Kompetenz - Euroriding

euroriding

Kompetenz - Euroriding

03 – 05/09

Kundenmagazin der Euroriding Reitsport-Fachgeschäfte

Brennpunkt

E/A-Prüfungen nur

für Senioren?

Springen

Praxistipps von

Franke Sloothaak

Porträt

Zu Besuch bei

Silke Vallentin


Gastkommentar

Erwachsene im Turniersport

Bereits seit geraumer Zeit propagieren die FN und ihre Landesverbände

– sicherlich in unterschiedlicher Intensität – das

Thema „Zielgruppenorientierung im Turniersport“.

Was gehört dazu, bezogen auf Erwachsene im Turniersport?

Zu den begleitenden Maßnahmen dieser

„Kampagne“ gehörten u. a. die Einführung

neuer Altersklassen gem. LPO

„Reiter Ü21/U40“ bzw. „Senioren Ü40“

sowie des Konzeptes FN Hunterklassen.

Auch die Liberalisierung des LPO-Preisgeldsystems

gehört sicherlich in diesen

Zusammenhang.

Es wird auch bereits seit geraumer Zeit

unseren Veranstaltern empfohlen, schon

bei Abfassung der Ausschreibung den

Teilnehmerkreis – insbesondere was das

Handicap „Altersklassenzugehörigkeit“

angeht – nach Zielgruppen zu spezifizieren.

Entsprechend groß dürfte die Resonanz

der Interessenten ausfallen: Wenn ich

schon bei Nennungsabgabe weiß, dass ich

mit einem „homogenen“, vielleicht auch

etwas kleineren Teilnehmerfeld meines

Alters- und Leistungsstandes konkurriere,

ist meine Motivation sicherlich ungleich

höher, als (in der Hoffnung auf eine

möglichst „gerechte“ Teilung bei vielen

Nennungen) eine Prüfung für „Alle Alters-

und Leistungsklassen“ zu nennen.

Fakt ist leider aber auch, dass innovative

Gedanken und Ideen in unserem traditionsbewussten

Sport nur sehr schwer

ihren Weg bis an die Basis und hin zur

praktischen Umsetzung fi nden. Die Ausschreibung

einer separaten Prüfung für

die „Oldies“ bedeutet i. d. R. größeren

Aufwand (Preisgeld, Organisation etc.)

bei – derzeit noch – eher kleinen Starterfeldern.

Zielgruppenorientierung bedeutet aber

auch das Eingehen auf die speziellen

Belange dieser Klientel: Der erwachsene

Turnierreiter stellt andere Ansprüche als

unsere – ohne Wenn und Aber weiterhin

förderungswürdigen – Jugendlichen oder

die „Halb- und Vollprofi s“ in Aufbauprüfungen

und im „echten“ Leistungssport,

den es ebenfalls auf hohem Niveau zu

erhalten gilt.

Der „Amateur gesetzten Alters“ will (und

kann oft) nicht um 07.30 Uhr am Samstag

ein top vorbereitetes Pferde an den Start

bringen. Womöglich möchte er auch

seinen Kaffee nicht aus Plastikbechern

Kompetenz

von Andalusier bis Zwergpony.

trinken und steht nicht unbedingt auf das

kulinarische Standardangebot mancher

Turniere. Andererseits gehört er aber sicher

oft genug zu denen, die bei schönem Ambiente,

in stressfreier Atmosphäre, unter

„ihresgleichen“ gern auf ein Preisgeld verzichten,

ja vielleicht sogar als Mäzen oder

Sponsor gewonnen werden können.

Derzeit beschäftigen sich drei Diplomarbeiten

in unterschiedlichen Konzeptionen

mit Fragestellungen zum „Kundenverhalten“

im Turniersport – vielleicht

gelingt es ja, mit wissenschaftlichen

Untersuchungsergebnissen eigentlich

bekannte Erkenntnisse noch besser zu

kommunizieren und eine noch effektivere

Veranstalterberatung im Sinne unserer

älteren Turniersportler zu leisten.

Friedrich Otto-Erley

Leiter der Abteilung Turniersport

Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN)

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Aktuell

Wie hoch müssen

Weidezäune sein?

Diese Frage steht

spätestens dann im

Fokus, wenn es zum

Schadensfall kommt.

Deshalb dazu eine

Expertenauskunft der

R+V-Versicherung:

Für die Höhe von Weidezäunen

gibt es keine eindeutigen

gesetzlichen Vorschriften, nur

eine Leitlinie der LandwirtschaftlichenBerufsgenossenschaft

(LBG). Darin heißt es,

die Weidezäune müssen „stabil

und ausbruchsicher“ sein.

Wenn ausbrechende Pferde

größere Schäden verursachen,

landen solche Fälle meist vor

Gericht. Aus den Urteilen

ergeben sich dann konkretere

Anforderungen, die jedoch

immer nur für diesen Einzelfall

gelten.

Hier ist der landwirtschaftliche

Sachverstand des Weidebesitzers

gefragt: Je nach

Größe der Herde, Art der Tiere

und Lage der Weide sind unterschiedliche

Zaunarten und

Zaunhöhen erforderlich: Ein

Hengst braucht eine höhere

Umzäunung als Stuten mit

Fohlen, Shetties andere Zäune

als Springpferde und in der

Nähe einer Autobahn muss

der Zaun besonders sicher

sein. Und: Die Pferde müssen

Foto: B. Uhlenbrok

ausreichend zu fressen und

zu trinken haben. Bei einem

Schadenfall wird ein Gutachter

darüber urteilen, ob der

Zaun dem Gefahrenpotenzial

angemessen war.

Beispiel 1: Eine kleine Weide

am Stall ist seit Wochen abgenagt.

Die Pferde kommen trotzdem

für täglich acht Stunden

raus, strecken ihre Hälse durch

den Holzzaun, bis der endlich

bricht und die Tiere ausreißen.

Als sie über die Straße

laufen, verursachen sie einen

Verkehrsunfall. Wer muss für

den Schaden aufkommen?

Letztlich haftet hier der Eigentümer

des Reitstalls, da es sein

Verschulden ist, wenn die Tiere

nicht genügend Futter haben.

Aber damit der Geschädigte,

der PKW-Eigentümer, schnell

zu seinem Geld kommt, kann

er sich zunächst auch an den

Pferdeeigentümer wenden.

Rechtlich gibt es gegenüber

dem Geschädigten ein sogenanntesGesamtschuldverhältnis

zwischen Tierhalter und

Eigentümer des Reitstalls. Im

zweiten Schritt wird jedoch die

Versicherung des Tierhalters

die des Reitstallbesitzers in

Regress nehmen und sich das

Geld zurückerstatten lassen.

Turniersport hat zugelegt

Die Anzahl an Turnierveranstaltungen hat 2008 im Vergleich

zum Vorjahr um zwölf Prozent auf 3.692 Veranstaltungen zugenommen,

so die aktuelle Turniersportstatistik der Deutschen

Reiterlichen Vereinigung (FN). Zieht man die in dieser Statistik

zuvor nicht erfassten früheren Kat.C-Veranstaltungen ab, bleibt

ein Zuwachs von drei Prozent. Leicht rückläufi g ist hingegen die

Mitgliederentwicklung: Mit 753.004 Mitgliedern, 706 weniger

als 2007, rangiert die FN in der Rangliste aller Spitzenverbände

des Dt. Olymp. Sportbundes wie im Vorjahr an achter Position.

Beispiel 2: Zwei Junghengste

toben auf einer Koppel, die mit

mobilen Weidepfählen und

einer einfachen Stromlitze auf

etwa einem Meter Höhe eingezäunt

ist. Beide Pferde brechen

aus, ein Pferd verletzt sich

dabei am E-Zaun. Wer haftet?

Soweit – wie in diesem Fall – die

Weideeinzäunung nicht hoch

und stabil genug gebaut wurde,

haftet der Weideeigentümer.

Er müsste die Umzäunung

den Gegebenheiten anpassen.

Wäre der Weidezaun hingegen

angemessen gewesen, haftet

niemand – dann gilt dies als

sog. „Eigenschaden“ des Tierhalters.

Stefanie Simon

Lesermeinungen

Zum Beitrag „Im Wechselbad

der Geschichte“ über

das ehemalige Landgestüt

Kreuz in Heft 12/08

Der Artikel über das ehemalige

Landgestüt Kreuz in

Ihrer letzten Ausgabe war

für mich das Erste, was ich

über dieses Gestüt im Zusammenhang

gelesen habe.

Klasse!

Ehrenfried Brandts,

87629 Füssen

Das jüngste Heft hat mir

wieder hervorragend gefallen.

Allein der ausgezeichnete

Artikel über Kreuz und

das hervorgehobene Zitat

des Landstallmeisters a.D.

rechtfertigen schon den

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2009

3


Fotos: www.RamonaDuenisch.de

Große Freude bei der Siegerehrung nach einer

gelungenen E-Dressur

Das sagen erwachsene Turniereiter der Kl. E/A:

„Ich gehöre zu den Senioren,

die sich ihren Kindheitstraum

vom eigenen Pferd erst spät erfüllen

konnten. Nicht jeder hat

reiche Eltern, die einem jeden

Wunsch von den Augen ablesen

und vor allen Dingen auch

bezahlen können. Vor zwei

Jahren habe ich mir also mein

DRA IV mit viel Schweiß und

Tränen erarbeitet und versuche

seitdem, bei Dressurprüfungen

Fuß zu fassen. Die E- und

häufi g auch A-Dressuren sind

bei uns so stark besetzt, dass

diese immer zu dritt oder viert

geritten werden. Startet man in

solchen Prüfungen, wird man

sehr oft von den Junioren/

Jungen Reitern bzw. eigentlich

eher noch von deren Eltern

belächelt. „Was will die Alte

denn hier?“, „Die soll doch

lieber zu Hause üben“, und

ähnliches kann man dann öfters

hinter vorgehaltener Hand

hören. Als ich endlich in einer

Ausschreibung die RE1 fand,

einzeln und extra für Reiter

und Senioren ausgeschrieben,

war ich begeistert. Ich fi nde,

solche Prüfungen sollte es viel

öfter geben.“

4

Brennpunkt

„Vor ein paar Jahren habe ich

angefangen, einmal wöchentlich

Unterricht zu nehmen.

Jetzt bin ich 25. Gern würde

ich mit meinem Pferd, das ich

mittlerweile habe, das Reitabzeichen

schaffen und dann

in kleinen Prüfungen starten.

Wenn ich mich aber so auf den

Turnieren umschaue, komme

ich mir schon steinalt vor. In

der Kl. E lauter 13-16-Jährige,

alle Älteren dann in A und L.

Meine Freundin ist 20 und

überlegt auch wegen E-Starts,

aber selbst sie jammert schon,

dass sie zu alt ist und dann

nur dumm angeschaut werden

wird. Warum sollen wir nicht

gleichberechtigt sein?!

Extra-Prüfungen müssten eigentlich

gar nicht sein, nur

mehr Toleranz!“

Extra-Prüfungen

für Erwachsene ?

Erwachsene fühlen sich als Turniereinsteiger oft unwohl,

wenn sie gegen die zahlenmäßige Übermacht der Kinder

und Jugendlichen antreten müssen.

Nicht selten werden sie belächelt oder sogar angemotzt.

Für viele ein Grund, dem Turniersport den Rücken zu kehren

oder aus Angst vor Blamage gar nicht erst einzusteigen.

Doch können – und wollen – wir uns das leisten?

Welche Meinung Betroffene haben, was Vertreter der FN

und Landesverbände dazu sagen und was Turnierveranstalter

tun können, lesen Sie in unserem Brennpunktthema.

„Ich gehöre auch zu den Spätberufenen.

Da ich weiß, wie

schwer es ist, gegen die Jugendlichen

zu reiten, bin ich immer

ein vehementer Verfechter

unseres „Grufti-Reiterwettbewerbs“

bei unserem kleinen

Turnier (früher Kat. C, jetzt

WBO). Und was passiert? Wir

hatten 2008 ganze sechs Nennungen,

davon fünf vom eige-

„ „Ich werde dieses Jahr 44, und ich bekomme immer wieder

sehr unverschämte Bemerkungen zu hören. Letztens auf einem

Turnier sprach mich eine Mutter an und fragte, ob ich

mich nicht schämen würde, gegen ihre Tochter auf ihrem

Pony zu reiten. Es war die A5 für 0–56 Ranglistenpunkte.

Obwohl ich echt sauer war, sagte ich freundlich, dass ich


in dieser Prüfung genau da bin, wo ich hingehöre.“

nen Verein. Da frage ich mich:

Wo sind die erwachsenen

(Wieder-)Einsteiger, die immer

schimpfen, dass sie gegen

Junioren keine Chance haben,

wenn man als Veranstalter

dann eine Prüfung nur für die

Erwachsenen ausschreibt?“

„Mit 29 Jahren habe ich nun

mit meiner Schwester zusammen

ein Pferd, mit dem ich auf

Turnieren starten kann – und

fange mit dem Einfachen Rei-

terwettbewerb an. Bei uns gibt

es einige über 20 (ich fi nde,

da geht das „Belächeln“ schon

los), die genauso drauf sind

und man trifft sich dann auf

den Turnieren und es macht

Riesenspaß. Wir haben durchschnittlich

acht Reiter in der

Senioren-Abteilung. Aber viele

mit denen man sich unterhält,

die auch gerne (mal wieder)

ein Turnier reiten möchten,

trauen sich einfach nicht. Die

haben wirklich Angst, sich zu

blamieren.“

„Es gibt Kinder, die auf teure,

hoch ausgebildete Ponys oder

Pferde gesetzt werden, teuren

Unterricht bekommen, einen

auf dem Abreiteplatz über den

Haufen reiten und anmotzen.

Da vergeht mir der Spaß am

Turnierreiten. Ich bin deshalb

sehr für eine Unterteilung

nach LK und Alter. Es reicht

schon, wenn man im Stall von

den Eltern der Ponykinder mit

diesen verglichen wird. Ich

sage dann nur, dass man das

nicht vergleichen kann: Ich

habe eine Rücken-OP hinter

mir, einen Herzfehler, bin 30

Jahre älter, habe zwei Kinder,

Job und Mann.“


Ein häufi ges Bild: Kinder und Erwachsene in

gemischten Abteilungen bei E- und A-Dressuren

„Ich fi nde es gut, die Kinder

zu fördern, aber dann sollen

sie doch unter sich reiten. Wir

erwachsenen Amateure haben

ja dann immer noch genügend

Profi s in der Abteilung, die die

Pferde ihrer Schüler in den

Prüfungen vorstellen. Im Moment

reite ich Dressurpferde A

und A-Dressur, da treten in der

Dressurpferde die Profi s mit

zwei bis drei Pferden an und

in der A-Dressur geht es auch

bis LK 4, und dazu kommen

die erfahrenen Pferde, die

schon jahrelang A gehen und

nie weiter gekommen sind. Die

einzige Prüfung, in der ich

punkte, ist eine Dressurreiter

Klasse A, aber die gibt es bei

uns nicht so oft. Ich kenne

einige Erwachsene, die aus diesem

Grund aufgehört haben,

Turniere zu reiten.“

„Wenn man A/L reitet geht es

ja noch. Aber was sollen die

sagen, die über Reiterwettbewerbe

und E-Dressuren – aus

welchen Gründen auch immer

– nicht hinaus kommen? Ich

habe beispielsweise auch kein

Reitabzeichen und kann deshalb

nur bis E reiten. Des weiteren

habe ich einen Vollzeitjob,

Familie, Haus/Garten und unser

Pferd steht 20 km weit weg.

Trotzdem habe ich Spaß an den

Turnieren. Wahrscheinlich

wird hinterm Rücken gelästert.

Ich sage mir dann immer, dass

die Lästerer (die Mütter der

Kinder) erst mal dahin kommen

sollen und sich selber der

Aufregung stellen. Von denen

habe ich nämlich noch keine

in weißen Reithosen auf einem

Turnier gesehen, aber mitreden

geht immer.

Hunterprüfungen gibt es bei

uns leider so gut wie gar nicht,

ebenso wenig Caprilli-Tests

oder andere Vorschläge der

WBO. Die Ausschreibungen

haben sich seit der WBO kaum

verändert und wenn, dann

zum Nachteil für die Älteren

ohne LK. Traurig, denn das

war vermutlich nicht Sinn der

Sache.“

„Bei uns waren letztes Jahr

viele Prüfungen auch nach

Jahrgängen geteilt. Finde ich

sehr gut. Da kommt man

sich mit 33 nicht ganz so alt

vor wie bei der Teilung nach

Ranglistenpunkten, denn die

meisten mit 0–50 Punkten sind

ja dann doch wieder Kinder

oder Jugendliche.“

„In Schleswig-Holstein gibt es

den Senior-Amateurreiter-Club,

eine feine Sache, wo man ab

40 Mitglied werden kann und

dann in den Cup-Prüfungen

kein schlechtes Gewissen haben

muss, gegen die Kids zu

reiten. Tatsächlich hat man als

Erwachsener bei den Richtern

oft ohnehin keine reale Chance.

Die „blonden Zöpfe“ sind ja

auch dann in der Platzierung,

wenn der Erwachsene eigentlich

besser geritten ist. Eine

Art Kids-Bonus. Leider stimmt

es aber auch, dass nur wenige

Senioren für die Einstiegsprüfungen

melden.

„Reitstunden wären in meiner Kindheit unvorstellbar gewesen.

Diesen Traum konnte ich mir erst als Erwachsene mit selbst

verdientem Geld erfüllen. Den Kids heute gönne ich die oft

reichliche fi nanzielle Unterstützung der Eltern von Herzen,

allerdings könnte man manchmal den Eindruck gewinnen,

dass das gar nicht immer wirklich geschätzt wird.“



„Mit 30 habe ich vor sieben Jahren

das Reitabzeichen gemacht

und treibe mich seitdem auf

Turnieren herum, mittlerweile

bis Klasse L. Ich gehöre zu

der Generation, deren Eltern

sich vor 40 Jahren den Traum

vom Haus erfüllten und somit

gespart wurde was das Zeug

hält. Reitstunden wären da undenkbar

gewesen. Manche Kids,

die heute mit reichlicher fi nanzieller

Unterstützung der Eltern

Turniere reiten, scheinen nicht

zu überblicken, um wie viel

Geld es sich dabei handelt und

was es bedeutet, dieses verdienen

zu müssen. Diese Einsicht

würde ihnen vielleicht helfen,

uns ‚Alte‘ zu respektieren.“

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„Wir haben vor kurzem unser

Hausturnier geplant. Dabei

habe ich einfach mal in den

Raum geworfen, dass man

doch auch mal eine Prüfung

nur für die Älteren ausschreiben

könnte und siehe da, die

Begeisterung war groß.

Wir haben jetzt eine A-Dressur

(Ü 30) und eine A-Dressur

(unter 30) ausgeschrieben, so

dass die unterschiedlichen

Generationen in dieser ‚Liga‘

nicht aufeinander treffen. Das

einzige Dilemma: Ich mit meiner

großen Klappe muss jetzt

natürlich mitmachen!

Na ja, ich nehm's sportlich, frei

nach dem olympischen Motto:

‚Dabei sein ist alles.‘ “

5


Brennpunkt

Das sagen Vertreter der Landesverbände:

Marei Grehl, Referentin des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes:

„Es freut uns sehr, dass Sie die Thematik in Ihrer Zeitschrift „unter

die Leute“ bringen, indem Sie Teilnehmer, vor allem aber Veranstalter

darauf aufmerksam machen, dass diese Möglichkeit der

Ausschreibung besteht und entsprechend genutzt werden sollte.

Die Veranstalter können einzelne Prüfungen bzw. Wettbewerbe

für einen bestimmten Teilnehmerkreis ausschreiben. Damit ist

nicht nur eine örtliche Beschränkung gemeint, sondern LP/

WB können u.a. nach Altersgruppen ausgeschrieben werden.

So z.B. auch E-Dressuren ausschließlich für Erwachsene, wobei

das Alter wie z.B. „Jahrgang 1960 u. älter“ vom Veranstalter frei

bestimmbar ist. In München gibt es übrigens bereits seit über

zehn Jahren das sogenannte „Generationenderby“, bei welchem

ganz gezielt nur Erwachsene über 40 Jahre und Jugendliche unter

16 Jahre eingeladen werden.“

Rolf-Peter Fuß, Geschäftsführer Sport

des Pferdesportverbandes Rheinland:

„Sie sprechen hier ein wahres Problem an, für das

wir im Rheinland sehr viel Verständnis aufbringen.

Ein altersmäßige Trennung im Bereich E, A

oder L wird von uns nicht nur in der Dressur, sondern auch im

Springen befürwortet. Insofern versuchen wir schon, Veranstalter

in diese Richtung zu beraten. Allerdings ist das leider nicht

immer von Erfolg gekrönt. Dies gelingt meistens erst dann, wenn

in den Vereinen direkt Betroffene den Veranstalter sensibilisieren

oder aber für die „Übernahme“ solcher Prüfungen verantwortlich

zeichnen. Uns ist bewusst, dass sich gerade die Späteinsteiger

im Wettkampf gegen die Junioren sehr unwohl fühlen. Diese

Problematik über entsprechende Veröffentlichungen zu verbessern

halte ich für sehr gut. Nur wenn man auf Probleme hinweist,

kann man Änderungen erreichen.

Ein Weg in diese Richtung ist bei uns und einigen anderen Landesverbänden

der FAB (Förderkreis für Amateur- und Berufsreitsport),

der sich dieser Problematik verschrieben hat. Zwar sind hier die

Prüfungen auch bis Kl. S ausgeschrieben und nicht in Kl. E/A, das

Problem bleibt aber das Gleiche. Der FAB hat mittlerweile eine

stattliche Mitgliederzahl und eine sehr positive Entwicklung.“

Christian Abel, Geschäftsführer des

Pferdesportverbandes Baden-Württemberg:

„In unserem Landesverband gibt es im L-/M-Bereich, vor allem

in der Dressur, Serien für „Ü40“-Reiter, im E/A-Bereich nicht.

Auf den alljährlich stattfi ndenden Veranstaltertagungen wird

immer wieder mit zur Sprache gebracht, dass es die Möglichkeit

gibt, z.B. Prüfungen nach dem Alter der Reiter zu teilen.

In vielen Vereinen besteht jedoch nicht genügend Nachfrage

nach separaten Seniorenabteilungen. Wenn die Erwachsenen

gut genug sind, setzen sie sich in der Bewertung auch bei allen

Altersklassen durch. Einen Richter-Bonus für Kinder und Jugendliche

gibt es nicht.

Im Vorjahr hat z.B. der PSV Hohe Eichen in 71116 Gärtringen u.a.

spezielle Prüfungen für „Jahrgang 1968 u. älter“ ausgeschrieben.

Da gab es bei den E- und A-Dressuren je 15 Teilnehmer, in den A-

Springen zwischen 13 und 21 und im E-Springen 23 Teilnehmer.

Das sind doch schon mal ganz erfreuliche Zahlen.“

6

Foto: PEMAG


Foto: www.RamonaDuenisch.de

Auch Späteinsteiger

erproben sich

in Stilspringen

der Klasse E

Turnierveranstaltern stehen alle Möglichkeiten offen:

Ausschreibung von Prüfungen/Wettbewerben mit Beschränkung

der Teilnahmeberechtigung nach Altersklassen gem. § 17 LPO

(Junioren [U 18], Junge Reiter [U 21], Reiter [U 39], Senioren

[Ü 40]) statt „Alle Altersklassen“, z.B.:

1. Dressurprüfung Kl. E – Jun./J.R.

2. Dressurprüfung Kl. E – Reiter/Senioren

zusätzliche Eingrenzung der Altersklassen, z.B.:

1. Dressurprüfung Kl. A – Jun./J.R./Reiter, Jahrg. 78+jün.

2. Dressurprüfung Kl. A – Reiter/Senioren, Jahrg. 79+ält.

Teilung von Prüfungen/Wettbewerben nach Altersgruppen

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Fotos: www.RamonaDuenisch.de

8

Praxistipps

Probleme in der Kombination ?

Frage: Ich bräuchte bitte dringend ein paar Anregungen, um

mein Pferd besser Hinderniskombinationen springen zu lassen,

weil es sich dabei partout nicht zurücknehmen lassen mag.

Die Stute ist 7-jährig, wurde leider von

einem Bereiter etwas überdreht, bis Hindernishöhe

Klasse M gesprungen, und

machte mit Bocken und Steigen dicht. Sie

kam vor anderthalb Jahren zu mir. Ich bin

Trainer B und versuchte, sie mit viel Dressurarbeit

wieder aufzubauen. Mittlerweile

kann ich nun endlich behaupten, sie

wäre rittig; Bocken u.ä. sind weg. Jedoch:

Sobald ein Oxer oder eine Kombination

oder geschweige denn eine Reihe vor ihr

stehen, geht sie ab. Bei Kombinationen

macht sie statt zwei Galoppzwischensprüngen

nur einen, und Kombinationen

mit einem Galoppzwischensprung nimmt

sie als In-out. Ganz schwierig wird es mit

einem Einsprung als Oxer, ich bekomme

sie einfach nicht zurück.

Ich war bereits bei einem internationalen

Springreiter zum Training, der gab

mir den Tipp, sie komplett in Ruhe zu

lassen, Hand und Nase vor ... Das kam

irgendwie nicht so gut, da sie sich dabei

derart verselbstständigt, dass man keine

Zu dicht an den ersten Sprung der Kombination gekommen – das Pferd reißt. Doch im weiteren

Verlauf löst die Reiterin das Problem sehr gut, so dass der Aussprung fehlerfrei gelingt.

(Reiterin und Pferd sind nicht identisch mit dem unten geschilderten Fall.)

Chance mehr hat. Mein Trainer hat mir

schon öfters mal eine Stange dazwischen

gelegt, was aber auch manchmal

gefährlich wird, da – wenn sie zu groß

rein kommt, was auch gern passiert – sie

sich dann natürlich verhaspelt, und mir

kommt der Boden einfach in manchen

Situationen zu nah ...

In einer Reihe kriegt sie das Stürmen

mittendrin, genau wie in der Kombi,

wo sie dann auch gerne mal einen Galoppsprung

vergisst und meint sie kann

schon abspringen. Wenn es eine Kombi

Steil/Oxer ist, landen wir meist mitten

im Oxer, weil sie dann einfach einen

Galoppsprung zwischen den Hindernissen

weglässt, bei Einsprung Oxer fl iegt

sie meist so weit rein (auch wenn man

passend hinkommt), dass der folgende

Steilsprung zum Verhängnis wird.

Bin letztens im Training Doppel-L-Steil

mit einem Galoppsprung geritten, da hat

sie es auch wieder gemacht, einfach den

Galoppsprung vergessen und als In-Out

genommen und voll in den Steilsprung

hineingesprungen ... so langsam verlässt

einen der Mut für eine Kombi.

Cavalletis und einzelne E- bis L- Sprünge

geht sie ruhig an. Mein Trainer sagt, dass

ich sie aus der Versammlung heraus an

den Sprung heranbringen soll, das klappt

auch schon ganz gut und sie macht sich

schön rund, aber ich selber habe ein

Problem damit, wenn die Sprünge höher

werden. Ich habe kürzlich auf einem

Turnier mal was Neues ausprobiert:

Habe sie einfach mal richtig galoppieren

lassen und auch noch mal angepiekt, sie

hat das super angenommen und genial

mitgekämpft ... bis die Kombi kam ... sie

kam passend mit mir ran, sah die Kombi,

sprang weit rein und machte statt zwei

Galoppsprüngen wieder nur einen und

wir hingen im Oxer.

Wenn mein Trainer sie reitet, wird sie

umso cooler je höher es wird, aber er ist

so ein Typ, der sich das auf dem Pferd

zurechtpfriemelt. Im Freispringen, was

ich selten mache, nimmt sie auch alles so

hastig. Ich reite sie übrigens auf Gummistangenpelham,

anders ist es für mich bei

diesem Pferd schier unmöglich, sie kommt

aber mit dem Gebiss sehr gut klar.


Rat von

Franke Sloothaak:

„In dem geschilderten Fall würde mein

Rat ehrlich gesagt kurz ausfallen: ‚Reite

mit diesem Pferd keine Springen mehr

oder verkauf es!‘ – Die Reiterin hat nicht

genügend Kenntnisse oder es ist nicht das

passende Pferd für sie. Die Stute musste

mittlerweile viele negative Erlebnisse

hinnehmen. Es wäre an der Zeit, sich

selbst einige Fragen zu stellen: Bin ich

couragiert genug? Habe ich Angst? Liegt

es an meiner Konzentration? Passt das

Pferd nicht zu mir? Ich sehe hier eine

Blockade der Reiterin als Hauptursache

für das Problem.

Wenn jemand in meinen Springkursen

Angst hat oder das Pferd passt einfach

nicht zu ihm, dann sage ich das ganz offen.

Ich bin der Meinung, Reiten soll Spaß

machen. Den hat man aber nicht, wenn

man mit einem Pferd überfordert ist, jedoch

weitermacht in dem Glauben, sich

oder anderen unbedingt etwas beweisen

zu müssen. Das kommt in der Praxis immer

wieder vor, aber falscher Ehrgeiz am

falschen Platz bringt nichts. Wie gesagt,

Reiten soll schließlich Spaß machen!

Wenn man das Problem mit dem Eiligwerden

in Kombinationen mal ganz allgemein

betrachtet, muss ich sagen, dass

die meisten Leute die Kombinationen im

Training zu weit auseinander stellen und

dann mit ihrem Pferd hineinhechten. Das

ist aus meiner Erfahrung der häufi gste

Praxisfehler. Um langsam hinein und hindurch

zu kommen, müssen die Abstände

eng gestellt werden. Zunächst beginnt

man aus dem Trab, stellt den Abstand

dafür auf 5,50 m bis 6 m ein. Wenn das

in Ruhe gelingt, folgt das Anreiten aus

dem Galopp. Dabei ist Augenmaß gefragt:

Man beginnt mit engem Abstand und

stellt bei Bedarf etwas weiter. Ich stelle

meine Kombinationen im Training nie

über 7 m auseinander, unabhängig vom

Pferdealter und egal wie hoch die Hindernisse

sind, auch mit Oxer am Ausgang der

Kombination. Beispielsweise stelle ich sie

auf 6,30 m, 6,50 m oder 6,70 m und fange

mit 1,15–1,20 m Höhe an.

Sind Pferde noch unerfahren oder wurden

junge Pferde für Auktionen, Körungen u.ä.

vorbereitet, neigen sie oft dazu, angesichts

Foto: Jacques Toffi

Franke Sloothaak (hier mit Aquino) –

im internationalen Spitzensport seit vielen

Jahren stilistisch eine Augenweide

von Kombinationen oder Sprungreihen

loszurasen. Hier müssen zunächst einmal

ganz in Ruhe Vertrauen, Kontrolle und

ein Gleichmaß im Galopp hergestellt

werden. Eine gute erste Übung ist dafür

z.B. das Reiten auf einem Zirkel, wobei

3–4 Cavalettis überwunden werden, die

dann auch mal ein bisschen höher oder

als In-Out gestellt werden. Für so etwas

muss man nicht extra eine Springstunde

abhalten, das lässt sich ganz bequem in

die alltägliche Arbeit einbauen.

BE EXCEPTIONAL

„Ich stelle meine Kombinationen

im Training nie über 7 m

auseinander, unabhängig vom

Pferdealter und egal wie hoch

die Hindernisse sind.“

Lenkt man das Augenmerk auf den Reiter,

stelle ich in der Praxis häufi g fest, dass mit

dem Oberkörper schon vor dem Sprung zu

weit nach vorn gegangen wird. Man soll

der Bewegung des Pferdes folgen, nicht

diese vorweg nehmen. Im Training lasse

ich deshalb bei Springgymnastik Reiter

auch mal ohne Steigbügel springen. Und

auch mal ohne Zügel – d.h. der Zügel wird

auf dem Pferdehals abgelegt. Schließlich

ist es doch so: Steht der Zügel stramm

an, beispielsweise weil ein Pferd in der

Kombination nach vorn zieht, wird es

dadurch eher noch schneller, wird noch

mehr Druck aufgebaut. Schaut man sich

z.B. mal Pferde in einem Galopprennen

an: Kein Siegerpferd wird mit durchhängenden

Zügeln ins Ziel geritten – die Zügel

stehen bei hohem Tempo stramm an.

Deshalb also meine Übung, gelegentlich

in der Springgymnastik bei Reihen auch

mal ganz ohne Zügel, also ohne Druck

auszukommen. So fi nden Reiter und Pferd

zu Balance und Rhythmus.“

aufgezeichnet: B. Uhlenbrok

ARIAT Bekleidung für den Turniersport –

Qualität und Funktionalität in Perfektion

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10

Porträt

Wovon alle träumen

Seitengänge nur durch Blickkontakt, ein Lächeln als Lassoersatz?

Klingt unglaubwürdig, funktioniert aber doch, wie

EURORIDING NEWS bei einem Besuch bei Silke Vallentin

erfuhr, einer von zwei Parelli-Instruktoren in Deutschland.

Während meiner Zeit bei diversen Pferdezeitschriften

hatte ich Gelegenheit, eine

ganze Reihe (selbsternannter) Pferdegurus

kennen zu lernen. Nach meiner

Erfahrung sind das oft genug Leute, die

ein Riesen-Bohei darum machen, dass sie,

sagen wir mal, ein Pferd in den Hänger

kriegen. Die kostspielige Seminare veranstalten

zu Themen wie: Pferden richtig

Möhren geben, Teil I bis X. Die bei ihren

Lehrgängen die ganze Zeit auf der FN,

den armen Englisch- und Turnierreitern

und natürlich allen anderen Pferdegurus

rumhacken. Und wenn sie sich dann mal

auf ein Pferd setzen, denkst du: Hey, ist

das jetzt seine erste Reitstunde oder doch

schon die dritte?

Ich war also ziemlich voreingenommen,

als ich mich auf den Weg nach Bröhsen bei

Leipzig machte, wo das Ausbildungszentrum

von Silke Vallentin liegt. Und um es

vorweg zu nehmen: Erst war ich skeptisch.

Dann erstaunt. Als nächstes: beeindruckt.

Und zum Schluss ziemlich begeistert.

Silke Vallentin schickt ihr Pferd 10 m

von sich fort und holt es wieder heran:

dazu braucht sie nur das „Schwiegermuttergesicht“

und dessen Gegenteil –

ein strahlendes Lächeln

Silke Vallentin ist eine von zwei Parelli-

Instruktoren in Deutschland. Seit einem

unverschuldeten Motorradunfall im Jahr

1983 – da war sie 18 – ist sie querschnittsgelähmt.

Vorher hatte sie Zootechnikerin

gelernt, eine Ausbildung, die in etwa

dem heutigen Diplom-Agrar-Ingenieur

entsprach. Es folgten ein paar Umschulungen,

doch entscheidender für ihren

weiteren Lebensweg war, dass sich ihre

beste Freundin Ellen ein Pferd kaufte.

Es handelte sich um die Schimmelstute

Queeny, einen Camargue-Andalusier-Mix.

„Queeny hat gebissen und getreten, es war

schon lebensgefährlich sie aus der Box zu

holen“, berichtet Silke Vallentin. „Das

muss ja nicht sein, in meiner Situation“,

dachte sie sich. Heute ist Queeny mit 24

Jahren das älteste Pferd auf Silkes Hof.

Sie ist lieb und umgänglich und Ellen

reitet mit ihr ohne Sattel und Zaumzeug

ins Gelände.

„Dann fährste eben Kutsche!“

Auf der Pferdemesse Hippologica traf Silke

Vallentin einen Berliner Pferdetrainer,

der sagte zu ihr: „Wennde nich reiten

kannst, fährste eben Kutsche.“ Gute Idee,

fand Silke, und kaufte sich Friesenwallach

Biko. Die Zusammenarbeit gestaltete sich,

vorsichtig ausgedrückt, eher schwierig.

Das war wohl der Grund dafür, dass

Silke mit Biko auf der Suche nach Leuten,

die ihr helfen konnten, bei einem

Zwei-Tages-Kurs von Pat Parelli landete.

„Biko hat sich da gleich von seiner besten

Seite gezeigt“, berichtet Silke, „Er biss in

den Griff von meinem Rolli, zog einmal

kräftig dran und kippte mich Pat vor die

Füße.“ „Hmmm“, sagte Pat, „ich zeige dir

mal ein paar Sachen, mit denen du so was

vermeiden kannst.“

Parelli brachte Silke bei, wie sie Biko vom

Rolli aus rückwärts richten konnte – wenn

es sein musste, 15 Meter weit – und wie sie

ihn dann wieder zurückholt. „In diesem

Kurs ging mir kein Licht, sondern eher

schon ein Kronleuchter auf“, sagt Silke

Vallentin. Seitdem war sie bei jedem Lehrgang

von Parelli in Deutschland dabei.

Pat Parelli sieht nicht nur aus wie ein

Cowboy, lange lebte er auch wie einer.

Fotos: Stephan Elison

In seiner Jugend tourte er durch die USA,

verdingte sich als Rodeoreiter und führte

auf Shows Westernreiten auf höchstem

Niveau vor. Immer öfter traten Reiter

aus anderen Disziplinen – Spring- und

Dressurreiter mit Turnierambitionen zum

Beispiel – an ihn heran, weil sie ihre Ziele

nicht erreichten oder mit ihren Pferden

nicht klar kamen. Pat konnte ihnen

helfen. So erkannte er den Bedarf und

entwickelte sein System der „Natural

Horsemanship“. Gründlicher als andere

hat Parelli darüber nachgedacht, wie

Pferde untereinander kommunizieren

und wie Reiter sich dieser „Pferdesprache“

bedienen können, um sich den Viechern

verständlich zu machen.

Vielleicht wenden gerade erfolgreiche Reiter

und Pferdemenschen seit jeher mehr

oder minder unbewusst oder instinktiv

an, was Parelli lehrt. Sein Verdienst

besteht darin, so etwas wie eine „Grammatik

der Pferdesprache“ aufgezeichnet

zu haben, die so für andere erlernbar

wird. Zusammen mit seiner Frau Linda

hat Pat Parelli aus seinen Erkenntnissen

ein gründlich durchkommerzialisiertes

Lehrsystem gezimmert.

Wer in der Parelli-Hierarchie aufsteigen

möchte, kann reihenweise Kurse und

natürlich die Parelli-Universität besuchen.

Es gibt DVDs fürs Heimstudium, Bücher

und Zeitschriften und einen Shop, wo

Interessierte original Parelli-Halfter und

Stricke zu heftigen Preisen kaufen können.

Doch Kommerz ist nicht alles. „Pat

hat mich immer sehr großzügig gefördert“,

erzählt Silke Vallentin. Er lud sie

zu Instruktoren-Kursen nach Amerika ein,

bezahlte den Flug und sorgte dafür, dass

auch Wallach Biko mitfl iegen konnte.


Rückwärtsrichten

mit „Schwiegermuttergesicht“

„Genug erzählt“, fi ndet Silke, sie führt jetzt

lieber etwas vor. Als erster ist der 4-jährige

Andalusier Viento dran. An einem lose

durchhängenden Seil lässt Silke ihn auf

einem Zirkel um sich herum traben. Silke

sitzt entspannt, den Hals vorgestreckt,

in ganz ähnlicher Haltung geht Viento:

vorwärts-abwärts, mit langem Hals. Dann

richtet sich Silke mit einem Schnaufen

auf, bringt ihren Oberkörper unter Spannung

– und Viento macht spontan das

Gleiche: er versammelt sich. Äh, darf ich

das nochmal sehen? Aber gerne, Silke entspannt

sich wieder, atmet aus, sinkt ein

wenig in sich zusammen, was Viento zum

Anlass nimmt, sich ebenso zu entspannen

und zum Vorwärts-abwärts zurück zu

kommen. Bei einem neuerlichen, noch

intensiveren Spannungsaufbau durch

Silke zeigt Viento fast schon passageartige

Tritte und Spanischen Schritt. Faszinierend

zu sehen, wie fein die beiden aufeinander

abgestimmt sind und mit welch

minimalen Hilfen Silke auskommt.

Jetzt darf der 18-jährige Biko zeigen, was

er kann. Sie schickt ihn in gerader Linie

zehn Meter von sich fort und holt ihn

wieder heran – und alles was sie dazu

braucht ist das „Schwiegermuttergesicht“

und dessen Gegenteil, ein strahlendes

Lächeln. Dann gibt Silke Gas, lässt den

Elektromotor ihres Rollis schnurren und

Biko tänzelt, 15 Einerwechsel in Folge

springend, neben ihr her. Mit dieser

Nummer sind Silke und Biko schon vor

der Queen aufgetreten.

Praktikantin Ronja Kay reitet seit fünf

Jahren bei Silke, jetzt hat sie das Abi

fertig und macht ein Praktikum bei ihr.

Sie führt ihre 16-jährige, „etwas zu groß

geratene“ Welsh-Cob-Stute Rachel an der

langen Seite des Reitplatzes entlang. Ronja

lässt Rachel Travers gehen, ausgelöst

durch denkbar sparsame Hilfengebung:

einen Blick Ronjas auf die Rippenbögen

des Ponys genügt.

„Am Anfang hat Rachel mich nur runtergebuckelt

und ist ständig durchgegangen“,

erzählt Ronja. Nach der erfolgreichen

Paartherapie durch Silke ist von diesen

Dissonanzen nichts mehr zu spüren –

Ronja hat Rachel gerade erfolgreich anpiaffi

ert. Silke und ihre Kunden verbindet,

dass sie den Problemen mit ihren Pferden

nicht aus dem Weg gehen, indem sie dem

blöden Tier die Schuld geben und sich

halt ein neues kaufen. Stattdessen suchen

sie sehr ausdauernd und sehr geduldig

nach Lösungen. „Stimmt schon“, sagt Silke

Vallentin, „Wir machen hier alles sehr

liebevoll – mein Stallmeister fl ucht sogar

schon liebevoll.“ Stephan Elison

Infos zum Ausbildungszentrum

von Silke Vallentin:

www.silkevallentin.de

Unser neues

Masterwerk.

Sehen Sie erstmalig die

neuen Master-Modelle

auf der Equitana 2009

Halle 3, Stand A70

Mehr Infos unter

www.boeckmann.com

Die Ausbilderin ist

querschnittsgelähmt,

deshalb sitzt sie im

Rollstuhl.

Den vierjährigen Andalusier

dirigiert sie

mit Körpersprache:

Sitzt sie entspannt,

geht auch er in

Vorwärts-Abwärts-

Haltung (Foto oben).

Richtet sie sich auf

und bringt ihren

Oberkörper unter

Spannung, versammelt er sich

deutlich (Foto unten).

11


Fotos: Sebastian Kobel

Nur noch selten zu sehen: in der Fabrik Kobel

wird lederschonend in der Grube gegerbt

Welche Lederarten fertigen Sie für den

Pferdesportbedarf?

Geschirrleder, Zaumleder, Bügelriemenleder,

Leinenleder, Sattelsitzleder und

Taschenleder. Alles wird aus Rindleder

gefertigt, das sehr stabil, abrieb- und

reißfest ist.

Abhängig vom Einsatzzweck wird es in

verschiedenen Stärken hergestellt. So

benötigt man z. B. für Steigbügelriemen

5 mm starkes Leder, für Zäume 3,5 – 4 mm

und für Sattelsitzleder 1,5 – 2 mm.

Neben der Stärke unterscheidet sich das

Leder in der Art der Fettung und Färbung,

teilweise wird es auch gewachst. So muss

beispielsweise Sattelsitzleder extra gefettet

und geschmeidig gemacht werden;

bei Taschenleder, das für die Sattelblätter

verwendet wird, ist besonders auf Farbechtheit

zu achten, damit das Leder nicht

an die Reithosen abfärbt.

12

Zunächst wird das Leder angetrocknet,

bevor es gereckt wird

Die Lederexperten

Die 1877 gegründete Lederfabrik Gebr. Kobel in Kellinghusen

(Schleswig-Holstein) ist auf hochwertiges Leder für den Pferdesport

spezialisiert. Kunden sind z.B. Sattler von Euroriding,

namhafte Sattelfabrikanten und Geschirrspezialisten.

Euroriding News sprach mit Juniorchef Sebastian Kobel, der

den Familienbetrieb bald in fünfter Generation weiterführt.

Als Rohmaterial verwenden Sie nur Häute

von süddeutschen Kühen. Was unterscheidet

diese von anderen?

Das Fasergefüge eignet sich besonders

für den Einsatz im Reitsportbedarf. Die

Rohware ist von sehr gleichmäßiger

Qualität, sehr kräftig und hat demzufolge

eine hohe Gewichtsklasse. Die Haut beispielsweise

von argentinischen Kühen ist

dünner, von den Flächen und Stärken her

demzufolge weniger geeignet.

Sie sind einer von nur noch ca. drei Betrieben

in Deutschland, die Leder auf

die traditionelle Art in Gruben gerben

statt in Fässern, wie in der industriellen

Fertigung üblich. Warum halten Sie an

diesem aufwändigen Verfahren fest?

Schwere Lederarten lassen sich auf diese

Art schonender behandeln.

Die Bürstfärbung erfolgt in Handarbeit,

dann wird das Leder maschinell gebügelt

Für das Pferdesportleder verwenden Sie

die pflanzliche Gerbung anstelle der

mineralischen bzw. Chromgerbung, die

heutzutage überwiegend eingesetzt wird.

Warum?

Die pflanzliche Gerbung, auch Vegetabilgerbung

genannt, hat bestimmte

Eigenschaften wie die Art der Färbung

und die erreichbare Flexibilität des Leders,

die sich für den Einsatz im Pferdesport

besser eignen. Im Farbengang verwenden

wir Mimosarinden-, Quebrachoholz- und

Kastanienholzextrakt in Kombination mit

synthetischen Gerbstoffen.

Kann man als Laie eigentlich erkennen,

ob Leder pfl anzlich oder aber mineralisch

gegerbt wurde?

Im Großen und Ganzen nein. An einer

Schnittstelle zeigt sich Chromleder von

grau-grüner Farbe. Doch wenn das Leder

durchgefärbt ist, kann man das nicht

erkennen.

Wie viele Arbeitsgänge sind in Ihrem

Hause ungefähr notwendig, bis fertiges

Leder entstanden ist?

Der gesamte Prozess dauert ca. zehn bis

zwölf Wochen, in dieser Zeit sind rund

30 Arbeitsschritte zu absolvieren, viele

davon in Handarbeit.

Interview: Beate Uhlenbrok


Ausrüstung

Leder – ein kostbares Naturprodukt

Gutes Leder atmet und duftet, ist schmiegsam und weich oder

auch hart und höchst robust. Wie Leder zugerichtet wird und

welche Vorteile und Risiken die verschiedenen Gerbverfahren

mitbringen, erläutert Beate Uhlenbrok.

Auf dem Weg von der Rohhaut zum Leder

wird die Haut mit einer Maschine der

Fläche nach in zwei Hälften gespalten.

Dabei wird der Teil der Haut, der bei dem

Tier nach innen gerichtet ist, von der

äußeren Narbenseite abgetrennt, so dass

sozusagen zwei Lederhäute entstehen.

Die Hautoberseite wird als Narbenleder

bezeichnet und ist sehr hochwertig,

während die Hautunterseite, das sog.

Spaltleder, minderwertiger ist und z. B.

zur Erzeugung von Veloursleder dient.

Zugerichteter Spalt wird mit Pigmentfarben

beschichtet und mit einem Muster

geprägt, so dass eine unmittelbare Ähnlichkeit

mit Narbenleder entsteht.

Die Gerbverfahren:

vegetabil oder mineralisch

Im Gerbprozess, mit dem das Leder haltbar

gemacht wird, unterscheidet man zwischen

zwei Verfahren: Die traditionelle

pfl anzliche bzw. Vegetabilgerbung setzt

zur Konservierung des Leders Rinden-

und Holzextrakte ein. Die mineralische

Gerbung hingegen verwendet verschiedene

Salze, wie z. B. Chromsalze, was auch

zum Begriff Chromgerbung führte.

Bei der Entsorgung ist pfl anzlich gegerbtes

Leder von Vorteil, weil es sich sogar kompostieren

lässt, vorausgesetzt die verwendete

Farbe ist nicht schwermetallhaltig.

Chromgegerbtes Leder dagegen muss

verbrannt werden. Die meisten Auto-, Möbel-

und Bekleidungsleder werden im Zuge

industrieller Großproduktion chromgegerbt,

ebenso die Lederwaren im unteren

Preissegment des Reitsportbedarfs.

Gesundheitsrisiko

für Mensch und Pferd

Die Chromgerbung ist die billigere Variante,

doch sie kann bei unsauberer Verarbeitung

gesundheitliche Risiken bergen.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz

kritisierte kürzlich, dass überprüfte Lederwaren

wie Arbeitsbekleidung, Schuhe,

Rucksäcke und Taschen vielfach mit

hohen Gehalten von Kaliumdichromat

(Chrom VI) belastet waren. Der Stoff

ist stark giftig, wirkt krebserregend und

erbgutverändernd und kann zu allergischen

Hautreaktionen führen. Von den

rund 600 untersuchten Proben enthielten

43 % Kaliumdichromat. Es kann bei der

Lederherstellung durch chromhaltige

Gerbstoffe entstehen, indem das beim

Gerben verwendete Chromsulfat (Chrom

III) mit Chrom VI verunreinigt ist oder

im Verarbeitungsprozess zu Chrom VI

oxidiert wird. Es wird angenommen, dass

in Deutschland eine halbe Millionen

Menschen eine Kontaktallergie gegen

Kaliumdichromat haben. Damit liegt

der Stoff auf Platz fünf der „Allergen-

Hitliste“.

Rein pfl anzlich gegerbtes Stirnband aus der

neuen Euroriding-Kollektion „Natural Line“

Auch für Pferde ist Kaliumdichromat

höchst problematisch. Dr. Peter Launer,

Fachtierarzt für Pferde: „In meiner Praxis

ist es schon mehrfach bei Pferden durch

neu gekauftes Lederzeug wie Sattelgurte,

Trensen usw. plötzlich zu Hautveränderungen

gekommen: Haarausfall, kahle

Stellen, Pusteln, Rötungen bis hin zu

schmerzhaften kleinen Erhebungen auf

der Haut. Es dauert bis hin zu Monaten,

bis so ein Kontaktekzem wieder abheilt.“

Eine Kennzeichnungspfl icht Chrom (VI)haltiger

Lederwaren besteht bisher nicht,

ein Verbot ist ab Mitte 2009 geplant. Die

sicherste Maßnahme zum Ausschluss jeden

Risikos ist das Vermeiden von chromgegerbten

Lederwaren durch ein Ausweichen

auf pfl anzlich gegerbte Produkte.

Ihr Euroriding-Reitsporthändler berät Sie

dazu gern. Seit kurzem neu erhältlich ist

z.B. die Euroriding-Kollektion „Natural

Line“. Alle dazu gehörenden Lederprodukte

(Trensen, Halfter, Stirnbänder, Sattelgurte

etc.) sind rein pfl anzlich gegerbt.

13


14

Euroriding intern

10 Fragen an ...

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen in jeder Ausgabe

einen Euroriding-Reitsporthändler vor.

Diesmal ist es Hans-Joachim Hoffschild vom

„Reitsport-Center Hoffschild“ in

10713 Berlin, Hohenzollerndamm 34.

Wie kamen Sie dazu, Reitsportartikel

zu verkaufen?

Nach meinem Südafrika-

Aufenthalt, wo ich als Hotelkaufmann

drei Jahre tätig

war, suchte ich ein neues

Betätigungsfeld. Befreundete

Reiter boten mir das Reitsportgeschäft

zum Kauf an und da

mir die Gastronomie zu stressig

war, sattelte ich um.

Seit wann führen Sie das

Unternehmen?

Seit 1976.

Reiten Sie selbst?

Ja, ich habe mit zehn Jahren

angefangen zu voltigieren

und später Dressur und Springen

bis zu Klasse M geritten.

Jetzt reite ich allerdings nur

noch gelegentlich und das

meistens im Urlaub.

Ihr Lieblingsartikel?

Der mit höchster Kalkulation

am häufi gsten verkauft wird.

Ihr ungewöhnlichster Kunde

oder Kundenwunsch?

Die Sadomasochisten, die ihre

speziellen Peitschen kaufen

wollen. Es kommen viele, die

von Beate Uhse geschickt wer-

den. Oder die Kunden, die unseren

bunten Muster-Reitstiefel

von Königs kaufen möchten.

Worauf sind Sie stolz?

Dass ich 30 Jahre mein Geschäft

führen und dabei den

Umsatz kontinuierlich steigern

konnte und seit 30 Jahren

glücklich mit meiner Frau

zusammen bin.

Wofür sind Sie dankbar?

Dass ich das Rentenalter ohne

nennenswerte Krankheiten

erreicht habe.

Was ist für Sie Genuss?

Klassische Musik und gutes

Essen.

Welches Ziel möchten Sie

unbedingt noch erreichen?

Einen geeigneten Nachfolger

zu fi nden, der das Geschäft

weiterführt.

Wenn Sie drei Wünsche frei

hätten, welche wären das?

Dass ich noch viele Jahre mit

meiner Frau glücklich und

gesund zusammen sein kann,

dass wir unsere Umwelt retten

können und dass der Hunger

in der Welt beseitigt wird.

Euroriding mit großem Messestand

auf der Equitana

14.–22. März

Messe Essen

Halle 12

Stand B 26

Auf der vom 14. bis 22. März

stattfindenden EQUITANA

in Essen, der Weltmesse des

Pferdesports, begrüßt Sie

Euroriding dieses Jahr auf

einem 70 qm großen Messe-

stand in Halle 12, Stand Nr. B 26.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

IHRE GEWINNCHANCE:

Unser Titelbild:

HOP TOP Show

auf der Equitana

Foto: Jacques Toffi

Am Euroriding-Messestand auf der Equitana erhalten Sie

Teilnahmekarten für die Verlosung hochwertiger Preise aus

der Euroriding-Kollektion:

1. Preis: Sattel „Diamant" (siehe 4. Umschlagseite)

2. Preis: Trense mit englischem Reithalfter

3. Preis: Abschwitzdecke „Cooler“

Die Teilnahme ist ab 14.03.09 auch unter www.Euroriding.de

möglich. Teilnahmeschluss ist der 31. März 2009.

Reitsport Live auf spoga horse als

„Bester Reitsportfachhändler“ ausgezeichnet

Die Fachzeitschrift „Reitsport-Markt“

verlieh auf der

der internat. Fachhandelsmesse

spoga horse in Köln

zum zweiten Mal einen Preis

für den „Besten Reitsportfachhändler“.

Eine Fachjury

aus Branchenexperten hatte

Das Team von Reitsport Live

die teilnehmenden Geschäfte

nach Kriterien wie Sortiment, Beratungsqualität, Präsentation

und Aktionen/Marketing bewertet. Außerdem hatten Tester

die Händler inkognito besucht. Der Siegerpokal für den besten

Fachhändler 2008 ging an das Euroriding-Mitglied „Reitsport

Live“ aus 78467 Konstanz. Überreicht wurde er von Doppel-

Olympiasieger Hinrich Romeike.

Sattlermeister

Frank Peter

Reitsport-Sattlerei Peter zieht um

Neu: „gläserne“ Sattlerei

Das 1974 gegründete Unternehmen in 57076

Siegen, seit über 25 Jahren Euroriding-Mitglied,

zieht um. Der neue Standort befi ndet

sich mit direkter Autobahnanbindung

(A 45) im Gewerbepark Heidenberg (200 m

hinter IKEA). Auf einer Gesamtfläche

von rund 400 qm entsteht neben einer

gläsernen Sattlerei ein großes Sattelkom-

petenzzentrum mit Maßsattlerei. Die Neueröffnung des

Ausrüstungspartners für Turnier-, Freizeit-, Western- und

Treckingreiter fi ndet am 02. April 2009 statt.


NEU

Neue Kollektion

„Natural Line“

PFLANZLICH GEGERBT !

Alle Produkte dieser Kollektion sind aus

hochwertigem, pflanzlich gegerbtem

Leder gefertigt. Das traditionelle vegetabile

Gerbverfahren ist absolut chromfrei,

bietet dadurch Schutz vor dem Risiko

allergischer Hautreaktionen und ist umweltfreundlich.

ökologische Herstellung

sehr gute Hautverträglichkeit

lange Lebensdauer

VERSCHIEDENE

MODELLE

Farben:

schwarz

braun

Die abgebildeten Artikel sind Beispiele aus

der Gesamtkollektion „Natural Line“.

Ihr Euroridinghändler berät Sie gern.

PLZ 0

Übersicht der Euroriding-Fachhändler

Sattlerei Thomas Büttner 01169 Dresden

Sattlerei Thomas Büttner 01468 Moritzburg

Roß & Reiter 03099 Kolkwitz

Sattlerei Mario Schipler

PLZ 1

06577 Oberheldrungen

Reitsportcenter Hoffschild 10713 Berlin

Reitsport Lübars 13469 Berlin

Reitsport Petersen 15518 Arensdorf

Reitsportfachgeschäft Manski 18273 Güstrow

PLZ 2

Horse & Rider 21376 Luhmühlen

Reitsport Witt 21717 Fredenbeck

Der Reiterladen 22529 Hamburg

Lucky Horse 22949 Ammersbek

Reitsport Steckenpferd 24103 Kiel

Sattelkammer Laffrenzen 24811 Owschlag

Von Rönne Reitsport 25337 Elmshorn

Sattelkammer Laffrenzen 25746 Heide

Reitsport Jade 26349 Jade

Reitsport Osteel GmbH 26529 Osteel

Reitsport-Spezialist Wortmann 28203 Bremen

Der Steigbügel Linz

PLZ 3

29227 Celle

Der Steigbügel Linz 30851 Langenhagen

Reitsport Engelke 30853 Langenhagen

Reit- und Fahrsport Rösler 32584 Löhne

Reitsport Bremer 33102 Paderborn

Reitsport Weitkamp GmbH 33611 Bielefeld

Reitsport Weitkamp GmbH 33699 Bielefeld-Ubbedissen

Louis Völzing GmbH 35440 Linden

Horse Shop Landenhausen 36367 Landenhausen

Reitsport Simon 36381 Schlüchtern

Pferdesport Ilsemann 37586 Dassel/Amelsen

Pferdesport Ilsemann 37079 Göttingen

Der Steigbügel Linz 38114 Braunschweig

Reiter und Pferd 38259 Salzgitter-Flachstöckh.

Reitstiefel Kandel 38723 Seesen/Harz

Reitsport Uwe Hase 39112 Magdeburg

Reitsport Uwe Hase

PLZ 4

39291 Nedlitz

Reitsport Stegemann 45711 Datteln

Reitsport H. Lohmeier 46485 Wesel

Reitsport Büscher 48683 Ahaus

Pferde Szene 49074 Osnabrück

Reitsport Hugenberg 49434 Neuenkirchen/Olb.

Reitsport Ottenhues

PLZ 5

49479 Ibbenbüren-Dörenthe

Der Reiter 50677 Köln

Reitsport Lüttgens 52062 Aachen

Fritz Goertz GmbH, Sattlerei 52428 Jülich

Reitsport McArthur 53340 Meckenheim-Merl

Reitsport-Sattlerei Peter 57076 Siegen

Hofmeister Pferdesport 58285 Gevelsberg

Cheval-Reitsport GmbH 58515 Lüdenscheid

Sattlerei Döhl 58730 Fröndenberg-Frömern

M+B Pferdesport Selm

PLZ 6

59379 Selm

Reitsport Frölich GmbH 64289 Darmstadt

Reitsport Frölich 64385 Reichelsheim

Pferde Remise 66386 St. Ingbert

Reitsport Bassler

PLZ 7

67657 Kaiserslautern

Steckenpferd 71126 Gäufelden/Nebringen

Oettle‘s Sattelkammer 73108 Gammelshausen

Besuchen Sie uns auch im Internet: www.Euroriding.de

Impressum

Herausgeber: Euroriding GmbH & Co. KG

Datumer Str. 60, D-25469 Halstenbek

Fon: (0 41 01) 40 67 64

Fax: (0 41 01) 40 67 65

www.euroriding.de,

E-Mail: info@euroriding.de

Angegebene Preise sind unverbind l. Verkaufsempfehlungen

der Euroriding GmbH & Co. KG

Verlag: creatxx media Verlag & Werbeagentur

Breitscheidstr. 31, D-01237 Dresden

Fon: (03 51) 25 02 11 - 0, Fax: - 50

www.creatxx.de, E-Mail: info@creatxx.de

Reitsport Blank GmbH 73479 Ellwangen Schrezheim

Reitsport Rambacher 74613 Öhringen-Unterohrn

Reitsportsattlerei Hintermayer 76694 Forst

Reitsport Live 78467 Konstanz

Sattelkammer Breisgau 79111 Freiburg

Reitsport Kaufmann GmbH 79576 Weil-Haltingen

PLZ 8

Steigbügel München GmbH 80333 München

Ross & Reiter 84359 Simbach/Inn

Reitsport Komplett 86152 Augsburg

Sattelkammer Kreid 86899 Landsberg

Reitsport Komplett 87700 Memmingen

Reitsport Moden

PLZ 9

88212 Ravensburg

Steigbügel Nürnberg GmbH 90491 Nürnberg

Steigbügel Zitzler GmbH 91207 Lauf

Krones & Müller GbR 93049 Regensburg

Steigbügel Harms 94036 Passau

Der Steigbügel 94315 Straubing

Lederhaus Neumeister 95028 Hof/Saale

Lederhaus Neumeister

BELGIEN

95444 Bayreuth

Emmers & Co BVBA B-3930 Hamont

Kerckhaert Ruitersport B-9140 Temse

SPRL Sellerie Dumont

DÄNEMARK

B-4460 Grace-Hollogne

Tattersall Riduedstyr DK-1358 Kopenhagen

FRANKREICH

Sellerie Tillaux F-14130 Pont L´Eveque

B.R. Equitation F-25480 Pirey

Sellerie Fouilloux F-42100 Saint Etienne

Sellerie Nortier F-60120 Breteuil

Kineton Sports Equestres F-75016 Paris

Sellerie Leprince

ÖSTERREICH

F-91640 Fontenay Les Briis

Reitsport Toscaninihof A-5020 Salzburg

Reitsport Zwerlin

NIEDERLANDE

A-8054 Graz

Vroegop Ruitersport NL-1834 Sint Pancras

J.J. van Rijs NL-2761 LB Zevenhuisen

STA-RHO Ruitersport NL-3161 Rhoon

Drunens Ruiterhuis NL-5151 BS Drunen

Ruitersport Den Besten

NORWEGEN

NL-3849 AK Hierden

P.G. Lowenborg Sadelmaker N-0164 Oslo

POLEN

Ihaha.pl 05-803 Pruszków

SCHWEDEN

Ryttare & Häst I Lund AB S-24032 Flyinge

SCHWEIZ

Reiterboutique Wittich GmbH CH-8400 Winterthur

Spirig Pferdesport CH-9000 St. Gallen

SPANIEN

El Corcel E-28027 Madrid

TSCHECHISCHE REPUBLIK

Equiservis CZ-150 00 Prag

Redaktion: Beate Uhlenbrok

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Heide Ruttkamp

E-Mail: heide.ruttkamp@creatxx.de

Druck: Druckerei Vetters, Radeburg

Aufl age: 27.000 Exemplare

Erscheinungsweise: vierteljährlich


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