Sport und Bewegung - Rhein-Kreis Neuss

rhein.kreis.neuss.de

Sport und Bewegung - Rhein-Kreis Neuss

Proje

ektberichtt

- „Familienfreundliche Netzw

werke

im

Rhein-Kreis

Neuss


07/2012

Deutsche Sporthochschule Kölnn

Institut für Sportsoziologie


| 2

Inhalt

1 Einleitung ............................................................................................................................ 4

2 Praktische Netzwerkarbeit in den Modellkommunen ........................................................ 6

2.1 Übersicht über die Teilprojekte ...................................................................................... 6

2.2 Sportnächte

..................................................................................................................... 4

2.3 Sonntagssport ................................................................................................................ 15

2.4 Weitere Projekte ........................................................................................................... 29

2.5 Methoden/Wege der Netzwerkarb

beit .......................................................................... 34

3 Befragung zur Familienfreundlichkeitt aus Sicht der Sportvereine im RheinKreis Neuss 69

3.1 Erhebungsmethodik und Repräsentativität .................................................................. 69

3.2 Allgemeine Vereinsangaben .......................................................................................... 70

3.3 Vereinsziele/‐philosophie .............................................................................................. 72

3.4 Angebote für Familien ...................

................... ................... ............................................. 74

3.5 Familienfreundlichkeit

der Sportstätten ....................................................................... 76

3.6 Gesellschaftliche Veränderungen und Rolle im

sozialen Umfeld U ................................. 80

3.7 Kommunikationswege

der Sportvereine ...................................................................... 82

3.8 Kooperation

und Zusammenarbeitt ............................................................................... 82

3.9 Offene Ganztagsschule..................

................... ................... ............................................. 85

3.10

Bekanntheit von Programmenn des LSB NRW und Teilnahme ............................... 88

4 Befragung zur

Familienfreundlichkeit des Sports im RheinKreis Neuss aus Sicht der

Eltern ........................................................................................................................................ 90

4.1 Erhebungsmethodik und Repräsentativität .................................................................. 90

4.2 Sport und Wohnumfeld

................................................................................................. 92

4.3 Gemeinsam

Bewegungsaktivitäten ............................................................................. 94

4.4 Eigene Sportausübung

.................................................................................................. 98


| 3

4.5 Organisation/Vereine im Wohnumfeld ....................................................................... 101

4.6 Bewegungs‐und Sportverhalten der Kinder ................................................................ 105

4.7 Offene Ganztagsschule..................

................... ................... ........................................... 111

4.8 Maßnahmenn zur Bewegungs‐ und Sportförderung .................................................... 114

5 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse ........................................................ 116

5.1 Zusammenfassung der Befragungsergebnissee ............................................................ 116

5.2 Wirksamkeit des Forschungsprojekts / Zusammenfassung der Netzwerkarbeit

....... 118


| 4

1 Einleitung

Das Projekt “Familienfreundliche Netzwerke Sport und Bewegung im RheinKreis Neuss” ist

ein Modellprojekt, das vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, , Kultur und Sport

Nordrhein‐Westfalen, dem Landessportbund Nordrhein‐Westfalen sowie dem RheinKreis

Neuss gefördert wird. Das Projekt begannn am 1. Januar 2010 und endete am 30.06.2012.

Das Projekt „Familienfreundliche Netzwerke Sport

und Bewegung im RheinKreiss Neuss

ordnet sich in die bislang realisierten Projekte „Sport in Metropolen – dargestellt am Beispiel

der Stadt Köln“ (2003 bis 2006) sowie „Moderne

Sportstadt Oberhausen“ (2008 bis 2010)

ein, in denen das Konzeptt „Nutzungg der Ressourcen von Sport und Bewegung für

Stadtentwicklung“

im Rahmen einer r Modernisierung der kommunalen Sportpolitik

entwickelt und erprobt wurde.

Die bislang vorliegenden sehrr positiven Ergebnisse zur Netzwerkarbeit imm Sport sollten mit

einer besonderen

Akzentsetzung ‐ „familienfreundliche Netzwerke“ ‐ in einem Kreiss bzw. in

kleineren Gemeinden zunächst auf eine weitere kommunalee Größenordnung übertragen

werden. In Ergänzung zu den bisherigen Untersuchungen in Köln und Oberhausen wurde der

sozialräumliche Netzwerkansatz exemplarisch in den Kommunen Jüchen, Rommerskirchen

und Korschenbroich erprobt.

In der Philosophie dieser „Netzwerkprojekte“ kann das Politikfeld Bewegung und Sport einen

essentiellen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Aufgabenstellungen leisten. Um die

Potenziale von Bewegung und Sport fürr Familienpolitik, Gesundheitsförderung oder soziale

Integration zu nutzen, ist es jedoch erforderlich, die vielfältigen Bezüge dess Sports

aufzugreifen und die bestehenden Schnittmengen zu anderen Bereichen B zu erweitern.


| 5

Zu erreichen ist dies vor allem mit dem Aufbau und der professionellen Steuerung von

Netzwerken, in denen die Vertreter des Sports ihr „Bewegungs‐know‐how“ einbringen und

gemeinsam mit anderen an der Lösung von Problemen arbeiten.

Unter dem Motto

„Eine Stadt in Bewegung

lautetee die Zielstellung

in den

Modellkommunen, eine Mobilisierung der Ressourcen des „Setting Stadt“ (Ottawa‐Charta

der WHO „Gemeindebezogene Gesundheitsförderung“) im Sinne der Aktivierung von

familienfreundlichen Unterstützungsleistungen zu erreichen.

Die Gemeinden Jüchen, Rommerskirchenn und Korschenbroich

empfahlen sich aus folgenden

Gründen:




Es sind kleinere Städte bzw. Gemeinden mit ländlichem Einzugsbereich (Jüchen ca.

23.000 Einwohner, Rommerskirchen ca. 13.000, Korschenbroich ca. 33.000)

Es bestehen

Ansätze von Public‐Health‐Maßnahmen

Es existiert eine positive sportbezogene Grundorientierung

Über die Durchführung der Netzwerkar

rbeit sollen übergreifende Kooperationen zwischen z

Organisationen des Sports und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen zu

Stande

kommen, deren Ziel es ist, den Bürgern und Bürgerinnen neue und verbesserte Sportund

Bewegungsangebote zu offerieren.

Die Projektdurchführung umfasste somitt folgende Inhalte:

1. Analyse der Ist‐Situation von Sport und

Rommerskirchen und Korschenbroich

Bewegung

in den Kommunen

Jüchen,

2. Befragung zur Familienfreundlichkeit der Sportvereine imm RheinKreis Neuss

3. Sozialräumliche und politisch‐administrative

Netzwerkarbeit

4. Initiierung

von sport‐

und bewegungsfördernden

Rommerskirchen und Korschenbroich

Maßnahmen

in

Jüchen,


| 6

2 Praktische Netzwerkarbeit in den Modellkommunen

Im Folgenden wird

ein Überblick über die Netzwerkarbeit und deren „Produkte“ in den drei

Beispielgemeindenn Korschenbroich, Jüchen und Rommerskirchen gegeben.

2.1 Übersicht über die Teilprojekte

Die praktischen Umsetzungen des lassen sich in drei Schwerpunkt‐Bereiche unterteilen:

Sonntagssport, Sportnächte und sonstige Maßnahmen.

• Sonntagssport

In den drei Beispielkommunen haben

stattgefunden (siehe Tab.2).

bis Juni

2012 acht

Projekttage „Sonntagssport“

Tab. 2 Übersicht über die Familiensportveranstaltungen

Familiensportevents

Datum

Kommune

21. Mai 11 Jüchen

17. Juni 11 Jüchen

10. Juli 11 Jüchen

31. Juli 11 Rommerskirchen

26. November 11 Korschenbroich

10. März 12 Korschenbroich

28. April 12 Jüchen

06. Mai 12 Rommerskirchen

• Offene Sportnächte

In den drei Beispielkommunenn haben neun Sportnächte stattgefunden (siehe Tab.1).

Tab. 1 Übersicht über die Sportnachtveranstaltungen

Sportnächte

Datum

Kommune

01. Apr 11 Korschenbroich

13. Mai 11 Korschenbroich

25. Nov

11 Rommerskirchen

09. Dez 11 Korschenbroich

03. Feb 12 Rommerskirchen

Sportnächte

Datum Kommune

10. Feb 12 Korschenbroich

02. Mrz 12 Jüchen

23. Mrz 12 Korschenbroich

20. Apr 12 Rommerskirchen


| 3

• Sonstige Maßnahmen/Umsetzungen

Neben den Sportnächten und

Sonntagssportangeboten arbeiten das „Netzwerk Sport und

Bewegung“ an zahlreichen weiteren Sportund Bewegungsprojekten. Darunter fallen:





Kooperationsförderungen zwischen Kita und Sportvereinen

z.B. Kita‐Fußballturnier, „Indoor‐Fest“, Eltern‐Kind‐Turnen, etc. .

Kooperationsförderungen zwischen Schulen und Sportvereinenn

z.B. Einrichtung eines Runden Tisches Schule und Sportverein

Übungsleiterausbildung für Eltern

Optimierung von Freiflächen und Schaffung von „Mehrgenerationenplätzen“

z.B. Generationenplatz Jüchen, Korschenbroich

Unterstützung des Projekts „Jüchen bunt!“


Sport und Bewegung im Kulturzentrum Sinsteden

z.B. Familienfußballabzeichen

beim „Landwirtschaftstag Sinsteden“


| 4

2.2 Sportnächte

Das „Netzwerk Sport und Bewegung“ entwickelte in allen a drei Modellkommunen

Sportnächte bzw.

Jugendsportnächte.

. Im Folgenden werden diesee Sportnächte in

Korschenbroich, Jüchen und

Rommerskirchen genauer beschrieben.

Eingegangen wird

jeweils auf die Anbahnung der Kooperationen zwischen den beteiligten b Institutionen sowie

auf die Entwicklung

bis hin zur Umsetzung der einzelnen Sportnächte.

2.2.1 Offene Sportnacht Glehn

2.2.1.1

Rahmendaten

Die Offenen Sportnächte Glehn fanden im Sportpark Glehn von v April 2011 bis März 2012

fünfmal

statt. Die Jugendlichen konnten zwischen 20 und 24 Uhr U bei Musik und Verpflegung

verschiedene Ballsportarten,

Tischtenniss und Zumba ausprobieren. Es nahmen jeweils ca.

20‐25 Jugendliche

teil.

2.2.1.2

Arbeitsgruppe

Die Arbeitsgruppe

der Offenen Sportnacht Glehn bestand bzw. besteht aus dem Jugendamt

RheinKreis Neuss, der Jugendfreizeiteinrichtung SinnFlut, dem Glehner Turnverein, dem

TTSF Glehn 1951, dem Glehner Tennisclub e.V., der Stadtverwaltung Korschenbroich und

dem „Netzwerk Sport und Bewegung“.


| 5

2.2.1.3

Anbahnung und Umsetzung

Im Workshop des „Runden Tisches Sport und Bewegung Korschenbroich“ am 28. Oktober

20120 waren unter anderem Vertreter des Glehner Turnvereins, des Glehner Tennisvereins

und des

Glehner Tischtennisvereins anwesend. Hier

wurden erste wichtige Kontakte mit den

Glehner

Sportvereinen geknüpft.

Im Anschluss an den Runden Tisch führte das „Netzwerk Sport und Bewegung“ Gespräche

mit dem

Vorsitzenden des Turnvereins,

des Tennisvereins, des Tischtennisvereins und dem

Jugendamt

des RheinKreises

Neuss.

In den Einzelgesprächen

wurden

die

Diskussionsergebnisse des Runden Tisches Sport und Bewegung aufgegriffen. Das „Netzwerk

Sport und Bewegung“ sprach mit den Vereinsvertretern über die d Erfordernisse und Chancen

von „Offene Sportnächten“. Es wurde vereinbart, sich in einerr Arbeitsgruppe mit Vertretern

der Verwaltung, des Sports und des Jugendbereichs

zu treffen.

Daraufhin lud das „Netzwerk

Sport undd Bewegung“ zusammen mit demm Vorsitzenden des

Glehner

Turnvereins alle Glehner Sportvereine, die Sportverwaltung Korschenbroich, das

Glehner

Jugendzentrum und

das Jugendamt RheinKreis Neuss zu einer Arbeitsgruppe

„Offenee Sportnacht“ ein. Unter Leitung des Netzwerkes Sportt und Bewegung wurde in der

Arbeitsgruppe diskutiert, ob und wie die Institutionen sich vorstellen können, gemeinsam

Sportnächte zu veranstalten.

Nach sorgfältigem Abwägen warr sich die Arbeitsgruppe einig,

zunächst eine Sportnacht gemeinsam zu veranstalten und gemessen am Erfolg weitere

Sportnächte zu planen. Mit dem Auftrag die erste Sportnacht umzusetzen wurde eine

Projektgruppe ins Leben gerufen. Unter Leitung des Netzwerkes Sport und Bewegung

wurden

in insgesamt sieben Projektgrup

ppentreffen die Sportnächte geplant, umgesetzt und

evaluiert. Für die

Evaluation der Sportnacht entwickelte

das „Netzwerk Sport und

Bewegung“ einen Fragebogen, der während der Veranstaltung an die Jugendlichenn verteilt

werden konnte. Die Auswertung der Fragebögen übernahm das Netzwerkmanagement und

stellte die Ergebnisse der Arbeitsgruppee vor. Daraufhin konnten die folgenden Sportnächte

nach den Interessen und Wünschen der Jugendlichen gestaltet werden.


| 6

Der Veranstalter der Offenen Sportnächte in Glehn war das Jugendamt RheinKreis

Neuss in

Zusammenarbeit mit den Glehner Sportvereinen.

Die Sportnächte sollenn nach Beendigung

der Netzwerkarbeit von den lokalen Institutionen in Eigenregie fortgesetzt werden. Hierfür

wird das „Netzwerk Sport und

Bewegung“ nützliche

Materialien wie zumm Beispiel Adressen‐

und Kontaktlisten,

Vordrucke, , Fragebögen, etc. den Organisationen zur Verfügung stellen.


| 7

2.2.2 Jugendsportnächte Rommerskirchen

2.2.2.1

Rahmendaten

Im Projektzeitraum

fanden drei Jugendsportnächte

in Rommerskirchen und Frixheim statt. In

der Sporthalle Frixheim und der Sporthalle an

der Gillbachschule

konnten sich s die

Jugendlichen immer freitags zwischen 21 und 24 Uhr bei Fang‐ und Laufspielen sowie bei

Ballsportarten auspowern und dabei Musik hören. Während der d Veranstaltung waren stets

lizenzierte Übungsleiter sowie ein Diplom Sozialpädagoge anwesend. Es nahmenn jeweils

zwischen 25 und 30

Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren teil.

Die Jugendsportnächte wurden vor dem

Hintergrund der Information veranstaltet,

, dass in

Rommerskirchen nur wenig sportliche Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche vorhanden sind

und vergleichsweise wenig Jugendliche inn Sportvereinen organisiert sind.


| 8

Dementsprechend

sollten über die Jugendsportnächte insbesondere Jugendliche,

die kein

Interesse an einer Sportvereinsmitgliedschaft haben, aus finanziellenn Gründen keinen

Zugang zu Sportvereinen finden oder ihre Freizeit außerhalb der Gemeinde Rommerskirchen

verbringen motiviert werden, , mehr Sport und Bewegung zu treiben. Die Jugendsportnächte

Rommerskirchen

sollten somit neue und offene Sportund Bewegungsanreize für

Jugendliche in Rommerskirchen schaffen.

2.2.2.2

Arbeitsgruppe

Die

Arbeitsgruppe

der Jugendsportnächte

Rommerskirchen

besteht

aus

der

Jugendfreizeiteinrichtung GIL´ ´ty – Das Jugendcafé,

dem Rommerskirchener Turnverein, der

Sportverwaltung Rommerskirchen, dem Gemeindesportverband Rommerskirchen und dem

„Netzwerk Sport und Bewegung“.

2.2.2.3

Anbahnung und Umsetzung

Im Workshop des

Runden Tisches Sport und Bewegung Rommerskirchen wurden erste

Kontakte zu Vertretern dess Rommerskirchener

Turnvereins sowie zu Vertretern des

Gemeindesportverbandes Rommerskirchen geknüpft.

Nach den Diskussionsergebnisse des Runden Tisches undd den Gesprächen mit den

Sportvereinen ließ

sich zunächst noch kein konkretes Umsetzungsprojekt erkennen. Die

Sportvereine gaben einerseits zwar an, dass es

wenig offene Sportmöglichkeiten für

Jugendliche gibt und nur wenige Jugendliche in Sportvereinen organisiert sind. Auf der

anderenn Seite gaben sie zu verstehen, dass sie an ihre Kapazitätsgrenzenn stoßen und keine

Möglichkeiten haben, weiteree Projekte anzugehen.

Nach dem Rundenn Tisch führte das „Netzwerk Sport und Bewegung“ B “ mit dem zweiten

Vorsitzenden des Gemeindejungrings ein Gespräch. In demm Gespräch wurden mögliche

Ansatzpunkte für neue Freizeit‐ und Sportangebote für Jugendliche inn Rommerskirchen

besprochen. Der Gemeindejugendringg sowie die Jugendeinrichtung „GIL´ty – das

Jugendcafe“ zeigten großes Interesse, bei dem Projekt „Jugendsportnacht“ aktiv

mitzuarbeiten. Daraufhin wurde die Vereinbarung

getroffen, dass d das „Netzwerk Sport und


| 9

Bewegung

Kontakt

mit Sportvereinen

aufnimmt

und weitere Partner für f das

Jugendsportnachprojekt sucht.

Nach mehreren Monaten Netzwerkarbeit und der Durchführung von verschiedenen

Netzwerkveranstaltungen ‐ wie zum Beispiel „Arbeitskreis

Sonntagssport“ ‐ bestanden

Kontakte zu mehreren Vertretern des Rommerskirchener Turnvereins.

Das Netzwerkbüro

erhielt die Information, dass ein Mitarbeiter des Rommerskirchenerr Turnvereins eine

Sportfreizeitgruppee für Jugendliche leitet. Das Netzwerkbüro nahm daher in der Folge

Kontaktt zu diesem

Mitarbeiter auf. In einem Gespräch wurde deutlich, dass der Mitarbeiter

des Turnvereins es

sich vorstellen könnte, mit der Offenen Jugendarbeit zu kooperieren und

bei den Jugendsportnächten mitzuarbeit

en.

Im Anschluss daran

lud das „ Netzwerk Sport und Bewegung“ Jugend‐ J undd Sportvertreter zu

einer Arbeitsgruppe in das Jugendzentrum Gilty ein. Ein weiteres w Treffen fand

in der

Frixheimer Sporthalle statt. Jugendliche

einer Freizeitsportgruppe des TV Rommerskirchen

wurden

mit in die

Planung der Sportnächte eingebunden und konntenn ihre Wünsche in

Bezug auf Sportarten, Bewegungsspiele,

, Datum und Uhrzeit äußern. Soo fanden die

ersten

Sportnächte im Herbst 2011 in

Rommerskirchen statt.

Auch in

die Auswertung der Sportnächte wurden die Jugendlichen mit eingebunden. Das

„Netzwerk Sport und Bewegung“ entwickelte einen Fragebogen, der unter den Jugendlichen

verteilt wurde. Das

„Netzwerk

Sport undd Bewegung“ wertete die d Fragebögen aus und stellte

die Ergebnisse der Arbeitsgruppe vor. Auf Basis der Befragungsergebnisse wurden die

weiteren Sportnächte somit bedürfnisori

ientiert weiterentwickelt. Die Arbeitsgruppe

möchte

ab 2013

vier bis sechs Sportnächte jährlich umsetzen.


| 10

2.2.2.4

Befragungg der Teilnehmer der Sportnacht

in Rommerskirchen

Die Teilnehmer der Sportnacht warenn fast ausschließlich

Teilnehmern waren

zwei weiblich.

männlich:

von insgesamt 22

Geschlecht

9%

91%

n= 22

Männlich

Weiblich

An der Sportnachtt nahmen Jugendlichee im Alter

Jugendliche waren zwischen 14 und 16 Jahre alt.

von 13 biss 18 Jahrenn teil. Die

meisten

Die Jugendlichen kamen aus unterschiedlichen Ortsteilen Rommerskirchens: aus Butzheim,

Frixheim, Nettesheim und Evinghoven.


| 11

e Hälfte der

erein.

Nicht-Mitglieder

Teilnehmer (41%) der Sportnachtt ist derzeit kein Mitglied in einem

Mitgliedd im Sportverein

41%

59%

n=22

Mitglieder

endlichen wurden gefragt, welchee Schulnote sie der Sportnacht geben würden. Im

chnitt geben

die 21 Teilnehmer die Note 1,7 (gut). Die schlechtestee Note ist eine 3

digend).

n = 21

sten Jugendlichen (40%) wünschen sich, dass die Sportnacht einmal monatlich

det. Knapp ein Drittel (30%)(

spricht sich dafür aus, dass sie im Abstand von drei

en stattfindet.


| 12

60

Gewünschte Häufigkeit einer Sportnacht in

Rommerskirchen

40

%

400 %

30 %

20

15 %

5 %

5 %

5 %

0

wöchentlichh

n=20

2 Mal im

Monat

monatlich

alle

2 Monate alle 3 Monate 3 Mal im

Jahr

Etwa ein

Drittel der Jugendlichen wurde durch das Jugendcafe

GIL´ty auf die Sportnacht

aufmerksam, ein weiteres knappes Drittel durch Freunde. 15% der Teilnehmer bekamen die

Information zur Sportnacht vom TV Rommerskirchen, die weiteren durch Facebook oder

Eltern.

Wie bist du auf die Sportnacht aufmerksa

am geworden?

40

35

30

35 %

30 %

25

%

20

15

10

5

15 %

10 %

5 %

5 %

0

GIL´ty

Freunde

TV

Rommerskirchen

Facebook

Zufall

Eltern

n=20


| 13

2.2.3 Jugendsportnacht Jüchen

2.2.3.1

Allgemeines

Die Jugendsportnacht Jüchen fand im März 2012 statt. Sie wurde von lokalen Sportvereinen,

der Jugendeinrichtung vor Ort und dem Jugendamt RheinKreis Neusss organisiert. Über

einen Zeitraum von vier Stunden (20‐244 Uhr) spielten circa 606

bis 80 Jugendliche

im Alter

zwischen 14 und 20 Jahren in

der Peter‐Bamm Sportnacht ein großer Halle Fußball, Basketball B und Handball. Nach

Aussage

der Beteiligten war die Erfolg.

2.2.3.2

Arbeitsgruppe

Es bestand bzw. besteht einee Arbeitsgruppe aus: JTTC Hochneukirch, DLRG Hochneukirch,

VFB Hochneukirch, TV Hochneukirch, ev. Jugendeinrichtung Bamm, B Jugendamt RheinKreis

Neuss, Gemeindesportverband Jüchen und „Netzwerk Sport und Bewegung“.


| 14

2.2.3.3

Anbahnung und Umsetzung

Der Anlass für die

Überlegung einer Sportnacht war folgendes Ereignis: Im Oktober 2011

eskalierte eine Abiturfeier in der Peter‐Bamm Sporthalle in Jüchen‐Hochneukirch. Die Polizei

musste die alkoholisierten jugendlichen

Streithähnee beruhigenn und teilweise in Gewahrsam

nehmen. Vor diesem Hintergrund entstand eine öffentliche Diskussion mit dem Tenor, dass

die Jugendlichen in Jüchen dringend eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung benötigen. Nach

einer Anfrage des

Gemeindesportverbandes Jüchen, ob Sportnächte

in Jüchen möglich

wären, führte das „Netzwerk Sport und Bewegung“ Gespräche mit Sportvereinen,

Verwaltung, Jugendeinrichtungen in Jüchen und dem

Jugendamt RheinKreis Neuss.

Die Sportvereine und Jugendeinrichtungen in Jüchen‐Hochneukirch sowie das Jugendamt

RheinKreis Neuss signalisierten in erstenn Gesprächen Interesse, sich bei der Umsetzung von

Sportnächten zu engagieren. Das „Netzwerk Sport und Bewegung“ lud daraufhin zu einem

moderierten Arbeitskreis in das Jugendzentrum Bamm in derr Peter‐Bamm Halle ein. Nach

zwei moderierten Treffen der Arbeitsgruppe wurde ein Termin für eine Auftaktveranstaltung

festgelegt. Die Verwaltung Jüchen wurdee von Beginn an in den Prozess mit eingebunden und

engagierte sich im weiteren Verlauf für die Umsetzung der Sportnacht. Termine, Absprachen

und Protokolle wurden der Verwaltung zeitnah mitgeteilt ‐ es resultierte einee breite

Unterstützung.

Nachdem die Sportnacht

erfolgreichh umgesetzt werdenn konnte, beschlossen die

Organisatoren, dass Sie ab 2013 circa vier Sportnächte jährlich umsetzen möchten.


| 15

2.3 Sonntagssport

Bei den

zu Beginn des Projekts in den drei Modellkommunen durchgeführten

Runden

Tischen „Sport und Bewegung“ wurdee deutlich, dass gerade für Familien Sportund

Bewegungsangebote fehlen. Das „Netzwerk Sport und Bewegung“ arbeitete daher in

Korschenbroich, Jüchen und Rommerski

rchen dem Projekt „Sonntagssport für Familien“. In

allen drei Kommunen kam es durch die Netzwerkarbeit zu konkreten Projekten.

2.3.1 Familiensportsonntag

in Jüchen


| 16

2.3.1.1

Rahmendaten

Der Sportverein SG

Gierath, die Sportverwaltung Jüchen, die Lindenschule Gierath und das

Familienzentrum Montessori Kinderhaus veranstalteten am 10. Juli 2011 den „Bewegten

Sonntag“ in Jüchen. Auf dem Gelände der Lindenschule Gierathh am Standort Stessen wurden

verschiedene Sportund Bewegungsmöglichkeiten

für Familien angeboten. Darunter eine

Bewegungsbaustelle für Kleinkinder und Eltern, Familienvolleyball, Familienbasketball, Spiele

mit dem

Schwungtuch und vieles mehr. Über einen Zeitraumm von zwei Stunden nahmen

knapp 50 Familien

an der Veranstaltungg teil. Der Tag war laut Presseberichten ein

großer

Erfolg.

2.3.1.2

Arbeitsgruppe

Die Arbeitsgruppe

besteht aus Sportverwaltung Jüchen, SG Rot R Weiß Gierath, Montessori

Kinderhaus Familienzentrum

Stessen, Lindenschule Gierath, OGATA der Lindenschule

Gierath, Förderverein der OGATA der Lindenschulee Gierath und dem „Netzwerk Sport und

Bewegung“.

2.3.1.3

Anbahnung und Umsetzung

Beim Runden Tisch „Sportt und Bewegung Jüchen“ wurde ein Bedarf nach mehr

Sportangeboten am

Wochenende, vor allem sonntags festgestellt. Eine e konkrete Idee zur

Umsetzung entstand daraus noch nicht.


| 17

Im Anschluss an den Runden Tisch führte das „Netzwerkk Sport und Bewegung“ ein

Einzelgespräch mit

der Schulleiterin derr Lindenschule Gierathh und vereinbarte gemeinsam

mit der Lindenschule Gierath einen „Arbeitskreis Sportverein

und Schule“ auszurichten, bei

dem vor allem bestehende

Probleme rund um das Thema Ganztag besprochen

werden

sollten. Auch nach

dem Arbeitskreis waren noch keine konkreten Projektideen vorhanden.

Allerdings

wurden

zahlreiche

Interessen

und

Bedürfnisse

formuliert,

die

vom

Netzwerkmanagement auf Basis der Erfahrungen von Vorgängerprojekten analysiert und zu

einem Konzept „Sonntagssport in Jüchen“ zusammengefügt wurden.

Im weiteren Verlauf nahm das „Netzwerk Sport und Bewegung“ auf Einladung der

Gemeindeverwaltung Jüchen an der örtlichen Schulleiterkonferenz teil. Dort wurden die

Schulleiter

über den bisherigen

Projektverlauf

informiert

und in einer offenen

Diskussionsrunde gefragt, ob und inwiefern sie ein Projekt Sonntagssport

im weitesten Sinne

unterstützen könnten. Nachdem die Schulleiter

und die VerwaltungsV

sspitze einee breite

Unterstützung

zusagten,

führte f dass

„Netzwerk

Sport und Bewegung

weitere

Einzelgespräche mit der Gemeindeverwaltung Jüchen und dem d Großsportverein

SG Rot‐

mit der

Gemeindeverwaltung

zu einer „Arbeitsgruppe Sonntagssport“ ins Rathauss Jüchen

Weiß Gierath und entwickeltee die Projektidee „Sonntagssport“

weiter.

Im Anschluss an die Gespräche lud das „ Netzwerk Sport und Bewegung“ in Zusammenarbeit

ein. Zahlreiche Vereinsvertreter sowie Vertreter der Schulen nahmen am ersten

Arbeitskreistreffen

unter Leitung des Netzwerks

Sport und Bewegungg teil. Im weiteren

Verlauf schlossen sich der Arbeitsgruppee neue Institutionen an (z.B. Montessori Kinderhaus

Familienzentrum).

In konstruktiven Diskussionen wurden die Bedürfnissee und die generelle

Umsetzbarkeit von

Sonntagssport besprochen. Die

Mitarbeitt in der Arbeitsgruppee verlief

insgesamt äußerst

produktiv. Innerhalb von vier

Monaten traf sich die Arbeitsgruppe

dreimal. Es wurde

ein detailliertes Konzept für den Familiensportsonntag erarbeitet und

konkrete Vereinbarungen getroffen. Die Einhaltung der Absprachenn ermöglichte die

Umsetzung des Familien Sportsonntags im

Juli 2011.


| 18

2.3.1.4

Befragungg der Teilnehmer des Familiensportsonntagss

In einem

Teil der Befragung sollten diee Eltern den Familiensportsonntag im Allgemeinen

sowie spezielle Aspekte wie z.B. dass Rahmenprogramm

oder den Veranstaltungsort

bewerten. Die Veranstaltung

im Allgemeinen wurde durchschnittlich mitt der Schulnote 1,9

benotet. Auch das Bewegungsangebot

schnitt

bei den Besuchern

mit

den

Durchschnittsnoten 1,8 bzw. 1,9 gut ab. Der Veranstaltungsortt wurde im Durchschnitt sogar

mit der Schulnote „sehr gut“ bewertet (1,2), während die Ankündigung der Veranstaltung in

der Presse mit der Durchschnittsnote 3,4 eher schlecht undd lediglich mit „befriedigend“

bewertet wurde.

Bewegter Sonntag

166

79

5

ф 1, 9

Rahmenprogramm

30

53

11

6

ф1,99

Bewegungsangebote

22

722

6

ф 1, 8

Veranstaltungsort

79

21

ф 1, 2

Presse

6

19

44

6

6 19

ф 3, 4

0%

20%

40%

60%

80%

100%

n=19

Note 1

Note 2

Note 3

Note 4

Note N 5

Note 6

Weiter wurden die Besucher gebeten, , anzugeben, ob sie wieder ann einem Bewegten

Sonntag

teilnehmen würden. Das Ergebnis, wonach 100% der Besucher wieder an einer

solchen Veranstaltung teilnehmen würden, ist eindeutig und kann auchh als Beleg für eine

hohe Zufriedenheit

der Besucher mit derr Veranstaltung gewertet werden. .


| 19

Würden Sie

wiederr an einem

"Bewegten

Familiensonntag" teilnehmen?

?

JA

100%

n=19

Gefragt nach der gewünschten Häufigkeit einer solchen VeranstaltunV

ng, gab die große

Mehrheit der Befragten an, sie s solle einmal oder zweimal jährlich stattfinden. Jeder fünfte

der befragten Besucher spricht sich für mehr solcher Veranstaltungen aus, etwa im

Dreimonats‐ oder monatlichen Rhythmus.

70,0

60,0

50,0

40,0

42,1

„Wie oft soll der „ Bewegte

Familiensonntag stattfinden?“

36,8

30,0

20,0

15,8

10,0

5,33

0,0

jährlich

halbjährlich

1 Mal im Quartal

monatlich

n=19

Prozent


| 20

Auf den

Familiensontag aufmerksam wurden die meisten Befragten durch die Schule (47%).

Auch die Bewerbung der Veranstaltung

mit Plakaten offenbartt sich als erfolgreich: etwa ein

Drittel (31%) wurde hierübe

für den Besuch gewonnen. Weitere Kommunikationswege

liefen über das örtliche Familienzentrum,

, persönliche Gespräche und Sportvereine.

Wie sind Sie

auf den

Bewegten

Sonntag aufmerksamm geworden?

50

47,4

40

30

20

31,6

21,1

10

5,3

10,5

0

n=19

Plakat / Flyer

Sportverein

Schule

Familienzentrum

persönliche

Gespräche

Weiter wurden die

Besucher gefragt, welche Sportund Bewegungsangebote sie gerne an

einem Bewegten Sonntag ausprobierenn würden. Am häufigsten genannt wurde mit vier

Nennungen „ Trampolin“, gefolgt von Rhönrad und Kampfsport mit zwei Nennungen. Je

einmal genannt wurden auch Basketball, , Fußball, Handball, Völkerball, Tennis, Inline‐Skating,

Badminton und Tanzsport.

Als Ideen für weitere Veranstaltungen wurden genannt:

Springseilwettbewerb

Grillen

Musik, Auftritt der Kinder AG

In statistischer Hinsicht interessierte es zunächst, aus welchen Ortsteilenn die Besucher der

Veranstaltung kamen. Zum Großteil (53%) kamen diese aus Jüchen‐Bedburdyck, jedoch auch


| 21

aus umliegenden

Ortsteilen

bzw. Gemeinden wie Gierath,

Damm, Stessen, Rath oder

Grevenbroich.

Das Durchschnittsalter der befragten Besucher lag bei 35 Jahren

Ein weitere Frage

versuchtee zu klären, wie lange die Besucher an der Veranstaltung

teilgenommen haben bzw. wie lange sie vor Ort waren. Die meisten der 19 Befragten (58%)

waren 60‐90 Minuten präsent, ein Viertel der Viertel Besucher mehr als 900 Minuten.

Wie lange haben

heute Sie am Bewegtenn

Sonntagg teilgenommen?

?

Mehr als 90

Minuten

26%

30 - 60

Minutenn

16%

60 - 90 Minuten

58%

n=19

Hinsichtlich der eigenen Sportausübungg geben zwar die meisten der Befragten (79%) an ,

sportaktiv zu sein, jedoch sind etwa 20%

der Befragten derzeit nicht sportlich aktiv. Unter

der Prämisse dass bundesweit etwa 60‐80% der Bevölkerung

angeben, Sport zu treiben, ist

der Anteil an Nicht‐Sportaktiven bei derr Veranstaltung in etwa gleich hoch. Anders gesagt

wurde die Veranstaltung anscheinend nicht ausschließlich undd auch nicht überproportional

von sportlich Aktiven besucht.


| 22

Treiben Sie in

Ihrer Freizeit Sport?

Nein

21%

Ja

79%

n=19

Fast die

Hälfte der

befragten Besucher (47%) ist nicht Mitgliedd in einem

über die

Hälfte ist dies (53%).

Sportverein, etwas

Sind Sie Mitglied

in einem

Sportverein?

Jaa

53%

Nein

47%

n=19


2.3.2 Bewegter Sonntag in Rommerskirchen

| 23


| 24

2.3.2.1

Rahmendaten

Die Ergebnisse der Diskussionsrunden beim Runden Tisch „Sport und Bewegung

Rommerskirchen“

im November 2010 deuteten auf ein e Defizitt an Sport

und

Bewegungsangeboten für Familien hin. In Zusammenarbeit mit m der Gemeindeverwaltung,

den lokalen Sportvereinen, Vertretern

von Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie

politischen Akteuren wurde ein Arbeitskreis „Sonntagssport“ ins Lebenn gerufen und ein

„Bewegter Sonntag“ in Rommerskirchenn geplant und umgesetzt. 500 Familien nahmen an

dem „Bewegten Sonntag“ teil, der in Presseberichten äußerst positiv p dargestellt wurde.

2.3.2.2

Arbeitsgruppe

Es bestand bzw. besteht eine Arbeitsgruppe aus

dem Sportamt Rommerskirchen, dem

Seniorennetzwerk

Rommerskirchen, denn „Roki‐Rollern“, dem Gemeindesportverband, dem

TV Rommerskirchen, dem Familienzentrum Sonnenhaus, den katholischen Familienzentren

und dem

„Netzwerk Sport und

Bewegung“.

2.3.2.3

Anbahnung und Umsetzung

Nach dem „Rundenn Tisch Sport und Bewegung Rommerskirchen“ führte das „Netzwerk Sport

und

Bewegung

Gespräche

mit der Sportverwaltung

Diskussionsgrundlage

dienten die Ergebnisse

des Runden

Rommerskirchen.

Als

Tisches

nach

mehr

Familiensportangeboten. In den Gesprächen stellte sich heraus, dass die Sportverwaltung

Interesse hätte, Sportund Bewegungsangebote für Familien zu fördern. Das „Netzwerk

Sport und Bewegung“ erklärte sich bereit, weitere Partner für diee Umsetzung von

Familiensportangeboten zu suchen s undd bei Bedarf zu einemm Arbeitskreis Sonntagssport

einzuladen und diesen zu moderieren.

Daraufhin

führte

das „Netzwerk

Sport und

Bewegung

Gespräche

mit

dem

Seniorennetzwerk,

mit örtlichen Kindertageseinrichtungen, Sportvereinen und Hobbysport‐

einen

gruppierungen. In

den Einzelgesprächen wurde das Interesse der Akteure an

Familiensport‐Sonntag deutlich. Zudem

konnten sich alle Akteure vorstellen,

für den

Familiensport‐Sonntag einen Beitrag zu leisten.


| 25

In Zusammenarbeit mit der Sportverwaltung Rommerskirchenn lud das „Netzwerk Sport und

Bewegung“ daraufhin zu einem „Arbeitskreis Sonntagssport“

ins Rathaus Rommerskirchen

ein. Die

Aufgabe des Arbeitskreises war es, offene Sportund Bewegungsangebote am

Sonntag

für Familien zu entwickeln.

Im ersten Treffen wurde w beschlossen, mit einer

Pressemitteilung Freiwillige zu z finden, die Interesse an einer Mitarbeit beim „Bewegten

Sonntag“ haben oder die eigenständig Sonntagssportmöglichkeiten anbieten möchten. Der

Zeitungsartikel stieß jedoch

auf keine Resonanz. In einem weiteren Treffen des

Arbeitskreises Sonntagssport wurde darum beschlossen,

sämtlichee Sportvereine zu

versammeln und direkt anzusprechen sowie andere Organisationen undd auch Bürger über

persönliche Kontakte bzw. Gespräche zu finden.

Das Treffen mit den Sportvereinen verlief äußerst konstruktivv und am Ende stimmten alle

Sportvereine zu, sich bei der Umsetzung von Sonntagssport in Formm eines „Bewegten

Sonntags“ zu engagieren.

Im weiteren Verlauf wurden alle Institutionenn in Rommerskirchen vom Sportamt

angeschrieben

und

gebeten,

ihre Beteiligungg am Bewegten

Sonntag

schriftlich

zurückzumelden.

Ein weiteres Treffen des Arbeitskreises war notwendig, umm alle Institutionen

dazu zu

bewegen, Ihre Beteiligung schriftlich zu bestätigen.

In den folgenden Treffen wurden organisatorische Angelegenheiten abgestimmt

und die

Detailplanung für den „Bewegten Sonntag“ vorgenommen.

2.3.3 Prozess für

Sonntagssport in Korschenbroichh

2.3.3.1

Rahmendaten

Auch in

Korschenbroich wurde ein Bedarf an Sonntagssport

festgestellt. Die Praxisakteure

konntenn sich trotz

Willensbekundungenn im Laufe der Netzwerkarbeit allerdings nicht auf

eine Umsetzung von geeigneten Maßnahmen

einigen. Die Gründe hierfürr liegen


| 26

insbesondere in infrastrukturellen Hindernissen (geringe Verfügbarkeitt von Sportstätten,

bauliche

Maßnahmen an Sportstätten

n). Zudem konnte die d Sportverwaltung

als ein

entscheidender Akteur für die

Planung und Umsetzung eines „Bewegtenn Familiensonntags“

nicht für eine Mitarbeit gewonnen werden.

2.3.3.2

Arbeitsgruppen

Es bestand

einee

Arbeitsgruppe

aus den Sportsfreunden

Neersbroich,

dem

TV

Korschenbroich, dem „Familienzentrum

Am Sportplatz“ undd dem „Netzwerk Sport und

Bewegung“.

2.3.3.3

Anbahnung

Das „Netzwerk Sport und Bewegung“ nahm zuerst telefonischh und dann persönlich Kontakt

mit dem

Familienzentrum und den Sportvereinen Sportsfreunde Neersbroich auf. Nach

ersten Gesprächen

mit der Leitung dess Familienzentrums und den Sportvereinsvertretern

wurde deutlich, dass es großen Bedarf bei Familien mit kleinen Kindern gibt, Sportund

Bewegungsangebote gemeinsam wahrzunehmen.

So seien die Mutter‐Kind Kurse des

Sportvereins überbucht und

gleichzeitig lägen den Mitarbeitern des s Familienzentrums

zahlreiche Anfragen nach derartigen Kursangebotenn vor.

Daraufhin lud das „Netzwerk Sport und Bewegung

in Zusammenarbeit mit der Leiterin des

Familienzentrums

der Arbeitsgruppe Sonntagssport

ein.

Während des ersten Treffens war sich die Arbeitsgruppe einig, Familiensport gemeinsam

umzusetzen. Im weiteren Verlauf konnten getroffene AbmachungA

gen aufgrund von

mangelnden Ressourcen im

personellen Bereich sowie aufgrund von mangelnden

Sportstättenkapazitäten für das zweite Treffen der

Arbeitsgruppe jedochh nicht eingehalten

werden. Daraufhin

einigten sich die Teilnehmer

der Arbeitsgruppe während dess letzten

Treffens

darauf, dass Sie in naher Zukunft zwar enger Zusammenarbeiten möchten, aber

vorerst keine gemeinsamen

Aktionen oder Maßnahmen durchführen werden. Die

engere

Zusammenarbeit umfasst dabei den Austausch von Ressourcen. Vor dem Hintergrund der

angespannten Sporthallensituation in Korschenbroich kam es z.B. zuu einer Absprache,

wonach

das Familienzentrum

den Sportvereinen seine Gymnastikhalle

zur gelegentlichen

Nutzung

offeriert.


| 27

2.3.4 Sonntagssport in Ortsteil Kleinenbroich

2.3.4.1

Allgemeines

Um in Kleinenbroich den Familiensport am Sonntag

zu fördern, hat das „Netzwerk Sport und

Bewegung“ in Zusammenarbeit mit dem DJK Kleinenbroich

eine Arbeitsgruppe

mit den

Kindertageseinrichtungen vor Ort ins Leben gerufen. Aus den Sitzungen S dieser Arbeitsgruppe

ist einee intensivere Zusammenarbeit zwischen dem Sportverein undd den Kindertages‐

statt. s

einrichtungen entstanden. Unter anderem fand am 26.11.20111 ein Indoor‐Sportfest Ohne weiteres Zuarbeiten des „Netzwerks Sport und Bewegung“ wurde erfolgreich eine

weiteree Kooperationsveranstaltung geplant und umgesetzt. Unter dem Motto: „Eltern‐Kind

Sportnachmittag“

fand am 10. März 2012 in der Mehrzweckhalle in Kleinenbroich ein

offenes Sportangebot für die ganze Familie statt.

2.3.4.2

Arbeitsgruppe

Es bestand eine Arbeitsgruppee aus dem DJK Kleinenbroich, der Städtischenn Kindertagesstätte

Hochstraße,

der Katholischen

Kindertagesstätte St. Maternus,

der Städtischen

Kindertagesstätte

Auf den Kempen, derr Städtischen Kindertagesstätte Am Hallenbad und

dem „Netzwerk Sport und Bewegung“.


| 28

2.3.4.3

Anbahnung und Umsetzung

Erste Treffen mit dem Vorsitzenden der DJK Kleinenbroich zeigten, dass der Sportverein viele

Aktionen plant und

umsetzt und im Sommer 2011 an seine Kapazitätsgrenze stößt. Dennoch

war das

Interesse an weiteren, gemeinsamen Aktionen vorhanden. Auch Gespräche mit den

Leitungen der Kindertageseinrichtungenn zeigten, dass bereitss viele Aktionen und Projekte

durchgeführt wurden ‐ wie zum Beispiel ein Kita Fußballturnier. Nach weiteren Gesprächen

mit dem

Bewegungskindergarten und dem Vorsitzenden der DJK Kleinenbroich wurde eine

Arbeitsgruppe unter Leitung des Netzwerkes Sport und Bewegung ins Leben gerufen. .

Auch in der Arbeitsgruppe wurde deutlich, dass bereits viele Aktionen A imm Bereich Sport und

Bewegung existieren. Außerdem sind die Einrichtungen bereits sehr gut vernetzt. Dennoch

wurde folgendes vereinbart:

1)

Bereits bestehende Aktionen sollen ausgebaut werden

‐ Am Indoor‐Sportfestt der DJK Kleinenbroich und demm Bewegungskindergarten auf

den Kempen am 26. November 2011 ist jeweils ein AnsprechpaA

artner der anderen

Kindertageseinrichtungen vor Ort und steht den Kindern und Eltern der anderen

Kindergärten zur Verfügung.

‐ Auf den Plakaten sowie auf denn Flyern, die auch in den d Einrichtungen ausgehängt

und ausgelegt werden, wird darauf hingewiesen

n, dass bei dem Tag ein

Ansprechpartner der anderen Kindertageseinrichtungenn anwesendd sein wird.

2) Mittel‐ bis langfristig werden neue Projekte aufgebaut.

‐ Der Bewegte Sonntag

soll als Event einmal im Jahr stattfinden.

beteiligen sich bei der Organisation und der Umsetzung.

Alle Einrichtungen

Wie in der Arbeitsgruppe vereinbart, waren alle Leiterinnen

der Kindertageseinrichtungen

als Ansprechpartner während des Indoor‐Sportfestes anwesend. Im Vorfeld haben die

Leiterinnen viel Werbung in Ihrer Einrichtung betrieben und das Indoor‐Sportfest

bekannt

gemacht. Jedoch wurde auf den Flyern und

Plakatenn nicht erwähnt, dass die

Kindertageseinrichtungen der Veranstaltung beiwohnen würden. w Der Grund für das

Versäumnis war ein internes Kommunikationsproblem bei der DJK Kleinenbroich. Dennoch


| 29

wurden

weitere

Maßnahmen gemeinsam geplant und

umgesetzt

(z.B. Eltern‐Kind

Sportnachmittag).

2.4 Weitere Projekte

Neben den Sportnächten und

Sonntagssportprojekten arbeitete das „Netzwerk Sport und

Bewegung“ an mehreren weiteren Projekten.

2.4.1 Nutzung des Generationenplatzes in Jüchen

2.4.1.1

Rahmendaten

Die Netzwerkaktivität „Generationenplatz Jüchen“

war darauf ausgerichtet, sich mit der

aktuellen,

unbefriedigendenn

Situationn des Generationenplatzes

zu

befassen

und

Maßnahmen zur Verbesserung der Nutzungsintensität zu erarbeiten.

2.4.1.2

Arbeitsgruppe

Es bestand eine Arbeitsgruppe aus dem Sozialamt Jüchen (Dezernentin und eine

Mitarbeiterin),

dem

Seniorennetzwerk 55+, dem

ADFCC

Jüchen, der Alten‐

und

Rentengemeinschaft Jüchen, dem Seniorenzentrum

Haus Maria Frieden, , der evangelischen

Kirchengemeinde und dem „Netzwerk Sport und Bewegung“.

2.4.1.3

Anbahnung und Maßnahmen

Vor dem

Hintergrund der geringen Nutzung des Generationenplatzes, wurde vom „Netzwerk

Sport und Bewegung“ in Zusammena

arbeit mit der Dezernentin für Soziales von der

Gemeindeverwaltung Jüchen eine Arbeitsgruppe zusammengestellt. Die Arbeitsgruppe sollte

verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Situation erarbeiten. Das „Netzwerk Sport

und Bewegung“ lud in Zusammenarbeit

mit der Dezernentin zu z einem Arbeitstreffen in das

Rathaus

Jüchen ein. Die Arbeitsgrupp

pe traf sich daraufhin und erarbeitete folgende f

Maßnahmen: Erstens sollte eine Multiplikatorenschulung derr Gruppenleiter des Senioren‐

begleitet werden. Drittens sollten s mögliche bauliche Maßnahmen bzw. infrastrukturelle

Verbesserungen von der Verwaltung geprüft werden (Tartanmatten, Rasenpflege, etc.).

netzwerkes erfolgen. Zweitens sollten die Maßnahmen mit vermehrter Öffentlichkeitsarbeit


| 30

An der Multiplikatorenschulung nahmenn viele Gruppenleiter

des Seniorennetzwerkes teil.

Die Öffentlichkeitsarbeit stieß auf große Resonanz: die örtliche Presse mit derr Neussüber

die

Grevenbroicher Zeitung und dem „Top‐Kurier“ berichtete mit jeweils einem Artikel

Multiplikatorenschulung. Des Weiterenn wurde in der Sendung „Vigo TV“ der AOK

Gesundheitskasse

im Januar 2012 ein TV‐Bericht über die aktuelle Situation des

Generationenplatzes ausgestrahlt.

2.4.2 „Ko‐Kita“ in

Glehn

2.4.2.1

Allgemeines

Mit diesem Projekt in Glehn

wurde das Ziel verfolgt, für KooperationK

nsformen zwischen z

Sportverein und Kita zu sensibilisieren sowie neuee Sportund Bewegungsangebote in der

Kita zu entwickeln und umzusetzen.

2.4.2.2

Arbeitsgruppe

Es bestand eine Arbeitsgruppe aus dem Kreissportbund, dem Glehner G Turnverein, der Städt.

Kindertageseinrichtung Schulstraße, dem

Städt. Integrativen

Familienzentrum Am

Kerper

Weiher,

der Kath.

Kindertagesstätte Familienzentrum St. Katharina und dem „Netzwerk

Sport und Bewegung“.

2.4.2.3

Anbahnung und Maßnahmen

Nach einem Treffen der Arbeitsgruppee Sportnacht in Glehnn äußerte ein Vertreter vom

Glehner

Turnverein in einem Gespräch den Wunsch, die Zusammenarbeit mit den

Kindertageseinrichtungen in Glehn zu intensivieren. Daraufhin wurde ein Netzwerktreffen

zur Kooperationsförderung unter der Leitung des Netzwerkes Sport und Bewegung im

Jugendraum des Glehner Turnvereins veranstaltet.

Insgesamt war die Bereitschaft

zu einer

engen Kooperation auf Seiten des Sportvereins sowie auf a Seiten der Kindertages‐

von gemeinsamenn Projekten möglicherweise nicht sichergestellt werden kann. Zum

einrichtungen sehr

hoch. Bedenken wurden dahingehend geäußert, dass die Finanzierung

nächsten Treffen sollte eine Vertreterinn der Krankenkasse AOK hinzugezogen werden, um

genaue Informationen überr die Finanzierung von primärpräventiven Maßnahmen in

Zusammenarbeit von Kita und

Sportverein zu erhalten.


| 31

2.4.3 Jüchen bunt!

2.4.3.1

Allgemeines

Im Projekt „Jüchen

bunt!“ wurde unter selbigem Motto „Jüchen bunt! – von Menschen für

Menschen“ ein Kulturfest geplant und umgesetzt. Mit der Zielstellung, eine Brücke zwischen z

Alt und

Jung sowie zwischen Deutschen und Nicht‐Deutschen zu bauen fand diese

Veranstaltung am 28. April 2012 auf dem

Schulhof der Realschule Jüchen statt.

2.4.3.2

Arbeitsgruppe

Das „ Netzwerk Sport und

Bewegung

wurde

vonn dem Vorsitzenden

des

Gemeindejugendrings in Jüchen zu einer Sitzung einer bereits bestehenden Arbeitsgruppe

eingeladen. Die Arbeitsgruppe bestand aus Jüchener Vereinen und Verbänden, Vertretern

des Tamilisch‐Deutschen Freundeskreises und des Türkisch‐Deu

utschen Freundeskreises.

2.4.3.3

Entwicklung

Der Gemeindejugendring Jüchen e.V. hat auf Wunsch von Jüchener Verbänden, Vereinen

und Institutionen die Koordination der Planung und

Durchführung des Kulturfestes

„Jüchen

bunt!“ übernommen. Dafür wurden zahlreiche Organisationen zu einem Planungstreffen

eingeladen. Auch das „Netzwerk Sport und Bewegung“ wurdee in einem Gespräch mit dem

Vorsitzenden

des

Gemeindejugendrings

zu dem PlanungstreP

effen eingeladen.

Bemerkenswerterweise waren

bei diesem

Treffen sämtliche Vertreter derr evangelischen und

katholischen Bücherei anwesend, hingegen nur ein

Vertreter des Sports (Vorsitzende DLRG

Hochneukirch). Während des Treffens, das einen konstituiere

nden Charakter besaß, wurde

beschlossen, dass alle Organisationen in Jüchen ein Schreiben erhalten, indem abgefragt

wird in welcher Form sie sich an dem Kulturfest beteiligen können bzw. möchten. Da

nur ein

Sportvereins‐Vertreter anwesend war, wurde das Netzwerk gebeten, als Multiplikator zu

fungieren und weitere Sportvereine bzw. Verbände für das Kulturfest zu gewinnen. Das

„Netzwerk Sport und Bewegung“ informierte daraufhin verschiedene Netzwerkpartner wie

den Gemeindesportverband

Jüchen, den Vorsitzenden des d VFL Viktoria und den

Vorsitzenden des TC Jüchen telefonisch t und motivierte sie fürr eine Teilnahme am nächsten

Treffen.


| 32

In einem

der letzten Treffen der Arbeitsgruppe wurde der Rahmen für die Ausrichtung des

Kulturfestes weitestgehend

fertiggestellt. Leider beteiligtenn sich auch nach intensiven

Gesprächen des „Netzwerk Sport und Bewegung“ mit den örtlichen Vereinen diese nicht an

der Planung von Jüchen bunt! .

2.4.4 Sportund Kulturfest im i Kulturzentrum

2.4.4.1

Allgemeines

Das Projekt Kultursportfest Rommerskirchen hatte zum Ziel, Sport S und Kultur zu verbinden

und ein Kinder‐Fußballturnierr gemeinsamm mit Kitas und Schulen im Kulturzentrum Sinsteden

zu veranstalten.

2.4.4.2

Arbeitsgruppe

Es bestand eine Arbeitsgruppe aus dem Kulturzentrum RheinKreis Neuss, der DJK Eintracht

Hoeningen sowie dem „Netzwerk Sport und Bewegung“.

2.4.4.3

Entwicklung und Umsetzungen

Im Expertenworkshop des Runden Tisches „Sport und Bewegung Rommerskirchen“ wurde

von der

DJK Eintracht Hoeningen angekündigt, dass eine „Mini‐WM“ in Planung sei. Das

Kulturzentrum erklärte sich bereit, ausreichend Platz für die „Mini‐WM““ zur Verfügung zu

stellen.

Das „Netzwerk

Sport und

Bewegung

führte mit allen in Frage

kommenden

Kindertageseinrichtungen sowie Schulen Gespräche, um die Umsetzung einer „Mini‐WM“ zu

unterstützen. In den Gesprächen wurde deutlich, dass auch a die Akteure aus dem

Bildungssektor Interesse an einer „Mini‐WM“ mit dem

Kulturzentrum und dem DJK Hoeningen

ein Planungstreffen, an dem sich sechss Kindertageseinrichtungen und zwei Grundschulen

beteiligten. Die Teilnehmer des Planungstreffens einigten sichh darauf, dass die „Mini‐WM“,

beim Landwirtschaftstag stattfinden sollte, der vom Kulturzentrum Sinsteden veranstaltet

wird. Organisiert wird die „Mini‐WM“

durch den DJK Hoeningen in Absprache mit dem

haben. Daraufhin organisierte das „Netzwerk

Sport und Bewegung“ in Zusammenarbeit

Kulturzentrum. Der vereinbarte Termin wurde im Nachhinein und u ohne Rücksprache

mit den

sonstigen beteiligten Akteuren (Kitas, Schulen) von der Arbeitsgruppe verlegt. Dies hatte zur


| 33

Folge, dass einige vorher eingeplante Akteure nicht mehr ann der „Mini‐WM“ teilnehmen

konnten. Letztendlich wurde die „Mini‐WM“ im Jahr 2011 aus Mangel ann Teilnehmern nicht

durchgeführt.

Das „Netzwerk Sport und Bewegung“ erarbeitete jedoch zusammen mit dem Kulturzentrum

Sinsteden und dem

DJK Eintracht Höningen ein neues Konzept zur Verbindung von Kultur

und Sport. Das Kulturzentrum

kürzte den Landwirtschaftstag von v drei Tagen auf einen Tag.

Weiter wurde vereinbart, dass neben dem Kulturprogramm diee Abnahme

eines

Familienfußballabzeichens durch den DJKK Eintracht Höningen angeboten wird.

Am 31. Juli 2011 wurde der Landwirtschaftstag Sinsteden veranstaltet (auf dem Gelände des

Kulturzentrums

wurden verschiedenee

landwirtschaftlichee und kulturelle

Aktionen

präsentiert). Der Fußballverein DJK Eintracht Höningen bot auf einem Drittel des Geländes

die Abnahme eines Familien‐Fußball‐Abzeichens Die Presse berichtete

über „knapp 6000 Besucher“ und eine

an. Der Tag wurde w von den Beteiligten als

großer Erfolg bezeichnet.

„durchweg gelungene Veranstaltung“.


| 34

2.5 Methoden/ /Wege der Netzwerkarbeit

2.5.1 Übersicht: Aktivitäten

des Netzwerkmanagements

Das Netzwerkmanagement

im Projekt umfasste

die regelmäßige

Durchführung von

Arbeitskreis‐ und Projektgruppentreffen.

. Diese Arbeitskreise und Projektgruppentreffen sind

darauf ausgerichtet, dass sich die Teilnehmer (besser) kennenlernen und gemeinsam an

Projekten zur Verbesserung der Sportund Bewegungslandschaft in den Beispielkommunen

Korschenbroich, Jüchen und Rommerskirchen arbeiten. Im Zeitraum Z November 2011 bis

April 2012 haben über 40 solcher Arbeitskreise bzw. Projektgruppentreffen stattgefunden.

Arbeitskreise und Projektgruppentreffen

Datum

Arbeitskreis/Ort

Datum

Arbeitskreis/Ort

01.03.2012

AK Offene Sportnacht

Korschenbroich

14.02.2012

AK Jugendsportnacht Jüchen J

08.02.2012

AK Sportverein und Schulee 02.02.2012

AK Offene Sportnacht

Korschenbroichh

25.01.2012 17.01.2012 30.11.2011 22.11.2011 16.11.2011 AK Sonntagssportt Rommerskirchen AK Jugendsportnacht Jüchen AK

Sportnacht Rommerskirch

hen

AK

Sportnacht Rommerskirch

hen

AK Sonntagssportt Rommerskirchen 18.01.2012

16.01.2012

30.11.2011

21.11.2011

26.10.2011

AK Jugendsportnacht

Rommerskirchen

AKK Jüchen Bunt!

AK Sportnacht Korschenbroich

AKK Jüchen Bunt!

AK Sportnacht Rommerskirchen

20.10.2011

AK Offene Sportnacht

Korschenbroich

19.10.2011

AK Sportnacht Rommerskirchen

07.10.2011 AK

Sportnacht Rommerskirch

hen 06.10.2011

04.10.2011 AK Sonntagssport Korschenbroich 29.09.2011

14.09.2011 AK Sonntagssportt Rommerskirchen 07.09.2011

AK Sonntagssport Jüchen

AK Sportnacht Rommerskirchen

AK Familiensportfest

Rommerskirchen

06.09.2011

AK Kooperationstreffen

Kleinenbroich

24.08.2011

AK Nutzung Generationenplatz

Jüchen

19.07.2011

AK Kooperationstreffen

Korschenbroich Glehn

11.07.2011

AK Sonntagssportt /

Kooperationstreffen


| 35

Rommerskirchen

16.06.2011

AK Familiensportfest

Rommerskirchen

14.06.2011

AK Sonntagssport Jüchen

09.06.2011 AK Sonntagssportt Rommerskirchen 31.05.2011

AK Sonntagssport Jüchen

30.05.2011

AK Bewegter Sonntag

Korschenbroich

14.04.2011

AK Sonntagssport Rommerskirchen

11.04.2011

AK Sonntagssport Jüchen

04.04.2011

AK Offene Sportnacht

Korschenbroichh

16.03.2011

AK Demographischer Wandel

Korschenbroich

28.02.2011

AK Offene Sportnacht

Korschenbroichh

24.02.2011

AK Familiensportfest

Rommerskirchen

26.01.2011

Teilnahmee Schulleiterkonferenz

Jüchen

25.01.2011

AK Offene Sportnacht

Korschenbroich

21.01.2011

AK Familiensportfest

Rommerskirchen

Mit den

Arbeitskreisen und Projektgrup

ppen des Netzwerkes

Sport und Bewegung

insgesamt 31 Institutionen aus dem Bildungssektor, zwölf VerwaltungV

gseinheiten

Vereinee erreicht (siehe Tab.7) .

wurden

und 47

In Arbeitskreisen bzw. Projekten eingebundene Institutionen

Anzahl der mit aktuellen a Projekten bzw. AK des

Sektor

Netzwerkes erreichten Institutionen

Bildung (Schule, Kita, Jugend)

31

Verwaltung (Kreis, Kommune)

12

Vereine ( Sport, Kommerziell, Hobby)

47


| 36

2.5.2 Auftaktveranstaltungen:

Modellkommunen

„Runder

Tisch

Sport

und

Bewegung

in i

den

In Korschenbroich, Jüchen und Rommerskirchen wurden zu Projektbeginn „Runde

Tische

Sport und Bewegung“ veranstaltet. Diese „Rundenn Tische“ hatten h vor allem die Funktion

einer lokalen Auftaktveranstaltung für das Projekt. Weiterhin ergaben sich aus den dort

stattfindenden Workshops wichtige Ansatzpunkte für die weitere Netzwerkarbeit.

Die Veranstaltungen stießen auf großess Interesse:

Mit jeweils ca. 50‐700 Teilnehmern und

TeilnehmerInnen

aus unterschiedlichen Fachrichtungen (Sport, Schule, Kindergarten,

Senioren, Politik, u.a.) waren

die Veranstaltungen

sehr gut besucht. b Diee Erwartungen der

kommunalen Vertreter und auch des Projektteams

hinsichtlich der Teilnehmerzahl

wurden

sogar übertroffen.

Die Runden Tische haben in Einzelfällen bereits ohne weitere w Vernetzungsarbeit zu

konkreter Zusammenarbeit und zu praktischen Umsetzungen

geführt. Soo wurden in

einigen

Fällen bereits in den Workshops konkrete Absprachen für gemeinsame Vorhaben getroffen.

(z.B. im

Bereich Nutzung von

Sporthallen oder Austausch von Geräten zwischen Kita und

Sportverein).

Die Situation von Bewegung und Sport im RheinKreis Neuss bezeichneten die Teilnehmer

der Veranstaltungen in ihren Einrichtungen bzw. Vereinen meist als befriedigend bis gut. Vor

allem beim Vergleich mit anderen Städten oder Kreisen. Dennoch wurde bzw. wird ein

Optimierungspotenzial gesehen.

Besonders häufig wurden in den drei Kommunen die

folgendenn Themenfelder genannt:







Ausbau der

Angebote für Jugendliche

Nutzung der bestehenden Freiräume/Freiflächen für Bewegung und Sport

Offene Ganztagsschule

und Konsequenzen auf das Sporttreiben und die Sportvereine

Durchführung von attraktiven, regelmäßigen Events ‐ besonders im Hinblick auf

Familien und Jugendliche

Auch im Bereich Familie und Bewegung/Sport wurden häufig h Bedarfe genannt. Einige

Sportvereine gaben an, dass sie inn diesen Bereich bislang noch nicht tätig sind.

Im Hinblick

auf Familie und Bewegung/Sport wurde deutlich, dass die Sportvereine

sich eher auf ein traditionelless Familienbild beziehen. Es zeigte sich auch ein

Verständniss von Familienfreundlichkeit, das alle Angebote und Maßnahmen

umfasst,

die für einzelne Familienmitglieder attraktiv

sind – besonders Angebote für Kinder

und Jugendliche.

Ansonsten werden als mögliche und gewünschte familienfreuf

undliche Angebote

häufig attraktive Events oder Wochenend‐Veranstaltungen und Sportarten wie

Wandern und Schwimmen genannt.


| 37

Es kann

festgehalten

werden,

dass

die Auftaktveranstaltungen

eine breite

Öffentlichkeitswirkung erzielten und eine Vielzahl von lokalen Organisationen

auf das

Projekt aufmerksam gemachtt haben. Diee Aussagen der Teilnehmerinnen

und Teilnehmer in

den Arbeitsgruppen ergaben ein erstess Bild über die örtlichen Probleme und Bedarfe im

Bereich Bewegungg und Sport und lieferten wichtige Ansatzpunkte für die zu leistende

praktische Netzwerkarbeit.

2.5.2.1 „Runder Tisch Sport und Bewegung Korschenbroich“

Zeit/Ort: 28.10.2010, 18 – 21 Uhr / Sandbauernhof

Liedberg

Programm:

18.00 Uhr

Begrüßung/Eingangs‐Statements





Hans‐Jürgen Petrauschke ‐ Landrat RheinKreis Neuss

Heinz Josef

Dick ‐ Bürgermeister

Stadt Korschenbroich

Werner Stürmann – Leiter der Abteilung Sport, Sportstätten im Ministerium für

Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein‐Westfalen

Joachim Sommer – Vorstand dess Landessportbundes Nordrhein‐WN

Westfalen

18.50 Uhr

Vorstellung dess Projekts „Familienfreundliche Netzwerke Sport und Bewegung

im RheinKreis Neuss

19.30 Uhr

Workshops:

Verbesserun

ng der Situation

Korschenbroichh

für

Sport

&

Bewegung

in

20.30 Uhr

Zusammenfassung und gemeinsamer

Imbiss


| 38

Ergebnisse der Workshops:

• Workshop

A

- TeilnehmerInnen:


Kita Herrenshoff (Monika Thiel,

Leiterin)


TV Korschenbroich

(Heinke Schmelle,

Leiterin Abt. Schwimmen


ZWAR‐Netzwerk (Petra

Köhnen)


Andreas‐Grundschule (Manuela

Schmiedecke, Lehrerin)


Kegelsportverein (Günter Rohr,

Vorsitzender)


GGS Herrenshoff (Ursula Götzen,

Lehrerin)


Sportfreunde Neersbroich (Peter

Baukloh, Vorsitzender)

)


Familienzentrum Amm Sportplatz

(Elisabeth Knüppers‐Ullrich)


Gymnasiumm Korschenbroich (Beatrice

Schmitz)


Jugendamt RKN (Norbert Dierselhuis,

Leiter)


Kita Danzigerstr. (Susanne Janissen,

Erzieherin)


Stadt Korschenbroich Schule, Sport

(Jörg Herold, Abteilung OGATAA

Margrett Schulz

‐ Bestehende Kooperationen/

/Initiativen:

- Jugendamt unterhält viele Kooperationenn

- Projekt Starke Kids in der Manege

- Viele Kitas bereits gut organisiert

- Bereits viele gut organisierte Familienfeste, Netzwerke, Sportangebote

- Ehrenamtsbörse

- Schnupperangebote durch Vereine


| 39

• Workshop

B

‐ TeilnehmerInnen:


Glehner Turnverein (Rainer Türke,

Vorsitzender)

‐ Interessen/Ideenn für Kooperation im Bereich Sport und Bewegung:

- Kegelsportverein hätte Interesse an einer Kooperation mit Schulen

- Gymnasium bietet viele Sportmöglichkeiten am Nachmittag an, ist aber an einer

Erweiterung interessiert (evtl. Sport)

- Freie Flächen, Bewegungsräume vernetzen

- Familienzentrum bietet vielee Bewegungsangebote

an, würdenn gerne noch mehr

anbieten sehen allerdings Hallenmangel als Hinderungsgrund

- Aktionen um Ehrenamtliche Mitarbeiter zu gewinnen

- Informationen zu Angeboten sozialraumbezogen Aufbereiten / Informations‐

netzwerk

- Angebote für Bürger, die nichtt im Verein organisiert sind

Förderschule in Kaarst (Holgerr

Heinichen, Lehrer)


Glehner Turnverein (Brigitte

Bienioschek

auch in Vertretung des

Tennisclubs, Geschäftsführerin)


TTSV Glehn (Thomas Lambertz,

Vorsitzender)


Städt. Kita Schulstraße

in Glehn

(Sonja Kösling, Erzieherin und ÜL) )


Lehrerinn der GGS Liedberg (Anja

Hirsch, Lehrerin) L

‐ Interessen/Ideen:

- Sportnacht prinzipiell interessanti

-

Nachtbasketball für Jugendliche

- Sonntagssport denkbar

-

Bessere Finanzierung der Ausstattung


| 40

-

-

Kooperation im U3 Bereich (großer Bedarf, Mangel an ÜL) Ü

Förderschule Kaarst mit Vereinen, Idee: evtl. einen Sportnachmittag organisieren, die

Jugendlichen könnten in dieser Form an Sportvereine herangeführt werden

Problem: Turnen oder auch

Breakdance für Förderschulkinder zu langweilig

Lösung: Kampfsportarten wie Boxen, etc.

Zweite Erzieherin der Kita ist i Übungsleiterin Kooperation

mit Turnverein

‐ Allgemeine Probleme:

- Mangel an Jugendlichen im Vereinn

- keine Mitglieder (vor allem im Jugendbereich)

- Förderschulkinder und

Jugendliche sind nicht im Verein organisiertt

‐ Familienfreundliche Angebote:

Tennisverein hat einmal im Monat ein familienfreundliches Angebot

• Workshop

C

- TeilnehmerInnen:


Familienzentrum Joseff Thory‐Strasse

(Angela Köhnen, Erzieherin)


Teutoniaa Kleinenbroich (Horst

Mathes, Jugend Geschäftsführer)


GGS Maternus (Simone Westbomke

Lehrerin)


DJK Kleinenbroich,

(Max Neumann, 1.

Vorsitzender)


Kath. Jugendzentrum (Cecile(

Jansen,

Jugendleitung)


Teutoniaa Kleinenbroich (Helmut

Waskow, 1. Geschäftsführer)


Stä. Kita Am

Hallenbad, (Karin

Manolakis, Leitung)


Kulturausschuss (Marlene Hülser,

Ratsfrau)


Stä Kita Hochstraße (Elke Berzen,

Kitaleitung)


Gutenbergschule (Jutta Winkler,

Schulleiterin)


| 41


Jugendamt RKN (Reinhard Giese,

Jugendpfleger)


Flummigumm (Hedwig Ruppert,

Geschäftsführerin


Sportausschuss Korschenbroich

(Albert Richter)

‐ Bestehende Kooperationen/

/Initiativen:

-

Projekt des Jugendamts „Starke Kids in der Manege“

- Teilnahme am Programm „Bewegte Schule“

- Gute Zusammenarbeitt zwischen Schule und Sportvereinn

- Gute Zusammenarbeitt zwischen KiTas und Sportverein

-

Es besteht auch Zusammenarbeitt zwischen den Sportvereinen

‐ Interessen/Ideenn für Zusammenarbeit

im Bereich Bewegung/Sport:

-

-

-

-

Mehr Sportangebote für f Jugendliche in Kleinebroich/Korschenbroich

Neue Sportangebote für die Bevölkerung (z.B. Klettern, Tanzen, etc.)

Bestehendee Freiräume/Freiflächen besser für Bewegung und Sportt nutzen

Bewegung und Sport im

Offenen Ganztag verbessern/Neue Angebote schaffen

- Sport und Kultur zusammenbringen


Bilder der Auftaktveranstaltung in Korschenbroich

| 42


| 43

2.5.2.2

Auftaktveranstaltung

in Jüchenn

Zeit/Ort: 09.11.2010, 18 – 21 Uhr / Ratssaal Jüchen

Programm:

18.00 Uhr

Begrüßung/Eingangs‐Statements




Harald Zillikens ‐ Bürgermeister Gemeinde Jüchen

Jürgen Steinmetz – Allgemeiner Vertreter des Landrats RheinKreis Neuss

Dagmar Schröder – Vorsitzende Sportbund

RheinKreis Neuss

18.30 Uhr

18.50 Uhr

20.15 Uhr

Vorstellung dess Projekts „Familienfreundliche Netzwerke Sport und Bewegung

im RheinKreis Neuss (Projektkoordinator Dipl.‐ Sportwiss. S Richard Förg)

Workshops

Zusammenfassung und gemeinsamer

Imbiss

Ergebnisse der Workshops:

• Workshop A

- TeilnehmerInnen:


Christoph Sommer, 1. Vorsitzendee

VfL Victoria

Jüchen‐Garzweiler


Monika

Jüchen

Coenen, Stellv. Leiterin OGS


Annerose Böhm‐Weyerstrass,

Leiterin Sozialamt Gemeinde Jüchen


Marcel Schwarz, S Verwaltungs‐‐

Gemeindee

mitarbeiter Schulenn

Jüchen


Ulrike Bauer, Leiterin Kita Garzweiler


Kornelia Giese, Leiterin

Familienzentrum St. Pantaleonn


Erich König

Netzwerk

, Gruppenleiter Senioren‐


Jürgen OdenkirchenO

n, 1. Vorsitzender

TV Jüchen


Konrad Thelen, Geschäftsführer TC

Jüchen


Horst Schröder, Stellv. Bürgermeister

Jüchen


| 44


Wolfgang Kuhn, Alten‐‐ Jüchen

&

Rentengemeinschaft

Tilo Meissner, Sportlehrer

Gymnasium Jüchenn


Silvia Cremer, Erzieherin Kita

Garzweiler

- Konkrete Kooperationsinteressen / Erweiterung

bestehender Angebote:

‐ Es sind bereits viele unterschiedliche Kooperationen

vorhanden, es besteht aber

Bedarf nach

weiteren Kooperationen, v.a. OGS/Schule/

/Kita mit Sportverein,

hier v.a.

OGS und Gymnasium Jüchen. J

‐ Elternabende in Kita´s zur Sensibilisierung für Sport, Angebotspräsentation

‐ Leichtathletikbahn: Entwicklung

Viktoria

und Gestaltung eines LA‐Angebots über

den VfL

‐ gemeinsam

Plattform

zur Darstellung bereits bestehender Angebote bzw. Anbieter:

z.B. Entwicklung von zielgruppenorientierten (Alter) Flyern/Broschüren über alle

Jüchener Sportangebote

‐ Idee Bürgermeister: Vereine teilen sich gemeinsam einee Geschäftsstelle.

‐ Seniorennetzwerk: Aufbau einerr „Wander“‐Gruppe für Behinderte (Rollstuhlfahrer

etc.) in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen.

- Bestehende Angebote für Familien („Welche Angebote für Familien gibt es bereits?“)

‐ Beratung von Familien in Familienzentren, „Sportberatung“ fehlt dabei oft

‐ Seniorennetzwerke sind gut organisiert

‐ es existieren bereits diverse Kooperationen

‐ Teilnahme Kita´s am Fitnetz…

- Probleme / Herausforderungen für Kooperationen:

‐ „ hohes Niveau“ von Sport in Jüchen existiert nur, weil w Institutionen sehrr viel in

Eigenregie machen, z.B. VfL Viktoria verwaltet Halle & Sportplatz selber.


| 45

‐ Darstellung dessen, was bereits alles getan wird, gegenüber Politik, Verwaltung etc.

(öffentlich machen, dasss sehr viel gemacht wird)

‐ „hohes

Niveau“

(Überforderung)

auf

Kosten

der

verfügbaren

freien

Zeit

der

Ehrenamtler

‐ sozial schwache Familien haben keinen Zugang zu Sport, v.a. nicht zu Vereinssport.

Ebenso bildungsärmere

Personen. Fehlendes Angebot?

‐ Förderung der motorischen Grundfertigkeiten

bei Kindern zu einseitig

‐ Generationsübergreifende Angebote, wie der Seniorenspielplatz, werden nicht genutzt

‐ Neue Leichtathletik Bahn, die allerdings nicht genutzt wird, w da es

(siehe 2., VfL

Viktoria)

keinen Verein gibt

‐ Unterstützung der Politik

- Bedarfe für Familienangebote:

‐ Generationsübergreifende Angebotee initiieren

‐ Wandern mit geselligen Pausen für die ganze Familie

‐ Anbindung sozial schwacher Familienn an Gesellschaft durchh Sport

• Workshop

B

- TeilnehmerInnen:


Sandra Koglin, 2. Vorsitzende SG RW

Gierath


Stefan HeckhausenH

, 2. Vorsitzender

des SV Bedburdyck‐B

‐Gierath


Waldemar Hoepfner, Besondere

Aufgaben für SG RW Gierath


Uwe Albrecht, 1. Kassierer dess SV

Bedburdyck‐Gierathh


Birgit Lorleberg, Lehrerin der GGSS

Lindenschule Gierath


Wilfried Harff, 1. Vorsitzender

der

Schachgemeinschaft Hochneukirch


Ingeborg Doumen‐Stanevicius,

Leiterin der

GGS Lindenschule

Gierath


Holger Tesmann, T

Fraktionsvorsitzender der SPD Jüchen


| 46


Monika Dreusicke, Vorsitzende des

GGS Lindenschule Gierath

Förderverein


Frank Bäumer, 2. Stellv.

Fraktionsvorsitzender der SPD Jüchen


Maria Strauch, 1. Vorsitzende VFLL

Otzenrath


Herr Flock, Mitgliedd der ARG Alten‐ u.

Rentengemeinschaft Jüchen


Rene Hoppe, 2. Jugendwart des TC

Bedburdyck‐Gierath


Frau Michel Galina, , Fachärztin für

Allgemeinmedizin


Andreas Bendt, Jugendpfleger dess

Jugendamt RKN

- Konkrete Kooperationsinteressen / Erweiterung

bestehender Angebote:

‐ Bereits viele Kooperationen vorhanden

‐ OGS haben bereits bestehende Kooperationen, die gut funktionieren Workshop

zum Thema Best‐Practice mit allen OGTS

‐ Schulen sind an weiteren Kooperationen interessiert

‐ Ärztin würde gerne mit Vereinen kooperieren, Patienten ( zum Beispiel mit

Bewegungsmangel) an die Vereine vermitteln (Gesundheitssport)

‐ gemeinsame

Plattform zur z Darstellung bereits

bestehender Angebote bzw. Anbieter

- Bestehende Angebote für Familien („Welche Angebote für Familien gibt es bereits?“)

‐ Generationsübergreifende Angebote sind vorhanden

‐ meistens sind es punktuelle Angebote (jährliches FamilienfesF

st, Radtour, DLRG

Sonntagsschwimmen)

‐ Seniorennetzwerke sind

gut organisiert

- Probleme / Herausforderungen für Familienangebote

‐ Generationsübergreifende Angebote, wie

genutzt

der Seniorenspielplatz, werden nicht


| 47

‐ Viele Eltern nutzen die Angebote für Kinder,

wollen die Kinder frühzeitig „abgeben“

um ein wenig Freizeit zu haben. Sie

‐ OGTS bringt den Vereinen keine neuen Mitglieder, ist aber eine Chance zur besseren

Kooperationenn mit den Schulen

‐ teilweise sind

mag

die „Bolzplätze“ in schlechtem

Zustand, weswegen w keiner sie benutzen

‐ Neue Leichtathletik Bahn, , die allerdings nicht genutzt wird, da es keinen Verein gibt

- Bedarfe für Familienangebote

‐ Generationsübergreifende Angebotee initiieren

‐ Schachgemeinschaft bietee für jedes Alter Angebote an

‐ Auch andere Sportarten sind s denkbar (Wandern, Radfahren, Schwimmen)

‐ Am Wochenende Vater‐Mutter‐Kind

Fußball organisieren

‐ Unterstützung

benachteiligter Familien


Fotos der Auftaktveranstaltung in Jüchen

| 48


| 49

2.5.2.3

Auftaktveranstaltung

in Rommerskirchen

Zeit/Ort: 15.11.2010, 18 – 21 Uhr /Ratssaal Rommerskirchen

Programm:

18.00 Uhr

Begrüßung/Eingangs‐Statements




Albert Glöckner ‐ Bürgermeister

Gemeinde Rommerskirchen

Jürgen Steinmetz – Allgemeiner Vertreter des Landrats RheinKreis Neuss

Günter Debets – Stellvertretender Vorsitzender Sportbund RheinKreis Neusss

18.30 Uhr

18.50 Uhr

20.15 Uhr

Vorstellung dess Projekts „Familienfreundliche Netzwerke Sport und Bewegung

im RheinKreis Neuss“ (Projektkoordinator Dipl.‐ Sportwiss. Richard Förg)

Workshops

Zusammenfassung und gemeinsamer

Imbiss

Ergebnisse der Workshops:

• Workshop

A

- TeilnehmerInnen:


Frau Wappenschmidt,

Leiterin

Kulturzentrum Sinsteden


Detlef Türnau, Bujinn Rommerskirchen

e.v.


Frau Sprenger, Herr Feil, UWG

Rommerskirchen


Holger Peters, P TSC Rommerskirchen


Frau Schulz, Herr Debets, Herr

Böhler, TV Rommerskirchen


Reinhardd Giese, Jugendamt Rhein

Kreis Neuss


Detlef Clemens, TC Rommerskirchen


Herr Gless, SPD Rommerskirchen


Frau Meister, Frau Krumbach, Kitaa

Sonnenhaus


Wilhelmm Cremer, SGG

Rommerskirchen /Gilbach


Norbert Dierselhuis, Jugendamt

RheinKreis

Neuss


Wolfgang Könen, CDU

Rommerskirchen


| 50


Karl‐Heinz Seiffert, TTC

Vanikum


Marle Lucks, Seniorennetzwerk

55plus


Christoph Kaienburg, Kita

Abenteuerland

- Konkrete Kooperationsinteressen / Erweiterung

bestehender Angebote:

‐ Seniorennetzwerk: Bau

eines Boule –Platzes in Zusammenarbeit mit Anderen,

Veranstaltungen Spaß /Sport (evtl. eigener Arbeitskreis)

‐ TV

Rommerskirchen: Jugendliche für´s Schwimmen begeistern/halten, Kooperation mit

Kita

‐ Kita: Kooperationen mitt Sportvereinen und anderen Einrichtungen

‐ Tischtennis‐Verein: Bindung der Kinder an den

Verein (ess bestehen Kooperationen mit

Schulen)

‐ Kampfsportverein: Neuee Geräte, Neue Kooperationen

‐ Verbesserung

der Öffentlichkeitsarbeit, vor allem der Presseberichterstattung, für das

Thema Sport

in Rommerskirchen

‐ Kita: Gemeinsame Verbesserung der Elternmotivation fürr Bewegungg

‐ Politik: Kennenlernen der Bedürfnisse und Probleme der Organisationen

‐ Weitere Bedarfe Sportvereine: ‐ SGG Rommerskirchen (Fußball): ÜL finden

‐ Tanzsport/Tennis/Schützen: Ideen für Aktivierung und Angebote für r Jugendliche

‐ Betagte Bürger: Interessenten

‐ Verbesserung

des Angebots für informelle Sportarten, z.B. über Wegesysteme

‐ Schützenverein: Bindung

/ Motivation

‐ Jugendverwaltung: Angebote für Jugendliche

unter besserer Nutzung der Freiflächen


| 51

- Bedarfe für Familienangebote:

-

Im TV Rommerskirchen bislang keine speziellen

Angebote

auf Familien ausgerichteten

- Gute Erfahrungen bei Veranstaltungen

mit „Event‐Charakter“, schlechte bei

einfachen/simplen Sportangeboten ohne zusätzliche Anreize

-

Familienevents/‐angebote in Kita relativ erfolgreich

• Workshop

B

- TeilnehmerInnen:


Helmut Wiechert, 1. Vorsitzender,

DJK Eintracht 1927 Hoeningen e.V.


Britta Kremer, Leiterin Kita

„Sonnenhaus“


Manuel Martinez, 2. Vorsitzender,

DJK Eintracht 1927 Hoeningen e.V.


Sonja Lierenfeld, Leiterin Kita

„Gillbach‐Spatzen“


Holger Peters, Vorstand,

Tanzsportclub 1937 Rommerskirchen


Rüdiger Bartholomä, Vorstand

Sport

für betagte Bürger


Carolina Eschweiler, ÜL,

Tanzsportclub 1937 Rommerskirchen


Helga Schnitzeln, Frauen‐Frühstück‐

Fragen


Hildegard Kühnel, Leiterin OGS

Kastanienschule


Edelgardd Weber, Teamleiterin

Frauen‐Frühstück‐Fragen


Michaela Aschemann,

Sportlehrerin,

GGS Frixheim


Frau Kamp, Gemeinde

Rommerskirchen, Büro Schule,

Familie, Kinder, Jugend


Frau Dr. Wappenschmidt,

Kulturzentrum Sinsteden


Frau Lang, Gemeinde Rommersk.,

Büro Ältere und Soziales


Brigitte Kloße, Leiterin, Kita

„Pusteblume“ Nettesheim


Rosel Naun, Rotes Kreuz (Abteilung

Blutspende)


Karin Peters, Leiterin, Kita

„Abenteuerland“ Anstel


Ulrike Ludwig, OGS Frixheim


| 52


Claudia Felder, Gruppenleiterin, Kita

„Abenteuerland“ Anstel


Lieselene Kneppeck, Leitung OGS

Gillbach


Elisabeth Krumbach, Gruppenleite

erin,

Kita „Abenteuerland“ Anstel

- Konkrete Kooperationsinteressen / Erweiterung

bestehender Angebote:

‐ Bereits viele Kooperationen vorhanden

‐ Dennoch besteht sehr großes Interesse an der Veranstaltung im

Informationsaustausch zu

bestehenden Angeboten

Hinblick auf einen

‐ Kulturzentrum

an Kooperationen mit Schulen/ Kitas interessiert (stellt Bewegungsraum

zur Verfügung)

‐ DJK

Hoeningen besitzt eine Frauenmannschaft und

außerhalb der Trainingszeiten zur Verfügung steht

einen Kunstrasenplatz, der

‐ Entwicklung zum Generationsverein

wünschenswert

‐ Schulen würden gerne mit Kampfsportvereinen

Kooperieren

‐ „Frauen‐Frühstück‐Fragen“ Mitgliedd ist ÜL für Karate;

Verfügung um in die Schulen gehen

viele Rentner stünden zur

‐ Kitas/Schulen

haben teilweise das Problem, dass sie keinen Bewegungsraum benutzen

können allerdings steht der Kunstrasenplatz

des DJK zurr freien Verfügung!

- Bestehende Angebote für Familien („Welche Angebote für Familien gibt es bereits?“)

‐ Angebote für Jugendliche fehlen

‐ Angebote für Eltern‐Kind sind sehr knapp

- Probleme / Herausforderungen für neue Angebote?

‐ Tanzsportverein bemerkt, dass der Tanzverein einen erheblichen Mangel an männlichen

Mitgliedern hat

‐ Kita

würde gerne mehr Fußball anbieten


| 53

‐ zu gewissen Uhrzeiten, sind keine ÜLL vorhanden, da berufstätige Eltern keine Zeit haben

‐ Kita

bildet Eltern zu ÜL aus, die allerdings bei Austritt Ihres Kindes

wegfallen

aus der Kita als ÜL

‐ keine weiterführende Schule im Ort vorhanden, daher keine jugendlichen Mitglieder im

Verein

‐ In vielen Kitas fehlen Angebote für „Jungs“

- Bedarfe für Familienangebote:

‐ Einmalige und regelmäßige Angebotee für Familien sind erwünscht

‐ Großes „Familien‐Fest“ im Kulturzentrum wäre wünschenswert, Zusammenarbeit mit

Fußballverein,

die ein Mini‐Turnier veranstalten sowie den Kitas, diee ihre Trikots selbst

bemalen wäre

denkbar,

Sportvereine

können sich in Kitas

Fußball, Tanzen, etc.

vorstellen

mit Schnupperangeboten zum

Beispiel

‐ Flyer für Neubürger mit den Angeboten der Sportvereine

‐ Regelmäßige

Sporttage in verschiedenen evt. rotierenden Ortsteilen (Frixheim,

Hoeningen, Nettesheim, etc.)

‐ Pferdepädagogik in großem Umfang denkbar

da viele Pferdesportvereinee in der

Gemeinde vorhanden sind


Fotos der Auftaktveranstaltung in Rommerskirchen

| 54


| 55

2.5.3 Öffentlichkeitsarbeit

Im Rahmen einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit des Netzwerkm

anagements sind 26 Artikel in

den folgenden Tageszeitungen erschienen: Neuss‐Grevenbroicher Zeitung, Rheinische Post,

Topkurier Jüchen, Westdeutsche Zeitung, Rheinischer Anzeiger sowie in diversen

Online

Zeitschriften.

Vier Artikel berichteten über die Auftaktveranstaltungen

in den Beispielgemeinden

Rommerskirchen,

Jüchen und Korschenbroich. Weitere 21 Artikel berichteten über die

umgesetzten Teilprojekte.

Die Öffentlichkeitsarbeit stelltt einen wichtigen Faktor für gelingende Netzwerkarbeit

dar. Die

Akzeptanz des Projekts bei den lokalenn Akteuren ist mit guter Pressearbeit sehr stark zu

beeinflussen. Mit steigender Akzeptanz des Gesamtprojekts

nimmt in der Regel auch die

Bereitschaft der Akteure zu, an Projektenn mitzuarbeiten.

2.5.4 Ausführliche Beschreibung von zwei ausgewählten Netzwerkprojekten

2.5.4.1

Bewegter

Sonntag in

Jüchen

Der Sportverein SG

Gierath, die Sportverwaltung Jüchen, die Lindenschule Gierath und das

Familienzentrum Montessori Kinderhaus veranstalteten am 10. Juli 2011 den „Bewegten

Sonntag“ in Jüchen. Auf dem Gelände der Lindenschule Gierathh am Standort Stessen wurden

verschiedene Sportund Bewegungsmöglichkeiten

für Familien angeboten. Darunter eine

Bewegungsbaustelle für Kleinkinder und Eltern, Familienvolleyball, Familienbasketball, Spiele

mit dem

Schwungtuch und vieles mehr. Der Tag war laut Presseberichten ein großer Erfolg

und über einen Zeitraum von

zwei Stunden nahmen knapp 50 Familien an der gelungenen

Veranstaltung teil.

2.5.4.1. 1 Entstehung des „Bewegten Sonntags“

Der Runde Tisch „Sport und Bewegung

in Jüchen fand am 11. .11.2010 imm Gemeinderatssaal

des

Rathauses Jüchen statt. Nach

Erläuterung

des d Projektvorhabens

der

„Familienfreundlichen

Netzwerke

Sport und Bewegung

wurden die anwesenden

Institutionen in zwei Workshops aufgeteilt. Mit der Fragestellung „Was kann im Bereich

Sport für Familien verbessertt werden?“, , wurde in den Workshops deutlich, dass ess großen

Bedarf an mehr Sportund Bewegungsangeboten für Familien gibt. Die Angebote sollten laut

Angaben der anwesenden Praxisakteuree mehr Eventcharakter besitzen. Zudem wurde ein

hoher Gesprächsbedarf an der Schnittstelle Schule und Sportverein festgestellt.

In einem an den

Runden Tisch anschließendenn Gespräch des Netzwerkes Sport und

Bewegung mit der Leiterin der Offenenn Ganztagsschule in Gierath G am 6. 12.20100 wurde


| 56

deutlich, dass ein Arbeitskreis mit dem

Thema Sportverein und u Schule sinnvoll wäre. Die

Leiterin erläutertee ihre aktuellen Kooperationen und merktee an, dass es wünschenswert

wäre, weitere Kooperationspartner zu finden. In dem Gespräch einigten sich das „Netzwerk

Sport und Bewegungund die Leiterinn der OGATA darauf, zu einem Arbeitskreis in die

Lindenschule Gierath einzuladen.

Das „Netzwerk Sport und Bewegung“ “ nahm daraufhin Kontakt mitt der Sport‐ bzw.

Schulverwaltung

Jüchen auf. Ein Mitarbeiter der Verwaltung

Jüchen

wurde

als

Ansprechpartner

genannt und stellte

die Kontaktadressen

der

Schul‐ und

Sportvereinsvertreter bereit.

Der Arbeitskreis „Sportverein

und Schule“ wurde am

12.01.2011 in der Lindenschulee Gierath

abgehalten. Folgende Institutionen nahmen an dem Treffenn teil: Sportbund RheinKreis

Neuss, Reitverein Jüchen‐Hochneukirch,

Gymnasiumm Jüchen, Realschule R Jüchen, TC Jüchen,

VFL Otzenrath, TV

Jüchen, DLRG Hochneukirch, SG

Gierath / Gemeindesportverband, VFL

Viktoria

Jüchen Garzweiler, OGATA Jüchen, SV Bedburdyck‐Gierath, Reitverein St‐ Johannes

Waat, TC Bedburdyck‐Gierath, SC Jüchen, DJK Bedburdyck, OGATA O Gierath und „Netzwerk

Sport und Bewegung“.

Neben Punkten der Hallennutzung

und der Kooperations‐

beziehungsweise

Kommunikationsförderung zwischen Sportvereinenn und Schulen wurde in dem Arbeitskreis

der Wunsch nach

Sportund Bewegungsaktionen, die gemeinsam umgesetzt

werden,

formuliert. Der Vorsitzende des VFL Viktoria kündigte an, mit den weiterführenden

Schulen

ein Schulsportfest

und einen Tag der Offenen Tür veranstalten zu wollen. Die Vorsitzende

der SG Gierath merkte an, sie wolle ihr bereits

enges Kooperationsverhältnis

mit den

Schulen

ausbauen. Abschließend wurden von Seiten der Schulen S Erwartungen

an die

Sportvereine gerichtet. Auch aus den Erwartungen der Schulenn ging hervor, dass einee engere

Kooperation in Form von Aktionen mit Eventcharakter erwünscht sei.

Mit Ausnahme des Schulsportfestes vom VFL Viktoria ergab sich jedoch kein direktes

Praxisprojekt, das vom „Netzwerk Sport und Bewegung“ hätte verfolgt werden können.

Vielmehr bestand die Aufgabe im weiteren Verlauf darin, die vielen Interessen und

Bedürfnisse der verschiedenen Bereiche analytisch zusammenzuführen und weitere

Anknüpfungspunkte zu erkennen. Sport am Sonntag mitt Eventcharakter schien ein

vielversprechendess Vorhaben

darzustellen, dessen

Umsetzung ausschließlich im Netzwerk

funktionieren konnte. Auf der einen Seite deuteten die Ergebnisse der Workshops und

Arbeitskreise daraufhin, dass derartige Angebote nicht vorhanden aber r erwünschtt wären.

Auf der anderen Seite bot sich

die Gelegenheit, mit der Einladung zur Schulleiterkonferenz in

Jüchen, neue Partner zur Umsetzung dieses Vorhabens, Sport am Sonntag anzubieten, zu

finden.


| 57

Das „Netzwerk Sport und Bewegung

nahm daraufhin an der Schulleiterkonferenz am

26.01.2011 in der Grundschule Otzenrath teil, um

dort die Ergebnisse des Arbeitskreises

Sportverein und Schule vorzustellen und neue Partner für die d Umsetzung von Sport am

Sonntag

zu gewinnen.

Nach der Präsentation der Ergebnisse des Arbeitskreises Sportverein undd Schule sprach das

„Netzwerk Sport und Bewegung“ in einerr Offenen Diskussionsr

unde mit den Schulleitern und

der Verwaltungsspitze die Nutzung der Schulhöfe für betreute Angebote, spezielle Angebote

am Wochenende,

die Schulen als Multiplikatoren

im Rahmen dieses Projektes sowie die

Einbindung des Gemeindesportverbandes bei der Erstellung von Ganztagskonzeptenn an. Die

SchulleiterInnen erklärten ihr Interessee und ihre grundsätzliche Bereitschaft, bei einem

Projekt wie zum Beispiel die Schulhöfe am Sonntag zu öffnen und Sport anzubieten,

mitzuwirken und zu unterstützen. Von Seiten

der Schulleiter wurde aber darauf

hingewiesen, dass bei einer außerunterrichtlichen

Nutzung der d Schulhöfe und Sporthallen

eine Beteiligung und Unterstützung der Verwaltung

erfolgen müsste. m

Danach sollte

ein Gespräch

des Netzwerkes

Sport und Bewegung

mit

dem

Gemeindesportverband und der Vorsitzenden des SG Gierath konkrett klären, inwiefern

Interesse an einem

Sonntagssportangebot auf Seiten des Sports besteht. Am 15. .02.2012

fand in der Geschäftsstelle des GSV Jüchen dieses Gespräch mit der 2. Vorsitzenden statt. s Sie

erklärtee erneut, dass sie großes Interessee an Sonntagssport, allerdings noch keine Partner für

eine solche Aktion

hätte. Des Weiterenn würde sie

in der Mitgliederve

rsammlung

der SG

Gierath Anfang März versuchen, Unterstützer in ihrem Verein zu finden. Man einigte sich

darauf, einen Arbeitskreis Sonntagssport ‐ nach der Mitgliederversammlung Anfang

März ‐

einzuberufen und zu versuchen, weiteree Partner zu

finden, die an einer Aktion am Sonntag

mitarbeiten möchten.

Daraufhin nahm das „Netzwerk Sport und Bewegung“ “ erneut Kontakt mit der

Gemeindeverwaltung auf. In einem Telefonat und

einem persönlichen

Gespräch wurden

zunächst der Amtsleiter sowie ein Mitarbeiter der

Schul‐ undd Sportverwaltung informiert.

Das „Netzwerk Sport und Bewegung“ entwarf eine Einladung für f ein Arbeitskreistreffen und

bat den

Amtsleiter diese Einladung zu unterschreiben. Nachdem die Einladung vorbereitet

war und die Adressenliste vorlag, wurde die Einladung verschickt. Dass erste Treffen des

Arbeitskreises Sonntagssport

fand am 11.04.2011 im

Versammlungsraum

113 des Rathauses

Jüchen statt. An

dem Treffen

nahmen

folgende

Institutionen

teil: Sport

und

Schulverwaltung Jüchen, TV Jüchen, J SG Gierath, Schulleitung

Lindenschule, Leitung

OGATA

der Lindenschule, Vorsitzendee des Betreuungsvereins der Lindenschule, „Netzwerk Sport und

Bewegung“. Das „Netzwerk Sport undd Bewegung“ stellte eingangs die Ergebnisse der

bisherigen Treffen

vor und fasste den aktuellen Stand zusammen. z . Die anwesenden

Institutionen tauschten sich über ihr Interesse, einen Sportsonntag durchzuführen, aus.

Deutlich

wurde, dass es prinzipiell erwünscht wäre einen SportsonntaS

ag zu veranstalten.


| 58

Allerdings wurden auch Bedenken hinsichtlich versicherungsrechtlicher Fragen geäußert. Der

Vorsitzende des Jüchener Turnvereins

s bezweifelte, dass Familien F Interesse an

einem

Sportsonntag hätten. Alle anderen Teilnehmer des

Arbeitskreises warenn sich jedoch einig,

dass ein Sportsonntag ausprobiert und umgesetzt werdenn sollte. Ein Mitarbeiter der

Gemeindeverwaltung Jüchen

erklärte, dass das Gelände der d Lindenschule Gierath zur

Verfügung stehen

würde. Der Schulleiter der Lindenschul

e würde im Rahmen

seiner

Möglichkeiten Werbung für die Veranstaltung betreiben.

Des Weiteren erwähnte der

Schulleiter, dass sein Kooperations‐Kindergarten mit in die Planung P undd Organisation des

Sportsonntags einbezogen werden sollte. Das „Netzwerk Sport und Bewegung“ bott an, die

Schulleitung und das Familienzentrum in einem Gespräch über den Bewegten Sonntag zu

informieren. Die Geschäftsführerin der SG Gierath teilte dem Arbeitskreis mit, dass von

Seiten des Sportvereins Übungsleiter

und Sportgeräte zur Verfügungg gestellt würden.

Abschließend wurde in dem Arbeitskreis festgestellt, dass eine große Bereitschaft

und ein

großer Tatendrang

vorhandenn ist, einen Sportsonntag umzusetzen. Das „Netzwerk Sport und

Bewegung“ fertigtee nach dem

Treffen einn ausführliches Protokoll mit allenn Gesprächsthemen

und Ergebnissen des Arbeitskreises an.

Das Kooperationsgespräch

mit der Lindenschule Gierath und demm Familienzentrum

Montessori Kinderhaus fand am 6. Mai 2011 in der Lindenschule statt. An dem Gespräch

nahmenn der Schulleiter derr Lindenschule, die Leiterin des Familienzentrums und der

Netzwerkmanager

teil. In dem

Gesprächh wurde deutlich, dass das Familienzentrum

an einer

Beteiligung am Bewegten Sonntag interessiert wäre. Die Leiterin dess Familienzentrums

sichertee ihre Teilnahme am nächsten Arbeitskreis Sonntagssport zu.

Dann lud das „Netzwerk Sport und Bewegung

am 31. Mai 2011 zu einem weiteren

Arbeitskreistreffen

Sonntagssport ein. Das Vorgehen bei derr Vorbereitung für dass zweite

Treffen des Arbeitskreises war identischh mit dem Vorgehen für das erstee Treffen. Folgende

Institutionen nahmen an dem

zweiten Treffen teil: Schul‐ undd Sportverwaltung Jüchen, SG

Gierath, Familienzentrum Stessen, Realschule Jüchen und „Netzwerk Sport und Bewegung“.

Nachdem im ersten Treffen des Arbeitskreises Sonntagssport bereits eine große Einigkeit

herrschte, einen Bewegten Sonntag umzusetzen,

wurden während w des zweiten Treffens

hauptsächlich Fragen nach Versicherungg und Trägerschaft diskutiert. Fürr den Fall, dass die

Sporthilfe NRW schriftlich bestätigen würde, dass der Verein SG Gierath sowie deren

beteiligte Übungsleiter mit dem Rahmenvertrag

der Sportversicherungg abgesichert sind,

könnte der Bewegte Sonntag

stattfinden. Der Mitarbeiter derr Gemeindeverwaltung

Jüchen

würde bei der GVV (Kommunalversicherung) einee Anfrage stellen, ob die Veranstaltung

unter der Trägerschaft der Gemeinde versichert

wäre. Geld könne diee Verwaltung nicht

bereitstellen, allerdings wären Aufräum‐‐ Flyerr und Plakate drucken lassen. Diee Geschäftsführerin

der SG Gierath bot

daraufhin an, die Plakate von einer Bekannten gestalten zu lassen.

und Transsportarbeiten über den Bauhof möglich.

Des weiteren würde die Gemeinde


| 59

Auch das Familienzentrum

würde sich bei der Aktion

einbringen

und

eine

Bewegungsbaustelle für Familien anbieten. Die Fördervereine der Schule sowie des

Familienzentrums

könnten sich um Verpflegung und Getränke kümmern. Der Arbeitskreis

einigte sich auf ein

weiteres Treffen am 14. Juni zur

Detailabsprache sowie auf einenn Termin

für den Bewegten Sonntag am 10. Juli. Das „Netzwerk Sport und Bewegung“ fertigte auch

nach dem zweiten Treffen ein Protokoll mit den Ergebnissen des Arbeitskreises an.

Daraufhin nahm das „Netzwerk Sport und Bewegung“ telefonisch

Kontakt mit dem

Förderverein des Familienzentrums sowie mit dem Förderverein der Lindenschule auf. Beide

Vertreterinnen der Fördervereine sicherten ihre Hilfe für den Bewegten Sonntag am

10.07.2011 zu. Sie

würden sich um einee gesunde Verpflegung währendd der Veranstaltung

kümmern.

Des Weiteren kontaktierte das „Netzwerk Sport und

Bewegung“ die Sporthilfe NRW, um den

Versicherungsschutz abzuklären. Die ARAG Sportversicherung

der Sporthilfe NRW bestätigte

nach dem Telefonat schriftlichh den Umfang des Versicherungsschutzes fürr die SG Gierath.

Der Arbeitskreises

Sonntagssport traf sichh wie vereinbart am 14. Juni 2011. Das Vorgehen bei

der Vorbereitung für das dritte Treffen des Arbeitskreises war identisch mit dem Vorgehen

für die beiden ersten Treffen, mit der Ausnahme, dass dass Treffen imm Familienzentrum

Montessori Kinderhaus stattfand. Folgende Institutionen nahmen an dem dritten Treffen

teil: Schul‐ und Sportverwaltung Jüchen, SG Gierath, Familienzentrum Stessen, Lindenschule

Gierath und „Netzwerk Sport und Bewegung“.

Nicht alle versicherungsrechtlichen Punkte konnten während des Treffens geklärt werden.

Von Seiten des Sportvereins gibt es keine weiteren Bedenken solange Eltern für Ihre Kinder

haften (dieser Punkt soll auf das Plakatt und auf die Flyer gedruckt werden), da die ARAG

Sportversicherung

der Sporthilfe NRW schriftlich den Versicherungsschutz bestätigte. Die

Gemeindeverwaltung hat eine Anfrage an die GVVV Kommunalversicherung gestellt, ob der

Bewegte Sonntag auf dem gemeindeeigenen Gelände versichert ist. Die Anfrage läuft noch.

Der Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung wolle den Arbeitskreis informieren, sobald eine

Rückmeldung der Versicherung erfolgen würde.

Vorbehaltlich der Rückmeldung der Versicherung

wurden organisatorische Absprachen

getroffen. Die Geschäftsführerin der SG Gierath benötigt für die Flyer‐ bzw. Plakatgestaltung

die Logos der anderen Institutionen. Nachdem die

Flyer bzw. Plakate fertiggestaltet sind,

werden sie an den Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung weiteregeleitet.

Die Gemeinde gibt

den Druck in Auftrag und lässt die Flyer und Plakate über denn Gemeindeverteiler verteilen.

Der Sportverein und das Familienzentrum

fertigen eine Liste mit m Sportmaterialien an, die für

den Bewegten Sonntag benötigt werden. Der Bauhof der Gemeinde Jüchen bringt diese

Geräte am Freitagnachmittagg in die Sporthalle und

holt sie am Montagmorgen wieder ab.

Das Familienzentrum baut eine Bewegungsbaustelle in der Pausenhalle auf und stellt einen


| 60

Psychomotorikparcour in den eigenen Räumlichkeiten zur Verfügung. Derr Sportverein ist auf

dem Schulhof sowie in der Sporthalle und bietett Bewegungs‐und Ballspiele, Einrad und

Snakeboard an.

Der Treffpunkt für den Aufbau des Bewegten Sonntags wurde auf 10:00 Uhr festgelegt. Das

„Netzwerk Sport und Bewegung“ fertigtee auch nach dem dritten Treffen ein Protokoll an.

Die weitere Abstimmung zwischen den Institutionen erfolgte über ü Email. Das Plakat und die

Pressemitteilung wurden am 20. Juni verschickt und

in der darauffolgenden Woche gedruckt

und verteilt. Der Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Jüchen gab am 22. . Juni bekannt, dass

die GVVV Kommunalversicherung den Bewegten Sonntag versichert. Somitt waren alle

Punkte

geklärt und der Bewegte Sonntag konnte stattfinden. Am 10. . Juli 2011 fand der „Bewegte

Sonntag“ statt und

war ein großer Erfolg. Das „Netzwerk Sport und Bewegung“ nahm auch

am „Bewegten Sonntag“ teil und führte eine Teilnehmerbefragung durch. Hierfür wurde

vom „Netzwerk Sport und Bewegung“ ein Fragebogen entwickelt und während bzw. gegen

Ende der Veranstaltung verteilt.

Nachbesprechung

und weiteres Vorgehen

Das „Netzwerk Sport und Bewegung“ lud den Arbeitskreis Sonntagssport am 07. Oktober

2011 zu

einer Nachbesprechung ins Rathaus Jüchen ein. Folgende Institutionen nahmen an

der Nachbesprechung teil: Sportund Schulverwaltung Jüchen, SG Gierath, Schulleitung

Lindenschule, „Netzwerk Sport und Bewegung“.

Während des Bewegten Sonntags führte das „Netzwerk

Sport undd Bewegung“ eine

Befragung unter den Teilnehmern durch. Die Befragungsergebnisse stellte das „Netzwerk

Sport und Bewegung“ kurz vor.

Demnach…

‐ … war der Familiensportsonntag

wieder teilnehmen);

erwünscht (100% der Befragten

sagen sie möchten

‐ …soll er 1‐2 mal im Jahr in Stessenn stattfinden;

‐ …sind ca. 50% durch

geworden;

die Lindenschule auf

den Familiensportsonntag aufmerksam

Der Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Jüchen bewertete die Veranstaltung als Erfolg. Die

Organisation

hätte

wie abgesprochen

funktioniert

und u es wäre

zu keinen

unvorhergesehenen Problemen gekommen. Auch der Schulleiter der Lindenschulee ist der


| 61

Meinung, dass der Bewegte Sonntag ein Erfolg war. Es könne sich vorstellen, die

Schule

intensiver zu beteiligen. Zum

Beispiel gäbe es viele Eltern, die nicht berufstätig seien und

eventuell Interessee hätten sich mehr zu bewegen. Auch denkbar wäre, die Veranstaltung in

den Schulbetrieb zu integrieren und mit dem Konzept „Bewegte Schule“ zu kombinieren.

Damit wäre die Veranstaltung verbindlicher für den Lehrkörper. Der Schulleiter habe mit

einigen Teilnehmern des Familiensportsonntag gesprochen und könne bestätigen,

dass die

Veranstaltung von den Besuchern äußerst positiv bewertet wurde. Die Geschäftsführerin der

SG Gierath ist mit der Veranstaltung

auch zufrieden. Diee Zusammenarbeit hätte gut

funktioniert. Obwohl die Veranstaltung

in relativ kurzer Zeit geplant g undd umgesetztt wurde,

lief alles

reibungslos und klappte wie im

Voraus besprochen.

Die Kooperation im Netzwerk

mit Schule, Verwaltung und Familienzentrum wäre daher als sehr positiv zu bewerten.

Bedenken äußertee die Geschäftsführerin der SG Gierath dahingehend,

dass man sich bei

weiteren Veranstaltungen Gedanken über den generellen Rahmen und die konzeptionelle

Ausrichtung (Bewegter Sonntag, Sportfest, Sommerfest, Schulfest, etc.) machen müsse, da

der Nutzen für den Sportverein nicht eindeutig sichtbar sei und viel Überzeugungskraft im

Vorstand bedürfe.

Die anwesenden

Institutionen

einigten

sich darauf im Frühjahr 2012 erneut

zusammenzukommen und das weitere Vorgehen bezüglich eines Bewegten Sonntags 2012

zu besprechen.

Am 08.

Februar 2012 veranstaltete das „Netzwerk Sport und Bewegung“ erneut den

Arbeitskreis Sportverein und Schule. Derr Arbeitskreis wurde dieses d Mal in der Grundschule

Jüchen in Zusammenarbeit

mit der Leiterin der

OGS in Jüchen J abgehalten. Folgende

Institutionen waren anwesend: GGS Jüchen, VFL Otzenrath, OGATA Hochneukirch, DLRG

Hochneukirch, Förderverein

der GGS, RV‐Hochneukirch Jüchen, SG Gierath, GSV Jüchen,

Tennisverein Jüchen, OGATA Jüchen, GGS Gierath, Tenniscub Jüchen, Tennisclub

Hochneukirch und „Netzwerk Sport und Bewegung

“.

Im Arbeitskreis wurden unterr anderem Themen zur aktuellenn Situation der teilnehmenden

Einrichtungen sowie Kooperationsanbahnung und ‐stabilisierung besprochen.

Am Ende des Arbeitskreises sprach die Direktorin der Gemeinschaftsgrundschule Jüchen das

„Netzwerk Sport und Bewegung“ an und bekundete großes Interessee einen Bewegten

Sonntag

auf ihrem Schulgelände zu veranstalten.

Aufgrund des nahenden Projektendes konnte diese Anfrage nicht weiter verfolgt werden.


| 62

2.5.4.1. 2 Meilensteine zur Entstehung des „Bewegten Sonntags“

Ausrichtung

eines Runden Tisches „Sport und Bewegung“ in Jüchen, in dem eine

breite Öffentlichkeit

hergestelltt sowie die

Bedarf der d Praxisakteure festgestellt

wurden. Ausschlaggebend für denn Erfolg des

Runden Tisches war die große Resonanz

unter den Praxisakteuren. Mit circa 50 Institutionen war w der Runde Tisch sehr s gut

besucht und bot Raum

für fundierte Diskussionen.



Einrichtung

eines Arbeitskreises „Sportverein und Schule“. Aufgrund der ermittelten

Bedarfe richtete das „Netzwerk Sport und Bewegung“ zusammen z mit der Leiterin der

Offenen Ganztagsschule Gierath einen Arbeitskreis Sportverein und Schule ein. Dabei

war es für das „Netzwerk Sport und Bewegung“ wichtig, eine offene Diskussion zu

ermöglichen, an dessen Ende weitere Partner für Kooperationen und Projekte

identifiziertt werden konnten.

Im Anschluss führte das „Netzwerk Sport und Bewegung“ Gespräche

mit der

Gemeindeverwaltung

Jüchen und dem Großsportverein SG rot‐weiß die Projektidee

Sonntagssport.

Gierath und

entwickeltee auf Basis der bisher gesammelten Diskussionsergebnissen Auf Einladung der Gemeindeverwaltung nahm das „Netzwerk Sport und Bewegung

an der Jüchener Schulleiterkonferenz teil und stellte diee Arbeitskreisergebnisse sowie

die Projektidee Sonntagssport den Schulleitern und der Verwaltungsspitze vor.




Daraufhin lud das „Netzwerk Sport und Bewegung

in Zusammenarbeit

mit der

Gemeindeverwaltung

zu einer Arbeitsgruppe Sonntagssport ins Rathaus Jüchen ein.

Zahlreiche Vereinsvertreter sowie Vertreter der Schulen S nahmen am ersten

Arbeitskreistreffen unter Leitung des Netzwerks Sport und u Bewegung teil.

Im weiteren Verlauf schlossen sich Institutionen wie z. B. das Montessori Kinderhaus

Familienzentrum der Arbeitsgrup

pe an.

In der Arbeitsgruppee wurde die generelle Umsetzbarkeit von Sonntagssport

besprochen. Die Arbeitsgruppe war äußerst

produktiv. Innerhalbb von vier Monaten

erarbeitetee die Arbeitsgruppe das Konzept für den Familien Sportsonntag, traf

Vereinbarungen, hielt diese Absprachen zuverlässig ein und ermöglichte somit die

Umsetzung

des Familien‐Sportsonntags im

Juli 2011. Das „Netzwerk Sport und

Bewegung

fungierte dabei als „projekt‐managende““ Instanz. Es koordinierte die

Projektgruppentreffen, vereinbarte

die nächstenn

Termine, bereitete

die

Projektgruppen vor, schrieb Protokolle, führte durch die d Sitzungen und lieferte bei

fachlichen Fragen die Antworten.


| 63

2.5.4.2

Familiensport im Kulturzentrum

Sinstedenn

Am 31.Juli 2011 wurde der Landwirtsch

haftstag vom

Kulturzentrum Sinsteden veranstaltet.

Auf dem Gelände des Kulturzentrums wurden verschiedene landwirtschaftliche und

kulturelle

Aktionen

präsentiert.

Ein besonderer

Aspekt des diesjährigen

Landwirtschaftstages war die Ausrichtung auf (Familien‐) Sport und Bewegung. Der

Fußballverein DJK Eintracht Höningen bot auf einem

Drittel dess Geländes die Abnahme eines

Familien‐Fußball‐Abzeichens

an. Der Tagg war ein großer Erfolg. Die Presse berichtete über

knapp 6000 Besucher und eine durchwegg gelungenee Veranstaltung.

2.5.4.2. 1 Entstehung des Kultur‐ und Sporttages

Der Runde Tisch „Sport und Bewegung

in Rommerskirchen fand am 15.11.2010 im Rathaus

Rommerskirchen

statt. Nach der

Erläuterung

des

Projektvorhabens

der

„Familienfreundlichen

Netzwerke

Sport und Bewegung

wurden die anwesenden

Institutionen in zwei Workshops aufgeteilt. Mit der Fragestellung „Was kann im Bereich

Sport für Familien verbessertt werden?“ wurde in den Workshops deutlich, dass ess großen

Bedarf an mehr Sportund Bewegungsangeboten

für Familien gibt. Diee Angebotee sollten

gemäß der Praxisakteure mehr Eventcharakter besitzen. In diesem Zusammenhang

wurde

vom Vorstand der DJK Eintracht Höningen bekannt gegeben, dass d sie seitt längerem die Idee

für einee Mini‐WM für Kitas verfolgen würden. Die Leiterin des Kulturzentrums verkündete,

dass sie

das Kulturzentrum

zur Verfügung stellen würde und es inn die Planung des

Landwirtschaftstages (bisher Rhenag‐Rod

deo‐Tag) integrieren würde. w

Nach der Ankündigung von den beiden Organisationen (Kulturzentrum Sinsteden und

Fußballverein DJK Eintracht Höningen) eine Mini‐WM zu veranstalten, führte das Netzwerk

Sport und Bewegung zunächst Einzelgespräche mit den beiden Institutionen und brachte

daraufhin das Kulturzentrum

Sinstedenn und die DJK Eintracht Höningen zusammen. Ein

erstes Treffen fand am 25. November 2010 im Kulturzentru

um Sinsteden statt. Es wurde

beschlossen den Landwirtschaftstag (ehemals Rhenag‐Rodeo Tag) T zu einem Familiensporttag

umzufunktionieren. Es sollte die Möglichkeit geschaffen werden, neben dem kulturellen

Programm, Sportund Bewegungsangebote wahrzunehmen.

Als zentraler Programmpunkt

sollte ein Mini‐Fußballturnier

für Kindertageseinrichtungen veranstaltet werden. Zum einen

sollten Kinder durch das Fußballturnier

in Bewegung gebracht werden, zum anderen aber

auch deren Eltern durch ein sportliches Begleitprogramm.

Im Anschluss an den Runden Tisch und das Treffen der Steuerungsgruppe

ausgehend vom Netzwerkmanager Gespräche mit den Akteuren vor Ort geführt.

wurden

Zwischen dem 24. Novemberr und dem 05. Dezember 2010 führte das „Netzwerk Sport und

Bewegung“ mit folgenden Institutionen Einzelgespräche:

Kita Gillbach‐Spatzen, Kita


| 64

Abenteuerland, Kulturzentrum

Sinsteden, Kita Kleine Strolchee , Kita Pusteblume, Kath. Kita

St. Briktius, Kath. Kita St. Maternus, Kita Kleine Riesen, Kath. Kita St. Peter und dem

Fußballverein DJK Eintracht Höningen.

Das „Netzwerk Sport und Bewegung“ orientierte sich in den EinzelgespräE

ächen stetss an den

Bedürfnissen und Wünschen der Einrichtungen und

versuchte Mittel undd Wege aufzuzeigen

wie diese Interessen mit der Ausrichtung einer

Mini‐WM zu vereinbaren wären. Die

Kindertageseinrichtung zeigten in den Gesprächen sehr großes Interesse an einer Beteiligung

an der Mini‐WM. Einige Kindertagese

einrichtungen boten auch ihree Mithilfe bei der

Ausrichtung der Veranstaltung an. Einn Großteil der Kindertageseinrichtung sagte ihre

Teilnahme an einem Planungstreffen zu. Zwar wurden kleineree Bedenken im Hinblick

auf das

Datum der Mini‐WM geäußert, da der 31. Juli 2011 in den Ferien läge, dennoch waren die

Kindertageseinrichtung der Meinung, dass eine Beteiligung möglich wäre.

In einem darauffolgenden Treffen der Steuerungsgruppe am 7. Dezember 20100 wurde

vereinbart,

dass neben den

Kindertageseinrichtungen,

die bisher

sehr positive

Rückmeldungen gaben, auch

die drei Grundschulen hinzugezogen werden. Der gesamte

Landwirtschaftstag

sollte an drei Tagenn stattfinden: am 29. . Juli 2011 mit Bauernmarkt,

Dampflokomobile,

Kaltblutpferden, Getreide‐Dreschen. Am 30. Juli 20111 sollten die

Kinder

gemeinsam das Trikot für das Fußballturnier gestalten und am 31. Juli 2011 sollten das

Fußballturnier und das sportliche Rahmenprogramm stattfinden. Weitere Punkte die

diskutiert und abgesprochen

wurden, waren: Die

Organisation der Kleinfeldtore, der T‐

Shirts, der Öffentlichkeitsarbeit und ein Termin für

ein Vorbereitungstreffen am 21. Januar

2011.

Der Netzwerkmanager nahm daraufhin Kontakt mit den drei Grundschulen auf. Ess fanden

Gespräche mit der

Direktorin der Gillbachschule, der Leiterin der d OGATA der Gillbachschule,

der Direktorin der Kastanienschule Höningen, der Leiterin der OGATA in Frixheim und einer

Sportlehrerin der Grundschule

Frixheim statt.

In den Gesprächen mit den

Verantwortlichen der Schulenn wurde deutlich, dass eine

Teilnahme an der Mini‐WM schwierig umzusetzen

wäre. Zwei von drei Grundschulen gaben

zunächst an, dass Sie als Multiplikatorenn fungierenn möchten, aber keine Zeitressourcen zur

Verfügung hätten,

um Mannschaften

für die Mini‐WM zu organisieren (Höningen und

Rommerskirchen).

Die Grundschule in Frixheim hätte Kapazitäten sich um die Organisation

der Mannschaftenn zu kümmern und würde auch sehr gerne g bei der Vorbereitung

Unterstützung leisten.

Ausgehend

vom Netzwerkbüro

wurde

ein Vorbereitungstreffen

organisiert.

Das

Vorbereitungstreffen fand am

21. Januarr 2011 im Kulturzentru

um Sinsteden statt. Es nahmen

folgende Einrichtungen daran

teil: Familienzentrum

Sonnenhaus, Kita Abenteuerland, Kita

Kleine Riesen, Kita Kleine Strolche, Kita Pusteblume, Kita K St. Peter, OGATA der


| 65

Gillbachschule, Grundschule

Frixheim, GSV Rommerskirchen, DJK Eintracht Hoeningen,

Kulturzentrum Sinsteden. Während dess Treffens wurden folgende Punkte besprochen: 1.

Festlegung des organisatorischen Rahmens, 2.Familiensportfest & Begleitprogramm, 3.

Zusammenfassung

und Ende (weitere(

Schritte).

Zum ersten Punkt erläuterte Frau Wappenschmidt,

dass die Mini‐WM nicht wie geplant am

31. Juli 2011 stattfinden könne. Aus hygienischen

Gründen dürfen d innerhalb von 14 Tage

nach Pferden keinee Kinder auf der Wiese bzw. im Sand spielen. Es müssee ein neuerr Termin

abgestimmt werden. Nach langer Diskussion wurde

festgelegt, , dass der Termin für die Mini‐

am 31. Juli 2011 stattfinden würde.

WM auf

das Wochenende am

21. und 22. Mai 20111 verschoben und der Landwirtschaftstag

Die Einrichtungen,

die keinee Trikots besitzen, würden vom Sponsor des Kulturzentrums

Trikots zur Verfügung gestellt bekommen. Diese Trikots können von den jeweiligen Kitas

selbst gestaltet werden. Für die Gestaltung gibt es keine Vorgaben. Jeder Teilnehmer sollte

des weiteren eine Urkunde erhalten. Ein aussagekräftiger Name für die Veranstaltung wurde

nicht gefunden. „Rhenag‐Mini‐Cup“

wurde vorgeschlagen und sollte vom Sponsor

genehmigt werden.

Zum zweiten Punkt

wurde besprochen, dass ein Betreuungsangebot für Kleinkinder während

der Veranstaltung

nicht erwünscht wäre, , da es Eltern die Möglichkeit eröffnete grundlos ihre

Kleinkinder abzugeben. Allen Einrichtungen (Sport, Kitas und Schulen) soll die Möglichkeit

geboten

werden, sich zu präsentieren.

Das Spielmobil des Jugendamtess sollte auch in die

Veranstaltung integriert werden.

Den dritten Punkt betreffend wurde besprochen, dass die Einrichtungen bis zum 28. .01.2011

zurückmelden in welchem Umfang sie definitiv teilnehmen werden. Das Kulturzentrum hält

mit dem

Sponsor Rücksprache und klärt die neuen Rahmenbedingungen ab. Am

04.02.

werde den Einrichtungen dann ein Anschreiben für die Eltern zugeschickt, z , das mit den Schulbzw.

Kitaleitungen

abgestimmt wird. Zu einem nächsten Treffen wird eingeladen, wenn alle

Aufgaben erledigt sind.

Die Kindertageseinrichtungenn meldeten alle wie vereinbart zurück, dass sie an der Min‐WM

teilnehmen werden und sich um diee Mannschaften kümmern könnten. Die Schulen

meldeten zurück, dass sie als Multiplikatoren fungieren, sich aber nicht um die Organisation

der Mannschaften

kümmern könnten.

Am 09. Februar 2012 fand ein weiteres Treffen der Steuerungsgruppe (DJK Hoeningen,

Kulturzentrum Sinsteden, Netzwek Sportt und Bewegung) im KulturzentruK

um Sinsteden statt.

Der Fußballverein

DJK Eintracht Hoeningen erläuterte, dass aufgrund von baulichen

Maßnahmen im Mai und der Tatsache, dass im Juli kein Ligaspielbetrieb sei, die Ausrichtung

der Mini WM auf den ursprünglichen Termin

im Juli verlegt werden sollte. Das


| 66

Kulturzentrum erläuterte, dass der Sponsor den Tag im Mai nicht unterstützen

würde,

sodass es auch aus

Sicht des Kulturzentru

ums besser

wäre den Termin T in den Juli zu verlegen.

Die Hygieneproblematik sollte durch einen Tausch

der beiden Tage beseitigt werden. Die

Mini‐WM sollte auf den 30. Juli vorgezogen werden

und die Pferde auf den 31. nach hinten

verlegt werden. Das „Netzwerk Sport und Bewegung“ erinnerte daran, dass derr Termin

gemeinsam festgelegt und im Protokoll niedergeschriebenn wurde. Eine Änderung im

Nachhinein würde wahrscheinlich Probleme provozieren. Die SteuerungsS

sgruppe einigte sich

darauf eine Rundmail anzufertigen und alle Institutionen zu informieren, dass der Termin für

die Mini‐WM auf den 30. Julii 2011 und der Termin

für den Landwirtschaftstag auf den 31.

Juli 2011 verschoben wird. Alle teilnehmendenn Institutionen sollten nochmals eine

schriftliche Rückmeldung leisten und Ihree Teilnahmee am neuenn Termin bestätigen.

Eine Einrichtung

(Kita Sonnenhaus) meldete zurück, dass sie auch am 31. Juli 2011

teilnehmen würden. Alle anderen Einrichtungen erteilten daraufhin eine Absage.

Im nächsten Treffen der Steuerungsgruppe am 01.

März 2011 mit folgenden Teilnehmern:

Kulturzentrum Sinsteden, DJK

Eintracht Höningen und Netzwekk Sport und d Bewegung wurden

die Rückmeldungen ausgewertet und nach Fehlern gesucht. Die Steuerungsgruppe erkannte,

dass die

Terminverlegung ausschlaggebend für die negativen RückmeldunR

ngen war. Am Ende

des Treffens wurde beschlossen, dass der Sportverein und das Kulturzentrum trotzdem an

dem Landwirtschaftstag kooperieren möchten. Es wurde ein neuer Termin vereinbart, an

dem die

neuen Rahmenbedingungen geklärt werden

sollten.

Das „Netzwerk Sport und Bewegung“ koordiniertee die Terminabsprache für ein weiteres

Treffen der Steuerungsgruppe. Am 12. Mai 2011 traf sich diee Steuerungsgruppe erneut im

Kulturzentrum Sinsteden. Anwesend waren folgende Institutionen: Kulturzentrum Sinsteden,

DJK Eintracht Höningen und Netzwek Sport und Bewegung.

Die Steuerungsgruppe besprach während des Treffens den generellenn Rahmen für das

sportliche Familienangebot.

Der DJK Eintracht Höningen würde ein Fußballabzeichen für

Familien

anbieten können. Dafür müssten allerdings noch Absprachen imm Verein getroffen

werden. Außerdem würde das Abzeichen viel Platz in Anspruch A nehmen, da sechs

verschiedene Stationen aufgebaut würden. Das

Kulturzentrum müsse den genauen

Platzbedarf kennenn und würde daraufhinn die Planung für die anderen Aussteller anpassen.

Das nächste Treffen der Steuerungsgruppe fand daraufhin am 16. Juni 2011 im

Kulturzentrum Sinsteden statt. Folgende Institutionen waren answesend: Kulturzentrum

Sinsteden, DJK Eintracht Höningen und Netzwek Sport und Bewegung.

Das letzte Vorbereitungstreffen diente der Feinabstimmung zwischen den beiden

Institutionen. So wurden der genauen Platzbedarf, die Anzahl der Helfer beim Auf‐ und

Abbau und weitere organisatorische Dinge abgesprochen. Das Kulturzentrum sicherte den


| 67

Helfern des weiteren kostenlose Getränke und Verpflegung während w der Veranstaltung zu.

Abschließend wurde eine Uhrzeit und einn Treffunkt vereinbart.

2.5.4.2. 2 Meilensteine der Entstehung des Kultur‐ und Sporttages

Ausrichtung

eines Runden Tisches „Sport

und Bewegung“ inn Rommerskirchen.

Ausschlaggebend für den Erfolg des Rundenn Tisches war w eine große Beteiligung der

Praxisakteure von Rommerskirchen. Zahlreiche Vertreter von Vereinen, Schulen und

Kitas beteiligten sich

an den Diskussionen. In einer dieser Diskussionsrunden

kündigte die DJK Eintracht Hoeningen an, dass sie seit längerer Zeit die Idee für eine

Mini‐WM verfolgen würden. Das Kulturzentrum Sinsteden erklärte sich in diesem

Zusammenhang bereit, Platz für die Mini WM

zur Verfügung zu stellen.




Das Netzwek Sport und Bewegung verfolgte im Anschluss an den Runden Tisch diese

Idee und führte mit den beteiligten Akteuren Einzelgespräche, um die genauen

Interessen zu ermitteln. Dabei entstand

die Idee, die Mini‐WM mit dem

Landwirtschaftstag des Kulturzentrums zu

verbinden und einn großes Familien‐

Sportfest daraus zu machen.

Das „Netzwerk Sport und Bewegung“ führte

danach Einzelgespräche mit sämtlichen

Vertretern der Kindertageseinrichtungen sowie Schulen, um weitere Partner für die

Umsetzung

einer Mini‐WM zu finden. In den Gesprächen wurde deutlich, dass auch

die Akteuree aus dem Bildungssekt

tor Interesse an einer Mini WM haben.

Daraufhin organisiertee das „Netzwerk Sport

und Bewegung“ in Zusammenarbeit mit

dem Kulturzentrum und dem DJKK Hoeningen ein Planungstreffen,

, an dem sich sechs

Kindertageseinrichtungen und zwei Grundschulen beteiligten. Die Teilnehmer des

Planungstreffens einigten sich auf einen Termin für diee Mini‐WM. Die DJK Eintracht

Hoeningen sollte die Mini‐WM organisieren. Dieser sportbetonts

te Programmpunkt

sollte mit dem Landwirtschaftstag, veranstaltet durch das Kulturzentrum Sinsteden,

verbunden werden.

Trotz des gemeinsamm vereinbarten Termins wurdee im Nachhinein und ohne

Rücksprache mit den Akteuren ein neuer Termin von der Arbeitsgruppe, bestehend

aus DJK Eintracht Hoeningen, Kulturzentrum Sinsteden und „Netzwerk Sport und

Bewegung“ “, festgelegt und per Email kommuniziert. Daraufhin D sagten alle Schulen

sowie fünf von sechss Kindertageseinrichtungen ihre Teilnahme ab. Die Mini‐WM

konnte daher nicht stattfinden.


| 68




Ein weiteres Treffen des Netzwerkes Sport

und Bewegung mit dem DJK Eintracht

Hoeningen und dem Kulturzentrum Sinsteden ermöglichte dennoch eine Kooperation

der beiden Einrichtungen.

Es wurde beschlossen, dass keine Mini‐WM stattfinden solle. . Allerdingss werde

versucht die Idee, Kultur und Sport während

des Landwirtschaftstages zu verbinden,

trotzdem umzusetzen.

.

Der neue Anlauf dieses Vorhaben umzusetzen wurde wie folgt festgelegt: das

Kulturzentrum kürzte den Landwirtschaftstag von dreii Tagen auff einen Tag. Weiter

wurde vereinbart,

dass

neben

dem Kulturprogramm

die Abnahme

eines

Familienfußballabzeichens durch den DJK Eintracht Hoeningen H angeboten

werden

sollte. Das Familienfußballabzeichen wurde äußerst gut aufgenommen und der

Landwirtschaftstag in Verbindung

g mit dem Sport war ein großer Erfolg.


| 69

3 Befragung zur Familienfreundlichkeit aus Sicht der Sportvereine im Rhein

aus

Kreis Neuss

3.1 Erhebungsmethodik und Repräsentativität

Die schriftliche Befragung „Sportverein und Familie

– Fragen zur Familienfreundlichkeit Sicht der Sportvereine im RheinKreis Neuss“ wurde

im Zeitraum Juni 2010 bis Februar 2011

entwickelt und im Zeitraum Mai bis Juli 2011 durchgeführt. Imm Rahmen einer Totalerhebung

wurden

alle 338 Sportvereine im RheinKreis

Neuss angeschrieben. Es wurden 113

Fragebögen beantwortet zurückgeschickt. Der Rücklauf beträgt somit 33% % und kannn als gut

bis befriedigend bezeichnet werden.

Die schriftliche Befragung gingg ein auf folgende Themenstellungen:







Allgemeine statistische Daten

Zielstellungen der Sportvereine

Infrastruktur

Gesellschaftliche Entwicklungen

und Probleme für Sportvereine

Strategien

und Maßnahmen derr Sportvereine

Kooperationen der Sportvereinee

Die Repräsentativität des Datensatzes

zeigt sich beim Vergleich der

Datensatz und der realen Verteilung (vgl.. Abbildung).

Vereinsgrößen im

Die Großsportvereine (über 1000 Mitglieder), die mittleren Vereine (301 bis 1000 Mitglieder)

und die

Kleinvereine sind überproportional vertreten, während die Kleinstvereine

(101 bis

300 bzw. bis 100 Mitglieder) unterrepräsentiert sind. Beachtenswert ist in diesem

Zusammenhang der sehr hohe Anteil von Sportvereinen mit bis zu 50 Mitgliedern im

Rhein

Kreis Neuss: 30% der Vereine fallen unter diese Kategorie.

Insgesamt sind leichte Unterschiede zwischen den Vereins‐Grö

ößenklassenn im Datensatz und

der Realverteilung

festzustellen, jedoch beeinträchtigen diese die d Repräsentativität nicht.


| 70

Vergleich: Vereinsg

röße befragte Sportvereine /

Vereinsgrößee im RheinKreis Neuss

Befragte VereineV

10%

34%

29%

27%

Vereinee im Rhein

Neuss Kreis

6%

23% 49% %

22%

bis 100

301‐1000

101 bis 300

über 1000

bis 100 101 bis 300

301‐10000 über 10000

3.2 Allgemeine Vereinsangaben

Der größte Teil des Sportangebots der befragten Sportvereine fällt in den

„Freizeitsport“ (56%). Der Wettkampfsp

port umfasst 40% und der Leistungssport

Angebots der befragten Vereine (vgl. Abbildung).

Art des Sportangebots der befragten

Sportvereine

Wettkampf‐

sport

40%

Leistungs‐sport

4%

Bereich

4% des

Freizeitspor

rt

56%

n= 113


| 71

Nach Kursangeboten für Nicht‐Mitgliedern befragt, gibt deutlich d über die Hälfte der

Sportvereine (56%) an, solche

nicht zu offerieren (vgl. Abbildung).

Kursangebote für Nicht‐Mitglieder

(Frage: „Bietet ihr Verein Kursangebote an, an denen auch

Nicht‐Mitglieder teilnehmen können?“)

2%

56%

42%

Ja

Nein

Keine AngabeA

n= 113


| 72

3.3 Vereinsziele/‐philosophie

Bei den Sportvereinen besitzen diee Aspekte Jugendarbeit, Mitgliederzufriedenheit,

Zusammengehörigkeitsgefühl

und Vermittlung von Werten allerhöchste

Priorität. Auf einer

Skala von 1 (überhaupt nicht wichtig) bis 5 (äußerst wichtig) werden diese Aspekte

durchschnittlich mit dem Wert 4,2 bewertet.

Eine

hohe Priorität

besitzen

auchh die Aspekte

Miteinander/

/soziale Kontakte,

Familienfreundlichkeit, hohe

Qualität des Angebots und Teilhabe der Mitglieder an

Entscheidungen.

Eher mittlere Bedeutung genießen die Aspekte Förderung der Gesundheit, Niedrigee Preise,

modernes

Management,

Integration

von ausländischen

Mitbürgern

und

gesellschaftspolitische Verantwortung.

Die geringste Relevanz für die

Sportvereine haben die Aspekte politischerr Einfluss, Angebote

im Ganztag, das Nicht‐sportliche Angebot und die Mithilfee bei sozialen Problemen im

Stadtteil (vgl. Abbildungen).

Ziele der Sportvereine (

Folie 1/2)

Frage: „Wie wichtig sind diee folgenden Zielsetzungen in ihrem Verein?“

Jugendarbeit

Mitgliederzufriedenheit

Vermittlung von Werten

Zusammengehörigkeitsgefühl

Miteinander & soziale Kontakte

Familienfreundlichkeit

Hohe Qualität des Angebots

Teilhabee der Mitglieder an Entscheidungen im


Vereinswachstum/Hohe Mitgliederzah

hl

Förderung der Gesundheit

Niedrige Preise /günstige Gebühren

Modernes & effizientes Management

4,2

4,2

4,2

4,2

4,0

3,83

3,7

3,7

3,55

3,55

3,44

3,33

n= 113

0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,04

4,5 5,0

1= überhaupt nicht wichtig; 5=äußerst wichtig


| 73

Ziele der Sportvereinee (Folie 2/2)

Frage: „Wie wichtig sind die folgenden Zielsetzungen in ihrem Verein?“

Freizeitsport‐Angebot

Integration von ausländischen Mitbürgern

Gesellschaftspolitische Verantwortung

Erfolge

im Wettkampfsport

Professionelle Dienstleistung

Kooperation mit Schulen, Kindergärten u.a.

Bereitstellen innovativer Sportangebote

Mithilfe bei sozialen Problemen im Stadtteil

Breites Sportangebot

Nicht‐sportliches Angebot

Angebote in der Offenen Ganztagsschule

Politischer

Einfluss des Vereins

3,26

3,17

3,16

2,82

2,77

2,73

2,55

2, ,50

2, ,50

2,37

2,11

2,00

,00

,50 1,00

1,50 2,000 2,50

3,00 3,50

n= 113

1= überhaupt nicht wichtig; 5=äußerst 5 wichtig

Eine genauerer Blick auf die Einschätzun

ng des Items Familienfreundlichkeit zeigt, dass diese

für über die Hälfte

der befragten Sportvereine (53%) „sehr wichtig“ w ist. In jedem fünften

Sportverein ist sie sogar „äußerst wichtig“ (19%). Für lediglich 6 % ist sie hingegen „nicht

sehr wichtig“, für 1% „überhaupt nicht wichtig“ (vgl.

Abbildung).


| 74

3.4 Angebote für Familien

In einem

größeren Frageblock

setzte sichh die Befragung mit den Sportvereins‐Angeboten für

Familien

auseinander. Gefragt wurde bspw. nach Eltern‐Kind‐Turnen, zeitgleichen

Angeboten, Sportstunden

für die ganze Familie aber auch Familienbeauftragten,

Elternabenden oder Familienfreizeiten.

Knapp 40% der Sportvereinee führen Festlichkeiten durch, die d sich ann Familien richten,

ebenfalls knapp 40% der Sportvereine geben an, generationenübergreifende Sportangebote

im Programm zu haben. Zu hinterfragen

n wäre hier

weiter, obb diese Angebote sich

explizit

oder sogar ausschließlich an Familien richten – dies konnte in der vorliegenden Befragung

jedoch aus Fragebogen‐ökonomischen Gründen nicht geleistet werden.

In etwa

jeder

Familienfreizeiten

durchgeführt.

fünfte der

befragten

Sportvereine

bietet

Eltern‐Kind‐Turnen

an.

und Elternabende werden von 17% bzw. . 16% der befragten Vereine

Nur ein relativ kleiner Anteil der Sportvereine bietett zeitgleichee Angebote oder Sportstunden

für die ganze Familie an (14% bzw. 12%). Noch

weniger Sportvereine (5%) offerieren

Kinderbetreuung während der Sportausübung.

Ein Familienbeauftragter ist bei Sportvereinen nicht die Regel, lediglich 4% der Vereine

haben eine solche

Funktion auf der Organisationsebene geschaffen – allerdings ist sie für

41% der

befragten Vereine denkbar.

Welche Angebote bietet ihr Verein für Familien an?

Familienfeste

39

32

24

Generationenübergreifendee Sportangebote

38

31

23

Eltern‐Kind‐Turnen

22

7

65

Familienfreizeiten

17

26

50

Elternabende

16

26

50

Zeitgleiche Angebote

14

19

58

Sportstunden für die ganze Familie

12

36

46

Kinderbetreuung währendd Sportausübung

5

23

64

Familienbeauftragter

4

41

47

Bieten wir bereits an

10 20 30 40 505

60 70 80 90 100

Können wir uns vorstellen

Kommt K nicht inn Frage

n= 113


| 75

In Hinsicht auf weitere Angebote für Familien, wie z.B. Nachhilfe‐Betreuung, Treffpunkte für

Eltern oder Kurse zur Erziehungskompetenz ist festzustellen, dass die Sportvereine sehr

zurückhaltend sind

und nur sehr s wenigee Sportvereine derartige Angebote bereits anbieten

(2 bis 5% %). Mit Ausnahme derr Schaffung eines „Treffpunkts fürr Eltern“ (27%) könnenn sich die

meisten

der befragten Sportvereine auch nicht vorstellen, derartige Angebote in Zukunft zu

offerieren (vgl. Abbildung).

Welche weiteren Unterstützungsleistungenn für

Familien bietet ihr Verein an?

Treffpunkte für Eltern

4,4

27,4

60,2

Kinderbetreuung unabhängig vom

Sportangebot

Kurse zur Erziehungskompetenz

Nachhilfe‐Angebote

Erziehungs‐ und Familienberatung

2,7

12,4

1,8

7,11

3,5

7, ,1

1,8

5,3

77,9

83, 2

81, ,4

83,22

Bieten wir bereits an

0 10 20 30 40 50

Können wir uns vorstellen

60 70 80 90 100

Kommt nicht in Frage

n = 113


| 76

3.5 Familienfreundlichkeit der Sportstätten

3.5.1

Vereinsräumlichkeiten/Vereinsheime

Eine wichtige Rolle bei derr Frage, wie familienfreundlich

ein Verein ist, spielen die

Sportstätten. So kann es für Eltern z.B. sehr attraktiv sein, wenn w auf dem Vereinsgelände

neben Kinderspielplätzen und

Spielgeräten auch Räume vorhanden sind, in denen sich die

Kinder frei und sicher bewegen können.

Etwa drei von vier der befragten Vereine stehen grundsätzlich Räumlichkeiten zur

Verfügung, die für

Vereinstreffen oder gesellige Veranstaltun

ngen genutzt werden können.

Etwa die Hälfte der Vereine verfügt dabei über ein Vereinsheim, je einn Viertel über eine

Gaststätte oder einen Jugendraum (vgl. Abbildung).

Welche Räumlichkeiten stehen ihrem

Verein zur z

Verfügung?

Räumlichkeiten für

Treffen/gesellige Veranstaltungen

73

Vereinsheim

54

Gaststätte

26

Jugendraum

23

%

n= 113

0 200 40

60 80

100

Nach der Schulnote

gefragt, die die Sportvereine ihren Räumlichkeiten geben würden, ergibt

sich eine Durchschnittsnote von 2,9. Diese Durchschnittsnotee wie auch der genauere Blick

auf die

Bewertung

offenbaren

eine

durchaus

kritische

Bewertung

der eigenen

Räumlichkeiten in Bezug auff ihre Familienfreundlichkeit. Diee meisten Sportvereine (38%)

geben ihren Räumlichkeiten

die Schulnote 3, also

ein „befriedigend“. 12% der befragten

Sportvereine bewerten ihre Räumlichkeit

ten hingegen mit der Schulnote S

4 (ausreichend) und

7% sogar mit der Note 5 (mangelhaft).


| 77

Welche Schulnote würden Sie Ihrer/‐n Räumlichkeit(en)

in Bezug

auf die Familienfreundlichkeit gebenn ?

%

50

45

40

35

30

25

20

15

10

5

0

4

37

38

12

7

2

n= 85

Die Nutzung der Räumlichkeiten ist eng an das Sporttreiben der d Mitglieder gebunden: 61%

der Vereine geben

an, dass ihre Räumlichkeiten von den Mitgliedern vor und nach dem

Sporttreiben sehr oft oder oft genutzt werden.

Hingegen werden unabhängig vom Sporttreiben

die Räumlichkeiten

bei den meisten

Vereinen weder von den Mitgliedern noch von Nicht‐Mitgliedern oft frequentiert.

In etwa

jeder fünfte Sportverein gibt an, dass sein Vereinsheim auchh oft oder sehr oft von Nicht‐

kaum

Mitgliedern besucht wird.

Diese Ergebnisse zeigen, dass die Vereinsräumlichkeiten bzw. Vereinsheime bislang

gemeindeübergreifende Integrationskraft besitzen. Vereinsheime sind dementsprechend

auch kein Ort, der für alle Familien aus dem Ort anziehend wirkt. Die Frage, inwiefern

Familien

als Vereinsmitglieder die Vereinsheime aufsuchen, wurde w in der Befragung nicht

gestellt – angesichts des Ergebnisses, wonach parallele Sportangebote für Familien eher die

Ausnahme darstellen, kann aber schlussgefolgert werden, dass Familien Vereinsheime eher

selten als gemeinsamen Aufenthaltsort nutzen.


| 78

Nutzung der Vereins‐Räumlichkeiten

Von Mitgliedern vor und nach

dem Sporttreiben

24

37

Von Mitgliedern unabhängig

vom Sporttreiben

3

17

Von‐Nicht‐Mitgliedern

5

14

n= 85

0

10 20

sehr oft

30 40

%

50 600 70

oft

3.5.2

Vereinsgelände

Der Hälfte der befragten Sportvereine steht ein Vereinsgeländee zur Verfügung.


| 79

Drei Viertel der Sportvereine,

denen ein Vereinsgelände zur Verfügung steht, haben darauf

speziellee Treffpunkte, die zur Kommunikation anregen (z.B. Sitzgelegenheiten). Auf 68% der

Anlagenn ist Raum für Bewegungsspiele von Kindern vorhanden (neben demm Sportplatz). Bei

fast der

Hälfte der Vereine (46%) mit Vereinsgelände ist eine geeignete Infrastruktur

für

weiteree Bewegungsaktivitäten

vorhanden (z.B. Tischtennisplatten, Boule‐Felder etc.) . Ein

Kinderspielplatz steht auf 43%

der Anlagen. Bei 41%

der Vereine, die einee Vereinsgelände

zur Verfügung haben, existieren geschützte Räume, in denen sich Kinder frei und sicher

bewegen können ( vgl. Abbildung).

Familienfreundlichkeit der Vereinsgeländee

Speziellee Treffpunkte für

Kommunikation

Raum für Bewegungsspiele von v

Kindern

68

75

Infrastruktur für

Bewegungsmöglichkeiten

46

Kinderspielplatz

43

Geschützte Räume

zum Spielen für

Kinder

41

0 20 40

60 80

%

100

n= 56


| 80

3.6 Gesellschaftliche Veränderungen und Rolle im sozialen Umfeld

Im Frageblock Sport und soziales Umfeldd zielte die Befragung darauf ab, genaueres

über die

Folgen des gesellschaftlichen

Wandels für die Sportvereine zu z erfahrenn – mit besonderer

Berücksichtigung von familienrelevantenn Aspekten.

Die quantitativ betrachtet wichtigste

Folge des gesellschaftlichen Wandels ist für die

Sportvereine die abnehmende Bereitschaft für Freiwilligenarbeit, was sich auch auf die

Übungsleiterfindung negativ auswirkt. Fast zwei Drittel der Sportvereine geben dies an.

Etwas über die Hälfte derr Sportvereine klagt über zu wenig Nachwuchs für f den

Wettkampfsport (53%). Zudem

geben viele Vereinee (44%) an, dass die Leistungsbereitschaft

bzw. Leistungsmotivation nachlässt.

Gesellschaftliche Veränderungen machen sich für Vereine auch darinn bemerkbar, dass

seltener

ganze Familien am Sport teilnehmen, Eltern

höhere Ansprüche ann das Sportangebot

stellen und vermehrt Zeitprobleme für das Sporttreiben haben.

Überraschenderweise bestätigt ein eher geringer Anteil der Vereine (19%) eine Entwicklung,

wonach

Eltern die Sportvereine vermehrtt als Kinder‐Aufbewahrungsstättee sehen.

Inwieweit ist ihr Sportverein von gesellschaftlichen

Verände

erungenn betroffen?

Bereitschaft für Freiwilligenarbeit nimmt ab

62

25

11

2

Schwierigkeiten

ÜL zu finden

61

14

21

4

zu wenig Nachwuchs für Wettkampfsport

53

15

22

10

Leistungsmotivation lässt nach

44

24

26

6

Teilnahme ganzer Familien wird geringer

39

28

25

8

Erhöhte Ansprüche an Sportangebot

35

26

33

6

Eltern

vermehrt Zeitprobleme für Angebote

34

40

23

3

Eltern weniger ansprechbar für Hilfen

33

39

24

4

Disziplinschwierigkeiten

28

32

35

5

Eltern nutzen Verein als Aufbewahrungsstätte

19

28

48

5

0 10 20 30 400 50 60

70 80

90 100

trifft eher /voll/

zu

teils/teils

trifft nicht/eher nicht n zu

k.A.

n= 113


| 81

Sehr überraschende Ergebnisse erbrachten auch die

Fragen zurr Rolle und Bedeutung der

Vereinee im Wohnumfeld. Deutlich wird insgesamt, dass

a) die Integrationskraft der Vereine im sozialen Raum deutlich nachlässt

b) die Vereine einee kritische Haltung gegenüber ihrer Rolle im Wohnumfe

ld einnehmen

c) die Sportvereinee eine kritische Haltungg gegenüber ihrer Wirkung im Wohnumfeld

einnehmen.

Lediglich die Hälfte

der befragten Sportvereine (53%) sieht für sich s uneingeschränkt eine

Mitverantwortung,

Kinder von

der Straßee zu holen. 22% der Vereine sehenn diese „überhaupt

nicht“ oder „eher nicht“.

Rolle

und Bedeutu

ung der Vereine im Wohnumfeld

(aus Sicht der Vereine)

Mitverantwortung, "Kinder von der Straße zu holen"

23

30

21

12

10

4

Hohes Ansehen im Ort

13

34

42

7

23

Beitrag zur

Integration sozial schwacher Familien

20

20

20

23

12

4

Verein trägt zur Identität der Gemeinde bei

10

244

23

24

15

4

Beteiligung an Gemeinschaftsaktionen im Ort

10

244

25

19

19

4

Verein stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl im Ort

6

27

200

22

20

4

mitverantwortlich, auf Bedürfnisse der Familien einzugehen

7

24

22

25

17

5

sportlichen Erfolge werden im Ort aufmerksam verfolgt

6

17

33

27

14

4

Menschen interessieren sich fürr Entwicklung des Vereins

4

19

33

35

7

3

Schulen wenden sich beim Thema T Bewegung an uns.

4

10

26

19

36

5

Kindergärten wenden sich beim Thema Bewegung an uns

3

10

14

17

51

5

Zuschauerinteresse an unseren Wettkämpfen ist groß

3 4

21

23

43

6

10 20

30 40

50 60

70 80 90 100

voll und ganz

eher e ja

teils/teils

eher nicht

überhaupt nicht

keine Angabe

n= 113


| 82

3.7 Kommunikationswegee der Sportvereine

Öffentlichkeitsarbeit der Sportvereine:

Nutzung von Kommunikationsmitteln

Vereins‐Homepage

87

Flyer

51

Tag

der Offenen TürT

42

Informationsstände

Schaukasten

Newsletter

Vereinszeitung

35

33

33

33

0

20 40

%

60

80 100

3.8 Kooperation

und Zusammenarbeit

Die folgende Abbildung zeigt die Zusammenarbeit der befragten Sportvereine im RheinKreis

Neuss mit anderenn Sportvereinen sowie Organisationen aus benachbartenn Politikfeldern wie

z.B. Schulen, Kindergärten oder Jugendzentren.

Bezüglich der Zusammenarbeit mit anderen Sportvereinen geben lediglich 20% der Vereine

keine Zusammenarbeit an. Allerdings ist Zusammenarbeit

auch bei lediglich 18% der

Sportvereine „eng“

oder „sehr eng“.

Neben anderen Sportvereinen sind Schulen die häufigsten Kooperationspartner von

Sportvereinen: über die Hälfte der Sportvereine gibt eine Zusammenarbeit an. Allerdings ist

hier zu vermuten, dass ein Großteil dieser angegeben Zusammenarbeit auf Absprachen zur

gemeinsamen Sportanlagen‐ oder Gerätenutzung zurückgeht.

Als zunehmend wichtiger Partner der Sportvereine erweisenn sich die Träger der Offenen

Ganztagsschulen: 41% führen

eine Zusammenarbeit an, wenngleich sie nur 11% als intensiv

bzw. „eng“ oder „sehr eng“ betrachten.


| 83

Obwohl

fast zwei Drittel der Sportvereine

e im RheinKreis Kooperationspartnerr an vierterr Stelle. Nurr 7% der

Neusss (61%) keine Zusammenarbeit

mit Kindergärten angeben, stehen sie als

Sportvereine arbeiten nach eigener Aussage „eng“

oder „sehr eng“ mitt den Kindergärten

zusammen.

Fünfthäufigster Kooperationspartner derr Sportvereine sind diee Betriebe bzw. Unternehmen.

Auch hier ist das Ausmaß der Zusammenarbeit mit 28% der Vereine niedrig. Zwei Drittel der

Sportvereine arbeitet nicht mit Unternehmen zusammen.

Die Kooperation und Zusammenarbeit mit den weiteren möglichen Partnern im Sozialraum

ist nicht die Regel. Jeweils ca. 75% der Vereinee arbeiten weder mitt Ärzten noch mit

Krankenkassen, Jugend‐ oder Senioreneinrichtungen, kommerziellen Sportanbietern oder

kulturellen Einrichtungen zusammen.

Zusammenarbeitt der Sportvereine mit anderen

Organisa

ationen/ /Einrichtungen

andere Sportvereine

8

10

40

20

20

4

SchulenS

10

12

13

23

35

6

Träger der Offenen Ganztagsschule

6

5

12

18

53

6

Kindergärten

4

3

12

15

61

4

Betriebe/Unternehmen

3

5

8

12

67

4

Ärzte

5

4

6

11

711

4

Krankenkassen

3 4

8

11

711

4

Jugendeinrichtungen

2

2 4

13

74

5

Kirchengemeinden

1

4

7

10

74

5

Senioreneinrichtungen

3 4 2

8

79

5

Kommerzielle Sportanbieter

01

5

9

79

6

Kulturelle Einrichtungen

1 5

7

80

6

sehr eng

eng

0

mittel

10 20

geringg

30 40 50 600 70 80

90 100

keine Zusammenarbeit

k.A.


| 84

Ein Mehr an Zusammenarbeitt wird vom überwiegenden Teil der Sportvereine im RheinKreis

Neuss nicht gewünscht. 32% der Sportvereine würde gerne mehr mit Schulen

zusammenarbeiten, jeweils etwa jeder vierte Verein mehr mit anderen Sportvereinen (26%)

Unternehmen (23%) und Kindergärten ( 23%). Jugendeinrichtungen und Träger der Offenen

Ganztagsschule würde sich etwa jeder fünfte Verein

als Kooperationspartner wünschen.

Erstaunlicherweisee wird auch

zu Ärztenn und Krankenkassen

von nur 13% bzw. 10% der

Vereinee mehr Zusammenarbeit gewünscht. Kommerzielle Sportanbieter scheinen für die

Sportvereine im RheinKreis Neuss als engerer Kooperation

nspartner überhaupt

nicht in

Betracht zu kommen: Nur 3% wünschen sich mehr Zusammena

arbeit.

Mit welchen Einrichtungen ist mehr

Zusammenarbeit gewünscht?

?

Schulenn

32

andere Sportvereinee

26

Betriebe/Unternehmenn

23

Kindergärtenn

23

Jugendeinrichtungenn

21

Träger OGSS

20

Senioreneinrichtungenn

14

Ärztee

13

Kirchengemeindenn

12

Krankenkassenn

10

Kulturelle Einrichtungenn

7

Kommerziellee … 3

n= 113

0

10 20 30 400 50

%


| 85

3.9 Offene Ganztagsschule

Die große Mehrheit der befragten Sportvereine

Bereich der Ganztagsschule.

(71%) macht derzeitt kein Angebot im

Macht ihr Vereinn Angebote im Bereich der

Ganztagsschule?

k.A.

3%

Ja

26%

Nein

71%

n= 113

Von den Sportvereinen, die kein Angebot im Bereich der Ganztagsschule machen, ist der

weit überwiegendee Teil nicht daran interessiert, solche Angebote ins Programm zu nehmen.

Haben

Sie Interesse an der Durchführung vonn

Angeboten im Rahmen der Ganztagsschule?

?

Ja

35%

Nein

65%

n = 81

Die Sportvereine sehen die Ganztagssch

hule weitestgehend nicht als neue Möglichkeit an,

den Kindern Sport noch näher zu bringen und sie an Sportvereine heranzuführen. Fast drei

Viertel der Sportvereine (71%) beurteilen das Statement „Mit der Ganztagsschule

ist eine

gute Möglichkeit für Kinder in den Vereinssport geschaffen

worden“ als nicht zutreffend

bzw. eher nicht zutreffend. Nur insgesamt 8% stimmen der Aussage zu.


| 86

Mit der Ganztagsschule ist eine gute Einstiegsmöglichkeit

für Kinder in

den Vereinssport

geschaffen worden.

60

50

50

40

30

20

21

14

10

6

3

5

keine

Angabe

trifft nicht

zu

trifft eher

nicht zu

teils/teils

trifft eher

zu

trifft voll zu

n= 113

In der Diskussion um Sport und Ganztagsschule wird

vielfach vorgebrachtv

t, dass Sportvereine

allein schon deshalb Sportangebote in der Offenenn Ganztagsschule nichtt in Betracht ziehen

können, da aufgrund der Ehrenamtlichkeit der Übungsleiter diese erst ab 16 oder 17

Uhr zur

Verfügung stehen.

Aus der

vorliegenden Befragung geht hervor, dasss dieses Problem für insgesamt 28% der

Sportvereine zutrifft. Für etwa die Hälfte der Sportvereine stellt im Hinblick auf mögliche

Ganztagsangebote

das „Nicht‐zur‐Verfügung‐Stehen“ von Übungsleitern vor 16 Uhr

allerdings kein bzw. nur ein kleines Problem dar.


| 87

Für unseren Verein gibt es lediglich begrenzte

Kooperationsmöglichkeiten mit Ganztagsschulen,

weil vor 16:000 Uhr keine Übungsleiter zur Verfügung stehen.

35

30

29

25

20

15

10

5

5

20

18

16

12

n= 113

keine

Angabe

trifft t nicht

zu

trifft eher

nicht zu

eils/teils

trifft eher

zu

trifft t voll zu

Deutlich

weniger als die Hälfte der befragten Sportvereine (40%)(

gibt an, dass durch die

Ganztagsschule die

Nutzungszeiten geringer werden. Für etwa ein Drittel (31%) trifft dies

nicht zu, für 13% „eher weniger“.

Nutzungsmöglichkeiten (Zeiten) von Sportstätten

werden durchh den Ganztag geringer.

35

30

25

31

25

20

15

10

5

5

13

11

155

n= 113

keine

Angabe

trifft nicht

zu

trifft eher

nicht zu

teils/teils

trifft eher e

zuu

trifft voll zu

Eine Rückgang der Mitgliederzahl im Kinder‐ und Jugendbereich durch den Ganztag

verzeichnen nach eigener Aussage 47% der befragten Vereinee (28% stimmen „voll zu“, z 19%

stimmen „eher zu“ “). Weitere 10% der Sportvereine

stimmen dieser Entwicklung teils/ /teils zu.


| 88

Insgesamt 37% der Vereine geben hingegen keinen bzw. „eher keinen“ Rückgang der

Mitgliederzahlen im

Kinder‐ und Jugendbereich durch den Ganztag an.

Rückgangg der Mitgliederzahlen im Kinder‐ undd

Jugendbereich durch den Ganztag.

30

25

25

28

20

199

15

10

5

6

12

10

0

k.A.

trifft nicht

zu

trifft eher

nicht zu

teils/teils

trifft eher e trifft voll zu

zu

n= 113

3.10 Bekanntheit von Programmen des LSB NRW und Teilnahme

Zum Abschluss des

Fragebogens wurdenn die Sportvereine befragt, welche Programme bzw.

Fördermaßnahmenn des Landessportbundes Nordrhein‐Westfalen ihnen bekannt sind.

Einem breiten Spektrum der Vereine (70%) ist das System der Vereinsberatung bekannt. Die

Kampagne „Überwinde deinen inneren Schweinehund“ kenntt mit 51% etwa die Hälfte der

befragten Vereine – ebenso wie das Konzept „aktiv und gesundd älter werden in NRW“ (48%).

41% der Vereinee kennen das Programm „schwer mobil“. Von den angegebenen

Programmen/Maßnahmen am

wenigsten bekannt sind den Vereinen die „Förderung von

Breitensportveranstaltungen“

(37%), „Talentsuche

und Talentförderung“ (36%) sowie der

Bewegungskindergarten bzw. die „Auszeichnung

bewegungsfreundlicher Kindergarten“

(35%).


| 89

Bekanntheitt von Programmen/

/Maßnahmen des

Landesspo

ortbundes

NRW

Kostenlose Vereinsberatung (VIBSS)

70

ÜdiS

–Überwinde deinen d innerenn

Schweinehund

Zukunft

gestalten –aktiv und gesund

älter werden in NRW

schwer mobill

Förderung von

Breitensportveranstaltungen

Talentsuche und Talentförderungg

(Kooperation mit Schulsport)

Bewegungskindergarten / Auszeichnungg

kinderfreundlicher Sportverein

n= 113

51

48

41

37

36

35

0 10 20 30 40

%

50 60 70 80

Die Zahlen zur Teilnahme an den Programmen/Maßnahmen des Landessportbundes

fallen

deutlich

geringer als diejenigen zur Bekanntheit. Knapp jeder fünfte derr befragten Vereine

hat die

„VIBSS‐Vereinsberatung“ in Anspruch genommen

. Die Inanspruchnahme der

„Talentsuche und ‐förderung“ und der „Förderung

von Breitensportveranstaltungen“ liegt

deutlich

unter 10% %, die des „Bewegungskindergartens“ und „schwer mobil“ unter 5% %.

Teilnahme an bzw. Inanspruchnahme von

Programmen/Maßnahmen des LSBB NRW

VIBSS ‐ Vereinsberatungg

18

Talentsuche und Talentförderungg

(Kooperation mitt Schulsport)

Förderung von

Breitensportveranstaltungenn

6

8

Bewegungskindergartenn

Zukunft gestalten –aktiv und gesundd

älter werden inn NRW

ÜdiS ‐ Überwinde deinen d innerenn

Schweinehund

schwer mobill

4

4

3

3

n= 113

0

10

%

20

30


| 90

4.1 Erhebungsmethodik und Repräsentativität

4 Befragung zur Familienfreundlichkeit des Sports im RheinKreis Neuss aus

Sicht der Eltern

Die Befragung „Sport und Familie – Fragen zur Familienfreundlichkeit des Sports in

Korschenbroich“ wurde im Zeitraum Maii 2011 bis Oktober 2011 entwickelt und im Zeitraum

November 2011 bis Januar 2012 durchgeführt. Befragt wurdenn Eltern auss drei ausgewählten

Grundschulen der Modellkommunen

Jüchen, Korschenbroich und Rommerskirchen.

Insgesamt wurden

920 Fragebögen verteilt – in Abstimmung

mit der Schulverwaltung und

den Schulleitungenn wurden die Fragebögen dabei den Lehrern überreicht, die diese an die

Schüler mit der Bitte weitergaben, sie von den Eltern ausfüllen zu lassen und zurückzugeben.

Insgesamt wurden

345 Fragebögen ausgefüllt zurückgegeben. Der Rücklauf von

37,5%

wurde von den Schulleitungenn als sehr beachtlich angesehen.

Die Befragung gingg ein auf folgende Themenstellungen:

‐ Wohnumfeld und Sport

‐ Gemeinsam

Bewegungsaktivitäten

‐ Eigene Sportausübung

Bewegungs‐ und Sportverhalten des Kindes

‐ Offene Ganztagsgrundschule

‐ Maßnahmen zur Bewegungs‐ undd Sportförderung

Bezüglich der Repräsentativität des Datensatzess ist zunächst entscheidend, dass die

Zielgruppe „Eltern“ erreichtt wurde. Bei dem Vergleich mit der Realverteilung der

Grundgesamtheit

nach sozio‐ökonomischen Aspekten zeigt sich eine Überrepräsentation

von Frauen und gut ausgebildeten Eltern.

Insgesamt sind knapp 82% der Befragtenn weiblich.

Nach dem höchsten Bildungsabschluss gefragt,

geben 30,2% 3 an, Abitur/Allgemeine

Hochschulreife zu haben. Ein Viertel nennt die Mittlere Reife, Realschulabschluss oder

Fachhochschulreifee als höchsten Abschluss. Etwas mehr als jeder fünfte hat ein Studium an

einer (Fach)Hochschule absolviert (22,2%).


| 91

Schulabschluss der Eltern

Abitur/ /Allgemeine Hochschulreifee

30,2%

Mittleree Reife, Realschulabschluss,

Fachschulreife

26,3%

(Fach‐) Hochschulabschluss

22,2%

Fachhochschulreifee

11,5%

Haupt‐/Volksschulabschluss

8,0%

sonstiger Schulabschluss

Zur Zeit Schüler(in)

1,2%

0,6%

0,0% 5,0% 10,0%

15,0% 20,0% 25,0% % 30,0% 35,0%

n=338

Mehr als ein Drittel der befragten Eltern ist zwischen 36 undd 40 Jahrenn alt (36,5%). Etwas

über 30% sind zwischen 41 und 50 Jahrenn alt, gefolgt von 15% zwischen z 311 und 35 Jahren alt.

40,0%

35,0%

30,0%

Alter der Eltern

36,5%

30,6%

25,0%

20,0%

15,0%

15,0%

12,3%

10,0%

5,0%

0,0%

2,9%

1,2%

bis 25 26‐30

31‐35

36‐40

41‐45

1,5%

46‐50 über 51

Alter

n=340


| 92

Knapp über die Hälfte derr beantworteten Fragebögen stammen aus der Gemeinde

Korschenbroich. Die andere Hälfte der Fragebögen

verteilt sich zu 27% auf Jüchen und 22%

auf Rommerskirchen.

4.2 Sport und Wohnumfeld

4.2.1 Beurteilung

des Wohnumfeldes im Bereich Sport, Bewegung und Erholung

Zweidrittel der Befragten (75,2%) sindd mit den Strecken um u Joggen, , Laufen und/oder

(Nordic)Walken zufrieden ( 33,5%) oder sehr zufrieden ( 41,7%). Mehrheitlich

positiv

bewertet

(über 60%) wird die Erreichbarkeit von Sportangeboten (69,2%) und

Schwimmbädern (65,4%), die Angebote durch Sportvereine

e (64,7%) und die Radwege

(60,4%). Am unzufriedenstenn sind die Befragten mit den Möglichkeitenn zum Inline‐Skaten

(40,7%) und den Parks/Grünanlagen für Bewegungsaktivitäten

(29,9%).

Beurteilung derr Aspekte im Bereich Sport,

Bewegung und Erholung im Wohnum

mfeld

Strecken zum

Joggen/Laufen/Walken

41,7%

33,5%

14,2%

7,9% 2,7%

Erreichbarkeit von Sportangeboten

28,7%

40,5%

23,6%

5,6% 2,1%

Erreichbarkeit von Schwimmbädern

38, ,3%

27,1%

18,9%

10,9% 4,7%

Angebote durch SportvereineS

24,6%

40,1%

23,1%

9,9% 2,4%

Radwege

25,7%

34,7% 3

21,0%

12,3% 6,3%

Erreichbarkeit

von sonstigen Anbietern

15,1%

31,2%

35,8%

14,2% 3,7%

Parks, Grünanlagen für Bewegungsaktivitäten

18,5%

25,7%

26,0% %

21,2%

8,7%

Angebotee durch sonstige Anbieter

14,2%

28,8%

38,8%

14,9% 3,2%

Angebot an Kinderspielplätzen

12,8%

28,5%

37,4%

11,6%

9,8%

Informationsmöglichkeiten zu Sportangeboten

5,7%

28,0%

42,2%

17,2%

6,9%

Angebot an Bolzplätzen

9,1%

22,8%

40,9%

16, 6%

10,6%

Möglichkeiten zum Inline‐Skaten

7,1%

23, 6%

28,6%

28,6%

12,1%

sehr

zufrieden

zufrieden

0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80%

90% 100%

indifferentt

unzufrieden

absolut unzufrieden

n=309‐339

4.2.2 Fehlende Sportangebote in der Gemeinde


| 93

Fast 45%

der Befragten beanstanden fehlende Sportangebote

für die ganze Familie, gefolgt

von Angeboten für

Jugendliche (31,3%). Angebote für Frauen, Mädchen und Kinder werden

von jeweils rund 27% der Befragten vermisst. Angebote für Senioren hingegen nur von 8,7%.

Fehlende Angebote

für die ganze Familie

für Jugendliche

für Frauen

für Mädchen

für Kinder

für spezifischee Gruppen

31,3%

27,2%

27, ,0%

26, 7%

44,6%

für Senioren

8,7%

0%

10% % 20%

30% 40% 50%

n=253‐327

Angebote, die zu Fuß erreichbar sindd und Trendsportarten fehlen jeweils 37,4% der

Befragten. Mehr Angebote im

Gesundheitsbereichh wünschenn sich 23,3% %. Angebote durch

kommerzielle Anbieter (19,7%) bzw. durch Sportvereine (17,4%) werdenn von jeweils unter

20% vermisst. Jeweils über 85% sind mit den Möglichkeitenn zum Joggen und Radfahren

zufrieden.

Fehlendee Angebote und Möglichkeiten

Angebote, die zu Fuß zu erreichen sind

Trendsportangebote

37,4%

37,4%

im Gesundheitsbereich

durch kommerzielle Anbieter

durch Sportvereine

Radfahren

23,3%

19,7% 1

17,4%

14,8%

Joggen

8, ,7%

0%

10%

20% % 30% % 40%

n=278‐305


| 94

4.3 Gemeinsam

Bewegungsaktivitäten

4.3.1 Bewegungsaktivitäten

mit der Familie

Als am häufigsten ausgeübte gemeinsam

me Bewegungsaktivität

innerhalb der Familie nannten

die Befragten Kleine Ballspiele (z.B. Federball, Tischtennis undd Fußball; 42,9%), gefolgt von

gemeinsamen Radtouren (41,5%) und gemeinsamen Schwimmbadbesuchen (40,1%). 35%

der Befragten gaben an oftt bzw. sehr oft Spielplätze zu besuchen oder gemeinsame

Bewegungsspiele wie Fangenn oder Verstecken ausüben. Nur jeder Fünfte gab an oft bzw.

sehr oft

mit der Familie wandern zu gehen (19,7%).

Wie häufig üben sie die folgenden

Bewegungsaktivitäten mit Ihrer Familie aus?

Mehrfachnennungen

möglich

Kleine Ballspiele

Gemeinsame Radtouren

Gemeinsam Schwimmen

Besuch von Spielplätzen

Bewegungsspiele

13,0%

8,5%

7,7%

8,9%

6,6%

29,9%

33,0%

32,4%

26, ,4%

28,1%

Gemeinsames

Wandern

3, 3%

16, 4%

0%

10% % 20%

30%

40%

50%

sehr oft

oft

n=331‐342

4.3.2 Bedeutung und Wirkung der gemeinsamen

Bewegungs‐ bzw. Sportausübung

Generell stimmen die Befragten der Bedeutung und

Wirkung der d gemeinsamen Bewegungs‐

bzw. Sportausübung in allen Fällen eherr zu bzw. voll und ganz zu. Die größte Zustimmung

erhält mit 85,2% die Aussage

„Die gemeinsame Bewegungs‐/Sportausübung stärkt unseren

familiären Zusammenhalt“. „Die Verfolgung gemeinsamer Ziele“, Z „Sport zum familiären

Spannungsabbau“

und „Werte‐ und Idealevermittung durch Sport“ bejahen jeweils rund

Dreiviertel der Befragten. Jeweils über 600 Prozent stimmen den Aussagenn des „Vorbild‐Sein“

und dem

„Kennenlernen von einer neuenn Seite“ zu.


| 95

Die gemeinsame Beweguns‐/Sportausübung stärkt

unseren familiären Zusammenhalt.

39,0%

46,2%

10,2%

3,6% 0,9%

Bei Bewegung und Sport lernen wir, Ziele

gemeinsam zu verfolgen.

33,0%

45,8%

15,5%

4,8% 0,9%

Durch Bewegung und Sport lassen sich familiäre

Spannungen abbauen.

28, ,8%

48,7%

15,1%

6,2% 1,2%

Die gemeinsame Beweguns‐/Sportaktivitätenn

eignen sich gut, um meinen Kinder spezielle Werte

und Ideale zu vermitteln.

27, 3%

47,1%

18,0%

5,7% 1,8%

Bei Bewegungs‐/Sportaktivitäten bin b ich für meine

Kinder ein gutes Vorbild

29, ,8%

35,7%

18,3%

14,7%

1,5%

Bei Bewegung und Sport lernen wir uns von einer

neuenn Seite kennen.

15,0%

47, 1%

25,8%

9,6% 2,4%

Bedeutung bzw. . Wirkung gemeinsamer

Bewegungs‐

bzw. Sportausübung

stimme voll und ganz zu

stimme eher nicht zu

0% 10% 20% 30% 40% 50%60% % 70% 80% 90% 100%

stimme eher zu

weder w noch

stimme überhaupt nicht zu

n=333‐339


| 96

4.3.3

Wichtigkeitt von Angeboten für Familien in Sportverein

nen

Am Wichtigsten erachten die Befragten mit 83, 9% „Spielmöglichkeiten für Kinder“ im

Sportverein.

Angebote

für die ganze

Familie

(„Aktionen/Veranstaltung“

sowie

Sportangebote“) sind für jeweils über 60% wichtig bzw. absolut wichtig.

„Zeitlich

befristetee Angebotee für Kinder und Jugendliche“ und „zeitgleiche Angebote für

Kinder und Erwachsene“ schätzen jeweilss etwa 60%

der Befragten als (absolut) wichtig ein.

Am wenigsten wichtig nannten die Befragten die „Kinderbetr

euung überr das Sportangebot

hinaus“

(40,4%).

Wichtigkeit der Angebote für Familien in einem

Sportverein

Möglichkeiten zum Spielen für Kinder

56,0%

27,9%

2,5%

12,1%

1,5%

Aktionen/Veranstaltungen für die ganze Familie

29,1%

36,9%

28,1%

3,4% 2,5%

Zeitlich

befristete Kursangebote für

Kinder/Jugendliche

24,0%

39,6%

26,5%

5,8% 4,1%

Sportangebote für die ganze Familie

24,50%

36,10%

29,40%

6,70%

3,40%

Zeitgleiche Angebotee für Kinder und Erwachsene

25,00%

34, ,10%

28,70%

7, ,60% 4,60%

Angebote Elter‐Kind‐Turnen

26,6%

23,1%

28,2%

8,0% 14,1%

Zeitlich

befristete Kursangebote für f Erwachsene

18,2%

29,2%

39,2%

6, 9% 6,60%

Kinderbetreuung über das Sportangebot hinaus

18,8%

21,6%

30,1%

12,5%

16,9%

0% 10%

20% 30% 40%50%60%

70% 80% 90%100%

absolut wichtig

wichtig

indifferent

unwichtigg

absolut unwichtig

n=333‐339


| 97

4.3.4 Zufriedenheit mit Angeboten für Familien in

Sportvereinen

Bei der

Befragungg zur Zufriedenheit mit den bestehendenn Angeboten für Familien in

Sportvereinen wurden alle Angebote am

häufigsten mit „indifferent“ bewertet (36,2% bis

57%). Am zufriedensten sind

die Befragten mit den „Angeboten zum Eltern‐Kind‐Turnen“

die „Möglichkeiten

zum Spielen für Kinder“ (33,5%) und die „zeitgleichen Angebote für Kinder und Erwachsene“

(41,7%) (30,3%). Am häufigsten als unzufrieden bzw. absolut unzufrieden werden

bewertet.

Zufriedenheit mit den Familien‐Angeboten der

Vereine vor

Ort

Angebote Elter‐Kind‐Turnen

20,1%

22,2%

48,8%

5,1% 3,8%

Möglichkeiten zum Spielen für Kinder

8,1%

25,4%

36,2%

23,5%

6,8%

Zeitlich

befristete Kursangebote für

Kinder/Jugendliche

8,6%

20,6%

49,1%

15,5%

6,2%

Aktionen/Veranstaltungen für die ganze Familie

5,3%

19,9%

47,8%

18,3%

8,6%

Sportangebote für die ganze Familie

9,2%

15, ,4%

48,0%

18,3%

9,2%

Zeitlich

befristete Kursangebote für f Erwachsene

5,8% 16,6%

54,9%

16,3%

6,4%

Kinderbetreuung über das Sportangebot hinaus

7,5% 12,6%

57,0%

16,7%

6,1%

Zeitgleiche Angebotee für Kinder und Erwachsene

4,9% 11,2%

42,1% %

26,6%

15,1%

0% 10%

20% 30% 40%50%60%

70% 80% 90%100%

absolut zufrieden

zufrieden

indifferent

unzufrieden

absolut unzufrieden

n=291‐307


| 98

4.4 Eigene Sportausübung

4.4.1 Sporttreiben der Eltern

Von den

insgesamt 345 Befragten treiben 248 in ihrer Freizeitt Sport (72%). Rund ein

Viertel

(26%) ist in der Freizeit sportlich nicht aktiv.

Treiben Sie in Ihrer Freitzeit

Sport?

nein

25,5%

k.A.

2,6%

jaa

71,9%

n=34


| 99

4.4.2 Am häufigsten betriebene Sportarten

Joggen wird als die am häufigsten betriebene

Sportart genannt (19,3%), gefolgt von

Radfahren (14,5%), Fitness (14,3%), Schwimmen (10,3%) und (Nordic)Walking (7,5%).

Welchen Sport üben Sie am häufigsten aus?

bis zu zwei Angabenn möglich

Joggen

19,3%

Radfahren

14,5%

Fitness

14,3%

Schwimmen

10,3%

(Nordic) Walking

7,5%

Gymnastik/ /Yoga

5,1%

Fußball

4,8% %

Tanzen

3,3%

Tennis

3,3%

Wandern/Spazieren

2,6%

Reiten

2,4%

Inline/Rollsport

1,5% 1

Sonstige

1,3% 1

Kraftsport

1,2%

Kampfsport

1,2%

Golf

1,2%

Ausdauersport

1,2%

Volleyball

1,2%

Handball

0,9%

Wintersport

0,7%

Squash

0,4%

Wassersport

0,4%

Tischtennis

0,4%

Turnen

0,4%

0,0%

5,0%

10,0%

15,0% % 20,0% % 25,0%

N= =455


| 100

4.4.3 Partner der

Sportausübung

Die vorgenannten

Sportarten werden zuu 42,1% „allein“ von den Befragten ausgeübt. Knapp

38% treiben

mit „ihren

Kindern“

Sport, gefolgt von Sporttreiben

„mit

Ehepartner(in)/Lebensgefährte/‐in“ und „mit Freunden und Bekannten“

(jeweils rund 33%).

Am wenigsten wird mit den „eigenen Eltern“ oder „Geschwistern“ Sport getrieben (max.

3,3%).

Mit

wem treiben Sie hauptsächlich Sport?

Mehrfachanworten möglich

alleina

mit eigenen Kindern

mit Ehepartner(in)/Lebensgefährte/‐in

mit Bekannten/Freunden

42,1%

37,9%

33,0% %

32,8% %

mit Sport‐/Mannschaftskameraden

20,6%

mit Eltern

mit Geschwistern

0,0%

3,3%

2,0%

10,0%

20,0% 30,0% 3 40,0% 50,0%

n=451


| 101

4.4.4 Einschränkung der persönlichen Sportausübung durch bestimmte e Faktoren

Über die Hälfte der Befragten

(54,8%) gibt an, durch „Familiäre Aufgaben“ stark bzw. sehr

stark bei der Ausübung der Sports eingeschränkt zu werden. Während „Berufliche

Verpflichtungen“ für etwas mehr als 40% eine starke bzw. sehr starke Einschränkung

darstellen, spielen „Gesundheitliche Probleme“ für

zweidrittel eher weniger oder gar keine

Rolle (67,6%).

Inwiefern wird Ihre persönliche Sportausübung

durch folgende Faktoren eingeschränkt?

Familiäre Aufgaben

26,0%

28,8%

28,0%

11,6%

5,6%

Berufliche Verpflichtungen

18,4%

23,3%

27, 3%

11,4%

19,6%

Gesundheitliche

Probleme

4, 3% 4,3% 23,8%

30,6%

37,0%

0%

10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90%

100%

sehr stark stark

Mittel eher weniger

gar nicht

n=235‐250

4.5 Organisation/Vereinee im Wohnumfeld

4.5.1 Mitgliedschaft in einer Organisation / Initiative

Von den

345 Befragten sind über zwei Drittel (n=269=69,3%)

Mitglied in

bzw. Initiative.

einer Organisation

Sind

sie Mitglied in einer Organisa

ation bzw.

Initiative?

nein

29,3%

k.A.

1,4%

ja

69,3%

n=345


| 102

Diese 269 Mitglieder verteilen

sich wie folgt auf die folgenden Organisationen/Vereine: Über

die Hälfte (57%) ist Mitglied

in einem Sportverein. Über ein Drittel ist in Klassen‐ und

Schulpflegschaft Mitglied. Jeweils etwas weniger als ein Viertel ist imm KiTa‐Förderverein

(24,7%) und im Schützenverein (23,4%) vertreten.

Sind sie Mitglied

in einer der folgenden

Organisationen bzw. Initiativen?

Mehrfachnennungen möglich

Sportverein

Klassen‐/Schulpflegschaft

34,3% 3

KiTa‐Förderverein

24,7%

Schützenverein

23,4%

(Pfarr)Gemeinde

17,6%

Sonstige Initiative

14,2%

Karnevalsverein

7,5%

Kulturverein

(o.ä.) 3,8%

Feuerwehr

3,3%

Politische Partei 1,7%

57%

0,0%

10,0%

20,0%

30,0%

40,0%

50,0% 60,0%

n= =239

4.5.2 Ehrenamt

Insgesamt haben nur 7,2% ein

Ehrenamt in einem Sportverein

inne.

Haben Sie in einem Sportverein ein

Ehrenamt inne?

k.A.

5,8%

ja

7,2%

nein

87,0%

n=3


| 103

Ein Ehrenamt zu übernehmen, können sich nur 15,7% (n=52) der Befragten vorstellen. Die

Frage welches Amt

sich die Befragten konkret vorstellen können zu übernehmen, haben 45

Elternteile beantwortet. Knapp 43% davon könnenn sich vorstellen als Trainer/Übungsleiter

ehrenamtlich tätig

zu sein. Knapp ein Viertel (24,5%) kann sich Vorstellen ein Ehrenamt im

Vorstand zu übernehmen.

Könnten Sie

sich vorstellen, ein Ehrenamt/

eine Tätigkeit in einem Sportve

erein zu

übernehmen?

k.A.

13,6%

ja

15,7%

nein

70,7%

n=345

Übernahme welcher Funktion(en)?

Mehrfachnennungen

möglich

Trainer/ÜL

42,9%

Sonstiges

32,7%

Vorstand

24,5%

Prozent

0,0%

10,0%

20,0%

30,0%

40,0% 50,0%

n= =45


| 104

Von den 7,0% der Befragten, die ein Ehrenamt inne haben, sind 72, ,0% als

Trainer/ /Übungsleiter tätig. Knapp ein Viertel (24%) hat ein Amtt als Vorstand inne.

Ausübung welcher Funktion(

(en)?

Mehrfachnennungen

möglich

Trainer/ÜL

72,0% %

Vorstand

24,0%

Sonstiges

20,0%

Prozent

0,0% 10,0% 20,0%

30,0%

40,0% 50, 0% 60,0%

70,0% 80,0%

n= =25


| 105

4.6 Bewegungs‐und Sportverhaltenn der Kinder

4.6.1 Kinder unter 14 Jahren

in der Familie

In etwas mehr als jeder zweiten Familie (53,8%) leben zwei Kinder unterr 14 Jahren. . In über

einem Viertel (27,8%) lebt ein Kind.

Prozent

60,0%

50,0%

Kinder unter 14 Jahren

53,8%

40,0%

30,0%

27,8%

20,0%

14,0%

10,0%

0,0%

0,3%

0

1

2

3

3,5% %

4

0,6% Alter

5 n=342

Das Kind, das in der Schule den Fragebogen

ausgehändigt bekommen hat, war im

Durchschnitt knapp 8 Jahre alt. Jeweils rund ein Viertel war sieben Jahre alt (26,6%), acht

Jahre alt (23,6%) oder neun Jahre alt (23,3%).

30,0%

25,0%

Prozent

Alter des befragten Kindes

26,0%

23,6% 23,3%

20,0%

18,2%

15,0%

10,0%

6,9%

5,0%

0,0%

0,3%

5

6 7

8

9 10

0,6%

11

0,3% 0,3%

12 133

Alter

n=335


| 106

Die Hälfte der Kinder ist weiblich (50,4%).

Geschlecht der befragten Kinder

3,5% %

50,4%

46,1%

Männlich

Weiblich

k. .A.

n=34

4.6.2 Sind Sie der

Meinung, dass sich Ihr Kind ausreichend bewegt?

Knapp 85% geben an, dass sie

der Meinung sind, dass sich ihr Kind K ausreichend bewegt.

Sind Sie der Meinung, dass sich s Ihr

Kind ausreichend

bewegt?

nein

12,5%

k.A.

2,9%

ja

84,6%

n=3


| 107

4.6.3

Treibt Ihr Kind in der Freizeit Sport?

Knapp 92% der Befragten geben an, dass ihr Kind in der Freizeit Sport treibt. Über drei

Viertel der Kinder sind Mitglieder in einem Sportverein. Etwass weniger als zwei Drittel sind

Mitglieder in einem

Verein (63,5%), rundd ein Drittel in zwei Vereinen (33,5%).

Treibt Ihr I Kind

in der Freizeitt Sport? ?

k.A.

1,4%

nein

7,0%

ja

91,6%

n=3

Ist Ihr Kind

Mitglied in einem

Sportverein?

nein

18,3%

k.A.

5,8%

ja

75, 9%

n=34

1 Verein

2…

3…

4…

Anzahl Vereinsmitgliedschaften

33,8%

2,3%

0,4%

63,5%

0%

10%

20%

30%

40% 50% 5 60% % 70%

n=26


| 108

4.6.4 Am Häufigsten ausgeübte Sportarten der Kinder

Am häufigsten gehen die Kinder nach Angaben der Eltern schwimmen (22,2%). Es folgen die

Sportarten Fußball (12,6%), Radfahren

(8,5%) und

Kampfsport (7,3%). Tennis und

Turnen

werden jeweils von

5,8% als häufigste Sportart des Kindes angegeben.

Welchen Sport übt ihr Kind am häufigstenn

aus?

bis zu drei Antwortmöglichkeiten

Schwimmen

22,2%

Fußball

12,6%

Radfahren

8,5%

Kampfsport

7,3%

Tennis

5,8%

Turnen

5,8%

Leichtathletik

4,2% %

Tanzen

4,0%

Handball

3,5%

Reiten

2,8%

Inline/Rollsport

2,8%

Joggen

2,7%

draußen…

2,5%

Ballett

2,0%

Trampolin

1,9%

Gymnastik/Yoga

1,8%

Sonstige

1,8%

Tischtennis

1,3%

Einrad

1,1%

Schulsport, Sport‐Ags

0,9%

Klettern

0,9%

Wandern/Spazieren

0,9%

Wintersport

0,9%

Rhönrad

0,4% 0

Golf

0, ,3%

Volleyball

0, ,3%

0,0%

5,0%

10,0%

15,0%

20,0%

25,0%

n=79


| 109

4.6.5 Organisation der Bewegungs‐/Sportaktivität des Kindes

Rund 44 % geben

an, dass der Sportverein die Sportaktivit

ät des Kindes organisiert. An

zweiter Stelle nennen die befragten Eltern, dass die Kinder selbst (mit Freunden,

Familienangehörigen, Bekannten) ihre Bewegungs‐/Sportaktivitäten 18% aus. Kommerzielle Einrichtungen (z.B.

organisieren. Angebote

im schulischen Rahmen (z.B. AGs) machen

Fitness‐Studios) und öffentliche/gemeinnützige Träger (z.B. VHS, Familienbildungsstätte,

Krankenkasse) spielen einee geringe Rolle bei der Organisation

der Bewegungs‐

/Sportaktivitäten der Kinder (5,9% bzw. 1,2%).

Wer organisiert die Bewegu

ngs‐

/Sportaktivität des

Kindes?

Mehrfachanworten möglich

SportvereinS

44,3%

Kinder selbst (mit Freunden,

Familienangehörigen, Bekannten) B

39,2%

kommerzielle Einrichtungen (z.B. Fitness‐

Studio)

Schule (z.B AGs)

18,0% %

5,9%

Sonstige

5,8%

öffentliche/gemeinnützige Träger (z.B. VHS,

Familienbildungsstätte, Krankenkasse)

1,2%

0,0%5,0%10,0%

%15,0%20,0%25,0%30,0%35,0%40,0%45,0%50,0%

n=775‐778


| 110

4.6.6 Prozentualee Verteilung der Bewegungs‐/

/Sportaktivität auf die verschiedenen

Angebots‐/ /Organisationsformenn

Etwas weniger als

die Hälfte

(47,5%) der Bewegungs‐/Sportaktivität wird im Sportverein

ausgeübt. Rund 30% der Aktivitäten sind privat/unorganisiert, Schul‐AGs/OGATA

machen

rund 15% aus.

Wie viel Prozent übt Ihr Kind jeweils in den

verschiedenen Angebots‐ bzw.

Organisa

tionsformen aus?

(Die fünf Prozentwerte müssen zusammen 100% ergeben.)

Sportverein

47,7%

Schul‐AGs, OGATA

privat, unorganisiert

30,6% %

14,6%

kommerzieller Anbieter

sonstiges

2,1%

5,0%

0,0% 0 10,0% % 20,0%

30,0%

40,0% 50,0% 60,0%

n=296

Von

welcher

Organisationsform

Bewegungsverhalten?

profitiert

Ihr

Kind

am

meisten

für

sein/ihr

Den größten Profit für dass Bewegungsverhaltenn des Kindes sehen die Befragten zu

Zweidrittel im Sportverein (66,9%). Selbst organisierter Sport schafft nach der Meinung von

38,7% der Befragten den größten Mehrwert, gefolgt vom Sportunterricht (28,2%) und dem

Sport in

der OGATAA (12,3%).

Von welcher Organisationsform profitiert Ihr

Kind Ihrer Meinung nach

am meisten fürr

sein/ihr Bewegungsverhalten?

Mehrfachnennungen möglich

Sportverein

selbst organisierter…

38,7%

Sportunterricht

28, 2%

Sport im Offenen… 12,3%

66,9%

0,0% 20,0%

40,0%

60,0%

80,0%

n=32


| 111

4.7 Offene Ganztagsschule

4.7.1

Teilnahme an der offenen Ganztagsschule

Knapp 60% der Kinder nehmen an der offenen Ganztagsschule

teil.

Nimmt Ihr Kind an der Offenen

Ganztagsschule teil?

k.A.

2,0%

ja

38,3%

nein

59,7%

n=34

Über die Hälfte der Kinder (52,9%), deren Eltern diese Frage beantwortet

haben, nehmen an

den Bewegungsangeboten der OGATA teil.

Nimmt ihr Kind an

Sportder

OGATA teil?

und

Bewegungsangeboten

nein

47,1%

ja

52,9%

n= 15


| 112

4.7.2 Ausreichend Bewegungsangebote in der OGATA?

Über die Hälfte der Befragten (53%) sind der Meinung, dass es ausreichend Sportund

Bewegungsangebote in der OGATA gibt. Etwas über

ein Viertell (26,5%) hält die Angebote für

nicht ausreichend.

Gibt es Ihrer Meinung nach ausreichend

Sportund Bewegungsangebote in der

OGATA?

nein

26,5%

weiß ich nicht

20,5%

ja

53,0%

n=15

Mit der

Qualität der Sportund Bewegungsangebote in der OGATA sind Zweidrittel (67,2%)

eher zufrieden bzw. sehr zufrieden. 11,5% hingegen sind damit eher unzufrieden bzw. sehr

unzufrieden.

4.7.3 Qualität der Bewegungsangebote in der OGATA

Wie zufrieden sind Sie mit der Qualität

t der

Sportund Bewegungsangebote in i der OGATA?

Wie zufrieden sind Sie mit

der Qualität der Sportund

Bewegungsangebote in der

OGATA?

28,7%

38,5%

21,3%

6,6%4,9%

0%

20% % 40%

60%

80%

100%

sehr zufrieden

eher zufrieden

teils/teils

eher unzufrieden

sehr unzufrieden


| 113

4.7.4 Folgen der OGATA bzw. der Bewegungsangebote in der OGATA

Allen drei Aussagen zum Thema Sport und OGATA stimmen die Befragten eher nicht zu. So

sind nur 12% der Befragten der Ansicht, dass die

Sportund Bewegungsangebote in der

OGATA ausreichend sind und es somit nicht mehr erforderlich ist, dass ihr Kind

nachmittags/spätnachmittagss Sport im

Verein treibt. Jeweils unter 9% stimmen den

Aussagen dazu, dass durch die OGATA ihr Kind „keine Zeit“ (8,9%) bzw. „keine Lust“ (8,1%)

hat, nachmittags/spätnachmittags Sport im Verein zu treiben.

OGATA und Sport

Durch die Sportund Bewegungsangebote in der

OGATAA ist es meiner

Meinung nach nicht mehrr

erforderlich, dass mein Kind 3,2% 8,8% 13,6%

nachmittags/spätnachmittags Sport im Verein

treibt.

36,8%

37,6%

Durch die OGATA hat

mein Kind keine Zeit mehr,

nachmittags/spätnachmittags Sport im Verein zu

2,4% 6,5%

treiben.

21,8%

26,6%

42,7%

Durch die OGATA hat mein Kind keine Lust mehr,

nachmittags/spätnachmittags Sport im Verein zu0,8%

7,3% 16,1%

treiben.

26,6% %

49,2%

stimme voll und ganz zu

stimme eher nicht zu

0% 10% 20% 30% 40% % 50% 60%

stimme eher zu

weder w noch

stimme überhaupt nicht zu

70% 80% 90% 100%

n=124‐125


| 114

4.8 Maßnahmen zur Bewegungs‐ und Sportförderung

Über 85% der Befragten beurteilen die Maßnahmenn zur Förderung von Sport und Bewegung

in der Gemeinde mehrheitlich (über 50% %) als wichtig bzw. absolut wichtig. Am wichtigsten

werden die „Maßnahmen

zur Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen“

bewertet: Über drei Viertel (75,8%)(

halten sie für

absolut wichtig w und 20,7% für wichtig.

Maßnahmen zur räumlichen Verbesserung als Voraussetzung der Bewegungs‐ und

Sportförderung werden außerdem als (absolut) wichtig genannt: So werden „Die Sanierung

von öffentlichen Sportanlagen“ (87,7%),, „Die Attraktivierung

von Schulhöfen“ (86, 8%) und

„Die Schaffung von

vielfältigen Möglichkeiten zum wohnortnah

hen Sporttreiben“ (85,6%) von

jeweils über 85% der Befragten als (absolut) wichtig

genannt.

Die „Verbesserung

der Familienfreundlichkeit des Sports“ wirdd von 68,6% % der Befragten als

wichtig (35,8%) bzw. sehr wichtig (32,8%) erachtet.

Die Maßnahmen

„Verbesserung des Angebots an Lauf‐ und Joggingstrecken“

(44,7%),

„Stärkere Unterstützung des Leistungssports“

(44%) sowie die „Verbesserung der

Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen und Migrantenorganisationen“ (37,6%) werden

etwas weniger als von der Mehrheit (unter 50%) als (absolut) wichtig w bewertet.

Maßnahmen zur Förderung von Sportt und

Bewegun

ng in der Gemeinde

Folie 1/ /2

Maßnahmen zur Bewegungsförderung von Kindern und

75,8%

20,7%

2,6% 0,9%

Jugendlichen

Sanierung von öffentlichen Sportanlagen

60,2%

27,5% 11,1% 1,2%

Attraktivierung von Schulhofflächen

(Bewegungsfreundlichkeit)

Schaffung von vielfältigen Möglichkeiten zum wohnortnahen

Sporttreiben

Verbesserung der Qualität von Parks und Grünflächen für

Sport und Bewegung

Verbesserung des Informationsangebots zu den Sportund

Bewegungsmöglichkeiten in der Gemeinde

Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung/Schaffung von

Bewegungsflächen

Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen

Kindergärten/ /Jugendzentrenn und den Sportvereinen

Verbesserung der räumlichen Attraktivität der

Kindergärten/KiTas für Sport und Bewegung

56,0% %

49,0%

49,3%

41,5%

45,4%

42,6%

36,8%

30,8% 10,9% 2,4%

36,6% 11,2% 3,3%

30,3% 17,5%

2,9%

36,8%

18,2%

3,5%

30,1%

17, ,1% 7,3%

31,8%

19, ,1% 6,5%

35,3% % 19,9%

8,0%

Erweiterung undd Ausbau von Radwegen

42,2%

28,0%

23,3%

6,5%

0%

20%

40% 60% 80%

100%

absolut wichtig

wichtig

indifferent

(absolut) unwichtig

n=333‐339


| 115

Maßnahmen

zur Förderung

von Sport undd

Bewegung in der Gemeindee

Maßnahmen zur Unterstützung des

Gesundheitssports

Öffnung

von Schulhöfen für Sport undd Bewegung

nach Schulschluss

Verbesserung der Familienfreundlichkeit des

Sports

Folie 2/2

29,3%

39,2%

32,8%

Bessere Informationen über Lauf‐ und

Joggingstreckenn

19,9%

Verbesserung des Angebots an a Lauf‐ und

Joggingstrecken

21,7%

Stärkere Unterstützung des Leistungssports

18,6%

Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen

Sportvereinen und

Migrantenorganisationen

17,3%

30,4%

22,6%

25,4%

20,3%

40,2% 26,0%

4,4%

29,5%

21,1% % 10,3%

35,8% % 26,3%

5,0%

32,1% 17,5%

35,7% 3 19,9%

36,1% 3 19,8%

42,4%

20,0%

absolut wichtig

0% % 10% 20% 30%40%50%60% 70% 80% 90%100%

wichtig

Verbesserung der Internetinformation

31,2% 29,1% 30,3% 9,4%

Verbesserung des Angebots an Strecken für Inline‐

Skating

27,9% 32,4% 23,1% 16,5%

Bessere Informationen über Strecken für Inline‐

Skating

25,7% 28,4% 28,1% 17,9%

Entwicklung von Broschüren und Infomaterialien

26,5% 26,8% 32,4% 14,1%

n= =333‐


| 116

5 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse

e

5.1 Zusammenfassung der Befragungsergebnisse

Auf Grundlage der Vereinsbefragung „Sportverein und Familie“ “ (n=113), der Elternbefragung

Sport und Familie“ (n=345) und der praktischen Erfahrungen in der konkreten

Netzwerkarbeit ergeben sich die folgenden zentralen Befunde:

Perspektive der Eltern

• Die Sportvereine besitzen bei denn Eltern ein bemerkenswert positives Image. In der

Perspektivee der Eltern nehmen siee offenkundig eine unverwechselbare Funktion für

die gesamtee Familie und die Kinder ein. Mit dem Angebot der Sportvereine istt man

überwiegend zufrieden

bis sehr zufrieden.

• Die Wertschätzung der Sportvereine von Seiten der Eltern unterliegt jedoch Grenzen.

Es ist eine eher „pauschale Zufriedenheit“ bei (vermutlich) unklaren Vorstellungen

und Kenntnissen hinsichtlich der Arbeit in den Sportvereinen. Zwarr bescheinigt man

den Sportvereinen durchaus gutee Arbeit, jedoch ist die Erwartungshaltung

hinsichtlich der Leistungen der Familienfreundlichkeit der d Sportvereine

eingeschränkt. Gleichwohl ist dass positive Image ein wertvolles Potential, das in der

Zukunft noch stärker genutzt werden könnte.

• Die Befragung offenbart deutlich zusätzliche Wünsche der d Eltern hinsichtlich

familienfreundlicher bzw. familienunterstützender Angebote. Die zusätzlichen

Wünsche der Eltern werden offenbar bislang

jedoch nicht von vornherein an die

Sportvereine gerichtet.

Sportvereine

• Die Sportvereine bescheinigen sich pauschal Familienfreundlichkeit im Rahmen der

Legitimations‐Rhetorik, die an diee Öffentlichkeit adressiert ist. Tatsächlich ist dies

nicht völlig grundlos. Jede Aktivität in einem Sportvereinn hat sicherlich einen

gewissen Bezug zur Familie, sofern die Sporttreibenden

in einer Familie leben.

• Präzisiert man den Begriff der Familienfreundlichkeit, dann erfordert dies allerdings

Differenzierungen. Im Folgenden wird von einer expliziten Familienfreundlichkeit

versus einer diffusen ( rhetorischen) Familienfreundlichkeit gesprochen. Explizite

Familienfreundlichkeitt liegt dann vor, wenn eine Organisation die Belange von

Familien explizit wahrnimmt, auf sie eingeht und in ihrer Organisationsstruktur bzw.

ihren Abläufen berücksichtigt.


| 117

• Legt

man die Kriterien einer explizitenn Familienfreundlichkeit an, dannn nehmen die

Sportvereine die gesellschaftspolitischen Erwartungen und insbesondere die Bedürfnisse

der Familien offenbar nur eingeschränkt wahr (vgl. Vereinsbefragung).

. Nur eine

beschränkte Zahl von Sportvereinen zeigt sich interessiert für f das Thema Familie und

man

könnte sich durchauss mehr Initiativen der Sportverein

e für Familienfreundlichkeit

vorstellen. Ein Bewusstsein für die Bedürfnisse der Familienn und die daraus

resultierenden

besonderen Bedarfe liegt nur in Ausnahmef

ällen vor. Ein expliziterr

Familienbezug

der Sportvereine ist inn den meisten Fällen nicht zu erkennen. Eine

Systematik der Berücksichtigung der Interessen von Familien existiert demnach nicht.

Wohl aber ist der Wunsch deutlich, dass es gut wäre, wenn es Entsprechendes geben

würde.


Familienpolitische Initiativen unterliegen damit zwei z grundlegenden

Bedingungen, welche zum

einen Potentiale zum anderen aber auch die

Begrenzungen

einer „Familienpolitik

der Sportvereine“ beschreiben:

o Aus dem

positiven, , aber begrenzten Image bei den Eltern erwächst für

die Sportvereine ein großes Potenzial hinsichtlich der Ausgestaltung zu

familienfreundlichen Vereinen, die über das „normale“ Sportangebot

hinaus die Bedürfnisse der Eltern wahrnehmen und innovativ

bearbeiten.

o Einschränkend für das genannte Potential gilt jedoch, dass für einen

erheblichen Teil der Sportvereine selbst bei vorhandenem Willen für

eine familienfreundlichere Gestaltung diee infrastrukturellen

Voraussetzungen fehlen. Dies

gilt z.B. hinsichtlich des Vorhandenseins

eines Vereinsheims oder Vereinsgeländes, aber auchh ganz

grundsätzlich in Bezug auf die

Vereinsgröße: für die knapp 50%

der

Sportvereine des RheinKreis

Neuss, die weniger w als s 100 Mitglieder

haben, sind familienfreundliche Angebote wie zeitgleiche

Sportangebote für Eltern und Kinder nur schwerlich umsetzbar.

• In der Vereinsbefragung des Projekts wie auch in anderen Befragungen rühmen sich

die Sportvereine, familienfreundlich zu sein. Diese Haltung ist im Allgemeinenn nicht

ganz unberechtigt und

geht mit der Einschätzung der Eltern weitgehend konform.

Legt man jedoch einenn präziseren, anspruchsvolleren Begriff von

Familienfreundlichkeitt zugrunde, treten sogleich die eingeschränkten Möglichkeiten

eines großen Teils Sportvereine zuu Tage. Die Familienfreundlichkeitt der Sportvereine


| 118

kann daher

durchaus auch als oberflächlichee Formel gesehen werden, die von

den

eingeschränkten Erwartungen der Familien geschützt wird. w

• Angesichts der Ergebnisse der Befragungen empfiehlt es sich, nichtt von einer

generellen Integrationswirkung der Sportvereine im Bereich Familie zu sprechen –

hierzu fehlen die Voraussetzungen. Angebracht erscheint ein Plädoyer für Realismus.

5.2 Wirksamkeit des Forschungsprojekts / Zusammenfassung derr Netzwerkarbeit

Das Projekt „Netzwerke für Sport und Bewegungg im RheinKreis Neuss“ kann aufgrund

folgender Aspekte in hohem Maße wirksam und insgesamt als sehr erfolgreich bezeichnet

werden:






Durch die Netzwerkarbeit wurden vorhandene, bislang „unentdeckte“ Sportund

Bewegungsbedarfe der Bürgerinnen und

Bürger erkannt e und in zahlreichen

sozialräumlichen Kooperationen

von verschiedenen

Einrichtungen in die

Praxis

umgesetzt. In den Modellkommunen entstand so eine Vielzahl an neuen

Bewegungsangeboten.

Das Forschungsprojekt zeigt, dass Netzwerkarbeit

gerade imm Hinblick auf die

Steigerung familienfreundlicher

r Angebotee durch die d Sportvereine besonders

erfolgreich ist. In den Netzwerken, die im Rahmen des Projekts imm RheinKreis Neuss

aufgebaut wurden, gelang es, diee Bedürfnisse der Familien zu erkennen, aufzugreifen

und gemeinsam mit den lokalen Akteuren innovative,

familienfreundliche Angebote

zu entwickeln.

Die Konzepte „Bewegter Sonntag“ undSportnacht““ als offene Angebotsformen

versprechen, sofern sie

wie im Projekt sozialräumlich geplant und in Zusammenarbeit

der lokalen

Akteure umgesetzt werden, auch in anderen Städten und Gemeinden

Erfolg.

Die Befragungen der Teilnehmer

von verschiedenen Veranstaltungen geben ein sehr

positives Bild über den

Nutzen des Projekts für Bürgerinnen und Bürger wieder. Der

Nutzen der Maßnahmen und Projekte für die an der Umsetzung beteiligten

Organisationen liegt nach deren eigener Aussage vor allem darin, Neues

kennengelernt und neue Kontaktee geschaffen zu haben.

Es wurden neue Wege für ein erfolgreiches Netzwerkmanagement gefunden und

dargestellt. Die Vernetzungsmethoden der Vorgängerp

rojekte „Sport in Metropolen“

und „Moderne

Sportstadt

Oberhausen“ wurdenn dabei entsprechend

der

Rahmenbedingung „Kreis mit kleineren Kommunen“ angepasst undd weiterentwickelt.


| 119


Auch im Bereich Familie und Sport zeigt sich dabei, dass innovative Angebote durch

ein proaktives Kooperationsmanagement

entstehen (können), bei dem die

Sportvereine

kurzerhand

in attraktive Projekte eingebunden

werden.

Ein

aufwändiger Vereinsentwicklungsprozess

sozusagen „learning by

doing“.

ist hierzu nicht erforderlich.

Es gilt

Bilanz: Möglichkeiten und Grenzen von Netzwerken

Die skizzierten Ergebnisse dokumentieren Möglichkeiten und Grenzen G vonn Netzwerken im

Rahmen

der Modernisierung von Sportvereinen und

Sportstrukturen


Netzwerke haben angesichts der Notwendigkeit

der Modernisierung der

Sportstrukturen insbesondere eine katalysatorische Funktion im Rahmen

jeweiliger Sozialräume.



Sowohl in Köln und in Oberhausen als

auch im RheinKreisNeuss der Modernisierung

darstellen. Sie sind s in besonderer Weise geeignet, um Bedarfe der Umwelt zu

zeigtt sich,

dasss Netzwerkee ein unentbehrliches

Instrument

erfassen und Gesichtspunkte des Gemeinwohls

abzubilden; ; zugleich haben sie

mobilisierende

Funktion.

Unverkennbar

ist der personale Faktor der Netzwerkarbeit.

. Mit einem

Netzwerkkoordinator können die begrenzten Wirkungen „abstrakten

Materials (Broschüren, Rezepte, Lehrgänge) überwunden und die

Besonderheiten und „Begabungen“ des Sozialraums erfasstt und der Sinn der

Maßnahmen und ein entsprechenderr Mehrwertt für die Gemeinschaft

nachhaltig demonstriert werden. Unverkennbar

ist weiterhin, dass die

Funktionen und

Möglichkeiten der Netzwerke inn den verschiedenen

Kontexten kontextgebunden variieren.

Es ergeben sich

Fragen nach den Trägern und Organisationsstrukturen

von

Netzwerken sowie der Formen des Lernens durch Netzwerke. Nur ein Teil der

Sportvereine kommt in Betracht. Den

Sportvereinen muss vermittelt werden,

dasss die Beteiligung an Netzwerken nicht automatisch mit kurzfristigen

Erfolgen verbunden ist (Steigerung der Mitgliedszahlen). Der Bevölkerung

muss verdeutlicht werden, dass sie in

Bezug auf familienpolitische Leistungen

mehr von den Sportverein

nen erwarten kann (sofern entsprechenden

Leistungen sicher gestellt werden können).

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine