sig.biz/combibloc

sig

sig.biz/combibloc

Ausgabe 01/07

sig.biz/combibloc

Food-Trends

Impulse für die Branche

Profil

Mengniu


Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

zuerst möchte ich mich ganz herzlich

bei allen unseren Kunden für die wiederum

gute Zusammenarbeit und das in uns gesetzte

Vertrauen im vergangenen Jahr bedanken.

Beides ist Voraussetzung und Basis

für unseren Geschäftserfolg, den wir erfreulicherweise

auch 2006 fortsetzen konnten.

SIG Combibloc verzeichnete dank der geografischen

Expansion in die strategischen

Wachstumsmärkte und dem erfolgreichen

Ausbau des Liquid Food Segmentes ein

weiterhin starkes Umsatzwachstum von 10 %

auf EUR 1.210 Mio. (2005: EUR 1.097 Mio.).

Nach wie vor boomt China mit einem Umsatzwachstum

von 81 %. In diesem Zusammenhang

möchte ich Ihre Aufmerksamkeit

auf unseren Artikel über den führenden chinesischen

Milchproduzenten Mengniu in der

Rubrik Profil lenken. Mengniu präsentierte

den weltweit ersten UHT-Milchdrink mit echten

Fruchtstücken in combiblocMini 250 ml.

Damit wird zum ersten Mal die einzigartige

Abfülltechnik von SIG Combibloc, die auch

das Abfüllen von stückigen Lebensmitteln

ermöglicht, erfolgreich im Segment der UHT-

Milchprodukte angewendet.

Dem Food-Segment widmen sich einige

Beiträge der neuen Ausgabe von sig.biz/

combibloc. In unserer aktuellen Titelstory

erfahren Sie alles über die neuesten Food-

Trends, warum der individualistische Verbraucher

zunehmend in den Fokus der

Lebensmittelindustrie rückt und weshalb

SIG Combibloc weltweit Maßstäbe setzt in

Impressum

sig.biz/combibloc, Frühling 2007 Herausgeber SIG Combibloc GmbH, Rurstraße 58, 52441 Linnich Redaktion Birgit Kartscher, Heike Thevis, Wojciech Wroczynski, Sabine

Breitfuß, Lisa Wang, Luciana Galvão, Paola Fontanelli, Tim Nieländer, Tamas Ruboczky, Dr. Isabella Classen, Paul Thelen, RTS Rieger Team Konzeption und Realisierung

RTS Rieger Team Werbeagentur GmbH, Düsseldorf Bildnachweis SIG Combibloc, RTS Rieger Team, Masterfile, Getty Images, Mauritius, Corbis, Plainpicture, Matton

Images, Masterfile Lithographie Weß + Lüer GmbH, Willich Druck Backes Druck GmbH, Langenfeld Kontakt Telefon: +49 2462 79-0, Fax: +49 2462 79-2519, E-Mail:

birgit.kartscher@sig.biz Internet www.sig.biz. Das Kundenmagazin sig.biz/combibloc erscheint in deutscher, englischer, spanischer, französischer, italienischer, portugiesischer,

polnischer, russischer und chinesischer Sprache. Alle Rechte sind vorbehalten. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung

des Herausgebers wieder. Nachdruck und elektronische Verbreitung von Artikeln, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion.

sig.biz/combibloc 01/ 07

puncto aseptische Abfüllung von Food-Produkten

in die Kartonpackung.

Diese und alle anderen Beiträge finden

Sie auch unter www.sig.biz/combibloc: wie

gewohnt mediengerecht aufbereitet und um

relevante Web-Specials ergänzt.

Viel Spaß mit sig.biz/combibloc wünscht

Ihnen Ihr

Jan Schürmann

Head of Global Marketing


Inhaltsverzeichnis 2/3

Inhalt Seite

Editorial & Impressum 2

News

Gesund und lecker 4

Mitte 2006 launchte Unilever in Polen Suppen, die in der Packungsserie combibloc

abgefüllt werden. Diese werden unter der populären Marke Knorr vermarktet.

Spektrum

Querdenken – Überlegen macht überlegen 5

Von afrikanischen Trommelrhythmen bis hin zur Zukunft der Esskultur:

das erste österreichische Kundensymposium von SIG Combibloc wurde seinem

Motto „Querdenken“ von Anfang an gerecht.

Titel

Geschmackvoll serviert: Individualität 6

Convenience-, Functional- oder doch eher Ethno-Food?

Die Individualisierung der Essgewohnheiten schreitet voran. Immer trendgerecht:

die aseptische Kartonpackung.

Profil

Weltweit einzigartiger Milchdrink aus China 14

Mengniu Dairy, eine der führenden chinesischen Molkereien, präsentiert

den ersten UHT-Milchdrink mit echten Fruchtstücken in combiblocMini 250 ml.

Neuer Trend auf dem Weinkartonmarkt 18

Viña San Pedro, einer der größten Weinproduzenten in Chile,

relauncht seine renommierte Marke Gato mit SIG Combibloc.

Know-how

Italienische Erfolgsgeschichte 20

Über die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem italienischen

Lohnabfüllspezialisten Boschi Luigi & Figli S.p.A. und SIG Combibloc.

Facts & Trends

Europäischer Milchmarkt vor historischer Wende 24

Die Milchwirtschaft steht vor einer harten Zäsur: heraus aus dem Schutz der

EU-Milchmarktordnung und hinein in einen mehr und mehr liberalisierten Weltmarkt.

Fruchtige Powerdrinks 28

Bunt, lecker und gesund: Smoothies finden weltweit immer mehr begeisterte Anhänger.

Die Hersteller setzen zunehmend auf die aseptische Kartonpackung.

Bioprodukte unter der Lupe 32

Warum kaufen immer mehr Menschen Bioprodukte und welche Verpackung bevorzugen sie?

Diese Fragen versuchte eine Marktforschung zu ergründen.

Märkte

In Ungarn auf Erfolgskurs 34

Seit 20 Jahren ist SIG Combibloc in Ungarn erfolgreich. Nicht zuletzt durch die Zusammen-

arbeit mit zwei führenden Herstellern von Fruchtsäften: ELMA und SIÓ-ECKES.

Umwelt

Klare Vorteile beim Klimaschutz 38

Das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung hat erstmals einen

Ökobilanz-Vergleich zwischen PET-Einwegflaschen und Kartonpackungen vorgenommen.

Artikel, die mit den folgenden Piktogrammen gekennzeichnet sind, enthalten im Online-Magazin zusätzlich

Texte Links

Bilder Audiodateien Videos

sig.biz/combibloc 01/ 07


News

Gesund und lecker

Mitte 2006 launchte das polnische Werk von Unilever in Poznań Suppen, die in der

Packungsserie combibloc abgefüllt werden. Diese Suppen werden unter der populären

Marke Knorr vermarktet.

Bisher stand in Polen die Handelsmarke

Knorr hauptsächlich für Kraftbrühen, gefriergetrocknete

Suppen und Saucen. In Bezug

auf die Suppen seien hier nur die bekannten

Knorr Gora˛cy Kubek (Warme Becher) erwähnt.

Eine Frage der Abfüllung

Die Suppen in der aseptischen Kartonpackung,

die vor kurzem in das Sortiment

von Unilever in Polen aufgenommen wurden,

sind höchst attraktive Produkte. Die Rezepte

wurden speziell auf den polnischen Geschmack

und die Essgewohnheiten der polnischen

Konsumenten ausgerichtet. Dank der

einzigartigen Technologie von SIG Combibloc

können auch Suppen mit stückigem Inhalt,

wie zum Beispiel Fleisch- oder Gemüsefasern,

in die Kartons abgefüllt werden.

sig.biz/combibloc 01/ 07

Convenience für Feinschmecker

Nach dem Ausgießen aus der Kartonpackung

und dem anschließenden Aufwärmen

können die Suppen sofort konsumiert werden.

Dadurch gehören sie zu den typischen

„Ready to serve“-Produkten: einem Marktsegment,

das zunehmend an Bedeutung

gewinnt. Schließlich ist für den modernen

Konsumenten eine gesunde Ernährung genauso

wichtig wie eine schnelle Zubereitung.

Ausgewählte Produkte ohne Konservierungsmittel,

abgefüllt in aseptischen Karton-

packungen, erfüllen alle diese Erwartungen

der Konsumenten. Die Knorr-Suppe aus der

Kartonpackung ist eine qualitativ hochwertige

und gesunde Mahlzeit. Ihre Zielgruppe

ist breit gestreut: Sie spricht sowohl ältere

als auch jüngere Konsumenten, Alleinstehende

und Familien an. Die Suppen sind in

Heiß begehrt: die neuen Knorr-Suppen

für den polnischen Markt, abgefüllt in

combiblocStandard 750 ml.

dem bewährten Format combiblocStandard

750 ml erhältlich. Die Produktrange umfasst

die Sorten Exquisite Tomatensuppe, Spanische

Tomatensuppe, Ungarische Gulaschsuppe,

Waldpilzsuppe, Portugiesische Gemüsesuppe

und Erbsensuppe. Kurz: für jeden

Geschmack die passende Suppe.

Weitere Informationen finden Sie in

unserem Online-Magazin unter:

www.sig.biz/combibloc/news


Querdenken –

Überlegen macht überlegen

Knapp 40 Personen nahmen an dem

Symposium am 22. November im österreichischen

Leogang teil. Das abwechslungsreiche

Programm und die ungezwungene Atmosphäre

boten den Gästen eine gute Gelegenheit,

untereinander ins Gespräch zu kommen

und neue Kontakte zu knüpfen.

Mut zum Querdenken

Dem musikalischen Empfang durch

Trommler Kofi Onny folgten drei abwechslungsreiche

Vorträge von Ernährungswissenschaftlerin

Hanni Rützler, von Dr. Hanspeter

Madlberger, Herausgeber des Fachmagazins

Key-Account, und vom „Business-Querdenker“

Dr. Peter Kreuz.

Zum Einstieg zeigte Hanni Rützler auf,

dass sich schon heute abzeichnet, wie die

nahe Zukunft der Ess- und Trinkkultur aussehen

wird: Essen muss nicht mehr primär

satt machen, sondern vor allem zweckdienlich

und gesund sein. Gerade wegen des

zunehmenden Überflusses an Konsumgütern

wägen die Konsumenten immer mehr ab, ehe

sie zu einem bestimmten Produkt greifen.

Dr. Madlberger sprach anschließend

über die Beziehung zwischen Handels- und

Herstellermarken. Hierbei machte er deutlich,

dass beide durchaus nebeneinander bestehen

können, ohne ständig Konfrontationen ausgesetzt

zu sein. Man müsse die verschiedenen

Marken auf einer gleichwertigen Ebene mit

fairer Qualitäts- und Preisdifferenzierung

betrachten, so Madlberger.

Den Abschluss bildete Dr. Peter Kreuz,

einer der Wegbereiter des Business-Querdenkens.

Durch anschauliche Beispiele aus

der Praxis regte er zur Hinterfragung etablierter

Branchenkonzepte an, um Märkte

von morgen zu erobern. Mit Aufbruchsgeist

sig.biz/combibloc Spektrum 4/5 5/5

Von traditionellen Trommelrhythmen aus Afrika bis hin zu Zukunftsvisionen der Ess- und Trink-

kultur. Mit abwechslungsreichen Themen und drei Top-Referenten wurde das erste österreichische

Kundensymposium von SIG Combibloc seinem Motto „Querdenken“ von Anfang an gerecht.

Das Kundensymposium bot nicht nur die

Möglichkeit zum Gedankenaustausch, sondern

gab auch Anregungen zum Querdenken.

und Humor stellte er Managementdogmen

infrage und zeigte, wie man wirksam neue

Wege gehen kann.

Ein voller Erfolg

Die Teilnehmer beschlossen den Tag bei

einem Essen, untermalt mit Geschichten

eines professionellen Erzählers. Martin P.

Leuzinger, Head of Cluster Marketing, zeigte

sich vollauf zufrieden mit dem Verlauf des

Symposiums: „Die Stimmung war sehr gut.

Die Gäste schätzten das abwechslungsreiche

und bunte Programm sehr. Das Symposium

war eine passende Gelegenheit, bestehende

Kontakte auszubauen, bzw. neue Kontakte

zu knüpfen.“

Weitere Informationen finden Sie in

unserem Online-Magazin unter:

www.sig.biz/combibloc/spektrum

sig.biz/combibloc 01/ 07


Titel

Geschmackvoll serviert:

Individualität

sig.biz/combibloc 01/ 07


Selten sind sich Konsumforscher in einer Sache so einig. Bezogen auf die Essgewohnheiten

der Menschen stimmen Marktexperten überein: Es wird nicht eine einzige „Food-Zukunft“

geben. Vielmehr lassen sich die verschiedensten Trends feststellen. Sie werden auf der einen

Seite von individuellen Lebensumständen geprägt und bestimmen auf der anderen Seite

zunehmend den Alltag der Menschen.

Titel 6/7

sig.biz/combibloc 01/ 07


Titel

Schnell zubereitet, gezielt portioniert,

bequem serviert – und trotzdem lecker:

Convenience ist für moderne Konsumenten

von großer Bedeutung.

Essgewohnheiten werden zum Ausdruck

der Persönlichkeit und verändern sich im

Laufe des Lebens individuell. Sie sind beeinflusst

von demografischen wie auch familiären

Strukturen. Ebenso spielt auch das

berufliche und soziale Umfeld eines Menschen

eine Rolle.

Fest steht: Traditionelle Familienrituale,

zu denen auch das gemeinsame Essen

gehört, werden immer seltener vollzogen.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die

Geburtenraten sinken seit Jahren vor allem

in den Industrieländern. Die Familien werden

kleiner, die Zahl der Single-Haushalte

wächst. Sofern es einen klassischen Familienverbund

gibt, essen die Familienmitglieder

zu Zeiten, die in ihren persönlichen

Terminkalender passen. Gemeinsame Mahlzeiten,

bei denen frisch Gekochtes auf den

sig.biz/combibloc 01/ 07

Teller kommt, sind die Ausnahme. Die drei

Mahlzeiten-Klassiker Frühstück, Mittagessen

und Abendbrot verlieren mit dieser Entwicklung

zunehmend an Bedeutung – ein

Trend, den etwa die Studie „Growth Strategies

in Ready Meals“ (Quelle: Business

Insights Ltd. 2006) weltweit beobachtet.

Diese Individualisierung der Essgewohnheiten

stellt Produktentwickler heute vor

neue Herausforderungen.

Schön praktisch

„Konsumenten steuern ihre Ernährung

bewusster und verlangen dementsprechend

nach Produkten, die ihren individuellen

Bedürfnissen angepasst sind“, heißt es in

der aktuellen Trend-Studie „Innovation in

Healthy Convenience Food and Drinks“

(Quelle: Business Insights Ltd. 2006).

Vor allem praktisch soll die Mahlzeit für

moderne Konsumenten sein und in den

persönlichen Tagesablauf integrierbar. Kein

Wunder, dass vor diesem Hintergrund die

Convenience von Konsumforschern aller Nationen

weiterhin als der bedeutendste Trend

auf dem Lebensmittelsektor betrachtet wird.

Als Hauptaspekte eines konvenienten Lebensmittels

gelten dabei die schnelle Zubereitungszeit,

gezielte Portionierbarkeit sowie eine

bequeme Handhabung und Servierbarkeit –

und das, ohne im Hinblick auf die Produktqualität

Abstriche machen zu müssen.

Gesundheit boomt

Doch nicht nur komfortabel und bequem

einzusetzen sollen Lebensmittel heute sein.

Auch die gesundheitlichen Aspekte werden

großgeschrieben. Damit zählt Marktforschern

zufolge Health Food zu einem weiteren

Ernährungstrend. Konsumenten verlangen

nach hochwertigen Lebensmitteln, die möglichst

natürlich und geschmackvoll auf den

Tisch kommen.

Selbstverantwortung lautet hier das

entscheidende Schlagwort. Es wächst das

Bewusstsein, dass der Mensch zu seinem

Wohlbefinden und zur Gesunderhaltung

seines Körpers zu einem großen Teil selbst

beitragen kann, indem er bei der Wahl seiner

Speisen vernünftige Entscheidungen trifft.

Functional Food: Mehrwert gefragt

Auch Functional Food gewinnt an

Bedeutung. Dem Trend der funktionalen

Lebensmittel mit Mehrwert liegt die Vorstellung

zugrunde, mit ausgewählten Produkten

das Wohlbefinden zu steigern und vielleicht

das Leben zu verlängern. Das Essen soll die

Gesundheit fördern – am besten durch möglichst

naturbelassene oder zusätzlich zugefügte

wertvolle Inhaltsstoffe wie etwa

Vitamine. Stärker als bei jedem anderen Ernährungstrend

spielen bei der Ausrichtung

von funktionellen Lebensmitteln Zielgruppen

eine Rolle. Besonders ältere Verbraucher

zeigen ein gesteigertes Bedürfnis, über ihre

Nahrung Alterserscheinungen vorzubeugen

oder bereits bestehende Beschwerden zu

lindern. Daneben sind es vor allem Frauen,

Kinder und Konsumenten mit besonderem

Nährstoffbedarf, die die Entwicklung von

Functional Food vorantreiben, besagt die

Studie „Innovation in Healthy Convenience

Food and Drinks“.


Im Visier der Lebensmittelindustrie:

der individualistische Verbraucher mit

seinen Ansprüchen, Bedürfnissen und

Stimmungen.

Titel 8/9

Nicht nur der Preis entscheidet

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang

die Tendenz einer neu erwachten

„Konsumlust“, die das Meinungsforschungsinstitut

GfK (Deutschland) in seinem Consumer

Index 2006 feststellt. Der moderne

Verbraucher nimmt demnach auch bei der

Wahl seiner Nahrungsmittel Abschied von

der reinen Preisorientierung. Nicht mehr

alleine die Kosten entscheiden beim Einkaufen.

Im Bewusstsein, dass Qualität ihren

Preis hat, ist der Konsument wieder zunehmend

bereit, für hochwertige, gesunde Lebensmittel

mit Mehrwert auch entsprechend

mehr zu zahlen.

Globalisierung in der Küche

„Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts“ –

frei nach diesem Motto greifen immer mehr

Konsumenten auch zu Ethno-Food und rufen

damit kulinarische Reise-Erinnerungen zurück

oder wagen sich in gänzlich neue Genuss-Gefilde.

Gerade im Bereich Ethno-Food

greifen neugierige Verbraucher gerne auf

Fertiggerichte zurück, statt aufwändig exotische

Zutaten zu besorgen und sich selbst an

den Herd zu stellen. Auch dieser Trend zur

Globalisierung in der Küche bringt neue

Impulse für die Lebensmittelindustrie.

sig.biz/combibloc 01/ 07


Titel

Für moderne Konsumenten muss die Mahlzeit

praktisch und in den persönlichen Tagesablauf

integrierbar sein.

Eine bislang ungekannte „Multioptionalität“

bieten diese Trendanalysen für die

Produktentwickler. Der individualistische

Verbraucher weckt das Brancheninteresse.

Um ihn in seinem aktuellen Anspruch und

Bedürfnis und sogar in seiner jeweiligen

Stimmung „abzuholen“, spielt die Verpackung

eine entscheidende Rolle. Sie erfüllt zwei

wichtige Aufgaben. In erster Linie dient sie

dazu, die Qualität von Lebensmitteln zu

schützen und vor allem auch zu bewahren.

Unbehandelte Lebensmittel verändern sich

je nach Lagertemperatur über kurz oder lang

chemisch, enzymatisch oder mikrobiell. Um

sie haltbarer zu machen und dennoch die

gesunden, natürlichen Inhaltsstoffe zu bewahren,

sollten sie möglichst produktschonend

behandelt und verpackt werden. Dabei

spielen die Ausgangsqualität des Lebensmittels,

seine Aufbereitung vor der Abfüllung,

das Füllverfahren und nicht zuletzt auch die

Beschaffenheit der Verpackung selbst eine

entscheidende Rolle.

In Verbindung mit dieser vordergründigen

Qualitätsaufgabe trägt die Verpackung

auch dazu bei, ein Produkt hinsichtlich

gefragter Trends auszurichten. Im Idealfall

vermag sie es, dabei unterschiedliche Aspekte

miteinander zu verknüpfen: Leckere,

qualitativ hochwertige und gesunde Produkte

sollten in handlichen, konvenienten Verpackungsgrößen

angeboten werden, um den

Verbraucher anzusprechen. Und gerade beim

Erreichen des potenziellen Kunden übernimmt

die Verpackung eine weitere wichtige

Funktion: Sie positioniert das Produkt und

sig.biz/combibloc 01/ 07


ist Trägermedium für die Kommunikation

mit dem Verbraucher. Moderne Food-Verpackungslösungen

sind somit weit mehr als

eine notwendige Hülle.

Aseptik – feste Größe für Produktschutz

Im Hinblick auf die Produktqualität verpackter

Lebensmittel gilt das Aseptikverfahren

als eine der revolutionärsten Erfindungen

auf dem Sektor der Lebensmittelverarbeitung.

Die klassische Aseptik basiert darauf,

eine Flüssigkeit thermisch zu behandeln und

in sehr kurzer Zeit je nach Säuregehalt zu

erhitzen und sehr schnell wieder auf Raumtemperatur

abzukühlen. Parallel dazu wird

die Verpackung keimfrei gemacht. Durch

die getrennte Behandlung von Produkt und

Verpackung verkürzt sich die erforderliche

Erhitzungsdauer auf nur wenige Minuten.

Dadurch wird verhindert, dass das Produkt

Gemeinsame Mahlzeiten, bei denen frisch

Gekochtes auf den Teller kommt, sind selten

geworden.

überhitzt wird und wertvolle Inhaltsstoffe

wie Vitamine, Mineralien und Geschmacksstoffe

verkocht werden. Die Produkte sind

ohne Zusatz von Konservierungsstoffen auch

ohne Kühlung lange haltbar.

Für das klassische Aseptikverfahren gilt

heute die Abfüllung in Kartonpackungen als

besonders produktschonend und qualitätserhaltend.

Packstoff, Abfüllmaschine und der

gesamte Erhitzungsprozess bilden eine eng

miteinander verflochtene Einheit und werden

als gesamtheitliches System betrachtet.

Aseptische Kartonpackungen bestehen

aus dünnem Karton. Damit er nicht durchweicht,

wird innen und außen eine Schicht

aus Polyethylen (PE) aufgetragen. Um Food-

Produkte wie Suppen und Saucen über längere

Zeit ohne Kühlung haltbar zu machen,

kommt eine dünne Aluminiumfolie hinzu.

Die innere Polyethylen-Beschichtung dient

Titel 10/11

als Flüssigkeitsbarriere für das Produkt, die

äußere hält Feuchtigkeit ab. Karton gibt der

Packung Stabilität, Aluminium schützt das

Produkt vor Licht, Fremdaromen und Sauerstoff.

Versiegelung oberhalb des Füllspiegels

SIG Combibloc hat einen weltweit besonderen

Stellenwert im Hinblick auf die

aseptische Abfüllung von Food-Produkten

in die Kartonpackung. Das Unternehmen

arbeitet im Aseptikbereich weltweit führend

mit einem Mantelsystem. Das bedeutet: Jeder

einzelne der in den Produktionswerken von

SIG Combibloc produzierte Verpackungsmantel

wird auf den Füllmaschinen bei den

Kunden aufgeformt, sterilisiert, gefüllt und

versiegelt. Der Packungsgiebel wird somit

erst nach dem Abfüllen des Produktes oberhalb

des Füllspiegels – und nicht durch das

sig.biz/combibloc 01/ 07


Titel

Produkt – mit Ultraschall versiegelt. Daher

ist auch die Abfüllung stückiger Produkte

möglich.

Trend zur Kartonpackung

„Heute können Füllgüter mit Stücken

von bis zu 15 Millimetern Größe abgefüllt

werden – einzelne Fasern können sogar eine

Länge von bis zu 40 Millimetern haben“, sagt

Jan Schürmann, Head of Global Marketing

bei SIG Combibloc. Der Stückanteil könne

laut Schürmann bis zu 50 % betragen. Aufgrund

der flexiblen Fülltechnologie sei es

möglich, die unterschiedlichsten Lebensmittel

in combibloc abzufüllen. Während Suppen,

Saucen und Tomatenprodukte inzwischen zu

den Klassikern zählten, gehe der Trend zur

Kartonpackung auch in die Bereiche Desserts

und Babynahrung. Jan Schürmann: „Alle

Trendstudien im Segment Food verdeutlichen,

dass der moderne Verbraucher nach einer

großen Vielfalt qualitativ hochwertiger

sig.biz/combibloc 01/ 07

Produkte verlangt, und zwar vielfältig im

Hinblick auf Portionsgrößen, Geschmacksrichtungen

und auch Beschaffenheit der Produkte.“

Diesem Anspruch der Verbraucher

werde SIG Combibloc mit seiner flexiblen

Fülltechnologie gerecht.

Jan Schürmann: „Für das Verpacken

von flüssigen, viskosen und stückigen

Lebensmitteln hat SIG Combibloc drei verschiedene

Füllmaschinentypen entwickelt.

Dünnflüssige Produkte können in Standard-

Füllmaschinen für Getränke abgefüllt werden.

Pastöse Füllgüter mit kleinen Stücken

oder Fasern werden in „Food Liquid“-Füllmaschinen

verarbeitet. Im Vergleich zu

dünnflüssigen Standardprodukten wie Milch

oder Saft werden die pastösen Produkte mit

höherem Druck durch die Aufbereitungsanlage

befördert. Das Niveau des Produkttanks

wird innerhalb der „Food Liquid”-Füllmaschine

per Pumpe statt durch Regelventil gesteuert.

Dadurch wird der Druck abgebaut und das

Ethno-Food: Der Trend zur Globalisierung

in der Küche bringt neue Impulse für die

Food-Branche.

Füllgut kann produktschonend weiterbefördert

werden.“ Speziell für hochviskose

Lebensmittel und Produkte mit größeren

Stücken habe das Unternehmen zusätzlich

die „Food Particulate“-Füllmaschinen entwickelt.

Auch hier wird die Dosierung der

Produkte über Pumpen gesteuert. „Als weltweit

einziges Unternehmen können wir im

Bereich der aseptischen Abfüllung von Food-

Produkten mit der 2-Phasen-Fülltechnologie

arbeiten, die die Flexibilität bei der Abfüllung

deutlich erhöht“, sagt Dr. Peter Ripphausen,

Technologie-Pool-Manager für Füllmaschinen

bei SIG Combibloc. Diese Technologie

erlaube es, Füllgüter mit unterschiedlichen

Viskositäten und Stückanteilen in ein und

dieselbe Packung zu füllen. Beide Anteile

können entsprechend ihren Produktanforderungen

getrennt voneinander in zwei

separaten Produkttanks vorbehandelt und

dann mit einer Dosierpumpe in der Packung

zum fertigen Produkt gemischt werden.


Vielfalt im Karton

Unübertroffen flexibel zeige sich das

Füllmaschinensystem für Food-Produkte

auch hinsichtlich der Produkt- und Volumenvielfalt.

„Volumen- und Designwechsel

können bei gleichem Bodenquerschnitt innerhalb

von wenigen Minuten umgesetzt

werden“, erläutert Dr. Ripphausen. „Entsprechend

der Produktbeschaffenheit werden

zur präzisen Abfüllung Füllköpfe mit unterschiedlichen

Auslauftypen eingesetzt. Die

Füllköpfe lassen sich leicht austauschen –

damit ist auch ein schneller Produktwechsel

auf ein und derselben Füllmaschine möglich.“

„Die aseptische Kartonpackung ist eine

Trendpackung“, resümiert Food-Experte Jan

Schürmann. „Die produktschonende aseptische

Abfüllung sorgt für hochwertige und

gesunde Lebensmittel, die sich bequem in

den Tagesablauf moderner Konsumenten

mit individuellen Ansprüchen integrieren

lassen. Die handlichen, unzerbrechlichen

und bequem zu transportierenden Packungen

passen sich perfekt den Ernährungsbedürfnissen

an.“ Produktvariationen wie Öffnungs-

und Trinkhilfen wie auch Perforationen

seien ebenso hilfreich, um unterschiedlichen

Trends zu entsprechen.

Weitere Informationen finden Sie in

unserem Online-Magazin unter:

www.sig.biz/combibloc/titel

Titel 12/13

sig.biz/combibloc 01/ 07


Profil

Weltweit einzigartiger

Milchdrink aus China

Mengniu Dairy, eine der führenden chinesischen Molkereien, feierte im November 2006 eine

weltweite Premiere: Das Unternehmen präsentierte den ersten UHT-Milchdrink mit echten

Fruchtstücken in combiblocMini 250 ml. Zum ersten Mal wird damit die einzigartige Abfüll-

technik von SIG Combibloc, die auch das Abfüllen von stückigen Lebensmitteln möglich macht,

erfolgreich im Segment der UHT-Milchprodukte angewendet.

Weltneuheit in China gelauncht: der erste

UHT-Milchdrink mit echten Fruchtstücken,

abgefüllt in combiblocMini 250 ml.

sig.biz/combibloc 01/ 07

Der Wettbewerb auf dem chinesischen

Milchmarkt hat sich in den letzten Jahren

zunehmend verschärft. Wirtschaftlichkeit ist

ein wichtiger Aspekt für die Herstellerfirmen.

In diesem Zusammenhang ist die Produktdifferenzierung

von entscheidender Bedeutung,

um dem Preisdruck zu entgehen und

dauerhaftes Wachstum zu erreichen.

Alle Erwartungen übertroffen

Die neuen Produkte mit echten Fruchtstücken

sind in den Sorten Erdbeere, Pfirsich,

Kokosnuss und Aloe vera in combiblocMini


250 ml mit Trinkhalm erhältlich. Sie stehen

für Innovation und Mehrwert und bieten

den Verbrauchern neue Geschmackserlebnisse

und einen gesteigerten Nährwert. Aus

diesem Grund werden die Produkte als Premium-Milchdrinks

positioniert. Sie richten

sich vor allem an junge Frauen, die Wert auf

ihr körperliches Wohlbefinden, modernen

Lifestyle und natürlichen Geschmack ihrer

Lebensmittel legen.

Seit der Markteinführung sind die

neuen Milchprodukte nun in den meisten

Supermarktregalen der größeren Städte

Chinas zu finden. Dieser Erfolg ist auf eine

gut umgesetzte Produkteinführung und breit

gefächerte Marketing-Events von Mengniu

zurückzuführen. Sowohl Einzelhändler wie

Verbraucher haben die auffallenden Verpackungen

und den einzigartigen Geschmack

dieser neuen Produkte positiv beurteilt.

Ihr Absatz im Dezember 2006 hat sogar die

optimistischsten Erwartungen des Projektteams

übertroffen.

Partnerschaft mit Perspektive

Das Fundament für ihre heutige Partnerschaft

und künftige Zusammenarbeit

legten Mengniu und SIG Combibloc bereits

vor einigen Jahren. Die Früchte dieser Zusammenarbeit

manifestieren sich etwa im

ersten gemeinsam realisierten Projekt, dem

Baoji-Werk von Mengniu, das 2006 in der

chinesischen Provinz Shanxi eröffnet werden

konnte. Fünf Füllmaschinen des Typs CFA

712-32 und zwei des Typs CFA 112-32 von

SIG Combibloc sind dort in Betrieb, um

Milch- und Joghurtdrinks sowie nun auch

die neuen Milchprodukte mit den echten

Fruchtstücken abzufüllen. Beim Baoji-Projekt

wurden in nur rund acht Monaten alle

Füllmaschinen sowie der gesamte Downstream

ausgeliefert, installiert und in Betrieb

genommen. Diese Leistung konnte nur

dank der guten Zusammenarbeit zwischen

SIG Combibloc und dem Mengniu-Projektteam

erreicht werden.

Außergewöhnliche Technologie und

beste Synergien

Um den gestalterischen Anforderungen

von Mengniu gerecht zu werden, empfahl

SIG Combibloc das Format combiblocMini,

das die neuen Mengniu-Produkte deutlich

von den Konkurrenzprodukten abhebt. Die

Hochleistungsfüllmaschine CFA 112-32 mit

einem Output von 12.000 Packungen pro

Stunde wurde den Produktanforderungen

optimal angepasst. Sie verfügt nun über die

weltweit fortschrittlichste Fülltechnologie.

Um dieses Projekt effizient umzusetzen,

arbeitete SIG Combibloc China eng mit

Mengniu zusammen. In jeder Prozessphase

Profil Titel 14/15

Im Baoji-Werk von Mengniu sind fünf Füllmaschinen

des Typs CFA 712-32 und zwei des Typs

CFA 112-32 in Betrieb.

wurde volle Unterstützung geboten: vom

Konzept über die F&E-Planung, die technischen

Lösungen bis hin zur Implementierung.

In der Entwicklungsphase erfolgten verschiedene

Testfüllungen im F&E-Zentrum

von SIG Combibloc in Linnich (Deutschland).

So wurde Mengniu dabei unterstützt,

die optimalen Produktrezepturen festzulegen.

Das Projektteam von SIG Combibloc setzte

ebenso Verbrauchertests zur Geschmacksprüfung

der neuen Mengniu-Produkte um.

Hervorzuheben ist zudem die exakte Kalibrierung

am Füllsystem, die Produktionseffizienz

und -qualität sicherstellt.

Markus Boehm, CEO von SIG Combibloc

China, über die Zusammenarbeit mit Mengniu:

„Die erfolgreiche Markteinführung der

Produkte mit echten Fruchtstücken ist die

perfekte Kombination von Mengnius Innovationsgeist

und der von SIG Combibloc

entwickelten hochmodernen Abfülltechnik

für stückige Produkte. SIG Combibloc bietet

seinen Kunden hervorragende Verpackungslösungen

mit einem Mehrwert, der es ihnen

ermöglicht, ihre Produkte von denen der Mitbewerber

abzuheben. Die Win-win-Partnerschaft

zwischen Mengniu und SIG Combibloc

wird sowohl auf die chinesische wie auch

auf die weltweite milchverarbeitende Industrie

großen Einfluss haben.“

sig.biz/combibloc 01/ 07


Profil

Mengniu Dairy entwickelte sich in nur sieben

Jahren von einem kleinen regionalen Unternehmen

in der Inneren Mongolei zu einer der

führenden Molkereien Chinas.

Auf dem Weg zur Weltspitze

Die Inner Mongolia Mengniu Dairy Industry

Co. Ltd. wurde 1999 gegründet. Sie

entwickelte sich in nur sieben Jahren von

einem kleinen regionalen Unternehmen in

der Inneren Mongolei zu einer der führenden

Molkereien Chinas. Im Jahr 2005 erwirtschaftete

Mengniu einen Umsatz von

10,8 Mrd. RMB (1,36 Mrd. USD) und nimmt

mit einem Marktanteil von 30 % den ersten

Platz im Segment flüssiger UHT-Milchprodukte

in China ein. 2006 konnte dieses

rasche Wachstum beibehalten werden, denn

der Umsatz im ersten halben Jahr erreichte

bereits über 7,5 Mrd. RMB (945 Mio. USD).

Gegenwärtig betreibt das Unternehmen mehr

als 20 Produktionsstätten in 15 Provinzen der

Volksrepublik China. Das Produktportfolio

von Mengniu umfasst heute bereits mehr

als 100 verschiedene Produkte. Und Mengniu

hat noch weit größere Ambitionen: In den

nächsten drei bis fünf Jahren will das

Unternehmen zu den Top 20 der weltweit

erfolgreichsten Molkereien zählen.

Die Philosophie von Mengniu

Bai Ying, General Manager des Geschäftsbereiches

Flüssigmilchprodukte und

Vizepräsident der Mengniu-Gruppe, sowie

Liu Shengli, Vize-General Manager Marketing

sprechen in einem Interview über die

sig.biz/combibloc 01/ 07

Strategie von Mengniu und die Zusammenarbeit

mit SIG Combibloc:

sig.biz/combibloc: Mengniu ging besonders

eifrig an die Entwicklung des neuen

Produktkonzeptes heran. Was war ausschlaggebend

für dieses große Engagement?

Bai Ying: Unsere Marktforschungen

ergaben, dass bei den Verbrauchern eine

potenzielle Nachfrage nach dieser neuen Art

von Produkten besteht. Generell haben wir

uns zum Ziel gesetzt, differenzierte Produkte

zu entwickeln, um die vielfältigen Verbraucherbedürfnisse

zu befriedigen. Wir glauben,

dass das neue Produkt mit echten Fruchtstücken

dem Verbraucher ein völlig neues

Milcherlebnis verschaffen kann. Zudem

wünschen wir uns, dass sich unsere Innovationsdynamik

auf die ganze Branche überträgt

und ihr Impulse zur künftigen Entwicklung

verleiht.

sig.biz/combibloc: Können Sie uns das

Besondere an den neuen Produkten mit den

echten Fruchtstücken näher beschreiben?

Liu Shengli: Es sind die weltweit ersten

UHT-Milchdrinks, die echte Fruchtstücke enthalten.

Unsere F&E- sowie die Produktionsabteilung

hatten dafür verschiedene Hürden

zu überwinden, wie zum Beispiel das Ausfeilen

der Anlagentechnik und die Entwicklung

von präzisen Mechanismen, die speziell auf

die neuen Produkte ausgerichtet sind. Ebenso

mussten die richtigen nährwertabhängigen

Rezepturen gefunden und die Produkte geschmacklich

harmonisiert werden. In der

Forschung und Entwicklung ging es auch um

Ansprüche auf das Recht an geistigem Eigentum.

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von

internationalen Fachleuten aus den Bereichen

Nahrungsmittelverarbeitung und -verpackung

sowie Produktionstechnik.

sig.biz/combibloc: Was gab den Ausschlag,

SIG Combibloc für ein so bedeutendes

Projekt auszuwählen?

Bai Ying: Die Verpackungslösungen von

SIG Combibloc bieten die Vorteile eines

hoch entwickelten flexiblen Füllmaschinen-

systems, Effizienz auf höchstem Niveau und

innovative Verpackungslösungen, nach denen

wir suchen. Die entscheidende Lösung, um

die neuen Produkte launchen zu können,

steckt in der einzigartigen Fülltechno-

logie von SIG Combibloc, die es auch möglich

macht, Produkte mit stückigen Antei-

len aseptisch zu verpacken. Dies macht

SIG Combibloc zum perfekten Partner, um

ehrgeizige Wachstumsziele zu verwirklichen.


sig.biz/combibloc: Welchen Nutzen verleiht

das Format combiblocMini diesen

neuen Produkten?

Liu Shengli: combiblocMini hat eine

schlanke Form, die sich bequem in der Hand

halten lässt. Sie verhilft dem Produkt zu

einer klaren Differenzierung im Vergleich

zu anderen Verpackungslösungen. Mit dem

Format combiblocMini kann Mengniu sein

Produktportfolio hin zum Premium-Marktsegment

ausweiten. Einen weiteren Vorteil

bietet die Flexibilität des combibloc-Systems:

Es ermöglicht, auch andere Packungsgrößen

mit Volumen von 125 ml bis 250 ml auf

derselben Maschine abzufüllen.

sig.biz/combibloc: Erzählen Sie uns von

Ihren Erfahrungen in der Zusammenarbeit

mit SIG Combibloc.

Bai Ying: Die einzigartige Fülltechnologie

von SIG Combibloc für stückige Produkte

ist das tragende Element für den Markterfolg

der neuen Produktlinie. Das Team von

SIG Combibloc zeigte vollen Einsatz und

unterstützte uns mit seinen Kenntnissen –

angefangen beim Produktkonzept über die

Verpackungslösung, die Produktion, die

Technik, das Verpackungsdesign, den Druck

bis hin zu den Marketingaktivitäten. Das

ganze Team hat einen ausgezeichneten,

professionellen Job gemacht.

sig.biz/combibloc: Wie ist die Resonanz

der Verbraucher?

Liu Shengli: Bislang wurde die neue

Produktlinie in mehr als 100 Städten im

Land gelauncht. Die Verbraucher haben die

Produkte sehr positiv beurteilt und fanden

auch die Verpackung ansprechend. Sie unterscheidet

sich mit ihrem Design klar von

den anderen Produkten im Regal und macht

Lust, den Milchdrink zu probieren. Nachdem

die Verbraucher die Drinks getestet haben,

überzeugen der neue Geschmack und der

Extranährwert durch die echten Fruchtstücke.

Der Produktabsatz legt im ganzen

Land weiter zu. Die Markenbekanntheit von

Mengniu wird durch laufende Marketingkampagnen

weiter gefördert.

sig.biz/combibloc: Hat Mengniu bereits

Pläne für eine weitere Zusammenarbeit mit

SIG Combibloc?

Bai Ying: Aufgrund der erfolgreichen

Zusammenarbeit bei bereits abgeschlossenen

Projekten setzt Mengniu weiter auf

SIG Combibloc. Wir werden SIG Combibloc

bereits beim Bau unseres neuen Werks am

Profil Titel 16/17 14/17

Das Unternehmen betreibt gegenwärtig mehr

als 20 Produktionsstätten in 15 Provinzen der

Volksrepublik China. Das Produktportfolio umfasst

über 100 verschiedene Produkte.

Hauptsitz in Hohhot in der Inneren Mongolei

einbeziehen. Es soll mit zwölf zusätzlichen

Hochleistungsfüllmaschinen von

SIG Combibloc ausgerüstet werden. Das

Bauprojekt kommt gut voran. Mehrere Füllmaschinen

sind bereits erfolgreich installiert.

Wir von Mengniu freuen uns auf die

planmäßige Fertigstellung des neuen Werks.

Es wird seine Produktion noch in diesem

Jahr aufnehmen.

Weitere Informationen finden Sie in

unserem Online-Magazin unter:

www.sig.biz/combibloc/profil

sig.biz/combibloc 01/ 07


Profil

Neuer Trend auf dem

Weinkartonmarkt

Viña San Pedro (VSP) ist einer der größten Weinproduzenten in Chile und ein

weltweiter Exporteur. Nun relauncht das Unternehmen seine renommierte Marke

Gato mit SIG Combibloc.

sig.biz/combibloc 01/ 07

Der chilenische Weinmarkt beläuft sich

auf circa 250 Millionen Liter pro Jahr. Das

entspricht einem durchschnittlichen Pro-

Kopf-Verbrauch von 17 Litern. Der Marktwert

liegt bei ungefähr 490 Millionen USD.

Innerhalb dieses Marktes beträgt der Weinkartonanteil

51% des Gesamtvolumens sowie

37% des Gesamtwertes und stellt somit das

größte wie auch wichtigste Segment in der

chilenischen Weinindustrie dar.

Positive Tendenzen auf dem Weinmarkt

Auf die drei größten chilenischen Weingüter

entfallen 91% des Volumens und 92%

des Weinkartonmarktwertes. Unter diesen

drei beträgt Viña San Pedros wertmäßiger

Anteil circa 30%. In einem sehr konzentrierten

Markt ist VSP mit einem Marktvolumen

von 75% des gesamten Marktes und

66% des gesamten Marktwertes führend.

Obwohl der Weinmarkt und der Weinkartonanteil

während der letzten zwei Jahre leicht

rückgängig waren, sieht der Trend wertmäßig

mit 8% Steigerung in der gleichen Zeitspanne

gegensätzlich aus.

Weltweiter Erfolg

Viña San Pedro ist ein 1865 gegründeter

chilenischer Weinproduzent, der 1994 von

CCU, der größten Getränkegruppe in Chile,

übernommen wurde. Gegründet von den

Correa-Albano-Brüdern begann VSP im Jahre

1940, Weine in die Vereinigten Staaten,

Kanada, Deutschland und Japan zu exportieren.

Als 1994 die Luksic-Gruppe als Mehrheitsaktionärin

die CCU übernahm, begann

VSP zu expandieren und investierte ab 1997

verstärkt in die Weinproduktionstechnologie,


Verpackung, Lagerkapazität, die Abfüllanlagen

und in Land für den Weinanbau. 1999

etablierte sich das Unternehmen international

mit der Gründung von „Finca La Celia”, einem

neuen Weingut im florierenden Uco-Tal, Argentinien,

und produzierte nun hauptsächlich

für den Exportmarkt. VSP bildete ein Gemeinschaftsunternehmen

mit Frankreichs Château

Dassault (Saint-Émilion), um Ultrapremium-

und hochwertige Weine zu produzieren. 2003

baute VSP ein weiteres neues Weingut auf:

das bahnbrechende Tabalí in einer bisher unerschlossenen

Region, dem Limari-Tal in Chile.

2004 war die Unternehmensstruktur mit fünf

Weinanbauanlagen gefestigt: San Pedro, Santa

Helena, Finca La Celia, Altair und Tabalí.

Die wichtigsten Marken sind Gato, 35

Sur, Castillo de Molina, 1865 sowie Cabo

de Hornos. Die Gruppe exportiert derzeit

weltweit in 70 Absatzgebiete und ist ein

bedeutender Akteur auf den chilenischen,

britischen, asiatischen und lateinamerikanischen

Absatzmärkten.

Ein neues Image für Gato

Vor kurzem entschied sich VSP dazu,

seine für den Massenmarkt wichtigste Weinsorte

zu relaunchen, um einen Imagewechsel

durchzuführen.

Die Marke Gato ist bereits seit den frühen

60er Jahren auf dem Markt etabliert.

Trotz ihres Erfolgs wurde sie als zu traditionell,

zu farblos und als nicht besonders

modern wahrgenommen. Folglich war das

Ziel von VSP, die Marke neu zu beleben und

sie der modernen Zeit sowie den neuen Konsumentenanforderungen

anzupassen. Der

Relaunch bezog sich direkt auf die Verpackungsart,

in der Gato-Wein verkauft wird:

die Kartonpackung. Das Unternehmen führte

quantitative Erhebungen durch, um die

Meinungen der Weineinkäufer zu ermitteln.

Die Resultate waren äußerst positiv und

vermittelten eine viel bessere Vorstellung

von der Wertschätzung und der Qualität des

Produktes.

Partnerschaft mit SIG Combibloc

Aufgrund dieser Ergebnisse entschied

sich VSP, den Verpackungswechsel vorzunehmen

– ein großes Wagnis, wenn man

das neue Design und den innovativen Vorstoß

in einem enorm konservativen und

traditionellen Marktsegment betrachtet.

„VSP wandte in Chile eine Idee an, die weltweit

großen Anklang findet: die Abbildung

einer Flasche auf Weinkartons. Das Ziel war,

sowohl die Marke aufzufrischen als auch

Profil 18/19

Kartonpackung mit Flaschenanmutung:

das neue Image der Weinmarke Gato sorgt für

weltweiten Erfolg.

ihr ein attraktiveres Profil dem Konsumenten

gegenüber zu verleihen“, erklärt Pilar

Moreno, Sub-Marketing-Manager bei VSP.

Als Ergebnis präsentieren sich nun der

Weiß- und der Rotwein der Marke Gato in

den Formaten combiblocPremium, 500 ml

und 1.000 ml, sowie in der 2-Liter-Packung

combiblocMaxi – alle mit dem praktischen

Flachverschluss combiLift. „Der wichtigste

Beitrag von SIG Combibloc in diesem Projekt

ist die weltweite Unterstützung, da

VSP die neu verpackten Produkte in verschiedene

Länder verkauft. Außerdem ist

die von SIG Combibloc gelieferte Druckqualität

hervorragend und dies erlaubt VSP,

dem Konsumenten genau das zu übermitteln,

was in Bezug auf Qualität und Modernität

gewünscht wird“, so Moreno. Viña San Pedro

sucht konstant nach Innovationen zum

Nutzen der Konsumenten, deshalb wird das

strategische Mitwirken der Lieferanten als

entscheidend bei künftigen Entwicklungen

gesehen.

Weitere Informationen finden Sie in

unserem Online-Magazin unter:

www.sig.biz/combibloc/profil

sig.biz/combibloc 01/ 07


Know-how

sig.biz/combibloc 01/ 07


Italienische Erfolgsgeschichte

Know-how 20/21

Das Unternehmen Boschi Luigi & Figli S.p.A. ist einer der vielseitigsten europäischen Lohn-

abfüllspezialisten. Das ständige Wachstum und die Konsolidierung der Firma wurden dank

der fortlaufenden technologischen Entwicklung, der erlesenen Zutaten und der innovativen

Produkte möglich.

Boschis Anspruch „Qualität für Sie“

verkörpert das Leitbild und die Entschlossenheit

des Managements, hochwertige Produkte

nach bester italienischer Kochtradition

anzubieten.

Mehr als 20 Jahre gemeinsam erfolgreich

Die Zusammenarbeit zwischen Boschi

und SIG Combibloc begann 1985, als sich

Boschi entschied, die ersten aseptischen Abfülllinien

für die Nahrungsmittelproduktion

mit Stückchen bis zu 9 Millimeter Größe zu

installieren. In den darauf folgenden Jahren,

nach der Installation von fünf zusätzlichen

aseptischen Abfüllsystemen für Nahrungsmittel

in Kartons von SIG Combibloc, verzeichnet

die Partnerschaft einen erfreulichen

Trend. Sie wächst stetig und ist sehr profitabel,

sowohl hinsichtlich der Produkte als auch der

angebotenen Volumina: vom 200-ml-Single-

Serve-Format bis hin zur 1-Liter-Packung,

einschließlich aller Größen dazwischen.

Mit der Inbetriebnahme dreier weiterer

Fülllinien inklusive dem Schraubverschluss

combiTwist im Jahre 2006 erweiterte sich

die Kooperation zwischen SIG Combibloc

und Boschi auf die Segmente Säfte und Getränke.

Außerdem erhöhte dies die Effizienz,

die Flexibilität und die Geschwindigkeit der

Produktionsstätten.

Verlässliche Qualität durch perfekte

Zusammenarbeit

Boschis Augenmerk galt von jeher der

Forschung und Entwicklung sowie der Auswahl

und Qualität der Zutaten. Diese wurden

durch Kontroll- und Rückverfolgungssysteme

sowie durch Produktionsprozesse garantiert,

die von den namhaften internationalen

Qualitäts- und Sicherheitskontrollanstalten

zertifiziert wurden.

In SIG Combibloc fand der italienische

Abfüllspezialist einen idealen Partner, der

stets für den Austausch innovativer Lösungen

offen und ständig auf den Kunden, den Markt

und seine Anforderungen ausgerichtet ist.

Aus diesem Grund können SIG Combibloc

und Boschi heute eine Produktpalette anbieten,

die diverse sensorische Eigenschaften

umfasst: mit oder ohne stückigen Inhalt, mit

Fasern von hoher oder niedriger Viskosität.

Das Ergebnis dieser Synergie sind hervorragende,

wohlschmeckende Produkte, die

alle Qualitätsanforderungen während der

gesamten Haltbarkeitsdauer erfüllen.

Über Boschis Erfolgsrezepte, den Konkurrenzdruck

und die Zukunftsaussichten

auf dem Markt für Lohnabfüller sprachen

wir mit Dr. Cristiano Villani, Kaufmännischer

Direktor und Leiter der Unternehmens-

entwicklung bei Boschi.

sig.biz/combibloc 01/ 07


Know-how

Blickt optimistisch in die Zukunft:

Dr. Cristiano Villani, Kaufmännischer Direktor

und Leiter der Unternehmensentwicklung bei

Boschi.

sig.biz/combibloc: Welche Anforderungen

werden an einen italienischen Co-Packer

gestellt?

Dr. Cristiano Villani: Egal, ob es sich bei

den Abnehmern um Kunden mit einfachen

Vertriebsstrukturen oder um multinationale

Konzerne handelt, erwartet man von den

italienischen Lohnabfüllern höchste Sorgfalt

in Bezug auf Warenqualität und Verarbeitung

der Zutaten. Die Anwesenheit der

europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit

in Parma ist diesbezüglich eine

weitere Gewährleistung. Zudem können

Lohnabfüller nicht mehr auf die operative

Unterstützung von Produktstudien und im

Besonderen auf Flexibilität und Effizienz in

Forschung und Entwicklung verzichten.

Multinationale Konzerne wie Unilever oder

Parmalat entwickeln hauptsächlich Produkte

nach ihren betriebsinternen Maßstäben.

Kleinere Produzenten hingegen – auch solche,

die innerhalb der Europäischen Union

aktiv sind – verlassen sich in allen Phasen

einer Projektrealisation auf Unterstützung

seitens der Co-Packer.

sig.biz/combibloc: Wenn die Konkurrenz

im Nahrungsmittel- und Fruchtsaftmarkt

ständig wächst, warum haben dann multi-

sig.biz/combibloc 01/ 07

nationale Kunden ihre Zusammenarbeit mit

Boschi intensiviert?

Dr. Cristiano Villani: Unsere Kunden

finden in Boschi nicht nur einen Co-Packer,

sondern auch einen echten Partner, der sie

während aller Phasen eines neuen Entwicklungsprojektes

begleitet. Die Geschäftsbeziehungen

mit Unilever zum Beispiel bestehen

seit zehn Jahren. Mit Campbell’s ist die Zusammenarbeit

fast historisch und basiert auf

gegenseitigem Vertrauen. Bei Parmalat, der

Muttergesellschaft und dem Hauptaktionär,

können wir auf eine jahrzehntelange Kooperation

zurückblicken. Parmalat ist für uns in jeder

Beziehung ein Kunde, der von unserer gesamten

Erfahrung und Technologie profitiert.

Die Zusammenarbeit mit Lidl basiert auf

der von Boschi gewährleisteten Qualität für

Lidl-Produkte. Dabei können wir uns auf ein

fachmännisches Team verlassen, das systematisch

alle Aspekte des Produktes kontrolliert,

um die gleichbleibend hohe Qualität

zu sichern. Das Qualitäts-Preis-Verhältnis

ist der ausschlaggebende Faktor, der Lidl

überzeugt hat, diese Zusammenarbeit über

die Jahre aufrechtzuerhalten. Boschi baut

dauerhafte Geschäftsbeziehungen und Partnerschaftsmodelle

wie die mit SIG Combibloc

auf, um qualitativ hohe Standards zu ge-

währleisten. Dabei soll stetige Innovation

den Lebenszyklus der angebotenen Produkte

optimieren.

sig.biz/combibloc: Können Sie die künftigen

Marktszenarien und die Entwicklungen

bei den Co-Packern beschreiben?

Dr. Cristiano Villani: Die Trends sind

sehr unterschiedlich. Wenn wir die Eigenmarken

analysieren, deren Anteile in Europa

stark wachsen, so verlassen sich diese auf

die Co-Packer, um konkurrenzfähige Preise

zu garantieren. Allerdings kollidiert dieses

Konzept manchmal mit den Prinzipien der

optimalen Qualität. Gleichzeitig geht der

Trend bei den Eigenmarken eindeutig in

Richtung der Qualitätsprodukte. Dies ist das

entscheidende Zukunftsszenario, worüber

wir uns Gedanken machen. Es ist klar, dass

immer eine Differenz zwischen Herstellermarke

und Handelsmarke bestehen wird,

doch die Grenzen der Qualitätsnormen werden

sich annähern.

sig.biz/combibloc: Stellen wir uns den

perfekten Mix der Produktvermarktung im

Jahre 2020 vor. Qualität, funktionelle Produkte,

verbraucherfreundliche oder logistische

Faktoren?


Dr. Cristiano Villani: Qualität stellt das

höchste Gebot für den Lebensmittelsektor

dar. Andere Faktoren wie Verpackung und

funktionelle Produkte gewinnen mehr und

mehr an Bedeutung. Der ideale Marketingmix

ist ein Qualitätsprodukt mit einer modernen,

attraktiven und praktischen Verpackung.

Die Kartonpackung hat ohne

Zweifel vom Standpunkt der Anmutung und

Logistik einen Vorteil gegenüber anderen

Verpackungssystemen. Die Rolle eines Markenprodukts

ist es, auf Innovationen zu

setzen, neue Vermarktungsmöglichkeiten

oder neue Lösungen zu erkunden. Der pragmatische

Handel sieht in der Kartonpackung

eine optimale Lösung und ein zusätzliches

Wertschöpfungspotenzial, besonders aus

logistischer Sicht. Die Kartonpackung gewährleistet

höchste Mobilität, indem die

Produkteigenschaften auch unter den verschiedensten

Klima- und Lagerungsbedingungen

erhalten bleiben.

sig.biz/combibloc: Welche Entwicklungsprojekte

verfolgt Boschi?

Dr. Cristiano Villani: Boschi hat sich

das ehrgeizige Ziel gesetzt, der „ideale Co-

Packer“ auf dem europäischen Markt zu

werden, stets bestrebt, den schon erwähnten

perfekten Marketingmix bei einem hohen

Dienstleistungsniveau anzubieten.

Boschis Projekt besteht aus der weiteren

Optimierung der vier bestehenden Produktionslinien,

auf die wir sowohl für große

Markenartikler als auch für die Welt der

Handelsmarken abfüllen. Boschi ist im Bereich

Tomatenprodukte eines der namhaftesten

italienischen Unternehmen und wir

werden uns auf die Entwicklung von neuen

Rezepten und funktionellen Produkten konzentrieren.

Für Fruchtsaftprodukte prüfen

wir neue Formate und neue Produktideen.

Innerhalb des Segments klarer und cremiger

Suppen, hervorgegangen aus der Zusammenarbeit

mit Unilever, entwickeln wir dank

des markanten Wachstums von Karton-

packungen gegenüber Dosen in Europa

weiterhin neue Produkte. Hinsichtlich Fertigtees

und Getränken, einschließlich der

isotonischen, bieten wir innovative, an jungen

Konsumenten orientierte Drinks an.

sig.biz/combibloc: Wie beurteilen Sie die

Zusammenarbeit mit SIG Combibloc und die

Marketingunterstützung, die Ihnen das Unternehmen

offeriert?

Dr. Cristiano Villani: Da unser Geschäft

weiterhin das eines Co-Packers ohne eigenen

Know-how 22/23

Boschi ist ein vielseitiger Co-Packer für eine

ganze Bandbreite an Produkten, die sämtliche

sensorische Eigenschaften in sich vereinen.

Markennamen bleibt, könnte es widersprüchlich

erscheinen, über Marketing zu

reden. Wir haben jedoch bereits darauf hingewiesen,

dass uns die mit SIG Combibloc

Italien durchgeführten Marketingaktivitäten

enorme Möglichkeiten eröffneten. Dabei

wurde Boschis Bereitschaft und Fähig-

keit, zusammen mit seinem Lieferanten

SIG Combibloc und dessen Produktionsverfahren

Dienstleistungen anzubieten, eingehend

kommuniziert. Die Inbetriebnahme

dreier Füllmaschinen des Typs CFA 310 war

innerhalb der Firmenumstrukturierung von

grundlegender Bedeutung, da sie ohne Zweifel

unsere Effizienz wesentlich gesteigert hat.

Dank der erhöhten Produktionskapazität

eröffnet sie uns auch mehr Möglichkeiten,

auf dem europäischen Markt zu agieren.

Weitere Informationen finden Sie in

unserem Online-Magazin unter:

www.sig.biz/combibloc/knowhow

sig.biz/combibloc 01/ 07


Facts & Trends

Europäischer Milchmarkt

vor historischer Wende

Die Milchwirtschaft bzw. die sie tragenden Milcherzeuger stehen vor einer harten Zäsur:

über kurz oder lang heraus aus dem Schutz der EU-Milchmarktordnung und hinein in das

wahrscheinlich rauere Klima eines mehr und mehr liberalisierten Weltmarktes.

sig.biz/combibloc 01/ 07


Europäische Molkereimanager, die jetzt

ihr Rentenalter erreichen, hatten in einem

40-jährigen Berufsleben immer die „EU-

Milchmarktordnung“ als eine wesentliche

Leitlinie ihres beruflichen Handelns zu beachten.

Darin waren für die milcherzeugenden

Landwirte, als wichtige Garanten für eine

ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln,

von der Politik besondere Schutzmechanismen

aufgebaut. Diese sichern in einem bestimmten

Maße den EU-Landwirten bis heute

in allen wichtigen Produktionsbereichen wie

zum Beispiel Milch, Fleisch, Getreide und

Zucker sowohl Absatzmengen als auch

Preise.

Das heutige System

In Brüssel und in den EU-Staaten wurde

über mehrere Jahrzehnte ein komplexes

System entwickelt, das zu überblicken schon

eine besondere Herausforderung darstellt.

In den Anfangsjahren diente es als Anreiz

für die Landwirte, mehr Milch zu erzeugen.

Dann gab es beginnend in den 70er Jahren

große „Milchseen“ in Europa, woraus sich

die Notwendigkeit ergab, die Produktion zu

reduzieren. Heute wird das System vereinfacht

gesagt mit folgenden Instrumenten geführt:

Für Fett (Butter) und Eiweiß (Magermilchpulver)

gelten Interventionspreise. Aus

diesen Preisen, zu denen die Europäische

Union Butter und Magermilchpulver aufkauft,

die im freien Markt nicht abgesetzt

werden können, wird ein „EU-Milchrichtpreis”

für die Milcherzeuger abgeleitet. Um

die Milchproduktion zu begrenzen, werden

je Land und je Landwirt Milchproduktionsquoten

festgelegt. Der Export von Milch-

erzeugnissen in Länder außerhalb der EU

wird subventioniert. Zur Vermarktung von

Butter, Magermilchpulver und Schulmilch

innerhalb der EU werden Beihilfen geleistet.

Entsprechend dem politischen Willen garantierte

dieses System in den letzten Jahren

stabile Milchpreise auf einem Niveau von

circa 30 €/100 kg Milch. In den USA gab es

stärkere Schwankungen zwischen 22 und

über 35 €/100 kg. Die Preise in Neuseeland

hingegen, dem effektivsten Milchproduzenten

der Welt, lagen um circa 30 % niedriger

als in der EU. Aktuell betragen diese circa

20 €/100 kg.

Gewollte Milchpreissenkung

Im Rahmen der „Agenda 2000“, die

schon vor der Jahrtausendwende von der EU-

Kommission erarbeitet wurde, wurden seit

2004 verschiedene Maßnahmen umgesetzt.

Diese zielen vor allem darauf ab, EU-Milch

auch ohne Subventionen auf dem Weltmarkt

wettbewerbsfähig zu machen. Die Kernpunkte

waren und sind: Der Milchpreis soll

durch massive Senkung der Interventionspreise

(Butter –35% und Magermilchpulver

–17,5%) bis 2008 auf 21,91 €/100 kg, d.h.

auf Weltmarktniveau, abgesenkt werden.

Zudem sollen Exporterstattungen und andere

Subventionen abgebaut werden, um

dem wesentlich verringerten Finanzrahmen

ab 2008 Rechnung zu tragen. Direktzahlungen,

die die Landwirte entkoppelt von der

Milchproduktion bekommen, sollen teilweise

potenzielle Ausfälle in der Übergangsphase

kompensieren.

Facts & Trends 24/25

Die EU-Milchmarktordnung diente in den

Anfangsjahren als Anreiz für die Landwirte,

mehr Milch zu produzieren.

Bildquelle: www.oekolandbau.de/Copyright

BLE 2002– 2005/Thomas Stephan

sig.biz/combibloc 01/ 07


Facts & Trends

Mittelfristig wird es zu Vereinbarungen kommen,

die zu weitgehend subventionsfrei hergestellten

europäischen Milchprodukten auf dem Weltmarkt

führen werden.

WTO-Verhandlungen

Die internen Ziele der EU decken sich

in einigen Bereichen – auch wenn sie z. T.

anders motiviert sind – mit Forderungen,

die von vielen Ländern außerhalb der EU

im Rahmen der WTO-Verhandlungen verlangt

werden: vor allem der Abbau aller

Subventionen zur Gewährleistung eines

freien Welthandels. Zwar sind die 2006er-

WTO-Verhandlungen gescheitert, dennoch

gehen die meisten Beobachter davon aus, dass

es über kurz oder lang zu Vereinbarungen

kommen wird, die zu weitgehend subventionsfrei

hergestellten europäischen Milchprodukten

auf dem Weltmarkt führen werden.

Die nächsten politischen Entscheidungen

Die Deutsche Bundesregierung hat am

1. Januar 2007 die EU-Ratspräsidentschaft

übernommen und sie möchte, so Ernährungsminister

Horst Seehofer Anfang November

2006 vor Spitzenmanagern der deutschen

Milchwirtschaft, „den grundlegenden Systemwechsel

in einem sehr schmerzhaften,

aber heilsamen Prozess voranbringen“. Im

Klartext bedeutet das die schrittweise Einführung

eines freien, kaum noch staatlich

regulierten und subventionierten Milchmarktes

in der Europäischen Union. Es wird

sig.biz/combibloc 01/ 07

erwartet, dass im ersten Halbjahr 2007 die

Spielregeln für das allmähliche Auslaufen

von Regulierungs- und Subventionsmechanismen

durch den EU-Agrarministerrat

weiter präzisiert werden, um den Landwirten

und der Milchindustrie einen klaren

Planungshorizont zu geben.

Wie die EU-Milchwirtschaft heute

schon agiert

Die Auswirkungen des nicht mehr

aufzuhaltenden Regulierungs- und Subventionsabbaues

in der EU und die auch im

Milchmarkt deutlich zu spürende Globalisierung

haben bereits jetzt dazu geführt, dass

sich die EU-Milchindustrie – im Vorgriff auf

zu erwartende weitere Brüsseler Beschlüsse

– auf die neuen Anforderungen einstellt:

So werden durch neu geplante Zusammenschlüsse

und verbesserte Molkereistrukturen

mit wesentlich größeren Unternehmen und

Umsatzvolumen von mehreren Milliarden

Euro pro Unternehmen nachhaltige Rationalisierungsmaßnahmen

initiiert. Ziel dieser

Maßnahmen ist es, den zu erwartenden

Preisdruck auf dem Weltmarkt zu kompensieren.

Zudem wollen die europäischen

Molkereiunternehmen sich mit unternehmerischen

Mitteln besser für den Wettbe-

werb innerhalb der EU und auf dem Weltmarkt

rüsten. Eine Option sind qualitative

Umstrukturierungen vor allem der ehemals

klassisch genossenschaftlich geführten Molkereien

zu mehr „unternehmerischen“ Führungsstrukturen,

z. T. verbunden mit den

Möglichkeiten zusätzlicher Kapitalschöpfung

zum Beispiel in Aktiengesellschaften. Die

Milcherzeugung soll in Regionen verlagert

werden, in denen sie strukturell am kostengünstigsten

ist. Gleichzeitig sollen landwirtschaftliche

Flächen zur Milcherzeugung für

den Anbau pflanzlicher Rohstoffe zur Herstellung

von Bioenergieträgern genutzt werden.

Der Magermilchpulvermarkt hat sich

als erster bedeutender Teilmarkt bereits von

den Brüsseler „Vorgaben“ mehr oder weniger

abgekoppelt. Hier sind die Preise entsprechend

Angebot und Nachfrage erstaunlicherweise

gestiegen. Seit Mitte 2006 bewegen

sie sich bereits „nichtsubventioniert“ auf

Weltmarktniveau. Als Folge reduzierter Exporterstattungen

mit der Notwendigkeit,

neue Absatzmärkte zu nichtsubventionierten

Preisen zu finden, wird zumindest für eine

gewisse Zeit der Export von Käse nach Russland

zurückgehen. Parallel dazu werden sehr

große Käserei-Kapazitäten aufgebaut, um

die Kosten signifikant zu senken.


Auswirkungen auf dem Weltmilchmarkt

Der Weltmilchmarkt wird maßgeblich

beeinflusst von den drei großen Exporteuren,

der Europäischen Union (Marktanteil

2004: 34 %), Neuseeland (33 % Marktanteil)

und Australien (10 % Marktanteil), sowie

von bevölkerungsreichen Importnationen

wie China, Indien und Russland. Die Veränderungen

in der EU treffen zusammen mit

einzelstaatlichen Maßnahmen der bedeutenden

Importländer, die ihre Eigenproduktion

kräftig steigern wollen, um unabhängiger

von Importen zu sein, oder wie zum Beispiel

Brasilien und Argentinien selbst Netto-

exporteure werden wollen. Marktbeobachter

erwarten aus dem Zusammenspiel der verschiedenen

Einflussfaktoren folgende Tendenzen:

Die EU-Erzeugermilchpreise werden

sich infolge des Wegfalls der Subventionen

allmählich absenken, teilweise kompensiert

durch Verbesserung der Molkereistruktur.

Aufgrund der mittelfristig unverändert starken

Nachfrage werden sich die Weltmarktpreise

für Milchprodukte in etwa auf heutigem

Niveau stabilisieren. Durch den Abbau

von Zollschranken und Einfuhrkontingenten

wird der Marktzugang von Nicht-EU-Ländern

zu den Märkten der Europäischen Union

verbessert. Die Neuseeland- und Australien-

exporte von Butter und Käse werden sich

stärker nach Asien orientieren, aufgrund des

dortigen hohen Bedarfes und der kürzeren

Entfernungen. Bereits jetzt lässt sich erkennen,

dass „neue“ Anbieter, zum Beispiel aus

Südamerika, sich besser auf den internationalen

Märkten positionieren. Trotz staatlicher

Programme in China, Indien und

Russland, um die Eigenversorgung mit Milch

zu verbessern und damit den Importanteil

zu reduzieren, wird auf Jahre hinaus ein

zunächst noch hoher, später aber sinkender

Importbedarf bestehen. Die gravierenden

Veränderungen im EU-Milchmarkt werden

Einfluss auf den gesamten Weltmilchmarkt

haben. Innerhalb der EU wird es zu einer

eher schmerzlichen Phase der Anpassung an

die Konditionen des Weltmarktes kommen.

Aber es werden sich auch neue Chancen für

eine freie unternehmerische Entfaltung der

EU-Molkereien ohne staatliche Regulierung

ergeben. Für Molkereien in Ländern außerhalb

der EU eröffnen sich verbesserte Möglichkeiten,

an den großen Potenzialen des

EU-Marktes teilzuhaben.

Facts & Trends 26/27

Ohne staatliche Regulierung werden sich neue

Chancen für eine unternehmerische Entfaltung

der EU-Molkereien ergeben.

Weitere Informationen finden Sie in

unserem Online-Magazin unter:

www.sig.biz/combibloc/factsundtrends

sig.biz/combibloc 01/ 07


Facts & Trends

sig.biz/combibloc 01/ 07


Fruchtige Powerdrinks

Obwohl allgemein bekannt ist, dass

eine ausgewogene Ernährung wichtig ist,

fällt es vielen Menschen schwer, sich gesund

zu ernähren. Denn das ist in der Regel

zeitaufwändig und nicht immer jedermanns

Geschmack. Gesunde Ernährung kann aber

auch leicht und lecker sein.

Nichts als pure Frucht

Smoothies sind so genannte Ganzfruchtsaftgetränke.

Im Gegensatz zu herkömmlichen

Säften wird bei Smoothies die

ganze Frucht bis auf die Schale und die Kerne

verarbeitet. Basis der Smoothies ist somit

Fruchtmark oder Fruchtpüree, das je nach

Rezept mit Säften verschiedener Fruchtsorten

vermischt wird. Sie bestehen zu

100 % aus Frucht und enthalten weder

Zucker noch Farb-, Konservierungs- oder

andere Zusatzstoffe.

Smoothies gibt es in vielen verschiedenen

Variationen. Die Banane bildet dabei

häufig eine Grundzutat – sie verleiht dem

Smoothie die etwas cremige und sämige

Konsistenz. Hinzugefügt werden können je

nach Wunsch des Herstellers Joghurt, Milch,

Eiscreme, weitere Vitamine oder Pflanzenextrakte

sowie Gemüsesäfte. Je nach Zusammensetzung

werden Smoothies so im

Segment Fruchtsaft oder bei den Getränken

auf Milchbasis angesiedelt.

Was einen Smoothie allerdings von allen

anderen natürlich gesunden Getränken unterscheidet,

sind der Sättigungseffekt und das

Facts & Trends 28/29

Die Basis für einen Smoothie zum Selber-

machen: Smoothie Simple der Marke Rich’s

in combiblocMaxi 1.500 ml.

So lecker wie Eis, so bunt wie Limonade und so gesund wie Obst: Smoothies. Die Powerdrinks

aus den USA finden weltweit immer mehr begeisterte Anhänger. Zu Recht, denn die Mixtur

aus frischen Früchten, wahlweise etwas Milch und zerstoßenem Eis hat es in sich: jede Menge

Vitamine und Mineralstoffe, dafür wenig oder gar kein Fett und kaum Kalorien.

einmalige, sensorische Geschmackserlebnis.

Es entsteht durch die Verbindung aus cremig

pürierten Früchten und den besonders fein

verteilten Fetttröpfchen bei der Zugabe von

Milch. Auf der Zunge wird daraus dann der

weiche, sämig-fruchtige Geschmack, dem der

Smoothie seinen Namen verdankt. Schon

250 ml Smoothie decken den von Ernährungsexperten

empfohlenen individuellen

Tagesbedarf an Obst zu großen Teilen ab.

Smoothies stellen damit eher eine Fruchtmahlzeit

als ein Fruchtgetränk dar, da sie

auch Ballaststoffe enthalten.

Darüber hinaus sind Smoothies eine echte

Alternative zu dem meist einseitigen nichtalkoholischen

Getränkeangebot in der Gastronomie.

Durch die Verbindung von Gesund-

sig.biz/combibloc 01/ 07


Facts & Trends

Die Calypso Soft Drinks Ltd. vertreibt in Großbritannien

Smoothies für Kinder zwischen vier

und zehn Jahren in combiblocSmall 150 ml.

Auf den Packungen sind Disney-Pixar-Figuren

abgebildet.

heitsbewusstsein und Convenience treffen

Smoothies die aktuellen Trends im Lebensmittelbereich.

Mit anderen Worten: ein völlig

natürliches Produkt und Trendgetränk in

Großbritannien, Brasilien und den USA.

Not macht erfinderisch

Smoothies wurden 1960 von Stephan

Kuhnau in New Orleans (USA) entwickelt.

Kuhnau litt an Lebensmittelallergien und

Diabetes. Er begann, frische Früchte und

verschiedene Nahrungsmittelzusätze zu mischen,

um besser mit seinen Krankheiten

zurechtzukommen. Sein Gesundheitszustand

verbesserte sich so stark, dass er in seiner

Begeisterung 1973 einen Laden für gesunde

Lebensmittel eröffnete und begann, Energiedrinks

und Nahrungsmittelergänzungsprodukte

zu verkaufen. Daraus entwickelte

sich der heutige Marktführer Smoothie King

mit über 200 Filialen im Land der unbegrenzten

Möglichkeiten und einem viel gelobten

Franchise-System. Der Trend mit dem

im Mixer hergestellten Powerdrink aus Obst

eroberte schnell auch Europa. Eine Gruppe

sig.biz/combibloc 01/ 07

von ehemaligen Studienkollegen gründet

1999 in London (England) das Unternehmen

Innocent. Anfänglich verkauften die Freunde

lediglich 50 Flaschen am Tag. Heute sind

es bereits 70.000 Flaschen täglich, die in vielen

ausgefallenen Geschmacksrichtungen

auch schon in Nachbarländern wie beispielsweise

den Niederlanden verkauft werden.

In Deutschland vertreiben junge Unternehmen

wie „true fruits“, „Hello!“, „Jays“ oder

„GrandChoice“ die Trendgetränke.

Trendpackung für ein Trendgetränk

Immer neue Produktvarianten ent-

stehen: Smoothies ohne Fett, Workout-

Smoothies, Smoothies für Kinder, stark

proteinhaltige Smoothies und sogar

Smoothies auf der Basis von grünem Tee,

Fruchtbestandteilen und Honig. Genossen

wird das dickflüssige Getränk als kleiner

Snack zwischendurch, als Dessert oder als

Powerdrink, für alle, die ihrem Körper etwas

Gutes tun möchten. Natürlich haben sowohl

die Fruchtsaft- als auch die Milchindustrie

auf den Trend reagiert. Mittlerweile findet

man Smoothies in vielen Ländern wie Australien,

USA, Brasilien und auch England als

Industrieprodukt in Gastronomie und Handel.

Sie haben einen festen Platz unter den

funktionellen Lebensmitteln erobert. Wer

seinen Smoothie nicht selber mixen will, holt

ihn sich heute einfach fertig zubereitet aus

dem Supermarktregal. Dabei setzen die Hersteller

der fruchtigen Powerdrinks zunehmend

auf die aseptische Kartonpackung.

Durch die produktschonende Abfüllung

bleiben auch bei industrieller Produktion alle

wertvollen Inhaltsstoffe eines Smoothies vollständig

erhalten. Effekt: ein hochwertiges

und gesundes Trendgetränk, das sich bequem

in den Alltag moderner Konsumenten mit

individuellen Ansprüchen integrieren lässt.

Weltweit im Trend

Großbritanniens erste aseptische Frucht-

Smoothies wurden speziell für Kinder zwischen

vier und zehn Jahren von Calypso

entwickelt. Die Produkte sind bei Asda,

Waitrose und Woolworth erhältlich. „Calypso

steht für eine gesunde Ernährung für


Kinder. Diese Markenwerte von Calypso auf

die beständige Anziehungskraft der Disney-

Pixar-Figuren zu übertragen erweist sich als

eine sehr starke Verbindung in einer Zeit,

in der sich der Trend im Markt für Lebensmittel

und Getränke für Kinder stark in

Richtung gesunde Ernährung und natürliche

Produkte bewegt“, sagt Calypso-Marketing-

Direktor Richard Cooke.

In Brasilien bietet Batávia, eines der

bekanntesten Unternehmen des Landes,

Smoothies der Marke Batavo in der aseptischen

Kartonpackung von SIG Combibloc

an. Die erfrischenden, kalorienarmen Mischgetränke

aus Fruchtsaft und Milch werden

in combifitPremium mit einem Füllvolumen

von 750 ml abgefüllt.

Und auch in den USA, dem Ursprungsland

dieses fruchtigen Trendgetränks, findet

man in den Regalen Smoothies in der Kartonpackung.

Die Rich Products Corporation

zum Beispiel vertreibt einen „Basic Smoothie“,

der als Grundlage für einen Smoothie zum

Selbermachen dient: Smoothie Simple ® der

Marke Rich’s in combiblocMaxi 1.500 ml

mit dem praktischen Schraubverschluss

combiTwist.

Facts & Trends 30/31

In Brasilien ebenfalls im Getränkekarton

auf dem Markt: Smoothies der Marke Batavo,

abgefüllt in combifitPremium 750 ml.

Weitere Informationen finden Sie in

unserem Online-Magazin unter:

www.sig.biz/combibloc/factsundtrends

sig.biz/combibloc 01/ 07


Facts & Trends

Bioprodukte unter der Lupe

Warum kaufen immer mehr Menschen Bioprodukte und welche Anforderungen werden hierbei

an die Verpackung gestellt? Fragen wie diesen versuchte im Oktober 2006 eine Marktforschung

in Köln auf den Grund zu gehen. Die Ergebnisse geben ein erstes Meinungsbild ab.

Die Befragung fand in Form von vier

Gruppendiskussionen statt. 40 Frauen zwischen

25 und 55 wurden in je zwei Gruppen

eingeteilt. Die einen setzten sich mit Bio-

Food-Produkten auseinander, die anderen

mit dem Thema Biomilch/-säfte. Sechs Fragen

dienten als Ausgangspunkt für die Diskussionen.

Einkaufen mit einem guten Gefühl

Bis vor kurzem waren in diesem Segment

hauptsächlich kleine Bioläden und

Reformhäuser vertreten. Inzwischen haben

immer mehr Discounter Bioprodukte in

ihrem Sortiment. Vor allem ihnen ist es zu

verdanken, dass Bioprodukte attraktiv und

erschwinglich für die breite Masse geworden

sind.

Auf die Frage nach den Motiven zum

Kauf von Bioprodukten wurden in erster

Linie gesundheitliche Gründe genannt: Bioprodukte

seien qualitativ besser, reichhaltig

an Vitaminen und frei von chemischen Zusatz-

und Konservierungsstoffen. Neben

dem besseren Geschmack der Bioprodukte

im Vergleich zu herkömmlichen Lebensmitteln

gaben die Befragten weiter an, dass sie

beim Kauf von Bioprodukten ein besseres

Gefühl hätten. Sie würden so die Biolandwirtschaft

sowie eine artgerechte Tierhaltung

unterstützen und sich verantwortungsbewusst

gegenüber ihren Familien zeigen.

sig.biz/combibloc 01/ 07

Vitaminreich und ohne Chemie – immer häufiger

landen Bioprodukte in den Einkaufstüten.


Glas, Dose, PET und Karton wurden bei

der Konsumentenbefragung auf ihre Bio-

tauglichkeit hin überprüft.

Design mit Erkennungswert

Als Nächstes wurden Merkmale und

Eigenschaften der Verpackungen angesprochen.

Welche Rolle spielen diese bei der

Auswahl von Biolebensmitteln?

Allen vier Diskussionsgruppen war

wichtig, dass Bioprodukte auf der Verpackung

durch ein Biosiegel gekennzeichnet

sind und Inhaltsstoffe, Herkunftsort sowie

Verfallsdatum gut sichtbar angebracht sind.

Außerdem sollte sich der Biogedanke in der

Verpackung widerspiegeln. Das bedeutet, das

Produkt hat im Idealfall möglichst wenig

Verpackung und diese ist wiederverwertbar.

Sie sollte leicht zu stapeln sein, damit nur

wenig Stellfläche beansprucht wird. Die Verpackung

sollte leicht zu öffnen und wieder-

verschließbar sein. Das Design sollte das Produkt

eindeutig als Bioprodukt kennzeichnen,

möglichst modern sein, aber nicht zu bunt.

Darüber hinaus legten die Gruppen, die

sich mit den Food-Produkten beschäftigten,

Wert darauf, dass das Produkt in der Verpackung

sichtbar ist. Den Getränkegruppen

war eine griffige Verpackung wichtig.

Kartonpackung vorwiegend an der

Spitze

Anhand gezeigter Beispielverpackungen

fiktiver Marken wurden die Gruppen auch

nach den Vor- und Nachteilen der jeweiligen

Verpackung befragt.

Im Bereich Food lag Glas im direkten

Vergleich vor Karton und Dose, was jedoch

mitunter daran lag, dass Kartonpackungen

im Food-Bereich noch relativ unbekannt sind.

Sie werden aber bereits als gute Alternative

zur Dose gesehen, da sie einfacher in der

Handhabung und umweltfreundlicher in

der Entsorgung seien. Im Gegensatz zur

Dose sei der Karton zudem geschmacksneutral.

Im Bereich Saft/Milch wird die Kartonpackung

deutlich vor Glas und Plastik

gesehen. Karton sei leicht und unzerbrechlich,

stapelbar, einfach in der Entsorgung

und wie Glas geschmacksneutral. Glas sei

in ökologischer Hinsicht ideal, im täglichen

Gebrauch jedoch zerbrechlich und zu schwer

im Transport. Plastik wird als Verpackung

für Bioprodukte sehr skeptisch betrachtet.

Es sei zwar leicht und unzerbrechlich und

somit ideal für unterwegs, aber die eingeschränkte

Recyclingfähigkeit spricht nicht

dafür, Bioprodukte in Plastik abzufüllen.

Insbesondere bei Milch wird Plastik abgelehnt,

bei Saft wurde es nicht präferiert.

Im Idealfall combifit

Zum Schluss wurden noch Designpräferenzen

bei den jeweiligen Produktgruppen

erfragt. Aufgrund der Produktnähe bevorzugten

die Gruppen bei Milch eine weiße

Verpackung. In Anlehnung an eine hölzerne

Obstkiste wählten sie für das Abfüllen von

Facts & Trends 32/33

Säften eine Rohkartonvariante. Die Gruppen,

die sich mit Biofood auseinandersetzten,

tendierten dagegen eher zu grünen Verpackungen,

da diese einen Bezug zur Natur

darstellen.

Es stellte sich heraus, dass im direkten

Vergleich sowohl die Giebelform als auch die

normale Blockform für Milch und Säfte als

unattraktiv und langweilig angesehen werden.

Als eine ideale Verpackung für Bioprodukte

wurde combifit betrachtet – solange

die Gestaltung nicht zu bunt ausfällt.

Weitere Informationen finden Sie in

unserem Online-Magazin unter:

www.sig.biz/combibloc/factsundtrends

sig.biz/combibloc 01/ 07


Märkte

sig.biz/combibloc 01/ 07

In Ungarn auf Erfolgskurs

Seit 20 Jahren ist SIG Combibloc erfolgreich auf dem ungarischen Markt vertreten.

Die Kooperation mit dem Unternehmen ELMA bildete den Beginn dieser Erfolgsgeschichte,

weitere Kunden folgten. Seit 2004 gehört auch SIÓ-ECKES zu den Kunden von SIG Combibloc.

Sowohl ELMA als auch SIÓ-ECKES feiern in diesem Jahr Jubiläum. Beide Unternehmen

zählen hier zu den führenden ihrer Branche.


ELMA ist einer der bedeutendsten ungarischen

Hersteller von Fruchtsäften und zu

100 % in Privatbesitz. Der Hauptsitz befindet

sich in Érsekhalma, einem kleinen Dorf im

Süden des Landes. Obstanbau wird hier schon

seit mehreren hundert Jahren betrieben, und

so schließt sich das Unternehmen mit seinen

weitläufigen Apfelplantagen von über 300

Hektar einer langen Tradition an.

Nachgefragt bei ELMA

Wir sprachen mit Herrn Karoly Sasvari,

CEO und Eigentümer des Unternehmens

ELMA, über die Anfänge, die Aufgaben und

die künftigen Ziele.

sig.biz/combibloc: Sie sind seit über 20

Jahren erfolgreich auf dem ungarischen Markt.

Wie blicken Sie auf diese Zeit zurück?

Karoly Sasvari: Seit 1986 produziert

ELMA Fruchtsäfte in Kartonpackungen unter

dem Markennamen „Hey-Ho Fruchtsäfte“ und

stellt Apfelsaftkonzentrat her. Wir waren einer

der ersten Hersteller auf dem ungarischen

Märkte 34/35

Blick vom Burgberg auf das Parlamentsgebäude. Das Donaupanorama von Budapest ist seit 1987

Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Markt, der von Anfang an Fruchtsäfte ohne

Konservierungsstoffe in aseptischen Kartonpackungen

abfüllte und modernste Qualitätsansprüche

erfüllte. Schon bald erfreuten sich

die „Hey-Ho Fruchtsäfte“ in der traditionellen

1-Liter-Kartonpackung nicht nur in Ungarn,

sondern auch in den osteuropäischen Exportmärkten

großer Beliebtheit.

sig.biz/combibloc: Sie haben in den 90er

Jahren kräftig investiert?

Karoly Sasvari: Richtig. Mitte der 90er

Jahre führte ELMA Fruchtsäfte im Format

combiblocMaxi und ausgestattet mit dem

Verschluss combiTop ein. Mit diesem Format

trat das Unternehmen als Pionier im ungarischen

Markt auf. Es folgten Packungen mit

200 ml und 330 ml für Kinder und den

Verzehr unterwegs. 1999 kam eine neue

Premium-Produktfamilie auf den Markt,

abgefüllt in den eleganten Kartonpackungen

combiblocPremium. Wir haben sehr viel in

die Technologie investiert und werden diese

weiter ausbauen.

sig.biz/combibloc: Wie feiern Sie das

20-jährige Bestehen?

Karoly Sasvari: Anlässlich des 20-jährigen

Jubiläums haben wir die Produkte der Premium-

Linie mit neuem Design in combiblocPremium

auf den Markt gebracht. Neben Fruchtdrinks

konzentrieren wir uns auf Nektare mit höherem

bzw. Säfte mit 100 % Fruchtanteil.

sig.biz/combibloc: Wie sehen Ihre künftigen

Pläne und Strategien aus?

Karoly Sasvari: Wir haben uns von Beginn

an für die Kartonpackung entschieden

und bereuen diesen Schritt nicht. Wir versuchen,

uns an die sich rasant ändernden Erwartungen

und Präferenzen der Endverbraucher,

der Märkte und des Handels anzupassen. Wir

werden beispielsweise weiter in die Marke Hey-

Ho investieren und unser Produktportfolio ausweiten.

Dies machen wir in Kooperation mit

unserem Exklusivlieferanten SIG Combibloc.

Neben dem heimischen Markt werden wir

auch verstärkt auf den Export setzen.

sig.biz/combibloc 01/ 07


Märkte Section/Rubrik

Karoly Sasvari, CEO und Eigentümer des

ungarischen Unternehmens ELMA.

sig.biz/combibloc 01/ 07

30 Jahre SIÓ-ECKES

Inmitten von großen Pfirsich- und Aprikosenplantagen

in der Nähe des Balaton liegt

der Geschäftssitz von SIÓ-ECKES. Die Obstanlage

umfasst mehrere hundert Hektar und

bildet mit ihren Früchten die Grundlage für

die aromatischen SIÓ Pfirsich- und Aprikosennektare.

30 Jahre nach der Gründung ist

SIÓ-ECKES heute in Ungarn der führende

Hersteller von Fruchtsäften, Nektaren und

Fruchtdrinks. Seit Frühjahr 2004 arbeiten

SIÓ-ECKES und SIG Combibloc in Ungarn

zusammen. Ausschlaggebend hierfür war

unter anderem die schon bestehende erfolgreiche

Zusammenarbeit von SIG Combibloc

mit der ECKES-Gruppe.

Im Dialog mit SIÓ-ECKES

Anlässlich des Jubiläums sprachen wir

mit Endre Fazekas, CEO bei SIÓ-ECKES,

über die Anfänge von SIÓ, die Zusammenarbeit

mit SIG Combibloc und geplante Maßnahmen

für die Zukunft.

sig.biz/combibloc: 30 Jahre SIÓ-ECKES –

wie sieht Ihr Rückblick auf diese Zeit aus?

Endre Fazekas: Die Produktion von

Fruchtsäften und Nektaren war ein Nebengeschäft

des staatlichen Agrarbetriebs in

Siófok, der sich zu jener Zeit auf die Produktion

von frischem Obst konzentrierte. Die SIÓ

Pfirsich- und Aprikosennektare errangen

aufgrund ihrer ausgezeichneten Qualität und

des einzigartigen fruchtigen Geschmacks

verglichen mit anderen Produkten eine

starke Position auf dem Markt. SIÓ hat sowohl

als Marke als auch als Unternehmen

Neues Design zum Jubiläum von ELMA:

„Hey-Ho Nektare” in combiblocPremium

mit combiLift.

die politischen und wirtschaftlichen Umstrukturierungen

Ende der 80er Jahre des

letzten Jahrhunderts überlebt. Die Renaissance

von SIÓ begann 1992, als ECKES das

Fruchtsaft- und Nektargeschäft in Siófok

übernahm.

sig.biz/combibloc: Erzählen Sie uns von

den Erfolgen von SIÓ-ECKES.

Endre Fazekas: Nach der Übernahme

modernisierte ECKES als professioneller

Investor sämtliche Produktionsstätten von

SIÓ und implementierte die westeuropäischen

Handels- und Marketinginstrumente.

Dank des multinationalen Hintergrundes von

ECKES und seiner zielgerichteten Geschäfts-

und Marketingstrategie konnte sich SIÓ in

den darauf folgenden 14 Jahren hervorragend

entwickeln. 1994 wurde hohes C in Ungarn

eingeführt und stieg in nur zwei Jahren

zum erfolgreichsten Premium-Markenprodukt

im Land auf.

sig.biz/combibloc: Welches waren die

konkreten Investitionen während dieser Zeit?

Endre Fazekas: Das gesamte Werk

wurde mit Saftmischbereich, Produktionshalle,

Rohstofflager sowie zwei Lagern für

die fertigen Produkte umgebaut. Heute erinnert

praktisch nichts mehr an den damaligen

Zustand in Siófok. 1997 wurde der neue Obstverarbeitungsplan

eingesetzt, der im Jahr

2002 nochmals modernisiert wurde. Die

aktuelle Produktionskapazität umfasst heute

unter anderem zwei SIG Combibloc Fülllinien

(CFA 209).


Seit 30 Jahren verlässliche Qualität

und einzigartiger Geschmack –

die Fruchtsäfte von SIÓ-ECKES.

sig.biz/combibloc: Was schätzen Sie

am meisten an der Zusammenarbeit mit

SIG Combibloc?

Endre Fazekas: Die Erfahrungen, die wir

mit SIG Combibloc in den letzten drei Jahren

gemacht haben, sind durchweg positiv.

SIG Combibloc versteht die Bedürfnisse seines

Partners und baut die Zusammenarbeit auf

dieser kooperativen Basis auf. SIG Combibloc

ist ein Partner, der zuhören kann, proaktiv

agiert und uns deshalb Sicherheit in unserem

Geschäft vermittelt. Wir sind fest davon überzeugt,

dass wir mit SIG Combibloc die beste

Wahl für einen Partner getroffen haben.

sig.biz/combibloc: Weshalb haben Sie

das Packungsformat combifitPremium gewählt?

Endre Fazekas: combifitPremium ist ein

modernes, wettbewerbsfähiges, zweckmäßiges,

bequemes und gut zu handhabendes

Format, das beim Verbraucher großen Anklang

findet.

sig.biz/combibloc: Welche Produkte haben

Sie kürzlich gelauncht und mit welchem

Wertversprechen differenzieren sich diese?

Endre Fazekas: Die aktuellen Produkteinführungen

sind mit einer strategischen

Entscheidung verbunden. Die granini-Markenprodukte

in Kartonpackungen wurden

aus dem Verkauf genommen und die beliebten

Geschmacksrichtungen laufen jetzt unter

dem Markennamen SIÓ, wie zum Beispiel

Pink Grapefruit, Orange-Passionsfrucht und

Erdbeere. Bei hohes C führten wir im Januar

hohes C milder Apfelsaft auf dem Markt ein.

SIÓ Leicht & Fruchtig erhielt im Januar einen

Relaunch mit neuem Design und neuen

Geschmacksrichtungen. Die SIÓ-ECKES

Markenprodukte wie SIÓ und hohes C platzieren

sich in zwei unterschiedlichen Segmenten.

SIÓ ist zwar ein Massenprodukt,

siedelt sich aber im oberen Bereich des mittleren

Preissegments der Fruchtsäfte, Nektare

und Fruchtdrinks an. hohes C ist im Markt

ganz klar die Nummer eins unter den Premium-Markenprodukten,

sowohl hinsichtlich

des Images als auch beim Preis.

sig.biz/combibloc: Welche Herausforderungen

sehen Sie für die Zukunft?

Endre Fazekas: Die größte Herausforderung

für einen Markenprodukthersteller

wie SIÓ-ECKES ist das dynamische Wachstum

von Handelsmarken. Der Markenaufbau

ist zu einer Schlüsselaufgabe geworden,

um sich auf dem Markt zu behaupten und

das Wachstum zu sichern. Innovationen

sind ein effektives Instrument, um seine

Konkurrenzfähigkeit gegenüber Produkten

im niedrigen Preissegment zu bewahren,

um den Produkten einen Mehrwert zu verleihen,

den Verbrauchern zusätzlichen Nutzen

zu bieten und ein positives Markengefühl

zu schaffen, damit sie sich für unsere Produkte

entscheiden. Unsere Zielsetzung in

diesem Umfeld ist klar. In unserer Vorstellung

haben wir 2010 eine stabile Marktführerposition

für SIÓ als Unternehmen mit

starken Marken und einer sicheren finanziellen

Position erreicht.

sig.biz/combibloc Märkte 36/37 37/37

Endre Fazekas über die kleinen Anfänge und

die Etablierung von SIÓ-ECKES als führendem

Fruchtsafthersteller Ungarns.

Weitere Informationen finden Sie in

unserem Online-Magazin unter:

www.sig.biz/combibloc/maerkte

sig.biz/combibloc 01/ 07


Umwelt Section/Rubrik

Klare Vorteile beim Klimaschutz

Eine Ökobilanz bewertet die potenziellen Umweltauswirkungen auf dem gesamten Lebensweg

eines Produktes. Das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU) hat erst-

mals einen ökobilanziellen Vergleich zwischen PET-Einwegflaschen (EW) und Kartonpackungen

für Fruchtsäfte, Nektare, Eistee und Frischmilchgetränke vorgenommen. Dabei zeigen Karton-

packungen bei allen durchgeführten Systemvergleichen ökologische Vorteile, die besonders deutlich

beim Klimaschutz ausfallen.

Natürlich im Vorteil: In puncto Klimaschutz

und Nachhaltigkeit sind Getränkekartons deutlich

besser als PET-Einwegflaschen.

sig.biz/combibloc 01/ 07

Weltweit beschleunigt sich der Klimawandel.

Immer mehr Menschen greifen auf

die begrenzten Rohstoff- und Energiereserven

der Erde zurück. Politiker rufen zum dringenden

Handeln auf. Am 1. Januar 2007 hat

Deutschland die Ratspräsidentschaft der

Europäischen Union und die G-8-Präsidentschaft

übernommen und Klimaschutz und

Energie zu den neuen Schwerpunkten erklärt.

Dazu der deutsche Bundesumweltminister

Sigmar Gabriel: „Eine Anpassung

an den Klimawandel kann nur gelingen,

wenn wir die Treibhausgasemissionen deutlich

reduzieren. In Deutschland, Europa


Vergleich Getränkekarton ¹/ PET-Einweg² bei Fruchtgetränken (1,0 l / 0,5 l), IFEU 2006

Ökologische Priorität Wirkungskategorien

Sehr groß Treibhauseffekt

Groß

Mittel

Keine Einstufung

Terrestrische

Eutrophierung

Fossiler

Ressourcenverbrauch

Versauerung

Sommersmog

Aquatische

Eutrophierung

Naturraumbeanspruchung

Forst

Kumulierter Energieaufwand

gesamt

und weltweit müssen in den nächsten zehn

bis 15 Jahren die Weichen gestellt werden,

damit der Klimawandel nicht zu katastrophalen

Auswirkungen führt.“

Klimarelevante Faktoren mit hoher

Gewichtung

Zu Recht spielen deshalb klimarelevante

Faktoren auch in Ökobilanzen eine gewichtige

Rolle. Die Umweltauswirkungen von

Produkten auf den Treibhauseffekt, also auf

die Erwärmung der Erdatmosphäre, oder

auf den Verbrauch von endlichen fossilen

Ressourcen wie Erdöl oder Kohle sind von

besonders großer Bedeutung. Der aktuelle

Ökobilanz-Vergleich zeigt: „Gerade in diesen

beiden Kategorien hat der Getränkekarton

in allen Vergleichsfällen eindeutig

Vorteile gegenüber der PET-EW-Flasche

aufzuweisen.“ In der Ökobilanz wird dies

unter anderem an folgendem Beispiel beleuchtet:

Der Verbrauch fossiler Ressourcen

durch Getränkekartons für Saft entspricht

statistisch gesehen demjenigen von rund

35.000 Einwohnern bezogen auf die in einem

Jahr konsumierte Saftmenge in Deutschland.

Für PET-EW-Flaschen liegt der entsprechende

Wert dagegen bei 92.400 Einwohnern,

ist also fast drei Mal so hoch.

Getränkekarton in %

schlechter als PET

42

43

999

892

Ziel: verstärkter Einsatz nachwachsender

Rohstoffe

Ein Schwerpunkt der heutigen ökologischen

Industriepolitik ist der verstärkte

Einsatz natürlicher und nachwachsender

Rohstoffe anstatt der wachsenden Abhängigkeit

von knapper werdenden Rohstoffen.

Getränkekartons basieren zu 75–80 % auf

dem nachwachsenden Rohstoff Holz, wohingegen

PET-Flaschen vorrangig aus der

fossilen Ressource Erdöl stammen. Zwangsläufig

liegen Getränkekartons in der Wirkungskategorie

„Naturraumbeanspruchung

Forst“ hinter PET. Doch sind die Wälder, aus

denen das Ausgangsmaterial für die Kartonpackung

kommt, nachwachsende natürliche

Ressourcen, die sich bei nachhaltiger Bewirtschaftung

nicht erschöpfen. Deshalb legen

die Getränkekartonhersteller größten Wert

darauf, dass das in den Rohkartons verwendete

Holz aus einer ökologisch verträglichen

Forstwirtschaft stammt.

Repräsentativer Überblick über relevante

Marktsegmente

Der Fachverband Kartonverpackungen

für flüssige Nahrungsmittel (FKN) in Wiesbaden

hat die Studie beim IFEU in Auftrag

gegeben, um einen repräsentativen Überblick

Getränkekarton in %

besser als PET

167

162

37

41

164

152

23

27

26

39

48

55

sig.biz/combibloc Umwelt 38/39 39/39

¹ Getränkekarton

(1,0 l / 0,5 l) mit Verschluss

² PET-Multilayer-Flasche,

1,0 l / 0,5 l (38 g / 28 g)

1,0 l

0,5 l

über die relevanten Marktsegmente im deutschen

Gesamtmarkt für das Jahr 2005 zu

erhalten. Dem Projektbeirat gehörten die

Firmen Campina und Emig sowie das Duale

System als Vertreter der Getränke- und Entsorgungswirtschaft

an. Die Ökobilanz wurde

normgerecht gemäß ISO 14040-14043 durchgeführt

und ist laut den externen Gutachtern

„ein herausragendes Beispiel dafür, was zurzeit

möglich ist“.

Weitere Informationen finden Sie in

unserem Online-Magazin unter:

www.sig.biz/combibloc/umwelt

sig.biz/combibloc 01/ 07


www.sig.biz/combibloc

SIG Combibloc GmbH

Rurstraße 58

D-52441 Linnich

Telefon: +49 2462 79-0

Fax: +49 2462 79-2519

info@sigcombibloc.com

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine