Wie gestalte ich den Übergang - Evangelisches Bildungszentrum ...

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Wie gestalte ich den Übergang - Evangelisches Bildungszentrum ...

Wie gestalte ich den Übergang in den Ruhestand?

Die Haikus, wurden von Teilnehmerinnen und Teilnehmern unseres Bildungsurlaubs zur

Vorbereitung auf den Ruhestand geschrieben.

Im Blog für die zweite Lebenshälfte gibt es die Kategorie „Ruhestand“, in der Sie

Denkanstöße und Erfahrungen von Menschen, die schon im Ruhestand sind, finden

können.

Achtung Chancen

Endlich kein Zeitdruck

Dem Ruf des Lebens folgend

durchlässig werdend

„In Ruhestand gehen“, ist nichts, was man an einem Tag abhandelt. Manche sehnen

sich schon Jahre vorher an den Tag des Abschieds, manche fürchten ihn. Es ist ein

längerer Prozess, der nicht nur Sie, sondern auch Ihr Umfeld beschäftigt: Ihre

Partnerin, Ihren Partner, die Kinder, die Freundinnen und Freunde, die Kolleginnen

und Kollegen, den Chef, die Chefin. Denn es ändert sich etwas Entscheidendes: acht

und mehr Stunden Ihres Tages werden nicht mehr von der Arbeit bestimmt. Sie

(werden) bestimmen. Acht Stunden sind ganz schön viel Zeit. Und wenn der Wecker

nicht mehr klingelt, bekommt das Leben eine ganz neue Dynamik.

Abschied von Kollegen

Loslassen von Gewohnheiten

Selbstbestimmung

Nehmen Sie den Abschied selbst in die Hand

Mal eben schnell den letzten Tag abhaken? Den Rückblick anderen überlassen? Tun

Sie sich das nicht an. Es lohnt sich, sich selbst Wertschätzung zu geben und einmal

zu schauen, wie sich Ihr Arbeitsleben im Laufe der Jahre entwickelt hat. Im Blog für

die zweite Lebenshälfte finden Sie eine Möglichkeit, wie man diesen Rückblick und

Abschied für sich gestalten kann.

Vorbereitung auf den Ruhestand: Ihr persönlicher Rückblick

Ich bin sehr dafür, die Zeit nach der Erwerbsphase vorzubereiten. Und viele von

Ihnen sind aktiv dabei. Sie machen sich Gedanken, was Ihnen weiterhin wichtig ist,

was Sie neu lernen oder tun wollen, wie Sie Ihre Zeit gestalten.

Nur eins lassen viele auf sich zukommen: den Tag an dem ES passiert. Der letzte

Tag. Die Verabschiedung. Das Ende … – einer Welt.

Und da können dann nette bis schlimme Sachen passieren: dünne Reden,

Lobeshymnen, die einem peinlich sind, ein Fresskorb zum Abschied und in geballter

Häufung die Wörter „Freiheit“ und „wohlverdient“.

Da Ihr Ruhestand in der Tat wohlverdient ist, ist das doch die Gelegenheit dies selbst

zu würdigen. Ich möchte Ihnen in den nächsten Tagen ein paar Anregungen geben,

Evangelisches Bildungszentrum für die zweite Lebenshälfte

Würzburger Str. 13, 61619 Bad Orb/ Telefon: 06052-91570/ ebz.badorb@ekkw.de

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wie Sie diesen Tag planen und mitgestalten können. Beginnen wir mit dem Rückblick

auf Ihr Arbeitsleben.

Mein Arbeitsleben – eine persönliche Bilanz

Nehmen Sie sich Zeit: Erinnern Sie sich an Ihre Stationen im Arbeitsleben. Staunen

Sie über Auf und Ab, über Erfolg und Misserfolg, darüber wo Sie angefangen haben

und wo Sie nun stehen.

• Nehmen Sie sich ein großes Blatt Papier, legen Sie eine Zeitlinie mit

Jahreszahlen an. Zeichnen Sie zunächst die nüchternen Fakten ein: von wann

bis wann war ich wo – als was? Wichtige Stationen: Schule, Lehre, Studium,

die erste Arbeitsstelle, Arbeitsplatzwechsel. Überlegen sie ob die jeweiligen

Stationen für Sie ein Hoch oder eher ein Tief waren auf Ihrer Lebenslinie.

Natürlich können Sie auch persönliche Daten wie Ihre Hochzeit oder die

Geburt eines Kindes eintragen.

• Lassen Sie dann Ihr Berufsleben Revue passieren und seien Sie gespannt,

was Ihnen alles wieder einfällt: Großes, wie Kleines. Zeichnen Sie schöne

Symbole dazu – etwa eine Schatzkiste über das Diplom oder ein Lachgesicht,

wenn Sie an einer beruflichen Station einen guten Freund kennen gelernt

haben.

• Betrachten Sie nun Ihre Zeitleiste, nehmen Sie die Adlerperspektive über Ihr

Berufsleben ein: Was war wann? Was war ganz besonders? Was war gut?

Und besonders wichtig - das Fazit:

Was von all dem Erlebten möchte ich hinter mir lassen?

Was möchte ich mir bewahren?

Ich wünsche Ihnen gute Erfahrungen mit Ihrer persönlichen Bilanz. Vielleicht teilen

Sie Ihre Gedanken mit einer Freundin, einem Freund. Die können Ihnen

möglicherweise auch noch für Ungesehenes die Augen öffnen.

Pfarrerin Annegret Zander, Leiterin des ebz

Evangelisches Bildungszentrum für die zweite Lebenshälfte

Würzburger Str. 13, 61619 Bad Orb/ Telefon: 06052-91570/ ebz.badorb@ekkw.de

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