Ausgabe 4/11 Download - RegJo Hannover

regjo.de

Ausgabe 4/11 Download - RegJo Hannover

Das Magazin für die Region Hannover Ausgabe Nr. 10 IV /2011 4,50 €

www.hannover.regjo.de

Der Win-Win-Faktor


egjo hannover editorial 3

Yoga für alle

Yoga ist Vielfalt.

Einzigartig in Deutschland ist,

dass sich unter dem Dach des

BDY. traditionsübergreifend

viele unterschiedliche Yoga-

Stile vereinen.

Der Berufsverband bietet für

seine Mitglieder die Plattform

für den Erwerb neuer Fachkenntnisse

und den kollegialen Erfahrungsaustausch.

Yoga ist mehr.

Yoga ist mehr als Körperarbeit.

Die Auseinandersetzung mit der

Philosophie des Yoga eröffnet

neue Horizonte und fördert

körperliche, geistige und emotionale

Stabilität.

Yoga begleitet alle Übenden auf

ihrem ganz persönlichen Weg.

ñ Yogalehrer/in finden

ñ Yoga-Glossar

ñ Yoga-Lehrausbildung

ñ Mitglied werden

ñ und vieles mehr

www.yoga.de

Yoga ist Profession.

Die gut ausgebildeten Yoga-

Lehrenden des BDY. verfügen

über ein breit angelegtes

Wissen in Theorie und Praxis.

Alle BDY-Mitglieder sind den

berufsethischen Richtlinien verpflichtet.

Die Aufnahme in den

Berufsverband ist im Sinne der

Qualitätssicherung nur unter

Nachweis von vorgegebenen

Standards möglich.

MAYBEBOP

MONUMENTAL!

ZUM 10-JÄHRIGEN

MIT ORCHESTER

ENRIQUE UGARTE

DIRIGENT

Das NDR Pops Orchestra

und Maybebop gönnen sich was:

Gemeinsam spielen sie zum

Jubiläum der A-cappella-Kultband

die Hits aus der 10-jährigen

Geschichte des Gesangsquartetts

von der Leine.

DO 03.05.2012, 20 UHR

FR 04.05.2012, 20 UHR

SA 05.05.2012, 20 UHR

NDR LANDESFUNKHAUS NIEDERSACHSEN

Großer Sendesaal

Der Win-Win-Faktor

Wenn kreative Zusammenarbeit allen zum Vorteil wird, ist

das oft der Beginn einer langen, erfolgreichen Strategie.

Das Leben ist Veränderung – und, wie uns gerade nicht wenig

besorgniserregend vor Augen geführt wird, die Wirtschaft ebenso.

Gefragt sind also immer wieder neue konstruktive Antworten auf

die sich im Laufe der Zeit stets wandelnden Fragen. Ob im Leben

einer einzelnen Person, in der Entwicklung einer ganzen Stadt

und Region oder im Aufbau eines einzelnen, vielversprechenden

Wirtschaftszweiges. Uns begleitet die Herausforderung, immer wieder

Neuland zu betreten und alte Grenzen hinter uns zu lassen.

In dieser Ausgabe des RegJo Hannover haben wir uns daher auf

die Suche nach dem Win-Win-Faktor gemacht. Jenen kreativen

Lösungen, die allen Beteiligten zum Vorteil werden. Und die keinesfalls

immer aus der strategischen und politischen Maßkonfektion

stammen müssen.

Die Kreativwirtschaft in der Region Hannover beispielsweise

organisiert sich seit einer Weile in einem eigenen Wirtschaftscluster.

Jobmessen, Förderprogramme, das Netzwerk [kre|H|tiv] und

nicht zuletzt die Erkenntnis, dass keine andere deutsche Großstadt

so viele Arbeitsplätze in der Musikbranche hat wie Hannover,

erzeugen Aufbruchstimung. Ebendiese finden wir – auch wenn der

Sprung ein weiter ist – in der gesamten Seniorenpolitik der Region.

Betreuungs- und Freizeitangebote, aber auch alternative Wohnformen

für alte Menschen machen klar, dass hier neue Antworten

gefunden werden müssen und gefunden werden.

Aber auch ganz plakativ beschäftigen wir uns mit dem Win-

Win-Faktor bei einem Streifzug durch die erfolgreichen Public Private

Partnership Projekte in der Region. Interessante Ansätze und

vielversprechende Allianzen. Aber sehen Sie selbst. Wir wünschen

Ihnen viel Freude mit dieser Ausgabe des RegJo und hoffen auf ein

gesundes Wiedersehen im neuen Jahr 2012.

Stefanie Stüting

Chefredaktion

Berufsverband der Yogalehrenden

in Deutschland e.V.

Bürgerstraße 44

37073 Göttingen

Tel. 0551/797744-0

Fax 0551/797744-66

Karten: € 17 bis € 27 zzgl. VVK unter (0180) 1 637 637

(bundesweit zum Ortstarif, max. 42 Ct./Min. aus Mobilfunknetzen)

QR Code RegJo

Der QR Code („quick response“) kann von allen Smart-Phones

gelesen werden und verlinkt Sie direkt mit der Internet seite

des RegJo Magazins und des Polygo Verlages. Apps für den

QR Code sind in den bekannten App-Stores erhältlich. Der

QR-Code (QR steht für englisch: quick response = schnelle

Antwort) ist ein zweidimensionaler Code (2D-Code), der von

der japanischen Firma Denso Wave im Jahr 1994 entwickelt

wurde. Ursprünglich wurde der QR-Code zur Markierung von

Baugruppen und Komponenten für die Logistik in der Automobilproduktion

eingesetzt.

RegJo Hannover bei Facebook:

www.facebook.com/RegJoHannover

Cover © Iris Friedrich


4 inhalt regjo hannover regjo hannover inhalt 5

18 Dieses Kribbeln im Kopf

38 Anti-Aging? Kein Bedarf!

54 Dreimal „P“

66 Die Kunst der Führung

Kreativität hat unzählige Definitionen – und noch mehr Gesichter.

In der Region Hannover ist die Kreativwirtschaft umtriebig, erfinderisch

und erfolgreich. RegJo stellt ein paar effektive Beispiele vor.

Viele Angebote in Hannover helfen dabei, mit

dem Beginn des Ruhestands in einen erfüllten

neuen Lebensabschnitt zu starten.

Auch in der Region Hannover gibt es

zahlreiche Public Private Partnership

Projekte. Fluch oder Segen?

Führen will gelernt sein. Doch wie muss ein Chef eigentlich

sein, um ein Unternehmen erfolgreich zu führen? RegJo hat

Experten gefragt, was gute Führung wirklich ausmacht.

Bilder: Harald Jacke, Marco Bühl, Iris Friedrich, Marco Bühl

Wirtschaft

Politik & Soziales

Technik & Wissenschaft

Land & Umwelt

Kultur

Freizeit & Sport

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Logistikregion: Die Gewerbefläche in Berkhof

ist als Ganzes an den Unternehmer Andreas

Prahl aus Meitze veräußert worden.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Vertrauen

und Sicherheit in der digitalen Welt:

„Managing Trust“ ist das Thema der CeBIT

2012 vom 6. bis 10. März.

Dieses Kribbeln im Kopf: Die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft

hannoverimpuls

entwickelt seit 2010 ein eigenes Kreativwirtschaftscluster

für die Region Hannover.

be!columbus: New Media Welten: Die New

Media Agentur beschäftigt sich rund um die

Uhr mit allen Themen der neuen Medienwelt.

„Alt hilft Jung“: Seit 30 Jahren sind die

Wirtschaftssenioren als Berater aktiv.

Die Kunst der Führung: Einmal in der Chefetage

angekommen, verfliegt die erste Euphorie

oft zusehends, wenn es darum geht, die

vielen Führungsaufgaben unter einen Hut zu

bekommen.

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4 Köpfe – Vier Meinungen: Rechtsradikalismus

in Hannover: ein ernstzunehmendes

Problem? Statements, Meinungen und

Hintergründe.

Seltenes Netz: An der Medizinischen Hochschule

Hannover (MHH) wurde ein neues Zentrum

für seltene Erkrankungen eröffnet.

Anti-Aging? Kein Bedarf!: Die niedersächsische

Landeshauptstadt bildet beim demografischen

Wandel keine Ausnahme. Während in

Hannover die Bevölkerungszahl sinkt, steigt

der Anteil an älteren Menschen.

Neue Wege in der Endoprothetik: Schwerpunkt

des Gelenkzentrums Hannover-Langenhagen

in der Paracelsus-Klinik ist die

Implantation künstlicher Schulter-, Hüftund

Kniegelenke.

„Wir müssen Qualität diskutieren“: Die

KKH-Allianz ist bundesweit eine der größten

gesetzlichen Krankenkassen. Interview mit

dem Vorstandsvorsitzenden Ingo Kailuweit.

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Big Man: Kürzlich entdeckte Funde lassen

Archäologen in Gehrden eine fortschrittliche

Germanensiedlung vermuten.

Wissenschaftliches Unikum: Auf dem

Gelände des Fraunhofer ITEM entsteht derzeit

ein neues Zentrum für frühe klinische

Studien, das Clinical Research Center Hannover

(CRC Hannover).

Laser für die Welt: 1976 in Garbsen gegründet,

ist die LPKF Laser & Electronics AG

heute weltweit aktiv und nimmt eine Spitzenposition

in der Lasertechnologie-Branche ein.

Wald: Laut dem Münchner Instituts ifo ist

der Wald der Erdoberfläche zwischen 1990

und 2005 pro Tag um die Fläche Hannovers

zurückgegangen.

El-Ferdan-Brücke: Am Bau der weltweit

längsten Drehbrücke war u.a. auch das auf

Stahlbau spezialisierte Unternehmen „Eiffel

Deutschland Stahltechnologie GmbH“ aus

Hannover beteiligt.

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Gestärkt aus der Krise: Marianne Gersdorf,

Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur

für Arbeit Hannover, über erfreuliche

Zahlen und klare Konzepte.

Zielen statt streuen: Kooperation der Kommunikationsagentur

PRIMIERE mit dem

Dialogmarketer T.D.M.

Motor für Ausbildung: Die Universitätsmedizin

Göttingen ist einer der größten Arbeitgeber

und zudem der größte Ausbildungsbetrieb

Südniedersachsens.

Optimaler Blick: Die Firma Bajohr OPTECmed

aus Einbeck fertigt Lupenbrillen für

Mediziner.

Dreimal „P“: Public Private Partnership

(PPP) heißt nicht „bauen ohne Geld“, sondern

im Idealfall „Win-Win auf beiden Seiten“.

Produktives Wohlfühlen: Die Firmen Sedus

und BSJ führen individuelle Beratungsgespräche

und Büroplanungen durch.

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Hannover-Ring: Ein Must-Have für jeden

Hannoveraner – der Ring mit sechs bekannten

Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen der

Leinestadt.

Friedrich Kunath: Der Sprengel-Preis für

Bildende Kunst der Niedersächsischen

Sparkassen stiftung geht 2012 an Friedrich

Kunath.

Tonic Trix: Das hannoversche Motion-

Design-Studio Tonic Trix hat sich seit 2005

fest in der Branche etabliert.

LIGA H: Mit der Agentur-Rallye geben die

Kreativen Quereinsteigern und Querdenkern

die Möglichkeit, in die Branche einzusteigen.

Credo: Doppel-Fokus: Alte und neue Medien

stehen gleichermaßen im Zentrum der Aufmerksamkeit

– so das Credo der Creativteam

Communications GmbH.

Musikmetropole Nr. 1: Laut einer Studie ist

Hannover von allen deutschen Großstädten

die mit den meisten Arbeitsplätzen in der

Musikbranche.

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GOP Varieté Asia: Vom 11. Januar bis 26.

Februar 2012 wird es „Fremd und „Geheimnisvoll“

im GOP Varieté Theater.

Continental – sportliche Leistung: Gleich

mehrere Spitzensportler werden 2012 von der

Continental AG gefördert.

Berufsverband für Yogalehrende: Seit 45

Jahren engagiert sich der BDY für eine hohe

Qualität in der Yoga-Lehrausbildung.

Die Lister LebensArt: Das Service-Paket der

Lister LebensArt beinhaltet Hilfsangebote,

Freizeittermine und Betreuungsangebote.

Kulturkalender: Die kulturellen und sportlichen

Höhepunkte sowie die wichtigsten

Messe termine des nächsten Vierteljahres in

der Region Hannover.

Flughafen Hannover-Langenhagen: Mit seinen

100 Destinationen ist der Flughafen Hannover-Langenhagen

einer der zehn größten

deutschen Dreh- und Angelpunkte.


egjo hannover meinung 7

„Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sein.“

Diplom-Ökonom

Christian Makowka

Wirtschaftsprüfer

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Wir beraten unsere Mandanten ganzheitlich in nahezu allen Bereichen der

Wirtschaftsprüfung

Steuer- und Gestaltungsberatung

Unternehmensberatung

Rechnungswesen

Unternehmensnachfolge

Dabei legen wir größten Wert auf eine flexible und individuelle Betreuung

unserer Mandanten bei höchsten Qualitätsansprüchen, kurzum:

Ganzheitliche Beratung auf hohem Niveau.

Für Fragen steht Ihnen Ihre Prüfungs- und Beratungsgesellschaft GMP

Göttinger Makowka & Partner jederzeit gerne zur Verfügung.

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Ernst-August-Platz 10 • 30159 Hannover

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Telefon: 05 51 / 70 72 50 - 0

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(Chinesisches Sprichwort)

Diplom-Kaufmann

Volker Stitz

Wirtschaftsprüfer

Steuerberater

4 Köpfe – Vier Meinungen

Das Thema Rechtsradikalismus wird aufgrund der jüngsten Vorkommnisse in Deutschland heftig

diskutiert. RegJo wollte wissen, wie Experten die derzeitige Lage in Hannover einschätzen.

Bilder: Bündnis 90/Die Grünen Hannover, Polizeidirektion Hannover, Piratenpartei Hannover, FDP Hannover

Patrick Drenske, Sprecher für Antifaschismus Bündnis 90/Die Grünen

im Rat der Landeshauptstadt Hannover: „Rassismus, Antisemitismus

und Demokratiefeindlichkeit sind immer und überall ernstzunehmen.

In Hannover ist seit mehreren Jahren zu beobachten,

wie sich Neonazis in der Stadt etablieren. Manche Stadtteile sind

voll mit ihren Aufklebern, sie halten Stammtische ab, stören Veranstaltungen,

verteilen Flyer und Zeitungen, organisieren in Bad

Nenndorf jährlich eine der größten Nazi-Demos Deutschlands und

üben gewalttätige Angriffe auf politisch Andersdenkende aus. Wir

brauchen eine Anlaufstelle für mögliche Aussteiger, ein Verbot der

NPD und noch mehr Engagement von Polizei und BürgerInnen.“


Alex Brockmann, Polizeipräsident der Polizeidirektion Hannover:

„Ich bin zutiefst beschämt, dass rechtsextremistische Ideologie in

Deutschland eine blutige Spur unvorstellbarer Mordtaten hervorgebracht

hat. Der Rechtsextremismus hat eine erschreckende Qualität

angenommen. Die Sicherheitsbehörden sind aufgefordert, die

aktuelle Situation neu zu bewerten. Dies geschieht in Niedersachsen

und auch im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover.

Eine gefestigte gewaltbereite rechtsextremistische Szene existiert in

Hannover und der Region nach wie vor nicht. Die Bekämpfung des

Rechtsextremismus muss mit allen zur Verfügung stehenden präventiven

und repressiven Mitteln dauerhaft erfolgen.“

Dirk Hillbrecht, Vors. des Regionsverbandes Hannover der Piratenpartei

und Mitglied der Ratsfraktion der Piraten im Stadtrat

Hannover:„Rechtradikalismus ist ein Problem der gesamten Gesellschaft.

In Hannover tobt der Mob zwar nicht offen durch die Straßen,

aber Berichte über Fackelumzüge, Vandalismus und Angriffe

fordern Wachsamkeit genauso wie Wahlplakate, die mit tumben

Parolen Vorurteile zu schüren versuchen. Hiergegen gilt es Stellung

zu beziehen – und zwar mit Bildung und Perspektiven für diejenigen,

bei denen solche Parolen verfangen sowie entschlossenem

Handeln gegen geistige Brandstifter. Eine offene, chancengleiche

Gesellschaft ist das beste Mittel gegen jede Art von Extremismus.“

Wilfried H. Engelke, stellv. Vorsitzender der FDP Hannover: „Rechtsradikalismus

ist ein ernstes Problem! Rechtes Gedankengut widerspricht

jeder demokratischen Überzeugung und bedroht die Fundamente

unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Vor allem

der Infiltration der Jugendkultur durch rechtes Gedankengut ist

konsequente politische Bildung entgegenzusetzen, um die Jugendlichen

zu befähigen, sich ihre eigene politische Meinung zu bilden.

Die Bürger Hannovers haben stets deutliche Zeichen gegen Rechts

und Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Oft sind rechtsradikale Ansichten

hinter einer pseudo-demokratischen Fassade verborgen. Daher

müssen die Bevölkerung und die Politik wachsam sein.“


8 magazin RegJo hAnnoVeR RegJo hAnnoVeR magazin 9

M e D I Z I n

W I R T S C h A F T

W I R T S C h A F T

W I S S e n S C h A F T

ann Sophie

lindström erhielt

für ihren Fotobeitrag

„Punk ist kein Kaffeekränzchen“

den Vgh

Fotopreis 2011. neben dem Preisgeld

in höhe von 10.000 euro hat die nachwuchsfotografi

n die Chance, ihre Fotos

in einer dreimonatigen Ausstellung in

der Vgh galerie zu präsentieren.

Stefanie eichel wurde

der „Stadt-hannover-

Preis – Frauen machen

Standort“ für ihre vor

zehn Jahren gegründete

und vorbildlich geführte Agentur

„eichels: event“ verliehen. In diesem

Jahr richtete sich der mit 10.000 euro

dotierte Preis an Frauen in der gesundheits-

und heilwirtschaft.

dr. anne lautenbach

wurde für ihre herausragenden

Leistungen mit

dem Promotionspreis

ausgezeichnet. Der von

der gesellschaft der Medizinischen

hochschule hannover e.V. gestiftete

Preis ist mit 2.500 euro dotiert und

zeichnet jährlich die besten zwei Promovenden

aus.

Prof. dr.-ing. udo

nackenhorst landete

deutschlandweit auf

Platz 2 als „Professor

des Jahres 2011“. Der

Leiter des Instituts für Baumechanik

und numerische Mechanik wurde

vom Magazin UnICUM Beruf für sein

außergewöhnliches engagement für

Studierende ausgezeichnet.

helrik Bobke gewinnt

den DABeI-Sonderpreis

für sein innovatives

Produkt „Knick’n’clean“

zur Desinfektion von

Kühlschränken und Verlängerung der

haltbarkeit von Lebensmitteln. Der Preis

wurde erstmals von der Deutschen

Aktionsgemeinschaft Bildung-erfindung-

Innovation verliehen.

Seltenes Netz

An der Mhh wurde ein neues Zentrum für

Seltene erkrankungen eröffnet.

In Deutschland leiden rund vier Millionen

Menschen an seltenen Erkrankungen. Nicht

wenige gehen mit komplexen Krankheitsbildern

einher, die oft spät erkannt werden.

Hinzu kommen die unzureichenden Therapiemöglichkeiten.

Das Zentrum für Seltene

Erkrankungen (ZSE) an der Medizinischen

Hochschule Hannover (MHH) soll nun eine

Anlaufstelle für Betroffene, ihre Angehörigen

und behandelnde Ärzte sein. Damit ist

es das erste Zentrum dieser Art in Niedersachsen,

an dem Mediziner aus den unterschiedlichsten

Fachrichtungen eng in einem Netzwerk

zusammenarbeiten. Fortan soll hier das

Wissen um seltene Krankheitsfälle gebündelt

werden. Neben dem Aufbau eines Patientenregisters

werden Daten zu Diagnosen, Therapien

und Krankheitsverläufen gesammelt.

Auf diese Weise soll die Forschung zu seltenen

Erkrankungen unterstützt sowie die Zahl

an klinischen Studien erhöht werden. Angetrieben

wurde die Gründung des ZSE von

der Arbeitsgemeinschaft Nationales Aktionsbündnis

für Menschen mit seltenen Erkrankungen.

Auch Patienten ohne klare Diagnose

können mit dem ZSE in Kontakt treten. JR

Weitere Informationen zum Zentrum für Seltene

erkrankungen unter www.mh-hanover.de

Logistikregion

Aktivitäten in der Wedemark bündeln:

gewerbefläche in Berkhof veräußert.

Die neu entwickelte Gewerbefläche an der

BAB Auffahrt in Berkhof ist Ende Dezember

von der Gemeinde Wedemark als Ganzes an

den Unternehmer Andreas Prahl aus Meitze

veräußert worden. Für das rund 100.000 qm

umfassende Grundstück wurde in Zusammenarbeit

mit dem Interessenten, Andreas

Prahl, und der Gemeinde Wedemark ein

passgenauer Bebauungsplan verfasst, der den

Entwicklungsmöglichkeiten der von Prahl

geführten Unternehmen entgegenkommt.

Andreas Prahl, der unter anderem die

Unternehmen Nordpack und Deisterwelle

an Standorten in Kirchhorst und Wennebostel

betreibt, hat die Fläche für eine mittel-

bis langfristige Planung erworben. „Mit

unseren Geschäftsfeldern Logistik, Großhandel

und Lager sind wir in den letzten

Jahren im Durchschnitt um drei bis sieben

Prozent gewachsen. Darum ist es absehbar,

wann an unseren derzeitigen Standorten das

Wachstum nicht mehr möglich sein wird.“

Neben den Standorten in Isernhagen und

der Wedemark betreiben die Unternehmen

noch einige Außenlager. „Die Perspektive ist,

alle Firmenaktivitäten wieder an einem Ort

zusammenzuführen. Dafür haben wir eine

Fläche gesucht und hier in der Wedemark

gefunden“, so Andreas Prahl.

VS

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Vertrauen und Sicherheit in der digitalen Welt: Mit diesem Thema wird sich die

weltweit wichtigste IT-Messe, die CeBIT in hannover, im März 2012 beschäftigen.

Bietet ein Antivirenprogramm wirklich allumfassende

Sicherheit im World Wide Web?

Was vom 6. bis 10. März 2012 auf der CeBIT

in Hannover unter dem Motto „Managing

Trust“ diskutiert wird, ist weit mehr als nur

die Bekämpfung von Viren auf der Festplatte.

„Bei ‚Managing Trust’ geht es um

Vertrauen und Sicherheit in der digitalen

Welt. Denn Vertrauen in digitale Lösungen

ist eine wesentliche Voraussetzung für das

Wachstum der Branche. Ohne Vertrauen

geht es nicht – das sehen wir ja gerade in

allen Bereichen der Wirtschaft ganz deutlich“,

betont der CeBIT-Vorstand Ernst Raue.

„Managing Trust“ beschreibt den Prozess

der Vertrauensbildung, ausgehend von der

technischen Sicherheit über das Vertrauen

der Anwender in die Verlässlichkeit neuer

Systeme und Prozesse.

Für Ernst Raue berührt das Thema

noch andere wichtige Bereiche: „Die ITK-

Branche und auch wir sehen darin ebenfalls

relevante gesellschaftspolitische und rechtliche

Fragestellungen. Etwa die Frage, wie

junge Menschen mit privaten Informationen

in sozialen Netzwerken umgehen. Hier

rü cken dann schnell bildungspolitische Fragen

rund um das Thema Medienkompetenz

auf die Agenda“. Auch im Sinne der internationalen

Verrechtlichung sieht der Messe-

Chef noch Handlungsbedarf: „Schauen wir

uns die rechtlichen Herausforderungen

rund um das Thema Cloud Computing an.

Wenn die Server für die privat oder unternehmerisch

genutzte Cloud-Lösung in

einem anderen Land stehen, gelten andere

Datenschutzbestimmungen als in der Heimat.

Hier gibt es einen hohen Synchronisationsbedarf.

Die CeBIT ist die wichtigste und

internationalste Veranstaltung der digitalen

Welt – und damit die richtige Plattform für

derartige große Fragestellungen.“ Das Motto

ist die logische Fortführung des CeBIT-Leitthemas

2011 „Work & Life with the Cloud“.

Ernst Raue nimmt die Rolle der CeBIT im

Vertrauensbildungsprozess der ITK-Branche

ernst und betont: „Der Anspruch der CeBIT

2012 ist es, die unterschiedlichen Modelle

aufzuzeigen. Wir wollen so der Branche und

den Nutzern digitaler Lösungen die Möglichkeit

geben, sich für den aus ihrer Sicht

richtigen Weg zu entscheiden.“

JR

Weitere Informationen über die CeBIT in hannover sowie Informationen zum Programm und zu

den teilnehmenden Ausstellern fi nden Sie im Internet unter www.cebit.de

Big Man

Archäologen vermuten in gehrden eine

fortschrittliche germanensiedlung.

Als überregional bedeutende „Schlüsselfundstelle“

bezeichnet die Kommunalarchäologin

Ute Bartelt die Grabungen auf

dem künftigen Gewerbegebiet am Bünteweg

in Gehrden: „Die systematische Erforschung

des Bereichs wird die Archäologie

des 1. Jahrtausend n. Chr. entscheidend

voranbringen“, glaubt sie und nimmt an,

hier die Überreste eines Big Man – eines

Angehörigen der germanischen Elite –

gefunden zu haben. Im letzten Jahr legten

Fachleute Überreste einer germanischen

Siedlung aus dem 3. bis 6. Jahrhundert n.

Chr. frei. Kürzlich entdeckte Funde bringen

noch eindeutigere Ergebnisse über die früheren

Bewohner: Demnach nutzten diese

bereits Drehscheibenware. Was das bedeutet,

erklärt Ute Bartelt: „Schnell rotierende

Töpferscheiben waren in der ‚Germania

Libera’, dem nicht durch die Römer besetzten

‚freien’ Germanien, unbekannt.“ Für

Ute Bartelt ein Indiz, dass es sich um Angehörige

der germanischen Elite mit weitreichenden

Kontakten handeln muss. In den

kommenden Jahren sollen die Grabungen

mit finanzieller Unterstützung der Hannover

Region Grundstücksgesellschaft HRG

im Vorfeld der eigentlichen Baumaßnahmen

fortgesetzt werden.

JR

Bilder: Patrice Kunte, Claudia Czech, K. Kaiser/Mhh, Udo nackenhorst, helrik Bobke, olivier – Fotolia.com, gemeinde Wedemark

Bilder: Deutsche Messe Ag, Region hannover


10 magazin RegJo hAnnoVeR RegJo hAnnoVeR magazin 11

D e S I g n

W I S S e n S C h A F T

W I R T S C h A F T

Hannover-Ring

ein Must-have für jeden hannoveraner:

Der Ring mit Motiven der Leinestadt.

Wissenschaftliches Unikum

Auf dem gelände des Fraunhofer ITeM entsteht derzeit ein neues Zentrum für frühe

klinische Studien, das Clinical Research Center hannover (CRC hannover).

Laser für die Welt

1976 in garbsen gegründet, ist die LPKF Laser & electronics Ag heute weltweit aktiv

und nimmt eine Spitzenposition in der Lasertechnologie-Branche ein.

friedrich

Kunath

Der Sprengel-

Preis für Bildende

Kunst der

niedersächsischen Sparkassenstiftung

geht 2012 an Friedrich Kunath. Der 1974

in Chemnitz geborene Künstler wurde bereits

mit mehreren Preisen und Stipendien

geehrt und lebt derzeit in Los Angeles. In

niedersachsen wurde er bekannt durch

die Ausstellung „home wasn’t built in a

day“, die er 2009 im Kunstverein hannover

präsentierte. „Kunath ist ein ‚amerikanischer

europäer’, der das Merkwürdige

liebt und beobachtet. er verblüfft uns mit

einem Feuerwerk an Ideen. Sein Blick

auf die Welt verzaubert; er ist ein Spieler

zwischen den Welten“, begründet die

unabhängige Jury, bestehend aus Kuratoren,

Kunstwissenschaftlern und Kritikern,

ihre entscheidung. Der mit 12.500 euro

dotierte Sprengel-Preis zeichnet seit 1991

Künstler mit einem Bezug zu niedersachsen

aus, die mit ihrem Schaffen einen

wichtigen Beitrag zur zeitgenössischen

Kunst leisten.

Für alle, die Hannover immer und überall

dabei haben wollen. Sechs bekannte

Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen

schmücken den Hannover-Ring aus 925er

Silber und mit einer Oberfläche aus Hightech-Keramik.

Neben dem Neuen Rathaus

ist das Goldene Tor an den Herrenhäuser

Gärten genauso vertreten wie eine der

Nanas der Künstlerin Niki de Saint Phalle,

die Marktkirche, das Niedersachsenpferd

und die Kröpcke-Uhr.

Entwickelt wurde der Hannover-Ring

von den Goldschmiedemeistern Andrea

Hofmann-Timmerhues und Manfred Timmerhues

– seit 16 Jahren in der Marienstraße

40 mit ihrem Atelier „Schmuckideen“

ansässig – zusammen mit dem

Grafiker Oliver Hartmann und Zebra

Design. Andrea Hofmann-Timmerhues:

„Wir wollen mit dem Ring auch unsere

Verbundenheit mit unserer Stadt zum Ausdruck

bringen.“ Erhältlich ist das originelle

Schmuckstück für Sie und Ihn in den Farben

türkis, braun, blau, rot und schwarz

zum Preis von 119 Euro ausschließlich bei

„Schmuck ideen“.

KL

Weitere Informationen fi nden Sie im Internet

unter www.schmuckideen-handmade.de

Das Fraunhofer ITEM hat in diesem Jahr

allen Grund zu feiern: 30 Jahre erfolgreiche

Forschung für die Gesundheit des Menschen,

10 Jahre klinische Forschung über

Atemwegserkrankungen und den ersten

Spatenstich für ein neues Zentrum für

frühe klinische Studien (CRC Hannover),

das bundesweit einmalig sein wird. Das

Gebäude soll 2013 betriebsbereit sein.

Prof. Dr. Norbert Krug: „Das CRC

Hannover ist eine gemeinsame Einrichtung

einer Uni-Klinik – der Medizinischen

Hochschule Hannover – und zweier Forschungseinrichtungen

– dem Fraunhofer

ITEM und dem Helmholtz-Zentrum für

Infektionsforschung. Diese drei Einrichtungen

kooperieren eng, um klinische Studien

für Medikamente sowie epidemiologische

Untersuchungen durchzuführen. Eine

solche Einrichtung ist bislang einmalig in

Deutschland. Im CRC Hannover werden die

Partner eine optimale Infrastruktur für Studien

der Phasen I und IIa nutzen können.

Dazu zählen: 30 Intensivüberwachungsbetten,

30 weitere Betten für die Studienteilnehmer,

Ambulanzräume, Labors für Spezialuntersuchungen

und Forschung. Noch

mehr als bisher schon können die Ergebnisse

aus der Grundlagenforschung in die

klinische Forschung einbezogen werden.“

Forschung für die Gesundheit des

Menschen steht im Mittelpunkt des Fraunhofer

ITEM: sowohl unter präventivmedizinischen

Gesichtspunkten – mit Studien und

Risikoabschätzungen zu Umwelt-, Arbeitsplatztoxikologie

und Verbraucherschutz –

als auch im Hinblick auf die Entwicklung

diagnostischer Methoden und innovativer

Therapiekonzepte – mit Untersuchungen für

die Pharmaforschung und -entwicklung.

Das Spektrum des Forschungs- und Dienstleistungsangebots

reicht somit von Untersuchungen

zu Gewerbe-, Umwelttoxikologie

und Verbraucherschutz über die Prüfung

und Registrierung von Chemikalien, Bioziden

und Pflanzenschutzmitteln bis zur

präklinischen und klinischen Pharmaforschung

und -entwicklung sowie der Allergie-

und Asthmaforschung. Bereits seit 30

Jahren leistet das Institut erfolgreich Auftragsforschung

für Kunden aus der Industrie

und den Behörden.

hK

Weitere Informationen über das Clinical Research Center hannover (CRC hannover)

fi nden Sie im Internet unter www.item.fraunhofer.de

Ob Elektronikfertigung, Medizintechnik,

Automobilindustrie oder bei der Herstellung

von Solarzellen – Maschinen und

Lasersysteme der LPKF Laser & Electronics

AG kommen in zahlreichen Branchen

zum Einsatz. Das Garbsener Unternehmen,

ein international agierender Spezialist mit

Niederlassungen und Vertretungen in 79

Ländern, hat sich auf die Herstellung von

Lasersystemen zur Mikromaterialbearbeitung

spezialisiert und ist dort weltweit in

mehreren Bereichen führend. Der LPKF

ProtoLaser U3 ist das weltweit einzige UV-

Lasersystem zur Strukturierung laminierter

Leiterplatten – in unerreichter Präzision

bis in den Feinstleiterbereich. Die LPKF

StencilLaser der Gantry-Klasse gelten als

die produktivsten und genauesten Systeme

am Markt. Herausragend: die patentierte

Laser-Direktstrukturierung (LDS).

Die Laser-Direktstrukturierung gibt

Entwicklern die Möglichkeit, völlig neue

oder bessere Herstellungsprozesse für

bestehende Produkte zu etablieren. Diese

Einschätzung teilte auch die Jury des Hermes-Award,

die LPKF 2010 mit dem weltweit

höchstdotierten Industrie-Innovationspreis

auszeichnete. Das LDS-Verfahren

verwandelt einfache Kunststoffbauteile in

dreidimensionale Schaltungsträger. Das

räumliche Grundbauteil entsteht im Einkomponenten-Spritzguss

aus einem Kunststoff,

dem ein spezielles LDS Additiv beigefügt

wurde. Dieses Grundbauteil wird

mit einem Laser dreidimensional strukturiert.

Der Laser aktiviert das Additiv und

erzeugt eine mikroraue Oberfläche. In

einem stromlosen Bad baut sich auf diesen

Strukturen eine Metallschicht auf, erst

Kupfer, dann bei Bedarf auch Nickel oder

Gold. Eine dreidimensional entworfene

Komponente reduziert den Material- und

Montageaufwand bei gleichzeitig steigender

Funktionsdichte.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach

Lasersystemen zur Materialbearbeitung

standen im laufenden Geschäftsjahr vor

allem Kapazitätserweiterungen im Vordergrund.

Seit Jahresanfang hat LPKF seine

Mitarbeiterzahl von 466 auf 572 erhöht

und unter anderem in ein neues Entwicklungszentrum

in Garbsen investiert. KL

Weitere Informationen über die LPKF Laser & electronics Ag und die Produkte des garbsener

Unternehmens fi nden Sie im Internet unter www.lpkf.de

goP Varieté:

„asia“

Vom 11. Januar

bis 26. Februar

2012 wird es

„Fremd und geheimnisvoll“ im goP

Varieté Theater im georgspalast hannover.

So der Titel der aktuellen Show des

ensembles „Asia“. Für die Artisten von

Asia, die traditionelle asiatische Körperkunst

aufs Modernste interpretieren, ist

Schwerkraft scheinbar nur ein Wort: Perfekte

Körperbeherrschung, verblüffende

Jonglage, höchste Präzision und atemberaubende

Balanceakte vermischt mit

zärtlicher Poesie zeichnen ihre Darbietungen

aus. Sie sind absolute Spezialisten

ihres Fachs und zeigen ihren Zuschauern

die faszinierende Welt der asiatischen Akrobatik.

Sie verbiegen ihre Körper, tanzen

an Seilen, schweben an Bändern, malen

mit Sand und verbinden sich am ende

zum gemeinsamen Tanz ihrer Kulturen.

Regie führen huynh Thanh Dinh, Le Tran

Van Anh und Knut gminder, die Choreographie

stammt aus der Feder von Benjamin

Pring. Tickets gibt es beim goP

Kartenvorverkauf direkt im Theater oder

unter der Telefonnummer 0511 30186710.

Der eintritt kostet 15 bis 36 euro.

Bilder: Schmuckideen, Fraunhofer ITeM

Bilder: LPKF Laser & electronics Ag, niedersächsische Sparkassenstiftung, goP Varieté hannover


12 region regjo hannover regjo hannover region 13

Gestärkt aus der Krise

„Ich sage immer: Hier hat die Krise von Februar bis Juli 2009 stattgefunden.“ Marianne Gersdorf, Vorsitzende

der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hannover, über erfreuliche Zahlen und klare Konzepte.

Marianne Gersdorf, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hannover.

Interview: Stefanie Stüting Fotografie: Arbeitsagentur Hannover

Die Region Hannover hat sich seit der Finanzkrise 2009 überdurchschnittlich

gut im Arbeitsmarkt behaupten können. Woran

liegt das in erster Linie?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Die hiesige Wirtschaftsstruktur ist

weniger anfällig für einen Konjunktureinbruch im Verarbeitenden

Gewerbe, dem Kristallisationspunkt der Krise. Die Wirtschaft im

Raum Hannover ist geprägt durch Dienstleistungsbranchen und

öffentlichen Dienst. Das hat stabilisierend gewirkt. Im Verarbeitenden

Gewerbe haben Unternehmensführungen, Betriebsräte

und Belegschaften sehr schnell im Schulterschluss agiert, interne

Flexibilisierungsspielräume genutzt und das Instrument der Kurzarbeit

eingesetzt. Flankierend haben viele Betriebe ihre Mitarbeiter

während der Kurzarbeit qualifiziert. In der Arbeitsagentur

haben wir das Kurzarbeitsteam innerhalb kürzester Zeit aufgestockt,

um die Unternehmen zu beraten. Und nach dem Motto

„stärker aus der Krise heraus als in die Krise hinein“ haben wir

Bildungsträger und Betriebe zusammengeführt, um die Qualifizierung

während der Kurzarbeit voranzubringen. Das waren

Angebote, die sehr gern angenommen wurden. Dazu kamen die

Konjunkturpakete des Bundes, die hier zügig angenommen und

umgesetzt wurden. Davon hat nicht zuletzt das Handwerk profitiert.

Schließlich hat ein Kreis von „Entscheidern“ beim hannoverschen

Oberbürgermeister hilfreiche Verabredungen getroffen. Zum

Ende der Krise konnten die hannoverschen Unternehmen mit den

Belegschaften, die sie gehalten hatten, sofort wieder durchstarten.

Das hat sich dann sehr schnell, schon 2009, mit einem überdurchschnittlichen

Rückgang der Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit

in der zweiten Jahreshälfte bemerkbar gemacht. Ich sage immer:

Hier hat die Krise von Februar bis Juli 2009 stattgefunden.

Auf welche Maßnahmen setzt die Arbeitsagentur, um die aktuell

recht günstigen Zahlen zu stabilisieren und weiter zu verbessern?

Ganz vorn an steht im nächsten Jahr die Prävention, das heißt

Arbeitslosigkeit zu verhindern. Da ist die Arbeitsagentur zwar

nicht an erster Stelle gefordert, aber wir versuchen, Menschen,

die ihre Beschäftigung verlieren werden, in eine andere Arbeit

zu vermitteln, damit sie gar nicht erst arbeitslos werden – „Jobto-Job-Vermittlung“

nennen wir das. Und wenn Arbeitnehmer

doch arbeitslos werden, versuchen unsere Fachkräfte die Dauer

der Arbeitslosigkeit durch schnelle und passgenaue Vermittlung

zu verkürzen. Außerdem steht der Fachkräftebedarf auf unserer

Tagesordnung. Wo Arbeitslose ihre Kenntnisse auffrischen oder

ergänzen müssen, helfen wir. Aber wir beraten die Unternehmen

auch, ihr Augenmerk auf Arbeitslose zu lenken, die in der „2. oder

3. Reihe“ stehen und geben beiden Seiten die Chance, sich im

Rahmen von Praktika näher kennenzulernen. Das war schon in

diesem Jahr sehr erfolgreich. Für all das brauchen wir viele Stellen

und darum kümmert sich der gemeinsame Arbeitgeberservice

von Arbeitsagentur und Jobcenter.

Wie hat sich der Ausbildungsstellenmarkt in den vergangenen Jahren

entwickelt?

In den vergangenen Jahren hat das Angebot an Ausbildungsplätzen

nicht ausgereicht, um die geburtenstarken Jahrgänge aufzunehmen.

Mittlerweile zeigen sich allerdings erste Anzeichen für

eine Trendwende am Ausbildungsmarkt. Die Schulabgängerzahlen

sinken und angesichts des Fachkräftebedarfs steigen die Ausbildungsanstrengungen

der Betriebe. Beides wird dazu führen, dass

der Ausbildungsmarkt sich zum Bewerbermarkt wandelt.

Wie gravierend stellt sich das Thema Fachkräftemangel und fehlende

qualifizierte Azubis in der Region Hannover dar?

Bei sinkenden Arbeitslosenzahlen wird tendenziell auch das

Bewerberpotential für Fachkrafttätigkeiten kleiner. Ich sage klar:

Es gibt keinen flächendeckenden Fachkräftemangel. Was wir aber

sehen und was die Betriebe merken, sind Engpässe in bestimmten

Berufen, allen voran bei den Metall- und Elektroberufen,

bei Ingenieuren, Technikern, IT-Kernberufen und bei Gesundheits-

und Pflegeberufen. Hier dauert es zunehmend länger, bis

der gemeinsame Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter

passende Bewerber vorschlagen kann. Im Gespräch mit

den suchenden Betrieben sprechen die Vermittler/innen vermehrt

über Alternativen, sie spüren dabei eine wachsende Flexibilität

bei den Unternehmen. Das gilt gleichermaßen für Auszubildende.

Klagen der Betriebe über die Qualität der Bewerber/innen

sind bekannt. Es zeigt sich jetzt allerdings eine steigende Bereitschaft

der Firmen, Jugendliche einzustellen, die in den vergangenen

Jahren vielleicht nicht ihre erste Wahl gewesen wären. Viele

Betriebe haben spezielle Konzepte entwickelt, um etwas schwächere

Jugendliche auszubilden. Gut geführt, wird aus manchem

Spätzünder ein tüchtiger Mitarbeiter. Wo nötig, unterstützt die

Arbeitsagentur Betriebe und Azubis mit den sogenannten ausbildungsbegleitenden

Hilfen, um den Ausbildungserfolg zu sichern.

Wie entwickeln sich derzeit die Arbeitslosenzahlen?

Die Arbeitslosenzahlen entwickeln sich sehr erfreulich. Sie

lagen in diesem Jahr durchweg unter den Werten der vergangenen

Jahre. Von der steigenden Arbeitskräftenachfrage und dem

Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren zudem alle Personengruppen,

ebenfalls die Arbeitslosen des Jobcenters. Im Agenturbezirk

gab es in der Arbeitslosenversicherung bereits im Oktober

erstmals weniger als 8.000 Arbeitslose und in der Grundsiche-


egjo hannover Region 15

International Bilingual School

Bild: beermedia – Fotolia.com

„Trotz der guten

Entwicklung muss

man sagen: das ist

immer noch zu viel.“

Marianne Gersdorf

„Für die schönste Zeit im Leben - KIBS“

Familie Pippig mit Greta, Klasse 3a

KIBS: Bilingualer Kindergarten und Bilinguale Schule

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Das Studium an der Fachhochschule Hannover (FHH)

bietet mit seinem vielfältigen Angebot an internationalen Bachelor- und

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rung wurde im November die 30.000er Marke unterschritten.

Die positive Bewertung wird durch die Entwicklung

der Unterbeschäftigung bestätigt, das ist die Summe aus

der Arbeitslosenzahl und der Teilnehmer in Maßnahmen

von Arbeitsagentur und Jobcenter. Ich rechne für 2011

mit einer Arbeitslosenquote von weniger als zehn Prozent.

Trotz der guten Entwicklung muss man sagen: Das

ist immer noch zu viel.

Wie ist das Thema Fort- und Weiterbildung in der Region

Hannover aufgestellt?

Die Angebote für Fort- und Weiterbildung sind zahlreich

und vielfältig, es gibt kaum etwas, das es nicht gibt.

Berufsbildende Schulen, Hochschulen, Kammern, Verbände

und Bildungsträger halten ein attraktives Angebot

vor, das insbesondere auch jüngere Menschen nach

Hannover zieht. Hinzu kommen die Angebote, die

Arbeitsagentur und Jobcenter initiieren und die Bildungsträger

in ihrem Auftrag durchführen. Diese „Maßnahmen“

zielen darauf, Arbeitslose zu qualifizieren oder ihre

Kenntnisse an einen veränderten Bedarf anzupassen. Darüber

hinaus findet Fortbildung in den Unternehmen statt.

Im Sinne von Prävention kann die Arbeitsagentur den

Erwerb eines Ausbildungs(teil)abschlusses durch gering

qualifizierte und – in kleinen und mittleren Unternehmen

– durch ältere Beschäftigte finanziell unterstützen. Für die

Nachqualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten

halten Arbeitsagentur und Jobcenter beträchtliche finanzielle

Mittel vor. Im Interesse von Beitrags- und Steuerzahlern

evaluieren sie regelmäßig, ob und inwieweit dieser

Mitteleinsatz erfolgreich war.

Inwiefern ist die Arbeitsagentur mit Schulen, Unis etc.

vernetzt und arbeitet an Strukturen zwischen Ausbildung

und Arbeit?

Vernetzung und Netzwerkarbeit sind für die Arbeitsagentur

keine Fremdworte! Seit jeher kann die Arbeitsagentur

ihrem Auftrag nur gerecht werden, wenn sie mit anderen

kooperiert. Für das Jobcenter gilt dasselbe. Unsere Partner

sind unter anderem Schulen, Eltern- und Schülervertretungen,

Hochschulen, Kammern, Verbände, Sozialpartner,

Bildungseinrichtungen, Vereinigungen wie Pro

Hannover Region, Gleichstellungsbeauftragte, Kommunen,

Wirtschaftsförderung, Wohlfahrtsverbände. Es gibt

viele gelungene Kooperationsprojekte an den Übergängen

von Schule in Ausbildung und von Ausbildung in den

Beruf: die Lange Nacht der Berufe, Aus- und Weiterbildungsmärkte

in der Region, Gründerinnentage, Frauenberufsbörse,

Zeitarbeitsmesse, Pflegebörse, job@tac, „Mut

zu Technik“ für junge Frauen, IdeenEXPO, Hochschultage

und und und… Überall ist die Arbeitsagentur „dabei“,

meist gemeinsam mit dem Jobcenter – sei es als Initiatorin,

Veranstalterin oder Mitwirkende. An den Schulen,

an denen die Berufsberater/innen regelmäßig präsent

sind, beauftragt die Arbeitsagentur außerdem Dritte

damit, zusätzliche Unterstützung an der Schwelle von der

Schule in den Beruf zu leisten und finanziert dies.

Die Region Hannover produziert Fachkräfte ohne Ende.

Haben diese jungen qualifizierten Menschen berufliche

Perspektiven in der Region oder gehen sie weg?

Jungen Menschen mit guter Ausbildung steht vieles

offen. Absolventen einer betrieblichen Ausbildung finden

in der Regel Arbeitsangebote in der Region oder im

Umland, zumal die Verkehrsverbindungen gut ausgebaut

sind. Anders bei Absolventen von Hoch- und Fachhochschulen.

Sie müssen generell mobil sein und nutzen ihre

Chancen im gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus.

Der hiesige Arbeitsmarkt könnte gar nicht alle Hochschulabsolventen

aufnehmen. Das Interesse der hiesigen Wirtschaft

an Absolventen insbesondere der technisch-naturwissenschaftlichen

Studiengänge ist groß und man pflegt

deshalb enge Kontakte zu den Hochschulen, um Absolventen

frühzeitig für das eigene Unternehmen zu gewinnen.

Universität, Arbeitsagentur, Stiftung Niedersachsenmetall

sowie die Wirtschaftsförderung der Stadt Hannover führen

in Kooperation mit hannoverschen Firmen seit vielen

Jahren das Projekt „Mit Leibniz zu Bahlsen“ durch,

das den Blick der Geisteswissenschaftler über die traditionellen

auf andere Tätigkeitsfelder richten und damit eine

zusätzliche berufliche Perspektive eröffnen soll, auch hier

in der Region.

www.fh-hannover.de


egjo hannover ADVertorial 17

Die Symbiose zweier Künste:

des Fliegens und der Feinmechanik.

Bild: Initiative Pro Sport Hannover

Im Rahmen der Initiative Pro Sport Hannover hatte die Continental AG Anfang Dezember knapp 100 Gäste aus Sport und Wirtschaft

zum 2. Pro Sport Dialog-Forum eingeladen: Der Key Note Speaker war dabei kein geringerer als der beste deutsche

Schwimmer aller Zeiten – Dr. Michael Groß – der sehr kompetente und persönliche Einblicke in das Kernthema der Veranstaltung

„Karriereplanung von Leistungssportlern“ gab.

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abc-opix#: 1108-208 · Titel: REGJO Hannover · Das Dokument ist ohne Überfüllung/Trapping angelegt, vor weiterer Verarbeitung diese anlegen!

Continental: sportliche Leistung

Gleich mehrere Spitzensportler werden 2012 von der Continental AG gefördert: so der niedersächsische

Tennisverband, die Wasserballer von White Sharks Hannover und die Geräteturnerin Anja Brinker.

Im März 2011 hatte die Continental AG die Initiative Pro

Sport Hannover zur Förderung des leistungsorientierten

Sports in der Region gestartet und Sportler wie Verbände

aufgerufen, sich auf der Website www.Pro-Sport-Hannover.de

für eine Projektförderung von bis zu 10.000 Euro

zu bewerben. Aus mehr als 20 Einsendungen wurde kurz

darauf das erste Projekt ausgewählt: Continental wird das

langfristig angelegte Mentoren-Konzept des Niedersächsischen

Tennisverbandes (NTV) mit 10.000 Euro unterstützen.

Dabei werden sechs junge Talente vom ehemaligen

Weltklasse-Tennis-Profi Nicolas Kiefer betreut und auf

ihrem Weg zu Spitzensportlern begleitet.

Auch die Wasserballer des White Sharks Hannover e.V.

werden einmalig mit 10.000 Euro gefördert. Aus mehr als

20 Einsendungen wurde dieses Projekt in der Kategorie

„Team“ ausgewählt. Ein weiteres Förderprojekt der Continental

AG unterstützt die Geräteturnerin Anja Brinker auf

dem Weg zu den Olympischen Spielen 2012 in London mit

7.500 Euro. Anja Brinker stammt aus Melle, turnt für die

Bundesligamannschaft der TS Großburgwedel und trainiert

zwei Mal täglich im Landesleistungszentrum in Hannover

Badenstedt. Brinker hat schon während ihrer schulischen

Ausbildung zahlreiche nationale wie internationale Turntitel

erkämpft, insbesondere am Stufenbarren.

Mit der Initiative Pro Sport Hannover will Continental

am Konzern-Hauptsitz gezielt den Austausch von Experten

in verschiedenen Disziplinen fördern und ist überzeugt

davon, dass Unternehmen genau so viel von erfolgreichen

Leistungssportlern lernen können wie umgekehrt. Im Rahmen

der Initiative werden pro Jahr vier Projekte unterstützt,

einen Fokus auf bestimmte Sportarten gibt es nicht. Alle

drei Projekte wurden im Rahmen des 2. Pro Sport Dialog-Forums

am 5. Dezember beim Landessportbund Niedersachsen

vorgestellt. Kein geringerer als der beste deutsche

Schwimmer aller Zeiten – Dr. Michael Groß – steuerte

dabei sehr kompetente und persönliche Einblicke in das

Kernthema der Veranstaltung „Karriereplanung von Leistungssportlern“

bei.


18 wirtschaft regjo hannover

regjo hannover wirtschaft 19

Dieses Kribbeln

Kreativität hat unzählige Definitionen – und noch mehr Gesichter.

In der Region Hannover ist die Kreativwirtschaft umtriebig, erfinderisch

und erfolgreich. Hier ein paar effektive Beispiele…

Ob Architekt, Fotografin, Musiker oder Verlegerin: Das

[kre|H|tiv] Netzwerk Hannover ist die Vernetzungsplattform

für Akteure aus allen elf Teilsegmenten der Kulturund

Kreativwirtschaft. Reihe unten von links: Andreas

Kuhnt, Oliver Heimbach, Nadine Fiege, Karo Eggert;

Reihe Mitte von links: Sven Meinhof, Doreen Nixdorf,

Della, Constantin Weimar; Reihe oben von links: Stella

Lauenroth, Lutz Woellert, Gil Koebberling.

Bild: [kre|H|tiv] Netzwerk Hannover


20 wirtschaft regjo hannover

regjo hannover wirtschaft 21

Olando Amoo aus Ghana zählt mit seinem

Tanzstudio „Dynamic Dance“ zu den

Kreativen der Stadt. 2010 zeigten er und

seine Truppe ihr Können auf der Berufsorientierungsmesse

„Date your future“ in

der Multimedia BBS an der Expo Plaza.

Auch 2012 ist Olando Amoo wieder mit

von der Partie.


22 WiRtSChaft RegJo hAnnoVeR RegJo hAnnoVeR WiRtSChaft 23

erfolgreich: die Berufsorientierungsmesse „Date your future“

in der Multimedia BBS in hannover.

KREATIVWIRTSCHAFT IN HANNOVER • knapp

4.000 Unternehmen • ca. 17.000 Beschäftigte •

ca. 1,7 Milliarden Euro Umsatz • überwiegend

Klein- und Kleinstunternehmen • überdurchschnittlich

hoher Anteil Frauen • stärkste Teilsegmente:

Presse- und Werbemarkt.

oben: „Versucht Facebook für euren Beruf und eure

Zukunft zu nutzen“, Saskia höfler (21), aktuelle Miss niedersachsen,

machte den Schülern Appetit auf soziale

netzwerke. Rechts: job@tac in der Multimedia Berufsbildenden

Schule: hier spielten die Jetlags mit Sänger Cyril

Krueger, Top-8-Finalist bei „Unser Star für oslo 2010“.

Text und Fotografie: harald Jacke

Die kürzeste Definition von Kreativität stammt von Professor

Rainer Holm-Hadulla aus Heidelberg und lautet: Kreativität ist

eine Neukombination von Informationen. Diese entstehen durch

Kribbeln im Kopf – die Verquickung von Sinnbezügen aus bereits

Bekanntem und phantasievollen Gedankenspielen. Die Übertragung

auf die Geschäftswelt leistet der Begriff Kultur- oder Kreativwirtschaft.

Er steht für alle Aktivitäten von Herstellung bis Vertrieb

urheberrechtlich geschützter Produkte mit dem Ziel, Geld

zu verdienen. Die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft hannoverimpuls

entwickelt seit 2010 ein eigenes Kreativwirtschaftscluster

für die Region Hannover. Das [kre|H|tiv] Netzwerk Hannover

e.V. ist als Branchenplattform eine Basis für alle Akteure der

kreativen Disziplinen. Der Verein ist seit Ende März 2011 am Start

und hat bereits über 100 Mitglieder gewonnen. Da die Akteure

der Kreativwirtschaft starke Reglementierungen und streng vorgegebene

Strukturen normalerweise ablehnen, sind vergleichbare

Projekte in anderen Regionen bereits reihenweise gescheitert.

Der „Hannover Weg“ sieht einen Aufbau von unten nach

oben vor. Dabei werden die Akteure von Anfang an mit eingebunden.

Sie sind ausdrücklich mit aufgefordert, den Rahmen und

die Inhalte mitzugestalten. Kai Schirmeyer, Projektleiter Kreativwirtschaft

bei hannoverimpuls: „Was Hannover für Kreative

so interessant macht, ist diese einzigartige Mischung: Es ist größenmäßig

überschaubar, dabei aber sehr breit und qualitativ gut

aufgestellt. Dadurch entstehen Möglichkeiten zu einer effizienten

und engen Vernetzung, die andernorts in dieser Form nicht

möglich sind. Genau das machen wir uns bei unseren Projekten

zunutze.“ Auf die Clusterinitiative mit all ihren Aktivitäten setzen

die Verantwortlichen bei hannoverimpuls hohe Erwartungen:

„Ziel der Clusterinitiative ist es generell, die Rahmenbedingungen

für die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft in der

Region Hannover nachhaltig zu verbessern. Grundsätzlich geht es

darum, die Stärken zu stärken und die Schwächen zu schwächen.

Hierzu werden zahlreiche Maßnahmen initiiert. Einige davon

richten sich an die Akteure aller Teilsegmente, andere wiederum

sind speziell auf die Bedürfnisse und Erfordernisse einzelner Teilsegmente

zugeschnitten.“

Weitere Akteure sind seit Jahren in diesem Segment mit Projekten

aktiv. Dazu zählen beispielsweise der Wirtschaftsförderverein

Pro Hannover Region, der VDI Niedersachsen, die Agentur

für Arbeit Hannover sowie die Wirtschaftsförderung sowohl

der Stadt als auch der Region Hannover.

„Kreativität drückt sich bei Pro Hannover Region in ganz

vielfältiger Weise aus“, berichtet Geschäftsführerin Bärbel Jacob.

Sie verweist dazu auf die erstmals im Sommer stattgefundene

Wirtschaftsmesse Hannover im VIP-Bereich der AWD-Arena

von Hannover 96 mit Messepartner Ulf Hofes aus Braunschweig.

Finanzielle Geburtshilfe für die zweitägige Veranstaltung hatten

die städtische und regionale Wirtschaftsförderung geleistet.

Erfolgreiches Fazit: 2.000 Besucher und 88 Prozent Zufriedenheit

unter den 135 Ausstellern, darunter 36 von PHR. Viele von

ihnen wollen 2012 wieder bei der Leistungsschau der heimischen


egjo hannover wirtschaft 25

. Hamburg

. Hannover

. Koblenz

. Ludwigsburg

. Wien

Danke, liebe Kunden.

Das war ein tolles Jahr!

Base, Dr. Buhmann, Eppendorf, Euromobil,

Expert, Flygt, Gelbe Seiten, Gundlach,

Hans G. Bock, Johnson Controls,

Loewe Austria, Marketing Gesellschaft

Niedersachsen, Medimex, NGlobal,

Pelikan, Pentax, Schollglas, Schroedel,

TUI, Varta, VGH, Volkswagen, Westermann,

Xylem ...

Oben: Das Benefiz Human Table Soccer Turnier, organisiert von

Pro Hannover Region, erbrachte auf der Wirtschaftsmesse Hannover

4.000 Euro für die Per-Mertesacker-Stiftung. Rechts: „Date

your future“ heißt die Jobmesse der gleichnamigen Arbeitsgruppe

von PHR. Auf den beiden unteren Bildern zu sehen: Sänger

Marc Masconi und Band – das Abendhighlight auf der Wirtschaftsmesse

in der AWD Arena. Dort machte auch Hannovers

Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff eine gute Figur: beim

„Keeper Casting“ der Agenturen Not Real medien design und

Utermöhlen Konzept & Design.

PS: Für Kunden, die Kreativität und Gründlichkeit als die richtigen

Tugenden empfinden, haben wir in unserem Herzen noch

einen Platz frei.

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Wirtschaft dabei sein „2012 wird es Rabatte für Frühbucher

geben“, kündigt Messe-Ideengeber und PHR-Vizevorstandsvorsitzender

Bernd Bühmann an. „Date your

future“ heißt die Jobmesse der gleichnamigen Arbeitsgruppe

von Pro Hannover Region. Seit 2009 werden bei

diesem Veranstaltungsformat an Ausbildungen interessierte

Haupt- und Realschüler direkt mit den Geschäftsführern

von Unternehmen zusammengebracht. Und jedes

Mal werden Ausbildungsverträge geschlossen. job@tac

nennt sich eine kostenlose Info- und Eventveranstaltung

zur vertieften Berufsorientierung für Oberstufenschüler.

Diese geht seit 2008 an ungewöhnlichen Veranstaltungsorten

wie dem Flughafen Hannover über die Bühne. In

diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf IT-Berufen. Für das

kreative Veranstaltungsformat zeichnen die Agentur für

Arbeit Hannover, die regionale Wirtschaftsförderung und

hannoverimpuls verantwortlich. Kooperationspartner ist

der VDI Niedersachsen.

„Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, besteht

darin, sie zu gestalten“: Nach diesem Bonmot von Altkanzler

Willy Brandt handelten bei job@tac-it Mitte Oktober

rund 250 Oberstufenschüler vom Schiller Gymnasium,

der Humboldtschule, KGS Hemmingen und anderen

Lehreinrichtungen auf der Expo-Plaza. Statt zum Konzert

von Roxette gingen sie auf der Expo Plaza zu job@tac in

die Multimedia Berufsbildende Schule. Hier spielte auch

eine Band – die Jetlags mit Sänger Cyril Krueger, Top-

8-Finalist bei „Unser Star für Oslo 2010“. Drumherum

gab‘s viel Interessantes zu Unternehmen aus der hannoverschen

Informationstechnologi-Branche: Boje Holtz von

exDream erzählte, wie sein 20-Mitarbeiter-Unternehmen

Spiele für die Xbox 360 und die Playstation 3 entwickelt.

cc3524_Az_RegJo_Danke_RZ.indd 1 16.12.11 11:44


egjo hannover wirtschaft 27

Die wichtigsten Wettbewerbe und

Förderprogramme

• Bundesweiter Wettbewerb: Kultur- und Kreativpiloten

(www.kultur-kreativpiloten.de)

• Bundesweite Fördermöglichkeit: www.kfw-bank.de

• Regional: StartUp-Impuls; Plug & Work; neue/

spezifische Formate und Fördermöglichkeiten werden

gerade entwickelt, Start ist voraus. Anfang 2012

• Ansonsten: zahlreiche Wettbewerbe für Einzelne

Kristina Leschka machte Appetit auf Netrada: 2.000 Mitarbeiter

kümmern sich am Standort Garbsen weltweit um

E-Commerce-Lösungen für die großen Mode-, Beautyund

Lifestylelabels. „Versucht Facebook für euren Beruf

und eure Zukunft zu nutzen“, machte Saskia Höfler (21),

aktuelle Miss Niedersachsen, den Schülern Appetit auf

soziale Netzwerke. Wer wissen will, was die angehende

Beamtin und Studentin der Verwaltungs- und Rechtswissenschaften

aus Ronnenberg gerade macht, braucht

nur ihr öffentliches Facebook-Profil aufzurufen: 650.000

Zugriffe verzeichnet sie dort seit Februar.

Frank Hähnel von der TVN Group, Tochter der

Mediengruppe Madsack, berichtete über die umfangreichen

Film- und TV-Produktionen aus seinem Haus.

Lo cker und souverän führte NDR-Fernsehjournalistin

Carola Schede aus Oldenburg durch die abwechslungsreiche

Veranstaltung. Nach der Bühnenshow kamen die

Schüler an Stehtischen ins Gespräch: mit Personalchefs

und Auszubildenden von weiteren Firmen wie Delticom,

IBM, Janz IT, TUI Infotec, VW Nutzfahrzeuge und der

Fachhochschule Hannover. „Die Region Hannover möchte

mit job@tac-it einen Beitrag gegen den Fachkräftemangel

leisten“, erklärt Mattias Böhle. Er ist Leiter der Wirtschafts-

und Beschäftigungsförderung bei der Region

Hannover. „Wir helfen so jungen Abiturienten dabei, passende

Wege bei Ausbildung und Studium zu finden, um

hier anschließend gute Jobs bekommen. Denn sie sind

die Fachkräfte von morgen und damit zentrales Kapital

der Unternehmen“, betont Böhle. Schneisen in den IT-

Infodschungel wollte die Veranstaltung schlagen. Der Versuch

gelang. Im Herbst 2012 soll es eine Neuauflage von

job@tac geben. Genau so einmalig in der Region Hannover

ist „Date your future“: Bei dieser kreativen Jobmesse

informieren sich wieder am 10. Februar 2012 rund 400

Schüler von Abgangsklassen in der Multimedia Berufsbildenden

Schule auf der Expo Plaza. Sie kommen von der

IGS Kronsberg, IGS Mühlenberg, Albert-Einstein-Schule

Laatzen, Realschule Wedemark, KGS Hemmingen – sowie

der Pestalozzischule und Humboldtschule aus Hannover.

Geboten werden den Schülern der direkte Kontakt zu

künftigen Chefs und Gespräche über Ausbildungsplätze,

Praktika und Schnuppertage. Gut zwei Dutzend Unternehmen

auf der Suche nach Auszubildenden stellen sich

den Jugendlichen jeweils vor. Vor Ort sind ausschließlich

Geschäftsführer und Personalleiter von Mitgliedsunternehmen

des Wirtschaftsfördervereins Pro Hannover

Region (PHR). Dr. Uwe Groth, Leiter der PHR-AG „Date

your future“, weiß: „Viele Schüler schauen auf die großen

Firmen und wollen unbedingt dorthin. Dabei bietet

der regionale Mittelstand viele interessante Jobchancen.“

Bei den ersten drei Veranstaltungen dieser Art konnten

zwischen 2009 und 2011 jeweils mehrere Ausbildungsverträge

im Speditionsbereich, IT-Bereich und Hotelgewerbe

abgeschlossen werden. Die Veranstaltung begleitet

der Verein hannoverimpuls Ausbildung: mit den Do’s

und Dont’s für Schüler beim Bewerbertraining.

Kreativität beginnt mit Kribbeln im Kopf. Darauf

folgen ungewöhnliche Ideen, die von den Akteuren in

der Region Hannover schnell umgesetzt werden – ob bei

Wirtschaftsmessen im VIP-Bereich eines Bundesligisten

oder bei kreativen Berufsorientierungsveranstaltungen

für Schüler. Aktuell initiiert das Netzwerk [kre|H|tiv] eine

Bewerbung Hannovers als „UNESCO City of Music“. Laut

einer Studie ist Hannover von allen deutschen Großstädten

mit Abstand diejenige mit den meisten Arbeitsplätzen

in der Musikbranche.


egjo hannover Magazin 29

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in allen „schöpferischen“ Details. Suchmaschinen-Marketing

mit zielführenden

SMM-Kampagnen, das Tracken von Kampagnen,

Xing-Firmenprofile, Facebook-Präsenzen,

Gewinnspiele mit FB-Apps, Twitter,

YouTube-Channel – all dies gehört bei

be!columbus zum täglichen Wahnsinn.

In letzter Zeit gewinnt ein weiterer

Tätigkeitsbereich zunehmend an Bedeutung:

AR – Augmented Reality. Durch mobile

Endgeräte, spezielle Brillen oder in Zukunft

auch Kontaktlinsen sowie einfache Webcams

wird die gegebene Realität erweitert.

Virtuelle und reale Welten finden zusammen.

Gerrit Moll: „Man stelle sich vor, man

hält morgens auf der Fahrt zur Arbeit sein

Mobiltelefon an die Tabelle mit dem letzten

Ergebnis des Heimvereins Hannover 96

und kann sich live in der Zeitung die Tore

ansehen. Geht nicht? Doch, mit AR können

Bilder, Wörter, Zahlen, Formen und

vieles mehr mit spannenden Zusatzinformationen

versehen werden.“ Diese Informationen

kommen von einem speziellen Server

in Form von Gesprochenem, Bild, Film

oder 3D-Daten. AR schafft, so Gerrit Moll,

in allen Bereichen echten Mehrwert. Beispielsweise

bei Printanzeigen, Gebrauchsanweisungen

– Texte können zu visuellen

Präsentationen werden. Und die Nutzungshäufigkeit

durch die User kann erfasst und

ausgewertet werden, was stetige Anpassung

und Verfeinerung ermöglicht.

„Und es ist kein Ende abzusehen. Zu

den traditionellen Kommunikationswegen

kommen ständig neue hinzu, denen sich

eigentlich kein Unternehmen verschließen

sollte.“ Näher kam man an Konsumenten

und Wissbegierige noch nie heran. HK

Weitere Informationen über die be!columbus GmbH und ihren Geschäftsführer Gerrit Moll (Bild)

finden Sie im Internet unter www.be-columbus.com

Kleinere Unternehmen können sich schicke

Werbeclips leisten, die bislang den Großen

vorbehalten blieben. Der Bedarf an hochwertigem

und frischem Bewegtbild-Content

wird immer größer. Auf diese Schnittstelle

zwischen Grafik und Film spezialisiert sich

die noch junge Disziplin des Motion-Design.

Sie kombiniert altbewährte Werbeproduktion

mit innovativer Animation.

Das hannoversche Motion-Design-Studio

Tonic Trix ist seit 2005 fest in der Branche

etabliert. Die beiden Macher, die Diplom-

Designer Thomas Israel und Nico Vogelsang,

haben ihr Handwerk in den Metropolen New

York und Berlin gelernt. „Wir bedienen eine

stetig wachsende Zahl von Direktkunden“,

so Thomas Israel. „Sie schätzen vor allem die

Kreativität und Effizienz unserer Arbeit und

lassen ihre Motion Identity langfristig von

uns prägen und entwickeln.“ Ob im Internet,

im Shop-TV bei Wormland und New Yorker

oder in Fernseh-Animationen für ARD, NDR

und Comedy Central – irgendwann hat vermutlich

jeder in der Region schon einmal ein

Video oder eine Animation aus dem Hause

Tonic Trix gesehen.

HK

Mehr Informationen und ausführliche Projektreferenzen

gibt es unter www.tonictrix.com

Bilder: be!columbus GmbH, Tonic Trix


30 advertorial regjo hannover regjo hannover advertorial 31

Beispiel 1: packdiscount24; Beispiel 2: GK Feuerschutz.

„wir machen ihre

werbung messbar.“

Martin Knopp

Zielen statt streuen:

Mit Strategie zum messbaren Erfolg

Kommunikationsagentur PRIMIERE und Dialogmarketer T.D.M kooperieren. „Schluss mit dem Gießkannen-Prinzip“!

Vertrieb, Marketing und Kreation werden so eng miteinander verknüpft, dass eine erfolgreiche Vertriebsstrategie entsteht.

Text und Fotografie: Primiere, Marco Bühl

Wer will ihn nicht, den Erfolg seiner Werbemaßnahmen? Werbung

kostet schließlich Geld, nur der Return of Investment in

Form neuer Kunden, Absatz- und Umsatzsteigerung lässt häufig

lange oder gänzlich auf sich warten. „Schuld am fehlenden

Erfolg von Marketingmaßnahmen ist häufig die mangelnde Qualifizierung

der Zielgruppe und der damit verbundene Streuverlust,

die genaue Abstimmung mit dem Vertrieb sowie die fehlende,

exklusive Ansprache der Kunden“, weiß Oliver Prim,

Geschäftsführer der hannoveraner Agentur PRIMIERE, aus 17

Jahren Erfahrung. Hinter dem Konzept „Schluss mit dem Gießkannen-Prinzip“,

das PRIMIERE gemeinsam mit dem ältesten

Unternehmen für Dialogmarketing Niedersachsens, T.D.M. aus

Sarstedt, entwi ckelt hat, steht das klare Versprechen: lösungsorientierte

Marktbearbeitung auf sämtlichen Kommunikationsebenen.

Zielsetzung dabei ist, dass Vertrieb, Marketing und Kreation

so eng miteinander verknüpft werden, dass daraus eine erfolgreiche

Vertriebsstrategie entsteht, deren Einzelmaßnahmen alle

ineinander greifen. Werbeprozesse werden durch gezielte Nachfassaktionen

messbar gemacht, weil der Kunde persönlich dazu

befragt wird, was ihm daran gefällt, was er vielleicht vermisst

und was er sich vom Absender in Zukunft wünscht. Diese Informationen

aus erster Hand helfen Unternehmen dabei, ihre Produkte,

Angebote und Dienstleistungen weiter zu optimieren. Hier

wird schnell klar, dass so etwas nicht mit Maßnahmen von der

Stange funktionieren würde. Martin Knopp, kaufmännischer Leiter

von T.D.M., erklärt warum: „Wir analysieren zunächst, wo die

Schwachpunkte liegen und warum sich beispielsweise ein Produkt

nicht verkauft. Wir erleben häufig, dass den Kunden beim

ersten Gespräch das selbst nicht klar ist. Darum entwickeln wir

mit dem Kunden einen gemeinsamen Fahrplan. Wir machen Ihre

Werbung messbar.“ Wer jetzt denkt, dass eine so individuelle Beratung

und Umsetzung teurer ist als die üblichen Marketingmaßnahmen,

der irrt. Im Gegenteil, genau zielen ist gleichbedeutend

mit Budget reduzieren, weil die Wirkung maximiert wird. Der

gemessene Erfolg spricht für sich.

Packendes Konzept für packdiscount24. Beispiel 1: Der

Online-Shop packdiscount24. Hier hatte der Kunde, ein Verpackungshersteller,

eine hervorragende Produktidee, aber keine

Kapazitäten, diese zu vermarkten. Basis des neuartigen Verpackungskonzepts

„Packen Sie’s einfach!“ ist ein ausgesuchtes, übersichtliches

Sortiment, mit dem B2B-Kunden den alltäglichen Verpackungsbedarf

bequem decken können. PRIMIERE und T.D.M.

betreuten den Kunden von Anfang an im Fulfillment. Ein schlanker

Katalog mit thematisch und farblich gegliedertem Aufbau

wurde von PRIMIERE gestaltet und ein Internet-Shop entwi ckelt.

Die komplette Outbound-Telefonie in Form eines kompetenten

Telefonservice mit 24-Stunden-Bestellannahme und kostenlosem

Callback-Service liegt in der Verantwortung von T.D.M. Zur Aufmerksamkeitssteigerung

wurde der erste Katalog an einen ausgewählten

Kundenkreis zusammen mit einem Mailing versandt

und aktiv nachgefasst. Seit seiner Einführung vor einem Jahr verzeichnet

das Unternehmen packdiscount24 eine kontinuierliche

Umsatzsteigerung. Der Verpackungshersteller weiß sein Produkt

bei der Symbiose PRIMIERE/T.D.M in besten Händen

Die Zielgruppe bei ihren Bedürfnissen abholen.

Streuverlust beginnt da, wo keine Aufmerksamkeit beim Kunden

erzeugt wird. Am zweiten Beispiel, dem Unternehmen GK Feuerschutz

mit Sitz in Minden, wird deutlich, dass sich die große Zielgruppe

aller Kunden, die letztendlich Brand- und Feuerschutz

im Unternehmen benötigen, in Wirklichkeit in viele Zielgruppen

difierenzieren lässt. „Der Schlüssel ist, die Bedürfnisse der Kunden

zu analysieren. Es gibt meistens IST-Kunden, denen man Mehrwerte

durch weitere Leistungen anbieten kann und die potentiellen

Kunden, die man ganz konkret bei einer bekannten Problemstellung

abholen sollte. Darüber hinaus sind die Branchen der

Zielgruppe ganz unterschiedlich und die Gründe dafür, warum

Brandschutz betrieben wird. Hinzu kommen die Kunden, die wiederum

ihren Kunden Brandschutzanlagen mit verkaufen beziehungsweise

GK Feuerschutz als Partner weiterempfehlen, wie zum

Beispiel IT-Dienstleister,“ macht Oliver Prim seine Herangehensweise

deutlich. Praktisch umgesetzt heißt das, dass die IT-Dienstleister

als neue Zielgruppe über ein aufmerksamkeitsstarkes Mailing

die erste Berührung mit dem Absender haben. Dazu selektiert

der Vertrieb Adressen, die angeschrieben werden. Das Telefonmarketing

fasst im Namen von GK Feuerschutz die Empfänger nach.

V.l.: Oliver Prim, GF Primiere Agentur für Kommunikation GmbH Hannover;

Martin Knopp, kaufmännischer Leiter T.D.M. Dialogmarketing GmbH Sarstedt

Potenzielle Kooperationspartner, die daraufhin Interesse zeigen,

erhalten individuelle Produktinformationen – selbstverständlich

mit wiedererkennbarer Leitidee, die den Mehrwert einer Partnerschaft

für den Verkauf erklärt. Ein weiteres difierenziertes Mailing

erhält die IST-Zielgruppe von GK Feuerschutz. Diese Kunden

bieten bereits Leistungen von den Brandschutz-Experten an,

nun aber werden die Einkäufer dafür sensibilisiert, IT-Sicherheit

durch weitere Produkte und Leistungen von GK Feuerschutz mit

anzubieten. Auch hier fasst das Telefonmarketing aktiv nach und

stimmt sich eng mit den Vertriebsmitarbeitern ab. Durch das konsequente

Ineinandergreifen von zielgruppenorientierter Kreation,

Marketing, Telefonie und Vertrieb wird die Wertschöpfungskette

lückenlos geschlossen. Und zwar mit messbarem Erfolg. Für einen

Modehersteller war der Erfolg der PRIMIERE/T.D.M-Kooperation

ganz einfach abzulesen: Seine Lager sind leer.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.salelution.de

Bild: Marco Bühl


32 agenturen regjo hannover regjo hannover agenturen 33

LIGA H:

gesucht

Die LIGA H wurde 2009 als

Zusammenschluss von acht

hannoverschen Kommunikationsagenturen

gegründet.

Mit der Agentur-Rallye

geben die Kreativen Quereinsteigern

und Querdenkern

die Möglichkeit, in die

Branche einzusteigen.

Das bunt gemischte Teilnehmerfeld reichte vom Abiturienten bis zur Hausfrau, vom Geschichtsstudenten

bis zur Grafikdesignern. Zum Schluss gab es nicht nur eine Siegerin, sondern gleich vier

Gewinner. Pamela Rama (29), Grafik-Design-Studentin aus Hannover, holte sich den begehrten

Pokal und gewann ein bezahltes Praktikum in einer Agentur ihrer Wahl mit Aussicht auf Festanstellung.

Den zweiten Platz belegte der Student Daniel Terek (27) und den dritten Platz teilten sich PR-

Studentin Svenja Katharina Weiß (19) und Student Hendrik Daut (45).

Die LIGA H. Von links: Sven Sörgel

(Windrich & Sörgel GmbH &

Co. KG), Ingo Stoll (ehem. w3design.

GmbH, jetzt neuwaerts

GmbH), Martin Murch (murchTEX-

TE), Uwe Berger (B&B. Werbeagentur

GmbH), Karoline Eggert (Ulrich

Eggert GWK mbH), Nadine Fiege

(stadtbrandfluss), Thomas Lasser

(LOOK! Werbeagentur GmbH),

Jan Jaspersen (Dievision Agentur

für Kommunikation GmbH),

Jörn Hutecker (ehem. hms69 kommunikation

gmbh, jetzt neuwaerts

GmbH), Sebastian Stern (Windrich

& Sörgel GmbH & Co. KG).

Bilder (2): LIGA H

Den Kopf voller Ideen, aber keine Chance, der Kreativität freien

Lauf zu lassen? Das soll sich mit der zweiten Agentur-Rallye der

LIGA H ändern: Gesucht wurden kreative Denker – egal mit welchen

Vorkenntnissen – die an einem Tag in sechs hannoverschen

Agenturen verschiedene Aufgaben lösen sollten. Um an der Rallye

teilnehmen zu können, mussten schon in der Bewerbung fünf

Aufgaben kreativ gelöst werden: das eigene Leben in 140 Zeichen

beschreiben, Tupperware für Männer schmackhaft machen und

die aus eigener Sicht derzeit schlechteste Werbung verbessern.

Mitmachen konnte jeder, der Lust auf einen Job in der Kreativbranche

hatte. Aus 108 Bewerbungen gingen am 28. Oktober 15

Finalisten aus ganz Niedersachsen an den Start, um an sechs Stationen

quer durch Hannover verschiedene Aufgaben zu lösen. „Die

Agentur-Rallye hat nicht nur den Teilnehmern Spaß gemacht, sondern

auch den Organisatoren“, resümiert Uwe Berger, Geschäftsführer

der Agentur B&B. und Vorsitzender der LIGA H. „Wir haben

den ganzen Tag Zeit gehabt, uns potentielle Bewerber anzuschauen

und mit ihnen zu arbeiten. Wir gehen davon aus, dass hier mehr

als ein neuer Arbeitsplatz entsteht.“ Von der Konzeption für ein

Energie-Eis über einen Slogan für Weltraumflüge bis hin zu einer

Facebook-Kampagne war unter Zeitdruck Ideenreichtum gefragt.

Nach neunstündiger Agentur-Rallye riss Pamela Rama (29) die

Arme in die Höhe. Sie ist die diesjährige Gewinnerin der Agentur-Rallye

und hat die sechs Aufgaben an den sechs Agenturstationen

nach Meinung der Jury am kreativsten gelöst. Der Lohn

der harten Kreativarbeit: Sie darf sich nun auf ein sechsmonatiges

bezahltes Praktikum in einer Agentur ihrer Wahl freuen. Auch die

Zweit- und Drittplatzierten haben beste Aussichten auf den Einstieg

in die Werbewelt.

Gemeinsam verfolgen die acht Mitglieder der LIGA H drei

Ziele: Arbeitsplätze schaffen und sichern, den Nachwuchs in der

Region Hannover fördern und Hannover als Kommunikationsstandort

profilieren. 2009 wurde aus diesen Gründen bereits die

erste Texter-Rallye ins Leben gerufen, für die sich damals 160 Teilnehmer

beworben haben. Für drei der 15 Finalisten ergaben sich

aus der Rallye letztendlich feste Jobs in den Agenturen.

Alle Informationen gibt es im Internet unter www.agentur-rallye.de.


34 adVeRtoRial RegJo hAnnoVeR RegJo hAnnoVeR adVeRtoRial 35

Credo: Doppel-Fokus

Zweifacher Wissenstransfer auf „alten“ und neuen Kommunikationswegen. Alte und neue Medien stehen gleichermaßen

im Zentrum der Aufmerksamkeit – so das Credo der Creativteam Communications gmbh.

Doppel-Fokus

Die geschäftsführer Martin Polster (li.) und Michael Brüning

haben die Creativteam Communications gmbh zu einer der

großen Agenturen in hannover gemacht.

Fotografie: Creativteam Communications gmbh

Mit sechzig Mitarbeitern, angeführt von den Geschäftsführern Martin

Polster und Michael Brüning, gehört die Creativteam Communications

GmbH heute zu den großen Agenturen in Hannover. Vor

exakt drei Jahren ist das Unternehmen aus dem Zusammenschluss

von drei Full-Service-Werbeagenturen – Creativteam, N&W Werbeagentur

und Ahlbrecht entstanden. Martin Polster ging den klassischen

Weg über den Werbekaufmann und Kommunikationswirt,

führte eine eigene Agentur, bevor ihn größere Aufgaben reizten und

PO.WER (Polster Werbung) mit N&W verschmolzen wurde. Ganz

anders Michael Brüning, gelernter Journalist, den dann jedoch die

werblichen Aufgaben eines Texters wesentlich mehr interessierten.

Beiden war klar, dass heute andere „Kampfgrößen“ gefragt sind als

in den seligen 80er und 90er Jahren. Die richtige Stärke für die großen

Aufgaben ist heute erreicht, immerhin liegt Creativteam Communications

im deutschen Vergleich der inhabergeführten Agenturen

auf Platz 29.

Inzwischen hat die Agentur, die Dependancen in Hamburg,

Koblenz, Ludwigsburg und Wien betreibt, die eigene Leistungsfähigkeit

in eindeutigen Kompetenzfeldern definiert: Life Science –

Eppendorf, Pentax Life Care und Medimex kamen als neue Kunden

hinzu, Automotive – die AutoBusiness Group (Euromobil), Reifen

Ehrhardt und Volkswagen (Nutzfahrzeuge und PKW) konnten als

Kunden gewonnen werden. Ein dritter Schwerpunkt ist der Bereich

Industrie, erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen sind

bei CC bestens aufgehoben – seit 2011 gehören auch LZH (Laser Zentrum

Hannover) und der Laserhersteller Innolight zum Portfolio.

Schon immer stark vertreten: der Bereich Versicherung. Doch hier

ist die VGH, die Nr. 1 in Niedersachsen, auch die eindeutige Nr. 1

bei Creativteam Communications. Fehlt noch der Bereich Handel,

in dem für Base, Varta und Expert spezielle Aufgaben übernommen

wurden, und die lokalen Kunden, welche die Agentur in keinem Fall

missen möchte – Dr. Buhmann, Gundlach, Hans G. Bock, Enercity.

Neben den klassischen Kommunikationswegen – Werbung,

Verkaufsförderung, Vertriebsunterstützung – erkannte die Agentur

frühzeitig die Bedeutung der neuen Medien. Für Kunden wie die

TUI und VW arbeitet die Agentur bereits im Bereich Social Media.

Aber auch Web, Blogs (Wasserwelt.com), Suchmaschinen-Marketing

und AR (Augmented Reality) werden mit gleicher Leidenschaft

und Expertise betrieben.

„Nur im Mix der aufgabenstellungsgerechten Auswahl der

bespielbaren ‚Tasten‘ entsteht die Konzept-Melodie, die den Kunden

in Ohr und Herz geht“, sagt Michael Brüning lächelnd. „Wobei

bei uns Kreativität und Gründlichkeit keine Widersprüche sind, sondern

die beiden Seiten der Medaille Erfolg“, ergänzt Martin Polster.

Beide haben sich für dieses Jahr viel vorgenommen. Zum einen soll

die Präsenz in Hamburg ausgebaut werden – zum anderen rückt Web

2.0 mit allen Facetten noch deutlicher in das Zentrum der Agenturarbeit.

Es gibt also einen deutlichen Doppel-Fokus in der Unternehmensstrategie.

Beide Geschäftsführer sind sich einig, dass sie die

vertriebs- und verkaufsfördernden Konzepte ohnehin klarer strukturieren

können als die meisten Mitwettbewerber im Umfeld und

dass die klassische Werbung zwar überproportional wahrgenommen

wird, jedoch häufig dem Bauchgefühl der Entscheider unterliegt.

Da ist es folgerichtig, mit den besseren Strategien im Kommunikationsmix

zu glänzen. „Und das werden wir tun“, beschließt

Martin Polster.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.creativteam.com


Bild: BDY Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V.

regjo hannover sport 37

Über 100 Musterbäder –

in klimatisierten Räumen.

YogaExpo

20.-22. Januar 2012, München

Die YogaExpo ist eine noch junge Messe für

Yoga, Ayurveda & Co. Der BDY präsentiert sich

auf der YogaExpo als traditionsübergreifender

Berufsverband, der seine Mitglieder mit einem

breiten Service-Katalog von A-Z unterstützt.

didacta 2012

14.-18. Februar 2012, Messe Hannover

Auf der weltgrößten Bildungsmesse didacta wird

der BDY 2012 in Hannover wie immer vertreten

sein. In der Halle der Weiterbildung können Sie

sich über den BDY, die BDY-Ausbildung und Weiterbildung

informieren. Es werden wie immer

YogalehrerInnen der Region am BDY-Stand für

eine individuelle Beratung vor Ort sein.

Mein Leben: Sport und

Gesundheitsmesse

21.-22. April 2012, Kempten

Unter dem Motto „Mein Leben“ steht der

BDY zusammen mit BDY-anerkannten Schulleitern

für die Qualität in Yoga-Lehre und im

Kurs-Unterricht.

BDY-Kongress: Yoga – Von der Matte

ins Leben, Juni 2012

Dieser Kongress wird für BDY-Mitglieder ein

Höhepunkt zum 45-Jubiläum sein.

Berufsverband für Yogalehrende

Seit 45 Jahren engagiert sich der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e. V. (BDY) neben der

berufspolitischen Interessensvertretung kontinuierlich für eine hohe Qualität in der Yoga-Lehrausbildung.

Einzigartig in Deutschland ist, dass sich unter dem Dach

des BDY traditionsübergreifend viele unterschiedliche

Yoga-Stile vereinen. Rund 3.300 Yogalehrer sind Mitglied

im BDY. Der Qualitätsstandard für Yogalehrende im BDY

wird vonseiten des Verbandes einer ständigen Qualitätssicherung

unterzogen. Zukünftige Mitglieder müssen für

die Aufnahme im BDY bestimmte Standards ihrer Yogalehrausbildung

nachweisen und alle BDY-Mitglieder verpflichten

sich den berufsethischen Richtlinien des BDY.

Qualität im Yoga-Unterricht bedeutet mehr als reine

Körperarbeit. Es geht um die ganzheitliche Betrachtung

jedes einzelnen Menschen in seiner physischen, psychischen

und mentalen Befindlichkeit. Eine große Rolle, ohne

die es Yoga nicht geben würde, spielen die yogisch-philosophischen

Schriften. Der BDY macht es sich zur Aufgabe,

die Brücke zwischen den indischen Weisheitslehren und

der westlichen Kultur aufrecht zu erhalten, für unsere Kultur

zu erschließen und zu pflegen. Für eine vom BDY entwickelte

und qualifizierte Yoga-Lehrausbildung kooperiert

der BDY an 35 Standorten mit anerkannten Instituten und

Schulen. Diese BDY-Yoga-Lehrausbildung schließt nach

vier Jahren mit dem Titel „Yogalehrer/-in BDY/EYU“ ab.

Sie finden Ihren persönlichen, gut qualifizierten

Yogalehrer auf der BDY-Webseite www.yoga.de unter

„YogalehrerInnen finden“.

www.yoga.de

BDY Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V.

Bürgerstr. 44, 37073 Göttingen

Tel. 0551 70 77 44 0, Mail: info@yoga.de


38 gesundheit regjo hannover

regjo hannover gesundheit 39

Seniorenbeirat der Region Hannover

bei einer Sitzung im Dezember 2011.

Anti-Aging? Kein Bedarf!

Das Älterwerden ist eine Phase, die ihre Herausforderungen haben mag, doch sie bietet auch großen

Gestaltungsspielraum. Viele Angebote in der Region Hannover helfen dabei, mit dem Beginn des

Ruhestands in einen erfüllten neuen Lebensabschnitt zu starten.

Bild: Marco Bühl


40 gesundheit regjo hannover

regjo hannover gesundheit 41

Altwerden ist nichts

für Feiglinge

– dieser Ausspruch wird Mae West, der Verwegenen aus Hollywood,

zugeschrieben. Mit zunehmender Lebenserfahrung mögen

viele ihr recht geben. Doch andererseits: Michelangelo war

bereits 71 Jahre alt, als er die Bauleitung des Petersdoms übernahm,

Verdi erlebte die Uraufführung seiner letzten Oper „Falstaff“

mit 79 Jahren und Goethe vollendete den zweiten Teil seines

„Fausts“, als er schon 81 war. Wenn die Zahl der Lebensjahre

zunimmt, wird das Ausblasen aller Geburtstagskerzen schwieriger,

aber der Beginn des Rentenalters ist keine Vollbremsung, die

zum Nichtstun verdammt.

Bild: damato – Fotolia.com


42 gesundheit regjo hannover

Englischkurs an der Volkshochschule: Ein von „älteren

Semestern“ besonders gern genutztes Schwerpunktthema

bilden Fremdsprachen. „Ein regelmäßiger Kursus bildet

einen wichtigen Bestandteil in der Lebensgestaltung

von Seniorinnen und Senioren“, weiß Mic Hale, der

an der VHS Hannover für den Bereich „Englisch für Senioren“

zuständig ist. „So werden zum Beispiel Geburtstage

und Weihnachten in der Lerngruppe gefeiert.“

Text: Angela Andresen-Schneehage

Deutschland – das ist inzwischen hinlänglich bekannt –

wird immer älter; die Bevölkerungsentwicklung bietet

Diskussionsgegenstand in unterschiedlichsten Zusammenhängen.

Bis zum Jahre 2050 werden die Menschen

im Alter von 58 bis 63 Jahren zu den am stärksten besetzten

Jahrgängen gehören. Eine solche „vergreisende“

Gesellschaft wird einerseits als Schre ckensbild gezeichnet,

andererseits nehmen Senioren heute aktiver denn

je am Leben teil und gelten als wachsende Zielgruppe für

Dienstleister und Konsumwirtschaft. Die Europäische

Kommission hat das Jahr 2012 zum „Europäischen Jahr

für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“

ausgerufen. Ein wichtiger nationaler Beitrag dazu

wird der alle drei Jahre veranstaltete „Deutsche Seniorentag“

(vom 3. bis 5. Mai in Hamburg) sein, der unter

dem Motto „Ja zum Alter!“ startet. Dessen Zielsetzung

erläutert Prof. Dr. Ursula Lehr, ehemalige Bundesfamilienministerin

und Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft

der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO): „Vom

10. Deutschen Seniorentag wird die Botschaft ausgehen:

Wir nehmen das Älterwerden in seiner Vielfältigkeit an,

mit seinen Möglichkeiten und Chancen, aber auch mit

seinen Grenzen. Wir brauchen keine Anti-Aging-Bewegung,

wir stehen zu unserem Alter und setzen uns für

ein gesundes, kompetentes und bewegtes Altern ein.“

Die Alternswissenschaftlerin fordert eine ganzheitliche

Sicht auf den demografischen Wandel und die damit verbundenen

Probleme und Chancen; das Heraufbeschwören

eines Horrorszenarios sei ebenso wenig zielführend

und hilfreich wie ein Schönfärben. „Und auch wir, die

Älteren, sind gefordert: Wir haben durchaus Einfluss auf

den Prozess des Älterwerdens und können dazu beitragen,

dass wir gesund bleiben.“

Die niedersächsische Landeshauptstadt bildet beim

demografischen Wandel keine Ausnahme, auch hier

sinkt die Bevölkerungszahl, während der Anteil an älteren

Menschen steigt. „Mit rund 125.000 Personen über

60 Jahren stellt diese Gruppe in Hannover schon heute

rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung. Über 46.000

Menschen in unserer Stadt sind 75 Jahre und älter; mehr

denn je“, sagte Oberbürgermeister Stephan Weil anlässlich

der Eröffnung der letzten „SeniorA“, der Messe für

Senioren. „Daraus ergeben sich vielfältige Veränderungen,

wandelnde Ansprüche und neue Erfordernisse für

die Kommunalpolitik.“

Als ein wichtiges demokratisches Instrument für

die gesellschaftliche Mitbestimmung älterer Bürger dienen

die Seniorenbeiräte. Mit Kompetenz und Nachdruck

vertreten sie die Interessen der älteren Generation

sowohl gegenüber den Stadt- und Gemeindeverwaltungen

wie auch gegenüber der Landesregierung. Mit ihrer

ehrenamtlichen, politisch neutralen und konfessionell

ungebundenen Arbeit können die Seniorenbeiräte

die aktuellen und prognostizierten Veränderungen der

Bevölkerungsstruktur konkret mitgestalten. Elf Städte

und Gemeinden der Region Hannover haben einen eigenen

Seniorenbeirat installiert – neben der Stadt Hannover

auch Barsinghausen, Burgdorf, Hemmingen, Laatzen,

Langenhagen, Neustadt, Seelze, Sehnde, Uetze und

Wedemark. Und mit dem vor drei Jahren konstituierten

„Seniorenbeirat der Region Hannover“ haben nun alle

älteren Bürger in den 21 Kommunen des Kreisgebiets

Hannover ein gemeinsames Sprachrohr. „Dieser Seniorenbeirat

setzt sich für die Belange von mehr als 285.000

älteren Menschen in der Region ein“, so der Sozialdezernent

der Region Erwin Jordan. „Ob Verkehr oder Bildung,

Beruf oder das Gesundheitswesen – sein Interesse

betrifft das gesamte Lebensumfeld.“

So hat es zum Beispiel der Seniorenbeirat in Langenhagen

geschafft, mit großem Engagement und Nachdruck

eine Idee zu realisieren, die insbesondere für die

Gesundheit der älteren Mitbürger von Bedeutung ist:

Im Stadtpark der mehr als 50.000 Einwohner zählenden

Stadt konnte ein innovativer Mehrgenerationen-

Bewegungspark errichtet werden, der nun eine Vorreiterrolle

für ganz Niedersachsen einnimmt. Ein Parcours mit

acht verschiedenen Trainingsgeräten fordert die Besucher

spielerisch dazu auf, sich zu bewegen und geistig und

körperlich fit zu halten. Nach asiatischem Vorbild bieten

die Stationen sanftes Training im Freien, das auch bewegungsscheue

und untrainierte Menschen anspricht. Die

Allwettergeräte sind unkompliziert in der Handhabung

und in Alltagskleidung zu nutzen. Trotzdem dienen sie effektiv der

Stärkung von Kreislauf, Beweglichkeit und Koordination.

Ein noch umfangreicheres Sportangebot für Senioren bieten die

vielen Sportvereine in Stadt und Region mit ihrem breiten Spektrum

an Trainingsmöglichkeiten. Der „Regionssportbund Hannover“ und

der „Stadtsportbund Hannover“ – die Dachverbände aller ortsansässigen

Sportvereine – informieren über das umfangreiche Programm

von Ü-50-Sport. Neben Klassikern wie Tanzen, Fußball und Kegeln

gibt es dort Kurse in Aqua-Fitness und Wirbelsäulengymnastik, Nordic

Walking oder Sturzprophylaxe. Dass regelmäßige Bewegungsprogramme

nicht nur für den Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit

wichtig sind, sondern auch für die Fitness der grauen Zellen, wiesen

Wissenschaftler der Jacobs University Bremen in einer Studie nach:

Ein dreimaliges Ausdauer- oder Koordinationstraining pro Woche

führte bei zuvor sportlich nicht aktiven Probanden im Alter zwischen

65 und 75 Jahren zu einer nachweislich verbesserten Gehirntätigkeit

und einer schnelleren Aufnahme und Verarbeitung von Informationen.

Angemessenes Training lohnt sich also mehrfach. Denn gerade

ihre geistigen Fähigkeiten wollen viele Menschen nach dem Beginn

des sogenannten Ruhestandes noch einmal ganz neu einsetzen: bei

einem Studium, für das bislang keine Zeit war. Hannover bietet den

Interessierten die Möglichkeit des Gasthörenden- oder Seniorenstudiums.

Mehr als 1.000 Gasthörende nutzen diese Chance und besuchen

für eine Semestergebühr von 120 Euro Seminare und Vorlesungen

aus einem vielfältigen Studienangebot. „Eigens für unsere Gasthörer

stellen wir ein Vorlesungsverzeichnis mit Veranstaltungen zusammen,

von denen wir wissen, dass sie sehr nachgefragt werden. Ein

bestimmter Schulabschluss ist für die Teilnahme nicht erforderlich“,

erklärt Gabriele Volmer, Leiterin des Gasthörenden- und Seniorenstudiums

an der Leibniz Universität Hannover. „Wer sich noch einmal

ganz intensiv in die Arbeit vertiefen möchte, kann bei uns auch

einen Studienabschluss erwerben. Hierfür bieten wir die beiden Studienprogramme

‚Ästhetische Bildung und Gestaltung’ sowie ‚Kulturwissenschaften’

an, die mit einem Zertifikat abschließen.“ Eine

„Schnupperphase“ für das kommende Sommersemester findet vom

10. April bis 1. Mai 2012 statt. Raum zum Pauken bietet auch die

Bild: Marco Bühl


Bild: Danel – Fotolia.com

regjo hannover gesundheit 45

Ein umfangreiches Sportangebot für

Senioren bieten die vielen Sportvereine

in Stadt und Region mit ihrem

breiten Spektrum an Trainingsmöglichkeiten.

Der „Regionssportbund

Hannover“ und der „Stadtsportbund

Hannover“ – die Dachverbände aller

ortsansässigen Sportvereine – informieren

über das umfangreiche Programm

von Ü-50-Sport.

Volkshochschule in der Region Hannover.

Das allgemeine Bildungsangebot

richtet sich an Erwachsene jeden

Alters und ermöglicht ein generationenübergreifendes

Lernen. Darüber

hinaus gibt es spezielle Kurse, die sich

gezielt an ältere Menschen wenden.

Entspannungstechniken und kreatives

Arbeiten, Gesprächskreise zu Politik,

Literatur oder Philosophie, Gedächtnistraining

und Computerkurse. Ein

von „älteren Semestern“ besonders

gern genutztes Schwerpunktthema

bilden Fremdsprachen. „Ein regelmäßiger

Kursus bildet einen wichtigen

Bestandteil in der Lebensgestaltung

von Seniorinnen und Senioren“,

weiß Mic Hale, der an der VHS Hannover

für den Bereich „Englisch für Senioren“

zuständig ist. „So werden zum

Beispiel Geburtstage und Weihnachten

in der Lerngruppe gefeiert. Fehlt einmal

jemand unerwartet, wird gleich nachgeforscht, ob alles

in Ordnung ist. Die Teilnehmer kennen sich bestens, haben

für Notfälle oder Kursausfall eine Telefonkette eingerichtet

und somit einen lückenlosen Informationsfluss untereinander.

Sie treffen sich auch privat während der Ferienzeit und

überbrücken so die unterrichtsfreie Zeit.“

Zwischen dem Beginn des Ruhestands und dem „Sichalt-fühlen“

liegen für immer mehr Menschen noch Jahrzehnte.

Diese Zeit wollen Rentner nicht nur mit Ausruhen

nutzen. In den älteren Generationen gibt es ein starkes

Bedürfnis, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen, freiwillig

und selbstorganisierte Aufgaben zu übernehmen und

dafür auch anerkannt zu werden. Mit ihrem ehrenamtlichen

bürgerschaftlichem Engagement schließen immer mehr

Senioren Lücken im alltäglichen sozialen Miteinander. Das

Spektrum der Betätigungsmöglichkeiten ist breit; es reicht

von der Tätigkeit als „Leih-Großeltern“ über die Mitwirkung

in einer politischen Partei, dem Einsatz für Menschenrechte

oder Naturschutz bis hin zur Betreuung der „alten Alten“

durch „junge Alte“ im Kampf gegen die Einsamkeit. Die Freiwilligenagenturen

der Region sind zentrale Anlaufstellen für

alle Fragen rund um das Ehrenamt und die Vermittlung von

Tätigkeitsfeldern.

Senioren, denen neben Studium, Sport und Ehrenamt

eventuell noch ein bisschen Freizeit verbleibt, die sollten

den „Kommunalen Seniorenservice“ kennen. Denn der

bietet nicht nur persönliche Beratung und vielfältige Informationen

zu allen altersrelevanten Themen, sondern auch

ein umfangreiches Programm: „Der aktuelle Veranstaltungskalender

für Senioren beinhaltet allein für das erste Halbjahr

2012 insgesamt 80 Termine mit ganz unterschiedlichen

und abwechslungsreichen Inhalten“, verrät Jürgen Mai


Die Nr. 1

für meine Gesundheit.

Klein im Preis, groß im Service – die meisten

Niedersachsen leben gesund mit der VGH.

Bild: SeniorA

regjo hannover gesundheit 47

Eine Krankenversicherung, die

da ist, wenn man sie braucht.

Am 8. und 9. Mai 2012 findet unter der Schirmherrschaft von Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan und Hannovers

Oberbürgermeister Stephan Weil in der Eilenriedehalle des Hannover Congress Centrums die Erlebnismesse „SeniorA“ statt.

vom Veranstaltungsmanagement. „Zu den Angeboten zählen

Vorträge und Wanderungen, Tagesausflüge und Firmenbesichtigungen,

Kultur- und Bildungsangebote, Tanznachmittage

und Reisen, aber auch Gespräche beispielsweise zur

Trauerbewältigung.“

Einen ganz besonderen Termin aus der Programmvorschau

des Kommunalen Seniorenservices sollten sich alle

Interessierten schon heute notieren: Am 8. und 9. Mai 2012

findet unter der Schirmherrschaft von Niedersachsens Sozialministerin

Aygül Özkan und Hannovers Oberbürgermeister

Stephan Weil in der Eilenriedehalle des Hannover Congress

Centrums die Erlebnismesse „SeniorA“ statt. „Diese

Messe richtet sich an ältere Menschen nach der Berufstätigkeit

und Familienphase sowie an ihre Angehörigen“,

erklärt Stefanie Schacht-Wieck von der Beratung Messen

Serviceleis tungen GmbH. „Die SeniorA ist Treffpunkt für

alle, die sich auf die kommende Lebensphase vorbereiten

möchten und ihre neugewonnene Zeit für Reisen, Sport und

Hobbys nutzen wollen. Und sie ist auch ein Forum für diejenigen,

die an der Gestaltung eines gesellschaftlichen Lebens

mitwirken wollen, das die Erfahrungen älterer Menschen

einbezieht.“ Insgesamt werden rund 160 Aussteller Einblicke

in die Gestaltung dieses Lebensabschnittes geben und der

besonderen Vielfalt dieser Etappe gerecht werden.

Ob „Zeit des Verwelkens“ oder „Belle Époque“ – das

kalendarische Alter ist eine rein rechnerische Größe; keine

Lebensphase ist so individuell wie das Alter. Das Spektrum

von Fähigkeiten in einer Gruppe von Gleichaltrigen – aber

auch deren Einschränkungen – wird zunehmend breiter.

Den unterschiedlichen Bedürfnissen älterer Menschen

muss insbesondere die Form des Wohnens entsprechen. Mit

zunehmendem Alter wächst das Risiko, hilfe- oder pflegebedürftig

zu werden. Angebote wie Essen auf Rädern, Haushaltshilfen

und ambulante Pflegedienste können dazu beitragen,

ein selbstbestimmtes Leben im vertrauten Umfeld zu

führen. Doch auch wenn das einst traute Heim beginnt, eine

Belastung darzustellen, gibt es eine Auswahl an Wohnalternativen.

Seniorenwohnanlagen, Residenzen oder Wohnstifte

bieten die eigenen vier Wände inklusive Barrierefreiheit.

Beim betreuten Wohnen können je nach Bedarf Unterstützungsleistungen

abgerufen werden. (Informationen hierzu

erteilt der Kommunale Seniorenservice mit seinem Seniorentelefon:

0511 168 423 45). Zunehmend beliebter wird

auch bei älteren Menschen das Modell gemeinschaftlichen

Wohnens, ob als Senioren-WG – gegebenfalls mit ambulanter

Betreuung – oder als generationenübergreifendes Wohnprojekt.

Das Niedersachsenbüro „Neues Wohnen im Alter”

ist eine vom Ministerium für Soziales, Frauen, Familie,

Gesundheit und Integration des Landes Niedersachsen geförderte

Beratungsstelle, die die Städte, Gemeinden und Landkreise

in Niedersachsen dazu anregt, bedarfsgerechte, quartiersbezogene

Unterstützungsnetzwerke und Wohnangebote

für das selbständige und selbstbestimmte Wohnen älterer

Menschen zu entwickeln. Dank zukunftsfähiger Wohnformen

lässt sich auch aus dem „Herbst des Lebens“ noch ein

schöner Spätsommer machen.

Der schwedische Filmemacher Ingmar Bergman –

im Alter von 79 zum besten Regisseur aller Zeiten gekürt

– wurde fast neunzig Jahre alt. Für das Altern fand er

freundliche Worte: „Mit dem Altwerden ist es wie mit

Auf-einen-Berg-Steigen. Je höher man steigt, desto mehr

schwinden die Kräfte – aber umso weiter sieht man.“


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Barrierefrei, gehobene Ausstattung, beste Lage.

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Motor für Ausbildung

Die Universitätsmedizin Göttingen ist einer der größten Arbeitgeber und zudem der größte Ausbildungsbetrieb

Südniedersachsens mit einem breiten Spektrum an Ausbildungsgängen.

Fotografie: Ronald Schmidt

Der Einstieg in die Berufsausbildung bedeutet für viele

Jugendliche den Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt:

die Arbeits- und Berufswelt. Damit ist die Auswahl des Ausbildungsplatzes

mehr als nur ein Wechsel von der Schulbank

in ein Unternehmen. Es ist eine Weichenstellung für

die Zukunft, will entsprechend gut geprüft sein und soll

attraktive Rahmenbedingungen bieten.

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) zählt zu den

größten Arbeitgebern der Region. Mit rund 7.000 Beschäftigten

gehört die UMG zu den Großunternehmungen in

Göttingen und Südniedersachsen. Schon deshalb stellt die

UMG eine zentrale Ausbildungsstätte für medizinische,

kaufmännische und handwerkliche Berufe dar. Rund 90

Ausbildungsplätze stehen jährlich zur Verfügung. Dazu gibt

es acht Schulen für Berufe im Gesundheitswesen mit weiteren

etwa 500 Ausbildungsplätzen. Die Universitätsmedizin

Göttingen ist damit der größte Ausbildungsbetrieb in

Südniedersachsen. Verschiedene Ausbildungsgänge werden

im dualen System angeboten, das heißt: Neben der Ausbildung

im Betrieb arbeitet die UMG eng mit den Berufsbildenden

Schulen zusammen. Die Auswahl der Auszubildenden

erfolgt im Rahmen eines standardisierten Verfahrens

– mit Berufseignungstests, Assessment Center und Vorstellungsgesprächen.

Zusätzlich zu einer qualifizierten

Berufsausbildung bietet die UMG den Auszubildenden ein

umfangreiches Seminarprogramm zu Themen wie Kommunikations-

und Präsentationstraining, Selbst- und Zeitmanagement

oder Business-Knigge. Um den Auszubildenden

den Einstieg in das Berufsleben und vor allem in eine

so komplexe Organisation wie ein Universitätsklinikum zu

erleichtern, startet die Ausbildung mit einer Einführungsphase.

Hier lernen sich die Auszubildenden untereinander

kennen, erarbeiten gemeinsam Projekte, blicken über

den Tellerrand in andere Arbeitsbereiche und erobern sich

zusammen die Orientierung im Uniklinikum. Ausbildungsbeginn

ist jeweils der 1. August eines Jahres. Voraussetzung

sind Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur.

Die UMG bietet interessante und abwechslungsreiche

medizinische, kaufmännische und handwerkliche

Ausbildungsgänge an: Anlagenmechaniker/in für Kältebau,

Bauzeichner/in, Biologielaborant/in, Elektroniker/in

für Energie und Gebäudetechnik, Fachkraft für Lagerlogistik,

Fachinformatiker/in für Systemintegration, Kauffrau/Kaufmann

im Gesundheitswesen, Mechatroniker/in,

Medizinische/r Fachangestellte/r, Technischer Zeichner/in,

Tierpfleger/in in Forschung und Klinik, Zahnmedizinische

Fachangestellte/r, Zahntechniker/in.

Tag der Ausbildung

Jedes Jahr veranstaltet die UMG einen „Tag der Ausbildung“

für eine erste Kontaktaufnahme und als Informationsbörse.

Der nächs te „Tag der Ausbildung“ findet statt am 18. Januar 2012

von 10.00 bis 18.00 Uhr in der Osthalle des Universitätsklinikums

in der Robert-Koch-Straße 40.

Kontakt

Universitätsmedizin Göttingen, G3-22 Personalentwicklung,

Christa Robrecht, 37099 Göttingen, Tel. 0551 39 6123,

christa.robrecht@med.uni-goettingen.de


50 magazin regjo hannover regjo hannover Magazin 51

S e r v i c e

G e s u n d h e i t

w o h n e n

w i r t s c h a f t

Optimaler Blick

Neue Wege in der Endoprothetik

Die Lister LebensArt

„Alt hilft Jung“

Die Firma Bajohr OPTECmed aus Einbeck

fertigt Lupenbrillen für Mediziner.

Schwerpunkt des Gelenkzentrums Hannover-Langenhagen in der Paracelsus-Klinik

ist die Implantation künstlicher Schulter-, Hüft- und Kniegelenke.

Komfortables Servicewohnen für Senioren mitten in der Stadt. Das Service-Paket der

Lister LebensArt beinhaltet Hilfsangebote, Freizeittermine und Betreuungsangebote.

Seit 30 Jahren sind die Wirtschaftssenioren

in Hannover als Berater aktiv.

Die Firma Bajohr OPTECmed ist seit Jahren

auf die professionelle Anpassung von

Lupenbrillen in der Zahnmedizin und Chirurgie

spezialisiert. Als einziger Augenoptiker

bundesweit ist Bajohr von Carl-Zeiss

Meditec als Fachhändler autorisiert, diese

Lupensysteme anzupassen. Die Zentrale

in Einbeck besitzt ein spezielles Anpass-

Studio, in dem zum Beispiel Zahnärzte an

modernen Untersuchungseinheiten Lupenbrillen,

Lichtsysteme und Mikroskope

unter Praxisbedingungen testen können.

Bajohr präsentiert mit seinem Team

die neuesten und hochwertigen Zeiss-Optiken

auf Messen, Fortbildungen und Workshops.

Außendienstmitarbeiter sind in ganz

Deutschland und in der Schweiz aktiv und

besuchen täglich Ärzte und Kliniken. Das

Produktprogramm der Lupenbrillen und

LED-Lichtsysteme wird in Zusammenarbeit

mit Zeiss permanent erweitert. Christoph

Bajohr freut sich gemeinsam mit Geschäftsführer

Torsten Selzer über den wachsenden

Erfolg dieses Bereiches, denn Bajohr

OPTECmed erweitert die Sparte Medizintechnik

nochmals.

VS

Weitere Information gibt es im Internet unter

www.lupenbrillen.de

Der künstliche Gelenkersatz bedeutet für

viele Menschen nach langer Zeit starker

Schmerzen und Bewegungseinschränkungen

neue Lebensqualität. Neben der

Schmerzlinderung und der Wiedererlangung

von Beweglichkeit macht er es den

betroffenen Patienten möglich, vormals

selbstverständliche Alltags- und Sportaktivitäten

wieder ausüben zu können. Die

Angst vor einem Leben im Rollstuhl kann

den Patienten hier wirksam und kompetent

genommen werden.

Das Gelenkzentrum der Paracelsus-

Klinik in Hannover-Langenhagen begegnet

den Patienten und ihren Sorgen jetzt

mit einem neuen Gesamtkonzept „aus einer

Hand“. Dabei handelt es sich um ein neues

Beratungs- und Betreuungskonzept für

Patienten nach amerikanischem Consulting-Prinzip,

das die persönliche, individuelle

Patientenbetreuung durch den operierenden

Arzt von der ersten Besprechung bis

hin zur nachhaltigen Genesung vorsieht.

In der Klinik mit familiärer Atmos phäre

steht der Mensch im Mittelpunkt – von

Anfang an. Entsprechend den individuellen

Beschwerden und objektiven Befunden

(Arthrosegrad) wird es dadurch möglich,

ein „zugeschnittenes“ Therapiekonzept

anzubieten.

Im Zentrum für Endoprothetik und

rekonstruktive Gelenkchirurgie werden

unter anderem gelenkerhaltende Chirurgie,

Knorpeltherapie, die endoprothetische

Versorgung und Revisionschirurgie durchgeführt.

Jedes Jahr führt das Ärzte-Team

mehrere hundert dieser Eingriffe durch.

Darüber hinaus sind sowohl Pflegepersonal

als auch die Physiotherapeuten speziell

hierfür geschult. Auch die unterstützende

Nachbetreuung und Fragen zu einer möglichen

Rehabilitationsmaßnahme werden

für die Patienten gleich vor Ort geregelt. In

einem der modernsten OP-Säle Niedersachsens

sorgen höchste Qualitäts- und Hygienestandards

für die Patientensicherheit. Vor

geraumer Zeit wurde in der Paracelsus-Klinik

Langenhagen eine Datenbank eingeführt.

Die statistischen Auswertungen des

Endoprothesenregisters geben eine Übersicht

über z.B. Komplikationen oder auch

Standzeit von Implantaten.

HK

Weitere Informationen über das Gelenkzentrum Hannover-Langenhagen in der in der

Paracelsus-Klinik finden Sie im Internet unter www.paracelsus-klinik.de

Seit Anfang November 2011 offeriert die

Lister LebensArt 65 attraktive Mietwohnungen

(zwischen 40 und 92 qm) für Senioren

in Hannover-List. Außergewöhnlich

ist dabei die besonders komfortable Wohnund

Lebensqualität, die von den Initiatoren

David Seidler und Kenneth Woods in

der Podbielskistraße 37/Ecke Waldstraße

mit diesem neuartigen Projekt verwirklicht

wird. Neben dem Standortvorteil und

der hochwertigen Ausstattung fallen die

umweltfreundliche Niedrigenergiebauweise

sowie das einmalige Wohnkonzept mit dem

Rundum-Service ins Auge.

David Seidler, Geschäftsführer des

Generalvermieters Sozialimmobilien

LebensArt GmbH, ist langjähriger Pflege-

Experte aus Hannover und sagt zum gelungenen

Start:„Die Lister LebensArt bietet

größtmögliche Hilfe in exklusiver Stadtlage

bei maximaler Selbständigkeit – das

kommt in der ganzen Stadt und sogar im

Umland hervorragend an. Unser Objekt

liegt so günstig, dass wir schon zahlreiche

Anfragen von Ärzten und sozialen Diens ten

haben, die hier mit dabei sein wollen.“ Die

Lister LebensArt bietet ein sehr einfaches

und klares Vermietungsmodell. Es besteht

darin, dass die zahlreichen Extrakosten

einer Wohnung von vorneherein mit einem

Pauschalpreis abgedeckt sind. Dazu gehören

alle Nebenkosten mit Wasser, Strom und

Heizung sowie die vollwertige Küchenzeile.

Über einen Service- und Betreuungsvertrag

sind beispielsweise Telefon und Internet,

das 24-stündige Hausnotrufsys tem und die

wöchentliche Wohnungsreinigung abgedeckt.

Am Ende zahlen die Mieter einen

Preis, in dem alles inklusive ist.

Das umfassende Service-Paket der

Lister LebensArt beinhaltet vielfältige

Hilfsangebote, Freizeittermine sowie

Betreuungsmöglichkeiten, die gezielt individuell

nutzbar sind. Hierzu gehören unter

anderem ein Einkaufservice, der Wäschedienst

sowie Veranstaltungen im Haus

oder in der Stadt. Wer eine kleine Hilfe

oder größere Fürsorge benötigt, kann diese

jederzeit in Anspruch nehmen – ob am Tag

über Präsenzpersonen oder in der Nacht

durch das Notrufsystem. Es ist immer eine

helfende Hand zur Stelle.

VS

Weitere Informationen zur Lister LebensArt sowie Auskünfte zu allen Betreuungs- und Freizeitangeboten

finden Sie im Internet unter www.lister-lebensart.de

Seit 1981 haben sie unter dem Leitwort „Alt

hilft Jung“ fast 12.000 Existenzgründer

und Unternehmer betreut und damit die

Existenz vieler Arbeitsplätze gesichert. Die

Kompetenz der Mitglieder, die allesamt als

Unternehmer, Vorstände, Geschäftsführer

oder in führenden beziehungsweise leitenden

Funktionen in der Industrie, im Handwerk,

Handel, Dienstleistungsbereich oder

in freien Berufen tätig waren, erstreckt sich

auf viele Branchen vom Bankwesen bis zur

Textilwirtschaft. Wirtschaftsminis ter Jörg

Bode: „Die Wirtschaftssenioren eröffnen

jungen Unternehmen Zugang zu ihrem

Erfahrungsschatz und geben damit entscheidende

Impulse für die Entwicklung

unseres Landes. Darauf können und wollen

wir in Niedersachsen nicht verzichten.“

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Rita

Pawelski aus Hannover hob hervor, dass die

Existenzgründer der Politik besonders am

Herzen lägen. In einer stark verzweigten

Förderlandschaft seien die Wirtschaftssenioren

die richtigen Lotsen. Und um es mit

Henry Ford zu sagen: „Nimm die Erfahrung

und die Urteilskraft der Menschen

über fünfzig heraus aus dieser Welt und es

wird nicht genug übrig bleiben, um ihren

Bestand zu sichern“.

VS

Bilder: Bajohr Optecmed, Gelenkzentrum Hannover-Langenhagen

Bilder: Lister LebensArt, Alexey Klementiev – Fotolia.com


52 interview regjo hannover

„Wir müssen Qualität diskutieren“

Die KKH-Allianz ist eine der größten bundesweit gesetzlichen Krankenkassen. Der Kassenchef ist verantwortlich für

1,8 Millionen Versicherte und rund 4.000 Mitarbeiter. Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden Ingo Kailuweit.

Interview: Stefanie Stüting Fotografie: KKH-Allianz

Herr Kailuweit, wie stellt sich der demografische Wandel in der

Region Hannover dar?

Jeder fünfte Bewohner der Region Hannover ist laut Statistischem

Landesamt älter als 65 Jahre und hat damit das Rentenalter erreicht.

Der Anteil von Kindern und Jugendlichen liegt dagegen unter 20 Prozent.

Damit steigt die Belastung für die erwerbsfähige Bevölkerung.

Die Region Hannover hat also mit ähnlichen demografischen Problemen

zu kämpfen wie das Land Niedersachsen beziehungsweise

heute die ganze Bundesrepublik.

Was bedeuten diese Zahlen für die Krankenversicherer?

Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Pflegebedürftigen. Aktuell

erhalten 2,3 Millionen Menschen in Deutschland Leistungen aus

der gesetzlichen Pflegeversicherung. Bis zum Jahr 2030 muss bei

einer insgesamt schrumpfenden Bevölkerung mit 3,4 Millionen Pflegebedürftigen

gerechnet werden. Ein Anstieg, auf den wir nur unzureichend

vorbereitet sind. Die Gesellschaft muss handeln, sonst überrennt

uns der demografische Wandel. Bereits heute gibt es Engpässe

und Qualitätsdefizite bei der Versorgung von Pflegebedürftigen. So

möchten laut einer von uns in Auftrag gegebenen forsa-Umfrage nur

fünf Prozent der Deutschen in einem Pflegeheim gepflegt werden.

Jeder Zweite wünscht sich dagegen eine Betreuung in den eigenen

vier Wänden, sollte er im Alter auf Unterstützung angewiesen sein.

Das wird eine große Herausforderung für die gesamte Gesellschaft.

Wie bereitet sich die KKH-Allianz auf die sich wandelnden Rahmenbedingungen

vor?

Als innovatives und vorausschauendes Unternehmen hat die KKH-

Allianz rechtzeitig auf die Veränderungen im Gesundheitswesen

reagiert. Eine Krankenkasse muss heute über ein umfassendes

Know-how verfügen, um ihre Versicherten gut durch den Gesundheitsdschungel

zu lotsen und ihnen attraktive Versorgungslösungen

anbieten zu können. Die KKH-Allianz hat deshalb frühzeitig

Fachwissen stärker gebündelt. In sogenannten Kompetenzzentren

bearbeiten spezialisierte Mitarbeiter beispielsweise die Themenfelder

Arbeitsunfähigkeit, Rehabilitation oder Hilfsmittel. Auch für den

Bereich Pflege wurden drei neue Standorte gegründet, um unsere

Versicherten noch kompetenter beraten zu können.

Was unterscheidet die KKH-Allianz in puncto demografischer Wandel

von den Wettbewerbern?

Wir bieten unseren Versicherten eine besondere Servicequalität. Als

Branchensieger wurden wir von der Service Value GmbH mit dem

Titel „Servicechampion“ ausgezeichnet. Die umfassende Kundenbetreuung

findet sich auch im Bereich Pflege wieder. So erhalten

Angehörige und Betroffene bei der KKH-Allianz eine individuelle

Pflegeberatung – und das kostenlos. Wer einen pflegebedürftigen

Menschen bei sich im heimischen Umfeld aufnimmt oder ein geeignetes

Pflegeheim suchen muss, trägt eine große Verantwortung und

steht plötzlich vor vielen neuen Herausforderungen. Die Pflegeberatung

der KKH-Allianz hat deshalb ein offenes Ohr für die Belange

von Angehörigen und hilft beispielsweise bei der Antragstellung auf

Sozialleistungen oder gibt nützliche Hinweise zur Organisation der

Tagesstruktur von Pflegebedürftigen. Dieses besondere Angebot werden

wir im nächsten Jahr konsequent weiter ausbauen.

Wie beurteilen Sie die aktuelle Politik der Bundesregierung zum

Thema Pflege?

Grundsätzlich sind die von Bundesgesundheitsminister Bahr vorgelegten

Ziele im neuen Pflegeeckpunkte-Papier positiv zu bewerten.

So ist es beispielsweise richtig, das Modell „ambulant vor stationär“

stärker zu fördern. Vor dem Hintergrund der immer älter werdenden

Gesellschaft ist es unausweichlich, die Angehörigen bei der Pflege

stärker zu unterstützen. Hier sind Modelle wie die Pflege-Auszeit

und Möglichkeiten zur Rehabilitation zukünftig noch weiterzuentwickeln.

Leider fehlt es jedoch noch an konkreten Vorschlägen zur

Umsetzung der angestrebten Maßnahmen. Hier wurde die Chance

vertan, eine umfassende Pflegereform samt der zukünftigen Finanzierungsfrage

anzugehen. Stattdessen werden bisher nur unverbindliche

Leistungsverbesserungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige

in Aussicht gestellt. Die Anhebung des Beitragssatzes um 0,1

Prozentpunkte wird zudem die automatisch steigenden Kosten nicht

auffangen können. Zweifellos werden wir uns die Pflege der Zukunft

etwas kosten lassen müssen – mehr als heute.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen und Chancen einer

umfassenden Reform?

Wir müssen in der Pflege mit einer Qualitätsdiskussion beginnen, die

die bestehende Unter- und Fehlversorgung offenlegt. Beispiel Pflegeheime:

Nach unseren Auswertungen etwa liegt die Wahrscheinlichkeit

eines Oberschenkelhalsbruchs bei stationärer Pflege um ein Drittel

höher als bei ambulanter Betreuung. Auch beim Dekubitus, einem

liege- oder sitzbedingten Druckgeschwür, gehen Experten davon aus,

dass durch eine Verbesserung der Versorgungsqualität viel persönliches

Leid und mehrere hundert Millionen Euro gespart werden

könnten. Dies macht deutlich: Wenn es gelingt, die medizinische

Versorgung in den Heimen zu verbessern, sparen die Kassen unnötige

Ausgaben für Folgebehandlungen und das Geld steht an anderer

Stelle wieder zur Verfügung.

Wie wollen Sie eine bessere Versorgungsqualität in der Pflege erreichen?

Welche konkreten Vorschläge macht die KKH-Allianz?

Bleiben wir beim Beispiel Pflegeheime: Hier sollten bei der Bewertung

der Einrichtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung

in Zukunft auch Anzahl und Gründe der Krankenhauseinweisungen

berücksichtigt werden. Das schafft mehr Transparenz

und würde zum Beispiel die Pflegeheime zwingen, die Maßnahmen

zur Sturzprophylaxe besser einzuhalten. Aber auch in der medizinischen

Versorgung gibt es Optimierungsbedarf. So sollten Ärzte,

die auf ältere Patienten spezialisiert sind, in Pflegeeinrichtungen fest

angestellt oder anderweitig vertraglich an die Häuser gebunden sein.

Heute sind vielfach verschiedene externe Mediziner für die Bewohner

zuständig; das erschwert die Abstimmung zwischen Pflegepersonal

und behandelnden Ärzten.

700 Menschen arbeiten am Hauptsitz

der Kasse an der Karl-Wiechert-Allee in

Hannover. Nach einem erfolgreichen Jahr

2011 mit einem Finanzüberschuss von

140 Millionen Euro schaut der Kassenchef

optimistisch in die Zukunft: Im nächsten

Jahr wird der Zusatzbeitrag von acht

Euro monatlich wieder abgeschafft und

damit die Marktposition der KKH-Allianz

gestärkt. Welche Herausforderungen auf

die gesetzlichen Krankenkassen in den

nächsten Jahren aufgrund des demografischen

Wandels zukommen, erläutert

der Vorstandsvorsitzende Ingo Kailuweit

im Interview mit RegJo.

Sind die Ärzte auf die Bedürfnisse der älteren Patienten und die

zunehmenden altersbedingten Krankheiten vorbereitet?

Unsere Erfahrungen zeigen leider, dass eine leitliniengerechte Versorgung

nicht immer eingehalten wird und es auch zu Fehldiagnosen

kommt. Ein Beispiel ist die Arzneimitteltherapie. Nach Auswertungen

der KKH-Allianz nimmt jeder Fünfte durchschnittlich fünf oder

mehr Arzneimittel ein. 27 Prozent der älteren Versicherten – mehr

als jeder Vierte also – erhalten sogar Medikamente, die ihnen schaden.

Die sogenannte „Priscusliste“, eine Auflistung potenziell ungeeigneter

Präparate für ältere Menschen, könnte als Praxissoftware

für alle Ärzte die Arzneimittelsicherheit erhöhen. Zusätzlich sollten

die Mediziner die Möglichkeit haben, über ein Expertentelefon von

Pharmakologen Unterstützung bei der Verschreibung von Medikamenten

zu bekommen. Um die Arzneimittelsicherheit von chronisch

Kranken zu erhöhen, starten wir gerade ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit

mit der Medizinischen Hochschule hier in Hannover.

Weitere Informationen unter www.kkh-allianz.de


54 Wirtschaft regjo hannover

regjo hannover Wirtschaft 55

Familienzentrum mit Kindertagesstätte „Sonnenblume“

in Langenhagen. Träger ist die Arbeiterwohlfahrt

Region Hannover e.V.

Drei Mal „P“ – das heißt Win-Win

PPP (Public Private Partnership), ÖPP (Öffentlich Private Partnerschaften) oder auch PFI (Public Finance Initiative) sind

mehr oder weniger gängige Abkürzungen für Kooperationen zwischen der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft bei

der Bereitstellung öffentlicher Leistungen. Aktuell werden in Hannover acht Kitas als PPP-Modell verteilt über das ganze

Stadtgebiet gebaut. Trotzdem heißt PPP nicht „bauen ohne Geld“, sondern im Idealfall „Win-Win auf beiden Seiten“.


56 WiRtSChaft RegJo hAnnoVeR RegJo hAnnoVeR WiRtSChaft 57

Public Private Partnership: Die Königliche Kristall-Therme Seelze gmbh, das Thermenund

Saunaerlebnis in der Region hannover. In den Thermalsole-Innen- und ganzjahres-Außenbecken

mit unterschiedlichen Solekonzentrationen und zahlreichen Massagedüsen,

dem 12-prozentigen Sole-Außenbecken und dem natron-heilwasserbecken lässt

es sich traumhaft relaxen und entspannen.

Bild: Werbeagentur Schmitz gmbh


egjo hannover Wirtschaft 59

Den Zuschlag für das PPP-Projekt IGS Stöcken hat die Goldbeck

West GmbH im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung

erhalten. Der unter Denkmalschutz stehende Gebäudekomplex

der IGS Stöcken muss nicht nur umfassend saniert werden,

sondern wird auch erweitert um eine 3-Feld-Sporthalle, eine

Mensa sowie sieben zusätzliche Unterrichtsräume.

Text: Brigitte Freitag Fotografie: Iris Friedrich

Es kommt Bewegung in längst fällige kommunale Investitionen. Die Stadt

Braunschweig lässt neun Schulen, drei Kitas und zwei Sporthallen von Hochtief

PPP Solutions sanieren und übergibt die finanzielle Verantwortung der

Gebäude in private Hände. Sie zahlt dafür ein Entgelt an das Unternehmen,

die Gebäude bleiben im Besitz der Stadt. Nach 25 Jahren fällt die Zuständigkeit

für den Betrieb zurück an die Stadt. Damit hat die Löwenstadt das klassische

PPP-Modell gewählt. Mit rund 74 Millionen Euro löst Hochtief in den kommenden

drei Jahren den Sanierungsstau an den Gebäuden für die Stadt auf.

In der Landeshauptstadt Hannover sind acht Kitaneubauten vergeben, die letzten

Kinder werden ab Sommer 2013 dort einziehen. Volumen der Maßnahme

hier rund 22 Millionen Euro.

Vertragsabschlüsse von diesem Umfang bringen wieder Schwung in die

PPP-Diskussion. Trotzdem belegt Deutschland im europaweiten Vergleich

gemessen an der Projektzahl den dritten Platz und bezogen auf das Gesamtvolumen

den vierten Platz. Der deutliche Schwerpunkt der PPP-Projekte in Eu ropa

liegt dabei im Bildungsbereich, wobei das meiste Investitionsvolumen eindeutig

im Verkehrswegebau bewegt wird. Vorreiter in der europäischen Union für

PPP-Projekte war Großbritannien, das sich inzwischen für circa 20 Prozent seiner

Investitionen einen privaten Geldgeber sucht.

Hinter privatfinanzierten Gittern „Not macht erfinderisch“ schrieb der

niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann in seinem Grußwort zum

Führungskräfteforum PPP im vergangenen Jahr. Sein Ministerium leistet sich

mit der „JVA Bremervörde“ erstmals privatfinanzierte Haftplätze. Ab 2013 werden

Gefangene auf dem Gelände der ehemaligen Vörde-Kaserne ihre Strafen

absitzen. Die Neubaukosten betragen geschätzte 50 Millionen Euro, für das

rund 113.000 Quadratmeter große Areal besteht ein Erbbaurechtsvertrag für

das Land Niedersachsen mit einer Laufzeit von 60 Jahren. Planung, Finanzierung,

Bau und Betrieb sind in einem öffentlich/privaten Vertrag geregelt, der

eine 25-jährige Laufzeit vorsieht. Insbesondere im Bereich der allgemeinen und

medizinischen Versorgung, der Bildung und Beschäftigung der Insassen sowie

der Betreuung und Behandlung der Gefangenen will das Land ausloten, wie

effizient Private komplexe öffentliche Aufgaben wahrnehmen können.


60 Wirtschaft regjo hannover

Gigantische Unterwasserwelten im „Sea Life“

Hannover, das selbst nichts mit PPP zu tun hat.

Sehr wohl aber sein Vorgänger: Im Rahmen der

Expo war das „Regenwaldhaus“ entstanden.

Offensichtlich war jedoch alleine die Klimatisierung

und die Pflege für die Originaltropenpflanzen

extrem kostenintensiv, zudem gingen die Besucherzahlen

nach der Expo zurück. Das Gebäude

wurde geflutet und „Sea Life“ von einem internationalen

Betreiber aus der Taufe gehoben.

Der Grund für die derzeitige deutsche Zurückhaltung bei PPP liegt im föderalen

System. Aufgrund der kommunalen Selbstverwaltung und dem daraus entwickelten

Nachfrageverhalten teilt sich die öffentliche Bauwirtschaft in viele

kleine und mittelständische Unternehmen auf. Zwar packten die beiden Konjunkturpakete

so manches öffentliche Gebäude in die längst überfällige Wärmedämmung

ein, die kommunalen Haushalte kühlten sie aber nur kurzzeitig ab.

Das Deutsche Institut für Urbanistik hat bis zum Jahr 2020 einen jährlichen

Investitionsbedarf der öffentlichen Hand von rund 47 Milliarden Euro

ermittelt. Alleine durch eine Verbesserung der Einnahmesituation der Haushalte

lassen sich solche Beträge nicht stemmen. Rund 60 Prozent der öffentlichen

Bauinvestitionen fallen in die Zuständigkeit der Kommunen, die sich bei

weiteren Sparmaßnahmen umgehend in einen Teufelskreislauf zwischen voranschreitender

Vernachlässigung der Infrastruktur und außerplanmäßiger Überschuldung

begeben. Es wird also zukünftig immer mehr zu prüfen sein, wie

privates Kapital bei der Abarbeitung öffentlicher Aufgaben eingesetzt werden

kann. Angesichts dieses sich abzeichnenden Marktes verwundert es nicht, dass

auch zunehmend mittelständische Unternehmen sowohl Geld als auch Knowhow

anbieten. Sie wollen nicht mehr nur als Nachunternehmer der großen PPP-

Partner in der Bauphase auftreten, sondern selbst als PPP-taugliche Vertragspartner

den gesamten Lebenszyklus eines Projektes begleiten. Eine große Hürde

auf diesem Weg stellen die in manchen Fällen überzogenen Forderungen an den

Eignungsnachweis der PPP-Partner dar. Besonders die geforderte Eigenkapitalausstattung

bei Großprojekten geben die mittelständischen Bilanzen nicht her.

Mit der Möglichkeit, Leistungen in der Menge aufgeteilt (Teillose) und getrennt

nach Art oder Fachgebiet (Fachlose) aufzuschlüsseln beziehungsweise sich in

Bietergemeinschaften zusammenzuschließen, rücken die PPP-Ausschreibungen

in die realistischen Möglichkeiten der meist regionalen Unternehmer. Ein

kleines Bauunternehmen ohne die notwendigen Erfahrungen bei PPP-Projekten

hat so gut wie keine Chance, eine Ausschreibung für sich zu entscheiden.

Als Mitglied einer Bietergemeinschaft oder aber als Bieter von einem kleinen

Teil des Ganzen bestehen dagegen gute Aussichten.

PPP-Tradition in Niedersachsen In Niedersachsen hat man schon sehr

lange Erfahrung mit PPP-Projekten, einige Verträge laufen bereits erfolgreich

seit über 20 Jahren. In den 1980er Jahren haben Gemeinden wie Wede-


HANNOVER SCORPIONS

RegJo hAnnoVeR WiRtSChaft 63

IM JANUAR

Bild: AWD-Arena

Bild: h. hecht

DEL 1. Bundesliga Eishockey

Di. 10.01. 19.30 Uhr Eisbären Berlin

Fr. 13.01. 19.30 Uhr Iserlohn Roosters

Di. 17.01. 19.30 Uhr Kölner Haie

Di. 24.01. 19.30 Uhr Ice Tigers Nürnberg

Di. 31.01. 19.30 Uhr Augsburger Panther

PPP-Vorzeigeprojekt: Da die Stadt im Vorfeld der FIFA WM 2006 keine Mittel zur umfassenden Sanierung des Stadions bereitstellen

konnte, erteilte sie einer neugegründeten Projekt- und Betreibergesellschaft unter Beteiligung des Sportvereins hannover 96 eine

Baukonzession bis 2030.

Stürmer

Für euch rock ich

das Eis wie

meine Gitarre!

chriS

herperger

…mehr als nur

ein Club!

mark, Hambühren, Wesendorf oder Dahlenburg Betreibermodelle

mit Kläranlagen genutzt, um den Bau oder

die Sanierung sowie den langfristigen Betrieb in private

Hände abzugeben. Damals waren es meist mittelständische

Bauunternehmen, die projektbezogene Investitionskosten

von rund drei bis fünf Millionen DM aufbrachten.

Im Laufe der Jahre wurden die Projekte umfangreicher

und fanden mit dem Umbau des ehemaligen Niedersachsenstadions

in Hannover einen Höhepunkt. Ausgerechnet

der PPP-Vertrag lässt den Stadtkämmerer von Hannover

inzwischen vor einem Abstieg von Hannover 96 in die

zweite Bundesliga zittern. Da die Stadt im Vorfeld der FIFA

WM 2006 keine Mittel zur umfassenden Sanierung des Stadions

bereitstellen konnte, erteilte sie einer neugegründeten

Projekt- und Betreibergesellschaft unter Beteiligung des

Sportvereins Hannover 96 eine Baukonzession bis 2030.

Dank einer Investitionssumme von 64 Millionen Euro verwandelte

sich das in die Jahre gekommene Niedersachsenstadion

in die begeisterungsfähige AWD-Arena. „Es ist

aus meiner Sicht ein ausgesprochen positives Beispiel“, so

Hans Mönninghoff, Erster Stadtrat und Wirtschafts- und

Umweltdezernent der Landeshauptstadt, „vorher wären

850.000 Euro jährliche Betriebskosten angefallen, dies

wurde durch eine Bürgschaft der Stadt in gleicher Höhe

ersetzt“. Diese Bürgschaft greift aber nur, wenn Hannover

96 in die 2. Bundesliga absteigt, was in Hannover zwar

niemand ernsthaft glaubt, dem Kämmerer aber im Falle

des Unwahrscheinlichen schlaflose Nächte bereiten dürfte.

Auch die Stadt Seelze verdankt dem Aufstieg ihres

alten Hallenbades zur Kristall-Therme der privaten Investition

von circa zwölf Millionen Euro. Zwar zahlt die Stadt

für das neue Bad den gleichen Betrag, den sie als Zuschuss

für das Hallenbad leisten musste, sie finanziert aber heute

damit einen über die Stadtgrenzen hinaus attraktiven

Publikumsmagnet. Die Sole-Therme mit ausgiebiger Saunalandschaft

lockt jährlich tausende von Besuchern in die

Stadt. Das im Zuge des Neubaus sanierte Hallenbad bleibt

Bestandteil der Wellnessoase und bietet heute innerhalb

der Kristall-Therme als Sport-Schwimmbad weiterhin eine

günstige Möglichkeit zur Fitness. Für einen geringen Eintrittspreis

kann man es auch separat ohne Nutzung der

Therme besuchen.

Berücksichtigt man, dass nur rund ein Viertel der

Kosten für den Bau einer Immobilie anfallen und die restlichen

drei Viertel während ihres Lebenszyklus, kann man

die Tragweite der vertraglichen Kooperation erahnen. Da

sind die Finanzierung und der Bau noch die am besten zu

kalkulierenden Faktoren, wogegen das Betreiben und die

Instandhaltung im Hinblick auf die langfristige Berechnung

schnell zur finanziellen Katastrophe führen können.

Buchstäblich im Regen stand so auch das PPP-Engagement

Regenwaldhaus in den Herrenhäuser Gärten. Ursprünglich

zur Expo 2000 als Außenprojekt eröffnet, war es durch

einen Kostenanstieg von 20 auf 33 Millionen Euro aus

wirtschaftlicher Sicht nicht mehr zu halten. Geflutet zum

ersten tropischen Sea Life Aquarium Deutschlands, startete

das PPP-Projekt 2007 in ein zweites Leben. Private Partner

waren Ende der 1990er Jahre hauptsächlich die Volkswagen

AG, die Cinemaxx AG, das Magazin GEO und die

Expo GmbH. Bereits einen vorausschauenden Blick in die

Zukunft warf die Molana Vermietungsgesellschaft mbH &

Co mit dem Objekt des Regionshauses Hannover. Erstmalig

wurde ein Gebäude entsprechend den Standards des Förderkonzepts

Energieoptimiertes Bauen (EnOB) nach dem

PPP-Finanzierungsmodell realisiert. Der hohe energetische

Standard wurde im PPP-Vertrag als Ziel definiert und

umfasste Planung, Errichtung sowie die Finanzierung über

20 Jahre. Die vertragliche Ausgestaltung eines Kooperationsvertrages

ist äußerst schwierig und in Deutschland noch

nicht durch einheitliche Standards vereinfacht. Böse Zun-


egjo hannover wirtschaft 65

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Als Finanzierungsmodell eingesetzt, löst PPP nicht die Haushaltsprobleme, sondern erweitert vielmehr den Spielraum zur Optimierung

der Ausgaben und führt zu einem professionelleren Umgang mit kommunalem Vermögen.

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gen behaupten deshalb auch, das dritte P bei PPP, steht für

„Pressure“ und damit übersetzt für „Druck“ oder „Zwang“.

Der kommunale Partner fühlt sich durch „Angstzuschläge“,

mit denen der private Bieter sich Sicherheiten in sein Angebot

einbaut, übervorteilt. Andererseits gewähren die Kommunen

durch die vertragliche Bindung dem privaten Partner

über 20 und mehr Jahre einen Zugriff auf Steuergelder,

für deren sinnvolle Nutzung sie verantwortlich sind.

Für die Stadt Hannover haben sich bei Sanierungsprojekten

PPP-Modelle deshalb nicht bewährt. Laut Hans

Mönninghoff ist es zunächst ein extremer Aufwand bei der

Erstellung des Leistungsprofils der Ausschreibungsunterlagen

und damit der Basis von Angebotsvergleichen. „Die

Schnittstellen zwischen Bestand und Anbau oder Sanierung

sind kompliziert und lassen sich vertraglich schwer

erfassen“, so die Erklärung. Die Erfahrung führte zur Aufhebung

der Ausschreibung von zwei Turnhallen wegen

Unwirtschaftlichkeit und zum Abbruch der Planung beim

Lindener Rathaus. „Wir nutzen PPP als Finanzierungsinstrument

zukünftig nur noch bei Neubauprojekten.“

Bewährt hat sich für die Stadt mit der IGS Kronsberg der

erste PPP-Schulneubau. Der private Anbieter konnte ein

um 27 Prozent günstigeres Ergebnis als die stadteigene Kalkulation

es ermittelte erzielen. Investition hier circa 14,5

Millionen Euro. Auch die größte IGS von Niedersachsen,

die Mühlenbergschule in Hannover, wird ein PPP-Neubauprojekt

werden. Baubeginn soll im nächsten Jahr sein. Um

sowohl für Anbieter als auch für Nachfrager ein für beide

Seiten zufriedenstellendes Geschäftsmodell zu entwickeln,

müssen die einzelnen Positionen der Vertragspartner neu

definiert werden. Der Staat gibt seine Hoheit bei der Bereitstellung

öffentlicher Infrastruktur ab und wird zu einem

Nachfrager ganzheitlicher Dienstleistungen. Er plant, finanziert,

baut und betreut nicht mehr selbst, sondern vergibt

diese Leistungen an private Anbieter. Während der Vertragslaufzeit

erfüllt er lediglich Kontrollfunktionen. Dieser

neue Geschäftsbereich erfordert seitens der Kommunen

ein verändertes personelles Know-how. Allerdings ist

PPP aber auch kein Instrument zur Abarbeitung kommunaler

Wunschzettel oder ein Finanzierungsinstrument zum

Wählerstimmenfang.

Die privaten Anbieter müssen sich im Gegenzug auf

eine Erweiterung ihres Unternehmensportfolios einstellen.

Weg von der Erbringung einzelner Gewerke am Bau, hin zu

umfassenden Dienstleistungen. Schlecht abgelieferte Qualität

kommt dann auch schnell mal als Bumerang zurück. Als

Finanzierungsmodell eingesetzt, löst PPP nicht die Haushaltsprobleme,

sondern erweitert vielmehr den Spielraum

zur Optimierung der Ausgaben und führt zu einem professionelleren

Umgang mit kommunalem Vermögen.

Informationen über die unterschiedlichen PPP-Modelle gibt die

NBank, das niedersächsische Finanzministerium oder im Internet

die Seite www.ppp.niedersachsen.de


66 Wirtschaft regjo hannover regjo hannover Wirtschaft 67

Die Kunst der Führung

Einmal in der Chefetage angekommen, verfliegt die erste Euphorie oft zusehends, wenn es darum geht,

die vielen Führungsaufgaben unter einen Hut zu bekommen. Wie muss ein Chef denn eigentlich sein,

um ein Unternehmen erfolgreich zu führen? Zwei Personen aus Spitzenpositionen, ein Unternehmenscoach

und ein Professor haben dazu eine klare Meinung.

Professor Dr. Kearney untersuchte in seinen Forschungen, wie Teamarbeit und Führung zu organisationalem

Erfolg beitragen und was Führungskräfte tun müssen, um im Team Synergien zu erzeugen.


68 Wirtschaft regjo hannover regjo hannover Wirtschaft 69

Ulrich Heim ist ein Fachmann in Sachen Hotelführung. Der General Manager des Mercure Hotel Hannover Mitte

besetzt bereits seit 1999 leitende Positionen bei der Accor Hospitality Germany GmbH.


„Wertschätzung hat als moralische

Kategorie der Akzeptanz

und Würdigung der Menschen,

die aufeinander angewiesen

Arbeit leisten, einen großen Einfluss

auf die Motivation der Mitarbeiter.“

(Prof. Dr. Eric Kearney)

Text: Juliette Rahn Fotografie: Marco Bühl

Fest steht eins: Wer als Führungspersönlichkeit aufsteigt, bekommt

die entsprechenden Chefqualitäten keinesfalls all inclusive mitgeliefert.

An vielen Stellen fehlt es an Erfahrung – bei der Steuerung

der Arbeitsprozesse, einem guten Verhältnis zu den Mitarbeitern

und zahllosen weiteren komplexen Aufgabengebieten – Führen will

gelernt sein. Seit Generationen zerbrechen sich Soziologen und Psychologen

wie Max Weber und Kurt Lewin die Köpfe darüber, wie

der perfekte Führungsstil aussehen sollte. RegJo hat nun Experten

wie Professor Dr. Eric Kearney von der Gisma Business School Hannover,

Dr. Walter Spreckelmeyer von der CA Coaching Akademie in

Hannover und die Führungspersönlichkeiten Ulrich Heim, Direktor

des Mercure Hotel Hannover Mitte und Winfried Blecking, Vorstandsvorsitzender

der Sparda-Bank Hannover eG gefragt, was gute

Führung wirklich ausmacht.

An Führungsdefinitionen wenigstens mangelt es heute nicht.

Das weiß auch Prof. Dr. Eric Kearney, der an der Gisma Business

School in Hannover Organizational Behavior und Human Resource

Management lehrt. „Gary Yukl schreibt in seinem Lehrbuch über

Führung, dass es ungefähr so viele Definitionen dieses Begriffs

gibt wie Führungsforscher. Der kleinste gemeinsame Nenner ist

wohl, dass Führung ein Phänomen ist, bei dem es um die Beeinflussung

anderer geht“, fasst Prof. Dr. Kearney zusammen. Mit

anderen Worten: Der Vorgesetzte übt Einfluss auf das Handeln

seiner Mitarbeiter aus. Eine ähnliche Auffassung vertritt auch Dr.

Walter Spreckelmeyer, der seit 17 Jahren Führungskräfte aus verschiedenen

Branchen berät. Während Spreckelmeyer unter Führung

die Kunst versteht, für die zielgerichtete Erfüllung der beruflichen

Aufgaben individuelle Motivationsbedingungen zu schaffen,

sprechen Vorgesetzte wie Ulrich Heim von der Zielführung ihrer

Mitarbeiter: „Das Reiseziel kennen und mit dem Team den besten

Weg dorthin finden.“

Die Führungsliteratur bietet ein breites Repertoire an verschiedenen

Theorien der richtigen Führung. Während sich um 1900 die

ersten Ansätze entwickelten, erlebten die Führungstheorien in den

50er Jahren einen wahren Boom. Für Prof. Dr. Kearney ist es weder

der eine noch der andere Führungsstil, der Erfolg verspricht – vielmehr

sollte ein Boss über ein möglichst breites Verhaltensspektrum

verfügen, um in jeder Situation angemessen handeln zu können.

Optimal ist für Dr. Spreckelmeyer eine Führung, die von allen Mitarbeitern

akzeptiert wird. Nur wenn Akzeptanz bezogen auf die

Ziele und die Kompetenz der Führungskraft herrscht, kann effektiv

„geführt“ werden. Ausschlaggebend für den Führungserfolg ist auch

für ihn das angemessene Handeln eines Chefs. „Ich denke, der reflektierte,

bewusste und eigenverantwortlich gewählte Führungsstil, der

sowohl den Sachaufgaben, dem jeweiligen Mitarbeiter, der Unternehmenskultur

als auch den eigenen Ansprüchen und der Situation

gemäß ist, wäre optimal.“ Eine allumfassende Führungstheorie, die

in jeder Lage und Situation greift, so sind sich Dr. Spreckelmeyer,

Prof. Dr. Kearney und der Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank

Hannover, Winfried Blecking, einig, gibt es allerdings nicht.

Ein guter Führungsstil ist dabei auf mehreren Ebenen und

aus verschiedenen Gründen wünschenswert. Es sind nicht nur die

Mitarbeiter, die durch gute Führung eine angenehmere Arbeitsatmosphäre

vorfinden. Empirische Studien belegen: Führung hat

auch einen erheblichen Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens.

Laut Prof. Dr. Kearney sind gut geführte Mitarbeiter in der

Regel zufriedener und motivierter. „Indem eine Führungspersönlichkeit

auf die Wertvorstellungen ihrer Mitarbeiter achtet und auf

dieser Basis sinnvolle Herausforderungen für sie am Arbeitsplatz

schafft, ermöglicht sie so Zufriedenheit in der Leistungserbringung

und trägt damit zur Steigerung des Unternehmenserfolgs bei“, so

Spreckelmeyer. Aber auch der Vorstandvorsitzende der Sparda-

Bank Hannover weiß, dass zwischen ihm und seinem Team eine

intensive Wechselwirkung im Bezug auf Leistung besteht: „Der

Vorgesetzte ist so gut wie sein Team und das Team ist so gut, wie

der Vorgesetzte die Teamarbeit zu fördern weiß.“ Eine Führungskraft

sollte daher möglichst motivierend auf seine Angestellten einwirken

und Leistungsräume schaffen, um die sich darin ergebene

Potenziale zu fördern. Ein Vorgesetzter kann demnach sehr wohl

an seinem Team gemessen werden – dies aber auch im negativen

Sinne wie Ulrich Heim bestätigt: „Der Fisch stinkt immer vom Kopf

her!“ In der Schaffung von Leistungsräumen liegen laut Professor

Kearney auch häufig die Defizite eines Vorgesetzten. „In vielen

Unternehmen machen es sich Führungskräfte zu leicht, wenn

„Führung ist die Kunst, individuelle

Motivationsbedingungen zu

schaffen. Dazu müssen Führungspersönlichkeiten

ihre Mitarbeiter

kennen – wissen, was diesen wert

und wichtig ist und deren Berufsethos

achten.“

(Dr. Walter Spreckelmeyer)


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Im April 2009 wurde Winfried Blecking zum Vorstandsvorsitzenden der Sparda-Bank hannover eg gewählt. gemeinsam mit seinen

Vorstandskollegen und den Führungskräften arbeitet er an der Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie.

sie die Ursache für Probleme in den mangelnden Kompetenzen

oder geringer Motivation ihrer Geführten sehen.“

Was aber, wenn es die heutige Arbeitsbelastung einem Chef

kaum mehr erlaubt, auf jeden Mitarbeiter individuell einzugehen,

um sein Leistungspotenzial zu erkennen. Dr.

Walter Spreckelmeyer, der nach den Standards des Deutschen

Bundesverband Coaching (DBVC) lehrt, kennt diese

Problematik zur Genüge. „Eine der größten Schwierigkeiten

ist sicherlich die Selbststeuerung bei besonderen Herausforderungen

– insbesondere im zwischenmenschlichen

Bereich bei der Selbstbehauptung und Akzeptanz im hierarchischen

System. Ein weiteres großes Problemfeld ist die

Arbeitsüberlastung aufgrund extrem hoher Anforderungen

aus der Arbeitsfülle, der Arbeitsdichte, des Arbeitstempos.

Dies kann unter anderem zur Sinnfrustation am

Arbeitsplatz führen.“

In einem Punkt herrscht bei allen Befragten Einigkeit:

Führungsschwierigkeiten können beseitigt werden,

denn Führung ist Verhalten und somit steuerbar. Oft werden

gute Mitarbeiter ohne große Vorbereitungen zu Führungskräften,

was Folgen für alle Beteiligten nach sich

zieht. „Jede Person führt dann so, wie sie es für richtig

hält“, beobachtet Kearney. Er fordert Unternehmen dazu

auf, den jeweiligen Mitarbeiter durch Coachingprogramme

auf seine zukünftigen Führungsaufgaben vorzubereiten.

Dabei geht es vor allem darum, dass Personen in Spitzenpositionen

sich ihrer selbst und ihrer Aufgaben innerhalb des

Unternehmens bewusst werden. „Sie entwickeln Selbststeuerungskompetenzen

und ihren wertschätzenden Führungsstil,

der sowohl ihnen selbst, dem Unternehmen, der

Situation als auch den einzelnen Mitarbeitern angemessen

ist“, erklärt Spreckelmeyer. Coachingprogramme helfen,

einen individuellen Führungsstil zu finden – das finden

auch Winfried Blecking und Ulrich Heim. Eigenschaften

wie soziale Kompetenz und kommunikative Fähigkeiten

sind für Winfried Blecking von der Sparda-Bank Grundvoraussetzungen

eines persönlichen Führungsstils. Sie

ermöglichen, individuelle Handlungsziele mit den Werten

der Mitarbeiter zu verknüpfen und das Unternehmen nach

vorn zu bringen. Vieles hängt demnach auch vom Können

und Wollen der Mitarbeiter ab. Sie tragen mit ihrer Leistung

eine gewisse Mitverantwortung am Wohlergehen des

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Dr. Walter Spreckelmeyer blickt auf eine langjährige erfahrung

in der betrieblichen und überbetrieblichen erwachsenenbildung, im

Training und in der Beratung zurück. Seit über 17 Jahren arbeitet er als

Coach für Vorstände, geschäftsführer, Fach- und Führungskräfte verschiedener

Branchen. 1999 gründete der Coach mit werteorientiertem

Beratungsansatz die CA Coaching Akademie hannover.

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Unternehmens. Letzten Endes liegt es jedoch an der Führungskraft,

die Verantwortung auf tragfähige Schultern zu

legen beziehungsweise angemessen auf seine Mitarbeiter

zu verteilen. Dafür plädiert auch Ulrich Heim: „Gib jedem

so viel Verantwortung wie er bereit ist zu übernehmen.“

Den Mitarbeiter durch die Übergabe von Verantwortung

ins Unternehmen einzubinden, motiviert laut Blecking

mehr, als nur bloße Führungsanweisungen auszusprechen.

Für den Coach Spreckelmeyer bedeutet Mitverantwortung

auch Wertschätzung vonseiten der Mitarbeiter. „Wertschätzung

ist keine Einbahnstraße: Vorgesetzte und der Angestellte

sind zudem gleichermaßen auch ihrem Berufsethos

verpflichtet.“

Wie diese Art von „Ethos“ in der Praxis aussieht,

schildert Ulrich Heim. Seit 1999 besetzt er leitende Positionen

für Accor Hospitality – seit 2007 ist er Direktor

des Mercure Hotel Hannover Mitte. Für ihn ist Anerkennung

die Motivationsgrundlage seiner Angestellten. Hinzu

kommen Werte wie Ehrlichkeit, Vertrauen, Offenheit und

Loyalität, die er seinen Mitarbeitern, aber auch sich selbst

abverlangt. Heims Unternehmensphilosophie: „Qualität

und Herzlichkeit haben nichts mit ‚Sternen’ zu tun.“ Winfried

Blecking, seit April 2009 Vorstandsvorsitzender der

Sparda-Bank Hannover eG, motiviert seine Mitarbeiter auf

ähnliche Weise: „2011 war ein anstrengendes, turbulentes

und erfolgreiches Jahr, das wir mit einer gemeinsamen

Weihnachtsfeier belohnten. In der Vorweihnachtszeit

gibt es einen ‚sparda advendskalender’, in dem jede Mitarbeiterin

und jeder Mitarbeiter berücksichtigt wird und

eine kleine Überraschung erhält.“ Zusätzlich werden in der

Sparda-Bank Hannover in regelmäßigen Abständen Mitarbeiterbefragungen

durchgeführt, um Verbesserungspotenziale

zu ermitteln. Für ihn und die Sparda-Bank Hannover

ist Transparenz, Offenheit und Aufrichtigkeit die Grundlage

für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Sein ganz persönliches

Konzept: „Lebenslanges Lernen“. Vier Personen

– vier Meinungen, die sich in einer grundlegenden Aussage

ähneln: Führung kann nur durch angemessene Einbeziehung

der Mitarbeiter zum Erfolg des Unternehmens

beitragen. Fraglich ist hingegen, ob auch alle deutschen

Führungskräfte dieser Auffassung sind. Prof. Dr. Kearneys

persönlicher Eindruck ist, dass Führung in den amerikanischen

Chefetagen eine etwas andere Rolle spielt. „Aspekte

wie Charisma, Vision, Motivation und Inspiration werden

von amerikanischen Führungskräften stärker betont als

von deutschen, insbesondere im Topmanagement. Zwischen

Anspruch und Wirklichkeit klafft aber häufig eine

Lücke“, berichtet der Professor. Laut Kearney ist Führung

in Amerika ein sehr viel weiter gefasster Begriff. „Dort setzt

Führung ein generelles proaktives Handeln voraus – unabhängig

von der Position der betreffenden Person innerhalb

einer organisationalen Hierarchie. In Deutschland wird

Führung dagegen häufiger mit der formalen Rolle einer

vorgesetzten Person innerhalb einer bestimmten organisationalen

Struktur assoziiert“, so der Professor der Business

School. Kearney gibt daher zu bedenken, dass viele Unternehmen

noch davon überzeugt werden müssen, dass Führung

– wie auch fachliche Kompetenzen – erlernbar sind.

Eine Meinung, die auch Ulrich Heim und Winfried Blekking

teilen. Die Führungspersönlichkeit der Zukunft wird

nach Ansicht des Hoteldirektors immer mehr Kooperationstalent

beweisen müssen, um qualifizierte Mitarbeiter

zu finden. „Mehr Coach als Boss“, lautet da seine Devise.

Auch Blecking tendiert zu einer dialogorientierten Partnerschaft

zwischen Vorgesetzten und Angestellten, um das

Know-how und Engagement der Mitarbeiter noch besser

entfalten zu können.

Heute, in Zeiten von sich rasant ändernden globalen

Wettbewerbsbedingungen wird es immer wichtiger,

die Potenziale innerhalb eines Unternehmens voll auszuschöpfen.

Immer mehr Firmen haben die Zeichen der

Zeit erkannt und nutzen die Erkenntnisse aus Führungsforschung

und Psychologie. Die Führungsexperten und

Führungspersönlichkeiten sind sich einig: Führung ist

erlernbar und kann durchaus erhebliche Wettbewerbsvorteile

schaffen.


egjo hannover ADvertorial 77

Bild: Sedus

+Ergonomie Gesundheit

+Kommunikation

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Produktives Wohlfühlen

Arbeitsplatzqualität und Produktivität eines Mitarbeiters hängen ebenso eng zusammen wie Zufriedenheit

und Effizienz. Die Firmen Sedus und BSJ führen individuelle Beratungsgespräche und Büroplanungen durch.

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BSJ Büro-Systeme Jäkel GmbH Lilienthalstr. 1 30916 Isernhagen-Altwarmbüchen

Tel: 0511-616803-0 Internet: www.bsj-gmbh.de

Öffnungszeiten: Mo-Do 8-16.30 Fr 8-15 Sa 10-13 Uhr

Das Zusammenspiel zwischen Arbeitsplatzqualität und der

Produktivität eines Mitarbeiters ist offensichtlich, denn

Zufriedenheit und Effizienz hängen eng zusammen. Ausschlaggebend

für die Qualität eines Arbeitsplatzes sind

neben dem Einsatz ergonomischer und funktioneller Möbel

vor allem dessen Gestaltung unter Berücksichtigung optimaler

Lichtverhältnisse, ausgewogener Akustik sowie

Raumklima und -farben. Unternehmen, die diese Aspekte

beherzigen, können nicht nur Gesundheit und Wohlbefinden

der Mitarbeiter unterstützen, sondern tragen zu deren

Motivation und Identifikation bei. Denn, wie die Studien

des Gallup Institutes Jahr für Jahr beweisen, ist es mit

dem Office-Performance-Index in Deutschland nicht zum

Besten bestellt: Im Jahr 2010 waren nur 13 Prozent aller

Mitarbeiter deutscher Unternehmen loyal und begeistert

mit ihrem Arbeitgeber verbunden. Ein Großteil nahm eine

gleichgültige Haltung ein und über 21 Prozent hatten innerlich

bereits gekündigt.

Damit eine zukunftsfähige Unternehmenskultur

gelebt werden kann, bietet der Büromöbelhersteller Sedus

mit Place 2.5 einen Konzept- und Planungsansatz, der diese

fördert und unterstützt. Qualitäten von Freizeitorten, den

sogenannten Third Places, werden an den Arbeitsplätzen,

den sogenannten Second Places direkt integriert. Neben

einer idealen Arbeitsumgebung bedeutet dies, dass Zonen

für entspannten kommunikativen Austausch, Rückzug und

Entspannung geschaffen werden: ein sogenannter Place 2.5.

Arbeitsplätze und Räume erhalten dadurch einen qualitativen

Mehrwert – doch was genau zeichnet den ergonomischen,

also menschengerechten Arbeitsplatz aus?

Der Mensch, eigentlich für die Bewegung geschaffen,

sitzt heute bis zu 14 Stunden täglich. Langes Sitzen ist aber

Schwerstarbeit für den Körper und wohl fühlt sich nur, wer

mehr Dynamik ins Sitzen und Arbeiten bringt. Neben den

richtigen Bürodrehstühlen, die dynamisches Sitzen dank

besonders ausgeglichener Kraftverläufe fördern, sollen bei

der Büroplanung auch Zonen für informelle Kommunikation

geschaffen werden. Meetings können so auch im Stehen

durchgeführt werden und Lounges zum Small Talk und

geselligen Beisammensein schaffen Gemeinschaft und eine

Atmosphäre des produktiven Wohlfühlens.

Sedus bietet ein ganzheitlich angelegtes Produktportfolio

vom Einstiegsmodell über Teamarbeitsplätze bis zum

hochwertigen Managementmodell vom Vierfuß-Einzelarbeitsplatz

bis zur Benchlösung. Gutes Design, Licht, ausgewogene

Akustik, angenehmes Klima und frische Luft

gehören dazu. Ganz projektbezogen und auf die Anforderungen

eines jeweiligen Unternehmens ausgerichtet, führt

der Sedus Fachhandelspartner vor Ort individuelle Beratungsgespräche

durch und bietet Planungsleistungen und

Umsetzungen nach Wunsch: Bürosysteme Jäkel, Lilienthalstr.

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78 kalender regjo hannover regjo hannover kalender 79

Schwanensee

Dieter Nuhr

Videoinstallationen

Familie Popolski

Das Bolschoi Staatsballett Belarus aus Minsk präsentiert

am 15. Februar 2012 im Theater am Aegi Tschaikowskys

grandiosen Ballett-Klassiker.

Nuhr unter uns: Am 10. Februar 2012 schaut

er in der AWD-Hall über den Tellerrand, und

was er da sieht, ist wirklich saukomisch!

Mit seinen Videoinstallationen erforscht Dieter Kiessling

noch bis zum 05. Februar 2012 im Sprengel Museum die

Mechanismen der Bilderzeugung und Bildwiedergabe.

„Get the Polka started“ heißt das neue Programm,

mit dem Familie Popolski am 18.

Februar 2012 in der AWD-Hall durchstartet.

Klassik, Ballett

Theater, Kabarett, Musical

Ausstellungen

Jazz, Rock, Pop, Schlager

06. Januar 2012

Anna Netrebko & Erwin Schrott – die maßgebende

Sopranistin bildet gemeinsam mit

Erwin Schrott musikalisch wie auch privat ein

absolutes Traumpaar

20.00 Uhr, Kuppelsaal Hannover

15. Januar 2012

Schwanensee – Compagnien des Bolschoi

Staatstheaters Belarus verwöhnen mit traditioneller

Ballettkunst

19.00 Uhr, Theater am Aegi Hannover

25. Januar 2012

Andre Rieu & Orchester – Rieu freut sich

auf die ausgelassene Stimmung bei seinen

Konzerten in Deutschland

20.00 Uhr, TUI Arena Hannover

23. März 2012

Die Teufel von Loudun – Premiere der Oper

von Krzysztof Penderecki, unter musikalischer

Leitung von Stefan Klingele

19.30 Uhr, Staatsoper Hannover

28. März 2012

¡Tango! – südamerikanische Rhythmen gehen

direkt in die Beine und bringen selbst den

Trübsinnigsten zum Tanzen

19.30 Uhr, Staatsoper Hannover

22. Januar 2012

Moscow Circus on Ice – spektakuläre

Choreographien, über 300 prachtvolle

Kostüme, betörende Musik und atemberaubende

Akrobatik

15.00 Uhr, Theater am Aegi Hannover

28. Januar 2012

Wortwunderwelten – erneut treten zehn der

besten Live-Poeten aus Deutschland, Österreich

und der Schweiz gegeneinander an

20.00 Uhr, Staatsoper Hannover

02. Februar 2012

Manao – Drums of China – mit Trommelwirbel

eröffneten sie bereits die Olympischen

Spiele 2008 in Peking, nun begeistern sie

auch das Hannoveraner Publikum

20.00 Uhr, Theater am Aegi Hannover

07. Februar 2012

Bellowhead – die elfköpfige Bigband nimmt

traditionelle englische Volkslieder und mischt

sie mit Funk, Jazz, Rock, Klassik

20.00 Uhr, Capitol Hannover

10. Februar 2012

Leipziger Pfeffermühle – das politisch satirische

Kabarett ist zurück in Hannover

20.00 Uhr, Theater am Aegi Hannover

10. Februar 2012

Dieter Nuhr – in „Nuhr unter uns“ wagt er

sich in den Kosmos der menschlichen Psyche:

Er ist anders und live am besten

20.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

16. Februar 2012

The Musical Box performs Genesis – das

Original-Konzert „The Lamb Lies Down On

Broadway“ von Genesis wird nach 25 Jahren

von The Musical Box wieder aufgeführt

20.00 Uhr, Theater am Aegi Hannover

19. Februar 2012

Mother Africa – rund 40 Künstlern aus allen

Teilen Afrikas entführen mit neuem Programm

in eine schillernde Welt

19.00 Uhr, Theater am Aegi Hannover

17. März 2012

Kasimir und Karoline – das Volksstück von

Ödön von Horváth gibt Einblick in die allgemeine

Krise und das Private

19.30 Uhr, Schauspielhaus Hannover

21. März 2012

all you need is love ! – ein Kult kehrt zurück:

Das „Beatles-Musical“ geht auf Tournee im

deutschsprachigen Raum

20.00 Uhr, Theater am Aegi Hannover

bis 31. Januar 2012

Punk ist kein Kaffeekränzchen – Ann

Sophie Lindström gewinnt den VGH Fotopreis

2011 und erhält dafür ihre eigene Ausstellung

VGH Hannover

bis 05. Februar 2012

WarenHandlung: FORMschön – Kunstausstellung

für Kinder, in der zwar nichts gekauft,

jedoch vieles bewundert werden kann

Sprengel Museum Hannover

bis 05. Februar 2012

Videoinstallationen – Dieter Kiessling

erforscht die Mechanismen der Bilderzeugung

und Bildwiedergabe

Sprengel Museum Hannover

24. Februar bis 29. April 2012

barbara klemm – gehört mit ihren politischen

und gesellschaftlichen Bildreportagen

zu den wichtigsten journalistischen Fotografinnen

Deutschlands

kestnergesellschaft Hannover

24. Februar bis 29. April 2012

john smith – seine Filme, Videos und Installationen

treiben die erzählerischen Möglichkeiten

humorvoll an ihre Grenzen

kestnergesellschaft Hannover

11. Januar 2012

Thriller – live – Michael Jacksons größte Hits

in einer grandiosen Liveshow

20.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

15. Januar 2012

Abba The Show – Melodien, Sound, Look

und die Atmosphäre einer der größten Popsensationen

des letzten Jahrhunderts

19.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

27. Januar 2012

Dropkick Murphys – die Folk-Punk-Band

besingt die alte und neue Welt, rothaarige

Frauen und die Schönheit des Lebens im

Allgemeinen

20.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

03. Februar 2012

Rammstein – die deutsche Rockband ruht

auch im neuen Jahr nicht und hat in einer

Retrospektive ihre größten Erfolge zusammengestellt:

„Made In Germany 1995 – 2011!“

20.00 Uhr, TUI Arena Hannover

05. Februar 2012

Dream Theater – eingängige Melodieläufe

mit progressiver Gitarrenarbeit und harten,

stellenweise aggressiven Parts

20.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

18. Februar 2012

Familie Popolski – Polka ist die meistunterschätzte

Gattung der Musikgeschichte –

Familie Popolski liefert den Beweis

20.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

02. März 2012

Chris Rea – der Sänger mit der rauchigen

Stimme geht mit neuem Album „The Santo

Spirito Project“ auf Deutschlandtournee

20.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

03. März 2012

Hansi Hinterseer & das Tiroler Echo – die

perfekte Melange aus Top Hits, Videoprojektionen

und einer stimmungsvollen Lichtshow

18.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

16. März 2012

Internationale Musikparade 2012 – rund

400 Militär- und Blasmusiker aus verschiedenen

Nationen sorgen in der AWD-Hall für

ordentlich Stimmung

19.30 Uhr, AWD-Hall Hannover

18. März 2012

Roger Cicero & Big Band – über 300 Konzerte

und drei platin-dekorierte Alben in nur

drei Jahren

20.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

Fotografie: Hannover Concerts, AWD-Hall Hannover (music & sports hall GmbH & Co. KG), Sprengel Museum Hannover, AWD-Hall Hannover (music & sports hall GmbH & Co. KG)


egjo hannover kalender 81

Peter Shub

Domotex

Besonders der trockene Humor des berühmten Clowns

begeistert seine Fans. Am 23. Januar 2012 gibt er diesen

im GOP Varieté-Theater Hannover zum Besten.

Die Weltleitmesse für Bodenbeläge findet

vom 14. bis 17. Januar 2012 auf dem Messegelände

Hannover statt.

Sport

10. Januar 2012

Hannover Scorpions vs. Eisbären Berlin –

im neuen Jahr soll es aufwärts gehen für

die Hannover Scorpions

19.30 Uhr, TUI Arena Hannover

07. Februar 2012

UBC Tigers vs. Leverkusen – Korbleger,

Slam Dunks und Drei-Punkte-Würfe:

die UBC Tigers gehen wieder auf Korbjagd

19.00 Uhr, UBC Dome

04. März 2012

TSV Hannover Burgdorf vs. THW Kiel –

der Erstliga-Handball geht weiter:

Rund 3500 Zuschauer werden erwartet

17.30 Uhr, AWD-Hall Hannover

10. März 2012

TSV Hannover Burgdorf vs. TBV

Lemgo – die Handball-Elite schaut zum

17. Supercup nach Hannover

19.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

25. März 2012

TSV Hannover Burgdorf vs. MT Melsungen

– Dynamik, Sympathie, Einsatzbereitschaft

und Verlässlichkeit sind die Attribute der

Handballer des TSV Hannover-Burgdorf

17.30 Uhr, AWD-Hall Hannover

Messetermine

14. bis 17. Januar 2012

Domotex – diesmal stehen besonders Parkett,

Laminatfußböden und andere Holzfußböden

im Mittelpunkt

Messegelände Hannover

25. bis 26. Februar 2012

Nordgem 2012 Hannoversche Edelsteintage –

Norddeutschlands große Frühjahrsausstellung

für Edelsteine, Schmuck, Mineralien

und Fossilien

Hannover Congress Centrum

03. März 2012

Niedersächsischer Naturheilkundekongress

– der niedersächsische Heilpraktikerverband

präsentiert neueste Naturheilkunde

Hannover Congress Centrum

06. bis 12. März 2012

CeBIT 2012 – mit dem Schwerpunktthema

„Managing Trust“: Vertrauen und Sicherheit

in der digitalen Welt

Messegelände Hannover

16. bis 18. März 2012

Esoterik Tage 2012 – Produkte und Beratungsangebote

über ganzheitliche Therapien,

Spiritualität, Wellness, Schönheit

Hannover Congress Centrum

Sonstiges

05. Januar 2012

Detlev Jöcker – glänzende Kinderaugen und

Toben bis sich die Balken der Konzertbühne

biegen: Bei der „Willkommen im Tamusiland“

Tour stehen Kinder ganz im Mittelpunkt

14.00 Uhr, Theater am Aegie Hannover

23. Januar 2012

Peter Shub – der weltbeste Clown präsentiert

sich wieder von seiner urkomischen Seite

– einfach mitreißend, skurril, liebenswert und

mit viel schwarzem Humor

20.00 Uhr, GOP Varieté-Theater Hannover

25. Januar 2012

Oper al dente: Zu Gast bei Giacomo

Puccini – Roland Wagenführer lädt Kollegen

des Ensembles ins KüchenCenter Staude

19.00 Uhr, KüchenCenter Staude Hannover

05. Februar 2012

Tanztee Oper – Marianne Roscher entstaubt

das fast vergessene Genre „Tanztee“

15.00 Uhr, Marschnersaal Hannover

04. März 2012

Hübsch hässlich – die Junge Oper zeigt den

Opern-Thriller von Karin Rehnqvist, für Kinder

äußerst unterhaltsam und intelligent

15.00 Uhr, Ballhof Zwei Hannover

Fotografie: GOP Varieté Hannover, Deutsche Messe AG


82 land & umwelt regjo hannover

Wussten Sie, dass ...

Wissenswertes aus der Region – vom Verschwinden des Waldes, einem Top 10 Flughafen,

Deutschlands Musikmetropole Nr. 1 und der längsten Drehbrücke der Welt.

... jeden Tag Wald so groß wie die Fläche

Hannovers verschwindet?

Laut den Angaben des Münchner Instituts

ifo ist der Wald der Erdoberfläche zwischen

1990 und 2005 um drei Prozent zurückgegangen.

Damit wären pro Tag 20.000

Hektar – so viel wie die Fläche Hannover

– verloren gegangen. Besonders Länder

wie Brasilien, Indonesien und Sudan

sind vom globalen Waldverlust betroffen.

Grund dafür ist nach Angaben des Instituts

der erhöhte Bedarf an Biokraftstoffen.

... der Flughafen Hannover-Langenhagen

zu den zehn größten zählt?

Zehn Kilometer liegt Verkehrsflughafen

Hannover-Langenhagen (HAJ) von Hannovers

Innenstadt entfernt. Nach einem Jahr

Bauzeit 1952 fertig gestellt, wurde der Flughafen

über die Zeit immer wieder erweitert

und befördert heute bis zu 5,6 Millionen

Passagiere pro Jahr. Mit seinen 100

Destinationen ist er einer der zehn größten

Dreh- und Angelpunkte des deutschen

Flughafenbetriebs.

... es in Hannover die meisten Arbeitsplätze

in der Musikbranche gibt?

Laut einer Studie ist Hannover von allen

deutschen Großstädten die mit den meisten

Arbeitsplätzen in der Musikbranche. 46

Chöre, mehr als 500 Bands, ca. 400 Musikdozenten,

37 Tonstudios, 19 Musik labels, 17

Konzerthallen und 35 Klubs sowie Stars wie

die Scorpions oder Mousse T. machen die

Leinestadt zur Musikmetropole Nr. 1. Aktuell

initiiert das Netzwerk [kre|H|tiv] eine

Bewerbung als „UNESCO City of Music“.

... der Bau der längsten Drehbrücke der

Welt unter Hannoveraner Beteiligung

stattfand?

Die El-Ferdan-Brücke über den Suezkanal

ist die längste Drehbrücke der Welt.

Am Bau beteiligt war unter anderem auch

das auf Stahlbau spezialisierte Unternehmen

„Eiffel Deutschland Stahltechnologie

GmbH“ aus Hannover. Die zwölf Kilometer

nördlich von Ismailia gelegene Brücke

wurde 2011 eröffnet und wird zweimal am

Tag für drei Stunden geschlossen.

Impressum

3. Jahrgang, 10. Ausgabe

Herausgeber

Thomas Wirth (wirth@polygo.de)

Verlag

Polygo Verlag GmbH

Hainhölzer Straße 5

30159 Hannover

Tel.: 0511 16 99 69-0

Fax: 0511 16 99 69-21

Geschäftsführer: Thomas Wirth

Internet und E-Mail

www.hannover.regjo.de, hallo@regjo.de

Chefredaktion

Stefanie Stüting (stueting@polygo.de)

Redaktion

Katrin Langemann, Juliette Rahn, Sven Grünewald,

Annegret Adam, Torben Andersen

Autoren

Angela Andresen-Schneehage, Brigitte Freitag, Harald

Jacke

Fotografie

Marco Bühl, Iris Friedrich, Harald Jacke, Ronald

Schmidt, Albion, Arbeitsagentur Hannover, AWD-Arena,

AWD-Hall Hannover (music & sports hall GmbH &

Co. KG), Bajohr Optecmed, BDY Berufsverband der

Yogalehrenden in Deutschland e.V., be!columbus GmbH,

beermedia – Fotolia.com, Helrik Bobke, Pedro Biondi/

Abr, Bündnis 90/Die Grünen Hannover, CA Coaching

Akademie, Creativteam Communications GmbH, Claudia

Czech, Danel – Fotolia.com, damato – Fotolia.com,

Deutsche Messe AG, FDP Hannover, Fraunhofer ITEM,

Gelenkzentrum Hannover-Langenhagen, Gemeinde

Wedemark, GOP Varieté Hannover, H Nawara, Hannover

Tourismus Service, H. Hecht, Initiative Pro Sport Hannover,

K. Kaiser/MHH, KKH Allianz, Alexey Klementiev

– Fotolia.com, Patrice Kunte, LIGA H, Lister LebensArt,

LPKF Laser & Electronics AG, Udo Nackenhorst,

Niedersächsische Sparkassenstiftung, Olivier – Fotolia.

com, Piratenpartei Hannover, Polizeidirektion Hannover,

Primiere, Region Hannover, Schauspielhaus Hannover

(Katrin Ribbe), Schmuckideen, Sedus, SeniorA,

Sprengel Museum Hannover, Tonic Trix, Werbeagentur

Schmitz GmbH

Art Direktion, Layout & Illustration

Ines Erdmann, Iris Becker

Lektorat

Mirjam Schröder

Marketingleitung

John D. Swenson (swenson@regjo.de)

Verlagskoordination Region Hannover

Tim Mittelstaedt (mittelstaedt@regjo.de)

Anzeigen

Dennis Aschoff (marketing@regjo.de)

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Erscheinungsweise

viermal im Jahr

Bezugsbedingungen

Abonnement EUR 24,- inkl. Mehrwertsteuer und Zustellgebühr

für vier Ausgaben. Einzelpreis EUR 4,50. Das

Abonnement verlängert sich automatisch, wenn es nicht

zum Ablauf gekündigt wird.

RegJo ist eine eingetragene Marke (Nr. 39867052) der

Polygo Verlag GmbH.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher

Genehmigung des Verlages.

Kooperationspartner des RegJo

RegJo Hannover bei Facebook:

www.facebook.com/RegJoHannover

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Bilder: Pedro Biondi/Abr, Albion, Hannover Tourismus Service, H Nawara


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