PDF (30,4 MB) - RegJo

regjo.de

PDF (30,4 MB) - RegJo

1. RegJo Kompendium für Südniedersachsen

Göttingen Holzminden Northeim Osterode am Harz

2013

www.suedniedersachsen.regjo.de

Eine Region erfindet sich neu


Gestaltende Beratung

regjo südniedersachsen editorial 3

ENTSCHEIDUNGSSICHERHEIT DURCH

KOMPETENTE BERATUNG.

Carsten Schult

Dipl.-Finanzwirt (FH),

Rechtsanwalt und Fachanwalt

für Steuerrecht

Christiane Ludwig

Dipl.-Betriebswirtin (BA)

und Steuerberaterin

Gesamtwerk

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Ihr Erfolg beruht auf Ihren Entscheidungen.

Wir bieten Ihnen den Rahmen dafür.“

Carsten Schult

Mandantenpotenziale zu erkennen und positiv zu nutzen, das sind

wesentliche Anforderungen an eine gestaltende Steuer beratung.

Zielgerichtet strukturieren wir für Sie Entscheidungsprozesse mit

detaillierter Analyse und Planung. So werden Vorteile für die Zukunft

erschlossen.

Rechtformwahl, Realisierung von Abschreibungspotenzialen und

Verlust nutzung, Steueroptimierung betrieblicher und privater

Einkünfte, betriebliche Alters vorsorge – das sind die Schwerpunkte

einer kompetenten Beratung.

das „alte“ Südniedersachsen, das so alt dabei noch gar nicht ist,

wird sich voraussichtlich stark verändern – die Grenzen werden

andere werden, statt mehrerer Landkreise wird es dann nur noch

eine Region geben. Vielleicht kommt es aber auch noch einmal ganz

anders, vielleicht schert Northeim in letzter Minute aus und Göttingen

fusioniert alleine mit Osterode? Vielleicht beschließen einzelne

Kommunen im Landkreis Osterode, in den Landkreis Goslar

zu wechseln? Vielleicht wird es für den Landkreis Holzminden

eine Lösung von oben geben, vielleicht verschwindet der Landkreis

auch von der Landkarte und geht in den umliegenden Landkreisen

auf? Vieles erscheint inzwischen möglich, Vorhersagen sind derzeit

kaum zu treffen.

Dass es aber zu absehbaren Veränderungen kommen wird, hat

uns im vergangenen Jahr dazu veranlasst, jeden Landkreis in Südniedersachsen

noch einmal separat zu portraitieren. Mit dem vorliegenden

„Südniedersachsen-Buch“ finden Sie alle diese Portraits in

einer kleinen Sonderauflage und mit einer inhaltlichen Aktualisierung

gebündelt vor. Für den symbolischen Rahmen um die Portraits

herum fertigte der Göttinger Maler Andreas Lemberg fünf Ölgemälde

an – eines für jeden Landkreis und die Region als Ganzes.

Und mit Prof. Hans-Ludwig Schreiber, ex-Präsident der Universität

und ex-Staatssekretär im Wissenschaftsministerium führten wir ein

Gespräch über die Region – ihre Stärken, ihre Entwicklungen.

Sven Grünewald

Chefredaktion

Heidrun Bäcker, Bürgermeisterin,

Mitglied im Präsidium des Nds., Städte- und Gemeindebundes

„Die Regionen um uns herum entwickeln eine große Dynamik. Es wird Zeit,

dass auch wir Kräfte bündeln, ohne unsere Identitäten aufzugeben. Gemeinden

sind heute leistungsstark wie noch nie und können mehr Aufgaben übernehmen,

wenn sie einen starken Landkreis als Partner haben – für mehr Bürgernähe!“

Prof. Hans Georg Näder,

Geschäftsführender Gesellschafter, Otto Bock HealthCare GmbH

„Ich persönlich halte große Einheiten für gut. Das spart Kosten und die Effizienz

kann man dadurch auch steigern. Deshalb müssen wir über einen Großkreis in

Südniedersachsen nachdenken.“

Göttingen

- Bürgerstraße 42a · 37073 Göttingen · Tel.: 0551 770771-0 · Fax: 0551 770771-360

- Kleines Feld 7 · 37130 Gleichen – Klein Lengden · Tel.: 05508 9766 - 0 · Fax: 05508 9766-60

Ein Partner der

Hamburg

- Am Sandtorkai 50 (SKAI) · 20457 Hamburg · Tel.: 040 3006188 - 400 · Fax: 040 3006188 - 64

E-Mail: info@rup.de · Web: www.rup.de

Cover: „Science Region“, Andreas Lemberg, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm, 2013

Sucht man nach dem, was Südniedersachsen im Kern ausmacht, landet man unweigerlich

in der Wissenschaft. Universität, Fachhochschule, Forschungseinrichtungen wie die

Max-Planck-Institute – die Wissenschaftsdichte in Südniedersachsen ist nicht nur für

niedersächsische Verhältnisse einmalig.

Testimonials: Broschüre Kreisfusion, Landkreis Göttingen


4 interview regjo südniedersachsen

„Mehr als eine kleine

Universitätsstadt“

Der ehemalige Universitäts-Präsident Hans-Ludwig Schreiber über

die Veränderungen in und um Südniedersachsen, die Notwendigkeit

einer besseren regionalen Zusammenarbeit und die besondere Rolle

der Universität.

Interview: Sven Grünewald Fotografie: Marco Bühl

Wenn Sie daran zurückdenken, als Sie nach Göttingen gekommen sind – gab

es damals auch schon eine Art „Südniedersachsen-Identität“?

In meiner Wahrnehmung gab es einen Raum „Südniedersachsen“, der sich auch

als ein zusammengehörender Raum begriffen hat. Durch die Zonengrenze war

die Region sogar noch klarer abgegrenzt als heute.

In Ihre Zeit als Staatssekretär im Wissenschaftsministerium fiel die Wende,

wodurch sich speziell auch für Südniedersachsen einiges änderte. Wie haben

Sie diesen Übergang damals erlebt?

Es war eine gewaltige Veränderung. Durch die offenen Grenzen kamen viele

Leute nach Südniedersachsen. Viele Studenten, aber auch viele Menschen, die

Arbeit suchten, kamen in die Region. Er herrschte ein Gefühl der Belebung.

Göttingen rückte für die umliegenden Landkreise, aber auch für die dazugekommenen

neuen Nachbarn mehr als bisher in den Vordergrund. Das Eichsfeld

wurde von einer abgeschotteten Grenzregion wieder zu einem lebendigen

Gebiet – sowohl für die Bevölkerung als auch für Gewerbe und Industrie.

Halten Sie einen geschlossenen Auftritt der Region für notwendig – etwa wenn

es um die Einwerbung von Fördergeldern der EU geht oder um die Interessensvertretung

in Hannover oder für ein nationales Standortmarketing?

Man kann sagen, die Region hat sehr viele differenzierte Interessen. Das sollte

aber ein gemeinsames Auftreten etwa bei der Einwerbung von Fördergeldern

der Europäischen Union nicht hindern. Eine gemeinsame Interessenvertretung

in Hannover oder ein internationales Standortmarketing unter Hinweis auf die

landschaftlichen und regionalen Schwerpunkte wäre gut, wofür es sinnvoll

wäre, wenn Göttingen mit seiner Universität und seinen kulturellen Glanzlichtern

mehr in den Mittelpunkt rücken würde. Es ist natürlich besser, wenn

die Landkreise ihre Ressourcen bündeln und nicht gegeneinander kämpfen,

um mehr Fördermittel zu bekommen. Eine Fusion der Kreise halte ich dazu

aber nicht für nötig.

Eine Kreisfusion, wie sie derzeit angestrebt wird, ergibt für Sie also keinen Sinn?

Wenig, denn kleine Landkreise sind nicht schlecht. Die örtlichen Interessen

können besser umgesetzt werden, wenn diese jeweils im Mittelpunkt kommunaler

Selbstorganisation stünden. Eine Ausrichtung an der Landeshauptstadt

Hannover und der mit ihr verbundenen Region Hannover wäre nicht zu empfehlen.

Vielmehr könnten Interessen in Göttingen gut gebündelt werden. Eine


egjo südniedersachsen interview 7

Prof. Hans-Ludwig Schreiber,

Jahrgang 1933, kam 1971 als Professor an

die Universität Göttingen, war zwischenzeitlich

Vizepräsident der Universität, bevor

er von 1987 bis 1990 als Staatssekretär

im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft

und Kultur unter der Regierung

Albrecht tätig war. Von 1992 bis 1998 war

Hans-Ludwig Schreiber Präsident der

Universität Göttingen, so dass er die Region

über lange Jahre von außen wie von

innen kennt.

Vielfalt

Universitäre Medizin in Göttingen.

Neugier auf neue Erkenntnisse.

Zum Vorteil unserer Patienten.

Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität, Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen, Telefon 05 51 / 39 - 0, www.universitaetsmedizin-goettingen.de

Fusion, durch die auch das Know-how in verschiedenen

Arbeitsbereichen konzentriert und professionalisiert wird,

aber bei der die einzelnen Teile der neuen Verwaltung dann

auf mehrere Standorte verteilt werden, birgt die Gefahr,

dass man alles „verkleckert“ – die Personalabteilung in Göttingen,

die Haushaltsabteilung in Northeim und so weiter,

das ist nicht gut. Aber es ist natürlich verständlich, dass im

Falle einer Fusion jeder regionale Teil auch einen Bereich

der Administration bei sich haben möchte.

Wo sehen Sie die besonderen Stärken von Göttingen und

Umgebung?

Göttingen hat kulturelle Schwerpunkte, wie etwa die Universität,

Museen und Musik, insbesondere die Händel-Festspiele.

Gleichzeitig hat die Region eine sehr zentrale Lage,

Richtung Süden, Norden und seit der Wende auch nach

Osten ist man hervorragend infrastrukturell angebunden.

Wo nehmen Sie denn Schwächen der Region wahr – sei es

in struktureller Hinsicht oder im Bereich Eigenvermarktung?

Die Region ist sehr zersplittert. Darunter leidet natürlich

auch die Eigenvermarktung. Es fehlt das Gefühl für die

Eigenständigkeit der Region. Ein Eigenmarketing findet

praktisch kaum statt, man sollte aber hier mehr Schwerpunkte

bilden durch Zweckverbände und stärkere Zusammenarbeit.

Das Projekt Marktplatz Südniedersachsen

scheint mir ein gutes Beispiel zu sein oder geniusgöttingen.

Wie sehen Sie Südniedersachsen im Wissenschaftsbereich

aufgestellt?

Der Verlust der Exzellenzqualität hat der Universität natürlich

geschadet. Man hätte das vermeiden können, indem

Schwerpunkte der Universität besser herausgearbeitet und

gefördert worden wären. Die Universität ist auf dem Weg,

sie darf aber nicht wieder in die Provinzialität zurückfallen.

Heute ist sie breit und gut aufgestellt und insbesondere

im Bereich der Naturwissenschaften sicherlich die stärkste

Hochschule in Niedersachsen. International wird Göttingen

– anders als in innerdeutschen Rankings – als eine der

stärksten deutschen Hochschulen wahrgenommen, insbesondere

in Asien. In Korea zum Beispiel hat die Universität

von Incheon in der Nähe von Seoul eine Alumnivereinigung

gegründet, die alle koreanischen Professoren, die

in Göttingen studiert und/oder graduiert haben, in einem

Netzwerk verbindet und einen ständigen interkulturellen

Austausch herstellt. Göttingen ist gerade in Korea eine

Marke für den Erfolg. Des Weiteren ist mit den vier Ablegern

des Max-Plank-Institutes in Göttingen und dem Institut

in Katlenburg-Lindau eine international renommierte

Forschungsinstitution vertreten, deren Erfolge auch für die

Region als Wissenschaftsstandort sprechen.

In einer Stadt, die mit der Universität so untrennbar verbunden

ist, kommt der Abstimmung zwischen dem Oberbürgermeister

und dem Präsidenten eine besondere Rolle

zu. Wie reibungslos läuft das Miteinander?

Die Zusammenarbeit mit der Stadt, aber auch mit dem

Landkreis, hat immer gut geklappt, egal welche politische

Partei am Ruder war. Wir haben ständig Gespräche mit der

Stadt gehabt über eine Erweiterung der Universität, Infrastrukturmaßnahmen

oder die Förderung des Wohnungsbaus.

Und die Stadt hat eigentlich immer sehr vernünftig

mit uns zusammengearbeitet. Dass das Tandem Präsident-

Oberbürgermeister funktioniert, ist sehr wichtig und natürlich

auch, dass man sich nicht gegenseitig Knüppel zwischen

die Beine wirft. Würde es haken, könnte es etwa

Probleme bei Bauvorhaben geben und bei vielen weiteren

Kleinigkeiten.

Kommen Sie immer noch gerne hierher?

Oh ja – bis letztes Jahr bin ich jede Woche in Göttingen

gewesen. Ich habe sogar noch einen Raum in der Universität.

Es gibt so ein „Göttingen-Gefühl“ – die Stadt hat es

im Laufe ihrer Geschichte geschafft, viele Leute dort zu

halten. Sie ist mehr als eine kleine Universitätsstadt am

Rande der Welt. Bonn zum Beispiel, da habe ich studiert,

ist viel unpersönlicher. Wir sind keine Hauptstadt und vielleicht

ist es manchmal etwas provinziell, aber es ist auch

friedlich und schön und die Stadt ist geistig auch nicht

unbeweglich.


8 LemberG / Göttingen regjo südniedersachsen regjo südniedersachsen LemberG / Göttingen 9

Gewiß, dort gibt es keine Seine

und auch den Wald nicht von Vincennes,

doch gäb‘s viel, was zu sagen bliebe

von Göttingen, von Göttingen!

Paris besingt man immer wieder,

von Göttingen gibt‘s keine Lieder,

und dabei blüht auch dort die Liebe

in Göttingen, in Göttingen.

Mir scheint, wir sind weit schlecht‘re Kenner

in punkto „Frankreichs große Männer“

als Hermann, Peter, Helga, und Hans

in Göttingen.

Hier spielte auch, ganz ohne Frage,

das Märchen uns‘rer Kindertage:

„Es war einmal . . .“, ja wo begann‘s?

in Göttingen.

Gewiß, dort gibt es keine Seine

und auch den Wald nicht von Vincennes,

doch sah ich nur so schöne Rosen

in Göttingen, in Göttingen.

Das Morgengrau ist nicht das gleiche

wie bei Verlaine, das silbern-bleiche,

doch traurig stimmt es auch Franzosen

in Göttingen, in Göttingen.

Kommt es mit Worten nicht mehr weiter,

dann weiß es, Lächeln ist gescheiter:

Es kann bei uns noch mehr erreichen,

das blonde Kind in Göttingen ...

Was ich nun sage, das klingt freilich

für manche Leute unverzeihlich:

Die Kinder sind genau die gleichen

in Paris, wie in Göttingen.

Laßt diese Zeit nie wiederkehren

und nie mehr Haß die Weit zerstören:

Es wohnen Menschen, die ich liebe,

in Göttingen, in Göttingen.

Doch sollten wieder Waffen sprechen,

es würde mir das Herz zerbrechen!

Wer weiß, was dann noch übrig bliebe

von Göttingen, von Göttingen ...

„Barbara:

Chanson à Göttingen“

Andreas Lemberg, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm, 2013

Das Gemälde kann käuflich erworben werden. Kontakt unter www.lemberg.de

1964 gelang es, die französische Chansonière Barbara (mit bürgerlichem Namen Monique Andrée Serf, 1930

bis 1997) in das Junge Theater Göttingen einzuladen. Ihre anfänglich nur geringe Begeisterung für einen

Auftritt in Deutschland verkehrte sich durch das enthusiastische Göttinger Publikum ins Gegenteil. Sie blieb

länger in der Stadt, komponierte das Chanson „Göttingen“ und leistete so ihren Beitrag zur deutsch-französischen

Versöhnung. Quasi nebenbei machte sie Göttingen so auch in Frankreich bekannt. An wie vielen seidenen

Fäden die Entstehung des Liedes hing, schrieb sie später in ihrer Autobiografie: „Ich verdanke dieses

Chanson also der Beharrlichkeit Günther Kleins, zehn Studenten, einer mitfühlenden alten Dame, den kleinen

blonden Kindern Göttingens, einem tiefen Verlangen nach Aussöhnung, aber nicht des Vergessens.“


Das Regional-Journal für Südniedersachsen

Göttingen Holzminden Northeim Osterode am Harz

Göttingen Spezial

Ihr persönliches Exemplar zum Mitnehmen

Was sich seit 2012 getan hat

Seit Veröffentlichung des ersten Landkreis-Portraits ist inzwischen ein Jahr vergangen, die Dinge haben sich weiterentwickelt.

Was genau seit Erscheinen der einzelnen Landkreis-Schwerpunkte passiert ist, stellen wir Ihnen hier kurz vor.

Landkreis Göttingen (Sommer 2012)

„Projekt Kennzeichen D“ in Diemarden. Von den rund 1.200

Diemardener Bürgern sind mittlerweile nur gerade einmal 80 als

Fahrer und 70 als Mitfahrer registriert. Das Projekt läuft noch,

doch wird nicht mehr aktiv beworben. Die relativ geringe Resonanz

sei zum einen dadurch begründbar, dass die Busverbindungen,

besonders nach Göttingen und zurück, derzeit noch relativ gut

sind. Dies könnte sich aber bei sinkenden Schülerzahlen und damit

wegfallendem Busverkehr, der sich an den Unterrichtszeiten der

Kinder orientiert, ändern, meint Jörn Schneider von der Diemardener

Arbeitsgruppe Mobilität, die das Projekt betreut. Zudem geht

Schneider auch von einer Schwellenangst aus: Die Dorfbewohner

würden demnach davor zurückschrecken, sich mit einem Schild

(welches signalisiert, dass man mitgenommen werden möchte)

sichtbar an die Straße zu stellen. Ein dritter Grund sei zudem die

Schwierigkeit, in Göttingen spontan Rückfahrmöglichkeiten zu

finden, denn innerhalb der Stadt verlieren sich die Autos, die sich

mit dem „Kennzeichen D“, das hinter der Frontscheibe platziert

wird, kenntlich machen. Fazit: Im Speckmantel der Stadt Göttingen

ist die Nahverkehrssituation noch relativ gut. Deshalb ist die

Notwendigkeit eines solchen Projektes eher gering.

Michael Heil, Geschäftsführer, Kreissportbund Göttingen

„Die Sportbünde in Südniedersachsen arbeiten eng zusammen. Auch

einige Fachverbände, wie z. B. Handball oder Tennis, haben sich über die

Kreisgrenzen hinaus in Regionen zusammengefunden, um den Spielbetrieb

gewährleisten zu können. Für die Sportorganisationen wird es in nächster

Zeit erforderlich sein, die Regionsbildung zu verstärken.“

Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin, Georg-August-Universität Göttingen

„Eine Universität, die so eng mit der Stadt und Region verbunden ist wie die

Georg-August-Universität, kann sich nur erfolgreich weiterentwickeln, wenn sie

in der Stadt und den umliegenden Landkreisen starke Partner hat, die sie auf

diesem Weg begleiten.“

Prof. Dr. Ulrich Harteisen, Geschäftsführender Dekan,

HAWK Fakultät Ressourcenmanagement

„Die Herausforderung besteht darin, den notwendigen Veränderungsprozess so

zu gestalten, dass die Region Südniedersachsen nach außen an Strahlkraft gewinnt

und gleichzeitig im Innern Bürgernähe durch moderne Kommunikationstechnik

und auch durch eine neue Beteiligungskultur verbessert wird. Das ist möglich!“

Bild: Marco Bühl, Testimonials: Broschüre Kreisfusion, Landkreis Göttingen

Dörfer im Dialog als Projekt des LEADER-Regionalmanagement.

Am 18. Oktober 2012 wurde die „Dorfladeninitiative

Göttinger Land“ des LEADER-Regionalmanagements gegründet.

Die ersten Dorfläden, die der Initiative beigetreten sind, befinden

sich in Bremke, Diemarden, Groß Lengden, Güntersen, Mackenrode,

Reiffenhausen, Reinhausen, Roringen und Waake. Der

Landkreis Göttingen zählt insgesamt 24 Dorfläden. Ziel ist eine

Vernetzung der Läden, zum Beispiel durch Kooperationen beim

Wareneinkauf.

Zukunftswerkstatt Hann. Münden. Das Projekt der Stadt

Hann. Münden wurde 2012 beendet. Der Grund: „Eine ursprünglich

angedachte externe Begleitung war bisher aufgrund der fehlenden

haushaltsrechtlichen Absicherung nicht umsetzbar.“ Im

Rahmen der Haushaltsberatungen hat die Stadt Hann. Münden

deshalb beschlossen, das Projekt Zukunftswerkstatt einzustellen.

Bürgerinitiative Pro Gö. Bis Ende 2012 wollte die Initiative

rund 21.000 Unterschriften sammeln, um einen Bürgerentscheid

über die geplante Fusion zu einem Großkreis zu erwirken. Zusammen

kamen jedoch nur rund 13.000 Unterschriften. Das Vorhaben

scheiterte damit.

Landkreis Osterode am Harz (Winter 2012)

Betriebliche Gesundheitsreisen. Später als ursprünglich

geplant wird der Verein zur Förderung betrieblicher Gesundheitsreisen

im Harz GesundHarz e.V. noch nicht im Januar, sondern

erst zum 1. April 2013 starten. Bereits ab Februar sollen die letzten

administrativen Hürden genommen, Mitarbeiterstellen besetzt

und die Öffentlichkeitsarbeit vorangetrieben werden. Neben dem

1. Vorsitzenden Thomas Hülsebusch, dem Hoteldirektor des Luxushotels

revita, finden sich unter den Mitgliedern Vertreter verschiedener

Gastronomiebetriebe, Gesundheits- und Wellnessdienstleister

sowie Kliniken aus dem gesamten Westharzgebiet. Ein

Großteil der Gründungmitglieder hat seinen Sitz in den Kurorten

Bad Lauterberg und Bad Grund.

Ergänzung der Global Player. Gascogne Sack Deutschland

GmbH, Wieda. Seit 1927 werden in Wieda im Harz Sackverpackungen

hergestellt. Die Gascogne Sack Deutschland GmbH ist eine

Tochtergesellschaft des französischen Papierkonzerns Gascogne S.A.

Weltweit ist die Unternehmensgruppe in über 70 Ländern vertreten.

2011 erwirtschafteten die über 2.200 Mitarbeiter des Unternehmens

(davon circa 85 in Wieda) einen Umsatz von 480 Mio.

Euro. Die integrierte Unternehmensgruppe bietet ihren Kunden

Produkte aus der Forstwirtschaft, der Papiererzeugung, der Papiersack-Produktion

bis hin zu speziell veredelten Verpackungen an.

Aus dem Standort in Wieda werden Kunden mit Sackverpackungen

in Deutschland, Österreich und der Schweiz beliefert.

Planet Göttingen


eGJo südniedeRSAChsen GÖTTIngen SpeZIAL editorial inhalt III

Verantwortung tragen

Mit Initiative und Enthusiasmus in die Zukunft – Menschen

im Landkreis Göttingen wollen den Beweis antreten.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

manchmal muss man einfach die Ärmel hochkrempeln und loslegen.

Kein Warten auf Andere, kein Hoffen auf bessere Zeiten.

Einfach selbst Verantwortung für sich und seine Mitmenschen

übernehmen. Das beginnt im Kleinen, wie in den Dörfern des

Landkreises Göttingen zu beobachten ist. Verantwortung setzt sich

aber auch im Großen fort. Ralf O.H. Kähler, Vorstandsvorsitzender

der Volksbank Göttingen, spricht im Interview über Verantwortung

gegenüber Kunden sowie Ehrlichkeit und Vertrauen als

Fundament eines langfristigen Erfolges.

Was es braucht um loszulegen, ist Enthusiasmus und Leidenschaft.

Die Aufgaben nicht als Beruf, sondern als Berufung verstehen

– so wie der Galerist Christoph Langer. Seit zwölf Jahren

führt er das Familienunternehmen Galerie Nottbohm nicht nur mit

Verständnis, sondern vor allem mit Begeisterung für Kunst. Oder

auch Klaus Grote, der die Untersuchungen am Römerlager Hedemünden

leitet und bald in den Ruhestand tritt. Sie alle machen

den Landkreis lebenswert.

Annegret Adam

Redaktion

Inhalt

Immer einen Schritt voraus

Universitäre Medizin setzt Maßstäbe.

Als einziges Krankenhaus der Maximalversorgung in Südniedersachsen kümmern wir uns

verantwortungsvoll um unsere Patienten. Zugewandte Pflege und kompetente Betreuung

stehen im Mittelpunkt.

Und wir bieten mehr. Neugier auf neue Erkenntnisse.

Gesundheitsforschung ist unser Motor.

Vor allem in den Schwerpunkten Neurowissenschaften, Herzkreislaufsystem und

Tumorerkrankungen.

Zum Vorteil unserer Patienten.

IX Erfahren, Erleben, Ausprobieren Die Museen im Landkreis erzählen

mit ihren Objekten Geschichten aus der Geschichte.

X Die Global Player Der Landkreis Göttingen beherbergt zahlreiche

Unternehmen, die international tätig sind. Die Größten von ihnen in

einer alphabetischen Übersicht.

XVI Kundenzufriedenheit Ralf O. H. Kähler von der Volksbank

Göttingen über regionale Verantwortung und eine gewachsene

Unternehmenskultur.

XVIII Anführer und Gestalter Im Landkreis Göttingen gibt es trotz

Kreisstadt mit Strahlkraft auch Defizite. Mehrere Dörfer werden aktiv.

XXXIV Der Knoten im Stützpunkt Im Römerlager Hedemünden zeichnet

sich ab, dass der Stützpunkt von einem umfangreichen Postensystem

umgeben war.

Impressum. Herausgeber Polygo Verlag GmbH, Lotzestraße 29, 37083 Göttingen, Telefon:

0551-50 75 10, Fax 0551-50 75 1-50 Chefredaktion Sven Grünewald (redaktionsleitung@

regjo.de) Redaktion Annegret Adam, Volker Schönfeldt, Juliette Rahn, Katrin Langemann,

Torben Andersen Fotografie Marco Bühl, Landkreis Göttingen, Kultur im Kreis, Lutz Adam,

E.on Mitte Vertrieb GmbH, Volker Schönfeldt, BMU/Bernd Müller, Energieagentur Region

Göttingen e.V., Ines Blank, Ottobock, Sycor GmbH, Volksbank Göttingen, Sartorius AG,

Mahr GmbH, Novelis Inc., Carl Zeiss AG, Birkenholz, Bosch, Refratechnik Cement GmbH,

Coherent Inc., Friedrich Zufall GmbH & Co. KG, Sven Grünewald, Alciro da Silva, Landkreis

Göttingen/Klaus Grote, Annegret Adam, Galerie & Kunsthaus Nottbohm Anzeigen John D.

Swenson, Leitung (swenson@regjo.de), Dennis Aschoff, Viktoria Siegfried Geschäftsführung

Thomas Wirth (wirth@polygo.de) Art Direktion Ines Erdmann Layout Eva-Katarina Griesheimer,

Viktoria Siegfried

Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität, Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen, Telefon 05 51 / 39 - 0, www.universitaetsmedizin-goettingen.de

RegJo bei Facebook: www.facebook.com/Suedniedersachsen


Landkreis Eichsfeld

Region zwischen den Welten

reGJo südniedeRSAChsen GÖTTIngen SpeZIAL GRuSSWort V

Soziale Struktur

Die Eichsfelder haben zu jeder Zeit ein stark regions- und religionsgeprägtes

Bild in die Gesellschaft eingebracht, dabei auch

ein hohes Maß an Toleranzfähigkeit entwickelt. Ein klares, werteorientiertes

Familien- und Gesellschaftsbild sowie generationsübergreifende

Verantwortlichkeit zeichnet die Menschen in

der Region aus. Das Eichsfeld selbst wird von außen als homogen

betrachtet - nach innen stellt sich ein vielschichtiges buntes

Bild der Mentalitäten dar. Diese Vielfalt von innen verbunden

mit Offenheit und Tradition als Stütze der Moderne soll auch in

Zukunft ein homogenes Bild des Eichsfeldes transportieren. Die

Menschen in der Region identifizieren sich mit „ihrem“ Eichsfeld

und tragen dieses Regionalbewusstsein auch nach außen.















www.kreis-eic.de

Wirtschaftliche Struktur

Nach dem notwendigen Strukturwandel und dem damit verbundenen

Verlust an Arbeitsplätzen in Industrie und Landwirtschaft

haben sich die klein- und mittelständischen Betriebe als Motor

des wirtschaftlichen Aufschwunges erwiesen. Davon zeugt vor

allem ein stets positiver Gewerbeentwicklungssaldo.

Der Landkreis bietet ein investitionsfreudiges Klima und ein Ansiedlungskonzept,

welches die Besonderheiten der Region mit

den Interessen der Investoren in Einklang bringt. Die Wirtschaftsstruktur

im Landkreis ist überwiegend mittelständisch ausgeprägt.

Metallverarbeitung, Maschinenbau,Textilverarbeitung und

das Papier- und Ernährungsgewerbe sind die führenden Branchen.

Mit der A38 Göttingen-Halle stellt das Eichsfeld hier das verbindende

Element zwischen diesen Räumen dar. Die sehr guten

verkehrstechnischen Anbindungen, wie auch die historischen

Bezüge zum niedersächsischen Bereich des Eichsfeldes begründen

eine starke wirtschaftliche Ausrichtung zum Landkreis und

dem Oberzentrum Göttingen.

Kontakt

Landratsamt Landkreis Eichsfeld

Landrat Dr. Werner Henning

Friedensplatz 8 • 37308 Heilbad Heiligenstadt

Tel. 03606 / 650 1010

Fax 03606 / 650 9000

landratsamt@kreis-eic.de

Hannes Joachim

Synofzik

Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Tätigkeitsschwerpunkte:

· Baurecht

· Grundstücksrecht

· Sozialrecht

· Kommunalabgabenrecht

· Wirtschaftsrecht

Rechtsanwaltskanzlei Synofzik

Raiffeisenstraße 6

37133 Friedland

OT Niedernjesa

Tel.: 0 55 09 / 92 47 98 0

Fax: 0 55 09 / 92 47 98 8

kanzlei@synofzik.de

Verantwortung für die

Region Südniedersachsen

Der Landkreis Göttingen als

attraktiver Landstrich zwischen

Harz und Weser im Süden von

Niedersachsen, in der Mitte

Deutschlands und im Zentrum

Europas, hat viel zu bieten.

Vieles hier ist einzigartig:

der Wissenschaftsstandort

mit der Universität Göttingen,

den Fachhochschulen und

Forschungszentren, eine starke

vom Mittelstand geprägte Wirtschaft

mit großem Innovationspotenzial

und hohes soziales

Engagement von Politik, Verwaltungen,

Verbänden, Vereinen

und anderen Institutionen. Das Angebot in den Bereichen

Schule, Kultur, Tourismus und Freizeit ist vielfältig und attraktiv.

Zentrales Zukunftsthema ist der demografische Wandel. Bis

zum Jahr 2030 verlieren die südniedersächsischen Landkreise Göttingen,

Northeim und Osterode am Harz über 80.000 Einwohner.

Das ist fast jede fünfte Einwohnerin oder jeder fünfte Einwohner.

Der Bevölkerungsverlust bedeutet weniger Steuereinnahmen und

weniger Verwaltungskraft. Wir müssen daher die Kräfte bündeln,

um gemeinsam auch gegenüber der Bundes- und Landesebene stärker

auftreten zu können. Dies kann mit der Fusion der drei Landkreise

erreicht werden. Entscheidend für die Fusionsdebatte ist die

„Fusions-Prämie“. Die Landesregierung verspricht den drei Landkreisen

eine Entschuldung im Falle ihrer Fusion in Höhe von über

100 Millionen Euro. Dies hätte zur Folge, dass sie gemeinsam weniger

Schulden als zurzeit der Landkreis Göttingen hätten. Mit einer

Kreisfusion könnten langfristig auch mindestens zehn Prozent der

Personalkosten der drei Landkreise eingespart werden, ohne dass

es zu betriebsbedingten Kündigungen und Qualitätsverschlechterung

kommt.

Der neue Landkreis hätte nach einer Kreisfusion langfristig

weniger als 400.000 Einwohner und wäre noch nicht einmal

unter den zehn größten Landkreisen deutschlandweit. Seine

Ausdehnung mit etwa 3.000 Quadratkilometern entspräche der

des Landkreises Emsland. Der Landkreis Emsland zeigt, dass diese

Größe einer bürgernahen und leistungsstarken Verwaltung nicht

entgegensteht.

Um für die Region in Zukunft leistungsstarke kommunale

Strukturen vorhalten zu können, bedarf es Veränderungen. Sie,

liebe Leser des RegJo Südniedersachsen, sind herzlich eingeladen,

diesen wichtigen Zukunftsprozess zu begleiten und mitzugestalten.

Göttingen, im Juli 2012

Nominiert für den „Großer Preis des Mittelstandes“

Die Firma Leitec Gebäudetechnik aus Heilbad Heiligenstadt

hat die erste Hürde gemeistert und wurde zum „Großen Preis

des Mittelstandes“ von der Oskar-Patzelt-Stiftung nominiert.

Bernhard Reuter

Landrat des Landkreises Göttingen.


VI magazin GÖTTIngen SpeZIAL reGJo südniedeRSAChsen

reGJo südniedeRSAChsen GÖTTIngen SpeZIAL magazin VII

K U LT U R

U n t e r n e h m e n S F ü h R U n g

E n e R G I e

M Ö B e L S P e D I T I o n

Bunter Mix

Knüppel-IT setzt die Segel

Smarte Erlebnisse im treff.energie

Qualitätsgeprüft

„Kultur im Kreis“, das Kulturfest im Göttinger

Land, geht in die siebte Runde.

Die IT-Abteilung der Knüppel Verpackung aus Hann.Münden möchte durch einen

Segeltörn auf der Ostsee die Teamfähigkeit und Motivation ihrer Mitarbeiter fördern.

Im treff.energie von E.on Mitte Vertrieb können sich Interessierte über ÖkoStrom,

Photovoltaik-Anlagen, Elektromobilität und intelligente Haustechnik informieren.

Die Haberland Möbelspedition lässt Südniedersachsen

umziehen.

Raus aus der Stadt, ab auf‘s Land: Auch im

siebten Jahr bietet „Kultur im Kreis“ herausragende

Künstler an außergewöhnlichen

Orten im Göttinger Land. Ob gregorianische

Gesänge im Kloster Bursfelde

oder knackiger Big-Band-Sound in Bovenden,

Harfen-Klänge im Schloss in Gieboldehausen,

Blockflöte mit Gitarre und Bass auf

dem Gut Herbigshagen oder Barockes im

Rittersaal Adelebsen: Das Programm vom

2. September bis 6. Oktober hält für passionierte

Kulturfreunde, Neulinge und Gelegenheitsgenießer

musikalische Freuden der

besonderen Art bereit.

Neben einer Märchen-Lesung in der

Kirche zu Bodenhausen und einem Saxophon-Konzert

im Rittergut Besenhausen

wird es auch Workshops zu gregorianischem

Gesang geben. Das Abschlusskonzert

des Festivals gibt Gesangsikone Gitte

Haenning in der Dransfelder Stadthalle.

Auch das beliebte Projekt „Offene Ateliers

im Göttinger Land“ kooperiert dieses Jahr

wieder mit „Kultur im Kreis“, genau wie

das Deutsche Theater mit seinen Gastspielen

auf dem Land.

VS

In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels

suchen Unternehmen verstärkt nach

Möglichkeiten, ihre Mitarbeiter zu motivieren

und langfristig an das Unternehmen zu

binden. Die IT-Abteilung der Knüppel Verpackung

aus Hann.Münden hat sich hierbei

etwas Besonderes einfallen lassen – mit

einem Segeltörn auf der Ostsee. „Unser IT-

Team ist erst kürzlich um zwei Auszubildende

gewachsen und die Anforderungen

an die Mitarbeiter sind kontinuierlich sehr

hoch. Ich wollte etwas machen, das die

Arbeit meiner Mitarbeiter honoriert und

sie gleichzeitig als Team zusammenbringt“,

erklärt Abteilungsleiter Christian Graszt.

Das Konzept ist mehr als ein reiner

Urlaub: Segeln bietet gute Übungsmöglichkeiten

für Teamfähigkeit oder Führungskompetenz.

Letztere stand für Graszt im

Vordergrund: „Meine Jungs sollen zukünftig

mehr Projektverantwortung tragen.

Dazu müssen sie lernen, andere zu führen.“

Gesagt, getan: Der sonstige Abteilungsleiter

und Skipper gab das Ruder für ein paar

Tage an seine Mitarbeiter ab. Vor allem für

die Auszubildenden, Andreas Reichert und

Lutz Adam, war es eine interessante Erfahrung,

am Ruder zu stehen und den sonst

vorgesetzten Mitarbeitern Kommandos zu

geben.

Auch die langjährigen Mitarbeiter

konnten viele neue Impulse mitnehmen.

„Im Büro arbeitet jeder ein bisschen

für sich selbst, weil wir so unterschiedliche

Aufgaben haben. Hier mussten wir

direkt Hand in Hand arbeiten. Das braucht

Übung“, resümiert SAP-Programmierer

Frank Warßeit. Graszt ist mit dem Ergebnis

vollauf zufrieden: „Das Segeln war eine

gute Wahl. Es macht allen Spaß und vermittelt

viele wichtige Soft Skills fast von

selbst. Wir denken über eine Wiederholung

im nächsten Jahr nach.“

1919 als Papiergroßhandel gegründet,

zählt Knüppel Verpackung heute zu

den führenden Handelshäusern für Industrieverpackung.

Derzeit beschäftigt das

Unternehmen am Hauptsitz, in seinen

bundesweiten Niederlassungen und Beraterstandorten

sowie seinen sechs europäischen

Tochterunternehmen mehr als 350

Mitarbeiter.

VS

Über „viel Leben“ im treff.energie in Göttingen

freut sich Marko Lukas von E.ON

Mitte Vertrieb. Zusammen mit seinem Team

widmet sich der Energieexperte den Anliegen

der zahlreichen Kunden, die seit dem

Start vor neun Monaten das Power-Angebot

in der Berliner Straße 10 nutzen. „Der individuelle

Kontakt zu den Menschen ist auch

für uns sehr gut, weil wir dabei viel über

die Bedürfnisse unserer Kunden erfahren

und uns damit noch weiter verbessern können“,

so Marko Lukas. „Schön ist aber auch,

wenn man hört, wie sehr die Besucher die

angenehme Atmosphäre und den individuellen

Service hier schätzen.“

Zu den Top-Themen, die in den vergangenen

Wochen im Fokus des Kundeninteresses

standen, zählen laut Lukas die

Versorgung mit ÖkoStrom, die Installation

von Photovoltaik-Anlagen sowie die Elektromobilität.

„Wenn Sie ein Elektroauto mit

E.ON ÖkoStrom betanken, fahren Sie 100

Prozent emissionsfrei“, so Marko Lukas. Die

Fahrzeuge, die in Deutschland derzeit neu

zugelassen werden, stoßen im Durchschnitt

etwa 140 Gramm Kohlenstoffdioxid pro

Kilometer aus. Bei einer Laufleistung von

nur 10.000 Kilometern pro Jahr kommt

man so auf 1,4 Tonnen Kohlenstoffdioxid-

Ausstoß. Lukas: „Je mehr Elektroautos auf

den Straßen unterwegs sind, desto besser

für die Umwelt.“ Mit dem Komplettangebot

E.ON eMobil erleichtert das Unternehmen

den Einstieg in die Elektromobilität

und bietet ein Paket, das neben Ladestationen

und deren Installation auch die Belieferung

mit Ökostrom sowie ein Leasingangebot

für ein Elektroauto beinhaltet.

Ein neues Top-Thema im treff.energie

sind die „intelligenten vier Wände“:

Mit dem Angebot „E.ON eHome“ bietet

E.ON Mitte Vertrieb smarte Technik, mit

der man Licht, Heizung und vieles mehr

im Haus oder von unterwegs regeln kann.

Dabei werden Fenster-Sensoren, Heizungsregler

und abschaltbare Steckdosen über

eine Zentraleinheit oder bequem per App

über iPhone oder iPad angesteuert. Weitere

Informationen gibt es unter www.eon.de,

für Beratungen stehen die Energiexperten

von E.ON Mitte Vertrieb im treff.energie

zur Verfügung.

VS

Ob Nah-, Fern- oder Überseeumzug, Familien-,

Single- oder Seniorenumzug, als Beiladung

oder Fullservice mit Küchen- und

Möbelmontagen, ein- und auspacken – die

Haberland Möbelspedition ist in der Lage

jede Art von Umzug zu betreuen. Auch die

Lagerung von Möbeln und Akten ist bei

Haberland möglich. Dafür hat das Unternehmen

vor zwei Jahren eine neue, 850

Quadratmeter große Lagerhalle gebaut.

Ende 1970 gründeten Anne und Peter

Haberland das Unternehmen, das 1992 vom

jetzigen Inhaber Andreas Bubner übernommen

wurde und mittlerweile 20 Mitarbeiter

zählt. Weil Qualität und Professionalität bei

der Auftragsvorbereitung, der Umsetzung

und Durchführung, der Personalqualifikation,

der Eignung der verwendeten Ausrüstung

sowie der Nachbearbeitung von

großer Bedeutung sind, ist die Haberland

Möbelspedition Mitglied im MÖFORM-

Qualitätsmanagement. Im Rahmen dieser

Zugehörigkeit wird das Unternehmen

regelmäßig von einem externen Qualitätsmanagementbeauftragten

und einem Zertifizierungsdienst

überwacht.

VS

Weitere Informationen gibt es unter

www.kulturimkreis.de

Weiterführende Informationen zum Verpackungsunternehmen erhalten Sie im Internet unter

www.knueppel.de

Das Kundenzentrum des E.on Mitte Vertrieb ist geöffnet: Montag: 9.30 bis 12.30 Uhr, Dienstag:

14.00 bis 18.00 Uhr, Donnerstag: 14.00 bis 18.30 Uhr und Freitag: 9.30 bis 14.00 Uhr.

Weitere Informationen erhalten Sie unter

www.haberland-umzuege.de

Bildnachweis: Kultur im Kreis, Lutz Adam

Bildnachweis: E.on Mitte Vertrieb GmbH, Volker Schönfeldt


VIII magazin GÖTTIngen SpeZIAL reGJo südniedeRSAChsen reGJo südniedeRSAChsen GÖTTIngen SpeZIAL magazin IX

D R U C K G e w e R B e

G e t t o g e t h e r

E n e R G I e A g e n T U R

Kompensiert

Die Druckerei Goltze druckt auch professionell

digital und klimakompensiert.

Seit mehr als 60 Jahren hält sich die Goltze

Druck GmbH und Co. KG auf dem Druckereimarkt.

Das Unternehmen ist unter anderem

auch darauf spezialisiert, Beipackzettel

oder Bedienungsanleitungen auf Dünndruckpapier

mit Kleinstfalzung herzustellen.

Ab September 2012 wird das 32-köpfige

Team zusätzlich zum Offsetdruck auch

in den professionellen Digitaldruck einsteigen.

Die neue Maschine erledigt dann drei

zuvor separate Arbeitsschritte in einem

Gang: „Drucken, Schneiden, Heften“,

erklärt Geschäftsführer Klaus Fromm.

Ab Herbst 2012 möchte das Unternehmen

auf Kundenwunsch klimakompensiertes

Drucken anbieten. „Wir befinden uns

derzeit in der Zertifizierungsphase“, verrät

Fromm. Durch die Zertifizierung werden

alle CO 2 -Emissionen, die mittel- oder

unmittelbar beim Druck entstehen, erfasst

und über den Ankauf anerkannter Klimaschutz-Zertifikate

ausgeglichen – also klimakompensiert

gestellt. Es werden alle

CO 2 -Emissionen der Herstellung eines

Druckauftrages inklusive der Transportwege

berücksichtigt.

AA

Mehr über die Goltze Druck GmbH erfahren

Sie unter www.goltze.de

Zu Tisch!

Mit der Bilanz des 2. Göttinger Bürgerfrühstücks sind die Initiatoren von der Bürgerstiftung

Göttingen sehr zufrieden. Besonders bemerkenswert: die gute Stimmung.

An jenem Sonntag Anfang Juli kamen etwa

900 Besucher auf den Göttinger Wochenmarkt

zum Bürgerfrühstück. Die Idee ist

noch ganz frisch: Initiiert wurde sie das

erste Mal 2011 von der Bürgerstiftung Göttingen

mit dem Ziel, neue Spenden für ihre

Projektarbeit zu gewinnen, so etwa für das

„Erlebniskochen“, mit dem jungen Schülern

das Kochen mit saisonalen Produkten

schmackhaft gemacht werden soll.

Die Idee war auch sofort ein Erfolg:

Um die 1.000 Besucher frühstückten

unter offenem Himmel. Dieses Jahr waren

es zwar etwas weniger, die Initiatoren von

der Bürgerstiftung sind dennoch hochzufrieden

mit ihrer Veranstaltung. Zumal das

Wetter sich alles andere als stabil zeigte

und von warmem Sonnenschein zu Regen

umschlug. Der Stimmung tat dies aber

zunächst keinen Abbruch. „Die Stimmung

war richtig gut“, beschreibt Rüdiger Reyhn,

Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung,

„noch besser als beim letzten Mal. Wir

waren natürlich alle etwas enttäuscht, als

es zu regnen anfing. Aber was wirklich auffällig

war: Da saßen ganz viele noch lange

Zeit mit Schirmen an den Tischen. Ein sehr

gutes Zeichen.“

Bereits im Vorfeld zeigte sich, dass die

Idee bei den Göttinger Geschäftsleuten auf

fruchtbaren Boden fällt, denn die Spendensammler

der Bürgerstiftung wurden

„unheimlich großzügig“ empfangen, so

Reyhn. Für eine Tombola, die dieses Jahr

ihre Premiere feierte, wurden etwa 180

Preise im Wert von 6.000 Euro gespendet.

Hauptgewinn: ein E-Bike, gestiftet von

E.ON Mitte.

Ein großes Lob ging natürlich auch an

die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, fast

einhundert an der Zahl. Die Firmen Ruch

und Wulff hatten zudem Beschäftigte abgestellt

und Brötchen, Wurst und Käse, Kaffee

und Tee gespendet, das THW sorgte mit

einem Zwanzig-Mann/Frau-Team für den

Auf- und Abbau von Tischen und Bänken,

der Malteser Hilfsdienst sorgte für die

Sicherheit im Hintergrund und einige Spielerinnen

der Damen-BG74 motivierten für

den Losverkauf.

Und Klaus Plaisir, Pressesprecher

der Stadtwerke Göttingen, führte moderierend

durch den Vormittag, der durch

kurze Reden, lockere Musik und gute

Laune gekennzeichnet war. Unterm Strich

erbrachte das Bürgerfrühstück wie auch

2011 schon etwa 20.000 Euro Einnahmen

für die Stiftungsprojekte.

SG

Ein Partner in allen Energielagen

Die Energieagentur Region Göttingen berät Unternehmen und Privatpersonen bei der

Einsparung von Energie sowie zu regenerativen Projekten aller Art.

Nachhaltig investierende Unternehmen

erhalten positive Blitzlichter und stabilisieren

diesen guten Ruf, sobald wirklich

etwas dahinter steckt. Die unternehmerische

Energiefrage beinhaltet jedoch mehr

als die notwendige Linderung der Klimafolgen:

Richtig angepackt kann schnell durch

Effizienz gespart werden. Wer mehr investiert,

kann sich in Gebäuden und Produktionsstätten

sogar komplett von steigenden

Energiepreisen abkoppeln. Wer die Budgetverantwortung

hat, merkt schnell: Das ist

ein gutes Geschäft. „Auf diesem Weg unterstützt

die Energieagentur Region Göttingen

sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen

mit unterschiedlichen Programmen“,

sagt Geschäftsführerin Doreen Fragel.

Mit „Ökoprofit“ – einem regionalen

Gemeinschaftsprojekt – sparen beispielsweise

Betriebe durch die Einführung

eines Umweltmanagementsystems. In

Haushalten bieten Haushalts-Energieberater

alltagsnahe Tipps zum Energiesparen.

Gebäude-Energieberater, unter anderem

Bauingenieure, geben Hauseigentümern

erste Hinweise zur energetischen Sanierung

ihrer Häuser und Wohnungen. „Passend

dazu vermitteln wir Fördergelder des

Landkreises Göttingen“, sagt Fragel.

Das 13-köpfige Team hat sein Büro in

der Berliner Straße 2 in Göttingen (VGH-

Gebäude). Dort ist zum Beispiel der Ingenieur

Winfried Binder Ansprechpartner für

Investitionen in erneuerbare Energien. Ein

neues Netzwerkprojekt ist das „Solarportal“

der Energieagentur, auf dem unter anderem

Dachflächen für Photovoltaik angeboten

und gesucht werden können.

„Durch die Nähe zur Uni Göttingen

und der HAWK verstehen wir uns als Bindeglied

zwischen Wissenschaft und Praxis“,

sagt Fragel weiter. Das „Tor zur Wissenschaft“

für Fachfragen öffnet die Landschaftsplanerin

Dr. Inga Mölder. Die Energiewende

sei kein Selbstläufer, so Fragel.

Beispiel: Windenergie. In den teils kontroversen

und verhärteten Diskussionen ruft

die Energieagentur „Runde Tische“ ins

Leben, wo beispielsweise Bürgerinitiativen,

Politik, Verwaltung, Energieversorger und

Projektierer gemeinsam anstehende Fragen

besprechen.

VS

Mehr über die gemeinnützige Institution der Energieagentur Region Göttingen erfahren Sie

unter www.energieagentur-goettingen.de

Erfahren, Erleben, Ausprobieren

Wie klingt eine Wasserharfe, wie

backt man ein leckeres Brot, was ist

Fayence, wie lebten und arbeiteten

die Menschen auf dem Lande, welche

Auswirkungen hatte die innerdeutsche

Grenze auf den Alltag und was ist

eigentlich der Unterschied zwischen

Judentum, Christentum und Islam? Die

Museen in Duderstadt, Ebergötzen,

Göttingen, Hann.Münden, Obernfeld

und Teistungen erzählen mit ihrem

Objektbestand Geschichten aus der

Geschichte. Dabei wollen sie nicht nur

Wissen vermitteln, sondern auch ein

abwechslungsreiches Besuchserlebnis

schaffen. So können große und kleine

Besucher an Aktivstationen gemeinsam

auf Entdeckungsreise gehen und

in Sonderausstellungen immer wieder

Neues erkunden. Zudem gibt es ein

umfangreiches Begleitprogramm, zum

Beispiel mit Vorträgen und Themenführungen.

Als besonderer Rahmen für

Versammlungen, Betriebsausflüge und

Kindergeburtstage werden auch im

Kreis Göttingen die Museen vermehrt

angefragt.

Wie lebendig und wandelbar Museen

sind, beweist aktuell das Städtische

Museum Göttingen. Es wird derzeit

saniert und kann somit nicht mit dem

üblichen Museumsbetrieb aufwarten,

dafür aber mit abwechslungsreichen

Aktionen. Dazu gehören zum Beispiel

Depotentdeckungen und Sonderführungen.

Auch die anderen Museen sind

in Bewegung: Das Museum Duderstadt

konnte im Mai 2012 neugestaltet

und mit einem abwechslungsreichen

Begleitangebot wiedereröffnet werden,

das Brotmuseum hat seine 250 Jahre

alte Bockwindmühle wieder neu bespannt

und in Schwung gebracht und

auch das Museum Teistungen wurde

vor zwei Jahren neu gestaltet. Zu diesen

und weiteren Museen siehe:

www.museumsverbund.de.

Museumsverbund Südniedersachsen e.V.,

Ritterplan 8, 37073 Göttingen

Telefon: 0551 / 400 - 33 38 oder 400 - 28 83

info@museumsverbund.de

Bildnachweise: BMU/Bernd Müller, Polygo

Bildnachweise: Energieagentur Region Göttingen e.V., Ines Blank


eGJo südniedeRSAChsen GÖTTIngen SpeZIAL wirtSChaft XI

1

2

Die Global Player

Der Landkreis Göttingen beherbergt zahlreiche Unternehmen, die auch international

tätig sind. Die Größten von ihnen in einer alphabetischen Übersicht.

3

5

4

6

1 Bosch Elektrotechnik, Göttingen

Die 1886 gegründete Robert Bosch GmbH mit Sitz im Baden-Württembergischen Gerlingen ist Zulieferer

der Kraftfahrzeugindustrie und Hersteller von Gebrauchsgütern wie Elektrogeräten, Industrieund

Gebäudetechnik sowie Verpackungstechnik. Seinen Ursprung hat das Unternehmen in Stuttgart-West.

Bosch erzielte 2011 einen Jahresumsatz von insgesamt 51,5 Milliarden Euro, davon 12

Milliarden Euro in Deutschland, und beschäftigt in Deutschland an über 80 Standorten 118.800 Mitarbeiter.

Weltweit ist das Unternehmen in mehr als 50 Ländern tätig. Am Standort Göttingen fertigen

rund 700 Mitarbeiter Produkte der Kraftfahrzeugtechnik.

2 Carl Zeiss, Göttingen

Das im Jahr 1846 von Carl Zeiss als Feinwerkstatt für Mechanik und Optik in Jena gegründete

Unternehmen ist heute eines der weltweit führenden Unternehmen in der Optik und Optoelektronik.

Dabei gliedert sich die Carl Zeiss Gruppe in die Bereiche Halbleitertechnik, industrielle Messtechnik,

Mikroskopie, Medizintechnik, Augenoptik und Markenoptik/Optronik. Das Unternehmen

erwirtschaftete 2011 mit rund 24.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,237 Milliarden Euro. Weltweit

präsent ist Carl Zeiss mit rund 30 Produktions- sowie über 50 Service- und Vertriebsstandorten

in über 30 Ländern. Rund 10.000 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen in Deutschland, davon

etwa 700 am Standort Göttingen.

3 Coherent, Göttingen

Im Jahr 1971 gründeten Dirk Basting und Bernd Steyer, beide damals Mitarbeiter des Göttinger Max-

Planck-Instituts für Biophysikalische Chemie, das Göttinger Unternehmen Lambda Physik zur Herstellung

von Lasern. Zehn Jahre später verließ Steyer das Unternehmen und das US-amerikanische

Unternehmen Coherent trat als Mehrheitsgesellschafter ein. Von diesem wurde es 2005 übernommen

und umfirmiert. Der Standort in Göttingen blieb erhalten. Coherent ist ein weltweiter Hersteller

von Lasern und optischen Komponenten für industrielle und wissenschaftliche Anwendungen.

Es gibt drei Coherent Niederlassungen in Deutschland, an denen insgesamt 500 Mitarbeiter beschäftigt

sind, davon 200 Mitarbeiter am Standort Göttingen. In Lübeck und Göttingen befinden sich Entwicklungs-

und Produktionsstätten. Der Jahresumsatz beläuft sich auf weltweit 600 Millionen US-

Dollar, davon 200 Millionen US-Dollar in Deutschland.

4 Haendler und Natermann Sport, Hann.Münden

Haendler und Natermann Sport ist ein Hersteller von hochpräzisen Luftgewehrkugeln und Geschossen

für Wiederlader und Vorderlader. Das Unternehmen kann dabei auf eine 175-jährige Geschichte

zurückblicken. Im Jahre 1847 kaufte Carl Georg August Natermann den ehemaligen Befestigungsturm

von Hann.Münden und begann mit der Herstellung von Bleischrot. Bis in die 1980er Jahre

wurde dort unter dem Namen „Lätare“ Schrot hergestellt. Neben Bleiplomben und Senkbleien wurden

schon früh auch Geschosse in den verschiedensten Kalibern für die damaligen Scheibenbüchsen

gefertigt. Heute verwenden etwa Zweidrittel aller Schützen bei internationalen und nationalen Wettkämpfen

in den olympischen 10m-Disziplinen Kugeln aus Hann.Münden. Der Jahresumsatz des 430

Mitarbeiter großen Unternehmens liegt bei rund 150 Millionen Euro.

7

8


GMP

Göttinger Makowka & Partner

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

„Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sein.“

(Chinesisches Sprichwort)

9

Diplom-Agraringenieur

Andreas Wenzel

Wirtschaftsprüfer

Steuerberater

Diplom-Ökonom

Christian Makowka

Wirtschaftsprüfer

Steuerberater

Diplom-Kaufmann

Hartmut Göttinger

Wirtschaftsprüfer

Steuerberater

Wir beraten unsere Mandanten ganzheitlich in den Bereichen

∙ Wirtschaftsprüfung

∙ Steuer- und Gestaltungsberatung

∙ Internationales Steuerrecht

∙ Rechnungswesen

∙ Unternehmensnachfolge

Dabei legen wir größten Wert auf eine flexible und individuelle Betreuung

unserer Mandanten bei höchsten Qualitätsansprüchen, kurzum:

Ganzheitliche Beratung auf hohem Niveau.

Göttingen

Berliner Straße 10 • 37073 Göttingen

Telefon: 05 51 / 70 72 50 - 0

Telefax: 05 51 / 70 72 50 - 5

Ulrike Wegner

Steuerberaterin

www.g-m-p.de

Dr. Christian Busse LL.M. (tax.)

Rechtsanwalt

Steuerberater

Fachanwalt für Steuerrecht

Hannover

Ernst-August-Platz 10 • 30159 Hannover

Telefon: 05 11 / 98 42 20 - 0

Telefax: 05 11 / 98 42 20 - 49

5 Mahr, Göttingen

Die Mahr-Gruppe ist ein Hersteller von Fertigungsmesstechnik – vom Messschieber bis hin zum optischtaktilen

Formmessgerät im Nanobereich. Die Produkte werden in der Automobilindustrie, im Maschinenbau,

in feinwerktechnischen und optischen Betrieben, sowie in Wissenschaft und Forschung eingesetzt,

um kleinste Längen-, Form- und Oberflächenabweichungen an Werkstücken zu messen. Seinen

Unsprung nahm das Unternehmen 1861 mit der Gründung des Stammhauses Carl Mahr in Esslingen,

1936 wurde dann die Feinprüf GmbH in Göttingen gegründet. Heute beschäftigt das Unternehmen

insgesamt 1.600 Mitarbeiter, rund 650 davon am Standort Göttingen, vertreibt seine Produkte über

ein breites Händlernetzwerk auf der ganzen Welt und kam 2011 auf einen Jahresumsatz von über 180

Millionen Euro.

6 Novelis, Göttingen

Mit Hauptsitz in Atlanta, Georgia, ist Novelis Hersteller gewalzter Aluminiumerzeugnisse und im

Bereich Aluminium-Recycling tätig. Das 2005 als Ausgliederung des Aluminiumherstellers Alcan Inc.

gegründete Unternehmen produziert unter anderem für die Automobilindustrie, das Bauwesen und

Druckgewerbe. Zum Kundenkreis von Novelis gehören Marken wie Audi, Ford, Kodak, Samsung und

Coca Cola. Mit rund 11.000 Mitarbeitern produziert Novelis in zwölf Ländern und erzielte 2011 einem

Jahresumsatz von 10,6 Milliarden US-Dollar. Das Werk in Göttingen ist mit 800 Mitarbeitern ein Speziallieferant

flachgewalzter Aluminiumbleche für den Lithographie- und Verpackungsmarkt sowie

beschichteter Bleche für zahlreiche Anwendungen. In Göttingen werden darüber hinaus Flaschen, Kartuschen,

Dosen und Gehäuse aus Aluminium mittels Fließpressverfahren hergestellt.

7 Ottobock, Duderstadt

Im Jahr 1919 gründete der Orthopädiemechaniker Otto Bock in Berlin eine Firma, um tausende Weltkriegsversehrte

mit Prothesen und orthopädischen Produkten zu versorgen. Weil der Bedarf mit traditionell

handwerklichen Methoden nicht zu decken war, entwickelte Bock die Serieproduktion für

Prothesenpassteile. Seit 1990 wird das Familienunternehmen in der dritten Generation von Prof. Hans

Georg Näder geführt. Neben Prothesen entwickelt und produziert Ottobock elektrisch wie manuell

angetriebene Rollstühle und Produkte für die Kinder-Rehabilitation. Zudem hat sich Ottobock mit der

Entwicklung von Neuroimplantaten die Tür zur Medizintechnik geöffnet. Der Konzernumsatz der Otto

Bock HealthCare Gruppe belief sich 2011 auf 583,2 Millionen Euro. Von insgesamt 5.047 Mitarbeitern

sind 1.500 am Standort Duderstadt beschäftigt. Das Unternehmen ist mit einem Netzwerk von weltweiten

Vertriebs- und Servicestandorten in 44 Ländern und Exportkontakten in 140 Ländern aufgestellt.

10


11

8 Refratechnik Cement, Göttingen

Als „Steinwerk Feuerfest Karl Albert“ wurde das Unternehmen Refratechnik Cement 1950 in Göttingen

gegründet. Seitdem wurde auf der Basis der ersten chemisch gebundenen Zementofensteine die weitere

Produktentwicklung, Kapazitätserweiterung und Markterschließung vorangetrieben. Heute besitzt das

Unternehmen zahlreiche internationale Partner und Netzwerke. Refratechnik Cement besitzt Werke in

Göttingen, im unterfränkischen Gochsheim, spanischen Gornal und italienischen Trino. Am Standort

Göttingen beschäftigt das Unternehmen 305 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz der Unternehmensgruppe

Refratechnik liegt bei 400 Millionen Euro.

9 Sartorius, Göttingen

Sartorius ist ein internationaler Anbieter von Labor- und Prozesstechnologie. Die Produkte und Dienstleistungen

des Unternehmens sollen helfen, komplexe und qualitätskritische Prozesse in der Biopharmaproduktion

und im Labor zeit- und kosteneffizient umzusetzen. Die Kunden kommen aus der Biotech-,

Pharma und Nahrungsmittelindustrie sowie aus öffentlichen Forschungseinrichtungen und Laboren.

Sartorius verfügt in Europa, Asien und Amerika über eigene Produktionsstätten sowie über Vertriebsniederlassungen

und örtliche Handelsvertretungen in mehr als 110 Ländern. Heute arbeiten bei Sartorius

weltweit über 5.000 Menschen, 1.800 davon am Standort Göttingen. Das Unternehmen wurde 1870

vom Göttinger Universitätsmechanikus Florenz Sartorius gegründet und kümmerte sich zunächst um

die Produktion kurzarmiger Analysenwaagen. Im Jahr 1948 begann Sartorius auf Empfehlung von Otto

Hahn, Chemiker und Nobelpreisträger des Jahres 1944, mit der industriellen Gleitlagerfertigung. Der

Konzernumsatz belief sich 2011 auf 733,1 Millionen Euro.

10 Sycor, Göttingen

Die 1998 gegründete Sycor Firmengruppe deckt als Dienstleister mit weltweit etwa 440 Mitarbeitern die

gesamte Bandbreite der Informations- und Kommunikationstechnologie ab. Mit Hauptsitz in Göttingen

und weiteren Standorten in Deutschland, Nord- und Südamerika sowie Asien ist das Unternehmen so

international wie viele seiner Kunden. Sycor bietet – neben Management- und Strategieberatung – vornehmlich

SAP® ERP- und Microsoft Dynamics AX-Dienstleistungen. Für die Bereiche Telekommunikation,

Dokumentenmanagement und Archivierung, E-Business, IT-Outsourcing und Netzwerke entwickelt

und betreibt das Unternehmen individuelle Lösungen. Der Jahresumsatz belief sich 2011 auf 41,2

Millionen Euro.

11 Zufall Logistik, Göttingen

Die Zufall Logistik GmbH wurde 1928 in Kassel gegründet. Nach einer Total-Ausbombung während des

2. Weltkrieges verlegte das Unternehmen 1943 seinen Firmensitz nach Göttingen. Das Unternehmen ist

im Bereich Logistik, Spedition und Transport tätig. Für weltweite Seefracht ist die Navis – ZUFALL Seehafen-Spedition

GmbH zuständig. Diese Kooperation mit der NAVIS Schifffahrts- und Speditions-Aktiengesellschaft

besteht seit 1970. Die ersten europäischen Sammelgutverkehre in die Niederlande und nach

Österreich erfolgten bereits 1952. Deutschlandweit unterhält Zufall acht Standorte, unter anderem in Kassel,

Frankfurt und Gießen. Von insgesamt 1.680 Mitarbeitern sind 420 am Standort Göttingen beschäftigt.

2011 erzielte die Zufall Logistik GmbH einen Umsatz von 269,6 Millionen Euro.

Bilder: Ottobock (Ottobock) Sycor GmbH (Sycor) Sartorius AG (Sartorius) Mahr GmbH (Mahr) Novelis Inc. (Novelis) Carl Zeiss AG (Carl Zeiss) Birkenholz (Haendler

und Natermann) Bosch (Bosch) Refratechnik Cement GmbH (Refratechnik) Coherent Inc. (Coherent) Friedrich Zufall GmbH & Co. KG (Zufall Logistik)


XVI interview GÖTTIngen SpeZIAL reGJo südniedeRSAChsen reGJo südniedeRSAChsen GÖTTIngen SpeZIAL interview XVII

„Ja, aber auch Nein sagen können“

Ein Interview mit Ralf O. H. Kähler, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Göttingen eG, über das Erfolgsgeheimnis für

die Kundenzufriedenheit, die regionale Verantwortung und die gewachsene Unternehmenskultur.

Interview: Sven Grünewald

Worauf führen Sie den Erfolg der Volksbank zurück, zum zweiten

Mal in Folge Branchensieger unter acht Göttinger Geldinstituten

zu sein?

Ich führe das auf unsere Unternehmenskultur, unsere tatsächlich

gelebten Werte zurück: Verlässlichkeit, Wahrhaftigkeit, Freundlichkeit,

Vertrauen, Authentizität, Verantwortung übernehmen.

Wir verkaufen nicht nur, sondern beraten vor allem.

Verantwortung, Vertrauen – das hört man oft. Wo liegt also der

konkrete Unterschied zwischen den Banken?

Das ist ein Problem – als Außenstehender können Sie das zunächst

nur glauben oder nicht. Aber man kann an der Entwicklung eines

Bankhauses, speziell eines regionalen, mittelständisch geprägten,

sehen, ob diesen Werten auch konkrete Taten folgen. Das Bankgeschäft

lebt insbesondere vom Vertrauen. Wenn Sie ein Blender

oder Schwätzer sind, dann kann das kurze Zeit gut gehen,

aber dann wird man Ihnen die Maske vom Gesicht reißen und

zwar seitens der Kunden, der Aufsichtsräte sowie der Mitarbeiter.

Wenn Sie mit uns jahrelang zusammengearbeitet haben, dann

haben Sie nachher ein Vertrauen, das sich entwickelt hat, das

gewachsen ist. So etwas spricht sich herum, sowohl bei Privatals

auch bei Firmenkunden. Ich bin seit fast 30 Jahren Vorstand,

20 davon in Göttingen, und ich wäre längst aus meinen Ämtern

gefegt worden, wenn wir nicht so handeln und kommunizieren

würden. Und wenn Sie diese Werte vorleben, überträgt sich dieses

Denken und Verhalten auch auf die Mitarbeiter. Dadurch schaffen

Sie über die Jahre eine Unternehmenskultur, die man nicht

wie einen Lichtschalter an- und ausmachen kann. Das Vertrauen

der Kunden muss über die Jahre immer wieder bestätigt werden.

War die Finanzkrise insofern auch eine Bewährungsprobe für

regionale Banken?

Durch die Finanzkrise ist das Vertrauen in die ganze Branche

stark beschädigt worden, obwohl wir regionalen Banken nichts

damit zu tun hatten. Daher profitieren wir jetzt auch aufgrund

unserer Bodenständigkeit und traditionellen Werte, die teils belächelt

wurden. Man war ja nicht sexy, man war langweilig. Aber

wir sind und waren solide aufgestellt, weil unser Geschäftsmodell

fast ausschließlich der Realwirtschaft vor Ort dient. Dieser regionale

Bezug macht ja auch Sinn. Ich kenne unsere Kunden, kenne

zum Beispiel das Objekt, das man mir als Sicherheit anbietet.

Was erwarten Privat- und Firmenkunden heute von Ihrer Bank?

Die Ansprüche haben sich nicht geändert, denn unser Ziel war

immer eine anständige Bedarfsanalyse beim Kunden unabhängig

vom Produkt. Wenn ein Privatkunde ein Haus bauen will und

eine Größe plant, die er sich aber nicht leisten kann, dann muss

ich ihm sagen: Baue kleiner. Das ist mein Job. Ich bin nicht der,

der auf Teufel komm raus verkauft. Wir sind ein Beratungsinstitut.

Dazu gehört Ja sagen, aber auch Nein sagen können; wir

müssen unsere Kunden auch auf eventuelle Gefahren hinweisen.

Wir betreiben ein Geschäft, in dem die Banken eigentlich alle

austauschbar sind. Die konkurrierenden Banken in Göttingen

haben im Wesentlichen das gleiche Sortiment an Finanzdienstleistungen.

Was uns unterscheidet, sind die Menschen. Nur die

Menschen und die Philosophie, die die Bank in sich trägt. Wir

müssen uns jeden Tag auf’s Neue behaupten, das schaffen Sie

nicht mit einer Produktpalette, die jede andere Bank auch hat,

das schaffen Sie auch nicht durch einen aggressiven Konditionenwettbewerb;

denn der Kunde, der Vertrauen zu Ihnen hat, der

schaut nicht auf die letzte Stelle hinter dem Komma. Der will bei

der Bank bleiben, bei der er sich gut beraten und betreut fühlt.

Ihr Einzugsbereich reicht von Northeim bis Hedemünden und Heiligenstadt.

Wie schätzen Sie die Entwicklungschancen im ländlichen

Raum ein?

Aufgrund der Landflucht, des demografischen Wandels und

struktureller Probleme als verhalten. Im Immobilienbereich

etwa muss man sich heute sehr genau die finanzielle Situation

des Nachfragenden anschauen, wenn er ein Haus in einem Dorf

bauen will – umso teurer, desto gefährlicher für eine Bank. Noch

vor zehn Jahren gab es das Problem nicht. Die Fälle nehmen zu,

dass ein leerstehendes Haus einen realen Wert hat, der den verbleibenden

Kredit eigentlich abdeckt, aber es finden sich keine

Interessenten. Man merkt das auch bei Zwangsversteigerungen.

Früher gab es für gute Einfamilienhäuser im ländlichen Raum

noch 70% des Verkehrswertes, heute sind es teilweise nur noch

40 oder 50%.

Ralf O. H. Kähler, Jahrgang 1949, absolvierte seine Banklehre in Bremerhaven. Nach dem Betriebswirtschaftsstudium in Bielefeld arbeitete er

nach verschiedenen Stationen im Bankwesen zunächst neun Jahre im Vorstand der Volksbank Bitburg eG, bevor er 1992 in den Vorstand der

Volksbank Göttingen wechselte, dessen Vorsitzender er seit 1995 ist.


XVIII göttingen GÖTTIngen SpeZIAL reGJo südniedeRSAChsen reGJo südniedeRSAChsen GÖTTIngen SpeZIAL göttingen XIX

Anführer und Gestalter

Im Landkreis Göttingen gibt es trotz einer Großstadt mit Strahlkraft auch Defizite.

Viele Dörfer werden deshalb selbst aktiv, um für lebenswerte Strukturen zu sorgen.

Der Marktplatz von Duderstadt.


XX göttingen GÖTTIngen SpeZIAL reGJo südniedeRSAChsen reGJo südniedeRSAChsen GÖTTIngen SpeZIAL göttingen XXI

In direkter Reichweite liegen die Verwaltungen von Landkreis und Stadt Göttingen.

Doch nicht das gesamte Umland profitiert von dieser Nähe.


XXII göttingen GÖTTIngen SpeZIAL reGJo südniedeRSAChsen

reGJo südniedeRSAChsen GÖTTIngen SpeZIAL göttingen XXIII

„Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen,

ist, sie zu gestalten.“ Willy Brandt

Seeburger See – auch bekannt als das „Auge

des Eichsfelds“ – am Restaurant Graf Isang:

Die größte natürliche Wasseroberfläche

Südniedersachsens und ein großer Teil der

Uferzone stehen seit 1973 unter Naturschutz.


eGJo südniedeRSAChsen GÖTTIngen SpeZIAL göttingen XXV

Von: Christoph Jung

An: E.ON Vertrieb

Betreff: Energiesparen

Energie ist ein großes Thema.

Wo gibt’s mehr Infos?

Der Gaußturm auf dem Hohen Hagen im

Dransfelder Stadtwald: benannt nach Carl

Friedrich Gauß, der das große Dreieck

Hoher Hagen-Brocken-Großer Inselberg

zu einer Grundlage der Landesvermessung

des Königreichs Hannover machte.

Hallo Herr Jung, wir zeigen’s

Ihnen. In unserem neuen

treff.energie in Göttingen,

Berliner Straße 10.

Das erwartet Sie:

· E.ON eHome: Steuern Sie Ihr Zuhause einfach per App.

· E.ON eMobil: Starten Sie elektromobil durch.

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Text: Annegret Adam Fotografie: Marco Bühl

Die ersten Bewohner der knapp 1.400 Seelen großen

Ortschaft Diemarden, nicht einmal acht Kilometer vom

Stadtzentrum Göttingens entfernt, haben bereits eine

kleine grüne Karte mit dem Buchstaben „D“ sichtbar in

die Windschutzscheibe ihres Autos gelegt. Die Karte steht

für ein Pilotprojekt, das den Dorfbewohnern die Möglichkeit

bieten soll, zum Beispiel nach Göttingen und wieder

zurück zu kommen – unabhängig vom öffentlichen

Nahverkehr und dessen Abfahrtzeiten, die gerade an den

Wochenenden sehr eingeschränkt sind. Diemarden ist

eine von mehreren Ortschaften im Landkreis Göttingen,

die sich dem Prozess „Dörfer im Dialog“ angeschlossen

haben, organisiert durch das LEADER-Regionalmanagement

des Landkreises und unterstützt durch das Interdisziplinäre

Zentrum für Nachhaltige Entwicklung der

Universität Göttingen, durch die Hochschule für angewandte

Wissenschaft und Kunst und durch den Verein

Freie Altenarbeit.

Notwendig werden solche Maßnahmen aufgrund der

prognostizierten Bevölkerungsentwicklung, den damit

einhergehenden Einnahmeverlusten der öffentlichen

Hand und nicht zuletzt dem allgemeinen Spardiktat. Dass

sich im öffentlichen Nahverkehr zukünftig Positives entwickeln

wird, da sind einige skeptisch. Daher werden die

ersten Ortschaften selbst aktiv. Die Motivation ist bei den

Bürgern vorhanden, denn viele identifizieren sich mit

ihren Dörfern und Städten und sind daran interessiert,

diese attraktiv zu halten. „Es gibt bereits viele Initiativen

in den Dörfern, die man von außen gar nicht wahrnimmt“,

erzählt Hartmut Berndt vom Regionalmanagement

des Landkreises Göttingen. Viele kleine Projekte

tragen bereits zum Gemeinschaftsgefühl der Bewohner

bei. Seien es Gemeindehäuser, die in Eigenregie renoviert

werden, oder ein lebendiger Adventskalender, bei dem

die Dorfbewohner in der Vorweihnachtszeit von Tür zu

Tür ziehen und so miteinander ins Gespräch kommen.

„Es gibt viele Initiativen, die man von außen gar nicht

wahrnimmt“, so Hartmut Berndt.

Der große Pluspunkt des ländlichen Raums – die ausgeprägten

sozialen Strukturen, man kennt sich und übernimmt

für einander Verantwortung – wird durch solche

Ideen gestärkt. Hartmut Berndt ist im Landkreis zuständig

für die EU-Förderung „LEADER“. Diese soll Initiativen

zur Stärkung des ländlichen Raumes unterstützen.

Dafür erarbeiten die Akteure regelmäßig ein regionales

Entwicklungskonzept, das den gesamten Landkreis Göt-


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WER WIR SIND

Seit 10 Jahren ist Herr Helmstaedt als selbstständiger

Anwalt tätig, zunächst in Göttingen bis 2003 und seit

2004 in Duderstadt. Zuvor hat er bereits wirtschaftliche

Zusammenhänge betreut, Wohnungseigentümer sowie

Wohnungsgesellschaften in Projektarbeit. Frau Rechtsanwältin

Ballüer ist der Einzelkanzlei Helmstaedt schon seit

dem Studium verbunden. Am 31.10.2011 gründeten wir

gemeinsam die H & B RECHTSANWÄLTE GbR mit Sitz

in Göttingen.

Gerade wegen der Göttinger Mandanten und für unsere

überregionale Mandantschaft aus den Bereichen Handelsvertreterrecht

sowie Versicherungsrecht ergibt sich eine

bessere Erreichbarkeit und Intensivierung der Zusammenarbeit

mit einer Steuerberatung. In Bürogemeinschaft mit

der renommierten AAB Sonneborn + Vieweg Steuerberatungsgesellschaft

mbH schlossen wir uns zunächst in der

Bahnhofsallee 1e, Göttingen zusammen und ziehen zum

08.08.2012 mit dieser gemeinsam in das TÜV Gebäude

Göttingen, Rudolf-Diesel-Straße 5 um.

WAS WIR MACHEN

Die Schwerpunkte unserer anwaltlichen Tätigkeit liegen in den folgen

Rechtsgebieten: Arbeitsrecht

Familienrecht

Handelsrecht

Miet-& Wohnungseigentumsrecht, Immobilienrecht

Versicherungsrecht

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Mediation in außergerichtl. / gerichtlichen Verfahren

WORAUS, WARUM WIR SIE VERSTEHEN

Immer wieder gilt es, juristischen Sachverstand erst nach vollständiger

Erfassung des Sachverhaltes anzuwenden und nicht Sachverhalte für komplexe

Rechtsinstitute zu gewinnen. „Wenn Worte meine Sprache wären“

beschreibt schon die häufigste Streitursache im Zivilrecht: Die Kommunikation

unterlag Fehlern, die dann Streit nach sich ziehen. Zunächst hören

wir zu, stellen die richtigen Fragen und arbeiten erst dann unter dem

Gesichtspunkt der rechtlichen Würdigung, einschließlich der Prognose von

Beweisbarkeiten und Beweislasten an einer effizienten Lösung.

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Göttingen, fünftgrößte Stadt Niedersachsens, ist gefordert, mit einem breiten Angebot von Einzelhandel, Kultur und Bildung das

Versorgungszentrum des Landkreises und darüber hinaus zu bilden.
























tingen ohne die Stadtkerne von Göttingen und Hann.

Münden umfasst und auf einen Zeitraum von sechs Jahren

ausgerichtet ist. Eine lokale Aktionsgruppe kümmert

sich derzeit unter anderem um ein Regionalmarketing,

die Förderung regenerativer Energienutzung und die Verbesserung

der Lebensqualität. Organisiert wird zum Beispiel

eine Vernetzung einzelner Dorfläden im Kreis. „Sie

sorgen nicht nur für die Nahversorgung, sondern bilden

auch Begegnungsorte in den Ortschaften. Ein Dorfladen

muss aber auch finanziell tragbar sein. Dafür braucht es

das richtige Konzept“, erklärt Berndt. Deshalb sollen sich

die verschiedenen Ladenbetreiber untereinander austauschen,

von den Erfahrungen der anderen profitieren und

eventuell gemeinsame Einkäufe organisieren. Aber nicht

alle Projekte müssen durch das Regionalmanagement des

Landkreises initiiert werden, denn auch Eigeninitiative

ist in den Dörfern durchaus vorhanden.

Den durch die Stadt Göttingen Profitierenden stehen

Gemeinden wie Staufenberg gegenüber.

Von den derzeitigen Entwicklungen sind nicht alle

Gemeinden gleich stark betroffen. Bis 2025 werden laut

Prognose des Geografischen Instituts der Universität

Hamburg die Einwohnerzahlen im gesamten Landkreis

Göttingen um durchschnittlich 8,4 Prozent zurückgehen.

Als Vergleichsjahr gilt hier 2008. Die Stadt Göttingen, in

der sich zahlreiche mittelständische und große Unternehmen

wie Sartorius oder Mahr zentrieren, wo Gewerbegebiete

blühen und große Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen

sowie Kulturhäuser sitzen, aber auch die

direkt an Göttingen angrenzenden Gemeinden wird es

dabei weniger hart treffen. Zum Beispiel Rosdorf: Gerade

einmal um 2,4 Prozent soll sich die Gemeinde verkleinern.

Dort konnte man in den letzten Jahren sogar einen

starken Zuzug von jungen Familien beobachten, teilt Bürgermeister

Harald Grahovac mit. Diesen durch die Stadt

Göttingen Profitierenden stehen Gemeinden wie Hann.

Münden und Duderstadt gegenüber oder auch Staufenberg:

Um 16,1 Prozent soll die Bevölkerung der südlichsten

Gemeinde Niedersachsens bis 2025 schrumpfen. Von

Göttingen ist Staufenberg gerade im Alltag weit entfernt,

fühlt sich vielmehr mit Kassel verbunden. „Die Bevölkerung

arbeitet überwiegend in Nordhessen, dadurch ergeben

sich zwangsläufig private wie auch geschäftliche Bindungen.

Man kauft in Kassel ein und nimmt das dortige


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reGJo südniedeRSAChsen GÖTTIngen SpeZIAL göttingen XXIX

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kulturelle Leben wahr“, erzählt Bürgermeister Volker

Zimmermann. Zudem besuchen viele Gemeindekinder

überwiegend weiterführende Schulen in Hessen.

Unter dieser Sandwich-Lage zwischen Göttingen

und Kassel leidet auch Hann.Münden. Die Drei-Flüsse-

Stadt, von der einst Alexander von Humboldt angetan

gewesen sein soll, hat seit Jahren mit Geburtenrückgängen

und Abwanderungen zu kämpfen. In den kommenden

13 Jahren werde sich die Bevölkerung hier um

fast 10 Prozent verkleinern, so die Prognose. Das ist der

zweithöchste Wert nach Staufenberg. Hann.Münden

wird deshalb selbst aktiv und gründete im vergangenen

Jahr eine Zukunftswerkstatt. Im Gespräch mit den Bürgern

möchte man die Chancen der Stadt ergründen und

daraus Maßnahmen ableiten. Doch noch steht man am

Anfang.

Duderstadt wiederum profitiert zwar als Standort

der Otto Bock Gruppe, dem zweitgrößten Unternehmen

im Kreis, weist aber sonst, wie auch das gesamte Eichsfeld,

einen sehr geringen Industriebestand auf. Daher

ist die Stadt mit umliegenden Dörfern vor allem auf das

Arbeitsplatzangebot in Göttingen angewiesen. Mit dem

thüringischen Eichsfeld ist man zwar historisch stark verbunden,

leidet aber dennoch unter der Randlage. Direkt

an der Schnittstelle des in West und Ost unterschiedlichen

Tarifgefüges, ist das für Duderstadt traditionelle und

wirtschaftlich so bedeutsame mittelständische Handwerk

erheblich unter Druck geraten. Die neu erwachsene Konkurrenz

aus Thüringen konnte sich in den letzten Jahren

aufgrund von lohnkosten- und teilweise auch subventionsbedingten

Wettbewerbsvorteilen wachsende Marktanteile

erobern.

Besonders für die Pendler des Eichsfeldes müsse

sich Göttingen stärker einsetzen.

Auch bei der Vergabe öffentlicher Aufträge müssen sich

die örtlichen Handwerksbetriebe häufig den günstiger

kalkulierenden ostdeutschen Bewerbern geschlagen

geben. Gleichzeitig kämpft das noch rund 22.000 Einwohner

große Duderstadt mit Leerständen in der Altstadt.

„Die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm

war und ist deshalb für Duderstadt absolut notwendig,

gerade zur Erhaltung des Fachwerkensembles in der

Innenstadt“, sagt Duderstadts Bürgermeister Wolfgang

Nolte. Den Wohnraum der Stadt den heutigen Ansprüchen

anzupassen und für kommende Generationen

attraktiv zu bleiben, stehe ganz oben auf der Agenda.


eGJo südniedeRSAChsen GÖTTIngen SpeZIAL göttingen XXXI

RA_Hundeshagen_SNDS II/08.qxd 14.07.2008 11:58 Uhr Seite 1

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Die Altstadt Hann.Mündens ist geprägt von Fachwerkhäusern und mittelalterlichen Kirchen. Auch Bauten der Weserrenaissance,

wie das Welfenschloss und das historische Rathaus, gehören zum Stadtbild.

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Egbert Hundeshagen Rechtsanwalt u. Notar, Fachanwalt für Familienrecht

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Ein Schlüssel dazu ist unter anderem das Projekt Duderstadt

2020 – Stadt-Zukunftsplanung mit dem Bürger im

großen Stil. Auch Verkehrsplanung ist in Duderstadt ein

Thema. „Für die Verkehrsanbindung der Stadt müssen

die fehlenden Ortsumgehungen Westerode – Duderstadt

– Gerblingerode bis zur Landesgrenze Thüringen und

natürlich auch Mingerode – Obernfeld insgesamt kommen“,

so Nolte. Besonders für die Pendler des Eichsfeldes

müsse sich Göttingen stärker einsetzen, sonst droht

weitere Abwanderung.

„Die Stadt Göttingen muss ihre Rolle als Oberzentrum

stärken“, sagt Heidrun Bäcker.

Die Probleme im Individualverkehr des Landkreises

sind insgesamt jedoch vergleichsweise gering. „Wenn

man vom am weitesten entfernten Zipfel des Landkreises

nach Göttingen möchte, dann schafft man dies in 30

Minuten. Wer vom einen Ende Münchens zum anderen

Ende der Stadt möchte, ist da weitaus länger unterwegs“,

so Hartmut Berndt. Deutlich mehr Zeit kostet allerdings

der öffentliche Nahverkehr. Deshalb könnten Initiativen

wie in Diemarden als Impulsgeber für bessere Mobilität

fungieren.

In der Stadt Göttingen und den umliegenden

Gemeinden sind die Probleme weniger akut. Dennoch

fehlt es in Göttingen zum Beispiel an ausreichend gewerblichen

Arbeitsplätzen, die für die umliegenden Gemeinden

und den gesamten Landkreis von Bedeutung sind.

Und auch die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten sollten

ausgebaut, das kulturelle Angebot durch Stadt und Landkreis

weiterhin gefördert werden. „Die Stadt muss ihre

Rolle als Oberzentrum stärken“, so Heidrun Bäcker, Bürgermeisterin

von Bovenden. Dabei sind die Forderungen

aus dem Umland keinesfalls als Rivalität zu verstehen,

sondern vielmehr als Feuergeber, um den Motor – die

Stadt Göttingen – weiter anzukurbeln. Ganz im Gegenteil

sei die Zusammenarbeit zwischen Oberzentrum und

Gemeinden gut. Von Heidrun Bäcker kommen daher

auch lobende Worte. Aber auch aus dem zwölf Kilometer

entfernten Friedland, für das ebenfalls Bevölkerungsrückgänge

über dem Landkreisdurchschnitt vorhergesagt


eGJo südniedeRSAChsen GÖTTIngen SpeZIAL göttingen XXXIII

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werden. Zustimmung gibt es etwa für die beim Land beantragte

Entschuldungshilfe der Stadt. „Das Umland profitiert

heute und zukünftig nur von einem finanziell leistungsfähigen

Oberzentrum. Dieser Weg war bestimmt kein

leichter Weg, aber er sichert nachhaltig, mehr als alle Einzelprojekte,

das gute Miteinander zwischen Oberzentrum

und Umland“, sagt Friedlands Bürgermeister Andreas Friedrichs.

Der Zukunftsvertrag der Stadt Göttingen wurde

sogar intensiv mit den Bürgern diskutiert. Denn Einsparungen

im öffentlichen Bereich, zum Beispiel bei Zuschüssen

für Kultur, Sport und Freizeitangebote, müssen auch

erst einmal vermittelt werden.

Eine weitere wichtige Entscheidung steht auch dem

gesamten Landkreis bevor: Soll Göttingen mit den Nachbarn

Osterode und Northeim fusionieren oder nicht?

Landrat Bernhard Reuter, einst Landrat von Osterode,

macht sich stark für einen Zusammenschluss. Seine

Beweggründe liegen zum einen in der versprochenen

„Hochzeitsprämie“ und in den möglichen Kosteneinsparungen,

die sich durch den Zusammenschluss der

drei Kreise im Personalbereich ergeben. Zum anderen

soll sich der neue Großkreis stärker gegenüber dem Land

behaupten. Der studierte Jurist und ehemalige Schulleiter

bekommt jedoch Gegenwind von CDU, FDP, Linke,

Freien Wählern und Piraten im Kreis. Diese halten eine

Fusion für keine Lösung der aktuellen Probleme und hoffen

daher auch auf ein klares Votum aus der Bevölkerung.

Sie unterstützen deshalb das geplante Bürgerbegehren der

Bürgerinitiative „PROGÖ“. Dieses ist seit Ende Juni offiziell

durch den Kreisausschuss genehmigt. Bis Weihnachten

2012 hat die Initiative nun Zeit, insgesamt 21.000 Unterschriften

zu sammeln, damit ein verbindlicher und verpflichtender

Bürgerentscheid über die Fusion stattfinden

kann. In den Gemeinden wird sich durch eine Fusion aber

zunächst wenig ändern. Dort sind vor allem die Bürger

weiterhin gefragt, selbst anzupacken.

* Fachberater für Heilberufe (IFU/ISM gGmbH), Fachberater für Unternehmensnachfolge (DStV e.V.)


eGJo südniedeRSAChsen GÖTTIngen SpeZIAL tagungen XXXV

100

Der Göttinger Tagungsservice in Aktion: Rahmenprogramm mit Bernd Kaftan als Heinrich Heine in der alten Universitätsbibliothek

(links) oder Demonstration der vielfältigen Veranstaltungsmöglichkeiten für Firmenkunden (rechts).

95

75

25

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Tagen leicht gemacht

Für Tagungsorganisatoren stellen sich viele Fragen: Wo was machen, welches Rahmenprogramm anbieten. Der

Tagungs- und Kongress-Service des Göttingen Tourismus e.V. erweist sich als kompetenter Ansprechpartner.

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Mittwoch, 27. Juni 2012 12:48:55

Städtisches Museum

Hann. Münden

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Heimatmuseum

Obernfeld

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Duderstadt

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Erleben

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Verstehen

Brotmuseum

Ebergötzen

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Städtisches Museum

Göttingen

www.museum.goettingen.de

Grenzlandmuseum

Teistungen

www.grenzlandmuseum.de

Museumsverbund Südniedersachsen e.V.

www.museumsverbund.de

So

02.09.

So

09.09.

Sa

15.09.

So

16.09.

Alte Gesänge in romanischen Kloster

Schola Gregoriana

Pragensis

Kloster Bursfelde

nachmittags Workshop

„Jazz auf dem Deckel“

XYjazZ Big Band

Uni Göttingen

open air, Bovenden

Frauen im Barock

Spirit of

Musicke

Burg Adelebsen

Saxophon mit Augenzwinkern

Pindakaas

Rittergut Besenhausen

nachmittags Workshop

Sa

22.09.

Mi

26.09.

Sa

29.09.

Sa

06.10.

Harfenzauber

Silke Aichhorn

Schloss Gieboldehausen

„Freiheit für die Blockflöte“

Wildes Holz

Vorankündigung: Änderungen möglich! Näheres entnehmen Sie bitte der Tagespresse, weitere Infos und Anmeldung für die Workshops unter:

www.kulturimkreis.de

Heinz Sielmann Stiftung,

Gut Herbigshagen bei Duderstadt

Rotkäppchen & Co.

Achim Amme

Kirche, Gut Bodenhausen

Niedergandern

„Was ihr wollt“

Gitte Haenning

& Band

Stadthalle Dransfeld

Ausstellungen: 08. und 09. September 2012 n n 100 100 b b 1800 1800 r r

15. und 16. September 2012 n 100 b 1800 r

Text: Volker Schönfeldt Fotografie: Alciro da Silva

Göttingen liegt zentral in der Mitte Deutschlands und ist

mit der Bahn und dem Auto ausgezeichnet aus allen Himmelsrichtungen

zu erreichen – gute Voraussetzungen für

Tagungen und Kongresse. Doch deren Organisation ist eine

komplexe Angelegenheit. Göttingen Tourismus hat daher

den Tagungs- und Kongress-Service (TKS) eingerichtet,

der als Rundum-Ansprechpartner für Tagungs- und Kongressorganisatoren

eine breite Unterstützung anbietet und

dies oftmals kostenlos. Der Service reicht von der ersten

Idee über die Durchführung einer Veranstaltung bis zur

Nachbereitung. Der Vorteil ist ein deutlicher: das gebündelte

Know-how der Anbieter vor Ort und ein zentraler

Ansprechpartner, der sich auskennt. Zwei Besonderheiten,

neben vielen anderen, bietet der TKS an: Zum einen

Online-Dienstleistungen im Bereich Zimmerkontingente,

Teilnehmerregistrierung, Anmeldungen zu Workshops und

Rahmenprogrammen und die Abrechnung der Teilnehmergebühren;

zum anderen die Unterstützung bei Bewerbungen

für Tagungen und Kongresse, die nach Göttingen geholt

werden sollen, da sich die Veranstaltungsorganisatoren aus

der freien Wirtschaft oder an der Universität und anderen

Forschungseinrichtungen oft nicht sicher sind, was Göttingen

alles leisten kann. Die Dienstleistungen im Einzelnen

umfassen:

Starthilfe Für eine erfolgreiche Durchführung der

Veranstaltung ist die Suche nach dem passenden Termin

und der geeigneten Location von entscheidender Bedeutung.

Der TKS informiert darüber, zu welchen Zeitpunkten

noch genügend Kapazitäten frei sind und macht Vorschläge,

welche Locations am ehesten in Betracht kommen.

Besichtigungen Für Besichtigungen vor Ort kann ein

Programm erstellt werden; ebenso werden Gespräche mit

den wichtigsten Partnern und Kontaktpersonen vermittelt.

Hotelreservierungen In individueller Absprache werden

Zimmerkontingente in den gewünschten Hotels zusammengestellt.

Über einen exklusiven Buchungslink können

die Teilnehmer der Veranstaltung dann alle Informationen

zu den Unterkünften abrufen und die Zimmer eigenständig

buchen.

Online-Dienstleistungen Neben der Erstellung von

Zimmerkontingenten können auch die Teilnehmerregistrierung

und die Abrechnung der Tagungsgebühren online

angeboten werden.

Veranstaltungsdienstleister aller Art Techniker,

Übersetzer, Catering-Services, Busunternehmen für Transfers,

Musiker für die Abendveranstaltung – Der TKS kann

die Kontakte zu den Partnern vor Ort herstellen.

Rahmenprogramme Ob Führungen rund ums Gänseliesel,

in historischen Kostümen oder in die Göttinger

Unterwelt – 30 unterhaltsame und informative Rundgänge

machen Göttingen erlebbar. Ob sportliche Herausforderungen

oder teambildende Aktivitäten, der TKS vermittelt Kontakte

zu Hochseilgärten, Anbietern von Kanutouren, GPS-

Moutainbike-Touren, Golfplätzen etc.

Welcome Desk Der TKS richtet auf der Veranstaltung

ein Welcome Desk ein. Eine der Mitarbeiterinnen des

TKS händigt Informationsmaterialien wie Stadtpläne und

Imagebroschüren aus, hilft bei der Suche nach Unterkünften

und gibt Tipps für Restaurants und die Abendgestaltung.

Informationsmaterial Stadtpläne, Imagebroschüren,

Veranstaltungskalender und Tagungsmappen – Informationsmaterial

kann ebenfalls bereitgestellt werden.

Unterstützung bei Kongressbewerbungen Eine

Veranstaltung soll nach Göttingen geholt werden und benötigt

Unterstützung für die Präsentation? Der TKS unterstützt

gerne mit Argumenten, warum Göttingen der ideale

Tagungs- und Kongress-Standort ist.

Kontakt

Göttingen Tourismus e.V.

Tagungs- und Kongress-Service

tagen@goettingen.de l www.tagen-goettingen.de


eGJo südniedeRSAChsen GÖTTIngen SpeZIAL Römerlager XXXVII

Der Stützpunkt

Die Entdeckung des Römerlagers bei Hedemünden war eine Sensation. Doch inzwischen zeichnet sich ab,

dass der vorgeschobene Stützpunkt von einem umfangreichen römischen Postensystem umgeben war.

Text: Sven Grünewald Fotografie: Landkreis Göttingen/Klaus Grote

Römer und Germanen, Freiheitskampf, Besetzung, wirtschaftlicher

Aufschwung und Verlust der Identität – eine Mischung, die immer

wieder fasziniert. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass sich gerade

in Südniedersachsen viele Spuren der kulturellen Auseinandersetzung

zwischen Römern und Germanen finden. Durch den Fund

des Römerschlachtfelds am Harzhorn ist jedoch eine andere Sensation

in den Hintergrund getreten: das Römerlager bei Hedemünden.

Damit ist die Region Zeuge vom Höhepunkt und Ende des Römischen

Reiches. Während das Harzhorn ein Ort der wahrscheinlich

letzten großen römischen Militäroperation im freien Germanien

in den 230er Jahren nach Christus war, ist Hedemünden ein Pfeiler

der immer weiter fortschreitenden Expansion des Reiches unter

Kaiser Augustus im Jahrzehnt vor Christus.

Für Klaus Grote, Landkreisarchäologe Göttingens, ist das

Römerlager seit seiner „Entdeckung“ 1998 zur Hauptbeschäftigung

geworden. Wobei die Wallstrukturen im Wald oberhalb der

Werra und direkt an einer alten Furt gelegen schon lange bekannt

waren und erst spät als römisch identifiziert wurden. So geht es

inzwischen weiteren bekannten Kulturdenkmälern in der Gegend

rund um Hedemünden – wohin man auch im weiteren Umkreis des

Lagers schaut, es tauchen zahlreiche römische Funde und Befunde

auf, die ein Schlaglicht auf die Zeit zwischen 11 und 7 vor Christus

werfen, als das Lager wahrscheinlich bestand. Die Funde führen

zurück in die Zeit von General Drusus, der zwischen 12 und 9 vor

Christus mehrere Germanienfeldzüge unternahm und dabei eine

Reihe von Militärlagern gründete. 9 v. Chr. marschierte er mit mehr

als 10.000 Legionären über Hedemünden weiter nach Norden, um

den Harz herum bis zur Elbe und von dort aus östlich des Mittelgebirge

entlang möglicherweise wieder zurück nach Hedemünden.

Irgendwo auf diesem Feldzug fiel Drusus vom Pferd und starb nach

langem Siechen in einem seiner Feldlager. Dass das freie Germanien

den Römern gut bekannt und infrastrukturell entsprechend

erschlossen gewesen sein muss, beweist die Tatsache, dass Drusus’

Bruder Tiberius in kürzester Zeit von Rom aus zielstrebig in dieses

Lager gelangen konnte und den Leichnam zurückbrachte.

Auch die Funde in Hedemünden zeigen, wie präsent die

Römer bereits waren: Auf 25 Hektar erstrecken sich allein die heute

bekannten Lagerbereiche, italische, spanische, gallische, auch germanische

Keramik fand sich in seinen Abfallgruben – weiter unten

im Tal lag eine germanische Siedlung.

Rund um Hedemünden wurden in jüngster Zeit Außenposten

gefunden, ein ganzes Netzwerk an Kommunikations- und Wegestationen

zeichnet sich ab – nach Süden, aber auch nach Norden. Ein

Tagesmarsch weiter lag cheruskisches Kernland zwischen Friedland


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Links: Bisher zwei Römerfestspiele haben am Fuß des

Hedemündener Römerlagers stattgefunden. Highlights

waren etwa der Nachbau eines römischen Flusspatrouillenboots

auf der Werra oder der Auftritt von Römer

Reenactment Gruppen in authentischer Ausrüstung.

Das Interesse von Besucherseite war sehr groß. Rechts:

Das Römerlager auf einem Airborne Laserscan – abgebildet

wird nur der nackte Boden mit all seinen Höhen

und Tiefen – die Vegetation wird komplett aus den Bildern

herausgerechnet, was Geländestrukturen in aller

Deutlichkeit erkennbar macht.

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und Einbeck, eine große Siedlungskammer, die aufgrund

der regionalen Versorgungsnotwendigkeit für die Truppen

interessant war. Dass es auch hier mehrere Marschlager

gegeben haben muss, ist für Klaus Grote sehr wahrscheinlich.

Und auch, dass es weiter nördlich noch einen

logistischen Knoten, ein befestigtes Lager wie Hedemünden

gegeben hat. „Die Frage ist, wo“, stellt Klaus Grote

fest. „Das kann irgendwo bei Elze gelegen haben, wo die

große Ost-West-Strecke die aus Nord-Süd kreuzte. Da gibt

es sehr viele römische Funde.“ Hedemünden also „nur“

eine Etappe in der beginnenden Einverleibung Germaniens

ins Römische Reich? Die Fragen bleiben spannend.

Wie es mit Hedemünden weitergeht, ist jedoch offen.

Dieses Jahr noch erscheint ein Abschlussband der Arbeiten

von Klaus Grote, dann geht er in den Ruhestand. Ob die

Stelle neu besetzt wird oder im Rahmen von Landkreisfusionsgesprächen

eine Zusammenlegung der Kreisarchäologien

droht, die dann eventuell mit weniger Personal

auskommen muss, ist gegenwärtig noch unklar.

Klaus Grote sieht das jedoch sehr entspannt. Der Lagerbereich

ist weiträumig mit Sonden abgegangen, über 3.000

Metallfunde sind geborgen worden, die ersten Grabungen

haben ein grobes Gesamtbild ergeben. Mit einer systematischen

Untersuchung könnte nun die jahrelange „Vorarbeit“

fortgeführt werden – wenn denn irgendwann mal

die Mittel und das Personal da sind. Bis dahin schlummern

die Lagerreste gut geschützt vor sich hin. Für eine

Generationenaufgabe wie eine Ausgrabung nicht unbedingt

das Schlechteste. „Politiker haben natürlich ein

Interesse an einer touristischen Erschließung. Aber das

ist ein Dilemma. Natürlich sollen die Besucher kommen,

aber bitte eines nach dem anderen. Wollen wir jetzt Größeres

realisieren, machen wir womöglich etwas kaputt“,

meint Klaus Grote.

Dabei würde sich aufgrund des gut erhaltenen Befundes

eines Tages tatsächlich anbieten, etwa ein Tor samt

Wallabschnitt zu rekonstruieren und die Anlage so für

Besucher anschaulicher zu gestalten. Wohlgemerkt: eines

Tages. Das Ruhen der Anlage, ihr Verschwinden aus den

Medien, nimmt daher auch den Druck aus dem Kessel

des Vermarktungsinteresses. „Die späteren Kollegen werden

uns dafür dankbar sein, wenn sie später mit neuen

Techniken Erkenntnisse gewinnen können, die uns nicht

möglich sind und die wir möglicherweise verhindern,

wenn wir jetzt alles ausgraben würden.“ Der Horizont

der Archäologie rechnet in Jahrzehnten statt in Wahlperioden.

Aber nach 2.000 Jahren im Boden kommt es für

das Lager vermutlich auch nicht darauf an.


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Zwischen Industrie und Kultur

Die Gemeinde Scheden ist offen für fremde Kulturen und setzt zur Wahrung der eigenen Lebens- und

Wirtschaftsstrukturen auf das Engagement der Bewohner.

In der St. Markuskirche (links) finden regelmäßig

Konzertreihen zur Ehrung Johann Joachim

Quantz’ (rechts) statt. Der Flötist und Komponist

wurde 1697 in Scheden geboren.

Text und Fotografie: Annegret Adam

Am Fuße des Hohen Hagens zwischen Fachwerk, fließenden

Bächen und grünen Feldern herrscht unter den

2.000 Einwohnern der Gemeinde Scheden vor allem ein

großer Zusammenhalt. „Unsere Dörfer leben vom Engagement

der Bürger“, erklärt die ehrenamtliche Bürgermeisterin

Ingrid Rüngeling. Besonders in Zeiten knapper

öffentlicher Kassen packen alle mit an. So wird derzeit ein

Hausmeisterhaus in kompletter Eigenregie umgestaltet,

um eine Betreuungseinrichtung für Kinder zu schaffen.

Nicht nur Eltern werden tätig, auch ortsansässige Unternehmen

stellen Material zur Verfügung und Handwerker

leisten freiwillige Arbeitsstunden.

Um neue Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen und

dadurch vor allem jungen Menschen eine Perspektive zu

bieten, wurde jüngst ein neues Gewerbegebiet direkt an

der Bundesstraße 3 errichtet. Neben Platz für Einzelhandel

bietet es zusätzliche 7,1 Hektar für produzierendes

Gewerbe. Finanzielle Unterstützung vom Land gab es für

dieses Vorhaben nicht. „Aufgrund günstiger Einstandspreise

kann die Gemeinde neuen Unternehmen Konditionen

bieten, die teilweise sogar unter denen der Nachbargemeinden

liegen“, so Ingrid Rüngeling. „Zudem bietet

das Gewerbegebiet mit direkter Anbindung nach Göttingen

und Hann.Münden über die Bundesstraße eine günstige

Lage.“

Bereits seit dem 19. Jahrhundert ist Scheden Standort

von Industrie und Gewerbe. Zuvor reines Agrardorf,

kamen mit der Errichtung der Königlich-Hannoverschen

Bahnlinie um 1900 Handel, Handwerk und Industrie in

den Ort. Dazu gehörte auch die Wüstenfeld’sche Zuckerfabrik.

Sie wurde 1956 an den Mischfutterproduzenten

HEMO-Mohr veräußert, der 2004 Insolvenz anmeldete.

Dafür bringt das 1898 gegründete Stanzwerk in Oberscheden

auch heute noch Blech in Form. In Scheden produziert

die AVI Packaging GmbH Verpackungen, unter

anderem für die Lebensmittelindustrie, und um Feinwerktechnik

kümmert sich seit mehr als 30 Jahren Fritz

Matthes. Daneben finden sich zahlreiche Tischlereien und

weiteres Handwerk.

Nicht nur Wirtschaft, auch Kultur belebt die

Gemeinde. Oberstes Aushängeschild ist Schedens berühmtester

Sohn, Johann Joachim Quantz. Mit Dauerausstellung

und regelmäßigen Konzertreihen in der St. Markuskirche

ehrt man den Komponisten und Flötenlehrer

Friedrichs des Großen. Auch für andere Kulturen sind

die Bürger der Gemeinde offen. So bestehen Vereinspartnerschaften

der örtlichen Volkstanzgruppe unter anderem

nach Schweden sowie Gemeindepartnerschaften mit

dem französischen Garancières und dem ungarischen

Rácalmás. Bei der Organisation regelmäßiger Treffen und

Feste mit den Partnergemeinden und Vereinen werden

alle Schedener sowie die Ortschaft Dankelshausen und die

Nachbargemeinde Mielenhausen mit eingebunden. Hand

in Hand mit ihren Nachbarn arbeitet die Gemeinde auch

bei der Entwicklung neuer Projekte. Jüngstes Beispiel ist

der „Quellenpfad“, der über geologische und historische

Hintergründe der Quellen zwischen Scheden, Gaußturm

und Jühnde informieren soll. Für Ingrid Rüngeling sind

solche Projekte nicht zuletzt auch für die Identität und

Belebung der Gemeinde wichtig.


XLII kunst GÖTTIngen SpeZIAL reGJo südniedeRSAChsen

DIE mit dem

Netzwerk-

GEN

Christoph Langer, Inhaber der Göttinger Galerie Nottbohm in vierter Generation.

Der Kunst auf der Spur

Seit 1878 gibt es bei Nottbohm Kunst. Die Erfolgsformel ist für Christoph Langer, Galerist in vierter Generation,

eine Mischung aus handwerklichem Können, Gespür für Ästhetik und persönlicher Leidenschaft.

Text: Sven Grünewald Fotografie: Galerie & Kunsthaus Nottbohm

Christoph Langer ist viel unterwegs, ein Pendeln zwischen

Ausstellungen, Künstler- und Kundenbesuchen, zwischen

den Standorten Göttingen und Keitum auf Sylt. Er hat es

damit geschafft, die Galerie Nottbohm weit über die Grenzen

Göttingens, ja bundesweit und sogar darüber hinaus,

bekannt zu machen. Seit zwölf Jahren leitet er das Familienunternehmen,

das seit der Gründung 1878 seinen festen

Platz in der Kurzen Geismarstraße hat. Diese Tradition prägt.

„Ich bin die vierte Generation“, erzählt Langer. „Wenn man

in so einem Umfeld groß wird, bekommt man eine ganze

Menge mit.“ Dieses Kunstverständnis ist auch der eigentliche

Schlüssel zum Erfolg. „Neben dem kaufmännischen Part ist

es wichtig, das Gespür für die richtigen Werke zu haben, zu

erkennen, was in die einzelnen Räumlichkeiten passt.“ Die

Begeisterung für Kunst – für Langer ein Stück Lebensqualität

– ist greifbar. Ein Funke, der bei Nottbohm von allen

überspringt, denn die langjährigen Mitarbeiter sind mit der

gleichen Leidenschaft dabei.

Ob die Auswahl vor Ort beim Kunden oder für die eigenen

Ausstellungsräume, das Spektrum ist breit, ein entsprechend

wacher Blick nötig. „Eine gute Galerie erkennen Sie

an der Auswahl der Künstler und daran, dass die Galerie eine

Linie, eine Stilrichtung hat.“ Was leider auch dazu führt, dass

viele Künstler, die beinahe täglich den Kontakt zur Galerie

suchen, unberücksichtigt bleiben müssen. „Es ist mit Sicherheit

für die Künstler frustrierend, aber wir können keine

weiteren aufnehmen. Wir kratzen da an einer Grenze, jenseits

derer ich es gar nicht mehr schaffe, alle Künstler optimal

zu präsentieren“, bedauert Langer. „Und ich werde auch

meinem Beruf nicht mehr gerecht, wenn ich einen Künstler

nur ans Lager stelle.“

In den letzten Jahren hat sich in dem Geschäft zudem

einiges geändert: Der Trend geht weg vom Kunstdruck hin

zu Originalen, aber auch insgesamt zu einem ganzheitlicheren

Ansatz in der Innengestaltung – entsprechend finden

sich bei Nottbohm heute viel Glaskunst und Skulpturen.

So, wie Bilder, Einrahmung und Einrichtungsobjekte in der

Galerie ineinandergreifen, greifen auch die Standorte Göttingen

und seit 2010 Keitum auf Sylt ineinander. Viele der

Kunden sind auf ganz Deutschland verteilt „und auf Sylt treffen

wir sie alle wieder“, sagt Langer. Durch die Sylter Dependance

gelangen aber auch neue Künstler nach Göttingen, für

welche die Stadt sonst ein weißer Fleck auf der Landkarte

geblieben wäre. Aktuelles Beispiel ist der belgische Maler

Roland Peeters. Die nächste Dependance ist auch schon am

Entstehen – im Internet, wo an einem Kunst-Shop gearbeitet

wird. Und danach – man wird sehen. Neue Ideen vor

dem Hintergrund einer internationalen Kunstszene umsetzen

zu können, das hat Christoph Langer inzwischen schon

oft bewiesen. Doch bei allem Unterwegssein, Göttingen „ist

für mich ein nach Hause Kommen. Man muss raus, damit

man weltoffen bleibt, viel sieht und darüber wieder Interessantes

nach Göttingen holen kann. Aber ich finde Göttingen

von der Lebensqualität her einfach perfekt.“

Die GWG initiiert und betreut zukunftsfähige und innovative Netzwerke,

welche regionalen Unternehmen kompetente Branchenforen bieten. Diese

stellen einen wichtigen Nährboden dar, auf welchem zukunftsfähige

Projekte gedeihen können.


Das Regional-Journal für Südniedersachsen

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Nachbarschaftshilfe

Im Landkreis holzminden sucht man Freundschaften und

Bündnisse fürs Leben.

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Neubau einer Produktionshalle

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unter Nachbarn hilft man sich bekanntlich gern aus. Etwas Mehl

von Frau Meier, von Herrn Schmidt gibt es ein Ei und Zucker

kommt von der netten Wohngemeinschaft eine Etage drüber. So

klappt es dann doch noch mit dem Kuchen, auch wenn der eigene

Küchenschrank fast leer ist. Nachbarschaftshilfe wird anscheinend

auch im Landkreis Holzminden groß geschrieben. Interkommunale

Kooperationen heißt das dann. Auf diese möchte Landrätin

Angela Schürzeberg auch in Zukunft nicht verzichten. Im großen

Landkreis-Portrait lassen sich aber auch ganz andere Tendenzen

deuten. Denn auch wenn ein Blick auf die Global Player des Landkreises

wie Symrise und Stiebel Eltron es nicht sofort erahnen lässt:

Holzminden könnten bald nicht nur Mehl und Zucker ausgehen.

Das 180-Seelen-Dorf Reileifzen hat derweil Freundschaften

im fernen Japan geschlossen. Dabei geht es im Partnerschaftsvertrag

mit der 144.000 Einwohner großen Stadt Tochigi weniger um

wirtschaftliche Interessen, sondern vielmehr um einen kulturellen

Austausch im Zeichen der Kirschblüte.

annegret adam

Redaktion

Inhalt

XI Ganzheitliche Beratung Die Landessparkasse Braunschweig hilft

bei wichtigen Finanzfragen.

XII Die Global Player Im Landkreis holzminden finden sich neben

Symrise und Stiebel Eltron weitere Firmen, die international tätig sind.

XVI Partnerlos in sumpfigem Terrain Der Landkreis holzminden ist

schon seit längerem auf Kooperationen mit den nachbarn angewiesen.

ob dieser Weg auch langfristig gehbar ist, darf aber bezweifelt

werden.

XXXI Das Beton-Duo Die h. Roloff Bau gmbh und die BFTW holzminden

gmbh planen und realisieren Rohbauten.

XXXII Im Zeichen der Kirschblüte Das Dorf Reileifzen und die japanische

Stadt Tochigi haben einen Partnerschaftsvertrag geschlossen.

impressum. herausgeber Polygo Verlag gmbh, Lotzestraße 29, 37083 göttingen, Telefon:

0551-50 75 10, Fax 0551-50 75 1-50 Chefredaktion Sven grünewald (redaktionsleitung@regjo.de)

Redaktion Annegret Adam, Volker Schönfeldt, Juliette Rahn, Katrin Langemann, Torben Andersen

Fotografie Marco Bühl, Landkreis holzminden, Landessparkasse Braunschweig, E.L.F. hallen- und

Maschinenbau, Volker Schönfeldt, Müller + Müller-Joh. gmbh + Co. Kg, Landschulheim holzminden,

hAWK, BMELV, Volksbank Weserbergland eg, Weserbergland Ag, Landessparkasse, Schlicht,

Interpane glas, o-I, Schott Ag, Stiebel Eltron, Thomas Pflaum, Annegret Adam, Fotolia, heimat- und

Verkehrsverein Reileifzen anzeigen John D. Swenson, Leitung (swenson@regjo.de), Dennis Aschoff,

Viktoria Siegfried Geschäftsführung Thomas Wirth (wirth@polygo.de) art direktion Ines Erdmann

layout Eva-Katarina griesheimer, Viktoria Siegfried

RegJo bei Facebook: www.facebook.com/Suedniedersachsen


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hier zu leben!“

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Tel.: 0 55 09 / 92 47 98 0

Fax: 0 55 09 / 92 47 98 8

Der Landkreis Holzminden liegt reizvoll zwischen Weser- und

Leinebergland, eingebettet zwischen den Oberzentren Hannover,

Braunschweig, Göttingen und Paderborn. Die wunderschöne

Landschaft, das gesunde Umfeld für alle Einwohnerinnen

und Einwohner in unserer Region und alle Besucher, aber

auch das umfangreiche Kultur- und Freizeitangebot im Landkreis

Holzminden schätze ich sehr.

Für mich ist der Landkreis Holzminden ein Ort der lebendigen

Widersprüche.

Zum einen machen ein gesunder Branchenmix, ein starker

Mittelstand, qualifizierte Arbeitskräfte und günstige Konditionen

den Landkreis zu einem attraktiven Standort für viele

weltweit agierende Unternehmen. Andererseits verlieren wir

Einwohner und Unternehmen und Einrichtungen ziehen sich

aus der Fläche zurück.

Wir sind nicht Metropole, aber auch nicht Provinz. Wir

sind in der Wirtschaft oft der Zeit voraus und gleichzeitig entwickeln

sich unsere Verkehrsprojekte langsam. Holzminden

ist ein Landkreis mit starken Wurzeln, einer langen Tradition

– über 180 Jahre – und mit guten Perspektiven.

Holzminden, im Oktober 2012

kanzlei@synofzik.de

angela Schürzeberg

Landrätin des Landkreises Holzminden


VI MaGazin hoLZMInDEn SPEZIAL REgJo SüDnIEDERSAChSEn REgJo SüDnIEDERSAChSEn hoLZMInDEn SPEZIAL MaGazin VII

EnERg IEh AUS

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Regionale Bücher und Bildbände

Glasfläschchen bis nach Australien

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Die E.L.F. hallen- und Maschinenbau

baut seit 2012 ein Plus-Energie-haus.

Seit 1994 hat der holzmindener Verlag Jörg Mitzkat mehr als 120 Bücher über die

Regionen Südniedersachsen, ostwestfalen und hannover veröffentlicht.

Die Müller + Müller-Joh. gmbh + Co. Kg in holzminden produziert glasverpackungen

für die weltweite Pharmaindustrie und ist dennoch eng mit der Region verbunden.

Im LSh-Summercamp 2012 schnupperten

13 Jungen und Mädchen Internatsluft.

Das Produktsortiment der E.L.F. Hallen-

und Maschinenbau aus Holzminden

wird seit 2012 durch das Wohnhauskonzept

eQUEST erweitert. Dieses soll Nachhaltigkeit

und Energieeffizienz kombinieren.

Das Grundgerüst des Hauses bildet eine

Stahlkonstruktion, die als Tragwerk für

die Gebäudehülle dient. Der Wandaufbau

besteht nicht wie bei handelsüblichen Neubauten

aus einem Wärmedämmverbundsystem,

sondern lässt sich durch die Verwendung

von Sandwichelementen und einer

innenseitigen Wärmedämmung wieder

trennen – eine Grundvoraussetzung zum

Recycling. Nach dem Baukastenprinzip

errichtet, ermöglicht das Haus zudem eine

modulare Erweiterung oder Verkleinerung.

Die eingesetzte Anlagentechnik

kombiniert eine 11,85 kWp Photovoltaikanlage,

Solarthermiekollektoren zur

Heizungsunterstützung, eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe,

Lüftungsgeräte sowie

eine Pelletheizung mit Wassertasche. Das

Doppelleitungssystem zu den Sanitäranlagen

reduziert den Verbrauch von Trinkwasser.

Im Jahresmittel wird das Haus so

mehr Energie erzeugen als seine Bewohner

verbrauchen.

VS

Wer sich für die Vergangenheit interessiert,

sei es nun seine eigene Herkunft oder das

frühere Leben und Arbeiten in der Region,

ist auf gedruckte Bücher angewiesen. Mit

sorgfältig recherchierten und vielfältig illustrierten

Büchern über Südniedersachsen

und die umliegenden Regionen hat der

Holzmindener Verlag Jörg Mitzkat einen

wichtigen Beitrag zur Dokumentation der

regionalen Geschichte geleistet. Mit Bildbänden

über das Weserbergland macht der

Verlag zudem auch überregional Werbung

für die Region.

Das Spektrum der regionalgeschichtlichen

Veröffentlichungen reicht von den

authentischen Erzählungen der 1838 in

Fredelsloh geborenen Landfrau Engelchristine

bis zur Dokumentation des Luftkrieges

über dem Weserbergland durch den

Heimatforscher Detlef Creydt. Im Bereich

der Bildbände gibt es neben großformatigen

Werken auch kleine zweisprachige Ausgaben

oder – wie bei den Büchern „Weser

& Renaissance“ und „Wilhelm Raabe im

Weserbergland“ – auch Bücher, denen eine

Hör-CD beiliegt. Darüber hinaus werden im

Verlag auch wissenschaftliche und kunsthistorische

Werke produziert, die sich oft

durch einen regionalen Bezug auszeichnen:

So gibt es speziell zum Themenbereich

Keramik und Porzellan eine Vielzahl

von Publikationen, die meist in Kooperation

mit der Porzellanmanufaktur Fürstenberg

entstanden sind.

Mit dem Buch „Kartoffelfeuer und

Weserlachs – Essen und Trinken in der

Weser-Solling-Region“ hat der Verlag

kürzlich sein Spektrum auch in Richtung

Kochbücher erweitert. Das großformatige

und ansprechend illustrierte Buch versammelt

eine Vielzahl regionaler Rezepte, die

von den Landfrauen des Kreises Holzminden

zusammengestellt wurden, dokumentiert

regionale Bräuche, berichtet über den

Wandel der Essgewohnheiten und zeigt

seinen Lesern den Weg zu Erzeugern in

der Region Südniedersachsen. Auf diese

Weise möchte der Verlag auch zur regionalen

Verwurzelung der Menschen beitragen:

Nur wer etwas über seine Umgebung

weiß, kann sich dort auch wirklich

Zuhause fühlen.

VS

Mehr über die Publikationen des Verlags Jörg Mitzkat erfahren Sie unter www.mitzkat.de

280 Millionen Glasfläschchen werden

jährlich auf modernsten Produktionslinien

bei der Müller + Müller-Joh. GmbH

+ Co. KG in Holzminden hergestellt. Ob

ratiopharm, Bayer oder GlaxoSmithKline

– zum Kundenstamm des 1924 gegründeten

Unternehmens zählen auch die Großen

der Pharmaindustrie. Mit deren steigender

Nachfrage sind auch die Produktionskapazitäten

des mittelständischen Familienunternehmens

über die Jahre mitgewachsen.

Darüber hinaus exportiert das Unternehmen

mehr als 45 Prozent seiner Produktion

ins Ausland, zum Beispiel in die Beneluxländer

und nach Australien. In Deutschland

ist Müller + Müller bereits seit Jahren

Marktführer, europaweit die Nummer fünf.

Mehr als 130 Mitarbeiter sind für die

Herstellung und den Vertrieb von Injektions-,

Gewinde- und Rollrandflaschen

sowie Schnappdeckel- und Weithalsgläser

zuständig. Als eines der ersten Unternehmen

der Branche setzte Müller+Müller die

Linienfertigung konsequent in die Praxis

um, so dass die Primärpackmittel in einem

Arbeitsgang – von der Verformung des Glasrohrs

bis zum fertig verpackten Fläschchen

– gefertigt werden. Diese Linienfertigung

ermöglicht eine rationelle Produktion und

die Implementierung von opto-elektronischen

Kontrollsystemen.

Auch das 2008 fertiggestellte Verwaltungsgebäude

des Glasproduzenten setzt

Maßstäbe und stellt sich den ökologischen

und ökonomischen Herausforderungen:

Durch den Betonkern fließt Brunnenwasser

zur natürlichen Kühlung. Dank einer Energierückgewinnung

aus Abwärme benötigt

der Neubau fast keine Heizung – nicht nur

angesichts steigender Energiepreise ein großes

Einsparpotenzial.

Trotz internationalem Agieren ist das

Unternehmen fest mit seiner Region verwurzelt

und unterstützt zum Beispiel die

Hochschule für angewandte Wissenschaft

und Kunst (HAWK) in Holzminden. Dieses

Engagement sowie Unternehmensentwicklungen

und -innovationen haben Müller +

Müller unter anderem den „OSKAR für den

Mittelstand“ (heute: „Großer Preis des Mittelstandes“)

sowie den „Energy Technology

Award“ eingebracht.

VS

Mehr über die Müller + Müller-Joh. gmbh + Co. Kg erfahren Sie unter www.mmjoh-glas.com

Nach der Premiere im letzten Jahr, hatten

2012 wieder 13 Mädchen und Jungen im

Alter von acht bis zwölf Jahren die Gelegenheit,

in den Sommerferien im Landschulheim

Holzminden (LSH) im Rahmen

des LSH-Summercamps Internatsluft zu

schnuppern. Ein voll gespickter Wochenplan

mit Aktivitäten wie Reiten, Tennis,

Schmieden, Tischlern und wissenschaftlichen

Experimenten wurde den Kindern

geboten. Zudem gab es Ausflüge in den

Kletterpark Silberborn, in den Wildpark in

Neuhaus mit Greifvogelschau und in das

Freibad Holzminden. Auch eine „Schatzsuche“

im Hasselbachtal mit anschließendem

Picknick auf dem Oberhausturm und eine

Fledermauswanderung mit Ultraschalldetektor

standen auf dem Plan.

Zum Abschied nach einer Woche Summercamp

zeigten die Kinder ihren Eltern,

was sie gelernt hatten, führten ihre Reitund

Tenniskünste vor, sangen in der Hohen

Halle das „Summercamp-Lied“ und führten

zwei kleine Theaterstücke – den „Lustmolch

Heribert“ und den „Sündenbock-Rock“ –

auf. Auch 2013 wird es wieder das LSH-

Summercamp geben. Die ersten Anmeldungen

liegen bereits vor.

VS

Bilder: E.L.F. hallen- und Maschinenbau, Volker Schönfeldt

Bilder: Müller + Müller-Joh. gmbh + Co. Kg, Landschulheim holzminden


VIII MaGazin hoLZMInDEn SPEZIAL REgJo SüDnIEDERSAChSEn

REgJo SüDnIEDERSAChSEn hoLZMInDEn SPEZIAL MaGazin IX

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Warenbewegung

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Strukturaufbau

Gut gedacht – schlecht gemacht?

Impulsgeber

Die Willi Kreykenbohm Spedition gmbh ist

Spezialist für Transport und Lagerung.

Die Immobiliendebatte 2012 lieferte Antworten

auf den demografischen Wandel.

Das Modellvorhaben LandZukunft fördert

Tourismusideen der Region holzminden.

Im vergangenen September informierte die Volksbank Weserbergland in der Stadthalle

holzminden über das Thema Vorsorge- und Vermögensnachfolgeplanung.

Die Weserbergland Ag fungiert als netzwerkknoten

dreier Landkreise.

220 Container pro Kalenderwoche, 20

Fahrzeuge und 15 Subunternehmer pro

Tag bewegt die Willi Kreykenbohm Spedition

GmbH aus Holzminden. Das 1924

inhabergegründete Familienunternehmen

ist im Bereich Transport-, Container- und

Lagerlogistik tätig. Neben dem Transport

von Containern, Stückgut und Komplettladungen

ist das Unternehmen, das rund 30

Mitarbeiter beschäftigt, auch in der Lage,

Waren für kurze oder längere Zeiträume

zwischenzulagern. Bei Bedarf können diese

Waren auch umetikettiert und an weitere

Kunden verteilt werden.

Die Spedition ist vor allem in Deutschland,

Belgien und den Niederlanden aktiv,

wobei sich die Tätigkeit im deutschen

Raum besonders auf die Regionen Niedersachsen,

Nordhessen und Ostwestfalen

konzentriert. Doch sowohl im Inland als

auch im Ausland gilt bei Geschäftsführer

Willi-Ingo Kreykenbohm: „Wir behandeln

jeden Kunden wie einen Platzhirsch. Bei

uns bekommt jeder eine freundliche und

schnelle Bedienung, unabhängig von Art

und Umfang der geforderten Leistung.“ AA

Weitere Informationen finden Sie im Internet

unter www.kreykenbohm.de

„Älter, fitter, ärmer? – Wie gehen Städte

und Kommunen mit den demografischen

Wandel um?“ lautete der Titel der Immobiliendebatte

2012, die im Mai 2012 an der

Hochschule für angewandte Wissenschaft

und Kunst (HAWK) in Holzminden stattfand.

Praktiker hatten hier das Wort. Unter

diesen war auch Henning Scherf, Altbürgermeister

von Bremen. Scherf betreut das

Netzwerk „SONG – Soziales neu gestalten“,

in dem sich verschiedene Akteure der Sozialwirtschaft

unter anderem um zukunftsfähige

Wohnmodelle für Senioren kümmern.

„Menschen wollen dort leben, wo sie

gekannt werden, wo sie ihre Kneipe wiederfinden

und wo sie mit jemandem reden

können“, sagte Scherf.

Die Podiumsdiskussion, an der unter

anderem die Holzmindener Professorinnen

Dr. Alexandra Engel und Dr. Birgit Franz

teilnahmen, kam zu dem Fazit: Gemeinsam

etwas tun, nur das bringt voran. Deshalb

widme sich die HAWK seit einiger Zeit

auch diesem Thema. „Die HAWK in Holzminden

ist auf dem Weg zu einem Kompetenzzentrum

der Immobilienwirtschaft

in Deutschland“, so Prof. Rainer Vahland,

Dekan der HAWK-Fakultät Management,

Soziale Arbeit, Bauen.

VS

Mit dem Modellvorhaben LandZukunft

möchte das Bundesministerium für Ernährung,

Landwirtschaft und Verbraucherschutz

einen Aspekt der Demografiestrategie

der Bundesregierung umsetzen. Im

Rahmen des Modellvorhabens werden

die strukturschwachen ländlichen Regionen

Birkenfeld, Dithmarschen, Uckermark

und Holzminden mit je 1,8 Millionen Euro

gefördert. „Unser Ziel ist es, die Akteure vor

Ort zu stärken und ihnen mehr Eigenverantwortung

für die regionale Entwicklung

zu übertragen“, sagt die Landwirtschaftsministerin

Ilse Aigner.

Aigner überreichte im April 2012 den

Landräten der vier Modellregionen die

Zuweisungsbescheide. „Mit dem Modellvorhaben

gehen wir einen neuen Weg,

der auf regionale Partnerschaften und

das Engagement der Bürger vor Ort setzt“,

sagte Aigner. Die Ziele für die einzelnen

Regionen werden vertraglich festgehalten,

die konkrete Umsetzung liegt jedoch in

der Verantwortung der Bürger und Kommunen.

Holzminden plant mit der Förderungen

und dem Engagement der Bürger

im Bereich Tourismus Aktivitäten zum

Strukturaufbau, zur Qualifizierung und

zur Finanzierung.

VS

Vermögen im Wert von 280 Milliarden

Euro werden Jahr für Jahr vererbt – so

eine aktuelle Schätzung des Instituts für

Altersvorsorge. Das Gesetz sieht dabei eine

feste Erbfolge vor. Ist dies aber immer die

richtige Lösung oder sollte nicht besser ein

Testament für Sicherheit sorgen, um spätere

Streitereien zu vermieden?

„Generationenberatung ist bei der

Volksbank Weserbergland ein wichtiges

Thema“, so Jürgen Freitag (Foto,

1.v.r.), Vorstandsvorsitzender der Volksbank

Weserbergland, die am 12. September

2012 rund 750 Gäste zur Veranstaltung

„Gut gedacht – schlecht gemacht? Die häufigsten

Fehler bei der Vorsorge- und Vermögensnachfolgeplanung“

in der Stadthalle

Holzminden begrüßte. „Generationenberatung

bedeutet in erster Linie, Menschen bei

ihrer Planung von Vorsorge, Vermögensübergabe

und Nachfolge zu unterstützen“,

betonte Freitag. Im Mittelpunkt des Abends

stand ein Vortrag von Heinz Angermair

(Foto: 2.v.r., mit Vorstand Manfred Schäfer

und Prokurist Rolf Haas), Geschäftsführer

des privaten Fachinstituts für Vermögens-

und Unternehmensnachfolge GeNe GmbH,

über die häufigsten Fehler bei der Nachfolgeplanung.

„Wer selbst mitbestimmen

möchte, wer nach seinem Ableben Erbe

wird, sollte sich frühzeitig um eine Regelung

kümmern“, so Angermair. Viele Bundesbürger

würden sich aber auf die gesetzlichen

Bestimmungen verlassen und sind

sich der Auswirkungen nicht bewusst. An

beispielhaften Praxisfällen machte Angermair

Schwierigkeiten und Stolpersteine

einer ungeregelten Vermögensnachfolge

bewusst.

Interessierten Kunden stehen die speziell

geschulten Vorsorgeberater der Volksbank

Weserbergland zur Verfügung. Im

Rahmen eines Beratungsgesprächs wird

den Kunden dann der „Wegweiser Generationenberatung“

ausgehändigt, den die

Volksbank gemeinsam mit dem GeNe-Institut

entwickelt hat. In zwölf Filialen betreut

die Volksbank Weserbergland mehr als

25.000 Kunden rund um die Themen Investitionsplanung,

Finanzierung, Existenzgründung,

Unternehmensnachfolge sowie

Vorsorgeberatung.

VS

Mehr zum Thema Vorsorge- und Vermögensnachfolgeplanung der Volksbank Weserbergland

erfahren Sie unter www.voweb.de oder in einer der zwölf Filialen.

Als Partner der regionalen Wirtschaft,

Kommunen, Verbände und Institutionen

gibt die Weserbergland AG als Netzwerkknoten

positive Impulse zur Förderung von

Wirtschaftsstruktur und Beschäftigungsentwicklung

der drei Landkreise Holzminden,

Hameln-Pyrmont und Schaumburg.

Einen Handlungsschwerpunkt bildet die

Etablierung der Marke „Wirtschaftsraum

Weserbergland“, um die Region besonders

für qualifizierte Fach- und Führungskräfte

attraktiver zu machen.

Übergreifende Wirtschaftsförderung

leistet die Weserbergland AG zum Beispiel

durch Wirtschaftsdialoge wie Unternehmerfrühstück

und BusinessTalk. Im Auftrag

der Regionalen Entwicklungskooperation

Weserbergland plus werden zudem

Projekte entwickelt und durchgeführt wie

die Weiterentwicklung als Energieregion,

das GlasCluster sowie die Koordinierungsstelle

Frau und Wirtschaft. Jüngstes Projekt

ist seit Mitte 2012 die Fachkräfte-Initiative,

die auch von Landrätin Angela Schürzeberg

und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas

Kexel (Foto) unterstützt wird.

VS

Weitere Informationen gibt es unter

www.weserberglandag.de

Bilder: Willi Kreykenbohm Spedition, hAWK, BMELV

Bilder: Volksbank Weserbergland eg, Weserbergland Ag


Klaus-Jürgen Nickel, Geschäftsführer der Harzer Kartonagenfabrik GmbH & Co. KG

X XXXXX hoLZMInDEn SPEZIAL REgJo SüDnIEDERSAChSEn

REgJo SüDnIEDERSAChSEn hoLZMInDEn SPEZIAL PoRtRait XI

Die Beratungspyramide der Braunschweigischen

Landessparkasse: Bausteine des

Erfolgs für Unternehmen.

Die Mitarbeiter des Firmenkundengeschäfts der

Braunschweigischen Landessparkasse in holzminden

(von links): günther Maas, Angela Meyer,

Ludger haneke, Birgit Strahle, Michael heiser,

Brigitte gensich, Friedrich-Wilhelm Knapwost,

Christa Fromme und Bernd Walter.

gutepropaganda.de

BusinessKapital

Das Kapitalkonto für Firmenkunden.

Unser BusinessKapital ist die ideale Anlageform, wenn Ihr Firmengeld immer verfügbar sein und dennoch optimale Zinsen bringen soll.

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Ganzheitliche Beratung

Mit einem einheitlichen Ansprechpartner und flexiblen Kapitalkonten für Firmengelder bietet die

Braunschweigische Landessparkasse eine maßgeschneiderte Finanzbetreuung für Firmenkunden.

Text: Lutz Tantow Fotografie: Landessparkasse

Als Unternehmer wird man jeden Tag mit einer Vielzahl

von Fragestellungen konfrontiert. Um im finanziellen

Sektor die richtigen Entscheidungen zu treffen, egal

ob geschäftlich oder privat, bietet die Braunschweigische

Landessparkasse ihren Kunden eine aktive und engagierte

Unterstützung an. Kompetente und eigens für diese Kundenanforderungen

geschulte Beratungsspezialisten stehen

mit maßgeschneiderten Lösungen zur Seite. Und zwar ganz

egal ob geschäftlich oder privat, denn für seine Finanzangelegenheiten

wünscht man sich meist einen einheitlichen

Ansprechpartner. Die qualifizierten Berater begleiten ihre

Firmenkunden bei allen Finanzgeschäften und binden auf

Wunsch bei Bedarf zusätzliche Spezialisten des Hauses und

der Kooperationspartner ein.

Dabei kommt das bewährte Sparkassen-Finanzkonzept

zum Einsatz, das ganz logisch aufgebaut ist: In einem

ersten Schritt wird gemeinsam systematisch die Bedarfssituation

des Unternehmens analysiert. Auf Basis der

erhaltenen Angaben können dann zu jedem Baustein des

S-Finanzkonzepts individuell passende Lösungsvorschläge

unterbreitet werden. Jeder Unternehmer bekommt damit

genau das, was er wirklich braucht.

Anhand der Beratungspyramide (siehe oben) lassen

sich die einzelnen Bausteine des Erfolgs veranschaulichen:

Das Fundament bilden Service, Liquidität und Anlage.

Ohne gesicherte Liquidität kann kein Unternehmen bestehen

– hierzu zählt die Wahl des richtigen Kontomodells,

die Nutzung von Kartenzahlungsmöglichkeiten, Online-

Banking und die kurzfristige Anlage freier Gelder. Flexible

Liquidität ist letztlich die Grundlage des wirtschaftlichen

Erfolgs eines jeden Unternehmens. Man möchte Gelder

jederzeit verfügbar haben, aber nicht unverzinst liegen lassen

– sie sollen auch dann für das Unternehmen arbeiten.

Finanzielle Freiräume können mit dem neuen BusinessKapital

der Landessparkasse – dem Kapitalkonto für Firmengelder

– optimal genutzt werden. Freie Gelder werden vom

Geschäftsgirokonto auf das BusinessKapital überwiesen.

Täglich verfügbar und gut verzinst kann es dann jederzeit

für eine Investition, ein attraktives Angebot oder eine

unvorhergesehene Rechnung eingesetzt werden.


REgJo SüDnIEDERSAChSEn hoLZMInDEn SPEZIAL WiRtSChaFt XIII

1

Die Global Player

Der Landkreis holzminden ist Standort zahlreicher Unternehmen, die weltweit agieren

und dies zum Teil auch sehr erfolgreich. Eine übersicht in alphabethischer Reihenfolge.

2

1. druckguß Schlicht, holzminden

Die Firma Druckguß Eberhard Schlicht GmbH & Co. KG wurde im Jahre 1948 in Holzminden gegründet.

Seitdem fertigt das mittelständische Unternehmen mit rund 180 Mitarbeitern Aluminiumdruckguss

und die dazugehörigen Formen, Schnitt- und Bearbeitungswerkzeuge. Tausende unterschiedlichste

Druckgussteile hat Schlicht bis heute entwickelt und produziert. Bei den Teilen handelt es

sich oftmals um Produkte mit komplexen Anforderungen, die in partnerschaftlicher Zusammenarbeit

mit den Kunden zum Teil neu entwickelt und anschließend in Serie produziert werden. Mittlerweile

fertigt das Unternehmen nicht nur für den deutschen Markt, sondern beliefert auch zahlreiche

Unternehmen in Nord- und Südamerika, Russland, Japan und Indien. Ein wichtiger Abnehmer

ist der europäische Automobilmarkt.

3

4

2. interpane Glas, lauenförde

Die 1971 von Georg F. Hesselbach gegründete Interpane Glas Industrie AG ist ein Produzent von

Verglasungsprodukten mit europaweit elf Standorten in Deutschland, Österreich und Frankreich.

Dabei bietet Interpane eine breite Palette an Funktionsgläsern wie Float- und Weißglas, hochwertiges

beschichtetes Wärmedämmglas, Schallschutz- und Sonnenschutz-Isolierglas, Sicherheitsglas, Verglasungen

für Design und Gestaltung sowie für solare Anwendungen. Die Interpane Entwicklungsund

Beratungsgesellschaft in Lauenförde ist das Forschungs- und Entwicklungszentrum der Gruppe.

In über dreißig Jahren wurde aus bescheidenen Anfängen eine international agierende Unternehmensgruppe

mit rund 1.200 Mitarbeitern. Am Stammsitz in Lauenförde arbeiten 250 Mitarbeiter für

den Flachglasveredler.

3. Müller + Müller-Joh. Gmbh + Co. KG, holzminden

Das 1924 ursprünglich in Thüringen gegründete mittelständische Familienunternehmen produziert

Primärpackmittel aus Röhrenglas für die Pharmaindustrie. Nach dem 2. Weltkrieg kam es zu einer

Neugründung am heutigen Standort Holzminden. Für die Produktion und den Vertrieb von zum Beispiel

Injektions-, Gewinde- und Rollrandflaschen sorgen die rund 130 Mitarbeiter des Unternehmens.

Von Holzminden aus beliefert Müller + Müller nicht nur große deutsche Pharmaunternehmen wie

ratiopharm und Bayer, mehr als 45 Prozent der Produktion gehen ins Ausland. Abnehmer finden sich

weltweit in den Beneluxländern, aber auch in den USA, Südafrika, China und sogar in Australien.

4. o-i-Glasspack Gmbh & Co. KG, holzminden

Das 1903 als Owens Bottle Company gegründete Unternehmen mit Hauptniederlassung in Perrysburg,

Ohio (USA), ist ein Hersteller von Glasverpackungen. Gründer Michael J. Owens erfand einst

eine Maschine für die automatisierte Produktion von Flaschen, die die Grundlage der Glasproduktion

von heute bildet. Für zahlreiche große Marken produziert das heutige Unternehmen O-I-Glasspack

ästhetische wie recycelbare Glasbehälter. Dabei besitzt O-I 81 Produktionsanlagen in 21 Ländern sowie

Joint Ventures in China, Italien, Malaysia, den USA und Vietnam und zählt mehr als 49.000 Kunden

in 86 Ländern. 2011 erzielte das Unternehmen einen Jahresumsatz von 7,4 Milliarden US-Dollar. O-I

beschäftigt mehr als 24.000 Mitarbeiter weltweit, davon 350 am Standort Holzminden, und hält darüber

hinaus mehr als 1.900 weltweite Patente sowie mehr als 10.000 Produkte in seinem Portfolio.

5. otto Künnecke Gmbh, holzminden

Otto Künnecke entwickelt Lösungen für weltweit verschiedene Märkte, die sich alle um Verpackungsund

Versandlösungen für Hochsicherheitsprodukte wie Kreditkarten, Reisepässe und PIN-Briefe

5

6


REgJo SüDnIEDERSAChSEn hoLZMInDEn SPEZIAL WiRtSChaFt XV

Ihre Logistikpartner in der Region

Wir sind die Spezialisten für Beschaffungs-,

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8

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7

Wir halten unsere Klassen bewusst klein, damit jedes

Kind die Aufmerksamkeit und Förderung erhält, die es

braucht. Unsere Lehrer sind gleichzeitig die Betreuer der

Wohngruppen von 8 bis 12 Jungen und Mädchen.

Von besonderem Wert ist bei uns die soziale Bildung.

In vielen Arbeitsgemeinschaften und Sozialen Werken

wird das Leben in der Gemeinschaft erprobt und gefestigt,

persönliche Stärken hervorgehoben und Schwächen

ausgeglichen.

Spezifische Neigungen können auch im Abitur berücksichtigt

werden, wir bieten alle fünf Oberstufenprofile

an: sprachlich, naturwissenschaftlich, musisch-künstlerisch,

gesellschaftswissenschaftlich und sportlich.

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gruppieren. Diese Produkte werden in unterschiedlichen Teilmärkten nachgefragt. Aus dem 1934 von

Schlossermeister Otto Künnecke sen. als Schlosserei und Installationsgeschäft in Holzminden gegründeten

Betrieb ist mit den Jahren ein weltweit agierendes Unternehmen mit mehreren Niederlassungen

und einem Netzwerk von mehr als 50 internationalen Händlern entstanden. Alle Systeme aus der

Produktpalette von Otto Künnecke werden selbst entwickelt und sind auf individuelle Kundenwünsche

abgestimmt. Die Exportquote des Unternehmens, das heute rund 80 Mitarbeiter zählt, liegt bei

mehr als 80 Prozent.

6. Schott aG, Grünenplan

Als Technologiekonzern ist die Schott AG in den Bereichen Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Elektronik,

Optik, Solarenergie, Transportation und Architektur tätig. Mit der Gründung des Glastechnischen

Laboratoriums Schott & Genossen in Jena und der Entwicklung neuartiger Gläser revolutionierte Otto

Schott 1884 die Glaswissenschaft und Glastechnologie. Er gilt deshalb als „Begründer der neuzeitlichen

Glastechnik“. Heute arbeiten über 17.000 Mitarbeiter für das Unternehmen, davon 600 am Standort

in Grünenplan. Der jährliche weltweite Umsatz beläuft sich auf 2,88 Milliarden Euro. Schott in Grünenplan

verfügt über ein umfangreiches Know-how in der Anwendung traditioneller und moderner

Glasproduktionstechniken wie zum Beispiel das Ziehen, Gießen und automatische Pressen von Glas.

Damit können unterschiedliche technische Anforderungen realisiert werden.

7. Stiebel eltron, holzminden

Stiebel Eltron ist eine international ausgerichtete Unternehmensgruppe und gehört weltweit zu den

Markt- und Technologieführern in den Bereichen Haustechnik und Erneuerbare Energien. Seit 88 Jahren

sind technische Leistungsfähigkeit, Qualität, Innovation, Zuverlässigkeit und kundennaher Service

bestimmende Faktoren des Erfolgs. Mit 3.000 Beschäftigten, fünf nationalen und internationalen

Produktionsstätten, weltweit 16 Tochtergesellschaften sowie Vertriebsorganisationen und Vertretungen

in über 120 Ländern ist Stiebel Eltron global aufgestellt. Der Hauptsitz der Unternehmensgruppe

ist Holzminden. Rund 40 Prozent des Umsatzes entfallen auf das Ausland.

8. Symrise, holzminden

Symrise ist ein Anbieter von Duft- und Geschmackstoffen, kosmetischen Grund- und Wirkstoffen sowie

funktionalen Inhaltsstoffen. Mit einem Marktanteil von elf Prozent belegt Symrise weltweit den vierten

Platz. Zu den Kunden gehören Parfum-, Kosmetik- und Lebensmittelhersteller, die pharmazeutische

Industrie sowie Produzenten von Nahrungsergänzungsmitteln. Gegründet wurde das Unternehmen

2003 durch die Fusion der beiden Firmen Dragoco Gerberding & Co. AG sowie Haarmann &

Reimer GmbH. Symrise ist seit Dezember 2006 an der Börse notiert, mittlerweile mit 35 Standorten

auf allen fünf Kontinenten vertreten und erzielte 2011 einen Jahresumsatz von 1,584 Milliarden Euro.

Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 5.400 Mitarbeiter, davon 2.100 am Standort Holzminden.

Fotonachweise: Schlicht (Druckguß Schlicht), Interpane glas (Interpane glas Industrie Ag), Müller + Müller-Joh. gmbh + Co. Kg (Müller + Müller-Joh. gmbh + Co. Kg),

(o-I-glasspack), Volker Schönfeld (otto Künnecke gmbh), SChoTT Ag (Schott Ag), STIEBEL ELTRon (Stiebel Eltron), Thomas Pflaum (Symrise)


XVI holzminden hoLZMInden SPEZIAL Regjo SüdnIEDERSAChsen

Regjo SüdnIEDERSAChsen hoLZMInden SPEZIAL holzminden XVII

Partnerlos in sumpfigem Terrain

Schon seit längerem ist der Landkreis Holzminden auf Kooperationen mit den Nachbarn angewiesen. Diesen Kurs will

Landrätin Angela Schürzeberg auch zukünftig beibehalten. Ob das langfristig ausreicht, darf bezweifelt werden.


XVIII holzminden hoLZMInden SPEZIAL Regjo SüdnIEDERSAChsen

Regjo SüdnIEDERSAChsen hoLZMInden SPEZIAL holzminden XIX

Über der Weser im Örtchen Polle thront die

Burgruine des Grafen von Everstein, die im

13. Jahrhundert erbaut und im dreißigjährigen

Krieg von schwedischen Truppen zerstört

wurde. Seitdem ist die Burg Polle eine Ruine.

„GroSSe Leidenschaften

sind wie Naturkräfte. Ob

sie nutzen oder schaden,

hängt nur von der Richtung

ab, die sie nehmen.“

Ludwig Börne


XX holzMinden hoLZMInDEn SPEZIAL REgJo SüDnIEDERSAChSEn

Text: Annegret Adam Fotografie: Marco Bühl

Während man im nahegelegenen Göttingen, Northeim

und Osterode bereits Hochzeitspläne schmiedet, möchte

man sich in Holzminden nicht fest an einen Partner

binden und fährt stattdessen mehrgleisig. Sowohl nach

Hameln und Hildesheim als auch nach Northeim und

Göttingen bestehen Verflechtungen, zum Beispiel in

der Wirtschaft und im Tourismus. Die Weserbergland

AG oder der Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.

sind solche Beispiele. Ab 2013 sollen zudem die Gesundheitsämter

der Kreise Hameln-Pyrmont und Holzminden

eine gemeinsame Leitung erhalten. Zwischen dem

Landkreis Holzminden und seinen Nachbarn gibt es aber

auch zahlreiche Pendlerverflechtungen. Während nördliche

Gemeinden wie die Samtgemeinde Bodenwerder-

Polle für Arbeitsplatz oder Freizeit- und Kulturbedürfnisse

nach Hameln pendeln, gibt es in den südlichen

Gemeinden stärkere Verbindungen nach Northeim und

Göttingen. Nicht zu übersehen sind auch Pendlerströme

aus dem Landkreis hinaus ins benachbarte Bundesland

Nordrhein-Westfalen, insbesondere nach Höxter.

Bis 2020 soll die Bevölkerung des landkreises um

rund 10,2 Prozent schrumpfen.

Mitten im Solling liegt

der neue Teich, der

1737 als Floßteich neu

angelegt wurde um den

Transport von Buchenholz

durch die Ilme in an

der Leine gelegene orte

zu erleichtern.

Die Zukunftsprognosen für den Landkreis stehen derweil

unter keinem guten Stern. Als vor allem ländlicher

Raum mit einer zum Teil schlechten Verkehrsanbindung

und einer Arbeitslosenquote, die mit 7,9 Prozent immer

noch über dem Landesdurchschnitt liegt, ist der Kreis

vor allem mit dauerhaften Bevölkerungsverlusten konfrontiert,

die nicht nur durch Geburtenrückgänge, sondern

auch durch Abwanderungen verursacht werden.

72.000 Menschen leben derzeit noch zwischen Weser

und Solling – bis 2020 soll die Bevölkerung des Landkreises

um rund 10,2 Prozent schrumpfen, bis 2031

sind sogar fast 20 Prozent prognostiziert. Eine Studie


XXII holzMinden hoLZMInDEn SPEZIAL REgJo SüDnIEDERSAChSEn

REgJo SüDnIEDERSAChSEn hoLZMInDEn SPEZIAL holzMinden XXIII

Seit 1971 ist die hAWK in holzminden ansässig. hervorgegangen ist sie unter anderem aus den Staatlichen Ingenieurakademien

hildesheim/holzminden sowie der herzöglichen Baugewerkschule zu holzminden.

Als „Stadt der Düfte und Aromen“ wird holzminden dank des größten deutschen Duft- und geschmackstoffunternehmens Symrise seit 2003

offiziell beworben. Aber auch auf dem Wochenmarkt locken zweimal wöchentlich der Duft von Kräutern und frisch gebackenem Brot.

der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

(HAWK) in Holzminden aus dem Jahr 2010 belegt, dass

vor allem junge Menschen den Raum verlassen. Fehlende

berufliche Perspektiven sowie schlechte Ausbildungs- und

Berufsaussichten locken sie schließlich in andere Regionen.

Angesichts dieser Bevölkerungsprognosen und damit

sinkender Einnahmen steht der Landkreis vor der Herausforderung,

die bisherige Infrastruktur weiterhin aufrecht

zu erhalten oder gar attraktiver zu gestalten. Dem Kreishaushalt

werden bis 2021 jährlich etwa 5,3 Millionen Euro

Einnahmen aus Steuern, Finanzausgleich und Kreisumlage

fehlen.

Kooperationen und amtszusammenlegungen signalisieren

bereits: allein geht es nicht.

Demgegenüber wird der Bedarf an Pflegeeinrichtungen um

rund 17 Prozent steigen. Solange das Land strukturschwachen

Kreisen wie Holzminden keinen Geldregen beschert,

drohen die Böden immer mehr auszutrocknen. Der Kreis

ist gezwungen zu handeln. Kooperationen und Ämterzusammenlegungen

signalisieren bereits: Allein geht es nicht.

Für eine Fusion aber gäbe es keinen geeigneten Partner,

zumal der Landkreis Holzminden aufgrund seiner Lage

und naturräumlichen Struktur auch immer eine Randposition

beibehalten würde. Doch statt seine Arme weiterhin

in alle Richtungen zu strecken, gäbe es vielleicht eine weitere

Option: Der Landkreis könnte seine Auflösung anstreben

und in mehreren Nachbarkreisen aufgehen. Daran denken

derzeit aber nur wenige. Vielmehr versucht man sich

auf die eigenen Stärken zu konzentrieren. Wirtschaftlich

sind dies vor allem die drei Flaggschiffe Symrise, Stiebel

Eltron und die Schott AG, die gemeinsam mehr als 4.000

Mitarbeiter beschäftigen und kräftig in die Region investieren.

Bis 2016 will Symrise 120 Millionen Euro für den

Standort Holzminden aufwenden, unter anderem für eine

Menthol-Fabrik und ein Forschungszentrum. „Mit diesem

Schritt festigen wir unsere Marktführerschaft in dem Produktsegment

und schaffen darüber hinaus Arbeitsplätze“,

so Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Vorstandsvorsitzender der

Symrise AG. Auch Stiebel Eltron bekennt sich zum Standort

Holzminden und investiert derzeit 20 Millionen Euro

in einen Erweiterungsbau des Logistikzentrums sowie in

ein neues Empfangs- und Schulungsgebäude. Neben diesen

Global Playern finden sich vor allem kleine und mittelständische

Unternehmen, deren wirtschaftlicher Erfolg

aber zum Teil von den Großen abhängig ist.

Für einen starken Wirtschaftsmotor braucht es neben

den Unternehmen aber auch die qualifizierten Arbeitskräfte.

An diesen mangelt es im Kreis bereits heute. Als

Standort der HAWK liegt das Potenzial eigentlich direkt vor

der Nase, zumal es der HAWK im Wintersemester 2011/12

erstmals gelungen ist, ihre Studierendenzahlen am Standort

Holzminden auf über 1.000 zu steigern, zum aktuellen

Wintersemester 2012/13 sind es sogar 1.100. Zuvor waren

es zeitweise gerade einmal die Hälfte. Für diese Steigerung


REgJo SüDnIEDERSAChSEn hoLZMInDEn SPEZIAL holzMinden XXV

Die glas- und Porzellanindustrie wird im Landkreis als ein Kulturgut gepflegt, schließlich hat sie hier Tradition. Davon zeugen

nicht nur die glasmuseen in Boffzen und grünenplan, sondern auch die Porzellanmanufaktur in Fürstenberg.

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lassen sich drei Gründe anführen: Zum einen wurde das

Angebot der HAWK am Standort Holzminden der Nachfrage

angepasst, zum Beispiel durch die Einführung neuer

Fächer wie Immobilienwirtschaft. Einen nicht unwesentlichen

Anteil mag auch die Bürgerinitiative „Pro Hochschule

– Zukunft für unseren Hochschulstandort Holzminden“

haben, die sich für den Standorterhalt einsetzte und

im Dialog mit Hochschule, Kreis und Land Perspektiven

für den Standort auslotete. Dazu gehört das Fächerangebot

ebenso wie die finanzielle Unterstützung der Studierenden

durch ein Begrüßungsgeld.

defizitär ist auch die anbindung in benachbarte oberzentren

wie hannover.

Ein dritter und sicherlich entscheidender Grund findet sich

jedoch auch im doppelten Abiturjahrgang von 2011. Ziel

der HAWK ist es nun, dieses Niveau zu halten und darüber

hinaus weiter zu steigern. Aber nur ein kleiner Teil der

Absolventen lässt sich derzeit nach Abschluss des Studiums

in Holzminden nieder. Auch hier spielt das Angebot der

HAWK eine zentrale Rolle, das sich zwar der allgemeinen

Nachfrage anpasst, aber mit den vor Ort ansässigen Unternehmen

größtenteils wenig kompatibel ist. Allerdings gibt

es Bestrebungen, Studienmöglichkeiten so zu entwickeln

beziehungsweise auszubauen, dass sie den Bedürfnissen der

regionalen Unternehmen entgegen kommen. „Hierzu werden

Gespräche mit dem Land Niedersachsen geführt, das

gemeinsam mit der Hochschule Zielvereinbarungen über

die weitere Entwicklung abstimmt“, erklärt HAWK-Präsidentin

Prof. Christiane Dienel.

So zieht es den qualifizierten Nachwuchs zum Beispiel in

die Großstädte. „Wer hier herkommt und sich nicht auf

einen neuen Lebensabschnitt einlässt, der geht nach dem

Studium wieder weg“, so Johannes Virchow, HAWK-Student

und bis vor kurzem Referent des Allgemeinen Studierendenausschusses

(AStA) für den Standort Holzminden.

Virchow stammt aus Berlin und gehört zu den wenigen, die

fast das ganze Jahr in Holzminden verbringen. „Viele Studierende

pendeln des Öfteren nach Hause zu Familie und

Freunden“, erzählt der 27-Jährige. Das mag an einer starken

Bindung am Elternhaus liegen, aber in der 20.000 Einwohner

Stadt fehlt es auch an Angeboten für die Freizeitund

Abendgestaltung. Ebenso defizitär ist die Anbindung in

benachbarte Oberzentren wie Hannover. Die Züge dorthin

verkehren nur alle zwei Stunden, der letzte Zug fährt bereits

um 20 Uhr. „So werden die Studierenden auch zwangsweise

an Holzminden gebunden, da man sich zweimal

überlegt zu fahren“, so Virchow. Ob er der Region erhalten

bleibt, steht noch nicht fest. Zwar würde er gern bleiben,

doch ist sein Abschluss in „Soziale Arbeit“ nicht überall

gefragt. „Im Anschluss an mein Studium muss ich noch ein

Berufspraktikum absolvieren. Solche Stellen gibt es nicht

überall“, erklärt Virchow. Gründe zum Bleiben wären für

ihn vor allem die niedrigen Lebenshaltungskosten.

Wirtschaftliches Potenzial sieht der Landkreis als Teil

der Weserberglandregion derweil vor allem in der Tourismuswirtschaft.

Durch den Tages- und Übernachtungstourismus

zwischen Schaumburg und Hann.Münden wird derzeit

ein jährlicher Nettoprimärumsatz von 1,56 Milliarden

Euro erwirtschaftet. Etwa 33.600 Beschäftigte im Weserbergland

beziehen direkt oder indirekt Einkommen aus


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allem Forschung und Schlüsseltechnologien des Unternehmens angesiedelt.

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der touristischen Nachfrage. Dies entspricht einem Anteil

von 13,1 Prozent aller Erwerbstätigen. 2011 konnten die

Übernachtungszahlen um vier Prozent auf 3,2 Millionen

gesteigert werden. Tendenz weiter steigend. Hoffnung setzt

der Landkreis Holzminden deshalb in das Bundesprojekt

„LandZukunft“, für das der Kreis als eine von vier Regionen

ausgewählt wurde. Insgesamt 1,8 Millionen Euro sollen

zwischen 2012 und 2014 fließen, um neue touristische

Angebote zu schaffen und einzelne Projekte zu realisieren.

Geplant sind unter anderem eine Ausweitung und Optimierung

des Beherbergungs- und Gastronomieangebotes

sowie die stärkere Vermarktung regionaler Produkte. Dabei

wird Holzmindens Tourismuswirtschaft auch weiterhin auf

die Zusammenarbeit mit den Nachbarn Hameln-Pyrmont,

Schaumburg, Northeim und Höxter angewiesen sein, auch

weil das gesamte Weserbergland in Konkurrenz zu vielen

anderen Regionen steht und sich jedes Jahr neu behaupten

muss. „Dies kann nur gelingen, wenn alle touristischen

Akteure zusammenarbeiten und die Region einheitlich vermarktet

wird. Dafür muss das Wir-Gefühl ausgebaut werden

und alle Akteure müssen lernen, dass Einzeldarstellungen

keine Wirkung auf dem Markt erzielen können“,

so Petra Wegener, Geschäftsführerin des Weserbergland

Tourismus e.V. Viele Orte des Weserberglandes würden sich

aber noch in Konkurrenz sehen und versuchen sich allein

zu vermarkten, was meist an knappen Kassen und fehlender

Professionalität scheitert.

Dieses Wir-Gefühl fehlt dem Landkreis Holzminden

aber auch intern. Zu dem Schluss kommt die Studie

der HAWK. Insbesondere durch die dauerhafte Abwanderung

junger Menschen, aber auch durch das Pendeln gehen

der Region Ressourcen für das Engagement vor Ort verloren.

Wer lange Wege zwischen Arbeitsstätte und Zuhause

zurücklegen muss, hat keine Zeit mehr, sich in die lokale

Gemeinschaft einzubringen. Eine regionale Identität der

Holzmindener ist damit nur bedingt gegeben. Besonders , da

es dem Landkreis an einer klaren Kontur fehlt. Durch die

zahlreichen und verschiedenen Fliehkräfte zu den Nachbarn

ist der Kreis bereits heute mehr eine Verwaltungs- als

eine Bevölkerungseinheit. Entsprechend zurückhaltend ist

auch die Außenwirkung. „Das Emsland vermarktet sich

zum Beispiel viel selbstbewusster“, sagt Uwe Schünemann,

Niedersachsens Minister für Inneres und Sport und gebürtiger

Stadtoldendorfer.

der Kreis holzminden ist bereits heute mehr eine Verwaltungs-

als eine Bevölkerungseinheit.

Seinen aktuellen Zuschnitt fand der Landkreis erst in den

1970er Jahren, statt einer flächendeckenden Einheit existieren

vielmehr Verinselungen. „Die Ausrichtung nach

verschiedenen Seiten wird langfristig zu einer Zerschlagung

des Landkreises führen“, bringt es Joachim Lienig,

Bürgermeister der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle, auf

den Punkt. Mit dieser Prognose ist er nicht allein, auch

Amtskollegen wie Dirk Knackstedt, Bürgermeister des Flekken

Delligsen, sind ähnlicher Auffassung: „Der Landkreis

sollte so lange erhalten bleiben, wie die finanziellen Probleme

schulterbar sind. Sind sie es nicht mehr, dann käme

nur eine Aufsplittung in Frage, weil es eben diese zahl-


REgJo SüDnIEDERSAChSEn hoLZMInDEn SPEZIAL holzMinden XXIX

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Das Schloss Bevern, das in diesem Jahr sein 400. Jubiläum feiert, ist seit 1986 im Besitz des Landkreises holzminden und

wurde seitdem zu einem regionalen Kulturzentrum ausgebaut.



















reichen Verflechtungen in verschiedene Richtungen gibt.“

An diese Option will Landrätin Angela Schürzeberg aber

nicht denken, auch nicht an eine Fusion. Ihr Kurs lautet

„Stärke durch Kooperation statt Fusion“. Interkommunale

Kooperationen sollen schließlich zu Kosteneinsparungen

führen. „Der Landkreis Holzminden soll erhalten bleiben,

eine Fusion ohne Veränderungen im Finanzausgleich ist

keine Option für uns“, so die Landrätin, die seit 2011 im

Amt ist. Zudem müssen größere Landkreise keinesfalls effizienter

sein, davon ist Holzmindens Bürgermeister Jürgen

Daul überzeugt.

„eines tages werden Kooperationen nicht mehr genügen.“

Joachim lienig, Samtgemeinde Bodenwerder-Polle

Er weist klar auf die Gesetzeslage und die Verantwortung der

Landesregierung hin: „Die Land ist befugt, Landkreise aufzulösen,

neu zu ordnen, zusammenzuführen und – verfahrensbedingt

– neue Kreisstädte zu bilden.“ Deshalb ist auch

das Land gefragt, eine Bestandsaufnahme durchzuführen

und gegebenenfalls neue Verwaltungseinheiten festzulegen,

statt weiterhin auf die Freiwilligkeit der Landkreise zu setzen.

„Es überrascht schon sehr, dass die Landesregierung,

die hier federführend sein sollte, sich völlig aus der Verantwortung

herausnimmt und es der Beliebigkeit der Protagonisten

überlässt, wer mit wem geht.“ Walter Waske, Vorgänger

der heutigen Landrätin, hatte zum Beispiel eine Affinität zu

Northeim, obwohl auch viele Berührungspunkte mit dem

Landkreis Hameln-Pyrmont bestehen. Wenn eine Raumordnung

nachvollziehbar ist, werde es zudem viel weniger

Proteste aus der Bevölkerung geben, davon ist Jürgen Daul

überzeugt: „Wenn es wirklich ein Modell gäbe, mit dem

man 30 oder gar 40 Prozent der Kosten sparen könnte, dann

würde sich sicherlich keiner dagegen wehren.“ Aber ein solcher

Nachweis sei noch niemandem gelungen.

Über ihre Zukunft sollen die Landkreise jedoch selbst

entscheiden, heißt es wiederum aus dem Innenministerium.

Gleichzeitig plädiert Innenminister Schünemann im Falle

Holzmindens für einen Ausbau und eine Bündelung der

interkommunalen Zusammenarbeit und Kooperation mit

Nachbarn, besonders in den Bereichen Wirtschaftsförderung

und Bildung. „Die Diskussion über eine Aufteilung des

Landkreises Holzminden betrachte ich aber als völlig verfehlt“,

so der gelernte Industriekaufmann, der bis zu seiner

Wahl in den Landtag 1994 bei Haarmann & Reimer (heute

Symrise) in Holzminden beschäftigt war.

Doch schrumpft der Landkreis Holzminden mit den

Jahren weiter vor sich hin, schwindet nicht nur die Leistungsfähigkeit,

sondern auch die Chance auf Interessenswahrnehmung

beim Land. Besonders angesichts der Tatsache,

dass wiederum viele Nachbarkreise durch Fusionen

wachsen. „Eines Tages werden Kooperationen deshalb nicht

mehr genügen. Dem Kreis bleibt nichts anderes übrig, als

entweder doch zu fusionieren – was aber dann am Fehlen

eines geeigneten Partners scheitern dürfte – oder sich

selbst aufzulösen“, so Joachim Lienig. Die Zukunftsprognosen

verdeutlichen jedenfalls das sumpfige Terrain, in dem

der Landkreis schon heute steckt. Sich am eigenen Schopfe

samt Pferd aus dem Sumpf zu ziehen, soll bisher nur der

Baron Münchhausen geschafft haben. Und der kam bekanntermaßen

aus Bodenwerder. Soll das Kunststück heute wiederholt

werden?


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Baudienstleisterduo aus Holzminden plant und realisiert

Bauobjekte in verschiedenen Größenordnungen. Dabei

stehen beide selbständig auf festen Beinen, gemeinsam

aber ergänzen sie einander.

Seit 1945 ist die Roloff GmbH auf den Bau von schlüsselfertigen

Wohnhäusern, Industrie-, Gewerbe- und Verwaltungsbauten,

Sporthallen und Altbausanierungen spezialisiert.

„Ein Spezialist für den klassischen Hochbau“,

erklärt Geschäftsführerin Gabriele Christine Knoche, die

ein Team von insgesamt 50 Mitarbeitern leitet. Zu den

Projekten des Unternehmens gehören zum Beispiel der

Umbau des Krankenhauses Holzminden, eine Wohnanlage

in Bodenwerder sowie Autowerkstätten und Baumärkte

in Holzminden und Umgebung. Neben gewerblichen

Bauprojekten plant und realisiert die Roloff GmbH

aber auch private Objekte. Die Roloff GmbH verfügt

über ein ganzheitliches Management, das sich aus eigenen

Architekten und Ingenieuren, Polierern und Fachhandwerkern

zusammensetzt. „Dies ermögliche unserem

Unternehmen die Wahrnehmung eines breiten Aufgabenspektrums“,

so Gabriele Knoche.

Komplettiert wird das Unternehmen durch die 2001

gegründete BFTW Holzminden GmbH – das Stahlbetonfertigteilwerk,

das sich um die Erstellung von Rohbauten kümmert.

Im unternehmenseigenen Stahlbetonfertigteilwerk

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Wandplatten und Schallschutzwände je nach Erfordernissen

unabhängig vom Wetter produziert und anschließend

mit eigener Montagekolonne montiert. Die Betonfertigteile

des Unternehmens finden zum Beispiel Verwendung im

Industrie-, Hallen- und Wohnungsbau. Beim Wohnungsbau

können Betonfertigteile für Treppenelemente und Wandplatten

verwendet werden. Auch individuelle Wünsche lassen

sich mit Betonfertigteilen realisieren, denn neben der

Beständigkeit sollen die Häuser nicht zuletzt auch ästhetischen

Ansprüchen genügen. Durch den schnellen Einsatz

von Betonfertigteilen der BFTW Holzminden GmbH können

Objekte binnen kurzer Zeit umgesetzt werden.

Die expandierenden Unternehmen sind deutschlandweit

tätig, von der Ostsee bis zum Bodensee: Produktionshallen

in Dassel und Extertal entstanden ebenso wie Autohäuser

in Dresden sowie Schallschutzwände und Brückenelemente

in Essen. Die Zusammenarbeit der beiden Firmen ermöglicht

dabei eine fachgerechte und schnellstmögliche Ausführung

von Objekten im Wohn- und Industriebau.


XXXII land & uMWelt hoLZMInDEn SPEZIAL REgJo SüDnIEDERSAChSEn

Im Zeichen der Kirschblüte

Das 180-Seelendorf Reileifzen und die japanische Stadt Tochigi haben einen Partnerschaftsvertrag geschlossen,

der ohne gegenseitige Verpflichtungen auskommt. Vielmehr geht es um einen kulturellen Austausch.

Text: Annegret Adam Fotografie: heimat- und Verkehrsverein Reileifzen

Gleich 144.000 neue Freunde hat das Dorf Reileifzen in

der Samtgemeinde Bevern in diesem Jahr dazu gewonnen,

als es am 22. Mai 2012 einen Partnerschaftsvertrag

mit der japanischen Stadt Tochigi schloss. Dem

vorausgegangen waren einige Jahre freundschaftliche

Kontakte. Vier Jahre ist es mittlerweile her, dass

eine japanische Delegation unter der Leitung des japanischen

Botschafters a.D. Keizo Kimura auf dem Weg

zur Hannover Messe einen Abstecher in das 180-Seelen-Dorf

unternahm. Das alljährliche Kirschblütenfest,

mit dem traditionell die Schönheit der in Blüte stehenden

Kirschbäume gefeiert wird, machte die Delegation

über das Internet auf die Ortschaft im Weserbergland

aufmerksam.

Seitdem pflegen der Heimat- und Verkehrsverein

Reileifzen und die Japanisch Deutsche Gesellschaft

(JDG) aus der Präfektur Tochigi, vertreten durch die

JDG der Städte Tochigi, Gunma und Utsunomiya, eine

freundschaftliche Beziehung. Dabei hat das Dorf am

großen Weserbogen nicht einmal ein Hotel, in dem die

japanischen Gäste unterkommen können. So mobilisiert

der Heimat- und Verkehrsverein stets das halbe

Dorf, um für alle Gäste zu sorgen. Auch eine Delegation

aus Reileifzen war mittlerweile in Tokyo, Tochigi und

Utsunomiya zu Gast. Die gegenseitigen Besuche vertieften

mit der Zeit Beziehungen und Freundschaften.

Ein besonderes Zusammenkommen gab es zum Kirschblütenfest

2010, für das der japanische Botschafter Dr.

Takahiro Shinyo mit Gattin sowie der Generalkonsul

aus Hamburg nach Reileifzen reisten.

Die Partnerschaft ist nun auf Wunsch der JDG

Tochigi entstanden. Sie soll zunächst als lockere Verbindung

ohne gegenseitige Verpflichtungen gepflegt werden.

Reileifzen erhofft sich dennoch positive Effekte

für den Tourismus vor Ort und eine Nennung im japanischen

Reiseführer von Prof. Takashi Hashimoto, in

dem die Region und besonders die Landschaft am Fluss

zwischen Bodenwerder und Höxter beschrieben wird.

Dafür reiste der Präsident der Brüder-Grimm-Gesellschaft

Japan und ehemalige Professor für Germanistik

in den letzten Jahren mehrmals in das Weserbergland.

Aber nicht nur mit seinem Kirschblütenfest möchte das

Dorf Reileifzen Besucher anlocken, sondern auch mit

Dampferfahrten, die vorbei an Burgen, Klöstern, fel-

Fotolia.com- Reicher


XXXIV land & uMWelt hoLZMInDEn SPEZIAL REgJo SüDnIEDERSAChSEn

Patienten, Ärzte und die Pharmazeutische Industrie weltweit

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Rechts: Zur Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages

kamen auch Prof. Takashi hashimoto, Präsident der JDg in

Tochigi, Bürgermeister Ernst Warnecke und Samtgemeindedirektor

harald Stock aus Bevern, Landrätin Angela Schürzeberg

sowie holzmindens Bürgermeister Jürgen Daul. oben:

Dr. Takahiro Shinyo, Kirschblütenprinzessin Marie, Kirschblütenkönigin

nadine und hans-heinrich Sander,

niedersächsischer Umweltminister a.D., im April 2010.

sigen Hängen und verträumten Ortschaften führen. Auf

den japanischen Tourismus ist das Dorf bereits eingestellt.

Seit September sind die beiden Ortsschilder von Reileifzen

nicht mehr nur von denjenigen zu lesen, die der deutschen

Sprache mächtig sind, sondern auch von japanischen Besuchern.

Um seine Partnerschaft mit der Stadt Tochigi auch

nach außen hin sichtbar zu dokumentieren, hatte der Heimat-

und Verkehrsverein Reileifzen an die vorhandenen

Schilder die neuen Partnerschaftsschilder angebracht. Im

geschlossenen Partnerschaftsvertrag geht es dabei um weitaus

mehr als touristischen oder wirtschaftlichen Nutzen.

Es geht vor allem um eine besondere Freundschaft, in der

zwei doch sehr unterschiedliche Kulturen aufeinander treffen,

die eine besondere Beziehung zur Kirschblüte verbindet.

Eine andere Kultur kennenlernen, verstehen wie sie

leben, dies ist der eigentliche Grundgedanke. Freundschaft

bedeutet aber auch, gemeinsame Interessen zu teilen. Das

Kirschblütenfest, das vor allem ein japanischer Brauch ist,

bildet diese Gemeinsamkeit und damit besondere Verbindung.

Das in Japan „Hanami“ (japanisch: „Blüten betrachten“)

genannte Fest wird bereits seit dem 8. Jahrhundert

gefeiert. In den zehn Tagen, in denen die Kirschen in Blüte

stehen, trifft man sich mit Freunden, Familien und Kollegen

etwa in einem Park und versammelt sich mit Decken,

Bier oder Sake ausgerüstet bei und unter den Kirschbäumen.

Vor allem unter Kollegen und Studierenden ist das

abendliche Hanami nach Feierabend beliebt.

Auch in vielen deutschen Städten gibt es unterschiedlich

große Hanami-Feste, häufig organisiert von den örtlichen

Deutsch-Japanischen-Gesellschaften. Als größtes

Hanami-Fest Deutschlands zählt das Kirschblütenfest in

Hamburg, zu dem sich seit 1968 jedes Jahr im Frühling

mehrere zehntausend Menschen an den Außenalsterufern

versammeln und das mit einem Feuerwerk abgeschlossen

wird. Zudem wird in ungeraden Jahren eine Kirschblütenprinzessin

ernannt, die für eine zweijährige Amtszeit als

Sonderbotschafterin der Freien und Hansestadt Hamburg

für Japan fungiert.

Auch in Reileifzen pflegt man diesen Brauch. Es war

ein Bürger des sechs Kilometer entfernten Nachbardorfs

Golmbach, der im Jahr 2000 auf den Gedanken kam, das

früher schon einmal ausgerichtete Kirschblütenfest wieder

neu aufleben zu lassen. Der örtliche Heimatverein griff die

Idee auf und machte sich ans Werk. Es wurden Kirschkuchen

gebacken und natürlich wurde auch reichlich Kirschwein

ausgeschenkt. Unterstützung gab es aus den Nachbardörfern

Rühle und Reileifzen. Mit rund 500 Besuchern war

das Fest ein Erfolg und ist seitdem eine gemeinsame Tradition

der drei Ortschaften.

In Reileifzen ist man stolz auf die neugewonnene

deutsch-japanische Freundschaft. Zum Abschluss der Feierlichkeiten

anlässlich des Partnerschaftsvertrages überreichte

Andreas Hoffmeister vom Verkehrsverein Reileifzen

den japanischen Gästen deshalb auch ein Schild des

Dorfwappens, auf dem zwei Gänse zu sehen sind. Die Tiere

repräsentieren das Dorf, das einmal die meisten Gänse in

der Region hatte. „Es wurde uns zugesagt, dass es einen

Ehrenplatz erhält und in Zukunft das Gänsewappen aus

dem Weserbergland in Tochigi an den Ortsschildern

prangt“, so Hoffmeister.

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und es schaffen, eine Person samt Wesenszüge auf eine zweidimensionale

Ebene zu projizieren. Wie portraitiert man aber einen

Landkreis? Welchen Ausschnitt wählt man? Genau dieser Herausforderung

stellt sich das RegJo in diesem Jahr. Den Anfang macht

der Landkreis Northeim, in dem nicht nur Puppenspieler, Kühe

und Adelsgeschlechter zu Hause sind, sondern auch mehrere weltweit

agierende Unternehmen. Das Traditionsunternehmen Wilvorst

ist ein solcher Global Player. Auch Archäologen prägen derzeit

das Alltagsbild, weil Funde am Harzhorn auf eine Schlacht

zwischen Römern und Germanen im 3. Jahrhundert hinweisen.

Doch nicht nur mit der Vergangenheit beschäftigt man sich, auch

mit der Gegenwart und Zukunft. Da gibt es den Flecken Nörten-

Hardenberg, der sich um Leerstände in den Altdörfern kümmert.

Und währenddessen diskutiert man im Kreistag über eine Fusion

mit den Nachbarlandkreisen. Da kommt einiges zusammen.

Annegret Adam

Redaktion

Inhalt

X Lokalpatrioten und Grenzgänger Im breiten Tal zwischen Harz und

Solling gehen die Vorstellungen eines zukunftsfähigen Landkreises

Northeim mitunter weit auseinander.

„KWS und ich.

So entsteht Fortschritt.“

XXIV Die Global Player Der Landkreis Northeim ist Heimathafen zahlreicher

Unternehmen, die international agieren. Eine kleine Übersicht.

XXVIII Erweiterung der Gefechtszone 2008 erregte der Fund des

Römerschlachtfelds am Harzhorn weltweit Aufmerksamkeit. Seitdem

wächst das Fundareal und damit gleichzeitig das Tourismuspotenzial.

XXXIII Flecken mit Engagement Der Flecken Nörten-Hardenberg baut

Schulden ab, geht gleichzeitig gegen drohende Leerstände vor und

versucht besonders jüngere Familien zu unterstützen.

XXXIV Stich um Stich Der Global Player Wilvorst fertigt seit 1916 Herrenmode

und hat sich seitdem Stück für Stück zum Marktführer für

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Impressum. Herausgeber Polygo Verlag GmbH, Lotzestraße 29, 37083 Göttingen, Telefon:

0551-50 75 10, Fax 0551-50 75 1-50 Chefredaktion Sven Grünewald (redaktionsleitung@regjo.

de) Redaktion Annegret Adam, Volker Schönfeldt, Juliette Rahn, Katrin Langemann, Torben Andersen

Fotografie Marco Bühl, Landkreis Northeim, Golfclub Einbeck, Wolfgang Beisert, alto.

de New Media GmbH, Einbecker Senfmühle GmbH, Lindigkeit, Tina Beßler, Concerto Gandersheim

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Northeim, Flecken Nörten-Hardenberg, Wilvorst Herrenmoden GmbH, Landesregierung

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Großräumigeres Denken

Der Landkreis Northeim

kann sich sehen lassen. Er

ist attraktiv und hält viele

bekannte, aber auch weniger

bekannte „Schätze“

bereit. Das Gebiet zwischen

Harz und Weser im südlichen

Niedersachsen überzeugt

durch herrliche Landschaften,

schöne Städte und

Gemeinden; leistungstarke

Wirtschaftsbetriebe und ein

intaktes Gemeinwesen.

Eine große, wenn

nicht die größte Herausforderung

wird in der nahen

Zukunft der Umgang mit

den Auswirkungen des

demografischen Wandels

sein. Eine Situiation, der sich alle Akteure in Südniedersachsen

stellen müssen. So nimmt gerade auch die Schulpolitik einen

Schwerpunkt auf Kreisebene ein. Es war und ist den Verantwortlichen

ein vordringliches Anliegen, für unsere Kinder und Jugendlichen

eine intakte und attraktive Bildungslandschaft zu schaffen

und zu erhalten. Dass dies nicht an den Schultoren aufhört,

haben gerade auch die Unternehmen in jüngster Zeit erkannt und

sind Kooperationen mit den Schulen vor Ort, die so genanten Bildungspartnerschaften,

eingegangen. Ein Modell, davon bin ich

überzeugt, von dem letzlich alle Seiten profitieren.

Aber auch die Verwaltung wird nicht umhin kommen, sich

in naher Zukunft neu aufzustellen. Das Schlagwort „Fusion“ ist

derzeit in aller Munde und sorgt je nach Sichtweise für unterschiedliche

Reaktionen. Genau wie wir in anderen Bereichen neue

Wege finden und gehen, werden wir auch die Verwaltung auf diese

neuen Wege einschwenken müssen. Dies scheint umso mehr erforderlich,

als die Herausforderungen nicht an den Kreisgrenzen

haltmachen und Südniedersachsen insgesamt fordern. Ein großräumigeres

Denken und das Bestreben nach einer gemeinsamen

Zukunft macht daher unbedingt Sinn. Insbesondere dann, wenn

es uns wichtig ist, dass wir auf Landes- und Bundesebene künftig

verstärkt Gehör finden wollen. Die Leserinnen und Lesern des

RegJo Südniedersachsen brauche ich von dieser Idee sicher nicht

überzeugen, denn dieser Ansatz ist längst bekannt und wird nicht

nur akzeptiert, sondern gelebt. Eine Herausforderung bleibt die

Umsetzung allemal, die uns aber der Wirtschaftsraum Südniedersachsen

mehr als Wert sein sollte.

Northeim, im April 2012

Michael Wickmann

Landrat des Landkreises Northeim


VI Magazin Northeim SpeZIAL regjo südniedeRSAChsen regjo südniedeRSAChsen Northeim SpeZIAL Magazin VII

G o l f

L e b e n s m i t t e l h a n d e l

W i r t s c h A F T S F Ö R D e r u n g

B i e r K o o p e R AT I o n

Abschlag

Rote Emma und Blauer Schwede

Richtig in Szene setzen

Bockbiersenf

Der Golf- und Countryclub Leinetal Einbeck

erweitert seinen Golfplatz.

Der Fruchthof Northeim präsentierte seine Kartoffel-Raritäten auf dem CF-Gastro-

Branchentreff 2012 in Berlin und stieß dabei auf großes Interesse bei Gastronomen.

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Northeim möchte mit dem Projekt „Spotlight“

angehende Azubis verstärkt auf die Unternehmen der Region aufmerksam machen.

Die Einbecker Senfmühle und Einbecker

Brauhaus AG kreieren Bockbiersenf.

Um sechs auf künftig 18 Bahnen erweitert

der Golf- und Countryclub Leinetal Einbeck

seinen Platz zwischen Einbeck und

Immensen. Der Bebauungsplan ist fertiggestellt

und von den städtischen Gremien

verabschiedet worden. Die Arbeiten haben

bereits begonnen. Wenn alles gut läuft,

kann die Clubmeisterschaft 2012 Anfang

September auf dem neuen Course ausgerichtet

werden.

Für die Planung der Bahnen konnte

der Golfplatzarchitekt David Krause

gewonnen werden. Das Team des gebürtigen

Kanadiers erweiterte unter anderem

das Golfresort des Golf Club Hardenberg

um den Niedersachsen Course. Zur Zeit

zählen neun von ihm konzipierte Plätze zu

den TOP 50 in Deutschland.

Der seit 1997 existierende Golfpark

des Golfclub Einbeck soll sich zu einem

Platz entwickeln, der für Mitglieder und

Gäste sportliche Herausforderungen, aber

auch Entspannung bietet. Ebenfalls neu ist

ein Anbau am Clubhaus, dem gemütlichen

Golf-Stüberl, in dem jetzt Sekretariat und

Umkleideräume untergebracht sind. VS

Weitere Informationen stehen unter

www.golfclub-einbeck.de bereit

Welche Trends und Herausforderung gibt

es in der Gastronomie? Wie funktioniert

die Systemgastronomie? Was bietet heutzutage

ein Frischelieferant? Antworten auf

diese Fragen lieferte der CF-Gastro-Branchentreff

„Kopfsalat“ im März 2012 in Berlin.

An 50 Ständen stellten sich Fruchtgroßhändler

und Convenience-Anbieter

vor. Der Fruchthof Northeim präsentierte

an seinem Stand „alte“ Kartoffelsorten –

ein Trend in der ambitionierten Gastronomie.

Die rotschalige „Rote Emma“, die

blaufleischige Sorte „Blauer Schwede“ oder

die würzigen „Bamberger Hörnchen“ bringen

Abwechslung auf die Speisekarte – aber

auch in das Angebot des Lebensmitteleinzelhandels.

„Kunden aus Südniedersachsen

und Nordhessen waren unserer Einladung

gefolgt und besuchten unseren Stand

auf der Messe“, so Peter Ewerlin, Marketing-

und Vertriebsleiter vom Fruchthof, der

ein wachsendes Interesse an den Kartoffel-

Raritäten spürt.

Der Fruchthof Northeim, ein mittelständisches

Unternehmen, hatte vergangenes

Jahr seine Frischelogistik im Gebiet der

Weitere Informationen zum Fruchthof Northeim erhalten Sie im Internet

unter www.fruchthof-northeim.de

Metropolregion Hannover-Braunschweig-

Göttingen-Wolfsburg sowie Ostwestfalen-

Lippe intensiviert. Das Absatzgebiet reicht

derzeit von Hamm/Westfalen bis Leipzig

und von Hamburg bis Fulda. Die Dienstleistungen

und Sortimente sind auf die

Wünsche von Gastronomen sowie Großverbrauchern

in Krankenhausküchen, Gastronomie-Ketten

oder Betriebskantinen ausgerichtet.

„Sie alle setzen hohe Maßstäbe in

puncto Qualität, Produktsicherheit und Lieferbereitschaft

und wollen maßgeschneiderte

Branchenlösungen aus einer Hand“,

berichtet Peter Ewerlin.

Als Spezialist für frisches Obst und

Gemüse, Kartoffeln, Convenience-Produkte

und Bio-Sortimente arbeitet der Fruchthof

direkt mit regionalen, nationalen wie internationalen

Erzeugern zusammen und kann

dadurch Betriebe saisonunabhängig beliefern.

„Mit unseren vorverarbeiteten Produkten

wie ReadyCuts oder Schälkartoffeln

gewinnen Küchenleiter zudem Zeit für

die Zubereitung anderer Produkte“, ergänzt

Christoph Schreinecke, Außendienst- und

Produkt-Manager des Unternehmens. VS

Geburtenrückgänge und Abwanderungen:

Viele Unternehmen des Landkreises Northeim

sorgen sich um ihren Nachwuchs.

Dabei wissen viele junge Menschen zum

Teil gar nicht vom vielfältigen Angebot an

Unternehmen und Ausbildungsberufen

ihrer Region. Die Wirtschaftsförderung des

Landkreises Northeim hat sich diesem Problem

angenommen und in Zusammenarbeit

mit der Bundesagentur für Arbeit und

der Sparkasse Einbeck das Projekt „Spotlight“

ins Leben gerufen. Dieses ermöglicht

es Unternehmen sich mit für diesen Zweck

gedrehten Unternehmensfilmen bei potenziellen

Auszubildenden in Szene zu setzen.

Ziel sei es, die Ausbildungskräfte aus der

Region für eine berufliche Zukunft in der

Region zu gewinnen.

In den Kurzfilmen wird das Unternehmen

unter anderem von einem Auszubildenden

des Unternehmens vorgestellt, der

in einem „Azubi-Rundgang“ Jobprofil und

Arbeitgeber erklärt. Auf diesem Weg soll

das Interesse von Schülern gefördert werden.

Schüler ab der achten Klasse werden

dann im Rahmen der schulischen Berufsberatung

auf die Internetseiten gelotst, auf

denen die Filme voraussichtlich ab September

2012 zu sehen sein werden.

Mehr als 50 Firmen haben bereits über

130 Aufträge für einen Filmdreh erteilt.

Eines von ihnen ist die alto.de New Media

GmbH aus Einbeck-Salzderhelden. „Besonders

gut daran gefällt mir die Idee, dass von

Gleichaltrigen zu Gleichaltrigen kommuniziert

wird und gleichzeitig Berufsbilder

transparenter gemacht werden“, erklärt

Mark-Oliver Müller, Geschäftsführer der

Werbeagentur. Das im Jahr 2000 gegründete

Unternehmen bietet neben einer Ausbildung

zum Mediengestalter, welche in

der Regel stark nachgefragt wird, auch die

Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung.

Hier fällt das Interesse

allerdings meist zu gering aus, so dass nicht

immer alle Ausbildungsplätze besetzt werden

können. Deshalb möchte die alto.de

New Media GmbH stärker für diesen Beruf

werben. Vom Projekt „Spotlight“ ist Müller

schon jetzt begeistert: „Ich finde es gut,

dass sich die Wirtschaftsförderung auch um

dieses Thema kümmert.“

AA

Interessierte Unternehmen aus dem Landkreis Northeim können sich an Herrn Stefan Wolfgang

unter Tel. 05551-91499-12 oder per E-Mail: swolfgang@landkreis-northeim.de wenden.

Nach Bier schmeckt der Bockbiersenf nicht.

Die neueste Kreation aus dem Hause der

Einbecker Senfmühle besticht durch eine

vollmundige Malzwürze und einen zarten

Honigschmelz. Im Senf sind die bockbierspezifischen

Zutaten wie Spezial-Malz und

Hopfen, aber natürlich kein Alkohol. Die

Idee ist schon älter, aber im Dezember 2011

wurden die Versuche ernsthafter, aus Bier

und Senf ein neues Einbecker Produkt zu

kreieren. Mit Braumeister Peter Rettberg

hatten die drei Senfmüller Siegfried Kappey,

Rainer Koch und Bodo Rengshausen-

Fischbach einen Kenner an ihrer Seite.

Entscheidende Zutat ist Bockbierwürze

vor der Vergärung. Hinzu kommen

Senf, Apfelessig, Honig, Salz und Pfeffer im

richtigen Mengenverhältnis. Und weil die

Einbecker Brauhaus AG die Bockbierwürze

nur in einer Menge produzieren kann,

die für die Einbecker Senfmühle deutlich

zu groß zur Verarbeitung gewesen wäre,

brauchten die Senfmüller einen weiteren

Partner. Rainer Schinkel, früher beim Göttinger

Brauhaus beschäftigt, hat in Witzenhausen

seine eigene kleine Brauerei. „Und

diese kann genau die Menge Bockbierwürze

herstellen, die wir benötigen“, sagt

Kappey.

VS

Bildnachweis: Golfclub Einbeck, Wolfgang Beisert

Bildnachweis: alto.de New Media GmbH, Einbecker Senfmühle GmbH


VIII Magazin Northeim SpeZIAL regjo südniedeRSAChsen

regjo südniedeRSAChsen Northeim SpeZIAL Magazin IX

r e c h t

E i n k a u f e n

B i l d u n g

K u lt u r

B a u g e w e r b e

Silberbarren, vor 1382

Traditionell

Die Kanzlei Lindigkeit Werder Mertens

eröffnet eine neue Zweigstelle in Uslar.

Die Kanzlei Lindigkeit Werder Mertens ist

eine auf zivil- und wirtschaftsrechtliche

Mandate spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei.

Im Team arbeiten vier Rechtsanwälte,

von denen zwei zugleich Notare sind. Alle

Rechtsanwälte haben sich auf unterschiedliche

Rechtsgebiete spezialisiert: Mark Lindigkeit

ist Fachanwalt für Arbeitsrecht und

Handels- und Gesellschaftsrecht, Christoph

Mertens ist Fachanwalt für Familienrecht

und Bau- und Architektenrecht.

Die Kanzlei verfügt über umfangreiche

elektronische juristische Recherchemöglichkeiten

und kann daher auch komplexe

Rechtsfragen schnell und umfassend

klären. Neben den vier Rechtsanwälten

beschäftigt die Kanzlei elf Mitarbeiter. Die

Kanzlei hat bereits seit Jahren Standorte in

Moringen und Göttingen. Jetzt wurde auch

in Uslar eine Zweigstelle eröffnet. Somit

können auch die Mandanten im Solling

unmittelbar betreut werden. Die Kanzlei

versteht sich im Sinne traditioneller Hausanwälte,

die ihre Mandanten über viele

Jahre und gegebenenfalls auch Generationen

betreut.

VS

Weitere Informationen zur Kanzlei unter

www.lindigkeit-partner.de

Reaktivierung

Das City-Center Northeim entwickelt

eine neue, attraktivere Strukur.

Um nach außen an Attraktivität zu gewinnen,

arbeitet das City-Center Northeim derzeit

an einer neuen Center-Struktur. Eine

bessere Mischung aus nachgefragtem Einzelhandel,

Dienstleistung und Gastronomie

soll für eine Imageaufwertung sorgen.

Dazu gehören große Modehäuser, ebenso

wie kleinere Fachbetriebe und ein großer

Schlemmerbereich mit marktfrischen Spezialitäten.

Zahlreiche Neuansiedlungen und

Umstrukturierungen wurden bereits vorgenommen.

Weitere freie Verkaufsflächen stehen

zur Verfügung.

Ein umfassendes Konzept für das neue

City-Center wird derzeit vom Centermanagement

erarbeitet. „Auch die Zusammenarbeit

mit den einzelnen Ladenbesitzern

möchten wir ausbauen. Schließlich

verfolgen wir alle ein gemeinsames Ziel:

Das Center positiv nach außen zu präsentieren“,

erklärt Tina Beßler, Marketingleiterin

des City-Center Northeims.

Das 1973 auf dem Grund des Klosters

St. Blasien zwischen Münsterplatz und

Marktplatz errichtete City-Center Northeim

verfügt auf zwei Ebenen über helle Verkaufsflächen

mit einer Größe von 16.500

Quadratmetern. Derzeit präsentieren sich

etwa 40 Fachgeschäfte im Center. AA

Verzahnt

Niedersachsen und Landkreis Northeim

unterzeichnen Bildungsvereinbarung.

Niedersachsens Kultusminister Bernd

Althusmann und die Bildungsregion Göttingen,

zu der die Landkreise Göttingen,

Osterode und Northeim gehören, unterzeichneten

Ende April 2012 eine Grundsatzvereinbarung,

in der neue Formen der

Zusammenarbeit in Sachen Bildung angestrebt

werden.

Für die Bildungsregion Göttingen

setzte Northeims Landrat Michael Wickmann

als stellvertretender Vorstandsvorsitzender

des Regionalverbandes Südniedersachsen

seine Unterschrift unter das

Dokument. Seit 2007 betreibt der Verband

die „Bildungsregion Göttingen“.

Althusmann unterzeichnete mit allen

drei Landräten jeweils eine Grundsatzvereinbarung.

Mit Landrat Wickmann vereinbarte

der Minister „Kooperationen zu stiften

und Akzeptanz für die Überschreitung

von Fach- und Systemgrenzen zu fördern.“

Beide Partner machten deutlich, dass es bei

der Aufteilung zwischen Zuständigkeit des

Landes für Bildung und den kommunalen

Aufgaben von Landkreisen und Städten

sowie Gemeinden bleiben solle. Bildung,

Ausbildung und Weiterbildung sollten aber

stärker verzahnt und innovative Projekte

umgesetzt werden.

VS

Bach bis Mozart

Die Gandersheimer Dommusiken vor den

Domfestspielen 2012.

Werke von Schütz, Byrd, Schein, Bach,

Kuhnau, Lachner und Reger bringt die

Capella Vocale Gandersheim am Sonntag,

10. Juni 2012, um 18 Uhr in der Stiftskirche

zu Gehör: In diesem Konzert – einem von

drei anlässlich des 30-jährigen Gründungsjubiläums

– wird die Capella ein Programm

singen, mit dem sie im Juli eine Konzertreise

nach Bayern unternimmt.

Das diesjährige Festspielkonzertprogramm

der Dommusiken widmet sich drei

bedeutenden Werken Mozarts. Die Konzerte

finden am Sonnabend, 30. Juni 2012,

um 17 Uhr sowie am Sonntag, 1. Juli 2012,

um 18 Uhr in der Stiftskirche Bad Gandersheim

statt. Einleitend erklingt die große

C-Dur Symphonie KV 551, Mozarts letztes

(1788) komponiertes symphonisches,

später als Jupiter-Symphonie bezeichnetes

Werk. Die berühmte konzertante Motette

„Exsultate Jubilate“ für Sopran und Orchester

wird von Magdalene Harer gesungen.

Abschließend erklingt Mozarts „Krönungsmesse“

mit der Gandersheimer Domkantorei

und der Kolumbianisch-Deutschen

Orchester-Akademie.

VS

Karten unter www.dommusiken.de oder

telefonisch unter 05382 / 98 16 12

Die Erfahrenen

HMN Bau Northeim baut und saniert im

Landkreis Northeim und Umgebung.

Ob Breckle-Firmengebäude, das Hotel Freigeist

in Northeim oder auch das Evangelische

Internat Dassel: Sie alle wurden gebaut

durch die HMN Gewerbe- und Industriebau

GmbH & Co. KG aus Northeim. Seit

22 Jahren baut und saniert das Unternehmen,

das derzeit 41 Mitarbeiter beschäftigt,

in sämtlichen Dimensionen und ist Hauptauftragnehmer

namhafter Firmen sowie

kommunaler Einrichtungen des Landkreises

Northeim und des Umlandes. So ist das

Unternehmen zum Beispiel auch seit vier

Jahren am Umbau des Weender Krankenhauses

beteiligt. Bei größeren Projekten

stehen der HMN Bau Northeim regionale

Firmen als Partner zur Seite.

Das Leistungsspektrum des Unternehmens

umfasst Ausführungen im gesamten

Hochbau, Tiefbau- sowie Fertigbaubereich.

Dazu zählen Erd-, Beton-, Stahlbeton- und

Maurerarbeiten, aber auch die Übernahme

von Generalunternehmerleistungen sowie

Bausanierungen. Geleitet wird das Unternehmen

durch drei Geschäftsführer, die

insgesamt 80 Jahre Berufserfahrung vorweisen

können.

AA

Weitere Informationen erhalten Sie unter

www.hmn-bau-northeim.de

Heimatmuseum Northeim

Das Heimatmuseum Northeim ist in

dem beeindruckenden Fachwerkhaus

St. Spiritus, dem alten Northeimer

Hospital, untergebracht. Das Museum

beherbergt mit dem Höckelheimer

Münzschatz den größten erhaltenen

Münzfund Norddeutschlands. Über

17.000 mittelalterliche Silbermünzen

werden im historischen Kellergewölbe

des Heimatmuseums in einer attraktiven

Ausstellung präsentiert.

Die Schwerpunkte der Dauerausstellung

befassen sich mit den Grafen

von Northeim, dem Kloster St. Blasien,

der Rats- und Verfassungsgeschichte

sowie dem Handwerk und den Gilden.

Eine weitere Attraktion beim Gang

durch die Northeimer Geschichte

ist die Eisenbahngeschichte, die die

Stadt als Verkehrsknotenpunkt ab 1854

mit einer funktionsfähigen und

für Besucher benutzbaren Modelleisenbahn

zeigt.

Kleinen Besuchern hilft der Museumsführer

für Kinder „Mit der Maus durchs

Haus“ beim Entdecken des Museums.

Im, dem Museum gegenüber liegenden,

Reddersen-Haus wird mit dem

Original-Inventar der Familie Reddersen

die bürgerliche Wohnkultur einer

Ackerbürgerfamilie um 1890 dargestellt.

Zudem präsentiert das Museum

wechselnde Sonderausstellungen. Bis

zum 1. Juli 2012 „Herzogin Elisabeth

von Braunschweig-Lüneburg und die

Reformation in Northeim durch Antonius

Corvinus“. Ab dem 30. August ist

dann die „Northeimer Kinogeschichte

und eine ,Traumfabrik‘ in Göttingen –

Aspekte zur Geschichte des Kinos in

Südniedersachsen“ zu sehen.

Kontakt:

Heimatmuseum, Am Münster 32/33, 37154 Northeim,

Telefon 05551/65060, Telefax 05551/65060

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 10 bis 12 Uhr

Dienstag, Donnerstag und Freitag: 14 bis 17 Uhr

Für Schulklassen und Gruppen auch nach Vereinbarung.

Bildnachweise: Lindigkeit, Beßler, Landesregierung Niedersachsen

Bildnachweise: Concerto Gandersheim e.V., HMN Gewerbe- und Industriebau GmbH & Co. KG,

Braunschweiger Landesmuseum


X Land & uMWelt Northeim SpeZIAL regjo südniedeRSAChsen

regjo südniedeRSAChsen Northeim SpeZIAL Land & uMWelt XI

Lokalpatrioten und Grenzgänger

Im breiten Tal zwischen Harz und Solling stellt man sich auf nahende und zum Teil bereits spürbare Veränderungen

ein. Die Vorstellungen eines zukunftsfähigen Landkreises Northeim sind dabei mitunter sehr verschieden.


XII Land & uMWelt Northeim SpeZIAL regjo südniedeRSAChsen regjo südniedeRSAChsen Northeim SpeZIAL Land & uMWelt XIII

Die Northeimer Seenplatte, die am 23. und 24. Juni 2012 Austragungsort

der Northeimer Segeltage 2012 ist, bildet ein beliebtes Naherholungsgebiet

nahe der Kreisstadt sowie der Autobahn 7.


XIV Land & uMWelt Northeim SpeZIAL regjo südniedeRSAChsen

regjo südniedeRSAChsen Northeim SpeZIAL Land & uMWelt XV

Text: Annegret Adam Fotografie: Marco Bühl

Lothar Baumelt will sie nicht. Auch Rainer Lutter

ist skeptisch. Eine Fusion des Landkreises Northeim

mit den Nachbarn Göttingen und Osterode sei keine

Lösung auf Dauer, sagen die beiden über 60-Jährigen.

Auch das vom Land Niedersachsen versprochene

Geld wird die strukturellen Probleme ihrer Meinung

nach nicht dauerhaft beseitigen können. Das Hauptproblem,

die chronische finanzielle Unterversorgung der

Kreise und Kommunen durch Bund und Land, bliebe

davon unberührt. Diese sei aber Ursache für den eingeschränkten

Handlungsspielraum.

Seit 2006 sitzt Rainer Lutter im Stadtrat von Hardegsen,

Lothar Baumelt im Northeimer Kreistag. Die

beiden Parteilosen wollen sich besonders für kommunale

Anliegen und Bedürfnisse in ihrer Heimat einsetzen,

Rainer Lutter zum Beispiel für die Sanierung der

Burg Hardeg. Oder auch für eine dezentrale Energieversorgung

mit erdverlegten Starkstromleitungen, die im

Zuge des Netzausbaus quer durch den Landkreis Northeim

verlaufen sollen. Auch eine attraktive Gestaltung

der Gemeinden liegt ihnen am Herzen. „Zum Beispiel

sind Investitionen in den Ausbau eines flächendeckenden

schnellen Internets notwendig, um besonders ländliche

Gebiete attraktiver zu machen“, so Lutter, seines

Zeichens Fotograf und Gartengestalter aus Lichtenborn,

der sich als eine Art „linker Grüner“ versteht, aber nie

einer Partei beitreten wollte.

Um für diese Interessen bei den Kommunalwahlen

2011 anzutreten, haben Baumelt und Lutter die

Wählergemeinschaften „Northeim 21“ und „Hardegsen

21“ mitgegründet. Die Namen wurden in Anlehnung

an „Stuttgart 21“ und an die 1992 in Rio de Janeiro

geschlossene Vereinbarung „Agenda 21“ gewählt. In

dieser wird eine nachhaltige Wirtschafts-, Sozial-,

Umwelt- und Energiepolitik angestrebt, die die Bedürfnisse

der heutigen Generation befriedigen soll, ohne

die Chancen künftiger Generationen zu beeinträchtigen.

Baumelt und Lutter liegen im bundesweiten Trend.

Vermehrt treten Bürgerinitiativen und freie Wählergemeinschaften

an, weil sie ihre Interessen und Bedürfnisse

nicht mehr von den etablierten Parteien berücksichtigt

sehen.

Das Mittelzentrum Einbeck ist wegen seiner jahrhundertealten

Brautradition als Bierstadt bekannt und

mit rund 166 Quadratkilometern sogar flächenmäßig

die größte Stadt in Südniedersachsen. Durch

eine Fusion mit der Stadt Kreiensen wird sich Einbeck

ab dem 1. Januar 2013 zudem noch vergrößern.

Eine attraktive Gestaltung der Gemeinden liegt

Lothar Baumelt und Rainer Lutter am Herzen.

Lutter und Baumelt setzen sich aber auch für den

Erhalt Northeims als eigenständigen Landkreis ein.

Dass sich zwar etwas ändern muss, ist ihrer Meinung

nach ganz offensichtlich, aber dies würde nicht durch


egjo südniedeRSAChsen Northeim SpeZIAL Land & uMWelt XVII

In der Kreisstadt Northeim wird über die Zukunft des Landkreises entschieden. Landrat Michael Wickmann ist sich sicher:

Nur gemeinsam mit Osterode und Göttingen können die bevorstehenden Herausforderungen der Region bewältigt werden.

eine Kreisfusion erreicht werden. Denn die Lösung des

Problems liege nicht mehr in der Hand des Kreistages. Die

Vertreter von Northeim 21 fordern für die verschuldeten

Kreise, Städte und Gemeinden einen Schulden-Fonds, der

wie eine „Bad Bank“ die Verbindlichkeiten der Kommunen

übernehmen soll. Damit reichen sie die Verantwortung

vor allem weiter an Land und Bund. Zudem sei das im

Falle einer Fusion versprochene Geld vom Land an Sparmaßnahmen

gekoppelt, die dann auch umgesetzt werden

müssen. Besonders aber lehnen Baumelt und seine Kollegen

von „Northeim 21“ eine Fusion im Hau-Ruck-Verfahren

ab. Vielmehr soll auch der Bürger in den Entscheidungsprozess

mit eingebunden werden. Sie planen deshalb

ein Bürgerbegehren und wollen eigene Vorschläge zur Verbesserung

der Arbeits- und Lebensbedingungen in Südniedersachsen

erarbeiten. Dafür sollen auch die Bürger direkt

befragt werden.

Auch der Bürger soll bei der Entscheidung über die

Zukunft des Landkreises eingebunden werden.

Viel ländliche Fläche, 1.267 Quadratkilometer um genau zu

sein, mit einem Wechselspiel aus Flusstälern, Hügellandschaften

und kleinen bewaldeten Höhenzügen wie dem

Solling, dafür steht der Landkreis Northeim. In diesem

Raum zwischen Solling und Harz, zwischen Hildesheim

und Göttingen, liegen zwölf Gemeinden, darunter die beiden

Mittelzentren Einbeck und Northeim. Der Landkreis

Northeim steht für die jährlich weit über 30.000 Besucher

anlockenden Hardenberger Burgturniere und für die nicht

minder bekannten Bad Gandersheimer Domfestspiele, dem

größten Freilichttheater Niedersachsens. Der Landkreis

Northeim steht aber auch für ein Haushaltsloch, das Ende

2012 etwa 173,5 Millionen Euro umfassen wird. Höchste

Zeit zu handeln. Dabei ist sich Landrat Michael Wickmann

sicher: Zukunftsfähig wird die Region nur durch

eine Fusion mit Osterode und Göttingen zu einem Großkreis.

Dann könnten gemeinsame Kräfte gebündelt und

Synergieeffekte erzielt werden. Viel zu lang hätte man

mehr gegeneinander gearbeitet, als voneinander profitiert.

„So können wir uns weder im Land Niedersachsen noch

auf Bundesebene positiv darstellen. Was zur Folge hat,

dass Fördermittel den südniedersächsischen Raum nicht

erreicht haben“, sagt Wickmann, der seit 2001 im Amt ist

und aus dem Hardegsener Ortsteil Hevensen stammt.

Die Probleme in der Region sind nach Ansicht Wickmanns

so akut, dass es vor allem um die Aufrechterhaltung

benötigter Infrastrukturen, insbesondere im ländlichdörflichen

Bereich, gehen muss. So sei es auch in Sachen

Wirtschaftsförderung primäres Ziel, nicht um jeden Preis

neue Unternehmen anzusiedeln, sondern vielmehr die

erfolgreich tätigen zu halten. Seit Jahrzehnten sind Global

Player wie Thimm und Wilvorst im Landkreis Northeim

zu Hause. Daneben gibt es vor allem eine Vielzahl

kleinerer und mittlerer Unternehmen. Durch Vernetzungen,

wie dem seit 2010 ausgerichteten Unternehmerfrühstück,

soll die regionale Wirtschaft in Austausch treten

und so mehr voneinander profitieren. Doch drohende Probleme

wie der Fachkräftemangel lassen sich nicht allein

bewältigen. Aus diesem Grund ist der Landkreis seit vier


Die Burg Hardenberg ist heute nur noch Ruine einer ehemaligen Felsenburg, die vor über 1.000 Jahren durch das Erzbistum

Mainz gegründet wurde. Seit 1287 ist sie im Besitz der Grafen von Hardenberg, die die Geschichte der Burg weitertragen.

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Jahren Teil der „Bildungsregion Göttingen“, einer Initiative

des Regionalverbandes Südniedersachsen, mit deren

Hilfe Unternehmen und Schulen der Landkreise Göttingen,

Northeim, Osterode sowie der Stadt Göttingen kooperieren

und unter anderem Lernpartnerschaften zwischen

Schulen und Unternehmen etablieren. Seit 2011 gibt es so

zum Beispiel eine Kooperation zwischen der Löns-Realschule

in Einbeck und der KWS Saat AG, dem mit 1.000

Mitarbeitern zweitgrößten Unternehmen im Landkreis.

Denn Nachwuchsprobleme sind besonders in einer ländlichen

Region wie Northeim ein großes Problem: Bis 2030

wird es im Landkreis einen Bevölkerungsschwund von

etwa 23 Prozent geben, gleichzeitig sinkt besonders die

Zahl der jungen Erwachsenen, während die Zahl der Älteren

steigt.

Auch in den Berufsbildenden Schulen hat man verstanden,

dass bestimmte Entwicklungen nicht wegzureden

sind. „Wir bemerken eine steigende Nachfrage von

Unternehmen, die ihre Mitarbeiter weiterqualifizieren

wollen. Diese Nachfrage können wir nutzen“, erklärt Dirk

Kowallick, Schulleiter der BBS 1 Northeim. „Das geht dann

natürlich nicht allein, sondern muss in Kooperation mit

privaten Bildungsträgern geschehen.“ Zudem versucht die

Schule bei den Unternehmen in Erfahrung zu bringen,

welche Qualifikationen sie von Berufseinsteigern erwarten

und so das eigene Angebot entsprechend auszurichten.

Stolz ist man zum Beispiel über die Zusatzausbildung zum

Chinakaufmann, einem absoluten Novum in der Region.

Veränderungen, ausgelöst durch den demografischen Wandel

und durch eine mögliche Kommunalreform, sieht

Kowallick aber entspannt entgegen. Vor neuen Herausforderungen

fürchtet sich der ehemalige Dezernent der Landesschulbehörde

Niedersachsen nicht. Vorrangiges Ziel

sollte es aber seiner Meinung nach sein, die Struktur der

heutigen elf Berufsbildenden Schulen aller Kreise und Bildungsangebote

so lang wie möglich aufrechtzuerhalten.

Erst wenn Schülerzahlen signifikant sinken, müsse gehandelt

werden. Diese Zeichen der Zeit rechtzeitig erkennen

und darauf reagieren, sei seiner Ansicht nach aber wichtig

für das Behaupten eines Standortes.

Mit derzeit 14 Biogasanlagen im Kreis besteht im landesweiten

Vergleich noch Nachholbedarf.

Nicht nur die Schulen stellen sich auf Veränderungen ein,

auch auf den Feldern will man sich die Chancen der Zeit

zunutze machen. So bietet die Energiewende Northeims

Landwirtschaft zum Beispiel die Möglichkeit, durch die

Errichtung von Biogasanlagen oder Biomassekraftwerke

ein zweites Standbein aufzubauen. Dennoch besteht mit

derzeit 14 Biogasanlagen im landesweiten Vergleich noch

Nachholbedarf. Zumindest konnte aber durch die Errichtung

der Biomasseverwertungsanlage Leinetal das alte

Zementwerk in Hardegsen neu belebt und damit Leerstand

vermieden werden.

Neben den demografischen Aspekten leidet Northeims

Wirtschaft aber nicht zuletzt an einem Mangel an Wissenschaftseinrichtungen

– einzige Ausnahme ist das Max-


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Erleben Sie eine Ausstellung im Wandel:

Archäolgie in Stadt und Region

20. Mai 2012

10.00-14.00 Uhr

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Fax: 0551 / 400-3135 | info@museumsverbund.de

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Das Bioenergiezentrum

Leinetal

in Hardegsen

betreibt auf

dem Gelände

des ehemaligen

Zementwerks ein

Biobrennstoffwerk

zur Produktion

von Holzpellets,

Holzbriketts

und Industrie-

Brennstoffen mit

einer Jahresproduktion

von ca.

60.000 Tonnen.

Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Lindau, das

aber voraussichtlich 2014 nach Göttingen zieht. Hier könnten

durch engere Kooperationen mit Forschungseinrichtungen

der Stadt Göttingen Synergieeffekte, wie sie sich

der Landrat verspricht, tatsächlich genutzt werden.

Dabei ist der Landkreis schon seit längerem auf

Kooperationen angewiesen. Auch im Tourismus ist dies

der Fall. Während vor der deutschen Wiedervereinigung

die Gegend um Northeim noch als Reiseziel

für Westberliner glänzen konnte, bildet sie heute

trotz grüner Wälder, alter Burgen, Schlösser sowie historischer

Stätten wie dem Römerschlachtfeld am Harzhorn

keine eigenständige touristische Destination zwischen

Harz und Weserbergland. „Der Landkreis Northeim

hat jedoch kleinräumig einiges anzubieten. Unser

Ziel ist es deshalb, die eigenen Potenziale als Ergänzung

zu Harz und Weserbergland zu nutzen. Dafür kooperieren

wir zum Teil mit den Tourismusverbänden und -organisationen

anderer Landkreise“, erklärt Regine Albert

vom Regionalmanagement Harzweserland. Kooperationen

ergeben sich innerhalb konkreter Räume

wie der Solling-Vogler-Region, die neben Burgen

und Schlösser auch ausgedehnte Wälder, sanfte Wiesentäler,

klare Bäche und urtümliche Moore beherbergt.

In diesem Raum entwickeln und vermarkten Kommunen

der Landkreise Northeim, Holzminden und Kassel

gemeinsame Angebote wie Mountainbiking im Hochsolling

sowie Wander- oder Radtouren. Weitere Beispiele

für Kooperationen sind die drei Radfernwege Europaradweg

R1/D-Route 3, Weserradweg/D-Route 9 und der

Leine-Heide-Radweg, bei denen der Landkreis Northeim

teilweise bundesweite Kooperationen betreibt. Denn

besonders der steigende Fahrradtourismus macht Northeims

Tourismuswirtschaft Hoffnung.

Klarer Anspruch des Landkreises ist also weniger

ein Tourismuskonzept, das von Individualität zeugt, sondern

vielmehr sämtliche zur Verfügung stehende Potenziale

nutzt. Regionen wie dem Kreis Northeim sind eben

eindeutige Grenzen gesetzt. Das aktuelle Tourismuskonzept

von 2010 sieht dabei die Stärken der Region im Kultur-

und Fahrradtourismus. Um diese Potenziale zu nutzen,

ist Northeims Tourismuswirtschaft aber eben besonders

auf Kooperationen mit den angrenzenden Regionen

angewiesen.

Während auch Northeims Landrat einen steigenden

Bedarf an Kooperationen mit den Nachbarn sieht, befürchtet

Rainer Lutter eine Schwächung der Region im Kleinen.

„Werden die Entscheidungen zukünftig in Göttingen

gefällt, könnten besonders die Interessen kleiner Ortschaften

und ihrer Entscheidungsträger durch größere Projektvorhaben

woanders schnell in den Hintergrund geraten“,

so Lutter. Zudem hätten größere Kreise noch nie zu mehr

Bürgernähe geführt, bemängelt Lothar Baumelt von „Northeim

21“. Diese Befürchtung teilt der Landrat nicht. „Eine

Fusion bedeute nicht automatisch ein bürgerfernes Dienstleistungsangebot“,

stellt Wickmann klar. „Der Landkreis


Wir sind eine auf zivil- und wirtschaftsrechtliche

Mandate spezialisierte Rechtsanwaltssozietät. Zu

unseren Kernbereichen zählen Erbrecht, Vertragsrecht,

Handels-und Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht,

Familienrecht, Bau-und Architektenrecht, Bankrecht,

Mietrecht sowie Straßenverkehrsrecht. Wir beraten

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Jahre und Generationen hinweg. Dabei verstehen

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Über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt ist die Stadt Bad Gandersheim. Das Westportal der romanischen

Stiftskirche des Stiftes Gandersheim dient den Gandersheimer Domfestspielen als Kulisse.

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ist nicht gleichzusetzen mit den Städten und Gemeinden.

Natürlich können bestimmte Bereiche wie Jugend- und

Sozialarbeit nicht zentral geregelt sein, sondern müssen

lokal gestaltet werden.“

Baumelt und Lutter sind dennoch der Meinung, dass

der Bürger bei solchen Entscheidungen stärker mit eingebunden

und befragt werden muss. Nicht zuletzt aus diesem

Grund habe man die Wählergemeinschaften auch in

Anlehnung an „Stuttgart 21“ benannt. So würden nicht

nur bei Großprojekten wie Bahnhöfen oder Flughäfen

betroffene Menschen bei Entscheidungsprozessen nicht

ausreichend berücksichtigt werden; neben einer möglichen

Fusion sei dies im Landkreis ebenso der Fall bei der Genehmigung

von zum Beispiel Mastställen, Müllverbrennungsanlagen

oder Starkstromleitungen. Wickmann befürwortet

eine Beteiligung der Bürger im Rahmen „einer engen

Einbindung und umfassender Information“, ist aber kein

Freund von Volksentscheiden, die eine einfache Ja-Nein-

Abfrage verfolgen. Stattdessen setzt er auf Bürgerversammlungen

und Internetforen, um die Bürger zu informieren.

Politik müsse aber letztlich die Entscheidungen fällen, auch

wenn diese nicht bei allen auf Zuspruch stoßen werden.

Sofern im Rahmen der Entscheidungsprozesse eine intensive

und offene Bürgerbeteiligung erfolgt, können mehrheitlich

getroffene Entscheidungen demokratisch legitimierter

Entscheidungsgremien nicht undemokratisch sein,

meint Wickmann.

Und nicht zuletzt weil der Landrat in der Diskussion

über eine Fusion auf das Gaspedal tritt, wird es zu

mehr politischer Mitbestimmung durch den Bürger im

Landkreis Northeim, wie sie sich Lutter und Baumelt

wünschen, wohl nicht kommen. Wenn die gewählten

Kreistagabgeordneten dann über die Zukunft der Region

entscheiden, werden die Lokalpatrioten nur einen bedingten

Einfluss ausüben können. Vielleicht spukt ihnen auch

ein wenig „die alte Sorge“ von Wilhelm Busch, der von

1846 bis 1847 im Dasseler Ortsteil Lüthorst weilte, im

Kopf herum. In seinem Gedicht erinnert Busch an die

Folgen voreiliger Freude: „Er kriegte Geld. Die Sorge

wich, die ihn bisher beklommen. Er hat die Jungfer Fröhlich

sich zu seinem Schatz genommen. Sie tranken Wein,

sie aßen fein, sie sangen zum Klaviere. Doch wie sie sich

so recht erfreun, da klopft es an die Türe. Die alte Sorge

war‘s, o weh, die magerste der Sorgen. Sie setzte sich ins

Kanapee und wünschte guten Morgen.“

Die grundlegende Kritik von „Northeim 21“ und

„Hardegsen 21“ richtet den Finger auf offenkundige Probleme.

Doch da eine Umverteilung der Gelder und Schulden

in bundesweiter Dimension eher nicht zu erwarten

ist, muss man in Südniedersachsen zwangsläufig auch

nach anderen Lösungen suchen. Eine Fusion erscheint

dann sinnvoll, wenn gemeinsame Synergieeffekte tatsächlich

auch gebündelt und so nicht nur Schulden abgebaut

werden, sondern letztlich alle Beteiligten profitieren.

So kann eine Fusion durchaus zu einer im Schnitt besseren

Problemlösung führen. Dabei sollte den Entscheidungsträgern

aber dennoch ruhig weiter intensiv auf die

Finger geschaut werden – Bürgerferne ist sicherlich keine

zwingende Konsequenz einer Fusion, aber mehr Bürgernähe

muss man sich erst einmal erkämpfen.


XXIV Northeim regjo südniedeRSAChsen

regjo südniedeRSAChsen Northeim SpeZIAL Wirtschaft XXV

1

2

Die Global Player

Der Landkreis Northeim ist Heimathafen zahlreicher Unternehmen, die

international agieren und das auch noch sehr erfolgreich. Eine kleine Übersicht.

1 Bajohr und Micheletti, Einbeck

Seit der Eröffnung im Jahr 1982 wuchs der Augenoptik-Experte Bajohr Optic schnell über die Grenzen

Einbecks hinaus. Dabei betreibt Inhaber und Augenoptikermeister Christoph Bajohr heute elf

Fachgeschäfte – zum Teil in Kooperation mit Micheletti Optik – und beschäftigt über 100 Mitarbeiter

in Einbeck, Osterode am Harz, Seesen, Northeim, Hann. Münden und Bad Gandersheim. Zudem

ist Bajohr Optic Spezialist im Bereich Lupenbrillen-Technik für Mediziner. Als einziger Augenoptiker

in Deutschland besitzt Christoph Bajohr einen Händler-Vertrag mit ZEISS-Meditec und vertreibt

Lupenbrillen an Mediziner im In- und Ausland. Hinter Bajohr OPTECmed verbirgt sich ein Spezialisten-Team,

das Ärzte, Kliniken und Krankenhäuser bei den neuesten Lupenbrillen und Lichtsystemen

von Carl Zeiss berät.

3

4

2 Beckers Bester, Lütgenrode

Nach einem reichen Ernteertrag aus einem kleinen Stück Land mit Obstbäumen, war es Bertha Becker,

die 1931 den Einfall hatte, Obst zu Süßmost zu verarbeiten. Nur ein Jahr später wurde das Unternehmen

Becker offiziell gegründet. Heute wird „beckers bester“ bereits in der dritten und vierten Generation

durch Ernst Becker und seinem Neffen Sebastian Koeppel geführt. Das Sortiment reicht von

Fruchtsäften und Schorlen bis Wellness-Drinks. Neben einer 60.000 Quadratmeter großen Anbaufläche

am Hauptstandort in Lüttgenrode, gibt es seit 1991 eine weitere Niederlassung in Eisleben (Sachsen-Anhalt).

Mit etwa 200 Mitarbeitern und einem Ausstoß von 1,1 Millionen Hektolitern im Jahr

gehört das Unternehmen zu den zehn größten Fruchtsaftanbietern in Deutschland.

5

6

3 Gräflicher Landsitz Hardenberg, Nörten-Hardenberg

Carl Graf von Hardenberg leitet seit 1998 ein Unternehmen mit gut 200 Mitarbeitern. Dazu zählt die

1700 gegründete Kornbrennerei, die als Hardenberg-Wilthen AG heute der zweitgrößte Spirituosenhersteller

Deutschlands ist. Neben den Spirituosen-Produkten setzt der Graf sich für einen anspruchsvollen

Freizeit-Tourismus ein. Die Dachmarke „Gräflicher Landsitz Hardenberg“ wird von den drei

Säulen BurgHotel, GolfResort und KeilerLand getragen. Das BurgHotel, ein Vier-Sterne Relais und

Châteaux-Hotel, ist Gastronomie, historische Stätte und Tagungsort zugleich. Das GolfResort bietet

seit 2004 einen zweiten 18-Loch-Championship-Course. Der dritte Geschäftsbereich KeilerLand

umfasst neben der Gräflich von Hardenberg’schen Kornbrennerei mit KeilerSchänke und KeilerLaden

die historische Burgruine, Schloss sowie SchlossPark und zahlreiche Events übers Jahr. Vor der

Kulisse der Burgruine finden so zum Beispiel alljährlich internationale Springreitturniere statt, die

weit über 30.000 Besucher aus aller Welt anlocken.

4 Hahnemühle FineArt, Dassel

Die 1584 gegründet Hahnemühle FineArt GmbH produziert heute als älteste deutsche Künstlerpapierfabrik

Papiere für traditionelle und digitale Künstler sowie Spezialpapiere für industrielle Anwendungen.

Aus reinem Quellwasser und erstklassigen Zellstoffen sowie nach traditionellen Rezepturen

entstehen Papiere für Maler, Grafiker, Illustratoren, Buchbinder und in der jüngsten Zeit auch

immer mehr Fotografen. Neben der Traditional FineArt bietet die Hahnemühle seit ein paar Jahren

die Digital FineArt an. Dafür werden die klassischen Künstlerpapiere für den InKJet-Druck veredelt.

So verschieden die Eigenschaften der Papiere sind, so verschieden sind auch die Marktsegmente, die

Hahnemühle FineArt GmbH bedient: Elektroindustrie, Klebstoffindustrie, Medizintechnik, Nahrungsund

Genussmittelindustrie. Mit weltweit etwa 150 Mitarbeitern erzielt Hahnemühle unter der Leitung

von Friedrich Nebel und Michael Siekiera eine Jahresleistung von bis zu 3.000 Tonnen Papier.

7

8


egjo südniedeRSAChsen Northeim SpeZIAL Wirtschaft XXVII

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5 Piller Industrieventilatoren, Moringen

Seit über 20 Jahren produziert Piller Hochleistungsventilatoren für den Prozess der mechanischen Brüdenverdichtung

und dies weltweit. Brüden ist der Dampf, der beim Eindampfen einer Lösung entsteht, und fällt besonders in der Nahrungsmittelindustrie

an: in der Molkerei im Allgäu ebenso wie beim Whisky-Destiller in Schottland und dem Fruchtsafthersteller

in China. Die Ventilatoren bestellt der Weltmarkt bei dem 280 Mitarbeiter zählenden Unternehmen Piller

in allen Größen, von handlich klein bis zu Ausmaßen, die nur noch ein Tieflader befördern kann. Etwa 2.000 Ventilatoren

im Jahr produziert das Unternehmen, etwa 70 Prozent der Produkte liefert das mittelständische Unternehmen ins

Ausland. Insbesondere der gigantische Wachstumsmarkt China schätzt das Know-how für maßgeschneiderte Lösungen

und die Flexibilität von Piller. Derzeit besitzt das Unternehmen sowohl in den USA als auch in China seine ersten

ausländischen Niederlassungen.

6 Einbecker Brauhaus

Im Mittelalter war Einbeck die Bierstadt der Hanse und verkaufte ihren Gerstensaft bis nach Innsbruck, München,

Amsterdam, Stockholm und Kopenhagen. Das Bier aus Einbeck war nicht nur in den deutschen Königshäusern, sondern

auch an den Höfen des Adels, der Kurfürsten und Erzbischöfe bekannt. Das Urheberrecht für das bernsteinfarbene

bis dunkle Bockbier sicherte sich die Brauerei, in dem sie ein „Ur“ davorstellte. Eine nunmehr 600-jährige Brautradition

zeichnet die Einbecker Brauhaus AG aus, die mittlerweile über 200 Mitarbeiter beschäftigt. Mit knapp 787.000

Hektolitern Jahresgesamtbierausstoß befindet sich die Brauerei unter den Top 50 im deutschen Markt. Neben den Bockbier-,

Pilsener- und Dunkelbier-Spezialitäten, Diät- und alkoholfreien Bieren führen die Einbecker auch Weißbierspezialitäten

im Portfolio.

7 thiMM, Northeim

Das 1949 durch Walter F. Thimm in Herzberg gegründete Unternehmen verlagerte bereits drei Jahre später seinen Firmensitz

nach Northeim. Der Handel mit Pappe wurde erweitert und 1959 erwarb Thimm eine eigene Wellpappenanlage. Über

die Jahrzehnte wurde das Werk in Northeim ausgebaut und neue Standorte kamen hinzu, zum Beispiel Castrop-Rauxel

und Nordhausen. Zudem wurde ein eigenes europäisches Vertriebsnetz aufgebaut: Frankreich, die Niederlande und Dänemark

machten dabei 1970 den Anfang. Das Unternehmen entwickelte sich schließlich vom Wellpappespezialisten zum

Systemanbieter rund um den Verpackungsmanagementprozess. Aus Thimm The Highpack Company wurde schließlich

Thimm – The Highpack Group: eine Umstrukturierung von einem Unternehmen mit verschiedenen Geschäftsbereichen

zu sechs selbstständig agierenden Unternehmen. Aktuell sind circa 1.500 Mitarbeiter an zehn Standorten in Deutschland,

Tschechien und Rumänien beschäftigt. Mit einem Umsatzvolumen von 237 Millionen Euro gehört die Unternehmensgruppe

im europäischen Markt zu den führenden Systemlieferanten von Transport- und Verkaufsverpackungen

aus Wellpappe, Displays, Spezialverpackungen aus Multimaterialien sowie verpackungsrelevanten Dienstleistungen.

8 KWS Saat AG, Einbeck

Das Saatzuchtunternehmen KWS wurde im Jahr 1856 von dem deutschen Zuckerrübenzüchter Matthias Christian Rabbethge

in Kleinwanzleben bei Magdeburg gegründet. Die erste internationale Außenstelle in der Ukraine folgte 1900,

um die Nachfrage der russischen Zuckerrübenzüchter zu stillen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es dann zu einem

Neubeginn in Einbeck, nachdem die hauseigene Saatgutbibliothek dorthin verbracht werden konnte. Mittlerweile zählt

das Unternehmen international zu den Top Fünf seiner Branche. Mit einem Marktanteil von jeweils 45 Prozent ist die

Unternehmensgruppe Weltmarktführer bei Zucht und Vertrieb von Zucker- und Maissaatgut sowie Europas Nummer

eins für Getreidesaatgut. Dabei ist KWS mit rund 3.560 Mitarbeitern in etwa 70 Ländern aktiv. Das Unternehmen bietet

seinen Kunden, den Landwirten, von ökologischen über konventionellen bis hin zu gentechnisch verbesserten Sorten

das gesamte Spektrum des Saatguts an.

Fotonachweise: Bajohr Optic (Bajohr und Micheletti), Annegret Adam (Beckers Bester), Einbecker Brauhaus AG (Einbecker Brauhaus AG), Gräflicher Landsitz Hardenberg (Gräflicher

Landsitz Hardenberg), KWS Saat AG (KWS Saat AG), THIMM Verpackung GmbH + Co. KG (Thimm), Hahnemühle (Hahnemühle FineArt), Piller Industrieventilatoren GmbH (Piller)


XXVIII Land & uMWelt Northeim SpeZIAL regjo südniedeRSAChsen

regjo südniedeRSAChsen Northeim SpeZIAL Land & uMWelt XXIX

Bild: Thomas Deutschmann/NLD

Erweiterung der Gefechtszone

2008 erregte der Fund des Römerschlachtfelds am Harzhorn weltweit Aufmerksamkeit. Seitdem

wächst und wächst das Fundareal und langsam gewinnen touristische Nutzungsmöglichkeiten Gestalt.

Text: Sven Grünewald

In den vier Jahren, die seit dem Fund des römischen

Schlachtfeldes auf dem Harzhorn bei Kalefeld vergangen

sind, hat sich einiges getan. Natürlich, archäologische

Arbeit gleicht eher einem langsam dahinfließenden

Flüsschen als einem reißenden Strom, aber

zwischen den zahllosen römischen Sandalennägeln

sind auch einzigartige Schlüsselfunde aufgetaucht,

welche das Schlachtgeschehen plastischer machen

und fester im Strom der Geschichte verankern. Und

noch immer scheint zu gelten: Niemand weiß, wohin

die fortdauernden Ausgrabungen und Sondierungen

führen werden. Denn 2011 erlebten die Archäologen

eine große Überraschung, als ein weiterer unberührter

Fundplatz entdeckt wurde. „Unser Ziel war und ist,

zu versuchen, die Marschrichtung der Römer zu fassen“,

erzählt Petra Lönne, Landkreisarchäologin Northeims.

„Daher haben wir im Gelände um das Harzhorn

herum umfangreiche Geländesondierungen durchgeführt

– ungefähr von Seesen bis Northeim. Dadurch

haben wir etwa drei Kilometer vom Harzhorn entfernt

den zweiten Fundplatz entdeckt.“

Dass der direkt zum Harzhorn-Geschehen gehört,

legen die Funde nahe. Denare aus den ersten Jahrzehnten

des 3. Jahrhunderts nach Christus, römische

Wurfspeere mit verbogenen Spitzen, Teil eines

römischen Helmvisiers mit einer deutlichen Kerbe –

hier hat römische Infanterie im Kampf Mann gegen

Mann gestanden, während auf dem Rücken des Harzhorns

überwiegend Distanzwaffen gefunden wurden.

Wie die beiden Fundplätze nun genau zusammenhängen

– ob es sich um zeitgleiche Auseinandersetzungen

an verschiedenen Orten handelt, denn die mehreren

zehntausend Soldaten, von denen momentan

ausgegangen wird, brauchten viel Platz, oder ob dort

nacheinander gekämpft wurde – lässt sich noch nicht

sagen. Ziemliche Sicherheit besteht inzwischen allerdings

über die Datierung und historische Einordnung

der Schlacht, die das absolute Highlight der ohnehin

schon beeindruckenden Funde des zweiten Fundareals

bestätigt. Eine römische Pionieraxt, lateinisch dolabra,

trägt eine Inschrift, deren gut lesbarer Teil „LEG

IIII SA“ lautet und als „Legionis IIII Severiana Alexandriana“

(4. Legion Alexander Severus) identifiziert

wird. Die im heutigen Belgrad stationierte Legion

soll den Quellen zufolge am Feldzug des Maximinius

Thrax im Jahr 235 beteiligt gewesen sein und später

vom Kaiser höchstpersönlich mit seinem Namen ausgezeichnet

worden sein.


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Die Ausgrabungen auf dem Harzhorn werden auch dieses

Jahr weitergehen. Die Chance auf Überraschungen ist groß:

Ein neuer Fundplatz brachte eine römische Pionieraxt mit

Inschrift (vorhergehende Doppelseite) ans Tageslicht, ferner

wurden verbogene römische Wurfspieße gefunden (rechts).

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Damit gewinnt das Harzhorn als einziger Ort in Europa, an

dem eine römische Armee in Aktion „beobachtet“ werden

kann, immer weiter an Kontur. Inzwischen interessiert

sich auch die Universität der Bundeswehr in Hamburg für

das Geschehen. Experten waren vor Ort und stützen mit

ihrer Einschätzung die Interpretationen der Archäologen.

Aktuell läuft an der Hochschule zudem ein Forschungsprojekt,

um die Schusswinkelentfernung bei Torsionsgeschützen

nachzustellen. Daneben werden sowohl die Ausgrabungen

durch die Humboldt-Universität Berlin als auch

die großräumigen Geländebegehungen weitergehen. Eines

der großen Ziele dabei ist die Rekonstruktion des weiteren

römischen Marsches, der eine Spur von Sandalennägeln

hinter sich herzog. „Wir haben momentan verschiedene

Hinweise, die nach Westen, aber auch durchaus nach

Süden führen“, so Petra Lönne. Im Landkreis Göttingen

versucht Archäologe Klaus Grote derweil, die Route nach

Norden zu finden, so dass eine Marschrichtung gen Hedemünden/Werraübergang

greifbar wird. Trotz großer Funde

und spannender Erkenntnisse ist die Arbeit der Archäologen

immer noch zu einem guten Teil, den Rahmen des

Römerpuzzles Harzhorn zu finden.

Unterwegs sind auch Bemühungen, den Fund touristisch

weiter zu entwickeln. Angefangen hatte dies mit

der Arbeitsgruppe Harzhorn, in der die Gemeinden Kalefeld

und Bad Gandersheim, der Landkreis, der Heimatund

Kulturverein, Vertreter der Politik sowie die Grundstückseigentümer

zusammensitzen. Zunächst wurde

beschlossen, ehrenamtliche Harzhorn Guides auszubilden,

die heute das Rückgrat der Besucherführungen bilden.

Gleichzeitig wurden Schriftzug, Logo und der Webauftritt

gestaltet, die die Grundlage für das zukünftige Marketing

und Merchandising bilden. Aktuell wird derzeit ein

Masterplan durch die RWTH Aachen erarbeitet, der dem

Kreisausschuss Wirtschaft und Tourismus voraussichtlich

im Mai vorgestellt werden soll. Darin sollen verschiedene

Möglichkeiten skizziert werden, wie der Fund inwertgesetzt

werden könnte. „Man könnte da vom Kleinen

bis zum Großen denken“, beschreibt Ralf Buberti, Fachbereichsleiter

Bauen und Umwelt beim Landkreis Northeim,

die vielfältigen Möglichkeiten. „Das kann von

Schautafeln im Gelände bis hin zu einem Erlebniszentrum

gehen. Wir haben auch schon Kontakte zum Landkreis

Göttingen geknüpft, um zu eruieren, was für Verbindungen

sich mit dem Römerlager Hedemünden bieten. Aber

das ist noch Zukunftsmusik.“

Wichtiger Markstein wird zunächst der September

2013 sein. Dann findet im Braunschweigischen

Landesmuseum eine große Ausstellung zum Harzhorn

statt. Wie man das Interesse der Besucher in

Braunschweig dann auch vor Ort in Northeim ansprechen

kann, hat daher Priorität. Danach wird man weitersehen.

Praktische Möglichkeiten werden derweil von

Studierenden der RWTH Aachen untersucht, die sich

nach Ostern vor Ort umgeschaut haben und nun Konzepte

entwickeln, was wo wie konkret gemacht werden

könnte. Anlass dazu gibt es nach wie vor: Das große

Interesse, das den Fund von Anfang an begleitet hat, ist bis

heute nicht abgeebbt. Besucher kommen weiterhin in großer

Zahl und auf internationalen Symposien ist das Harzhorn

inzwischen auch vertreten – Anfragen für Gastvorträge

durch Petra Lönne inklusive. „Nichts zu machen,

wäre der falscheste aller Wege“, ist sich Ralf Buberti daher

sicher. „Auch, wenn wir immer noch nicht wissen, wo das

hinführt.“ Und Petra Lönne ergänzt: „Es hat einfach keiner

geahnt, was sich aus dem Fund entwickelt.“

Siehe auch im Netz unter www.roemerschlachtamharzhorn.de


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Flecken mit Engagement

Der Flecken Nörten-Hardenberg baut Schulden ab, geht gleichzeitig aktiv gegen drohende

Leerstände in den Altdorfbereichen vor und versucht besonders jüngere Familien zu unterstützen.

Text: Annegret Adam Fotografie: Flecken Nörten-Hardenberg

Am westlichen Ausläufer des Nörtener Waldes im Tal

von Bever und Rode versucht man in die Zukunft der

Gemeinde Nörten-Hardenberg zu investieren. Bereits als

Kämmerin hat Astrid Klinkert-Kittel bewiesen, dass es

möglich ist, einen Schuldenberg von 9 auf 7,4 Millionen

Euro zu senken. „Wir haben gut gehaushaltet und nur in

die Dinge investiert, die wir uns auch wirklich leisten können.

Zudem haben wir von Gewerbeeinnahmen profitiert“,

erklärt die parteilose Bürgermeisterin, die seit der letzten

Kommunalwahl 2011 im Amt ist.

In Nörten-Hardenberg investiert man besonders in

Vorhaben, die auch positive Wirkungen für die gesamte

Gemeinde nach sich ziehen, wie die Erhöhung des Baukindergeldes.

Um Käufer von Altimmobilien nicht schlechter

zu stellen als Käufer neuerer Immobilien, zahlt die

Gemeinde Nörten-Hardenberg Familien ab Juli 2012 pro

Kind 2.500 Euro beim Kauf einer Immobilie, die vor 1950

gebaut wurde. Für jüngere Immobilien gibt es weiterhin

1.000 Euro je Kind. Mit dem Geld sollen Familien Anreize

gegeben werden, alte Häuser zu kaufen und herzurichten.

So sollen besonders in den Altdorfbereichen Leerstände

verringert und die Attraktivität gesteigert werden.

Durch die günstige Lage der gut 8.000 Einwohner

starken Gemeinde – direkte Anbindung an die Autobahn

7, gute Busverbindungen und Nähe zu Göttingen – zieht es

vor allem junge Familien nach Nörten-Hardenberg. Dennoch

ist auch hier der allgemeine Bevölkerungsschwund zu

spüren. Deshalb wirbt Nörten-Hardenberg zum Beispiel auf

Messen für die Region. Gemeinsam mit geniusgöttingen,

der Dachmarken-Initiative für das Marketing der Region

Göttingen, sowie zehn weiteren Kommunen Südniedersachsens

präsentierte sich die Gemeinde im Februar 2012 im

niederländischen Utrecht auf der „EmigratieBeurs“, Europas

größter Auswanderermesse. „Viele auswanderungswillige

Holländer haben sich dort über Arbeitsmöglichkeiten

und leerstehende Wohngebäude in unserer Region

informiert“, erzählt Astrid Klinkert-Kittel. Darüber hinaus

möchte Nörten-Hardenberg noch in diesem Jahr ein

„Bündnis für Familien“ starten, das besonders Familien,

Jugendlichen und Senioren Unterstützung bieten soll, zum

Beispiel bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege und bei

der Kinderbetreuung.

Das acht Ortsteile umfassende Nörten-Hardenberg

zeichnet sich aber nicht nur durch eine günstige Lage und

eine weitsichtige Verwaltung aus, Nörten-Hardenberg ist

auch eine von 53 weiteren Gemeinden in Niedersachsen,

die den Zusatz „Flecken“ führt. Flecken besitzen zwar nur

ein eingeschränktes Stadtrecht, verfügen aber über städtische

Privilegien, wie zum Beispiel das Marktrecht. Dieses

wurde Nörten bereits 1360 vom Erzbischof Gerlach

von Mainz mit der Erlaubnis Karls IV. übertragen, als der

Erzbischof der Siedlung damals sogar das Stadtrecht verlieh.

Dabei wurde Nörten ein Wochenmarkt zugestanden

und das Recht, von durchziehenden Wagen Zoll zu erheben.

Der Flecken Nörten-Hardenberg, das nicht zuletzt als

Domizil des Hardenbergschen Adelsgeschlechtes bekannt

ist, hat noch heute eine stadtähnliche Verfassung sowie

einen städtischen Charakter.


Stich um Stich

Die Wilvorst GmbH fertigt seit 1916 Herrenmode und hat sich zum Marktführer für festliche Bekleidung

entwickelt. Dabei ist das Traditionsunternehmen in der ganzen Welt unterwegs, aber in Northeim zu Hause.

Text: Annegret Adam Fotos: Wilvorst Herrenmoden GmbH

Dr. Karl Wilhelm

Vordemfelde

(links) leitet

seit 1983 die

Geschäfte von

Wilvorst. Eine von

vier Kollektionslinien

des Hauses:

After Six (rechts).

Wie in einem Bienenstock geht es zu, wenn die 235 Mitarbeiter

täglich über 200 Sakkos und Hosen in den Räumen

der Wilvorst Herrenmoden GmbH in Northeim produzieren.

Die Ideen für Schnitte, Muster und Kompositionen

stammen dabei aus der Feder zweier externer Designer

sowie einem hauseigenen Kreativteam. Für die Umsetzung

kommen schließlich nur die feinsten Stoffe aus aller

Welt zum Einsatz. Fertig geschneidert werden die neuesten

Modelle auf direktem Wege zu den Händlern in insgesamt

35 Ländern verschickt, darunter Italien, Spanien

sowie die Vereinigten Arabischen Emirate. Währenddessen

lagern auf dem Dachboden der Produktionsstätte sämtliche

Kollektionen in den verschiedensten Größen und warten

auf ihre Orderung.

Das 1916 in Stettin von Wilhelm Vordemfelde gegründete

Unternehmen Wilvorst wuchs bereits in den 1920er

Jahren in atemberaubender Geschwindigkeit und erreichte

1931 mit 1.200 Mitarbeitern seinen ersten Höhepunkt.

Einen Einschnitt erlitt das Unternehmen während des

Zweiten Weltkrieges, als Vordemfelde 1946 aus dem zerstörten

und durch die Rote Armee besetzten Stettin nach

Northeim floh. Doch war es dem Unternehmer gelungen,

50 Mitarbeiter sowie einige Nähmaschinen mitzunehmen.

So setzte Vordemfelde zunächst in einem Saal der Firma

Streichert, 1949 dann in einem eigenen Fabrikgebäude die

Produktion fort. Friedrich-Wilhelm Vordemfelde, Neffe des

Firmengründers, baute die Firma in der Folgezeit wieder

zu einem Marktführer mit 500 Mitarbeitern auf. Die Konzentration

auf festliche Kollektionen sorgte schließlich

dafür, dass auch die krisengeschüttelten 70er Jahre dem

Unternehmen Wilvorst nichts anhaben konnten.

Heute wird Wilvorst durch Dr. Karl-Wilhelm Vordemfelde,

Sohn Friedrich-Wilhelms, als geschäftsführender

Gesellschafter gelenkt. Dieser brachte das Unternehmen

in die Medien, unter anderem als Ausstatter der US-amerikanischen

Erfolgsserie „Denver Clan“ sowie der RTL-

Sendung „Traumhochzeit“. Mittlerweile lassen sich zahlreiche

Künstler, wie Peter Maffay und die Mitglieder der

Berliner Philharmoniker, von dem Traditionsunternehmen

aus Northeim ausstatten: Egal ob Smoking, Frack,

Cut oder Longsakko, inklusive den passenden Hosen,

Westen und Hemden sowie Schleife und Zylinder. Mit

den vier Modelinien Classic, Tziacco, Prestige und After

Six bedient das Unternehmen dabei die verschiedensten

Ansprüche der Kunden: von klassisch über modern bis

sportlich. Neben den festlichen Produktlinien hat Wilvorst

seit 2011 für den Bereich der Tagesbekleidung die

Marken Atelier torino und Corpus line by Wilvorst in das

Portfolio integriert.

Mehrheitlich gehört Wilvorst seit 1993 zur Brinkmann-Gruppe

aus Herford, zu deren Markenportfolio

auch Bugatti und Eduard Dressler zählen. Dr. Karl-Wilhelm

Vordemfelde hat Wilvorst zu einem international

agierenden Unternehmen weiterentwickelt, das weltweit

einkauft, produziert und auch verkauft. So gibt es neben

der Produktionsstätte in Northeim, zwei weitere in Rumänien

und Tschechien. Zudem sind die Designer des Hauses

weltweit unterwegs, um mit neuen Ideen und Trends

anschließend nach Northeim heimzukehren.

Auch gegen die Konkurrenz aus Mailand und Paris

besteht das Unternehmen, hat es sich doch mittlerweile

zum Marktführer für festliche Herrenbekleidung entwickelt.

Von Service und Qualität sind nicht zuletzt die

Händler überzeugt. Sie haben Wilvorst bereits viermal

mit dem „Bridal Star Award“ geehrt, der jedes Jahr im

Rahmen der Modemesse „Modatex“ vergeben wird und

die beste Kollektion für den Bräutigam auszeichnet.

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englisch - Dozent?

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Sie sprechen fließend Englisch? Sie arbeiten gern mit Kindern?

Sie wollen eine nachhaltige eigene Existenz aufbauen?

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Thorsten Cordes

Wirtschaftsprüfer / StB

Was Wir ihnen bieten

• Die Franchise-Lizenz wird Ihnen übereignet.

• Sie werden umfassend in Unterrichtsmethodik und Marketing ausgebildet.

• Sie erhalten Ihr umfangreiches Franchise-Handbuch mit vielen wertvollen Tipps und Vorlagen.

• Ein umfassender Teacher‘s Guide mit vorbereiteten Unterrichtsstunden steht Ihnen zur vollen Nutzung zur Verfügung.

• Sie erhalten Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln und der Erstellung eines Businessplans.

• Wir garantieren die ständige persönliche Betreuung und Unterstützung bei allen Fragen rund um Ihre Arbeit.

Den Esel weitertreiben

Unser letztes Regional-Portrait widmet sich dem Landkreis

Osterode am Harz und seinem Wohin.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ihr Profil

• Ihre Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind ausgezeichnet. Sie haben Freude am spielerischen Vermitteln der englischen Sprache.

• Sie verstehen es, Kunden zu begeistern und mit Menschen umzugehen. Ein ausgeprägtes Organisationstalent und der Wille zum Erfolg zeichnen Sie aus.

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BeiM MortiMer

engLish CLUB!

das Wahrzeichen der Stadt Osterode ist der Eselstreiber, denn von

hier starteten die Esel-Treks zur Versorgung der Bergbaubetriebe.

Auch, wenn der Bergbau nicht mehr ist, die hohe Industriedichte,

die ihn damals begleitet hat, stellt immer noch den wirtschaftlichen

Schwerpunkt des Landkreises dar. So rühmt sich Osterode

am Harz auch vieler „Hidden Champions“. Dennoch steht Osterode

vor großen Herausforderungen, die bewältigt werden wollen: Tourismuswiederbelebung,

Fachkräftegewinnung, „Verjüngung“ der

Bevölkerung. Daher stehen die Zeichen auch auf „Hochzeit“ – mit

Northeim und Göttingen. Ein besonderes Augenmerk richten wir

in unserem Spezial auf den Aspekt des Tourismus: Erst seit kurzer

Zeit gibt es eine gemeinsame Dachmarke, unter der sich alle vier

Harz-Landkreise aus drei Bundesländern zusammengeschlossen

haben. Ein sinnvoller Schritt, der allen nützt.

Dipl.-Kffr.

Claudia Will

Steuerberaterin

Dipl.-Kfm.

Wolfgang Korm

Wirtschaftsprüfer / StB

Thorsten Cordes & Partner

Am Röddenberg 11

37520 Osterode am Harz

Tel. 0 55 22 / 9 03 10

Fax 0 55 22 / 90 31 31

* Fachberater für Sanierung und

Insolvenzverwaltung (DStV e. V.)

Unser Leistungsspektrum

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· Unternehmensbewertungen

· Existenzgründungsberatungen und

Gründungskonzeptionen

· Verschmelzungen und Umstrukturierungen

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· Investitionsberatungen

· Finanzierungs- & Organisationsberatung

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· Buchführung nach §§ 238 ff HGB

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Prüfungsleistungen

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· Controlling / Externe Revision

· Eigenkapitalwerthaltigkeitsprüfungen

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· Überschuldungsprüfungen § 19 InsO

· Grüne Punkt-Prüfungen

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· Sonstige Prüfungen

Jahresabschluss

· Jahresabschlüsse (nach HGB oder IFRS) inkl.

umfassendem Erläuterungsbericht und

Plausibilitätsprüfung

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Erläuterungsteil) mit Plausibilitätsprüfung

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Erläuterungsteil und Plausibilitätsprüfung

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Lohn und Gehalt

· Lohn- und Gehaltsabrechnungen

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Unsere KUrse:

Fit For english

Speziell für Schüler ab Klasse 5 sind unsere Fit for English

Materialien darauf ausgelegt, Grundkenntnisse im

Englischen zu erarbeiten, auszubauen, Lernlücken zu

füllen und ganz entspannt an das freie Sprechen und

das Verstehen der englischen Sprache heranzuführen.

Die Fit for English Kurse sind unterteilt in Forder- und

Förderunterricht, sowie Nachhilfe. Vorbereitende Fit

for English Kurse (Schwerpunkt: Grammatik der 5.

Klassenstufe) sind sinnvoll ab Klasse 4.

ENGLiSh For You

Frischen Sie ihr altes Schulenglisch auf oder lernen Sie

die englische Sprache neu von Anfang an. Der Fokus

unserer Kurse liegt vor allem auf dem freien Sprechen

und Verstehen. Für Senioren bieten wir Kurse

mit langsamer Progression an. Allgemein sind für die

Erwachsenen-Kurse keine Vorkenntnisse erforderlich.

Sie können je nach ihrem bisherigen Kenntnisstand

direkt in Anfänger-, Mittelstufen- oder Fortgeschrittenen-Kurse

einsteigen.

Fit For BuSiNESS

Mit Mortimer können Sie auch ihre beruflichen Perspektiven

ausbauen. Englisch ist in der heutigen Zeit

nicht mehr “nur” Weltsprache, sondern vor allem auch

Geschäfts- und Verhandlungssprache. Mit unseren

brandneuen Materialien lernen Sie, was Sie benötigen,

um sich in der englischsprachigen Geschäftswelt zu

bewähren.

Kontakt:

MortiMEr ENGLiSh CLuB

Axel Kinne, Systemzentrale Mitte

Stieglitzweg 7, 37431 Bad Lauterberg

tel. 0 55 24/99 93 77

info@mortimer-mitte.de

www.mortimer-english.de

Sven Grünewald

Chefredaktion

Inhalt

XIII „Wir sichern Ihr Lebenswerk“ Unternehmensnachfolge und mehr

bei der Sparkasse Osterode am Harz.

XV Schwere Entscheidung Der Volksbank Innovationspreis wurde

erneut verliehen. Das Rennen war knapp.

XVI Die Global Player Die international tätigen Unternehmen im

Landkreis Osterode am Harz im Überblick.

XXII Viele Höhen, viele Tiefen Der Landkreis Osterode muss sich

gegen den Abwärtstrend stemmen: Abwanderung, Überalterung, sich

verschlechternde Infrastruktur. Dabei glänzt der Landkreis mit Wellnesstourismus

und einem hohen Industriebesatz.

XXXVIII Drei Länder unter einem Dach Die Tourismusförderung im

Harz ist jetzt eine Dreiländer-Angelegenheit.

XXXXI Von Eisenstein zu Kunststoffen Die Gebietskörperschaft

Lerbach im Portrait.

XXXXII Eine Idee wie ein guter Wein Der Weinkontor Osterode

engagiert sich in der Sportförderung.

Impressum. Herausgeber Polygo Verlag GmbH, Lotzestraße 29, 37083 Göttingen, Telefon: 0551-

50 75 10, Fax 0551-50 75 1-50 Chefredaktion Sven Grünewald Redaktion Annegret Adam, Franziska

Fischer, Volker Schönfeldt Fotografie Marco Bühl, Sparkasse Osterode am Harz, Unique

Lights, Museumsverbund Südniedersachsen e.V., Pädagogium Bad Sachsa, Seyer, Dietrich Kühne,

Wistoba Pinselfabrik Wilhelm Stollberg GmbH & Co. KG, Ehrhardt & Rettke, Wolfgang Böttner,

Peter Hamel, Harzer Tourismusverband e.V., Stadt Osterode am Harz, EXIDE, Frötek, Harz Guss,

KKT Holding GmbH, Kodak GmbH, Pema, Piller, Alpha Ventus, VDW, Thermo Scientifics, Zuelch,

Mortimer English Club Anzeigen John D. Swenson, Leitung (swenson@regjo.de), Dennis Aschoff,

Jörn Jacobsen, Viktoria Siegfried, Tim Mittelstaedt Geschäftsführung Thomas Wirth (wirth@regjo.de)

Art Direktion Ines Erdmann Layout Eva-Katarina Griesheimer, Viktoria Siegfried

RegJo bei Facebook: www.facebook.com/Suedniedersachsen


Kodak Trillian Druckplatte

Gut für Ihr Geschäft, noch besser für unseren Planeten.

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Außergewöhnlich produktiv

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Hergestellt in Osterode

Die Kodak Trillian SP Thermoplatte

mit ihrer innovativen Schicht bietet

einen maximalen Durchsatz in der

Druckformherstellung bei reduziertem

Chemikalienverbrauch.

Diese überaus stabile, chemikalienbeständige

Offsetdruckplatte

ist die richtige Wahl für den hochqualitativen

Druck – und das bei

reduzierten Umweltbelastungen

sowie Kosten.

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setzt weltweit Maßstäbe in der

grafischen Industrie. Produziert

wird die Kodak Trillian SP Platte

in einem der modernsten Druckplattenwerke

der Welt:

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Synofzik

Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Tätigkeitsschwerpunkte:

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Rechtsanwaltskanzlei Synofzik

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„Zukunft mit Herkunft“

Unsere moderne Wirtschaftsstruktur ist breitgefächert

und innovativ und blickt auf eine

lange bergbau- und industriehistorische Tradition

zurück. Zukunftsorientierte Arbeitsplätze

und hohe Ausbildungsbereitschaft verbunden

mit modernsten Bildungseinrichtungen schaffen

das Fundament für qualifizierte und motivierte

Arbeitnehmer. Bildung und erfolgreiches

Unternehmertum gehören zu den wichtigsten

Standortfaktoren im Landkreis Osterode am Harz! Das bestätigen

auch unsere Unternehmer, wenn man sie fragt, was für den Landkreis

als Wirtschaftsstandort spricht: Für die einen sind es die qualifizierten

Arbeitskräfte, wozu sicher auch die Universität Göttingen

und die Technische Universität Clausthal, die vor unserer Tür

liegen, beitragen, sowie die hervorragend ausgestatteten Berufsschulen.

Für die anderen ist es Lebensqualität, da für die Familien

der Mitarbeiter Freizeit, Schulen und Umgebung genauso wichtig

sind. Der Landkreis Osterode am Harz bietet auf der Sonnenseite

des Harzes reizvolle Landschaften sowie kulturelle und sportliche

Angebote für jeden Geschmack und jedes Alter.

Osterode am Harz, im Dezember 2012

Klaus Liebing

Stellvertretender Landrat

„Den Wandel wollen“

Unser Landkreis weist vielfältige Qualitäten auf.

Die atemberaubende Schönheit vieler Landschaftsteile

gehört dazu, die Oberharzer Wasserwirtschaft

als spektakuläres Welt-Kulturerbe,

die modernen Sport- und Freizeitmöglichkeiten.

Unser Landkreis zeichnet sich durch hohe

Wertschöpfung seiner Industriebeschäftigten

und Erfolge international tätiger Unternehmen

aus. Wir haben Gründe genug, stolz zu sein. Stolz

auf das, was wir tun, und das, was wir können.

Doch die Heimatliebe muss um Weltoffenheit ergänzt werden. Wer

die Zukunftschancen der Bevölkerung verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit

der Unternehmen fördern will, muss sich mit der

Strategie befassen, wie die künftige kommunalpolitische Struktur

aussehen soll. Wir haben diese Fragen kritisch geprüft. Jetzt sind

die Weichen gestellt – wir sind auf dem Weg in eine Fusion mit den

Landkreisen Northeim und Göttingen. Die in Osterode, Herzberg,

Bad Grund, Bad Sachsa, Hattorf, Bad Lauterberg und Walkenried

lebenden Menschen werden sich mit ihrer Kreativität, ihrem Mut,

ihrer Zuversicht und ihren Kompetenzen in den neuen „großen“

Landkreis einbringen. Damit unsere Zukunft und die unserer Kinder

gut werden. Dazu brauchen wir den Wandel.

Osterode am Harz, im Dezember 2012

© Kodak 2012. Kodak und Trillian sind Marken von Kodak.

Es ist Zeit für Sie UND Kodak

Gero Geißlreiter

Erster Kreisrat


VI mAGAzIN OSTERODE AM HARZ SPEZIAL REGJO SÜDnIEDERSACHSEn REGJO SÜDnIEDERSACHSEn OSTERODE AM HARZ SPEZIAL mAGAzIN VII

H a n D W E R K

B A U E n

E r n E U E R B A R E E n E R G I E n

P E R S O n A L D I E n S T L E I S T E R

Neuer Anstrich

Hoch hinaus mit Beton, Stahl & Holz

Wärme aus dem heimischen Wald

Mittendrin

Seit 1917 fertigt Wistoba Produkte für

den Maler- und Lackiererbedarf.

Die Ingenieure Ehrhardt & Rettke erstellen Tragwerksplanungen für Bauvorhaben jeglicher

Größenordnung und haben seit 1972 zahlreiche Projekte in der Region realisiert.

Eine Unternehmenstochter der Harz Energie GmbH & Co. KG produziert umweltschonende

Holzpellets für Haushalte, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen.

Kurt Zeitarbeit feiert Jubiläum und stärkt

den Standort in Osterode am Harz.

Das Erscheinungsbild der Wistoba Pinselfabrik

Wilhelm Stollberg GmbH & Co. KG

hat sich zwar verändert, seiner Geschäftsphilosophie

ist das Unternehmen aber nach

wie vor treu geblieben: „Qualität ist, wenn

der Kunde zurückkommt – und nicht das

Produkt“, das wusste bereits Wilhelm Stollberg,

als er das Unternehmen 1917 im Bad

Lauterberger Ortsteil Barbis am Harz gründete.

2009 entwickelte Wistoba, heute von

Thorsten W. und Arndt-Wilhelm Stollberg

geführt, in Zusammenarbeit mit der Heine

Warnecke Design GmbH aus Hannover ein

neues Corporate Design. Umgesetzt wurde

dieses auch im Wistoba-Produktkatalog,

welcher sogar mit dem European Design

Award in Bronze sowie dem Red Dot Design

Award ausgezeichnet wurde.

Die Wistoba Pinselfabrik fertigt Malerpinsel

und -zubehör für Lacke und Farben,

sowohl für den Großhandel als auch für

Großkunden und Kollegenfirmen. Bei der

Produktion kommen neben den erfahrenen

Händen passionierter und langjähriger Mitarbeiter

auch selbst entwickelte Fertigungsautomaten

zum Einsatz.

VS

Der Neubau des Osteroder Kreishauses

verbindet Architektur und Funktion zwischen

Alt- und Neubau. Das 2003 bis 2004

errichtete Gebäude zählt zu den realisierten

Objekten des Ingenieurbüros Ehrhardt

& Rettke. Von der Planung bis zur Umsetzung

erarbeitet das Büro Lösungen, die

wirtschaftliche und konstruktive Ansprüche

berücksichtigen. Das Team besteht derzeit

aus drei Bau-Ingenieuren, zwei Technikern

sowie weiteren freien Mitarbeitern.

Dadurch ist das Unternehmen in der Lage,

auch größere Bauvorhaben kurzfristig

abzuwickeln.

Gegründet wurde das Büro 1972 in

Wulften am Harz durch den Ingenieur

Günther Ehrhardt, erweitert wurde dieses

1990 durch seinen Berufskollegen Wilfried

Rettke und einem zweiten Standort in

Osterode am Harz. Ein weiterer Standort in

Göttingen ist vorgesehen. Zu den Leistungen

von Ehrhardt & Rettke gehören neben

der Beratung der Architekten und Bauherren

auch die Erstellung wirtschaftlicher

und statischer Berechnungen für Objekte

des Hoch- und Tiefbaus sowie des Fertigteilbaus.

Ebenso im Leistungsportfolio des

Büros: die Anfertigung der Schal- und

Bewehrungspläne für Stahlbeton sowie

Konstruktionspläne für Stahl- und Holzbauobjekte.

Auch auf Altbausanierungen

und Umbauten, besonders in Verbindung

mit dem Denkmalschutz, ist das Ingenieurbüro

spezialisiert. Zudem ist Ralph Ehrhardt

als zertifizierter Energieberater tätig.

Ehrhardt & Rettke hat für viele größere

Bauvorhaben der letzten Jahrzehnte

im Kreis Osterode und der Region die Tragwerksplanung

erstellt. Dazu zählen öffentliche

und private Bauten wie Rathäuser,

Schulen, Kindergärten, Sparkassen, Altenheime,

Kaufhäuser sowie Industriegebäude

und Stahlhallen der Firmen Exide, Kappa,

Obermann. Zu den Umbauten historischer

Gebäude gehören zum Beispiel das Hotel

Schere in Northeim und die Buchhandlung

Thalia in Göttingen. Derzeit führt das Büro

die Tragwerksplanung für mehrere historische

Gebäude in der Göttinger Innenstadt,

den Neubau eines Ärztehauses in Göttingen

und den Neubau von Altenheimen an

verschiedenen Standorten aus.

VS

Rohstoffe aus heimischen Wäldern verarbeitet

die Pelletieranlage in Langelsheim

zu kleinen Holzpresslingen. Sie sorgen in

immer mehr Heizungen der Region für

wohlige Wärme – umweltschonend und

klimafreundlich. „Weil bei der Verbrennung

nur so viel Kohlendioxid entsteht,

wie der Baum bei seinem Wachstum aufgenommen

hat, ist das Verfahren kohlendioxidneutral“,

erläutert Artur Schiller von

der Harz Energie. Er verantwortet bei dem

regionalen Energiedienstleister die Beratung

zu den zylinderförmigen Stäbchen, die

in 15-Kilo-Säcken angeliefert oder in Langelsheim

im Werksverkauf abgeholt werden

können.

Wer nicht selbst Hand anlegen will,

kann sich den Jahresbedarf aber auch

lose aus dem Silo-Tankwagen in den Keller

„einblasen“ lassen. Auch dabei kommt

der Kunde preiswert weg, denn die reinen

Energiekosten für Pelletheizungen sind

günstiger als bei fossilen Brennstoffen.

Zum Einsatz kommen Pelletheizungen

in Wohnhäusern, Gewerbeobjekten

und öffentlichen Einrichtungen insbesondere

als Alternative zu einer Ölheizung.

Auch die Landwirtschaft setzt auf Pellets,

wie Landwirt Olaf Fulst aus Vienenburg

demonstriert. Mit der Wärme aus dem

Wald heizt der 49-Jährige seinen rund 300

Säuen kräftig ein, die es ihm mit bis zu

8.000 Ferkeln im Jahr danken. Und weil

er „rundum zufrieden“ mit dem umweltfreundlichen

Brennstoff ist, will Fulst

künftig auch sein Privathaus an die Pelletheizung

anschließen.

Dabei achtet er auch auf die Qualität

der Pellets. Qualitäts-Presslinge zeichnen

sich durch einen hohen Heizwert aus und

zerkrümmeln nicht so schnell. Diese Kriterien

erfüllen die Pellets aus Langelsheim

in vollem Umfang, was auch ein DIN-plus-

Zertifikat nach der EU-Norm belegt.

Die Pelletieranlage in Langelsheim

wird von der RIO Holzenergie GmbH & Co.

KG betrieben. An dem Unternehmen sind

Harz Energie, die Stadtwerke Mainz und

die juwi Holding AG beteiligt. 60.000 Tonnen

Pellets produziert die Anlage jährlich.

Das schafft Arbeitsplätze in Industrie, Handel

und Forstwirtschaft in der Region. VS

Vor 20 Jahren in Hannover gegründet, ist

die Kurt Zeitarbeit GmbH seit nunmehr elf

Jahren unter anderem auch in Osterode am

Harz vertreten. „Zentral positioniert in der

Mitte Deutschlands können wir damit in

alle Richtungen blicken“, erklärt Geschäftsführerin

Ulla Schumann. Von Osterode am

Harz aus betreut Kurt Zeitarbeit auch die

Niederlassungen in Kassel, Braunschweig,

Cottbus und Dresden. 2012 ist das Unternehmen

in ein eigenes Gebäude umgezogen

und seitdem in der Seesener Straße zu

finden.

Deutschlandweit ist Kurt Zeitarbeit an

zwölf Standorten vertreten und beschäftigt

rund 1.500 Mitarbeiter, davon 180 Fachkräfte

in Osterode am Harz. Schwerpunktbranchen

bilden die Industrie, das Handwerk

und der kaufmännische Bereich. Etwa

70 Prozent der Mitarbeiter werden dabei im

Industriezweig eingesetzt. Das Leistungsspektrum

des Unternehmens umfasst aber

nicht nur die klassische Personalvermittlung,

sondern ebenso die Personalberatung,

die Übernahme von ganzen Abteilungen

sowie das Interimsmanagement.

AA

Den aktuellen Produktkatalog finden Sie unter

www.wistoba.de

Mehr über das Leistungsportfolio und die Arbeit des Ingenieurbüros Ehrhardt & Rettke erfahren

Sie unter www.ehrhardt-rettke.de

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.harzenergie.de oder persönlich von den

Energieberatern der Harz Energie unter 05522/503-8330

Mehr über Kurt Zeitarbeit unter

www.kurt-zeitarbeit.de

Bilder: Wistoba Pinselfabrik Wilhelm Stollberg GmbH & Co. KG, Ehrhardt & Rettke

Bilder: Dietrich Kühne (2)


REGJO SÜDnIEDERSACHSEn OSTERODE AM HARZ SPEZIAL mAGAzIN IX

B I L D U n g

M A S C H I n e n B A U

re (engl.):

wieder..., neu ...

to imagine sth. (engl.):

sich etwas vorstellen,

sich etwas denken,

etwas glauben

Lernen am Südharz

Als Internatsgymnasium legt das Pädagogium Bad Sachsa Wert auf ein ausgewogenes

Ganztagsschulkonzept sowie kreativen und sportlichen Ausgleich für die Schüler.

Verbindungen

Seyer Elektromaschinenbau kooperiert

mit den Großen der Mobilitätsbranche.

Lesetipp:

Tom Peters

re-imagine!

Bereits seit 1890 gehen junge Menschen am

Stadtrand von Bad Sachsa zur Schule. Das

Pädagogium war dabei zunächst ein reines

Jungen-Internat, doch schon gut 30 Jahre

später wurde die Koedukation eingeführt.

Heute wird die Schule von einer Stiftung

getragen, die die letzten privaten Besitzer

ins Leben gerufen haben.

Hinter den alten Mauern des geschlossenen

Ensembles verbirgt sich ein modernes

Gymnasium für den Südharz mit Platz

für bis zu 45 Internatsschüler. Insgesamt

besuchen etwa 400 Schüler die Schule in

privater Trägerschaft, die sich durch ihre

familiäre Atmosphäre auszeichnet. Diese

entsteht durch den engen Kontakt von

Schülern, Lehrern und Eltern und wird

gefördert durch ein ausgewogenes Ganztagsschulkonzept.

Das Tagesinternat verbindet

das Lernen im Internat mit dem

Wohnen zuhause. Für das leibliche Wohl

sorgt die eigene Küche mit frisch zubereiteten

Gerichten aus regionalen Zutaten.

In den Klassen fünf bis zehn findet

keine Schwerpunktbildung statt. Dafür

werden in der Oberstufe – unabhängig von

der Schülerzahl – drei Profile angeboten:

sprachlich, mathematisch-naturwissenschaftlich

und gesellschaftswissenschaftlich.

Hier wirkt sich die private Trägerschaft

aus, die von den Mindestzahlen je Profil

entbindet.

Um möglichst vielen Jugendlichen den

Weg zum Abitur zu ermöglichen, stehen

Lehrer und Schüler in einem engen Dialog,

um Verständnislücken oder Lerndefizite

schnell auszugleichen. Genauso werden leistungsstarke

Schüler stärker gefordert und

damit in ihrer Entwicklung unterstützt.

Viel Wert wird auch auf kreativen

und sportlichen Ausgleich gelegt. 20 Prozent

der Schüler beteiligen sich an musikalischen

Arbeitsgemeinschaften und die

Bigband ist mittlerweile in weiten Teilen

Südniedersachsens bekannt. Im sportlichen

Bereich wird die Lage am Harzrand

häufig für Lauf- und Wintersport genutzt,

aber auch die Judoka sind fester Bestandteil

des Freizeitangebots. Naturwissenschaftliche

Themen wie die Mathematik- oder Biologieolympiade

sprechen wiederum andere

Gruppen an.

VS

Mit rund 30 Mitarbeitern ist es der Seyer

Elektromaschinenbau GmbH gelungen,

über die Jahre zahlreiche Kooperationen

zu großen Firmen der Mobilitätsbranche

aufzubauen. Das Unternehmen mit Sitz

in Osterode am Harz ist spezialisiert auf

Antriebs- und Verbindungstechnik und fertigt

unter anderem Hydrauliksysteme für

hochfeste Nietverbindungen. Die Hydrauliksysteme

wurden zunächst für den Flugzeugbau

entwickelt und kamen dann auch

beim Bau des ICE, bei großen LKW-Aufbauten

und Windkraftanlagen zum Einsatz.

Heute beliefert Seyer Wirtschaftsgrößen

wie Airbus, Bombardier, Mercedes-Benz,

Volvo und die Deutsche Bahn AG.

Das 1949 gegründete Unternehmen

begann mit der Ankerwickelei und dem

Reparieren von elektrischen Maschinen.

Heute umfasst das Leistungsspektrum unter

anderem Maschinendiagnose und Industriemontagen.

Zudem verfügt Seyer über

eine Zulassung für die Instandsetzung von

explosionsgeschützten Antrieben. Daneben

fertigt Seyer auch Sondermaschinen nach

Kundenvorgaben.

VS

Unter www.internats-gymnasium.de finden Sie weitere Informationen zum Pädagogium Bad

Sachsa. Anfragen können an kontakt@internats-gymnasium.de gestellt werden.

Ausführliche Informationen zum Unternehmen

unter www.seyer-gmbh.de

Bilder: Pädagogium Bad Sachsa, Seyer


REGJO SÜDnIEDERSACHSEn OSTERODE AM HARZ SPEZIAL mAGAzIN XI

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Kindlichen Forscherdrang nutzen, zielgerichtetes Arbeiten entwickeln – das verstehen wir unter Bildung mit Perspektive!

Pädagogium Bad Sachsa • Staatlich anerkanntes Gymnasium mit Internat

Ostertal 1-5 • 37441 Bad Sachsa • Tel. 0 55 23 / 30 01-0 • Fax 0 55 23 / 30 01-44 • kontakt@internats-gymnasium.de

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LED aus dem Harz

Unique Lights produziert und entwickelt

LED-Lichtsysteme in Bad Lauterberg.

Die Unique Lights CEE GmbH, eine Produktions-,

Marketing- und Vertriebsorganisation

für LED Beleuchtungen, richtet sich

gezielt an Unternehmen und Institutionen

und hilft diesen, vorhandene konventionelle

Beleuchtungssysteme durch moderne LED-

Lichttechnik zu ersetzen. Dabei können die

Berater von Unique Lights errechnen, wie

schnell sich die Investition in die Technik

allein durch die Stromersparnis amortisiert.

Zudem entwickelt Unique Lights gemeinsam

mit ihren deutschen Zulieferern ein

Baukastensystem für LED-Beleuchtung. Im

Industriegebiet Bad Lauterberg-Barbis produziert

sie aus diesen Komponenten kundenspezifische

Lichtlösungen.

Das in Wien gegründete Unternehmen

verfügt seit 2010 über einen Standort am

Harz. Auf rund 2.000 Quadratmetern befinden

sich dort Büro, Lager und Produktionsfläche.

Zum Kundenkreis der Unique Lights

zählen neben Kunden in Österreich und der

Schweiz auch die Klinik Muschinsky und

das Kneipphotel Brohm in Bad Lauterberg

sowie GGP Peters Schaltungen in Osterode

am Harz.

VS

Mehr über die Unique Lights CEE GmbH unter

www.uniquelights.at

Congratulations

Der Mortimer English Club in Bad Lauterberg

feiert 10-jähriges Bestehen.

Der Mortimer English Club unter der Leitung

von Axel Kinne hat in diesem Jahr

sein 10-jähriges Bestehen gefeiert. Unter

anderem ging es ins Kino nach Herzberg,

in dem der Film „Mama Mia“ in englischem

Originalton gezeigt wurde. Knapp

70 Kinder und Erwachsene waren zur Vorstellung

gekommen. In der Jubiläumswoche

beteiligten sich zudem Kinder im Alter

von vier bis zwölf Jahren beim Pizzabacken

und Basteln von Windrädern. Dabei unterhielten

sich alle natürlich nur auf Englisch.

Ein weiteres Highlight bildete die Sommerferienfreizeit

in Tettenborn, wo mehr als 20

Schüler aus Bad Lauterberg, Rinteln und

Sulingen zusammenkamen. Im Dezember

waren dann Weihnachtssingen, Kekse backen

und eine Whiskyverkostung angesagt.

Die Sprachschule bietet Kurse für Kinder,

Jugendliche, Erwachsene, aber auch

Firmen an. Ausgerichtet werden die Kurse

je nach Bedarf im gesamten Landkreis

Osterode und den angrenzenden Landkreisen.

Inhouse-Kurse gehören ebenso zum

Leistungsportfolio wie Übersetzungen und

Nachhilfe bis zum Abitur.

VS

Weitere Informationen gibt es unter

05524-999377 und www.mortimer-mitte.de

Das Museum im Ritterhaus der Stadt

Osterode am Harz eröffnet Einblicke in

die regionale Harzer Kultur. Nicht nur

eine umfangreiche geologische sowie

ur- und frühgeschichtliche Sammlung

mit einem 30.000 Jahre alten Mammutstoßzahn

und dem Schädel eines

Wollnashorns gilt es zu entdecken,

sondern auch den gotischen Bildschnitzer

Tilman Riemenschneider, der

in Osterode am Harz aufwuchs, sowie

regionale Trachten und Details zu

frühen Industrialisierungsprozessen. Im

idyllischen Innenhof können Besucher

entspannen. Hier finden mehrmals im

Jahr Feste, Märkte und Trauungen

statt. In der historischen Speicherdiele

des 350 Jahre alten Fachwerkgebäudes

werden Kunstausstellungen

gezeigt und Konzerte veranstaltet.

Hoch über der Stadt Herzberg erhebt

sich das Welfenschloss aus dem 16.

Jahrhundert. Hier befindet sich das

Museum Schloss Herzberg. Besucher

erfahren Aspekte zur Schloss- und

Herrschaftsgeschichte der Welfen in

Herzberg. Bereits im 18. Jahrhundert

als Residenz aufgegeben, erzählt das

Schloss mit seinen Räumen und der

Baugeschichte von der Vergangenheit

– Kinder können sich hier als Ritter und

Burgfräulein fühlen. Ebenfalls Teil der

Landesgeschichte ist die Herzberger

Gewehrmanufaktur, die mit besonderen

Objekten im Museum vertreten ist. An

den Orgelbau der Werkstadt Johann

Andreas Engelhardt wird im Museum,

auch mit regelmäßigen Konzerten auf

einem seiner Instrumente, erinnert.

Neu restaurierte Schlossräume bilden

ein stimmungsvolles Ambiente für

Sonderausstellungen.

Museum im Ritterhaus Osterode

Öffnungszeiten: Di bis Fr 10.00 bis 13.00 Uhr sowie

Di bis So 14.00 bis 17.00 Uhr

www.museum.osterode.de

Museum Schloss Herzberg

Öffnungszeiten (01.11. bis 31.03.): Di bis Fr 11.00 bis

13.00 Uhr und 14.00 bis 16.00 Uhr, Sa und So 11.00

bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr, im Sommerhalbjahr

verlängerte Öffnungszeiten

www.museum-schloss-herzberg.de

* Fachberater für Heilberufe (IFU/ISM gGmbH), Fachberater für Unternehmensnachfolge (DStV e.V.)







Bilder: Unique Lights, Museumsverbund Südniedersachsen e.V.


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Nicht nur bei der Unternehmensnachfolge heißt es für das Team der Firmenkundenbetreuung bei der Sparkasse

Osterode am Harz, Hilfestellung zu leisten und Verantwortung zu übernehmen.

Text: Volker Schönfeldt Fotografie: Sparkasse Osterode am Harz

Als größter Finanzdienstleister im Landkreis Osterode versteht

sich die Sparkasse als Partner für Firmen- und Gewerbekunden,

die durch ihre Standortwahl und ihre Investitions-

bzw. Innovationsvorhaben einen wichtigen Beitrag zur

Förderung der regionalen Wirtschaft leisten.

Sämtliche Kundenbetreuer kommen aus Südniedersachsen

– sie kennen das Geschäftsgebiet und die Menschen,

die darin leben. Hohe Kontinuität der handelnden

Personen zeichnet das Team der Firmenkundenbetreuung

genauso aus, wie die regelmäßigen Besuche der Geschäftspartner

vor Ort.

„Wir verstehen uns als kompetente Ansprechpartner

in allen Lebensphasen, sowohl in geschäftlichen als auch

in privaten Angelegenheiten. Unser Augenmerk liegt auf

der Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse, was

durch einen ganzheitlichen Betreuungsansatz sichergestellt

wird. Bei der Beratung wollen wir den „Mehrwert“ Sparkasse

erlebbar machen“, so Marco Gömann, Bereichsdirektor

Firmenkunden der Sparkasse. Dazu gehört neben einer

intensiven Zusammenarbeit innerhalb des Verbundes der

Sparkassen-Finanzgruppe der hohe betriebswirtschaftliche

Sachverstand und entsprechendes Branchenwissen der Mitarbeiter

des eigens dafür ausgebildeten Kompetenzteams.

Gemeinsam mit den Verbundpartnern, der Versicherungsgruppe

Hannover, der LBS-Nord, der DekaBank Frankfurt,

der Norddeutschen Landesbank und der Deutschen Leasing

bietet die Sparkasse Osterode am Harz ein breites Spektrum

an Finanzdienstleistungen, das sich auch auf die Bereiche

Versicherungen, Bausparen, Eigenheimfinanzierungen,

Börsentransaktionen, öffentliche Fördermitteln und Investitionskredite

erstreckt, um nur einiges zu nennen.

Der Landkreis Osterode zählt zu den Regionen, die

im besonderen Maße von der demografischen Entwicklung

der Zukunft betroffen sind. Dieser Trend zeigt sich

auch bei den Gewerbetreibenden. Umso wichtiger ist es für

die Sparkasse, Kunden bei der Unternehmensübergabe zu

begleiten. Als Netzwerkpartner in der Unternehmensbörse

„nexxt-change“, die auf Initiative der KfW-Bankengruppe

und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie,

des Deutschen Industrie- und Handelskammertages,

des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, des Bundesverbandes

der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

und des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands

in Zusammenarbeit mit den Partnern der Aktion „nexxt“

gegründet wurde, steht sie ihren Kunden bei der Veröffentlichung

von Inseraten und bei Kontaktvermittlungen ebenfalls

zur Seite. Unternehmensgründer begleitet das Institut

in allen Belangen des Starts in die Selbständigkeit. Dazu

zählt auch ein kritischer betriebswirtschaftlicher Blick auf

wichtige Details der Betriebsübernahme oder -gründung.

„Unsere aktive Begleitung endet dabei nicht am ersten

Geschäftstag, wir pflegen auch danach einen engen Kontakt

und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung“, versichert

Firmenkundenchef Marco Gömann.


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Preisträger, Organisatoren und Sponsoren zusammen mit dem Schirmherr des Volksbank Innovationspreises 2012,

SPD-Parteivorsitzender Sigmar Gabriel, im Kuppelsaal der Aula der TU Clausthal.

Schwere Entscheidung

REGJO SÜDnIEDERSACHSEn OSTERODE AM HARZ SPEZIAL wIRTSCHAFT XV

Anfang Dezember wurde der Volksbank Innovationspreis zum insgesamt fünften Mal verliehen. Besonderer

Ehrengast in der Aula der TU Clausthal: der Schirmherr des Innovationspreises 2012 Sigmar Gabriel.

Text: Sven Grünewald Fotografie: Wolfgang Böttner

Leicht fiel den Juroren die Entscheidung dieses Jahr nicht.

Wie bei den vergangenen Preisverleihungen auch ging die

siebenköpfige Jury mit großem Engagement und differenziertem

Bewertungsschema an die über 20 eingereichten

Projekte heran. Neu war 2012, dass es keinen 1., 2. und

3. Platz mehr gab, sondern der Preis dreimal, in verschiedenen

Kategorien, verliehen werden sollte – Handwerk,

Dienstleistung und Industrie. Und die Qualität der Beiträge

war insgesamt sehr hoch: „Es gab so viele tolle, innovative

Ideen, dass sich jeder Antragssteller als Gewinner

fühlen kann“, betonte Jury-Mitglied Prof. Gerhard Ziegmann

in seiner Rede. Das hatte Konsequenzen, denn die

Jury konnte sich in der Kategorie Industrie nicht auf einen

Gewinner einigen. Man löste die Situation pragmatisch –

und vergab den Skulpturen-Preis gleich dreimal.

In der Kategorie „Handwerk“ wurde ausgezeichnet

die Eisenhuth GmbH & Co.KG aus Osterode am Harz für

ihre „Dichtungen für eine Membran-Elektroden-Einheit

für eine Brennstoffzelle“ – mit welchen der Handwerksbetrieb

an den Großen der Branche vorbeizog und schon bei

Volkswagen punkten konnte. In der Kategorie „Dienstleistung“

gewann das Hotel Plumbohms Bio-Suiten aus Bad

Harzburg mit seinem zeitgemäßen und frechen Hotelkonzept,

das erst seit knapp einem Jahr am Start ist, dies

aber bereits sehr erfolgreich. Zuletzt wurden in der Kategorie

„Industrie“ die drei Preise verliehen an MPM Environment

Intelligence KG aus Gittelde für „Erforschung,

Planung und Installation eines Verfahrens zum Recycling

bestückter Leiterplattenabfälle“, an die Goslarer Ulrich

Stieler Kunststoff Service e.K. für ein „Gebäudeelement,

z.B. Fensterrahmen, als vollautomatisches Entlüftungssystem

mit integrierter Wärmerückgewinnung ohne Stromzufuhr

oder Aktivitäten vom Nutzer“ und an das Zentrum

für Funktionswerkstoffe GmbH aus Clausthal-Zellerfeld für

die „Entwicklung und Herstellung von Magnesiumwerkstoffen

und ihre Verwendung als resorbierbare Implantate

in der Humanmedizin“.

Als Schirmherr der Veranstaltung konnte zum wiederholten

Male SPD-Parteivorsitzender Sigmar Gabriel

gewonnen werden. Selbiger erschien auch persönlich

im Kuppelsaal der Aula der TU Clausthal und sorgte mit

einer launigen Rede für den einen oder anderen Lacher

und betonte seine Verbundenheit mit dem Harz und seiner

alten Heimat Goslar. Natürlich hob er auch die Bedeutung

des Innovationspreises hervor: „Eine aktive Innovationspolitik,

wie die Mekom sie betreibt, brauchen wir

überall, insbesondere in den Regionen oder der „Provinz“,

wie die Berliner sagen.“ Gerade in Niedersachsen machte

Gabriel speziell einen großen Bedarf an Forschungsförderung

aus, welcher sich im bundesweiten Vergleich in

Baden-Württemberg und Bayern konzentriert. Der Innovationspreis

trägt seinen Teil dazu bei – mit einem vernetzenden

Umfeld, das zeigt, dass Spitzenleistungen auch fern

der Ballungszentren keine Seltenheit sind.


REGJO SÜDnIEDERSACHSEn OSTERODE AM HARZ SPEZIAL wIRTSCHAFT XVII

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2

Die Global Player

Der Landkreis Osterode am Harz ist Standort zahlreicher Unternehmen, die international

agieren. Eine Übersicht in alphabetischer Reihenfolge.

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6

1. Exide, Bad Lauterberg im Harz

Seit 1888 fertigt Exide Batterien für den Transportationsmarkt und den Industriebereich. Die Speicherlösungen

finden ihren Einsatz in Flurförderzeugen, Straßenfahrzeugen, Zugmaschinen sowie

anderen Elektrofahrzeugen bis hin zu Rollstühlen. Das Unternehmen besitzt Repräsentanzen in über

80 Ländern. Am Standort Bad Lauterberg arbeiten rund 800 Mitarbeiter für das Unternehmen, dessen

Stammsitz sich in Milton im US-Staat Georgia befindet.

2. Frötek Kunststofftechnik Gruppe, Osterode am Harz

Die Frötek-Kunststofftechnik GmbH hat sich auf die Produktion und Konfektionierung von Kunststoffteilen

spezialisiert und beliefert Firmen wie Volkswagen, General Motors und die Deutsche Telekom.

Zum Leistungsportfolio gehören der Spritzguss von Hochleistungsthermoplasten, das Widerstands-,

Ultraschall- und Rotationsschweißen sowie der Kleinanlagen- und Werkzeugbau. Gegründet

1985 besitzt Frötek heute Niederlassungen in Südafrika, China und den USA, hat Tochterunternehmen

in Budapest sowie Kapstadt und beschäftigt am Standort Osterode rund 200 Mitarbeiter.

3. Harz Guss Zorge GmbH, Zorge

Die Harz Guss Zorge GmbH ist seit 1870 auf die Herstellung von Eisengussteilen spezialisiert. Die rund

500 Mitarbeiter des Unternehmens produzieren jährlich bis zu 50.000 Tonnen Bauteile für die Nutzfahrzeugindustrie,

Motorenhersteller, Landwirtschaftstechnik, Kältetechnik, den Getriebebau und

den allgemeinen Maschinenbau. Zum Produktsortiment gehören Abgaskrümmer sowie Turbolader-,

Wasserpumpen-, Getriebe- und Kompressorengehäuse. Harz Guss Zorge ist unter anderem tätig für

Unternehmen in Ungarn, Finnland und Neuseeland und erzielt einen Jahresumsatz von mehr als

100 Millionen Euro.

4. Kamax Holding GmbH & Co. KG, Osterode am Harz

Als Hersteller hochfester Verbindungselemente für die Automobilindustrie unterhält die Kamax Holding

GmbH & Co. KG Standorte in Europa, Amerika sowie Asien. Gegründet 1935 in Osterode am

Harz begann das Unternehmen mit drei Mitarbeitern und ohne Eigenkapital in einer alten Fassfabrik

mit der Produktion von Schrauben für die Automobilindustrie. Heute beschäftigt Kamax weltweit

3.100 Mitarbeiter, darunter 410 am Standort Osterode am Harz, und erreicht einen Jahresumsatz

von 550 Millionen Euro.

5. KKT Frölich GmbH, Osterode am Harz

Die 1932 als kleines Familienunternehmen gegründete Ernst Frölich GmbH fertigt Kautschuk und

Kunststoffe sowie Profile, Schläuche und Platten für die verarbeitende Industrie der Bereiche Automobil,

Luftfahrt, Medizin und allgemeine Anwendungen. Zu den Abnehmern gehören neben Volkswagen

und Continental auch Ford und Airbus. Das seit 2002 unter dem Namen „KKT Frölich“ geführte

Unternehmen erzielt mit seinen 161 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 23 Millionen Euro

und ist Teil der KKT-Gruppe, welche Tochterfirmen in Deutschland, Tunesien, Rumänien und Frankreich

besitzt.

7

8


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REGJO SÜDnIEDERSACHSEn OSTERODE AM HARZ SPEZIAL wIRTSCHAFT XIX

Wir sind eine Steuerberatungsgesellschaft, die sich auch auf die Beratung der Dienstleister des Gesundheitswesens spezialisiert hat und unter anderem

folgende Leistungen erbringt:

Erstellung von Jahresabschlüssen auch nach Pflegebuchführungsverordnung SGB XI sowie die Fertigung aller Steuererklärungen • Existensgründung

• Steuerliche & betriebswirtschaftliche Aspekte im Rahmen des SGB V, GOÄ & GOZ > MVZ, Berufsausübungsgemeinschaft (fachübergreifende überörtliche)

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Wir sind eine Steuerberatungsgesellschaft, die sich auch auf die Beratung der Dienstleister des Gesundheitswesens spezialisiert hat und unter anderem

folgende Leistungen erbringt:

• Steuerliche Gestaltungsberatung • Testamentsvollstreckung • Mitwirkung an den Pflegesatzrahmenvereinbarungen nach dem SGB XI

• Unternehmensnachfolgberatungen • Finanzierungsberatung für Unternehmen • Ertrags-, schenkungs- u. erbschaftssteuerliche Gestaltung

• Steuerliche optimierte Alterversorgeplanung - Vermögensaufbau

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Die Kodak Polychrom Graphics ist Teil der Kodaks Graphic Communications Group und gehört damit zur Eastman Kodak

Company, ein weltweiter Anbieter von Innovationen für den Foto-Markt. Die Graphic Communications Group bietet

Programme für Produkte und Dienstleistungen der grafischen Kommunikation und Dokumentenerfassung, unter anderem

für Verpackungsdruckereien, Verlage sowie Datendruck-Dienstleister. Kodak besitzt Niederlassungen in Nord- und

Südamerika, Europa und Asien. Der Hauptsitz befindet sich in Rochester im US-Staat New York. Für Kodak Polychrom

Graphics arbeiten am Standort Osterode am Harz rund 500 Mitarbeiter.

7. Pema, Herzberg am Harz

Die 1976 gegründete Pema GmbH ist ein Vermieter von Nutzfahrzeugen der Marken DAF, Mercedes, MAN, Volvo und

Iveco. Das Unternehmen unterhält einen Fuhrpark mit über 16.000 Fahrzeugeinheiten und beschäftigt europaweit etwa

600 Mitarbeiter, davon rund 270 am Standort Herzberg. Neben der dort bestehenden Firmenzentrale besitzt Pema weitere

23 Niederlassungen in neun europäischen Ländern. Dazu zählen neben Deutschland die Schweiz, Slowakei, Tschechien,

Dänemark, Belgien, Polen, Rumänien und Schweden. Seit Juli 2008 ist Pema Teil der französischen Bankengruppe

Société Générale.

8. Piller, Osterode am Harz

Das Unternehmen Piller wurde 1909 durch Anton Piller gegründet und 2004 von der britischen Ingenieurgruppe Langley

Holdings PLC übernommen. Piller liefert Systemlösungen für die Energiekonditionierung zur Stromversorgung sowie

Frequenzumformung vor allem für Banken, Versicherungen, Rechenzentren, die Rundfunkübertragung, Flughäfen,

Flugsicherung, Krankenhäuser und industrielle Anwendungen. Das Unternehmen arbeitet über ein weltweites Netz von

Tochtergesellschaften mit rund 800 Mitarbeitern, davon etwa 500 in Osterode und Bilshausen, und erzielt einen Jahresumsatz

von rund 210 Millionen Euro.

9. Pleissner Guss GmbH, Herzberg am Harz

Mit rund 300 Mitarbeitern und einer jährlichen Produktion von 6.500 Tonnen ist die Pleissner Guss GmbH ein Stahlgusshersteller

für Armaturen und Pumpen. Zum Einsatz kommen die Stahlprodukte im Schienenfahrzeugbau, in Offshore-Anlagen

und der Chemie-, Öl- und Gasindustrie sowie bei der Energieerzeugung und in der Kälte- und Klimatechnik.

Der Export-Anteil des Unternehmens liegt bei über 50 Prozent. Gegründet wurde Pleissner Guss durch seinen

Namensgeber Otto Pleissner, der 1908 mit dem Bau einer Eisengießerei den Grundstein für das Unternehmen legte.


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10. Smurfit Kappa Herzberger Papierfabrik, Herzberg am Harz

Smurfit Kappa entwickelt und produziert Verpackungen aus Wellpappe, Vollpappe und Karton für den

Lebensmittelhandel sowie für Gebrauchs- und Industriegüter. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen

weltweit 41 Recyclingzentren. An 330 Standorten in 31 Ländern, darunter Lettland, Norwegen,

Argentinien und Mexiko, produziert Smurfit Kappa jährlich 9,2 Milliarden Quadratmeter Verpackungen

sowie 6,2 Millionen Tonnen Papier und Pappe. Von weltweit rund 38.000 Mitarbeitern sind etwa

600 am Standort Herzberg am Harz für Smurfit Kappa tätig.

11. Thermo Electron LED GmbH, Osterode am Harz

Die Thermo Electron LED GmbH ist Teil der Thermo Fisher Scientific Group, die mit einem Jahresumsatz

von mehr als 9 Milliarden US-Dollar ein weltweiter Anbieter von Analysegeräten, Laborausrüstungen,

Reagenzien, Software sowie Dienstleistungen für Forschung, Auftragsanalytik und Diagnostik

ist. Mit insgesamt rund 30.000 Mitarbeitern, davon 300 am Standort Osterode am Harz, beliefert

Thermo Kunden der Pharma- und Biotech-Branche, Kliniken, Diagnosezentren, Hochschul- und Forschungseinrichtungen

sowie Behörden.

12. Zuelch Industrial Coating GmbH, Osterode am Harz

Gegründet 1918 in Leipzig, ist die Zuelch Industrial Coatings GmbH seit 1959 in Osterode am Harz ansässig.

Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Farben und Lacke für die Industrie, zum Beispiel

Antihaftbeschichtungen nach Peru und ungiftige Spielzeugfarben nach Ägypten und China. Für die europäische

Automobilindustrie wurden abziehbare Schutzlacke zur rationellen Reinigung von Großlackieranlagen

entwickelt. In Osterode beschäftigt Zuelch 33 Mitarbeiter, verfügt seit 2009 über ein neues Entwicklungslabor

sowie seit 2012 über eine neue Lagerhalle für Farben und Lacke mit 800 Palettenplätzen.

Bilder: EXIDE (Exide), Frötek (Frötek Kunststofftechnik Gruppe), Harz Guss (Harz Guss Zorge), Volker Schönfeld (Kamax Werke), KKT Holding GmbH (KKT

Frölich GmbH), Kodak GmbH (Kodak Polychrom Graphics), Pema (Pema), Piller (Piller Germany GmbH & Co. KG), Alpha Ventus (Pleissner Guss), VDW (Smurfit

Kappa Herzberger Papierfabrik), Thermo Scientifics (Thermo Electron LED), Zuelch (Zuelch Industrial Coatings GmbH)

12


XXII OSTERODE OSTERODE AM HARZ SPEZIAL REGJO SÜDnIEDERSACHSEn REGJO SÜDnIEDERSACHSEn OSTERODE AM HARZ SPEZIAL OSTERODE XXIII

Viele Höhen, viele Tiefen

Der Landkreis Osterode muss sich gegen den Abwärtstrend stemmen: Abwanderung, Überalterung, sich verschlechternde

Infrastruktur. Dabei glänzt der Landkreis mit Wellnesstourismus und einem hohen Industriebesatz.

Stadt Osterode am Harz.


XXIV OSTERODE OSTERODE AM HARZ SPEZIAL REGJO SÜDnIEDERSACHSEn

REGJO SÜDnIEDERSACHSEn OSTERODE AM HARZ SPEZIAL OSTERODE XXV

Das Herzberger Schloss. Eines der

baulichen Highlights im Landkreis

und Touristenmagnet.


XXVI OSTERODE OSTERODE AM HARZ SPEZIAL REGJO SÜDnIEDERSACHSEn

REGJO SÜDnIEDERSACHSEn OSTERODE AM HARZ SPEZIAL OSTERODE XXVII

Sösetalsperre oberhalb von Osterode: Wasserreservoir

und Ziel für Angler und Wanderer.


REGJO SÜDnIEDERSACHSEn OSTERODE AM HARZ SPEZIAL OSTERODE XXIX

Der Hübichenstein bei Bad Grund.

Markant die bronzene Adlerskulptur,

ein Denkmal an Kaiser Wilhelm I. Auf

die kleinere der beiden Felsnadeln

führt ein Wanderweg.

Text: Franziska Fischer Fotografie: Marco Bühl

Zwanzig Jahre hat Thomas Gans in München gewohnt und gearbeitet.

In dieser Zeit hat der gebürtige Bad Lauterberger seine Heimat

gerne und regelmäßig besucht. Die Veränderungen, die er

dabei beobachtete, machten ihn von Mal zu Mal ratloser. Was er

sah, war die schleichende Entwicklung einer Region zum strukturschwachen

Raum: Die Bevölkerung schrumpfte, Unternehmen

meldeten Insolvenz an, Produktionsstätten großer Konzerne wurden

geschlossen. „In der Folge kamen die Leerstände, die inzwischen

zum sichtbaren Symptom der Entwicklung geworden sind“,

sagt Gans, der inzwischen in seine Heimatstadt zurückgekehrt ist

und dort als Bürgermeister amtiert.

Nach der Wende stand das ehemalige Zonenrandgebiet vor

neuen Herausforderungen. Mit Folgen bis heute.

Es geht dem Landkreis Osterode wie vielen Kommunen entlang

der ehemaligen innerdeutschen Grenze, sei es nun in Oberfranken,

Nordhessen oder eben der Harzregion: Nach der Wende fiel

die Zonenrandförderung weg, zugleich wurde mit dem Aufbau Ost

in die thüringischen Nachbarn investiert. Bis heute sind Löhne

und Produktionskosten nicht auf einem einheitlichen Niveau angekommen.

Die jeweiligen Standorte sind dabei nur wenige Kilometer

voneinander entfernt. Die Auswirkungen dieses Fördergefälles

manifestieren sich dabei weniger in einer Standortverlagerung

der Firmen, vielmehr ist es schwierig, „unter diesen Bedingungen

Unternehmen für Neuansiedlungen zu gewinnen“, erklärt Gudrun

Feuerstein von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Osterode.

Der Schwerpunkt der Wirtschaftsförderung liegt dementsprechend

darauf, bereits ansässige Firmen vor Ort zu halten, zu stärken und

zur Expansion zu ermutigen.

Die durch Fördergefälle und wirtschaftlichen Abschwung

angestoßene Abwärtsentwicklung ist inzwischen zum Selbstläufer

geworden. Mit den Arbeitsplätzen verschwinden die Menschen,

ohne die Menschen erodieren nach und nach kulturelle und soziale

Infrastruktur, Vereinsleben und Wohnqualität. Diese Schwächung

weicher Standortfaktoren wiederum erschwert die Neuansiedlung

von Industrie zusätzlich. Vor allem aber treiben diese

wegbrechenden Strukturen den demografischen Wandel weiter

voran, was wiederum die Strukturschwäche begünstigt. „Die jungen

Menschen ziehen nicht weg, weil sie es hier nicht schön fin-


REGJO SÜDnIEDERSACHSEn OSTERODE AM HARZ SPEZIAL OSTERODE XXXI

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den oder weil sie sich der Gegend nicht verbunden fühlen,

sondern weil ihnen die nötigen Strukturen fehlen“,

fasst Thomas Gans die Situation der Osteroder Jugend

zusammen. Zwar ist der Landkreis, dank Harzlage und

dem breiten, touristisch geprägten Sport- und Freizeitangebot

durchaus attraktiv, was fehlt, sind jedoch Treffpunkte

für Jugendliche und junge Erwachsene, sowie kulturelle

Angebote. Das einzige Kino des Landkreises ist in

Herzberg zu finden, sonst sind längere Wege nach Göttingen

oder Goslar einzuplanen. Und wer Theater oder Konzerte

erleben möchte, kommt erst recht nicht an der südniedersächsischen

Universitätsstadt vorbei. Thomas Gans

ist sich des Problems bewusst. Gerade das Freizeitangebot

für junge Menschen müsse dringend verbessert werden:

„Cafés für die Älteren gibt es bei uns genug, aber

wir müssen die Gegend wieder für die Jungen attraktiver

machen.“ Wichtige Ansatzpunkte sind hier die Verbesserung

des sozialen und kulturellen Umfeldes und somit

eine allgemeine Attraktivitätssteigerung und Verjüngung

der Region. Dem stimmt Gans‘ Kollege Rolf Hellwig, Bürgermeister

der Samtgemeinde Hattorf, zu. Für ihn ist dringend

notwendig, „dass die Kommunen in die Lage versetzt

werden, die Wohn- und Lebensqualität ihrer Einwohner

zu steigern, zumindest jedoch zu erhalten.“ Dies bedeutet

einerseits eine aktive Stärkung des Vereinslebens und die

Gewährleistung eines kulturellen Ganzjahresprogrammes;

andererseits sollen Jugendräume und weitere Treffpunkte

für die Jugend geschaffen werden. Die Ansiedlung neuer

Kneipen und vor allem einer im Landkreis aktuell fehlenden

Diskothek liegen dabei im Fokus. Ein weiterer Plan ist

der Umbau des Bad Lauterberger Kurparks in ein Naherholungsgebiet

für die Bürger mit Mehrgenerationenspielplatz,

Kletter- und Skatingmöglichkeiten.

Die Jugend verschwindet nach der Schule. Es mangelt

an entsprechenden kulturellen Ageboten.

In Folge der nach wie vor andauernden Abwanderung tun

sich die ansässigen Unternehmen immer schwerer, qualifizierte

Fachkräfte zu finden. Viele sind von der defizitären

Infrastruktur abgeschreckt, die sich etwa im Schulund

Erziehungswesen zeigt. Der KGS Bad Lauterberg fehlt

beispielsweise immer noch die gymnasiale Oberstufe, was

für Schüler und Eltern erheblichen logistischen Aufwand

bedeutet. Der „Fokus muss auf das schulische Bildungsangebot

und die Ausbildung von Nachwuchskräften gerichtet

werden“, konstatiert Harald Dietzmann, Bürgermeister

der Samtgemeinde Bad Grund. Aus diesem Grund und vor


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allem, um „jungen

Familien ein

attraktives Umfeld zu

bieten“, hat Bad Grund

sowohl den Ausbau von

Kinderkrippenplätzen gefördert,

als auch verstärkt in die

Modernisierung der Grundschulen investiert.

Da sich insbesondere die Gewinnung des akademischen

Nachwuchses zunehmend schwierig gestaltet, versuchen

Unternehmen mehr und mehr, frühzeitig intensive Bindungen

zu Studierenden aufzubauen, um diese als zukünftige

Arbeitskräfte zu gewinnen. Im Wintersemester 2012/13

ist ein Studierendenbindungsprogramm angelaufen, das die

Initiative Zukunft Harz (IZH) gemeinsam mit der TU Clausthal

entwickelt hat und das nun in der Region umgesetzt

wird. „Die Studenten sollen die lokalen Unternehmen kennen-

und schätzen lernen“, erklärt Gudrun Feuerstein, die

neben ihrer Arbeit als Wirtschaftsförderin des Landkreises

Projektmanagerin der IZH ist. Dieses Ziel soll insbesondere

durch die Vergabe von so genannten Regio-plus-Stipendien

erreicht werden: Unternehmen und Universität suchen

gemeinsam vielversprechende

Studierende

aus, die dann mit 300 Euro

im Monat unterstützt werden.

Im Gegenzug verpflichten sich die

Stipendiaten, mindestens ein Praktikum

im fördernden Betrieb zu absolvieren. Ergänzt wird

das Stipendienprogramm unter anderem durch ein Mentoringsystem

sowie die Möglichkeit, die Abschlussarbeit

direkt im Unternehmen zu schreiben. Ob das auf ein Jahr

Laufzeit begrenzte Stipendium und das dreiwöchige Pflichtpraktikum

allerdings zum gewünschten Erfolg führen, bleibt

abzuwarten.

Demografischer Wandel und Landflucht machen auch

den kommunalen Verwaltungsstrukturen zu schaffen. Von

momentan 75.876 Einwohnern werden bis 2030 nur noch

circa 60.000 übrig geblieben sein. „Der Landkreis Osterode

am Harz ist zu klein, war immer klein und er wird immer

noch kleiner“, bringt es der Bürgermeister Osterodes, Klaus

Becker, auf den Punkt. Die kommunalen Strukturen aufrecht

zu erhalten, gerät damit zum immer aufwändigeren

Kraftakt. Eine Kreisfusion ist nahezu alternativlos, denn


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„der Landkreis Osterode ist alleine langfristig nicht überlebensfähig“,

bestätigt auch Joachim Grube von der zuständigen

IHK-Geschäftsstelle aus wirtschaftlicher Perspektive.

Aufgrund bereits vorhandener Verflechtungen mit den

Landkreisen Northeim und Göttingen scheint eine nach

Süden gerichtete Großfusion dabei am erfolgversprechendsten.

Allerdings darf bei allen in den letzten Wochen hochgekochten

Emotionen nicht vergessen werden, dass die

Auswirkungen einer Fusion sich in erster Linie im Bereich

der kommunalen Verwaltung bemerkbar machen werden.

Für den Alltag des einzelnen Bürgers ändert sich dabei nur

wenig, relativiert Becker, denn „Bürgernähe findet in den

Städten und Gemeinden statt, nicht in den Landkreisen

beziehungsweise deren Kreishäusern“.

Fusionsgegner sehen durch die Orientierung Richtung

Südniedersachsen jedoch nicht nur die Bürgernähe

der Ämter, sondern vor allem auch den ihrer Ansicht nach

zukunftsträchtigen und krisensicheren Harztourismus

gefährdet. Allerdings hat der Fremdenverkehr für einen

Großteil des Landkreises keineswegs die Bedeutung, die

ihm von manchen Seiten so gerne zugeschrieben wird.

Insbesondere Osterode und Herzberg sind stark industriell

geprägt. Und auch für den Gesamtkreis sieht es, von ausgewiesenen

Kurorten wie Bad Lauterberg oder Bad Sachsa

abgesehen, nicht viel anders aus: „Der Landkreis Osterode

am Harz ist ein Industriestandort, machen wir uns da

nichts vor“, sagt Joachim Grube. Tatsächlich ist die Industriedichte

beachtlich: Auf 1.000 Einwohner kommen 98

Industriebeschäftigte, das liegt weit über dem bundesdeutschen

Durchschnitt von 72. Demgegenüber waren im März

2012 von 23.878 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

nur 927 im Gastgewerbe tätig, im verarbeitenden Gewerbe

dagegen 8.075.

Der Tourismus ist markant, hat aber nicht die maßgebliche

wirtschaftliche Bedeutung.

Dies mag verschiedene Gründe haben. Eines der Hauptprobleme

teilt Osterode mit dem angrenzenden Landkreis Goslar:

Noch in den 70er und 80er Jahren konnte der Westharz

als nördlichste Mittelgebirgsregion der Bundesrepublik

durchweg stabile Gästezahlen verzeichnen, was sicher auch

Wochenendausflüglern und Stammurlaubern aus Westberlin

geschuldet sein dürfte. Nach der Wende jedoch verlor der

hinlänglich bekannte Westharz im Vergleich zu aufwändig

restaurierten Gästemagneten wie Wernigerode oder Quedlinburg

an Attraktivität. Hinzu kamen die Gesundheitsreform

von 1996 und die damit verbundenen Einsparungen


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Kurorte wie Bad Lauterberg, Hahnenklee oder Bad Sachsa

bedeutete dies einen erheblichen Einbruch der Übernachtungszahlen.

In der Folge wurde nur noch wenig in Bettenausbau

oder zumindest den Erhalt der vorhandenen Unterkünfte

investiert, was die Beliebtheit des Westharz nicht

gerade steigerte: Teilweise leerstehende Betonburgen, einst

im Überschwang harztouristischer Hochzeiten aus dem

Boden gestampft und damals auf dem neuesten Stand des

Komforts, versprühen heutzutage maximal noch nostalgischen

80er-Jahre-Charme. „Die Tourismusstruktur im Landkreis

Osterode am Harz ist – von einigen wenigen Highlights

abgesehen – etwas in die Jahre gekommen“, umschreibt

Joachim Grube das Phänomen. Allerdings haben sich die

Gästezahlen in Folge erneuten, modernen Hotelausbaus in

den letzten zwei Jahren stabilisiert. „Die Talsohle ist durchschritten“,

erklärt Carola Schmidt, Geschäftsführerin des

Harzer Tourismusverbands. An dieser Entwicklung dürfte

auch das innovative Marketingkonzept der Gesamtdestination

Harz durch den Verband ihren Anteil haben.

Doch trotz der wieder steigenden Übernachtungszahlen

bleibt der Harztourismus für die Wirtschaft des Landkreises

Osterode sekundär. Zweifelsohne ist der Harz trotz

der erwähnten Defizite eine überaus attraktive Tourismusdestination.

Und zweifelsohne bietet Osterode einen

hohen Freizeitwert mit Highlights wie dem Zisterzienserkloster

in Walkenried oder dem Höhlenerlebniszentrum

Iberg und insbesondere im sportlichen Bereich: Ausgedehnte

Routennetze für Mountainbiker und neuerdings

Rennradfahrer durchziehen die Region ebenso wie ausgezeichnete

Wanderwege und Langlaufloipen. Möglichkeiten

zum Sportklettern, zu Wasser- und alpinem Wintersport

runden das Angebot ab. Allerdings gibt es all dies in

weit ausgeprägterer Form auch im benachbarten „Goslarer“

Harz: Die Downhillareas an Wurmberg und Bocksberg

sind eine ganz andere Kategorie als die Mountainbikestrecken

rund um Herzberg. Und während der Wintermonate ist

die nötige Schneesicherheit in Skisportzentren wie Braunlage

auch eher gegeben.

Alleinstellungsmerkmale sind anderswo zu suchen: Die

Region steht für Gesundheits- und Wellnesstourismus. Der

Landkreis verfügt über vier staatlich anerkannte Traditionskurorte,

drei große Erlebnisbäder und eine gut ausgebaute

Gesundheits- und Wellnesshotellerie.

Das Alleinstellungsmerkmal Osterodes ist der Wellness-

und Gesundheitstourismus.

Hinzu kommen vier Fachkliniken allein schon in Bad Lauterberg.

Diese Kombination von hochspezialisierter medizinischer

Versorgung mit landschaftlich idyllischem Umfeld

sowie touristischem Angebot ist einzigartig im gesamten

Bundesgebiet, betont Gudrun Feuerstein von der IZH.

An dieser Stelle will die Initiative Zukunft Harz ansetzen:

Anfang 2013 startet ein neuer Verein mit dem Ziel, Unternehmen

als Großkunden für präventive betriebliche Gesundheitsreisen

zu gewinnen und den Westharz als neue Destination

für betriebliche Gesundheitsreise in Deutschland

zu etablieren. Eine andere Idee der IZH sieht vor, mit dem

Ausbau von Anlagen für betreutes Wohnen die Ansiedlung

harzaffiner Senioren voranzutreiben. Ob es allerdings einer

ohnehin überalternden Region, deren Fokus darauf liegen

sollte, ihre jungen Leute vor Ort zu halten, gut tut, sich als

deutsches Florida zu etablieren, sei dahingestellt.


Bilder (von links): Peter Hamel (1, 2, 4), Harzer Tourismusverband e.V. (3)

Drei Länder unter einem Dach

Die Vermarktung des Harzes als touristisches Ziel war lange ein Nebeneinander verschiedener Initiativen. Seit 2010

jedoch vereint der Harzer Tourismusverband alle drei Harz-Länder unter einem Dach.

Text: Franziska Fischer

Manchem Anhänger einer „Westharzfusion“ der Landkreise Osterode

und Goslar gilt es als ausgemachte Sache: Nur durch den kommunalen

Zusammenschluss kann das Gebiet sich als touristische

Destination gegen sinkende Gästezahlen und dahinsiechende Kurbetriebe

zur Wehr setzen. Der größte Konkurrent wird dabei in

direkter Nachbarschaft, im Ostharz, vermutet.

Touristen jedoch interessiert es herzlich wenig, ob sie sich

gerade in Bad Grund, Thale oder Goslar befinden, denn sie besuchen

keine politische Verwaltungseinheit, sondern Sehenswürdigkeiten

wie das Iberger Höhlenerlebniszentrum, den Hexentanzplatz

oder das UNESCO-Weltkulturerbe Rammelsberg. Touristen interessiert

ebenfalls nicht, ob sie auf ihrem Erkundungstour durch den

Nationalpark Harz vom Landkreis Osterode in den Landkreis Goslar

wechseln oder ob sie auf dem beliebten Goethe-Wanderweg, der

von Torfhaus bis auf den Brocken führt, die Landesgrenze zwischen

Niedersachsen und Sachsen-Anhalt überqueren. In den allermeisten

Fällen werden sie diese Veränderung nicht einmal bemerken.

„Der Harzurlauber ist unwahrscheinlich mobil: Er erkundet von

seinem Übernachtungsdomizil aus Attraktionen im ganzen Harz

und lässt sich dabei weder von Landkreis- noch von Landesgrenzen

stören oder beeinflussen“, fasst es Carola Schmidt, Geschäftsführerin

des Harzer Tourismusverbands (HTV) zusammen.

Die logische Schlussfolgerung dieser Erkenntnis bringt Osterodes

Bürgermeister Klaus Becker auf den Punkt: „Man kann nur

den Gesamtharz vermarkten, von Goslar bis Walkenried, von Osterode

bis Wernigerode.“ Bis zu einer funktionierenden Gesamtvermarktung

war es jedoch ein weiter Weg. So traten etwa zwischenzeitlich

mehrere Kommunen aus dem Kreisgebiet Osterode

aus dem damaligen Harzer Verkehrsverband (HVV) aus, um sich

fortan über die neu gegründete Plattform Harzer Sonnenseite e.V.

selbst zu vermarkten. Allerdings verläuft ein Großteil der beliebten

Wanderwege landkreis- und länderübergreifend; das bei Osterode

beginnende Vorzeigeprojekt Harzer Hexenstieg etwa führt bis

zum Hexentanzplatz in Thale. Das UNESCO-Weltkulturerbe des

Harzer Wasserregals ebenso wie der Nationalpark Harz erstrecken

sich sowohl über den Landkreis Goslar als auch den Landkreis Osterode.

Angesichts dessen und der Tatsache, dass auch die Attraktivität

der Loipen- und Radroutennetze auf der landschaftlichen

Vielfalt der Gesamtdestination basiert, erscheinen derartige separatistische

Unternehmungen eher kontraproduktiv denn hilfreich:

„Die Leistungsträger und die Verantwortlichen im Harz müssen diesen

Weg eines gemeinsamen Dachmarketings gehen, ohne nur auf

den Heimatort oder die Himmelsrichtungen Nord, Süd, West und

Ost zu schauen“, macht der Goslarer Landrat Stephan Manke deutlich.

Einen klaren Einschnitt im harztouristischen Dachmarketing

brachte Anfang 2010 die umfassende Neuorganisation des Harzer

Tourismusverbands, in dem im Herbst 2011 auch der Harzer Förderkreis

aufging. Im Vorstand des Verbandes sitzen die Landräte

aller Harzanrainer. Das Aufgabenspektrum blieb dasselbe, Verbandstruktur

und Marketingkonzept wurden jedoch kategorisch entschlackt

und modernisiert. Wichtigste Neuerung ist die Kreation

einer Markenidentität der Dachmarke Harz mit modernem Corporate

Design. Ziel, so Carola Schmidt, ist dabei, über den bereits

hohen Bekanntheitsgrad des Harzes hinaus ein neues Image zu

schaffen, das „die Moderne transportiert, ohne dabei das Traditionsbewusstsein

zu verlieren.“ Die neue Marke Harz, die mit neuen

Aktivsportkonzepten wie Downhill oder Monsterroller gezielt auch

jüngere Leute anspricht, dabei aber Senioren und junge Familien,

die nach wie vor den Großteil der Gäste ausmachen, nicht außen

vor lässt, scheint zu funktionieren. Die Übernachtungszahlen für

den Gesamtharz sind 2012 merklich gestiegen. Und das gilt auch

für den Westharz.


REGJO SÜDnIEDERSACHSEn OSTERODE AM HARZ SPEZIAL LAND & UmwELT XLI

Ein beliebter Rastplatz für Wanderer: der Aussichtspavillon Claras

Höhe (links). Oben: der Blick vom Schwarzenberg auf Lerbach.

Von Eisenstein zu Kunststoffen

Als Stadtteil von Osterode am Harz ist das ehemalige Bergdorf Lerbach heute vor allem Standort von Industrie

sowie Dienstleistern und obendrein Ziel für Naherholungssuchende.

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Was ist eigentlich eine Redox-Flow-Batterie ?

Sie besteht aus einem flüssigen Elektrolyten in gelösten Salzen.

Der Elektrolyt wird in Tanks gelagert und bei Bedarf einer zentralen

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Text: Annegret Adam Fotografie: Stadt Osterode am Harz

Unterirdische Reichtümer wie Roteisenstein sowie die zahlreichen

Wasserquellen brachten Bergleute im 16. Jahrhundert

dazu, sich im im Vorharz gelegenen Lerbacher Tal, rund

fünf Kilometer von Osterode am Harz in Richtung Clausthal-

Zellerfeld entfernt, anzusiedeln. Ausgedehnte Wälder und

Forsten boten zudem auch eine Arbeitsgrundlage für Köhler

und Waldarbeiter, die sich ebenfalls in Lerbach niederließen.

Drei Jahrhunderte später aber kam der Eisensteinbergbau

zum Erliegen und durch die Verwendung von Steinkohle

verloren auch die Köhler ihre Abnehmer. Nur wenig später

siedelten sich im heutigen Stadtteil von Osterode am Harz

aber die ersten kleinen Unternehmen an, die zum Teil auch

gegenwärtig noch bestehen.

Einer der ersten Betriebe war die KKT Frölich GmbH.

Seit 1932 entwickelt und fertigt das Unternehmen Gummiund

Silikonteile für die Bereiche Automobil, Luftfahrt, Medizin

sowie Elektro- und Sicherheitstechnik. Mit den Jahren

gewann das Familienunternehmen namhafte Kunden,

etwa als Zulieferer internationaler Unternehmen wie Airbus,

und beschäftigt heute rund 250 Mitarbeiter. Nur wenige

Meter weiter produziert die Eisenhuth GmbH Maschinen

für Weichgummi, Moosgummi und die Kunststoffindustrie.

Ein Spezialist für Lacke ist wiederum die Zuelch GmbH, die

seit 1985 am Standort Lerbach produziert und sich ebenfalls

in unmittelbarer Nachbarschaft befindet. Das Unternehmen,

das ursprünglich 1918 in Leipzig gegründet wurde,

fand am Harzrand einen Neuanfang, nachdem die Familie

um Eckard Zülch Ende der 50er Jahre aus der DDR geflohen

war und sich zunächst in der Scheerenberger Straße

in Osterode, später dann in Lerbach niederließ. Das Lerbacher

Leben wird heute nicht nur von seinen derzeit rund

1.000 Einwohnern getragen, sondern vor allem von den

ansässigen Firmen. Neben Zuelch, KKT Frölich und Eisenhuth

gibt es dort auch eine Reihe von Dienstleistern, zum

Beispiel aus den Bereichen Handwerk, Gesundheit, Freizeit,

IT und Elektronik. Auf den Vertrieb von Kaffeemaschinen

hat sich wiederum die Hoff Kaffeesysteme GmbH spezialisiert.

Ihre Hauptkundenfelder: Betriebsverpflegung, Krankenhäuser

sowie Seniorenheime und die Hotellerie, wie sie

auch in Lerbach zu finden sind. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts

erkannten Mediziner, dass sich die Lage Lerbachs

gut für die Einrichtung eines Bade- und Luftkurorts eignet.

Durch den Ausbau der Umgehungsstraße B 241 im Jahr 1968

ist es im Tal nicht zuletzt auch ruhiger geworden. So zieht

es auch heute noch Naherholungssuchende in das frühere

Bergdorf. Neben Restaurants, Pensionen und einem Seniorenheim

besitzt Lerbach das einzige 4-Sterne-Hotel in Osterode

am Harz – das Hotel Sauerbrey.

Für Lerbachs Industriefirmen ist aber weniger die Lage

am Harzrand, sondern vor allem die zentrale Position innerhalb

Deutschlands entscheidender Standortfaktor. „Unsere

wichtigsten Kunden sind in einem Umkreis von 100 Kilometern

sehr gut zu erreichen. Darüber hinaus ist die Lage

in Südniedersachsen sehr gut, weil wir von hier aus innerhalb

weniger Stunden jede Metropole in Deutschland erreichen

können“, erklärt Thorsten Hickmann, Geschäftsführer

der Eisenhuth GmbH. Zwischen den Unternehmen sind mit

den Jahren auch Freundschaften entstanden: Man tauscht

sich nicht nur aus, sondern organisiert auch gemeinsame

Feste. „Auch 2013 organisieren wir wieder unser Ortsfest,

das Bunte Fest im grünen Tal“, so Hanns Eckard Zülch,

Geschäftsführer der Zuelch GmbH.


XLII pORTRAIT OSTERODE AM HARZ SPEZIAL REGJO SÜDnIEDERSACHSEn

Im Weinkontor Osterode entdeckt man nicht nur Weine aus Frankreich, Italien, Spanien, Kalifornien und Chile, sondern auch regionale

Besonderheiten. Stolz sind Mitinhaber Grit und Rainer Giese (rechts) vor allem auf die Auswahl an südafrikanischen Weinen.

Eine Idee wie ein guter Wein

Seit 2005 betreibt Rainer Giese den Versicherungskontor Osterode. Seine Liebe zu südafrikanischem Wein

lebt er gemeinsam mit seiner Frau Grit sowie Peter und Karin Beitat im Weinkontor Osterode aus.

Text und Fotografie: Annegret Adam

In den Räumen des Versicherungskontors von Rainer Giese

am Osteroder Kornmarkt dreht sich das Geschäft normalerweise

um die Beratung von Vorständen, Geschäftsführern

und leitenden Angestellten vor allem von Gewerbeund

Industrieunternehmen. Wichtige Themen sind die

betriebliche Altersvorsorge, die Absicherung von Firmen,

zum Beispiel durch eine Betriebs- oder Produkthaftpflichtversicherung,

sowie das jeweilige Vertrags- und Schadenmanagement

für die Mandanten. Im Kontrast dazu zieren

jedoch von Kindern gemalte und gebastelte Bilder die Bürowände

– Dankesbekundungen für Gieses Engagement für

Kinder und besonders für die Kindersportstiftung am Harz

e.V., denn Giese lässt von jedem neuen Versicherungsmandat

zehn Prozent der Stiftung zukommen, damit Sportprojekte

für Kinder und Jugendliche realisiert werden können.

Aber nicht nur Bilder, sondern auch Weinflaschen

dekorieren die Räume des Versicherungskontors und weisen

auf das zweite Standbein Rainer Gieses hin: den Weinkontor

Osterode. Dieser befindet sich nur einen Katzensprung

entfernt am Martin-Luther-Platz. Seit 2007 besteht

das Weinfachgeschäft, das Giese gemeinsam mit seiner Frau

Grit sowie dem Ehepaar Peter und Karin Beitat führt. Ihre

Liebe zu südafrikanischem Wein, einer der Schwerpunkte

im Sortiment, entdeckten Rainer und Grit Giese 2000 auf

einer Reise durch die Regenbogennation. Vier Jahre später,

an einem geselligen Abend unter Freunden, kam erstmals

der Gedanke auf, einen eigenen Weinhandel zu eröffnen.

Die Idee reifte über die Jahre wie ein guter Wein, dann

setzten die vier Weinliebhaber sie in die Tat um und richteten

sich zunächst im Obergeschoss der Tilman Riemenschneider

Buchhandlung am Martin-Luther-Platz ein. Mit

der Zeit wurde das Obergeschoss jedoch zu klein und so

zog es die Inhaber in großzügigere Räumlichkeiten. Auf

rund 120 Quadratmetern reihen sich dort mittlerweile edle

Weine aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Kalifornien,

Chile und natürlich Südafrika aneinander. Auch

Champagner, Obstbrände, Cognacs und Brandys finden sich

im Sortiment. Zu den Highlights gehören die von Rainer

Giese persönlich und eigens für die Region kreierten Weine

wie die Söse Cuvée und die Hexen Cuvée.

Daneben widmet sich der Weinkontor auch besonderen

Projekten. Giese entwickelte speziell zur Einführung

der neuen A-Klasse von Mercedes-Benz im September 2012

eine eigene Weißwein Cuvée. Dafür fuhr er auf ein Weingut

in die Pfalz, um vor Ort die richtige Komposition zu

erarbeiten. Auch beim Flaschendesign sprach er mit. „Wein

samt Etikett und Flasche sollten jung und frech wirken und

damit zum beworbenen Produkt passen“, so Giese.

Auch für Firmen aus der Region wird der Weinkontor

tätig und kreiert nicht nur Weine, sondern bietet auch

den Versand von Weinpräsenten an. Wein ist für die Inhaber

des Weinkontors Osterode aber nicht zuletzt ein Erlebnis.

Deshalb gehören geführte Weinverkostungen und

Themenabende zum festen Bestandteil des Hauses. „Alle

Gäste versammeln sich dann an unseren gedeckten Tafeln

und verfolgen gespannt die Ausführungen der Experten.

Besonders beliebt sind unsere Käse- und Weinabende“,

erzählt Giese.


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Landkreis Northeim (Frühjahr 2012)

Das Bürgerbegehren in Northeim zur Kreisfusion ist

gescheitert. Grund: Der Initiative fehlten die nötigen Stimmen.

Innerhalb von sechs Monaten nach Anzeige des Bürgerbegehrens

hätten die Initiatoren 10.606 Unterschriften sammeln müssen

(= 10% der Wahlberechtigten im Landkreis Northeim), um

einen Bürgerentscheid zur möglichen Fusion der Kreise Northeim,

Osterode und Göttingen erwirken zu können. Mit Unterstützung

des Northeimer CDU-Kreisverbandes sowie des CDU-Stadtverbandes

kam die Initiative jedoch nur auf 2.734 Unterschriften

(davon wurden rund 1.900 Unterschriften offiziell von der CDU

gesammelt).

Joachim Tonollo, Vizepräsident,

Industrie- und Handelskammer Hannover

„Ich habe mich beim Neujahrsempfang 2012 der Industrie-

und Handelskammer klar für eine Fusion ausgesprochen.

Sie ist notwendig. Es ist jetzt an der Zeit, dass

die Politik diese Aufgabe anpackt und die richtigen Partner

sich zusammenfinden.“

Friedrich Selter, Superintendent,

Ev.-luth. Kirchenkreis Göttingen

„Stadt und Land müssen sich auf Augenhöhe begegnen.

Ziel von regionalen Zusammenschlüssen sollte die Verbesserung

der Infrastruktur auf dem Land sein, damit die

Lebensqualität in den Dörfern erhalten bleibt.“

Beteiligung der Bürger im Landkreis Northeim beim

Thema „Fusion GÖ+nom+oha“. Im November 2012 gab der

Landkreis Northeim eine Umfrage beim sozialwissenschaftlichen

Methodenzentrum der Uni Göttingen in Auftrag, in denen die

Bürger um ihre Meinung zu den Fusionsüberlegungen gebeten

wurden. Für die repräsentative Befragung wurden 1.500 Menschen

im Kreis ausgewählt, letztendlich haben 1.044 Bürger an

der Umfrage teilgenommen. Das Ergebnis wurde im Dezember

2012 veröffentlicht: 38,5% der Befragten bewerten die Auswirkungen

einer Fusion als eher oder stark negativ, nur 15,3% als

sehr oder eher positiv. Fast der Hälfte der Befragten ist die Fusion

gleichgültig. Dennoch sprachen sich 48,4% für eine Fortsetzung

der Verhandlungen zur Bildung eines Großkreises aus den derzeitigen

Kreisen Northeim, Osterode und Göttingen aus; 22,8% sind

gegen die Weiterführung der Gespräche. Daneben gab es für die

Bürger im November 2012 Informationsveranstaltungen zu den

Fusionsüberlegungen in Bad Gandersheim, Northeim, Einbeck

und Uslar; im Internet wurde ein Diskussionsforum eingerichtet.

Die Beteiligung dort hält sich jedoch in Grenzen: Zwischen Juli

und Dezember 2012 wurden 74 Beiträge erstellt, das entspricht 12

Beiträgen pro Monat. Rund 50 registrierte Mitglieder zählte die

Seite Anfang Januar 2013.

Lothar Hanisch, Vorsitzender,

DGB-Region Südniedersachsen-Harz

„Eine Kreisfusion darf nicht zulasten der Beschäftigten

gehen. Die Fusion sollte offen und transparent ablaufen

und die Menschen in den Landkreisen sollten am Entscheidungsprozess

beteiligt werden. Eine große Chance

sehe ich bei der Wirtschaftsförderung. Der Gestaltungsspielraum

für eine gemeinsame zielgerichtete Wirtschaftsförderung

bei der Bestandssicherung, Gründungen und

Ansiedlungen wäre enorm.“

Landkreis Holzminden (Herbst 2012)

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Römerschlachtfeld Harzhorn. Mit Blick auf die Landesausstellung

„Roms vergessener Feldzug“, die ab September 2013 in

Braunschweig der Römerschlacht am Harzhorn gewidmet ist, geht

es in der touristischen Erschließung des Schlachtfeldareals weiter.

Die Umsetzung der ersten Stufe eines entsprechenden Konzepts

unter der Regie des Landkreises hat mit einem Volumen von

600.000 Euro begonnen: Die Verkehrsinfrastruktur muss entwickelt

werden, dazu zählen Parkplätze und eine Buswendeschleife;

ferner soll ein Informationszentrum mit einem hohen architektonischen

Anspruch realisiert werden und zuletzt sollen entsprechende

Informationsstationen im Gelände errichtet werden.

Projekt „LandZukunft“. Im Dezember 2012 wurde im Rahmen

des Modellvorhabens LandZukunft die „Modelldorfinitiative

in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland“ gestartet. Die

vier Modelldörfer sind Lauenförde, Polle, Reileifzen und Oedelsheim.

„Insgesamt haben in den Modelldörfern 1.287 Bürger ihre

aktive Mitwirkung erklärt“, so Nadine Arend, Projektmanagerin

für LandZukunft in der Solling-Vogler-Region. Die Fördersummen,

die die jeweiligen Dörfer nun über das Modellvorhaben erhalten,

orientieren sich jeweils an der Anzahl der mitwirkenden Bürger.

Zu den geplanten Maßnahmen der Modelldorfinitiative in den vier

Modelldörfern zählen unter anderem ein Bürger- und Kulturzentrum,

Dorferneuerungs- und Verschönerungsmaßnahmen sowie

neue Angebote rund um die Burg Polle. Die Umsetzung der Maßnahmen

soll 2013 erfolgen; bis Ende 2014 müssen sämtliche Maßnahmen

abgeschlossen sein.

Bild: Marco Bühl, Testimonials: Broschüre Kreisfusion, Landkreis Göttingen


12 LemberG / Holzminden regjo südniedersachsen

regjo südniedersachsen LemberG / Holzminden 13

„Baron Münchhausen“

Andreas Lemberg, Öl auf Leinwand, 80 x 80 cm, 2013

Das Gemälde kann käuflich erworben werden. Kontakt unter www.lemberg.de

Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen (1720-1797) ist als Lügenbaron durch seine bizarren Übertreibungen

und Fantasiegeschichten bis heute fester Bestandteil des kulturellen Erbes. Auf den gebürtigen Bodenwerderer,

der in russischen Diensten einiges erlebte und dort an langen Winterabenden sein Erzählertalent in

Kneipen schulen konnte, gehen so berühmte Geschichten zurück wie der Ritt auf einer Kanonenkugel, die

Selbstrettung aus einem Sumpf oder das von einem Torgatter durchtrennte Pferd, mit dessen Vorderteil Münchhausen

zur Tränke weiterritt, während der hintere sich mit Stuten vergnügte.


14 LemberG / northeim regjo südniedersachsen regjo südniedersachsen LemberG / northeim 15

„Northeim Wappen“

Andreas Lemberg, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm, 2013

Das Gemälde kann käuflich erworben werden. Kontakt unter www.lemberg.de

Das Selbstverständnis Northeims sieht sich neuen alten Herausforderungen gegenüber. Die Stadt ist

Kreissitz und Kreis-Namensgeber, ein Status, den sie im Fusionsfall mit Göttingen und Osterode verlieren

wird. Gleichzeitig herrscht eine alte Konkurrenz zu Einbeck – die Kommunalreform der 70er

Jahre hat ein langes Nachleben. Ihre neue Rolle wird die Stadt noch finden müssen.


16 LemberG / oSterode regjo südniedersachsen

regjo südniedersachsen LemberG / oSterode 17

„Osterode – Freiheit“

Andreas Lemberg, Öl auf Leinwand, 80 x 80, 2013

Das Gemälde kann käuflich erworben werden. Kontakt unter www.lemberg.de

Der Weg führt in Richtung – Freiheit! Der Name des Osteroder Stadtteils ist mehr als nur ein geographischer

Hinweis auf einem Verkehrsschild; er ist für den Landkreis symbolhaft mit einer großen

Bedeutung aufgeladen. In direkter Nachbarschaft fielen 1989 die Grenzen, vom Zonenrandgebiet

wanderte der Kreis in die Mitte des wiedervereinigten Deutschlands. Eine mit Südniedersachsen

eng vernetzte Lage, von welcher der Kreis mit dem starken Industriebestand heute profitiert.


18 danksagung regjo südniedersachsen

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Bild: Marco Bühl

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