Projet urbain Stadt Rorschach

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Projet urbain Stadt Rorschach

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Arbeitsgruppe Aussenraum

Ergebnisse der Quartierrundgänge vom 24. Juni und 12. August 2009

August 2009

AG Aussenraum:

Zusammengestellt von:

Nermin Barman

Rita Bauer

Ayten Aytekin

Saban Savci

Hüseyn Savci

Christian Fraefel

Dragomir Pilovic

Beatrice Heilig (Vertreterin Projektleitung)

Dani Fels (FHS St.Gallen)

www.fhsg.ch

Institut für Soziale Arbeit IFSA

Kompetenzzentrum Soziale Räume

Industriestrasse 35 Postfach CH-9401 Rorschach

Tel. +41 71 844 48 99 Fax +41 71 844 48 90

Direktwahl +41 71 844 48 47 dani.fels@fhsg.ch

Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO


Einleitung/ Vorgehen

Die Arbeitsgruppe Aussenraum hat nach einer konstituierenden Sitzung am 2. Juni 09 zwei

Rundgänge durch das Projektquartier durchgeführt.

Einen ersten am 24. Juni 09 durch das Gebiet westlich der Reitbahnstrasse und einen

zweiten am 12. August durch den östlich gelegenen Quartierteil.

Ziel der Rundgänge war es vor Ort einen Eindruck von Kritikpunkten, welche beim Kickoff im

Mai und an der Sitzung vom 2. Juni 09 benannt wurden, zu erhalten und damit den

Handlungsbedarf präziser zu benennen und zu priorisieren. Während der Rundgänge und

der jeweils anschliessenden Besprechung des Beobachteten in den Räumen der FHS

St.Gallen wurden brainstormartig erste Ideen für Lösungsmöglichkeiten entwickelt.

Im Folgenden sind die Kritikpunkte in kompakter Form aufgelistet und mit Fotos illustriert.

Der aus Sicht der Arbeitsgruppe dringendste Handlungsbedarf ist abschliessend nochmals

aufgeführt und soll die Grundlage für erste Aufträge an Dritte bilden.

Quartierrundgang vom 24. Juni 2009

Gebiet: Reitbahn‐ bis Kamorstrasse

Innenhof zwischen Reitbahn‐ und Gerenstrasse (Bereich Reitbahnstrasse 16 – 24)

Kritik: sehr gefährliche, spitze Zäune

Der Hof wird ‐ als eine der wenigen Freiflächen im Quartier ‐ gerne von Kindern bespielt.

Dazu müssen diese aber immer wieder die Zäune überwinden, was mit grossen Gefahren

verbunden ist.

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Weitere Bilder dazu:

Im Hof der Liegenschaft Reitbahnstr. 18 gelingt das Überklettern des Zauns am einfachsten,

da dort ein Baumstrunk mit dem Zaun verwachsen ist (Bild rechts).

Sicht in den Hof von der Seite Gerenstrasse

Der Hof erstreckt sich in etwa über die Länge der Liegenschaften Gerenstrasse 13 – 19.

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Gerenstrasse

Kritik: fehlende Freiflächen für spielende Kinder, Sicherheit nicht gewährleistet

Die Gerenstrasse wird regelmässig von Kindern bespielt, obwohl sie nicht verkehrsberuhigt

ist. Sie stellt allerdings für die Kinder eine wichtige Spiel‐ und Freifläche dar, die mit dieser

Fläche sonst nicht gegeben ist im Quartier.

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Bogenstrasse

Die Bogenstrasse wird, unter anderem wegen der Parkplatzdichte, als wenig einladend

beschrieben.

Kritik: Allgemein wird festgestellt, dass es kaum eine freie Fläche (Vorplätze, Höfe) im

Quartier gibt, die nicht von parkierten Fahrzeugen oder Annexbauten verstellt ist.

Einige Eindrücke:

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Rosenstrasse

Kritik: Die Rosenstrasse wird stark durch die Raumnutzung eines Gewerbebetriebs (Garage)

geprägt. Zahlreiche Fahrzeuge sind im grossen Umkreis um den Betrieb, auch auf

öffentlichen Parkplatzflächen, abgestellt. Beim Rundgang konnte beobachtet werden, dass

dies auch abends um 20.30 Uhr noch der Fall ist.

Die an den Gewerbebetrieb angrenzende Liegenschaft Rosenstrasse 3 wirkt

heruntergekommen, obwohl für die Wohnungen mit Fr. 1200.‐/4‐Zimmer ein für das

Quartier eher überdurchschnittlicher Mietzins verlangt wird. Ein Augenschein im Haus

übertrifft den verwahrlosten Eindruck, den die Liegenschaft von Aussen vermittelt noch

einmal.

Es entsteht der Eindruck, dass hier ohne Rücksicht auf die Mieterschaft, die grösstmögliche

Rendite erzielt werden soll. Verwaltet wird die Rosenstrasse 3 von einer Immobilien

Management Firma mit Sitz in Zürich (Eigendeklaration gemäss Homepage: „Top

Liegenschaftsverwaltung“).

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Auf der Rückseite der Liegenschaft Rosenstrasse 3, an der Neustadtstrasse befindet sich eine

weitere Garage, welche weniger raumgreifend wahrgenommen wird, die jedoch ebenfalls

Immissionen erzeugt.

Neustadtstrasse

Positiv gewürdigt wird der Spielplatz des städtischen Kindergartens an der Neustadtstrasse,

der von den Beteiligten auch gelegentlich mit den Kindern besucht wird.

Durch eine moderate Erneuerung und den Ersatz einzelner Spielgeräte könnte dieser

Freiraum eine zusätzliche Aufwertung erfahren.

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Ecke Neustadt‐/Industriestrasse

Hier liegt ein kleiner Park mit Bäumen und Sitzgelegenheiten, die jedoch wenig frequentiert

sind.

Kritik: Der Abfalleimer in diesem kleinen Park ist regelmässig mit Abfall (Hauskehrricht?)

überfüllt, letztmals wurde das am Sonntag, 23. August 2009 beobachtet.

Hier sind Sofortmassnahmen durch den Werkhof angezeigt, wie beispielsweise eine

Verengung des Einwurfs.

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Säntisstrasse

Kritik: An der Säntisstrasse wird der schnelle Verkehr kritisiert, der vor allem morgens und

abends bei Arbeitsbeginn und –schluss der anliegenden Firmen eine Gefahr für die

Anwohner (insbesondere Kinder) darstellt.

Säntis‐, Kamor‐, Splügen‐ und Speerstrasse

Feststellung: Dieses Gebiet ist sehr verdichtet bebaut und bietet keine adäquaten

Freiflächen für Kinder (vgl. oben, Säntisstrasse/ Verkehr).

Quartierrundgang vom 12. August 2009

Gebiet: Reitbahnstrasse bis Sonnenweg

Trischlistrasse

Die Anwesenden halten fest, dass die Trischlistrasse mit ihrem karg gestalteten Aussenraum

ein „trauriges Bild“ abgebe und wenig einladend wirke.

Im Kontrast dazu steht die Feuerwehrstrasse mit zahlreichen sorgfältig gepflegten

Vorgärten, die als Bereicherung und Aufwertung wahrgenommen werden. Es fällt auf, dass

hier weniger Littering (als beispielsweise an der Reitbahnstrasse) zu sehen ist. Die

Arbeitsgruppe sieht das als direkte Folge des gepflegten Aussenraums.

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Feuerwehrstrasse 19 (SMUV Gebäude)

Hier stellt die Gruppe Überlegungen zur Einrichtung eines Begegnungsorts

(Quartierzentrum) an, was bereits beim Rundgang vom 24. Juni Thema war und zu dem eine

Ideenskizze von Frau Dorothea Fraefel vorliegt.

Es wird gefragt, wie die aktuellen Besitzverhältnisse dieser Liegenschaft sind, die offenbar

zum Verkauf steht. Nach Ansicht der Gruppe, könnte hier ein möglicher Standort für ein

Quartier‐ und Begegnungszentrum sein.

Diese Diskussion wird beim Kindergarten am Sonnenweg weiter geführt, der ‐ falls der

Bedarf an Kindergartenplätzen sich verringern sollte ‐ ebenfalls als geeignet angesehen wird.

Hier fällt der grosszügige Aussenraum (inkl. der ungenutzten Wiese nördlich des

Kindergartens, Richtung Löwenstrasse) positiv auf.

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Handlungsbedarf (Prioritäten)

Für die Arbeitsgruppe Aussenraum haben Entwicklungen im Gebiet Reitbahn/ Gerenstrasse

oberste Priorität:

1. Verkehrsberuhigung (Wohnstrasse) an der Gerenstrasse.

2. Gestaltung und Nutzung Innenhof Reitbahn‐/Gerenstrassse.

Weiter wurden Sofortmassnahmen diskutiert, welche im Rahmen der kommunalen

Aufgaben durch die Stadt Rorschach realisiert werden können:

1. Wilde Abfallentsorgung im Park Ecke Neustadt‐/Industriestrasse verhindern.

2. Zusätzliche Abfalleimer entlang der Löwen‐ und Kirchstrasse und in den

Querstrassen anbringen.

3. Konsequentere Kontrolle der Nutzung des öffentlichen Raums durch

Gewerbebetriebe (z.B. an der Rosenstrasse).

4. Erneuerung/ Ersatz von Spielgeräten beim Kindergarten Neustadtstrasse.

Themen, die in Kooperation mit anderen Arbeitsgruppen bearbeitet werden sollen:

1. Bedarf und mögliche Standorte für ein Quartier‐/Begegnungszentrum klären.

2. Generelle Verkehrsberuhigung (Zone 30, evt. Wohnzone) in allen Querstrassen

zwischen Kirch‐ und Löwenstrasse prüfen.

Die Arbeitsgruppe Aussenraum wünscht, beim Vorliegen von Vorschlägen und bei der

Diskussion von Massnahmen von der Projektleitung wieder einbezogen zu werden.

Für die AG Aussenraum: Dani Fels, August 2009

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