RegJo Hannover 3/11 Download

regjo.de

RegJo Hannover 3/11 Download

Das Magazin für die Region Hannover Ausgabe Nr. 9 III /2011 4,50 €

www.hannover.regjo.de

Eine Frage des Stils


Fair. Menschlich. Nah.

regjo HAnnover editorial 3

Eine Frage des Stils

Musterschüler der globalen Wirtschaft, Designer und

Spitzensportler beweisen in Hannover eins – echten Stil.

Wann ist ein Geldinstitut

gut für die Region Hannover?

Wenn es auch als Impulsgeberin

Spielräume schafft.

Wir unterstützen innovative und nachhaltige Projekte. Was uns

dabei wichtig ist: engagiert Verantwortung zu übernehmen – für die

Region und ihren gesellschaftlichen Zusammenhalt. Denn wir sind ein

aktiver Teil dieser lebendigen und liebenswerten Region Hannover.

Wir eröffnen Chancen und geben Impulse. Infos und Förderanträge

unter www.sparkasse-hannover.de/engagement

Eine Frage des Stils ist so ziemlich alles im Leben – das macht

sie so interessant. Begnügt man sich zum Beispiel als mittelständisches

Unternehmen damit, seine Existenz in der heimischen

Region zu sichern? Oder hält man es eher für erstrebenswert, in

seinem Segment Weltmarktführer zu sein? Und wie präsentiert

man sich und seine Mitarbeiter dem kosmopolitischen Publikum

der Landeshauptstadt? Der Run auf die besten Büros und lukrativsten

Gewerbeflächen gehört längst zum guten Ton. Gerade entstehen

an ebenso attraktiven wie zentralen Innenstadtlagen neue

Büroräume, von denen die meisten jetzt schon an die großen Player

vergeben sind. Stil ist kein Hobby, Stil ist geschäftsbildend und entscheidend

für den Erfolg. Diese Erkenntnis ist auch beim ehemaligen

Deutschen Meister in der TUI-Arena längst angekommen. Die

Hannover Scorpions begeistern nicht nur in sportlicher Hinsicht,

sondern haben auch für ihre Geschäftskunden stilvolle neue Locations

und Events entwickelt. Ein Firmen-Incentive auf dem Eis?

Selbstverständlich!

Sicherlich eins der großen Aushängeschilder der Region Hannover

ist der iF design award, der in zwei Jahren schon seinen

60. Geburtstag feiert. 1953 wurde der heute international renommierte

Preis ins Leben gerufen. Im kommenden Frühjahr werden

die Preisträger, die aktuell auch aus der Region Hannover stammen,

die Möglichkeit bekommen, sich und ihre ausgezeichneten

Arbeiten im Rahmen der aufmerksamkeitsstarken CeBIT zu

präsentierten.

Seien Sie eingeladen auf einen informativen Ausflug in die

Region Hannover, der erstaunlich viel Stil beweist. Wir wünschen

Ihnen eine interessante Lektüre mit der neuen Ausgabe des RegJo

Hannover und verabschieden uns mit den besten Wünschen bis

kurz vor Weihnachten 2011.

Stefanie Stüting

Chefredaktion

Wir engagieren uns für den Erfolg unserer Kunden.

Sparkasse Hannover. Gut für die Region.

Cover © Hannover Scorpions

QR Code RegJo

Der QR Code („quick response“) kann von allen Smart-Phones

gelesen werden und verlinkt Sie direkt mit der Internet seite

des RegJo Magazins und des Polygo Verlages. Apps für den

QR Code sind in den bekannten App-Stores erhältlich. Der

QR-Code (QR steht für englisch: quick response = schnelle

Antwort) ist ein zweidimensionaler Code (2D-Code), der von

der japanischen Firma Denso Wave im Jahr 1994 entwickelt

wurde. Ursprünglich wurde der QR-Code zur Markierung von

Baugruppen und Komponenten für die Logistik in der Automobilproduktion

eingesetzt.

RegJo Hannover bei Facebook:

www.facebook.com/RegJoHannover


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12 Von Hannover in die Welt

44 Gewerbeimmobilien

60 Eine Frage des Stils

70 Die „neuen“ Scorpions

Technologien und Produkte aus der niedersächsischen Region sind

in der ganzen Welt erfolgreich im Einsatz. RegJo stellt einige der

„Global Player“ aus Hannover vor.

Eine Visitenkarte aus Hannover? Der Gewerbeimmobilienmarkt

in Stadt und Region verzeichnet

positive Trends.

In Hannover sind kreative Gestalter zu

Hause, die sich längst einen Ruf weit

über die Region hinaus erarbeitet haben.

Firmenveranstaltungen auf dem Eis? Den besten Blick auf

spannende Eishockey-Spiele? Die Hannover Scorpions

haben für Geschäftskunden neue Ideen und Möglichkeiten.

Bilder: TÜV noRD AG, Marco Bühl, iF design award,

Hannover Scorpions

Wirtschaft

Politik & Soziales

Technik & Wissenschaft

Land & Umwelt

Kultur

Freizeit & Sport

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Green Revolution: Die HANNOVER MESSE

zeigt sich 2012 von ihrer grünen Seite.

Für den Wandel: Acute Business Coaching

für den Generationswechsel.

Die Baurecht-Spezialisten: Die Kanzlei

KOENEN RECHTSANWäLTE ist jetzt auch in

Hannover in der Villa Waldersee vertreten.

Von Hannover in die Welt: Zahlreiche Unternehmen

entwickeln und produzieren in der

Region Hannover mit beeindruckendem

Erfolg für die Weltmärkte.

Das Prinz-Charles-Syndrom? Die Unternehmensnachfolge

gehört zu den heikelsten und

komplexesten Themen in mittelständischen

Unternehmen.

Ein durchaus positives Fazit! Erste Wirtschaftsmesse

Hannover in der AWD-Arena.

Sicher, ganz sicher, Hannover: Die Entwicklung

des Gewerbeimmobilienmarktes läuft in

und um Hannover überaus positiv.

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4 Köpfe – Vier Meinungen: Hannover ist nicht

nur Landeshauptstadt, sondern auch weltweit

aktiv in der Pflege von Städtepartnerschaften.

Statements, Meinungen und Hintergründe.

Rot-Blau: Hannover wird zur Marke – Stadt

und Region präsentieren sich künftig mit

neuem Logo und einheitlichem Auftritt. Der

neue Markenauftritt soll künftig das überregionale

Image verbessern.

10 Jahre Region Hannover: 2011 feiert die

Region Hannover ihr zehnjähriges Bestehen.

Rückblick auf eine Erfolgsgeschichte

mit Modellcharakter.

Kolumne Generationsfragen: Für einige der

zahlreichen zu vererbenden Unternehmen

werden Versäumnisse in der Nachfolgeplanung

den Ruin bedeuten. Rechtsanwalt Ulrich

Herfurth über Chancen und Risiken der

Unternehmensnachfolge.

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Spinnenhaut der Zukunft: Hanna Wendt ist

beim Schreiben ihrer Doktorarbeit ein bemerkenswerter

Fang ins Netz gegangen. Künstliche

Haut könnte demnach bald aus Spinnenseide

gezüchtet werden.

Wellen wie aus dem Meer: Der neue 3-D-Wellengenerator

der Uni Hannover liefert wichtige

Ergebnisse, um Hafenanlagen und Offshore-Windparks

der Zukunft zu

konstruieren.

30 Jahre Erfinderreichtum: Seit drei Jahrzehnten

berät das Erfinderzentrum Norddeutschland

EZN kluge Köpfe in Niedersachsen

bei der Entwicklung ihrer Ideen.

Deutscher Michel: Der deutsche Michel ist

nicht nur die metaphorische Gestalt der deutschen

Kultur und Mentalität, ihn hat es tatsächlich

gegeben. Sein Leichnam wurde in

der Marktkirche beigesetzt, wo er bis heute

begraben liegt.

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Flexibel: Der Arbeitsvermittler WOLLNY Personal

bringt Arbeitssuchende seit rund 20

Jahren in Lohn und Brot.

Profitabler Trend: ÖKOPROFIT hilft Unternehmen

in Stadt und Region, Kosten zu sparen

und dabei die Umwelt zu schützen.

Fachkräfte: Starke Partner mit individuellen

und qualifizierten Personallösungen

für Hannover: TimePartner und TP

HighProfessionals.

KomSIS geöffnet: Mit circa 60.000 Zugriffen

pro Monat ist KomSIS.de eines der meistbesuchten

Standortportale in Deutschland.

Die Gewerbeimmobilienvermarktung hat sich

auch für private Anbieter geöffnet.

Interview: Sebastian Heidmann, Leiter der

Interhyp-Niederlassung Hannover, gibt Häuslebauern

und Immobilienkäufern Tipps zur

Finanzierung ihres Eigenheims.

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Nachwuchs: Der VNJ mit Sitz in Hannover

ist der Verband für junge Medienschaffende.

Zum 22. Mal wiederholt sich dieses Jahr der

landesweite Wettbewerb aller Schülerzeitungen

von der Grund- bis hin zur Berufsschule.

Altes Quartier, Neues Bauen, Moderne

Zukunft: Die ASP Architekten Schneider

Meyer Partner aus Hannover haben die Neubauten

für die VGH Versicherungsgruppe

Hannover entworfen.

Eine Frage des Stils: Einen Blick für gutes

Design beweist die Region Hannover mit

dem iF design award seit beinahe 60 Jahren.

Regionale Designer im Portrait.

Größte Ballettklasse der Welt: 1.055 Menschen

tanzten unter der Leitung von Jörg

Mannes, Ballettdirektor der Staatsoper Hannover,

30 Minuten lang als „größte Ballettklasse

der Welt“.

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Die „neuen“ Scorpions: Neben aller Sportbegeisterung

hat der Club in dieser Saison

auch für Geschäftskunden neue Ideen und

Möglichkeiten.

Kulturkalender: Die kulturellen und sportlichen

Höhepunkte sowie die wichtigsten Messetermine

des nächsten Vierteljahres in der

Region Hannover.

Orchideensammlung: Der Berggarten in den

Herrenhäuser Gärten beherbergt Europas

größte Orchideen-Dauerausstellung. Ganzjährig

blühen hier zwischen 500 und 1.000

Orchideen.

Musikalischer Kanaldeckel: Wirklich überraschend

– ein eigentlich gewöhnlich wirkender

Kanaldeckel auf dem Ernst-August-Platz lässt

Musik erklingen.


egjo HAnnover meinung 7

herfurth.partner

R E C H T I N T E R N A T I O N A L

HERFURTH & PARTNER

HANNOVER

GÖTTINGEN

BRÜSSEL

ALLIURIS GROUP

BRUSSELS

AMERSFOORT

LONDON

PARIS

LYON

MADRID

LISBON

MILAN

COPENHAGEN

HANOVER

ZUG

VIENNA

POZNAN

WARSAW

BRATISLAVA

BUCHAREST

SOFIA

ISTANBUL

DUBAI

NEW DELHI

SAO PAULO

RIO DE JANEIRO

BRASILIA

UNTERNEHMENSRECHT

BETEILIGUNG & FINANZIERUNG

HANDEL & EXPORT

MARKETING & VERTRIEB

TECHNOLOGIETRANSFER

IMMOBILIEN

HERFURTH & PARTNER

RECHTSANWALTSGESELLSCHAFT MBH

LUISENSTRASSE 5

D - 30159 HANNOVER

FON++49-511-30756-0

FAX++49-511-30756-10

info@herfurth.de

www.herfurth.de

4 Köpfe – Vier Meinungen

Hannover ist nicht nur Landeshauptstadt, sondern auch weltweit aktiv in der Pflege von Städtepartnerschaften.

Wie sind diese Partnerschaften entstanden? Vier Städte melden sich zu Wort.

Helga Wawra, stellv. Vorstand der Hannover-Bris tol-Gesellschaft:

„Trümmer in beiden Städten, Leiden unter den Kriegswunden,

die Feindschaft war zu besiegen! Bristol plante die Partnerschaft

mit einer deutschen Stadt. Von Größe und Bedeutung vergleichbar

war Hannover, auch wegen seiner Verbindung zum englischen

Königshaus. Als Emigrantin in Bristol hatte K. Petersen dort viele

Freunde gewonnen und setzte sich später vom niedersächsischen

Minis terium aus für die Hannover-Verbindung ein. Fünf namhafte

Bristoler reichten 1947 im Rathaus die Freundschaftshand und sorgten

für Hilfspakete an hannoversche Kinder. Es folgten viele Austauschbesuche.

Bristol verlieh Hannover die Ehrenbürgerwürde.“


Dr. Benedikt Poensgen, Leiter des Kulturbüros der Landeshauptstadt

Hannover: „Die Partnerschaft zwischen Perpignan und Hannover

verdankt ihr Entstehen dem Engagement des späteren Bürgermeisters

von Perpignan, Paul Alduy, der Ende der 50er Jahre

überzeugt war, dass die Verständigung zwischen Frankreich und

Deutschland für die Erhaltung des Friedens in Europa unerlässlich

sei und seine Stadt einen Beitrag dazu leisten müsse. Dass die Wahl

auf Hannover fiel, eine Stadt, die Perpignan in vielerlei Hinsicht so

unähnlich war, ist einem Rugby-Spiel aus dem Jahr 1938 in Perpignan

zu verdanken, bei dem die hannoverschen Verantwortlichen

den „Hitler-Gruß“ aus Respekt vor ihren Gastgebern ‚vergaßen‘.“

Georg-Günther Thürnau, Vorstand des Deutsch-Japanischen Freundschaftskreises

Hannover-Hiroshima-Yukokai e.V.: „Es begann 1968,

als eine japanische Delegation unter Toshihiko Hayashi aus Hiroshima

Hannover besuchte. Er war auf der Suche nach Menschen,

die sich für die Initiierung eines Kinder- und Jugendaustauschs

zwischen den Städten einsetzten. Mitstreiter bei der Umsetzung

des Austauschs waren auf Seiten Hannovers von Anfang vorhanden.

Aus den vielen Kontakten zwischen beiden Städten erwuchs

Anfang der 80er Jahre der Wunsch, engere Beziehungen aufzubauen.

Unter Hannovers Oberbürgermeister Dr. Herbert Schmalstieg

wurde 1983 die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet.“

Slawomir Hinc, stellvertretender Präsident der Stadt Poznan: ´ „Die

Zusammenarbeit von Poznan ´ und Hannover erwies sich nach

Unterzeichnung eines deutsch-polnischen Vertrages 1970 als möglich.

Der Vertrag wurde 1979 durch den Oberbürgermeister von

Hannover, Herbert Schmalstieg, Generaldirektor Heinrich Lehmann-Grube

und durch den Vorsitzenden des Städtischen Nationalrates

Poznan ´ Józef Switaja ´ sowie den Präsidenten der Stadt Poznan ´

Władysław Sleboda ´ abgeschlossen. Die Zusammenarbeit umfasst die

Bereiche, die jetzt hauptsächlich in meiner Verwaltung sind: Kultur,

Sport, Kinder- und Jugendpflege sowie Sozialpflege und -hilfe,

Verkehr und Transport und Umweltschutz.“

Bilder: Wilhelm Knicker, Kulturbüro Landeshauptstadt Hannover, Deutsch-Japanischer Freundschaftskreis Hannover-Hiroshima-Yukokai e.V., Szymon Brodziak


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M E S S E

P o L I T I K

W I S S e n S C H A F T

W I R T S C H A F T

Nils Helge Schebb

erhielt am 1. September

2011 den Career

Integration Grant Preis

der EU für seine Arbeit

an der Entwicklung neuer Wirkstoffe

gegen Entzündung und Schmerz. Der

mit 100.000 Euro dotierte Preis ist

Teil der Marie-Curie-Maßnahmen für

ausgewanderte Forscher.

Dr. Rosemarie Kerkow-Weil

leitet seit

August die Fachhochschule

Hannover. Die

Ehefrau des Oberbürgermeisters

Stephan Weil verfügt über

langjährige Berufserfahrung. Sie war

Vizepräsidentin für Studium und Lehre

der Hochschule und Dekanin der Evangelischen

Fachhochschule Hannover.

Sophiya Palamar

verzauberte das Publikum

mit ihrer Stimme

– und erhielt den Preis

„Klassik in der Altstadt

2011“. Der mit 1.500 Euro dotierte

Preis wird von der Sparda-Bank Hannover-Stiftung

vergeben und geht an

Studierende der Hochschule für Musik,

Theater und Medien Hannover.

Rainer Euskirchen

bekam für seine

Erfindung der Modellserie

„tension“ – eine

SUPA Technologie,

die drahtlos Energie und Daten für

Displays, Tablet-PC’s, Smartphones

usw. überträgt – den „universal design

award 2011“ in der Kategorie Arbeit

der CeBIT Hannover.

Philipp Silberkuhl aus

Hannover wurde mit

seinem Unternehmen

SilberTool GmbH für die

innovativste Geschäftsidee

beim Wettbewerb „Best of Campus

Gründungen Niedersachsen 2011

ausgezeichnet. Er und seine Mitarbeiter

haben das erste Handwerkzeug zum

Rollen von Außengewinden entwickelt.

Green Revolution

Die HAnnoVER MESSE zeigt sich im

nächsten Jahr von ihrer grünen Seite.

Wie bleiben Unternehmen trotz Rohstoffknappheit

und steigenden Umweltanforderungen

wettbewerbsfähig? Mit einer ganzheitlichen

Lösung auf diese Frage befasst

sich die HANNOVER MESSE vom 23. bis

27. April 2012. Unter dem Motto „greentelligence“

präsentieren Aussteller der insgesamt

acht Leitmessen Branchentrends in

den Bereichen Industrieautomation, Energietechnologie,

industrielle Zulieferung

und Dienstleistung sowie Forschung und

Entwicklung. Ziel ist es, kleine und mittelständische

Unternehmen sowie Großkonzerne

davon zu überzeugen, Produktionsprozesse

mit effizienten Verfahren und

umweltverträglichen Materialien auszustatten

sowie nachhaltige Produktionserzeugnisse

anzustreben. Als Partnerland der

HANNOVER MESSE 2012 wird China mit

eigenem Leitthema „Green + Intelligence“

umwelttechnisch intelligente Lösungen präsentieren.

Die Botschaft ist klar: „Das Leitthema

‚greentelligence‘ wird sich wie ein

roter Faden durch die gesamte HANNOVER

MESSE ziehen. In der Industrie kann sich

kein Unternehmen mehr diesen Anforderungen

an die Zukunft entziehen“, fasst Dr.

Wolfram von Fritsch, Vorstandsvorsitzender

der Deutschen Messe AG, zusammen. JR

Rot-Blau

Mit neuem und einheitlichen Markenauftritt

Hannovers Ansehen verbessern.

Hannover wird zur Marke: Stadt und

Region präsentieren sich künftig mit neuem

Logo und einheitlichem Auftritt. Eine

2009 von der Hannover Holding durchgeführte

Studie brachte hervor, dass in

der Region zwar eine positive Grundstimmung

herrscht, das Profil inhaltlich aber

eher flach ist. Der neue Markenauftritt der

Region Hannover soll künftig das überregionale

Image verbessern. Mit einem einheitlichen

Logo in Rot und Blau und drei

für Stadt und Region stehenden Eigenschaften

– lebenswert/liebenswert, vernetzt/nah,

weltoffen – will sich Hannover mit dem Bild

„Ideale Stadt und Region“ als Gegenmodell

zu Metropolen wie Berlin, Hamburg

und München positionieren. „Wir wollen

das Modell der „Idealen Stadt und idealen

Region“ langfristig weiterentwickeln. Wir

sind davon überzeugt, dass wir damit schon

heute, aber vor allem zukünftig im Wettbewerb

auf die richtigen Faktoren setzen. Fragen

wie die Vereinbarkeit von Familie und

Beruf, attraktive Freizeitangebote und gute

Verkehrsanbindungen spielen bei der Wahl

des Wohn- und Lebensortes heute eine größere

Rolle als früher. Diese Entwicklung

bestärkt uns darin, diesen Weg zu gehen“,

so Regionspräsident Hauke Jagau. JR

Spinnenhaut der Zukunft

Hanna Wendt ist beim Schreiben ihrer Doktorarbeit ein bemerkenswerter Fang ins Netz

gegangen. Künstliche Haut könnte demnach bald aus Spinnenseide gezüchtet werden.

Ob furchteinflößende Tarantel oder gewöhnliche

Hausspinne: Das Wesen mit den acht

Beinen hat viele Gesichter. Das weiß auch

Hanna Wendt, die in ihrer Doktorarbeit

Spinnenseide untersuchte. Mit der Erkenntnis:

Die Seide könnte der Schlüssel zum

Züchten künstlicher Haut sein. Doch damit

nicht genug, ihr Faden könnte auch die Heilung

chronischer Wunden und Verbrennungen

verbessern. Hanna Wendt macht deutlich,

was den Haltefaden der Spinne für den

Menschen so besonders macht. „Die Spinnenseide

ist den Aufgaben der Haut bestens

gewachsen. Sie ist stark, trotzdem dehnbar

und wird vom menschlichen Körper toleriert.

Sie kann daher mehr leisten als andere

Materialien, die bisher zur Züchtung künstlicher

Haut untersucht worden sind.“ Dabei

ist das Wissen um die Verträglichkeit des

Spinnfadens keineswegs neu, geriet aber in

Folge des technischen Fortschritts immer

wieder in Vergessenheit. Was heute kaum

jemand mehr weiß: Bereits in der Antike

wurde die Seide einer Spinne zur Unterstützung

der Wundheilung eingesetzt. Zu ihrem

Doktorthema gelangte Hanna Wendt durch

Forschungsergebnisse ihrer Klinik für Plastische

Hand- und Wiederherstellungschirurgie

an der Medizinischen Hochschule

Hannover. „Eine Arbeitsgruppe der Klinik

hatte vor einigen Jahren nachgewiesen, dass

Nervenzellen Spinnenseide als Leitstruktur

benutzen, also an ihr entlang wachsen. Daraus

ergab sich die Frage, ob man nicht eben

auch andere Zelltypen auf Spinnenseide kultivieren

kann.“

Der Spinnfaden aus dem Labor stammt

von der Goldenen Radnetzspinne aus Tansania.

Um sie „melken“ zu können, nutzen

die Wissenschaftler den stabilen Haltefaden

der Spinne, mit dem sich das Tier abseilt und

dessen Produktion es nicht selbst kontrollieren

kann. Bei einer Melkzeit von 15 Minuten

pro Spinne entsteht ein Strang von bis zu

400 Meter Länge. Die Forschung steht bislang

noch vor einem großen Problem: „Die

breite Anwendung ist mit richtiger Spinnenseide

nicht zu bewerkstelligen, daher

müsste die Seide in Zukunft synthetisch

hergestellt werden, was nicht ganz so einfach

ist – immerhin ist es bislang noch nicht

geglückt, einen Faden herzustellen, der die

gleichen Eigenschaften besitzt wie der Originalfaden“,

gibt Hanna Wendt zu bedenken.

Ihre Erkenntnis hat dennoch bewirkt, dass

immer mehr Arbeitsgruppen nach einem

geeigneten Herstellungsverfahren für synthetischen

Spinnfaden forschen. JR

Für den Wandel

Acute Business Coaching liefert Unterstützung

beim Generationswechsel.

Eine Unternehmensnachfolge ist oft

schwieriger als vermutet. Dabei kann professionelle

Unterstützung von außen sehr

hilfreich sein. „Neben viel Zahlenwerk,

rechtlichen und steuerlichen Aspekten“,

so Michael Busche von Acute Business

Coaching, „sind es vor allem die menschlichen

und psychologischen Aspekte des

alten Unternehmers und des Nachfolgers,

der Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden,

die das Ganze zu einem sehr sensiblen Prozess

machen.“

Michael Busche ist seit vielen Jahren

Organisationsberater und Coach für mittelständische

Unternehmen und Führungskräfte,

die sich im Wandel befinden oder

vor Veränderungen stehen. Er beleuchtet

Aspekte wie Führungsfähigkeit, Rollenklarheit

und Beziehungsmanagement, die

gesellschaftliche Positionierung und die

immer auch betroffenen privaten Situationen.

„Wertschätzung für das Alte und die

Mitarbeiter ins Boot holen für das Neue ist

hierbei die große Führungsaufgabe und

Herausforderung des Nachfolgers“, resümiert

Michael Busche.

HK

Weitere Informationen finden Sie im Internet

unter www.acute-business-coaching.de

Bilder: TiHo, Fachhochschule Hannover (FHH), Die Künstlerin, Joachim Grothus, Kai Uwe Knoth, Region Hannover, Region Hannover

Bilder: MHH Kaiser, Sunderdiek Design Agentur


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Z e I TA R B e I T

B A U R e C H T

Ö K O L o g I E

Flexibel

Der Arbeitsvermittler WOLLNY Personal

bringt Arbeitssuchende in Lohn und Brot.

Die Baurecht-Spezialisten

Die auf Baurecht spezialisierte Kanzlei Koenen ReCHTSAnwäLTe ist jetzt mit einem

vierten Standort auch in Hannover in der Villa Waldersee vertreten.

Profitabler Trend

Zwei Fliegen mit einer Klappe: Das ÖKOPROFIT Programm hilft Unternehmen in Stadt

und Region, Betriebskosten zu sparen und dabei die Umwelt zu schützen.

Wellen wie

aus dem Meer

Gut die Größe

eines Schwimmbads

hat das

Becken, in dem der 3-D-Wellengenerator

naturgetreue Wellen produziert. Die 2,4

Millionen Euro teure Anlage besteht aus

72 Motoren, die unabhängig voneinander

sogenannte Wellenblätter bewegen. Nils

Kerpen, Mitarbeiter des Franzius-Instituts

für Wasserbau und Küstenschutzanlagen

an der Leibniz Universität Hannover:

„Bislang hatten wir in unseren 2-D-

Wellenkanälen nur die Möglichkeit, Wellen

in eine Richtung zu erzeugen. Die neue

Maschine produziert natürliche Wellen

aus unterschiedlichen Richtungen.“ Die

Wissenschaftler erhoffen sich dadurch

Erkenntnisse, mit welchen Kräften die

Wellen auf Küstenanlagen und Offshore-

Windparks treffen. Finanziert durch das

Land Niedersachsen und die Deutsche

Forschungsgemeinschaft (DFG) liefert

der Generator wichtige Ergebnisse, um

Hafenanlagen und Offshore-Windparks

der Zukunft zu konstruieren.

In Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs

und personeller Engpässe gilt Flexibilität

nicht nur für den Arbeitssuchenden. Wer

sich als privater Arbeitsvermittler am Markt

bewähren will, muss auch selbst Vielseitigkeit

beweisen. WOLLNY Personal stellt sich

genau dieser Herausforderung seit nunmehr

20 Jahren. Im Großraum Hannover ist der

Dienstleister im Sektor der Arbeitnehmerüberlassung

aktiv. „Mein Vorteil war, dass

ich von Anfang an auf qualifizierte Zeitarbeit

und hier sowohl auf das Handwerk als

auch auf das Büro gesetzt habe“, schildert

die Geschäftsführerin von WOLLNY Personal

Edelgard Wollny.

Seit 2004 bietet WOLLNY Personal eine

Weiterbildung zum Disponenten der Zeitarbeit

an. Nach einer viermonatigen Theoriephase

soll das anschließende Praktikum im

Idealfall zu einer Einstellung führen. Darüber

hinaus finden bei WOLLNY Personal

auch Seminare, unter anderem zu Themen

wie Büroorganisation und Business-Etikette

statt. Ob Personalversorgung oder -vermittlung

– bei WOLLNY Personal bietet sich für

jeden Fall die passgenaue Lösung. JR

Weitere Informationen finden Sie im Internet

unter www.wollny-personal.de

Ein Detail mag nicht so recht passen. Ein

Flipchart befindet sich in jedem Besprechungsraum

der auf Baurecht spezialisierten

Kanzlei KOENEN RECHTSANWäLTE.

Ein ungewöhnliches Arbeitsgerät für Juristen.

Kanzleigründer Dr. Andreas Koenen

ist diese unscheinbare Papiertafel allerdings

sehr wichtig: „Es geht in unserem

Beruf darum, sich auf das Wesentliche zu

konzentrieren“.

Seinem Verständnis nach haben sich

die Anforderungen an Anwälte in einer

Dienstleistungsgesellschaft stark verändert.

„Anwälte sind heute nicht mehr nur

Sprachrohr ihrer Mandanten vor Gericht.

Sie müssen Konzepte, ja Strategien entwickeln,

die außergerichtlich und gerichtlich

durchgesetzt werden können. Deshalb sind

heute Spezialisten gefragt.“

KOENEN RECHTSANWäLTE kümmert

sich daher ausschließlich um einen

Bereich: das Bauen. Der inzwischen bundesweit

anerkannte Baurechtsspezialist

Koenen präzisiert: „Ein Spezialist kann

mehr als ein Fachanwalt. Er konzentriert

und beschränkt sich auf ein Rechtsgebiet.

Er hat in diesem Bereich herausragende

theoretische Kenntnisse, die sich auch in

einer wissenschaftlichen Tätigkeit niederschlagen.

Und er besitzt die entsprechende

Erfahrung.“ Damit die Unterschiede für

die am Bau Beteiligten auch sichtbar werden,

setzt sich Koenen als Geschäftsführer

des bundesweiten Zusammenschlusses

„Netzwerk Bauanwälte“ für die Stärkung

des vom „Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht“

abgrenzbaren Begriffs „Baurechtsspezialist“

ein.

KOENEN RECHTSANWäLTE ist ein

überregional tätiges Anwaltsunternehmen

mit Standorten in Essen, Münster, Bielefeld

– und seit Oktober auch in Hannover.

Seine Vorfreude auf das Hannoversche

Büro kann Andreas Koenen unschwer verbergen.

Hier ist er aufgewachsen, hat in

Münster studiert und ist im Ruhrgebiet ins

Berufsleben gestartet. Mit dem Einzug in

die Villa Waldersee an der Eilenriede – die

ehemalige Residenz des Grafen von Waldersee

wurde in den vergangenen beiden

Jahren aufwendig saniert – schließt sich

der Kreis.

HK

Weitere Informationen über Koenen ReCHTSAnwäLTe unter Tel. 0511 898402 0 und im Internet

unter www.bauanwaelte.de Das Büro in Hannover finden Sie in der Hohenzollernstraße 40.

Etwa 20 regionale Unternehmen wurden

im September von Hannovers Oberbürgermeister

Stephan Weil offiziell als ÖKO­

PROFIT-Betriebe ausgezeichnet. In jedem

Jahr nehmen neue Unternehmen in Hannover

und Region am ÖKOPROFIT-Programm

teil, dem „ökologischen Projekt

für integrierte Umwelttechnik“. Das von

der Stadt und Region unterstützte Programm

erarbeitet seit 2001 Maßnahmen,

um Einsparungen bei Energie, Wasser,

Abwasser, Abfall, Emissionen sowie Rohund

Betriebsstoffen einzelner Betriebe zu

erreichen und damit die Umwelt zu schonen.

Bei erfolgreicher Umsetzung der Vorschläge

wird das Unternehmen mit dem

ÖKOPROFIT-Titel belohnt.

Bereits 2000 übernahm Hannover als

eine der ersten Städte Deutschlands das

vom Grazer Umweltamt und der Technischen

Universität Graz 1991 entwickelte

Projekt. Seither haben sich mehr als 100

Betriebe der Region daran beteiligt. Unter

Federführung des Agenda21-Büros und der

Wirtschaftsförderung der Stadt Hannover

durchlaufen die teilnehmenden Unternehmen

verschiedene Module der Mitgliedschaft:

von der Einsteigerrunde über die

Klubmitgliedschaft bis hin zum zertifizierten

Umweltmanagement nach EMAS oder

ISO 14001. Silvia Hesse vom Agenda21-

Büro begrüßt die rege Teilnahme: „Wir

freuen uns auf die neuen interessierten

Betriebe, die in die nun zehnte Runde einsteigen

werden. Der anwachsende Kreis

der Unternehmen, die bereits teilgenommen

haben, verdeutlicht die Akzeptanz

und Wichtigkeit des Programms ÖKOPRO­

FIT.“ Zu den richtungweisenden Projekten

zählen das AS Solar Plus-Energie-Gebäude,

das durch eine vollständige Sanierung des

1959 errichteten Telefunken Zweitwerks

eine Kosteneinsparung von 203.000 Euro

pro Jahr erreichte, oder das Unternehmen

Wurstbasar, das seine Kälteanlage komplett

sanierte und dadurch eine Einsparung

von 40.000 Euro erzielte. „Die Ergebnisse

des ÖKÖPROFIT-Wettbewerbs zeigen,

wie groß umweltbewusstes Handeln mittlerweile

in der hannoverschen Wirtschaft

geschrieben wird“, so Stephan Weil über

den positiven Trend.

JR

Weitere Informationen über das ÖKOPROFIT-Programm sowie Projektbeispiele aus der Region

Hannover finden Sie im Internet unter www.oekoprofit-hannover.de

30 Jahre Erfinderreichtum

Seit 30 Jahren

berät das

Erfinderzentrum

Norddeutschland EZN kluge Köpfe in Niedersachsen

bei der Entwicklung ihrer Ideen.

Als unabhängiger Dienstleister nimmt

es objektive Bewertungen von Technologie

und Markt vor, hilft bei der Sicherung von

Schutzrechten und bei der Umsetzung der

Ideen und Vermarktung neuer Produkte

und Verfahren. Seit 2008 profitieren kleine

und mittlere Unternehmen sowie private

Erfinder vom Förderprogramm „Innovationen

sichern – Schutzrechte verwerten“. Die

Bilanz des 30-jährigen Erfinderreichtums

kann sich sehen lassen: 50.000 Ideen

wurden EZN vorgestellt, 15.000 konkrete

Erfindungen bewertet, aus denen über

2.500 betreute Patente entstanden sind.

„Damals wie heute sind es die ‚großen‘

Ideen wie Energie- oder Mikroprozessortechnik,

die ohne potente Partner gar nicht

realisierbar wären. Ideen, die konkrete

Probleme praxisnah lösen, wie sie typisch

für Handwerksunternehmen und Gründer

sind, lassen sich meist schnell und erfolgreich

vermarkten“, erklärt Geschäftsführer

Dr.-Ing. Christian Eckardt (links im Bild).

Bilder: WOLLNY Personal, Villa Waldersee

Bilder: ÖKOPROFIT ® -Broschüre Hannover, Franzius-Institut für Wasserbau und Küsteningenieurwesen, Torsten Lippelt


12 auSSenhandel regjo HAnnover regjo HAnnover auSSenhandel 13

Bild: TÜV noRD AG

Von Hannover in die Welt

Ob die Mehrheit der Brasilianer oder Chinesen wohl schon einmal von Hannover gehört

hat? Man weiß es nicht so genau. Doch soviel steht fest: Technologien und Produkte aus

der niedersächsischen Region sind in der ganzen Welt erfolgreich im Einsatz.

ATV2: Mit der Übernahme der Alter Technology Group (ATG) steigt die TÜV noRD

Gruppe in das Luft- und Raumfahrtgeschäft ein und nimmt bei der Prüfung von

Elektronikkomponenten eine Vorreiterrolle in der Satellitentechnik ein. ATG ist an

Satellitenprojekten der European Space Agency (Wsa) beteiligt. Am Standort Toulouse

ist ATG für Airbus und Airbus-Zulieferer tätig.


14 auSSenhandel regjo HAnnover regjo HAnnover auSSenhandel 15

Bild: Paulmann Licht GmbH

Paulmann Licht GmbH: Der 1982 gegründete Familienbetrieb am Deister sorgt in 40 Ländern

Europas und Nordamerikas für Erhellung. Bild: dekorative LED-Halogen Energiesparlampe.


16 auSSenhandel regjo HAnnover regjo HAnnover auSSenhandel 17

Bild: VSM AG

Im Baumarkt heißt es Schmirgelpapier, im Fachjargon Schleifmittel auf flexibler Unterlage. Zu den Weltmarkführern der

Schleifmittelhersteller gehören die Vereinigten Schmirgel- und Maschinen-Fabriken AG in Hannover, kurz: VSM AG.


18 auSSenhandel regjo HAnnover regjo HAnnover auSSenhandel 19

Bild: Forbo Siegling GmbH

Bilder (2): Paulmann Licht GmbH

Bild: Präsentationscenter der Firma Paulmann-Licht.

Mit Profilen bestückte Siegling Transilon Bänder können teurere Lösungen mit Metallrechen häufig ersetzen.

Text: Angela Andresen-Schneehage

Paulmann Headoffice in Springe/Völksen.

Die Internationalisierung des Wirtschaftsstandortes Niedersachsen

mit seiner Hauptstadt Hannover künftig weiter auszubauen, ist eines

der herausragenden Ziele der niedersächsischen Wirtschaftspolitik.

Aus diesem Grunde wurde 2009 die landeseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft

NGlobal gegründet. Zu den Aufgaben der Gesellschaft

gehören das Außenwirtschafts- und Ansiedlungsgeschäft, das

Standortmarketing, der Ausbau weltweiter Netzwerke sowie nationale

und internationale Messeaktivitäten. „Die aktuelle wirtschaftliche

Entwicklung zeigt, dass sich weltweit immer mehr Unternehmen

auf die Suche nach neuen Zielmärkten begeben. Zunehmend

sind auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auf dem Weltmarkt

aktiv und erfolgreich“, betont Gerhard Gizler, Geschäftsführer

von NGlobal. „Zielgerichtete Marktinformationen und der

richtige Ansprechpartner vor Ort sind entscheidende Wettbewerbsvorteile

für ein erfolgreiches Auslandsgeschäft. Vor diesem Hintergrund

machen wir allen niedersächsischen KMU ein umfassendes

Angebot zur Erschließung ausländischer Märkte.“

Mit ihrem vielfältigen Service richtet sich die NGlobal an alle

Unternehmer, die Standorte jenseits der deutschen Grenzen ausoder

aufbauen möchten. Zu dem Angebot gehören die nahezu weltweit

eingerichteten niedersächsischen Auslandsvertretungen. Ob in

Kuba oder Indien, Skandinavien oder Südafrika, expansionswillige

Firmen finden in diesen Repräsentanzen kompetente Berater mit

fundierten Landeskenntnissen. Und auch die Teilnahme an nationalen

und internationalen Messen, zum Teil im Rahmen von Niedersächsischen

Gemeinschaftsständen und/oder durch Einzelmesseförderungen,

bietet optimale Gelegenheit, Partner und Kunden

aus aller Welt zu gewinnen und den geschäftlichen Erfolg auszuweiten.

Als größte außenwirtschaftliche Veranstaltung des Landes

gilt der „Niedersächsische Außenwirtschaftstag“. Diese international

besetzte Konferenz findet seit 2004 auf der HANNOVER MESSE

statt und bildet eine Plattform für ausländische Wirtschaftsräume,

die sich den Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Ökonomie präsentieren

wollen. Seit 2010 wird im Rahmen dieser Veranstaltung

der Niedersächsische Außenwirtschaftspreis verliehen. Mit dieser

Auszeichnung werden KMU des Landes für ihre herausragenden

außenwirtschaftlichen Leistungen geehrt.

Um Unternehmen den Weg in ausländische Zielmärkte zu

erleichtern und Geschäftskontakte im Ausland zu knüpfen sowie

zu intensivieren, bietet NGlobal zudem regelmäßig Unternehmerreisen

(mit und ohne politischer Begleitung) an. Noch in diesem

Herbst werden Wirtschaftsdelegationen unter anderem in die USA,

nach Brasilien und Argentinien, in die Vereinigten Arabischen Emirate

und nach Japan reisen. „Mit unserer Landesgesellschaft NGlobal

bieten wir insbesondere den mittelständischen Unternehmen ein

umfangreiches Serviceangebot, um auf den Auslandsmärkten aktiv

bzw. noch erfolgreicher zu werden“, so Niedersachsens Wirtschaftsminister

Jörg Bode. „Die Delegationsreisen des Wirtschaftsministeriums

sind besonders wichtig, um den Unternehmen den Einstieg in

schwierige Märkte zu erleichtern und um gegenüber anderen Bundesländern

Schritt für Schritt aufzuholen. Wir werden dran bleiben

und setzen darauf, dass wir in Zukunft noch mehr Unternehmen mit

unseren Instrumenten zur Außenwirtschaftsförderung erreichen.“

Eine Reihe von „Global Playern“ aus der Region Hannover stehen

als Vorbilder für erfolgreichen Außenhandel bereits zur Verfügung.

Der berühmte Hannoversche Bahlsen-Glückskeks mit den

52 Zähnen wird nicht nur im Inland geknabbert, er ist auch international

in aller Munde; mit den bekannten (bis zum vergangenen

Jahr in der Leinestadt produzierten) Continental-Reifen rollen

Trucks über kanadische Highways und Jeeps durch afrikanische

Wüsten; die funktionalen niedersächsischen Umhängetaschen von

Bree werden für Business und Freizeit auf der ganzen Welt geschultert;

und Sennheiser-Kopfhörer und -Mikrofone aus Wennebostel

sind selbst in Hollywood unentbehrlich. Aber auch Unternehmen,

die im Bewusstsein der Öffentlichkeit keinen so hohen Bekanntheitsgrad

genießen, entwickeln und produzieren in der Region Hannover

schon heute mit beeindruckendem Erfolg für die Weltmärkte.

Einige von ihnen stellt das RegJo hier vor…

Mehr Licht! Ein im doppelten Sinne leuchtendes Beispiel für

florierende internationale Geschäfte stellt die Paulmann Licht GmbH

in Springe dar. Die europaweit 450 Mitarbeiter des Unternehmens,

davon 220 in der Zentrale in Springe, engagieren sich für Herstellung

und Vertrieb von mehr als 2.500 verschiedenen Produkten aus

dem Bereich der Lampen- und Leuchtentechnik. Wohlfühllicht und

Energie-Effizienz für jeden Wohnraum – darin liegen die Kernkompetenzen

des 1982 gegründeten Familienbetriebes am Deister. Etwa

die Hälfte der Produktion ist für den Export bestimmt; Paulmann-

Licht sorgt in 40 Ländern Europas und Nordamerikas für Erhellung.

„Unsere strategischen Kernländer sind Spanien, Frankreich,

Italien und Österreich“, so Geschäftsführer Dirk Oldenburg. „In diesen

Wirtschaftsräumen sehen wir auch für die nächsten Jahre unser

größtes Potenzial.“

Erfolg am laufenden Band Eine in der Tat bewegende

Rolle in Niedersachsens Außenhandel spielt die Forbo Siegling

GmbH in Hannover. Das 1919 gegründete Unternehmen produziert

hochwertige Transport- und Prozessbänder aus Kunststoffen

für den innerbetrieblichen Materialfluss. Und vermutlich hat

fast jeder von uns schon einmal direkten Kontakt mit einem der

rollenden Produkte aus dem Hause Forbo gehabt: an der Supermarktkasse,

auf dem Lauftrainer im Fitness-Studio oder am Skilift.

Vielleicht auch auf einem der rund 140 über den ganzen

Globus verteilten Flughäfen, bei denen die leistungsfähigen Transportbänder

sämtliche Koffer der Reisenden vom Check-in durch

die Sicherheitskontrollen bis in den Flugzeugladeraum befördern

und nach der Landung wieder „ausspucken“. Schwerpunktmäßig

kommen die Transport- und Prozessbänder in industriellen Branchen

wie der Papierverarbeitung, Textilherstellung, Lebensmittelindustrie

und vielfältigen Produktionsvorgängen zum Einsatz;

ebenso in Druckereien, Logistikzentren und bei der Briefverteilung.

„Die Forbo Siegling hat schon in den 50er Jahren begonnen, nicht

nur zu exportieren, sondern in den wichtigen Zielländern Europas,

Amerikas und Asiens Produktionsstätten sowie Vertriebsgesellschaften

zu gründen“, erläutert Unternehmenssprecher Matthias Eilert

die Auslandsaktivitäten. „Heute sind mehr als 1.800 Mitarbeiter in


Landesmeister im

Versichern.

regjo HAnnover auSSenhandel 21

Welche Disziplin Sie auch nehmen: Bei Preis und Leistung stehen wir

in Niedersachsen ganz oben auf dem Treppchen. Darum vertrauen die

meisten Niedersachsen der VGH. Und wann dürfen wir für Sie antreten?

Bild: HILDegARD BRAUKMAnn

Kosmetik GmbH & Co. KG

Was längst Trend ist, war schon vor 50 Jahren die Vision von Hildegard Braukmann. Als sie

1962 ihr Kosmetik-Unternehmen in Burgwedel gründete, hatte sie eine klare Vorstellung.

Heute verzeichnet das Unternehmen eine Exportquote von etwa 15 Prozent.

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über 50 Landesvertretungen für uns tätig. Servicestationen gibt es an etwa 300 Orten der

Welt.“ Mit einem Anteil von circa 20 Prozent am internationalen Transportband-Geschäft

gehört Forbo Siegling zu den drei weltweit führenden Anbietern der Branche.

Von Anfang an An internationalen Wirtschaftsbeziehungen zeigen selbst Säuglinge und

Kleinkinder schon größtes Interesse. Zumindest wenn es um den Export von Schnullern,

Trinkfläschchen oder Beißringen geht. Mit Produkten der Marken Baby-Nova und Dentistar

sorgt die Firma Novatex in Pattensen seit einem Vierteljahrhundert für Ruhe und Entspannung

bei Kindern und Eltern. Ein Familienunternehmen auf der ganzen Linie! Um die

Entwicklung der Kinder möglichst optimal zu fördern, arbeiten die Entwickler von Novatex

mit Universitäten, Kliniken und Kieferorthopäden eng zusammen. Und deshalb finden

sie ihre kleinen Freunde nicht nur in Deutschland, sondern überall auf dem Globus. Die

1985 gegründete Novatex GmbH ist aktuell der weltgrößte Hersteller von Flaschensaugern.

Am Stammsitz in Pattensen bei Hannover entwickeln und produzieren rund 130 Mitarbeiter

ein Sortiment von Babyartikeln; mit einer Tochterfirma in Ohio ist das Unternehmen

auf dem US-amerikanischen Markt vertreten. Kunden aus 70 Ländern vertrauen heute auf

die Qualität „Made in Germany“.

Schönheit „made in Germany“ Den Markt der Naturkosmetik bedienen heute viele

Hersteller. Doch was sich inzwischen zum Trend entwickelt hat, war schon vor 50 Jahren

die Vision der Hildegard Braukmann. Als sie 1962 ihr Kosmetik-Unternehmen in Burgwedel

gründete, hatte sie eine klare Vorstellung: Die Erhaltung von Schönheit und Gesundheit

der Haut kann nirgends besser aufgehoben sein als in den Händen der Natur selbst. Aus diesem

Prinzip heraus ist eine große Fachmarke für Kräuterkosmetik entstanden, deren Produkte

heute über die deutschen Grenzen hinaus erfolgreich sind. Das belegt unter anderem

die Exportquote der Braukmann-Kosmetik von etwa 15 Prozent. In Polen befindet

sich derzeit ein 100-prozentiges Tochterunternehmen in der Aufbauphase und eine weitere

Expansion auf ausländischen Märkten ist geplant. Eine kürzere Firmengeschichte,

aber vergleichbaren Erfolg mit einer Produktpalette im Segment „Zertifizierter Naturkosmetik“

hat die international tätige Laverana GmbH & Co. KG in Wennigsen, die seit 1987

Naturkosmetik mit ausschließlich natürlichen Inhaltsstoffen herstellt und diese weltweit

in 40 Ländern vertreibt. Die rund 250 Pflegeprodukte der Marke „Lavera“ kommen ohne

synthetische Zusätze, Tierversuche sowie künstliche Duft- und Farbstoffe aus und wurden

für ihre Qualität im In- und Ausland bereits vielfach ausgezeichnet. Im Bereich des rein

mineralischen Lichtschutzes, einer sofort wirkenden natürlichen Sonnenschutzmethode,

ist das Unternehmen nach eigenen Angaben heute weltweit die Nr. 1.

Auf die Minute In der Lister Straße in Hannover wird ständig getüftelt. Ein wachsendes

interdisziplinäres Team aus Ingenieuren, Informatikern und Verkehrsexperten entwickelt

hier Softwarelösungen für Planungs-, Dispositions- und Informationssysteme im Verkehrswesen.

Klingt kompliziert? Es geht auch einfacher: Wir befinden uns bei der HaCon

Ingenieurgesellschaft mbH, kurz gesagt: HaCon, die Fahrplanfirma. Seit der Gründung

1984 sorgt das Unternehmen für die kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer digitalen

Fahrplaninformationssysteme. Mehr als drei Millionen Anfragen laufen täglich über die

www.fh-hannover.de

Bild: Laverana GmbH & Co. KG


egjo HAnnover auSSenhandel 23

Bild: istockphoto.com / gmutlu

Bild: Viscom AG

Über 100 Musterbäder –

in klimatisierten Räumen.

Über 3 Mio. Anfragen täglich: Die Fahrplanfirma HaCon wurde 1984 gegründet.

Die Viscom-Zentrale in Hannover-Badenstedt.

Website der deutschen Verbindungen. Zehntausende Bahnhofstafeln

informieren die Fahrgäste über Abfahrts- und

Ankunftszeiten – genau wie unzählige Taschenfahrpläne,

Haltestellenaushänge oder Reiseinformationen im Zug.

Eine mobile Auskunft über das Handy weist sogar Verspätungen

in Echtzeit aus. All diese Informationsmedien

basieren auf dem Fahrplaninformationssystem HAFAS, das

das Systemhaus aus Hannover vor mehr als 20 Jahren ins

Leben rief. Mittlerweile wird HAFAS für verschiedenste

mobile Anwendungen, online und offline, als Tür-zu-Tür-

Auskunft für Bus, Bahn, Pkw, Fußgänger, im Güter- und

sogar im Flugverkehr verkehrsmittelübergreifend eingesetzt.

Der internationale Erfolg dieses Produktes macht

die HaCon zum Marktführer bei den Fahrplaninformationssystemen.

Nicht nur in Deutschland, auch in 20 weiteren

Ländern weltweit erleichtert das Unternehmen aus

Hannover den Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Gerade wurde das gesamte schwedische Verkehrsnetz mit

Zügen, Fähren, Flugzeugen, Bussen und U-Bahnen auf die

HaCon-Fahrplanauskunft umgestellt. In Belgien stürmte

die hannoversche Verkehrsinfo für Smartphones kürzlich

die App-Charts. Und zuhause wurde HaCon wegen seiner

überzeugenden Auslandserfolge für den Außenwirtschaftspreis

2011 nominiert.

Wasser – eine saubere Sache Die Mitarbeiter der

Chriwa Gmbh wollen kein Wässerchen trüben – im Gegenteil.

Weltweit klares Nass in seiner reinsten Form zu schaffen,

ist das angestrebte Ziel der Wasseraufbereitungstechnik-Experten

aus Hambühren im Landkreis Celle. Ob

Wasseraufbereitung für die Lebensmittel- oder Getränkeindustrie,

Entsalzungs- oder Kläranlagen, oder auch die Entgiftung

von Industrieabwässern – die nach den jeweiligen

Anforderungen individuell gefertigten Systeme des niedersächsischen

Unternehmens sind in 85 Ländern der Welt im

Einsatz. Auch global agierende Hersteller wie Coca-Cola setzen

auf das Know-how aus Hambühren. Für seine Innovationsstärke

und den internationalen Erfolg wurde die

Chriwa 2010 als erstes Unternehmen mit dem Niedersächsischen

Außenwirtschaftspreis ausgezeichnet.

Perfekt gecheckt! Inspizieren ist ihr Geschäft. Mit

intelligenter Prüftechnologie machen die Techniker der Viscom

AG Fehler sichtbar, die mit bloßem Auge überhaupt

nicht zu erkennen sind. Fehler in elektronischen Systemen

und Bauteilen, die sich verhängnisvoll auswirken könnten.

Mit sensibler optischer Sensorik und Röntgentechnik kommen

die Spezialisten aus Hannover Materialschwächen und

Produktionsfehlern auf die Schliche, die zum Beispiel bei

Bauteilen der Automobilelektronik, der Luft- und Raumfahrttechnik

oder der Industrieelektronik auftreten können.

Eben genau dort, wo höchste Qualitätsanforderungen gelten

und schadhafte Produkte nicht nur wirtschaftliche Nachteile

für den Hersteller bedeuten würden, sondern vor allem

fatale Folgen für den Endverbraucher hätten. Überall auf

der Welt setzen namhafte Unternehmen auf die am Standort

Hannover produzierten automatischen Inspektionssysteme,

insbesondere die Zulieferer der Automobilindustrie.

Bei ihrer Gründung 1984 war die Viscom noch Pionier der

industriellen Bildverarbeitung; heute ist das niedersächsische

Unternehmen einer der führenden Anbieter weltweit

und Marktführer in Europa.

Korrektur mit Kautschuk Einer der absoluten Klassiker

aus der Riege der international bewährten Produkte

aus der Region Hannover besteht aus Naturkautschuk, verfügt

über eine rote und eine blaue Seite, und ist in fast jeder

Schreibtischschublade oder Federtasche zu finden: der

„Ratzefummel“ aus dem Hause Läufer-Gutenberg (Gutenberg

GmbH). Seit mehr als 80 Jahren zählt das Burgdorfer

Unternehmen zu den führenden Herstellern der Schreibwarenbranche

und vermarktet neben Radiergummis auch

Schreib unterlagen, Siegellack und Gummibänder.

Glatter Erfolg Was sich der Laie im Baumarkt als

Schmirgelpapier besorgt, heißt im Fachjargon: Schleifmittel

auf flexibler Unterlage. Immer, wenn es in irgendeiner handwerklichen

oder industriellen Produktion um glatte Ober­


egjo HAnnover auSSenhandel 25

Bild: TÜV noRD AG

Die Konzernzentrale

der TÜV

noRD Gruppe in

Hannover.

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flächen geht, kommen solche Schleifmittel zum Einsatz.

Als Bänder, Rollen oder Scheiben; für die Holz- oder Glasbearbeitung;

in der Medizintechnik, der Automobilindustrie

und im Maschinenbau. Zu den Weltmarkführern der

Schleifmittelhersteller gehören die Vereinigten Schmirgel-

und Maschinen-Fabriken AG in Hannover, kurz:

VSM AG. Siegmund Oppenheim und Siegmund Seeligmann,

die den Betrieb im Jahre 1864 gründeten, produzierten

ihr Glaspapier noch von Hand in einer Scheune in

Hannover-Hainholz. Heute verfügt das Unternehmen über

weiträumige Laboratorien, Versuchsanlagen, Produktionsstraßen

und Lagerhallen, und exportiert seine Schleifmittel

in 70 Länder in aller Welt.

Transparente Geschäfte Eines der führenden konzernunabhängigen

europäischen Unternehmen der Flachglasbranche

residiert in Barsinghausen. Die SCHOLL-

GLAS Unternehmensgruppe, 1969 als „Ein-Mann-Betrieb“

gegründet, ist heute international mit 20 Produktionsstätten,

Beratungs- und Vertriebsbüros aufgestellt. Die inzwischen

auf 1.500 Mitarbeiter angewachsene Belegschaft

produziert Isolier- und Sicherheitsglas, wendet anspruchsvolle

Glasveredelungstechnologien an und betreibt Handel

von und mit Flachglas aller Art.. Schollglas findet

Einsatz in der hochmodernen Verkehrstechnik, etwa in

Glaskonstruktionen von Lärmschutzwänden oder patentierten

Sicherheitsnotausstiegsverglasungen in Zügen. Mit

der Realisierung architektonisch beeindruckender Projekte

wie dem Wolfsburger Wissenschaftszentrum „Phaeno“

oder dem neuen skulpturalen Konzert- und Konferenzzentrum

„HARPA“ in Reykjavík trägt Schollglas dazu

bei, im In- und Ausland Maßstäbe für innovative Fassadengestaltung

zu setzen.

Die Welt ist nicht genug Internationaler Handel und transkontinentale

Geschäftsbeziehungen – schön und gut. Doch

dem TÜV NORD reicht unser Erdball als alleiniges Betätigungsfeld

noch nicht aus. Man könnte sagen: Er strebt nach

Höherem und „expandiert“ ins All. Das Unternehmen mit Sitz

in Hannover etabliert sich zunehmend im Raumfahrt- und

Satellitengeschäft, einer Branche mit enormem Wachstumspotenzial.

Für den Erfolg von Satelliten-Missionen sind die

Sicherheit und Verlässlichkeit der elektronischen Bauteile entscheidend.

Um dieses zu gewährleisten, bietet TÜV NORD dieser

hochinnovativen Branche seine Prüf- und Zertifizierungsleistungen

an. Schon heute ist das Unternehmen für Kunden

in aller Welt tätig und ihren internationalen Wachstumskurs

setzt die TÜV NORD Gruppe fort: Aktuell übernahm sie im

Juli das spanische Unternehmen ATG, das bei der Auswahl,

Beschaffung, Modifizierung, Prüfung und Zertifizierung von

Elektronik-Komponenten für Satelliten international führend

ist. Mit dem Geschäftsbereich Aerospace verfügt TÜV

NORD – neben dem Bereich Rohstoffe – nun über ein weiteres

Al leinstellungsmerkmal in der gesamten Branche.

Dr. Guido Rettig, Vorsitzender des TÜV NORD Vorstands:

„Unternehmen in über 70 Ländern profitieren von

der weltweiten Präsenz der TÜV NORD Gruppe. Sie können

sich auf unser Wissen in technischen Fragen verlassen.

Immer mehr ist unsere Beratungskompetenz gefragt. Das

besondere Augenmerk liegt auf den Staaten, die sich wirtschaftlich

stark entwickeln, darunter Brasilien, Indien und

China. Selbstverständlich wollen wir unsere Marktposition

weiter ausbauen. Dafür beteiligen sich immer wieder

Mitglieder unseres Vorstands an Delegationsreisen des

Landes Niedersachsen. Das fördert wertvolle Kontakte

im Ausland.“


26 region regjo HAnnover regjo HAnnover region 27

Städte und Gemeinden gehören zur Region Hannover. Das Besondere: Die Landeshauptstadt Hannover ist Teil des Gebildes und steht nicht außen vor.

Berufsschulen, Krankenhäuser, Abfallwirtschaft, Umweltbehörde – diese und weitere Aufgaben nimmt die Region Hannover seit zehn Jahren für alle

21 Städte und Gemeinden wahr.

10 Jahre Region Hannover

Mitte der 1990er Jahre wurde die Stärkung der Stadtregionen in ganz Europa intensiv diskutiert.

Auch der Großraum Hannover machte sich damals auf die Suche nach einer Optimierung seiner Struktur.

2011 feiert die Region Hannover ihr zehnjähriges Bestehen. Rückblick auf eine Erfolgsgeschichte.

Text: Stefanie Stüting Fotografie: Claus Kirsch, Christian Stahl

Es war ein Experiment, ein Wagnis mit ungewissem Ausgang, das

die Landeshauptstadt Hannover (LHH) mit dem Umland zur Region

Hannover verbinden sollte. Als Gründungsväter saßen damals vor

zehn Jahren die damaligen Verwaltungschefs der Landeshauptstadt,

des Landkreises Hannover und des Kommunalverbandes Großraum

Hannover am Tisch. Ihre gemeinsame Idee: die Gründung einer

neuen Region Hannover. Darüber hinaus gab es sowohl in den politischen

Parteien als auch in anderen Teilen der Gesellschaft eine

Reihe von Persönlichkeiten, die diese Überlegungen unterstützten.

Eine Arbeitsgruppe unterstützte die Gründungsväter dabei,

das Regionsmodell zu konkretisieren.

Dr. Michael Arndt war der erste Regionspräsident und Gründungsmitglied

der Region Hannover. „Es herrschte Aufbruchstimmung

damals. Die Zeit war aufregend und anstrengend. Etwas

Neues zu machen, von dessen Richtigkeit und Notwendigkeit ich

100-prozentig überzeugt war, hat Spaß gemacht.“ Welche Vorteile

man sich von einer Region Hannover erhoffte? Die Verwaltung

sollte bürgernäher und leistungsfähiger sowie die Zusammenarbeit

zwischen den Kommunen besser werden. Im europäischen Wettbewerb

wünschte man sich, sich stärker gegenüber anderen Regionen

behaupten zu können. Heute, zehn Jahre später, ist die Region

Hannover bundesweit als Präzedenzfall mit Vorbildcharakter akzeptiert

und hat bereits überzeugte Nachahmer gefunden. In erster

Linie ging es bei dem neuen politischen Konstrukt um folgendes:

die wichtigen kommunalen Aufgaben, die vorher von verschiedenen

Trägern wahrgenommen worden waren, unter einem Dach zu

vereinen, besser und effektiver arbeiten zu können und gleichzeitig

Kosten zu sparen. Dr. Arndt: „Es ging uns darum, die kommunalen

Leistungen der Daseinsvorsorge über Gemeindegrenzen hinweg

durch Kommunalpolitik aus einer Hand zu verbessern. In einem

Ballungsraum mit 1,2 Mio. Einwohnern bedeutete das, für elementar

wichtige Bereiche wie Krankenhäuser, Nahverkehr, Schulen,

Umweltschutz, Wirtschaftsförderung und Abfallwirtschaft neue

Lösungen zu finden.“

Prof. Dr. Axel Priebs hat seit 2001 das Dezernat für Umwelt,

Planung und Bauen der Region Hannover geleitet und ist seit April

2002 Erster Regionsrat und allgemeiner Vertreter des Regionspräsidenten.

„Für uns lag der Schritt hin zur Region damals auf der

Hand, wir haben uns damit an die Spitze einer bundesweiten Bewegung

gesetzt. Heute ist unsere Region das weitestgehende stadtregionale

Organisationsmodell in ganz Deutschland.“ Den Gründungstag

der Region Hannover und die darauffolgenden Jahre des

Aufbaus hat Prof. Dr. Priebs noch genauestens vor Augen. „Da ich

auf der Arbeitsebene fünf Jahre an der Bildung der Region mitgewirkt

hatte, war der Gründungstag auch für mich persönlich ein

Erfolgserlebnis. Die ersten Jahre waren sehr steinig, weil enorm

viel um- und aufzubauen war.“ Zwar sei die Fusion gut gelungen,

so Priebs, doch hätte man aus heutiger Sicht damals zwei Dingen


egjo HAnnover region 29

Neustadt am Rübenberge

Wedemark

Burgwedel

Wunstorf

Garbsen

Langenhagen

Isernhagen

Burgdorf

Uetze

Seelze

Hannover

Lehrte

Wennigsen

Springe

Barsinghausen

Gehrden

Ronnenberg

Hemmingen

Pattensen

Laatzen

Sehnde

Aus zwei mach eins – so könnte man die Regionsbildung im Jahr 2001

verkürzt umschreiben. Zwei Berufsschulsysteme, zwei Sparkassen, zwei

Krankenhaussysteme, zwei Abfallgesellschaften: Aufgaben, die bislang

vom damaligen Landkreis und der Landeshauptstadt getrennt wahrgenommen

wurden, gingen mit Bildung der Region Hannover in eine Hand

über. Am 1. November 2001 entstand das neue Gebilde – 2011 wird die

Region Hannover als Aufgabenträgerin und kommunale Gebietskörperschaft

zehn Jahre alt. Quelle: www.hannover.de

größere Aufmerksamkeit schenken sollen. „Heute würde ich die

Beschäftigten aller vier Ursprungsinstitutionen viel intensiver auf

das Neue vorbereiten und den Neubeginn einschwören. Und ich

würde die externe Begleitung, die es vor Regionsbildung gegeben

hatte, über den Gründungstag hinaus fortsetzen und damit die

innere Umstrukturierung und Reform unterstützen.“

Auch der einst jüngste und später nach achtmaliger Wiederwahl

dienstälteste Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt,

Dr. Herbert Schmalstieg, gehört zu den Gründern der Region Hannover.

Mehr als 34 Jahre lang hat er als Oberbürgermeister die

Geschicke „seiner“ Stadt gelenkt. „Seit Anfang der 60er Jahre hat

die Stadt Hannover die Zusammenarbeit mit dem Umland intensiv

gepflegt. Das machte schon damals Sinn, schließlich machen die

Aufgaben an keiner Stadtgrenze halt.“ 2001 waren sich alle beteiligten

Personen und Kräfte einig: Die Zukunft heißt Region Hannover.

„Für uns als Stadt war es dabei unabdingbar, nicht nur Aufgaben

und Kompetenzen an die Region abzugeben, sondern auch die

sozialen Kosten auf das Umland zu verteilen.“ Letztendlich hatte

wohl niemand den Akteuren einen so weitreichenden Erfolg zugetraut.

Noch weniger dies: Nach strammen Verhandlungen zwischen

Stadt und Region sowie der Beobachtung und Moderation durch

den damaligen Finanzminister Heinrich Aller gelang die Fusion der

hannoverschen Sparkassen. Ein Schritt von großer Bedeutung für

den gesamten Wirtschaftsraum.

Arndt und Schmalstieg, Regionspräsident und Oberbürgermeis-­

ter der Stunde Null, hat jeher eine enge und konstruktive Zusammenarbeit

verbunden. „Wenn es Probleme gab, haben wir zum Telefonhörer

gegriffen und die Dinge geklärt“, erinnert sich Schmalstieg.

Auch der heutige Regionspräsident Hauke Jagau bestätigt eine

enge Zusammenarbeit aller Akteure in der Region. Im Jubiläumsjahr

zieht er eine positiv Bilanz: „Überall dort, wo wir selbst steuern

können, also politische Entscheidungen treffen und umsetzen

können, sind wir erfolgreich. Das betrifft zum Beispiel den Öffentlichen

Personennahverkehr. Wir haben mit üstra und RegioBus zwei

eigene Unternehmen für das operative Geschäft, treffen wesentliche

Entscheidungen, ob zum Beispiel eine Stadtbahnlinie ausgebaut

wird, aber in der Regionsversammlung. Die Region trägt auch

weiterhin alle Verluste aus dem ÖPNV. Wir bringen also die ökonomische

Kompetenz der Unternehmen mit unserer Gemeinwohlorientierung

zusammen. Exakt in diesem Sinne haben wir auch mit

beiden Unternehmen Partnerschaftsverträge geschlossen, in denen

nicht nur Qualitätsstandards festgeschrieben werden, sondern auch

gemeinsame Festlegungen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit

vereinbart sind. Heute haben wir hier in der Region Hannover eines

der besten Nahverkehrsangebote Deutschlands und sind stolz darauf.

Auch in anderen wichtigen Bereichen, die für das Leben unserer

Bürger ganz zentral sind, haben wir die Steuerung behalten, also

nicht privatisiert. 2003 haben wir sowohl die Abfallwirtschaftsbetriebe

von Stadt und früherem Landkreis zusammengeführt als

auch die Krankenhäuser. Deshalb können wir zu wirtschaftlich

vernünftigen Konditionen ein gutes Angebot für die Menschen

in der Region vorhalten, das es vorher in dieser Form nicht gegeben

hat. So arbeitet das Klinikum Region Hannover mittlerweile

kostende ckend und finanziert einen Gutteil seiner Investitionen

selbst, ohne dass die öffentliche Hand zuschießen muss. Gleichzeitig

können wir aber sicherstellen, dass es überall in der Region

eine moderne und wohnortnahe Gesundheitsversorgung gibt.“

Bei alldem hat Hannover Modellcharakter. Andernorts wird

die Entwicklung in Hannover interessiert verfolgt. Aachen hat

im Jahr 2009 ein ähnliches Modell etabliert. Folgt man Herbert

Schmalstieg, der 2006 als Oberbürgermeister aus dem Amt verabschiedet

worden ist, ist dies aber noch lange nicht das Ende der

Erfolgsgeschichte. „Ehrlich gesagt habe ich zum Thema Region Hannover

sogar noch eine Wette mit meinem Amtsnachfolger Oberbürgermeister

Stephan Weil laufen. Die ich jetzt im Jubiläumsjahr

aber leider verloren habe.“ Schmalstieg hatte gewettet, dass sich der

Regionalgedanke in den vergangenen zehn Jahren noch viel massiver

durchsetzen würde. „Ich habe von einer Regionalstadt Hannover

geträumt, wo alle politischen Aufgabenstellungen aus einem

Guss gemanagt werden können. In einer Regionalstadt oder einem

Regionalkreis Hannover müssten acht bis zehn starke Bezirke mit

Ortsräten entstehen. Und in Deutschland brauchen wir zehn bis

zwölf starke Metropolregionen.“ So weit ist man doch noch nicht.

Und wie will Schmalstieg seine Wettschulden bei Weil tilgen? „Man

sagt, ich sei ein ausgezeichneter Hobbykoch – also werde ich dem

Oberbürgermeister ein schönes Menü servieren.“


egjo HAnnover wirtSChaft 31

Bild: Ulrich Herfurth

Rechtsanwalt Ulrich Herfurth: „Für den

Fortbestand des Unternehmens ist eine

Testamentsvollstreckung in vielen Fällen

unerlässlich. Die Gründe können

verschiedenster Art sein: Wahrung der

Kontinuität der Unternehmenspolitik,

Sicherstellung einer funktionsfähigen

Unternehmensführung, Geschäftsführung

bei minderjährigen Erben, Sicherung

und Bewahrung des Vermögens für

spätere Erbengenerationen.

Kolumne: Generationsfragen

Für einige der zahlreichen zu vererbenden Unternehmen werden Versäumnisse in der Nachfolgeplanung

den Ruin bedeuten. Rechtsanwalt Ulrich Herfurth über Chancen und Risiken der Unternehmensnachfolge.

Wir sichern Ausbildungsplätze in der Region.

Mit einer überdurchschnittlichen Ausbildungsquote gehört E.ON Avacon zu den wesentlichen

Anbietern in der Region und eröffnet jungen Menschen vor Ort eine berufliche Perspektive.

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„Fast die Hälfte der Unternehmer hat kein aktuelles Testament

und angeblich sind 90 Prozent der Unternehmertestamente

falsch. Die Erbfolge, wie sie im Bürgerlichen Gesetzbuch

geregelt ist, gibt nur Grundmodelle vor, die für den

Einzelfall vielfach nicht passen. Das Gesetz erlaubt aber zahlreiche

Abwandlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten, die der

Erblasser nutzen muss, um das für seine Situation wirklich

geeignete Ergebnis zu erreichen.

Im Normalfall wird sein Ziel immer sein, das Unternehmen

auch in der folgenden Generation steuerungsfähig

zu halten und von nichtunternehmerischen finanziellen

Ansprüchen zu entlasten. Bei der Gestaltung seiner Vermögensnachfolge

muss er daher ordnen, wer in welche Funktionen

einrücken soll, wer versorgt werden muss und wessen

Ansprüche möglichst zu reduzieren sind. Natürlich gilt dieser

Grundsatz nicht nur für den Senior-Unternehmer, der in

Ruhe seine Generationennachfolge plant, sondern genauso

für den jungen Unternehmer, der durch Unfall oder Krankheit

plötzlich aus dem Leben gerissen werden kann.

Die Aufteilung unter den Erben erfordert eine gute Planung

und muss die Besonderheiten der gesetzlichen Erbfolge

berücksichtigen. So ist zumeist bei der Stellung der Ehefrau

die Gütertrennung ungünstiger als eine modifizierte Zugewinngemeinschaft.

Will der Erblasser mehrere Personen

begünstigen, sollten dadurch aber möglichst keine Erbengemeinschaften

entstehen – der Streit ist oft vorprogrammiert.

Besonders problematisch sind Minderjährige als Vermögensnachfolger,

vor allem im Unternehmen. Das Familiengericht

ist nicht der beste Mitgesellschafter. Natürlich muss der Erblasser

dem Pflichtteilsanspruch große Aufmerksamkeit widmen.

Denn auf den Pflichtteil hat jeder Anspruch, der von

Gesetzeswegen Erbe wäre, vom Erblasser aber ausgeschlossen

wurde. Eine Enterbung, bei der auch der Pflichtteilsanspruch

fortfällt, ist nur in ganz außergewöhnlichen Fällen zulässig.

Der Pflichtteilsberechtigte kann seine Geldansprüche gegenüber

dem Erben in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils

sofort einfordern. Dieser Anspruch kann auch nicht beliebig

verringert werden, indem der Erblasser sein Vermögen bereits

zu Lebzeiten durch Zuwendungen schmälert. Stattet er nämlich

den Erben bereits mit einer Existenzgrundlage aus (etwa

mit Anteilen am Unternehmen), muss der Betrag gegenüber

dem Pflichtteilsberechtigten unter Umständen ausgeglichen

werden. Auch Schenkungen des Erblassers zu Lebzeiten in

einem Zeitraum von zehn Jahren vor dem Erbfall berechtigen

zu einer stufenweise Pflichtteilsergänzung. Die sicherste

Lösung besteht letztlich in einem Erb- oder Pflichtteilsverzicht

des Betreffenden, was sich jedoch meist nur durch Erbvertrag

und mit entsprechender Gegenleistung erreichen lässt. Dieser

Erbvertrag kann dann einseitig nicht mehr geändert werden.

In jedem Fall stellt sich für einen Unternehmer erheblicher

Gestaltungsbedarf, wenn mehrere gesetzliche Erben

vorhanden sind. Durch Vermächtnis kann er bestimmte

Vermögensteile Erben und Nichterben zuwenden. Mit Auflagen

und Bedingungen kann der Erblasser festlegen, dass

der Erbe bestimmte Zuwendungen an Dritte vornimmt oder

auch bestimmte Qualifikationen erreichen muss, um das Erbe

im Unternehmen antreten zu können. In der Regel ist eine

Teilungsanordnung über die Erbmasse sinnvoll. Dabei muss

der Verfasser des Testaments klar bestimmen, ob Wertdifferenzen

zwischen den Vermögensgegenständen unter den

Erben noch ausgeglichen werden sollen. Nach einer anderen

Variante kann der Erblasser seine gesetzlichen Erben auch

nur in Höhe ihres Pflichtteils als testamentarische Erben

einsetzen; da sie keinen Auszahlungsanspruch gegenüber

dem Erben haben, wird das Unternehmen liquiditätsmäßig

nicht belastet.“


32 WirtSChaft regjo HAnnover regjo HAnnover WirtSChaft 33

Das Prinz-Charles-Syndrom?

Die Unternehmensnachfolge gehört zu den heikelsten und komplexesten Themen in mittelständischen

Unternehmen. Trotzdem wird sie von vielen Unternehmensinhabern meist auf die lange Bank

geschoben. Dabei kann eine richtige Übergabe für die Zukunft der Firma entscheidend sein.

Der Vorstand der Sparda Bank Hannover (von

links nach rechts): André-Christian Rump,

Winfried Blecking und Andreas Dill.

Bild: Sparda Bank Hannover


34 WirtSChaft regjo HAnnover

regjo HAnnover WirtSChaft 35

Am 1. Januar 2012 wird Georg

Ebeling jun. (rechts im Bild) die

Spedition Ebeling seines Vaters

Georg Ebeling sen. übernehmen.

Text: Katrin Langemann Fotografie: Iris Friedrich

Die Firma des Vaters übernehmen? Das war eigentlich nie der

Wunsch von Georg Ebeling jun. gewesen. Karosseriebauer wollte

er werden und Oldtimer restaurieren. Doch es kam anders. Als

25-Jähriger fing der junge Wedemarker in der Speditionsfirma seines

Vaters an. „Ich arbeitete als Fahrer, im Lager und im Büro – am

liebsten aber in der Werkstatt. Dass ich einmal die Firma übernehmen

könnte, solche Gedanken hatte ich damals nicht. Erst mit 35

Jahren stand für mich fest, dass ich in das Unternehmen einsteigen

wollte.“ Mit 40 Jahren bekam der Junior die ersten Geschäftsanteile

übertragen und wurde Geschäftsführer. Seitdem führen

Senior und Junior Ebeling das seit 1928 bestehende Familienunternehmen

gemeinsam. Zum 1. Januar 2012 wird sich Georg Ebeling

sen. nach einem halben Jahrhundert in den wohlverdienten

Ruhestand verabschieden und seine Firma „Spedition Ebeling“ ganz

in die Hände seines ältesten Sohnes geben. Gut zehn Jahre haben

die Ebelings die Nachfolge vorbereitet, alle rechtlichen, steuerlichen

und finanziellen Herausforderungen und Probleme geklärt: „Zu den

größten Gefahren gehören die Emotionen: Der eine will, der andere

eigentlich auch. Aber manchmal gibt es unterschiedliche Auffassungen.

Da helfen gute Berater als Moderatoren, um das gemeinsame Ziel

zu erreichen. Zahlreiche Gespräche mit Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern,

Anwälten und Notaren haben uns da sehr geholfen.“ Dementsprechend

gut vorbereitet fühlen sie sich: „Wichtig sind nicht nur

die Mitarbeiter, sondern vor allem Kunden, Lieferanten und Partner.

Sie alle wurden vor einigen Jahren über den bevorstehenden Wechsel

informiert. So konnten rechtzeitig offene Fragen geklärt werden.

Auch bei den Geschäftspartnern hat sich in den letzten Jahren ein

Generationswechsel vollzogen, sodass es hier keinerlei Schwierigkei­

ten gab. Von dem ‚alten‘ Mitarbeiterteam sind ebenfalls viele bereits

im Ruhestand. Die ‚Jungen‘ sprechen heute eher die Sprache des

Juniors und kommunizieren anders als vor einigen Jahrzehnten.

Per Mail, per SMS.“

Junge Unterstützung an der Spitze hat auch die Sparda Bank

Hannover bekommen. 2009 wurde der damals erst 33-jährige André-

Christian Rump in den Vorstand berufen, der damalige Vorstandsvorsitzende

schied mit Erreichen des 65. Lebensjahres aus. Zusammen

mit seinen beiden Kollegen Winfried Blecking und Andreas Dill

leitet er seitdem das Hannoveraner Geldinstitut. Winfried Ble cking

zur Wahl des Nachfolgers: „Neben seiner außerordentlich hohen

fachlichen Qualifikation, seinem breit gefächerten Wissen und seiner

schnellen Auffassungsgabe war ein sehr entscheidender Punkt,

dass André-Christian Rump ein ‚Eigengewächs‘ unseres Hauses ist.

Er war schon mehrere Jahre in verschiedenen Positionen für uns

tätig, zuletzt als Bereichsleiter Produktion. Er weiß ganz genau, wie

unsere Bank funktioniert und wie die Menschen in ihr ‚ticken‘. Das

ersparte uns Anpassungszeiten bei der Übernahme von neuen Aufgaben

und gehört außerdem zur Philosophie der Bank, Führungskräfte

aus den eigenen Reihen zu besetzen.“ Andreas Dill ergänzt:

„Fachwissen kann sich jeder nachträglich immer aneignen – eigene

Leistungsbereitschaft vorausgesetzt. Wichtig ist, dass die Person in

das Unternehmen passt, integer ist und klare Ziele verfolgt.“ Dass

das der Fall ist, das hat André-Christian Rump längst bewiesen. Der

heute 35-Jährige erinnert sich an die erste Zeit im Vorstand: „Das

ging am Anfang ziemlich nahtlos. Ich kannte bereits die zu bearbeitenden

Themen und vor allem die Mitarbeiter unserer Bank. Trotzdem

ist es natürlich immer eine Herausforderung, vom Kollegen zum


egjo HAnnover WirtSChaft 37

AWADO Deutsche Audit GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Wechseln

mit

Vertrauen

Prof. Dr. Stefan Bieler lehrt an der

FHDW Hannover BWL mit Schwerpunkt

Unternehmensnachfolge und

ist gemeinsam mit Dr. Günter Hirth

von der FHH Koordinator des neuen

Masterstudiengangs „Mittelständische

Unternehmensführung“.

Generationswechsel

Die richtige Nachfolge

Sie leiten seit Jahren erfolgreich ein mittelständisches

Unternehmen. Es ist ihr

Lebenswerk und neben der Familie der

Mittelpunkt. Da fällt es nicht leicht, sich

um den Rückzug Gedanken zu machen.

Doch so langsam rückt das Thema Ruhestand

näher und die Frage, wie es mit der

Firma weiter geht, bleibt zu beantworten.

Wie sehen Ihre Zielvorstellungen aus?

Wir geben Antworten und leisten

Hilfestellung. Sprechen Sie uns

gerne an.

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Steuerberaterin

Dr. Kerstin Grünberg

Geschäftsführerin

Ansprechpartnerin

Bereich Wirtschaft

Telefon: 0385 3433 - 2248

kerstin.gruenberg@awado-wpg.de

Wirtschaftsprüfer

Jan B. Töppe

Geschäftsführer

Ansprechpartner

Bereich Wirtschaft

Telefon: 0511 9574 - 281

janb.toeppe@awado-wpg.de

Standort Hannover

Hannoversche Straße 149

30627 Hannover

Baunatal | Berlin | Bremen | Hannover | Leipzig | Neu-Isenburg | Rendsburg | Saarbrücken | Schwerin

Vorgesetzten zu werden. Was die Aufgabe eines Vorstands darüber

hinaus erfordert, unter anderem die Zusammenarbeit mit anderen

Sparda Banken, lässt sich ungefähr nach einem Jahr beurteilen. Alles

braucht seine Zeit.“ Zeit – wie bei der Spedition Ebeling auch bei der

Sparda Bank ein wichtiger Faktor im Übernahmeprozess. Winfried

Blecking: „Bei einer so wichtigen Besetzung wie der Vorstandsposition

ist eine langfristige Planung ein absolutes Muss. Nur so kann

die Bank auch die nächsten Jahrzehnte mit ruhiger Hand gesteuert

werden.“

Spedition Ebeling und Sparda Bank – zwei Beispiele aus der

Region Hannover, die zeigen: Vorbereitung und gute Planung sowie

eine durchdachte Wahl des Nachfolgers sind das A und O bei der

Unternehmensnachfolge. Obwohl eines der wichtigsten und komplexesten

Themen in einem Unternehmen, wird die Nachfolgeregelung

oftmals auf die lange Bank geschoben. Prof. Dr. Stefan Bieler

lehrt an der FHDW Hannover BWL mit Schwerpunkt Unternehmensnachfolge

und erklärt, warum sich so viele Unternehmer vor

der Auseinandersetzung mit dem Thema drücken: „Über die Nachfolge

nachzudenken, bedeutet auch die Beschäftigung mit dem eigenen

Tod, der Familie, den Kindern. Außerdem fällt vielen das Loslassen

schwer. Spätestens mit 50 Jahren sollte man aber über seine

Nachfolge nachdenken. Doch eigentlich sollte bereits jeder Existenzgründer

einen Nachfolger haben. Denn mit dem Prinz-Charles-Syndrom

ist niemandem geholfen.“

Laut aktuellen Schätzungen des Instituts für Mittelstandsforschung

Bonn (IfM) steht zwischen 2010 bis 2014 in 9.800 niedersächsischen

Unternehmen die Übergabe an, das bedeutet 1.960

pro Jahr. Der häufigste Übernahmegrund ist dabei mit 86 Prozent

das Erreichen des Ruhestandsalters. Mit großem Abstand folgen

auf den Plätzen zwei und drei Tod (10 Prozent) sowie Krankheit

des Eigentümers (4 Prozent). Dipl.-Kffr. Katrin Rolof von der IHK

Hannover: „Es gibt kein Patentrezept für eine erfolgreiche Übernahme.

Kein Unternehmen ist wie das andere. Für jede Übergabe

muss eine individuelle Lösung gefunden werden. Wichtig ist, das

Thema frühzeitig in Angriff zu nehmen, da die Unternehmensnachfolge

ein sehr komplexes Thema ist. Es berührt den steuerlichen,

rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Teil, aber auch den

zwischenmenschlichen. Das trifft auf die familieninterne wie auf

die externe Nachfolge zu.“

Ein besonders heikles Thema ist dabei die Unternehmensbewertung,

die im Rahmen jeder Nachfolge durchgeführt werden muss.

Katrin Rolof: „Gerade beim Geld werden die Probleme schnell offenkundig:

Häufig beobachten wir, dass der Senior-Unternehmer überzogene

Erwartungen hat. Aus Sicht des Senior-Unternehmers verständlich

– er verkauft sein Lebenswerk. Auf der anderen Seite des

Verhandlungstisches sitzt der Nachfolger. Er muss den Kaufpreis für

das Unternehmen in den nächsten Jahren mit Einnahmen erwirtschaften.

Eine genaue Überprüfung des Unternehmenswertes vor


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Kernkompetenz von Jan B. Töppe

und Dr. Kerstin Grünberg, zwei von

insgesamt fünf Geschäftsführern der

AWADO Deutsche Audit GmbH, ist

die Unternehmensnachfolge.

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einer Kaufentscheidung ist daher unerlässlich.“ Nicht die einzigen

Kosten im Rahmen einer Übernahme. Rolof: „Neben Vorbereitungskosten

(Nachfolgersuche, Bestandsaufnahme, Umstrukturierung)

kommen unter anderem Kosten im rechtlichen und steuerlichen

Bereich (Steuer auf Veräußerungsgewinn, Erbschaftssteuer/Schenkungssteuer,

Ausgleichszahlungen an Miterben) sowie Kosten für

Coaching auf die Unternehmer zu.“ Zur Höhe der Kosten gibt es nur

sehr vage Schätzungen. „Doch viele wissen nicht, dass sie finanzielle

Unterstützung erhalten können. Dabei gibt es diverse Förderprogramme

im Bereich der Unternehmensnachfolge, zum Beispiel

aus Länder- oder EU-Mitteln“, klärt Jan B. Töppe von der AWADO

Deutsche Audit GmbH auf.

Aufgrund der Komplexität und Emotionalität des Themas ist

es empfehlenswert, unabhängige Beratungsangebote von externen

Dritten in Anspruch zu nehmen. Erste Orientierung geben dabei die

Nachfolge-Sprechtage, die die IHK Hannover gemeinsam mit der

Steuerberaterkammer Niedersachsen anbietet. Seit über 15 Jahren

ist die AWADO Deutsche Audit GmbH als Wirtschaftsprüfungs- und

Steuerberatungsgesellschaft auch in der Beratung tätig. Die Beratung

im Bereich der Unternehmensnachfolge bildet dabei eine der

Kernkompetenzen. Geschäftsführerin Dr. Kerstin Grünberg erklärt,

warum eine unabhängige Beratung so wichtig ist: „Keine Unternehmensnachfolge

– unabhängig davon, ob es sich um die Übergabe

an die Nachfolgegeneration, einen Mitarbeiter oder den Verkauf

des gesamten Unternehmens an einen fremden Dritten handelt

– geht ohne Konflikte über die Bühne. Sich damit auseinanderzusetzen,

welche Konflikte einen gegebenenfalls erwarten können

und aktiv nach Lösungen zu suchen ist, für den Verlauf und Erfolg

der Übergabe beziehungsweise Nachfolge entscheidend.“ Durch ein

umfangreiches Netzwerk bestehend aus Spezialisten aus den Bereichen

Betriebswirtschaftslehre, Recht und Steuern kann die AWADO

jederzeit ein interdisziplinäres Team, zugeschnitten auf die individuellen

Bedürfnisse des Unternehmens, zusammenstellen. „Wir haben

hier unsere 3 K’s – Konzept, Konfliktlösung/-management und Kommunikation,

die wir als entscheidende Faktoren für die nachhaltig

erfolgreiche Gestaltung einer Unternehmensübergabe beziehungsweise

-nachfolge ansehen. Neben einem langfristig angelegten, gut

durchdachten sowie mit Seniorunternehmer und Nachfolger abgestimmten

Konzept für die Übergabe und die Zeit danach, ist vor allem

die Kommunikation rund um den Übergabeprozess und die Lösung

der emotionalen Konflikte entscheidend für den Erfolg. Dabei dürfen

die Bereiche nicht einzeln betrachtet werden. Ein noch so gutes Konzept

fruchtet nicht, wenn es nicht ausreichend kommuniziert und

erklärt wird.“ Dabei gilt: „Die Liste der Dinge, die vor der Übergabe

geregelt sein sollten, ist lang. Je mehr im Vornherein besprochen,

durchdacht und kommuniziert wurde, desto besser und sicherer ist

das Gerüst, auf dem die Unternehmensnachfolge baut. Die organisatorischen

Vorkehrungen reichen von der Wahl der Nachfolgeform


egjo HAnnover WirtSChaft 41

Studienstart 1. Januar 2012

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Wirtschaft und International Management

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Starten Sie Ihre Karriere noch heute und bewerben Sie

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berät bei der IHK Hannover

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Thema Nachfolge.

CheCKliste: Beschäftigen Sie sich rechtzeitig mit der Unternehmensnachfolge • Erstellen Sie eine Unternehmensanalyse und -bewertung

• Rechnen Sie Ihre Altersvorsorge durch • Machen Sie sich Gedanken über mögliche Nachfolger • Klären Sie rechtliche und steuerliche

Aspekte • Behalten Sie die Kosten im Überblick • Eine erfolgreiche Übergabe braucht Zeit: Rechnen Sie mit 3 bis 5 Jahren • Nutzen

Sie unabhängige externe Beratungsangebote (Wirtschaftsprüfer, IHK, Steuerberater, Rechtsanwalt, Bank, Unternehmensberatung)

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Nächster Jahrgang: Januar 2012

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und des Nachfolgers über die Erstellung und Kommunikation

eines Übergabekonzeptes und Businessplans bis hin zur

Vertragsgestaltung und Regelung der Altersversorgung des

Unternehmers oder der Auseinandersetzung mit dem Steuerrecht.

Die emotionalen Vorkehrungen betreffen vor allem

die Beantwortung selbstkritischer Fragen im Zusammenhang

mit der Unternehmensübergabe.“

Elementar wichtig ist dabei die Wahl des Nachfolgers,

denn mit ihm steht und fällt der weitere Erfolg des Unternehmens.

Doch die Suche nach einem geeigneten Nachfolger

gestaltet sich oft als schwierig, wie Jan B. Töppe aus Erfahrung

weiß: „Nicht leicht findet man eine Person, die menschlich

und in das Gesamtkonzept des Unternehmens passt und

die dann auch noch in der Lage ist, die Übernahme zu finanzieren.

Dabei ist immer zu beachten: Der familiäre Nachfolger

ist nicht immer am geeignetsten.“ Das bestätigt auch

Katrin Rolof: „ Mehr als ein Drittel der Senior-Unternehmer

hat nach unseren Erfahrungen Schwierigkeiten, einen

passenden Nachfolger zu finden. Zunehmend finden Unternehmer

keinen Nachfolger mehr in der Familie. Nicht einmal

die Hälfte der Unternehmen geht innerhalb der Familie

über. Schon jetzt ist der Anteil der Unternehmen, die an

einen externen Nachfolger – wie Mitarbeiter, externe Führungskräfte

oder fremde Dritte – übergehen, größer.“ Für

die meisten ist die Übernahme eines Unternehmens – unabhängig

ob in der Familie oder extern – keine Routine. Dementsprechend

fühlen sich viele potentielle Übernahmekandidaten

nicht ausreichend und den Aufgaben angemessen

qualifiziert, wie eine aktuelle Studie von Prof. Dr. Günter

Hirth und Carolin Böhm an der Fachhochschule Hannover

(FHH) belegt. Doch die Angebote für eine solche Qualifizierung

sind rar. Obwohl rund 95 Prozent der deutschen

Unternehmen Familienbetriebe sind, die rund 42 Prozent

aller Umsätze erwirtschaften und circa 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten auf sie entfallen, gilt

die Mittelständische Wirtschaft als das Stiefkind der BWL.

Anders an der FHDW Hannover. Dort wird im Bachelor-

Studiengang „Mittelständische Wirtschaft“ auch das Thema

„Unternehmensnachfolge“ gelehrt. Ein Alleinstellungsmerkmal

der privaten Wirtschaftshochschule. Dass der Bedarf da

ist, zeigen die Studierendenzahlen. Prof. Dr. Stefan Bieler:

„Rund 20 Prozent der Studenten wählen diesen Schwerpunkt.

Die Studierenden kommen oft aus Familienunternehmen

und wollen sich frühzeitig qualifizieren. Bei der

Unternehmensnachfolge gilt immer noch: Qualifizierung vor

Abstammung.“ Die Studiengänge starten jeweils im Oktober

und Januar eines Jahres. Für das Studium ab Januar 2012

sind noch Plätze frei. Der großen Nachfrage nach Qualifikation

in der Unternehmensnachfolge Rechnung tragend, hat

die FHDW Hannover zusammen mit der FHH den neuen

Masterstudiengang „Mittelständische Unternehmensführung“

ins Leben gerufen. Die weiterführende Qualifikation

richtet sich vor allem an Ingenieure und Naturwissenschaftler

mit Berufserfahrung und startet am 20. September 2012.

Ziel ist es, eine Qualifizierungsmöglichkeit für Fach- und

Führungspersonal im Bereich mittelständischer Unternehmensführung

zu schaffen. Prof. Dr. Günter Hirth, gemeinsam

mit Prof. Dr. Stefan Bieler Koordinator des in dieser

Form in Niedersachsen und Norddeutschland einzigartigen

Studiengangs: „Unabhängig von der inhaltlichen Komponente

der curricularen Ausrichtung des Studiengangs ist

die Verknüpfung mit der Praxis unabdingbar. Simulationen,

Fallbeispiele und praxisrelevante Aufgabenstellungen sowie

die Einbindung des unternehmerischen Umfelds der Teilnehmer

sollten Bestandteil der Weiterbildung sein, um eine

bestmögliche Vorbereitung auf die Herausforderung Unternehmensübernahme

zu gewährleisten.“

Georg Ebeling hat seinen Sohn gut vorbereitet. „Rechtzeitige

Planung ist alles. Für den Junior bedeutet das, dass

auch er sich in den nächsten Jahren überlegen muss, wie es

bei ihm weitergehen soll. Denn auch er hat zwei Söhne…“

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.hannover.ihk.de,

www.nexxt-change.org und www.mu-mba.de

Bild: IHK Hannover


GCL2011 105x285.pdf 1 14.07.11 13:15

regjo hannover wirtschaft 43

Bilder (v.l.n.r.): Hannovers Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff, PHR-Vize Bernd Bühmann, Regionsdezernent Ulf-Birger

Franz und Messemitveranstalter Ulf Hofes; Michael Nixdorf von der Mediengruppe Madsack und Ulrike Hornig, Geschäftsführerin

des Hotels VIVA CREATIVO.

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M

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Ein durchaus positives Fazit!

Applaus für die erste Wirtschaftsmesse Hannover in der AWD-Arena. Erstmals hatten Pro Hannover Region,

der Messeveranstalter Ulf Hofes sowie Hannover 96 bei einer heimischen Wirtschaftsmesse agiert.

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Text: Harald Jacke Fotografie: JaMedia

2.000 Besucher und 88 Prozent Zufriedenheit unter den 135

Ausstellern, darunter 36 vom Wirtschaftsförderverein Pro

Hannover Region (PHR). Viele wollen 2012 wieder dabei sein.

Das ist das Fazit eines erfolgreich verlaufenen Experiments.

Erstmals hatten PHR und der Braunschweiger Messeveranstalter

Ulf Hofes sowie Hannover 96 zusammen bei einer Leistungsschau

der heimischen Wirtschaft agiert. „Die Messe war

gut. 2012 wird es Rabatte für Frühbucher geben“, kündigt

Bernd Bühmann, Messe-Ideengeber und stellvertretender

PHR-Vorstandsvorsitzender, an. „Wir haben gemeinsam die

regionale Wirtschaftsmesse für Hannover weiterentwickelt.

Das hat zu einem phantastischen Echo unter Besuchern und

Ausstellern geführt“, freut sich Ulf Hofes. Auch Andreas Fritz

von der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Hannover

zeigt sich angetan: „Das Veranstaltungsteam hat hervorragend

funktioniert. Der Wechsel der Location vom Hannover

Congress Centrum in die AWD-Arena hat sich bewährt.

Alle Aussteller, mit denen ich sprach, waren sehr zufrieden.“

Die Landeshauptstadt und die Region Hannover hatten die

Wirtschaftsmesse finanziell gefördert und waren mit einem

gemeinsamen Messestand vertreten. Auch die Tochtergesellschaft

hannoverimpuls zeigte Präsenz. „Was das Besucherinteresse

angeht, wurden unsere Erwartungen übertroffen. Es

gab viele gute Gespräche und Nachfragen zu unseren Angeboten“,

bewertet Cerstin Husner von der Wirtschaftsförderung

der Region Hannover die Veranstaltung. Auch Ulf-Birger

Franz, regionaler Wirtschaftsdezernent, zieht ein Fazit:

„Das neue Konzept ist aufgegangen, auch wenn sich einige

organisatorische Abläufe noch einspielen müssen.“ Herbert

Utermöhlen, Messebeauftragter bei Pro Hannover Region,

erhielt gute Rückmeldungen: „Die Aussteller loben uns für

das tolle Konzept, die gute Stimmung und die hervorragenden

Kontakte.“ Einige Stimmen von Unternehmern: „Wir

hatten kein Neugeschäft erwartet, müssen jetzt aber Angebote

für neun Anfragen schreiben“, schildert Jörg Kampmann von

der Kampmann Städtereinigung. Am Publikumstag hatten er

und sein Bruder Oliver zudem noch fünf Jobanfragen erhalten,

für die sie sonst Stellenanzeigen geschaltet hätten. Auch

Georg Rinke von der Spedition Schloms ist zufrieden: „Der

erste Messetag war sehr gut – wir konnten uns gut präsentieren.“

Andreas Eckert vom Miettextilien-Anbieter Kuntze &

Burgheim freute sich über gute Gespräche und Kontakte an

beiden Messetagen: „Da waren sogar internationale Kontakte

dabei – die arbeiten wir jetzt ab.“ Bei der Wirtschaftsmesse

kam jeder auf seine Kosten: Ob bei den hochkarätig besetzten

Podiumsdiskussionen „XING, Facebook, Twitter & Co.

– alles nur Geschwätz?“ mit Experten rund um das Thema

Social Media oder bei „Business meets Sport“ über die vielen

Vorteile eines Sportsponsorings. Gut besucht waren auch

die Rate-Runden „Der Wirtschaftsmesse Hannover-Preis ist

heiß“ mit TV-Moderator Harry Wijnvoord auf dem Freigeländestand

von Hitradio Antenne Niedersachsen. Den glanzvollen

Schlusspunkt am ersten Messeabend setzten die Frank

Sinatra Revival Bigband und Sänger Marc Masconi.

4.000 Euro spielte eine Benefizveranstaltung nach einer

Idee von Bernd Bühmann für die Per Mertesacker Stiftung

ein: Ein Human-Table-Soccer-Turnier, bei dem zwei Promi-

Mannschaften für den guten Zweck gegeneinander antraten.

19:18 siegten die Stiftungsspieler gegen die Hannover

All Stars.

Weitere Informationen unter www.wirtschaftsmesse-hannover.de


44 wirtSChaft regjo HAnnover regjo HAnnover wirtSChaft 45

Sicher, ganz sicher, Hannover

Die Entwicklung des Gewerbeimmobilienmarktes fällt in und um Hannover positiv aus. Viele Unternehmer

hätten gerne eine Visitenkarte aus Hannover und müssen deshalb mittelfristig ihre Büroräume

teurer einkaufen. Viele Logistiker lassen sich gerne entlang der Autobahn nieder, müssen sich aber bei

den letzten Flächen beeilen oder in einer Warteschleife rund um die A2/A7 kreisen.


46 wirtSChaft regjo HAnnover regjo HAnnover wirtSChaft 47

Die Nord/LB-Tochter Deutsche Hypothekenbank hat sich mit rund

10.500 m² ihre neue Adresse in einem etwa 50 Millionen Euro teuren

Neubau an der Ecke Röseler- und Osterstraße in Hannovers Altstadt

schon gesichert. Am Aegidientorplatz entstehen rund 7.600 m²

Bürofläche und ca. 700 m² Ladenfläche – damit schließt sich die letzte

Baulücke in dieser Premium-Lage.


48 wirtSChaft regjo HAnnover

regjo HAnnover wirtSChaft 49

Der Erfolg des CUBE CITY

OFFICE in der Schillerstraße

überrascht die Fachleute

nicht. Die Vermarktung des

fünfgeschossigen Büro- und

Geschäftshauses mit Einzelhandelsflächen

läuft sehr gut.

Text: Brigitte Freitag Fotografie: Marco Bühl

„Offenbar steht die Immobilienbranche vor einem strukturellen

Wandel, mit sich ändernden Rahmenbedingungen, auf die sich

die Marktteilnehmer einstellen müssen“, kommentiert Jochen

Brücken, verantwortlicher Partner für den Bereich Real Estate bei

PwC Deutschland die Ergebnisse der Studie „Emerging Trends in

Real Estate 2011“, für die PwC und das Urban Land Institute (ULI)

mehr als 600 europäische Immobilienexperten befragt haben.

Griechenland und Italien fallen derzeit als lukrative Immobilieninvestments

durch das Ratingraster. La Grande Nation

Frankreich hat ebenfalls mit seiner Bonität zu kämpfen und die

lockere Siestahaltung der Spanier gefällt dem Urlauber, nicht aber

dem Investor. Deutschland hat bisher seine positive Aufbruchstimmung

noch retten können und sonnt sich, dank solider Haushaltsführung,

in einem erfreulichen Bonitätsklima, was in- und

ausländische Investoren mit einer höheren Risikobereitschaft

belohnen. Das derzeitige Zinstief erleichtert ihnen zusätzlich ihre

Einkaufstour durch inländische 1-A-Lagen, trendige Büroflächen

hinter architektonisch aufwendigen Glasfassaden sowie funktionalen

Gewerbehallen an allen wichtigen Logistikknotenpunkten

zwischen Schleswig-Holstein und dem Allgäu. Investoren werden

in diesem Jahr schätzungsweise ein Transaktionsvolumen von

rund 25 Milliarden Euro bewegen. Anfang Oktober konnten sie sich

auf die nächste Shoppingrunde einstimmen. Die EXPO REAL holte

für Investoren, Projektentwickler und Flächenanbieter die ganze Welt

des Gewerbeflächenmarktes nach München und baute ein

riesiges Schaufenster in den Messehallen der bayrischen Landeshauptstadt

auf.

Schaufenster EXPO Real in München Stadt und Region

Hannover reisten nach München unter dem Motto „Wegweisend –

Zündende Ideen für Europas Wirtschaft!“ mit der Verbindung zwischen

den Vorzügen der Stadt und den Stärken eines Wirtschafts- und

Immobilienstandortes. Damit trifft die Leineregion den Lebensnerv

eines jeden Immobilienmarktes: den demografischen Wandel. Die

Region Hannover und ihre Partner haben dem Immobilienmarktbericht

2011 erstmals auch dem Thema „Wohnen“ einen Platz eingeräumt,

wohlwissend, dass die Entwicklung des regionalen Immobilienmarktes

immer auch eine Entwicklung des demografischen

Wandels ist. Der Altersdurchschnitt der Bevölkerung geht hoch,

die Geburtenzahl geht runter. Für Immobilien bedeutet dies eine

hohe Nachfrage an Sozialimmobilien wie Pflegeheimen, Krankenhäuser

und Betreutes Wohnen für Senioren, andererseits im gleichen

Immobilienmarktsegment aber auch ein Bedarfsrückgang an

Schulen, Kindertagesstätten und Gemeinschaftseinrichtungen. Sogar

Kirchengemeinden denken derzeit über alternative Nutzungen ihrer

Gemeindehäuser und Kirchen nach. Ältere Menschen haben einen

eingeschränkten Aktionsradius und rentenbedingt einen engeren

finanziellen Spielraum. Man trifft den demografischen Wandel somit

ganz banal in leerstehenden Ladeneinheiten in der Fußgängerzone

wieder. Der Einzelhandelsverband Hannover-Hildesheim und die

hannoverschen Makler der Delta Domizil GmbH haben mit einer

langfristig angelegten Kooperation eine Gegeninitiative gestartet. Die

Maklertochter der Delta Bau AG rückt neben klassischen 1-A-Lagen

auch Rand- und Stadtteillagen stärker in den Fokus ihrer Tätigkeiten,

um so Verbandsmitglieder bei ihren Expansionsvorhaben zu unterstützen.

Gerade Anbieter von Kunstgewerbe oder kreative Freiberufler

schätzen das inspirierende Klima einzelner Stadtteile für sich und

ihre Kunden. Riesige LED-Leinwände und Glaspaläste in 1-A-Lagen

sind weniger begehrt, da die hohen Kundenfrequenzen in den Top-

Lagen ohnehin nicht das angesprochene Klientel sind. Auch wenn

sich die Formel Altersdurchschnitt rauf und Geburten runter auf

das ganze Bundesgebiet übertragen lässt, gibt es bereits heute schon

Gewinner- und Verliererregionen. Sie befinden sich zwar noch nicht

im Zieleinlauf, können aber schon mit ihrer demografischen Wettbewerbsfähigkeit

kokettieren.

Region Hannover günstige Prognose So darf sich auch die

Region Hannover nach einer Studie der Prognos AG zu den Top-Regionen

Deutschlands in den sieben untersuchten Zukunftsfeldern zählen.

Gute Wachstumsperspektiven und Marktpotenziale ergeben sich für

Hannover demnach in den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugbau,

Logistik, Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Informations- und Kommunikationstechnologien,

Gesundheitswirtschaft sowie hochwertigen

Unternehmens- und Forschungsdienstleistungen (Prognos Zukunftsatlas

Branchen 2009).

Passend dazu meldet Engel & Völkers Commercial einen

gestiegenen Büroflächenumsatz auf 95.000 m² im ersten Halbjahr

2011. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (55.000 m²) entspricht

dies einem Plus von 55 Prozent. „Damit koppelt sich die Entwicklung

in der niedersächsischen Landeshauptstadt erfreulich von anderen

B-Standorten ab, die laut veröffentlichter Marktdaten bislang von

der positiven wirtschaftlichen Stimmung weniger profitieren konnten“,

urteilt Christian Palis, Bereichsleiter Büroflächenvermietung bei

Engel & Völkers Commercial Hannover. Allerdings sollte man wissen,

dass ein Hauptmietabschluss auf dem Leineimmobilienmarkt aus

dem Rathaus selbst kam. Die Stadt Hannover hat an der Hamburger

Allee 17.000 m² Bürofläche für das Sozialamt angemietet und damit

selbst für den größten Flächenumsatz gesorgt. Weitere 12.000 m² für

Eigenbedarf hat sich der Heise-Verlag durch den Kauf einer Immobilie

in der Karl-Wiechert-Allee 10 gesichert und folgt damit dem Trend,

sich in der nachgefragtesten Lage der City niederzulassen. Nach wie

vor zieht es Investoren und Mieter direkt dorthin. „In Hannover, insbesondere

in den City-Lagen, sind neuwertige, revitalisierte Flächen

Mangelware“, bedauert Vesna Meyer vom Büro Angermann Han­


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Lagen, sind neuwertige, revitaLIsierte

FläCHen Mangelware.“ Vesna Meyer vom Büro Angermann Hannover

Der Landflucht hat die Landeshauptstadt bereits vor Jahren den Kampf angesagt und die Bewohner der einzelnen Stadtteile

zur Mitgestaltung ihres Wohnumfeldes aufgerufen.

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nover. Sie ist daher auch nicht vom Erfolg des CUBE CITY

OFFICE in der Schillerstraße überrascht. Die Vermarktung

des fünfgeschossigen Büro- und Geschäftshauses mit Einzelhandelsflächen

läuft sehr gut. Das in die Jahre gekommene

Gebäude verwandelt sich derzeit von einer energetisch und

gestalterisch vernachlässigten Immobilie in ein architektonisch

ansprechendes Objekt auf Neubauniveau. Mit rund

3.000 m² Nutzfläche, aufgeteilt in kleinere Einheiten, bietet

das Gebäude genau die Flächen, die der Markt verlangt.

Knapp 80 Prozent aller Mietverträge lagen im ersten Halbjahr

2011 in einer Größenklasse von unter 1.000 m², davon

61 Prozent unter 500 m². Sehr aktiv ist hier die IT-Branche,

auf die 23 Prozent aller in Hannover registrierten Mietabschlüsse

entfällt, hebt Palis hervor.

Leerstandsquote unter 5 Prozent Erfreulicherweise

hat sich die Leerstandsquote aufgrund der gestiegenen Nachfrage

auf 4,6 Prozent reduziert. Und auch ein leichter Anstieg

der Spitzenmiete um 0,30 Euro/m² auf 12,80 Euro/m² in der

City ist ein deutliches Signal vom Markt. Bei den Durchschnittsmieten

von 9,60 Euro/m² war der Anstieg nur 0,10

Euro/m². Die weiterhin gute Nachfrage nach Flächen in der

City oder citynahen Lagen wird mittelfristig das Mietniveau

anheben. In der City von Hannover bleiben wird auch die

Deutsche Hypothekenbank. Sie hat kürzlich einen Mietvertrag

mit Peter Bertram Projektmanagement unterzeichnet.

Damit gab das Finanzinstitut den Startschuss für einen

etwa 50 Millionen Euro teuren Neubau an der Ecke Röseler-

und Osterstraße in Hannovers Altstadt. Bis auf einen

denkmalgeschützten Nachkriegsbau wird die Fläche ab März

2012 freigeräumt, um bis 2013 den Neubau entstehen zu lassen.

Die Nord/LB-Tochter hat sich mit rund 10.500 m² ihre

Adresse schon gesichert. Derzeit läuft ein Architektenwettbewerb,

zu dem die Stadt den Projektentwickler verpflichtet

hat. Der Abriss zugunsten eines Neubaus ist in der Landeshauptstadt

nicht unumstritten, denn damit verschwindet

wieder ein Verwaltungsbau mit Vorkriegsgeschichte. Die derzeitige

Immobilie der Deutschen Hypo am Georgsplatz wird

komplett aufgegeben. Ebenfalls auf gepackten Kisten sitzt die

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche ab 2014.

Sie verlegt ihren Sitz von der Georgstraße neben das Theater

am Aegi. Die Hamburger Quantum Projektentwicklung

will den ehemaligen VGH-Sitz abreißen und einen neungeschossigen

Neubau mit rund 12.000 m² Bruttogeschossfläche

errichten. Hauptmieter am Aegiedientorplatz wird Deloitte

& Touche sein, die mit rund 350 Mitarbeitern einziehen. Ab

der zweiten Jahreshälfte 2012 sollen sich die Kräne drehen.

Die architektonische Handschrift stammt von dem ortsansässigen

Büro BKSP, das den Architektenwettbewerb für sich

entscheiden konnte.

Nur noch wenige Flächen frei meldet Jörg Henschel

von Henschel Immobilien Hannover. Wer sich von seinem

Schreibtisch aus einen exklusiven Blick auf die Skyline Hannovers

aus gönnen möchte, wird das innovative Torhaus am

Aegidientorplatz schätzen. Mit rund 7.600 m² Bürofläche

und circa 700 m² Ladenfläche schließt es die letzte Baulücke.

Hauptmieter wird die BKK Landesverband Niedersachsen-

Bremen sein. Die Idee, den Gebäudekörper lediglich mit

Stahlseilen zu halten und so über den Hauptverkehrsplatz

„schweben“ zu lassen, stammt von den Architekten Storch,

Ehlers und Partner aus Hannover.

Dringend Flächen gesucht Trotz aller Neubauvorhaben

reichen die größeren Flächengesuche innerhalb der City

nicht aus, um die gesamte Nachfrage an modernen Büroräumen

zu befriedigen. Errichtet man in Berlin, Hamburg

und Düsseldorf Gebäude mit spekulativen Absichten, orientiert

man sich in Hannovers City überwiegend an den

tatsächlichen Marktanfragen. Diese bauliche Zurückhaltung

hat sich während der Finanzkrise bewährt. Während

in exklusiven Lagen in den Megazentren das Fundament

wa ckelte, konnte man sich in Hannover über solide Baufortschritte

freuen. Einen Mangel an autobahnnahen Flächen

für Gewerbeansiedlungen in der Region Hannover beklagt

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Ulf-Birger Franz. Der Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und

Bildung der Region Hannover weiß: „Wir sind ein Standort,

der aufgrund seiner Zentralität und seiner guten Infrastruktur

für Logistikunternehmen interessant ist, doch uns fehlen

Flächen, die sofort zur Nutzung zur Verfügung stehen.“

Nur noch 30 Prozent der Flächen, die im vergangenen Jahr

umgesetzt wurden, liegen maximal zwei Kilometer vom

Autobahnanschluss entfernt. 2009 waren es noch 57 Prozent.

Das aktuelle Gewerbeflächenkonzept zeigt, dass im

letzten Jahr rund 39 Hektar Gewerbeflächen umgesetzt wurden,

davon vorrangig in der Landeshauptstadt Hannover mit

11,4 Hektar, gefolgt von Lehrte mit 5,7 Hektar und Wunstorf

mit 5,6 Hektar.

Die Fachleute setzen jetzt auf zwei geografische

Schwerpunkte in der Region Hannover, die im Entwurf

des Logistikkonzept 2020 als Areale mit Potenzial identifiziert

wurden. Bis Ende 2011 sollen die Ergebnisse einer

Machbarkeitsstudie für den Bereich Barsinghausen und

Wunstorf vorliegen, wobei auch die Belange der Regionalplanung

des Naturschutzes untersucht werden. Barsinghausen

hat sich in den letzten Monaten schon erfolgreich

durch die Ansiedlung des Lyreco-Hauptsitzes inklusive zentraler

Logistikabwicklung, der im kommenden Jahr fertig

gestellten norddeutschen Logistikzentrale der Kaufland-Stiftung

sowie dem bereits im Bau befindlichen rund 150.000

m² großen Lager der EDEKA Minden-Hannover einen

Namen gemacht.

Der zweite untersuchte Abschnitt könnte im Osten

der Region Hannover zwischen Sehnde-Höver, Hannover-

Anderten und Lehrte-Ahlten liegen. Vor einer möglichen

Konkretisierung der Idee steht jedoch die Abstimmung mit

den Kommunen. Aktuell weist das Gewerbeflächenkonzept

2011 rund 880 Hektar zur Verfügung stehende Flächen aus

und damit knapp acht Hektar weniger als 2010. Erschlossen

und mit einem Bebauungsplan versehen sind derzeit allerdings

nur 94 Hektar, die sich meist in kleinere Flächen aufteilen.

Unter dem Strich heißt dies, dass sich aktuell nicht

mehr für alle Nutzungen sofort attraktive Grundstücke

finden lassen. In den Fokus gerückte Standorte müssen

erst mit Bebauungsplänen und Erschließungen konkret

nutzbar gemacht werden. Diese Maßnahmen nehmen in

der Regel einige Zeit in Anspruch, in der sich ansiedlungswillige

Unternehmen nach Alternativen umsehen. Hier

bleibt nur der im Rennen, der buchstäblich vorausschauend

handelt. So weist das Gewerbeflächenkonzept weitere

613 Hektar als Vorschauflächen aus. Um auf dem Markt

im Gespräch zu bleiben, muss man über mögliche Ausweisungen

von Gewerbestandorten rechtzeitig diskutieren.

Weiche Standortfaktoren Nicht ungeschickt ist

da der Schachzug Hannovers, auch das Thema „Wohnen“

mit ins Spiel zu bringen. Denn gerade hochqualifizierte

Mitarbeiter, die sich gemeinsam mit ihrem Arbeitgeber

ansiedeln, wünschen sich ein familienfreundliches

Umfeld mit Bildungsangeboten, Freizeitmöglichkeiten

und hoher Aufenthaltsqualität. Hier punktet die Leinestadt

mit ihrer geografischen Lage zwischen dem nahen

Harz, dem Weser-Leine-Gebiet und der Lüneburger Heide.

Der Airport Hannover verbindet mit allen internationalen

Zielen und von Hannover aus lässt sich gut an die Küste

zum Kurzurlaub oder in der Berge zum Familienurlaub

fahren. Der Landflucht hat die Landeshauptstadt bereits

vor Jahren den Kampf angesagt und die Bewohner der

einzelnen Stadtteile zur Mitgestaltung ihres Wohnumfeldes

aufgerufen. Als letzter von insgesamt 21 Stadtteilen wurde

Ahlem 2011 in das Programm aufgenommen und attraktiv

für junge Menschen und Familien gestaltet. Wanderten

seit den 1970er Jahren bis zu 3.500 Einwohner aus Hannover

in das Umland ab, konnte dieser Trend auf 650 Einwohner

pro Jahr gestoppt werden. Ein ganzes Maßnahmenpaket

aus bezahlbarem Wohnraum, guter Infrastruktur

und Identifizierung mit der Stadt hat erfolgreich

gegriffen. Und so schließt sich der Kreis der Abhängigkeit

zwischen Gewerbeimmobilien, demografischem Wandel

und Wohnraum.


egjo HAnnover Magazin 55

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Journalistischen Nachwuchs fördern

und kreative Potentiale ausschöpfen, das

hat sich der Verband der Niedersächsischen

Jugendredakteure e.V. (VNJ) auf die

Fahne geschrieben. Seit mehr als 25 Jahren

existiert der Verband mit Sitz in Hannover,

zu dessen Gründungsmitgliedern

unter anderem Bundespräsident Christian

Wulff zählt. Heute vernetzt der Verband

junge Nachwuchsjournalisten mit lokalen

und internationalen Redaktionen und

Medienhäusern. Neben Netzwerkmöglichkeiten

als Grundstein für die spätere Karriere

im Medienbusiness richtet der VNJ in

Kooperation mit dem Kultusministerium

als wichtigste Veranstaltung den Junioren­

PressePreis (JPP) aus. Zum 22. Mal wiederholt

sich dieses Jahr der landesweite Wettbewerb

aller Schülerzeitungen von der

Grund- bis hin zur Berufsschule. Schirmherr

der Veranstaltung ist Ministerpräsident

David McAllister. Auch die Jury ist mit

dem Kultusminister und führenden Köpfen

der niedersächsischen Medienbranche

hochkarätig bestückt. Da sich der Verband

aus Spenden finanziert, werden auch dieses

Jahr wieder starke Partner gesucht. Weitere

Informationen finden Sie im Internet unter

www.pressepreis.de und www.vnj.de TM

Mit circa 60.000 Zugriffen pro Monat ist

KomSIS.de eines der meistbesuchten Standortportale

in Deutschland. Detaillierte

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Akzeptanz des Portals. KomSIS.de richtet

sich durch eine englische Version und

die Übersetzung der Anzeigen insbesondere

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Niedersachsen Global werden die Immobilienangebote

aktiv international vermarktet.

Um den Standort Nieder sachsen noch besser

vermarkten zu können, ist seit neuestem

für Anbieter von gewerblichen Immobilien

die Vermarktung ihrer Angebote

über KomSIS.de und die angeschlossenen

Partnerportale kostenlos. Voraussetzung

dafür ist, dass sich die Gewerbeimmobilien

auf dem Gebiet des Landes Niedersachsen

befinden.

Um die Reichweite der Angebote zu

steigern, sind die Anzeigen zusätzlich in

vielen Partnerportalen von KomSIS.de zu

sehen, etwa in den Webseiten der niedersächsischen

Kommunen, bei regionalen

Entwicklungsgesellschaften, Verbünden

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56 aRChitektur regjo HAnnover

regjo HAnnover aRChitektur 57

Altes Quartier,

Neues Bauen,

Moderne Zukunft

Ein Quartier, einstmals geprägt durch Behördenbauten

der 50er Jahre, erstrahlt in neuem Glanz und besticht

durch ein unverwechselbares Gebäudeensemble. Die

Architekten Schneider Meyer Partner aus Hannover

haben die Neubauten für die VGH Versicherungsgruppe

Hannover entworfen.

Alle Bilder: Klaus-Dieter Weiss


egjo HAnnover aRChitektur 59

„KOMPLEXE nutZungsansPRÜCHE

erFordern EINFACHE, aber

InteLLIgente und naCHHALTIge

arCHIteKtonISCHE LÖsungen.“

Konferenz- und Schulungszonen,

darüber flexibel nutzbare Bürozonen

mit Einzel- und Gruppenräumen

sowie zum Teil zweigeschossige

Wohnungen bieten

Raum für komfortables Arbeiten,

Lernen und Wohnen in der Stadt.

Die Neubauten erhalten einen

selbstbewussten architektonischen

Ausdruck.

Die Architekten BDA Dipl.-Ing. Wolfgang Schneider und Prof. Dipl.-Ing. Wilhelm

Meyer arbeiten als freie Architekten in der Partnerschaftsgesellschaft ASP Architekten

Schneider Meyer Partner in Hannover. Sie planen und realisieren anspruchsvolle

Bauwerke für namhafte private und öffentliche Auftraggeber und Institutionen. Ihr

Architekturverständnis ist geprägt von Qualität, Innovation und Gebrauchstüchtigkeit

sowie Solidität, Reduktion und Ganzheitlichkeit. Es beruht auf dem intensiven Dialog

mit Auftraggebern und Nutzern. Das Planungsziel sind zukunftsorientierte, energiesparende

und kostenbewusste Lösungen für eine nachhaltige und ökologisch ausgerichtete

Bauweise.

Aktuell haben Wolfgang Schneider und Wilhelm Meyer die Erweiterung der VGH

Versicherungsgruppe Hannover realisiert. Der Entwurf reagiert auf den Ort und setzt

neue Akzente durch die Gliederung der großen Baumasse in drei Baukörper, ohne aber

die bestehende Gestaltungsgeschichte der beiden früheren Bauabschnitte der VGH Zentrale

zu negieren. Die Fertigstellung des Komplexes markiert ein neues Kapitel städtebaulicher

Intervention: keine Monostruktur, sondern eine zeitgemäße Nutzungsmischung

von Arbeiten, Lernen und Wohnen. Die Idee von der Stadt als großem Haus und

dem Haus als kleiner Stadt ist hier idealtypisch umgesetzt worden. Eine Komposition

aus drei kristallinen, polygonalen Baukörpern auf einem gemeinsamen Steinplateau bildet

ein unverwechselbares Gebäudeensemble, gruppiert um einen teilöffentlichen, ruhigen

Innenhof.

Großzügige Eingangshallen und ein großer Veranstaltungsbereich mit Küche, helle

Konferenz- und Schulungsräume mit Loungebereichen, darüber flexibel nutzbare attraktive

Bürozonen mit tageslichtdurchfluteten Teambüros, konzipiert für vier bis 14 Mitarbeiter

sowie zum Teil zweigeschossige, luxuriöse Wohnungen

bieten städtische Vielfalt, kommunikative Atmosphäre und kurze

Wege. Eine qualitätsvolle Ausstattung mit umweltverträglichen

und langlebigen Materialien sind zeitgemäße Standards. Sie entsprechen

einem ökologischen Gesamtkonzept der Architekten, das

aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten beruht:

Innovative Glasfassaden aus grünlich-mattiertem Recyclingglas

mit raumhohen Fenstern ermöglichen in den Nachtstunden den

Luftaustausch. Die Mitarbeiter finden am Morgen angenehme

Raumkonditionen vor. Motorisch verstellbare Lamellen verhindern

insbesondere in den Sommermonaten die Aufheizung des

Gebäudeinnern. Die Speichermasse der Stahlbetondecken wird

zur Raumkühlung genutzt. Intelligente Lichtsteuerungen, Solarenergienutzung,

Wärmerückgewinnung sowie der Einsatz moderner

und besonders effizienter Anlagen tragen dazu bei, dass die

Gebäude weniger Energie verbrauchen als Niedrigenergiehäuser

und eine optimale Ressourcenschonung darstellen.

Insgesamt ist ein großzügiger, moderner, markanter und im

inneren und äußeren Erscheinungsbild ungewöhnlicher Gebäudekomplex

entstanden, der eine Bereicherung für das Warmbüchen-Quartier

darstellt, aber auch für das Stadtbild. Die Architekten

Wolfgang Schneider und Wilhelm Meyer haben aber nicht

nur bei der Implementierung neuer Gebäudestrukturen in das

Wolfgang Schneider und Wilhelm Meyer

Gefüge der Stadt Fingerspitzengefühl bewiesen, sondern auch bei

der Revitalisierung von zum Teil unter Denkmalschutz stehender

Bestandsgebäude. Dazu gehören beispielsweise das modernisierte

und erweiterte Nord/LB-Traditionsgebäude am Georgsplatz

wie auch das HCC Congress Centrum Hannover. Gegenwärtig realisieren

sie im Auftrag der Landeshauptstadt Hannover ein 900

Stellplätze fassendes Parkhaus am HCC mit einer markanten Fassade

sowie den Komplettumbau einer Büroimmobilie. In Planung

befinden sich gegenwärtig der Neubau einer Seniorenresidenz

sowie zwei größere Wohnungsbauprojekte.

Daneben beteiligt sich das Büro ASP Architekten Schneider

Meyer Partner erfolgreich an Architekturwettbewerben, von

denen zahlreiche mit Preisen und Anerkennungen ausgezeichnet

wurden und den Ruf der Architekten als kreativ und innovativ

festigen. Letzteres auch bewiesen durch die Entwicklung

eines modularen Stahlbausystems als Ergebnis eines interdisziplinären

Forschungsprojektes für die Praxis. Das Bausystem

kann nach Baukastenart zu verschiedenartigen Gebäuden gefügt

werden, ist universell anwendbar und wird für unterschiedliche

Nutzungen komplett vorgefertigt. Es zeigt neue Möglichkeiten

einer integrierten Elementierung mit individueller Ausdrucksform

im inneren und äußeren Erscheinungsbild. Die VGH-Neubauten

standen Pate.


60 design regjo HAnnover

regjo HAnnover design 61

Eine Frage des Stils

Design und Extravaganz, vor allem aber die Frage des Stils sind ihr Metier. In der Region Hannover sind kreative

Gestalter zu Hause, die sich längst einen Ruf weit über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus erarbeitet haben.

Bild: iF design award

Fernseher der Zukunft: Mit seiner Erfindung „Loewe Invisio“

gewann der Hannoveraner und FHH-Absolvent Michael Friebe

2011 den renommierten iF Design award.


62 design regjo HAnnover regjo HAnnover Design 63

Silberschmiedin Maike Dahl.

www.maikedahl.de

Bilder: Thomas Langreder


Bilder: Sabine Stasch

regjo HAnnover design 65

„dIe ZwanZIger insPIrieren

MICH besonders. Das

WeibLICH-PoMPÖse wurde

endLICH abgeworfen und

das FeMInine eigentLICH

ganz neu entdeCKt.“

Sabine Stasch,

Hutdesignerin aus Hannover

Text: Stefanie Stüting

Einen Blick für gutes Design beweist die Region Hannover seit beinahe 60 Jahren. 1953

öffneten sich zum ersten Mal die Türen zur ersten „Sonderschau formgerechter Industrieerzeugnisse“

im Haus 8 auf dem Messegelände in Hannover. Der heute international

renommierte iF design award war geboren. Seit 1990 trägt die begehrte Trophäe ihren

aktuellen Namen – iF stand fortan für „Industrie Forum Design Hannover“. Dieser offene

Begriff markierte auch die offizielle Abkehr von der längst allzu engen Vorgabe der „Guten

Indus trieform“. Seit dem Jahr 2000 hat iF wichtige Weichen für die Zukunft gestellt: Im

Jahr 2001 wurde dem bestehenden iF Industrie Forum Design Hannover e.V. die iF International

Forum Design GmbH an die Seite gestellt. Sie versteht sich als modernes Dienstleistungsunternehmen,

das an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Design agiert

und hier mit seinem Know-how und mit seiner Erfahrung vermitteln und beraten will.

Besonders wichtig für iF aber war, dass die Institution, nachdem sie noch in den 80ern

immer wieder in unterschiedlichen Hallen auf dem Messegelände ausstellen musste, 1993

ihr „eigenes Haus“ erhielt. Seitdem finden die iF Ausstellungen in einer attraktiven Kuppel-Architektur

im Herzen des Messegeländes statt.

2011 gingen fünf iF design awards an Designer aus der Region Hannover. Einer von

ihnen ist der Hannoveraner und FHH-Absolvent Michael Friebe, der die Jury mit seinem

neuartiges Fernsehgerät Loewe Invisio in der Kategorie industrial design + product design

überzeugte. Den „transparenten“ Fernseher gestaltete Friebe speziell für das veränderte

Mediennutzungsverhalten im kommenden Jahrzehnt. Anders als bei herkömmlichen

Flachbildfernsehern, die sobald sie ausgeschaltet sind, jeden Raum mit einem riesigen,

schwarzen Rechteck belasten, erscheint der Invisio als kaum mehr als eine klare, rahmenlose

Glasfläche und bietet damit ein bisher unerreichtes Maß an Wohnraumfreundlichkeit.

Ermöglicht wird dies durch die neuartige Kombination verschiedener Displaytechnologien.

Ebenso zählen zu den diesjährigen Gewinnern aus Hannover Marie Kuprat

(Handarbeitswerkzeuge), Patrick Frey (Faltdecke FIDA), Konstantin Slawinski (Spardose)

und die Taschenexperten von Bree mit ihrer Kollektion Punch.

Design und Style haben in der Region Hannover jedoch nicht nur auf der „formalen“

Ebene tiefe Wurzeln. Maike Dahl zum Beispiel gehört zur absolut raren Designerriege der

Silberschmiede. Sie hat eine neue Technik entwickelt, mit der sie neue, unvergleichliche

Formen für Geschirr und Besteckunikate findet und „faltet“. Dahl arbeitet ausschließlich

mit 925 Sterling Silber und ist seit 13 Jahren erfolgreich im Geschäft. Es sind einzigartige

Stücke, die sie anbietet. Liebhaberstücke für Kunden, die das Besondere suchen. Gerade

Ihre Modelle sind elegant, außergewöhnlich

und vor allem: tragbar

und alltagstauglich. Ihr Atelier

hat die Hutdesignerin Sabine

Stasch im Volgersweg 22a.

www.stasch-hut-atelier.de


Bild: Marina Hartfelder

regjo HAnnover design 67

Modedesign made in Hannover:

Die neue Kollektion „ann“ finden Sie in

der Jakobistraße 20 im Atelier und Showroom

von Ann Müller.

NEU IN HANNOVER

Der Flair der großen

Modemetropolen: Die

Modelle von Ann Müllersind

klassisch, elegant

und hochwertig.

www.annmueller.de

Bild: Volker Warning

Erleben Sie die aktuelle Herbst/Winterkollektion mit

tollen Angeboten im neuen GAASTRA Store Hannover!

Willkommen an Bord in der Ernst-August-Galerie!

erst hat Maike Dahl in Kooperation mit dem Porzellanhaus

Fürstenberg eine Kollektion atemberaubender Schalen aus

Porzellan und Silber entworfen.

Atemberaubend ist auch das Wort, das zu den Hutkollektionen

von Sabine Stasch passt, die Laden und Atelier

seit drei Jahren im Volgersweg 22a betreibt. „Die Zwanziger

inspirieren mich besonders, weil die Hüte klein sind und

einen frechen Schnitt haben. In dieser Zeit wurde endlich

das Weiblich-Pompöse abgeworfen und das Bequeme,

Schlichte und Garconhafte setzte sich durch. Das Feminine

ging dabei nicht verloren, sondern wurde eigentlich

ganz neu entdeckt. Denken Sie an Coco Chanels schlanke

Jersey-Outfits, dazu Pelzkragen, Handschuhe, Topfhut,

rote Lippen, Garconschnitt für die Frisur, etwas Bein und

manchmal eine Zigarettenspitze! Superelegant und cool.“

Staschs Modelle überzeugen vor allem durch ihre Tragbarkeit,

aber auch Mut zum Hut ist bei einzelnen Stü cken

gefragt. Sie lebt und arbeitet gern in Hannover – auch wenn

die großen Metropolen in Sachen Mode sicherlich noch

andere Impulse geben. „Die Menschen hier in Hannover

sind im Alltag zum großen Teil nicht so experimentierfreudig,

was ihre Kleidung betrifft. Gerade darin sehe ich eine

Aufgabe, schöne, tragbare, bequeme, alltagstaugliche Hüte

mit einem Anflug von Eleganz zu entwerfen.“ Bis vor zwei

Jahren hat die diplomierte Textildesignerin an der Modefachschule

M3 in Hannover gelehrt. Jetzt konzentriert sie

sich auf ihre eigenen Kollektionen: schlicht, sportlich, elegant

und zeitlos.

In der Jakobistraße 20 ist Ann Müller seit 14 Jahren erfolgreiche

Modedesignerin. Vor zwei Jahren gründete sie die

Mügge + Müller GmbH mit der neuen Linie „ann“. Hochwertige

Materialien, reduziert auf das wesentliche und zeitloses

Design in klaren Farben machen die Mode von Ann

Müller ebenso aufregend wie tragbar. Die Designerin bringt

das so auf den Punkt: „Klassisch, puristisch, reduziert, elegant,

sportlich, hochwertige Stoffe und Materialien, Nachhaltigkeit,

Produktion made in Germany.“ Zwischen den

Modemetropolen Hamburg und Berlin fühlt sie sich in Hannover

wohl. „Ein guter Standort für mich als Designerin,

es gibt hier nicht viele Modedesigner, nicht viele, die ihre

eigene Kollektion produzieren. Die Hannoveraner könnten

aber ruhig noch etwas modebewusster werden!“

Dem Designbewusstsein der Landeshauptstädter wird

der iF design award auch in Zukunft weiter Rückenwind

geben. Neu ist 2012, ein Jahr vor dem 60. Geburtstag des

renommierten Preises: Die Präsentation der Preisträger am

Messeplatz in Hannover wird sich in Zukunft verstärkt an

den wichtigsten Messen orientieren und läuft während

der CeBIT. Mit einem neuen Ausstellungskonzept wird

ihr Aufmerksamkeitspotenzial noch deutlich erhöht. Als

Dauerausstellung bekommt sie in der Hamburger Hafen­

City einen neuen, zusätzlichen Standort. Neu ist auch,

dass die Ausstellung nicht nur – wie bisher – die Preisträger

des iF product design award zeigt, sondern die aller vier

Wettbewerbe. Und das an beiden Standorten, in Hannover

und Hamburg.

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Bild: Interhyp AG

Sebastian Heidmann,

Leiter der Interhyp-

Niederlassung Hannover.

Günstige Baugeldzinsen sichern

Mitten in der Krise sind die Zinsen für Baugeld günstig. Sebastian Heidmann, Leiter der Interhyp-Niederlassung

Hannover, gibt Häuslebauern und Immobilienkäufern Tipps zur Finanzierung ihres Eigenheims.

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Herr Heidmann, wie ist die Situation für Immobilienkäufer

und Bauherren?

Heidmann: Ideal! Denn die Zinsen für Baugeld sind

momentan sehr günstig. Die Bestkonditionen für zehnjährige

Annuitätendarlehen liegen bei rund drei Prozent,

das ist sehr attraktiv. Zum Vergleich: Der langfristige

Durchschnitt für zehnjährige Annuitätendarlehen

liegt bei über sechs Prozent.

Was raten Sie?

Heidmann: Nicht lange warten, sondern ein geplantes

Bau- oder Kaufvorhaben gleich in Angriff nehmen! Am

besten sollten sich Bauherren und Käufer die momentan

günstigen Zinsen für einen möglichst langen Zeitraum

sichern. Wer sich etwa für 15 oder 20 Jahre entscheidet,

profitiert von einer niedrigen Darlehensrate bei gleichzeitig

hoher Kalkulationssicherheit. Aber nicht nur die

Zinsen zählen, auch die individuelle Ausrichtung eines

Darlehens ist wichtig. So kann es zum Beispiel sinnvoll

sein, günstige Sondertilgungsoptionen zu vereinbaren.

Interhyp ist der größte Anbieter von privaten Baufinanzierungen

in Deutschland. Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Heidmann: Der Erfolg beruht auf einem klaren Geschäftsmodell

mit echtem Mehrwert für den Kunden. Anders

als die klassische Bank mit ihrem hauseigenen Produkt

haben wir Zugriff auf die Angebote von mehr als 300

Finanzinstituten, darunter zum Beispiel regionale Institute

wie Sparkassen und Genossenschaftsbanken, große

überregionale Banken oder Direktbanken. Dadurch können

unsere Baufinanzierungsspezialisten anbieterunabhängig

eine maßgeschneiderte Lösung mit besten Konditionen

für unsere Kunden auswählen. Mit diesem Service

sind wir auch persönlich vor Ort für den Kunden da: In

der Niederlassung Hannover mitten in der Innenstadt,

am Aegidientorplatz 2b.

Die Niederlassung Hannover besteht jetzt im fünften Jahr.

Wie nehmen die Menschen vor Ort die Beratung an?

Heidmann: Sehr gut! Denn bei einer so weitreichenden

Entscheidung wie der Immobilienfinanzierung schätzen

die Menschen die Beratung vor Ort sehr. Im persönlichen

Gespräch ist es möglich, auf die Bedürfnisse

und Lebenssituation der Kunden einzugehen – und so

maßgeschneiderte Finanzierungskonzepte anzubieten.

Das kommt gut an: Anfang 2007 startete die Niederlassung

mit drei Finanzierungsberatern – jetzt haben

wir wegen der starken Nachfrage ein Team von zwölf

Beratern.

Welche Angebote sind möglich?

Heidmann: Ob Zinsbindungen von drei Monaten bis 30

Jahren, flexible Tilgungsmöglichkeiten oder staatliche

Fördermittel – wir bieten Bauherren und Immobilienkäufern

genau die Finanzierungslösung, die optimal zu

ihnen passt. Und dieser Service kostet die Kunden keinen

Cent extra.

Wann sollten sich Immobilieninteressenten um die Finanzierung

kümmern?

Heidmann: Wir raten, sich erst mit der Finanzierung

zu beschäftigen und dann auf Objektsuche zu gehen.

In einer individuellen Beratung klären wir zunächst ab,

wie hoch das Budget für die Finanzierung jetzt und in

Zukunft ist und wie viel Eigenheim man sich damit leisten

kann. Auf der Basis entwickeln wir dann das individuelle

Finanzierungskonzept. Wer das in der Tasche hat,

tut sich auch leichter bei der Immobiliensuche und erhält

eher den Zuschlag beim Kauf.

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Die „neuen“ Scorpions

Neben aller Sportbegeisterung hat der Club in dieser Saison auch

für Geschäftskunden neue Ideen und Möglichkeiten.


72 SPort regjo HAnnover regjo HAnnover SPort 73

Jubel bei den Hannover Scorpions über den Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2010. Es war Thomas Dolak, der mit dem

Gamewinning-Goal den ersten Meistertitel in der Geschichte der Hannover Scorpions Wirklichkeit werden ließ.


egjo HAnnover SPort 75

Logen, Business Seats und das VIP Restaurant in der TUI-Arena stehen bei Geschäftskunden hoch im Kurs. (Bild: Frank Wilde)

Text: Stefanie Stüting Fotografie: Hannover Scorpions, Frank Wilde

Sie haben die Saison ihres Lebens hinter sich. 109 Sekunden

vor Spielende hatte Thomas Dolak mit seinem Treffer

zum 3:2 den Weg zum Sieg geebnet, den Tino Boos mit

einem Schuss direkt vom Bully im eigenen Drittel endgültig

sicherstellte.

Die Hannover Scorpions waren 2010 erstmals in ihrer

35-jährigen Geschichte Deutscher Meister. Begonnen hatte

alles 1973 mit dem Bau einer 30x40m großen Eisbahn in

Mellendorf. Mit der Saison 1977/1978 wurde erstmalig

ein Herrenteam ins Rennen geschickt, das in der damaligen

Regionalliga Nord quasi den Grundstein des Wedemärker

Eishockeymärchens legte. Unter dem rumänischen

Coach Puskas und mit Hilfe des ehemaligen finnischen

Nationalspielers Esko Kaonpää – des ersten Stars gewissermaßen,

der sich auf Mellendorfer Eis verdingte – wurde

unangefochten und ohne Punktverlust die Meisterschaft

eingefahren.

Die Hannover Scorpions haben sich mit dem umfangreichsten

Spielerwechsel in ihrer Geschichte neu aufgestellt.

Welche Ziele der Club außerdem vor Augen hat,

erklärt Marco Stichnoth, Geschäftsführer der Hannover

Scorpions, im Gespräch mit RegJo.

Was ist charakteristisch für die Hannover Scorpions und

ihr Spiel?

Unsere Claims „We are Family“ und „…mehr als nur ein

Club“ zeigen, dass wir nie aufgeben und immer den Willen

haben, jedes Spiel zu gewinnen. Außerdem sind unsere

Spieler schon jetzt ein eingeschworener Haufen, wo jeder

für den anderen kämpft und alles gibt.

Wo stehen Verein und Mannschaft heute, ein Jahr nach

dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft?

Da, wo wir immer gestanden haben, auf sicheren Beinen. In

diese Saison sind wir mit einem reduzierten Etat gegangen,

aber trotzdem sind wir mit dem Anspruch, unter die TOP

8 zu kommen, gestartet, da wo wir seit acht Jahren sind.

Sie haben den größten Spielerwechsel in der Geschichte

der Mannschaft vollzogen: Was ist neu, was bleibt und

wo liegen die neuen Stärken des Teams?

Wir haben unsere Mannschaft stark verjüngt und viele

Spieler mit sehr großem Talent geholt. Unsere Aufgabe ist

es nun, diese bestmöglich zu entwickeln. Dies wird etwas

Zeit brauchen, bis zum Gewinn der ersten Meisterschaft


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Baufinanzierung

Baufinanzierung

für für Deutschland:

Hannover:

Ich bin 100 Banken

Ich bin 100 Banken

Manuela Dischinger

Baufinanzierungsspezialistin

bei Interhyp.

hat es auch fünf Jahre Entwicklung benötigt. Unsere Spieler

sind sehr lernwillig und hungrig, darauf lässt sich etwas

aufbauen.

Wie sieht es mit der Nachwuchsförderung bei den Hannover

Scorpions aus?

Wir haben zwei Kooperationen: Einmal die direkte Junioren-Kooperation

mit den SC Langenhagen Jets, wo unser

ehemaliger Spieler und Nationalspieler Lenny Soccio die

Nachwuchsabteilung leitet und tolle Arbeit leistet. Im Senioren-Bereich

kooperieren wir mit den Halle Saale Bulls,

dadurch können sich unsere Spieler entwickeln und Spielpraxis

sammeln.

In der TUI Arena findet man nicht nur als Zuschauer der

Scorpions-Spiele spannende Unterhaltung. Was gibt es

außerdem für Möglichkeiten?

Besonders interessant ist die TUI Arena für repräsentative

Unternehmensveranstaltungen. Nicht nur für Haupt-,

Aktionärs- oder Mitarbeiterversammlungen, sondern auch

im Bereich der Kundenpflege hat die Multifunktionshalle

Einiges zu bieten. So können die 36 Clublogen und sechs

Partylogen gemietet werden. Ihre Loge kann auf Wunsch

im Corporate Design des Unternehmens ausgestattet werden.

Zum Arena-Innenraum sind die Logen mit einer

Grundfläche von 24 bis zu 59 m² nur durch eine Glasfront

abgetrennt. Jeder Loge sind davorliegende Sitzplätze

zugeordnet, sodass Konzerte oder Sport-Events sowohl im

exklusiven Rahmen als auch gemeinsam mit Tausenden

von Besuchern erlebt werden können. Eine perfekte Inszenierung,

um Geschäftsbeziehungen aufzubauen und zu

pflegen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Perspektive

komplett zu wechseln und zum Beispiel eine Firmenveranstaltung

auf dem Eis stattfinden zu lassen. Der

Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

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Welche Ziele hat sich die Mannschaft für das kommende

Jahr gesteckt?

Natürlich ist das Ziel das Erreichen der Play-offs, dann verletzungsfrei

in die Play-offs gehen zu können und da versuchen

wir, möglichst weit zu kommen.

Wo sehen Sie heute Baustellen und Handlungsbedarf in

der Mannschaft?

Wir müssen Konstanz in unsere Aktionen bekommen,

durch die Konstanz werden wir zu einer noch stärkeren

Einheit und über diese Einheit werden wir dann

unsere Spiele auch erfolgreich gestalten und unsere Ziele

erreichen.


78 kalender regjo HAnnover regjo HAnnover kalender 79

Lord of the Dance

Kurt Krömer

Götter und Helden

Paul Potts

Lord of the Dance begeistert Menschen in aller Welt. Am

11. Dezember präsentiert Michael Flatley seine spektakuläre

Stepp-Show in der AWD-Hall Hannover.

Der Mann aus Neukölln sucht am 03. November

im Theater am Aegi wieder den direkten

Kontakt zu seinem Publikum.

Die Ausstellung zeigt noch bis zum 19. Februar 2012,

wie Künstler einzelne Mythen und die Gestalten der antiken

Götterwelt in ihren Werken aufgegriffen haben.

Der Sieger von Britain’s Got Talent 2007 wird

am 23. November im Kuppelsaal Hannover

sein Album „Cinema Paradiso“ vorstellen.

Klassik, Ballett

Theater, Kabarett, Musical

Ausstellungen

Jazz, Rock, Pop, Schlager

30. bis 31. Oktober 2011

2. Sinfoniekonzert – Karen Kamensek betört

mit klassischer Musik von Franz Schubert,

Benjamin Britten und Johannes Brahms

Opernhaus Hannover

20. bis 21. November 2011

3. Sinfoniekonzert – Igor Strawinskys Ballett

Pétrouchka wird präsentiert von Johannes

Debus als Burleske in vier Bildern

Opernhaus Hannover

25. November 2011

Alice im Wunderland – ein Ballett von Jörg

Mannes, das mit „Fantasy im Wunderland“

alle Altersklassen fasziniert

19.30, Opernhaus Hannover

01. Dezember 2011

Ariadne auf Naxos – eine Oper von Richard

Strauss, Libretto von Hugo von Hofmannsthal,

unter musikalischer Leitung von Karen

Kamensek

18.30 Uhr, Opernhaus Hannover

13. Januar 2012

The Ukulele Orchestra of Great Britain –

interpretiert Klassiker des Rock‘n‘Roll, Punk,

Jazz und der klassischen Musik völlig neu

20.00 Uhr, Theater am Aegi

01. November 2011

Lachen, Staunen, Nervenkitzel – Varieté mit

Martin Quilitz, Kabarettist von Bühnen-Talkshows

und Autor der Harald Schmidt-Shows

goP Varieté-Theater Hannover

01. bis 02. November 2011

Salaam, shalom – „We came to organize

your peace“: Musik, Performance und Märchen

treffen auf kulturelle Intifada

Stadtteiltreff Sahlkamp, Hannover

03. November 2011

Kurt Krömer – der direkte Dialog mit seinen

Gästen und dem Publikum produziert urkomische

Pointen und Slapstickbrüller

20.00 Uhr, Theater am Aegi

03. November 2011

Ursprung der Welt – Komödie, in der hüllenlose

Werbung und westliche Hemmungslosigkeit

gegen Burka und Ehrenmord stehen

19.30 Uhr, Schauspielhaus Hannover

04. November 2011

Staatsfeind Kohlhaas – während Heinrich

von Kleist ihm ein Denkmal schuf, erzählt István

Tasnádi die alte Geschichte von Kohlhass

noch einmal neu

19.30 Uhr, Schauspielhaus Hannover

11. November 2011

Der Goldene Drache – schreiende Komik

und schwebende Traurigkeit in einem Stück

von Roland Schimmelpfennig

19.30 Uhr, Schauspielhaus Hannover

20. November 2011

Moschee De – das Stück von Robert Thalheim

und Kolja Mensing wurde mit dem Kulturpreis

der Ev.-luth. Landeskirche Hannover

ausgezeichnet

20.00 Uhr, Cumberlandsche Bühne, Hannover

25. November 2011

Antigone – eine Tragödie des Sophokles mit

Thomas Mehlhorn (Kreon) und Elisabeth Hoppe

(Antigone) in den Hauptrollen

19.30 Uhr, Ballhof Eins Hannover

11. Dezember 2011

Lord of the Dance – die irischen Stepp-

Revolutionäre zeigen eine faszinierende Show

mit herausragenden Tänzern

20.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

03. Januar 2012

Das Phantom der Oper – zum 100. Geburtstag

des Roman-Bestsellers von Gaston

Leroux mit Sängerin Deborah Sasson

20.00 Uhr, Theater am Aegi

01. November 2011 bis 27. Januar 2012

Gestaltung mit Ton – präsentiert besonders

gelungene Kunstwerke der Töpfergruppe der

Paul Gerhardt Gemeinde in Badenstedt

Stadt/-Schulbibliothek Badenstedt

bis 06. November 2011

Daniel Richter – unter dem Motto „1.001

Nacht“ beschäftigt er sich in seinen Kunstwerken

mit Geschichten, die Konflikte eingehend

studieren

kestnergesellschaft Hannover

bis 27. November 2011

Test the West – eine Karikaturistin und neun

Karikaturisten aus Ostdeutschland stellen die

neue Bundesrepublik auf den Prüfstand

Wilhelm Busch Museum Hannover

bis 12. Dezember 2011

Mut tut gut – die Fotoausstellung von Carsten

Minasch beschäftigt sich mit dem Thema

Gewaltprävention

Stadtbibliothek Linden, Lindener Markt 1

bis 19. Februar 2012

Götter und Helden - mit Werken von Max

Beckmann, Max Ernst und Pablo Picasso

wird der Mythos in der Moderne präsentiert

Sprengel Museum Hannover

02. November 2011

Wingenfelder: Wingenfelder – die Hannoveraner

Kai und Thorsten, ehemals Fury In The

Slaughterhouse, präsentieren ihr Album „Besser

zu zweit“

20.00 Uhr, Capitol Hannover

03. November 2011

Milow – der belgische Sänger und Gewinner

des MTV Europe Music Award stellt sein

aktuelles Album „North And South“ vor

20.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

04. November 2011

Annett Louisan – nach mehr als 1,5 Millionen

verkauften Tonträgern geht sie mit ihrem neuen

Album „In meiner Mitte“ auf Live-Tournee

20.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

06. November 2011

Bob Dylan – und Band featuring very special

guest Mark Knopfler & Band verkörpern das

Zusammentreffen zweier Musiker

19.30 Uhr, TUI Arena Hannover

08. November 2011

Chris Norman – hat bereits neun Alben und

26 Singles veröffentlicht und stellt nun sein

neues Album „Time Traveller“ vor

20.00 Uhr, Theater am Aegi

23. November 2011

Paul Potts – das gefühlvolle Talent startet

im November mit „Cinema Paradiso“ seine

Deutschlandtournee

20.00 Uhr, Kuppelsaal Hannover

24. November 2011

Freddy Mercury Memorial Show – anlässlich

des 20. Todestags von Freddy Mercury

spielt die Revival Band mit Frontmann Harry

Rose im Capitol

20.00 Uhr, Capitol Hannover

09. Dezember 2011

Völkerball – „A Tribute to Rammstein“ lautet

der Untertitel der Band, die zur anschließenden

Rammstein Aftershow Party einlädt

20.00 Uhr, Capitol Hannover

15. Dezember 2011

Thomas Godoj – der Echo-Preisträger präsentiert

auf seiner Deutschlandtournee das

neue Album „Richtung G“

20.00 Uhr, Musikzentrum Hannover

11. Januar 2012

Thriller-Live – die Originalshow über den

King of Pop aus dem Londoner West End

begeistert das Publikum weltweit

20.00 Uhr, AWD-Hall Hannover

Fotografie: Hannover Concerts, Hannover Concerts, VG Bildkunst/Bonn, Hannover Concerts


egjo HAnnover kalender 81

Wein- & Genussmesse

29. - 30. Oktober 2011 | Altes Rathaus Hannover

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Sixdays 2011

Aufbruchstimmung im Radsport: Nach 30-jähriger Pause

finden die 11. Sixdays vom 15. bis 20. Dezember in der

Messehalle Hannover statt.

Prinzessin Lillifee

Die kleine Zauberfee wird am 02. Dezember

in gleich zwei Vorstellungen, 14.00 und 17.30

Uhr, im Theater am Aegi zu sehen sein.

Samstag, 29.10.2011 – 13.00 bis 20.00 Uhr, Sonntag, 30.10.201111.00 bis 19.00 Uhr

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Hannovers 8. Wintervarieté

Präsentiert von „Kleines Fest“ und dem GOP Varieté-Theater

in der Orangerie Herrenhausen.

Sport

Messetermine

Sonstiges

05. November 2011

Handball-Supercup 2011 – der Deutsche

Handballbund veranstaltet den 17. Supercup

für Nationalmannschaften

13.45 Uhr, TUI Arena Hannover

06. bis 07. November 2011

Open Hair Festival 2011 – Fachmesse für

den Friseurbedarf mit Workshops, Wettbewerben,

Top Hair Kongressen etc.

Hannover Congress Centrum

10. November 2011

Markus Lanz – tauscht regelmäßig das Fernsehstudio

mit einer der extremsten und faszinierendsten

Regionen der Welt: Grönland

20.00 Uhr, Theater am Aegi, Hannover

06. November 2011

Hannover 96 – heißes Heimspiel für Hannover

96 gegen FC Schalke in der Bundesliga

Saison 2011

15.30 Uhr, AWD Arena Hannover

15. bis 19. November 2011

Agritechnica – die internationale DLG-Fachausstellung

für Landtechnik stellt Neuheiten

in der Agrarbranche vor

Messegelände Hannover

bis 23. November 2011

Zeitreise 2030 – „Start frei“ für die Reise ins

Jahr 2030 bei der mulitmedialen Mit-Mach-

Ausstellung für Jugendliche ab 14

Freizeitheim Vahrenwald, Hannover

Ein französisches Varieté-Spektakel

19. November 2011

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15. November 2011

lotto-daY – herrscht in Hannover, wenn

die Hannover Scorpions auf die Straubing

Tigers am 17. Spieltag treffen

TUI Arena Hannover

bis 25. November

Fußballtempel – der Fotograf Reinaldo Coddou

H. präsentiert in einer Ausstellung beeindruckende

Panoramafotografien deutscher

und europäischer Fußballstadien

Gebäude der TUI AG, Hannover

15. bis 20. Dezember 2011

Sixdays 2011 – dabei sind 14 Paare, sechs

Top-Sprinter, unter anderem Robert Bartko

sowie Robert Bengsch und Marcel Kalz

Messehalle Hannover

18. bis 20. November 2011

haBRia ´11 – lädt alle an der philatelistischen

Szene beteiligten Sammler, Aussteller,

Arbeits- und Forschungsgemeinschaften

sowie Berufsphilatelisten ein

Hannover Congress Centrum

27. November 2011

94. Internationaler Münzenmarkt – Münzbörse,

Tauschtag, Münzen, Medaillen, Geldscheine,

Orden und Abzeichen

10.00 Uhr Hannover Congress Centrum

07. bis 08. Januar 2012

Hochzeitstage 2012 – präsentieren tolle

Anregungen, Tipps, Ideen, Informationen und

vielfältige Angebote rund um die Hochzeit

11.00 Uhr, Hannover Congress Centrum

27. November 2011

Der Räuber Hotzenplotz – Theaterräuberjagd

nach dem weltberühmten Kinderbuch

von Ottfried Preußler

16.00 Uhr, Theater in der List, Hannover

30. November 2011

Pünktchen und Anton – ein Stück nach dem

Roman von Erich Kästner für die ganze Familie,

mit Julia Schmalbrock und Jakob Benkhofer

in den Hauptrollen

12.30 Uhr, Schauspielhaus Hannover

02. Dezember 2011

Prinzessin Lillifee – bezauberndes Popmusical

mit dem neuen Abenteuer „Prinzessin Lillifee

und die verwunschene Insel“

17.30 Uhr, Theater am Aegi, Hannover

Fotografie: eichels: Event GmbH, Hannover Concerts


HANNOVER | ESSEN | MÜNSTER | BIELEFELD

82 land & umwelt regjo HAnnover

Impressum

3. Jahrgang, 9. Ausgabe

Herausgeber

Polygo Verlag GmbH

Verlag

Polygo Verlag GmbH

Hainhölzer Straße 5

30159 Hannover

Tel.: 0511 16 99 69-0

Fax: 0511 16 99 69-21

Internet und E-Mail

www.hannover.regjo.de, hallo@regjo.de

Herausgeber

Thomas Wirth (wirth@polygo.de)

Chefredaktion

Stefanie Stüting (stueting@polygo.de)

Redaktion

Katrin Langemann, Juliette Rahn, Sven Grünewald,

Annegret Adam, Torben Andersen

Autoren

Angela Andresen-Schneehage, Brigitte Freitag, Harald

Jacke

Fotografie

Marco Bühl, Iris Friedrich, Szymon Brodziak,

Deutsch-Japanischer Freundschaftskreis Hannover-

Hiroshima-Yukokai e.V., Die Künstlerin, eichels: Event

GmbH,Fachhochschule Hannover (FHH), Franzius-

Institut für Wasserbau und Küsteningenieurwesen, Forbo

Siegling GmbH, Joachim Grothus, Hannover Concerts,

Hannover Scorpions, Marina Hartfelder, Herrenhäuser

Gärten, Ulrich Herfurth, HILDegARD BRAUKMAnn

Kosmetik GmbH & Co. KG, iF design award, Interhyp

AG, istockphoto.com / gmutlu, JaMedia, Claus Kirsch,

Kai Uwe Knoth, kreisel-fotografie, Wilhelm Knicker,

Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, Thomas

Langreder, Laverana GmbH & Co. KG, Torsten Lippelt,

MHH Kaiser, ÖKOPROFIT®-Broschüre Hannover,

Paulmann Licht GmbH, p!xel 66 – Fotolia.com, Region

Hannover, Volker Schönfeldt, Sparda Bank Hannover,

Staatsoper Hannover, Stadtentwässerung Hannover,

Christian Stahl, Sabine Stasch, Sunderdiek Design

Agentur, TiHo, TimePartner/TP HighProfessionals, TÜV

noRD AG, VG Bildkunst/Bonn, Villa Waldersee, Viscom

AG, VSM AG, Volker Warning, Klaus-Dieter Weiss, Frank

Wilde, WOLLNY Personal

Art Direktion, Layout & Illustration

Ines Erdmann, Iris Becker

Lektorat

Mirjam Schröder

Marketingleitung

John D. Swenson (swenson@regjo.de)

Verlagskoordination Region Hannover

Tim Mittelstaedt (mittelstaedt@regjo.de)

Anzeigen

Dennis Aschoff (marketing@regjo.de)

Britta Blosat (blosat@polygo.de)

Tim Feindt (tim.feindt@polygo.de)

Mareike Hahn (hahn@polygo.de)

Lisa Hamann (hamann@polygo.de)

Maurice Henin (henin@polygo.de)

Jörn Jacobsen (jacobsen@regjo.de)

Michael Mohné (hannover@regjo.de)

Joschua Räsch (raesch@polygo.de)

Viktoria Siegfried (siegfried@polygo.de)

Versand & Aboservice

Anne Nathe (nathe@regjo.de)

Geschäftsführung

Thomas Wirth (wirth@polygo.de)

Assistenz der Geschäftsführung

Jennifer Röstel (roestel@regjo.de)

Katharina Schloh (schloh@polygo.de)

Erscheinungsweise

viermal im Jahr

Bezugsbedingungen

Abonnement EUR 20,- inkl. Mehrwertsteuer und Zustellgebühr

für vier Ausgaben. Einzelpreis EUR 4,50. Das

Abonnement verlängert sich automatisch, wenn es nicht

zum Ablauf gekündigt wird.

RegJo ist eine eingetragene Marke (Nr. 39867052) der

Polygo Verlag GmbH.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher

Genehmigung des Verlages.

Kooperationspartner des RegJo

Wussten Sie, dass ...

Wissenswertes aus der Region – von der größten Orchideensammlung, dem deutschen

Michel, dem musikalischen Kanaldeckel und der weltweit größten Ballettklasse.

Bilder: Herrenhäuser Gärten, kreisel-fotografie, Stadtentwässerung Hannover, Staatsoper Hannover

... der Berggarten die größte Orchideensammlung

Europas bietet?

Vor dem Hintergrund zahlreicher tropischer

Sträucher und Bäume blühen im

Berggarten ganzjährig zwischen 500 und

1.000 Orchideen – Europas größte Orchideen-Dauerausstellung.

Außerdem zeugen

Pokale und Plaketten vom ihrem Ruhm: So

erringen die Orchideen der Herrenhäuser

Gärten bei internationalen Wettbewerben

seit Jahren immer wieder Auszeichnungen,

z.B. beim englischen Sheffield Cup.

... in der hannoverschen Marktkirche der

deutsche Michel begraben ist?

Der deutsche Michel ist nicht nur die metaphorische

Gestalt der deutschen Kultur und

Mentalität, ihn hat es tatsächlich gegeben.

General Johann Michael von Obentraut,

genannt der „deutsche Michel“, kämpfte im

Dreißigjährigen Krieg an der Spitze eines

deutsch-dänischen Heeres und wurde 1625

in einer Schlacht tödlich verwundet. Sein

Leichnam wurde in der Marktkirche beigesetzt,

wo er bis heute begraben liegt.

... es einen musikalischen Kanaldeckel

in Hannover gibt?

Im Vorfeld der Expo 2000 wurden diverse

Kunstobjekte in ganz Hannover verteilt.

Neben dem Kronleuchter über der Sofienstraße

ist das wohl ungewöhnlichste Objekt

der musikalische Kanaldeckel. Der eigentlich

gewöhnlich wirkende Kanaldeckel

befindet sich auf dem Ernst-August-Platz

und lässt Musik erklingen. Das Geheimnis

sind zwei CD-Player sowie Lautsprecher,

die sich unter dem Deckel befinden.

... die „größte Ballettklasse der Welt“

aus Hannover kommt?

1.055 Menschen hatten sich am 13. Juni

2010 zum Ballett-Training getroffen und

unter der Leitung von Jörg Mannes, Ballettdirektor

der Staatsoper Hannover, 30

Minuten lang als „größte Ballettklasse der

Welt“ getanzt. Damit schafften sie es ins

Guinnessbuch der Rekorde. Bei dem vorherigen

Weltrekord, der 2008 in Kapstadt

aufgestellt wurde, waren 989 Balletttänzer

gezählt worden.

RegJo Hannover bei Facebook:

www.facebook.com/RegJoHannover

Wer Bauvorhaben plant und umsetzt,

erwartet reibungslose Abläufe und

ein erfolgreiches Zusammenspiel

aller Beteiligten.

Nicht selten jedoch scheinen Streitigkeiten

unver meidbar zu sein. Dann kommt es

entscheidend auf die Kenntnis der eigenen

rechtlichen Möglichkeiten an. Denn nur

wer seine Rechte kennt, kann diese auch

durchsetzen.

Im Baurecht ist dies ohne fundiertes Fachwissen

und ohne umfassende praktische

Erfahrung nicht möglich. Die Kanzlei

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Nicht streiten.

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und im Handbuch „Kanzleien

in Deutschland“ unter den

führenden Anwaltskanzleien

gelistet und empfohlen („baubegleitende,

früh einsetzende

Rundumbetreuung“).

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