Jahresbericht I 2012 - Raiffeisen-Volksbank Neustadt eG

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Jahresbericht I 2012 - Raiffeisen-Volksbank Neustadt eG

Jahresbericht I 2012

Raiffeisen-Volksbank

Neustadt eG

Immer in Ihrer Nähe!

Raiffeisen-Volksbank

Neustadt eG

Immer in Ihrer Nähe!


Jahresbericht I 2012

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 3

Unsere Verbundpartner 4

Unsere Geschäftsstellen 5

Unsere Mitarbeiter/-innen und ihr Antrieb 6

Unsere Stärke - Unsere Mitarbeiter/-innen 8

Ausbildung bei unserer Raiffeisen-Volksbank Neustadt eG 10

Rund um unsere jungen Kunden - Jugendmarkt 11

Wir unterstützen in unserer Region 12

Unterwegs - Fahrten und Ausflüge 13

Aktuelles aus dem Bankgeschäft 14

Unsere Immobilienabteilung stellt sich vor 15

Der Landmarkt Hagen im Blickpunkt 16

Biogasanlagen und RVBN Grundstücks GmbH 18

Bericht des Vorstandes 19

Bericht des Aufsichtsrates 22

Kurzform des Jahresabschlusses 2012 23

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 28

Vorschlag für die Ergebnisverwendung 41

Zusammenfassende Schlussbemerkungen 42

Übersicht über die Entwicklung der Bank seit 1950 44


4 I Unsere Verbundpartner I Alles aus einer Hand

Unsere Verbundpartner -

Alles aus einer Hand!

Unsere Kunden brauchen nur einen Ansprechpartner bei ihrer Finanzplanung,

denn sie profitieren von der Vielfalt einer starken Gemeinschaft.

Als Genossenschaftsbank können alle Finanzdienstleistungen des VR-

Finanzverbunds aus einer Hand angeboten werden.

Von Altersvorsorge, Versicherungen, Finanzierungen, Bausparen bis hin

zu Investment- und Immobilienfonds. Wir arbeiten eng mit unseren Verbundpartnern

zusammen und können daher auf allen diesen Gebieten

unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen anbieten.

■ Die Union Investment ist seit 50 Jahren eine der führenden Investmentfonds-Gesellschaften

in Deutschland.

■ Die Bausparkasse Schwäbisch Hall ist seit vielen Jahren die deutschlandweit

kundenstärkste Bausparkasse.

■ Die R+V Versicherung, eine der größten Versicherungen für Privatund

Firmenkunden, bietet individuelle Lösungen für jeden Bedarf.

■ Die TeamBank ist mit ihrem Markenartikel „easyCredit“ der Ratenkreditspezialist

im VR-Finanzverbund.


Unsere Geschäftsstellen I Immer in Ihrer Nähe I 5

Unsere Geschäftsstellen -

Immer in Ihrer Nähe!

Mit einem Netz von fünf Geschäftsstellen sind wir in unserem Geschäftsgebiet

flächendeckend und rund um die Uhr für unsere Kunden erreichbar.

Besonders in Zeiten von Online-Banking möchten wir unsere größte

Stärke als regionale Bank nicht vernachlässigen: „Den persönlichen Kontakt

zu unseren Kunden“.

Die hohe Präsenz vor Ort und damit die tatsächliche Nachbarschaft zu

den Kunden bedeutet zudem eine enge Verzahnung mit den regionalen

Märkten. Ganz nach dem Motto „Immer in Ihrer Nähe!“

Hagen

Hagener Str. 44

Tel. 05034/956-10

EC I ÜT I PIN

Eilvese

Eilveser Hauptstr. 54

05034/956-20

EC+ I ÜT I PIN

Mariensee

Höltystr. 36 a

05034/956-30

EC+ I ÜT I PIN

Schneeren

Tenor 1

05034/956-60

EC I ÜT

Neustadt

Königsberger Str. 45

05034/956-70

EC+ I ÜT I PIN

Landmarkt Hagen

Hagener Str. 46

Tel. 05034/956-50

Tankstelle Hagen

Hagener Str. 67

Tankstelle Wulfelade

Raiffeisenweg 2

Schneeren

Famila Markt Neustadt

Rudolf-Diesel-Ring 30

EC+ I PIN

KRH Klinikum Neustadt

Lindenstr. 75

EC

Famila Markt Nienburg

Lemker Str. 20

EC

Eilvese

Fachmarktzentrum Nienburg

Ziegelkampstr. 30

EC

Hagen

Mariensee

Neustadt

Wulfelade

EC+ = Geldautomat mit Einzahlungsfunktion

EC = Geldautomat

ÜT = Überweisungsterminal

PIN = PIN-Selbstwahl

Internet

E-Mail

www.rvbn.de

posteingang@rvbn.de

Service- 05034/956-0

Center

Fax 05034/956-79


6 I Unsere Mitarbeiter/-innen und ihr Antrieb

Unsere Mitarbeiter/-innen und

ihr Antrieb

Es gibt Millionen Gründe, morgens aufzustehen. Welcher ist es bei Ihnen?

Ist es eine Tasse Kaffee zum Frühstück? Oder die Sehnsucht nach

einem eigenen Haus? Vielleicht blühen Sie auch in Ihrem Hobby auf oder

Sie leben für Ihre Familie?

Eines ist gewiss: Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Dieser Antrieb

ist die grundlegende Kraft, die in uns Menschen steckt. Die Kraft, die

uns über uns hinauswachsen lässt. Es ist der menschliche Antrieb, der

unserem Schaffen einen Sinn gibt und der dafür sorgt, dass wir unsere

Ziele und Hoffnungen nie aus den Augen verlieren. Und genauso sicher,

wie es etwas gibt, das Sie morgens aufstehen lässt, ist: Wir unterstützen

Sie dabei, Ihre Ziele und Wünsche zu erreichen.

Denn es ist unser Antrieb, Ihnen versprechen zu können: WIR MACHEN

DEN WEG FREI.

“ Lächelnde

Menschen”

„Momente, in denen

ich glücklich bin“

Michael Jaehnke

Kundenbetreuer

Geschäftsstellen Neustadt und Schneeren

Lisa Wegener

Auszubildende

„Die kleinen Dinge

des Lebens“

Silke Büscher

Landmarkt Hagen

Betriebsbereich


Unsere Mitarbeiter/innen und ihr Antrieb I 7

„Meine Kinder!“

„Die

besonderen

Freunde“

André Wussow

Kundenbetreuer

Geschäftsstelle Eilvese

„Meine

Maximilian Schlicker

Auszubildender

Familie“

„Meine Lebensfreude“

Janine Frenzel

Kundenbetreuerin

Geschäftsstelle Hagen

„Mein

Wille“

Marvin Hartmann

Auszubildender

„Eine zufriedene

Zukunft!“

Nursen Zan

Auszubildende

Patrick Schulig

Auszubildender


8 I Unsere Stärke I Unsere Mitarbeiter/-innen

Unsere Stärke -

Unsere Mitarbeiter/-innen

Bei uns sind fast 60 Mitarbeiter/-innen und Auszubildende beschäftigt. Viele

von ihnen leben im Neustädter Land und haben in der Nähe ihres Wohnortes

mit der Raiffeisen-Volksbank Neustadt einen regionalen Arbeitgeber gefunden.

Neue Mitarbeiter/-innen

Seit dem 1. Juni 2012 ist André Wussow in der Geschäftsstelle Eilvese als Kundenbetreuer

tätig. Seine Erfahrungen und Kenntnisse sind auf langjährige Tätigkeiten

im genossenschaftlichen Umfeld zurückzuführen. Herr Wussow wohnt in

Haste, Landkreis Schaumburg.

Janine Frenzel arbeitet für unsere Bank seit dem 1. Juli 2012. Zum 1. September

2012 hat sie die Kundenberatung in Hagen von Christian Kuckuck (er nimmt andere

Aufgaben in unserer Bank wahr) übernommen. Frau Frenzel wurde in der

HypoVereinsbank Hannover zur Bankkauffrau ausgebildet und konnte dort viele

wertvolle Erfahrungen sammeln, die sie bei uns im Hause einbringen möchte.

Sie reizt der Kundenkontakt zu Menschen aus dem Neustädter Land, deshalb

zog sie von der Stadt wieder zurück in ihren Heimatort Schneeren.

Seit dem 1. April 2013 ist Michael Jaehnke für unsere Bank tätig und übernimmt

die Kundenbetreuung von Diana Kuhlmann (Elternzeit) in den Geschäftsstellen

Neustadt und Schneeren. Herr Jaehnke ist in Basse aufgewachsen und seit einigen

Jahren in der Kernstadt wohnhaft. Nach einer handwerklichen Lehre und

dem Abitur auf dem zweiten Bildungsweg erfolgte die Ausbildung zum Bankkaufmann

bei der Norisbank. Dort sowie bei der Postbank konnte Herr Jaehnke

viele gute Berufserfahrungen sammeln.

Unsere neuen Mitarbeiter/-innen Michael Jaehnke, Janine Frenzel und André Wussow (v.l.n.r.)


Unsere Stärke I Unsere Mitarbeiter/-innen I 9

Unsere Stärke -

Unsere Mitarbeiter/-innen

Ganz nach unserem Motto „Immer in Ihrer Nähe!“ bieten wir auch unseren Mitarbeiter/-innen

unmittelbar zu ihrem Wohnort einen Arbeitsplatz. Als regionaler

Arbeitgeber liegt unsere Verantwortung in der Ausbildung und der stetigen Entwicklung

und Förderung unser Mitarbeiter/-innen. Wir bieten sichere und attraktive

Arbeitsplätze, welche die Basis für eine zuverlässige und loyale Zusammenarbeit

bilden. Dies zeigt sich insbesondere bei der Betrachtung der durchschnittlichen

Betriebszugehörigkeit unserer Mitarbeiter/-innen. Viele von ihnen

sind unserem Unternehmen über Jahrzehnte treu.

Weiterbildung

Auch in diesem Jahr konnten sich unsere Mitarbeiter erfolgreich weiterbilden.

Judith Amperse absolvierte ein nebenberufliches Studium und schloss dieses als

Diplom-Kauffrau (FH) erfolgreich ab.

Vorstand Frank Hahn gratuliert Judith Amperse zum akademischen Titel

Bastian Rüter darf sich nach bestandener Abschlussprüfung "Fachwirt Bank Colleg"

nennen. Hierbei handelt es sich um ein Weiterbildungsangebot der Genossenschaftsakademie.

Bastian Rüter erhält die Anerkennung für seine erfolgreiche Weiterbildung

von Vorstand Frank Hahn


10 I Ausbildung bei uns

Ausbildung bei unserer

Raiffeisen-Volksbank Neustadt eG

Mit einer Ausbildung in das Berufsleben starten

In unserem Unternehmen können vielfältige Ausbildungsberufe erlernt werden.

Neben der Ausbildung zum/zur Bankkaufmann/-frau bieten wir die Ausbildung

zum/zur Informatik-Kaufmann/-frau und zum/zur Groß- und Außenhandelskaufmann/

-frau an.

Auszubildende 2012

Im Jahr 2012 begrüßten wir vier neue Auszubildende und einen Praktikanten.

Marvin Hartmann und Maximilian Schlicker haben eine Ausbildung zum Bankkaufmann

begonnen. Beide absolvierten bereits zuvor bei uns ein mehrmonatiges

Praktikum. Patrick Schulig ist als Auszubildender zum Informatik-Kaufmann

für den Bankbereich eingestellt. Als Jahrespraktikant ist Erik Glowalla im Bankbereich

tätig. Zudem wurde im Landmarkt Alexander Meyer als neuer Auszubildender

zum Groß- und Außenhandelskaufmann begrüßt. Neben der Ausbildung

im Betrieb besuchen die Auszubildenden und Praktikanten die Berufsschulen in

Nienburg und Hannover.

Bestandene Prüfung

Im Januar bestand nach zweieinhalbjähriger Zeit des Lernens Pia-Madeline Reiter

ihre Prüfung zur Bankkauffrau. Die 22-Jährige ist in Hagen geboren und

wohnt auch dort. Frau Reiter wurde von uns in ein Beschäftigungsverhältnis

übernommen und ist als Finanzberaterin in der Geschäftsstelle Mariensee eingesetzt.

Gern berät sie die Kunden in Fragen der Geldanlage, der Vergabe von

Krediten und diversen Versicherungen. „Ich mag den Kontakt zu unseren Kunden,

jeder Tag ist neu und anders“, sagte die junge Mitarbeiterin. In ihrer Freizeit

trifft sie sich mit Freunden und geht ins Fitnessstudio.

Unsere neuen Auszubildenden und Praktikanten. Obere Reihe:

Patrick Schulig und Maximilian Schlicker. Untere Reihe: Erik

Glowalla, Alexander Meyer und Marvin Hartmann (v.l.n.r.)

Vorstand Frank Hahn überreicht Pia-

Madeline Reiter ihr Prüfungszeugnis


Unser Jugendmarkt I 11

Rund um unsere jungen Kunden -

Jugendmarkt

Schulabschluss, Start in die Ausbildung oder ins Studium, die erste eigene Wohnung

- für die jungen Kunden geht es turbulent zu. Gerade in diesem spannenden

Lebensabschnitt ist die Raiffeisen-Volksbank Neustadt für sie da. Unsere

jungen Kunden unterstützen wir nicht nur bei ihren Vorhaben, wir bieten auch

regelmäßig Ausflüge und Fahrten an.

Size-Club besucht Heidepark

Einen ganzen Tag Spaß und Action. Das war das Motto der Tagesfahrt in den

Heidepark Soltau. Jugendbetreuer Bastian Rüter konnte über 30 junge Kunden

an Bord des Reisebusses begrüßen. In Soltau angekommen wurden Achterbahnen

und Looping-Bahnen sowie der Fallturm „Scream“ intensiv getestet. Nach

vielen Stunden Nervenkitzel und bestem Wetter trafen alle Kinder am Bus wieder

ein, um gemeinsam die Heimreise anzutreten. Informationen zur Mitgliedschaft

und zu den Aktivitäten des SIZE-Clubs gibt es in unseren Geschäftsstellen.

Die Mitglieder unseres SIZE-Clubs vor einem ereignisreichen Tag

Kinofahrt 2012

Fast 50 Kinder des Mike-Clubs unserer Bank haben in Garbsen im Cine-Star den

Disney-Film „Ralph reicht´s“ gesehen. Von Seiten der Bank wurden unsere jungen

Kunden von Almut Depping, Pia-Madeline Reiter, Bastian Rüter und Nursen

Zan begleitet. Im Reisebus ging es zusammen nach Garbsen, wo nach Versorgung

mit Popcorn und Getränk der Film zusammen genossen wurde.

Unsere jungen Kunden des Mike-Clubs vor ihrem Kinobesuch


12 I Wir unterstützen in unserer Region

Wir unterstützen in unserer

Region

Gewinnsparen: Sechs Einrichtungen erhalten insgesamt

5.475 Euro

Im Rahmen einer Feierstunde in der Begegnungsstätte Silbernkamp in Neustadt

überreichten Vorstand Frank Hahn und unsere Kundenbetreuer und Finanzberater

an sechs gemeinnützige Einrichtungen Gelder aus den Reinerträgen des VR-

Gewinnsparens der genossenschaftlichen Bankengruppe. Die Beträge müssen

für „langfristige Wirtschaftsgüter“ verwendet werden. Unterstützt wurden mit

je 1.095,15 Euro der Landfrauenverein Schneeren, der Schützenverein Mariensee,

die Begegnungsstätte Silbernkamp und die Nöpker Landmäuse. Jeweils

547,57 Euro erhielten der Gesangverein Eilvese und der Spielmannszug Eilvese.

Übergabe der Reinerträge aus dem Gewinnsparen an die glücklichen Empfänger

Förderbilanz in unserer Region

Begegnungsstätte Silbernkamp I Förderverein Freibad Nöpke I Freiwilligen Zentrum

Neustadt I Gesangverein Eilvese I Grundschule Eilvese I Jugendfeuerwehr

Hagen I Jugendtreff Eilvese I Kindergarten Hagen I Kinderspielkreis Borstel I

Landfrauenverein Schneeren I Lions Club I Musikschule Neustadt I Neuapostolische

Kirche Neustadt I Nöpker Landmäuse I Schützenverein Borstel I Schützenverein

Dudensen I Schützenverein Eilvese I Schützenverein Empede-Himmelreich

I Schützenverein Hagen I Schützenverein Mariensee I Schützenverein Nöpke

I Schützenverein Schneeren I Spielmannszug Eilvese I TSV Mariensee-

Wulfelade I Waldbad Wulfelade I ...


Unterwegs I Fahrten und Ausflüge I 13

Unterwegs -

Fahrten und Ausflüge

Seniorenfahrt zur Gisengfarm

Mit zwei voll besetzten Reisebussen haben die Senioren unserer Raiffeisen-

Volksbank am 20. September 2012 zunächst die Ginseng-Farm von Deutschlands

erstem Ginseng-Bauern in Bockhorn bei Walsrode besucht. Dort wird von

der Familie Wischmann seit 30 Jahren der koreanische Ginseng angebaut. Die

Ernte wird auf der Hofstelle von einer separaten Firma zu medizinischen Produkten

für Körper, Geist und Seele weiterverarbeitet. Nach einer Geschmacksprobe

der Ginsengpflanze und einem kräftigen Mittagessen ging es weiter nach

Schneverdingen. Nicht nur das tolle Reisewetter und die blühende Heide sondern

auch die kurzweiligen Beiträge der Fremdenführerin machten den Heiderundgang

in Schneverdingen zu einem Erlebnis. Im Anschluss an das gemeinsame

Kaffeetrinken wurde nach einem erlebnisreichen Tag die Heimreise angetreten.

Mitgliederfahrt nach Prag

Die goldene Stadt Prag war das Ziel der Mitgliederfahrt 2012. Im 4****-Hotel

Mövenpick mit herrlichem Blick über die Stadt Prag gastierten die 37 Teilnehmer/-innen

vom 7. bis 11. Mai 2012.

Das umfangreiche Besichtigungsprogramm in Prag beinhaltete eine Stadtrundfahrt,

eine Führung auf der Prager Burg und eine Führung durch die historische

Altstadt. Darüber hinaus kamen die Mitglieder/-innen in den Genuss einer

Schifffahrt mit Abendessen auf der Moldau, einer Besichtigung von Schloss Lobkowitz

in Melnik und einer Brauereibesichtigung in Pilsen. Ein altböhmisches

Bierfest mit böhmischer Küche rundete das Programm ab.

Übergabe der Reinerträge aus dem Gewinnsparen an die glücklichen Empfänger

Die Teilnehmer/-innen der Mitgliederfahrt


14 I Aktuelles aus dem Bankgeschäft

Aktuelles aus dem

Bankgeschäft

Eröffnung der neuen Geschäftsstelle Mariensee

Die Eröffnung unserer neuen Geschäftsstelle in der Höltystraße 36 a in Mariensee

glich einem kleinen „Volksfest“. Mehrere hundert Besucher machten sich

ein Bild von dem großzügigen Raumangebot und der zeitgemäßen Einrichtung.

Die Geschäftsstelle wertet den Ortskern deutlich auf. Während andere Banken

ihr Geschäftsstellennetz verkleinern, verstärken wir uns vor Ort mit der neuen

Geschäftsstelle Mariensee. „Wir sind der festen Überzeugung, dass die persönlichen

Gespräche mit unseren Kunden wichtig waren und auch weiter sind“, sagt

Vorstand Frank Hahn. Kundenbetreuerin Diana Heumann-Klatt und Finanzberaterin

Pia-Madeline Reiter freuen sich auf die Kundengespräche in den neuen

Räumlichkeiten.

Foto: Oliver Seitz

Tag der offenen Tür der neuen GS Mariensee

Der Neubau Geschäftsstelle Mariensee

Preisübergabe des Robby-Schätzspiels

Der Stand der Raiffeisen-Volksbank auf der Robby war wieder ein Anziehungspunkt

für Jung und Alt. Das lag auch an dem Schätzspiel. Zu erraten war die Jahreszahl

der Betriebszugehörigkeit der auf einem Foto abgebildeten Mitarbeiter

des Geldinstitutes. Mit Stand 15. April 2013 betrug sie exakt 557 Jahre. Am

nächsten dran war Ina Fischer aus Schneeren, sie schrieb auf die Teilnahmekarte

558 Jahre. Dafür gab es als ersten Preis 125 Euro. Dann gingen fünf identische

Schätzergebnisse mit jeweils 555 Jahren ein. Es wurde gelost, den zweiten Preis

von 75 Euro gewann Gustav Homeyer (Hagen) und den dritten Katja Öhlerking

(Mariensee) mit 35 Euro.

Die Gewinner des Robby-Schätzspiels mit Vorstand

Frank Hahn, den Kundenbetreuern Janine Frenzel

und Michael Jaehnke sowie Finanzberaterin Pia-

Madeline Reiter

Die Finanzberaterinnen Ingelore Karsch und Cornelia

Richter auf der Robby


Immobilienabteilung I 15

Wir lösen HAUSaufgaben

Unsere Immobilienabteilung stellt sich vor

Wer seine Traumimmobilie gefunden hat, kann diese bekanntlich über die Raiffeisen-Volksbank

Neustadt eG finanzieren. Aber bereits im Vorfeld und auch

wenn die Immobilie wieder veräußert werden soll, kann Ihnen Ihre Bank hilfreich

zur Seite stehen. Bianca Rabe vertritt die Immobilienabteilung und ist dabei

zuständig für die Vermittlung von Häusern und Grundstücken. Während sie

vor allem die Kunden und Interessenten vor Ort betreut wird sie bei organisatorischen

und administrativen Aufgaben von Judith Amperse unterstützt.

Judith Amperse und Bianca Rabe lösen Ihre HAUSaufgaben

Wir...

■ kümmern uns für Sie um die Erstellung der Exposés

■ präsentieren Ihr Objekt im Internet

■ erstellen bei Bedarf Werbeträger z.B. durch Beschilderung

■ knüpfen Kontakte zu Interessenten aus der aktuellen Kundendatei und suchen

neue Interessenten

■ übernehmen die Beauftragung der Verträge beim Notar

■ bewerten mit Ihnen gemeinsam Ihre Immobilien

► Wir finden den Deckel für Ihren Topf!

Bianca Rabe

Immobilienabteilung

Telefon: 05034/956-81

Fax: 05034/956-79

Handy: 0160/90545856

E-Mail: Immobilien@rvbn.de


16 I Der Landmarkt Hagen im Blickpunkt

Der Landmarkt Hagen im

Blickpunkt

Tankstelle in Hagen

Am 15. September 2012 wurde die vom Autohaus Diepholz übernommene

Tankstelle offiziell eröffnet. Bei dem Tag der offenen Tür hatten alle Interessierten

die Möglichkeit sich zeigen zu lassen, wie der Tankautomat funktioniert. Für

das leibliche Wohl sorgten die Freiwillige Feuerwehr und die Grillfreunde aus

Dudensen. Der Überschuss aus den Einnahmen wurde an die Jugendfeuerwehr

Hagen und den Kindergarten Hagen gespendet. Die Tankstelle wird seit der Inbetriebnahme

sehr gut angenommen.

Umbaumaßnahmen

Im vergangenen Jahr wurde die Verklinkerung des Landmarkts vervollständigt.

Die abgeschlossene Baumaßnahme dient der Energieeinsparung und sorgt für

ein einheitliches Erscheinungsbild mit dem Erweiterungsbau.

Maistrocknung

Seit Oktober 2012 besitzt der Landmarkt eine mobile Maistrocknung. Die Trocknung

steht in Leese bei der Raiffeisen Agil Leese und wird mit dieser in Kooperation

zusammen betrieben. Das Leistungsvermögen der Anlage liegt bei ca. 100 t

pro Tag.


Neue Mitarbeiter

Seit dem 1. November 2012 ist Herr Stephan Domberg im

Unternehmen tätig. Er erledigt vielfältige Tätigkeiten wie

Tankwagen und Zugmaschine fahren, Lagerarbeiten sowie in

absehbarer Zeit auch Arbeiten an der Biogasanlage. Herr

Domberg hat bei einer benachbarten Genossenschaft die

Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann absolviert

und ist danach jahrelang als Fahrer tätig gewesen.

Neue Auszubildende

Seit dem 1. August 2012 ist Alexander Meyer aus Dudensen

neuer Ausbildender zum Groß- und Außenhandelskaufmann.

Herr Meyer hat das Unternehmen während eines

Schulpraktikums kennengelernt. Während der Ausbildung

wird Herr Meyer alle Bereiche wie Einkauf, Verkauf, Lagerhaltung

und Verwaltung durchlaufen.

Bestandene Prüfung

Alexander Mroß wurde nach dem erfolgreichen Abschluss

seiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann

im Februar 2013 als Mitarbeiter übernommen. Er arbeitet

seitdem im Lager und ist auch bei der Biogasanlage im Einsatz.

Arne Schusdziarra hat im Juni ebenfalls erfolgreich seine

Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann bestanden.


18 I Biogasanlagen und RVBN Grundstücks GmbH

Biogasanlagen und

RVBN Grundstücks GmbH

Bioenergie Neustädter Land GmbH & Co. KG

Die im Neustädter Ortsteil Hagen errichteten Biogasanlagen werden von der

„Bioenergie Neustädter Land GmbH & Co. KG“ (BNL) betrieben. Die BNL wurde

von der Raiffeisen-Volksbank Neustadt eG (RVB) und 23 Landwirten im Herbst

2005 gegründet. Das Kommanditkapital beträgt 1,0 Millionen Euro, die RVB hält

daran einen Anteil von 370.000 Euro.

Das Biogas wird zur Gewinnung von elektrischer und thermischer Energie eingesetzt.

Abnehmer des Stroms sind die Stadtwerke Neustadt. Die Wärme wird teilweise

vom benachbarten Kartoffelzentrum zum Heizen der Büro- und Aufenthaltsräume

genutzt. Der größte Anteil der Wärme wird für die Trocknung von

Schüttgütern sowie Brenn- und Nutzholz durch die ebenfalls benachbarte Regio-

WärmeNord (RWN) verwertet. Damit ist ganzjährig eine Nutzung der anfallenden

Wärme gegeben. Der für das Geschäftsjahr 2012 auf die Raiffeisen-

Volksbank Neustadt entfallende Beteiligungsertrag beträgt 37.000,- Euro.

Umsatz (in Mio. EUR)

Der hohe Umsatz des Vorjahres wurde in

2012 noch einmal übertroffen. Es wurden

8,8 Mio. kWh Strom produziert und 5,2 Mio.

kWh Wärme.

RVBN Grundstücks GmbH

Anfang 2009 wurde die Fahrsiloanlage fertiggestellt und in Betrieb genommen.

Eigentümer der Fahrsiloanlage ist die RVBN Grundstücks GmbH (Stammkapital

25.000,- Euro), welche eine 100%ige Tochter der Raiffeisen-Volksbank Neustadt

ist. Ziel der Tochtergesellschaft ist die Bereitstellung eines zentralen Silagelagers

für die beiden Biogasanlagen. Mit der Nutzung des Zentrallagers verringert sich

die Lärmbelästigung durch Fahrzeugverkehr erheblich und konzentriert sich auf

wenige Wochen in der Erntezeit. Einnahmen der RVBN Grundstücks GmbH sind

Pachterträge von der Bioenergie Neustädter Land GmbH & Co. KG.

Biogasanlage mit Kartoffelhalle und RegioWärme-Nord (RWN) im Hagener Gewerbegebiet


Bericht des Vorstandes I 19

Bericht des Vorstandes

Frank Hahn und Otto Muhsmann

Im Geschäftsjahr 2012 setzte sich der positive Trend der vergangenen Jahre bei

der Entwicklung der Raiffeisen-Volksbank Neustadt fort.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr stand die optimale wirtschaftliche Förderung,

Beratung und Betreuung unserer Mitglieder und Kunden im Mittelpunkt

unserer Aktivitäten. In einem von Krisen geprägten wirtschaftlichen Umfeld ist

es erneut gelungen, für das Geschäftsjahr 2012 einen Jahresabschluss vorzulegen,

der die stabile und gute Verfassung der Raiffeisen-Volksbank Neustadt eindrucksvoll

bestätigt.

Bilanzsumme (in Mio. EUR)

Die Bilanzsumme stieg um 7,2 Mio. Euro auf

89,5 Mio. Euro. Das ist eine Steigerung von

8,7 %. Das Bilanzwachstum wurde erneut von

der starken Entwicklung der Kredite und von

der Entwicklung der Kundeneinlagen geprägt.

Damit hat sich die Raiffeisen-Volksbank Neustadt

im Wirtschaftsraum Neustadt am Rübenberge

erfolgreich behauptet. Einzelheiten zum

Geschäftsverlauf des Kredit- und Einlagengeschäftes sowie zur Ertragslage ergeben

sich aus dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012, der im Anschluss an

den Jahresabschluss abgedruckt ist.

Kredite (in Mio. EUR)

Mit einem Kreditzuwachs auf 54,8 Mio. Euro

haben wir im Geschäftsjahr 2012 eine Steigerung

von 10,9 % erreicht. Die Kreditwünsche

unserer Kunden und Mitglieder betrafen überwiegend

den langfristigen Bereich. Bei dem

Wunsch unserer Kunden nach langjährigen Zinsbindungen

im Kreditgeschäft haben wir die organisationseigenen

Institute, die Münchener Hypothekenbank eG, die Westfälische

Landschaft Bodenkreditbank AG, die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG sowie

die R+V Lebensversicherung AG eingeschaltet.


20 I Bericht des Vorstandes

Bericht des Vorstandes

Frank Hahn und Otto Muhsmann

Einlagen (in Mio. EUR)

Die Einlagen sind um 2,6 Mio. Euro auf 67,0

Mio. Euro gestiegen. Das entspricht einer

Steigerung von 4,1 %.

Die einzelnen Komponenten der Einlagen

haben sich unterschiedlich entwickelt. Die

Spareinlagen, dazu gehören unter anderem

die Sondersparformen Wachstumssparen,

Mehrzinssparen und VR-SparbuchPlus, haben

sich geringfügig vermindert. Die Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit

oder Kündigungsfrist haben sich um 2,8 Mio. Euro vermindert. Im Gegensatz

dazu haben sich die täglich fälligen Verbindlichkeiten deutlich um 17,1 % auf

37,8 Mio. Euro erhöht. Ursächlich hierfür war eine erhöhte Präferenz der Kunden

für täglich verfügbare Einlagen.

Ertragslage

Beim Zinsüberschuss konnte trotz des Niedrigzinsumfeldes im Geschäftsjahr

2012 das hohe Niveau des Vorjahres erneut erreicht werden. Der Provisionsüberschuss

ist gegenüber dem Vorjahr erneut angestiegen. Der wesentliche Teil

der Provisionserträge entfällt auf den Zahlungsverkehr.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Das Bewertungsergebnis ist durch die Bildung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft

sowie durch die aufgrund der Entwicklung an den Kapitalmärkten vorgenommenen

Zu- und Abschreibungen bei den Wertpapieren beeinflusst. Für das

laufende Geschäftsjahr wird von einer zufrieden stellenden Ertragslage ausgegangen.

Landmarkt Hagen

Umsatz (in TEUR)

Das Jahr 2012 war für das Warengeschäft

wieder sehr erfreulich bei Umsatz und Ertrag.

Im Warengeschäft ist der Umsatz sehr stark

gestiegen aufgrund höherer Mengen und

Preise. Der Umsatz überstieg erstmalig die 10

Mio.-Grenze.


Bericht des Vorstandes I 21

Bericht des Vorstandes

Frank Hahn und Otto Muhsmann

Wegen der Auswinterungsschäden im Winter 2012 ist von den Landwirten in

erheblichen Umfang Körnermais angebaut worden.

Die anhaltende Preisvolatilität an den Rohstoff- und Devisenmärkten prägte erneut

den Geschäftsverlauf im Warengeschäft. Gegenüber dem Jahr 2011 haben

sich die Preise im Herbst 2012 weiter gefestigt. Der Bereich Energie hat wieder

erheblich zum Umsatz beigetragen. Der Warenbestand zum 31.12.2012 ist aufgrund

größerer Getreidebestände noch einmal gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Zum 31.12.2012 haben wir alle Lagerbestände nach dem Niederstwertprinzip

bewertet.

Schlusswort

Wir danken allen Mitgliedern, Kunden und Geschäftsfreunden für ihre Treue

und Verbundenheit zu unserer Raiffeisen-Volksbank Neustadt. Unser Dank gilt

insbesondere auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im abgelaufenen

Geschäftsjahr durch Einsatzbereitschaft, Fleiß und Verantwortungsbewusstsein

zu dem erzielten Ergebnis maßgeblich beigetragen haben. Wir bedanken

uns außerdem bei den Mitgliedern des Aufsichtsrates, die mit ihrem fachkundigen

Rat und ihrer Erfahrung unsere Arbeit ergänzt haben und bei vielen

Entscheidungen wichtige Ratgeber waren.

Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass, soweit wir vorstehend Prognosen

oder Erwartungen geäußert haben oder unsere Aussagen die Zukunft

betreffen, die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen hiervon abweichen

können.

Mit der Aussage "Wir machen den Weg frei" wollen wir auch künftig unsere

Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

Neustadt a. Rbge., 11. Juni 2013

Raiffeisen-Volksbank Neustadt eG

Frank Hahn

Otto Muhsmann


22 I Bericht des Aufsichtsrates

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung

obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion

wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen

über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

sowie über besondere Ereignisse.

Der vorliegende Jahresabschluss 2012 mit Lagebericht wird vom Genossenschaftsverband

e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung

berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung

des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden.

Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung

des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten

Jahresabschluss zum 31.12.2012 festzustellen und die vorgeschlagene

Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr die Herren Beermann und

Cordes aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder

des Aufsichtsrates ist zulässig und wird vom Aufsichtsrat empfohlen.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Dank für die geleistete Arbeit aus.

Neustadt a. Rbge., 11. Juni 2013

Friedrich Suhr

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Friedrich Suhr Dieter Beermann Hartmuth Cordes Gilbert Herzig Heinrich Lübbert Friedhelm Bertram


Kurzform des

Jahresabschlusses 2012

Raiffeisen-Volksbank Neustadt eG

31535 Neustadt am Rübenberge

23


Aktivseite 1. Jahresbilanz zum 31.12.2012

Geschäftsjahr

Vorjahr

EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Barreserve

a) Kassenbestand 2.292.142,81 1.904

b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 852.194,58 882

darunter: bei der Deutschen

Bundesbank 852.194,58 ( 882)

c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 3.144.337,39 0

2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung

bei Zentralnotenbanken zugelassen sind

a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen

sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0

darunter: bei der Deutschen Bundesbank

refinanzierbar 0,00 ( 0)

b) Wechsel 0,00 0,00 0

3. Forderungen an Kreditinstitute

a) täglich fällig 4.886.002,66 3.210

b) andere Forderungen 7.027.622,77 11.913.625,43 8.558

4. Forderungen an Kunden 54.821.635,16 49.448

darunter:

durch Grundpfandrechte

gesichert 15.273.409,51 ( 16.617)

Kommunalkredite 75.000,00 ( 75)

Warenforderungen 652.544,59 ( 300)

5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

a) Geldmarktpapiere

aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0

darunter: beleihbar bei der Deutschen

Bundesbank 0,00 ( 0)

ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0

darunter: beleihbar bei der Deutschen

Bundesbank 0,00 ( 0)

b) Anleihen und Schuldverschreibungen

ba) von öffentlichen Emittenten 1.547.390,48 1.788

darunter: beleihbar bei der Deutschen

Bundesbank 1.547.390,48 ( 1.788)

bb) von anderen Emittenten 6.061.699,84 7.609.090,32 7.049

darunter: beleihbar bei der Deutschen

Bundesbank 6.061.699,84 ( 7.049)

c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 7.609.090,32 0

Nennbetrag 0,00 ( 0)

6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 3.753.385,10 3.188

6a. Handelsbestand 0,00 0

6aa. Warenbestand 2.720.777,98 1.900

7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften

a) Beteiligungen 1.698.325,65 1.613

darunter:

an Kreditinstituten 0,00 ( 0)

an Finanzdienstleistungsinstituten

0,00 ( 0)

b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 109.900,00 1.808.225,65 110

darunter:

bei Kreditgenossenschaften

750,00 ( 1)

bei Finanzdienstleistungsinstituten

0,00 ( 0)

8. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50

darunter:

an Kreditinstituten 0,00 ( 0)

an Finanzdienstleistungsinstituten

0,00 ( 0)

9. Treuhandvermögen 21.996,60 45

darunter: Treuhandkredite 21.996,60 ( 45)

10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand

einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0

11. Immaterielle Anlagewerte:

a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte

und Werte 0,00 0

b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und

ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und

Werten 2.282,00 5

c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0

d) geleistete Anzahlungen 0,00 2.282,00 0

12. Sachanlagen 3.296.699,47 2.196

13. Sonstige Vermögensgegenstände 304.075,15 330

14. Rechnungsabgrenzungsposten 11.850,56 16

Summe der Aktiva 89.457.980,81 82.292


Passivseite

Geschäftsjahr

Vorjahr

EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

a) täglich fällig 0,00 0

b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 13.506.960,89 13.506.960,89 10.111

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

a) Spareinlagen

aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist

von drei Monaten 14.927.825,95 14.832

ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist

von mehr als drei Monaten 1.267.051,30 16.194.877,25 1.437

b) andere Verbindlichkeiten

ba) täglich fällig 37.776.739,02 32.268

bb) mit vereinbarter Laufzeit

oder Kündigungsfrist 13.016.512,14 50.793.251,16 66.988.128,41 15.821

2a. Verpflichtungen aus Warengeschäften

und aufgenommenen Warenkrediten 457.230,11 351

3. Verbriefte Verbindlichkeiten

a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0

b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0

darunter:

Geldmarktpapiere 0,00 ( 0)

eigene Akzepte und

Solawechsel im Umlauf 0,00 ( 0)

3a. Handelsbestand 0,00 0

4. Treuhandverbindlichkeiten 21.996,60 45

darunter: Treuhandkredite 21.996,60 ( 45)

5. Sonstige Verbindlichkeiten 443.544,09 181

6. Rechnungsabgrenzungsposten 154.092,17 159

6a. Passive latente Steuern 0,00 0

7. Rückstellungen

a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 497.231,00 474

b) Steuerrückstellungen 160.910,00 153

c) andere Rückstellungen 735.512,43 1.393.653,43 603

8. [gestrichen] 0,00 0

9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0

10. Genussrechtskapital 0,00 0

darunter: vor Ablauf von

zwei Jahren fällig 0,00 ( 0)

11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 940.000,00 810

darunter: Sonderposten

nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 ( 0)

12. Eigenkapital

a) Gezeichnetes Kapital 2.320.666,36 2.047

b) Kapitalrücklage 0,00 0

c) Ergebnisrücklagen

ca) gesetzliche Rücklage 788.977,53 749

cb) andere Ergebnisrücklagen 2.111.171,85 2.900.149,38 1.946

d) Bilanzgewinn 331.559,37 5.552.375,11 305

Summe der Passiva 89.457.980,81 82.292

1. Eventualverbindlichkeiten

a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen

abgerechneten Wechseln 0,00 0

b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und

Gewährleistungsverträgen 733.393,24 852

c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten

für fremde Verbindlichkeiten 0,00 733.393,24 0

2. Andere Verpflichtungen

a) Rücknahmeverpflichtungen aus

unechten Pensionsgeschäften 0,00 0

b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0

c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 1.872.442,23 1.872.442,23 2.133

darunter: Lieferverpflichtungen

aus zinsbezogenen

Termingeschäften 0,00 ( 0)


2. Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 01.01.2012 bis 31.12.2012

Geschäftsjahr

Vorjahr

EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Zinserträge aus

a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 3.198.887,69 3.034

b) festverzinslichen Wertpapieren und

333.783,61 3.532.671,30 458

Schuldbuchforderungen

2. Zinsaufwendungen 1.127.383,06 2.405.288,24 1.025

3. Laufende Erträge aus

a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 140.141,10 97

b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 67.771,69 72

c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 207.912,79 0

4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungsoder

Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 23

5. Provisionserträge 841.741,31 812

6. Provisionsaufwendungen 66.082,51 775.658,80 72

7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0

7a. Rohergebnis aus Warenverkehr und Nebenbetrieben 1.095.432,70 952

8. Sonstige betriebliche Erträge 153.625,41 120

9. [gestrichen] 0,00 0

10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

a) Personalaufwand

aa) Löhne und Gehälter 1.928.033,68 1.684

ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und für Unterstützung 331.895,84 2.259.929,52 401

darunter: für

Altersversorgung 40.172,61 ( 110)

b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.205.141,94 3.465.071,46 1.021

11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf

immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 245.687,58 180

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 72.037,63 99

13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und

bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen

zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 142.022,54 0

14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten

Wertpapieren sowie aus der Auflösung

von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -142.022,54 89

15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,

Anteile an verbundenen Unternehmen und wie

Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0

16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an

verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen

behandelten Wertpapieren 0,00 0,00 0

17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 27.001,69 0

18. [gestrichen] 0,00 0

19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 686.097,04 1.176

20. Außerordentliche Erträge 0,00 0

21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0

22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 ( 0)

23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 205.432,17 395

darunter: latente Steuern 0,00 ( 0)

24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 19.105,50 224.537,67 16

24a. Einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken 130.000,00 460

25. Jahresüberschuss 331.559,37 305

26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0

331.559,37 305

27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen

a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0

b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0

331.559,37 305

28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen

a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0

b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0

29. Bilanzgewinn 331.559,37 305


3. Auszug aus dem Anhang

• Die Zahl der 2012 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte

Prokuristen 1 0

Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 15 17

Gewerbliche Mitarbeiter 8 3

24 20

Außerdem wurden durchschnittlich 6 Auszubildende beschäftigt.

•Mitgliederbewegung

Anzahl der

Mitglieder

Anzahl der

Geschäftsanteile

Haftsummen

EUR

Anfang 2012 1.791 5.747 2.873.500

Zugang 2012 79 324 162.000

Abgang 2012 43 131 65.500

Ende 2012 1.827 5.940 2.970.00

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder

haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 284.706

Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 96.500

Höhe des Geschäftsanteils EUR 500

Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 500

•Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genossenschaftsverband e.V.

Hannoversche Straße 149

30627 Hannover


•Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Brauner, Werner, Geschäftsleiter (bis 14.09.2012)

Muhsmann, Otto, Geschäftsleiter

Hahn, Frank, Geschäftsleiter

• Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Suhr, Friedrich, - Vorsitzender -, Dachdeckermeister i. R.

Beermann, Dieter, - stellvertretender Vorsitzender - , selbständiger Landwirtschaftsmeister

Cordes, Hartmuth, kaufm. Angestellter der Fa. Procom Invest GmbH & Co.KG, Hamburg

Herzig, Gilbert, kaufm. Angestellter der Firma Brillux GmbH & Co KG, Münster

Lübbert, Heinrich, selbständiger Landwirt

Bertram, Friedhelm, selbständiger Einzelhandelskaufmann

Neustadt, 30.Mai 2013

Raiffeisen-Volksbank Neustadt eG

Der Vorstand

Frank Hahn

Otto Muhsmann

27


Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

der Raiffeisen-Volksbank Neustadt eG

I. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Konjunktur in Deutschland

Wirtschaft durch globales Umfeld belastet

Die Staatsschuldenkrise in Teilen des Euroraums und die verhaltene Weltkonjunktur dämpften in 2012

das Wirtschaftswachstum Deutschlands merklich. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist gemäß den

ersten amtlichen Schätzungen preisbereinigt um 0,7 Prozent gestiegen und damit erheblich schwächer

als im Vorjahr (3,0 Prozent). Während die Wirtschaftsleistung zu Beginn des Jahres – begünstigt durch

einen zeitweilig recht lebhaften Außenhandel – noch deutlich zulegte, ließen die Auftriebskräfte zum

Jahresende spürbar nach. Die schwächere Gangart der Weltwirtschaft und die Unsicherheit über den

weiteren Verlauf der Schuldenkrise schlugen verstärkt auf das Außenhandelsgeschäft und die Investitionsausgaben

der inländischen Unternehmen durch. Auf Jahressicht leistete der Außenhandel dennoch

den größten Beitrag zum Anstieg des Bruttoinlandsprodukts, während von den Investitionen insgesamt

keine Wachstumsimpulse ausgingen. Aber auch die Konsumausgaben der privaten und öffentlichen

Haushalte trugen wie in den Vorjahren zum Wirtschaftswachstum bei.

Konsumausgaben erneut gestiegen

Der Privatkonsum, der im Vorjahr so stark wie seit 2006 nicht mehr expandiert war, legte 2012 in preisbereinigter

Rechnung moderat um 0,6 Prozent zu. Die Konsumbereitschaft wurde durch höhere Tarifabschlüsse

und die anhaltend günstige Beschäftigungsentwicklung stimuliert. Darüber hinaus wurden

zur Jahresmitte die Rentenbezüge spürbar angehoben. Zudem belastete der allgemeine Preisauftrieb

die Kaufkraft der Verbraucher weniger stark als im Vorjahr. Die Konsumausgaben des Staates wurden

ebenfalls ausgeweitet. Der Beitrag, den der Staatskonsum zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum lieferte

(0,3 Prozentpunkte), fiel unter dem Einfluss steigender Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst

fast so hoch aus wie der Beitrag des Privatkonsums (0,4 Prozentpunkte).

Investitionsklima insgesamt durchwachsen

Ungeachtet der nach wie vor günstigen Finanzierungsbedingungen war die Investitionsbereitschaft in

2012 erheblich geringer als im Vorjahr. Dies trifft insbesondere auf die Ausrüstungs- und Lagerinvestitionen

zu. Diese sind wegen der vielfach eingetrübten Absatz- und Gewinnerwartungen der Unternehmen

merklich zurückgegangen und haben für sich genommen den Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts

um 0,8 Prozentpunkte vermindert. Auch die Bauinvestitionen sind insgesamt gesunken.

Sie wiesen in den einzelnen Sparten allerdings unterschiedliche Entwicklungen auf. Die Wohnungsbauinvestitionen

sind infolge der niedrigen Hypothekenzinsen, der günstigen Arbeitsplatz- und

Einkommensperspektiven sowie der gestiegenen Präferenz für „Betongold“ preisbereinigt um 0,9 Prozent

gestiegen. Im Wirtschaftsbau nahmen die Investitionen dagegen, angesichts der tendenziell gesunkenen

Kapazitätsauslastung der Industriebetriebe und der allgemeinen Wachstumsabschwächung,

um 2,0 Prozent ab. Die öffentlichen Bauinvestitionen wiederum brachen aufgrund des Auslaufens der

Konjunkturprogramme von 2008/2009 um 10,4 Prozent ein.

Außenhandel expandierte weniger stark

In 2012 verloren die Außenhandelsaktivitäten der deutschen Wirtschaft sichtlich an Schwung. Der Anstieg

des Exportvolumens hat sich mit 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (7,8 Prozent) in etwa halbiert.

Hierfür war vor allem der Rückgang im Handel mit den von Staatsschuldenkrisen betroffenen

Ländern Spanien, Portugal, Griechenland und Zypern verantwortlich. Aber auch in den übrigen Ländern

des Euroraums war die Nachfrage nach deutschen Exportgütern überwiegend schwach, während

dem insgesamt verhaltenen Europageschäft eine teilweise überaus rege Nachfrage aus Drittstaaten

28


wie Japan, den USA und den Schwellenländern gegenüberstand. Die Importe sind mit 1,8 Prozent

ebenfalls deutlich schwächer gestiegen als im Vorjahr (7,4 Prozent). Sie wurden durch den geringeren

Exportzuwachs und die rückläufige inländische Nachfrage nach Investitionsgütern gedämpft.

Öffentlicher Gesamthaushalt ausgeglichen

Die finanzielle Situation der öffentlichen Hand hat sich weiter entspannt. Hierzu trugen zum einen die

Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung bei, die den Zuwachs der Staatsausgaben dämpften. Zum

anderen nahmen die staatlichen Einnahmen, auch aufgrund der kräftig gestiegenen Lohn- und Gehaltssumme,

zu. Vor diesem Hintergrund erzielte der deutsche Staatssektor 2012 zum zweiten Mal seit der

Wiedervereinigung und zum vierten Mal seit dem Jahr 1970 wieder einen ausgeglichen Gesamthaushalt.

Zuletzt beendete der Staat das Jahr 2007 mit schwarzen Zahlen. Nach vorläufigen Angaben des

Statistischen Bundesamtes schloss die öffentliche Hand das Jahr 2012 mit einem leichten Finanzierungsüberschuss

von 4,2 Milliarden Euro ab. Dabei stellt sich die Lage der einzelnen Gebietskörperschaften

unterschiedlich dar. Während Bund und Länder in ihrer Gesamtheit weiterhin ein Haushaltsdefizit

hinnehmen mussten, war bei den Sozialversicherungen und Gemeinden ein Budgetüberschuss

zu verzeichnen. Die Defizitquote, die Relation aus dem staatlichen Finanzierungssaldo und dem nominalen

Bruttoinlandsprodukt, ist im Vorjahresvergleich von -0,8 Prozent auf +0,2 Prozent gestiegen.

Erwerbstätigenzahl erreichte neuen Höchststand

Am deutschen Arbeitsmarkt setzten sich Anfang 2012 zunächst die positiven Trends der vergangenen

Jahre fort. Die saisonbereinigte Erwerbstätigenzahl tendierte nach oben und die Arbeitslosigkeit ging

zurück. Im Jahresverlauf verlor der Arbeitsmarktaufschwung aber spürbar an Tempo. Neben der Verschlechterung

des Konjunkturumfelds waren hierfür auch der Rückgang der leicht mobilisierbaren Arbeitskraftreserven

und das allmähliche Nachlassen der positiven Effekte der vorangegangenen Arbeitsmarktreformen

verantwortlich. Dennoch ist die Anzahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland

nach ersten amtlichen Schätzungen auf Jahressicht gegenüber dem Vorjahr um 449.000 Menschen

auf einen neuen Rekordstand von 41,61 Millionen Menschen gestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen ist

hingegen um 79.000 Menschen auf 2,89 Millionen zurückgegangen, was einer Arbeitslosenquote von

6,8 Prozent entspricht.

Moderater Preisauftrieb

Der allgemeine Auftrieb bei den Verbraucherpreisen hat sich in 2012 geringfügig vermindert. Die Verbraucherpreise

sind im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent gestiegen. In 2011

hatte die Teuerungsrate noch bei 2,1 Prozent gelegen. Zu den wichtigsten Preistreibern gehörten abermals

die Energieprodukte, die sich im Mittel um 5,7 Prozent verteuerten. Kräftige Preisanhebungen waren

allerdings auch bei Nahrungsmitteln (+3,4 Prozent) zu verzeichnen. Für langlebige Gebrauchsgüter

(-0,8 Prozent) wie PKW, Fernseher und Waschmaschinen mussten die Verbraucher hingegen im Mittel

weniger Geld ausgeben.

Einzelhandel insgesamt stabil

Im Einzelhandel hat sich die Lage im Vergleich zum Vorjahr im Großen und Ganzen nur wenig verändert.

Trotz des moderaten Anstiegs der privaten Konsumausgaben ist der Einzelhandelsumsatz den ersten

amtlichen Schätzungen zufolge preisbereinigt leicht um 0,3 Prozent zurückgegangen. Innerhalb

des Einzelhandels entwickelten sich die Umsätze allerdings uneinheitlich. Während der Internet- und

Versandhandel abermals ein Umsatzplus erzielen konnte (+1,4 Prozent) ist der Absatz im sonstigen

Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, hierzu werden beispielsweise Waren- und Kaufhäuser gezählt,

spürbar (-2,3 Prozent) zurückgegangen. Im Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, dem unter

anderem Supermärkte und SB-Warenhäuser zugeordnet sind, blieb der Umsatz hingegen nahezu unverändert

(-0,1 Prozent). Die Ergebnisse von Unternehmensumfragen lassen erkennen, dass sich die

konjunkturelle Entwicklung des Einzelhandels – nach einer Belebung im Frühjahr – zum Ende des Jahres

deutlich abgekühlt hat. Das für viele Einzelhandelssparten außerordentlich wichtige Weihnachtsgeschäft

verlief offenbar eher schwach. Gemäß den ersten amtlichen Daten ist der Einzelhandelsumsatz

in den Monaten November und Dezember gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,6 Prozent bzw.

4,7 Prozent zurückgegangen.

Großhandel konnte Umsatzniveau halten

Ähnlich wie im Einzelhandel dürfte auch im Großhandel der Absatz gegenüber dem Vorjahr im Wesent-

29


lichen robust geblieben sein. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der Großhandelsumsatz

von Preiseffekten bereinigt in den ersten neun Monaten des Jahres geringfügig um 0,1

Prozent gestiegen. Die Umsatzentwicklung fiel in den einzelnen Handelsgruppen aber teilweise sehr

unterschiedlich aus. So musste der Großhandel mit sonstigen Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör

wegen der allgemeinen Zurückhaltung bei den Ausrüstungsinvestitionen einen spürbaren Umsatzrückgang

(-1,7 Prozent) hinnehmen. Im Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik

ist der Absatz hingegen, befördert durch die anhaltenden Bemühungen zur innerbetrieblichen

und zwischenbetrieblichen Effizienzsteigerung, kräftig gestiegen (+6,5 Prozent). Insgesamt hat sich Unternehmensumfragen

zufolge auch im Großhandel die wirtschaftliche Situation zum Jahresende deutlich

abgeschwächt.

Landwirtschaft ebenfalls robust

Auch der primäre Sektor wurde durch die europäische Staatsschuldenkrise und die schwächere Weltkonjunktur

offenbar nur wenig belastet. Die Einkommen der Landwirte dürften sich im Wirtschaftsjahr

2011/2012 kaum verändert haben. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbands lag das Unternehmensergebnis

der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe im Durchschnitt bei 58.151 Euro und damit

ähnlich hoch wie im Vorjahr (58.054 Euro). Demnach konnten die Veredelungsbetriebe mit Schwerpunkt

in der Schweinehaltung ihr Ergebnis im Vorjahresvergleich zwar verbessern, die Betriebe mit

Schwerpunkten in den Bereichen Ackerbau und Milchvieh mussten aber Einbußen hinnehmen. Tendenziell

standen höheren Erlösen durchweg stark gestiegene Kosten für Betriebsmittel gegenüber. Insbesondere

die Kosten für Futtermittel, Düngemittel sowie Treibstoffe und Energie haben sich deutlich

erhöht. Den jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge konnte der primäre Sektor insgesamt

seine Bruttowertschöpfung gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 1,5 Prozent erhöhen. In

den Bereichen Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei gingen im Jahresdurchschnitt 671.000 Menschen

einer Erwerbstätigkeit nach. Ihre Anzahl ist damit gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,6 Prozent

gestiegen.

Finanzmarkt

Die europäische Staatsschuldenkrise blieb akut

Wie schon im Jahr zuvor war die europäische Staatsschuldenkrise in 2012 das bestimmende Moment

für die Finanzmärkte im Euroraum. Zu Jahresbeginn war es zunächst zu einer Beruhigung gekommen.

Hierzu trugen die Dreijahrestender („dicke Bertha“) der Europäischen Zentralbank (EZB) bei, durch die

sich die langfristige Liquiditätsversorgung europäischer Geschäftsbanken deutlich erhöhte. Außerdem

wurden ein zweites Hilfspaket für Griechenland in Höhe von 130 Milliarden Euro sowie die Umschuldung

privat gehaltener griechischer Staatsschulden im März 2012 beschlossen.

Verunsicherung erreichte im Sommer 2012 ihren Höhepunkt

Im zweiten Jahresquartal kam es dann aber zu einer massiven Verschärfung der Lage im europäischen

Währungsraum: Die Konjunkturaussichten trübten sich spürbar ein, die angeschlagenen Euro-

Staaten mussten weitere Bonitätsherabstufungen hinnehmen und die Schieflage von Geschäftsbanken

in der Euro-Peripherie nährte die Furcht vor einer ungebremsten Eskalation der Euro-

Staatsschuldenkrise. Eine herausragende Rolle spielten dabei Italien und Spanien. Die beiden Euro-

Staaten mussten bis Mitte des Jahres einen scharfen Anstieg der Risikoprämien auf ihre Staatsanleihen

gegenüber den als besonders sicher eingestuften Bundesanleihen hinnehmen. Der sich darin widerspiegelnde

Vertrauensverlust potentieller Gläubiger gefährdete die Refinanzierungs- und Zahlungsfähigkeit

Italiens und Spaniens. In dieser Gemengelage wurde der Zusammenhalt des Euroraums zunehmend

in Frage gestellt.

EZB intensivierte in 2012 ihr Krisenmanagement…

Die EZB verstärkte in 2012 ihre expansive Geldpolitik. Auf die schwache Euro-Konjunktur und die erneute

Zuspitzung der Euro-Staatsschuldenkrise reagierte sie mit einer Reihe teils unkonventioneller

Maßnahmen. So senkte sie den Leitzins im Juli von 1,0 auf 0,75 Prozent und damit auf ein neues Allzeittief.

Der Zins für Übernachteinlagen europäischer Geschäftsbanken bei der EZB sank gleichzeitig

erstmals auf null Prozent.

…und fuhr dabei schwere Geschütze auf

30


Die bislang schwerste Waffe im Kampf gegen die Euro-Staatsschuldenkrise brachte der EZB-Rat im

September 2012 mit dem neuen Anleiheaufkaufprogramm OMT (Outright Monetary Transactions) in

Stellung. Die europäische Notenbank unterstrich damit ihr klares Bekenntnis zum Euro von Ende Juli

2012, im Rahmen des gegebenen Mandats alles zu tun, was nötig sei, um den Euro zu erhalten. Die

weithin aufgekommenen Zweifel am Fortbestand des Währungsraums gingen daraufhin an den Finanzmärkten

spürbar zurück. Ziel des geldpolitischen Sonderprogramms ist es, über den Kauf kurz laufender

Staatsanleihen übertriebenen Preisabschlägen am Markt für Staatsanleihen von Euro-Staaten entgegenzuwirken.

Ein Limit bei den Käufen setzten sich die europäischen Notenbanker nicht. Allerdings

sind die Ankäufe an strikte Bedingungen geknüpft. So verpflichtete sich die EZB, nur Staatsanleihen

von denjenigen Euro-Staaten zu kaufen, mit denen zuvor ein Hilfsprogramm der Rettungsschirme

EFSF oder ESM vereinbart wurde und die die Auflagen der Rettungsprogramme vollständig einhalten.

Bundesanleihen blieben sicherer Hafen in 2012

Die hohe Verunsicherung durch die Euro-Schuldenkrise hat in 2012 erneut zu einer hohen Nachfrage

nach Bundesanleihen geführt. Die stabile Konjunktur und die erfolgreiche Haushaltskonsolidierung in

Deutschland unterstrichen den Status der Bundeswertpapiere als „sicheren Hafen“ in turbulenten Zeiten.

Die Rendite von deutschen Bundesanleihen mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren fiel bis zum

Jahreshöhepunkt der Euro-Staatsschuldenkrise im Juli auf ein neues Allzeittief von 1,16 Prozent. Im

Zuge der schrittweisen Beruhigung des europäischen Staatsanleihemarktes stiegen die Renditen von

Bundesanleihen im weiteren Jahresverlauf wieder etwas an, bewegten sich aber weiterhin auf einem

ausgesprochen niedrigen Niveau. Ausschlaggebend hierfür waren umfangreiche Hilfs- und Stützmaßnahmen

für die angeschlagenen Euro-Staaten von Seiten der EU und der EZB. Eine herausragende

Rolle spielte dabei die EZB. So wendete sich das Blatt am Rentenmarkt nach dem Bekenntnis des

EZB-Präsidenten, Mario Draghi, zum Euro im Juli und der Installation eines grundsätzlich unbegrenzten

Anleiheaufkaufprogramms im September. Im Zuge des Vertrauenszuwachses an den Finanzmärkten

pendelte sich die Rendite von Bundesanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit bis zum Jahresende bei

1,31 Prozent ein. Das waren 52 Basispunkte weniger als zum Jahresultimo 2011.

Nach schwachem ersten Halbjahr…

Das vergangene Jahr war eine turbulente Zeit für den Euro. So stand die europäische Gemeinschaftswährung

in 2012 überwiegend im Schatten der europäischen Schuldenkrise. Zwar war es im ersten

Jahresquartal gegenüber dem US-Dollar noch zu Kursgewinnen gekommen. Dabei konnte der Euro-

Dollar Kurs bis Ende Februar auf über 1,34 US-Dollar steigen. Bis zum Sommer verlor der Euro allerdings

angesichts wachsender Sorge um den Fortbestand des europäischen Währungsraums im Fahrwasser

der sich zuspitzenden Euro-Staatsschuldenkrise zunehmend an Substanz. Der Euro-Dollar

Kurs sank infolgedessen bis Ende Juli auf einen Jahrestiefpunkt von 1,21 US-Dollar.

…konnte sich der Euro bis Jahresende erholen

Im Laufe der zweiten Jahreshälfte schaffte es der Euro allerdings, die Belastungen aus der ersten Jahreshälfte

weitestgehend abzustreifen. Die EZB spielte dabei die entscheidende Rolle: Nachdem der

Präsident der europäischen Notenbank, Mario Draghi, mit seinem „Treueschwur“ zum Euro Ende Juli

dem Sinkflug des Euro-Dollar Kurses erfolgreich Einhalt geboten hatte, sorgte die Zusage unbegrenzter

Anleiheaufkäufe im Fall starker Verzerrungen am Staatsanleihemarkt durch die EZB im September für

eine sichtbare Erholung des Euro. Unterstützung erhielt die Gemeinschaftswährung zudem vom Bundesverfassungsgericht,

das im September grünes Licht für den Rettungsmechanismus ESM und den

Fiskalpakt gab. Zum Jahresende profitierte die Gemeinschaftswährung noch von einem positiven Verlauf

des Anleiherückkaufprogramms sowie der Freigabe weiterer Hilfsmittel für Griechenland. In dieser

Gemengelage pendelte sich der Euro-Dollar Kurs bis zum Jahresultimo bei 1,32 US-Dollar ein. Er lag

damit knapp 3 US-Cent über seinem Vorjahreswert.

Entwicklung der Kreditgenossenschaften

Kreditgenossenschaften auf stabilem Wachstumskurs

Trotz der anhaltend hohen Herausforderungen und Risiken in Zeiten der Staatsschuldenkrise verzeichneten

die 1.101 Volksbanken Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie sonstigen Kreditgenossenschaften

im Jahr 2012 erneut ein stabiles Wachstum. Die positive Geschäftsentwicklung unterstreicht

einmal mehr das Vertrauen unserer Kunden in den Genossenschaftssektor als verlässlichen

Stabilisator der Finanzmärkte. Dabei sprechen die aktuellen Zahlen für sich: Insgesamt stiegen die bi-

31


lanziellen Kundeneinlagen der Kreditgenossenschaften auf 542 Milliarden Euro. Auch die Kundenkredite

legten auf stattliche 443 Milliarden Euro zu. Die addierte Bilanzsumme stieg um 21 Milliarden auf 750

Milliarden Euro. Die Zahl der Kreditgenossenschaften sank um 20 Institute (oder -1,8 Prozent) auf

1.101. Die Attraktivität der Kreditgenossenschaften zeigte sich auch in der starken Zunahme der Mitglieder

um knapp 350.000 auf 17,3 Millionen.

Rekordzuwächse im Kreditgeschäft

Im Kreditbereich konnten die Volksbanken und Raiffeisenbanken in hohem Maße von den positiven gesamtwirtschaftlichen

Rahmenbedingungen profitieren. So erhöhte sich die Kreditvergabe an Privat- und

Firmenkunden per Dezember 2012 im Vorjahresvergleich um 4,4 Prozent oder 19 Milliarden Euro. Damit

konnten die Kreditgenossenschaften an die Rekordmarke von 4,5 Prozent des Jahres 2011 anknüpfen.

Die ausgesprochen günstigen Finanzierungsbedingungen, sprich insbesondere die niedrigen

kurz- wie auch langfristigen Zinsen und eine sich stetig verbessernde Lage am Arbeitsmarkt unterstützten

die Kreditvergabe. Getragen wurde das Kreditwachstum im letzten Jahr in erster Linie von den

langfristigen Forderungen mit einem Plus von 4,5 Prozent. Aufgrund der anhaltenden Staatsschuldenkrise

entwickelten die privaten Haushalte eine Vorliebe für langfristige Investitionen in Wohnimmobilien

(„Beton-Gold“). Neben Neubauten wurden vor allem Sanierungsmaßnahmen zur Erhöhung der

Energieeffizienz bestehender Wohngebäude finanziert, was zu einer Ausweitung der langfristigen Kredite

der Volksbanken und Raiffeisenbanken auf 382 Milliarden Euro führte. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken

zeichnen sich auf diese Weise durch eine vergleichsweise konservative Ausgestaltung

der Kreditvergabe aus. So weisen mehr als 86 Prozent der vergebenen Kredite eine anfängliche Zinsbindung

von über fünf Jahren auf. Die vorherrschend längere Zinsbindung schützt die Kreditkunden

besser vor Zinsänderungsrisiken und damit vor Unsicherheiten über die zukünftige Zins- und Tilgungsbelastung.

Mehr als neun Zehntel (92,5 Prozent) der ausgereichten Kredite der Kreditgenossenschaften

sind mittel- und langfristige Finanzierungen. Auch die kurz- und mittelfristigen Forderungen der Kreditgenossenschaften

nahmen mit 4,1 bzw. 3,3 Prozent zu. Insgesamt haben die Kreditgenossenschaften

per Ende 2012 Kredite in Höhe von 443 Milliarden Euro herausgegeben. Das deutliche Plus bei den

Kundenkrediten konnte durch eine Erhöhung der Kundeneinlagen refinanziert werden. Dies erlaubt eine

weitgehende Unabhängigkeit der Refinanzierung der Volksbanken und Raiffeisenbanken von den

Kapitalmärkten. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken zeichnen sich damit durch eine hohe Kontinuität

ihrer Bilanzstruktur aus.

Besonders gefragt: Täglich verfügbare Anlagen

Auf der Passivseite steigerten die Kreditgenossenschaften ihre Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken

um 18 Milliarden Euro oder 3,5 Prozent auf 542 Milliarden Euro. Der überwiegende Teil davon wurde

in Form von kurzfristigen Sichteinlagen angelegt. Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Spannungen

an den Finanzmärkten im Zuge der Euro-Staatsschuldenkrise und den nach wie vor niedrigen

Zinsen zeigten die Bankkunden eine starke Präferenz für liquide Produkte. Insgesamt erhöhten sich vor

diesem Hintergrund die Sichteinlagenbestände im Vorjahresvergleich um mehr als 33 Milliarden Euro

bzw. 14,1 Prozent auf 269 Milliarden Euro. Damit entfällt knapp die Hälfte der Einlagenbestände auf

täglich fällige Verbindlichkeiten. Die Höhe des Einlagenvolumens zur Vermögensanlage war teilweise

rückläufig. So lag der Termineinlagenbestand der Kreditgenossenschaften per Ende 2012 bei 69 Milliarden

Euro und damit 15 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch die Sparbriefe nahmen bestandsmäßig

ab. Der Bestand an Sparbriefen sank um 14,8 Prozent auf 17 Milliarden Euro. Geringfügig zulegen

konnten die Spareinlagen. Zum Jahresende 2012 betrug der Spareinlagenbestand wie im Vorjahr 187

Milliarden Euro. Einschließlich der Inhaberschuldverschreibungen stiegen die Kundeneinlagen der

Volksbanken und Raiffeisenbanken um 2,6 Prozent oder 14 Milliarden Euro auf 558 Milliarden Euro.

Bilanzsumme der Volksbanken und Raiffeisenbanken im stetigen Aufwärtstrend

Die Bilanzsumme aller Kreditgenossenschaften hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9

Prozent auf 750 Milliarden Euro erneut erhöht. Dadurch erhöhte sich auch die durchschnittliche Bilanzsumme

je Institut auf 681 Millionen Euro (im Vorjahr 651 Millionen Euro). Die Spannweite bei den Bilanzsummen

reicht unter den Kreditgenossenschaften von knapp 14 Millionen Euro für die kleinste bis

zu 38 Milliarden Euro für die größte Kreditgenossenschaft.

Das Warengeschäft betrieben im zurückliegenden Geschäftsjahr noch 137 Institute – dies sind etwas

mehr als 12 Prozent aller Kreditgenossenschaften – mit einer addierten Bilanzsumme von rund 44 Milliarden

Euro. In den letzten zehn Jahren hat damit die Zahl der Banken mit Warengeschäft um mehr als

32


die Hälfte (-54 Prozent) abgenommen.

Deutliches Plus beim Eigenkapital

Als robust lässt sich auch die bilanzielle Eigenkapitalbasis der Volksbanken und Raiffeisenbanken charakterisieren.

Den Instituten ist es im Jahresverlauf 2012 gelungen, das bilanzielle Eigenkapital mit einem

deutlichen Plus von 5,2 Prozent auf 40,5 Milliarden Euro zu steigern. Deutlich zulegen konnten die

Rücklagen um 5,7 Prozent auf 30,1 Milliarden Euro, auch die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital)

wuchsen um 3,9 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Mit der im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigerten

Eigenkapitalquote – berechnet als bilanzielles Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme –

in Höhe von 5,4 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr) verfügen die Kreditgenossenschaften

über ausreichende Wachstumsspielräume, um den Kreditwünschen von Privat- und Firmenkunden

gleichermaßen gerecht zu werden. Anzeichen für eine Kreditklemme sind nicht in Sicht.

Dichtes Bankstellen- und SB-Zweigstellennetz in der Fläche

Die regionalen Bankenfusionen hatten keinen Einfluss auf die Anzahl der personenbesetzten

Bankstellen- und SB-Zweigstellen, die den Kunden vor Ort für ihre Bankgeschäfte oder elektronischen

Bankdienstleistungen flächendeckend über alle Regionen in Deutschland zur Verfügung standen. Insgesamt

unterhielten die Volksbanken und Raiffeisenbanken Ende 2012 13.211 Bankstellen (= Zweigstellen

plus Hauptstellen), das sind 139 weniger als noch vor einem Jahr. Neben den Personen-

Bankstellen standen den Kunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken zusätzlich 3.300 SB-

Zweigstellen für ihre Bankgeschäfte zur Verfügung.

17,3 Millionen Mitglieder: Mitgliedschaft boomt weiter – knapp 350.000 neue Mitglieder

Das stabile und solide Geschäftsmodell der Kreditgenossenschaften wird auch von neuen Kunden und

Mitgliedern stark nachgefragt: Die Mitgliederzahlen der Volksbanken und Raiffeisenbanken steigen

weiter, was darauf hindeutet, dass der Zuspruch zu Kreditgenossenschaften ungebrochen ist. Ende

2012 konnten die Volksbanken und Raiffeisenbanken 17,3 Millionen Personen und Unternehmen zu ihren

Mitgliedern zählen. Das sind fast 350.000 Personen und damit 2,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Die

Zahl der Mitglieder in den Genossenschaftsbanken liegt damit nur leicht unter der Mitgliederzahl des

Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (über 18 Millionen), aber mehr als doppelt so hoch wie die

Zahl der Aktionäre und Fondsbesitzer in Deutschland (8,5 Millionen). Der Erfolg der Kreditgenossenschaften

beruht auf den zahlreichen Leistungen, die sie ihren Mitgliedern anbieten. Hierzu zählen u.a.

der genossenschaftliche Anteilsbesitz mit seiner attraktiven wie mehr oder weniger konstant bleibenden

Dividende (durchschnittlicher Dividendensatz in 2012: 5,4 Prozent, in 2010 und 2011: 5,5 Prozent), zunehmend

aber auch andere erlebbare Mehrwerte oder Bonus- und Mitgliederbindungsprogramme. Die

durchschnittliche Zahl der Mitglieder je Kreditgenossenschaft stieg auf mehr als 15.750.

2. Entwicklung der Raiffeisen-Volksbank Neustadt eG

Die Geschäftsentwicklung war im Berichtsjahr positiv. Im einzelnen zeigt sich folgendes Bild:

2011 2010 2009 2008

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Bilanzsumme 89.458 82.292 77.058 71.642 65.357

Außerbilanzielle Geschäfte *) 2.606 2.985 3.244 1.513 1.430

*)

Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen).

Die Bilanzsumme stieg deutlich um TEUR 7.166 (8,7 %) auf TEUR 89.458.

Die außerbilanziellen Geschäfte sanken um TEUR 379 auf TEUR 2.606.

33


Aktivgeschäft Berichtsjahr 2011 2010 2009 2008

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Kundenforderungen 54.822 49.448 43.002 39.413 37.380

Wertpapieranlagen 11.362 12.025 16.933 16.448 10.217

Forderungen an Banken 11.914 11.767 8.927 7.946 9.656

Die gute Entwicklung des Kreditgeschäftes der Vorjahre setzte sich auch im Berichtsjahr fort. Die Kundenforderungen

erhöhten sich im Berichtsjahr um TEUR 5.374 (10,9 %) auf TEUR 54.822.

Die Wertpapieranlagen verringerten sich um 5,5 % (TEUR 663), dagegen erhöhten sich die Forderungen

an Banken geringfügig um TEUR 147 (1,3 %).

Passivgeschäft Berichtsjahr 2011 2010 2009 2008

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Bankrefinanzierungen 13.507 10.111 8.192 5.223 4.741

Kundengelder 66.989 64.358 62.563 60.654 55.115

Spareinlagen 16.195 16.269 17.798 12.329 10.845

täglich fällige Einlagen 37.777 32.268 31.689 33.623 24.628

Einlagen mit vereinbarter

Laufzeit oder

Kündigungsfrist 13.017 15.821 13.076 14.702 19.642

Die Bankenrefinanzierungen beinhalten aufgenommene Globaldarlehen in EUR und Schweizer Franken,

Refinanzierungsmittel für das Programmkreditgeschäft sowie Offenmarktkredite der Deutschen

Bundesbank. Sie erhöhten sich um TEUR 3.396 (33,6 %). Der Anteil der Bankrefinanzierungen im Verhältnis

zur Bilanzsumme ist angemessen. Er hat sich auf 15,1% (Vorjahr 12,3 %) erhöht.

Bei den Kundeneinlagen (Passivposten 2) haben sich die täglich fälligen Einlagen (Sichteinlagen und

Tagesgelder) positiv entwickelt (+ TEUR 5.509 = 17,1 %). Während die Spareinlagen nahezu unverändert

waren, reduzierten sich die Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist um TEUR

2.804 ( -17,7 %). Insgesamt verzeichneten die Kundeneinlagen ein Plus von TEUR 2.631 (4,1 %).

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2011 2010 2009 2008

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Erträge aus

Wertpapierdienstleistungsund

Depotgeschäften 69 104 124 106 16

Vermittlungserträge 291 244 222 155 159

Erträge aus

Zahlungsverkehr 448 431 437 448 466

Wir bieten unseren Kunden und Mitgliedern im Dienstleistungsgeschäft eine umfassende und bedarfsgerechte

Beratung.

Den gesunkenen Erträgen aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft (- TEUR 35) stehen

gestiegene Erträge aus dem Vermittlungsgeschäft (+ TEUR 47) sowie Erträge aus dem Zahlungsverkehr

(+ TEUR 17) gegenüber.

34


Warengeschäft Berichtsjahr 2011 2010 2009 2008

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Warenumsatz 11.603 9.415 8.385 7.652 9.950

Warenbestand 2.721 1.900 1.242 1.114 1.644

Rohergebnis 1.095 952 893 704 820

Das Warengeschäft hat sich in 2012 positiv entwickelt. Der Warenumsatz ist um TEUR 2.188 (23,2 %)

gestiegen. Der Warenbestand stieg um TEUR 821 (43,2 %) auf TEUR 2.721. Das Rohergebnis konnte

deutlich um TEUR 143 (15,0 %) gesteigert werden.

Investitionen

Auf dem in 2011 erworbenen Grundstück in Mariensee wurde eine neue Geschäftsstelle errichtet. Die

Investition für den Neubau betrug ca. TEUR 600. Für die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden

ca. TEUR 200 investiert.

Im Stadtteil Hagen (Hagener Straße 67) wurde ein Gewerbeobjekt mit Tankstelle für ca. TEUR 250 erworben

und modernisiert.

Im Warenbereich wurden diverse Trocknungsanlagen für insgesamt TEUR 75 und ein Radlader Caterpillar

für TEUR 55 angeschafft.

Personal- und Sozialbereich

Der durchschnittliche Personalbestand beträgt 38 Mitarbeiter (Vorjahr 39). Die durchschnittliche Zahl

der Auszubildenden ist mit 6 unverändert. Dieses zeigt, welchen Wert wir darauf legen, jungen Menschen

eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Regelmäßig erhalten auch Schulpraktikanten die Möglichkeit,

Einblick in den Berufsalltag im Bank- oder Warenbereich zu bekommen. Die Personalstruktur entspricht

nach Alter und Qualifikationen den Erfordernissen. Unsere Mitarbeiter sind gut ausgebildet. Für

ständige Fortbildung nutzen wir das Angebot der genossenschaftlichen Bildungseinrichtungen.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Für unseren langjährigen Geschäftsleiter, Herrn Werner Brauner, hat am 15.09.2012 die passive Phase

der Altersteilzeit begonnen.

II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung

der Raiffeisen-Volksbank Neustadt eG

1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement

In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und

Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte

Begleitung unserer Mitglieder und Kunden in allen Fragen der Finanzierung und Vermögensanlage

sicherstellt.

Die Entwicklung unserer Bank planen und steuern wir mit Hilfe von Kennzahlen und Limitsystemen. Die

Ausgestaltung unserer Limitsysteme ist an der Risikotragfähigkeit unseres Hauses ausgerichtet. Durch

Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit der Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit

der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund einer wachsenden

Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von erheblicher Bedeutung. Die hierfür zuständigen Organisa-

35


tionseinheiten berichten direkt dem Vorstand.

Risikomanagementziele und - methoden

Neben allgemeinen Risikofaktoren (z. B. Konjunkturschwankungen, neue Technologien und Wettbewerbssituationen,

sonstige sich verändernde Rahmenbedingungen) bestehen spezifische Bankgeschäftsrisiken.

Die Kontrolle und das Management der Risiken ist für uns eine zentrale Aufgabe und an

dem Grundsatz ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu

bewerten, zu begrenzen und zu überwachen sowie negative Abweichungen von den Erfolgs-,

Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Der Vorstand ist in das Risikocontrolling direkt

eingebunden. Die Interne Revision überwacht durch regelmäßige Kontrollen die vorhandenen Abläufe.

Zur Steuerung und Bewertung der Risiken nutzen wir EDV-gestützte Systeme; diese finden teilweise

auch Berücksichtigung bei der Chancenbewertung. Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen

sind Verlustobergrenzen für unterschiedliche Risikoarten definiert, an denen wir u. a. unsere

geschäftspolitischen Maßnahmen ausrichten.

Die Risikotragfähigkeit ermitteln wir auf Basis der Ertragslage, der bilanziellen Eigenkapitalbestandteile

und der stillen Reserven.

Unser Haus unterscheidet zwischen Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken (Zinsänderungs-,

Währungs- und sonstigen Preisrisiken), Liquiditätsrisiken und operationellen Risiken.

Adressenausfallrisiken

Für das Kreditgeschäft haben wir unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit sowie der Einschätzung

der mit dem Kreditgeschäft verbundenen Risiken eine Strategie zur Ausrichtung des Kreditgeschäftes

festgelegt.

Die Ermittlung struktureller Kreditrisiken (Adressenausfallrisiken) basiert auf Einstufungen aller Kreditnehmer

in Bonitätsnoten nach bankinternen Beurteilungskriterien. Das aggregierte Ergebnis wird nach

Volumen und Blankoanteilen ausgewertet und in die Gesamtbanksteuerung einbezogen. Die Einstufungen

werden regelmäßig überprüft. Unsere EDV-Statistiken geben außerdem Auskunft über die Verteilung

des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen und Sicherheiten. Zur Überwachung und

Steuerung des Kreditgeschäftes bestehen Limite u. a. in Bezug auf Branchen und Größenklassen.

Den Adressenausfallrisiken in unseren Wertpapieranlagen begegnen wir grundsätzlich dadurch, dass

wir keine Papiere außerhalb eines Investment Grade Ratings erwerben. Des Weiteren haben wir zur

Überwachung ein Limitsystem eingerichtet. Bonitätsrisiken werden durch uns regelmäßig anhand historischer

Bonitätsverschlechterungs- und Ausfallwahrscheinlichkeiten gemessen.

Marktpreisrisiken

Zur Überwachung der Auswirkungen der allgemeinen Zins-, Währungs- und Kursrisiken auf unsere

Wertpapiere haben wir ein Controlling- und Managementsystem eingerichtet, das den von der Bankenaufsicht

vorgegebenen Anforderungen voll entspricht.

Zur Quantifizierung der Risiken bewerten wir unsere Wertpapierbestände quartalsweise unter Zugrundelegung

tagesaktueller Zinssätze und Kurse. Darüber hinaus analysieren wir regelmäßig die potenziellen

Verlustrisiken aus möglichen künftigen Zins- und Kursänderungen.

Wir haben sichergestellt, dass Eigenhandelsgeschäfte nur im Rahmen klar definierter Kompetenzregelungen

getätigt werden. Art, Umfang und Risikopotenzial dieser Geschäfte haben wir durch ein bankinternes

Limitsystem und Kontrahentenlimite begrenzt.

Unsere Bank ist insbesondere aufgrund von bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktiven und

passiven Festzinspositionen dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Zinsänderungsrisiken

bzw. -chancen messen wir regelmäßig mit Hilfe einer dynamischen Zinselastizitätsbilanz. Ausgehend

von unseren Zinsprognosen werden die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklungen

auf das Jahresergebnis ermittelt. Nach abgestuften Entwicklungszenarien haben wir für die möglichen

Ergebnisbeeinträchtigungen Limite vorgegeben, deren Überschreiten die Anwendung bestimmter Maß-

36


nahmen auslöst.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko wird durch die Liquiditätsverordnung begrenzt und gesteuert. Daneben ist die Finanzplanung

unseres Hauses streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen

pünktlich nachkommen zu können. Insoweit achten wir auf ausgewogene Laufzeitstrukturen

der Aktiva und Passiva. Bei unseren Geldanlagen bei Korrespondenzbanken bzw. in Wertpapieren

tragen wir entsprechend neben Ertrags- auch Liquiditätsaspekten Rechnung. Durch die Einbindung

in den genossenschaftlichen Finanzverbund bestehen ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten, um

unerwartete Zahlungsstromschwankungen auffangen zu können.

Operationelle Risiken

Neben den Adressenausfall- und Marktpreisrisiken hat sich unsere Bank auch auf operationelle Risiken

(z.B. Betriebsrisiken im EDV-Bereich, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und

Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken) einzustellen. Unser innerbetriebliches Überwachungssystem

trägt dazu bei, diese Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Den

Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir auch durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern

(z.B. im EDV-Bereich oder im Bereich der Rechtsberatung). Für den Ausfall technischer Einrichtungen

und unvorhergesehener Personalausfälle besteht eine Notfallplanung. Versicherbare Gefahrenpotenziale,

z.B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang

abgeschirmt.

2. Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Solvabilität gemäß § 10 KWG haben

sich in den letzten 5 Jahren wie folgt entwickelt:

Eigenmittel, Solvabilität Berichtsjahr 2011 2010 2009 2008

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Eigenkapital laut Bilanz *) 6.492 5.857 4.785 4.467 4.205

Haftendes Eigenkapital 9.529 8.328 7.407 7.023 6.639

Eigenmittel 9.529 8.328 7.407 7.023 6.639

Solvabilitätskennziffer 13,9 % 13,0 % 13,0 % 13,1 % 13,7 %

*)

Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Ein angemessenes haftendes Eigenkapital, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen,

bildet neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik.

Die vom Bundesministerium der Finanzen vorgegebenen Anforderungen der Solvabilitätsverordnung

wurden von uns im Geschäftsjahr 2012 stets eingehalten.

Unser Kernkapital beträgt 6,0 Mio. EUR; das sind 6,7 % der Bilanzsumme.

Nach unserer Unternehmensplanung ist von einer Einhaltung der Solvabilitätskennziffer bei dem erwarteten

Geschäftsvolumenszuwachs sowie durch die geplanten Rücklagenzuführungen und die vorgesehene

Einwerbung von Geschäftsguthaben auch zukünftig auszugehen.

Kundenforderungen

Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsummme beträgt 61,3 % und teilt sich wie folgt auf die

Kundengruppen auf:

Firmenkunden 47,9 %

Privatkunden 52,1 %

Der Anteil der Firmenkunden wird geprägt durch Kredite an die Betriebe der Landwirtschaft, des Hand-

37


werks sowie der Dienstleistungen.

Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine ausgewogene

branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen.

Die durch die Generalversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer

sowie sämtliche Kreditrichtlinien des KWG wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.

Die Absicherung der Kundenforderungen erfolgt weiterhin vorrangig durch Grundpfandrechte.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2012 wieder mit besonderer Vorsicht

bewertet. Akute Risiken sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen abgeschirmt. Es besteht

eine gute Risikovorsorge für latente Risiken durch die vorhandenen Vorsorgereserven und den

Fonds für allgemeine Bankrisiken. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten

Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer

mittelständischen Kundschaft entsprechen.

Wertpapieranlagen

Die bankeigenen Wertpapiere haben einen Anteil von 12,7 % an der Bilanzsumme. Unseren gesamten

Wertpapierbestand haben wir der Liquiditätsreserve zugeordnet und dementsprechend nach dem

strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2011 2010 2009 2008

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Liquiditätsreserve 11.362 12.025 16.933 16.448 10.217

Die Liquiditätsreserve setzt sich mit einem Anteil von 67 % aus dem Aktivposten 5, Schuldverschreibungen

und andere festverzinsliche Wertpapiere, und mit einem Anteil von 33 % aus dem Aktivposten

6, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, zusammen. Bei den Schuldverschreibungen

und festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich um Wertpapiere von Emittenten mit gutem Rating.

Bei der Position Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere handelt es sich um Aktien, Anteile

an Investmentfonds sowie um Genussscheine der DZ BANK. Den wesentlichen Teil machen dabei

die Investmentfonds aus.

Zinsänderungsrisiko

Die Zinsänderungsrisiken und -chancen messen wir regelmäßig mit Hilfe einer dynamischen Zinselastizitätsbilanz.

Ausgehend von unseren Zinsprognosen werden die Auswirkungen hiervon abweichender

Zinsentwicklungen auf das Jahresergebnis ermittelt und analysiert und für die Folgejahre simuliert.

Nach den auf dieser Grundlage zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres und der Folgejahre ermittelten

Zinsänderungsrisiken bzw. -chancen ergeben sich keine bedeutenden Auswirkungen auf das Betriebsergebnis

des laufenden und des darauf folgenden Geschäftsjahres.

Währungsrisiko

Ungedeckte Währungspositionen bestehen aus der Aufnahme von globalen Refinanzierungsmitteln in

Schweizer Franken im Gegenwert von TEUR 1.656.

38


Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Unsere Genossenschaft ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken

und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund

besteht.

3. Finanz- und Liquiditätslage

Die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgestellte Liquiditätsverordnung wurde

von uns auch im Geschäftsjahr 2012 stets eingehalten. Die Liquiditätskennzahl betrug zum Bilanzstichtag

des Berichtsjahres 2,94 %. Wir konnten allen Zahlungsverpflichtungen stets fristgerecht nachkommen;

die Zahlungsfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet.

In Anbetracht der derzeit vorhandenen Liquiditätsreserven und der Einbindung unserer Bank in den genossenschaftlichen

Liquiditätsverbund ist auch in den folgenden Jahren aus heutiger Sicht nicht mit einer

Beeinträchtigung der Zahlungsfähigkeit zu rechnen.

4. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich in den letzten 5 Jahren wie folgt

entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2011 2010 2009 2008

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Zinsüberschuss 1) 2.613 2.636 2.569 2.091 1.907

Provisionsüberschuss 2) 776 740 759 695 628

Handelsergebnis/

Finanzergebnis 0 0 0 2 0

Rohergebnis aus Warenverkehr

und Nebenbetrieben 1.095 952 893 704 820

Verwaltungsaufwendungen 3.465 3.106 2.739 2.617 2.587

a) Personalaufwendungen 2.260 2.085 1.659 1.613 1.697

b) andere Verwaltungsaufwendungen

1.205 1.021 1.080 1.004 890

Betriebsergebnis vor

Bewertung 3) 828 1.087 1.016 688 673

Bewertungsergebnis 4) -142 89 -521 -346 -328

Ergebnis der normalen

Geschäftstätigkeit 686 1.176 495 342 344

Steueraufwand 225 411 148 98 109

Jahresüberschuss 332 305 280 244 236

1)

GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2)

GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3)

Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 sowie abzüglich GuV-Posten 17

4)

Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Der Zinsüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben.

Das Provisionsergebnis hat sich um TEUR 36 erhöht.

Das Rohergebnis aus dem Warenverkehr verzeichnete einen Zuwachs von TEUR 143 auf TEUR 1.095

(+ 15,0 %). Ursächlich hierfür waren neben Preiseffekten auch teilweise deutliche Umsatzausweitungen

in den einzelnen Sparten.

39


Die Personalaufwendungen sind um TEUR 175 gestiegen. Ursächlich dafür waren u.a. Tarifsteigerungen,

Neueinstellungen sowie einmalige vertragliche Nachzahlungen für Vorjahre.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um TEUR 184. Die Erhöhung resultiert aus Aufwendungen

im Zusammenhang mit der Eröffnung der Geschäftsstelle in Mariensee, gestiegenen Aufwendungen

für das Rechenzentrum, erhöhten Instandhaltungen von Grundstücken und Gebäuden im

Warenbereich sowie für das neu erworbene Gewerbeobjekt mit Tankstelle und aus gestiegenem Aufwand

im Warenbereich aufgrund der Umsatzsteigerung.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung hat sich um TEUR 259 verringert. Ebenso hat sich das Ergebnis

der normalen Geschäftstätigkeit um TEUR 490 verringert. Das hohe Niveau des Vorjahres konnte erwartungsgemäß

nicht erreicht werden.

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir eine zufrieden stellende Ertragslage.

5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Die Vermögenslage unseres Hauses ist durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung geprägt. Die

gebildeten Wertberichtigungen für die erkennbaren und latenten Risiken in den Kundenforderungen

sind angemessen; für erhöht latente Risiken im Kreditgeschäft besteht ein ausreichendes Deckungspotenzial

in Form versteuerter Wertberichtigungen.

Die Finanz- und Liquiditätslage entspricht den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

Die Ertragslage des Berichtsjahres war trotz des geringeren Ergebnisses gut.

Aufgrund unserer soliden und risikobewussten Geschäftspolitik sowie der installierten Instrumentarien

zur Risikosteuerung und -überwachung bewegen sich die derzeit erkennbaren Risiken der künftigen

Entwicklung in einem überschaubaren und für unser Haus tragbaren Rahmen.

Ertragschancen sehen wir für unsere Bank aus dem kontinuierlichen Wachstum unseres Kredit- und

Dienstleistungsgeschäftes, bei dem insbesondere durch das Vermittlungsgeschäft eine positive Auswirkung

auf unser Ergebnis erreicht werden soll.

III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nicht bekannt.

IV.Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 erwarten wir gesamtwirtschaftlich ein leichtes Wachstum und

damit keine wesentlichen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Nach unserer Unternehmensplanung rechnen wir auf dieser Grundlage für das laufende Geschäftsjahr

mit einem moderaten Wachstum.

Unseren Kunden und Mitgliedern werden wir auch zukünftig ein umfassendes Dienstleistungsgeschäft

unter Einbindung des genossenschaftlichen FinanzVerbundes anbieten.

Im Warengeschäft erwarten wir für diese Geschäftsjahre eine Stabilisierung der Umsätze im Bezugsund

Absatzgeschäft auf dem erreichten Niveau und eine Festigung der Rohgewinnspanne.

Ausgehend von einer angemessenen Vermögenslage erwarten wir auch für die Zukunft eine weitere

Stärkung unserer Eigenkapitalbasis. Negative Auswirkungen aus Kredit- oder Marktpreisrisiken auf unsere

Vermögenslage erwarten wir aus heutiger Sicht nicht.

Aufgrund einer unverändert sorgfältigen Finanzplanung sowie der Einbindung unserer Bank in den genossenschaftlichen

FinanzVerbund gehen wir auch zukünftig von einer geordneten Finanzlage aus.

Wir werden den Weg der Optimierung unserer Aufwands- und Ertragssituation fortsetzen und erwarten

40


eine weiterhin zufrieden stellende Ertragslage.

Die Risiken der künftigen Entwicklung bewegen sich nach unserer Einschätzung - wie dargestellt – in

einem überschaubaren und für unser Haus tragbaren Rahmen, so dass wir davon ausgehen, dass

hier- aus keine wesentlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind.

Mit einer kontinuierlichen Entwicklung der Mitarbeiterqualifikationen durch Schulungen sowie

permanente Investitionen in Sachanlagen, insbesondere unserer EDV und der

Selbstbedienungsangebote für unsere Kunden, sind wir auf die zukünftigen Anforderungen des

Marktes vorbereitet.

Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass, soweit wir vorstehend Prognosen oder

Erwartungen geäußert haben oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, die tatsächlichen

Ergebnisse und Entwicklungen hiervon abweichen können.

V. Zweigniederlassungen

Die Genossenschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

Neustadt am Rübenberge, 30. Mai 2013

Raiffeisen-Volksbank Neustadt eG

Der Vorstand:

Frank Hahn

Otto Muhsmann

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR

331.559,37 wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von 5,60 %

Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen

EUR

121.559,30

a) Gesetzliche Rücklage 40.000,00

b) Andere Ergebnisrücklagen 170.000,07

331.559,37

Neustadt am Rübenberge, 30. Mai 2013

Raiffeisen-Volksbank Neustadt eG

Der Vorstand:

Frank Hahn

Otto Muhsmann

41


Zusammenfassende Schlussbemerkungen

Der Genossenschaftsverband e.V. hat als zuständiger gesetzlicher Prüfungsverband bei der

Raiffeisen-Volksbank Neustadt eG, Neustadt am Rübenberge,

die Prüfung nach § 53 Genossenschaftsgesetz in Verbindung mit der Prüfung des Jahresabschlusses

zum 31. Dezember 2012 sowie des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2012 gemäß § 340k Handelsgesetzbuch

sowie die nach § 29 Kreditwesengesetz vorgeschriebenen bankaufsichtsrechtlichen Prüfungen

mit folgendem Ergebnis durchgeführt:

Die geschäftliche Entwicklung der Bank war im Geschäftsjahr 2012 geprägt durch steigende Kundeneinlagen

und Forderungen an Kunden. Die Bilanzsumme nahm um 8,7 % auf 81,5 Mio. EUR zu.

Das Dienstleistungsgeschäft nahm insbesondere im Vermittlungsgeschäft im Bereich der Vermögensverwaltung

und -beratung als auch im Kreditgeschäft eine positive Entwicklung, während sich das

Wertpapier- und Depotgeschäft abschwächte.

Im Warengeschäft entwickelten sich die Bezugs- und Absatzumsätze positiv.

Das Rechnungswesen wird den gesetzlichen und betrieblichen Anforderungen gerecht.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 ist ordnungsgemäß aus der Buchführung entwickelt

und durch ein vollständiges Inventar belegt. Gliederung und Bewertung entsprechen Gesetz und

Satzung. Der Jahresabschluss wurde nach den deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt.

Rückstellungen und Wertberichtigungen bestehen in angemessener Höhe.

Im Lagebericht sind der Geschäftsverlauf, die Lage, die voraussichtliche Entwicklung der Bank sowie

die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dargestellt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde mit Datum vom 11. Juni 2013 mit dem uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk versehen.

Die Einhaltung der geldwäscherechtlichen Bestimmungen waren bei der Bank gemäß

§ 20 Abs. 4 Prüfungsberichtsverordnung für das abgelaufene Jahr nicht Gegenstand der Prüfung.

Den Anzeigepflichten nach dem Kreditwesengesetz sowie den sonstigen bankaufsichtsrechtlichen

Vorschriften wurde entsprochen.

Die Organisation der Bank ist zweckmäßig und an der Art und dem Umfang der Geschäftstätigkeit

ausgerichtet. Sie gewährleistet unter Beachtung der bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen eine

ordnungsgemäße Geschäftsabwicklung.

Das Interne Planungs-, Steuerungs- und Überwachungssystem sowie die Ausgestaltung der Internen

Revision entsprechen den Anforderungen an eine Bank dieser Größe und Struktur.

Der Vorstand hat ein angemessenes Risikomanagementsystem eingerichtet. Die wesentlichen Risiken

werden laufend mit geeigneten Instrumenten und Verfahren bewertet und mit Hilfe von Risikolimiten

überwacht und gesteuert.

Auf der Grundlage dieser Verfahren und des vorhandenen Risikodeckungspotenzials der Bank ist die

Risikotragfähigkeit sowohl unter den von ihr definierten Standard- als auch Stress-Szenarien gegeben.

Im Kreditgeschäft sind keine besonderen strukturellen Risiken erkennbar.

Die gesetzlichen und satzungsmäßigen Kreditgrenzen sind eingehalten.

42


Die Ertragslage war im Geschäftsjahr 2012 günstig.

Sie ist durch einen gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Zins- und Provisionsüberschuss, gestiegene

Verwaltungsaufwendungen sowie ein rückläufiges Betriebsergebnis aus dem Warengeschäft gekennzeichnet.

Sie wurde durch negative Beiträge aus der Bewertung des Kreditgeschäfts beeinflusst und

durch ein positives Bewertungsergebnis aus den Eigenanlagen entlastet. Die Gewinn- und Verlustrechnung

weist einen Jahresüberschuss von TEUR 332 aus.

Nach der Ergebnisvorschaurechnung erwartet die Bank für das laufende Geschäftsjahr 2013 gegenüber

2012 eine rückläufige Ertragslage.

Die Raiffeisen-Volksbank Neustadt eG verfügt über eine angemessene Eigenkapitalausstattung. Die

Vermögenslage sowie die Finanzlage sind geordnet. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum

jederzeit gegeben.

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung hat der Vorstand die Genossenschaft unter Beachtung der ihm

durch Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung sowie Beschlüsse der Generalversammlung auferlegten

Beschränkungen ordnungsgemäß geleitet.

Der Aufsichtsrat ist seinen Mitwirkungs- und Überwachungspflichten nachgekommen.

Hannover, 11. Juni 2013

Genossenschaftsverband e.V.

Schulz

Wirtschaftsprüfer

Hedrich

Wirtschaftsprüfer

43


Übersicht über die Entwicklung der Bank seit 1950

Jahr Gesamt-

Einlagen

Gesamt-

aus-

Eigenkapital

Bilanzsumme

Bilanzgewinn

Mitglieder

Anteile Warenumsatz

Nettorendite

leihungen

(TEUR) (TEUR) (EUR) (TEUR) (TEUR) (Anzahl) (Anzahl) (TEUR) (%)

1950 43 16 4.090 63 0,4 168 - 115

1960 353 341 54.708 485 1,5 236 - 454

1965 793 561 119.642 1.048 9,6 245 - 818

1970 1.382 1.069 194.291 1.844 18,4 324 818 798

1975 2.388 1.177 295.527 2.799 16,8 358 805 1.118

1980 1 10.192 5.203 845.165 11.707 19,4 950 1.794 2.646 4,48

1981 10.936 5.778 871.941 12.796 41,3 966 1.832 3.260 3,84

1982 11.578 6.528 900.745 13.837 36,6 979 1.809 3.476 3,84

1983 11.438 7.008 933.083 14.289 11,9 1.003 1.833 3.673 3,84

1984 12.015 8.414 944.851 15.113 15,3 1.038 1.856 4.210 3,84

1985 13.411 9.691 981.308 16.422 18,3 1.204 2.125 3.940 3,84

1986 15.016 9.189 991.860 17.893 19,7 1.188 2.075 3.664 3,84

1987 16.205 9.627 1.047.493 18.646 54,2 1.200 2.095 3.472 3,84

1988 16.276 9.936 1.102.035 18.363 52,0 1.232 2.160 3.395 3,84

1989 17.022 10.647 1.154.441 19.448 55,5 1.246 2.192 3.436 3,84

1990 18.069 11.641 1.202.830 20.571 55,0 1.243 2.191 3.265 3,84

1991 19.902 13.151 1.335.193 22.611 49,9 1.248 2.166 4.276 3,84

1992 20.591 13.713 1.375.386 23.799 51,4 1.199 2.059 4.349 3,84

1993 24.529 15.448 1.451.174 28.212 74,8 1.226 2.147 3.995 5,60

1994 25.320 18.189 1.559.569 30.861 86,6 1.268 2.469 4.043 5,60

1995 26.102 21.056 1.765.341 32.785 89,7 1.313 3.403 4.278 5,60

1996 27.060 22.251 1.961.585 33.730 101,8 1.365 4.135 4.613 5,60

1997 28.132 22.849 2.111.002 35.232 105,6 1.388 4.587 5.433 5,60

1998 29.929 24.793 2.219.125 38.753 99,8 1.416 4.854 5.249 5,60

1999 31.263 25.096 2.300.797 39.904 99,5 1.446 4.946 4.861 5,60

2000 29.695 25.767 2.379.805 40.302 110,1 1.451 4.952 4.832 11,20 2

2001 31.766 25.814 2.514.342 42.084 98,9 1.457 4.920 5.331 5,60

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

31.650

33.308

36.674

42.858

48.845

51.071

55.115

60.655

62.562

64.358

27.520

28.468

29.559

31.687

34.036

36.085

2.647.735

2.772.491

2.941.054

3.219.261

3.431.913

3.639.492

42.282

45.694

48.444

54.968

58.622

61.186

65.357

71.642

77.058

82.292

110,2

136,4

154,8

185,9

214,6

221,7

235,9

244,0

280,0

305,0

1.450

1.449

1.454

1.536

1.586

1.619

1.639

1.717

1.757

1.791

4.795

4.781

4.791

5.009

5.026

5.048

5.090

5.326

5.535

5.747

5.128

5.120

5.353

6.231

7.361

7.371

5,60

5,60

5,60

5,60

5,60

5,60

37.995 3.854.675

9.949 5,60

40.007 4.116.921

7.652 5,60

43.954 4.434.710

8.385 11,20 3

50.300 5.052.233

9.415 5,60

2012 66.988 55.555 5.552.375 89.458 331,6 1.827 5.940 11.603 5,60

1 ab 1980 Hagen, Eilvese und Wulfelade

2 Jubiläumsdividende für das Geschäftsjahr 2000

3

Jubiläumsdividende für das Geschäftsjahr 2010

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