(iVm §§ 319 ff. SolvV) zum 31.12.2009 - Rottaler Volksbank ...

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(iVm §§ 319 ff. SolvV) zum 31.12.2009 - Rottaler Volksbank ...

Solvabilitätsbericht nach § 26a KWG (i.V.m. §§ 319 ff. SolvV) zum 31.12.2009

der Rottaler Volksbank-Raiffeisenbank eG

Beschreibung Risikomanagement

Unser Risikomanagement haben wir im Lagebericht dargestellt.

Eigenmittel

Der Geschäftsanteil unserer Genossenschaft beträgt 150 EUR, die Pflichteinzahlung darauf beläuft sich auf

150 EUR. Die Haftsumme je Geschäftsanteil beträgt 150 EUR. Die Anzahl der Geschäftsanteile je Mitglied ist

nicht begrenzt.

Die Angemessenheit des internen Kapitals beurteilen wir, indem die als wesentlich eingestuften Risiken monatlich

am verfügbaren Gesamtbank-Risikolimit gemessen werden. Im Rahmen unserer Ergebnis-Vorschaurechnung

beurteilen wir die Angemessenheit des internen Kapitals zur Unterlegung der zukünftigen Aktivitäten. Einzelheiten

sind in der Beschreibung des Risikomanagements enthalten.

Unser modifiziertes verfügbares Eigenkapital nach § 10 Abs. 1d KWG setzt sich am 31.12.2009 wie folgt

zusammen:

Berichtsjahr

TEUR

Kernkapital 31.336

davon eingezahltes Kapital - Geschäftsguthaben 7.258

davon offene Rücklagen 24.500

davon Sonderposten für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB -

abzgl. gekündigte Geschäftsguthaben und Geschäftsguthaben

ausscheidender Mitglieder 355

abzgl. weitere Abzugspositionen 67

+ Ergänzungskapital 12.980

./. Abzugspositionen nach § 10 Abs. 6 und 6a KWG und Sonstige 831

= Modifiziertes verfügbares Eigenkapital 43.485

Drittrangmittel nach § 10 Abs. 2c KWG -

Solvabilitätsbericht - 1 -


Folgende Kapitalanforderungen, die sich für die einzelnen Risikopositionen (Kreditrisiken, Marktrisiken, Operationelle

Risiken) ergeben, haben wir erfüllt:

Risikopositionen

Kreditrisiko

Eigenkapitalanforderung

TEUR

Sonstige öffentliche Stellen 8

Institute 1.795

von Kreditinstituten emittierte gedeckte Schuldverschreibungen 98

Unternehmen 9.791

Mengengeschäft 14.135

durch Immobilien besicherte Positionen 1.094

Investmentanteile 795

Beteiligungen 518

Sonstige Positionen 1.545

Überfällige Positionen 964

Verbriefungen 2.391

Marktrisiken

Marktrisiken gemäß Standardansatz 166

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken im Basisindikatoransatz 2.307

Eigenkapitalanforderung insgesamt 35.607

Unsere Gesamtkapitalquote betrug 9,77 %, unsere Kernkapitalquote 6,95 %.

Adressenausfallrisiko

Als 'notleidend' werden Forderungen definiert, bei denen wir erwarten, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen,

den Kapitaldienst zu leisten, nachhaltig nicht nachkommen kann. Eine für Zwecke der Rechnungslegung

abgegrenzte Definition von 'in Verzug' verwenden wir nicht.

Solvabilitätsbericht - 2 -


Der Gesamtbetrag der Forderungen (Bruttokreditvolumen nach Maßgabe des § 19 Abs. 1 KWG) kann wie folgt

nach verschiedenen Forderungsarten aufgegliedert werden:

Forderungsarten (TEUR)

Kredite, Zusagen u. andere

nicht-derivate

außerbilanzielle Aktiva

Wertpapiere

Derivative

Instrumente

Gesamtbetrag ohne Kreditrisikominderungstechniken

544.965 174.805 -

Verteilung nach bedeutenden Regionen

Deutschland 539.543 82.916 -

EU 5.121 54.338 -

Nicht-EU 301 37.551 -

Verteilung nach Branchen/Schuldnergruppen

Privatkunden

(Nichtselbstständige) 179.873 - -

Firmenkunden 365.092 174.805 -

Verteilung nach Restlaufzeiten

< 1 Jahr 80.563 27.102 -

1 bis 5 Jahre 154.053 117.568 -

> 5 Jahre 199.747 18.055 -

ohne Restlaufzeitengliederung 110.602 12.080 -

Die Risikovorsorge erfolgt lt. handelsrechtlicher Vorgaben nach dem strengen Niederstwertprinzip. Außerdem

besteht eine Vorsorge für allgemeine Bankrisiken lt. § 340f Abs. 3 HGB. Unterjährig stellen wir sicher, dass

Einzelwertberichtigungen/-rückstellungen umgehend erfasst werden. Auflösungen der Einzelrisikovorsorge

nehmen wir vor, wenn sich die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers mit nachhaltiger Wirkung verbessert

haben.

Hauptbranchen

TEUR

Gesamtinanspruchnahme

aus

notleidenden

Krediten

Bestand

EWB

Bestand

PWB

Bestand

Rückstellungen

Nettozuführung

Auflösung

Verbrauch

von

EWB/Rückstellungen

Direktabschreibungen

Privatkunden 948 275 - 15 12 4

Firmenkunden 9.290 4.565 103 568 4 3

Summe PWB 419

Auf die Untergliederung nach Branchen wurde im Hinblick auf § 26a Abs. 2 KWG aus Vertraulichkeitsgründen

verzichtet.

Entwicklung der Risikovorsorge

TEUR

Eingänge

auf

abgeschriebene

Forderungen

Anfangsbestand

der Periode

Fortschreibung

in der Periode Auflösung Verbrauch

wechselkursbedingte

und sonstige

Veränderungen

Endbestand

der Periode

EWB 4.248 1.706 -881 -233 - 4.840

Rückstellungen 112 84 -93 - - 103

PWB 434 - -15 419

Solvabilitätsbericht - 3 -


Der Gesamtbetrag der ausstehenden Forderungsbeträge vor und nach Anwendung von Kreditrisikominderungstechniken

ergibt sich für jede Risikoklasse wie folgt

Risikogewicht

Gesamtsumme der ausstehenden Forderungsbeträge

(Standardansatz; in TEUR)

in % vor Kreditrisikominderung nach Kreditrisikominderung

0 56.052 61.454

10 12.310 12.310

20 117.210 117.223

35 41.178 41.178

75 310.535 306.295

100 175.654 174.498

150 7.387 7.368

Sonstige 3.878 3.878

Gesamt 724.204 724.204

Abzug von

den Eigenmitteln 3.219 3.219

Marktrisiko

Für die Risikoarten Zins, Aktien, Währung, Waren und Sonstige stellen sich die Eigenmittelanforderungen wie

folgt dar:

Risikoarten

Eigenmittelanforderung (TEUR)

Währung 166

Operationelles Risiko

Die Eigenmittelanforderungen für das operationelle Risiko werden nach dem Basisindikatorenansatz gemäß

§ 271 SolvV ermittelt.

Beteiligungen im Anlagebuch

Das Unternehmen hält überwiegend Beteiligungen an Gesellschaften und Unternehmen, die dem genossenschaftlichen

Verbund zugerechnet werden. Die Beteiligungen dienen regelmäßig der Ergänzung des eigenen

Produktangebotes sowie der Vertiefung der gegenseitigen Geschäftsbeziehungen. Die Bewertung des Beteiligungsportfolios

erfolgt nach handelsrechtlichen Vorgaben.

Neubewertungsreserven aus Beteiligungen wurden von uns im Berichtsjahr nicht ermittelt.

Beteiligungen

Buchwert

TEUR

beizulegender

Zeitwert TEUR

Nichtbörsengehandelte Positionen 5.488 6.549

Börsenwert

TEUR

Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch

Das von der Bank eingegangene Zinsänderungsrisiko als Teil des Marktpreisrisikos resultiert aus der Fristentransformation.

Risiken für die Bank entstehen hierbei insbesondere bei einem Anstieg und einer Verflachung

der Zinsstrukturkurve. Entsprechende Sicherungsgeschäfte zur Absicherung des Risikos werden nicht getätigt.

Die gemessenen Risiken werden in einem Limitsystem dem Gesamtbank-Risikolimit gegenübergestellt.

Solvabilitätsbericht - 4 -


Das Zinsänderungsrisiko wird in unserem Hause mit Hilfe der Zinselastizitätenbilanz gemessen und gesteuert.

Dabei legen wir folgende wesentlichen Schlüsselannahmen zu Grunde:

- Die Zinselastizitäten für die Aktiv- und Passivpositionen werden gemäß der institutsinternen Ermittlungen, die

auf den Erfahrungen der Vergangenheit basieren, berücksichtigt.

- Neugeschäftskonditionen werden auf Basis der am Markt erzielbaren Margen angesetzt.

- In Übereinstimmung mit unserer Geschäftsstrategie werden die Bestände im Rahmen der Risikobetrachtung

fortgeschrieben.

Zur Ermittlung der Auswirkungen von Zinsänderungen verwenden wir folgende Zinsszenarien:

Szenario 1: Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve + 100 BP

Szenario 2: Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve - 100 BP

Szenario 3: Drehung der Zinsstrukturkurve (Geldmarkt + 100 BP; 10jährige Anleihen - 100 BP)

Szenario 4: Drehung der Zinsstrukturkurve (Geldmarkt - 100 BP; 10jährige Anleihen + 100 BP)

Rückgang der Erträge

Zinsänderungsrisiko (TEUR)

Erhöhung der Erträge

Szenario 1: 924 -

Szenario 2: - 685

Szenario 3: 919 -

Szenario 4: - 691

Das Zinsänderungsrisiko wird von unserem Haus monatlich gemessen. Hierbei wird eine periodische Bewertung

des Risikos vorgenommen.

Verbriefungen

Wir haben im Rahmen des Verbriefungsprozesses die Funktion eines Investors übernommen. Hinsichtlich der

verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften liegen keine Besonderheiten vor. Die im Rahmen der

Funktion als Investor erworbenen Wertpapiere werden nach dem strengen Niederwertsprinzip bewertet und

unter den Anleihen und Schuldverschreibungen (Aktiva 5) ausgewiesen. Als Investor von ABS bzw. Kreditderivaten

verfolgen wir u.a. folgende Ziele:

- Gezielte Hereinnahme von Risiken aufgrund eines fehlenden anderweitigen Zugangs zu entsprechenden

Asset-Klassen

- gezielte Risikosteuerung bzw. -streuung mit Nutzung des Diversifikationseffektes

- Anlage von liquiden Mitteln zur Erzielung einer Überrendite

Kreditrisikominderungstechniken

Von bilanzwirksamen und außerbilanziellen Aufrechnungsvereinbarungen machen wir lediglich in einem Umfang,

der von untergeordneter Bedeutung ist, Gebrauch.

Von der Rechtswirksamkeit der zu Grunde liegenden Verträge haben wir uns überzeugt.

Die von uns implementierten Risikosteuerungsprozesse beinhalten eine regelmäßige, vollständige Kreditrisikobeurteilung

der besicherten Positionen einschließlich der Überprüfung der rechtlichen Wirksamkeit und der juristischen

Durchsetzbarkeit der hereingenommenen Sicherheiten.

Für die Bewertung der verwendeten berücksichtigungsfähigen Sicherheiten haben wir Beleihungsrichtlinien

eingeführt. Diese entsprechen den Richtlinien des genossenschaftlichen FinanzVerbundes zur Bewertung von

Kreditsicherheiten.

Folgende Hauptarten von Sicherheiten werden von uns für die Zwecke der Solvabilitätsverordnung als Sicherungsinstrumente

risikomindernd in Anrechnung gebracht:

Solvabilitätsbericht - 5 -


a) Gewährleistungen

- Bürgschaften und Garantien

- Bareinlagen bei anderen Kreditinstituten

- an uns abgetretene oder uns verpfändete Lebensversicherungen

b) Finanzielle Sicherheiten

- Bareinlagen in unserem Haus

- Einlagenzertifikate unseres Hauses

- Schuldverschreibungen der öffentlichen Hand

- Schuldverschreibungen von Kreditinstituten und Unternehmen, die ein externes Rating im Investment

Grade (mindestens BBB- nach S&P bzw. Fitch oder Baa3 nach Moody´s) aufweisen

- Aktien, die in einem Hauptindex einer Wertpapier- oder Terminbörse enthalten sind

- Investmentanteile im Sinne des § 155 Abs. 1 Nr. 16 SolvV

- Barrengold im Besitz unseres Hauses

Wir berücksichtigen diese Sicherheiten entsprechend der einfachen Methode für finanzielle Sicherheiten, bei

der der besicherte Teil das Risikogewicht des Sicherungsgebers erhält.

Bei den Gewährleistungsgebern für die von uns risikomindernd angerechneten Gewährleistungen handelt es

sich hauptsächlich um

- öffentliche Stellen (Zentralregierungen, Regionalregierungen, örtliche Gebietskörperschaften)

- inländische Kreditinstitute.

Kreditderivate werden von uns nicht genutzt.

Solvabilitätsbericht - 6 -

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