Bildungskatalog in Arbeit.indd - Reuter Quartier

reuter.quartier.de

Bildungskatalog in Arbeit.indd - Reuter Quartier

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Bildungskatalog für den Reuterkiez

im Bezirk Neukölln von Berlin

mit einer Übersicht über Kitas, Schulen,

Projekte und Einrichtungen des

Lokalen Bildungsverbundes Reuterkiez

Neuauflage 2013

Herausgegeben vom Quartiersmanagement Reuterplatz


Impressum

Herausgeber

Quartiersmanagement Reuterplatz

Hobrechtstraße 59, 12047 Berlin

www.reuter-quartier.de

info-reuter@quartiersmanagement.de

Tel: 030 - 627 379 52

Konzept + Gestaltung, Koordination + Ausführung

Regine Schütz schuetz.rg@gmx.de

Redaktion

Regine Schütz, Dr. Josef Kohorst

(Lokaler Bildungsverbund Reuterkiez),

Luzia Weber (QM Reuterplatz)

Illustration

Puppen: Kl. 4b der Theodor-Storm-Schule

Fußabdrücke: Klasse 8a der Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rütli

jeweils Schuljahr 08/09

Fotos

Puppenfotos: Jonas Maria Droste

Fotos ohne Kennzeichnung sind

vom jeweiligen Bildungsträger

Fotokennzeichnungen:

QM Quartiersmanagement Reuterplatz

RS Regine Schütz

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Druck

Westkreuz-Druckerei Ahrens KG

2. Auflage 1.500 Stück

V. i. S. d. P.

Regine Schütz Dezember 2012

Für die Inhalte des Serviceteils sind die

jeweiligen Bildungsträger verantwortlich.

„Gefördert durch die Europäische Union,

die Bundesrepublik Deutschland und das

Land Berlin im Rahmen des Programms

„Zukunftsinitiative Stadtteil“ Teilprogramm

„Soziale Stadt“- Investition in Ihre Zukunft!“

Klasse 4b, Theodor-Storm-Schule, Schuljahr 08/09, Foto: Frau Hannemann

Bildungskatalog für den Reuterkiez

im Bezirk Neukölln von Berlin

mit einer Übersicht über Kitas, Schulen,

Projekte und Einrichtungen des

Lokalen Bildungsverbundes Reuterkiez

Herausgegeben vom Quartiersmanagement Reuterplatz

Neuauflage 2013


im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

. . . . . . I n h a l t . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

36 Einleitung Kitas

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . I n h a l t . . . . . .

70 Einleitung Projekte

..... Thema........ Vor wor te....

Gebietsausschnitt vom Reuterkiez im Bezirk Neukölln

Gruppenarbeit der Klasse 5a der Elbe-Schule, Foto: RS

8 Senatorin für Bildung,

Jugend und Wissenschaft

des Landes Berlin

10 Bezirksstadtrat für Bauen,

Natur und Bürgerdienste

12 Bezirksstadträtin für Bildung,

Schule, Kultur und Sport

14 Bildungsverbund Reuterkiez:

Es geht voran!

18 Warum wir uns als Eltern

einbringen

22 Wenn Eltern zur Schule gehen

26 Streiten - aber richtig

Konfliktlotsen an den Schulen

28 Was ist eine Lernwerkstatt?

38 Kita Reuterstraße

39 Kinderladen Rasselbande

40 Kita Weserstraße

41 Kita Lima e.V.

42 Kita „Villa Kunterbunt“

43 Kita Rütlistraße

44 Kita „Sonnenschein

45 Kita Rotkäppchen

46 Kita BeerenStark

47 Kita Pan

48 Kita St. Christophorus

49 Kita Nikodemus

50 Herz Kindergarten

51 Kita KinderFan e.V.

52 MiKita e.V.

53 Tagesgroßpflege Wichtelgarten

54 Kita Zwergplaneten

55 Kita Schokoschnuten

56 Einleitung Schulen

58 Elbe-Schule

60 Rixdorfer Schule

62 Theodor-Storm-Schule

64 Grundstufe Gemeinschaftschule

66 Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rütli

68 Ernst-Abbe-Gymnasium

S er vice

S er vice

72 Campus Rütli - CR 2

74 Ein Quadratkilometer Bildung

76 Schulstation an der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli

78 „Eltern fördern Bildung“ an der 1. Gemeinschaftsschule Neukölln

80 Die Insel - Schulbezogene Jugendsozialarbeit an der Elbe-Schule

82 Lernförderung an der Elbe-Schule

84 „Coole Kids an der Elbe-Schule“

86 Elternaktivzentrum an der Elbe-Schule

88 Schülerclub an der Rixdorfer Schule

90 Schulsozialarbeit an der Rixdorfer Schule

92 Schulhoföffnung an der Rixdorfer Schule

94 Theos Schüleroase

96 Die 2. Chance

98 Lena Schülerclub

100 Deutsch-Fitness

102 „Schule im Wald“

104 Manege

106 Mädchenstadtteilladen ReachIna

108 Jugendstadtteilladen Hobrecht83

110 Kiosk am Reuterplatz

112 elele - Nachbarschaftszentrum

114 Familienhaus Neukölln Nord - FaNN

116 Elterninitiative Reuterkiez e.V.

118 Stadtteilmütter in Neukölln

120 Gangway e.V.

122 Kids´Garden

124 Bildungsangebote St. Christophorus

126 Musikschule Paul Hindemith Neukölln

128 Otto-Suhr-Volkshochschule Neukölln

130 Quartiersmanagement Donaustraße-Nord

132 Quartiersmanagement Reuterplatz

S er vice

34 Einleitung Serviceteil

134 weitere Einrichtungen, Adressen, Abkürzungen

136 Begriffserläuterungen, Internetadressen

Anhang

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Vo r w o r t

Senatorin für Bildung,

Jugend und Wissenschaft

des Landes Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Eltern,

zahlreiche Studien belegen nach wie vor: Die Abhängigkeit

von Bildungserfolg und sozialer Herkunft ist

in Deutschland noch viel zu groß. Deshalb hat Berlin

wichtige Weichen in der Bildungspolitik neu gestellt.

Erste Erfolge sind sichtbar: Die Integrierte Sekundarschule

kommt gut an. Eltern sowie Schülerinnen und

Schüler schätzen das Ganztagsangebot und die Chance,

in 13 Schuljahren das Abitur erwerben zu können.

Jetzt geht es um den weiteren Ausbau des Kitaangebots

hier im Reuterkiez und darüber hinaus in ganz

Berlin. Bis Ende 2015 wollen wir bis zu 19.000 zusätzliche

Kitaplätze in der ganzen Stadt anbieten. Dafür

stellen wir allein in den nächsten zwei Jahren zusätzlich

20 Millionen Euro zur Verfügung. Dieses Geld verteilen

wir nicht nach dem Gießkannenprinzip:

Nur wo tatsächlich im Kiez der Bedarf nach zusätzlichen

Angeboten existiert, wird das Geld eingesetzt.

Denn wir sind davon überzeugt, dass nichts wichtiger

für eine gute Bildung ist als eine möglichst frühe individuelle

Förderung in unseren Bildungseinrichtungen,

und dazu zählen nicht nur die Schulen. Mit dem weit

über Berlin hinaus anerkannten Berliner Bildungsprogramm

haben alle Erzieherinnen in unseren Kitas

einen Leitfaden zur Verfügung, die ihnen anvertrauten

Kinder möglichst gut zu fördern.

Den Eltern von Schulkindern möchte ich ans Herz

legen, sich aktiv in die Arbeit der Schule einzubringen.

Für die Grundschulen sind Sie entscheidende Akteure,

um auf die Erziehung und Bildung Ihres Kindes Einfluss

zu nehmen. Durch Elternabende und Elternsprechtage

können Sie sich informieren und wichtige Themen

ansprechen. Engagieren Sie sich in der Schule Ihres

Kindes und bringen Sie sich als Elternvertreter oder

durch die Mitarbeit in der Schulkonferenz aktiv in die

Schulpolitik ein. Damit können Sie viel Positives zu der

Schulzeit Ihres Kindes beitragen.

Wichtig ist die Vernetzung der Bildungsarbeit. Sie zielt

auf Nachhaltigkeit, denn nur dauerhaft angelegte und

gelebte Strukturen der Zusammenarbeit werden langfristig

erfolgreich sein. Hier spielt der „Lokale Bildungsverbund

Reuterkiez“ bereits heute eine zentrale Rolle,

denn er entwirft ein abgestimmtes Bildungskonzept

und vernetzt alle Bildungseinrichtungen im Kiez.

Ich wünsche Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre

dieser wichtigen Kiez-Broschüre.

Es grüßt Sie herzlich

Sandra Scheeres

Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft

des Landes Berlin

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Vo r w o r t

Bezirksstadtrat für Bauen,

Natur und Bürgerdienste

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner des Reuterkiezes,

liebe Aktive im Quartier, liebe Interessierte,

Bildung ist ein zentrales Thema in den Quartiersmanagementgebieten

Neuköllns. Mit der Neuauflage des

umfangreichen Bildungskatalogs für den Reuterkiez,

den Sie in Ihren Händen halten, wird dieses besonders

deutlich. In erster Linie geht es darum, die jungen Menschen

im Quartier durch gute Bildungsangebote zu

stärken, um ihre individuellen Lebenschancen zu verbessern

und ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe an

der Gesellschaft zu gewährleisten. Darüber hinaus sind

gute Bildungseinrichtungen entscheidende Standortfaktoren

für die positive Entwicklung eines Quartiers,

insbesondere für Familien.

Ohne eine zusätzliche öffentliche Unterstützung

schaffen es jedoch benachteiligte Quartiere nicht,

einen Stabilisierungs- und Aufwertungsprozess in

Gang zu setzen. Sie brauchen Impulse und zusätzliche

finanzielle Mittel. Deshalb investiert die öffentliche

Hand mit dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ seit

2002 im Quartiersmanagementgebiet Reuterplatz insbesondere

in die Bereiche Bildung und Integration.

Dabei wurden einerseits bauliche Verbesserungen

der sozialen Infrastruktur vorgenommen, wie z.B. die

Aufwertung der Freiflächen von Kindertagesstätten,

die Neugestaltung von Schulhöfen sowie zahlreiche

kleinteilige Ausstattungsverbesserungen in Kindertagesstätten,

Schulen, Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

und sonstigen Bildungseinrichtungen. Die

Investitionen belaufen sich bislang auf insgesamt rund

1,3 Mio. Bei großer Beteiligung der aktiven Bewohner

und lokalen Akteure sowie durch die Begleitung und

Kofinanzierung durch die zuständigen Fachämter Neuköllns

konnte dieses ermöglicht werden.

Die Umsetzung zahlreicher sozio-kultureller Projekte in

den Bereichen Sprach- und Bewegungsförderung, Gewaltprävention,

Elternarbeit, Gesundheit, kreative Bildung

etc. haben eine dynamische Bildungslandschaft

mit zahlreichen Akteuren und zentralen Vorhaben

wie Ein Quadratkilometer Bildung, dem Modellprojekt

Campus Rütli - CR² und dem Lokalen Bildungsverbund

Reuterkiez entstehen lassen.

Damit bietet dieses Quartier allen Familien und ihren

Kindern eine Vielfalt an guten Bedingungen und Perspektiven.

Mit der Neuauflage dieses Bildungskatalogs

können Sie sich selbst davon überzeugen. Nutzen Sie

die hier aufgezeigten Angebote im Reuterkiez!

Ich danke allen Beteiligten für die Mitarbeit an diesem

Bildungskatalog. Sie haben mit ihrem großen

ehrenamtlichen Engagement an der Verbesserung der

Bildungschancen für Kinder und Jugendliche im Reuterkiez

nachhaltig mitgewirkt. Ich denke, das ist auch

der richtige Weg, denn nur gemeinsam können wir die

Zukunft unserer Nachbarschaften positiv gestalten.

Thomas Blesing

Bezirksstadtrat für Bauen, Natur und Bürgerdienste

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11


im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Vo r w o r t

Bezirksstadträtin für

Bildung, Schule, Kultur

und Sport

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Bewohnerinnen und Bewohner des Reuterkiezes,

mit dem neuen Bildungskatalog für den Reuterkiez

sorgt das Quartiersmanagement nun schon in zweiter

Auflage dafür, dass Bewohnerinnen und Bewohner,

Bildungsakteure und Interessierte einen kompakten

und gut aufbereiteten Überblick zu Bildungs- und Freizeitangeboten

in einem der lebendigsten und mittlerweile

auch trendigsten Ortsteile Neuköllns erhalten.

Als Neuköllner Bildungsstadträtin ist es auch mir ein

Anliegen, über Bildungsangebote in unserem Bezirk

zu informieren und Bewohner und Neubewohner von

ihrer Qualität zu überzeugen. Leider verlassen immer

noch jedes Jahr etwa 300 Eltern mit ihren Kindern, die

in das schulpflichtige Alter kommen, unseren Bezirk

und suchen anderswo eine Schule für ihr Kind.

Diese Broschüre soll zeigen, dass Neuköllner Schulen

und Bildungseinrichtungen, auch und gerade im

Reuterkiez, eine gute Bildung für ihre Schülerinnen

und Schüler sichern können. Jede Schule besitzt ein

besonderes Profil: die Elbe-Schule ist eine kunstbetonte

Schule, die Rixdorfer Schule bietet in je einer

Jahrgangsklasse zweisprachigen deutsch-türkischen

Unterricht, die Theodor-Storm-Schule unterhält intensive

Beziehungen zur renommierten Musikschule Paul-

Hindemith Neukölln. In der 1. Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rütli schließlich - einem bundesweit

beachteten Modellprojekt unter der Schirmherrschaft

von Christina Rau - können Kinder von der Einschulung

bis zum Abitur geführt werden und genießen auf den

jeweiligen Lernstationen eine vielfältige Förderung.

Die neue große Quartiershalle auf dem Campus Gelände

wurde im November 2012 eröffnet. Sie soll als

Veranstaltungs- und Gemeinschaftshaus und als große

Sporthalle dem ganzen Quartier zugute kommen. Im

Jahr 2014 wird für 25 Millionen Euro der Erweiterungsbau

des Schulgebäudes begonnen, damit die Grundstufe

der Gemeinschaftsschule, die jetzt noch im Gebäude

der ehemaligen Franz-Schubert-Grundschule

untergebracht ist, auf den Campus ziehen kann.

Ich freue mich darüber, dass sich inzwischen ein starker

Imagewandel hin zu einer positiven Wahrnehmung

eingestellt hat. Jugendliche, die vor einigen Jahren aus

der Rütli-Schule kamen, wurden noch schief angesehen,

jetzt können sie das Durchlaufen des Campus in

ihrer Bildungsbiografie als positiven Teil ihrer persönlichen

Entwicklung vermitteln.

Zu dieser erfolgreichen Arbeit kann ich allen Akteuren

nur gratulieren, zeigt sie doch vorbildhaft, wie es gelingt,

Kindern und Jugendlichen im sozialen Brennpunkt

Neuköllns Zukunftsperspektiven zu bieten und

Entwicklungschancen zu ermöglichen. Ich danke allen

für die engagierte Arbeit an der Broschüre und wünsche

allen Leserinnen und Lesern, dass sie, wie im Titel

des Heftes vorgeschlagen: „im Reuterkiez der Bildung

auf die Spur kommen“.

Dr. Franziska Giffey

Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

T h e m a

Der Lokale

Bildungsverbund

Reuterkiez

T h e m a

Der Lokale

Bildungsverbund

Reuterkiez

Kinder Hort Sonnenkids - Foto: AWO SüdOst

Bildungsverbund Reuterkiez:

Es geht voran!

Foto: K. Wüstenhofer-Loges

Lernen ist ein komplexer Prozess. Er findet nicht nur in

der Schule oder in Kindertagesstätten statt, sondern

geschieht vielfach selbstorganisiert und informell.

Deshalb ist es wichtig, alle Bildungsorte und Bildungsakteure

mit einzubeziehen, die in einer Region vorhanden

sind.

Aus diesem Grund wurde 2007 der Lokale Bildungsverbund

Reuterkiez gegründet. Er bildet den strukturellen

Rahmen für die Kooperationen der Bildungseinrichtungen

im Reuter- und Donauquartier im

Norden Neuköllns. Partner sind u.a. die vier Schulen

in und um den Reuterkiez, ca. 20 Kindertagesstätten

und Eikitas, Jugendhilfeträger, Migrantenvereine,

Elterninitiativen, die Projekte Campus Rütli - CR 2 und

Ein Quadratkilometer Bildung, die Quartiersmanagements

Reuterplatz und Donaustraße-Nord, das Jugendamt,

das Schulamt und die Schulaufsicht.

Die Zusammenarbeit im Bildungsverbund mit seinen

vielfältigen gemeinsamen Projekten hat einen

Schatz an Erfahrungen guter Praxis entstehen lassen

und Entwicklungen vorangebracht, auf die die

Akteure mit Recht stolz sein können. Das Spektrum

reicht vom gemeinsamen Ausstellungsprojekt über

die Förderung von Elterncafés und Elternaktivierungsprojekten,

erlebnispädagogischer Walderkundung,

Sport- und Bewegungsangeboten, Lernwerkstattwochen,

Mediationsausbildungen für Lehrer und Eltern

bis hin zum regelmäßig stattfindenden gemeinsamen

Kiezfest des Bildungsverbundes. Mit dieser Aufzählung

sind noch keineswegs alle Aktivitäten genannt.

Dabei haben sich einige Vorhaben als besonders geeignet

erwiesen, die pädagogische Zusammenarbeit

so voranzubringen, dass sie zu sichtbaren Ergebnissen

z.B. für die Zusammenarbeit mit Eltern und für

die Verbesserung des Schul- und Lernklimas geführt

hat. Der Bildungsverbund steht insbesondere für die

Schwerpunkte: Demokratiebildung, Partizipation und

Forschendes Lernen.

Demokratiebildung umfasst so unterschiedliche

Themen wie Interkulturelle Kompetenz oder Gewaltprävention

und meint im Wesentlichen: „Wir

gehen friedlich und respektvoll miteinander um.“

Beispielsweise waren die in den letzten Jahren eingeleiteten

Entwicklungen zur Gewaltprävention

sehr erfolgreich. So hat sich das Schulklima an der

Elbe-Schule durch ein strategisch aufeinander abge-

Foto: K. Wüstenhofer-Loges

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

T h e m a

Der Lokale

Bildungsverbund

Reuterkiez

Stand der Elterninitiative beim Kiezfest 2011

Foto: QM

Lernwerkstatt der Grundstufe der

Gemeinschaftsschule, Foto: Lydia Reich

stimmtes Vorgehen, durch die Einbeziehung aller Beteiligten

und durch öffentliche Wertschätzung und

Würdigung des Erreichten nachweislich verbessert.

Zitat einer Lehrerin: „Also, es ist merklich friedlicher

an dieser Schule, es herrscht eine viel offenere und

freundlichere Atmosphäre. Die Kinder und Schüler

sind sehr viel regelbewusster geworden und wissen,

wenn was falsch läuft, das finde ich auch sehr gut.“

Die Partizipation von Eltern ist uns besonders wichtig.

Wir ermutigen Eltern zur Beteiligung und unterstützen

sie bei ihren Initiativen. So hat sich beispielsweise

aus dem Projekt Elternaktivierung mittlerweile ein

eigener Verein entwickelt, die Elterninitiative Reuterkiez

e.V. Diese beteiligt sich aktiv in den Gremien

des Bildungsverbundes und initiierte eigenständig

einen Dialog zwischen den Eltern und Fachkräften

des Bildungsverbundes unter dem Titel „Wie ich dir,

so du mir! Gemeinsam für einen Kiez ohne Gewalt“.

Dass Eltern für Fachkräfte eine Veranstaltung vorbereiten,

ist eine Form der Selbstbestimmung, die

schon über bloße Beteiligung hinausgeht. „…ich

nehme wahr, dass in allen Gremien, auf allen Ebenen

Elternbeteiligung auf der Agenda ganz oben steht.

(…) das ist sozusagen ein sich selbstverstärkendes

System geworden, dass eigentlich keine Einrichtung

das Thema gar nicht mehr berücksichtigen kann.“

Wir fördern das selbstbestimmte, forschende und

entdeckende Lernen von Kindern und Jugendlichen.

Ziel ist es, in jeder Kita, Schule sowie Kinder- und Jugendeinrichtung

Strukturen zu schaffen, die diese

Art des Lernens langfristig verfolgen, z.B. die Einrichtung

von Lernwerkstätten oder die erlebnispädagogische

Walderkundung. Die Fortschritte der

Kinder und Jugendlichen werden von diesen selbst

dokumentiert (Sprachlerntagebuch, Portfolio etc.).

„Schule im Wald“ ist zum Beispiel so ein Projekt, das

vielen Schülern im Rahmen des Bildungsverbundes intensive

Lernerfahrungen ermöglicht. Drei Grundschulen

haben eine Patenschaft mit dem Revierförster des

Köpenicker Forstreviers Grünau gegründet. Pro Schule

kann eine Klasse ein Jahr lang jeweils einmal im Monat

den Wald besuchen. Für viele von ihnen ist es das erste

Walderlebnis in ihrem Leben und löst staunende Fragen

aus: „Waren die Wege schon, bevor es Menschen

gab hier im Wald?“ „Was für Tiere gibt’s hier? Gibt’s

Wölfe?“ „Wächst aus dem hier ein Baum, wenn ich ihn in

die Erde stecke?“ Zahlreiche natur- und erlebnispädagogische

Methoden wie Forschen, Entdecken, Sinnes-,

Aktions- und Wahrnehmungsspiele sowie kreative Elemente

stärken die Beziehung der Kinder zur Umwelt

und vertiefen ihre Sozialkompetenz. Die Kinder helfen

z.B. bei der Gehölzschnittentfernung oder leeren

die Nistkästen der Vögel für das kommende Frühjahr.

„Einfach nur spielen im Wald“ ist das, was sich die Schüler

am meisten wünschen, wenn wir sie fragen. Manche

lieben die Waldtage so sehr, dass sie unbedingt mit

ihren Eltern am Wochenende herkommen wollen. Einige

haben es sogar geschafft, ihre Eltern zu überreden.

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man dran

zieht.“ Deshalb ist ein Bildungsverbund grundsätzlich

ein auf Dauer angelegtes Vorhaben. Die Komplexität

von Bildungsprozessen erfordert Geduld und einen

langen Atem. Vieles haben wir schon erreicht, aber

einen ebenso langen Weg haben wir noch vor uns.

Dr. Josef Kohorst

Lokaler Bildungsverbund Reuterkiez

(Jugendwohnen im Kiez - Jugendhilfe gGmbH)

T h e m a

Der Lokale

Bildungsverbund

Reuterkiez

Schule im Wald, Foto: Deutsche

Schreberjugend Landesverband Berlin e.V.

Konkliktlotsen-Zeritifizierung Elbe-Schule

Foto: QM

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

T h e m a

Warum beteiligt ihr

euch als Eltern an den

Bildungsinstitutionen

eurer Kinder?

Ist Elternbeteiligung hier

im Reuterquartier besonders

wichtig?

Warum wir uns als Eltern einbringen

Gespräch mit der Elterninitiative Reuterkiez e.V.

„Es ist wichtig, weil jedes Elternteil, das sich engagiert

für seine Kinder, dadurch auch verwurzelt ist, sowohl

in den Bildungseinrichtungen als auch in der Nachbarschaft,

und Vernetzung auch mit anderen Eltern und deren

Kindern dadurch stattfindet. Eine gute Schule steht

und fällt immer auch mit den Eltern, die sich da auch

einklinken. Wenn die Eltern sich einbringen, dann sind

auch die Lehrer motivierter, haben mehr Lust etwas zu

machen. Deshalb glaube ich, ohne Elternbeteiligung

funktioniert es einfach nicht oder ist nur eine halbe Sache.

Wenn ich will, dass die ganze Schule, in die mein

Kind geht, gut ist, kann ich nur mein Teilchen beitragen

und hoffen, dass sich alles so entwickelt, dass sich auch

die anderen Kinder in der Schule wohl fühlen.“

„Für mich ist es ganz selbstverständlich und da wäre

der Ort egal. Wo ich bin, bin ich präsent und möchte

mich einmischen und dazu beitragen, dass es gut wird.“

„Ich glaube schon, dass es nicht das gleiche wäre, wenn

wir jetzt in irgendeinem Zehlendorfer Kiez uns engagieren

würden. Ich glaube, dass es hier was anderes

ist, hier im Reuterkiez oder auch im Schillerkiez oder

sonst wo, einfach weil die kulturellen Unterschiede

größer sind. Die Leute kommen aus ganz verschiedenen

Hintergründen und ich glaube, dass da die Kommunikation

manchmal hakt oder gar nicht stattfindet. Für mich

persönlich ist die Elterninitiative eine ganz tolle Plattform

mit Leuten zusammenzukommen, die die Hindernisse

überbrücken wollen, die sich die Hand reichen und

miteinander reden wollen. Und das dann in ihre anderen

Kreise zurückbringen, so dass es immer größer wird.“

„Ich glaube, an anderen Orten werden die Strukturen

vorgegeben. Dann muss man sich in diese einbringen,

und hier können wir die Strukturen mit allen zusammen,

die sich beteiligen, schaffen.“

„Hier im Campus Rütli ist es viel stärker, weil man merkt,

man ist freier, wird unterstützt, man kann vieles bewegen

und man kann vieles schaffen. Man kann sich

irgendwelche Visionen bilden und nachhaltig daran

arbeiten und sagen: ja, das habe ich geschafft. Das haben

wir als Eltern geschafft. Das wird auch anerkannt

und wir sind auch gewollt. Es ist wirklich so, dass ohne

uns nicht so viel bewegt worden wäre.“

„Z.B. die Kurse: Wir haben in der Grundschule angefangen,

viele Eltern haben Ideen gehabt. Durch diese

Kooperation mit Lehrern und Rektor ist es dann zustande

gekommen, dass sie Türkischkurse anbieten,

in unserer Muttersprache, früher war das verboten in

Berlin. Heute, habe ich gehört, werden solche Kurse

schon in Musik in unserer Kultursprache angeboten,

Arabisch,Türkisch. Wir haben gedacht, das wird nie

passieren, wir haben uns manchmal teilweise zurückgezogen.

Aber irgendwann kam Campus Rütli so aus

der Erde ´rausgeschossen und dann kamen die Ideen

auch von uns. Die ganze Schulleitung hat damals die

Eltern gar nicht wahrgenommen. Die Entwicklung

T h e m a

Gespräch mit der Elterninitiative

Reuterkiez e.V.

Regine Schütz sprach

mit den Eltern bei ihrem

monatlichen Treffen im

November 2012 im Elternzentrum

des Campus Rütli.

Für die Elteninitiative

nahmen teil:

Konrad Galetzka

Ayten Güler

Kerstin Häussermann

Waltraud Huber

Rasim Korkot

Gudula Raudszus-Niemann

Zeynap Öztürk

Ulrike Schneeberg,

Ahmet Sözen

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

T h e m a

Gespräch mit der Elterninitiative

Reuterkiez e.V.

Wie ist die Fluktuation in

der Elterninitiative, wie

verändert es sich?

haben wir ja mitgemacht (meine Kinder sind heute

schon 18). Ich habe das wachsen sehen. Ich hatte ja

teilweise aufgegeben, aber jetzt wächst es irgendwie.

Heute machen die gar nichts mehr ohne Eltern. Brennt

irgendwas in der Schule, wird ein Elternteil wenigstens

angerufen, benachrichtigt. Früher war es egal. Die Kinder

gingen zur Schule und fertig.“

„Vor Jahren hast du auf den Spielplatz geguckt, da waren

zwei drei Eltern, jetzt sind es mehr Eltern als Kinder quasi.“

„Die Kommunikation zwischen Eltern und Schulleitung

hat sich geändert. Heute kann man mit denen sprechen

über alles, früher durfte man gar nicht. Ein ganz wichtiger

Punkt ist auch zu sagen, die Eltern müssen sich auch engagieren,

nicht nur die Schule. Das ist wichtig zu jeder

Klassenversammlung zu kommen. Einfach vorbeikommen,

Thema mitnehmen. Nicht wegschauen. Das geht

nicht um andere Kinder, das geht um unsere Kinder.“

„Also ich will jetzt nicht schmälern, was die Eltern erreicht

haben und erreichen können, aber wir haben

auch ein bisschen Glück gehabt, dass es politisch so

gewollt ist. Elternabende sind in aller Munde. Die brauchen

uns quasi als ExpertInnen. Die müssen Elternarbeit

vorweisen und darüber müssen wir uns klar

sein. Das hat zwar so ein bisschen einen bitteren Beigeschmack,

aber wir können es natürlich auch nutzen,

weil wir wissen, sie sind auf uns angewiesen. Sie können

es sich nicht leisten uns zu übergehen.“

„Die Fluktuation ist gering, würde ich sagen. Es ist ein

harter Kern entstanden. Und da denke ich, fehlt die bewusste

Entscheidung und die Diskussion, die wir noch

nicht geführt haben. Da war einfach noch kein Platz,

weil wir ganz viel machen mussten. Ich glaube, es muss

ganz bewusst überlegt werden: Wie wollen wir es haben

und wie wollen wir es schaffen und dann kann sich,

denke ich, was ändern. Unsere monatlichen Treffen (jeden

1. Montag im Monat) sind bewusst offen und werden

auch bekannt gemacht (Postkarten, QM, Internet).“

„Wir sind jetzt seit zwei Jahren selbständig, davor waren

wir zwei Jahre gefördert. Es gab Moderatoren, die die

Treffen vorbereitet haben, ganz viel Öffentlichkeitsarbeit

gemacht haben und die die Protokolle an Kitas, Schulen

und auch an sonstige Vereine verschickt haben und an

Stadtteilmütter Einladungen. Daraufhin kamen aber

auch nicht so richtig viele Leute. Als wir dann selbständig

waren, haben wird es als Verein fortgeführt, wollten

es aber nicht so formal, mit Tagesordnung und so.“

„Es kommen schon regelmäßig Gäste. Leute, die sich

interessieren, aber auch viel Professionelle. Ich glaube

es gibt wirklich viele Leute auch im Bekanntenkreis, die

das einfach nicht schaffen monatlich zu kommen, die

aber wirklich sehr interessiert sind. Es gibt schon viele,

die nicht Mitglied sind, aber uns wohlgesonnen. Ich

glaube, wir haben so eine Fähigkeit, so ein Multiplikator

zu sein, eine Schnittstelle für Leute, die auf uns zukommen,

uns anmailen und für die wir dann zumindest etwas

weiterleiten können, z. B. ans Quartiersmanagement.“

„Ich finde wir haben ganz viele Ideen. Es braucht halt

eben auch Zeit. Zeit das umzusetzen. Dauert dann halt.“

„Durchweg positiv. Die einzige Schwierigkeit ist, dass

wir zu so vielen Sachen eingeladen werden, das aber

überhaupt nicht stemmen können. Wir machen das

ehrenamtlich und es ist oft so ein Erwartungsdruck da,

auch unter uns, dass wir uns da vertreten sehen wollen,

aber das nicht schaffen können.“

T h e m a

Gespräch mit der Elterninitiative

Reuterkiez e.V.

Wie wird euer Engagement

von den Bildungseinrichtungen

angenommen?

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

T h e m a

Elterncafés in Schulen

Die Elterncafés in der

Elbe-Schule, Rixdorfer

Schule, Theodor-Storm-

Schule, Grundstufe der

Gemeinschaftschule

auf dem Campus Rütli

besuchte Regine Schütz

im November 2012.

„Für mich ist das Elterncafé

wie ein Ruhepol.“

Mutter an der Rixdorfer Schule

„Ich kann die Schule

nicht loslassen, obwohl

meine Kinder schon

nicht mehr hier sind.“

Mutter an der Elbe-Schule

Elterncafé Theodor-Storm-Schule

Foto: RS

Wenn Eltern zur Schule gehen

Die Elterncafés öffnen Türen in Schulen

Es ist Freitag, so gegen 10 Uhr. Im ersten Stock der

Elbe-Schule steht eine Tür zum Treppenaufgang weit

auf und man erblickt eine Runde Frauen an einem

schönen Frühstückstisch. Ich bin im Elterncafé angekommen,

das hier jeden Freitag allen Eltern aus dem

Kiez offen steht. Djamila Boumekik und Gülay Yilmaz,

die das Café hier betreuen, heißen mich herzlich willkommen.

„Man kann nie sagen, wer und wie viele kommen.“

erfahre ich. „Mal ist es ganz voll und ein anderes

Mal kommen nur wenige Eltern. Aber meist sind es so

um die zehn, manchmal sogar bis zwanzig.“

Mittlerweile gibt es an jeder der vier Grundschulen

und auch an vielen Kitas im Kiez ein solches Elterncafé.

Die Idee, die erstmals 2008 an der Elbe-Schule umgesetzt

wurde, ist inzwischen zu einer Art Institution geworden.

An der Rixdorfer Schule ist das Elterncafé seit

2011 sehr großzügig und komfortabel in einer eigens

dafür umgebauten ehemaligen Hausmeisterwohnung

eingerichtet worden. Eltern sollen sich wohl fühlen an

der Schule ihrer Kinder. Und die Schulen geben den

Eltern dafür Raum. Sie wünschen sich von den Eltern,

dass sie diesen Raum ausfüllen mit ihren Ideen.

Das funktioniert allerdings nicht immer gleich so einfach

und selbstverständlich, zumal viele Eltern immer

noch die Haltung haben „Kinder in die Schule und das

war´s“, wie eine engagierte Mutter an der Rixdorfer

Schule es formuliert. Eltern fühlen sich oft zu wenig

mitverantwortlich für die Schule ihrer Kinder. Die in den

Elterncafés meist anwesenden „Profis“ wie Sozialarbeiter

oder auch die Stadtteilmütter leisten deshalb neben

ihren sonstigen Aufgaben auch wichtige Starthilfe.

So berichtet z.B. Sevda Sargin, die als Mutter und Stadtteilmutter

das Elterncafé in der Theodor-Storm Schule

nach den Sommerferien wieder neu aktiviert hat, dass

Frauen meist nur kommen, wenn sie persönlich angesprochen

und eingeladen werden. Das ist auch die Erfahrung

von Buseyne Sahilli, die die beiden Elterncafés

in der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli seit

2012 organisiert. „Ich habe bei allen angerufen, wie ein

Callcenter. Das war anstrengend, aber hat sich gelohnt.

Jetzt kommen regelmäßig 20 bis zu 30 Mütter.“

Im Sinne aller derer, die in den Cafés der verschiedenen

Schulen regelmäßig die Frühstücke arrangieren, sei

also hier noch mal ausdrücklich gesagt: Alle sind herzlich

eingeladen. Übrigens selbstverständlich auch die

Väter und die Geschwisterkinder. Schließlich sind allen

die Themen gemeinsam, die hier zur Sprache kommen:

Die großen Themen wie Schule, Familie, Erziehung, bei

denen man sich oft als einzelne Familie ratlos fühlt. In

der Gruppe diskutiert, merkt man oft schnell, das Thema

haben ja auch andere. Wie gehen die damit um?

Was haben die für Ideen? Aber auch „kleine“ Themen

der Kinder. Wenn es Streitereien unter ihnen gibt, ist es

für die Eltern oft erleichternd, davon zu erfahren und

auch als Eltern aufeinander zuzugehen.

Neben dem Austausch zwischen den Eltern geben

aber auch Fachleute in der Runde, meist Sozialpädagoginnen

oder Stadtteilmütter, direkte Unterstützung,

indem Externe eingeladen werden. So hielt z.B. Frau

Dr. Inga Joussen, die als Ärztin bei der Ärztlichen Gesellschaft

zur Gesundheitsförderung der Frau e.V. in

Schulklassen geht, diesmal bei einem Frühstück in der

Grundstufe der Gemeinschaftsschule auf dem Campus

Rütli einen Vortrag über Pubertät. „Wir sind alle

Mütter und entscheiden mit, wie die nächste Gene-

T h e m a

Elterncafés in Schulen

Elterncafé Grundstufe Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rültli, Foto: RS

„Ich komme, weil ich

was bewegen will.

Warum kommen nicht

mehr Väter zu den

Elterncafés?“

Vater an der Rixdorfer Schule.

„Mein Kind ist neu hier

und ich möchte mehr

direkt über die Schule

erfahren.“

Mutter an der Elbe-Schule

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

T h e m a

Elterncafés in Schulen

„Im Elterncafé kann ich

sprechen, vergessen

und lachen. Mein Sohn

ist glücklich, wenn ich

komme.“

Mutter an der Elbe-Schule

„Meine beste Freundin

geht ins Elterncafé. Ich

komme mit, weil es

zuhause alleine langweilig

ist.“

Anwohnerin aus dem Elbekiez

„Die Atmosphäre ist

warm und ich möchte

mich gerne unterhalten.“

Mutter an der Theodor-

Storm-Schule

Elterncafé Elbe-Schule Foto: AspE e.V.

ration wird.“ sagt sie. „Vor 100 Jahren war vieles, was

heute in der muslimischen Kultur getragen wird, auch

nicht anders.“ Die meisten der anwesenden Frauen

haben arabischen oder türkischen Hintergrund und

haben zu dem Thema eine Menge Fragen, so dass Frau

Dr. Joussen ein weiteres Mal kommen will.

Zurück zur Elbe-Schule. Es schellt. Pause. Eine Lehrerin,

ein Lehrer und ein Mitarbeiter der Schulstation kommen

dazu, setzen sich ganz selbstverständlich in die

Runde und frühstücken mit. Eine kleine Episode aus

dem Unterrichtsalltag, eingebracht durch die Lehrerin,

führt zu einer lebhaften Diskussion mit allen über ein

grundsätzliches Thema: Haben die Eltern der ersten

MigrantInnengeneration ihre Kinder mehr auf ihrem

Bildungsweg unterstützt als es heute die Eltern der 3.

Generation tun?

Schulalltag mal anders. Da reden Menschen, die alle

durch die Institution Schule miteinander verbunden

sind, Lehrer, Eltern, Sozialarbeiter, auch die Schulleiterinnen,

die öfters mal reinschauen, aus ihrer ganz persönlíchen

Sicht direkt miteinander. Als „Mensch“ sagt

Gülay Yilmaz. Das macht einen ziemlichen Unterschied.

In der Atmosphäre, vom Gefühl her und damit in der

Verständigung zwischen den einzelnen Beteiligten

und auch zwischen den verschiedenen Kulturen. Die

unterschiedlichen Kulturen sind auch oft eine Verständigungshürde,

die der Vermittlung bedarf. Im Elterncafé

findet auch diese Vermittlung statt. So erzählt z.B.

Djamila Boumekik, dass sie einmal auf Wunsch einiger

muslimischer Frauen gemeinsam eine Kirche besichtigt

haben. „Viele Muslime leben hier und kennen Weihnachten

nur aus dem Fernsehen, und da wollten sie etwas

über Weihnachten direkt von einer Pfarrerin erfahren.“

Die Initiative für ein gemeinsames Kochen und die spä-

tere Koch- und auch Sport-AG sind ebenfalls im Elterncafé

an der Elbe-Schule entstanden. „Wir hatten einfach

überlegt, auch mal etwas mit den Kindern gemeinsam

zu machen, erzählt Djamila Boumekik. „Gerade bei vielen

arabischen Familien fehlt oft die Beschäftigung und

Kommunikation mit den Kindern. Das können sie hier

gut erfahren. Für viele Eltern aus der arabischen Kultur

war es zu Anfang schwierig, dass die Jungs mitkochen

sollten. Hier konnten sie lernen, das auch mal zuzulassen.“

Und jetzt wird regelmäßig gemeinsam gekocht.

Schulwechsel, noch mal zur Theodor-Storm-Schule: ein

Mädchen, das mit ihrer Klasse an der offenen Tür des

Elterncafés vorbeigeht, winkt strahlend ihrer Mutter zu,

die im Elterncafé sitzt. Die meisten Kinder empfinden es

als stärkend, wenn sie ihre Eltern an „ihrer“ Schule treffen

und auch aktiv erleben. Das geht z.B. auch beim Pausenbrote

schmieren helfen. Im Anschluss an das Elterncafé

sind die Kinder nämlich mit Frühstücken dran. Der Raum

wird vorbereitet für den Ansturm der Kinder, die sich hier

dann leckere und vor allem gesunde Pausenverpflegung

abholen, die von der Schildkröte GmbH im Rahmen des

Projektes Fitte Kids täglich gemacht werden.

Viele Eltern wissen nichts über die Möglichkeiten, sich

in der Schule einzubringen, ob in den offiziellen Gremien

als Elternvertreter oder in irgendwelchen Schulprojekten.

Für Eltern, die das noch nicht kennen, ist

das eine neue wichtige Erfahrung, sich einzumischen

und einzubringen auch in das System Schule. „Durch

das Elterncafé trauen sich insbesondere die türkischarabischstämmigen

Eltern in die Schule reinzugehen,

gehen jetzt auch zu den Lehrern oder trauen sich jetzt

auch mal ins Sekretariat zu gehen“ sagt Buseyne Sahilli.

Die Elterncafés öffnen buchstäblich Türen in die Institution

Schule. Regine Schütz

T h e m a

Elterncafés in Schulen

Elterncafé Rixdorfer Schule, Foto: RS

„Ich bekomme Informationen

über die

Schule und lerne Lehrer

kennen, bekomme Kontakte

zu anderen Eltern

und es macht Spass.“

Mutter an der Rixdorfer Schule

„Ich komme wegen

Informationen und wir

machen Spass.“

Mutter aus der Elbe-Schule

Die genauen Öffnungszeiten

und Orte der

Elterncafés erfahren Sie

über die Schulen

(Siehe Serviceteil S. 58 ff )

124

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

T h e m a

Gespräch mit den Konliktlotsen

an der Elbe-Schule

Foto: QM

„Man muss nett sein,

hilfsbereit, aufmerksam.

Manchmal, wenn das

Kind weint soll man

es auch trösten.“

„Man muss respektvoll

sein, Mut zeigen,

sich was trauen und

nett und höflich sein.

Einiges davon haben

wir gelernt. Ein paar

Sachen haben wir

auch aus uns.“

„Man muss sich viel

merken, weil man das

mit eigenen Worten

alles wiedergeben

muss.“

Streiten - aber richtig

Erfahrungen der Konfliktlotsen an der Elbe-Schule

Gehört das nicht irgendwie zusammen: Kinder und

Streiten? Nein, es geht nicht darum Konflikte abzuschaffen,

sondern um die regelbewusste Auseinandersetzung

mit dem Anderen, das Einmaleins einer demokratischen

Streitkultur. Das ist Demokratiebildung.

Die Kinder lernen hierdurch einen respektvollen und

friedlichen Umgang miteinander kennen und anwenden.

Gewaltprävention im Schulalltag, die über das

Schulgebäude hinaus reicht und den Kindern andere

Kommunikationsmuster aufzeigt.

10 Kinder aus den beiden 6. Klassen an der Elbe-Schule

sitzen im Raum für Soziales Lernen zusammen. Alle 14

Tage treffen sie sich im Wechsel in kleiner Runde mit

der Lehrerin Frau Kachur oder in der großen Steuerungsrunde

mit Schul- und Klassensprechern, Schulsozialarbeitern,

allen die in dieses große Schulprojekt eingebunden

sind. Frau Kachur bespricht mit ihnen, was

vorgefallen ist und in Rollenspielen wird regelmäßig

wieder aufgefrischt, was alle Konfliktlotsen vermittelt

bekommen haben. Die Ausbildung umfasst 40 Stunden.

Zur intensiven Bearbeitung der Mediationsphasen

und besonderer Teambildungsaufgaben macht die

ganze Gruppe eine Wochenendfahrt ins Umland. „Es ist

inzwischen der vierte Jahrgang und mittlerweile gibt es

wegen des großen Interesses sogar Wartelisten. In einer

Klasse haben sich sogar alle gemeldet.“ sagt Frau Kachur.

Woher kommt diese große Beteiligung? Immerhin opfern

die Konfliktlotsen zwei Pausen in der Woche dafür

und viele zusätzliche Stunden.

Es ist sicherlich nicht nur die beeindruckende feierliche

Zertifizierung aller Konfliktlotsen, wenn Sie am Ende

des Schuljahres über den roten Teppich gehen und ihr

Zeugnis bekommen. Auf die Frage, wie sie sich fühlen

hier mitzumachen, kommt deutlich rüber, dass sie einfach

stolz auf sich sind. Sie fühlen, dass ihnen Respekt,

von den anderen Mitschülern entgegengebracht wird.

Bestimmt ist es auch die großartige Erfahrung, Verantwortung

zu haben, vor der sie, wie ein Junge sagt, auch

manchmal „Angst haben, nämlich davor etwas falsch

zu machen“. Darüber hinaus die Erfahrung, etwas so

durchgehalten zu haben. Die Konfliktlotsen verpflichten

sich nämlich mit einem Vertrag, der auch von den Eltern

unterzeichnet wird, über den gesamten Zeitraum von

zwei Jahren vom Beginn der Ausbildung bis zum Schulabgang

nach Abschluss der 6. Klasse dabei zu bleiben.

Konfliktlotsen-/Buddy-Projekte wie hier an der Elbe-

Schule gibt es inzwischen an vielen Grundschulen in

Berlin, und mit Erfolg. Frau Kachur spricht sogar schon

von Streitschwund. Da die meisten Streitfälle mit Beteiligung

von Erst- und Zweitklässlern stattfinden, die die

Regeln erst lernen müssen, wird den Streitschlichtern

die Arbeit auch in Zukunft nicht ausgehen. Viele der

Konkfliktlotsen wollen am liebsten in den Oberschulen

weitermachen, weil es Spass macht, sagen sie. Und die

Eltern? Sie sind stolz auf ihre Kinder. Regine Schütz

T h e m a

Gespräch mit den Konliktlotsen

an der Elbe-Schule

Mit den Konfliktlotsen der

Elbe-Schule sprachen

Regine Schütz und

Dr. Josef Kohorst

im November 2012

„Es laufen Buddys auf

dem Hof und wenn ein

Streit zu lange dauert,

gehen sie hoch in den

Mediationsraum und

da sitzen zwei Konfliktlotsen.

Es gibt da

einen Kalender, da kann

man sich eintragen,

wenn ein Streit nicht so

schnell geklärt werden

kann. Beim Vertragen

werden Vereinbarungszettel

ausgefüllt und

später gibt es dann

einen Nachtermin, bei

dem dann die Vereinbarungen

überprüft

werden.“

Foto: RS

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

T h e m a

Lernwerkstatt

Ein kurzer Überblick:

Was ist eine Lernwerkstatt?

Sascha Wenzel, Ein Quadratkilometer Bildung

Die Frage in der Überschrift lässt sich nicht einfach

beantworten. Jedenfalls nicht in dem Sinne, dass abschließend

zu klären wäre, was eine Lernwerkstatt ist

und was nicht. In Lernwerkstätten stecken immer die

Träume derer, die sie einrichten, Bildungsbedürfnisse

von Kindern, besondere räumliche Möglichkeiten, die

notwendige Lust am fortwährenden Umbauen und

Ausprobieren. Dies alles unterscheidet sich natürlich

von Ort zu Ort. Dennoch: Es gibt Gemeinsamkeiten, die

sich in vielen Entwürfen für Lernwerkstätten wiederfinden

(vgl. Wenzel, Wedekind, Parson et al. 2009).

Wie kann also in Kindertagesstätten und Grundschulen

eine pädagogische Praxis verstärkt werden, die die

Kinder und ihre Eltern wiedererkennen, wenn sie von

der einen Einrichtung in eine andere wechseln, und

die erst dadurch nachhaltig wirkt? Wie können Kindertagesstätten

und Schulen zu Räumen werden, in denen

die „Dinge... wichtige Lehrmeister“ (Elschenbroich

2002, Seite 163) sind, die Kinder erforschen können, um

dabei Theorien über Phänomene in der Welt zu entwickeln?

Wie können schließlich naturwissenschaftliche

Bildung und fachsprachliche Kompetenzen breit und

früh gefördert werden?

1. Der Raum

Die Lernwerkstatt stellt sich eher als ein leerer als übervoller

Raum dar. Die Werkstatt wirkt auf Kinder im besten

Sinne des Wortes einladend und aufgeräumt, sie

merken, dass hier jemand absichtsvoll eine Auswahl verschiedener

Materialien vorgenommen, eine Lernumge-

bung für sie eingerichtet hat, die sich übers Jahr immer

wieder verändert.

Die Kinder erkennen selbst die Grundsätze, die zu

einer bestimmten Anordnung von Tischen und Stühlen,

Regalen und Materialien in der Lernwerkstatt geführt

haben. Ihren Blicken und Händen wird nichts

entzogen: Alle Regale sind offen, alle Kästen und Behältnisse

transparent und leicht zu erreichen. Der

Raum Lernwerkstatt ist für Kinder überschaubar. Er ist

gegliedert in verschiedene Bereiche (beispielsweise:

Wasser, Waagen, Lupen und Mikroskope, Bücher, Stifte

und Papier). Der Raum überwältigt nicht durch eine

bunte Fülle der Möglichkeiten, er wird von den Kindern

nicht als das Depot der Materialien erlebt, die sich

im Laufe der Zeit angesammelt haben. Stattdessen erlaubt

er eine flexible und themenoffene Nutzung.

Kinder gestalten den Raum mit, indem sie ihre „Lernspuren“

hinterlassen: Forschertagebücher und Lerndokumentationen

an reichlich vorhandenen Präsentationsflächen,

selbst zusammengestellte Dinge,

eine Wand mit gemalten oder geschriebenen Fragen

(„Warum rauscht es in einer Muschel?“). Für den Raum

Lernwerkstatt gibt es Regeln („Wann darf ich etwas

nehmen, wann muss ich es zurückräumen?“), die die

Kinder mitentwickelt haben, die sie kennen und sehen.

2. Das Material

Die Grundschullehrerin Kerensa Lee meint: „Wenn

Kinder mit Mengen kleiner, gleicher Gegenstände

arbeiten, ergeben sich häufig ganz ohne Instruktion

typische Handlungsmuster.“ (Lee 2010, Seite 16)

Die Gegenstände, die sich in einer Lernwerkstatt finden,

werden nicht dadurch wertvoll, dass es sich bei ihnen

um möglichst perfekte und teure Lernutensilien handelt.

Sie legen auch noch nicht sofort eine eindeutige

T h e m a

Lernwerkstatt

Sascha Wenzel

Ein Quadratkilometer

Bildung

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

T h e m a

Lernwerkstatt

Sascha Wenzel

Ein Quadratkilometer

Bildung

Verwendung nahe, wie es beispielsweise die Inhalte

von Experimentierkoffern tun.

Material, Alltagsmaterial in Lernwerkstätten regt zum

Staunen, zum Nachfragen und Hantieren an. Hunderte

Büroklammern, Kastanien, Herbstblätter oder Hühnerfedern

beeindrucken durch die verschiedenen Rauminhalte,

die sie einnehmen. Sie können gewogen („Wie

viele Hühnerfedern wiegen so viel wie eine Kastanie?“),

fallengelassen („Fliegen Blätter und Federn, die gleich

schwer sind, unterschiedlich schnell auf den Boden?“)

und, wenn es eine Wasserecke in der Lernwerkstatt

gibt, Schwimmproben („Gehen Büroklammern unter?“)

ausgesetzt werden. Schließlich lassen sie sich

nach bestimmten Merkmalen sortieren oder in beliebigen

Mengen bündeln. Und einhundert Eislöffel durch

Zehnergruppierungen „abzuzählen“, ist nicht nur eine

die Kinder selbst beeindruckende Leistung - es ist auch

einen Einstieg in das Verständnis unseres dezimalen

Stellenwertsystems mit seinen zehn Ziffern.

eigene Erklärung eines Kindes gefallene Satz „Wasser

hat oben mehr Kraft übrig als überall darunter, es

sieht aus, als ob es sich zusammenzieht“ kommt dagegen

dem Phänomen der Oberflächenspannung schon

ziemlich nahe und ist eine animistische, nicht-abstrakte

Erklärung für die Bindekraft von Wassermolekülen (1).

Damit sich Kinder auf die abenteuerliche Suche nach

eigenen Theorien begeben, müssen sie sich ausprobieren

und eigene Lernwege beschreiten können.

Dazu brauchen sie das in sich selbst versunkene Tun

und den Austausch mit anderen Kindern in kleinen

und großen Gruppen. In diesen Gruppen erleben Kinder

Beziehungen und Anerkennung - nur dann, darauf

verweisen Neurobiologen immer wieder, aktivieren sie

ihre eigenen Motivationssysteme.

Kinder erwarten von einer Lernwerkstatt neben Lernpartnern

und -materialien also vor allem genug Zeit,

Platz, Kommunikation, Verständnis und Zuwendung.

T h e m a

Lernwerkstatt

Sascha Wenzel

Ein Quadratkilometer

Bildung

(1) Man kann die Oberflächenspannung

auch mit der

Dipolarität, der losen Verbindung

von Wassermolekülen,

beschreiben. Weil Moleküle,

die an der Oberfläche sind,

keine „Nachbarn“ nach oben

haben, versuchen sie umso

stärker mit den Molekülen

in der Flüssigkeit Bindungen

herzustellen (Kohäsion).

3. Die Kinder

4. Das Lernen

Allein das Hantieren mit Materialien wird nicht dazu

führen, dass Kinder Theorien über die Welt bilden. Etwas

muss hinzukommen: Kinder reden über ihre Lernerlebnisse,

suchen dabei nach eigenen Begriffen und spiegeln

die neuen, manchmal vorläufigen Erkenntnisse an

ihren Erfahrungen. Wenn Kinder etwa nur flüchtig eine

auf der Wasseroberfläche schwimmende Büroklammer

betrachten und sich nicht klarmachen, dass die gleiche

Büroklammer, wenn sie nur ein bisschen in das gleiche

Wasser eingetaucht wird, sofort versinkt, verstehen sie,

lernen sie nichts. Wenn sie in der Schule ein Arbeitsblatt

mit der Überschrift „Wasser hat eine Haut“ vor die

Nase gesetzt bekommen, werden sie zudem auf eine

zu einfache Fährte gelockt. Der im Ringen um eine

„Wissenschaftler und Kinder unterscheiden sich nicht

in der Art der Tätigkeit, sondern in deren Niveau voneinander.“

(Streit 2010, Seite 4). Was beide trennt, sind

verschiedene Erfahrungswelten, was ihnen im Kern gemeinsam

ist, ist die Komplexität von Fragestellungen,

denen sie in verwinkelten Prozessen des erfolgreichen

und scheiternden Versuchens, des Beobachtens auf

den Grund gehen.

Eine solche Arbeitsweise braucht die Wahlfreiheit von

Themen, Partnern, Methoden und Material, sie stützt

sich auf die Erfahrungswelt der Kinder und zielt, darauf

verweist der Erziehungswissenschaftler Jörg Ramseger,

nicht auf das Experimentieren an sich, sondern auf „...

das Verstehen der Gesetze der Natur und... (der) der

130

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

T h e m a

Lernwerkstatt

Sascha Wenzel

Ein Quadratkilometer

Bildung

Natur der Wissenschaft“. Ramseger unterstreicht, dass

„wirkliches Verstehen“ in einem „klar gegliederten Erkenntnisgang“

entsteht:

• „Von einer Frage an die Natur ausgehend über

• die Vergegenwärtigung des Bekannten...,

• Vermutungen und Erklärungsversuche und

• Beobachtung, Experiment und Versuche sowie

• die Reflexion der Befunde zu einer Aussage kommen,

• von deren Richtigkeit wir überzeugt sind,

• die sich in der Wirklichkeit bewährt und die mit den

derzeit in der jeweiligen Fachwissenschaft akzeptierten

Erklärungen... in der Sache übereinstimmt.“

(Ramseger 2009, Seiten 16 und 17)

Ein solcher Prozess verlangt nach Regeln und Ritualen,

die das Lernen der einzelnen Kinder und der Gruppe

strukturieren helfen - hier kommen die begleitenden

Erwachsenen erneut ins Spiel.

5. Die Lernbegleiterin, der Lernbegleiter

In den oben angedeuteten Punkten steckt eine Fülle

von Ansprüchen an die Menschen, die Kinder in ihrem

Lernen begleiten. Sie bereiten die Lernumgebung vor,

unterstützen Kinder darin, eigene Fragen zu finden, sie

kennen die Besonderheiten eines jeden Kindes, wissen,

ob es eher beim Probieren, Betrachten, Zuhören und,

wenn es das schon kann, lauten Lesen oder in der Unterhaltung

mit anderen lernt. Eine ihrer wohl wichtigsten

Arbeiten ist das Beobachten und Dokumentieren

der Lernwege jedes einzelnen Kindes als Grundlage für

die Organisation des pädagogischen Alltags und die

Zusammenarbeit mit Eltern.

Für die Kinder bleiben Erwachsene präsent, auch

dann, wenn sie sich zurückhalten. Übrigens schätzen

sie Erwachsene, die sie als Mitlernende erleben. Was

Wassermoleküle tun oder nicht, ist nicht unbedingt

Alltagswissen aller derjenigen, die mit Kindern zu tun

haben. Sich jedoch auf das eigene Lernen einzulassen

und sich die Bedeutung der eigenen Fachkompetenz

bewusst zu machen, gehört zwingend zur Professionalität

von Erzieherinnen und Erziehern, Lehrerinnen und

Lehrern.

6. … und die Eltern?

Von den Chancen des Lernens an Dingen zu Hause

und im Kindergarten oder der Grundschule weiß

Donata Elschenbroich zu berichten. In ihrem Film „Die

Dinge - daheim“ (2008) zeigt sie, was geschieht, wenn

sich Erzieherinnen und Erzieher, Mütter und Väter

solche alltäglichen Lernanlässe als Brücken zwischen

den Lernorten Familie und Kita gegenseitig ausleihen,

nachdem sie gemeinsam in einer vorbereiteten

Lernumgebung das Forschen und Entdecken probiert

haben. Sie meint: „Auch Eltern in sogenannten

bildungsfernen Familien wissen heute durchaus, dass

Bildung für den Lebensweg ihrer Kinder entscheidend

ist. Bei unseren Dreharbeiten zu den Filmen über

die Weltwissenvitrinen waren wir in allen Familien

überrascht von der lebendigen Kommunikation, die

eigentlich banale Alltagsgegenstände wie eine Wasserwaage

oder ein Satz Pipetten auslösen können,

wenn der Kindergarten oder die Grundschule kleine

‚Elternhaus-Aufgaben’, wie wir sie nennen, damit verbinden.

Wenn da die Kinder zusammen mit Eltern und

Geschwistern sich eingehender mit einem Rührgerät

oder mit Essstäbchen beschäftigt haben, schien allen

Beteiligten klar zu sein: Das hat etwas mit Bildung zu

tun, mit der Stärkung unserer Kinder für die Zukunft.“

(Elschenbroich 2010)

Eine gute Lernwerkstatt ist also immer auch ein

Familienzentrum.

T h e m a

Lernwerkstatt

Sascha Wenzel

Ein Quadratkilometer

Bildung

Elschenbroich, Donata: Alltägliche

Wunder. Interview in der

Berliner Morgenpost, geführt

von Annette Prosinger, 18. Oktober

2010

Elschenbroich, Donata: Weltwissen

der Siebenjährigen.

Goldmann Verlag 2002

Lee, Kerensa: Gestalten mit

ungeordneten Ordnungen.

In: TPS - Theorie und Praxis

der Sozialpädagogik 10/2010,

Bundesvereinigung Evangelischer

Tageseinrichtungen für

Kinder (Hrsg.)

Ramseger, Jörg: Experiment,

Experiment! Was lernen Kinder

im naturwissenschaftlichen

Unterricht? In: Grundschulzeitschrift

225.226,

Erhard Friedrich Verlag 2009

Streit, Christina: Fundamentale

Ideen der Mathematik

- auch im Kindergarten. In:

TPS - Theorie und Praxis der

Sozialpädagogik 10/2010,

Bundesvereinigung Evangelischer

Tageseinrichtungen für

Kinder (Hrsg.)

Wenzel, Sascha, Wedekind,

Hartmut, Parson, Dorit et al.:

Audit für gemeinsame Lernwerkstätten

von Kita und

Grundschulen. Deutsche

Kinder- und Jugendstiftung

(Hrsg.) 2009

Ich danke Prof. Dr. Hartmut

Wedekind, Alice Salomon

Hochschule, für die kritischen

Hinweise zu diesem Text.

132

33


im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

E i n l e i t u n g

Benutzerhinweise

Liebe Leserinnen und Leser des Bildungskataloges,

E i n l e i t u n g

Benutzerhinweise

wie Francis Picabia bereits meinte, ist der Kopf rund,

damit das Denken die Richtung wechseln kann, wozu

Bildung im besten Sinne beiträgt. Wir haben im Reuterkiez

für diese Neuauflage des Bildungskataloges erneut

alles auf den Kopf gestellt und danach geforscht

wo die Bildung aktuell „steht“.

auf die Spur“ gekommen. Das Ergebnis ist nochmal

deutlich umfangreicher geworden und bestätigt:

„Hier hat sich vieles (noch) weiter entwickelt“.

Jetzt kann man konkret nachfragen, mitmachen, weiterentwickeln,

so dass sich diese positive Entwicklung

weiter fortsetzen wird.

Figuren am Lohmühlenplatz von Schüler-

Innen der Elbe-Schule, Fotos: RS

Auch wenn das Format sich ab der nächsten Seite mit

Beginn des Serviceteils dreht, brauchen Sie gar nicht

erst schief gucken - das Ergebnis kann sich wieder

sehen lassen.

Zuvor jedoch ein paar Sätze zum Hintergund dieses Bildungskataloges

und ein paar Benutzerhinweise für Sie.

Alle Kitas, Schulen, Projekte und Einrichtungen werden

auf den folgenden mittlerweile fast 100 Seiten dargestellt.

Die Texte wurden von den einzelnen Anbietern

und Einrichtungen im Sommer/Herbst 2012 aktualisiert

bzw., sofern sie gegenüber der Erstauflage des Bildungskatalog

2010 hinzugekommen sind, neu erstellt.

Die Fotos wurden teilweise durch neue ersetzt.

Für viele war es nicht einfach, im Rahmen des normalen

Alltagsgeschäftes Zeit dafür zu finden und es ist

auch noch nicht so selbstverständlich für soziale Projekte,

für die eigenen Leistungen zu werben. Dies aber

führt dazu, dass nicht genügend bekannt ist, was die

Akteure sowohl als Einzelpersonen als auch als gesamte

Einrichtungen leisten.

Mit der aktuellen Zusammenstellung aller Bildungsangebote

sind wir im Reuterkiez und teilweise auch

im Donaukiez nach drei Jahren weiter der „Bildung

Selbstverständlich ist die Zusammenstellung der nachfolgend

dargestellten Bildungsanbieter nicht vollständig.

Es gibt noch einige mehr, die aus verschiedenen

Gründen nicht mit einer eigenen Darstellung dabei sind.

Soweit uns bekannt sind diese im Anhang auf Seite 134

mit ihren Kontaktdaten aufgeführt. Ebenfalls im Anhang

finden Sie Erläuterungen für Begriffe und Abkürzungen,

die sicherlich nicht jedem ganz geläufig sind.

Der Serviceteil gliedert sich in drei jeweils farblich

gekennzeichnete Unterbereiche:

• Kindertagesstätten - blau wie der Himmel an

einem schönen Tag draußen auf dem Spielplatz

• Schulen - grün wie die Tafel vor den Augen der

lernwilligen Schülerinnen und Schüler

• Projekte und Einrichtungen - orange wie die

Apfelsine mit dem lebenswichtigen Vitamin C

(wie Communication)

Jedem dieser Bereiche ist eine kurze thematische Einleitung

vorangestellt. Und nun sehen sie selbst.

Regine Schütz, Projektleiterin Bildungskatalog

134

35


K i t a s i m R e u t e r k i e z

Der Reuterkiez ist ein Stadtteil mit einer bunten, lebhaften Kiezkultur.

Diese zeigt sich auch in einer Vielfalt von Kindertagesstätten,

die den unterschiedlichen Bedürfnissen von Familien und

Kindern an Förderung, Betreuung und Unterstützung bei der Erziehung

gerecht werden. Unter den vielfältigen pädagogischen

Arbeitsgrundsätzen der Einrichtungen können die Eltern sich

diejenigen aussuchen, welche zu ihnen und ihren Kindern

am besten passen. Es finden sich u.a. Reggio, Situationsansatz,

Montessori, Religionspädagogik, Friedenspädagogik, Interkultureller

Ansatz und auch Waldorf-orientierte Einrichtungen.

Die Kindertagesstätten im Quartier haben unterschiedliche

Träger. Es gibt Einrichtungen des Eigenbetriebs SüdOst, kirchliche

Träger, freie Träger und zahlreiche Eltern-Kinder-Tagesstätten

(EKT, früher Kinderläden genannt). Diese zahlreichen

Einrichtungen unterscheiden sich in Größe, Betreuungsumfang

und wie bereits erwähnt in den pädagogischen oder

weltanschaulichen Ansätzen. In den Eltern-Kinder-Tagesstätten

sind die Eltern ein tragendes Moment in der Organisation

und der Gestaltung des pädagogischen Alltags. Die

kleinsten Einrichtungen verfügen über bis zu 20 Plätze, die

größte stellt über 200 Plätze zur Verfügung.

Die Nachfrage nach KiTaplätzen in der Region übersteigt das

Angebot. Deutlich ist, dass sich ein Wandel vollzieht. Immer

mehr sehr kleine Kinder von aktiven berufstätigen Eltern werden

angemeldet. Alle KiTas haben z.T. sehr lange Wartelisten.

Diese Situation wird sich voraussichtlich noch weiter verschärfen,

wenn ab dem 1. August 2013 in Berlin der Rechtsanspruch

auf einen Betreuungsplatz ab dem vollendeten

1. Lebensjahr in Kraft tritt. Eltern, die sich nicht sehr rechtzeitig

um einen KiTaplatz kümmern, haben große Schwierigkeiten,

überhaupt einen Platz für ihre Kinder zu finden. Da

zu befürchten ist, dass es gerade die Schwächsten sind, die

in der Konkurrenz um die vorhandenen Plätze zu kurz kommen,

bemüht sich der Bildungsverbund, gemeinsam mit dem

Bezirk Lösungen zu finden. In einigen Einrichtungen gibt es

schon Angebote zur Unterstützung bei der Kitaplatzsuche.

Kinder verbringen einen großen Teil ihrer Kindheit in außerfamiliären

Einrichtungen. Sie und die Eltern müssen sich in den

Einrichtungen wohl fühlen. In der Kindertagesstätte werden

die Grundlagen für einen erfolgreichen Verlauf von Bildungsprozessen

gelegt. Deshalb stellen Angebote der frühkindlichen

Bildung einen Schwerpunkt in allen Einrichtungen

dar. Alle Kindertagesstätten arbeiten nach dem Berliner Bildungsprogramm:

Zentrales Ziel ist, dass alle Kinder bis zum

Schulbeginn die bestmöglichen Voraussetzungen erwerben,

um den Übergang in die Schule erfolgreich zu meistern. In

den folgenden sieben Bildungsbereichen werden die Kinder

gefördert: Körper, Bewegung und Gesundheit; soziale und

kulturelle Umwelt; Kommunikation und Sprache, Schriftkultur

und Medien; bildnerisches Gestalten; Musik; mathematische

Grundlagen; naturwissenschaftliche und technische

Grunderfahrungen.

Orientierung, freie Beschäftigung und erlebnisreiche Aktivitäten.

Deshalb sind die Einrichtungen nahezu alle altersgemischt

organisiert. Größere Kinder helfen den Kleinen, die

Kleinen lernen von den Großen. Die Rolle der Eltern ist elementar,

deshalb wird in allen Einrichtungen mit den Eltern

zusammen gearbeitet. Eltern können ihre Interessen und

Wünsche in die Kindertagesstätte einbringen. ErzieherInnen

und Eltern tauschen sich regelmäßig über die Entwicklung

und den Unterstützungsbedarf der Kinder aus. Damit Eltern

sich ausreichend informieren können, liegen in allen Einrichtungen

schriftliche Konzepte zum pädagogischen Selbstverständnis

vor.

Eltern und Kinder finden in den Einrichtungen im Reuterkiez

ein Angebot, das sie bei der verantwortungsvollen Aufgabe

der Erziehung und Entwicklung der Kinder unterstützt.

Das Leben in der Kita lässt weiterhin Raum für soziales Lernen,

für Lebendigkeit, individuelle Erfahrungen, für selbständige

Viola Stöckel / Dr. Josef Kohorst

Jugendwohnen im Kiez - Jugendhilfe gGmbH

Fotos oben v.l.n.r.: 1+4 : QM, 2: Kita Weserstr. , 3: Kita Pan - Fotos unten v.l.n.r.: 1: QM, 2: Herz Kindergarten, 3: RS, 4: Kita Villa Kunterbunt

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur


K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

Kitaleitung: Frau Kluge, Frau Meyer

Tel: 60 90 29 94 - 0

Fax: 60 90 29 94 - 9

kita-reuterstrasse@web.de

Mo - Fr: 6.00 - 18.00 Uhr

Träger: Kindertagesstätten SüdOst

Eigenbetrieb von Berlin

210 Kinder, 6 Einheiten,

32 pädagogische Mitarbeiter/Innen

3 Etagen: Gruppenräume,

Funktionsräume, Bewegungsräume,

Töpferwerkstatt, Kidsmart Computer-

Lernstationen

Eigene Küche,

schweinefleischfreies Essen

Kidsmart Computer-Lernstationen

K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Kita Reuterstraße

Reuterstraße 72, 12043 Berlin

Wir sind eine Integrationseinrichtung mit 210 Plätzen für Kinder im Alter von acht

Wochen bis zum Eintritt in die Schule. Die Krippenkinder (acht Wochen bis ca.

drei Jahre) sind in einer eigenen Krippenetage untergebracht. Die Kinder ab drei

Jahren bis zum Schuleintritt werden in sechs altersgemischten Einheiten betreut.

Am Anfang jedes Kitabesuchs liegt die Eingewöhnungszeit, auf die wir besonderen

Wert legen. Die Umsetzung des Berliner Bildungsprogramms gestalten wir

überwiegend mit verschiedenen Projekten. Für die gesunde Entwicklung der Kinder

hier im Kiez haben wir unsere Schwerpunkte auf die Sprachförderung und die

Bewegungserziehung gelegt. Eine Kooperation mit dem Sportverein Pfefferwerk

ermöglicht jedem Kind zusätzlich eine wöchentliche Sportstunde.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Großer Garten mit naturnahem Spielplatz,

viele Spielfahrzeuge, kleiner

Sportplatz, „Bewegungsbaustelle“

Kitaleitung: Frau Nowinski

Tel: 624 95 91

mail@kinderladen-rasselbande.de

www.kinderladen-rasselbande.de

Träger: Rasselbande e.V.

Mo - Fr: 8.00 - 17.00 Uhr

16 Kinder in einer Gruppe

2 Erzieherinnen (eine Facherzieherin

für Integration)

1 Erzieher

Eigene Küche

Vollwert-/ Bioernährung

Zum Beobachten, Dokumentieren und Unterstützen der kindlichen Bildungsprozesse

nutzen wir die Bildungs- und Lerngeschichten des Deutschen Jugendinstituts. In den

regelmäßigen Entwicklungsgesprächen mit den Eltern, die in der Kita oder als Hausbesuch

stattfinden, sind sie wichtiger Bestandteil ebenso wie das Sprachlerntagebuch.

Wir sind ein „Haus der kleinen Forscher“. Gemeinsam mit den Kindern erforschen

wir die Welt und die Phänomene des Alltags. Wir gestalten eine anregungsreiche

Lernumgebung zum Erforschen und Experimentieren.

Kooperationen mit der Rixdorfer- und der Theodor-Storm-Schule ermöglichen die

Begleitung der Übergänge in die Schule, gemeinsam mit den Eltern und Lehrern.

Kooperationen: Sportverein Pfefferwerk, Stadtbibliothek, Verkehrsgarten, Stadtteilmütter,

Rixdorfer Schule, Theodor-Storm-Schule, Schule im Wald, Musikschule

Paul Hindemith

Kinderladen Rasselbande

Weserstraße 212, 12047 Berlin

4 Räume:

Bewegungsraum, 2 Multifunktionsräume

mit kleiner Lernwerkstatt,

Schlaf- und Spielzimmer

(„Sternchenzimmer“)

Wir sind ein multikultureller Integrations-Kinderladen, orientieren uns mit unserer

Arbeit am Berliner Bildungsprogramm und am Situativen Ansatz. Die Erziehung

zur Selbständigkeit der Kinder ist uns sehr wichtig. Damit alle Kinder bestmöglich

gefördert werden, machen wir bei Bedarf altersabhängige Gruppenbildungen

und führen in diesen auch Projekte durch. Wir machen viele Ausflüge in die Natur

und innerhalb des Kiezes und einmal im Jahr eine Kinderladenreise.

Elternkoooperationen:

Regelmäßige Elternabende und -gespräche, Elterndienste, gemeinsame Aktivitäten

mit den Eltern, z.B. Ausflüge oder Grillen in der Hasenheide.

Spezielle Angebote:

Kids´Garden, Bücherei, Projekte z.B. Natur und Umwelt (Züchten von Schmetterlingen,

Mikroskopieren), Kinderladenübernachtung/ -reise, Feste feiern mit Kindern

und Eltern, Musikalische Früherziehung, Ausflüge, Theaterbesuche, Sport in

der Maybach-Turnhalle.

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K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

Kitaleitung: Frau Gries

Tel: 623 50 76

Kita.weserstr26@forum-soziale

-dienste.de

www.forum-soziale-dienste.de

Forum Soziale Dienste e.V.

Mo - Fr: 7.00 -16.00 Uhr

2 Gruppenräume, 1 Aktionsraum

mit vielen Bewegungsanreizen,

eigener Krippenbereich

Nutzung der zahlreichen öffentlichen

Spielplätze in der Umgebung

40 Kinder in 3 Gruppen

6 Erzieherinnen, davon 2 Facherzieherinnen

für Integration

Vegetarisches Essen + Fisch

von der Luna GmbH

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Forum Soziale Dienste e.V.

Kindertagesstätte Weserstraße

Weserstraße 26, 12045 Berlin

Wir sind ein familiärer Kindergarten, der in zwei altersgemischten (3 - 6 Jahre)

Gruppen und einer Krippengruppe (8 Wochen - 3 Jahre) arbeitet. Wichtig ist uns

die Förderung der Sprachkompetenz, der Selbständigkeit und das Erfahren und

Begreifen der kindlichen Umwelt. Vielfältige Bewegungsanreize und Erfahrungen

mit allen Sinnen sollen die Lebenswelt der Kinder bereichern.

Wir möchten eine Balance herstellen zwischen reichen Erlebnissen, Aktivität und

der Konzentration auf den eigenen Körper durch Übungen in Qigong und Kinesiologie.

Bei uns finden regelmäßige Ausflüge in den Wald und ins Berliner Umland

zur Interaktion mit Hund und Pferden statt.

Kitaleitung: Ulrike Faust

Tel: 623 77 01

kitalima@gmx.de

Träger: Verein EKT Lima e.V.

Mo - Fr: 7.30 - 17.00 Uhr

Elternkooperationen: Von unseren Eltern wünschen wir uns Engagement und Interesse

an unserer Arbeit. Vielfältige Gelegenheiten bieten sich bei Elterntreffs, Infoveranstaltungen,

Spiel- u. Bastelangeboten, Eltern-Kind-Ausflügen und gemeinsamen

Festen. Wir benötigen aber keine Hilfe bei Koch- und Reinigungsarbeiten.

Wir bieten „das Rucksackprojekt“ als Elternbeteiligungsprojekt an.

Eltern und Kita können so gemeinsam den Spracherwerb in der Mutter- und

Zweitsprache der Kinder unterstützen.

Kooperationen: Wir beteiligen uns am jährlichen Kinderstraßenfest in der Rütlistraße.

Um den Kindern einen reibungslosen Übergang in die Grundschulen

zu erleichtern, kooperieren wir mit der Förmig AG in den Räumen der Franz-

Schubert-Schule. Dank der Kooperation mit „Ein Quadratkilometer Bildung“ ist

es uns möglich, unsere pädagogischen Schwerpunkte so systematisch anzubieten.

EKT Lima e.V.

Weichselstraße 38, 12045 Berlin

Wir sind eine Integrationseinrichtung mit Schwerpunkt Sprachförderung und

Förderung sozialer Kompetenzen (z.T. gebärdengestützte Kommunikation).

Wir orientieren uns am Situationsansatz.

Die Kinder haben Zeit, sich, andere und die Welt zu entdecken. Wir schauen, wo

die Kinder stehen, was sie brauchen, um ihnen dann das benötigte Material, die

Zeit, den Raum (auch den Gehweg vor der Kita) zur Verfügung zu stellen. Wir versuchen,

die Kinder stets bei ihren individuellen Bildungsprozessen zu begleiten.

Durch die Einrichtung eines neuen Bewegungsraumes erhalten die Kinder neue

Impulse zur motorischen Förderung.

Spezielle Angebote: gebärdengestützte Kommunikation für Kinder mit Hörund/oder

Sprachproblemen

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

35 Plätze für Kinder von 1 - 6 Jahren

in 2 Gruppen (1 - 3, 3 - 6 Jahre)

6 Festangestellte, davon 2 Facherzieherinnen

für Integration,

Eigene Küche mit biologisch

vegetarischer Kost

2 zusammenhängende Räume

pro Gruppe, 1 Bad je Gruppe

Bewegungsraum

Außenräume: Umliegende Spielplätze,

Hinterhof mit „Minigarten“

Elternkooperationen: Wir wünschen uns eine enge Zusammenarbeit mit den

Eltern. Sie engagieren sich in der pädagogischen Arbeit, der Organisation sowie

der Verwaltung und reinigen und renovieren auch die Räume.

Kooperationen: EKT Lima e.V. kooperiert mit der Musikschule Kling-Klang e.V.

Jede Gruppe hat hier einmal pro Woche musikalische Früherziehung. Wir sind

Mitglied im Lokalen Bildungsverbund Reuterkiez.

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K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

Kitaleitung: Frau Manca Greggers

Tel: 623 40 11 Fax: 818 55 796

info-kunterbunt@awo-suedost.de

www.awo-suedost.de

geöffnet: Mo - Fr: 6.00 - 17.00 Uhr

Träger: Arbeiterwohlfahrt Berlin

Kreisverband Südost e.V.

Die Villa Kunterbunt ist

integraler Bestandteil

des Modellprojekts

Campus Rütli - CR²

K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

120 Plätze für Krippen- und

Kindergartenkinder sowie zur

vorschulischen Förderung

Eigene Küche mit gesunder Ernährung

Turnhalle, Bibliothek, Musikraum

mit Instrumenten, Mitnutzung von

Einrichtungen des Campus Rütli - CR²

z.B. Lernwerkstatt, Elternzentrum

AWO-Kita „Villa Kunterbunt“

Weserstraße 198, 12045 Berlin

Die Villa Kunterbunt als eine der AWO-Kindertagesstätten in Berlin arbeitet gemäß

dem Berliner Bildungsprogramm. Unsere pädagogischen Grundlagen sind

die Entwicklungsbeobachtung der Kinder nach Leuven sowie die Situationsanalyse

in den Kindergruppen. Die ErzieherInnen bieten den Kindern Einblicke

in die charakteristischen Merkmale verschiedener Nationalitäten, Kulturen und

Religionen, um so tolerantes Verhalten untereinander zu fördern. Das Zusammensein

von Kindern mit und ohne Behinderung bietet ein breites Spektrum

an Erfahrungen und Erleben sowie an wechselseitigem Lernen. In unseren Gruppen

lernen die Kinder in einer familiären Atmosphäre ein Klima gegenseitiger

Akzeptanz und Rücksichtnahme kennen.

An den jeweiligen Entwicklungsstand ausgerichtete Angebote ermöglichen es

den Kindern, ihre sprachlichen Fähigkeiten kontinuierlich zu entwickeln und zu

verbessern. Mindestens einmal täglich gehen die Kinder nach draußen und nutzen

unser großes Außengelände oder wir machen einen Ausflug.

Spezielle Angebote: Multikulturelle Arbeit, Integration von Kindern mit Behinderung,

Musikalische Früherziehung, Theaterspiel und Musik, Sprachförderungsprojekt „Frühe

Chancen für Kinder unter 3 Jahren“, Kooperation mit Musikschule Paul Hindemith

Neukölln, Ausflüge und Theaterbesuche, Sport, Bewegung und gesunde Ernährung

Elternkooperationen: Die Wünsche und Vorstellungen der Eltern sind uns wichtig.

Deshalb wünschen wir uns Eltern, die sich aktiv einbringen (Elternabende,

Elterncafé, Gesamtelternvertreterabend u.ä.), um damit die bestmögliche Betreuung

der Kinder zu ermöglichen.

Kita Rütlistraße

Rütlistraße 7, 12045 Berlin

Die Kita Rütlistraße arbeitet seit circa 25 Jahren integrativ in altersgemischten

Gruppen. Das Kitagebäude befindet sich in verkehrsgünstiger Lage mit einem

großen Garten. Durch eine anregende Ausstattung, bietet die Kita den Kindern

vielfältige Möglichkeiten über das Spiel zu lernen. Die Gestaltung der Räume

fördert Bildungsprozesse und berücksichtigt Bildungsbereiche wie z.B. Bauen

und Konstruieren und schafft Gelegenheiten zum Experimentieren. Die Schwerpunkte

unserer Arbeit liegen in der intensiven Sprach- und Bewegungsförderung

der Kinder, der Wertevermittlung und der Integration der behinderten

Kinder. Für das Team der Kita Rütlistraße ist die Aussage „Bildung ohne Herzensbildung

ist keine Bildung“* von großer Bedeutung. Einen weiteren Schwerpunkt

bildet die Zusammenarbeit zwischen Erzieherinnen und Eltern mit dem Ziel der

Erziehungspartnerschaft. Durch mehrsprachige Erzieherinnen werden die Zusammenarbeit

und das Verständnis für unterschiedliche Kulturen erleichtert und

gefördert. * Zitat des Bundespräsidenten Horst Köhler in der Kepler-Oberschule in Berlin-Neukölln, 21.09.2006

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Großes Außengelände mit Spielplatz

Kitaleitung: Frau Kulina

Stellvertretung: Frau Müller

Tel: 609 02 99 30 Fax: 609 02 99 33

kitaruetlistrasse@googlemail.com

geöffnet: Mo - Fr: 6.00 - 18.00 Uhr

Träger: Eigenbetrieb SüdOst

Die Kita Rütlistraße ist

integraler Bestandteil

des Modellprojekts

Campus Rütli - CR²

100 Kinder im Alter von 8 Wochen

bis zur Einschulung

Eigene Küche

Spezielle Angebote: Für alle Kinder wird eine Lernwerkstatt zum Forschen und Experimentieren

und eine zweite Lernwerkstatt zum Thema „Literacy“ (Vorläufererfahrungen

zum Sprach- und Leseerwerb) angeboten. Seit 1.4.2012 sind wir Schwerpunktkita

Sprache und Integration (Bundesprogramm Offensive Frühe Chancen).

Kooperationen: Kontinuierliche fachliche Begleitung durch Teilnahme im Projekt

„Ein Quadratkilometer Bildung“ seit 2007; gute Kontakte zum Kinder- und Jugendgesundheitsdienst

und Psychosozialen Diensten; Kooperationsvertrag mit der Grundstufe

der 1. Gemeinschaftsschule Berlin Neukölln (vormals Franz-Schubert-Schule)

und gemeinsame Veranstaltungen mit Elbe-, Rixdorfer- und Theodor-Storm-Schule.

Individuelles Eingewöhnungskonzept

berücksichtigt die Bedeutung der

Bindung zwischen Kindern und Eltern

Der Übergang von der Kita zur

Grundschule wird bei der Gestaltung

des Kitaalltages durch spezielle

Angebote besonders berücksichtigt.

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K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

Kitaleitung: Frau Beck

Stellvertretung: Ute Mezni

Tel: 629 81 444 Fax: 629 81 445

kitasonnenschein@

lebenswelt-berlin.de

Träger: LebensWelt Kindertagesstätten

Neukölln gGmbH

www.lebenswelt-berlin.de

Mo - Fr: 6.00 - 18.00 Uhr

120 Kinder (davon 12 Integrationskinder)

in sechs Einheiten, 23 Erzieherinnen

(3 Integrationserzieherinnen)

K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Kindertagesstätte „Sonnenschein

Pflügerstraße 47, 12045 Berlin

Unsere Kita wird von Kindern verschiedener Kulturen besucht. Wir bereiten sie

auf die Schule nach dem Berliner Bildungsprogramm vor. Interkulturelle Bildung

durch soziale Kontakte zu anderen Kindern und deren Kulturen ist für uns neben

dem Erlernen der deutschen Sprache besonders wichtig (individuelle Förderung

durch eine Sprachfördererzieherin). Den Kindern werden Möglichkeiten geschaffen,

sich selber auszuprobieren und kreativ zu sein. Bei uns leben und lernen sie

gemeinsam mit Integrationskindern. Weitere Schwerpunkte unserer Arbeit sind

die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt u.a. durch vielfältige Angebote

auch außerhalb der Kita (Besuch von Museen, Theatern, Zoo, Bibliothek u.a.) und

die Vermittlung von Regeln und Normen unserer Gesellschaft.

Elternkooperationen: In dem 2011 neu erbauten Familienzentrum finden vielfältige

Veranstaltungen statt, z.B. eine Babygruppe, Elternfrühstück und -café, Mutter-Kind-Gruppe,

Diskussionsrunden zu pädagogischen Themen mit Fachkräften

usw. Es gibt eine kleine Bibliothek mit Kinderbüchern in verschiedenen Sprachen.

Wir stehen Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder unterstützend und beratend zur

Seite, auch in türkischer Sprache. Bei Bedarf stellen wir den Erstkontakt zu Kinderärzten

und Therapeuten her und begleiten auch dahin.

Spezielle Angebote: frühmusikalische Erziehung durch die Musikschule „Paul Hindemith“,

Sport in der Turnhalle nebenan, Englisch für Kids (auf spielerische Weise)

Kooperationen: Musikschule „Paul Hindemith“, Grundstufe der Gemeinschaftsschule,

Turnhalle am Maybachufer, Freudenbergstiftung, „Gesund im Reuterkiez“,

QM, Manege u.a.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Gruppenräume mit Möglichkeiten

für kreative Tätigkeiten (Malen, Basteln,

Musik, Rollenspiele etc.)

Großer Garten mit Spielgeräten,

Möglichkeiten zum Gärtnern

Frühstücksbuffet und Nachmittagsimbiss,

Mittagessen wird geliefert

Kitaleitung: Frau Karaca

Tel : 624 36 82 Fax: 671 20 846

Mo - Fr: 7.00 - 17.00 Uhr

kitarotkaeppchen@

lebenswelt-berlin.de

Träger: LebensWelt Kindertagesstätten

Yuvam gGmbH

39 Kinder in 3 Gruppen

5 Erzieherinnen

1 Integrationserzieherin

Vollwertkost

3 Gruppenräume

1 Schlaf- und Toberaum

1 Funktionsraum

Nutzung des Kids´ Garden

Kita Rotkäppchen

Pannierstraße 10, 12047 Berlin

Wir arbeiten nach dem Berliner Bildungsprogramm. Wir sind für alle Nationen

offen und setzen uns aktiv mit unserer Umwelt auseinander. Bei uns steht das

spielerische Lernen und das lernende Spielen im Vordergrund. Die Persönlichkeitsentfaltung

eines jeden Kindes ist uns wichtig, darum findet eine individuelle

Förderung frühzeitig mit gegenseitiger Akzeptanz und Vertrauen statt.

Spezielle Angebote:

• Schwimmen 1x pro Monat im Spreewaldbad

• Kling Klang e.V. 1x pro Woche

• Projektarbeit, z.B. Eis und Schnee

• Sprachförderung, z.B. Rhythmus-Spiele

• Bewegung und Musik

• Kreatives Gestalten z.B. Malen, Basteln

• Vorbereitung auf die Schule (Vorschule)

• Interkulturelle Feste, z.B. Opferfest, Ostern

• Außenaktivitäten, z.B. Zoo, Picknick, Theater

Elternkooperationen: Wir veranstalten regelmäßig Elternabende, führen Entwicklungsgespräche

über die Kinder, ermöglichen Eltern die Mitarbeit bei Projekten

sowie die Begleitung bei Außenaktivitäten (z.B. Laternenumzug) und organisieren

z.B. Elterncafés.

Kooperationen: Kitas von LebensWelt, Bibliothek, Kling Klang e.V., Kids´ Garden, u.a.

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K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

Kitaleitung: Heike Böttger

Tel: 606 90 257 Fax: 606 90 085

Mo - Fr: 6.00 - 17.00 Uhr

kita.weserstrasse@unionhilfswerk.de

Träger: Unionhilfswerk Sozialeinrichtungen

gemeinnützige GmbH

105 Kinder in 9 Gruppen

in 2 Abteilungen

16 Erzieherinnen (mit Integrations-,

Heilpädagogen- oder Sprachförderungsausbildung)

Eigene Küche ohne Schweinefleisch,

bei Bedarf Kost für Allergiekinder

Toberaum mit großem Bällebad

Eigener Garten mit Spiellandschaft

Kitaleitung: Herr Klopp

Tel: 624 10 91 Fax: 469 960 45

kita.pan@forum-soziale-dienste.de

Träger: Forum Soziale Dienste e.V.

www.forum-soziale-dienste.de

Mo - Do: 7. - 17.00 Uhr, Fr: - 16.00 Uhr

K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

UNIONHILFSWERK

Kindertagesstätte BeerenStark

Bis zu 50 Kinder in 3 Gruppen für

Kinder von 1- 6 Jahren

Weserstraße 185, 12045 Berlin

Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit sind die Sprachförderung mit verschiedenen

Modellen, beispielsweise mittels computergestütztem Lernen („Schlaumäuse“),

sowie die Unterstützung von Kindern mit besonderem Förderbedarf. Unser Ziel ist es

dabei, jedes Kind individuell auf seinem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten. Wir

stehen unter anderem für individuelle Eingewöhnung, besondere Bewegungs- und

Sprachförderung, die Stärkung der eigenen Persönlichkeit, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit

mit den Eltern sowie gesunde Ernährung aus der eigenen Küche.

Spezielle Angebote: Im Rahmen des Projekts „Bildung im Quartier“ wurde in unserer

Kindertagesstätte ein Computerraum mit drei Arbeitsplätzen eingerichtet.

Hier werden Kinder, Jugendliche und Eltern aus dem direkten Umfeld unserer

Kinder im Umgang mit dem PC angeleitet und beispielsweise bei der Erstellung

von Bewerbungsunterlagen unterstützt. Die Termine hierzu können bei Interesse

erfragt werden. Außerdem bietet die Volkshochschule Neukölln in unserer Kindertagesstätte

einen Sprachkurs für Mütter an.

Elternkooperationen: Regelmäßige Gespräche zum Austausch über Fördermöglichkeiten,

Elternbeteiligung an Aktionen und Festen, Elternvertreterabende.

Kooperationen: Aus der Röntgen-Oberschule kommen regelmäßig Schüler, um

mit Kindern zu spielen oder ihnen vorzulesen. Einmal in der Woche besuchen uns

Vorlesepaten, die Geschichten erzählen oder aus Büchern vorlesen. Wir sind Mitglied

im Lokalen Bildungsverbund Reuterkiez. Mit der Elbe-Schule unterhalten wir

eine Kooperation, um unseren Kindern den Übergang zur Schule zu erleichtern.

Kindertagesstätte Pan

Pannierstraße 6, 12047 Berlin

Das pädagogische Konzept unserer Einrichtung ist auf das Berliner Bildungsprogramm

ausgerichtet und orientiert sich am Situationsansatz. Unsere Schwerpunkte

sind Sprachförderung und Bewegung. Eine unserer pädagogischen Zielsetzungen

ist, den Kindern eine Gemeinschaft zu bieten, in der Unterschiede wie

Alter, Herkunft, Religion oder Geschlecht die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes

positiv beeinflussen. Im Vordergrund unserer Arbeit steht nicht das ergebnisorientierte

Handeln, sondern das Entdecken, Erleben, Entwickeln und Erkennen

von Zusammenhängen. Dazu stellen wir verschiedene Spielräume und Möglichkeiten

der Gruppenbildung zur Verfügung. Darüber hinaus werden auch Kinder

mit Integrationsstatus bei uns von entsprechendem Fachpersonal betreut.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Je nach Belegungszahl der Kinder bis

zu 7 Erzieher(-innen) (davon 2 Facherzieherinnen

für Integration)

Vollwerternährung; kein Schweineund

Rindfleisch; Allergikeressen

6 Gruppenräume für 3 Gruppen,

Bewegungsraum, Lernwerkstatt

Kleiner Garten im Hinterhof mit

Sandkasten sowie Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten

Nutzung des Kids´Garden

Spezielle Angebote:

• Sprachförderung durch speziell geschultes Personal nach anerkanntem Sprachförderungsprogramm

des Berliner Senats

• Sport, auch mit den Kleinsten (im Bewegungsraum der Kita und einmal die

Woche in einer nahegelegenen Turnhalle)

• Musikalische Früherziehung, Umwelterziehung und Verkehrserziehung

• Vermittlung von ersten Computerkenntnissen (Computerführerschein) durch

ausgewählte PC-Lernspiele, z.B. Sesamstraße, Janosch

Kooperationen: Eltern, Kitas, Schulen, Lokaler Bildungsverbund Reuterkiez, Ein

Quadratkilometer Bildung, Kids´Garden, Zentrum für Kindesentwicklung Kreuzberg,

Lebenshilfe Neukölln, Regionaler Dienst, Stadtteilmütter

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K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Kindertagesstätte St. Christophorus

Nansenstraße 7, 12047 Berlin

Unser christliches Haus ist offen für alle Kulturen und Religionen. In unserem Haus

können Menschen Nächstenliebe, Spiritualität, Toleranz, Geborgenheit, Achtung

und Bildung erfahren.

Das Kind in seiner Einzigartigkeit steht bei uns im Mittelpunkt. Wir orientieren uns

an seiner Lebenssituation und seinen Bedürfnissen. Als familienergänzende und

-unterstützende Einrichtung wissen wir uns mitverantwortlich für die individuell

leibliche, seelische, geistige und soziale Entwicklung der Kinder. Durch unseren

ganzheitlichen Ansatz lernt das Kind mit allen Sinnen Lebenszusammenhänge

zu begreifen. Es bekommt die Möglichkeit, durch eigenes Tun Fähigkeiten zu entwickeln,

die ihm helfen in der Lebenswirklichkeit zu bestehen.

Spezielle Angebote: Wir bieten Kindern unterschiedlicher Herkunft, familiärer

Bedürfnisse und Nöte einen Ort, der ihnen ihr Leben erleichtern und bereichern

kann. Durch vielseitige Lernangebote aus allen Bildungsbereichen besteht für die

Kinder die Chance einer guten Vorbereitung auf den Schuleintritt. Bildung kann

im vorschulischen Bereich nicht von außen geschehen. Sie ist ein Prozess, der sich

im Kind ereignet. Unsere Aufgabe besteht darin die bestmöglichen Bedingungen

zu schaffen, aktive Begleitung und Hilfestellung zu gewähren, damit sich das Kind

zu einem bewusst kompetent handelnden Menschen entwickeln kann.

Kooperationen: Ein Quadratkilometer Bildung, Grundstufe der Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rütli (vormals Franz-Schubert-Schule), Tagesmütter und -väter

Kita Nikodemus

Nansenstraße 27 - 30, 12047 Berlin

Wir sind die evangelische Kindertagesstätte der Kirchengemeinde Nikodemus.

Kinder aus vielen verschiedenen Familienkulturen und auch Religionen können

hier zusammen spielen und fröhlich sein. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde

Nikodemus laden wir zur Begegnung mit unserer christlichen Religion ein. Dabei

ist uns ein respektvolles Miteinander und Füreinander, gegenseitige Anerkennung

und Toleranz besonders wichtig.

Wir verstehen Kinder als reich an Potenzialen, neugierig, offen und experimentierfreudig.

Grundlegend für unsere Arbeit mit Kindern ist die Entwicklung einer

vertrauensvollen Beziehung. Wir bieten ihnen Verlässlichkeit, Geborgenheit, Orientierung

und Gemeinschaft.

In den altersgemischten Einheiten, in die auch Geschwister zusammen aufgenommen

werden können, ist es möglich, dass jüngere und ältere Kinder mit oder

ohne besonderen Förderbedarf („Integrationsstatus“) im gemeinsamen Tun ihre

vielseitigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander beziehen und sich dadurch

in ihrer Entwicklung gegenseitig unterstützen können.

Spezielle Angebote: Bewegungsangebote nach Hengstenberg, Schwerpunkt-

Kita Sprache und Integration „Offensive Frühe Chancen“ (Deutschförderung),

Pädagogische Lernwerkstatt, Musikalische Früherziehung

Kooperationen: mit Eltern, (u.a. Elternvertreter, Elterncafé, Entwicklungsgespräche,

Feste), Gemeinde Nikodemus, anderen Kitas, öffentlichen Trägern (RSD, KJGD, Lebenshilfe

Berlin), freien Trägern, Stadtteilmütter, QM Reuterplatz, Ein Quadratkilometer

Bildung, Kooperationsvertrag mit der Gemeinschaftsschule Campus Rütli

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Kitaleitung: Frau Finkenbusch

Stellvertretung: Frau Berentz

Tel: 623 40 37

kita@christophorus-berlin.de

Mo - Fr: 7.00 - 17.00 Uhr

Träger: Katholische Kirchengemeinde

St. Christophorus mit dem Projekt

„Kirche im sozialen Brennpunkt“

75 Kinder im Alter von

1,5 Jahren bis Schuleintritt

5 altersgemischte Gruppen betreut

von derzeit 12 Pädagoginnen

Schöne, helle Räume mit großen

Fenstern zum Garten, ein spezieller

Raum für Bewegung und Sport

Großer naturbelassener Garten mit

unterschiedlichen Spielbereichen,

Geräten, Wiese, Amphitheater,

Hexenhaus, Baumhaus u.a.

Kitaleitung: Frau Jachmannn

Stellvertretung: Frau Swobodnik

Tel: 624 49 69 Fax: 606 900 85

Mo - Fr: 6.00 - 17.00 Uhr

ev-kita.nikodemus@kk-neukoelln.de

Träger: Ev. Kirchenkreis Neukölln

www.nikodemus-berlin.de

85 Kinder (1 Jahr bis Schuleintritt)

1 Leiterin, 13 Erzieherinnen und Erzieher

(davon 3 Facherzieherinnen

für Integration)

9 angebotsstrukturierte Gruppenräume

für gruppenübergreifendes

Arbeiten in 3 Einheiten

Eigene Küche mit Neuland - Fleisch,

zunehmend biologisches Essen

Bewegungsraum, Pädagogische

Lernwerkstatt

Großer eigener Garten

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K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Herz Kindergarten

Hobrechtstraße 17, 12047 Berlin

Wir begleiten die Kinder in einem geschützten Rahmen, in dem sie lernen

und sich entwickeln können, sowohl für sich wie innerhalb der Kindergruppe.

Dazu bieten wir Sprachförderung im täglichen Umgang und

Deutschförderung. Wir gehen regelmäßig in einen Bewegungsraum, bieten

Kinderyoga und Waldspaziergänge an. Einmal jährlich machen wir eine Kinderreise

und unterstützen damit die Kinder in ihrer Selbstständigkeit und in der

Gemeinschaft. Ausserdem ist uns das gesunde Essen wichtig. Wir beziehen Obst,

Gemüse und Saft von der „Wilden Gärtnerei“ (Bio) aus Rüdnitz.

Spezielle Angebote:

• Im Kids`Garden machen die Kinder ihre Naturerfahrungen, lernen über das

Pflanzen, Gießen und Ernten ihrer Pflanzen Verantwortung zu übernehmen und

dass alles Zeit zum Wachsen braucht.

• Wir bieten in unserer Kita (auch für externe Eltern und Kinder) den Kurs „Starke

Eltern - Starke Kinder“ der Elternschule des Kinderschutzbundes an sowie Yoga

für Kinder (Termine bitte erfragen).

• wöchentlicher Waldtag im Plänterwald

• wöchentliche Nutzung des Bewegungsraum in der Kita Nikodemus, der mit den

„Hengstenberggeräten“ viele Möglichkeiten des Kletterns und Balancieren bietet

Kooperationen:

Nikodemus Kita, Trägerverbund für Umwelterziehung und -bildung Grün für Kinder

e.V. , Kids`Garden, Mitarbeit im Quartiersrat und Elterntreff

Kita KinderFan e.V.

Maybachufer 39, 12047 Berlin

In unseren schönen großen Räumen betreuen wir Kinder ab einem Jahr bis zur

Einschulung. Drei Erzieherinnen arbeiten nach dem Berliner Bildungsprogramm

und dem Kreativitätskonzept von Prof. Dr. H.G. Mehlhorn.

Spezielle Angebote:

• Förderung der Sprachentwicklung durch wöchentliche Vorstellungen von

Kinderliteratur und Hörspielen und durch die Teilnahme an Kino- und

Theaterbesuchen

• Kreativer Umgang mit Sprache und Literatur

• Bildkünstlerisches Gestalten

• Musik und Rhythmik

• Theateraufführungen

• Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrung

• Sport und Bewegung in der Turnhalle

Elternkooperationen:

Unsere Einrichtung legt großen Wert auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit

mit den Eltern. Dafür bieten wir informative Elternabende, Gespräche mit den

Eltern zum Entwicklungsstand ihrer Kinder und Hilfen in der Erziehung, sowie

gemeinsame Veranstaltungen für Kinder und Eltern an.

Kooperationen:

Kling Klang e.V. (Verein zur ganzheitlichen Förderung der musisch-soziokulturellen

Bildung), Grün für Kinder e.V., Mitglied im Kids´ Garden, Stadtmission Treptow

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Kitaleitung: Frau Martina Reiche

Stellvertretung: Frau Jadwiga Wos

Tel: 624 98 54

einstbaukloetze9@aol.com

Träger: Einstürzende Bauklötze e.V.

Mo - Fr: 7.30 - 16.30 Uhr

15 Kinder

2 Erzieherinnen

Vegetarische Vollwerternährung

aus eigener Küche

3 altersgerecht

eingerichtete Räume

Kleiner Hof

Nutzung des Kids´Garden

Kitaleitung: Frau Constanze Wirth

Tel. /Fax: 623 23 95

Träger: KinderFan e.V.

Mo - Fr: 8.00 - 17.00 Uhr

Große Altersmischung für Kinder

ab 1 Jahr bis zur Einschulung

Gute Team- und Projektarbeit

Gesundes, reichhaltiges Frühstück,

gutes Mittagessen „für gesunde

Ernährung und Power“ von einem

Anbieter aus der Nähe

3 große, helle Räume:

- Bewegungs-, Entspannungsraum

- Spiel- und Leseraum

- Mal- und Ausstellungsraum

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K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

MiKita e.V.

Maybachufer 5, 12047 Berlin

Wir sind eine spanisch-deutsche Elterninitiativkita, in der in zwei Gruppen, insgesamt

20 Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren, betreut werden.

Neben der zweisprachigen Erziehung, mit der auch die Sensibilisierung für verschiedene

Kulturen einhergeht, legen wir besonders viel Wert auf kreative Freiräume

für Kinder und regelmäßiges Draußensein. Das Team von 4-5 ErzieherInnen

wird von 1-2 PraktikantInnen unterstützt.

Spezielle Angebote:

• Musikalische Früherziehung (von einer spanischsprachigen Musikpädagogin)

• Ausflüge mit den „Großen“ (Bibliotheken, Theater, Museen, Wald)

• Kids´ Garden (Wasserspielen und Naturerfahrungen auch für die Kleinsten)

• Die (freiwillige) Zusammen- und Mitarbeit von Eltern soll einen engen Austausch

zwischen ErzieherInnen und Eltern ermöglichen. Hierzu gibt es neben regelmäßigen

Elternabenden auch viele übers Jahr verteilte gemeinsame Kitafeste

Kooperationen:

Kids´ Garden, la rayuela - die spanische Buchhandlung in Berlin

Tagesgroßpflege Wichtelgarten

Donaustraße 6, 12043 Berlin

Wir sind eine multikulturelle, familiäre Einrichtung mit einer altersgemischten

Gruppe (0 - 6 Jahre). Unser Ziel ist es, dass sich die Kinder zu gesellschaftsfähigen

Mitmenschen entwickeln und ihre Individualität behalten. Sie sollen sich und

anderen Menschen mit Achtung und Respekt begegnen. Deshalb legen wir großen

Wert auf eine freundliche, ruhige Atmosphäre untereinander.

Wir arbeiten nach dem Berliner Bildungsprogramm und situativem Ansatz.

Durch vielfältige Angebote wie Bewegung, musikalische Früherziehung, Naturerkundung,

Basteln wecken wir das Interesse und die Neugier der Kinder.

Spezielle Angebote:

• Wöchentliche musikalische Früherziehung mit einer Musikpädagogin

• Ausflüge, Museums- und Theaterbesuche

Arbeit nach themenbezogenen Projekten, z.B. „unser Körper“, „Kinder der Welt“

• Kreatives Gestalten, z.B. Basteln, Malen

• Vorbereitung auf die Schule (Vorschule)

• Interkulturelle Feste z.B. Zuckerfest, Weihnachten, St. Martin

Elternkooperationen:

Wir legen Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern. Wir bieten informative

Elternabende, Gespräche mit den Eltern und Hilfen in der Erziehung.

Auf Wunsch machen wir Hausbesuche und lernen die familiäre Umgebung der

Kinder kennen. Wir veranstalten gemeinsame Feste, bei denen uns die Eltern kulinarisch

unterstützen können.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Kitaleitung:

Vorstand Michael Shohat

info@mi-kita.de

Mo - Fr: 8.30 - 16.00 Uhr

20 Kinder

4 - 5 ErzieherInnen

Vegetarische Vollwerternährung

3 schöne, altersgerecht

eingerichtete Räume

Spielplatz in direktem Umfeld

Nutzung des Kids´ Garden

Ansprechpartnerinnen:

Nurcan Oguz, Eva Kaczor

Tel: 805 71 789

Mo - Fr: 8.00 - 16.00 Uhr

1 Gruppe mit 10 Kindern, 2 Erzieher

und 1 Auszubildende (in berufsbegleitender

Erzieherausbildung),

1 Köchin und Wirtschaftskraft

Eigene Vollwert-Küche,

Schweinefleischfreies Essen

5 Räume: Bewegungsraum, Schlafund

Spielzimmer (mit Hochetage),

2 Funktionsräume

Garten im Hof mit großem

Buddelkasten, Anbaugarten

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55

K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

Kitaleitung: Frau Akbas

Träger: Sprache verbindet e. V.

Bülowstr. 89,10783 Berlin

sprache.verbindet@gmx.de

Tel: 627 25 482

Büro: Di + Do 8.00 - 10.00 Uhr

Mo - Fr: 7.00 - 16.00 Uhr

K i n d e r t a g e s s t ä t t e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Kita Zwergplaneten

Hobrechtstraße 8, 12043 Berlin

30 Kinder von 1- 6 Jahren

in zwei altersgemischten Gruppen

4 ErzieherInnen, 1 Leiterin, 1 Köchin

220 qm Nutzfläche mit 2 Gruppenräumen,

1 Funktionsraum, Küche

Sprache verbindet e. V. ist ein gemeinnütziger Verein aus Erzieherinnen, Lehrerinnen

und Eltern, die alle selbst die Entwicklung des Integrationsprozesses miterlebt

und mitgestaltet haben. Der Name unseres Vereins bildet gleichzeitig unser

Motto. Sprache und Sprachgebrauch sind erforderlich für eine fließende Kommunikation

innerhalb der Gesellschaft. Der Verein dient in erster Linie der allgemeinen

Bildung und Förderungen von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund.

In unserer Kita soll den Kindern die Möglichkeit geboten werden, die Zweitsprache

fließend und korrekt sprechen zu lernen. Wir achten auf eine ausgewogene

Mischung aller Nationalitäten, so daß die Sprache Deutsch als Mittelweg genutzt

werden muss, damit man sich miteinander versteht. Unsere pädagogische Arbeit

ist nach dem Berliner Bildungsprogramm ausgerichtet.

Spezielle Angebote:

• Gezielte Sprachförderung (deutsch), Anwendung von Sprachlerntagebüchern

• Inhalte über Musik, Kunst, Bewegung, Umwelt- und Verkehrserziehung

• Projektarbeit, Forschen, Experimentieren

• Außenaktivitäten wie Theater, Kino, Zirkus, Bücherei,

• Interkulturelle Feste und Feiern

Elternkooperationen: Elterngespräche, -abende, -café, -feste. Wir begleiten Eltern

bei Arzt- oder ersten Therapeutenbesuchen und geben Hilfe bei Anträgen u. a.

Kooperationen: Theodor-Storm-Schule (Musik- und Sporträume u.a.)

Kita Schokoschnuten

Pflügerstr. 57, 12047 Berlin

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

180 qm Freifläche

Frühstück und Mittagessen

aus eigener Küche

Ansprechpartner:

Verena Kranz ( Leitung)

Petra Weyrauch (Stellvertretung)

Tel. Kita: 623 12 89

Tel. Krippe: 60 902 945

schokoschnuten@gmx.net

Mo - Fr. von 6.00 - 17.00 Uhr

3 Kerngruppen (1 - 3 Jahre,

ab 4 Jahre, Vorschulkinder 5 - 6 Jahre)

6 Erzieherinnen, davon 2 Integrationserzieherinnen,

1 Wirtschaftskraft

Wohnung für Kita (120qm) :

4 Räume in zwei Altbauwohnungen:

Essensraum, Kreativraum, Spielraum,

Spielzimmer mit Puppen- und

Bauecke

Wohnung für Krippe (60 qm)

mit 3 Räumen

Wir sind eine Erzieher-Initiativ-Tagesstätte für Kinder im Alter von 1- 6 Jahren. Unsere

Kita besteht seit 1994, seit 2008 sind wir als Integrations-Kita anerkannt. Zurzeit

besuchen acht Kinder mit erhöhtem Förderbedarf die Kita „Schokoschnuten“.

Sie werden von zwei Integrationserzieherinnen (Fachkraft für Integration)

betreut.

In unserem pädagogischen Verständnis und Handeln orientieren wir uns am

Berliner Bildungsprogramm. Im Alltag der Kita „Schokoschnuten“ ist uns vor allem

ein offenes, warmherziges und vertrauensvolles Miteinander aller beteiligten

Erwachsenen und Kinder wichtig.

Spezielle Angebote:

• täglicher Aufenthalt im Freien (Spaziergänge, Spielplätze, Ausflüge)

• Besuch von öffentlichen Einrichtungen wie Puppentheater, Kino, Bibliothek u.a.

• regelmäßige Nutzung eines Bewegungsraumes, Kreativraumes sowie einer

nahe gelegenen Turnhalle

• Einkäufe mit den Kindern für das gemeinsame Frühstück

• jährlich eine Kita-Reise ins Umland von Berlin

• keine Sommerschließzeit

Elternkooperationen: vierteljährlich stattfindende Elternabende, Elterncafé,

Bastelnachmittage, Elterngespräche u.a.

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

S c h u l e n i m R e u t e r k i e z

Bildung ist Zukunft. Wer über eine gute Bildung verfügt, hat

mehr Chancen, am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen

Leben teilzuhaben. Das Selbstvertrauen ist ausgeprägter, die

Unabhängigkeit größer und die Flexibilität in der Arbeitswelt

höher. Bildung ist der Schlüssel zur Eroberung der Welt.

Die Schulen im Reuterkiez haben sich dieser zentralen Aufgabe

angenommen. Sie sind schon lange keine isolierten

Anstalten mehr, sondern gehen von der Lebenswelt der

Kinder und Jugendlichen aus und prägen mit ihren unterschiedlichen

Profilen und Programmen den sozialen Raum.

Alle Schulen bieten eine offene oder gebundene Ganztagsbetreuung

und haben vielfältige Konzepte zur Sprachförderung,

zur Elternarbeit, zur Gesundheitserziehung, zur Gewaltprävention

und zum sozialen Lernen entwickelt.

Zur Bildung gehört natürlich mehr als nur die Vermittlung

von Wissen. Lernen heißt heute, über die Grundfertigkeiten

des Lesens, Schreibens und Rechnens hinaus die eigenen geistigen,

kulturellen und lebenspraktischen Fähigkeiten sowie

die personalen und sozialen Kompetenzen zu entwickeln,

um sich dem raschen Wandel der Lebensumstände anpassen

und ihn mitgestalten zu können.

Die Berliner Oberschulen haben sich in den vergangenen

Jahren deutlich verändert. Nach der Grundschule gibt es nur

noch zwei allgemeinbildende Schularten: die Integrierte Sekundarschule

(mit der Gemeinschaftsschule als besonderer

Form) und das Gymnasium. Damit wurden die Voraussetzungen

für eine optimale Förderung aller Kinder und Jugendlichen

geschaffen. Beide Schularten sind gleichwertig,

so dass in ihnen alle Abschlüsse nach gleichen Standards

erworben werden können. Wie schon die Grundschulen setzen

auch die Integrierten Sekundarschulen auf gemeinsames

Lernen und auf die Verbindung von Bildung und Betreuung

bis in den Nachmittag. Kleine Klassen von 23 bis 26 Schüle-

rinnen und Schülern ermöglichen individuelles Lernen in

gemeinsamen Gruppen oder in Kursen unterschiedlicher

Leistungsniveaus, so dass jede und jeder ein Unterrichtsangebot

erhalten kann, das seinen oder ihren Bedürfnissen und

Möglichkeiten entspricht. „Sitzenbleiben“ oder eine Probezeit

gibt es an diesen Schulen nicht mehr. Demgegenüber

bieten die Gymnasien ein zeitlich und inhaltlich verdichtetes

Angebot, so dass die Schülerinnen und Schüler bereits nach

12 Jahren Abitur machen können. Hier gibt es auch weiterhin

eine Probezeit von jetzt einem Jahr; wer sie nicht besteht, soll

ohne Zeitverzug seinen Bildungsgang an der Integrierten

Sekundarschule fortsetzen und dort entweder nach der

10. Klasse in die Berufsausbildung eintreten oder - entsprechende

Leistungen vorausgesetzt - nach 13 Jahren Abitur

machen können. Die Entscheidung, welche Schulart ein Kind

nach der 6. Klasse besucht, treffen die Eltern auf Grundlage

einer Förderprognose der Grundschule und einem ausführlichen

Beratungsgespräch. Als besonderes Angebot bietet

die 1. Gemeinschaftsschule Neukölln auf dem Campus Rütli

einen durchgängigen und einheitlichen Bildungsgang von

der ersten Klasse der Grundstufe bis zum Abitur. Dadurch ist

ein längeres gemeinsames Lernen bei individueller Förderung

jedes einzelnen Kindes möglich. Auch der Übergang

von der Grundstufe in die Klasse 7 ist fließend: Alle Schülerinnen

und Schüler der 6. Klasse haben ein Recht darauf, ihre

Schullaufbahn an der Gemeinschaftsschule fortsetzen und

beenden zu können. Für sie entfallen Förderprognose und

verbindliches Beratungsgespräch.

Meinhard Jacobs

Leiter der Schulaufsicht Neukölln

Fotos oben v.l.n.r.: 1+3: Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli, 2: Elbe-Schule, 4: QM - Fotos unten v.l.n.r.: 1: Elbe-Schule 2, 3, 4: Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur


S c h u l e n

Foto: QM

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

E l b e - S c h u l e

Kunstbetonung: Das künstlerische Profil der Schule und die intensive Arbeit im

Kunstunterricht unterstützt neben der Entwicklung von kreativen Fähigkeiten

auch die Sprachförderung und Kommunikationsfähigkeit der Schüler. Durch zahlreiche

außerschulische Projektpartner findet eine qualifizierte Unterstützung in

allen musischen Lernbereichen statt. Wichtige Aktivitäten: Künstlerische Werkstätten,

Ausstellungen, Jahreskalender mit Schülerarbeiten, Projekttage.

Musik und Theater: Die Musik- und Theaterarbeit ist fester Bestandteil der Schule.

Sie schafft kreative Gemeinschaftserlebnisse und ermöglicht den Kindern eine intensive

Begegnung mit Fragen, die sie beschäftigen. Grips-Theater-Klasse, Chorklasse,

Tanzworkshop.

TuWas! -Schule: FU-Projekt zur naturwissenschaftlich-technischen Bildung für alle.

Lesepaten: „Wer liest lernt, besonders, wenn es auch Spaß macht:“: Zehn ehrenamtliche

Lesepaten kommen in unsere Schule. Es werden nicht nur Grundtechniken

des Lesens trainiert, sondern auch Sprachkenntnisse erweitert und die Lesemotivation

gesteigert. Regelmäßig finden „Literaturtage“ und Vorlesewettbewerbe statt.

Soziales Lernen und Konfliktmanagement sind sowohl im Stundenplan unserer

Schüler als auch mittels verschiedener Projekte im Schulleben verankert: gemeinsame

Steuerungsrunde, Klassensprecherschulung, Buddy-Projekt, Konfliktlotsenausbildung

auch im Wochenendworkshop mit Zertifizierung, Coole Kids im Kiez, Schule im Wald.

Elternaktivzentrum: Seit Beginn des Schuljahres 2008/2009 existiert an der Elbe-

Schule eine Begegnungsstätte für Eltern. Hier werden unterstützt von einer Mitarbeiterin

und einer Stadtteilmutter (Sprachkenntnisse Arabisch, Türkisch und

Französisch) wichtige Themen rund um Schule und Erziehung beraten und gemeinsame

AGs und Projekte durchgeführt. Monatlich findet ein Vätertreffen statt.

Schulstation: Vier MitarbeiterInnen (Sprachen: Arabisch, Französisch, Türkisch) kümmern

sich in Absprache mit den LehrerInnen und ErzieherInnen um soziale Belange

rund um das Schulleben und führen eigene Projekte und AGs durch (s.S. 80 Die Insel).

Kooperationspartner: QM Reuterplatz, AspE e.V., Lions Club, Polizei, Röntgen-

Schule, Stapelstiftung, Kita BeerenStark und Weichselstr. 22, Volkshochschule u.a.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Elbe-Schule

Elbestr. 11

12045 Berlin

Schulleitung: Frau Weber

Tel: 632 250 880 Schulsekretariat

Tel: 568 263 15 Hort

berlin-08g05@versanet.de

www.elbeschule.de

Offene Ganztagsschule

270 Schüler 2-3 Klassen/Jahrgang

26 LehrerInnen/ErzieherInnen

Betreuung (7.30 - 13.30 Uhr)

Zwei Betreuungsräume mit Spielund

Bastelmöglichkeiten

Ergänzende Betreuung:

(6.00 - 18.00 Uhr)

im Pavillon auf dem Schulgelände,

6 ErzieherInnen,

Mensa, Aktionsraum, Computerecke,

Hausaufgabenräume

Schule: 3 Kunsträume, 2 Musikräume,

2 Computerräume, Lehrküche,

Schulstation, Elternaktivzentrum,

Schülerbücherei

Hof mit Spielangeboten

Leitbild der Elbe-Schule:

Alle Kinder werden zu gewaltfreien,

toleranten, sozial und demokratisch

handelnden Menschen erzogen.

Grundlage für Kommunikation und

soziale Begegnungen ist der kontinuierliche

Aufbau einer durchgängigen

Sprachbildung zu umfassender

Sprachkompetenz.

Ausbildung und Entwicklung musischer

Fähigkeiten und Fertigkeiten,

insbesondere im Bereich der

Bildenden Kunst, sind Schwerpunkt

unseres Schulprofils.

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S c h u l e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

R i x d o r f e r S c h u l e

Besondere Angebote

• Zweisprachige Erziehung Deutsch-Türkisch in jeweils einer Klasse pro Jahrgang

• Gebundener Ganztag: gemeinsames Lernen, Fördern und Spielen bis 16 Uhr

• Wir sind kreidefrei! IT - intensiver Medieneinsatz im Unterricht, in allen Klassen

gibt es interaktive Whiteboards und PCs

• Rixi Times - Schülerzeitung von Schülern für Schüler (mehrfache Auszeichnung)

• Soziales Lernen als Unterrichtsstunde 1 x pro Woche, um positives Sozialverhalten

und demokratisches Handeln zu entwickeln

• Schulsozialarbeiter: interkulturelle Vermittlung zwischen Lehrern, Eltern, Schülern

jeweils durch eine türkische, polnische und arabische Sozialpädagogin

• Schülerinsel - Wohlfühlort für Schülerinnen und Schüler

• Klasse 2000: Gesundheitsförderung in der Grundschule

• Ausbildung von Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen zu Mediatoren,

die dann als Konfliktlotsen eingesetzt werden.

• Lesepaten unterstützen die Schülerinnen und Schüler beim Lesen

• Kooperation mit dem Gripstheater

• Der Schulhof ist zwischen 16 und 18 Uhr weiter geöffnet. Die Playstars (Sozialarbeiter)

bieten Spielangebote wie z.B. Kettcarfahren an

Konkrete Zukunftsvorhaben

• Regelmäßig tagendes Gremium der Klassensprecher zur Partizipation

• Weiteres Vernetzen mit Kitas und Oberschulen, um Bildungsübergänge von

Kindern und Jugendlichen gemeinsam und sanft zu gestalten

• weitere Elternaktivierung in unserem neuen Elterncafé

• Bolzplatz und Baumhaus auf dem Schulhof

Kooperationspartner

Quartiersmanagement Reuterplatz und Donaustraße-Nord, LebensWelt gGmbH

(Träger u.a. der jugendbezogenen Sozialarbeit), Ein Quadratkilometer Bildung,

S. Fischer Stiftung (Fußball trifft Kultur), umliegende Kitas, Bildungsverbund Reuterkiez,

Polizei, Jugendamt, Musikschule Paul Hindemith, Volkshochschule Neukölln

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Rixdorfer Schule

Donaustr. 120

12043 Berlin

Schulleitung : Anke Peters

Tel: 613 92 60 Schulsekretariat

berlin.08g01@t-online.de

www.rixdorfer.be.schule.de

Gebundene Ganztagsschule

400 Schüler, 3 Klassen/Jahrgang

55 LehrerInnen/ ErzieherInnen

15 Klassen im gebundenen Ganztag

Großes Schulgebäude mit vielen

Räumen und großem Schulhof

Druckerei, Lernküche, Werkraum,

Medienräume, 2 Turnhallen

2 Computerräume, 60 % Vernetzung

Mediationsraum, Schulbibliothek,

2 Mensen, Schülerinsel

Idyllischer Schulgarten im Innenhof

Funktionsräume im Freizeitbereich

der Schule z.B. Bewegungs-,

Snoozle-, Kreativ-, Kickerraum

Im Leitbild artikulieren wir die

Grundideen, nach denen sich unsere

Schule ausrichten will, nach

innen wie nach außen. Es ist unser

„pädagogisches Grundgesetz“.

Auf einem Studientag

haben

P rojekte

R echte

I nterkulturalität

die Eltern, Erzieher

und Lehrer

M ethodenkompetenz

A ktivitäten

ihre gemeinsamen

Visionen

R espekt

und Leitsätze

I ntegration

Fle x ibilität

I nteressenvielfalt herausgearbeitet.

Die ersten

Buchstaben der

Themen des

K ooperation Leitbildes ergeben

das Motto:

L ebensort

I und K-Techniken

Prima

M iteinander

Rixi

A chtung

Klima!

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S c h u l e n

Foto: QM

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

T h e o d o r - S t o r m - S c h u l e

Unsere Schwerpunkte sind die Bereiche Soziales Lernen, Gesunde Ernährung und

Bewegung.

Gesunde Ernährung: Unsere Schule hat sich zum Ziel gesetzt, mehr zur Gesundheitsförderung

unserer Kinder beizutragen und diesen mit Hilfe von zielgerichteten

Projekten und in Form von Arbeitsgemeinschaften eine gesunde Lebensweise

näher zu bringen. In unserer schuleigenen Küche bieten wir Kochkurse in

kleinen Gruppen an. Seit Januar 2010 werden auch Obst, gesunde Pausenbrote

und Getränke für die Kinder gegen Entgelt angeboten.

Sport: Bewegung bildet für die gesamte Entwicklung unserer Kinder die Basis.

Deswegen ist es unserer Schule sehr wichtig, unseren Kindern Bewegung und

Bewegungserfahrungen näher zu bringen und zu fördern. Neben dem Sportunterricht

und schulinternen Turnieren gibt es zahlreiche Sport- und Bewegungsangebote

am Nachmittag (z.B. Fußball, Ringen).

Sprachförderkurse: Deutsch Fit-Kurse für Klassestufe 4 - 6

Musikalische Förderung: Intensive Zusammenarbeit mit der Musikschule Neukölln,

sowohl im Unterricht als auch als AG-Angebot (z.B. musikalische Früherziehung,

Trommelkurs, Streicherklasse, Bandarbeit).

Arbeitsgemeinschaften: In zahlreichen Arbeitsgemeinschaften fördern wir vielfältige

Talente unserer Schüler: Theater-, Sport-, Garten-, Töpfer-, Lese-, Koch-,

Kunst-, Tanz-AG.

Elternarbeit: In der Elternoase unterstützen Stadtteilmütter unsere Eltern in schulischen

und organisatorischen Fragen.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Theodor-Storm-Schule

Hobrechtstr. 76, 12043 Berlin

Schulleitung:

Frau Walz

Schulsekretariat

Tel: 606 90 180

Hort Tel: 620 05 976

berlin.08g02@versanet.de

www.theodor-storm-grundschule.de

Offene Ganztagsschule

ca. 225 Schüler, 2 Klassen/Jahrgang

5 JÜL- Klassen (1,2,3) (Jahrgangsübergreifendes

Lernen)

18 Lehrer, 2 Schulleiterinnen

5 Erzieher

55 Hortplätze, weitere möglich

Träger: AWO SüdOst

Modern eingerichtete Horträume

Essen aus eigener Küche

2004 neu gestalteter Schulhof mit

Basketballbereich und Kletterwand

Schulstation, Elternoase,

eigener Leseraum

2 PC-Räume, Küche, Fußballkleinspielfeld,

Turnhalle, 50m Tartanbahn,

Sprunggrube

RESPEKT ÜBEN - ACHTUNG ZEIGEN

In der Theodor-Storm-Schule lernen

und spielen Kinder von 18 Nationalitäten.

Wir legen großen Wert auf

respektvollen Umgang miteinander,

üben ihn täglich mit den Kindern

und achten auf eine freundliche Atmosphäre

im Haus.

Respekt und gegenseitige Achtung

schließen Gewalt aus! Deshalb arbeiten

wir präventiv und wollen

dadurch gewalttätiges Verhalten

verhindern. Daher erhalten die Klassen

1 - 6 pro Woche eine Stunde

„Soziales Lernen“. In der 4/5. Klasse

werden interessierte Schüler zu Streitschlichtern

ausgebildet. Anschließend

sind sie als Streitschlichter und

Buddys im Schulleben aktiv.

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63


S c h u l e n

Foto: QM

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Grundstufe der Gemeinschaftsschule auf

dem Campus Rütli (vormals Franz-Schubert-Schule)

Seit dem Schuljahr 2007/2008 beteiligen sich die Franz-Schubert-Schule, die

Rütli-Hauptschule und die Heinrich-Heine-Realschule am Pilotprojekt Gemeinschaftsschule.

Mit Wirkung vom 1. August 2009 sind diese drei Schulen zu der

Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli zusammengelegt worden.

Musikbetonung: Die Musikbetonung der Franz-Schubert-Schule ist seit 1974

von grundlegender Bedeutung. Ab Klasse 3 lernen die Schülerinnen und Schüler

ein Instrument zu spielen. Es gibt eine Blasorchesterklasse, eine Streicherklasse,

eine Samba-Gruppe sowie eine Streicher- und eine Gitarrengruppe. Im Schulchor

lernen die Kinder gemeinsam Lieder und Tänze. Jedes Jahr nimmt eine Klasse

am Projekt TanzZeit teil. Die Schüler/innen beteiligen sich regelmäßig an musikalischen

Veranstaltungen, z.B. am Konzert der musikbetonten Schulen in der Philharmonie.

Neue Medien/Aufbau einer Laptopklasse: In allen Klassen werden neue Medien/

Computer eingesetzt. In JüL 4-6 wird mit den Laptops gearbeitet, was von einer dafür

ausgebildeten Lehrerin und einer Mitarbeiterin des eXplorariums betreut wird.

• JÜL in Klasse 1-3: langjährige Erfahrungen im jahrgangsübergreifenden Lernen

• Einführung von JÜL in Klasse 4-6

• Teilnahme am Projekt eXplorarium. Das Projekt dient der Umsetzung des

eEducation-Masterplans und fördert den Computer gestützten Unterricht.

• Teilnahme an „Fußball trifft Kultur“

• Soziales Lernen in allen Klassen

• Hausaufgabenbetreuung und verschiedene Arbeitsgemeinschaften im Hort

• Lernwerkstatt für Mathematik, Sachunterricht, Naturwissenschaften (dient

dem forschenden Lernen)

Kooperationspartner: Kitas in der Umgebung, Bildungsverbund Reuterkiez, Musikschule

Neukölln, Ein Quadratkilometer Bildung, Stiftung Zukunft Berlin, eXplorarium,

Büro für Mediation u. interkulturelle Kommunikation „Streit entknoten“

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Grundstufe der Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rütli

(vormals Franz-Schubert-Schule)

Weserstr.12, 12047 Berlin

Schulleitung: Frau Heckmann

Schulsekretariat Tel: 600 34 76 20

bln-08k08-fil@versanet.de

www.campusruetli.de

Grundstufenleitung: Frau Eichholz

Sekretariat Tel: 600 34 76 90

Hort Tel: 620 05 114

Die Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rütli

ist integraler Bestandteil

des Modellprojekts

Campus Rütli - CR²

Entsprechend dem Leitsatz der aufwachsenden

Gemeinschaftsschule

„Kein Kind, kein Jugendlicher darf

verloren gehen“ besteht für alle

Kinder, die in die Grundstufe der

Gemeinschaftsschule Campus Rütli

eingeschult werden, die Möglichkeit,

ihre Schulzeit bis zur Klasse 10

in ihrem Klassenverband zu verbringen

und bei entsprechendem

Erfolg bis zum Abitur fortzusetzen.

Grundstufe Klassen 1-3 offener,

Klassen 4 - 6 gebundener Ganztag

Schöner Altbau mit kindgerecht gestaltetem

Schulhof mit Sport- und

Spielangeboten, Computerräumen,

Smartboard-Raum, Schulbibliothek

Z.Z. noch Weserstraße, mittelfristig

Neubau für Grundstufe auf dem

Campus Rütli

ca. 300 Schülerinnen und Schüler

Im Durchschnitt 2-3 Klassen/Jahrgang

mit ca. 23 Schüler/innen

26 Lehrer-, 2 Sozialpädagog-, 6 Erzieher-

/innen im Gebundenen Ganztag

Ergänzende Betreuung durch zehn

Hort-Erzieherinnen in separatem

Hortgebäude in der Nansenstraße

Schulstation, Schulcafé

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S c h u l e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli

In der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli, deren Grundstufe bis zur

Fertigstellung des Schulerweiterungsbaus noch im alten Franz-Schubert-Schulgebäude

bleibt, lernen SchülerInnen unabhängig von ihrer Bildungsgangempfehlung

der Grundschule im Klassenverband bis zur 10. Klasse zusammen.

Damit die LehrerInnen dieser Aufgabe gewachsen sind, haben sie an vielen Fortbildungen

teilgenommen. Individuelle Lernzeit, Wochenarbeitspläne und Portfolioarbeit

organisieren den Lernprozess der SchülerInnen. Im Schuljahr

2011/2012 sind wir mit zwei Klassen 11 in die gymnasiale Oberstufe eingetreten.

Damit können an der 1. Gemeinschaftsschule Neukölln alle Schulabschlüsse, die

in der Berliner Schule vergeben werden, erworben werden - von der einfachen

Berufsbildungsreife (früher einfacher Hauptschulabschluss) bis zum Abitur.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rütli

Rütlistr. 41, 12045 Berlin

Schulleitung: Frau Heckmann

Schulsekretariat Tel: 600 34 76 0

campus.ruetli@googlemail.com

www.campusruetli.de

Die Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rütli

ist integraler Bestandteil

des Modellprojekts

Campus Rütli - CR²

„Kein Kind, kein Jugendlicher darf

verloren gehen“ ist der Leitsatz

der Gemeinschaftsschule auf dem

Campus Rütli.

Grundstufe der Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rütli

(siehe vorherige Seite)

Gemeinschaftsschule Kl. 1 – 13

Gebundene Ganztagsschule

von Klasse 4 - 10

Vergabe aller in der Berliner Schule

möglichen Schulabschlüsse

einschließlich des Abiturs

U-förmiger Altbau, moderner Anbau,

fünf neue naturwissenschaftliche

Räume, neue Mensa, zwei neue Musikräume,

Holz- und Metallwerkstatt,

Computerräume, Klassenräume mit

Smartboard, Elterncafé, Schülerbibliothek,

Freizeiträume

2 große Schulhöfe mit Grünflächen,

Tischtennisplatten, Basketballkorb

Sekundarstufe I (Klassen 7 -10)

ca. 400 Schüler/innen im Durchschnitt

4 Klassen mit ca. 25 Schüler/innen

Sekundarstufe II aktuell 2 Klassen 11 à

23 Schüler/innen , 40 Schüler/innen in

der Qualifikationsphase (aufwachsend)

46 Lehrerinnen und Lehrer

Ganztagsbetreuung: 4 Erzieher/innen

1 Sozialarbeiterin, 1 interkulturelle

Moderatorin

Foto: Frech

Ein Stipendienprogramm von „Ein Quadratkilometer Bildung“ unterstützt und

begleitet Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Begabungs- und Interessenslage

auf ihrem Bildungsweg.

Musik: Die Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli ist eine musikbetonte

Schule. Die langjährige Musikbetonung beginnt in der Grundstufe und wird seit

dem Schuljahr 2008/2009 in der Sekundarstufe I fortgeführt: eine Trommler- und

eine Flötengruppe sowie eine Saz-Gruppe befindet sich in Zusammenarbeit mit

der Musikschule Neukölln im Aufbau. Im Schuljahr 2012/2013 haben wir unsere

zweite Bläserklasse eröffnet. Darüber hinaus verfügen wir über zwei Schulbands.

Neue Medien: Smartboards und Laptops werden intensiv genutzt, um den Unterricht

zu individualisieren. In beiden Schulgebäuden sind die technischen Voraussetzungen

hierfür gegeben und ein Teil der KollegInnen hat bereits an entsprechenden

Fortbildungen teilgenommen bzw. wird teilnehmen.

2. Fremdsprache: Die Sekundarstufe bietet in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule

Neukölln freiwillige zusätzliche Türkisch- und Arabisch-Kurse für die

SchülerInnen auf dem Campus an, die mit einem B1-Zertifikat nach dem europäischen

Referenzrahmen abgeschlossen werden können, das die Muttersprache

einer abgeschlossenen 2. Fremdsprache gleichstellt.

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S c h u l e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

E r n s t - A b b e - G y m n a s i u m

Das Ernst-Abbe-Gymnasium hat eine mehr als 100-jährige Geschichte und ist damit

das älteste Gymnasium in Neukölln. Mit ca. 500 Schülerinnen und Schülern

unterschiedlichster Nationalitäten ist es für Berliner Verhältnisse ein kleines, überschaubares

Gymnasium, welches in drei denkmalgeschützte Gebäuden untergebracht

ist. Das Lehrerkollegium widmet sich einer umfassenden und niveauvollen

Ausbildung der Schülerinnen und Schüler sowie einer an festen Regeln orientierten

Erziehung mit dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler gut auf Studium

und Beruf vorzubereiten. Großer Wert wird dabei auf einen toleranten, gewaltfreien

Umgang der Schülerinnen und Schüler untereinander sowie ein freundliches,

höfliches Schulklima und eine positive Arbeitsatmosphäre gelegt.

Kooperationen: Auf der Grundlage von Kooperationsverträgen arbeitet das Ernst-

Abbe-Gymnasium eng mit verschiedenen Institutionen zusammen:

• Die Humboldt-Universität unterstützt uns u. a. bei der Entwicklung von neuen

Unterrichtskonzepten im Lateinunterricht und bietet regelmäßig Studienberatungen

für unsere Schüler an.

• Die Synergie-GmbH und das Job-Center führen jedes Jahr Berufsinformationsveranstaltungen

und Bewerber-Trainings durch.

• Alle Schüler nehmen in der 8. Klasse an einer Veranstaltung zur Gewaltprävention

teil, die von der Polizei angeboten wird.

• Für das in der Klassenstufe 9 verbindliche, zweiwöchige Betriebspraktikum vermittelt

die Schule Praktikumsplätze in verschiedenen Berufsbereichen.

• Die Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement Donaustraße-Nord ermöglicht

der Schule, eine Nachmittagsbetreuung anzubieten. Dort können Schüler

der Klassenstufen 7 und 8 Hausaufgaben machen, spielen oder an künstlerischen

Projekten teilnehmen, die regelmäßig durchgeführt werden. Sollten doch einmal

nicht leicht zu lösende Probleme auftreten, stehen Schülern, Eltern und auch Lehrern

eine Sozialarbeiterin und ein Sozialarbeiter mit Rat und Tat zur Seite.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Ernst-Abbe-Gymnasium

Sonnenallee 79, 12045 Berlin

Schulleiterin: Frau Nicolas

Stellv. Schulleiter: Herr Westenberger

Schulsekretariat Tel: 902 39 24 23

schule@ernst-abbe.de

www.ernst-abbe.de

550 Schülerinnen und Schüler

etwa 50 Lehrkräfte

Cafeteria von 8.00 - 16.00 Uhr

Snacks und warmes Mittagessen

Naturwissenschaften

Enge Zusammenarbeit in den naturwissenschaftlichen

Fächern

Wahlpflichtangebot Kl. 8 - 10: Physik,

Biologie, Chemie sowie Geographie

Fremdsprachen

7. Klasse 2. Fremdsprache Französisch

oder Latein

verstärkter Englischunterricht (eine

zusätzliche Stunde in der Woche)

8. Klasse: Wahlpflichtangebot 3. Fremdsprache

Französisch oder Latein

Sprachbildung

in der 7./ 8. Klasse verstärkter Deutschunterricht

zur Vertiefung und Erweiterung

der Basiskenntnisse

Lernmethoden

Schulungen für die Schüler der 7. - 9.

Kl. in Methodentraining, Kommunikationstraining

und Teamtraining

Interkulturalität

Wissen zur Interkulturalität wird in allen

Fächern vermittelt. Darüber hinaus

finden besondere Projekte dazu statt,

z. B. Theaterprojekte, Lernen an anderen

Orten auf Exkursionen und Teilnahme

an Podiumsdiskussionen.

Arbeitsgemeinschaften

Tischtennis, Tanz, Theater, Chor, Geige,

Gitarren-AG, Schulband, Politik, Gardening-AG,

Sport-AG, Lernstationen

(Sek I) für Deutsch, Mathematik, Englisch,

Französisch, Latein, Russisch MSA-

AG für Deutsch, Mathematik, Englisch;

Mathe-Station für die Oberstufe u.a.

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P r o j e k t e u n d E i n r i c h t u n g e n i m R e u t e r k i e z

Zurzeit leben über 19.000 Menschen im Reuterkiez. Trotz des

Zuzugs junger und gut ausgebildeter Menschen und der viel

diskutierten Aufwertung im Quartier ist die Sozialstruktur im

berlin- und bundesweiten Vergleich immer noch deutlich unterdurchschnittlich.

Arbeitslosigkeit und Armut trotz Arbeit

bestimmen das Leben vieler Bewohner. Besonders von Armut

betroffen sind auch heute noch über die Hälfte aller im Kiez

lebenden Kinder mit allen Folgen, die das für ihren Alltag und

ihre Lebenschancen hat. Seitdem wir im Februar 2003 die

Arbeit im Quartier begonnen haben, arbeiten wir gemeinsam

mit Bewohnern und Einrichtungen an der Verbesserung der

Zukunftsperspektiven insbesondere für diese Kinder und Jugendlichen.

Bildung und generell die Stärkung von Kindern

und ihren Eltern ist dabei ein zentraler Baustein. Mit Projekten,

die aus „Soziale Stadt“ finanziert wurden, konnte beispielhaft

ausprobiert werden, welche Ansätze und Methoden besonders

erfolgversprechend sind. Der Quartiersrat und dessen

Arbeitsgruppe Bildung unterstützten diese Zielsetzung bei

der Beratung über die Förderwürdigkeit von Projekten.

Zu Beginn standen die Schulen im Einzugsbereich des Quartiersmanagementgebietes

im Zentrum der Aktivitäten. Mit

Projekten, die über „Soziale Stadt“ finanziert werden, konnte

häufig ein erster Anstoß zur Kooperation der Schulen untereinander,

mit externen Partnern und vor allem auch mit den

zahlreichen lokalen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit

gegeben werden. Ein erster wichtiger Schritt erfolgte

2005, als wir uns mit sechs lokalen Schulen und der Schulverwaltung

auf das Konzept „Auf dem Weg zur Kiezschule“ und

das Projekt „Interkulturelle Moderation“ verständigten. Die in

diesem Zusammenhang gegründete „Schulsteuerungsrunde“

war der Vorläufer des „Lokalen Bildungsverbunds Reuterkiez“.

Bildung findet aber nicht nur an Schule statt. Unsere Kinder und

Jugendlichen sammeln den ganzen Tag in zahlreichen Einrichtungen

unterschiedlichstes Wissen und vielfältige Erfahrungen:

zum Beispiel morgens in der Familie, auf dem Weg zur Kita

oder Schule, in der Kita, in der Schule, beim Treffen mit Freunden,

im Verein, der Musikschule, in der Jugendfreizeiteinrichtung,

beim Abendessen mit der Familie bis zum Vorlesen einer

Gute-Nacht-Geschichte. Formale Bildungsorte und informelle

Lernorte wie Schulen, Kitas, Vereine, Elterninitiativen, religiöse

Einrichtungen, Stiftungen, freie Träger der Jugendhilfe, offene

Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie die Projekte der Sozialen

Stadt sind deshalb mit ihren spezifischen Erfahrungs- und

Erlebnisangeboten alle wichtige Partner für einen gelingenden

Bildungsweg des einzelnen Kindes. Der Lokale Bildungsverbund

Reuterkiez steht für alle offen, die konkret an der Verbesserung

der Bildungssituation im Quartier mitarbeiten wollen.

Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen in diesem Sinne

einen Überblick über die Bildungsangebote im Reuterkiez

geben. Diese reichen von langfristigen Vorhaben wie Ein

Quadratkilometer Bildung der Karl-Konrad-und-Ria-Groeben-

Stiftung, Freudenberg Stiftung und Campus Rütli - CR² über

die zahlreichen engagierten Einrichtungen hin zu kurz- bis

mittelfristigen Projekten der Sozialen Stadt.

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

Luzia Weber

Quartiersmanagement Reuterplatz

Fotos oben v.l.n.r.: 1+3: K. Wüstenhofer-Loges, 2: Elbe-Schule, 4: QM - Fotos unten v.l.n.r.: 1: LBV, 2: K. Wüstenhofer-Loges, 3: Fair Play, 4: Jugendwohnen im Kiez-Jugendhilfe gGmBH

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur


P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Campus Rütli - CR 2

Seit 5 Jahren wird auf dem Gelände rund um die Rütlistraße das Modellprojekt

Campus Rütli - CR² entwickelt. Hier werden neue Wege gegangen, wie Integration

durch Bildung gelingen kann. Auf einem 47.000 m² großen Gelände

arbeiten aktuell zusammen:

• die Gemeinschaftsschule (Klassen 1 - 13)

• zwei Kindertagesstätten

• der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst

• ein Berufsorientierungsprojekt für benachteiligte Jugendliche

• eine Jugendfreizeiteinrichtung

• Volkshochschule und Musikschule mit ihren Angeboten

In der Planung sind neben der im Herbst 2012 fertiggestellten Quartiershalle

(mit ihrem speziell für die Nutzung durch die Bewohner vorgesehenen Foyer)

folgende Neubauten:

• Werkstattgebäude für die Gemeinschaftsschule

• „Berufswerkstatt“ für Bewohner und Nutzer des Campus

• Neubau Schulerweiterung

• Mehrgenerationenhaus mit Elternzentrum und Pädagogischer Werkstatt von

Ein Quadratkilometer Bildung der Freudenberg Stiftung

• Beratende Dienste

Planungsverfahren und die schrittweise bauliche Realisierung, mit der ab 2014

begonnen werden soll, werden von umfangreichen Beteiligungsverfahren für

Nutzer und Bewohner begleitet. Für die inhaltliche Entwicklung im Sinne eines pädagogischen

Konzepts arbeiten bereits alle Einrichtungen des Campus zusammen.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Campus Rütli - CR²

Rütlistr. 41

12045 Berlin

Schirmherrin: Frau Christina Rau

Verwaltungsleitung Tel: 609774971

Projektleitung Stadtteil/QM/

Vernetzung/Bauen

Ilse Wolter Tel: 62 737 952

i.wolter@quartiersmanagement.de

• Gemeinsames Engagement von

Politik, Verwaltung, Akteuren und

zivilgesellschaftlichem Engagement

für das Modellprojekt

• Alle Einrichtungen an einem Ort -

Gemeinsam getragene Verantwotung

• Verständigung auf gemeinsame

pädagogische Ziele und Werte

• Biographie begleitende Förderung

von Kindern und Jugendlichen von

der Familie bis zum Übergang in

Ausbildung und Beruf

• Wertschätzung von Eltern - zukünftig

eigenes Elternzentrum im Mehrgenerationenhaus

• Mütterkurse der Volkshochschule

• Gemeinsames Lernen von der Kita

bis zum Schulabschluss einschließlich

des Abiturs

• Förderangebote im sprachlichen,

musischen und naturwissenschaftlich-technischen

Bereich

• Lernwerkstätten in Kitas und Schule

• Sprachkurse für Schüler/innen der

Gemeinschaftsschule in Arabisch

und Türkisch (mit Zertifikat)

• Kinder- und Jugendgesundheitsdienst

und Jugendamt vor Ort

• Eine Berufswerkstatt für Menschen

aus dem Stadtteil, die sich über Arbeitsmöglichkeiten

und Berufsqualifizierung

informieren wollen

Quartiershalle mit Foyer für Sport,

Kultur und Veranstaltungen aus und

für den Stadtteil

• Freizeit-, Sport- und Kulturangebote

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73

Sie verständigen sich auf gemeinsame Ziele, Maßnahmen, Verfahrensweisen, um

den Kindern und Jugendlichen die bestmögliche Förderung zukommen zu lassen.

Besonderes Gewicht wird darauf gelegt, die Eltern als Partner für die Bildung ihrer

Kinder zu gewinnen. Für sie entsteht auf dem Campusgelände mit dem Elternzentrum

ein eigenes Gebäude zusammen mit der Pädagogischen Werkstatt der Freudenberg

Stiftung, in dem sie Informationen, Veranstaltungen und Kurse wahrnehmen

können oder einfach im geplanten Café sich treffen und austauschen können.

Zielgruppen:

Kinder und Jugendliche aller Altersstufen, Eltern, Anwohner des Stadtteils

Kooperationen:

• Stiftungen: Freudenberg Stiftung, Karl-Konrad-und-Ria-Groeben-Stiftung,

Stiftung Zukunft Berlin, S. Fischer Stiftung

• Partner im Stadtteil: Quartiersmanagement Reuterplatz, Ein Quadratkilometer

Bildung, Lokaler Bildungsverbund Reuterkiez, Kiez-AG getragen von:

Bezirksamt Neukölln (Abteilung Bildung, Schule, Kultur und Sport, Abteilung Jugend,

Abteilung Bürgerdienste und Gesundheit), Senatsverwaltung für Bildung,

Jugend und Wissenschaft, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt


P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Ein Quadratkilometer Bildung

Pädagogische Werkstatt

Friedelstraße 5, 12047 Berlin

Tel: 62 98 76 50

info@ein-quadratkilometer-bildung.org

www.ein-quadratkilometer-bildung.org

www.campusbildungimquadrat.eu

Seit 2007 realisieren ErzieherInnen, Lehrkräfte, Leitungen von Kitas und Schulen,

Eltern und Ehrenamtliche in Ein Quadratkilometer Bildung folgende Maßnahmen:

Förder- und Bildungsmaßnahmen für Kinder, Jugendliche und Eltern

• Einrichtung der ersten Lernwerkstätten im Reuterkiez in der Kita Nikodemus

(2008) und der Grundstufe der Gemeinschaftsschule (2009) und deren andauernde

fachliche Begleitung, Beteiligung an der Einrichtung und Begleitung der

Lernwerkstatt in der Kita Villa Kunterbunt als Fortbildungs- und Lernort für frühe

naturwissenschaftliche Bildung im Stadtteil (ab 2013), Beratung der Rixdorfer

Grundschule bei der Einrichtung ihrer Lernwerkstatt (seit 2012)

• Verbreiterung des jahrgangsübergreifenden Lernens in der Grundstufe in den

Klassenstufen 4 bis 6 und Entwicklung eines in Kitas zu übertragenden Lerntagebuchs

„Meine Lernreise“ für alle Kinder der Grundstufe (seit 2011)

• Gründung von Rucksack-Gruppen zur Sprachbildung und Elternbeteiligung in

drei Kitas und der Grundstufe (seit 2008)

• Kurse zur Vorbereitung auf den Mittleren Schulabschluss (2008 bis 2011) und

Einzelbegleitung von Jugendlichen in Vorbereitung auf das Abitur (ehemalige

Schüler der Gemeinschaftsschule, jetzt in Oberstufenzentren, seit 2010)

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Ein Quadratkilometer Bildung hat

seit 2007 als gemeinsame Initiative

von Freudenberg Stiftung und Karl-

Konrad-und-Ria-Groeben-Stiftung

- weitere Gründungspartner sind

die RAA Berlin und die Senatsverwaltung

für Bildung, Jugend und Wissenschaft

- eigenständige Ziele, die gemeinsam

mit lokalen Praxisakteuren

verfolgt werden und die sich auf

durchgehende Bildungsansätze vom

Kindergarten an, die Förderung von

bildungsbenachteiligten Kindern

und Jugendlichen sowie die Kooperation

von Erwachsenen in den und

zwischen den Bildungseinrichtungen

des Stadtteils beziehen.

Herzstück von Ein Quadratkilometer

Bildung ist die Pädagogische Werkstatt

als Ort der Unterstützung und

Entwicklung für Lehrkräfte, Erzieherinnen,

Erzieher und Eltern.

Ein Quadratkilometer Bildung ist auf

zehn Jahre angelegt. Mit ihm verbindet

sich der Auftrag, den eigenen

Wirkungsgrad durch Synergien mit

öffentlich, vor allem kommunal angestoßenen

Bildungsreformen zu erhöhen

und die Zusammenarbeit mit anderen

Stiftungen zu suchen. Deshalb

besteht eine enge Verzahnung der

Handlungsmodelle von Ein Quadratkilometer

Bildung mit dem Campus

Rütli, dem Pilotprojekt Gemeinschaftsschule

der Bildungsverwaltung, den

sozialräumlich orientierten Strategien

der Stadtentwicklungsverwaltung und

des Quartiersmanagements sowie den

Impulsen der Stiftung Zukunft Berlin.

Ein Quadratkilometer Bildung Berlin-Neukölln

ist Referenzort für Programmstandorte

in sieben weiteren

Kommunen bundesweit.

• Hausaufgabenhilfen und Bildungsvorhaben in den Jugendeinrichtungen

Manege (bis 2010), elele (seit 2009) und RechIna (seit 2008)

• Logopädische Förderung im Förderzentrum Adolf Reichwein (seit 2010)

• Stipendienprogramm für Kinder und Jugendliche mit besonderen Talenten und

schulischem Förderbedarf (seit 2010)

• Temporäre Garage zum berufsnahen Praxisunterricht (seit 2010)

Fortbildungen, Vernetzungen, Qualitätsentwicklung

• Fortbildungszyklen zum individualisierten, binnendifferenzierten Unterricht in

der Gemeinschaftsschule (2007 bis 2008), zur Praxis der Lernwerkstätten und

des forschenden und entdeckenden Lernens in Kita und Schule (2008, seit 2011),

jährliche Lernwerkstattwochen für Kitas und Schulen im Bildungsverbund, an denen

ErzieherInnen und Kinder teilnehmen (seit 2010)

• Fortbildungen und Reflexionen zum Beobachten und Dokumentieren der Entwicklungsfortschritte

von Kindern (seit 2008)

• Moderierte Konzept- und Qualitätsentwicklung in Kindertagesstätten (seit 2007)

• Gründung einer gemeinsamen Steuerungsgruppe in der fusionierten Gemeinschaftsschule,

moderierte Ziele- und Maßnahmenplanungen in der Steuergruppe

und Schulprogrammarbeit (seit 2007), Ziele- und Maßnahmenplanungen

der Steuergruppe der Rixdorfer Grundschule (seit 2010)

• Vernetzung von Krippenerzieherinnen im Reuterkiez (seit 2010)

• Open Space für Elterninitiativen, in dessen Verlauf die Idee zu einem Elternzentrum

entstand (2008)

• Open Space für SchülerInnen, in dessen Verlauf Ideen zur Gestaltung der

Schulfusion entstanden (2007)

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

76 Schulstation

an der Grundstufe der Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rütli (vormals Franz-Schubert-Schule)

Die Schulstation initiiert und realisiert Angebote zur Förderung der personalen,

sozialen und emotionalen Entwicklung der Kinder an der Grundstufe der Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rütli (vormals Franz-Schubert-Schule). Sie

orientiert sich an dem konkreten Bedarf der Schule und ist somit Bestandteil des

schulischen Gesamtkonzeptes zur Förderung der Kinder. In konkreten Krisen und

Konfliktsituationen werden Hilfen zur Bewältigung angeboten. Durch eine enge

Kooperation zwischen Jugendhilfe, Schule und Eltern wird eine bedarfsgerechte

Unterstützung der Kinder möglich.

In der Schulstation finden Kinder einen geschützten Raum zum Entspannen, Ausruhen

und Erzählen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bieten insbesondere

Hilfestellung für Kinder mit besonderem sozialpädagogischem Unterstützungsbedarf.

Die Kinder lernen über ihre Gefühle und Interessen zu sprechen, Konfliktund

Stresssituationen konstruktiv zu bewältigen, und werden in schwierigen

Situationen stabilisiert. Die Fachkräfte, eine Sozialpädagogin und ein Erzieher,

arbeiten einzeln mit den Kindern und in kleinen Gruppen. So werden beispielsweise

Streitschlichter an der Schule ausgebildet und begleitet sowie Gruppenarbeit

zum Erwerb sozialer Kompetenzen angeboten.

Beratungsangebote stehen aber auch Eltern und Lehrkräften zur Verfügung.

Bei Bedarf werden unterstützende externe Hilfen vermittelt.

Methoden:

Die Fachkräfte, eine Sozialpädagogin und ein Erzieher, arbeiten vorrangig mit

Methoden der Gruppenarbeit, sowohl bei Kriseninterventionen in der Unterrichtszeit

als auch bei Angeboten in der unterrichtsfreien Zeit.

Zusätzliche externe Hilfen vermittelt die Schulstation bei Bedarf:

• Schulpsychologie

• Sonderpädagogische Förderzentren

• Erziehungs- und Familienberatung

• Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, Beratungsstelle für Kinder- und

Jugendpsychiatrie (Gesundheitsamt)

• Jugend- und Familienförderung freier oder öffentlicher Träger

• Sozialpädagogischer Dienst

• Freizeit- und Gemeinwesen, z.B. Sportvereine, Stadtteilzentren

Kooperationen: zum Jugendamt, der Schulpsychologie, (Freizeit-) Einrichtungen

im Kiez, Beratungsstellen, Möglichkeiten der Hausaufgabenbetreuung im Kiez,

dem Bildungsverbund, Freien Trägern der Jugendhilfe. Wir versuchen dem

Bedarf entsprechende Angebote zu vermitteln.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Schulstation

an der Grundstufe der Gemeinschaftschule

auf dem Campus Rütli

(vormals Franz-Schubert-Schule)

Weserstraße 12, 12047 Berlin

Tel: 53 08 66 24

schulstation-gemschule-nk@

jugendwohnen-berlin.de

Jugendhilfestation Neukölln

Reuterstraße 43, 12047 Berlin

Tel: 779 07 99 - 0

Fax: 779 07 99 -11

reuterstrasse@

jugendwohnen-berlin.de

Träger: (seit Schuljahr 2008/2009):

Jugendwohnen im Kiez -

Jugendhilfe gGmbH

Kottbusser Damm 79a, 10967 Berlin

Tel: 74 756 - 0

info@jugendwohnen-berlin.de

www.jugendwohnen-berlin.de

Regionalleitung Neukölln: Frau Birk

birk@jugendwohnen-berlin.de

Zielgruppe:

Schülerinnen und Schüler der

Grundstufe der Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rütli (vormals

Franz-Schubert-Schule)

Räume:

Für die Hilfestellung für Kinder

mit sozialpädagogischem Unterstützungsbedarf

steht ein neu renovierter

und neu ausgestatteter

Gruppenraum im Erdgeschoss zur

Verfügung. Ein Büro für die MitarbeiterInnen

(eine Sozialpädagogin und

ein Erzieher) grenzt unmittelbar an.

Im Erdgeschoss befinden sich auch

die Räume der Interkulturellen Moderatoren

und das Schulcafé, so dass

ein unkomplizierter fachlicher Austausch

mit den anderen sozialpädagogischen

Fachkräften möglich ist.

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

„Eltern fördern Bildung“

an der 1. Gemeinschaftsschule Neukölln

„Eltern fördern Bildung“

Seit Juli 2012 führen wir an der 1. Gemeinschaftsschule Neukölln das Projekt

„Eltern fördern Bildung“ durch. Es handelt sich hierbei um ein Elternbildungsund

beteiligungsprojekt, das für alle Eltern offen ist.

• Ein Elternfrühstück an der Grundstufe unserer Schule für die Eltern der Schüler

aus den JüL-Klassen, immer am 1. und 3. Mittwoch eines Monats.

Ansprechpartnerinnen:

Gamze Karaca, Projektkoordination

Buseyne Sahilli, Projektmitarbeiterin

Tel: 600 34 76 113

eltern-foerdern-bildung@jugend

wohnen-berlin.de

Träger:

Jugendwohnen im Kiez -

Jugendhilfe gGmbH

Hobrechtstr. 55, 12047 Berlin

Tel: 74756-0

Regionalleitung: Susanne Birk

birk@jugendwohnen-berlin.de

• Ein Elternfrühstück an der Sekundarstufe für die Eltern der Schüler aus den

Klassen 4 bis 10, immer am 2. und 4. Mittwoch eines Monats.

• Ein kreatives Elterncafé, in dem wir gemeinsam nähen, basteln oder kochen.

Das Elterncafé findet jeden Dienstag statt.

In gemütlicher Atmosphäre haben Eltern die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern

auszutauschen. Die Schulleitung und Lehrkräfte nehmen regelmäßig am Elterncafe

teil, so dass ein Forum für einen unkomplizierten Austausch entsteht. Eltern

erhalten Informationen zu verschiedenen Themen rund um die Erziehung, Bildung

und Förderung ihrer Kinder, die in thematischen Veranstaltungen bearbeitet

werden. Hierzu werden auch Experten von außerhalb eingeladen. Die Eltern

werden bei Bedarf von einer muttersprachlichen Fachkraft begleitet, gecoacht

und unterstützt.

Durch das Projekt „Eltern fördern Bildung“ sollen Eltern zur aktiven Mitarbeit

beim Aufbau eines Elterntreffpunktes und zur Mitarbeit an der Schule motiviert

werden. Ziel ist es, dass sich Eltern für die Bildung ihrer Kinder interessieren, sich

selbst mit Bildungsthemen auseinandersetzen und Verantwortung an der Schule

übernehmen.

Engagierte Eltern haben Gelegenheit, sich an der Planung und Durchführung der

Frühstücksrunden und der kreativen Angebote zu beteiligen, indem sie z.B.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Dieses Projekt wird durch

„Soziale Stadt“ gefördert.

• Vorschläge für Informationsveranstaltungen machen

• selber Angebote im kreativen Elterncafé durchführen

• beim Elternfrühstück mithelfen

• Ausflüge und Projekte für andere Eltern planen

Wir unterstützen Eltern in ihrer Beteiligungsarbeit mit Workshops und Beratung.

Außerdem vernetzen wir sie mit der Gesamtelternvertretung und der Elterninitiative

Reuterkiez.

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Die Insel -

Schulbezogene Jugendsozialarbeit an der Elbe-Schule

Unsere Angebote in der schulbezogenen Jugendsozialarbeit (Schulstation und

schulbezogene Jugendsozialarbeit) sind präventiv, familienorientiert und Gemeinschaft

stärkend. Unsere Arbeit trägt zur Konfliktreduzierung bei, sie stärkt die

Kinder und Eltern in ihrem Können und schafft Raum für Kreativität, Engagement

und Partizipation. Des Weiteren beraten und begleiten wir Eltern und Kinder zu

weiterführenden Hilfen und Unterstützungsangeboten.

Schulleitung, Lehrer und Erzieher arbeiten gemeinsam an der weiteren Schulentwicklung,

ebenso arbeiten wir im Rahmen der Projektarbeit, der Konfliktschlichtung

und der Sprachvermittlung zusammen. Unsere Arbeit ist von gegenseitiger

Wertschätzung und Achtung geprägt.

Für die Kinder der Elbe-Schule haben wir folgende Angebote im Programm:

• Gemeinschaft bilden, Streitschlichten und Konflikte lösen „will gelernt sein!“,

Kooperationsspiele und miteinander lernen für Erstklässler, Soziales Lernen

- spielerisch Begreifen für Zweitklässler, Cool wie ein Känguru - Achtung und

Respekt sind die Themen für Dritt- und Viertklässler.

• In der freien Zeit etwas lernen - Arbeitsgemeinschaften und Projekte: Schach

AG, Kreativangebote, Sport und Spiel, Zuhörclub, Ausflüge und Exkursionen.

• Was Jungs sich wünschen - was Mädchen wollen! Geschlechtsspezifische

Raum-, Freizeit- und Themenangebote.

• Ein Recht auf Ausruhen: die Insel - da kann man innehalten, durchatmen und

neue Kraft sammeln.

• Hier wird zugehört - die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter haben ein Ohr

und nehmen sich Zeit für die großen und kleinen Sorgen des Alltags, geben

Unterstützung und suchen gemeinsam nach Lösungen.

• Orientierung im Kiez: Begleitung zu Kinder- und Jugendfreizeitstätten im Kiez,

Kooperation mit außerschulischen Partnern.

Erziehung und Bildung - Gemeinschaftsaufgabe für Eltern, Schule, Ganztag und

schulbezogene Jugendsozialarbeit:

• Erziehung und Bildung gemeinsam gestalten - Beratung und Unterstützung in

belastenden Erziehungsphasen

• Ohne Hilfe geht’s nicht - Information und Begleitung zu weiterführenden Angeboten

der Jugendhilfe

• Elterninteressen wecken - Elternengagement unterstützen - Elternbeteiligung

fördern - Lern- und Lebensort Schule gemeinsam gestalten

Kooperationen: Elbe-Schule mit Elternaktivzentrum und Lernförderung von

AspE e.V., Jugendamt, Freie Träger der Jugendhilfe, Erziehungs- und Familienberatungsstelle,

Schulamt, Schulaufsicht, Schulpsychologie, Polizei u.a.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Die Insel - Schulbezogene Jugendsozialarbeit

an der Elbe-Schule

Elbestraße 11, 12045 Berlin

die-insel@aspe-berlin.de

geöffnet: Mo - Fr. 8.00 -15.00 Uhr

Team:

Lydia Böckelmann, Sahbi Achour,

Yurdagül Güven, Linde Grieger

(s. Foto v.r.n.l.)

Träger: AspE e.V.

Brusendorfer Straße 20

12055 Berlin

Tel: 624 33 69

www.aspe-berlin.de

Info@aspe-berlin.de

Die Räume der schulbezogenen Jugendsozialarbeit

befinden sich im

3.Obergeschoss der Elbe-Schule.

Die Insel ist ein großer Gruppenraum,

in dem gelesen, gebastelt und

gespielt wird. Es ist ein Raum zum

Ausruhen, Erzählen und Entspannen.

Nach Absprache mit der Schulleitung

stehen der Jugendsozialarbeit

auch die Bewegungsräume, die

Werkstätten und das Außengelände

der Schule zur gemeinschaftlichen

Nutzung zur Verfügung. Ein Büro für

organisatorische und administrative

Aufgaben rundet das Raumangebot

an der Elbe-Schule ab.

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Lernförderung an der Elbe-Schule

Die Lernförderung an der Elbe Schule wird ermöglicht durch das bundesweite

Förderprogramm „Bildung und Teilhabe“. Es soll Kindern und Jugendlichen aus

Familien mit geringem Einkommen oder Sozialleistungsbezug die Möglichkeit

eröffnen, Bildungs- und Freizeitangebote wahrzunehmen, die sie sich sonst nicht

leisten könnten, damit sie gleichberechtigt am bestehenden Bildungs-, Kulturund

Freizeitprogramm teilhaben können.

In der jeweils von einer Fachkraft angeleiteten Lernförderung arbeiten die Teilnehmer/innen

am Ausgleich ihrer Lernlücken, entwickeln ihre sprachlichen Kompetenzen

weiter und erlernen zahlreiche Methoden, wie sie effektiv und auch

ohne Unterstützung ihre schulischen Aufgaben bewältigen können.

In der Regel haben die Teilnehmer/innen in ihrem familiären Umfeld keine ausreichende

Unterstützung, um ihre schulischen Aufgaben angemessen zu erfüllen.

Daher zielt die Lernförderung darauf ab, in Absprache mit den Bezugslehrern der

Kinder vorhandene Lernlücken aufzuarbeiten und die Kinder in die Lage zu versetzen,

Schulaufgaben und Schulanforderungen dauerhaft selbst zu bewältigen. Eine

erfolgreiche Teilnahme an der Lernförderung ist eine gute Voraussetzung, um die

eigene Schullaufbahn selbst in die Hand zu nehmen und erfolgreich zu gestalten.

Wie gelangen die Schülerinnen und Schüler an einen Platz in der Lernförderung?

Interessierte Eltern stellen den im Schulsekretariat der Elbe-Schule erhältlichen

Antrag auf Lernförderung. Voraussetzung ist, dass die schulischen Leistungen

ihres Kindes in mindestens einem Fach nicht ausreichend sind. Eltern, die nur ein

geringes Einkommen zur Verfügung haben oder Sozialleistungen beziehen, benötigen

einen Berlin-Pass, dann ist die Lernförderung für ihr Kind kostenlos.

Antragsstellen sind die jeweiligen Leistungsstellen, z.B. das Jobcenter, die Wohngeldstelle

u.a. Im Antrag Berlin-Pass ist die Lernförderung eine der Förderoptionen,

die unbedingt mit angekreuzt werden muss. Der Antrag muss von der

Schulleitung genehmigt werden und gilt zunächst für ein Schulhalbjahr. Die Teilnahme

des Kindes an der Lernförderung wird schnellstmöglich realisiert.

Von Beginn an wurde das Angebot gut angenommen. Erste Rückmeldungen

von Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern sind sehr positiv.

Kooperationen:

Zwischen den Verantwortlichen der Lernförderung und der Elbe-Schule (Schulleitung

und den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern), der Schul- und Jugendsozialarbeit

(die Insel) und dem Elternaktivzentrum gibt es eine enge Abstimmung

und Kooperation.

Die drei benannten Einrichtungen/ Projekte sind alle in Trägerschaft von AspE e.V.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Lernförderung

an der Elbe-Schule

Kooperationsprojekt

zwischen Elbe-Schule

und AspE e.V.

Elbestr. 11, 12045 Berlin

Vera Helligrath

Tel: 0151-56 15 02 08

schulsozialarbeit@aspe-berlin.de

Träger: AspE e.V.

Brusendorfer Str. 20

12055 Berlin

Tel: 624 33 69

Fax: 74 76 84 74

info@aspe-berlin.de

www.aspe-berlin.de

Termine der Lernfördergruppen:

Montag - Donnerstag 13.30 - 15 Uhr

und nach Absprache mit der

Schulleitung und der Leitung der

Ganztagsbetreuung

Zielgruppe:

Schülerinnen und Schüler der 2.

bis 6. Klassen, deren Leistungen

in einem oder mehreren Fächern

„nicht ausreichend“ sind.

Gegenwärtig gibt es 7 Lerngruppen

à 5-6 Kinder, die zweimal wöchentlich

für 45 bzw. 90 Minuten das Angebot

nutzen. Es sind überwiegend

homogene Gruppen, die in der Regel

einem Jahrgang angehören.

Eine regelmäßige Teilnahme an den

Lerngruppen ist Pflicht.

Die Lernförderung wird im Rahmen

des Förderprogramms Bildung und

Teilhabe bis zum 31. Juli 2014 gewährt.

Die Elbe-Schule und AspE

e.V. schließen einen Kooperationsvertrag

für jeweils ein Schuljahr.

AspE e.V. hat im Februar 2012 mit

dem Programm Lernförderung begonnen.

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

„Coole Kids an der Elbe-Schule“

Sport und Bewegung zu vermitteln steht im Mittelpunkt des Projekts „Coole Kids

vom Kiez“, das seit einigen Jahren an der Elbe-Schule existiert und mit viel Engagement

von der Trainerin Monika Franz und dem Trainer Mag Henryk Niedzwiecki

durchgeführt wird. Das zusätzliche Angebot umfasst Handball, Basketball, Fußball

und andere Ballsportarten.

Durch die Förderung vom Quartiersmanagement Reuterplatz wurde ermöglicht,

dass bereits im Jahr 2011 das Sportprojekt im Schulsportprogramm der Schule

als fester Bestandteil aufgenommen werden konnte, da Prävention ein wichtiger

Faktor innerhalb dieser Gemeinschaft ist.

Mit der Schulleitung, den Klassenlehrern, dem Hort und den Eltern ist eine gute

Zusammenarbeit entstanden, da stets ein großes Interesse besteht, was in diesem

Projekt passiert.

„Coole Kids an der Elbe-Schule“

Das Projekt beruht auf der Idee, einen Verbund von kleineren Sport- und Bewegungsangeboten

zu gründen. Es beinhaltet aber nicht nur Training, sondern es ist

eingebunden bei Schulfesten, dem Kiezfest, Sportveranstaltungen (z.B. Bundesjugendspiele),

sowie bei Veranstaltungen, wie dem zweijährig stattfindenden Länderspiel

der Jugend zwischen Deutschland-Frankreich im Olympiastadion.

Frau Franz und Herr Niedzwiecki bieten in den Ferien ebenfalls Aktivitäten sowohl

sportlicher als auch kultureller Art an.

Erfahrungen:

Das Angebot ist nicht nur bei Jungen sehr beliebt, sondern zunehmend auch bei

Mädchen, sodass inzwischen neben der Jungengruppe eine gleichstarke Mädchengruppe

entstanden ist. Wir können die Anzahl von ca. 34 bis 40 jährlichen

Neuanmeldungen der 3. - 6. Klassen nicht immer berücksichtigen, versuchen

aber durch temporäre Gruppen alle einzubeziehen.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Monika Franz

Mag Henryk Niedzwiecki

mofra46@web.de

Tel: 0157 - 71547274

Dieses Projekt wird durch

„Soziale Stadt“ gefördert.

Ziele:

• Schaffung und Etablierung von

zusätzlichen Sport- und Bewegungsangeboten

für Kinder der

Elbe - Schule

• Stärkung der Bewegungskompetenz

der Kinder

• Vorbeugung von Gewaltvorkommnissen

• Integration von Sport- und Bewegungsangeboten

in den Alltag

der Kinder

Die Schüler erfahren hier Auseinandersetzungen anderer Art, nämlich sportlich

fair zu kämpfen, sich zu integrieren und anerkannt zu werden für Leistungen, die

sie sich erarbeiten müssen. Dies ist ein sehr wichtiger Aspekt auf dem Weg der

Bildung und der Entwicklung sozialer Kompetenzen.

Frau Franz und Herr Niedzwiecki versuchen den Mädchen und Jungen dabei zu

helfen, sich zu akzeptieren, mit ihren Stärken und Schwächen umzugehen. Für

Trainerin und Trainer ist es eine Anerkennung ihrer jahrelangen Tätigkeit, wenn

Kinder, die inzwischen die Schule verlassen haben, weiter zum Training kommen.

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Elternaktivzentrum

an der Elbe-Schule

Im Elternaktivzentrum an der Elbe-Schule bekommen Eltern Beratung zu den

Themen:

• Konflikte im Erziehungs- und Schulalltag lösen und vermeiden

• für Ausgleich und Entspannung in der Familie sorgen

• die Gesundheit und Zufriedenheit der Kinder und Eltern erhalten

• miteinander reden, um einander besser zu verstehen

• weitere Themen, die von den Eltern eingebracht werden

Über die Einzel- und Familienberatung hinaus bieten wir Gelegenheit für einen

Erfahrungsaustausch unter den Eltern selbst. Hierzu tragen die eher geselligen

Formen der Elternkoch-, Sport- und Spiel AG bei.

„Den Alltag vergessen und selbst als Mutter oder Vater Spaß und Freude erleben“.

Der Thementag rundet das Angebot unseres Elternaktivzentrums ab. Themen wie

z. B. Gesundheitserziehung, gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, Geschwisterkinder,

Konflikte in der Familie und wie man sie lösen kann, Belastungen

durch Krankheit, geringes Familieneinkommen und wo man Unterstützung finden

kann, schulische Anforderungen und deren konstruktive Bewältigung, Gespräche

mit Lehrern führen, Angebote im Kiez und viele weitere Themen werden

am Thementag diskutiert und bearbeitet.

Ziele:

Wir möchten im Miteinander Wege zu einem unbelasteten, selbständigen und

eigenverantwortlichen Familienleben finden und Bedingungen für die verantwortungsvolle

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben entwickeln. Im Vordergrund

unserer Arbeit steht, Ressourcen der Familien, des Einzelnen und des

Umfeldes aufzuspüren und nutzbar zu machen. Integration und Vernetzung

der Kulturen bei gleichzeitiger Akzeptanz ihrer Besonderheiten (Diversity) ist

uns ein besonderes Anliegen.

Kooperationen:

Unterstützt wird die inhaltliche Arbeit der Sozialarbeiterinnen durch den Schulpsychologischen

Dienst, die Stadtteilmütter, Autoren, den Präventionsbeauftragten

der Polizei, den KJGD, das Quartiersmanagement und viele weitere Kooperationspartner.

Für eine intensive Begleitung von Kindern und Eltern arbeiten wir eng mit den

Schulsozialarbeitern der Elbe-Schule sowie mit der Lernförderung zusammen.

Die drei benannten Einrichtungen/ Projekte sind alle in Trägerschaft von AspE e.V.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Elternaktivzentrum

an der Elbe-Schule

Elbestraße 11, 12045 Berlin

vorderer Gebäudeteil, 1. Etage

Pädagogische Koordination:

Gülay Yilmaz, Tel: 0151- 56162596

Djamila Boumekik

Projektträger und Projektleitung:

AspE e.V.

Ambulante sozial-pädagogische

Erziehungshilfe

Brusendorfer Straße 20

12055 Berlin, Tel: 624 33 69

info@aspe-berlin.de

www.aspe-berlin.de

Dieses Projekt wird durch

„Soziale Stadt“ gefördert.

Alle Eltern aus dem Kiez und von

der Elbe-Schule sind herzlich willkommen

im Elternaktivzentrum.

Während der Schulzeit jeden

Dienstag von 11.00 - 15.30 Uhr

Freitag von 9.00 - 13.00 Uhr

in der 1. Etage in der Elbe-Schule.

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Schülerclub an der Rixdorfer Schule

Im Laufe eines achtstündigen Schulalltages ist es für viele Schulkinder wichtig,

eine Auszeit aus der schulischen Lerngruppe nehmen zu können. Die Rixdorfer

Schule bietet im Rahmen des Schülerclubs den Kindern die Möglichkeit, je nach

aktuellem Bedürfnis, abzuschalten, auszutoben oder auch ganz andere bzw. neue

Interessen zu entwickeln. Träger dieses offenen und niederschwelligen Angebotes

ist die LebensWelt gGmbH. Inzwischen hat sich der Schülerclub zu einem

Raum etabliert, wo sich die Schüler/innen wohl und verstanden fühlen, mitgestalten

können und nicht zuletzt gerne treffen.

Gefördert wird dieses Angebot durch das Programm „Jugendarbeit an Schulen“

der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und durch das Jugendamt

Neukölln.

Grundsätzlich steht der Schülerclub allen Schüler/innen offen, Hauptzielgruppe

sind Kinder und Jugendliche der 5. und 6. Jahrgangsstufen. Am Übergang zu

weiterführenden Schulen und entwicklungsbedingten Einschnitten in der beginnenden

Pubertät braucht diese Altersgruppe besondere Orientierung und Angebote,

die sie anspornen und ihnen neue Wege eröffnen.

Neben Gesellschaftsspielen und kreativen Angeboten gehören zu den Aktivitäten

auch Ausflüge, die Mädchengruppe und Mediation. Als festes Angebot des

Schülerclubs haben sich auch Workshops für Ebru-Malerei, Schach, Graffiti und

Rap entwickelt.

In Zukunft werden sich die Angebote des Schülerclubs noch stärker in Richtung

Bildung orientieren. Geplant sind Besuche von Vereinen und Einrichtungen, interreligiöse

Begegnungen, politische Bildung (z.B. Besuch des Neuköllner Rathauses

oder des Reichstags) sowie Workshops mit sportlichen Angeboten. Verstärkt will

sich das Schülerclubteam mit den Lehrer/innen abstimmen, um im Freizeitbereich

das Curriculum der Schule zu ergänzen.

Die Schüler/innen sollen in ihrer Entwicklung zur Eigenständigkeit gestärkt werden.

Sie sollen unterstützt werden in der Wahl der weiterführenden Schule, Entwicklung

eines Berufswunsches, Hobbys und der eigenen Lebensperspektive.

Begleitet werden sie von qualifizierten Fachkräften, denen sie vieles anvertrauen

und in denen sie offene, erwachsene Gesprächspartner/innen finden.

Eine eigene Zielgruppe werden spezielle Lerngruppen, die sogenannten K-Klassen,

sein. Neu mit ihren Familien zugezogenen Schüler/innen besuchen i.d.R. für

ein Jahr diese extra geförderten Klassen, ehe sie in die Regelklassen integriert

werden. Ziel ist, dass die Schüler/innen, neben sozialem Lernen, im Schülerclub

auf spielerische Weise bei ihrem Spracherwerb gefördert werden.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Schülerclub an

der Rixdorfer Schule

RixdorferSchule

Donaustr. 120, 12043 Berlin

Tel: 613 92 60

berlin.08G01@t-online.de

www.die-rixdorfer.de

Ansprechpartner:

Emre Tezcan (Sozialpädagoge B.A.)

Anne-Katrin Marzillier

(Sozialpädagogin B.A.)

Nabil Awwad (Sozialpädagogische

Fachkraft und Suchtberater)

Kontakt:

Schülerinsel Tel: 613 92 618

schuelerinsel.rixdorf@gmx.de

Träger und

Koordination:

LebensWelt

gemeinnützige Gesellschaft

für interkulturelle Jugendhilfe mbH

Lenaustr. 26, 12047 Berlin

Ulrich Falke, Tel: 61 62 79 21

u.falke@lebenswelt-berlin.de

Das Projekt wird finanziert durch:

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Schulsozialarbeit an der Rixdorfer Schule

LebensWelt gGmbH bietet seit September 2009 Schulsozialarbeit an der Rixdorfer

Schule im Rahmen des Programms „Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen“ an (gefördert

von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft).

Der Träger LebensWelt wurde von der Rixdorfer Schule sowie von der zuständigen

Schulaufsicht und dem örtlichen Jugendamt aufgrund seines interkulturellen

Profils und der langjährigen Zusammenarbeit im Projekt „Interkulturelle

Moderation“ für die Umsetzung der Schulsozialarbeit ausgewählt.

Bei der Stellenbesetzung der Schulsozialarbeit wurde darauf geachtet, dass die

Schüler und Schülerinnen sowie ihre Eltern fachlich kompetente, interkulturell

geschulte und kultursensible Ansprechpartner haben. Kultursensibel zu arbeiten

heißt, dass nach Möglichkeit auch Sozialarbeiter/innen eingesetzt werden, die

neben der Kenntnis sozialer, kultureller und ethnischer Hintergründe von Schülerinnen

und Schülern auch über verschiedene Sprachkenntnisse verfügen, um

auch einen Zugang zu den Kindern und ihren Eltern zu finden, die die deutsche

Sprache noch nicht gut beherrschen.

Die Elternarbeit nimmt - neben der direkten Arbeit mit den Schüler/innen - einen

hohen Stellenwert ein, weil LebensWelt davon ausgeht, dass Kinder in unserem

Schulsystem nur dann Erfolg haben können, wenn sie von ihren Eltern ausreichend

unterstützt werden. Um die Kompetenzen der Eltern zu stärken, werden

diese von Beginn an von der Schule und den Schulsozialarbeitern willkommen

geheißen und zur Mitwirkung ermutigt. LebensWelt hat die Erfahrung gemacht,

dass Schwellenängste dann abgebaut werden können, wenn frühzeitig eine Kooperationskultur

mit Eltern entwickelt wird. Dieses gelingt, indem Eltern nicht nur

dann in die Schule eingeladen werden, wenn es Probleme mit den Kindern gibt.

Begrüßungsfeiern für die Erstklässler und deren Eltern, die ausführlichen Beratungsangebote

im Rahmen der Anmeldungen und nicht zuletzt ein wöchentliches

Elterncafé/Elternfrühstück schaffen eine informelle und vertrauensvolle

Atmosphäre, bei der sich Eltern willkommen fühlen.

Eine weitere wichtige Kompetenz im Rahmen der interkulturellen Schulsozialarbeit

macht die Vermittlung der verschiedenen Perspektiven aus, von der aus sich

eine Sache betrachten lässt. Hier sind Methoden der Schulmediation hilfreich.

Schulsozialarbeit mit besonderen Integrationsaufgaben

Seit November 2011 führt LebensWelt Schulsozialarbeit mit besonderen Integrationsaufgaben

speziell für die Zielgruppe der Schüler/innen der Klein-Klassen (K-Klassen)

durch. Diese Schüler/innen, die neu nach Deutschland zugezogen sind, sollen für

die spätere Integration in Regelklassen vorbereitet werden. Es handelt sich dabei um

eine zusätzliche Stelle zur Unterstützung von Schülern/innen aus Sinti- und Roma-

Familien im Bezirk Neukölln im Rahmen des Programms „Jugendsozialarbeit an Berliner

Schulen“ (gefördert aus Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets).

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Schulsozialarbeit an

der Rixdorfer Schule

Rixdorfer Schule

Donaustr. 120, 12043 Berlin

Tel: 613 92 60

berlin.08G01@t-online.de

www.die-rixdorfer.de

Schulsozialarbeiter/in:

Anne-Katrin Marzillier, Sozialarbeiterin

Emre Tezcan, Dipl. Pädagoge und

Schulmediator, Beratung auch in

türkischer Sprache

Tel: 613 92 618, Fax: 613 92 620

Schulsozialarbeiter mit besonderen

Integrationsaufgaben:

Nabil Awwad, sozialpäd. Fachkraft

Beratung auch in arabischer Sprache

Grazyna Heismann, Dipl. Pädagogin

Beratung auch in polnischer und

russischer Sprache

Tel: 613 92 660, Fax: 613 92 620

Kontakt Schulsozialarbeit:

Rixdorfer Schule, Raum 119a

schuelerinsel.rixdorf@gmx.de

sozialarbeit.rixdorf@lebensweltberlin.de

Träger und

Koordination:

LebensWelt

gemeinnützige Gesellschaft für

interkulturelle Jugendhilfe mbH

Lenaustr. 26, 12047 Berlin

Dafina Sejdijaj, Tel: 616 279 21

d.sejdijaj@lebenswelt-berlin.de

Gefördert durch:

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Schulhoföffnung Rixdorfer Schule

Mit der Schulhoföffnung zeigt sich die Schule den Anwohner/innen des Quartiers

als Einrichtung, die sich für den Kiez öffnet und sowohl Kinder als auch ihre Eltern

willkommen heißt. Die Kinder erfahren durch das von vier sozialpädagogischen

Fachkräften betreute Projekt eine abwechslungsreiche und bewegungsbetonte

Gestaltung ihrer Freizeit in Nachmittagsstunden, außerdem an bestimmten Tagen

ein attraktives Freizeitprogramm in den Schulferien. Ihre Eltern werden eingeladen

mit ihren Kindern zu spielen, sie beim Spielen zu beobachten und sich

auf dem Schulhof und/ oder dem neu geöffneten „Eltern-Café“ in der ehemaligen

Hausmeister-Wohnung mit anderen Eltern oder Akteur/innen in entspannter

Atmosphäre auszutauschen. Mit der Weiterführung des geöffneten Schulhofs

entsteht zusammen mit dem Eltern-Café ein neues Zentrum der Begegnung im

Quartier.

Alle Aktivitäten finden, außer bei Regenwetter und bei Glätte und Kälte, auf dem

Schulhof statt. Die Resonanz ist sehr hoch. Täglich nutzten im Schnitt 40 bis 50

Schüler/innen dieses Angebot, wobei sich ein Stamm von rund 30 Kindern gebildet

hat, die fast täglich kommen. Sie bringen auch Freund/innen aus der Nachbarschaft

mit.

Zu Beginn des Nachmittagsangebots tragen sich die Kinder in die Anwesenheitsliste

ein. Da sie meist zeitversetzt eintreffen, wird auf ein Eingangsspiel verzichtet.

Stattdessen wird jedes Kind bei seiner Ankunft gefragt, wie es ihm geht und wie

sein Tag war. Wenn es etwas bedrückt, hilft hier zum Teil schon, seine Sorgen gegenüber

einem verständnisvollen Erwachsenen aussprechen zu können.

Wenn ein Kind erkennbar größere Probleme hat, tauschen sich die Freizeitpädagog/innen

mit den Schulsozialarbeiter/innen und ggf. mit den Lehrkräften bzw.

mit der Schulleitung aus, um nötigenfalls weitere Schritte einzuleiten.

Jedes Kind sagt, was es spielen oder welches Spielgerät es sich ausleihen möchte.

Besonders gefragt sind Roller, Wave-Boards und Inline-Skater. Zu den beliebtesten

gemeinsamen Spielen gehören u.a. Völkerball, Brennball, Fußball, Tischtennis und

„China“.

Im Winter steht dem Projekt an zwei Tagen pro Woche eine der beiden Sporthallen

zur Verfügung. Auch dann kommen meist bis zu 30 Kinder. An den anderen

Tagen, wenn es für Außenaktivitäten zu kalt oder zu nass ist, kann das Projekt–

mit beschränkter Teilnehmerzahl - das Elterncafé nutzen. Seit September 2012,

jeweils mittwochs, steht dieser Treffpunkt allen Eltern offen.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Schulhoföffnung

Rixdorfer Schule

Rixdorfer Schule

Donaustr. 120, 12043 Berlin

Tel: 613 92 60

berlin.08G01@t-online.de

www.die-rixdorfer.de

Träger

und Koordination:

LebensWelt

gemeinnützige Gesellschaft für

interkulturelle Jugendhilfe mbH

Ganghoferstr. 11, 12043 Berlin

Ulrich Falke, Tel: 61 62 79 21

u.falke@lebenswelt-berlin.de

Dieses Projekt wird durch

„Soziale Stadt“ gefördert.

Ort und Ausstattung :

• Neugestalteter Schulhof der Rixdorfer

Schule mit neuen Spiel- und

Kletterelementen

• Räume der Schule bei schlechtem

Wetter

• Neu eingerichtetes Eltern-Café

in dafür umgebauter ehemaliger

Hausmeister-Wohnung

• Nutzung der Schulsporthalle im

Winterhalbjahr

Öffnung des Schulhofes der Rixdorfer

Schule wochentags von 16.00

- 18.00 Uhr (mit Ausnahme der Ferien)

für Kinder im Alter von 6 bis 12

Jahren aus der Schule und aus der

Nachbarschaft und deren Eltern sowie

andere Akteur/innen.

Gegenwärtig sind 160 Kinder bei

dem Projekt angemeldet (Stand März

2012), mit weiter wachsender Anzahl.

Durch die Kooperation mit der

Schule, einer weiter intensivierten Elternarbeit

und Kiez-Vernetzung sollen

künftig bis zu 500 Personen, vor

allem Eltern und Bewohner/innen,

aktiviert werden und von dem Angebot

profitieren.

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Theos Schüleroase

AWO Schulstation

Unser Angebot richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der Theodor-Storm-

Schule sowie an deren Eltern und Lehrer/innen.

Qualifizierte Fachkräfte stehen als Ansprechpartner/innen zur Verfügung und helfen

bei der Bewältigung individueller, schulischer und häuslicher Problemlagen.

Wir arbeiten bedürfnis- und ressourcenorientiert, fördern die Kinder unter Beachtung

ihrer Stärken und Kompetenzen und vernetzen uns wirksam mit den Fachdiensten

des Jugendamtes sowie anderen bezirklichen Einrichtungen.

Eine enge Kooperation zwischen Schule, Eltern und Jugendhilfe ermöglicht die

bedarfsgerechte Unterstützung und Förderung der Kinder.

Insbesondere in Konflikt- und Belastungssituationen stellt die Schulstation einen

vertrauensvollen Ort der Hilfe, Unterstützung und Beratung dar.

Angebote für Kinder:

• Wir unterstützen bei Lern- und Leistungsschwierigkeiten. Wir bieten Projektangebote

wie Tanz, Kochen, Mädchengruppe, Kreatives Gestalten, Theater etc.

• Wir ermöglichen die Ausbildung zu Konfliktlotsen. Hierbei können die Kinder

lernen, wie sie bei Streitigkeiten gewaltfrei und selbständig vermitteln können.

• Wir bieten Einzel- und Kleingruppenförderung, Konzentrationsübungen, Wahrnehmungsübungen

und Sprachförderung.

• Wir stellen Informationen über weiterführende Hilfen und Freizeitangebote

(Sportvereine, Kinderclubhäuser, Nachhilfeanbieter etc.) zur Verfügung.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Schulstation Theos Schüleroase

Hobrechtstraße 76, 12043 Berlin

Ansprechpartner/innen:

Michaela Lambert

Sabine Kornfeil

Phillip Kolski

Christine Gottschalk

Tel: 620 05 668, Fax: 620 05 769

theos-schueleroase@awo-suedost.de

www.awo-suedost.de

Öffnungszeiten:

Mo - Do: 8.30 - 16.00 Uhr

Fr: 8.30 - 15.00 Uhr

in den Ferien geschlossen

Träger:

Arbeiterwohlfahrt

Kreisverband Südost e.V.

1 Sozialpädagogin, 3 Erzieher/-innen

Die Schulstation befindet sich in der

ehemaligen Hausmeisterwohnung.

Wir verfügen über 2 Gruppenräume,

eine Küche und ein Büro.

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Angebote für Lehrerinnen und Lehrer:

• Unterstützung und Begleitung des sozialen Lernens sowie Bearbeitung von

Konflikten zwischen einzelnen Schülern/innen oder innerhalb der gesamten

Klassengemeinschaft.

• Fallbezogene Beratung im Umgang mit Schülern/innen oder Eltern.

• Unterrichtshospitationen zur gezielten Verhaltensregulierung von Schülern/innen.

• Wir unterstützen in der Elternarbeit durch Elterngespräche, Hausbesuche oder

Elternabende.

Angebote für Eltern:

• Wir unterstützen bei individuellen schulischen und häuslichen Problemlagen

• Wir beraten Eltern über adäquate Lösungswege bei Verhaltens- und Entwicklungsauffälligkeiten

von Kindern.

• Wir vermitteln und begleiten bei Eltern-Schüler-Lehrer-Gesprächen, bei Bedarf

auch mit Übersetzung.

• Wir informieren über und vermitteln außerschulische Hilfsangebote.

Kooperation: Jugendamt Neukölln, Schulpsychologie Neukölln, Schildkröte e.V.,

Familienberatungsstellen, Freiwilligenprojekt AWO-ExChange, Freie Träger der

Jugendhilfe, Stadtteilmütter, Lokaler Bildungsverbund, AWO Hort Sonnenkids.

Leitbild:

Unsere Arbeit wird getragen von

der Überzeugung, dass Kinder, unabhängig

von ihrer Herkunft, Religion

und Hautfarbe, Akzeptanz

und Wertschätzung erfahren. Wir

beteiligen Kinder an Entscheidungs-

und Gestaltungsprozessen.

Wir unterstützen Familien in unterschiedlichen

Lebenslagen. Unsere

Angebote orientieren sich an der

Lebenswelt unserer Kinder und

dem Sozialraum der Schulstation.


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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Die 2. Chance

Reintegratives Schulprojekt

Das Programm Schulverweigerung - Die 2. Chance ist Bestandteil der Initiative

JUGEND STÄRKEN des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ziel ist es, SchülerInnen aus dem Kreislauf der Schulverweigerung herauszuführen

und sie wieder in einen geregelten Schulalltag zu integrieren.

Jugendwohnen im Kiez führt das Projekt „Die 2. Chance“ seit Oktober 2006 in

Neukölln durch.

Ziele:

• die Reintegration schuldistanzierter Jugendlicher in eine 7. oder 8. Klasse,

• die Herausbildung und Förderung sozialemotionaler Fähigkeiten und

• die Einbindung und Aktivierung der Eltern zur Förderung der Erziehungskompetenz.

Das reintegrative Schulprojekt richtet sich an Neuköllner SchülerInnen

im 7. und 8. Schulbesuchsjahr,

• die dauerhaft dem Unterricht fernbleiben oder die aktive Teilnahme am Unterricht

verweigern,

• deren erfolgreiche Schullaufbahn durch schuldistanziertes Verhalten nachweislich

gefährdet ist,

• die ihren Wohnsitz und Schulplatz in Neukölln haben.

Die Maßnahme umfasst zwei eigenständige Bausteine, die auch als Entwicklungsstufen

genutzt werden können:

1. Im Standortprojekt werden 8-10 SchülerInnen beschult und sozialpädagogisch

betreut. Zwei Lehrkräfte und vier sozialpädagogische Fachkräfte unterstützen

die Reintegration der SchülerInnen in ihre Herkunftsschulen.

2. Zusätzlich bietet das Projekt 5 - 7 Plätze für SchülerInnen, die in ihren Herkunftsklassen

verbleiben. Sie werden dort direkt von den Projektmitarbeiter-

Innen begleitet und stabilisiert.

Es wird fächerübergreifend unterrichtet, wobei Wert auf individualisiertes Lernen

gelegt wird. Im Rahmen der sozialen Gruppenarbeit werden mit den Jugendlichen

soziale Kompetenzen wie Vertrauen in andere, Respekt vor MitschülerInnen und

LehrerInnen sowie eigenverantwortliches Handeln eingeübt. Ergänzend werden

Nachmittagsaktivitäten und Ausflüge durchgeführt.

Zentrales Element der Angebotsstruktur ist die Arbeit im Bezugsbetreuungssystem.

In regelmäßigen Einzel- und Familiengesprächen werden Lösungswege

für bestehende Probleme aufgezeigt, Hilfsangebote vermittelt und Gespräche

mit der zuständigen Lehrkraft initiiert und begleitet. Auf diese Weise wird die Bindung

zwischen Elternhaus, Jugendlichem/r und der Schule begünstigt.

Die schrittweise Reintegration der SchülerInnen in eine Regelklasse wird von den

SozialpädagogInnen spätestens nach zehn Monaten in Kooperation mit dem Jugendamt,

den Eltern und der Schule eingeleitet und eng begleitet.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Die 2. Chance

Reintegratives Schulprojekt

Tel: 030-820 77 677

Fax: 030-820 77 676

zweite-chance@jugendwohnen-berlin.de

Träger:

Jugendwohnen im Kiez-Jugendhilfe

gGmbH

Reuterstraße 43, 12047 Berlin

Tel: 779 07 99 - 0

www.jugendwohnen-berlin.de

Regionalleitung Neukölln: Frau Birk

birk@jugendwohnen-berlin.de

Das Programm Schulverweigerung

- 2. Chance wird vom Bundesministerium

für Familie, Senioren, Frauen

und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen

Sozialfonds der Europäischen

Union gefördert.

Unsere Angebote umfassen

im Bereich Schule:

• fächerübergreifender Unterricht

individualisiertes Lernen

• Begleitung der Reintegration in

die Regelklasse

im Bereich Sozialarbeit:

• Bezugsbetreuung

• Soziale Gruppenarbeit

• Familienarbeit

• pädagogische Freizeitgestaltung

• Netzwerkarbeit

Durchgeführt wird das Angebot

von einem multidisziplinären und

interkulturellen Team. Standort des

Projektes sind Räumlichkeiten im

Nordosten Neuköllns.

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Lena Schülerclub

98Lena Schülerclub

Lenaustraße 12, 12047 Berlin

Ziel des Schülerclubs Lena ist es, den Kindern im Kiez ein lernfreundliches Klima

anzubieten, was bei vielen Familien zu Hause aufgrund mangelnden Platzes nicht

machbar ist. Die Kinder sollen gerne in den Schülerclub kommen, sich wohl und

geborgen fühlen und wissen, dass hier jemand für sie da ist.

Das Projekt Schülerclub Lena umfasst die Beaufsichtigung und Hilfestellung im

Schülerclub sowie die Unterstützung von Computerprojekten. Schülerinnen und

Schüler der Klassen 1 bis 13 haben die Möglichkeit, allein oder gemeinsam mit

ihren Eltern einen lernfördernden Bereich zu nutzen, um Hausaufgaben zu

erledigen. Beratung und Unterstützung wird auf Anfrage gerne angeboten. Es

werden zusätzlich diverse Freizeitangebote und gezielte Ferienprogramme

durchgeführt. Das Projekt ist sehr gut im Kiez und von den Kindern angenommen

worden.

Unsere Angebote:

Tel: 69 80 70 70

Fax: 69 80 70 729

Öffnungszeiten:

Mo - Fr: 12.00 - 18.00 Uhr

Ansprechpartner:

Frau Derya Caglar

Herr Helmut Wolff-Keune

Träger:

Türkisch-Deutsches Zentrum e.V.

Lenaustr.12, 12047 Berlin

Tel: 69 80 70 70

info@tdz-berlin.de

www.tdz-berlin.de

• Im Schülerclub haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben unter Aufsicht

und Anleitung zu erledigen

• Vermittlung von Lern- und Arbeitstechniken

• Allgemeine Unterstützung bei schulischen Problemen

• Nutzung von PCs mit Internetzugang

• Hilfe beim Einstieg in einige PC-Programme wie Excel, Word und Power Point

• Kreatives Basteln und Malen mit den Kindern

Der Lena Schülerclub ist ein Beschäftigungsprojekt,

das über das

Jobcenter Neukölln finanziert wird.

Zielgruppe:

Schülerinnen und Schüler der

Klassen 1 - 13

• Jederzeit Kicker und Tischtennis sowie spannende Turniere

• Ruhige Leseecke

• Zusammenstellung einer Kiez-Fußballmannschaft

• Teilnahme an Fußballturnieren

• Schlittschuhlaufen

• Museumsbesuche

• Teilnahme an Straßenfesten und viele Überraschungen

• Jeden Mittwoch ist Mädchentag im “Lena”

Projektinhalt:

• Hausaufgabenhilfe für Schülerinnen

und Schüler

• Beratung und Unterstützung bei

schulischen Projekten

• Beratung und Unterstützung bei

schulischen Problemen

• Förderung beim Umgang mit PC

und Internet

• Spiel, Spaß, Bildung und

Unterhaltung

• Anlaufstelle für Kinder, die nicht

wissen, was sie außerhalb der

Schule machen sollen

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur


P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Deutsch-Fitness

Sprachförderung für Grundschüler

Zielsetzung: Die von externen Fachkräften angebotene Sprachförderung richtet

sich an Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen aus Grundschulen im

Einzugsbereich des Reuterquartiers, an denen der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund

besonders hoch ist. Ziel ist, ihre Chancen auf einen erfolgreichen

Übergang zu weiterführenden Schulen zu erhöhen. Die Kurse berücksichtigen

unterschiedliche Leistungsniveaus. Das Projekt war anfangs auf die Grundstufe

der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli (vormals Franz-Schubert-Schule)

und auf die Elbe-Schule begrenzt, wird aber inzwischen auch an der Theodor-

Storm-Schule durchgeführt.

Projektinhalt: Texte verstehen und wiedergeben, die wichtigsten Inhalte erkennen

und Zusammenfassungen präzise formulieren, Aufgaben erfassen und

selbstständig lösen - diese Kompetenzen werden geübt und nützen Schüler-

Innen in allen Klassen und allen Schulformen. Außerdem bilden Übungen zu

Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik und Textgestaltung weitere

Schwerpunkte der Sprachförderkurse. Die Kursleiterinnen setzen dafür ausgewählte

Lehrwerke und unterschiedliche Textsorten ein. Das Spektrum reicht von

Märchen und Fabeln über Zeitungsartikel bis zu Klassikern der Weltliteratur. Beispiele

sind F. Schillers „Wilhelm Tell“ und Shakespeares „Romeo und Julia“ aus der

Reihe „Klassiker für Kinder“. Literarische Werke und Sketche werden mit verteilten

Rollen vorgetragen. Spiele wie „Grammatiktennis“,„Fremdwortbingo“ oder „Tabu“

lockern das Kursangebot auf. Auch Bibliotheksbesuche und andere Exkursionen

stehen auf dem Programm.

Projekterfolge: In der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli besuchen gegenwärtig

mehr als 40 Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen die insgesamt

vier AGen. Das entspricht circa der Hälfte aller Schülerinnen und Schüler

dieser Jahrgangsstufen. Die Teilnahme ist freiwillig. Kinder, die am Sprachförderkurs

teilgenommen haben, wechselten signifikant häufiger auf ein Gymnasium

als der Durchschnitt. In der Elbe-Schule arbeitet die Kursleiterin mit 4 Gruppen

aus den 5. und 6. Klassen parallel zum Regelunterricht. In Absprache mit den

Fachlehrern fand im Frühjahr 2012 ein zusätzlicher aufklärender Workshop und

ein Kinobesuch statt. Für SchülerInnen aller drei Grundschulen wurde 2012 eine

Exkursion in die Cornelia-Funke-Ausstellung im Kindermuseum Labyrinth und in

den Hochseilgarten Jungfernheide durchgeführt.

Kooperationen: An den teilnehmenden Schulen werden eine enge Zusammenarbeit

und ein intensiver Austausch mit den FachlehrerInnen und der Schulleitung

gepflegt. Es wird eine intensive Vernetzung mit allen BildungsakteurInnen im

Quartier angestrebt und durchgeführt.

Seit November 2011 initiiert das Projekt Fit in Deutsch regelmäßig Vernetzungstreffen

für die SprachbildungskoordinatorInnen der Grundschulen im Lokalen Bildungsverbund

mit dem Ziel, die durchgängige Sprachbildung zu verbessern (Verbundarbeit).

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Projektleitung :

Irmgard Spahn, Diplom-Pädagogin

Tel: 0162 - 5385895

irmgardspahn@gmx.de

Dr. Marina Krug, Literaturwissenschaftlerin,

DaZ-Lehrkraft

Tel: 030 - 7857396

Marina-Krug@freenet.de

Dieses Projekt wird durch

„Soziale Stadt“ gefördert.

Zielgruppe :

Schülerinnen und Schüler der

Grundstufe der Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rütli,

der Theodor-Storm-Schule und

der Elbe-Schule. Die Schüler-

Innen werden von den FachlehrerInnen

entsprechend ihres

Sprachleistungsstands eingeteilt.

Grundstufe der Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rütli:

Sprachförderung seit dem Schuljahr

2005/2006 als freiwilliges Nachmittagsangebot

in insgesamt vier

Kursen in den Klassen 5 und 6. Die

Gruppenstärke ist mit 6 - 10 TeilnehmerInnen

bewusst klein gehalten.

Theodor-Storm-Schule und

Elbe-Schule:

Sprachförderung in kleinen Gruppen

in den 5. und 6. Klassen seit

2008 an der Elbe-, seit 2010 auch

an der Theodor-Storm-Schule. Sie

findet während der regulären Unterrichtszeit

statt. Gefördert werden

die leistungsstarken SchülerInnen.

Arbeitsmaterialien werden kostenfrei

zur Verfügung gestellt

und dürfen am Schuljahresende

von den SchülerInnen mit

nach Hause genommen werden.

Die Kurse werden von qualifizierten

Fachkräften geleitet.

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

„Schule im Wald“

Der Wald ist ein kontinuierlich nutzbarer Lernort für den praktischen Unterricht.

Insbesondere für Kinder, die ihren Heimatkiez selten verlassen, bietet er wertvolle

Potenziale: An diesem neutralen, gleichwohl sehr eindrucksvollen Ort gemachte

Gruppen-, Lern- und Naturerfahrungen prägen sich in besonderem Maße ein.

Der Wald bietet viel Raum und zahlreiche Möglichkeiten, auf die Grundbedürfnisse

der Kinder nach Bewegung, Spielen und Sammeln, Bauen und Kreativität,

Lernen, Entdecken und Forschen einzugehen.

Mit dem Projekt “Schule im Wald” sollen Kinder eine positive, nachhaltige Beziehung

zu ihrer Umwelt aufbauen sowie individuelle und gemeinschaftliche Sozialkompetenzen

entwickeln.

Mit Hilfe von erlebnispädagogischen Elementen - sinnliche, forschende, kreative

Spiele, Aktionen und Interaktionen - werden soziale Kompetenzen des einzelnen

Kindes sowie der Gruppe gefördert. Die Entwicklung von neuen Handlungsmustern

und Konfltiktlösungsstrategien wird erlernt, die Klassengemeinschaft gestärkt.

Über die Hauptziele des Projektes hinaus wird ein Beitrag zur Integration

der Kinder in ihr soziales Umfeld geleistet.

Die beteiligten LehrerInnen und ErzieherInnen hospitieren während der Waldveranstaltungen

und erhalten ausführliche Hintergrundmaterialien als Anregung, über das

Projekt hinaus selbst mit ihren Kindern im Wald bzw. im näheren Umfeld der Schule

und Kita themenbezogen zu arbeiten. Die angestrebte Begleitung der Waldtage

durch Eltern soll das Engagement und Interesse am Schulalltag der Kinder fördern.

Über die kontinuierliche Arbeit werden die o. g. Ziele nachhaltig erreicht. Sowohl

deshalb, als auch durch die gezielte, konzeptionell verankerte Beschäftigung mit

wirtschaftlichen, sozialen und umweltrelevanten Aspekten des Waldes ist “Schule

im Wald” ein Projekt im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Das Projekt ist dem Lokalen Bildungsverbund angeschlossen. Durch gemeinsame

Aktivitäten - wie u. a. dem jährlichen Kiezfest - findet eine intensive Kommunikation

und ein reger Informationsaustausch mit den Grundschulen, der Kita und

weiteren Fachkräften statt.

Projekterfolge: “Schule im Wald” startete 2008 als Pilotprojekt in drei Grundschulen

und wird seit 2010 auch erfolgreich in einer Kita durchgeführt.

Bis zu 80 % der Kinder haben den Wald vor Projektbeginn noch nie bzw. ausschließlich

im Rahmen von Schulausflügen besucht. Nach der Projektteilnahme

ist der Bezug zur Natur und das Wissen um den Wert des Waldes bei nahezu allen

Kindern vorhanden. Die Faszination dieses Lebensraumes überragt im allgemeinen

die anfängliche Scheu insbesondere vor Krabbeltieren und Waldboden.

Besondere Höhepunkte bilden stets die mit der Försterei gemeinsam durchgeführten

Waldtage. Die meisten Kinder sind von dem Waldprojekt begeistert, freuen

sich immer sehr auf die Waldtage und würden nach eigenen Angaben auch

nach dem Projekt gern weiter in den Wald gehen.

Im Hinblick auf die Förderung der Sozialkompetenzen - ein Hauptanliegen von

“Schule im Wald” - können in einigen Fällen positive Veränderungen direkt mit

dem Projekt in Verbindung gebracht werden.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

„Schule im Wald“

Projektleitung:

Cathrin Pempelfort, Ramona Ziegfeld

schuleimwald@

schreberjugend-berlin.de

Träger:

Deutsche Schreberjugend

Landesverband Berlin e.V.

Kirschenallee 25, 14050 Berlin

Tel: 300 99 152/153

Dieses Projekt wird durch

„Soziale Stadt“ gefördert.

Zielgruppe:

• SchülerInnen, LehrerInnen und

Eltern der Elbe-Schule, Rixdorfer

Schule und Theodor-Storm-

Schule. Jede Klasse nimmt ca. 1x

monatlich (10 Termine) für einen

Vormittag am Waldprojekt teil.

• Vorschulkinder, ErzieherInnen und

Eltern der Kita Reuterstraße (zwei

Gruppen mit etwa 12 Kindern).

Jeder Gruppe stehen 7 Vormittage

im Wald zur Verfügung. Ein Besuch

der Försterei Grünau ist angedacht.

Projektinhalt:

• Sachwissenvermittlung zum Lebensraum

Wald (Baum- und Tierarten,

Beziehungen der einzelnen

Lebewesen untereinander, Rolle

eingewanderter Arten, Kenntnisse

zum Stoffkreislauf, Nützlinge und

Schädlinge)

• Kenntnisse über das Berufsbild des

Försters, Waldnutzung und -pflege

• gemeinsame Waldpflegetätigkeiten

• pädagogischer Schwerpunkt bei

den Vorschulgruppen: spielerisch

sinnliches Entdecken und Wahrnehmen

des Lebenraumes Wald

• vielfältige Gruppenaktivitäten zur

Förderung von sozialem Lernen

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

MANEGE

Kinder-, Jugend- und Kiezclub

Die Freizeiteinrichtung MANEGE ist integraler Bestandteil des Modellprojekts

Campus Rütli - CR² und bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Reuterkiez

vielfältige Möglichkeiten zum Engagement, zum Austausch und zur sinnvollen

Freizeitbeschäftigung. Bei den verschiedenen Angeboten spielen Bildung

und die Nutzung von Methoden und Arbeitsweisen, die die Freude am Lernen

und Entdecken fördern, eine übergeordnete Rolle. Sei es in der Werkstatt, wo

handwerkliche und technische Fähigkeiten vermittelt und erprobt werden, sei es

in dem hauseigenen Tonstudio, wo die eigens geschriebenen Rap-Texte professionell

eingespielt werden oder auf der MANEGE-Bühne, wo sich Kinder und Jugendliche

mit ihren selbst erarbeiteten Stücken entwickeln und mit ihren öffentlichen

Aufführungen den Kiez begeistern. Wir bieten außerdem eine aktive Mädchenund

Tanzgruppe sowie ein regelmäßiges Fußballtraining auch am Wochenende.

Unsere Besucherinnen und Besucher kommen direkt nach Ihrem Schultag in die

MANEGE. Wir bieten ihnen offene Ohren, Unterstützung bei den Hausaufgaben,

verschiedene Neigungsgruppen sowie Austausch und Beratung. Unsere Tür steht

jedoch für alle Menschen im Kiez offen.

Die Kinder und Jugendlichen gestalten den „Alltag“ überwiegend selber. Freiwilligkeit

und Offenheit liegen uns besonders am Herzen. Wer möchte, kann uns

bei der Gartenarbeit, Instandhaltung, Raumgestaltung und der -pflege helfen.

Wir betrachten unsere Besucherinnen und Besucher ressourcenorientiert und

helfen Fähigkeiten und Kompetenzen zu entdecken. In der MANEGE versuchen

wir unsere Umwelt zu gestalten und Verhältnisse zu schaffen, die es den Kindern

und Jugendlichen ermöglichen, positive Erfahrungen zu sammeln und besser in

schwierigen Lebenslagen zurechtzukommen.

Viele unserer Besucherinnen und Besucher stammen aus Familien mit arabischem

oder türkischem Migrationshintergrund. Gesellschaftliche Themen wie

Kultur, Tradition, Migration und Bildung spielen daher auch in der MANEGE eine

wichtige Rolle. Dank einer jahrelangen und intensiven Eltern- und Familienarbeit

genießt die MANEGE bei Kindern und Erwachsenen im Kiez großes Vertrauen. Wir

werden an mehreren Tagen ehrenamtlich unter anderem durch Mütter unterstützt,

die unseren Kindern für kleines Geld eine warme Mahlzeit anbieten.

Das Team arbeitet seit mehreren Jahren in der MANEGE zusammen, wodurch

eine stabile Basis für Vertrauen auf dem Campus und im Kiez aufgebaut werden

konnte. Das pädagogische Konzept ist geprägt von einem aktivierenden

Ansatz. Wir bieten Raum und Möglichkeiten, geben Impulse und helfen kreativ

Ideen der Kinder umzusetzen. Der offene Bereich wird von uns liebevoll als „Alltag“

bezeichnet, der an allen Schultagen von durchschnittlich 50 Kindern und

Jugendlichen mit Leben gefüllt wird. Mit Übernahme der Trägerschaft durch die

Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) gGmbH im Juli 2012

ist eine Sicherung der bestehenden Angebote erfolgt.

Um möglichst breit in den Sozialraum unserer Besucherinnen und Besucher zu

wirken, arbeiten wir aktiv in verschiedenen Arbeitsgruppen und Gremien des

Campus Rütli, des Jugendamtes und des Reuterkiezes mit.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Manege

Rütlistr. 1-3

12045 Berlin

geöffnet: wochentags

16 - 20.00 Uhr

Wochenende je nach Angebot

Einrichtungsleiter: Sascha Mathéjczyk

Leitung offene Arbeit: Osman Tekin

Tel: 629 829 70, 0175 - 573 81 39

manege@tjfbg.de

Träger: Technische Jugendfreizeit-

und Bildungsgesellschaft

(tjfbg)

gGmbH

www.tjfbg.de

Wilhelmstraße 52

10117 Berlin

Ausstattung :

Die Manege ist

integraler Bestandteil

des Modellprojekts

Campus Rütli - CR²

Großer Saal mit Bühne, Kleiner Saal

(offener Bereich / Tanz- und Musikraum),

Tonstudio, Werkstatt, Küche,

2 Gruppenräume, Mitarbeiterbüro,

Großes Außengelände mit Sitzmöglichkeiten,

Feuerstelle, Spielplatz,

Terrasse, Sandplatz, Gartenprojekt

Mit unseren verschiedenen Projekten

- und durch den ganz normalen

Alltag im Jugendzentrum

- fördern wir die Befähigung zu

sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung

und Partizipation. Wir

helfen den Jugendlichen, ihre Interessen

zu vertreten und zielführende

Formen des Ausdrucks zu finden.

Dies üben wir unter anderem durch

Vollversammlungen und den Jugendbeirat,

der bei wichtigen Entscheidungen

für die MANEGE gehört

wird und an Entscheidungen

mitwirkt. Unser Ziel ist die Förderung

der Integration durch Kompetenzerweiterung

in unterschiedlichen

Bereichen. Alle Angebote orientieren

sich an den Interessen der Kinder

und Jugendlichen.

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Mädchenstadtteilladen ReachIna

Outreach-Mobile

Jugendarbeit Berlin

Nansenstraße 35

12047 Berlin

Tel + Fax: 62 98 98 75

reachina.outreach@web.de

www.outreach-reachina.de

P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

106 Mädchenstadtteilladen ReachIna

Outreach - Mobile Jugendarbeit Berlin

Öffnungszeiten:

Mo und Do 15 - 20.00 Uhr

Di und Mi 13 - 18.00 Uhr

Zielsetzung: Outreach-Mobile und sozialräumlich orientierte Jugendarbeit ist ein

Konzept, das unterschiedliche Ansätze und Methoden in der Jugendarbeit miteinander

verknüpft und damit zu einem neuen und eigenständigen Ansatz in der

Jugendarbeit in Berlin beigetragen hat.

Das ReachIna verfolgt ein Konzept von Angeboten mit niedrigschwelligem

Bildungsansatz, d.h. nicht defizitär, sondern setzt bewusst an den oft versteckten

Kompetenzen der Mädchen und jungen Frauen an, die erstaunliche Energien haben,

diese umzusetzen. Die Teamzusammensetzung bietet hinsichtlich Alter, Herkunft

und Sprache eine Auswahl von Ansprechpartnerinnen für unterschiedliche

Fragen. Die Besucherinnen sollen mit Beginn der Pubertät dahingehend gestärkt

werden, ihre persönlichen, schulischen und beruflichen Perspektiven sowie ihre

Lebensumstände ansatzweise selbst in die Hand zu nehmen. Selbstbestimmung

und direkte Partizipation sowie Hilfe zur Selbsthilfe bilden dabei die Basis mit

dem Ziel, sich selbst wahrzunehmen, sich zu finden, sich zu lieben und sich zu

schützen. Aufklärung und Sexualberatung sind weitere Schwerpunkte zur Stärkung

der Lebenskompetenz. Dafür ist mit den Besucherinnen ein sexual-pädagogisches

Frage- und Wissenbrettspiel entwickelt worden, das z.B. in der Gemeinschaftsschule

auf dem Campus Rütli im Biologieunterricht durchgeführt wird.

Ansprechpartnerinnen:

Ayten Yildirim und Eva Wälde

Träger: gGskA mbH -

gemeinnnützige Gesellschaft

für sozial-kulturelle Arbeit mbH

Räumlichkeiten:

Charakteristisch für den Mädchenstadtteilladen

ist die kleine Ladenwohnung

mit einem großen und

einem kleinen Raum sowie Büro

und Wohnküche. Alle Räume wurden

von den Mädchen selbst gestaltet.

Die Größe steht für eine intime

und vertrauensvolle Atmosphäre, in

der sich alle wohl fühlen sollen.

Angebote:

• Der Laden bietet verschiedene Freizeitaktivitäten wie Tanzen, Singen, Basteln,

Kickern, Karaoke, Ausflüge u.a..

• Verschiedene Formen und Methoden aus dem Bildungsbereich, wie z.B. die

Vollversammlung und Antidiskriminierungsarbeit, fließen beständig im Alltag

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Zielgruppe :

Der Mädchenstadtteilladen Reach-

Ina ist offen für alle Mädchen und

jungen Frauen zwischen 11 und

18 Jahren, unabhängig vom Herkunftsland,

von Religion, Kultur,

Bildung oder Geschlechteridentität/

sexueller Orientierung.

Ein Kennzeichen ist, dass das ReachIna

seit seiner Gründung am 8.

März 2000 (Internationaler Frauentag)

von Mädchen und jungen

Frauen mit verschiedensten Hintergründen

aufgesucht wird. So sind

im Laden u.a. die Sprachen Deutsch,

Englisch, Französisch und Türkisch

vertreten.

ein. Auf den regelmäßigen Vollversammlungen entscheiden die Besucherinnen

und das Team gemeinsam über die Unternehmungen, Ladenregeln, Stimmung

und das Miteinander im Laden. Hierbei können die Mädchen und jungen

Frauen Selbstbehauptung sowie konfliktfreies Sprechen und Argumentieren in

gleichberechtigtem Kreis erlernen.

• Das ReachIna-Team unterstützt zudem im Bereich Schule und Berufsfindung,

z.B. durch Bewerbungen schreiben, Hausaufgaben sowie die Vorbereitung für

den MSA und Klassenarbeiten. Dies erfolgt in Einzel- oder Gruppenarbeit, in

allen Schulfächern für die Klassen 5 - 10.

• Montags werden Medienarbeiten mit Computer, Fotografie und Videoarbeit

angeboten. Mittwochs produziert die Rapperin Lena verschiedene Raps (hörbar

auf der Homepage). Hier können die Besucherinnen ihren Alltag in ganz

andere Worte fassen und erlernen, ihre Erfahrungen und Emotionen mit Rap

auszu-drücken - eine jugendgerechte Form der Sprachbildung.

• Ein Highlight einmal im Jahr ist die mehrtägige Fahrt zum Generationenforum

in die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Ravensbrück,

bei dem sich die Teilnehmerinnen mit Holocaustüberlebenden und anderen

Jugendlichen aus der ganzen Welt treffen und austauschen können.

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Jugendstadtteilladen Hobrecht83

Die Hobrecht83 ist seit ihrer Eröffnung im August 2010 eine feste und verlässliche

Anlaufstelle für Jugendliche ab 14 Jahren im Donaukiez. Betreut wird die sie von

Nihat Karatoprak, der auch durch seine Streetwork-Tätigkeit im Kiez bekannt ist.

Dadurch wird eine Verbindung von mobiler Jugendarbeit mit einem stationären

Angebot geschaffen. Dieses beinhaltet sowohl niedrigschwellige Freizeitangebote

als auch die Entwicklung und Durchführung von Projekten und Workshops,

die an den Wünschen, Interessen, Bedarfen und der Lebenswelt Jugendlicher orientiert

sind. Damit werden die individuellen und sozialen Kompetenzen der Jugendlichen

wie z.B. Selbstvertrauen und Ich-Stärke sowie Kommunikations- und

Teamfähigkeit gefördert und gleichzeitig negativen Tendenzen wie Langeweile,

Perspektivlosigkeit und Aggressivität präventiv entgegen gewirkt. Abgerundet

wird das Angebot bei Bedarf durch Beratung und Unterstützung bei schulischen

Problemen oder bei der Suche nach einem Ausbildungssplatz.

Angebote:

• Freizeitangebote (gemeinsames Kochen, Filme schauen, Musik hören, Internet

surfen, Spiele, Kicker u.a. )

• Projekte, Workshops (z.B. „Know Your City“- Kennenlernen anderer Jugendeinrichtungen

in Berlin)

• Ausflüge ( z.B. ins Schwimmbad, live zu Herthaspielen ins Stadion, Hallenfußball

in der soccerworld)

• Fußballturniere

• Beratung und Unterstützung bei Problemlagen und Konfliktsituationen, beispielsweise

in der Familie, im öffentlichen Raum, bei behördlichen Schreiben, in

schulisch-beruflichen Belangen

• Kontaktvermittlung (z.B. Praktikums-, Ausbildungsplatzvermittlung)

Kooperationen:

• Gemeinsame Projekte/Angebote mit dem Kinder- und Jugendtreff Blueberry

• kooperative Kleinprojekte mit Künstlern und Künstlerinnen aus dem Donaukiez

• Veranstaltung von Fußballturnieren in Kooperation mit Hertha BSC

• Raumnutzungskooperationen u.a. mit der externen Koordinierungsstelle des Lokalen

Aktionsplans (LAP) „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ Amaro Foro e.V.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Jugendstadtteilladen

Hobrecht83

GskA mbH / Outreach -

Mobile Jugendarbeit Berlin

Jugendstadtteilladen Hobrecht83

Hobrechtstr. 83, 12043 Berlin

Tel: 536 75 371

n.karatoprak@sozkult.de

www.outreach-berlin.de

Ansprechpartner: Nihat Karatoprak

Träger:

GskA mbH / Outreach -

Mobile Jugendarbeit Berlin

Projektleitung: Ralf Gilb

Öffnungszeiten:

Dienstag, Donnerstag, Freitag

Samstag von 16. 00 - 21.00 Uhr

Dieses Projekt wird durch

„Soziale Stadt“ gefördert.

Zielgruppe:

Jugendliche aus dem Donaukiez

im Alter von 14 bis 18 Jahren.

Jugendliche von 19 bis 21 Jahren

können die Beratungangebote im

Jugendstadteilladen in Anspruch

nehmen.

· Aufsuchen von Jugendlichen und

Kontaktaufbau im öffentlichen

Raum

· Ermittlung der allgemeinen und

persönlichen Problemlagen

· Aufbau von bedürfnisorientierten

Freizeitangeboten

· Individuelle Unterstützung und

Hilfeleistung

· Konfliktlösung im öffentlichen

Raum

· Kontaktpflege, Kooperation und

Vernetzung mit anderen Institutionen,

Bewohner/innen und lokalen

Akteuren

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Kiosk am Reuterplatz

Ziel der Arbeit ist es, ein offenes Freizeitangebot für Kinder zu schaffen, mit den

Schwerpunkten auf Spiel-/Bewegungsangeboten sowie Kreativangeboten, um

so gewaltpräventiv zu wirken.

Wollen die Kinder sich sportlich betätigen und austoben, können sie dies beim

Fußball, beim Volley- und Basketball und beim Tischtennis sowie Badminton tun.

Außerdem stehen ein Pedalo, Springseile, Jongliergeräte und vieles mehr zur Verfügung.

Einmal wöchentlich können sich die Kinder an Fußball- oder Tischtennisturnieren

beteiligen oder an Staffelspielen auf der großen Wiese im Park. Für die Kreativen

bieten sich Malkurse an, Masken- oder Drachenbau oder verschiedene textile

Techniken wie Filzen, Nähen, Stoffe batiken. Gemeinsam wird die Litfassäule neu

gestaltet und in der Holzwerkstatt können Laubsägearbeiten ausprobiert oder

kleinere Werkstücke hergestellt werden.

Regelmäßig werden Feste mit den Kindern gefeiert, wie zum Karneval, Halloween

oder das Zuckerfest, und Kinderdiscos veranstaltet. In größeren Abständen gibt

es auch Aktionen, an denen sich Eltern beteiligen können, zum Beispiel gemeinsames

Grillen oder Kuchen backen.

Soziales Lernen ist ein großes Thema in der Arbeit mit den Kindern. Sie lernen,

Konflikte mit Worten zu lösen.

Seit 2005 wurde für Kinder im Kiosk ein Mittagstischangebot aufgebaut, das heißt

an fünf Tagen gibt es für Kinder gegen ein geringes Entgelt ein warmes Mittagessen.

Die Kinder können sich an der Zubereitung, beim Einkauf oder der Erstellung

des Küchenplans beteiligen und lernen so auf spielerische und lustvolle Weise,

was zu einer gesunden Ernährung gehört und auch sich selbst zu versorgen.

Regelmäßig wird auch gemeinsam mit den Kindern gebacken.

Wer spielen möchte, kann sich an diversen Brettspielen versuchen oder sich auch

einfach mal auf unserer gemütlichen Couch ausruhen und über das reden, was

gerade am wichtigsten ist.

Kooperationen:

elele-Nachbarschaftszentrum, ReachIna, Gangway, andere Träger der Jugendhilfe,

St. Christophorus-Gemeinde, Siebdruckwerkstatt Rütli-wear, Quartiersmanagement

Reuterplatz, Bezirksamt Neukölln Abt. Jugend und Gesundheit, Elterninitiative

Reuterplatz, Kids´ Garden. Wir sind Mitglied der Kiez AG.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Kiosk am Reuterplatz

Reuterstaße 32c, 12047 Berlin

Postadresse:

Hobrechtstraße 55, 12047 Berlin

Tel: 623 60 92

Ansprechpartnerin:

Christine Skowronska-Koch

(ehrenamtlicher Vorstand)

kiosk.reuterplatz@googlemail.com

Träger:

Kiosk e.V.

(Kiezorientierte sozialpädagogische

Kinder- und Jugendarbeit)

Öffnungszeiten:

montags bis samstags

von 15.00 -19.00 Uhr

In den Schulferien geöffnet,

ausgenommen Weihnachtsferien

Zielgruppe:

Kinder aus dem Sozialraum im Alter

von 6 -12 Jahren

Projektlaufzeit: seit 1999

Räume:

Großer Gruppenraum, Küche mit

Essecke, kleine Holzwerkstatt.

Wir nutzen den Platz um den Kiosk,

den Spiel- und Bolzplatz und den

Park als Außenfläche.

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

*elele* - Nachbarschaftszentrum

Das elele-Nachbarschaftszentrum arbeitet seit April 1984 im Reuterquartier mit

einem gemeinwesenorientierten und interkulturellen Ansatz und hat eine stark

familienorientierte Ausrichtung. Grundsätzlich ist die Einrichtung offen für alle,

jede/r ist willkommen.

Ziel ist es, als Nachbarschaftszentrum ein Ort zu sein, in dem sich Menschen verschiedener

Altersgruppen, Kulturen und Religionen begegnen können, in dem

bürgerschaftliches Engagement möglich ist und ermutigt wird, in dem Hilfe zur

Selbsthilfe geleistet wird.

Dazu gehört aber auch, Informationen zu diversen Themen zur Verfügung zu stellen

und Lernen auf verschiedensten Ebenen zu ermöglichen.

Die Angebote sind niedrigschwellig, bedürfnisorientiert und in der Regel kostenfrei.

An fünf Nachmittagen können Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen ihre

Hausaufgaben machen, für Klassenarbeiten und Prüfungen lernen, und nicht zu

vergessen „Lernen lernen“. Bei den Jüngeren sind die Eltern in diesen Prozess

stark einbezogen und werden beraten, wie sie ihre Kinder beim Lernen unterstützen

können. Auch nach Ende der Schulzeit steht das elele-Nachbarschaftszentrum

bei Fragen in der Ausbildung zur Verfügung.

Neben den Beratungen am Nachmittag ist das Frauenfrühstück wichtig, bei dem

Dozentinnen zu Gesundheits- und Bildungsthemen informieren und seit neues-

tem, in Kooperation mit dem Lernladen Neukölln, einmal wöchentlich eine Bildungsberatung

anbieten.

Die VHS Neukölln führt seit Jahren bei uns Deutsch-Intensivkurse für Frauen

durch. Weitere Angebote entnehmen Sie unserem Flyer.

Kooperationen:

bestehen mit dem Kiosk am Reuterplatz, dem Mädchenstadtteilladen ReachIna,

Ein Quadratkilometer Bildung, anderen Trägern der Jugendhilfe, dem Quartiersmanagement,

dem Bezirksamt Neukölln, Abteilung Jugend und Gesundheit, der

VHS Neukölln, dem IBBC e.V., der Kunst- und Kulturszene im Reuterkiez, dem Lernladen

Neukölln, dem Verbund Stadtteilzentrum Neukölln, KiTas.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

*elele* - Nachbarschaftszentrum

Hobrechtstraße 55, 12047 Berlin

Tel: 623 60 92

Fax: 698 15 743

elele.berlin@freenet.de

elele ist türkisch und heißt

„Hand in Hand“

Ansprechpartnerin:

Christine Skowronska-Koch

Meral Cendal

Träger:

Nachbarschaftsheim Neukölln e.V.

Öffnungszeiten:

Mo - Fr: 15.00-18.00 Uhr

Öffnungszeiten in den Schulferien

erfragen

Zielgruppe:

alle Menschen, die im Reuterquartier

leben (und darüber hinaus)

Projektlaufzeit: seit 1984

Finanziert durch das Bezirksamt Neukölln,

Abteilung Jugend und durch den

Senat von Berlin

Räume:

Ein großer Raum mit Küchenzeile,

zwei kleinere Gruppenräume, ein

Aufenthaltsbereich, ein Büro. Die

Räume sind multifunktionell eingerichtet,

um unterschiedlichen Interessen

dienen zu können.

Die Räume werden Initiativen und

anderen Vereinen am Wochenende

für Veranstaltungen kostenfrei zur

Verfügung gestellt, an Private nur

gegen ein Nutzungsentgelt.

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

FaNN - Familienhaus Neukölln Nord

Im FaNN - Familienhaus Neukölln Nord können sich Schwangere und Eltern mit

Kindern von 0 bis 3 Jahren aus unterschiedlichsten Nationen kennenlernen,

treffen, austauschen, beraten lassen oder sich gegenseitig unterstützen.

Unterstützung, Hilfe zur Selbsthilfe, Vertrauen und Beziehungskontinuität bestimmen

unsere Arbeit. Eltern lernen gemeinsam mit den MitarbeiterInnen

in der Praxis, den Entwicklungsstand ihrer Kinder zu erkennen. Sie erkunden

entwicklungsförderndes Kommunikationsverhalten, erproben Spiele

und lassen sich beraten. Sie tun dies nicht allein, sondern in Kooperation mit

anderen Eltern und bauen so parallel neue Beziehungssysteme auf.

Diese Mischung aus Diagnostik, Beratung, Eltern-Coaching und gegenseitigem

Voneinanderlernen im Zusammenhang mit der hohen und kontinuierlichen Beziehungsqualität

machen das Besondere des FaNN aus. Auf ihr beruht der Erfolg

als Einrichtung der Elternbildung und der frühkindlichen Förderung.

Das FaNN-Team besteht aus erfahrenen sozialpädagogischen Fachkräften

und wird von verschiedenen Honorarkräften, wie z.B. einer Physiotherapeutin,

Hebamme, Psychologin etc. unterstützt.

Angebote:

• Wir bieten Beratung zu Erziehungsfragen, frühkindlicher Entwicklung, Schwangerschaft

und Geburt, zu familiären und sozialrechtlichen Fragestellungen.

• Regelmäßig finden Kurse und Veranstaltungen mit begleitender Kinderbetreuung

statt, so dass alle Eltern die Möglichkeit haben, Kurse wie z.B. den Elternkurs

„Starke Eltern - Starke Kinder“® entspannt auch ohne ihre Kinder zu

besuchen.

• Gemeinsam mit dem Kind können sie u.a. an der Eltern-Kind-Gruppe oder am

Musikkurs „Erste Töne“ für Kinder ab 1,5 Jahren teilnehmen. Entlastung und

praktische Unterstützung im aufregenden und zeitweise oftmals stressigen

Familienalltag zuhause bietet unser Angebot „wellcome - Praktische Hilfe für

Familien nach der Geburt“.

• Ruhe und Entspannung finden Sie auch in unserem Familiencafé beim leckeren

Familien-Freitagsfrühstück und beim Vater-Kind-Frühstück am Wochenende.

Räume: Café- und Begegnungsraum für Eltern, Räume für Spiel- und Bewegung

mit vielfältigem Material für Kinder von 0 - 3 Jahren, Kursraum, Beratungsraum,

Teeküche.

Kooperationen: Das FaNN arbeitet mit einer Vielzahl von Kooperationspartnern

im Sozialraum zusammen (Hebammen, Kinderärzten, Kliniken, Schreiambulanzen,

dem Kindergesundheitshaus, Kindertagesstätten, Stadtteilmüttern,

Beratungsstellen, dem Jugendamt und dem Kinder- und Jugend- Gesundheitsdienst

u.a). Es ist Anlaufstelle und bietet Hilfe, es vermittelt in andere Angebote

und Einrichtungen und bindet die Familien in ein umfangreiches Netzwerk ein.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Hobrechtstraße 42

12047 Berlin

Tel: 62 90 07 66

fann@jugendwohnen-berlin.de

berlin.neukoelln@wellcome-online.de

www.fann-berlin.de

www. wellcome-online.de

Öffnungszeiten:

Dienstag 10.00 - 14.00 Uhr

Mittwoch 12.00 - 17.00 Uhr

Donnerstag 10.00 - 17.00 Uhr

Freitag 10.00 - 14.00 Uhr

Die Zeiten für Kurse, Einzelberatungen

und andere Angebote

entnehmen Sie bitte dem Aushang

in unseren Caféräumen.

Die Angebote im FaNN sind in

der Regel kostenfrei.

Träger: Das FaNN ist ein Kooperationsprojekt

der Jugendhilfeträger

„Jugendwohnen im Kiez - Jugendhilfe“

gGmbH und „LebensWelt“gGmbH

• Elterncafé

• wellcome - Praktische Hilfe für

Familien nach der Geburt

• Familienfrühstück

• Eltern-Kind-Gruppen

• Sozialberatung

• Gesundheitsberatung

• Erziehungsberatung

• Elternbildungsbegleitung

• Erste-Hilfe Kurse für Säuglinge

• Elternschule

• Kurse rund um die Geburt

• Förderung der Selbsthilfe

• Vater-Kind-Frühstück

• Bewegungskurse

(mit Kinderbetreuung)

• Musikalische Früherziehung

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Elterninitiative Reuterkiez e.V.

Die Elterninitiative besteht aus aktiven Eltern aus dem Reuterkiez. Durch regelmäßig

stattfindende Treffen schafft die Elterninitiative ein öffentliches Forum für

Diskussionen, Fragestellungen und Entwicklungen im Kiez. Seit Januar 2011 ist

die Elterninitiative ein eigenständiger, gemeinnütziger Verein.

Zielsetzung:

Wir wollen den Dialog zwischen Eltern, Schule und Kiez stärken, um diese Partner

zu bewusstem, gemeinsamen Handeln im Interesse der Kinder und im Sinne der

Entwicklung des Gemeinwohls im Kiez zu bewegen. Damit will die Elterninitiative

Reuterkiez einen Beitrag zur Verbesserung der Bildungssituation und zum gleichberechtigten

und toleranten Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher

Herkunft, Kultur und Weltanschauung leisten. Wir wollen auf allen Ebenen Vertrauen

fördern und zu einem lebendigen Miteinander beitragen.

Angebote:

• Wir fühlen uns verantwortlich für die Bildung unserer Kinder. Wir motivieren

und unterstützen Eltern in ihrem Engagement

• Wir organisieren Aktivitäten wie zum Beispiel Familienausflüge, Feste,

Besuche verschiedener Einrichtungen

• Wir bieten Informationsveranstaltungen zu unterschiedlichen Themenbereichen

wie Gesundheit, Elternbeteiligung, interkulturelle Kommunikation.

• Wir initiieren Projekte, die der Vernetzung und besseren Zusammenarbeit von

Eltern und Bildungseinrichtungen dienen.

• Seit 2013 sind wir verantwortlich für den Winterspielplatz, der in den Wintermonaten

regelmäßig in der Quartiershalle auf dem Campus Rütli CR 2 stattfindet.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Elterninitiative

Reuterkiez

Elterninitiative Reuterkiez e.V.

info@elterninitiative-reuterkiez.de

www.elterninitiative-reuterkiez.de

AnsprechpartnerInnen:

Ayten Güler, Kerstin Häussermann

Waltraud Huber, Rasim Korkot,

Malika Maraj, Gudula Raudszus-

Niemann, Ulrike Schneeberg,

Ahmet Sözen

Zielgruppe :

Eltern und deren Familien

im Reuterkiez

Die Elterninitiative trifft sich an jedem

1. Montag im Monat von 18.00

- 20.00 Uhr im Elternzentrum der

Gemeinschaftsschule Campus Rütli

(Rütlistraße 41 - 45). Neue Gesichter

sind immer willkommen!

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1

Kooperationen:

Die Elterninitiative ist in folgenden Gremien vertreten: Lokaler Bildungsverbund Reuterplatz,

Arbeitskreis der Akteure Campus Rütli (ADA), AG Bildung, Quartiersrat.

Wir pflegen eine gute Zusammenarbeit mit den MitarbeiterInnen des Quartiersmanagement

Reuterplatz.

Die Mitglieder der Elterninitiative arbeiten als Elternvertreter in Kitas und Schulen

und engagieren sich in verschiedenen Vereinen.

Die Kooperation mit dem Kiosk e.V. ist allen Beteiligten sehr wichtig und wollen

wir auch in Zukunft gerne fortsetzen.

Wir arbeiten eng mit dem Fußballverein NFC Rot-Weiß 1932 zusammen und

haben den „Väterkreis Rot-Weiß’’ gegründet.

Seit 2010 kooperieren wir mit Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. bei der Etablierung

und Durchführung des Winterspielplatzes.

Am Aufbau des neuen Elternzentrums auf dem Campus Rütli sind wir als Elterngruppe

wesentlich beteiligt.

Wir freuen uns über neue Mütter und Väter und sind offen für jede Unterstützung.

• Teilnahme an Workshops der

Freudenberg Stiftung, z.B. open

space

• Veranstaltung und Mitgestaltung

von Elternworkshops, z.B. zum

Thema Gewaltprävention.

• Teilnahme am Audit-Verfahren

• Enge Zusammenarbeit mit Kitaund

Schulleitungen sowie anderen

Stadtteilprojekten

Interview mit der Elterninitiative

siehe Seite 18 ff.

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Stadtteilmütter in Neukölln

Ausgestattet mit Info-Materialien besuchen die ausgebildeten türkisch- und

arabischstämmigen Stadteilmütter Familien mit Babys und Kleinkindern

zu Hause und sprechen mit den Müttern über Bildungs-, Gesundheits- und

Erziehungsthemen, wie z.B. das Recht der Kinder auf eine gewaltfreie Erziehung

und gesunde Ernährung. Sie geben u.a. Hilfestellung beim Erlernen der Sprache,

informieren über das Verhindern von Kinderunfällen und geben Tipps zum kindgerechten

Umgang mit dem Thema Fernsehen. Die Beratungen erfolgen in zehn

Besuchen bei den Familien.

Bis Juli 2009 wurden nur Familien mit Kleinkindern besucht (0-6 Jahre). Seit Juli

2009 suchen die Stadtteilmütter Familien mit Kindern bis 12 Jahren auf und

informieren sie.

Zielsetzung:

Die Idee, die dahinter steckt, ist eigentlich simpel: Weil die Stadtteilmutter die

gleiche Sprache spricht und den gleichen kulturellen Hintergrund hat, werden

auch zurückhaltende Migrantenfamilien erreicht und informiert. In gemütlicher

Atmosphäre im heimischen Wohnzimmer können auch heikle Themen - etwa zu

sexueller Aufklärung - angeschnitten werden.

Erfahrungen:

Von 2007 bis Oktober 2012 wurden über 5696 Familien in Neukölln und Gropiusstadt

erreicht. Das Projekt wurde 2006 bis 2010 von Camino e.V. evaluiert.

Die besuchten Familienmütter äußerten sich sehr positiv über das Projekt

und konnten sich gut an die besprochenen Themen erinnern bzw. haben die

empfohlenen Beratungsstellen in Anspruch genommen.

Kooperationen:

Das Diakoniewerk Simeon gGmbH kooperiert mit der Senatsverwaltung

für Stadtentwicklung, der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und

Soziales, dem Bezirksamt Neukölln sowie dem Jobcenter Neukölln, die das Projekt

über Bürgerarbeit und FAV (Förderung von Arbeitsverhältnissen) kofinanziert.

Eine enge Zusammenarbeit besteht überdies mit dem Quartiersmanagement,

Kitas, Schulen, Beratungsstellen und vielen weiteren Einrichtungen im Bezirk.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Träger: Diakoniewerk Simeon gGmbH

Frau Celik (Koordinatorin)

Frau Macher (Projektleiterin)

l.Celik@diakoniewerk-simeon.de

Rathaus Neukölln

Karl-Marx-Straße 83, 12040 Berlin

Tel: 90239 - 4196/85

Dieses Projekt wird durch

„Soziale Stadt“ gefördert.

Zielgruppe: Arbeitslose Migrantinnen

türkischer und arabischer Herkunft

Das Projekt bildet seit 2004 arbeitslose

Migrantinnen, die Mütter sind,

in einem 6-monatigen Qualifizierungskurs

zu Stadtteilmüttern aus.

Sie sollten Interesse und Reflexionsfähigkeit

mitbringen, da sie in aufsuchenden

Beratungen ihr Wissen an

andere Mütter in der Nachbarschaft

weitergeben. Die Qualifizierung findet

zweimal wöchentlich statt und ist

für die Teilnehmerinnen kostenlos.

Bei einer regelmäßigen und erfolgreichen

Teilnahme wird ihnen ein

Zertifikat ausgehändigt. Teilnehmerinnen,

die Arbeitslosengeld II

erhalten, werden im Rahmen einer

Maßnahme beschäftigt und erhalten

einen Arbeitsvertrag über 30 Std/

Woche bei Diakoniewerk Simeon

gGmbH.

In einem weiteren Qualifizierungskurs

werden die Stadtteilmütter

zu den Grundschulthemen weiterqualifiziert,

um Mütter/Eltern mit

Grundschulkindern aufzusuchen

und zu informieren.

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Gangway e.V.

Straßensozialarbeit in Berlin

Sozialpädagogische Betreuung bei Schwierigkeiten in der Schule, in der Familie

oder mit der Polizei. Wir beraten bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz,

helfen beim Verfassen von Bewerbungsschreiben, begleiten zu Ämtern und Behörden

oder vermitteln zu einem Rechtsanwalt.

Drogenberatung (v.a. Tilidin): Informationen zu Wirkung und Missbrauch, Beratung

und Unterstützung und gegebenenfalls Vermittlung in Drogeneinrichtungen.

Beratung und Betreuung von MigrantInnen und gegebenenfalls Vermittlung in

Einrichtungen der Ausländerhilfe.

Mädchenarbeit: Beratung und Begleitung von Mädchen und jungen Frauen in

besonderen Lebenslagen, z.B. Schwangerschaft.

Sozialraumorientierung: Vernetzung mit anderen Projekten im Kiez und Beteiligung

an Kiezveranstaltungen und Einbeziehung der Jugendlichen in Planung,

Organisation und Durchführung.

Freizeitaktivitäten: Grillen, Sportturniere, Ausflüge, Reisen u.a. was Jugendlichen

Spaß macht.

Ziele: Je nach Erreichbarkeit wird nach kurz-, mittel- und langfristigen Zielen unterschieden.

Ziele sind:

• Entwicklung positiver Lebensbedingungen auf individueller als auch auf gesamtgesellschaftlich-struktureller

Ebene

• Emanzipation und Chancengleichheit

• Unterstützung und Förderung von Selbsthilfepotential und unmittelbarer

Interessenvertretung

• Entwicklung von Ausbildungs- und Berufsperspektiven

• Orientierung und Unterstützung in verschiedenen Lebensfragen und bei der

Alltagsbewältigung (z.B. Jugend- und Sozialhilfe, Ausbildung, Arbeit, Wohnen,

Familie, Existenzsicherung, Gesundheitsfürsorge)

• seismographische Funktion, d.h. jugendlichen Bedarf frühzeitig zu erkennen und

entsprechende Interessenvertretung von und mit Jugendlichen wahrzunehmen.

• Entwicklung und Ausbau sozialer Kompetenzen und Unterstützung in konkreten

Krisensituationen

• Stigmatisierung und Kriminalisierung von Jugendlichen entgegenzuwirken

• Lebenshilfe ohne Vorbedingung

• Erhaltung und bedürfnisorientiertes Erschließen von räumlichen Ressourcen

Kooperationen: Outreach mobile Jugendarbeit: ReachIna Mädchenstadtteilladen,

Elele Nachbarschaftszentrum, Kiosk am Reuterplatz, Jugendamt Neukölln,

Manege, AWO-Spielmobil, QM Reuterplatz, Gemeinschaftsschule auf dem

Campus Rütli, Elbe-Schule u.a.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Gangway e.V.

Straßensozialarbeit

in Berlin

Team Neukölln

Hobrechtstr. 28, 12047 Berlin

Tel: 688 227 69, Fax: 688 227 70

neukoelln@gangway.de

www.gangway.de

Sprechstunde: freitags 15 - 17.00 Uhr

Cengiz Tanriverdio 0163 - 3199000

Anja Kimmling 0178 - 4145288

Brita Feusel 0157-85115776

Nastaran Tajeri-Foumani 0162-6576124

Gangway Zentrale:

Schumannstr. 5, 10117 Berlin

Tel/Fax: 283023-0/ -19

Zielgruppen:

• Gruppen von jungen Menschen,

deren Lebenssituation durch

Jugendsozialarbeit verbessert

werden kann, die aber von den

bestehenden Einrichtungen der

Jugend- und Jugendsozialarbeit

nicht erreicht werden und sich regelmäßig

auf der Straße treffen.

• Menschen in selbstgewählten

Gruppenstrukturen, die ausgegrenzt

oder von Ausgrenzung

bedroht sind bzw. sich selber ausgrenzen.

• marginalisierte, gewaltbereite bzw.

gewalttätige und sozial benachteiligte

Jugendgruppen.

Das Alter der Jugendlichen liegt

zwischen 14 und 21 Jahren, im Reuterkiez

zwischen 12 und 21 Jahren.

Projektinhalt:

Die SozialpädagogInnen von Gangway

e.V. suchen Jugendliche auf,

die ihre Freizeit überwiegend im

Freien verbringen und deren Treffpunkte

öffentliche Plätze, Straßen

und Schulhöfe sind. Wir orientieren

uns dabei an den Interessen der

Jugendlichen und bieten konkrete

Hilfestellungen zur Umsetzung an.

Unsere Einsatzorte in Neukölln sind

die Sozialräume Reuterkiez und Britz.

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Kids´ Garden

Projektinhalt: Das 3000 qm große Baulückengrundstück zwischen Friedelund

Hobrechtstraße wurde in den vergangenen 13 Jahren durch tatkräftige

Unterstützung vieler kleiner und großer „Hände“ zu einem NaturSpielGarten

entwickelt, auf dem circa 330 Kinder (über die Einrichtungen und Eltern-Kind-

Gruppen) ein Stück Natur in der Stadt erfahren. Das Grundstück wurde in den

90er Jahren vom Land Berlin im Rahmen der Stadterneuerung für den Neubau

einer Kita und für einen öffentlichen Grünzug erworben. Da dieses Vorhaben

nicht zeitnah realisiert werden konnte, wurde es dem Verein „Grün für

Kinder“ bis 2010 unentgeltlich zur Zwischennutzung überlassen und der Bau des

Kids‘ Garden aus öffentlichen Mitteln gefördert.

Auf dem Kids`Garden gibt es neben viel „Freiraum“ eine Umweltwerkstatt, ein

Baumhaus, eine Anlage mit Buddelplatz, einen Teich, Grünflächen sowie Gemüse-,

Obst- und Blumenbeete und auch eine Toilette.

Neben dem normalen Nutzungsprogramm finden hier auch besondere

Aktivitäten statt, u.a. im Rahmen von „48 Stunden Neukölln“, „Langer Tag der

StadtNatur“, sowie regelmäßig am 3. Sonntag im Monat der „Grüne Tisch für Jung

und Alt“ mit Kinderprogramm.

Zielsetzung: Die Idee des Vereins „Grün für Kinder e.V.“, der organisatorisch hinter

Kids` Garden steht, beruht auf der Überzeugung, dass Umweltbildung und -erziehung

integrale Bestandteile der kindlichen Lebenswelt sein sollten. Insbesondere

Kinder, die, wie hier im Norden Neuköllns, im innerstädtischen und an adäquaten

Freiflächen armen Gebieten aufwachsen, sollen ein Spiel- und Naturerlebnis in

Verbindung mit ökologischen Prinzipien erleben können. So können Kinder aus

der Umgebung im Garten ungehindert rennen und klettern, die Naturelemente

Wasser, Erde und Pflanzen beobachten und begreifen, sowie auf eigenen Beeten

Gemüse und Obst anbauen. Sie erweitern ihre motorischen Fähigkeiten auf nicht

genormten Spielflächen und erlernen ökologische Zusammenhänge.

Der Kids´Garden erfüllt bereits in jetziger Form die Sanierungsziele als „Gemeinbedarfsfläche“,

indem er eine Infrastruktur für junge Familien bereitstellt, Quartiersbindung

und -identifikation fördert und einen Beitrag zur kinderfreundlichen

und ökologischen Entwicklung des Wohnquartiers Reuterkiez leistet.

Die Arbeit im Garten wird von allen ehrenamtlich zusätzlich geleistet und erhält

mittlerweile tatkräftige Unterstützung von der Gartengruppe des gemeinnützigen

Vereins allgemeine Jugendberatung e.V. (ajb gmbh.)

Der Eigentümer des Grundstücks, das Bezirksamt Neukölln, entwickelt zurzeit die

ursprüngliche Kita-Planung zu einem Bildungsort für Kinder und Familien (Kinder-

und Familienzentrum) weiter. Der Kids´ Garden soll nach Beschluss des Jugendhilfeausschuss

Neukölln in dieses Projekt in angepasster Form integriert werden

und in eigener Verantwortung erhalten bleiben. Der Verein Grün für Kinder

e.V. konnte im Auftrage des Bezirksamtes dazu das Freiflächenkonzept erstellen.

Kooperationen: Freilandlabor Britz, Buchladen „Kinderbuchladen Nimmersatt“

„pinselfisch“ (Umweltseminare), Gremienmitarbeit im Quartiersrat, AG Bildung,

AG Wohnumfeld, Elterntreff, Bezirksamt Neukölln („48 Stunden Neukölln“)

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Kids´Garden

Hobrechtstraße 32

12047 Berlin

Strukturierte Öffnungszeiten

Postadresse:

„elele“- Nachbarschaftszentrum

Kottbusser Damm 79a, 10967Berlin

Tel: 623 60 92

Ansprechpartnerinnen:

Frau Skowronska-Koch

Frau Reiche, Tel: 624 98 54

Träger:

Grün für Kinder e.V.

Info@gruen-fuer-kinder.de

www.gruen-fuer-kinder.de

Zielgruppen:

• Kinder über die Einrichtungen und

Eltern-Kind-Gruppen:

Hier sind 13 Einrichtungen, Kindertagesstätten

freier Träger und

das Nachbarschaftszentrum „elele“

mit seinen Eltern-Kind-Gruppen

und dem „Kiosk“ am Reuterplatz

für Lückekinder vernetzt, ebenfalls

der Ergänzungshort der evangelischen

Schule Mariannenstraße,

Schülerhort „Zehnfach + Simpel“.

Weitere Zielgruppen:

• Eltern, die am Nachmittag und am

Wochenende mit ihren Kindern

den Garten nutzen.

• Anwohnerinnen und Anwohner,

die den Garten durch ihre Einrichtungen,

durch das Nachbarschaftszentrum

und zu den Öffnungszeiten

nutzen.

Regelmäßiges Nutzertreffen:

Jeden dritten Sonntag im Monat

von 11 - 15 Uhr im Kid´s Garden.

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Bildungsangebote in St. Christophorus

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Unsere Arbeit in der katholischen Kirchengemeinde St. Christophorus hat drei

Schwerpunkte: sozial, spirituell und kulturell. Dementsprechend sind unsere Angebote

weit gefächert. Im Bildungsbereich haben wir folgende Angebote:

Hausaufgabenhilfe/ Sprachförderung:

Die Friedensschule bietet für Kinder im Vorschulalter bis zur 2. Klasse samstags

von 15 bis 17 Uhr unter der Leitung der ausgebildeten Lehrerin Maria Herrmann

Hausaufgabenhilfe und Sprachförderung an. Es kommen meist 10 - 20 Kinder aus

dem Kiez, die ganz individuell von jungen Erwachsenen begleitet werden. Anmeldung

und Rücksprache bei Frau Herrmann, Tel. 420 87 461.

Offener Spieletreff:

Sport- und Kreativangebote für Jungen und Mädchen zwischen 10 und 15 Jahren,

gestaltet vom Team der Gruppenleiterinnen. Der Spieletreff wird rege besucht

und findet an jedem Freitag von 16.00 bis 17.30 Uhr statt.

Eltern-Kindgruppe:

Jeden Mittwoch und Freitag von 10.00 bis 11.30 Uhr trifft sich eine Eltern-Kindgruppe

aus Tagesmüttern und Tagesvätern mit Frau Sander im kleinen Pfarrsaal.

Sie singen und spielen mit den Kindern.

Kinderchor:

Kinder ab der ersten Klasse treffen sich jeden Sonntag nach dem Gottesdienst von

11.00 bis 11.30 Uhr mit Hanno Fierdag zum Kinderchor.

Fotos: QM

Literarischer Treff:

Alle Bücherwürmer und Leseratten treffen sich einmal im Monat, um über gemeinsam

ausgewählte Lieblingsromane oder Dramen, Erzählungen etc. zu diskutieren,

Buch- und Veranstaltungstipps auszutauschen, die Liebe zur Kunst zu

pflegen. Jeweils um 20.00 Uhr im Clubraum der Kirche (genaue Termine siehe

www.christophorus-berlin.de).

Meditation:

Jeden Mittwoch von 18.30 bis 19.30 Uhr bieten Marion Sabel und Klaus

Schneider „Meditation im Alltag“ in der Kirche an.

Kooperationen:

Zusammenarbeit mit St. Clara und St. Richard - gleichberechtigt im Konsens,

Zusammenarbeit der Gremien und Gruppen der drei Gemeinden in Transparenz

und Rücksprache, Kiez-Ökumene mit den evanglischen Nachbargemeinden,

Teilnahme an der Kiez-AG, Quartiersmanagement Reuterplatz, Quartiersrat,

Lokaler Bildungsverbund Reuterkiez

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Katholische

Kirchengemeinde

St.Christophorus

Nansenstr.5-7

12047 Berlin

Pfarrbüro Tel : 623 4036

pfarramt@christophorus-berlin.de

www.christophorus-berlin.de

Pfarrbrief der katholischen Kirche

NordNeukölln: Nordlicht, Kirche im

sozialen Brennpunkt

Seelsorgeteam:

Pfarrer Kalle Lenz, Gemeindereferent

Peter Becker, Pastoralreferentin

Lissi Eichert

Zielgruppen:

Als Kirchengemeinde sind wir offen

für Menschen aller Altersgruppen

und Nationalitäten unabhängig von

der Konfession.

Austattung:

Ein kleiner und ein großer Gemeindesaal

für Veranstaltungen bis zu 50

bzw. 120 Personen (großer Eigenbedarf,

daher keine Vermietung), kleiner

Sportplatz.

Vision und Ziel:

• Kirche im sozialen Brennpunkt mit

einem menschlichen Angesicht.

• Speisung der 5000 Menschen mit

5 Broten und 2 Fischen - ...wie

Sauerteig sein in der Welt.

(vgl.: Mt. 13.33)

• Verbindung zwischen traditioneller

Gemeindeseelsorge und

kirchenfernen Gruppen.

• Gott ins Gespräch bringen -

kraftvoll, einladend, heilend,

mit Freude.

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Musikschule Paul Hindemith Neukölln

Die Musikschule Paul Hindemith Neukölln wurde im Jahr 1927 gegründet und

gehört zu den drei ältesten staatlichen Musikschulen in Deutschland.

Hohe pädagogische und künstlerische Qualität, ein breites Unterrichtsangebot

und eine starke soziale und interkulturelle Ausrichtung prägen das Bild der

Musikschule. Schwerpunkte der Musikschularbeit sind musikalische Frühförderung,

instrumentaler und vokaler Einzelunterricht, studienvorbereitende Ausbildung,

Ensemble und Ergänzungsfächer.

Zurzeit unterrichten ca. 200 fast ausschließlich freiberufliche Lehrkräfte insgesamt

über 4000 Schülerinnen und Schüler.

Das Angebot der Musikschule umfasst über 60 instrumentale/vokale Lehrfächer/

Genres im Einzel- und Gruppenunterricht bzw. im Kurs- oder Ensembleunterricht.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Musikschularbeit ist die Zusammenarbeit mit

allgemeinbildenden Schulen mit Angeboten der musikalischen Früherziehung/

Grundbildung, dem Instrumentenkarussell und Klassenmusizieren vor Ort.

Besonders erfolgreich ist das sprachfördernde Modellkonzept „Musik - Sprache-

Bewegung“ (nähere Informationen: www.werkstatt-kinder-eltern-bildung.de).

Zu den Besonderheiten unserer Schule gehören Spezialausbildungen als Vorbereitung

auf ein Musikstudium für alle vokalen und instrumentalen Hauptfächer,

Musical und Musiktheater sowie Tontechnik und Komposition.

Erfahrungen: Beispiel Begabtenförderung:

• außerordentliche Erfolge unserer Schülerinnen und Schüler bei regionalen,

bundesweiten und internationalen Wettbewerben

• umfangreiche, erfolgreiche studienvorbereitende Ausbildung

Fotos: Michél Kollar

Beispiel Ensemblefächer:

• überregional bekannte und international erfolgreich konzertierende Musikschul-Ensembles

(z.B. Tin Pan Alley Steelband, The Flintstones Big Band, Seniorenchor

„High Fossility“, Junges Sinfonieorchester Berlin)

Beispiel Engagement in sozialen Brennpunkten:

• preisgekrönte Projektarbeit (z.B. Hauptstadtpreis für „Mozart rapt“, dreifacher

Preisträger beim Karneval der Kulturen mit „Kidz 44 - wir sind Neukölln“, Finalist

beim bundesweiten Schülerbandwettbewerb „School-Jam 2009“ mit der Rütli-

Band

Kooperationen:

Zur Gewährleistung optimaler Unterrichtsergebnisse gibt es Kooperationen und

enge Zusammenarbeit mit Bildungs- und Kultureinrichtungen in ganz Berlin:

Musikhochschulen, Berliner Philharmoniker, Landesmusikakademie, allgemeinbildende

Schulen im Bezirk und Unterstützervereine (Werkstatt Musik Berlin

e.V., Freundeskreis der Musikschule Paul Hindemith Neukölln e.V., Anatolisches

Musikzentrum e.V. und Kulturstiftung Schloss Britz).

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Musikschule

Paul Hindemith Neukölln

Boddinstr. 34, 12040 Berlin

Tel: 90239 - 2623 Fax: 90239 - 3598

info@musikschule-paul-hindemith.de

www.musikschule-paul-hindemith.de

Ansprechpartnerinnen Sekretariat:

Frau Redetzky: Tel: 90239 - 2623

Frau Scharein: Tel: 90239 - 2777

dienstags 10.00 - 13.00 Uhr

donnerstags 14.00 - 18.00 Uhr

Musikschulleitung:

Daniel Busch, Tel: 90239 - 4441

Stellvertr. Musikschulleitung:

Dr. Bojan Assenov, Tel: 90239 - 3771

Träger:

Bezirksamt Neukölln

Abteilung Bildung, Schule,

Kultur und Sport

Die Musikschule ist

integraler Bestandteil

des Modellprojekts

Campus Rütli - CR²

Das Unterrichts- und Veranstaltungsangebot

der Musikschule Paul

Hindemith Neukölln findet vorwiegend

an drei Standorten statt:

• Musikschulgebäude

Boddinstr. 34, 12053 Berlin

• Musikschulgebäude

Gutshaus Schloss Britz

Alt-Britz 81, 12359 Berlin

• Musikschulgebäude

Neuhofer Str. 42, 12355 Berlin

Darüber hinaus ist die Musikschule

an zahlreichen Außenstellen

im gesamten Bezirk und im Stadtgebiet

präsent (in Schulen, Kirchen,

sonstigen kulturell/pädagogischen

Einrichtungen).

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

128 Otto-Suhr-Volkshochschule Neukölln

Die Otto-Suhr-Volkshochschule Neukölln ist eine kommunale, öffentlich verantwortete

bezirkliche Einrichtung der Erwachsenenbildung. Wir bieten Bildungsveranstaltungen

für Menschen unterschiedlicher sozialer und kultureller

Herkunft an. Diese Angebote tragen im Sinne lebensbegleitenden Lernens zur

Förderung der allgemeinen, politischen, beruflichen, kulturellen und persönlichen

Entwicklung bei und dienen damit auch der Entwicklung des demokratischen

Gemeinwesens. Die Bildungsarbeit ist integrativ ausgerichtet.

Mit unserem Angebot wollen wir die individuelle Entwicklung unserer Teilnehmenden

in persönlichen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Belangen

fördern, ihre beruflichen Chancen verbessern und einen Beitrag zu ihrer

sozialen Integration leisten. Wir legen großen Wert auf Toleranz, Chancengleichheit,

interkulturelles Lernen und gleiche Entwicklungsmöglichkeiten von Frauen

und Männern.

Wir verstehen uns als eine lernende Einrichtung, die offen ist für Innovationen

und flexibel auf veränderte Bedingungen der Bildungsarbeit reagiert. Bezugspunkt

der Arbeit sind unsere Teilnehmenden und Interessenten.

Wir wenden uns mit unserem Bildungsangebot an erwachsene Frauen und Männer

jeden Alters, unterschiedlichster sozialer und kultureller Herkunft, unabhängig

von ihren Bildungs- und Lebenserfahrungen.

Mit unserem umfangreichen Angebot an Deutschkursen sprechen wir sehr viele

Menschen nichtdeutscher Muttersprache in unserem Bezirk an, der von einem

hohen Anteil an Migranten geprägt ist.

Unsere Kurse und Veranstaltungen sind fachlich-methodisch aktuell und kundenorientiert.

Unsere Kursleitenden vertreten erwachsenengerechte methodische

Konzepte der Teilnehmer- und Handlungsorientierung. Unsere wissenschaftlichpädagogischen

Mitarbeiter/innen und unsere Kursleitenden stehen zur Weiterbildungsberatung

zur Verfügung. Zahlreiche Kurse und Lehrgänge können mit

einer Zertifikats-Prüfung abgeschlossen werden.

Unser kundenorientierter Service sichert eine zügige Anmeldung und eine aufmerksame

Betreuung unserer Kursteilnehmenden. Parallel zu einer Vielzahl von

Kursen bieten wir Kinderbeaufsichtigung an.

Unsere kundenfreundlichen Verwaltungsmitarbeiter/innen stehen für alle

Fragen der Anmeldung und der Kundenbetreuung zur Verfügung und sorgen für

einen reibungslosen Service. Alle Mitarbeiter/innen bilden sich regelmäßig fort.

Unsere Kurse finden in wohnortnahen, den Kursanforderungen entsprechend

fachlich ausgestatteten Unterrichtsräumen statt.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Otto-Suhr-Volkshochschule Neukölln

Boddinstr. 34

12053 Berlin

Tel : 90239 - 2433

Fax : 90239 - 3298

vhsinfo@bezirksamtneukoelln.de

www.vhs-neukoelln.de

Öffnungszeiten

(nur außerhalb der Schulferien):

Montag - Donnerstag: 10 - 13.00 Uhr

Dienstag/ Donnerstag: 15 - 18.00 Uhr

Leitung: Herr Müller

Träger: Bezirksamt Neukölln

Die VHS beteiligt sich

am Modellprojekt

Campus Rütli - CR 2 .

• Politik & Gesellschaft, Natur &

Umwelt: Kultur, Geschichte, Philosophie,

Altersvorsorge, Umwelt

• Fremdsprachen und Grundbildung:

Deutsch als Muttersprache , Mathematik,

Englisch, Französisch, Italienisch,

Spanisch, Griechisch u.a.

Arbeit & Beruf: EDV, Rhetorik,

Buchführung,Tastschreiben am PC,

Frauen am PC, Xpert-Europäischer

Computerpass,Textverarbeitung,

Tabellenkalkulation, Aktive Senioren,

Internet, Musik-, Foto-, Videobearbeitung,

Animation und Grafikdesign,

Desktop Publishing u.v.m.

• Deutsch als Zweitsprache: Sprachtest-Einbürgerungstest,

Integrationskurse,

Kurse für Zuwanderer,

Alphabetisierungskurse, Berufliche

Orientierung für Frauen, Deutsch

für Mütter, Kurse im Szenenwechsel

- Zentrum für junge Frauen

• Kulturelle Bildung: Angebote für

Kinder und Jugendliche, Theater

und Ausdruck, Puppenbau und

-spiel, Gesang, Märchen, Kreatives

Schreiben, Literatur, Fotografie,

Zeichnen, Malen, Plastisches Gestalten,

Textiles Gestalten u.v.m.

• Psychologie, Gesundheitsbildung

und Bewegung: Qi Gong, Tai Chi

Chuan, Yoga, Wirbelsäulengymnastik,

Pilates, Fitnesstraining, Taekwondo,

Walking, Body-Shape,

Tänzerische Gymnastik, Aerobic

• Tanz: Kreativ, Modern, Jazz, Street,

International, Orientalisch, Standard

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Quartiersmanagement

Donaustraße-Nord

Donaustraße 7, 12043 Berlin

Tel: 34 62 00-69/-70

Fax: 34 62 00-73

info@qm-donaustrasse.de

www.donaustrasse-nord.de

Mitarbeiterteam:

Juliane Willerbach

Dr. Umut Duyar-Kienast

Chihab El Hardouz

Thomas Helfen

Träger:

asum GmbH

www.asum-berlin.de

Öffnungszeiten:

Montag-Donnerstag:

10.00 -13.00 & 14.00 -18.00 Uhr

Freitag: 10.00 -14.00 Uhr

Sprechzeiten:

Dienstag: 16.00 - 18.00 Uhr

Donnerstag: 10.00 - 12.00 Uhr

130

Quartiersmanagement Donaustraße-Nord

Zu den zentralen Aufgaben des Quartiersmanagements gehört die Einbeziehung

aller Bewohnergruppen, Vereine und Einrichtungen, um die Lebensqualität in der

Nachbarschaft zu erhöhen. Dabei ist die Bekämpfung der Bildungsarmut von herausgehobener

Bedeutung. Die Bildungs- und Jugendeinrichtungen im Kiez sind

die Hauptakteure in der Umsetzung der Ziele des Quartiersmanagements.

Im Donaukiez wohnen fast 8.000 Menschen, die aus unterschiedlichen Herkunftsländern

und Kulturkreisen kommen. Für sie ist das Thema Bildung ein

verbindendes Element und es erschließt für die nächsten Generationen Möglichkeiten

für eine bessere Zukunft, ein harmonisches Zusammenleben und Teilhabe

an der Gesellschaft. Unsere starken Partner im Kiez sind die Kita Reuterstraße,

die Theodor Storm Schule, die Rixdorfer Schule, AWO Hort Sonnenkids, und der

Jugendstadtteilladen Hobrechtstraße 83 sowie das Ernst Abbe Gymnasium. Unser

gemeinsames Ziel ist die Entwicklung des Stadtteils durch die Einbeziehung

der Kinder und Eltern und anderer interessierter Bewohner/innen. Die Mittel des

Programms „Soziale Stadt“ werden in die Verbesserung der Räumlichkeiten sowie

in die Bildung und Weiterbildung der Beteiligten investiert. Die Bildungseinrichtungen

öffnen sich erfolgreich zur Nachbarschaft und entwickeln sich zu Begegnungsorten.

Bis jetzt haben wir zusammen mit den Akteuren zahlreiche Projekte im Bereich

Bildung durchgeführt. Diese decken ein breites Spektrum von den baulichen

Maßnahmen bis zu pädagogischen Betreuungsangeboten, Gesundheit und

Kunst und Kulturprojekten. Schlüsselprojekte hierfür sind die betreute Schulhof-

Fotos: Angela Wahl , QM

öffnung an der Rixdorfer Schule, denkmalgerechte Umbaumaßnahmen in Räumen

der Rixdorfer Schule, Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung an der

Theodor-Storm-Schule sowie die Nachmittagsbetreuung am Ernst-Abbe-Gymnasium.

Das Quartiersmanagement Donaustraße-Nord besteht seit 2009. Seit Anfang

2012 tritt die Arbeit des Quartiersmanagements von der Aufbau- in die Ausbauphase.

Die Schwerpunkte werden an der Weiterführung der erfolgreichen

Projektideen durch umfassendere Programme und Vernetzungen gesetzt. Die

baulich-investiven Maßnahmen greifen stärker mit soziokulturellen Angeboten

ineinander. Die Projekte übernehmen netzwerkbildende Aufgaben, finden in der

Regel in mehreren Bildungseinrichtungen statt oder öffnen sich der gesamten

Nachbarschaft.

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P r o j e k t e / E i n r i c h t u n g e n

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Quartiersmanagement Reuterplatz

Das Quartiersmanagement (QM) Reuterplatz hat den Auftrag, in Zusammenarbeit

mit lokalen Einrichtungen, Vereinen und BewohnerInnen die Lebensqualität

im Reuterkiez zu verbessern. Gründe für die Festlegung als QM-Gebiet durch die

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung waren die vielfachen, überdurchschnittlichen

sozialen Belastungen, Defizite der öffentlichen Infrastruktur und ein zunehmender

Trend zur Entmischung. Neben der insgesamt bereits hohen Fluktuation

verließen insbesondere bildungsorientierte Familien das Gebiet, sobald

ihre Kinder eingeschult werden sollten. In den Kindertagesstätten und Schulen

häuften sich die Probleme und verstärkten sich gegenseitig.

Diese Situation war und ist auch heute noch der Grund für die Schwerpunktsetzung

des QM-Teams auf die Handlungsfelder Bildung und Integration. Die

Bewohnergremien des QM-Gebietes mit dem Quartiersrat und der AG Bildung

unterstützen diese Schwerpunktsetzung und bestätigen sie im Rahmen der

Projektberatungen. Seit 2003 konnten so in enger Zusammenarbeit mit den im

Reuterkiez ansässigen Eltern, Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen zahlreiche

Projekte zur Verbesserung der Situation umgesetzt werden. Die Mittel dafür

stammen überwiegend aus dem Teilprogramm „Soziale Stadt“ des Programms

ZIS „Zukunftsinitiative Stadtteil“. Durch die Zusammenarbeit der Einrichtungen

und der immer zahlreicher werdenden Akteure entstanden viele positive Effekte,

die durch die Gründung eines Lokalen Bildungsverbunds im Jahre 2007 nachhaltig

gesichert werden sollten. Seit 2009 arbeiten wir im Bildungsbereich mit

dem neu ausgewiesenen QM-Gebiet Donaustraße-Nord zusammen, da sich die

Einzugsbereiche und Sozialräume überschneiden.

Im Laufe der vergangenen 10 Jahre haben sich die Rahmenbedingungen im Bereich

Bildung und der Reuterkiez verändert: drei Schulen haben sich zu einer Gemeinschaftsschule

zusammengeschlossen, die Hauptschulen sind abgeschafft,

Kinder werden früher eingeschult und lernen jahrgangsübergreifend, die Kitas

arbeiten nach dem Berliner Bildungsprogramm, Sprachlerntagebücher wurden

eingeführt u.v.m. Das Quartier ist auch für einkommensstärkere Gruppen und

für Studenten attraktiv geworden, die Mieten steigen und Arbeitslosenzahlen

sinken. Dem gegenüber steht jedoch auch eine nach wie vor prekäre Situation

der Kinder: Ende 2010 leben 55 bis 65% der Kinder in Haushalten, die Transferleistungen

beziehen. In den Kitas ist die veränderte Sozialstruktur zum Teil abzulesen,

in den Schulen des Quartiers ist dies nur sehr eingeschränkt der Fall. Es gilt

also, die geringer werdenden Mittel aus „Soziale Stadt“ noch stärker als bisher auf

nachhaltige Projekte zur Chancenverbesserung der besonders benachteiligten

Gruppen zu konzentrieren.

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

Quartiersbüro Reuterplatz

Hobrechtstraße 59

12047 Berlin

Tel: 030 / 627 379 52

Fax: 030 / 627 379 54

info-reuter@quartiersmanagement.de

www.reuter-quartier.de

Träger:

BSG Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft

mbH

Mitarbeiterteam:

Luzia Weber

Jihane Arnhold (z. Zt. in Elternzeit)

Daniela Hertel

Ilse Wolter

Urban Aykal

Öffnungszeiten:

Montag - Mittwoch 9.00 - 17.00 Uhr

Donnerstag 9.00 - 18.00 Uhr

Freitag 9.00 - 15.00 Uhr

Sprechzeiten:

Dienstag 9.00 - 15.00 Uhr

Donnerstag 16.00 -18.00 Uhr

und nach telefonischer Vereinbarung

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im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

A n h a n g

Weitere Einrichtungen und Projekte

Wichtige Beratungsstellen und Adressen

A n h a n g

Kindertagesstätten

EKT Schneeflöckchen e.V.

Kindertagesstätte

EKT Zottelbären e. V.

EKT Waffelbande e.V.

Hobrechtstraße 24, 12047 Berlin, Tel. 685 92 01

Weichselstraße 22/ 23, 12045 Berlin, Tel. 624 35 02

Jansastraße 14, 12047 Berlin, Tel. 623 96 40

Friedelstraße 22, 12047 Berlin, Tel. 613 44 74

Bezirksamt Neukölln, Abteilung Jugend und Gesundheit

Karl-Marx-Str. 83, 12040 Berlin, Tel: 90239 - 4187, -2436)

Sprechstunden: dienstags von 9.00 bis 13.00 Uhr

donnerstags von 15.00 bis 18.00 Uhr

Tagesbetreuung von Kindern

EKT Naseweis e.V.

EKT Tarzan und Isolde

Friedelstraße 35, 12047Berlin, Tel. 624 92 20

Friedelstraße 28, 12047 Berlin, Tel. 623 25 40

Bezirksamt Neukölln, Amt für Bildung, Schule, Kultur u.Sport

Schulplatzvergabe/Übergang Oberschule

Herr Heller, Tel: 90239 - 4175

Schulplatzvergabe

Projekte + Einrichtungen

Evang. Nikodemus Gemeinde

Türkischer Bildungsverein

Nansenstraße 12/13, 12047 Berlin, Tel. 624 25 54

Reuterstraße 58, 12047 Berlin , Tel. 536 59 645

Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Wissenschaft

Außenstelle Neukölln

Boddinstr. 34, 12053 Berlin, Tel/Sekretariat: 90239 - 2531

Regionale Schulaufsicht

Neukölln

Arabisches Kulturinstitut AKI e.V.

NFC Rot-Weiß 1932

Berliner Stadtmission

Freilandlabor Britz e.V.

Reuterstraße 45, 12047 Berlin, Tel. 680 814 72

Pflügerstraße 46, 12045 Berlin, Tel. 0163 28 777 23

Lenaustraße 4 , 12047 Berlin, Tel. 695 96 649

Sangerhauserweg 1, 12349 Berlin, Tel. 703 30 20

Schulpsychologisches Beratungszentrum,

Region Neukölln, Boddinstr. 34,12053 Berlin

Tel: 90239 - 2875

Schulpsychologischer Dienst

AG

EKT

FSJ

GEV

IKM

KJGD

KJHG

JüL

LBV

MSA

PSD

QM

Abkürzungen

Arbeitsgemeinschaft

Eltern-Kinder-Tagesstätte

Freiwilliges Soziales Jahr

Gesamtelternvertretung

Interkulturelle Moderatoren

Kinder- und Jugend - Gesundheitsdienst

Kinder- und Jugendhilfegesetz

Jahrgangsübergreifendes Lernen

Lokaler Bildungsverbund Reuterkiez

Mittlerer Schulabschluss

Psychosoziale Dienste

Quartiersmanagement

Bezirksamt Neukölln, Abt. Jugend

Regionale Dienste

Zentraler Tagesdienst Region Nord-Ost

Dienststelle Planetenstr. 60

12057 Berlin, Tel: 90239 - 2056, - 2074,- 2079

Bezirksamt Neukölln

Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Neukölln-Nord

Rütlistr. 7, 12045 Berlin, Tel: 263 9659 - 0

Bezirksamt Neukölln, Abteilung Jugend

Psychosoziale Dienste

Beratungsstelle Nord, Böhmische Str. 39, 12055 Berlin

Tel: 688748 - 0

Regionale Dienste

Kinder- und Jugendgesundheitsdienst

Psychosoziale Dienste (PSD)

Erziehungs- und

Familienberatung (EFB)

Kinder- und Jugendpsychiatrische

Beratung

1134

135


im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

im Reuterkiez der Bildung auf der Spur

A n h a n g

Begriffserläuterungen

A n h a n g

Berliner Bildungsprogramm

Situationsansatz

Ganztagsschule

Das Berliner Bildungsprogramm bildet den Rahmen für

die Arbeit mit Kindern in allen Berliner Kitas bis zum Schulbeginn.

Es soll den Erzieherinnen und Erziehern dabei helfen,

die ihnen anvertrauten Kinder möglichst gut zu fördern. Im

Rahmen der Qualitätsvereinbarung ist die Umsetzung des

Bildungsprogramms für alle Einrichtungen verbindlich.

Im Situationsansatz sollen alltägliche Situationen und Themen

aufgegriffen werden, die auf exemplarische und verdichtete

Weise Kinder auf ihr zukünftiges Leben vorbereiten.

Es soll der Alltag in und um die Kindertagesstätte in seinen

Möglichkeiten, Lernen in „realen Situationen“ zu ermöglichen,

genutzt werden. Wichtig ist dabei, dass die pädagogischen

Fachkräfte die Lernmotivation der Kinder unterstützen sowie

die Themen gemeinsam mit den Kindern ermitteln. Die

Kinder haben bei der Planung und Gestaltung des pädagogischen

Programms ein wichtiges Mitspracherecht.

mittags inhaltlich miteinander verzahnt. Die Teilnahme am

Angebot der offenen Ganztagsgrundschule ist an den Nachweis

eines Betreuungsbedarfs gebunden. Die Angebotsmodule

sowie das Mittagessen sind für Eltern einkommensabhängig

kostenpflichtig.

Gleichaltrige Schülerinnen und Schüler haben nicht immer

dasselbe Lernentwicklungsniveau. Im jahrgangsübergreifenden

Lernen arbeiten deshalb Schüler und Schülerinnen unterschiedlichen

Alters und unterschiedlicher Klassenstufen

zu bestimmten Fächern, Themen oder aber generell nach

Neigungen und Begabungen zusammen.

Am Übergang in weiterführende Schulen geben die Lehrerinnen

und Lehrer eine Empfehlung/Förderprognose über

die Schulart ab, die sie als geeignet für das Kind halten.

Zusätzlich bieten sie Beratungsgespräche über den zukünftigen

Weg des Kindes an.

Die Elternvertretung nimmt die Interessen der Erziehungsberechtigten

in der von ihren Kindern besuchten Schule

gegenüber den Schulbehörden wahr und übt ihre Mitwirkungsrechte

in der Schule aus. Die Elternsprecherinnen

oder Elternsprecher jeder Klasse oder Jahrgangsstufe bilden

zusammen die Gesamtelternvertretung. Die Gesamtelternvertretung

wählt aus ihrer Mitte u.a. eine Elternsprecherin

oder einen Elternsprecher der Schule und vier Mitglieder der

Schulkonferenz.

Weitere Informationen im Internet

Alle Berliner Grundschulen und auch die entstehenden

Sekundarschulen sind Ganztagsschulen. In ihnen sind

Bildung, Erziehung und Betreuung, Unterricht und außerunterrichtliche

Angebote inhaltlich und organisatorisch

aufeinander bezogen und ausgerichtet auf die Lern- und Lebensbedürfnisse

der Schülerinnen und Schüler. Es gibt zwei

verschiedene Arten von Ganztagsschulen:

In der gebundenen Ganztagsschule gibt es ein schulisches

Gesamtkonzept von Unterricht, Erziehung, ergänzender

Förderung und Betreuung, an dem alle Schülerinnen und

Schüler in der Zeit von 8:00 bis 16:00 Uhr verpflichtend teilnehmen.

Der Besuch der gebundenen Ganztagsschule ist

entgeltfrei, nur die Kosten für das Mittagessen müssen von

den Eltern übernommen werden.

In der offenen Ganztagsgrundschule wird das Angebot

der verlässlichen Halbtagsgrundschule (7.30 bis 13.30 Uhr

kostenlos) um zusätzliche Förderungs- und Betreuungszeiten

in Form von Angebotsmodulen erweitert: Frühbetreuung

6.00 bis 7.30 Uhr, Nachmittagsbetreuung 13:30 bis 16:00

Uhr, Spätbetreuung 16.00 bis 18.00 Uhr sowie Ferienbetreuung.

Auch in der offenen Ganztagsgrundschule sind Unterricht

und die Bildungs- und Betreuungsangebote des Nach-

Informationen zur Schulstrukturreform in Berlin erhalten Sie

in der Broschüre „Bildungsfahrplan“, herausgegeben von

der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und

Forschung. www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/bildungspolitik/schulreform/bildungsfahrplan.pdf

www.reuter-quartier.de/

Lokaler-Bildungsverbund-Reuterkiez.1405.0.html

www.jugendwohnen-berlin.de/bildungsverbundreuterkiez.0.html

Jahrgangsübergreifendes

Lernen (JüL)

Bildungsgangempfehlung/

Förderprognose

Gesamtelternvertretung

Informationen zum Lokalen

Bildungsverbund Reuterkiez

1136

137


„Gefördert durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland

und das Land Berlin im Rahmen des Programms „Zukunftsinitiative Stadtteil“

Teilprogramm „Soziale Stadt“ - Investition in Ihre Zukunft!“

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