8. Mitarbeiter

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8. Mitarbeiter

Einstellung von Mitarbeitern

Der Bewerber, der bei dieser Auswahlmethode die

meisten Kreuze erhält, ist wahrscheinlich der geeignetste,

ganz genau weiß man dies erst nach einer

längeren Zusammenarbeit. In der Auswahltabelle mit

der oben vorgeschlagenen Gewichtung wäre dies der

Bewerber mit der Nummer 2.

Sollte es zwei gleich gute Bewerber geben, hilft

wahrscheinlich nur ein zweites Gespräch. Der

Fairness halber sollten alle Bewerber ein kurzes

freundliches Anschreiben mit der Absage erhalten.

Dabei sollte nicht vergessen werden, die Bewerbungsunterlagen

wieder mit zurück zu schikken.

Es kommt nicht selten vor, dass der ausgewählte

Bewerber die Stelle plötzlich nicht mehr will. Aus

diesem Grund sollten zwei oder drei Bewerber,

die nachrangig in Frage kommen würden, erst

nach Abschluss des Arbeitsvertrages mit dem

Ausgewählten eine Absage erhalten. Falls sich die

Auswahl zeitlich sehr verzögern sollte, ist es sinnvoll,

die Wartenden zu informieren.

Die Einstellung

Der geeignete Bewerber ist ausgesucht und soll

nun eingestellt werden. In allen bisherigen Ausführungen

gab es kaum Hinweise auf Gesetze

oder Regeln, die beachtet werden mussten. Dies

ist bei der Mitarbeitereinstellung anders. Es müssen

alle Arbeitsgesetze beachtet werden, wie z.

B. das Arbeitszeitgesetz, Kündigungsschutzgesetz

oder Bundesurlaubsgesetz. An dieser Stelle soll

keine Abhandlung über die Arbeitsgesetze erfolgen,

aber da, wo es notwendig ist, auf bestehende

Arbeitsgesetze Bezug genommen bzw. einzelne

Paragraphen aus unterschiedlichen Gesetzen

zitiert werden.

Der Bewerber wurde über seine Auswahl informiert

und zum Einstellungsgespräch eingeladen.

Sinnvollerweise wurde bereits vor dem Gespräch

eine Personalakte angelegt, in der sich die Bewerbungsunterlagen,

der Personalbogen, Kopie

des polizeilichen Führungszeugnisses, Notizen

aus dem Vorstellungsgespräch und die Bewerberanalyse

befinden. Zu vervollständigen ist die Akte

nun noch mit dem Arbeitsvertrag mit der dazugehörigen

Stellenbeschreibung und einer Dienstanweisung

für Fahrpersonal. Auch eine Checkliste

der Unterlagen, die der Bewerber spätestens z.

B. am 1. Arbeitstag mitbringen soll, ist sinnvoll.

Arbeitsvertrag

Das Nachweisgesetz schreibt für Arbeitnehmer, die

länger als einen Monat beschäftigt werden vor, dass

die wesentlichen Vertragsbedingungen mit dem Arbeitnehmer

schriftlich vereinbart und unterschrieben

werden müssen. Die Mindestinhalte sind:

• Namen und Anschriften der Vertragspartner

• Beginn des Arbeitsverhältnisses

• Eventuelle Befristung des Arbeitsverhältnisses

• Arbeitsort oder der Hinweis auf die Beschäftigung

an verschiedenen Orten

• Kurze Beschreibung der Tätigkeit

• Zusammensetzung und Höhe des Entgeltes

inklusive aller Zulagen usw., wie deren Fälligkeit

• Arbeitszeit

• Dauer des Jahresurlaubs

• Kündigungsfristen

• Hinweise auf anzuwendende Tarife, Dienstvereinbarungen

usw.

Musterarbeitsvertrag

Der Musterarbeitsvertrag (siehe S. 75 und 76) ist

für einen Arbeitgeber, der nicht Mitglied in einem

Arbeitgeberverband ist und somit keiner Tarifbindung

unterliegt, sondern nur die gesetzlichen

Vorschriften beachten muss. In Klammern und

Schrägschrift werden innerhalb dieses Vertrages

Hinweise auf relevante Arbeitsgesetze gegeben.

Ein Mustervertrag ohne diese gesetzlichen Hinweise

befindet sich im Anhang.

Der Arbeitsvertrag sollte dem neuen Mitarbeiter

mitgegeben werden, damit er diesen in Ruhe lesen

kann. Es sollte eine Frist gesetzt werden, bis

zu welchem Zeitpunkt der Vertrag zurück geschickt

werden muss. Auf keinen Fall sollte er erst

zum 1. Arbeitstag wieder mitgebracht werden. Es

besteht immer die Gefahr, dass der Arbeitnehmer

es sich noch anders überlegt, und dies sollte

vor dem 1. Arbeitstag bekannt sein.

Außerdem sollte dem Mitarbeiter eine Checkliste

ausgehändigt werden, welche Unterlagen er spätestens

zum 1. Arbeitstag mitbringen muss. Eine

solche Checkliste könnte folgende Punkte beinhalten:

• Lohnsteuerkarte oder Zwischenbescheinigung

des vorherigen Arbeitgebers

• Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse

• Kopie Sozialversicherungsausweis

• Kopie Personalausweis

• Kopie Führerschein

• Polizeiliches Führungszeugnis

• Ausgefüllter Personalbogen

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