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CSR BERICHT - Reply

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CSR BERICHT

2012

NACHHALTIGE SOZIALE UND ÖKOLOGISCHE ZUKUNFT

REPLY LIVING NETWORK

ENTWICKELT SICH SPANNEND WEITER


CSR BERICHT

REPLY 2012

MEHR ALS EIN JOB …

MEHR ALS ABWECHSLUNG …

… ist die Arbeit bei Reply. Der CSR-Report

ist nicht mehr nur moralischer Imperativ

oder eine juristische Notwendigkeit.

Es ist vielmehr zum Wettbewerbsfaktor

für Unternehmen geworden. Tatsächlich

trägt das Monitoring und die Adaption von

Leistungskennzahlen - Sozialem, Umwelt,

Übereinstimmungen mit Regelungen

(Compliance) - zur Entwicklung eines Unternehmens

bei. Durch die Weiterentwicklung

unserer internen Aktivitäten reduzieren

wir unsere Kosten, sind effizienter und

erhalten eine größere Glaubwürdigkeit im Markt. Auf diese Weise

kommt der CSR-Bericht den Bedürfnissen aller Beteiligten entgegen:

Kunden, Mitarbeiter, Partner und dem Markt. Das macht der

neue CSR-Bericht, der auf das Jahr 2012 blickt, deutlich.

Die im Report beschriebenen Aktivitäten spiegeln den bunten

Mix, der „neben“ Beratungs-, Projekt-, Entwicklungs- und Organisationsarbeit

bei Reply stattfindet. Die Aktionen und Veranstaltungen

bilden ein Mosaik aus Lernen & Fördern, Sport

& Teamgeist, Respekt & Hilfe, Spaß & Spiel. Projekte in Gabun

und anderen Städten der Welt beispielweise zeigen, wie in anderen

Ländern gearbeitet wird und wie viel Spaß es macht seinen

Erfahrungshorizont zu erweitern. Genauso gewinnbringend

für alle ist der Blick über den Tellerrand, wenn in fachübergreifenden

Innovations-Teams die verschiedenen Sichtweisen auf

ein Thema zu überraschenden Ergebnissen führen. Es ist offensichtlich:

Das Netzwerk lebt und macht den Erfolg von Reply erst

möglich.

Josef Mago

… steckt hinter der Idee von Diversity. Es

ist diese Kraft, die sich entfaltet, sobald

verschiedene Gesichtspunkte aufeinander

treffen und am Ende neue Ideen erzeugen.

Es sind Männer und Frauen, Junge und

Alte, Opern- und Rockfans, Sportaktivisten

und Kultur-Liebhaber – die bei Reply arbeiten

und sich in Projekten zusammenfinden.

Und genau diese Energie ist es, die Innovation

vorantreibt.

Vielfalt ist die DNA der Living Network Organisation

von Reply, in der viele verschiedene Teams für ein gemeinsames

Ziel koexistieren und sich gegenseitig inspirieren. Wir

sind fest davon überzeugt, dass die Kunden von Reply von der Vielfalt

profitieren. Deshalb haben wir dem Thema Diversity in diesem

CSR-Report besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Portraits

unserer Kolleginnen und Kollegen zeigen, wie Neugierde und Offenheit

die eigene Erfahrungswelt bereichern. Diese Aspekte wollen

wir bei Reply weiterhin pflegen und fördern. Das ist auch eines

der Erfolgsgeheimnisse des Reply Living Networks. Wir nennen es

„being glocal“ - „think global“ auf internationaler Ebene und „act

local“ im Einklang mit der Kultur des jeweiligen Landes.

Für mich persönlich ist Vielfalt mehr als eine intellektuelle Überzeugung,

es ist eine persönliche Erfahrung. Ich bin das beste Beispiel.

Ich arbeite im Ausland in einem überwiegend männlichen

Umfeld. Wir können Frauen nur ermutigen, sich für eine Karriere

zu entscheiden. Es ist nicht leicht, familiäre Verpflichtungen in Einklang

mit dem Job zu bringen, aber bei Reply gibt es Möglichkeiten

diese Hürden zu nehmen. Ebenso empfehlen wir jedem, sich auf

eine Auslandserfahrung einzulassen.

Flavia Rebuffat

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihrer Reise durch das Reply Living Network.

Über Feedback würden wir uns freuen: csr@reply.de

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REPLY 2012

CSR BERICHT

INHALTSVERZEICHNIS

1. DIVERSITY

EIN BUNTES NETZWERK IN ALLEN BEREICHEN

REPLYER ERZÄHLEN: ERFAHRUNGEN IM AUSLAND

OFFEN FÜR NEUES

MÖGLICHKEITEN ÜBER MÖGLICHKEITEN

CHANCEN FÜR FRAUEN

EINE ANDERE WELT

2. UMWELT

GREEN IT IM REPLY RECHENZENTRUM IN GÜTERSLOH

ENGAGEMENT FÜR DIE UMWELT

3. SOZIALE VERANTWORTUNG

BALANCE ZWISCHEN HOHEM ARBEITSDRUCK UND LEBENSQUALITÄT

PLANEN IST DAS NEUE LEBEN

DIE MUSTER SIND ÜBERALL GLEICH

MIT REPLY SICHER ANS ZIEL

NACHWUCHSFÖRDERUNG MADE BY REPLY

GLOBAL BIKING FÜR EINEN GUTEN ZWECK

REPLY HILFT MENSCHEN

4. REPLY FOR REPLYERS

REPLY SOCIAL NETWORK IM RÜCKBLICK

PROJECT MANAGEMENT ACADEMY

REPLY INNOVATION AWARD 2012

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CSR BERICHT

REPLY 2012

EIN BUNTES NETZWERK IN ALLEN BEREICHEN

Unternehmensverbände und Regierungsinstitute plädieren für eine Kultur

der Vielfalt in den Unternehmen – bezogen auf Ethik und Herkunft, Geschlechterrollen

und Generationen, Work-Life-Balance und soziales Engagement.

Für Reply ist Vielfalt selbstverständlich. Das Reply-Netzwerk verknüpft europäische

Kulturen und Kompetenzteams.

Die Initiative „Charta der Vielfalt“ drückt

es zum Beispiel so aus: „Diversity steht

für eine Organisationskultur, die gegenüber

allen Menschen offen ist – mögen

sie noch so unterschiedlich sein.“ Immer

mehr Führungskräfte erkennen diese „Diversity-Logik“

als Chance für Unternehmen.

Die Zusammenarbeit von Menschen

unterschiedlicher Herkunft und Nationalität,

Geschlecht und Alter, etc. fördert nicht

allein Kreativität und Innovation, sondern

auch Stabilität und Wachstum eines Unternehmens.

Für Alexandra Horst, Personalleiterin von

Reply in Deutschland, ist Diversity ein

Heimspiel: „Wir sind ja durch unser Netzwerkmodell

schon per se ein Unternehmen

der Vielfalt.“

Im Jahr 2012 waren bei Reply Mitarbeiter

aus 26 Nationen beschäftigt. Darunter natürlich

der größte Anteil aus Deutschland,

gefolgt von Mitarbeitern, die aus Italien, Irland

oder England kommen. Das bringt aus

Unternehmenssicht viel Sprachkompetenz

mit, denn neben der Geschäftssprache

Englisch spricht Reply beispielsweise auch

Italienisch, Spanisch, Vietnamesisch, Russisch

und Usbekisch.

Beim Frauenanteil hat es Reply aufgrund

der IT-Ausrichtung des Unternehmens

etwas schwerer: Schließlich drängen in

Deutschland Mädchen immer noch selten

in die sogenannten MINT-Berufe (MINT:

Fachgebiete Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft,

Technik). Trotzdem konnte

Reply die Zahl der Frauen im Betrieb auf

ein Viertel steigern. 2010 lag der Anteil der

Frauen bei 21 Prozent, 2011 stieg der Wert

auf 22,4 Prozent und 2012 auf 25 Prozent.

Diesen Trend möchte Alexandra Horst natürlich

fortsetzen und Frauen für die IT begeistern.

Um diesem Ziel näher zu kommt,

nimmt Reply an verschiedenen Initiativen

teil. Bei der Aktion „Abi wie weiter?“ beispielsweise,

hat sich Reply bei den Schülerinnen

und Schülern vorgestellt und sie IT-

Luft schnuppern lassen. Alexandra Horst

bekräftigt: „Solche Aktionen führen wir

auf jeden Fall weiter – um dabei nicht nur

Jungs, sondern auch Mädchen zu gewinnen.“

Zudem versucht Reply im Rahmen

einer weiteren Initiative, die den Namen

„Cross Mentoring Nordrhein-Westfalen“

trägt, Frauen zu fördern, die sich beruflich

weiterentwickeln wollen.

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REPLY 2012

CSR BERICHT

GEOGRAFISCH WIE THEMATISCH IST

REPLY VIELFÄLTIG

Um die Vorzüge des Netzwerks und seine

geografische Vielfalt herauszustellen,

erklärt Alexandra Horst: „Reply hat viele

Standorte: London, Rom, München, um

nur einige zu nennen. Wer flexibel ist,

der kommt rum bei Reply. Ähnliches trifft

auch auf verschiedene Kompetenzbereiche

zu: Weil das Unternehmen ein Netz unterschiedlicher

Expertisen abbildet – von

SAP- bis Oracle-Themen, von Telekommunikation

bis Banking, von ERP bis Mobile

und Cloud – ist die Vielfalt nicht nur geografisch,

sondern auch fachlich gegeben.

Das heißt, der Entwicklungsweg eines Mitarbeiters

kann genauso vielfältig wie das

Unternehmen sein.“

zept der Reply-Willkommenskultur entwickelt.

Das neue Onboard-Konzept soll

neuen Mitarbeitern den ersten Tag bei Reply

erleichtern und die Einführung in allen

Dabei will Reply von Beginn an eine Art Partnerunternehmen vereinheitlichen.

„Heimat“ über Landes- und Sprachgrenzen

hinweg bilden. So hat die HR-Leiterin

mit ihrem Team zum Beispiel das Kon-

Alexandra Horst freut sich: „Das Reply-

Netzwerk aus vielen Farben und Sprachen

ist kurz gesagt: Diversity pur.“

Das Reply-Netzwerk aus vielen Farben und Sprachen

ist kurz gesagt: Diversity pur.


ALEXANDRA HORST, DIRECTOR HUMAN RESOURCES

REPLYER ERZÄHLEN:

ERFAHRUNGEN IM AUSLAND

Offen für Neues

Das hat Daniel Großestrangmann wirklich überrascht:

Angerempelte Londoner motzen nicht.

Nein. Sie sind so freundlich, dass sie sich sogar

beim „Anrempler“ entschuldigen. Daniel staunte

während seines 13-wöchigen Aufenthalts bei

Reply in London aber nicht nur über die weltweit

gepriesene Freundlichkeit der Engländer. Auch

ihre Hilfsbereitschaft, ihre Offenheit und ihre zuvorkommende

Art beeindruckten den Consultant

von Xpress Reply, der sich die Londoner doch anders vorgestellt

hatte als gemäß dem Bild, das von ihnen gezeichnet wird. Entsandt

wurde der Berufseinsteiger auf die Insel, um so viele Erfahrungen

wie möglich im Umfeld von „hybris“ zu sammeln beziehungsweise

„von den Besten zu lernen“, wie er sagt. Da

sein Gastgeber in London, Portaltech Reply, die

höchste Partnerauszeichnung „Platinum Elite“

trägt, war sein Ziel leicht zu erfüllen. Seitdem der

Berater wieder zurück in Düsseldorf ist, führt er

seine Xpress Kollegen in das Thema hybris ein.

Und er setzt derzeit Kundenanforderungen für

einen hybris Webshop um. Auch wenn aktuell

kein Projekt im Ausland ansteht, Daniel hat Feuer

gefangen. Nach London würde er jederzeit gern wieder gehen.

Aber auch Projekte im Süden Deutschlands oder in der Schweiz

und Österreich würden ihn locken.

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CSR BERICHT

REPLY 2012

Möglichkeiten über Möglichkeiten

Gutes Essen? Tolles Wetter? Für Giorgia Bizzotto

gibt es wichtigere Dinge. Zwar vermisst sie

als gebürtige Italienerin, die seit Januar 2013 in

München lebt, beides. Vor allem natürlich ihre

Familie und ihre Freunde, aber eben nicht so,

dass sie nicht das Positive sieht, was sie mit ihrem

Berufseinstieg bei Power Reply gewonnen

hat. Gerade entdeckt die promovierte Ingenieurin

die große Welt der Informatik für sich.

Obwohl sie zuvor noch nicht bei anderen Arbeitgebern beschäftigt

war, findet sie einiges bei Power Reply sehr bemerkenswert.

Beispielsweise, dass man junge Mitarbeiter als Ressource sieht,

denen man die Chance für die eigene Weiterentwicklung gibt. Oder

die Möglichkeit, seine Arbeitszeiten selbst zu organisieren sowie

das Vertrauen in ihre Leistungsfähigkeit, das ihr die Vorgesetzten

und Kollegen als Jungakademikerin entgegen

bringen. Zudem schätzt sie die entspannte Atmosphäre,

zu der auch die Chefs beitragen, weil sie

sich um die Mitarbeiter kümmern. Noch weiß sie

nicht, ob oder wann es sie wieder in die alte Heimat

ziehen wird. Ganz sicher ist, auf gepackten

Koffern sitzt sie nicht. Ihr gefallen einige Dinge

in München, wie beispielsweise das Fahrradfahren

in der Stadt oder die verschiedenen Volksfeste.

Giorgia hat während ihres Studiums ein Auslandssemester in

Deutschland verbracht. Daher spricht sie sehr gut Deutsch, was

im Alltag und im Berufsleben natürlich von Vorteil ist. Auch bei

Reply hat sie noch viel vor. Sie würde gern weitere Bereiche bei

Reply kennenlernen. Eine höhere Position, die kann sie sich für die

Zukunft auch vorstellen. Projekt Managerin. Beispielsweise.

Chancen für Frauen

Als sie 2012 nach Deutschland kam, tauchte Shadab

Bigdel nicht zum ersten Mal in ihrem Leben in

eine für sie bislang unbekannte Welt ein. Bereits

neun Jahre zuvor ging die gebürtige Iranerin nach

Florenz. Nach ihrem Bachelor- und Masterstudium

in Informatik und Software Engineering sowie mehreren

Berufsjahren in ihrem Heimatland erwarb

sie in der toskanischen Hauptstadt ihren Doktor

und arbeitete mehrere Jahre lang in verschiedenen

Projekten bei Reply. Derzeit bringt sie sich in das

Projekt tWINs bei DB Schenker in Deutschland ein.

Warum arbeiten Sie derzeit in Deutschland?

Auf dem Gebiet des Software- und Hardwareengineering und der

IT planen deutsche Unternehmen interessante Zukunftsprojekte.

Das sind Gelegenheiten, nach denen ich immer gesucht habe. Hier

kann ich meinen Background, meine Erfahrungen und Fähigkeiten

voll einbringen und daran mitwirken, dass sie umgesetzt werden.

Wie war Ihr Start bei Riverland Reply?

Super. Ich habe Kollegen und Chefs, die mir

zeigen, dass ich willkommen bin. Und ich werde

extrem unterstützt – insbesondere bei sämtlichen

administrativen Punkten, die schwierig für Ausländer

sein können.

Wie arbeitet es sich hierzulande?

Projektarbeit in Deutschland ist aufgabenorientiert

und klar strukturiert mit festgelegten

Verantwortlichkeiten. Dabei wird großer Wert auf das Arbeiten

im Team gelegt. So kann jeder seine Fähigkeiten einbringen und

gleichzeitig von den anderen lernen. Das ist toll. Und was mir

als Frau aufgefallen ist: Hier gibt es einen guten Mix beider Geschlechter

in den Projektteams. Frauen haben es nicht doppelt so

schwer, um sich zu verwirklichen. Das ist eine tolle Chance für

Frauen.

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REPLY 2012

CSR BERICHT

Eine andere Welt

Wer kann, der sollte unbedingt einmal in

einem Projekt in Afrika arbeiten, empfiehlt

Christoph Klier.

Neben vielen Erfahrungen, die einen persönlich

weiterbringen, würde man nach einem

längeren Aufenthalt auch das eigene

Zuhause sehr wertschätzen. Der gebürtige

Bayer ging als Directeur de Project nach

Gabun und unterstützte die italienischen

Kollegen von Power Reply bei ihrem neuen

Kunden SEEG, einem Energieversorger in

Libreville (Gabun). Die Aufgabe war keine

leichte: Zunächst war das Stromnetz der

Hauptstadt systemseitig abzubilden. Das

heißt, alle Stationen der Stromversorgung Sightseeing durch Gabun mit Monteuren der SEEG sowie Projektkolleginnen und -Kollegen aus

sollten erfasst werden – vom Kraftwerk Frankreich und Italien.

über die vielen Verteilerstationen bis hin zu

den Stromzählern in den Häusern. Um sich einen Überblick über

das Wirrwarr an legalen und illegalen Stromleitungen in der Stadt

mit rund 1,5 Millionen Einwohnern zu verschaffen, fuhr Christoph

Klier zu Projektbeginn mit den Montagearbeitern von SEEG in einem

offenen Pickup kreuz und quer durch die pulsierende Stadt

(siehe Foto). Eine unvergessliche Sightseeing-Tour, die ihm bereits

zu Projektbeginn zeigte, wie anders das Leben hier sein würde.

Und so war nicht nur die IT-Ausstattung vor Ort für den Senior Manager

aus Deutschland ungewohnt bescheiden: „Man musste sich

in vielen Dingen umstellen und neu organisieren, um die gewohnte

Projektarbeit durchführen zu können.“ Ganz anders als gewohnt

war auch die Kommunikation: „Das Schöne in dem Projekt waren

die sehr kurzen Kommunikationswege und die direkten Entscheidungen.

Es war alles sehr pragmatisch, direkt und zielorientiert.“

Gespannt ist Christoph Klier auf sein nächstes Projekt im Ausland.

Seine Wunschländer sind in dieser Reihenfolge: Frankreich, Skandinavien

und USA.

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REPLY 2012

GREEN IT IM RECHENZENTRUM IN GÜTERSLOH

Insgesamt produziert das „digitale Universum“ 2,8 Zettabytes an Daten.

Bis 2020 soll es auf 40 Zettabyte anwachsen. Laut OECD entfallen 15 Prozent

des weltweiten ITK-Stromverbrauchs auf Server und Rechenzentren.

Daher spielt Green IT in Rechenzentren

eine zunehmend wichtige Rolle. Das Rechenzentrum

der Reply Gruppe in Deutschland

wird von 4brands Reply betrieben. Reply

Partner Wolfgang Behrmann leitet als

Geschäftsführer von 4brands Reply dieses

Rechenzentrum. Neben der sicheren Rechenleistung

innerhalb der Reply-Gruppe

gewährleisten Behrmann und sein Team

den stabilen IT-Ablauf für zahlreiche kleine

Kunden, aber auch für Großkunden wie

Melitta und COMPO.

„VERANTWORTLICH HANDELT,

WER GRÜNE TECHNOLOGIE BEI DER

ANSCHAFFUNG ODER MODERNISIERUNG

SEINER SYSTEME BERÜCKSICHTIGT.”

Diesen Leitsatz hat das Bundesministerium

für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

ausgegeben. Und genau diesen Ansatz hat

das von 4brands Reply betriebene Rechenzentrum

umgesetzt. Anfang 2012 ist das

Rechenzentrum von den angemieteten

Räumen in Kirchlengern in die Gütersloher

Zentrale in den Bartholomäusweg 26

umgezogen. Den Umzug hat die IT-Mannschaft

von Wolfgang Behrmann zum Anlass

genommen, das RZ technologisch auf

den neuesten Stand zu bringen. Selbstverständlich

unter Berücksichtigung von grünen

und energieeffizienten IT-Maßnahmen.

So wurden beispielsweise die für den

Serverraum dringend benötigten Klimaanlagen

durch neue, moderne Geräte

ersetzt, die mit Augenmerk auf Energieeffizienz

ausgewählt wurden. Doch das

zentrale Stichwort der Reply Green-IT-

Strategie heißt: Virtualisierung. „Die alten

physischen Systeme wurden auf neue

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REPLY 2012

CSR BERICHT

virtualisierte Systeme migriert. Wir haben

so einerseits die Menge an alter stromintensiver

Hardware reduziert und andererseits

die Auslastung der neuen Geräte gesteigert“,

freut sich Wolfgang Behrmann.

Der Virtualisierungsgrad der Gesamtzahl

der Server wurde von ca. 60 Prozent in

Kirchlengern auf heute etwa 90 Prozent

gesteigert. „Durch die Bündelung der Systeme

auf einer standardisierten Plattform

ist eine wichtige Stufe genommen worden,

um weiter konsequent an der Entwicklung

zum Cloud-Rechenzentrum zu arbeiten.

Dies wird für den zukünftigen Betrieb ein

entscheidender Vorteil sein“, erklärt Behrmann

weiter.

Green IT wird die Unternehmen noch die

nächsten Jahrzehnte beschäftigen. Laut

dem BMWi sind derzeit rund 26,5 Millionen

Arbeitsplatzcomputer in Deutschland im

Einsatz. Diese verbrauchen pro Jahr rund

vier Terawattstunden (TWh) an Strom. Das

ist mehr Strom als ein großes Kohlekraftwerk

im Jahr produzieren kann. Tendenz

steigend.

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CSR BERICHT

REPLY 2012

WE

GREEN

ENGAGEMENT FÜR DIE UMWELT

Reply ist ein dynamisches Unternehmen, dessen Verständnis von der Welt und

dem eigenen Tun darin mündet, die Bedürfnisse des Unternehmens zu

antizipieren, zu interpretieren und einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu

leisten. Dieser Anspruch ist nicht nur wirtschaftlich zu betrachten, sondern

auch im sozialen Umfeld in dem Reply agiert. Das schließt den Umgang mit der

Umwelt und den Menschen mit ein.

Reply ist in den Bereichen Beratung, Software-Entwicklung, Integration

und Maintanance tätig. Dabei handelt es sich um Tätigkeiten,

die an Büroarbeitsplätzen statt finden und auf ICT-Infrastrukturen

basieren. Es gibt bei uns keinerlei Fertigungsanlagen, die ein

Risiko für die Umwelt darstellen könnten wie beispielsweise Sondermüll,

Nutzung chemischer Substanzen etc. Nichtsdestotrotz

haben die Aktivitäten von Reply einen direkten und einen indirekten

Einfluss auf die Umwelt. Diese Effekte können kontrolliert und

ausgewertet werden.

TREIBHAUSGAS KONTROLL-PROGRAMM

Replys Umweltengagement fließt in die Initiativen der großen internationalen

Gemeinschaft ein. Dieses Jahr führte das Unternehmen

das interne GHG Emissions-Kontrollprogramm ein (GHG =

Greenhouse Gas, Treibhausgas), das von der verwandten Initiative,

dem CDP Carbon Disclosure Project inspiriert ist. Dabei handelt

es sich um eine internationale Non-Profit Organisation, die ein

globales System für die Sammlung von Umweltinformationen zur

Verfügung stellt.

Das Ziel des GHG-Emissions-Kontrollprogramms von Reply ist

eine interne Vorgehensweise zu definieren und zu implementieren,

die dem Unternehmen folgendes erlaubt:

• die GHG-Emissionen im Verhältnis zu den Aktivitäten zu berechnen

• die Hauptquellen der Emissionen zu lokalisieren

• Initiativen zur Überprüfung der Emissionen zu starten

• Und sie auf jährlicher Basis zu beobachten.

Die Aktion wurde im Jahr 2012 ins Leben gerufen und überwacht

die weltweite Entwicklung der Reply Gruppe. Gemäß den Richtlinien

des GHG-Protokolls können GHG-Emissionen wie folgt klassifiziert

werden:

Direkte GHG-Emissionen

o SCOPE 1: Sie resultieren aus den GHG-Quellen, die zum Unternehmen

gehören oder durch dieses kontrolliert werden, beispielsweise

Emissionen von Boilern, Heizungskesseln, Firmenwagen

etc.

Indirekte Emissionen

o SCOPE 2: Sie resultieren aus dem Verbrauch gekaufter Energie

wie Strom, Heizungsenergie, Kühlenergie, etc.

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REPLY 2012

CSR BERICHT

EMISSIONEN JE VERBRAUCHSART

EMISSIONS-QUELLE DETAILS ZU DEN QUELLEN EMISSIONEN *

Emissionen aus Gebäuden Boiler / Gebäudeheizung 952.54

Verkehrsemissionen Kraftstoff für Unternehmens-Fuhrpark 3,619.36

Bezogener Strom Elektrizität 1,995.71

Bezogene Heizungsenergie Blogheizkraftwerke 349.39

TOTAL 6,917.00

EMISSIONEN PRO LAND

LAND EMISSIONEN GESAMT * SCOPE 1 EMISSIONEN * SCOPE 2 EMISSIONEN *

Italien 5,016.67 2,972.21 2,044.46

Deutschland 1,773.07 1,578.69 194.38

Vereinigtes Königreich 127.26 21.00 106.26

TOTAL 6,917.00 4,571.90 2,345.10

EMISSIONEN PRO NETZWERKEINHEIT

LAND EMISSIONEN GESAMT * SCOPE 1 EMISSIONEN * SCOPE 2 EMISSIONEN *

Big Data und Sicherheit 599.05 354.31 244.74

Finanzinstitute 405.6 207.76 197.84

Verwaltung und Gesundheit 329.38 247.23 82.15

Internet der Dinge 883.45 596.77 286.68

Produktion und Logistik 1,276.24 924.09 352.15

Central Services und andere Services 1,640.4 1,298.37 342.03

Technologie, Cloud und Digital Media 758.4 307.77 450.63

Telekommunikation, Medien und Energie 1,024.51 635.63 388.88

TOTAL 6,917.00 4,571.90 2,345.10

EMISSIONEN PRO GESCHÄFTSFELD

LAND EMISSIONEN GESAMT * SCOPE 1 EMISSIONEN * SCOPE 2 EMISSIONEN *

Software Entwicklung 6,273.72 4,146.71 2,127.01

Business Services 643.28 425.19 218.09

TOTAL 6,917.00 4,571.90 2,345.10

* Tonnen CO 2

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REPLY 2012

EMISSIONEN BEZOGEN AUF DEN STANDORT

STANDORT STADT BELEGUNG ** EMISSIONEN GESAMT * SCOPE 1 EMISSIONEN * SCOPE 2 EMISSIONEN *

32.DH London 5 13.82 1.17 12.65

38.GG London 42 40.4 9.80 30.60

A.27 München 184 16.83 16.83 0.00

A.5 Hannover 16 10.49 1.93 8.56

AH.12 Frankfurt 12 7.87 1.45 6.42

B.1 Hamburg 17 11.14 2.05 9.09

B.2 Parma 83 111.13 50.98 60.15

B.26 Gütersloh 193 164.97 29.71 135.22

C.11 Mailand 443 689.18 0.00 689.18

CM.71 Turin 203 163.26 102.92 60.34

CM.83 Turin 532 884 370.40 513.60

F.110 Turin 11 14.73 6.76 7.97

FE.51 Potsdam 13 8.52 1.57 6.95

G.59 Rom 270 285.57 197.92 87.65

GG.15 Treviso 35 9.78 0.00 9.78

H.201 Düsseldorf 75 16.42 8.08 8.34

H.45 Freiburg 4 2.62 0.48 2.14

H.68 Frankfurt 4 2.62 0.48 2.14

J.77 Ivrea 32 42.85 19.66 23.19

K.1 Mailand 577 441.7 0.00 441.70

LDC.58 Turin 57 76.32 35.01 41.31

M.88 Minden 29 19.02 3.51 15.51

PH London 43 73.04 10.03 63.01

R.104 Mailand 78 98.27 47.91 50.36

RM.8 Rom 129 74.38 25.30 49.08

SM.14 Genoa 14 18.75 8.60 10.15

TOTAL 6,917.00 3,101 3,297.64 952.54 2,345.10

* Tonnen CO 2

** Anzahl der Mitarbeiter

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REPLY 2012

CSR BERICHT

ANALYSE DER ERGEBNISSE

Die Analyse der Daten zeigt, dass die Emis-

Vergleiche der Strom-Mischungen ver-

sionsquellen innerhalb des überwachten

schiedener Anbieter zeigen, dass mit

Bereichs in unterschiedlichem Maße zum

Ausnahme von München diese Parameter

CO 2

-Ausstoß beitragen. Die mobilen Verbrennungsquellen

haben dabei den größten

Anteil am CO 2

-Ausstoß. Das heißt, der

unternehmenseigene Fuhrpark bei Reply

ist der kritischste Posten im Unternehmen,

an dem gearbeitet werden muss, um Emissionen

zu reduzieren. Deshalb hat sich Reply

hier ein spezielles Ziel gesetzt.

Die zweitgrößte Quelle für Emissionen ist

der Verbrauch von Strom für Bürobeleuchtung,

für Computer, Datenzentren, Server,

Drucker und vieles mehr. Teilweise hängt

wenig Einfluss auf den Stromverbrauch an

den einzelnen Standorten haben.

29 %

14 %

Bezogener Strom

Bezogene Verbrennungsenergie

Bezogene Heizenergie

Mobile Verbrennungsenergie

5 %

52 %

eine Bewertung davon ab, wie “sauber” die

Mischung an Energie ist. Ein Beispiel dafür

ist der Standort in München, der Null

Emissionen verzeichnet, weil der Stromversorger

zu hundert Prozent wiederherstellbare

Quellen nutzt.

Das Schaubild links zeigt die Emissions-

Intensität (pro belegtem Arbeitsplatz) des

Stromverbrauchs der verchiedenen Standorte.

Obwohl das Bild nicht einheitlich ist,

zeigt die Mehrheit der Standorte ähnliche

Ausprägungen der Emissions-Intensität.

AUTOMOBIL EMISSIONS-EFFIZIENZ

Ein zentrales Ziel von Reply in Bezug auf den

unternehmenseigenen Fuhrpark ist es, die

Effizienz der Automobile zu steigern, also

den CO 2

-Ausstoß pro Kilometer (gCO 2

/ KM)

zu senken.

Dieses Ziel kann zur Hälfte dadurch

erreicht werden, indem alte Auto-Modelle

durch neue und effizientere ersetzt werden.

Das interne Ziel für 2013 orientiert

sich an den Optimierungszielen der

Autoindustrie für dieses Jahr, die den EU-

Bestimmungen folgen. Replys internes

Reduktions-Ziel liegt bei jährlich vier

Prozent (durchschnittliche Reduktion der

CO 2

-Emissionen des Fuhrparks).

Eine Trendanalyse der Reduktionsskala

(Fuhrpark Reply Deutschland), in der die

Emissionsdaten bereits verfügbar sind,

zeigt, dass zwischen 2011 und 2012 die

durchschnittliche Emissions-Effizienz von

151.74 auf 143.18 gCO 2

/ km gesunken ist,

was eine Reduzierung der Emissionen

um sechs Prozent bedeutet. Damit

hat Deutschland das Reply-Ziel sogar

„über“erfüllt.

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CSR BERICHT

REPLY 2012

BALANCE ZWISCHEN HOHEM ARBEITSDRUCK

UND LEBENSQUALITÄT

Rainer Geckeler, Geschäftsführer Xuccess Reply zu Soziale Verantwortung

Was bedeutet für Sie als Geschäftsführer

„Soziale Verantwortung“?

Für uns als Beratungsunternehmen bedeutet

soziale Verantwortung in erster Linie

den verantwortungsvollen Umgang mit

Mitarbeitern und Marktteilnehmern sowie

die Schaffung eines professionellen Umfeldes,

das nicht ausschließlich von kommerziellen

Zwängen geprägt ist. Der stetige

Zwang kapitalmarktorientierter Unternehmen,

die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen

kontinuierlich zu verbessern, darf

nicht der zentrale Ansporn des einzelnen

Mitarbeiters sein.

Lassen sich in der heutigen Marktwirtschaft

soziale Verantwortung und wirtschaftlicher

Erfolg vereinbaren?

Wir sind in der Xuccess Reply davon überzeugt,

dass wirtschaftlicher Erfolg nur in

einem austarierten Zustand der Interessen

von Mitarbeitern und Geschäftsleitung zu

erreichen ist. Unsere außerordentlich erfolgreiche

Firmengeschichte scheint uns

dabei Recht zu geben. Das heißt jedoch

nicht, dass jeder Mitarbeiter seine eigenen

Interessen in den Mittelpunkt stellen kann.

Wir versuchen vielmehr die Balance zu finden

zwischen der hohen Arbeitsbelastung

des einzelnen Mitarbeiters und seinen individuellen

Bedürfnissen.

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REPLY 2012

CSR BERICHT

Auf den Punkt gebracht liegt der Kern sozialer

Verantwortung in Respekt und Vertrauen, in Transparenz

und klarer Kommunikation. In einer solchen Atmosphäre

lassen sich Aufgabenwellen besser bewältigen und

individuelle Bedürfnisse fallen nicht unter den Tisch.


RAINER GECKELER, GESCHÄFTSFÜHRER XUCCESS REPLY

Wie setzen Sie soziale Verantwortung

praktisch im Berufsalltag um?

Die beliebte Floskel „unsere Mitarbeiter

sind unser wichtigstes Kapital“ wird in

vielen Betrieben nach wie vor durch das

tägliche Handeln in den Führungsebenen

konterkariert. Xuccess Reply zeigt, dass es

anders geht. Im Normalfall reicht es aus,

wenn man die Grundregeln des respektvollen

Umgangs befolgt und im Unternehmen

beherzigt:

• Offener und ehrlicher Umgang miteinander.

Jede/r Mitarbeiter/in sollte seine

Ideen, Gedanken und konstruktive

Kritik offen und ohne Angst vor persönlichen

Nachteilen äußern dürfen.

• Ein kollegiales Arbeitsklima, das keine

Ellbogenmentalität zulässt; jeder

Mitarbeiter sollte sich der Rückendeckung

durch den Vorgesetzten sicher

sein.

• Entscheidungen, die dem Interesse

von Mitarbeitern entgegenstehen, verlieren

durch eine offene und verständliche

Erläuterung ihre Brisanz.

• Versprechungen, die nicht eingehalten

werden (können), führen zu einem

Vertrauensverlust und müssen erklärt

werden.

• Projektaufgaben sollten dem Background

eines Mitarbeiters entsprechen.

Eine falsche Aufgabenverteilung

darf nicht zu einer dauerhaften Überlastung

führen.

• Rücksicht auf temporäre Veränderungen

im privaten Umfeld der Kollegen

nehmen und versuchen, dies in

Einklang mit den projektspezifischen

Erfordernissen zu bringen, bspw. Mitarbeiter

in Projekten in der Nähe ihres

Wohnsitzes einsetzen.

Welche Vorteile als Arbeitgeber versprechen

Sie sich von einem sozialen und

nachhaltigen Arbeitsumfeld?

Die zuvor genannten Aspekte sind keine

besonders neuen Erkenntnisse. Es

ist jedoch enorm wichtig, dass diese Verhaltensregeln

keine Lippenbekenntnisse

bleiben, sondern die Verantwortung für

die Mitarbeiter übernommen und auch authentisch

umgesetzt wird. Nur dann kann

man sich als Arbeitgeber der Loyalität

seiner Mitarbeiter sicher sein. Und loyale

Mitarbeiter, die sich für das Unternehmen

einsetzen, sind in der Regel motivierter

und tragen signifikant zum gemeinsamen

Unternehmenserfolg bei.

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CSR BERICHT

REPLY 2012

PLANEN IST DAS NEUE LEBEN

Auch ohne berufliche Aufgaben würde es Stephanie Koch sicher nicht

langweilig werden. Denn ihre erst wenige Monate alten Zwillingstöchter

halten die 31jährige ständig auf Trab. Und doch entschied sich

die diplomierte Kauffrau, direkt nach dem Mutterschutz – vor Ablauf

ihrer Elternzeit – wieder ins Berufsleben einzusteigen. Derzeit

arbeitet sie zehn Stunden die Woche für Macros Reply. Im Herbst, so

ihr Ziel, will sie aufstocken. 25 bis 30 Stunden wöchentlich will die

Marketing-Leiterin dann wieder für Macros tätig werden. Was sie antreibt

und welche Erfahrungen sie gemacht hat? Wir haben

nachgefragt:

Sie hätten zwei Jahre Elternzeit nehmen

können, warum sind Sie trotzdem so schnell

wieder in ihren Beruf eingestiegen?

Mir macht mein Job sehr viel Spaß, und so

sehr ich mein Muttersein auch liebe, ich

vermisste meine Arbeit. Außerdem dachte

ich, dass mir mit einem schnellen Wiederbeginn

der Einstieg leichter fällt. Dazu kam

auch noch, dass ich meinen Arbeitgeber und

meine Kolleginnen und Kollegen auch nicht

hängen lassen wollte.

Wie hat Macros Reply als Arbeitgeber auf

Ihren Wunsch reagiert?

Mit vollem Vertrauen und absoluter Flexibilität.

Kurz vor der Geburt meiner Töchter

bin ich mit meinem Mann zurück in unsere

Heimatstadt Berlin gezogen, um auf die Hilfe

unserer Eltern und Freunde zurückgreifen zu

können. Mein Chef Ralf Scheuchl signalisierte

mir sofort, dass man mich trotz Umzug

weiterhin im Team halten möchte. So kann

ich jetzt also meinen Job als Marketing Leiterin

fernab von München im Home Office in

Berlin machen.

Wie gelingt es Ihnen, Beruf und Familie

unter einen Hut zu bringen?

Manchmal habe ich das Gefühl, weder Job

noch Kindern wirklich gerecht zu werden.

Durch meinen Mann und die Großeltern beider

Seiten, die alle in Berlin wohnen, habe

ich jedoch die bestmögliche Unterstützung.

Und Macros zeigt viel Verständnis, was mir

den Druck nimmt. Insgesamt unterstützen

mich wirklich alle Kollegen, nehmen Rücksicht

auf meine sehr flexiblen Arbeitszeiten.

Vielleicht auch in dem Wissen, dass ich mein

Bestes versuche und die Aufgaben erledigt

werden – wenn auch nicht immer von jetzt

auf gleich.

Was ist für Sie beruflich jetzt ganz anders

als früher?

Ich brauche einen größeren Vorlauf und

muss sehr viel mehr planen. Dieses Planen,

Planen, Planen… und sich dennoch bewusst

machen, dass dann doch alles anders kommen

kann, das ist wirklich eine neue Erfahrung.

Welche Projekte eignen sich aus Ihrer

jetzigen Sicht besonders für einen Teilzeitjob?

Alle Projekte, die nicht von jetzt auf gleich gemacht

werden müssen, also alle ohne einen

akuten Zeitdruck. Dauerhaftes Reisen käme

im Moment auch nicht gut. Aber ich fahre zu

Messen, versuche bei Company Meetings

und einmal pro Monat bei meinen Kollegen

in München zu sein. So hält man auch den

persönlichen Kontakt. Denn um ganz ehrlich

zu sein: Das Arbeiten im Homeoffice ist ab

und an schon sehr einsam.

Würden Sie sich heute wieder dafür

entscheiden, so rasch ins Berufsleben zurück

zu kehren?

Ja, auf jeden Fall.

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REPLY 2012

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DIE MUSTER SIND ÜBERALL GLEICH

Die Geschäftsführerin von Xpress Reply, Susanne Zander, ist seit einigen Jahren

Mitglied eines Netzwerks von Frauen in Führungspositionen. Ihr Ziel:

Frauen aus der IT und anderen Branchen den Karriereaufstieg zu erleichtern.

Dass Susanne Zander Geschäftsführerin

von Xpress Reply ist, gehört noch nicht zu

den Selbstverständlichkeiten in unserer

Gesellschaft. Die heute 51-jährige Leiterin

von Xpress hat zwei Kinder, die studieren,

führt 35 Mitarbeiter, davon 5 Frauen. Die

IT- und Projektarbeit hat sie von der „Pike

auf gelernt“. Während ihres Studiums der

Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt

Informatik hatte sie ihr Interesse für

dieses Berufsfeld entdeckt. Bis heute beschäftigt

sie sich mit der Einführung von

Anwendungssoftware, der Implementierung

von Handelslösungen oder dem Projektmanagement.

Als sich Susanne Zander für einen Job in

der IT interessierte, war das Bild der Branche,

in der sie sich heute ganz selbstverständlich

bewegt, noch stark verzerrt. Die

Szenerie, die viele Medien vom Industriezweig

der elektronischen Datenverarbeitung

– altmodisch EDV genannt – zeichneten,

glich eher einer Geheimloge mit

Einzelkämpfern, Nerds, Techis, Hardcore-

Entwicklern oder Garagen-Gründern als

einem Fach, das Geschäftsprozesse digitalisiert

und optimiert. Susanne Zander erinnert

sich an die gegenteilige Erfahrung:

„Ich selbst habe die IT von Anfang an als

spannend und sehr teamorientiert erlebt.“

Eine Eigenschaft, die sehr gut zu vielen

Frauen passt, meint sie.

Auf ihrem Karriereweg bis an die Spitze

des Unternehmens Xpress Reply fiel ihr

allerdings auf: „Frauen sind besonders gut

beim Erledigen von Aufgaben und sie drehen

sich ganz oft immer auf dem gleichen

Karrierelevel.“ Was heißen soll, sie arbeiten

immer wieder in anderen Teilgebieten

und lernen vielfältige Aufgaben kennen,

ohne dass sich ihre Gehaltsstufe ändert.

In der gleichen Zeit steigen Männer immer

weiter nach oben, ist ihr Eindruck.

Und während Frauen in der Regel darauf

warten, dass sie darauf angesprochen

werden, eine weitere Sprosse auf der Karriereleiter

zu erklimmen, kümmern sich

die Geschlechtsgenossen meist aktiv um

ihren Aufstieg „Deshalb brauchen junge

engagierte Frauen einen Mentor“, betont

Susanne Zander. Auch sie selbst hatte

lange Zeit einen persönlichen Berater an

ihrer Seite, der die so genannte „gläserne

Decke“, die es nach der Erfahrung vieler

Frauen in leitenden Funktionen heute immer

noch gibt, durchstoßen half.

Deshalb gibt Susanne Zander inzwischen

die eigenen positiven Erfahrungen an junge

Frauen weiter, und zwar nicht nur an

die Projektleiterinnen oder Fachfrauen

aus dem eigenen Haus oder der eigenen

Branche. „Die Muster sind überall gleich“,

registriert die engagierte Geschäftsführerin

immer wieder. In ihrem Netzwerk

unterstützt sie auch potentielle weibliche

Führungskräfte. Sie ist guter Dinge, dass

sich die Muster nach und nach überall verändern

werden – wenn auch nur langsam.

Darauf gründet auch ihr ambivalentes

Verhältnis zur Frauen-Quote: „Am liebsten

wäre es mir, ohne sie auszukommen,

doch derzeit scheint es noch notwendig,

den Wandel mit positiven Beispielen anzufachen.“

Zu diesen positiven Beispielen

zählt Susanne Zander sowohl im Reply-

Netzwerk als auch in der Gesellschaft.

Am liebsten wäre

es mir, ohne die

Frauenquote

auszukommen, doch

derzeit scheint es noch

notwendig, den Wandel

mit positiven Beispielen

anzufachen.


SUSANNE ZANDER,

GESCHÄFTSFÜHRERIN VON

XPRESS REPLY

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REPLY 2012

MIT REPLY SICHER ANS ZIEL

Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu

fördern, veranstaltet die Reply Deutschland

AG seit 2009 kostenlose Fahrsicherheitstraining

für Hochschulabsolventen.

Einmal im Jahr lädt Reply Absolventen

der Informatik, Mathematik, Wirtschaftsund

Naturwissenschaften für einen Tag

auf den Verkehrsübungsplatz des ADAC

in Paderborn ein. Bei einem kostenlosen

Fahrsicherheits-Training im eigenen oder

gestellten PKW erfahren die Teilnehmer

am eigenen Leib, worauf es ankommt, um

sicher in der Spur zu bleiben. Anschließend

stellt sich Reply als Unternehmen und Arbeitgeber

vor und berichtet über die zahlreichen

Einstiegsmöglichkeiten ins Unternehmen.

Mit diesem „Speed Dating“ findet

der Tag dann seinen krönenden Abschluss.

Übrigens, wer sie vergessen haben sollte:

Die Faustformel für den Anhalteweg lautet:

Anhalteweg = Bremsweg + Reaktionsweg

Bremsweg = (Geschwindigkeit/10) ×

(Geschwindigkeit/10)

Reaktionsweg = (Geschwindigkeit/10) × 3

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REPLY 2012

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Nachwuchsförderung made by Reply

Reply liegt es sehr am Herzen, den Nachwuchs frühzeitig zu unterstützen.

Aus diesem Grund arbeiten wir bereits seit 2007 mit

dem Studienfonds OWL zusammen, der Studierende von fünf

Hochschulen in der Region Ostwestfalen-Lippe fördert. Die Stiftung

„Studienfonds OWL“ gewann dieses Jahr den vom Stifterverband

für die Deutsche Wissenschaft ausgeschriebenen Hauptpreis

beim Wettbewerb „Die Besten begleiten“. Reply vergibt jedes Jahr

bis zu zwei Leistungsstipendien an besonders begabte Schüler

und Studierende aus den Fächern Informatik und Mathematik

sowie aus den Wirtschafts- und Naturwissenschaften. Neben der

monatlichen materiellen Unterstützung, erhalten die Stipendiaten

auch eine ideelle Förderung. In diesem Rahmen bietet Reply ihnen

besondere Veranstaltungen, Workshops und Praktika an. Hier

können sie das Unternehmen kennenlernen und erste Arbeitsluft

schnuppern.

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REPLY 2012

SPIELE, SPORT, SPASS – SOZIAL

Wer zusammen Gutes tut, hat mehr Freude und Freunde. Deshalb gehen Reply-

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur ihrer Arbeit nach, sondern engagieren

sich in Initiativen und Projekten. 2012 erradelten sie Spendengelder, setzten ihre

Entwicklungs-Kompetenz für eine Marathon-App ein und erhöhten damit den

Spaßfaktor des Metro-Laufs in Düsseldorf, wählten verschiedene Sozialprojekte

für die Reply-Weihnachtsspende aus und verknüpften mit einem Fahrtraining für

Studierende das Nützliche mit dem Angenehmen.

GLOBAL BIKING FÜR EINEN GUTEN ZWECK

Viel Geld kam auch 2012 durch die Global Biking Initiative (GBI)

zusammen: Knapp 205.000 Euro an Spendengeldern brachte die

Charity-Initiative, die Reply erstmals als Goldsponsor unterstützte,

zusammen. 11.733 Euro erradelten allein die Reply-Mitarbeiter.

Insgesamt nahmen an der acht Tage dauernden Tour, die in Europa

zu den größten Charity-Fahrradtouren zählt, 400 Athleten aus

25 Ländern teil. Im vergangenen Jahr führte die 1.000 Kilometer

lange Strecke die Radler von Oslo über Halmstad, Malmö, Kiel, Lübeck,

Hamburg und Osnabrück nach Düsseldorf. Trotz der sportlichen

Herausforderung und dem Ziel, Spenden zu erwerben, bot

die Tour keinen Raum für Stress. Jeder Teilnehmer – so das Ziel

der Veranstalter – sollte diese besondere Woche auch genießen.

Zum Abschluss gab es dann eine große Willkommensparty mit einem

Konzert in Düsseldorf. Die 2012 gewonnenen Spendengelder

wurden mehreren wohltätigen Organisationen wie zum Beispiel

UNICEF, OFF Road Kids oder SOS-Kinderdörfern übergeben. Seit

2008, dem Start der GBI, sammelten die Radfahrer bereits mehr

als 800.000 Euro für einen guten Zweck. Nach seiner Premiere

2012 wird Reply auch in diesem Jahr wieder ein Team stellen. Die

Reise führt 2013 übrigens von Paris über Meaux, Reims, Verdun,

Ettelbruck, Malmedy, Bergheim nach Neuss (Deutschland).

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REPLY 2012

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REPLY HILFT MENSCHEN

Zum wiederholten Male spendete Reply an Weihnachten viel

Geld für Bildungs- und soziale Zwecke. 2012 waren es insgesamt

30.000 Euro, die an fünf soziale Vereine, Organisationen

und Stiftungen in ganz Deutschland flossen. 10.000 Euro gingen

allein an das Städtische Kinderhilfszentrum Düsseldorf, das

Kinder auffängt, deren Eltern sich nicht um sie kümmern können.

Die Bürgerstiftung Gütersloh erhielt 9.000 Euro und wird

damit Projekte rund um die Themen Bildung und Gesundheit

fördern. Jeweils 5.000 Euro gingen an die Münchner Straßenzeitung

BISS und an den Verein „Spiellandschaft Stadt“ in München.

Die Zeitschrift sichert ihren Verkäufern – meist ehemalige

Obdachlose – einen Verdienst und damit bessere Lebensbedingungen.

Und der Verein Spiellandschaf Stadt will die gesamte

Stadt München als Spiellandschaft für Kinder erschließen. Einen

Zuschuss über 1.000 Euro erhielt zudem die Rettungshundestaffel

RV Ostwestfalen, die hilflose oder vermisste Menschen

aufspürt. „Mit der Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und

Bürgern in Not bekennen wir Farbe für eine nachhaltige und soziale

Zukunft“, betont Reply-Vorstandsvorsitzender Josef Mago.

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REPLY 2012

REPLY SOCIAL NETWORK 2012 IM RÜCKBLICK

Reply Social Network will den Wissensaustausch, das Gemeinschaftsgefühl

sowie den Vernetzungscharakter im Unternehmen fördern.

Viele Reply-Mitarbeiter sehen sich im täglichen Projektgeschäft kaum,

weil sich ihre Hauptarbeit beim Kunden abspielt, deshalb ist es besonders

wichtig, dass es Gelegenheiten gibt, sich zwischendurch zu treffen

und auszutauschen. Hierzu organisiert Reply verschiedene Veranstaltungsformate:

Hackathon, Labcamp, Netcamp und Xchange. Drei Highlights

aus dem letzten Jahr wollen wir hier Revue passieren lassen.

Im CRM-Bereich ist es wichtig, den Kunden

zu kennen und an das Unternehmen zu binden.

Hierbei müssen die unterschiedlichen

Wünsche und Verhaltensweisen des Kunden

in der Kundenansprache berücksichtigt

werden. Themen sind hierbei: Kunden-

Profiling, Loyalty Management und Social

CRM. Einen besonderen Hype erlebt das

Thema Gamification, das auch Einzug in die

Welt professioneller IT-Anwendungen hält

und zum Zug kommt, wenn es darum geht,

die Nutzerakzeptanz von CRM Systemen zu

erhöhen.

NETCAMP IN HANNOVER UND MÜNCHEN

Den Auftakt der Reply Social Network Veranstaltungen

zu diesen Themen bildete

das Netcamp „CRM Meets Digital Media“ in

Hannover. Rund 100 Mitarbeiter beschäftigten

sich im Nord/LB Forum auf dem

Messegelände einen ganzen Tag lang mit

Innovationen aus dem Bereich CRM und

Digital Media. In drei Breakout Sessions

wurden von Reply Kunden reale Problemstellung

aus der Praxis vorgestellt, intensiv

diskutiert und von unseren Reply CRM

Experten bearbeitet, um neue innovative

Lösungsansätze für unsere Kunden zu entwickeln.

Ähnlich attraktiv gestaltete sich auch

das Pendant Netcamp im Süden in der

Sky Lounge in München. Hier waren die

CRM-Spezialisten aus 40 Reply-Einheiten

aus ganz Europa zusammengekommen.

Die Hauptfrage war: Wo bewegt sich die

CRM-Szene hin, und auf welchem Terrain

können Reply-Mitarbeiter ihre Expertise

besonders gut ausspielen. Über den Dächern

von München wurden in mehreren

Fachvorträgen die neuesten CRM-Trends

erörtert, ob die E-Mail noch eine Zukunft

hat und wohin sich die Cloud entwickelt.

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REPLY 2012

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HACKATHON IN BERLIN

Dem aktuellen und innnovativen Thema

Mobile widmete sich der Hackathon, der

im vergangenen Juli in Berlin stattfand. Die

Entwicklerinnen und Software-Ingenieure,

die im Design- und Musikhotel der Hauptstadt

eincheckten, hatten nicht nur leichte

Sommerkleidung im Gepäck. Auf den

Notebooks der Teilnehmer befanden sich

bereits erste Skizzen und Notizen rund um

das Thema Mobile. Über die Social Media-

Plattform TamTamy wurden vorab die Themen

definiert und die Gruppenleiter gewählt.

Nach der ausführlichen virtuellen

Kommunikation ging es in Berlin dann in

die Praxis. Ein schöner Ausgleich für die

geistige Hochspannung war die Drachenboot-Tour

auf der Spree. Am Ende wurde

die beste Idee prämiert: die App-Idee der

englischen Kolleginnen und Kollegen, die

dem Chaos der Dutzenden von Boni, die

ein Verbraucher heute zu verwalten hat,

ein Ende setzt.

Für die erfolgreiche Event-Organisation

waren im Jahr 2012 Astrid Burmeister und

Jörg Naruhn verantwortlich. Sie haben die

verschiedenen Reply-Formate mit viel Engagement

deutschlandweit umgesetzt.

DIE REPLY VERANSTALTUNGS-

FORMATE IM ÜBERBLICK

HACKATHON ist eine dreitägige Veranstaltung,

bei der Ideen in die Tat umgesetzt

werden. Insgesamt 30-50 Teilnehmer aus

verschiedenen Reply-Unternehmen, Ländern

und mit unterschiedlichen Erfahrungsbereichen

kommen außerhalb des

Büros zu einem intensiven Gedankenaustausch

zusammen. Der Spaß kommt nicht

zu kurz.

LABCAMP sind Hands-on Seminare, die

sich mit speziellen technologischen Themen

beschäftigen. Replyer, die auf einem

Gebiet Spezialisten sind, können sich anmelden

und ihr Wissen in einem Labcamp

an bis zu 20 Teilnehmer weitergeben.

Impressionen Netcamp 2012

NETCAMP ist eine interne Veranstaltung

zu speziellen Themen oder Bereichen. Oftmals

werden auch Kundenprojekte eingebunden.

Das Format setzt sich aus einer

Plenarsitzung und parallelen interaktiven

Sitzungen zusammen.

XCHANGE ist das jährliche Treffen, das

einen Überblick über die Vision und Strategie

von Reply bietet. Die Plenar- und

Break-out Sessions bieten Informationen

über die neuesten Trends und Technologien.

Zur Xchange sind alle Reply Mitarbeiter

eingeladen.

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REPLY 2012

PROJECT MANAGEMENT ACADEMY

Weiterbildung, Coaching und Zusammenhalt:

Replys Project Management Academy

Mit seiner unternehmenseigenen Projektmanagement-Methodologie

bewegt sich

Reply auf Augenhöhe mit großen Unternehmensberatungen.

Die Mitarbeiter profitieren

durch individuelle Förderung und

ein stabiles Netzwerk.

Mitarbeiter gut auszubilden, auf ihre Einsätze

bei Kunden vorzubereiten und in ihrer

Laufbahn im Unternehmen zu begleiten, ist

ein wichtiger Bestandteil von Replys CSR-

Strategie. „Wir möchten, dass sich unsere

Berater in unserer Community aufgehoben

fühlen“, sagt Dr. Christian Gehrke, Prokurist

der Project Management Academy.

„Das unterscheidet uns von anderen großen

Unternehmensberatungen, in denen

jeder Berater für sich allein kämpft, und

zeichnet uns als partnerschaftliches Netzwerk

und besonderen Arbeitgeber aus.“

Die Project Management Academy (PMA)

gibt es bei Reply SpA in Italien schon seit

fünf Jahren. Im Oktober 2010 entschied

sich auch die Reply Deutschland AG, die

Ausbildung ihrer Projektmanager selbst in

die Hand zu nehmen. Das in der Academy

angebotene Training baut auf der international

bekannten Projektmanagement-

Methodologie PMBoK des US-amerikanischen

Project Management Institute (PMI)

auf, die von Reply weiterentwickelt und an

die Anforderungen von Software-Projekten

angepasst wurde.

PMBOK UND RMBOK

Die Academy unterteilt sich in zwei Zweige,

genannt Foundation und Professional – für

Einsteiger und erfahrene Berater. Beide

Stränge sind in drei Teile unterteilt: Soft

Skills, PMBoK und RMBoK, die Reply-eigene

Weiterentwicklung von PMBoK.

Die PMBoK-Methodologie lehrt Projektmanagement

themenunabhängig – und

kann für den Bau einer Brücke oder eines

U-Bootes ebenso eingesetzt werden wie

für Software-Entwicklung. RMBoK ist dagegen

eine Anwendung von PMBoK speziell

für Software-Projekte. Sie umfasst drei

Teile: eine Adaption für Kundenprojekte

in Form einer Konfiguration von Software,

einen Best-Practice-Ansatz, basierend auf

Erfahrungen in Kundenprojekten in der

Vergangenheit, sowie einer Reihe von Templates.

Bei den Templates handelt es sich

um ein Toolset, um Prozesse aufzusetzen,

in Form von Dokumenten wie etwa Meeting

Minutes, Risk Log, Change Request oder

Abnahme-Templates.

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CSR BERICHT

Durch die PMA habe

ich gelernt, Projekte

effizient zum Ziel zu

führen.


FABIAN WOHLSCHLÄGER,

CONSULTANT BEI CLUSTER

REPLY

EINHEITLICHES QUALITÄTSNIVEAU

GARANTIERT

„Die Situation in der Software-Entwicklung

stellt sich folgendermaßen dar: Die Technologie

können viele, aber in vielen Unternehmen

fehlt es an der Methodik“, erklärt

Dr. Gehrke. „Oft scheitern Projekte, weil

man nicht den richtigen Ansprechpartner

oder das richtige Engagement auf Seiten

der Projektmitarbeiter hat. Mit der Academy

versetzen wir unsere Berater dagegen

in die Lage, rasch eine passende Projektorganisation

zu empfehlen, schnell das

richtige Baukastensystem für den Kunden

auszuwählen, Risiken zu eliminieren und

Schätzungen einzuhalten.“

„Da Projekte definitionsgemäß einmalige

Vorhaben sind und man somit oft Neuland

betritt, bietet die Ausbildung inklusive der

Templates einen guten Leitfaden und erspart

viele unnötige Überstunden. Unser

Methodenbaukasten RMBoK basiert auf

den jahrelangen Erfahrungen unserer Projektleiter,

und Erfahrung ist im Projektmanagement

unbezahlbar!“, sagt Fabian

Wohlschläger, Consultant bei Cluster Reply

und erfolgreicher Absolvent des Foundation-Trainings

der PMA.

PMA-Manager Gehrke sieht im Academy-Prinzip

auch einen Wert der Holding-

Struktur von Reply: Die Methodologie und

Gliederung der Ausbildung sowie die Voraussetzungen

für die Teilnahme gelten

für die Niederlassungen in Italien, England,

Brasilien und den USA ebenso wie in

Deutschland. Kunden auf der ganzen Welt

können sich dadurch auf ein einheitliches

Qualitätsniveau bei den Reply-Beratern

einstellen. Unterstützt wird diese Einheitlichkeit

noch durch die PMA-Community, in

der aktuelle und ehemalige Teilnehmer ihr

Wissen miteinander teilen und sich in internationalen

Videochats über laufende Projekte

austauschen. Die Academy bietet somit

nicht nur eine fundierte Weiterbildung,

sondern fördert zugleich den Know-how-

Transfer quer durch alle Hierarchiestufen.

Das trägt nicht nur zur Qualität der Arbeit,

sondern auch zum internen Zusammenhalt

bei – und kommt dem Kunden ebenso zugute

wie den Mitarbeitern.

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REPLY 2012

REPLY INNOVATION AWARD: IDEEN FÜR MORGEN

Im Team Business-Modelle entwickeln, gemeinsam mit Kollegen über

Konzepte abstimmen, Verantwortung übernehmen: Replys interner

Businessplan-Wettbewerb fördert die Soft Skills der Mitarbeiter.

„Allein die Erfahrung war es wert“, sagt

Hans-Georg Hänig, Senior-Berater bei

Cluster Reply. „Im Rahmen unserer Bewerbung

um den Innovation Award habe

ich die Verantwortung für ein großes Projekt

übernommen und viele interessante

Anregungen erhalten. Das hilft mir in meiner

weiteren Laufbahn auf jeden Fall weiter

– ganz unabhängig vom Ergebnis des

Wettbewerbs.“

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Hänig

gehört zusammen mit seiner Kollegin,

der Senior-Beraterin Katja Mallmann, zu

den drei Gewinnerteams des Reply Innovation

Award 2012. Mit dem Award zeichnet

Reply jährlich Geschäftsideen seiner Mitarbeiter

aus. Im Verdrängungswettbewerb

einer gesättigten Gesellschaft überlebt

nur, wer Innovationskraft beweist. Darum

fördert Reply mit der Ausschreibung

des Innovation Awards die Kreativität seiner

Mitarbeiter und erhält einige Dutzend

wohl durchdachter und ausgearbeiteter

Geschäftsideen. Die Besten werden anschließend

bei der Umsetzung von Reply

unterstützt. Jeder Reply-Berater kann

sich beteiligen – allein oder als Teil eines

Teams.

Preisträger des Innovation Awards: v.l.n.r. Hans-Georg Hänig, Senior-Berater, Senior-

Beraterin Katja Mallmann, beide von Cluster Reply mit Reply Präsident und Gründer

Mario Rizzante.

Über die Reply-eigene Social Networking-

Lösung TamTamy kann jeder die von Kollegen

vorgeschlagenen Ideenskizzen kommentieren

und bewerten. Der Vorteil von

TamTamy im Innovationsprozess ist, dass

sich manche Ideen nach kurzer Zeit in der

Ping-Pong-Diskussion als nicht zielführend

erweisen und andere Ideen sich von

Posting zu Posting als machbar herauskristallisieren.

„Diese Diskussion ist wichtig

und hilfreich, um die Umsetzbarkeit kritisch

zu prüfen. Die Vermarktung und die

Evaluation des zu erwartenden Returns on

Investment ist dabei mindestens ebenso

wichtig wie die Idee selbst“, erklärt Hänig.

Die Ideen, die in diesem dreiwöchigen Diskussionsprozess

am besten abschneiden,

werden von ihren Urhebern anschließend

in Businessplänen ausgearbeitet.

Hänig und Mallmann haben mit Ihrer Idee

des „Virtual Dressing Configurators“ die

Kollegen auf TamTamy sowie die Fachjury

überzeugt. Mit dem „Virtual Dressing Configurator“

können potentielle Modekunden

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REPLY 2012

CSR BERICHT

Im Rahmen unserer Bewerbung um den Innovation

Award habe ich die Verantwortung für ein großes

Projekt übernommen und viele interessante Anregungen

erhalten. Das hilft mir in meiner weiteren Laufbahn auf

jeden Fall weiter – ganz unabhängig vom Ergebnis des

Wettbewerbs.


das Kleidungsstück Ihrer Wahl über den

XBox-Bewegungssensor Kinect virtuell anprobieren.

Katja Mallmann erläutert: „Mit

einer solchen interaktiven Kaufhilfe steigern

wir das Kauferlebnis der Kunden und

gleichzeitig senken wir so die hohe Rücklaufquote

der E-Commerce-Anbieter.“

Ihren Businessplan präsentierten die beiden

Berater vor einer Assessment Crew

aus CEO und Senior-Partnern in der Reply

Hauptzentrale in Turin. Neben der Business-Idee

wurde auch die Art und Weise

der Präsentation bewertet. „Es geht bei

dem Wettbewerb auch um die Frage, welcher

Bewerber in der Lage ist, erfolgreich

ein Unternehmen zu führen“, erklärt Hänig.

Mallmann ergänzt: „Dazu gehört heute

selbstverständlich auch, wie man sich

präsentiert und wie es einem gelingt, Menschen

von einem Konzept zu überzeugen.

Auf der großen Reply Mitarbeiterveranstaltung

Xchange in Mailand wurden die

drei Finalisten vorstellt und von Mario

Rizzante mit dem Innovation Award 2012

ausgezeichnet. In diesem Jahr haben sich

drei Finalisten den ersten Platz geteilt. Die

beiden Cluster-Kollegen aus Deutschland

sind sich einig: „Die Teilnahme hat Spaß

gemacht und hat sich auf jeden Fall gelohnt.“

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REPLY 2012

IMPRESSUM

Reply GmbH & Co. KG

Bartholomäusweg 26

33334 Gütersloh

Germany

Tel: +49 (0) 52 41 – 50 09-0

Fax: +49 (0) 52 41 – 50 09-1099

E-Mail: csr@reply.de

Web: www.reply.de

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