Prüf- und Besamungsstation München-Grub eV - Bavarian Fleckvieh ...

bavarian.fleckvieh.genetics.de

Prüf- und Besamungsstation München-Grub eV - Bavarian Fleckvieh ...

2 Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Seite

Grußwort 3

Auf dem Meisterhof wird

dreimal gemolken 4

Machen Zuchtwerte

Tierschauen überflüssig? 7

Fleckvieh

optimale Rasse für Biobetriebe 10

Hornloses Fleckvieh in der

Heimat der Simmentaler 12

Pustertaler Typus 14

Pustertaler- Renaissance durch

Produktqualität & Fitness 15

Vererbungsschwerpunkte 22

Bullen von A-Z 23

Geprüfte Altstiere 36

Hornlose Bullen 37

Fleckviechereien 38

Gebührenordnung 39

Titelfoto:

Die Fleckviehzucht in Oberbayern hat

die längste Tradition, daraus resultierend

die derzeitige Spitzenstellung. –

Typ- und ausdruckstarker Fleckviehbulle

im Dachauer Land um 1890, Ölgemälde

von Charles-Richard Tooby,

englischer Maler in der damaligen

Dachauer Künstlerkolonie.

Verantwortlich

für den Inhalt

Dr. Thomas Grupp

Dipl.-Ing.agr. Peter Baumgärtel

Dipl.-Ing.agr. Johanna Kampschulte

Gesamtherstellung

Fleckvieh-Welt

C. Kohlmann

Druck & Verlag GmbH

Postfach 1855

37428 Bad Lauterberg

Telefon (0 55 24) 85 00-0

Telefax (0 55 24) 85 00-39

MÜNCHEN

WEILHEIM

PFAFFENHOFEN

Prüf- und Besamungsstation München-Grub e.V.

Senator-Gerauer-Straße 19

D-85586 Grub / Post Poing

GRUB

MIESBACH

Sekretariat: 0 89 - 99 15 20 - 0

Fax: 0 89 - 99 15 20 - 66

Samenbestellung: 0 89 - 99 15 20 - 21/24

Buchhaltung: 0 89 - 99 15 20 - 30/31

eMail: mailto@fleckvieh.de

Internet: http://www.fleckvieh.de

Rinderzucht-Service Grub GmbH

MÜHLDORF

TRAUNSTEIN


Prüf- und Besamungsstation München-Grub e.V.

Senator-Gerauer-Straße 19

D-85586 Grub/Post Poing

Büro / Bestellung: 0 89 - 9 04 68-665

Fax: 0 89 - 99 15 20 66

eMail: mailto@das-kuhle-team.de

Original Fleckvieh

Markenzeichen für höchste Qualität und Heterosiseffekte

in der Kreuzung mit reinen Milch- und Fleischrassen.

Die Fleckvieh-Welt bleibt real!

In der Fleckvieh-Welt veröffentlichte Tierfotos sind nicht retuschiert.

Tiere, die auf den Fotos abgebildet sind, dürfen lediglich geschoren,

gewaschen und mit Öl, Puder und Glanzspray behandelt werden.

Nachdruck und elektronische Vervielfältigung des Inhalts nur mit ausdrücklicher

Genehmigung des Verlages bzw. des Herausgebers.


Grußwort 3

Liebe Rinderhalter und Rinderzüchter,

liebe Mitglieder und Freunde der Besamungsstation München-Grub e.V.

Zum Jahreswechsel haben wieder viele

Mitglieder für immer die Stalltore geschlossen,

der verdiente Ruhestand,

fehlende Hofnachfolger oder lediglich

Angst vor der Perspektive in der Landwirtschaft,

wir können über die wahren

Gründe nur spekulieren. Das ist die eine

Seite der Medaille, die uns

schmerzt, nicht nur, weil dadurch in jedem

Einzelfall ein Stück Tradition und

kulturelles Erbe (Kultur = colere = aus

der Natur etwas machen) zu Ende

geht, sondern die Bauern insgesamt an

Einfluss verlieren (nur noch 6 % der

Bevölkerung in der EU gehören dem

Bauernstand an). Wenn es den Politikern

ernst ist mit der „bäuerlichen

Landwirtschaft“, gilt es jetzt zu

reagieren – schon 1889 hat Peter

Rosegger in „Jakob der Letzte“

geschrieben: „Eine Gesellschaft,

die den Bauernstand zu

Grunde richtet, kommt mir vor,

wie jener Schildbürger, der den

Ast absägt, auf dem er sitzt“, eine

Erkenntnis, die sich erst

dann wieder durchsetzt, wenn

unsere Verbraucher erkennen,

dass man von der vielen Freizeit,

schönen Autos oder sonstigen

Annehmlichkeiten nicht herunterbeißen

kann.

Parallel dazu spüren wir eine

große Kraft, die den Erdball erfasst

hat - ein kleines Feuer,

welches hier in Grub entfacht wurde,

entwickelt sich mehr und mehr zu einem

globalen Flächenbrand. Es vergeht

kein Tag, wo nicht irgendein Milchviehhalter

oder Fleischrinderzüchter aus

den unterschiedlichsten Ländern sich

über die Rasse Fleckvieh, unsere

Fleckvieh-Vision oder die Einkreuzung

von Fleckvieh in spezialisierte Milchviehrassen

bei uns informieren möchte.

Der Name Fleckvieh wird immer mehr

zu einem Hoffnungszeichen für ökonomische

Rinderhaltung, durch die volkswirtschaftlich

sinnvolle Produktion von

Milch und Rindfleisch in einem Tier, sowie

der Lösung ökologischer Probleme,

die durch die Rinderhaltung mitbedingt

sind. Fleckvieh kann als Doppelnutzungsrasse

zu einer wesentlichen Reduktion

der Treibhausgase beitragen,

ein Umstand, der die Attraktivität dieser

Rasse zukünftig extrem steigern wird.

Dreimaliges Melken – nur für amerikanische

Großfarmer? Im Oberland hat

unser Mitgliedsbetrieb Seebacher in

Wiechs/Bad Feilnbach einen interessanten

Versuch in seinem Zuchtbetrieb

gestartet. Darüber hinaus ist dieser Betrieb,

der im Betreuungsprogramm der

Rinderzucht-Service Grub GmbH steht,

auch hinsichtlich Philosophie und Management

hochinteressant. Johann

Schwarz stellt Ihnen den „Meisterhof“ in

dieser Ausgabe vor.

Peter Massmann, Zuchtleiter für Fleckvieh,

hat für seine Züchter in Südafrika

einen, wie wir meinen, hochinteressanten

Bericht geschrieben. Südafrikanische

Fleckviehzüchter sind Formalisten

und einfach gesprochen „schaufana-

Wie in Stein gemeißelt - Kykso Haped

tisch“. Mit der Einführung des australischen

Zuchtwertschätzverfahrens Breedplan

sind jetzt auch Zuchtwerte verfügbar.

Wie sich Exterieurbeurteilung und

Zuchtwerte sinnvoll ergänzen können

und sollen, finden Sie in diesem Artikel,

aus dem wir sehr viel für unsere Selektion

lernen können.

„Weil wir gesehen haben, glauben wir!“

– In Schweden wird die Rasse Fleckvieh

mehr und mehr geschätzt, die ökologisch

wirtschaftenden Betriebe wissen

bereits die Stärken des „Mjölksimmental“,

wie unser Fleckvieh dort genannt

wird, und die Überzeugungskraft

von Schorsch Brunner zu schätzen.

Kristina Eder/Tidningarna Husdjur stellt

uns den Betrieb der Familie Jansson in

Almunge vor.

Hornloses Fleckvieh aus Grub hat im

Solothurner Jura nicht nur Freunde, sondern

wahre „Zeugen“ gefunden. Familie

Bringold aus Beinwil züchtet mit Leidenschaft

bayerisches, genetisch hornloses

Fleckvieh, unterstützt zu 100 % unsere

Visionen und trägt damit dazu bei,

der bäuerlichen Landwirtschaft in der

Schweiz eine Alternative aufzuzeigen,

die man im Heimatland der Simmentaler

(fast) schon vergessen hat.

Die Pustertaler Sprinzen oder Schecken

– vor exakt 3 Jahren haben wir Ihnen

erstmals unsere Aktivitäten zum Erhalt

dieser außergewöhnlichen Rasse vorgestellt,

mittlerweile können wir Ihnen

schon etwas mehr berichten. Dank der

Unterstützung einiger Mitgliedsbetriebe

sowie der wissenschaftlichen Untersuchung

züchterisch interessanter Merkmale,

haben wir große Hoffnung, dass

sich der Bestand erholen und

wieder eine gewisse Bedeutung

erlangen wird. In dieser Ausgabe

möchten wir Ihnen sowohl historische

als auch aktuelle Informationen

zu den Pustertalern

geben und Sie einladen, sich mit

dieser Rasse eingehender zu

beschäftigen. Dr. Johann Buchberger,

der Experte für Milchproteine,

berichtet in dieser Ausgabe

über erste Ergebnisse aus

seinen Untersuchungen zu den

Proteinvarianten in der Milch von

Pustertaler Kühen.

Immer mehr Randy-Töchter kommen

derzeit aus dem Zweiteinsatz

in Milch. Nach unseren bisherigen

Rückmeldungen scheint er das

zu halten, was wir hinsichtlich Leistungsveranlagung

versprochen hatten.

Die Schauen ab Herbst 2003 werden

zeigen, ob seine Töchter auch höheren

Ansprüchen bzgl. Exterieur entsprechen.

Wir zumindest sind dabei sehr zuversichtlich.

Zum guten Schluss darf ich Sie schon

heute herzlich zum 50jährigen Jubiläum

der Prüf- und Besamungsstation

München-Grub e.V. am 30./31. August

2003 nach Keferloh bei Haar einladen.

Wir wollen dort in Kooperation mit dem

Keferloher Montag, am 1. September,

alte bäuerliche Tradition wieder aufleben

lassen. Wir freuen uns auf Sie.

Ihr

Dr. Thomas Grupp

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine