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Projekt 2005 " R O L L T O R " Aufgabenstellung

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<strong>Projekt</strong> <strong>2005</strong><br />

" R O L L T O R "<br />

<strong>Aufgabenstellung</strong><br />

"Für ein vorhandenes Modell (Rolltor) soll die Interfacetechnik zur<br />

Steuerung durch Schütze, Digitaltechnik und SPS entwickelt werden " war<br />

die <strong>Aufgabenstellung</strong> für unser <strong>Projekt</strong>. Dieses Rolltor soll in Zukunft für das<br />

erste Ausbildungsjahr genutzt werden, um die Programmierarten praxisnah<br />

anzuwenden. Durch die verschiedenen Arten der Ansteuerung vom Rolltor,<br />

sowie dessen Programmierung mit Hilfe eines PCs, war die Forderung an<br />

ein <strong>Projekt</strong>, das sich mit der Datenkommunikation befasst, erfüllt. Die am<br />

PC erstellten Programme (STEP5, STEP7, EMES) bzw. die aufgebauten<br />

Schaltungen im Bereich "Schützschaltung" und "Digitaltrainer" sind die<br />

Grundlage, dass sich das Tor öffnen oder schließen lässt. Die Bedienung<br />

findet ausschließlich am Bedienpult des Rolltors statt. Der Hauptschalter S3<br />

schaltet die Anlage betriebsbereit. Wird der Taster S1 betätigt soll das Tor<br />

auffahren und mit dem Taster S2 wieder zufahren. Die Endlagenschalter<br />

S10 und S11 sollen melden, ob das Tor geöffnet oder geschlossen ist und<br />

den Motor sofort stoppen. Die Auf- und Zufahrtsbewegung soll sich<br />

jederzeit durch den Stopp-Taster, bzw. den Not-Aus-Taster anhalten<br />

lassen. Befindet sich ein Hindernis im Bereich des Rolltores, soll durch die<br />

Lichtschranke ebenfalls eine sofortige Unterbrechung des<br />

Schließvorganges erfolgen. Das Zufahren bzw. das Auffahren des Tores<br />

soll durch das Leuchten der Warnlampe V1 und der Hupe H1 gemeldet<br />

werden. Da der Digitaltrainer und das EMES mit einer Steuerspannung von<br />

5 Volt arbeiten und das Rolltor eine Spannung von 24 Volt benötigt, musste<br />

eine Schaltung entwickelt werden, die entweder 24 Volt auf 5 Volt oder 5<br />

Volt auf 24 Volt umsetzt. Dieses wurde mit Optokopplern und<br />

Spannungsreglern realisiert, auf die unter dem Punkt 2.3.3. weiter<br />

eingegangen wird. Vorgegeben wurde uns, dass wir für die Ansteuerung<br />

mit EMES und dem Digitaltrainer 2mm-Anschlussbuchsen und für die<br />

Schützschaltung, Step5 und Step7 eine CENTRONICS-Schnittstelle<br />

einbauen. Somit mussten wir entsprechende Kabel anfertigen, um das<br />

Rolltor vom jeweiligen System ansteuern zu können.


Die Hardware<br />

"Als Erstes wurden die Netzteile entwickelt,damit das Rolltor mit<br />

Spannungen versorgt werden konnte. Die Planung sah drei Netzteile<br />

vor,weil die Spannungen 5 Volt, 12 Volt und 24 Volt benötigt wurden. Der<br />

zweite Schritt war die Entwicklung einer Eingangsplatine. Da das Rolltor mit<br />

einer Spannung von 24 Volt arbeitet, müssen die ankommenden und<br />

abgehenden Signale verteilt werden. Wird das Rolltor mit 24 Volt<br />

angesteuert, werden diese Signale direkt weitergeleitet. Steuert man es mit<br />

5 Volt an, müssen diese Signale erst einmal umgesetzt werden. Für diese<br />

Aufgabe wurde die Optokopplerplatine entwickelt. Diese sollte die Funktion<br />

der Umsetzung von 5 Volt auf 24 Volt und von 24 Volt auf 5 Volt<br />

übernehmen. Bei der Funktionsüberprüfung des Rolltores wurde dann noch<br />

festgestellt, dass der Motor, aufgrund der großen Übersetzung, einen<br />

langen Nachlauf hatte und durch die vorgesehene Spannung von 24 Volt<br />

sehr schnell lief. Um das Nachlaufen des Motors zu verhindern, wurde eine<br />

Motorsteuerung entwickelt. Diese bewirkt,dass wenn die Taste "Stopp", die<br />

Endlagenschalter oder der Not-Aus gedrückt wird, der Motor sofort stoppt.<br />

Durch die Ansteuerung des Motors mit 12 Volt wurde die Drehzahl<br />

verringert. Nachdem die Planung der Platinen abgeschlossen und somit<br />

auch die Größe der einzelnen Baugruppen bekannt war, konnte jetzt das<br />

Gehäuse geplant werden. Das Gehäuse sollte die Breite des Rolltores<br />

haben, wobei man bei der Tiefe die Ausmaße der Netzteilplatinen<br />

berücksichtigen musste. Die Höhe wurde so geplant, dass ein Sub-D-<br />

Stecker auf der Eingangplatine angeschlossen werden kann. Die Vorder-<br />

und Rückseite war für den CENTRONICS-Anschluss und für die 15 x 2mm-<br />

Buchsen vorgesehen. Für die Netzspannung von 230 Volt sollte ein<br />

Kaltgerätestecker eingebaut werden. Um die 24 Volt, 12 Volt und 5 Volt<br />

abzusichern, wurden Sicherungshalter mit eingeplant, damit man nicht<br />

immer das Gehäuse öffnen muss, wenn eine Sicherung auslöst.<br />

Die Software


Die Programme für das <strong>Projekt</strong> sollten in STEP7 undfür den EMES<br />

entwickelt werden. Hierfür wurde die Software Simatic STEP7 von Siemens<br />

und der Croscompiler für die Programmierung des Z80 Prozessors<br />

benötigt, die die Schule BBS 2 zur Verfügung stellte. Die Programme<br />

sollten so entwickelt werden, dass sie übersichtlich und gut verständlich<br />

sind, da sie zu Testzwecken und zur Demonstration des Rolltores dienen.<br />

Step7 ist die Programmiersprache der Simatic S7 SPS-Familie der Firma<br />

Siemens. Es handelt sich um eine leicht zu erlernende<br />

Programmiersprache.<br />

Es gibt 3 Darstellungsformen:<br />

FUP - Funktionsplan<br />

KOP - Kontaktplan<br />

AWL - Anweisungsliste<br />

Der Funktionsplan arbeitet mit logischen Symbolen aus der Digitaltechnik z.<br />

B. UND-Glieder, d.h. zwei oder mehrere Eingangsvariable werden so<br />

miteinander verknüpft, dass die Ausgangsvariable erst dann logisch 1 ist,<br />

wenn alle Eingangsvariable logisch 1 sind. Der Kontaktplan leitet sich aus<br />

Stromlaufplänen ab, d. h., eine UND-Verknüpfung sieht aus wie in Reihe<br />

geschaltete Schließerkontakte. Während die ersten beiden Formen grafisch<br />

orientierte Programmiersprachen sind, die es erlauben, dass Techniker<br />

ohne tiefer gehende Programmierkenntnisse damit umgehen können,<br />

entsprechen Programme in Anweisungsliste eher der klassischen<br />

Programmierung. Allen 3 Darstellungsformen ist gemeinsam, dass<br />

Programmteile in sog. Netzwerken erstellt werden. Die Netzwerke in KOP<br />

und FUP sind aufgrund der Darstellungsform wenig komplex. Die zweite<br />

Ansteuerungsart des Rolltors soll über das EMES verwirklicht werden.<br />

EMES ist eine Abkürzung und steht für:<br />

Einplatinen Mikrocomputer Entwicklungs- System<br />

Das Herzstück vom EMES ist ein Z80, ein 8-Bit-Mikroprozessor von der<br />

Firma Zilog. Programmiert wird der Z80 Prozessor mit einer<br />

Maschinensprache. Diese Sprache ist allerdings für den Menschen kaum<br />

lesbar. Darum wird die Programmierung des EMES mir der<br />

Assemblersprache realisiert. Die Assemblersprache ist eine spezielle<br />

Programmiersprache, die die Maschinensprache in einer, für den<br />

Menschen lesbaren Form, repräsentiert. Ein Programm in<br />

Assemblersprache wird auch als Assemblercode bezeichnet. Es wird durch<br />

einen speziellen Compiler, einen so genannten Assembler, in direkt<br />

ausführbare Maschinensprache (auch Maschinencode) umgewandelt.

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