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EHEAIJHCOM


C0MMUNITY

I crsrnÄcH

OP DER ZUKUNFI: MEHR ALS NUR

MEHR TECHNIK

ROBOTER, ITUND

VIEL ERGONOMIE

BESTIMMEN DEN ARBEITSPLATZ DES

CHIRURGEN IM 21. JAHRHUNDERT

WENN DA NUR NICHT DIE KOSTEN

WAREN. EXPERTEN AUS INDUSTRIE

KLINIK, WISSENSCHAFT UND POLITIK

DISKUTIEREN WEGE AUS DER

KOSTENFALLE.

tt

TEXT: PHILIPP CNATZEI VON GRATZ

FOTOS: VOLKMAR OTTO

40 EHEALTHCOM

er morgendliche Schritt in den Operationssaal

hatte für den Unfallchirurgen

Prof. Michael Wich vom Unfallkrankenhaus

Berlin (ukb) Iange Zeit etwas dezidiert

Ernüchterndes: ,,Ich arbeitete in einer

topmodernen Klinik, in der sich alles

veränderte und verbesserte. Nur der Operationstrakt

blieb immer gleich." Nun ist der Operationstrakt

das Herz eines Unfallkrankenhauses. Wenn irgendwo

die Moderne Einzug halten müsste, dann doch

hier. Gedacht, getan. Wich entwickelte für das ukb die

Vision eines ,,OP der Zukunft". Prof. Axel Ekkernkamp,

ukb-Geschäftsführer und selbst von Hause aus Unfallchirurg,

war rasch überzeugt. Im |ahr zooT schließlich

war es so weit: In Berlin nahm einer der modernsten Operationssäle

der Republik seinen Betrieb auf.

Das ukb ist in Sachen,,OP der Zukunft" nicht al-

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lein auf weiter FIur. Am Universitätsklinikum /


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Heller als tausend OP-Sonnen: Anders als der noch traditionell

eingerichtete Schockraum (im Hintergrund), erstrahlt der OP der

Zukunft am Berliner ukb im Glanze modernster Medizintechnik.

Um Gastgeber Prof. Axel Ekkernkamp (miftig. in weiß) gruppieren

sich von links nach rechts die Diskussionsteilnehmer der

E-HEALTH-COM-Runde: Dr. Kurt Becker (Synagon), Marius van der

Meer (DLR), Dr.-lng. Sebastian Wibbeling (lML), Dominik Schäfer

(BrainLAB), Prof. Berhard Motzkus (Berliner Krankenhausgesellschaft),

Dr. Dirk Stengel und Prof. MichaelWich {beide ukb).

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C0MMUNITY

I eEsrnÄcH

42 EHEATTHCOM

Aachen beispielsweise werkelt man im

Rahmen des Förderprogramms ortho

MIT ebenfalls an einem OP-Konzept für

Orthopäden des zr. |ahrhunderts. In Lübeck

unternimmt das FUSION-Projekt

Ahnliches für die weichteilchirurgie.

Und auch Unternehmen wie BrainLAB,

Stryker, Karl Storz oder Philips haben

sich das Thema auf die Fahnen geschrieben,

mit unterschiedlichen

Schwerpunkten, auch mit durchaus unterschiedlichen

Definitionen. Zeit also

für eine Bestandsaufnahme. Auf Initiative

von E-HEALTH-COM fand sich

am Berliner ukb eine illustre Expertenrunde

ein, die engagiert über Inhalt,

Ökonomie, Nutzen und Umsetzbarkeit

des,,OP der Zukunft" debattierte.

BEI ALLEN UNTERSCHIEDEN im

Detail herrschte doch Einigkeit über einige

zentrale Komponenten, die den

,,OP der Zukunft", Version Oktober

2oo9, ausmachen. Da ist zum einen das

Thema Ergonomie: ,,Im klassischen OP

fehlt es daran ganz gewaltig", so Wich.

So sind Monitore oft an ungünstigen

Stellen. Kabel verlaufen am Fußboden

und sind damit ein Hindernis. OP-Tische

und Liegen sind zu unflexibel. Im

,,OP der Zukunft" soll das alles anders

werden. Am ukb beispielsweise wurden

so gutwie alle Kabel in die Raumarchitektur

integriert und die Monitore können

so eingestellt werden, dass sie

optimal auf die Bedürfnisse des Operateurs

abgestimmt sind. Ganz ähnlich in

Aachen: ,,Wir haben als ein Teilprojekt

eine situationsangepasste Einstellung

des OP-Tischs entwickelt, bei der sich

die Tischposition dem Chirurgen in Abhängigkeit

vom Operationsfortschritt

anpasst. Wir entwickeln außerdem ein

Modulsystem, um die nötigen Komponenten

einfach zusammenstecken zu

können", berichtete Dr. Kurt Becker von

Synagon, das als Beratungsunternehmen

an orthoMlT beteiligt ist.

Das zweite zentrale Thema des ,,OP

der Zukunft" ist die Integration bildgebender

Verfahren: ,,Hier gibt es ein klares

Defizit", betonte Marius van der

Meer vom Deutschen Zentrum für Luft-

Marius van der Meer, Bereich Mensch-Techniklnteraktion

des BMBF beim DLR

DBei der lntegration bildgebender

Verfahren ins 0P-Umfeld gibt es derueit

noch ein klares Defizit.(

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Prof. Dr. med. Axol Ekkernkamp, Geschäftsführer

und Aralicher Direktor Unfallkrankenhaus Berlin

Dlch denke, jedes Haus braucht einen 0P

der Zukunft. auch wenn der ieweils unterschiedlich

aussieht.(

DSelbst die Spitenreiter nuüen ihren 0P

nur zu 50 Prozent. Da wird Geld in großem

Umlang verschleudert.((

und Raumfahrt, Projektträger sowohl

von orthoMlT als auchvon FUSION in

Lübeck. ,,Es geht darum, die wachsende

Zahl an Modalitäten dem Chirurgen

nicht unsortiert zu überlassen, sondern

sie so zu koordinieren, dass es eine

echte Hilfestellung ist." Reichlich praktische

Erfahrungen gesammelt hat man

mit diesem Thema bei der Industrie:

,,Vor zehn, zwölf Jahren wollten plötzlich

viele Kliniken CT- und Kernspin-

Geräte im OP haben. Das war alles nicht

wirklich erfolgreich. Es reicht eben

nicht, ein Gerät zu kaufen und es in den

OP zu stellenl, betont Dominik Schäfer

von BrainLAB, einem Unternehmen,

das sich unter anderem mit der Ausstattung

von OP-Sälen mit intraoperativer

Bildgebung einen Namen gemacht

hat. BrainLAB bietet integrierte Lösungen

an, die prä- und intraoperative Bildgebung

und Navigation eng miteinander

verzahnen. Das funktioniert: ..Der

größte Engpass im OP ist die Zeit des

Chirurgen, und die versuchen wir dank

optimal kommunizierender Medizingeräte

so effektiv wie möglich zu nutzen",

so Schäfer.

DIE DRITTE KOMPONENTE vieler

Zukunfts-OPs schließlich ist die Integration

des OP-Trakts in das weitere

Krankenhausumfeld. 'Der OP der Zv

kunft hört nicht an der OP-Tür auf",

&

PD Dr. med. Dirk Stengel MSc, Leiter Zentrum für Klini- brachte es Dr.-Ing. Sebastian Wibbeling

sche Forschung Unfallkrankenhaus Berlin, Leiter des Zen- vom Fraunhofer IML auf den Punkt. In

trums für Methodenberatung der Deutschen Gesellschaft

der digitalen und organisatorischen Ver-

für Unfallchirurgie

netzung zwischen OP und anderen

DVor allem bei der vorderen Kreuzbandplastik

kommt es zu einer signifikanten

Krankenhausabteilungen sieht er er-

Reduktion der 0P-Zeit.((

hebliche Synergiepotentiale. Das fängt

schon bei der Planung des morgendlichen

OP-Beginns an. Wenn in einem

großen OP-Trakt mit 18 Sälen überall

um Punkt 8 Uhr Schnitt ist, führt das

auch in einem,OP der Zukunft" regelmäßig

zu logistischen Problemen, wenn

alle Patienten über die gleiche Schleuse

kommen. Genauso beim Wechsel von

.*

einem Patienten auf den nächsten:

Auch modernste Medizintechnik steht

nur rum, wenn die Patienten nicht

Prof, Dr. h.c. Bernhard Moukus, langjähriger Verwal- pünktlich da sind oder nicht adäquat

tungsdirektor der Charit6 Berlin, Vorstandsmitglied vorbereitet werden.

der Berliner Krankenhausgesellschaft


COMMUNUITY

I srspnÄeu

44 EHEALTHCOM

IT-Lösungen können hier helfen:

..Für sehr interessant halten wir beispielsweise

Konzepte, bei denen die Abläufe

im OP in silico simuliert werden,

um Schwachstellen aufzuzeigen", so

Wibbeling. Auch beim Bundesforschungsministerium

will man sich in

nächster Zeit verstärkt diesem Thema

widmen. Für die ersten hundert Tage

der neuen Bundesregierung steht die

Erstellung eines Aktionsplans Medizintechnik

an: ,,Da geht es unter anderem

darum, wie Klinikworkflows patientenindividuell

modelliert werden

können, um den Weg des Patienten zu

den unterschiedlichen Abteilungen

und Gerätschaften möglichst reibungsfrei

zu gestalten", sagte Marius van der

Meer. Ziel ist es letztlich, die Leerlaufzeiten

möglichst gering zu halten.

,,Weniger Leerlauf ist überhaupt eine

der großen Hoffnungen, die sich mit

dem'OP der Zukunft" aus Sicht der Klinikverwaltungen

verbinden. Denn klar

ist: Die erheblichen Investitionen in

mehr OP-Technik und aufwendige IT

müssen sich irgendwie rechnen. Die

Verringerung der Leerlaufzeiten ist da

eine wichtige Stellschraube, wie der

langjährige Verwaltungsdirektor der

Berliner Charit6, Prof. Bernhard Motzkus,

betonte: ,,Selbst die Spitzenreiter

liegen bei den Nutzungsraten ihrer OPs

nur bei etwa 50 Prozent. Da wird Geld

in großem Umfang versctrleudert." Dass

sich ein,,OP der Zukunft" alleine durch

die deutlich kürzeren Reinigungszeiten

für Kliniken bezahlt macht, daran zweifelt

Motzkus keine Sekunde: ,,Da ist jederzeit

eine zusätzliche Operation am

Tag möglich." Mehr Operationen gleich

mehr Geld aus dem DRG-System. Einfache

Rechnung.

NEBEN DER LEERLAUFZEIT ist

die OP-Dauer die zweite wirtschaftlich

interessante Größe. Auch hier gilt: |e

kürzer die OP, desto mehr kann operiert

werden. Dr. Dirk Stengel, Chirurg und

Epidemiologe am Zentrum für Klinische

Forschung des ukb, konnte über

erste positive Erfahrungen berichten:

..Vor allem bei der vorderen Kreuz-

Dipl.-lng. 0r. Kurt Becker, Geschäftsführer Synagon

GmbH - Beratung für das Gesundheitswesen

DWir wollen den Wissenschaftlern einen

leitfaden an die Hand geben, um bei

Medizinprodukten Studien zu planen.(

Dominik Schäler, Product Manager i0R, BrainLAB,

München

D Es gibt schon Szenarien. bei denen der

medizinische Nutzen von 0P-Technik zweifelslrei

nachgewiesen ist.(

bandplastik kommt es zu einer signifi

kanten Reduktion der mittleren OP-

Zeit." Auch beim orthoMlT:Projekt setzt

man auf schnelle Operationen. Hier sollen

mit intraoperativer Navigation oder

OP-Roboter Zementreste weggefräst

werden. ,,Insgesamt erhoffen wir uns

eine Zeitersparnis von bis zu zo Minu

ten pro Operation", sagte Becker.

Wenn der,,OP der Zukunft" so überzeugende

Effizienzgewinne bringen

kann, müsste er dann nicht längst in

jeder Klinik stehen? Im Prinzip ja.

Ekkernkamp: ,,Ich denke, jedes Haus

braucht einen OP der Zukunft, auch

wenn der jeweils etwas unterschiedlich

aussieht." Die Praxis freilich sieht anders

aus: Die Investitionen in einen Zukunfts-OP

sind hoch, und zumindest

bei der dual finanzierten Mehrheit der

deutschen Kliniken ist einfach kein Geld

für größere investive Sprünge vorhanden,

wie Motzkus in seiner Funktion

als Vorstandsmitglied der Berliner Krankenhausgesellschaft

betonte:,,Was Investitionen

angeht, Iiegt der Finanzierungsstau

deutscher Kliniken bei 5o

Milliarden Euro. Für kurzfristige Anla

gegüter gibt es nur eine minimale Pauschale.

Damit ist nichts anderes als Krisenbewältigung

möglich."

WAS ALSOTUN? Ekkernkamp ist

vor allem die Art der Krankenhausfi-

Dr.{ng. Sebastian Wibbeling, Abteilungsleiter Health nanzierung ein Dorn im Auge: ,,Wir

Care Logistics, Fraunhofer-lnstitut für Materialfluss und fordern seit Jahrzehnten eine monis-

Logistik {lML}, Dortmund

tische Finanzierung durch die Kran-

DSehr interessant sind Konzepte, bei denen kenkassen. Das würde zwar nicht au-

Abläufe im 0P in silico simulieft werden.( tomatisch mehr Geld bringen, aber

Raum schaffen für individuelle Konzepte."

Am ukb hatte man diesbezüglich

Glück: Das Unfallkrankenhaus gehört

zu den Berufsgenossenschafte

und ist damit monistisch finanziert.

Doch auch bestehende Möglichkeiten

gilt es zu nutzen, wie Motzkus unterstrich:

..Die Medizintechnikindustrie

sollte stärker an die Regierungen herantreten

mit der Forderung, die seit

|ahresbeginn existierenden Pauscha

Prof. Dr. med. Michael Wich, Stellv. Klinikdirektor der lierungssysteme adäquat auszustatten

Klinik für Un{allchirurgie und 0rthopädie Unfallkrankenhaus

Berlin, Initiator des 0Ps der Zukunft am ukb Wenn die Kliniken angemessen große

Pauschalen für Investitionen erhalten,

Dlch arbeitete in einer topmodernen Klinik,

in der sich alles veränderte und verbesserte,

Nur der 0P-Trakt blieb immet gleich.(


COMMUNITYGTSPNACH

haben sie zumindest mehr Gestaltungsspielräume."

fenseits der reinen Finanzierungslogistik

ist freilich auch die Krankenhausseite

gefordert:,,Eine qualitativ

hochwertige Medizin in der Fläche wird

es in Zukunft nur geben, wenn die Patienten

bereit sind, dafür gewisse Strecken

zu fahren. Wir werden keine z ooo

OPs der Zukunft haben. Wenn die Po-

Iitik dabei bleibt, dass jeder Patient alles

bekommen soll, dann müssen wir

auch sagen: fa, das geht, aber nicht an

jedem Ort", so Ekkernkamp. Für die Kliniken

heißt das nicht notwendigerweise

Schließungen, aber doch Spezialisierung

innerhalb gemeinsamer Trägerschaften.

Mit der Bundestasswahl ist

RunderTisch:

lm Berliner

Zimmer am

dieses Szenario zumindest wahr

hochmodernen scheinlicher geworden.

Unfallkrankenhaus

Berlin (ukb) Klar ist, dass die medizinische Qua-

stand die Zukunft lität bei allen ökonomischen Überle-

der Chirurgie

gungen nicht aus dem Blick geraten

zur Diskussion.

darf. Nicht zuletzt der OP Roboter hat

gezeigt, was passieren kann, wenn neue

Technik ohne hinreichende Evaluation

im Operationssaal eingeführt wird: ,,Ich

selbst war immer ein großer Anhänger

der Roboter im OP. Wir haben jahrelang

Kreuzbandoperationen mit dem Roboter

CASPAR gemacht und damit exzel-

Iente Ergebnisse erzielt, die wir auch

publiziert haben. Trotzdem r,lrrrden damals

Fehler gemacht, die wir beim OP

der Zukunft nicht wiederholen sollten",

46 FHEALTHCOM

so Ekkernkamp. Er plädierte dafür, mög-

Iiche Risiken vorher zu evaluieren und

appellierte an die Industrie, neue Produkte

nicht vorschnell auf den Markt

zu werfen.

DIE FRAGE BLEIBT FRE|LICH,wie

sich der,,OP der Zukunft" überhaupt

sinnvoll evaluieren lässt - nicht zulelzl

vor dem Hintergrund der anstehenden

Novelle des Medizinproduktegesetzes

(MPG), das für viele Techniken, die heute

ganz selbstverständlich genutzt werden,

neue Prüfkriterien etablieren wird.

Wich wies in diesem Zusammenhang

auf die intraoperative Navigation hin:

,,|eder Chirurg, der in einer schwierigen

Situation Implantate anbringen muss,

freut sich über Navigation. Aber es gibt

bis heute keine nachgewiesene Verbesserung

für das Outcome der Patienten."

Ganz so pauschal wollte Schäfer das

nicht stehen lassen: ,,Es gibt schon Indikationen,

bei denen der medizinische

Nutzen nachgewiesen ist. Mit Navigation

und intraoperativer High-end-

Bildgebung lässt sich beispielsweise die

Fehlerrate von Wirbelsäulenimplantaten

bis auf Null reduzieren. Und die maximale

Verringerung des Volumens von

Hirntumoren gelingt ausschließlich mit

diesen Technologien."

Das freilich sind Spezialflille, die sich

nicht zwangsläufig auf jeden ,,OP der

Zukunft" übertragen lassen. Becker plä-

dierte deswegen dafür, das Thema Eva-

Iuation von OP-Technik generisch anzugehen.

,,Wir machen das in der

Arbeitsgruppe Medizintechnik der

Telematikplattform für Medizinische

Forschungsnetze (TMF). Hier geht es

darum, den Unternehmen und den

Wissenschaftlern eine Art Leitfaden an

die Hand zu geben, um bei neuen

Medizinprodukten Studien zu planen,

die Aussagen zum Patientennutzen

erlauben und die der MPG-Novelle

Rechnung tragen."

Am anderen Ende der Skala, nach

der Einführung neuer Produkte, erlauben

Qualitätsberichte der Kliniken zumindest

einen gewissen Vergleich von

patientenrelevanten Outcome-Parametern.

Wichtig ist hier freilich, dass erstens

trägerübergreifend verglichen

wird und zweitens die Ergebnisse dann

auch transparent gemacht werden.

,,Mit IQM, unserer kürzlich offiziell gegründeten

Initiative Qualitätsmedizin

wollen wir genau das erreichen", so

Ekkernkamp. rr4 Kliniken haben sich

bisher zusammengefunden und erhe

ben unmittelbar patientenrelevante

Daten, etwa über OP-Komplikationen,

über Todesfälle oder über Zweitein

griffe. ,,Ab Herbst kommen diese Daten

gnadenlos ins Internet", so Ekkernkamp.

Wenn ein,,OP der Zukunft" wirklich

Zusatznutzen bringt, dann sollte

sich das in solchen Registern niederschlagen.

Motzkus zumindest ist davon

überzeugt: ,,Wenn die drei Komponenten

des OP der Zukunft, also Prozessverbesserung,

Logistikverbesserung

und Verbesserung der Kommunikationswege,

konsequent umgesetzt werden,

dann wird sich das in höherer Qualität

niederschlagen, da gibt es gar

keinen Zweifel"

r PHILIPP GRATZEL

VON GRATZ

Der Mediziner. Journalist

und Autor (,Vernetzte

Medizin") ist Redakteur

von E-HEALTH-COM.

Kontakt: p.graetzel @

e-health-com.eu

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