RegJo Hannover 1/11 Download

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RegJo Hannover 1/11 Download

Das Magazin für die Region Hannover Ausgabe Nr. 7 I/2011 4,50 €

www.hannover.regjo.de

Profilstärke


egjo HAnnover editorial 3

Was immer Sie vorhaben,

wir machen es

Ihnen leichter!

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Das Unternehmerbüro unterstützt Sie

als Vermittler zwischen Wirtschaft und

Verwaltung. Unser Service umfasst:

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J Flächen- und

Immobilienberatung

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Fördermittelberatung

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Profilstärke

Die Stärke eines Standortes wird bestimmt durch sein

Profil und seine Vielfalt – Hannover liefert Beispiele.

Der erste Eindruck entscheidet? Zumindest ist er nicht zu unterschätzen.

Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für

Städte und Regionen. Profil, Außenwirkung und Image – in der

niedersächsischen Landeshauptstadt hat man sich über Dinge wie

diese offensichtlich Gedanken gemacht. Im Ergebnis staunt man

nun über die enorme Lust auf Frische, die die Verantwortlichen

bekunden, wenn sie den Fotografen und Videokünstler Nikolaj

Georgiew mit dem Dreh des Imagefilms für die Region Hannover

beauftragen. Ausdrucksstarke Profile hatte der bereits viele vor

der Kamera, ob nun weltberühmte Musikstars oder den Altkanzler

Gerhard Schröder. Nun hat also auch die Region Hannover den

Kopf hingehalten, ein Portrait des Künstlers finden Sie dementsprechend

in dieser Ausgabe. Profilstärke haben auch einige der

wichtigsten Banker der Landeshauptstadt bewiesen, die RegJo zum

ersten „Bankengespräch“ in die hannoversche Bundesbank eingeladen

hat. Auch ihr Conterfei hat Georgiew für uns verewigt,

unter anderem bei authentisch norddeutschem Wetter auf dem

Dach der Bundesbank. Die Frage nach dem aktuellen Status der

niedersächsischen Hochschullandschaft brachte uns wieder auf die

Stichworte Profilstärke und Vielfalt. Jetzt, da den Hochschulen die

ganze Wucht von zwei Abiturjahrgängen und plötzlich von Wehrpflicht

und Zivildienst befreiten jungen Männern ins Haus steht,

gilt es sich neu zu erfinden – und zu profilieren. Die Strategien sind

zahlreich und nicht selten vielversprechend. Dies gilt auch für eine

ganz andere Fragestellung: nämlich die, wie es um körperliche und

psychische Gesundheit im Berufsleben bestellt ist. Prävention lautet

das zukunftsträchtige Rezept, dessen Befürworter interessante

Schlussfolgerungen für ganze Unternehmenskulturen und gängige

Praktiken in vielen Chefetagen liefern.

Wir wünschen Ihnen informatives Vergnügen mit der neuen

Ausgabe des RegJo Hannover.

Stefanie Stüting

Chefredaktion

Anzeigengestaltung von Stichnoth ID

Stichnoth Forum für Uhren | Georgstraße 52 | Hannover 30159 | Fon +49 (0)511 36084-0 | Fax +49 (0)511 36084-19

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Unternehmerbüro

in der Region Hannover

www.hms69.de

QR Code RegJo

Der QR Code („quick response“) kann von allen Smart-Phones

gelesen werden und verlinkt Sie direkt mit der Internet seite

des RegJo Magazins und des Polygo Verlages. Apps für den

QR Code sind in den bekannten App-Stores erhältlich. Der

QR-Code (QR steht für englisch: quick response = schnelle

Antwort) ist ein zweidimensionaler Code (2D-Code), der von

der japanischen Firma Denso Wave im Jahr 1994 entwickelt

wurde. Ursprünglich wurde der QR-Code zur Markierung von

Baugruppen und Komponenten für die Logistik in der Automobilproduktion

eingesetzt.

Cover © Marco Bühl


4 inhalt regjo HAnnover regjo HAnnover inhalt 5

16 Bye bye Humboldt?

48 Gipfelstürmer

68 Fit im Job

38 „Die Kunst, Kunst zu zeigen“

Immer mehr Wirtschaftlichkeit, immer weniger Geisteswissenschaften.

An den Hochschulen in Hannover stellt man sich die

Frage nach dem Wert von Bildung an sich.

Das RegJo Hannover lud zum ersten Bankengespräch

der Region Hannover in die

Bundesbank-Hauptverwaltung.

Wie fit sind Ihre Mitarbeiter? Wie wird

Gesundheit in der Region Hannover

„kultiviert“?

Er ist das, was man ein Ausnahmetalent nennt, ein Visionär.

Seit Jahren gehört Nikolaj Georgiew aus Hannover

zur ersten Garde von Fotografen und Videokünstlern.

Bilder: Marco Bühl, Nikolaj Georgiew,

Techniker Krankenkasse, Nikolaj Georgiew

Wirtschaft

Politik & Soziales

Technik & Wissenschaft

Land & Umwelt

Kultur

Freizeit & Sport

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Gipfelstürmer: Das RegJo Hannover lud zum

ersten Bankengespräch der Region Hannover

in die Bundesbank-Hauptverwaltung.

Die Vertreter der Banken stellten sich dem

Gespräch über die Folgen der Finanzkrise für

die Region Hannover.

Förderung: Die staatlichen Förderungen bei

Immobilien sind kaum bekannt.

Liebling der Banken: Die Unternehmensberatungsgesellschaft

NorControl mit Hauptsitz

in Hannover verfügt über langjährige

Erfahrung in der Beratung mittelständischer

Unternehmen.

Vertrauen, Sicherheit und Erfolg: Die Wirtschaftsprüfungs-

und Steuerberatungsgesellschaft

AWADO Deutsche Audit GmbH berät

ihre Mandanten umfassend, professionell und

persönlich.

Wirtschaftsmesse Hannover: Zusammen mit

Hannover 96 und dem business2dialog-Messeveranstalter

Ulf Hofes veranstaltet Pro

Hannover Region die Wirtschaftsmesse Hannover

zum ersten Mal in der AWD-Arena.

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Umstritten: Die Einführung der Oberschule

in Niedersachsen sorgt auch in Hannover für

heftige Diskurse.

Sportlich, sportlich: Zur Förderung des leistungsorientierten

Sports in der Region Hannover

hat Continental die Initiative Pro Sport

Hannover gegründet.

Neue Initiative: Neues Netzwerk für gemeinsames

überregionales Personalmarketing

gegründet.

Fit im Job: Wie fit sind Ihre Mitarbeiter? Horrormeldungen

über steigende Zahlen arbeitsbedingter

Erkrankungen, Burn-outs und

Rü ckenleiden sind an der Tagesordnung. Wie

wird Gesundheit in der Region Hannover

„kultiviert“?

Großveranstaltung: Mit rund einer Million

Besucher pro Jahr ist das Oktoberfest in Hannover

nicht nur das größte Norddeutschlands,

sondern nach dem Münchner Original das

zweitgrößte der Welt.

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Weltneuheit aus Garbsen: Neues Verfahren

für das Prototyping für 3D-Schaltungsträger

von LPKF Laser & Electronics AG.

Bye bye Humboldt?: Die Hochschulen in Hannover

stellen sich die Frage nach dem Wert

von Bildung an sich.

Aller guten Dinge: Die Gisma Business

School bietet den MBA in drei verschiedenen

Formaten an.

Leibniz-Akademie im Wandel: Die neue

Leibniz-Fachhochschule an der Expo

Plaza startet im Wintersemester mit vier

Bachelor-Studiengängen.

Home of TKKG: Das Pädagogium in Bad

Sachsa im Südharz macht Schüler fit für

Europa.

Gib Gummi!: Das DIK bietet Weiterbildung im

Bereich Kautschuktechnologie an.

Sprungbrett auf die Karriereleiter: Die WelfenAkademie

punktet durch die Kombination

von Theorie und Praxis.

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An die Spaten!: „meine Ernte“ vermietet

Gemüsegärten an Hobbygärtner in der Region

Hannover.

Artenreich: Hannover wurde als Bundeshauptstadt

der Biodiversität 2011

ausgezeichnet.

Frische Ideen: Pattensen südlich von Hannover:

Wirtschaftsstandort im Calenberger

Land – ein Portrait.

Schneller, sicherer und schöner: Mit dem

neuen S-Bahn Vertrag wird es ab Ende des

kommenden Jahres weitere Verbesserungen

auf den Strecken und in den Fahrzeugen der

S-Bahn Hannover geben.

RegJo-Kalender: Die wichtigsten Termine

und Veranstaltungshighlights in der Region

Hannover im Überblick.

Revolution: Ulrich Baensch aus Hannover

erfand das weltweit erste Fertigfutter für tropische

Zierfische und revolutionierte damit

die Aquaristik.

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Die Zukunft gezeichnet: Ein erfolgreiches

Jahrzehnt Stiftungsarbeit liegt hinter der

VGH-Stiftung, die sich für Wissenschaft,

Denkmalpflege, Literatur, Kunst und Hospizarbeit

stark macht.

Ein Ort für Seele und Sinne: Neue Veranstaltungsformate

machen die „Marke Herrenhausen“

zu einer kulturellen Begegnungsstätte

von internationaler Strahlkraft. Auch Stars

wie Vivienne Westwood spielen hier ab sofort

eine Rolle.

„Die Kunst, Kunst zu zeigen“: Er ist das, was

man ein Ausnahmetalent nennt, ein Visionär.

Seit Jahren gehört Nikolaj Georgiew aus Hannover

zur ersten Garde von Fotografen und

Videokünstlern in Deutschland.

Kulturelles Unicum: Das Theatermuseum im

Schauspielhaus Hannover ist das einzige seiner

Art – ein großes theatergeschichtliches

Museum und Archiv unmittelbar in einem

Theater.

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Gut gebrüllt Löwe: Der Erlebnis Zoo Hannover

wurde bereits zum fünften Mal als

„Bester Zoo“ Deutschlands ausgezeichnet.

Acht Teams, 32 Spieler – ein Meister: Der

Niedersächsische Polo-Club e.V. in Maspe ist

Ausrichter der Deutschen Polo Meisterschaften.

Schirmherr ist David McAllister.

Über den Wolken: 10.000 Meter in der Luft

mit der Ferienfluggesellschaft TUIfly und der

GOP Entertainment Group.

Sitzen mit Köpfchen: Ergonomische Büromöbel

beugen Rückenschmerzen vor oder

sorgen für Linderung. Doch im Kampf gegen

die Volkskrankheit Nr. 1 zählt vor allem die

innere Haltung.

Denkpfeffer: Die Leibniz Universität Hannover

hat ihr eigenes universitätseigenes

Gewürz – den Denkpfeffer.


egjo HAnnover meinung 7

4 Köpfe – Vier Meinungen

Die Einführung der Oberschule in Niedersachsen, in der Haupt- und Realschule zusammengeführt werden,

ist umstritten und sorgt auch in Hannover für heftige Diskurse. Vier Stellungnahmen.

Verena C. Paulus, Geschäftsführerin Verband Deutscher Privatschulen

Niedersachsen-Bremen e.V.: „Der Weg zum Gesetz zur Neuordnung

der Schulstruktur ist steinig, die Diskussion aber unumgänglich.

Dennoch muss der Blickwinkel erweitert werden. Leere

Klassenzimmer auf der einen, lange Wartelisten auf der anderen

Seite. Staatliche und private Schulen sollten dem demografischen

Wandel gemeinsam begegnen. Eltern wollen vor allem Wahlfreiheit.

Dies kann nur durch eine gleichwertige Finanzierung gelingen.

So könnten Schulgelder gesenkt oder sogar abgeschafft werden.

Der Wunsch vieler Eltern, ihre Kinder auf freie Schulen zu

schicken, darf nicht unterschätzt werden.“

Pascal Zimmer, Vorsitzender Landeselternrat Niedersachsen:

„Niedersachsen steht bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen

Schulstruktur vor großen Herausforderungen, doch diesen wird

das neue Schulgesetz mit Einführung der Oberschule nicht gerecht.

Die Chance auf einen Schulfrieden und die Möglichkeit, die Schullandschaft

durch einen gesellschaftlichen Konsens aller am System

Schule Beteiligten langfristig neu zu gestalten, wurden verpasst.

Für den Landeselternrat ist das „Modell Oberschule“ unausgereift

und im Hau-Ruck-Verfahren durchgepeitscht. Eltern sind es satt,

dass ihre Kinder und deren Bildung bei jedem Wahlkampf aufs

Neue zum Spielball der Politik degradiert werden.“

Horst Audritz, Vorsitzender Philologenverband Niedersachsen:

„Wir bejahen grundsätzlich eine zweigliedrige Struktur des Schulwesens.

Eine begabungs- und leistungsgerechte Förderung des Einzelnen

muss dabei gesichert sein. Die Oberschule soll ihren Schwerpunkt

auf berufsbezogene schulische Bildungsgänge legen. Schüler

mit einer entsprechenden Abschluss-Qualifikation können ihren

Bildungsgang mit einer Berufsausbildung oder in einer Oberstufe

eines Gymnasiums fortsetzen. Bildung auf gymnasialem Niveau

ist bei der geringen Schülerzahl an Oberschulen mit gymnasialem

Zweig aber nicht realisierbar. Nur die Gymnasien bieten einen

durchgängigen Bildungsgang bis zum Abitur ab Klasse 5.“

Frauke Heiligenstadt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und

schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion: „Durch neue

Oberschulen werden lediglich Mitnahmeeffekte erzielt, die dazu

führen, dass viel Geld benötigt wird, aber dennoch keine langfristige

Standortsicherung oder Qualitätssteigerung möglich sein

wird. Ob die neue Oberschule angenommen wird, werden die kommenden

Monate zeigen. So hat z.B. das Streichen der Abituroption

an der Oberschule zu Enttäuschungen geführt. Eine neue Schulform

hat niemand gebraucht. Die Einrichtung kleinerer Gesamtschulen

dagegen wäre den vielen Wünschen der kommunalen

Schulträger und vieler Eltern im Land eher gerecht geworden.“

Bilder: Verband Deutscher Privatschulen Niedersachsen-Bremen e.V., Landeselternrat Niedersachsen, Philologenverband Niedersachsen, SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen


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L A N D & U M W E LT

A U S z e I C H n u n g

I n n o VAT I o n

w i r t s c h a f t

Prof. Silke Ospelkaus,

Lehrstuhlinhaberin für

Experimentalphysik am

Institut für Quantenoptik

und des Exzellenzclusters

QUEST der Leibniz Universität, erhält

für ihre Forschungen an ultrakalten

Molekülen einen der begehrten ERC

Starting Grants und wird für fünf Jahre

mit 1,26 Millionen Euro gefördert.

Katrin Zagrosek ist ab

2012 die neue Intendantin

der Niedersächsichen

Musiktage. Die

gebürtige Solingerin

leitet seit 2006 die Hamburger Ostertöne

und seit 2008 die Produktion von

„Wien Modern“, Österreichs größtem

internationalen Festival für zeitgenössische

Musik.

Julia Schmid, in Hannover

lebende Künstlerin,

wurde mit dem

Bonner Kunstpreis 2011

ausgezeichnet. Der mit

20.000 Euro dotierte Preis wird alle

zwei Jahre vergeben und beinhaltet

auch zwei künstlerische Auslandsaufenthalte,

die Julia Schmid in Helsinki

und Madrid verbringen will.

Katja Lembke ist die

neue Direktorin des

Niedersächsischen Landesmuseums

Hannover.

Die Archäologin arbeitete

bisher u.a. im Ägyptischen Museum

Berlin, in etlichen Forschungsprojekten

im In- und Ausland sowie als Leiterin

des Roemer- und Pelizaeus Museum

und des Stadtmuseums in Hildesheim.

Dr. Maria Lehner

wurde mit dem ersten

„Hanns Lilje Stiftungspreis

Freiheit und Verantwortung“

geehrt. Der

Preis ist nach Angaben der Stiftung

bundesweit die einzige Wissenschaftsauszeichnung

für Kirche, Theologie

und Gesellschaft und soll künftig alle

zwei Jahre verliehen werden.

An die Spaten!

„meine Ernte“ vermietet Gemüsegärten

an Hobbygärtner in der Region Hannover.

Lust auf frisches, selbst geerntetes Gemüse,

aber keinen eigenen Garten? Kein Problem.

„meine ernte Ganders und Kirchbaumer

GbR“ vermietet saisonweise unterschiedlich

große Gemüsegärten in Hannover,

Gehrden. Vor dem Saisonbeginn werden

die Gärten bereits von einem erfahrenen

Landwirt professionell vorbereitet. Somit

sind sie schon mit mehr als 20 verschiedenen

Gemüsesorten und Blumen bepflanzt

und besät, wenn im Mai die Hobbygärtner

ihren Mietgarten übernehmen. Ab dann

heißt es: Unkraut jäten, Gießen und natürlich

die leckeren Früchte der Arbeit ernten.

Alles, was für die Gartenarbeit benötigt

wird, steht zur freien Verfügung im

angrenzenden Geräteschuppen.

Für fleißige Kinder, die mithelfen

wollen, gibt es vor Ort viel Spannendes zu

entdecken: Tiere, große Traktoren, bunte

Gemüsefelder... Für beratende Hilfe ist zu

jeder Zeit gesorgt, sodass die Gemüsegärten

nicht nur etwas für erfahrene Hobbygärtner,

sondern auch etwas für Neueinsteiger

sind. Somit ist eine erfolgreiche Ernte fast

schon garantiert.

LH

Weitere Informationen unter Tel. 0228 2861

7119 und im Internet auf www.meine-ernte.de

Artenreich

Hannover wurde als Bundeshauptstadt

der Biodiversität 2011 ausgezeichnet.

Für ihr Engagement zum Erhalt der biologischen

Vielfalt wurde der Stadt Hannover

der Titel „Bundeshauptstadt der Biodiversität

2011“ verliehen. Begründung der Jury:

„Für Hannover hat das Thema Biodiversität

große Priorität. Die Stadt kümmert sich

intensiv und konsequent um den Schutz

der biologischen Vielfalt, indem sie einen

ganzheitlichen Ansatz verfolgt“, so Alexander

Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung

„Lebendige Stadt“. Große Beachtung

fanden unter anderem der naturgemäße

Waldbau in der Eilenriede, das Gewässer-

Renaturierungsprogramm, die Förderung

der ökologischen Landwirtschaft und das

aktuelle Programm „Mehr Natur in der

Stadt“. „Nach dem zweiten Platz 2007 als

‚Bundeshauptstadt im Naturschutz’ ist diese

Auszeichnung erneut eine sehr schöne

Anerkennung unserer Arbeit im Naturschutz“,

freute sich Umweltdezernent Hans

Mönninghoff.

Insgesamt hatten 124 Städte und

Kommunen im internationalen Jahr der

Biodiversität 2010 an dem von der Deutschen

Umwelthilfe (DUH) ausgelobten und

von der Stiftung „Lebendige Stadt“ finanziell

und inhaltlich unterstützten Wettbewerb

teilgenommen.

KL

Weltneuheit aus Garbsen

Auf der HAnnoVER MESSE vom 4. bis 8. April 2011 stellte LPKF Laser & Electronics AG

erstmals ein neues Verfahren für das Prototyping für 3D-Schaltungsträger vor.

Bereits im Jahr 2010 setzte LPKF auf der

HANNOVER MESSE mit der Präsentation

eines neuartigen Lasersystems Maßstäbe,

das aus einfachen Kunststoffbauteilen

hochwertige Elektronikkomponenten

macht, und erhielt für diesen innovativen

Ansatz den Hermes Award 2010, den weltweit

höchstdotierten Industrie-Innovationspreis.

Die Idee dahinter: Bereits vorhandene

Kunststoffbauteile werden mit

Leiterbahnen versehen und übernehmen

zusätzliche elektronische Funktionen.

Durch das Verfahren der Laser-Direktstrukturierung

(LPKF-LDS) lassen sich Schaltungslayouts

auf komplexen, dreidimensionalen

Trägerstrukturen (MIDs) erzeugen.

Der Laserstrahl schreibt das Layout direkt

auf das spritzgegossene Kunststoffbauteil.

Dadurch können zusätzliche Leiterplatten

entfallen. Damit hat sich die Laser-Direktstrukturierung

(LDS) in der industriellen

Produktion durchgesetzt.

Auch dieses Jahr hatten die Garbsener

zur weltgrößten Technologiemesse wieder

eine Weltneuheit im Gepäck und präsentierten

vom 4. bis 8. April erstmals ein

neuartiges Lasersystem, mit dem das Prototyping

für 3D-Schaltungsträger schnell

und wirtschaftlich wird. Elis Hirvonen von

LPKF erklärt die Funktionsweise: „LPKF

ProtoPaint LDS ist ein spezieller Lack, der

sich mit dem LDS-Verfahren strukturieren

lässt. Der neue, preisgünstige 3D-Laser

(Vorstellung eines funktionsfähigen Prototypen

als Weltpremiere) erlaubt das Strukturieren

dieser Bauteile und ein sorgfältig

abgestimmtes Set übernimmt die Metallisierung

im Labormaßstab. Das Ganze funktioniert

also ganz einfach: Einen beliebigen

dreidimensionalen Körper erstellen

(z.B. mit einem 3D-Drucker), mit Proto-

Paint LDS lackieren, mit dem neuen Lasersystem

strukturieren und metallisieren.“

1976 als Ein-Mann-Betrieb in Garbsen

gegründet, machte sich das Unternehmen

durch unkonventionelle Verfahren schnell

einen Namen. Heute beschäftigt LPKF (die

Abkürzung steht für „Leiterplatten-Kopierfräsen“)

circa 450 Mitarbeiter weltweit

und gehört zu den Weltmarktführern im

Bereich In-house Rapid PCB Prototyping,

LDS und StencilLaser.

KL

Weitere Informationen über das Garbsener Unternehmen LPKF Laser & Electronics AG sowie

seine Produkte und Anwendungen finden Sie im Internet unter www.lpkf.de

Frische Ideen

Pattensen südlich von Hannover: Wirtschaftsstandort

im Calenberger Land.

Rund 14.000 Pattenserinnen und Pattenser

schätzen die hohe Lebensqualität mitten

im Calenberger Land in der Region Hannover.

Doch das 1.025-jährige Pattensen südlich

der Landeshauptstadt eignet sich nicht

nur als Wohnort: Durch die zentrale Lage

und das große Gewerbegebiet ist Pattensen

auch ein attraktiver Wirtschaftsstandort.

Auf insgesamt 400.000 Quadratmetern hat

sich in den vergangenen Jahren ein bunter

Branchenmix angesiedelt. Neben der

Fahrzeug- und Dienstleis tungsbranche sind

es besonders die vielen mittelständischen

Handwerks- und Bauunternehmer, die das

Gewerbegebiet beleben und Perspektiven

für die Zukunft bieten.

Die unmittelbare Nähe zur Landeshauptstadt

Hannover sowie zu den Städten

Laatzen, Hildesheim und Hameln ist neben

den günstigen Grund- und Gewerbesteuersätzen

ein weiterer Standortvorteil der

Fachwerkstadt. Auch die Anbindungen an

die Autobahnen A2 und A7 über die Bundesstraßen

3, 6 und 443 machen das Pattenser

Gewerbegebiet für Unternehmen

aller Branchen interessant.

HK

Weitere Informationen über Pattensen finden

Sie im Internet unter www.pattensen.de

Bilder: Julia Stix, Kunstmuseum Bonn, Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, meine ernte Ganders und Kirchbaumer GbR,

Deutsche Umwelthilfe / Stiftung „Lebendige Stadt“

Bilder: LPKF, HRG - Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH & Co KG


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f r e i z e I T

V e R K e H R

S P O R T

Gut gebrüllt Löwe

Der Erlebnis Zoo Hannover wird zum fünften

Mal als „Bester Zoo“ ausgezeichnet.

Der Erlebnis-Zoo Hannover ist vom Freizeitportal

Parkscout erneut zum ‚Besten

Zoo 2010/2011‘ gewählt worden. Über

40.000 Stimmen kamen für die Vergabe des

diesjährigen Parkscout Publikums Award

zusammen. Den Erlebnis-Zoo Hannover

wählten die Nutzer des Portals auf Platz 1 in

der Kategorie „Bester Zoo“ vor Münster und

Gelsenkirchen. Über 3.000 Tiere in sieben

aufwendig gestalteten Themenwelten von

Afrika über Kanada bis Australien, eine

Bootsfahrt über den Sambesi, ein gesunkenes

Schiff als Unterwasserstation, Abenteuerspielplätze,

Sommerrodelbahn, bis zu

30 Shows und kommentierte Fütterungen

stehen in der neuen Saison wieder auf dem

Programm. Derzeit die größte Attraktion

dürften die im Februar geborenen Berberlöwenkinder

sein. In ihrer nordafrikanischen

Heimat sind Berberlöwen in freier Wildbahn

seit Mitte des 20. Jahrhunderts ausgestorben.

Nur ein kleiner Bestand konnte

bis heute im marokkanischen Nationalzoo

Rabat überleben. Jetzt werden Berberlöwen

im Rahmen eines Erhaltungszuchtprogramms

auch in Europa gezüchtet.HK

Weitere Informationen finden Sie im Internet

unter www.zoo-hannover.de

Schneller, sicherer und schöner

Mit dem neuen S-Bahn Vertrag wird es ab Ende des kommenden Jahres weitere Verbesserungen

auf den Strecken und in den Fahrzeugen der S-Bahn Hannover geben.

Seit zehn Jahren rollen die roten Triebwagen

der S-Bahn Hannover durch die Region

und bringen auf sieben Linien jährlich rund

29 Millionen Fahrgäste schnell und sicher

ans Ziel. Von Hannover Hauptbahnhof bis

zum Flughafen sind es zum Beispiel nur 18

Minuten, Sarstedt im Landkreis Hildesheim

und Lehrte sind in einer Viertelstunde zu

erreichen und die Fahrt nach Springe am

Deister ist bereits nach einer halben Stunde

wieder vorbei. Und das in 97 Prozent aller

Fälle auf die Minute genau nach Fahrplan.

Damit ist die S-Bahn Hannover eine der

pünktlichs ten S-Bahnen in ganz Deutschland.

Darüber hinaus bieten einige Stationen

optimale Verknüpfungspunkte zu den

Bussen und Stadtbahnen der Üstra, unter

anderem Hannover Nordstadt und Hannover

Linden-Fischerhof.

Nach zehn erfolgreichen Jahren

konnte sich die DB Regio bei der Ausschreibung

des S-Bahn Netzes erneut als

Betreiber behaupten und wird das 385

Kilometer lange Streckennetz somit auch

in den nächs ten acht Jahren betreiben.

Dafür hat sich die S-Bahn Hannover viel

vorgenommen. Bereits vor kurzem wurden

im Rahmen der bundesweiten Kunden-

und Qualitätsoffensive der DB Regio

mehr Sicherheitsleistungen bestellt, die

Reinigungsintervalle für die Züge teilweise

erhöht und bei 40 Triebzügen im

Raum Hannover etwa 8.000 alte Sitzpolster

ausgetauscht.

Mit dem neuen S-Bahn Vertrag wird

es ab Ende des kommenden Jahres weitere

Verbesserungen auf den Strecken und

in den Fahrzeugen geben. Bis spätestens

Dezember 2013 erhalten alle S-Bahnen ein

Videoüberwachungssystem. Die Zahl der

Zugbegleiter wird insgesamt erhöht und die

Begleitung in den Abendstunden beginnt

bereits ab 20.00 Uhr und endet am nächsten

Morgen um 6.00 Uhr. Weiterhin wird

der tägliche 30-Minuten-Takt zum Flughafen

in den Nacht- und frühen Morgenstunden

ausgebaut.

Dabei bringt der neue S-Bahn Vertrag

nicht nur positive Veränderungen für den

Fahrgast, er entlastet auch die öffentliche

Hand, da er mit deutlich weniger Zuschüssen

auskommt.

KL

Weitere Informationen über die S-Bahn Hannover, den aktuellen Fahrplan sowie Interessantes

und Wissenswertes finden Sie im Internet unter www.s-bahn-hannover.de

Acht Teams, 32 Spieler – ein Meister

Der Niedersächsische Polo-Club e.V. in Maspe nördlich von Hannover ist Ausrichter

der Deutschen Polo Meisterschaften im Medium Goal. Schirmherr ist David McAllister.

Nur eine knappe halbe Stunde nördlich von

Hannover liegt das kleine Örtchen Maspe.

Dort gibt es mehr als doppelt so viele Pferde

(68) wie Menschen (32) – und einen der

schönsten Poloplätze Deutschlands. Auf

diesem werden vom 24. bis 26. Juni und

vom 1. bis 3. Juli die Deutschen Polo Meisterschaften

im Medium Goal, der mittleren

Spielklasse im Polosport, ausgetragen. Acht

Teams aus ganz Deutschland werden gegeneinander

antreten. Wolfgang Kailing, Präsident

des Niedersächsischen Polo-Club e.V.:

„Die Resonanz war über alle Erwartungen

groß. Erstmalig hat der Deutsche Polo Verband

(DPV) die Deutschen Polo Meisterschaften

im Medium Goal ohne die Beteiligung

von Gastspielern ausgeschrieben.“

Eine kurze Bemerkung mit weitreichenden

Auswirkungen: Während der südamerikanischen

Wintermonate spielen viele argentinische

Profi-Spieler in Europa zum Geldverdienen

professionell Polo und haben

bisher auch bei Meisterschaften die deutschen

Teams unterstützt. Zum ersten Mal

übernimmt der Niedersächsische Ministerpräsident

David McAllister die Schirmherrschaft

über das Turnier. McAllister:

„Faszinierend am Polosport finde ich die

einzigartige Mischung aus Geschwindigkeit

und Eleganz der Pferde sowie der starke

Teamgeist.“ Wolfgang Kailing freut sich

über den prominenten Schirmherrn: „Wir

freuen uns sehr, dass David McAllister mit

seinen schottischen Wurzeln Schirmherr

des Events ist. Die Niedersachsen sind sehr

anglophil. Polo und die englische Lebensart

gehören einfach zusammen.“ Das hängt

auch damit zusammen, dass es britische

Offiziere waren, die den Polosport Ende des

19. Jahrhunderts in ihren indischen Kolonien

kennen- und liebengelernt und dann

nach Eu ropa und Amerika gebracht haben.

Auch in Nieder sachsen ist der Polosport

eng mit den Briten verbunden. Englische

Kavallerieregimenter, die nach Ende des

Zweiten Weltkriegs hier stationiert waren,

trugen maßgeblich zum Aufbau des Sports

bei. Polo ist ein Spiel für Techniker, Taktiker

und Kämpfer. Pro Team versuchen vier

auf Pferden reitende Spieler einen Ball mit

einem aus Holz gefertigten Poloschläger in

das gegnerische Tor zu schlagen. KL

Weitere Informationen über den Niedersächsischen Polo-Club e.V. sowie zu den Deutschen

Meisterschaften im Medium Goal finden Sie im Internet unter www.polo-in-maspe.de

Über den

Wolken

10.000 Meter in

der Luft bot die

Ferienfluggesellschaft

TUIfly und die goP Entertainment

Group Mitte April den Fluggästen

auf einem Flug von Hannover nach Las

Palmas ein In-flight-Entertainment Programm

der Extraklasse. An Bord einer

Boeing 737-800 von TUIfly wurden die

Fluggäste von kleinen Showeinlagen der

goP Künstler überrascht. Teil dieser außergewöhnlichen

Show über den Wolken

waren Weltklasse-Artisten und grandiose

Comedians. „Diese Kooperation bietet

unseren Fluggästen eine einzigartige

Show, die man nur bei TUIfly erleben

kann. Varieté auf wahrlich höchstem

Niveau – nämlich über den Wolken.

Wir freuen uns, mit dieser besonderen

Bordunterhaltung die Kooperation

zwischen den Sensimar Hotels und der

goP Entertaiment Group bekanntgeben

zu dürfen“, so Dr. Dieter Nirschl,

Vorsitzender TUIfly Geschäftsführung.

Werner Buss, Geschäftsleitung der

goP Entertainment Group, ergänzt:

„Für uns war es eine ganz neue Erfahrung,

eine Show der goP Varieté-

Theater auf eine

fliegende Bühne zu

bringen. Dass unsere

Künstler einen

Tag lang hautnah

hier an Bord von

TUIfly mit dem

Publikum interagieren

konnten, war

ein fantastisches Erlebnis. Mit Blick

auf den Sommer freuen wir uns auf

eine lustvolle Zusammenarbeit mit den

Sensimar Hotels.“

TUIfly mit Sitz in Hannover ist 2007 aus

der Zusammenführung von Hapag-

Lloyd Express (HLX) und Hapagfly

hervorgegangen. Die Fluggesellschaft

gehört zur TUI Travel PLC, an der die

TUI AG als weltgrößter Touristikkonzern

mehrheitlich beteiligt ist. Unter

dem Dach der goP Entertainment

Group bestehen fünf goP Varieté-

Theater in Hannover, Essen, Bad

Oeynhausen, Münster und München

mit Gastronomie sowie Dance-Clubs

in Bad Oeynhausen und Essen. Die

goP Entertainment Group ist Europas

größtes Varieté-Unternehmen.

Bilder: Zoo Hannover, S-Bahn Hannover

Bilder: Bernd Witzmann, goP/TUIfly


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FHH Anzeige RegJo 06.06.2007 9:50 Uhr Seite 1

Das Studium an der Fachhochschule Hannover (FHH)

bietet mit seinem vielfältigen Angebot an internationalen Bachelor- und

Master-Studiengängen ein perfektes Sprungbrett in die Zukunft.

PRAXISNAHE ANGEBOTE:

Die Hochschule setzt den Praxisbezug in

herausragender Weise um und entwickelt ihn

mit hohem Engagement für die Studierenden

weiter.

QUALITÄT:

Die Hochschule sichert und verbessert

laufend das anerkannt hohe Niveau in Lehre,

Forschung und Praxisnähe.

INTERDISZIPLINARITÄT:

Die Hochschule entwickelt die Vielfalt ihrer

wissenschaftlichen Kompetenz zu einzigartigen

und zukunftsfähigen Ausbildungsprofilen.

STANDORTVORTEIL:

Die Hochschule nutzt für die Weiterentwicklung

ihrer Attraktivität die Vorteile des Standorts

Hannover.

INTERNATIONALITÄT:

Die Hochschule bietet mit der konsequenten internationalen Ausrichtung

einen erfolgreichen Berufseinstieg ihrer Studierenden.

Sie sind interessiert an einem effektiven und von den künftigen Arbeitgebern akzeptierten

Studium: Informieren Sie sich im Internet unter www.fh-hannover.de oder via

E-Mail beratung@fh-hannover.de.

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Von links nach rechts: Heinz-Gerhard Wente (Continental-Personal-Vorstand), Christoph Dannowski (Neue Presse – Moderator),

Mirko Slomka (Trainer von Hannover 96) und Uwe Schünemann (Niedersachsens Sportminister).

Sportlich, sportlich

Zur Förderung des leistungsorientierten Sports in der Region Hannover hat der internationale Automobilzulieferer

und führende europäische Reifenhersteller Continental die Initiative Pro Sport Hannover gegründet.

Fotografie: Initiative Pro Sport Hannover

Bereits seit 15 Jahren fördert die Continental-Division Pkw-

Reifen den internationalen Profi-Sport als Sponsor und ist

derzeit Offizieller Sponsor der FIFA WM 2014 in Brasilien

und Offizieller Partner des DFB-Pokal. Auch der Fußballbundesligist

Hannover 96 wird seit mehreren Jahren von

dem weltweit aktiven Automobilzulieferer und in Europa

führenden Reifenhersteller unterstützt.

Zur Förderung des leistungsorientierten Sports in der

Region Hannover hat Continental jetzt die Initiative Pro

Sport Hannover gegründet. Heinz-Gerhard Wente, Continental-Personal-Vorstand:

„Wie im Leistungssport geht es

auch in Unternehmen wie Continental täglich um die Motivation

von Mitarbeiterteams, die gemeinsam erfolgreich

sein und die führende Marktposition verteidigen oder weiter

ausbauen wollen. Mit der Initiative Pro Sport Hannover

wollen wir gezielt den Austausch von Experten in verschiedenen

Disziplinen fördern und sind überzeugt davon, dass

wir von erfolgreichen Leistungssportlern genau so viel lernen

können wie umgekehrt.“ Nikolai Setzer, Continental-

Pkw-Reifen-Vorstand ergänzt: „Wir fördern neben globalen

und regionalen Aktivitäten – unter anderem beispielsweise

Hannover 96, die Hannover Scorpions und den Behinderten

Sportverband Niedersachsen – aber auch verstärkt den

leistungsorientierten Sport in der Region Hannover. Unsere

Kontakte zu zahlreichen Experten aus Sport und Management

werden wir nutzen, um den Verantwortlichen im hannoverschen

Leistungssport wichtige Impulse und Ideen zu

geben, welche deren nachhaltigen Erfolg fördern können.“

In Zukunft bietet die Initiative Pro Sport Hannover

eine professionelle Plattform für einen regelmäßigen und

fachkundigen Dialog über alle Facetten der Leistungsorientierung

in Wirtschaft und Sport aus Sicht von Wirtschaft,

Sportlern und Verbänden sowie Medien und Politik. Darüber

hinaus werden pro Jahr vier Projekte in den Kategorien

Einzel-, Team-, Nachwuchs- (Einzel oder Team) und

Behindertensport (Einzel oder Team) mit jeweils bis zu

10.000 Euro unterstützt.

Weitere Informationen zur Initiative sowie Bewerbungen zur

Projektförderung finden Sie unter www.Pro-Sport-Hannover.de


egjo HAnnover portrait 15

Bild: Shooresh Fezoni

Auch Ministerpräsident David McAllister (2. von links, hinten)

gehörte zu den Gratulanten zum 10-jährigen Jubiläum

der VGH-Stiftung. Gegründet wurde die Stiftung im Jahr 2000

anlässlich des 250-jährigen Bestehens der Landschaftlichen

Brandkasse mit einem Gründungskapital vom 12,8 Mio. Euro.

Die Zukunft gezeichnet

Engagement für Niedersachsens Kulturlandschaft: Ein erfolgreiches Jahrzehnt Stiftungsarbeit liegt hinter

der VGH-Stiftung, die sich für Wissenschaft, Denkmalpflege, Literatur, Kunst und Hospizarbeit stark macht.

Jugendprojekte in Museen und Bibliotheken, Literaturbüros,

historische Gärten und Parks, wertvolle Bücher und

Archivalien, Hospize – sie alle konnten sich in den letzten

zehn Jahren über eine Unterstützung in Höhe von

rund 5,6 Mio. Euro durch die VGH-Stiftung freuen. In

diesem Jahrzehnt konnte die Stiftung rund 400 Projekte

in den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Mildtätigkeit

verwirklichen helfen.

Das 10-jährige Bestehen der Stiftung haben die Stifter,

die VGH Versicherungen, zum Anlass genommen, das

Stiftungskapital um weitere 5 Mio. Euro auf nunmehr 32,5

Mio. Euro zu erhöhen. Ein wesentlicher Schwerpunkt

der VGH-Stiftungsarbeit, der alle Förderbereiche durchzieht,

ist die Heranführung junger Menschen an kulturelle

Werte. Deshalb hat die VGH-Stiftung ergänzend

zu vielen Förderprojekten für Jugendliche im Jahr 2007

gemeinsam mit der Büchereizentrale Niedersachsen den

JULIUS-CLUB ins Leben gerufen – ein Leseförderprojekt,

das inzwischen über 19.000 Kindern und Jugendlichen

zwischen 11 und 14 Jahren Spaß am Lesen vermittelt hat.

„Die Investition in Kinder und Jugendliche ist eine

Investition in die Zukunft. Wir freuen uns, dass wir hier

mit der VGH-Stiftung einen Beitrag leisten können, etwa

mit unserem JULIUS-CLUB“, so Friedrich von Lenthe,

Vorsitzender des Vorstandes der VGH-Stiftung. 2010 setzten

sich 182 JULIANER während der Sommerferien in

Kreativwerkstätten malend, kochend, bastelnd, schreibend

und filmend mit dem Thema „Wie möchte ich in

Zukunft leben?“ auseinander.

Die dabei entwickelten Zukunftsversionen wurden

in einer Ausstellung und im Jubiläumsbuch der VGH-Stiftung

sichtbar. Sie stehen stellvertretend für die Arbeit der

VGH-Stiftung, die sich in ihren Förderbereichen Literatur,

Museumspädagogik, Kunstvermittlung, Gartendenkmalpflege,

historischen Wissenschaften und der Förderung

von Hospizen gesamtgesellschaftlichen Fragestellungen

widmet.

„Wir freuen uns sehr über das großzügige Geburtstagsgeschenk

der VGH Versicherungen, das uns in die Lage

versetzt, noch stärker als bisher in kulturelle, wissenschaftliche

und mildtätige Projekte in Niedersachsen und

Bremen zu investieren. Unser Anspruch ist es, auch in den

kommenden Jahren einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung

der Regionen zu leisten“, so Friedrich von Lenthe.

Seit 260 Jahren ist die Landschaftliche Brandkasse

dem Gemeinwohl des Landes und seiner Bürger verpflichtet.

Dies manifestiert sich nicht zuletzt in der Gründung

der VGH-Stiftung aus Anlass des 250-jährigen Bestehens

der Brandkasse im Jahr 2000.

Weitere Informationen sowie Zahlen, Daten und Fakten über die

VGH-Stiftung finden Sie unter www.vgh-stiftung.de

Gesamtfördervolumen 2001– 2009 nach Förderbereichen

399 Maßnahmen, 5.585.934 Euro

Die Förderbereiche Bildende

Kunst / Museumspädagogik,

Literatur und Sonstiges beinhalten

zu ca. 1/3 soziale Projekte,

die Bildung, Integration und

Wertevermittlung an Kinder und

Jugendliche zum Inhalt haben.


16 Bildung regjo hannover regjo hannover Bildung 17

Bye bye Humboldt?

Angesichts der aktuellen Entwicklungen hin zu mehr Wirtschaftlichkeit und dem Zurückdrängen der Geisteswissenschaften

stellt sich auch den Hochschulen in Hannover die Frage nach dem Wert von Bildung an sich.

Ansgar (25), Meteorologie, Leibniz Universität Hannover.


18 Bildung regjo hannover regjo hannover Bildung 19

Vivien (25), Wirtschaftswissenschaften, Leibniz Universität Hannover.


20 Bildung regjo hannover regjo hannover Bildung 21

Hauptgebäude der Leibniz Universität Hannover am Welfengarten 1.


egjo hannover Bildung 23

Die Fachhochschule Hannover ist erst vor

kurzem in den Rundbau des Planet M auf der

Expo Plaza gezogen.

Text: Katrin Langemann Fotografie: Marco Bühl

Seit ein paar Tagen hat Ansgar (25) sein Diplom in Meteorologie in der Tasche. Die Entscheidung,

in Hannover zu studieren, hat er ganz bewusst getroffen: „Hier ist mein Studiengang

sehr klein und übersichtlich, die Professoren sind gut und das Institut hat deutschlandweit

eine ausgezeichnete Reputation.“ Doch nicht alle der rund 35.000 Studierenden an Hannovers

Hochschulen finden so nahezu optimale Studienbedingungen vor. Insbesondere die

Vorlesungen und Seminare in den geisteswissenschaftlichen Fächern sind oftmals überfüllt.

Auch in den Wirtschaftswissenschaften ist der Andrang insbesondere in den ersten Semestern

sehr hoch. Dass es auch anders geht, weiß Vivien (25), die in Kürze ihr Studium der

Wirtschaftswissenschaften mit dem Diplom abschließen wird, aus eigener Erfahrung: „Bei

meinem halbjährigen Auslandsaufenthalt in Rouen in Frankreich waren wir meist nur zu

zehnt in einem Seminar. Da konnten die Inhalte natürlich sehr viel intensiver und lebendiger

vermittelt werden.“ Wer hierzulande kleine Seminare und eine familiäre Professorenbetreuung

sucht, muss sich meist entweder für eines der sogenannten Exotenfächer oder für

eine private Hochschule wie die FHDW Hannover, die Fachhochschule für die Wirtschaft,

entscheiden. Prof. Dr. Karl Müller-Siebers, Präsident der FHDW Hannover, die in bundesweiten

Hochschulrankings immer wieder auf den vorderen Plätzen landet: „Die Professoren

bei uns kennen die Namen der Studierenden, die Studiengruppen haben maximal 30 Teilnehmer,

Organisation und Abläufe sind überschaubar und mehr als 200 Kooperationspartner

buhlen um die guten Praktikanten und Absolventen. Jährlich loben die Kooperationsunternehmen

etwa 70 Unternehmensstipendien im Wert von 30.000 bis 40.000 Euro aus.

Dadurch kann die Mehrzahl der Studierenden an der FHDW Hannover frei von materiellen

Sorgen studieren.“

Für viele Studierende liegen solche Traumbedingungen allerdings in unerreichbarer

Ferne. Ohne Stipendium können sich nur Wenige die Studiengebühren von 600 bis 650 Euro

monatlich (zzgl. 1.500 Euro einmalige Prüfungsgebühr) für die dualen Studiengänge an der

FHDW leisten. Für die meisten ist bereits die Finanzierung eines „normalen“ Studiums eine

fast unüberwindbare Hürde. Ohne finanzielle Unterstützung geht da meist gar nichts. Für

rund 84 Prozent der hannoverschen Studierenden sind die Eltern Geldgeber. Da das in den

seltensten Fällen ausreicht, verdienen sich rund zwei Drittel durch Arbeiten neben dem Studium

noch etwas hinzu. Nur ein knappes Drittel erhält Bafög. Stipendien oder gar die neuen

Studienkredite spielen laut der aktuellen Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks bei

der Finanzierung nur eine untergeordnete Rolle. Prof. Dr. Johanna Wanka, Niedersächsische

Ministerin für Wissenschaft und Kultur: „Die Stipendienprogramme werden derzeit ausgebaut

und können eine zusätzliche finanzielle Unterstützung anbieten. Unabhängig vom

Einkommen der Eltern können in Niedersachsen zudem niedrig verzinste Studiendarlehen

genutzt werden. Die Rückzahlung beginnt erst bei hinreichend hohem Einkommen und in

kleinen Raten. Klar ist aber auch, dass wohl kaum die Mehrzahl der Studierenden ein Darlehen

nutzen wird. Die Entscheidung darüber trifft jeder selber entsprechend der eigenen

Bedürfnisse. Wichtig ist, dass durch diese Angebote ein offener Zugang zu den Hochschulen

gesichert ist.“

Wie Vivien geht es vielen: „Ehrlich gesagt, wollte ich zum Studieren eigentlich in eine

andere Stadt. Doch dafür haben mir die finanziellen Mittel gefehlt. Mein Studium konnte

ich mir nur durch das Wohnen bei meinen Eltern und meine Studentenjobs leisten.“ Karen

Tepel von der Sozialberatung des Studentenwerks Hannover erlebt die Sorgen und Nöte der

Studenten jeden Tag: „Vor allem bei Fragen zur Finanzierung des Studiums besteht sehr hoher

Beratungsbedarf. Das hängt auch damit zusammen, dass durch die Bachelor- und Masterstudiengänge

die Vereinbarkeit von Jobben und Studium sehr viel schwieriger geworden ist.

Durch den verschulteren Lehrplan haben die Studenten oft über den Tag verteilt in einem

zeitlichen Rahmen von 8.00 bis 18.00 Uhr Vorlesungen. Da ist kaum ein Job möglich. Für

viele Studierende wird der finanzielle Druck daher immer intensiver spürbar.“


egjo hannover Bildung 25

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Bild: FHDW Hannover

Die private FHDW, die Fachhochschule für die Wirtschaft, landet in bundesweiten Hochschulrankings immer wieder auf den

vorderen Plätzen. Präsident Prof. Dr. Karl Müller-Siebers: „Mehr als 200 Kooperationspartner buhlen um die Absolventen.“

Zwar schrecken laut einer aktuellen Studie des Stifterverbandes

der Deutschen Wissenschaft Studienbeiträge

junge Leute nicht vom Studium ab, dennoch gibt David

Diel vom Asta der Leibniz Universität Hannover zu bedenken:

„Durch die Studienbeiträge beginnen die Studenten

heute ihr Studium mit einer ganz anderen Einstellung.

Es herrscht eine Art ‚Kaufmentalität’. Es wird sich eine

Ausbildung gekauft und so wird diese auch behandelt. Die

Leute identifizieren sich ganz anders mit dem Studium. Das

sieht man unter anderem auch daran, dass hochschulpolitisches

Engagement stark abnimmt.“

Sowohl für Vivien als auch für Ansgar kam während

ihres Studiums an der Universität der Praxisbezug zu kurz.

Ansgar: „Das gesamte Studium war sehr theoretisch ausgelegt,

mit sehr wenig praktischen Erfahrungen. Erst durch

mein Thema für die Diplomarbeit war ich gezwungen, mich

mit der Praxis auseinanderzusetzen. Da wurde ich ganz

schön ins kalte Wasser geworfen.“ Anders als an der Leibniz

Universität Hannover ist die Praxis an der Fachhochschule

Hannover (FHH), die erst vor kurzem mit dem Präsidium,

der Verwaltung und dem Medienstudiengang in den Rundbau

des Planet M auf der Expo Plaza gezogen ist, ein wichtiges

Element im Studienplan. Bastian Kornau vom Asta der

FHH: „Die Praxisnähe ist der große Pluspunkt der FHH. In

den meisten Studiengängen sind Praxissemester sogar vorgeschrieben.

Dabei bietet die FHH den Studierenden viele Möglichkeiten

und Unterstützung, auch was Auslandsaufenthalte

betrifft. An der Fachhochschule studieren daher auch viele

Ältere, die oftmals bereits aus dem Berufsleben kommen.“

Nach außen allerdings scheint die klassische Trennung

– eher praxisorientierte Lehre an der Fachhochschule und

wissenschaftsorientierte an den Universitäten – langsam zu

verschwimmen. Prof. Dr.-Ing. Erich Barke, Präsident der

Leibniz Universität Hannover: „Es ist wichtig, dass es beides

gibt: Universitäten und Fachhochschulen. Sie sollten aber

auch unterscheidbar sein. Das Streben der Fachhochschulen,

sich immer mehr an Universitäten anzugleichen, halte ich

nicht für sinnvoll. Früher wusste man, woran man ist, wenn

man einen Fachhochschulabschluss oder einen Universitätsabschluss

in den Händen hielt. Heute kann man die Studienabschlüsse

nicht mehr unterscheiden, obwohl sie nach

wie vor unterschiedlich sind.“ In einem sind dann aber wieder

alle gleich: Ab dem kommenden Wintersemester warten

große Herausforderungen auf die Hochschulen. Bedingt

durch die doppelten Abiturjahrgänge und die Aussetzung der

Wehrpflicht werden weit mehr Studienanfänger als sonst an

die niedersächsischen Hochschulen drängen. Allein in der

Region Hannover werden 2011 circa 8.000 junge Menschen

ihre Schullaufbahn mit einer Hochschulreife beenden. Prof.

Barke: „Infolge des doppelten Abiturjahrgangs rechnen wir

im Wintersemester 2011/12 mit ca. 25 Prozent mehr Studienanfängern

als im Jahr 2010. Durch die Wehrpflichtaussetzung

kommen voraussichtlich noch einmal 10 bis 20 Prozent

dazu. Die Leibniz Universität Hannover bietet im Rahmen

des Hochschulpakts von Bund und Ländern 1.180 zusätzliche

Studienplätze an – ein Plus von etwa 30 Prozent, sie

stellt zusätzliches Lehrpersonal sowie Sachausstattung für

Lehrveranstaltungen bereit.“ Auch die FHDW und die FHH

haben vorgesorgt, mehr Studienplätze geschaffen und weiteres

Lehrpersonal eingestellt. Dagmar Thomsen von der FHH:

„Natürlich warten große Herausforderungen auf uns. Aber

wir haben alles auf den Weg gebracht und sind gut aufgestellt,

alles eine Frage der Organisation. Die Zusammenarbeit

in Hannover ist sehr gut, hier ziehen alle an einem Strang.“

Die Hochschulen fühlen sich gut vorbereitet.

Die Mittel für die zusätzlichen Studienplätze werden

über den Hochschulpakt II von Bund und Land hälftig bereitgestellt.

Prof. Dr. Johanna Wanka betont: „Gemeinsam mit

den Hochschulen haben wir es frühzeitig geschafft, die notwendigen

Plätze für den doppelten Abiturjahrgang aufzubauen.

Dabei wurden mit den bereitgestellten Geldern nicht

nur die Studienanfängerplätze allein geschaffen, sondern

auch die notwendige Infrastruktur und Betreuungsangebote

aufgebaut.“ Zusätzlich ist in Niedersachsen seit Januar

der Zukunftsvertrag II in Kraft. Damit sichert das Land den

Hochschulen jährlich rund 1,69 Milliarden Euro verbindlich

bis zum Jahr 2015 zu und übernimmt künftig auch Besoldungs-

und Tarifsteigerungen für die Hochschulen – eine

deutschlandweit einzigartige Garantie für die Hochschulen.

Prof. Dr. Johanna Wanka: „Besondere Bedeutung bekommt

diese geschaffene Planungssicherheit vor dem Hintergrund,

dass in Krisenzeiten viele andere Länder im Hochschulbereich

deutlich kürzen. Niedersachsen nicht! Neben den

umfassenden Investitionen haben wir von Seiten des Landes

ein klares Zeichen gesetzt: Lehre und Forschung erhalten

einen finanziell sicheren Rahmen und somit Gestaltungsmöglichkeiten

für die Zukunft.“ Im Gegenzug verpflichten

sich die Hochschulen zu einer Erhöhung der Lehrverpflich-


10410003 Anz RegJo 105 x 140.indd 2 21.12.10 10:30

regjo hannover Bildung 27

STudiEREN in HAnnOVER

• 6,5 Prozent der Einwohner Hannovers sind Studenten

• Drei Viertel der hannoverschen Studierenden haben ihren Hochschulzugang

in Niedersachsen erworben

• Zwei Drittel der Studenten sind jünger als 26 Jahre

• Über die Hälfte der Studenten ist ledig, aber in fester Partnerschaft

• Der typische Student hat eine 46-Stunden-Woche: 38 Stunden fürs Studium

+ 8 Stunden für die Erwerbstätigkeit

• Durschnittlich stehen dem Hannoveraner Studenten 845 Euro im Monat zur Verfügung

• 70 Prozent finanzieren sich ihr Studium durch Arbeiten neben dem Studium

• Gut die Hälfte der Absolventen findet ihre (erste) Beschäftigung in der Region Hannover

Quelle: Sonderauwertung der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks 2009, Ergänzendes Kurzgutachten

„Die regionalökonomische Bedeutung der Studierenden in Hannover

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Mitten im Südharz /

Niedersachsen. Mitten in

Deutschland. Seit 1890.

tung der Professoren sowie zur Steigerung ihres Profils, zur

Weiterentwicklung des Studienangebots und zur weiteren

Öffnung für neue Zielgruppen. Studienbeiträge werden weiterhin

von den Hochschulen erhoben und für die Verbesserung

der Lehre eingesetzt. Prof. Dr. Johanna Wanka: „Im

letzten Jahr verwendeten die Hochschulen allein über die

Hälfte der fast 100 Millionen Euro für zusätzliches Personal,

was die Betreuungssituation wesentlich verbessert hat.

Niedersachsen erreichte auch dadurch einen Spitzenplatz im

Ländervergleich mit fast 80 Prozent erfolgreicher Studienabschlüsse.“

Dagmar Thomsen ist zuversichtlich: „Mit dem

Zukunftsvertrag haben wir beim Niedersächsischen Ministerium

für Wissenschaft und Kultur bereits viel erreicht. Der

Vertrag, der von allen Hochschulen in Niedersachsen unterzeichnet

wurde, gibt uns endlich Planungssicherheit für die

nächsten fünf Jahre. Das ist einmalig.“ Dem stimmt Prof.

Barke zu: „Der Zukunftspakt gibt uns Sicherheit“, weist aber

auch darauf hin: „Anders sieht es beim Thema Bauen aus: Es

ist ein enormer Aufwand, alle Gebäude in Schuss zu halten.

Das Geld, das für die Bauvorhaben vorgesehen ist, reicht hinten

und vorne nicht. Wir haben einen Sanierungsstau von

200 Millionen Euro.“

Seit Anfang 2007 bündelt die „Initiative Wissenschaft

Hannover“ alle hannoverschen Hochschulen, die VolkswagenStiftung,

das Studentenwerk Hannover, wichtige wissenschaftliche

Einrichtungen sowie die Stadt Hannover unter

einem Dach. Ziel ist es, den Hochschul- und Wissenschaftsstandort

weiter zu stärken, die Zusammenarbeit zwischen

Wissenschaft und Forschung zu fördern und die Rahmenbedingungen

für Studierende und Wissenschaftler zu verbessern.

Theda Minthe, Leiterin der Stelle „Wissenschaftsstadt

Hannover“ im Büro des Oberbürgermeisters: „Wissenschaft,

Forschung und Hochschulen sind längst als Motor und Katalysator

für die Stadtentwicklung erkannt worden. Gleichzeitig

schätzen Studierende und Wissenschaftler ein innovatives

und diskursfreundliches Umfeld in ihrer Stadt. Standortpolitik

– einst nur im Fokus der regionalen Stadt- und Wirtschaftsentwicklung

– ist auch für den Wissenschaftsbetrieb

von wachsender Bedeutung.“

Zu den Projekten der Initiative zählen ein gemeinsamer

Internetauftritt der Partner (www.science-hannover.

de), Veranstaltungen wie der November der Wissenschaft

(45.000 Besucher), die Reihe Wissenschaft im Rathaus,

das bundesweit einmalige Festival der Philosophie (7.000

Besucher), Welcome- und Service-Maßnahmen für Studierende

und Wissenschaftler insbesondere auch aus dem

Ausland sowie die Gutscheinkarte „Hausmarke“. Die Stadt

hat erkannt: Die Studierenden und Wissenschaftler sind ein

wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der regionalökonomische Beitrag,

der auf Basis des geschätzten studentischen Konsums

berechnet wird, beläuft sich immerhin auf circa 300 bis 400

Millionen Euro Umsatz pro Jahr. Umgerechnet entspricht

dies circa 2.300 bis 2.900 Arbeitsplätzen.

Für die Zukunft bleibt aber vor allem eine Frage offen,

die nicht von den einzelnen Hochschulen, auch nicht von

der Region oder dem Bundesland beantwortet werden kann,

sondern der sich letztendlich die Gesellschaft stellen muss.

David Diel: „Die natur- und ingenieurwissenschaftlichen

Fächer werden derzeit sehr gefördert, während die Geisteswissenschaften

immer weiter zurückgedrängt werden. Selbst

Lehrinhalte werden wirtschaftlichen Interessen angepasst:

Während beispielsweise in den Sozialwissenschaften früher

noch sozialpolitische Fragen kritisch diskutiert wurden,

geht es heute um ‚Wie führe ich meine Mitarbeiter richtig?’

oder ‚Wie hole ich das Beste aus meinem Unternehmen heraus?’

Angesichts der aktuellen Entwicklungen stellt sich da

die Frage: Was für eine Universität wollen wir? Welche Aufgaben

soll/muss sie erfüllen? Im Moment ist sie nur eine

Ausbildungsstätte für Kräfte in der Wirtschaft, nach deren

Bedürfnissen die Struktur der Uni und der einzelnen Studiengänge

angepasst wird. Geistige Freiheit und freies Denken

bleiben da auf der Strecke.“ Keine Einzelmeinung. Bastian

Kornau: „Ich persönlich halte die derzeit sehr marktwirtschaftlich

eingeschlagene Richtung im universitären Bildungssystem

für sehr problematisch und sehe die alleinige

Fixierung auf anwendungsbezogene, wirtschaftliche Aspekte

sehr kritisch. Das betrifft auch die Einflussnahme von Unternehmen

auf Hochschulen. Fächer wie beispielsweise Politik,

Geschichte und Philosophie sind ebenfalls fundamental

wichtig für unsere Gesellschaft. Bei der immer weiter voranschreitenden

Tendenz der Bildung als Marktware geht der

Humboldtsche Gedanken – Bildung an sich als Wert – völlig

verloren.“

Für Vivien und Ansgar ist die Zeit zwischen Seminar,

Bibliothek und Co. erst einmal vorbei. Ansgar hat sogar

bereits einen Arbeitsvertrag unterschrieben. Er bleibt in Hannover

– wie rund die Hälfte der Absolventen. Dieser Anteil

soll noch steigen. Theda Minthe: „Die Initiative Wissenschaft

engagiert sich dafür, dass Unternehmen der regionalen Wirtschaft

die Potenziale von Hochschulen und wissenschaftlichen

Einrichtungen noch stärker kennenlernen und nutzen.

Studierenden soll durch frühzeitigen Kontakt mit Unternehmen

in der Region die Möglichkeit gegeben werden, auch

nach dem Abschluss Hannover zum Mittelpunkt des beruflichen

und familiären Lebens zu machen.“

Das zentrale Beratungsportal für Niedersachsen www.studierenin-niedersachsen.de

informiert aktuell rund um das Studium.


28 magazin regjo HAnnover regjo HAnnover Magazin 29

B I L D U n g

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Aller guten Dinge

Die Leibniz-Akademie im Wandel

Home of TKKG

Gib Gummi!

Neue Initiative

Die Gisma Business School bietet den

MBA in drei verschiedenen Formaten an.

Ab dem kommenden Wintersemester 2011/2012 startet die neue Leibniz-Fachhochschule

an der Expo Plaza in Hannover mit vier Bachelor-Studiengängen.

Das Pädagogium in Bad Sachsa im Südharz

macht Schüler fit für Europa.

Das DIK in Hannover bietet Weiterbildung

im Bereich Kautschuktechnologie an.

Neues Netzwerk für gemeinsames überregionales

Personalmarketing gegründet.

Der Master of Business Administration

(MBA) ist ein generalistisches Managementstudium,

das die Hannoveraner Gisma

Business School in enger Kooperation mit

der Purdue University, USA und der Leibniz

Universität Hannover anbietet. An der

Gisma kann der MBA in drei verschieden

Formaten absolviert werden, die allen

Karrierestufen und Lebensphasen gerecht

werden. Die Studenten des elfmonatigen

internationalen Vollzeit-MBA-Programms

kommen aus über 20 Nationen.

Für Nachwuchsführungskräfte ist das

berufsbegleitende Wochenend-MBA-Programm

geeignet, das an 17 Wochenenden

im Jahr über 24 Monate unterrichtet wird.

Ein drittes Programm, das IMM, spricht

Manager mit Führungserfahrung an. Die

englischsprachigen Programme sind international

akkreditiert und werden von

renommierten Professoren aus den USA

und Europa unterrichtet. Die Gisma Business

School geht auf eine Initiative der Niedersächsischen

Landesregierung zurück

und wird von führenden Wirtschaftsunternehmen

unterstützt.

HK

Seit über 90 Jahren steht die Leibniz-Akademie

für renommierte kaufmännische

Weiterbildung in Hannover und auch als

Berufsakademie für das duale Studium ist

sie bereits seit 35 Jahren festetablierter Bildungspartner

der niedersächsischen Wirtschaft.

Jetzt wandelt sich die Leibniz-Akademie

zur privaten Fachhochschule. Zum

Start des Wintersemesters 2011/2012 wird

die Leibniz-Fachhochschule an der Expo

Plaza ihren Studienbetrieb aufnehmen.

Das Studienangebot der neuen Fachhochschule

wird die drei dualen Bachelor-Studiengänge

Business Administration

(BWL), Wirtschaftsinformatik und

Health Management (BWL im Gesundheitswesen)

umfassen. Die Studierenden,

die ein duales Studium ab dem Wintersemester

aufnehmen, werden also bereits

in der neuen Fachhochschule immatrikuliert,

die Berufsakademie wird mittelfristig

in der Leibniz-Fachhochschule aufgehen.

Mit dem Start der Leibniz-FH wird erstmalig

ein sechssemestriger Vollzeitstudiengang

Business Administration mit dem

Abschluss Bachelor angeboten, für den

sich Studierende ab sofort auch ohne ein

Partnerunternehmen einschreiben können.

„Der starke Praxisbezug der Ausbildung

auch in dem neuen Studiengang gibt

unseren Bachelor-Absolventen einen nicht

zu unterschätzenden Vorteil beim Übergang

vom Studium in den Beruf und ihrer

weiteren beruflichen Entwicklung“, so

Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover

und Vorsitzender des Vorstands der Leibniz-Akademie,

Dr. Wilfried Prewo. Ab 2012

wird das Angebot um einen weiteren Studiengang

ergänzt, der sich explizit an Berufstätige

richtet. Matthias Ritter, Geschäftsführer

der Leibniz-Akademie: „Dieser

neue betriebswirtschaftliche Bachelorstudiengang

wird „berufsbegleitend“ angeboten,

um sich organisatorisch wie inhaltlich

nach den Bedürfnissen Berufstätiger auszurichten.

Das heißt, die Vorlesungen werden

abends und am Wochenende angeboten.“

Am 31. Mai findet um 17.00 Uhr in

der Leibniz-Akademie ein Informationsabend

zur neuen Leibniz-Fachhochschule

und dem ab Herbst geplanten Studiengang

Business Administration statt.

KL

Bereits 1892 wurde das Pädagogium als

Internatsgymnasium in Bad Sachsa im

Südharz gegründet. Zunächst von nur lokaler

Bedeutung entwickelte es sich zu einem

Schul- und Lernort mit überregionalem

Format. Persönlichkeiten wie der Autor der

Geschichten um Tim, Karl, Klößchen und

Gaby (TKKG) – ein Teil der Schauplätze

liegt in Bad Sachsa und Umgebung – oder

der heutige niedersächsische Umweltminister

Heinrich Sander erhielten ihre schulische

Ausbildung am Pädagogium. Heute

eifern ihnen 450 Schülerinnen und Schüler

aus der näheren Umgebung sowie 50

junge Menschen aus ganz Deutschland

und dem Ausland nach. Sachwissen fachkundig

anzuwenden, Zusammenhänge zu

durchleuchten und kritisch zu bewerten,

das sind zu vermittelnde Fähigkeiten, die

– um Kompetenzen wie Kreativität und

Teamfähigkeit erweitert – zur Persönlichkeitsbildung

beitragen. Projekte im musischen

Bereich sowie zusätzliche Sprachprüfungen

in Englisch (Cambridge Certificate)

und Französisch (DELF) ergänzen das

umfangreiche schulische Angebot. HK

Als außeruniversitäre, wirtschaftsnahe

Forschungseinrichtung wurde das Deutsche

Institut für Kautschuktechnologie

e.V. (DIK) in Hannover 1984 gegründet

und ist heute eine anerkannte Forschungseinrichtung

von internationalem Ruf. Da

Mitarbeiter, deren Produkt- und Qualitätsbewusstsein

den marktwirtschaftlichen

Entwicklungen gerecht werden,

heute wichtiger denn je sind, bietet das

DIK unterschiedliche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten

für die Beschäftigten

der Kautschukindustrie und ihrer Zulieferer

an. Dazu gehören unter anderem

Fortbildungskurse sowie in Zusammenarbeit

mit der Leibniz Universität Hannover

und dem Wirtschaftsverband der deutschen

Kautschukindustrie e.V. (wdk) ein

zweisemestriges Weiterbildungsstudium

Kautschuktechnologie.

Weiterhin organisiert das DIK alle

zwei Jahre das internationale „Kautschuk

Herbst Kolloquium (KHK)“, ein Forum

für den innovativen und interaktiven

Kenntnis transfer zwischen Hochschulen,

Instituten und Industrie.

HK

Sieben Unternehmen aus der Region Hannover

haben sich Anfang April 2011 unter

dem Dach der „initiative.marktführer.hannover.“

zusammengeschlossen. Das Ziel des

Netzwerkes: Dem demografischen Wandel

und Fachkräftemangel gemeinsam begegnen

und neue Wege in der regionalen und

überregionalen Gewinnung qualifizierter

Schüler, Studierender und Fachkräfte

gehen. Zu den Gründern zählen die Unternehmen

Bahlsen, Hüttenes-Albertus Chemische

Werke, Jäger-Unternehmensgruppe,

KIND Hörgeräte, Sennheiser electronic,

WAGNER Group und die VSM Vereinigte

Schmirgel- und Maschinen-Fabriken. In

Zukunft soll das Netzwerk weiter wachsen.

Das Gesicht der Initiative nach draußen

ist die Marke ZUKUNFT INC., mit

der die Unternehmen bundesweit einheitlich

werben. Neben dem gemeinsamen

Internetportal www.zukunft-inc.de,

das Jobangebote, News und Aktionen aus

allen Unternehmen bündelt und bewirbt,

sind Messeauftritte und eine Werbekampagne

an zehn weiteren Hochschulstandorten

im Sommersemester 2011 geplant. HK

Weitere Informationen finden Sie im Internet

unter www.gisma.com

Weitere Informationen über die Leibniz-Akademie im Internet unter www.leibniz-akademie.de

und bei Facebook unter www.facebook.com/LeibnizAkademieHannover

Weitere Informationen im Internet unter

www.internats-gymnasium.de

Weitere Informationen im Internet unter

www.dikautschuk.de

Weitere Informationen im Internet unter

www.zukunft-inc.de

Bilder: Pädagogium Bad Sachsa, Deutsches Institut für Kautschuktechnologie e.V. (DIK), ZUKUNFTINC. / initiative. marktführer. hannover. e. V.

Bilder: Gisma Business School, Leibniz-Akademie


egjo HAnnoVER Bildung 31

„Die WelfenAkADemie bietet eine

einmalige Integration von Theorie

und Praxis. Dies ist die optimale

Vorbereitung für den erfolgreichen

Berufsweg bei der VolksWAgen

Financial services AG!“

Wolfgang Fueter

(Leiter Personal Deutschland der

Volkswagen Financial Services AG)

Sprungbrett auf die Karriereleiter

Die Beliebtheit von privaten Hochschulen ist in den letzten Jahren rapide gestiegen. Zu den gefragtesten Adressen

der Region zählt die WelfenAkademie, die durch die Kombination von Theorie und Praxis punktet.

Das Studium an der WelfenAkademie zeichnet sich durch den ständigen Wechsel von theoretischen und

praxisintensiven Phasen aus. Beste Voraussetzungen für den erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben.

Text: Tim Mittelstaedt Fotografie: WelfenAkademie

Die laufende Verbesserung von Bildung und Qualifizierung – insbesondere

auch im tertiären Bildungssektor – wird zunehmend zum

kritischen Erfolgsfaktor für Unternehmen, aber auch für Standorte.

Neben Universität und Fachhochschule gehört die WelfenAkademie

als staatlich anerkannte Berufsakademie zum tertiären Bildungssektor

und trägt mit ihrem praxisnahen dualen Studienmodell dazu bei,

dass der Standort Braunschweig ein hervorragend aufgestellter und

zukunftsfähiger Bildungsstandort ist.

Die staatlich anerkannte WelfenAkademie ist eine Einrichtung

in privater Trägerschaft und bildet seit 1993 in ihrem BWL-Studiengang

Nachwuchsfach- und -führungskräfte für die Branchen Bank

und Versicherung, aber auch Handel, Industrie, Mode, Direktmarketing

und Personaldienstleistungsmanagement aus. Seit 2004 vergibt

die WelfenAkademie im BWL-Studiengang den akkreditierten und

international anerkannten Abschluss „Bachelor of Arts“.

Kleine Gruppen von bis zu 50 Studenten lernen an der WelfenAkademie

in einem Semester. In jedem Semester wechseln die

Studierenden zwischen den beiden Lernorten WelfenAkademie

(Theorie) und Unternehmen (Praxis). So erfolgt zum Beispiel das

duale Studium der Betriebswirtschaftslehre in enger Kooperation

mit namhaften Unternehmen, darunter die Volkswagen Financial

Services AG, die Braunschweigische Landessparkasse, NEW YOR-

KER, die Salzgitter AG, die Autovision und viele andere mehr. Die

große Vielfalt von Prüfungsleistungen (Klausuren, mündliche Prü-

fungen, Referate, Projekte, Präsentationen, Planspiele) und die enge

Verzahnung zwischen Theorie- und Praxisphasen sorgen für eine

praxisgerechte und nachhaltige Qualifikation. „Der Spagat zwischen

Theorie und Praxis sowie die hohen Anforderungen stellen uns vor

große Herausforderungen, aber ich habe mich ganz bewusst für diesen

Weg entschieden, denn hier gibt es nicht die Anonymität einer

Hochschule. Die kleinen Lerngruppen und die individuelle Betreuung

durch Dozenten, Unternehmensvertreter und Akademieteam

helfen mir bei der Realisierung meines Berufsziels“, sagt Charlotte

Hagen, Studierende der Volkswagen Financial Services AG im zweiten

Semester. Ihre Kommilitonin Elena Nöth – ebenfalls von der VW

FS AG – fügt hinzu: „Für mich ist das duale Studium an der WelfenAkademie

eine hervorragende Chance für den beruflichen Einstieg.

Es war zwar nicht ganz einfach, einen der knappen Plätze im

Unternehmen zu bekommen. Hat man diese Hürde aber gemeistert,

so kann man sich sicher sein, dass man optimal von Unternehmen

und Akademie auf das Berufsleben vorbereitet wird. In den Theoriephasen

erlernt man das theoretische Fundament in allen relevanten

Fächern. In den Praxisphasen hat man dann Gelegenheit, das

erlernte Wissen umzusetzen und das Unternehmen und seine Kultur

kennenzulernen.“

Weitere Informationen und Details finden Sie im Internet unter

www.welfenakademie.de


32 kultur regjo HAnnover regjo HAnnover kultur 33

Bild: Vivienne Westwood © Christian Chambenoit

Bild: Couture von Vivienne Westwood © Ugo Camera

Ein Ort für Seele und Sinne

Neue Veranstaltungsformate machen die „Marke Herrenhausen“ zu einer kulturellen Begegnungsstätte von

internationaler Strahlkraft. Auch Stars wie Vivienne Westwood spielen hier ab sofort eine Rolle.


Sie sind König.

Wir beherrschen die Königsdisziplin:

Corporate

Publishing

Intern und Extern – Ihre Unternehmenskommunikation mit

Stil, ProfeSSionalität

und Authentizität –

M i ta r b e i t e r - u n d K u n d e n m a g a z i n e , G e s c h ä f t s b e r i c h t e u n d I m a g e b r o s c h ü r e n

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Ihre Ansprechpartner

John D. Swenson

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Besuchen Sie uns auch auf

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Polo+10 und RegJo

erscheinen im

Polygo Verlag.

BCP-Silberpreisträger 2010

REGJO ist Gewinner des Silber-Awards

im Wettbewerb um den BCP (Best of

Corporate Publishing) 2010 in der Kategorie

B2B Medien/Entertainment/Kultur.

Weitere Infos zum Award und den Preisträgern

erhalten Sie unter:

www.bcp-award.com.

Bild: Hassan Mahramzadeh

Glamourös wird sich die Marke Herrenhausen bei den KunstFestSpielen Herrenhausen vom 27. Mai bis 19. Juni inszenieren. Sie

dienen nach dem Willen der Veranstalter der „Entfesselung und Sinnesfreuden in den Herrenhäuser Gärten“.

Text: Hedda Möller

Es gibt diese magischen Orte, an denen der Mensch zur

Ruhe kommt, Inspiration und Kraft für das Leben tanken

kann. Als Oase, die Seele und Sinne beflügelt, locken

jährlich die Herrenhäuser Gärten fast 400.000 Besucher

in die 300 Jahre alten, barocken Parkanlagen. Sie unternehmen

ausgedehnte Spaziergänge, besuchen die Galerie

und Orangerie oder das Deutsche Museum für Karikaturund

Zeichenkunst. Die von der französischen Künstlerin

Niki de Saint Phalle mit schillernden Mosaiken ausgestaltete

Grotte gilt als Gesamtkunstwerk von globaler Präsenz.

Jetzt kommt noch mehr Abwechslung ins Spiel. Auf

der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse (ITB) in

Berlin stellte Kulturdezernentin Marlis Drevermann ein

neues, umfassendes Nutzungskonzept des grünen Juwels

vor: Ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm und eine

Sommerakademie soll die „Marke Herrenhausen“ ganzjährig

zu einem hochklassigen Ort für geistigen und kulturellen

Austausch machen. „Herrenhausen ist mehr als

ein faszinierendes Gartenensemble, es ist ein Ort des Dialogs,

der Ideen und der Muße – ein Ort, der anregt und

Freude macht“, so Drevermann.

Glamourös inszeniert sich die Marke Herrenhausen

zum zweiten Mal mit ihren KunstFestSpielen Herrenhausen

(27. Mai bis 19. Juni). Sie dienen nach dem Willen der

Veranstalter der „Entfesselung und Sinnesfreuden in den

Herrenhäuser Gärten“. Schon der Auftakt ist fulminant:

Nach der Festrede des renommierten britischen Soziologen

Lord Anthony Giddens präsentiert das britische Mode-

Urgestein Vivienne Westwood ihre opulente Couture zur

Musik von Händels Oratorium Semele. Weitere illustre

Gäste sind der Regisseur Heiner Goebbels, der Flame Josse

de Pauw, die weltbekannte Sopranistin Patricia Petibon –

sie stellt ihr kürzlich auf CD veröffentlichtes Programm

Rosso mit Interpretationen italienischer Barockarien vor


Bild: Hassan Mahramzadeh

Bild: Hassan Mahramzadeh

Bereits Kurfürstin Sophie (1630–1714)

und der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm

Leibniz (1646–1716) entwi ckelten

Herrenhausen im Zeitalter der Aufklärung

zu einem Ort, an dem Wissenschaft,

Kunst und Politik miteinander

in Dialog traten. An diese Tradition

anknüpfend wird bis 2013 die ehemalige

Sommerresidenz der Welfen – Schloss

Herrenhausen – als internationales Wissenschaftszentrum

mit Mitteln der VolkswagenStiftung

wieder errichtet.

Wie der Garten ist auch das Galeriegebäude

des Schlosses (Bild oben)

erhalten geblieben. Die Schlossanlage

liegt heute im nördlichen Stadtgebiet

– ursprünglich thronte sie vor den Toren

Hannovers.

Bild: Hassan Mahramzadeh

– und Klaus Maria Brandauer, der mit einer konzertanten

Lesung von Shakespeares Sommernachtstraum aufwartet.

Auch Cineasten kommen auf ihre Kosten: In der alten

Orangerie werden ausgewählte Filme, wie in der Pionierzeit

des Kinos, mit Live-Musik präsentiert. Darunter ist

auch Fritz Langs restaurierter Film-Klassiker Metropolis

– begleitet vom Ensemble Modern sowie der Silhouettenfilm

„Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ von Lotte Reiniger

aus den 1920er-Jahren. Reinigers Film wird in einer

Neubearbeitung der Originalfilmmusik vom „oesterreichischen

ensemble für neue musik“ begleitet.

Wer geistige Anregung sucht, findet sie bei den „Herrenhäuser

Gesprächen“. Die von der VolkswagenStiftung

und NDR Kultur konzipierte Veranstaltungsreihe gibt der

Marke Herrenhausen ihr intellektuelles Gewicht. Aktuelle

Themen aus Wissenschaft und Kultur stehen auf dem

Programm, darunter „Keine Angst vor neuen Tönen – Wie

erleben wir zeitgenössische Musik?“ am 17. Mai. Auch das

Marken-„Logo“ in Gestalt des im Bau befindlichen Neubau

des Schlosses nähert sich der Fertigstellung. In dem von

der VolkswagenStiftung gesponserten 20-Millionen-Euro-

Bau sollen in Zukunft auch die Herrenhäuser Gespräche

stattfinden. Fest steht schon jetzt: Das vielschichtige Programm

mit dem Dialog der Disziplinen dürfte ganz im

Sinne des Universalgelehrten Leibniz – dem geistigen

Vater der Herrenhäuser Gärten – sein. Damit schlagen die

KunstFestSpiele die Brücke von der Vergangenheit in die

Gegenwart – als sinnliche Mittler zwischen Tradition und

Moderne.

Ein detailliertes Programm finden Sie im Internet unter

www.kunstfestspieleherrenhausen.de


„Die Kunst, Kunst zu zeigen“

Er ist das, was man ein Ausnahmetalent nennt, ein Visionär. Seit Jahren gehört Nikolaj Georgiew

aus Hannover zur ersten Garde von Fotografen und Videokünstlern in Deutschland. Ein Portrait.

Rudolf Schenker (* 31. August 1948 in Hildesheim) ist Gitarrist, Songschreiber und Chef der von ihm 1965

gegründeten hannoverschen Hardrockband „Scorpions“.Er lebt in der Samtgemeinde Schwarmstedt bei

Hannover. Dort betreibt er auch das eigene Scorpio Sound Studio. Im Jahr 2000 wurde ihm und den anderen

Bandmitgliedern für die Verdienste der Scorpions um Hannover die Stadtplakette verliehen.


40 kunst REGJo HANNoVER regjo HANNoVER kunst 41

Den Göttinger Maler Andreas Lemberg hat Nikolaj Georgiew 2009

für den Polygo Verlag in Szene gesetzt. Veröffentlicht

wurden die Bilder im RegJo Südniedersachsen.


egjo HANNoVER kunst 43

Freie Arbeit mit New Yorker Dress. Aufgenommen mit einem real brennenden Fahrzeug – von der Feuerwehr Stöcken beobachtet

und durchgeführt. Darauf folgten dann verschiedene Jobs des bekannten Modelabels im Herbst/Winter 2010.

Bekannte Namen aus der Fashionbranche gehören bereits seit über zehn Jahren zu den Kunden von Nikolaj Georgiew.

Bild oben: Kate Hall. Freie Arbeit mit New Yorker Dress im Schloss von Prinz Ernst-August Alexander zu Schaumburg Lippe.


egjo HANNoVER kunst 45

Freie Arbeit von Nikolaj Georgiew: Model Esther.

Text: Stefanie Stüting Fotografie: Nikolaj Georgiew

Er ist das, was man ein Ausnahmetalent nennt, ein Visionär, seiner

Zeit voraus. Seit Jahren gehört Nikolaj Georgiew zur ersten Garde

von Fotografen in Deutschland und macht sich seit geraumer Zeit

auch einen Namen als Videokünstler. Schon vor 13 Jahren hat er die

digitale Videozukunft eingeläutet. Dafür ist ihm die Firma Panasonic

heute noch dankbar. Auch in diesem Jahr wird Georgiew wieder

als einziger Kameramann in Deutschland von dem Weltkonzern

mit neuesten Kameras und Zubehör gesponsert.

Weltstars wie Melanie C., Duran Duran und Scorpions lassen

ihre Clips von ihm drehen – aber auch die Region Hannover vertraut

auf das Können des sympathischen Kreativen mit bulgarischen Wurzeln.

Den Imagefilm über seine niedersächsische Heimat hat Nikolaj

erst vor wenigen Wochen abgeschlossen. „Ich habe den Job angenommen,

da ich Spaß daran hatte, unsere Region einmal auf etwas

andere Art zu zeigen. Seit mehr als 30 Jahren lebe ich hier in Hannover

und habe meine Heimat ganz gut im Blick. Ich glaube, deswegen

finden auch sehr viele Menschen den Film authentisch und

echt.“ Doch sind Imagefilme dieser Art normalerweise nicht sein

Spielplatz. Georgiew ist auch bei internationalen Stars hervorragend

im Geschäft. Sie schätzen seine unkomplizierte und witzige Art. Er

versteht seine Klienten. Er versteht, was sie darstellen, was sie transportieren

wollen … hieraus entstehen einzigartige Bilder. „Erst kürzlich

habe ich Gerry Friedel gefilmt. Viele kennen ihn unter seinem

Namen DJ ÖTZI. Ich denke, dass 99 Prozent der Leute gar nicht wissen,

wer er ist, oder wie er tickt. Sein Kommentar über den Clip, den

ich für ihn gedreht habe, war eines der schönsten Komplimente, das

ich in den vergangenen Jahren bekommen habe. „Ein Künstler, der

meine Kunst versteht ins rechte Licht zu setzen.“

Nikolaj Georgiew ist in seinem Element, wenn er Leute, Menschen

und Kunden begeistern kann. Schon zu Unizeiten lautete

seine Devise: „Großartig ist, wenn Du gefragt wirst, wie hast‘n das

gemacht?“ Warum er in Hannover lebt und was er an der Stadt

und ihren Menschen schätzt, beantwortet Nikolaj mit drei Buchstaben:

„FFF – Familie, Firma, Freunde. Das sind meine drei Fs, die

mich an Hannover koppeln. Die Stadt ist unkompliziert, schnell, und

leise. Ich hasse laute Städte. Und Hannover ist zentral.“ In den kommenden

Jahren stehen die Zeichen für Nikolaj Georgiew auf Bewegung.

Bewegte Bilder sind es, die ihn besonders interessieren. „Ich

möchte noch mehr in Richtung Kamera, Werbung, Spielfilm gehen.

Das kann ich mir gut vorstellen. Musikvideos natürlich auch.“ Einschneidende

Erfahrungen in diesem Metier hat er bereits in der Tat.

Eine Episode wird er wohl sein Leben lang nicht vergessen. „An diesen

Tag erinnere ich mich noch ganz genau... Wir drehten gerade

in der Wüste um Los Angeles, in Borego Springs, einen Musikclip.

Plötzlich kam mir die Idee, einen Engel schweben zu lassen,. Also

warfen wir kurzerhand unserer Make-up-Dame ein Engelskostüm

um, steckten sie in einen Schwebering von „Peter Pan“ und banden

sie an die Kufe unseres Kamerahelikopters. Der ist unter lautem

Getöse gestartet und hob unseren „Engel“ am Drahtseil in die

Höhe. Ein Wahnsinn, wenn man überlegt, dass sie da in etwa 15

Metern Höhe unter dem Helikopter hing.“ Den nächsten Wahnsinn

hatte das euphorische Team jedoch nicht bedacht. Sie hatten gar

keine Drehgenehmigung. Geschweige denn einen Zettel, der einen

Helikopter und einen darunter baumelnden Engel autorisierte. „Ich

dachte: Egal, hier in der Wüste ist eh keiner. Wir sind komplett allein

auf weiter Flur.“ Weit gefehlt. Am Ende des Drehtages verabschiedete

sich die kleine Crew inklusive des wieder geerdeten Engels

von ihrem Helikopterpiloten, der seine BELL wieder gen Horizont

startete. In dem Moment sahen sie am anderen Ende des Horizontes

einen Ranger mit seinem offiziellen Wagen herbeipreschen, der

offensichtlich seine Routine-Route abfuhr.

Der Mann mit Cowboyhut hielt bei dem verstörten Grüppchen

und hielt Georgiew ein doppelläufiges Gewehr vors Gesicht. Grimmig

fragte er, was hier vor sich gehe. „Daraufhin erwiderte ich, wir

seien ‚Students from Germany’. Der Ranger schaute verdutzt, sah

den Helikopter gerade hinter den Berge verschwinden und meinte

nur: ‚Very rich students!?!’ Wir mussten mit auf die Wache und 65

Dollar nachzahlen – aber schließlich war alles in Ordnung. Den Tag

werde ich nie vergessen.“

Auch für seinen heute dreijährigen Sohn ist Georgiew künstlerisch

tätig geworden. „Ich habe festgestellt, dass es kaum gute Kinder-DVDs

gibt, die die Phantasie der Kinder fördern. Also habe ich

selbst eine kleine Filmreihe produziert. Kuschelinchen erzählt…“

Unter www.kuschelinchen.com kann man in Kürze die DVDs downloaden.

Die DVDs sind bereits fertig, die Internetseite wird gerade fertiggestellt.

Mit seinem neuesten Coup Digicopter verbindet Georgiew

sein Hobby mit dem Beruflichen. Seit Kurzem bietet er zusammen

mit Martin Rinderknecht professionelle Flugaufnahmen für Spielfilm

und Industrie an. Das hat sich inzwischen soweit herumgesprochen,

dass Szenen eines in Hannover gedrehten Krimis mit seiner

neuen Luftaufnahmetechnik gedreht wurden (siehe auch hierzu

www.digicopter.de)


46 kunst REGJo HANNoVER

NIKOLAJ GEORGIEW startete seine Karriere als Fotograf 1989 als Spezialist in den Bereichen Musik, Fashion,

Sport und Kunst. 1998 legte er seinen künstlerischen Fokus auf bewegte Bilder und begann, Musikvideos, Commercials

und Imagekampagnen zu filmen. Georgiew arbeitet heute für einige der top-recording Artists und größten Musiklabels

wie Sony, Warner Music und Universal. Georgiew lebt und arbeitet in Hannover.

An meiner neuen Videokamera entdeckte ich zufällig eine Einstellung, die das optische Bild viel filmischer machte. Ein Trick, den damals keiner

kannte. Diese alte Kamera hieß Panasonic DX-1. Es war wie ein Wunder: Man konnte plötzlich mit einer digitalen Kamera Filme machen, die wie Film

und nicht wie Video aussahen. Diese Entdeckung hat mir damals die Türen zu den Plattenfirmen regelrecht aufgetreten. Wir konnten Clips drehen,

die nicht mehr 100.000 DM sondern stattdessen nur 70.000 DM kosteten. 30.000 DM gespart, das war der Hammer und das hat uns damals für

circa zwei Jahre auch keiner nachmachen können. Wir haben es schlichtweg geheim gehalten. Zwischen 40 und 50 Clips im Jahr entstanden mit

dieser Kamera, von denen wir zeitweise sechs oder sieben Stück hatten. (Man musste ja sicher sein, falls mal die eine oder andere aus dem Helikopter

rauscht.) Dann kam das furchtbare Krisenjahr 2003. Nichts ging mehr. Die Plattenfirmen sparten an allen Ecken, reduzierten die Kosten. Keiner

konnte mehr 70.000 Euro für Clips ausgeben. So wurden aus 70.000 Euro Produktionen wenn überhaupt 10.000 bis 15.000 Euro Aufträge oder

sogar weniger. Ein schlimmes Jahr – anstatt 50 Clips wie zuvor drehte ich nur 9.

Das war hart und ich begann zu begreifen, dass ich etwas unternehmen musste. Also kaufte ich mir eine digitale Fotokamera und begann wieder

zu knipsen … mit Erfolg. In der Folgezeit habe ich mehr Foto- als Videojobs an Land gezogen, weil die für die Kunden wenigstens noch bezahlbar

waren. 2004 war das Schlimmste überstanden und die Situation sowie die Etats verbesserten sich langsam. Meine Jobs kamen wieder in Fahrt.

Durch einen glücklichen Zufall hatte ich 2005 eine Anfrage von dem Weltstar Melanie C. von den Spice Girls. Für sie hatte ich die Idee, zu dem Song

„First Day of my Life“ einen Clip in Hannover zu drehen. Durch meine Beziehungen zum Rathaus konnte ich innerhalb von Stunden die Drehgenehmigungen

in der Stadt einholen, um zum Beispiel auch die Raschplatz-Hochstraße sperren zu lassen. Ich glaube, dafür hassten mich einige Autofahrer

damals, die an dem Freitagmittag meinetwegen im Stau stehen mussten.

Etwa zwei Jahre später war Dieter Bohlen auf der Suche nach einem neuen Regisseur für „Deutschland sucht den Superstar“ und wollte mich

ausprobieren. Das tat er dann auch: Ich wurde für den zweiten Mark Medlock Clip engagiert „You can get it“ – das war 2007. Die Zusammenarbeit

mit Dieter Bohlen, der gleich am ersten Tag wegen eines flauen Monitorbildes wutentbrannt aus der Fassung geriet, war schwierig. Am zweiten Tag

drohte uns das Wetter einen kompletten Strich durch die Rechnung zu machen. Das wäre mein schneller Abschied von DSDS und Dieter Bohlen

gewesen. Aber ich hatte Glück und die Laune meines Auftraggebers besserte sich. Er war zufrieden. Hätte sich diese Wolke damals über unserem

Boot vor der Küste Mallorcas entladen, wer weiß, was heute aus mir geworden wäre… Nun ja, es ist gut gegangen und im vergangenen Jahr habe

ich den achten oder neunten Clip in Folge für DSDS und seine Künstler gedreht.“

Für Dieter Bohlen und Mark Medlock

kreierte Nikolaj Georgiew

2007 den zweiten Clip des Duos

„You can get it“. Gedreht wurde

das VIdeo vor der Küste Mallorcas.

Die Zusammenarbeit mit

Dieter Bohlen und „Deutschland

sucht den Superstar“ hält bis

heute an.

...

„Ich habe mich 1990

selbständig gemacht. In der Zeit habe

ich mich in Hannover umgesehen und schon

früh mit der Plattenfirma SPV begonnen, Band-

Cover und Pressefotografien zu machen. Zeitgleich hatte

mich die Firma EXPERT zu ihrem „Haus und Hof-Fotografen“

auserkoren. Acht Jahre lang habe ich für das Unternehmen gearbeitet.

Heute noch sind einige Schwarzweiß-Portraits von mir auf deren Tüten zu finden.

Eigentlich habe ich damals schon immer mal wieder auf die Filmbranche geschielt.

Mein damaliger Studienfreund und Kollege Mark Feuerstake beschäftigte sich mit Video und

Indus triefilmen. Mich hat das seinerzeit aber weniger interessiert, da ich meine Fotografie für verschiedene

Kunden damals als spannender empfand. Zu der Zeit habe ich bereits Stars wie Heinz-Rudolf

Kunze, Victory und Fair Warning fotografiert. Teilweise kam ich bis nach Moskau und habe dort zum Beispiel das

erste Roulette in Moskau geshootet. Aber auch in der Modebranche öffneten sich Türen. Fashionfirmen wie SIGNUM

oder die Modemarke der damaligen Prinzessin Lilly von Schaumburg-Lippe engagierten mich. Dabei habe ich auch Models wie

die damals noch fast unbekannte Bettina Zimmermann fotografiert. Schon früh hatte ich eine mit Plattenkamera fotografierte Portraitserie

begonnen, für die ich auch Altkanzler Gerhard Schröder ablichtete, der damals noch Ministerpräsident von Niedersachsen war. Dann

kam 1998 plötzlich der Einschnitt. Ich hatte die Fotografie aus persönlichen Gründen aufgegeben und war ab sofort Feuer und Flamme für Video.

making of


Gipfelstürmer

Das RegJo Hannover lud zum ersten Bankengespräch der Region Hannover in die Bundesbank-Hauptverwaltung.

Die Vertreter der Banken stellten sich dem Gespräch über die Folgen der Finanzkrise für die Region Hannover.

Auf dem Dach der Bundesbank Hannover.


Walter Jünemann,

Vertriebsdirektor der HypoVereinsbank.

Robert Cholewa,

Vorsitzender der Geschäftsleitung Commerzbank Hannover.


52 Bankengespräch REGJo HANNoVER regjo HANNoVER Bankengespräch 53

„Bei der

Mehrzahl der

Landesbanken

ist die Frage

stabiler

Geschäftsfelder

und Strukturen

nicht länger

aufschiebbar.“

Werner Ehlers,

Leiter der Bundesbank-Hauptverwaltung Hannover.

Text: Sven Grünewald Fotografie: Nikolaj Georgiew

Erst die Finanzkrise 2008/2009, dann in deren Gefolge die Wirtschaftskrise

mit globaler Rezession und zuletzt die ausufernde

Staatsverschuldung in direkter Folge der Haushaltsbelastungen

durch die Bankenrettung der Finanzkrise – die letzten zwei Jahre

waren nicht arm an Problemen. Als Folge war ein gesunkenes Vertrauen

vor allem in die Bankenlandschaft festzustellen. Nun, da

sich die Lage wirtschaftlich langsam wieder konsolidiert, veranstaltete

das RegJo Hannover zusammen mit der Bundesbank das erste

Bankengespräch der Region Hannover. Vertreter der ortsansässigen

Banken waren eingeladen, sich über die Folgen und Auswirkungen

der Krisen auf die Region und darüber hinaus auszutauschen. An

den Gesprächen nahmen Werner Ehlers, Leiter der Bundesbank-

Hauptverwaltung Hannover und Torsten Windels, Chef-Volkswirt

der NORD/LB teil, ebenso wie Robert Cholewa, Vorsitzender der

Geschäftsleitung Commerzbank Hannover, Karsten Scholvin, Niederlassungsleiter

der quirin bank, Walter Jünemann, Vertriebsdirektor

der HypoVereinsbank und Dr. Sabine Johannsen, Vorstandsmitglied

der NBank.

Im Rückblick sind sich alle einig: Die Region Hannover hat

die Krise verhältnismäßig gut weggesteckt, was nach Einschätzung

der NORD/LB mit der regionalen Wirtschaftsstruktur zusammenhängt:

„Die Krisenerfahrungen in Hannover mit seiner relativ

geringeren Exportorientierung und gut diversifizierten Wirtschaftsstruktur

waren nicht so negativ wie zum Beispiel in Stuttgart oder

Wolfsburg“, meint Torsten Windels. „Nach meinem Eindruck funktionieren

die Kontakte zwischen Wirtschaft, Gewerkschaften,

Politik und Verwaltung in Hannover sehr unmittelbar.“ Natürlich

gab es auch negative Auswirkungen der Krise, Produktions- und

Gewinneinbrüche, Verluste und Konkurse, aber „positive Auswirkungen,

gerade von heute aus gesehen, sind sicherlich die Feststellung

der sehr hohen Flexibilität der Absprachen zwischen Tarifvertragsparteien,

der Arbeitsverwaltung und das angewendete

Instrumentarium der Bundes- und Landesministerien und der

lokalen Wirtschaftsförderung bis hin zu Kooperationen zwischen

Unternehmen“, so Windels. Eine Ansicht, die Walter Jünemann

teilt: „Im Zusammenspiel mit den Banken und der Wirtschaftsförderung

konnten meist Lösungen gefunden werden, die die Insolvenzgefahr

eingedämmt haben. Inzwischen ist auch wieder ein

positiver Trend der Umsatz- und Ertragszahlen zu verzeichnen.“

„Vor allem die mittelständischen Unternehmen haben aus der

Krise gelernt und gehen nun gestärkt aus ihr hervor“, betont Robert

Cholewa. „Die Region Hannover bleibt eines der stärksten wirtschaftlichen

Zentren in Deutschland“, ist sich der Commerzbank-

Vorsitzende sicher. Die Förderbank des Landes Niedersachsen, die

NBank, konnte zwar keine generelle Kreditklemme feststellen, auf

einer zum Jahreswechsel 2008/2009 speziell eingerichteten Info-

Hotline nahm jedoch die Zahl der Anrufer um 20 Prozent zu. „Darunter

waren insbesondere Unternehmen, die in Liquiditätsschwierigkeiten

geraten waren“, sagt Sabine Johannsen. Gemeinsam mit

den Banken wurde dann nach Lösungen gesucht. Die Entwicklung

seit 2008 bringt Sabine Johannsen auf den Punkt: „Wenn wir die

beunruhigenden Nachrichten zu Anfang der Finanzkrise bedenken,

dann müssen wir feststellen: Die Region Hannover ist aus dieser

Krise erstaunlich rasch und schadlos herausgekommen.“


54 Bankengespräch REGJo HANNoVER regjo HANNoVER Bankengespräch 55

Allerdings gibt es auch vorsichtige Stimmen im recht positiven

Meinungsreigen. Karsten Scholvin von der quirin bank sieht noch

nicht, dass die Finanzkrise vorüber ist. „Die Warnsignale für eine

Inflation, auch in Deutschland, mehren sich. Wir befürchten, dass

auf Europa und die USA geradezu eine Inflationslawine zurollt,

davon bleiben dann auch Deutschland und die Region Hannover

nicht verschont.“

Die vergangenen zwei Jahre Krise hatten einen starken Vertrauensverlust

in die Bankenlandschaft zur Folge, „der wie ein Flächenbrand

um sich gegriffen hat“, so Karsten Scholvin – darin

sind die Banker einer Meinung. „Und es ist auch verständlich“,

meint Walter Jünemann, „dass es dazu gekommen ist. Es wurde

zu viel Geld vernichtet und es ist auch nicht erklärbar, dass Produkte

verkauft wurden, die selbst der Banker nicht verstanden

hat.“ Für Kars ten Scholvin ist das kein Wunder, „denn die Banken

haben ihren Informationsvorteil häufig zu ihren eigenen Gunsten

genutzt und die Kunden standen irgendwann im Regen“. Robert

Cholewa sieht denn auch ein großes Warnsignal in dem Umstand,

dass Bankkunden nur noch durchschnittlich mit ihren Instituten

zufrieden sind. „Schließlich ist es unser Ziel, dass Kunden uns langfristig

die Treue halten und weiterempfehlen. Dafür müssen alle

Banken bessere Arbeit leisten.“

Entsprechende Konsequenzen wurden branchenweit gezogen.

„Die Vertrauenseinbußen können nur durch eine aktive Ansprache,

einen bewusst geführten Dialog wieder aufgebaut werden“,

betont Walter Jünemann. „Dazu gehört auch, zu Fehlern zu stehen.

Das Allerwichtigste ist: aus den Fehlern zu lernen.“ Man selbst sei

bereits vor der Krise aktiv gewesen. „Wir haben uns früher schon

in Kreditpolitik und Anlageberatung den immer schärfer werdenden

Richtlinien gestellt, sodass wir keine Notwendigkeit hatten, den

Rettungsschirm der Bundesregierung in Anspruch zu nehmen“, so

Walter Jünemann. Die Commerzbank hingegen hat ihre Kunden-

Bank-Beziehung auf den Prüfstand gestellt. „In unserer aktuellen

Studie ‚UnternehmerPerspektiven‘ haben wir uns kritisch mit der

Rolle der Banken allgemein und unserer eigenen Rolle auseinandergesetzt“,

sagt Robert Cholewa. Bei der NBank hingegen hat die

Krise einen Trend verstärkt: „Wir richten unsere Beratung und Förderung

noch stärker als bisher darauf aus, die Unternehmen durch

Innovation, Internationalisierung ihres Geschäftes und die Qualifizierung

ihrer Mitarbeiter fit zu machen für den globalen Wettbewerb“,

sagt Sabine Johannsen. So lässt sich die Krisenanfälligkeit

reduzieren, ist das Credo der NBank. Und auch die NORD/LB

sieht sich „in ihrem kundenorientierten und eher konservativen

Geschäftsmodell bestätigt“, betont Torsten Windels.

Einen sehr deutlich anderen Geschäftsansatz verfolgt derweil

die quirin bank, mit dem immerhin auch ein großes Wachstum in

der Krise verbunden gewesen ist: das Honorarprinzip. „Damit lösen

wir den klassischen Interessenkonflikt, der bei Provisionsbanken

vorherrscht, vollständig auf“, so Karsten Scholvin. „Der provisionsorientierte

Bankberater ist in Wirklichkeit ein Produktverkäufer.

Er denkt zuerst an seine Einnahmen und die der Bank und erst in

zweiter Linie an die Rendite des Kunden.“ Auf Honorarbasis wird

der Berater hingegen für den Gewinn des Kunden bezahlt. Etwas,

das ganz klar dem ethischen Auftrag der Kundenberater entspricht,

ist Karsten Scholvin überzeugt. „Wir empfehlen zu prüfen, ob der

Bankberater wirklich ein Berater oder ein Verkäufer ist. Das kann

Robert Cholewa, Vorsitzender der Geschäftsleitung Commerzbank Hannover.

„Noch ist nicht klar, wie die Finanzwelt von morgen

genau aussehen wird. aBer eine Rückbesinnung

auf ausbalancierte Geschäftsmodelle und

stabilitätsorientierte Grundsätze ist absehbar.“


Torsten Windels,

Chef-Volkswirt der NORD / LB.

„Die Region

Hannover ist

aus dieser

Krise erstaunlich

rasch und

schadlos herausgekoMMen.“

„Wir wollen

nicht den

schnellen

Profit. Wir

sind in Norddeutschland

zu Hause.“

Dr. Sabine Johannsen,

Vorstandsmitglied der NBank.

man mit ein paar einfachen Fragen tun. Zum Beispiel: Ist Ihr Gehalt an Verkaufserfolge

gekoppelt? Haben Sie Vorgaben für den Verkauf bestimmter Produkte

oder Produktgruppen? Werden Sie befördert, wenn Sie mir möglichst

viele Produkte verkaufen? Ein Berater, der all diese Fragen mit Ja beantwortet,

ist leider keiner.“

Walter Jünemann von der HypoVereinsbank weist jedoch darauf hin, dass

„Banken natürlich Wirtschaftsunternehmen sind. Am Ende eines Arbeitstages

muss auch verkauft werden. Natürlich haben wir Ziele und Vorgaben, es

gibt aber keine Vorgaben, die den Betreuer zwingen, ein bestimmtes Produkt

umgehend zu verkaufen.“ Und Robert Cholewa von der Commerzbank ergänzt,

dass „Finanzberater zunächst einen unternehmerischen Auftrag haben, bei

dem die persönliche Situation und die Bedürfnisse der Kunden im Mittelpunkt

stehen.“ Zur Unterstützung wurde bei der Commerzbank etwa ein Kundenbeirat

gegründet und es wurden Vorschläge erarbeitet, wie Produkte verständlicher

oder Preise transparenter gemacht werden können. „Zudem wird

die Commerzbank ihre Finanzberater zukünftig noch besser aus- und weiterbilden“,

so Cholewa.

Auch Torsten Windels betont, dass ihre Träger von der NORD/LB und

die Bank wiederum von ihren Mitarbeitern eine nachhaltige Gewinnfähigkeit

erwarten. Dabei lässt sich nach Ansicht Windels der „mögliche Spagat zwischen

Gewinnorientierung und ethischem Auftrag aber für die NORD/LB mit

Verweis auf unser Leitbild, das konservative Geschäftsmodell und die Langfristigkeit

unseres Ansatzes entschärfen“. Dazu hat die Landesbank entsprechende

Ethikgrundsätze entworfen. „Wir wollen z.B. nicht den schnellen Profit.

Wir sind in Norddeutschland zu Hause und mit dieser Ortsgebundenheit an

nachhaltigen Erträgen und Kundenbeziehungen interessiert.“ Die hohe Reputation,

die man sich in diesen Geschäftsfeldern erworben habe, wolle man nicht

durch unseriöse Geschäfte gefährden. „Dies wissen die NORD/LB-Mitarbeiter

und sie verdienen Erträge gemäß dieses konservativen, kundenorientierten

oder ethischen Ansatzes.“

Die Überzeugung wird greifbar, dass an einem seriösen Zugehen auf den

Kunden kein Weg vorbeiführt, dass gerade in der Beratung wieder Vertrauen

gewonnen werden muss. Dabei zeichnet sich für Robert Cholewa eine Entwicklung

ab: „Der in der Vergangenheit zu beobachtende Trend zu sehr komplexen

Produkten dürfte sich umkehren. Das Sicherheitsbedürfnis vieler Kunden hat

zugenommen. Auch der Trend zu einer hochwertigen Beratung mit kompetenten

Beratern ist klar erkennbar.“

Im Zuge der Finanzkrise gerieten die Landesbanken beziehungsweise ihr

Geschäftsgebaren zunehmend in die Kritik, da sich einige von ihnen deutlich

verspekuliert hatten – zu Lasten der Landeshaushalte und Steuerzahler.

Wieder wurden Rufe laut, die Zuständigkeiten klarer zu regeln und die

Zahl der Landesbanken zu reduzieren. Karsten Scholvin von der quirin bank

würde es begrüßen, wenn sich „die Landesbanken zu einer großen Landesbank

mit einem Fokus auf das inländische Geschäft konsolidieren würden“.

Bei Commerzbank und HypoVereinsbank übt man ebenfalls Kritik an dem ausufernden

Geschäftsbetrieb. „Landesbanken haben ihre Berechtigung und sind

eine wichtige Bankensäule“, meint Walter Jünemann. „Der Schwerpunkt der

Geschäftstätigkeit sollte sich jedoch auf das jeweilige Land begrenzen.“ Und

für Robert Cholewa ist „eine Rückbesinnung auf ausbalancierte Geschäftsmodelle

und stabilitätsorientierte Grundsätze“ absehbar. Während sich die


egjo HANNoVER Bankengespräch 59

AWADO Deutsche Audit GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Vertrauen

Sicherheit

Erfolg

Walter Jünemann, Vertriebsdirektor der HypoVereinsbank.

„Es wurde zu viel Geld vernichtet und es ist

auch nicht erklärbar, dass Produkte verkauft

wurden, die selbst der Banker nicht

verstanden hat.“

Bankenaufsichtsrecht

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Standort Hannover

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NORD/LB nicht an dieser Diskussion beteiligt, da „wir bislang

sehr gut damit gefahren sind, uns auf unsere Kunden

und unser Geschäftsmodell zu fokussieren“, wie Tors ten

Windels betont, ist der Tenor der Bundesbank zur Landesbankenfrage

zurückhaltend, eine Richtung aber durchaus

erkennbar. „Bei der Mehrzahl der Landesbanken ist die

Frage stabiler Geschäftsfelder und Strukturen nicht länger

aufschiebbar“, sagt Werner Ehlers. „Freilich gibt es keinen

Masterplan, um zu einer robusten Neuordnung zu gelangen,

zumal der Landesbankensektor aus acht Einzelfällen

mit acht ganz unterschiedlichen Traditionen besteht.“

Doch Eckpunkte einer denkbaren Neuordnung sind aus

Sicht der Bundesbank eine Konzentration auf die Verbundzusammenarbeit

komplementär zu den Sparkassen

und Geschäftsmodellen, die eine hinreichende Stabilität

aufweisen.

Die Diskussion um die Landesbanken ist jedoch

nur ein Aspekt der großen Reformen, die im Gefolge der

Finanzkrise angekündigt und erörtert wurden. Während

es allerdings Jahre dauert, auf dem internationalen Finanzparkett

verbindliche Regeln oder die Änderung selbiger zu

implementieren, hat sich die Aufmerksamkeit der Medien

inzwischen anderen Themen zugewandt. Nach der Finanz-

kam die Wirtschaftskrise, inzwischen beherrscht die drastische

Staatsverschuldung die Berichterstattung. Was aber ist

hinter den Kulissen passiert, gehen die Reformanstrengungen

weiter, gingen sie weit genug? Die Meinungen jedenfalls

gehen weit auseinander.

„Die Finanzkrise hat doch ursächlich die Staatsverschuldung

offengelegt“, so Walter Jünemann. „Ich denke,

dass die Wirtschaft, Länder und Banken jetzt einen

gemeinsamen Auftrag haben, die Krise zu bewältigen. Das

geht nur über ein gesundes, nachhaltiges Wachstum. Es

bedarf keiner neuen Regeln, wichtig ist, sich an die bestehenden

zu halten.“ Robert Cholewa ist der festen Überzeugung,

dass „die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft

die richtigen Lehren aus der Finanzkrise gezogen haben

und während ihres Höhepunktes verlässlich und besonnen

gehandelt haben“. Und Sabine Johannsen ergänzt:

„Andere Themen mögen die Finanzkrise im öffentlichen

Blickfeld verdrängen. Dennoch steht der Kampf gegen die

Ursachen der Finanzkrise unverändert auf der finanzpolitischen

Agenda.“ Ein Umstand, den Torsten Windels aus

seiner Praxiserfahrung bestätigen kann. „Angesichts der

Fülle an neuen gesetzlichen Auflagen, die wir gerade verarbeiten

müssen, ist unsere Wahrnehmung eine andere.


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„Wir gehen davon

aus, dass die Finanzkrise

noch nicht

vorüber ist und ich

befürchte, dass auf

Europa und die usa

geradezu eine Inflationslawine

zurollt.“

Karsten Scholvin,

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Der europäische und deutsche Gesetzgeber tun eine Menge,

um die Folgen der Krise aufzuarbeiten. Dieser Prozess ist

auch noch nicht beendet.“

Das sieht auch Werner Ehlers so. „Auf dem Feld der

Finanzmarktregulierung sind schon in erheblichem Maße

Lehren aus der Finanzkrise gezogen und Reformen auf den

Weg gebracht worden.“ Der Eindruck sei falsch, dass bei

der Krisenbekämpfung im Grunde noch nichts geschehen

sei, die Lobby sich durchgesetzt habe und das „Kasino“

weiterhin geöffnet sei, ist Werner Ehlers überzeugt. „Um

das Ziel eines stabileren Finanzsystems zu erreichen, sind

aber zugegebenermaßen noch weitere Schritte notwendig.

Anzusprechen ist dabei etwa der Umgang mit systemrelevanten

Instituten oder auch mit den regulierungsseitig

bisher unzureichend erfassten Randbereichen des

Finanzsystems.“

Einzig Karsten Scholvin bewertet die Entwicklung

des Krisenmanagements etwas anders. „Die Ursachen der

Finanzkrise sind nie wirklich angegangen worden. Und die

heutige Schuldenkrise hängt ja ursächlich damit zusammen,

dass zur Bekämpfung der Krise vornehmlich frisches

Geld der Notenbanken in die Märkte gepumpt wurde. Jetzt

haben wir uns mit den Folgen dieser Politik auseinanderzusetzen;

die bedrohliche Überschuldungskrise der westlichen

Industriestaaten, die Volksaufstände in der arabischen

Welt und der dadurch steigende Ölpreis sind deutliche

Warnsignale. Eigentlich ist es nur noch eine Frage der Zeit,

bis die Börsen reagieren.“

Umso wichtiger ist ein weiterhin lebendiger und offener

Austausch über die Krise, ihre Ursachen und Gegenrezepte

und vor allem das kritische Reflektieren eigener

Fehler. Krisenbewältigung arbeitet nicht auf ein finales,

konkretes Ziel hin, sondern zeichnet sich durch ihren ausgeprägten

Prozesscharakter aus, der neuen Entwicklungen

begegnen muss, die vorab nicht vorhersehbar waren.

Das Bankengespräch jedenfalls wurde von allen Beteiligten

als gute Chance auf einen fruchtbaren Austausch begriffen

und war von großer Offenheit geprägt. Denn, um eine

Weisheit von König Fußball zu adaptieren: Nach der Krise

ist vor der Krise.


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Werner Ehlers, Leiter der Bundesbank-Hauptverwaltung Hannover.

„Paradigmen in Frage gestellt“

Am Rande des Bankengesprächs stand Werner Ehlers, Präsident der Hauptverwaltung der Bundesbank

in Hannover, Rede und Antwort zu den aktuellen finanzpolitischen Entwicklungen.

Welche Daseinsberechtigung hat das internationale

„Finanzkasino“?

Hochentwickelte Volkswirtschaften verfügen in der Regel

auch über ausdifferenzierte Finanzsysteme. Diese in nützliche

Teile einerseits und unnütze ‚Kasino‘-Teile andererseits

aufzugliedern, ist äußerst schwierig. Um einen

Bundesbank-Vorstand zu zitieren: „Alle Finanzprodukte

finden auch ihre Nachfrage. Die Frage ist, wie man mit

den Risiken umgeht, die viele Produkte bergen, wie man

diese transparent macht. Der Rest ist dann die Entscheidung

des mündigen Anlegers und Sache einer vernünftigen

Regulierung.“

Welche Rolle spielen der deutsche Leistungsbilanzüberschuss

und die rückläufigen Nettolöhne für die aktuellen

Probleme in der Euro-Zone?

Anhaltende Überschüsse oder Defizite der Leistungsbilanz

müssen nicht unbedingt ein Problem darstellen. Es

gibt keinen Grund, warum Volkswirtschaften als Ganzes

nicht Sparer oder Investoren sein können. Die unausgeglichenen

Leistungsbilanzen im Euro-Raum sind allerdings

Ausdruck struktureller Fehlentwicklungen, im Zuge

derer einige EWU-Länder an Wettbewerbsfähigkeit einbüßten,

andere zulegten. Für den Abbau der Ungleichgewichte

muss der entscheidende Beitrag primär von den

Defizitländern erbracht werden: Notwendig sind Reformen,

die ihre Wettbewerbsfähigkeit wieder verbessern.

Hinsichtlich eines manchmal geforderten stärkeren Beitrags

der Überschussländer – insbesondere eine gezielte

Förderung der Binnennachfrage – ist zweierlei zu sagen.

Erstens sind die vorgeschlagenen fiskal- oder lohnpolitischen

Stimuli ein wenig erfolgversprechendes Instrument,

um die Leistungsbilanzen der Defizitländer zu verbessern.

Zweitens ist das Lohnniveau angesichts dezentraler Lohnverhandlungen

als wirtschaftspolitisches Instrument nicht

verfügbar.

Sehen Sie einen Mangel an Ideenpluralität im volkswirtschaftlichen

Diskurs?

Davon kann kaum die Rede sein. Der Ökonomenchor ist

ja durchaus vielstimmig. Freilich finden die einzelnen

Stimmen nur sehr unterschiedlich Gehör. Das ist eben

das Phänomen des Mainstreams: Nur wenige Theorien/

Modelle/Konzepte schaffen es, als (einigermaßen) gesichertes

Wissen eine herausgehobene Stellung zu erlangen.

Daneben können sich dann nur einige wenige Alternativen

als Minderheitenmeinungen behaupten. Ob die

Mehrheit allerdings auch richtig(er) liegt, ist natürlich

weit schwieriger zu beurteilen. Die jüngste Finanz- und

Wirtschaftskrise hat jedenfalls alte Paradigmen grundlegend

in Frage gestellt und so an die Begrenztheit auch etablierten

Wissens erinnert.

Wie verhält es sich mit der (Volks-)Wirtschaftskompetenz

der Medien und der Parteien?

Mit Sicherheit finden sich bei beiden volkswirtschaftlich

hochkompetente Personen. Es geht insofern vielleicht

weniger um Kompetenz als vielmehr um eine unvermeidliche

‚Déformation professionnelle‘: Weder die Medien

(vorwiegend Tagesgeschäft mit Dramatisierungstendenz)

noch die Politik (an Mehrheiten im Wahlzyklus orientiert)

bieten wahrscheinlich die beste Basis für ein Denken, das

– wie eigentlich wünschenswert – an längerfristig nachhaltigen

Anreizstrukturen ausgerichtet ist.


64 magazin regjo HAnnover regjo HAnnover magazin 65

B A U F I N A n z I E R U n g

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Förderung

Zum Liebling der Banken werden

Vertrauen, Sicherheit und Erfolg

Neuer Treffpunkt

Die staatlichen Förderungen bei Immobilien

sind kaum bekannt.

Die Unternehmensberatungsgesellschaft NorControl mit Hauptsitz in Hannover verfügt

über langjährige Erfahrung in der Beratung mittelständischer Unternehmen.

Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft AWADO Deutsche Audit

GmbH berät ihre Mandanten umfassend, professionell und persönlich.

Die Wirtschaftsmesse Hannover: vom 31.

August bis 1. September 2011.

Zum 50-jährigen Jubiläum der Generalvertretung

Schäfer hatte Carsten Schäfer eingeladen

– als Ehrengast kam Allianz-Vorstandsmitglied

Jens Grote nach Göttingen.

Im Rahmen des feierlichen Anlasses

wies Carsten Schäfer auf eine bundesweite

forsa-Umfrage im Auftrag der Allianz

hin, nach der kaum jemand wisse,

wie viel sich bei der Immobilienförderung

durch staatliche Beihilfen sparen lässt.

Die Riester-Förderung von selbst genutztem

Wohneigentum wird von 70 Prozent

der Immobilienplaner und 55 Prozent der

Immobilienbesitzer als wichtige staatliche

Unterstützung angesehen. 54 Prozent

derjenigen, die den Bau oder Kauf einer

Immobilie beabsichtigen, und 45 Prozent

derjenigen, die bereits Eigentümer sind,

würden die Förderung heute nutzen.

Bis zu 50.000 Euro lassen sich etwa für

eine Familie mit zwei Kindern durch staatliche

Zulagen, Zinsersparnis und Steuervorteile

einsparen. Dabei profitieren junge

Familien am meisten. „Fast 90 Prozent der

Kunden, die sich für einen Wohn-Riester-

Vertrag bei uns entscheiden, sind zwischen

25 und 45 Jahre alt“, sagte Dr. Grote, Leiter

des Fachbereichs Baufinanzierung bei der

Allianz Lebensversicherungs-AG. SG

Mittelständische Unternehmen bedürfen

einer auf ihre ganz konkrete Unternehmenssituation

abgestimmten Struktur der

Finanzierung und verfügen idealerweise

darüber hinaus über ausreichende Finanzreserven.

Bei der Finanzierung müssen sich

die Firmen allerdings nicht tatenlos auf die

Kreditbedingungen der Banken einlassen,

sondern haben ihre Konditionen durchaus

selbst in der Hand. Das Stichwort dazu lautet:

Verbesserung des Firmenkundenratings

bei den Kreditinstituten.

Zum Hintergrund: Die Banken ziehen

als Maßstab für die Kreditbereitschaft

und die Konditionen sowohl die aktuelle

als auch die zu erwartende künftige Bonität

des Unternehmens heran. Dabei haben

die Kreditinstitute eine Kredit marge,

die sich an den Ausfallrisiken orientiert,

längst zum festen Bestandteil der Kreditkosten

gemacht. Als Grundlage zur Feststellung

dieser Ausfallwahrscheinlichkeiten

dient das Firmenkundenrating der

Bank. Je besser ein Unternehmen bei dieser

Beurteilung abschneidet, umso bessere

Konditionen können für den Kredit ausgehandelt

werden. Dr. Ernst Czaplinsky,

Geschäftsführer NorControl GmbH: „Für

die Unternehmer und Unternehmensverantwortlichen

ergibt sich daraus die Anforderung

einer kennzahlenunterlegten Steuerung

des Unternehmens mit dem Ziel der

Ratingverbesserung. Die Grundlage einer

Ratingsteuerung und eines Finanzierungskonzeptes

ist eine plausible und integrierte

Planungsrechnung. Die Informationen, die

dieser Planungsrechnung zugrunde liegen,

müssen transparent, valide und für Dritte

verständlich sein. NorControl erbringt seit

mehr als zwanzig Jahren diese Dienstleistung

für Unternehmen im Mittelstand.“

Die NorControl GmbH mit Hauptsitz in

Hannover wurde 1987 gegründet. Zu den

Schwerpunkten zählen Managementberatung,

Konzepterstellung und Umsetzung

der relevanten Maßnahmen bei der Strukturierung,

Konsolidierung und Marktpositionierung

von Unternehmen. Dabei paart

sich theoretisches Wissen mit profundem

Know-how aus der Praxis in vielen Branchen

und unterschiedlichsten Unternehmenssituationen.


KL

Kontakt: NorControl GmbH, Rendsburger Straße 18, 30659 Hannover, Tel. 0511 9 02 98 0.

Weitere Informationen über NorControl finden Sie im Internet unter www.norcontrol.de

Vertrauen, Sicherheit und Erfolg – das sind

für die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

AWADO Deutsche

Audit GmbH nicht nur leere Worte.

Jan B. Töppe, einer der fünf Geschäftsführer

von AWADO: „Unsere Mandanten

nicht nur umfassend, sondern professionell

und persönlich zu betreuen – das ist unser

Anspruch. Bei der Beratung unserer Mandanten

nutzen wir das fachliche Netzwerk

ausgewiesener Spezialisten eines großen

Prüfungs- und Beratungsunternehmens

mit seinen mehr als 1.000 Mitarbeitern.

Durch diese interdisziplinäre Zusammenarbeit

mit Rechtsanwälten und Unternehmensberatern

erzielen wir für unsere Mandanten

auch bei komplexen Prüfungs- und

Beratungsaufgaben ausgezeichnete Ergebnisse.

Das schafft Vertrauen und ist die

Grundlage für eine faire und langjährige

Geschäftsbeziehung.“

2010 ist die AWADO Deutsche Audit

GmbH aus der Verschmelzung von drei

regional tätigen Gesellschaften aus Hannover,

Frankfurt am Main und Schwerin

hervorgegangen. Neben den klassischen

Bereichen der Wirtschaftsprüfung

und Steuerberatung liegen die Schwerpunkte

der Arbeit in der Prüfung und Beratung

von kommunalen Unternehmen sowie

Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten,

wobei die Unterstützung und das Coaching

von Internen Revisionen letzterer zu den

Spezialgebieten gehört. Weitere Mehrwerte

für die Mandanten liefern die Beratung

bei gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen

Umsetzungsprojekten und die Prüfung des

Internen Kontrollsystems bei Auslagerungsunternehmen.

Praxisnahe Lösungen in den

Bereichen Betriebswirtschaftliche Beratung

sowie Fusions- und Sanierungsberatung

ergänzen das Dienstleistungsangebot.

Jan B. Töppe: „Unser Ziel ist es, unsere

Mandanten sachgerecht, individuell und

umfassend in den immer komplexer werdenden

wirtschaftlichen, rechtlichen und

steuerlichen Fragestellungen zu beraten. Für

sie entwickeln wir ganzheitliche Lösungsansätze

mit einem dauerhaften Nutzen für ihre

Marktposition. Dabei messen wir unseren

Erfolg an der Zufriedenheit unserer Mandanten.“

KL

Weitere Informationen über die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft AWADO

Deutsche Audit GmbH im Internet finden Sie unter www.awado-wpg.de

Zusammen mit Hannover 96 und dem business2dialog-Messeveranstalter

Ulf Hofes aus

Braunschweig veranstaltet der Wirtschaftsförderverein

Pro Hannover Region vom 31.

August bis 1. September in der AWD-Arena

zum ersten Mal die Wirtschaftsmesse in

Hannover. Bernd Bühmann, stellvertretender

Vorstandsvorsitzender von Pro Hannover

Region: „Wir danken der Stadt und

Region, die wir von unserem neuen Konzept

der Wirtschaftsmesse Hannover überzeugen

konnten.“ Der erste Messetag bleibt

Fachbesuchern – Unternehmern und Entscheidern

– vorbehalten. Am zweiten Messetag

sind neben den Fachbesuchern auch

Bürger aus der Region Hannover willkommen.

Platz ist für ingesamt 150 Aussteller

aus der Metropolregion Hannover. Bereits

jetzt liegen Pro Hannover Region 40 Interessenbekundungen

seiner Mitgliedsunternehmen

vor. Die Preise für die Messestände

beginnen bei 590 Euro netto.

Auch Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent

der Region Hannover, unterstützt

das neue Messeformat: „Diese Messe wird

die Vernetzung der kleinen und mittelständischen

Unternehmen weiter fördern. Ein

gut vernetzter Mittelstand bildet das Rückgrat

der regionalen Wirtschaft.“ HK

Bilder: Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG, NorContro GmbH (Auf dem Bild: Geschäftsführer Dr. Ernst Czaplinsky)

Bilder: AWADO Deutsche Audit GmbH (Auf dem Bild: Jan B. Töppe, einer der fünf Geschäftsführer), H. Hecht/AWD-Arena


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F t

m

Wie fit sind Ihre Mitarbeiter? Steigende Zahlen arbeitsbedingter Erkrankungen, Burn-outs und

Rückenleiden sind an der Tagesordunug. Wie wird Gesundheit in der Region Hannover „kultiviert“?


egjo HANNOVER gesundheit 71

Gesundheit, da sind sich die Experten einig, ist immer auch das Ergebnis von positiven und vertrauensvollen Konstellationen am Arbeitsplatz.

Text: Stefanie Stüting

Bilder: Techniker Krankenkasse, djd/Berufsverband Deutscher Präventologen

Nicht nur die demographische Endgültigkeit einer immer älter werdenden

Gesellschaft, auch die modernen Arbeitsstrukturen und

beruflichen Anforderungen von heute machen die Frage nach

der Gesundheit von Menschen, Kollegen, Mitarbeitern zu einem

immer öfter diskutierten Thema. Berichte über unternehmensinterne

Ruhe- und Fitnessräume, betriebliches Gesundheitsmanagement,

aber auch steigende Zahlen von Burn-out-Betroffenen

machen längst die Runde.

Dr. Sabine Voermans, Leiterin der Landesvertretung der Techniker

Krankenkasse in Niedersachsen hat diese Entwicklung in

den vergangenen Jahren genau verfolgt. „Immer mehr Unternehmer

beginnen zu verstehen, dass sie für die Gesundheit ihrer

Mitarbeiter mitverantwortlich sind und diese als ‚soziales Kapital‘

ganz entscheidend den Erfolg einer Firma mitbestimmen.“ Als

eine Art Unternehmensberater in gesundheitlichen Belangen führt

die Techniker Krankenkasse, wie andere Kassen auch, individuelle

Beratungen vor Ort durch. „Gesundheit muss eine Entscheidung

von oben sein“, so die Erfahrungen von Dr. Voermans. In

der Beratung geht sie dabei mit System vor. „Plan, do, check, act –

die bekannten Steps aus der Betriebswirtschaft kommen auch bei

unseren Beratungen zum Einsatz.“ Am Anfang steht dabei in der

Regel eine Befragung der Mitarbeiter. „Die wissen am besten, wo

es in der Firma hakt.“ Nach der Auswertung werden die Führungskräfte

eingebunden und ein Maßnahmenkatalog für das betriebliche

Gesundheitsmanagement erstellt. „Oft sind es nur ganz kleine

Dinge, die noch im Argen sind und dort eine überproportional

negative Wirkung entfalten. Nicht selten kann man da recht einfach

gegensteuern.“ Manchmal muss man aber auch bei der Organisation

ansetzen, wie zum Beispiel einer Veränderung des Führungsverhaltens

oder einer Verbesserung der Kommunikation.

Immer mehr Unternehmen lassen sich durch eine externe Beratung

in Sachen Gesundheitsförderung aufklären. Praktizierende

Mediziner bestätigen den Handlungsbedarf und unterstützen den

sich langsam etablierenden Perspektivwechsel. Vor allem Rückenleiden

und psychische Probleme haben in den vergangenen Jahren

immer weiter zugenommen.

Christian Benekendorff ist Physiotherapeut in Hannover. In

seiner Praxis Physiomedico wird er tagtäglich mit berufsbedingten

Krankheitsbildern konfrontiert. „Grundsätzlich kann man sagen,

dass die Erkrankungen, die das Skelettsystem betreffen, in den

letzten Jahren zugenommen haben. Wir erleben immer mehr Patienten,

die aufgrund berufsbedingter Erkrankungen unsere Hilfe

suchen.“ Seit vergangenem Sommer hat Benekendorff mit seinem

Team intensiv an einem neuen Gesundheitskonzept gearbeitet, das

er jetzt Unternehmen anbietet. Er will dem Thema Rückenschmerz

endgültig den Kampf ansagen. „Dazu verwenden wir technische

Hilfsmittel wie die Medimouse, mit der man eine strahlenfreie

Funktionsuntersuchung des Rückens im Stand oder im Sitz durchführen

kann. Mit diesem System können wir sehr genau Schwachstellen

herausfiltern und für die betriebliche Prävention nutzen.

Weiterhin bieten wir Gesundheitsworkshops, Präventiongruppen

(Rückenschule, Rückenfitness, Pilates, Nordic Walking, Autogenes

Training), Arbeitsplatzergonomie, Medimouse messungen und

natürlich Massagen und Manuelle Therapie am Arbeitsplatz an.

Dr. Sabine Voermans

Leiterin der Landesvertretung

der Techniker Krankenkasse in

Niedersachsen: „Betriebliches

Gesundheitsmanagement ist eine

grundsätzliche Unternehmensfrage,

die über die Führungskräfte

gehen muss. Börsennotierte

Großunternehmen wie auch kleine

Mittelständler und Kleinunternehmer

haben die Vorteile des

Gesundheitsmanagements entdeckt.

Es tut sich etwas und das

Bewusstsein für Gesundheitsthemen

wird gestärkt. Jetzt müssen

wir an den daraus resultierenden

Verhaltensänderungen kontinuierlich

arbeiten. Wir und auch

andere Krankenkassen unterstützen

das Thema Prävention dabei

ganz offensiv.“

Dr. Rolf simon

Studienleiter im Berufsverband

Deutscher Präventologen: „Fast

jeder vierte Arbeitsunfähigkeitstag

geht auf Erkrankungen des

Bewegungsapparates zurück.

Mit den Methoden der „Neuen

Rü ckenschule“, wie etwa der

betrieblichen Rückenschule, soll

dem Leiden mit dem Kreuz ein

Ende gesetzt werden können.

Arbeitgeber, die ihren Angestellten

mit einer betrieblichen

Rü ckenschule etwas Gutes tun

wollen, können dadurch gleichzeitig

Steuern sparen. Aufgrund

einer Änderung im Steuerrecht

sind entsprechende Aufwendungen,

jährlich bis zu 500 Euro je

Arbeitnehmer, steuerfrei. Dies

gilt allerdings nur, wenn die Aufwendungen

für diese betriebliche

Gesundheitsförderung zusätzlich

zum geschuldeten Arbeitslohn

gewährt werden. Wer in der Nähe

entsprechende Kurse anbietet,

kann bei der gesetzlichen Krankenkasse

erfragt werden.“

Gert von Kunhardt

Der Präventologe, Sportdezernent

a.D. und Gesundheitssenator

h.c.: „Die am weitesten

verbreiteten berufsbedingten

Krankheiten sind Rückenbeschwerden,

psychische Störungen

und Herz-Kreislauferkrankungen.

Personen, die keine

7.000 bis 10.000 Schritte am Tag

gehen, sind für alle Krankheiten

besonders anfällig. Diese

Krankheitsbilder und die Zahlen

der Patienten haben sich in

den vergangenen Jahren linear

umgekehrt proportional zur

Bewegungsabnahme entwi ckelt,

denn Bewegungsmangel ist

Krankheitsauslöser Nr 1. Tatsache

ist, dass wir durch den Fortschritt

der Technik heute täglich

900 kcal weniger muskulär verbrauchen

als noch vor 25 Jahren.

Wir müss ten nach Auffassung

der Gesundheitsminister

täglich 10.000 Schritte gehen,

um gesund zu bleiben, gehen

aber nur noch etwa 1.500. Eine

so dramatische Reduktion des

Stoffwechsels ist dem menschlichen

Organismus niemals zuvor

in so kurzer Zeit zugemutet worden.

Die einzige Möglichkeit,

den zunehmenden Herzinfarkten,

Krebserkrankungen, Allergien,

Arthrosen und Osteoporosen

entgegenzuwirken, ist ein anderes

und neues bewegtes Leben.“

Martina Rios

Geschäftsführerin des Berufsverbandes

Präventologen: „10 Tipps

für ein gesundes Berufsleben –

• Da die Arbeitszeit einen großen

Teil unseres Lebens ausmacht,

ist es sinnvoll, diese Zeit mit

etwas zu verbringen, das Ihnen

Freude macht.

• Die Freude ist der ausschlaggebende

Faktor für die Gesundheit,

das heißt: Bringen Sie

Freude in Ihren Arbeitsalltag.

• Der Weg zur Arbeit: möglichst

zu Fuß oder auf dem Fahrrad.

• Genussvolle Pausen.

• Frische Luft, frisches Obst,

frisches Gemüse.

• Entdecken Sie Ihre Stärken und

freuen Sie sich darüber.

• Begeistern Sie sich für Ihre

Aufgabe.

• Atmen Sie zwischendurch mal

tief durch.

• Schenken Sie sich und Ihren

Kollegen ein Lächeln.“


Über 100 Musterbäder –

in klimatisierten Räumen.

Christian Benekendorff von Physiomedico in Hannover (links)

bei einer Medimousemessung. Dieses von ihm angewandte

Analyseverfahren bietet er Unternehmen als Dienstleistung

aus dem Bereich Gesundheitsmanagement an. „Mit der

Medimouse komplettieren wir unseren Befund durch eine

objektive Vermessung der einzelnen Wirbelsäulensegmente.

Dadurch bekommen wir Informationen, welche Segmente

sich bei Bewegung ungünstig verhalten, wo Hyper-und Hypomobilitäten

zu finden sind. Diese Daten werden in der Therapie

verwendet.“

Unser Angebot für Firmen haben wir erst seit rund einem

halben Jahr fertig, sind aber begeistert über die Resonanz

in der kurzen Zeit. In den nächs ten Monaten sind Aktivitäten

mit drei Unternehmen geplant, drei weitere sollen

folgen.“

Wie viele andere Akteure im Gesundheitssektor ist

auch Benekendorff absolut überzeugt davon, dass das

Thema Prävention in Zukunft ein größeres Gewicht in der

Gesundheitsdebatte einnehmen wird als jemals zuvor. „Prävention

wird in Zukunft eine große Rolle spielen und muss

es auch, denn nur so sind schwere Erkrankungen aufzuhalten.

Schön wäre nur, wenn die Krankenversicherer dies

auch entsprechend honorieren würden.“ Dr. Rolf Simon

ist Studienleiter im Berufsverband Deutscher Präventologen

mit Hauptsitz in Hannover: „Nach unseren Erfahrungen

sind es die Organisationskrankheiten wie Burn-out,

innere Kündigung, Mobbing und Rü ckenbeschwerden,

die enorm zunehmen. Diese kommen meistens nicht vom

schweren Heben oder ungüns tigen körperlichen Arbeitsbelastungen,

sondern vom Druck, der auf den Mitarbeitern

lastet.“ Vor allem der psychische Druck in Arbeitsverhältnissen

belaste Menschen immer mehr bis hin zu

schweren körperlichen und psychischen Leiden. Auch hier

ist Prävention die Antwort, so Dr. Simon. „Grundsätzlich

müssen in den Firmen Führungskultur, Unternehmenskultur,

Wertschätzung und Anerkennung wieder Einzug

halten, um den Frust und die psychischen Belastungen

abzubauen.“ Für einen Arbeitgeber hat der Experte für Präventologie

ganz konkrete Empfehlungen. Damit Mitarbei-


tet aber auch, dass in Zukunft nicht nur Geld und Entlohnung

geeignete Mittel zur Honorierung von Leistung sei

müssen.“ Dr. Mario Krause ist Ärztlicher Leiter des Deutschen

Zentrums für Individualisierte Prävention und Leistungsverbesserung,

der DZIP GmbH in Hannover. Hier

werden Gesundheit und Leistungssteigerung aus verschiedenen

Blickwinkeln angegangen. Im Leistungs-Coaching

zum Beispiel steht das Training der mentalen Stärke zur

Disposition. „Mentale Stärke ist ein trainierbarer Muskel

und Stoffwechsel-Tuning der Einspritzer für die Körperzellen“,

so die These des DZIP. Führungskräften wird

ein maßgeschneidertes „Health-Management“ angeboten.

Laut Umfragen, so Dr. Krause, stehen fast 25 Prozent aller

Führungskräfte kurz vor dem Burn-out. „Führungskräfte

benötigen daher individuelles Health-Management und

Gesundheits-Coaching.“ Neben dem klassischen mentalen

Ansatz werden auch medizinische Verfahren eingesetzt,

um auf Stoffwechselebene zusätzliche Kräfte zu mobilisieren.

Dabei wird Wert auf eine ganzheitliche Herangehensweise

gelegt, die unter anderem Ernährung, Bewegung,

mentale Stärke und einen energetischen Ausgleich

berücksichtigt. Auch Genomisches Coaching gehört zum

Aufgabenbereich des DZIP. „Wir sind auf der einen Seite

spezialisiert auf all das, was mit Erschöpfung zu tun hat.

Ob das nun das klassische Burn-out ist oder Leistungseinbußen

anderer Art“, erklärt Dr. Krause. Symptome hierfür

können Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen, MagenrEGjo

hannover gesundheit 75

Jetzt Startplätze

buchen und

Unten: Die Praxis von Physimedico in Hannover. Christian

Benekendorff: „Ein individueller Trainingsplan ist sehr entscheidend

für die persönliche Zielsetzung des Patienten:

Grundsätzlich stellen wir uns mit dem Patienten die Frage:

Welchen Status finde ich bei mir vor und wo will ich hin?“

HAMBURG

21. Juni

HANNOVER

09. Juni

BERLIN

14. Sept.

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sichern!

DORTMUND

30. Juni

DÜSSELDORF

07. Juli

NÜRNBERG

28. Juli

KARLSRUHE

14. Juli

MÜNCHEN

21. Juli

Deutsche Firmenlaufmeisterschaft 2011

3. B2RUN Hannover.

09. Juni 2011, 19:30 Uhr

6,0 Kilometer

AWD-Arena

GUTSCHEINCODE

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für 2 Startplätze gratis

Auch in diesem Jahr heißt es wieder: „Raus aus der Berufskleidung

und rein in die Laufmontur!“, wenn am 09. Juni 2011 der Startschuss zum

3. B2RUN Hannover fällt. Egal, ob Chef oder Azubi, teilnehmen kann

jeder, der Spaß am Laufen hat. Nur 6,0 Kilometer führt die Laufstrecke

um den Maschsee und kann somit auch von Laufeinsteigern ohne

Probleme bewältigt werden. Großes Highlight auf den letzten Metern

ist der einzigartige Zieleinlauf in die AWD-Arena.

Neben den sportlichen Leistungen und dem Spaß kommt auch der

gute Zweck nicht zu kurz. Ein Teil der Startgebühr fließt direkt

an EINE CHANCE FÜR KINDER. Die Anmeldung und weitere Informationen

finden Sie unter www.b2run.de.

Buchen Sie bis zum 30.05.2011 mind. 1 Startplatz und sichern Sie sich

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ter dauerhaft gesund und motiviert sind, seien vor allem

gegenseitiges Vertrauen, der respektvolle Umgang miteinander,

Wertschätzung, Anerkennung sowie eine Vorbildfunktion

der Führungskräfte unerläss lich. Auf den ersten

Bild scheinen dies utopisch wohlklingende Schlagworte

zu sein. Aber: Sie lassen sich tatsächlich ganz konkret in

den Arbeitsalltag integrieren. Dr. Simon: „Es ist ganz wichtig,

strukturierte Arbeitsabläufe zu schaffen. Dazu gehört

eine klare Aufgaben-, Kompetenz- und Zuständigkeitsverteilung,

aber ebenso sehr auch störungsfreie und schnelle

Prozesse. Auch in punkto Qualifizierung sollte ein Unternehmer

Standards schaffen, Stichwort hierbei ist lebenslanges

Lernen.“

Sicher sind sich Dr. Simon und seine Kollegen, dass die

in Deutschland leise startende Entwicklung hin zu gesundheitlichen

Managementthemen erst der Anfang ist. Firmeninterne

Ruhe- und Fitnessräume sind in US-amerikanischen

Unternehmen schon keine Besonderheit mehr,

hier ist dieser Trend erst am Anfang und steht auch nicht

ohne Kritiker da. „Um die neuen Zivilisationskrankheiten

wirkungsvoll zu vermeiden, müssen die Führungsetagen

ihre Kultur durch ein aktives Betriebliches-Gesundheits-Management

(BGM) ergänzen. Angebote für die

Freizeitgestaltung können ebenfalls dazugehören sowie

soziale Verantwortung der Unternehmen. Dies erfordert

in hohem Maße den Willen zur Veränderung in den Führungsetagen

und einen anderen Führungsstil. Es bedeu-


egjo HANNOVER gesundheit 77

Luisenstraße 1-3 . 30159 Hannover · bankett@kastens-luisenhof.de · www.kastens-luisenhof.de

In 12 Tagungsräumen einschließlich des 180 m² großen Georgssaals finden Sie alles, was perfekte

Präsentationen und Tagungen brauchen, was aus Festen Events macht und Veranstaltungen unvergesslich

werden lässt. Unser Bankettteam unterstützt Sie gerne von der Planung bis zum Abschluss

der Veranstaltung. Moderne Technik und geschulte Mitarbeiter helfen Ihnen bei der Durchführung

Ihrer Veranstaltung.

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Freude, soziale Bindungen und Entspannung

stehen als Voraussetzungen

für ein gesundes Leben ganz oben.

Auch in den Angeboten des Deutschen

Zentrums für Individualisierte Prävention

und Leistungsverbesserung in Hannover

(Bild unten) verfolgt man ganzheitliche

Therapieansätze, die diese

Punkte berücktichtigen.

Michael Rupp

Direktor

Darm-Beschwerden, Rücken- oder Kopfschmerzen sowie

depressive Phasen sein. „Wir suchen einen Weg, wie wir

die Leistungsfähigkeit und damit die Lebensqualität wieder

erhöhen und die Erschöpfung beseitigen können. Dies

ist die erste Gruppe unserer Patienten und Kunden. Zur

zweiten Gruppe gehören die Leute, denen es eigentlich

im Moment gut geht, die sich ihre Leistungsfähigkeit aber

auch für die Zukunft erhalten wollen. Die dritte Gruppe

ist bereits leistungsfähig, möchte diese jedoch trotzdem

noch weiter steigern.“ Ein ganzheitliches, biochemisches

Leistungsprogramm in Kombination mit einem mentalen

Coaching-Programm in einer emotionalen Atmosphäre ist

es, was das DZIP anbieten möchte. Dr. Krause: „Wir schaffen

die Freiräume, die der Patient benötigt, um schnellstmöglich

wieder der zu sein, der er war oder der er sein

möchte. Und genau diese Ganzheitlichkeit ist unser USP.“

Der wirtschaftliche Schaden, den berufsbedingte

Krankheiten verursachen, ist enorm. Laut einer 2009 veröffentlichten

Studie der Betriebskrankenkassen entstehen

allein durch die beruflichen Ausfälle von Burn-out-Patienten

Kosten in Höhe von 6,3 Milliarden Euro, zitiert zum

Beispiel auch der Spiegel, der dem Thema erst vor Kurzem

eine ganze Ausgabe widmete. Etwa drei Milliarden

Euro kosten die Behandlungen, den Schaden durch die

krankheitsbedingten Ausfälle von Mitarbeitern benennen

Experten mit 3,3 Milliarden Euro. Etwa neun Millionen

Menschen in Deutschland leiden unter Burn-out, so die

Statistik. Die Dunkelziffer ist auch aufgrund der schwierigen

Diagnose hoch.

Insgesamt ist in Niedersachsen laut Erhebung der

KKH-Allianz der Krankenstand bei den Versicherten

gestiegen. Simon Kopelke von der KKH-Allianz in Hannover

liefert die Zahlen: „Im Jahr 2009 blieben demnach

Arbeitnehmer durchschnittlich an rund 14 Tagen ihrem

Job fern – im Jahre 2010 bereits an 15 Tagen. Im Vergleich

liegt Niedersachsen damit noch immer unter dem bundesweiten

Durchschnitt. Dieser lag bei 16 Fehltagen.“

Das Thema Gesundheit ist als eines der dringendsten

in der heutigen Zeit für zahlreiche Akteure in Politik und

Wirtschaft ein heißes Eisen. Nicht zuletzt, weil es unterm

Strich um den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen

und Ländern, vor allem aber um das Wohl eines jeden Einzelnen

geht, sind hier alle Beteiligten aufgefordert, pragmatische

und vielleicht auch unkonventionelle Lösungen zu

finden. Die Zeit wird zeigen, welche Konsequenzen Unternehmer

und Mitarbeiter aus den aktuellen Entwicklungen

ziehen. Nur eins werden sie nicht können, soviel steht fest:

Die Frage nach der Gesundheit unbeantwortet zu lassen.


78 portrait regjo HAnnover regjo HAnnover portrait 79

Fast ein Drittel aller Krankheitstage und

Berufsunfähigkeitsfälle gehen vor allem

auf Rückenschmerzen zurück. Die Kosten

für Arbeitgeber und Krankenkassen belaufen

sich auf rund 25 Milliarden Euro. Bild:

Stefan Langhans, Geschäftsführer des

Reha-Team-Hannover, und Stefan Blahak,

Geschäftsführer von office 360.

Sitzen mit Köpfchen

Ergonomische Büromöbel beugen Rückenschmerzen vor oder sorgen für Linderung. Doch im Kampf

gegen die Volkskrankheit Nr. 1 zählt vor allem die innere Haltung.

Text: Hedda Möller Fotografie: Office 360

Stefan Blahak und Stefan Langhans haben weit mehr gemeinsam als

ihren Vornamen. Beide leben und arbeiten in Hannover und sind darüber

hinaus Missionare, wenn es um Haltungsfragen geht – genauer:

um das richtige, weil rückenschonende Sitzen und Stehen. Die Männer

wissen nur zu gut, wovon sie sprechen: Langhans, Geschäftsführer

des Reha-Team-Hannover, kuriert nicht selten die Folgen mangelhafter

Sitzkultur am Arbeitsplatz. Stefan Blahak, Geschäftsführer

des Büro-Allrounders office360, berät seine Kunden beim Kauf ergonomischer

Büromöbel, damit sie gar nicht erst bei Langhans im Wartezimmer

landen. Um unnötige Krankheitstage zu vermeiden, lassen

sich immer mehr Firmen von den beiden „Stefans“ zum Kauf und

der richtigen Nutzung ergonomischer Möbel beraten. Lästige Rückenschmerzen

langfristig in den Griff zu bekommen, ist nämlich

verblüffend einfach und eindeutig: „Mehr Bewegung!“ Die wird im

Büro durch richtiges Sitzen und viel Stehen gefördert. Diese Botschaft

ist nicht neu, aber erreicht die Menschen oft nicht. Damit aus lästigen

„Verhaltensregeln“ auch eine Änderung der inneren „Haltung“

resultiert, muss es jeder für sich ganz persönlich entdecken: Ich erlebe

durch mehr Bewegung mehr Wohlbefinden und weniger Schmerz.

Die richtige Haltung beginnt immer im Kopf. Köpfchen beweist, wer

für Abwechslung bei der Arbeits-Haltung sorgt. Wie das auch funktionieren

kann, demonstrieren die Rücken- und Sitz-Experten gleich

beim Ortstermin im lichtdurchfluteten Showroom von office360:

Lässig lehnen Blahak und Langhans an einem höhenverstellbaren

Tisch „Thalo.S“ von König und Neurath (K + N). Auf sanften Druck

gleitet die Fläche des Multifunktionsmöbels in die Höhe und bietet

Platz fürs Arbeiten oder Besprechen im Stehen. „Die ‚kleine Besprechung

im Stehen‘ ist oft auch produktiver und kürzer, weil die Teilnehmer

aktiver bei der Sache sind“, so Blahak.

Noch mehr Köpfchen zeigt, wer auch an seinem Arbeitsplatz

mehr bewegt. Denn Langhans zufolge sei „nichts schlimmer als über

Stunden in einer Position hinter dem Schreibtisch zu verharren“. Er

rät seinen Rücken-Patienten daher, so oft wie möglich aufzustehen

– und zwar nicht nur zum Kaffee holen. „Jedes Telefonat im Stehen

entlastet die Wirbelsäule, lockert den Bewegungsapparat, regt

die Durchblutung an und fördert damit auch die geistige Klarheit“,

so der Rücken-Experte. Doch wenn schon Sitzen, dann bitte richtig.

Ein ergonomischer Bürostuhl gehört für Blahak zur unverzichtbaren

Grundausstattung. Er ist eine Voraussetzung für ein beschwerdefreies

Sitz-Arbeits-Leben. Zwei Millionen Jahre sind wir „Läufer“ gewesen

und seit 50 Jahren auf einmal „Vielsitzer“. Da sind Probleme vorprogrammiert.

Die Auswahl des Sitzmöbels orientiert sich an mehreren

Faktoren. Wichtig ist die sogenannte Lordose-Stütze an der Rückseite

des Stuhls. Sie wirkt – richtig eingestellt – den durch die natürliche

Krümmung der Wirbelsäule entstehende Belastungen entgegen.

„Ohne die individuell richtige Einstellung aber nutzt die beste

Stuhltechnik nichts. Die neueste Modellgeneration wählt daher die

richtige Einstellung automatisch. Egal ob der Benutzer groß, klein,

dünn oder dick ist. Das passt immer“, sagt Blahak.

Außerdem sollten Höhe und Position der Armlehnen verstellbar

sein – und das war es auch schon. Blahak: „Mehr Funktionen

braucht kein Mensch. Bürostühle mit zu vielen Hebeln und Knöpfen,

deren Bedienung sich nur durch das Studium einer bibeldicken

Gebrauchsanweisung erschließt, haben sich in der Praxis nicht

bewährt.“ Blahak rät aber vor dem Kauf zum Probesitzen. „Jeder

Mensch hat seine individuelle Biomechanik und erspürt das für ihn

Beste sofort. Unsere Ausstellung ist eine der umfangreichsten in der

Region Hannover. Wir haben allein 50 verschiedene Modelle zum

Ausprobieren. Ein schwerer Mensch braucht mehr Sitzfläche und Stabilität

als ein Leichtgewicht, einige mögen Armlehnen, andere stören

sie. Hier gibt es viel Spielraum.“

Mittlerweile sehen die meisten Arbeitgeber einen ergonomischen

Stuhl als sinnvolles Investment in die Gesundheit und damit

die Produktivität ihrer Mitarbeiter an. Denn sie kennen die Statistik:

Fast ein Drittel aller Krankheitstage und Berufsunfähigkeitsfälle

gehen auf Muskel- und Skeletterkrankungen, vor allem Rückenschmerzen,

zurück. Die Kosten für Arbeitgeber und Krankenkassen

belaufen sich auf rund 25 Milliarden Euro. „Der Mehrpreis für „den

guten Stuhl hat sich aber schon bezahlt gemacht, wenn dadurch

innerhalb von zehn Jahren nur ein einziger Krankheitstag entfällt“,

so Blahak. Auch bei der Bestuhlung sorgt Abwechslung für eine Entlastung

der Wirbelsäule – idealerweise durch einen „Zweitstuhl“.

Bestes Beispiel ist ein sogenanntes Balance-Modell, bei denen sich

die Belastung vom Rücken auf die Knie verlagert. „Ab und zu für

eine Stunde den Stuhl und damit die Haltung zu wechseln, ist sinnvoll.

Wer allerdings nur auf den Knien arbeitet, weil er den Rücken

schonen will, hat irgendwann die Schmerzen an anderer Stelle“, so

Langhans. Doch egal, wie ergonomisch der Stuhl und der gesamte

Arbeitsplatz: Sie sind kein Freibrief für Bewegungsmuffel. Langhans:

„Ein guter Stuhl und ein höhenverstellbarer Tisch sind wichtige Faktoren

bei der Vorbeugung von Rückenleiden, ersetzen aber nicht die

Abwechslung in der Bewegung oder die sportliche Betätigung“.

www.office360.de

www.reha-team-hannover.de

www.koenig-neurath.de


80 kalender regjo HAnnover regjo HAnnover kalender 81

Das Rheingold

Anna Blume und ich

Der Sturm

Herbert Grönemeyer

Am 24. Juni 2011 zeigt die Staatsoper Hannover zum letzten

Mal in der aktuellen Spielzeit den ersten Teil des Ring

der Nibelungen in einer Inszenierung von Barrie Kosky.

Das Sprengel Museum gibt Einblicke in

einen bisher eher unbeachteten Teil von Kurt

Schwitters künstlerischem Schaffen.

Am 7. Juli 2011 feiert das Musical von Heinz Rudolf Kunze

und Heiner Lürig frei nach William Shakespeare in den Herrenhäuser

Gärten in Hannover Premiere.

Einen Monat tourt Herbert Grönemeyer mit

„Schiffsverkehr“ durch Deutschland und

macht am 4. Juni Station in der AWD-Arena.

Klassik, Ballett

Theater, Kabarett, Musical

Ausstellungen

Jazz, Rock, Pop, Schlager

Messetermine

Sonstiges

05. bis 06. Mai 2011

Matrix Live – das NDR Pops Orchestra spielt

live zum Film die Musik des mit vier Oscars

ausgezeichneten Werks „Matrix“

20.00 Uhr, NDR Landesfunkhaus

Niedersachsen

08. bis 15. Mai 2011

11. Internationale A-capella-Woche – Spitzenensembles

und Neuentdeckungen stehen

eine Woche lang auf Hannovers Bühnen

diverse Orte in der Region

16. Juni 2011

Händel-Festspiele – Acht Solisten präsentieren

eine Vielfalt an Händel-Arien aus verschiedenen

Opern und Oratorien

20.00 Uhr, Galerie Herrenhausen

24. Juni 2011

Das Rheingold – Oper von Richard Wagner

unter der musikalischen Leitung von

Wolfgang Bozic

19.30 Uhr, Staatsoper Hannover

08. Juli 2011

Die Entführung aus dem Serail – Singspiel

in drei Aufzügen aus dem Jahr 1782

von Wolfgang Amadeus Mozart

19.30 Uhr, Staatsoper Hannover

03. Mai bis 03. Juli 2011

Funtastisch – akrobatische Sommershow

mit einer Mischung aus Phantasie, Illusion

und Situationskomik

goP Varieté

06. Mai 2011

Siggi und Raner – die beiden hannoverschen

Kneipenphilosophen veranstalten einen

Abend mit Livemusik und Comedy

20.00 Uhr, Theater am Aegi

27. Mai 2011

Bauern, Bonzen, Bomben – nach einem

Roman von Hans Fallada unter der Regie von

Tom Kühnel

19.00 Uhr, Schauspielhaus Hannover

23. Juni 2011

Premiere: Pièce pour la technique du

Schauspiel de Hanovre – ein Bühnenstück

für Theatertechnik von Philippe Quesne

20.00 Uhr, Schauspielhaus Hannover

07. Juli 2011

Premiere: Der Sturm – ein Musical von

Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig frei nach

William Shakespeare

20.00 Uhr, Gartentheater Herrenhäuser

Gärten

17. April bis 26. Juni 2011

Janoschs phantastisches Universum –

Ausstellung über den Zeichner und Schriftsteller

anlässlich seines 80. Geburtstags

Theatermuseum Hannover

15. Mai bis 04. September 2011

Anna Blume und ich – Zeichnungen des

Hannoveraner Künstlers Kurt Schwitters

(1887–1948)

Sprengel Museum Hannover

22. Mai bis 21. August 2011

Heinrich Kley (1863-1945) im Kontext seiner

Zeit – von Max Klinger bis Walt Disney

Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst

– Wilhelm Busch

27. Mai bis 14. August 2011

Jos de Gruyter und Harald Thys – die beiden

belgischen Künstler zelebrieren in ihren

Videos und Fotografien die Langsamkeit und

das Absurde

kestnergesellschaft Hannover

bis 26. Juni 2011

Die Essenz der Dinge – Beispiele von

Möbel- und Produktdesign wie Thonets Stuhl

No. 14 oder der iPod

Museum August Kestner

16. Mai 2011

Milow – einziges Konzert des Belgiers auf

seiner From North To South 2011-Tour

20.00 Uhr, Musikzentrum Hannover

25. Mai 2011

Peter Maffay und Band – mit dem Philharmonic

Volkswagen Orchestra

20.00 Uhr, TUI Arena

04. Juni 2011

Herbert Grönemeyer – mit seinem aktuellen

Album auf „Schiffsverkehr“ Tour 2011

19.00 Uhr, AWD-Arena

21. Juni 2011

Elton John – Sir Elton John mit seinen größten

Hits auf der Bühne in der TUI Arena

19.30 Uhr, TUI Arena

28. Juni 2011

Santana – der aus Mexiko stammende

Künstler mit seinen Klassikern auf Guitar

Heaven 2011-Tour

20.00 Uhr, Parkbühne

28. Juni 2011

Kyuss Lives! – feat. J. Garcia, N. Oliveri, B.

Bjork and B. Fevery

20.00 Uhr, Capitol

02. bis 06. Mai 2011

Cemat – die weltweit bedeutendste Intralogistikmesse,

dieses Jahr mit dem Schwerpunktthema

„Sustainability in Intralogistics“

9.00-18.00 Uhr, Messegelände Hannover

30. Mai bis 03. Juni 2011

ligna – zur Weltmesse für die Forst- und

Holzwirtschaft kommen mehr als die Hälfte

der Aussteller aus dem Ausland

9.00-18.00 Uhr, Messegelände Hannover

30. Mai bis 03. Juni 2011

Handwerk, Holz & mehr – die führende

Handwerksmesse für Tischler, Schreiner

und Zimmerer

9.00-18.00 Uhr, Messegelände Hannover

27. August bis 04. September 2011

IdeenExpo – Deutschlands größtes Wissensund

Mitmachevent öffnet bereits zum dritten

Mal seine Tore: Naturwissenschaften zum

Anfassen und Technik zum Mitmachen

Messegelände Hannover

19. bis 24. September 2011

emo – die globale Leitmesse EMO Hannover

präsentiert die ganze Welt der Metallbearbeitung

in ihrer faszinierenden Vielfalt

9.00-18.00 Uhr, Messegelände Hannover

17. bis 29. Mai 2011

17. maSala Weltbeat-Festival – eine Reise

durch die Musikkulturen der Welt mit Künstlern

aus allen Teilen der Erde

diverse Orte in der Region

27. bis 28. Mai 2011

ndR Plaza Festival – große Open-Air Party

mit vielen Top-Stars, unter anderem sind

dabei: Unheilig, Ich+Ich, Die Fantastischen

Vier, Polarkreis und Clueso

Expo Plaza, Hannover

17. Juni 2011

Rock The Nation Festival – unter anderem

mit den Bans Journey, Foreigner, Kansas und

Night Ranger

18.00 Uhr, Parkbühne Hannover

05. bis 07. August 2011

Fährmannsfest 2011 – das „kleine Woodstock

an der Leine“ ist das größte alternative

Open Air-Musikfestival der Region Hannover

Fährmannsinsel, Weddigenufer

19. bis 21. August 2011

BootBooHook 2011 – zum ersten Mal an drei

Tagen, mit mehr als 30 Bands, unter anderem

dabei: Wir sind Helden

Faust-Gelände Hannover

Fotografie: Thomas M. Jauk, Michael Herling/Aline Gwose/Sprengel Museum Hannover, Hannover Concerts, Hannover Concerts


82 land & umwelt regjo HAnnover

Wussten Sie, dass ...

Wissenswertes aus der Region – von revolutionärem Fischfutter, einem einzigartigen

Museum, einem „intelligenten“ Gewürz und dem zweitgrößten Oktoberfest der Welt.

... Dr. rer. nat. Ulrich Baensch in Hannover

die Aquaristik revolutionierte?

Im Jahr 1950, als die Aquaristik aufgrund

der schwierigen Beschaffung von Lebendfutter

noch ein eher seltenes Hobby war,

entwickelte der junge Naturwissenschaftler

das weltweit erste Fertigfutter für tropische

Zierfische – TetraMin. Noch im selben

Jahr gründete Baensch die „TetraWerke“.

Heute ist die Tetra Gruppe der größte Hersteller

für Produkte in den Bereichen Aquaristik

und Gartenteich.

... das Theatermuseum im Schauspielhaus

Hannover einzigartig ist?

Das Theatermuseum im Schauspielhaus

Hannover ist das einzige seiner Art: ein

großes theatergeschichtliches Museum

und Archiv unmittelbar in einem Theater.

Auf drei Etagen finden regelmäßig Sonderausstellungen

und Veranstaltungen statt,

die sich Themen und Protagonisten rund

um die darstellenden Künste widmen. Im

Theatermuseum wird so Theatergeschichte

lebendig.

... die Leibniz Universität Hannover ihr

eigenes Gewürz hat?

Denkpfeffer heißt das universitätseigene

Gewürz und besteht unter anderem aus

Dextrose, Kardamom, Kurkuma, Lauch,

Paprika und Zitronenöl – die genaue

Mischung ist natürlich streng geheim. Zu

kaufen gibt es das „intelligente“ Gewürz

exklusiv im ServiceCenter der Uni für 3,50

Euro. Rezepte mit dem Uni-Gewürz finden

sich im Uni-Kochbuch „KOCHDOCH!“ und

unter www.denkpfeffer.de

... das Oktoberfest in Hannover das

zweitgrößte der Welt ist?

Mit rund einer Million Besucher pro Jahr

ist das Oktoberfest in Hannover nicht nur

das größte Norddeutschlands, sondern

nach dem Münchner Original das zweitgrößte

der Welt. Seit 1964 findet das feuchtfröhliche

Event mit rund 150 Schaustellern

Ende September / Anfang Oktober auf dem

Schützenplatz Hannover statt. Nächster

Termin ist vom 23. September bis 9. Oktober

2011.

Impressum

3. Jahrgang, 7. Ausgabe

Herausgeber

Polygo Verlag GmbH

Verlag

Polygo Verlag GmbH

Haus der Wirtschaftsförderung

Prinzenstraße 12

30159 Hannover

Tel.: 0511 16 99 69-0

Fax: 0511 16 99 69-21

Internet und E-Mail

www.hannover.regjo.de, hallo@regjo.de

Herausgeber

Thomas Wirth (wirth@polygo.de)

Chefredaktion

Stefanie Stüting (stueting@polygo.de)

Redaktion

Katrin Langemann, Tim Mittelstaedt, Hannah Kroft

Autoren

Sven Grünewald, Hedda Möller

Fotografie

Marco Bühl, Nikolaj Georgiew, Ugo Camera, Christian

Chambenoit, Shooresh Fezoni, Thomas M. Jauk,

Hassan Mahramzadeh, Julia Stix, Bernd Witzmann,

H. Hecht/AWD-Arena, Michael Herling/Aline Gwose/

Sprengel Museum Hannover, Allianz Beratungsund

Vertriebs-AG, AWADO Deutsche Audit GmbH,

Deutsche Umwelthilfe / Stiftung „Lebendige Stadt“,

Deutsches Institut für Kautschuktechnologie e.V.

(DIK), djd/Berufsverband Deutscher Präventologen,

FHDW Hannover, Gisma Business School,

goP/TUIfly, Hannover Concerts, HRG - Hannover

Region Grundstücksgesellschaft mbH & Co KG,

Initiative Pro Sport Hannover, Kunstmuseum Bonn,

Landeselternrat Niedersachsen, Leibniz-Akademie,

Leibniz Universität Hannover, LPKF, meine ernte

Ganders und Kirchbaumer GbR, Niedersächsisches

Landesmuseum Hannover, NorContro GmbH, Office

360, Oktoberfest Hannover, Pädagogium Bad

Sachsa, Philologenverband Niedersachsen, S-Bahn

Hannover, SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen,

Techniker Krankenkasse, Tetra GmbH, Theatermuseum

Hannover, Verband Deutscher Privatschulen

Niedersachsen-Bremen e.V., WelfenAkademie, Zoo

Hannover, ZUKUNFTINC. / initiative. marktführer.

hannover. e. V.

Art Direktion, Layout & Illustration

Iris Becker, Ines Erdmann

Lektorat

Mirjam Schröder

Marketingleitung

John D. Swenson (swenson@regjo.de)

Verlagskoordination Region Hannover

Tim Mittelstaedt (mittelstaedt@regjo.de)

Anzeigen

Dennis Aschoff (marketing@regjo.de)

Britta Blosat (blosat@polygo.de)

Lara Dörner (doerner@polygo.de)

Maurice Henin (henin@polygo.de)

Jörn Jacobsen (jacobsen@regjo.de)

Michael Mohné (hannover@regjo.de)

Joschua Räsch (raesch@polygo.de)

Versand & Aboservice

Anne Nathe (nathe@regjo.de)

Geschäftsführung

Thomas Wirth (wirth@polygo.de)

Assistenz der Geschäftsführung

Jennifer Röstel (roestel@regjo.de)

Erscheinungsweise

viermal im Jahr

Bezugsbedingungen

Abonnement EUR 20,- inkl. Mehrwertsteuer und

Zustellgebühr für vier Ausgaben. Einzelpreis EUR

4,50. Das Abonnement verlängert sich automatisch,

wenn es nicht zum Ablauf gekündigt wird.

RegJo ist eine eingetragene Marke (Nr. 39867052)

der Polygo Verlag GmbH

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher

Genehmigung des Verlages.

Kooperationspartner des RegJo

Bilder: Tetra GmbH, Theatermuseum Hannover, Leibniz Universität Hannover, Oktoberfest Hannover


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04. - 22. Mai 2011 ● Waterlooplatz Hannover

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(0,14 € / Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 € / Min.)

Originally produced by Cameron Mackintosh and The Really Useful Group Ltd.

Poster design by Dewynters. TM © 1981 RUG Ltd.

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