// Rind im Bild 1/2013 1 - Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G.

rsheg.de

// Rind im Bild 1/2013 1 - Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G.

ZKZ 30665

Rind im Bild

MITTEILUNGSORGAN DER RINDERZUCHT SCHLESWIG-HOLSTEIN EG UND DES LANDESKONTROLLVERBANDES SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V.

1. VIERTELJAHR

1/2013

// Top-Thema Auktion am Abend S. 15

// RSH eG Eutergesundheit aktuell S. 5

marktumfrage S. 10

// Tiergesundheit BHV1 S. 33

// Fleischrinder 2. Polled Limousin Elite Sale S. 40

// ZUCHT 100.000-Liter-Kühe // Rind im S. Bild 58 1/2013 1


Landesjungzüchterschau

Am 14. April ist es wieder soweit.

Dann findet der Jahreshöhepunkt des Landesjungzüchterverbandes, die

Landesjungzüchterschau in der Reithalle Viertshöhe in Aukrug (bei NMS)

statt.

Zu dieser Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Der Eintritt ist frei, für das leibliche Wohl ist gesorgt.


Vorwort

Liebe Mitglieder,

Inhalt

das vor uns liegende Jahr 2013 wird ein Jahr des Umbruchs. Ab dem 01.01.2014 werden

die hoheitlichen Tätigkeiten der Leistungsprüfungen und Zuchtwertschätzungen in die Eigenverantwortung

der Zuchtorganisationen übertragen. Das Land, das bisher diese Aufgaben

wahrgenommen hat, zieht sich zurück und wird sich auf Aufgaben der Überwachung dieser

Tätigkeiten nach dem Tierzuchtgesetz beschränken. Das bedeutet für die Rinderzucht Schleswig-Holstein,

dass bis Ende des Jahres 2013 neben der Beantragung der Neuanerkennung

als Zuchtorganisation zahlreiche Anpassungen und vertragliche Regelungen im Bereich der

Leistungsprüfungen und Zuchtwertschätzungen erforderlich werden, die gut überlegt sein

wollen. Zahlreiche Vorarbeiten hinsichtlich der Satzungen und Zuchtbuchordnung sind bereits

durchgeführt, vertragliche Regelungen mit dem Rechenzentrum für die Zuchtwertschätzungen

sind abgeschlossen und konstruktive Gespräche zur Organisation der Leistungsprüfungen mit

unserem Landeskontrollverband werden zum Abschluss gebracht, sodass Schleswig-Holstein

auch nach dem Wegfall der hoheitlichen Aufgaben des Staates effiziente Leistungsprüfungen

und wettbewerbsfähige, international anerkannte Zuchtwerte für Ihre Genetik im Bereich der

Rinderzucht und Besamung bieten kann.

Laut Viehzählung ist die Zahl der Milchkuhhaltungen in Schleswig-Holstein um 1,2 % auf 4.800

Betriebe gesunken, die Zahl der Milchkühe ist noch einmal um über 3 % angestiegen. Die bisherigen

Besamungszahlen des laufenden Geschäftsjahres bestätigen diesen positiven Trend.

Mit TOP-töchtergeprüften Vererbern in allen Rassen und durch die deutliche Steigerung des

Einsatzes genomischer junger Bullen auf knapp 40 % bei Schwarzbunten und Red-Holsteins,

die auf höchstem Niveau für besten Zuchtfortschritt sorgen, ist der Zuchtfortschritt unserer

Mitglieder für die Zukunft gesichert. Die Nachfrage nach gesextem Sperma, das nun auch ab

Ende Oktober 2012 bei der GGI in Cloppenburg produziert werden kann, hat deutlich zugenommen.

So steht mittlerweile von den töchtergeprüften Spitzen-Vererbern Brigade, Terbium

und Edway, aber auch von den genomischen Top-Bullen Snowtruck, Brisbane, Caliber S, Parma

PP, Pheno-Red P und Lou P sowie dem Angler-Vererber Owe gesextes Sperma von der RSH eG

zur Verfügung. Diese garantieren mit höchster Qualität und günstigem Preis jederzeit besten

Zuchtfortschritt und ermöglichen damit eine effizientere Selektion.

Die Zuchtviehvermarktung bewegt sich derzeit auf dem Vorjahresniveau. Bei konstant guten

Durchschnittspreisen fehlen jedoch belastbare Veterinärabkommen mit einigen Exportländern

in Bezug auf Schmallenbergvirus, die Garanten für einen kontinuierlichen Absatz auf hohem

Niveau sind. Die Politik ist aufgefordert, auch in Brüssel, Strategien zu entwickeln, die stabile

Rahmenbedingungen für die Milchviehhalter schaffen und die längerfristige Perspektiven und

bessere Kalkulierbarkeit zulassen.

Neben dem tierzuchtrechtlichen Änderungsbedarf gilt es, das gemeinsame Zuchtprogramm

der NOG-Partner noch effizienter zu gestalten um durch diesen gemeinsamen Pool dafür zu

sorgen, dass unsere Rinderhalter langfristig ein erstklassiges Angebot mit bester Genetik und

außergewöhnlicher Qualität zur Verfügung steht. Auf zahlreichen Veranstaltungen, sei es die

Angler-Rinder-Schau mit der Welt-Rotvieh-Konferenz in Angeln, der Deutschen Holstein Schau

und zahlreichen Rinderschauen auf Kreisebene, wird sich die RSH eG sowohl mit ihren besten

Zuchtkühen als auch mit Töchtergruppen von ihren Vererbern präsentieren, um damit nachhaltig

für die Rinderzucht Schleswig-Holstein und ihre Produkte zu werben. Die Zusammenarbeit

unserer Mitglieder mit der RSH eG wollen wir weiter intensivieren, um die bestmögliche

Effizienz für unsere Mitgliedsbetriebe in den Bereichen von Zucht, Besamung und Absatz zu

erreichen.

Termine 4

RSH eG 5

Eutergesundheit aktuell 5

RSH Marktumfrage 10

Neu gewählt: Vertreter und Ersatzvertreter 12

Top-Thema 15

Auktion am Abend 15

LKV 18

Tiergesundheit 33

BHV1 Freiheit 33

Brunstsynchronisationsprogramme 34

Aus den Rasseabteilungen 38

Interessantes Treffen in Holland 38

Jahreshauptversammlung Rotviehzüchter 39

Fleischrinder 40

Kreisvereine 46

Jungzüchter 50

Für Sie gelesen 52

Personalien 54

Zucht 56

Nachzuchten für Sie gesehen 56

100.000-Liter-Kühe 58

Testbullen 62

Titelbild:

Magret v. Tang,

Besitzer: C.-P. Mangelsen,

Streichmühle

Foto: Geverink

Matthias Leisen

Geschäftsführer

// Rind im Bild 1/2013 3


Termine

Termine

Auktionstermine 2013

Schwarzbunt – Rotbunt

21. März 2013 Neumünster 26. Sept. 2013 Neumünster

18. April 2013 Neumünster 24. Okt. 2013 Neumünster

16. Mai 2013 Neumünster 14. Nov. 2013 Neumünster

22. Aug. 2013 Neumünster 12. Dez. 2013 Neumünster

Für alle Auktionen gilt Status nach BHV1-Bundes-VO

BVD/MD: Alle Auktionstiere Antigen-negativ

Terminkalender

25.03.2013 Meldeschluss für Herdbuchkuhbewertung im April

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler

Veranstaltungskalender

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler – Fleischrinder

13. März 2013 Excellent-Schau, Leer (VOST)

17. März 2013 Jungzüchterschau der Kreise Stormarn, Hrzt. Lauenburg und Segeberg

19.-20. März 2013 Rind aktuell mit Sunrise Sale, Karow (RMV)

23. März 2013 Jungzüchterschau in Süderbrarup

24. März 2013 Jungzüchterschau im Kreis Rendsburg-Eckernförde, Gnutz

27. März 2013 Färsenschau, Bitburg (RUW)

30. März 2013 SRB-Schau, Buchloe (SRB)

14. April 2013 Landesjungzüchterschau, Aukrug

17. April 2013 5. Deutsches Färsenchampionat „Best of“, Groß Kreutz (Fleischrinder)

25.-28. April 2013 Sächsische Holstein-Tage, Leipzig (MAR/SRV)

3. Mai 2013 Süderbrarup am Abend – Angler Tierschau

4. Mai 2013 8. Galloway Open, Alsfeld

5.-6. Mai 2013 Europäische und Internationale RED Cow Konferenz

im Waldschlößchen in Schleswig

12.-13. Juni 2013 Deutsche Holstein Schau mit DHV-Genetik-Auktion, Oldenburg (DHV)

21. Juni 2013 Verein der Schwarzbuntzüchter im Kreis Nordfriesland: Kreisrinderschau

28. Juni 2013 Verein der Holsteinzüchter im Kreis Ostholstein: Kreisrinderschau

12. Juli 2013 Verein der Holsteinzüchter im Kreis Lauenburg:

Grillabend bei Familie Lüer in Niendorf

13. Juli 2013 Tarmstedt

5.-8. Sept. 2013 NORLA mit Landestierschau, Messegelände Rendsburg

8. Sept. 2013 Landesfleischrinderschau, Messegelände Rendsburg

11.-13. Okt. 2013 Bundesschau Blone d`Aquitaine, Alsfeld

17. Okt. 2013 Blickpunkt Rind, Paaren/Glien (RBB)

24. Okt. 2013 RUW-Schau, Hamm (RUW)

25. Nov. 2013 Elite-Auktion, Hamm (DHV)

4. Dez. 2013 Jahreshauptversammlung Jungzüchter

6. Dez. 2013 Nikolausschau, Bismark (RSA)

Impressum

Rind im Bild“, 22. Jahrgang, Nr. 1/2013

Mitteilungsorgan der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

u. des Landeskontrollverbandes Schleswig-Holstein e.V.

Rind im Bild“ soll die Rinderzüchter und -halter in

Schleswig-Holstein über die laufende Entwicklung in

Zucht, Besamung, Absatz sowie der Milchleistungsprüfung

informieren.

Verlag und Herausgeber:

Rind im Bild

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

E-mail: redaktion@rsheg.de

Telefon 04321/905300

Fax 04321/905396

Internet: www.rsheg.de

www.angler-rind.de

Bankverbindung: VR Bank Flensburg-Schleswig

(BLZ 216.617.19), Kto.-Nr. 417 220

Rind im Bild“ wird herausgegeben von:

Der RSH eG mit folgenden Abteilungen:

Matthias Leisen

Abt. Zucht

Telefon 04321/905351

Dr. Heiner Kahle

Abt. Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner

Telefon 04321/905301

Günter Koch

Abt. Rotbunte Schleswig-Holsteiner

Telefon 04321/905303

Claus-Peter Tordsen

Abt. Angler

Telefon 04641/933221

Claus Henningsen

Abt. Fleischrinder

Telefon 04321/905305

Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e. V. ,

Hergen Rowehl

Steenbeker Weg 151

D-24106 Kiel

Telefon: 0431/339870

Fax: 0431/3398713

E-Mail: info@lkv-sh.de

Redakt. Schriftleitung:

Susanne Derner

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

Erscheinungsweise: Viermal im Jahr

Auflage 8.000 Exemplare

Anzeigenverwaltung: „Rind im Bild

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

Telefon 04321/905331

Fax 04321/905396

Preisliste Nr. 9 vom 01. September 2001

Anzeigenschluss

Nr. 1 am 15. Januar,

Nr. 2 am 15. April,

Nr. 3 am 15. August,

Nr. 4 am 15. November

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Wiedergabe – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung

des Verlages gestattet.

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// Rind im Bild 1/2013


RSH eG

Eutergesundheit aktuell

Unter diesem Motto stand die diesjährige Informationsveranstaltung

der Landwirtschaftskammer

und der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG.

Die über 400 Teilnehmer dieser Veranstaltung dokumentieren

durch ihr kommen den hohen Stellenwert,

den die Eutergesundheit als eines der

zentralen Themen der Milchviehhaltung hat. Der

RSH-Vorsitzende Karl-Heinz Boyens konnte auch in

diesem Jahr hochkarätige Referenten begrüßen. In

seiner Einführung stellte er da, dass sich die Zellzahl

in der Anlieferungsmilch in den letzten Jahren

nicht verbessert hat und daher alle Möglichkeiten

genutzt werden müssen, sei es hinsichtlich der Genetik,

des Managements und geeigneter Vorbeugemaßnahmen,

die Qualität der Milcherzeuger und

der Eutergesundheit zu verbessern.

Im ersten Vortrag referierte Herr Hergen Rowehl,

Geschäftsführer des Landeskontrollverbandes

Schleswig-Holstein eV, zum Thema

„Wo stehen wir in der Anlieferungsmilch

und in der Milchleistungs- und Qualitätsprüfung?“

Der Milcherzeuger kann zur Beurteilung der Eutergesundheit

seiner Kuhherde verschiedene Beurteilungskriterien

nutzen. In jedem Fall gehört die Entnahme

von Milchproben und deren Untersuchung

in einem Labor sowie die anschließende Interpretation

dazu.

Die gesetzlich vorgeschriebene regelmäßige Untersuchung

der Milch, die an die Meierei geliefert werden

soll, beinhaltet u.a. auch die Bestimmung der

Anzahl somatischer Zellen in der Milch jedes Betriebes.

Sie wird je nach Bundesland unterschiedlich

häufig durchgeführt, in Schleswig-Holstein 4-5 Mal

im Monat. Problematisch für die Beurteilung der

Eutergesundheit ist, dass es sich um eine Mischmilch

des ganzen Bestandes handelt und dadurch

– je nach Bestandsgröße – einzelne oder mehrere

Kühe mit hohen Zellzahlen unentdeckt bleiben.

Außerdem ist die Milch von eventuell gerade medikamentös

behandelten Kühen nicht enthalten,

so dass der Zellzahlwert nicht die wahre Situation

widerspiegelt.

Obwohl der durchschnittliche Zellgehalt der Anlieferungsmilch

der letzten Jahre in Schleswig-

Holstein mit 210 bis 220.000 Zellen/ml in einem

völlig ungefährdeten Bereich liegt, kam es dennoch

allein bei den im Kieler Labor des LKV in 2011 untersuchten

Proben bei insgesamt 17,7 % der Lieferanten

zu gesetzlich vorgeschriebenen Abzügen

vom Milchgeld, die sich für die Zellzahl auf einen

Betrag von fast 180.000 € summierten. Unter

Einbeziehung der Abzüge wegen zu hoher Keimgehalte

und Hemmstoffrückständen gehen den

Milcherzeugern Einnahmen von über 500.000 €

verloren. Zusätzlich führen Qualitätsmängel in einigen

Betrieben zu behördlich angeordneten Liefersperren,

die nochmals Verluste von ca. 250.000 €

auslösen.

Deshalb ist zurzeit die im Rahmen der monatlichen

Milchleistungs- und Qualitätsprüfung ermittelte

Zellzahl jeder einzelnen Kuh die einfachste, kostengünstigste

und effektivste Monitoringmaßnahme

zur Beobachtung der Eutergesundheit. In den rasant

gewachsenen Beständen führt allenfalls die Fülle an

Daten zu einem Auswertungsproblem, so dass vereinfachte

Beurteilungskriterien notwendig werden.

Ein Vergleich der monatlichen Durchschnittszellzahlen

über mehrere Jahre zeigt, dass sich das

Zellzahlniveau zwischen den Jahren nur unwesentlich

unterscheidet. Auffällig ist jedoch der in jedem

Sommer deutlich ansteigende Wert. Unter Berücksichtigung

von über 300.000 einbezogenen Kühen

und der Tatsache, dass eutergesunde Kühe einen

Zellgehalt von unter 100.000 Zell/ml haben sollten,

sind die gefundenen Durchschnittswerte von bis zu

300.000 Zellen/ml eindeutig zu hoch.

Eine Auswertung der LKV-Daten hinsichtlich Zellzahlen

nach Betriebsgrößenklassen und Herdenleistung

zeigt eindeutig, dass es einerseits zwischen

Betrieben mit unterschiedlich großen Kuhbeständen

keine Unterschiede in der Eutergesundheit

gibt. Andererseits zeigen die Daten deutlich, dass

der durchschnittliche Zellgehalt in der Herde mit

zunehmender Milchleistung über alle Bestandgrößenklassen

relativ deutlich verbessert wird.

Wissenschaftliche Auswertungen weisen auf die

hohen wirtschaftlichen Verluste durch Mastitisfälle

hin. Die höchsten Verluste entstehen durch eine

verringerte Milchproduktion (53 %) und erhöhte

Remontierungskosten (35 %).

Nach den LKV-Daten treten die höchsten Mastitisbedingten

Abgangsraten bereits im ersten Laktationsmonat

auf. Dies ist besonders unerfreulich,

da der hohe finanzielle und arbeitswirtschaftliche

Einsatz, die Kuh bis zur Kalbung zu bringen, nicht

durch eine entsprechend lange Milchproduktion refinanziert

wird.

Als einzelbetriebliche Ursache einer schlechten Eutergesundheit

sind häufig folgende Punkte festzustellen:

• Niedrige Standards bei den täglichen

Tätigkeiten (Melken, Stallhygiene, Fütterung)

• Mastitiseinbrüche nach Zukäufen

mit ungeklärtem Eutergesundheitsstatus

• Fehlendes Wissen über hygienische oder

technische Zusammenhänge

Gute Fachvorträge sicherten höchste Aufmerksamkeit

Foto: Böhnke

// Rind im Bild 1/2013 5


RSH eG

• Phasen betrieblichen Wachstums

geringe Bereitschaft euterkranke Tiere

aus dem Betrieb zu entfernen

• Aufgrund anderer dringlicher Tiergesundheitsprobleme

kein Interesse an Verbesserung der

Eutergesundheit in der Herde.

Zur Unterstützung der Landwirte beim Monitoring

der Eutergesundheit hat der LKV einen neuen

Eutergesundheitsbericht eingeführt, der anhand

von wenigen komprimierten und wissenschaftlich

abgesicherten Kennzahlen schnell eventuelle Problembereiche

aufzeigt. Die Kennzahlen sind in die

vier Bereiche

1. Einteilung der Herde in Zellzahlklassen

2. Chronische Erkrankungen

3. Färsenmasitits

4. Trockenperiode

eingeteilt. Im Teilbereich 1. wird auf einen deutlichen

Leistungsabfall ab einer Zellzahl von

200.000 Zellen/ml hingewiesen. Aus den MLP-

Daten ist z.B. bezogen auf schwarzbunte Färsen

ein jährlicher Leistungsrückgang von -380 kg Milch

zu beobachten gewesen, wenn die Zellzahl nicht

bei maximal 100.000 sondern bei über 1.000.000

Zellen/ml gelegen hat. Die Bedeutung einer niedrigen

Zellzahl bei Färsen wird darüber hinaus an

einer weiteren Auswertung deutlich. Danach ist die

Wahrscheinlichkeit, dass eine Färse eine sehr lange

Nutzungsdauer erreicht umso höher, desto niedriger

die Laktationszellzahl in der ersten Laktation

war (siehe Tabelle 2). Die Notwendigkeit und der

positive Nutzen einer sehr guten Eutergesundheit

bei den Färsen sind daran sehr deutlich abzulesen.

Der Eutergesundheitsbericht weist den Milcherzeuger

zusätzlich auch auf die aktuelle Situation in

der laktieren Herde hin, indem grafisch aufbereitet

die Kühe angezeigt werden, die sich neu infiziert

haben oder geheilt sind. Die Senkung der Neuinfektionsrate,

sowohl in der laufenden Laktation als

auch während der Trockenperiode, sollte in vielen

Betrieben das Hauptziel der täglichen Arbeit sein.

Dies kann oft durch relativ einfache und auch kostengünstige

Maßnahmen bzw. Veränderungen in

der täglichen Arbeit erreicht werden. Maßnahmen

könnten z.B. sein, beim Melken Handschuhe zu tragen,

die Vorreinigung der Euter mit einem sauberen

Tuch pro Kuh zu verbessern, die Zitzen zu dippen,

eine Melkzeugzwischendesinfektion vorzunehmen.

Aber auch verbesserte Haltungsbedingungen wie

saubere und trockene Liegeflächen für jede Kuh

oder genügend sauberes Wasser und frische Luft

können sich positiv auswirken.

Als Schlussfolgerungen lässt sich, laut Herr Rowehl,

für eine verbesserte Eutergesundheit folgendes

festhalten:

• Systematisches Monitoring mit Hilfe

der MLP-Daten zeigt die Entwicklung

der Eutergesundheit eines Betriebes auf.

• Kennzahlen erleichtern die Fokussierung auf die

aktuell relevanten Bereiche.

• Verbesserte Standards der täglichen Arbeit und

deren dauerhafte Optimierung und Anpassung

führen zum Erfolg.

• Verbesserungen müssen in einem kontinuierlichen

Prozess bearbeitet werden, in dem alle

Beteiligten (Betriebsleiter, Tierarzt, Berater, ...)

an einem Strang ziehen.

• Der neue Eutergesundheitsbericht des LKV

liefert die notwendigen Kennzahlen:

- Er ist ein Instrument zur Einschätzung

der EG-Situation,

- und bietet Hilfestellung bei der Aufdeckung

von Problembereichen.

Behandlungs- und Prophylaxestrategien

unter Berücksichtigung der aktuellen

Antibiotikadiskussion.

Dieses Thema ist derzeit in aller Munde. Dr. med.

vet. Thomas Peters, von der Milchtierherden - Betreuungs-

und Forschungsgesellschaft (MBFG),

stellte in seinem Vortrag einige hochinteressante

Aspekte dar, die nachfolgend wiedergegeben werden.

Die sogenannte Antibiotikadiskussion lenkt die

Aufmerksamkeit auch auf den Antibiotikaeinsatz in

der Milchviehhaltung, der zum größten Teil im Zusammenhang

mit der Bekämpfung von Mastitiden

steht. In der allgemeinen öffentlichen Diskussion

werden Antibiotika z.T. wie für den Menschen und

Tiere gefährliche Gifte charakterisiert, die wegen

ihres Einsatzes in der Nutztierhaltung in Lebensmittel

geraten kann. Außerdem wird der Antibiotikaeinsatz

in der Nutztierhaltung als Indikator einer

tierquälerischen weil krankmachenden Tierhaltung

betrachtet.

Seitens der Humanmediziner und Veterinärmediziner

werden Antibiotika als wertvolle Behandlungsmittel

gegen bakterielle Infektionen geschätzt. Die

heilsame Wirksamkeit dieser Mittel ist durch eine

Zunahme von Antibiotikaresistenzen bei Bakterien

gefährdet. Es wird gegenwärtig nicht erwartet, dass

es möglich sein wird, dem durch die Resistenzentwicklung

entstehenden Problem in bedeutendem

Umfang durch neue antibiotische Mittel entgegenzutreten.

Da jeglicher Antibiotikaeinsatz mit der

Gefahr der Resistenzbildung einhergeht, sollte ein

solcher Einsatz im jeweiligen Fall gut begründet

sein. Den Milchtierhaltern kann man als Grundsatz

mitgeben: Nicht blind an Ihre Kinder; nicht blind an

Ihre Rinder! Denn Antibiotika sind nicht harmlos

wie Bonbons.

Herr Dr. Thomas Peters stellt sehr anschaulich die Behandlungs- und Prophylaxe-Strategien vor

Foto: Böhnke

Wegen häufiger Untersuchungen auf Hemmstoffe

ist es unwahrscheinlich, dass mit Antibiotika belastete

Milch den Verbraucher erreicht und das Bild

der Öffentlichkeit von der Milchproduktion ist vergleichsweise

gut. Es ist aber nicht garantiert, dass

dies so bleiben wird. Die Milchproduzenten müssen

damit rechnen, gefragt zu werden, wie häufig ihre

Kühe mit Antibiotika behandelt werden, aus welchem

Grund dies geschieht, welche diagnostische

Grundlage es für den jeweiligen Antibiotikaeinsatz

gibt und ob sie genug Vorbeugung gegen Erkrankungen

ihrer Tiere betreiben.

6

// Rind im Bild 1/2013


RSH eG

Durch Vorbeugemaßnahmen sollten Erkrankungen,

die eine Antibiose notwendig machen könnten,

möglichst vermieden werden. Dies gilt auch hinsichtlich

der Mastitis der Milchkuh. Antibiotika

dürfen nicht zum Ausgleich von Haltungsmängeln

missbraucht werden.

Vorbeuge ist medizinisch in der Regel sinnvoller als

Behandlung. Dies ist auch in der Milchviehhaltung

so. Vorbeugung gegen Eutergesundheitstörungen

ist zudem ökonomisch sehr vorteilhaft, da jeder Fall

einer klinischen Mastitis mit einem wirtschaftlichen

Schaden in der Größenordnung von 500,-€ verbunden

ist. Daran haben die durch Untersuchungen

und Behandlungen entstehenden Kosten nur einen

geringen Anteil! Minderproduktion und erhöhte

Remontierungskosten haben den größten Anteil

am durch Mastitiden entstehenden wirtschaftlichen

Schaden. Neben der den Milchviehhaltern im Allgemeinen

eigenen Haltung der Fürsorge für ihre Tiere

ist also auch aus wirtschaftlichen Gründen die Vorbeuge

gegen Mastitis äußerst wünschenswert. Zur

Motivierung der Milchviehhalter hinsichtlich Mastitisvorbeuge

ist die aktuelle Antibiotikadiskussion

also gar nicht notwendig.

Hinsichtlich Mastitis sind die drei wichtigsten Dinge:

Vorbeuge! Vorbeuge! Vorbeuge!

Die Vorbeugemaßnahmen liegen in erster Linie in

der Hand des Milchviehhalters. Vorbeuge macht

unter Umständen Arbeit und kann Geld kosten.

Aber wenn sinnvolle Vorbeugemaßnahmen betrieben

werden, sind sie wirtschaftlich sehr vorteilhaft.

Da Mastitis eine Faktorenerkrankung ist, gibt es

für Vorbeugemaßnahmen viele mögliche Ansatzpunkte.

Eine Maßnahme kann zum Ziel haben, die

körpereigene Infektionsabwehr der Kuh zu stärken,

oder aber sie soll dazu dienen, den Infektionsdruck

auf das Tier zu senken. Melkhygiene ist z.B. zur Senkung

des Infektionsdrucks ebenso wichtig wie eine

gute Pflege der Liegenboxen im Stall. Hinsichtlich

der Förderung einer guten körpereigenen Infektionsabwehr

der Kuh sind z.B. gute Fütterung und ein

guter Tierkomfort von Bedeutung. Damit Vorbeuge

gezielt erfolgen kann, muss Diagnostik erfolgen.

Eine monatlich Milchleistungsprüfung ist wichtiger

Bestandteil solcher Diagnostik auf Einzeltier- und

auf Herdenebene. Die dabei anfallenden Daten

können zu äußerst nützlichen Kennzahlen führen.

Solche Kennzahlen gestatten Vergleiche sowohl

zwischen Betrieben als auch über die Zeit. Kennzahlen

sind hilfreich für das Erkennen von Problemen

und gestatten die Überprüfung der Wirksamkeit

eingeleiteter Maßnahmen auf Herdenebene.

Hat ein Betrieb eine größere Zahl von Tieren, muss

er auch seine Herde als Patienten verstehen. Werden

viele Tiere krank, bedeutet dies meist, dass das

System krank ist. Ist aber das System krank, wird

Frau Dr. Häußermann bei ihrem Vortrag zur Melktechnik und Milchhygiene

es auf Dauer auch der Betrieb (wirtschaftlich) sein.

Zentraler Bestandteil der Mastitisdiagnostik ist die

Untersuchung von Viertelgemelksproben auf deren

Zellgehalte und auf Mastitis-Erreger. Denn wenn

man den Erreger kennt, kann man im Einzelfall

besser zu einer Einschätzung hinsichtlich des Sinns

oder Unsinns einer Behandlung kommen. Außerdem

kann man dann gegebenenfalls – auch unter

Berücksichtigung eines Antibiogramms - gezielt

behandeln.

Für den Kampf gegen Eutergesundheitsstörungen

ist eine planvolle Vorgehensweise zu empfehlen.

Für planvolle Vorbeuge wie für planvolle Behandlungen

ist es wichtig, zu wissen, welche Keime im

jeweiligen Fall vornehmlich am Geschehen ursächlich

beteiligt sind. Handelt es sich vornehmlich um

euterassoziierte Keime, die in erster Linie beim Melken

von Tier zu Tier übertragen werden, muss die

Melkarbeit kritisch unter die Lupe genommen werden.

Gehört der Leitkeim zu den umweltassoziierten

Erregern, ist u.a. vordringlich zu kontrollieren,

ob es notwendig ist, die Lauf-und Liegeflächenhygiene,

die Zitzenkondition oder die allgemeine Abwehrkraft

der Kühe zu verbessern. Wenn die Laboruntersuchungen

Hinweise geliefert haben, muss vor

Ort nach den möglichen Ursachen für die Probleme

gesucht werden.

Störungen der Eutergesundheit werden nie völlig

vermeidbar sein. Die zu beantwortenden Fragen

sind: Wieviel? Wie oft? Wie schlimm? Welcher

Ausgang? Wie teuer? Durch strategische Prophylaxe

und Behandlungsmaßnahmen kann man am

besten zu guten Ergebnissen kommen, die für den

Foto: Böhnke

jeweiligen Betrieb wirtschaftlich günstig , vom Gesichtspunkt

des Tierschutzes her wünschenswert

sowie im Sinne der Erhaltung der Wirksamkeit der

Antibiotika vorteilhaft sind und auch einem weiterhin

guten Image der Milchwirtschaft dienen.

Nachdem der tierärztliche Teil mit intensiver Diskussion

abgehandelt war, berichtete Frau Dr. Angelika

Häußermann, vom Institut für landwirtschaftliche

Verfahrenstechnik, UNI Kiel, in einem vielbeachtenden

Vortrag zum Thema:

„Was können wir an der Melktechnik und

Milchhygiene tun, um die Eutergesundheit

zu erhalten?”

Der Anteil euterkranker Tiere in einer Milchviehherde

wird von einer Vielzahl an Einflussfaktoren

beeinflusst. Die wichtigsten sind hierbei das Vorhandensein

von Erregern in der Haltungsumwelt

und in infizierten Kühen, die Übertragung von Erregern

über verschmutzte Oberflächen, das Melkpersonal

und die Melkanlage sowie die Abwehrsituation

der Tiere. Eine gute Eutergesundheit setzt

daher voraus, dass die Hygiene am Melkplatz, die

Melkanlagenfunktion, die Immunabwehr der Milchkühe

und der Erregerdruck in der Herde optimal

überwacht werden.

Ein Aspekt ist die „Hygiene am Melkplatz“

Sie betrifft die Arbeitsroutinen und die Reinigung

und Desinfektion der Melkanlage:

• Sauberkeit am Melkplatz, Sauberkeit der

melkenden Personen (Handschuhe) bzw. des

Roboterarms und der Standfläche der Tiere;

// Rind im Bild 1/2013 7


RSH eG

• Vorgemelkskontrolle im Vormelkbecher;

hygienische Entsorgung des Vorgemelks

• Zitzenreinigung mit Einwegpapier, Holzwolle

oder einem Mehrweglappen pro Kuh; Mehrweglappen

nach jeder Verwendung heiß waschen,

ggf. desinfizieren; bei Automatischen Melksystemen:

Desinfektion der Bürsten kontrollieren;

• Gründliche Reinigung der Zitze ist letzter

Arbeitsvorgang vor dem Ansetzen

(Neuverschmutzung der Zitzen vermeiden);

• Vermeidung von Lufteinbrüchen beim Ansetzen

des Melkzeuges;

• Dippen/Besprühen der Zitzen nach dem Melken

mit desinfizierenden und hautpflegenden

Substanzen

• Zwischendesinfektion der Melkzeuge

(Heißdampf, Peressigsäure)

• Regelmäßiger Wechsel der Zitzengummis

• Ggf. Kontrolle der Reinigungsfunktion

und -einstellungen der Melkanlage

Die Melkanlage ist ein wichtiger Baustein zur Eutergesundheit.

Die korrekte Funktion der Melkanlage sollte vor

jedem Melkvorgang überprüft werden. Messungen

mit geeigneter Messtechnik können darüber hinaus

versteckte Fehlfunktionen aufdecken (mindestens

jährlich). Kontrolliert werden sollten zum Beispiel

folgende Kriterien:

• Funktion des Pulsators, Länge der einzelnen

Pulsphasen;

• Vakuumhöhe und Leistungskapazität

der Vakuumpumpe;

• Häufigkeit von Lufteinbrüchen während oder

am Ende des Melkvorgangs;

• Passt der Zitzengummi zur Länge und zum

Durchmesser der Zitzen?

• Stimmt die Abnahmeschwelle mit dem

eingestellten Wert überein?

• Wird die Milch zügig vom Melkzeug

zum Milchabscheider abgeleitet?

• Ausmelkgrad der Euterviertel.

Die Immunabwehr der Kühe wird mitunter durch

klinische und subklinische Erkrankungen, häufig

durch Stoffwechselerkrankungen, sowie durch

Stress negativ beeinflusst. Darüber hinaus übt der

Melkvorgang einen Einfluss auf die Integrität des

Zitzengewebes und auf die lokale Barrierefunktion

der Zitze aus. Folgende Kriterien können Indikatoren

für negative Auswirkungen des Melkvorgangs

auf letztere sein:

• Akute oder chronische Veränderungen der

Zitze, wie Ringbildung an der Zitzenbasis,

Zyanosen, Ödeme und Hyperkeratosen

an der Zitzenspitze;

• Abgeknickte und verdrehte Zitzen während des

Melkvorgangs durch ungünstige Positionierung

der Melkbecher;

• Überlange Melkdauer und/oder

lange Blindmelkzeiten.

Gegebenenfalls ist die Einstellung der Vakuumhöhe,

der Pulsation und zum Beispiel die Auswahl

der Zitzengummis zu überprüfen. Bei trockener Zitzenhaut

und zum Beispiel Hyperkeratosen können

jedoch auch Umweltfaktoren (Kälte, Nässe) und

insbesondere Dippmittel (zu geringer Pflegemittelanteil)

eine Rolle spielen.

Um die Gefahr für eine Erregerübertragung von

einem Tier auf das nächste zu verringern ist es

wichtig, den Gesundheitsstatus der Herde zu kennen.

Klinische Anzeichen einer Erkrankungen oder

erhöhte Zellzahlen (> 100.000 Zellen/ml Milch)

sind Indikatoren, die auf eine Eutererkrankung

hinweisen. Ein Erregernachweis ist eine wichtige

Information für die korrekte Behandlung der Tiere.

Folgende Informationen unterstützen das Eutergesundheitsmanagement:

• Ermittlung der Eutergesundheitssituation

mit Hilfe geeigneter Kennzahlen

(vgl. Eutergesundheitsbericht LKV);

• Zyto-bakteriologische Untersuchung und Sanierung

der Herde rechtzeitig vor der Umstellung

auf ein neues Melksystem (vgl. BMELV, 2006);

• Trockenstellen auf der Basis bakteriologischer

Voruntersuchungen;

• Behandlung von Tieren bei akuter Mastitis, bei

Infektionen mit S. agalactiae, S. dysgalactiae

und S. canis sowie bei Infektionen mit S. aureus

im ersten Laktationsmonat (Barth et al., 2012)

• Merzung chronisch erkrankter Tiere.

Fazit

Die regelmäßige Überprüfung der Arbeitsroutinen,

der Melkanlagenfunktion und der wichtigsten Indikatoren,

die auf Eutererkrankungen hinweisen,

unterstützen eine gute Eutergesundheit. Weitere

Maßnahmen sind regelmäßige zyto-bakteriologische

Untersuchungen von Milchproben nach

einem festen Plan und eine regelmäßige externe

Beratung durch spezialisierte Eutergesundheitsdienste.

Prof. Swalve, Universität Halle, erläuterte in seinem

Vortrag:

„Züchterische Aspekte der Eutergesundheit“

Die Bedeutung der Mastitis als wichtigste Krankheit

der Milchkuh konnte auch in Untersuchungen

in den Testherden in Mecklenburg-Vorpommern

(ca. 30 Großbetriebe) und Brandenburg (ca. 40

Großbetriebe) bestätigt werden. Rund ein Drittel

der Kühe sind je Laktation betroffen. In einer weiteren

Untersuchung an 7 Großbetrieben in Sachsen-

Anhalt und Thüringen wurde insbesondere herausgearbeitet,

dass Mastitis insbesondere bei jungen

Kühen gerade am Anfang der Laktation auftritt,

bei älteren Kühen verschiebt sich das Auftreten der

Mastitis eher in die spätere Laktation. Mastitis ist

eine Faktorenkrankheit, zu der die Kuh selbst, die

Umweltgestaltung und der jeweilige Erreger beitragen.

Aufgrund dieser vielfältigen Ursachen für

die Entstehung der Mastitis verwundert es nicht,

dass der Anteil der Erblichkeit nur sehr gering ist,

ca. 2 – 5 %. Es ist auch hervorzuheben, dass die

Kuh unterschiedliche Methoden der Abwehr gegen

eine Mastitis besitzt: Spezifische Immunantworten,

allgemeine Mechanismen der Immunität, sowie

anatomisch bedingte (z.B. Zitzenverschluss, Euterform).

Die Züchtung sollte sich vornehmlich mit

der Stärkung der allgemeinen Immunantwort und

den anatomisch bedingten Mechanismen befassen.

In einer älteren Untersuchung der Hallenser

Arbeitsgruppe wurde der genetische Hintergrund

für die erregerspezifische Auswertung der Mastitis

auf der Basis bakteriologischer Untersuchungen

(ca. 100.000 Proben) analysiert. Es zeigte sich zunächst

bei einer herdenweisen Betrachtung, dass

häufig ein Erreger den anderen verdrängen kann

und dieser Mechanismus hin- und herpendelt. Die

Erblichkeit der bakteriologischen Befunde war tatsächlich

unterschiedlich, insgesamt aber wiederum

auf einem niedrigen Niveau, so dass kaum züchterische

Konsequenzen gezogen werden konnten.

Eine neue Untersuchung aus Halle befasst sich mit

der Definition des "Ereignis Mastitis" auf der Basis

von Diagnosen und Behandlungsdokumentationen

in Herdenmanagementprogrammen der Testherden

in Mecklenburg-Vorpommern. Die einfachste Herangehensweise

ist es, lediglich die Zahl der Diagnosen

je Kuh und Laktation zu zählen, darauf aufbauend

sollten jedoch Mehrfachdiagnosen, welche

zeitlich zu einer Erkrankung gehören, zu "Erkrankungsereignissen"

zusammengefasst werden. Diese

Vorgehensweise führt in der sich anschließenden

genetisch-statistischen Analyse auch tatsächlich zu

etwas höheren Erblichkeiten und durchaus akzeptablen

Sicherheiten für Bullenzuchtwerte. Trotz der

im Vergleich zu Merkmalen der Milchleistung immer

noch niedrigen Erblichkeit der Mastitisanfälligkeit

sind züchterische Möglichkeiten also gegeben.

Bei Ansicht der Bullenzuchtwerte kann herausgearbeitet

werden, dass es durchaus Bullen gibt, deren

Töchter zwar geringe Zellzahlen, aber erhöhte Erkrankungsraten

aufweisen und umgekehrt. Bei der

Masse der Bullen verlaufen aber Zuchtwerte für

Zellzahlen und Erkrankungsraten im Gleichklang.

8

// Rind im Bild 1/2013


RSH eG

Familie Andresen/Gerdes GbR mit ihren Lieblingskühen

Man kann hieraus folgern, dass es sehr vorteilhaft

wäre, wenn man bei der Bullenauswahl sowohl mit

den Zuchtwerten auf der Basis der Zellzahlen, als

auch mit Zuchtwerten für tatsächliche Erkrankungsraten

arbeiten könnte. Dies setzt aber eine Datenerfassung

der Mastitisfälle voraus, welche zwar in

Testherden geleistet werden kann, flächendeckend

aber kaum implementierbar wäre. Ein Ausweg

aus diesem Dilemma ist der jetzt auf der Ebene

des Deutschen-Holstein-Verbandes angestrebte

Weg, Daten aus Testherden für ein Projekt zur Abschätzung

genomischer Effekte für Mastitiserkrankungen

heranzuziehen und die Ergebnisse dann für

die genomische Zuchtwertschätzung und -selektion

in allen Verbänden zu nutzen.

Zum Abschluss berichtete der Landwirt Knud Detlef

Andresen, Haurup, zum Thema:

„Mit der richtigen Strategie langfristig

niedrige Zellzahlen“

In seinem sehr anschaulichen Vortrag mit zahlreichen

Bildern erläuterte Herr Andresen, der in der

Andresen/Gerdes GbR 150 Holsteinkühe melken

und eine durchschnittliche Herdendurchschnittsleistung

von über 11.000 kg in den letzten 5 Jahren

aufweisen können, über die Strategie in seinem

Betrieb langfristig niedrige Zellzahlen dauerhaft

stabil zu realisieren. Dabei berichtet er, dass die

Ausgangslage in seinem Betrieb im Jahre 2002 mit

durchschnittlich etwa 150.000 Zellen auf solidem

Niveau, aber ihm persönlich nicht gut genug waren.

Foto: Arkink

Damals wurde ein Fahrplan erstellt, der auch heute

noch Gültigkeit hat. Zu seinen standardisierten

Melkrutinen gehören seit dieser Zeit:

1. Vordippen, vormelken, Reinigung mit

Eutertüchern, ansetzen, dippen

2. Tägliches Waschen der Eutertücher

in der Waschmaschine („1 Tuch für 1 Kuh“)

3. Konsequente Zwischendesinfektion

aller Rinder nach dem melken.

Dabei wies er daraufhin, dass entscheidend ist,

diese Melkroutine konsequent umzusetzen, dass

gilt für alle Personen, die melken. Das Umsetzen

dieser Schritte führte zu einer spürbaren Reduktion

der Zellzahlen, die in den darauffolgenden Jahren

sich immer im Bereich von unter 120.000 Zellen

bewegten. Um dies dauerhaft abzusichern, werden

seit 2005 alle Kühe mit Zellzahlen in der Milchkontrolle

in der Größe von > 200.000 SCS mit einem

gelben Fesselband gekennzeichnet. Nach dem Melken

einer Kuh mit gelbem Band, wird die Melkanlage

durchgespült. Natürlich wurde in den ganzen

Jahren regelmäßig die Melkanlage überprüft und

jährlich Zitzengummis gewechselt.

Trotz dieses sehr straffen Melkmanagements stieg

im Betrieb im Jahr 2009 plötzlich die Zellzahl auf

knapp 200.000 an. Ursache hierfür waren Hyperkeratosen

und Verhärtungen an den Zitzenspitzen.

Die Folgen wurden schnell erkannt. Es erfolgte

eine Umstellung der Melktechnik auf dreieckigen

Zitzengummis, die in der Entlastungsphase auf die

Zitzenflanke wirken und die Zitzenspitze schonen.

Dadurch ist nach kurzer Umgewöhnung ruhiges

Melken eingetreten und die Hyperkeratosen verschwunden.

Dies sollte als Beispiel dazu dienen,

dass man sehr schnell auch mit entsprechender

fachlicher Unterstützung von Melkberatern Ursachen

finden muss und breit sein muss, seine Melkroutinen

umzustellen. Nachfolgende Übersicht

zeigt die aktuellen Daten, die im Herdenvergleich

2012 im Betrieb Andresen/Gerdes erreicht wurden:

Durchschnitt aller Kühe der Herde: 79.000 SCS

Färsen der Herde:

68.000 SCS

Kühe der Herde:

85.000 SCS

Einzelkontrollergebnisse


RSH eG

Die RSH stellt sich zukunftsfähig auf

Die RSH eG als alleinige Zucht- und Besamungsstation

in Schleswig-Holstein steht vor der Herausforderung,

ihre starke Marktposition in Norddeutschland

weiter auszubauen und zu festigen.

Die in Göttingen ansässige Agrifood Consulting

GmbH wurde daher beauftragt, die marktbezogenen

Unternehmensaktivitäten der RSH einem

professionellen Review zu unterziehen.

Im Zuge dieser Untersuchung wurden sowohl intensive

Diskussionen mit der Geschäftsführung geführt

als auch eine Mitarbeiter- sowie eine Kundenbefragung

durchgeführt, um Verbesserungspotentiale zu

ermitteln und in entsprechende Handlungsstrategien

umzusetzen.

Im Folgenden werden die wichtigsten Ergebnisse

der Mitgliederbefragung vorgestellt, um den Umfrageteilnehmern

sowie allen weiteren interessierten

Lesern einen Einblick in das Projekt zu ermöglichen.

Beschreibung der teilnehmenden Mitglieder

Die Mitgliederbefragung wurde im September und

Oktober 2012 durchgeführt. Circa 6.000 Mitglieder

der RSH wurden dafür angeschrieben, 592

beantwortete Fragebögen konnten in die Auswertung

der Befragung einfließen. Über 90 % der

Teilnehmer sind Haupterwerbslandwirte und 78 %

als Betriebsleiter tätig. Das Durchschnittsalter der

Stichprobe liegt bei 47 Jahren, die mittlere Laktationsleistung

der Betriebe bei 8.747 kg Milch pro

Kuh und Jahr.

Zufriedenheit mit der RSH insgesamt

Gefragt wurde nach der generellen Zufriedenheit

der Mitglieder mit der RSH sowie nach speziellen

Stärken und Schwächen der Genossenschaft

aus Kundensicht. Dabei ging es beispielsweise

um die Zufriedenheit in den verschiedenen Geschäftsfeldern

(Besamungsservice, Bullenangebot,

Herdbuchführung, Zuchtviehhandel) sowie die

Bewertung der Tierzuchttechniker. Ebenso wurde

die Meinung der Probanden zu den eingesetzten

Kommunikationsmedien der RSH (z.B. das Kundenmagazin

Rind im Bild“) erfragt.

Der größte Teil der Kunden gibt an, zufrieden

mit der RSH zu sein – dennoch besteht

Verbesserungspotential

Abb. 2: Gut drei Viertel der befragten Mitglieder

sind insgesamt mit der RSH „zufrieden“ (64,5 %)

bis „sehr zufrieden“ (11,1 %). Der Mittelwert beträgt

0,8 (gemessen auf einer Skala von -2 = „sehr

unzufrieden“ bis +2 = „sehr zufrieden“). Dennoch

besteht Verbesserungspotential für die RSH: Knapp

Abb. 1: Regionale Verteilung der Teilnehmer der Mitgliederbefragung

20 % der Probanden beantworteten die Frage

nach der Gesamtzufriedenheit mit „teils/teils“,

5 % gaben sogar an, „unzufrieden“ oder „sehr

unzufrieden“ mit der RSH zu sein. Hier gilt es herauszuarbeiten,

worauf sich diese Unzufriedenheit

der Kunden begründet und wie sie aus der Welt

geschafft werden kann.

Zufriedenheit mit den verschiedenen

Geschäftsfeldern

Die größte Zufriedenheit herrscht im Arbeitsbereich

Besamungsservice, welcher gleichzeitig von

den meisten Kunden in Anspruch genommen wird

(n=578). Darüber hinaus wird diesem Bereich die

größte Kompetenz zugeschrieben: Mehr als 90

% der Befragten halten diesen Arbeitsbereich für

„kompetent“ bis „sehr kompetent“. Diese Ergebnisse

werden bestätigt durch die sehr gute Bewertung

der Tierzuchttechniker, die auf 71 % der

Betriebe die Besamungen durchführen. Knapp 79

% der Mitglieder sehen ihre Erwartungen an ein

Rinderzuchtunternehmen somit „überwiegend“

bis „voll und ganz“ erfüllt. Die größten Stärken

der RSH sehen die Befragten in der Erreichbarkeit

und der Kompetenz der Ansprechpartner sowie der

Jungzüchterförderung. Der größte Nachholbedarf

für die RSH wird dagegen in der Betreuung von

Großbetrieben, dem Angebot von gesextem Sperma

und der Rabattpolitik gesehen.

In Bezug auf das Bullenangebot der RSH herrscht

ebenfalls überwiegend Zufriedenheit: Qualität und

Verfügbarkeit werden von 65 % beziehungsweise

64 % der Umfrageteilnehmer positiv bewertet. Das

Brunsterkennungssystem „Heatime“ der RSH ist

laut den Ergebnissen der Mitgliederbefragung den

Systemen der Wettbewerber überlegen. Ein Viertel

der befragten Kunden nutzt „Heatime“, 90 % der

Nutzer sind mit dem System „zufrieden“ bis „sehr

zufrieden“.

Ein Polaritätenprofil zeigt, dass auch die Bewertung

einzelner Aspekte der RSH durch die Mitglieder

durchweg positiv ist. Insgesamt wird die RSH von

ihren Mitgliedern am ehesten als „freundlich“,

„zuverlässig“, „bemüht“, „ehrlich“, „vertrauenswürdig“

und „kompetent“ beschrieben (s. Abb.

Polaritätenprofil). Die Punkte „Einfluss“ sowie

„Flexibilität“ weisen am ehesten auf einen Verbesserungsbedarf

hin.

Die Bewertungen liegen alle im positiven

Bereich, jedoch gibt es deutliche Unterschiede

hinsichtlich der Kundenbewertung

einzelner Aspekte (siehe Abb. 3)

Zufriedenheit mit den eingesetzten

Kommunikationsmedien der RSH

Mit den von der RSH eingesetzten Medien sind die

befragten Kunden insgesamt zufrieden. Am besten

schneidet das Kundenmagazin „Rind im Bild“ ab,

das von knapp 90 % der Befragten positiv bewertet

wird. Der größte Handlungsbedarf zeigt sich

hingegen bei der Homepage der Genossenschaft.

Der Bullenkatalog wird von 95 % der Befragten

mit großem Abstand als das wichtigste Medium

bezeichnet. Es folgen der Einsatz von Informations-

Flyern und die Auskünfte durch die Vertriebsmitarbeiter.

Der Einsatz von sozialen Medien sowie

Smartphone-Apps wird überwiegend als unwichtig

bewertet.

10

// Rind im Bild 1/2013


RSH eG

Abb. 2: Wie zufrieden sind die Mitglieder insgesamt mit der RSH?

100 %

90 %

80 %

70 %

60 %

50 %

40 %

30 %

20 %

10 %

0 %

100 %

100 %

90 %

90 %

80 %

80 %

70 %

70 %

60 %

60 %

50 %

50 %

40 %

40 %

30 %

30 %

20 %

20 %

10 %

10 %

sehr

sehr

unzufrieden unzufrieden teils/teils zufrieden zufrieden

0 %

0 % sehr

sehr

sehr

sehr

unzufrieden unzufrieden teils/teils zufrieden zufrieden

unzufrieden unzufrieden teils/teils zufrieden zufrieden

Bei der Bewertung der Medien der RSH zeigt

sich der größte Handlungsbedarf hinsichtlich

der Homepage (siehe Abb. 4)

Fazit

Die RSH möchte allen Teilnehmer der Mitgliederbefragung

an dieser Stelle herzlich für die Beantwortung

des Fragebogens danken.

Die Ergebnisse der Befragung sowie des gesamten

Projektes werden in naher Zukunft in Absprache mit

dem Vorstand in Handlungsstrategien umgesetzt,

welche dazu dienen werden, die Servicequalität

und das Angebot der RSH zu verbessern.

Als erster Schritt auf diesem Wege ist die Überarbeitung

der RSH-Homepage zu nennen.

Abb. 3: Polaritäenprofil: Wo ordnen Sie die RSH ein?

inkompetent

unzuverlässig inkompetent

inkompetent

unflexibel unzuverlässig

unzuverlässig

unfreundlich unflexibel

unflexibel

gleichgültig unfreundlich

unfreundlich

erfolglos gleichgültig

gleichgültig

verlogen erfolglos

erfolglos

unbedeutend verlogen

verlogen

trügerisch unbedeutend

unbedeutend

rückschrittlich trügerisch

trügerisch

rückschrittlich -2

rückschrittlich

-2

-2

-1

-1

-1

0

Angegeben ist der Mittelwert auf einer Skala von -2=„inkompetent“, über 0=„teils/teils“, bis +2=„kompetent“ etc.

0

0

1

1

zuverlässigkompetent

kompetent

flexibel zuverlässig

zuverlässig

freundlich flexibel

flexibel

bemüht freundlich

freundlich

erfolgreichbemüht

bemüht

ehrlich erfolgreich

erfolgreich

einflussreich ehrlich

ehrlich

vertrauenswürdig einflussreich

einflussreich

zukunftsorientiert vertrauenswürdig

vertrauenswürdig

zukunftsorientiert

zukunftsorientiert

Abb. 4: Wie zufrieden sind Sie mit den nachfolgend genannten Medien der RSH?

Kundenmagazin „Rind im Bild

9 % 62,5 % 25,7 %

n = 565

Kundenmagazin „Rind im Bild

Kundenmagazin Schauen „Rind im Bild“ 9 62,5 % 25,7 %

n = 565 24,1 9 %% 45,3 62,5 % % 25,4 % 25,7 %

n = 503 n = 565

Schauen

hjahrs- und Herbstversammlungen Schauen 24,1 % 45,3 % 25,4 %

n = 503 24,4 % 24,1 % 54,3 % 45,3 % 16,8 % 25,4 %

n = 525 n = 503

Frühjahrs- und Herbstversammlungen

Frühjahrs- und Messeauftritte Herbstversammlungen 24,4 % 54,3 % 16,8 %

n = 525 33,9 % 24,4 % 50,3 54,3 % % 11,4 % 16,8 %

n = 511 n = 525

Messeauftritte

Informationsflyer Messeauftritte

33,9 % 50,3 % 11,4 %

n = 511 33 % 33,9 % 52,9 % 50,3 % 11,4 %

n = 512 n = 511

Informationsflyer

33 % 52,9 %

Homepage Informationsflyer

n = 8,9 512% 37,1 % 33 % 46 % 52,9 %

n = 439 n = 512

Homepage

0 Homepage % 8,9 20 % 40 37,1 % % 60 % 80 % 46 % 100 %

n = 439

8,9 % 37,1 % 46 %

n = 439

0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %

0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 %

2

2

Angegeben ist der Mittelwert auf einer Skala von -2=„inkompetent“, über 0=„teils/teils“, bis +2=„kompetent“ etc.

Angegeben ist der Mittelwert auf einer Skala von -2=„inkompetent“, über 0=„teils/teils“, bis +2=„kompetent“ etc.

1

2

kompetent

Profil Agrifood Consulting GmbH

Die Agrifood Consulting GmbH | Spiller, Zühlsdorf

+ Voss ist eine mittelständische Unternehmensberatung

mit dem Themenfokus Marketing, Vertrieb

und Marktforschung für Kunden aus der Agrar- und

Ernährungsindustrie.

Als Spin-Off des Lehrstuhls für Lebensmittel- und

Agrarmarketing an der Georg-August-Universität

Göttingen (Prof. Dr. Achim Spiller) greift die Agrifood

Consulting bei ihren vielfältigen Beratungsmandaten

auf einen breiten Fundus an aktuellen

wissenschaftlichen Erkenntnissen zurück und übersetzt

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sehr unzufrieden unzufrieden teils/teils zufrieden sehr zufrieden

// Rind im Bild 1/2013 11


RSH eG

Vertreter und Ersatzvertreter neu gewählt

Auf den Herbstversammlungen der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG, die in der Zeit 22. Oktober

bis 05. November 2012 stattfanden, wurden insgesamt

162 Vertreter und Ersatzvertreter gemäß § 26

c der Satzung neu gewählt, die ab der kommenden

Vertreterversammlung im März 2013 die Geschicke

der RSH eG maßgeblich mit beeinflussen können.

Allen Vertretern und Ersatzvertretern, die jetzt im

Zuge der Neuwahl ausgeschieden sind, möchte die

RSH eG ganz herzlich für die geleistete Arbeit zum

Wohle der Genossenschaft danken. Ohne diese

Arbeit wäre eine funktionierende, mitgliederorientierte

Rinderzuchtorganisation nicht denkbar. Den

neu gewählten Vertretern und Ersatzvertretern

danken wir für die Bereitschaft Verantwortung und

Aufgaben zu übernehmen und hoffen auf eine gute

Zusammenarbeit.

K.-H. Boyens, O. Gravert

Vertreter Schwarzbunt

Ersatzvertreter Schwarzbunt

Name Vorname Ort Name Vorname Ort

Pagel Thomas Tinningstedt Hansen Swen Neukirchen

Hansen Martin-Peter Klintumfeld Cordsen Jürgen Bramstedtlund

Puschmann Michael Bramstedtlund Petersen Heinrich Humptrup, Petersen GbR Kahlebüll

Andresen Olav Ladelund Klug Jörg Achtrup

Peterssen Dirk Pellworm Nommsen Nico Pellworm

Rörden Witsum/Föhr Carstensen Sven Alkersum/Föhr, Carstensen GbR

Dau Jan-Hermann Koldenbüttel Harring Torge Tönning

Möllgaard Jens Christian Fichtenheim GbR, Dörpum Petersen Hans Hermann Drelsdorf

Hansen Reinhard Hansen GbR, Löwenstedt Thordsen Detlef Kolkerheide, Rantzauhoff GbR

Carstensen Lorenz Christian Rantrum Nagel Birger Löwenstedt

Dithmarschen Jautelat Armin Wrohm Sierk Matthias Sarzbüttel

Otte Jens Schuby

Nordfriesland

Schleswig-

Flensburg

Ostholstein

Segeberg

Lauenburg

Stormarn

Rendsburg-

Eckernförde

Plön

Steinburg/

Pinneberg

Thiesen Andreas Ellingstedt Christiansen Bernd Börm, Christiansen GbR

Schlüter Dirk Süderstapel Christiansen Thomas Treia

David Anke Ellingstedt Tams Heiko Ellingstedt

Feddersen Ferdinand Wanderup Andresen Carsten Lindewitt-Sillerup, Andresen GbR

Clausen Kim Jardelund Hansen Johannes Haurup

Thomsen Iwer Levshöh GbR, Stoltebüll Neuwerk Karl

Oeversee/Baderup,

Neuwerk-Kleeberg GbR

Ottzen Sönke Jensen & Ottzen Agrar GbR, Sieverstedt Hansen Jan Martin Osterby, Hansen GbR

Ahrens Thorsten Nienhagen Höper Jörg Sulsdorf

Weilandt Heinrich Presen/F Vollbracht Bernd Schulendorf

Wendt Ute Quaal Freyer Thorsten Lübeck

Kaack Volker Rinderzucht Kaack GbR, Mözen Greve Holger Blunk

Holler Thomas Seedorf / Seg. Thies Jan Winsen, GuT-Milch Diershoop GbR

Voß Stefan Nehms Saggau Jörn Tarbek

Thies

Maren

Rinderzucht Thies/Gröhn GbR,

Stuvenborn

Matthiessen

Jens

Bimöhlen, Versuchbetrieb

Karkendamm d. Uni Kiel

Lüer Hans Joachim Niendorf/St Hack Sönke Niendorf/St.

Fröhlich Hans-Heinrich Linau Berling Franz Otto Grove

Steffens Matthias Milchhof Steffens GbR, Hamburg Oest Jürgen Hamburg

Kaack Karsten Kaack KG, Wesenberg-Ratzbek Schmahl Thomas Wesenberg, Milchhof Wesenberg GbR

Rübcke Thomas jun. Ahrensburg Störtenbecker Oliver Bad Oldesloe

Höppner jun. Hermann Rümpel Wagner Reimer Rümpel

Hobus Andreas Karlbergf. Ostseemilch GbR, Dörphof Lück Carsten Osdorf

Köpke Marc Felm Hannemann Christoph Holtsee

Hameister Paul Timmaspe Delfs Sönke Christiansholm, Milchhof Delfs GbR

Tensfeldt Klaus Bordesholm Brüning Hubert Loop

Kruse Wolfgang Karpe-Dörnick Bornhöft Jens Rastorf, Bornhöft/Stepputis GbR

Ruser Bernd Vogelsdorf Stender Alfred Börnsdorf

Schnoor Heiko Schillsdorf Koschorreck Ernst Otto Bothkamp

Staggen Timm Schipphorst Badberg Heinz Ascheberg

Dieckmann Klaus Albert Klein Offenseth Klepper Uwe Quickborn

Kruse Stefan Rellingen Krohn Jens Bönningstedt

12

// Rind im Bild 1/2013


RSH eG

Vertreter Rotbunt

Ersatzvertreter Rotbunt

Name Vorname Ort Name Vorname Ort

Hannov. Rbt Kamps Ferdinand Werner Cuxhaven Mahler Klaus Heinrich Balje

Plön Döpner Bernd Köhn Krohn-Heinsohn Melanie Tröndel

Wichmann Klaus-Jürgen Haby Sieh-Petersen Carsten Bünsdorf

Schneede Ralf Gnutz Sievers Jan Todenbüttel

Blöcker Christian Schmalstedt Horst Philip Bissee

Rendsburg- Schurbohm Eggert Hoffeld Stange Hans-Wilhelm Bordesholm

Eckernförde Kung Henning Luhnstedt, Kung ZG Kaak Jan Jevenstedt

Kühl Karsten Padenstedt Backsen Jens Brinjahe, Backsen GbR

Ohrt Hans Hermann Nindorf Kühl Jürgen Heinkenborstel, Kühl GbR

Harder Klemens Höbek Frohbös Lars Goosefeld

Reimers Claus-Detlef Fitzbek Pohlmann Jörg Moordiek

Magens-Greve Rainer Kronsmoor Seppmann Torben Fitzbek

Wiencken Björn Wulfsmoor, Kaiserhof GbR Gravert Jan Süderau

Dohrn Gerhard Nortorf/W Becker Joachim Ottenbüttel

Steinburg /

Pinneberg

Horstmann Martin

Agethorst,

Hebbeln/Horstmann GbR, T./M.

Eggers Jens Oldendorf

Hardt Volker Bahrenfleth Maaß Axel Ottenbüttel

Glöyer Timm Rethwisch/Lä Hell Thomas Seester

Magens Thies Kollmar Johannßen Eggert Horst

Drathen Dierk von Seestermühe Junghans Andreas Bokholt-Hanreddder

Knudsen Haye Stedesand, Knudsen Hunnebüll GbR Detlefsen Matthias Goldelund

Bahnsen Ralf Immenstedt Petersen Andreas Olderup

Stuertz Karl-Heinz Wöhrden Bornholdt Dieter Tellingstedt

Voigt Michael Sarzbüttel Reitz Ernst-Hermann Süderdorf, Reitz GbR

Heuer Hauke Bargenstedt Beck Hauke Osterrade, Beck GbR

Harbeck Holm Rudolf Hövede Rolfs Otto Heide

Schmidt Hans-Hinrich Buchholz Voß Gerd Dörpling

Nordfriesland

Dithmarschen

Lauenburg Bartels Stefan Berkenthin Rohweder Hansjörg Buchholz

Segeberg/ Hauschildt Klaus Kükels Fischer Frank Armstedt

Stormarn Kohn Eckhard Borstel Sebelin Sönke Braak

Schleswig- Andresen Hans Jakob Haurup Funck Sönke Kropp

Flensburg Lohmann Tim Groß Rheide Thomsen Sönke Klein Bennebek

Vertreter Angler

Ersatzvertreter Angler

Name Vorname Ort Name Vorname Ort

Marquardsen Hans Jürgen Havetoft Matthiesen Hans-Nico Satrup, Milch GbR Sorgenfrei

Fuschera-Petersen Friedrich Fahrdorf Thießen Andreas Tolk

Meyn-Winder Dirk Bimöhlen Andersen Karsten Loit

Tiemer Hans Jürgen Osdorf Engelbrecht Lorenz Grundhof

Vertreter Fleischrinder

Ersatzvertreter Fleischrinder

Name Vorname Ort Name Vorname Ort

Jaspers Anke Halstenbek Eckert Olaf Bad Schwartau

Peckelhoff Uwe Risum-Lindholm Eckert Olaf Süsel

Tews Rüdiger Molfsee Böttger Peter Ascheberg

Boye Timm Jahrsdorf Hollen Karl-Ludwig Freiherr v. Giekau

Petersen Karl Albert Risum-Lindholm Göttsche Willi Hennstedt

// Rind im Bild 1/2013 13


Zucht

Tel.: 04321-905350

Produktion

Tel.: 04321-905300

Abteilungsleiter

Jürgen Ahlert

Tel.: 04321-905340

Vertrieb,

Abteilungsleiter

Dr. Heiner Kahle

Tel.: 04321-905300

Günter Koch

Tel.: 04321-905303

Ra se Angler

Claus-Peter Tordsen

Tel.: 04641-933221

Claus Henningsen

Tel.: 04321-905305

9

8

7

6

5

He r K.-H. Arp

Tel.: 04321-905314

He r H.-J. Dierks

Tel.: 04321-905313

He r G. Koch

Tel.: 04321-905303

He r C.-P. Tordsen

Tel.: 04641-933221

A nahmeschluss Auktion

Neumünster

Einzeltechniker

He r J. Bahlmann

Tel.: 04321-905318

He r J.-T. Heesch

Tel.: 04321-905309

Frau U. Lucanus

Tel.: 04321-905354

He r R. Wi t

Tel.: 04321-905314

JHV, Vereine der Schwarzbuntund

Rotbuntzüchter im Kreis

Dithmarschen, Meldorf

„Zur Erheiterung”, 19.30 Uhr

JHV, Verein der

Schwarzbuntzüchter

im Kreis Segeberg, Leezen

„Hotel T egen”, 19.30 Uhr

JHV, Verein der Rotbuntzüchter

im Kreis Segeberg, Struvenhü ten

„Gerth´s Gasthof”,19.30 Uhr

19.30 Uhr

Herr R. Böhnke He r N. Butenschön

Tel.: 04321-905310 Tel.: 04321-905316

He r C. Henningsen He r A. Jensen

Tel.: 04321-905305 Tel.: 04321-905315

Frau M. Nobbe He r M. Petersen

Tel.: 04321-905306 Tel.: 04329-912895

Frau C. Ze tler

Tel.: 04321-905306

LKV Rensburg, Legan

„Margarethenmühle”,

19.30 Uhr

JHV, Verein der Holsteinzüchter

im Kreis Plön, Ne telsee

JHV, Verein der Rotbuntzüchter

im Kreis Rensburg- Eckernförde,

„Zum B eksberg”, 19.30 Uhr

Oldenhü ten „Specks Dörpskrog”,

19.30 Uhr

JHV, Verein der Schwarzbuntzüchter

im Kreis Stormarn, Rethwisch LKV Lauenburg, Breitenfelde

„Gaststätte Mäcki”, 19.30 Uhr „Gothma n`s Hotel”, 19.30 Uhr

„Kirchspielkrug”,19.30 Uhr

19.30 Uhr

// RSH eG

Liebe Mitglieder

der RSH eG,

aufgrund der großen Nachfrage

werden wir den RSH-Kalender

für das Jahr 2014 wieder im altbekannten

Format herausbringen.

Geschäftsführung der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG Außendienstmitarbeiter

Geschäftsführer

Ma thias Leisen

Mobil: 0170-8500458

Besamung – Techniker, Tierärzte, EBB

Abteilungsleiter, stellv. Geschäftsführer

Dr. Erwin Hasenpusch

Mobil: 0170-3335488

Besamung station –

Spermaausgabe-Labor

T. Röpke; R. Kropp; M. Sauer

W. Timm; W. Leye; J. Brumund

Tel.: 04323-96267

Fax: 04323-96268

Ihre Ansprechpartner der RSH eG

Administration

Mobil: 0171-3304699

Rasse Schwarzbunt

Mobil: 0170-5641934

Ra se Rotbunt

Mobil: 0170-7947845

Mobil: 0171-8619858

Fleischrinde rassen

Mobil: 0151-16733569

Einsatzleitung Abteilung Besamung

Dr. Hasenpusch, Erwin Tel.: 04321-905322 Tel. pr.: 04323-96200

Danger, Heinz Tel.: 04321-905324 Tel. pr.: 04392-916619 Mobil: 0170-9182790

Technische EDV Betreuung TZT

Sobo tka, Michael Mobil: 0170-7947843

Bargum Tel.: 04672-77531/-32 Fax: 77533

43 Andresen, Heino 25864 Löwenstedtfeld Tel. pr.: 04673-1076 Mobil: 0170-9216544

623 Christiansen, Siegfried 25920 Risum/Lindholm Tel. pr.: 04661-5345 Mobil: 0170-5644996

51 Christiansen-Hansen, Hans 25821 Riddorf Tel. pr.: 04671-9439425 Mobil: 0170-9223781

42 Je sen, Frank 24980 Hörup Tel. pr.: 04639-781661 Mobil: 0171-1467917

643 Thomsen, Klaus Dieter 24963 Tarp Mobil: 0171-5612632

Wanderup Tel.: 04606-9420/-21 Fax: 9423

62 Jacobsen, Jörg 25920 Stedesand Tel. pr.: 0160-90194434 Mobil: 0160-90194433

620 Oldenbürger, Axel 25870 Großjörlfeld Tel. pr.: 04607-247 Mobil: 0170-9182714

636 Richter, Dirk 24975 Ausackerholz Tel. pr.: 04634-930445 Mobil: 0171-5613187

639 Schaumann, Sönke 24963 Jerrishoe Tel. pr.: 04638-1816 Mobil: 0171-5612629

Süderbrarup Tel.: 04641-933213/-14 Fax: 933215

60 Evers, Morten 24852 Langstedt Tel. pr.: 04609-953395 Mobil: 0170-2029203

56 Petersen, Jens 24977 Langba lig Tel. pr.: 04636-589 Mobil: 0170-9242339

555 Tramm, Klaus-Jürgen 24407 Rabenkirchen-Faulück Tel. pr.: 04642-2346 Mobil: 0171-5613068

Treia Tel.: 04626-255/256 Fax: 1783

619 Albertsen, Guido 25864 Löwenstedt Tel. pr.: 04843-919 Mobil: 0171-5613093

718 Beyer, Ralf 24857 Stexwig Tel. pr.: 04354-986490 Mobil: 0170-5635333

49 Carstensen, Melf 24997 Wanderup Tel. pr.: 04606-965453 Mobil: 0151-14269676

638 Petersen, Hans-Peter 24879 Idstedt Tel. pr.: 04625-456 Mobil: 0171-5613201

644 Thiesen, Hans-Peter 24997 Wanderup Tel. pr.: 04606-519 Mobil: 0170-5635308

Klein-Rheide Tel.: 04624-80705/80719 Fax: 80725

719 Andresen, Nico 24891 Thumby Tel. pr.: 04623-1512 Mobil: 0170-9161748

45 Hansen, Karl-Heinz 25864 Löwenstedt Tel. pr.: 04843-923 Mobil: 0170-9161330

67 Sieck-Pahl, Thore 24811 Owschlag Mobil: 015115182435

809 Thams, Jürgen 24806 Hohn Tel. pr.: 04335-431 Mobil: 0170-9161205

Ge torf Tel.: 04346-412538/-539 Fax: 412540

48 Haß, Thorsten 24244 Felm Tel. pr.: 04346-7323 Mobil: 0151-14269688

70 Kicksee, Thies 24816 Luhnstedt Mobil: 0151-17491309

O tenbü tel Tel.: 04893-242/464/1027 Fax: 374

66 Dithmer, Stefan 25794 Dörpling Tel. pr.: 04803-601307 Mobil: 0170-7941559

16 Rehder, Gerd 25554 Dammfleth Tel. pr.: 04823-1332 Mobil: 0171-3150873

68 Röschmann, Ralf 24589 Nortorf/RD Mobil: 0151-15182431

7 Scharlibbe, Bernd 25554 Wilster-Nortorf Tel. pr.: 04823-6478 Mobil: 0170-9182710

53 Stick, Carsten 25581 Hennstedt/Itzehoe Tel. pr.: 04877-774 Mobil: 0170-7948165

607 Dres. TA. Acktun/Bergt 24980 Nordhackstedt Tel.: 04639-1513

602 Dres. Brede/Heim 25917 Leck Tel.: 04662-5588

615 TA. Brehm, von 24945 Niesgrau Tel.: 04632-87287

142 Dr. Bruhn 24358 Bistens e Tel.: 04353-9777

117 Dr. Buse 23795 Bad Segeberg Tel.: 04551-2177

116 Dr. DVM Gerlach 25712 Burg/Dithmarschen Tel.: 04825-2330

605 Dres. Eichmeier/Borchert/Meyer 24977 Unewa t Tel.: 04636-1025

702 Gemeinschaftspraxis Kropp 24848 Kropp Tel.: 04624-988

709 TA. Gehendges 24860 Böklund Tel.: 04623-18618

610 Dr. Gitzel 24986 Satrup Tel.: 04633-215

910 Dres. Gouverneur, K./Winter, T. 25785 Nordhastedt Tel.: 04804-181580

704 Dres. Häußermann/Brünig 24398 Karby Tel.: 04644-318

609 Gemeinschaftspraxis Horster, S. u. M. 25938 Wrixum/Föhr Tel.: 04681-2581

107 Dr. TA. Hünniger/Scholmann/Rasberger 24253 Probsteierhagen Tel.: 04348-240

111 TA. Ibrahimpasic 24576 Weddelbrook Tel.: 04192-5130

105 Dres. Jessen, H./Portmann, O. 24321 Lütjenburg Tel.: 04381-9459

Mobil: 0170-9182805 Mobil: 0170-2275844

Mobil: 0171-9725547 Mobil: 0170-5644719

Mobil: 0170-7947845 Mobil: 0170-7922791

Mobil: 0171-8619858 Mobil: 0170-3304468

Anpaarungsberater

Gebietsaufteilung und Telefonnummern der TIERZUCHTTECHNIKER der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

Mobil: 0170-7947829 Mobil: 0171-2270666

Mobil: 0151-16733569 Mobil: 0171-9725548

Mobil: 0151-12038806 Mobil: 0170-9182713

Mobil: 0151-12545944

Ute Lucanus Tel.: 04321-905354 Mobil: 0170-7922791

Miriam Nobbe Tel.: 04321-905306 Mobil: 0151-12038806

Claus-Peter Tordsen Tel.: 04641-933221 Mobil: 0171-8619858

Claudia Ze tler Tel.: 04321-905306 Mobil: 0151-12545944

Stafstedt Tel.: 04875-526/532/595 Fax: 372

44 Brzezniak, Frank 25593 Reher Mobil: 0170-7947300

65 Meyn, Christian 25548 Auufer Mobil: 0170-5663635

9 Moll, Fritz 24613 Aukrug-Böken Mobil: 0170-9182766

802 Schlichting, Jens 24802 Groß Vo lstedt Tel. pr.: 04305-209 Mobil: 0170-9161354

55 Soltau, Werner 25581 Hennstedt Tel. pr.: 04877-960212 Mobil: 0170-9224020

59 Timm, Maik 24819 Embühren Tel. pr.: 0151-16204321 Mobil: 0151-16204321

Sievershü ten Tel.: 04194-444/445/1822 Fax: 7167

951 Behn, Jens 25337 Elmshorn Tel. pr.: 04121-76680 Mobil: 0170-9224017

63 Landschoof, Christian 23866 Nahe Mobil: 0151-12229466

402 Richter, Günter 24640 Schmalfeld Tel. pr.: 04191-959190 Mobil: 0174-9601298

54 Thiele, Henning 24629 Kisdorferwohld Mobil: 0160-4141009

Sandesneben Tel.: 04536-890330/-331/-332 Fax: 8902828

30 Krey, Hans-Jürgen 21493 Grabau Tel. pr.: 04151-81771 Mobil: 0170-9182690

61 Rath, Stephan 23898 Duvensee Tel. pr.: 04543-888968 Mobil: 0160-5736159

31 Schnoor, Karsten 23866 Nahe Tel. pr.: 04535-6066 Mobil: 0175-9368292

23 Weißert, Wilfried 23879 Mö ln Tel. pr.: 04542-89546 Mobil: 0170-9182806

Montag

Schönböken Tel.: 04323-96264/-65/-63 Fax: 96266

46 Bartel, Anika 24250 Bothkamp Tel. pr.: 04302-261969 6 Mobil: 0171-5613071

39 Bewersdorff, Gerlinde 24601 Bockhorn Tel. pr.: 04326-980844 Mobil: 0170-9242341

41 Fi se, Friedhelm 24637 Bokhorst Tel. pr.: 04394-1344 Mobil: 0171-5613232

57 Holm, Henrik 24392 Boren Tel. pr.: 04641-2270 Mobil: 0160-97222511

Kreuzfeld Tel.: 04523-990687/-694/-719 Fax: 990737

25 Bewersdorff, Hans-J. 23823 Seedorf-Berlin Tel. pr.: 04555-14318 Mobil: 0170-9182772

58 Falk, Marco 24245 Großbarkau Tel. pr.: 04302-964674 Mobil: 0171-6816991

64 Schacht, Patrick 23866 Nahe Tel. pr.: 04535-455477 Mobil: 0170-5663808

12 Wi tern, Gerd 24238 Selent Tel. pr.: 04384-690 Mobil: 0170-9182793

Jützbü tel/Albersdorf Tel.: 04835-603/663/219 Fax: 972442

906 Bö l, Johann Hermann 25786 De lstedt Mobil: 0170-9224013

907 Karstens, Reimer 25782 Süderdorf Mobil: 0170-9224014

851 Last, Thomas 25767 Arkebek Tel. pr.: 04835-7414 Mobil: 0170-9182808

73 Schmidt, Corinna 25704 Bargenstedt Mobil: 0171-3385702

908 Steffan, Rainer 25725 Schafstedt Mobil: 0160-5871669

901 Todt, Heiko 25725 Schafstedt Mobil: 0170-9224022

75 Behrens, Jan 24623 Großenaspe Mobil: 0151-61300573

76 H armann, Jörg 24211 Lehmkuhlen Mobil: 0170-4544733

33 Henningsen, Frenz 24601 Schönböken Tel. pr.: 04323-8395 Mobil: 0171-5613077

69 Johannsen, Olaf 24994 Osterby Tel. pr.: 04605-189636 Mobil: 0175-2611017

74 Paulsen, Jens Marten 24992 Janneby Mobil: 0151-14083914

72 Schubert, Tim 25746 Osterohe Tel. pr.: 04818-6964 Mobil: 0151-52813563

642 Tedsen-Friedrichsen, Friedrich 25849 Pe lworm Tel. pr.: 04844-363 Mobil: 0160-5801235

Gebietsaufteilung und Telefonnummern der VERTRAGSTIERÄRZTE der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

„Keitum” v. Brigade,

Besitzer: J.F. Jacobsen, Boren (Foto: Geverink)

KW Sonntag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

861 TA. Kobilinski, I. von 25980 Tinnum/Sylt Tel.: 04651-2997791

112 TA. Korte, J.R. 24321 Lütjenburg Tel.: 04381-4939

145 Dr. Laub 25358 Horst Tel.: 04126-395558

119 TA. Mayr 24969 Si lerup Tel.: 04604-988669

613 Dres. Montag/Seger 25920 Risum-Lindholm Tel.: 04661-96110

110 TA. Peyinghaus 23774 Heiligenhafen Tel.: 04362-7070

705 Dres. TA. Pöhlmann/Roth/Havemann 24811 Owschlag Tel.: 04336-444

614 TA. Reck 25938 Wyk/Föhr Tel.: 04681-592468

144 Dres. Schlüter, H.U. & Loof, H. 25482 Appen-Etz Tel.: 04101-693521

106 Dr. Seide 24635 Rickling Tel.: 04328-722471

114 TA. Semler 24576 Bad Bramstedt Tel.: 04192-1798

162 Dres. Tormann, B./Dieterich, J. 21481 Buchhorst Tel.: 04153-2951

812 Dr. Wenzel 24805 Hamdorf Tel.: 04332-1441

604 TA. Weps 25927 Neukirchen Tel.: 04664-606

154 Dres. Wiebe, C./Wiebe, K./Frank, U. 23738 Manhagen Tel.: 04363-1480

103 TA. Wroblewski 24327 Kaköhl Tel.: 04382-373

Freitag

Samstag

F

Februar

1 2 3 4 5

6 7 8 9 10 11 12

13 14 15 16 17 18 19

20 21 22 23 24 25 26

27 28 29

JHV, Verein der

Rot- und Schwarzbuntzüchter

im Kreis Schleswig- Flensburg,

Wanderup „Westerkrug”,

JHV, Verein der Rotbuntzüchter

im Kreis Nortfriesland, Breklum

LKV Segeberg, L ezen

„Hotel T egen”, 19.30 Uhr

LKV Hamburg, HH- Tatenberg

„Fährhaus Tatenberg”,

www.rsheg.de

Sperma-Onlineshop

der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG

Die Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G. wird

zukünftig ihr Serviceangebot um einen Spermashop

im Internet erweitern.

Neben den auf der neu gestalteten Homepage

der RSH eG unter www.rsheg.de aufgeführten

umfangreichen Informationen zu

unserem Bullenangebot kann über den RSH-

Internetshop Sperma von ausgewählten Bullen

online bestellt werden.

Für diese Online-Bestellung ist eine einmalige

Registrierung erforderlich, für die neben den

persönlichen Daten noch zusätzlich die Betriebsnummer

und die Mitgliedsnummer benötigt

werden. Spätere Bestellungen sind mit

@

Angabe von E-Mail-Anschrift und Passwort

unkompliziert möglich. Die Auslieferung des

im Internetshop bestellten Spermas erfolgt

automatisch bei der nächstmöglichen Tour,

das bestellte Sperma wird im Rahmen des

jeweils nächsten Rechnungslaufes der RSH

berechnet.

Natürlich stehen auch weiterhin die gewohnten

Bestellmethoden zur Verfügung.

Wir gehen davon aus, dass der Online-Shop in

der zweiten Märzhälfte 2013 funktionsbereit

sein wird, den genauen Termin erfahren Sie,

wenn Sie unsere Homepage besuchen.

Dr. Heiner Kahle

www.rsheg.de

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14

// Rind im Bild 1/2013


Top-Thema

„Auktion am Abend“ mit Auftriebsrekord

Die Rinderzucht Schleswig-Holstein eG führte

ihre 2. Auktion am Abend am 17.01.2013 durch.

Mit über 240 Katalognummern wurde ein neuer

Auftriebsrekord aufgestellt, und bei Auktionsbeginn

war die Auktionshalle wieder überfüllt. Neben der

Präsentation von 3 Nachzuchten hatte sicherlich

die Bestandskollektion von Klaus-Jürgen Lorenzen

aus dem Norderfriedrichskoog viele Zuschauer nach

Neumünster gelockt.

Der bekannte Zuchtbetrieb von Rotbunten Kühen

gibt leider die Milchproduktion auf, und es wurde

der überwiegende Teil der Bestandskühe zum Verkauf

angeboten.

Ein so umfangreiches Angebot stärkt den Aktionsstandort

Neumünster und macht ihn für Beschicker

und Käufer attraktiver.

Auf den Stallgassen

Foto: Thomsen

Voller Erfolg bei der Präsentation der

Nachzuchten

Die Rinderzucht Schleswig-Holstein eG hatte drei

Nachzuchten ausgestellt. Im Einzelnen konnten die

Besucher die Vererbungsschwerpunkte von Glabot,

Edway und Impalu in Erfahrung bringen.

Glabot ist ein Goldwin-Sohn und stammt aus der

bekannten Laurie-Sheik-Familie. Züchter ist Heiko

Wendell-Andresen aus Beringstedt. Die Töchter

wurden bereits bei der letztjährigen Kreisrinderschau

in Jevenstedt ausgestellt und jeder Besucher

konnte sich davon überzeugen, wie gut sich

die Glabot-Töchter weiter entwickelt haben. Alle

vorgestellten Kühe hatten das zweite Mal gekalbt

und bestätigten den sehr guten Eindruck von der

Kreisrinderschau. Glabot bringt milchtypische Kühe,

mit eindeutigen Stärken in der Fundament-und

Eutervererbung. Auch in den Sekundärmerkmalen

kann Glabot überzeugen, vor allem mit einer guten

Eutergesundheit, und dies bei sehr guter Melkbarkeit.

Die Nutzungsdauer und Töchterfruchtbarkeit

ist eindeutig überdurchschnittlich. Glabot bringt

problemlose Laufstallkühe.

Mit Spannung wurde die Gruppe des Rotbuntvererbers

Edway erwartet! Es war ebenfalls sein zweiter

Auftritt nach Jevenstedt und alle fünf vorgestellten

Edway-Töchter hatten auch zweimal gekalbt. Edway

stammt aus dem bekannten Meggilee-Stamm

von Antonius Richter, Salzkotten. Er überzeugt bei

mittlerer Milchmenge mit positiven Eiweißgehalten

und einer sehr guten Exterieurvererbung. Edway

kombiniert eine sehr gute Eutergesundheit (RZS

124) mit einer optimalen Melkbarkeit.

Edway ist ALL-Bulle, d.h. er wird von der Arbeitsgemeinschaft

Lebenslinien empfohlen.

Auf den Stallgassen

Foto: Thomsen

Mania v. Impalu, Besitzer: Dirk Petersen, Brarupholz Foto: Thomsen

Marlies v. Glabot, Besitzer: Christian Gonnsen Struckum - Glabot bringt milchtypische Kühe, mit eindeutigen Stärken in der Fundamentund

Eutervererbung

Fotos: Geverink

// Rind im Bild 1/2013 15


Top-Thema

Impalu aus dem Zuchtprogramm der Rotvieh-/

Angler-Population konnte mit seiner einheitlichen

Töchtergruppe alle überzeugen. Impalu führt sehr

verschiedene Blutlinien in seinem Pedigree und

kann als absoluter Allrounder bezeichnet werden.

Neben den überzeugenden Exterieurzuchtwerten

kann Impalu mit guten Werten für die Langlebigkeit

(RZN) und Melkbarkeit (RZD) aufwarten.

Impalu kann als Färsenbulle eingesetzt werden.

Monika v. Edway, Besitzer: Peter Ratjen, Fitzbek – Edway überzeugt mit positiven Eiweißgehalten und einer sehr guten Exterieurvererbung

Fotos: Geverink

Die Jerudo-Tochter „Monaco“ von der Betriebskollektion Klaus-Jürgen Lorenzen, Norderfriedrichskoog, erzielte mit 3000 Euro einen der

Höchstpreise. Ebenfalls wurden aus „Monaco“ Embryonenpakete verkauft

Fotos: Thomsen

Abendauktion mit Auftriebsrekord

Das umfangreiche Angebot der Januar-Auktion

wurde dank guter Qualität und guter Nachfrage

recht flott verkauft.

Neben den Nachzuchtgruppen und einer ganzen

Reihe sehr guter Auktionstiere, war die Betriebskollektion

der Zuchtstätte Lorenzen der Höhepunkt der

Abendauktion.

Aus dem Norderfriedrichskoog waren acht Kühe,

sieben Färsen und fünf Jungtiere in Neumünster

aufgetrieben. Die Kollektion glänzte mit sehr guten

Leistungen, Bewertungen und interessanten Abstammungen

mit Bullenmütterqualität. Im Durchschnitt

erzielte die Sonderkollektion von Klaus-

Jürgen Lorenzen folgende Zuschlagspreise: Kühe:

2.280 Euro, Färsen: 2.070 Euro, Jungtiere 1.130

Euro.

Die Nachfrage auf dem Bullenmarkt war recht verhalten.

In beiden Rassenabteilungen blieben bei

stabilen Preisen mehrere Bullen im Überstand.

In der Schwarzbuntabteilung wurden die abgekalbten

Färsen für 1.742 Euro im Mittel zugeschlagen.

Teuerste Färse war Katalog-Nr. 252 „Nome“,

eine große typ- und euterstarke Simms-Tochter mit

sehr guter Einsatzleistung. Züchter: Dirk Huhne,

Kassedorf (OH), Zuschlagspreis: 3.000 Euro. Nur

100 Euro günstiger war Katalog-Nr. 227 „HaH Nevada“,

eine sehr große, sehr gut entwickelte Super-

Tochter mit hoher Einsatzleistung von Andreas Bewersdorff,

Ruhwinkel (PLÖ).

Die schwarzbunten gekörten Bullen erlösten 1.483

Euro im Durchschnitt. Teuerster Bulle war Katalog-

Nr. 63 „Omira“, ein typstarker, korrekter Borsati-

Sohn mit sehr hohen Leistungszahlen. Züchter:

Bernd Westphal, Eutin (OH), Zuschlagspreis 2.500

Euro.

Die elf angebotenen Kuhkälber erlösten im Mittel

382 Euro. Den Höchstpreis von 450 Euro erreichten

drei Kälber.

Bei Auktionsbeginn war die Auktionshalle wieder überfüllt

Fotos: Tordsen/Thomsen

Die Kat.Nr. 92, Nachtigall v. Faromir, Besitzer: K.-J. Lorenzen, wechselte

für 1.800 € nach Italien

Fotos: Tordsen/Thomsen

In der Rotbuntabteilung wurden die abgekalbten

Färsen für 1.764 Euro verkauft. Teuerste Färse war

Katalog-Nr. 91 „Monaco“, eine große, elegante Jerudo-Tochter

die mit 86 Punkten sehr gut bewertet

war und mit einem sehr guten Abstammungspapier

16

// Rind im Bild 1/2013


Top-Thema

beeindrucken konnte. Züchter: Klaus-Jürgen Lorenzen,

Norderfriedrichskoog (NF), Zuschlagspreis

3.000 Euro.

Von den acht rotbunten Kühen aus der Betriebskollektion

war die Spencer-Tochter „Marie“ mit 3.000

Euro Zuschlagspreis die teuerste Kuh. „Marie“ ist

mit der Vaterfolge Spencer x Kian x Lentini sehr

interessant gezogen. Im Abstammungspapier sind

gute Leistungen und sehr gute Bewertungen bis in

die achte Generation nachzulesen.

Die rotbunten gekörten Bullen erzielten im Durchschnitt

1.844 Euro. Teuerster Bulle war Katalog-Nr.

8 „Ollek“, ein sehr gut entwickelter, typstarker

Ludox-Sohn mit sehr gutem Leistungspapier. Züchter:

Klaus-Jürgen Wichmann, Haby (RD/ECK), Zuschlagspreis

4.000 Euro.

Die erfolgreichsten Auktionsbeschicker 2010-2012 wurden vom Vorstandsvorsitzenden der RSH eG K.-H. Boyens (re.) und dem Aufsichtsratsvorsitzenden

O. Gravert (2. v. li.) ausgezeichnet und geehrt: Christian Fischer, Brunsbek (3. v. li.), Lars Frohbös, Hoffnungsthal (Mitte),

Milchhof Wesenberg GbR, Thomas Schmahl (3. v. re.), Ferdinand Kamps, Cuxhaven (li.), Hans Tietgen, Schönmoor (2. v. re.) Foto: Thomsen

Die fünf angebotenen Angler-Färsen konnten für

1.520 Euro verkauft werden. Teuerste Färse war

Katalog-Nr. 142 „Maiti“, eine sehr gut entwickelte,

gut herausgebrachte Ekholt-Tochter mit gutem Euter.

Züchter: Hans-Jürgen Tiemer, Osdorf (RD/ECK),

Zuschlagspreis 1.800 Euro.

Jungzüchter verlosen ein Zuchtkalb

Das Verlosungskalb der Jungzuüchter „Pia“ hat regen

Anspruch genossen, denn es wurden zahlreiche

Lose gekauft. Vielen Dank an die Jungzüchter, welche

die vielen Lose verkauften und an die vielen

Käufer, die damit den Landesjungzüchterverband

tüchtig unterstützt haben.

Am späten Abend war es dann soweit, „Pia“ kam

noch einmal in den Ring und unsere Verlosungsfee

Lali-Jakobine Stuhrmann zog ein Los aus der Trommel.

Als glücklicher Gewinner kann Herr Junker

Krause die 3 Monate alte Manpower-Tochter aus

Zabing mit nach Hause nehmen.

Der glückliche Gewinner des Kalbes Junker Krause aus Redingsdorf

Foto: Tordsen

Somit verlässt „Pia“ jetzt den heimatlichen Hof von

Christian Gonnsen in Struckum, Kreis Nordfriesland

und zieht nach Redingsdorf, Kreis Ostholstein, auf

den Betrieb der Familie Krause.

Beschickerreise nach Oslo

Unter sämtlichen Beschickern der Abendauktion

wurde eine Mini-Kreuzfahrt nach Oslo verlost und

der glückliche Gewinner war die Familie Baehnke

aus Klein Schlamin.

Herzlichen Glückwunsch zu dem Gewinn und die

RSH wünscht ein paar erholsame und interessante

Tage in Oslo.

R. Böhnke, M. Kuhrt, G. Koch

Gewinner der Verlosung unter den Beschickern: Herr Baehnke, Klein-Schlamin

Foto: Tordsen

// Rind im Bild 1/2013 17


LKV

Eutergesundheit – aktuelle Situation und

Verbesserungsmöglichkeiten

Der Milcherzeuger kann zur Beurteilung der

Eutergesundheit seiner Kuhherde verschiedene Beurteilungskriterien

nutzen. In jedem Fall ist die Entnahme

von Milchproben und deren Untersuchung

in einem Labor sowie die anschließende Interpretation

eine grundlegende Voraussetzung dazu.

Die gesetzlich vorgeschriebene regelmäßige Untersuchung

der Milch, die an die Meierei geliefert werden

soll, beinhaltet u.a. auch die Bestimmung der

Anzahl somatischer Zellen in der Milch jedes Betriebes.

Sie wird je nach Bundesland unterschiedlich

häufig durchgeführt, in Schleswig-Holstein 4-5 Mal

im Monat. Problematisch für die Beurteilung der

Eutergesundheit ist, dass es sich um eine Mischmilch

des ganzen Bestandes handelt und dadurch

– je nach Bestandsgröße – einzelne oder mehrere

Kühe mit hohen Zellzahlen unentdeckt bleiben.

Außerdem ist die Milch von eventuell gerade medikamentös

behandelten Kühen nicht enthalten,

so dass der Zellzahlwert nicht die wahre Situation

widerspiegelt.

Obwohl der durchschnittliche Zellgehalt der Anlieferungsmilch

der letzten Jahre in Schleswig-

Holstein mit 210 bis 220.000 Zellen/ml in einem

völlig ungefährdeten Bereich liegt, kam es dennoch

allein bei den im Kieler Labor des LKV in 2011 untersuchten

Proben bei insgesamt 14,7 % der Lieferanten

zu gesetzlich vorgeschriebenen Abzügen

vom Milchgeld, die sich für die Zellzahl auf einen

Betrag von fast 180.000 € summierten. Unter

Einbeziehung der Abzüge wegen zu hoher Keimgehalte

und Hemmstoffrückständen gehen den

Milcherzeugern Einnahmen von über 500.000 €

verloren. Zusätzlich führen Qualitätsmängel in einigen

Betrieben zu behördlich angeordneten Liefersperren,

die nochmals Verluste von ca. 250.000 €

auslösen.

Deshalb ist zurzeit die im Rahmen der monatlichen

Milchleistungs- und Qualitätsprüfung ermittelte

Zellzahl jeder einzelnen Kuh die einfachste, kostengünstigste

und effektivste Monitoringmaßnahme

zur Beobachtung der Eutergesundheit. In den rasant

gewachsenen Beständen führt allenfalls die

Fülle an Daten zu einem Auswertungsproblem, so

dass vereinfachte Beurteilungskriterien notwendig

werden.

Ein Vergleich der monatlichen Durchschnittszellzahlen

über mehrere Jahre zeigt, dass sich das

Abbildung 1: Anteil Abgänge nach Laktationsmonaten

Tabelle 1: 305-Tageleistung in Abhängigkeit zur Laktationszellzahl (sbt. Kühe 1. Laktation)

Laktations-Zellzahl

Milch-kg

100.000 7.814

Differenz zur L-ZZ bis

100.000

200.000 7.640 -174

300.000 7.617 -197

400.000 7.707 -107

500.000 7.677 -137

750.000 7.606 -208

1.000.000 7.518 -296

> 1.000.000 7.434 -380

Zellzahlniveau zwischen den Jahren nur unwesentlich

unterscheidet. Auffällig ist jedoch der in

jedem Sommer deutlich ansteigende Wert. Unter

Berücksichtigung von über 300.000 einbezogenen

Kühen und der wissenschaftlich vielfach belegten

Tatsache, dass eutergesunde Kühe einen Zellgehalt

von unter 100.000 Zell/ml aufweisen können,

sind die gefundenen Durchschnittswerte von bis zu

300.000 Zellen/ml in einzelnen Monaten eindeutig

zu hoch.

Eine Auswertung der LKV-Daten hinsichtlich Zellzahlen

nach Betriebsgrößenklassen und Herdenleistung

zeigt eindeutig, dass es einerseits zwischen

Betrieben mit unterschiedlich großen Kuhbeständen

keine Unterschiede in der Eutergesundheit

gibt. Andererseits zeigen die Daten deutlich, dass

der durchschnittliche Zellgehalt in der Herde mit

zunehmender Milchleistung über alle Bestandgrößenklassen

relativ deutlich verbessert wird.

Jedoch verschleiert ein Verdünnungseffekt bei Kühen

mit hoher Milchleistung die Sicht auf die tatsächlich

ausgeschiedene Zahl an somatischen Zellen. Hier

hilft z.B. der im Herdenauswertungsprogramm des

LKV ausgewiesene Zellzahlwert, der Kühe mit niedriger

und hoher Milchleistung hinsichtlich des Ausstoßes

an Zellen vergleichbar macht.

18

// Rind im Bild 1/2013


LKV

Tabelle 1: 305-Tageleistung in Abhängigkeit zur Laktationszellzahl (sbt. Kühe 1. Laktation)

Anzahl

Laktation

Anzahl

Kühe

Durchschnittliche LZZ in der ... Laktation

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Gesamt

ø je Kuh

1 179.485 179 179

2 128.859 148 239 193

3 90.787 134 188 292 204

4 58.652 123 165 223 342 213

5 33.308 114 146 190 258 383 218

6 16.790 110 134 171 218 289 437 226

7 7.304 106 126 156 196 244 327 477 233

8 2.917 101 120 144 180 221 284 350 525 241

9 1.021 93 108 128 162 189 225 309 366 562 238

10 388 90 109 146 134 176 202 270 318 450 599 249

Zellzahl nimmt mit höherer Laktationszahl zu.

Wissenschaftliche Auswertungen weisen auf die

hohen wirtschaftlichen Verluste durch Mastitisfälle

hin. Die höchsten Verluste entstehen durch eine

verringerte Milchproduktion (53 %) und erhöhte

Remontierungskosten (35 %).

Nach den LKV-Daten treten die höchsten Mastitisbedingten

Abgangsraten bereits im ersten Laktationsmonat

auf. Dies ist besonders unerfreulich,

da der hohe finanzielle und arbeitswirtschaftliche

Einsatz, die Kuh bis zur Kalbung zu bringen, nicht

durch eine entsprechend lange Milchproduktion refinanziert

wird.

Als einzelbetriebliche Ursache einer schlechten Eutergesundheit

sind häufig folgende Punkte festzustellen:

• Niedrige Standards bei den täglichen Tätigkeiten

(Melken, Stallhygiene, Fütterung)

• Mastitiseinbrüche nach Zukäufen

mit ungeklärtem Eutergesundheitsstatus

• Fehlendes Wissen über hygienische oder technische

Zusammenhänge bei der Übertragung

von Mastitiserregern

• Phasen betrieblichen Wachstums → geringe

Bereitschaft euterkranke Tiere aus dem Betrieb

zu entfernen

• Aufgrund anderer dringlicher Tiergesundheitsprobleme

kein Interesse an Verbesserung der

Eutergesundheit in der Herde.

Zur Unterstützung der Landwirte beim Monitoring

der Eutergesundheit hat der LKV einen neuen

Eutergesundheitsbericht eingeführt, der anhand

von wenigen komprimierten und wissenschaftlich

abgesicherten Kennzahlen schnell eventuelle Problembereiche

aufzeigt. Die Kennzahlen sind in die

vier Bereiche

1. Einteilung der Herde in Zellzahlklassen

2. Chronische Erkrankungen, die in der Regel

nicht mehr therapierbar sind

3. Färsenmasitits

4. Ausheilung bzw. Neuinfektionen

während der Trockenperiode

eingeteilt. Im Teilbereich 1. wird auf einen deutlichen

Leistungsabfall ab einer Zellzahl von 200.000

Zellen/ml hingewiesen.

Aus den MLP-Daten ist z.B. bezogen auf schwarzbunte

Färsen ein jährlicher Leistungsrückgang von

-380 kg Milch zu beobachten gewesen, wenn die

Laktationszellzahl nicht bei maximal 100.000 sondern

bei über 1.000.000 Zellen/ml gelegen hat.

Aber auch eine Laktationszellzahl von 300.000

führt bei erstlaktierenden Kühen bereits zu einer

Minderleistung von bis zu 200 kg je Tier. Bei älteren

Kühen ist der Leistungsrückgang sogar noch größer.

Dies reduziert die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion

massiv, da das Leistungsvermögen dieser

Kühe nicht ausgeschöpft wird.

Die Bedeutung einer niedrigen Zellzahl bei Färsen

wird darüber hinaus an einer weiteren Auswertung

deutlich. Danach ist die Wahrscheinlichkeit, dass

eine Färse eine sehr lange Nutzungsdauer erreicht

umso höher, desto niedriger die Laktationszellzahl

in der ersten Laktation war (siehe Tabelle 2). Die

Notwendigkeit und der positive Nutzen einer sehr

guten Eutergesundheit bei den Färsen sind daran

sehr deutlich abzulesen.

Der Eutergesundheitsbericht weist den Milcherzeuger

zusätzlich auch auf die aktuelle Situation in

der laktieren Herde hin, indem grafisch aufbereitet

die Kühe angezeigt werden, die sich neu infiziert

haben oder geheilt sind. Die Senkung der Neuinfektionsrate,

sowohl in der laufenden Laktation als

auch während der Trockenperiode, sollte in vielen

Betrieben das Hauptziel der täglichen Arbeit sein.

Dies kann oft durch relativ einfache und auch kostengünstige

Maßnahmen bzw. Veränderungen in

der täglichen Arbeit erreicht werden. Maßnahmen

könnten z.B. sein, beim Melken Handschuhe zu tragen,

die Vorreinigung der Euter mit einem sauberen

Tuch pro Kuh zu verbessern, die Zitzen zu dippen,

eine Melkzeugzwischendesinfektion vorzunehmen.

Aber auch verbesserte Haltungsbedingungen wie

saubere und trockene Liegeflächen für jede Kuh

oder genügend sauberes Wasser und frische Luft

können sich positiv auswirken.

Als Schlussfolgerungen für eine verbesserte Eutergesundheit

lässt sich folgendes festhalten:

• Systematisches Monitoring mit Hilfe der MLP-

Daten zeigt die Entwicklung der Eutergesundheit

eines Betriebes auf.

• Kennzahlen erleichtern die Fokussierung auf die

aktuell relevanten Bereiche.

• Verbesserte Standards der täglichen Arbeit und

deren dauerhafte Optimierung und Anpassung

führen zum Erfolg.

• Verbesserungen müssen in einem kontinuierlichen

Prozess bearbeitet werden, in dem alle

Beteiligten (Betriebsleiter, Tierarzt, Berater, ...)

an einem Strang ziehen.

• Der neue Eutergesundheitsbericht des LKV liefert

die notwendigen Kennzahlen:

è Er ist ein Instrument zur Einschätzung

der Eutergesundheitssituation,

è und bietet Hilfestellung bei der Aufdeckung

von Problembereichen.

H. Rowehl, LKV

// Rind im Bild 1/2013 19


LKV

Eutergesundheitsberatung durch Zuchtwarte

– eine neue Dienstleistung des LKV

In Schleswig-Holstein gibt es seit vielen Jahren weder

einen staatlichen noch einen privaten Tier- oder

Eutergesundheitsdienst. Die Molkereien haben mehrheitlich

keine Erzeugerberater.

Die Milcherzeuger haben deshalb für alle Fragen rund

um die Eutergesundheit nur den jeweiligen Tierarzt

als Ansprechpartner. Wenn Behandlungsmaßnahmen

ergriffen werden müssen, ist der Tierarzt auch der einzige

kompetente Fachmann.

Es gibt jedoch sehr viele Einflussfaktoren auf die

Eutergesundheit, die auch von anderen Personen erkannt

und beurteilt werden können. Dies können z.B.

die Haltungsbedingungen, Hygienemaßnahmen oder

auch die Melktechnik sein.

Der LKV hat deshalb bereits mit der Einführung der

Mastitiserregerbestimmung mit Hilfe der PCR-Technik

ein Element zur Unterstützung der Milcherzeuger

eingeführt. Seit Oktober 2012 wird dieses Angebot

durch den neuen Eutergesundheitsbericht erweitert

und ergänzt.

Zusätzlich wird bereits seit Jahren eine Melkberatung

mit Hilfe einer gesonderten Messung durch den LactoCorder

angeboten, wodurch insbesondere Fehler in

der Melkarbeit festgestellt werden können.

Alle drei Angebote sollen nun kombiniert werden und

bilden die Grundlage für ein neues Dienstleistungsangebot

einer Beratung. Das Eutergesundheitsniveau

eines Betriebes kann oft durch relativ einfache und

kostengünstige Prophylaxemaßnahmen verbessert

werden. Die gut ausgebildeten Zuchtwartinnen und

Zuchtwarte des LKV können durch einen Blick von

„Außen“ das vorhandene Verbesserungspotential erkennen

und gemeinsam mit dem Landwirt Vorschläge

zur Verbesserung erarbeiten.

Während eines Stallrundgangs erfolgt mit Hilfe einer

kurzen Checkliste eine Aufnahme der Ist-Situation.

Anschließend kann in einem Gespräch unter Einbeziehung

des Eutergesundheitsberichtes ausgewertet

werden, welche weiteren Schritte unternommen werden

sollen. So können wesentliche Hygienefaktoren,

die einen massiven Einfluss auf die Eutergesundheit

haben, herausgearbeitet werden.

Dies sind z.B. die Sauberkeit der Liegeflächen und

Laufbereiche, die Verhinderung von Infektionsübertragungen

beim Melken, aber eventuell auch die

Qualität der Futtermittel, wenn hier vermehrt Schimmelbefall

festgestellt wird.

Der eindeutige Schwerpunkt soll in der Analyse und

Verbesserung der Hygiene im Stall und beim Melken

oder auch im Trockensteherbereich liegen. Ein Resultat

könnte jedoch auch sein, dass keine offensichtlichen

Schwachpunkte gefunden werden, so dass

eine tierärztliche Diagnostik erforderlich erscheint.

Dann könnte die vom Zuchtwart erstellte Analyse an

den Tierarzt des Betriebes weitergegeben werden und

dessen Grundlage für eine Behandlungsstrategie sein.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LKV werden

selbst keinerlei Empfehlungen zu Behandlungsmaßnahmen

oder Medikamenteneinsatz abgeben.

Bei Interesse an einer Beratung wenden Sie sich bitte

an die jeweils zuständige Zuchtwartin oder den

Zuchtwart (Telefon siehe MLP-Rückbericht) oder an

die LKV-Geschäftsstelle unter 0431-3398735.

H. Rowehl, LKV

Milchqualität 2012

Im Zentralen Milchlabor (ZML) des Landeskontrollverbandes

(LKV) werden jährlich etwa 4,4 Millionen

Proben untersucht. Der größte Anteil dieser

Proben stammt aus der Milchleistungsprüfung. Ein

weiterer entscheidender Arbeitsbereich im ZML

stellt die Untersuchung und Bewertung der Milchgüteproben

der schleswig-holsteinischen Meiereien

dar. Neben den Milchinhaltsstoffen Fett und Eiweiß

werden die Qualitätsparameter Zellzahl, Keimzahl,

Gefrierpunkt und Hemmstoffe regelmäßig untersucht.

Abbildung 1: Durchschnittliche Zellgehalte der Anlieferungsmilch der Jahre 2008 bis 2012, sowie

im Jahresverlauf 2012

Die Ergebnisse der Fett- und Eiweißuntersuchung

fließen direkt in die Berechnung des Auszahlungspreises

ein. Für die übrigen Parameter gilt es Grenzwerte

einzuhalten, bei deren Überschreitung es zu

Milchgeldabzügen kommt. Diese Kriterien, aber

auch die Häufigkeit der Untersuchungen werden

in der Milchgüteverordnung geregelt. Somit sind

in Schleswig-Holstein vier Untersuchungen auf Milchinhaltsstoffe,

drei Untersuchungen auf Keimzahl

20

// Rind im Bild 1/2013


LKV

und zwei auf Hemmstoffe gesetzlich vorgeschrieben. Die

meisten schleswig-holsteinischen Meiereien lassen die

Milch jedoch wesentlich häufiger untersuchen, so dass je

nach Meierei monatlich bis zu fünf Untersuchungen auf

Inhaltsstoffe und Keimzahl und bis zu zehn auf Hemmstoffe

erfolgen.

Im ZML wird derzeit die Anlieferungsmilch von etwa

2.650 Lieferanten untersucht. Daraus ergaben sich in

2012 Untersuchungen von etwa 140.000 Proben auf Inhaltsstoffe,

etwa 133.000 Proben auf Keimzahl und etwa

220.000 Proben auf Hemmstoffe.

Milchinhaltsstoffe

Der Fettgehalt der Anlieferungsmilch lag im vergangenen

Jahr durchschnittlich bei 4,31 % und damit auf

dem Niveau der Vorjahre (2011: 4,31 %; 2010: 4,32 %).

Auch der Eiweißgehalt veränderte sich im Jahresmittel in

den letzten Jahren kaum (2012: 3,41 %, 2011: 3,39 %;

2010: 3,41 %).

Zellzahl

Der Zellgehalt der Tankmilch wird oft als Parameter für

die Beurteilung der Eutergesundheit einer Herde herangezogen.

Nachdem der Jahresdurchschnitt der Zellzahl

der Anlieferungsmilch in den Jahren 2008 bis 2010

leicht anstieg, war er in den letzten beiden Jahren leicht

rückläufig (Abbildung 1). Der Jahresdurchschnitt in

2012 betrug 210.000 Zellen/ml. In den Sommermonaten

lassen sich in der Regel aufgrund der klimatischen

Bedingungen etwas höhere Zellgehalte als im Rest des

Jahres beobachten. So betrug der Mittelwert für den

Monat August trotz der wenig sommerlichen Temperaturen

227.000 Zellen/ml.

Auch wenn die Zellzahl insgesamt leicht sinkt, zeigt die

Verteilung auf verschiedene Zellzahlklassen (Tabelle 1),

dass im Durchschnitt nur 9 % der Betriebe eine gute

Eutergesundheit mit einem Zellgehalt von weniger als

125.000 Zellen/ml aufweisen. Etwa ein Drittel der Betriebe

lag im Bereich von 250.000 bis 400.000 Zellen/ml

und lag damit in einem Bereich, in dem schon von deutlichen

Eutergesundheitsproblemen ausgegangen werden

muss und in dem die Kühe aufgrund des Zellgehaltes

einen erheblichen Leistungsrückgang haben. Ab einem

monatlichen Mittelwert von 400.000 Zellen/ml in der Anlieferungsmilch

(geometrischer Mittelwert über drei Monate)

erfolgt ein gesetzlich vorgeschriebener Milchgeldabzug,

wovon im vergangenen Jahr durchschnittlich 38

Betriebe (1,4 %) in jedem Monat betroffen waren. Bleibt

der Zellgehalt über einen längeren Zeitraum in diesem

in 1000/ml

hohen Bereich, besteht die Gefahr, dass der Betrieb zeitweilig

von der Milchlieferung ausgeschlossen wird. Auch

davon waren 2012 wieder einige Betriebe betroffen.

Die Verteilung auf die Zellzahlklassen zeigt deutlich,

dass bei dem Parameter Zellgehalt noch Verbesserung

notwendig ist. Die Tankmilchzellzahl ist zur Beurteilung

der Eutergesundheit wenig geeignet, da sie nur eine sehr

grobe Kenngröße darstellt. Sie kann ohnehin nur als Kriterium

herangezogen werden, wenn die Milch aller Tiere

in den Tank gemolken wird. Da das, insbesondere bei Betrieben

mit Mängeln in der Eutergesundheit, häufig nicht

der Fall ist, liegt die tatsächliche Herdenzellzahl (Durchschnitt

aller Einzelgemelke) oft deutlich über der Tankzellzahl.

Dies wird noch durch einen Verdünnungseffekt

verstärkt, da Kühe mit hohen Zellgehalten eine geringere

Milchleistung aufweisen. Zur Überwachung der Eutergesundheit

der einzelnen Kühe eignen sich die Ergebnisse

Milchleistungsprüfung besser als die Tankzellzahl.

Anhand des neuen Eutergesundheitsberichtes und der

Zellgehalte der einzelnen Kühe, können sowohl Problembereiche

als auch auffällige Tiere aufgespürt werden.

Bakteriologische Beschaffenheit

Um die bakteriologische Beschaffenheit der Milch zu

überwachen wird die Anlieferungsmilch auf ihren Keimgehalt

untersucht. Dieser Parameter gibt Aufschluss über

die Reinheit bzw. Sauberkeit der Milchgewinnung. Ein

gesundes Euter liefert praktisch sterile Milch mit einem

Keimgehalt von weniger als 10.000 Keimen/ml. Keime,

die sich überall in der Umwelt befinden, lassen sich nicht

beseitigen, sondern nur in der Zahl begrenzen und am

Wachstum hindern. Die Keimzahl ist somit ein Maß für

die Kontamination der Milch nach Verlassen des Euters.

Ein höherer Keimgehalt könnte z.B. durch eine ungenügende

Eutereinigung oder auch durch eine nicht ausreichende

Kühlung der Milch hervorgerufen werden.

In der Anlieferungsmilch in Schleswig-Holstein lag der

durchschnittliche Keimgehalt in den letzten Jahren konstant

bei 17.000 bis 18.000 Keimen/ml. Viele Betriebe

liegen mit ihren Ergebnissen sogar regelmäßig unter diesem

Wert. Der überwiegende Anteil der Betriebe (93 %)

wies in 2012 einen Keimgehalt von weniger als 50.000

Keimen/ml auf (Tabelle 2) und lag damit in dem Bereich

in dem eine Meierei die Milch sogar in die S-Klasse

für besonders gute Qua¬lität einstufen und mit einem

Milchgeldzuschlag honorieren kann.

Tabelle 1: Verteilung der Anlieferungsmilch in Zellgehaltsklassen im Jahresmittel 2012

Zellgehalt nach Klassen

bis 125 126 – 250 251– 400 über 400

Zwei-Komponenten-Dippmittel

für optimale Eutergesundheit

Alcide UDDERgold ® PM vet

Barriereprodukt zum Dippen

• erstes Zweikomponenten

Dippmittel mit Tierarzneimittelzulassung

• innovatives Chlordioxid-

Produkt

• Langzeitschutz gegen

umwelt- und kuh-assoziierte

Mastitiserreger

• hochwertige

Wirkstoffkomponenten

4 XLA ® D

dipp- und sprühfähig

• weltweit bekanntes Zitzendesinfektionsmittel

• innovatives Chlordioxid-

Produkt

• besonders gegen kuhassoziierte

Erreger (z.B. Staph.

aureus) geeignet

• hochwertige

Wirkstoffkomponenten

Anteil der Lieferanten

in der Klasse (%)

9,0 58,2 31,4 1,4

// Rind im Bild 1/2013 21


LKV

Im Mittel lagen 0,8 % der Betriebe im Bereich

über 100.000 Keime/ml, in dem nach Milchgüteverordnung

ein Abzug vom Milchgeld (2 Cent/kg)

vorgenommen werden muss. Liegen die Werte für

die Keimzahl längerfristig oberhalb von 100.000

Keimen/ml, droht auch hier ein Ausschluss von der

Milchlieferung.

Hemmstoffe

Hemmstoffe sind alle Substanzen, die das Wachstum

von Keimen in der Milch hemmen. Dies sind

in erster Linie Tierarzneimittel zur Bekämpfung von

Infektionskrankheiten (Antibiotika), in seltenen

Fällen kann es sich auch um Rückstände von Reinigungs-

und Desinfektionsmitteln handeln. Das

Freisein der Milch von Hemmstoffen sichert die

gesundheitliche Unbedenklichkeit für den Verbraucher

und die technologische Unbedenklichkeit für

die Weiterverarbeitung der Milch. Damit die Milch

frei von Hemmstoffen bleibt, hat der Gesetzgeber

eine Untersuchungspflicht und im Falle eines positiven

Befundes einen empfindlichen Abzug vom

Milchgeld vorgeschrieben (5 Cent/kg Milch für die

gesamte Milch des entsprechenden Monats).

Die Anzahl positiver Hemmstoffbefunde in der

Anlieferungsmilch ist glücklicherweise gering. Abbildung

2 zeigt die Anzahl der positiven Hemmstoffbefunde

in Anlieferungsmilchproben in den

vergangenen Jahren und lässt erkennen, dass die

Anzahl stetig rückläufig ist. Im vergangenen Jahr

wurden bei 65 Proben Hemmstoffe nachgewiesen,

was im Verhältnis zur untersuchten Anzahl an Proben

nur einen Anteil von 0,03 % ausmacht. Durch

eine hohe Untersuchungsdichte und durch empfindliche

Untersuchungsmethoden wird mit Hemmstoffen

belastete Anlieferungsmilch in der Regel

auch entdeckt, so dass man davon ausgehen kann,

dass es sich bei den positiven Proben um „echte

Unfälle“ handelt. Um einen positiven Hemmstoffbefund

zu vermeiden kommt es auf einen äußerst

sorgsamen Umgang mit Tierarzneimitteln an.

Tabelle 2: durchschnittlicher Keimgehalt der Anlieferungsmilch 2012

Milchgeldabzüge und Liefersperren

Überschreitungen der Grenzwerte in der Milchgüteprüfung

für die Parameter Zell- oder Keimzahl,

sowie ein positiver Hemmstoffbefund führen zu

Abzügen vom Milchgeld. Diese belaufen sich auf 1

Cent/kg Milch bei Überschreiten der Zellzahlgrenze

von 400.000 Zellen/ml (geometrischer Mittelwert

der Messwerte über drei Monate), 2 Cent/kg Milch

bei Überschreiten der Keimzahlgrenze von 100.000

Zellen/ml (geometrischer Mittelwert der Messwerte

über zwei Monate) und 5 Cent/kg Milch bei einem

positivem Hemmstoffbefund (pro Befund im Monat).

Jeden Monat sind zwischen 40 und 70 Lieferanten

von diesen Abzügen betroffen (Abbildung

3). Auch wenn das nur etwa 1,5 bis 3 % der Lieferanten

betrifft, bedeutet das für diese Milcherzeuger

erhebliche wirtschaftliche Einbußen.

Bleibt die Überschreitung der Grenzwerte für Keimoder

Zellzahl über einen Zeitraum von 4 Monaten

bestehen, wird durch das Kreisveterinäramt die Abgabe

von Milch per Ordnungsverfügung verboten.

Um die Lieferung wieder aufnehmen zu können,

muss der Milcherzeuger durch die Entnahme und

< 100.000 Keime/ml < 50.000 Keime/ml > 100.000 Keime/ml Durchschnitt

99,2 % 93,0 % 0,8 % 17.000 Keime/ml

Abbildung 2: Anzahl positiver Hemmstoffbefunde in den Jahren 2007 bis 2012

Abbildung 3: Anzahl Lieferanten mit Milchgeldabzügen aufgrund von Überschreitungen

der Grenzwerte bei Keim- und Zellzahl, sowie positivem Hemmstoffbefund

Gefrierpunkt

Der Gefrierpunkt der Anlieferungsmilch gibt Hinweise

auf mögliche Zusätze von Fremdwasser

zur Milch. Er unterliegt kaum Schwankungen und

lag im vergangenen Jahr, wie auch in den beiden

Vorjahren, durchschnittlich bei –0,523°C. Jedoch

lassen sich auch bei diesem Parameter Grenzwertüberschreitungen

feststellen. So wurde in 2012 bei

2,7 % der Proben ein erhöhter Gefrierpunkt von

mehr als –0,515°C festgestellt. Solche Grenzwertüberschreitungen

werden in Abhängigkeit von der

Lieferordnung der Meierei mit Milchgeldabzügen

geahndet.

22

// Rind im Bild 1/2013


LKV

Untersuchung von zwei repräsentativen Proben der

Anlieferungsmilch nachweisen, dass die Milchqualität

wieder den Vorgaben entspricht. Solche Liefersperren

verursachen einen hohen wirtschaftlichen

Schaden, da diese Betriebe neben dem gekürzten

Milchgeld über mehrere Monate, auch die Kosten

durch die amtliche Sperrverfügung und die Entnahme

der Wiederzulassungsproben zu tragen haben.

Nahezu jeden Monat müssen solche Liefersperren

durch die Kreisveterinärämter ausgesprochen werden,

wobei die Anzahl in letzten Jahren erfreulicherweise

leicht rückläufig ist (Tabelle 3). So kam es

2009 noch 131mal zu Liefersperren aufgrund von

Zellzahl- oder Keimzahlüberschreitungen, 2012 nur

noch 49mal, wobei die Betriebe in 10 Fällen wegen

Keimzahlüberschreitungen und in 39 Fällen wegen

Zellzahlüberschreitungen von der Milchlieferung

ausgeschlossen wurden.

Dr. M. Brandt, LKV

Tabelle 3: Anträge auf Wiederzulassung nach Liefersperre

Grenzwertüberschreitung bei

Summe

Keimzahl Zellzahl Anträge Landwirte

2009 15 116 131 100

2010 16 88 104 83

2011 8 80 88 72

2012 10 39 49 47

Hoftests für Hemmstoffuntersuchungen

beim LKV erhältlich

Die Antibiotikaanwendung in der Milchviehhaltung

ist ein aktuelles, viel diskutiertes Thema. Die Behandlung

kranker Tiere ist aus Tierschutzgründen

unverzichtbar, jedoch darf hemmstoffhaltige Milch

bzw. Milch mit Tierarzneimittelrückständen keinesfalls

in den Hoftank gelangen und an die Meierei

geliefert werden.

Über die Verwendung von Hoftests zur Hemmstoffuntersuchung

wurde in der vorherigen Ausgabe

ausführlich berichtet. Hoftests bieten die Möglichkeit

die Milch direkt auf dem Betrieb zu testen, so

dass schnell und direkt ein Ergebnis vorliegt.

Durch die Anwendung von Hemmstofftests tragen

Sie dazu bei, dass der Verbraucher Milch und Milchprodukte

auch zukünftig als gesunde, rückstandsfreie

Lebensmittel schätzt und konsumiert, indem

Sie ausschließlich rückstandsfreie Milch zur Abholung

bereitstellen. Gleichzeitig dient es der eigenen

Absicherung und schützt vor den erheblichen finanziellen

und ordnungsrechtlichen Konsequenzen

eines positiven Hemmstofffalls.

Um Sie dabei zu unterstützen, bieten wir Ihnen den

Erwerb des Hoftest-Einsteiger-Sets der AiM GmbH

an, mit dem Sie den offiziell beschriebenen Hemmstofftest

selbst und zu jeder Zeit auf dem eigenen

Betrieb durchführen können.

Es handelt sich dabei um einen mikrobiologischen

Hemmstofftest nach dem gleichen Testprinzip, dass

auch in unserem Milchlabor angewendet wird. Dadurch

ist bei richtiger Anwendung sichergestellt,

dass die eigene Untersuchung zum gleichen Ergebnis

kommt wie die offizielle Probe im Rahmen der

gesetzlichen Milch-Güteuntersuchung.

In einem handlichen Koffer (Abbildung) ist alles

enthalten, was zur Testdurchführung benötigt wird.

Schnell und sicher können sowohl die Milch behandelter

Tiere nach Ablauf der Wartezeit, als auch die

Anlieferungsmilch vor Annahme durch den Milchsammelwagen

auf Hemmstofffreiheit überprüft

werden.

Hoftest-Einsteiger-Set

(BRT-Test, Firma AIM GmbH, München)

Als Tipp ist allen Landwirten, die selbst eine Hemmstoffuntersuchung

durchführen, dringend anzuraten,

die Untersuchung mit Datum, Tiernummer oder Name

sowie dem Ergebnis zu dokumentieren. Ein einfaches

Formblatt ist in dem Einsteigerset enthalten.

Bei Interesse können Sie das Hoftest-Einsteiger-

Sets derzeit zum Aktionspreis von 168,- € direkt

über den LKV erwerben. Auch der Nachkauf von

Teströhrchen ist auf diesem Weg möglich. Bitte

kontaktieren Sie für weitere Informationen und Bestellungen

Frau Dr. Brandt im Zentralen Milchlabor

telefonisch unter 0431-3398751 oder per Mail unter

brandt@lkv-sh.de.

Dr. M. Brandt, LKV

// Rind im Bild 1/2013 23


LKV

Methoden zur Milchleistungsprüfung

– für jeden eine passende

Im Lauf der Geschichte der Milchleistungsprüfung

sind zahlreiche Prüfverfahren entwickelt worden.

Um eine internationale Vergleichbarkeit der

Ergebnisse zu erreichen, werden weltweit in allen

der ICAR (Internationales Komitee für Leistungsprüfungen

in der Tierproduktion) angeschlossenen

Kontrollverbänden ausschließlich standardisierte

und von der ICAR anerkannte Prüfverfahren angewandt.

In Deutschland gibt es zudem Regelungen

der Arbeitsgemeinschaft deutscher Rinderzüchter.

Ziel bei allen Prüfverfahren ist es, die Leistungen

der Herden und Einzeltiere mit möglichst hoher

Sicherheit bei vertretbarem Arbeitsaufwand festzustellen

und zu dokumentieren.

Alle Prüfverfahren werden mit einer vierstelligen

Buchstaben-Zahlen-Kombination bezeichnet, z.B.

BS42 oder AT42. Dabei bezeichnet die erste Stelle

die Prüfmethode, die zweite das Prüfschema, die

dritte das Prüfintervall und die vierte die Melkfrequenz.

Prüfmethode: Sie gibt an, wer die MLP durchführt,

entweder ein Leistungsprüfer

der MLP-Organisation oder

ein Betriebsangehöriger.

Prüfschema: Es beschreibt, welche Gemelke

innerhalb des Prüfzeitraums

gemessen und welche davon

beprobt werden.

Prüfintervall: Es gibt an, in welchem zeitlichen

Abstand voneinander die

Prüfungen erfolgen.

Melkfrequenz: Sie zeigt, an wie vielen Melkzeiten

die Herde täglich gemolken wird.

Grundsätzlich muss klar sein, dass jede

Milchleistungsprüfung eine Hochrechnung ist. Ausgehend

von einem Stichtag wird für einen längeren

Zeitraum, in der Regel von etwa vier Wochen, eine

Hochrechnung vorgenommen. Diese fällt umso genauer

aus, je exakter die Daten des Stichtags erhoben

werden.

So bedeutet die Entscheidung eines Milcherzeugers

z.B. für ein alternierendes Prüfverfahren einen

freiwilligen Verzicht auf einen Teil der Leistungsinformationen

am Prüftag und führt daher trotz aller

Sorgfalt zwangsläufig zu einer geringeren Ergebnissicherheit

als ein Verfahren, bei dem alle Melkzeiten

des Prüftages einbezogen werden.

Tabelle: In Schleswig-Holstein angebotene Prüfverfahren

Prüfmethode Prüfschema Prüfintervall Melkfrequenz

Milchmengenfeststellung

Probenahme

(immer nur ein Stichtag)

Milchmengenerfassung

S Stichtag – alle Gemelke

alle Gemelke

anteilige Probe

M Stichtag – alle Gemelke

ein Gemelk

alternierende D täglich 2 2 x täglich

Melkzeit

A = MLP durch

ein Gemelk gleiche

N Stichtag – alle Gemelke

4 alle

LKV-Mitarbeiter

Melkzeit, Korrektur 4 Wochen

3 3 x täglich

ein Gemelk

B = MLP durch

O Stichtag – alle Gemelke gleiche Melkzeit,

R Melkroboter

Mitglied

(AMV)

keine Korrektur

T

U

Stichtag – ein Gemelk

alternierende Melkzeit

Stichtag – ein Gemelk

gleiche Melkzeit

E täglich – alle Gemelke

G täglich – alle Gemelke

H täglich – alle Gemelke

I

täglich – alle Gemelke

Für alle Prüfverfahren gilt, dass zur Erreichung einer

hohen Ergebnissicherheit gewisse Spielregeln

einzuhalten sind. Dazu zählt, dass die Melkungen

am Prüftag möglichst genau so ablaufen sollen, wie

an jedem anderen Tag. Das betrifft die Melkroutine

genauso wie die Uhrzeiten, zu denen mit dem Melken

begonnen wird.

In besonderem Maße trifft das auf Prüfverfahren zu,

die nur eine Melkzeit zur MLP heranziehen. Abweichungen

von der täglichen Routine, unregelmäßige

Melkzeiten oder deutliche Unterschiede zwischen

Tag und Nacht bei der Versorgung der Kühe (z.B.

nachts im Stall, tagsüber Weidegang) führen zu

Unsicherheiten bei der Berechnung der Ergebnisse.

Einige Landwirte werden sich fragen, warum überhaupt

so viele Verfahren angeboten werden. Jeder

Betrieb ist unterschiedlich strukturiert und jeder

Betriebsleiter setzt unterschiedliche Schwerpunkte

bei der Verwendung der MLP-Daten. Hinzu kommt,

ein Gemelk

alternierende

Melkzeit

ein Gemelk

gleiche Melkzeit

alle Gemelke

anteilige Probe

ein Gemelk

alternierende

Melkzeit

ein Gemelk gleiche

Melkzeit, Korrektur

ein Gemelk

gleiche Melkzeit,

keine Korrektur

dass Arbeitszeit auf vielen Betrieben ein begrenzender

Faktor ist und die Ausstattung mit Arbeitskräften

sehr variiert. Die LKV erfüllen mit der Vielfalt

an Prüfmethoden die Wünsche der Mitglieder.

Die Entscheidung für die Prüfmethode A bietet

die komfortabelste Möglichkeit. Der Milchleistungsprüfer

übernimmt dabei sämtliche Arbeiten der

MLP. In Betrieben, in denen ausreichend Personen

zur Verfügung stehen, fällt die Entscheidung oft zu

Gunsten eines kostengünstigeren B-Verfahrens.

Der Milchleistungsprüfer bringt und holt alle benötigten

Gerätschaften und Unterlagen. Milchmengenerfassung,

Probenahme und Gerätean- und

-abbau sowie Reinigung obliegen dem Mitglied.

Die Auswahl des Prüfschemas wird zumindest

zum Teil durch die im Betrieb vorhandene Ausstattung

beeinflusst. Nur bei Melkanlagen mit elektronischer

Milchmengenerfassung und Datenspeicherung

über den ganzen Monat können die Schemata

24

// Rind im Bild 1/2013


LKV

E, F, G, H und I angewandt werden, hierbei werden

die Milchmengen aller Gemelke jeder Kuh über den

ganzen Monat zur Leistungsberechnung herangezogen.

Die Beprobung erfolgt wie bei allen anderen

Schemata auch hier nur an einem Stichtag.

Die Schemata S, M, N, T und U können grundsätzlich

bei allen Betrieben verwendet werden, die täglich

zweimal melken. Bei Betrieben mit drei Melkzeiten

sind nur S oder O anwendbar.

Die Auswahl des Melkschemas hat den größten

Einfluss auf die Exaktheit der Ergebnisse. Im Interesse

der Ergebnissicherheit muss die Empfehlung

lauten, möglichst viele Daten heranzuziehen. Daher

ist, sofern keine tägliche elektronische Milchmengenerfassung

zur Verfügung steht, dem Schema S

der Vorzug zu geben, auch das Schema M bietet

hinsichtlich der Milchmenge große Sicherheit. Leider

treten Ergebnissicherheit und zur Verfügung

stehende Arbeitszeit in vielen Betrieben zueinander

in Konkurrenz, so dass nur eine Melkzeit zur MLP

herangezogen wird. Trotz aller Sorgfalt ist dann ein

gewisser Schätzfehler bei der Hochrechnung unvermeidbar.

Da beobachtet werden kann, dass betriebsindividuell

meistens eine gewisse Regelmäßigkeit besteht,

welche der beiden Melkzeiten über- und welche

unterschätzt wird, empfiehlt es sich, durch den

monatlichen Wechsel für einen Ausgleich innerhalb

des Prüfjahres zu sorgen (Schema T). Die Prüfschemata

U und N können daher nur bedingt empfohlen

werden. Sie stellen eher eine Notlösung für Betriebe

dar, bei denen aus betrieblichen Gründen nur

abends oder nur morgens eine MLP erfolgen kann.

Um auch hier zutreffende Ergebnisse zu erzielen, ist

auf die schon erwähnten Punkte wie Einhaltung der

Arbeitsroutinen und Regelmäßigkeit in den Melkzeiten

besonders zu achten.

Das Prüfintervall ist bei allen Betrieben, die keine

elektronische Milchmengenerfassung nutzen,

einheitlich auf ca. vier Wochen festgelegt, wobei

zeitliche Abstände zwischen den Prüfterminen von

24 bis 36 Tagen zulässig sind. Einmalig pro Jahr, in

der Regel im Juli, wird statt des vierwöchigen ein

achtwöchiges Intervall genutzt.

Die Melkfrequenz richtet sich ausschließlich

nach den betrieblichen Gegebenheiten und darf

am Prüftag nicht von der sonst üblichen Frequenz

abweichen.

Abschließend kann festgestellt werden, dass der

LKV seinen Mitgliedern aufgrund der Vielfalt der

Prüfverfahren für jeden Betrieb das geeignete

Verfahren bietet. Im Interesse der Datensicherheit

sollten so viele Messergebnisse (Milchmengen

und Proben) jeder Kuh herangezogen werden, wie

möglich. Dies betrifft insbesondere auch Betriebe,

die mit einem automatischen Melksystem melken.

Bei diesen Melkverfahren ist die Melkfrequenz

zwischen den Kühen einer Herde unterschiedlich

und das Melken erfolgt mit völlig variierenden

Zwischenmelkzeiten. Deshalb können für diese

Melkverfahren keine Korrekturfaktoren errechnet

werden. Darüber hinaus ist die Milchzusammensetzung

bei unterschiedlichen Zwischenmelkzeiten

sehr unterschiedlich, so dass Daten aus automatischen

Melkverfahren mit nur einer Probenahme

am Prüftag auch für das Betriebsmanagement unbrauchbar

sind.

Die Entscheidung, ob die Methode A oder B gewählt

wird, hat bei Einhaltung der Regeln keinen Einfluss

auf die Datenqualität. Viel wichtiger ist, dass alle

betrieblichen Routinen rund um das Melken auch

am Prüftag eingehalten werden. Bei Fragen zu den

Prüfmethoden erhalten Sie unter der Telefonnummer

0431-3398735 kompetente Auskünfte.

S. Springmann, LKV

Gesunde Kälber?

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Unterschied!

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St. Hülfer Dorfst. 22 - 49356 Diepholz

Tel. 05441-98850

// Rind im Bild 1/2013 25


LKV

Neueinteilung der Zuchtwartbezirke

Die praktische

Betreuung der

Leistungsprüferinnen und

Leistungsprüfer liegt beim LKV

in den bewährten Händen der

Zuchtwartinnen und Zuchtwarte. Die

Aufgaben und Tätigkeitsbereiche der

Zuchtwarte wurden in der letzten Ausgabe

der „Rind im Bild“ ausführlich beschrieben.

Durch die kontinuierlichen Veränderungen

in der Mitgliederstruktur – die Anzahl

der Betriebe nimmt ab und die durchschnittlichen

Bestandsgrößen sowie die Größe der Melkstände

steigen weiter an – aber auch aufgrund personeller

Veränderungen kommt es gelegentlich zur Notwendigkeit,

die Grenzen der Betreuungsgebiete zu

überdenken und die Gebiete neu einzuteilen.

Aktuell hatte insbesondere eine personelle Veränderung

maßgeblich Anteil daran, dass die Gebiete

zu Beginn des Jahres neu zu planen waren.

Nach Ablauf der Erziehungszeit hat Frau Vollbehr,

die vor der Schwangerschaft überwiegend die

Kreise Plön und Ostholstein und angrenzende Teile

in den Kreisen Segeberg und Rendsburg-Eckernförde

betreute, den Wunsch geäußert, die Tätigkeit

mit reduzierter Arbeitszeit wieder aufzunehmen.

Während bis dahin

alle in dem Gebiet

anfallenden Arbeiten

durch die angrenzenden

Kolleginnen

und Kollegen bzw.

vom Außendienstbüro

aus erledigt wurden,

war nunmehr der

Zeitpunkt gekommen,

eine feste Planung

vorzunehmen. Die

Neueinteilung hatte

zur Folge, dass alle

benachbarte Zuchtwartbezirke

im südlichen

Landesteil von

den Veränderungen

betroffen sind, vereinzelt

sogar im Norden.

Beachtet werden

musste dabei auch

eine möglichst ausgeglichene

Arbeitsauslastung

zwischen den

Zuchtwarten.

Auch wenn es auf dem

Betrieb angenehmer

ist, über einen längeren

Zeitraum mit

den gleichen Personen

zusammenarbeiten zu

können, werden die

betroffenen Betriebe

um Verständnis für

diese Änderungen gebeten.

Die neuen Bezirke

sind nebenstehender

Landkarte zu entnehmen.

Die Namen und Telefonnummern der jeweils zuständigen

Zuchtwarte ist wie gewohnt dem Deckblatt

des MLP-Rückberichts zu entnehmen.

M. Röstel, LKV

26

// Rind im Bild 1/2013


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1 x 1 kg LarvEx

(im Wert von 21,00 €)

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Vom 15. März bis 30. April 2013

EUTERHYGIENE – DIPPMITTEL

Alcide Uddergold ® PM Vet

• als Tierarzneimittel zugelassenes Zwei-

Komponenten-Dippmittel (BVL-Zulassungs-Nr.

401140.00.00) zur Mastitisprophylaxe bei Rindern

nach dem Melken

• Uddergold PM Vet ist ein Barriere-Dippmittel

auf Basis von Chlordioxid mit hervorragender

Desinfektionsleistung gegen Mastitiserreger wie

z.B. Staphylococcus aureus und E-Coli


dreifacher Hautschutz: Glycerin, Milchsäure und

Cosmedia (kosmetischer Barrierefilm)

KÄLBERSTALLDESINFEKTION

DESINTEC ® FL-des Allround

• ausgezeichnet durch eine Expertenkommission

mit der DLG Silbermedaille 2010

• Zweikomponentenpräparat zur Desinfektion

von Tierställen

• effektive Bekämpfung von Bakterien (E-Coli,

TBC), Viren (Rotavirus), Pilze und Parasiten

(Wurmeier, Kokzidien und Kryptosporidien)

in einem Arbeitsgang

ROBOTER

Alcide 4XLA ®

• Zwei-Komponenten-Dippmittel der USA-

Spitzenbetriebe mit deutscher Biozid-Anmeldung!

• Pflegendes und zugleich hocheffektives, sprüh-

fähiges Euterdesinfektionsmittel auf Basis von

Chlordioxid.

• Besitzt eine hervorragende Desinfektionsleistung

(besonders gegen Staph. aureus).

DESINTEC ® MH-LactiFilm

• Ein gebrauchsfertiges Zitzendesinfektionsmittel

auf Milchsäurebasis zum Dippen nach dem

Melken.

• Enthält einen Fliegenschutz und erzeugt beim

Dippen einen lang anhaltenden Schutzfilm für die

gesamte Zwischenmelkzeit.

• Tropft nicht ab und desinfiziert sicher und nach-

haltig die Zitzenhaut.

• Hohe Pflegeleistung hält die durch das Melken

stark strapazierte Zitzenhaut geschmeidig.

* Gelistet in der Betriebsmittelliste für den

Ökologischen Landbau in Deutschland (FiBL).

DESINTEC

® MH-LactiSpray

• ein gebrauchsfertiges Zitzendesinfektionsmittel

auf Basis von Milchsäure zum Besprühen der

Zitzen nach dem Melken.

• Weitere Informationen siehe Desintec

MH-LactiFilm

KLAUENPFLEGE

DESINTEC

® HoofCare Special

besteht die Prüfkriterien der DLG mit

Auszeichnung!

• desinfizierendes Klauenpflegemittel für Durch-

laufwannen und zum Einsprühen der Klauen

• besitzt eine breite mikrobiologische Wirksam-

keit durch die Kombination von quartären

Ammoniumverbindungen (QAV) und

Glutaraldehyd

- reinigt und pflegt gleichzeitig die Klauen

- Anwendung: 3–5 %ig in der Durchlaufwanne

FLIEGENBEKÄMPFUNG / LARVENBEKÄMPFUNG

DESINTEC ® DitEx

• Wasserlösliches Pulver zum Streichen und

Spritzen gegen adulte Fliegen, einschließlich

der Essigfliegen in Tierställen.

• Wirkstoff Thiamethoxam aus der Gruppe der

Neonicotinoide.

• Der beinhaltete Zucker- und Sexuallockstoff

macht DitEx sehr attraktiv für die Fliegen.

• Dosierung: 400 g Dose – reicht für 160–200 m 2

Stallgrundfläche.

DESINTEC ® LarvEx

• Larvizid mit selektiver Wirkung gegen Fliegenlarven

und Rattenschwanzlarven

• Wirkstoff: Cyromazin

• Durch das sehr gute Sicherheitsprofil ist die

Anwendung auch in belegten Buchten möglich.

• Dosierung: 500 g für 20 m² Brutfläche

Wir freuen uns, Ihnen unsere Agrarprodukte präsentieren zu dürfen. Für weitere Informationen zu unseren DESINTEC ® -Produkten

steht Ihnen unsere DESINTEC ® -Beraterin Franziska Bardt unter der 0251 . 682-1144 oder 0172 . 5730068 gerne zur Verfügung.

Auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit! Ihre Rinderzucht Schleswig-Holstein eG.

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG | Rendsburger Straße 178 | D-24537 Neumünster

Besamungsstation Schönböken | Telefon 04323 . 96267 | Fax 04323 . 96268 | E-Mail labor@rsheg.de

Biozide sicher verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformation lesen.


LKV

Veränderungen bei QM-Milch

Start in die 4. Runde – was ist neu und

was bleibt gleich

Nach Einführung des Integrierten Qualitätssicherungsystems

Milch (QM-Milch) im Jahre 2003

wurden erstmals vor dem Beginn der 2. Runde im

Jahre 2006 einige Punkte der Checkliste verändert.

Erfahrungen aus der Anwendung in der Praxis hatten

dazu geführt, einige Kriterien zu verändern,

anzupassen, in mehrere Unterpunkte zu teilen, vollständig

zu streichen oder auch zusätzliche Punkte

in die Checkliste aufzunehmen.

Mit dem jetzt zum Jahresbeginn erfolgten Start in

die vierte Runde hat es einige Neuerungen gegeben,

die sich sowohl auf die Organisation, als auch

auf die Durchführung der Audits beziehen. Für die

Milchviehbetriebe ergeben sich ebenso Veränderungen

in den Anforderungen, auf die hier hingewiesen

werden soll.

Zunächst ist jedoch festzustellen, dass zur bundesweiten

Umsetzung von QM-Milch der Verein

„QM-Milch e.V.“ mit Sitz in Berlin gegründet wurde.

Ein Fachbeirat innerhalb dieses Vereins, der aus

Vertretern des Deutschen Bauernverbandes, des

Milchindustrie-Verbandes sowie des Deutschen

Raiffeisenverbandes gebildet wird, legt zukünftig

mit einem Standard die Anforderungen fest, die bei

der Durchführung von QM-Milch einzuhalten sind.

So hat sich die zuständige Organisation, die mit

der Durchführung der Audits beauftragt wurde - in

Schleswig-Holstein also der LKV – als sogenannte

Zertifizierungsstelle selbst nach einer internationalen

Norm akkreditieren zu lassen.

Die Durchführung der Audits wird zukünftig als Zertifizierung

des Betriebes bezeichnet, der Milchviehbetrieb

wird in der Gesamtbetrachtung des Systems

als Systemteilnehmer oder auch Zertifizierungsnehmer

bezeichnet. Aus diesen Bezeichnungen

wird deutlich, dass es sich nicht mehr „nur“ um

die Durchführung eines Audits handelt, der Betrieb

wird nunmehr zertifiziert, bei erfolgreichem Ausgang

wird dafür ein Zertifikat erteilt.

Was hat sich jetzt für die Milcherzeuger geändert?

Während bisher von 65 insgesamt möglichen Punkten

47 Punkte sowie in jedem Fall sechs sogenannte

K.O.-Kriterien zu erfüllen waren, sind es nach

dem neuen System 47 von 66 Punkten, allerdings

sind jetzt 16 K.O.-Kriterien zu erfüllen. Da inzwischen

alle Milchproduzenten über die Meiereien

über die Veränderungen in der Checkliste informiert

wurden, soll an dieser Stelle auf diese nicht im Einzelnen

eingegangen werden. Die Checkliste steht

außerdem auf der Homepage des LKV als Download

zur Verfügung.

Die Aufstellung und die Erfahrungen der letzten

Jahre zeigen, dass die große Mehrheit der Milcherzeuger

nicht von Sonderaudits betroffen sein

werden.

Der Hinweis „Zertifikat wird eingezogen“ kann

entsprechend der Auslegung der Lieferordnung

der jeweiligen Molkerei bedeuten, dass die Milch

für die Dauer des Zertifikatsentzuges nicht abgenommen

wird. Der Turnus zur Durchführung wird

wie bisher bei 3 Jahren bleiben. Die Audits können

drei Monate vor Ablauf der Zertifizierungslaufzeit

und bis zu 3 Monate danach durchgeführt werden

(Karenzzeit).

Eine Überziehung der Karenzzeit ist in begründeten

Einzelfällen möglich. Bei Überziehung der Frist

von 3 Jahren ist zu berücksichtigen, dass die QS-

Anerkennung über den 3-jährigen Zeitraum hinaus

entfällt. Die Sonderkontrollen verlängern nicht den

3-jährigen Turnus für das Hof-Audit

M. Röstel, LKV

Bei den Fristen für die Nachkontrollen haben sich einige Änderungen ergeben, diese sind nachfolgender

Tabelle zu entnehmen:

Bezeichnung

K.O.-Kriterien beim Audit nicht erfüllt

Mängel bei Nachkontrolle wg. nicht erfüllter K.O.-

Kriterien

Mindestpunktzahl beim Audit nicht erreicht

Mängel bei der Nachkontrolle wg. nicht erreichter

Punktzahl (erneut zu geringe Punktzahl)

Mängel bei 2. Nachkontrolle

Frist für Nachkontrolle

innerhalb von 2 Monaten

QM-Milch nicht bestanden, Zertifikat wird

entzogen

nach 3 Monaten

2. Nachkontrolle nach weiteren 3 Monaten

QM-Milch nicht bestanden, Zertifikat wird

entzogen.

Neu für die Milcherzeuger sind Sonderkontrollen, die bei bestimmten Ereignissen durchzuführen

sind. Die Gründe und Fristen für Sonderkontrollen sind folgende:

Bezeichnung

Routineaudit bestanden, unter 1. Gesundheit und

Wohlbefinden der Tiere sowie Maßnahmen zur

Sicherung der Eutergesundheit weniger als 13

Punkte (ohne Bonuspunkt).

Nach Aussetzen der Milchanlieferung wegen

Überschreiten der Anforderungen bei Keimzahl

und/oder Zellzahl

Konsequenz

Innerhalb 12 Monate Sonderkontrolle der Punkte

1.1. - 1.19. Es müssen mindestens 13 Punkte

ohne Bonuspunkte und K.O.-Kriterien erzielt

werden.

Zertifikat wird eingezogen.

Vor Wiederzulassung Sonderkontrolle der Punkte

1 + 3, mindestens 26 Punkte ohne Bonuspunkte

müssen erreicht werden und K.O.-Kriterien müssen

erfüllt sein.

Nach Aussetzen der Milchanlieferung wegen

Hemmstoffen.

Nach Aussetzen der Milchanlieferung wegen

Überschreiten der Höchstwerte im Rahmen von

Schadstoff- und Rückstandsuntersuchungen

Zertifikat wird eingezogen.

Sonderkontrolle der Punkte 5.1 - 5.4, alle Punkte

müssen erfüllt sein.

Zertifikat wird eingezogen.

Sonderkontrolle der Punkte 3.2., 4.1. - 4,3. + 4.6.,

alle Punkte müssen erfüllt sein.

28

// Rind im Bild 1/2013


LKV

BVD-Status auf dem Stammdatenblatt – wo

gibt es Verbesserungsmöglichkeiten?

Seit dem 1. Januar 2013 wird bei der Erstellung

der Stammdatenblätter der BVD-Status aus einem

negativen Untersuchungsergebnis angegeben.

Hiermit können mit einen Dokument die Stammdaten

des Tieres sowie der negative BVD-Status

nachgewiesen werden.

Da das Stammdatenblatt so rechtzeitig gedruckt

werden muss, dass dies zum 14. Lebenstag auf

dem Betrieb zur Vermarktung der Kälber vorliegt,

werden auch Stammdatenblätter ohne BVD-Status

von der LKD erstellt, wenn dieser zum letztmöglichen

Drucktermin nicht vorliegt. Zur Verbesserung

des Anteils der Stammdatenblätter mit Angabe des

BVD-Status können die nachfolgend aufgeführten

Maßnahmen beitragen.

Frühzeitige Probenahme

Der Zeitraum für den Versand der Proben und der

Stammdatenblätter sowie für die Untersuchung ist

wenig zu beeinflussen. Damit der BVD-Status auf

dem Stammdatenblatt gedruckt wird, ist eine Kennzeichnung

der Kälber mit Gewebeohrmarken spätestens

am Tag nach der Geburt und umgehenden

Versand der Proben zwingend notwendig. Die ersten

Auswertungen ergeben, dass bei diesem Vorgehen,

bis auf wenige Ausnahmen, der BVD-Status

gedruckt werden konnte.

Derzeit wird bei unter einem Viertel der Geburten die

Gewebeprobe bis zum Tag nach der Geburt genommen.

Dieser Anteil ist deutlich verbesserungswürdig!

Probengefäße nicht sammeln

Um die Kosten für den Versand der Proben so gering

wie möglich zu halten wurden seit Beginn der

Untersuchungspflicht die Proben auf den Betrieben

gesammelt. Seit September 2011 trägt jedoch der

Tierseuchenfonds im Rahmen der Beihilferegelung

die Kosten für den Versand. Somit werden die Geburtsbetriebe

nicht mehr direkt belastet.

Im Jahr 2012 sind insgesamt 387.524 Gewebeproben

aus 96.738 Einsendungen im Landeslabor

Schleswig-Holstein untersucht worden. Durchschnittlich

wurden 4 Proben je Einsendung registriert,

wobei der Anteil mit bis zu 2 Proben bei

41,5% aller Sendungen und nur 10,4% der Proben

lag. Dies zeigt, dass in vielen Betrieben die Proben

weiterhin gesammelt wurden. Der Spitzenreiter

hatte 181 Proben in einer Sendung! Soll der BVD-

Status auf das Stammdatenblatt gedruckt werden,

so dürfen zukünftig die Proben nicht mehr gesammelt

werden, auch wenn dadurch erhöhte Mengen

an Versandmaterial benötigt werden und die Portokosten

für den Tierseuchenfonds steigen.

Probengefäße auf Inhalt prüfen

Die Rückmeldungen aus der Praxis haben gezeigt,

dass trotz sorgfältiger Handhabung immer wieder

leere Probengefäße beobachtet werden. Wir haben

bei der Auswahl der Ohrmarken Wert darauf gelegt,

dass die Probengefäße transparent sind und vor Ort

auf Inhalt geprüft werden können. Daher sollte jedes

Probengefäß vor dem Versand geprüft werden. Falls

ein leeres Probengefäß auffällt, so ist umgehend mittels

eines Nachbeprobungssets eine weitere Probe

zu ziehen. Damit wird vermieden, dass erst nach Prüfung

im Landeslabor eine Nachprobe gezogen und

wertvolle Zeit verschenkt wird. Wir empfehlen immer

eine ausreichende Menge an Nachbeprobungssets

auf dem Betrieb vorrätig zu halten.

Kennzeichnung mit Gewebeproben

Auch wenn die Verwendung von Gewebeohrmarken

zur Kennzeichnung von Kälbern sich im Jahr

2012 auf 94,5% erhöht hat, werden immer noch

Kälber ohne Gewebeohrmarken gekennzeichnet.

Bei diesen Rindern ist eine Blutprobe zur BVD-

Untersuchung zu entnehmen, die jedoch erst im

Alter von mindestens 60 Tagen möglich ist,. Zum

Zeitpunkt des Drucks des Stammdatenblatts kann

somit kein BVD-Untersuchungsergebnis vorliegen.

In den ersten beiden Januarwochen wurden lediglich

ein Drittel der Stammdatenblätter mit Angabe des

BVD-Status erstellt. Dieser Anteil kann durch eine

frühzeitige Probenahme sowie unmittelbaren Probenversand

erheblich gesteigert werden. Auch die

Kontrolle der Probengefäße auf Inhalt sowie die ausschließliche

Verwendung von Gewebeohrmarken zur

Kennzeichnung der Kälber können den Anteil steigern.

Bei der nächsten Ohrmarkenbestellung sollten

unbedingt ausreichend Versandmaterial sowie einige

Nachbeprobungssets mitbestellt werden.

W. Geier, LKD

DEKAMIX ® alkalische Hygieneeinstreu

Ø senkt die Keimbelastung und die Zellzahlen

Ø fördert die Klauengesundheit

Ø trocknet die Lauf- und Liegeflächen

Ø verringert den Fliegenbesatz

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Ø verbessert die Stallluft sowie die Mist- und Güllequalität

Ø ist biogasanlagentauglich

DEKAMIX ® gibt es:

→ lose

→ Big Bag (1.000 kg)

DEKAMIX ® ist in der FiBL-Betriebsmittelliste für den ökologischen Landbau gelistet.

Beratung und Information:

Getreide AG

Agrarhandel Schleswig-Holstein GmbH

Friedrich-Voss-Str. 11 · 24768 Rendsburg

Tel.: 0 43 31/596-117 · Fax: 0 43 31/596-100

www.getreide-ag.de · agrarhandel-sh@getreide-ag.de

// Rind im Bild 1/2013 29


LKV

Mastitiserregerbestimmung

mit PathoProof TM (PCR)

Seit einiger Zeit bietet das Zentrale Milchlabor des

LKV Schleswig-Holstein die Untersuchung von Milchproben

auf Mastitiserreger an. Die Untersuchung

erfolgt mit dem System PathoProof TM der Firma

Finnzymes aus Finnland, wobei durch die Methode

der Real-Time-PCR (Polymerase Kettenreaktion) die

Erbsubstanz der Erreger nachgewiesen wird. In einer

Milchprobe können damit die 15 wichtigsten Mastitiserreger

nachgewiesen werden:

• Staphylococcus aureus

• Streptococcus dysgalactiae

• Escherichia coli

• Klebsiella pneumoniae, K. oxytoca

• Arcanobacterium pyogenes,

Peptostreptococcus indolicus

• Streptococcus agalactiae

• Streptococcus uberis

• Enterococcus faecalis, E. faecium

• Serratia marcescens

• Koagulase negative Staphylokokken

(KNS, Staphylococcus sp.)

• Corynebacterium bovis

• Neu: Mycoplasma bovis

• Neu: Mycoplasma sp.

• Neu: Prototheca sp.

• Neu: Hefen

Bei den aufgeführten Erregern handelt es sich sowohl

um kontagiöse Keime, die im Euter der Kuh leben, als

auch um umweltassoziierte Keime, die überall in der

Haltungsumwelt der Tiere vorkommen. Ebenso lassen

sich auch seltener vorkommende Erreger wie beispielsweise

Hefen oder Mykoplasmen nachweisen. Besonders

Mykoplasmen lassen sich mit der klassischen

mikrobiologischen Methode nur schwer nachweisen.

Die PCR-Methode bietet hier eine gute Möglichkeit

für schnelle und sichere Ergebnisse. Weiterhin wird ein

bakterielles Resistenzgen, das Beta-Laktamase-Gen,

nachgewiesen, das vor allem von Staphylokokken gebildet

wird. Bei Vorhandensein dieses Gens wird das

Enzym Beta-Lactamase gebildet, welches die antibiotische

Wirkung eines Medikamentes beeinträchtigen

bzw. ganz aufheben kann.

Durch die Methode der Real-Time-PCR ist keine

Anzüchtung der Erreger wie bei der klassischen mikrobiologischen

Methode erforderlich, was zu einer

erheblichen Zeitersparnis führt. Das Ergebnis liegt hier

bereits nach etwa 5 Stunden vor, während die Mikrobiologie

mindestens ein bis zwei Tage benötigt. Für die

Bestimmung der DNA ist es unerheblich ob die Bakterien

leben oder nicht, wodurch die Möglichkeit besteht

sowohl konservierte Milchproben als auch Proben von

bereits mit Antibiotika behandelten Kühen zu untersuchen.

Die Methode zeichnet sich durch eine hohe

Sensitivität aus, wodurch seltener Proben vorkommen,

in denen kein Erreger nachweisbar ist.

Bislang wurden im ZML ausschließlich steril entnommene

Einzeltierproben (in der Regel als Viertelgemelksproben

eingesandt) untersucht. Aus den Viertelgemelksproben

erfolgt die Zellzahlbestimmung,

für die Untersuchung auf Mastitiserreger werden die

Viertelgemelksproben im Labor gepoolt. So liegen als

Ergebnis der Zellgehalt pro Viertel und der Erregernachweis

pro Kuh vor. Anhand des Zellgehaltes lässt

sich meist gut das betroffene Viertel erkennen. Das

Verfahren wird mittlerweile gut von Landwirten und

Tierärzten angenommen. Für den Transport der Proben

ins Labor können LKV-Mitglieder den LKV-Fahrdienst

über ihren Leistungsprüfer oder die Einsendung

über das Postfach nutzen. Proben, die bis 10.00

Uhr im Labor eingehen, werden noch am selben Tag

untersucht, so dass zügig ein Ergebnis vorliegt.

Das Untersuchungssystem bietet jedoch noch weitere

Einsatzmöglichkeiten. Dadurch dass keine Anzüchtung

der Bakterien erfolgt, können auch nicht

steril gewonnene Proben, wie beispielsweise Tankmilch-

und MLP-Proben, untersucht werden. Das bietet

die Möglichkeit der automatischen Probenahme

und bedeutet einen deutlich geringeren Aufwand

für die Probenahme auf den Betrieben. Generell gilt

für alle Proben, also auch für steril gewonnene, dass

die Erreger nicht zwingend aus dem Euter stammen

müssen, sondern auch aus dem Zitzenkanal, von der

Euterhaut oder aus der Umwelt stammen können.

Die Wahrscheinlichkeit einer Kontamination von außen

ist natürlich bei nicht steril gewonnenen Proben

deutlich höher. Solche Begleitkeime aus der Umwelt

sind in den MLP- und Tankmilchproben nahezu immer

enthalten, wodurch die Ergebnisse schwieriger

zu interpretieren sind als bei steril gewonnen Proben.

Die Interpretation der Ergebnisse muss immer in Abhängigkeit

von der Fragestellung im Zusammenhang

mit der Zellzahl und der Situation des Betriebes beurteilt

werden. Zudem kann nicht unbedingt für alle

Erreger eine Aussage getroffen werden.

PCR aus Tankmilchproben

Die Untersuchung von Tankmilchproben eignet sich

vor allem zu einem Herden-Screening um herauszufinden,

ob gewisse Erreger in der Herde vorhanden

sind. Eine Aussage kann hier nur für kontagiöse

Vorbereitung von Milchproben für die PCR-Untersuchung

Erreger, also Erreger die vor allem von Kuh zu Kuh

übertragbar und außerhalb des Euters kaum lebensfähig

sind, getroffen werden. Das sind im Einzelnen

die Erreger Staph. aureus, Strept. agalactiae und Mykoplasmen.

Eine Untersuchung der Tankmilchprobe

kann zum einen dazu dienen, sich bei Eutergesundheitsproblemen

einen ersten Eindruck über die Situation

der Herde zu verschaffen. Zum anderen eignet

sie sich dazu, nach Sanierungsmaßnahmen deren

Wirksamkeit zu überprüfen und die Freiheit von

kontagiösen Erregern regelmäßig zu kontrollieren.

Besonders Strept. agalactiae und Mykoplasmen stellen

ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die Herde

dar. Strept. agalactiae, der Erreger des gelben Galts,

ist hoch ansteckend und kann sich so schnell in der

gesamten Herde ausbreiten. Mykoplasmen verursachen

schwere klinische Mastitiden mit teilweise

seuchenartigem Auftreten in der Herde. Der Verlauf

ist therapeutisch kaum zu beeinflussen. Das Freisein

der Herde von diesen Erregern muss das Ziel sein. Für

eine Überprüfung der Herdenmilch auf das Vorkommen

von kontagiösen Erregern eignet sich die Untersuchung

einer Tankmilchprobe mit der PCR-Methode

besonders gut.

Andere Länder und Bundesländer bieten die Untersuchung

von Tankmilchproben bereits an. In Dänemark

wurden umfangreiche Untersuchungen zum

Nachweis von Strept. agalactiae in Tankmilchproben

durchgeführt. Aufgrund der höheren Sensitivität wies

hier die PCR-Methode gegenüber der mikrobiologischen

Methode deutliche Vorteile auf. In Baden-

Würtemberg wurde die Tankmilchuntersuchung

zunächst in einem Monitoringprogramm angeboten.

Hierbei wurde die Tankmilch von mehr als 600 Betrieben

einmal monatlich mit dem PathoProof System

auf die Erreger Staph. aureus, Strept. agalactiae

30

// Rind im Bild 1/2013


LKV

und Mycoplasma bovis untersucht. Eine Befragung

der Tierärzte der teilnehmenden Betriebe ergab, dass

etwa zwei Drittel der Tierärzte die Untersuchung für

sehr hilfreich hielten und über 80 % die Ergebnisse

für die tägliche Arbeit verwenden. In Niedersachsen

wird derzeit eine Studie durchgeführt, in der die Anlieferungsmilchproben

der Betriebe aus dem Gebiet

Weser-Ems untersucht werden.

PCR aus MLP Proben

Die Untersuchung von MLP-Proben auf Mastitiserreger

bietet viele Vorteile, wobei der größte sicher darin

liegt, dass der Aufwand für die Probenahme auf dem

Betrieb wegfällt. Die MLP-Proben kommen ohnehin

zur Untersuchung ins Labor und über einen Begleitschein

kann die zusätzliche Untersuchung auf Mastitiserreger

einfach angefordert werden. Es besteht

dabei sowohl die Möglichkeit bestimmte Tiere untersuchen

zu lassen als auch bestimmte Tiergruppen,

beispielsweise alle Tiere mit einem erhöhten Zellgehalt,

wobei der Grenzwert individuell festgelegt

werden kann. Durch das Vorhandensein von Begleitkeimen,

bedingt durch die nicht sterile Probenahme,

und durch die Untersuchung von Gesamtgemelksstatt

Viertelgemelksproben erschwert sich die Interpretation

der Ergebnisse jedoch im Vergleich zu steril

gewonnenen Viertelgemelksproben. Die beste Aussage

lässt sich in der Regel für kontagiöse Erreger

(Strept. agalactiae, Staph. aureus und Mykoplasmen)

treffen, aber auch das Auftreten von Umwelterregern

(bes. Strept. uberis, E. coli) gibt wertvolle Hinweise

über die Eutergesundheitssituation der Tiere.

Die Vorgehensweise eignet sich gut um festzustellen,

welche Erreger in der Herde vorherrschen und somit

den sogenannten Leitkeim der Herde zu bestimmen.

Auf Basis der Ergebnisse kann das Eutergesundheitsmanagement

optimal auf die Herdensituation abgestimmt

werden. Für die gezielte Untersuchung von

Einzeltieren mit dem Hintergrund einer Behandlung

ist die Untersuchung von MLP-Proben auf Mastitiserreger

jedoch nur bedingt geeignet. Hierfür ist die

Untersuchung von steril entnommenen Viertelgemelksproben

die Methode der Wahl.

Der Nachweis von kontagiösen Erregern ist aus

den MLP-Proben gesicherter möglich als der Nachweis

von Umwelterregern, da diese durch die Probenahme

in die Probe gelangen können. Häufig

herrscht jedoch bei solch „verschmutzten“ Proben

ein Erreger vor, wodurch meist trotzdem vor dem

Hintergrund der entsprechenden Fragestellung eine

Aussage möglich ist. Um diese abzusichern, kann es

sinnvoll sein, routinemäßig einige Proben von gesunden

Tieren (niedriger Zellgehalt) aus der Herde mit

zu untersuchen. Die Begleitkeime aus der Umwelt

sind auch in diesen enthalten und so können die

Schmutzkeime identifiziert werden. Das Auftreten

von Umwelterregern kann jedoch auch Hinweise auf

die Hygiene bei der Milchgewinnung, insbesondere

auf die Qualität der Zitzenreinigung, und damit auf

das Risiko der Infektion mit Umwelterregern geben.

Besteht die Notwendigkeit einer Herdensanierung,

kann es bei Problemen mit kontagiösen Erregern

notwendig sein, alle Tiere der Herde, die von dem Erreger

betroffen sind, herauszufinden. Um nicht jedes

Tier einzeln untersuchen zu müssen, kann die Untersuchung

von Poolproben sinnvoll sein. Aus den MLP-

Proben werden im Labor Poolproben von jeweils 10

Tieren erstellt. Ist die Poolprobe positiv, werden die

Einzelproben untersucht. Auf diesem Weg kann man

mit möglichst geringem Aufwand feststellen, welche

Tiere betroffen sind. Diese Vorgehensweise bietet

sich besonders bei Problemen mit Strept. agalactiae

oder Mykoplasmen an.

Zur Untersuchung von MLP-Proben auf Mastitiserreger

werden derzeit einige Untersuchungen

durchgeführt und in einigen Laboren erfolgen auch

bereits Anwendungen. Über den Dachverband der

LKVs, dem DLQ, wurde eine Studie durchgeführt, in

der die Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchung

von sterilen Viertelgemelksproben direkt mit

der Untersuchung von MLP-Proben mit der PCR-

Methode verglichen wurden. Die Ergebnisse liegen

noch nicht abschließend vor. Erste Erkenntnisse zeigen

jedoch, dass die Untersuchung von MLP-Proben

gut geeignet ist um mit Strept. agalactiae infizierte

Tiere aufzufinden. Für die anderen Erreger wurden

unterschiedliche Übereinstimmungen zwischen den

Untersuchungsmethoden festgestellt. Durch die Einbeziehung

der Ergebnisse von gesunden Tieren einer

Herde, kann die Aussagekraft verbessert werden. Die

Erreger Mykoplasmen, Hefen und Prototheken waren

in dieser Untersuchung nicht Bestandteil des PCR-

Untersuchungskits, so dass für diese Erreger keine

Aussage getroffen werden kann.

Im Falle eines positiven Verlaufs der verschiedenen

Studien wird das ZML zukünftig sowohl die Untersuchung

von Tankmilchproben als auch von

MLP-Proben als Dienstleistung anbieten. Über das

genaue Angebot werden wir Sie dann informieren.

Bei Interesse an der Untersuchung von Milchproben

auf Mastitiserreger und bei Fragen zu dem Thema

wenden Sie sich bitte an das Zentrale Milchlabor,

Frau Dr. Monika Brandt, Tel.: 0431-33987 51, Email:

brandt@lkv-sh.de.

Dr. M. Brandt, LKV

RAUF MIT DEN ERTRÄGEN!

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// Rind im Bild 1/2013 31


LKV

Aktuelles vom DLQ-Projekt „milchQplus“

Als zusätzlichen Service stellen wir interessierten

Landwirten, Tierärzten und Beratern im Zuge der

Einführung der neuen Kennzahlen Merkblätter zur

Verfügung.

Diese beschäftigen sich mit verschiedenen Themen

der Eutergesundheit und werden von Experten der

jeweiligen Themengebiete zusammengestellt.

Unser Ziel ist es, Landwirte in ihrem Herdenmanagement

zu unterstutzen, indem mögliche Problembereiche

auf dem Betrieb mit Hilfe der Merkblätter

einfacher kontrolliert werden können. Kurz,

knapp und pragmatisch – so lautet das Credo für

unsere Merkblätter. Denn Zeit ist ja bekanntlich

Geld.

Heute möchten wir Ihnen das erste, von Jan-

Hendrik Paduch von der Hochschule Hannover erstellte

Merkblatt zur Zitzenkonditionsbeurteilung

vorstellen, das hoffentlich bald in jedem Melkstand

zu finden ist!

Informationen zum aktuellen Stand des Forschungsprojetks

finden Sie auch auf der Homepage

www.milchqplus.de

Deutscher Verband für Leistungsund

Qualitätsprüfungen (DLQ)

und Landeskontrollverband

Schleswig-Holstein e.V.

32

// Rind im Bild 1/2013


Tiergesundheit

Weitere Bundesländer streben die BHV1-Freiheit

an – Markt für Zucht- und Nutzrinder aus

Schleswig-Holstein wird mittelfristig eingeschränkt

Die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern,

Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen streben

in 2013 gemeinsam den Status der BHV1-Freiheit

an. Sie folgen damit dem Bundesland Bayern,

das sich im Oktober 2011 als BHV1-frei erklärt hat.

Die Rinderbestände in den vier östlichen Bundesländern

sind nahezu BHV1-frei. Die Anerkennung

als BHV1-freie Region wird durch eine zweijährige

Übergangsphase eingeleitet, in der nur noch

BHV1-freie, nicht geimpfte Rinder in die Bestände

eingestellt werden dürfen und für die Bestände ein

BHV1-Impfverbot gilt.

Auch die übrigen Bundesländer, die bereits in der

Sanierung weit fortgeschritten sind, intensivieren

diese weiter und streben mittelfristig die BHV1-

Freiheit an. In Schleswig-Holstein sind über 80%

der Betriebe BHV1-frei. Demgegenüber befinden

sich noch in über 1000 Rinderhaltenden Betrieben

BHV1-infizierte Rinder, so genannte BHV1-

Reagenten. Das Land weist damit den höchsten

Anteil an infizierten Betrieben bundesweit auf.

Diese Betriebe stellen ein potentielles Risiko für die

BHV1-freien Betriebe dar und hemmen den Sanierungsfortschritt.

Zukünftig bestehen für die nicht BHV1-freien Bestände

und die BHV1-freien Impfbestände gravierende

Vermarktungshindernisse für Zucht- und

Nutzvieh in Richtung bereits BHV1-freier oder in der

Endsanierung befindlicher Bundesländer. So dürfen

dorthin nur ungeimpfte, BHV1-freie Tiere, gehandelt

werden. Dies betrifft auch Mastkälber. Zudem ist bei

der Vermarktung von Zuchtvieh in BHV1-freie Regionen

wie Bayern im Vorwege eine 30-tägige kostenintensive

Quarantäne durchzuführen.

Daher gilt es jetzt die Zahl nicht freier BHV1-Betriebe

in Schleswig-Holstein deutlich zu reduzieren.

In 2011 ist die schleswig-holsteinische BHV1-Landesverordnung

als Ergänzung zur Bundesverordnung

in Kraft getreten. Gemäß ihrer Bestimmungen

sind mit Ende des Jahres 2012 alle Ausnahmegenehmigungen

von der BHV1-Untersuchungs- und

Impfverpflichtung ausgelaufen.

• Es müssen spätestens jetzt alle Rinderhaltenden

Betriebe ihren Bestand auf BHV1, soweit noch

nicht erfolgt, in dieser Stallhaltungsperiode

untersuchen lassen.

Rinder aus Betrieben, die nicht als BHV1-frei

anerkannt sind oder in denen sich noch BHV1-

Reagenten befinden, müssen per Bestandsimpfung

gegen BHV1 geimpft werden. Dies gilt

auch für Mastbetriebe.

• Alle BHV1-Reagenten sind mit einer roten Ohrmarke

zu kennzeichnen und sind so zu halten,

dass sie nicht in Kontakt mit Rindern anderer

Bestände kommen.

• Verstöße gegen diese Vorschriften stellen eine

Ordnungswidrigkeit dar.

Durch konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen

muss es auch in Schleswig-Holstein gelingen, den

BHV1-Freiheitsstatus mittelfristig zu erlangen. Dafür

müssen die verbliebenen nicht BHV1-freien Bestände

ihre Sanierungsanstrengungen deutlich intensivieren.

Sollte das Land beim Sanierungsstand

nicht aufholen und alle anderen Bundesländer vor

Schleswig-Holstein den BHV1 Freiheitsstatus erlangen,

drohen zukünftig enorme Handelshindernisse

für die Vermarktung von Zucht- und Nutzvieh aus

Schleswig-Holstein.

Dr. Thomas Waack,

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft,

Umwelt und ländliche Räume

// Rind im Bild 1/2013 33


Tiergesundheit

Brunstsynchronisationsprogramme – Was

steckt dahinter? Einblick, Überblick, Ausblick

In Zeiten stark wachsender Milchviehherden

unserer verbleibenden Mitgliedsbetriebe sind das

Herdenmanagement und die Brunsterkennung die

zentralen Herausforderungen, die nicht unerheblich

die Ökonomie des Betriebszweiges beeinflussen.

Knappe Ressourcen an „gutem Personal“ mit

„Kuhverstand“ oder der fehlende, Kuh-interessierte

„geländegängige Altenteiler“ führen in größeren

Beständen häufig zu Überlegungen mittels Brunsteinleitungsprogrammen

und anschließender terminorientierter

Besamung die gewünschten Trächtigkeitsraten

zu erzielen.

Synchronisationsprogramme werden aus ähnlichen

Gründen mit sehr unterschiedlichen Erfolgsraten

seit fast 20 Jahren in Nordamerika eingesetzt.

Grundlage aller Programmvarianten sind Hormonpräparate,

die nach einer exakt einzuhaltenden

Zeitfolge den Tieren verabreicht werden müssen.

Welche Hormone werden angewendet?

Prostaglandine (PGF), die einen funktionsfähigen

Gelbkörper auf dem Eierstock eines Rindes

auflösen, sodass der Gelbkörper kein Schwangerschaftshormon

(Progesteron) mehr produziert und

andere körpereigene Hormone einen neuen Zyklus

einleiten.

Ist ein Tier tragend, führt die PGF-Gabe zum Abort.

Allein aus diesem Grund ist die Voruntersuchung

von Tieren vor Aufnahme in ein Synchronisationsprogramm

zweckdienlich.

Gonadotropes-Releasing-Hormon (GnRH)

Luteinsierendes Hormon (LH)

Diese Hormone sind ebenfalls solche, die ein Rind

im Rahmen eines natürlichen Zyklusgeschehens

körpereigen produziert. Sie bewirken letztlich die

Stimulation der Reifung von Eibläschen (Follikeln)

auf den Eierstöcken eines Rindes und des Eisprungs

(Ovulation).

Progesteron

Das Progesteron oder Schwangerschaftsschutzhormon

wird natürlicherweise vom Gelbkörper des Rindes

im Zyklus beginnend mit dem Eisprung gebildet und

hat die Aufgabe, die Bedingungen in der Gebärmutter

und hormonell an den Eierstöcken zu schaffen, die einer

möglicherweise vorliegenden befruchteten Eizelle

(Embryo) die ungestörte Entwicklung bis zur Geburt

erlauben. Progesteron blockt quasi die Aktivität anderer

Sexualhormone, die den reibungslosen Ablauf

einer Trächtigkeit stören könnten.

Liegt keine Trächtigkeit vor, wird die Progesteronwirkung

durch Prostaglandin (PGF), das in der

nichttragenden, gesunden Gebärmutter gebildet

wird, durch Abbau des Gelbkörpers am Eierstock

aufgehoben, sodass ein neuer Zyklus eingeleitet

werden kann.

Alle genannten Hormone werden natürlicherweise

von geschlechtsgesunden Rindern im Wechselspiel

zur Zyklusteuerung gebildet.

In den letzten Jahrzehnten sind nach und nach diese

Hormone meist synthetisch hergestellt auf den Markt

gekommen und stehen somit zur Therapie und gezielten

Zyklussteuerung als Arzneimittel zur Verfügung.

Vor diesem Hintergrund ergeben sich die Möglichkeiten,

das Fruchtbarkeitsmanagement mittels Hormonprogrammen

zu steuern.

Wichtige Voraussetzung

für alle Programme ist:

- deutliche, sicherere Identifikation der Tiere

- Fanggitter, sichere Fixation

- Dokumentation aller Maßnahmen

Zu den Programmen:

Wochentagsangaben sind beispielhaft,

ermöglichen so aber die Aufgabenerledigung

in der Woche!

Prostaglandin, PGF Programm

Voruntersuchung

nach Brunstbeobachtung

1. PGF

(Di)

KB 48-72 h

(Do - Fr)

13 Tage

2. PGF

(Mo)

KB 48-72 h

(Mi - Do)

Ablauf

- Voruntersuchung auf vorhandenen Gelbkörper

und Geschlechtsgesundheit steigern die

Erfolgsaussichten

- 1. PGF Gabe (Dienstag) an alle Tiere mit Gelbkörper

Konzentrierte Brunstbeobachtung

48 – 72 Stunden später sind ca. 80 %

13 Tage

in Brunst und können besamt werden

(KB = Besamung)

- 2. PGF Gabe (Montag) an alle Tiere, die nach der

ersten Gabe nicht in Brunst kamen und die,

die beim ersten Mal nicht behandelt wurden.

Konzentrierte Brunstbeobachtung

48 – 72 Stunden später Besamung nach

Brunstbeobachtung

Vorteile

- Erfolgsraten um 60 % bei Voruntersuchung, da

nicht besamungstaugliche Tiere (ca. 20 %)

Ergebnis nicht belasten.

- Tiere mit gynäkologischen Problemen werden

frühzeitig erkannt und ggf. sofort behandelt

- geringer Hormoneinsatz

Nachteile

- Brunstbeobachtung erforderlich, aber zeitlich

konzentriert

- zeitlicher Aufwand Voruntersuchung/Fixation

Beurteilung

- besonders geeignet zur Gruppensynchronisation

von Färsen, aber Vorsicht, je größer die Gruppe,

desto schwieriger wird die exakte

Brunstbeobachtung.

- gute Identifikation und Dokumentation

zwingend erforderlich

- geeignet für zyklische, geschlechtsgesunde Kühe

- klare Eingrenzung der Beobachtungszeiträume

auf 2 – 3 Tage ist planbar und für Betriebe mit

engem Zeitmanagement ein starkes Argument.

Spangen- oder

Spiralenprogramm plus PGF

Spirale

setzen

(Mo)

7 Tage

PGF

(Mo)

24 h

Spirale

ziehen

(Di)

KB 48-70 h

(Do - Fr)

Ablauf

Ohne Voruntersuchung wird montags den ausgewählten

Tieren die Spirale in die Scheide eingebracht.

Die Spirale setzt kontinuierlich Progesteron

frei und wirkt so, als hätte das Tier einen funktionellen

Gelbkörper.

Am Montag der nächsten Woche erhalten die Tiere

eine PGF Gabe einen Tag vor der Entfernung der

Spirale, um die zwischenzeitlich körpereigenen aufgebauten

Hormone funktionsgerecht eine Brunst

einleiten zu lassen.

Dienstag wird dann die Spirale entfernt und zwei

bis drei Tage später erfolgt die Besamung nach

Brunstbeobachtung.

34

// Rind im Bild 1/2013


Tiergesundheit

Vorteile

- gute Trächtigkeitsergebnisse, die um 60 % liegen

- Einsatz bei Kühen und Färsen möglich

- alle Tiere können zyklusunabhängig in das

Programm einbezogen werden

- zyklusgestörte Tiere in Folge von Zysten, Azyklie

oder Stillbrunst können mit sehr gutem Therapieerfolg

mit in das Programm einbezogen werden

Nachteile

- ca. 5 – 10 % der Tiere können die Spirale verlieren

- Scheidenausfluss v. a. um den Zeitpunkt des

Ziehens der Spirale irritiert häufig die Betreuer,

mindert aber nicht den Erfolg des Programms

- Spirale kann im Tier vergessen werden

- bei dem Einbringen der Spirale muss absolut

sauber gearbeitet werden

Beurteilung

- gut geeignet für Gruppensynchronisation

- sehr gut geeignet zur Therapie stillbrunstiger,

azyklischer oder zystischer Tiere

- Konzentration der Brunstbeobachtung als planbares

Zeitfenster kommt Management einiger

Betriebe sehr entgegen.

- Organisationsaufwand des Programms überschaubar,

gute Dokumentation ist zwingend

erforderlich

Ovsynch-Programm

1. GnRH

(Mo)

7 Tage

PGF

(Mo)

48 h

2. GnRH

(Mi)

KB 16-20 h

(Do)

Ablauf

Das Programm kann mit und ohne Voruntersuchung

ablaufen, wobei im Falle der Voruntersuchung nur

Tiere mit einem funktionalen Gelbkörper die erste

GnRH Gabe erhalten sollten.

Das GnRH bewirkt eine Stimulation und Ovulation

von ggf. vorhandenen Follikeln, sodass eine Gelbkörperausbildung

erfolgen kann.

Sieben Tage später, also am Montag der folgenden

Woche erhalten die Tiere PGF um Gelbkörper abzubauen

und 48 Stunden später muss die 2. GnRH

Gabe erfolgen, wodurch ein Eisprung stimuliert

wird. Einen knappen Tag später erfolgt dann die

Besamung, ohne das eine Brunstbeobachtung

durchgeführt wird.

Die Besamung erfolgt also terminorientiert und

nicht beobachtungsorientiert!

Vorteile

- Brunstbeobachtung entfällt

- Besamung erfolgt mehr oder weniger terminorientiert

- Programm kann zyklusunabhängig ohne Voruntersuchung

gestartet werden

- Einsatz zur Therapie von stillbrünstigen und

azyklischen Tieren geeignet

Nachteile

- zahlreiche Großversuche zeigen um 25 %

niedrigere Trächtigkeitsraten im Vergleich zu konventionellem

Vorgehen, insbesondere wenn zyklusunabhängig

ohne Voruntersuchung gearbeitet wird

- um 20 % der Kühe kommen bis zu 48 Stunden

vor dem eigentlichen Besamungszeitpunkt in Brunst

- ca. 20 % der Kühe haben nach der 2. GnRH Gabe

keinen Eisprung

- nicht für Färsen geeignet wegen sehr stark

schwankender Brunsteintritte in dieser Altersgruppe

Beurteilung

- Das Programm eignet sich vor allem für Kühe

nach der ersten Kalbung, hier sind die Trächtigkeitsraten

spürbar höher als in höheren Laktationen.

- Eine Vorauswahl der ins Programm kommenden

Tiere nach gynäkologischer Untersuchung ist

sehr zu empfehlen.

- Vorabsprachen mit allen im Programm handelnden

Personen, insbesondere auch den Besamungsbeauftragten,

erweisen sich als hilfreich.

Presynch-Programm

1. PGF

(Mo)

1. GnRH

(Mi)

2 Tage 6 Tage

2. GnRH

(Di)

Ablauf

Es gibt zahlreiche Varianten des Presynch Verfahrens

im Hinblick auf den zeitlichen Abstand der Injektionen.

Die besten Erfolge wurden bisher mit den

hier dargestellten Abläufen erzielt.

Kernansatz des Presynchverfahrens ist dem vorher

dargestellten Ovsynchprogramm eine Vorsynchronisation

der Tiere voranzustellen, um so alle ausgewählten

Tiere zwischen dem 5. bis 9. Zyklustag

für den Ovsynchteil des Programmes am Start zu

haben. Dies ist der günstigste Zyklusabschnitt zum

Start des Ovsynchteiles.

Montags der ersten Woche erfolgt mit der ersten

PGF Gabe die Auflösung eventuell vorhandener

Gelbkörper.

7 Tage

2. PGF

(Di)

48 h

3. GnRH

(Do)

KB 16-20 h

(Fr)

Mittwoch wird durch die GnRH Gabe der Zyklusbeginn

unterstützt. Nach dieser Vorsynchronisation

wird am Dienstag der zweiten Woche durch die 2.

GnRH Gabe die eigentliche Ovulationssynchronisation

eingeleitet.

Die weiteren Schritte entsprechen den im Ovsynch

Programm dargestellten.

Vorteile

- deutlich bessere Trächtigkeitsraten im Vergleich

zum „normalen“ Ovsynch, aber immer noch

5 – 15 % schlechter als der herkömmliche Weg

mit fachmännischer Brunstbeobachtung einer

natürlichen Brunst

- Brunstbeobachtung entfällt, Voruntersuchung entfällt

- Besamung erfolgt terminorientiert

- Zyklusstand der Tiere ist zum Start unerheblich,

zystische und azyklische Tiere können mit behandelt

werden

Nachteile

- sehr konzentriertes Vorgehen mit Dokumentation

erforderlich, da fünf Injektionen über drei Wochen

verteilt!

- umfangreicher Medikamenteneinsatz

- nur für Kühe geeignet

Beurteilung

- Für Betriebe, die aus organisatorischen oder

personell bedingten Gründen eine fachgerechte

Brunstbeobachtung nicht leisten können, ist

dieses Verfahren eine echte Alternative für die

Gruppenbelegung von Kühen.

- Presynch sollte nicht vor dem 60. Tag nach der

Kalbung angewendet werden.

- Wenn auch auf die Brunstbeobachtung verzichtet

werden kann, ist aber für konsequente und

verantwortungsbewusste Begleitung im Programmablauf

zu sorgen – „einer muss den

Durchblick haben“

// Rind im Bild 1/2013 35


Tiergesundheit

ReSynch-Programm

1. GnRH

(Mo)

PGF

(Mo)

7 Tage 48 h

2. GnRH

(Mi)

KB 16-20 h

(Do)

Ablauf

Das ReSynch-Programm läuft im ersten Teil wie ein

OvSynch-Programm ab. 1. GnRH Gabe, 7 Tage später

PGF, 48 Stunden später zweite GnRH Gabe und 16

-20 Stunden später die terminorientierte Besamung.

Das entscheidend Neue des ReSynch-Verfahrens

geschieht 5 – 6 Wochen später in Abhängigkeit

des vorher mit allen Beteiligten unverrückbar festgelegten

Trächtigkeitsuntersuchungstermins (TU).

Sieben Tage vor diesem TU-Termin erfolgt die dritte

GnRH Gabe an alle bisher im Programmablauf

besamten Tiere. Die 3. GnRH Injektion ist für Tiere,

die tragend sind, unschädlich. Solche Tiere, die sich

bei der 7 Tage später stattfindenden TU als nicht

tragend herausstellen, werden sofort mit PGF

behandelt und erhalten 48 Stunden später erneut

eine GnRH Gabe und dann 16 – 20 Stunden später

5 bis 6 Wochen

3. GnRH

(Mo)

7 Tage

Terminabsprache!!

Trächtigkeitskontrolle

(Mo)

wenn TU negativ

PGF

48 h

GnRH

wieder terminorientiert besamt zu werden. Auf diese

Weise verliert man bei nichttragenden Tieren keine

Zeit und reduziert den Fix ations- und zeitlichen

Aufwand der beteiligten Personen erheblich.

Das ReSynch-Programm wurde insbesondere vor

dem Hintergrund der eingeschränkten Trächtigkeitsraten

des normalen OvSynchverfahrens entwickelt,

um so keine zeitlichen Lücken bei Tiergruppen

in Managementsystemen entstehen zu lassen, die

komplett ohne Brunstbeobachtung ausschließlich

mit Hormonprogrammen arbeiten.

Vorteile

- keine Brunstbeobachtung, Besamungszeitpunkt

= terminfixiert

- Zwischenkalbezeit im Vergleich zu normalem

OvSynch reduziert

- für zyklische, stillbrünstige und nicht zyklische

Kühe geeignet

- Zwang zur zeitnahen TU

- Zeitaufwand für Fixation, Dokumentation

deutlich optimiert

Nachteile

- hoher Medikamenteneinsatz

- nicht für Färsen geeignet

- Ergebnisse wie im „normalen“ OvSynch-Programm

z.T. unbefriedigend, aber Zeitaspekt maximal genutzt

Beurteilung

Das Ziel, ohne Brunstbeobachtung eine Herde systematisch

im Besamungsmanagement zu halten und

keine zeitlichen Verluste in Kauf zu nehmen, kann mit

dem Programm bei Kühen erreicht werden.

Die Bereitschaft des Betriebsleiters über starken

Hormoneinsatz die Reproduktion seiner Herde zu

steuern, muss ebenso gegeben sein, wie die Gewährleistung

des strikten Einhaltens von Plänen

und die Organisation der Durchführung. Unter diesen

Voraussetzungen kann das ReSynch-Verfahren

in großen Herden zielführend sein.

Ausblick

Wie die Vielzahl der Verfahren zeigt, stehen viele

Möglichkeiten von hormoninduzierten Reproduktionsprogrammen

zur Verfügung.

Jedem Anwender muss aber bewusst sein, das die

Ergebnisse mehr oder weniger deutlich unterhalb

der Trächtigkeitsraten nach klassischem Vorgehen,

nämlich Besamung nach natürlicher Brunst, liegen.

Der finanzielle Aufwand bei systematischem Medikamenteneinsatz

ist dem betriebsindividuellen

Nutzen im Einzelfall gegenüber zu stellen und kann

durchaus einzelbetrieblich gerechtfertigt sein.

Sachliche Voraussetzungen, wie gute Identifikation,

Selektions- und Fixationsmöglichkeiten der Tiere,

Dokumentation und Programmkoordination müssen

gegeben sein.

Die gesellschaftliche Diskussion von berufsfremden

Bevölkerungsgruppen im Hinblick auf den Einsatz

von Hormonen ist zumindest mittelfristig bei der

Anwendung von Synchronisationsverfahren auf

Herdenebene zu bedenken.

Dr. E.Hasenpusch

Foto: Tordsen

36

// Rind im Bild 1/2013


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20. März Schau „Rind aktuell“

// Rind im Bild 1/2013 37


Rotbunt

Interessantes Treffen der Doppelnutzungszüchter

in Holland

Die DN-Besuchergruppe auf dem Zuchtbetrieb van der Heijden mit der excellenten Matthijs-Tochter Martha 288. Martha ist die Mutter

des RSH-Wartebullen Bartok DN und produzierte in sechs Laktationen durchschnittlich über 10600kg Milch mit 3,96% Eiweiß!

Angeregte Diskussionsrunde über die Zuchtprogramme

Es schloss sich eine Diskussionsrunde an, wobei Theo

Gieling die CRV und Matthias Leisen die Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG zunächst vorstellten.

Henk Verhey und Günter Koch erläuterten im Anschluss

die Zuchtprogramme MRIJ in Holland bzw. Rotbunt-

Doppelnutzung in Schleswig-Holstein. Es wurde deutlich,

dass die Absprachen intensiviert werden müssen,

vor allem in den Bereichen Bullenmütter und Bullenväter.

Die entscheidende Aufgabe für die Zukunft wird

sein, die genetische Vielfalt zu entfalten.

Dr. Helge Täubert erläuterte im Anschluss die Weiterentwicklung

der gemeinsamen Zuchtwertschätzung

Rotbunt-DN und MRIJ Holland. Bei den Leistungsmerkmalen

und den Exterieurzuchtwerten ist

schon eine große Übereinstimmung erzielt worden.

Neu ist die Bearbeitung der Nutzungsdauer (RZN),

da hier zwei verschiedene Definitionen bestehen.

In der Zusammenarbeit der Rechenzentren in

Deutschland und Holland ist aber ein erster Schritt

zur Homogenisierung der Definition im Bereich

Nutzungsdauer gemacht worden. Diese ersten

Schritte sehen sehr vielversprechend aus.

Hier fühlen sich DN-Kühe sehr wohl. Der Abkalbebereich auf dem

Betrieb van Aaken-Gerritsen in Netersel

Zusammenarbeit Rotbunt-Doppelnutzung

und MRIJ weiter verbessert und intensiviert

Am Mittwoch, den 21. November 2012, machte

sich eine größere Gruppe aus Schleswig-Holstein

auf den Weg nach Holland.

Eingeladen hatte die CRV Holland zu einem Gedankenaustausch

und um die Zusammenarbeit der

beiden Zuchtprogramme Rotbunt-DN in Schleswig-

Holstein und MRIJ in Holland weiter zu intensivieren.

Die Kommission aus Schleswig-Holstein

bestand aus dem Zuchtausschuss Rotbunt-DN

und einigen Vertretern aus dem Zuchtausschuss

Rotbunt-RH. Vom VIT Verden (Rechenzentrum) war

Dr. Helge Täubert eingeladen, der die gemeinsame

Zuchtwertschätzung betreut. Nach der Ankunft

in Beers und einem kurzen Imbiss stand der erste

Betriebsbesuch auf dem Programm. Familie van

Dinther bewirtschaftet in Oss einen Futterbetrieb

Über 300 rotbunte DN-Kühe werden zurzeit auf dem Betrieb van

Aaken-Gerritsen gemolken, Ziel sind 400 Zweinutzungskühe!

mit circa 80 rotbunten Doppelnutzungskühen. Es

wurde vor kurzem ein neuer Stall gebaut und die

Herde erzielt im Schnitt eine Milchmenge von 7600

kg Milch mit 3,62 % Eiweiß. Aus diesem Bestand

sind schon mehrere Bullen an Besamungsstationen

gegangen. Die Zuchtausschussmitglieder waren vor

allem von der Euterqualität sehr beeindruckt. Wie

überall in Holland kalben die Färsen sehr früh ab,

auf dem Betrieb van Dinther mit 24 bis 26 Monaten.

Anschließend ging es wieder zurück nach Beers

und hier konnte das Veetelt Museum besichtigt

werden. In diesem Museum wird die Entwicklung

der künstlichen Besamung dargestellt, schon beeindruckend

mit welchen einfachen Mitteln früher

gearbeitet wurde.

Direkt neben an befindet sich ein Bullenstall von CRV

und es konnten unter anderem die bekannten Rotbuntvererber

„Curtis“ und „Kodak“ besichtigt werden.

Am zweiten Tag standen noch drei Betriebsbesichtigungen

auf dem Programm. Als erstes stand der

Zuchtbetrieb von Remco im Mittelpunkt. Die Familie

van Dooren-Tops hält circa 80 Kühe, wobei nicht alle

MRIJ-Kühe sind, es wird auch zum Teil Red Holstein

eingekreuzt. Beeindruckt zeigte sich die Besuchergruppe

von der Langlebigkeit in der Herde. Ein Paradebeispiel

war die Mutter von Remco, die aktuell

eine Lebensleistung von über 90.000 kg ausweist

und dies mit 4,03 % Fett und 3,70 % Eiweiß.

400 Rotbunte DN-Kühe auf einem Betrieb

Sicherlich nicht alltäglich war der nächste Betrieb.

Wieder mit einem nagelneuen Stall ausgerüstet,

hält die Familie van Aaken-Gerritsen zurzeit knapp

300 rotbunte MRIJ-Kühe mit einem aktuellen Herdendurchschnitt

von 7500 kg mit 4,55 % Fett und

3,79 % Eiweiß. Der neue Stall ist noch nicht ganz

voll, als Ziel sollen demnächst hier 400 Doppelnutzungskühe

gemolken werden. Die Färsen kalben

alle mit 2 Jahren ab und die Bullenkälber werden

verkauft. Neben dem besseren Erlös für die Bullenkälber

waren für den Betriebsleiter die Milchinhaltsstoffe,

vor allem Eiweiß, das entscheidende

wirtschaftliche Argument für die Doppelnutzungsrasse

MRIJ. Den Abschluss bildete der Besuch bei

38

// Rind im Bild 1/2013


Rotbunt

der Familie van der Heijden in Middelbeers. Der bekannte

Zuchtbetrieb hält über 100 MRIJ-Kühe und

hat eine aktuelle Durchschnittsleistung von 7900

kg mit 4,65 % Fett und 3,89 % Eiweiß. Der Betrieb

hat schon mehrere Bullen an Besamungsstationen

geliefert. Der bekannteste ist wohl der Top-Vererber

„Matthijs“, bei der Rinderzucht Schleswig-Holstein

eG steht der Bester-Sohn „Bartok DN“. Typvolle,

gut bemuskelte Tiere wurden hier vorgestellt und

die Euterqualität überzeugte wieder alle.

Nach zwei sehr informativen Tagen ging es nun

wieder zurück nach Schleswig-Holstein. Viele neue

Eindrücke müssen nun verarbeitet werden. Die sehr

erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Rotbunt-

DN und MRIJ-Holland gilt es nun weiter zu intensivieren.

Sämtliche Teilnehmer waren der festen

Überzeugung, dass mit solchen Kühen absolut

professionell und wirtschaftlich gearbeitet werden

kann. Ein besonderer Dank gilt es Theo Gieling auszusprechen,

der dieses sehr gute Programm zusammengestellt

und vorbereitet hat.

G. Koch

Eine typische Kuh auf dem Zuchtbetrieb von van Dinther in Oss, sehr funktionell und mit einem sehr guten Euter ausgestattet

Fotos: Täubert

// Angler

Jahresversammlung der Rotviehzüchter

Jahreshauptversammlung

Die Jahresversammlung des Verbandes Deutschen

Rotviehzüchter (VDR) fand am 17. Januar 2013 in

Verbindung mit der RSH-Abendauktion statt.

Auf der VDR Versammlung wurden Berichte aus

den verschiedenen Zuchtgebieten gegeben. Es

wurde über Werbung für das Rotvieh diskutiert.

Hier helfen regionale Tierschauen, wie z.B. die

Stünzelschau im RUW-Gebiet, aber auch die Präsenz

auf der Homepage und bei Facebook wurden

angesprochen.

Bei den Wahlen wurde Frank Bernhard aus Niederfrohna

in Sachsen für weitere 4 Jahre in seinem

Amt als stellvertretender Vorsitzender bestätigt.

Für das laufende Jahr wird die Abendschau der

Angler am 3. Mai in Süderbrarup mit anschließender

internationaler Rotviehtagung als Höhepunkt

genannt. Die auswärtigen Rotviehzüchter

sind hierzu herzlich eingeladen.

Impalu Nachzucht

Im Anschluss an die Rotviehtagung wurde die

Nachtzucht des Angler Allrounder „Impalu“ in

den Holstenhallen besehen.

Wie bereits vor zwei Jahren hatte die RSH eG anlässlich

der Abendauktion eine Nachzucht der Rassen

Schwarzbunt, Rotbunt und Angler ausgestellt.

Die VDR Vorsitzende gratuliert ihrem Stellvertreter

zur Wiederwahl

Foto: Tordsen

Die fünf Töchter von „Impalu“ hatten alle bereits

zweimal gekalbt und präsentierten sich als

große, edle Milchkühe mit guten Becken, glasklaren

Fundamenten und fest aufgehängten Eutern,

die sich sehr gut gehalten haben.

„Impalu“ hat im ersten Quartal der Besamungssaison

bereits die meisten Angler Besamungen

gemacht und sein Auftritt in Neumünster wird

die Zahlen weiter steigen lassen.

Auktion

Die Auktion wurde von drei Angler Züchtern beschickt.

Den Anfang macht Hans Jürgen Tiemer

aus Austerlitz, der eine Ekholt-Tochter mit einer

Einsatzleistung von 43 ltr. für 1.800 Euro an einen

Milchviehhalter in den Kreis Rendsburg verkaufen

konnte. Claus Carsten Struve aus Kalleby/

Quern hatte drei abgekalbte Färsen im Angebot,

von denen zwei in SchleswigHolstein bleiben

und eine zukünftig in Italien gemolken wird.

Claus Heinrich Jacobsen aus Hohenlieth verkaufte

eine tragende Färse. Die stark besuchte Auktion

nahm einen flotten Verlauf, der Bedarf an

guten Färsen konnte nicht gedeckt werden.

C.-P. Tordsen

// Rind im Bild 1/2013 39


Fleischrinder

Hochwertige Genetik erzielte Spitzenpreise

beim 2. Polled Limousin Elite Sale

Der zweite Polled Limousin Elite Sale kann als

voller Erfolg bezeichnet werden. Die aufgetriebenen

13 hornlosen Limousin-Bullen wechselten

für durchschnittlich 3.930 Euro den Besitzer.

2.800 Euro erlöste Dr. Karen Volkers für ihre sehr korrekte homozygot

hornlose Färse „Olive vom Blutbuchenhof“

Der erzielte Durchschnittspreis lag damit 1.240

Euro über dem Ergebnis der Premierenveranstaltung

vom September 2011.

Insgesamt konnte der Auktionator Rüdiger Böhnke

alle aufgetriebenen Bullen und Rinder zuschlagen.

Den Höchstpreis von 8.200 Euro erzielte Thomas

Henningsen, Weseby, für seinen homozygot hornlosen

Mazda-Sohn „Mephisto PP* vom Schauedamm“,

der zukünftig auf der Besamungsstation

der RSH eG stehen wird.

Die beiden weiteren homozygot hornlosen Bullen

aus der Zucht von Thomas Henningsen und Dr. Jan

Bielfeldt, Bargen, erzielten je 6.800 Euro und gingen

an einen Betrieb in Rheinland-Pfalz. Die beiden

Vollbrüder bestachen durch ihre enorme Entwicklung

und Bemuskelung.

Ein Käufer aus Rheinland-Pfalz investierte 4.000

Euro in den sehr typvollen und harmonischen Effeil-

Sohn „Efes vom Eiderland“ aus der Zucht von Dr.

Jan Bielfeldt.

Züchter aus Mecklenburg-Vorpommern sicherten

sich für je 3.600 Euro zwei exzellente Bullen mit

besten Abstammungen und Exterieur.

Die sechs weiblichen Rinder gingen zu einem Spitzenpreis

von durchschnittlich 2.633 Euro an Käufer

aus Schleswig-Holstein, Hessen und Rheinland-

Pfalz. Topseller waren hier mit je 3.000 Euro die

Färsen „Lorella vom Eiderland“, eine sehr gut

entwickelte Royal-Tochter und die rassetypische

Hiero-Tochter „Laura“ von Ute Lucanus, Fargau-

Pratjau. Für die homozygot hornlose „Olive vom

Blutbuchenhof“ erzielte Dr. Karen Volkers, Scheppern,

2.800 Euro. Diese Färse wechselte in einen

Zuchtbetrieb nach Hessen.

Die teuersten Embryonen (Franka PP* x Sympa)

wurden nach Baden-Württemberg verkauft.

Neben Gästen aus nahezu dem gesamten Bundesgebiet

waren sehr viele ausländische Besucher anwesend.

Es konnten Gäste aus Dänemark, Luxemburg

und Frankreich begrüßt werden. Der Verkauf

der Bullen und Rinder lief hervorragend. Besonders

erfreulich war, dass neben den zahlreichen Züchtern

und Haltern aus Schleswig-Holstein auch Kunden

aus dem Bundesgebiet die hiesige Qualität

honorierten.

Wir danken allen Kunden und wünschen viel Erfolg

mit ihren Tieren!

C. Henningsen

Auktionsergebnisse des 2. Polled Limousin Elite Sale

Auftrieb Verkauft Ø-Preis min. Preis max. Preis

Bullen 13 13 3.930,- 2.200,- 8.200,-

Maik ET PP (Mateo x Palace MN) aus der Zucht von Thomas

Henningsen und Dr. Jan Bielfeldt, überzeugt durch seine enorme

Bemuskelung bei guter Tiefe und sehr guten Rassemerkmalen

Rinder 6 6 2.633,- 2.000,- 3.000,-

Embryonen 4 2 1.900,- 1.400,- 2.400,-

Mephisto PP, der homozygot-hornlose Mazda-Sohn von Thomas

Henningsen, erzielte den Höchstpreis der Auktion und steht zukünftig

auf der Besamungsstation der RSH eG

Spitzenqualitäten aus Schleswig-Holstein: „Leopard Pp vom

Eiderland“, ein vielversprechender Jungbulle aus der Zucht von

Dr. Jan Bielfeldt

Fotos: Tordsen

Mit 13 Monaten erzielte das jüngste Rind der Auktion von Ute

Lucanus, Fargau-Pratjau, 3.000 Euro. Zukünftig steht "Laura" in

Rheinland-Pfalz

40

// Rind im Bild 1/2013


Fleischrinder

Polled LimouSin Elite Sale

– Impressionen –

Fleischrinderzüchter

des Jahres 2012:

Hans Ackermann

Wegen zahlreichen Schauerfolgen wurde Hans Ackermann

aus Steinfeld zum Züchter des Jahres 2012 ausgezeichnet.

Der über die Landesgrenzen bekannte Züchter der Rasse

Blonde d‘ Aquitaine und des Holsteiner Pferdes erhielt er

wegen unzähligen Schauerfolgen auf Landes- sowie Bundesebene

diesen erstmalig vergebenen Titel der Abteilung

Fleischrinder.

Zuchtausschussmitglied Anke Jaspers gratuliert Hans

Ackermann während der Informationsveranstaltung der

Abteilung Fleischrind.

C. Henningsen

// Rind im Bild 1/2013 41


Fleischrinder

Zuchtwertschätzung Fleischrinder Bullen

Die Zuchtwertschätzung für Fleischrinder wird

jährlich im Dezember für die Rassen Angus, Blonde

d’Aquiatiane, Charolais, Hereford, Fleckvieh

Fleisch, Limousin und Uckermärker durchgeführt

und den Betrieben Anfang Januar auf den Bestandslisten

mitgeteilt. Die aktuellen Zuchtwerte

für Fleischleistung (RZF) sind unter www.vit.de für

Bullen und Kühe einzusehen.

Viele schleswig-holsteinische Spitzentiere findet

man bundesweit auf den vordersten Plätzen wieder.

Bei der Rasse Limousin sind auf der bundesweiten

Top 10 Liste allein vier aus Schleswig-Holstein.

Auch bei den anderen Rassen sind schleswig-holsteinische

Tiere unter den Top 10 vertreten.

Wie gratulieren den Züchtern der aufgeführten

Tiere zu den hohen Leistungen.

C. Henningsen

Mind. 30% Sicherheit und mind. 1 Nachkommen ab Geburtsjahr 2006 bzw. aktive Bullen

HB-NR. Name Horn GJ RZF Si % ZWmat ZW_TZ ZW_B Züchter Besitzer

Top-Bullen der schleswig-holsteinischen Charolais-Zucht

DE 0937485756 Salomon 2005 120 66 107 110 116 Schneiderbauer Jaspers

DE 0665191907 Sidney 2009 115 47 97 115 113 Bierwirth Dressel

DE 0120010862 Ultimo H 2010 113 50 100 111 112 Jaspers Jaspers

AT 0589780509 Jet 2005 112 63 95 115 108 Eberhard Jaspers

DE 1270530224 Silvian PS 2009 110 51 95 113 110 Ohly Klinker

DE 0115529163 Flax 2006 109 49 96 110 112 Jaspers Jaspers

DE 0115609196 Leon PS 2007 107 46 95 111 105 Dressel Klinker

SE 3328517452 Cebra P 2007 106 77 103 105 100 Ekerödsrasten A Schacht

DE 0115529184 Santal 2007 106 56 104 101 107 Jaspers Heldt

Nachkommensprüfung außerhalb Schleswig-Holsteins

DE 0116140738 Ulan 2009 118 45 111 105 113 Jaspers Domeyer

Top-Bullen der schleswig-holsteinischen Limousin-Zucht

DE 0665190651 Bastian 2009 118 57 103 110 119 Kohlmann Böttger

DE 0116470050 Urkan P 2009 114 50 94 116 115 Rahn Rahn

DE 0115419900 Karat P 2007 113 66 100 114 105 Bielfeldt Butenschön

DE 0986452262 Mazda PS 2009 111 59 101 108 110 Deibel Henningsen

DE 0768997073 Tristan 2007 109 76 97 112 105 Beilstein Böttger

DE 0115419882 Klint 2006 109 53 106 106 101 Bielfeldt RSH eG

DE 0116683973 Royal P 2008 109 49 96 108 113 Bielfeldt Bielfeldt

DE 0116049246 Leo 2008 106 42 100 107 103 Rahn Rahn

DE 1303737019 Nordin PP* 2009 105 49 94 107 111 Brenner/Weißenbacher Tews

DE 0115670274 SPENCER P 2006 105 45 98 106 104 Butenschön Hansen

Nachkommensprüfung außerhalb Schleswig-Holsteins

DE 0115854421 Lugano 2007 124 58 99 123 116 Bielfeldt Flegel

DE 0116280866 Lector P 2008 120 65 98 119 116 Bielfeldt GAEC Bossoutro

DE 0116280848 Kosimo P 2008 120 59 103 113 119 Bielfeldt Fischer

DE 0116280842 Lancelot Pp 2007 120 58 103 116 112 Bielfeldt Frank u. Hörber

DE 0116683982 Louis Pp 2009 119 64 100 118 113 Bielfeldt ZG Felix-Heinzmann

DE 0116683978 London Pp 2009 118 74 97 119 113 Bielfeldt Brenner/Weißenbacher

DE 0116683984 Edin P 2009 117 57 97 119 111 Bielfeldt Panzner

DE 0116683981 Ludo Pp 2009 117 53 102 114 110 Bielfeldt Scheffer

DE 0120013014 Kolumbus PS 2010 117 47 103 110 116 Bielfeldt Dresemann

DE 0114663171 Lasse Pp 2005 116 85 96 118 113 Bielfeldt Fielmann

42

// Rind im Bild 1/2013


Fleischrinder

HB-NR. Name Horn GJ RZF Si % ZWmat ZW_TZ ZW_B Züchter Besitzer

Top-Bullen der schleswig-holsteinischen Blonde d'Aquitaine-Zucht

FR 8235261188 Beethoven 2006 121 51 104 119 108 Sazy Ackermann

DE 0116247358 Bolero 2009 117 52 107 111 108 Ackermann Butenschön

DE 0115700074 USTINOV 2007 114 59 105 108 112 Ackermann Harms

DE 0116955473 Benito 2010 111 41 97 116 103 Ackermann Röschmann

DE 0115700071 URAN 2006 104 50 101 101 108 Ackermann Schnoor

Nachkommensprüfung außerhalb Schleswig-Holsteins

DE 0115700072 UDO 2006 107 62 98 107 109 Ackermann Frede

DE 0116053004 Valitus 2008 106 51 98 108 105 Lass Peter Fuchs

Top-Bullen der schleswig-holsteinischen Salers-Zucht

FR 1526076991 Baladin 2005 107 61 101 106 104 Gaec Duval Callsen

Nachkommensprüfung außerhalb Schleswig-Holsteins

DE 0115531787 Narvik 2007 109 66 103 108 102 Callsen Datze Naturrind

Top-Bullen der schleswig-holsteinischen Angus-Zucht

DE 0116750526 Theo 2009 117 72 102 114 112 Heinz Frädrich

DE 0536382302 Sunnyboy 2010 117 53 100 116 110 Weidegemeinschaft Göttsche

DE 0353695070 van Gogh 2009 107 52 101 110 98 Edel-Heidhues Göttsche

DE 0352120837 Tersus 2008 105 56 93 110 108 Schecker Göttsche

DE 0351143035 CORINTO 2006 104 50 102 98 113 Bogena Göttsche

DE 0665172471 TORNADO 2005 103 86 99 100 109 Flamme Ludwig

DE 0536126860 Hasso 2009 103 52 101 98 110 Lütke-Bornefeld Gentz

DE 0115544104 Ginster 2007 103 42 101 100 106 Göttsche Paulsen

DE 0115895829 Cordanos 2007 102 65 93 109 101 Schröder Melzer

DE 0116874380 Tacko 2010 101 58 96 106 98 Göttsche Melzer

Top-Bullen der schleswig-holsteinischen Hereford-Zucht

DK 2110400335 Smh Bandit P 2006 111 36 95 118 102 Jensen Marquardt

DE 1268380595 New Man P 2007 107 67 96 106 113 Agrar GmbH Biesen Scholmann

DE 0116337720 Ben 2009 105 42 91 114 103 Reimers Reimers

Nachkommensprüfung außerhalb Schleswig-Holsteins

DE 0115888944 Wolfram P 2007 110 45 96 112 108 Reimers Oppermann

Top-Bullen der schleswig-holsteinischen Fleckvieh-Fleisch-Zucht

DE 0115900620 Unox Pp 2007 130 58 99 129 121 Laß GbR Schacht

DE 1267238397 Heribert P 2008 119 65 99 120 110 Fleckvieh-Hof Hansel Schacht

DE 0943404561 Bayuware PP 2008 115 61 99 112 114 Obermayr Schacht

DE 0115281348 Ursus 2006 112 47 96 117 105 Laß GbR Peckelhoff

DE 0116106294 Boris P 2009 112 44 96 113 112 Laß GbR Peckelhoff

DE 0665192728 Lucano P 2009 111 48 102 106 111 Urbach Peckelhoff

DE 1500979853 Salomon P 2009 108 46 99 108 106 Dettmann David

DE 0939252541 Bernhard PP 2005 106 70 94 108 110 Schultes Schacht

DE 1500861694 Hector PP 2006 105 69 103 105 98 Feißel GbR Schacht

DE 0116829984 Soldo 2010 103 48 102 101 100 Schacht Christiansen

// Rind im Bild 1/2013 43


Fleischrinder

5. Deutsches Färsen-

Championat „Best of “

Am Mittwoch, den 17. April 2013, findet in 14550 Groß Kreutz, das fünfte „Best

of“ Färsen-Championat für die intensiven Fleischrinder statt. In der Brandenburger

Vermarktungshalle werden rund 100 Spitzenfärsen der Leistungsrassen Angus, Blonde

d‘ Aquitaine, Charolais, Fleckvieh Fleisch, Hereford, Limousin und Uckermärker

aus nahezu allen Bundesländern den interessierten Käufern angeboten. Gemeldet

sind Färsen vom Jährling bis zur tragenden Färse. Die Präsentation der Verkaufstiere

findet um 10.00 Uhr statt. Die Auktion startet um 13.00 Uhr.

Der Veranstaltungskatalog ist ab Anfang April unter www.rsheg.de abrufbar bzw.

kann in der Abteilung Fleischrinder 0 43 21-90 53 05 angefordert werden.

C. Henningsen

Die Champions 2012

Foto: Kinter

Neues Shorthorn-Blut

aus dem Ausland

Charolais Jungviehschau

in Northeim

Im vergangenen Jahr erwarben deutsche Shorthornzüchter

insgesamt sieben Tiere aus renommierten

Zuchtbetrieben in Großbritannien.

In der Herde von Finn Johannsen, Sprakebüll, deckt

seit August 2012 der jetzt zweijährige „Chapelton

Envoy“ (Glenisla Banqo x Cavans Yankee) aus der

„Dunsyre Editor“, der neue Herdenbulle der Egers & Kohrs GbR

Rahmig und lang präsentiert sich „Chapelton Envoy“ von Finn

Johannsen

Fotos: Kohrs/D. Biggar

Zucht von Donald Biggar in Castle Douglas. „Dunsyre

Editor“ (Dunsyre Cavalier x Uppermill Morse),

ein von Carey Coombs aus Lanarkshire gezogener

Bulle aus dem Jahrgang 2011, befindet sich in der

Hever Herde der Eggers & Kohrs GbR in Osterhever

im Einsatz.

Ebenfalls in die Herde von Finn Johannsen kamen

die beiden angedeckten Färsen „Chapelton Secret

Sally“ (Cavans Yankee x Chapelton Typhoon) und

„Chapelton Zola“ (Chapelton Typhoon x Tofts Romany).

Auch die Eggers & Kohrs GbR holte sich zwei

Färsen aus dem Vereinigten Königreich in den Stall:

„Glenariff Dorcas Broadhooks“ (Glenariff Washington

x Uppermill Beggar) und „Glenariff Lancaster

Darcy“ (Tofts Hector x Chapelton Tyco). Andreas

Kühnapfel aus Rullstorf ergänzte seine „Shorthorns

vom Osterbruch“ mit der dunkelschimmelfarbenen

„Glenariff Daisie Gina“ (Tofts Hector x Chapelton

Tyco). Diese drei Färsen stammen aus der Zucht der

Familie Barrett aus Kingslynn in Norfolk.

Über die Besamung kamen weitere neue Blutlinien

nach Deutschland. Neben den irischen KB-Bullen

„Creaga Dice“ (Buffalo Lake Blockbuster x Eionmor

Mr. Gus 80C) und „Carrarock Johnny“ (Winalot

Rodney 1R x Kilfrush Vantage 2nd) befindet sich

auch der schimmelfarbene „Ingleton C 111“ (Ingleton

A 092 x Ingleton Well Done W 013) aus

Australien im Einsatz.

Jens Kohrs,

Bundesverband Shorthorn-Züchter und Halter e.V.

Nachdem 2011 die große Fleischrinderschau

"Schwaz-Rot-Gold" in Alsfeld stattgefunden

hat, fand am 10.11.2012 die 24. Bundesjungviehschau

wieder in Northeim statt.

Die Züchter reisten mit ihren Tieren aus der

ganzen Bundesrepublik und dem Elsass an. Es

wurden 73 Tiere aus 31 Zuchtbetrieben präsentiert.

Die Farben Schleswig-Holsteins vertrat

Anke Jaspers aus Halstenbek-Branden.

Sie stellte mit dem Absetzern "Jon Jon" und

"Elbe" zwei Nachkommen von dem großrahmigen

Bullen "Jet" aus. Beide stammen aus

Müttern von dem bekannten Vererber "Ulm".

Es waren zwei sehr gut entwickelte, typvolle

Rassevertreter, die von Jan Jaspers gut herausgebracht

und vorgestellt wurden. Sie konnten

sich in ihren Gruppen gut platzieren und erhielten

I. Preise.

Der Richter Gerry Ernst aus Luxemburg hatte

und machte es sich mit den Rangierungen der

Tiere nicht leicht, denn die einstimmige Meinung

war, dass alle ausgestellten Rinder sehr

gut entwickelte, im Rassetyp stehende, mit viel

Qualität ausgestattete Tiere waren.

Es war wieder eine gelungene, harmonische

Veranstaltung für und mit unseren Charolais.

Wir hoffen auch 2013 wieder dabei zu sein.

A. Jaspers

Mitglied im Zuchtausschuss Fleischrinder

44

// Rind im Bild 1/2013


Fleischrinder

Best of

5. Deutsches Färsen-Championat

Termin

Ort

17. April 2013

RBB Vermarktungszentrum

14550 Groß Kreutz (Havel)

Lehniner Straße 9

Tel. +49 (0)33207 533-025

Rassen

Angus

Charolais

Hereford

Uckermärker

Blonde d' Aquitaine

Fleckvieh

Limousin

Tiere

ca. 100 Rinder vom Jährling bis zur

tragenden Färse

Schau

Einlass ab 9.00 Uhr

Präsentation der Verkaufstiere ab 10.00 Uhr

Wahl der Rasse-Champions

Auktion

13.00 Uhr

// Rind im Bild 1/2013 45

Weiterführende Informationen und Beratung erhalten Sie über Ihre Zuchtorganisation.


Kreisvereine

Jahreshauptversammlung des Kreisvereins der

Rot- und Schwarzbuntzüchter Steinburg-Pinneberg

Björn Wiencken, der Vorsitzende des Kreisvereins,

eröffnete die Versammlung gegen 19.40 Uhr

und begrüßte die rund 120 Teilnehmer, unter ihnen

den stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes

Gerd Vock, den Repräsentanten der

Landwirtschaftskammer für den Kreis Steinburg

Herrn Schröder, den Bildungsbeauftragten a.D. der

Landwirtschaftskammer Herr Dr. Vollmert sowie die

Vertreter des Landeskontrollverbandes Schleswig-

Holstein e.V., der RSH eG, der Rinderspezialberatung

sowie der Presse. Des Weiteren hieß er Dr. Treinies

vom Kreisveterinäramt sowie den Referenten des

Abends Matthias Stührwoldt herzlich willkommen.

Nachdem es keine Einwände gegen die Tagesordnung

gab, wurden Jörg Göttsche und Martin Horstmann

zu den Stimmenzählern bestimmt. Danach

richteten die Ehrengäste ihre Grußworte an die

Anwesenden und berichteten Aktuelles aus Ihren

Fachbereichen.

Im Anschluss an die Begrüßung folgte ein Bericht

von Günter Koch über Aktuelles aus der RSH eG

sowie eine Vorstellung der neuen genomischen und

töchtergeprüften Vererber. Neben den aktuellen Besamungs-

und Vermarktungszahlen wies Herr Koch

auf die Auktion am Abend am 17.1.2013 hin, die

anders, als im Vorfeld angekündigt, auf Grund der

hohen Beschickungszahlen eine halbe Stunde früher

beginnt.

Nach Herrn Koch folgte der Bericht über die Ereignisse

und Aktivitäten des Vereins im abgelaufenen

Jahr, wobei der Vorsitzende zunächst allgemein auf

die Aufgaben einging, die in die Zuständigkeit des

Kreisvereins fallen. Dazu zählen nach seiner Meinung

Anregung und Motivation der Mitglieder zu

züchterischen Aktivitäten und die Schaffung von

Möglichkeiten zum fachlichen Austausch und geselligen

Beisammensein. Dabei stünden besonders die

jüngeren Mitglieder im Zentrum der Aufmerksamkeit,

um das züchterische Interesse auch in Zukunft

am Leben zu erhalten. Weder die Beteiligung am

Zuchtprogramm noch die Einmischung in die Zuchtpolitik

seien Aufgabe des Kreisvereins. Lediglich die

Unterstützung der RSH eG bei diesen Themen gewähre

der Kreisverein bereitwillig.

Danach folgten die aktuellen Mitglieder- und

Kuhzahl im Kreisgebiet. So hatte der Verein zum

Zeitpunkt der Versammlung insgesamt 844 Mitglieder

- 17 weniger als im Vorjahr. Die Gesamtzahl

der Herdbuchkühe betrug 14.136, (234 weniger

als im Jahr davor) was einem Anteil von 14 % am

Kuhbestand innerhalb der RSH eG entspricht. Die

Anteile der Rassen gestalteten sich wie folgt: 57 %

Rotbunt RH, 32 % HF und 11 % Rotbunt DN. Mit

35.751 Erstbesamungen im Vereinsgebiet liegt die

Anzahl 1124 Besamungen über den vom letzten

Jahr. An dieser Stelle bedankte sich der Vorsitzende

besonders bei den Tierzuchttechnikern der RSH eG

für ihre hervorragende Arbeit auf den Betrieben und

die gute Zusammenarbeit mit dem Kreisverein.

Als nächstes folgte mit der Auszeichnung der

100.000-Liter-Kühe der erste Höhepunkt der Versammlung.

Beachtliche 20 Kühe aus dem Kreisgebiet

hatten im abgelaufenen Jahr diese magische

Grenze erreicht, eine Kuh sogar die Grenze von

125.000 kg, und waren jeweils von einer Delegation

des Kreisvorstandes besucht und ausgezeichnet

worden. Dies waren im Einzelnen:

„Zitat“ von Paul-Hermann Thamling, Borsfleth,

„Burgfrau“ von Joachim Becker, Ottenbüttel,

„Dame“ von Dieter von Leesen, Sommerland,

„Zitrone“ von Marco Fels, Kaaks, „Daphne“ von

Maik Bornholdt, Borstel- Hohenraden, „Anja“

von Matthias Gülck, Bilsen, „Carola“ von Volker

Messer, Moordick, „Bettchen“ und „Bonus“

von Willi Ehlers, Holstenniendorf, „Byzanz“ von

Dierk Blohm, Klein Nordende, „Vauke“ von Ernst-

Johannes Dehde, Horst, „Caramba“ und „Cola“

von Thorsten Schuldt, Münsterdorf, „Biggi“ und

„Diggi“ von Gerd Sievers, Beidenfleth, „Buggi“ von

Hans-Peter Lucht, Borsfleth, „Bella“ und „Dörte“

von Jürgen Langeloh, Ellerbek, „St.-Nr. 6129“ von

Henning Rehder, Neuendorf-Sachsenbande und

mit 125.000 kg Lebensleistung, „Waltraut“ von

Herbert de Vries, Kronsmoor. Björn Wiencken überreichte

den stolzen Züchtern/Besitzern als Anerkennung

eine Modellkuh.

Des Weitern wurden im vergangenen Jahr zwei

Kühe im Kreisgebiet mit Exzellent bewertet. Einmal

die Mark Tochter „Ille“ von Andreas Junghans aus

Bockhold- Hanredder, die im Zuge der Prämierung

in der Herde mit EX 91 Punkten eingestuft wurde.

Zum anderen die Ramos Tochter „Fatima“ von

der Engelbrecht GbR aus Bockhold-Hanredder mit

EX 90 Punkten.

Nächster Punkt im Bericht des Vorsitzenden waren

die Schauen, an denen Vereinsmitglieder im abgelaufenen

Jahr teilgenommen hatten. Anlässlich

der hiesigen Verbandsschau „Neumünster am

Abend“ im Januar 2012, wurde die Bolivia Tochter

„Malaga“ von Dirk Blohm Reserve- Siegerfärse bei

den Schwarzbunten. Die Mark Tochter „Ille“ von

Andreas Junghans wurde Siegerkuh bei den Rotbunt

DN Kühen.

Auf der „EuroTier“ präsentierten sich bei den

Nachzuchten die Vincente Töchter „Naomie“ von der

Reimers GbR und „Menta“ von Thies Magens sowie

die Zabing Tochter „Mylady“ von Stefan Kruse.

Auch in diesem Jahr veranstaltete der Kreisverein

für seine Mitglieder wieder einige Fahrten. Den Auftakt

im Jahresprogramm gab die „Senioren Tour“

am 15.5. 2012 bei der sich über 80 interessierte

Kreisvereinsmitglieder zunächst den Betrieb von

Heiko Wendell- Andresen anschauten, um dann

nach einem Umfangreichen Mittagessen in „Timms

Gasthof“ in Haale die Betriebe von Hauke Jäger und

Familie Hennings zu besichtigen. Herr Jäger bereitet

Hengste und Stuten auf die Leistungsprüfungen vor

und arbeitet eng mit der Züchterfamilie Hennings

zusammen. Zum abschließenden Kaffeetrinken ging

es in die Gaststätte „Zum Nordpol“ in Schenefeld.

Die „Junglandwirte-Tour“ am 22.06.2012,

führte die Gruppe in diesem Jahr auf eine Windjammerfahrt

im Rahmen der Kieler Woche in Kiel.

Neben der eigentlichen Fahrt auf dem Windjammer

wurden auch Fahrten im Beiboot angeboten und

ein reichhaltiges Buffet gereicht so dass nach der

Fahrt eine glückliche, zufriedene Gruppe über die

Kieler Woche bummelte.

Am 07., 08. und 11.6. fand in diesem Jahr wieder

eine „Prämierung in der Herde“ statt. Neben

der großen Zahl von 41 teilnehmenden Betrieben

fuhren auch viele interessierte Berufskollegen mit,

um die sehr gut präsentierten Tiere der Kollegen zu

begutachten. Am 13.6. wurde die Siegerehrung in

Heiligenstedten im Gasthof „Zur Erholung“ vorgenommen.

Besonders bedankte sich der Vorsitzende

bei den beiden Hauptsponsoren, der HaGe und der

Sparkasse Westholstein.

Im Oktober folgte dann mit der Herbstfahrt das

Highlight des Ausflugsprogramms. Vom 16. bis 18

Oktober 2012 ging es mit dem Zug nach Oberschwaben

an den Bodensee. Auch diese 3-Tages-

Tour war wieder ein unvergessliches Erlebnis für

alle Teilnehmer. Neben dem Holsteinzuchtbetrieb

von Markus Mock und dem Brauviehzuchtbetrieb

von Familie Neuhauser, wurden die Blumeninsel

Mainau besucht, sowie das Weingut Dilger und das

Haupt- und Landesgestüt in Marbach.

46

// Rind im Bild 1/2013


Kreisvereine

Bezüglich des Programms für 2013 gab der Vorsitzenden

einen kurzen Ausblick. Neben der Junglandwirte-Tour

wird es wieder eine Fahrt zwischen

den Melkzeiten geben. Die 3-Tages-Tour wird auch

in diesem Jahr wieder stattfinden. Züchterisch

wird das Jahr 2013 etwas ruhiger, jedoch beginnen

schon im Sommer die Vorbereitungen für die

Kreistierschau im Jahr 2014.

Besonders bedankte sich Björn Wiencken bei seinen

Vorstandskollegen sowie bei den Mitgliedern,

die die Mitarbeiter der RSH eG bei den Herdbuch

Kuhbewertungen unterstützen. Außerdem dankt er

den Mitarbeitern der RSH eG für die erneut gute

und erfolgreiche Zusammenarbeit in 2012. Ein besonderer

Dank des Vorsitzenden gilt Daniela Fels für

ihr großes Engagement für den Züchternachwuchs.

Zum Schluss dieses Tagesordnungspunktes möchte

sich Björn Wiencken bei einem Kreisvereinsmitglied

besonders für sein „Lebenswerk“ bedanken.

Tätig in vielen Bereichen rund um die Rinderzucht

war und ist Ernst Wachs in allen züchterischen Belangen

Ansprechpartner für die Landwirte im Kreis.

Trotz ihres Kuhbestands von „nur“ 5-6 Tieren haben

Ernst und Hilde Wachs in ihrer Zeit als Züchter

58 Bullen und 47 weiblich Nachkommen über die

Auktion in Neumünster verkauft. Die Bereitschaft

sowohl an der Teilnahme von Tierschauen und

Kreisvereinsveranstaltungen als auch der Mithilfe

bei ebenjenen zeichnet das Ehepaar Wachs in

seinem Engagement aus. Selbst Ernst Wachs weiß

nicht mehr wie viele Siegerkränze er und seine Frau

für die Jungzüchter gebunden haben. Nachdem

Herr Wachs vor 10 Jahren den Betrieb an seine Frau

Hilde übergeben hat, hat sich das Ehepaar nun, mit

über 80 Jahren zu dem Schritt entschlossen, die

Rinderhaltung aufzugeben. Für das langjährige Engagement

und diese Leistung bedankt und erhebt

sich der gesamte Kreisverein.

Bei den Wahlen wurden Klaus-Albert Dieckmann

und Volker Hardt einstimmig wiedergewählt, nachdem

auf Nachfrage keine weiteren Vorschläge

durch die anwesenden Vereinsmitglieder gemacht

wurden

ert abklauben und Kuchen schneiden noch vieles

anderes ohne große Reinigungsaktion möglich ist.

Solche Tatsachen in Geschichten gebaut und zum

Teil auf Platt erzählt, waren der Garant für eine

kurzweilige Stunde mit Geschichten in denen sich

jeder mit einem Schmunzeln oder Lachen ein bisschen

wieder findet.

Beim Punkt „Verschiedenes“ machte Herr Wittke

vom LKV noch auf die anstehenden Kreisvollversammlungen

am 28.01.2013 in Elmshorn (Gaststätte

„Sibirien“) und am 29.01.2013 in Heiligenstedten

(Gaststätte „Zur Erholung“) aufmerksam.

Im Anschluss hatte Ernst Wachs eine Frage an Herrn

Koch von der RSH eG, der in seiner Bullenvorstellung

erwähnt hatte, dass ein Bulle mit Exzellent

eingestuft worden war. Herr Wachs wollte wissen,

warum Bullen im Exterieur eingestuft werden. Herr

Koch erläuterte, dass dies vor allem vermarktungstechnische

Gründe hätte. Der Absatz des Bullenspermas

im Ausland ließe sich über solche Zahlen

vergrößern.

Das letzte Wort hatte dann der Vorsitzende Björn

Wiencken, der den offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung

2013 des Vereins der Rot- und

Schwarzbuntzüchter in den Kreisen Steinburg und

Pinneberg gegen 22.30 Uhr beendete und allen einen

guten Appetit, einen schönen weiteren Abend

und einen sicheren Nachhauseweg wünschte.

Die stolzen Züchter erhielten vom Vorstand kleine Modellkühe als Erinnerung an die Leistung ihrer 100.000-Liter-Kühe

W. Krabbenhöft

Der „Referent“ des Abends, der durch seine Bücher

inzwischen Deutschlandweit bekannte Buchautor

Matthias Stührwohldt, übernahm im Anschluss das

Wort und erzählte Geschichten aus dem Leben auf

dem Lande. Er bewirtschaftet einen Biobetrieb mit

etwa 50 Milchkühen bei Stolpe im Kreis Plön, was

für ihn ein unerschöpflicher Pool für Geschichten

und Anekdoten, mit mehr oder weniger großem

Wahrheitsgehalt, aus dem Landleben ist.

So wissen viele, dass ein Taschenmesser ein Universalwerkzeug

des Landwirts ist, mit dem neben

Strohband schneiden, Äpfel teilen, Mist vom Ste-

Matthias Stührwoldt erzählt „Geschichten vom Lande“

Ernst Wachs wird für sein langjähriges Engagement für den Kreisverein

geehrt

Fotos: Krabbenhöft

// Rind im Bild 1/2013 47


Kreisvereine

Kreisverein der Rot- und Schwarzbuntzüchter

Steinburg-Pinneberg ehrt 100.000-Liter-Kühe

Sechs neue Kandidatinnen haben im Kreisvereinsgebiet

die 100.000-Liter-Marke geknackt. Diese

besondere Leistung verdient es gewürdigt zu

werden, daher möchten wir kurz über die Damen

berichten.

2002 zeigte Dirk Blohm aus Klein Nordende ein sicheres

Händchen beim Kuhkauf indem er die Rudolph-

Tochter „Byzanz“ in der ersten Laktation in Niedersachsen

zukaufte. Die 1999 geborene „Byzanz“,

die mütterlicherseits auf Design zurückgeht, zeigte

sich der Abordnung des Kreisvereins in Top- Kondition.

Sie befindet sich nun in der 10. Laktation und

kann auf eine Lebensleistung von 100.050 kg Milch

mit 4180,2 kg Fett und 3525,2 kg Eiweiß verweisen,

die sie alleine bei Familie Blohm ermolken hat.

Die ersten 50 Tage ihrer Laktation, die sie auf dem

Zuchtbetrieb gemolken wurde zählen hier nicht mit

hinein. Nach einer Leistung von 11098 kg in der

sechsten Laktation, wurde „Byzanz“ in der achten

Laktation mit 88 Punkten eingestuft.

Wir gratulieren Familie Blohm zu diesem Erfolg und

wünschen ihnen weiterhin alles Gute.

In Neuendorf, bei Henning Rehder, steht die im Jahr

2000 geborene Preval Tochter mit der Stallnummer

6129, die im vergangenen Jahr die 100.000 kg Lebensleistung

überschritt. Seit ihrer ersten Kalbung im

Juli 2002 hat sie bis jetzt in jedem Jahr mind. ein Kalb

bekommen und so inzwischen aus 11 Kalbungen 12

Nachkommen. Nun, in ihrer 11 Laktation, hat sie

eine Lebensleistung von 107.429 kg zu verzeichnen,

mit 3655 kg Fett und 3390 kg Eiweiß. Der Abordnung

des Kreisvereins präsentiert „St.Nr. 6129“ sich

in einem sehr vitalen Zustand und ist auch wieder

von Terbium tragend. Wir gratulieren Familie Rehder

zur dieser Ausnahmekuh und wünschen Ihnen, auch

Die Rudolph-Tochter „Byzanz“ von D. Blohm aus Klein Nordende

mit „St.Nr. 6129“, weiterhin viel Erfolg.

101.945 kg Milch, bei 4.455 kg Fett und 3.536 kg

Eiweiß in 10 Laktationen, bei einer Höchstleistung

in der 9. Laktation von 11.631kg. So beeindruckend

liest sich die Aufstellung der Lebensleistung

von „Buggi“ auf dem Betrieb der Familie Lucht in

Borsfleth. „Buggi“ kann auf die Abstammung Rotterdam

(Testbulle von Alpenking) x Husum verweisen.

Im Januar 2000 geboren, brachte „Buggi“ der

Familie Lucht seit 2002 elf Kälber, davon immerhin

6 weibliche Nachkommen von denen noch vier auf

dem Betrieb der Familie Lucht stehen.

Wir gratulieren Familie Lucht ganz herzlich zu dieser

Kuh und wünschen ihnen auch weiterhin viel Erfolg.

Als ein absolutes Universaltalent kann man die Kuh

Foto: Kruse

„Diggy“ von Gerd Sievers in Beidenfleth beschreiben.

Die Stadel- Tochter aus einer Tulip-Mutter kann

bei 7 Laktationen eine Leistung von 105.313 kg

Milch bei 5038 kg Fett und 3698 kg Eiweiß aufzeigen.

Die im November 2001 geborene „Diggy“

brachte es in der sechsten Laktation auf 14807 kg

Milch und wurde in dieser Laktation auch mit 91

Punkten Exzellent eingestuft. Neben den guten

Laktationsleistungen legte „Diggy“ auch noch eine

beachtliche Schaukarriere hin.

So wurde sie 2004 1a Färse in der 2 Klasse auf der

Kreisrinderschau in Steinburg. 2007 dann wurde

sie in der vierten Laktation „Siegerkuh Alt“ auf der

Kreisrinderschau Steinburg/Pinneberg um dann im

Januar 2010 noch einen drauf zu setzten in dem sie

sich in der sechsten Laktation den Titel „Siegerkuh

St.Nr. 6129 von H. Rehder, Neuendorf, überschreitet 100.000-Liter-Marke

Foto: Wiencken

„Buggi“ von Rotterdam erreicht bei Familie Lucht die magische Grenze von 100.000 l

Foto: Hardt

48

// Rind im Bild 1/2013


Kreisvereine

Alt“ bei „Neumünster am Abend“ sicherte um im

selben Jahr dann noch Reservesiegerin Rotbunt im

All-German-Holstein-Wettbewerb unter der Kategorie

6 Kalbungen und mehr zu werden.

Uns bleibt es nur der Familie zu dieser herausragenden

Kuh zu gratulieren, die sich der Abordnung des Kreisvereins

in einem hervorragenden Zustand präsentierte.

Auf die Frage, wo in Schleswig Holstein man gute

schwarzbunte Kühe anschauen kann, fällt einem,

unter anderem, sofort der Betrieb von Johann- Wilhelm

Ehlers in Holstenniendorf ein.

Auf diesem Zuchtbetrieb ist eigentlich jede Kuh, die

präsentiert wird eine Reise wert. So auch die Preval

Tochter „Bonus“ und die Ladin Tochter „Bettchen“.

Dass diese beiden Kühe nun vom Kreisverein für die

Leistung von 100.000 l geehrt werden können ist

das „i-Tüpfelchen“ auf die erbrachte Leistung.

Bei Familie Ehlers ist die Rinderzucht und –haltung

eine Herzensangelegenheit. Und die Tiere zeigen,

sowohl durch ihre Leistung als auch optisch, dass

sie bei Familie Ehlers in den besten Händen sind.

Es zeigt, dass züchterischer Sachverstand und jahrelange

gezielte Anpaarung zu einem Gesamtpaket

von Spitzenleistung, Spitzenexterieur und Spitzennutzungsdauer

führen.

So sind „Bonus“ und „Bettchen“ auch bei weitem

nicht die ersten 100.000-Liter-Kühe auf dem Betrieb

von Johann-Wilhelm Ehlers.

Trotzdem ist dies immer wieder eine Leistung auf

die man mit Stolz blicken kann, und so hat Familie

Ehlers es sich nicht nehmen lassen dies mit einer

kleinen Feierstunde anlässlich der Ehrung durch

den Kreisverein zu würdigen, bei der über 20

Freunde und Bekannte der Familie zu dieser Leistung

gratulierten.

Und auch die beiden „Ehrengäste“ zeigten sich in

hervorragender Kondition.

Bettchen (Ladin x Big J)

Die Ladin Tochter „Bettchen“ im April 2000 geboren,

kalbte im Mai 2002 das erste Mal. Inzwischen

befindet sie sich in der neunten Laktation und kann,

bis jetzt, auf eine Leistung von 102.616 kg Milch

mit 4698 kg Fett und 3307 kg Eiweiß zurückblicken.

In Ihrer 4 Laktation hatte sie eine 305 Tage

Leistung von 13300 kg Milch mit zum Teil Tagesleistungen

von fast 70 l.

In ihrer sechsten Laktation wurde sie mit VG

89 eingestuft. Familie Ehlers hätte sich ein paar

mehr weibliche Nachkommen von „Bettchen“ gewünscht,

allerdings ist sie wieder von Camera tragend

und vielleicht wird ja das nächste ein Kuhkalb.

Bonus (Preval x Patrick)

Auch die Preval Tochter „Bonus“ kann auf eine beeindruckende

Leistung zurückblicken. Im Juni 1999

geboren und im Oktober 2001 das erste Mal abgekalbt

befindet sie sich nun in ihrer 11. Laktation.

Mit einer Höchstleistung von 10490 kg in der 9.

Laktation kann „Bonus“ inzwischen auf eine Lebensleistung

von 100.429 kg Milch bei 4752 kg

Fett und 3527 kg Eiweiß zurückblicken. In der 8.

Laktation wurde die Preval Tochter mit 90 EX Punkten

eingestuft. Bonus kann auch einiges an Schauerfahrungen

vorweisen.

Allroundtalent „Diggi“ von Familie Sievers präsentiert sich in hervorragendem Zustand der Kreisvereinsabordnung

Foto: Dieckmann

So hat sie 2002 an der DHV Schau in Oldenburg

und 2008 bei „Neumünster am Abend“ Teil genommen.

2010 wurde sie dann 1b Platzierte auf

der Kreisrinderschau Steinburg/ Pinneberg „Kellinghusen

bei Nacht“ bei den alten Klassen. Einige

interessante Kuhkälber hat „Bonus „ Familie Ehlers

schon gebracht und ist nun wieder mit Schaffner

belegt und tragend.

Wir wünschen der Familie Ehlers weiterhin alles

Gute und noch viele weitere züchterische Erfolge.

W. Krabbenhöft

„Bonus“(re.) und „Bettchen“(li) von J.-W. Ehlers lassen sich für die Spitzenleistung von 100.000 l ehren und feiern

Foto: Wiencken

// Rind im Bild 1/2013 49


Jungzüchter

Einladung zur Kreisjungzüchterschau

Rendsburg-Eckernförde

Es geht wieder

nach Rausdorf zur

Jungzüchterschau

Am 17. März soll es losgehen.

Denn auch in diesem Jahr möchte

der Jungzüchterclub der Kreise

Stormarn, Segeberg und Herzogtum

Lauenburg gemeinsam zur

Jungzüchterschau nach Rausdorf

einladen. Die Schau soll,

wie im letzten Jahr, in Burmeisters Reithalle

stattfinden. Ab 11.00 Uhr werden Kinder

und Jugendliche im Alter von 3 bis 25

Jahren zeigen was sie können und stellen

ihre tagelang vorbereiteten Tiere vor. Zu

dieser Veranstaltung sind alle Verwandten,

Bekannten als auch Zuchtinteressierte

eingeladen. Der Eintritt ist wie immer frei

und für das leibliche Wohl ist gesorgt.

M. Kuhrt

Foto: Teilnehmer der Jungzüchterschau in Rausdorf 2012

© Nobbe

Einladung zur Jungzüchterschau

in Süderbrarup

Auch in diesem Jahr laden der Jungzüchterclub sowie die Kreisvereine

der Rot- und Schwarzbuntzüchter im Kreis Rendsburg-Eckernförde

zur gemeinsamen Kreisjungzüchterschau nach Gnutz.

Die Jungzüchterschau findet am Sonntag, den 24. März 2013 um 10.00

Uhr in der Halle der Familie Honermeier in Gnutz statt. Die genaue Anschrift

lautet Jürgen Honermeier, Heinkenborsteler Weg 23 in Gnutz.

Auch in diesem Jahr werden etwa 50 bis 60 Kinder und Jugendliche

Ihre Kälber und Rinder vorbereiten und am Schautag dem Richter

und dem Publikum vorstellen. Der Eintritt zur Schau ist fei und für

das leibliche Wohl ist gesorgt. Alle Verwandten, Bekannten und an der

Rinderzucht interessierten sind herzlich eingeladen unsere Schau zu

besuchen.

Alle Kinder und Jugendlichen, die sich zur Jungzüchterschau anmelden

möchten, melden sich bitte bei Nicole Harder 04331 92321, Klaus-

Jürgen Wichmann 04356 207 oder Paul Hameister 04392 5203.

A. Jensen

Einladung

Foto: Teilnehmer der Kreisjungzüchterschau

2012

© Nobbe

Die diesjährige Landesjungzüchterfahrt

wird vom

24.6. bis 28.6.2013 stattfinden.

Das Ziel ist das östlichste

Bundesland Deutschlands

– Sachsen.

Die Jungzüchter des Kreises Schleswig-Flensburg

werden auch in diesem Jahr Ihre Tiere für den

23. März vorbereiten. Etwa 40 Kinder und Jugendliche

werden teilnehmen und ihre Tiere dem Richter

und dem Publikum vorstellen, um der beste

Vorführer oder die beste Vorführerin zu werden.

Wie auch im letzten Jahr findet die Schau in der

Angeln-Halle in Süderbrarup statt. Der Eintritt

ist wie gewöhnlich frei und für das leibliche

Wohl ist gesorgt. Gäste sind hierzu herzlich

willkommen.

M. Kuhrt

Foto: Teilnehmer der Jungzüchterschau 2012

© Tordsen

50

// Rind im Bild 1/2013


Jungzüchter

Jahreshauptversammlung

GEA Farm Technologies – Immer meine Wahl.

Miriam Kuhrt auf der EuroTier 2012

Foto: Tordsen

Am Mittwoch, den 5. Dezember 2012 fand die

diesjährige Jahreshauptversammlung des Landesjungzüchterverbandes

der RSH eG statt.

Der 1. Vorsitzende Markus Fuschera-Petersen begrüßte

die, trotz eisigem Wetter, angereisten Jungzüchter

und Ehrengäste. Es folgte ein kleiner Rückblick

über das abgeschlossene Jungzüchterjahr,

dessen Highlights wohl Neumünster am Abend, die

Landesjungzüchterschau in Aukrug und die Landesjungzüchterfahrt

nach Baden-Württemberg waren.

Kassenwart Christoph Horn präsentierte die Kassenentwicklung.

Er konnte eine positive Bilanz verbuchen,

was auf die Verlosung der Kälber an Neumünster

am Abend in diesem Jahr zurückzuführen ist.

Im Anschluss erfolgten die Wahlen der Vorstandsmitglieder.

Markus Fuschera-Petersen, Christoph

Horn und Hinrich Möller scheiden aus beruflichen

und persönlichen Gründen auf eigenen Wunsch aus

der Vorstandsarbeit aus. Alle Drei waren lange Jahre

für den Landesjungzüchterverband aktiv tätig und

haben ihn durch ihre Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft

aktiv vorangebracht. Wir möchten uns auf

diesem Wege noch einmal herzlich für ihr Engagement

bedanken. Neu in den Vorstand wurden Hauke

Gonnsen (Struckum), Thore Kühl (Fockbek) und Lea

Holtmeier (Volsemenhusen) gewählt. Durch Wiederwahl

wurden der Posten von Timm Staggen als 2.

Vorsitzender bestätigt. Einstimmig in das Amt der

1.Vortsitzenden wurde Sabrina Heldt, Groß Schlamin

gewählt.

Nach den Wahlregularien berichtete Herr Matthias

Leisen über Aktuelles aus der RSHeG.

Es wurde auf die positive Entwicklung der genomischen

Selektion und die Möglichkeiten der Hornloszucht

eigegangen.

Den Abschluss bildete der Vortrag von Miriam

Kuhrt aus Mönkhagen. Miriam war 7 Monate auf

landwirtschaftlichen Betrieben in Australien. Durch

eindrucksvolle Bilder konnte sie die erheblichen Unterschiede

zu der Landwirtschaft hier hervorbringen.

Vielleicht gibt dieser interessante Bericht für den einen

oder anderen den Anstoß einen Aufenthalt im

Ausland zu planen.

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// Rind im Bild 1/2013 51


Für Sie gelesen

12,5 Millionen Rinder

in deutschen Ställen

Die Zahlen zu den Viehbeständen am 3. November

2012 liegen vor. Der Rinderbestand stieg

im vergangenen Halbjahr leicht um 0,2 % auf rund

12,5 Millionen Tiere. Die Zahl der Milchkühe blieb

nahezu konstant bei 4,2 Millionen Tieren. Die mit

Abstand bedeutendsten Rassen waren Holstein-

Schwarzbunt mit rund 5,2 Millionen Tieren, gefolgt

vom Fleckvieh, mit 3,5 Millionen Tieren. Damit

gehören gut 70 % der in Deutschland gehaltenen

Antibiotika-Datenbank als Erweiterung

der HIT-Datenbank

Die vorgesehene behördliche Datenbank zur Erfassung

des Antibiotika-Einsatzes in den Betrieben

soll als Erweiterung der bereits bestehenden bundesweiten

Datenbank mit einem Herkunftssicherungsund

Informationssystem für Tiere (HIT-Datenbank)

aufgebaut werden. Dafür haben sich die Amtschefs

der Landwirtschaftsministerien der Länder bei ihrer

Konferenz in Berlin ausgesprochen. Die technischen

Voraussetzungen hierfür, etwa durch Programmierungen

und Entwicklung von Eingabemasken,

sollten den Amtschefs zufolge umgehend geschaffen

werden. Niedersachsens Landwirtschaftsminister

Gert Lindemann begrüßte den Beschluss. „Ich halte

es für unabdingbar, dass wir in Kürze nicht nur die

gesetzlichen, sondern auch die technischen Voraussetzungen

haben, um die in den Ställen eingesetzten

Antibiotika-Mengen nachhaltig zu verringern“,

Tiere einer dieser beiden Rassen an. Reine Fleischnutzungsrassen,

wie beispielsweise Limousin

sind dagegen weit seltener anzutreffen. Insgesamt

werden rund 1,4 Millionen Tiere in Deutschland gehalten,

die einer Fleischnutzungsrasse zuzuordnen

sind. Die Zahl der Rinderhaltungen sank um 0,9 %

auf rund 161,5 Tausend.

ADR-Info 1/13 vom 10.01.2013

erklärte der Minister anlässlich der Konferenz. Niedersachsen

setzt sich Lindemann zufolge gemeinsam

mit sieben anderen Ländern zudem mit Nachdruck

dafür ein, schon jetzt die Erfassung bestimmter

Tiergesundheitsparameter standardisiert in der Datenbank

zu ermöglichen. Der Aufbau einer behördlichen

Datenbank gilt als Dreh- und Angelpunkt einer

betriebsbezogenen Minimierungsstrategie für den

Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung. Automatisierte

Melde-, Berechnungs- und Informationsprozesse

sollen dann auf Betriebs-, Landes- und Bundesebene

zeitnahe Auswertungen des Antibiotika-Einsatzes

ermöglichen und die Voraussetzung für das Ergreifen

geeigneter Maßnahmen für jeden betroffenen

Betrieb schaffen.

AgE

ADR-Info 03/13 v. 22.01.2013

Tiergesundheitsgesetz

in Erster

Lesung beraten

Der Deutsche Bundestag hat den Regierungsentwurf

eines Gesetzes zur Vorbeugung

vor und Bekämpfung von Tierseuchen,

das sogenannte Tiergesundheitsgesetz, in Erster

Lesung beraten und anschließend in die

Ausschüsse überwiesen. Die Neuregelung,

mit der das bisherige Tierseuchengesetz abgelöst

werden soll, sieht eine Vielzahl von

Verordnungsermächtigungen vor, um dem

Ziel einer stärkeren Vorbeugung Rechnung

zu tragen. So sollen künftig eigenbetriebliche

Kontrollen zum Zwecke der Seuchenabwehr

ebenso angeordnet werden können wie verpflichtende

hygienische Maßnahmen.

Ein Monitoring über den Gesundheitsstatus

von Tieren soll die Behörden in die Lage versetzen,

Gefahren für die Tiergesundheit frühzeitiger

zu erkennen. Außerdem sollen die

Behörden Schutzgebiete einrichten können,

die überwiegend tierseuchenfrei sind und in

die Tiere nur mit nachgewiesenem entsprechenden

Gesundheitsstatus verbracht werden

dürften.

Am Friedrich-Loeffler- Institut (FLI) soll eine

„Ständige Impfkommission Veterinärmedizin“

eingerichtet werden, die in Abhängigkeit

von der Tierseuchensituation in Deutschland

Impfempfehlungen erarbeiten soll.

AgE

Daphne v. Bennwood, Besitzer: V. Kaack, Mözen Foto: KeLeKi Milena v. Jelbrix, Besitzer: S. Ahmling, Langwedel Foto: Arkink

52

// Rind im Bild 1/2013


Für Sie gelesen

Müller: Deutsche

Tierschutzstandards

auch

international

umsetzen

Deutschland ist bei nachhaltiger Landwirtschaft

ein Musterland in Europa, und Europa setzt wiederum

die Standards für Nachhaltigkeit in der Welt.

Das hat der Parlamentarische Staatssekretär im

Bundeslandwirtschaftsministerium, Gerd Müller, zur

Eröffnung der EuroTier in Hannover erklärt. Politik

und Landwirtschaft müssten aber auch in Deutschland

bei Themen des Tierwohls über „Weiterentwicklungen

und Verbesserungen“ diskutieren.

Dennoch gebe es derzeit kein Land auf der Welt,

das bei Nachhaltigkeit in der landwirtschaftlichen

Produktion, im Pflanzenbau sowie in der Tierhaltung

und -zucht höhere Standards umgesetzt habe

als die Bundesrepublik.

Jetzt müsse es darum gehen, auch international

auf die Einführung entsprechender Standards zu

drängen. Als Beispiel nannte Müller das deutsche

Verbot der Käfighaltung von Legehennen.

Das Pour-On

mit Erfahrung

Parasitenbekämpfung

im Milchviehbestand

Milchleistung

Milchqualität

Fruchtbarkeit

Kuhkomfort

Es sei richtig gewesen, dass Deutschland mit diesem

Schritt vorangegangen sei. „Aber es macht

natürlich keinen Sinn, wenn wir diese Standards in

der Produktion nicht auch in anderen Ländern im

europäischen Umfeld wie der Ukraine umgesetzt

haben und dann aus dem Ausland importieren“,

sagte Müller. Der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft

(DLG), Carl-Albrecht Bartmer,

kritisierte anlässlich der EuroTier-Eröffnung

das Bild, das häufig in der Öffentlichkeit von der

Tierproduktion gezeichnet werde.

Begriffe wie Massentierhaltung, Agrarfabriken oder

organisierte Tierquälerei würden von „ethischen

Dogmatikern“ verwendet, um beim Fleischverzehr

vor einem vermeintlich „konsumtiven Irrtum der

Industrieländer“ zu warnen. Das entspreche aber

nicht der Realität und passe auch nicht zum Bild

des souveränen Verbrauchers.

AgE

ADR-Info 47/12 vom 20.11.2012

Merial GmbH

Am Söldnermoos 6 · D-85399 Hallbergmoos

Tel. (08 11) 95 93-0 · Fax (08 11) 95 93-101

e-mail: info@merial.de // Rind im Bild 1/2013 53


Personalien

Jubiläen bei der RSH eG

5 Jahre

Miriam Nobbe

Claudia Zettler

Bettina Freyer

Sabrina Rahn

10 Jahre

Hans Christiansen-Hansen

25 Jahre

Wilfried Carstens

Am 01. März 1988 begann Herr Carstens zunächst

als Aushilfe im Stallbereich in Schönböken, da dort ein

fest angestellter Kollege für längere Zeit erkrankt war.

Zuvor hatte Herr Carstens immer wieder auf der Station

ausgeholfen neben seiner Beschäftigung bei der

Firma Otto Delfs, wo er in der Speicheranlage maßgeblich

in der Saatgutreinigung und –beizung tätig

war. Seine Devise, die insbesondere durch die Erfahrungen

als Angestellter mit dem Niedergang des

Geflügelschlachthofes in Wankendorf geprägt war,

lautete ´man muss immer mehrere Eisen im Feuer

haben´. Dieses umzusetzen, war für Herrn Carstens

kein Problem, denn sein technisches Interesse, seine

schnelle Auffassungsgabe, sein Ehrgeiz, Arbeitsabläufe

besser, reibungsloser zu gestalten und keine

Angst vor Arbeit oder Aufgaben zu haben, machten

ihn zu einem Kollegen, dessen Fähigkeiten und Fertigkeiten

gern in Anspruch genommen wurden.

Vor diesem Hintergrund ist es nahezu zwangsläufig,

dass Herr Carstens dann im April 1989 einen

unbefristeten Arbeitsvertrag angeboten bekam und

seither auf der Station mit großem Engagement und

stets guten konstruktiven Ideen tätig ist. Er kann auf

25 Jahre intensiver Tätigkeit auf der Station zurückblicken,

in denen sich massive Veränderungen in der

tägliche Arbeit ergeben haben.

Damals waren die 160 – 180 Bullen auf der Station

meist angebunden, Füttern von Siloblöcken, Mist

vom Stand kratzen, unterstreuen – reichlich mit kleinen

Ballen -, im Winter regelmäßig Tag der offenen

Tür für zuchtinteressierte Mitglieder, im Sommer waren

bis zu 100 Bullen auf dem Tüder und andere in

Gruppenfreilandhaltung mit allen arbeitstechnischen

Konsequenzen. Zwischenzeitlich sind die täglichen

Arbeitsabläufe durch die Baumaßnahmen und komplett

eigene Futterwerbung stark technisiert. Viele

dieser Veränderungen hat Herr Carstens mit eigenen

Überlegungen und Vorschlägen im Detail mit beeinflusst

und so manche Nacht in Bauphasen auf den

Stationen in Schönböken und Gönnebek sich Gedanken

gemacht, wie wir was vielleicht noch besser im

Bau ausführen könnten.

Neben diesen wertvollen Aktivitäten verfügt Herr

Carstens auch über ein ausgesprochen „gutes Auge“

für das Wohl unserer Bullen. Früh erkennen und früh

handeln sind Eigenschaften, die ihn auszeichnen.

Und sollte es dennoch mal zu spontanen Problemen

auf der Station oder Bruch bei unseren Maschinen

kommen, so ist schon mal der Hilferuf von Kollegen

über den Hof zu hören der da lautet: „Willy, Hilfe,

Willy“ – und Willy hat fast immer eine Lösung.

Für 25 Jahre grenzenlosen Einsatz, Fleiß, gute Ideen,

wertvolle Hinweise, ausgesprochene Kollegialität

und Teamgeist möchten wir uns bei unserem Willy

im Namen der Gremien der RSH, der Mitarbeiter und

Kollegen herzlich bedanken.

Diesem Dank würden sich sicher auch die zahlreichen

Bullen und langjährigen Vererber anschließen,

die Wilfried Carstens mit den Kollegen über die

Jahre betreut hat, wenn sie denn sprechen könnten.

In diesem Sinne freuen wir uns auf noch viele Jahre

guter Zusammenarbeit und wünschen neben stets

guter Gesundheit weiterhin viel Freude an den zahlreichen

Hobbies, die immer mit „Tüfteln“ und „in

Gang bringen“ zu tun haben.

Dr. E. Hasenpusch

Neu bei der RSH eG

Franca Bennin

Frau Franca Benin hat am

01. Januar 2013 mit der

Ausbildung zur Tierzuchttechnikerin

begonnen.

Frau Benin hatte nach der

Schulausbildung eine dreijährige

landwirtschaftliche

Ausbildung in Milchviehund

Ackerbaubetrieben

absolviert. Im Anschluss war sie über 3 Jahre auf

verschiedenen Betrieben als Herdenmanagerin tätig.

Finn Johannsen

Herr Finn Johannsen startete

am 01. Januar 2013

seinen Weg in die Ausbildung

zum Tierzuchttechniker.

Herr Johannsen hatte

nach der Schulausbildung

eine Zimmererlehre absolviert

und war dann drei

Jahre auf der Wanderschaft

als Zimmerer in der ganzen

Welt unterwegs. Anschließend folgte eine klassische

landwirtschaftliche Lehre in Milchviehbetrieben.

Dennis Kunze

Herr Dennis Kunze begann

ebenfalls am 01. Januar

2013 die Technikerausbildung.

Zuvor hatte er

3 Jahre Landwirtschaft

gelernt, den Abschluss

zum staatlich geprüften

Wirtschafter des Landbaus

gemacht und anschließend

an der Höla in Rendsburg die Ausbildung als

staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt abgeschlossen.

In Folge war er auf verschiedenen Betrieben in der

Betreuung der Milchviehherden tätig und rundete

seine Kenntnisse über 9 Monate auf großen Milchfarmen

in Neuseeland ab.

Wir freuen uns über drei motivierte und engagierte

Technikeranwärter, die nach der Ausbildung das

Technikerteam verstärken sollen und wünschen den

Dreien viel Freude bei der umfangreichen Ausbildung

und Erfolg im beruflichen Werdegang bei der RSH.

54

// Rind im Bild 1/2013


Personalien

Neu bei der RSH eG

Eike Weilandt

Frau Eike Weilandt ist am

01.02.2013 als Tierzuchttechnikerin

in den Dienst

der RSH getreten.

Frau Weilandt hatte nach

einer landwirtschaftlichen

Ausbildung eine Technikerlehre

in Schönböken

durchlaufen. Im Anschluss war sie vier Jahre als

Tierzuchttechnikerin für die RB Holstein tätig. Im

Folgenden bewirtschaftete sie mit ihrem Mann den

Zucht- und Ackerbaubetrieb auf Fehmarn.

Frau Weilandt hat ihr Interesse und Engagement für

die Rinderzucht als Eigenbestandsbesamerin und

durch aktive Teilnahme an zahlreichen züchterischen

Fortbildungsveranstaltungen stets gelebt.

Frau Weilandt soll das Technikerteam in der Bezirksbetreuung

aktiv unterstützen.

Wir wünschen Frau Weilandt einen guten Start und viel

Freude und Erfolg in ihrem neuen Aufgabengebiet.

Dr. E. Hasenpusch

Personalien

beim LKV

Neu beim LKV

Leistungsprüferin Birgit Kröger

Im Kontrollbezirk südlich

Schleswigs wurde zum

2. Januar 2013 Frau Birgit

Kröger aus Dannewerk

als Nachfolgerin von Sieglinde

Pollmer, die zum

30.09.2012 in Ruhestand

getreten war, als Leistungsprüferin

neu beim LKV eingestellt.

Frau Kröger ist auf einem landwirtschaftlichen Betrieb

im Kreis Rendsburg aufgewachsen. Nach einer Ausbildung

zur Bürokauffrau und Tätigkeiten in verschiedenen

Branchen sowie der Betreuung und Erziehung

ihrer Kinder war es für Frau Kröger der Wunsch, eine

Arbeit im ländlichen Bereich aufzunehmen.

Nach intensiver theoretischer und praktischer Einarbeitung

in die Materie der Milchleistungsprüfung betreut

Frau Kröger insgesamt 54 Betriebe. Wie zu der Zeit, als

Frau Pollmer in dem Bezirk tätig war, handelt es sich

nach wie vor um sehr viele Betriebe, die den LactoCorder

als Messgerät einsetzen.

Ich wünsche Frau Kröger viel Erfolg in ihrer neuen Aufgabe

und bitte die Mitglieder, für eine gute Zusammenarbeit

auch Frau Kröger ihr Vertrauen zu schenken.

M. Röstel, LKV

Der Ruheständler Ernst-Werner Klahn (Bildmitte) mit den zuständigen Zuchtwartinnen Beeke Vollbehr und Sonja Ulrich (v.l.) beim Abschiedsfoto

in der Geschäftsstelle Kiel

Foto: LKV

Beim LKV ausgeschieden

Ernst-Werner Klahn

Am 31.12.2012 ist Ernst-Werner Klahn aus Negenharrie

im Kreis Rendsburg-Eckernförde als

Milchleistungsprüfer nach 27 Dienstjahren beim

LKV ausgeschieden. Herr Klahn ist auf einem kleinen

landwirtschaftlichen Betrieb als Sohn eines

Leistungsprüfers in Negenharrie aufgewachsen.

Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum

Heizungsbauer und arbeitete einige Jahre in diesem

Beruf. Sein Interesse an der Landwirtschaft und der

Wunsch, neben dem Beruf auch die kleine Nebenerwerbslandwirtschaft

zu betreiben, bewegten ihn

dazu, sich 1985 auf die frei gewordene Stelle im Bezirk

Schönbeck, Loop und Mühbrook zu bewerben.

In diesem Bezirk hatte er von Beginn an in 18 Betrieben

mit durchschnittlich 46 Kühen die MLP nach

dem A-Prüfverfahren durchzuführen. Nach dem Start

am 1. Januar 1986 und der ersten praktischen Einarbeitung

nahm Herr Klahn im März und April 1986 erfolgreich

am Ausbildungslehrgang für Kontrollangestellte

in Futterkamp teil. Personelle Veränderungen

im Außendienst führten in den folgenden Jahren

dazu, dass Herr Klahn zunächst den Bezirk vollständig

wechselte und fortan überwiegend Betriebe in

der näheren Umgebung seines Wohnortes betreute.

Durch das Ausscheiden umliegender Mitarbeiter und

Einführung neuer Prüfverfahren weitete sich sein Betreuungsgebiet

später so weit aus, dass er zum Ende

seiner Tätigkeit für die Durchführung der MLP in insgesamt

33 Betrieben mit durchschnittlich 83 Kühen

verantwortlich war.

Ich bedanke mich bei Herrn Klahn für das langjährige

Engagement für die Mitglieder und den Landeskontrollverband.

Für die Zukunft im Ruhestand wünsche

ich ihm viel Spaß bei der Ausübung seines Hobbys, der

Jagd, vor allem jedoch Gesundheit und Zufriedenheit.

H. Rowehl, LKV

// Rind im Bild 1/2013 55


Nachzuchten

Nachzuchten für Sie gesehen – Highlight-Sale

RUW und WEU-Convent 2013

Ruleto 918920 (Rotbunt)

Rubens x Lightning x Rubens RF

gRZG 125 gRZM 122 gRZE 119 gRZS 102

gRZN 125 gRZR 103 gRZKm 92 gRZKd 107

gRZD 94

Im Rahmen des Highlight-Sales wurde eine Nachzuchtgruppe

ausgeglichener, einheitlicher Töchter

von Ruleto aus dem Wiedereinsatz gezeigt, der aus

einer Kuhfamilie stammt, die hohe Leistungen mit

Spitzenexterieur kombiniert. Bei solider Leistung

verbessert Ruleto die Eiweißprozente. Seine Töchter

sind rahmig, mit guter Körpersubstanz, verfügen

über sehr gut gelagerte breite Becken und zeigen

trockene und eher steilere Fundamente mit hohen

Trachten. Die überdurchschnittliche Euterqualität

spiegelt sich in den sehr guten Zentralbändern und

der festen Euteraufhängung wider. Die positiven

Befruchtungseigenschaften runden Ruletos ausgeglichenes

Vererbungsprofil ab.

THH Lena v. Buckeye, Besitzer: F. Thomsen, Kleinwiehe

Juleika v. Classic, Besitzer: Reimers GbR, Westerhorn

Fotos: KeLeKi

Short Cut 675260

Shottle x Labamba x Jocko Besn

gRZG 131 gRZM 119 gRZE 123 gRZS 110

gRZN 116 gRZR 107 gRZKm 102 gRZKd 100

gRZD 100

Short Cut kann man als den "Allrounder" unter den

vielen Shottle-Söhnen bezeichnen. Dies stellte die

Nachzuchtgruppe auf dem Highlight-Sale unter Beweis.

Er vereinigt in nahezu idealer Weise Leistung, Exterieur

und Funktionalität. Seine Töchter überzeugen

durch eine hohe Leistungsbereitschaft bei großer Ausgeglichenheit

im Exterieur, waren dabei rahmig, mit

viel Substanz und bei etwas unruhiger Oberlinie hervorragen

im Fundament. Sie erweisen sich als robuste

Laufstallkühe mit zu erwartender langer Nutzungsdauer.

Zudem vererbt Short Cut eher längere Striche.

Besichtigt am 04.01.2013 – Koch/Böhnke (RSH)

Levant 926884 (Rotbunt)

Lawn Boy x Classic x Origin

gRZG 136 gRZM 130 gRZE 119 gRZS 97

gRZN 115 gRZR 102 gRZKm 109 gRZKd 115

gRZD 95

Es wurden 5 Töchter des Bullen Levant aus dem

Testeinsatz ausgestellt. Die gezeigten Töchter präsentierten

sich im gut mittleren Milchtyp und guten

Übergängen. Die Levant-Töchter präsentierten sich

im mittleren Rahmen mit einer guten Rippentiefe

und -struktur bei genügend Stärke. Die Beckenlage

und –breite ist als gut zu bewerten. Die tendenziell

leicht gewinkelten Fundamente sind leicht hackeneng

bei etwas mehr an Knochensubstanz. Die

Gruppe bewegte sich gut auf ordentlichen Klauen.

Die gut aufgehängten Euter konnten besonders

durch die hohen und breiten Hintereuter und die

sehr gute Eutertextur überzeugen. Auch die Zentralbänder

ließen keine Wünsche offen. Die mittellangen

Vordereuter zeigten eine etwas weitere

Strichstellung. Die passend langen Striche sind

tendenziell etwas dünner. Levant ist ein Bulle, der

zur Verbesserung der Hintereuterhöhe und -breite

eingesetzt werden kann.

Biarritz 330891

Buckeye x Morty x Donor

gRZG 132 gRZM 128 gRZE 125 gRZS 111

gRZN 107 gRZR 97 gRZKm 99 gRZKd 104

gRZD 91

Es wurden 6 körperbetonte Töchter des Bullen Biarritz

aus dem Testeinsatz in der 2. Laktation ausgestellt.

Die gezeigte Gruppe präsentierte sich im mittleren bis

guten Milchtyp. Die gut entwickelten Biarritz-Töchter

zeigten viel Rahmen mit überdurchschnittlich guter

Stärke und guter Körpertiefe mit einer offenen Rippe.

Die Töchter des Bullen Biarritz sind lang mit einer etwas

weicheren Oberlinie. Sie zeigten eben gelagerte

breite Becken.

Die Biarritz-Töchter zeigten eine sehr positive Weiterentwicklung

von der 1. zur 2. Laktation. Die Gruppe

bewegte sich auf parallel gestellten Fundamenten

mit etwas kräftigeren Sprunggelenken, wobei die

Hinterbeinwinkelung als korrekt zu bewerten ist und

besser erschien als im linearen Profil beschrieben. Die

Biarritz-Töchter zeigten einen guten Bewegungsablauf

auf geschlossenen Klauen.

Die funktionellen Euter spiegelten die hohe Leistungsbereitschaft

der Biarritz-Töchter wider. Die Hintereuter

sind mittelhoch aufgehängt, passend breit

und zeigten ein gutes Zentralband. Die Vordereuter

sind mittellang, bei ordentlicher Strichplatzierung. Die

Strichplatzierung hinten ist wie gewünscht. Die Euter

konnten mit einer guten Textur überzeugen. Biarritz

ist ein Bulle, der zur Verbesserung von Körper und

Milchleistung eingesetzt werden sollte.

Bokko 331590

Billion3 x O-Man x Manat

gRZG 139 gRZM 133 gRZE 109 gRZS 104

gRZN 115 gRZR 109 gRZKm 98 gRZKd 110

gRZD 91

Es wurden 6 Töchter des Bullen Bokko aus dem Testeinsatz

präsentiert. Die Bokko-Töchter zeigten sich

im knapp mittleren Milchtyp. Die eher mittelrahmigen

Bokko-Töchter zeigten eine gute bis sehr gute Körperstärke

bei ordentlicher Rippentiefe. Die passend

breiten Becken waren optimal gelagert. Die Gruppe

bewegte sich auf passend gewinkelten, etwas stabileren,

parallel gestellten Fundamenten, die in hohen

und geschlossenen Klauen endeten.

Die ordentlichen Euter sind im Vordereuter teils etwas

kürzer, im Hintereuter mittelhoch und passend breit.

Die etwas längeren Striche sind vorn etwas weiter

platziert und hinten als optimal zu bewerten. Die Euter

wurden von guten Zentralbändern gehalten.

Besichtigt am 10.01.2013 GGI – Koch (RSH)

56

// Rind im Bild 1/2013


Deutsche

// Zucht

Holstein-Schau 2013

12. / 13. Juni 2013

in Oldenburg

Deutscher Holstein Verband e.V. (DHV)

Adenauerallee 174 · 53113 Bonn · Tel. 0228-91447-50 · Fax 0228-91447-55

info@holstein-dhv.de · www.holstein-dhv.de

// Rind im Bild 1/2013 57


100.000 Liter Kühe

100.000-Liter-Kühe – Dominanz von Preval und

Patrick ungebrochen!

Diana v. Mtoto, Besitzer: Andresen/Gerdes GbR, Handewitt Foto: Arkink Bonus v. Preval, Besitzer: J.-W. Ehlers, Holstenniendorf Foto: Arkink

Mit insgesamt 123 neuen Mitgliedern konnte

der Club der Hunderttausend-Liter-Kühe 2012

aufwarten. Damit erhöhte sich die Zahl der Kühe,

die dieses Privileg für sich verbuchen können, im

letzten Kontrolljahr auf insgesamt 279 Dauerleistungskühe.

Erreichten im Jahr 2011 88 Schwarzbunte, 11 Red-

Holsteins, eine Rotbunte DN und 5 Angler die Rekordmarke

(2010: 76 Schwarzbunte, 19 Rotbunte

und 4 Angler) so waren es im Jahr 2012 gewaltige

123 Schleswig-Holsteinische Kühe. Davon waren

100 Schwarzbunte, 20 Red Holstein, 2 Angler, 1

Rotbunt DN.

Die Dominanz der beiden ehemaligen RSH-Top-Vererber

Preval und Patrick auf der Vaterseite war auch

im Jahr 2012 ungebrochen. 25 ihrer Töchter durchbrachen

im diesem Kontrolljahr die Schallmauer (15

Patrick- und 10 Preval-Töchter), insgesamt gehören

damit 61(!!!) Kühe dieser väterlichen Abstammung

dem Club der Dauerleistungskühe an. Dies entspricht

einer Quote von über 22 %. Zu erwähnen

sind in diesem Jahr noch die beiden Vererber Bonatus

und Mtoto, die jeweils fünf Töchter im Feld der

Spitzenkühe platzieren konnten.

Natürlich zeichnet eine hohe erbliche Veranlagung

diese Ausnahmekühe aus. Nur eine sehr gute Umwelt,

ein passionierter Besitzer und am Ende etwas

Glück machen diese enormen Leistungen möglich.

Unser Glückwunsch gilt den Züchtern und besonders

den Besitzern dieser Rekordkühe.

J.-T. Heesch

Diggy v. Stadel, Besitzer: G. Sievers, Beidenfleth Foto: Arkink Bluete v. Wodka, Besitzer: C.-H. Jacobsen, Hohenlieth Foto: Arkink

58

// Rind im Bild 1/2013


100.000 Liter Kühe

Neue 100.000-Liter-Kühe

in Schleswig-Holstein 2011/12

Name GJ Vater Lebensleistung Besitzer

M-kg F-% F-kg E-% E-kg

Schwarzbunt

ALLI 11970310 1998 AMARETTO 131.192 4,19 5.503 3,32 4.362 Sonja Dethlefs, Gribbohm

TRIENE 08177966 1993 LINCOLN 130.461 4,30 5.611 3,48 4.545 C. Jacobsen, Osterrönfeld

CAPRI 12874437 2000 PREVAL 129.652 3,53 4.581 3,25 4.209 Joerg Gansewendt, Emkendorf

ZIKADE 11773054 1998 PATRICK 116.474 3,96 4.610 3,21 3.742 Jochen Rave, Grevenkop

BASTA 12360992 1999 LEO 111.545 4,19 4.671 3,43 3.830 Jan Sievers, Todenbuettel

St-Nr. 102 12597739 2000 VIPINO 110.584 4,57 5.055 3,44 3.809 Roeschmann/Ernst GbR, Troendel

BURGFRAU 12682451 2000 PREVAL 109.658 3,89 4.265 3,21 3.521 Joachim Becker, Ottenbuettel

IR BAMBI 12314100 2000 CONVINCER 109.609 3,77 4.137 3,07 3.369 Iwer Rossen, Nordhackstedt

EBH DOMINO 13444308 2001 BASAR 109.404 3,65 3.997 3,12 3.413 Engelbrecht GbR, Bokholt-Hanredder

CARO 12837977 2000 ZINI 109.198 3,87 4.222 3,75 4.095 Karlbergfelder Ostseemilch, Doerphof

ANGELA 11998931 1999 PATRICK 108.783 4,34 4.723 3,29 3.575 Henning Spahrbier, Riepsdorf

St-Nr. 735 13120735 2001 PATRICK 108.703 3,34 3.633 3,24 3.519 Jens Meier, Eddelak

DIWA 13626415 2001 PREVAL 108.408 3,50 3.793 3,11 3.373 Klaus Heldt, Gr. Schlamin

ALISA 11770044 1998 JOLIOT 108.370 4,09 4.432 3,07 3.331 Dahmke GbR, Neumünster

DIANA 13077202 2001 MTOTO 108.301 4,12 4.461 3,10 3.354 Andresen/Gerdes GbR, Handewitt

BARDOT 12380962 2000 RAIMON 107.937 4,58 4.941 3,48 3.758 Klaus Kühl, Bargen/Erfde

BERNSTEIN 12547799 2000 ROELS 107.805 3,88 4.187 3,27 3.529 Jan Schoedter, Lentföhrden

CULA 13117700 2000 PATRICK 107.783 3,45 3.720 3,09 3.335 Stefan Jacobsen, Handewitt

AISCHA 11574224 1998 LENNHARD 107.572 3,94 4.242w 3,01 3.235 Stephan Repenning, Schmalstede

ACHSE 12055230 1998 107.299 4,44 4.762 3,33 3.574 Martin Buhmann, Fargau

DUFT 10001590 2002 MTOTO 107.215 3,92 4.202 3,41 3.659 Huelsenberg Gmbh Gut, Wahlstedt

ARIZONA 12158759 1999 DEVASTATOR 107.189 4,45 4.771 3,44 3.686 Bernd Ellerbrock, Westerau

DORA 12784344 2001 LENTINI RF 106.642 3,64 3.886 3,43 3.658 Joachim Postel, Rastorferpassau

CUBA 13175412 2000 PRISMA 106.620 4,42 4.715 3,69 3.935 Torsten Thoroe, Loewenstedt

Z 11504671 1998 PATRICK 106.610 4,38 4.674 3,53 3.761 Christinental GbR, Langstedt

BRIESE 12270287 1999 RUDOLPH 106.499 3,76 4.006 3,28 3.494 Paul Hameister, Timmaspe

BS CLARA 12757575 2000 BASAR 106.411 3,73 3.968 3,48 3.707 Heinrich Weilandt, Stadt Fehmarn

ANNE 11878394 1998 UJATO 106.374 4,24 4.515 3,16 3.363 Volker Boeck, Kossau

BIRTE 12306082 2000 RAIMON 106.133 4,82 5.121 3,56 3.774 Peter Haase, Schwedeneck

DAME 13199505 2001 LENTINI RF 106.092 3,51 3.727 3,24 3.439 Dieter Von Leesen, Sommerland

DONAU 13420688 2001 LENTINI RF 105.842 3,70 3.911 3,52 3.726 Isarnho Farms Prall/Marxen, Gettorf

ALTE 12291893 1999 PATRICK 105.792 3,75 3.962 3,36 3.555 Rolf Roever, Eutin

COLA 12946189 2000 RUDOLPH 105.759 3,98 4.206 3,25 3.434 Markus Bohn, Utersum

// Rind im Bild 1/2013 59


100.000 Liter Kühe

Name GJ Vater Lebensleistung Besitzer

M-kg F-% F-kg E-% E-kg

DORCHEN 13627282 2001 BONATUS 105.746 3,85 4.073 3,30 3.485 Max Thomsen, Bosau

St-Nr. 2952 13705952 2002 BALOW 105.642 4,31 4.555 3,52 3.719 Nis-Peter u. Jan M. Hansen GbR, Osterby

CHRISTIN 12641654 2000 LENTINI RF 105.564 3,82 4.033 3,33 3.512 Lienau + Lienau-Joehnk GbR, Neritz

6129 B 12426129 2000 PREVAL 105.394 3,41 3.589 3,16 3.325 Henning Rehder, Neuendorf

DORINA 12997552 2001 PRINZIPAL 105.228 4,09 4.307 3,29 3.458 Klaus-Wilhelm Hass, Neu Holtsee

ZITRO 11540839 1997 ORIENT 105.138 3,87 4.067 3,41 3.586 Hans-Martin Nissen, Bohmstedt

ZECHE 11307288 1997 OMINOES 105.047 4,42 4.645 3,59 3.768 Carsten Holtmeier, Volsemenhusen

ERIKA 13763015 2002 DOLCH 104.908 4,08 4.281 3,34 3.503 Sven Stamer, Schretstaken

DESIGN 13600495 2002 BONATUS 104.883 3,67 3.848 3,37 3.532 Ove Rohwedder, Fedderingen

CARINA 13288125 2001 COPPER 104.859 4,01 4.202 3,31 3.474 Axel Baltz, Erfde

CABA 13042431 2000 PATRICK 104.712 3,23 3.383 3,09 3.231 Schoof GbR, Neuboerm

BRINA 13186967 2000 PREVAL 104.704 3,26 3.415 2,99 3.135 Jan Willmann, Oersdorf

DAPHNE 921 13000921 2001 LAKE 104.687 3,76 3.937 3,37 3.526 Maik Bornholdt, Borstel-Hohenraden

BRITIN 12535768 2000 UBBO 104.670 4,18 4.380 3,40 3.564 Levshoeh GbR, Stoltebuell

BELLA 12692316 2000 PREVAL 104.543 3,88 4.051 3,33 3.479 Juergen Langeloh, Ellerbek

EXPERTIN 13944769 2002 AMBROS 104.512 3,40 3.550 3,14 3.281 Wolfgang Mueller, Riepsdorf

St-Nr. 586 12593586 2000 LADIN 104.275 3,50 3.650 3,10 3.231 Thormaehlen & Thoroe GbR, Haselund

COKUSNUSS 13039950 2001 PEDANT 103.925 3,17 3.298 3,31 3.436 Volker Wehde, Buensdorf

COCAIN 13183933 2000 PATRICK 103.813 3,67 3.805 3,32 3.446 Rainer u. Antje Beckmann GbR, Padenstedt

St-Nr. 44 13063854 2001 AGANA 103.701 3,94 4.081 3,22 3.335 Helge Petersen, Sillerup

DERA 13498522 2001 ELMO 103.681 4,30 4.456 3,42 3.548 Beecken - Wischmann GbR, Henstedt-Ulzburg

CENTA 12665652 2000 PATRICK 103.461 4,20 4.346 3,24 3.352 Timm GbR, Krumstedt

FENJA 13632597 2003 ZECHER 103.375 3,10 3.202 3,16 3.268 Bernd Ruser, Klamp-Vogelsdorf

DOMINIQUE 13538380 2002 CAMPO 103.332 3,46 3.578 3,01 3.114 Torben Mueller, Jevenstedt

BLAUWOLKE 12710634 2000 PREVAL 103.298 4,29 4.432 3,37 3.481 Hinrich u. Antje Tepel GbR, Wanderup

ZENIT 11471723 1997 PATRICK 103.198 3,82 3.938 3,20 3.306 Rolf Roever, Eutin

AMME 12291895 1999 PATRICK 102.983 3,92 4.033 3,33 3.431 Rolf Roever, Eutin

DOCHT 13614693 2002 AMBROS 102.958 3,95 4.071 3,38 3.481 Wolfgang Mueller, Riepsdorf

BEATRIX 12428300 2000 PFARRER 102.825 3,75 3.861 3,17 3.257 Holger Greve, Blunk

CHEFIN 12873449 2001 PATRICK 102.805 4,05 4.160 3,08 3.171 Malte Dibbern, Neudorf

ANDREA 12281135 1999 ANTIMOW 102.790 3,85 3.953 3,22 3.309 Thomas Siems, Altratjensdorf

CORI 13007864 2000 PREVAL 102.758 3,87 3.975 3,29 3.376 Dirk u. Knut Richelsen GbR, Kleinwolstrup

BALI 12283468 1999 JAZZMAN 102.623 4,49 4.604 3,45 3.538 Hans-Christian Fuehring, Gross Wittensee

COLORADO 13282112 2001 RADIO 102.618 3,84 3.945 3,04 3.115 Soenke Behnk, Rethwisch

BETTCHEN 12578602 2000 LADIN 102.616 4,58 4.698 3,22 3.307 Johann Wilhelm Ehlers, Holstenniendorf

BRISTOL 12119116 1999 OHEIM 102.411 4,34 4.448 3,14 3.216 Holger Jensen GbR, Loewenstedt

COLA 12575754 2001 PEDANT 102.358 4,76 4.874 3,38 3.455 Thorsten Schuldt, Muensterdorf

AFRIKA 12094854 1999 102.241 3,93 4.014 3,31 3.383 Hans Thomas Jensen, Grossenwiehe

CANADA 13039909 2000 LADIN 102.238 4,31 4.408 3,57 3.648 Volker Wehde, Buensdorf

ILSA 43311105 1999 LUKAS 102.198 4,45 4.545 3,28 3.348 Kaack KG, Ratzbek

60

// Rind im Bild 1/2013


100.000 Liter Kühe

Name GJ Vater Lebensleistung Besitzer

M-kg F-% F-kg E-% E-kg

St-Nr. 20 12949020 2000 PRANK ET 102.049 3,42 3.489 2,99 3.048 Milchhof Bannauer Moor GbR, Gudow

COCKTAIL 13039945 2001 GENOM 101.934 3,01 3.072 3,05 3.107 Volker Wehde, Buensdorf

CANDY 12858990 2000 EMERSON 101.858 3,85 3.922 3,14 3.201 E. - J. u. Heidi Petersen GbR, Bollingstedt

CATI 13271687 2001 DENAIR 101.852 3,85 3.917 3,08 3.139 Jens Hartmann, Bredenbek

ANJA 12310442 1999 BONATUS 101.804 3,69 3.757 3,36 3.419 Matthias Guelck, Bilsen

CALGARY 12718542 2000 RAIMON 101.781 4,36 4.434 3,43 3.487 Ronald Stegelmann, Krems 2

BALLERINA 12512103 1999 LEO 101.690 3,75 3.812 3,38 3.441 Wieck GbR, Osterroenfeld

BONUS 12214419 1999 PREVAL 101.557 4,73 4.804 3,51 3.565 Johann Wilhelm Ehlers, Holstenniendorf

CYRA 13024511 2000 BONATUS 101.415 3,42 3.471 3,19 3.236 Dirk Hafemann, Nusse

BUCHE 12750593 2000 ROELS 101.161 4,06 4.106 3,59 3.632 Hans-Joachim Lueer, Niendorf

DICKE 13146279 2001 PATRICK 101.153 3,78 3.823 3,19 3.232 Sven Stamer, Schretstaken

EMMA 13837868 2002 JANNIK 100.928 3,42 3.447 3,02 3.050 Henning u. Angela Dethlefs GbR, Hennstedt

CLIVIA 13325867 2001 CLIFHANGER 100.714 3,42 3.445 3,03 3.050 Jan Schroedter, Lentfoehrden

BEA 12001110 1999 WOLFSBACH 100.683 4,62 4.655 3,29 3.310 Joern Saggau, Tarbek

CANTA 12647673 2000 LASSO 100.678 3,71 3.732 3,42 3.446 Jensen KG, Medelby

BARBI 12495625 2000 PREVAL 100.648 3,91 3.931 3,15 3.167 Juergen u. Christian Oest GbR, Hamburg

St-Nr. 419 14013725 2003 EMINENZ 100.607 3,47 3.490 3,14 3.156 Milchhof Meier GbR, Altenkrempe

COLOR 13379671 2001 PEDANT 100.528 3,92 3.936 3,31 3.332 Klose / Koehler GbR, Trittau

DESIGN 13609818 2001 MTOTO 100.379 4,20 4.215 3,34 3.350 Halske KG, Schoenwalde

CONNI 13077155 2001 MTOTO 100.374 4,27 4.288 3,23 3.245 Andresen / Gerdes GbR, Handewitt

HEIDEBEERE 12298134 1999 RUDOLPH 100.339 4,34 4.355 3,53 3.543 Uwe Thies, Bornhoeved

DUFTWOLKE 13609751 2001 PREDELLO 100.338 3,36 3.368 3,10 3.111 Halske KG, Schoenwalde

DIANA 13368083 2001 MTOTO 100.311 4,86 4.872 3,49 3.503 Thorsten Freyer, Luebeck

CITRONE 13121651 2000 PATRICK 100.310 3,62 3.629 3,31 3.323 Lienau + Lienau-Joehnk GbR, Neritz

CONNETICUT 12854404 2000 ROELS 100.309 3,51 3.523 3,31 3.317 Juergen Niemann, Ellingstedt

ELSE 14054111 2002 UNGARN 100.236 3,69 3.704 3,22 3.227 Kirsten Wosnitza, Loewenstedt

BAUMBLUETE 13037653 2000 PATRICK 100.228 3,57 3.582 3,10 3.108 Reiner Hack, Muehlenrade

BIRGIT 12679297 2000 BONATUS 100.217 4,34 4.347 3,74 3.745 Ove Rohwedder, Fedderingen

St-Nr. 72 13611309 2001 PREVAL 100.194 3,98 3.991 3,23 3.231 Ralf Broosch, Techau

DOROTHEA 13775865 2002 INDIZ 100.193 4,06 4.073 3,25 3.251 Jan Schroedter, Lentfoehrden

CARI 12913453 2000 PATRICK 100.084 3,87 3.869 3,15 3.157 Bernd Nissen, Nordhackstedt

Rotbunt RH

ZARINA 11033215 1997 RUDI 131.820 4,42 5.833 3,65 4.805 Alexander Schmidt, Brodersby

ZEA 10970442 1997 LUCKY 122.950 3,83 4.712 3,14 3.865 Lienau-Jöhnk GbR, Neritz

TH DITA 13658776 2001 JEROM 114.433 3,98 4.552 3,19 3.649 Martin Thormaehlen, Holtsee

BAHAMA 12455879 1999 STATIST 111.502 3,37 3.755 2,89 3.218 Klaus Von Leesen, Neuenbrook

VAUKE 10310962 1996 BATMAN 108.725 3,64 3.957 3,26 3.542 Ernst-Johannes Dehde, Horst

CELINE 12835440 2000 STOLL 107.788 3,36 3.624 3,09 3.326 Krayenborg / Lienau GbR, Hasenmoor

DARINA 13581257 2001 CADON 107.053 3,76 4.025 3,23 3.456 Klaus-Juergen Wichmann, Haby

// Rind im Bild 1/2013 61


100.000 Liter Kühe

Name GJ Vater Lebensleistung Besitzer

M-kg F-% F-kg E-% E-kg

CERA 12815997 2000 STOLL 106.984 3,71 3.974 3,31 3.544 Knudsen Hunnebuell GbR, Stedesand

BINGEN 12252180 1999 SAVOY RED 106.389 3,98 4.235 3,40 3.616 Klaus Kung, Luhnstedt

ZITRONE 10983242 1997 LASTING 106.125 4,42 4.695 3,57 3.785 Andreas Koepke, Blekendorf

ZITRONE 11356124 1997 NOMEN 104.489 3,72 3.886 3,25 3.393 Marco Fels, Kaaks

DIGGY 13459780 2001 STADEL 103.475 4,77 4.937 3,50 3.625 Gerd Sievers, Beidenfleth

CARO 12878611 2000 103.188 4,06 4.193 3,30 3.402 Carsten Rohwer, Schuelp/Nortorf

CANDEL 12755508 2000 STOLL 102.715 3,73 3.835 3,51 3.607 Joachim Postel, Rastorferpassau

LENA 44450992 1999 CLINT RED 102.603 4,62 4.736 3,50 3.592 Meinhard Trimpf, Wanna

DEA 10001556 2001 CADON 102.569 3,61 3.706 3,23 3.318 Huelsenberg Gmbh Gut, Wahlstedt

CAROLA 12506695 2000 STOLL 102.386 3,92 4.016 3,08 3.155 Volker Messer, Moordiek

EFFECT 14107320 2002 RAFFAELO 102.215 4,06 4.154 3,50 3.576 Joerg Gansewendt, Emkendorf

AFKE 11863765 1998 ODYSSEUS 101.805 3,88 3.950 3,37 3.428 Herbert Vedder, Emkendorf

BUGGI 12519712 2000 ROTTERDAM 101.428 4,36 4.427 3,46 3.509 Hans Peter Lucht, Borsfleth

ZITAT 10958281 1997 GOLDI II 100.691 4,25 4.283 3,44 3.463 Paul-Hermann Thamling, Borsfleth

CARAMBA 12575739 2000 CARED 100.335 3,99 3.999 3,28 3.287 Thorsten Schuldt, Muensterdorf

Rotbunt DN

WACHS 10719555 1997 100.844 4,41 4.448 3,45 3.481 Helmut Kruse, Fockbek

Angler

BLUETE 12562604 1999 WODKA 105.891 4,70 4.978 3,88 4.107 Claus-Heinrich Jacobsen, Hohenlieth

DALIDA 13258977 2001 STADEL 102.754 3,69 3.790 3,34 3.432 Cord Jensen, Südensee

Rotbunt DN

// Testbullen

Betisso 10.599496 TV TL TY 16.04.11

Zü: Niederlande

V: Bester

M: Dikkie 71 (1) VG 87 v.Mondrian

2/2 La. 7876 4,19 330 3,63 286

HL2 8274 4,23 350 3,61 299

MM: Dikkie 69 (1) GP 83 v.Dino

6/6 La. 8412 4,07 342 3,35 282

Onory 10.599497 TV TL TY 25.04.11

Pl RZG: 118 Pl RZM: 113 PI RZS: 111 PI RZE: 113

Zü: Karstens GbR, Tensbüttel-Röst

V: Owen

M: Elona 18 04/88-87-86-85/86 v.Robel

6/5 La. 9630 4,32 416 3,66 352

HL5 10554 4,42 466 3,59 379

MM: Zenti 83 03/85-85-80-80/82 v.Villnow

6/5 La. 9415 3,59 338 3,55 334

Roest DN 10.599499 TV TL TY 15.08.11

Zü: Karstens GbR, Tensbüttel-Röst

V: Rudass

M: Klee 01/86-87-85-86/86 v.Bas

3/2 La. 8877 4,57 406 3,90 346

HL2 8997 4,53 408 3,86 347

MM: Bluete 69

v.Parole

6/6 La. 8485 4,27 362 3,91 332

Angler

Oxan 10.589889 TV TL TY 16.08.11

Pl RZG: 123 Pl RZM: 123 PI RZS: 100 PI RZE: 112

Zü: Niemann, Stoltebüll

V: Graham

M: 03/87-86-85-84/85 v.Baldo

5/4 La. 9572 5,38 515 3,71 355

HL4 10541 5,57 587 3,78 398

MM: 8 03/89-85-83-82/84 v.Stadel

7/6 La. 9664 4,94 477 3,63 351

Ostsee 10.589891 TV TL TY 06.09.11

Pl RZG: 122 Pl RZM: 120 PI RZS: 101 PI RZE: 114

Zü: Fuschera-Petersen, Fahrdorf

V: Hexer

M: Irland 03/88-85-86-89/87 v.R Ascona

4/3 La. 10336 4,83 499 3,70 382

HL3 12414 4,95 615 3,52 437

MM: Germany 49 02/86-84-86-87/86 v.Orraryd

3/3 La. 11033 4,16 459 3,65 403

Odin 10.589890 TV TL TY 25.09.11

Pl RZG: 126 Pl RZM: 122 PI RZS: 108 PI RZE: 100

Zü: Meggers, Satrup

V: R Facet

M: Jade 03/87-86-85-87/86 v.B Jurist

3/3 La. 11614 4,23 491 3,43 398

HL2 12631 4,22 533 3,38 427

MM: Fanny 3 03/87-85-82-83/84 v.B Jurist

3/3 La. 9958 4,24 422 3,51 350

62

// Rind im Bild 1/2013


Zuverlässige Melkanlagenreinigung

sichert die

Milchqualität

Melkanlagen und Milchkühltanks müssen regelmäßig gereinigt und

desinfiziert werden. Für ein optimales Ergebnis und qualitativ einwandfreie

Milch müssen einige wichtige Grundsätze beachtet werden.

Milch und Milchprodukte genießen beim Verbraucher ein hohes Ansehen.

Sie gelten als naturbelassene, gesunde Lebensmittel. Um diesen

Status zu erhalten, muss bei der Reinigung und Desinfektion auf die

richtige Arbeitsweise geachtet werden. Nur so kann hochwertige Milch

abgeliefert werden.

Die zur Reinigung und Desinfektion verwendeten alkalischen Reinigungsmittel

stellen den ersten Schritt zu einer einwandfreien Hygiene

dar. Die enthaltenen Tenside verseifen Fett- und Eiweißrückstände, die

dadurch abgelöst werden. Tenside sind zu 95% biologisch abbaubar.

Sie stellen bei ordnungsgemäßer Anwendung kein Risiko für Rückstände

in der Milch dar.

Desinfektion muss sein

Etwas vorsichtiger muss mit der desinfizierenden Wirkung der Reinigungsmittel

umgegangen werden. Die Desinfektion minimiert den

Gehalt an vermehrungsfähigen Keimen. Zur Desinfektion werden die

gängigen Wirkstoffe Chlor oder quartäre Ammoniumverbindungen

(QAV) eingesetzt. Bei diesen Wirkstoffen muss sorgfältig dosiert und

nachgespült werden, um Belastungen der Milch zu vermeiden. Solche

Belastungen werden heute über Untersuchungen der Milch im Sammelwagen

oder über das Milchmonitoring endeckt.

Richtig dosieren und nachspülen

Jedes Reinigungsmittel sollte gemäß den Herstellerangaben dosiert

werden. Überdosierung erhöht das Risiko von Rückständen in der

Milch. Wenn ein chlorhaltiges Reinigungsmittel mit Milchresten in Kontakt

kommt kann Trichlormethan entstehen. Um dies zu verhindern,

müssen vor dem Reinigen alle Milchreste aus der Anlage entfernt werden

(Vorspülung). Nach dem Reinigungsvorgang muss die Melkanlage

gründlich nachgespült werden. So werden Reinigungsmittelreste in der

Melkanlage oder dem Milchkühltank vermieden. Diese würden bei der

nächsten Melkung mit der Milch reagieren und ebenso Trichlormethan

bilden.

Um dieses Risiko vollkommen zu umgehen haben einige Hersteller von

Reinigungsmitteln ihre Produkte weiterentwickelt. Heute stehen leistungsstarke,

chlorfreie Melkanlagenreiniger zur Verfügung.

Aktion Melkanlagenreiniger

Beispiel:

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Desinfektion auf Chlorbasis sowie perfekter Kalk- und Milchsteinentfernung

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Aktion

01.03. - 31.03.2013

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ohne

QAV

ohne

QAV

Heiß nachspülen bei QAV

Schwieriger ist die Situation bei QAV-haltigen Reinigungsmitteln. Im

Jahr 2012 wurde intensiv über diesen Wirkstoff diskutiert. Um quartäre

Ammoniumverbindungen zuverlässig zu entfernen, muss intensiv mit

heißem Wasser (min. 45° C) nachgespült werden, da QAV sehr stark

an Oberflächen haften.

Diese hohen Spültemperaturen bedeuten erheblich höhere Energiekosten

die in keinem Verhältnis zum Nutzen von QAV-haltigen Reinigungsmitteln

stehen. Unter anderem aus diesem Grund bieten immer

weniger Hersteller QAV-haltige Reinigungsmittel an.

Besonders empfehlenswert sind zur Verhinderung von Belastungen der

Milch Chlor- und QAV freie Reiniger. Damit sind ist der Landwirt immer

auf der sicheren Seite.

Hersteller:

HYPRED GmbH

Marie-Curie-Str. 23

53332 Bornheim

Tel.: 02227-9082-0

Fax: 02227-9082-22

hypred.de@roullier.com

www.de.hypred.com

Ihr HYPRED Ansprechpartner:

Knut Schadwill Tel. 0151 - 17407940

Vertrieb:

RSH Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

Rendsburger Str. 178

24537 Neumünster

Tel.: 04321-905324

Fax: 04321-905395

Bestellung und Lieferung frei Hof durch Ihren RSH-Techniker!

Biozide sicher verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformation lesen.

// Rind im Bild 1/2013 63


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