte“ und „Kaskade“ erfolgen. Ebenfalls wiederhergestellt

werden sollen die beiden eingeschossigen Seitenflügel

des Schlosses.

Mitte Dezember 2009 wurde der Architektenwettbewerb ausgelobt.

Die Immobilien-Verwaltungs- und Anlagegesellschaft Dr.

A. Steiger KG (IVA KG), bauausführende Tochtergesellschaft der

VolkswagenStiftung, hat aus einem Feld von 81 Bewerbern 15

Architekturbüros, darunter auch drei „junge“ Büros, ausgewählt,

die nun zur Teilnahme am Architektenwettbewerb „Wiederaufbau

Schloss Herrenhausen“ aufgefordert werden. Im zweiten Quartal

2010 rechnen die Verantwortlichen mit einer Entscheidung der

Jury. Dann folgen Ausführungsplanung und Baugenehmigungsverfahren.

Frühestens ab Herbst 2010 soll die Baugrube ausgehoben

werden, im Sommer 2012 soll der Wiederaufbau des Schlosses

Herrenhausen fertiggestellt sein. Für die VolkswagenStiftung

ist das Projekt ein nennenswertes Ausrufezeichen für den Wissenschaftsstandort

Hannover – und mehr noch. Dr. Wilhelm Krull:

„In Zeiten eines sich verschärfenden globalen Wettbewerbs um

die besten Talente ist es besonders wichtig, die Attraktivität eines

Wissenschaftsstandorts weiter zu erhöhen. Am Sitz der VolkswagenStiftung

in Hannover möchten wir deshalb einen erheblichen

Teil unserer bislang an den verschiedensten Orten dieser Welt

stattfindenden Symposien, Sommerschulen und Workshops konzentrieren.

Zugleich bietet die neue Tagungsstätte auch den hannoverschen

Hochschulen die Gelegenheit, inmitten der Herrenhäuser

Gärten herausragende wissenschaftliche Veranstaltungen

mit hochkarätigen Teilnehmern durchzuführen.“

Rund 29.000 Projekte hat die VolkswagenStiftung seit ihrer Gründung

mit über 3,5 Mrd. Euro gefördert und auf den Weg gebracht.

Die VolkswagenStiftung unterstützt die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften

ebenso wie die Natur- und Ingenieurwissenschaften

und die Medizin. Als größter privater Wissenschaftsförderer

Deutschlands vergibt sie – auf Antrag – Fördermittel im Rahmen

selbstentwickelter Förderinitiativen, mit denen sie der Wissenschaft

gezielt Impulse geben will – auch international. Die Stiftung

ist keine Unternehmensstiftung, sie wurde 1961 von der Bundesrepublik

Deutschland und dem Land Niedersachsen ins Leben

gerufen. Ihre Gründer statteten sie mit einem Stiftungskapital von

rund einer Milliarde Mark aus (aus dem Erlös der VW-Privatisierung,

also der Umwandlung des Volkswagenwerks in eine Aktiengesellschaft).

Heute verfügt die Stiftung über ein Kapital von

rund 2,1 Milliarden Euro; seit ihrer Gründung hat sie über 3,5

Milliarden Euro für die Förderung der Wissenschaften aufgewendet

und dabei rund 29.000 Projekte auf den Weg gebracht. Mit

Blick auf die künftige Auslastung des Schlosses als Tagungsstätte

mit Veranstaltungen sind sowohl Stadt als auch Stiftung zuversichtlich.

Dr. Wilhem Krull: „Es gibt bereits jetzt von einer ganzen

Reihe wissenschaftlicher, kultureller und wirtschaftlicher Institutionen

Inte ressensbekundungen mit Blick auf die spätere Nutzung

als Tagungsort. Die Stiftung selbst wird im Übrigen mit etwa 120

Veranstaltungstagen pro Jahr ein ganz wesentlicher Faktor für die

Auslastung sein. Es sollen hier keineswegs nur exklusive Tagungen

für ausgewiesene Experten stattfinden, sondern auch eine ganze

Reihe von Veranstaltungen für ein breites Publikum. Dazu gibt

es – etwa mit den „Herrenhäuser Gesprächen“ – auch mit engagierten

Partnern aus dem norddeutschen Raum bereits erste konkrete

Überlegungen. Ich bin auch zuversichtlich, dass die IVA KG


egjo hannover projekt 39

Dr. Wilhem Krull, Generalsekretär der

VolkswagenStiftung, mit einem Fundstück

aus den „alten Schlosstagen“.

LK_SoltauFallingbo_1-4_MRH107 24.07.2007 11:03 Uhr Seite 1

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wie auch für das Marketing des Schlosses präsentieren

kann.“ Überzeugt sind alle Beteiligten auch, dass

das Schloss über Hannover hinaus Strahlkraft entwickeln

und auch internationale Tagungsgäste anziehen wird. Dr.

Krull: „Das Ensemble der historischen Bauten und Gärten

kombiniert mit den Museen und den angebotenen Möglichkeiten

für die Durchführung hochkarätiger wissenschaftlicher

Veranstaltungen werden mit Sicherheit dazu

führen, dass Hannover viel stärker als bisher auf die Forschungslandkarten

dieser Welt kommen wird.“ Die Herrenhäuser

Gärten selbst werden von den umfangreichen

Bauarbeiten nicht betroffen sein. Die Gestaltung ist Teil des

Wettbewerbs – die Stadt übernimmt später die Pflege. Dr.

Wilhelm Krull ist mit Blick auf den Fertigstellungstermin

bereits eine gewisse Vorfreude anzumerken. „Wenn die

Rekonstruktion des historischen Aufmaßes und der Architektenwettbewerb

nach dem bisherigen Zeitplan durchgeführt

werden können, bin ich sehr zuversichtlich, dass das

Schloss Mitte 2012 betriebsbereit sein wird. Uns würde das

besonders freuen, denn im selben Jahr feiert die VolkswagenStiftung

ihr 50. Jubiläum.“

Schon lange bevor die Bagger anrücken, um Platz für

das Fundament des Großprojekts zu schaffen, wurde die

Erde in Herrenhausen „umgegraben“. Im Zuge der Erstellung

des historischen Aufmaßes wurde nach Fundamentresten

des Laves-Schlosses gesucht. Bei diesen Grabungen

wurden ein alter Treppenaufgang und Bruchstücke eines

Kachelofens gefunden, die dann von Mitarbeitern des Landesamts

für Denkmalpflege geborgen wurden und von diesen

derzeit untersucht werden.


Bild © Historisches Museum Hannover


Projekt GeneSys

Weltpremiere: Hannoveraner Forscher erzielen bahnbrechende Erfolge bei der

Förderung von Erdwärme – einer umweltfreundlichen, unerschöpflichen Energiequelle.


egjo hannover forschung 45

Mit riesigen Bohrköpfen gräbt sich GeneSys 3.700 bis 4.000 Meter tief in die Hannoveraner Erde. Hier, in den tiefen mächtigen Gesteinsformationen,

genau genommen im „Mittleren Buntsandstein“, finden die Forscher Wasser mit Temperaturen zwischen 130 und 150 Grad Celsius.

Text: Hannah Kroft Fotografie: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

In 4.000 Metern Tiefe sucht man in Hannover nach erneuerbaren

Energiereserven. Ein Mammutversuch. Aber ein vielversprechender.

Das Experiment namens GeneSys könnte in Zukunft ein gänzlich

neues Licht auf die aktuelle Debatte der Energieversorgung in

Deutschland werfen. Warum? Weil es hier im Geozentrum Hannover

um nicht weniger geht als darum, neuartige Konzepte für

die Direktnutzung von geothermischer Wärmeenergie zu entwickeln

und umzusetzen. GeneSys ist ein Projekt der Bundesanstalt für

Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Mit riesigen Bohrköpfen gräbt sich GeneSys 3.700 bis 4.000

Meter tief in die Hannoveraner Erde. Hier, in den tiefen mächtigen

Gesteinsformationen, genau genommen im „Mittleren Buntsandstein“,

finden die Forscher Wasser mit Temperaturen zwischen

130 Grad Celsius und 150 Grad Celsius. Diese Wärme wollen sie

speicherbar und nutzbar machen. Derartige Gesteinsformationen

sind in Norddeutschland weitverbreitet. Das große Problem ist aber:

Weil sie nur sehr eingeschränkt „durchlässig“ sind, ist eine konventionelle

Förderung von Thermalwasser nicht möglich. Hier arbeiten

die GeneSys-Forscher mit einem Trick: Sie erzeugen in fast

4.000 Metern Tiefe großflächige, künstliche Risse und erschaffen

damit einen sogenannten Wärmetauscher. Die in dem geförderten

Heißwasser enthaltene Wärme wird dann mittels eines oberirdischen

Wärmetauschers in einen Heizkreislauf eingespeist. In

einem mehrmonatigen Testbetrieb soll anschließend die Funktions-

und Leistungsfähigkeit des Systems auf die Probe gestellt

werden. Der Plan ist außerdem, durch die Kopplung an eine geothermische

Heizzentrale ab dem Jahr 2013 das komplette Geozentrum

Hannover mit seinen 1.000 Mitarbeitern mit Erdwärme aus

dem Projekt GeneSys zu beheizen. Das 20-Millionen-Euro-Projekt

wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

(BMWi) finanziert.

Die Bohrarbeiten für das Geothermie-Pilotprojekt „GeneSys“

sind Mitte Dezember erfolgreich abgeschlossen worden. Bei 3.901

Meter erreichte die GeneSys-Bohrung ihre sogenannte „Endteufe“.

Kurz darauf begann bereits der Abbau der 400 Tonnen schweren

Anlage sowie der zehn Meter hohen Lärmschutzwand. Im Frühjahr

2010 starten an der Bohrung Forschungs- und Testarbeiten zur

Gewinnung der Erdwärme. Obwohl für das Abteufen der Bohrung

zwei Monate länger erforderlich waren als geplant, konnte Gene­

Sys-Projektleiter Dr. Michael Kosinowski am Ende der 154 Tage

dauernden Bohrarbeiten ein positives Fazit ziehen. „Wir haben den

Zielhorizont 300 Meter höher als erwartet angetroffen. Gleichzeitig

ist es in dieser Tiefe mit 150 Grad Celsius deutlich wärmer als

ursprünglich gedacht. Das erhöht den Wirkungsgrad für die spätere

Beheizung.“

Grund für die Verzögerungen waren zum einen nicht vorhersehbare

geologische und technische Probleme. Kosinowski:

„Zu Beginn der Bohrung sind wir auf unerwartet weiche Tonschichten

gestoßen, die das Bohrloch immer wieder zugedrückt

haben. Das hat uns allein einen Monat Zeit gekostet.“ Zum anderen

verlängerte der Einsatz der neuartigen Bohranlage die Abläufe.

Während das Bohrgestänge bei konventionellen Anlagen senkrecht

im Turm abgestellt wird, wurde beim GeneSys-Projekt zum

Schutz der Anwohner ein besonders geräuscharmes Verfahren


egjo hannover forschung 47

Seit 2003 betreibt das Geozentrum Hannover in der Südheide eine 4.100 m tiefe Bohrung, um innovative Konzepte zur Erdwärmenutzung

zu erproben. Durch Tests in dieser Bohrung wurde nachgewiesen, dass die für den Standort Hannover vorgesehenen

Konzepte tatsächlich unter den dort zu erwartenden Bedingungen durchführbar sind.

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gewählt. Kosinowski: „Bei der von der BGR eingesetzten

Anlage ‚InnovaRig’ wird das Bohrgestänge vor dem Turm

auf dem Boden abgelegt. Das ist deutlich leiser, führt aber

zu wesentlich längeren Zeiten beim Ein- und Ausbau des

Bohrmeißels. So dauert ein Meißelwechsel bei diesem Verfahren

30 Stunden und damit doppelt so lange wie bei

einer konventionellen Anlage.“ Insgesamt wurden beim

GeneSys-Projekt 25 Bohrmeißel benötigt, um die Endteufe

zu erreichen. Die Bohrkosten erhöhten sich um vier auf 13

Millionen Euro. Die Investitionen für das komplette Projekt

inklusive Forschungs- und Testarbeiten sowie neuer

Heizzentrale betragen rund 20 Millionen Euro.

Die GeneSys-Bohrung fand großes öffentliches Interesse.

„Wir hatten rund 6.500 Besucher, darunter auch

viele direkte Nachbarn, die sich in unserem Infozentrum

am Bohrplatz sowie bei Führungen über das Projekt

informierten“, so der GeneSys-Projektleiter. „Die umweltfreundliche

geothermische Beheizung soll bei uns einen

jährlichen Verbrauch von einer Million Kubikmeter Erdgas

ersetzen und damit die Abgabe von 3.000 Tonnen CO2

pro Jahr sparen“, erläutert Kosinowski. Daneben stellt das

Projekt eine technologische Innovation dar. „Die BGR wird

zum weltweit ersten Mal das sogenannte Einbohrloch-

Konzept für die Direktnutzung von tiefer Erdwärme im

Betrieb erproben“, erklärt der Projektleiter. „Mit nur einer

Bohrung soll die nahezu unerschöpfliche thermische Energiequelle

der Erde erschlossen werden. Die Förderung des

heißen Wassers und die anschließende Rückführung des

abgekühlten Wassers erfolgen in ein- und derselben Bohrung

– im Unterschied zu den sonst üblichen Bohrlochdubletten.

Hierdurch können die Kosten für die teuren

Bohrarbeiten halbiert werden“, so Kosinowski.

Ab März 2010 ist an der Bohrung ein umfangreiches

Forschungs- und Testprogramm zur Gewinnung der Erdwärme

vorgesehen. Und zum Schluss noch eine Frage:

Warum ist es in der Tiefe eigentlich heiß? Die Wärme im

Inneren der Erde stammt zum Teil aus der Zeit ihrer Entstehung

als Ansammlung glutflüssiger kosmischer Materie.

Ein weiterer, erheblicher Anteil stammt aus dem Zerfall

natürlicher radioaktiver Minerale in der Erdkruste. Hinzu

kommt ein kleiner Anteil aus der Reibung der festen Erde

bei den Gezeiten. Zusammen sorgen diese Prozesse dafür,

dass 99 Prozent unseres Planeten heißer sind als 1.000°C

und etwa 90 Prozent des Restes immer noch heißer sind als

100°C. In vielen Gegenden Deutschlands nimmt die Temperatur

pro Kilometer Tiefe um rund 30°C zu.

Weitere Informationen über das Projekt im Internet unter

www.genesys-hannover.de


48 sport regjo hannover regjo hannover sport 49

Vollblütige Pferdestärken

Der Hannoversche Rennverein e.V. wurde am 8. Juli 1867 gegründet und ist damit der älteste Sportverein

in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Interview mit Gregor Baum, Präsident des Rennvereins.


50 sport regjo hannover regjo hannover sport 51

Einige Jahre nach der Gründung des Rennvereins liefen die Pferde bereits auf der Kleinen Bult, da wo heute die hannoversche

Stadthalle steht. 1906 erfolgte der Wechsel zur Großen Bult – hier war Kaiser Wilhelm II einmal im Jahr zu Gast.

Interview: Stefanie Stüting Fotografie: Hannoverscher Rennverein e.V.

Der Hannoversche Rennverein ist der älteste Sportclub

Hannovers – wie wichtig ist diese lange Tradition

für den Verein heute?

Gerade im Pferderennsport hat Tradition einen hohen

Stellenwert. In Hannover waren über die Jahrzehnte

hinweg immer wieder zukünftige Derbysieger und

andere legendäre Vollblüter am Start. Zum Beispiel

die Wunderstute Kincsem, die nach einem Sieg auf

der Alten Bult noch sagenhafte 52 Rennen gewann.

Oder Lustige, die 1955 das Deutsche Derby gewann.

In den letzten Jahren gewannen Schiaparelli, Nicaron

und Adlerflug Rennen auf der Neuen Bult, bevor sie im

Deutschen Derby erfolgreich waren. Das ist schon etwas

Besonderes. Nicht zu vergessen die vielen Weltklassejockeys,

die in 142 Jahren ihre Reitküns te zeigten. Zu

Gast waren Kaiser und Bundespräsidenten, Minis ter,

Oberbürgermeister und Prominente aus Film und Fernsehen.

Wenn man auf die Tradition zurückblickt, kann

man eigentlich ziemlich stolz sein.

Welches sind in der Geschichte des Vereins die

wichtigs ten Meilensteine?

Am 8. Juli 1867 fand auf der „Vahrenwalder Haide“ das

erste „Wettrennen“ statt. Einige Jahre später liefen die

Pferde bereits auf der Kleinen Bult, da wo heute die

hannoversche Stadthalle steht. 1906 erfolgte der Wechsel

zur Großen Bult am Bischofsholer Damm, die sicher

die bislang bewegteste Geschichte hat: Einmal pro Jahr

war Kaiser Wilhelm II zu Gast, hier wurde bis 1908 mit

dem St. Leger sogar ein klassisches Rennen gelaufen.


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Analyse bis zur kompletten Umsetzung innovativer Kommunikationsmittel.

Links oben: Julia Baum und Bruce Darnell; links unten: Hutwettbewerb am Ascot-Renntag;

rechts: Gregor Baum (links) mit Galopper. Der erste Renntag 2010 ist der 5. April.

Polygo Verlag GmbH, hallo@regjo.de, www.hannover.regjo.de

Lemförderstr. 3-4, 30169 Hannover, Tel. 0511 – 87 65 49 14

Bahnhofsallee 1b, 37081 Göttingen, Tel. 0551 – 507 51 0

Schmilinskystr. 45, 20099 Hamburg, Tel. 040 – 300 67 29 0

1943 wurde die herrliche Bahn am Rande der Eilenriede

bei einem Fliegerangriff zerbombt, wieder aufgebaut und

1967 feierte man das 100-jährige Jubiläum. Drei Jahre später

wurde die Bahn Bauplänen der Stadt geopfert, die sich

letztlich nicht realisierten. 1973 eröffnete dann vor 20.000

Zuschauern die Neue Bult in Langenhagen.

rahmenprogramm veranstalten. An manchen Renntagen

sind bis zu 3.000 Kinder gezählt worden, die natürlich mit

der gesamten Familie zu uns kommen. Durch das Kinderprogramm

fühlen sich die Kinder wohl und bleiben auch

gerne einige Stunden bei uns auf der Rennbahn, so dass die

Eltern in Ruhe den Pferdesport genießen können.

Senioren helfen bei

der Existenzsicherung

Viele Jungunternehmer, Handwerksmeister und Unternehmer

haben Probleme bei der Gründung eines Betriebes oder

suchen Hilfe bei der Existenzsicherung oder Weitergabe

des Unternehmens. Der Verein „Alt Hilft Jung – Wirtschafts-

Senioren Hannover e. V.“ gibt mit seinen Beratern nachhaltige

Hilfe. Die Fachleute der Wirtschafts-Senioren Hannover

helfen sicher, schnell und kostengünstig in allen Fragen.

Ob es um Betriebswirtschaft, Kalkulation, Werbung,

Organisation oder Finanzierung geht, wenden Sie sich an:

Vahrenwalder Str. 7 (TCH) • 30165 Hannover

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Welche Bedeutung hat der Rennsport Ihrer Meinung nach

für die Stadt und die Region Hannover?

Die Neue Bult ist ein wahrer Zuschauermagnet und hat

sich als feste Größe im Veranstaltungsbereich etabliert. Wir

bieten erstklassige Unterhaltung für Familien, die einen

spannenden Nachmittag erleben möchten. Der gewaltige

Zuspruch, an manchen Tagen kommen bis zu 20.000

Zuschauer auf die Rennbahn, zeigt, dass die Neue Bult

nach Hannover 96 die am zweitstärksten besuchte Sportveranstaltung

in Hannover ist. Wir haben deshalb regelmäßig

die Top-Jockeys und Top-Trainer auf der Bahn. Und

natürlich auch tolle Pferde, die schließlich den Reiz von

Galopprennen ausmachen.

Wie hat sich der Verein in den letzten Jahren entwickelt?

Durchaus sehr positiv. Neben der Erneuerung des VIP-

Bereiches und dem Neubau der Garden-Lounge wurde

auch im gesamten öffentlichen Bereich erheblich investiert.

Dadurch ist der Komfort für die Besucher deutlich

verbessert worden. Entscheidend ist aber, dass wir anlässlich

der Rennveranstaltungen ein aufwendiges Familien­

Und welches sind Ihre Pläne und Perspektiven für die

Zukunft?

Wir planen von Saison zu Saison. Trotz der angespannten

wirtschaftlichen Situation wollen wir unserem Publikum

selbstverständlich auch im kommenden Jahr einzigartiges

Entertainment mit internationalem Flair, großem

Sport, einer prickelnden Atmosphäre und der Faszination

der schnellen Pferde bieten. Für einen sich selbst finanzierenden

Verein ist das natürlich zur Zeit extrem schwierig.

Welche Bedeutung hat der Verein für den Rennsport in

Deutschland und gegebenenfalls in Europa?

Die Neue Bult gehört insbesondere in Bezug auf die Besucherzahlen

zu den führenden Galopprennbahnen in Deutschland.

Auch sportlich gesehen spielt der Hannoversche

Rennverein eindeutig in der oberen Hälfte der Bundesliga:

Durch mindestens ein internationales Listenrennen

pro Renntag mit Spitzenpferden aus dem In- und Ausland

sowie dem Besuch der Top-Jockeys kratzen wir an

der Europapokaltür. An der Championsleague arbeiten wir

noch (lacht).


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zur Seite stehen können. Das Management im Unternehmensverbund

weiß in jedem Fall wovon es redet, denn durch den eigenen

Betrieb von Gesundheitseinrichtungen

in der CareConzept Seniorendienste

GmbH ist in jedem Fall der

direkte Praxisbezug allzeit gegeben.

Während die cleanik service

und die cleanik servicepool

mit ihren Gebäudedienstleistungen

durch die permanente Qualitätsentwicklung

Maßstäbe setzen

und hiermit den Grundstock dafür legen, sich in einer Gesundheitseinrichtung

auch ein Stück zuhause fühlen zu können, wird

dies in der cook & care Catering GmbH fortgeführt. Sich ein Stück

weit zuhause zu fühlen oder ein neues Zuhause zu finden, beginnt

mit dem sich wohl fühlen. „Ein wichtiger Pfeiler dieser Empfindung

ist Essen, das im Geschmack überzeugt

und beim Verzehr zum Erlebnis wird“, so der

geschäftsführende Gesellschafter Mathias Hennecke

(Abb. rechts). Die cook & care Catering

GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses

Wohlgefühl durch flexible und auf den Kunden

oder Endverbraucher abgestimmte Konzepte

zu erzeugen. Unter dem Motto „Essen erleben“

wird gesundes, vollwertiges Essen zum Erlebnis

für alle. Auch in diesem Bereich schätzen

unsere Kunden die jahrelange Branchenerfahrung und, dass sie

es mit einem Dienstleister zu tun haben, der die Kundensprache

spricht.

Im Consultbereich werden gemeinsam

mit den Betreibern von Einrichtungen

strategische Maßnahmen, Konzepte

und Sparmaßnahmen diskutiert und

analysiert. Ob es dabei um klassisches

Outsourcing oder die Gründung von

umsatzsteuerlichen Organschaften geht

- dieses wird von Fall zu Fall analysiert und entschieden. Mehr und

mehr nachgefragt werden auch Personalserviceleistungen aus der

CareTime, von der klassischen Personalentwicklung bis hin zur

Zeitarbeit. Auch hier wird sich die Unternehmensgruppe künftig als

zuverlässiger und kompetenter Dienstleistungspartner engagieren.

„Die Nachfrage ist enorm, es wird immer schwerer, gutes und kompetentes

Personal im Markt zu finden. Hier greift man gerne auf

unsere Erfahrung zurück“, erläutert Jens Tegeler die Zukunftspläne

des Unternehmensverbundes. Die Fäden des Unternehmensverbundes

laufen in Wunstorf bei Hannover zusammen. Hier sitzt die

eingeschworene Verwaltung, die die Unternehmensgruppe zusammenhält.

Und genau hier befindet sich auch die Ideenschmiede,

die unter der Leitung von Jens Tegeler Zukunftsprojekte plant und

realisiert. „Aufmerksam beobachten wir die Wünsche und Anforderungen

unserer Kunden und passen unsere Leistungen ihren

Bedürfnissen durch innovative Ideen

und Lösungen an, care & more ist nicht

nur für uns ein Leitsatz, sondern offensichtlich

auch eine Vision, die unsere

Kunden begeistert“, so Jens Tegeler.

Mehr über den cleanik service Unternehmensverbund:

www.cs-verbund.de.

cleanik service Unternehmensverbund

– ein Unternehmen setzt Maßstäbe in der Gesundheitsbranche

Umfassende Versorgungskonzepte rücken zunehmend in den Fokus

care & more ist in der cleanik service

Unternehmensgruppe nicht nur

Schlagwort, sondern Vision und Programm.

Vor 15 Jahren ist die cleanik

service Unternehmensgruppe als

klassischer Dienstleister für Krankenhäuser,

Rehakliniken und Senioreneinrichtungen

gestartet und hat

sich zunehmend zu einem umfassenden

Dienstleister im Gesundheitsmarkt

entwickelt, dessen Kompetenzen an vielen Stellen nachgefragt

werden. „Unsere Konzentration auf den Gesundheitsmarkt

wurde vor 15 Jahren in der Branche noch vielfach argwöhnisch

beäugt“, so der geschäftsführende Gesellschafter Jens Tegeler (Abb.

oben rechts), „doch zunehmend

erkennen unsere Kunden

den Vorteil, einen kompetenten

Fachpartner an ihrer Seite

zu haben, der durch seine vielfältigen

Erfahrungen und Kompetenzen

im Bereich hauswirtschaftliche

Dienstleistungen

und Servicedienstleistungen

für Entlastung im Tagesgeschäft

sorgt.“

Im besonderen Fokus steht

immer das Wohlergehen der

Kunden. Insbesondere die vertrauensvolle

und nachhaltige

Betreuung der Kunden sorgt

dafür, dass immer mehr umfassende

Servicedienstleistungen

von dem Unternehmensverbund

abgefordert werden. Dies sind auf der einen Seite die klassischen

Gebäudedienstleistungen wie Hausreinigung, Sterilgut- und

Wäscheversorgung und auf der anderen

Seite der Betrieb von Küchen der Kunden,

aber eben auch zunehmend Consulting und

spezielle Beratungsleistungen sowie Personalserviceleistungen.

Immer mehr erkennen

die Kunden, dass sich unter dem Dach

des Unternehmensverbundes Fachkompetenzen

angesammelt haben, die einer Einrichtung

im Gesundheitswesen auch bei

der Lösung von strategischen Fragestellungen

oder organisatorischen Analysen gut

4

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56 SENIOREN regjo hannover regjo hannover SENIOREN 57

Eine Frage der Zeit?

Senioren sind in der Region Hannover eher zufrieden, eher gut vernetzt und eher zuversichtlich. Soweit

die Studien. Aber auch einige Pioniertaten von und für diese Altersgruppe sind in Hannover zu Hause.

Bild © jeremias münch – Fotolia.com


58 SENIOREN regjo hannover regjo hannover SENIOREN 59

Mit den Ergebnissen der Repräsentativerhebung „Wohnen im Alter“ stellt die

Stadt Hannover umfangreiche Informationen über die Lebens- und Wohnsituation,

zu Einschätzungen, Bedürfnissen und Wünschen zur Verfügung.

Bild © Alta.C – Fotolia.com


60 SENIOREN regjo hannover regjo hannover SENIOREN 61

Bild © Monkey Business – Fotolia.com

Bild © Marzanna Syncerz – Fotolia.com

Fast zwei Drittel der Senioren in Hannover (64 Prozent) sehen dem Altern gelassen entgegen und sind

zuversichtlich, dass sie gut versorgt sein werden. 61 Prozent schätzen ihre finanzielle Situation als

gut ein und 57 Prozent beurteilen auch ihre gesundheitliche Situation als gut. Positives Lebensgefühl:

58 Prozent fühlen sich jünger als sie sind und 63 Prozent meinen, dass sie es genießen können,

mehr Zeit für sich zu haben. (Quelle: Repräsentativerhebung „Leben und Wohnen im Alter“, 2007)

Laut Melderegister stellen die Menschen im Alter ab 55 Jahren in Hannover einen Bevölkerungsanteil

von insgesamt 30 Prozent. Die größte Altersgruppe bilden die 65- bis 74-Jährigen mit insgesamt

10,5 Prozent an der Gesamtbevölkerung. 57,2 Prozent der 55-Jährigen und Älteren sind Frauen.

(Quelle: Repräsentativerhebung „Leben und Wohnen im Alter“, 2007)

Text: Stefanie Stüting

Ursel Kühn ist über 70 und ehrgeizig. „Typisch für uns Steinböcke“,

meint sie. Als ihre Tochter mit Schwiegersohn und den beiden

Enkelkindern aus beruflichen Gründen von Hannover ins nördliche

Itzehoe zog, brach für die agile Rentnerin erstmal eine Welt

zusammen. „Ich muss schon zugeben… damals bin ich in ein richtiges

Loch gefallen.“ Kein Wunder, schließlich war sie ihr Leben

lang für andere Menschen dagewesen. „Früher zum Beispiel habe

ich Projekte für arbeitslose Frauen gemacht. Aber wie gesagt, mit

über 70…“ Zufällig fiel ihr im Zug eine Anzeige der Diakonie ins

Auge. „Großelterndienst“, das klang spannend. „Ich habe dort

angerufen und nur wenige Tage später saß ich bei Frau Beck er

von der Diakonie und sie stellte mir viele Fragen.“ Der Großelterndienst

bringt Wahlgroßeltern mit Wahlenkelkindern zusammen.

Aufgabe und Verantwortung für die einen, eine Omi für die

anderen und Kinderbetreuung, sprich Entlastung für die dritten.

Angelika Becker: „Im besten Fall entsteht eine familiäre Beziehung,

ein Vertrauensverhältnis zwischen Großeltern und Enkelkindern.“

Beim nächsten Treffen saß Ursel Kühn bereits „ihrem“

Enkelkind, einem kleinen Jungen, gegenüber. „Wir haben uns vom

ersten Augenblick an gemocht. Als die Mutter mit ihm schimpfte,

er solle still sein, sonst gehen sie nachher nicht Eis essen, fragte er

mich, „kommst Du mit?“. Seitdem ist alles klar zwischen uns.“ Seit

diesem Moment vor drei Jahren ist Ursel Kühn einmal die Woche

für drei bis vier Stunden Großmutter – mittlerweile auch für ein

kleines Schwesterchen, das vor knapp drei Jahren dazukam. „Es

ist eine großartige Aufgabe, Wunschoma zu sein. Aber es ist auch

eine echte Verpflichtung und hat mit Friede, Freude, Eierkuchen

nicht zu tun, abends bin ich richtig groggy.“

85 Familien stehen derzeit auf der Warteliste für eine

Wunschoma oder einen Wunschopa. Angelika Becker: „Ungefähr

90 Frauen und 10 Männer sind ehrenamtlich im Großelterndienst

tätig. Manchmal haben wir auch Ehepaare – die gehen besonders

schnell weg“, lacht sie. Fazit: Freiwillige Großeltern werden händeringend

gesucht, während die Warteliste aus allen Nähten platzt.

Für die Arbeit der Diakonie und die Seniorenarbeit allgemein

ist in der Region Hannover eins vor allem charakteristisch: die

gute Vernetzung ihrer Akteure. Jutta Schulte, Leiterin der Abteilung

Offene Altenarbeit beim Diakonischen Werk: „550 Ehrenamtliche

sind allein über die Diakonie in der Seniorenarbeit tätig.

Sie sind engagiert in Aktivitäten wie dem Großelterndienst oder

im Partnerbesuchsdienst für ältere Menschen oder in der Leitung

von Gruppen. Es werden Trauerseminare und -cafés, aber auch

Veranstaltungen für Senioren mit Migrationshintergrund angeboten.

Außerdem betreiben wir zwei Stadtteil-Seniorenbüros, die

auf die jeweiligen Gegebenheiten und Bedürfnisse vor Ort zugeschnitten

sind.“

Ein Blick auf die Internetseite www.seniorenberatung-hannover.de

macht deutlich, was hier mit Vernetzung gemeint ist. Die

Internetseite ist zugleich umfangreiche Informationsbasis, aber

auch Beratungsinstrument für Profis. Initiiert vom Fachbereich

Senioren/KSH der Stadt Hannover setzt man in verschiedensten

Arbeitskreisen auf Gedankenaustausch und Zusammenarbeit. Zu

aktuellen Themen sitzen unterschiedlichste Akteure und Anbieter

gemeinsam an einem Tisch. Babet Volkmann vom Kommunalen

Seniorenservice Hannover, Seniorenfachplanung: „Zum Beispiel

beim Thema Wohnungswirtschaft diskutieren hier Leute, die auf

dem freien Markt scharfe Konkurrenten sind. Das ist für die strategische

Entwicklung der Seniorenarbeit natürlich extrem konstruktiv.“

Schwarz auf Weiß sind die Ergebnisse und aktuellen Lebenssituationen

der Senioren in der Region Hannover in der großen

Repräsentativbefragung „Leben und Wohnen im Alter“ nachzulesen.

Die Ergebnisse dieser fachbereichsübergreifenden Großbefragung

der Menschen über 60 Jahre in Hannover wurden in verschiedenen

Zusammenhängen und Arbeitskreisen ausgewertet und

gemeinsam interpretiert. Daraus wurden für jeden der 13 Stadtbezirke

Projekte formuliert, an deren Umsetzung die Seniorenarbeit

in Hannover in der nächsten Zeit arbeiten wird.

Eins der vielen Ergebnisse aus dieser Studie: Die AG Wohnberatung

hat eine neue Broschüre entwickelt, in der diejenigen

Anbieter von Wohnberatung aufgelistet sind, die sich zu einem

vereinbarten Qualitätsstandard in Sachen Beratung und Kooperation

verpflichtet haben. Die Broschüre erscheint im Januar 2010.

Außerdem soll eine zweite Infobroschüre herausgebracht werden,

die die Seniorenwohnanlagen im Stadtgebiet auflistet und portraitiert.

Den Senioren soll damit die Möglichkeit gegeben werden, die

unterschiedlichen Angebote transparent zu vergleichen und den

persönlichen Favoriten leichter auswählen zu können. Wohnen

im Alter beschäftigt in Hannover aber noch weitere Akteure. Eine

Bundesarbeitsgemeinschaft mit Sitz in der niedersächsischen Landeshauptstadt

setzt sich im „Forum für gemeinschaftliches Wohnen“

für neue Formen des Zusammenlebens ein. Ingeborg Dahlmann

erklärt die Hintergründe: „In einem Wohnprojekt lebt man

selbstbestimmt – mit so viel Nähe wie möglich und so viel Privatheit

wie nötig. Es entstehen „Wahlverwandtschaften“ und soziale

Hilfesys teme, die zu einem aktiven Leben gehören. Durch die Aktivierung

und vielfältigen Anregungen in den Gruppen können typische

Alterserkrankungen hinausgezögert, besser gemeis tert und in

der Häuslichkeit gepflegt werden. Das bedeutet letztendlich auch

eine Kostenminderung in den kommunalen sozialen Haushalten

im Bereich der Heimunterbringung.“

Ende der 80er Jahre wurde die AG gegründet und 1992 in

einen Verein umgewandelt. „Information und Öffentlichkeitsarbeit,

aber auch die Schulung von Interessierten und gegenseitige

Hilfestellung bei der Realisierung von Projekten auf den unterschiedlichsten

Ebenen gehören seither zu unseren wichtigs ten Aufgaben.“

Handlungsbedarf angesichts der Wohnsituation von Senioren

sieht das Forum an mehreren Stellen: „Kommunikation und

Handlungsbereitschaft in der Wohnungswirtschaft ist gefragt. Sozialarbeit

in den Unternehmen kann die neue Wohnform begleiten

und dafür sorgen, dass die notwendige Professionalität mit dem


62 SENIOREN regjo hannover regjo hannover SENIOREN 63

Bild © Marzanna Syncerz – Fotolia.com

85 Familien stehen derzeit auf der Warteliste für eine Wunschoma oder einen Wunschopa.

Angelika Becker: „Ungefähr 90 Frauen und 10 Männer sind ehrenamtlich im Großelterndienst

tätig. Manchmal haben wir auch Ehepaare – die gehen besonders schnell weg.“

Bild © Harald Soehngen – Fotolia.com

hohen Engagement der Wohnprojektler zu positiven Effekten in

den Wohnstandorten führt. Kommunen sollten die Vermittlung

und Moderation von Wohnprojektinitiativen unterstützen, um eine

konstruktive, zielgerichtete und effiziente Umsetzung von Projekten

zu fördern“, fasst Ingeborg Dahlmann zusammen. Das „Wohnprojekt“

als Alternative zum Heim und für sich als neue Perspektive

für ein selbständiges Leben und Wohnen im Alter zu entwickeln:

ein Ziel, dem das Forum in seiner langen Arbeit bereits bedeutende

Schritte näher gekommen ist. Im Modellprojekt „Kompetenznetzwerk

Wohnen“ wurden Mitglieder und Autoren des FGW

aufgefordert, Fachbeiträge zum Thema zu schreiben. Damit konnte

erstmals umfassend dargestellt werden, wie komplex und umfangreich

das Thema Neue Wohnformen ist. Es ist aber auch zugleich

die Grundlage für Schulungen und Beratungen zum Thema. Laien

und Fachleute können über das Internet auf dieses umfassende

Wissen zugreifen. Das niedersächsische Sozialministerium fördert

seit 2008 mit dem „Niedersachsenbüro“ neben der Niedersächsischen

Fachstelle für Wohnberatung auch die Aufgaben des Forum

Gemeinschaftliches Wohnen auf Landesebene.

Um Fachwissen geht es auch, wenn man sich auf akademischem

Parkett mit dem Thema Senioren beschäftigt. Das an

der Leibniz Universität Hannover angesiedelte Projekt „innovaging“

unter der Leitung von Prof. Dr. Gisela Charlotte Fischer hat

deutschlandweit Pioniercharakter. Was macht „innovaging“? Kurz

gesagt: Es geht um Demografie-Management in kleinen und mittleren

Unternehmen (KMU) in der Region: eine Innovationsplattform

für altersrelevantes Wissen. Prof. Fischer: „Wir thematisieren

immer zwei Ebenen, nämlich Senioren als Mitarbeiter, sprich

Personal, und Senioren als Kundschaft. Beide Gruppierungen werden

sich ab 2020 demografisch merkbar verändert haben. Es gibt

immer mehr alte Menschen, gleichzeitig aber bleibt der Nachwuchs

aus. Über dieses Szenario sprechen wir. Da ist in vielerlei Hinsicht

ein Umdenken gefordert. Wir brauchen neue Strukturen und kreative

Lösungen in den Betrieben. Wir brauchen aber auch ein neues

Nachdenken in den Unternehmen über Produkte der Zukunft, die

mit Blick auf diese Altersgruppe eine wirtschaftliche Chance sein

können.“ Das Projekt „innovaging“ schafft mit Blick auf diese Fragestellung

den Brückenschlag zwischen Wirtschaft, Gesellschaft

und Universität. Prof. Fischer: „Wir arbeiten sehr praxisbezogen

und holen unterschiedlichste Partner an einen Tisch. Vertreter von

Fachhochschulen, Unis, Wirtschaftsunternehmen und den Kammern

arbeiten ebenso kontinuierlich wie systematisch an neuen,

phantasievollen Perspektiven. „innovaging“ ist vorerst bis Ende

2010 projektiert, ein Antrag auf Verlängerung ist gerade in Arbeit.

Und die Akteure sind zuversichtlich. „Unsere Hauptaufgabe 2010

besteht darin, den Wissenstransfer weiter voranzutreiben.“ 30

Unternehmen aus sechs Branchen sind zum Erfahrungsaustausch

in dieser Projektphase dabei, die Ergebnisse sollen dann auf regionaler

Ebene verankert werden.

Während sich die Akademiker demografische Zukunftsszenarien

durch den Kopf gehen lassen, spielt sich Hedda Beißners

Leben ganz im Hier und Jetzt und direkt vor Ort ab. Die Sozialpädagogin

ist unter anderem zuständig für das Diakonie Seniorenbüro

Michaelis. „Seit August 1996 gibt es in Hannover Seniorenbüros


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Die Zufriedenheit mit der eigenen Wohnung

liegt bei den hannoverschen Senioren

auf einem sehr hohen Niveau: 89

Prozent der 55-Jährigen und Älteren

sind sehr zufrieden oder zufrieden mit

ihrer Wohnung. Diese hohe Zufriedenheit

gründet sich vor allem auf die Nähe

von Grün- und Erholungsflächen (19 Prozent),

eine gute Verkehrsanbindung und

eine ruhige Wohnlage (je 13 Prozent).

(Quelle: Repräsentativerhebung „Leben

und Wohnen im Alter“, 2007)

Bild © Meddy Popcorn – Fotolia.com

in unterschiedlicher Trägerschaft. Sieben Büros gibt es aktuell, sie sind politisch

gewollt und werden von der Stadt gefördert.“ Aufgaben der Seniorenbüros

soll es sein, Kontakte zwischen den älteren Menschen zu schaffen und zum

Tun anzuregen. Es sollen Möglichkeiten des sozialen, ehrenamtlichen Engagements

aufgezeigt werden. Zielgruppe sind nicht nur bereits aktive Seniorinnen

und Senioren, sondern möglichst auch diejenigen, die sich bisher nicht

anderen Menschen und konkreten Aufgaben zugewandt haben. Das Kooperationsprojekt

Diakonie Seniorenbüro Michaelis (DSM) gibt es seit Februar 2009.

Hedda Beißner: „Kernstück des DSM ist der Arbeitskreis der Ehrenamtlichen.

Die Ehrenamtlichen bringen viele gute Ideen ein und setzen diese um. In kürzester

Zeit engagierten sich sechs Ehrenamtliche (fünf Frauen und ein Mann),

die mit hauptamtlicher Unterstützung gemeinsam Angebote für die Seniorinnen

und Senioren im Stadtbezirk Ricklingen entwickeln. Was mich persönlich

am meisten gewundert hat, war der große Zuspruch bei den Computerkursen.

Ich hätte nicht erwartet, dass drei Kurse zustande kommen.“

Themen, mit denen Hedda Beißner häufig in Berührung kommt und die

sie mit den Senioren bespricht, drehen sich hauptsächlich um die Versorgung

im Alter – Wohnen, Betreuung, Pflege. „Weitere Problemschwerpunkte sind

Einsamkeit, Verluste und Trauer.“ In Richtung Politik fordert Hedda Beißner

für ihre Arbeit: „Bewährte Angebote und Arbeitsbereiche sollten unbedingt

dauerhaft finanziert werden, anstatt nur zeitbegrenzte Projekte zu unterstützen.“

Planungssicherheit und kompetente Ansprechpartner bei Fragen zur Versorgung

im Alter sind für viele Senioren Gold wert. Denn: Die Wahlmöglichkeiten,

wie man seinen Lebensabend verbringen möchte, sind zahlreich. Und

es werden immer mehr…

Das Unternehmen Wertinvestition Immobilien GmbH aus Sarstedt zum

Beispiel baut von Anfang 2010 an eine sechsgeschossige, terrassenförmige

Wohnanlage für Senioren in der List (Podbielskistraße 37). 69 Wohnungen

zwischen 52 und 90 Quadratmetern sollen hier entstehen. Gesamtinvestitionskosten:

mehr als zwölf Millionen Euro. Das Wohnangebot der Bauherren

richtet sich an Senioren, die sich noch zu jung für ein Pflegeheim fühlen, aber

gerne Unterstützung im Alltag in Anspruch nehmen möchten. Die Wohnungen

sind barriere- und schwellenfrei, einige sind rollstuhlgerecht. Alle Zimmer sind

mit Küchen und Parkett ausgestattet. „Wir wollen keinen unerschwinglichen

Luxus anbieten, sondern Wohnungen, die der klassische Rentner noch bezahlen

kann“, sagt Oliver Misczyc, Vertriebsleiter bei Wertinvestition Immobilien.


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– Link zur großen Repräsentativbefragung

„Leben und Wohnen im Alter“

(eine fachbereichsübergreifende

Großbefragung der Menschen über

60 Jahre in Hannover)

www.fgw-ev.de – Internetseite Forum

gemeinschaftliches Wohnen

www.neues-wohnen-nds.de

www.kompetenznetzwerk-wohnen.de

www.innovaging.de – Weitere

Informationen zum Projekt der Leibniz

Universität Hannover

Die Wohnungen seien auch für Kapitalanleger geeignet. Der Kaufpreis liegt bei

3.500 Euro pro Quadratmeter. Das Unternehmen Sozialimmobilien LebensArt

GmbH, das als Vermieter und Verwalter fungiert, bietet den Senioren ein einzigartig

breites Angebot an verschiedenen Dienstleistungen. Pflegerische Leistungen

werden hierbei zwar kostenfrei vermittelt, allerdings nicht selber erbracht,

damit der Mieter tatsächlich die absolute Wahlfreiheit des Pflegemarktes ausschöpfen

kann. Darüber hinaus ist Tag und Nacht ein Concierge als Ansprechpartner

für die Bewohner vor Ort. Es gibt umfangreiche Betreuungs- und Unterhaltungsprogramme:

abendliche Lesungen und Konzerte, organisierte Reisen,

gemeinsam organisierte Sportgruppen oder auch einfach eine regelmäßige, tägliche

Alltagsbegleitung: Zeitung vorlesen, Einkaufshilfen oder Spaziergänge.

Im Erdgeschoss des Gebäudekomplexes „Lister Lebensart“ werden verschiedene

Ärzte einziehen. Kurze Wege, vertraute Ansprechpartner und das alles

in einem belebten Stadtteil von Hannover – mitten im Leben eben. Der Mietpreis

der Appartements beträgt ca. 28,50 Euro pro Quadratmeter und beinhaltet

sämtliche Nebenkosten wie Strom, Heizung und Wasser sowie eine wöchentliche

Zimmerreinigung, kleinere Hausmeistertätigkeiten und eine Internet- und

Festnetztelefon-Flatrate. Weitestgehend sollen den Bewohnern alle bürokratischen

Aufgaben abgenommen werden, zudem stehen bei behördlichen Angelegenheiten

Ansprechpartner kostenlos zur Verfügung.

„Ziel soll es sein, sich nur noch mit den schönen Dingen des Lebens zu

befassen und alle lästigen Verpflichtungen, die der Alltag bereit hält, zuverlässig

erledigen zu lassen“, so Kenneth Woods, Geschäftsführer der Sozialimmobilien

LebensArt. Zusätzliche Dienstleistungen wie Einkaufs-, Bügel-, Wäsche- oder

Menülieferservice können die Bewohner individuell dazukaufen. Das Dienstleistungsunternehmen

will seinen Sitz von Lindhorst im Landkreis Schaumburg

in die Ladenzeile verlegen, die der Komplex „Lister Lebensart“ im Erdgeschoss

bekommen wird. Für das Unternehmen Wertinvestition Immobilien GmbH ist

das betreute Wohnen für Senioren bereits das dritte Projekt dieser Art im Großraum.

Bereits realisiert wurden die „Atrium Residenz“ in Bad Nenndorf sowie

der „Mozartpark“ in Laatzen. Für die „Lister Lebensart“ rechnet das Unternehmen

mit ungefähr einem Jahr Bauzeit.


Die Skandalöse

Die ausstellungsräume der Kestnergesellschaft wurden nach ihrer Eröffnung 1997 als die schönsten in Deutschland

bezeichnet. gerade sprengte die skandalbekannte Österreicherin Elke Krystufek ihre dortige vernissage …


70 Portrait REgjo HannovER REgjo HannovER Portrait 71

nur zwei Tage vor ihrer ausstellungseröffnung in den Räumen

der Kestnergesellschaft hatte Elke Krystufek überraschend

hingeschmissen und alles abgesagt. Mittlerweile konnte man

sich einigen – und die ausstellung kann mit leichter verzögerung

wie geplant stattfi nden.

Text: Hannah Kroft Fotografie: Elke Krystufek, Kestnergesellschaft

Auf der Venedig­Biennale repräsentierte sie 2009

Österreich und steht in der Tradition feministischer

Künstlerinnen wie Carolee Schneemann, Cindy Sherman,

Maria Lassnig oder Valie Export. Die schrille und

gerne skandal­umwitterte Künstlerin Elke Krystufek

arbeitet in verschiedenen künstlerischen Genres von

Experimental­Film über Malerei bis hin zur Performance.

Seit Anfang der 90er Jahren wächst ihr Werk,

in dem sich Krystufek in unzähligen Versionen besonders

gerne selbst abbildet, beständig. Zusehends hat sie

ihren Blick in den vergangenen Jahren jedoch auch von

der eigenen Person abgewandt.

In der Kestnergesellschaft zeigt sie gerade ihre

Einzelausstellung »LESS MALE ART«, für die sich

Elke Krys tufek auf die Suche nach den Künstlerinnen

gemacht hat, die bisher in der Kestnergesellschaft

ausgestellt haben. Vor Ort fertigte sie vor Eröffnung

ihrer Ausstellung eine Wandmalerei zum Thema Kunst

und Frauen in Hannover. Viele waren es offensichtlich

nicht. Rot leuchten ihre Namen in einem blauen

Männermeer auf. Als die Wandmalerei schon relativ

weit fortgeschritten war, wunderte sich die Künstlerin

Krys tufek nicht mehr, „warum es in einer so männerdominierten

Institution wie der Kestnergesellschaft

schwierig ist, eine feministische Position laut hinauszuposaunen.

Es verlangt schon viele weibliche Holzhämmer

um allen 7 ausschließlich männlichen Vorstandsmitgliedern,

dem aus 18 Männern und 1 Frau

bestehenden Kuratorium sowie dem männlichen

Direktor und dem männlichen Kurator klarzumachen,

was feministische Gegenwartskunst 2009/2010 ist. Mit

der etwas weiblicher besetzten Presse schien es dabei

eine Spur einfacher zu gehen…“

Mit der Ausstellung »LESS MALE ART« führt die

Kestnergesellschaft ihr Interesse an österreichischen

Künstlerpositionen fort. Die Hintergründe der Ausstellung:

Elke Krystufek plante zunächst eine neue Videoarbeit.

Start der Reise sollte dafür die Insel Bora Bora

sein, auf der Friedrich Wilhelm Murnau seinen letzten

Film „Tabu“ gedreht hat. Aufgrund des dort ausgebrochenen

Denguefiebers konnte Bora Bora jedoch

nicht besucht werden. Die Produktionszeit war knapp

und so suchte man eine Europa möglichst nahegelegene

Insel der Südsee, die Inselgruppe Palau, wo schon

Max Pechstein 1914 gearbeitet hatte. Krystufek: „Der

Videoschnitt fiel jedoch schließlich den großen Budgetlöchern

bei der Kestnergesellschaft zum Opfer.“

Die Künstlerin verzichtete schließlich ganz auf eine

Förderung des Videoprojektes durch ihre Partnergalerien

und begann sich stattdessen mit den männlichen

Machtverhaltenssymptomen innerhalb der Kestnergesellschaft

auseinanderzusetzen.

Die Videoarbeit, die ursprünglich „Südsee Nordsee

– das Meer der Körperflüssigkeiten“ heißen sollte,

wurde nun unter dem Titel „Palau 1 – below the male

belt“ weiterverfolgt. Krystufek begann sich im Rah­


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REgjo HannovER Portrait 73

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men dieses neuen Projektes für die „obskuren Vorgänge

unterhalb der männlichen Gürtellinie“ zu interessieren, so

sie dort verortet: Begehren, Frustration, Eindruck schinden,

Verstecken. „Männer werden von ihrer Sexualität

gesteuert, nicht umgekehrt“, meint sie. Dies versucht sie

in Videosprache umzusetzen. Ob es ihr gelungen ist, wird

das Publikum selbst beurteilen müssen. Trotzdem ist »LESS

MALE ART« in erster Linie eine Malereiausstellung, die zu

90 Prozent auf der Basis von photografischen Abbildungen

von Männern entstanden ist.

Die im Zentrum von Hannover gelegene Kestnergesellschaft

zählt zu den größten und bekanntesten deutschen

Kunstvereinen überhaupt. Seit ihrer Gründung 1916

hat sie trotz der Unruhen und explosiven künstlerischen,

sozialen und technischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts

Bestand. Das Haus verfügt mit fünf Hallen auf zwei

Ebenen über insgesamt 1.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

Als 1997 der damalige Ministerpräsident von Niedersachsen,

Gerhard Schröder, die Räumlichkeiten der

Kestnergesellschaft in der Goeseriede 11 feierlich eröffnete,

titelte die Münchener Abendzeitung: „Deutschlands

schönstes Ausstellungshaus“.

Zwischen 1902 und 1905 hatte der Hannoversche

Stadtbaurat Carl Wolff das Goseriedebad errichten lassen.

Der Mitteltrakt der öffentlichen Badeanstalt wurde 1943

im Zweiten Weltkrieg zerstört und bis 1953 wieder aufgebaut.

Bis 1982 blieb das Bad nach seinr Neueröffnung in

Betrieb. 1990 erwarb die Verlagsgesellschaft Madsack das

Gebäude und bot die Gebäudeteile des ehemaligen Damenbades

und die Eingangshalle mit sämtlichen Nebenräumen

der Kestnergesellschaft zur Nutzung an.

Veit Görner, Direktor der Kestnergesellschaft: „Die

visuelle Gegenwart, nicht nur in der bildenden Kunst, sondern

auch in der Architektur, der Mode oder im Design

steht für uns ebenso im Mittelpunkt des Interesses wie

aktuelle Musik und Literatur oder die theoretischen Positionen

der Philosophie und Geisteswissenschaften. Mit

unseren Ausstellungen, den begleitenden Katalogen und

Führungen, mit den kestnerlectures, den kestnerconcerts,

den kestnereditionen, die es exklusiv nur bei uns und nur

für unsere Mitglieder gibt, und dem interdisziplinären

kestnerlabor haben wir eine vielfältige Veranstaltungspalette,

mit der wir unseren Besuchern und unseren über

4.000 Mitgliedern aktuelle Kunst und theoretische Positionen

auf höchstem internationalen Niveau lebendig und

anspruchsvoll vermitteln.“


74 Experten regjo hannover

Alles, was Recht ist

Der Paragrafendschungel deutscher Gesetzbücher scheint undurchdringlich. Doch Anwälte mit gutem

Rechtsempfinden und profunden juristischen Kenntnissen lotsen ihre Mandanten sicher hindurch.

Wolfram Moritz, Michael Körber und Karsten Ahrens / MPW Legal & Tax


76 Experten regjo hannover

Text: Angela Andresen-Schneehage Fotografie: Roberto Hegeler

Rechthaberei und die Lust am Streiten gehören im Allgemeinen

nicht zu den Eigenschaften, die wir an unseren

Mitmenschen besonders schätzen. Benötigen wir

allerdings einmal fähigen Rechtsbeistand, sind es genau

diese Attribute, die ein findiger Anwalt gerne mitbringen

darf. Neben einem fundierten und umfangreichen

Fachwissen selbstverständlich.

Mehr als 150.000 Rechtsanwältinnen und

-anwälte praktizieren laut Mitgliederstatistik der Bundesrechtsanwaltskammer

in Deutschland, so der Stand

der Erhebung mit Stichtag 1.1.2009. Allein in Niedersachsen

mit seinen drei Kammern sind fast 9.700 Mitglieder

in die berufsständische Vertretung der Anwälte

eingetragen. Betrachtet man die Statistik noch eingehender,

dann lässt sich für diese Profession ein bundesweiter

Zuwachs von rund 2,4 Prozent im Vergleich

zum Vorjahr ausmachen. Bei einer Gegenüberstellung

des zahlenmäßigen Verhältnisses von Anwälten und

Einwohnern erkennt man, dass es in unserer Republik

jeweils einen Rechtsanwalt für etwa 560 Bürger gibt.

Vor noch nicht einmal 20 Jahren mussten sich doppelt

so viele Deutsche einen Juristen teilen. Ein Trend, der

einen anderen nach sich zieht: Um Umsatzeinbußen

entgegenzuwirken und trotz des zunehmend komplizierten

Rechtswesens auch weiterhin den Über- und

Durchblick zu bewahren, spezialisieren sich immer

mehr Anwälte in einem Schwerpunktbereich oder

erwerben den Titel des Fachanwalts.

Während die Zahl der ausgewiesenen Rechtsgebiete

mit über 180 Begriffen (von „A“ wie Abfallrecht

bis „Z“ wie Zwangsvollstreckungsrecht) ziemlich

unübersichtlich ist und mit skurrilen Beispielen

wie Kosmetik-, Pferde- oder Yachtrecht bestückt ist,

beschränkt sich die derzeitige Auswahl der möglichen

Fachanwaltschaften auf 20. Darunter so komplexe Felder

wie das Erb-, Arbeits- oder Familienrecht, Insolvenz-,

Sozial- und Verwaltungsrecht.

Rund ein Fünftel aller Anwälte darf sich heute

Fachanwalt nennen, weil es die dazu erforderlichen

praktischen Kenntnisse in Form bearbeiteter Fälle

nachweisen kann, zusätzlich entsprechende Lehrgänge

mit umfangreichen Leis tungskontrollen absolviert hat

und darüber hinaus mindestens eine Fortbildungsveranstaltung

jährlich besucht. Trotz dieses enorm hohen

erforderlichen Aufwandes verzeichnet die juristische

Spezialisierung in Form der Zusatzqualifikation „Fachanwalt“

eine zunehmende Tendenz.

Dr. Maximilian Schunke

Zu den ausgewiesenen Spezialisten gehört Maximilian

Schunke. Der promovierte Jurist ist Partner der

renommierten Kanzlei Göhmann am Standort Hannover

– laut Ranking des Juve-Handbuchs, dem jährlich

erscheinenden Referenzwerk für Wirtschaftskanzleien,

immerhin eine der Top 50-Kanzleien im nationalen

Vergleich. Einer seiner Tätigkeitsschwerpunkte liegt im

IP-Recht, eine Abkürzung, die für den Laien verständlicher

wird, wenn er Intellectual Property liest. Geistiges

Eigentum also, das in allen Bereichen der Wirtschaft

eine herausragende Rolle spielt, dessen Respektierung

jedoch zunehmend missachtet wird. „Die Markenund

Produktpiraterie nimmt immer größere Ausmaße

an. Der Verkauf der nachgeahmten Waren reduziert

nicht nur den Umsatz der Originale, die meist bedenkliche

Qualität schadet auch dem Image der Markenhersteller.

Dies zwingt die Unternehmen, nach effizienten

Strategien zu suchen, mit denen sie sich vor

Produkt- und Markenklau schützen können“, erklärt

Maximilian Schunke, der für seine Mandanten auf die

Jagd nach Produktpiraten geht. Die Wahrscheinlichkeit,

auf eine große Zahl von Rechtsverletzern zu stoßen,

ist beim Besuch von Fachmessen besonders hoch.

Die Aufdeckung solcher Fälle gelingt aber nur durch

die aktive Suche. Da kommt Schunke sein Arbeitsplatz

am Messestandort Hannover gerade recht. „Die Aktionen

auf Messen, bei denen wir Markenpiraten bekämpfen,

sind oft spektakulär“, so der 42-jährige Anwalt,

der im Auftrag diverser Unternehmen ganz systematisch

die großen Verkaufsschauen durchkämmt. „Ziel

ist es, in kurzer Zeit und trotz großer Messehektik die

gesuchten Plagiate zu entdecken und die erforderlichen

Beweise zu erbringen.“ Wird ein Fall von Marken-

oder Designverletzung erkannt, stellt Schunke

an Ort und Stelle ein Abmahnschreiben mit Unterlassungserklärung

für den Vertreter des Messestandes

aus. „Manche der Täter unterschreiben sofort und zahlen

die fälligen Anwaltsgebühren gleich in bar. Doch

wenn nötig, gibt es auch ganz schnelle richterliche Verfügungen.

Zu Messezeiten innerhalb von drei bis vier

Stunden.“ Was dem Anwalt in diesem internationalen

Geschäft neben den juristischen Fachkenntnissen

zugute kommt, sind seine umfangreichen Fremdsprachenkenntnisse.

Auf Englisch, Französisch, Italienisch

oder Schwedisch zu kommunizieren, ist für ihn kein

Problem. Zu den Qualitäten, die einen guten Anwalt

Ulrich Herfurth


78 Experten regjo hannover

Bilder von oben links nach unten rechts: Karsten Mai, Dr. Nicolas

Fontaine, Dr. Maximilian Schunke, Ulrich Herfurth, Michael Körber,

Karsten Ahrens, Götz von Fromberg, Fritz Willig, Wolfram Moritz

ausmachen, gehören für ihn aber vor allem zwei Eigenschaften:

„Ganz wichtig ist die Ehrlichkeit gegenüber

dem Mandanten in der Einschätzung von Erfolgsaussichten

und Risiken sowie eine große Flexibilität, um

sich möglichst unkompliziert den unterschiedlichen

wirtschaftlichen Zielen und Bedürfnissen der Klienten

anzupassen.“ Und noch etwas Wichtiges bringt der

smarte Advokat mit: Spaß an der Arbeit. „Nur mit der

Freude am eigenen Tun, lassen sich optimale Ergebnisse

für die Mandanten erzielen.“

Dr. Nicolas Fontaine

Unerwarteten glücklichen Geldsegen dank eines bis

dato unbekannten verblichenen Erbonkels – den gibt

es wohl nur im Film. Mit einer Erbschaft verbindet

sich in aller Regel nicht nur der Verlust eines nahestehenden

Menschen, sondern auch eine Reihe komplizierter

juristischer Fragestellungen. Insbesondere dann,

wenn es um beträchtliche Vermögen oder die Gestaltung

einer Unternehmensnachfolge geht. Dann ist ein

kompetenter Berater unverzichtbar.

Als Fachanwalt für Erbrecht hat sich Dr. Nicolas

Fontaine für diese mit sehr hohen Anforderungen

verbundenen Aufgaben qualifiziert. „Dieses Rechtsgebiet

und das damit verbundene Erbschafts- und

Schenkungssteuerrecht ist ein herausforderndes und

hochinteressantes Arbeitsfeld mit weitreichenden

Gestaltungsmöglichkeiten“, begründet er die Wahl seiner

Spezialisierung. Als Partner der führenden Wirtschaftskanzlei

Fontaine Götze in Hannover – von der

renommierten Juve-Redaktion seit Jahren in die Top

Ten der niedersächsischen Anwälte gewählt – berät

er regionale und überregionale Unternehmen sowie

einen Stamm von Privatklienten. „Mit maßgeschneiderten

innovativen Konzeptionen kann ich meinen

Mandanten regelmäßig große Beträge an Erbschaftsund

Schenkungssteuern sparen. Dadurch können

insbesondere Unternehmen langfristig erhalten bleiben,

die andernfalls aufgrund der Erbschaftsteuerbelastung

und/oder der Pflichtteilsbelastung der Inhaber

in ihrem Bestand, einschließlich der Arbeitsplätze,

gefährdet wären.“ Der wegen seiner hohen Expertise

sehr gesuchte Jurist ist Mitglied in zahlreichen Aufsichtsräten,

Beiräten, Verwaltungsräten und Stiftungsvorständen

im In- und Ausland, meist als Vorsitzender.

Zu einer optimalen Beratung zählen für Dr. Nicolas

Fontaine nicht nur das exzellente Fachwissen des

Wirtschaftsanwalts und dessen hohe Servicebereitschaft,

sondern auch ein tiefgehendes Verständnis für

das wirtschaftliche Umfeld des Mandanten. „Hier ist

es ganz unerlässlich, über große Erfahrung und ein

treffsicheres Urteilsvermögen zu verfügen. Und immer

wieder ist auch Kreativität gefordert, wenn es darum

geht, innovative Lösungsmodelle zu entwickeln.“ So

erwiesen sich manche der erfolgreich abgeschlossenen

Mandate des Erb- und Gesellschaftsrechtlers Dr. Fontaine

schon als wegweisend in der deutschen Justiz:

Trotz großer Opposition konnte er für ein großes Versicherungsunternehmen

eines der ersten Squeeze-outs

(ein Ausschluss von Minderheitsaktionären) der Bundesrepublik

ohne jede Anfechtung durchführen. Und

an der Gründung der ersten über zwei Ländergrenzen

hinwegreichenden Societas Europaea, auch europäische

Aktiengesellschaft oder Europa AG genannt,

war Dr. Nicolas Fontaine maßgeblich beteiligt. Mit dieser

Gesellschaftsform wurde eine europaweit einheitliche

Rechtsform für grenzüberschreitende Unternehmen

geschaffen.

Dem Rechtsanwalt und Notar, Jahrgang 1954, mit

Prädikatsexamen und Promotion kommt es sehr entgegen,

dass der Beruf zugleich auch sein Hobby ist. „Ich

denke, das prädestiniert mich für die Ausübung meiner

Tätigkeit. Und die Mandanten profitieren davon, dass

die Arbeitsweise unserer Kanzlei von persönlichem

Engagement und der Freude an der Arbeit geprägt ist.“

Götz von Fromberg

Gibt man in der Suchmaschine Google den Begriff

„Staranwalt“ ein, dann erscheint gleich unter den

Top-Positionen der rund 29.000 Interneteinträge sein

Name: Götz-Werner von Fromberg. Dieses Prädikat –

so es denn eines ist – hat sich der Vollblutjurist durch

viele erfolgreich geführte Prozesse erworben. Als er

1975, damals 26-jährig, seine Kanzlei in Hannover

gründete, war er der jüngste Anwalt der Landeshauptstadt.

Inzwischen kennt man den Mann weit über die

Stadtgrenzen hinaus. Nicht nur als ehemaliger Präsident

von Hannover 96 machte der Fußballbegeisterte

von sich reden. Auch etliche schlagzeilenkräftige Strafprozesse

brachten den Verteidiger immer wieder in

die Medien: Für drei Polizisten, gegen die jahrelang

wegen Falschaussage ermittelt und verhandelt wurde,

holte er ebenso einen Freispruch heraus wie für den

wegen Bestechung angeklagten ehemaligen EnBW-

Vorstands chef Claassen in der sogenannten WM-Ticket-Affäre.

Fußball-Profi und Porsche-Drängler Thomas

Brdaric bewahrte er vor einer Verurteilung. Den

Radiosender ffn vertrat der Anwalt gegen Vorwürfe von

Andrea Ypsilanti, als die im hessischen Wahljahr 2008

über einen Rundfunk-Telefonscherz auf ihre Kosten

so gar nicht lachen konnte. Und auch der Hannoveraner

Hells Angels-Boss zählt zu von Frombergs – sagen

wir: beeindruckenden – Mandanten. Der illustre Reigen

von Klienten und Rechtsfragen schützt den Anwalt

vor Bürotristesse; so hat er sich seine Neugier auf jeden

neuen Fall erhalten. Auf ein Rechtsgebiet festlegen

wollte von Fromberg sich nie. „Ich möchte nicht einseitig

fixiert sein. Das ist für den ‚Leader’ einer Praxis


80 Experten regjo hannover

auch nicht unbedingt von Vorteil. Deshalb übernehme

ich Aufgaben sowohl im Straf- als auch im Zivilrecht“,

erklärt der Rechtsanwalt und Notar. Schwerpunktthemen

hat er trotzdem: „Besonders zuhause bin ich im

Vertrags- und Wirtschaftsrecht sowie im Wirtschaftsund

Steuerstrafrecht.“ Die Vorstände großer Unternehmen

zählen zu den Mandanten seiner Kanzlei, führende

Politiker suchen hier anwaltlichen Rat und auch

die Promidichte der Klientel ist vergleichsweise hoch.

„Aber selbstverständlich betreuen wir alle Berufs- und

Gesellschaftsschichten“, so von Fromberg. „Zu meiner

persönlichen sozialen Einstellung gehört ein uneingeschränkter

Einsatz für jeden Mandanten. Ohne Wenn

und Aber. Allerdings stets unter Wahrung einer gewissen

Distanz. Um ein guter Berater zu sein, muss man

einen Fall aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten.“

Ein guter Anwalt ist für Götz von Fromberg derjenige,

der nicht nur den sicheren Umgang mit den Paragrafen

beherrscht. Ein gesundes Rechtsempfinden ist

unverzichtbar. „Dieses gute alte Bauchgefühl. Damit

kann man seiner inneren Stimme vertrauen und muss

nicht zuallererst in den Gesetzestexten nachschlagen.

Auch Kampfgeist ist wichtig, gepaart mit Augenmaß.

Es geht schließlich nicht darum, um jeden Preis

eine gerichtliche Auseinandersetzung anzustreben.

Ein guter Anwalt erkennt, wann es sinnvoll ist, einen

Konsens herbeizuführen.“ Der überwiegende Teil der

Anwaltsarbeit drehe sich um bedrückende Zustände,

sagt von Fromberg. Das müsse man aushalten und kompensieren

können. Kann er auch: mit Humor, der Lust

an den schönen Dingen des Lebens, mit aktivem Sport

sowie im Kreise seiner Familie. Und mit einem dicken

Fell. Das bekam Götz von Fromberg wohl mit dem Vornamen

in die Wiege gelegt.

Fritz Willig

Ohne schlechte Menschen gäbe es keine guten

Anwälte. So sah es Charles Dickens vor mehr als 150

Jahren. Übeltäter und Gesetzesbrecher sind es auch,

die Fritz Willig auf Trab halten. Kurz vor dem Interview

für dieses Portrait saß er noch im Gefängnis. Als

Strafverteidiger bei seinem Mandanten natürlich; zur

Vorbereitung eines Mordprozesses in Hannover. „Man

muss in unserem Job mit Menschen umgehen können.

Und zwar mit allen“, betont der Anwalt. „Nicht nur die

Netten und Schönen müssen gut beraten werden. Ich

muss einen Mörder oder Vergewaltiger auch dann vernünftig

verteidigen, wenn ich ihn seiner Tat wegen verabscheue.

Und gibt die Beweislage eine Verurteilung

nicht her, dann muss auch jemand, den ich im Innersten

nicht ausstehen kann, freigesprochen werden. Das

ist meine Aufgabe.“

Als Sohn eines Juristen hegte er schon früh den

Wunsch, selbst Anwalt zu werden. „Mein Freiheitsdrang

und das Verlangen, sich für andere einzusetzen

gaben den Ausschlag für diese Berufswahl.“ 1967

gründete Willig seine Kanzlei in Laatzen und hat sich

seitdem durch viele aufsehenerregende Prozesse in der

Region Hannover einen Namen gemacht. Auch nach

vielen Jahren erinnert die Stadt sich noch an die Verhandlung

gegen den Fußballtrainer Helmut „Fiffi“

Kronsbein, der wegen des Verdachts auf Tötung seiner

Ehefrau vor Gericht stand. Oder an den langjährigen

Pharmaskandal, bei dem es um fahrlässige Tötung

durch Schlankheitspillen ging.

Doch nicht nur Mord und Totschlag machen den

beruflichen Alltag des Anwalts aus. „In 40 Berufsjahren

habe ich rund 4.000 Ehen geschieden. Das ist oft

besonders schwierig; nämlich dann, wenn es um das

Wohl der Kinder geht. Doch ob Straf- oder Familienrecht

– die Kunst des Anwalts besteht darin, die jeweiligen

Sachverhalte klar erkennen zu können. Computer

helfen uns dabei heute sehr, weil sich zum Beispiel

Urteile des Bundesgerichtshofes in Sekundenschnelle

abrufen lassen. Doch den gesunden Menschenverstand

ersetzt das keinesfalls.“

Fritz Willig behauptet von sich, ein fleißiger Arbeiter

und konsequenter Frühaufsteher zu sein; seine

Mandanten holt er schon mal aus der Nachtschicht ab.

Doch das allein reicht nicht, um erfolgreich eine Kanzlei

zu führen. „Man muss auch Glück haben! Und zur

richtigen Zeit auf die richtigen Klienten treffen. Nur so

kann man reüssieren.“ Er gibt zu, dieses Glück gehabt

zu haben. Und Willig ist willig, einen Teil davon weiterzugeben.

Gemeinsam mit Freunden unterstützt

er als „Willig und friends“ Projekte für Kindergärten

oder Sportvereine in sozialen Brennpunkten. „Mensch

sein und für Menschen da sein! Das ist für mich ganz

wichtig!“

Das Formulieren von Schriftsätzen allein reicht

dem Anwalt als literarisches Tun nicht aus. Zur Entspannung

schreibt er Krimis. Fünf Romane hat er

schon veröffentlicht, ein weiterer ist in Arbeit. „Das

Leben ist mein Ghostwriter. Ich muss die Geschichten

nur noch in die richtige Form bringen. Für mich genau

das Richtige zum Entspannen.“

Karsten Mai

So etwas wie den Eid des Hippokrates – auch wenn

Ärzte diesen heute gar nicht mehr ablegen – gibt es

für Anwälte nicht. Aber natürlich fühlen sich auch die

Juristen einem Berufsethos verpflichtet. „Der Mandant

hat einen unbedingt zu respektierenden Anspruch darauf,

umfassend über die Risiken seines beabsichtigten

Dr. Nicolas Fontaine


82 Experten regjo hannover

Vorgehens in Kenntnis gesetzt zu werden. Dies gilt erst

recht für einen beabsichtigten Prozess“, so lautet einer

der Grundsätze von Karsten Mai. Seit 15 Jahren ist er

in Hannover als Anwalt zugelassen. In seiner „Allgemeinkanzlei“

behandelt er Probleme auf verschiedenen

Rechtsgebieten. „Genau so habe ich es schon vor

Aufnahme meines Studiums gewollt. Der von manchen

Juristen für erstrebenswert gehaltene Staatsdienst

war für mich nie eine Alternative.“ Mai schätzt die

Abwechslung an dieser Form der Beratungstätigkeit;

den erhöhten Arbeitsaufwand einschließlich der entsprechenden

Fortbildungen nimmt er in Kauf. „Noch

heute freue ich mich daran, wenn ich für meine Mandanten

als erster persönlicher Ansprechpartner zur

Lösung ihres Problems herangezogen werde. Stellt sich

dabei dann heraus, dass die Lösung Spezialwissen und

sehr vertiefte Kenntnisse einer bestimmten Rechtsmaterie

erfordert, scheue ich mich nicht, eine Kollegin

oder einen Kollegen zu empfehlen, der in dem Fall die

optimale Hilfe bieten kann.“

Trotz des breiten Spektrums an Rechtsgebieten

kris tallisieren sich auch in Mais Kanzlei Schwerpunkte

heraus, die besonders häufig gefragt sind: Dies

sind Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Arbeits- und

Verkehrsrecht sowie die Beitreibung von offenen Forderungen.

„Egal, um welches Gebiet es sich auch handelt,

ich versuche beständig, den für den Mandanten jeweils

günstigsten Weg zur Lösung zu finden.“ Heftige Konfrontationen

lassen sich dabei nicht immer vermeiden;

oftmals erfordern juristische Probleme aufwendige Prozesse

– das liegt in der Natur der Sache. Doch Karsten

Mai ist auch ein Freund der leisen Töne, bleibt gerne

zurückhaltend: „Gute Ergebnisse habe ich schon vielfach

dadurch erzielen können, dass ich die notwendige

Korrespondenz für den Mandanten erstellt, diese aber

nicht mit Anwaltsbriefkopf in eigenem Namen versandt

habe. Stattdessen habe ich es dem Klienten überlassen,

das Schreiben zu schicken. Denn nicht selten wird

die Einschaltung eines Rechtsanwalts von der „Gegenseite“

– freundlich ausgedrückt – als Herausforderung

betrachtet und führt dann im weiteren Verlauf zu einer

nicht beabsichtigten Eskalation.“

Karsten Ahrens

Ob als Tribut, Zoll oder Zehnt: Ihre obligatorischen

Abgaben müssen die Menschen schon seit der Antike

leisten. Die bisweilen bemerkenswerte Kreativität bei

der Einführung neuer Steuern haben unsere Staatswesen

seitdem nicht verloren, doch zahlen tut sie

bekanntlich niemand gern. Da ist es kaum verwunderlich,

dass das Sujet der Steuerberatung fast genau

so alt ist wie die Abgabe selbst und deren Eintreiber.

Mit ihrer interdisziplinären Kanzlei MPW Legal & Tax

konzentrieren sich Rechtsanwalt Michael Körber, Steuerberater

und Wirtschaftsprüfer Wolfram Moritz und

Karsten Ahrens, Fachanwalt für Steuerrecht, auf genau

diesen Sektor. Ihre Spezialisierung geht sogar noch

weiter: Sie machten ihre Sozietät im südniedersächsischen

Northeim zu einer der führenden Beratungsgesellschaften

im Energie- und Stromsteuerrecht.

„Unsere Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der

rechtlichen, steuerlichen und bilanziellen Beratung

von Unternehmen der Energie- und Energiedienstleistungsbranche.

Hierbei liegt der besondere Schwerpunkt

auf der Entwicklung neuartiger Geschäftsmodelle

in diesem wachsenden Markt“, erklärt Wolfram

Moritz. „Die besondere Herausforderung sehen wir

darin, neue Ideen zu entwickeln und diese in eine praxisgerechte,

rechtssichere und steuerlich ausgewogene

Form zu kleiden.“ Dazu brauchen die Experten Ausdauer.

Denn innovative Ansätze präsentieren sich nicht

immer offensichtlich; sie wollen gefunden und entwickelt

werden. „Ohne Fantasie und die Bereitschaft,

immer wieder aus vorhandenen Denkmustern auszubrechen,

kann das nicht gelingen“, ergänzt MPW-Partner

Michael Körber. „Doch aufgrund unseres hohen

Spezialisierungsgrades können wir mit einer gewissen

Leichtigkeit – jedoch keinesfalls leichtfertig – tragfähige

Lösungen für unsere Mandanten entwickeln.“

Eine noch weiterreichende juristische Spezialisierung

im Bereich der Energiewirtschaft ist zurzeit nicht

möglich. „Eine zusätzliche berufliche Qualifikation,

etwa in Form eines Fachanwalts für Energierecht, wird

noch nicht angeboten“, bedauert Steuerrechtler Karsten

Ahrens. „Unser Beratungsalltag erfordert jedoch

von jedem Berufsträger auch ein branchenspezifisches

Know-how. So diskutieren wir beim Energiecontracting,

das heißt der Auslagerung der Energieversorgung

auf professionalisierte Anbieter, seit Jahren die Umlagefähigkeit

im Mietwohnungsbau oder gegenwärtig im

Rahmen unserer Verbandsarbeit die Herausforderungen

an den Energiemarkt bei der nationalen Umsetzung

z.B. der EU-Energiedienstleistungs-Richtlinie.“

Zu den aktuellen Aufgaben von MPW Legal &

Tax zählen immer wieder auch die Entwicklung neuer

Geschäftsmodelle auf Grundlage der Liberalisierung

des Messwesens bei Strom- und Gaslieferungen (Smart

Metering) sowie die Konzeption neuer Produktideen

für Anbieter von Energiedienstleis tungen. Zukunftsträchtige

Aufgaben, die die motivierten Fachleute unter

das Motto stellen: „Nicht Probleme suchen, sondern

Lösungen finden!“

Dr. Maximilian Schunke


egjo hannover Experten 85

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oben: Karsten Mai

unten: Fritz Willig

Ulrich Herfurth

Er ist Unternehmeranwalt aus Überzeugung – zum einen

im Sinne einer Kanzlei als modernes Dienstleistungsunternehmen,

zum anderen als Anwalt der Unternehmer.

Ehrenamtlich engagiert sich Ulrich Herfurth als Landesvorsitzender

des Verbandes „Die Familienunternehmer-

ASU“. Ein unübersehbarer roter Faden, wie es scheint.

Gesellschaftsrecht, Finanzierungen, Beteiligungen, Unternehmenskäufe

und Unternehmensnachfolge sind die Themen,

die Herfurth regelmäßig auf dem Tisch hat. Insbesondere

wenn es dabei um internationale Geschäftstätigkeiten

geht, suchen die Mandanten seinen Rat. Ulrich Herfurth:

„Ich führe unsere Kanzlei mit 20 Rechtsanwälten, davon

16 mit Auslandshintergrund unter anderem USA, Frankreich,

Spanien, Polen, Russland, China, Indien.“ Gleichzeitig

ist er mit dem Ausbau der Alliuris Gruppe mit 20

Büros und 200 Anwälten in Europa, Indien und den Emiraten

beschäftigt. Schon als Student hat Ulrich Herfurth

sein erstes Unternehmen gegründet: als Generalunternehmer

für Architektenhäuser hat er bis zum Jura-Examen

rund 25 Häuser gebaut. Eine Erfahrung, die auch bei der

späteren Gründung der Kanzlei eine Rolle spielte. Fachlich

hochspezialisierte Kollegen setzen auf die Arbeit im Team.

„Dabei sehe ich mich mehr als anwaltlicher Diplomat denn

als Buschkämpfer.“ Erste anwaltliche Schritte ins Ausland

unternahm Ulrich Herfurth bereits vor 20 Jahren, dazu hat

er Mitte der 1990er mit 17 ausländischen Kollegen zwei

Bücher verfasst zum Recht in Europa, „Geschäftspraxis

in Europa“ und „Immobilienerwerb in Europa“. Es folgte

die Mitbegründung und Führung der Alliuris Gruppe, wo

vor vier Jahren die Alliuris Academy ins Leben gerufen

wurde: ein Praktikantenprogramm und Summer School

für die jungen Anwälte der Alliuris Gruppe. Die jährliche

Summer School hat seitdem in Hannover; Mailand, Amersfoort

und Brüssel stattgefunden, im Juli 2010 folgt Istanbul.

Seine Arbeitsdevise bringt Ulrich Herfurth so auf den

Punkt: „We help you cross borders. Wir helfen Unternehmen,

ihre Ziele im Inland und Ausland zu erreichen. Dazu

müssen wir die Unternehmen und Unternehmer sehr gut

verstehen.“

Was sind typische Beispiele seiner Arbeit? „Ein erfolgreicher

Unternehmenskauf durch ausländische Mandanten,

mit Abschluss am zweiten Weihnachtsfeiertag, aber

auch die Moderation für ein verzweigtes Traditionsunternehmen

in Familienhand zu einem intensiven Strukturwandel

mit dem Ziel der Zukunftssicherung des Unternehmens.

Hilfreich war auch die Entwicklung einer

Vermittlungsplattform für Eigenkapital für Unternehmen

(NCapital). Diese Plattform haben wir gemeinsam mit der

Börse in Hannover und der NBank entwickelt, mittlerweile

wird sie erfolgreich von der NBank betrieben.“ Und

welches sind die brandaktuellen Projekte, an denen gerade

gearbeitet wird? „Gerade arbeite ich an mehreren Unternehmensnachfolgen,

auch mit Unternehmensverkauf, an

Konzepten zur Haftungsvermeidung im Unternehmen und

gemeinsam mit meinen Kollegen an mehreren Beteiligungen

und Investitionen in Asien und Nahost.“

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oben: Claudia Andrae

unten: Dr. Andreas Winkelbach

regjo hannover Experten 87

Claudia Andrae und Dr. Andreas Winkelbach

Die Kanzlei „Stobbe Rechtsanwälte“ in Hannover ist

über einen Zeitraum von mittlerweile 80 Jahren organisch

gewachsen. Hier gehören die Rechtsanwälte Claudia

Andrae und Dr. Andreas Winkelbach seit Jahren zu

den juristischen Experten. Aus gesundem Wachstum ist

eine Gemeinschaft hervorgegangen, die auch im Inneren

fest zusammenhält, dieser „Stobbe-Geist“ ist bereits

sprichwörtlich. Dr. Winkelbach: „Wir sind stolz auf die

einzigartige menschliche und persönliche Harmonie aller

Sozien, den sprichwörtlichen ‚Stobbe-Geist‘, der uns aus

dem schnelllebigen Wechselspiel zahlreicher Firmen und

anderer Büros heraushebt. Diese gelebte Philosophie der

Zusammengehörigkeit, der Partnerschaft im Wortsinne

kommt unseren Mandanten zugute.“ Die Kanzlei besteht

seit 1927. Sie wurde zunächst als Einzelpraxis betrieben.

Die rasche Ausweitung des Mandantenstammes, die gesteigerten

Anforderungen an eine umfassende Anwaltsdienstleistung

und vor allem das zunehmende Bedürfnis nach

fachlicher Spezialisierung führte in der Folge zur Aufnahme

weiterer Sozien. Claudia Andrae: „Heute sind wir

ein gut harmonierendes Team von elf Rechtsanwälten, die

sowohl über ein breitgefächertes Grundlagenwissen verfügen

als auch auf ihrem jeweiligen Fachgebiet spezialisiert

sind. Wir beraten und vertreten unsere Mandanten

auf allen Gebieten des Zivil- und Wirtschaftsrechtes. Die

wichtigsten Schwerpunkte decken wir durch Fachanwälte

(u.a. in den Bereichen Versicherungsrecht, Arbeitsrecht,

Bau- und Architektenrecht und Familienrecht) ab, ergänzt

um die steuerrechtliche Beratung des in Bürogemeinschaft

befindlichen Steuerberaters. Die von unseren Mandanten

zu Recht erwartete Kompetenz konnte dabei nur durch die

frühzeitige Spezialisierung der einzelnen Kollegen und die

Aufnahme weitere Fachanwälte erreicht werden.“

Während Claudia Andrae unter anderem auf Familienrecht

spezialisiert ist, befasst sich Dr. Andreas Winkelbach

intensiv mit Arbeitsrecht – und zwar meistens aus

Arbeitgeberperspektive. Und wie sieht diese in Krisenzeiten

aus? „Die Finanzkrise wirkt sich leider immer noch

auf die Realwirtschaft aus, so dass auch für das Jahr 2010

mit erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu rechnen

ist. Viele der von uns beratenen Unternehmen versuchen

zwar, den geänderten Rahmenbedingungen durch

Umstrukturierungen, Betriebsänderungen, Kurzarbeit und

sonstige Sparmaßnahmen gerecht zu werden. Mittelfristig

werden allerdings nur wenige Arbeitgeber vermeiden können,

die Notwendigkeit eines jeden Arbeitsplatzes genauestens

zu prüfen, die Belegschaftsstärke zu reduzieren und

so die Personalkosten zu senken.

Der Ausspruch von betriebsbedingten Kündigungen

ist dann meistens unumgänglich. Die gerichtliche Durchsetzung

dieser Kündigungen ist aber nach wie vor schwierig.

Sie erfordert nicht nur Rechtskenntnisse, sondern vor

allem auch praktische Erfahrung. Allein der Hinweis des

Arbeitgebers auf Umsatzrückgänge und leere Auftragsbücher

reicht als Kündigungsgrund noch nicht aus. Die Kündigung

muss auch in den Zeiten der Krise sozial gerechtfertigt

sein. Deshalb sollten Arbeitgeber sich möglichst

frühzeitig anwaltlich beraten lassen und nicht erst nach

Ausspruch der Kündigung.“


REgjo HannovER zUKUnFtSatlaS 89

zukunftsfelder, in denen die region im

vergleich zu deutschland eine überdurchschnittliche

Bedeutung aufweist:

Branche:

rang

gesundheitswirtschaft 9

Informations- und Kommunikationstechnologie 13

Logistik 19

Hochwertige Unternehmens- und Forschungs-/

Entwicklungsdienstleistungen 19

Fahrzeugbau 25

Maschinenbau 66

Mess-, Steuer- und Regeltechnik 94

Sehr starke Konzentration

Starke Konzentration

Überdurchschnittliche Konzentration

Durchschnittliche Konzentration

geringe Konzentration

Sehr geringe Konzentration

… der sieben Zukunftsfelder in der Region.

Zukunftsatlas Branchen 2009

Die Region Hannover ist im deutschlandweiten vergleich bestens für die Zukunft gerüstet.

Beweis dafür ist Platz 7 (von 413) im aktuellen Zukunftsatlas Branchen 2009.

Stobbe | Rechtsanwälte

Wir sind ein über Jahre gewachsenes, gut

harmonisierendes und hoch motiviertes

Team von Rechtsanwälten, die sowohl über

ein breitgefächertes Grundlagenwissen verfügen

als auch auf ihrem jeweiligen Fachgebiet

spezialisiert sind.

Sie haben Ziele und wollen Erfolg. Diesem

Anspruch wollen wir gerecht werden, indem

wir uns genau denselben Anforderungen

stellen, die Sie selbst heute im Markt erfüllen

müssen, um Ihre Wettbewerbsfähigkeit

zu erhalten oder zu verbessern. – Wir freuen

uns auf Sie!

Georg Borchers

Fachanwalt für

Arbeitsrecht, Notar

Daniel Schneider

Fachanwalt für

Versicherungsrecht

Dr. Jens Tietgens

Fachanwalt für

Versicherungsrecht

Hilmar Stobbe

Fachanwalt für

Versicherungsrecht

Dr. Thomas Remmers

Fachanwalt für

Verwaltungsrecht

Claudia Andrae

Fachanwältin

für Familienrecht

Daniel Rosandic-Bruns

Fachanwalt für Bauund

Architektenrecht

Tina Thoms

Rechtsanwältin

Dr. Andreas Winkelbach

Fachanwalt

für Arbeitsrecht

David Hoffmann

Rechtsanwalt

Hohenzollernstraße 43 • 30161 Hannover • Tel: 0511/34096-0 • kanzlei@stobbe.de • www.stobbe.de

In Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt hat das Institut

für Wirtschaftsforschung und Strategieberatung Prognos

alle 413 Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands unter

die Lupe genommen und anhand von sieben sogenannten

Zukunftsfeldern analysiert, welche Regionen Deutschland

die größten wirtschaftlichen Potenziale für die Zukunft

aufweisen. Das Ergebnis des „Zukunftsatlas Branchen

2009“ macht deutlich, dass die Region Hannover auf dem

richtigen Weg ist. Mit einem hervorragenden siebten Platz

im Gesamtranking gehören die 21 Städte und Gemeinden

rund um Niedersachsens Landeshauptstadt zu den Top­10­

Regionen Deutschlands. Nur die Großstädte Hamburg, Berlin,

München, Frankfurt, Köln und Stuttgart können sich

im Ranking vor der Region behaupten. Die Region Hannover

punktet vor allem in den Bereichen Gesundheitswirtschaft,

Informations­ und Kommunikationstechnologie,

Logistik sowie bei hochwertigen Unternehmens­ und

Forschungs­/Entwicklungsdienstleistungen.

Ausgehend von den Ergebnissen des Prognos World

Report 2009 wurden anhand der kurzfristigen Profiteuere

der derzeitigen globalen Wirtschaftskrise und langfristig

zukunftsfähiger Branchen sieben Zukunftsfelder der deutschen

Wirtschaft abgeleitet: Gesundheitswirtschaft, Informations­

und Kommunikationstechnologie, Logistik sowie

hochwertige Unternehmens­ und Forschungs­/Entwicklungsdienstleistungen,

Fahrzeugbau, Maschinenbau sowie

Mess­, Steuer­ und Regeltechnik. Diese sieben Branchen

verfügen laut der Studie über stark steigende Wertschöpfungspotenziale

in den nächsten fünf bis zehn Jahren und

werden somit die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands

wesentlich mitbestimmen.

Für jedes dieser Zukunftsfelder wurde aus den drei

Merkmalen Stärke (Zahl der sozialversichtungspflichtigen

Beschäftigten 2008 absolut), Dynamik (Entwicklung

der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten

in den Jahren von 2000 bis 2008) und Spezialisierung

(Grad an Spezialisierung im Vergleich zum

Bundesdurchschnitt) ein Clusterindex errechnet. Aus

der Summe der einzelnen Clusterindices ergibt sich ein Gesamtindex,

der Aufschluss über die wirtschaftliche Stärke

und Zukunftsfähigkeit der einzelnen Regionen gibt.

Den kompletten Zukunftsatlas Branchen 2009 sowie weitere

Informationen fi nden Sie im Internet unter www.prognos.com

Quelle: www.prognos.com


90 portait regjo hannover regjo hannover portrait 91

Die berühmte Katze im Sack

Bewegte Bilder zielen – wenn sie denn gut sind – direkt auf das Herz des Kunden. Sie emotionalisieren, bauen Brücken

und idealisieren. Die BEST COMPANY VIDEO GmbH ist in Sachen „bewegte Bilder“ eine Meisterin ihres Fachs.

Fernsehbeiträge, Dokumentationen, Image- und Produktfilme sind das

Kerngeschäft der Filmprofis von der BEST COMPANY VIDEO GmbH aus Hannover.

Links: Gründer und Geschäftsführer Carsten Schüler.

Fotografie: BEST COMPANY VIDEO GmbH

Eine „Katze im Sack“ kaufen? Wer will das schon. Bei Film- und

Multimedia-Produktionen ist dies häufig der Fall, da das Produkt

für jeden Kunden individuell erstellt wird. Es ist kein Produkt von

der Stange und der Kunde hat nicht die Möglichkeit, sich das Produkt

im Vorfeld anzuschauen. Die BEST COMPANY VIDEO GmbH,

eine Film-, TV- und Medienproduktion aus Hannover, wirkt dieser

„unbekannten Katze“ durch Kommunikation und Kreativität

entgegen. Ein Erfolgskonzept?

„In unserer Branche ist es wichtig, Vertrauen zu den Kunden

aufzubauen und zu fördern. Das geht nur mit Seriosität, Kommunikation

und der nötigen Kreativität“, erklärt Carsten Schüler,

Gründer und Geschäftsführer der BEST COMPANY VIDEO GmbH.

Gemeinsam mit seinem Netzwerk aus Regisseuren, Redakteuren,

Kameramännern, Cuttern und Grafikern erstellt Carsten Schüler

virtuelles und bewegendes Gut. Basierend auf der Kernkompetenz

der klassischen Filmproduktion entwickelte sich die Kreativschmiede

über die vergangenen Jahre hin zu einer umfassenden

Medienproduktion. Image-, Produkt- und Messefilme zählen gleichermaßen

zum Portfolio wie interaktive Anwendungen, Animationen,

Motion-und Grafik-Design sowie die Produktion von Podcasts

für das Internet. All diese Bewegtbild-Anwendungen werden

im eigenen Hause von sieben festen Mitarbeitern konzipiert und

realisiert.

Ein derartig umfangreiches Portfolio bringt noch lange keine

Kunden. Doch wie genau baut man Vertrauen zum Kunden auf,

wenn dieser das Produkt bei Vertragsabschluss in seiner finalen

Visualisierung noch nicht kennt? Das Erfolgsrezept ist stetige und

konstruktive Kommunikation aller Beteiligten.

„Bevor wir mit der Planung von Film- oder Multimedia-Projekten

beginnen, führen wir mit dem Kunden intensive Gespräche.

Wir hinterfragen genauestens seine Intention und Vorstellung.

Wir passen das Medium ‚Bewegtbild‘ an das vorhandene Budget

an. Passt das mal nicht, unterbreiten wir dem Kunden einen

alternativen Vorschlag. Wir entwickeln Ideen, konzipieren eine

„Geschichte“, geben Vorschläge für das Design und kommunizieren

regelmäßig miteinander.“ Durch langfristige Geschäftsbeziehungen

sowie die Erfahrungen mit namhaften Industriekunden

und Sendeanstalten schafft es die BEST COMPANY VIDEO GmbH,

Vertrauen aufzubauen und „ihre Katze“ als hochwertiges, bewegendes

und virtuelles Gut zu verkaufen.

Für die Produktion und Nachbearbeitung der bewegten Bilder

setzt die BEST COMPANY VIDEO GmbH auf die neuesten Hightech-

Standards. Hochwertigste Aufnahmetechnik in High Definition

bildet die Grundlage für erstklassige Bewegtbild-Kommunikation.

Im hauseigenen Studio können zudem Podcasts aufgezeichnet

und professionelle Fotoaufnahmen erstellt werden. Bei der digitalen

Nachbearbeitung stehen Carsten Schüler und seinem Team

drei digitale AVID-Schnitträume in Full-HD-Auflösung zur Verfügung.

Eine professionelle Sprecherkabine sowie ein umfangreiches

lizenzpflichtiges Geräusche- und Musikarchiv sorgen für eine ausdrucksstarke

Vertonung. Denn Audio-Elemente wie Musik, Sprechertext

und Sounds emotionalisieren die Kraft der Bilder im Film

erheblich und erhöhen den Wiedererkennungswert. Bei Bedarf

kann auf einen professionellen Sprecherpool zurückgegriffen werden,

um seinen Film beispielsweise mit der Stimme von Robert

Redford, Harrison Ford oder aber Robert De Niro zu untermalen.

Carsten Schüler ist sich sicher: „Unsere Kunden mögen ‚unsere

Katze im Sack‘. Durch die stetige Kommunikation mit uns steht der

Kunde am Ende des Projekts nicht vor vollendeten Tatsachen, denn

er wird in den gesamten Ablauf eingebunden und kann Wünsche

und Kritik jederzeit äußern. Vertrauen macht sich eben auf lange

Sicht bezahlt.“

Weitere Informationen: www.best-company-video.tv

Kontakt: info@best-company-video.tv


92 interview regjo hannover regjo hannover interview 93

Bärbel Jacob, Geschäftsführerin des

Wirtschaftsfördervereins „Pro Hannover Region“.

Aktive Netzwerker (von links): Bernd Bühmann, stellvertretender PHR-Vorstandsvorsitzender,

Geschäftsführerin Bärbel Jacob und Ulrike Hornig, Mitglied der Arbeitsgruppe Projektideen.

PHR – das Wirtschaftsnetzwerk

Pro Hannover Region (PHR) ist seit zehn Jahren das größte Wirtschaftsnetzwerk in der Region Hannover.

RegJo im Interview mit der Geschäftsführerin des Wirtschaftsfördervereins Bärbel Jacob.

Interview: Stefanie Stüting Fotografie: Gudrun Ebert, Herbert Utermöhlen

Der Wirtschaftsförderverein PHR gilt als wichtiger Knotenpunkt

für Unternehmen, die in der Region kompetente Ansprechpartner

in Politik und Wirtschaft suchen. Attraktion des Fördervereins ist

das Unternehmer-Frühstück an jedem ersten Dienstag im Monat in

einer exklusiven regionalen Location. Rund 160 Unternehmerinnen

und Unternehmen treffen sich zu diesem Frühstücks talk und

netzwerken.

Der im September 2000 während der Weltausstellung in Hannover

von 14 Firmen gegründete Wirtschaftsförderverein verzeichnet

eine rasante Entwicklung – und ist heute – zehn Jahre nach

der Vereinsgründung – 400 Mitglieder stark. Zu den Gründungsmitgliedern

zählen unter anderem die Firma Bahlsen, die Deutsche

Telekom, Sennheiser electronic, die Stadtwerke Hannover AG,

die IHK Hannover und die Leibniz Universität. Mit rund 50.000

Arbeitsplätzen in der Region Hannover sieht sich der Förderverein

als wichtige Interessenvertretung der regionalen Wirtschaft.

Über den „Marktplatz PHR“ erhöhen auch viele kleine und mittlere

Unternehmen ihre Wertschöpfungskette.

Welche Ziele verfolgt Pro Hannover Region?

Wichtigste Vereinsziele sind die Interessenvertretung für den Mittelstand

und selbständige Berufe. Pro Hannover Region sieht sich

auch als Partner für Konzepte und Maßnahmen zur Weiterentwicklung,

Profilierung und Außendarstellung des Wirtschaftsraums

Hannover. Wir wollen so die Mitgliedsunternehmen, ihre

Führungskräfte und Mitarbeiter enger an den Standort binden.

Wo liegen derzeit Ihre aktuellen Arbeitsschwerpunkte und

Projekte?

In unserem Förderverein sind derzeit neun Arbeitsgruppen aktiv,

die sich mit aktuellen wirtschaftlichen Themen und deren ökonomischen

Auswirkungen auf kleine und mittelständische Unternehmen

befassen. So arbeitet die AG Corporate Social Responsibility

(CSR) zurzeit – gemeinsam mit den Kooperationspartnern NBank,

InWent und Hannoversche Volksbank – an den Auswertungen der

Selbstreporte für den CSR-Award 2009. Dieser Preis wurde 2008

von PHR ins Leben gerufen. Damit wollen wir Unternehmen auszeichnen,

die freiwillig gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

CSR bedeutet verantwortliches unternehmerisches Handeln

vor allem in den Bereichen Markt und Lieferkette, Arbeitsplatz

Umwelt und Gemeinwesen. Eine weitere Arbeitsgruppe, die AG

Ausbildungsoffensive, hat sich zum Ziel gesetzt, den geringer werdenden

Ressourcen von Auszubildenden für den Klein- und Mittelstand

entgegen zu wirken. Wissen Sie, gerade bei diesen Unternehmen

machen sich die Auswirkungen des demografischen Wandels

bereits heute besonders bemerkbar. Diese beiden Arbeitsgruppen

sind derzeit sehr aktiv. CSR befindet sich auf der Zielgeraden für

die Awardverleihung 2009. Die Ausbildungsoffensive ist mitten in

den Vorbereitungen für eine Veranstaltung, bei der rund 300 Schüler

– also potenzielle Auszubildende – mit circa 30 PHR-Unternehmen

in den Dialog treten. Beide Seiten wollen dabei das gegenseitige

Interesse an einem Arbeitsverhältnis ausloten. Für Anfang des kommenden

Jahres sind weitere Initiativen der Arbeitsgruppen Gesund­

heitsmanagement, Messen, International, Kontakte + Synergien, IT,

Projektideen sowie Image und Öffentlichkeitsarbeit geplant. Alle

Mitglieder der Arbeitsgruppen engagieren sich ehrenamtlich und

treffen sich in der Regel monatlich zu gemeinsamen Sitzungen.

2010 feiert PHR zehnjähriges Bestehen. Was planen Sie im

Jubiläumsjahr?

Richtig, am 7. September 2010 besteht der Förderverein Pro Hannover

Region zehn Jahre und kann über die vergangenen Jahre

auf ein ständiges und beeindruckendes Wachstum zurückblicken.

Trotz der Wirtschaftskrise in den vergangenen Monaten haben wir

nur geringe Schwankungen bei der Mitgliedszugehörigkeit. Was

das Jubiläum anbetrifft, befinden wir uns in der ersten Planungsphase

und können derzeit noch keine Einzelheiten bekannt geben.

Fakt ist, dass wir dieses Jubiläumsjahr mit unterschiedlichen Veranstaltungen

aufwerten werden, um dann am Gründungstag das

zehnjährige Bestehen überzeugend zu zelebrieren.

Bei welchem Thema sehen Sie den größten Handlungsbedarf in

der Region?

Das will ich Ihnen gerne sagen. Hannover liegt im Fadenkreuz

der Nord-/Süd- sowie der Ost-/Westachse, also genau in der Mitte

von Europa. Der Standort ist bereits bekannt für seine Messen.

Reisende, die den Hauptbahnhof Hannover frequentieren, werden

begrüßt mit „Willkommen in der Messestadt Hannover“. Für

die Zukunft wünsche ich mir, dass diese Ankündigung nicht nur

Reisende erreicht, sondern auch wettbewerbsfähige Unternehmen

anspricht. Sie sollen überzeugt werden, sich hier in der Region

Hannover anzusiedeln, heimisch werden und den Standort stärken.

Welches sind für Sie die bemerkenswertesten Stärken und

Schwächen der Region?

Ein nicht unbedeutender Bestandteil eines lebhaften Wirtschaftsstandortes

ist es, die Welt wissen zu lassen, welche wichtigen und

hervorragenden Standortfaktoren die Region Hannover zu bieten

hat. Bei der Verbreitung der Stärken dieser Region, die nicht zuletzt

auch durch aktuelle Studien belegt wurden, sollten umfassendere

Kommunikationskanäle eingesetzt werden, die diese Botschaft

nachhaltig publizieren. Nach dem Motto „international agieren,

regional profitieren“ könnte so die Wirtschaft in der Region weiter

angekurbelt werden.

Wie sehen Sie die Perspektiven für PHR in den kommenden

Jahren?

Die Perspektiven für PHR in den kommenden Jahren sind vielfältig.

Der Verein sieht sich in einer Drehscheibenfunktion für seine

Mitgliedsunternehmen. Es gibt in der Region keine Alternative zu

diesem erfolgreichen Verein, der mit seinen Projekten und Ergebnissen

auf sich aufmerksam macht.

Weitere Informationen zu „Pro Hannover Region“ finden

Sie im Internet unter www.p-h-r.de


94 Kalender regjo hannover regjo hannover Kalender 95

Nussknacker und Mausekönig

Das Fest

Die Virtualität des Bildes

Milow

Jörg Mannes nimmt sich dem beliebtesten Märchen der Ballettgeschichte

an, ohne es zu einer reinen „Zuckermandel-Feerie“

machen zu wollen, wie Tschaikowsky selbst eher abschätzig sagte.

Die Familientragödie von Thomas Vinterberg

als Theaterstück, aufgeführt im Foyer des

Schauspielhauses Hannover.

Die Sammlung Clarissa ist eine der frühesten Sammlungen

von Computergrafik in Deutschland. Ihren Höhepunkt erlebte

diese Kunstrichtung in den 1960er und 70er Jahren.

Aufgrund großer Nachfrage kommt Jonathan

Vandenbroeck alias Milow im Februar 2010

nochmals nach Deutschland auf Tour.

Bilder: Gert Weigelt, Katrin Ribbe, Michael Herling / Aline

Gwose, Karsten Jahnke Konzertdirektion

Klassik, Ballett

Theater, Kabarett, Musical

Ausstellungen

Jazz, Rock, Pop, Schlager

22. Januar 2010

David Garrett – Classical Romance – der

27-jährige Stargeiger spielt unter anderem

Stücke aus seinem aktuellen Album „Encore“

20.00 Uhr, Hannover Congress Centrum

31. Januar 2010

Annette Dasch & Scharoun Ensemble –

Echopreisträgerin Annette Dasch und das

Scharoun Ensemble präsentieren ein Programm

zwischen Romantik und Moderne

20.00 Uhr, NDR Landesfunkhaus

14. Februar 2010

Nussknacker und Mausekönig – Ballett von

Jörg Mannes, nach der gleichnamigen Erzählung

von E.T.A. Hoffmann, Musik von Peter

Tschaikowsky

16.00 Uhr, Staatsoper Hannover

03. März 2010

The Ten Tenors – die zehn australischen

Tenöre mit neuem Programm

20.00 Uhr, Theater am Aegi

25. März 2010

Anne-Sophie Mutter & London Philharmonic

Orchestra – eine der bekanntesten deutschen

Violistinnen spielt Werke von Wagner,

Brahms und Bartók

20.00 Uhr, Hannover Congress Centrum

24. Januar 2010

Das Fest – Christian nutzt das Geburtstagsfest

seines Vaters, um ein gut gehütetes

Familiengeheimnis zu lüften, nach dem Film

von Thomas Vinterberg, Regie: Florian Fiedler

19.30 Uhr, Foyer Schauspielhaus

27. bis 30. Januar 2010

Claus von Wagner – mit seinem neuen Programm

„Drei Sekunden Gegenwart“, eine

„Ein-Mann-Kabarett-Komödie“

20.00 Uhr, Theater am Küchengarten

30. Januar 2010

Five Spot After Dark – frei nach Texten

von Haruki Murakami, Inszenierung: Ruth

Rutkows ki und Carsten Hentrich

20.00 Uhr, Theater fensterzurstadt

13. Februar 2010

Premiere: Eine Familie – von Tracy Letts,

ein faszinierendes Gemälde vom Niedergang

eines amerikanischen Familienclans

19.30 Uhr, Schauspielhaus Hannover

24. Februar 2010

Mamma Mia! – das erfolgreichste Musical

aller Zeiten fasziniert seit der Londoner Premiere

vor zehn Jahren das Publikum auf allen

Kontinenten

20.00 Uhr, TUI Arena

10. März 2010

Markus Maria Profitlich – pünktlich zu seinem

50. Geburtstag, also perfekt zur Lebenshalbzeit,

nimmt er seine Zuschauer mit auf

eine rasante Achterbahnfahrt durch sein bisheriges

Leben

20.00 Uhr, Theater am Aegi

13. März 2010

Premiere: Yerma – von Federico Garcia Lorca,

die Geschichte einer unerfüllten Liebe,

einer Ehe unter unglücklichen Vorzeichen

19.30 Uhr, Schauspielhaus Hannover

15. März 2010

Don Quixote – nach dem Roman von Miguel

de Cervantes, Aufführung in spanischer

Sprache

19.30 Uhr, Theater am Aegi

27. März 2010

Premiere: Schwarze Jungfrauen – von Feridun

Zaimoglu / Günther Senkel

19.30 Uhr, Ballhof Zwei

21. April 2010

Das Fußballwunder von Bern – ein packendes

Schauspiel über die schönste Nebensache

der Welt und ihre Helden, Gastspiel vom

Altonaer Theater Hamburg

20.00 Uhr, Theater am Aegi

bis 28. Februar 2010

That´s me! – Das Portrait von der Antike

bis zur Gegenwart – rund 150 Meisterwerke

von der Renaissance bis zur Moderne

Niedersächsisches Landesmuseum Hannover

bis 07. März 2010

Die Virtualität des Bildes. Frühe Computerkunst

der Sammlung Clarissa – ein Einblick

in die Pionierphase der Computerkunst

Sprengel Museum Hannover

19. Januar bis 14. Februar 2010

Imaginary – die interaktive Mathematikausstellung

des Mathematischen Forschungsinstituts

Oberwolfach zu Gast in Hannover

Lichthof der Universität, Welfengarten 1

06. Februar bis 28. März 2010

Jason Dodge – when I woke up there was

a note in my pocket that explained what

had happened – zwischen märchenhafter

Erzählstruktur und der Frage nach dem vollkommenen

Kunstwerk

Kunstverein Hannover

17. Januar bis 11. April 2010

Mecki – Sechzig Jahre Comic-Abenteuer

– eindrucksvolle Originalzeichnungen in einer

umfassenden Retrospektive

Wilhelm-Busch-Museum

24. Januar 2010

ABBA – The Show – die musikalische

Erfolgsgeschichte der berühmtesten Popband

aller Zeiten

20.00 Uhr, AWD-Hall

28. Januar 2010

Chris Rea – „Still so far to go“-Tour 2010, der

britische Sänger und Komponist singt seine

größten Hits aus 30 Jahren Musikkarriere

20.00 Uhr, AWD-Hall

29. bis 30. Januar 2010

Hören! 2010 – Hannover Song Contest –

zweiter Popmusikwettbewerb der Hochschule

für Musik und Theater (HMTH) mit Studentenbands

der Hochschule

20.00 Uhr, Pavillon Hannover

03. Februar 2010

Milow – Live in Concert 2010 – der 27-jährige

Singer / Songwriter aus dem belgischen

Löwen ist in Deutschland auf Tour

20.00 Uhr, Capitol Hannover

04. Februar 2010

Element of Crime – mit „Mittelpunkt der

Welt“ errangen „Element of Crime“ zum

ersten Mal in ihrer langen Karriere eine Goldene

Schallplatte

20.00 Uhr, Capitol Hannover

02. März 2010

2raumwohnung und Gäste – 2raumwohnung

haben die Entspanntheit wirklich weiser

Menschen und die Nonchalance, welche

Kindlichkeit in Style verwandelt

20.00 Uhr, Capitol Hannover

09. März 2010

„On the Road“ – die Kult-Folk-Band „Runrig“

auf Deutschland-Tour, das Sextett vermischt

Pop-Rock mit schottischen Folk-Elementen

20.00 Uhr, Capitol Hannover

11. März 2010

Thriller Live – eine einzigartige Show mit

spektakulären Musikern, Sängern und Tänzern

feiert das Phänomen Michael Jackson

20.00 Uhr, AWD-Hall

14. April 2010

Tocotronic – das neue Album „Schall und

Wahn“ ist nach „Pure Vernunft darf niemals

siegen“ und „Kapitulation“ der Abschluss der

„Berlin-Trilogie“

20.00 Uhr, Capitol Hannover

20. April 2010

A Tribute To The Beatles – die Beatles-

Coverband „Rain“ lässt die Ära der 50er Jahre

um die britische Kultband wieder aufleben

20.00 Uhr, AWD-Hall


Für Feinschmecker:

B e s o n d e r e H o t e l s u n d R e s t a u r a n t s

REgjo HannovER Kalender 97

Pool Billard

Im Reich der Giganten

Weltpremiere: Rund 200 Profi s spielen bei der ersten

internationalen Pool-Billard-Mannschaftsweltmeisterschaft

um insgesamt 400.000 Dollar Preisgeld.

anschaulich und unterhaltsam stellt die Show

die geschichte der Dinosaurier dar, die den

Untergang einer ganzen art demonstriert.

Tel. 05531-2001 mail@hellerskrug.de

Brunchtermine

Winterbrunch 24.01.10

Valentinsbrunch 14.02.10

Frühlingsbrunch 21.03.10

Osterbrunch 04.04.10

Muttertagsbrunch 09.05.10

9:30 - 14 Uhr

21,50 € p.P.

Kinder bis 16 Jahre

pro Lebensjahr 1 €

Hotel ***

Hellers Krug

Altendorfer Str. 19

Dunkel-Dinner

nächster Termin 29.+30.01.2010

ab 14 Personen auch am Wunschtermin

4-Gänge inkl. alkoholfreier Getränke 49 € p.P.

Weitere Termine und Gutschein-Info auf

www.hellerskrug.de

das historische gasthaus in der göttinger innenstadt

regionale, deutsche u. internationale küche

37603 Holzminden

täglich ab 18 uhr geöffnet

fr – so u. an feiertagen auch von 11.15 – 14.30 uhr

und nach vereinbarung

kurze str. 12 • 37073 göttingen • tel 0551 / 5 82 84 • fax 0551 / 5 31 56 68

Sport

30. januar bis 07. Februar 2010

Pool Billard – gespielt werden 8-, 9- und

10-Ballmatches in Mannschaften von 4 bis 6

Spielern, zeitgleich dazu: eine Billard-Messe

mit den neuesten Trends für Laien und Profi s

Halle 13, Messegelände Hannover

31. januar 2010

UBC tigers – Proveo merlins – der UBC hat

mit sechs aufstiegen in Folge gezeigt, dass

spektakulärer Basketball auch erfolgreich

sein kann

16.00 Uhr, aWD-Hall

07. März 2010

hannover Scorpions vs. hamburg Freezers

– seit 1996 spielen die Scorpions in der

Deutschen Eishockey Liga

14.30 Uhr, TUI arena

15. april 2010

World Wrestling entertainment – SMaCK-

DoWn- und ECW-gladiatoren

20.00 Uhr, TUI arena

02. Mai 2010

tUifly marathon – der 20. Marathon führt

vorbei an den schönsten Plätzen der Stadt

Hannover, mit jeder Menge jubliläumsaktionen

und neuerungen

Hannover

Sonstiges

20. januar 2010

Chinesischer nationalcircus – faszinierende

akrobatik aus dem Reich der Mitte

20.00 Uhr, Theater am aegi

22. januar 2010

Ben Becker – die Bibel – eine gesprochene

Symphonie, der Schauspieler und Musiker

Ben Becker liest die Bibel

20.00 Uhr, aWD-Hall Commedia Futura

28. bis 31. januar 2010

dinosaurier – im reich der giganten –

vor den augen der Zuschauer erwachen die

Urzeitriesen in einer spektakulären Live-Show

wieder zu neuem Leben

TUI arena

30. januar 2010

Schlagt eure zähne in mein herz – Medea-

Landschaft mit argonauten, Multimedia-

Inszenierung nach Heiner Müller u.a.

20.00 Uhr, Commedia Futura

12. Februar 2010

riverdance – zum letzten Mal erzählen sie

die emotionale geschichte der irischen auswanderer,

die in ihrer neuen Heimat amerika

Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen

begegnen

20.00 Uhr, aWD-Hall

13. Februar 2010

Fahmoda Fashion Finals – die jungdesigner/innen

der Fahmoda akademie für Mode

und Design präsentieren ihre arbeiten

16.00 und 20.30 Uhr, Theater am aegi

07. März 2010

die rückkehr der Shaolin mönche – die

atemberaubende Kung Fu Show über das

Leben der Shaolin Mönche

14.30 und 18.30 Uhr, Theater am aegi

08. März 2010

Frank Schätzing – der Kölner Schriftsteller

mit seinem neuesten Buch „Limit“ live

20.00 Uhr, Theater am aegi

07. april 2010

die musikparade – mit mehr als 400 Musikern

aus sieben nationen ist die Musikparade

Europas erfolgreichste Tournee der Militärund

Blasmusik

19.30 Uhr, aWD-Hall

08. bis 11. april 2010

Festival der Philosophie – der Schwerpunkt

des zweiten Festivals liegt auf der auseinandersetzung

mit den inhaltlichen Motiven der

Weltausstellungen Expo 2000 Hannover und

Expo Shanghai

diverse veranstaltungsorte

Bilder: Schbeig – Fotolia.com, Dinosaurier – Im Reich der

giganten


98 land & UmWelt REgjo HannovER

Wussten Sie, dass ...

Sonderbares und Wissenswertes aus der Region – vom ersten in Europa am

Fließband gefertigten automobil bis zu Dinosaurierspuren bei Bückeburg.

...das „Kommißbrot“ von Hanomag das

erste Auto ist, dass in Europa am Fließband

produziert wurde?

Zehn Jahre nachdem Henry Ford in Amerika

die Fließbandtechnik für den Automobilbau

eingeführt hatte, lief 1925 in Hannover

der Hanomag 2/10, der wegen seiner

Form auch als „Kommißbrot“ bekannt war,

vom Band. Damit war die Hanomag AG der

erste europäische Autobauer, der das Fließband

in Europa zur Fertigung seiner Fahrzeuge

eingesetzt hatte.

... der Name von Hannovers Nationalgetränk

„Lüttje Lage“ etwas mit einem

Krug bzw. einer Flasche zu tun hat?

Hannoveraner lieben den Mix aus dem speziellen

Lüttje­Lage­Bier und Kornbrand

und wissen um die spezielle traditionelle

Trinkweise des regionalen Nationalgetränks.

Doch was kaum einer weiß: Der

Begriff „Lüttje Lage“ hängt zusammen mit

dem lateinischen „lagona“ bzw. althochdeutschen

„lagella“, was soviel wie Krug

oder Flasche bedeutet.

... Hannover die erste Stadt Europas

war, die ihre Straßen mit Gaslaternen

beleuchtete?

Die Erfindung der Gaslampe stellte einen

wichtigen Schritt bei der Industrialisierung

dar, erstmals war man unabhängig

vom natürlichen Licht. Schnell eroberte

die neue Lichtquelle auch die Straßen, die

bisher von Kerzen, Fackeln oder Öllampen

eher schwach erhellt wurden. 1825

beleuchtete Hannover als erste europäische

Stadt seine Straßen mit Gaslaternen.

... der Velociraptor auch in Europa seine

Spuren hinterlassen hat?

Wissenschaftler des Landesmuseums Hannover

fanden vor kurzem in den Obernkirchener

Sandsteinbrüchen bei Bückeburg

auf einer Fläche von rund 2.000 Quadratmetern

Fußabdrücke des Raubsauriers

Velociraptor. Dies sind die ersten in Europa

gefundenen Spuren dieses Sauriers. Ähnliche

Funde gab es bislang in China, Korea,

dem Niger und den USA. Der Raptor lebte

vor zirka 83 bis 70 Millionen Jahren.

impressum

1. jahrgang, 2. ausgabe

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