NFV_10_2010 - Rot Weiss Damme

rot.weiss.damme.de

NFV_10_2010 - Rot Weiss Damme

NIEDERSACHSEN

Herausgegeben vom

Niedersächsischen

Fußballverband

Nr. 10/2010

H 5304 E

3,00 €

Internet

http://www.nfv.de

FUSSBALL

Neu formierte U 17

des DFB bezwingt

Aserbaidschan mit 2:0


Der NFVN

– Ein Ball verbindet

Liebe

Fußballfreunde

Als am 30. Oktober 1970 beim Verbandstag in Travemünde das Frauen-Fußballverbot vom Deutschen Fußball-Bund

(DFB) aufgehoben wurde, konnte niemand ahnen, welchen Siegeszug die einst von vielen belächelte

Sportart hierzulande antreten würde. Längst haben sich die deutschen Fußballfrauen in der Weltspitze etabliert,

können eine beachtliche Zahl internationaler Titel vorweisen und haben sich mit vielen begeisternden Auftritten

einen Platz in den Herzen der Fans erobert. Frauen-Fußball ist ,in’. Die Mitgliederstatistik des DFB wies in diesem

Jahr mit 1.050.301 Frauen und Mädchen eine Rekordzahl aus, die mir dennoch steigerungsfähig erscheint. Mit

jedem Erfolg wird die deutsche Frauen-Fußballnationalmannschaft weitere Anhängerinnen für ihren Sport

gewinnen.

Es liegt inzwischen über fünf Jahre zurück, dass die deutschen Fußballfrauen letztmalig in Niedersachsen zu

einem Länderspiel angetreten sind. In Hildesheim gab es am 24. April 2005 vor 8000 Zuschauern einen 3:2-

Erfolg über Kanada. Am 28. Oktober wird Bundestrainerin Silvia Neid nun endlich mit ihren amtierenden

Weltmeisterinnen in unseren Landesverband zurückkehren, um in Wolfsburg Asienmeister Australien zu

einem echten Gipfeltreffen des Frauenfußballs zu empfangen.

Acht Monate bevor Deutschland am 26. Juni 2011 im Berliner Olympiastadion das Eröffnungsspiel der

6. Frauen-Fußballweltmeisterschaft bestreiten wird, erhält das DFB-Team die Möglichkeit zu einer echten

Standortbestimmung. Die Begegnung gegen Australien wird einen Vorgeschmack liefern, welches Fußball-

Spektakel wir im kommenden Jahr erwarten dürfen. Vor sicherlich guter Kulisse werden die Spielerinnen aus

Deutschland und Australien hoffentlich mit ihren Leistungen dafür sorgen, dass der Funke auf das begeisterungsfähige

und sachkundige Wolfsburger Publikum überspringt.

Es ist auch in Niedersachsen überall spürbar. Die Vorfreude auf das Turnier der besten Frauenmannschaften

der Welt wächst. Besonders am WM-Standort Wolfsburg. Ich bin überzeugt, dass sich die Hochburg des niedersächsischen

Frauenfußballs im kommenden Jahr gemäß des WM-Mottos „20Elf von seiner schönsten Seite“

weltmeisterschaftsreif präsentieren und dazu beitragen wird, dass Deutschland nach 2006 ein zweites Sommermärchen

erleben darf. Vom Stand der Vorbereitungen vergewisserte sich jetzt auch Dr. Theo Zwanziger. Der

DFB-Präsident hegt keinen Zweifel, dass Wolfsburg auch dank professioneller Unterstützung durch den VfL

und die Stadt bestens präpariert dem Turnier der weltbesten Frauenmannschaften entgegen sehen kann.

Ein Wort in eigener Sache. Beim DFB-Bundestag am 21. und 22. Oktober in Essen werde ich erneut für das

Amt des DFB-Vizepräsidenten kandidieren. Ich möchte mich an dieser Stelle beim Präsidium des Norddeutschen

Fußball-Verbandes für meine Nominierung und das mir entgegen gebrachte Vertrauen bedanken. Im Fall meiner

Wahl werde ich mich nach ganzen Kräften auch für die Interessen des norddeutschen Fußballs einsetzen.

Karl Rothmund

(Präsident)

Oktober 2010 3


Inhalt

Editorial

Karl Rothmund zum Frauen-Länderspiel in Wolfsburg 3

U 17-Länderspiel

DFB-Auswahl gewinnt in Stadthagen 6

Zu Gast in Barsinghausen

U 17 des DFB bereitet sich in NFV-Sportschule auf Länderspiel vor 7

Nordturnier

Drei Siege für die U 17-Juniorinnen des NFV 8

A2-Juniorenlager

NFV-Auswahl trotz Top-Leistung enttäuscht 10

Frauen- und Mädchenfußballkongress

Drei Tage wurde über „Alles, außer Abseits“ diskutiert 12

Portrait

Insulanerin Denise Matthis spielt auf dem Festland Fußball 13

Zu Gast in Wolfsburg

Basisarbeit – DFB-Präsident besucht NFV-Bezirk Braunschweig 14

NFV-Sportschule II

„Cathleen“ sorgt für Überschwemmung 16

VGH-Fairness-Cup

Sieg der SV Scharnebeck ein „Imagegewinn für die ganze Region“ 18

Namen & Nachrichten

Fußball ohne Abseits: Mädchenfußballcamp in Barsinghausen 20

EUROGREEN

Umbau eines Tennen- in einen Rasensportplatz 23

Integration

Neues An-Institut der Universität Oldenburg eröffnet 24

U 21-Länderpokal

Steht der Wettbewerb vor dem Aus? 25

Titel

Steht Christian

März vor einer

großen Fußballkarriere?

Der

U 17-Nationalspieler

und

Kapitän führte

die deutsche

Mannschaft in

Stadthagen zum

2:0-Erfolg im

Freundschaftsspiel

gegen

Aserbaidschan

(Seite 6).

Christian spielte

bis Mitte des

Jahres beim VfL

Osnabrück. Dort

wurde er zum

Nationalspieler

ausgebildet.

Anfang dieser

Saison wechselte

der

Stürmer zum

Bundesligisten

Hertha BSC, der

für seine gute Nachwuchsarbeit bekannt ist. Der Niedersächsische

Fußballverband wünscht Christian März für seine weitere

Entwicklung alles Gute und viel Erfolg. Titelfoto: Getty Images

Spendenaktion

Kinder des SC Spelle-Venhaus gewinnen für Kinder 26

Serie Sportmedizin

Dr. Sanjay Weber-Spickschen – Akutversorgung von Verletzungen 28

Neues vom DFB

Ehrungen für SV 06 Lehrte und André Wrede 30

Hannover 96

Volunteer-Programm begeistert auch den DFB 31

75. Geburtstag

Pokalfinale 75 ein Highlight von Walter Horstmann 32

Frauen-Länderspiel

Gegen die „Matildas“ steht es noch Unentschieden 34

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Uni-Euorpameisterschaft

Studentinnen aus Göttingen erreichen Platz 4 36

ARAG Sportversicherung

Eine „Ballermann“-Party kann teuer werden 37

Der Hirte von Kaolack

NFV-Funktionär Helmut Buschmeyer hilft Menschen im Senegal 38

Lehrarbeit

Die Bildungskonzeption des NFV 41

Bezirk Braunschweig

NFV-Promis erzielen Tore für den guten Zweck 42

Bezirk Hannover

Tag des Mädchenfußballs im NFV-Kreis Nienburg 45

Bezirk Lüneburg

100 Jahre MTV Borstel-Sangenstedt 50

Bezirk Weser-Ems

Kreisehrenamtsbeauftragte treffen sich in Papenburg 58

NFV intern

Amtliche Nachrichten und Sportschul-Termine 66

4

Oktober 2010


U 17-Junioren-Länderspiel

Arnold vergibt Foulelfmeter

Neu formierte U 17 des DFB startet vor 1300 Zuschauern

in Stadthagen mit 2:0 gegen Aserbaidschan

Druckvoll: Der vom VfL Osnabrück zu Hertha BSC Berlin gewechselte Christian März (rechts)

konnte gute Akzente nach vorn setzen.

Fotos: Borchers

Der neue Jahrgang der U 17 des Deutschen

Fußball-Bundes (DFB) ist mit

einem Sieg in die Saison gestartet.

Vor 1300 Zuschauern im Jahnstadion von

Stadthagen setzte sich die Mannschaft

von DFB-Trainer Steffen Freund 2:0 (0:0)

gegen Aserbaidschan durch.

Steffen Freund war nicht unzufrieden,

fand aber durchaus Grund zur Kritik.

„Wir hatten 15 glasklare Chancen, haben

daraus aber nur zwei Tore gemacht. Gerade

in der ersten Halbzeit haben wir vor

dem Tor extrem geschludert, nach der Pause

zu viele einfache Fehler im Spielaufbau

gemacht. Ich will der Mannschaft einfach

nur bewusst machen, dass man in solch

einem Spiel auch schnell dafür bestraft

werden kann", sagte er.

Die größte Chance vor der Halbzeitpause

vergab Maximilian Arnold vom VfL

Wolfsburg, der mit einem an Christian

März (Hertha BSC, ehemals VfL Osnabrück)

verursachten Foulelfmeter am aserbaidschanischen

Keeper Rashad Azizov

(23.) scheiterte.

Mitchell Weiser vom 1. FC Köln erlöste

die DFB-Junioren mit seinem Treffer in

der 46. Minute, dem Marvin Ducksch (Borussia

Dortmund) in der Schlussphase (73.)

nach einem Solo das 2:0 folgen ließ.

Freund berief für das Spiel insgesamt

17 Spieler des neuen Jahrgangs, von denen

zuvor noch keiner für die U 17 zum

Einsatz gekommen war

Das Spiel gegen Aserbaidschan und

das Vier-Nationen-Turnier vom 12. bis 22.

September im Saarland, bei dem Deutschland

auf Italien, Israel und die Niederlande

traf, dienten der Vorbereitung auf die erste

Runde der EM-Qualifikation im Oktober. In

Estland spielt die deutsche U 17 dann gegen

den Gastgeber, Österreich und Bosnien.

(Quelle: www.dfb.de)

Begehrt: Diese

Fans freuen sich

über ein Autogramm

von

Christian März.

Unglücklich: Maximilian Arnold scheiterte mit einem Foulelfmeter am

aserbaidschanischen Torwart.

6

Oktober 2010


Zu Gast in Barsinghausen

U 17 des DFB

hat große Ziele

DFB-Trainer Steffen Freund (unten mit

Mütze) trainierte jetzt mit der U 17-

Nationalmannschaft in der Sportschule

Barsinghausen. Die besten deutschen Talente

des Jahrgangs 1994 stellten sich vor.

Unter ihnen auch die NFV-Auswahlspieler

Mirco Born, ehemals SV Meppen, jetzt FC

Twente Enschede und Maximilian Arnold

(VfL Wolfsburg). Steffen Freund baut eine

neue Mannschaft auf und nutzte die beiden

Lehrgänge in der NFV-Sportschule zur intensiven

Sichtung. Der DFB-Trainer sichtete

insgesamt 38 Spieler. 18 von ihnen bereiteten

sich in Barsinghausen auf das Länderspiel

in Stadthagen vor (siehe Seite 6). Im

kommenden Jahr möchte die deutsche

U 17-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft

in Serbien (25. April bis

15. Mai) teilnehmen. Dafür muss sich das

Team allerdings erst noch qualifizieren. Das

Turnier findet vom 15. bis 20. Oktober in

Estland statt. Gegner sind der Gastgeber

(15.10.), Bosnien-Herzegowina (17.10) und

Österreich (20.10.). Die NFV-Auswahlspieler

Mirco Born und Maximilian Arnold rechnen

sich guten Chancen aus, dabei zu sein.

Ebenso Christian März, der seit dieser Saison

für Hertha BSC spielt, und vorher für

den VfL Osnabrück im Einsatz war. Für den

deutschen Nachwuchs des Jahrgangs 1994

könnte das Jahr 2011 noch einen weiteren

Höhepunkt bringen: Die Weltmeisterschaft

vom 18. Juni bis 10. Juli in Mexiko. Impressionen

vom Lehrgang in Barsinghausen mit

Mirco Born (oben ganz rechts) von REINER

KRAMER.

Oktober 2010 7


U 17-Juniorinnen

Norddeutscher Meister 2010: Die U 17-Juniorinnen des NFV.

Makellose Zwischenbilanz

für Trainer Frank Gunia

Achter Sieg in Serie – NFV-Auswahl gewinnt in Barsinghausen das Nordturnier

Die U 17-Juniorinnen des NFV haben

im Barsinghäuser August-Wenzel-

Stadion das Norddeutsche Länderpokalturnier

gewonnen. Das Team von NFV-

Trainer Frank Gunia feierte dabei gegen die

norddeutsche Konkurrenz ausnahmslos

Siege. Damit ist die Generalprobe für den

Länderpokalwettbewerb des DFB, der vom

29. September bis 3. Oktober in Duisburg-

Wedau ausgetragen wird, geglückt. Die

Siegerehrung wurde in Barsinghausen vorgenommen

von Ulrike Ballweg, Co-Trainerin

der deutschen Frauen-Nationalmannschaft.

Im April 2010 hat Frank Gunia die

Spielerinnen der Jahrgänge 94/95 übernommen.

Mit den Erfolgen vom Nordturnier

wurde seine makellose Zwischenbilanz

nunmehr auf acht Siege in acht Spielen

ausgebaut. Im Hinblick auf den Bundesvergleich

möchte der Trainer jedoch die Siegesserie

nicht überbewerten und keine zu

hohen Erwartungen aufbauen. „Es gibt in

Duisburg sicherlich stärkere Mannschaften“,

glaubt der Coach und wäre deshalb

mit dem Erreichen eines einstelligen Tabellenplatzes

beim Turnier der 21 Landesverbände

sehr zufrieden. „Hinten stehen wir

kompakt, sind stark im Kontern und bei

Standards“, weiß Gunia zwar um die Stärken

seiner Auswahl. Doch die eher geringe

Durchschlagskraft seines Teams wird nicht

ausreichen, um in Duisburg ganz oben mitzumischen.

Die Ergebnisse der NFV-Auswahl

Niedersachsen – Hamburg 4:1

(0:0), Tore: 1:0 Angelina Bode (37.), 2:0 Lisa

Förster (40.), 2:1 Luisa Nöhr (41.), 3:1

Kea Eckermann (44.), 4:1 Sarah Marie Brüning

(52.)

Die Hamburgerinnen erwiesen sich im

ersten Spielabschnitt als starker Gegner, der

kaum Chancen für die feldüberlegene NFV-

Auswahl zuließ. Nach dem Wechsel fielen

die Tore dann jedoch Schlag auf Schlag. Dabei

feierte die zuvor eingewechselte Lisa

Förster nach ihrem Wechsel von Potsdam

nach Wolfsburg mit ihrem Treffer zum 2:0

einen Einstand nach Maß in der NFV-Auswahl.

Zwar konnte Hamburg mit einem

Sonntagsschuss noch einmal verkürzen,

doch dank nun konsequenter Chancenverwertung

sicherte sich das Gunia-Team einen

auch in dieser Höhe verdienten Sieg.

Niedersachsen – Bremen 2:1 (0:1),

Tore: 0:1 Sina Rathmann (3.), 1:1 Lisa Förster

(46.), 2:1 Vivien Wejner (57.)

Gegenüber dem Spiel gegen Hamburg

hatte Frank Gunia sein Team auf einigen

Positionen umgestellt, um im Hinblick

auf Duisburg zu experimentieren. „Das ist

in der ersten Halbzeit schief gegangen“,

bekannte der Trainer, bemängelte aber

auch die Einstellung seiner Mannschaft.

„Da war ein hundertprozentiger Ehrgeiz

nicht erkennbar, der nötig ist, um Bremen

zu schlagen.“ Mit der Hereinnahme von

Angelina Bode und Jenny Arndt wendete

sich dann aber das Blatt zu Gunsten der

NFV-Auswahl. Niedersachsen präsentierte

sich in der Offensive nun druckvoller und

kam drei Minuten vor Schluss zum glücklichen,

aber nicht unverdienten Sieg. Torschützin

war mit Vivian Wejner (Jahrgang

96) die Jüngste im Team. „Sie hat toll gespielt“,

zollte Gunia dem „Nesthäkchen“

ein Extra-Lob.

Niedersachsen – Schleswig-Holstein

1:0 (1:0), Tor: Nele Schomaker (11.)

Aufgrund der Tabellenkonstellation

hätte bereits ein Unentschieden zum Turniersieg

für Niedersachsen gereicht. Schleswig-Holstein

erwies sich als stärkster Gegner

des NFV-Teams, das darum bemüht

war, das Tempo hoch zu halten. Den Treffer

des Tages erzielte Nele Schomaker nach

Foto: Borchers

uneigennütziger Vorarbeit von Angelina

Bode bereits in der 11. Spielminute. Bode

und Lisa Förster besaßen weitere gute

Möglichkeiten, auf 2:0 zu erhöhen, doch

auch die Gegnerinnen hatten drei Minuten

vor dem Abpfiff eine Riesenchance. „Mit

einer sensationellen Parade hat Merle unseren

Sieg festgehalten“, freute sich Frank

Gunia, dass Torhüterin Frohms einen Freistoß

parieren konnte, „den nicht jede Keeperin

hält.“ Ebenfalls gut gefallen hatte

dem Trainer auch der Auftritt seiner beiden

Stürmerinnen Schomaker und Bode: „Sie

sind weite Wege gegangen, haben viel gerackert

und gut miteinander harmoniert.“

Die weiteren Paarungen

Bremen – Schleswig-Holstein 1:1 (0:0),

Tore: 1:0 Manjou Wilde, 1:1 Stephanie

Hofmann

Hamburg – Schleswig-Holstein 1:4

(0:3), Tore: 0:1, 0:2, 0:3 und 0:4 Svea

Lamp, 1:4 Luisa Nöhr

Hamburg – Bremen 1:2 (0:2), Tore: 0:1

Mirja Budde, 0:2 Manjou Wilde, 1:2 Luisa

Nöhr

Die Tabelle: 1. Niedersachsen (7:2 Tore,

9 Punkte), 2. Schleswig-Holstein (5:3

Tore, 4 Punkte), 3. (Bremen 4:4 Tore, 4

Punkte), 4. Hamburg (3:10 Tore, 0 Punkte)

Das NFV-Aufgebot: Vivian Wejner,

Lisa Förster (beide VfL Wolfsburg), Jenny

Arndt, Mareike Kösjan (beide BV Cloppenburg),

Sarak Marie Brüning (SV Sebbenhausen/Balge),

Kea Eckermann (TuS

Obenstrohe), Nele Schomaker (Piesberger

SV), Angelina Bode (TSV Limmer), Franziska

Ippensen (FC Eintracht Northeim), Denise

Lemke (SC Haßbergen), Sarah Schulte

(BW Papenburg), Merle Frohms (ESV

Fortuna Celle), Christina-Marie Krüger

(FSV Tostedt), Elisa Bäron (TuS Heeslingen),

Nicole Janßen (SVG Einbeck), Lara

Engel (TuS Zeven).

bo

8

Oktober 2010


A2-Juniorenlager

Enttäuschte Gesichter bei der NFV-Auswahl trotz überzeugender Turnierleistung.

Von PETER BORCHERS

„Die Leistung der Jungs war sowohl

technisch-taktisch als auch kämpferisch

überragend. Wir können mehr als zufrieden

sein“, lobte „Max“ Hartwig sein Team des

Jahrgangs 1993 nach dem A2-Juniorenlager

ohne jegliche Abstriche. Ohne Punktverlust

und ohne Gegentor war die NFV-Auswahl

beim Turnier des DFB in Duisburg-Wedau als

Tabellenführer in ihr letztes Spiel gegangen.

Eine unglückliche 0:2-Niederlage gegen

Württemberg machte letztlich den Traum

vom Titelgewinn zunichte und bedeutete

für das Team von NFV-Trainer Hans-Werner

Hartwig das Abrutschen auf einen dennoch

sehr guten vierten Platz. Turniersieger wurde

Württemberg vor den punktgleichen Berlinern

und Südbaden.

Auch Horst Hrubesch als zuständiger

Jahrgangstrainer des DFB zeigte sich begeistert

von den Niedersachsen und nominierte

mit Patrick Drewes, Florian Hartherz, Jannis

Pläschke und David Chamorro vier Spieler

für einen U 18-Lehrgang des DFB.

„Ich habe noch nie ein derart ausgeglichenes

Niveau im Team gehabt. Alle Spieler

haben zur rechten Zeit ihre Top-Leistung

Fotos: Borchers

„Top-Leistung zur rechten Zeit“

U 18-Junioren des NFV bereiten Trainer Hans-Werner Hartwig mit Platz 4 einen würdigen

Abschied in Duisburg-Wedau – Sogar der Titelgewinn war möglich

In aussichtsreicher Position: Matti Grahle (links) kann den württembergischen Schlussmann aber

dennoch nicht überwinden.

abgerufen. Von einigen werden wir in den

kommenden Jahren noch viel Positives hören“,

ist Hartwig vom Können aller Akteure

der NFV-Auswahl überzeugt. In seinen Dank

für eine „super Teamarbeit“ schloss er auch

die Spieler des NFV-Kaders ein, die in Duisburg

nicht dabei sein konnten: Giovanni Millemaci

und Jonas Sonnenberg (beide VfL

Wolfsburg), André Wohlers und Lennard

Meyer (beide VfL Osnabrück), Tim Wohlfahrt

(Hannover 96) sowie Nicolas Lanwert

(BW Hollage). Hartwig hatte kurz vor seinem

Eintritt in den Ruhestand einen würdigen

Abschied als NFV-Jugendtrainer in Duisburg-

Wedau erlebt.

Die NFV-Begegnungen im Überblick:

Niedersachsen – Niederrhein 1:0

(0:0), Tor: 1:0 (43.) Helge Pietschmann

Die NFV-Auswahl ließ kaum Torchancen

des Gegners zu und feierte aufgrund einer

Vielzahl eigener guter Möglichkeiten einen

knappen, aber hochverdienten Auftakterfolg.

Das Tor des Tages markierte Helge

Pietschmann auf Vorarbeit von David Chamorro

und Egcon Musliji. Bestnoten verteilte

Trainer Hartwig an Erdal Akdari, Julian Rupprecht,

Steffen Dieck und Florian Hartherz.

Niedersachsen – Hessen 1:0 (1:0),

Tor: 1:0 (22.) Steven Müller-Rautenberg

Das Kräftemessen zweier fast gleichwertiger

Teams entschieden die Niedersachsen

verdient für sich. Ihr Manko: Sie nutzten

gute Konterchancen nicht, so dass lange um

den Sieg gezittert werden musste. Vorbereiter

des Siegtores von Steven Müller-Rautenberg

war Egcon Musliji. Die besten Noten

verdienten sich neben Musliji auch Patrick

Drewes, Jannis Pläschke und Michael Thielke.

Niedersachsen – Südwest 2:0 (1:0),

Tore: 1:0 (25.) Steven Müller-Rautenberg,

2:0 (46.) Hartherz

Beide Teams schenkten sich nichts in

einem Spiel, das geprägt war von einem

ständigen Rauf und Runter. Die NFV-Führung

erzielte Müller-Rautenberg, der einen

Querpass von Florian Hartherz verwertete. ➤

10

Oktober 2010


A2-Juniorenlager

Trost vom Trainer: „Max“ Hartwig begleitet

seinen Kapitän Ilias Papadopoulos nach der

Niederlage gegen Württemberg vom Platz.

Letzterer wurde im zweiten Spielabschnitt

mustergültig von Pietschmann bedient und

erhöhte auf 2:0. Zu den besten Akteuren im

Team des neuen Tabellenführers gehörten

neben Hartherz und Pietschmann auch Drewes

und Julian Rupprecht.

Niedersachsen – Württemberg 0:2

(0:1), Tore: 0:1 (30.) per Handelfmeter, 0:2

(48.)

Leider riss in diesem Spiel die Erfolgsserie

der Niedersachsen. Von Beginn an entwickelte

sich ein Spiel auf hohem Niveau, was

übrigens für fast alle Begegnungen der insgesamt

21 Verbandsauswahlteams galt.

Den insgesamt guten Leistungen passten

sich auch die Schiedsrichter an, wenngleich

der Unparteiische im letzten Spiel laut Trainer

Hartwig „nicht seinen besten Tag erwischt

hatte“ und den Württembergern unmittelbar

vor dem Halbzeitpfiff „einen

Hand-Elfmeter schenkte“. Nach dem umstrittenen

Handspiel von Julian Rupprecht

konnte NFV-Keeper Patrick Drewes zwar zunächst

parieren, war beim Nachschuss aber

machtlos. Verbissen lief die NFV-Auswahl einem

unglücklichen Rückstand hinterher und

wurde im zweiten Spielabschnitt noch einmal

ausgekontert. „Trotzdem hätten die

Jungs auch dieses Spiel für sich entscheiden

können, wenn sie vor dem gegnerischen Tor

die Chancen genutzt hätten. Das war über

alle Turniertage unser einziges Manko“,

fand „Max“ Hartwig nur ein Haar in der

ansonsten vorzüglichen NFV-

Suppe.

Das NFV-Aufgebot: David

Chamorro, Steffen Dieck,

Patrick Drewes, Florian Hartherz,

Philip Hauck, Michael

Thielke (alle VfL Wolfsburg),

Erdal Akdari, Jannis Pläschke,

Julian Rupprecht (alle Hannover

96), Ilias Papadopoulos, Helge

Pietschmann (beide TSV Havelse),

Matti Grahle, Steven Müller-Rautenberg

(beide VfL Oldenburg),

Kris Fillinger (Twente

Enschede), Egcon Musliji (BW

Tündern), Marcel Schreyer (Eintracht

Braunschweig).

Hartnäckiger Gegner. Florian Hartherz (rechts) versucht einen Württemberger abzuschütteln.

Die Abschlusstabelle

1. Württemberg (9:4 Tore, 7:1 Punkte),

2. Berlin (6:1 Tore, 7:1 Punkte), 3. Südbaden

(5:3 Tore, 6:2 Punkte), 4. Niedersachsen (4:2

Tore, 6:2 Punkte), 5. Mittelrhein (11:6 Tore,

5:3 Punkte), 6. Hessen (6:1 Tore, 5:3 Punkte),

7. Bayern (9:5 Tore, 5:3 Punkte), 8. Baden

(6:3 Tore, 5:3 Punkte), 9. Niederrhein

(5:4 Tore, 5:3 Punkte), 10. Thüringen (4:3

Tore, 5:3 Punkte), 11. Westfalen (3:2 Tore,

5:3 Punkte), 12. Brandenburg (6:8 Tore, 4:4

Punkte), 13. Hamburg (6:6 Tore, 3:5 Punkte),

14. Südwest (5:6 Tore, 3:5 Punkte), 15.

Mecklenburg-Vorpommern (2:3 Tore, 3:5

Punkte), 16. Saarland (4:7 Tore, 3:5 Punkte),

17. Rheinland (2:9 Tore, 3:5 Punkte), 18.

Bremen (2:5 Tore, 2:6 Punkte), 19. Sachsen

(4:8 Tore, 2:6 Punkte), 20. Sachsen-Anhalt

(3:7 Tore, 2:6 Punkte), 21. Schleswig-Holstein

(0:9 Tore, 2:6 Punkte)


Kandidaten für den DFB: David Chamorro, Jannis Pläschke, Patrick Drewes und Florian Hartherz (von links).

Oktober 2010 11


Neues vom DFB

7:0 für den Frauenund

Mädchenfußball

300 Teilnehmer beim DFB-Kongress in Mainz – Forderungskatalog aufgestellt

Referate, Diskussionen, Workshops: Drei

Tage lang wurde jetzt beim DFB-Frauenund

Mädchenfußballkongress in Mainz

intensiv diskutiert. Rund 300 Teilnehmer

nahmen an der Veranstaltung teil.

Nach dem Motto 7:0 für den Frauenund

Mädchenfußball wurden folgende sieben

Forderungen für den Bereich Leistungsund

Breitensport sowie Ehrenamt zusammengefasst:

• Maßnahmen ergreifen und Strukturen

schaffen, die Spielerinnen eine „Duale

Karriere“ ermöglichen.

• Verstärkt in die Trainer/innenausbildung

investieren.

• Trainer/innen unterstützen und ihnen

gegenüber Vertrauen und Respekt zum

Ausdruck bringen. Zukünftige Weiterbildungsangebote

an den Bedürfnissen angehender

Trainerinnen ausrichten.

• Für Frauen- und Mädchenmannschaften

angemessene Sportstätten zur Verfügung

stellen. Über das klassische Wettbewerbssystem

hinausgehende Angebote in

Schulen und Vereinen schaffen.

„Spielen lassen und

Kreativität fördern“

Wie sehen die Bedürfnisse von Fußballerinnen

aus dem Breiten- und Leistungssport

aus? Dieser Frage gingen

Tina Theune und Silke Sinning nach. In

zahlreichen Interviews mit Spielerinnen

der unterschiedlichsten Alters- und

Leistungsklassen haben sich Theune,

die ehemalige Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft,

und Sinning, die

Vorsitzende des Frauen- und Mädchenfußball-Ausschuss

des Hessischen

Fußball-Verbandes, mit diesem Thema

beschäftigt. Das Fazit der Beiden:

„Spielen lassen und damit die Kreativität

fördern. Das Gefühl, ernst genommen

zu werden, ist ganz wichtig.“

Zwei, die sich gut verstehen: DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und DFB-Vizepräsidentin Hannelore

Ratzeburg.

Foto: imago

• Mädchen mit Migrationshintergrund als

Potenzial erkennen und ihre Integration

und Qualifizierung als Spielerinnen und

Funktionsträgerinnen aktiv fördern.

• Auf die Anforderungen des „Neuen Ehrenamtes“

einstellen.

• Der DFB, Verbände und Vereine sollten

Frauen in alle Gremien auch als Quereinsteigerinnen

einbinden.

2009 verzeichnete der Deutsche Fußball-Bund

(DFB) erstmals mehr als eine Million

weibliche Mitglieder. Aber auch 2010

sind vier von fünf Mitglieder des Verbandes

Männer. Beim Ehrenamt gestaltet sich das

Verhältnis noch deutlicher zu Ungunsten der

Frauen. „Wir haben Akzente gesetzt“, sagte

Hannelore Ratzeburg, DFB-Vizepräsidentin,

mit Blick auf die errungenen Titel der Frauen-Nationalmannschaft:

immerhin sieben

Europameisterschaften und zwei Weltmeistertitel.

„Und wir wollen weiter Akzente setzen.

Deshalb sind wir hier.“Vor genau vierzig

Jahren, im Herbst 1970, wurde auf dem

DFB-Bundestag in Travemünde das Verbot

für Frauenfußball aufgehoben. Hannelore

Ratzeburg wagte in Mainz schon mal einen

Blick in eine mögliche Zukunft: „Vielleicht“,

sagte die einzige Frau im Präsidium, „hat der

DFB irgendwann mal eine Präsidentin.“

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger zog

in seinem Schlusswort ein positives Fazit

der Entwicklung des Frauen- und Mädchenfußballs:

„Ich bin kein Traumtänzer,

habe aber immer das große Potenzial im

Frauen- und Mädchenfußball gesehen. Uns

ist es gelungen Vorurteile zu beseitigen.

Was wir erreicht haben verdient Anerkennung.

Aber es bleiben Aufgaben für die

Zukunft. Nach der Frauen-WM 2011 wird

eine neue Bestandsaufnahme gemacht.“

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die

Zahl der Frauen- und Mädchenmannschaften

im Fußball verdoppelt.

Einen unterhaltsamen verbalen Doppelpass

lieferten sich Dagmar Freitag, Vorsitzende

des Sportausschusses des Deutschen

Bundestages und Julia Klöckner, Parlamentarische

Staatssekretärin im Bundesministerium

für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Beide berichteten über ihre

Erfahrungen im Ehrenamt und betonten,

dass das Ehrenamt zwar zeitaufwändig und

mit jeder Menge Arbeit verbunden sei. Aber

der Aufwand lohne sich zweifellos. Dagmar

Freitag: „Ich habe Erfahrungen gemacht, die

mich persönlich bereichert haben. Ich konnte

so viele Menschen kennen lernen, fantastische

Vier-Augen-Gespräche mit Athleten

führen, ihnen bei der Jobsuche helfen. Diese

Dinge sind für mich in meinem Ehrenamt

total wertvoll.“

Julia Klöckner ergänzte: „Es ist ein

Geben und Nehmen. Sich im Ehrenamt zu

engagieren hilft auf jeden Fall bei der Persönlichkeitsentwicklung.

Ehrenamt ist immer

etwas, das einem auch was zurückgibt.“

Die Rahmenbedingungen anzupassen,

um mehr Menschen für das Ehrenamt

zu gewinnen und die Arbeit zu erleichtern,

sei eine wichtige Aufgabe der

Politik, die schon durch die Erhöhung der

Aufwands- und Übungsleiterpauschale

und Vereinfachung von steuerlichen Fragen

Akzente gesetzt habe. Dagmar Freitag:

„Politik kann einiges aber nicht alles

regeln. Wir müssen von politischer Seite

genau hinhören, welche Klagen berechtigt

sind und wo manchmal ein Schritt zu

viel gejammert wird. Aber eines kann

nicht sein: Dass ein Vorsitzender eines

kleinen Vereins mit einem Bein im Gefängnis

steht, weil er irgendwo eine falsche

Unterschrift leistet. Da müssen wir

Hilfestellungen geben.“

Der abschließende gemeinsame Appell

beider Politikerinnen ging an die Medien

und die Politik: „Stellt die ehrenamtlich Tätigen

mehr in den Mittelpunkt. Ohne sie

geht nichts.“

Quelle: www.dfb.de

NFV-Delegierte

Vom Niedersächsischen Fußballverband

waren als Delegierte dabei: Karl

Rothmund, NFV-Präsident, NFV-Bastian

Hellberg, NFV-Direktor, Karen Rotter,

Vorsitzende des NFV-Frauen- und

Mädchenauschusses, Dagmar Thißen,

Referentin Mädchenfußball und Marion

Demann, Spielleiterin Mädchenfußball.

12

Oktober 2010


Denise auf dem Weg zur Fähre.

Der „kleine Ballack“

von Wangerooge

Die zwölfjährige Insulanerin Denise Matthis spielt seit dieser

Saison auf dem Festland Fußball – Per Fähre und Flieger zum Training

Denise beim Schusstraining.

Mit einem Ruck setzt sich die Schmalspurbahn

in Bewegung. Der kleine

Bahnhof der Insel bleibt langsam

zurück – und mit ihm die Eltern, die winkend

am Bahnsteig stehen. Denise Matthis

schiebt die Kapuze ihres Pullovers noch ein

bisschen tiefer ins Gesicht und zieht sich

auf der Plattform zwischen den Waggons

in den Windschatten zurück. Still schaut sie

auf die Salzwiesen, die auf der Fahrt zum

Hafen an ihr vorbeiziehen. Der Abschied

fällt ihr jedes Mal schwer.

Die Zwölfjährige ist auf dem Weg zum

Fußballtraining auf dem Festland. Erst am

Tag darauf wird sie nach Wangerooge zurückkehren,

dann per Flugzeug. Mit der

Fähre würde sie es nicht rechtzeitig zum

Unterricht in der Inselschule schaffen. Die

Nacht verbringt sie in der Familie ihres

Trainers.

Alles in allem sind es gut 17 Stunden,

die Denise für diese Übungseinheit mit den

D- und C-Juniorinnen bei Eintracht Wangerland

opfert. Am Wochenende – zu den

Punktspielen – sind es noch mehr. Meistens

bleibt sie gleich für zwei Partien. Sonnabends

spielt sie mit der einen, sonntags

mit der anderen Mannschaft.

Der Zug hat nach kurzer Fahrt sein Ziel

erreicht. Im Strom der Tagestouristen und

Inselurlauber besteigt Denise im Hafen die

weiße Fähre und sucht sofort die Treppe zu

einem der Aufenthaltsräume unter Deck.

Hier hat sie Ruhe. Außer ihr nehmen nur

zwei Familien auf einer der vielen Sitzbänke

Platz. Durch die Bullaugen blicken sie fast

auf Höhe der Wellen auf die graue Nordsee.

Denise kramt ihr Matheheft aus dem Rucksack.

Zu Hause hat die Zeit für die Schulaufgaben

nicht gereicht.

Bis vor kurzem habe sie die Insel nur

selten verlassen, „um zum Arzt zu gehen, zu

shoppen oder Verwandte zu besuchen“,

sagt das Mädchen mit den grün, gelb, pink

und schwarz lackierten Fingernägeln während

der Überfahrt. Erst seit diesem Sommer

legt bzw. hebt sie ein- bis zwei Mal pro Woche

alleine in Richtung Harlesiel ab. Obwohl

sie Heimweh hat und vor allem ihre Zwillingsschwester

Jaqueline vermisst, nimmt sie

den Aufwand gerne in Kauf. „Eigentlich

macht es viel Spaß“, nickt sie und wendet

sich wieder den Bruchrechnungen zu. Denise

will unbedingt Fußball spielen, und auf

Wangerooge ist das nur eingeschränkt möglich.

Zwar gibt es hier mit dem TuS einen

Fußballverein, aber es mangelt an Spielern.

Eine eigene Mädchenmannschaft zusammenzubekommen,

ist bei nur rund

1.200 Inselbewohnern und 92 Mitgliedern

im TuS nahezu ausgeschlossen. Wolfgang

Tröndle, Vorsitzender des Vereins, ist froh, in

dieser Saison überhaupt mal wieder eine

Mannschaft für den offiziellen Spielbetrieb

des Niedersächsischen Fußballverbandes

(NFV) angemeldet zu haben. Die Jugendteams,

in denen immer gleich mehrere Jahrgänge

zusammengefasst sind, treten nur

sporadisch gegen Urlaubermannschaften

an. Tröndle zeigt viel Verständnis für die Situation

von Denise: „In ihrem Alter ist es ein

Riesenproblem auf der Insel zu sein. Hier

kann man sich nicht einfach ins Auto setzen,

um zum Training zu fahren“, sagt Tröndle,

Portrait

der auf Wangerooge ein Juweliergeschäft

betreibt. Zusammen mit anderen Unternehmern

und Sponsoren hat er sich bereit erklärt,

Denise zu unterstützen. Die Initialzündung

dazu gab Denise’ Mutter.

Im Mai rief sie beim Vorsitzenden des

NFV-Kreises Friesland, Heinz Lange, an. Denise’

Mutter schilderte ihm den Ehrgeiz, mit

dem ihre Tochter seit ihrem 6. Lebensjahr

Fußball spielt und ihre Befürchtung, Denise’

Talent könnte auf der Insel sprichwörtlich im

Sande verlaufen. Heinz Lange wandte sich

nach diesem Gespräch an Dieter Galski, der

im Jugendausschuss des NFV-Kreises aktiv

ist. Galski arrangierte innerhalb von einem

Tag ein Probetraining in der Auswahlmannschaft.

„Da waren sie ganz begeistert von

Denise“, erinnert sich Denise’ Mutter, die ihre

Tochter kurzerhand nach Varel begleitete.

Denise’ Technik, ihre Übersicht und vor allem

ihr knallharter Schuss fielen sofort auf.

Über Dieter Galski wurde der Kontakt

zu Heiko Harders in Hohenkirchen hergestellt.

Harders ist einer dieser im positiven

Sinn Fußballverrückten. Drei Mädchenteams

trainiert er bei Eintracht Wangerland, dazu

die Damenmannschaft. Ohne lange zu überlegen,

fuhr er nach Wangerooge, um auszuloten,

ob Denise bei der Eintracht mittrainieren

könne. „Ich würde es auch machen,

wenn sie zwei linke Beine hat“, sagt der 45-

Jährige. Aber Denise sei eben „ein Riesentalent“.

Sie sei „sehr offensivstark“ und spiele

„wie ein kleiner Ballack“. Wenn sie den Ball

annehme, „ist immer gleiche eine Seitbewegung“

lobt Harders. Er ist sicher: „Sie hat

das Zeug für den Sprung nach ganz vorne.“

Vor allem dank des Einsatzes von Heiko

Harders haben Denise, ihre Eltern, der NFV

und einige Sponsoren ihre Kräfte gebündelt.

Seit Juli pendelt die Sechstklässlerin jetzt

zwischen ihrem Zuhause auf der Insel und

den Fußballplätzen auf dem Festland. Die

Kosten für die Fahrten und Flüge in dieser

Saison sind gesichert. Danach müsse man

weiterschauen, sagen alle Beteiligten.

Auf der Fähre hat Denise ihre Matheaufgaben

inzwischen beendet und steht auf

dem Oberdeck. Das Schiff erreicht gerade

Harlesiel. Von der Reling aus schaut Denise

dem Anlegemanöver zu. Unter ihrer Kapuze

ragen ein paar dunkelblonde Strähnen hervor

und flattern im Wind. Noch immer trennen

sie rund 15 Kilometer Autofahrt vom

Trainingsplatz. Im Normalfall warten Heiko

Harders oder dessen Frau Andrea bereits,

um Denise abzuholen.

Als sie knapp zwanzig Minuten später

bei der Mannschaft eintrifft, sind die Gedanken

an die Insel, ihre Eltern und die Zwillingsschwester

schnell vergessen. Die Mädchen

begrüßen sie und kurz darauf bittet

Heiko Harders auch schon zur ersten Aufwärmübung.

Denise kann wieder das machen,

was sie am liebsten macht: Fußball

spielen. Text und Fotos: Gordon Päschel

Oktober 2010 13


Dr. Zwanziger zu Gast in Wolfsburg

Aufmerksame Zuhörer im Presseraum der Volkswagenarena. Vorn links Wolfsburgs Oberbürgermeister Professor Rolf Schnellecke. Fotos: Kramer (3) Steege (2)

„Das Ehrenamt an der

Basis ist unsere Stärke“

DFB-Präsident Dr.Theo Zwanziger besucht in Wolfsburg den NFV-Bezirk Braunschweig

Basisarbeit nennt Dr. Theo Zwanziger seine regelmäßigen Besuche in den Landesverbänden.

Nach dem Auftritt Anfang Mai in Bispingen machte der DFB-Präsident jetzt Station in Wolfsburg.

Er besuchte den NFV-Bezirk Braunschweig. Die Frauen-WM 2011 und viele andere Themen

standen auf seiner Agenda. Die Kreisvorsitzenden des Bezirks und weitere geladene

Gäste spendeten reichlich Applaus. Auch bei seiner Stippvisite in Wolfsburg trat Dr. Zwanziger

als brillanter Rhetoriker auf. Er wich keiner Frage aus und lief während des fünfstündigen

Aufenthaltes in der Volkswagenarena auf Hochtouren. Beste Unterhaltungskost an einem

wunderschönen Spätsommertag.

Eingestimmt werden die etwa 50 geladenen

Gäste von NFV-Präsident Karl

Rothmund: „Wolfsburg ist die Fußballhauptstadt

Niedersachsens und der VfL

mit seinen Bundesligateams der Frauen

und Männer unser Vorzeigeverein im Leistungsfußball.“

Rothmund bezeichnet Dr.

Zwanziger als den DFB-Präsidenten, der

niemals den Kontakt zur Basis verliere. Er

heißt ihn herzlich willkommen und reicht

den Staffelstab an den Braunschweiger

NFV-Bezirksvorsitzenden Egon Trepke weiter.

„Es ist eine große Ehre für uns, dass Sie

uns besuchen“, betont er im Namen seiner

elf Kreisvorsitzenden.

Bei der Vorstellung des NFV-Bezirks

Braunschweig bezeichnet NFV-Vizepräsident

Trepke seinen Kollegen Gerhard

Haupt (NFV-Kreis Northeim-Einbeck) und

die ehemalige NFV-Frauenreferentin Maria

Klewe (Braunschweig), als Pioniere, die

bereits 1971 den Frauenfußball gefördert ➤

Fußballgipfel in Wolfsburg: DFB-Präsident besucht den NFV-Bezirk Braunschweig. Von links:

NFV-Präsident Karl Rothmund, DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, NFV-Bezirksvorsitzender Egon

Trepke und NFV-Direktor Bastian Hellberg.

Im Vordergrund WM-Botschafterin Britta Carlson und

mannschaft des VfL Wolfsburg.

14

Oktober 2010


Dr. Zwanziger zu Gast in Wolfsburg

Frauen-WM 2011

Über den Stand der Vorbereitungen

der Frauen-WM informierten

Dennis Weilmann, Leiter des WM-

Büros in der Volkswagenstadt und

Thomas Franke vom VfL Wolfsburg.

hätten. Erinnerungen, die in der jetzigen

Frauenfußballhochburg Wolfsburg bestens

platziert sind. Dr. Zwanziger nimmt

das lächelnd zur Kenntnis, um dann humorvoll

hinzuzufügen, dass der Frauenfußball

vom DFB aber doch erst 1973 genehmigt

worden sei: „Dafür bekommen

sie von mir noch einen Bußgeldbescheid.“

Aktuell gibt es im NFV-Bezirk Braunschweig

aber auch mehr Vorbildliches zu

vermelden. So beschreiten die Verantwortlichen

einen Weg zur Kreisreform,

der in Niedersachsen seinesgleichen

sucht. In einer Absichtserklärung haben

die Kreise Wolfenbüttel, Goslar und Salzgitter

formuliert, ab 1. Juli 2012 den gemeinsamen

Kreis Nordharz ins Leben zu

rufen. Erste Gespräche zu weiteren möglichen

Kreisfusionen sind nach Auskunft

von Trepke in Gifhorn, Wolfsburg und

Helmstedt sowie in Osterode und Göttingen

geführt worden.

Sehr zur Freude von Rothmund und

Dr. Zwanziger. Beide loben die Initiativen

der Kreise im Bezirk Braunschweig, weil

eine Kreisreform die Kosten erheblich senken

werde. „Wir dürfen nicht so sehr nach

der Größe der Kreise schauen, sondern

vielmehr nach den Aufgabenstellungen,

betont der NFV-Präsident. Dr. Zwanziger

ergänzt: „Eine Strukturreform muss immer

mit Augenmaß vorgenommen werden.“

Ein anderes Thema. In einem Appell

setzt sich der DFB-Präsident für die Einheit

des Fußballs ein: „Es darf zu keiner

Spaltung zwischen Profis und Amateuren

kommen. Ich werde für die Einheit

kämpfen. Dies sehe ich als meine Kernaufgabe

im Deutschen Fußball-Bund an.

Das Ehrenamt an der Basis ist unsere

Stärke. Dort müssen wir unsere Kräfte

bündeln.“ So sehe er seinen Job beim

DFB nicht vorrangig darin, mit der Nationalmannschaft

zu reisen.

NFV-Präsident Rothmund bei der Begrüßung. Links auf dem Foto NFV-Vizepräsident Egon Trepke.

Es folgt ein flammendes Plädoyer

des DFB-Präsidenten auf den Frauenfußball:

„Er ist auf allen Ebenen in unserer

Gesellschaft anerkannt.“ Es sei eine

hochgesellschaftliche Aufgabe, den

Frauenfußball auch in Zukunft zu fördern.

Die Weltmeisterschaft im kommenden

Jahr in Deutschland werde dazu

einen großen Beitrag leisten. Die Migration

von Fußball spielenden Mädchen

ist ebenfalls eine Herzensangelegenheit

des DFB-Präsidenten: „Dort, wo

die Mädchen freiwillig hingehen, ist der

Boden für Integration fruchtbar.“ Der

DFB achte genauestens auf die interkulturellen

Veränderungen in der Gesellschaft.

Dr. Zwanziger ruft dazu auf,

respektvoll miteinander umzugehen.

Der DFB habe im Hinblick auf die

Frauen-WM im kommenden Jahr 20 Millionen

Euro für gemeinnützige Zwecke zur

Verfügung gestellt. Dr. Zwanziger nennt

die Kooperationen Schule und Verein, die

Migration von Mädchen im Fußball, die

Minispielfelder, die zahlreichen Einsätze

des DFB-Mobils sowie die Aktion Team

2011.

In einer abschließenden Gesprächsrunde

findet eine Frage an den DFB-

Präsidenten eine besondere Beachtung:

„Was halten Sie von der Wiedereinführung

der Zeitstrafe im Amateurfußball?“

„Sie sprechen mir aus der Seele. Es

liegt aber an der FIFA, die auf ihre Regeln

beharrt. Wir sollten beim DFB-

Bundestag die Initiative ergreifen und

Sepp Blatter darauf ansprechen“, antwortet

Dr. Zwanziger.

Vor seiner Abreise schaut Dr. Zwanziger

noch beim Training des Mädchenfußball-Stützpunktes

zu. Auf dem

Rasenplatz vor der Volkswagenarena

spricht der DFB-Präsident mit einigen

Spielerinnen und dokumentiert damit

noch einmal sein großes Interesse für

den Frauen- und Mädchenfußball. Die

Vorfreude auf die Weltmeisterschaft im

kommenden Jahr steht allen Beteiligten

ins Gesicht geschrieben.

Reiner Kramer ■

links neben ihr Ralf Kellermann, Trainer der Frauen-

Wolfsburg Nationalspielerin Navina Omilade im Gespräch mit dem DFB-Präsidenten.

Oktober 2010 15


NFV-Sportschule II

Dieter Engelke, Leiter der Allgemeinen

NFV-Verwaltung, auf dem

Weg in die überfluteten Gänge.

Dieter Rodenbeck-Dierßen hatte mit seinen

Kollegen alle Hände voll zu tun,

um der Wassermassen Herr zu werden.

Trotz Heizgebläse war die Kegelbahn nicht zu retten.

An den Wänden zeichnet sich ab, wie hoch das

Wasser stand.

Starke Unwetter haben Ende August zu zahlreichen Überflutungen

in Niedersachsen geführt. Dabei verschonte Tief „Cathleen“

auch den Niedersächsischen Fußballverband nicht. „Land unter“

musste aus der Sportschule II in Barsinghausen vermeldet werden,

wo die Fluten des übergelaufenen angrenzenden Fuchsbaches

sich in der Nacht ihren Weg durch den gesamten Kellerbereich

bahnten und im Raum der Kegelbahn sogar bis zu einer Höhe von

1,50 Meter stauten. Betroffen auch der Speisesaal, Umkleideräume,

der Technikraum und das Schwimmbad der Sportschule II, so dass

insgesamt 24 Einsatzkräfte der Schwerpunktfeuerwehr Barsinghausen

und zahlreiche Mitarbeiter des NFV über Stunden damit beschäftigt

waren, das Wasser abzupumpen und Dreck und Schlamm

zu entfernen. Die geschätzte Schadenshöhe liegt im fünfstelligen

Bereich.

Fotos: Borchers

Immer noch stark angeschwollen, aber

zurück in seinem Bett: Der Fuchsbach.

Die Feuerwehr war mit

24 Einsatzkäften

vor Ort.

Spiegel- statt Speisesaal als zwischenzeitlicher

Einsatzbereich für NFV-Mitarbeiterin

Rebecca Niepold.

16

Oktober 2010


VGH-Fairness-Cup

Das Team der SV Scharnebeck mit Gratulanten bei der Ehrung in Barsinghausen. Fotos: Kramer (4)

„Imagegewinn für

die ganze Region“

Blick auf das abgelaufene Spieljahr erfüllt Fußballobmann Woczikowski mit großem Stolz

– SV Scharnebeck ist als fairste Mannschaft Niedersachsens ausgezeichnet worden

Kapitän Heiko Feyer (rechts) nimmt von Hermann Kasten den Siegerpokal entgegen. Auch Hans-

Christian Vollmer (links) gratuliert.

Von PETER BORCHERS

Großer Bahnhof für die SV Scharnebeck.

Der Bezirksligist aus dem NFV-

Kreis Lüneburg wurde Anfang September

im Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen

im Rahmen eines feierlichen

Banketts als fairste Mannschaft Niedersachsens

ausgezeichnet. Die Ehrung des

VGH-Fairness-Cup-Siegers wurde vorgenommen

von Hans-Christian Vollmer (Abteilungsleiter

im Niedersächsischen Ministerium

für Inneres, Sport und Integration),

Hermann Kasten (Vorstandsmitglied der

VGH) und NFV-Präsident Karl Rothmund.

Hans-Christian Vollmer erinnerte in

seiner Laudatio an die großartige Erfolgsbilanz

der Scharnebecker in der vergangenen

Saison. Das Team von Trainer Frank

Dühring hatte neben dem VGH-Fairness-

Cup auch die Kreismeisterschaft, den

Kreispokal und die Hallenkreismeisterschaft

gewonnen. „Die Mannschaft hat

dabei ein wahres Vorbild des Fair Play abgegeben.

Das verdient allen Respekt“, so

Vollmer, der seinen Dank auch an den

Sponsor VGH und den NFV für die niedersachsenweite

Durchführung des Wettbewerbs

richtete. Der Ministeriumsvertreter

ist überzeugt, dass gerade der Sport besonders

geeignet ist, jungen Menschen die

Regeln des Fair Play zu vermitteln.

Hermann Kasten wies darauf hin,

dass der Erfolg der Scharnebecker keine

Eintagsfliege sei. Bereits im vergangenen

Jahr hatte die Mannschaft im Wettbewerb

unter 1.073 Teams den zweiten Platz belegt.

Damals mit einem Quotienten von

0,93. In diesem Jahr reichte eine glatte 1

unter 1.065 Teams sogar zum Titelgewinn.

Den Löwenanteil der insgesamt 30 gelben

Karten, die die Sportvereinigung in den 30

Spielen der Saison 2009/2010 erhalten

hatte, sammelte Niels Schöne mit zehn

Exemplaren. „Er ist so eine Art Maik Franz

des SV Scharnebeck“, nahm der VGH-Repräsentant

den Gelb-König auf die Schippe.

„Die VGH hat mit diesem Wettbewerb

auf das richtige Pferd gesetzt. Er genießt

einen hohen Bekanntheitsgrad. Deshalb

haben wir auch erst vor wenigen Wochen

eine Verlängerung unserer Zusammenarbeit

mit dem NFV beschlossen“, zeigte

sich Kasten vom Wert des VGH-Fairness-

Cups restlos überzeugt.

NFV-Präsident Karl Rothmund ist stolz

darauf, dass sein Verband den größten Fairness-Wettbewerb

Deutschlands ausrichtet.

„Fußball ist unser Kerngeschäft. Aber mit

dem VGH-Fairness-Cup oder auch dem Fair


18

Oktober 2010


VGH-Fairness-Cup

Play-Cup für Junioren setzen wir auf Aktionen

mit nachhaltigem Nutzen für die Gesellschaft.

Wer Fair Play im Sport beherrscht,

wird diese Haltung mit großer

Wahrscheinlichkeit auch privat und beruflich

vorleben.“ Deshalb sei die „ausgezeichnete

Leistung“ der Scharnebecker

Fußballer auch um so höher einzuschätzen.

Rothmund nutzte die Gelegenheit,

mit VGH-Marketingleiter Frank Wente einen

langjährigen Wegbegleiter des Wettbewerbs

in den unmittelbar bevorstehenden

Ruhestand zu verabschieden und sich

für die „ausgezeichnete Zusammenarbeit“

zu bedanken.

„Der Blick auf das abgelaufene sportlich

perfekte Spieljahr erfüllt mich mit großem

Stolz.“ Harald Woczikowski, Vorsitzender

der Fußballsparte der SV Scharnebeck,

betonte, dass der Gewinn des VGH-

Fairness-Cups neben den sportlichen Erfolgen

keinesfalls eine Randnotiz, sondern

vielmehr von großer Bedeutung sei. „Wir

sind über die Kreisgrenzen hinaus bekannt

Schwere Saison

Z

wei Tage nach der Ehrung setzte es

für die Scharnebecker eine 0:7-

Niederlage gegen MTV Dannenberg.

Das lässt vermuten, dass in Barsinghausen

sehr ausgeprägt gefeiert wurde.

Das zeigt aber auch, dass das

Team von Trainer Frank Dühring vor

einer schweren Saison zu stehen

scheint. Ein Sieg, zwei Unentschieden,

drei Niederlagen und somit fünf

Punkte lautete die Zwischenbilanz

nach sechs Spieltagen, gleichbedeutend

mit einem Abstiegsplatz in der

Lüneburger Bezirksliga 1. Und auch

vom Spitzenplatz im Fairness-Ranking

haben sich die Spieler um Kapitän

Heiko Feyer vorerst verabschieden

müssen. Mit 14 gelben Karten in

sechs Begegnungen haben sie ihren

Durchschnittswert aus der Vorsaison

mehr als verdoppelt.

Für Frank Dühring kommt die

sportliche Entwicklung nicht unerwartet.

„Es war ein großer Sprung in

die Bezirksliga. Wir müssen uns erst

einmal an das Tempo gewöhnen und

die Jungs müssen verlieren lernen“,

hatte er in Barsinghausen geahnt und

als Saisonziel den Nichtabstieg aus einer

sehr ausgeglichenen Liga erklärt.

Dabei steht für den Trainer Disziplin

an oberster Stelle. „Wir müssen jedes

Spiel mit Elf beenden“, fordert der

Coach, wohl wissend, dass das taktische

Foul künftig öfter zum Repertoire

seines Teams gehören wird. Die

Fairness-Ambitionen werden also hinten

anstehen müssen, aber nicht

gänzlich aufgegeben. Die Dühring-

Pilosophie „Über Disziplin stellt sich

Erfolg ein“ behält ihre Gültigkeit.

Auch der letztjährige „Kartenkönig“

Niels Schöne scheint das inzwischen

verinnerlicht zu haben. Bis zur

Ehrung in Barsinghausen hatte er erst

einmal Gelb gesehen. „In manchen

Situationen gehe ich vielleicht etwas

härter zur Sache, aber immer im

Rahmen des Erträglichen. Außerdem

arbeite ich an mir.“

Der „Maik Franz des SV Scharnebeck“: Obwohl Niels Schöne zehn Mal Gelb sah, darf er stolz den

Pokal präsentieren.

Foto: Borchers

geworden, haben einen Imagegewinn für

die ganze Region erzielt und der Jugend

vorgelebt, dass sportlicher Erfolg und Fair

Play sich nicht ausschließen.“ Der besondere

Dank des Fußballobmanns galt den

Trainern Frank Dühring und Tobias Koopsingraven,

die der Mannschaft den Fairness-Gedanken

vermittelt hätten.

Heiko Feyer und sein Team konnten

schließlich neben dem Siegerpokal und

Medaillen auch einen Gutschein für ein

Wochenendtrainingslager im Sporthotel

Fuchsbachtal in Empfang nehmen. Der

Kapitän ist überzeugt, dass sein Team in

dieser Saison vermehrt auf Kampfgeist

setzen muss, um den Klassenerhalt in der

Bezirksliga zu schaffen. Indiz dafür scheinen

14 gelbe Karten, die die Scharnebecker

nach sechs Spieltagen bereits gesehen

hatten. Vier davon gab es allein am

Sonntag nach der Ehrung bei der 0:7-

Heimniederlage gegen den MTV Dannenberg

...


Harald Woczikowski freut sich über einen

Imagegewinn für die ganze Region.

NFV-Präsident Karl Rothmund verabschiedet VGH-Marketingleiter Frank Wente.

Oktober 2010 19


Namen & Nachrichten

Nordkorea – unter diesem Ländernamen gewann das Team Vahrenheide

(Bild) das Fußballturnier „Hannover GloBALL spielt die WM 2010“.

Analog dem originalen Spielplan der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft

in Südafrika kämpften 32 Mannschaften im Alter zwischen 12 und

16 Jahren um die an den WM-Pokal erinnernde GloBALL-Trophäe. Austragungsort

war das Rudolf-Kalweit-Stadion des SV Arminia Hannover. Organisiert

wurde die an sechs Spieltagen ausgetragene Veranstaltung von

Mitarbeitern des Bereiches Kinder- und Jugendarbeit der Stadt und Region

Hannover, des Niedersächsischen Kooperations- und Bildungsprojektes

(NiKO), des Instituts für Sportwissenschaft der Leibniz Universität

Hannover sowie des NFV. Mit Hilfe der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung

wurden alle Mannschaften in den Nationaltrikots der ihnen zugelosten

Länder ausgerüstet. Im Gegensatz zum Turnier in Südafrika kam FIFA-

Weltmeister Spanien (Lehrte) nicht über die Vorrunde hinaus. Deutschland

(Nordstadt) dagegen wurde auch im GloBALL-Wettbewerb Dritter, besiegte

Algerien (Isernhagen) im „kleinen“ Finale mit 5:1. Im Endspiel bezwang

das Team Nordkorea aus dem Hannoveraner Stadtteil Vahrenheide, der als

sozialer Brennpunkt gilt, Chile (Stöcken I) mit 2:1.

Foto: privat

Melina Beuster (oberes Foto, rechts) und Pelin Süküt

(links) erzielten im Mädchenfußball-Camp des Projektes „Fußball ohne

Abseits – Soziale Integration von Mädchen durch Fußball“ das beste

Ergebnis beim „DFB & McDonald's Fußball-Abzeichen“. Beide

heimsten jeweils 28 Punkte ein und erhielten ihre Urkunden von Till

von Manteuffel, der derzeit beim NFV sein Freiwilliges Soziales Jahr

absolviert. Unter 61 Teilnehmerinnen belegte Charlotta Reckleben

(Mitte) mit 27 Zählern Platz drei.

Das Camp auf der NFV-Anlage in Barsinghausen bildete den vierten

und abschließenden Baustein des vom Land Niedersachsen getragenen

Projektes. Die drei übrigen Bausteine beinhalten das Angebot

von Mädchenfußball in schulischen Arbeitsgemeinschaften, die Organisation

von Schul- und Vereinsturnieren sowie die Ausbildung

von Mädchen zu Fußballassistentinnen. Zum Hintergrund: Nach beachtlichen

Erfolgen des bundesweiten Projektes „Soziale Integration

von Mädchen durch Fußball“ entschied sich das Niedersächsische

Innenministerium im Jahr 2008, die ursprünglich im Oldenburger

Stadtteil Ohmstede entstandene Idee in einem zusätzlichen Projekt

zu fördern. An ausgesuchten Standorten, an denen Merkmale sozialer

Ausgrenzung und sozialer Benachteiligung das Stadtteilleben

prägen und an denen es einen hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen

mit Migrationshintergrund gibt, werden Mädchen in den und

über den Sport integriert. Partner des Innenministeriums sind der

NFV, der LandesSportBund sowie die Universität Osnabrück, die das

Projekt leitet und wissenschaftlich begleitet. Verantwortliche Uni-

Mitarbeiterin ist die Doktorandin Julika Vosgerau (unteres Foto). Auf

Grund der sehr guten Resonanz wird das anfänglich auf acht Standorte

ausgerichtete Projekt inzwischen in elf niedersächsischen Städten

angeboten. Diese sind: Delmenhorst, Hannover, Hildesheim, Lüneburg,

Nienburg, Osnabrück, Quakenbrück, Salzgitter, Stade, Stadthagen,

Wolfsburg.

Fotos (2): Finger

20

Oktober 2010


Namen & Nachrichten

Ansgar Pietschmann, freiberuflicher

Sportwissenschaftler, Berufspädagoge

und Honorar-Referent des NFV, stellte mit

den Schülern der Integrierten Gesamtschule

Mühlenberg (Hannover) einen neuen „Weltrekord“

beim „DFB & McDonald's Fußball-Abzeichen“

auf. Insgesamt 1.366 Mädchen und

Jungen erwarben die Abzeichen in Gold, Silber

oder Bronze und knackten damit die bisherige

Bestmarke von 1.200 Abnahmen, die

im Mai 2009 beim „Tag der Borussen“ in Dortmund

aufgestellt worden war. Bei dem Hannoveraner

Rekordversuch konnten Pietschmann

und sein Mitstreiter Michael Fricke

(Fachbereichsleiter Sport der IGS Mühlenberg)

auf die Unterstützung der Vereine

Mühlenberger SV, Badenstedter SC und TuS

Wettbergen zählen, auf deren Plätzen die

insgesamt elf Prüfungsstrecken mit jeweils

fünf Technikstationen („Dribbelkünstler“,

„Kurzpass-Ass“, „Kopfballkönig“, „Flankengeber“,

„Elferkönig“) aufgebaut waren. „Die

teilnehmenden Klassen bekamen eine Sportanlage,

eine bestimmte Uhrzeit und einen

Parcours für die Abnahme zugewiesen. Durch

die straffe Organisation verlief der Weltrekordversuch

ohne Staus an den Stationen“,

sagt Pietschmann, dem ein Helferpool aus 70

Schülern der IGS Mühlenberg und der Caroline-Herschel-Realschule

Garbsen zur Verfügung

stand. An beiden Schulen bietet Ansgar

Pietschmann das von ihm konzipierte Projekt

„Fußball als soziales Handlungsfeld“ als

zweijähriges Wahlpflichtfach in den Klassen

neun und zehn an. In Zusammenarbeit mit

dem NFV und dem niedersächsischen Kultusministerium

sollen die Jugendlichen über

Fußball berufliche Handlungskompetenzen

und Zusatzqualifikationen vermittelt bekommen.

Auf dem Unterrichtsplan stehen die

Ausbildungsinhalte zum Jungschiedsrichter

und/oder zum Erwerb der „Trainer C-Lizenz

Breitenfußball“. Gefördert wird das Projekt,

das Pietschmann derzeit mit rund 160 Teilnehmern

an acht Schulen durchführt, zudem

von der Stadt Hannover und dem Landes-

SportBund.

Foto: Finger

Uwe Riehs (2. von rechts), Geschäftsführer Marketing der Krombacher Brauerei, und Harald

Scherer (rechts), Geschäftsführer der Krombacher Media- und Sponsoring-Agentur DMS, empfingen

am Firmensitz in Krombach eine NFV-Delegation um Präsident Karl Rothmund (links) und Jan

Baßler, Leiter des NFV-Präsidialbüros. Seit dem 1. Januar 2010 unterstützt die Premium-Brauerei

aus dem Siegerland den NFV bei der Ausrichtung des Verbandspokals sowie der Wettbewerbe im

Altherren- und Altligabereich. Zum Besuchsprogramm gehörte ein Rundgang durch eine der

modernsten Braustätten Europas mit Besichtigung der Produktionsanlagen. Krombacher-Mitarbeiter

Christof Halbe stellte die über 200-jährige Geschichte der Privatbrauerei vor und erklärte,

welche Stationen die Krombacher-Produkte von der Anlieferung der Rohstoffe bis zur Auslieferung

durchlaufen. Dabei erfuhren die Gäste aus Niedersachsen, dass an den acht Flaschenabfülllinien

pro Sekunde 15 Flaschen abgefüllt werden. Hochgerechnet bedeutet dies pro Anlage eine

Abfüllung von rund 60.000 Flaschen in der Stunde und eine Gesamtabfüllung von 5,5 Millionen

Flaschen am Tag. Im vergangenen Jahr verzeichnete Krombacher einen Rekordausstoß von 6,5

Millionen Hektolitern. Die Führung durch die Brauerei, zu der Halbe und seine Kollegen jährlich

65.000 Gäste begrüßen dürfen, endete in der firmeneigenen Braustube, wo Karl Rothmund, Jan

Baßler und den übrigen Delegationsmitgliedern Bastian Hellberg (NFV-Direktor), Bernd Dierßen

(Geschäftsführer Sporthotel Fuchsbachtal) und Manfred Finger (NFV-Pressestelle) der „Krombacher

Dreiklang“ serviert wurde. Dieser besteht aus Westfälischem Schinken, Schwarzbrot und einem

frisch gezapften Pils.

Foto: Finger

Michael Skibbe (rechts), Trainer des Bundesligisten Eintracht Frankfurt, bezog vor dem

Saisonauftaktspiel bei Hannover 96 mit seiner Mannschaft Quartier im Sporthotel Fuchsbachtal

Barsinghausen. Dabei traf er auf seinen ehemaligen Mitspieler Bernd Dierßen, der heute die Geschäfte

des Sporthotels führt. Gemeinsam spielten beide von 1983 bis 1986 bei Schalke 04. Während

Dierßen Stammspieler war, kam der hoch veranlagte aber verletzungsanfällige gebürtige

Gelsenkirchener nur auf insgesamt 14 Einsätze. Im Alter von gerade einmal 22 Jahren wurde Skibbe

1987 Sportinvalide und begann bei den „Königsblauen“ im Jugendbereich seine Trainerkarriere.

1989 folgte er dem Ruf des Erzrivalen Borussia Dortmund, für den er bis 2000 als Nachwuchskoordinator,

als U 19- und Amateurtrainer sowie schließlich als Chefcoach tätig war. Von 2000 bis

2004 coachte Skibbe an der Seite von Rudi Völler die deutsche Nationalmannschaft. Nach dem

Vorrunden-Aus bei der EM 2004 traten beide von ihren Ämtern zurück. Skibbe blieb zunächst

beim DFB (Jugendkoordinator, U 18), entschied sich im Jahr 2005 aber für die Offerte von Bayer

Leverkusen. Nach drei Jahren beim Werksklub wirkte er in der Saison 2008/09 bei Galatasaray

Istanbul. Am 5. Juni 2009 trat er sein Amt in Frankfurt an. Vor Skibbes Eintracht checkte St. Pauli

im Sporthotel ein, das in der vergangenen Saison bereits Schalke 04, dem Hamburger SV, dem SC

Freiburg und dem VfL Bochum als Vorbereitungsstätte diente.

Foto: Finger

Oktober 2010 21


Blindenfußball

Starker Auftritt bei der Blindenfußball-Weltmeisterschaft: Der Benther Niels Haupt (Vierter von rechts) beim Halbfinale zwischen Brasilien und England


Die Paralympics rufen

Nach der Weltmeisterschaft in Herefort ist Niels Haupt auch 2012 in London dabei

Die Sportstätten sind noch gar nicht

fertig gestellt, die Athleten haben

noch nicht einmal mit der Qualifikation

begonnen. Doch eines steht schon vor

den Paralympics 2012 in London fest:

Wenn die olympischen Spiele der Menschen

mit Behinderungen in der englischen

Hauptstadt starten, ist auch Niels Haupt

mit von der Partie. Der Schiedsrichter aus

Benthe wurde am Ende der Weltmeisterschaft

im Blindenfußball im englischen

Herefort dafür nominiert.

… und vor dem Stadion im englischen Herefort.

„Das ist eine besondere Auszeichnung

für mich“, freute sich der 37-Jährige.

Somit konnte ihm auch das typisch

britische Wetter mit strömendem Regen

bei seinem Abflug nicht die Laune verderben.

Auch nicht die Müdigkeit, mit

der der Unparteiische in Deutschland ankam.

„Am Vorabend war die Players-

Night. Dort wollten Offizielle, Trainer und

Spieler mit den Schiedsrichtern anstoßen

– und das nicht mit Wasser“, verriet

Haupt. Neben vielen Getränken gab es

von allen Seiten viel Lob für die Veranstaltung,

das Niveau des Turniers, aber

auch für die Schiedsrichterleistungen.

Großen Anteil daran hatte auch der Unparteiische

des Badenstedter SC. „Alles in

allem war es eine gelungene Veranstaltung,

mit der ich persönlich sehr zufrieden

sein kann. Ich habe fast alle Spiele

gepfiffen, die das größte Zuschauerinteresse

aufwiesen“, berichtete Haupt stolz.

Zwar blieb ihm das Finale zwischen

dem neuen Weltmeister Brasilien und Spanien

(2:0) verwehrt, doch am Eröffnungsspiel

der Iberer gegen England, Argentinien

– Griechenland, Frankreich – China, England

– Kolumbien, dem Halbfinale Brasilien –

England und der Partie um Platz drei zwischen

England und China war er beteiligt.

„Als Neuling diese Aufgaben übertragen zu

bekommen, sehe ich als große Ehre an“, so

der Referee.

Ohnehin habe sich die Nominierung

für die Titelkämpfe nahe Birmingham gelohnt.

„Ich habe aus diesen zwölf Tagen

wirklich viel mitnehmen können. Der Zusammenhalt

unter den Schiedsrichtern war

fantastisch“, blickte Haupt zurück. Und er

fügte hinzu: „Am Abend vor den Finalspielen,

als die Ansetzungen bekannt gegeben

wurden, gab es Applaus und herzliche

Umarmungen von allen. Dieses zeigt den

Unterschied zum traditionellen Fußball

deutlich. Hier herrscht nicht der Konkurrenzkampf,

sondern die Gemeinschaft und

das gemeinsame Erlebnis Weltmeisterschaft

vor.“

22

Oktober 2010


Umbau eines Tennensportplatzes

in einen Rasensportplatz

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Optimierte Keimung

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Tennensportplätze, auch Hartplätze genannt, sind bei Fußballern in aller

Regel meist unbeliebt. Die häufigste Ursache ist der schlechte Zustand

des Tennenbelags: Harte Oberfläche ohne Elastizität, bei Regen

bilden sich Pfützen und verschlammte Bereiche, Grünbewuchs oder Grobkorn

an der Oberfläche schränken die Nutzung ein und erhöhen die Unfall-

und Verletzungsgefahren. Der Hauptgrund ist meist falsche bzw. fehlende

Pflege. Tennenflächen werden in der Praxis leider immer noch als

Flächen mit sehr geringer oder Null-Pflege angesehen. Insofern ist der

schlechte Zustand vieler Tennensportflächen nicht verwunderlich.

Daher wird seit Jahren der Ruf nach dem Umbau der Tennenflächen

in Rasen- oder Kunststoffrasenfelder lauter. Hierbei werden zunehmend

Tennen in Kunststoffrasen umgebaut, wobei der Umbau in einen Rasensportplatz

finanziell deutlich günstiger und unter Berücksichtigung der

Nutzungsintensität und des Spielkomforts auch häufig sinnvoller wäre.

Der Umbau eines Tennenplatzes in einen Rasensportplatz ist eigentlich

relativ einfach. Da der Bodenaufbau bis auf den eigentlichen Tennenbelag

und die darunter liegende Dynamische Schicht dem eines Rasensportplatzes

gleicht, braucht meist nur noch für eine Gräser freundliche

Rasentragschicht gesorgt werden. Voraussetzung ist natürlich die Funktionsfähigkeit

des Unterbaus (Standfestigkeit, Dränage). Diese muss im

Vorfeld überprüft werden, ist aber in aller Regel gegeben.

In der Praxis ist es meist nicht erforderlich, den Tennenbelag und die

Dynamische Schicht zu entfernen. Man kann beide mit Sand, Oberboden

und organischem Material derart verbessern, dass eine voll funktionsfähige

Rasentragschicht entsteht. Dies spart zum einen Kosten und beschleunigt

zum anderen den Umbau. Nach der mischenden Verzahnung mit

dem Tennenunterbau erfolgt die Einsaat mit einer Sportrasenmischung

und eine Starter-Düngung.

Neben einer regelmäßigen Wasserversorgung in der Keim- und Etablierungsphase

ist eine ausreichende Stickstoffdüngung mit Rasenlangzeitdünger,

insbesondere zur Förderung von Poa pratensis (Wiesenrispe)

als wertvollem Untergras, wichtig. Innerhalb von wenigen Monaten kann

somit kostengünstig aus einem unbeliebten Belag ein voll funktionsfähiger,

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Oktober 2010 23


Integration

Ein Ball verbindet. Prof. Dr. Johanna Wanka, Dr. Theo Zwanziger, Prof. Dr. Babette Simon und Dr. Ulf Gebken bei der Eröffnungsfeier in Oldenburg.

Die integrative Kraft des Fußballs

Neues Institut der Universität Oldenburg eröffnet

Die Integration benachteiligter Kinder

und Jugendlicher mit Migrationsgeschichte

durch Bewegung, Sport und

Bildung vorantreiben, das ist das Ziel eines

neuen An-Instituts der Universität Oldenburg.

Unter dem Namen „Integration

durch Sport und Bildung“ (INS) ist jetzt das

von den Oldenburger Wissenschaftlern

Prof. Dr. Rudolf Leiprecht und Dr. Ulf Gebken

geleitete Institut offiziell an den Start

gegangen.

Zu den Gästen der Gründungsfeier

gehörten Niedersachsens Wissenschaftsministerin

Prof. Dr. Johanna Wanka, DFB-

Präsident Dr. Theo Zwanziger, der Präsident

des Norddeutschen Fußball-Verbandes

und 1. Vizepräsident des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV), Eugen

Gehlenborg, sowie Oldenburgs Oberbürgermeister

Prof. Dr. Gerd Schwandner. Der

NFV war ferner vertreten durch Theo

Christians (Bezirk Weser-Ems), Frank

Schmidt (Integrationsbeauftragter des

NFV) sowie Enno Cording (Vorsitzender

NFV-Kreis Oldenburg- Stadt).

Ihren Ursprung nehmen die Forschungsarbeiten

im Oldenburger Stadtteil

Ohmstede. Vor zehn Jahren startete hier

das Projekt „Soziale Integration von Mädchen

durch Fußball“. Um Mädchen mit

Migrationshintergrund für den Sport zu

begeistern, initiierte der Sportpädagoge

Gebken Mädchenfußball-AGs an Grundschulen,

Schulturniere und in Kooperation

mit Schule und Sportverein die Qualifizierung

weiblicher Jugendlicher zu Fußball-

Assistentinnen. Inzwischen läuft das Modellprojekt

unter dem Namen „Fußball ohne

Abseits“ in ganz Deutschland.

Für die Aktion konnten sieben Landesregierungen

gewonnen werden, die in

eigenen landesweiten Initiativen mit Hilfe

des Mädchenfußballs in sozialen Brennpunkten

die Integration zugewanderter

Mädchen fördern. Heute spielen bundesweit

mehr als 1.200 Mädchen mit Migrationshintergrund

regelmäßig Fußball. Sieben

Migrantenvereine haben Mädchenfußballmannschaften

aufgebaut.

„Integration ist für das Land Niedersachsen

zu einer Schlüsselaufgabe geworden“,

betonte Wissenschaftsministerin

Wanka. „Wir freuen uns, dass eine niedersächsische

Initiative ein derartiges Echo für

die Sportentwicklung in Deutschland findet.“

Das Land fördert den Aufbau des Instituts

mit 400.000 Euro. Über die Integrationswirkungen

des Sports wisse man

noch zu wenig, so Wanka. Deshalb sei es

sinnvoll, die Forschungen in diesem Bereich

zu intensivieren. Begeistert von der

Initiative zeigte sich auch Uwe Schünemann,

Niedersächsischer Minister für Inneres

und Sport. „Wir sind sehr angetan von

der emanzipatorischen Kraft des Mädchenfußballs

in muslimischen Familien.

Über die niedrigschwellige Zusammenarbeit

mit dem Sportverein können viele

Mädchen nun in Niedersachsen Fußball

spielen. Integration durch Sport gelingt!“

Universitätspräsidentin Simon betonte,

es sei höchst erfreulich, dass das

Engagement der Oldenburger Wissenschaftler

nun auch einen institutionalisierten

Rahmen erhalte: „Die zahlreichen

eingeworbenen Drittmittelprojekte zeigen,

welche Entwicklung die Oldenburger

Idee genommen hat und wie sehr

die Arbeit in der Region verankert ist“.

Das neue Institut passe ideal zur Universität

Oldenburg und bereichere den universitären

Forschungsschwerpunkt „Interkulturelle

Bildung“.

DFB-Präsident Dr. Zwanziger ist vom

wissenschaftlichen und praktischen Ansatz

des Projekts überzeugt: „Wir haben

die Idee von Dr. Gebken vor vier Jahren

aufgegriffen, weil wir unsere gesellschaftliche

Verantwortung annehmen und wissen,

welch integrative Kraft der Fußball

haben kann.“

Kooperationspartner des INS-Instituts,

das künftig weitere, auch internationale

Forschungsprojekte plant sowie

den Blick auf die Integration von Jungen

und die Bevölkerung mit arabischen Wurzeln

im Sport ausweiten will, sind neben

Universität und Stadt Oldenburg der DFB,

die Laureus Sport for Good Stiftung

Deutschland, der Niedersächsische Fußball-Verband,

die niedersächsischen Ministerien

für Wissenschaft und Kultur sowie

für Inneres und Sport und das Innenministerium

des Landes Nordrhein-Westfalen.

24

Oktober 2010


Neues aus Barsinghausen

U 21 des NFV stellt

sich in Duisburg vor

Abgesang für den DFB-Länderpokal-Wettbewerb?

Schulmäßiger Fußball auf dem Stundenplan. Wer wird das nächste

Schul-Ass im Fußball? Der Niedersächsische Fußballverband und das Barsinghäuser Schulzentrum

Spalterhals kooperieren schon seit 2002 miteinander. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung

wurden jetzt in der NFV-Sportschule die neuen Fußballer, die in der Schule eine fußballspezifische

Ausbildung erhalten, vorgestellt. Das Projekt trägt den Namen „Schul-Ass“ und hat sich

mittlerweile zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Die Barsinghäuser Schule profitiert natürlich von

der Nähe zum Fußballverband, der Georgi Tutundjiev (mittlere Reihe rechts) für das Training abstellt.

Begleitet wird er von Christof Rosenbaum (mittlere Reihe links), der beim NFV sein Freiwilliges

Soziales Jahr (FSJ) leistet. Drei Mal in der Woche werden talentierte Mädchen und Jungen der

Klassen fünf und sechs trainiert. Die Lisa-Tetzner-Schule (Haupt- und Relaschule/Gesamtschule),

das Hannah-Arendt-Gymnasium und die Goetheschule (kooperative Gesamtschule) nehmen am

Schul-Ass-Projekt teil, das von der Stadtsparkasse Barsinghausen finanziert wird. So werden

etwa 75 Mädchen und Jungen gefördert.

„Totgesagte leben länger“, heißt ein

altes Sprichwort. Der U 21-Länderpokal

des Deutschen- Fußball- Bundes sollte

schon vor einigen Jahren abgeschafft werden.

In diesem Jahr könnte jetzt aber doch

der Abgesang folgen. Denn beim DFB-

Bundestag am 22. Oktober in Mainz wird

darüber entschieden, ob das Turnier der

21 Landesverbände in der Sportschule

Duisburg-Wedau abgeschafft wird.

Da es sich um ein Sichtungsturnier

handelt, stellte sich für die Verantwortlichen

die Frage, ob in der Altersklasse der

U 21 überhaupt noch talentierte Fußballer

gesichtet werden müssen. In der A-Junioren-Bundesliga

sowie in den Amateurmannschaften

der Bundesligisten sind die

besten Spieler schon beobachtet worden,

so dass bei der Talentsichtung in der Sportschule

Duisburg-Wedau kaum noch ein

neuer Spieler für die Nachwuchsnationalmannschaft

entdeckt wird. Aus Kostengründen

könnte somit der U 21-Länderpokal

in diesem Jahr seine Abschiedsvorstellung

geben.

NFV-Trainer Hans-Werner Hartwig ist

für den Jahrgang 1990 verantwortlich. Fast

50 Spieler hatte er zu einem Trainingsspiel

nach Barsinghausen eingeladen. 18 von

ihnen waren in einem Testspiel gegen den

Regionalligisten TSV Havelse im Einsatz

(siehe Fotos oben). Nach dem 0:0 im August-Wenzel-Stadion

war Hartwig mit der

Defensivleistung seines Teams zufrieden. Im

Spiel nach vorn gibt es allerdings noch Einiges

zu verbessern, um eine vorderen Tabellenplatz

belegen zu können. Eine einstellige

Platzierung unter 21 Landesverbänden

sollte schon erreicht werden.

Für die NFV-Auswahl spielten: Marco

Behrens, Marvin Luczkewicz (beide FT

Braunschweig), Jan Meyer, Nils Zumbeel

(beide VfL Osnabrück), Bernd Eilers, Siegfried

John (beide BV Cloppenburg), Deniz

Aycicek, Felix Burmeister (beide Hannover

96), Alexander Haberstock, Sebastian

Schmagt (beide FC Schüttorf 09), Kevin

Wolze (VfL Wolfsburg), Igor Moritz (Eintracht

Braunschweig), Jan-Thede Smidt

(TSV Havelse), Oliver Gerken (TuS Heeslingen),

Jannik Schilling (BSV SW Rheden),

Stefan Wolk (Hansa Lüneburg), Marek

Waldschmidt (1. FC Germania Egestorf/

Langreder), Stefan Denker (TSV Ottersberg),

Andy Watzlawczyk (Güldenstern

Stade).

Oktober 2010 25


Vermischtes

Mit einer Spendenaktion der besonderen

Art engagieren sich die E1-Nachwuchsspieler

des SC Spelle-Venhaus, einem

Verein aus dem NFV-Kreis Emsland. Getreu dem

Motto „Wenn viele Menschen kleine Summen

spenden, kommt am Ende eine große Summe

zusammen“, wollen die E-Junioren Geld für Kinder

sammeln, die von Katastrophen betroffen

waren.

Die Aktion wird gemeinsam mit dem „Aktionskreis

Pater Kulüke“, einer lokalen Arbeitsgruppe

in Spelle und Venhaus, umgesetzt. Pater

Heinz Kulüke übt bei Cebu City auf den Philippinen

missionarische Arbeit aus und kämpft im

Auftrag der katholischen Kirche gegen Hunger,

Armut und Verwahrlosung. Die Spieler des SC

Spelle-Venhaus sammeln aus diesem Grund

Spenden für den Aktionskreis.

In Form von Toren wollen die Kicker zum

Spenden animieren. Die E-Junioren suchen

Spender, die für jeden erzielten Treffer Geld zur

Verfügung stellen. Dabei ist es egal, ob es zehn

Cent, ein Euro oder auch nur eine einmalige

Spende ist. Die Hauptsache ist, dass viele Menschen

mitmachen. Die Spieler, die von Klaus Felix

und Stefan Bramschulte trainiert werden, geben

auf jeden Fall ihr Bestes, damit die Aktion ein

voller Erfolg wird. Bisher wurden in den ersten

fünf Spielen (Pokal und Meisterschaft) 46 Tore

erzielt. Dieser Schnitt von gut neun Toren pro Begegnung

hat auch schon einiges Geld angesammelt.

Bisher nahmen über 80 Teilnehmer an der

Aktion teil und spendeten schon über 900 Euro.

Jedoch soll das längst nicht alles sein. Die Torejagd

der Junioren aus Spelle-Venhaus soll noch

weiter gehen und damit weiteres Geld für die

Unterstützung des „Aktionskreis Pater Kulüke“

einspielen.

Kinder gewinnen für Kinder –

Spendenaktion in Spelle

Den erspielten Betrag wird die E-Jugend

des SC Spelle-Venhaus Ende November

2010 und Ende Juni 2011 an

den Aktionskreis Pater Kulücke überreichen.

Wer spenden möchte, meldet sich

bei Manfred Brämsmann unter folgender

Die E-Junioren des SC Spelle-Venhaus gehen

für den guten Zweck auf Torejagd.

E-Mail Adresse: M.Braemsmann@

t-online.de oder telefonisch unter

(0 59 77) 344.

Tobias Abel, Nuray Hill und Paskal Rodenbeck-Dierßen

absolvieren erst seit wenigen Wochen ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim

Niedersächsischen Fußballverband. Jetzt haben sie gemeinsam mit 14 weiteren

Fußballern in der NFV-Sportschule Barsinghausen mit Erfolg die Prüfung

zum Trainer C Breitenfußball, Profil Kinder/Jugend, abgelegt. Die 120-stündige

Ausbildung stand unter Leitung der NFV-Trainer Ulf Drewes und Marcus Olm,

die gemeinsam mit Marek Wanik, Ansgar Pietschmann und Heinz Rosenbaum

auch die Prüfung abnahmen. Die neuen Trainer: Tobias Abel (TSV Bevern), Nicole-Maria

Buchcik (TSG Ahlten), Moritz Dorau (SpVg Arnum), Thomas Eilers

(VfL Wildeshausen), Jörg Engelken (TSG Wörpedorf-Grasberg), Nuray Hill (SV

Anderlingen), Calogero Ippolito (TSV Bemerode), Marco Klare, Michael Marsel

(beide TSV Destedt), Hauke Kuban (TSV Kirchdorf), Uwe Kuhlmann (TSV Loccum),

Florian Loest (Buchholzer FC), Andreas Pfaff (Großheide), Paskal Rodenbeck-Dierßen

(SV Victoria Lauenau), Carsten Schlömer (TuS Frisia Goldenstedt),

Oliver Vokuhl (TB Wendhausen), Hans-Joachim Ziesing (VfV Borussia Hildesheim).

Foto: Borchers

Die Prominentenmannschaft des

NFV, bestehend aus ehemaligen Bundesligaspielern und

Ex-Nationalspielern, wird auch im kommenden Jahr

wieder für den guten Zweck gegen das runde Leder treten.

Im neuen Outfit vom Sponsor LOTTO Niedersachsen

und mit Niedersachsenross auf der Brust konnten in

diesem Jahr zum Teil deutliche Siege eingefahren werden,

blieb das Team auf dem Feld auch weiter ungeschlagen.

Einzig im Kreis Gifhorn gegen den SV Meinersen

aus der Kreisliga taten sich die NFV-Promis beim

4:2-Sieg etwas schwerer. Wer an einem Kick gegen die

Stars von damals interessiert ist, sollte sich direkt per

Mail an asmus.weber@lotto-niedersachsen.de wenden.

Unser Foto zeigt die NFV-Promis mit neuem Dress beim

Spiel in Salzgitter. Auch dort stand neben dem Spaß der

gute Zweck in Vordergrund. Das Spendenparlament

Salzgitter konnte sich über mehr als 1.000 Euro freuen.

Hintere Reihe von links: Petra Zimmer (Masseurin), Hannes

Wittfoth, Andre Müller, Wolfgang Grobe, „Ronni“

Worm, „Siggi“ Reich, Bastian Hellberg, Lars Elmerich,

Gotthard Hilscher (Betreuer). Vordere Reihe von links:

Martin Groth, Jörg Kretzschmar, Asmus Weber, Uwe

Hain, Roy Präger, Carsten Linke, Marco Dehne.

26

Oktober 2010


Sportmedizin

Akutversorgung von Verletzungen

Dr. Sanjay

Weber-Spickschen

NFV-Verbandsarzt,

Sportmedizinisches

Institut Gehrden,

Sportorthopädie,

Kontakt:

weber-spickschen@web.de

Sinnvolle Maßnahmen am Spielfeldrand – PECH-Regel anwenden

Im Fußball

kommt es

regelmäßig zu

kleinen oder

größeren Verletzungen.

Durch

die richtigen

Sofort-Maßnahmen

können

längere Verletzungspausen

vermieden oder

wenigstens verkürzt

werden.

Die Basis-Maßnahmen

sollten

jedem Spieler

und Betreuer

bekannt sein.

Aber die Praxis

zeigt, dass sehr häufig Fehler gemacht werden.

Dieser Artikel fasst die wichtigsten Maßnahmen

zusammen und gibt praktische Tipps für

die Akutversorgung.

Fußball ist ein körperbetonter Sport, bei

dem es, statistisch gesehen, zu über zehn Verletzungen/1000

Spiel-Stunden kommt. Wissenschaftliche

Studien konnten zeigen, dass

das Verletzungsrisiko mit wachsender Ermüdung

vor allem gegen Ende der Spielhälften

steigt. Über 70 Prozent der Verletzungen sind

Prellungen und Verstauchungen, zusätzlich

machen Muskelverletzungen einen Anteil von

etwa zehn Prozent aus. Dabei sind vor allem

die unteren Extremitäten, insbesondere

Sprunggelenke, Kniegelenke und die Oberschenkelmuskulatur

betroffen.

Was ist zu tun bei

einer Verletzung?

1. Mechanismus: Was genau ist passiert?

Wo tut es weh?

2. Kann der Spieler den verletzten Körperteil

problemlos weiter belasten?

Ist eine Belastung nicht mehr möglich, ist

von einer schwerwiegenderen Verletzung

auszugehen.

3. Ist eine Belastung nicht mehr möglich,

sowohl bei Prellungen als auch bei Gelenkund

Muskelverletzungen sofort die PECH-

Regel anwenden und möglichst zügig den

Arzt aufsuchen.

Die PECH-Regel:

Pause – Eis – Compression – Hochlagern

In Folge der Verletzung kommt es zu einer

Schwellung und Entzündungsreaktion, die zu

Schmerzen und letztlich zu einer verlängerten

Heilung führen. Das zeitnahe und konsequente

Einhalten der PECH-Regel hilft, dies zu minimieren

– je schneller, desto

besser!

Die Grundausstattung,

die jeder Betreuer

am Spielfeldrand griffbereit

haben sollte, umfasst

Material zur Wundversorgung,

Kühlung und Anlage

eines Kompressionsverbandes.

Professionellen

Betreuern ist natürlich das

Zusammenstellen einer

Erste-Hilfe-Tasche (im Bildhintergrund

zu sehen)

empfohlen.

Tipp für Spieler: In

der Apotheke sind auch

Kühlelemente erhältlich

(Einmalgebrauch für ca.

ein Euro), die nicht in der

Kühlbox aufbewahrt werden

müssen. Zusammen

mit einer elastischen Binde,

Salbe, Kompressen

und Verband hat man damit

immer ein vernünftiges Basis-Set dabei,

denn nicht nur Dr. Müller-Wohlfahrt weiß: „Die

ersten zehn Minuten sind wichtig, jede dort

verpasste Minute kann den Heilungsprozess

um einen Tag verlängern.“

Wie wende ich die PECH-Regel an?

1. Etwas Voltaren-Salbe auf den schmerzhaften

Bereich, eine Kompresse darüber legen

2. Einen Kompressionsverband anlegen

3. Mit Eiswasser getränkten Schwamm oder

kleines Kühlpack anwickeln

4. Bis zum Eintreffen beim Arzt den verletzten

Bereich hochlagern

5. Möglichst nicht mehr belasten

Häufige Fehler in der Akutbehandlung:

– Fortführung der Belastung

Dadurch kommt es auch bei vermeintlich

kleinen Verletzungen zu Schwellung und

Schmerz, was die Heilungszeit deutlich verlängert

und zu einer Trainingspause zwingt,

die sonst eventuell nicht notwendig geworden

wäre. Daher im Zweifelsfall lieber direkt

die PECH-Regel anwenden und schneller

wieder fit werden.

– Kühlen mit Eisspray

Die Kühlung durch Eisspray ist nur oberflächlich

und vereist die Haut. Dadurch kann

der Schmerz kurzfristig ausgeschaltet werden,

gleichzeitig wird aber auch das wahre

Ausmaß der Verletzung kaschiert. Außerdem

wird die Ausbreitung des Blutergusses

in der Tiefe nicht verhindert – Eisspray ist zur

Tiefenkühlung nicht geeignet.

Empfohlene Basisausstattung am Spielfeldrand (alternativ: Verzicht

auf Eisbox und Nutzung von Einmal-Kühlpack).

– Eis direkt auf der Haut

Kühlt man mit Eis direkt auf der Haut,

kommt es zu Verkühlungen, welche mit Verbrennungen

zu vergleichen sind und die

Haut schädigen – besser mit Eiswasser oder

durch den Verband kühlen.

– Zu kurze Kühlung

Eine optimale Kühlung sollte 15 bis 20

Minuten anhalten und kann später

wiederholt werden.

– Direkte Schmerzmitteleinnahme

Wenn die Schmerzen erträglich sind und ein

Arzt zeitnah zu erreichen ist, sollte zunächst

auf die Einnahme von Schmerzmitteln

verzichtet werden. Der Schmerz dient als

Schutzmechanismus und erinnert den

Sportler daran, dass er verletzt ist. Gleichzeitig

wird die Diagnosefindung durch den

Arzt erschwert, wenn durch Schmerzmittelgabe

die Aussagekraft der Untersuchung

kaschiert wird. Keinesfalls sollte Aspirin

(ASS) eingesetzt werden, da es blutverdünnend

wirkt und so die Hämatomausbreitung

fördert!

In der Regel ist der schmerzlindernde

Effekt durch eine vernünftige Kühlung

ausreichend.

Wichtig: Gerade bei Verletzungen des

Kopfes, aber auch des Brustkorbs oder des

Bauches kann der medizinische Laie das

Verletzungsausmaß oft nicht einschätzen. Bei

Verletzungen dieser Art gilt daher besondere

Vorsicht!

Auftragen von etwas Voltaren-

Salbe auf den verletzten Bereich.

Auflegen einer

Kompresse.

Umwickeln

mit Verband.

Umwickeln mit elastischer Binde

unter leichtem Zug zur Kompression

(etwa halbe Binde) und Auflegen

des Kühlpacks.

Abwickeln der Restbinde und

anschließendes Festkleben.

28

Oktober 2010


Neues vom DFB

Endlich Miteinander. Bereits seit

2005 verleiht der Deutsche Fußball-Bund

jährlich den Julius-Hirsch-Preis und erinnert

damit an den jüdischen Nationalspieler, der

1943 in das Vernichtungslager Auschwitz-

Birkenau deportiert und dort ermordet wurde.

Der DFB will damit ein Zeichen setzen für

die Unverletzbarkeit der Würde des Menschen,

in den Stadien und in der Gesellschaft.

Im Zeichen eines eindeutigen Bekenntnisses

gegen Gewalt, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit

und Diskriminierung stand

die diesjährige Verleihung des Preises im

Historischen Rathaus von Köln. DFB-Präsident

Dr. Theo Zwanziger nahm die Ehrungen

gemeinsam mit den Laudatoren – Ex-Innenminister

Dr. h. c. Otto Schily, DOSB-Präsident

Dr. Thomas Bach, Ligapräsident Dr. Reinhard

Rauball und ZDF-Moderatorin Dunja Hayali

– vor. Auf dem dritten Rang hinter SV Sedlitz

Blau Weiß 90 und Roter Stern Leipzig 99

landete der SV 06 Lehrte. Seit Januar 2000 ist

der Klub Stützpunktverein „Integration

durch Sport“ des LandesSportBundes Niedersachsen.

Im Februar 2008 wurde beschlossen,

die Integrationsarbeit und die damit

verbundene soziale Komponente unter

dem Motto „Nicht Gegeneinander, nicht

Nebeneinander – endlich Miteinander“ in

den Mittelpunkt zu rücken. Auf unserem Foto

überreicht Dr. Rauball (l.) die Urkunde an

Dirk Ewert, den Integrationsbeauftragten

des Lehrter Vereins. Rechts Jury-Mitglied

Eberhard Schulz.

Foto: Getty Images

Walter Fricke neues Mitglied im DFB-

Jugendausschuss. Auf dem DFB-Jugend-

Bundestag am 4. September 2010 in Frankfurt

wurde Walter Fricke (NFV) einstimmig in den

DFB-Jugendausschuss gewählt. Der 57-jährige

Rektor aus Flachsmeer tritt damit die Nachfolge

von Peter Stoltenberg (BFV) an, der diesem

Gremium sechs Jahre angehörte. Karen Rotter

(NFV), die als Vertreterin des Frauen- und

Mädchenausschusses für den DFB-Jugendausschuss

vorgeschlagen wurde, unterlag in einer

Stichwahl mit 13:20 Stimmen gegen Ute Maaß

Wahrer Sieger André Wrede. Seit 1997 zeichnet der Deutsche Fußball-Bund (DFB)

unter dem Motto „Fair ist mehr“ sportliches Verhalten auf dem Fußballplatz aus. Im vergangenen

Jahr übertraf die Meldequote alle bisherigen Werte. 590 Vorschläge erreichten die Mitglieder der AG

Fair Play. Die Sieger wurden im September vor dem Länderspiel der Nationalmannschaft gegen

Aserbaidschan in der Zentralloge Nord des Stadions in Köln durch DFB-Vizepräsident Rolf Hocke,

Trainer Ewald Lienen und Ex-Nationalspielerin Sandra Minnert ausgezeichnet. Unter den Geehrten

auch André Wrede, A-Juniorentrainer des SV Lengede. Er hatte im August 2009 im Bezirkspokalspiel

gegen BSC Acosta Braunschweig den Schiedsrichter nach einem Torerfolg der eigenen Mannschaft

darauf hingewiesen, dass der Ball zuvor im Aus gewesen sei. Daraufhin revidierte der Schiedsrichter

seine Entscheidung. Lengede verlor die Partie am Ende mit 1:2 und schied im Pokal aus. In seinem

ersten Pflichtspiel als Trainer hatte André Wrede indes gezeigt, dass der wahre Sieger nicht unbedingt

das Spiel gewinnen muss. Unser Foto zeigt Wrede (2.v.r.) mit Rolf Hocke, Ewald Lienen und

Sandra Minnert (v.l.).

Foto: Getty Images

(Hessen), bleibt aber weiterhin norddeutsche

Vertreterin im Frauen- und Mädchenausschuss.

Verabschiedet wurde vom wiedergewählten

Vorsitzenden Peter Frymuth (WFLV)

der Vertreter des Nord FV in der Schulfußball-

Kommission, Joachim Bode (NFV). Er wird

durch Gerhard Schröder (SHFV) ersetzt. Nachfolger

von Björn Fecker (BFV) im Sportgericht

wurde Christian Pothe (HFV). Hans-Günther

Kuers bleibt weiter Vertreter des Nord FV für

Jugendangelegenheiten im Bundesgericht. Alle

Besetzungen bedürfen noch der Bestätigung

durch das DFB-Präsidium.

30

Oktober 2010


Volunteers

Innenminister Uwe Schünemann, Präsident Martin Kind und Stefan Kiefer, Leiter der Volunteerorganisation, mit den Volunteers von Hannover 96.

Volunteerprogramm

feiert fünften Geburtstag

Schünemann gratuliert freiwilligen Helferinnen und Helfern von Hannover 96

Der 6. August 2005 war in mancherlei

Hinsicht ein denkwürdiger Tag für

Hannover 96. Am ersten Spieltag der

Saison 2005/2006 startete ein bis dahin

bundesweit einmaliges Projekt: das Volunteer-Programm

in der AWDarena. Und

gleich bei ihrem ersten Einsatz hatten die

hochmotivierten Ehrenamtlichen mit einer

besonderen Herausforderung zu kämpfen:

Während die Mannschaft auf dem Rasen

ein 2:2 gegen Hertha BSC Berlin erzielte,

war das elektronische Bezahlsystem ausgefallen

und sorgte bei manchen Besuchern

für lange Gesichter. „Das war schon

eine besondere Situation“, erinnert sich

Stefan Kiefer. Der Leiter des Volunteer-Programms

schmunzelt bei der Erinnerung:

„Wir haben uns sehr gefreut, dass die Volunteers

danach auch zum zweiten Einsatz

wiedergekommen sind.“

Zum zweiten Einsatz – und danach

immer wieder. In diesen Tagen jährte sich

der Start des Volunteer-Programms von

Hannover 96 zum fünften Mal. Anlass für

Martin Kind, den Präsidenten von Hannover

96, sich mit einer kleinen Feier bei den

Volunteers zu bedanken. Und sogar der

Innenminister des Landes Niedersachsen,

Uwe Schünemann, hat es sich nicht nehmen

lassen, persönlich an dieser Feier teilzunehmen.

In seinem Grußwort dankte

der Minister für den besonderen Einsatz

und hob das ehrenamtliche Engagement

der Volunteers hervor. Sein Dank richtete

sich aber auch an die Vereinsführung und

die Leitung der Volunteerorganisation, dieses

vorbildliche Projekt initiiert zu haben

und damit als niedersächsischer Fußballverein

Maßstäbe für die gesamte Bundesliga

zu setzen.

Das durch die positiven Erfahrungen

während des Confederation Cups im Jahr

2005 angeregte Volunteer-Programm hat

inzwischen weit über Hannover hinaus

Schule gemacht und darüber freut sich der

Verein: „Wir sind stolz auf die vielen ehrenamtlichen

Helfer, die mit viel Engagement

und Begeisterung den Besucherservice

von Hannover 96 weiter gesteigert

haben und darauf, dass sich Verantwortliche

verschiedener Bundesliga-Clubs das

Volunteer-Programm in Hannover haben

zeigen lassen und anschließend zum Teil in

ihren Stadion auch initiiert haben“, so

Thorsten Meier, Marketingchef von Hannover

96. Auf weit über 100 Einsätze bei

den Bundesliga-Heimspielen, bei Länderspielen,

Saisonvorbereitungsspielen, bei

Konzerten oder anderen Großveranstaltungen

wie den Rugby-Europameisterschaften

2008 und 2009 können die Volunteers

zurück blicken. „Und dass nicht

nur die Verantwortlichen von Hannover 96

mit den Volunteers zufrieden sind, sondern

auch die Organisatoren anderer

Großveranstaltungen stets voll des Lobes

sind, freut uns dabei ganz besonders“,

sagt Stefan Kiefer, der die Volunteer-Organisation

seit 2005 leitet.

Nach fünf Jahren ziehen die Verantwortlichen

der Volunteer-Organisation bei

Hannover 96 eine uneingeschränkt positive

Bilanz. Bereits vor den Eingängen der

AWD-Arena stehen Volunteers den Besuchern

zur Verfügung, und das setzt sich

über die Drehkreuze an den Eingangsbereichen

bis hin zu den Tribünen fort. Wo

auch immer ein Stadionbesucher eine Information

benötigt, findet der Gast in unmittelbarer

Nähe einen Volunteer, der ihn

kompetent informiert. Dass die Volunteers

inzwischen auch in sensiblen Bereichen

wie dem Ticketing, der EDV oder der Kinderbetreuung

zum Einsatz kommen, zeigt

das besondere Maß an Vertrauen, das ihnen

entgegengebracht wird.

„Das Zusammenwirken mit den Volunteers

macht einfach Spaß“, berichtet

Stefan Kiefer. „Die vielen positiven Rückmeldungen

der Stadionbesucher, vor allem

aber auch das Engagement und die große

Motivation der Volunteers zeigen, dass wir

damit richtig liegen. Wir haben mittlerweile

in allen Bereichen echte Spezialisten, die

sich in der AWD-Arena bestens auskennen

und überall mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Der Personalstamm wurde stetig weiter

verstärkt, so dass mit fast achtzig freiwilligen,

ehrenamtlichen Helfern ein tolles

Team für die Serviceaufgaben vor und in

der Arena zur Verfügung steht.“

Die Rückmeldungen der Volunteers

zeigen, dass ihr Einsatz für sie nicht einfach

ein Dienst wie jeder andere ist.

„In erster Linie freuen wir uns, Hannover

96 unterstützen zu können, indem wir

Serviceaufgaben im Stadion übernehmen.

Dann aber auch noch die Heimspiele

der Roten live in der AWDarena zu

sehen, dabei Eindrücke und unvergessliche

Einblicke hinter die Kulissen zu

bekommen und bei dem Einsatz auch

noch so viel Spaß zu haben ist schon

ziemlich Klasse“, fällt die Resonanz von

Volunteers, die von der ersten Stunde an

dabei sind, begeistert aus.

Selbstverständlich hat sich auch der

DFB für das EM-Qualifikationsspiel der

deutschen Nationalmannschaft gegen Zypern

im November 2007 und für das WM-

Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan

im September 2009 der bestehenden Volunteer-Organisation

von Hannover 96 bedient

und diese Entscheidung nicht bereut.

„Die großartige Atmosphäre, dank der

kraftvollen Unterstützung der deutschen

Fans in dieser tollen Kulisse rund um das

Spiel, hat uns gefreut und beeindruckt.

Durch Ihr professionelles Wirken und das

Ihrer Mitarbeiter wurde das Länderspiel

gegen Zypern zu einem schönen Erfolg“,

schrieben die Organisatoren des Deutschen

Fußball-Bundes. Aber auch für die

Volunteers werden diese Einsätze unvergessen

bleiben. „Bei der Organisation und

Durchführung eines Bundesliga-Spieles

behilflich sein zu können, ist schon eine

tolle Erfahrung“, verrät Volunteer Jennifer

Schulze. „Aber ein Länderspiel so hautnah

begleiten zu dürfen, ist wirklich noch einmal

ein ganz besonderes Erlebnis!“

Oktober 2010 31


Schiedsrichter

Vor 38 Jahren: Walter Horstmann mit seinen Töchtern Simone (links) und Karina.

Pokalfinale 1975

war ein Highlight

Walter Horstmann feierte 75. Geburtstag

Mit einem positiven Rückblick erinnerte

sich Walter Horstmann während seines

75. Geburtstages an seine aktive

Zeit als Unparteiischer: „Gleich, ob in der

Bundesliga oder im Fußballkreis, mir hat die

Schiedsrichterei immer Spaß gemacht, habe

ich dabei doch viele gute Freunde kennen gelernt.“

Das Schiedsrichterurgestein aus Nordstemmen

bei Hildesheim feierte am 28. August

sein Wiegenfest im Kreise einiger

Schiedsrichterkameraden und konnte dabei

etliche interessante Geschichten zum Besten

geben.

„Die ersten Spielansetzungen in der

Bundesliga kamen noch als Doppelkarte per

Post. Horst Schmidt, der damalige Sekretär

für das Spielwesen, war dafür verantwortlich“,

so der Schiedsrichterpensionär. Mit einem

Schmunzeln ergänzte er: „Manchmal

hat mein Briefträger in die Postkarte gesehen,

bevor er sie bei uns in den Briefkasten steckte.

Einen liebevollen „Anpfiff“ gibt es für den Vater auch heute noch.

Er wusste dann schon vor mir, welches Spiel

ich als nächstes leiten sollte, ob in Bayern

oder Stuttgart, Schalke oder Dortmund.“

Gern erinnert sich Walter Horstmann an

ein Highlight seiner Karriere. Am 26. August

1981, zwei Tage vor seinem Geburtstag, sei er

beim Spiel Fortuna Düsseldorf gegen FC Bayern

München vom ehemaligen DFB-Schiedsrichterobmann

Johannes Malka für sein 150.

Bundesligaspiel geehrt worden. Unvergessen

bleibt für ihn zudem die Leitung des DFB-Pokalendspieles

1975 zwischen Eintracht Frankfurt

und dem MSV Duisburg (1:0).

Walter Horstmann leitete von 1964 bis

1982 insgesamt 153 Spiele in der höchsten

deutschen Spielklasse, dazu stand er 1970

und von 1978 bis 1981 auf der FIFA-Liste.

Nach seiner aktiven Zeit als Schiedsrichter

wurde er als Beobachter eingesetzt und amtierte

von 1991 bis 2005 als Vorsitzender im

NFV-Kreis Hildesheim.

Buchbesprechung

Der Horstmann

macht das. Basta!

Das Büchlein „Der Horstmann

macht das. Basta!“ ist im Gerstenberg-

Verlag erschienen und in acht Kapitel

gegliedert.

Eines davon heißt „Rote Augen

auf roter Erde“ und beschreibt die Ereignisse

rund um die Partie Borussia

Dortmund gegen den TSV 1860 München

(31. Januar 1969). Während des

Spiels wird Schiedsrichter Walter Horstmann

bezichtigt, Alkohol getrunken zu

haben.

Das Ganze mündet in eine aberwitzige

Verhandlung vor dem DFB-

Sportgericht.

Ein Auszug: ... Niemals hätte ich

gedacht, dass dieses Abendspiel so

außergewöhnlich würde ... Kurz vor

der Pause (bereits in der 15. Minute erzielten

die Dortmunder das 1:0) pfeife

ich Elfmeter. Münchens Bernd Patzke

hatte im Strafraum zugelangt, doch

neben des üblichen Gemeckers nach

so einer Strafstoß-Entscheidung höre

ich Ungeheuerliches.

Münchens Torwart Petar Radenkovic

beschwert sich lautstark, dass der

Schiri betrunken ist. „Seine roten Augen

sagen doch alles.“ Auch Patzke

geht zur verbalen Attacke über: „Der

Kerl ist besoffen!“ Dann ist Halbzeit.

Beim Gang in die Kabine geht das

Gehetze weiter. Radenkovic brüllt:

„Der ist betrunken. Es muss ihm eine

Blutprobe entnommen werden.“ Nun

laufen plötzlich überall Journalisten herum.

Selbst in meine Kabine wollen sie.

Ich höre Äußerungen wie „schauen sie

sich mal die roten Augen des Unparteiischen

an“.

Ich schmeiße alle raus. Tür zu. Ruhe.

Bin außer mir. „Das ist Verleumdung.

Wie stehe ich denn da?“ ...

Horstmann kam selbst dem Kaiser

ins Gehege (Kapitel: „Horstmann und

die Stars“): ... Als Franz Beckenbauer

auf eine Entscheidung des Linienrichters

Jochen Berthold mit einer seiner

typischen abfälligen Handbewegungen

reagiert, halte ich ihm die Gelbe

Karte unter die Nase. Beckenbauer

schnaubt erzürnt.

... Der Münchner Merkur macht

tags darauf die Gelbe Karte zum

Hauptthema: „Was erlaubt sich der

Horstmann aus Hildesheim eigentlich,

am heimatlichen Kaiserstuhl zu sägen?“,

heißt es am nächsten Morgen

in dem Boulevardblatt. Lange Zeit

gelte ich für die Bayern fortan als rotes

Tuch. Jede umstrittene Entscheidung

gegen sie wird als Benachteiligung

ausgelegt.

Das ist natürlich Blödsinn ... „Der

Horstmann macht das. Basta!“ ist im

Verlag Gebrüder Gerstenberg erschienen.

Das Buch kostet 7,95 Euro und ist

erhältlich in den ServiceCentern der

Hildesheimer Allgemeinen Zeitung in

Hildesheim, Bad Salzdetfurth sowie in

Sarstedt. Bestellt werden kann es unter

der ISBN-Nummer 978-3-8067-8739.

32

Oktober 2010


Frauen-Länderspiel

22 Jahre jung, aber mit der Frauen-Nationalmannschaft schon Welt- und Europameisterin: Fatmire Bajramaj (rechts), hier im Duell mit der Schwedin

Heather Mitts.

Foto: Getty Images

Gegen die „Matildas“

steht es noch Unentschieden

Weltmeister Deutschland empfängt am 28. Oktober in Wolfsburg Asienmeister Australien

Von PETER BORCHERS

Der amtierende Welt- und Europameister

Deutschland empfängt den amtierenden

Asienmeister Australien. Auf

dieses Spitzenspiel des internationalen Frauenfußballs

darf sich Wolfsburg freuen. Am

Donnerstag, 28. Oktober, ab 18.30 Uhr

ist die Volkswagen-Arena Schauplatz des

Freundschaftsspiels zwischen dem Zweiten

und Elften der Weltrangliste.

DFB-Trainerin Silvia Neid sieht den Vergleich

mit den Australierinnen als echten

Prüfstein für ihr Team an. „Der australische

Frauenfußball hat sich kontinuierlich entwickelt.

Die Australierinnen sind Stammgäste

bei der Weltmeisterschaft. Sie spielen einen

temporeichen Fußball und verfügen gerade

in der Offensive über große Qualität.“

In der 29-jährigen Länderspielgeschichte

des deutschen Frauenfußballs hat es bisher

insgesamt 340 Begegnungen mit 40

verschiedenen Nationen gegeben. 38 Mal

gestaltet sich die Bilanz positiv zu Gunsten

der DFB-Frauen. Einzig im Vergleich mit den

US-Amerikanerinnen hinkt Deutschland

deutlich hinterher. In 28 Spielen siegten die

US-Girls 19 Mal bei vier Remis und fünf

deutschen Siegen. Nur unentschieden fällt

der Vergleich mit den „Westfield Matildas“

oder kurz „Matildas“ (Spitzname der Australierinnen

in Anlehnung an das australische

Volkslied Waltzing Matilda; d. Red.)

aus. Am 13. September 2000 gab es bei den

Olympischen Sommerspielen im australischen

Canberra im Gruppenspiel nach Toren

von Inka Grings, Bettina Wiegmann und Renate

Lingor einen klaren 3:0-Erfolg der deutschen

Mannschaft. Fast fünf Jahre später

konnten sich die Fußballerinnen vom fünften

Kontinent bei einem Vier-Nationen-Turnier

in China revanchieren. Am 28. Januar

2005 siegten sie in Quanzhou mit 1:0.

Vom 26. Juni bis 17. Juli wird im kommenden

Jahr in neun deutschen WM-Stadien

die 6. Frauen-Weltmeisterschaft ausgetragen.

Auch Wolfsburg ist Austragungsort,

erlebt drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale.

Nicht ausgeschlossen, dass sich

Deutschland und Australien dann erneut an

der Aller gegenüberstehen. Deutschland,

bei allen bisherigen fünf WM-Turnieren immer

dabei, ist als Gastgeber automatisch für

die Endrunde qualifiziert. Die vom Schotten

Tom Sermanni trainierten Australierinnen

qualifizierten sich mit dem Gewinn der

Asienmeisterschaft zum fünften Mal in Folge

für die WM, waren nur 1991 beim ersten

Turnier in China nicht vertreten.

Zwei Weltmeistertitel (2003 und 2007)

und sieben Europameistertitel (1989, 1991,

1995, 1997, 2001, 2005, 2009) haben

Deutschlands Fußball-Frauen bisher sammeln

können. Aber auch die Erfolgsbilanz

des Gegners aus Down Under liest sich

nicht schlecht. Drei Titelgewinne bei der

Ozeanienmeisterschaft (1994, 1998 und

2003) stehen zu Buche. Hinzu kommt der

Gewinn der Asienmeisterschaft, errungen

in China am 30. Mai 2010 im Finale gegen

Nordkorea. 1:1 hatte es nach der Verlängerung

gestanden, und im Elfmeterschießen

konnten sich die „Matildas“ um Torfrau

und Spielführerin Melissa Barbieri

(Melbourne Victory) mit 5:4 durchsetzen.


34

Oktober 2010


Frauen-Länderspiel

Erst 1961 wurde der Australische Fußballverband,

die Football Federation Australia

(FFA), gegründet und ist seit 1963 FIFA-

Mitglied. Bereits 1974 wurde die erste nationale

Frauenmeisterschaft ausgespielt und

drei Jahre, bevor Deutschland erstmals ein

Frauen-Länderspiel austrug, trat für die FFA

bereits 1979 erstmals ein Frauen-Team an.

2006 wechselte die FFA von der Ozeanischen

Fußball-Konföderation (OFC) in die

Asiatische Fußball-Konföderation (AFC).

Heute ist Fußball die am stärksten wachsende

Sportart bei den Frauen in Australien.

Längst sind über 100.000 Fußballerinnen

aktiv.

Bisher 21 Mal sind deutsche Frauen-Nationalmannschaften

in Niedersachsen angetreten.

14 Siegen stehen sechs Niederlagen

bei einem Unentschieden gegenüber. Zum

zweiten Mal nach 2001 präsentiert sich eine

deutsche Frauen-Nationalmannschaft in

Wolfsburg. Fast exakt neun Jahre vor der

diesjährigen Partie gab es am 25. Oktober

2001 im Rahmen der WM-Qualifikation einen

9:0 (5:0)-Erfolg über Portugal. Dreifache

Torschützin war vor 3.620 Zuschauern Martina

Müller, die damals noch für SC 07 Bad

Neuenahr spielte und heute Top-Torjägerin

beim VfL Wolfsburg ist. Noch immer ist die

30-Jährige eine feste Größe im Team von

DFB-Trainerin Silvia Neid und natürlich hoffen

die Wolfsburger Fans, dass Martina,

Niedersachsens Fußballerin des Jahres 2008,

gegen Australien ebenso zum Einsatz kommen

wird wie ihre Klub-Mitspielerin Navina

Omilade.

Einen 9:0-Erfolg wie einst gegen Portugal

wird es am 28. Oktober für die DFB-

Auswahl wohl kaum geben. Die damalige

Zuschauerzahl wird aber allemal übertroffen

werden. Beim jüngsten Länderspiel der

deutschen Frauen in Dresden gegen Kanada

(5:0) wurden 20.431 Besucher gezählt,

und natürlich soll auch die VW-Arena ähnlich

voll werden.

Der Kartenvorverkauf für das

Australienspiel wird u.a. auch vom

Niedersächsischen Fußballverband

(NFV) abgewickelt.

Ansprechpartnerin ist

Angelika Lesk, Telefon (0 51 05) 75 134,

Fax (0 51 05) 75 203,

E-Mail angelika.lesk@nfv.de.

Länderspiele der deutschen Frauen-

Nationalmannschaft in Niedersachsen

1. Mai 1983 in Delmenhorst gegen Dänemark 1:1(UEFA-Wettbewerb)

2. Mai 1984 in Helmstedt gegen Norwegen 1:4

7. September 1985 in Lüneburg gegen Norwegen 2:3 (EM-Qualifikation)

19. November 1986 in Nordhorn gegen Niederlande 3:1

4. September 1987 in Verden gegen Island 5:0

6. September 1987 in Delmenhorst gegen Island 3:2

10. Mai 1989 in Osnabrück gegen Dänemark 1:0

2. Juli 1989 in Osnabrück gegen Norwegen 4:1 (EM-Endspiel)

7. September 1994 in Wolfenbüttel gegen Schweden 3:1

27. Oktober 1994 in Osnabrück gegen Russland 4:0 (EM-Viertelfinale)

25. Mai 1995 in Rotenburg gegen China 3:1

5. Mai 1996 in Gifhorn gegen Finnland 6:0 (EM-Qualifikation)

12. Oktober 1997 in Salzgitter gegen USA 0:3

14. Oktober 1999 in Oldenburg gegen Island 5:0 (EM-Qualifikation)

16. Juli 2000 in Osnabrück gegen China 1:3 (100 Jahre DFB)

19. Juli 2000 in Göttingen gegen Norwegen 1:4 (100 Jahre DFB)

22. Juli 2000 in Braunschweig gegen USA 0:1 (100 Jahre DFB)

25. Oktober 2001 in Wolfsburg gegen Portugal 9:0 (WM-Qualifikation)

28. April 2004 in Oldenburg gegen Ukraine 6:0 (EM-Qualifikation)

21. April 2005 in Osnabrück gegen Kanada 3:1

24. April 2005 in Hildesheim gegen Kanada 3:2

Bilanz: 21 Spiele, 14 Siege, 1 Unentschieden, 6 Niederlagen, 64:28 Tore

Sitzplatzkarten sind zum Preis von 35 Euro

(ermäßigt 25 Euro), 25 Euro (ermäßigt 15 Euro)

bzw. 15 Euro (ermäßigt 12 Euro) erhältlich.

Stehplatzkarten kosten 12 Euro (ermäßigt

10 Euro). Ermäßigte Eintrittskarten

gibt es für Kinder,

Schüler, Auszubildende,

Studenten,

Wehrpflichtige,

Rentner,

Zivildienstleistende

und Personen mit

Schwerbehindertenausweis

(ab 50

Prozent). Außerdem

können ausschließlich

beim

NFV Gruppenkarten

(ab zehn Personen)

von Vereinen

und Schulen

erworben werden.

Dabei kosten Sitzplätze

8 Euro und

Stehplätze 5 Euro.

Zusätzlich zu den

genannten Preisen

werden Versandkosten

berechnet.

Im Finale um die Asienmeisterschaft standen

sich Australien und Nordkorea gegenüber.

Das Foto zeigt einen Zweikampf zwischen

der Australierin Kyah Pam Simon (rechts) und

ihrer koreanischen Kontrahentin Yun Song

Mi.

Foto: Getty Images

Ein Bestellformular für Kartenwünsche

kann auf der Homepage des NFV unter

www.nfv.de heruntergeladen werden.

Weitere Vorverkaufsstellen:

DFB Online-Shop www.dfb.de

DFB-Tickethotline unter 01805 / 110201

(0,14 €/min aus dem deutschen Festnetz)

VfL Wolfsburg, Fanshop im Fanhaus der

Volkswagen Arena, Allerwiesen 1a,

38446 Wolfsburg

Konzert-Kasse der Wolfsburger

Nachrichten, Porschestraße 22-42,

38440 Wolfsburg

Konzert-Kasse, Schild 1a,

38100 Braunschweig

Konzert-Kasse, In den Schloß-Arkaden,

38100 Braunschweig

Konzert-Kasse im Haus der

Wolfsburger Allgemeinen Zeitung,

Porschestraße 74, 38440 Wolfsburg

sowie an vielen CTS-Vorverkaufsstellen. ■

Oktober 2010 35


Europameisterschaft

Das Team der Uni Göttingen beim Turnier in Warschau. Das Foto zeigt (hinten von links) Betreuer Detlef Harms, Sina Diekmann, Marie Diekgerdes,

Christine Vaupel, Sarah Wohltmann, Trainerin Sandra Hallmann und (vorne von links) Anna Niederhofer, Sabrina Paech, Marina Gattermann, Anja

Niemann, Susanne Saalmann, Juliane Jühne sowie Franziska Papen.

Neue Freundschaft mit

Studentinnen aus Lausanne

Fußballerinnen der Uni Göttingen kehren mit Platz 4

von den europäischen Hochschulmeisterschaften zurück

Eine Woche verbrachte das Frauenfußballteam

der Uni Göttingen in Warschau,

um an den europäischen Hochschulmeisterschaften

im Fußball Deutschlands

Universitäten zu repräsentieren. Als

Deutscher Hochschulmeister 2009 hatte

sich das Team aus Göttingen für das Turnier

in Polen qualifiziert, welches auf

Kleinfeld und ohne Abseits ausgetragen

wurde.

Nach einem guten Start ins Turnier

mit einem 6:0-Sieg gegen die gesetzten

Gastgeberinnen der Universität Warschau

folgten zwei harte Spiele gegen die Delegationen

der Siberian Federal University

aus Russland (1:1) und die späteren Finalistinnen

und neu gewonnenen Freunde von

der Universität Lausanne/Schweiz (2:2).

Gegen die Russinnen erspielten sich die

deutschen Fußballerinnen nach schönen

Spielzügen zahlreiche Torchancen, dennoch

landete der Ball lediglich einmal

durch Juliane Jühne nach einem schnellen

Zusammenspiel mit Susanne Saalmann im

Netz. Konsequenter als gegen die Russinnen

nutzte Sabrina Paech ihre Chance im

Spiel gegen Lausanne nach einem gut eingeleiteten

Spielzug von Abwehrspielerin

Franziska Papen über die im linken Mittelfeld

agierende Marie Diekgerdes zur 2:1-

Führung. Verletzungsbedingt musste Mitte

der zweiten Halbzeit in der Abwehr umgestellt

werden, was die stark spielende

Offensive von Lausanne eiskalt zum Ausgleich

ausnutzte.

Im Halbfinale trafen die Göttingerinnen

auf die Spielerinnen der University

School of Physical Education in Wroclaw,

die polnischen Hochschulmeisterinnen

2009. Mit einer knappen 1:0-Niederlage

musste sich das Team um Trainerin Sandra

Hallmann gegen die späteren Europameisterinnen

(3:1 im Finale gegen die

Schweizerinnen) geschlagen geben, obwohl

Torfrau Anja Niemann ihr Team mit

zahlreichen Glanzparaden lange im Spiel

hielt. Die harte Gangart und raue Spielweise

der Gegnerinnen sowie die hochsommerlichen

Temperaturen verlangten

den Göttingerinnen alles ab und zehrten

an ihren Kräften, so dass sie kaum ins

Spiel fanden.

Diese Bedingungen hinterließen

ebenso Spuren im Spiel um Platz 3 gegen

die Universität Montpellier (Frankreich).

Den in der Vorrunde als vermeintlich

schlagbar eingeschätzten Französinnen

kam der Turnierplan mit einem Spiel weniger

in der Vorrunde zu Gute. Sie spielten

fit auf und entschieden das Spiel deutlich

mit 3:0 für sich.

Insgesamt waren die Göttinger Mädels

hochmotiviert, lauf- und zweikampfstark

und zeigten eine Superleistung. Die

Stimmung im Team war jederzeit klasse

und neben den fußballerischen Erfahrungen

gegen internationale Gegner, woraus

sich eine tiefe Freundschaft mit den Spielerinnen

aus Lausanne entwickelt hat (die

Schweizerinnen sagten spontan eine Einladung

nach Göttingen zu einem Spiel

auf dem Großfeld im September zu),

wurden auch außerhalb des Feldes viele

neue Eindrücke gesammelt. So fand u. a.

ein offizieller Einmarsch aller Teams durch

die Straßen Warschaus zur Eröffnungsfeier

statt. Außerdem standen zahlreiche

Meetings für die Offiziellen aller Delegationen

z. B. für kurze Spielbesprechungen,

Geschenkübergaben, Besuche der

Baustelle des Nationalstadions und des

Nationalmuseums oder auch die Begrüßung

durch den Bürgermeister auf dem

Programm.

36

Oktober 2010


ARAG Sportversicherung informiert

Schaden des Monats:

„Ballermann“-Party

kann teuer werden!

Alexander (*) schloss die Tür zum Vereinsheim

auf. Schnell noch die Post durchschauen,

dann zum Training und ab

nach Hause auf die Couch. „Perfekt“, dachte

er sich und freute sich auf den bevorstehenden

Abend.

Die bis dahin gute Laune des Geschäftsführers

änderte sich schlagartig, als er den

Brief einer Anwaltskanzlei aufmachte und

die ersten Zeilen las: Offensichtlich hatte die

„Ballermann“-Party, die der Verein vor drei

Wochen veranstaltet hatte, gegen das so genannte

„Markenrecht“ verstoßen. Den Namen

„Ballermann“ habe sich eine Firma

beim Deutschen Patent- und Markenamt in

München (www.dpma.de) schützen lassen

und das sei auch in der Registrierung bei Denic

(Denic.de/whois) eingetragen.

Der Verein von Alexander wurde in dem

Schreiben aufgefordert, Angaben über die

abgelaufene Veranstaltung zu machen, insbesondere

über die Zahl der Besucher, über

den Verein selbst und über die Gewinnverwendung.

Weiterhin forderte die Anwaltskanzlei

den Verein auf, nachträglich eine Lizenz

für die Verwendung des Namens zu erwerben

und auch eine Unterlassungserklärung

abzugeben, in Zukunft keine Veranstaltung

mehr unter diesem Namen durchzuführen.

Den Gegenstandswert hatten die Anwälte

mit 25.000 EUR angesetzt und dem

Brief auch gleich eine entsprechende Gebührenforderung

beigefügt. Der Verein könne

aber beruhigt sein, eine „Strafe“ sei nicht zu

zahlen, stand im letzten Satz. Weil es sich ja

hier nicht um ein strafrechtliches Geschehen

handele, sondern um eine rein marken- und

zivilrechtliche Angelegenheit.

Was die versicherungsrechtliche Seite

angeht, so kann sich der Sport-Haftpflichtversicherer

im Rahmen der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung

ausschließlich

mit dem Anspruch auf entgangene Lizenzgebühren

und den damit in Zusammenhang

stehenden Anwaltskosten befassen, nicht

aber mit der geforderten Unterlassungserklärung.

Für die Abwehr von Unterlassungsansprüchen

besteht kein Versicherungsschutz –

auch nicht in der Rechtsschutzversicherung,

da es sich nicht um gesetzliche Schadenersatzansprüche

privatrechtlicher Natur handelt.

Alexander hatte vorher noch nie etwas

von einem Markenrecht gehört und wäre nie

auf den Gedanken gekommen, dass der Name

„Ballermann“ geschützt ist und die Verwendung

dieses Namens nur gegen den Erwerb

einer Lizenz für eigene Zwecke verwendet

werden darf. Tatsächlich hatten Alexander

und seine Kollegen aus dem Organisationskomitee

schon während der Party beschlossen,

dass man sie auf jeden Fall im

Sommer wiederholen wolle.

Mittlerweile haben sich Alexander und

sein Team einen anderen Namen für die

nächste Party einfallen lassen und vor allen

Dingen auch beim Deutschen Patent- und

Markenamt geprüft, ob sich jemand die

Rechte daran gesichert hat. Dabei konnten

sie feststellen, dass es eine Menge geschützter

Namen gibt, auch für Sportveranstaltungen

und Kurse.

Die Empfehlung geht also von Alexander

und von der ARAG an alle Sportorganisationen:

Prüfen Sie unbedingt, ob der Name,

den Sie sich für von Ihnen angebotene

Aktivitäten ausgesucht haben, frei und ohne

Lizenz verwendet werden darf

(http://www.dpma.de/marke/recherche/index.html),

damit es im Nachhinein kein böses

Erwachen gibt.

* Name von der Redaktion geändert

Quelle: aragvid-arag 07/10

Weitere Informationen, Prospektmaterial und

Anträge erhalten Sie bei der ARAG Sportversicherung,

Versicherungsbüro Sporthilfe Niedersachsen,

Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10,

30169 Hannnover oder unter www.ARAG-

Sport.de

Oktober 2010 37


Portrait

Die Kinder in Kaolack freuen sich über den Besuch von Helmut Buschmeyer. Stolz tragen sie die mitgebrachten NFV-Aufkleber auf ihren Shirts.

„Joro“ – der Hirte von Kaolack

NFV-Funktionär Helmut Buschmeyer eröffnet Behinderten im Senegal eine Perspektive –

Einwohner freuen sich über Kinderfahrräder, Nähmaschinen und Krankenwagen –

Der Name Beckenbauer öffnet alle Türen

Von MANFRED FINGER

Sie nennen ihn „Joro“. In Wolof, eine

der Nationalsprachen des Senegals,

bedeutet dieser Name „unser Hirte“,

„unser Beschützer“. Wenn „Joro“ zu Besuch

kommt, kommt es schon mal vor, dass

das Ortsschild am Stadtausgang mit seinem

Konterfei verziert wird. Sein richtiger Name

ist am Clubhaus eines Sportvereins angebracht

und auch ein kleiner Friseurladen

ist nach ihm benannt: „Salon de Coiffure

Helmut“.

Die Widmung, großzügig aufgemalt

in schwarzen Buchstaben auf rosa Hintergrund,

gilt aber nicht dem in Hamburg

lebenden geistigen Übervater der Bundesrepublik

oder dem anderen deutschen Altkanzler

gleichen Namens aus Oggersheim.

Nein, Adressat dieser und der anderen

Sympathiebekundungen ist ein Mann,

der in Bad Iburg am Teutoburger Wald zu

Hause ist: Helmut Buschmeyer.

Seit nunmehr 32 Jahren führt der 69-

Jährige den NFV-Kreis Osnabrück-Land und

hat seine Funktionärstätigkeit vor allem in

den Dienst seiner Mitmenschen gestellt.

„Fußball ist mehr als ein 1:0“ – diesen einst

von DFB-Ehrenpräsident Egidius Braun geprägten

Satz lebt Buschmeyer wie kaum ein

Zweiter. Er veranstaltet seit 1981 Fußballturniere

mit Werkstattmannschaften der

Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück und

Bersenbrück, er unterstützt in Preußisch Eylau

(bei Kaliningrad, dem früheren Königsberg)

ein Kinderheim und die von ihm organisierten

Grünkohlessen, deren Erlöse für

karitative Zwecke bestimmt sind, besitzen

Kultstatus.

Die Liste der von ihm seit 1995 proklamierten

Grünkohlkönige ist lang und legendär:

Uwe Seeler und Fritz Walter stehen

ebenso darauf wie Bundespräsident Christian

Wulff, Schiedsrichter Markus Merk,

Schauspielerin Hildegard Krekel oder demnächst

Hans-Peter Briegel (Vizeweltmeister

1982, 1986) und Bundesgesundheitsminister

Dr. Philipp Rösler. Beide werden am

18. November am traditionellen Veranstaltungsort

in Bramsche-Engter in den Königsstand

erhoben.

„Ohne Ehrenamt würde in unserer

Gesellschaft nichts laufen“, sagt der Ehrenamtsbeauftragte

des NFV. Fußball, die freiwillige

Tätigkeit und das Engagement für

behinderte Menschen sind die zentralen

Säulen seines Wirkens. Sein jüngstes (Herzblut-)Projekt

ist der Senegal. Ein Land in

Westafrika, in dem gut 94 Prozent der

zwölf Millionen Einwohner Moslems sind

und in dem Französisch als Erbe der ehemaligen

Kolonialmacht offizielle Amtssprache

ist. Wie in so vielen afrikanischen Nationen

beeinflusst der Fußball auch im

Senegal den Lebensrhythmus der Menschen

entscheidend. Die Idole kommen dabei

auch aus Deutschland. „Lahm, Poldi

und Schweini – die kennt jeder“, erklärt

Buschmeyer, der 2008 erstmals vor Ort war.

Seitdem hat er zusammen mit dem Malteser

Hilfsdienst Alfhausen eine Menge bewegt:

Spenden wie Rollstühle, Kinderfahrräder,

Schultaschen oder Nähmaschinen

wurden per Container an die afrikanische

Westküste verschifft. Der bisher größte

Transport erfolgte Pfingsten 2010: ein Krankenwagen

für das Krankenhaus in Kébémer,

einer Stadt im Nordwesten des Landes.

„Dort werden Kranke mangels Fahrzeuge

auch im Leichenwagen transportiert.

Es ist mir kalt den Rücken runtergelaufen,

als ich davon hörte“, sagt Buschmeyer. Gemeinsam

mit seinem Freund Theo Große

Stratmann vom Malteser Hilfsdienst Alfhausen

machte er sich auf die Suche nach

„gut erhaltenen und top gewarteten Krankenwagen“

und wurde im ostfriesischen

Rhauderfehn fündig. Der Bundestagsabgeordnete

Georg Schirmbeck half bei den

bürokratischen Hürden, doch den Weg so

richtig frei machte erst ein Griff in die Trickkiste:

„Ich habe behauptet, Franz Beckenbauer

wolle genau informiert werden, wie

das mit dem Krankenwagen läuft. Das hat

die Sache natürlich beschleunigt“, erklärt

Buschmeyer, der bei seiner diesjährigen ➤

38

Oktober 2010


Portrait

Senegalreise von Schirmbeck und Große

Stratmann begleitet wurde.

Der Name des Kaisers hatte bereits im

April 2009 alle Türen geöffnet. Denn nach

der Ankunft der Containerlieferung im Hafen

der Hauptstadt Dakar stellte sich der

Zoll-Chef erst einmal auf die Hinterbeine.

„Obwohl wir im Vorfeld alles besprochen

und deklariert hatten, gab es bei der Einfuhr

fast unlösbare Probleme. Anderthalb

Tage haben wir ergebnislos Gespräche geführt“,

blickt Buschmeyer zurück. Auch die

Drohung, dass der Container andernfalls

zurückgehen würde, führte nicht zum

Durchbruch bei den Verhandlungen. Für

den sorgte erst die Erwähnung der Lichtgestalt.

„Der Name Beckenbauer elektrisiert

die Menschen auch im Senegal. Seine Stiftung

hatte mir 2.000 Euro für unsere Projekte

mitgegeben, dazu ein persönliches

Schreiben und ein Autogramm. Das hat

den Zollchef fasziniert.“

Zum Inhalt des damaligen Containers

gehörten auch Scheren, Umhänge und Föne

für die Einrichtung eines Friseursalons.

Bestimmt waren diese für Fatou Diop. Die

28-Jährige ist ohne Schulausbildung und

als Folge ihrer Kinderlähmung stark gehbehindert

und deshalb auf einen Rollstuhl angewiesen.

„Sie war zunächst recht mürrisch

und wusste nicht so recht, was sie von

mir, einem weißen Opa aus Allemagne, halten

soll. Erst als ich versprach, ihr bei der Erfüllung

ihres Lebenstraumes zu helfen,

fasste sie Zutrauen“, erinnert sich Buschmeyer

an das erste Treffen im Jahr 2008.

Ein Jahr später, die von der Handwerkskammer

Osnabrück gestifteten Utensilien waren

mittlerweile eingetroffen, rieb sich der

Bad Iburger bei seinem zweiten Senegalbesuch

begeistert die Augen. In Mbour,

einer Kleinstadt rund 80 Kilometer südlich

von Dakar, betrat er einen gut 12 Quadratmeter

großen Salon, der seinen Namen

trägt und in dem er von Fatou mit dem

Selbstbewusstsein einer frisch gebackenen

Unternehmerin begrüßt wurde. „Der Laden

läuft gut. Sie hat inzwischen schon zwei

Angestellte“, sagt der pensionierte Kaufmann

nicht ohne Stolz.

Fatou Diop wird von dem NFV-Funktionär

Fatou I genannt. Denn es gibt noch eine

weitere Trägerin dieses Namens, der Helmut

Buschmeyer zu einem neuen Leben

verholfen hat. Wie ihre Namensvetterin ist

Fatou II gehbehindert, hat aber in einem

Land, in dem 70 Prozent der Frauen Analphabeten

sind, das Abitur abgelegt. Dennoch

blieb ihre Suche nach einem Arbeitsplatz

ohne Erfolg. Dank Buschmeyer ist sie

jetzt im „Deutschen Senegalhaus“, so der

inoffizielle Name, beschäftigt. Dort wurde

ihr ein Büro eingerichtet, in dem sie sich mit

einem aus Osnabrück gespendeten Elektro-

Rollstuhl bewegt.

Das „Deutsche Senegalhaus“ steht in

Kaolack, 120 Kilometer südöstlich von Dakar

gelegen, und soll sich zu einem Jugendtreff

sowie zu einer Anlaufstelle für Menschen

mit Behinderung entwickeln. Seit anderthalb

Jahren wird das Gebäude durch

die von Buschmeyer organisierten Spenden

der Sepp Herberger- und Franz Beckenbauer-Stiftung

(insgesamt 5.000 Euro) renoviert

und behindertengerecht umgebaut.

Inzwischen hat zudem die BILD-Zeitung

10.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Bei seinem vorerst letzten Besuch im

Mai 2010 überreichte Helmut Buschmeyer


Durch die von Helmut Buschmeyer organisierten Spenden konnte sich Fatou Diop ihren Traum

vom eigenen Friseursalon erfüllen. Als Dank benannte sie ihr Geschäft nach dem NFV-Funktionär

aus Bad Iburg. Das obere Foto zeigt Fatou im April 2008, das untere als stolze Unternehmerin im

Mai 2009. Auch ihre Angestellten scheinen ihr Handwerk zu verstehen.

Oktober 2010 39


Portrait

Am Vereinsheim des ASC Marine Bongré-Kaolack ist die freundschaftliche Partnerschaft zwischen

dem Club und dem NFV-Kreis Osnabrück-Land dokumentiert.

Im April 2008 ließ sich Buschmeyer von einem

kleinen Jungen auf den Zahn fühlen.

den Scheck aus dem Hause Springer an

Guèdel Mbodj. Der gelernte Journalist ist

Präsident des Sportvereins ASC Marine

Bongré-Kaolack, auf dessen Gelände das

Haus steht und über den die Verteilung der

Spenden vor Ort organisiert wird. Beide

Männer verbindet inzwischen eine tiefe

Freundschaft. „Mein lieber großer Bruder“

sagt der Senegalese zu dem Deutschen.

Dass sich beide in Kaolack kennen

lernten, ist kein Zufall. Denn die 200.000

Einwohner zählende Stadt ist auch die

Heimat von Abbasse So. Dieser lebt seit

Jahren in Dortmund und besuchte 2007

das „Abschiedsspiel“ eines senegalesischen

Landsmannes, der beim Osnabrücker

Kreisklassenklub TSV Ueffeln kickte

und in seine Heimat zurück musste. Unter

den Zuschauern weilte als NFV-Kreisvorsitzender

Helmut Buschmeyer, der während

der Partie mit Abbasse So ins Gespräch

kam. „Er hatte von unserem sozialen

Engagement für Königsberg und den

Werkstätten gehört und bat um Hilfe für

den Fußball im Senegal“, berichtet Buschmeyer,

der in den darauf folgenden

Wochen mit seinen Vorstandskollegen 30

gut erhaltene Trikotsätze bei den Vereinen

im Osnabrücker Land einsammelte und

Abbasse So übergab.

Eine Aktion, die sich sogar bis in die

Bundeshauptstadt herumsprach. „Im November

2007 wurde ich nach Berlin zum

Botschafter Cheikh Sylla gebeten und anschließend

von ihm im Namen seiner Regierung

nach Kaolack eingeladen“, erinnert

sich Helmut Buschmeyer an die Vorgeschichte

zu seiner ersten Reise im April

2008.

Im nächsten Jahr wird er zum vierten

Mal das westafrikanische Land besuchen.

Wieder mit einem Container voller Hilfsgüter.

Und wieder wird er versuchen, möglichst

viele Wünsche zu erfüllen. Nur bei

einem Wunsch muss er stets passen. „Die

Mütter von Fatou I und Fatou II wollen mich

als Schwiegersohn gewinnen. Doch Gott

sei Dank ist meine Annemarie immer dabei“,

schmunzelt der dreifache Vater und

stolze Großvater von fünf Enkelkindern. ■

Das Konterfei von Helmut Buschmeyer schmückt anlässlich seines Besuches den Ortsausgang von

Kaolack.

40

Oktober 2010


Bildung erleben

Download der Bildungskonzeption des NFV ist unter www.nfv.de möglich

NFV-Lehrarbeit

Stellenwert sie hat.

Außerdem stellt der

NFV seinen Nutzen

für die Fußballvereine

im Bildungsbereich

dar. In der Bildungskonzeption

werden

die Arbeitsprozesse

definiert, transparent

gemacht und all die

zusammengeführt,

die in der Fußballfamilie

mit Bildung zu

tun haben. Dadurch

hofft der NFV auf eine

Effizienzsteigerung

und damit auch

zu Kostenreduzierungen

zu kommen. Die

Qualität im Lehrwesen

wird nachgewiesen, erhöht und Präsidium

und Vorstand erhalten eine Kontrollmöglichkeit

für die Bildungsarbeit. Die Vorteile

dieses dynamischen Bildungskonzepts

ist die einfache und gut verständliche Präsentation,

die in der elektronischen Form

jederzeit aktualisiert wird sowie die Möglichkeit

zahlreicher Kopien zur Verteilung

bietet.

Dieter Neubauer, Vorsitzender des Verbandslehrausschusses:

„Wir alle wissen,

dass Qualifizierung für haupt- und ehrenamtliche

Aufgaben im Verband ja nicht nur

die sportliche und menschliche Entwicklung

aller Teilnehmer fördert, sondern in

der Regel auch eine persönliche Weiterentwicklung

zur Folge hat, mit oftmals neuen

Fähigkeiten auch für den beruflichen Einsatz.

Deshalb liegt mir die Transparenz, wie

Bildung im Fußball bei uns in Niedersachsen

organisiert und durchgeführt wird, sehr am

Herzen.“

Die Bildungskonzeption steht auf der

Internetseite des NFV unter Aus- und Fortbildung

zum Herunterladen zur Verfügung.

„Wir sind der Partner für Bildung im

Fußball in Niedersachsen.“

Dies ist nur eine der prägnanten Aussagen

im Selbstverständnis des NFV-Lehrwesens

in der nun schon 2. Auflage der Bildungskonzeption.

In dieser wird in elf Kapiteln

detailliert beschrieben und verständlich

dargestellt, wie Bildung im Fußball in

Niedersachsen funktioniert. Da geht es um

Organisation, Aufgaben, Prozesse und deren

Abläufe, Personal, Zahlen und Daten

bis hin zu Zielen und Visionen.

Der Verbands-Lehrausschuss sieht die

Bildungskonzeption als wichtiges Instrument

und Leitfaden für eine systematische

und effiziente Aus-, Fort- und Weiterbildung

der mehr als 18.000 Teilnehmer im

Jahr. Ziel ist, dass jeder innerhalb und

außerhalb des Verbandes versteht, was Bildung

im Fußball bedeutet und welchen

Oktober 2010 41


Bezirk Braunschweig

15 Tore für den

guten Zweck

Die NFV/Lotto-Ehrenauswahl gewinnt hoch

FIFA-Schiedsrichter Florian Meyer (Mitte) freute sich mit seinen Assistenten

Sebastian Franczak (links) und Kevin Bondzio (rechts) über die Glückwünsche

vom NFV-Spielertrainer Hannes Wittfoth (Zweiter von links) und

Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Foto: Günter Schacht

Die

NFV/Lotto-Ehrenauswahl

lockte über 200 spendenfreudige

Zuschauer in das Union Stadion

in Salzgitter-Bad. Die Truppe

von Spielertrainer Hannes Wittfoth

gewann gegen ein Prominententeam

aus Salzgitter mit

13:2. Die ehemaligen Bundesligaprofis

und FIFA-Schiedsrichter Florian

Meyer waren mit Spaß bei

der Sache und erhielten Beifall

auf offener Szene.

Der Organisator Torsten

Bogdenand (Spendenparlament

Salzgitter) freute sich schon vor

dem Anpfiff der Partie: „Der Tag

wird ein voller Erfolg. Nach einem

zögerlichen Kartenvorverkauf

sind doch noch zahlreiche

Zuschauer erschienen. Die Eintrittsgelder

und die Spenden

kommen dem Förderkreis Jugendfußball

in Salzgitter-Bad und

dem Spendenparlament, das sich

für bessere Lebensverhältnisse

von jungen Menschen einsetzt,

zugute.“

Roy Präger (VfL Wolfsburg)

wirbelte die gastgebende Prominententruppe

im eigenen Stadion

gehörig durcheinander. Bis zur

Pause traf der Wolfsburger drei

Mal ins Schwarze. Im Heimteam

hingegen bemühten sich Oberbürgermeister

Frank Klingebiel

und Bürgermeister Stefan Klein

für mehr Linie im Spiel. Es blieb

bei den vielversprechenden Versuchen.

NFV-Torhüter Uwe Hain

und „Fußballgott“ Carsten Linke

hielten ihren Kasten über weite

Strecken sauber. Die zwei Einschläge

von Ulrich Nehring und

Jason Becker wurden dann lautstark

von den Zuschauern und

der gastgebenden Promielf bejubelt.

Mit einem gemütlichen Beisammensein

im Union-Sportheim

klang das gelungene Gastspiel

der NFV/Lottoauswahl in Salzgitter

aus.

Das Team Salzgitter: Mario

Damm, Dirk Krause, Olaf Lange,

Stefan Klein, Frank Klingebiel,

Jens Bogdan, Ronald Feuerhahn,

Wolfgang Pientka, Detlef

Hahnsch, Marcel Bürger, Steffen

Krollmann, Dietrich Leptien,

Mounir Magouri, Norbert

Schnecke, Stephan Mau, Jörg

Klein, Elmar Gahl, Ole Friedrichs,

Wolfgang Pozzato, Daniel Fiore,

Jason Becker, Dr. Christian Roth,

Marko Lutz, Ulrich Nehring.

Die NFV/LOTTO-Auswahl:

Uwe Hain (Eintracht BS, HSV),

Jörg Kretschmar, Bastian Hellberg,

Martin Giesel, Marco Dehne,

Andre Müller, Martin Groth,

Carsten Linke (Hannover 96), Lars

Elmerich, Ronald Worm, Wolfgang

Grobe (Eintracht BS), Siegfried

Reich, Roy Präger (beide VfL

Wolfsburg) und Spielertrainer

Hannes Wittfoth (ehemaliger

NFV-Vizepräsident). G.S.

Clife Drayton (TSV Hallendorf) wurde

jüngst vom Kreisschiedsrichterobmann Joachim

Ren zum Schiedsrichter des Jahres im

NFV-Kreis Salzgitter gekürt. Kreisvorsitzender

Wolfgang Fisch war bei der Monatsversammlung

der Unparteiischen in der Aula der

Grundschule Fredenberg erster Gratulant.

Für ihren 25-jährigen Einsatz als Schiedsrichter

auf Salzgitters Sportplätzen erhielten

Thomas Krauel (SV Victoria Heerte) und Dieter

Kleyda (SV Stern Lobmachtersen) von

Fisch die Silberne Verdienstnadel des Kreises.

Die Schiedsrichter-Ehrennadel für zehnjährige

Tätigkeit im Kreis nahmen Harry Plumeyer

(TSV Salzgitter) und Michael Wehling (VfL

Salder) in Empfang. Die Bezirksschiedsrichterehrennadel

überreichte Ren zudem an

Wehling für sein Engagement als Schiedsrichteransetzer.

Unser Foto zeigt Wolfgang

Fisch (ganz links) und Joachim Ren (ganz

rechts) bei der Ehrung von Thomas Krauel,

Clife Drawton, Harry Plumeyer und Michael

Wehling (von links). G.S./Foto: Günter Schacht

Trikots vom DFB. Darüber

freuen sich die Fußballerinnen der neu

gegründeten C- Juniorinnenmannschaft

der JSG Heeseberg, ihr Trainer Karl-

Heinz Pingel und Frank Zachan, Vorsitzender

des SV Ingeleben. Hans-Peter

Schwan (Jerxheim), stellvertretender

Vorsitzender des NFV-Kreises Helmstedt,

überreichte auf dem Sportplatz in

Ingeleben die neue Sportkleidung. Auf

dem Foto (stehend von links) Laura

Heuer, Marie-Luise Jürgens, Frank Zachan,

Josephine-Clara Seidel, Anna-Lena

Schrader, Nane Albrecht, Yvonne

Krones, Karl-Heinz Pingel, Hans-Peter

Schwan und (kniend von links) Alina

Weber, Lisa Alich, Annika Alich, Lena

Pingel, Debbie Zachan, Denise Berndt

und Marika Keune. Es fehlt Jennifer-Denise

Heinrich. Foto: Bernd-Uwe Meyer

42

Oktober 2010


Bezirk Braunschweig

Matthias Scholz (stehend rechts), Mädchentainer des NFV-Kreises Goslar, und sein Team nahmen während der Aktionswoche auch das DFB & McDonald’s

Fußball-Abzeichen ab.

Hannover 96 und Calden

wollen wieder kommen

Aktionswoche zum Mädchen- und Frauenfußball beim VfL Seesen

Zahlreiche Angebote standen

beim VfL Seesen anlässlich einer

Aktionswoche zum Mädchen-

und Frauenfußball auf dem

Programm. Den Auftakt machte

die U 13-Mädchenauswahl des

NFV-Kreises Goslar mit einem

viertägigen Camp. Trainer Matthias

„Schollek“ Scholz und seine

Betreuer ließen die „Mädels“ bei

teilweise fünf Trainingseinheiten

am Tag ganz schön schwitzen.

Auch die Freizeit kam nicht zu

kurz. Beim Dart- und Minigolf-

Turnier oder am abendlichen Lagerfeuer

hatten die Teilnehmerinnen

genauso viel Spaß wie beim

Training.

Als nächste Gäste bezogen

die Frauen von Hannover 96

Quartier an der Kurparkstraße.

Das Team aus der Landeshauptstadt

wollte sich im Harz noch

einmal intensiv auf die neue Saison

vorbereiten. Eine weitere Attraktion

war die Abnahme des

DFB & McDonald’s Fußball-Abzeichen,

an der sich 60 Mädchen

im Alter zwischen 9 und 14 Jahren

beteiligten.

Zum Abschluss der Aktionswoche

fand ein gut besetztes

Blitz-Turnier auf dem Areal der Lila-Weißen

statt. Neben Hannover

96 folgten der Einladung von Organisator

„Schollek" Zweitligaabsteiger

TSV Jahn Calden (jetzt Regionalliga

Hessen), Niedersachsenligist

SV Upen sowie Landesliga-Aufsteiger

FC Eisdorf.

Mit dem TSV Jahn Calden, in

dessen Reihen einige Junioren-

Auswahlspielerinnen standen, gewann

vor 150 Zuschauern die

spielstärkste Mannschaft den „City-Pizza-Pokal“

und das Preisgeld

der Volksbank Seesen. Allerdings

verlangte Finalist SV Upen den

Hessinnen viel ab und musste sich

nach einem 1:1 in der regulären

Spielzeit erst im Elfmeterschießen

geschlagen geben. Auch im „kleinen

Finale“ setzte sich der Favorit

erst im Entscheidungsschießen

vom Punkt durch. Mit 4:2 behielt

Hannover 96 die Oberhand über

Eisdorf.

Wie sehr den Gästen ihr Aufenthalt

im Harz gefallen hat,

kommt in der Absichtserklärung

von Hannover 96 und Jahn Calden

zum Ausdruck, im nächsten Jahr

ein längeres Trainingslager beim

VfL Seesen zu absolvieren.

17 neue Trainer. Sie nahmen auf der Sportanlage des VfL Oker

an dem 120 Lehreinheiten (je 45 Minuten) umfassenden Ausbildungslehrgang

zur Erlangung der Trainer-C-Lizenz im Breitenfußball teil, der von

Kreislehrwart Hans-Joachim Schmalstieg geleitet wurde. Die Ausbildung

umfasste die Profile Kinder- und Jugendtraining, Erwachsene im unteren

Amateurbereich sowie den Breitensport/Gesundheitssport. Alle Teilnehmer

bestanden die Prüfung mit Erfolg und konnten aus der Hand von

Hans-Joachim Schmalstieg die Trainer-Lizenz empfangen. Unser Foto

zeigt die Teilnehmer (hinten von links) Zygmunt Stach (MTV Astfeld), Hakan

Altin (VfL Oker), Matthias Hille (TuS Clausthal-Zellerfeld), Stefan

Zver-Haaf (TuS Clausthal-Zellerfeld) und (Mitte von links) Martin Pfannenschmidt

(VfB Dörnten), Timo Schäfer (SV Rammelsberg), Michael Kutscher

(SV Lerbach), Jan Mahlke (SC Goslar 08), Reiner Siemers (MTV Goslar)

sowie (vorn) Toni Pagliughi (VfL Oker), Marco Grätsch (VfL Oker),York

Rotha (VfL Seesen) und Kreislehrwart Hans-Joachim Schmalstieg. Auf

dem Foto fehlen: Olaf Hausmann (SV Rammelsberg), Robin Heiser (TSG

Jerstedt), Marcus Bosse (FC Othfresen), Frank Kopetzki (VfL Hahausen)

und Markus Leon-Fernandez (VfL Hahausen).

Wojtke

SV Gifhorn (Foto) gewann durch einen 3:1-Finalsieg über VfL Herzberg

nach Achtmeterschießen in der Endrunde des Tages des Talentes im

Union Stadion in Salzgitter-Bad die Bezirksmeisterschaft der U 13-Juniorinnen.

Den dritten Platz belegte SG Teutonia Groß Lafferde/SV Innerstetal

vor SVG Göttingen I. Auf den weiteren Plätzen folgten VfB Peine, TSV

Helmstedt, JSG Nörten, Goslarer SC/Sudmerberg, JSG Uslar/Solling, SVG

Göttingen II, JSG Burgberg, SG Borussia/TSV Salzgitter.

G.S./Foto: Günter Schacht

Oktober 2010 43


Bezirk Braunschweig

Netzen in Brandenburg war Ziel eines Ausfluges des

Vorstandes des NFV-Kreises Helmstedt gemeinsam mit Vereinsfunktionären

und Begleitung. Auf dem Programm standen eine Stadtbesichtigung

in Potsdam und eine Führung durch das Schloss Sanssouci.

Zum Abschluss des Tages wurde dann in gemütlicher Runde im

Garten des Hotels am Ufer des Netzener Sees gegrillt. Am nächsten

Morgen wurde an Bord des hoteleigenen Schiffs MS Emster gemeinsam

gefrühstückt, während die Fahrt durch viele sehenswerte

Kanäle und Seen nach Brandenburg führte. So konnten alle gut gestärkt

auf eigene Faust die Stadt Brandenburg erkunden, bevor es

am frühen Nachmittag wieder heimwärts ging. Kreisvorsitzender

Werner Denneberg ließ es sich nicht nehmen, den Organisator

Hans-Peter Schwan über das Busmikrofon im Namen aller Mitreisenden

für die hervorragende Organisation der Reise zu danken.

Bienrode gewinnt

Stadtmeisterschaft

Die Frauen des VfL Bienrode

haben den Wolters-Flutlichtpokal

gewonnen, die Braunschweiger

Stadtmeisterschaft.

Im Finale besiegte die

Mannschaft von Trainerin Claudia

Verlohren den BSC Acosta

souverän mit 5:0 (1:0), wobei

das Ergebnis letztlich ein, zwei

Tore zu hoch ausfiel. Vor allem

bis zum Seitenwechsel war das

Spiel ausgeglichen, trotzdem

gelang Luisa Rapmund kurz

vor der Pause die Führung –

Kristian, Axel und Florian Pioch als Gespann im Einsatz.

bezeichnenderweise per Elfmeter.

Bis zur 80. Minute dauerte

es, ehe der VfL den zweiten Treffer

erzielte. Nadine Fastnacht

überwand die starke BSC-Torfrau

Astrid Lakaschus, die ihr Team zuvor

vor einem höheren Rückstand

bewahrt hatte. Das 3:0 durch Gesa

Schönfeld sowie ein Doppelschlag

von Fastnacht schraubten

das Ergebnis in die Höhe, weil die

Gegenwehr von Acosta gebrochen

war.

Wichert

Hart ging es zu beim Stadtmeisterschaftsfinale, ehe Bienrode den BSC

doch noch klar besiegte.

Foto: privat

Jetzt fehlt nur

noch Mutter Astrid

Eine Familie – Ein Schiedsrichter-Team

Vater und Sohn oder auch

Mutter und Tochter in einer

fußballspielenden Mannschaft

sind Besonderheiten. Häufiger

treten Kinder in die Fußstapfen

ihrer Eltern, werden wie der Vater

zum Torjäger, Elfmeterkiller oder

auch Schiedsrichter. Eine weitere

Geschichte der besonderen Art

schreibt seit August die Familie

Pioch aus Jerstedt.

Vater Axel (44) ist seit 1993

im NFV-Kreis Goslar als Schiedsrichter

aktiv. 1993 wurde sein

Sohn Florian geboren, dieser

gehört seit rund zwei Jahren zu

den Schwarzkitteln. Auch Sohn

Kristian (14) legte im März 2010

erfolgreich seine Schiedsrichterprüfung

ab, durfte aber aufgrund

der Bestimmungen des Niedersächsischen

Fußballverbandes

(NFV) erst ab seinem 14. Geburtstag

offiziell Schiedsrichter sein. Im

Juli war es aber nun soweit und

auch Kristian konnte nun erste

„echte“ Einsätze im schwarzen

Trikot wahrnehmen.

Jeder erste Einsatz für einen

Schiedsrichter ist etwas Besonderes,

aber das durch den Einsatz

von Kristian das Schiedsrichter-

Team von einer Familie gestellt

wurde, ist doch sehr außergewöhnlich.

Vater Axel an der Pfeife

wurde von seinen Söhnen bei

Sportwochen im Landkreis assistiert

eine weitere tolle Geschichte,

die der Fußball schreibt. Im

NFV-Kreis Goslar überlegt man

nun, künftig auch 4. Offizielle

(wie in der Bundesliga und bei Internationalen

Spielen) einzusetzen,

damit dann auch Mutter

Astrid ihre Männer hoch offiziell

unterstützen kann. Christian Biel

44

Oktober 2010


Goldene Ehrennadel

für Florian Meyer

Ehrungstag im NFV-Kreis Braunschweig

Bundesliga-Schiedsrichter

Florian

Meyer hat die goldene

Ehrennadel des NFV-Kreises

Braunschweig erhalten. Beim

Kreis-Ehrungstag in der Gaststätte

„Zum Eichenwald“ in Mascherode

wurde er ebenso ausgezeichnet

wie Jörg Tantow, der

sich ebenfalls über die goldene

Ehrennadel freuen durfte. FIFA-

Referee Meyer bedankte sich

beim Kreis-Vorsitzenden Volker

Baumgärtel sowie den anderen

Vorstandsmitgliedern und appellierte

an die anderen Gäste, weiterhin

für das Ehrenamt einzustehen.

Zudem wurden beim Ehrungstag

mit der Silbernen Kreis-

Ehrennadel Peter Globisch, Manfred

Becker und Klaus-Peter Traupe

ausgezeichnet.

Die Ehrungen für das DFB-

Ehrenamt gingen an: Regina

Schaare, Tanja Glindemann,

Christoph Hunstein und Jürgen

Bach. Weiterhin wurde Klaus

Verley geehrt und war mit Ehepartner

zu Besuch in Barsinghausen.

Wichert

Bezirk Braunschweig

Die Geehrten des Kreises Braunschweig im Garten der Mascheroder Gaststätte

„Zum Eichenwald“. Es fehlt Peter Globisch.

Foto: privat

Bezirk Hannover

Andreas Struck (oben rechts), Jugendleiter des SV 06 Holzminden,

besuchte mit den C-Junioren seines Klubs den Partnerverein

Mount Pleasant FC im US-amerikanischen Bundesstaat South Carolina.

Alle Teilnehmer waren in Gastfamilien untergebracht. Durch den Austausch

konnten die 15 Nachwuchsfußballer viele Dinge aus dem amerikanischen

Leben kennen lernen. Auf dem Programm standen Museumsbesichtigungen,

eine Stadtführung durch die einstige Metropole der

Südstaaten, Charleston, sowie die Besuche eines Baseball- und eines

Fußballspiels. Im Anschluss an die Partie der „Charleston Battery“, einer

Zehn Kandidatinnen

für die Kreisauswahl

250 Juniorinnen spielen in Hoyerhagen vor

Großen Zuspruch fand der diesjährige

Tag des Mädchenfußballs

im NFV-Kreis Nienburg. Auf

der Sportanlage des SV Hoyerhagen

war Jürgen Michaelis, Trainer

der Mädchen-Kreisauswahl, mit

dem Sichtungsergebnis zufrieden.

Von rund 250 vorspielenden Juniorinnen

wurden zehn zu einem

Auswahltraining eingeladen.

Aus dem Nachbarkreis Diepholz

setzten sich die E-Juniorinnen

des TSV Weyhe-Lahausen

durch, bei den D-Juniorinnen der

SBV Erichshagen und bei den C-

Juniorinnen der SV Husum. Nur

sechs der elf gemeldeten Teams

waren bei den B-Juniorinnen angereist

– der VfL Münchehagen

machte hier das Rennen.

Am Sichtungsturnier nahm

auch die Grundschule Hoya teil

und stellte mit dem Ausrichter

SV Hoyerhagen zwei gemischte

Teams. Seit April 2008 kooperiert

der Verein bereits mit der

Schule. Im Rahmen einer Fußball-AG

trainiert Jugendleiter

Fußball-Zweitligamannschaft, bot sich den Gästen aus Niedersachsen

sogar die Möglichkeit, mit den Spielern und dem Trainer zu sprechen.

Natürlich waren die 06-Kicker auch selbst am Ball und gewannen beide

Spiele gegen den gastgebenden Verein. Für das kommende Jahr ist der

Gegenbesuch vorgesehen. Die Planungen hierfür laufen bereits auf

Hochtouren. Beide Klubs hoffen, dass dieser Jugendaustausch auch

weiteren Teams angeboten werden kann und einen festen Platz im

Vereinsleben des SV 06 Holzminden und des Mount Pleasant FC einnimmt.

Foto: privat

Andreas Lenz einmal

wöchentlich die interessierten

Pennäler.

Ein kleines Wiedersehen

gab es am Rande des

Turniers. Sarah Schröder, die

19-jährige Torhüterin von

Werder Bremen II, traf auf

ihren ehemaligen Kreisauswahltrainer

Jürgen Michaelis.

Bei den Juniorinnen waren

ihre Autogramme heiß

begehrt.

„Ein ganz tolles Lob

geht an den SV Hoyerhagen.

Die Organisation und Abwicklung

des Turniers war

hervorragend“, lobte Markus

Schenke, Vorsitzender

des Kreisjugendausschusses.

Lucenz

Freuen sich über ihr Wiedersehen beim

Tag des Mädchenfußballs: Sarah Schröder

und Nienburgs Kreisauswahltrainer Jürgen

Michaelis.

Foto: Lucenz

Oktober 2010 45


Bezirk Hannover

E.ON Avacon-Trophy für den TSV Gronau

Klub will weiter in die Jugend investieren

E.ON Avacon-Trophy für den TSV Gronau: Nachwuchskicker, Trainer und Offizielle freuen sich über die Auszeichnung für erfolgreiche Kinder- und

Jugendarbeit im Verein.

Foto: Neumann

Lehrstäbe der Kreise

tauschen sich aus

Erstmals sind die Lehrwarte und

Lehrstabsmitglieder der NFV-

Kreise im Bezirk Hannover zu einem

Workshop zusammengekommen.

Das Ziel von Bezirksschiedsrichter-Lehrwart

Uwe

Herrmann ist, die Lehrarbeit an

der Basis administrativ, inhaltlich

wie auch methodisch abwechslungsreicher

und effizienter gestalten

zu können.

In Kleingruppen wurden

verschiedene Themen bearbeitet

und anschließend vorgestellt.

Von der Erarbeitung einer neuen

Lehreinheit für eine Schiedsrichter-Lehrversammlung

über die

Erstellung von Konzepten zu

Themen wie „moderne Gestaltung

von Schiedsrichter-Anwärterlehrgängen“

oder „Organisation

von Jung- und Junioren-SR-

Lehrarbeit“ wurde in nur kurzer

Zeit eine große Bandbreite abgedeckt.

Alle Teilnehmer zeigten sich

überrascht, wie unterschiedlich

sich die Lehrarbeit in den einzelnen

Kreisen teilweise gestaltet

und waren begeistert, wie viel

von der Lehrarbeit aus anderen

Kreisen gelernt werden kann.

Workshop-Teilnehmer waren

Andreas Henze ( Diepholz), Liane

Lindenberg, Bastian Dreyer (beide

Nienburg), Ralf Krömer, Daniel

Tielker, Björn Förster (alle

Schaumburg), Anika Hotzel,

Michael Nitsche (beide Hannover-

Land), Nils-René Voigt (Hannover),

Susanne Dombek-Schröder

(Hameln-Pyrmont), Lara Kompa,

Marcus Schierbaum, Eric Müller

(alle Hildesheim) und Dirk

Klaaßens (Holzminden).

Lara Kompa

Einen besseren Auftakt in die

neue Saison konnte sich der

TSV Gronau nicht wünschen:

Die E.ON Avacon-Trophy sowie

2.000 Euro Prämie nahmen

Abteilungsleiter Klaus Oppermann

und Jugendleiter Henning

Bornemann für den Verein

aus dem NFV-Kreis Hildesheim

entgegen.

Mit dieser Auszeichnung

honorieren der Niedersächsische

Fußballverband (NFV) und

der Energiedienstleister E.ON

Avacon Vereine, die ihre Nachwuchsmannschaften

von lizenzierten

Übungsleitern betreuen

lassen.

„Die anderen Kreise schielen

schon nach Hildesheim. Für die

Ausbildung von Trainern und

Schulungen wird hier viel Energie

verwendet, ein 120-Stunden-

Lehrgang ist kein Pappenstiel“,

sagte Kreis-Vorsitzender Detlef

Winter. Verbunden mit der Trophy,

die im September 2002 erstmals

vergeben wurde, sind zudem

noch Trainingsanzüge für

die Lizenztrainer des Klubs.

„Derzeit nimmt der TSV

Gronau mit acht Jugendmannschaften

am Spielbetrieb teil.

Von den Trainern, die die Teams

betreuen, sind sechs im Besitz

einer C-Lizenz“, hob Oppermann

hervor. Insgesamt trainieren

120 Kinder in der Fußballsparte.

Auf die erfolgreiche Jugendarbeit

ist der Verein zu Recht

stolz. „Die Auszeichnung ermuntert

uns, auch in Zukunft in die

Kinder- und Jugendarbeit zu investieren“,

sagte der Jugendleiter.

Burghard Neumann

Onlineportal kommt

erneut sehr gut an

Neue Schiedsrichter für Hannover-Land

Mit erfreulichem Ergebnis

ging im Klubhaus des TSV

Barsinghausen der Schiedsrichteranwärter-Lehrgang

des NFV-

Kreises Hannover-Land zu Ende.

Von 22 Startern bestanden

18 die Prüfung.

Der Lehrgang fand erneut

im Rahmen des Pilotprojekts

des Deutschen Fußball-Bundes

(DFB) statt. Die Teilnehmer

werden dabei unter anderem

mit Hilfe eines Online-Portals

ausgebildet. An zwei Präsenzlehrabenden,

die von Lehrwart

Michael Nitsche und Anika

Hotzel durchgeführt wurden,

konnten die wichtigsten und

umfangreichsten Regeln gemeinsam

durchgesprochen

werden.

Die übrigen Regel- und

Übungsfragen erarbeiteten

sich die Neu-Schiedsrichter online.

Den Abschluss bildete ein

dritter Präsenzlehrabend in

Barsinghausen. Dabei wurden

in Kurzform alle Regeln besprochen

und letzte Fragen

geklärt.

Nitsche zieht auch nach

diesem zweiten Online-Lehrgang

eine positive Bilanz. „Es

hat sich erneut gezeigt, dass

dieses der richtige Weg ist“.

Erfolgreich waren Lukas

Basan, Daniel Reinhardt (beide

TSV Stelingen), Hasan Cindo,

Philipp Stohecker (beide FC

Springe), Marco D’Andrea (SV

Fuhrberg), Lukas Funken (SV

Ramlingen/Ehlershausen), Janik

Haaßengier, Jan-Niklas Schiewek

(beide TuS Gümmer), Mun

Ihsan (1. FC Wunstorf), Steffen

Kressmann (TSG Ahlten), Sven

Luther (MTV Eintracht Dedenhausen),

Alexander Neustadt

(TSV Burgdorf), Mirco Roger,

Yannik Winterberg (beide

Heesseler SV), Benjamin

Schrott (SV Hiddestorf), Eyüp

Toprakli (RSV Seelze), Peter

Winzek (SV Wichtringhausen)

und Dennis Wischhusen (VSV

Hohenbostel).

46

Oktober 2010


Fit für neue Aufgaben

Coaching-Lehrgang im Kreis Hannover-Land

Ganz im Zeichen des Schiedsrichterwesens

stand das

Landschulheim der Lutherschule

in Bredenbeck für ein Wochenende.

Zu Gast waren die 18 Unparteiischen

des Coaching-Lehrgangs

im NFV-Kreis Hannover-

Land unter Leitung des Lehrstabes

um Michael Nitsche, Anika

Hotzel, Benjamin Schmidt, Eddy

Schindler und Patrick Mewes.

Zum Programm gehörte eine

Mischung aus Theorie und

Praxis. Unter anderem galt es, in

Gruppen die Abläufe von der

Spielansetzung bis zur Abreise

vom Spielort zu erarbeiten und

strukturiert wiederzugeben. Die

folgenden Fachreferate mündeten

in praktischen Übungen mit

simulierten Rollenspielen zu verschiedenen

Spielsituationen. Dabei

wurde die Handlungsweise

jedes Einzelnen per Video festgehalten,

analysiert und mit Verbesserungsvorschlägen

versehen.

Auch die Vorbereitung auf die

körperlichen Anforderungen an

Schiedsrichter kam durch viele

Praxistipps nicht zu kurz.

„Es war ein super Wochenende

und der Lehrgang hat mir

aufgrund der Abwechslung zwischen

Theorie und Praxis sehr

gut gefallen“, resümierte Yanez-

Frederic Ahlfs vom TSV Groß

Munzel. Neben Ahlfs gehören

Marouan Boughattas (TSV Havelse),

Maik Denecke, Marc

Bezirk Hannover

Gareis und Fabian Pigors (alle

TSV Krähenwinkel-Kaltenweide),

Marco Großöhmichen und Tim

Schreiber (beide Heesseler SV),

Benjamin Hesse (SV Resse), Jan

Köhnen (VSV Hohenbostel),

Sören Kokott (MTV Engelbostel-

Schulenburg), Michael Kolberg

(SpVg Laatzen), Sascha Kothe

und Marcel Vogel (beide TSV Berenbostel),

Tobias Mehrkens (TSV

Barsinghausen), Tobias Rüffer

(SV Germania Grasdorf), Ingo

Schasse (TV Jahn Leveste), Jan-

Hendrik Schulze (SV Wacker

Osterwald), Mirko Sowada (SG

05 Ronnenberg) und Thomas

Wissel (SC Langenhagen) zum

Kader.

Heinz Jäkel

Die Teilnehmer des Coaching-Lehrgangs im NFV-Kreis Hannover-Land.

Foto: Jäkel

Karl- Heinz Haller feiert 85. Geburtstag

Das Ehrenmitglied des FC Springe war 65 Jahre lang ehrenamtlich im Einsatz

Zahlreichen Besuch – insbesondere

auch aus dem Lager

der Fußballer – erhielt

Karl-Heinz Haller am 6. September

anlässlich seines 85.

Geburtstages.

Der Bezirksvorsitzende Auwi

Winsmann ließ es sich nicht

nehmen, dem urwüchsigen Ehrenmitglied

des FC Springe seine

Aufwartung zu machen

und ihm die besten Wünsche

im Namen des NFV und des

NFV-Bezirkes Hannover zu

überbringen.

Gemeinsam mit Vertretern

des FC Springe – allen voran

Wilfried Liebhold – sowie einer

Abordnung des NFV-

Fußballkreises Hannover-Land

(Hans Meister und Dieter Rotter)

wurde die Gelegenheit

wahrgenommen, mit dem Jubilar

über die alten Fußballzeiten

zu erzählen, aber auch

aktuelle Fußballthemen zu diskutieren.

Der Jubilar selbst setzte

sich über insgesamt 65 Jahre

tatkräftig in den verschiedensten

Ehrenämtern für den Fußballsport

ein. Und das nicht

nur für seinen Heimatverein

FC Springe, wo er als Jugendbetreuer,

Spielausschussobmann,

Schatzmeister, Pressewart

und Geschäftsführer

tätig war, sondern auch auf

Kreis- und Bezirksebene im jeweiligen

Spielausschuss.

Die höchste Anerkennung

für seine jahrzehntelange ehrenamtliche

Tätigkeit, sein Engagement

für den Fußballsport

und seine außergewöhnlichen

Verdienste bedeutete

die Verleihung des Verdienstkreuzes

am Bande des Verdienstordens

der Bundesrepublik

Deutschland im Juli 1989.

Erst kurz vor Vollendung

seines achten Lebensjahrzehnts

hat sich Karl-Heinz Haller aus

der aktiven Vorstandsarbeit

des FC Springe zurückgezogen.

Er blieb aber weiter dabei,

war regelmäßig auf dem

Sportgelände bei den Heimspielen

der 1. Herrenmannschaft,

besuchte Veranstaltungen,

auch wenn er aus gesundheitlichen

Gründen seit

einiger Zeit in seiner Bewegungsfreiheit

stark eingeschränkt

ist.

Auwi Winsmann

Karl-Heinz Haller.

Oktober 2010 47


Bezirk Hannover

Aufmerksam hörten die Auswahlspielerinnen

ihrem Carsten

Jahns, Trainer der Hildesheimer

Mädchen-Kreisauswahl, zu.

In der Pause der Testpartie gegen

die SG Achtum/Einum lobte er

das gute Zusammenspiel, den

Einsatz in den Zweikämpfen, gab

Tipps und taktische Anweisungen.

Am Ende setzten sich die

Kickerinnen der Jahrgänge 1997

bis 2000 mit 7:3 durch. Dana Will

(3), Katharina Haberstroh (2) und

Amelie Gühmann (2) trafen für

die Auswahl, Beatrix Tittelbach

für Achtum.

Somit kann Jahns zuversichtlich

in die neue Saison blicken.

„Der Mädchenfußball hat immer

noch einen guten Zulauf. Es mangelt

im Kreis nicht an Talenten.

Über Anrufe der Vereine über

noch unentdeckte Talente würde

ich mich freuen“, so der Coach.

„Zurzeit haben es fünf Spielerinnen

in eine Bezirks- und eine in

die Niedersachsenauswahl geschafft.

Das ist der Verdienst der

Vereine, die weiterhin Mädchenfußball

fördern. Ich hoffe, das

bleibt auch so.“

Auch der NFV-Kreis Hildesheim

beteilige sich massiv an der

Förderung der Mädchen. Das Staples-Hallen-Event

(Hallen-Queen),

organisiert von Siegfried Herrmann

und gesponsert von der Firma

Staples, sei für die Arbeit

enorm wichtig. Damit die Jahrgänge

1996/1997 auch künftig

im Blickfeld stehen, haben sich

André Schwendy (RSV Achtum)

und Stephanie Thürmer (DJK

Blau-Weiß Hildesheim) dazu entschlossen,

ab sofort das Training

und die weitere Betreuung der

Mädchen zu übernehmen.

Haupt hält mehr als

40 Jahre zur Stange

Auwi Winsmann würdigt seinen Stellvertreter

Zuversicht bei Jahns

Mädchenfußball hat im Kreis Hildesheim

immer noch einen guten Zulauf

Die Hildesheimer Mädchen-Kreisauswahl im neuen Outfit. Ein kompletter Trikotsatz wurde von der Fa. Staples

aus Hildesheim (Sponsor des NFV-Kreises Hildesheim) gestiftet. Die Spielerinnen vorn von links: Amelie Gühmann

(JFC Kaspel 09), Emma Ossenkopp (SG Sorsum/Emmerke), Laura Kaboth (JFC Kaspel 09), Dana Will (SC Itzum),

Alina Bosse, Sarah Nicotra, Nike Degenhard (alle SSV Förste); dahinter von links: Kreistrainer Carsten

Jahns, Milena Bögershausen (SG Achtum/Einum), Catarina Haberstroh (Tuspo Schliekum), Lea Bertram, Laura

Schwend (beide SG Achtum/Einum), Chantal Boose (TuS Holle/Grasdorf), Lea Bey (TSG Everode), Trainerin Sylvia

Malinowski.

Foto: Neumann

Der stellvertretende Vorsitzende

des Fußballbezirks Hannover,

Wilhelm Haupt, hatte eingeladen

– und viele Gäste kamen.

Nicht nur die Familienangehörigen

und Freunde, auch Mitarbeiter

seines NFV-Kreises Diepholz

und der Bezirksvorstand waren

zur Geburtstagsfeier erschienen –

schließlich war es sein 70. Ehrentag.

Bezirksvorsitzender August-

Wilhelm Winsmann nahm diesen

zum Anlass, das lange ehrenamtliche

Engagement des Jubilars

entsprechend zu würdigen. Am

3. Juli 1940 in Bassum geboren,

trat Haupt 1956 als 16-Jähriger

dem TSV Bramstedt bei, dem er

auch heute noch treu ist. Nachdem

er für den Verein zunächst

als aktiver Spieler und Schiedsrichter

zur Verfügung stand, wurde

er 1964 zum Jugendleiter ernannt.

Später folgten weitere ehrenamtliche

Tätigkeiten in den

Kreis-Jugendausschüssen Hoya

und Diepholz sowie im Jugendausschuss

des früheren Bezirks

Hunte und des Bezirks Hannover.

Neben der Mitarbeit im

Sportstättenförderungsausschuss

im Kreissportbund Diepholz war

Haupt 14 Jahre und bis 2005

stellvertretender Vorsitzender des

NFV-Kreises Diepholz - und nun

schon seit 30 Jahren im Bezirk

Hannover.

„Die außerordentliche Verlässlichkeit

und Gründlichkeit in

der Abarbeitung der Dir übertragenen

Aufgaben habe ich immer

besonders geschätzt“, fasste

Winsmann die Tugenden, die seinen

Stellvertreter besonders auszeichnen,

zusammen. Winsmann

Auwi Winsmann würdigte das langjährige Engagement seines Stellvertreters

Wilhelm Haupt (rechts).

48

Oktober 2010


Bezirk Lüneburg

Sportbetrieb auf

hohem Niveau

Der MTV Borstel-Sangenstedt feierte

sein 100-jähriges Bestehen

Viel Lob für sein sportliches

und soziales Engagement

gab es für den MTV Borstel-Sangenstedt,

der im bis auf den

letzten Platz gefüllten Festzelt

auf der Sportanlage am Habichtshorst

sein 100-jähriges Bestehen

feierte. Vereinsvorsitzender

Dirk Pünjer freute sich über

die Vielzahl der Gäste. An ihrer

Spitze Landrat Joachim Bordt,

Winsens Bürgermeisterin Angelika

Bode und der Vorsitzende des

Der TSV Wanna war anlässlich

seines 100-jährigen Jubiläums

der Gastgeber für den ersten

Schiedsrichter-Lehrgang des Kreises

Cuxhaven im Jahr 2010. Im

Gemeindehaus versammelten sich

insgesamt 28 Kandidaten, um sich

in einer sechswöchigen Ausbildung

intensiv mit dem Regelwerk

zu beschäftigen. An zwei Tagen in

der Woche wurde das Regelwerk

gründlich unter die Lupe genommen

und eine Vielzahl von Regelfragen

geübt.

Folgende frisch gebackene

Schiedsrichter dürfen sich über die

bestandene Prüfung freuen: Florian

Ahlf (FC Neuenkirchen/Ihlienworth),

Merle Beerens, Tobias

Henschel, Thomas Herrmann,

Tommy-Lee Herrmann, Kilian

Horn, Patrick Kuc, Alexander Kuhl,

Überrascht von den Präsenten des DFB und des NFV, überreicht durch

Manfred Marquardt (rechts), zeigte sich der Vereinsvorsitzende des MTV

Borstel-Sangenstedt, Dirk Pünjer.

Foto: Balzer

Kreisfußballverbandes, Manfred

Marquardt. An der Feierstunde

nahmen neben den bisherigen

Vereinsvorsitzenden Fred Niehaus,

Reiner Weiß und Ewald

Freitag auch zahlreiche Mitglieder

sowie ehrenamtliche Trainer

und Betreuer teil.

Dirk Pünjer erinnerte in seiner

Festrede daran, dass der MTV

Borstel und Umgegend am

5. März 1910 von 40 Turnern gegründet

wurde. 1913 wurde der

Verein zum MTV Borstel-Sangenstedt

umbenannt. Zu diesem Zeitpunkt

gab es bereits seit einem

Jahr die Sparte Faustball. 1925

wurde die Sparte Fußball ins Leben

gerufen. Der MTV-Vorsitzende

betonte, dass auch wegen

der gezielten Nachwuchsförderung

im MTV ein Sportbetrieb auf

hohem Niveau möglich ist. Einen

wahren Mitgliederboom erlebte

der Verein im Jahre 1990 nach

dem Bau einer neuen Sportanlage

und eines modernen Clubhauses

an Heidlandsweg.

Von den insgesamt rund

2.700 Einwohnern in Borstel und

Sangenstedt wurden im Jubiläumsjahr

mehr als 900 Mitglieder

registriert. Sie sorgen in

neun Abteilungen nicht nur für

sportliche Bestleistungen. Auch

der Breitensport spielt eine wichtige

Rolle. Das stellte auch Winsens

Bürgermeisterin Angelika

Bode heraus. Sie befand, dass

der MTV zwar alt geworden,

aber dennoch jung und dynamisch

geblieben sei.

Der Vorsitzende des Kreisfußballverbandes,

Manfred Marquardt,

hob hervor, dass die Fußballabteilung

des MTV Borstel-

Sangenstedt zu den Aushängeschildern

seiner Organisation

zählt. Als Geschenk vom Deutschen

Fußball-Bund überreichte er

an Dirk Pünjer die Jubiläumstafel

des DFB sowie einen Gutschein

über 500 Euro. Im NFV-Auftrag

hatte Marquardt einen Ehrenteller

mitgebracht. Ulrich Balzer

Neue Schiedsrichter für den NFV-Kreis Cuxhaven

Tolles Ergebnis beim Schiedsrichter-Lehrgang in Wanna

Enno Mohrmann, Lars Mohrmann,

Raphael Schröder, Kai Sulz, Sören

Wendt (alle TSV Wanna), Steven

Eichele (TSG Nordholz), Lars Petrowski,

Ole Scheit (beide FC Basbeck-Osten),

Dennis Wohlfahrt (TV

Langen), Ahmet Dautovic, Göksu

Kilicaslan, Lars Krein, Burak Malkoc,

Nicolai Nevescanin, Christiano

Morais und Cihan Topaloglu (alle

FC Eintracht Cuxhaven). Lehrgangsbeste

wurden Ahmet Dautovic,

Enno Mohrmann und Lars Petrowski,

die die Prüfung ohne Fehler

bestanden haben. Ein besonderer

Dank geht an Sören Steeg, Ralf

Friedrichs (beide TSG Nordholz),

Ralf von Oehsen (SV Spieka), Dieter

Rehm und Michael Heinsohn

(beide TSV Wanna), die den Lehrgang

durch ihre aktive Mitarbeit

unterstützten. Fritz Schlichting

SV Teutonia Uelzen II belegte nach 30 Pflichtspielen in der

Kreisliga-Saison 2009/2010 im VGH-Fairnesscup in der Gesamtwertung auf

Landesebene den vorzüglichen siebten Platz. Das Team von Trainer Marc

Bunge erhielt pro Spiel im Durchschnitt nur jeweils eine gelbe Karte und sah

insgesamt zwei Mal „Gelb-Rot“. Für den ersten Platz im Bereich der VGH-

Regionaldirektion Lüneburg ist SV Teutonia Uelzen II jetzt ausgezeichnet

worden. Während der Halbzeitpause des Oberliga-Spiels von Teutonia I gegen

Arminia Hannover überreichten Stephan Kempf (VGH-Vertriebsleiter)

und Uelzens Bürgermeister Otto Lukat den Pokal an Mannschaftsführer Nils

Klauke. Zudem wurde Teutonia von der VGH mit einem kompletten Satz Trikots

ausgestattet. Den Mannschaftskoffer mit den Trikots durfte allerdings

der Kapitän von Teutonias U 12–Team, Albrecht von Estorff, entgegennehmen.

Die U 12 ist die Patenmannschaft des Pokalsiegers. Auch ihr Trainer

Thorsten Sierck freute sich sehr, dass nach der 1. Mannschaft im Jahr 2008

und der „Zweiten“ im Vorjahr bereits zum dritten Mal in Folge ein Team des

Vereins in der Regionalwertung ganz vorn lag.

Harald Nolting

50

Oktober 2010


„Im MTV Luhdorf-Roydorf

herrscht in seinen insgesamt

16 Sparten pulsierendes Leben.“

Dieses Lob und viele

gute Wünsche für die Zukunft

überbrachte Landrat Joachim

Bordt dem Verein zum Auftakt

des dreitägigen Programms

zum 100-jährigen Bestehen.

Vereinsvorsitzender Rolf Gevers

begrüßte zu dem Festakt im

Zelt auf dem Sportplatzgelände

Höllenberg ebenso herzlich

Winsens Bürgermeisterin Angelika

Bode, die Vorsitzende des

Kreissportbundes, Almut Eutin,

den Vorsitzenden des Kreisfußballverbandes,

Manfred Marquardt,

sowie zahlreiche Abordnungen

der in Luhdorf und

Roydorf ansässigen Vereine.

Gevers hob in seiner Festansprache

hervor, dass der

MTV Luhdorf-Roydorf am 15.

März 1910 von acht Männern

gegründet wurde. Heute sind

es rund 1.250 Mitglieder, die

dem Verein die Treue halten.

Etwa die Hälfte sind Kinder

und Jugendliche. Mit berechtigtem

Stolz hob der MTV-Vorsitzende

die beeindruckende Entwicklung

hervor. Er betonte,

dass es viele freiwillige Trainer,

Übungsleiter und Betreuer gibt,

die für einen reibungslosen

Ablauf des Sportbetriebs Verantwortung

tragen.

Die Fußballabteilung ist die

mitgliedergrößte Sparte. Kreisvorsitzender

Manfred Marquardt

lobte in seiner Rede

besonders die ausgezeichnete

Nachwuchsarbeit, zumal alle

Jahrgänge von den A- bis zu

den E-Junioren besetzt sind.

Als DFB-Geschenk überreichte

er an den Vereinsvorsitzenden

Rolf Gevers eine DFB-Plakette

und einen Gutschein über 500

Euro. Im NFV-Auftrag hatte

Marquardt die Aufgabe, den

Bezirk Lüneburg

Ex-Trainer förderte Fairness-Gedanken

Fair Play-Auszeichnung für TSV Wallhöfen

Das korrekte und besonnene

Verhalten auf dem Sportplatz

hat für den Fußball-Kreisligisten

TSV Wallhöfen große Früchte

getragen. Der Verein aus dem

Kreis Osterholz landete beim

VGH-Fairness-Cup in der Regionalwertung

auf dem ersten

Platz.

Die Mannschaft von Trainer

Thomas Altmaier handelte sich im

Verlauf der Spielserie 2009/2010

in den 30 Meisterschaftsspielen

43 gelbe, eine gelb-rote und eine

rote Karte ein. Der TSV Wallhöfen

beanspruchte damit im Klassement

der Kreise Cuxhaven, Osterholz

und Verden den ersten Rang

vor dem TSV Ottersberg (Oberliga)

und der SG Langwedel/Völkersen

(Kreisliga Verden).

B-Junioren und Herren vom TSV Wallhöfen sowie Offizielle während der Fairness-Auszeichnung.

„Im MTV herrscht

pulsierendes Leben“

100-jähriges Bestehen in Luhdorf-Roydorf

„Das ist eine wunderbare

Leistung“, lobte Klaus Müller die

betont sportliche Haltung des

TSV Wallhöfen. Der VGH-Vertriebsleiter

überreichte in einer

stimmungsvollen Feierstunde im

Vereinsheim am Waldstadion einen

ansehnlichen Pokal, einen

Trikotsatz nebst Torwartausstattung

sowie einen Mannschaftskoffer

im Gegenwert von 1.200

Euro. Der Trikotsatz wurde an

die Patenmannschaft des Herrenteams,

die B-Jugend, ausgehändigt.

Yannic Korten (Herren)

und Rune Schanz (B-Junior)

nahmen stellvertretend für ihre

Mannschaft die Preise entgegen.

Die Herren durften sich zusätzlich

über Fairness-Medaillen

freuen.

Der TSV Wallhöfen ist im

Fairness-Cup kein unbeschriebenes

Blatt. Der Verein aus

der Samtgemeinde Hambergen

wurde bereits 2003 für sein

vorbildliches Auftreten während

der Fußballspiele ausgezeichnet.

Der Verein ist mit Fug und

Recht etwas stolz auf die neuerliche

Ehrung. „Thomas Altmaier

stand voll hinter dem Fairness-

Gedanken“, lobte Spartenleiter

Uwe Bullwinkel den Disziplin-Erfolg

des Ex-Trainers. Der

Übungsleiter hat im Spieljahr

2010/2011 den Klassenrivalen

SV Lilienthal/Falkenberg übernommen.

Reiner Tienken

Die DFB-Plakette und den NFV-Ehrenteller überreichte der Vorsitzende

des Kreisfußballverbandes Manfred Marquardt (rechts) zum 100-jährigen

Bestehen des MTV Luhdorf-Roydorf an den Vereinsvorsitzenden Rolf

Gevers.

Foto: Balzer

NFV-Ehrenteller zu überbringen.

Beides wurde von der Festgesellschaft

mit anhaltendem Beifall

bedacht. Ulrich Balzer

Oktober 2010 51


Bezirk Lüneburg

Neuanfang sogar

mit „Karteileichen“

Aus Türkspor Linden-Au wird VfB Goseburg

Die Lüneburger Fußballer haben

wieder einen „neuen“

Verein. Nachdem sich letztes Jahr

der FC Dynamo Lüneburg gegründet

hat, es gab eine Abspaltung

vom Ochtmisser SV, wurde

dieses Jahr der VfB Goseburg aus

der Taufe gehoben. So neu ist der

Verein jedoch auch nicht. Den

gab es nämlich bereits in den

50er Jahren. Und so haben die

Vorstandsmitglieder des Lüneburger

Fußballklubs Türkspor Linden-

Au beschlossen, ihren Verein einfach

umzunennen.

Urgestein Hans-Dieter Poplat,

Trainer, Aushilfstorwart und

Mann für Alles, ist guter Hoffnung.

15 Jahre hat er für Türkspor

gearbeitet, Privatgelder investiert

und geschuftet. Mit Ehefrau

und 1. Vorsitzender Martina

haben beide viel Privatzeit in den

Verein investiert. Je mehr Arbeit

anfiel, um so weniger wurde es

von den Spielern gedankt. Als

Poplat Anfang letzten Jahres eine

Armverletzung hatte und um Hilfe

bat, spürte er die Hilflosigkeit.

Es hagelte rote Karten und Vereinsstrafen,

die nicht gezahlt

wurden. Der Spielausschuss des

NFV-Kreises Lüneburg schloss in

der letzten Saison Türkspor Linden-Au

wegen dreimaligem

Nichtantreten vom Spielbetrieb

aus. Was war los?

Thore Lohmann, Vorsitzender

des Kreisspielausschusses,

klärte auf: „Türkspor hat finanzielle

Außenstände beim NFV. So

lange sie diese nicht begleichen,

wird jedes Spiel mit 0:5 gewertet.

Das hat der Verband so bestimmt.

Darauf haben wir keinen Einfluss.“

Weil die Mitglieder ihre

Beiträge nicht zahlten, war Ebbe

in der Kasse. 190 Euro waren

zum Schluss noch offen. Jeder

Spieler sollte einen Zehner geben.

Doch weder Geld noch Hilfe

konnte er von seinen Spielern erwarten.

Der Zwangsabstieg in die

2. Kreisklasse war besiegelt und

der Ruf ruiniert. Da beschloss der

Vorstand: Wir nennen uns um

und fangen ganz von vorne neu

Zusammengewürfelt. Das VfB-Team mit Martina Poplat (hockend rechts), Hans-Dieter Poplat (hockend links)

und André Waltzer (hockend Mitte).

Bernhardt auf dem

Weg nach ganz oben

Jung-Schiedsrichter in Celle ausgezeichnet

Die Jahresarbeitstagung der

Fußballschiedsrichtervereinigung

des NFV-Kreises Celle endete

mit einer Premiere. Erstmals

wurde mit Mario Bernhardt (TS

Wienhausen) ein Jung-Schiedsrichter

geehrt.

Bernhardt hatte im März

2005 mit 14 Jahren die Schiedsrichter-Prüfung

abgelegt. Danach

kam er gleich regelmäßig als

Schiedsrichter-Assistent im Bezirk

zum Einsatz und mit knapp 17

Jahren leitete der Bockelskamper

schon souverän die ersten Herrenspiele

auf Kreisebene. In der

Saison 2008/2009 wurde Mario

Bernhardt für den Bezirk gemeldet

und aufgrund seiner gezeigten

hervorragenden Leistungen

stieg er in kürzester Zeit von

der Bezirksliga in die Oberliga

auf. Aufgrund der hervorragenden

Beobachtungs- und Lehrgangsergebnisse

wurde er auch

als Assistent für die B-Jugend-

Bundesliga gemeldet.

Der 20-Jährige dient für viele

junge Nachwuchs-Schiedsrichter

als Vorbild, was man mit

Fleiß und Einsatz alles erreichen

kann. Aber er ist dabei nicht abgehoben,

er leitet nach wie vor

alle Spiele im Kreis, zu denen er

angesetzt wird. „Romanze“, wie

ihn seine Freunde nennen, zeigt

weiterhin keine Spur von Star-

Allüren. Kreisschiedsrichterobmann

Michael Frede: „Ich bin

mir sicher, dass er als Referee bis

hin zum Profifußball noch sehr

viel erreichen kann, wenn er seinen

Weg so weitergeht“.

Horst Friebe

mit neuen Spielern an. Die Pässe

wurden an die Spieler zurück gegeben

und ein Antrag zur Namensänderung

beim NFV gestellt.

Unter der gleichen Vereinsnummer

(01056244) wird jetzt

der VfB Goseburg im Netz geführt.

Auch im neuen Verein hat

Martina, die Ehefrau von Hans-

Dieter Poplat, den Vorsitz inne. In

André Waltzer, einem Goseburger,

fand Martina eine Vertretung

(2. Vorsitzende) und Hans-Dieter

einen Co-Trainer. Lange wurde

diskutiert, wie es weiter gehen

soll und kann. 20 Spieler, darunter

auch „Karteileichen“, wurden

animiert und gefunden. Einige

haben noch nie Fußball gespielt,

andere haben bei Kreisvereinen

schon jede Menge Erfahrung

sammeln können. Nur zwei ehemalige

Türkspor-Spieler sind geblieben.

Eine super Truppe, wie

Poplat findet, hat sich gefunden.

Er hat ein gutes Gefühl: „Für so

einen zusammen gewürfelten

Haufen ist die Kameradschaft einfach

top. Wir hätten ja eh in der

2. Kreisklasse spielen müssen.“

Nur nicht Letzter werden ist sein

Ziel.

Auf Heimspiele muss der VfB

jedoch noch warten, wahrscheinlich

bis zur Rückserie. Denn durch

den Bau der Bundesbahn des 3.

Gleises zwischen Lüneburg und

Harburg ist der Sportplatz nicht

nutzbar. So wird der Klub in 2010

seine Heimspiele wohl alle in

Ochtmissen austragen, beim OSV,

womit sich der Kreis wieder

schließt. Am 17. Oktober erwartet

übrigens der FC Dynamo Lüneburg

den VfB Goseburg in Bardowick.

Die Dynamospieler müssen

ihre Heimspiele auch mangels

eigenen Platzes auswärts austragen.

Michael Paul

Der 75-jährige Kreisschiedsrichterausschuss-Beisitzer Arnold Hellbusch,

Michael Frede und Lehrwart Ronald Schober (von rechts) zeichneten

den hochtalentierten Spielleiter Mario Bernhardt (Zweiter von links)

aus.

Foto: Friebe

52

Oktober 2010


Fußball-Trainingslager

Vollpension-Arrangement

Das Sporthotel Fuchsbachtal ist als Ausrichter von

Trainingslagern und Saisonvorbereitungen vieler

nationaler und internationaler Mannschaften bekannt.

U. a. gastierte bereits mehrfach die deutsche Fußball-

Nationalmannschaft in Barsinghausen.

Leistungsverzeichnis

Übernachtung inkl. Frühstück

Vollpension: Zwei sportlergerechte Mahlzeiten inkl.

Mineralwasser und Säfte

Kaffee und Kuchen am Nachmittag

Nutzung der Fußballplätze sowie der Freizeit-, Fitnessund

Wellnesseinrichtungen

Preis pro Person/Tag

ab € 95,00

Reservierungen unter Tel. 05105 776-0 oder

info@sporthotel-fuchsbachtal.de

Unser Hotel bietet Ihnen in idyllischer Lage am

Fuße des Deisters:

62 Doppelzimmer und 6 Einzelzimmer mit

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Separate Speise- und Besprechungsräume

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Gehobene Gastronomie im

à la carte Restaurant „Petit Renard“

Für das gesellige Beisammensein unsere

Bier- und Cocktailbar „Fuchsbau“ inkl.

SKY-Sportsbar

5 Rasenplätze, 1 Kunstrasenplatz,

1 Torwarttrainingsplatz

1 Sporthalle

1 Soccercourt

1 Tennisplatz

Schwimmbad

Schöner Wellnessbereich

(drei Saunen, Whirlpools)

Medyjet (Wärme-Wasser-Massageliege)

Moderne Fitnessgeräte

Joggingstrecke

Kegelbahn

Tischfußball

Tischtennis

Für Trainingsspiele steht das August-Wenzel

Stadion mit einem Fassungsvermögen für ca.

4.000 Zuschauer zur Verfügung.


Bezirk Lüneburg

Zu ihrer Jahreshauptversammlung

kamen die Schiedsrichter

des NFV-Kreises Cuxhaven in

Flögeln zusammen. Neben Saisonrückblick

und Berichten des

Kreisschiedsrichterausschusses

standen auch die Regeländerungen

auf der Tagesordnung.

Neben den mehr als 100

aktiven und passiven Schiedsrichtern

begrüßte Kreisschiedsrichterobmann

Lüder Menke

(Wremen) auch den stellvertretenden

Kreisvorsitzenden, Ernst-

Wilhelm Hoffmann, den Ehrenvorsitzenden

Hans–Dieter Hoffmeister

und Verbandsschiedsrichterlehrwart

Günther Tielking.

Als weitere Ehrengäste konnte

Menke den Vorsitzenden des

Kreissportgerichts, Heinrich Ohlmeier,

den stellvertretenden

Spielausschussvorsitzenden Günter

Gerken sowie Bezirksschiedsrichterlehrwart

Matthias

Kopf und den Vorsitzenden

des Jugendausschusses, Horst

Grotheer, willkommen heißen.

In seinem Grußwort fand

Ernst-Wilhelm Hoffmann, viel

Lob für die Arbeit des Schiedsrichterausschusses.

„Ihr seid auf

dem richtigen Weg und könnt

euch auf die Unterstützung

des Kreisvorstandes verlassen“,

brachte er es am Ende seines

Grußwortes auf den Punkt.

Ebenso lobende Worte für die

Arbeit des Schiedsrichterausschusses,

aber auch für die auf

Bezirksebene aktiven Schiedsrichter

sprach Bezirkslehrwart

Matthias Kopf aus. „Der Kreis

Cuxhaven ist mit seinem Ausschuss

unter Leitung von Lüder

und durch die quantitative und

qualitative Präsenz der Schiedsrichter

auf Bezirksebene auf einem

sehr guten Weg“, so Kopf

abschließend.

Beim Rückblick auf die vergangene

Saison zeigte sich

Kreisschiedsrichterlehrwart Axel

Martin (Schiffdorf) mit den Leistungen

seiner Kollegen zufrieden.

Der Kreis stellt acht Aufsteiger.

Wobei der Aufstieg der

Schiedsrichterin Katharina Leng

(MTV Bokel) in die Niedersachsenliga

der Frauen als ein besonderer

Aufstieg zu würdigen ist.

Aber auch die Berufung von

Matthias Kopf in den DFB-Beobachterstab

ist eine hervorragende

Würdigung seiner geleisteten

Arbeit. Marco Scharf (TSV Altenwalde),

Henrik Bürgerhoff (TSV

Wehden), Mathias Werth (TV

Loxstedt) und Carsten Wessel

Acht Aufsteiger

Schiri-Hauptversammlung im Kreis Cuxhaven

Der Cuxhavener Schiedsrichterausschuss mit seinen Gästen (hintere Reihe von links): Dieter Rehm, Andreas

Rackow, Ernst-Wilhelm Hoffmann sowie (vordere Reihe) Ralf von Oehsen, Matthias Kopf, Hans-Dieter Hoffmeister,

Lüder Menke und Axel Martin.

Foto: Schlichting

(SV Bornberg) leiten Spiele auf

Bezirksebene. Als Schiedsrichter

für die Kreisliga haben sich Philip

Käckenmester (FC Land

Wursten), Yannick Leinfels (FC

Hagen/Uthlede) sowie Lukas Rademacher

(SG Beverstedt) empfohlen.

Im vergangenen Jahr konnte

der Ausschuss durch zwei Anwärterlehrgänge

insgesamt 27

neue Schiedsrichter gewinnen.

„Auch hier gilt unser Dank den

Vereinen, die ihre Sportheime

und freiwillige Helfer zur Verfügung

stellen“, so Lüder Menke

in seinem Bericht. Ferner machte

er deutlich, dass ihm jeder

Schiedsrichter unabhängig von

der Liga, in der er zum Einsatz

kommt, wichtig ist. „Mein Ziel

ist, dass wir jeden ausgebildeten

Schiedsrichter langfristig an unsere

Vereinigung binden könne“,

so Menke. Zudem lobte er

die Arbeit seiner Ausschusskollegen

und die bislang dem Ausschuss

zuteil gewordene Unterstützung

seitens des Kreisvorstandes.

Abschließend sprach Menke

allen Schiedsrichterkollegen, die

trotz mancher heftiger und unberechtigter

Kritik jedes Wochenende

für ein wenig Gerechtigkeit

auf den Sportplätzen sorgen,

seinen herzlichsten Dank

aus.

Fritz Schlichting

Der NFV-Kreis Rotenburg führte kürzlich auf dem Sportgelände

des FC Hesedorf die erste Sichtung von 70 Jugendfußballern des

Geburtsjahrgangs 2000 durch. Die Zuständigkeit dieser Maßnahme lag in

den Händen des Kreislehrausschusses. Unter der aufmerksamen Beobachtung

von Hans-Jürgen Kotteck (Vorsitzender des Lehrausschusses) und

seiner Ausschussmitglieder wurden mehrere Spiele in Kleingruppen absolviert.

Durch diese Art der Sichtung erhielten alle teilnehmenden Jugendfußballer

die Gelegenheit, ihr individuelles technisches und taktisches

Können gepaart mit Spielverständnis zu präsentieren. Rotenburg

führt eine derartige Sichtung als einziger NFV-Kreis im Bezirk Lüneburg

durch. „Die Disziplin in den Spielen ohne Schiedsrichter sowie der Umgang

untereinander waren vorbildlich", so die einhellige Meinung der anwesenden

Jahrgangstrainer. Der Lehrausschuss konnte zum Schluss der

Sichtungsmaßnahme ein durchweg positives Fazit ziehen. Von den 70 geladenen

Jugendfußballern empfahlen sich zahlreiche Spieler für weitere

Aufgaben. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt zum Fördertraining

eingeladen. Die Trainingsstunden sollen dann im 14-tägigen Rhythmus

auf dem Sportgelände des FC Hesedorf stattfinden. Joachim Riegel

54

Oktober 2010


Die Fußballsparte wurde eher

zögernd auf Hochtouren gebracht

Der TuSV Stellichte feiert sein 100-jähriges Vereinsjubiläum

Gratulation durch den Vorsitzenden des NFV-Kreises Soltau-Fallingbostel:

Heinrich Eickhoff (l.) und Horst Höfer (r.), 1. Vorsitzender des TuSV.

Der Turn- und Spielverein Stellichte

feiert in diesem Jahr

sein 100-jähriges Bestehen. Als

sich im Jahre 1910 23 Mitglieder

organisierten, um einen Verein

zu gründen, bestanden die

sportlichen Aktivitäten aus Turnen

und Spielen. Allerdings fanden

die „Spielereien“ eher auf

der Theaterbühne statt, als auf

einem fußballtauglichen Sportplatz.

Dieser wurde erst viele

Jahre später geschaffen und

auch die Fußballsparte eher zögernd

auf Hochtouren gebracht.

In der ersten Hälfte des Jubiläumsjahres

2010 ist die erste

Herren-Mannschaft unter Trainer

Carsten Meyer in der Kreisliga

zur Höchstform aufgelaufen und

hat im Sommer das Meisterstück

vollbracht. Die ersten schweren

Spiele in der Bezirksliga liegen

nun hinter ihr mit der Erkenntnis,

dass der 100. Geburtstag

den Kickern hoffentlich bald ein

besseres Omen bescheren wird.

Zum 75. Vereinsjubiläum war

der TuSV ebenfalls Meister geworden,

musste nach dem Aufstieg

in die damalige Bezirksklasse

jede Menge Lehrgeld zahlen

und sofort wieder absteigen.

Fußball ist in Stellichte

längst zur Hauptsportart geworden,

das „kleine Sportzentrum“,

wie es der erste Vorsitzende

Horst Höfer in seiner Festrede

beschrieb, ist aus 50.000 freiwilligen

Arbeitsstunden gewachsen.

Entstanden auf einer grünen

Wiese, die von der Stadt Walsrode

gepachtet wurde, mittlerweile

mit einer schmucken Sporthalle

ausgestattet und für viele

Sportarten der zehn Sparten und

mehr als vierhundert Vereinsmitglieder

geeignet. Den Fußballern

steht dabei eine Örtlichkeit zur

Verfügung, wo eine alte Tradition

immer wieder zu neuem Leben

erweckt wird. Besser gesagt,

zu neuer Gaudi: Ein angrenzender

Teich dient der nötigen

Abkühlung, wenn Sieger

oder besondere Anlässe es verdienen.

Die Meisterschaft im

Mai dieses Jahres war ein solcher

Verdienst – und der halbe

Verein stand Spalier, als die

Kicker das kühle Bad genossen.

Die das Sportgelände umfließende

Lehrde sorgt indes regelmäßig

dafür, dass gegnerische

Teams bei Gastspielen in Stellichte

buchstäblich nasse Füße bekommen.

Aktuell sind es in der

Bezirksliga jedoch eher die eigenen

Füße, die nicht annähernd

glimpflich davon kommen.

„Ein Verein, der 100 Jahre

Bestand aufzuweisen hat, ist

schon etwas Besonderes“, begann

Heinrich Eickhoff, Vorsitzender

des NFV-Kreises Soltau-

Fallingbostel, seine Grußworte.

„Weiter lebensfähig zu sein bedeutet

aber auch, dass es gilt,

die Aufgaben der Gegenwart

hier und jetzt anzupacken. Und

an dieser Stelle ist mein größter

Wunsch, in Stellichte bald wieder

eine Jugendmannschaft im

Bezirk Lüneburg

Spielbetrieb zu sehen!“ Heinrich

Eickhoff spielte auf die gänzlich

fehlende Fußball-Jugend an, die

in Stellichte, am „Dreiländereck“

mit den Kreisen Rotenburg/Wümme

und Verden,

wohl vorhanden, nicht aber für

„eigene Zwecke“ herangezogen

wird. Neben der geäußerten

Kritik zeichnete er gleichwohl

für erfolgreiche Arbeit und persönliche

Verdienste im Herrenbereich

Gerd Simon, Hartwig

Lütjens, Erich Rose und Brigitte

Steppat aus.

Der TuSV Stellichte zog

Friedel Hogrefe, Frank Podlech,

Siegfried Twiefel und Werner

Kruse in die Ehrung der verdienten

und dauerhaft hilfsbereiten

Mitglieder, sowohl zugunsten

der Fußball-Sparte als

auch des gesamten Vereins, mit

ein. Wilhelm Dreyer erhielt für

rund 1.200 Schiedsrichtereinsätze

und fast 35 Jahre Vereinstreue

eine Auszeichnung. Horst

Höfer (Vorsitzender) und

Günther Strote („gute Seele“),

zwei der tragenden Säulen der

aktuellen Vereinsstatik, wurden

– neben jahrelanger Tätigkeit

im Vereinsvorstand – besonders

für ihr Engagement im Jubiläumsjahr

geehrt. Alle zusammen

gehören zu einem traditionsreichen

Sportverein, der in

Stellichte seit Jahrzehnten eine

ganz starke Säule bildet, wo

vor allem die Fußballsparte die

Kameradschaft fördert und den

Teamgeist – auch in der erfolgreichen

Arbeit der Funktionsträger

– stärkt. Es ist die Quelle

des Stellichter Gemeinsinns:

Hoffentlich für ein weiteres

Jahrhundert!

Neue Schiris für Verden

Der Fußballkreis Verden verfügt über neue Schiedsrichter (SR).

18 Anwärter aus dem Bereich nahmen an einem Anwärterlehrgang

teil. Auf die Prüfung wurden die Teilnehmer an zwei

Wochenenden durch den SR-Lehrwart Marcus Neumann vorbereitet.

15 Schiedsrichter bestanden die Prüfung, die vom SR-Bezirkslehrwart

Matthias Kopf (Kreis Cuxhaven) abgenommen

wurde.

Die neuen Schiedsrichter im Kreis Verden: Anna-Larina Homberg,

Marcel Teuber (beide SV Wahnebergen), Mathias Radom,

Florian Wedhorn (beide FC Langwedel), David Allen Griffin (TSV

Dauelsen), Leon Henke, Steffen Mattfeldt (beide TSV Bassen),

Sven Cordes (TSV Fischerhude-Quelkhorn), Jan-Luka Meineke

(TSV Dörverden), Jan Hammer, Thomas Krivolapov, Torben

Nodorp (alle SV Hönisch), Christian Philip Perrey (TSV Bierden),

Samira Abdel-Wahed (TSV Achim) und Dirk Buschmann (TSV

Posthausen).

Uwe Stolte

Rainer Hustoles (SV Zernien, links) nahm auf der Jahreshauptversammlung

der Kreis-Schiedsrichtervereinigung (KSV) Lüchow-Dannenberg

die Goldene Ehrennadel entgegen. Der frühere KSV-Vorsitzende

freute sich über die Ehrung, die er im Vereinsheim des SC Lüchow erhielt.

Den Heinz-Hoogen-Pokal, mit dem die Lüchow-Dannenberger verdiente

Schiedsrichter ehren, überreichte der Stifter persönlich an Ernst Braband

(rechts) vom SV Germania Breselenz. Braband ist immerhin seit 1957 ein

aktiver Schiedsrichter. Als Jungschiedsrichter des Jahres wurde Marvin

Schultz vom VfL Breese/Langendorf ausgezeichnet. Die Referees freuten

sich über eine steigende Zahl von Schiedsrichtern.

Oktober 2010 55


Bezirk Lüneburg

Verdientes Ehrenamt. Bereits zum zweiten Mal lud der

Verdener Kreisvorstand die von den Vereinen vorgeschlagenen Kandidaten

für den Ehrenamtspreis zu einer kleinen Feier ein. Kreisvorsitzender

und zugleich Kreisehrenamtsbeauftragter Horst Lemmermann überreichte

dabei den Geehrten eine Urkunde, eine DFB-Armbanduhr, ein

wertvolles Sportbuch sowie kleine Sachpreise. Er würdigte damit die

Arbeit der nominierten Ehrenamtlichen. In seiner Rede brachte er ferner

zum Ausdruck, dass durch diese Ehrungen die Ehrenamtler weiterhin

motiviert werden sollen, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzumachen.

Sie können auch als Vorbilder in ihren Vereinen dienen und so

dafür sorgen, dass sich auch weitere Sportlerinnen und Sportler für eine

Aufgabe im Vereinsfußball interessieren. „Die Förderung des Frauen-

und Mädchenfußballs“ stand im vergangen Fußballjahr im Fokus

der Kriterien, die für die Meldung der Kandidaten in den Vereinen von

Bedeutung gewesen waren. Vorgeschlagen wurden Doris Meineke (TSV

Brunsbrock), Susanne Stelling und Cathy Fischer (beide TSV Bassen),

Holger Winter und Heidi Frede (beide TSV Lohberg), wobei Letztere Ehrenamtspreisträgerin

wurde. Unser Foto zeigt (von links) Horst Lemmermann,

Cathy Fischer, Susanne Stelling, Doris Meineke und den stellvertretenden

Kreisvorsitzenden Kurt Thies.

Alexandra Rose

Splitter aus

Lüchow-Dannenberg

Jahre Frauenfußball – diesen runden Geburtstag feierte

30der TuS Woltersdorf (Kreis Lüchow-Dannenberg) mit einem

Jubiläumsturnier ausgiebig. Passend dazu hatte sich die

Frauenmannschaft des Clubs zuvor bereits in einer Spielgemeinschaft

mit dem TuS Liepe die Kreismeisterschaft gesichert

und grüßt nun als Bezirksligist TuS Woltersdorf. Und im Rahmen

seiner Feierlichkeiten richtete der TuS auch die Ü 30-

Kleinfeldkreismeisterschaft aus – und gewann auch dort den

Titel. Auch im Nachwuchsbereich ist der TuS ebenfalls besonders

dank Marina Geber rege und feierte 15 Jahre Mädchenfußball

im TuS mit fünf Turnieren sowie über 20 Teams. Marina

Geber wurde zudem mit dem Goldenen Jugendleiter-Ehrenzeichen

ausgezeichnet.


Der MTV Dannenberg hat für seine in den vergangenen

Jahren immer besser gewordene Jugendarbeit während

des Jugendtages des NFV-Kreises Lüchow-Dannenberg den

Sepp-Herberger-Preis sowie den Jugendförderpreises des Kreis-

Jugendausschusses erhalten. Der wird nicht nur für sportliche

Erfolge, sondern auch für eine gute Nachwuchsarbeit verliehen.

Der MTV ist im Kreis bekannt für seine stets gutausgerichteten

Rasen- und Budenzauberturniere und verzeichnet

mit Jugendwart Peter Tempich einen Aufschwung im Jungenund

Mädchenfußball.

Trauer um

Günter Schacht

Der NFV-Kreis Verden trauert

um seinen Sportkameraden

Günter Schacht. Im Alter von

nur 63 Jahren verstarb der ehemalige

Kreisvorsitzende und

Beisitzer des Kreissportgerichtes

nach schwerer Krankheit.

Schacht war von 1985 bis 1995

Vorsitzender des Fußballkreises

und von 1999 bis 2010 im

Sportgericht des Kreisverbandes

aktiv.

Er war Mitglied des SV

Wahnebergen, für den er aktiv

spielte und in dem er auch

viele Jahre ehrenamtlich tätig

war. 1977 wurde er in den

Kreisvorstand gewählt, wo er

zunächst die Funktion des

Schriftwartes übernahm. Er

übte im Laufe der nächsten

Jahre die folgenden Ämter

aus: 2. Kreisvorsitzender, Kreisvorsitzender,

Vorsitzender Kreisjugendsportgericht

und Beisitzer

Kreissportgericht. Schacht

war über 43 Jahre ehrenamtlich

tätig im Fußball, davon 28

Jahre im Vorstand des NFV-

Kreises Verden (1977 bis

2005).

Günter Schacht

Für seinen unermüdlichen

Einsatz im Fußball wurde Günter

Schacht mit zahlreichen Ehrungen

bedacht. Herauszuheben

sind die Goldenen Ehrennadeln

vom NFV-Kreis Verden,

vom NFV-Bezirk Lüneburg und

vom Landessportbund.

Der Vorstand und die Fußballer

des NFV-Kreises Verden

werden dem Verstorbenen ein

ehrendes Andenken bewahren.

Ehrung. Anlässlich der Jahresarbeitstagung der Celler Fußball-

Kreisschiedsrichtervereinigung sind vor versammelter Mannschaft von

105 Kollegen insgesamt 23 verdiente Spielleiterkameraden geehrt worden.

Dreizehn bronzene, silberne und goldene Ehrennadeln für zehn-,

15- und 20-jährige Mitgliedschaft überreichte Kreisschiedsrichterobmann

Michael Frede. Urkunden, Armbanduhren und weitere Erinnerungs-Präsente

wurden für treue Mitgliedschaften über die langen

Zeiträume von bis zu 55 Jahren vergeben. Weitere Auszeichnungen

gingen an: Karl-Heinz Miks, Rolf von Ditzhysen, Edmund Meckling (alle

40 Jahre), Ingolf Centner, August Lüßmann, Hermann Bohlen (45), Jörg

Schlicht, Klaus Gärtner (50) und Horst Pietzel (55 Jahre). Eine besondere

Ehrung erhielt Lothar Budich, Ehrenmitglied und ehemaliger Kreisschiedsrichterobmann,

für 55 Jahre Mitgliedschaft. Dem 78-jährigen Budich

(links) übergaben der jahrzehntelange Ausschussbegleiter Arnold

Hellbusch (Mitte) sowie Lehrwart und Spitzen-SR Ronald Schober

(Oberliga) die Ehrengaben. In seiner aktiven Zeit hatte Budich Spiele

bis zur damaligen Oberliga gepfiffen; nach der aktiven Zeit übernahm

er schon früh Verantwortung auf der Funktionärsebene, unter anderem

als KSO im Kreis Celle und als Lehrwart im Bezirk Lüneburg. Horst Friebe

56

Oktober 2010


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Bezirk Weser-Ems

Die Kreisehrenamtsbeauftragten des Bezirks Weser Ems. Unser Foto

zeigt (von links) Hermann Wilkens (Emsland), Helmut Buschmeyer (Osnabrück-Land),

Gerd Nagel (Osnabrück-Stadt), Manfred Günther (Wilhelmshaven),

Hubert Börger (BEAB), Heinz Lange (Friesland), Jürgen Bisanz

(Bentheim), Heinz Donker (Wittmund), Hermann Hesse (Emden),

Kontakt zur Basis weiter ausbauen

Sitzung der Kreisehrenamtsbeauftragten

Die Kreisehrenamtsbeauftragten

des Fußball-Bezirks Weser-Ems

trafen sich Ende August in Papenburg

zu ihrer jährlichen Arbeitstagung.

Der Bezirksehrenamtsbeauftragte

Hubert Börger (Spelle)

konnte immerhin 16 Vertreter aus

den 17 Fußballkreisen des Bezirks

und den Bezirksvorsitzenden Ferdinand

Dunker begrüßen.

Neben der Besichtigung der

Meyer-Werft standen vor allem

verbandsseitige, organisatorische

und zukunftsorientierte Themen

auf dem dichten Programm, das

vom Kreisehrenamtsbeauftragten

des Emslandes, Hermann Wilkens

(Papenburg), konzipiert war.

Der Ehrenamtsbeauftragte

des NFV, Helmut Buschmeyer

Josef Fresenborg (Delmenhorst), Rainer Lamprecht (Oldenburg-Stadt),

Karl-Heinz Hanschen (Cloppenburg), Franz Koryciak (Delmenhorst),

Johann Schön (Leer), Helmut Ouaas (Wesermarsch), Hartmut Heinen

(Oldenburg-Land). Nicht auf dem Foto sind Ferdinand Dunker und Martin

Fischer (Vechta).

aus Bad Iburg, ging in seinem

Referat vor allem auf die künftige

Entwicklung des Fußballs in

Niedersachsen ein. „Beschäftigt

euch in euren Kreisverbänden

mit der Strukturreform. Sie

kommt in ein bis drei Jahren. Alle

Signale aus der Politik sowie

von der DFB- und NFV-Spitze

deuten darauf hin. Warum kann

man nicht einen kreisübergreifenden

Spielbetrieb organisieren?

Der demographische Wandel

sowie die Finanzen der öffentlichen

Hand (und danach

der Sportorganisationen) zwingen

uns zum Handeln“, so

Buschmeyer.

„Befasst euch intensiver

mit der Zusammenarbeit von

Verein und Ganztagsschulen.

Auch in der Grundsatzfrage der

,ehrenamtlichen’ Vereinsführung

muss sich etwas bewegen“, so

Buschmeyer weiter.

Jeder Kreisehrenamtsbeauftragte

(KEAB) müsse ein Vorbild

an Aktivität und Kreativität sein.

Außerdem müsse er in der Lage

sein, alle technischen Möglichkeiten

wie z.B. das DFBnet-

Postfach zu beherrschen; dabei

müsse der Kontakt zu den Vereinen

an der Basis weiter ausgebaut

werden, um bei der Gewinnung

von ehrenamtlichen

Mitarbeitern und in der Beratung

der Vereinsehrenamtsbeauftragten

(VEAB) behilflich zu

sein.

Es sei wichtig, dass der

VEAB alle Ehrungsmöglichkeiten

des DFB, des NFV, des LSB, des

KSB oder der Kommune kenne.

Außerdem sei es notwendig,

über Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote

für ehrenamtlich

Tätige informiert zu sein.

Als Gast war der ehemalige

Vorsitzende von BW 94 Papenburg,

Heinz Hartkens, eingeladen,

der unter dem Motto

„Die Zukunft gestalten – Mut

zu Veränderungen“ seine Sichtweise

der künftigen Entwicklung

des Fußballs – speziell aus

der Vereinssicht – darlegte.

Verabschiedet wurde Josef

Fresenborg aus Delmenhorst,

der auf eigenen Wunsch ausschied

und die Funktion des

KEAB an Franz Koryciak weitergab.

Vorbildlich: Die fairsten Fußballer der Saison 2009/2010 kommen

aus dem NFV-Kreis Osnabrück-Stadt. Erstmals landete der Osnabrücker

Stadtkreis beim VGH-Fairness Cup unter den 47 Kreisen

in Niedersachsen ganz vorne und löste damit den Nachbarkreis Osnabrück-Land

an der Spitze ab. Mit dem SV Hellern (Platz 5) und

dem VfR Voxtrup (Platz 12) konnten sich zwei Teams auch landesweit

ganz weit vorn platzieren. Dass der Fair Play-Gedanke in Osnabrück

groß geschrieben wird, zeigt sich bereits bei den kleinsten

Fußballern. So beginnt bei den jährlich ausgetragenen Klose-Gösmann-Spielen

für G- und F-Jugendliche jede einzelne Partie mit dem

obligatorischen „Shake-Hands“. Hier praktizieren dies die Nachwuchsfußballer

von Blau-Weiß Schinkel und der TSG Burg Gretesch.

Foto: Bruno Clemens

58

Oktober 2010


„Dies ist eine ganz besondere

Ehrung“, sagte Winfried Neumann,

Vorsitzender des Jugendausschusses

im Fußballkreis Aurich,

jetzt bei der Überreichung

des „Sepp-Herberger-Preises“ an

den TuS Großheide.

„Damit wird die hervorragende

Fußball-Nachwuchsarbeit

des Vereins von höchster Stelle

gewürdigt“, lobte Neumann. Der

TuS Großheide stellt in allen Altersklassen

von den A- bis zu den

F-Junioren Mannschaften, die am

Spielbetrieb teilnehmen. „Außerdem

sind die Teams erfolgreich.

Zwei Meisterschaften des letzten

Jahres beweisen das“, freute sich

Winfried Neumann, der die große

Urkunde an den Vorsitzenden

Herbert Brauer und den stellvertretenden

Jugendleiter Joachim

Wilts überreichte.

Auch der Kreisvorsitzende

Friedrich Harms war bei der Jahreshauptversammlung

im Vereinsheim

am Sportplatz zu Gast

und zeichnete zwei engagierte

Mitarbeiterinnen der Frauen-Fußballabteilung

mit der Verdienstnadel

des Fußballkreises Aurich

aus. „Insa Zitting war im Jahr

2000 maßgeblich an der Gründung

einer Frauenmannschaft

beteiligt“, führte Harms aus und

ergänzte: „Ohne Insa Zitting gäbe

es keinen Frauenfußball im

Verein.“ Auch die Erfolge stellten

sich ein: So gewann das Team

2007 den Kreispokal und die

Meisterschaft.

Zu den Aktivposten im Verein

gehört auch Grete Bents. Sie

war schon 3. Vorsitzende im

Verein, kümmert sich seit mehr

als 20 Jahren um das Sportheim

und betreut zudem die Frauenmannschaft.

„Auch dieses Engagement

ist beispielhaft. Ohne

euren Einsatz rollt kein Ball im

Verein“, lobte der Kreisvorsitzende.

Bezirk Weser-Ems

Hervorragende Nachwuchsarbeit

TuS Großheide erhält Sepp-Herberger-Preis

Ehrungen beim TuS Großheide: Unser Foto zeigt (v.l.) Winfried Neumann, Joachim Wilts mit dem Sepp-Herberger-

Preis, Insa Zitting, Grete Bents, Herbert Brauer, Ehrenmitglied Helmut Harms, Manfred Schmidt (2. Vorsitzender),

Friedrich Harms sowie vorne als Vertreter der Fußballjugend Patrick Garrelts, Simon Ihnen, Lukas Kleen und Julian

Garrelts.

Foto: Trauernicht

Auch vereinsintern gab es

eine hohe Ehrung: Helmut

Harms, seit Jahrzehnten in verschiedenen

Positionen im Verein

aktiv, wurde zum Ehrenmitglied

ernannt.

Hinrich Trauernicht

Foto: Beier

Eine runde Sache war der vom SC Ovelgönne ausgerichtete Tag des Mädchenfußballs im NFV-Kreis Wesermarsch.

Der diesjährige „Tag des

Mädchenfußballs“ lockte bei Lisa Oltmanns in

strahlendem Sonnenschein viele

Besucher auf die Sportanlage

des SC Ovelgönne. 30 Mädchen

Einzelwertung vorn

aus dem Fußballkreis We-

sermarsch haben hierbei die

Tag des Mädchenfußballs in Ovelgönne

Möglichkeiten, das DFB-Fußballabzeichen

zu absolvieren, sich

konnten das „Schnupperabzeichen“

machen und für die erfolgreiche

Beim Turnier „Vier gegen

Vier“ wurden für die fünf Spiel-

an dem Info-Stand „Kinder

Teilnahme ebenso die Urrunden

jeweils neue Mannschaf-

stark machen“ über die Gefahren

von Drogen zu informieren

und natürlich das Fußballspielen

in Turnierform hinreichend genutzt.

Viele Teilnehmerinnen konnten

erfolgreich das DFB-Fußballabzeichen

erlangen. Die Jüngeren

kunde und die Anstecknadel in

Empfang nehmen.

In Zusammenarbeit mit der

Grundschule Ovelgönne für die

Aktion „TEAM 2011“ hatten die

Mädchen zwei Fahnenrohlinge

nach ihren Vorstellungen zum

Thema Fußball bemalt.

ten ausgelost, so dass am Ende

eine Einzelwertung die besten

Mädchen des Turniers ermittelte.

Es gab viele torreiche Spiele, insgesamt

wurden an diesem Nachmittag

107 Tore erzielt. Siegerin

des Turniers wurde Lisa Oltmanns

mit 125 Punkten. Den 2. Platz belegten

gemeinsam Lena Kikker

und Kiara Beier mit 124 Punkten,

Dritte wurde Alexandra Bröcker

mit 112 Punkten.

Auch für alle Angehörigen

und Fans der Mädchen war es ein

schöner, interessanter Familiensonntag.

Die Kreismädchenreferentin

Simone Beier und die Verantwortlichen

des SC Ovelgönne

zeigten sich sehr zufrieden mit

der Resonanz und dem fairen

Miteinander bei der Veranstaltung.

Ihr Dank galt allen Mitarbeitern,

die geholfen haben, den Tag

des Mädchenfußballs zu einem

unvergesslichen Ereignis werden

zu lassen. Simone Beier

Oktober 2010 59


Bezirk Weser-Ems

Die Ausgezeichneten der Aktion „Fair ist mehr“ mit dem Kreisvorsitzenden Hubert Börger und seinem Stellvertreter Heinz-Gerd Evers in Schöninghsdorf.

Foto: Mecklenborg

Vorbildliche Haltung wird ausgezeichnet

„Fair ist mehr“-Ehrungen im Kreis Emsland

Der Deutsche Fußball-Bund

zeichnet gemeinsam mit seinen

Regional- und Landesverbänden

beispielhaft faires Verhalten

aus. Jeder, der faires Verhalten

meldet, wird ebenfalls mit einem

Preis belohnt. Im Rahmen einer

kleinen Feierstunde erhielten

Emsländer, die sich in besonders

fairer Weise für den Fußballsport

engagiert haben, nun ihre Urkunden

vom NFV-Kreis Emsland überreicht.

Im Vereinsheim von Concordia

Schöninghsdorf bedankte sich

der stellvertretende Kreisvorsitzende

Heinz-Gerd Evers für das

vorbildliche Auftreten der Sportkameraden.

„Es freut mich besonders,

dass wir die Urkunden

erstmals im Rahmen einer kleinen

Feier übergeben können und somit

,Fair Play’ in der Region bekannt

machen“, betonte Evers

die Bedeutung von Fairness als

Fundament jeder sportlichen Auseinandersetzung:

„Alle, die hier

zusammengekommen sind, haben

sich diese Tatsache auf die

Fahne geschrieben.“

Ausgezeichnet wurde zunächst

Christian Völker, 23-jähriger

Sturmführer des VfL Herzlake,

der bei einem 0:2-Rückstand seiner

Mannschaft einen unberechtigten

Eckball anzeigte, da er als

Stürmer den Ball als Letzter

berührt hatte. Gemeldet hat die

Fair Play-Aktion der Schiedsrichter

Wilfried Roggendorf.

Das faire Verhalten von Klaus

Lübbers, Trainer des SV Teglingen,

wurde ebenfalls von einem

Schiedsrichter gemeldet. Georg

Cordes meldete dem Fair Play-Beauftragten

des NFV das besonders

vorbildliche Verhalten des

Teglinger Trainers gegenüber den

Spielern des gegnerischen Teams

und dem Schiedsrichter.

Die D-Jugendmannschaften

von Germania Twist, FC Wesuwe

und JSG Rütenbrock erhielten

ihre Urkunden für ausgesprochen

faires Verhalten während

der Hallenkreismeisterschaft. Die

D-Jugendlichen von Concordia

Schöninghsdorf konnten krankheitsbedingt

mit nur vier Spielern

zum Vorrundenturnier anreisen.

Ohne Zögern verzichteten

die drei ausgezeichneten

Teams darauf, in Überzahl anzutreten

und stellten so zahlenmäßige

Gleichheit her. Reinhard

Ahlers, der Vorsitzende von

Concordia Schöninghsdorf, meldete

diese tolle Aktion.

Ähnlich erging es der D-7er

Jugendmannschaft der JSG Apeldorn/Stavern,

die ohne Ersatzspieler

nach Teglingen angereist

war und während des Spiels einen

verletzten Spieler nicht ersetzen

konnte. Trotz eines Rückstands

spielte auch der SV Teglingen

mit sechs Spielern weiter,

bis der verletzte Junge wieder

eingewechselt werden konnte.

Alfons Egbers und Werner Menke

vom SV Teglingen wurden für

ihr faires Verhalten, das Paul Burow

von der JSG Apeldorn/Stavern

gemeldet hatte, ausgezeichnet.

Gisela Becke, Martin Snaadt

und Wolfgang Hüsing vom SV

Fortuna Beesten haben dafür

gesorgt, dass allen Kindern das

Fußballspielen Spaß macht.

Nachdem ihr Team bereits zur

Halbzeit gegen die E-Junioren

aus Freren mit 9:0 die Nase vorn

hatte, ließen die Beestener Betreuer

in der zweiten Hälfte ihre

besten Spieler auf der Bank. So

konnten die tapferen Frerener

Kids Halbzeit Zwei mit 1:0 für

sich entscheiden und so einen

„Halbzeitsieg“ feiern. Der Frerener

Betreuer Norbert Placke bedankte

sich für dieses Verhalten

mit der Meldung beim NFV.

Gerd Mecklenborg

Neues Mini-Spielfeld. Von der Planung

bis zur Fertigstellung hat es fast zwei Jahre

gedauert. Nun wurde das neue Mini-Spielfeld

in Abbehausen im NFV-Kreis Wesermarsch

feierlich eingeweiht. Nachdem der TSV Abbehausen

bei der Verteilung von 1.000 Mini-Spielfeldern

durch den Deutschen Fußball-Bund

nicht berücksichtigt worden war, entschloss sich

der Verein, ein Spielfeld in Eigenregie zu errichten.

Viele Vereinsaktionen wie Turniere und

Sponsorenläufe, Spenden aus der Wirtschaft sowie

Zuschüsse der Stadt Nordenham und des

Landes- bzw. Kreissportbundes machten die Finanzierung

des Spielfeldes möglich. Die Vorarbeiten

wurden in Eigenleistung erbracht; der

Kunstrasen, die Bande und die Tore wurden anschließend

von der Firma Polytan fertig gestellt.

Das Mini-Spielfeld steht neben der TSV-Jugend

auch dem Kindergarten, der Grund- und Hauptschule

Abbehausen sowie der Allgemeinheit zur

Verfügung.

Michael Wendland

60

Oktober 2010


Bezirk Weser-Ems

„Ohne Fußball

geht gar nichts“

Mutter und Tochter Meyer räumen gemeinsam

beim Oberligisten SV Kettenkamp auf

„Mama los, wir müssen

zum Fußball!“ In vielen Familien

ist dieser Satz Alltag und Mutter

fährt Sohn oder Tochter

zum Spiel und schaut am Spielfeldrand

zu. Nicht alltäglich ist,

dass die Mutter ebenfalls ihre

Sporttasche nimmt, um gemeinsam

mit der Tochter zum Training

oder zum Spiel zu fahren,

da beide in einer Mannschaft

spielen. Beim SV Kettenkamp in

Osnabrücker Land gibt es diese

Konstellation mit den Spielerinnen

Anita und Sarah Meyer.

Die heute 42-jährige Anita

hat in der Realschule Ankum

mit 14 Jahren „Blut geleckt“

und Geschmack am Fußball gefunden.

Gespielt wurde dann

mal in Ankum, mal in einer

Spielgemeinschaft Ankum-Bersenbrück

und auch der TuS Bersenbrück

war schon mal im

Frauenfußball aktiv. Der Liebe

wegen zog die gebürtige Bersenbrückerin

dann aber nach

Holsten und spielt seit etwa 19

Jahren in Kettenkamp.

Pausen gab es in ihrer Fußballkarriere

nur wenige. Da waren

die Schwangerschaften und

Geburten ihrer Kinder Simon –

heute 22 – und natürlich Sarah.

Klar, dass Mutter beiden das

„Fußball-Gen“ mit in die Wiege

gelegt hat, und so traten sowohl

Sohn als auch Tochter

schon mit vier Jahren im Verein

gegen das runde Leder. Als die

Kinder klein waren, kümmerte

sich Papa Werner vor allem

sonntags häufig um den Nachwuchs,

denn die Kettenkamper

Frauen waren recht erfolgreich,

spielten 1998 eine Saison in

der Regionalliga – damals die

zweithöchste Liga im Frauenfußball

– und mussten entsprechend

weit fahren.

Von Verletzungen blieb

Anita Meyer weitgehend verschont.

Anfang 2000 allerdings

wurde sie in einem Auswärtsspiel

gefoult. „Da war im Fuß

bzw. Knöchel so ziemlich alles

kaputt“, erklärt sie. Aber schon

im September versuchte sie sich

hobbymäßig in der „Ankumer

Müttermannschaft“ und blieb

dieser auch einige Jahre treu.

Eine neue Herausforderung

fand sie im Berufsleben und

Eine deutsche Torwartlegende wurde 75 – und auch die Freunde aus dem Landkreis Osnabrück

gratulierten. Anlässlich des Empfangs der Stadt Herne zum 75. Geburtstag von Hans Tilkowski waren

auch der Vorsitzende des Fußballkreises Osnabrück-Land, Helmut Buschmeyer, und der im Kreisjugendausschuss

tätige und derzeit amtierende Grünkohlkönig Kurt Rietenbach geladen, um dem ehemaligen Grünkohlkönig zu

gratulieren. Der Vize-Weltmeister von 1966 hat viele Freunde im Osnabrücker Land, die der Einladung ebenso

gerne gefolgt sind wie der Bronzemedaillengewinner der Paralympics, Josef Giesen aus Herzlake. Unser Foto

zeigt von links: Helmut Buschmeyer, Hans Tilkowski, Josef Giesen, Uwe Seeler, Dettmar Cramer, Wolfgang

Weber und Kurt Rietenbach.

H.B.

Anita Meyer (links) und Tochter Sarah spielen gemeinsam in der Ersten

Frauenmannschaft des SV Kettenkamp in der Oberliga Niedersachsen

West.

Foto: Lennartz

absolvierte nebenberuflich eine

dreijährige Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin.

Aber „Ohne Fußball geht

gar nichts“, so die zweifache

Mutter, und als Sarah dann in

Kettenkamp in der B-Mädchenmannschaft

aktiv wurde und

diese einen Trainer brauchte,

war Anita selbstverständlich zur

Stelle. Als aus den B-Mädchen

die Zweite Frauenmannschaft

wurde, juckten die Füße wieder

und die Trainerin wechselte sich

als Spielertrainerin auch mal selber

ein. Das blieb auch dem

damaligen Trainer der „Ersten“

nicht verborgen und seitdem

spielen Mutter und Tochter gemeinsam

in einer Mannschaft.

In der Defensive räumen sie

hinten auf, haben den

Überblick über das Spiel und da

gibt die Tochter der Mutter

auch mal klare Anweisungen.

Nebenbei trainieren sie auch

weiterhin die Reserve des Vereins,

die derzeit einen Kader

von 20 Spielerinnen aufweist.

Gerade jetzt im Sommer sind

einige Mädchen nachgerückt,

so dass die Trainerinnen „aus

dem Vollen“ schöpfen können.

Saisonziel mit der jungen

Mannschaft ist ein Platz im Mittelfeld

der Kreisklasse. Ebenfalls

im Mittelfeld, allerdings der

Oberliga West, würden sich die

beiden auch gern mit der Ersten

Frauenmannschaft am Ende

der jetzigen Saison sehen. Nach

dem Fastabstieg in der letzten

Spielzeit wäre das ein toller Erfolg.

Anita Lennartz

62

Oktober 2010


Bezirk Weser-Ems

Keine Konkurrenz für Fußballklubs vor Ort

Freizeitkicker aus Sande feiern Jubiläum

Die Mannschaften des FFC Sande vor dem Jubiläumsspiel mit ihrem 1. Vorsitzenden Timo Zippermayr (hinten, 2. v.l.).

Klein aber fein, so möchte man vom Gemeindesportbund auch Musste man bei den Hallenmeisterschaften

des Fußballkreiglieder

passen einfach zueinan-

Sande 90 ist vielseitig – seine Mit-

den einzigen Freizeitfußballverein

wöchentliche Hallenzeiten genehmigt

des NFV im Kreis Friesland

bezeichnen, der jetzt sein 20- wurden. Seit einem

Jahr wird zusätzlich der in Sande

ses noch gehörig Lehrgeld zahlen,

so war als größter sportlicher

der. So war es nur selbstverständlich,

dass das 20-jährige Bestehen

jähriges Vereinsjubiläum beging. neu entstandene Kunstrasenplatz

Erfolg die Erringung der ostfriesischen

mit einem Jubiläumsspiel aktiver

Bis zum heutigen Tag hat der Verein

eine mehrschichtige Entwicklung

vollzogen. Als Freizeitkickerclub

Sande 07 begann die Ära

des heutigen FFC Sande 90 durch

ausgiebig genutzt. Insbe-

sondere dem Engagement des

jetzigen Vorstands, der bis auf

wenige Ausnahmen seit vielen

Jahren amtiert, ist es zu verdanken,

Kleinfeldmeisterschaft der

Freizeitkicker zu verzeichnen. Neben

den obligatorischen Freundschaftsbegegnungen

werden seit

mehreren Jahren auch vereinsei-

und ehemaliger Spieler begann,

dem sich dann ein zünftiges Sommerfest

auf dem Gelände des Kanu-Sport-Vereins

anschloss. Hierbei

würdigten Sandes stellvertre-

einen Zusammenschluss von sieben

dass den rund 50 Mitgliegene

Turniere ausgerichtet und tender Bürgermeister Michael

Personen, die einen Verein

ohne feste Trainingsmöglichkeiten

gründen wollten.

Hallenzeiten erhielt die Gemeinschaft

schließlich durch die

dern kontinuierlich ein umfangreiches

Sport- und Freizeitangebot

unterbreitet werden kann.

Waren es anfangs nur ortsansässige

Mitglieder in einer Altersgruppe,

von den Partnern gern angenommen.

Ob im Fernsehstudio zu

Gast, für karitative Zwecke engagiert,

als Vertreter des Betriebs-

Ramke und Frieslands Kreisvorsitzender

Heinz Lange die nun

schon zwei Jahrzehnte währenden

Verdienste des Vereins, der

mit Sicherheit für die beiden Fuß-

Integration beim Kanu-Sport-

so spielen heute Kicker sportverbandes bei der Niederball

spielenden Vereine in der Ge-

Verein. Schon zwei Jahre später

entstand der eigenständige Verein

im Alter von 17 bis 66 Jahren,

die aus einem stark erweiterten

sachsenmeisterschaft aktiv oder

als Grog- und Pizzaverkäufer auf

meinde keine Konkurrenz darstellt,

sondern auf seine Weise für

FFC Sande 90. Die Mitglie-

Einzugsgebiet kommen, aktiv dem alljährlichen Sander Weih-

den Fußballsport wirbt.

derzahl stieg ständig an, so dass Fußball.

nachtsmarkt vertreten, der FFC

Heinz Lange

Schiedsrichter-Pool

wird gut angenommen

Bezirksvorstand trifft sich in Cloppenburg

Zu seiner ersten Sitzung in der

Saison 2010/2011 traf sich der

Vorstand des Fußballbezirks Weser-Ems

im Hotel Schlömer in

Cloppenburg.

Bezirksvorsitzender Ferdinand

Dunker (Dinklage) blickte in

seinem Bericht auf insgesamt

fünf Kreistage zurück, die in den

vergangenen Wochen und Monaten

im Bezirk stattgefunden

haben. In den Kreisen Vechta,

Leer, Osnabrück-Land, Cloppenburg

und Emden wurden die bisherigen

Vorsitzenden allesamt in

ihren Ämtern bestätigt.

Übereinstimmend äußerten

der Spielausschussvorsitzende

Werner Busse (Cloppenburg)

und Schiedsrichterobmann Georg

Winter (Wildeshausen) ihre

Zufriedenheit über den zu Saisonbeginn

eingeführten Schiedsrichter-Pool

in der Landesliga.

Die Überweisung der Schiedsrichter-Kosten

verlaufe ebenso

problemlos wie der Online-Spielbericht,

der seit Saisonbeginn

auch in den fünf Bezirksligen sowie

in der A-Junioren-Landesliga

praktiziert wird. In der Landesliga

der B- und C-Junioren wird

die Einführung allerdings noch

zurück gestellt.

Die Vorsitzende des Frauenausschusses,

Sabine Lischewski

(Osnabrück), berichtete über einen

leichten Rückgang bei den

Frauen- und Mädchenmannschaften.

Im Vergleich zur Vorsaison

nehmen fünf Frauenmannschaften

und 38 Mädchenteams

weniger am Spielbetrieb teil.

Bei den A-Junioren hat der

SV Blau-Weiß Borssum sein Team

leider unmittelbar vor Saisonbeginn

aus der Bezirksliga 1 zurückgezogen.

Dies teilte Bezirksjugendobmann

Dieter Ohls (Schortens)

mit. So ist die Staffel mit nur

13 Mannschaften in die Saison

gestartet.

Schiedsrichterobmann Georg

Winter mahnte eine zu

hohe Anzahl von Spielverlegungen

in der Frauen-Landesliga

an. Dies bedeute für alle Instanzen

unnötige Mehrarbeit.

Nach den im September durchgeführten

Lehrgängen der Bezirksliga-Schiedsrichter

und der

Beobachter findet vom 5. bis

7. November noch ein Förderlehrgang

für Jung-Schiedsrichter

in der Sportschule Lastrup

statt.

Auch der Bezirksvorstand

legte abschließend die noch

ausstehenden Termine für das

Jahr 2010 fest. Der Bezirksbeirat

trifft sich hierbei am 30.

Oktober in Cloppenburg zu seiner

letzten Sitzung in diesem

Jahr.

Peter Bartsch

Oktober 2010 63


Bezirk Weser-Ems

Manni Pohlmann wird„Schützenkönig“

Seniorentreffen im Kreis Osnabrück-Land

70

gut gelaunte „Oldies“

nahmen am diesjährigen

Seniorentreffen der Osnabrücker

Landkreisfußballer teil. Somit

war diese Traditionsveranstaltung

wieder gut besucht und der Kreisvorsitzende

Helmut Buschmeyer

sowie die weiteren Organisatoren

zeigten sich bestens zufrieden.

Jeder Verein hat alljährlich

die Chance, verdiente Mitarbeiter

für das Seniorentreffen zu melden.

13 Vereine hatten diese

Möglichkeit wahrgenommen und

bedankten sich mit dieser Meldung

für deren Engagement. Da

das seit 1974 durchgeführte Seniorentreffen

auch für die Verantwortlichen

des Fußballkreises Osnabrück-Land

ein Bekenntnis

zum Ehrenamt ist, bedankte sich

Buschmeyer für die nicht selbstverständliche

ehrenamtliche Mitarbeit

in den Vereinen.

Wie immer gab es ein kleines

Rahmenprogramm und so trafen

sich die Teilnehmer am DFB-Mini-

Spielfeld des VfL Kloster Oesede.

Neben den Senioren waren auch

der Vorsitzende des Kreissportbundes

Hans Wedegärtner, der

VfL-Vorsitzende Friedhelm Dörenkämper

und weitere Vorstandsmitglieder

aus dem NFV-Kreis anwesend.

Nach einigen Schussversuchen

auf dem Mini-Spielfeld

ging es weiter zum VfL-Clubhaus

zur Stärkung mit Kaffee und Kuchen.

Im benachbarten Schützenhaus

kämpften die Teilnehmer

dann um die Königswürde, die

Manni Pohlmann vom SV Bad Rothenfelde

errang und dafür eine

Beim „Tag des Mädchenfußballs“ traten auch die beiden einzigen E-Juniorinnen-Teams

im NFV-Kreis Ammerland, TuS Westerloy und TuS Petersfehn

(grün), gegeneinander an.

Foto: Volkhard Patten

Königskette erhielt. Natürlich gab

es vom Kreisvorsitzenden auch einen

kleinen Einblick in die aktuelle

Situation des Fußballkreises.

Zum 20. Mal war der 94-

jährige Otto Dölling von der SpVg

Gaste-Hasbergen beim Seniorentreffen

dabei und damit ältester

Teilnehmer. Dafür erhielt er von

Helmut Buschmeyer eine Flasche

Der „Tag des Mädchenfußballs“

wurde im NFV-Kreis

Ammerland in diesem Jahr auf

der Sportanlage des TuS Westerloy

durchgeführt. Vertreten waren

Teams aus dem gesamten

Ammerland von den E- bis zu den

B-Juniorinnen. Erstmals konnten

mit dem TuS Petersfehn und dem

TuS Westerloy auch zwei Mannschaften

in der E-Juniorinnenklasse

an den Start gehen.

Mehrere hundert Aktive, Zuschauer

und Betreuer verfolgten

auf den vier Spielfeldern die einzelnen

Partien und konnten sich

hierbei vom Können der Fußballmädchen

überzeugen. Die Mannschaften

nutzten die Begegnungen

auch als Vorbereitung für die

neue Spielzeit. Zudem bestand

die Möglichkeit für die Aktiven,

das DFB-Fußballabzeichen abzulegen.

Verschiedene Übungen

mussten absolviert werden, wobei

je nach persönlichem Erfolg entsprechende

Punkte vergeben

wurden, die am Ende darüber

entschieden, ob das DFB-Fußballabzeichen

in Gold, Silber oder

Bronze verliehen werden konnte.

Fritz-Walter-Sekt. Die Zeit verging

beim Austausch alter Geschichten

und dem gemeinsamen Singen

von Fußballliedern wie im

Flug. Und beim Abschied stimmten

sie allesamt Otto Dölling zu,

der zur Teilnahme 2011 sagte:

„Wenn der liebe Gott will, komme

ich im nächsten Jahr gern

wieder.“ Anita Lennartz

Kreis-Schatzmeister Klaus Hülsmann, „Schützenkönig“ Manni Pohlmann, der Vorsitzende des VfL Kloster Oesede

Friedhelm Dörenkämper und „Senior“ Otto Dölling (v.l.) stellten sich beim Seniorentreffen zum Erinnerungsfoto.

Kreis hofft auf einen

merklichen Aufschwung

„Tag des Mädchenfußballs“ im Ammerland

Der reibungslose Ablauf der gesamten

Veranstaltung war sichergestellt

durch die gute Organisation

und die vielen Ehrenamtlichen

des gastgebenden TuS Westerloy.

Allerdings hat sich der Mädchenfußball

im NFV-Kreis Ammerland

in den letzten Jahren nicht so

positiv entwickelt, wie sich die Verantwortlichen

dies eigentlich gewünscht

hatten. In der Spielzeit

2006/2007 waren 23 Mädchenmannschaften

im Ammerland vertreten;

für die Saison 2010/2011

haben 29 Teams für die Punktspiele

gemeldet. Dies entspricht rechnerisch

zwar einer Steigerung um 26

Prozent, allerdings insgesamt auf

einem recht bescheidenen Niveau.

Die leichte Zunahme um

sechs Mannschaften konnte aber

nicht verhindern, dass die Anzahl

der gemeldeten Jugendteams aus

weiblichen und männlichen Jugendlichen

auch für die nächste

Saison wiederum gesunken ist.

Den Höchststand an spielenden

Jugendmannschaften hatte der

Kreis in der Spielzeit 2006/2007

mit 304 Teams; für die aktuelle

Punkterunde wurden 253 Mannschaften

und damit 17 Prozent

weniger Jugendteams gemeldet.

Für den Mädchenfußball erhoffen

sich die Ammerländer Verantwortlichen

einen merklichen

Aufschwung im Jahr 2011, insbesondere

durch die in Deutschland

stattfindende FIFA Frauen-WM.

Jürgen Hinrichs

64

Oktober 2010


Alle haben

bestanden

Trainerlehrgang im NFV-Kreis Ammerland

Sehr zufrieden mit dem abgeschlossenen

Trainerlehrgang

und insbesondere den

Prüfungsergebnissen zeigten

sich die beiden Verantwortlichen

aus dem Lehrstab des

Fußballkreises Ammerland. Insgesamt

120 Stunden in Theorie

und Praxis investierten

Volker Specht und Thorsten

Stillahn, um die Teilnehmer aus

den Amerländer Fußballvereinen

für die Prüfung zur Fußball

C-Lizenz „fit“ zu machen.

Dies mit Erfolg, denn alle Lehrgangsteilnehmer

bestanden die

Prüfung.

Nach dem Lehrgang, der

an sechs Wochenenden hintereinander

absolviert wurde, werden

alle als Jugendtrainer in

ihren Vereinen die neu erworbenen

Kenntnisse umsetzen

können. Jüngster Teilnehmer

war der 16-jährige Arne Sybrand

vom FSV Westerstede.

Der Lehrstab hofft, auch

im nächsten Jahr einen Prüfungslehrgang

unter Voraussetzung

einer entsprechenden Beteiligung

anbieten zu können.

Besonders im weiblichen Jugendbereich

besteht noch ein

Bedarf an qualifizierten Trainerinnen.

Die FIFA-Frauen WM im

nächsten Jahr in Deutschland

soll einen Beitrag dazu leisten,

dass sich mehr Mädchen und

Frauen zu einem Trainerlehrgang

anmelden, damit vor allem

die Juniorinnen davon profitieren

können.

Bezirk Weser-Ems

Die neuen Fußballtrainer des

NFV-Kreises Ammerland: Achim

Schöneich (SV Gotano), Remo

Karius, Arne Pfeifer (beide TuS

Westerloy), Niels Rosenstengel

(TV Metjendorf), Ralf Brockhoff

(VfL Bad Zwischenahn), Torben

Bischofberger (SVE Wiefelstede),

Toni Kleemann, Lars Brunssen

(beide FC Scheps), Franziska Niegel,

Oliver Schütte, Jens Hartwig

(alle SV Friedrichsfehn), Stefanie

Herbergs, Kevin Hewitt (beide SG

Husbäke/Edewechterdamm), Pascal

Wittenberg, Marcel Sühling,

Lukas Hempen, Jan Haack,

Christian Bäckermann, Günter

Sybrand, Arne Sybrand und Manuel

Sybrand (alle FSV Westerstede).

Jürgen Hinrichs

Zum Gruppenfoto stellten sich die neuen Trainer mit den beiden Verantwortlichen für den Lehrgang, Kreislehrwart Volker Specht (rechts), und dem

Referenten aus dem Kreis-Lehrausschuss, Thorsten Stillahn (links).

Foto: Hinrichs

„Junge Gesichter machen uns Hoffnung“

Jugendboom bei Frieslands Unparteiischen

Generationswechsel bei Frieslands

Schiedsrichtern: Erstmals

nach vielen Jahren ist die

Jugend auf dem Vormarsch.

Die gezielte Nachwuchsarbeit

mit der Ausbildung von

Schiedsrichteranwärtern und

der Weiterbildung der Jungschiedsrichter

zahlte sich aus.

Das viel zu hohe Durchschnittsalter

der 92 für den Spielbetrieb

gemeldeten „Pfeifenmänner“

und „-frauen“ sank dank

der Bemühungen von Kreisschiedsrichterobmann

Günter

Neumann und seiner Ausschussmitglieder

spürbar. Zuletzt

gingen 2009 aus zwei

Lehrgängen im Fußballkreis

Friesland 38 Jungschiedsrichter

hervor. Das Beste aber ist,

dass die meisten von ihnen

auch tatsächlich einsatzbereit

sind.

Auf der Jahreshauptversammlung

zeigte Neumann

noch einmal auf, welche Aufstiegschancen

der Nachwuchs

hat. Mit Daniel Scherf und Daniel

Kärcher, die es bis zur

Bezirksoberliga schafften, verließen

zwei, die vor wenigen

Jahren begannen, aus beruflichen

Gründen oder wegen

ihres Studiums den Kreis.

„Alle neuen Schiedsrichter

werden gebraucht“, erklärte

auch der Kreisvorsitzende Heinz

Lange. Er wies auf die mehr

als 1.000 Spiele hin, die es in

jedem Jahr zu besetzen gilt.

Man möge das Soll hochhalten.

„Viele junge Gesichter

machen uns Hoffnung.“

Im Rahmen der Versammlung

wurde Wilhelm Bennen

für 35 aktive Jahre ausgezeichnet.

Erinnert wurde an das eigene

Hallenturnier für Kreisauswahlmannschaften

und an ein

gelungenes Wintervergnügen.

Friesland richtete auch die Bezirksleistungsprüfung

für mehr

als 60 Teilnehmer aus und

sorgte für einen gut funktionierenden

Schiedsrichteraustausch

mit den Nachbarkreisen

Wittmund und Ammerland

in der Kreisligastaffel.

In einigen Vereinen müsse

man jedoch eine bessere Betreuung

der Unparteiischen anstreben.

Manfred Lehmann

Oktober 2010 65


Amtliche Bekanntmachungen

Geburtstage

15. Oktober bis

15. November

Theo Christians, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Emden, feiert am 16. Oktober

seinen 64. Geburtstag.


Alfred Schön, Ehrenmitglied

des NFV, wird am 17.

Oktober 84 Jahre alt.


Dieter Neubauer, Vorsitzender

des Verbandslehrausschusses,

feiert am

20.Oktober seinen 60.

Geburtstag.


Gerhard Dix, Vorsitzender

des NFV-Kreises Osterode,

wird am 24. Oktober

58 Jahre alt.


Hans-Günther Kuers,

NFV-Vizepräsident und

Vorsitzender des NFV-Bezirks

Lüneburg, feiert am

27. Oktober seinen 59.

Geburtstag.


Eckehard Schütt, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Osterholz, wird am 29.

Oktober 60 Jahre alt.


Karl Frewert, Ehrenmitglied

des NFV, feiert am

30. Oktober seinen 74.

Geburtstag.


Wolfgang Mierswa,

Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses,

wird am 1. November

63 Jahre alt.


Michael Brede, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Nienburg, feiert am 1. November

seinen 49. Geburtstag.


Herbert Lange, NFV-Vizepräsident

Finanzen,

wird am 4. November 71

Jahre alt.


Johannes Budde, Vorsitzender

des Verbandssportgerichtes,

feiert am

5. November seinen 60.

Geburtstag.


Hermann Lührs, Ehrenmitglied

des NFV, wird am

7. November 71 Jahre alt.


Wolfgang Fisch, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Salzgitter, feiert am 8. November

seinen 56. Geburtstag.

Sportschul-Termine

27. September bis 31. Oktober 2010

Trainerausbildung

Mo. 27.9. bis Fr. 1. C-Lizenz Breitenfußball, Teil 2

Mo. 4.

C-Lizenz-Eignungstest

Mo. 4. bis Fr. 8. C-Lizenz-Breitenfußball-Lehrgang für FSJler, Teil 2

Mo. 11. bis Fr. 15. DFB/NFV-Jungtrainer, Gruppe A, Teil 3, Prüfung

Mo. 18. bis Fr. 22. DFB/NFV-Jungtrainer, Gruppe B, Teil 3, Prüfung

Mi. 20. bis Fr. 22. Lehrgang für Lehrerinnen II

Mo. 25. bis Fr. 29. B-Lizenz-Ausbildung, Reihe III, Teil 1

C-Lizenz Breitenfußball, Teil 3, Prüfung

Sa. 30.

Fortbildung Teilbereichstrainer/innen

Schiedsrichter

Mo. 11.

Mo. 18.

Fr. 22.

Fr. 29.

So. 17.

bis Do. 14. Jung-Schiedsrichter-Lehrgang

bis Do. 21. Schüler-Schiedsrichter-Lehrgang

bis So. 24. Leistungslehrgang für Bezirksschiedsrichter

bis So. 31. Lehrgang für Schiedsrichterinnen

Talentsichtung

bis Mi. 20. U 16-Junioren-Gemeinschaftslehrgang mit FV Berlin

U 15-Junioren-Gemeinschaftslehrgang mit FV Berlin

Verbandsmitarbeiter

Sa. 2. Schulung DFB-Mobil-Teamer

DFB-Schulung Sportrichter

Fr. 15. bis Sa. 16. DFBnet-Schulung für Einsteiger

Fr. 22. bis Sa. 23. Sitzung Verbandsjugendausschuss

Ferienangebote

Sa. 9. bis Mi. 13. Sparkassen-Fußballschule

Mi. 13. bis So. 17. Sparkassen-Fußballschule

So. 17. bis Mi. 20. Sparkassen-Fußballschule

Mi. 20. bis So. 24. Sparkassen-Fußballschule

Sonstiges

Sa. 2. bis Fr. 8. Austauschbesuch vom Fußballverband Großpolen

Vereinsneuaufnahmen

Durch Beschluss des Verbandspräsidiums ist die Aufnahme folgender

Vereine als Mitglieder im Niedersächsischen Fußballverband bestätigt

worden:

• FSV Bad Münder e.V., vertreten durch den 1. Vorsitzenden Jens

König, Friedrich-Ebert-Allee 6, 31848 Bad Münder, NFV-Kreis

Hameln-Pyrmont

• JFV Borstel-Luhdorf e.V., vertreten durch die 1. Vorsitzende

Simone Hußmann, Turnhallenweg 17, 21423 Winsen, NFV-

Kreis Harburg

• Fußballclub Nordkreis 2010 e.V., vertreten durch den 1. Vorsitzenden

Christian Schade, Grafhorster Str. 20, 38458 Velpke,

NFV-Kreis Helmstedt

• Portugiesischer Verein Vasco da Gama e.V., vertreten durch

den 1. Vorsitzenden Alcides Jose de Almeida Rodrigues,

Liebigstr. 29, 49074 Osnabrück, NFV-Kreis Osnabrück-Stadt

• NK Croatia Göttingen e.V., vertreten durch den 1. Vorsitzenden

Dario Milos, Vor dem Dorfe 14, 37127 Niemetal, NFV-Kreis Göttingen

• JFV Göttingen e.V., vertreten durch den 1. Vorsitzenden Frank

Psotta, An der Stupe 5, 37124 Rosdorf, NFV-Kreis Göttingen

Karl Rothmund

Präsident

Redaktionsschluss

für die nächste Ausgabe der Amtlichen Bekanntmachungen ist der

11. Oktober 2010.

Impressum

Fußball-Journal

Niedersachsen

Zeitschrift des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV)

Herausgeber:

Niedersächsischer Fußballverband

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

E-Mail: info@nfv.de

Internet: http://www.nfv.de

Verlag:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

Schillerstraße 4

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Telefax (0 51 05) 7 51 56

Redaktion:

Reiner Kramer

(verantwortlich für den Inhalt)

Peter Borchers

Manfred Finger

NFV-Pressestelle, Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 51 42

Telefax (0 51 05) 7 51 55

E-Mail: Reiner.Kramer@nfv.de

E-Mail: Peter.Borchers@nfv.de

E-Mail: Manfred.Finger@nfv.de

Mitarbeiter in den NFV-Bezirken:

Günter Schacht (Braunschweig)

Käthe-Kollwitz-Str. 4

38259 Salzgitter

GuenterSchacht@t-online.de

Gerrit Nolte, An der Windmühle 10,

30890 Barsinghausen

E-Mail: Gerrit.Nolte@t-online.de

Reiner Tienken (Lüneburg)

Mevenstedter Str. 24,

27726 Worpswede

E-Mail:

ReinerTienken@aol.com

Peter Bartsch (Weser-Ems)

Korrvettenweg 5 b, 26723 Emden

E-Mail: peter_bartsch@gmx.de

Verantwortlich für

Amtliche Bekanntmachungen:

Walter Burkhard, NFV-Justitiar

Barsinghausen

Herstellung:

Kornelia Schick

Adlerstr. 8, 31228 Peine

Telefon (0 51 71) 92 92 95

Telefax (0 51 71) 92 93 97

E-Mail: k.satzschick@arcor.de

Druck:

CW Niemeyer Druck GmbH

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Verwaltungs-GmbH des NFV

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Das Fußball-Journal Niedersachsen

erscheint monatlich. Es kann nur im

Abonnement bezogen werden.

Abonnements zum Preis von 30 Euro

für ein Jahr können bei der NFV-Beteiligungs-

und Verwaltungs-GmbH,

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bestellt werden. Der Einzelpreis

beträgt 3 Euro. Für Vereine und Verbandsmitarbeiter

des NFV ist er im

Mitgliedsbeitrag enthalten. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte,

Fotos usw. wird keine Haftung übernommen.

Rücksendung erfolgt nur,

wenn Rückporto beiliegt.

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Verfassers gekennzeichnet sind,

stellen nicht unbedingt die Meinung

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oder der Journal-Redaktion

dar.

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