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Daily - Salzburger Festspiele

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DailyNr. 19, 15.–17. August 2009

Anna Netrebko

Perlen russischer

Vokalmusik

Foto: Chopard

SALZBURGER FESTSPIELE 2009


SALZBURGER FESTSPIELE 2009 Daily

Nr. 19, 15.–17. August 2009

Claus Guth und Daniel Harding mit den Künstlern von Le nozze di Figaro bei der Premierenfeier

Mit Così fan tutte hat Regisseur Claus Guth in diesem Jahr seinen Mozart-Da Ponte-

Zyklus bei den Salzburger Festspielen komplettiert. Gestartet hat er ihn fulminant mit

Le nozze di Figaro im Mozartjahr 2006. Nun ist dieses Werk wieder im Rahmen der Salzburger

Festspiele zu erleben. Dirigent Daniel Harding und das Sängerensemble stießen auf die

geglückte Wiederaufnahme von Mozarts Oper an.

In der Fachhochschule Urstein feierte Daniel Barenboim mit den Solisten Waltraud Meier,

Simon O’Neill, John Tomlinson, Peter Mattei, Adriana Kucerova und Viktor Rud sowie dem West-

Eastern Divan Orchestra den Erfolg des Fidelio im Großen Festspielhaus. Die Feier wurde von

Markus Winkler, Firma Wiberg, KR Josef Eder, Sand und Kies, und Dr. Wolfgang Gmachl, Firma

VSCG Immobilien- und Beteiligungs GmbH, unterstützt.

John Tomlinson, Waltraud Meier und Daniel Barenboim (im Vordergrund) feierten nach dem Fidelio-Konzert

With Così fan tutte, director Claus Guth completed his Mozart-Da Ponte cycle at the Salzburg

Festival this year. It began brilliantly with Le nozze di Figaro in the Mozart Year 2006. Now,

this work can be seen again at the Salzburg Festival. Conductor Daniel Harding and the

ensemble of singers toasted the successful revival of Mozart’s opera.

At the Urstein Polytechnic, Daniel Barenboim and soloists Waltraud Meier, Simon O’Neill, John

Tomlinson, Peter Mattei, Adriana Kucerova and Viktor Rud as well as the West-Eastern Divan

Orchestra celebrated the success of their Fidelio at the Grosses Festspielhaus. The party was sponsored

by Markus Winkler of Wiberg, KR Josef Eder of Sand und Kies and Dr. Wolfgang Gmachl of VSCG

Immobilien- und Beteiligungs GmbH.

Fotos: wildbild.at

Festspiele Inside

Die Wiener Philharmoniker bestreiten bei den Salzburger

Festspielen nicht nur ein umfangreiches Opernund

Konzertprogramm. Auch die Jugendarbeit bildet

einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit. „Kraftzentrum des Festspielsommers“,

nennt es Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der

Salzburger Festspiele. Die Säulen der Nachwuchsförderung:

die Arbeit mit jungen Blasmusiktalenten, die Angelika-Prokopp-Sommerakademie

und schließlich drei Musikcamps für

Kinder und Jugendliche. Die jungen Teilnehmer erschaffen eigene

Versionen jener Werke, die bei den Festspielen zur Aufführung

gelangen – ein klingender Kommentar zu Inszenierungen

unter Mitwirkung von Mitgliedern der Wiener Philharmoniker.

Am Samstag ist im Schüttkasten die Abschlussaufführung

des Mozart-Camps zu erleben – mit einer Version

von Le nozze di Figaro.

Die Salzburg Festival Society veranstaltet jedes Jahr die „Artist

Lecture Series“ im Rahmen der Salzburger Festspiele. Am

Sonntag sind Joshua Bell und Steven Isserlis zu Gast in der Rudolf

Budja Galerie. Sie gestalten mit dem Pianisten Dénes Várjon

zwei Kammerkonzerte bei den Salzburger Festspielen.

Deutsche Frühromantik steht im Mittelpunkt dieser Programme:

Weber, Schumann und Mendelssohn. Für interessante

Diskussionen ist gesorgt, denn Isserlis versteht die Zusammenstellung

programmatisch: „Der Einfluss von Carl Maria

von Weber und seiner Zauberwelt auf spätere Komponisten

des 19. Jahrhunderts wird heute gerne ein wenig unterschätzt.“

Musikcamp der Salzburger Festspiele und der Wiener Philharmoniker

Zauberwelten

At the Salzburg Festival, the Vienna Philharmonic does not

only perform an extensive program of operas and concerts.

Education and working with young people is another focus

of its activities. Helga Rabl-Stadler, President of the Salzburg

Festival, calls it the “central force of the Festival summer”. The

pillars of this education program: working with talented young

brass and wind players, the Angelika Prokopp Summer Academy,

and finally three music camps for children and teenagers. The

participating children and teenagers create their own versions of

works performed at the Festival – a resounding commentary on

the productions, realized with the help of members of the Vienna

Philharmonic. On Saturday, the Schüttkasten is the venue for the

final performance of the Mozart Camp – featuring a new version

of Le nozze di Figaro.

Every year, the Salzburg Festival Society hosts its “Artist Lecture

Series” as part of the Salzburg Festival. On Sunday, Joshua Bell

and Steven Isserlis will appear at the Rudolf Budja Gallery. Together

with pianist Dénes Várjon, they are scheduled to perform

two chamber music concerts at the Salzburg Festival. Music of

the early German Romantic period forms the centerpiece of these

programs: works by Weber, Schumann and Mendelssohn. Interesting

discussions are sure to ensue, as Isserlis has followed a programmatic

line: “The influence of Carl Maria von Weber and his

world of magic on later 19 th -century composers is often underrated

today,” the London-born cellist justifies his choice of pieces.

Gautier Capuçon gehört zu den führenden Cellisten

und Kammermusikern unserer Zeit. Der

französische Musiker spielt mit Gabriela Montero

einen Kammermusikabend bei den Salzburger Festspielen.

Die in Venezuela geborene Pianistin hat eine bemerkenswerte

Karriere hinter sich: Als Achtjährige gab

sie ihr Konzertdebüt mit dem Simón Bolívar Youth Orchestra,

ein Stipendium ermöglichte es ihr, in den USA

zu studieren. Ihr Album Baroque wurde 2009 in zwei Kategorien

für den Grammy Award nominiert.

Musik, die prominente Cellisten als Inspirationsquelle

und Widmungsträger eint, steht auf dem Programm des

Kammermusikkonzerts mit Capuçon und Montero. Die

Sonate für Violoncello und Klavier op. 119 von Sergej

Prokofjew ist Mstislaw Rostropowitsch gewidmet – der

Cellist hat sie 1950 gemeinsam mit Swjatoslaw Richter

uraufgeführt. Sie zeichnet sich bei aller Brillanz durch

einen für Prokofjews Spätstil typischen dichten Lyrismus

aus. Alfred Schnittke hat seine zwischen Zwölftontechnik

und traditioneller Dreiklangsharmonik virtuos

changierende Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 1

einer Ausnahmevirtuosin auf den Leib geschneidert:

Natalia Gutman. Sergej Rachmaninows einzige Sonate

für Violoncello und Klavier wurde von seinem Freund

Anatoli Brandukow uraufgeführt. Ihm ist dieses Werk

auch gewidmet. Außergewöhnliche Musik für außergewöhnliche

Interpreten.

Musik für Ausnahme-Cellisten

Gautier Capuçon

Foto: M. Tammaro, Virgin Classics

Gautier Capuçon is among the leading cellists and

chamber musicians of our times. The French musician

performs a chamber music recital with

Gabriela Montero at the Salzburg Festival. The Venezuelan-born

pianist can already look back on a remarkable

career: she made her concert debut as an eight-year-old

with the Simón Bolívar Youth Orchestra; later a scholarship

enabled her to study in the USA. Her album Baroque

was nominated in two categories for the 2009 Grammy

Awards.

The program of the chamber music evening with

Capuçon and Montero features music that was inspired by

or dedicated to prominent cellists. Sergey Prokofiev’s

Sonata for Violoncello and Piano Op. 119 is dedicated to

Mstislav Rostropovich – the cellist performed its world premiere

in 1950 together with Sviatoslav Richter. While absolutely

brilliant, it is characterized by a dense lyricism,

typical of Prokofiev’s late work. Alfred Schnittke tailored

his Sonata for Violoncello and Piano No. 1, which oscillates

virtuosically between twelve-tone-technique and traditional

chord-based harmonics, to an exceptional performer:

Natalia Gutman. Sergei Rachmaninoff’s only

Sonata for Violoncello and Piano was premiered by his

friend Anatoly Brandukov, to whom the work is also dedicated.

Exceptional music for exceptional artists.

Karten für 15. 8. zu € 65,–, 50,– , 40,– und 25,–

verfügbar.


SALZBURGER FESTSPIELE 2009 Daily

Nr. 19, 15.–17. August 2009

Perlen russischer Vokalmusik

Anna Netrebko gibt – mit Daniel Barenboim am Klavier – einen mit Spannung erwarteten Liederabend im Großen Festspielhaus.

Auf dem Programm stehen ausgewählte Lieder ihrer Heimat von Rimski-Korsakow und Tschaikowski.

Liest Anna Netrebko zum

Deutsch-Üben Zeitungskritiken?

Falls ja, hätte sie sich unlängst,

bei ihren Baden-Badener

Auftritten in der Titelrolle von

Tschaikowskis Iolante, in der Welt erläutern

lassen können, wie sich das

„Produkt“ Netrebko nunmehr „zum

Individuum“ emanzipiere. Vergeben

alle Medien-Events, alle Flirts mit

der Pop-Kultur, alle Stadthallenkonzerte

und Glamour-Auftritte, mit

denen das Feuilleton so große Probleme

hat – obwohl Opernstar-Sein

seit den seligen Zeiten einer Maria

Malibran, einer Nellie Melba nie anders

funktioniert hat.

Individualität braucht, wer sich

für einen Liederabend aufs Podium

stellt. Anna Netrebko als Liedsängerin

– eine Premiere? In Salzburg und

gemeinsam mit Daniel Barenboim,

dem musikalischen „Verführer“,

der schon Rolando Villazón mit

Schumanns Dichterliebe nach Berlin

gebracht hat, ja. Aus viel früheren

Jahren kennen Moskau, St. Petersburg,

San Francisco Anna Netrebko

in dieser Rolle, die keine „Rolle“ sein

darf, weil Lieder zu singen immer

heißt: sich ganz zu öffnen, sich ungeschützt

in die Karten, ins Herz

schauen zu lassen. Damals sang sie

Mozart, Strauss, Rachmaninow, Anna Netrebko

jetzt, im Großen Festspielhaus, besteht

das Programm ausschließlich aus dunkel leuchtenden Perlen russischer

Vokalmusik – eine Erinnerung daran, dass Anna Netrebko aus ihren

ersten Opernjahren auch Glinkas Ruslan und Ludmilla, Prokofjews

Krieg und Frieden und Rimski-Korsakows Zarenbraut im Repertoire hat.

Sowohl Nikolai Rimski-Korsakow (1844–1908) als auch Peter Iljitsch

Tschaikowski (1840–1893) haben ein Leben lang Lieder geschrieben –

nein, nicht „Lieder“: „Romanzen“,

die immer auch von der Berührung

der russischen Kultur mit der französischen

erzählen. Und beide

Komponisten, der Klangfarbenmagier

und Opern-Märchenerzähler

Rimski-Korsakow ebenso wie der

Bekenntnis- und Effektmusiker

Tschaikowski, sind dabei neu zu

entdecken.

Ein eigener Kosmos: Da werden

Wiegenlieder gesungen, durch die

die Sonne leuchtet und der Adler

schwebt, da schwanken unglücklich

Verliebte zwischen Hingabe und

Verzweiflung, und aus Nächten des

Exzesses ist melancholische Erinnerung

geworden. Viel Naturlyrik ihrer

Zeitgenossen haben sowohl Nikolai

Rimski-Korsakow als auch Peter

Iljitsch Tschaikowski in Musik

gesetzt, um ihren Ich-Erzählerinnen

beim Zug der Wolken, in stürmischer

Mondnacht, zu frühlingshaftem

Nachtigallenklang Gelegenheit

zu schwermütigem Nachsinnen

zu geben – oder zur dramatischen

Auflehnung gegen das Vergehen.

Auf kleinstem Raum, ohne große

Klanggesten, mit feinen Schattierungen

im Klavierpart und alles andere

als opernhaft können diese

Mini-Szenen gestaltet sein, dann

wieder erzählend und beim Erzählen

sich die Strophenform anverwandelnd,

aber auch als impulsiver, pathetischer Ausbruch. Schönklang

triumphiert, und dass beide Komponisten begnadete Melodien-Erfinder

waren, steigert den Reiz. Salzburg erlebt die Geburt dieses erlesenen

Programms, mit dem Anna Netrebko und Daniel Barenboim zu den

nächsten Lindenopern-Festtagen auch nach Berlin gehen werden. Fortsetzung

garantiert!

Chris Tina Tengel

Gems of Russian Vocal Music

Anna Netrebko will give an eagerly awaited song recital – with Daniel Barenboim at the piano – at the Grosses Festspielhaus.

The program features selected songs from her homeland by Rimsky-Korsakov and Tchaikovsky.

Does Anna Netrebko practice her German

by reading newspaper reviews? If she

does, on the occasion of her appearances

in Baden-Baden in the title role of Tchaikovsky’s

Iolante, she might have read an explanation in

Die Welt of how the “product” Netrebko is now

emancipating itself “into an individual”. All the

media events, all the flirts with popular culture,

all the town hall concerts and glamour appearances

which the feuilleton finds so problematic

seemed to be forgiven – although being an opera

star has never been otherwise, since the times of

Maria Malibran and Nellie Melba.

Individuality is certainly needed when one

walks onstage to give a song recital. Anna Netrebko

as a song performer – a premiere? Yes, in

Salzburg and together with Daniel Barenboim,

the musical “seducer”, who already brought

Rolando Villazón to Berlin to sing Schumann’s

Dichterliebe. From long ago, Moscow, St. Petersburg

and San Francisco know Anna Netrebko in

this role, which cannot be a “role”, since song

recitals always mean opening oneself completely,

to let everyone look into one’s cards, one’s heart.

At that time, she sang Mozart, Strauss, Rachmaninoff

– now, at the Grosses Festspielhaus, the

program consists exclusively of darkly shining

gems of Russian vocal writing – a reminder of

the fact that Anna Netrebko also has Glinka’s

Ruslan and Lyudmila, Prokofiev’s War and

Peace and Rimsky-Korsakov’s The Tsar’s Bride

in her repertoire from her early opera days.

Both Nikolai Rimsky-Korsakov (1844–1908)

and Piotr Ilyitch Tchaikovsky (1840–1893)

wrote songs all their lives – no, not “songs”: “romances”,

which always tell of the meeting between

Russian and French culture. And both

composers, the sound color magician and spinner

of operatic fairy tales Rimsky-Korsakov and

Tchaikovsky, whose music is always a crossing

between confession and effect, can be rediscovered

through these romances.

It is a cosmos in and of itself: there are lullabies

in which the sun shines and the eagle flies,

Foto: Chopard

KARTENBÜRO DER SALZBURGER FESTSPIELE

Herbert von Karajan Platz 11 · 5010 Salzburg · täglich 10.00–18.00 Uhr

Telefon +43-662-8045-500 · Telefax +43-662-8045-555

Salzburger Festspiele Shop · Karten /Tickets

Hofstallgasse 1 (Eingang /entrance Haus für Mozart) · täglich 9.30–20.00 Uhr

info@salzburgfestival.at · www.salzburgfestival.at

there are unhappy lovers who fluctuate between

passion and despair, nights of excess have turned

into melancholy memories. Both Nikolai Rimsky-Korsakov

and Piotr Ilyitch Tchaikovsky set a

lot of nature poetry to music, giving their firstperson

narrators lots of opportunity for brooding

in the face of the clouds, stormy moonlit nights,

and spring-like nightingales’ songs – or to rail

dramatically against transience.

These mini-scenes take place within a very

short time, without great gestures of sound, with

finely nuanced piano parts – they are anything

but operatic. Then again, they turn narrative

and use the strophic form, or burst out impulsively

and pathetically. Beauty of sound triumphs,

and the fact that both composers were

geniuses at inventing melodies heightens the

music’s attractiveness. Salzburg will witness the

premiere of this exquisite program, which Anna

Netrebko and Daniel Barenboim will also present

at the next State Opera Festival in Berlin.

More to follow!

Chris Tina Tengel

Anna Prohaska

Foto: Monika Rittershaus

Mein Erstwohnsitz: Berlin. Die

Stadt der – wie man sie in England

nennt – „champagne Marxists“,

der Che-Guevara-T-Shirt-Träger,

die mit Papas Geld durch die Kneipen

ziehen und sich über fette Charlottenburger

und spießige Schwaben aufregen

und den Übergang vom Lackzerkratzer

zum stolzen Autobesitzer kaum bemerken.

Mein Zweitwohnsitz: Henndorf

bei Salzburg. Ein idyllisch anmutendes

Fischerhäusl aus Holz und Lehm (Alter:

300) mit Badestrand am Wallersee.

Diese Idylle ist der Anker für unsere reisende

österreichisch-englische Theaterfamilie.

Da fühlte ich mich unter den

Waldnymphen und Wassernixen der

Rusalka 2008 wie zu Hause.

Jährliche Festspielbesuche von Kindheit

an – jetzt singe ich hier? Zwicken

hilft nichts. Der Traum geht weiter. Es

folgt die zweite Arbeit bei den Salzburger

Festspielen: Al gran sole carico d’amore

von Luigi Nono. Komponist: Mitglied

der Kommunistischen Partei Italiens,

Texte von: Lenin, Gorki … ja, Che selbst!

Anscheinend muss man gerade nach

Salzburg kommen, um den wahren

Kommunismus zu zelebrieren. Wird diese

Ideologie aber nicht ausgestellt wie ein

verstaubtes Artefakt in einer Vitrine?

Nur hier kann Eingependeltes, Tradiertes

mit dem Hinterfragen von Idealen, dem

Aufdecken von vermeintlichen Idyllen

zusammen existieren. Und wie!

My first place of residence: Berlin.

The city of “champagne Marxists”

– as they are called in England

– of people who wear Che Guevara

T-shirts, pub-crawl spending daddy’s

money and mock the fat cats from suburbia

and small-town Swabians, hardly

noticing the borderland dividing the carscratchers

from the proud car-owners. My

second place of residence: Henndorf near

Salzburg. An idyllic fishing cottage of wood

and clay (300 years old) with lakeside

beach on Wallersee. This idyll is the anchor

for our itinerant Austro-English theatre

family. Thus, I felt very much at home

among the wood nymphs and water fairies

of the 2008 Rusalka.

I’ve been to the Festival every year since

I was a child – and now I’m singing here?

I can pinch myself all I like – the dream

goes on. I’m performing once more at the

Salzburg Festival: Al gran sole carico

d’amore by Luigi Nono. The composer: a

member of Italy’s Communist party; texts

by Lenin, Gorky… even Che himself! So it

seems you have to come to Salzburg to celebrate

true communism! But isn’t this ideology

exhibited like a dusty artefact in a

glass case? Only here can the tried-andtrue

traditional coexist with the questioning

of ideals, the disclosure of supposed

idylls. And how!

Anna Prohaska

Impressum • Medieninhaber: Salzburger Festspielfonds • Direktorium: Helga Rabl-Stadler, Präsidentin, Jürgen Flimm, Intendant und Künstlerischer Leiter, Gerbert Schwaighofer, Kaufmännischer

Direktor, Schauspiel: Thomas Oberender, Konzert: Markus Hinterhäuser • Redaktion und Gestaltung: Margarethe Lasinger, Rainer Elstner • Übersetzungen: Alexa Nieschlag • Graphische

Gestaltung und Layout: Margarethe Lasinger, Christiane Klammer • Litho: Media Design: Rizner.at, Salzburg • Druck: Medien-Druck Salzburg GmbH • Alle Rechte, insbesondere das Recht

der Vervielfältigung und der Verbreitung sowie der Übersetzung vorbehalten. Kein Teil der Publikation darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung des Medieninhabers reproduziert

oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet oder verbreitet werden • Änderungen vorbehalten • E-Mail: daily@salzburgfestival.at


SALZBURGER FESTSPIELE 2009 Daily

Nr. 19, 15.–17. August 2009

Datum Uhrzeit Veranstaltung Veranstaltungsort

Date time event venue

Sa, 15.8. 11.00 Uhr Wiener Philharmoniker 3 / Kontinent Varèse 7 · Riccardo Muti

Michael Schade, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

Großes

Werke von Edgard Varèse, Franz Liszt

Festspielhaus

11.00 Uhr Mozart-Matinee 3 · Mozarteumorchester Salzburg · Ivor Bolton

Mit Sandrine Piau, Michaela Selinger, Joel Prieto, Vito Priante,

Arnold Schoenberg Chor, Erwin Ortner · Werke von Joseph Haydn Mozarteum

16.00 Uhr Mozart-Musikcamp Abschlussaufführung für Orchesterprobenraum

Kinder und Jugendliche

Schüttkasten

17.00 Uhr Hugo von Hofmannsthal · Jedermann · Christian Stückl

Mit Peter Simonischek, Sophie von Kessel, Ben Becker,

Domplatz

Peter Jordan u.a.

(Gr. FSH)

18.30 Uhr Wolfgang A. Mozart · Così fan tutte · Adam Fischer · Claus Guth

Mit Miah Persson, Isabel Leonard, Topi Lehtipuu, Florian Boesch,

Bo Skovhus, Patricia Petibon · Wiener Philharmoniker,

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

Haus für Mozart

19.30 Uhr Kammerkonzert · Gautier Capuçon, Gabriela Montero

Werke von Sergej Prokofjew, Alfred Schnittke, Sergej Rachmaninow Mozarteum

20.30 Uhr Ludwig v. Beethoven · Fidelio · Daniel Barenboim · Thomas Lang

Mit Waltraud Meier, Simon O’Neill, John Tomlinson, Peter Mattei,

Adriana Kucerova, Stephan Rügamer, Viktor Rud, Johannes Gisser

Großes

West-Eastern Divan Orchestra, KV Wiener Staatsopernchor

Festspielhaus

21.15 Uhr Siemens Festspielnächte 2009 · Hommage an Herbert von Karajan

Richard Strauss · Der Rosenkavalier · 1984

Kapitelplatz

22.00 Uhr Kontinent Varèse 8 · Peter Rundel · ensemble recherche Große

Werke von Pascal Dusapin, Gérard Grisey

Universitätsaula

So, 16.8. 11.00 Uhr Wiener Philharmoniker 3 / Kontinent Varèse 7 · Riccardo Muti

Michael Schade, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

Großes

Werke von Edgard Varèse, Franz Liszt

Festspielhaus

11.00 Uhr Mozart-Matinee 3 · Mozarteumorchester Salzburg · Ivor Bolton

Mit Sandrine Piau, Michaela Selinger, Joel Prieto, Vito Priante,

Arnold Schoenberg Chor, Erwin Ortner · Werke von Joseph Haydn Mozarteum

11.00 Uhr Young Singers Project · Meisterklasse mit Thomas Quasthoff Universitätsaula

14.30 Uhr Salzburg Festival Society · Joshua Bell and Steven Isserlis in Galerie

conversation with Jay Nordlinger

Budja

Datum Uhrzeit Veranstaltung Veranstaltungsort

Date time event venue

15.00 Uhr Schule des Hörens 3 · Licht- und Schattenseiten der Große

Interpretation · Lecture mit Alfred Brendel

Universitätsaula

15.00 Uhr WEDO 4 · Kammerkonzert I · Daniel Barenboim

Pierre Boulez · West-Eastern Divan Orchestra · PercaDu,

Michael Barenboim, Hilary Summers · Werke von Pierre Boulez

Mozarteum

18.00 Uhr Wolfgang A. Mozart · Le nozze di Figaro · Daniel Harding ·

Claus Guth · Mit Gerald Finley, Dorothea Röschmann,

Marlis Petersen, Luca Pisaroni, Katija Dragojevic, Franz-Josef Selig,

Marie McLaughlin, Patrick Henckens, Oliver Ringelhahn,

Adam Plachetka, Eva Liebau, Uli Kirsch

Wiener Philharmoniker, KV Wiener Staatsopernchor

Haus für Mozart

18.30 Uhr Georg Friedrich Händel · Theodora · Ivor Bolton · Christof Loy

Mit Christine Schäfer, Bejun Mehta, Johannes Martin Kränzle,

Joseph Kaiser, Bernarda Fink und Ryland Davies · Freiburger

Großes

Barockorchester, Salzburger Bachchor, James McVinnie

Festspielhaus

19.30 Uhr WEDO 5 · Kammerkonzert II · Daniel Barenboim

West-Eastern Divan Orchestra · Karim Said, Michael Barenboim

Werke von Alban Berg, Felix Mendelssohn, Arnold Schönberg

Mozarteum

21.15 Uhr Siemens Festspielnächte 2009 · Wolfgang A. Mozart

Don Giovanni · Bertrand de Billy · 2008

Kapitelplatz

Mo, 17.8. 10.00 Uhr Freunde der Salzburger Festspiele

Nadja Kayali: Das Spiel mit dem Feuer – Mozarts „Così fan tutte“ Schüttkasten

11.30 Uhr Freunde der Salzburger Festspiele · Hans Kutil: Unter dem

Krummstab – Fürsten in Purpur – Salzburg als geistlicher Staat Schüttkasten

17.00 Uhr Hugo von Hofmannsthal · Jedermann · Christian Stückl

Mit Peter Simonischek, Sophie von Kessel, Ben Becker,

Domplatz

Peter Jordan u.a.

(Gr. FSH)

18.30 Uhr Wolfgang A. Mozart · Così fan tutte · Adam Fischer · Claus Guth

Mit Miah Persson, Isabel Leonard, Topi Lehtipuu, Johannes

Weisser, Bo Skovhus, Patricia Petibon · Wiener Philharmoniker,

Haus für

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

Mozart

19.30 Uhr Kammerkonzert · Belcea Quartet

Werke von Joseph Haydn, Benjamin Britten, Franz Schubert

Mozarteum

20.30 Uhr Liederabend · Anna Netrebko, Daniel Barenboim Großes

Werke von Nikolai Rimski-Korsakow, Peter I. Tschaikowski

Festspielhaus

Diese Publikation wird ermöglicht durch die Unterstützung von:

und die Freunde der Salzburger Festspiele

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